Klein aber ohooo, diese Worte passen wohl selten so gut, wie zu dem kleinen Schnuckel, den ich euch heute vorstellen möchte.

Titelbild T@BDer “T@B” aus dem Hause Knaus/Tabbert.

Diesen kleinen, “süßen” Wohnwagen umgibt seit Jahren ein immer größerer Kult, den es in der Campingbranche nur sehr, sehr selten gibt und der mittlerweile Formen annimmt, die fast schon vergleichbar sind mit denen des VW Bullies.
Aber, was ist denn nun das besondere am T@B ?

Ich stelle euch heute diesen ganz besonderen Wohnwagen vor und bin mir sehr sicher, der Kleine, wird auch euer Herz “zum hüpfen” bringen!

 

Bevor ich aber so richtig ins Thema einsteige, hier erst ein paar Infos zum Unternehmen Knaus/Tabbert und die Entstehung des heutigen T@B!

  • 1934 gründete Alfred Tabbert sein erstes Unternehmen.
  • 1952, nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft, baute Helmut Wilk das “Autobett”, und ging 1959 mit dem ersten Wohnwagen an den Markt.
  • Nur ein Jahr später, 1960, gründete der studierte Architekt, Ingenieur und Baumeister, Helmut Knaus, das Wohnwagen Unternehmen Knaus KG.

Spannendes Detail 1:

Mit der Gründung der Knaus KG, baute Helmut Knaus einen Wohnwagen namens “Schwalbennest” und entwarf dazu passend das Emblem der zwei fliegenden Schwalben, welches noch bis heute das Markenzeichen des Unternehmens ist.

 

  • Auf dem aller ersten Caravan Salon, 1962 in Essen, waren die Unternehmen Knaus, Tabbert und Wilk vertreten. Dort allerdings noch getrennt voneinander.
  • In den folgenden Jahren gingen Knaus,Tabbert und Wilk weiter, wie zuvor auch, getrennte Wege. Die Unternehmen hatten alle ihre Höhen und Tiefen, es wurden Gesellschaften gegründet, aus der Knaus KG ging die Knaus GmbH hervor usw.usw.
  • Das Unternehmen Wilk musste 1986, nach dem tödlichen Unfall des Firmengründers ,Konkurs anmelden. Dies nutzte die mittlerweile entstandene Tabbert Caravan GmbH. Sie wurde alleiniger Gesellschafter, übernahm sämtliche Mitarbeiter, Gebäude und Grundstücke in Bad Kreuznach.
  • 1992 kam noch ein weiterer großer Schritt hinzu, da übernahm die Tiag Tabbert Industrie AG den Bereich Fahrzeugbeu, von den Karosseriewerken Weinsberg.
  • Es folgten weitere Jahre mit unterschiedlichsten, unternehmerischen Zielen der beiden Hersteller. Es gab eine Börsennotierung, Geschäftszweige wurden ausgelagert oder neu einbezogen.
  • Bis 1996, mit Gründung der Knaus AG, eine enge Kooperation zwischen Knaus und der Tiag Tabbert Industrie AG entstand.
  • 2001 fusionierten die beiden großen Unternehmen (Knaus und Tabbert) , allerdings musste das Großunternehmen Knaus/Tabbert 2009 schon wieder Insolvenz bekannt geben! Die Rettung kam jedoch schnell durch die niederländische Investmentgesellschaft HTP Investments BV, die insgesamt 3 Werke übernahm und Knaus/Tabbert in den folgenden Jahren zum führenden Wohnwagenhersteller in Europa machte.
Tab Wohnwagen

Der T@B am Bulli… die beiden ultimativen kult Objekte der Camping Branche (Bild Expressionen.com)

Spannendes Detail Nr.2:

2011 gab die niederländische Investmentgesellschaft ihre weitere Beteiligung an der “Wohnmobil Edelmarke Morelo” bekannt! Wobei beide Unternehmen vollkommen eigenständig agieren!

 

Und wie kam der T@B jetzt zu Knaus/ Tabbert?

Eine wahre Geschichte, fast wie im Märchen!
Angefangen hat alles schon 1932(!!!), mit zwei Liebenden, die aber auf Grund ihrer nicht bestehenden Ehe, immer wieder Probleme hatten ein Hotelzimmer oder eine Pension zu mieten. Also überlegte sich der junge, handwerklich begabte, Max Würdig etwas, um dieses Problem zu lösen. Er baute für seine Freundin und sich ein “Reisebett auf Rädern” !
Da dieses “Reisebett auf Rädern” auch andere Leute begeisterte, ging Max Würdig noch in den folgenden Jahren in eine erste, kleine Serienproduktion.

Der “Würdig 301” entstand!
Dann folgten allerdings harte Kriegsjahre und die begonnene Produktion konnte erst wieder 1955 in Bad Düben aufgenommen werden. Durch den Standort bedingt, entstanden die ersten umgangssprachlichen “Dübener Eier” (richtiger Name VEB Campingwagen), die Vorgänger des heutigen T@B!
Der Betrieb produzierte in den folgenden Jahren weiter, der Sohn des “Erfinders” Max Würdig übernahm in den folgende nicht Jahren die Produktion und bis 1972 entstanden ca. 2200 Dübener Eier!

Irgendwann Anfang der 90iger Jahre, kurz nach dem Mauerfall, war Herr Dickenberger, Vorstandsvorsitzender von Tabbert, auf einer Reise durch die neuen Bundesländer. Auf einem Hof, in der hintersten Ecken eines Caravan Händlers, entdeckte er eines der übrig gebliebenen “Dübener Eier” und erkannte sofort das “ versteckte Potenzial”.
Nach zähen Verhandlungen ( der Verkäufer wollte den Wowa nicht verkaufen, da er ganz dreckig und zudem absolut defekt war und der Händler Angst vor einer späteren Gewährleistung hatte) kaufte er dem Händler, den Wohnwagen ab und Herr Dickenberger lies das Dübener Ei in eine der Tabbert Werkshallen transportieren.
Was dort geschah, weiß Herr Dickenberger wohl nur selbst, man munkelt zumindest, dass das Dübener Ei in den kommenden Tagen, ganz vorsichtig, in all seine Bestandteile zerlegt wurde.
Tjaaa und kurze Zeit später… da “schlüpfte” der erste T@B vom Band!

Soviel zu der Geschichte, denn der neusteT@B, hat mit dem “alten, schäbigen Ei” von damals, nun wirklich nichts mehr zu tun!

Der T@B 2016/ 2017

Der kleine, schnuckelige T@B Wohnwagen strotzt nur so vor kreativität.
Das kleinste Modell hat gerade mal eine Nutzlänge von 3,40 Metern, ist an den Außenkanten nur 2,01 Meter breit und hat eine Masse, in fahrbereitem Zustand, von nur 655 kg.
Damit ist der T@B so klein und leicht, dass auch ein kleines Fahrzeug als Zugmaschine ausreicht.

Das ganz besondere am T@B ist aber wohl sein Innenraum und das außergewöhnliche Design.
Der Innenraum ist absolut “stylisch” und gut durchdacht, so dass selbst auf so kleinem Raum “viel möglich” ist!
Selbst in der kleinsten Variante hat das Bett ein Maß von 1,75 x 2 Meter, es gibt eine gemütliche Sitzecke, ein 2 Flammen Kochfeld, ein großes Dachfenster und 2 Seitenfenster, welche super viel Licht in den Innenraum bringen.
In der größeren Variante des T@B ist sogar ein weiterer Schlafbereich im Bug möglich, ein abgeschlossener Schlafbereich im Heck und es wurde eine super schöne Nasszelle, samt rundem Fenster, verbaut. Auch der Küchenbereich ist nochmal deutlich vergrößert worden und bietet enorm viel Platz zum kochen und brutzeln.

Dabei hat der T@B ein Design, welches es kein 2. mal in der Branche gibt.
Ich kenne zumindest keinen anderen Wohnwagen, der zum einen so viele, gut durchdachte, Stauräume auf kleinstem Raum hat und der dabei so wunderbar frisch und modern wirkt. Eine weitere Besonderheit, dass moderne Design befindet sich nicht nur im Innenbereich, sondern ist auch deutlich von außen sichtbar.

Durch die vielen Fenster wirkt der Innenraum deutlich größer als er eigentlich ist und man hat aus dem Wohnwagen heraus einen tollen Rundumblick.

 

Der gesamte T@B wirkt kein Stück altbacken, sondern stylisch und farbenfroh.

 

Ich denke ich kann euch noch so viel schreiben, aber die folgenden Bilder beweisen am besten, was ich meine:

(Alle Bilder stammen aus der Knaus/ Tabbert Presse Datei)

 

Den T@B gibt es aktuell in vier style Varianten (Basic, Offroad, Mexican Sunset und Metropolis) und 2 verschiedenen Größen. Außerdem hat man dazu nochmal die Möglichkeit, zwischen 5 verschiedenen textil Design Varianten zu wählen.
Wer seinen T@B noch weiter “ausbauen” lassen möchte, kann noch zwischen diversen Sonderausstattungen wählen und darüber hinaus gibt es weitere komplett Pakete ( z.B das Autark Paket) zu bestellen.
Den kleinen T@B gibt es bereits für unter 10.000 Euro als “Neu-Wohnwagen” zu kaufen.

Alle weiteren Infos findet ihr hier: Link zur T@B Internetseite

 

Wohnwagen unterwegs

Retro T@B on Tour…
(Bilder- mit freundlicher Unterstützung der Süddeutschen Zeitung)

Aber warum der Hype um den T@B ?

Na, wie so ein Hype ganz genau entsteht, weiß wohl niemand definitiv.
Das besondere des T@B ist aber wohl, neben seines guten Marketings, das ganz besondere Verhältnis zwischen Design und Funktionalität.
Passend dazu gibt es eine ganze Riege Camping begeisterter Menschen auf der Welt, die ihren “alten T@B’ ganz besonders schön, im “Retro Style” ausgebaut haben.
Im Internet findet man immer wieder Bilder dieser schnuckeligen Wohnwagen, die soooooooo toll aussehen!
Die Campingbranche boomt und der kleine T@B ist eben etwas ganz besonderes… ein stylisches Markenzeichen für moderne Camper!

Mein persönliches Fazit zum T@B

Ich muss sagen, ich war schon im Sommer auf dem Düsseldorfer Caravan Salon von dem schnuckeligen T@B begeistert. Ein Wohnwagen, der allein durch seine Optik aus dem weißen “Einheitsbrei” heraus sticht.
Zudem ist er klein, wendig, hell und bietet trotz der Kürze enorm viel Platz.

Alleine das Bett mit den Maßen 1,75 x 2 Meter ist doch für so einen kleinen Wohnwagen schon der Hammer ! Das “Badezimmer” und das Panoramafenster der etwas größeren Variante sind natürlich toll und bringen nochmal ein ganz neues “Wohngefühl” in den Wohnwagen.

Durch das Autarkpaket, die Wendigkeit und die Möglichkeit eines kleinen Zugfahrzeugs, bietet der T@B meiner Meinung nach, das optimale Gespann für Alleinreisende, junge Camping Paare oder jung gebliebenen Camping Profis. Selbst Touren durch kleine Küstenorte und entlang schmale Strässchen, sind mit diesem Gespann sehr gut möglich.
Der T@B ist sicherlich nicht der günstigste Wohnwagen auf dem Markt, aber so ist das wohl mit den “Kult Objekten”.
Wäre ich nicht überzeugte Wohnmobilistin, sondern begeisterte Gespann Fahrerin, wäre der T@B definitiv einer meiner absoluten Traum-Wowas…

Ich mag ihn einfach …. diesen kleinen, schnuckeligen T@B!

Sowohl das Unternehmen Knaus Tabbert als auch ich, werden am Wochenende auf der Touristik und Caravaning Messe in Leipzig sein, vielleicht sehen wir uns ja in Leipzig ?!

Bleibt gesund, eure

 

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