Das bin ich… ;-)

Das bin ich… ;-)

Hey,

ich bin Isa, 31 Jahre , Single, deutsche, Rentnerin, Hundemädchen Frauchen, Kaffee geht immer Wissende (IMMER!!!!), Herbst und Winter Liebhaberin, den Norden mag ich lieber als den Süden Freak, ich hab zwar nichts vor, aber wenn ich nach 9 Uhr aufstehe hab ich ein schlechtes gewissen Spinnerin, Kerzen passen immer Denkerin, personengedächtnis Demente, Flatterviehzeug – Panikerin …… und seit 2,5 Jahren Wohnmobilfahrerin, Alleinreisende, Europabummlerin und Camperin !

Wie kam es dazu???

Ich würde sagen in den letzten 14 Jahren hatte ich durchschnittlich gesehen vielleicht etwas mehr Pech als einige andere…. Eigentlich verlief mein Leben bis zu meinem 17 Lebensjahr wirklich gut, total „regelkonform“, mit viel Liebe, guter Gesundheit und einer erfolgreichen Zukunft lag eigentlich nichts im Wege…. Dachte ich zumindest…. Bis der Tag kam an dem es plötzlich in meinem Rücken „harkte“ und von da an begann eine unendliche Geschichte in der “ die Achterbahn“ immer noch eine Abfahrt mehr auf Lager hatte, als gedacht.

Nach ganz harten Jahren wurde ich mit 24 Jahren berentet. Was auf den ersten Blick ja “ ganz nett“ klingt, ist auf Dauer gesehen echt nicht schön…. Es ist einfach kein gutes Gefühl jeden morgen aufzustehen und zu überlegen wie man den Tag denn wohl so rum bekommt und so richtig viel kosten darf der Tag am besten auch nicht, denn die Rente ist winzig.

Abgesehen von meiner Familie, ist mein größter Schatz mein kleines Dackel- Schäferhund Mädchen Milla, das kurz nach meiner Berentung bei mir einziehen durfte….. die beste „Therapie“ die je ein Arzt vorgeschlagen hat!

Seitdem verläuft mein Gesundheitszustand in höhen und tiefen und mein “ Freundeskreis“ hat sich in den Zeiten in denen es mir ganz schlecht ging, absolut drastisch reduziert….. Ich musste schnell und knallhart lernen wer eine wirklicher Freund ist, und wer nur ein “ schönwetter Bekannter“ bleibt.

Die Beziehung hat viele harte Tage überstanden, aber irgendwann kam der Moment an dem auch die größte Liebe die ständigen Zickereien, depri Phasen und heul Attacken nicht mehr wett machen konnte und die Versuchung nach etwas anderem anscheinend zu groß wurde.

Nun war ich auch in der Hinsicht allein, aber zum Glück hatte ich ja noch meine Familie und eine große starke Verwandschaft. Gerade meine Ma hatte in dieser Zeit wohl unendlich viele schlaflose Nächte, und sicherlich war ich auch oft nicht “ leicht zu nehmen“, aber immer wenn es wichtig war, da konnte passieren was wolle, meine Eltern waren da und meine Verwandtschaft stand haltend hinter uns.

Doch auch da schlug das Schicksal mit voller kraft ein….

Erst brauchte der liebe Gott wohl einen neuen, hochintelligenten und herzensguten neuen Oberengel, denn ansonsten hab ich kein Verständnis wie er meinen Cousin mit Mitte 20 durch eine Krebserkrankung zu sich holen konnte! Nur wenig später nahm er dann auch noch meine Omi zu sich.

Als dann gerade der schlimmste Schock vorrüber war, es mir gesundheitlich zumindest einigermaßen gleichbleibend ok ging, sich auch mein Herzchen wieder nach einem neuen Partner umsah und endlich mal ein bisschen Ruhe einkehren konnte, kam der nächste Schlag. Es war Heiligabend, die ganze Weihnachtszeit war für mich immer die schönste Zeit des ganzen Jahres, meine Familie feierte gemeinsam mit der großen Verwandschaft ein ganz schönes, besinnliches Fest, draußen schneite es sogar in Massen und alles war  wunderschön friedlich. Da meine Ma ein bisschen schiss hatte bei dem vielen Schnee mit dem Auto zu fahren und sie auch unter keinen Umständen wollte, dass ich so ganz allein am ersten Weihnachtstag bei mir in der Wohnung aufwachte, sind wir zusammen mit dem Auto gefahren.

Ich als Fahrer, sie neben mir….

Von einem auf den nächsten Augenblick war dann nichts mehr wie es war…. Meine Ma sagte noch ihr wird plötzlich so schlecht, dann bricht sie neben mir zusammen und stirbt an einem Riss in der Aorta.

Das durfte einfach nicht sein….!!!

Von da an kamen Tage, Wochen und Monate die schwieriger waren als je zuvor…. und weil das dem lieben Gott, dem Schicksal oder was auch immer für diese ganzen Katastrophen verantwortlich ist immer noch nicht reichte, standen wir ein gutes Jahr später wieder auf dem Friedhof und ich musste mich auch noch von meiner Tante verabschieden, die innerhalb von wenigen TAGEN (!!!) an einer Krebserkrankung verstarb.

Im selben Jahr reiste ich wegen meines Rückens noch zu verschiedenen Ärzten in Deutschland, da die hiesigen Doc’s mit ihrem Latein am Ende waren…. Die ganzen „Rückenpäpste“ wussten zwar auch nicht wirklich weiter, aber die Prognosen sind zumindest so, dass ich früher oder später wieder im Rolli sitzen werde…… Ich gehe natürlich von späääääääter aus!!!

Jaaaaaaaaaa, all das zusammen genommen hat mir gesagt, wenn dann warte nicht noch weiter, sondern wenn es eben geht, erfülle dir jetzt deinen Traum!

Zum Glück waren mein Bruder und mein Papa sofort auf meiner Seite und haben mich bei der Entscheidung unterstützt und so kam es, dass wir nach langer Suche und vieeeeeeeelen Informationen, im Februar 2013 das Erste mal hinter einem Steuer eines Wohnmobils sitzen konnte……

Tja,und seitdem starte ich immer wieder zu kürzeren und längeren Touren quer durch Europa durch, erfülle mir meinen Traum vom Touren mit dem Wohnmobil, atme durch, bekomme Abstand und kann die Seele baumeln lassen.

 

Soooooo, das soll es erstmal gewesen sein, vielen Dank und HALLO WELT….. DAS BIN ICH!

Ganz liebe und gespannte Grüße

Eure Isa!