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Wintercamping in den Bergen – Abenteuer pur für Angsthasen

Wintercamping in den Bergen – Abenteuer pur für Angsthasen

 

Mittlerweile bin ich seit fast 6 Jahren immer wieder unterwegs, habe mich aber noch nie im Winter mit der Omi zum Wintercamping in die Berge getraut.

Ehrlich… ich glaube ich bin eigentlich nicht unbedingt der extrem ängstliche Typ, aber Auto fahren auf glatten, eisigen Straßen, das ist für mich ein absoluter Graus. Meine größte Sorge zu dem Thema ist, ich komme einen Berg nicht hoch und beginne dann rückwärts den Berg wieder runter zu rutschen! Uhhhhhh, mein Albtraum!!!

Darum hieß es bisher… die Berge sehen mich zum Wintercamping nicht!!!!

 

Tjaaaa, aber jetzt darf ich ja gerade den winterfesten SUN TI von Knaus testen und wenn ich schon DIE Möglichkeit habe mit so einem super isolierten Womo im Winter los zu düsen, wäre ich dann nicht dumm… wenn ich die Chance nicht nutzen würde um zum Wintercamping in die Berge zu fahren???

Ich war echt soooo hin und her gerissen! Einerseits hatte ich Angst vor der Fahrt, andererseits … so eine Chance muss ich doch nutzen!

Also habe ich mich über Weihnachten noch schnell umgehört, ob ich noch irgendwo eine Chance auf einen netten Platz in den Bergen habe, aber leider… sämtliche Campingplätze die ich angerufen habe waren über Silvester bereits voll belegt.

Hmmmmpf…der Campingboom macht sich mittlerweile auch im Winter bemerkbar, alle Leute wollen los und die Silvesternacht während des Wintercamping s erleben. Also, nach ungefähr 20 angefragten Plätzten wurde klar, ich hatte keine Chance auf einen netten, kurzfristig zu reservierenden Platz.

Mittwochmorgen habe ich es dann aber doch einfach nochmal auf gut Glück beim Campingplatz Tennsee in der Nähe von Garmisch versucht, wobei ich gerade hier niemals mit einem freien Platz gerechnet hätte. Der Platz wurde schon mehrfach im TV gezeigt und da sind die Chancen sehr gering, gerade da noch einen freien Platz zu ergattern.

 

Aber wie heißt es so schön… ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn!

 

Der gesamte Campingplatz war eigentlich bereits seit Wochen ausgebucht, aber gerade als ich Mittwochmorgend ganz früh angerufen habe, stand anscheinend ein anderer Gast an der Rezeption, der leider früher abreisen musste. Pech für ihn, Glück für mich, denn nach ein paar Minuten am Telefen stand fest, ich kann die Parzelle übernehmen und habe einen wunderhübschen Platz über die Silvestertage! 🙂 

So ging es also vergangenen Donnerstag los… mit einem sehr mulmigen Gefühl im Bauch und trotzdem vollerl Vorfreude… auf ins Abenteuer:

 

Wintercamping in den Bergen

 

Wintercamping Abenteuer in den Bergen

EIN TRAUM! Kommt das ist schon echt schön! So toll begann unser Wintercamping Abenteuer

 

Beginne ich mal mit der Fahrt zum Campingplatz.

Also ich kann euch nur sagen, ich hatte echt Panik vor dieser Fahrt, aber die Strassenwacht hier unten im Süden Deutschlands ist WIRKLICH fit und vielleicht auch ganz anders ausgestattet als z.B. bei uns im Ruhrpott.

Die Straßen waren weitestgehend frei, alle Wege waren super präpariert und so hatte ich NULL Probleme den Campingplatz zu erreichen.

 

Super Strassen beim Wintercamping in den Bergen

Selbst kurz nachdem es geschneit hat, waren die Strassen wieder weitestgehend frei.

 

Ehrlich… und das geht vor allem an alle anderen Schissbuchsen die genau so viel Panik vor Eis und Schnee haben wie ich. Die Straßen hier unten sind klasse präpariert und z.B. bis zum Campingplatz Tennsee, würde ich mich jetzt auch jederzeit mit der Omi trauen.

Bis hier hin kommt ihr wirklich, wirklich gut und es lohnt sich sehr das Abenteuer Wintercamping  mal zu starten. Das größte Hindernis auf dem Weg in Richtung Berge waren viel eher die Feiertags/ Ferien/ Mittelspurblockiere, aber ganz sicher nicht die Strassenverhältnissen abseits der Autobahn.  

Wie groß dieses Abenteuer noch werden sollte, wusste ich bei meiner Anreise ja auch noch nicht 🙂

Nachdem ich meine Parzelle bezogen hatte, verlief der Abend gaaaanz entspannt… Milla und ich freuten uns auf die kommenden Tage und ich war einfach nur froh gut angekommen zu sein..

Nach einer schlechten Nacht (ich war immer noch so aufgeregt von der Fahrt 🙂 ) und einem ausgedehnten Frühstükskaffee, habe ich mich am nächsten Morgen auf den Weg ins nächste Dorf „Krün“ aufgemacht und stand zwischenzeitlich im absoluten Paradies.

 

Wintercamping echt live

Der Weg vom Campingplatz nach Krün war einfach paradiesisch

 

Es war aber auch ein perfekter Tag! Die Felder und Berge waren Schnee bedeckt und der Himmel strahlend blau! Ich habe noch NIE erlebt, dass Schnee bedeckte Felder wirklich so stark glitzern können, dass sie aussehen, als seien sie mit Diamanten bestreut.

Ich war aber auch noch nie in meinem Leben im Winter in den Bergen, also wirklich noch nie! Weder zum Wintercamping, noch zum Skifahren o.ä. Die Natur hier in den Bergen, gemixt mit dem Schnee… das ist SOOOOO UNFASSBAR SCHÖN, dass ich auf dem Weg nach Krün eigentlich ständig stehen bleiben musste um einfach nur zu schauen.

Was ich allerdings total unterschätz habe ist, wie stark der reflektierende Schnee den Augen zusetzt. Darum als Tipp… wenn ihr zum Wintercamping aufbrechen möchtet, nehmt auf jeden Fall eine Sonnebrille mit!

Der Campingplatz liegt direkt zwischen Garmisch Partenkirchen und Mittenwald. Allerdings sind die beiden größeren Orte ca. 1 Stunde Fußmarsch entfernt, es gibt aber verschiedenen Buslinien und auch Ski Busse, die man nutzen kann. Wer gerne Langlaufen geht, der kann direkt vom Campingplatz aus starten, hier gibt es verschiedene eingezeichnete Loipen. Wie anspruchsvoll diese sind, kann ich euch allerdings nicht sagen, weil ich weder Ski, noch Langlauf-Ski fahren kann. Wie gesagt, ich bin zum aller erstenmal im Winter in deren Bergen.

Der kleine Ort Krün liegt ungefähr 30 Minuten entfernt, ist wirklich klein, bietet aber mit Cafes, Supermätkten, Tankstelle, Apotheke und Restaurant erstmal alles was wir Camper so benötigen.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch Krün und einem Kaffee im Kaffeehaus, haben Milla und ich es uns abends einfach nur gemütlich gemacht.

 

Wintercamping das benötigst du wirklich

Ganz wichtig… Wintercamping nur mit Sonnenbrille!

 

Bis zu diesem Zeitpunkt lagen zwar schon einige cm Schnee, aber es gab noch keinen Neuschnee und für die nächsten Tage wurde auch eher Tauwetter vorhergesagt.

Hmmmm…. sollte ich jetzt extra in die Berge fahren und keinen richtigen Schnee mitbekommen? Das wäre ja schade!

Also habe ich mir von Frau Holle ein bisschen mehr Engagement gewünscht… wenn schon Berge, dann bitte auch mit Schnee. Das ich allerdings einen so guten Draht zu Frau Holle haben sollte… war mir bis zu dem Zeitpunkt auch noch nicht bekannt!

 

Silvester im Camper

Selbst die Silvesternacht verlief gemütlich und entspannt

 

Silvester Camping im Schnee

 

Nach einigen gemütlichen Tagen zwischen Womo, langen Winterspaziergängen und einer Fahrt nach Garmisch zum Training der Skispringer, folgte also unsere erste Wintercmping Silvesternacht.

Sobald Milla die Knaller und Raketen hört, reagiert sie immer noch ängstlich bis panisch und so waren wir beide mal seeeehr gespannt, wie „schlimm“ die Silvesternacht hier oben wohl werden würde.

Auf dem Platz selbst herrschte zum Glück strenges Böller Verbot, es konnte also nicht passieren, dass direkt neben dem Womo ein Böller hoch gehen würde… für mich sehr beruhigend!

Passend zur Silvesternacht veranstaltete der Campingplatz Tennsee jedes Jahr eine Party, die auch von vielen Gästen sehr gut angenommen wurde. Ich habe mich nur mal kurz umgesehen und einen Drink auf die Schnelle getrunken, bevor ich wieder zurück zum Womo gegangen bin… schließlich wollte ich Milla nicht so lange an Silvester allein lassen, denn der ein oder andere Knaller war bereits vorab zu hören.

Was ich aber in der kurzen Zeit sehen konnte sah klasse aus. Silvester unter Campern, tolle Musik, gutes Essen… das sah alles echt nett aus!

Insgesamt war es aber eine sehr, sehr schöne und relativ entspannte Silvesternacht.

Milla lag die ganze Zeit auf ihrem „Safty Platz“ unter dem Tisch, verhielt sich aber vergleichsweise entspannt. Es wurde ein wenig vor dem Platz geböllert, insgesamt aber nicht extrem viel und vor allem, es wurden nur Raketen oder ähnliches in den Himmel geschossen, so dass diese ganz schrecklichen BOOOOOM Böller komplett ausblieben.

Wintercamping mit Hund

Milla hatte viel Spaß im Schnee und war so gut drauf wie schon lange nicht mehr

 

Bereits gegen 1 Uhr konnte ich ins Bettchen krabbeln und Milla schlief die ganze Nacht ruhig in ihrem Körbchen vor dem Bett. Ich glaube ein so entsanntes Silvester hatten wir noch nie!

Den Neujahrstag verbrachten Milla und ich trotzdem komplett gemeinsam. Da ich ja noch nicht wusste wie die Silvesternacht verlaufen würde und es bisher immer so war, dass Milla noch Tage nach der Silvsternacht extrem ängstlich war, habe ich mir bewusste KEINE Tickets für das Neujahrs-Skispringen in Garmisch besorgt. Darum war ich also nicht unterwegs, sondern habe es mir gemeinsam mit Milla am, um und auf dem Camping gemütlich gemacht.

Zu diesem ganzen Campingplatz Komplex hier am Tennsee gehört auch ein richtig gutes Restaurant und zur Feier des Neujahrstages, haben wir uns ein ganz entspanntes Kaffetrinken samt Apfelstrudel, Eis und Latte gegönnt. Hmmmmmm herrlich, so könnte das ganze Jahr weiter gehen. 😉

Ich kann nur nochmal sagen, der Campingplatz Tennsee ist wirklich spitze. Eine komplette Vorstellung des Platzes mit sämtlichen Infos folgt aber getrennt in den kommenden Tagen als extra Artikel.

Tjaaaaa und nach diesen ersten sehr entspannten Wintercamping Tagen zwischen Sonne, Schneematsch und vielen langen Spaziergängen sollte sich das „Wetterblatt“ wenden. Ab Donnerstag Nachmittag erreichten mich die ersten besorgten Mails meiner Familie und Freunden, samt Links zu den Warnungen des Wetterdienstes. Spätestens ab Samstag sollte es schneien … und das nicht gerade wenig!

 

Frau Holle hatte meinen Aufruf anscheinend gelesen…

 

Bereits Freitag Morgen merkte ich deutlich… der Campingplaz war in Aufruhe und es  wurde leerer und leerer und so erzählte mir die Bedienung des Reastaurants am Nachmittag, dass viele Gäste aufgrund der Wetterprognosen vorzeitig abgereist sind.

Hmmmmmm…. aaaaach, so schlimm wird es schon nicht, außerdem wollte ich ja Schnee in den Bergen erleben…. also verlängerte ich unseren Aufenthalt im Gegensatz zu den ganzen Camping Schissern nochmal flux um 4 Tag und wartete gespannt auf die ersten Flocken.

Diese kamen dann auch… allerdings eeeeeetwas heftiger als ich gedacht habe. 🙂

 

Wintercamping mit Knaus Wohnmobil

Über Nacht hat es ein kleines bisschen geschneit

 

 

Was hier los ist, ist der absolute WAHNSINN!!!!

 

Es schneit seit Samstag Morgen ohne Pause durch und das auch immer wieder so stark, dass man kaum die Hand vor den Augen sieht. 

Alleine gestern habe ich das Womo und die Ausfahrt der Parzelle bereits 4 mal vom Neuschnee befreit… und hätte in der Nacht am besten dran bleiben müssen. Bevor ich gestern Abend ins Bettchen gegangen bin, habe ich nochmal kurz einen Blick nach draußen geworfen und da lag bereits wieder so viel Schnee, dass die Schneekante gerade die Aufbautür erreicht hat.

 

Wintercamping im Schnee

Winter 2019… da steht der Schnee schonmal bis zur Tür

 

Doch als ich dann heute Morgen raus schaute, konnte ich kaum glauben was ich da sah! Es hat über Nacht soooooo viel geschneit, dass der Schnee fast die Womo Fenster erreicht hat!!!!

 

Wintercamping im Schnee

Und das war morgens früh… da stand der Schnee bis auf Fenster Höhe

 

Im ersten Moment saß ich tatsächlich im Womo fest! Die Aufbautür ließ sich aufgrund der Schneemassen gar nicht mehr öffnen, aber durch die Beifahrertür kam ich noch raus.

Ich hatte aber schon überlegt, was ich mache, wenn ich. nun gar nicht raus komme… ein Anruf beim Campingplatz. Hallo, hallo hier 202, mein Hund müsste in 2 Stunden Pipi machen, könnten Sie BITTE schonmal beginnen zu graben? 😉

Sowas habe ich in meinem ganzen Leben NOCH NIE gesehen! Riesige Schneeberge!!!!! Das gesamte Womo war von Schnee bedeckt, auf den Bäumen liegt der Schnee so hoch, dass alle Äste ächzen und selbst mit den Profi-Schneeräum-Maschinen haben die Campingplatz Betreiber so ihre Mühen.

Damit Milla überhaupt aus dem Womo kommen konnte, ohne direkt auf Tauchstation zu gehen, hieß es für mich… schaufeln, schaufeln, schaufeln. Mittlerweile habe ich echte, richtige Blasen an den Händen vom Schnee schüppen und links und recht vom Womo, türmen sich die Schneeberge, die höher sind als das Wohnmobil selbst.

 

Sooo viel Schnee, das ist mal Wintercamping Abenteuer pur!!!!

 

Unfassbar schön, unfassbar gewaltig… aber irgendwie auch ein bisschen „unheimlich“. Laut Wetterbericht soll es weiter schneien und schneien und schneien… aber für Montag ist eine kurze Pause vorhergesagt, bevor Dienstag die nächsten Schneemassen vom Himmel fallen sollen. Von daher werde ich auf jeden Fall versuchen, den Platz am Monatg zu verlassen. Zur Not hätte ich noch 2-3 Tage Zeit, aber die Aussichten sehen ja nicht besser aus und Ende der Woche werde ich in Stuttgart erwartet, die CMT beginnt!

 

Wintercamping im Knaus Sun TI

Der Knaus SUN TI im ECHTEN Winter check 🙂

 

Und wie macht sich der Knaus bei so viel Wintercamping leben

 

Ich muss sagen, der SUN TI macht sich auch bei diesen Schnemassen extrem gut! Im Womo ist es muckelig warm, der Doppelboden hält die Leitungen frei und da ja alles beheizt ist, also ich meine wirklich alles… vom Schrank, über sämtliche Tanks bis zum Toilettenkanister, ist das Leben im Knausi selbst bei diesen Witterungsbedingungen einfach toll. 

Ich meine mal abgesehen vom „Alltag außerhalb des Womos“ … so viel Schnee, kalte Temperaturen und dann so ein warmes, heimeliges Womo, was gibt es gemütlicheres?

 

Winterfestes Wohnmobil im live CHECK

Über und über vom Schnee bedeckt… Der Knaus SUN TI hat die Schneemassen super gemeistert

 

Zwei Problemchen gab es aber in den vergangenen Tagen, wobei die nicht wirklich etwas mit dem Womo selbst zu tun haben. Zum einen habe ich mich gefragt, wie man das bei solchen Schneemassen am besten mit der Sat Anlage macht? Im Grunde wäre TV  schauen Abends ja ganz nett, aber ich habe die Anlage lieber bereits vor einigen Tagen eingefahren, weil ich Bedenken hatte, dass sie fest friert und ich sie nicht mehr eingefahren bekomme, wenn ich los möchte.  Und da die Anlage ja mit dem Zündschloss verbunden ist, bin ich mir nicht sicher ob der Motor anspringt, wenn die Anlage nicht erinfährt?

Wobei… bei den Schneemassen, wäre die Anlage eh im Schnee versunken, von daher war es ganz clever, bereits vor den Schneemassen auf TV zu verzichten.

Zum anderen tropfte einiges Tauwasse kontinuirlich auf die Trittstufe und bedeckte diese dadurch mit einer riesigen Eisplattet. Dass das Tauwasser gerade da heruntertropfte lag aber vor allem daran, dass ich relativ schräg gepark habe, damit der Schnee besser vom Dach rutscht.  Mittlerweile konnte ich die Stufe aber zumindest wieder einfahren und da der Schnee sooooo hoch liegt, brauchen wir die Stufe aktuell eh nicht.

Schon „krass“… ich meine durch den Doppelboden ist das gesamte Womo ja schon höher und trotzdem reicht der (zusammengedrückte) Schnee bis weit über den Eingangsbereich.

 

Wintercamping im live check

Wintercamping pur

 

Das ist mal Wintercamping pur… ich glaube viel mehr geht echt nicht! 🙂

 

Gestern Morgen haben meine Nachbar versucht mit ihrem allrad Bimobil den Platz zu verlassen und hatten große Probleme vom Platz zu kommen. Da sollte es also noch spannend werden, wie und ob ich den Platz morgen verlassen kann. Ich denke das größte Problem ist die Parzelle selbst. Als ich gekommen bin lag ja kaum Schnee und somit steht das Womo dirkt auf dem Boden. Durch die Schneemassen hat sich jetzt allerdings vor der Parzelle eine ca. 4-5 cm hohe Schneestufe gebildet und ich habe die Befürchtung, dass ich da nicht hoch kommen werde. 

 

Allrad beim Wintercamping

Selbst die Nachbarn mit dem Allrad Bimobil hatten so ihre Probleme

 

Aber gut… Morgen ist der Tag der Tage, da heißt es dann, Milla, der Knaus und ich gegen den Schnee 🙂 

 

Das einzige was mich an diesen Schneemassen echt ein bisschen nervt ist das Problem Womo Dach. Anscheinend ist der Knaus wirklich super isoliert, denn obwohl ich hier drin heize wie wild, so dass es mir Frostbeule schön warm ist, bleibt gefühlt jede Flocke auf dem Dach liegen.

Mir ist es allerdings ein Graus samt Schneeschieber oder Besen auf eine Leiter zu krabbeln, die dazu auch noch auf dem eisigen Untergrund steht, um dann das Womo Dach irgendwie halbwegs frei zu bekommen. Ich kenn mich doch… da ist der gebrochene Arm oder das gebrochene Steißbein vorprogramiert. 🙂

Die letzten Tage konnte ich das Dach ganz gut von den Seiten und durch die Dachfenster von innen frei bekommen. Nach dieser Nacht liegt aber so viel Schnee auf den Fenstern, dass ich aktuelle die Dachluken nicht hoch bekomme. Die Schneemassen sind einfach zu schwer.

Wenn ich mich so umsehe… einige Nachbarn räumen das Dach, viele lassen es aber auch einfach so voll wie es ist. Ob das so gut ist? Andererseits… hier stehen ja auch Dauercamper, die gar nicht hier sind und ihr dach somit gar nicht vom Schnnee befreien können… unnd trotzdem stehen die fahrenden Zuhause noch.  Da werde ich mich jetzt gleich nochmal drum kümmern, vielleicht bekomme ich das Dach ja doch irgendwie noch ein bisschen frei.

 


Damit ich in diesem Artikel nicht alle Themen durcheinander werfe, beschreibe ich euch noch mehr zum Thema „KNAUS SUN TI im echten Wintercamping Check“, in meinem großen Fazit. Ende Januar muss ich zurück nach Jandelsbrunn und sobald ich das Womo wieder abgeliefert habe, folgt auch das große Fazit zum SUN TI.

Ähnliches gilt wie bereits gesagt für den Campingplatz. Auch diesen beschreibe ich euch in einem extra Artikel. Es ist so schon ein bisschen „kompliziert“,  die verschiedenen Wintercamping Tage halbwegs vernünftig in einen Artikel zu bekommen.


 

Soooo zum Ende dieser abenteuerlichen Wintercamping Tage bin ich heute Abend noch ins Campingplatz Restaurant eingeladen. Das Essen sah schon beim „drauf schauen“ richtig gut aus und bisher habe ich auch nur gutes von dem Restaurant gelesen. Also ich glaube… Milla und mir steht noch ein netter letzter Abend bevor.

Dann noch eine allerletzte ULTRA GEMÜTLICHE Wintercamping Schnee Nacht (hoffe ich zumindest) und morgen wird es dann ernst! 

Es ist jetzt Sonntag, 15 Uhr und ich euch sagen…. es schneit schon wieder seit Stunden MASSEN weißer Flocken vom Himmel! 🙂 

 

Schneeschieber Wintercamping

Mein bester Freund… der Schneeschieber und ich führen ein inniges Verhältnis

 

Sooo und wie verlief nun meine Abreise? 

Wir machen jetzt einen Sprung von 24 Stunden, mitttlerweile ist es Montagabend 17 Uhr und ich sage mal so, die vergangenen Stunden waren spannend! 😉

Nachdem ich gestern einen echt tollen Abend im Campingrestaurant hattte (super Essen!) und geschlafen habe WIE EIN STEIN, hieß es heute Morgen, Sachen packen und klar Schiff machen!

Nachdem ich den Knaus innen soweit abfahrtbereit hatte (wenn man 10 Tage fest an einem Ort steht, bleibt ja schon das ein oder andere liegen 😉 ) hieß es wieder… SCHNEE SCHAUFELN!!!!

ZUM GLÜCK hat es vergangene Nacht nicht so viel geschneit, so dass es geschätzt „nur“ 20-30 cm Neuschnee waren. Nichts desto trotz… aktuell habe ich erstmal genug vom Schnee schaufeln, was eine bescheidene Arbeit.

Ich habe geschaufelt und geschaufelt, damit ich zumindest die Räder halbwegs frei bekomme und mir zudem eine kleine Rampe gebaut, um diese 4-5 cm zwischen Parzelle und Weg zu überbrücken, aber eigentlich habe ich mir schon gedacht, dass ich da nicht raus kommen werde.

Nachdem das also alles geschafft war blieb nur noch ein Problem… wo ist eigentlich das Stromkabel? 🙂

Der Stromanschluss lag hinter dem Womo, also in einem Bereich, den ich die letzten Tage nicht betreten habe und ich habe mir auch nicht die Mühe gemacht, hinter dem Womo zu schaufeln, aber iiiirgendwo da, müsste mein Stromkabel liegen. 🙂

Ich sag mal so… zwischenzeittlich stand ich wirklich bis zum Bauchnabel im Schnee und habe zu allem Überfluss auch noch meinen Schuh verlohren, aber irgendwann konnte ich mich zumindest bis zum Stromkasten durchschlagen und mit ein bisschen ziehen und zereren, konnte ich auch nach dem Stromkabel tauchen.

Tipp für euch… bei viel Neuschnee ist es durchaus sinnvoll das Kabel hin und wieder oben auf den Schnee zu legen, das war echt arbeit das Kabel irgendwie unter dem Schnee zu finden und vor allem da raus zu bekommen.

 

Abenteuer Wintercamping

Und Schwups, stand ich bis zum Bauchnaben im Schnee

 

Dann nochmal schnell die Socken und Strumpfhose wechseln, die war natürlich klitsch nass nachdem ich den Schuh im Schnee verlohren hatte und dann war ich WIRKLICH abfahrbreit.

Motor an, erster Gang…. keine Chance!

Egal ob ich es mit Gefühl oder mit Schwung versucht habe, ich kam nicht aus der Parzelle! Die Reifen drehten sofort durch und ich kam einfach nicht diese Schneestufe hoch.

Im ersten Moment habe ich es nochmal mit neu schaufeln versucht, aber auch das hat mal locker flockig gar nicht geholfern! Also bin ich zur Rezeption maschiert und habe denen bescheid gesagt, dass ich Hilfe benötige und mich jemand raussziehen muss.

Alles klar… der Schneebagger kommt. 

Zurück am Womo wurde mir dann schnell klar, damit der mich raus ziehen kann, benötigt er doch bestimmt diesen abschlepp Schraubhaken, hmmmmmm… nur wo ist das Teil ???

Ich hatte absolut keine Ahnung! In der großen Knaus Tasche, in der alle Bedienungsanleitungen usw. liegen war er nicht, im Handschuhfach war er nicht, in der Garage (zu der ich mich erstmal wieder durch den Schnee kämpfen musste) war er nicht und in den Fächern die ich in windeseile durchgekramt habe, war er auch nicht! Nach dieser Aktion sah das Womo wieder aus wie sau, aber den Haken hatte ich immer noch nicht!

Wie (un)praktisch das genau in diesem Moment der große Bagger samtt Schneeketten vorgefahren kam.  🙁

 

Toll wenn sich andere besser im Womo auskennen als man selbst!!!

 

Es kam wie es kommen musste, erste Frage… Wo ist denn dieser Schraubhaken zum abschleppen, den bräuchte ich, sonst kann ich Sie nicht ziehen!

Ähhhhmmmm jaaaaaa, den suche ich auch schon die letzten 20 Minuten? Haben Sie vielleicht eine Ahnung wo das Ding normalerweise liegt???  😬🥰🙈

Tja was soll ich euch sagen, er wusste wo der Schraubhaken lag und wenn ihr es nicht wisst… ich verrate es euch!

Unter dem Beifahrersitz ist eine kleine Klappe und da müsst ihr durchgreifen, fast bis auf die „Rückseite“ des Beifahrerseitzes und da liegt im Normalfall dieser große Haken zum abschleppen.

Nachddem das Teil eingeschraubt wurde und der Knaus am Haken hing, ging es auch schon los. Ich sollte einfach nichts tun als aufzupassen, dass ich frühzeitig wieder zum stoppen komme und dem Bagger nicht hinten drauf fahre.

OOOOOOKKKKKK…. 

Uhhhhhhh… wie sich das anhörte, der knautschige Schnee gepaart mit dem Zug am Gestänge… echt kein schöner Ton, aber die Hilfe hat es gebracht, dachten wir zumindest im ersten Moment!

Mit den Vorderrädern war ich tatsächlich schon über der Schneestufe und im ersten Moment hat sich der Bagger auch schon wieder ausgeklingt, da wurde klar… so wird das nichts, denn die Vorderräder dreht sofort im tiefen Schnee durch und mit den Hinterrädern kam ich immer noch nicht über die Stufe.

Mitllerweile stauten sich rechts und links von mir schon die Autos, denn wir/ ich blockierte den kompletten „Hauptweg“ des Campingplatzes. Das große Problem war jetzt allerdings, der Bagger konnte mich nicht weiter ziehen, denn ich stand mitten in einer Kurve.

Also neuer Plan… hinter die Vorderreifen wurden dicke Schneebleche gelegt, auf die ich langsam rückwärts aufgefahren bin, zurück konnte ich ja fahren, ich kam nur nicht mit den Hinterrädern über die Stufe um weiter nach vorne zu fahren. So hatten die Vorderreifen mehr Grip und da um mich herum ja eh schon 5-6 Autos standen und warteten, hat der Campingplatz Angestellte alle Männer aus den Autos zusammengetrommelt, die dann hinten schieben solltten, damit ich über die Sttufe kam.

OK! Jetzt also mit Schwung!

Einzige ganz wichtige Aufgabe, sollte ich merken, dass ich nicht hoch komme, sofort bremsen und Handbremse ziehen, damit die „Jungs“ hinter dem Womo nicht zu schade kommen, wenn ich plötzlich nach hinten rolle.

Uiiii, uiiiii, uiiiii… ich glaube ich hatte direkt 300 Puls… und das alles auch noch vor gefühlt hundert  Zuschauern, denn mittlerweile schauten nicht nur die Frauen aus den wartenden Autos, sondern auch alle Leute die zu den Toiletten oder Duschen wollten, wie gesagt, ich blockierte seit ca. 15 Minuten den gesamten Campingplatz.

 

Wintercamping Strassenverhältnisse

Wintercamping… also die Strassen sind wirklich kein Grund sich Sorgen zu machen

 

Gut, also los und was soll ich sagen…  der Plan hat funktioniert!

Die Schneebleche haben für ausreichend Grip gesorgt, so dass ich mit Schwung über die Stufe kam und dann direkt um die Kurve, knapp an dem Bagger vorbei und runter zur Rezeption!

JUHUUUUUU ICH WAR FREI!!!! Ab jetzt sollte es eigentlich einfacher werden, denn so wie ich die Strassen von der Hinfahrt kannte, hat es die Strassenwacht hier unten drauf!

Letzte Hürde…. die Rechnung! 

Wooooow, also ich muss ganz eindeutig sagen, es waren 10 wunderschöne Tage. Ich war von der Natur begeistert, dieser wahsninnige Schnee war toll und spannend und der Campingplatz ist einfach klasse! Super nettes, extrem bemühtes Personal, ganz tolle Sanitärbereiche, spitzen Restaurant und das alles in einer top Lage.

Ich kann und möchte mich also absolut nicht beschweren, es waren wirklich wunderschöne Tage die mir und meinen Nerven auch echt gut getan haben. Nichts desto trotz… ist so ein Wintercampin Erlebnsis auf einem tollen Platz auch nicht gerade günstig! Ich habe jetzt komplett mit allem drum und dran (also Stellplatz, Hund, 1x Personengebühr, Strom (!!!) Kurtaxe, plus noch irgendeine Sondergebühr) und einer Flasche Campingplatz Gas knapp 400 Euro gezahlt!

Wie gesagt… es soll keine Beschwerde sein und so ein Campingplatz ist nunmal nicht günstig…. ich möchte nur sagen, so ein Wintercamping Abenteuer wie in meinem Fall… ist dann eben auch kein ganz billiger Spaß!

Sobald ich den Campingplatz verlassen hatte, wurden die Strassen besser und besser und es war wie schon gehofft, überhaut kein Problem über den Fernpass auf die Autobahn zu kommen.

 

Hier noch einige Bilder zum Vergleich: 

 

Wintercamping Campingplatz Tennsee

Blick auf das Campingplatz Restaurant am Abend

 

Wintercamping Campingplatz Tenne

Der Eingang zum Restaurant am nächsten Morgen

 

Wintercamping 2018

Am Tag nach meiner Ankunft lag zwar Schnee, aber in maßen

Schnee in den Bergen beim Camping

Der selbe Blick einige Tage später und die richtigen Schneemassen sollten erst noch in der Nacht kommen

Mein Fazit zum ersten echten Wintercamping in den Bergen

 

Wintercamping live - Abenteuer in den Bergen

Dein Pin zum Wintercamping live Artikel

Wintercamping in den Bergen ist echt ein wahnsinnig tolles Erlebnis, dass ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann.

Ihr müsst das unbedingt mal erleben… allein diese wunderschöne Natur ist unfassbar toll! Ich bin von den ganzen Bildern der letzten Tage echt geflasht und konnte mir vorher nicht vorstellen, wie unglaublich schön der Winter sein kann.

Allerdings habe ich durch die letzten Tage auch wieder vieles dazu gelernt. Viele meiner Campingplatz Nachbarn waren eingefleischte Wintercamper, so dass ich von ihnen noch einiges lernen konnte. Wintercamping mit solchen Schneemassen ist eben etwas besonderes und stellt einen vor ganz besondere Aufgaben.

Mein ganz persönliches Fazit… Milla und mir geht es gut, wir fühlten uns pudelwohl, die Tage im Schnee taten uns beide rundum gut und es war spannend schön, mal wieder etwas komplett neues zu erleben. In unserem Fall wurde das „normale“ Wintercamping zu einem echten Abenteuer und ich habe erfahren, anscheinend habe einen echt guten Draht zu Frau Holle! 🙂

Ich hoffe ihr seid mindesten genau so gut in das neue Jahr gestartet wie Milla und ich. Wir sind gerade gut in Blaubeuren angekommen und ab jetzt heißt es… auf zur CMT nach Stuttgart. Neues Jahr, neues Glück, neue Messen! 

Also, bleibt gesund!

Eure

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Als erstes kommt immer irgendeine Frage zum Thema Sicherheit und danch geht es direkt über zum Punkt… „aber sag doch mal ehrlich, ist so eine Reise alleine nicht extrem langweilig???“

Wenn ich dann auch noch bedingt durch irgendeinen blöden Zufall erzähle, dass ich selbst im Winter alleine vereise, na dann ist meist alles zu spät und aus diesem ersten WOOOOOW, wird schnell die hunderprozentige Unverständnis. Camping im Winter… bei schmuddel Wetter und miesen Temperaturen? PFUI! PFUI! UND DOPPEL PFUI!!!

Selbst eingefleischte „Sommercamper“ lassen das Wohnmobil oder den Wohnwagen im Winter stehen und ganz, ganz häufig lese ich dann, wenn ich frage warum sie denn eigentlich nicht auch den Winter zum reisen nutzen, die selben Kommentare. „Och neee, was soll ich denn da im Winter machen“ oder auch „Ja, eigentlich würde ich ganz gerne auch mal im Winter losfahren, aber das ist alles so kompliziert“.  

Darum ist heute der Tag gekommen, an dem ich mal mit diesem „Winter -Vanlife- Aberglaube“ aufräumen muss! Denn zum einen muss es ja nicht direkt die Zugspitze sein und zum anderen… wer diese Zeit als Camper nicht nutzt, verpasst sooooooo viel!

Darum dreht sich heute alles um das Thema

„Isa’s Wintertag im Wohnmobil – Tipps, Tricks und persönliche Eindrücke“ 

 

Schneeberge, lange Spaziergänge durch Eis und Schnee im Sonnenschein und dazu das ein oder andere warme Getränk, wenn ich mir die typische Winter Reisewerbung so anschaue, scheint dies der einzige und perfekte Wintertag zu sein. Aber wenn wir mal ehrlich sind, meist ist von den pudrigen Eismassen bei uns in Deutschland wenig zu sehen, denn deutlich häufiger kommen die wunderschönen Schneemassen bei uns doch eher in natürlicher Form vom Himmel… es regnet in strömen!

Wir haben heute den 11. Dezember, seit 3 Tagen regnet es immer wieder heftig und da draußen vor der Womo Tür herrscht vieles, aber ganz sicher keine angenehmen Temperaturen. Wenn wir mal davon ausgehen, dass es überhaupt so etwas wie „äußere Umstände“ gibt, die ganz besonder Camper unfreundlich sind, dann sind es sicherlich genau diese Witterungsbedingungen.

Ich glaube man muss schon seeeehr naturverbunden sein, um mehr als eine Nacht im strömenden Regen auf einer matschigen Wiese im Niergendwo zu verbringen und dieses dann trotzdem zu lieben. Wer allerdings solche „natürlichen“ Campingziele auch im Winter sucht und sich trotzdem wohl fühlt… HUT AB!

Da ich ja hier frei und ehrlich von der Leber weg tippen kann, kann ich euch auch sagen, ich benötige im Winter doch ein bisschen mehr als eine Wiese in unberürter Natur. Was bedeuten soll, für mich ist die Standortwahl gerade beim Wintercamping eine ganz wichtige Frage.

 

Ziele zum Wintercamping in Deutschland

Für mich stehen und fallen die perfekten Wintertage im Wohnmobil mit der Auswahl des Zielortes. Ich hab es am liebsten wenn vor Ort ein bisschen was „los ist“, aber das muss natürlich jeder von euch ganz nach belieben auswählen

 

Mein perfekter Wintertag im Wohnmobil beginnt mit der richtigen Platzwahl

Zu keiner anderen Jahreszeit ist mir ein Stellplatz samt Strom so wichtig wie momentan, denn die Zeit die ich im Wohnmobil verbringe ist vergleichsweise hoch und da ist es für mich wichtig, dass ich alle möglichen elektronischen Geräte nutzen und laden kann, wie ich mag. Zudem möchte ich auch nicht darauf achten müssen, wann ich welche Lampe wie lange einschalte und natürlich lasse ich auch das ein oder andere Licht brennen, wenn Milla mal allein im Wohnmbil bleiben muss.

Davon abgesehen habe ich es gerade im Winter sehr gerne, wenn ich mich irgendwo aufhalten kann, wo ich etwas in zu Fuß erreichbarer Nähe erlebe. Also suche ich mir bevorzugt Stellplätze aus die in der Nähe von Städten, besonderen Gebäuden, Thermen, Schwimmbädern oder gerade jetzt im Dezember, natürlich dem ein oder anderen Weihnachtsmarkt liegen. So kann ich frei wählen, ob ich die Zeit in meinem gemütlichen Wohnmobil verbingen möchte, oder draußen etwas unternehme.

 

Noch sind die Stellplätz nicht immer voll belegt!

Der nächste Punkt, warum ein Wintertag im Wohnmobil für mich so schön ist, geht definitiv in Richtung Campingboom. Der Kampf um einen Stellplatz ist im Winter deutlich, deutlich entspannter. Klar, auch zu dieser Jahreszeit gibt es Stellplätze die mehr als gut besucht werden (so ist der Stellplatz in Köln oder Bremen auch an einem regnerischen Dezember Wochenende schnell ausgebucht) insgesamt sind aber doch NOCH weniger Camper, als in den Sommermonaten unterwegs und innerhalb der Woche ist die Stellplatzsuche eigentlich überall sehr entspannt.

Also… Winter Wohnmobil Tage ohne Langweile beginnen für mich definitiv mit der passenden Stellplatzwahl samt Strom und  einem Ort, an dem ich etwas unternehmen kann!

 

 

Wintertage im Wohnmobil, Gemütlichkeit ist alles!

Gemütlichkeit ist alles beim Wintercamping… so zumindest mein Denken! Achtet unbedingt auf ausreichend Gas und genügend Power durch die Batterien, damit ein Teelicht nicht alles ist!

 

Nächster Punkt für einen schönen Wintertag im Wohnmobil – Das Thema GEMÜTLICHKEIT!!!!

Im Sommer spielt sich das Campingleben zu 99 % draußen ab, im Winter verbringe ich dagegen viele Stunden im Fahrzeug. Da ist es mir wichtig, dass ich mich so wohl wie nur eben möglich fühle. Darum habe ich natürlich auch im Wohnmobil Teelichter, ich nehme meine warme Kuscheldecke von zuhause mit, ich kaufe mir leckere Teesorten, Weihnachtsplätzchen,  Schoki oder  verschlinge direkt die komplette Tüte Weingummie. Gerade jetzt zu dieser Jahreszeit liebe ich Suppen und da mir das ganze geschnibbel im Womo manchmal zu aufwändig ist (kommt natürlich auf die Suppe an) koche ich gerade jetzt gerne bereits zuhause vor und nehme die eingeweckte Suppe mit on Tour. Auch das ist für mich eine Form von Gemütlichkeit.

Gut, jetzt ist das Thema gemütlichkeit im SUN TI aktuell ein bisschen „anders“, als bei meiner Omi. Durch die „Platinum Edition“ des SUN TI’s hat das Wohnmobil viele indirekte Lichtquellen, die im Womo Alltag ganz automatisch Gemütlichkeit erzeugen, ähnliches gilt für den Doppelboden bzw. den gesamten Aufbau der die Wärme super isoliert..

Nichts desto trotz war ich ja auch schon mit der Omi in den letzten Jahren immer wieder im Winter unterwegs und dann ist es auch so, dass ich diese „Wintertouren“ mit der Omi vorbereite. Die Omi bekomt z.B. grundsätzlich im Winter einen Teppich, natüüüüürlich eine Lichterkette 🙂 und ich veränder auch die Vorhänge bzw. nutze Thermovorhänge, so dass sich die Wärme länger hält und das gesamte Wohnmobil einfach gemütlicher wirkt.

Bei diesem Punkt muss und soll sicherlich jeder für sich entscheiden, was er benötigt um sich wohl zu fühlen. Mir ist nur wichtig, dass ihr diesen Punkt nicht vergesst. Es macht eben doch einen erheblichen Unterschied, ob man sich an langen Wintertagen so richtig wohl fühlt im Womo oder Wowa, oder ob das alles mehr oder weniger ein „Behelf“ ist.

Ich meine, die Wohnung schmückt doch auch jeder, warum soll es dann im Wohnmobil anders sein? Klar, den 2,50m hohen Tannebaum lasse ich auch lieber zuhause stehen, aber ansonsten ist dieses „Gemütlichkeitsding“ meiner Meinung nach vieeeeel wichtiger, als die meisten Camper und vor allem Nicht-Camper glauben. Im Grunde ist das Womo doch genau so „Wohnraum“, wie die vier Wände aus Stein. Darum kann ich euch nur immer wieder sagen… macht es euch RICHTIG gemütlich im Womo!!!

 

Wintertage im Wohnmobil mit Hund

Natürlich dreht sich meine Tagesplanung auch immer ein bisschen um die kleine Hundoma

 

Vanlife im Winter – MEIN Campingalltag zwischen November und März

Ich habe mir also ein für mich ansprechendes Reiseziel ausgesucht, außerdem stehe ich auf einem Stellplatz mit Strom und habe vorab das Wohnemobil so gestaltet, dass ich mich immer wieder FREUE, wenn ich wieder zurück zum Womo kehre.

Wenn all diese Dinge stimmen, dann ist der Rest eigentlich nur noch „makulatur“.

Mein Wintertag im Wohnmobil beginnt meist zwischen 7.30 – 8.00 Uhr. Nachdem der Wecker geklingekt hat, geht der erste Griff zum Wasserkessel und währendessen das Wasser beginnt zu kochen, mache ich mich halbwegs startklar für den Tag.

Sobald der Wasserkessel flötet, kann ich endlich wach werden und almählich am Geschehen teilnehmen, denn dann ist Kaffee Zeit! Samt Kaffee und W-lan gehen die nächsten 1-2 Stunden für den Laptop „drauf“. E-Mails, Nachrichten, Social Media, bis ich da „durch bin“, wechselt mein Hundemädchen erstmals ihren Platz und schwingt sich tapsig vom Körbchen auf ihre Decke unter dem Tisch…. um dort noch weiter zu schlummern! Was für mich natürlich bedeutet, bitte nicht bewegen und schon gar nicht die Füße!

Nach dieser morgendlichen Routine, hängt mein weiterer Tagesablauf auch von Terminen, dem Schreiben oder einem Standortwechsel ab. Gehen wir aber mal davon aus, dass ich keine Termine habe und am gewählten Standort stehen bleibe, plane ich mittlerweile immer erst vormittags meinen Tag. Ich habe es mir total abgewöhnt meine Touren großartig durchzuplanen, es kam eh immer anders! Also überlege ich mir Vormittags worauf ich an diesem Tag Lust habe und was morgen ist… naja das plane ich (so weit möglich) dann eben morgen!

Am späten Vormittag ist aber erstmal „Milla-Zeit“!

Früher haben sich die Tage deutlich „mehr“ um Milla gedreht, oder nein, eigentlich stimmt das nicht, unser Alltag hat sich eben nur verändert. Früher war Milla eben überall dabei, was auch bedeutet hat, ich habe nur „Hunde freundliche“ Aktivitäten unternommen. Jetzt gehen wir eben erst am späten Vormittag unser „groooooßes“ 20 Minuten Ründchen mit Pause und der gesamte Alltag verläuft deutlich ruhiger, aber gut… solange die Hundeoma zufrieden ist, ist ja alles gut!

Meist bleibe ich nach diesem Spaziergang noch eine kleine Weile bei Milla am Womo. Wenn es kalt aber sonnig ist, sitzen wir gemeinsam draußen vor dem Womo, Milla kann noch ein bisschen Sheriff  spielen und ich noch ein-zwei Stündchen arbeiten, bevor die Königen aller Stell und Campingplätze ein Nickerchen im Womo einlegt und ich dann gegen Mittag los maschiere.

Ist das Wetter kalt und usselig, gehen wir direkt ins Womo, spielen ein Ründchen oder, oder, oder, bevor ich mich dann auf den Weg mache.

Ob es nun ein Stadtbummel ist, Sightseeing am Turi-Must-See-Gedöns der Region, Zoo, Aquarium, Therme, Weihnachtsmarkt oder ob ihr es glaubt oder nicht, ich besuche sogar Museen (und dabei meine ich nicht nur das Schoki Museeum in Köln 🙂 ). Es gibt IMMER irgendetwas zu sehen oder zu erleben und dank Google, ist es auch ganz einfach herrasuszufinden, was die nähere Region zu bieten hat. Mir ist es wie gesat nur wichtig, dass es irgendwas zu sehen gibt, dass ich ein „Ziel“ habe, an dem ich die nächsten Stunden verbringen kann.

Meist nutze ich die Zeit und gehe auf dem Rückweg zum Wohnmobil noch drei Teile einkaufen, so dass auch das Abendessen „save“ ist.

Zurück am Wohnmobil beginnt dann für mich der gemütliche Teil des Tages. Noch ein kleines Ründchen mit Milla, Kerzchen, Tee, Kochen, Laptop, schreiben… dazu am besten noch das Plätschern des Regens auf dem Womo. Jetzt mal eherlich… besser geht es doch gar nicht.

 

Freizeitgestaltung für Alleinreisende im Wohnmobil

Ich genieße auch den ein oder anderen Tag komplett im Wohnmobil, gerade wenn ich viel schreiben muss. In der Regel schaue ich aber, dass ich mir zumindest für den Nachmittag irgendetwas vornehme. Egal ob Weihnachtsmarkt, Ausstellung, Museum oder 2-3 Stündchen Sauna. Danach ist es dann im Womo auch gleich doppelt gemütlich!

 

Dafür würde ich (fast) jede schlechte Sommernacht bei Affenhitzte eintauschen.

Noch ein Tipp für alle, die auf der Suche sind nach Filmen für lange Wintertage im Wohnmobil. Schaut euch mal die Seite www.onlinetvrecorder.com an. Dort findet ihr das gesamte TV Programm alle Sender zum Download. Es gibt eine kostenlose Version, ich nutze allerdings schon seit Jahren die kostenpflichtige “ komplett Version“. Da kostet dann ein Film zwischen 5-10 Cent. Die Seite ist komplett legal und es gibt doch immer mal wieder z.B. einen verpassten Tatort o.ä. den man sich noch anschauen wollte. Wenn ihr die Filme zuhause dowloaded, habt ihr sie „für immer und ewig“, ohne weitere Datenvolumen zu verbrauen, auf dem Laptop.

 

Ein Wohnmobil für den Winter im Test

Aktuell haben Milla und ich ja das Glück den Knaus SUN TI testen zu dürfen und gerade an langen Wintertagen im Wohnmobil macht sich der „heiße Flitzer“ schon gut!

 

Ein Winter Wohnmbiltag… das solltet ihr beachten

Natürlich gibt es beim Wintercamping auch drei, vier Punkte, die ihr unbedingt beachten solltet und die sich vom Sommercamping etwas unterschieden.. Aber hey… bevor ihr schon jetzt die Augen verdreht und das Thema abharkt… NEIN, ES IST ECHT NICHT KOMPLIZIERT!!!!

  1. GAS!!! Ihr verbraucht im Winter echt viel Gas. Bei heftigen Minustemperaturen verbrauche ich in der Omi eine 11kg Gasflasche auch mal innerhalb von 3 Tagen. Das A und O ist also, dass ihr IMMER ausreichend Gas an Board habt. Ehrlich, es gibt im Winter nichts beschi…seneres als kein Gas mehr an zu haben und 3 Tage sind schneller rum, als man glauben mag. Darum..tauscht frühzeutig eure Gasflaschen. Zur Not ist auch ein kleiner Heizlüfter sinnvoll, den könnt ihr eigentlich immer mal im Womo/ Wowa haben. Ausreichend Gas und ein kleiner Heizlüfter für alle Fälle, sind meiner Meinung nach die wichtigsten Dinge beim Wintercamping.
  2. Denkt an euer Grauwasser, wenn es friert. Leider gibt es an vielen Grauwassertanks im Winter ein Problem. Wenn ihr nicht gerade mit einem super duper winterfesten Wohnmobil, samt beheizter Tanks und Doppelboden unterwegs seid, so wie ich aktuell dank des SUN TI’s, bekommt ihr an diesem Punkt schnell Probleme! Denn ein unbeheizter Abwassertank friert schnell ein. Dies hat zur Folge, dass die Abwasserleitungen zufrieren und „die Suppe“ nicht mehr ablaufen kann. Gaaaaaaanz doof, weil ihr die Leitungen bei Dauerfrost kaum oder nur sehr schwer wieder auf bekommt. Darum stellt ihr an frostigen Wintercamping Tagen am besten einen großen Eimer unter den Abfluss und lasst den Tank direkt offen. So kann das Grauwasser sofort in den Eimer ablaufen und kann gar nicht erst in den Leitungen gefrieren.
  3. Thema heizen. Denk daran die Heizung bei sehr kalten Temperaturen am besten immer auf kleiner Stufe laufen zu lassen, auch dann, wenn ihr mal ein paar Stunden nicht im Womo seid. Ansonsten kann es euch passieren, dass irgendwann der Frostschutzwächter „einspringt“ und ein ordentlicher Teil eures Frischwassers verloren geht. Davon abgesehen ist das Heizen aber auch gut gegen die feuchte Winterluft, damit das Womo erst gar nicht richtig auskühlen kann.
  4. Letzer Punkt… LÜFTEN! Lüften ist an einem Wintertag im Wohnmobil fast so wichtig wie heizen. Am besten reißt ihr alle paar Stunden für ca. 10 Minuten alle Fenster, Dachluken und Türen auf. Ja… nicht sehr gemütlich, aber nur so könnt ihr die triefend nassen Fensterscheiben halbwegs vermeiden.

 

Wenn ihr diese 4 Punkte beachtet, kommt ihr schon gut durch die ganz normalen Wintertage im Wohnmobil. Sollte es dazu tatsächlich mal richtig schneien, lohnt es sich sehr, einen großen Besen im Camper zu haben, um den Schnee vom Womo bzw. Wowa zu fegen. Solche Themen wie Winterreifen, Eiskratzer, Kühlwasser (samt ausreichend Frostschutz) wegen der Motorheizung,  oder gar Schneeketten wenn ihr in die Berge fahrt, sind wohl klar… darum lasse ich die Themen jetzt mal außen vor.

TOP TIPP!!!

Irgendwo hatte ich es bereits in einem anderen Artikel erwähnt, aber da das Thema aktuell wieder vermehrt gefragt wurde, hier nochmal ein Tipp zum Gasflaschen Kauf! Habt ihr vielleicht auch schon bemerkt, dass ihr mit einer vollen 11 kg Gasflasche nur erstaunlich kurz „ausgekommen“ seit, dabei hat sich euer Heizverhalten und alles andere nicht verändert? Dann seid ihr vielleicht Opfer von der beliebten Gasflaschen „Schummelei“ geworden.  Leider kommt es immer wieder vor, dass Hersteller die Gasflaschen nicht komplett füllen und so einen extra Gewinn erzielen. Ich selbst habe schon „frische“ 11kg Gasflaschen in die Hand greicht bekommen, die nur mit ca. 70% Gas befüllt wurden.

Darum lohnt es sich IMMER, dass ihr die Gasflaschen vor dem Kauf mal eben wiegt. Perfekt eigenen sich dazu Kofferwaagen, die sind klein und handlich… im Baumarkt könnt ihr aber auch die nächste Waage aus der Badezimmerabteilung nutzen. 😉

Ihr findet auf jeder normalen grauen 11 kg Gasflasche alle Angaben die ihr dazu benötigt. Meist im Griff eingestanzt steht das „Gas Gewicht“ und dazu findet ihr auf der Flasche aufgedrucktt, das genaue Tara Gewicht der Flasche. Kleine Unterschiede von wenigen Gramm sind sicherlich ok, aber mit der Füllung wird so viel „Schindluder“ getrieben, dass solltet ihr im Auge behalten.

 

Alleine reisen mit dem Wohnmobil, Abendgestaltung

Wenn euch das Alleinreisen im Winter noch neu ist, plant eure Abendgestaltung. Ob ihr nun tolle Filme mitnehmt, ein gutes Buch, euer Strick-Zeug oder z.B ins Theater geht… ich schwöre es euch, man kann die Zeit alleine auch richtig genießen. Ich verbinde viele Abende natürlich vor dem Laptop, was aber allein schon durch das gute Lichtkonzept im SUN TI für mich extrem gemütlich ist.

 

Ein Wintertag im SUN TI … die großen und kleinen Unterschiede

Aktuell habe ich ja das große Glück mit dem SUN TI von Knaus unterwegs sein zu dürfen und ja, es gibt schon deutliche Unterschiede zur Omi oder auch neueren Test-Wohnmobilen im „Winter-Womo-Vanlife-Alltag“.

Ich habe es ja bereits im letzten Artikel kurz angesprochen, ein ganz großer Unterschied im kompletten vanlife Alltag ist für mich, dass dieses Wohnmobil durch und durch „warm“ ist. Es gibt am Bett keine zugigen, kalten oder gar feuchten Ecken, der Wohnmobil Boden ist morgends beim Barfußlaufen angenehm warm und selbst durch das Fahrerhaus kommt so gut wie keine eisige Luft. Diese „Grundwärme“ macht den Wintertag im Wohnmobil für mich in jeder Sekunde und vom ersten „Augen öfnnen an“ angenehmer.

Dazu kommen die vielen großen Fenster im SUN TI, die auch einen trüben Wintertag viel freundlicher machen. Das klingt jetzt so nebensächlich, ist es aber echt nicht und der Einfluss der vielen Fenster fällt mir jeden Tag wieder  positiv auf.

Ich drehe hier im SUN TI  jeden Morgen und jeden Abend meine „Fenster Runde“ und schließe bzw. öffne insgesamt 12 Fenster. Ich meine 12 Fenster… das sind schon wirklich viele für ein Womo von ca. 7,50 Länge. Alleine das riesige „Panoramafenster“ ist für mich der Knaller, zumal es selbst da oben um die Dach- und Panoramafenster herum nicht mal kalt ist! Wie das geht und warum das so ist, ist mir momentan auch noch ein Rätsel, aber es ist eben so! Ich kenne es normalerweise nur so, dass der Bereich um die Dachfenster herum und das Fenster selbst kalt oder gar feucht/kalt ist. Das ist im SUN TI aber nicht der Fall!

Das nächste „Winter-Wohnmobil Highlight“ im SUN TI ist für mich ganz, ganz klar das Lichtdesign. Ja, die großen indirekten Lichtquellen über der Dinette bzw. oberhalb des Bettes kommen zwar durch die extra „Platinum Selection“, aber das ist mir im Grunde relativ egal, bzw. würde ich persönlich, alleine wegen dieses Lichtkonzepts, die 3000 Euro für die special Edition iiiiiiiirgendwie  auch noch auftreiben, wenn ich mir so ein Womo insgesamt leisten könnte. Wenn ihr noch weitere Infos zur „KNAUS- SUN TI -PLATINUM SELECTION“ erfahren möchtet, klickt einfach auf den Link.

Fragt mich nicht in wieeeeee vielen Wohnmobilen ich schon saß, egal ob auf Messen, bei Freunden, bei Kunden oder damals auf der Suche nach der Omi, fast immer habe ich ein riesen Problem mit den fest eingebauten Lichtquellen im Wohnmobil. Entweder es ist insgesamt viel zu hell, die verschiedenen Strahler sind mir zu intensiv, das gesamte Licht ist gerade abends so „intensiv“, dass sich auf dem Laptop alles spiegelt, oder was für mich auch oftmals „schwirig“ ist, die Kopplung der verschiedenen Lichtquellen und Lichtschalter. Warum kann ich die Spots nicht grundsätzlich einzeln ein- bzw. ausschalten, sondern fast immer nur in Reihe bedienen nach dem Motto, entweder alle Lichter eines Bereiches an oder gar kein Licht ?!?!  Das macht für mich so gar keinen Sinn.

Naja wie auch immer, das Lichtkonzept im SUN TI ist für mich sehr, sehr gut gelöst. So funktionieren auch lange Abende und Nächte vor dem Laptop ohne Kopfschmerzen, weil die indirekten Lichquellen ein super schönes, warmes und gemütliches Licht erzeugen.

Einen weiteren Vorteil des SUN TI an kühlen Wintertagen sehe ich in der Verteilung der Heizungsdüsen bzw. in der Verteilung der gesamten „Heizungsluft“. Allein die Heizungsdüse, die direkt an/in die Dusche zeigt, ist für mich sehr clever gemacht und ein riesen Vorteil. Zum einen entfällt dadurch dieser gaaaanz üble Moment für alle Frostbeulen wie mich, an dem man irgnedwann die Duschtüre nach dem Duschen öffnen muss und einem gefühlt „eisige Luft“ entgegen strömt. Dank dieser Heizdüse direkt neben der Dusche, steht man sozusagen sofort in der warmen Heizungsluft (natürlich muss dazu die Heizung laufen und die Düse geöffnet sein). HERRLICH!!!

Jetzt im Praxistest spüre ich auch den Vorteil, den ich während der Werksbesichtigung bereits gesehen und angesprochen hatte. Sämtliche Möbel werden bei Knaus nicht direkt an die Außenwand gesetzt, sondern überall bleiben noch wenige Millimeter zwischen Außenwand und Rückwand der Möbel bestehen. Dadurch entstehen kaum Kältebrücken, denn durch die wenigen Millimeter Abstand gelangt die warme Luft auch „hinter“ die Schränke und wärmt diese damit automatisch.

Der SUN TI hat noch viele andere kleine und große „Besonderheiten“ , die mir mittlerweile aufgefallen sind, aber dazu komme ich ein anderes Mal. In Bezug auf das Thema „Wintertage im Wohnmobil“ aber noch ein letzter positiver Punkt und zwar ist dies der gesamte „Eingangsbereich“ des Wohnmobils.

Die Aufbautür mit all ihren Knöpfen und Fächern ist schon der Wahnsinn, dazu kommt noch der großer Spiegel auf der rechten Seite des Eingangsbereiches, sowie eine Gardrobe neben der Tür. Ein besondeses „PLUS“ ist für mich allerdings die breite „Trittstufen“ im Bereich der Aufbautür. Die Stufe ist so breit, dass ich ganz entspannt direkt auf der Treppe die Jacke und Schuhe ausziehen kann, so dass ich das Womo erst gar nicht mit den nassen Winterschuhen, Jacken usw. betreten muss. Sobald ich Jacke, Schuhe, Schal usw. ausgezogen habe, schlüpfe ich in meine Schlappen, die Jacke hänge ich dann entweder direkt an der Gardrobe neben der Tür auf, oder ich hänge sie zum trocknen an die installierte Kleiderstange in der Dusche (auch hierbei macht die extra Heizdüse neben der Dusche natürlich Sinn) und die Schuhe stelle ich danach in den beheizten Doppelboden, wo sie wunderbar trockenen könen, ohne zu stören.

Tja ich kann es nicht anders sagen, aber der SUN TI hat schon echt viele sehr gut durchdachte „Kleinigkeiten“, die den Alltag beim Wintercamping besonders einfach und angenehm machen.

Wintertaugliche Wohnmobile im Test

Wenn ihr euch das Wohnmobil oder den Wohnwagen so richtig schön gemütlich gestaltet, ist selbst Schneeregen herrlich!

Fazit – ein Wintertag im Wohnmobil

Ehrlich ihr Lieben, ihr macht einen Fehler wenn ihr denkt, Wintertage im Wohnmobil sind ja sowas von langweilig, düster und hässlich, da lasse ich das Wohnmobil lieber direkt stehen. Gut, sicherlich ist das alles auch immer ein bisschen „Typ frage“. Wer so gar nichts mit sich selber anzufangen weiß, wird wahrscheinlich an diesen langen Wintertagen im Wohnmobil nicht glücklich, wobei ich eigentlich denke… wer so gar nichts mit sich selbst anzufangen weiß, wird grundsätzlich beim reisen mit dem Wohnmobil nicht glücklich und schon erst recht nicht beim Alleinreisen.

Wenn DU aber der Typ Mensch bist, der die gemütlichen Wintertage zuhause genießen kann, dann solltest Du dies auch unbedingt auf das Wohnmobil oder den Wohnwagen übertragen.

Wintertage im Wohnmobil sind genau so wenig langweilig, wie Sommer Road Trips an der Atlantikküste und wenn ihr das ganz große Abenteuer sucht und ein halbwegs passenden Wohnmobil besitzt, ja dann fahrt doch im Winter mal nach Skandinavien o.ä. Ehrlich, ich kann die Frage nach dem „aber ist dir dann im Wohnmobil nicht furchtbar langweilig“ nicht so richtig verstehn. Zum einen bietet der Winter doch genau so seine wunderschönen Seiten wie der Sommer, mann muss sich nur darauf einlassen und zum anderen, wo ist denn der Unterschied zum Wintertag zuhause???

Ich glaube, wenn die meisten von euch jetzt mal ganz ehrlich zu sich selber sind, dann werdet ihr feststellen… der Unterschied zwischen Wintertagen zuhause und Wintertagen als Camper ist eigentlich nicht groß! Klar, wenn ich von meinem Zuhause spreche oder an meine Zeit zuhause denke, dann ist da natürlich auch ganz schnell der Gedanke an Freunde und Familie. Aber wenn wir jetzt mal eherlich sind, wie häufig trefft ihr diese Freunde oder eure Familie im Winter wirklich???

Kann es nicht viel eher so sein, dass ihr genau so wie ich, einen Alltag zuhause führt, der relativ „gleichbleibend“ und routiniert ist. Die einen werden arbeiten gehen, die anderen beginnen den Tag mit dem Gang zum Bäcker, dann gibt es den Hundespaziergang, Einkaufen, sämtliche Zeiten im Internet, kochen, bügel, waschen, putzen und ansonsten sitzt man eben auf der Couch und schaut TV oder, oder, oder… .

Aber „grundsätzlich“ ist es doch eigentlich gar nicht so, dass man zuhause einen Winteralttag führt, der im Wohnmobil nicht möglich wäre, weil man jetzt gerade im Winter auf bestimmte Personen oder Gegebenheiten vor Ort angewiesen ist.

Von daher behaupte ich mal ganz „leichtfertig“… euer Alltag zuhause ist genau so (wenig) „langweilig“, wie ein möglicher Alltag on the Road. Also nutzt doch die Zeit, nutzt die ruhigen Tage, nutzt die deutlich entspanntere Lage auf den meisten Stellplätzen und lasst es euch einfach gut gehen.

Winter im Wohnmobil und Wohnwagen

Wintertage im Wohnmobil Dein Pin zum Artikel

Mir selbst ist dieser Gedanke „hmmmm, das KÖNNTE aber langweilig werden, darum „tue“ ich es erst gar nicht“ vollkommen fremd. Ich kann weder den Gedanken, noch das jeweilige Verhalten so richtig verstehen.

Wenn mir mal jemand sagen würde, ohhhh du traust dich was, mir wäre es viel zu peinlich, wenn jemand sehen würde, dass ich so ganz alleine mit dem „großen“ Wohnmobil durch die Welt tucker… DAS KÖNNTE ICH TOTAL VERSTEHEN!!!  😉😆 Denn diese Blicke sind mir bis heute unangenehem und die ersten Touren hätte ich am liebsten mit Tarnumhang hinter mich gebracht, aber etwas nicht zu versuchen, weil es ja vielleicht langweilig sein könnte… sorry, das kapier ich nicht!

Was ich damit sagen möchte…

Ein Wintertag im Wohnmobil ist nicht langweilig!!!! Es kommt nur einfach auf DICH und DICH und DICH selbst an, was ihr aus euren „vanlife Wintertagen“ so macht. Sucht euch einen tollen Ort, fahrt los, genießt die Zeit und vielleicht genießt ihr auch einfach mal den Moment, in dem ihr in eurem warmen Fahrzeug sitzt, es euch gut geht und ihr absolute Ruhe um euch habt!

Ihr sagt die Weihnachtszeit ist so stressig? Klar, kann ich nachvollziehen, aber dann nutzt die kommenden winterlichen Monate und genißet die ruhige Campingzeit! Sie ist vieeeeel spannender und zudem „einfacher zu händeln“ als ihr vielleicht aktuell noch denktt!

Also… lasst es euch gut gehen und genießt… den Wintertag im Wohnmobil!

Bis dahin … bliebt gesund,

eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

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Mit Werbung –  WUUUUSCH.… so schnell sind die ersten Winter Wohnmobil Tage im KNAUS vergangen. Da wurder es Zeit, euch ein bisschen mit „on the Road“ zu nehmen und euch zu erzählen, was ich in den vergangene Tagen so erlebt habe.

Doch bevor ich euch mit auf meine Winter Wohnmobil Tour nehme, starten wir mit einem kurzer Rückblick.

Vielleicht habt ihr es schon durch den letzten Artikel mitbekommen, aktuell darf ich wieder mkit einem neuen Wohnmobil „on tour“ gehen und zwar mit dem super, duper winterfesten SUN TI von Knaus. Erste Infos rund um das neue Test-Womo und meine „Reise“ nach Jandelsbrunn,  könnt ihr im ersten Teil der Knaus Serie verfolgen: Der Knaus SUN TI – ein neuer Wohnmobil Test

 

Mit dem Wohnmobil durch den Winter

Jetzt fehlt nur noch Schnee in Düsseldorf, dann wäre alles perfekt 🙂

 

Isa on Tour – zwischen Weihnachtsmarkt und Wintertag

 

Nachdem ich also das winterfeste Reisemobil in Jandelsbrunn abgeholt und noch eine Nacht in Passau verbracht habe, ging es für mich direkt weiter nach Kelheim.

Den Stellplatz in Kelheim (Stellplatz „Am Pflegerspitz“, Am Pflegerspitz 1, 93309 Kelheim) kannte ich schon durch meiner letzten Tour durch die Alpen bzw. Ostdeutschland. Darum wusste ich auch, dass dieser Stellplatz mit „allem drum und dran“ ausgestattet ist und ich dort auch im Winter Wasser bekommen werde, denn noch war der Frischwassertank des Wohnmobils leer. Einziges Problem, das Knaus Team hatte das Reisemobil nicht mit einem Wasserschlauch ausgestattet und ich… naja… ich habe den Wasserschlauch der Omi natürlich auch locker, flockig in Dortmund liegen gelassen. Aber ohne Wasser durch das Wochenende kommen, nee das ging ja gar nicht!

 

Hilfe von Campingnachbarn

Zum Glück gibt es ja noch ein paar Campingnachbarn 😉

 

Also hieß es … Türen klopfen!

 

Glücklicherweise standen in Kelheim noch drei andere Camper mit ihren Wohnmobilen und nutzen den Stellplatz, da sollte es doch möglich sein, sich von irgendwem einen Wasserschlauch auszuleihen. Allerdings hatten wir gerade erst frühen Nachmittag , nicht gerade die perfekte Uhrzeit um irgendwen am Wohnmobil anzutereffen, aber gut… Versuch macht klucccchhh und ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn! 😉

Also habe ich mich von Womo zu Womo geklopf aber leider öffnete niemand die Tür, dabei habe ich doch ganz genau gehört, wie da jemand hinter der Tür herumtrottet.  Naja…  im ersten Moment dachte ich noch hmmm, die wollen wohl nicht und bin schon wieder quer über den Stellplatz zurück zum Knausi gelaufen, da öffnete sich doch noch die Aufbautür und aus dem Reisemobil kam ein älterer Herr, der mich schon aus der Entfernung seeeehr kritisch anschaute.

Na super, wenn ich dem doch jetzt gleich erzähle, neues Wohnmobil, kein Wasserschlauch usw. der hält mich doch für total bescheuert und 100 prozentig kann ich mir erstmal anhören, dass man doch nicht so unvorbereitet los fahren kann. Je näher ich dem Herrn kam… je griesgrämiger sah er in meinen Augen aus, doch…. total falsch gedacht! 🙂

Hilfe durch Camping Nachbarn 

Nachdem mir der ältere Herr direkt zu verstehen gab, dass ich langsam sprechen soll, weil er nicht gut hören kann, lernte ich einen total netten und sehr, sehr hilfbereiten Herrn kennen. Nicht nur das er so nett war mir den Wasserschlauch zu leihen, er ging auch trotz des beginnenden Schneeregens und Kälte mit zur Ver- und Entsorgung und war mir mit einer Seelenruhe behilflich. Diese Seelenruhe war auch nötig,  denn die Leitungen in Kelheim waren zwar offen, aber die Anlage hat/ hatte einen Knacks und nahm die Euro Münzen nicht an.  So versuchten wir es eeeeewig lange mit meinen verschiedenen 1 Euro Münzen und dann lief mein Stellplatznachbar auch nochmal los und holte seine übrigen 1 Euro Münzen, bis der Automat eeendlich eine Münze akzeptierte und ich tatsächlich noch Wasser tanken konnte. Bis das aber geklappt hat, hat es sicherlich gute 30 Minuten gedauert und der nette Herr stand während der ganze Zeit mit mir zusammen in der Kälte und wir versuchten eine Münze nach der anderen, samt dem ein oder anderen Automaten -Jackie Chan- Handkantenschlag.

Aber iiiirgendwann lief es dann und ich konnte zumindest einmal 80 Liter  Wasser tanken.

Juhuuuu, das war also geschafft! Jetzt konnte ich mir endlich samt eiskalter Finger, Ohren und mittlerweile auch nassen Haaren, eine schöne Winter Wohnmobil Parzelle in Kelheim suchen.

An diesem ersten Tag in Kelheim haben Milla und ich nicht mehr viel unternommen. Ich habe mich erstmal intensiv mit dem Wohnmobil auseinander gesetzt,  wir sind natürlich noch ein Ründchen „gassi“ gegangen und zur Feier des Tages, habe ich mir abends noch eine Pizza vom benachbarten Italiener gegönnt (den ich euch übrigens nur wärmstens ans Herz legen kann! Der Italinier neben dem Stellplatz in Kehlheim ((in diesem Tennisheim)) ist richtig, richtig gut und hat zudem auch ganz moderate Preise).

Mit vollen Bäuchen und müden Augen sind Milla und ich relativ früh ins Bettchen bzw. Körbchen gefallen. Das Fahren mit dem neuen Wohnmobil und der ganze Tag drum herum waren doch spannend und ich glaube, selbst Milla war froh, als sie in ihr Körbchen konnte. Ihr müsst wissen… Milla ist da echt halb Mensch! Solange ich nicht ins Bettchen gehe, schläft sie auch nicht in ihrem Körbchen. Sie bleibt dann lieber bis in die Puppen ungemütlich unterm Tisch liegen und schaut mich immer wieder fragend an, als sich einfach schonmal in ihr Körbchen zu legen. Was ein Hund…

 

Eine Winter Wohnmobil Tour durch den Advent

Die ersten Tage im SUN TI – zwischen Weihnachtsmarkt und Wintertag

 

Die erste Nacht im SUN TI

 

Die erste Nacht im neuen Wohnmobil war eherlich gesagt so mittelprächtig. Ich war immer und immer wieder wach. Was allerdings nicht am Womo selbst oder gar dem Bett lag, sondern viel eher an der ungewohnten Umgebung.

Das letztemal war ich wissentlich um halb fünf morgends wach, diesmal allerdings wurde ich geweckt, weil iiiiiirgendwas begann zu piepen. Doch wie das so im Halbschlaf ist, habe ich mich dazu entschlossen erst am nächsten Morgen nachzuschauen, was denn da wohl piepen könnte. Zack- Bettdecke über den Kopf und weiter haiaaa machen 🙂 Wenn es irgendwo piept, kann es ja noch nicht komplett kaputt sein 🙂 🙂 😉

Gegen 8 Uhr klingelte dann aber auch schon mein Wecker und nachdem Milla dies sofort registrierte, aufsprang und Schwanz wedelnd vor dem Bett stand, hatte sich das mit dem „nochmal umdrehen“ auch erledigt. Also bin ich aufgestanden, habe den Wasserkessel auf den Herd gestellt und wollte mich eigentlich währenddesen im Bad fertig machen,doch… da tat sich nicht viel! HMMMMPF, DAS GAS WAR LEER!

NA SUPER!!! Erstaunlicherweise war es aber im Wohnmobil noch gar nicht kalt, somit konnte ich mich zumindest erstmal in Ruhe anziehen, bin dann raus gestapft, habe die Gasflaschen gewechselt und dann gab es auch endlich meinen wohl verdienten Frühstückskaffee.

Doch da war doch noch was?! Ich saß gerade samt Tablet und Kaffee am Tisch, da begann das mir bekannte Piepen wieder.

Bei mir piept’s wohl!

Also habe ich erstmal das Kontrollpanel gecheckt, aber da wurde kein Fehler angezeigt. Als nächstes die Heizung… auch keine Fehlermeldung. Ich konnte aber auch noch gar nicht sicher sagen, woher dieses Piepen überhaupt kam. Also habe ich mich als nächstes  auf den Fahrersitz geschmissen, aber von da vorne kam das Piepen auch nicht! Hmmmmm???

Es hat echt lange gedauert, bis ich die kleine rote Lampe am Kühlschrank entdeckt habe und dann war mir natürlich auch klar woher das Piepen kommen musste… es war der Dometic KÜHLSCHRANK!

In der Nacht ist anscheinend irgendwann das eingezahlte Stromgeld zur Neige gegenagen, der Kühlschrank stand aber noch auf „Strom Modus“ und bei diesen neuen Kühlschränken ist es wohl so, dass sie anfangen Alarm zu schlagen sobald der eingestellte Modus nicht mehr zur Situation passt. Das war mir auch noch neu, aber gut… wenn mein cooler Begleiter Strom haben möchte, dann werfe ich also noch ein paar Münzen in die Stromsäule. Danach war der Kleine auch zufrieden und gab endlich Ruhe 😉 Mittlerweile habe ich aber auch gesehen, dass es einen „Automatik“ Modus gibt, der den Kühlschrank automatisch umstellt, wenn irgendetwas nicht stimmt.

Den gesamten Winter Wohnmobil Samstag verbrachte ich noch in Kehlheim, ging ein paar Teilchen einkaufen (damit mein cooler Begleiter auch etwas zu tun hatte), gönnte mir noch einen Kaffee beim Bäcker des Einkaufszentrums, drehte mit Milla das ein oder andre Ründchen und wenn ich nicht gerade am Laptop saß, qutaschte ich eine ganze Weile mit meinem netten, älteren Stellplatznachbarn. Also ein rundum entspannter Tag.

Die zweite Nacht im SUN TI war schon deutlich besser und so machten Milla und ich uns ausgeschlafen und fit am Sonntag auf den Weg nach Schweinfurt.

 

Auf nach Schweinfurt, die Stadt in der „der heiße Flitzer“ und ich persönlich angegriffen wurden!!!

 

Schweinfurt hat vor einiger Zeit einen neuen Wohnmobilstellplatz bekommen (Wohnmobilpark Saumain, Hutrasen, 97424 Schweinfurt) den ich mir schon immer mal ansehen wollte und jetzt bot sich uns die Gelegenheit.

Die Fahrt von Kehlheim nach Schweinfurt verlief sehr gut, der Fiat Ducato leistet ein super Arbeit. Nachdem ich mich vor Beginn der Fahrt auch noch mit dem Radio und dem eingebauten Navi auseinandergesetzt habe, plus mein Handy mit dem ganzen System verbinden konnte, lief die Fahrt wie geschmiert.  Gott sei Dank klingelte während der Fahrt mein Handy zweimal und so konnte ich auch direkt die Handy/ Radio/ Freisprech-Verbindung testen. Anrufe annehmen per Lenkrad Knopfdruck, super 🙂 und dass ich das als Technik-Trottechen auch noch einstellen konnte, tschakka… ich war schon ein bisschen stolz auf mich. 😉

In Schweinfurt angekommen haben Milla und ich noch ein ausgiebiges Ründchen gedreht und den Stellplatz genauer unter die Lupe genommen. Da an diesem Tag ein stiller Feiertag die Innenstädte lahm legte, hätte sich ein Stadtbesuch eh nicht gelohnt. Um dies schonmal vorweg zu nehmen, der Stellplatz in Schweinfurt ist nett angelegt und wirkt auch jetzt im Winter gepflegt und sauber. Allerdings gibt es auch zwei drei Punkte, die mir zumindest „so la la“ aufgefallen sind.

Stellplatz Schweinfurt – eigentlich toll, aber….

10 Euro pro Nacht mit Münzgeld zu bezahlen finde ich nervig. Wir Camper benötigen eh schon immer so viel Kleingeld für die Ver- und Entsorgung, Duschen, Toiletten, Strom.. was auch immer. Da finde ich es schon sehr angenehm, wenn man nicht auch noch die kompletten Stellplatzgebüren nur mit Münzen bezahlen kann. Ich meine jetzt mal egherlich… in Skandinavien wird das Brötchen beim Bäcker mit Karte bezahlt und wir bekommen es nicht mal hin einen NEUEN Parkautomaten aufzustellen, der zumindest Scheine und/ oder Karte nimmt??? Naja, wie auch immer, ich hatte nach den Tagen in Kehlheim zumindest nicht mehr genügend Kleingeld an Bord und so war ich sehr froh, dass ein polnisches Ehepaar noch in den benachbarten Kleingärten arbeitete und mir das Geld wechseln konnte.

Zweiter kleiner Nachteil am Stellplatz in Schweinfurt… es gibt weit und breit keinen einzigen Mülleimer. Für den Womo-Alltagsmüll ist mir das ja relativ egal, den werde ich dann eben am nächsten Stellplatz los. Aber als guter Hundebesitzer gibt es da ja noch die netten „Kacktüten“. Ich werde den Teufel tun und diese Tüten mit ins Womo nehmen, ich weiß aber auch, dass es viele  Camper nervt, wenn die vollen Kacktüten vor den Wohnmobilen liegen. Dies konnte ich jetzt in Schweinfurt allerdings nicht vermeiden, mit rein nehme ich die Tüte NICHT!!!

Man merkt aber deutlich, die fehlenden Mülleimer sorgen in Schweinfurt dazu, dass unheimlich viele benutzt Hundetüten VON ANDEREN CAMPERN in die nächsten Büsche geworfen werden, was natürlich keinen Sinn macht. Aber eherlich gesagt, im Hochsommer wüsste ich auch nicht was ich anderes tun sollte? Die Hinterlassenschaften am Stellplatz liegen lassen geht gar nicht, aber gerade wenn man da 2,3,4 Tage steht… soll man dann die Tüten vor den Womos stapeln?  Keine schöne Sache und für die Natur sicherlich auch nicht gut, aber wie gesagt, es gibt leider auch weit und breit nicht einen einzigen öffentlichen Mülleimer und gerade im Sommer sind die vollen Tüten, wo auch immer sie zwischendurch gelagert werden, für niemanden schön.

Komplett Überwachung an der Ver- und Entsorgung

Dritter kleiner Stellplatz Haken, die Ver- und Entsorgung. Also eigentlich hat dieser Stellplatz eine sehr, sehr ordentliche Ver- und Entsorgung, die man auch mit größeren Wohnmobilen gut anfahren kann. Allerdings ist es wohl so, dass es zu viele Camper gab, die in Schweinfurt kostenlos entsorgt haben, ohne den Stellplatz zu nutzen. Dies führte jetzt dazu, dass die Preise erhöt wurden und die Ver- und Entsorgung kostenpflichtig ist.

So weit, so normal. Ob man jetzt allerdings die gesamte Ver- und Entsorgung mit Verbots- und Hinweisschildern zu pflastern muss… najaaaaa. Die gesamte Anlage wird sogar extra Videoüberwacht und man wird dazu angehalten sich telefonisch zu melden, sollte man sehen, dass ein anderer Camper die Anlage nutzt, ohne auf dem Stellplatz zu stehen. Sollte man es wagen die Anlage zu nutzen ohne eine Nacht auf dem Stellplatz zu verbringen, wird Anzeige erstattet. Und dies alles steht nicht irgendwo auf einem kleinen Hinweisschild, sondern mehrfach auf X Schildern rund um die Entsorgung.

 

Stellplatz Schweinfurt

Eines von verschiedenen Hinweisschildern Zum Thema „Entsorgen in Schweinfurt“

 

Da eine meiner Gasflaschen ja bereits leer war, habe ich den Montag Vormittag dazu genutzt zum Baumarkt zu fahren, Gas zu tauschen und mir einen Wasserschlauch zu kaufen und bin danach wieder zurück zum Stellplatz in Schweinfurt gefahren. Dort angekommen habe ich den neuen Wasserschaluch direkt genutzt um Wasser aufzufüllen und den Rest zu Entsorgen. Ehrlich… durch diese ganzen Verbots- und Hinweisschilder samt Kameraüberwachung fühlt man sich schon ganz schön beobachtet. Ob das bei einer Ver- und Entsorgung in diesem Ausmaß wirklich nötig ist, kann ich nicht sicher sagen. Laut einem weiteren Hinweisschild ist es aber wohl so, dass sich die Kosten für den Stellplatz nur wegen der vielen „Fremdentsorgungen“ erhöt haben. Ob das wirklich so stimmen kann, weiß wohl nur der Betreiber.

 

Zum Nachmittag hin habe ich mein Täschen gepackt und bin los gezogen, um mir die Schweinfurter Innenstadt anzusehen. Ein nettes Städtchen mit vielen Geschäften, einer großen Mall und einigen Cafes und Restaurant, nur der Weihnachtsmarkt hatte leider noch geschlossen.

 

Und dann kam der Angriff!!!

 

Einzig mit den gefiederten Teufeln in Schweinfurt,kann irgendwas so ganz und gar nicht stimmen!!!! Ich glaube die Tierchen haben das Gefühl zu wenig Beachtung zu bekommen oder so!

Auf jeden Fall habe ich mich am frühen Abend wieder auf den Weg zurück zum Wohnnmobil begeben und habe dabei mehrfach mein Handy gezückt um dies und das zu knipsen,  bis es plötzlich PLATSCH machte!

Da hat mir so ein kleines Mistvieh doch ganz genau aufs Handy gekackt!!!! 😳🧐😖

 

Vogelkacke auf dem Handy

Neeeee, nee! 🙈🐦 Treffer versenkt!

 

Na super… Glücklicherweise stand ich gerade neben einem großen Drogeriemarkt und so konnte ich das Malheure dank Sagrotan-Feuchttüchern schnell wieder bereinigen.

Aber das war noch nicht alles…

Zurück am Womo angekommen saß ich noch bis tief in die Nacht vor dem Laptop und bin dann irgendwann schlafen gegangen. Dazu habe ich natürlich sämtliche Fenster abgedunkelt,  so war die Überraschung am nächsten Tag um so größer, als ich die Rollos wieder öffnete.

In der Nacht müssen kranke Vogelschwääääärme samt Noro-Virus über den Stellplatz gezogen sein, denn das gesamte Wohnmobil war zugeschissen… aber überall und das in Massen!!!! Das schöne Panaoramafenster und die Windschutzscheibe voller Vogelmist und dazu hat ein Vieh auch noch ganz genau den Türgriff der Aufbautür von oben bis unten getroffen… sag mal, das war doch ein höchst persönlicher und hinterhältiger Angriff!!!

 

Vogel Angriff auf das Wohnmobil

Überraschung …. 🙁 und so sah das gesamte Wohnmobil aus!!!!

 

Zumal ich mir morgends auf der ersten Hunderunde auch die Wohnmobile der Nachbarn angesehen habe, eine Concorde und ein Hymer und da war NICHTS!!!! Die haben es doch mit Absicht auf den schönen, neuen Knaus abgesehen. TSSSSSSS!!!!🙈🙈🙈 Was für eine Sauerei!!! Ich vermute dahinter eine, mafiösen strukturen ähnliche, Verschwörung der heimischen Mauer-Segler-Fiedler gegen Knaus-Tabbert persönlich!!! So wird es sein!

Es war also DRINGEND an der Zeit diesen Ort zu verlassen, ich war aufgeflogen und musste flüchten, um direkt ins Zeugenschutzprogramm zu wechseln. 😉

 

Nächster Halt meiner Winter Wohnmobil Tour Limburg an der Lahn!

 

Die Fahrt nach Limburg an der Lahn verlief wieder wie geschmiert, auch wenn es an diesem Tag abschnittweise soooo extrem nebelig war, dass ich mit 30 km/h über die Autobahn getuckert bin, weil man keine 10 Meter nach vorne schauen konnte. Dabei war der Nebel eigentlich das kleinere Problem, viel mehr hatte ich ständig einen Blick am Außenspiegel weil ich dachte, gleich brettert irgendwer von hinten mit 120 kmh in mich rein. Aber gut… ist ja nichts passiert, der heiße Flitzer ist immer noch ganz. 🙂

Der Stellplatz in Limburg (Stellplatz Camping Limburg, Schleusenweg 16, 65549 Limburg an der Lahn) liegt nicht nur klasse um die Stadt zu besuchen, er hat auch ein tolles Bezahl-System. Bevor man auf den Stellplatz auffährt, muss man eine Karte ziehen wie im Parkhaus und mit dieser Karte bezahlt man dann sämtlichen Service auf dem Stellplatz. Egal ob die Aktivierung des Stroms, Frischwassser oder die Parkgebühren, alles läuft über die Karte, welche man ganz zum Schluss an einem Automaten auslösen muss, um den Stellplatz wieder verlassen zu können. Hier benötigt ihr also keinerlei Kleingeld zwischendurch.

 

Limburg an der Laan, Reiseziel für Frauen allein im Wohnmobil

Blick auf Limburg am Abend.

 

Auch vom Stellplatz abgesehen, ist Limburg ein ganz besonders empfehlenswertes Reiseziel.

Ich wusste vorab nicht wie schön Limburg ist und war von den kleinen Altstadtgassen, dem Dom und den vielen, vielen süßen Geschäften absolut begeistert. Zudem zieht sich aktuell auch noch der Weihnachtsmarkt durch die halbe Innenstadt.

Limburg kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen und vom Stellplatz aus seit ihr in ca. 10 Minuten zu Fuß mitten in der Altstdat. Trotzdem liegt der Stellplatz ruhig direkt neben der Lahn, wo ihr auch wunderbar mit euren Vierbeinern spazieren gehen könnt.

 

Limburg an der Lahn als Wohnmobil Reiseziel

Limburg an der Laan, ein super schönes Städtchen mit vielen kleinen Geschäften

 

Nach zwei wirklich tollen Tagen und Nächten in Limburg ging es für Milla und mich aber auch schon wieder weiter, denn in Düsseldorf stand eine Einladung zur Weihnachtsfeier an. Also nichts wie los, mit dem Womo reisen und dazu Kollegen und Freunde treffen ist ja gleich doppelt schön.

 

Weiter, weiter… Düsseldorf ruft!

 

Da wir uns mitten in der Düsseldorfer Altstadt treffen wollten, stand schnell für mich fest, dass ich den Stellplatz am Rheinufer nutzen werde. Dort angekommen war es dann aber gar nicht so einfach einen passenden Stellplatz zu finden, denn durch den beginnenden Weihnachtsmarkt wurden viele Flächen gesperrt und die passsenden Wohnmobil Stellplätze waren noch nicht ausgezeichent. Doch nach ein bisschen schauen und zurecht finden, habe ich mich einfach neben eine gaaaanze Reihe anderer Camper gestellt… für eine Nacht sollte es gehen!

 

Frau allein im Wohnmobil Europa

In Düsseldorf war es richtig voll, obwohl das Thema Wintercamping ja noch nicht bei allen soooo beliebt ist.

 

Ab dem späten Nachmittag folgte ein feuchtfröhlicher Weihnachtsfeier Abend ohne Skandale. Naja, wie man so hört können solche Weihnachtsfeiern ja auch mal „ausarten“ ;-), aber nein… es war ein sehr, sehr schöner Abend ohne weitere „Ausschreitungen“ 🙂  und dank des Wohnmobils, lag ich definitiv als erstes im Bettchen.

Mit dem Womo zum „Event“

Feste, Veranstaltungen oder einfache Treffen mit dem Wohnmobil „zu besuchen“ ist für mich einer der ganz großen Vorteile eines Womos. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um das Thema „Alkohol“, sondern viel mehr darum, dass die Wege nach der Feier/ dem Treffen möglichst kurz sind. Ich meine jetzt mal ehrlich, was gibt es denn besseres als z.B. nach einem Musical Besuch oder auch nur einem gemeinsamen Abendessen mit Freunden, über den Parkplatz zu schlendern und innerhalb von Minuten im warmen Womo zu sitzen. Für mich definitiv die perfekte Möglichkeit und zudem ist es natürlich auch nett ein Glas Wein trinken zu können, ohne sich danach um ein Taxi o.ä kümmern zu müssen.

 

Mit dem Wohnmobil zur Veranstaltung

Blick auf Düsseldorf bei Nacht.

 

Sollte der nächste Stellplatz mal unpraktisch liegen, habe ich auch schon die ein oder andere Nacht direkt auf dem Parkplatz verbracht. Wer vorab NETT und HÖFLICH fragt, kann zu 99 Prozent die Nacht auch auf dem Parkplatz des Restaurants, Mucicals, Theaters o.ä verbringen. Ich wurde in solchen Fällen noch nie „vom Hof gejagt“, klar ist natürlich, dass ich in solchen Momenten kein großes „Campingverhalten“ an den Tag lege.

 

Die erstem Winter Wohnmobil Tage samt Doppelboden

 

Mittlerweile sind unsere ersten Tage im Knaus SUN TI vorbei und es stellt sich gaaaaanz langsam ein bisschen Normalität und vor allem Routine, ein.

 

Allein mit dem Wohnmobil in Europa von nTour - IsasWomo

Das war es schon wieder… bis nächste Woche, dann mit neuen Infos zur Tour durch den Winter

 

Was ich bereits jetzt sagen kann, der Unterschied zwischen einem „normalen“ Wohnmobil und einem Reisemobil mit Doppelboden ist schon erheblich und das bemerke ich schon jetzt, obwohl es ja noch gar nicht sooooo kalt geworden ist.  Durch den Doppelboden und die gute Isolierung wird das Wohnmobil gerade im Fuß/ Bein Bereich bei weitem nicht so schnell kalt, das ist deutlich merkbar! Wie oft habe ich schon gesagt, eigentlich finde ICH persönlich, dass der Fühler der Truma Heizung viel zu hoch installiert ist. Dadurch das die Wärme nach oben steigt, ist es zwar im Bereich des Oberkörpers halbwegs warm, aber die Füße und Beine werden immer kalt.

Mir ist schon klar, dass diese Fühler so weit oben installiert werden sollen, das ist also kein Fehler und trotzdem führt das dazu, dass ich Frostbeule die Heizung immer extrem hoch einstellen muss, damit auch der untere Bereich des Wohnmobils halbwegs warm ist. Trotzdem geht aber ohne dicke Socken und spätestens am Abend einer Decke über den Beinen nicht!

Mit dem Wohnmobil allein durch den Winter, alleine campen im Winter

Dein Pin zum Artikel, Winter Wohnmobil Tage im SUN TI

Doch genau dieses „kalte Füße Problem“ ist dank des Doppelbodens und der guten Isolierung im SUN TI wie „weg geblasen“ und das wortwörtlich. Der Unterschied ist so erheblich, damit hätte ich vorab selbst NICHT gerechnet!

Ich glaube ihr kennt das alle, oder ich sage besser, die meisten campenden Mädels werden es kennen. Morgends aus dem warmen Bettchen aufstehen und dann kommen die ersten Schritte, barfuß auf dem kalten Womo Boden bis man entweder die dicken Socken oder die Puschen gefunden hat. BRRRRRRRRR… danach ist man wach! Durch den Doppelboden ist aber der gesamte Womo Boden viel, viel wärmer und die Eisfüße am Morgen entfallen!

Das ich barfuß im Herbst /Winter in meinen Crocs im Wohnmobil sitze, ich glaube das gab es noch nie! Das gab es bisher nicht in der Omi und das gab es auch nicht in dem anderen Test-Womo. Genau so wenig kam es bisher vor, dass sich Milla ohne ihren Schlafsack oder ihr Körbchen, auf den Womoboden legt, aber genau das macht sie nach Lust und Laune mittlerweile regelmäßig.

Ich bin natürlich gespannt wie sich das Knaus Reisemobil in den kommenden Winter-Wochen noch so machen wird, aber bisher kann ich euch nur sagen, so ein Doppelboden ist schon sehr, sehr lohnenswert, wenn man zu dieser Jahreszeit unterwegs sein möchte.

Wie es für Milla, den „heißen Flitzer“ und mich weiter geht, das erzähle ich euch beim nächsten Mal und dann gibt es natürlich auch weitere Infos zum SUN-TI.

Ich wünsche euch eine wunderschöne Adventswoche, lasst euch nicht stressen und wie immer… BLEIBT GESUND!

Eure

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Ein winterfestes Wohnmobil – der Knaus SUN TI im Test

Ein winterfestes Wohnmobil – der Knaus SUN TI im Test

Werbung – Juhuu, es freut mich euch sagen zu können „nach dem Test, ist vor dem Test“. Es ist wieder so weit, ich darf in den kommenden Wochen wieder mit einem wunderschönen Wohnmobil „on the road“ gehen und gerade zu dieser Jahreszeit, freut sich die Omi sicherlich über ihren verdienten Winterschlaf.

Ab sofort bin ich also mit dem flotten, teilintegrierten und vor allem rund um winterfesten SUN TI von Knaus auf Fiat Ducato on Tour.


 

Habe ich euch eigentlich schon erzählt wie sehr ich diese Jahreszeit liebe! Nachmittage im Wohnmobil sind gemütlich wie nie, sämtliche Innenstädte glänzen voller Kerzen und Lichter und egal ob Touri Hot Spot, Stellplatz oder „flaches Land im niergendwo“, überall herrscht ein kleines bisschen Winter-Weihnachtsstimmung. Einziger Harken… die winterlichen Temperaturen! Lagen-Look gut und schön, aber wie viele Lagen passen eigentlich unter eine herkömmliche Winterjacke??? Tja und so lieb ich meine Omi auch habe, aber sie ist eben nicht mehr die Jüngste und ihre „luftige Athmosphäre“ entwickelt sich im Fußbereich schnell zum Eiskeller 2.0.

Wie schön wäre es da mit einem super, duper, easy, peasy winterfesten Reisemobil unterwegs zu sein?!

Doch es gibt noch einen ganz anderen Grund, warum so ein winterfestes Test-Wohnmobil  klasse wäre. Ich bekomme von euch immer mal wieder Fragen, die sich um die Themen „Womo Kauf & Modelle“ drehen. Ein absoluter Klassiker bei diesen Fragen ist das Thema „winterfestes Wohnmobil“. Benötigt ihr ein winterfestes Wohnmobil, um im Winter on Tour gehen zu können? Wie groß sind die Unterschiede zwischen Doppelboden und „einfacher“ Bodenplatte? Oder gibt es überhaupt vernüftige winterfeste Mobile, außerhalb der großen Luxusliner?

Bisher konnte ich euch dies Fragen immer nur etwas „halbherzig“ beantworten, weil ich euch auch nur das sagen konnte, was man sich eben so sagt, ohne eigene Erfahrungen zu haben.  Da passte es doch wie …. „Popo auf Eimer“, dass die Knaus Tabbert Verantwortlichen einer Kooperation offen gegenüberstanden und doppeltes Glück, dass die aktuelle Jahreszeit für mich sprach, um ein Wohnmobil mit Doppelboden usw. zu testen. 😉

Knaus hat mit dem SUN TI ein wunderschönes, teilintegriertes und rund um winterfestes Wohnmobil in den eigenen Modellreihen und potz blitz, genau dieses darf ich die kommenden Wochen für euch auf Herz und Nieren testen. 

 

Isa on Tour im winterfesten SUN TI von KNAUS.

 

Also bin ich vor wenigen Tagen mit dem PKW in Richtung Passau gedüst, um tagsdrauf weiter ins beschauliche Jandelsbrunn zu fahren. Vielleicht kennt ihr Jandelsbrunn noch aus meinem Knaus Tabbert Werksbesuch Artikel  von vor einigen Wochen. In Jandelsbrunn liegt    DER „Heimathafen“ aller Knaus Tabbert Reisemobile bzw. Wohnwagen, Jandelsbrunn ist sozusagen der Ursprung der Knaus Tabbert Group.  Wie gesagt, wenn ihr noch mehr über die verschiedenen Werke und das Unternehmen Knaus Tabbert erfahren möchtet, schaut einfach nochmal in den anderen Artikel.

In Jandelsbrunn angekommen lief dann auch alles wie geschmiert. Mein Name wurde vorab in die Besucherliste eingetragen, der SUN TI stand für mich bereit und nach einer kurzen Einweisung und gefühlten 2 Tonnen Campingausstattung, die zwischen Auto und Womo wechselten, konnte es auch schon los gehen. „Jetzt nur nicht direkt den Motor abwürgen, den Bordstein an rempeln oder am besten direkt gegen die Schranke fahren“, ich kann euch sagen… nachdem das Werksgelände hinter mir lag, fuhr es sich gleich viel entspannter 😉

Ab auf die Landstrasse und zurück nach Passau. Die knapp 7,50m Länge des SUN TI waren zu Beginn schon ungewohnt und ich glaube, ich habe jeden LKW mit mindestens 50 Meter Sicherheitsabstand überholt. Wobei… der Fiat Ducato ist mit sooo vielen Assistenzsystemen ausgestattet, dass man wahrscheinlich eher vom Piepen taub wird, als irgendwo anzuecken.

So begannen sie also, die ersten Minuten im SUN TI.

 

Da es in den kommenden Wochen hier auf IsasWomo immer wieder heißen wird, Wintercamping im SUN TI, dachte ich mir, ich beginne die gesamte Serie heute mit den wichtigsten Infos zum winterfesten Reisemobil von Knaus.

Doch bevor ich zu den Daten und Fakten rund um den SUN TI komme, noch eine Info vorab.

Ich kann euch auch nicht sicher sagen, warum das einzige teilintegrierte, komplett winterfeste Wohnmobil aus dem Hause Knaus gerade SUN TI heißt und nicht SNOW TI oder ICE TI. Wirklich wichtig ist aber eigentlich nur, dass ihr den SUN TI nicht mit dem SUN I verwechseln dürft!!!!

Bei dem SUN I handelt es sich um den ganz große, vollintegrierten „Luxusliner“ aus dem Hause Knaus. Den SUN I teste ich aber NICHT, alleine schon weil ich ihn aufgrund meines Führerscheins gar nicht fahren dürfte.

Ich bin in den kommenden Wochen mit dem SUN TI unterwegs. Dem „kleinen“, teilintegrierten und besonders winterfesten Wohnmobil aus dem Hause Knaus. Das SUN TI Reisemobil ist das einzige teilintegrierte Wohnmobil aus der gesamte Knaus Tabbert Gruppe, welches über einen Doppelboden verfügt und einige weitere Winter Extras besitzt.

Dies also nur zur Info damit es nicht zu Verwechslungen kommt. Denn ich habe zu Beginn sicher 2-8 Blicke benötigt, bis ich kapiert hatte, dass SUN TI und SUN I so gar nichts miteinander zu tun haben 😉

 

Der KNAUS SUN TI im Fakten CHECK:

 

Den SUN TI gibt es aktuell in 4 Modellvarianten, welche sich vor allem durch den Aufbau (Querbett, Längsbett, Form des Küchenblocks), der Größe der Heckgarage und die daraus entstehenden Längen zwischen 6,99 – 7,47m unterscheiden.

Für alle 4 Modellvarianten gilt aber: 

– die Innen- und Außenbreite von 218 cm bzw. 234 cm

– die Innen und Außenhöhe von 200 cm bzw. 294 cm

– und das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 t

Bei dem von mir genutzt Modell handelt es sich genau genommen um den Knaus SUN TI – 700 MEG plus Platinum Selection mit einzel Längsbetten (jeweils 190 cm bzw. 195 cm lang) im Heck, die man aber auch zu einer großen Liegefläche verbinden kann. Einer Heckgarage von 80x120 cm mit beidseitigen Klappen, kleiner Rundsitzecke und der Küche in L-Form mit 3 Platten Herd und rundem Spülbecken. Hier findet ihr die passende Knaus Modellbeschreibung samt Infografik.

Außerdem besitzt „mein“ SUN TI ein, wie heißt es auf dem Knaus Datenblatt noch genau, „3D Raumbad mit separater Dusche“  (man muss dem Kind nur einen Namen geben 😉 ) was im Grunde bedeutet, WC und Waschbecken liegen in Fahrtrichtung rechts und die Dusche, getrennt davon, auf der linken Seite. Das gesamte „Bad“ liegt im hinteren Drittel des Reisemobils zwischen den Betten und dem Küchenblock bzw. dem großen Dometic Kühlschrank mit extra Eisfach.

Der SUN TI ist mit einem 124 Liter Frischwassertank, einem 100 Liter Abwassertank und mit einer Truma Combi 6 ausgestattet. In das normale Gaskastenfach passen zwei 11 Liter Gas Flaschen. Allerdings habe ich ein weiteres Fach mit Gurten entdeckt, bei dem ich aktuell glaube, dass dies noch für eine dritte Gasflasche sein könnte, was ja als Winter SPECIAL Modell durchaus Sinn machen könnte. Diesbezüglich warte ich allerdings noch auf eine Info von Knaus, ob sich dieses Fach samt Gurt tastächlich für eine dritte 11 Kilo Gasflasche eignet. Sobald ich diesbezüglich mehr erfahren habe, schreibe ich euch hier ein Update.

Der Doppelboden ist von verschiedenen Fächern aus auch als Staurraum nutzbar und insgesamt ca. 30 cm hoch.

Dank der Platinum Selection bietet der Knaus SUN TI noch einige besondere Highlights. Das Lichtkonzept ist deutlich ausgereifter und hat mehr indirekte Lichtquellen, der Tisch hat nur ein Tischbein samt Teleskop vorrichtung und über dem Fahrerraum hat der SUN TI ein  riesengroßes Panoramafenster, durch welches extrem viel Tageslicht scheint.

Der SUN TI 700 MEG plus Platinum Selection kostet aktuell ca. 71.999.00 Euro… ein echtes Schnäppchen also ;-).

 

Die ersten Tage im SUN TI

Tiiiiiiii 🙂 🙂 🙂 ja was soll ich euch sagen… alles mistig, total doof und aaach, wäre ich doch lieber mit meine Omi unterwegs. SO EIN QUATSCH! Natürlich genieße ich die Zeit in dem wortwörtlich „heißen Teilchen“ aktuell sehr. Alles andere wäre erstunken, erlogen und leider kann ich aktuell meine ansonsten IMMER vorhandene IsasWomo Neutralität noch nicht beherrschen. Momentan ist es viel eher noch so, egal welchen Knopf ich drücke, welchen Schrank ich öffne, what ever… ich bin entzückt und könnte applaudieren. 🙂

Allerdings muss ich auch ganz deutlich sagen, ich bin jetzt erst seit gut 3,5 Tagen mit dem SUN TI unterwegs und wäre es nach so kurzer Zeit so, dass ich sagen würde… ok ganz nett, aber jetzt werfe ich mal einen neutralen Blick auf all die großen und kleinen Fächer, Knöpfe, Polster und Fahreigenschaften, wäre das zweifelsohne kein besonders gutes Zeichen. Denn dann könnte meine Begeisterung nicht wirklich groß sein. Erst recht nicht, wenn ich von Anfang an wüsste, dass ich dieses Mobil noch einige weitere Wochen testen darf.

Also ist es doch gut, dass ich das Reisemobil momentan noch wunderschön finde und auf die kritischen Punkte werfe ich ein Auge, wenn die erste große Euphorie nachgelassen hat. 😉

Jetzt mal eherlich… alleine schon, dass das Licht nicht einfach aus geht, sondern langsam abdimmt, oder das die Schrankklappen nicht mit dem typischen KLAAAATSCH schließen, sondern „automatisch“ leise zuziehen wie wir es von den Küchenschubladen zuhause kennen, ist schon toll. 🙂 Versteht mich nicht falsch, das sind sicherlich keine „überlebenswichtigen“ und absolut kauf-entscheidenden Bestandteile eines Wohnmobils, aber es sind sehr, sehr nette Details.

Bei solchen Schranktüren gefällt mir selbst das Geschirr einräumen. Aber… seht es euch doch einfach selber an und schmunzelt 😇.

 

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=AmykJFm_qeY

 

Genau von diesen sehr, sehr netten kleinen Details sind mir bereits jetzt, nach schlappen 3,5 Tagen, weit mehr als eine handvoll Punkte positiv aufgefallen. Es gibt allerdings auch schon jetzt mindestens einen großen „najaaaa-Punkt“, den ich an diesem wunderschönen Reisemobil festgestellt habe, aber dazu in einigen Wochen im Fazit mehr.

Wie bei den vorherigen Test’s würde es gerne wieder so machen, dass ich ganz zum Schluss ein Fazit mit allen positiven und vielleicht auch negativen Punkten dieses Reisemobils ziehe. Erst nachdem ich den Wagen wieder in Jandelsbrunn abgelifert habe und den SUN TI bis dahin über viele Wochen genutzt habe, kann ich letztendlich sagen, wie sich das Mobil im Alltag gemacht hat, was mir besonders gut gefalllen hat und an welchen Stellen es vielleicht noch ein klitze kleines bisschen harpert. 😉

Soooo, aber damit ihr den SUN TI jetzt auch besser kennen lernen könnt, kommen hier noch einige Bilder.

Ach so, weil es in den sozialen Medien schon mehrfach Thema war. Dieses Fahrzeug hat das dunkle Decore, also dunkle Polster und dunkle Schränke. Natürlich gibt es den SUN TI aber auch samt heller Ausstattung, ganz nach individuellem Geschmack.

 

Ich hoffe nach diesem ersten kleinen Einblick habt ihr Lust auf mehr.

Winterfestes Wohnmobil im Test, der Knaus SUN TI

Dein Pin zum Knaus SUN TI Artikel

Einige von euch haben mich ja bereits angeschrieben und wünschen sich neue Youtube Videos von mir. Darum werde ich mich ausnahmsweise mal extra bemühen und euch auch ein passendes Video vom SUN TI drehen.

Ich habe auch bereits begonnen, aber wie das immer so ist bei diesen Videos (und das ist auch der Grund warum ich Youtube ganz schön habe schleifen lassen) bis ich mal drei gerade Sätze raus bekommen habe, mit denen ICH hinterher auch zufrieden bin, braucht es mindestens 18.000 Versuche und zwei volle Speicherkarten.

Mir fehlt auf Youtube defintiv die schnelle, kurze, ratzi fatzi live Version, raus in die Welt ohne es hinterher ändern zu können. Ja ich weiß, sicherlich nicht immer die bessere, aber definitiv die deutlich einfachere Variante. Aber gut, das passende SUN TI Video ist in bearbeitung und kommt demnächst. 

Also ihr Lieben, das komplette Video vom SUN TI kommt in den nächstenn Tagen, dann gibt es weitere Infos und sicherlich auch wieder etwas zum schmunzeln 🙂 😉

Ansonsten nehme ich euch natürlich weiter mit on Tour durch den Winter und ich bin selbst gespannt, wie sich der „muckelige Flitzer“ in den nächsten Wochen so macht.

Bis dahin sage ich wie immer… bleibt gesund!

Eure

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WERBUNG – Isa zu besuch bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn – Es war einmal eine unerfahrene, schüchterne kleine Bloggerin, die auf ihrem ersten Caravan Salon zum Stand von Knaus Tabbert lief und drei Jahre lang alles vermasselte, weil sie ja nicht nerven wollte! So oder so ähnlich begann die ganze Geschichte um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung in Jandelsbrunn, die ich am vergangenen Montag erleben durfte.

Wie ihr vielleicht schon seht, diese Werksbesichtigung hat eine eeeetwas längere Vorgeschichte, genau genommen eine drei Jahre lang andauernde Vorgeschichte. 🙂

 

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Knaus Tabbert & Isa, eine fast unendliche Geschichte….

 

Knaus Tabbert ist einer der größten und wichtigsten Reisemobil und Caravan Hersteller Europas und damit ist für mich klar, dass ich seit nunmehr drei Jahren vor jeder größeren Messe einen Termin mit Pressesprecher Stefan Diehl vereinbare. Dieser Kontakt entstand vor einigen Jahren eher durch Zufall, aber ich sage mal so, bis zum Caravan Salon 2018 verliefen diese Gespräche immer locker, nett und informativ.

Wenn ihr hier auf IsasWomo bereits mitgelesen habt, dann wisst ihr, dass ich auch negative oder kritische Erfahrungen in die Welt hinaus posaune. 😉 Aber wenn ich zur Abwechslung mal sehr positive Erfahrungen sammeln durfte, dann ist es nur fair über diese positiven Erfahrungen zu berichten und zu loben … kommt ja selten genug vor 😉 . Die Leute des Knaus Tabbert Presse Teams haben bei mir von Anfang an Pluspunkte gesammelt, denn sie waren eines der ganz, ganz wenigen Herstellerteams welches mich selbst auf den ersten Messen nicht direkt unsympathisch oder saudoof abgeschmettert hat! Ich erinnere mich noch sehr gut an die Leute eines anderen großen Herstellers (und NEIN ich meine nicht Hymer, bevor das wieder alle falsch verstehen), die nachdem ich mich höflich vorgstellt habe, gesagt haben… Und was wollen Sie jetzt von mir, schreiben Sie doch ihren Aufsatz wenn Sie das möchten? Die Informationen können Sie sich ja hier auf dem Stand selbst zusammensuchen und außerdem…? Weiter hat dieses sympatische Gespräch nicht stattgefunden, weil sich der gute Mann als Pressevertreter dieses Unternehmens einfach umgedreht hat und einen befreundeten Verkäufer eines benachbarten Standes überschwänglich begrüßte. 

 

Ich kann euch sagen, solche Erfahrungen bleiben in Erinnerung und das gilt für die positiven wie negativen!

 

Zurück zu Knaus Tabbert, das Ende eines jeden Messetermins sah allerdings ähnlich aus. Stefan lud uns/ mich (je nachdem ob ich mit Doreen auf den Messen unterwegs war oder allein) zur Werksbesichtigung nach Jandelsbrunn ein, doch iiiirgendwie kam es im Endeffekt nie dazu.  

Sooooo und bevor es jetzt direkt in euren hübschen Köpfen rattert und der Eindruck entsteht, die eingebildete Bloggertante hat es nicht nötig eine solche Einladung anzunehmen, nee, nee, nee!

 

 

Ihr müsst euch die ganze Situation bitte so vorstellen…

 

Ich vereinbaren vor einer Messe einen Termin und treffe mich dann am besagten Tag z.B. am Stand von Kanus Tabbert.

Zu diesem Zeitpunkt weiß ich aber schon ganz genau, dass ich wahrscheinlich die 3008. Bloggerin bin, die während einer großen Messe am z.B. Knaus Tabbert Stand vorbeischaut. Jetzt sind die Knaus Tabbert Leute aber so professionell, dass sie einen dieses nicht spüren lassen. Dennoch bin ich ja nicht doof! Ich weiß ganz genau wer so alles auf den Messen herum tingelt und wie das solche Unternehmen wie z.B. Knaus Tabbert auch zum Teil unglaublich dreiste Anfragen bekommt. Ich möchte aber niemals zu diesen super dreisten Bloggern gehören, hinter denen jeder die Augen verdreht.  

Während so eines Termins wird also ein bisschen Smalltalk gehalten, irgendwann kommen wir dann zu den wichtigen Knaus/Tabbert/ Weinsberg/ T@B/ Morelo Messe Neuheiten und danach kommt meist die Frage: Und wie läuft es denn so bei euch/ bei dir?

Tja und da wären wir wieder bei dem Punkt, an dem ich jedes mal hoffe der Boden würde sich auftun und ich könnte versinken. Ich weiß ja, dass diese Frage vollkommen normal ist und auch dazu gehört (wie soll ein Unternhemen sonst erfahren, wie es bei mir so läuft?) Ich kann mich aber total schlecht selbst verkaufen, da stelle ich mich wirklich dämlich an und wenn ich irgendwann später mitbekomme, wie andere Leute bei dieser Frage los sprudeln und auf die ka…e hauen, da werde ich rot wenn ich es nur höre. Da kann ich mir vorab sogar die passenden Worte zurecht legen und trotzdem fällt es mir schwer.

 

Wie soll man sich denn bitte “ins rechte Licht setzen”, erzählen was man in den vergangenen Monaten so gemacht hat, ohne zu klingen wie ein Angeber? 

 

Ein ganz schmaler Grat! Das fällt mir also echt schwer und teilweise kann ich Leute bewundern die über sich selbst sprechen können, erzählen, dass es vielleicht auch mal ganz gut läuft oder man zumindest ganz zufrieden ist und bei denen es eben nicht sofort wie angeben klingt. Aber gut, irgendwie habe ich diesen Teil des Gespräches immer mit möglichst wenig Worten überstanden, habe 2 Sätze gesagt und Doreen das Feld überlassen, oder ich habe das Gespräch mal ganz schnell auf andere Themen gelenkt, so nach dem Motto: „Jaaaa alles suuuuuper, aber sag mal was habt ihr hier eigentlich für einen Teppichboden am Stand, der ist ja hübsch 🙂 🙂 🙂

Das Ende eines jeden Termins sah dann wie gesagt ähnlich aus, Stefan lud uns zur Werksbesichtigung nach Jandelsbrunn ein, was ich auch WIRKLICH super fand!!! Aber nach der Messe, ist es dann eben auch genau bei dieser Einladung geblieben, denn:

Ich habe (bis zur nächsten Messe) nie wieder etwas von Knaus Tabbert gehört und dachte, ok… bei 3023 Bloggern die sich auf so einer Messe “vorstellen”, ist das sicherlich eher eine Art “Floskel”. Lassen wir es mal besser dabei, ich möchte den Leuten ja auch auf keinen Fall auf den Senkel gehen. Ich glaube noch schlimmer als Blogger die sich gar nicht melden, sind Blogger die am liebsten ständig irgendwas „abgreifen“ wollen und bei denen jeder hinterrücks denkt, mein Gott DIE schon wieder, mit der können wir doch eh nichts anfangen! Noch schlimmer, wenn die Leute den Eindruck bekommen, man wolle doch eh nur möglichst dreist irgendwas geschenkt bekommen.  Das ich mich nicht gemeldet habe, hatte also nichts damit zu tun, dass die feine Dame auf eine schriftliche Einladung gewartet hat, sondern viel eher damit, dass ich mich nicht “aufdrängen” wollte und dachte: Ok schade, aber nerv die Leute nicht!!!

 

Das Knaus Tabbert Team sah das alles aber verständlicherweise ein bisschen anders und wartete immer wieder darauf, dass ich mich mal melde um einen Termin abzusprechen und wenn sich “das Mädel” nicht meldet… hmmm, dann kann ihr Interesse ja nicht serhr groß sein.

Tjaaaa, so war das eben und es hat wie gesagt gute 3 Jahre lang gedauert, bis sich die Sitiuation verändert hat! 

Arbeit als Bloggerin... was ist richtig und was dreist?

Isa Holmes auf der Suche nach dem Knaus Tabbert Geheimnis … bis es zur Werksbesichtigung kam, hat es allerdings etwas gedauert!

 

Ich habe die Lage vollkommen falsch eingeschätzt, bis zum Caravan Salon 2018.

 

Denn auf der diesjärigen Messe wurde aus dem vorerst lockeren Knaus Tabbert Smalltalk, plötzlich ein doch etwas “ernsteres Gespräch”, mit einem deutlich schärferen Unterton.

Inhalt dieses Gespräches… Mädel wenn du dich nicht meldest, dann bist du es selber Schuld! Entweder du kommst jetzt mal aus dem Quark, oder wir können es auch komplett lassen.

UUUUUUPPPPPS! Okey, okey, okeyyyyyyy, da war es also mal wieder, mein persönliches “ich bin einfach zu zurückhaltend” Problem, was wiederum ganz schnell nach “mangelndem Engagement” aussehen kann.  Gaaaaaaaanz doooooof! Aber zumindest wusste ich jetzt was ich zu tun hatte. Wie einfach wäre das Leben doch, wenn man sich nicht über jede Situation 28 Gedanken machen würde und alles und jeden 10 mal hinterfragt, immer wieder für sich selbst abwägt und dann doch die falschen Entscheidungen trifft  🙂

Also habe ich mich nach dem Caravan Salon rucki zucki um einen Termin gekümmert und da ich ja mit dem neuen OrangeCamp Testwomo eh in die Berge wollte, passte auch ein Abstecher in Jandelsbrunn super in meinen Zeitplan.

 

Knaus Tabbert Jandelsbrunn

Auf dem Weg nach Jandelsbrunn… ein bayrisches Dorf in der Nähe von Passau

 

 

So kam es also endlich dazu, dass ich am vergangenen Montag Jandelsbrunn und das Knaus Tabbert Werk persönlich kennenlernte. 

 

ZUM GLÜCK darf ich ja aktuell den OrangeCamp testen, so dass ich zumindest auch mit einem neuen schicken Flitzer auf das Werksgelände auffahren konnte. Ehrlich gesagt, ich glaube mit der Omi hätte ich drei Straßen weiter geparkt. Mein armes altes Womo bekommt ja Komplexe bei so viel junger Konkurrenz 🙂 Aber das Problem konnte ich glücklicherweise ausklammern.

Also hieß es ankommen, zügig parken, Milla davon überzeugen, dass sie furchtbar gerne im Womo warten möchte und dann auf zur „Anmeldung“ des riesigen Werkskomplex.

Bevor ich euch jetzt aber verrate wie dieser Vormittag/ Mittag bei Knaus Tabbert verlaufen ist, was ich beim Blick hinter die Kulissen erlebt habe und ob Sherlock die größten Geheimnisse des Unternehmens Knaus Tabbert herrausgefunden hat (ich sage nur Knaus Tabbert Leaks 😉 ), kommt hier erstmal die durchaus spannende Geschichte des Unternehmens Knaus Tabbert. 

Die Knaus Tabbert Group

Eine Erfolgsgeschichte mit Höhen und Tiefen!

 

 

  • Wann wurde aus den getrennten Unternehmen Knaus und Tabbert die “Knaus Tabbert Group”?

 

  • Welche Zahlen schreibt die Knaus Tabbert Group heute und welche Ziele gibt CEO Wolfgang Speck im PNP Interview preis?

 

  • Wie war das noch mit der großen Pleite?

 

  • Durch wen wurde das Unternehmen eigentlich gerettet, welche Untermarken gehören mittlerweile zu Knaus Tabbert und was hat Morelo damit zu tun?

 

Damit ihr nicht ewig lang hin und her scrollen müsst, öffnet sich mit einem Klick auf den folgenden Kasten ein Sonderabschnitt mit allen Antworten und vielen weiteren Informationen über das Unternehmen Knaus Tabbert. 

 

Hier klicken und mehr über Knaus Tabbert erfahren

 

Tabbert

Der Karosseriebaumeister Alfred Tabbert gründete 1934 den Karosseriebau Alfred Tabbert

Im zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb komplett zerstört, fertigte nach dem Krieg aber dennoch mit gut 80 Mitarbeitern weiterhin Wagen für die Landwirtschaft an. Leider kam es 1948 zu einem Großbrand, der wiederum den kompletten Betrieb zerstörte.

Erst danach wurde eine neue Werkshalle gebaut und damit die “Fränkischen Fahrzeug und Möbelwerke” gegründet.

Der erste echte Wohnwagen der Marke Tabbert wurde 1953 produziert und bereits 1955 ging der Tabbert “Ideal Caravan” in die Serienherstellung.

Nach dem Erfolg des “Ideal Caravan” wird 1959 die Tabbert Wohnwagen GMBH im hessischen Mottgers gegründet (den Standort gibt es bis heute) und bereits 1971 ist Tabbert Deutschlands Marktführer im Bereich Caravaning.

Zwischen 1984 und 1987 wurde aus der Tabbert Wohnwagen GmbH die TIAG, die Tabbert Industrie AG, welche das konkurs gegangene Wilk Unternehmen als alleiniger Gesellschafter kaufte und alle Beschäftigten, Gebäude und Grundstücke übernahm.

1992 wurde dann auch das Unternehmen Weinsberg, welches bereits 1969 das erste auf Fiat Basis gebaute Wohnmobil herausbrachte, von der Tabbert Industrie AG übernommen. Mit dieser Übernahme wurde auch die Weinsberg Produktion ins hessische Mottgers verlegt.

 

Knaus

Während dieser Zeit, genau genommen im Jahre 1960, gründete der Architekt und studierte  Ingenieur und Baumeister Helmut Knaus das Wohnwagen Unternehmen KNAUS KG.

Bereits 1961 produzierte die Knaus KG den Wohnwagen “Schwalbennest”, durch welchen bis heute das fliegende Schwalbenpaar als Knaus Markenzeichen dient.

1970 wurde der Vertrieb von Knaus Wohnwagen europaweit ausgebaut und das bis heute bestehende Stammwerk in Jandelsbrunn/ Bayern gebaut.

Während der 1980er Jahre erreichte Knaus mit den bis heute bekannten Modellen Südwind, Azur und vielen Produktneuheiten einen führenden Rang unter den Freizeitfahrzeug Herstellern Europas.

Mit der Gründung der KNAUS AG im Jahre 1996 entstand die enge Kooperation mit der TIAG – Der Tabbert-Industrie AG

Knaus Pleite, mehr Informationen

Die Unternehmensgeschichte von Knaus Tabbert hat ihre Höhen und Tiefen!!!

Da war doch noch was??? Die Insolvenz!

 

Soviel zur Geschichte der beiden Unternehmen TABBERT und KNAUS.

Ab dem Jahr 2001 wurde es aber richtig so spannend und wir kommen endlich zu dem Teil über die Insolvenz und dem “neuen” Aufbau eines Unternehmens.  

2001 fusionierten die wesentlichen Unternehmensteile der Tabbert Industrie AG mit der Knaus AG. Im Zusammenhang mit dieser Fusionierung leitete das Unternehmen einen grundlegenden Turnaround ein wodurch massive Sanierungsmaßnahmen durchgesetzt wurden. Stichwort… alles neu macht der Mai, oder besser gesagt Knaus und Tabbert!

2002 wurde dann endgültig aus Knaus und Tabbert die Knaus Tabbert Group GmbH mit Hauptsitz in Jandelsbrunn.

Bereits 2006 erkannte die Knaus Tabbert Group die großen Vorteile des ADACs, wodurch eine enge Kooperation zustande kam mit dem Ziel, dass vor allem die Wohnmobile der Marken Knaus und Weinsberg unter der Flagge des ADAC vermietet wurden.

Doch leider setzte in den kommenden Jahren der Camping Boom noch nicht wirklich ein, wodurch die Knaus Tabbert Group am 9. Oktober 2008 die Insolvenz bekannt geben musste.

Doch zum Glück gab es die niederländische Investmentgesellschaft HTP Investments BV (im weiteren Verlauf HTP) welche Knaus Tabbert zum 1. Januar 2009 übernahm.  Glücklicherweise erkannte die HTP die Zeichen der Zeit, betrieb alle Werke weiter und setzte das Ziel aus, Knaus Tabbert zum führenden Wohnwagen Hersteller Europas zu machen.

HTP ist eine in Zeeland sitzende Gesellschaft welche nicht nur an Knaus Tabbert Beteiligt ist, sondern z.B. auch an dem Luxusjacht Hersteller Oyster Yachts und der Gießerei Neue Halberg-Guss mit Sitz in Saarbrücken, welche als Europas Marktführer im Bereich von Kurbelwellen usw. zählt. Die HTP hatte meinen letzten Informationen von 2016 zufolge mehr als 6000 Mitarbeiter und generierte in diesem Jahr einen Umsatz von ca. einer MILLIARDE Euro.

Im April 2011 kam es dazu, dass der Investor HTP die Beteiligung an dem Luxus-Wohnmobil Hersteller Morelo bekannt gab. Doch auch wenn es sich um zwei Wohnmobil Hersteller handelte, wurden beide Unternehmen erstmal selbständig und getrennt voneinander weitergeführt.

2016 gelang der Knaus Tabbert Group der nächste Coupe. Mit dem Unternehmen RENT AND TRAVEL wurde die Idee geboren ein Servicenetz bestehend aus Reisebüros aufzubauen, welche Neu-Camper zum Thema Wohnmobil mieten & erste Campingtouren berät. Über RENT AND TRAVEL erfahrt ihr in einem separaten Artikel in einigen Wochen mehr.  

2017 wurde Morelo dann doch in die Knaus Tabbert Holding integriert und gehört seitdem ganz offiziell zu Knaus Tabbert. Zudem wurde das Werk in Jandelsbrunn um eine weitere Werkshalle erweitert.

2018 – Der Campingboom ist groß, die Nachfrage fast noch größer und die Knaus Tabbert Group legt auch im vergangenen Jahr nochmal deutlich an Umsatz zu.

 

Knaus Sport Traveller in der Produktion

Auf einer von 4 Werksbahnen wurde während meines Besuchs der Knaus Sport Traveller produziert.

 

 

Noch einige extra Fakten zur Knaus Tabbert Group

 

Der Knaus Tabbert Group gehören 2018 insgesamt 6 Marken mit unterschiedlichen Modellen, Grundrissen und Sondermodellen an:

  • Knaus bietet: Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen (von Knaus auch liebevoll CUV genannt, klingt ja auch viel besser als KASTENwagen) in 19 Modellen, 81 verschiedene Grundrisse und 4 Sondermodelle an
  • Tabbert bietet: Wohnwagen in 8 Modellen, 45 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • T@B bietet: Wohnwagen in 2 Modellen, 2 Grundrissen und 4 Style Varianten an
  • Weinsberg bietet: Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen in 9 Modellen, 43 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • Morelo bietet: Luxus Reisemobile in 5 Modellen, 59 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • RENT AND TRAVEL – Das Vermietportal mit über 350 Partner Reisebüros in Deutschland.

 

Der Hauptsitz der Knaus Tabbert Group liegt in Jandelsbrunn/ Bayern. An diesem Standort arbeiten ca. 1150 Angestellte und produzieren pro Tag bis zu 25 Reisemobile und Wohnwagen der Marken Knaus und Weinsberg

Davon abgesehen gibt es noch drei weitere Standorte.

  • Mottgers in Hessen mit ca. 350 Angestellten. Produziert werden vor allem Wohnwagen der Marken Tabbert und Knaus.
  • Schlüsselfeld in Bayern mit ca. 270 Angestellten. Hier werden die Luxus – Reisemobile von Morelo produziert.
  • Nagyoroszi in Ungarn mit ca. 740 Angestellten. In diesem Werk werden Wohnwagen der Marken T@B und Weinsberg gebaut, Reisemobile von Weinsberg sowie die komplette Produktion der Knaus und Weinsberg Kastenwagen.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass aktuell knapp 2500 Angestellte für die Knaus Tabbert Group an 4 verschiedenen Standorten arbeiten.

 

So wird der Knaus Sport Traveller gebaut

Der Knaus Sport Traveller von vorne. Für mich nicht unbedingt das schönste Caravan Modell, hat er doch mittlerweile Kultstatus erreicht.

 

Seit 2009 schreibt das Unternehmen Knaus Tabbert ein Jahresumsatz Plus nach dem nächsten. Ok, jetzt könnte man sagen, nach einer Insolvenz und samt einem starken Investor im Rücken, ist das auch nicht die aller, aller schwierigste Aufgabe.  Nichts desto trotz ist es aber so, dass Knaus Tabbert in Europa zu den “Big Playern” der Freizeitfahrzeuge Branche zählt.

 

Dies belegen die aktuellen Zahlen deutlich.

 

2017 wurden in Deutschland insgesamt ca. 63.000 Freizeitfahrzeuge, also Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen neu zugelassen und ungefähr jedes dritte (!!!) stammt aus den Reihen der Knaus Tabbert Group.  Diese ca. 21.000 Fahrzeuge spiegeln sich natürlich auch in den Umsätzen des Unternehmens wieder. Die Knaus Tabbert Group erzielte im vergangenen Jahr eine 26 prozentige Umsatzsteigerung auf insgesamt 592 Millionen Euro.

Aber der Campingboom geht weiter und so setzt sich auch die Knaus Tabbert Group immer neue und höhere Ziele.

Erst vor wenigen Wochen hat Knaus Tabbert  CEO Wolfgang Speck im Interview mit der Passauer Neuen Presse die „Zielsetzungen“ der nächsten Jahre bekannt gegeben. So rechnet die Knaus Tabbert Group bereits 2018 mit einem Umsatz von knapp 750 Millionen Euro und bis 2022 will das Unternehmen sogar die Umsatz Milliarde anpeilen.

Das gesamte Interview mit CEO Wolfgang Speck findet ihr hier: https://plus.pnp.de/ueberregional/heimatwirtschaft_niederbayern/2958647_Knaus-Tabbert-peilt-die-Milliarde-an-auch-ohne-AG.html

 

Allein in Jandelsbrunn hat es die Knaus Tabbert Group geschafft innerhalb von 5 Jahren die Mitarbeiterzahl um mehr als 100 Prozent, von 632 Mitarbeiter 2013 – auf 1443 Mitarbeiter 2018, zu steigern. Knaus Tabbert ist eben ein attraktiver Arbeitgeber und die freiwilligen Bonuszahlungen (an alle Mitarbeiter) nach dem wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre, senken sicherlich auch nicht gerade das gesamte Arbeitsklima 🙂

Isa on Tour – Die Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn    

 

Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert

Die Anmeldung, frisch gefegt wurde anscheinend und auf den fehlenden roten Teppich bin ich liebenswerterweise nicht weiter eingegangen  😉 🙂

 

Nachdem ich die Anmeldung erreicht hatte und den beiden freundlichen Damen erklärt habe warum ich an ihre Tür klopfe, stand schnell fest… ich stand bereits auf der Besucherliste und so musste ich nur kurze Zeit warten, bis ich von Pressesprecher Stefan Diehl abgeholt wurde.

Erster ganz wichtiger Tagespunkt… Kaffee trinken…wie sympathisch!!! 😉 Das nenne ich doch mal einen 1A Start in den Tag! Aber damit nicht genug, schließlich kam der kleine Vielfraß zu besuch, sind wir nach dem Kaffee trinken auch direkt zum Mittagessen übergegangen. Juhuuuu 🙂 So finde ich Werksbesichtigungen doch besonders schön, außerdem war es für mich aus rein journalistischer Sicht natürlich auch  eeeeextrem wichtig zu erfahren wie das Kantinenessen so schmeckt! 🙂  Ihr wisst, die Kombüse ist der wichtigste Teil eines Schiffes!

Der Tag wurde immer besser und nachdem mein weißes Oberteil das Paprikaschnitzel aus der Werkskantine tatsächlich Fleck frei überstanden hat, konnten wir gestärkt zum Gang durch die Werkshallen starten.

 

Auf zur Werksführung

 

Also die Werksführung bei Knaus Tabbert war ja nun nicht meine erste Werksführung und dennoch war ich wieder überrascht, wie viel Handarbeit in der Fertigung eines Reisemobil bzw. Wohnwagen steckt. Oben auf kommt noch, dass Knaus Tabbert viele Möbel in der eigenen Schreinerei herstellen lässt. Es ist also nicht so, dass diese ganzen Schrankmodule, Klappen, Wände usw. von einem osteuropäischen oder gar asiatischen Zulieferer gebaut werden. Nein so gut wie alle Teile werden sorgfältig in der werkseigenen Schreinerei in Jandelsbrunn hergestellt.

 

Stromkabel Knaus Tabbert Wohnmobile und Caravans

Die verschiedenen Kabel Zusammenstellungen werden von Hand zusammengelegt oder verbunden

 

Diese, ich sage mal „detaillierte Handarbeit“ zieht sich durch die komplette Produktion, ja selbst die entsprechenden Stromkabel werden je nach Modell von Mitarbeiterinnen in Jandelsbrunn zusammengelegt, geordnet und verbunden.Es gibt also wirklich einige Mitarbeiterinnen in Jandelsbrunn die machen (mehr oder weniger!) den ganzen Tag nichts anderes als Kabelstränge zu sortieren, zusammenzulegen und den entsprechenden Modellvarianten zuzuordnen. 

 

Wie wird ein Wohnmobil gebaut?

Nachdem die Bodenplatte fixiert wurde, werden zu allererst sämtliche Möbel und innenliegende Installationen vorgenommen.

 

Der Bau von Reisemobilen und Caravans

 

Wie auch bei gleichwertigen Herstellern üblich, werden die Wohnmobil und Wohnwagen der Knaus Tabbert Group von innen nach außen gebaut. Das bedeutet also, das Werk in Jandelsbrunn wird nur mit komplett „nackten“ Chassis bzw. leeren Wohnwagen Fahrgestellen beliefert und alles andere erfolgt im Werk..

Auf diesen „nackten“ Chassies werden in einem ersten Schritt die vorab angepassten Bodenplatten befestigt. Dabei ist es so, dass die Bodenplatten mit allem drum und dran  bereits genau auf das später entstehende Modell angepasst wurden. Heißt also, eine solche Bodenplatte besteht bereits aus verschiedenen Dämm-Materialien, die Unterseite wurde auch schon mit einer Art Rostschutz versehen, alle Löcher für die Leitungen (je nach Modell) wurden bereits gefräst, ja sogar der entsprechende Bodenbelag wurde bereits auf die Bodenplatte geklebt.

Erst nachdem die Bodenplatte so vorbereitet wurde, wird sie auf das Chassis bzw. Fahrgestell aufgesetzt und befestigt. Direkt im Anschluss erfolgt die Befestigung des Bodens der Heckgarage, so dass nach diesem Schritt der komplette Wohnmobilboden bzw. Caravanboden steht und alle folgenden Schritte darauf aufbauen. 

Als nächstes werden ALLE innenliegenden Teile installiert, die später im Reisemobil bzw. Wohnwagen mit der Bodenplatte verbunden sind. Bereits jetzt werden also die größeren Schrankelemente, Dienette, Herd, Kühlschrank, Sanitärbereich, Schlafzimmer, Türen, ja sogar Frisch- und Abwassertank verbaut. Es werden Leitungen gelegt und alle nötige Instalationen (egal ob Wasser, Elektrik, Heizung  oder Gas) angeschlossen.

Bei den von Knaus Tabbert gebauten Reisemobilen und Wohnwagen gibt es in diesem Zusammenhang noch zwei „Besonderheiten“, die es bei vielen anderen Herstellern so nicht mehr gibt.

 

Knaus Tabbert Verarbeitung

Alle Holzelemente von Knaus Tabbert werden nicht nur verklebt, sondern bekommen auch noch extra Dübel. Eine Kleinigkeit, die sich auf Dauer aber sicherlich bemerkbar macht.

 

Zum einen werden alle Schrankelemente nicht nur verklebt, sondern zudem auch noch mit Holzdübeln verbunden. Auch da macht sich wieder die große Werkseigene Schreinerei bemerkbar. Zum anderen  besitzen sämtliche Unterschränke noch Rückseiten, wie wir es auch von den eigenen Möbeln zuhause kennen. Es ist also nicht so, dass man bei geöffneter Schranktür später direkt auf die Fahrzeugwand blickt, sondern auf eine vernünftige „Schrankwand“! Diese Wände werden allerdings so verbaut, dass sie wenige mm von der Außenwand abstehen, damit die Luft hinter den Schränken zirkulieren kann und es zu weniger Wärmebrücken kommt. 

Handelt es sich um ein Alkoven Modell, wird auch jetzt bereits der „Boden“ des Alkovens mit dem Chassis verbunden. Von Rückwand oder gar Dach sind wir zu diesem Zeitpunkt aber noch weit entfernt!

 

Werksbesichtigung Knaus Tabbert Jandelsbrunn

Blick auf den Bau eines Caravans. Unten läuft das Band mit den eingekoppelten Fahrgestellen und die Seitenwände werden zum richtigen Zeitpunkt von oben runtergelassen.

 

Reisemobil- und Caravanbau von innen nach außen

 

Erst nachdem ALLES was irgendwie mit der Bodenplatte verbunden ist bereits steht, wird von oben (die Werkshallen in Jandelsbrunn gehen über zwei Etagen) die erste Seitenwand herunter gelassen und mm genau angepasst.

Diese Seitenwände wurden vorher bereits so bearbeitet, dass sie alle Fenster, Lüftungsgitter und Serviceklappen beinhalten, der Ausschnitt für die Aufbautür wurde bereits vorgenommen, von außen wurden die Seitenwände bereits mit dem entsprechenden Dekor beklebt und auf der Innenseite wurden spezielle Leisten angebracht, mit denen die bereits angesprochenen Holzdübel verbunden werden.

Sobald die beiden Außenwände mit dem Chassie und den Möbeln verklebt wurden, werden bereits sämtliche Oberschränke verbaut. In dem Fall ist es sogar so, dass die Oberschränke der Rückseite des Womos/ Wowas bereits installiert werden, obwohl die Rückwand noch nicht steht. 

Erst nachdem das KOMPLETTE “Innenleben” eines Reisemobils bzw. Caravans eingebaut wurde, alle Leitungen verlegt und die kompletten Licht Installationen bereit sind, wird die Rückwand eingesetzt.

 

So wird ein Wohnwagen gebaut.

Caravan ohne Dach. Gut zu sehen, selbst die hinteren Oberschränke werden schon eingesetzt, obwohl die Rückwand noch fehlt.

 

Ganz zum Schluss der gesamten Produktion wird das GFK Dach aufgesetzt

 

Dabei habe ich nicht schlecht gestaunt, wie dünn und vor allem flexible so ein Dach doch ist. Diese GFK Platten bestehen anscheinend aus so einem “perfekten” Materialmix, dass sie einerseits so leicht und flexibel wie möglich sind, aber andererseits für die nötige Stabilität sorgen.

Gewundert habe ich mich allerdings dennoch. Denn die vorher geraden Dachplatten sind so flexible, dass sie so stark gebogen werden können, dass die typischen „runden Ecken“ in der Front und dem Heck eines Wohnmobiles/ Wohnwagens entstehen.  

Wenn man sich so ein Wohnmobil mal genauer anschaut, dann sieht man oben, außen an der Heckwand immer einen von der eigentlich Rückwand getrennten Bereich. Dieser Abschnitt entsteht eben durch die flexible Dachplatte. Ohne groß drüber nachzudenken habe ich immer angenommen, die GFK Dächer eines Reisemobils werden schon im voraus rund hergestellt o.ä.. Das die GFK Dachplatten aber so biegsam sind, habe ich nicht gewusst. 

 

Stabilität eines Wohnmobil Dachs

GFK Dach von oben. So ein Dach ist extrem dünn und flexible, so dass die Ränder während des Einsetzens bereits „runterhängen“

 

Gut, wenn man mal drüber nachdenkt, ist die flexibilität und die dünne der GFK Dachplatten auch durchaus sinnvoll, denn zum einen geht es eben gerade bei den “kleineren” Wohnmobilen immer um das Gewicht, zum anderen ist es aber natürlich auch praktisch wenn so ein Womo Dach möglichst flexible ist, um z.B. Hagelschäden zu vermeiden. Ob es allerdings sinnvoll ist, auf so einem Wohnmobildach herum zu laufen, das wage ich seit der Knaus Tabbert Besichtigung gleich doppelt zu bezweifeln.

Ich muss es einfach nochmal sagen, bis zu diesem Punkt besteht die gesamte Produktion aus Handarbeit. Natürlich gibt es Hilfsmittel und die Wände fahren automatisch von oben nach unten, nichts desto trotz ist es so, dass jedes einzelne Teil von hand eingebaut wird und ein Mitarbeiter durch den Caravan “krabbelt” um z.B. Steckdosen zu installieren. 

 

Produktion von Wohnmobilen, ein Blick hinter die Kulissen

So werden Wohnmobile „produziert“ … der Boom ist groß, da läuft ein Womo nach dem anderen vom Band

 

Roboter für den Wohnmobil/ Caravan Bau gibt es anscheinend noch nicht.

 

Nachdem so ein niegel, nagel neues Reisemobil bzw, Wohnwagen zusammengesetzt wurde, geht es weiter zu einer letzten Qualitätskontrolle. Nach einer ersten optischen Begutachtung, werden die neuen “Flitzer” unter eine “Berieselungsanlage” gefahren, um zu checken, ob auch wirklich alle Kanten und Ecken abgedichtet wurden. Gut, diese Anlagen erzeugen natürlich keinen Sturm der Stärke 4, aber jedes Modell wird somit auf Dichtheit gecheckt. Davon abgesehen bietet Knaus Tabbert zu allen Neufahrzeugen auch eine 10 jährige Dichtheitsgarantie an. 

Zum guten Schluss erfolgt die Gasprüfung und die “TÜV” Abnahme und wenn auch diese letzten Prüfungen erfolgreich waren, sind die Freizeitfahrzeuge bereit zum ausliefern bzw. zum abholen. Denn erst seit kurzem ist es für Käufer von  Knaus Tabbert Freizeitfahrzeugen auch möglich das neue Fahrzeug persönlich am Werk in Jandelsbrunn abzuholen und ich muss sagen, dass machen die Jandelsbrunner schon sehr nett. Wer möchte wird persönlich per Shuttle vom Bahnhof abgeholt, dann folgt die feierliche Übergabe und Einweisung ins Fahrzeug.

Je nachdem wie sympathisch man seinen “Wohnmobil Verkäufer vor Ort” findet, ist das doch sicherlich eine nette Aktion. Ich selbst habe vor einigen Jahren meinen VW in Wolfsburg abgeholt und obwohl es sich dabei nur um einen Polo handelte, war es schon schön mal zu schauen wo das neue Auto her kommt. Zumal  man auch sagen muss, dass der Service vor Ort rund um diese Neuwagen Abholung auch etwas besonders ist, es fehlt eigentlich nur noch die Frage ob man nicht feinsten Puderzucke in den Poppes gepustet bekommen möchte 😉  Ja, so wie ich das verstanden habe ist so eine Werksabholung nicht ganz kostenlos, aber als besonderen Einstieg ins eigene Womo/ Wowa Leben kann man sich das sicherlich mal gönnen! 

 

So werden Reisemobile professionell produziert, ein Blick hinter die Kulissen von Knaus Tabbert.

Womos vom Band… vorne die kleinere Teilintegrierten am Ende der Produktion, im Hintergrund der große SUN TI

 

Und wohin kommen jetzt die vielen „neugeborenen Freizeit-Flitzer“?

Nachdem unser Gang durch alle Etappen der Werkshallen endete, fuhr mich Stefan noch zum “ Reisemobil und Caravan Wartebereich”.

Eine riesengroße, überdachte Fläche auf der hunderte Caravans und Wohnmobile stehen, die auf ihren Abtransport warten.  Waaaahnsinn!!!! Mein einziger Gedanke, hier stehen soooooo viele Fahrzeuge, ich bräuchte doch nur eines, ein einziges… wenn da ein kleines, feines Wohnmobilchen plötzlich fehlen würde, das bemekt doch kein Mensch, oooooder? 🙂

Doch bei unserer Rundfahrt über den Wartebereich wurde auch nochmal deutlich…. JEDES Reisemobil bzw. JEDER Wohnwagen der aktuell von Knaus Tabbert produziert wird, hat vom Chassis an bereits einen neuen Besitzer! Es ist also so, dass bei JEDEM Fahrzeug welchen aktuell in Jandelsbrunn “vom Band läuft”, bereits von vornherein feststeht wo es mal hingehen wird.

Das kann natürlich ein großes Geschäft zum Verkauf von Freizeitfahrzeugen irgendwo in Europa sein, dass kann aber auch genauso gut das Mobil von „Familie Schmitz aus Oberammergau“ sein. Aktuell ist der Boom also immer noch so groß, dass nicht ein einziges Fahrzeug zum lagern Produziert wird, sondern JEDES Fahrzeug das Werk verlässt.

Nach einem letzten Rundgang über den riesigen “Wartebereich” und dem ganz neu gebauten „Neuwagen Übergabe Zentrum“, ging die  Werksführung langsam ihrem Ende zu. Ein letzter Gang über das riesige Gelände, ein schnelles “Hallo” in der Abteilung der Knaus online Medien, ein wirklich letzter Kaffee im Büro und der laaaaaange “geplante” Vormittag/ Mittag im Hause Knaus Tabbert war schon wieder vorüber.

 

Erster Weinsberg Van von 1963

Kleines Highlight im neuen „ich hole meine neues Fahrzeug selber ab“ Center… einer der aller, aller ersten Weinsberg Vans von 1969

 

Fazit… mein  Werksbesuch bei Knaus Tabbert.

 

Selbst für mich als bekennender Technik-Trottel ist so ein Blick hinter die Kulissen immer wieder faszinierend. Wenn ich den Bau eines Reisemobils oder Caravans mit dem Bau eines Autos vergleichen will, so ist es für mich immer wieder erstaunlich, dass die gesamte Produktion fast ausschließlich aus Handarbeit besteht.

In der Auto Industrie werden viele Produktionsschritte nur noch von Roboterarmen ausgeführt, anscheinend ist dies beim Wohnmobil/ Caravan Bau so nicht möglich. Ob dies nun daran liegt, dass die verschiedenen Schritte zu detailliert für einen Roboter sind, oder ob es schlichtweg eine finanzielle Frage ist und die Installation von automatischen Prozessen zu teuer ist, für die Anzahl an Fahrzeugen die täglich vom Band laufen (ca. 20-25 pro Band, pro Tag, abhängig von der Modellreihe) dass kann ich euch nicht sagen.

Auf jeden Fall ist es auch heute noch so, dass der Bau von Freizeitfahrzeugen in Menschenhand liegt, was im Sinne von Arbeitsplätzen natürlich auch mehr als erfreulich ist. Ob sich ein weitgehend automatischer Prozess auf die Qualität auswirken würde? Diese Frage bleibt wohl ersteinmal  offen.

Knaus Tabbert hat es geschafft den Campingboom optimal für sich zu nutzen und ein rieeeeeeeesiges Umsatzplus zu erwirtschaften. Zudem ist es sicherlich nicht ohne Grund so, dass der Knaus SKY TI das meistverkaufte, teilintegrierte Reisemobil Deutschlands ist.  

Knaus Tabbert ist und wird es auch sehr wahrscheinlich bleiben, einer der ganz, ganz großen Freizeitfahrzeug Hersteller in Europa.

 

Knaus Tabbert, Erfolgsunternehmen in Jandelsbrunn

Eine der Werkshalle und die Büroräume von Knaus Tabbert in Jandelsbrunn.

 

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es einige Leute die schon seit Jahren mit ihrem “KNAUSI” unterwegs sind und während ich diesen Artikel so tippe fällt mir auf, ich persönlich kenne niemanden, der mit seinem durchaus auch schon etwas älteren Knaus, Tabbert, WEINSBERG, T@B oder Morelo komplett unzufrieden ist.

Ich selbst hätte mich damals auf der Suche nach einem passenden Wohnmobil fast auch für einen “Knausi” entschieden. Ich hatte mir das zum Verkauf stehende Fahrzeug bereits mehrfach angesehen und war eigentlich auch schon so weit mich zu entscheiden. Dann hieß es allerdings, uhhhhhhaaaaaa…. nimm lieber keinen Knaus, die sind vor einigen Jahren pleite gegangen, das könnte ein Problem geben. Vorallem wenn Du irgendwann Ersatzteile benötigst!

Tja und so wurde es dann doch kein Knausi, sondern die Omi 🙂 Ob diese Entscheidung ein Fehler war???

DAS werden wir wohl nie erfahren…

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Nach diesem spannenden Vormittag/ Mittag ging es für Milla, den OrangeCamp Flitzer und mich weiter zum Chiemsee und was ich da erlebt habe, ist mir in knapp 6 Jahren als Alleinreisende noch nie passiert… aber das, erzähle ich euch beim nächsten mal.

 

Ganz zum Schluss vielleicht noch eine letzte Info. Natürlich könnt auch ihr eine solche Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn erleben. Allerdings ist dies nicht ganz so einfach… ihr müsst an dem Thema dran bleiben! Immer zu Beginn eines neuen Jahres gibt Knaus Tabbert die Termine zur Werksbesichtigung für Besucher bekannt und wenn ihr da interesse habt, müsst ihr einfach schnell sein!!! Denn die Tickets zur Werksbesichtigung, es gibt jedes Jahr nur wenige Termine, sind immer ganz, ganz schnell „ausverkauft“. Wer da also interesse hat, sollte zu Beginn des Jahres regelmäßig auf die KNAUS Internetseite schauen , oder mir auf FB folgen 🙂 um weiter informiert zu werden.

 

Sooooo, das war sie also, meine lange Geschichte um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung und wenn sie nicht gestorben sind, dann werden wir auch noch in 50 Jahren glückliche Camper in ihren E- Knaus, E-Tabbert, E-Weinsberg, E-T@B, E-Morelo, oder, oder, oder  durch Europa düsen sehen 😉

Bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

Du hast den ersten Teil meiner Herbsttour verpasst und fragst Dich gerade warum ich mit dem neuen OrangeCamp Wohnmobil unterwegs bin? Dann findest Du hier den kompletten Artikel „Isa fährt fremd – Herbsttour Teil 1“ 

Mittlerweile ist auch der dritte, vierte und fünfte Teil online und zudem das große Fazit zum 6 Wochen Womo Test… wie es weiter ging und warum ich als Alleinreisende am Chiemsee nicht gern gesehen war, das könnt ihr hier erfahren: https://isaswomo.de/meine-wohnmobil-herbst-tour-teil-3-chiemsee-und-alpen/

Die anderen Artikel findet ihr zudem hier: Teil 4 , Teil 5 und das große Fazit 

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