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Fazit – Meine Tour im OrangeCamp Wohnmobil – Wie hat sich das Womo gemacht? Teil 6

Fazit – Meine Tour im OrangeCamp Wohnmobil – Wie hat sich das Womo gemacht? Teil 6

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil durch den Herbst, der 6. und letzte Teil meiner Testfahrt zwischen Norditalien und der deutschen Ostseeküste. Nachdem ich euch jetzt so lange mit “on Tour” genommen habe, wird es heute Zeit für mein großes Fazit.

Leider geht auch die schönst Zeit irgendwann einmal zu Ende.

Bei mir ist dieser Zeitpunkt letzten Dienstag gekommen denn da hieß es, zurück nach Braunschweig, meine Testreise mit dem OrangeCamp Wohnmobil ging ihrem Ende zu. Aber bevor ich ein Womo Fazit ziehe, verrate ich euch natürlich auch noch schnell, wie die letzten Tage on Tour verliefen.

 

Das Ende meiner Herbsttour im OrangeCamp Wohnmobil

 

Wenn euch diese Zeilen allerdings weniger Interessieren, könnt ihr hier auch direkt zum Wohnmobil #Fazit “vorspulen”.

Wismar mit dem Womo

Wismar mit dem Wohnmobil

Wismar ist ein hübscher Orte, ich hatte mir allerdings mehr versprochen

Im 5. Teil schrieb ich euch gerade aus Wismar, wo ich auf dem sehr netten Wohnmobilhafen Westhafen (Schiffbauerdamm 12, 23966 Wismar) stand. Zu dem Stellplatz kann ich nur sagen, alles top… Stellplatz mit allem drum und dran, Toiletten, Duschen, City nah, Supermarkt um die Ecke und das ganze für 10 Euro pro Tag. Sehr, sehr fair.

Der Stellplatz an sich ist allerdings ein bisschen verwinkelt. Es gibt noch zwei Bereiche, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht.

Da der Stellplatz selbst jetzt mitte/ ende Oktober sehr gut besucht war, lohnt es sich auf jeden Fall genauer hinzusehen. Nur weil das große “Hauptfeld” direkt am Eingang belegt ist, muss es nicht heißen, dass der gesamte Stellplatz wirklich voll ist. Vom “Stellplatz Rund” gehen zwei Wege ab (einmal zur Dusche und einmal genau auf der gegenüberliegenden Platz Seite) die noch zu weiteren Parzellen führen.

Bei der Stadt Wismar selbst, bin ich ein bisschen hin und her gerissen, oder ich sage es besser anders, Wismar ist insgesamt relativ klein. Lasst euch also nicht von dem Namen oder der TV Serie “SOKO Wismar”  auf falsche Vorstellungen bringen… die Innenstadt ist nett, aber insgesamt relativ klein.

Durch Zufall habe ich in Wismar noch eine andere alleinreisende Frau getroffen, mit der ich aber bereits über Facebook vor einigen Wochen Kontakt hatte. Tja und was tun zwei alleinreisende Mädels an einem sonnigen Samstagvormittag… sie gehen bummeln und Kaffee trinken:-) Nachdem wir dann allerdings am frühen Nachmittag wieder zurück zum Stellplatz kamen, hat mein Trottelchen Gen mal wieder voll zugeschlagen.

Isa sagt Hallöchen!

Zurück am Womo sah ich, dass das Womo mittlerweile nicht mehr am Strom hing. Also habe ich schnell nach zwei 1 Euro Münzen gekramt, bin raus aus dem Womo und ab zur Stromsäule.

Geld eingeworfen, umdrehen und schnellen Schrittes zurück zum Womo, denn draußen wurde es mittlerweile ganz schön frisch. Während ich noch rechnete und rechnete wie lange der Strom laufen müsste und ob ich über Nacht wohl noch den Laptop laden konnte… ein Euro = 8 Stunden, zwei Euro 16 Stunden, 15:30 Uhr plus 16 Stunden sind….bin ich also zurück zum Womo gelaufen, reiße mit Schwung die Tür auf und zu meiner Verwunderung saßen da doch glatt zwei Personen.

HÄÄÄÄÄÄÄ????

Was machen die Leute in meinem Womo und warum habe ich Milla nicht bellen gehört? Milla, wo ist Milla und warum sieht das hier so anders aus…Es hat wirklich bestimmt so 2-3 Sekunden gedauert in denen mich die Leute anschauen wie vom Blitz getroffen, ich sie sicherlich aber nicht dämlicher anschaute, mir 30 Fragen im Kopf herum schwirrten und ich dann endlich festgestellt habe

Ich bin mal eben locker flockig in das Womo meiner Nachbarn gestürmt 🙂

Wobei ich zu meiner Verteidigung sagen muss, die hatten auch eine teilintegriertes Wohnmobil zwar nicht von OrangeCamp aber insgesamt sehr, sehr ähnlich und ich war soooo in Gedanken… naja… kann ja mal passieren 🙂

Ich wäre zwar am liebsten direkt im Erdboden versunken und die Frau fand das alles gar nicht so witzig wie ihr mann und ich (ich habe mich gar nicht mehr vor lachen einbekommen und konnte nicht mehr hervorbringen als ein grölendes “Tut mir total leid”) habe schnell die Tür geschlossen und bin zurück in mein Womo gestiefelt.

Puhhhhhh….. typisch ich!!!!

Noch flott nach Travemünde

Nach einem schönen Wochenende in Wismar bin ich Sonntag Nachmittag noch weiter in Richtung  Travemünde gefahren. Diesen Tipp hatte mir jemand über Facebook gegeben. Da mir aber insgesamt langsam die Zeit weg lief, konnte ich also nur noch eine Nacht in Travemünde verbringen und leider hat es den gesamten Tag über immer wieder geregnet, so dass ich nur sehr wenig von Travemünde selbst gesehen habe.

Abends bin ich aber wenigstens nochmal kurz in Richtung Hafen marschiert und ich kann euch zumindest sagen, der Hafen ist wunderschön und gerade in den Abendstunden toll beleuchtet.

Hafen Travemünde mit dem Wohnmobil

Travemünde… leider habe ich viel zu wenig von Travemünde gesehen, aber der Hafen ist toll.

 

Montag Mittag habe ich Travemünde schon wieder verlassen müssen, es war also wirklich nur ein kurzer Abstecher, um dann in Richtung Braunschweig zu düsen.

Die letzte Nacht im OrangeCamp in Braunschweig

Diese letzte Nacht in “meinem” OrangeCamp Wohnmobil habe ich direkt auf dem Stellplatz in Braunschweig verbracht und da muss ich doch sagen… DANKE liebe Stadt Braunschweig für soooo einen netten KOSTENLOSEN Stellplatz.

Ja klar, wenn es hier voll wird, steht man auch mal Womo an Womo aber… es ist ein KOSTENLOSER Stellplatz, mit Stromsäulen (die man dann aber einzeln bezahlen muss), es gibt eine ordentliche Ver- und Entsorgung, der Stellplatz liegt direkt vor einem kleinen Park durch welchen man in ca. 15 Minuten die Braunschweiger City erreicht.

Stellplatz Braunschweig

Der Stellplatz in Braunschweig ist für einen kostenlosen Stellplatz echt klasse!

So ein kostenloses Angebot gibt es leider nur noch sehr selten… HUT AB!!! “Zum Glück” ist an diesem besagten Montag in Deutschland der Herbst so RICHTIG eingetroffen, was für mich bedeutet hat… es hat gestürmt, geregnet, gehagelt und draußen war so richtig ungemütlich… WIE HERRLICH!!! Was liebe ich dieses Wetter an einem Womo Abend.

So habe ich die letzten Stunden im OrangeCamp Wohnmobil noch einmal richtig genossen, ich war nochmal in aller Ruhe duschen, habe zusammengepackt, geputzt und die allerletzte Nacht für euch nochmal im Hubbett verbracht, so dass ich mir auch davon einen Eindruck verschaffen konnte

Tja und am nächsten Morgen, nach einer letzten sehr, sehr ordentlichen Entsorgung und einmal “volltanken bitte” hieß es…

auf in die Daimler Straße, es wurde Zeit sich zu trennen. 🙁

Genau wie schon bei der Abholung des Womos, wurde ich von dem gesamten Orange Team sehr, sehr nett empfangen, wir haben noch ein gemeinsames Käffchen getrunken, einige Details besprochen und nachdem ich irgendwann auch endlich meine ganzen Klamotten und Millachen im Polo hatte, hieß es… Auf Wiedersehen du schöner Flitzer.

 

 

Mein Fazit nach 6 Wochen 690T OrangeCamp Wohnmobil

 

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil auf Test Reise

Leider geht auch die schönste Tour mal zu ende. Kurze Pause auf dem Rasthof

 

Also, ich glaube wer meine Artikel aus den vergangenen Wochen verfolgt hat weiß bereits, dass mein Fazit positiv ausfallen wird.

Dabei kann ich euch mit reinstem Gewissen sagen, ich habe das Womo wirklich genau unter die Lupe genommen und war zu Beginn meiner Reise selber sehr, sehr skeptisch denn um es mal deutlich zu sagen… gerade durch die verschiedenen Facebook Gruppen hatte ich immer den Eindruck, ja es gibt zwar Wohnmobile von OrangeCamp, allerdings muss man bei diesen Fahrzeugen auch ganz deutliche Abstriche machen.

Egal ob OrangeCamp, Glücksmobil oder, oder, oder… ich habe immer gedacht (und gelesen) das sind die absolut “günstigsten” und leider auch “qualitativ schlechtesten” Wohnmobile auf dem Markt.

Ich hatte immer den Eindruck… OrangeCamp Wohnmobil – kann man machen, muss man aber nicht.

Bevor ich jetzt zu den ganzen Details komme möchte ich schon vorwegnehmen, dass sich diese Einschätzung nach meinem Test nicht bestätigt hat!

Ja es gibt Punkte die mir aufgefallen sind, aber wenn man so ein Wohnmobil so lange testet, dann fallen einem eben auch Kleinigkeiten auf. Solche Punkte hängen zum einen auch von dem eigenen “Geschmack” ab und zudem bin ich davon überzeugt, ich könnte jedes vom Band gelaufene Womo dieser Welt testen und es gäbe Punkte die mir auffallen würden. DAS Womo wo wirklich alles, alles, alles stimmt, wird es vom Band niemals geben.

Auf jeden Fall kann ich bereits jetzt sagen, dass sich dieses Gerücht von schlechter Qualität SO GAR NICHT bestätigt hat! NULL KOMMA NULL!!!

Aber gut… kommen wir zu meinem OrangeCamp Wohnmobil Fazit, welches ich gerne in verschiedene “Bereiche” einteilen würde.

  • Fahrerraum
  • Sitzbereich
  • Küche
  • Bad
  • Schlafen
  • Womo von außen

 

Der Fahrerraum im OrangeCamp Wohnmobil

 

Bei dem OrangeCamp 690T handelt es sich ja ausnahmsweise mal nicht um einen Fiat Ducato, sondern um einen Peugeot und rein vom Fahrverhalten usw. fuhr sich der Wagen einfach klasse. Ich hatte viel eher das Gefühl mit einem Auto unterwegs zu sein, als mit einem langen, schweren Womo.

Auch die 156 PS haben sich schlichtweg super gemacht, denn egal ob 5. oder 6. Gang 130, 140, 150 km/h waren gar kein Problem.

Ich konnte den Fahrersitzt auch mit einer Körpergröße von 1,82m bequem einstellen, ich saß super gut in dem Sitzt und so waren auch längere Strecken erstaunlicherweise überhaupt kein Problem. Denn egal ob in meiner Omi oder im Polo, normalerweise bekomme ich immer spätestens nach 200-300 Kilometern Rückenschmerzen oder Probleme mit den Knien, aber im OrangeCamp saß ich so hoch und so bequem, dass ich lange Zeit ohne Schmerzen durchhielt.

Fahrerraum OrangeCamp Wohnmobil

Der Fahrerraum vom OrangeCamp. Ich hatte eine super Übersicht und konnte auch lange bequem fahren.

Ähnliches gilt für das ansonsten bekannte Rumpeln und Rattern im Wohnmobil während der Fahrt. Ich weiß selber, das klingt vielleicht total unglaubwürdig, aber diese Geräusche gab es einfach nicht! Egal ob Duschtüren, Badezimmertür oder Fliegengitter, selbst auf Kopfsteinpflaster hat  da hinten nichts gerappelt oder gescheppert. Gut, an dem schlecht weg geräumten Geschirr, bin ich ja selber schuld!

Vielleicht habt ihr es ja zwischendurch gelesen, auf dem Weg von Dresden nach Potsdam hatte ich 3 Tramperinnen mit an Bord und obwohl ich auch während dieser Fahrt gut 140 km/h gefahren bin, konnten wir uns im Womo noch locker unterhalten.

Zum Thema Rappeln und Scheppern kann ich nur sagen, beide Daumen hoch!!!

Dank der Tramperinnen konnte ich auch gleich testen, wie “wackelig” es hinten während der Fahrt so ist.

Ich kenne einige Personen die sagen, es gibt nichts schlimmeres als während der Fahrt hinten in einem Womo zu sitzen und es gibt sicherlich viele Eltern, die Übelkeit bei ihren Kindern als Problem empfinden. Je nach Modell schwankt so ein Womo während der Fahrt leider so sehr, dass den Mitfahrern bereit nach den ersten 100 Metern schlecht wird.

Seekrank on the Road

Dieses “Problem” habe ich bei den Mädels vor Fahrtantritt direkt angesprochen. Wenn ihnen während der Fahrt schlecht werden sollte, kein Problem, sie sollen nur bitte bescheid sagen, dann legen wir eben eine kleine Pause ein. Zudem hätte ich auch noch Reisekaugummis dabei… für den Fall der Fälle, denn mir selbst wird ja grundsätzlich als Beifahrer schlecht. Aber beide Mädels die hinten saßen hatten keinerlei Schwierigkeiten, ihnen wurde nicht schlecht und das obwohl sie während der fahrt sogar auf dem Tisch mit einer Strassenkarte beschäftigt waren. Sie haben also nicht mal die gesamte Zeit über strikt nach vorne geschaut.

Diese Erfahrung bestätigte nochmal meinen Eindruck, dass das gesamte Womo einfach sehr gut ausgelastet ist und wenig schwankt. Was sicherlich aber auch an dem nicht soooo langen Überhang hinten liegt und daran, dass die Wassertanks direkt über der Achse liegen.

Ähnlich positives gilt auch für die länge von 7,02 Meter.

Dank der eingebauten Rückfahrkamera, welche sich im gleichen Monitor wie das Radio und das Navi befindet, hatte ich nie größere Probleme mit dem Womo zu rangieren.

Ich hatte insgesamt eine sehr, sehr gute Übersicht über das gesamte Wohnmobil.

Egal ob nach vorne, hinten oder zu den Seiten hin, ich kam schnell so gut mit dem längeren Womo klar, dass ich selbst auf dem City Parkplatz in Potsdam keine größeren Probleme beim Einparken bekam. Ohne Rückfahrkamera würde ich das Fahrzeug allerdings nicht unbedingt rangieren wollen, diese Kamera ist goldwert, gerade für mich als Alleinreisende.

Trotzdem gibt es aber zwei KLEINE Punkte aus dem Themenbereich “Fahrerraum” , die ich etwas zu bemängeln habe. Dabei handelt es sich einmal um das Thema AdBlue und einmal um die Geschwindigkeit.

Ja ihr lest richtig…ich habe Geschwindigkeit geschrieben 🙂 Wobei ich in dem Fall ganz klar sagen muss, das ist natürlich KEIN negativer Punkt am Fahrzeug selbst, sondern ein Punkt, bei dem ich einfach zur Vorsicht aufrufen möchte.

Ich konnte in den vergangenen Wochen immer wieder feststellen, dass andere Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn einfach nicht damit rechnen, dass von hinten ein Womo mit 150 km/h angedüst kommt. Mehr als einmal musste ich ziemlich in die Eisen gehen, weil irgendein PKW vor mir nochmal eben auf die Nachbarspur zog und gar nicht gecheckt hat, wie schnell ich eigentlich war.

Also wie gesagt… hierbei handelt es sich definitiv nicht um einen “negativer Punkt” am Fahrzeug selbst, oder gar an OrangeCamp! Wer so schnell mit einem Womo fährt, sollte nur unbedingt weit vorausschauend fahren.

Bei dem AdBlue Punkt ist es allerdings etwas anders, wobei auch dies sicherlich eher ein Kritikpunkt an Peugeot ist und im Grunde nicht gegen das OrangeCamp Wohnmobil spricht.

Da dieses neue Wohnmobil natürlich auch auf Diesel fährt, musste ich aufgrund dieser ganzen Schadstoffdisskussion zum normalen Diesel auch AdBlue tanken. Leider gibt es aber in dem Fahrzeug KEINE Anzeige, wie lange das getankte AdBlue noch ausreicht.

Irgendwann schaltet sich einfach eine Kontrolllampe an, bzw. im Fahrerdisplay wird angezeigt, dass man wieder AdBlue nachtanken muss, wann dieser Moment aber komm weiß kein Mensch.

Von diesem Moment an hat man zwar immer noch viel Zeit, man kann auch immer noch gut 800 km fahren und selbst danach geht der Motor nicht direkt kaputt, es fehlt ihm nur an Leistung. Man hat also eigentlich genügend Zeit eine passende Tankstelle zu finden.

Nichts desto trotz wäre es meiner Meinung nach deutlich angenehmer, wenn man vorher weiß, wann man wieder AdBlue nachtanken muss.

Dabei ist es aber so, dass dieses AdBlue deutlich, deutlich länger hält, als der normal getankte Diesel. Ich bin in den vergangenen 6 Wochen insgesamt etwas mehr als 3000 Kilometer gefahren und musste nur ein einziges Mal, direkt zu Beginn meiner Tour auf dem Weg nach Passau, AdBlue tanken. Da war es aber ausgerechnet so, dass ich es im Grunde eh schon eilig hatte und ich geraaaade von der Tankstelle wieder auf die Autobahn aufgefahren bin, als plötzlich die AdBlue Lampe an ging. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich natürlich direkt beim normalen Tanken auch den AdBlue Tank voll gemacht.

Bis zu dieser Tour habe ich mich noch nie darum gekümmert, ob man mittlerweile eigentlich an jeder Tankstelle AdBlue bekomme, ob man dieses Zeug nur an den großen Tankstellen bekommt und wie man dieses Flüssigkeit genau tanken muss. Das war für mich also alles ganz neu und da ich nicht wusste, wo ich dieses AdBlue überall bekomme, bin ich also vorsichtshalber direkt wieder am nächsten großen Autohof abgefahren und habe dann dort das erste Mal AdBlue getankt. Einmal volltanken hieß 10 Liter und hat mich dabei ca. 7 Euro gekostet.

Es geht also nicht um die Kosten und es geht auch nicht darum, dass man wie bei dem normalen tanken DRINGENDST sofort zur Tankestelle fahren muss, wenn diese Kontrolllampe aufleuchtet. Es geht mir einfach nur darum, dass es deutlich angenehmer wäre vorab zu wissen, wann man wieder AdBlue tanken muss.

Ich weiß auch nicht sicher wie das im Ausland aussieht, ob man da überall an dieses Zeug ran kommt, z.B. oben in Schweden oder Norwegen? Keine Ahnung… gerade für solchen Touren wäre es also doppelt gut zu wissen, wie lange das getankte AdBlue noch ausreicht.

 

Der Sitzbereich im OrangeCamp Wohnmobil

 

Ich habe bisher immer gesagt, hmmmm diese teilintegrierten Wohnmobile sind ja vielleicht ganz nett, aber die umgedrehten Fahrersitze stören mich. Ich möchte es mir abends im Womo gemütlich machen können, möchte die Beine hochlegen und nicht stocksteif auf einem Fahrersitz hocken.

Dieses Argument muss ich mittlerweile TEILWEISE revidieren, denn die Abende im OrangeCamp Wohnmobil waren wirklich gemütlich, was allerdings zum großen Teil auch an der kleinen Sitzbank neben der Tür lag. Diese kleine Sitzbank ist super! So konnte ich den Beifahrersitz drehen, die Rückenlehne etwas zurückstellen und die Beine auf die Sitzbank legen. Wenn ich zudem den Tisch ausgezogen habe, konnte ich auch noch ganz entspannt am Tisch arbeiten oder Getränke abstellen… dank dieser kleinen Sitzbank wurden die Abende mindestens doppelt so gut!

Was ich auch sehr gut fand waren die vielen einstellbaren Heizdüsen im Sitzbereich.

Egal welchen Sitz ich gerade genutzt habe, überall im Boden gibt es diese “Ausströmer” der Heizungsanlage, die ich mir einzeln und ziemlich punktgenau einstellen konnte. Für mich als Frostbeule natürlich perfekt. Man kann diese Heizdüsen aber auch komplett verschließen, wenn es einem “zu viel” wird.

Gemütlichkeit im Wohnmobil

So gemütlich können Womo Abende sein 🙂

Ebenfalls sehr gut abgeschnitten haben die Polster. Jetzt, nachdem ich das Womo kontrolliert und in einem sehr guten Zustand wieder abgegeben habe kann ich’s ja sagen… als ich den Müll wegbringen wollte, ist mir irgendwas ausgelaufen und auf die Polster getropft. Aber dank dieser speziellen Oberfläche der Polster sind die Tropfen wie “abgeperlt”, das war echt klasse und nachdem ich die Tropfen vorsichtig aufgewischt habe, war NICHTS mehr auf dem Polster zu sehen.

Das klappt wahrscheinlich nicht unbedingt bei einem vollen Glas Rotwein, aber in meinem Fall hat diese Polsterversiegelung super funktioniert und ich bin mir sicher, auch die ein oder andere Hundepfote kann man so ganz easy peasy wieder von den Polstern entfernen.

Ebenfalls positiv sind die Staufächer über dem Sitzbereich, diese sind so groß und schließen wunderbar, so dass man dort nochmal jede Menge “Gedöns” unter bekommt.

Dann gab es noch das große Panoramafenster über dem Fahrerhaus, HERRLICH!!!

Durch dieses Fenster kommt soooo viel Licht, das ist echt klasse. Gerade für mich zum schreiben am Laptop ist das richtige Licht immer wieder ein Thema. Natürlich kann man dieses große Fenster auch aufstellen, abdunkeln oder mit einem Fliegengitter verschließen. Während der Fahrt sollte es allerdings verschlossen bleiben…ist ja kein Cabriolets,  ist glaube ich klar.

Nicht ganz so bequem wie die Fahrerhaussitze ist die Sitzbank gegenüber. Da würde ich einfach mal sagen… sicherlich kann man da mal sitzen, man kann da auch vernünftig essen wenn man den Tisch etwas vorschiebt oder mal einen Abend z.B, Karten spielen. Auf Dauer wäre das aber nicht mein bevorzugter Sitzplatz.

Die Rückenlehne des Sitzbereiches ist schon sehr, sehr steil. Gerade sitzen z.B während der Fahrt klappt wunderbar, aber “gemütlich” quer durchs Womo fletzen ist auf dieser Sitzbank eher nicht möglich. Insgesamt also eher ein Ort für z.B. die Enkelkinder, die nur 2-3 mal im Jahr mit Oma und Opa unterwegs sind.

Was mir im Sitzbereich aber tatsächlich gefehlt hat sind ausreichend Steckdosen. Es gibt eine einzige Steckdose unter der großen Sitzbank, aber das war es dann auch. Ich weiß, das ist ein Punkt der bei eigentlich allen Wohnmobilen immer wieder bemängelt wird und hier ist er mir eben auch aufgefallen. Eine einzige normale Steckdose im Sitzbereich ist in Zeiten von Handy, Laptop, Kamera, Tablet und E-Reader für mich etwas zu wenig.

 

Die Küche im OrangeCamp Wohnmobil

 

Also bei dem Herd im OrangeCamp handelt es sich um ein echtes Schmuckstück. 4 Platten, Backofen und ein Salamander bzw. ein extra Grill zum überbacken oder zum warmhalten ist schon toll. Ja, ihr könnt jetzt sagen “wer braucht denn bitte einen Ofen im Womo?”, aber ich kann euch nur sagen, ich habe ihn geliebt und auch echt oft genutzt. Egal ob Auflauf, TK-Pizza oder Toast Hawai, dieser über Gas betriebene Ofen war einfach klasse.

 

Backofen im OrangeCamp Wohnmobil

Ihr könnt sagen was ihr wollt 🙂 … ich fand den Backofen super gut!!!

 

Ebenfalls super ist der große Kühlschrank mit gefrierfach und das gesamte Lichtkonzept der Küche. Dank eines unter der Spüle angebrachten LED Lichtbandes wird auch gleich die geöffnete Besteckschublade beleutet. Das ist schon sehr clever gemacht.

Allerdings gibt es im Küchenbereich auch die für mich “größten” bestehenden Kritikpunkte des gesamten OrangeCamp Wohnmobils.

Das Spülbecken ist schon sehr klein. Gut, jetzt kann man sicherlich sagen, wer benötigt schon ein riesengroßes Spülbecken, wahrscheinlich niemand dringend. Wenn aber ständig das Wasser überschlappt während des Spülens (und ich habe mich schon echt bemüht vorsichtig zu spülen), ist das einfach nicht so wirklich praktisch und ob das ständige Spülwasser dem Holz bzw. den Leisten drum herum auf lange Sicht so gut tut, kann ich auch nicht sicher sagen.

 

Kritikpunkte am OrangeCamp Wohnmobil

Das Spülbecken ist sehr klein, das muss ich einfach sagen. Toll sind hingegen die extra Ablageflächen von OrangeCamp

 

Dass es im Küchenbereich wenig Platz zum schnippeln gibt hat OrangeCamp ja bereits erkannt und die praktischen Holzablagen eingebaut.Ein Punkt den ich an OrangeCamp wirklich klasse finde. Dank der hauseigenen Schreinerei versuchen Sie zumindest direkt auf solche Punkte einzugehen.

Thema Kühlschrank… super groß, super Leistungsstark, aber den muss man einfach richtig “behandeln”. Bei mir gab es zu Beginn meiner Reise ständig das Problem, dass die Kühlschranktür während der Fahrt aufgesprungen ist. STÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄNDIG!!!! Das war echt nervig!!!!

Irgendwann habe ich dann aber mit OrangeCamp darüber gesprochen und schnell wurde mein Fehler klar. Diese neuen großen Kühlschränke haben keinen Stift mehr, der die Tür während der Fahrt zuverlässig geschlossen hält, sondern das ganze läuft über Unterdruck. Dazu ist es aber wichtig, dass zum einen die Klammer, welche die Tür zum Lüften offen hält wenn man den Kühli nicht nutzt, richtig sitzt (bei mir saß sie falsch, darum ging die Tür so leicht auf) und zum anderen muss der Kühlschrank während der Fahrt auch auf 12 Volt/ Batterie stehen, damit diese Unterdruck Geschichte richtig läuft!!!!

Ich habe den Fehler gemacht, dass ich den Kühlschrank vor der Fahrt ausgeschaltet habe, weil ich dachte, och der ist eh so kalt, der muss gar nicht unbedingt über Batterie laufen. Aber dann funktioniert natürlich auch diese Unterdruck/Ansaug Aktion nicht richtig und die Tür springt ständig auf.

Gewusst wie!!!!

 

Kühlschrank im Wohnmobil OrangeCamp

Der große Kühlschrank ist schon seehehr nett, man muss nur wissen wie man mit ihm umgeht.

 

Nachdem das alles klar war, sprang der Kühlschrank während der Fahrt auch nicht mehr auf.

Noch ein letzter Punkt… bevor man Losfährt, sollte man allerdings unbedingt daran denken die Backbleche bzw. das Ofenrost aus dem Ofen zu nehmen, denn ansonsten ist dieses Teil das einzige welches auf der Fahrt klappert wie wild.

Ansonsten kann ich nur sagen, klasse Küche, ausreichend Staumöglichkeiten und super tolles, großes Panoramafenster. Alles wirklich sehr, sehr schön!

 

Kommen wir zum OrangeCamp Wohnmobil Bad Bereich

 

Mir persönlich hat der gesamte Badebereich seeeeehr gut gefallen. Da man die Badezimmertür sowohl direkt vor der Toilette schließen kann, als auch als Abtrennung zum Wohnbereich, kann man den gesamten hinteren Bereich des Wohnmobils super trennen.

Ich meine jetzt mal ehrlich… mit einer anderen Person in einem Wohnmobil zu reisen, bedeutet grundsätzlich auch, jemand anderes sehr, sehr nah an sich heran zu lassen und dabei ist die “Klo Situation” eben auch so ein Punkt. Dank dieser Tür kann man den Wohnbereich aber wirklich gut abtrennen. Ich meine, ich bin da ja eh super empfindlich, ich kann ja nichtmal auf einer öffentlichen Toilette Pipi machen wenn jemand in der “Box” neben mir sitzt. Ehrlich… da geht nichts! 🙂

Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich reise mit jemandem in der Omi und diese Person sitzt  jetzt im “Wohnbereich” (sozusagen direkt neben dem Klo, auch wenn da diese kleine Tür zwischen ist) ich glaube ich könnte da im Leben nicht pinkeln gehen, geschweige denn iiiiiirgendwas anderes 🙂  Dazu kommt noch, wenn man die Tür am “Badezimmer” der Omi schließt, muss man sich schon sehr klein machen um irgendwie mit langen Beinen aufs Klo zu kommen.

Toilette im Wohnmobil

Die Toilette lässt sich drehen, so dass noch mehr Platz für die Beine bleibt

Das ist im OrangeCamp Wohnmobil eben ganz anders. Durch diese Trenntür entsteht im Badbereich viel Platz, es gibt keine Probleme mit den langen Beinen und dennoch ist der gesamte Bereich “sicher” vom Wohnraum getrennt.

Auch die Aufteilung der Dusche ist meiner Meinung nach sehr clever gemacht.

Gut, wir müssen nicht darüber diskutieren, eine Dusche in einem 7 Meter langen Wohnmobil ist immer klein! Aber im OrangeCamp kam sie mir wirklich nicht so klein vor!

Das lag, so glaube ich, vor allem an der “Einteilung” der Dusche. Erstmal ist es natürlich praktisch, dass die eigentliche Duschwanne mit einem Holzbrett ausgestattet ist, wodurch man den Duschbereich im Alltag sorglos betreten kann. Nimmt man dann aber dieses Holzbrett zum Duschen raus, kommt einem die Duschwann im ersten Moment schon sehr klein vor.

Aber… dank eines kleinen Vorsprungs entstehen nochmal gut 20-25 cm mehr Platz und genau diese cm sind es, die einem während des Duschens ausreichend Platz ermöglichen. Ich habe mehrfach im Womo geduscht, auch mit Haare waschen und kam super klar. Ich bin nicht einmal gegen die “kalte” Duschwand gestoßen und konnte selbst meine Füße in aller Ruhe waschen.

Dank der drei Abläufe in der Duschwanne, kann das Womo auch mal etwas schief stehen und das Wasser läuft sauber ab. Wirklich klasse!

 

Duschen im Wohnmobil

Dank dieses weißen Vorsprungs hinten an der Rückwand hat man in der Dusche erstaunlich viel Platz

 

Ebenfalls clever gemacht ist die “Sicherung” der Duschtüren, wodurch es auch auf lange Sicht nicht möglich sein wird, dass die Duschtüren während der Fahrt rappeln. Denn zum einen werden die Türen durch das eingelegte Brett am Boden ganz eng zusammengehalten, zum anderen gibt es im oberen Bereich nochmal einen Hebel um die Duschtüren zu halten und zwischen den Klapptüren befinden sich noch winzige “Moosgummi Plättchen” (oder sowas in der Art) die kein klappern zu lassen.

Wenn ich jetzt wirklich etwas zu “meckern” suche… und hier ist suchen besonders dick geschrieben, dann wäre es das Fenster, welches über der Toilette eingebaut ist.

Dieses Dachfensterchen ist so klein und vom Modell her eher alt, das passt irgendwie gar nicht zu so einem neuen Womo. Ich glaube das ist dieselbe kleine Dachluke die ich in der Omi gerade anfang des Jahres ausgetauscht habe. Wie gesagt, das ist definitiv meckern auf hohem Niveau, aber warum in so ein schickes neues Womo eine so kleine, olle Dachluke eingebaut wird… kein Ahnung.

Ich glaube da sollte gespart werden, denn diese kleine Luke hat nichts mit den echt tollen anderen Fenstern zu tun.

Sehr gut fand ich noch die beiden Staufächer im Boden bzw. in den Treppenstufen hoch zum  Bett. Beide “Räume” haben sich super als Schuhschrank gemacht. So konnte ich auch schmutzige Schuhe leicht verstauen. Eine weitere clevere Idee konnte ich im Kleiderschrank finden. Dank einer extra Lampe wie man sie auch vom Kühlschrank kennt, geht im Kleiderschrank ein Licht an, sobald man die Tür öffnet. Ich habe dazu in der Omi extra Batterie Spots “verklebt” aber so ein “Kühlschrank Licht” im Kleiderschrank ist schon echt super.

Allerdings muss ich auch sagen, insgesamt ist der Kleiderschrank schon schmal. Es gibt zwar im gesamten Womo viele, viele Staufächer, das ist echt klasse, aber die Kleiderschrank Stange zum hängen von z.B. Jacken ist wirklich schmal. Über den Daumen gepeilt würde ich sagen, da passen maximal 4 Kleiderbügel samt Jacken rein.

Allerdings gibt es unter der Kleiderstange noch 4 Fächer um weitere Kleidung unterzubringen.

Wenn dieses OrangeCamp Wohnmobil meines wäre, würde ich es auf jeden Fall so machen, dass ich diese 4 weiteren Fächer entferne und dafür eine zweite Kleiderstange einsetze. Wie gesagt, Staufächer für die Klamotten gibt es viele, nur der Platz um Kleidung auf einem Bügel aufzuhängen gibt es wenige, darum dann lieber die zwei übereinander hängenden Kleiderstangen.

 

Schlafen im Orangecamp Wohnmobil

 

“Mein” Modell hatte ja ein Querbett und ich kann nur sagen, für mich war dieses Querbett perfekt! Ich hatte mehr Platz als ich jemals benötige, ich konnte wunderbar vom Bett aus TV schauen und sowohl die beiden Spots, als auch vor allem das in der Rückwand eingebaute, indirekte Licht waren super duper angenehm.

Was mir außerdem sehr, sehr gut gefallen hat, sind die insgesamt drei Fenster im Schlafbereich. Es gibt jeweils auf den Wohnmobil Seiten ein Fenster und zudem noch ein großes Dach Heki. So könnte man selbst warme Sommernächte sehr gut überstehen, weil man immer etwas “Durchzug” herstellen kann.

Ich habe im OrangeCamp Wohnmobil geschlafen wie ein Stein!

 

Querbett im Wohnmobil

Durch diesen Winkel in der Matratze wird das Bett nach unten hin deutlich schmaler

 

Und da ich die Frage schon gestellt bekommen habe. Nein, das OranngeCamp Womo hat hinten keinen extremen Überhang. Der Überhang ist wirklich super gemacht. Er ist gerade so lang, dass ich mit dem Womo auch mal irgendwo stadtnah parken konnte, wo z.B. eine Wiese hinter der eigentlichen Parkbox angelegt wurde, er war gleichzeitig aber auch so “kurz”, dass das Wohnmobil/ bzw. das Bett hinten nicht stark schaukelt.

Das Thema hatten wir ja gerade schon in ähnlicher Variante beim Thema Seekrank werden, aber die Gewichtsverteilung in dem Womo ist wirklich, wirklich klasse.

Neben dem Querbett im Heck, hat das Mobil auch noch ein Hubbett über dem Tischbereich. Ich habe extra für euch zum testen auch eine Nacht da oben verbracht und habe mich auch da pudelwohl gefühlt. Das gesamte Hubbett ist sicherlich 120-140 cm breit und so weit vom Dach entfernt, dass ich um Hubbett sogar sitzen konnte. Dagegen ist die Höhe des Alkoven in der Omi winzig.

Auch im Dach des Hubbets sind nochmal zwei Spots verbaut, so dass man auch da oben abends z.b. noch gut lesen kann, ohne die Taschenlampe zu nutzen. Des weiteren ist das gesamte Bett leicht herunter zu ziehen und kann später dank einer unterstützung mit zwei Fingern wieder hoch geschoben werden.

 

Hubbett im OrangeCamp Wohnmobil

Das Hubbett, ok ihr seht… es war schon Tag und das Fenster hinten nicht ganz abgedunkelt… aber Platz ist da oben mehr als reichlich

 

Natürlich habe ich mich gefragt, könnte man zur NOOOOT noch unten sitzen, wenn das Hubbett nach unten gefahren ist? Und meine Antwort lautet JA! Selbst das geht, wenn auch nur mehr schlecht als recht.

Wenn das aber mal (warum auch immer) nötig sein sollte, ist es möglich die Fahrerhaussitze zu nutzen, obwohl das Hubbett unten ist. Ich dachte da z.B. an die Situation… man reist mit Kids und möchte ihnen abends noch etwas vorlesen. Das würde auf jeden Fall funktionieren, dazu kann man die Sitze des Fahrerhauses also durchaus trotz Hubbett nutzen.

Habe ich zum Thema Betten Situation auch Kritikpunkte… jain!

Also ein echter Kritikpunkt sind mal wieder die Steckdosen, eine einzige Steckdose hinten am Bett finde ich zu wenig. Außerdem gibt es im gesamten Wohnmobil nur eine USB Steckdose. Wenn man also irgendwo steht ohne am Landstrom zu hängen und noch keinen Wechselrichter hat (so wie bei mir) , gibt es nur diese eine einzige USB Steckdose um überhaupt irgendwas zu laden und diese sitzt dann auch noch direkt über dem Herd.

Da muss man sich abends schon gut überlegen, ob man das Handy läd, das Tablet, den Laptop oder die Kamera… eine Steckdose ist sehr wenig.

Der zweite Punkt ist sicherlich das Querbett, wobei ich dieses NICHT als Kritikpunkt äußern möchte, sondern man muss sich einfach überlegen, was man haben möchte. Ich z.B. finde die Aufteilung mit dem großen Badbereich hinten quer und dem dahinter liegenden Bett aktuell besser, als ein schmales Längsbett und daneben ein schmales, langes Bad. So denke ich zumindest aktuell!

Ein anderes Thema bei vielen Paaren ist “Schnarchen”…

Ich kenne so einige Paare die grundsätzlich mittlerweile getrennt schlafen, weil ein Partner so laut schnarcht. Dies wäre hier dank der Tür zwischen Wohn- und Schlafbereich und des Hubbetts sehr gut möglich.

Raumbad im Womo

Für mich aktuell jeden Morgen wieder schön… der getrennte Bad/Dusch Bereich .

Möchte man aber als, sagen wir mal “fülliges” Paar gemeinsam hinten im Querbett schlafen, ist es schon relativ eng. Gerade durch den Einstig ins Bett fällt nochmal ein Teil der vorderen Matratze weg. Es ist also eigentlich so, dass zwei große, breite Personen sehr gut oben im Kissen Bereich nebeneinander passen, es dann aber ab Po und Beinen enger wird.

Einen wirklich heftigen Kritikpunkt habe ich also nicht, ich denke jeder Wohnmobil Käufer muss in diesem Bereich einfach selber schauen was für ihn am besten ist. Für mich als Alleinreisende, die höchstens maaaaal eine andere Person mit an Bord hat, ist diese Aufteilung super.

 

Und von Außen? Das OrangeCamp Wohnmobil und die Garage, Staufächer usw.

 

Fangen wir mal mit der Garage an. Super finde ich, dass die Garage mit beheizt wird, so kann man da hinten auch gut mal nasse Kleidung oder Handtücher aufhängen. Gerade wenn man mit Hund reist ein erheblicher Vorteil! Zudem ist die Garage groß genug um zwei Fahrräder zu verstauen und da sie von beiden Seiten zu öffnen ist, kommt man auch an die “hinteren” Bereich sehr gut ran.

Außerdem sind in der Garage bereits einige kleine Ablageflächen eingebaut, hier kann man also die ganzen kleineren Teile, Schlauchanschlüsse, Hundeleinen usw. gut verstauen.

Zu den anderen Fächern kann ich wenig schreiben, sie sind da und sie funktionieren. 🙂

 

Wohnmobil günstig im Test

Das OrangeCamp Womo von der Seite

 

Was mich etwas gewundert hat, ist dass das Frostschutzventil mit im Frischwasser-Nachfüll-Kasten sitzt. Kannte ich so nicht, bei mir in der Omi sitzt  der Wächter mit in dem Fach, in dem auch die Heizung sitzt, aber so wie im OrangeCamp ist das durchaus gut. Man kommt auf jeden Fall sehr leicht ran. Der gesamte Frischwassertank sitzt direkt hinter dem Fahrersitz auf der Vorderachse und auch das Fach zum befüllen des Frischwassertanks ist auf der selben Seite.

Etwas hin und her gerissen bin ich von dem Toiletten Kanister Auszug auf der Aufbautür Seite. Wenn man die Toilette also leeren möchte, ist dies direkt auch auf der Seite, auf der man sitzt oder vielleicht die Markise öffnet.

Ja, das ist sicherlich auch mal wieder kein echter Kritikpunkt und mir ist natürlich klar, dass die Aufteilung des Womo nichts anderes zulässt, aber es ist mir aufgefallen.Gut, aber man muss  ja auch nicht gerade die Toilette weg bringen, wenn der Partner noch am Frühstückstisch sitzt.

Einen letzten echten dicken fetten Kritikpunkt habe ich allerdings noch festgestellt… wobei ich jetzt ganz aktuell erfahren habe, dass dieser so nicht mehr gilt! Dennoch schreibe ich ihn euch, denn vielleicht sucht ja gerade jemand ein gebrauchtes Wohnmobil, wo diese Situation noch besteht.

Es geht um den Gaskasten!

Dieser sitzt nämlich bei meinem Womo Testmodell noch in der Garage und ist sowas von unpraktisch verbaut! Zum einen ist es so… würde man z.b. zwei Fahrräder in der Garage stehen haben, könnte man wahrscheinlich die Gaskasten Tür gar nicht mehr öffnen. Das bedeutet also, wenn mal wieder nachts das Gas ausgeht, müsste man morgens erst die Räder aus der Garage holen um überhaupt an den Gaskasten zu kommen.

 

OrangeCamp Wohnmobil Kritik

Der Gastkasten sitzt auf der rechten Seite der Womo Garage

 

Davon abgesehen ist der gesamte Gaskasten echt sowas von unpraktisch verbaut, da hat aber irgendwer damals beim Modellentwurf nicht nachgedacht. Der gesamte Kasten sitzt auf der rechten Seite der Garage, ist aber insgesamt eigentlich mindestens 5 cm zu niedrig und hat zudem unten und oben auch noch eine total überflüssige Kannte.

Eine volle Gasflasche hat ja diesen roten Deckel, den man erstmal abnehmen muss, bevor man den Gasschlauch anschließen kann.

Wie es immer so ist, ging mir auch im OrangeCamp Wohnmobil spät Abends das Gas aus und dann kam der Akt Gasflasche wechseln… ehrlich ich habe mir dabei fast einen abgebrochen um diese verdammte rote Tülle von der Flasche zu bekommen.

Es ging einfach nicht!

Der Gaskasten bietet nach oben so wenig Platz, dass man die Tülle nicht von der Flasche bekommt.Ich musste erst die gesamte Flasche aus dem Kasten heben, um dann die Kappe von der Flasche zu ziehen. Allerdings war auch das nicht so einfach, denn selbst um die Flasche aus dem Kasten zu heben, muss man sie etwas schräg halten, um an dieser überflüssigen Kannte vorbei zu kommen. Und das alles um 23 Uhr, möglichst leise um die Nachbarn nicht zu stören und viel zu dünn angezogen. Da wird man schnell ein bisschen “frustig” 😉

 

Wohnmobil im Test OrangeCamp

Hier sieht man es ganz gut, der Gaskasten ist echt unpraktisch. Zum Glück wurde er mittlerweile nach außen gelegt

 

Am letzten Tag habe ich auch noch neues Gas gekauft und wollte die Gasflasche wieder in den Kasten stellen. Auch dies war ziemlich umständlich.Zumal muss man sich, um die Gasflasche in den Kasten zu hieven, erst ein Stück in die Garage beugen muss, um dann die für mich relativ schwere Gasflasche  über diese Kannte in den Kasten zu heben. Vorbeugen und gleichzeitig schwer heben… da jauchzen aber die Bandscheiben.

Soll also heißen, der Gaskasten ist in diesem Modell echt doof verbaut, das muss ich einfach so sagen, auch wenn ich von allem anderen schwärmen könnte.

ABER… wie ich jetzt gehört habe, ist dieses Problem bereits bekannt und es wurde auch schon reagiert. Mittlerweile ist der Gaskasten etwas größer und vor allem direkt von außen zu nutzen. Man muss also nicht mehr so umständlich in der Garage hantieren. Gut das dieses Problem also bereits gelöst wurde, denn das war an meinem OrangeCamp Wohnmobil Modell noch ein echter Knackpunkt!

 

Mein Fazit vom Fazit…

 

Das OrangeCamp Wohnmobil im Test - 6 Wochen durch den Herbst, ein Qualitätscheck im OrangeCamp Womo

Dein Pin zum OrangeCamp Test

Ich bin tatsächlich erstaunt, wie gut die allgemeine Qualität an diesem OrangeCamp Wohnmobil ist. Ich denke, das OrangeCamp mittlerweile komplett in Deutschland produzieren lässt, dieser Schritt hat dem gesamten Unternehmen und jedem einzelnen Wohnmobil sehr, sehr gut getan. Sicherlich gibt es auch an diesem Modell Dinge, die entweder eine Frage des Geschmacks sind, oder auch des ganz persönlichen Reise Alltags. Wenn mich zu wenige Steckdosen stören, muss das ja definitiv nicht für alle anderen Camper gelten.

Was ich an OrangeCamp erwähnenswert gut finde ist, dass sie versuchen auf die kleineren Problemchen einzugehen. Natürlich können sie nicht grundsätzlich die gesamte Produktion verändern, dafür laufen selbst bei einem kleineren Hersteller wie OrangeCamp zu viele Wohnmobile vom Band. Nichts desto trotz versuchen sie aber mit kleinen Detail den Komfort zu verbessern, so wie z.B. mit den klappbaren Schneidebrettern, oder den extra Auflageflächen im Küchenbereich.

Natüüüüüürlich ist auch hier nicht immer alles Gold was glänzt, und natüüüüüürlich arbeiten auch hier nur Menschen die mal einen besseren oder schlechteren Tag haben. Große Pannen dürfen nicht passieren, aber einen nicht ganz super freundlichen Kundendienst… naja… sollte auch nicht sein, gibt es aber wie in jedem anderen Unternehmen dieser Welt auch. Ich kann nur sagen, zu mir war das gesamte Team sehr, sehr nett und freundlich.

Ehrlich gesagt… ich sehe qualitativ aktuell keinen echten Unterschied zu anderen großen deutschen Herstellern, mich hat OrangeCamp überzeugt und für mich stellen die Fahrzeuge eine super gute Alternative da. Zumal der Preis des OrangeCamp 690T in der Grundausstattung 52.900 Euro beträgt, was ja in der aktuellen Campin Boom Phase fast schon ein Schnäppchen ist. 😉

Ich möchte mich auf diesem Weg  nochmal bei dem gesamten Team für die tolle Kooperation bedanken, ich hatte eine super Zeit auf meiner Reise mit dem OrangeCamp Wohnmobil durch den Herbst.

 

OrangeCamp Team im Test , ein günstiges Womo

Schön wars! 🙂

 

So und wenn ich euch jetzt auf den geschmack gebracht habe, dann schaut euch doch einfach mal selbst bei OrangeCamp in Braunschweig vorbei oder auf einer der nächsten Reisemobil Messen am OrangeCamp Stand um.

Ihr habt die ersten Teile meiner Tour durch den Herbst im OrangeCamp verpasst? Habt nichts von meiner Fahrt über den Brenner, die Werksbesichtigung, mein „nicht erwünscht sein“ am Chiemsee oder das Stellplatzproblem in Potsdam gelesen?

Dann findet ihr hier Teil 1 – 5 meiner Herbst Tour:

Teil 1 – Das Unternehmen OrangeCamp und warum ich an einem Tag gleich 1100 km gefahren bin

Teil 2 – Ein Blick hinter die Kulissen des modernen Wohnmobilbaus

Teil 3 – Das Chiemsee Desaster und ein wunderschöner Stellplatz

Teil 4 – Ab über den Brenner – einmal Italien oder doch nicht?

Teil 5 – Dresden, Potzdam und ab auf die Insel

Ich wünsche euch viel Spaß und sage wie immer… bleibt gesund!

 

Eure

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Da ich nach meinem letzten Passau besuch keine Lust hatte nochmal in Richtung Italien zu düsen, habe ich mich komplett umentschieden und bin über den Osten in Richtung Norden getuckert, nächster Halt… DRESDEN!

Auf dem Weg zur Wohnmobil Ostsee Tour …. Dresden!

Von Passau bis Dresden waren es immerhin knapp 400 km, aber dank meines “OrangeCamp test Flitzers” verlief auch diese Fahrt wieder wie „geschmiert“. Ich muss es einfach NOCHMAL sagen… dieses Womo fährt sich einfach toll!

Haaaach,  wieder einer der vielen, vielen Unterschiede zur Omi.

 

Wohnmobil Dresden Frauenkirche

Frauenkirche Dresden … der Mix machst! Und wenn man nur nach oben schaut, sieht man die ganzen anderen Touris auch nicht 🙂

 

Dresden gehört definitiv mit zu meinen Lieblings Städten in Deutschland.

Ich bin jetzt seit meiner Womo Zeit das dritte mal in Dresden und bin doch jedesmal von neuem fasziniert von dieser Stadt. Ich finde Dresden extrem sauber und die ganzen alten Gebäude (ob nun bekannt oder auch nicht) sind fast immer gut erhalten.

Egal wo ich mich in Dresden befinde, dieser Mix aus wunderschön, alt, teuer und “modernen” Betonklötzen, einfachen Shops und günstigen kleinen Cafes … finde ich immer wieder klasse.

Die letzten Male habe ich für meine Dresden Besuche immer den Stellplatz am Sachsenplatz genutzt. Da mir aber nur wenige Tage zuvor der Stellplatz am Blüherpark von einem Leser empfohlen wurde, habe ich diesmal auf diesen, für mich neuen, Stellplatz gewechselt. (Stellplatz Am Blüherpark, Zinzendorferstraße 1, 01069 Dresden)

Dresden ist insgesamt eine echt Womo freundliche Stadt, denn alleine in direkter City Lage gibt es 3 große Stellplätze und zudem nochmal mindestens 4 weitere im Dresdner Umland. Darum habe ich meine Zeit in Dresden auch direkt dafür genutzt, um für euch die drei großen City Stellplätze zu vergleichen. Eigentlich wollte ich euch diesen Vergleich direkt mit in diesem Artikel schreiben, aber ich musste erkennen, das hatte wenig Sinn. Darum findet ihr jetzt den großen Dresdner City Stellplatz Vergleich in diesem Artikel.

Was ich euch aber auf jeden Fall schon sagen kann ist, dass ich nicht unbedingt ein weiteres mal auf den Stellplatz am Blüherpark fahren werde.

Ja, die Nähe zur Innenstadt ist super, man muss nur über den Daumen gepeilt 800m laufen und ist in der City. Auch der große Park hinter dem Stellplatz ist tagsüber toll um mit dem Hund spazieren zu gehen und dennoch gibt es  für mich an dem Stellplatz einige “Haken”. Aber wie gesagt… den gesamten Test/ Vergleich zum Thema “City Stellplätze Dresden” findet ihr in dem anderen Artikel.

 

Mit Hund und Wohnmobil in Dresden

Kleine Pause … aber selbst im Liegen wird alles beobachtet.

Dresden und die Hunde

Milla und ich hatten auf jeden Fall eine super Zeit in Dresden und ich habe das komplette Touri Programm durchgezogen. Frauenkirche, Semperoper (von außen!), shoppen, essen gehen…  und das ganze bei super duper Wetter. Besser ging es also wirklich nicht.

Und ich glaube, obwohl Milla immer mal wieder alleine im Womo bleiben musste, hat auch ihr unser Dresden Besuch gefallen, denn jeden Abend trafen sich einige Hundeleute direkt hinter den Wohnmobilen im Park. Am ersten Abend hat sich Millachen das ganze “Treiben” noch durch den Zaun angesehen, war aber schon ein klitzekleines bisschen “begeistert” von ihren neuen “Hundekumpel”.

Am zweiten Abend bin ich dann einfach mal mit ihr zu den Leuten gegangen und nicht nur die Hunde haben sich auf anhieb gut verstanden (alle Vierbeiner sind auch ganz “rücksichtsvoll” mit der kleinen wackeligen Oma umgegangen), auch wir Menschen haben super nett gequatscht und für mich war es natürlich interessant zu erfahren, wie die Dresdner uns Camper so sehen. .

Tja und am Abend 3 und 4 war es dann schon fast wie im Hotel, wenn der erste Ton der Mini Disco zu hören ist.

Milla konnte vorher IM WOMO LIEGEND tief und fest schlafen, aber wehe der erste Hund hat einmal gebellt. Musik in Millas Ohren! Das sie mir nicht direkt die Tür einrannte war alles… sobald “ihre Hundefreunde” da waren, wurden die kleinen Beine aber flott!

Wie schön, dass es noch so ist!

Nach insgesamt 4 Nächten haben wir Dresden und damit leider auch Millas Hundekumpel verlassen um nach Potsdam zu düsen.

Doch bevor wir so richtig durchstarten konnten, musste ich noch dringendst eine Entsorgungsstation in Dresden suchen und tanken, denn ansonsten wären wir nicht weit gekommen.

 

Tramper Deutschland

Unterwegs mit den Mädels… das war echt nett! (Natürlich habe ich gefragt, ob ich das Bild veröffentlichen darf!)

Reisen mit Trampern

Nachdem ich getankt hatte und vom bezahlen kam, sprach mich eine junge Frau an, ob ich vielleicht in Richtung Berlin fahren würde. Sie und ihre zwei Freundinnen möchten nach Berlin und suchen eine Mitfahrgelegenheit.

Da es sich bei allen drei Mädels um total nette, ordentliche, freundliche Mädchen “auf Abenteuer Tour” handelte, Milla gut auf die Mädels reagierte und wir uns vom ersten Wort klasse verstanden haben, habe ich Ihnen erzählt, dass ich nach Potsdam fahre, ich sie aber zumindest ein ganzes Stück in Richtung Berlin mitnehmen kann. Ob sie es dann vom letzten “passenden Rasthof” weiter versuchen, oder von Potsdam mit der Bahn nach Berlin fahren, das können sie sich auf dem Weg überlegen.  Also gesagt getan!

Selten hatte ich so eine nette und kurzweilige Fahrt wie an diesem Tag. Die Mädels waren vorab in Spanien, waren mit dem Rad auf dem Jakobsweg und haben die Zeit nach dem Abi zum Reisen genutzt. Jetzt waren sie auf dem Weg zurück, wollten einige Tage Berlin erleben, um danach weiter in den Norden zu reisen und dort an einem sozial Bauernhof Projekt teilzunehmen.

Mal abgesehen von Schweden, habe ich bis zu diesem Tag noch nie irgendwelche Tramper mitgenommen, aber ich muss schon sagen… in dem Fall war es wirklich klasse, von den Mädels ging keinerlei Gefahr aus und wir hatten eine super schöne Zeit.

Ich habe die Drei dann kurz vor Berlin an einem großen Rasthof raus gelassen und nachdem wir uns verabschiedet hatten und ich den Rastplatz verlassen habe, sah ich noch im Rückspiegel wie sich die Drei mit einem älteren Ehepaar unterhielten. Ich glaube lange mussten sie nicht warten, bis man sie die letzten Kilometer mitgenommen hat.

Potsdam, zwischen wunderschön und super blöd!

Für mich und Milla ging es wie gesagt weiter nach Potsdam und da mich die Autobahnabfahrt zum Stellplatz direkt durch die Innenstadt führte und ich durch Zufall einen großen, halbwegs Womo tauglichen Parkplatz sah, haben Milla und ich direkt einen kleinen bummel durch die Stadt unternommen.

Um das ganz deutlich zu sagen… ich verrate euch jetzt den Platz auf dem ich an diesem Tag geparkt habe um mir die Stadt anzuschauen. Hier steht ihr mitten drin, könnt aber auch wunderschön am Wasser entlang oder auf der Freundschaftsinsel spazieren gehen. Außerdem ist da in der Nähe das italienische Restaurant L’Osteria und ich glaube ich habe noch nie eine bessere und größere Pizza gegessen. Die NORMALE Pizza war riesig, hing weit über den Tellerrand, aber sowas von gut! Dünn, knusprig, saftig und natürlich direkt auf Stein gebacken und nicht in diesen “Auflaufförmchen”.

 

Essen gehen Wohnmobil Tour

:-)… und nein, rechts liegt keine Kuchengabel!

 

DER HAMMER!!!

Hier solltet ihr unbedingt mal essen gehen!!!!!! Das ganze sogar zu einem ziemlich üblichen Restaurant Preis, ich meine die Pizza mit Meeresfrüchten hat 11,50 Euro gekostet.

Aber um das nochmal deutlich zu sagen, das ist kein Stellplatz, das ist kein Platz zum übernachten und das ist auch kein Platz für Wohnmobile die länger als 7 Meter sind! Es ist einfach nur ein guter, kleiner Parkplatz mitten in der City!

Adresse: Am Kanal (ca. Hausnummer 3,), 14467 Potsdam  

Nach einem kleinen Spaziergang und der Pizza, sind Milla und ich also in Richtung Stellplatz gefahren. Dabei hatte ich mir vorab schon den Stellplatz in der Nähe des Volkspark Stadions ausgesucht. Dieser sollte zwar keinerlei Service anbieten und von dort aus würde ich auch einige Stationen am nächsten Tag mit der Bahn fahren müssen, aber definitiv besser als die Alternative zu der wir gleich noch kommen! Ich wollte mir am nächsten Tag die Schlösserstadt Potsdam ansehen und da war mir die Bahnstrecke zu Beginn total egal.

 

Wohnmobil Potsdam

Potsdam ist schön, keine Frage… aber die Stellplatz Situation ist doof.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht…

WIE DOOF DIE STELLPLATZSITUATION IN POTSDAM IST!!!!

Am Stellplatz angekommen, war der eigentliche Platz zwar noch in vollem Umfang vorhanden, allerdings samt großer Schilder Wohnmobile/ Caravans verboten, Übernachten verboten. DEN STELLPLATZ GIBT ES ALSO NICHT MEHR!!!!

Na super… erst war ich ja versucht mich da trotzdem hinzustellen, weil ich schon wusste wohin das sehr wahrscheinlich führen würde, wenn ich diesen Stellplatz nicht nutze. Dann kamen aber zwei Proll-Karren auf den Platz gefahren und weil es ansonsten keine Menschenseele weit und breit gab und mir diese komischen Typen in ihren idiotischen Autos nicht ganz geheuer waren, hieß es also… hör auf Dein Bauchgefühl und hau ab!

Allerdings wollte ich es eigentlich UNBEDINGT vermeiden den anderen Stellplatz zu nutzen und habe mich nach einem Ort umgesehen, an dem ich die Nacht stehen konnte. Dann halt eine Nacht frei stehen und am nächsten Morgen mit dem Womo in die Stadt.

Aber sowas wie in Potsdam habe ich echt noch nie erlebt…

Egal in welche Straße ich eingebogen bin, egal an welchem noch so kleinen Parkplatz ich vorbei kam… ÜBERALL in dieser Region waren Wohnmobil verboten Schilder. Das habe ich so wirklich noch nie erlebt! Gegenüber der Schule, Womos verboten, am Kindergarten, Womos verboten, normale Parkboxen zwischen Strasse und Kleingartenanlage… Womos verboten!.

Ich meine jetzt mal ehrlich… Camping Boom hin, Camping Boom her, aber wenn eine Stadt wie Potsdam den einzig “NORMALEN” Stellplatz schließt, naja dann kann man sich nicht wundern, wenn die Leute in den umliegenden, halbwegs ruhigen Straßen die Nacht verbringen. Dann aber alles und jeden Parkplatz mit Womos verboten Schildern voll zu bomben, ist ja irgendwie auch bescheuert. Entweder man lässt den städtischen Stellplatz offen, oder gibt den Leuten zumindest eine halbwegs normale Alternative. Denn danach bin ich dann zum Stellplatz “Am Lustgarten” gefahren und siehe da…. was haben mich empfangen… Schilder mit: Wohnmobile zwischen 20:00 Uhr und 8:00 Uhr VERBOTEN!!!!  Also ich weiß nicht wie auf diesem Platz überhaupt jemand irgendwann mal geschlafen hat, denn direkt hinter dem Stellplatz verlaufen die zum Bahnhof  führenden Zug Gleise und es war tieeeeeerisch laut. Dabei war ich ja nur wenige Minuten da vorort!

Also auch für den Stellplatz am Lustgarten heißt es… den Stellplatz gibt es (aktuell) so nicht mehr, da kann man Nachts nicht mehr stehen!

Tja, mittlerweile war es nach 20 Uhr, es war dunkel und im näheren Umfeld gab es keinen Stellplatz und keine Parkmöglichkeit. Also blieb mir tatsächlich nichts anderes übrig, als den privaten Stallplatz des Schloss Sanssouci zu nutzen. (Stellplatz Schloss Sanssouci, Zur historischen Mühle, 14469 Potsdam)

Ein riesengroßer, schräger, komplett asphaltierter Busparkplatz, am hinteren Ende des gesamten Parkplatz/ Schloss Komplexes, ohne jede Ausstattung, also wirklich ohne iiiiiiirgendwas…. für satte 20 Euro!!!!

 

Wohnmobilstellplatz Potsdam ... Wohnmobil Ostsee Tour

Der Stellplatz Sanssouci … ich steh übrigens rechts unten 🙂

Wenn das mal keine verar…e ist, was dann???

Fazit Potsdam… die Stadt, die Schlösser und alles weitere sind wirklich, wirklich schön. Der Schlosspark Sanssouci ist toll und Günter Jauchs Millionen tragen sicherlich dazu bei aus dieser Stadt einen echt netten Flecken zu machen, aber die Stellplatzsituation ist für mich schlichtweg ein Witz!

Den kostenlosen städtischen Stellplatz und den kleinen Parkplatz Stellplatz nachts zu schließen (obwohl es beide Plätz noch gibt), die komplette Umgebung der ehemaligen Stellplätze mit Verbotsschildern zu zu bomben, um dann die Leute zum privaten Sanssouci Stellplatz zu “schieben”, auf dem sie 20 Euro pro Nacht zahlen und dafür NICHTS bekommen, noch nichtmal einen netten “Platz”,  ist schon echt unfair. Obenauf kommt noch, diesen Sanssouci Stellplatz kann man entweder für maximal 3 Stunden nutzen und alles was über diesen 3 Stunden liegt, kostet eben 20 Euro. Wer also so wie ich erst am späteren Abend ankommt und morgens wieder fährt, zahlt nicht die Stunden sondern die vollen 24 Stunden.

Aus diesem Grund kann ich euch leider nicht empfehlen Potsdam mit dem Wohnmobil zu besuchen. Dann sucht euch lieber irgendwo einen Platz ein ganzes Stück außerhalb und lasst euer Geld als Bahn Tourist in der Stadt, aber zahlt nicht diesen total überteuerten Stellplatz. Potsdam selbst ist wunderschön, aber das empfinde ich als reine Geldmacherei auf Kosten der Wohnmobil Touristen.

 

Stralsund mit dem Wohnmobil

Aufiiiiiii… an an die Küste!

Nach Potsdam hieß es dann endlich wieder… Küstenluft schnuppern… weiter zur Wohnmobil Ostseetour, auf nach STRALSUND!

Schon vor einer ganzen Weile hatte mich das Ozeaneum Stralsund angemailt, ob ich vielleicht mal in der Nähe bin, dann würden sie sich sehr über einen Besuch freuen. Tja und da ich nun in der Nähe war, hatte ich schon einige Tage vorab mit der Leitung einen Termin für Freitag Mittag vereinbart.

In Stralsund selbst stand ich auf dem Stellplatz an der Rügenbrücke (Werftstraße 9a, 18439 Stralsund) und in dem Fall muss ich einfach mal betonen, wie super nett die Stellplatz Verantwortlichen da sind.

 

Stellplatz Stralsund

Guter Platz, klasse Betreiber… Stellplatz Stralsund

 

Da ich ja den Termin im Ozeaneum hatte, war es mir wichtig auf jeden Fall auf dem Stellplatz unter zu kommen, darum hatte ich einen Tag vorher angerufen und gefragt ob ich noch kurzfristig reservieren könnte. Das hat auch tatsächlich super funktioniert, mein Platz war reserviert… aber es gab noch weitere freie Plätze und so habe ich mich innerhalb des Stellplatzes ganz dreist doch woanders hingestellt. Natürlich habe ich die Reservierung dann sofort entfernt.

Als ich am nächsten Tag über den Stellplatz lief, sagte plötzlich eine Frau zu mir… Sie sind doch bestimmt Frau Speckmann, oder? Hatten Sie eine gute Anreise, soll ich Ihnen erklären wie sie zu ihrem Termin kommen? Die Dame wusste nicht das ich blogge, die wusste nicht wo ich hin musste… ich war also ein 08/15 Gast. Ein für mich erwähnenswerter und gastfreundlicher Empfang!

 

Schlechtes Wetter Ausflugsziele Ostsee

Hallöchen… Du auch hier?

Stralsund City und das Ozeaneum

Vom Stellplatz aus kommt man ganz einfach per Rad in die Stadt, zum Hafen und damit auch zum Ozeaneum. Zu Fuß sind es vielleicht 20 Minuten oder 4 Haltestellen mit dem Bus, der direkt vor dem Stellplatz hält.  Mir hat Stralsund insgesamt sehr, sehr gut gefallen. Der Stellplatz ist nett (wobei die Größen der Parzellen zum Teil sehr unterschiedlich sind, wenn ihr also die Möglichkeit habt, schaut euch um und wählt clever), die Stadt ist schön und das Hafenviertel einfach herrlich.

 

Quallen

Uhhhhh… ich geh nie wieder ins Meer

 

Zudem kann ich euch auch den Besuch des Ozeaneum ans Herz legen.

Ich bin echt kein großer Fischfreund, es sei denn er liegt lecker gebraten auf dem Teller ;-). Allerdings war der Besuch des Ozeaneums Stralsund wirklich klasse. Die Aquarien sind rieeeeeesig, die Pinguin Insel auf dem Dach ist witzig und es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man direkt vor so viel Wasser steht und die teilweise großen Fische über einem her schwimmen. Ich fand allerdings die “Ausstellungsflächen”  noch interessanter. Ob Walskelett oder Quallen mit meeeeeeeeeeterlangen Tentakeln. Brrrrrrr… die brauche ich echt nicht live im Meer erleben.

Mir hat der Besuch viel Spaß gemacht, ich fand es super interessant und vorallem finde ich, mit Preisen von 17 Euro für Erwachsene bzw. 8 Euro für Kinder und Jugendliche zwischen 4-16 Jahren, ist es noch ein halbwegs bezahlbares Tagesausflug Programm für Familien.  Wer zudem auch noch das Meeresmuseum in Stralsund besuchen möchte, kann für wenige Euro mehr ein kombi Ticket kaufen.

Fazit Stralsund….definitiv empfehlenswert, eine super tolle Stadt und einen Besuch wert! Im Sommer wie im Winter! Ich werde auf jeden Fall nochmal nach Stralsund fahren. Für mich ein echtes Highlight dieser Tour! Da ich jetzt schon ganz in der Nähe war, habe ich auch noch einen Abstecher auf die Insel Rügen unternommen.

 

Frauen allein mit dem Wohnmobil unterwegs

Mädels… Einkaufen klappt in Stralsund auch ganz gut 😉

Ab auf die Insel … die Wohnmobil Ostseetour und das Insel Feeling

Wenn ich auf Rügen bin, nutze ich immer wieder gerne den Stellplatz in Sellin (Kiefernweg 4b, 18586 Sellin), allerdings schließt dieser den Winter über. Ich hatte aber noch Glück, der Stellplatz hat noch bis Ende Oktober geöffnet und darum stand ich da in Sellin wunderbar.

 

Rügen mit dem Wohnmobil

Allee auf Rügen

 

Warum nutze ich diesen Platz so gerne?

Egal zu welcher Jahreszeit ich bisher auf Rügen war, mich erinnert der Stellplatz Sellin immer wieder an eine Lichtung mitten im Wald. Es ist in Wirklichkeit nicht ganz so, aber durch die verschiedenen Ebenen und die vielen hohen Bäume um den Stellplatz herum, sieht es für mich immer wieder ganz besonders “idyllisch” aus.

Davon abgesehen bietet der Stellplatz das volle Programm, hat sehr freundliche Betreiber und da wir uns nunmal auf der teuren Insel Rügen befinden, der Stellplatz ALLES bietet und zudem auch noch praktisch liegt, empfinde ich die ca. 20 Euro noch für halbwegs OK.

Die Stellplätze werden eben immer, immer teurer, ob berechtigt oder nicht… aber hier bekommt man zumindest etwas für sein Geld!

 

Wohnmobil Rügen

Stellplatz Sellin Rügen

 

Zudem hat der Stellplatz in Sellin auch noch einen extra Privatzugang zum Strand/ Meer, der “Rasende Roland” die Insel Dampflok hält in der Nähe und vor allem… man kann gut in ca. 10-15 Minuten ins Seebad Sellin laufen. Dort gibt es viele Restaurants und Cafes, die typischen Shops und vor allem die wunderschöne Seebrücke. Wer möchte kann auch vom Stellplatz aus am Strand entlang ins Seebad laufen.

Eines ist allerdings ganz, ganz deutlich zu spüren… Rügen ist teuer!!!! Egal wann und wo… hier zahlt man einfachden Insel Top Zuschlag.

Kleines Beispiel gefällig?

Durch ein Missgeschick von Milla und mir, haben wir leider im Cafe die zwei Aperol Spritz vom Nachbartisch gefegt. Klar war…. die Leute bekommen zwei neue Getränke auf meine Rechnung, ich konnte noch froh sein, dass die Getränke nicht sämtliche Klamotten versaut haben. Als ich dann allerdings hinterher die Rechnung bekommen habe, musste ich schon kurz schlucken. Zwei Aperol Spritz plus ein Latte Macchiato ….. 29,50 Euro!  Ein Aperol Spritz hat satte 12,50 gekostet. Nicht schlecht für einen kleinen Schuss Aperol mit viel Wasser und Kohlensäure…. im Sonnenschein!

Der Nordkurier hat nach 12 Jahren mal wieder die Preise verglichen und herrausgefunden, mitlerweile ist ein Strandtag im Sommer in Binz Rügen teurer als auf der Insel Sylt. https://www.nordkurier.de/reise/strandtag-in-binz-teurer-als-auf-sylt-1632326106.html

Also wie gesagt… Rügen ist insgesamt schon eine echt teure Touri Region

 

Wohnmobil Ostseetour Rügen

Die Seebrücke am späten Nachmittag

Zum Thema Preise habe ich allerdings noch einen TOP TIPP!!!

Oder vielleicht kennt ihr das alles ja auch schon und nur mir war es bisher nie bewusst!

Egal an welchem Küstenort man sich heute befindet…. hier zahlt man ja eigentlich überall eine extra Kurtaxe, egal ob Kurotz oder nicht! So auch auf Rügen! Dank Salvatore, einem Leser der mich auf dem Stellplatz erkannte, habe ich aber gelernt. Wer einen Behindertenausweis hat, muss häufig keine Kurtaxe bezahlen!

Manchmal ist es abhängig vom Grad der Behinderung, das beschließt jeder Ort für sich, aber es lohnt sich auf jeden Fall zu fragen. Salvatore hat gesagt, er zahlt mit seinen 80% so gut wie nie Kurtaxe.

Mir war das vollkommen neu, aber es stimmte. Ich musste tatsächlich auf Rügen keine Kurtaxe bezahlen.

Schade, dass ich davon gut 6 Jahre zu spät erfahre. 😉

Ebenfalls sehr, sehr schade war es, dass ich die ehemalige “Betonwand” Prora nicht wirklich live sehen konnte.

Nach zwei Nächten wollte ich die Insel schon wieder verlassen, allerdings nicht ohne mir einmal das “Monster Bauwerk” Prora anzusehen. Prora ist ein über 4 km langer Betonklotz in dem mehr als 20.000 Touristen zu DDR Zeiten Urlaub machen sollten. Die gesamte Geschichte dieses Ortes ist allerdings deutlich länger und komplizierter.

Heute steht das Gebäude noch, wird allerdings aktuell saniert.

Wie auch immer… ich wollte also eigentlich zusammen mit Milla nochmal eben 1-2 Stunden zum Meer, mir Prora ansehen, vielleicht da noch schnell einen Kaffee trinken und dann spätestens gegen 12 Uhr von der Insel fahren.

Zu aller erst hatte ich eigentlich sogar geplant bereits einen Tag vorher zu diesem Gebäude auf Rügen zu fahren, dann allerdings mit der Inselbahn o.ä. Prora liegt im Bereich von Binz, also ca, 18 km von Sellin entfernt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Insel hätte ich allerdings jetzt im Herbst über 1,5 Stunde benötigt (samt dreimal Umsteigen), plus gut 5 km Fußmarsch 🙂 …

Nee, nee, nee… so hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Dann also mal eben schnell mit dem Womo zum Prora Gelände bevor wir die Insel wieder verlassen. Aber ob ihr es mir glaubt oder nicht….Ich habe wirklich alles versucht, aber ich konnte in dem ganzen Gebiet nicht EINEN erlaubten/ möglichen Womo Parkplatz finden. Ich habe es in allen Seitenstraßen versucht, aber entweder das Gebiet war durch Schranken abgesperrt, die Parkplätze hatten Höhenbeschränkungen oder aber es waren große Schilder montiert, dass das parken von Wohnmobilen oder Caravans verboten ist.

Ja ich weiß… es gibt da ca. 2 km vom ersten Teil des Hauses entfernt einen Stellplatz oder ca. 4 km entfernt einen großen Wiesenparkplatz. Die Strecken sind jeweils der Beginn dieses Hauses, dann zieht sich das ganze ja noch über 4 km. Beides könnte man sicherlich nutzen, wenn man da übernachten möchte, aber das wollte ich ja nicht. Ich wollte ja nur mal kurz schauen und dann weiter fahren. Hinfahren, 1-2 Stunden schauen, Kaffee trinken, nochmal an der Küste entlang laufen und runter von der Insel… nicht mehr, nicht weniger.

Das ist mir übrigens  sowohl auf der Insel, als auch an anderen Orten diesmal sehr, sehr stark aufgefallen. Egal ob in Binz, ob jetzt gerade in Wismar oder eben Prora, noch nie habe ich so viele Höhenbeschränkungen oder Wohnmobil Verbotsschilder gesehen wie auf dieser Tour.

Ich habe also tatsächlich keinen Parkplatz für einen „kurzen Prora Stopp“ gefunden und musste so leider ohne “Kulturprogramm” wieder von der Insel abreisen.

Fazit Rügen… Die Insel ist immer wieder nett, der Stellplatz in Sellin ist klasse, die Seebrücke einfach hübsch und Rügen ist riesig und hat damit viel zu sehen und zu erleben, aber wer Rügen besucht sollte unbedingt ein Rad mitnehmen und ein gut gefülltes Portmonee. .

Wohnmobil Ostseetour… Warnemünde ist ja soooooo abenteuerlich 😉

 

Vanlife Frau allein Camping Frau

Das Wetter der letzten Wochen war schlichtweg fantastisch!

 

Von Rügen aus sind wir weiter nach Warnemünde gecruist.

Warnemünde ist mal wieder ein Ort, den ich vorher noch nie besucht habe, also hieß es für mich ABENTEUER ENTDECKER MODUS AN!

Direkt in Warnemünde gibt es einen Stellplatz und tjaaaaaa, so richtig weiß ich auch heute noch nicht, was ich von diesem Platz an der Ostsee halten soll. (Am Bahnhof 3A, 18119 Warnemünde/Rostock)

Positiv ist auf jeden Fall seine Lage. Der Platz liegt DIREKT vor der Promenade zwischen Hafen und Meer. Dies bedeutet natürlich auch, hier fahren regelmäßig die großen Fähren und andere “Pötte” direkt vor den Wohnmobilen her… toll zum anschauen, WENN MAN DAS GLÜCK HAT IN DER ERSTEN REIHE ZU STEHEN! Und jaaaa, wir hatten das Glück, obwohl wir erst am Nachmittag da waren.

Davon abgesehen muss man auch nur wenige Meter laufen und steht direkt im Warnemünder Ortskern. Dieser ist natürlich 100% auf Touristen ausgelegt, aber das finde ich ja hin und wieder ganz schön. Also… die Lage ist sicherlich super… keine Frage!

 

Stellplatz Warnemünde Wohnmobil Ostsee

17,50 Euro… es ist halt ein Schotterplatz

Dennoch handelt es sich bei dem Stellplatz im Grunde nur um einen rieeeeeeesigen Schotterparkplatz, der nach vorne hin, also zur Promenade, auch noch mit einem alten, relativ hohen Maschendrahtzaun umrandet ist. Man sitzt also in der beliebten ersten Reihe hinter diesem Zaun, wie die Tiere im Zoo. Fehlt nur noch das jemand der gerade auf der Promenade spazieren geht und die Wohnmobile bestaunt, wien Banane durch den Zaun steckt. 😉 Ansonsten bietet der Stellplatz aber  NICHTS… kein Strom, kein gar nichts bis auf drei große Mülltonnen und am Rand steht auch noch eine Wassersäule, allerdings bin ich mir da nicht so sicher, ob man dieses Wasser wirklich nutzen sollte. Tja und trotzdem zahlt man für diesen großen Schotterplatz 17,50 Euro. Das ist sicherlich nicht so dreist wie in Potsdam, nichts desto trotz finde ich 17,50 Euro schon teuer für einen Platz der keinerlei Service bietet und der auch sicherlich keine echten Personalkosten hat, denn wirklich “gepflegt werden” muss da nix!

Stellplatz Warnemünde

Hübsch oder? 🙂

In meiner Stellplatz App steht… entweder man liebt diesen Platz und kommt immer wieder, oder es war der einzige und letzte Besuch von Warnemünde. Ja ich glaube da ist etwas wahres dran, wobei ich den Ort gut fand, nur den Stellplatz empfinde ich als zu teuer. Wenn so ein Platz 10 Euro kosten würde, dann wäre das auch längst genug. Zwei Tage bin ich mit Milla in Warnemünde stehen geblieben, um dann von dort aus weiter nach Wismar zu fahren. FAZIT WARNEMÜNDE… Stellplatz Lage ist super, der Ort ist sehr touristisch aber schön und direkt am Stellplatz fahren viele große Schiffe entlang. Dennoch finde ich 17,50 Euro für einen Stellplatz ohne jegleichen Service eigentlich zu teuer.

Hunde auf Rügen

Da hilft auch kein Zähneknirschend … Dienstag geht der Flitzer zurück nach Braunschweig. 🙂

Irgendwann geht auch die schönste Wohnmobil Ostseetour zuende…

In Wismar stehe ich auch jetzt gerade noch, während ich euch all das hier geschrieben habe. In den vergangenen Tagen ist es hier an der Ostsee deutlich, deutlich kälter geworden. Heute hat sich die Sonne zwar wieder gezeigt, dennoch ist es recht frisch. In der vergangenen Nacht waren es sogar nur noch 6 Grad. Aber ehrlich gesagt… die Temperaturen haben auch so ihren Vorteil. Zum einen liebe ich den Herbst und Winter ja eh und zum anderen kann ich so auch nochmal das OrangeCamp Womo so richtig ausnutzen. 🙂

Haaach, Dienstag ist es so weit, da muss ich das Womo wieder in Braunschweig abliefern und unsere Wege müssen sich trennen. So froh ich sein kann überhaupt ein Womo zu haben und natürlich mage ich die Omi… aber dieser neue tolle Flitzer hat schon echt viele, viele schöne und besondere Seiten. Das muss ich einfach so sagen!!!!

Wohnmobil Ostsee Tour im Herbst

Ostsee Tour, Dein Pin zum Artikel

Aber gut… noch darf ich das Womo ja einige Tage nutzen und genießen.

Das komplette Fazit, mit allen Vor- und Nachteilen dieses Wohnmobil Modells ziehe ich im nächsten und letzten Teil meiner Wohnmobil Tour durch den Herbst. Außerdem sind mir in den vergangenen Wochen mal wieder einige Punkte aufgefallen, über die ich mit euch dringendst mal “sprechen muss”.

Aber dass muss ich getrennt von der  OrangeCamp Wohnmobil Ostsee Tour schreiben, darum wird es diesen Artikel erst in den kommenden Tagen/Wochen geben.

Ihr seht also… ich habe noch einiges geplant und ich bin gerade zu diesem letzten Thema wirklich auf eure Gedanken und Reaktionen gespannt!

Soooo mittlerweile ist auch der 6. Teil und das große Fazit zur Tour im OrangeCamp online. Du möchtest wissen wie ich denn nun das Wohnmobil wirklich fand? Dann lies hier direkt weiter: Teil 6 – der letzte Teil meiner Tour und das große Fazit zum Womo Test

Bis dahin kann ich euch aber nur sagen… gebt auf euch acht und bleibt gesund!

Eure

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Isa on Tour in der Lewitz

Lewitz …. tja, kommt gebt es zu, wer nicht gerade ein absolutes Erdkunde Ass, begeisterter Ornithologie oder in der Region aufgewachsen ist, dem sagt die Region Lewitz nicht viel…. oder? 

Mir hat sie zumindest zu Beginn nichts gesagt und nachdem mich die erste Anfrage durch Meike vom Verein Lewitz e.V. erreicht hat, ging mein erster Blick in Richtung Google Maps. Naja und es wäre gelogen, wenn ich nicht sagen würde, dass ich im ersten Moment doch etwas erstaunt war, als ich sah, dass es sich dabei um das flache Land in der Mitte Meck-Pomms handeln sollte.

Ich meine jetzt mal ehrlich…. hätte  mich der Touristenverein der Mecklenburgischen Seenplatte angeschrieben, oder der Touri Verein Schwerin… alles klar! 

Aber die Lewitz Region??? 

 

Geheimtipp für einen Naturnahen Tourismus

Auf dem Weg in die Lewitz Region … ich bin gespannt was mich erwartet.

 

Gut, andererseits dachte ich sofort, wenn ich diese Region nicht kenne, dann wird es vielen von euch nicht anders gehen! Also ist es doch eigentlich das perfektes Reiseziel um die Region auf dem Blog vorzustellen, Mecklenburgische Seenplatte kann jeder, Lewitz ist  besonders! Also haben Meike und ich einige mal voneinander gelesen, und nachdem wir die ganzen Details klären konnten stand schnell fest… im September werden Milla, die Omi und ich die Lewitz erkunden!

Da der Weg von Dortmund aus ja nicht gerade ein Katzensprung ist, habe ich mich dazu entschlossen schon zwei Nächte eher anzureisen und mir bei dieser Gelegenheit Ludwigslust anzusehen. Auch wenn Ludwigslust eher zum Randgebiet der Lewitz gehört, so kann ich doch sagen, dass es sich dabei um ein sehr schönes Städtchen samt neuem Stellplatz, Schloss und Schlossgarten handelt.  Obenauf ist es so, dass Ludwigslust nur knapp 10 km vom Barracuda Beach Campingplatz in Neustadt-Glewe entfernt liegt, an dem ich mich am nächsten Tag einfinden sollte.  Somit war Ludwigslust für mich tatsächlich ein super Startpunkt für die Tour!

Meine Lewitz Tour beginnt!

 

Campingplatz Barracuda Beach Neustadt Glewe/ Lewitz Region

Wir sind allein… allein, allein, allein allein! Komisches Gefühl wenn man so ganz allein auf einem Campingplatz steht, aber irgendwie auch witzig!

 

Mein 4,5 tägige Lewitz Tour begann am vergangenen Freitag im Dorf Banzkow, bzw. nein das stimmt so nicht ganz. Bevor es für mich nach Banzkow gehen sollte, habe ich mich auf dem Campingplatz Barracuda Beach angemeldet. 

Am Campingplatz angekommen dachte ich im ersten Moment…. oooooook…. hier bist Du falsch, denn auf dem gesamten Campingplatz war NIEMAND! Also es war nicht nur leer, nein ich hatte wirklich den gesamten Campingplatz für mich alleine. Kann das so stimmen???

Doch nach einem kurzen Telefonat stand fest, ich war an der richtigen Stelle und nachdem ich verzweifelt versucht habe mich für DIE perfekte Parzelle zu entscheiden, habe ich mich zack-zack im benachbarten Seebad angemeldet und mir gegen Pfand einen Schlüssel für die verschiedenen Tore besorgt. 

Dann musste ich auch aber auch schon wieder los fahren, denn der erste Termin stand kurz bevor. Mir blieb also keine Zeit um mir große Gedanken zu machen oder um vielleicht vorab noch mehr Fragen zu stellen um besser in Erinnerung zu bleiben. 

Diese “Sorglosigkeit” sollte sich später noch ein kleines bisschen rächen, aber das ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 

 

Schleuse Dorf Banzkow, hier beginnen auch die „Tisch Boot Touren“

 

Frau Schuhmann und das Dorf Banzkow

Ich habe also wieder den Motor der Omi angeworfen und bin los getuckert, 15 km weiter in das wunderschöne Dorf Banzkow, denn dort wurde ich bereits von Frau Schumann erwartet. 

Frau Schumann lebt schon lange in Banzkow und engagiert sich neben vielen, vielen anderen Tätigkeiten als Touristenführer für die Lewitz Region. Früher hat Frau Schumann zusammen mit ihrem Mann auf dem Hof gearbeitet, was ganz typisch für die gesamte Region war und ist. Die Lewitz Region galt als Kornkammer des Ostens und somit drehten sich natürlich auch die allermeisten Arbeitsbereiche um Landwirtschaft und Bauernhof. 

In meinem Fall bedeutete das Treffen mit Frau Schumann vor allem eines, eine Tour durchs Dorf zu den Themen: Gärten, Kunst und Dörfern. 

Gut ich gebe es ja zu, im ersten Moment dachte ich noch… nun jaaaaGärten, Kunst und Dörfer, das klingt jetzt nicht nach dem ganz großen action Programm, na hoffentlich wird es nicht ganz furchtbar lahm?!? Aber wie so oft in den folgenden Tagen wurde der gesamte Nachmittag viel interessanter als geahnt. 

Denn obwohl sich Frau Schumann eigentlich echt elend fühlte, krank war und ich letztendlich auch noch viel zu spät dran war, was aber nicht unbedingt an mir, sondern an einem Missverständnis im Tagesablauf lag, wurde der Nachmittag noch richtig, richtig schön. Doch bevor wir mit der Omi durchs Dorf fuhren und an verschiedenen Stellen einen Stopp einlegten, bekam ich erstmal einige Informationen samt Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des Schumannschen Hauses. 

 

Banzkow das schönste Dorf Deutschlands

Kunst im Dorf Banzkow. Auch dieses „Werk“ wurde komplett von den Dorfbewohnern gestaltet, transportiert und aufgestellt.

 

Einige Fakten zum Dorf Banzkow: 

  • Dank einer deutschlandweiten Ausschreibung und ganz, ganz viel Engagement aller Anwohner wurde Banzkow vor einigen Jahren ganz offiziell zum schönsten Dorf Deutschlands gekürt.
  • Banzkow gilt in der Region als das “Partydorf” schlechthin! Egal ob Trecker Treck, Tag der offenen Gärten, verschiedene Dorffeste, ja sogar eine ausgereifte Karnevals Session wird in Banzkow gefeiert und das ist für Meck-Pomm nun wirklich ungewöhnlich. 
  • Außerhalb dieser verschiedenen Veranstaltungen gibt es in Banzkow aber auch ein sehr inniges Dorfleben und vor allem ein ausgesprochen starkes kulturelles und künstlerisches Engagement. So gibt es z.B. einen festen Kreis, bestehend aus einigen Frauen, die verschiedenste Kunstwerke erstellen und in einem Atelier ausstellen. Diesem Kreis gehört unter anderem auch Frau Schumann an, die u.a. Bilder mit ECHTEN Spinnennetzen entwirft. 
  • Davon abgesehen gibt es in Banzkow viele ganz besonders toll gestaltete und mit Liebe gepflegte Gärten zu sehen. 
  • Touristen haben u.a. die Möglichkeit eine Tour durch die (privaten) Gärten Banzkows zu buchen. Ich bin ja nun wirklich kein Gartenfreak, aber selbst für mich war diese Tour super interessant, denn die teilnehmenden Gartenbesitzer haben tatsächlich wunderschöne und kreative Gärten entworfen. Da wird dann auch mal ein komplettes Bett zum Blumenbeet. 
  • Davon abgesehen haben viele Bürger Banzkows sehr, sehr große Grundstücke mit zum Teil wahnsinnig schönen Ausblicken über die gesamte Region. In Dortmund würde man zu manch einem Garten Park sagen 😉 

Nur weil die Banzkower Bürger so zusammenhalten und so viel selbständig auf die Beine stellen, konnten sie auch die Wahl zum schönsten Dorf Deutschlands gewinnen. Das schafft man nicht, nur weil drei Vorgärten nett aussehen und ein Dorf zwei Feste im Jahr organisiert. Hinter Banzkow steckt eben viel, viel mehr und so ist es sicherlich auch nicht verwunderlich, dass es in so einem “kleinen Dorf” dennoch ein großes 3 Sterne Trend Hotel gibt. 

Banzkow ist auch eines der ganz wenigen Dörfer welches nicht vor dem Problem steht, dass junge Leute nach Möglichkeit das Dorf fluchtartig verlassen, sobald ihnen dieses möglich ist. Ganz im Gegenteil… in Banzkow es gibt nur ganz wenige freie Immobilien und auch die Infrastruktur samt Supermarkt, Ärzten und Zahnärzten stimmt. 

 

Ein Bett im Kornfeld… nicht ganz! Einblick in sonst verschlossene Gärten im Dorf Banzkow

 

Mal abgesehen von den zu buchenden Touren oder Dorffesten, gibt es in Banzkow natürlich auch dauerhaft sehenswertes. Egal ob es die Schiffsschleuse, oder das kleine Museum im Trend Hotel über das Leben auf dem Dorf vor hundert und mehr Jahren ist, ob es die verschiedenen Skulpturen auf den Gehwegen, oder ein kanadischer Mammutbaum ist … Banzkow bietet seinen Besuchern neben Ruhe und Erholung viel, viel mehr. 

Ein ganz besonderes Highlight sind sicherlich auch abendliche Touren im Herbst, bei denen es mit dem Boot durch die Nacht geht um wilde Hirsche zu sehen und ihnen beim Röhren zu zuhören. Leider beginnt die Brunft der Hirsche erst ca. im Oktober, so dass ich diese Tour leider verpasst habe. 

 

Bild für Spinnen Fans

Kunst mit ECHTEN Spinnennetzen… sowas gibt es nur bei Frau Schuhmann in Banzkow

 

Wenn ihr Banzkows Feste, Kunst, Gärten oder auch die einzigartige Natur selber erleben möchtet, dann könnt ihr euch direkt an Frau Schumann oder natürlich an den Lewitz Verein wenden. 

Damit ihr nicht ständig hin und her klicken müsst, verlinke ich euch alle Daten und Adressen zu den verschiedenen Orten und Ausflugszielen ganz am Ende dieses Artikels. 

Zurück zum Campingplatz Barracuda Beach

 

Beachclub Neustadt Glewe

Abendidylle am Beachclub neben dem Campingplatz. Dieses Seebad ist schon wirklich schön!

 

Für mich hieß es gegen 18:30 Uhr zurück zum Campingplatz Barracuda Beach in Neustadt Glewe. 

Der Barracuda Beach ist ein Campingplatz direkt neben dem relativ großen Neustädter See samt eigenem Freibad, Seebad oder besser gesagt Beachclub. Dieser Beachclub ist sehr, sehr schön angelegt, es gibt große Liegeflächen, einen Lounge-Bereich und einen breiten, ganz feinsandigen Strand. 

Für den Sommer ist der Barracuda Beach ganz sicher ein besonders schönes Reiseziel. 

Der Campingplatz ist dagegen einfach gehalten. Eigentlich handelt es sich “nur” um eine große Wiese auf der einige alte Gebäude stehen. Mittlerweile wurden über den gesamten Platz 4 Stromkästen aufgestellt  mit jeweils 6-8 Steckdosen und anscheinend wurde auch erst vor kurzem ein komplett neuer Sanitärbereich gebaut. Leider habe ich die Besitzer während der Zeit nicht persönlich treffen können, so dass einige Fragen offen blieben. 

Ansonsten heißt es aber, rauf auf die Wiese, hinstellen wo es passt und ankommen.

Der Campingplatz besitzt keine eigene Anmeldung, Info oder „Rezeption“, dafür gibt es auf dem Platz selbst einige Infotafeln, denen man eine Handynummer entnehmen kann. Sobald man also auf den Platz aufgefahren ist soll man die angegebene Handy Nummer anrufen und darüber erfährt man dann wie alles weitere mit der Bezahlung und Anmeldung verläuft. 

In meinem Fall war es wie gesagt so, dass ich mich über die Kasse des Seebades anmelden konnte und dort eben auch gegen Pfand einen Schlüssel bekam um mich zwischen dem Campingplatz, Beachclub und dem dahinter liegendem Restaurant “Sunset” frei bewegen zu können, ohne um das gesamte Areal laufen zu müssen. 

Einladung zum lecker-schmecker Rippchen Abend

 

Sunset Barracuda Beach

Rippchen >Buffet im Sunset… das Essen war wirklich gut!!!

 

So war es zumindest gedacht, doch wie schon gesagt, lief es dann vor Ort etwas anders. Denn nachdem ich zurück zum Campingplatz gekehrt bin, stand liebenswerterweise noch für denselben Abend eine Einladung zum Rippchen Essen im Restaurant Sunset an. Ich habe also schnell geparkt, habe den Strom angeschlossen, Milla versorgt und bin dann zügig über den verlassenen Campingplatz in Richtung Restaurant gelaufen. 

Doch trotz der Anmeldung am Nachmittag hatte irgendjemand vergessen, dass es mich auf dem Platz noch gab und hat leider sämtliche Tore (für die ich ja extra dieses besagten Pfand Schlüssel hatte) mit extra Eisenketten verschlossen. 

Na super…. das hieß also, entweder ich muss jetzt einmal irgendwie komplett außen um das Camping und Beach Club Gelände laufen, oder ich muss klettern. 

Da ich eh schon spät dran war, es langsam dunkel wurde, ich tierischen Hunger hatte und ich den Weg komplett außen um das Gelände herum nicht kannte, habe ich mich also für die sportliche Variante entschieden.  Hudiiiiiii wudiiiiiii sage ich euch, während des Kletterns wurde mir schlagartig bewusst, dass auch ich nicht mehr die jüngste bin, früher ging das alles leichter 🙂

Irgendwie habe ich mich dann aber doch „leicht wie eine Elfe“ über die hohen Tore bewegt und kam gesund und munter am Restaurant an. 

Das Essen im Sunset war dann auch super lecker und das gesamte Buffet mehr als reichhaltig ausgestattet. Es gab Rippchen in drei verschiedenen Variationen und ALLES was dazu gehört. Vom Maiskolben bis zur Süßkartoffel Pommes, mehr kann man wirklich nicht verlangen!

Leider ist es so, dass das Restaurant neben dem Beachclub nicht jeden Tag geöffnet hat, bzw, es ist sogar noch etwas anders. Eigentlich ist das Sunset nur bei besonderen Veranstaltungen geöffnet wie z.B. an diesem besagten Rippchen Abend. 

Ansonsten handelt es sich um eine reine Eventlocation, wenn ihr also z.B. mal eben in der Lewitz Region heiraten möchtet, dann bietet euch das Sunset eine wirklich tolle Location. 

Was im Umkehrschluss aber leider auch bedeutet, wenn ihr den Campingplatz am Barracuda Beach außerhalb der heißen Sommermonate nutzen möchtet, werdet ihr da insgesamt schon relativ einsam stehen. Der Beachclub ist naturgemäß nur an warmen Sommertagen voll, das Restaurant hat auch an den meisten Tagen im Jahr für normale Gäste geschlossen und in der direkten Umgebung des Campings tobt nicht gerade das Großstadtleben. 

Andererseits bedeutet dies aber natürlich auch, da der Campingplatz ganzjährig geöffnet ist, findet ihr hier immer eine Anlaufstelle. 

 

Der neue Sanitärbereich auf dem Campingplatz Barracuda Beach. Warm und im Grunde auch sauber, hier müsste nur mal jemand wieder aufräumen!

 

Leider blieben nach meinem Besuch wie gesagt einige Fragen offen, so dass ich euch aktuell nicht sagen kann ob der Platz im Winter voll zu nutzen ist, ob das Badehaus beheizt ist oder wie es mit den Wasseranschlüssen während der Wintermonate aussieht. 

Nach einem sehr leckeren Abend hieß es für mich also, home is where you park it, zurück zum Womo und da die freundliche Angestellte des Restaurants natürlich auch nicht wusste, wie ich denn nun im Dunkeln am besten zum Womo zurück kommen soll, hieß es für mich… klettern 2.0. Aber nachdem die Tore erstmal hinter mir lagen, bin ich sowas von zackig zum Womo gelaufen, Usain Bold wäre stolz auf mich gewesen. 

Jetzt mal ehrlich, so ein komplett verlassener und dunkler Campingplatz ist aber auch sowas von gruselig…. ich habe zwischendurch schon gedacht, gleich werden „ES“, der Scream Mörder, Freddy und Jigsaw gleichzeitig  hinter einem Baum oder einem der alten Gebäude hervorlugen

HORROR…. 🙂  ich war echt froh als ich wieder im Womo war und ich habe mich auch direkt ordentlich verbarrikadiert. Kopfkino lässt grüßen!

Lewitz Tour Tag 2

 

Herzlich Willkommen zum Kürbisfest in Jamel/ Lewitz Region

 

Geschlafen habe ich dann aber doch erstaunlich gut, so dass ich am nächsten Morgen fit war für Tag zwei meiner Lewitz Tour. 

An diesem zweiten Tag durfte ich verschiedene Höfe bzw. Hoffeste besuchen und das waren jeweils wirklich tolle Stunden. 

Der Tag begann mit dem Kürbisfest in Jamel und wer jetzt glaubt, ok… Kürbisse werden auf jedem 2. Bauernhof im Herbst verkauft, was soll da schon so besonders sein, der ist komplett falsch gewickelt. Das Kürbisfest auf dem Hof der Försterei in Jamel ist anscheinend jedes Jahr ein echtes Highlight mit mehr als tausend Besuchern. Das bedeutete also auch, die Freiwillige Feuerwehr regelte vorab den Verkehr durch das Dorf, es standen große, frisch gemähte Felder als Parkflächen bereit und selbst mit der Omi war es kein größeres Problem einen gescheiten Parkplatz zu finden.

Diesen Punkt kann ich vielleicht eh schon mal vorweg nehmen. An all den Tagen in der Lewitz Region, war ich mit der Omi unterwegs und ich hatte in keinem Fall größere Parkplatz Probleme. Viele Höfe haben entweder große Parkflächen, oder es standen sogar Busparkplätze bereit. Die Tour durch die Region ist also sogar mit dem Womo gut zu meistern. 

 

Auf dem Kürbisses in Jamel war die Hölle los, aber schön wars!

 

Auf dem Hof der Försterei selbst gab es dann ALLES was zu einem gelungenen Fest dazu gehört. Abgesehen von weit über 1000 Kürbissen jeglicher Form und Größe, gab es für die Kinder Pony reiten, es gab verschieden Stände für das leibliche Wohl, es wurde ein Spanferkel gegrillt und wer nicht nur seinen eigenen Kürbis kaufen wollte, der konnte auch gleich vor Ort verschiedene Kürbis Snacks versuchen und probieren. Von der Kürbis Pommes bis zur Kürbis Marmelade… 

Das Kürbisfest in Jamel findet jedes Jahr Anfang / Mitte September statt und solltet ihr im nächsten Jahr zu dieser Zeit in der Nähe sein, schaut es euch an!!!!

Vom Kürbisfest aus ging es für mich nochmal 12 km weiter durch die Natur der Lewitz Region. Selten bin ich so viel Landstraße gefahren wie an diesen 4,5 Tagen. Da ich aber immer wieder durch Alleen fahren musste, oder an Punkte kam an denen ich einen fantastischen Blick über die Natur hatte, waren diese Fahrten doch irgendwie immer wieder schön. 

Eines ist mir dabei ganz extrem aufgefallen. NOCH NIE habe ich so viele frei stehende Obstbäume gesehen wie in dieser Region. Egal ob alte Apfelsorten, Birnbäume, Kirschen oder Zwetschgen, ihr könnt eigentlich ständig und überall anhalten und euch eindecken. Das habe ich in einer solchen Vielfalt noch nicht erlebt und ich frage mich, wer im Herbst eigentlich noch Obst im Lewitzer Supermarkt kauft. 

Der Pingelhof

 

Auf dem Pingelhof gibt es neben vieler anderer Dinge auch alte Traktoren zu bewundern.

 

Pünktlich zum Nachmittagskaffee kam ich dann am Pingelhof an, eines der wohl bekanntesten Ausflugsziele der Region. 

Bei dem Pingelhof in Domsühl handelt es sich um einen alten Bauernhof der dank verschiedener Fördertöpfe und vielen Eigenleistungen komplett restauriert wurde und heute eine Art Erlebnishof mit Museumscharakter darstellt. Hier dreht sich also alles um die Landwirtschaft vor 80, 90, 100 oder mehr Jahren. Es gibt verschiedenste Landwirtschaftliche Geräte zu sehen, alte Traktoren aber auch Räumlichkeiten die so ausgestattet sind wie es eben vor etlichen Jahren üblich war. Spannend, was der Pingelhof in den vergangenen Jahren so zusammen getragen hat, von der Kinderwiege, über altes Spielzeug, alte “Wärmflaschen” bis zur original Schlafkleidung. 

Davon abgesehen finden auf dem Pingelhof  immer wieder unterschiedlichste Veranstaltungen statt. Vom Herbstfest, einem Weihnachtsmarkt bis zur Ostereiersuche. 

 

Auch solche Schmuckstücke gab es auf dem Pingelhof zu sehen

 

Wie gesagt, der Pingelhof ist eines DER Ausflugsziele der Region und das definitiv zu recht. 

Für mich endete Tag 2 wieder am knapp 20 km entfernten Barracuda Beach Campingplatz und da ich wusste, dass der folgende Tag früh beginnen und zudem lang werden würde, lag ich schon früh in den Federn. 

Lewitz Tour Tag 3

 

Lewitz Ranger Ralf Ottmann … wenn ihr in der Region seid, solltet ihr unbedingt eine Tour mit ihm starten!

 

Der 3 Tag sollte mit einem meiner ganz persönlichen Highlights der gesamten Lewitz Tour beginnen… eine Tour mit dem Lewitz Ranger Ralf Ottmann. 

Treffpunkt war bei Ralf zuhause und was soll ich euch sagen…. das ist vielleicht eine coole Type! 🙂 

Meike (meine Ansprechpartnerin vom Lewitz Verein) begleitete mich an diesem Tag und da sie gerade noch glücklicherweise vor dem Haus stand, konnte sie mich auch direkt zur richtigen Hausnummer lotsen.

So kam es auf jeden Fall, dass wir noch wenige Momente vor der geöffneten Haustür auf Ralf gewartet haben und dann kam er… ein Ranger wie er im Buche steht. 

Ehrlich, GENAU SO habe ich ihn mir auch vorgestellt. Outdoor Hose, Tarn Shirt, Weste, Fernglas …. und oben auf ist Ralf auch noch ein super netter „Kerl“ mit einem wahnsinnigen Fachwissen rund um die Lewitz Region und der heimischen Tier- und Vogelwelt. 

Unser erster „Rangertour Punkt“ waren die RIESIGEN Teiche der Lewitz Region. 

 

Angeln in der Lewitz Region.

Nein… das ist kein See, sondern einer von insgesamt 17 geschützen Teichen der Lewitz Region, samt einer extrem großen Artenvielfalt. Hier haben wir unter anderem auch den Fischadler gesehen.

 

Wir standen am Ufer eines dieser Gewässer und ich dachte sofort, ich steh an einem See, aber nein, es handelt sich dabei wirklich um verschiedenen Teiche die der Fischzucht dienen, was auch bedeutet… jeden Herbst wird das Wasser aller Teiche bis auf ein Minimum in die Lewitz Kanäle abgelassen, um dann die Fische herauszuholen. Ihr wisst schon… Karpfen zu Weihnachten usw.

Über den Winter bleiben nur wenige cm Wassertiefe stehen um Zugvögeln oder Enten eine Wasserquelle zu bieten. Im Frühjahr werden die Teiche dann wieder mit Wasser aus dem Schweriner See aufgefüllt und das ganze Spiel beginnt von vorn. 

Dieses ganze Gebiet um die Teiche herum steht unter Schutz, wodurch sich natürlich eine ganz extreme Artenvielfalt angereichert hat. Das ist auch der Grund warum die Lewitz Region unter Naturfotografen reeeelativ bekannt ist, hier gibt es so  so viele verschiedene Tiere und Vögel zu sehen bzw. zu fotografieren, eine Highlight Region für Naturfotografen. Hey, welche Region hat noch über 250 verschiedene Vogelarten in Deutschland? Also das Ruhrgebiet wahrscheinlich eher nicht.

 

Lewitz Kanäle und Teiche. In diese Kanäle wird das Wasser abgelassen, sie sind aber auch wunderbar zum Angeln und für Kanu Touren geeignet

 

Für mich als Stadtkind wurde das ganze natürlich durch Ralf Ottmann zum Erlebnis, denn sein Fachwissen ist schlichtweg unglaublich! So kam es im Laufe des Vormittags z.B. auch zu folgender Situation: 

Meike, Ralf und ich haben uns unterhalten, als Ralf plötzlich sagte: Ohhhh hört mal. 

Jaaaaaaa, dachte ich…. ein Vogel 🙂 (Tschaakkaaaaaa, ich sage es ja immer wieder, kennste ein, kennste alle 🙂 )

Doch noch bevor ich diesen Gedanken zuende gedacht hatte (und zum Glück bis dahin nichts gesagt habe) war Ralf schon drei Schritte weiter. Habt ihr es gehört? Das war der Fischadler, Kuckuck oder (I don’t know) die kanadische Wildgans – und als würde das nicht schon reichen, hatte Ralf das Federvieh auch direkt mit dem Fernglas eingefangen. 

Beeindruckend und ich merkte mal wieder deutlich, es gibt einfach noch zu viele Dinge auf der Welt, von denen ich im Leben noch nichts gehört habe 🙂 Aber so einen Fischadler live zu sehen, das war schon wirklich sehr schön. 

So setzten wir unsere Tour weiter fort und es blieb dabei, die Tour mit Ralf als Lewitz Ranger war wirklich ein Highlight. Wenn euch so eine Tour auch interessiert, dann könnt ihr diese direkt über Ralf buchen und ich bin mir sicher, gerade weil Ralf diese Touren so extrem unterhaltsam gestaltet, werden groß, klein, jung und alt gleichermaßen Spaß haben. Die Kosten für eine solche Tour lohnen sich aaaaabsolut!!!!

Doch leider ging auch diese Tour irgendwann ihrem Ende zu und dies schneller als ich hoffte, denn für den Tag standen ja noch weitere Programmpunkte an. 

2. Tagespunkt die Burg in Neustadt Glewe. 

 

Die komplette Burg Neustadt Glewe im Kleinformat

 

So sind Meike und ich also weiter getingelt, nächster Halt war an der Burg in Neustadt Glewe. 

Ehrlich gesagt bin ich ja nun alles andere als der riesen Mittelalter Fan und so tat es mir schon fast leid die Tour mit dem Lewitz Ranger zu beenden, um mir die Burg anzusehen. Doch auch damit lag ich mal wieder falsch, denn die Burg Besichtigung war viel, viel schöner, interessanter und witziger, als ich vorab gedacht hatte. 

 

Burg Neustadt Glewe - Camping in Mecklenburg Vorpommern

Burgturm der Burg in Neustadt Glewe. Die Dauerausstellung ist für groß und klein geeignet.

 

Innerhalb der Burg in Neustadt Glewe gibt es eine Dauerausstellung zum Thema „Das Leben auf einer Burg“ und diese Ausstellung ist alles andere als lahm oder verstaubt. 

Natürlich gab es auch hier Punkte wie „Gewänder“ oder Rittertafeln, die man mehr oder weniger immer wieder sieht. Aber diese Ausstellung beinhaltet eben auch ganz, ganz viele Themen mehr, die sowohl Meikes als auch mein Interesse weckten. 

Was trugen Burgdamen „unten drunter“? Welche Gerichte gibt es heute noch, die ursprünglich aus genau dieser Zeit stammen? Wie sah das damals aus mit dem Thema „Sex auf der Burg“? Wann wurde geheiratet? Gab es sowas wie Toilettenpapier und für mich als Frostbeule natürlich sehr wichtig, wie wurde so eine Burg eigentlich geheizt? 

Tja ihr Lieben…. ich kenne mittlerweile die Antworten auf all diese Fragen, aber die verrate ich euch hier nicht! Dafür müsst ihr schon nach Neustadt Glewe tuckern und die Burg (am besten samt Burgführung) live erleben. 

 

Isa von Neustadt Glewe… ich hatte schon immer etwas ritterliches im Blut 😉

 

Direkt an der Burg gibt es auch ein großes Burg Restaurant/ Cafe in welchem ihr wunderbar essen und Kaffee trinken könnt, das ist also ein rundum schönes und sehr lohnendes Ausflugsziel. 

3. Tagespunkt – Hof Denissen

 

Schnappschuss… Erdbeeren auf dem Hof Denissen

 

Nachdem wir frisch gestärkt waren ging es für Meike und mich zum Tagesziel Nr. 3, Hof Denissen. 

Zu Beginn konnte ich mir so gar nichts unter diesem Tagespunkt vorstellen, war dann aber letztendlich umso begeisterter. 

Bei dem Hof Denissen handelt es sich um einen RIESENGROSSEN „Bauernhof“ samt Kühen, Obst und Gemüse. 

Also bevor ihr das falsch versteht, der Hof Denissen ist KEIN kleiner Bauernhof auf dem die Kinder zwei Kühe, 5 Hühner und einen alten Esel streichen können. Bei dem Hof Denissen  handelt  es sich um einen professionellen „ landwirtschaftlichen Großbetrieb“, der sich allerdings das Thema Regionalität ganz oben auf die Fahnen geschrieben hat. 

 

Hof Denissen in Mecklenburg Vorpommern

Obst und Gemüse Anbau für die Region. Familie Denissen setzt voll auf den Wert ihrer regionalen Produkten und schafft es so weit über 100 Mitarbeiter „glücklich zu machen“

 

Trotz dieser immensen Größe, ist der Hof Denissen aber ein tolles Ausflugsziel für groß und klein dank Spielplatz, großem Restaurant und einem wunderschönen Hofladen. Natürlich ist es so, dass das eigene Restaurant vor allem eigene Lebensmittel nutzt und auch hier gilt, Regionalität geht vor z.B. irgendwelchen teuren Flug-Mangos! 🙂

Davon abgesehen gehören mittlerweile auch zwei Eisdielen in Neustadt Glewe und Ludwislust zum Hof Denissen.  Davon abgesehen gibt es einen zweiten riesigen Hofladen in Schwerin, welcher natürlich auch das Eis verkauft. Das eigene Eis-Labor befindet sich aber mit auf dem “Hof Komplex” welchen wir besucht haben. Hier werden immer wieder neue und ausgefallene Eis Kreationen getestet und ins Leben gerufen. So gab es z.B. auch schon das eigene Tomateneis. Schoko, Vanille und Erdbeere bekommt ihr hier aber natürlich auch. https://www.svz.de/lokales/ludwigsluster-tageblatt/wer-will-kriegt-auch-tomaten-eis-id13603916.html

Nachdem Meike und ich am Hof ankamen, wurden wir auch direkt von Frau Denissen in Empfang genommen und bei Kaffee, Kuchen und dem fantastischen Eis, hatten wir ausreichend Zeit meine vielen Fragen zu beantworten. Das Stadtkind auf dem Land…. zumindest wusste ich noch, dass Kühe nicht lila sind 😉  

Während dieses Gesprächs wurde mir immer klarer, Frau Denissen ist alles andere als “die Frau eines Bauern” wie wir sie aus einer RTL Serie kennen. Frau Denissen weiß GANZ GENAU wovon sie spricht, kennt ihren Betrieb auf dem FF, ist super sympathisch und dennoch weiß sie welche Fragen sie zu welchem Zeitpunkt stellen muss. Eine Unternehmerin wie sie im Buche steht, HUT AB!!!!

 

Wie werden Gurken, Paprika, Tomaten und Erdbeeren professionell angebaut?

Der professionelle Anbau von Gurken auf dem Hof Denissen

 

Aber Frau Denissen nahm sich super viel Zeit um all meine „doofen“ Fragen zu beantworten und je länger wir auf dem Hof waren, umso stärker kam ich ins Staunen. Der Hof Denissen hat über die Jahre eine Größe erreicht, bei der es ganz klar nicht mehr nur um den Verkauf von Produkten aus eigener Herstellung im Hofladen geht, sondern um die „Produktion“ von regionalen Produkten für hiesige Supermärkte wie Rewe, Edeka oder, oder, oder.  Hunderttausende Liter Milch werden pro Jahr transportiert, um aus diesem Grundprodukt wiederum regionale Spezialitäten wie Käse, Sahne usw. zu produzieren. 

Doch obwohl der Hof so riesig ist, die Landwirtschaft in diesem Fall ein Geschäft ist und sowohl Familie Denissen als auch all ihre Angestellten Geld verdienen möchten, kommt jede Kuh Tag ein Tag aus auf eine vernünftige Weide, die Ställe sehen hell und ordentlich aus und selbst das Gemüse wird ohne Pestizide oder, oder, oder angebaut. 

Es ist also anscheinend doch möglich große Massen zu produzieren, ohne Tiere in engen, dunklen Ställen zu halten bzw. das Gemüse so stark zu spritzen, dass es bald im dunklen leuchtet. Das alles funktioniert natürlich nur wenn die Verbraucher bereit sind diese Produkte auch zu bezahlen und da müssen wir uns alle an die eigene Nase fassen!

 

Restaurant Hof Denissen Meck Pomm

Selbst die Waschtische im Restaurant des Hofes Denissen sind sehenswert. Hier solltet ihr tatsächlich unbedingt mal vorbei fahren.

 

Nach dem Kaffeetrinken begleitete uns Frau Denissen noch über den Hof und nur um das nochmal kurz zu erwähnen…. wir sind ganz selbstverständlich mit dem Auto über den Hof gefahren, weil die Wege so weit waren. 

Nach diesem super interessanten Blick hinter die Kulissen, dem Besuch in den verschiedenen „Gemüse Häusern“ (habt ihr schonmal gesehen wie tausende Tomatenpflanzen ohne Pestizide angebaut werden? Oder dass solche Betriebe Kästchen mit Hummeln kaufen können um die Pflanzen zu bestäuben? Ich wusste das nicht) konnten wir natürlich auch nicht einfach so am Hofladen vorbei gehen. 

Also haben Meike und ich uns im Hofladen noch mit einigen Leckereien eingedeckt (ohne Mist, ich habe dort eine frische Bolognese Sauce im Glas gekauft, knapp 5 Euro für ein wirklich großes Glas und habe NOCH NIE eine so leckere, fertige Pasta Sauce gegessen. Die war so gut, dass ich noch überlegt habe am nächsten Tag zurück zum Hof zu fahren um mich gleich mit mehreren Gläsern einzudecken :-)) Die Sauce war sogar so gut, dass ich nachts trotz Zahnschmerzen aufgestanden bin um nochmal pur im Glas herum zu löffeln. 🙂 Mit läuft beim Tippen schon wieder das Wasser im Mund zusammen. 😉 Wie gut, dass ich nicht verfressen bin!!!

Nach dieser letzten Shoppingtour war der Tag beendet. Meike fuhr zurück zu ihrer Familie und ich machte mich auf den Weg zu einer neuen Übernachtungsmöglichkeit. 

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich die vergangenen Nächte auf dem Barracuda Beach Campingplatz verbracht, doch für diese letzte Nacht an der Lewitz, sollte ich eigentlich nochmal einen anderen Platz kennenlernen. 

Das Lewitzcamp in Garwitz. 

 

Lewitzcamp Mecklenburg Vorpommern

Blick aus dem Rückspiegel. Das Lewitzcamp ist im Sommer sicherlich deutlich schöner als an einem regnerischen Herbsttag

 

Nachdem ich am Lewitzcamp ankam, habe ich mich allerdings ganz schnell auf eigene Faust für einen Stellplatzwechsel entschieden. Zum Glück gab es nur ca. 400 Meter entfernt den neu gebauten Stellplatz an der Marina in Garwitz, so dass ich rasch eine neue Übernachtungsmöglichkeit fand und dieses auch durchgezogen habe ohne Meike vorab darüber zu informieren. Diesen Standortwechsel nehme ich also auf meine Kappe!

Diesen Stellplatz Wechsel auf eigene Faust muss ich allerdings hier mal kurz begründen. Bei dem Lewitzcamp handelt es sich um einen ganz, ganz ursprünglichen Ort in einem kleinen Wäldchen. Im Sommer, wenn z.B. Kanuten auf der Suche sind nach einem Zeltplatz sind oder Kinder den ultimativen Camping Abenteuerurlaub erleben wollen, ist das Lewitzcamp sicherlich perfekt. 

In meinem Fall war es allerdings so, es herbstet, es begann zu regnen, auch an diesem Ort war wieder keine Menschenseele und ganz ehrlich… warum sollte ich die Nacht dort ohne Handynetz im Wald verbringen, wenn es auf der anderen Seite einen super schönen, neuen Stellplatz gibt? 

Also… nur um das nochmal zu betonen… im Sommer…. alles gut, dann ist das Lewitzcamp sicherlich auch besser besucht und für Camper jeder Art geeignet. Es bleibt aber eben ursprünglich, aber das kann ja durchaus auch ganz cool sein. Aber für mich alleine, im Herbst, samt schlechtem Wetter… nee da wollte ich dann nicht noch irgendwo einsam im Wald stehen und wenn es ganz doof gelaufen wäre, hätte ich mich noch festgefahren. 

Also habe ich direkt wieder gewendet und bin zum Stellplatz an der Marina getuckert, der wie bereits erwähnt nur auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt. Dort angekommen standen sogar noch zwei weitere Camper auf dem Stellplatz und mal abgesehen von meinen fürchterlichen Zahnschmerzen, welche mich schon seit 2 Tagen begleitet haben, hatten Milla und ich eine ruhige und gemütliche Nacht. 

Lewitz Tour Tag 4

 

Blue Mango Töpferworkshop - arbeiten als Reiseblogger

Einfahrt zur Töpferei Blue Mango in der Lewitz Region

 

Am nächsten Morgen war ich schon wieder früh unterwegs, denn dieser letzte Tag sollte noch ein ganz besonderes Schmankerl bereithalten. 

Also schmiss ich pünktlich um 9 Uhr die Omi an und tuckerte in das Dorf Rusch-Raduhn, denn dort wartete bereits Silwia Barke -Demba und ihr Töpfer-Workshop auf mich. 

Silwia hat ihre Werkstatt, eine Art Atelier, ein kleines Ladenlokal und ihre privaten Räume auf einem relativ großen Hof und nachdem ich direkt super lieb in Empfang genommen wurde, fühlte ich mich sofort pudelwohl. 

Kennt ihr das, es gibt so Menschen die sind so offen und natürlich, da hat man das Gefühl, als würde man sich schon eeeeewig kennen und genau so ein Mensch ist Silwia. 

Bevor es also überhaupt mit dem Töpfern los ging, hat mich Silwia zu einem Kaffee in ihren wunderschönen Garten eingeladen und wir konnten in aller Ruhe über Gott und die Welt quasseln. HERRLICH!!!!

 

Weg vom Campingboom - Auszeit und Ruhe für Wohnmobilisten

Silvias Garten…. hier stehen die Türen immer für freundliche Gäste offen. Der Garten ist aber sicherlich 4-5 mal größer, als auf dem Foto zu erkennen.

 

Silwia verbringt seit Jahren die Wintermonate in Afrika und ist mittlerweile auch mit einem Afrikaner verheiratet. Natürlich konnte ich mir die Frage nicht verkneifen, welche Erfahrungen die beiden gesammelt haben, seitdem ihr Mann, natürlich samt seiner dunkler Hautfarbe, bei ihr auf dem Land in Meck-Pomm lebt. Aber anscheinend ist auch dieses Thema in der Realität Meck-Pomms gar nicht so schwierig, wie ich befürchtet habe. Zumindest erzählte mit Silwia, dass es erstaunlich wenig Anfeindungen oder gar klaren Rassismus gab/ gibt. 

Auf jeden Fall ist es so, dass Silwia mittlerweile sehr an Afrika hängt, viel Afrikanisches in ihren Alltag übernommen hat, sich zum Thema Land und Leute extrem gut auskennt und genau dieses Wissen nutzt! Denn mal ganz abgesehen von ihrer Arbeit als Töpferin, kann man über sie geführte Touren durch Afrika buchen. 

 

Töpferin Silvia Barke Demba vom Atelier Blue Mango bei der Arbeit

 

Silwia nimmt immer nur wenige Personen mit auf ihre Touren, diese bekommen dann aber das volle „rundum Paket“. Am Anfang einer jeden Tour steht ein Vortrag über all die großen und kleinen Dinge des Lebens in Gambia, die Mitreisenden bekommen von ihr Hilfen und Unterstützung zur Vorbereitung (welche Impfungen benötige ich, wie viel Bargeld sollte ich mitnehmen usw.) und vor Ort erfolgt dann eine ganz individuelle Betreuung (Frage worauf habt IHR Lust, lieber 3 Tage auf dem Boot, mit dem Jeep quer durchs Landesinnere, wollt ihr allein zum Markt oder, oder, oder) . So zeigt sie Touristen ihr Afrika und im besonderen ihr Gambia bzw. den Süd-Senegal. 

Fast selbstverständlich ist es, dass Silwia aus Afrika auch ganz besondere Töpfer-Handgriffe „mitgebracht“ hat, wodurch sie ein sehr, sehr vielfältiges Angebot anbieten kann. Vasen, Schüsseln, Teller und das war es… neeee, neeee nicht bei Silwia bzw. ihrem Blue Mango Atelier! 

 

Töpfer Workshop Blue Mango

KONZENTRATION!!!!

 

So kam es also dazu, dass ich selber Hand an den Ton legen durfte. Ok, ok… mit ein bisschen Unterstützung! Aber so habe ich es dann doch zu einer fantastischen und sicherlich niemals dagewesenen Schale gebracht 🙂 

Im Grunde war es aber auch egal was genau dabei rumgekommen ist, mir hat das Töpfern großen Spaß bereitet, es war toll mal an so einer Drehscheibe zu arbeiten und wenn ich jetzt nicht die Hauptrolle im nächsten “Ghost Nachricht von Sam” Film bekomme, na dann weiß ich es auch nicht 🙂

Nachdem mich Silwia auch noch mit einem super leckeren Mittagessen versorgt hat, (Silwia, Du musst jetzt wirklich nicht extra kochen, Isa SETZT DICH HIN UND ISS!!! 🙂 ) musste ich die gastliche Stätte leider wieder verlassen, denn zum Schluss stand noch ein Abschlusstreffen mit Meike an.  

Silwia bietet übrigens auch die Möglichkeit an bei ihr zu übernachten! Ich bin mir also sehr, sehr sicher… solltet ihr euch mit Silwia genauso gut verstehen wie ich, dann würde sie es sicherlich auch dem ein oder anderen erlauben mit dem Womo bei ihr vor dem Haus zu übernachten. Wenn ihr also Lust habt das Töpfern kennen zu lernen und dazu Geschichten und Erlebnisse “aus einer anderen Welt” erfahren möchtet, dann besucht Silwia in ihrem Atelier. Am besten ist es aber, wenn ich vorher mal kurz anruft, ob Silwia auch wirklich da ist. Da sie viele ihrer Produkte auch über regionale Märkte verkauft, kann es natürlich immer mal wieder sein, dass sie gerade unterwegs ist. 

 

Töpferworkshop bei Silvia Barke Demba an der Lewitz

Ein winziger Teil von Silwias (ja, Silwia schreibt sich wirklich mit W, diesmal ist es kein Fehler von mir) Angebot

 

Nach diesem extrem gastfreundlichen Vormittag und Mittag habe ich mich mit Meike im Café am Jagdschloss Friedrichsmoor getroffen und die vergangenen Tage nochmal Revue passieren lassen. Wir haben besprochen was in den vergangenen Tagen super funktioniert hat und was die Lewitz Freunde vielleicht bei anderen Bloggern eeetwas verändern könnten. 

Tja und nach einem Kaffee, war meine Zeit in der Lewitz Region auch schon vorbei.

Meine 4,5 Tage in der Lewitz waren vorrüber, der perfekte Zeitpunkt um ein Fazit zu ziehen. 

 

Die Lewitz Tour & mein Fazit nach 4,5 Tagen in der Region: 

 

Die Lewitz - eine Region abseits des Campingbooms

Ruhe und Entspannung… wer die Natur liebt und eine Auszeit sucht ist hier in der Lewitz Region genau richtig.

 

Die gesamte Lewitz Region wurde bis vor wenigen Jahren komplett, immer und überall von der Landwirtschaft bestimmt. Erst mit der Wende und weiteren Jahren des Übergangs, hielt ein ruhiger und natürlicher Tourismus ganz langsam Einzug. Genau darin, also dass die Lewitz als seichte Tourismusregion noch sehr, sehr neu ist, bestehen meiner Meinung nach die großen Vor- und Nachteile. 

Wenn ihr auf der Suche seid nach Ruhe, wunderbaren Rad- und Wasserwanderwegen, einer schier endlosen Natur, langen Hunde Spaziergängen zwischen Feldern, Wiesen und Alleen und diesem Gefühl, den lieben Gott einen guten Menschen sein zu lassen seid, dann seid ihr in der Lewitz Region absolut richtig. 

Dasselbe gilt natürlich für alle „Naturfreunde und Fotografen“. Jetzt im Herbst beginnt wieder der Flug der Zugvögel und ihr könnt euch wahrscheinlich stunden- und tagelang an den verschiedensten Orten auf die Lauer legen, um eine faszinierende Vogel- und Tierwelt zu erleben. 

Diese Ruhe der Region ist ein absoluter Vorteil, denn selbst der überall herrschende Camping Boom ist bisher an der Lewitz vorbeigezogen. Hier könnt ihr ohne jeden weiteren Gedanken tagsüber den Stellplatz oder Campingplatz verlassen um mit dem Womo die Region zu erkunden und könnt euch dennoch sicher sein abends noch mehr als einen letzten, miesen Platz zu ergattern. 

Genauso gut könnt ihr die Lewitz aber auch mit dem Fahrrad erkunden. 

Die gesamte Region hat ein sehr gutes Radnetz und auch wenn ich mehr oder weniger alle zur Lewitz Region gehörenden Dörfer besucht habe, so waren es doch immer nur kurze Strecken. 

In den aller seltensten Fällen musste ich mehr als 10 km zurücklegen, um von einem Punkt zum anderen zu gelangen. Ihr könnt die Region also wirklich gut zu fuß als Wanderung oder mit dem Rad erkunden und müsst dank der vielen Landstraßen und Feldwege nur sehr, sehr selten an stark befahrenen Straßen entlang fahren/laufen.

Diese Ruhe und der beginnende Tourismus haben aber natürlich auch den ein oder anderen Haken. 

So ist es zum Beispiel so, dass all die Dinge die ich in den Tagen an der Lewitz erleben durfte, eigentlich auch “ganz normalen” Touristen zur Verfügung stehen. Egal ob es die verschiedenen Hoffeste sind, die Tour mit Frau Schumann zum Thema Kunst, Dörfer und Gärten,  die Tour mit dem Lewitz Ranger, ja sogar den Töpferworkshop könnt ihr genau so live erleben wie ich es getan habe. Das Problem liegt einzig darin, dass es aktuell noch wirklich schwierig ist die verschiedenen Angebote, Feste und Aktivitäten im Netz zu finden. 

Die Homepage der Lewitz wird aktuell noch überarbeitet, auf längere Sicht werdet ihr dort aber sicherlich sowas wie einen kompletten Veranstaltungskalender finden. Die Seite in ihrem momentanen Zustand findet ihr hier: www.die-lewitz.de 

Aktuell gibt es diesen kompletten Kalender mit allen Veranstaltungshöhepunkten aber noch nicht und wenn ich als ganz normaler Tourist in der Region wäre, mir würde es sicherlich schwer fallen die verschiedenen Veranstaltungen zu finden. Bis auf die Burg in Neustadt Glewe, steckt die Touristeninformation eben noch in den Kinderschuhen. 

Ähnliches gilt für das Thema Stell-  und Campingplätze. Gut, wer im Netz sucht wird relativ schnell auf den Barracuda Beach Campingplatz kommen und vielleicht findet ihr auch noch den zweiten Campingplatz in Dreenkrögen. Mittlerweile gibt es aber auch neue Stellplätze in der Region, allerdings sind diese leider noch in kaum einer App zu finden. 

 

Geheimtipp für Camper - die Lewitz Region

Noch nie habe ich so viele frei stehende und zugängliche Obstbäume gesehen wie hier in der Lewitz Region

 

Auch in dem Fall bleibt es eben dabei, der Tourismus in der Lewitz Region ist eben noch sehr, sehr klein und wahrscheinlich wird er auch nie riesengroß, sondern es wird eben ganz bewusst nur ein kleines, feines, Ruhe suchendes und Natur liebendes Publikum angesprochen. 

Das ist ja auch absolut ok!!!

Dennoch hoffe ich ganz persönlich, dass sich gerade im Bereich „Veranstaltungskalender“ einiges ändern wird. 

Denn für mich steht eindeutig fest… die Lewitz ist im Grunde eine absolute Perle und ich glaube viele Einheimische wissen noch gar nicht welch riesen Potenzial diese Gegend hat. Gerade weil der Tourismus klein ist, es demgegenüber aber eine große Dichte an Kunst, Natur und anderen Ausflugszielen gibt.

Perfekt eignet sich so eine Tour durch die Lewitz Region natürlich in Verbindung mit dem Besuch von Schwerin, Ludwigslust und dem Schweriner Sees. In dem Fall hättet ihr „alles“ in Verbindung, Stadtleben und Shopping in Schwerin und danach Ruhe, Natur und Entspannung in der Lewitz Region.

Ihr findet zudem einige Campingplätze am Ostufer des Schweriner Sees und könntet auch von dort aus die Region sehr gut mit dem Rad erkunden

Damit ihr es ein kleines bisschen einfacher habt die verschiedenen Angebote der Lewitz Region zu finden, bekommt ihr hier nochmal eine Übersicht aller wichtigen Adressen: 

Camping und Stellplätze: 

 

Ausflugsziele, Höfe und Touren

  • Frau Schumann, Gästeführerinr, Dorf Banzkow – Kunst, Dörfer, Gärten, Tel. 03861/72220, hier bekommt ihr auch weitere Infos zu den abendlichen Hirsch Bootstouren, www.gudrunschumann.de 
  • Lewitz Ranger Ralf Ottmann, weitere Infos über die Homepage: http://www.lewitz-rangertour.de 
  • Töpferin Silwia Barke-Demba, Atelier Blue Mango, Lewitzstraße 18, 19374 Rusch Raduhn, Hier findet ihr auch weitere Informationen zu ihren Afrikatouren  http://www.bluemango.de/ 
  • Forsthof Jamel (Kürbisfest) – Forststraße 14, 19079 Banzkow – Jamel, 
  • Pingelhof, Ringstraße 9, 19374 Domsühl, Alt Damerow, http://www.pingelhof-museum.de
  • Burg Neustadt Glewe, Alte Burg 1, 19306 Neustadt Glewe, http://www.burg-neustadt-glewe.de
  • Hof Denissen, Ludwigsluster Straße 21, 19288 Wöbbelin  http://www.hof-denissen.de
  • Jagdschloss Friedrichsmoor, Schlossallee 10, 19306 Neustadt-Glewe, www.jagdschloss-friedrichsmoor.de 

 

 

Noch mehr Informationen über einige Veranstaltungen findet ihr hier, klickt dazu auf dieses Feld, dann öffnet sich ein weiteres Fenster. Danke Meike für das zur Verfügung stellen der Veranstaltungshighlights.

Veranstaltungshighlights in der Lewitz

Januar, Neujahr

Anbaden in der Stör, Banzkow

Banzkower und ihre Gäste begrüßen das neue Jahr traditionell mit einem großen Spektakel an der Klappbrücke. Was ursprünglich als einmalige Aktion gedacht war, entwickelte sich schnell zum Dauerbrenner: Seit dem 1. Januar 2000 fällt zum Auftakt eines jeden neuen Jahres pünktlich um 14 Uhr der Startschuss zum Neujahrsbaden. Kostümiert nach einem bestimmten Motto, durchschwimmen die Teilnehmer den Störkanal. Jede Menge Schaulustige feuern die mutigen Eisbader an. Zum Aufwärmen gibt es heiße Getränke und Bratwurst.

April

Dammer Eldelauf, Damm

Seit zehn Jahren ist der Dammer Eldelauf eine feste Größe im Lewitzer Veranstaltungskalender. Der Hauptlauf über die Halbmarathon-Distanz von 21,1 Kilometern führt von Damm durch den Dammer Wald, über Alt Damerow, Raduhn und Garwitz entlang der Müritz-Elde-Wasserstraßen zurück nach Damm. Weitere Lauf-Distanzen sind 10 und 5 Kilometer und ein Kilometer für Kinder bis 14 Jahre. Nordic Walker legen 5 oder 10 Kilometer zurück. Das Rahmenprogramm beginnt traditionell mit einem „Startimpuls“ in der Kirche Damm. Hinzu kommen Musikgruppen, Ponyreiten, Kinderschminken und eine Tombola.

www.dammer-eldelauf.de

Mai

Radsternfahrt

Seit 2009 startet die Lewitz traditionell am 1. Mai mit einer Radsternfahrt in die neue Radsaison. Rund zehn Strecken zwischen etwa 15 und 65 Kilometern führen sternförmig nach Friedrichsmoor mitten in der Lewitz. Ortskundige Lotsen begleiten Radler verschiedenen Alters und jeglicher Fitness auf ihrer Fahrt von den Startpunkten bis ins Ziel. Sportlich Ambitionierte können sich einer Triathlon-Gruppe anschließen. Am Jagdschloss Friedrichsmoor wartet auf alle ein buntes Programm mit Verkaufsständen, Musik und Leckereien.

BurgArt, Neustadt-Glewe

Zweimal pro Jahr, im Frühjahr und im Herbst, verwandelt sich die Burg Neustadt-Glewe mit ihrem Außengelände in einen riesigen Pflanzen- und Kunstmarkt. Nach Herzenslust stöbern lässt es sich an den Ständen der Blumen- und Pflanzenhändler, Künstler und Kunsthandwerker. Anbieter rund um Haus und Garten, Mode und Wohnaccessoires bieten jede Menge Quellen zur Inspiration. Eine Vielzahl an Workshops lädt vor allem kleine Besucher zum Mitmachen ein. Für Live-Musik und kulinarische Köstlichkeiten ist ebenfalls gesorgt.

https://www.neustadt-glewe.de/seite/163963/burgart.html

Stadtfest, Parchim

Seit über 30 Jahren präsentiert sich die historische Altstadt Parchims zum Stadtfest als bunte Festmeile. Drei Tage lang bestimmt ein umfangreiches Musik- und Unterhaltungsprogramm das Geschehen – von Artistik, Comedy über Blasmusik und Tanzdarbietungen bis hin zu mittelalterlichem Flair mit Gauklern, Händlern und Tavernen. Regionale Vereine und Verbände leisten genauso ihren Beitrag wie zahlreiche Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten. Ein Riesenrad, zahlreiche Karussells und eine riesige Fun-Rutsche sorgen für Spaß und Nervenkitzel.

http://www.parchim.de/kultur-tourismus/parchimer-stadtfest/

Holzfest, Banzkow

Das Holzfest ist eine Mischung aus Wettbewerb, Party und Marktreiben und findet seit über 100 Jahren traditionell Pfingstsamstag und -Sonntag statt. Seit mittlerweile über 20 Jahren steht der „Trecker Treck“ im Mittelpunkt der Veranstaltung auf dem Neddelrad, dem Festgelände am Banzkower Ortsrand. Bei diesem Motorsport-Contest messen sich Trecker verschiedenster Gewichtsklassen darin, einen schwerbeladenen Bremswagen möglichst weit zu ziehen. Der Spaßfaktor zählt beim Fun-Pulling für Quads und Rasentrecker und zum Nachtpulling unter Flutlicht. An beiden Abenden steigt im Festzelt eine große Party.

Töpfermarkt, Friedrichsmoor

Jedes Jahr am ersten Wochenende im Mai treffen sich über 40 professionelle Aussteller aus ganz Deutschland zum Töpfermarkt im Park des Jagdschlosses Friedrichsmoor. Bei musikalischer Untermalung durch eine Live-Band zeigen sie die gesamte Bandbreite der Keramik: Steinzeug und Küchenkeramik, Kindergeschirr, kristallglasierte Objekte oder auch feines Porzellan und Skulpturen. Fester Bestandteil des Töpfermarktes ist der Kollegenwettbewerb, bei dem Teilnehmer sich zu einem bestimmten Thema messen können. Bildhauer, Literaten, Handweber und weitere Kunsthandwerker runden das Ausstellungsprogramm ab. www.toepfermarkt-friedrichsmoor.de

Juni

Burgfest, Neustadt-Glewe

Mit dem alljährlichen Burgfest am ersten Juni-Wochenende begeht Neustadt-Glewe seit 1993 eine Zeitreise zurück ins frühe Mittelalter. Rund um die Burg herrscht mittelalterliches Markttreiben, historische Handwerker flechten Körbe, stellen Papier her, basteln mit Leder, schmieden, hobeln und weben wie zu damaliger Zeit. Kinder können mitmachen, Märchen und Geschichten lauschen oder sich den Prüfungen für Ritterschlag oder der Burgfräuleinkür stellen. Gaukler, Hexen und Feuerspucker ziehen Besucher in ihren Bann. Schwerter erklingen im Rittergetümmel am Ufer der Elde. Hier, zu Füßen der Burg, schlagen rund 300 Kämpfer aus verschiedenen Nationen ein riesiges Lager auf, um bei der größten Huscarl-Schlacht Europas ihre Kräfte zu messen.

https://www.neustadt-glewe.de/seite/19406/burgfest.html

Juli

Badewannenregatta, Banzkow

Keine Original-Paddel, keine Ruderboote, keine Motoren – zugelassen zur Badewannenregatta, die der Banzkower Karnevalsclub seit 1995 am letzten Samstag im Juli auf der Stör ausrichtet, sind ausschließlich Gefährte, die mit Muskelkraft betrieben werden. Gute Karten auf den Sieg hat, wer sich verkleidet und sein Fahrzeug aufmotzt, denn prämiert werden nicht nur die drei Schnellsten, sondern auch die originellsten Gespanne und ausgefallensten Kostüme. Wer die meisten Sympathiepunkte sammelt, erhält einen Sympathiepreis in Form eines Wanderpokals. Parallel zur Regatta findet ein Kinderfest mit Hüpfburg und vielen weiteren Stationen statt.

August

Köhlerfest, Bahlenhüschen

„Gut Brand“ heißt es, wenn alle zwei Jahre das Köhlerfest an der Forstscheune Bahlenhüschen gefeiert wird. Für zwei Wochen lässt das Dorf zusammen mit dem Harzer Köhlerverein das Handwerk der Holzkohleherstellung aufleben. Hierzu schichten die Köhler in traditioneller Manier einen Meiler auf, der feierlich bei einem Waldgottesdienst mit Jagdhornbläserauftritt entzündet wird. Gut zehn Tage lang schwelt der Meiler, bevor er frische Holzkohle aus heimischem Buchenholz hervorbringt. In dieser Zeit finden Waldspaziergänge mit dem Förster und Rundgänge mit dem Bahlenhüschener Imker statt. Grundschulen und Kitas der Region nutzen die „Waldwoche“, um Pflanzen- und Tierwelt an Ort und Stelle zu erforschen. Nach der Holzkohleernte erreichen die Festwochen mit einem ganztägigen Dorf- und Köhlerfest ihren Höhepunkt. Auf der Forstscheunenwiese herrscht buntes Markttreiben mit Musik, Tanz und einem Kinderprogramm. Besucher können die frische Lewitzer Holzkohle auch erwerben.

https://forstscheunebahlenhueschen.wordpress.com/veranstaltungen/

September

Holzfest Friedrichsmoor

Das Holzfest ist seit 2003 ein beliebter Anlass, einen Ausflug in die Parkanlagen des Jagdschlosses und Forstamtes Friedrichmoor zu unternehmen. Jeweils am ersten Sonntag im September erwartet Besucher ein buntes Programm rund um die Themen Wald, Holz, Jagd, Naturprodukte und Reiten. Kettensägenschnitzer fertigen und versteigern Kunstwerke aus Eichenholz, Waldarbeiter demonstrieren forstliche Großmaschinen wie die kombinierte Säge- und Spaltmaschine für Kaminholz. Falkner und Jagdhunde zeigen ihre Fähigkeiten, geführte Waldwanderungen, Naturspiele und das Waldmobil laden ein, den Wald für sich zu entdecken. Beim Klang der Jagdhornbläser können Besucher sich Wildspezialitäten schmecken lassen und an zahlreichen Ständen mit Handwerkskunst entlang bummeln.   

Kürbisfest Jamel

Mit dem Kürbisfest am historischen Forsthaus Jamel von 1880 feiern die Lewitzer seit 2002 ihre Kürbisernte. Am zweiten Sonntag im September werden tausende Kürbisse verschiedener Sorten, Farben und Formen dekorativ hergerichtet. Aus diesem bunten Ensemble können Besucher ihre persönlichen Exemplare zum Basteln, Schmücken oder Essen erwerben und bei Bedarf mit dem „Kürbistaxi“ nach Hause transportieren lassen. Vor Ort gibt es Kürbissuppe, Kürbiskuchen, Schwein vom Spieß, Brot aus dem Lehmbackofen und sogar Kürbisbowle. Ausgewählte Böttcher, Filzer, Keramiker, Seifenmacher und Imker präsentieren sich an ihren Ständen. Kinder amüsieren sich beim Ponyreiten, Schminken oder Kürbisangeln.

http://www.lewitzforsthaus-jamel.de/das-kuerbisfest/

Oktober

Tüffelwochen in der Lewitz

Der Oktober steht in der Lewitz seit 2012 ganz im Zeichen der Erdäpfel. Wenn die letzten Kartoffeln des Jahres geerntet sind, widmet die Region ihrem wichtigsten heimischen Produkt einen eigenen Festmonat mit zahlreichen Veranstaltungen und Angeboten. Gastronomen tischen eigens kreierte und traditionelle Tüffelgerichte auf, darunter Stampfkartoffeln mit Buttermilch und Speck. Führungen und Ausflüge vermitteln Wissenswertes zur Knolle vom Feld bis auf den Teller. Das vierwöchige Hoch auf die Kartoffel endet traditionell mit einem großen Abschlussfest. Buntes Markttreiben, Musik, Tanz, Kunstausstellungen und allerlei Leckereien versüßen den Tag.

www.die-lewitz.de/tueffelwochen

November

Abfischen der Karpfenteiche

Das Abfischen der Karpfenteiche in Neuhof wird alljährlich am ersten Samstag im November mit einem großen Volksfest begangen, zu dem sich regelmäßig zwischen 5.000 und 7.000 Besucher einfinden. Rund 300 Tonnen Fisch pro Jahr werfen die 750 Hektar der größten Teichanlage Norddeutschlands pro Jahr ab. 150 Tonnen Speisefisch in Form vier- bis sechsjähriger Karpfen mit zwei bis vier Kilo Gewicht ziehen in Hälterbecken um und werden nach Ostern lebend an Fischhändler, Köche oder Privatleute verkauft. Jüngere Tiere werden in tiefere Teiche umgesiedelt und wachsen dort weiter. Vor Ort können Gäste verfolgen, wie die Fischer die Teiche ablassen und die Fische in Netzen mit Hilfe eines Kranes an Land hieven. Frischen Fisch gibt es gleich zu kaufen, außerdem andere regionale Produkte wie Geflügel, Kartoffeln oder Tomaten. Andere Stände schenken Glühwein aus, bieten Bratwurst, Gulaschsuppe oder Kuchen an. Reißenden Absatz finden auch geräucherte Karpfen, Aale, Sprotten und Heilbutts sowie Forellen und Hechte als Frischfisch.

Die Lewitz eine Region in Mecklenburg Vorpommern

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Sooooo ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Überblick über die Lewitz Region verschafften. Wenn ihr bock habt auf Ruhe, Entspannung und auf einige schöne  Ausflugsziele für jung und alt und das alles abseits von Touri Massen, Mitbringsel Shops und Postkarten Verkäufern, dann solltet ihr die Lewitz Region wirklich einmal selbst erkunden.

Ich bin mir auf jeden Fall sicher, egal ob Frau Schumann, Ralf Ottmann, Silwia Barke-Demba oder einer der vielen Regionalen Höfe und Ausflugszielen wie die Burg Neustadt Glewe, der Pingelhof oder der super spannende Hof Denissen, all diese Menschen freuen sich über euren Besuch.

Wenn ihr also mal wieder nicht wisst wohin ihr fahren sollt und zudem steht auch noch ein langes Wochenende an und wirklich alle Stellplätze sind hoffnungslos überfüllt… dann fahrt entspannt an die Lewitz! Es lohnt sich!

Ich möchte mich nochmal herzlich bei Meike für die Einladung bedanken und ein riesengroßes DANKESCHÖN an die vielen Gastgeber meiner Tour. Dass ich mich so einfach und problemlos auch hinter den Kulissen umsehen durfte, war wirklich großartig und hat viel Spaß bereitet!

Ich fühlte mich auf jeden Fall überall herzlich aufgenommen und gern gesehen.

Ganz zum Schluss heißt es auch diesmal… bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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Der 5. Teil meiner Womo Tour mit dem OrangeCamp, es ging weiter durch den Osten in Richtung Küste. Dresden, Potsdam, Stralsund, Rügen, Warnemünde, Wismar… es gibt viel zu erzählen und natürlich auch wieder ein paar Stellplatz Tipps bzw. einige Erlebnisse der „besonderen Art“ 🙂

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WERBUNG/ KOOPERATION – Mich hat die Anfrage erreicht ob ich nicht mal auf dem Campingplatz „Blaue Lagune“ in Twist vorbei schauen möchte um den Platz zu checken und ggf. über ihn zu berichten und was soll ich sagen… NATÜRLICH WOLLTE ICH! 🙂 Hier findest Du den kompletten Campingplatz CHECK mit „Lob und Tadel“ über einen kleinen, gemütlichen Campingplatz in Niedersachsen, den es sich zu besuchen lohnt.