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Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern – Antworten für die ersten Reisen

Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern – Antworten für die ersten Reisen

Mich erreichen fast täglich neue Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern und bevor das irgendjemand in den falschen Hals bekommt… ich finde eure E-Mail total super und freue mich über jede einzelne! Denn für mich ist das immer wieder ein Zeichen dafür, dass ich euch „erreiche“ und ihr mir auch (zumindest ein klitze kleines bisschen) Vertraut.

Dennoch haben mich all eure Fragen auf die Idee gebracht, genau zu dem Thema mal einen ausgiebigen Artikel zu schreiben. Denn ob ihr es gleubt oder nicht, auch wenn ich in den E-Mails immer wieder lese, ich hab da eine total doofe Frage… es sind doch ganz häufig genau die selben Fragen, die den meisten Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern im Kopf herum spuken. Ihr seid also weder doof, noch allein! 🙂

Ich selbst bin ja auch erst ein paar Jahre als Camper unterwegs und auch ich stehe immer wieder vor unbekannten Situationen. Dennoch kann es durchaus sein, dass mein schwaches Hirn über die Jahre die ein oder andere Frage schlichtweg vergessen hat oder ich mit irgendwelchen Begriffen um mich haue, die kein Camping Anfänger versteht.

Ich würde diesen Artikel gerne immer weiter ausbauen und natürlich aktuell halten. Darum wäre es total klasse, wenn ihr euch bei mir meldet, wenn ihr entweder eine Antwort nicht versteht, oder wenn ihr Fragen habt, die hier noch nicht beantwortet wurden.

Es ist egal ob ihr die Kommentarfunktion hier unter dem Artikel nutzt, oder ob ihr mir eine Mail mit euren Fragen an info@isaswomo.de sendet. Je mehr Fragen und Antworten hier zusammen kommen, je besser. 🙂

(Dazu noch ein Hinweis in eigener Sache. Damit die Kommentarfunktion hier auf dem Blog nicht  von irgendwelchen Werbemassen zugemüllt werden kann, werden die Kommentare erst von mir kontrolliert und dann frei geschaltet. Es ist also ganz normal, wenn ihr euren Kommentar nicht sofort nach dem senden seht, wie gesagt müssen die Kommenatre erst von mir frei geschaltet werden, bevor sie dann öffentlich auf dem Blog zu lesen sind)

 

Hier könnt ihr direkt zu den verschiedenen Themengebieten dieses Artikels springen, so ist es für euch vielleicht einfacher eine bestimmte Antwort zu finden:  

#Urlaubsplanung – Fragen und Antworten rund um die Planung eurer Campingtour, Reiseziel, Stellplatzwahl

#Vorbereitungen – Fragen und Antworten  rund um die direkten Vorbereitungen kurz vor Reisebeginn

#Entsorgung – Fragen und Antworten rund umd die Ver- und Entsorgung auf Stell- und Campingplätzen

#Technik  – Fragen und Antworten rund um die Technik im Womo/ Wowa, von Gas bis Solar

#Alltag – Fragen und Antworten rund um den Alltag im Womo/Wowa

#Geld – Fragen und Antworten rund um das Thema Geld, Kreditkarten, Geld wechseln usw.

#Alleinfahrer – Fragen und Antworten rund um das Thema allein on Tour

 

Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern –

Antworten, Tipps und Hilfen für die erste Reise als Camping Starter!

 

Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern rund um die

Urlaubsplanung, Tour und Stellplatz Wahl:

 

Nutzt Du ein spezielles Wohnmobil Navi? 

Nein nutze ich nicht (mehr). Ich habe noch nie ein spezielles extra Navi genutzt, sondern nutze schon immer und seit Jahren, die NAVIGON App fürs Handy. Ich finde die App klasse, ich finde die Routenbeschreibung sehr gut und auch während der Fahrt komme ich sehr gut mit dem Navi zurecht. Zweimal im Jahr ist die App für ca. 60 Euro im Angebot, ansonsten kostet sie für Europa ca. 90 Euro. Man kann innerhalb der App sämtliche Karten für die verschiedene Länder runter laden, so dass keine mobilen  Daten benötigt werden. Was ich an der App zudem sehr gut finde ist die Suche nach bestimmten Geschäften oder Parkplätzen. Gerade im Ausland bzw. in Städten finde ich die Suche nach großen Parkplätzen z.B. sehr hilfreich, genau so wie die Suche nach Tankstellen, Sparkassen, Geldautomaten oder Rastplätzen.

Außerdem arbeitet die App mit allen bekannten Stellplatz Apps zusammen. Ich kann also nach der Wahl des passenden Stellplatzes in der Stellplatz App auf Route klicken und schon führt mich die Navigon App zum Stellplatz oder Campingplatz. Innerhalb der App kann man sich weitere Produkte für eine einmalige Gebühr herunterladen (auch hier gibt es spezielle Aktionswochen die sich finanziell sehr lohenen). Dazu gehören „Warnung vor Gefahrenstellen“ (z.B. Blitzer, was natürlich nicht erlaubt ist), Stau umfahren und es gibt auch ein spezielles Programm für Wohnmobile. Ganz zu Beginn habe ich dieses extra Womo Programm mal getestet, das funktioniert bestens, aber ich benötige es einfach nicht. Darum habe ich es mir nie komplett gekauft.

Ich stelle das Navi immer so ein, dass ich in der ganz normalen App (also ohne das extra Womo Programm) das Fahrzeug nicht auf PKW sondern auf LKW stelle. So passt die angegebene Fahrzeit insgesammt deutlich besser als bei PKWs (eine Womo Fahrt ist eben immer langsamer als eine PKW Fahrt) und wenn dann ist es mir auch lieber ich benötige weniger Zeit, komme also eher am Ziel an als angegeben, als wenn mir die App z.B. 3 Stunden Fahrzeit anzeigt, ich benötige aber immer mindestens 4 Stunden plus Pausen. Und… durch die Einstellung auf Fahrzeugtyp LKW führt mich das Navi nie durch die ganz kleinen, engen Sträßchen. Es kann maaaaaal vorkommen, dass ich dadurch eine etwas längere Route angezeigt bekomme, aber ich fahre lieber mal 10 Minuten länger und ein Dorf weiter, aber dafür entspannt auf einer größeren Landstrasse, als wenn mich das Navi durch die ganz kleinen Strässchen führt.

Ich bin also seit Jahren mit der Navigon App super zufrieden, sie hat mich immer gut geleitet und ich bin bisher zu 100% happy mit der App, auch wenn die Kosten von 90 bzw. 60 Euro nicht gerade günstig sind. Inbegriffen sind natürlich ständige Updates und neue Karten und wenn ich bedenke wie oft mich diese App schon super geleitet hat, egal ob in Deutschland oder z.B. im tiefsten Schweden ist der Kauf auch ggar nicht mehr sooo teuer.

 

Wie planst Du Deine Touren genau? Also wie entscheidest Du wann Du wo hin fährst?

Ehrlich gesagt plane ich schon seit vielen Jahren meine Touren gar nicht mehr!!! Sicherlich hat das auch damit zu tun, dass ich mehr Zeit habe als viele andere, dennoch kann ich euch nur den Rat geben es einfach mal ähnlich zu machen. Zumindest dann, wenn ihr nicht mit Kinder reist die ein festes „Abenteuer Programm“ sicherlich toller finden, als in den Tag hinein zu leben oder ihr eigentlich eh vor allem einen speziellen Campingplatz anfahren möchtet, bzw. ihr nicht aus irgendwelchen Gründen an einem speziellen Tag, an einem speziellen Ort sein müsst. In dem Fall lohnt es sich natürlich schon etwas zu planen und auch den Campingplatz zu reservieren. Ansonsten kann ich euch nur ganz, ganz stark ans Herz legen KEINE riesen Touren zu planen, sondern es entspannter anzugehen, dadurch erlebt ihr auch viel mehr!!! Zumal und das ist gerade für euch als Wohnmobil / Wohnwagen Anfänger wichtig, ihr reist (mal abgeshen vom Kastenwagen) deutlich, deutlich langsamer. 500 km mit einem Womo/ PKW & Wowa zu fahren, braucht viel mehr Zeit, als 500 km mit einem PKW. Da „vertut“ man sich als Campin Starter ganz schnell.

Meine „Planung“ für längere Touren sieht also nur noch so aus: Ich überlege mir irgendein Reiseziel. Dafür ist übrigens Pinterest super! Sagen wir mal als Beispiel, ich möchte eine Tour am franz. Atlantik entlang erleben. Dann schaue ich mich im Netz nur noch nach ganz besonderen Tour Highlights um (auch dafür nutze ich mittlerweile gerne Pinterest) wie z.B. Mount St. Michelle o.ä.  Also Punkte die ich unbedingt sehen möchte. Dann suche ich mir noch einen ersten Stellplatz oder Campingplatz aus, manchmal auch noch einen Platz zum übernachten, je nachdem wie lang der Weg zum ersten Ziel ist. Danach plane ich nur noch von Tag zu Tag… Möchte ich überhaupt weiter fahren? Gibt es etwas in der Region, das ich noch sehen möchte? Wie ist das Wetter, möchte ich zum Strand oder lieber in eine Stadt? So schaue ich von Tag zu Tag wie meine Reise weiter geht. Häufig bieten Stellplatz, Campingplatz oder das nächste Touristenbüro tolle Informationen zu besonderen Highlights der Region. Diese „besonderen kleinen, sehenswerten Dinge“ sind im Netz häufig schwer zu finden, machen die Zeit on Tour aber oftmals ganz besonders schön.

Darum „fahre“ ich für mich, mit der „Tag für Tag“ Taktik am besten.

Was ich allerdings selten mache ist, dass ich einfach ohne irgendein Ziel los fahre. Das bedeutet also, meist übberlege ich mir morgens, zusammen mit dem 2. Kaffee in der Hand, auf was ich an diesem Tag lust habe, das kann sich nämlich über nacht auch nochmal ändern 🙂 . Je nachdem für was ich mich dann entschieden habe, packe ich meine 7 Sachen zusammen und fahre los. Sagen wir mal ich habe mich für eine z.b. Stadt entschieden, fahre ich zuerst in die Stadt, suche mir über das Navi einen passenden Parkplatz und schaue mir dann die Stadt an. Wenn ich mir dann alles angesehen habe und z.B. in einem Cafe sitze, schaue ich auf der App wo es den nächsten für mich passenden, Stellplatz gibt und dort fahre ich dann hin. Habe ich kein besonderes „Zwischenziel“ fahre ich auch mal direkt von einem Stellplatz zum nächsten Stellplatz, eben ganz so wie ich Lust habe. Wenn ich allerdings weiß, dass ich mir eine große, besondere Stadt ansehen möchte, wie z.b. Stockholm. Dann fahre ich direkt den „City Stellplatz“ an und gehe erst nachdem ich dort stehe in die Stadt. Für solche Städte nehme ich mir allerdings auch immer mehrere Tage Zeit.

 

Wie findest Du passende Wohnmobil Stell- bzw. Campingplätze? 

Ich nutze mittlerweile 3 verschiedene Apps, zum einen Campercontakt, dann ProMobil und die ACSI App. Je nachdem welche Form von Stell- oder Campingplatz ich mir als nächstes Ziel so wünsche, nutzen ich die verschiedenen Apps. Wie & wann welche App am besten ist, werdet ihr mit ein bisschen Erfahrung schnell merken. Da gibt es einfach keine klaren Regeln und manchmal schaue ich erst in die eine App und dann nochmal in die andere.

Grundsätzlich kann ich euch aber sagen: Wenn ihr eher einfache, kleine Stellplätze sucht und /oder im Ausland unterwegs seid, bietet Campercontact am meisten Auswahl. Für Stellplätze innerhalb von Deutschland ist Pro Mobil super (die ziehen bei den günstigen, einfachen Stellplätzen auch immer mehr nach, nur im Ausland sind sie noch nicht so gut) und immer wenn ihr einen etwas teureren Stellplatz anfahrt (also sagen wir mal Stellplätze für 15 Euro und mehr die Nacht) lohnt sich ein Blick in die Acsi App, denn es kommt nicht selten vor, dass ihr auf einem Campingplatz mit ACSI Rabattkarte günstiger steht, als auf dem Stellplatz. Wenn ihr einen bestimmten Ort im Auge habt, dort aber in einer der Apps nichts schönes findet, lohnt sich immer ein Blick in die anderen Apps, denn zum Teil unterscheiden sich die Einträge sehr.

Viele weitere Infos zum Thema Stellplatzwahl findet ihr auch hier: Artikel – Wie kann ich die richtigen Stellplätze für mich finden? . Wenn ihr mehr zu den Camping Rabattkarten erfahren möchtet, dann findet ihr diesen Artikel hier: Camping Rabattkarten 2018

 

Muss / kann / sollte ich auf einem Stellplatz reservieren? 

Also das größte Problem ist, dass man auf den meisten Stellplätzen erst gar nicht reservieren kann. Das gilt vor allem für (fast) alle kleineren Stellplätze.

Dennoch gibt es auf manchen Stellplätzen die Möglichkeit zu reservieren. Ob eine Reservierung auf eurem ausgesuchten Stellplatz möglich ist, erfahrt ihr über die Stellplatz Apps. Manchmal kann man auch erst reservieren, wenn man mindesten 3,4,5… Nächte bleibt. Wie gesagt, alle Infos dazu könnt ihr den Stellplatzapps entnehmen. Meist sind Reservierungen nur auf den größeren, privat geführten Stellplätzen möglich. Es gibt ja sowohl Stellplätze die z.B. durch das Tourismusbüro einer Stadt geleitet werden, als auch Stellplätze die von „Privatpersonen“ erstellt und geleitet werden. Um Parzellen auf einem Stellplatz zu reservieren, muss natürlich auch jemand vor Ort sein um eine Parzelle als reserviert auszuzeichnen. Das funktioniert wie gesagt meistens nur auf Stellplätzen die „privat“ geführt werden.

Wenn eine Reservierung möglich ist und ihr wisst, dass ihr z.B. an einem verlängerten Feiertagswochenende auf einem bestimmten Stellplatz stehen möchtet, dann ist eine Reservierung durchaus sinnvoll. Vor allem dann, wenn ihr erst Abends anreisen könnt. Denn gerade an solchen Wochenenden wird es sehr schnell, sehr voll. Wichtig bei den Reservierungen ist allerdings… wenn ihr reserviert, solltet ihr auch wirklich anreisen! Vorsichtshalber mal reservieren ohne sicher zu sein, ob ihr überhaupt dort stehen möchte, ist eine eher blöde Taktik. Ausgenommen sind natürlich irgendwelche „Notfälle“.

Wenn ihr eine Parzelle auf einem Stellplatz reserviert habt und dann vorort ankommt, ist „eure“ Parzelle meist durch einen Zettel und euer Nummernschild gekennzeichnet. Das bedeutet natürlich auch, fahrt ihr auf einen Stellplatz auf, den ihr einfach so, also ohne Reservierung ganz normal angefahren seid, achtet auf mögliche Reservierungen anderer, damit ihr keine reservierte Parzelle belegt.

 

Ich möchte eigentlich gerne frei stehen. Wie finde ich passende Orte zum frei stehen?

Also ich muss ehrlich sagen, tolle Orte zum frei stehen zu finden ist (meiner Meinung nach) nicht so einfach und gehört eher zur „Königsdisziplin“. Ich würde allen Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern empfehlen erstmal auf Stell- oder Campingplätze zu gehen um sich in die ganze Camping Geschichte „einzuleben“. Wenn ihr aber frei stehen möchtet gibt es einige Dinge zu beachten. Als aller erstes solltet ihr klären ob das frei campen überhaupt erlaubt ist. Eine Liste über die meisten europäischen Reiseländer findet ihr hier: Frei stehen / wild campen in … . Davon abbgesehen solltet ihr es unbedingt vermeiden in Naturschutzgebieten oder auf privat Grundstücken frei zu campen. In Deutschland sind diese Gebiete meist deutlich ausgezeichnet, im Ausland sieht dies ganz anders aus. Da die Strafen für wild campen an verbotenen Orten sehr, sehr hoch sein können (wir sprechen im schlimmsten Fall über einige tausend Euro) solltet ihr darauf wirklich achten. Wenn ihr das alles abgeklärt habt, hier ein paar Tipps um Orte zu frei stehen zu finden:

Ich nutze vor allem Google Maps oder noch besser, einen ganz normalen „Lageplan“ den ihr an den Touri Informationen bekommt. Dort schaue ich immer gerne nach „Sackgassen“, also Stichstrassen die zum Strand, See, in den Wald o.ä. führen. Ganz häufig befinden sich am Ende dieser Sackgassen kleine Parkplätze, die Abends meist leer werden und auf denen ihr gut übernachten könnt. Ansonsten noch ein Tipp… Fragen ist IMMER besser, als einfach tun! Ich stand Nachts auch schon auf z.B. Museenparkplätzen o.ä.. Wenn ihr nett fragt, ob ihr dort vielleicht eine Nacht stehen bleiben dürft, bekommt ihr manchmal auch sehr nette Antworten. Solche Plätze solltet ihr aber nie ohne vorab zu fragen nutzen! Viele dieser Orte werden Nachts bewacht und es ist nicht schön, wenn plötzlich mitten in der Nacht der Wachdienst klopft und euch vom Hof jagt. Vorsicht vor Supermarktparkplätzen, wenn es dort keine extra Wohnmobilstellplätze gibt, besser nicht stehen bleiben, könnte teuer werden.

 

Was machst Du wenn Dir ein Ort, ein Stellplatz bzw. ein Campingplatz nicht gefällt, oder Du keinen Platz mehr bekommst?

Wenn ich mich auf einem Platz nicht wohl fühle nutze ich einfach die Apps und suche mir einen neuen Platz. Alle Stellplatz Apps haben so etwas wie eine „Umkreissuche“. Da kann man also z.B. eingeben, dass die App Stellplätze im Umkreis von z.B. 30 km anzeigt und dann suche ich mir einfach einen neuen Platz.

 

Können wir auf längeren Fahrten auf einem Rastplatz übernachten?

Eine ganz, ganz wichtige Frage und meine klare Antwort… NEIN!!! NIEMALS!!! MACHT DAS NICHT!!!

Wer auf einem Rasthof übernachtet oder ein längeres „Schläfchen“ einlegt, muss einfach damit rechenen ausgeraubt zu werden! Und nein, das sind keine üblen Einzelfälle sondern kommt in MASSEN vor! Es gibt mitlerweile soggar Rastplätze die haben einen Vordruck für eine Anzeige in mehreren Sprachen im „Schrank liegen“, weil so ein Diebstahl mehrfach die Woche geschieht.

Immer wieder stellen Betroffene dann die Frage, ob sie mit Gas betäubt wurden? Diese Betäubungsgas gehört seit Jahrzehnten nzu den ganz großen Camper-Mythen. Ihr habt es mit absoluten Profi Banden zu tun, während ihr schlaft, steigen die so schnell bei euch ein, dass ihr es nicht bemerken werdet. Hinterher ist der Schaden dann doch recht groß! Über das Thema Betäubungsgas habe ich Wochen und Monate Recherchiert, habe mit einem Anästhesisten, dem ADAC und der Gewerkschaft der Polizei gesprochen und war sogar im Darknet unterwegs, den Artikel findet ihr hier: Gas Überfall auf Camper – Was ist wirklich dran?

Geht dieses Risiko eines Diebstahls nicht ein!!! Übernachtet auf keinen Fall auf Rasthöfen! Fahrt von der Autobahn ab, stellt euch in das nächste Wohn- oder Industriegebiet und schlaft dort sicher!

 

Kennst Du den Landvergnügen bzw. France Passion / Passion Spain Stellplatzatlanten? Hast Du Erfahrungen?

Ja, ich habe alle drei Stellplatzatlanten bereits getestet. Mal eben zu Info: bei diesen Stellplatzantanten handelt es sich um ein besonderes Stellplatz System. Man kauft sich einmal im Jahr so einen Atlas (also den, den man nutzen möchte), bekommt dadurch eine Karte für das aktuelle Jahr und kann dann, ohne weitere Kosten, die Stellplätze nutzen. Das besondere an diesem System ist, dass es sich bei den Plätzen immer um Bauernhöfe, Bio-Höfe, Weingüter oder ähnliches handelt. Meine Erfahrungen: Also, das ganze System an sich klingt eigentlich sehr gut wie ich finde und ich muss auch dazu sagen, ich habbe mir die Atlanten das letztemal vor 3 Jahren gekauft, es kann sich also zwischenzeitlich einiges getan haben. Was ich mittlerweile oft mitbekommen habe, der Campingboom macht auch vor diesen Bauernhof Plätzen nicht halt, es ist also nicht unbedingt immer so ruhig und idyllisch wie man sich das jetzt vorstellt, es kann auch hier sehr voll werden oder aber die Plätze sind bereits komplett belegt. Allerdings… einige dieser Stellplätze erlauben auch Wohnwagen, das ist natürlich für alle Wowa Besitzer eine nette Alternative zu vielen „normalen“ Stellplätzen, auf denen Wowas ja meist verboten sind..

Wie schreibe ich das jetzt am besten?!?! Also, ich möchte in dem Fall niemandem auf die Füße treten und wie gesagt, meine Erfahrungen liegen schon 3 Jahre zurück, aber …… zu der Zeit war ich wenig begeistert von dem ganzen. Das größte Problem das ich mit den Höfen hatte war ihre Lage. Denn so idyllisch das alles klingt, aber diese Höfe lagen eigentlich immer am absoluten ADW. Da gab es eben GAR NICHTS drum herum als Felder. Selbst mit dem Rad war es ein oooordentliches Stück bis zum nächsten Ort.  Das ist vielleicht mal ganz nett, aber mir war es auf Dauer echt zu langweilig. Davon abgesehen beginnt der Tag auf Bauernhöfen oftmals sehr früh und Tiere sind auch durchaus lauter als man erstmal denkt, Ausschlafen war also schwierig und je nachdem auf welchem Hof ich stand, wurde ich mit dem Womo echt in die hinterletzte, schattige Ecke gestellt.Das ich nicht direkt neben dem Misthaufen stand, war gertade in Frankreich fast ein Wunder.  Dazu gab es für mich gerade in Frankreich noch ein 2. riesengroßes Problem. Denn laut Stellplatzatlas sollte man sich vorab bei den Bauern anmelden, damit die wussten, da kommt „Besuch“. Mit einem Franzosen auf französisch zu telefonieren ist für mich aber echt schwierig. Dann gab es noch ein 3. Problemchen… das ganze Konzept ist so ausgelegt, dass die Landwirte und Camper aufeinandertreffen und jeder etwas von dem anderen hat, was ja im Grunde auch super ist. Die meisten Höfe haben einen Hofladen und es stimmt genau das, was in den Atlanten steht, dass man nicht gezwungen wird in den Hofläden einzukaufen. Dem war also auch wirklich so. Dennoch hatte ich immer ein bisschen schlechtes Gewissen, wenn ich dort „kostenlos“ stand, aber nichts eingekauft habe. Vor allem dann, wenn die Bauern einem vorab noch extra etwas zum probieren gereicht haben. Ich meine, mal etwas zu kaufen was man gerne mag oder sogar benötigt ist ja klasse, aber immer etwas zu kaufen, damit man kein schlechtes Gewissen hat… hmmmm… fand ich auf Dauer, auf einer langen Tour, auch nicht so toll. Und ganz zum Schluss gab es noch ein 4. Problemchen, bei dem ich aber sofort sage, dass dies ganz sicher kein „Hof-Problem“ war, sondern ein ganz persönliches!  Es ist nunmal so, dass ich vor fremden Hunden erstmal schiss habe und ich bin auch nie so ganz entspannt, wenn Milla den ersten Kontakt zu fremden Hunden hat, die ich so gar nicht kenne oder einschätzen kann. Auf den meisten Höfen leben aber nunmal Hunde, es ist deren Zuhause und die meisten laufen da auch den ganzen Tag frei herum und nicht alle finden es super, wenn plötzlich ein anderer Hund in „ihrem“ Zuhause herumstromert. Gerade in Frankreich gab es da gleich mehrere schwierige Situationen und es gab Momente, da habe ich mich kaum getraut zusammen mit Milla vor das Womo zu gehen.

Wie gesagt… meine Erfahrungen sind schon einige Jahre her, darum will ich nicht sagen, das ist alles Mist! Es kann sich viel verändert haben und es gibt ganz sicher auch sehr schöne Höfe ohne „schwierige“ Hunde, aber ich war damals nicht so gaaaaaaanz von dem System begeistert. Zumindest habe ich mir seitdem keinen dieser Stellplatzatlanten erneut gekauft, aber vielleicht sollte ich es nach 3 Jahren einfach nochmal testen. Mal sehen…

 

Noch ein letzter Tipp zu diesem ganzen Thema allgemein, wenn ihr eine Stellplatz App gelanden habt, schaut sie euch einfach mal in einer ruhigen Stunde an, auch ohne direkt zu planen. Lest euch die verschiedenen Stellplatz Beschreibungen usw. durch, ihr werdet sicher schnell die „wichtigen“ Unterschiede in den verschiedenen Stellplatzbeschreibungen erkennen.

 

Camping am Abend

So wunderschön werden sicher auch Deine Campingabende!
Photo by Adel Gorden Unsplash

 

 

Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern rund um die

Vorbereitungen vor Reisebeginn

 

 

Bereitest Du das Wohnmobil irgendwie vor?

Ich schaue vor jeder längeren Tour nach dem Öl Stand, ob ausreichend Scheibenwischwasser im Tank ist und ob die Reifen genug Luft haben. Wenn Du die Möglichkeit hast das Wohnmobil bei Dir am Grundstück,vor einer Tour, an den Strom anzuhängen, dann solltest Du dies ca. einen Tag vor Tourstart tun. Dann laden alle Batterien nochmal komplett auf. Ich habe diese Möglichkeit nicht, es ist also auch kein Drama wenn ihr es nicht macht… aber zu Beginn mit randvollen Batterien zu starten, kann ja nie schaden.

 

Wie viel Druck mus auf die Womo Reifen? 

Meist habt ihr irgendwo einen Aufkleber, in der Fahrzeugtür oder im Tankdeckel, da steht der Reifendruck drauf. Sollte dieser Aufkleber fehlen, steht AUF JEDEM REIFEN eine PSI Nummer. Diese PSI Nummer kommt aus dem amerikanischen und gibt den MAXIMALEN Reifendruck an, wenn ihr davon 0,5 Bar abzieht, liegt ihr immer ungefähr richtig. Dazu müsst ihr diesen PSI Wert aber in Bar umrechnen, und das funktioniert wenn ihr den PSI Wert durch 14,5 teilt.

Beispiel: Auf dem Reifen steht z.B. PSI: 73. Dann müsst ihr nur 73:14,5 = 5,0 Bar (5,0 Bar ist also der MAXIMALE Reifendruck) und wenn ihr dann nochmal 0,5 Bar abzieht, also  5,0 Bar  – 0,5 Bar = 4,5  Bar bekommt ihr einen guten, passenden Reifendruck herraus. Also stellt ihr den Automaten zum Reifendruck auffüllen an der Tanke auf 4,5 Bar, „pustet“ die Reifen auf und alles ist gut.

Ich bin so nervös, an was muss ich denken bevor ich los fahre?

Ich kann euch nur den wichtigen Tipp geben, schreibt euch einen kleinen Spickzettel und klebt diesen z.B. hinter die Sonnenblende. Habe ich tatsächlich bis heute so!!! Schreibt auf diesen Zettel die wichtigsten Handgriffe bevor es tatsächlich los geht und geht diese Liste vor jedem Start einmal schnell durch:

  • Sind alle Schränke und Schubladen zu?
  • Dachfenster und Staufächer außen geschlossen?
  • Kühlschrank verriegelt und auf 12 Volt?
  • Heizung aus?
  • Sat-Anlage & Trittstufe eingefahren?
  • Stromkabel ab?
  • Hund angeschnallt?

Außerdem steht auf diesem Zettelchen noch: Höhe des Wohnmobils 2,95m, Breite: 2,35m und Diesel tanken!!!!

Ich sag euch, gerade zu Beginn, wenn ihr auf irgendeine Unterführung zufahrt, werdet ihr plötzlichn ganz unsicher, ob ihr mit der Womo Höhe auch wirklich gedanklich richtig liegt. Da hilft es sehr, wenn ihr mal eben ganz schnell zur Sicherheit, auf den Zettel schauen könnt.

 

Wie machst Du das mit dem Kühlschrank vor einer Tour? 

Wenn ihr die Möglichkeit habt das Womo/ den Wowa vor der Tour an den Strom anzuhängen (siehe Frage zuvor) lohnt es sich auch den Kühlschrank bereits einzuschalten. Wenn der Kühlschrank während der Fahrt auf 12 Volt springt, wird er NICHT weiter runter gekühlt, sondern behält auf den 12 Volt nur ungefähr die Temperatur, die er bis dahin erreicht hat. Wenn ihr den Kühlschrank also bereits vorher angestellt habt, bleiben die Produkte definitiv kälter.

Ich habe diese Möglichkleit nicht, darum bleiben meine Produkte bis ganz kurz vor dem Start zuhause im Kühlschrank und wenn alles andere fertig ist, kurz bevor ich los fahre, packe ich die Sachen vom Hauskühlschrank in den Womo Kühlschrank. Damit komme ich meist gut zurecht. Fleisch für den ersten Tag friere ich grundsätzlich vorher zuhause ein und lasse es dann im Womo Kühlschrank während der Fahrt „auftauen“. Im Hochsommer, wenn es wirklich richtig, richtig heiß ist, lege ich auch mal zwei vorher zuhause eingefrohrene Kühlpacks mit in den Womo-Kühlschrank.

 

Wie machst Du das mit dem Frischwasser? Fährst Du mit vollem Frischwassertank? 

Das Thema Frischwasser ist nicht so ganz leicht zu beantworten. Die meisten kleinen, 3,5t Womos haben eh schon ein Problem mit dem Gewicht. Viele kleine Womos sind hoffnungslos überladen. Nicht unbedingt bei Alleinreisenden, aber bei Paare oder Familien ist das Gewicht meist ein Problem. In dem Fall ist es also nicht gut, auch noch 100l Frischwasser im Tank zu haben. Wenn das zulässige Gesamtgewicht kein Problem ist, bleibt noch das Thema, viel Gewicht, viel Wasser kostet mehr Sprit. Aus diesem Grund fahre ich meist mit einem ca. halbvollen Tank. Denn zum einen finde ich es immer ganz angenehm wenn ich auch unterwegs ein bisschen Wasser zur verfügung habe und… solltet ihr so ein Netz, oder eine Kugel, oder Tropfen mit Silberionen nutzen, um das Frischwasser im Tank „frisch“ zu halten, ist es nie gut, wenn der Tank komplett leer ist. Es ist in dem Fall immer besser, wenn Wasser im Tank verbleibt (ich spreche jetzt von der Sommersaison, im Winter muss das Wasser natürlich auf Grund von Frostschäden aus dem Tank und den Leitungen). Sobald ich auf einem Stellplatz oder Campingplatz angekommen bin, fahre ich bevor ich mir eine Parzelle suche die Ver und Entsorgung an und fülle dort den Tank einmal komplett auf, oder ich suche mir erst eine Parzelle und fülle dann immer mal wieder per Gieskanne etwas Wasser in den Tank.  Abgesehen vom dem Wasser im Tank, nutze ich allerdings auch immer wieder ganz normales gekauftes, stilles Wasser. Z.B. bekommt Milla gerade im Ausland nur dieses gekaufte Wasser zum saufen. Mein Womo ist alt, die Leitungen sind alt und ich möchte da trotz Silberionen, kein Risiko eingehen. Für alles Andere ( Zähneputzen, waschen, zum kochen, für den Kaffee o.ä) , vor allem wenn das Womo Wasser abgekocht ist, nutze ich aber ganz normal das Frischwasser aus dem Tank.

Noch ein extra Tipp… diese großen Wasserkanister die es z.B. bei Real oder bei den meisten türkischen Geschäften gibt, eigenen sich super fürs Womo. Innerhalbb von Deutschland fülle ich diese Kanister auch mit gganz normalen Kranwasser für Milla wieder auf. Im Ausland wird das Leitungswasser allerdings häufig mit Chlor versetzt, darum nutze ich dort tatsächlich nur gekauftes stilles Wasser für Milla.

 

Was sind das für Silberionen von denen Du im Zusammenhang mit dem Frischwasser sprichst? 

Es gibt verschiedene Hersteller die diese Silberionen im Programm haben. Ich hatte erst ein Silbernetz, welches man einfach in den Frischwassertank legt, nutze aber mittlerweile eine Kugel, die man in den Tank hängt (beide Produkte sind gleich gut, allerdings ist es einfacher die hängende Kugel nach einem Jahr im Tank wiederzufinden, darum nutze ich die Kugel mittlerweile). Diese Silberprodukte werden einfach einmal im Jahr in den Frischwassertank „geschmissen“ und nach einem Jahr wechsel ich sie wieder aus. Das Siler sorgt dafür, dass das Frischwasser im Tank „frisch“ bleit, es verhindert Algen und andere Keime. Da man das Silber weder sieht, noch schmeckt, ist es natürlich schwierig zu sagen ob es wirklich etwas bringt, aber in meinem Fall bin ich davon überzeugt, dass es was bringt, denn hier kommt Milla ins Spiel. Zu beginn meiner Womo Zeit, habe ich kein Silber genutzt und Milla hat NIEMALS, also NIEMALS, NIEMALS, NIEEEEMALS das Womo Wasser gesoffen. Da wäre sie lieber vertrocknet, als dieses Wasser zu saufen. Was mir natürlich auch gezeigt hat, dass ich das Wasser nicht unbedingt in größeren Mengen trinken sollte, denn irgendwas musste ja „drin“ sein. Seit mittlerweile 3,5 Jahren nutze ich die Silberionen als Netz oder als Kugel und seitdem ich das Silber im Tank habe, säuft Milla zu Not auch mal das Womo Wasser. Trotzdem bekommt sie es nicht regelmäßig, aber mir ist es schon mehrfach passiert, dass mir das Stille-Wasser z.B. Abends ausgegangen ist. In dem Fall ist es natürlich hilfreich, wenn der Hund zur Not über Nacht auch mal das Womo Wasser säuft.

Die Silberkugel die ich nutze gibt es aktuell bei Amazon nicht, aber dieses Netz hatte ich zu Anfang auch und es wirkt genau so gut! Denkt nur dran, das Netz am besten mit einem Faden am Tank zu befestigen… ich habe ewig gebraut um das Netz nach einem Jahr wieder aus dem Tank zu fischen.

Angebot:

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Zum Thema Produkte die jeder Camper an Board haben sollte, habe ich euch bereits einen extra Artikel samt einer Packliste zum abhaken geschrieben, dort findet ihr alle Dinge die ihr unbedingt an Board haben solltet: Packlisten – Produkte die ihr unbedingt benötigt.

 

Wo kann ich das Womo wiegen lassen?

Wenn ihr alles fertig gepackt habt, lohnt es sich mal auf eine Waage zu fahren. Dann sehr ihr wie schwer das Womo ist und ob ihzr weit über dem maximal Gewicht liegt. Sollte dem so sein… vorsicht, am besten nochmal einiges aus dem Womo packen. Vor allem auf Reisen nach Österreich und Italien wird das gewicht gerne mal überprüft und das kann richtig, richtig teuer werden! Mal ganz angesehen vom Unfallschutz!

Das Womo wiegen lassen könnt ihr an Steinbrüchen, manchmal auch an Schrootplätzen und Mülldeponien, die haben meist eine LKW Waage und auch viele TÜV Stellen haben eine Waage auf der Ihr das Fahrzeug für 5-10 Euro wiegen lassen könnt.

Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern rund um die

Ver- & Entsorgung:

 

Bevor ich mit euren Fragen beginne, zum Thema „Wie funktioniert ein Stellplatz“ habe ich euch vor einigen Wochen bereits einen Artikel geschrieben, diesen findet ihr hier: STELLPLATZ – wie geht’s ?

 

Wie funktioniert das mit der Ver- und Entsorgung auf Stellplätzen oder Campingplätze? 

Wohnmobil Anfänger Antworten zur Ver- und Entsorgung

Typische Ver- & Entsorgung mit breitem Abwassergulli

Also, bevor ich weiter schreibe eines vorweg. Ich weiß mittlerweile ziemlich sicher, dass dieses Thema rund um die Ver- und Entsorgung ein Thema ist, vor dem die meisten Camper die größten Bedenken haben. Ganz, ganz ehrlich… dieses ganze Thema ist WIRKLICH nichts vor dem ihr soooo große Bedenken haben müsst, das schwöre ich euch hoch und heilig!  Wenn ihr erst einmal an einer Ver- und Entsorgung steht, ist das ganze wirklich viel, viel einfacher (und zudem sind die Stationen auch immer gut Beschriftet) als es klingt. Ihr müsst euch da nicht so einen Kopf machen !!!!!!

Leider habe ich keine bessern Bilder als diese, die schon relativ alt sind.

So jetzt aber los: Also, ihr fahrt einfach auf die Ver und Entsorgung zu. Unten auf dem Boden im Bereich der Ver & Entsorgung ist irgendwo ein Abfluss. Auf manchen Stellplätzen ist dieser Abbfluss sehr breit, auf anderen Plätzen ist dieser Gulli nur auf einer Seite. Überlegt euch also auf welcher Seite eures Wohnmobils der Grauwasser Abfluss sitzt, damit ihr so zur Entsorgung fahrt, dass ihr mit dem Abfluss über dem Gulli steht. Sobald ihr richtig steht, erstmal Motor aus!

Jetzt ist es am günstigsten, wenn ihr als erstes das Grauwasser ablaufen lasst. Also Abbwasserhahn auf, dann kann das Grauwasser in den Gulli laufen, während ihr alles andere erledigt. Als nächstes gehts zum Frischwasser tanken. Dazu kramt ihr also den Wasserschlauch heraus und schließt diesen am Frischwasserhahn an. Sobald der Wasserschlauch angeschlossen ist, werft ihr das Geld ein und „Wasser marsch“. Auf den meisten Stellplätzen kosten 80-100 Liter Frischwasser einen Euro. Es kommt ein bisschen darauf an was für einen Frischwasserzulauf euer Womo hat. Manchmal kann man die Wasserschlauch Düse einfach in den Einfüllstutzen legen und er bleibt da. Ich muss meinen Wasserschlauch die ganze Zeit festhalten, sonst fliegt der Schlauch überallhin, aber er bleibt ganz sicher nicht im Tank.

Noch ein Tipp… auf den Säulen steht meist ein Schild, wie viel Wasser ihr für z.B. einen Euro bekommt. Sagen wir jetzt als Beispiel, 100 Liter für einen Euro. Diese ganzen Säulen laufen aber eigentlich nicht mit einer Wasseruhr, sondern auf Zeit. Das heißt, eigentlich müsste an den Säulen nicht stehen dass ihr 100 Liter bekommt, sondern dass z.B. 2 Minuten das Wasser läuft, sobbald ihr das Geld eingeworfen habt. Wenn ihr also möglichst viel Wasser tanken möchtet, solltet ihr auch möglichst schnell sein. Fangt also nicht erst an den Schlauch zu entwirren wenn das Wasser schon läuft und macht am besten auch keine Pausen zwischendurch, sondern sobald das Wasser läuft, gilt auch Wasser Marsch und ab mit dem Frischwasser in den Tank!

Soooo nachdem ihr also den Abwasser/ Grauwassertank geöffnet habt und Frischwasser getankt habt, kommt noch das Klo!

Ihr nehmt den Kanister aus dem Womo Schubfach und geht wieder zur Entsorgung. Manchmal ist die WC Entsorggung kostenlos, manchmal kostet sie ebenfals ca. 1 Euro. Wenn ihr Geld für die Entsorgung einwerfen müsst, dann macht ihr das jetzt. Sobald ihr die Münze eingeworfen habt, öffnet ihr den Deckel für die Chemie-WC-Entsorgung und dann weg mit dem Zeug! Jetzt gibt es meist direkt über dem Loch zum Klo Entsorgung einen zweiten Wasserhahn. Dieser ist IMMER deutlich ausgezeichnet, meist mit einem Schild dass es an diesem Hahn kein Trinwasser gibt. Das ist eigentlich auch das einzige was wirklich wichtig ist. Nutzt NIEMALS den Frischwasserhahn um den Klo Kanister zu spülen, denn das ist echt ekelig! Jetzt könnt ihr den Kanister 1,2,3 mal spülen und kippt das Wasser immer wieder in das selbe Entsorgungsloch. Wenn ihr soweit fertig seid und der Kanister gut durchgespült ist war es das auch schon fast. An vielen Stationen gibt es noch einen Knopf, der das Klo Entsorgungsloch spült, damit alle „Reste“ weg sind.

Jetzt schiebt ihr den Kanister wieder zurück ins Womo und FERTIG!!!! 

Mittlerweile sollte auch das Abwasser abgelaufen sein, wenn es noch immer läuft, dann wartet ihr eben noch so lange bis alles leer ist. Sollten hinter euch bereits andere Leute auf die Entsorgung warten, müsst ihr ja vielleicht nicht warten bis auch der aller, aller letzte Tropfen Abwasser abbgelaufen ist. Solange das Abwasser aber noch richtig läuft, wartet ihr natürlich! Dann müssen sich die anderen eben noch gedulden.

Ich habe euch extra nochmal ein Foto von einer Entsorgungsstation makiert… Hier wird vielleicht nochmal alles viel einfacher deutlich:

Ver und Entsorgung Wohnmobil leicht erklärt

Eine ganz typische Ver- und Entsorgungssäule auf einem Stellplatz. Danke Michael P. für das Bild.

  • Türkieser Kreis: Schaut mal, hier werden die verschiedenen Entsorgungstationen vielleicht schon ganz gut deutlich. Oben auf dem anderen Bild war der Abbwassergulli sehr breit, da hat eigentlich niemand Probleme den Gulli zum Grauwasserablassen „zu treffen“, so dass sich das Abwasser nicht über den ganzen Platz verteilt.  Hier, auf diesem Bild, ist der Gulli deutlich kleiner, wobei er recht tief liegt, so dass das Abwasser auch hier ganz gut abfließt ohne sich überall zu verteilen. Ihr müsst eben nur überlegen an welcher Seite eures Womos der Grauwasser Ablass sitzt, damit ihr richtig über dem Gulli steht.
  • Pinker Pfeil: Der Pinke Pfeil zeigt dahin, wo ihr das Geld einwerft. Neben dem Münzeinwurf steht auch nochmal eine genaue Anleitung, ihr könnt also wirklich entspannt an die Sache ran gehen.
  • Rotes Quadrat: Dies ist ein ganz typischer Frischwasseranschluss. Ihr nehmt einfach den Wasserschlauch, steckt diesen von unten durch das Metall Ding durch und schraubt ihn auf den Anschluss. (Fragt mich nicht wozu genau dieses Metall Teil unter dem Wasserhahn ist, ich habe dafür zwei Erklärungen, weiß aber nicht ob die Stimmen. Ich denke entweder die sind dazu da, dass der Schlauch nicht direkt nach dem Anschluss abknicken kann, oder er ist dazu da, dass man Gießkannen beim auffüllen nicht an den Wasserhahn hängt?! Sollte dies irgendjemand lesen, der sicher weiß warum diese Metall- Dinger unter den Anschlüssen sitzen, ich würde mich über eine Info freuen! Ihr seht, ich kann auch immer noch viel dazu lernen :-))
  • Hellblauer Pfeil: Nachdem ihr die Münze eingeworfen habt, könnt ihr an diesem Schalter  Frischwasser Marsch, bzw. Wasser Stop drücken.
  • Gelbes Viereck: Das ist das „Loch“, in welches ihr den WC Kanister entleert. Tief Durchatmen, Luft anhalten, Deckel auf und Kassette entleeren.
  • Grüne Linie: Mit diesem Stück Schlauch könnt ihr Wasser in die WC Kassette einfüllen um diese durchzuspülen. Seht ihr oben, über dem „Kein Trinkwasser Aufkleber“ den schwarzen Schalter? Da müsst ihr drauf drücken, dann läuft das Wasser zum spülen der Kassete. Nachdem ihr die Kasette durchgespühlt habt, könnt ihr mit dem Stückchen Schlauch auch den Abfluss / „das Loch“ reinigen. Sobald ihr fertig seid, Deckel wieder zu und fertig!

Ich hoffe dieses Bild hat euch den ganzen Vorgang deutlicher gemacht. Es klingt alles vieeeeel komplizierter als es in Wirklichkeit ist!

Als letzter Tipp: Ich habe immer eine Packung Einmalhandschuhe im Womo liegen, finde ich für die Entsorgung angenehmer. Und nachdem alles fertig ist, kommen die Handschuhe in den Müll und fertig!

 

Darf ich auf einem Stellplatz/ Campingplatz entsorgen, auch wenn ich ihn nicht nutzen möchte?

Ein ganz klares… jain! Also auf den aller meisten Stellplätzen ist es abbsolut ok die Entsorgung zu nutzen, auch wenn ihr den Stellplatz nicht nutzen möchtet. Es kann aber sein, gerade wenn die Entsorgung für Stellplatzgäste kostenlos ist, dass ihr eine kleine extra Gebühr zahlen müsst. Handelt es sich um diese typischen Säulen wie oben auf dem Bild, an denen also eh jeder bezahlen muss, könnt ihr die Entsorgung einfach nutzen und fertig. Sollte es anders sein, also das nicht Stellplatz Gäste extra zahlen müssen, ist dies irgendwo deutlich an der Entsorgung zu lesen. Bei Campingplätze ist es meist deutlich schwieriger. Da müsst ihr auf jeden Fall an der Anmeldung fragen und eigentlich immer eine kleine Gebühr bezahlen, wenn sie euch überhaupt auf den Platz fahren lassen.

 

Wie machst Du das mit dem Entsorgen wenn Du frei stehst bzw. auf Stellplätzen ohne Entsorgung stehst?

Wenn ich solche Stellplätze nutze und irgendwann entsorgen muss ,schaue ich als erstes, ob es nicht auf dem Weg zum nächsten Ort einen richtigen Stellplatz/ Campingplatz gibt, deren Entsorgung ich nutzen kann. Gerade auf längeren Touren verbinde ich das Entsorgen auch immer mal wieder mit einer Nacht auf einem Campingplatz (viele Campingplätze bieten auch so genannte Quick-Stop Plätze. Das heißt man kann den Campingplatz für kleines Geld von Abends 19/20 Uhr bis morgens 9/10Uhr nutzen.) Dann kann ich auf dem Camping entsorgen, wasche meine Wäsche und gehe auch mal wieder mit viel Platz duschen.

Sollte ich so gar keinen passenden Campingplatz oder Stellplatz finden und unbedingt mein Klo Leeren, bin auch auch schon an den nächsten kleineren Rastplatz mit Toilette gefahren und habbe dort, in der Toilette, mein Klo entleert. Das ist sicherlich nicht die beste Variante, vor allem weil man den Kanister nicht spülen kann, aber ich hab es schon 3-4 mal gemacht. Von wegen Umwelt, Entsorgung usw. mache ich mir da ehrlich gesagt keine Gedanken! Ich war schon auf so vielen Stellplätzen im Ausland, da musste jeder seinen Kanister in der ganz normalen Toilette entleeren und auf den Rasthäfen ist meist eh irgendeine Chemie in der Toilette, dass ich es nicht schlimm finde, wenn ich da ORDENTLICH mein Klo entleere. Natürlich ist das nicht meine erste Wahl, die entsorgung auf Stell oder Campingplätzen ist definitiv die bessere Variante, ich fahre wenn es denn sein muss auch keine großen Rasthöfe an, an denen ich mit dem Kanister, auf dem Weg zum Klo,  erst noch lange durch irgendwelche Räume müsste. Was gar nicht geht ist, das Klo einfach in irgendwelche Büsche zu kippen, bevor es dazu kommt, müsst ihr eben ein paar extra Meter in kauf nehmen um einen Stellplatz mit Entsorgung anzufahren. Das selbe gilt natürlich auch für das Grauwasser… es dauert schon ein paar Tage, bis der Grauwassertank komplett voll ist. Ich weiß dass immer noch viele sagen, wenn ich nichts passendes zum Entleeren finde, entleere ich das Grauwasser eben über dem nächsten Gulli oder auf dem Boden in der nächsten Nacht. Ich kann euch davon nur abraten. Das Plätschern fällt doch deutlich mehr auf, als ihr vielleicht denkt und es macht einen ganz bescheidenen Eindruck, wenn es nicht sogar „größere“ Probleme gibt.

 

Wo kommst Du an Wasser?

Also ich nutze meist die Frischwasseranlagen auf Stellplätzen. Gerade in Skandinavien kann man aber auch an fast allen Tankstellen Frischwasser tanken. Wenn man nett fragt, dann bekommt man auch an vielen Tankstellen in Deutschland die Möglichkeit Wasser zu tanken, meist für 1,2,3 Euro. Für mich ist es meist das größere Problem an „extra“ Wasser für Milla zu kommen denn es passiert mir immer wieder, dass mir dieses extra Wasser ausgeht. Natürlich könnte ich an jeder Tanke stilles Wasser kaufen, aber jetzt mal ehrlich… 2-3 Euro für eine Flasche stilles Wasser für den Hund (und mit einer Flasche komme ich meist mal gerade einen halben Tag im Sommer aus). Da muss ich schon echt gar nichts anderes finden, bevor ich das mache. Ich habe eigentlich immer einen leeren Wasserkanister, (oder es tun auch mal 2 leere PET Flaschen) an Board und die fülle ich dann iiiiiirgendwo für Milla mit ganz normalem „Kraneberger“ auf. Das kann am Rasthof Waschbecken sein, das kann das Waschbecken in einem Cafe sein… es ist eigentlich egal wo. Mittlerweile frage ich meist ganz einfach, sage dem Kellner oder dem Tankstellenpersonal dass ich eine Flasche Kranwasser für den Hund bräuchte und meist füllen die so eine PET Flasche mal eben auf. Das sollte natürlich eine Ausnahme bleiben, besser ist es definitiv wenn ihr entweder das einfache, günstige stille Wasser für den Hund kauft, oder so einen Kanister auf einem Stellplatz/ Campingplatz auffüllt, wenn dort das Leitungswasser nicht deutlich nach Chlor riecht (im Ausland wird das Leitungswasser häufig stark gechlort, Milla trinkt dieses Wasser nicht, das verweigert sie total).

 

 

Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern rund um das Thema

„Wohnmobil Technik – von Solar bis Gas“

 

Also bevor ich hier weiter schreibe… ihr wisst ja, ich bin ein absolutes Technik-Trottelchen. Das habe ich auch immer allen geschrieben die mir diesbezüglich Fragen gestellt haben. Aus diesem Grund kann ich euch ganz sicher keine hochkomplexen Fachfragen beantworten und beantworte die Fragen immer so, wie ich mich Verhalte, bzw. nach meiner Meinung und meinen Erfahrungen.

 

Sollte ich eine Solaranlage einbauen lassen

Diese Frage kann ich so generell nicht beantworten, denn es kommt immer darauf an, wie ihr reisen möchtet. Nutzt ihr eigentlich nur Campingplätze, dann benötigt ihr keine Solaranlage, denn auf Campingplätzen gibt es immer Strom. Nutzt ihr eigentlich immer gut ausgebaute Stellplätze mit „allem drum und dran“, dann benötigt ihr ebenfalls kein Solar, denn auch dort könnt ihr immer am Strom stehen.

Sobald ihr aber sagt, wir möchten vor allem die kleinen, einfachen und kostengünstigeren Stellplätze nutzen oder auch frei stehen, kann ich euch eine Solaranlage nur wärmstens ans Herz legen. Denn ohne Solar und ohne Strom, bei ganz normalem Batterieverbrauch (also Abends mal Licht, mal eine Stunde TV und Laptop) kommt ihr ungefähr ca. 3 Tage mit einer vollen Batterie aus. Natürlich läd sich die Batterie auch über das Womo Fahren wieder auf, aber für eine volle Batterieladung reicht es nicht mal eben 30 Minuten zur nächsten Bucht zu fahren, da müsst ihr schon eine deutlich längere Strecke fahren. Oben auf  kommt noch der Campingboom, mittlerweile sind auch die kleinen, einfachen Stellplätze sehr gut besucht und dort gibt es nicht immer Strom, oder ausreichend viele Stromsäulen für alle Parzellen. In all diesen Fällen gibt euch die Solaranlage deutlich mehr Freiheit.

 

Ich möchte eine Solaranlage einbauen lassen, wie stark sollte das Panel sein? 

Wenn ihr das Womo ganz normal nutzt, also z.B. ohne tagelang im Womo arbeiten zu müssen, ohne dauerhaft ganz spezielle elektronische Produkte zu gebrauchen die viel Power benötigen (ich denke da z.B. an diese Atem-Schnarch- Masken nachts) und wenn ihr nicht grundsätzlich an ein und dem selben Ort, wochenlang frei stehen möchtet (ich meine, wenn ihr nicht wochenlang, fest an einem Ort, bei auch mal schlechtem Wetter, frei stehen möchtet, ohne dass ihr zwischendurch fahrt, so dass sich die Batterien über das Fahren aufgeladen werden)  dann kommt ihr mit einem 100 Watt Solar Panel wunderbar aus! Ich hatte jahrelang ein 100 Watt Panel auf dem Womodach, stand damit z.B. in Schweden oder Frankreich wochenlang frei (habe allerdings meinen Standort zwischendurch immer mal wieder gewechselt)  und hatte keine Probleme mit der Batterie.

 

Ich möchte länger unterwegs sein und weiß nicht ob ich mit den zwei Gasflaschen auskomme, wie machst Du das denn?

Zur Info: Das Problem ist, das Gasflaschen im Ausland häufig andere Anschlüsse haben und man sie so nicht „mal eben“ austauschen kann.

Für dieses Problem habe ich 3 „Lösungen“…

1… es gibt für kleines Geld ein sogenanntes Gasflaschen EU Adapter Set. Dank dieser Adapet, die Dinger werden einfach zwischen Gasflasche und Leitung geschraubt, kann man auch die ausländischen Flaschen anstöpseln. Leider klingt das besser als es in Wirklichkeit ist, denn viele Gasflaschen im Ausland sind auch von der Form etwas anders und passen dadurch nicht in unsere Gaskästen. Das ist aber von Land zu Land verschieden, das müsst ihr einfach testen. Das zweite Problemchen… ihr habt dann eine 3. Flasche an Board, denn die ausländischen Flaschen gibt es natürlich nicht im Tausch. Nichtsdestotrotz sind diese EU Adapter keine schlechte Möglichkeit und es lohnt sich durchaus diese immer an Board zu haben.

Angebot:

 

2… Gasflaschentausch auf ganz besonders guten Campingplätzen. Das ist eher ein Geheimtipp, aber in z.B. Schweden war es für mich die este Möglichkeit an Gas zu kommen. Einige der sehr guten Campingplätze (ich kenne es nur auf den 4-5 Sterne Plätzen) mit vielen deutschen Gästen bieten auch deutsche Gasflaschen im Tausch an. Die gibt es zwar nicht für die üblichen deutschen Gaspreise, diese Flaschen sind meist etwas teurer, aber es ist eine Möglichkeit an Gas zu kommen. Die Campingplätze tauschen natürlich nur an ihre Gäste, ihr müsst also mindestens eine Nacht buchen. Wenn ihr also wisst dass ihr bald irgendwann Gas braucht, lohnt es sich durchaus mal einige der tollen Plätze anzurufen und zu fragen ob sie auch deutsche Flaschen tauschen. Per Telefon geht das eigentlich ganz gut. Taktik muss natürlich sein: Haben sie aktuell noch einen Stellplatz frei???, Ja? Ach das ist ja toll, wir sind aktuell in Land XY unterwegs und suchen noch einen tollen Platz in der Region. Gibt es bei Ihnen vielleicht auch die Möglichkeit deutsche Gasflaschen zu tauschen, wir brauchen uuuunbedingt neues Gas ??? Ach ja ??? Hmmmm, das ist ja super! Dann sind wir morgen da! Fallt also nicht gleich mit der Tür ins Haus. 😉

3… in manchen Ländern werden Gasflaschen an einigen Orten wieder aufgefüllt. Auf meiner Schweden Tour z.B. habe ich schon zuhause geschaut wo sich diese Orte befinden (in ganz Schweden waren es mal gerade 4 Anlaufstellen). Sobald ich mich dann in der Gegend befunden habe, habe ich meine Gas Flaschen natürlich ganz bewusst im Auge behalten ob ich sie auffüllen lassen soll. Das Problem daran ist, dass es eben nur wenigge Stellen gibt und das so eine Füllung satte 58 Euro (!!!) gekostet hätte. Plus… ihr benötigt zum Befüllen ebenfalls Adapter. Aufpassen beim Kauf auf z.B. Amazon, es gibt einemal EU Gasflaschen Anschluss Adapter und einmal EU Füllset- Adapter. Insgesamt also eher eine Möglichkeit für den absoluten Notfall… bevor ich gar kein Gas mehr hätte, würde ich wohl in den sauren Apfel beißen.

 

Mein Truma Heizung blinkt rot oder es leuchtet ein rotes Lämpchen, was kann das sein?

Also normalerweise würde jetzt jeder Antworten, schaut euch die Anleitung an, da steht alles drin. Dennoch hier drei Sätze zu dem Thema:  Wenn an dem Heizpanel eine rote Lampe leuchtet ist meist das Gas leer, also bitte einmal die Gasflasche wechseln. Sollte das rote Lämpchen schnell blinken, bedeutet das Unterspannung, die Batterie ist leer, entweder ihr müsst das Womo an den Strom anschließen, oder eine ordentliche Runde, mindestens 30 Minuten am besten deutlich mehr, mit dem Womo fahren, damit die Batterie wieder läd.

Noch ein letzter Tipp und warum dies so ist… fragt mich nicht, ich habe keine Ahnung! Sollte das rote Lämpchen nach dem Gasflaschentausch noch immer leuchten, bzw. es leuchtet obwohl ihr euch ganz, ganz sicher seid, dass ausreichend Gas in der Flasche ist, stellt die Heizung aus, lasst sie 10 Minuten ausgestellt und stellt sie wieder an. Manchmal will die Technik einfach nicht, oder durch den Flaschentausch ist Luft in der Leitung… ich kann es euch nicht sagen. Ich kann euch nur sagen, Auschalten, eine Weile ausgeschaltet lassen und dann wieder einschalten hat schon bei zig Leuten funktioniert. Funktioniert beim Handy ja auch 😉 !

 

Camping am Morgen

So wunderschön ist es fast nur ganz früh morgens am Meer

 

 

Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern rund um das Thema

„Alltag im Womo oder Wowa“

 

Wie kochst Du Kaffee?

Ich koche tatsächlich jeden Morgen ganz einfach mit einem Wasserkessel, Kaffeefilter und Thermoskanne meinen Kaffee. Wenn ihr am Strom steht, könnt ihr natürlich auch eine Kaffemaschine nutzen. Schwieriger wird es wenn ihr nicht am Strom steht. Wir haben auf einem Treffen mal verschiedene Kaffe-Pad-Maschinen getestet, die einzige die wirklich vernünftig über einen Stromwandeler lief, war die einfache, kleine Nespressomaschine. Allerdings auch bei dieser Machine ist nach 3-4 Tassen Kaffee die Batterie so gut wie leer. Kaffee Pad Maschinen machen also eigentlich nur Sinn, wenn ihr am Strom steht.

 

Wohin hängst Du nasse Kleidung, nasse Hundehandtücher, bei schlechtem Wetter?

Es kommt ein bisschen drauf an. Sind die Jacken bzw. das Hundehandtuch wirklich klitsch nass, tropfend oder komplett matschig, hänge ich die Sachen ins Badezimmer, am besten direkt über die Heizungsdüse, so dass die warme Luft direkt hoch an die sehr nassen/ekeligen Sachen ströhmt. Handelt es sich vor allem um feuchte Regenjacken, leicht feute Handtücher o.ä. hänge ich sie am liebsten außen an die Schranktür. Dazu habe ich oben an der Schrantür einen dieser ganz normalen Kleiderhaken, den man auch zuhause an Türen hängen kann. Unter dem Schrank befindet sich das Fach mit der Heizung, sowie zwei Heizunggsdüsen, so trocknet die Jacke ruck zuck und wird auch noch muckelig warm.

Noch ein Tipp… wenn ihr zuhause alte Spannbettücher, T-Shirts oder sonst irgendwelche Baumwoll- Stoffreste habt, schneidet diese in größere Lappen und legt sie ins Womo. Diese Lappen sind super um den Hund halbweg trocken zu rubbeln und könen danach am besten direkt in den Müll. Keine schlammig, dreckigen, feuchten Tücher mehr im Womo!

 

 

 

Fragen von Wohnmobil und Wohnwagen Anfängern rund um das Thema „Geld“:

Benötige ich eine Kreditkarte? 

Meine klare Antwort… JAIN! Wenn Du es vor der Reise nicht mehr schaffst eine Kreditkarte zu beantragen, musst Du Deinen Urlaub nicht kenzeln und für Reisen innerhalb von Deutschland ist keine Kreditkarte nötig. Sobald ihr aber ins Ausland fahrt, kann ich euch nur empfehlen eine Kreditkarte zu beantragen, ob Mastercard oder Visa ist dabei aber eigentlich egal. Im Ausland kann es immer mal wieder sein, dass eure normale EC Karte nicht akzeptiert wird, dann benötigt ihr entweder immer ausreichen Bargeld oder ihr nutzt die deutliche einfachere Variante, eine Kreditkarte.

 

Wie viel Bargeld sollte ich an Board haben?

Schwer zu beantworten… ich bin definitiv eher der „sichere“ Typ, aus diesem Grund habe ich immer Bargeld an verschiedensten Stellen im Womo verteilt. Innerhalb von Deutschland muss es nicht viel sein, fahre ich ins Ausland sind es immer ca. 300 Euro. Ich denke mit diesem Betrag kann ich mögliche Mautkosten, Knöllchen Kosten, Abschlepp Gebühren im Ausland o.ä.bezahlen, sollte Kartenzahlung aus irgendeinem Grund nicht möglich sein. Wichtig ist… gut im Womo verteilen, damit mögliche Diebe es möglichst schwer haben.

 

Muss ich vor einer Reise in ein „Nicht-Euro Land“ Geld wechseln?

Ich würde es euch auf jeden Fall empfehlen. Es müssen keine riesen Beträge sein, aber zumindest so viel, dass ihr die ersten 1-2 Tage im Land klar kommt. Es kann immer mal sein, dass z.B. ein Stellplatz nur bar bezahlt werden kann. Genau so wie ein Eis, die ersten Brötchen am Morgen oder der erste Kaffee.

 

Warum sollte ich Münzgeld an Board haben? 

Ein ganz wichtiger Punkt! Auf den meisten Stellplätzen wird die Ver- und Entsorgung, Wasser tanken und Strom an einem Automaten mit Ein Euro oder 50 Cent Münzern bezahlt. Darum solltet ihr euch am besten ein Döschen für Münzgeld im Womo anschaffen und es kann auch nie schaden vor Beginn einer längeren Tour bewusst Münzen bei der Sparkasse einzutauschen.

 

Hilfe für Camping Anfänger

🙂 … Love is in the air… 🙂

 

 

Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern rund um das Thema

„als Alleinfahrer on Tour“

Hast Du nie Angst wenn Du alleine unterwegs bist?

Nein, ich habe tatsächlich keine Angst wenn ich alleine unterwegs bin. Allerdings liegt das NICHT daran, dass ich so super mutig bin, sondern schlichtweg daran, dass ich so reise, dass ich keine Angst haben muss. Davon abgesehen glaube ich, dass in dem Fall zwei Gefühle ganz oft „verwechselt“ werden. Klar, auch ich bin vor meinen Touren immer noch aufgeregt und ich war auch früher ganz extrem aufgeregt, aber Aufregung und Angst ist nochmal etwas anderes.

Natürlich gibt es auch für mich Situationen vor denen ich mich fürchte, aber auf einer ganz normalen Tour sehe ich einfach zu, dass ich nicht in solche Situationen gerate. Z.B. würde es mir Angst machen links durch eine Baustelle fahren zu müssen, es würde mir Angst machen an einem Friedhof zu übernachten und mir persönlich würde es auch Angst machen, in einem komischen Viertel mitten in einer Stadt zu übernachten. Oder auch Eis und Schnee/ Glatteis macht mir Angst, genau so wie z.B. sehr schlecht ausgebaute Landstrassen mit vielen Schlaglöchern und PKWs die mir dann so nah auffahren, dass sie mich stressen. Aber… all diese Dinge habe ich ja selbst in der Hand. Ich muss nicht an der wartenden Schlange LKW vorbei brettern bis die Baustelle kommt und ich links durch die Baustelle muss. Ich muss nicht an einem Friedhof übernachten, noch weniger in einem komischen Viertel einer Stadt. Ich muss nicht notgedrungen Morgens früh los fahren, sondern kann warten bis die Strassen gestreut sind und wenn mich die anderen PKW Fahrer stressen und möchten dass ich schneller über die Landstrasse heize, dann ist der nächste Feldweg, die nächste Einfahrt oder der nächste Rastplatz meiner, ich lasse die PKW’s vorbei und zuckel weiter mit 30 km/h über die Schlaglöcher.

 

Was machst Du, wenn Du eigentlich auf einem normalen Stellplatz stehst, dich aber dennoch unwohl fühlst? 

Definitiv und das ist meiner Meinung nach einer der aller, aller wichtigsten Punkte beim Alleinereisen, hört auf euer Bauchgefühl und fahrt weiter!!! Ich kann diesen Punkt gar nicht so dick unterlegen wie ich gerne möchte, darum nochmal… das eigene Bauchgefühl ist das aller, aller wichtigste für eure Reisen allein!!!! Egal um was es geht, ob euch Menschen komisch vorkommen, ob es ein Stellplatz ist oder was auch immer… sagt euer Bauchgefühl, hier stimmt etwas nicht, dann geht aus dieser Situation raus!!! Genau so ist es aber auch andersherum… sagt euer Bauchgefühl, hier ist alles gut, dann vertraut ihm auch.

Zumal…. es würde euch ja eh nichts bringen z.B. auf einem Stellplatz stehen zu leiben, obwohl ihr euch dort nicht gut/ sicher fühlt. Ihr schlaft dann eh schlecht, zuckt bei jedem Geräusch zusammen oder kommt erst gar nicht in einen richtigen Tiefschlaf, weil ihr immer ein Ohr „draußen“ habt. Sucht euch lieber einen neuen, anderen Ort… auch wenn das bedeutet nochmal ein paar Kilometer weiter fahren zu müssen.

 

Hast Du vorher das Womo Fahren geübt? 

Nein habe ich nicht, allerdings lag der Ort an dem ich die Omi gekauft habe ca. 2 Stunden von Dortmund entfernt und diese erste Fahrt war meine Übung. Ich weiß noch wie mein Papa die gesamten 2 Stunden mit dem Auto hinter mir her getuckert ist. 🙂 Ich muss aber auch sagen, ich für meinen Teil fühlte mich im Zusammenhang mit dem Womo Fahren nie wirklich unsicher. Ich war natürlich total aufgeregt, aber nicht unbedingt unsicher. Ich habe mich gerade auf meinen ersten Touren einfach strikt hinter einen LKW geklemmt und bin so ganz locker und entspannt mit 80 km/h über die Autobahn getuckert.

Wenn ihr allerdings unsicher seid ob ihr mit dem Womo klar kommt, dann ist es auch keine Schande einfach mal Sonntags auf einem großen Parkplatz Womo fahren zu üben. Wichtig ist doch nur, dass ihr sicherer werdet!

Was ich allerdings gemacht habe ist ein spezielles ADAC Womo-Sicherheitstraining. Das habe ich damals zum Womo Kauf von meiner Familie geschenkt bekommen und das Training war SUPER!!!! Für mich war es dabei gar nicht so interessant das Womo fahren an sich besser zu lernen, sondern viel mehr  darüber zu erfahren, wie das Womo wann reagiert und vor allem zu erkennen, dass so ein Womo kein rohes Ei ist! Man kann durchaus auch mal ordentlich auf die Bremse treten, ohne das gleich etwas geschieht! Ich kann euch so ein ADAC Womo- Fahrsicherheitstraining nur wämstens empfehlen, das hat mir nochmal extrem viel gebracht. Für mehr Informationen gelangt ihr hier zur passenden ADAC Seite: Hilfe für neue Wohnmobil & Wohnwagen Besitzer – ADAC Fahrsicherheitstrainings

Gibt es einen Trick wie ich als Alleinfahrer den Grauwasser- Abfluss leichter treffe? 

Also ich habe es am Anfang so gemacht, dass ich mir einen kleinen farbigen Klebepunkt auf die Höhe des Abflusses auf die Womo Wand geklebt habe. Der Punkt muss so hoch sitzen, dass ihr ihn durch den Außenspiegel seht. So wisst ihr beim „Einparken“ an der Entsorgungsstation wo genau der Abbfluss sitzt und müsst dann nur noch den Gulli treffen. Wenn ihr aber erstmal einige Stationen genutzt hat, bekommt ihr auch recht schnell ein Gefühl für den richtigen Punkt.

 

Wie bekomme ich alleine Wasser, wenn eine Person den „Wasser Marsch Knopf“ gedrückt halten muss?

Zum Glück kommen diese Stationen recht selten vor, aber es gibt sie tatsächlich hin und wieder. Wenn es so ist, dass ein anderer Camper eh hinter mir darauf wartet, dass ich „fertig werde“, dann frage ich diese Leute in solchen Situationen, ob sie so lieb wären auf den Wasserknopf zu drücken, während ich den Schlauch  im Einfüllstutzen halte. Sollte es allerdings so sein, dass ich ganz allein an der Ver- und Entsorgung stehe, ist es immer praktisch eine Rolle Klebeband im Handschuhfach liegen zu haben. Dann löse ich das Problem so, dass ich einfach einen Streifen Klebeband über den Knopf klebe, so dass er „eingedrückt“ stehen bleibt. Natürlich löse ich das Klebeband sofort wieder, wenn ich ausreichen Wasser getankt habe.

 

Je näher die erste Reise kommt, je unsicherer werde ich. Was habe ich mir dabei nur gedacht? Kennst Du das Gefühl?

Oh ja, das Gefühl kenne ich nur zu gut und ich glaube ich kann euch sagen, so geht/ging es ganz, ganz vielen (Allein)Reisenden. So ein Womo/ Wowa ist ja keine 5 Euro Anschaffung und plötzlich ist sie da, die Angst vor der eigenen Courage. Aber ich kann euch sagen, das vergeht auch wieder. Wenn ihr erstmal das Womo eingerichtet habt, ein paar Stunden in eurem neuen Zuhause verbracht habt und vielleicht auch einfach mal ein paar Ründchen gefahren seid, werdet ihr von Tag zu Tag glücklicher und könnt es kaum erwarten endlich los zu tuckern.

Aaaaaaaallerdings…   um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen,  es kann gut sein, dass ihr auf eurer ersten Tour direkt ein nettes „Tour Start Tief“ bekommt. Das heißt, gerade die ersten Tage auf der ersten längeren Tour sind „wie dafür gemacht“ an allem und jedem zu zweifeln. Plötzlich lässt die erste große Aufregung nach, man hat „furchtbar“ viel Zeit zum grübeln und schon ist es da, das erste große Tief! Mir ging es ganz genau so und ich habe in den letzten Jahren erfahren, dass es auch ganz, ganz vielen anderen Alleinreisenden so ging.

Ich selbst stand in Frankreich, es hat tagelang nur geregnet und gestürmt, mit den Franzosen kam ich null klar, ich verstand nichts, ich wurde von Tag zu Tag unsicherer was das Womo Fahren angeht, Milla hat das Womo so gar nicht gefallen und ich habe nur noch über mich und mein ach so „verkorkstes“ Leben nachgedacht. Das Resulatat von alledem war, dass ich in Selbstmitleid versank, tagelang nur noch gehault habe und Millimeter davon entfernt war zurück zu fahren, das Womo zu verkaufen und zu sagen, das ganze Womo Thema war ein riesen Fehler. Mein Glück war, dass ich dem ganzen noch eine letzte Chance gegeben habe, gesagt habe ich fahre jetzt nochmal ein ganzes Stück in Richtung Süden, in eine absolute Touri Stadt und wenn da dann immer noch alles mieß ist, war es das für mich. Aber… ich kam in Honfleure an, die Sonne schien, ich wurde direkt auf dem Stellplatz von deutschen Nachbarn begrüßt und von da an konnte ich die Zeit im Womo genießen. Warum schreibe ich euch das alles??? Weil es mir damals unheimlich gut getan hätte zu wissen, dass es ganz vielen anderen Campern genau so geht. Sollte euch also dieses Tief ereilen, dann denkt nicht sofort, dass ihr nicht für das Alleinereisen „gemacht seid“! Ihr müsst einfach nur durchhalten, diese ersten Tage „überstehen“ … und ich sage euch es wird besser!!! Plötzlich steht ihr morgens auf, die Sonne scheint und ein richtig guter Tag beginnt!

Noch viel mehr über dieses Tour Start Tief und was ihr dagegen machen könnt, habe ich euch hier beschrieben: Das Tour-Start-Tief und 8 Tipps dagegen

Gibt es spezielle Produkte die man als Alleinfahrer unbedingt benötigt? 

Also grundsätzlich gibt es kaum etwas, dass ich einem Alleinreisenden besonders ans Herz legen könnte. Die Produkte die jeder Camper an Board haben sollte und die Dinge die bei mir nie fehlen dürfen findet ihr wie gesagt innerhalb der Packliste.

Wenn es allerdings etwas gibt, dass ich Alleinreisenden unbedingt empfehlen würde, dann wäre es eine Rückfahrkamera. Mittlerweile gibt es verschiedene Systeme, die auch gar nicht mehr so extrem teuer sind und die über Bluetooth o.ä. laufen. So müssen nichtmal mehr extra Kabel durch das ganze Womo gelegt werden. Ich glaube (bin mir allerdings nicht sicher), dass diese Systeme auch bei Wohnwagenbesitzern funktionieren sollten, wobei eine Rückfahrkamera an einem Wohnwagen wahrscheinlich gar nicht sooooo dringend nötig ist, wie an einem Womo.

Wenn ihr allerdings alleine mit einem Wowa on Tour seid, dann solltet ihr vielleicht echt über einen Mover nachdenken. Ich weiß die Dinger sind nicht gerade günstig, aber sie sind einfach extrem praktisch! Natürlich gibt es auf Campingplätzen auch meist irgendwelche Nachbarn die mit anpacken, aber das muss man natürlich auf Dauer mögen. Ich glaube ich ganz persönlch (!!!) hätte ein Problem damit, wenn ich immer auf die Hilfe anderer Camper angewiesen wäre. Es geht nicht um „mal etwas fragen“ und schon gar nicht darum selbst anzupacken, sondern einfach nur um das Gefühl dauerhaft zu wissen, ich brauche immer Hilfe, weil ich den Wowa nicht alleine auf die Parzelle bekomme (sollte dem überhaupt so sein!).

 

 

Fragen und Antworten von und für Wohnmobil & Wohnwagen Anfänger

Hilfe für Camping Anfänger

Die umfassende Hilfe für alle Wohnmobil & Wohnwagen Anfänger, Dein Pin für Pinterest.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Ratgeber die meisten Eurer Fragen beantworten. Wie gesagt, wenn ihr noch weitere Fragen habt, dann immer her damit. Und bitte… ihr müsst euch nicht für eure Fragen entschuldigen!!! Wenn ihr euch eine Frage stellt, dann stellen sich die selbe Frage ganz sich viele andere Neu-Camper auch.

Ich würde diese Seite gerne immer weiter ausbauen, so dass Neu-Camper hier auf IsasWomo eine „Anlaufstelle“ bekommen, auf der sie Antworten auf die unterschiedlichste Anfänger Fragen finden. Das klappt auf Dauer aber nur, wenn ihr mir eure Fragen schickt, einiges fällt mir sicherlich auch noch selber ein, aber wie heißt es so schön… manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Egal ob Wohnmobil / Wohnwagen Anfänger oder „alter Camping Hase“… ich wünsche euch ganz viele super schöne Touren und eine aufgregende und entspannte Zeit on the Road. Ihr werdet schnell bemerken, campen mit Womo oder Wowa ist echt kein Hexenwerk.

 

Bleibt gesund, eure

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

 

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Vielleicht ist es euch aufgefallen, in den vergangenen Tagen war es hier auf IsasWomo ganz schön ruhig, aber ich kann euch sagen, das hatte seine Gründe.

Denn in den letzten Tagen… na eigentlich sind es eher Wochen, durchlaufe ich die absolute Blogger/ Camper Gefühlsachterbahn.

Meist warne ich euch ja vor und da dieser Artikel so extrem lang geworden ist, sage ich euch auch heute… es wird mal wieder persönlich! Heute dreht sich alles um mich und dem, was in den letzten Tagen und Wochen geschehen ist!

Klar, mir ist schon bewusst, dass es immer wieder Tage und Wochen im Leben gibt, da läuft einfach nichts richtig rund und JA, ich weiß auch, dass es noch viel schlimmeres gibt, aber aktuell ist echt DER WURM DRIN. Doch bevor ich jetzt noch länger um den heißen Brei herum schreibe, lest selbst!

7 Tage Camper Gefühlsachterbahn – wenn hinter jedem Hoch ein Tief steckt!

Vandalismus am Wohnmobil

Die Schuhabdrücke waren zumindest mehr als deutlich zu sehen… blöde Schwachmachten!

 

In Bezug auf den Blog und vor allem das Wohnmobil, begann eigentlich schon alles vor einigen Wochen. Da kam ich Vormittags an meinem Womo vorbei und musste sehen, dass sich irgendwelche Idioten in den letzten 2-3 Nächten an der Omi zu schaffen gemacht haben.

Ob es nun ein versuchter Einbruch war, oder ein reiner Vandalismus, kann ich nicht sicher sagen, im Grunde ist es ja auch egal. Auf jeden Fall haben dummdreiste Menschen Hand an die Omi angelegt. Zu Beginn haben sie wohl erst versucht einzubrechen, denn sowohl an den Fenstern, als auch an der Aufbautür, waren Hebelspuren zu sehen. Aber die Idioten waren so dämlich, dass sie selbst das nicht hinbekommen haben und danach wahrscheinlich gefrustet einfach “kaputt gemacht” haben.

Sie müssen den Fußabdrücken zufolge auf der Motorhaube und der Windschutzscheibe herumgesprungen sein, dabei haben sie eine Delle in die Motorhaube getreten und die Scheibenwischer abgebrochen.  Zudem haben sie beim Hebeln an der Aufbautür die Türscharniere zerbrochen, sind dann weiter auf das Womo Dach und haben dort ein Dachfenster und das Solarpanel eingetreten.

 

BLÖDE DUMPFBACKEN!!!

 

Sicherlich kann ich noch froh sein, dass sie nicht rein gekommen sind und dort gewütet haben, dennoch sind bereits diese Schäden mehr als ärgerlich.Direkt nachdem ich die Schäden entdeckt und Fotografiert habe ging es dann los mit Anzeige bei der Polizei, Benachrichtigung der Versicherung, 2 Tage später zum Gutachter, mit dem Dekra Gutachter alles durchsprechen und danach begann das lange Warten!

Über 3 Wochen hat es gedauert bis das Gutachten bei der Versicherung lag. In der zwischenzeit habe ich das Dachfenster und die Aufbautür so weit wie möglich mit viel Klebeband und Frischhaltefolie abgedichtet. Nichts desto trotz war das sehr regnerische und kalte Wetter natürlich kein Knaller.

Ca. 5 Wochen nach dem Vorfall stand fest, wie viel die Versicherung übernehmen würde. GOTT SEI DANK ist die Omi zumindest Vollkasko Versichert, so dass die Schäden halbwegs abgedeckt waren, bis auf die 300 Euro Selbstbeteiligung.

 

Das Blogger HOCH durch ALDEN!

 

Zwischenzeitlich hatte sich allerdings das Reisemobiltechnik Unternehmen ALDEN bei mir gemeldet und fragte bezüglich einer Kooperation an. Das war natürlich eine tolle Nachricht für mich, die Omi und IsasWomo.

Ich sage ja, es ist die absolute Blogger / Camper Gefühlsachterbahn, aber das war bei weeeeeitem noch nicht alles!!!

Nachdem wir uns über den Inhalt der Kooperation geeinigt hatten stand auch fest, dass ich einmal nach Metzingen bei Stuttgart fahren werde, um dort, in der Werkstatt Reisemobiltechnik Börner, einer Partnerwerkstatt von ALDEN, die neuen Produkte ins Wohnmobil einbauen zu lassen.

Da ich also eh in die Werkstatt nach Metzingen musste, habe ich abgeklärt, dass ich auch dort die Vandalismusschäden reparieren lasse.

Durch einen kurzen Urlaub auf seiten der Werkstatt und einem vollen Terminkalender, musste die Reparatur dann nochmal einige Wochen nach hinten verschoben werden. Dazu kamen auch noch die extremen Minusgrade vor einigen Wochen. In der Zeit wollte ich nicht unbedingt on Tour sein. Also haben wir den Einbau der neuen ALDEN Produkte und die Reparatur auf Montag, 19.03. gelegt. Da ich einige Tage vorher und hinterher keine Termine hatte, wollte ich diese Zeit für eine kleine Womo Tour nutzen.

 

Frau allein mit Wohnmobil unterwegs

Los gehts…

 

Wie sich diese Tour allerdings entwickeln sollte… damit hätte ich im Traum nicht gerechnet!

 

Auch wenn ich mich natürlich total auf die ALDEN Produkte gefreut habe und auch froh war, dass der Vandalismusschaden repariert werden sollte, begann diese kleine, feine Tour schon zuhause blöd, denn je näher der Tag kommen sollte, je schlechter wurden die Wettervorhersagen und ich spreche nicht von Regen, sondern von Glatteis, Schnee und heftigen Minusgraden.  Juhuuuu…

Daraufhin hatte ich mir überlegt, doch erst Sonntags los zu fahren um wirklich nur Montag an der Werkstatt zu sein, den Tag drauf noch zu einem Stellplatz CHECK zu fahren und dann wieder zurück zu tuckern. Allerdings hieß es dann, dass gerade für Sonntag in West- und Süddeutschland Dauerfrost und Blitzeis vorhergesagt wurde. Somit fuhr ich also doch noch kurzentschlossen am Donnerstagmittag los. Auch wenn ich wusste, dass die kommenden Minustemperaturen mit halb offener Aufbautür und getapten Dachfenster sicherlich nicht super, super schön werden würden, sollte es ja dennoch gehen.

Wir fuhren also entspannt und bei sonnigem Wetter los und ich hatte richtig Lust mal wieder raus zu kommen. Zumal ich auch sagen muss, sowohl gesundheitlich als auch “privat” läuft seit Wochen alles bescheiden. Es wurde also dringend Zeit, dass ich einfach mal wieder ein paar Tage hier raus kam. Ein bisschen Wind um die Nase wehen lassen, dreimal tief durchatmen, ein bisschen anderes sehen und vor allem etwas mehr Schlaf… dann sollte die Welt schon wieder viel, viel besser aussehen. Ich wollte und brauchte also echt nicht viel! Hauptsache raus, frische Luft und ein paar Tage POSITIVE ENTSPANNUNG…  dazu sollte es doch auch an eisigen Tagen reichen, ooooder?!

 

Wohnmobil Stellplatz Sinsheim

Erste Nacht in Sinsheim… bald gibt es auf dem Stellplatz auch Toiletten, Duschen und ein Café

 

Milla und ich zuckelten also nach Sinsheim.

 

In Sinsheim war ich zuvor noch nie, allerdings klang der Stellplatz laut Beschreibung sehr nett, er hatte Strom und eine Ver- und Entsorgung und es gab eine kleine Stadt in erreichbarer Nähe.

Wir erreichten den Stellplatz im dunkeln, ich schloss noch eben das Womo an den Strom an, Milla und ich futterten noch schnell eine Kleinigkeit und verschwanden dann schon müde in unseren Betten. Diese erste Nacht war noch vollkommen normal, ich fühlte mich wohl, ich freute mich auf die neuen ALDEN Produkte die Montag eingebaut werden sollten, die Heizung lief und noch hatte uns die extreme Kälte, die von Nord- nach Süddeutschland zog, nicht erreicht.

Den Freitag Morgen verbrachten Milla und ich sogar noch vor dem Wohnmobil in der Sonne. Dann packte ich unsere sieben Sachen und wir gingen nach Sinsheim rein, um uns das Städtchen anzusehen und irgendwo einen Kaffee trinken zu gehen.

Nachdem wir aus dem Cafe kamen begann es zu schneien und ich hatte tatsächlich das Gefühl, es wurde von Minute zu Minute kälter.

Wir verbrachten noch einen ziemlich gemütlichen Abend im Womo. Allerdings muss ich sagen, die Omi ist für extreme Minustemperaturen einfach nicht gemacht, zumindest nicht in Verbindung mit Frostbeulen wie ich es bin und schon gar nicht, wenn es stürmt, schneit und dazu die Aufbautür immer einen Spalt weit aufsteht.

 

Wintercamping in Sinsheim

Frisch war es… vor allem ohne Heizung!

 

Die „super“ Nacht!

 

Gegen 22 Uhr lag ich schon im Bettchen, Milla hatte es sich auf der Sitzbank gemütlich gemacht (dort war es deutlich wärmer als auf dem “Fuß Kalten” Boden) und ich schaute noch den restlichen Tatort auf dem Laptop, als die Heizung gegen 23 Uhr plötzlich komische Geräusche machte. Wobei nein… eigentlich waren es keine komischen Geräusche, es war das typische Geräusch für “Gas leer”! Wie sollte es auch anders sein… wie immer wird die Gasflasche Nachts leer und am aller liebsten bei Minus 5 Grad und ordentlich Schneefall!

Also blieb mir nichts anderes übrig als nochmal aufzustehen, Jacke an zu ziehen und bewaffnet mit Taschenlampe und Schlüssel die Gasflasche in der Nacht zu wechseln.

Es war so saukalt und ich war bereits so müde, dass ich da draußen fror wie ein Nackthund im Schnee.

Aber es half ja alles nichts, also schnell schnell, Gasflasche zudrehen, Schlauch abdrehen, rote Kappe ab ( das Mistding hatte sich irgendwie “verkeilt”, ich bekam die Kappe also ewig lange nicht ab, ich musste sogar erst noch die gesamte Flasche aus dem Kasten hieven und hab gezogen wie wild, bis diese dämliche Sicherheitskappe endlich von der neuen Flasche runter war) und Schlauch wieder anschrauben. Noch einmal checken ob auch alles gut sitzt, ob der Schlauch auch nicht von der Gaskasten Tür eingeklemmt wird und dann nichts wie zurück ins warme Bettchen.

Zurück im Womo habe ich die Heizung wieder eingeschaltet und habe zudem auch noch schnell den kleinen Heizer aufgestellt, denn mittlerweile war es schon echt kalt im Wohnmobil geworden.

So bin ich also wieder zurück ins Bettchen gekrabbelt, aber irgendetwas stimmte trotzdem mit der Heizung nicht! Sie lief einfach nicht richtig und sprang immer wieder auf Störung!

 

NA SUPER… und das bei mittlerweile Minus 7 Grad (außen)!

 

Aber der Heizlüfter lief und der sorgte auch für ausreichend Wärme. Also schlief ich langsam ein, doch bevor ich so richtig im Land der Träume gelandet bin, schoss mir die Frage ins Gehirn, ob ich denn wohl genug Geld auf der Stromsäule hätte für eine Nacht Heizlüfter?

HMMMMPF! Langsam wurde diese Nacht echt anstrengend! Also nochmal raus aus dem warmen Bettchen, rein in die Schlappen, Schal um und nochmal raus in die Kälte… 4 Euro in die Stromsäule! Das sollte doch wohl reichen!

Gegen halb eins lag ich endlich im Bettchen und schlief ein… genau eine Stunde lang!

Denn dann wurde es meinen Nachbarn anscheinend zu kalt. Ich hatte mich eh schon gewundert, denn meine Stellplatz Nachbarn standen in dieser eisigen Nacht mit aufgeklappten Hochdach im Bulli neben mir.

Darin wurde es anscheinend zu kalt, denn die beiden begannen das Hochdach ein zu klappen. Dies wollte allerdings von innen nicht wirklich klappen, also stieg der junge Mann aus und klappte mitten in der Nacht das Hochdach ein….

Noch jemand der mit den kalten Temperaturen in dieser Nacht zu kämpfen hatte.

Es dauerte eine ganze Weile bis ich wieder eingeschlafen war, aber durch den Heizlüfter war es zumindest halbwegs warm.

 

Aber… auch das sollte es für diese Nacht noch nicht gewesen sein!

 

Es dauerte wiederum ungefähr eine gute Stunde, da wurde ich erneut geweckt. Diesmal waren es allerdings die Nachbarn vor mir. Bereits am Abend hatte ich gesehen, wie mein Nachbar immer wieder am Gaskasten hantierte. Ich war also bei weitem nicht die Einzige, der die deutlichen Minustemperaturen zu schaffen machte. Denn mitten in der Nacht begannen meine Nachbarn ihr Stromkabel einzupacken und es dauerte nicht mehr lange, da verließen die beiden mitten in der Nacht den Stellplatz.

Hmmmm… einer hatte also aufgegeben.

Mittlerweile war es nach 4 Uhr Nachts aber ich schlief tatsächlich nochmal ein. Allerdings nicht wirklich tief! Denn irgendwas war anders…

Obwohl ich dank doppeltem Oberbett warm und muckelig in meinem Bettchen lag, bemerkte ich doch recht schnell, es wurde kalt und kälter und jetzt, im Halbschlaf, bemerkte ich auch was anders war… der Heizlüfter lief nicht mehr bzw. sprang nicht mehr an!

Im allerersten Augenblick dachte ich noch… EGAL, MIR IST NOCH WARM! Aber 3 Sekunden später war mein Hirn zumindest so wach, dass auch mir klar wurde. Bei Minus 7, Minus 8 Grad ist keine Heizung plus eine nicht ganz dichte Aufbautür und ein abgeklebtes Dachfenster, keine Alternative. In ein paar Minuten würde es in der Omi so kalt werden, dass nicht nur ich, sondern auch Milla beginnen würde zu frieren.

Es blieb mir also nichts anderes übrig als um ca. 4:30 Uhr aus meinem muckelig warmen Bettchen zu krabbeln und aufzustehen.

BRRRRRRR… es war so kalt, dass ich schlagartig hellwach war. Also erstmal schnell Milla zudecken und einmuckeln. Die kleine, alte Pfote muss ja nicht noch unter meiner Dummheit leiden.

Als nächstes wäre Wasser kochen gut, denn Kaffee klang super und Wasser kochen bedeutete auch WÄRME! 🙂 In der Nacht hatte es noch weiter geschneit und auch jetzt schneite es schon wieder. Da neben dem Lüfter auch das Lämpchen des Kühlschranks nicht mehr brannte, war also irgendwas mit dem Strom. Ich musste also nochmal rauß, das 3. mal in dieser Nacht!

 

Camping mit Hund im Wohnmobil

Hauptsache der kleinen, alten Pfote geht es gut!

 

Und die nächste Abfahrt auf der Camper Gefühlsachterbahn – Schnee und Eis die DRITTE!

 

Was in diesem Fall auch bedeutete, ich musste jedesmal durch das Fahrerhaus krabbeln, denn die Aufbautür war ja noch defekt. Das Fahrerhaus hatte ich allerdings so gut wie möglich “abgedichtet”, samt Thermofolie und Thermovorhang.

Also… Parker an, dicke Socken an, Schuhe an, alle möglichen Vorhänge zum 3. mal diese Nacht zur Seite zuppeln und nichts wie raus! Gut das auf dem Stellplatz nicht viel los war und meine direkten Nachbarn hatten ja augenscheinlich eine ähnlich doofe Nacht. An der Stromsäule wurde dann klar, zumindest lag das “kein Strom haben” nicht am Kabel oder der Feuchtigkeit, 4 Euro Stromkosten waren anscheinend immer noch zu wenig für eine so eisige Nacht und den kleinen Heizlüfter.

Also… nochmal 3 Euro!

Gott sei dank hatte ich vor Tourstart noch bewusst Geld, 1 Euro und 50 Cent Münzen, bei der Sparkasse wechseln lassen, so hatte ich zumindest ausreichend Kleingeld.  Wenigstens etwas!

Zurück im Wohnmobil lief mein kleiner Lüfter auch schon auf Hochtouren und es wurde deutlich wärmer. Ich war hellwach, der Kaffee kochte und so setzte ich mich um kurz vor 5 Uhr an den Laptop.

 

Juhuuu, was eine erholsame Nacht, genau das hatte ich mir NICHT gewünscht!

 

Nach 3-5 Bechern Kaffee, zig Lagen Kleidung und der ersten Runde Gassi, kümmerte ich mich am Vormittag um die Heizung. Irgendwas musste ich ja anscheinend beim Flaschentausch falsch gemacht haben, denn zuvor lief die Heizung ja noch. Auch wenn es schon lange (Wochen & Monate lang) so war, dass die Heizung immer mal wieder eine Störung angezeigt hat, musste es diesmal am Gasflaschentausch liegen.

Also habe ich nochmal von vorne begonnen, die Verbindung zur neuen Gasflasche “gekappt” und alles mit Ruhe, Geduld und Handschuhen neu zusammengesteckt.

Nachdem das geschehen war, schaute ich Volltrottel auch endlich mal auf den Gasflaschen Verschluss und es wurde klar, ich hatte vergessen die Gasflasche auf zu drehen! Für das Kaffeewasser am Morgen war anscheinend noch ausreichend Gas in den Leitungen, aber die Heizung bekam “nix”.

Die ganze Nacht war also nur so bescheiden, weil ich die Gasflasche nicht aufgedreht hatte… ICH IDIOT! Ich sage es ja, wenn es nicht läuft, dann läuft es einfach nicht!

Den Samstag verbrachten Milla und ich ähnlich wie den Tag zuvor. Ein bisschen Arbeit, ein bisschen Blog, ein bisschen Kaffee trinken und am Abend folgte eine Folge “Kitchen Impossible” die ich in den Wochen zuvor verpasst hatte.

An diesem Abend ging ich schon früh zu Bett, den gesamten Tag fühlte ich mich schon wie “ferngesteuert”, ihr kennt dieses typische Gefühl sicher auch, wenn einem schon lange und von Tag zu Tag mehr Schlaf fehlt.

 

Es folgte eine gute, warme und ruhige Nacht.

 

Nur meine Nachbarn versuchten es doch tatsächlich nochmal mit dem aufgeklappten Hochdach und auch diese Nacht wurde es ihnen wieder zu kalt. Es war aber auch echt eisig an diesen 3-4 Tagen, sogar so eisig, dass am nächsten Tag das gesamte Wohnmobil voller Eiszapfen hing.

Mittlerweile war der Sonntag gekommen, Zeit weiter zu fahren! Am nächsten Morgen sollte ich bereits um 8:30 Uhr an der Werkstatt sein. Von Sinsheim bis Metzingen waren es aber noch gut 120 km, also viel zu viele Kilometer, um morgens mal eben schnell zur Werkstatt zu fahren.

Das Metzinger “Umland” ist  allerdings schon sehr, sehr grün und teilweise auch echt ganz schön „bergig“, zumindest für ein Ruhrgebiet Mädel wie ich es bin. Da es aber eh schon so extrem kalt war, wollte ich diese Nacht nach Möglichkeit nicht noch in der “tiefsten Natur” verbringen, sondern am besten irgendwo in einer Stadt. Geschützt zwischen Häusern sollte es nicht ganz so kalt werden, wie irgendwo in der Natur.

Der erstbeste “City Stellplatz” lag in Kirchheim unter Teck, da sollte die Reise also hingehen.

 

Und die Camper Gefühlsachterbahn ging in die nächste Runde!

 

Ich ließ es an diesem Vormittag bewusst langsam angehen, damit alle möglichen Straßen weitestgehendst von Schnee und Eis befreit waren, bevor ich los tuckern wollte. Am frühen Mittag waren die Strassen und ich endlich so weit, dass ich bereit zum los fahren hinterm Steuer saß.  Doch … … … die Omi machte keinen Mucks!!!

Ich hatte seit Tagen ein schlechtes Bauchgefühl und ich habe schon die gesamte Zeit gedacht, diese eisigen Temperaturen mag die Omi nicht… jetzt sollte sich mein Bauchgefühl mal wieder bestätigen.

Super, das lief ja alles spitzenmäßig!

Auch nach dem dritten und vierten Versuch und ganz gleich wie oft ich vorglühen ließ, die Omi sprang einfach nicht an!

Tja und jetzt??? Natürlich hätte ich den ADAC anrufen können, aber vielleicht ging es ja auch anders. Ein Startkabel habe ich immer an Board und ich hatte das Glück, dass ein anderer Womo Paar gerade den Stellplatz verlassen wollte.

Also bin ich schnell zu den Leuten gelaufen und konnte sie ganz lieb davon Überzeugen mir Starthilfe zu geben. Die Leute waren echt klasse und rucki, zucki hing die Omi am Starthilfekabel und erwachte aus ihrem Winterschlaf.

 

Wohnmobilstellplatz Neuffen

Bis auf die Minus 16 Grad in der Nacht, war es in Neuffen eigentlich echt schön!

 

Juhuuuu, wieder ein gelöstes Problem… aber um dieses vorweg zu nehmen, es sollten noch einige folgen! ;-(

 

Milla und ich sind dann entspannt nach Kirchheim unter Teck gefahren und kamen dort wohlbehalten auf einer Art “Marktplatz” an, auf dem sich auch der Stellplatz befinden sollte.

Da in der Stellplatz App geschrieben stand, dass der kleine Stellplatz in Kirchheim unter Teck zwar das gesamte Jahr über geöffnet sei, es aber sowohl im Frühjahr, als auch im Herbst, jeweils eine Woche “Volksfest” geben würde, in dessen Zeit der Stellplatz gesperrt sei, habe ich die Lage nochmal ganz bewusst vorher auf der Internetseite der “Stadt” gecheckt. Aber alles gut, das Fest war bereits vorüber und der Stellplatz geöffnet. Das klang ja eigentlich alles ganz gut, bis ich am Ziel ankam.

Der einstige Stellplatz war “gesperrt” und sämtliche Stromsäulen abgeschaltet. Dafür gab es aber einen kleinen, mit Schildern ausgewiesenen extra Bereich für Wohnmobile…..  inmitten einer riesigen Pfütze! Woooobei Pfütze ist eigentlich untertrieben… es war eher ein Teich, an manchen Orten würde man es gar See nennen.  Pffffffffffffffff… da bleib ich ganz sicher nicht stehen!

 

Also Stellplatz Nummer zwei!

 

Als nächstes suchte ich mir einen Stellplatz aus, der ebenfalls nicht so weit von der Werkstatt entfernt lag und der auch nicht so ganz extrem hoch liegen sollte. Dafür konnte ich schon auf der Stellplatz App sehen, dass dieser 2. Stellplatz sehr, sehr “grün” gelegen ist.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass das Einzige was mir in Bezug auf das Womo fahren Angst macht Eis und Schnee ist? Autofahren bei Glätte, das ist mir echt ein Graus!

Aber es half ja alles nichts… ich musste zu diesem 2. Stellplatz. Also drehte ich um und fuhr nochmal 18 km weiter. 18 km die mich mindestens 3 neue graue Haare gekostet haben. Denn der Weg zum Stellplatz war nicht nur schneereich, der Weg führte einen Berg hoch samt 17% Steigung und Serpentinen.

 

MAAAAAAANN… ehrlich, was war denn los??? Musste das jetzt auch noch sein?

 

Also zuckelte ich im ersten Gang diesen Berg hoch, aus einem BRUUUUMMMM wurde ein BRUUUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMMMMM und ich hab die ganze Zeit nur gedacht… nur nicht rutschen!!! Bitte Omi, halte durch und klammer Dich fest, nur nicht rutschen!!!

Während ich also noch auf dem Weg nach oben war, überlegte ich schon, wie ich da denn wohl am nächsten Morgen wieder runter fahren sollte??? Den Gedanken verschob ich klipp und klar auf später,  ich hatte schon genug Probbleme, erstmal schauen wo dieser verdammte Stellplatz war.

Es ging nochmal einige Kilometer weiter, bis ich den  “Stellplatz” in Hülben/ Reutlingen erreicht hatte. Eine kleine, ABGESPERRTE Wiese zwischen Wald und Landstrasse. Kein anderes Womo weit und breit… halb im Wald… die Stromsäulen standen mehr schlecht als recht an einem Abhang und dazu hing da auch noch eine Kette. Hier bleib ich definitiv auch nicht!!!

 

DER GANZE WEG UMSONST!!!

 

Ich hätte am liebsten ins Lenkrad gebissen… jetzt hatte ich gerade diese beschissenen Serpentinen hinter mir und konnte sie direkt wieder zurückfahren, denn die 3. Stellplatz Möglichkeit lag in der anderen Richtung.

Diesen 3. Stellplatz in Neuffen hatte ich eigentlich schon von Beginn an im Auge, zumal mir die Werkstatt diesen Stellplatz auch empfohlen hatte. Allerdings konnte ich den Kommentaren der Stellplatz App schon entnehmen, dass der Stellplatz in Neuffen sehr grün und relativ weit oben liegen muss. Bei so heftigen Minusgraden nicht unbedingt dass, was ich gesucht habe. Aber es half ja alles nichts!

 

Also auf zu Stellplatz Nummer drei an diesem Tage.

 

Nachdem ich die Serpentinen hinter mir hatte, kam ich auch recht schnell in Neuffen an. Der Stellplatz lag tatsächlich, wie schon geahnt, auf einer Art “Bergplateau” … oder besser „Hügelplateau“ aber ansonsten war es mit Abstand der beste Stellplatz an diesem Tag. Im Sommer könnte ich es mir hier sogar richtig, richtig nett vorstellen, denn man hat einen tollen Blick auf die kleinen Dörfer der Region und  eine gegenüberliegende Burg.

Jetzt, trotz dieses miserablen Wetters, standen sogar noch 4 weitere Wohnmobile da oben auf dem Stellplatz.

Ich parkte also ein und war erstmal froh endlich irgendwo angekommen zu sein.  Doch ganz, ganz schnell… stellte sich das nächste Problem heraus.

Wie ich ja schon gesagt hatte, hab ich schon lange ein paar Elektroprobleme am Womo. Mal funktioniert der Kühlschrank nicht während der Fahrt, mal blinkt die Heizung auf Unterspannung, obwohl ich am Strom stehe, mal sind die Lampen so funzelig, dass ich kaum etwas sehe, obwohl die Batterie voll geladen ist.

Wie auch immer… ich brauchte definitiv Strom! Laut Wetterbericht sollte dies die kälte Nacht im Raum Stuttgart werden und ich stand oben, auf einem Hügel, mitten im Wind! Ohne die Möglichkeit den Heizlüfter zur Not anzuschließen, wollte ich da nicht stehen bleiben.

Es gab auch die Möglichkeit Strom anzuschließen und es waren auch noch einige Stromsäulen frei…. allerdings nahm der Automat nur und ausschließlich 2 EURO STÜCKE!!!

Hatte ich erwähnt, dass ich extra Geld habe wechseln lassen… in Ein Euro Stücke und 50 Cent Stücke??? … 2 Euro waren da nicht bei und ich hatte in meinem Portmonee auch nur noch ein einziges 2 Euro Stück!

 

Camper Gefühlsachterbahn beim Wintercamping

Eigentlich war es so gemütlich… wenn ich doch bloß meinen Kopf ausschalten könnte!

 

Das ist ja mal doof gelaufen!

 

Also klopfte ich nach und nach bei all meinen Womo-Nachbarn an, aber auch die hatten sich ihre 2 Euro Münzen zusammen gesammelt und konnten so also (verständlicherweise) mein Geld nicht wechseln.

Zum Glück gab es eine Art Waldparkplatz hinter dem Stellplatz und so begann also das Spiel: Warten, raus stürmen und fragen! Nachdem ich 6 Leute gefragt hatte (es war Sonntagnachmittag und ich hatte das Glück, dass viele Hundebesitzer im Wald unterwegs waren) hatte ich endlich 3 x 2 Euro in der Hand. Damit kam ich definitiv bis zum nächsten Morgen aus.  Erfrieren sollten wir also nicht, juhuuuu!

Endlich konnten Milla und ich es uns hinten im Womo gemütlich machen und obwohl es warm und muckelig war…

 

in den nächsten Stunden begann der absolute “Grübel-Horror”.

 

Am nächsten Tag sollte ich bereits pünktlich um 8:30 Uhr an der Werkstatt stehen und natürlich freute ich mich total auf die vielen neuen Produkte durch Alden und auch über die Reparatur der Vandalismusschäden. Aber ich hatte auch mehr als eine horror Vorstellung im Kopf, die mich absolut nicht zur Ruhe kommen ließ.

Die letzten Wochen liefen konsequent bescheiden… was mache ich nur, wenn die Werkstatt plötzlich sagt, wir können die Sat Anlage gar nicht einbauen, das gesamte Womo Dach ist morsch. Oder, was mache ich, wenn einer von der Werkstatt das Dach betritt und danach läuft mir das Wasser in Bächen ins Womo?

Es wurde von Stunde zu Stunde schlimmer, auch wenn ich wusste, dass diese Panik vollkommen Sinnlos war… ich konnte an nichts anderes denken und je später der Abend, je stärker wurden meine “Bauchschmerzen”.

 

Dazu kam aber noch ein ganz anderes Problem…

 

Was mache ich, wenn die Omi am nächsten Morgen wieder nicht anspringt? Montagmorgen, nach einer so eisigen Nacht… da hat der ADAC doch wahrscheinlich Großkampftag. Wie sollte ich dann pünktlich zur Werkstatt kommen? Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mir das alles zu Herzen nehmen kann!

Irgendwann bin ich ins Bettchen gegangen, aber eigentlich war mir schon klar, auch das wird wiedermal keine Nacht in der ich ausreichend entspannten Schlaf bekommen werde. Gegen halb vier in der Nacht bin ich tatsächlich wieder aufgestanden, habe mir Tee gekocht und allen ernstes sämtliche Womo Ecken und das gesamte Dach “abgetastet”, ob mir irgendwas morsch vorkommt. Mein Bauchgefühl war die ganze Zeit schon so schlecht, ich habe kein Auge zu bekommen. 

Nach dieser Aktion, habe ich mich nochmal eine Stunde samt Decke unten ins Womo gelegt, bevor um Punkt 6 Uhr der Wecker geklingelt hat. Ich hatte mir ganz bewusst den Wecker so früh gestellt, damit ich noch Zeit habe, sollte die Omi nicht anspringen. In der Nacht hatte ich allerdings einen Blick auf das Außenthermometer geworfen und nachdem es dort oben auf dem “Berg” bis auf MINUS 16 GRAD runter ging, bin ich schon fast davon ausgegangen, dass das der Omi viel zu kalt sein wird!

Eine knappe Stunde bevor ich an der Werkstatt stehen sollte saß ich also wieder hinter dem Lenkrad und hab mir selbst soooo die Daumen gedrückt, doch…. NIX! 

 

Die Omi war schon wieder im Winterschlaf!

 

ICH WERDE BALD WAHNSINNIG!!!!

 

Die Omi tat schon wieder nichts als müde zu “gurgeln” … also…Zack-Zack… ADAC!

Das war der Moment, an dem ich das erste Mal auf dieser Tour geheult habe. Ich war soooo fertig, mir war kalt, ich war müde und schiss vor dem Tag in der Werkstatt hatte ich auch!

Während ich also heulend auf dem Fahrersitz saß und auf den ADAC gewartet habe, wurde der Womo Nachbar zwei Wohnmobile weiter wach und ging samt Kaffeetasse vor sein Womo. Der gute Mann war mit einem riesen Outdoor Mobil unterwegs, sah mich  heulend im Fahrerhaus sitzen ( so schnell konnte ich gar nicht aufhören zu heulen, wie der um die Ecke “geschossen” kam) und kam erstmal rüber.

Schnell stellte sich heraus, dass er seit einigen Tagen da oben in Neuffen auf dem Stellplatz fest saß, weil das Womo nicht mehr ansprang und der ADAC ihn nicht abschleppen kann. Er stand mittlerweile mit irgendeiner Werkstatt in Kontakt und wartete seit Tagen da oben weiter auf Ersatzteile. HORROR!

Das war nicht unbedingt das, was ich hören wollte. Er wiederum war aber froh, dass gleich der ADAC kommen würde, denn der “gelbe Engel” sollte ihm noch einige Fragen beantworten.

Laut ADAC Callcenter sollte ich 30-45 Minuten warten. Wenn die Omi dann sofort anspringt, würde ich es noch fast pünktlich zur Werkstatt schaffen. Nichts desto trotz habe ich Roland Börner von Reisemobiltechnik Boerner natürlich informiert, dass ich so schnell zur Werkstatt komme, wie ich nur kann.

Glücklicherweise kam der ADAC dann auch tatsächlich recht schnell um mir Starthilfe zu geben.

Huiiiiiiiddddii wuiiiidiiiiii… da hat sich die Omi aber schwer getan! Erst beim 3. Anlauf ist sie aus ihrem Winterschlaf angesprungen. Der ADAC hat dann nochmal schnell die Lichtmaschine durchgemessen, da war aber zum Glück alles gut.

 

Puhhhhh… nach dieser Camper Gefühsachterbahn Abfahrt musste ich erstmal durchatmen…

 

Ich stand also nicht weiter auf dem Stellplatz in Neuffen fest, konnte mich direkt auf den Weg zur Werkstatt begeben und im Rückspiegel konnte ich noch sehen, wie der gelbe Engel weiter zu meinem Nachbarn gegangen ist. Ich hoffe der Nachbar steht da oben nicht noch immer.

Mit 10-15 Minuten Verspätung bin ich, mit einem ganz, ganz mulmigem Gefühl im Bauch, an der Werkstatt gelandet.

Dort wurde ich allerdings total lieb von Roland und seinem Bruder in “Empfang genommen” und von da an begann ein laaaanger Tag in der Werkstatt, an dem tatsächlich schon wieder mehr als ein Problemchen entdeckt wurde. Hmmmmmm… 🙁

Wie dieser Tag in der Werkstatt genau verlief, welche Produkte ich von Alden bekommen habe und welche Probleme zwischenzeitlich aufgetaucht sind, könnt ihr in diesem Artikel lesen: ALDEN & IsasWomo

 

Eins kann ich hier aber verraten… das Dach war nicht morsch und eingebrochen ist auch niemand. 🙂

 

Nach einem laaaangen Tag bin ich abends glücklich und zufrieden zum nur 8 Kilometer entfernten Stellplatz in Bad Urach getuckert. Das war eigentlich GENAU so ein Stellplatz, den ich den Tag zuvor gesucht hatte. Mitten im Ort gelegen, einige Geschäfte und Cafes drum herum und eine Therme gibt es sogar auch, auch wenn die Therme für meinen kurzen Aufenthalt nicht  wichtig war. Solltet ihr in der Ecke sein, der Stellplatz in Bad Urach ist wirklich nett und liegt nur 8 km von Metzingen entfernt. Allerdings sind die Parzellen relativ schmal, zumindest wenn der Stellplatz voll belegt ist.

Warum bin ich da nicht schon eher hingefahren? Weil in der Stellplatz App stand, dass man sich einen “Stromkasten Schlüssel” an den Öffnungszeiten in der Touri Info abholen muss, was an einem Sonntag ja durchaus ein Problem darstellen könnte. Darum hatte ich diesen Stellplatz am Tag zuvor ausgeschlossen, denn ohne Strom wollte ich ja auf keinen Fall stehen, weil die Omi ja zwischendurch immer diese “Hänger” hatte. (In der Werkstatt wurde übrigens geklärt woher diese Hänger kamen und dank einer meisterlichen Arbeit, wurde alles repariert. Wie gesagt, dazu im anderen Artikel mehr.)

Die Sache mit dem “Stromkasten Schlüssel” in Bad Urach stellte sich dann aber doch als gar nicht so schwierig heraus, denn  (und das auch als Info für euch): Sobald die Touri Info geschlossen ist, bekommt man den Stromkasten Schlüssel in der Therme! Dies steht leider nicht in der Stellplatz App, aber man findet die Info irgendwo auf der Internetseite. 

 

Wohnmobil Stellplatz Bad Urach

Da war endlich mal alles gut, Milla und ich auf dem Stellplatz in Bad Urach!…

 

Puhhhh was war ich platt… !!!

 

Obwohl ich doch selber gar nicht gearbeitet hatte, fiel mir ein rieeeeesen Stein vom Herzen, als Milla und ich an diesem Montag Abend glücklich, zufrieden und mit allerhand neuer Womo Produkte in Bad Urach standen. Das Womo war “wie neu”, die neue Sat-Anlage lief 1A und wir hatten einen super Abend vor der Flimmerkiste.

Es folgte die erste richtig gute Nacht seit Tagen. Ich habe in dieser Nacht geschlafen wie ein Stein!

Tagelang hatte es geregnet, geschneit oder irgendwas dazwischen, aber selbst der Himmel war in den Stunden in Bad Urach “gut gelaunt”, denn am nächsten Morgen strahlte der Himmel mit der Sonne um die Wette!

Es war so schön, dass Milla und ich sogar vor dem Womo (warm angezogen) Kaffeetrinken konnten. Endlich schien alles zum ersten Mal seit langem wieder gut! Ich war sooooo happy, dass das Womo wieder gut lief, dass die neuen Produkte so toll waren… definitiv ein absolutes HOCH auf meiner Camper Gefühlsachterbahn.

 

Wohnmobilstellplatz Michelbach an der Bilz

Wohnmobilstellplatz Michelbach an der Bilz (Foto by M.Helbig)

 

Aber wie das auf einer Achterbahn nunmal so ist… die nächste Talfahrt folgte prompt!

 

Nach dem Tag in der Werkstatt, wollte ich mich am Dienstag auf den Weg zum Stellplatz in Michelbach an der Bilz aufmachen. Dieser kleine, kostenlose Stellplatz liegt 1,5 Stunde von Metzingen entfernt und der Verantwortliche hatte sich bei mir für einen StellplatzCheck gemeldet. Erst hatte ich mich ein wenig gewundert, dass sich der Verantwortliche bei mir gemeldet hat, obwohl es sich um einen ganz kleinen, kostenlosen Stellplatz handelt.

Nichts desto trotz liegt dieser Stellplatz in Michelbach an der Bilz  total schön im Grünen, es gibt Strom und eine Ver- und Entsorgung und der Aufenthalt ist wie gesagt kostenlos.

Das besondere hier ist, dass es sich aktuell noch um eine Art Probe-Stellplatz handelt. Kommt dieser kleine, kostenlose Stellplatz gut an, gibt es die Chance auf Vergrößerung. Das ist doch mal ein Grund einen Stellplatz zu besuchen.

Es gab also eine weitere Kooperation für IsasWomo, ich musste mich nur noch auf den Weg begeben.

Hollywood hätte es nicht besser machen können, sobald ich mit Milla zusammen im Womo saß um los zu tuckern, zog sich auch der Himmel wieder zu. Es wurde grau und grauer. Da es aber insgesamt nicht so kalt war und die Werkstatt am Tag zuvor noch einiges “gerichtet” hatte, sprang die Omi direkt beim ersten Versuch an! 🙂 YES!

BRUMMMMMM, BRUMMMM, BRUMMM … SUPER 🙂 wir konnten also los tuckern.

Nach einer knappen Stunde Fahrt musste ich nochmal tanken, aber auch danach lief alles wunderbar, die Omi lief wie geschmiert… wir konnten glücklich und zufrieden weiter zum Stellplatz tuckern.

Zwischenzeitlich  hatte ich mich auch nochmal bei dem Stellplatz Verantwortlichen gemeldet, damit er bescheid wusste, dass ich auf dem Weg bin und in ca. einer Stunde vor Ort ankommen werde.

Milla und ich verließen also die Tankstelle und damit einhergehend fing es erneut an in dicken Flocken zu schneien.

 

Blogger / Camper Gefühlsachterbahn

Da hinten hängt die Omi an der „Brille“ … 🙁

 

Tja… und dann kam der absolute Tiefpunkt dieser Blogger / Camper Gefühlsachterbahn!

 

Am nächsten großen Autobahnkreuz, zwischen A81 und A6 musste ich die Autobahn wechseln. Ich fuhr also auf die Abfahrt, kam noch gerade um die Kurve und dann, am schlechtesten Punk, begann auf einmal der Motor zu rattern.

Haltespur oder Nothaltebuchten gab es weit und breit keine, also bin ich noch ein Stückchen weiter gerollt, so dass ich zumindest aus der Kurve raus kam und stand dann, samt Warnblinklicht, mitten auf der Beschleunigungsspur.

Mein Blick ging Sekundenlang nur nach hinten, weil ich dachte, gleich knallt mir der nächste LKW auf.  

UND NUN???

Nach den ersten Sekunden Schockstarre begann ich mit dem vorgeschriebenen “Prozedere”. Erstmal Warnweste an! Das Warndreieck herauskramen und dann musste ich aussteigen. Während des Rollens hab ich das Womo noch so weit wie möglich nach rechts gezogen, damit ich nicht komplett auf der Beschleunigungsspur stand. Das war allerdings jetzt nicht so wirklich praktisch, denn so musste ich die Tür zur Autobahn hin öffnen und aussteigen.

 

Ich hatte echt Schiss!

 

Ich bin also ausgestiegen, bin dann neben der Leitplanke entlang gelaufen, möglichst weit in die Kurve und hab dort irgendwo das Warndreieck aufgestellt. Die ganze Aktion lief, während es immer stärker gestürmt und geschneit hat.

Zum Thema Warndreieck  noch ein wirklich gut gemeinter Tipp!

Sicherlich lag es auch an meiner Aufregung und an den eiskalten Händen, aber ich hatte das Gefühl, ich habe eine kleine Ewigkeit benötigt, bis ich dieses verdammte Warndreieck zusammen gebaut hatte.

Ich weiß nicht ob diese Dinger immer so wiederspenstig sind, oder ob mein Warndreieck einfach extrem bescheiden ist… aber ich hab wirklich lange gebraucht und kann euch nur den Tipp geben, schaut euch das Warndreieck mal in einer ruhigen Minute an. Bei meinem Warndreieck war das wie bei diesen “Klapp-Liegestühlen”! Wenn man einmal den Dreh raus hat, weiß man wie man die Streben und das Tuch drehen muss, aber man muss es eben erst einmal wissen! Ich wusste es nicht! Und die Aufregung, die Kälte und der Wind haben es nicht leichter gemacht.

Irgendwann hatte ich das Dreieck zumindest halbwegs zusammengebaut und bin zurück zum Womo gelaufen.

Mir war schon klar, dass man eigentlich nicht im Auto bleiben soll, aber es war soooo kalt und sooo windig, ich konnte nicht raus, ehrlich nicht!

Sobald ich wieder im Womo saß, habe ich den ADAC alarmiert und beschrieben wo ich stehe. Dazu muss ich mal ehrlich sagen… so zufrieden ich bisher immer mit dem ADAC war, aber in diesem Moment hatte ich anscheinend einen absoluten Volltrottel am Telefon. Es war jetzt wirklich nicht so schwierig zu beschreiben wo genau ich stehe, Autobahnkreuz A81/ A6 und ich bin gerade im Moment auf die A6 richtung Nürnberg aufgefahren.

Das hat der Gute aber einfach nicht kapiert und wir haben bestimmt gute 15 Minuten Telefoniert, bis er halbwegs gecheckt hat, wo ich mich gerade befinde. Der hat mich immer  und immer wieder gefragt ob ich in Dortmund stehe… NEIN, ICH STEHE NICHT IN DORTMUND! ICH STEHE IN SÜD-DEUTSCHLAND MITTEN AUF DER AUTOBAHN BESCHLEUNIGUNGSSPUR UND GERADE HÄTTE ES SCHON ZWEIMAL FAST GEKNALLT, WEIL MIR BEINAHE EIN LKW DRAUF GEDONNERT WÄRE! JETZT SIEH ZU!!!!!!

Verdammt nochmal…!!!  Nachdem ich dann echt sauer wurde, hat sich der Trottel mal konzentriert und zumindest verstanden, dass ich nicht in Dortmund stehe. Wobei… so richtig kapiert hat er es dann doch nicht. Denn ca. 10 Minuten nachdem ich aufgelegt hatte, klingelte mein Handy erneut und ich hatte ein örtliches Abschleppunternehmen am Hörer. Erste Frage… Der ADAC hat gesagt er kann nicht sagen wo sie sich befinden. Können Sie so gar nicht sagen auf welcher Autobahn sie sich befinden???

Ich dachte ich werde verrückt! Ich hab der Dame dann nochmal erklärt wo ich stehe und ihr war das ganze dann auch eigentlich direkt klar. Sie würden mich als Notfall vorziehen, aber es könnte schon 30 Minuten dauern, bis jemand vor Ort wäre.

Jetzt begann das Wartenzweimal war es tatsächlich so knapp mit den heran rauschenden LKW’s, dass ich Milla schon nach vorne zwischen meine Beine gerissen habe… ich glaube  zwischenzeitlich lag mein Puls bei 300!

 

Doch dann kam Gott sei Dank die Polizei!

 

Ich weiß nicht wer die Beamten informiert hat, im Grunde war es mir auch egal, ich war nur froh, dass sie da waren. Nachdem die Polizei meine Daten gecheckt hatte und auch feststand, dass ich nicht vergessen hatte zu tanken, durfte ich mich zurück ins Wohnmobil setzten. Mittlerweile hatte es so stark begonnen zu schneien, das man wirklich kaum etwas sah. Darum hat die Polizei begonnen das Wohnmobil hinten mit blinkenden Warnlampen abzusperren und sind selber mit dem Streifenwagen zurück in die Kurve gerollt, so dass die anderen Autofahrer bereits in der Kurve vorgewarnt wurden, denn mein kleines Warndreieck sah bei dem Wetter ganz sicher niemand. 

Puhhhh… da viel mir schonmal der erste riesen Stein vom Herzen, so war ich zumindest im Womo erstmal weitestgehendst sicher.

 

Jetzt kam der erste Moment in dem ich Zeit hatte mir Gedanken um das Womo zu machen und schon liefen die Tränen! Ich hab geheult, geheult, geheult!

Ich saß da wie ein Häufchen Elend und die Tränen liefen so schnell, ich konnte mich gar nicht beruhigen! Während dieser Zeit des Wartens auf den Abschlepper viel mir Roland ein, der Werkstattbesitzer und Alden Partner. Konnte es vielleicht daran liegen? Könnte sich vielleicht irgendwas gelockert haben was jetzt zu den heftigen Motorgeräuschen führt?

Also habe ich von der Autobahn aus Roland in der Werkstatt angerufen, vielleicht hatte er ja eine Idee, die ich dem ADAC weitergeben konnte, auch wenn ich mir eigentlich nicht vorstellen konnte, dass es daran lag. Die Werkstatt musste zwar an die Starterbatterie, aber sonst haben sie ja eigentlich nichts am Motor gemacht.

Nach kurzem klingeln hatte ich Roland auch direkt am Hörer, aber wie ich es mir eigentlich auch schon gedacht hatte… Roland hatte keine Idee.

Und um dieses schon mal vorweg zu nehmen und nochmal ganz deutlich zu sagen… LETZTENDLICH LAG ES AUCH  WIRKLICH NICHT AM WERKSTATTBESUCH AM TAG ZUVOR! ES WAR EINFACH MAL WIEDER PECH, DASS DIESER VORFALL GERADE EINEN TAG NACH DEM WERKSTATTBESUCH STATTFAND!

Nach dem Telefonat mit Roland musste ich noch ein weiteres, unangenehmes Gespräch führen. Eigentlich war ich ja auf dem Weg in Richtung Michelbach an der Bilz um dort über einen Stellplatz zu berichten. Da würde ich wohl ganz sicher heute nicht mehr landen… ich konnte diesen Auftrag aber auch nicht einfach ein paar Tage nach hinten legen, denn ich musste unbedingt am Donnerstag wieder in Dortmund sein!

Also blieb mir nichts anderes übrig als mich 10.000 mal zu entschuldigen, die Lage zu erklären und die gesamte Kooperation auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Das ist natürlich alles andere als “gut” und ich kann mich auch auf diesem Weg nur nochmal entschuldigen!!!

Nach guten 30 Minuten kam der Abschlepper um die Kurve geschossen und setzt sich direkt vor die Omi. Ich schnappte nach Luft, nicht mehr heulen, nicht mehr heulen, nicht mehr heulen… es gelang mir nur semi gut!

 

Wohnmobil abgeschleppt

Na… geheult?! Da saß ich gerade im Abschlepper und war echt fix und fertig!

 

„Gelbe Engel“ die alles… nur keine Engel waren!

 

Ab jetzt begann eine Aktion die mich auch im Nachgang noch deutlich beschäftigt hat und ich muss unbedingt in den kommenden Tagen mal zum ADAC und mit denen abklären, ob das denn alles so richtig war. Wie gesagt, bisher war ich IMMER voll des Lobes über den ADAC, aber diese Aktion… ich bin mir noch immer nicht sicher, ob das alles so richtig war, oder ob mich die “Jungs” verarschen wollten!

Wie gesagt, es kam sofort ein Abschleppunternehmen (also nicht die typischen KFZ-Meister) und in dem Wagen saß ein junger Mann plus ein Praktikant oder sowas in der Art.

Nachdem ich dem jungen Mann kurz erklärt hatte was das Problem war, sollte ich den Motor noch einmal anschmeißen und wenige Sekunden später stand die “Diagnose” auch schon fest, “der läuft nicht mehr auf allen Pötten”! Später habe ich dann erfahren was das bedeutet, die Omi lief also nicht mehr auf allen 4 Zylindern, sondern nur noch auf 3 Zylindern. AHAAAAA….?!

Was mich wunderte, ich glaube bis heute, dass das kein KFZ Meister vom ADAC war, sondern eben “nur” ein Abschlepper der vom ADAC alarmiert wurde.

Denn jetzt begann das “Verhandeln” und es war wirklich ein wüstes “Verhandeln”, über das was jetzt weiter geschehen sollte und wie gesagt, ich hatte immer mehr das Gefühl, die verarschen mich… oder wollen mich verarschen!

Denn der Abschleppwagenfahrer wollte mich UNBEDINGT zum nächsten IVECO Nutzfahrzeuge Zentrum schleppen. Als ich dann fragte, was denn überhaupt genau das Problem seien könnte, kam keine klare Aussage. Es hieß immer nur, IVECO, IVECO, IVECO.

Als ich dann immer ernster wurde und sagte, ich sei doch ADAC Plus Mitglied und hätte doch das Recht nach hause gebracht zu werden kam sofort die Aussage, nöööö… der Wert des Wohnmobils läge untern den Kosten für ein Abschleppen nach Dortmund.

 

WAS????

 

Durch den Vandalismusschaden wurde das Womo ja gerade erst von einem Gutachter beurteilt und das kam mir jetzt zugute, denn dadurch konnte ich sofort belegen, dass das was der Typ mir da sagen wollte, absoluter Blödsinn war!

Nachdem ich ihn über den Zeitwert der Omi aufgeklärt hatte, kam nur noch ein… ähhh, ähhh, ähhh… und dann ein ziemlich fuchsiges, JA WAS WOLLEN SIE DENN JETZT???

 

Ich erklärte ihm daraufhin dann nochmal, dass ich wissen möchte, was an dem Wohnmobil wahrscheinlich kaputt ist, damit ich einschätzen kann, welche Kosten mich erwarten und wohin uns der Weg führt. Denn ich werde ganz sicher keine große Reparatur in einer IVECO Fachwerkstatt machen lassen… danach kann ich nämlich direkt in die Insolvenz gehen!

Daraufhin kam die Aussage: Nein er denkt, dass der Injektor kaputt ist… das Teil kostet ca. 40 Euro plus Arbeitsstunden… es sollte also keine große Sache sein und sehr wahrscheinlich könnte ich das heute noch bei IVECO reparieren lassen und dann wieder fahren.

Ansonsten könnten sie mich auch zu deren Abschleppzentrale schleppen und von dort aus müsste ich dann selber mit ADAC München verhandeln, ob ich nach Dortmund transportiert werde oder in welche Werkstatt ich wollte.

Allerdings (und dieser Satz setzte mich natürlich extrem unter Druck) wenn die mich jetzt zur Zentrale abschleppen, wäre damit die Leistung des ADAC abgegolten. Wenn ich dann kein OK vom ADAC München für einen 2. Abschleppvorgang nach Dortmund bekomme, muss ich mich selber darum kümmern, wie ich von der Zentrale komme!

Na super!  Dieses ganze Gespräch lief noch  während wir auf der Autobahn standen und was blieb mir danach anderes übrig, als mich zu IVECO abschleppen zu lassen. Sollte sich dann allerdings bei IVECO herausstellen, dass es doch eine größere Reparatur ist, habe ich wiederrum kein Recht mehr, zu einer andere Werkstatt geschleppt zu werden. Klar!

Und schon wieder fing ich erstmal an zu heulen, auch wenn ich das vor dem Abschleppunternehmen so gar nicht wollte!!! Aber gut… die Tränen liefen und ich stand da wie ein „Mädchen“!

Daraufhin meinte der Abschlepper aber nochmal, er ist sich sehr, sehr sicher dass es nur eine Kleinigkeit ist, ich müsste mir wirklich keine großen Sorgen machen und könnte zu 99,9 % nachher schon wieder weiter fahren.

 

OK… ALSO IVECO! Wenn auch notgedrungen!

 

Die Omi wurde dann hinten auf eine Brille genommen und ich musste vorne beim Abschlepper einsteigen. Natürlich war meine erste Frage, ob ich Milla mit nach vorne nehmen durfte… nein durfte ich nicht! 🙁

Also musste ich Milla, wieder notgedrungen, alleine hinten im Womo lassen und die wilde Fahrt zu Iveco begann.

Zwischenzeitlich wäre ich auf dieser Fahrt fast wahnsinnig geworden, denn es war tatsächlich eine sehr wilde Fahrt!

Ich fühlte mich soooo elend, mir war schlecht, ich schob die absolute Panik, dass es doch eine größere Reparatur werden würde und ehrlich gesagt… die beiden Abschleppwagenfahrer waren alles andere vernünftig! Trotz Wohnmobil hinten auf der Brille fummelte der Fahrer ständig an seinem Handy herum. Dazu mosersten sie in einem durch… über die LKWs, übber den berufsverkehr, über ausländische LKW’s , ja selbst über die hilfreichen Polizeibeamten, die das Womo im Stand absicherten. Das ganze ging so weit, dass er  erst auf der linken Spur in einer Baustelle einfuhr um dann ganz nach rechts rüber zu ziehen und auf dem Seitenstreifen, wild hupend, am Stau entlang fuhr. Nochmal… das alles mit aufgebocktem Wohnmobil (also nicht oben auf der Ladefläche, sondern die Omi wurde hinten gezogen)  und Milla saß ja auch noch im Womo!!!!

Je näher wir so IVECO kamen, je intensiver wurde plötzlich die Reparatur. Mittlerweile sprach der Abschlepper schon von Mietwagen, Womo stehen lassen und nach einigen Tagen wieder abholen.

Ich wurde immer wütender, denn mittlerweile hörte sich alles anders an, als noch vor 20 Minuten … und schon wieder liefen die Tränen!

Kennt ihr diese Situationen in denen alles schlecht läuft, man erst noch kämpft, aber irgendwann gibt man sich wie ein Häufchen Elend seinem “Schicksal” hin. Genau so war es in diesem Moment! Was sollte ich denn auch tun?

 

Doch dann kam meine Rettung!!!

 

Wir waren gerade von der Autobahn abgefahren und standen unten an der Abfahrt an einer roten Ampel, da las ich die Beschilderung Bad Rappenau und genau zu diesem Zeitpunkt klingelte auch mein Handy.

Hardy, ein ganz ganz lieber Freund, hatte meinen FB Post gelesen und fragte ob er helfen könnte. Mein Glück war jetzt… Hardy lebt in Bad Rappenau und besitzt dort ein Autohaus.

MEINE RETTUNG!!!

Ich reagierte sofort und verlangte vom Abschleppwagenfahrer mich nicht rechts zu IVECO,  sondern links herum, nach Bad Rappenau zu bringen.

Das gab natürlich erstmal wieder einige Diskussionen, wie gesagt… die wollten mich UNBEDINGT zu IVECO abschleppen, aber ich blieb eisern und verlangte, dass sie nach Bad Rappenau fahren.

Auf diesen extra 13 Kilometern nach Bad Rappenau (wir befanden uns also schon auf dem richtigen Weg nach Bad Rappenau) konnte ich mir noch so einiges anhören. Als erstes ließ sich der Fahrer Kopfschmerztabletten und ein Getränk von seinem Praktikanten reichen. Alles nach dem Motto… meine “extra Wünsche” sorgten bei ihm für Kopfschmerzen. Dann Folgte der laute Anruf, wieder mit dem Handy in der Hand eine Freisprechanlage besaß der Fahrer nicht, bei der Abschlepp Filiale und dem Gespräch konnte ich deutlich entnehmen, wie “dreist” mein Wunsch doch war!

Nachdem der Fahrer aufgelegt hatte, kam noch die direkte Predigt an mich… ich sollte mir mal überlegen, dass er jetzt dadurch keine anderen Kunden betreuen kann usw. usw.

Nur um das nochmal deutlich zu sagen… es ging um 13 Kilometer! Wir befanden uns also die gesamte Zeit vorher schon auf dem richtigen Weg nach Bad Rappenau, nur anstelle an dieser Kreuzung rechts zu Iveco abzubiegen, musste wir links abbiegen und 13 km weiter nach Bad Rappenau fahren.

Nach 13 Kilometern war es dann aber auch geschafft. Natürlich beschwerte sich der Fahrer noch über die schmale Einfahrt zum Hof des Autohauses und musste dann auch noch super kompliziert (und völlig unnötig) rückwärts auf den Hof fahren, aber mir war erstmal alles egal, ich war nur noch happy Hardy zu sehen. Hier war ich sehr, sehr gut aufgehoben und konnte mir absolut sicher sein, nicht über den Tisch gezogen zu werden.

 

Hardy, mein Retter in der Not!

 

Sobald wir auf dem Hof standen, kam auch schon Hardy dazu und ich war sooooo froh ihn zu sehen.

Ich stieg aus dem Abschlepper, viel ihm um den Hals und heulte schon wieder wie ein Schlosshund! Ich war einerseits fix und fertig, aber auch unglaublich froh dort stehen zu können. Hardy hatte bereits seinen “Autohaus Werkstattmeister” informiert. Da es mittlerweile aber schon später Nachmittag war, würde dieser “erst” am nächsten Morgen vorbeischauen.

Auch wenn mich mein schlechtes Bauchgefühl noch bis zum nächsten Morgen begleiten sollte, folgte ein echt netter Abend. Natürlich kauten wir alle möglichen Schäden zig mal durch, aber bis zum nächsten Tag gab es keine Sicherheit. Es konnte alles sein… von einer minimalen Kleinigkeit, bis zum komplexen Motorschaden.

 

Hardy versuchte alles um mich aufzuheitern und bei Pizza und Wein gelang ihm diese zumindest ein wenig. Obwohl mir die ganze Zeit schlecht war, konnte ich doch ziemlich gut schlafen. Ich war so platt, dass selbst die schlimmste Grübelei irgendwann dem Schlaf verfiel.

Am nächsten Morgen wurde es also ernst und Hardy KFZ Meister kam am frühen Vormittag auf den Hof gefahren.

Nach einer ersten Begutachtung des Motors, sollte ich die Omi anlassen. Erst tat sie sich wieder etwas schwer (wahrscheinlich brauche ich doch eine neue Starterbatterie) aber dann… BRUMMMMM!!!!

Alles klang GANZ NORMAL!!!!

Es war nicht zu glauben und im Nachhinein bin ich sogar fast ganz froh, das Hardy am Tag zuvor auch gehört hat, dass da etwas nicht stimmte, denn jetzt… war alles ganz normal!!! Nur der Keilriemen quietschte wie wild und gab auch keine Ruhe. Hardy’s KFZ Meister drehte erstmal eine Runde mit der Omi, aber auch als er wieder zurück auf den Hof gefahren kam, klang die Omi ganz normal, als wäre nichts gewesen!!!

Mir war die gesamte Situation schon fast peinlich, auch wenn ich erstmal ganz froh war, denn augenscheinlich war es kein massiver Motorschaden.

Wir haben gemeinsam abgeklärt, dass der KFZ Meister das Womo mit in 500m entfernte Werkstatt nahm und sich dort nochmal alles genau ansehen wollte. Er hatte zwar bereits eine Idee, aber Entwarnung gab es noch nicht.

Nach einer knappen Stunde bekam ich die Omi wieder zurück und endlich gab es gute Nachrichten. Anscheinend gab es irgendein Partikel, der sich vor den Injektor gesetzt hat und aus diesem Grund lief die Omi nur noch auf 3 Zylindern.

Der Werkstattbesitzer hat mit Zusatz die Düsen gereinigt und zudem den quietschenden Keilriemen gewechselt. Dieser war zwar noch gar nicht so alt, musste aber dennoch dringend erneuert werden.

 

Das war es auch schon…. mehr war nicht zu tun 🙂 !!!!

 

Doch meine überschwängliche Freude sollte schnell einen Dämpfer bekommen, denn während die Omi in der Werkstatt auf Herz und Nieren geprüft wurde, hat der KFZ Meister doch noch 2-3 andere Probleme entdeckt. Nichts super dramatisches, aber die Omi muss hier in Dortmund doch nochmal in die Werkstatt. Dabei soll ich dann auch direkt den Dieselfilter wechseln lassen.

Was meint ihr wenn ich damit bei IVECO gelandet wäre… die hätten doch erstmal den halben Motor auseinander genommen, zumal in dem Moment die Omi ja wirklich noch auf nur drei Zylindern lief! Die hätte mich 1000 Prozentig ausgenommen wie eine Weihnachtsgans!  Und das alles im Grunde nur wegen „Dreck“ der sich vor eine Düse gesetzt hat! Zudem hätte IVECO ja auch die weiteren „Schäden“ entdeckt und sicherlich hätten die mich so nicht nach Dortmund fahren lassen! Ich bbin mir absolut sicher… auch wenn IVECO nur die „normalen“ Arbeiten gemacht hätte… es wäre teuer geworden!

Mir viel also erstmal ein Stein vom Herzen und ein neues Steinchen kam hinzu!

Nachdem Hardy und ich noch gemeinsam Mittag Essen gegangen sind, konnte ich gegen 13 Uhr den Hof verlassen und wir kamen glücklich, wohlbehalten und ohne eine weitere Panne am Abend in Dortmund an.

 

Home sweet Home!

Auf dem Weg zurück nach Dortmund. Was waren denn das für 7 Camper Tage?!

 

Eine Woche Camper Gefühlsachterbahn ging zu Ende… man, man, man was waren das denn bitte für 7 Tage???

 

Die gesamte Zeit über hatte ich ein schlechtes Bauchgefühl.. wirklich die gesamte Zeit! Dabei war ja eigentlich vor der Tour alles gut, ich hatte die Omi noch so schön geputzt und poliert  (wovon man jetzt nach Eis und Schnee eigentlich gar nichts mehr sieht) und hätte beruhigt losfahren können, aber mein Bauchgefühl hat mir schon die ganze Zeit gesagt, da stimmt etwas nicht!

Erst hatte ich es auf die Kälte geschoben und schlichtweg darauf, dass schon seit Wochen in meinem Leben nichts richtig gut läuft, aber es sollte dann ja doch noch etwas anders kommen.

 

Abends, während des Pizza Essens, sagte Hardy zu mir, ich dürfte mir das alles nicht immer so zu Herzen nehmen. Ich würde mich selber viel zu sehr unter Druck setzten. 

 

Das ist sooooo einfach gesagen, wenn:

  1. a) man mehr als ausreichend finanzielle Möglichkeiten hat,
  2. b) nicht alles und damit meine ich alles, alles, an einem alten Fahrzeug hängt.
  3. c) man nicht immer alles alleine regeln muss und das am besten auch noch so zu regeln hat, dass zumindest die engste Familie nicht noch mit den eigenen Sorgen belästigt wird und
  4. d) man kein Problem damit hat, anderen etwas schuldig zu sein. Es gibt ja Leute die haben damit keine Probleme… ich schon!

 

In meinem Fall sind solche Dinge eben nie einfach, auch wenn es wahrscheinlich wirklich nicht viel hilft, sich solche Wochen so sehr zu Herzen zu nehmen.  

Gefühlsachterbahn CampingAktuell bin ich erstmal wieder zuhause, Ostern steht vor der Tür und ich tippe seit Tagen an diesem Artikel.

Gestern habe ich mich endlich getraut meinen Schrauber zu informieren, damit er sich (nach den Osterferien) die Omi anschauen kann. Ich habe mich tatsächlich nicht eher getraut… Am Montag den 9.04 geht die Omi also wieder in die Werkstatt, ich hoffe, dass sich die Kosten im Rahmen halten werden und ich dann wieder los ziehen kann.

Wenn es keine bösen Überraschungen gibt und die Camper Gefühlsachterbahn nicht in die 2. Runde startet, sollte dem so sein.

So… jetzt, nach diesem eeeendlos langen Text, wisst ihr auch warum es hier in den letzten Tagen etwas ruhiger war.

 

Solltet ihr die Ferienzeit nutzen um unterwegs zu sein, wünsche ich euch eine super schöne Tour und sollten wir uns vor Ostern nicht nochmal lesen, auch ganz, ganz schöne Osterfeiertage.

 

Aber das wichtigste ist wohl auch heute… bleibt gesund!

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

Die single Camper leben Top Ten

Die single Camper leben Top Ten

Die Anzahl der Alleinstehenden, Singles oder „1 Personen Haushalte auf Dauer“  stieg in den vergangenen Jahren immer weiter an und so kommt es natürlich auch dazu ,dass immer mehr Personen zum single Camper werden. Doch nicht nur um die soll es heute gehen, auch alle Ehepartner, Mütter, Väter, Töchter oder Söhne haben meiner Meinung nach „das Recht“ ein paar Tage für sich zu sein und zumindest für ein verlängertes Wochenende, das zu tun wonach ihnen der Sinn steht.

Heutzutage haben sich die Einstellungen der zivilisierten Weltbevölkerung zum Glück soweit geändert ,dass keine Frau mehr auf einen männlichen Partner angewiesen sein muss, um ein sorgloses Leben zu führen und auch die männliche Bevölkerung ist weit davon ab, eine Frau zu benötigen, um ein “ geordnetes Leben“ samt Wäsche und einem vollen Kühlschrank führen zu können. ZUM GLÜCK  ! (mehr …)

Stellplatz, wie geht’s? – Tipps und Informationen für Wohnmobil Anfänger

Stellplatz, wie geht’s? – Tipps und Informationen für Wohnmobil Anfänger

Wie funktioniert das mit dem Wohnmobil Stellplatz?

Mittlerweile ist es einige Jahre her, aber ich weiß noch als wäre es gestern gewesen, wie die Überschrift zu meiner erste Frage hieß, die ich damals noch innerhalb eines Forums, gestellt habe.

Stellplatz – wie gehts?

Ich hatte zu dieser Zeit absolut keine Ahnung wie das alles auf einem Stellplatz funktioniert, wo bezahlt man, fährt man da einfach drauf, wie ist das mit der Platzwahl, muss man sich vorab anmelden und was was passiert, wenn ich erstmal stehe?

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schlichtweg NULL PLAN und das es sowas wie Stellplätze überhaupt gibt, hatte ich nur durchn Zufall von einem Freund meines Bruders erfahren.

Also die besten Voraussetzungen für die erste Tour! 🙂

Tja und siehe da, diese Woche erreichten mich gleich zwei E-Mail mit genau derselben Frage. Hallo Isa, wir sind auf Deinen Blog gestoßen. Wir sind absolute Camping Anfänger und werden im Sommer unser erstes Womo mieten. Wie finden wir denn Stellplätze und wie funktioniert das da?

Was haben mir diese Mails mal wieder bewiesen, Camping gehört in vielen Familien eben doch nicht automatisch dazu, genau so wie es auch bei uns war. Darum gibt es heute den großen Info Artikel für alle Camping Anfänger.

 

 

STELLPLATZ –  SO GEHT’S!

 

 

Stellplatz vs. Campingplatz – die wichtigsten Unterschiede:

 

STELLPLATZ:

 

  • Stellplätze sind in den aller, allermeisten Fällen nur für Wohnmobile gedacht, Wohnwagen dürfen viele Stellplätze nicht nutzen.
  • Stellplätze sind für kurze Aufenthalte gedacht 1,2,3 Nächte bevor es wieder weitergeht.
  • Die Plätze gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, von einem asphaltierten Platz, mit eingezeichneten Parklücken mitten in der Stadt – bis zur riesengroßen Wiese, Toiletten, Duschen, Strom und Wasser im tiefsten Wald.
  • Stellplätze bieten häufig nur einen eingeschränkten Service, es gibt keine große Anmeldung, wenig Personal und häufig auch keinen weiteren Service wie Brötchendienste o.ä.
  • Der individuelle Platz ist auf Stellplätzen häufig geringer und manchmal ist ein Camping Verhalten (draußen sitzen, Markise auskurbeln, grillen oder, oder, oder) nicht erlaubt.
  • Auf Stellplätzen wird normalerweise nicht reserviert. Weder vor der Ankunft, noch während des Aufenthaltes. Wer den Platz verlässt, macht den Weg für neue Camper frei.
  • Stellplätze besitzen meist keine festen Öffnungszeiten, eine Anreise am späten Abend oder Nacht ist möglich. Aus Rücksichtnahme sollte diese allerdings wenn überhaupt dann möglichst leise und ohne großes Getümmel erfolgen.
  • Die Kosten sind vergleichsweise gering.

CAMPINGPLATZ:

 

  • Campingplätze sind der Ort für längere Aufenthalte. Du möchtest 14 Tage entspannt an einem Ort stehen? Dann ist ein Campingplatz der richtige Ort für Dich.
  • Auf Campingplätzen trifft sich die gesamte Camper-Familie. Vom 500.000 Euro Wohnmoil, über Wowa, Zelt und Miet-Unterkünfte, vom Rentern bis zum Säugling und vom Alleinfahrer is zur Jugendgruppe.
  • Campingplätze bieten immer Strom, Toiletten, Duschen und Ver- und Entsorgung. Häufig gibt es hier auch weitere “Attraktionen” wie Spiel und Sportplätze für Kids, Pools, einen Shop, Wellness Behandlungen oder sogar Mietautos.
  • Auf Campingplätzen kann man eine Parzelle vorab reservieren und die Anmeldung an der Rezeption erfolgt vor Nutzung der Parzelle.
  • Häufig gibt es sogar verschiedene Parzellengrößen zur Nutzung. Von der ganz normalen Parzelle ohne Strom oder Wasser, bis zur 100 qm Exklusiv Parzelle mit eigenem Badezimmer und Meerblick.
  • Der individuelle Platz auf Campingplätzen ist relativ groß, hier ist ein Camping Verhalten grundsätzlich erlaubt, es gibt allerdings meist deutliche Vorschriften was Mittagsruhe, An- und Abreise Zeiten oder auch die Nutzung eines Grills / offenes Feuer angeht.
  • Die Kosten sind meist deutlich höher, können aber mit passenden Rabattkarten deutlich gesenkt werden. Wie diese Karten funktionieren und welche Karte zu dir passt erfährst Du hier: Campingkarten 2018 – Welche passt am besten?
Stellplatz - so geht's. Tipps und Tricks für neue Wohnmobilbesitzer.

Auf der Suche nach dem passenden Stellplatz! So findest Du Plätze die zu Dir passen.

 

Die Qual der Wahl – so findest Du einen passenden Stellplatz?

 

Es gibt mittlerweile eine ziemlich große Auswahl an Stellplatz Atlanten und Stellplatz Apps. Viele Atlanten sind auf spezielle Regionen bezogen, z.B Stellplatz Atlas Deutschland, Stellplatz Atlas Europa, aber auch deutlich kleiner, Stellplatz Atlas Nordseeküste, Provence o.ä.

Viele Bücher sind über z.B. Amazon oder auch im niedergelassenen Buchhandel erhältlich.

Mein deutlicher Favorit sind allerdings Stellplatz Apps. Dabei kann ich Dir die Apps von Campercontact oder Promobil besonders empfehlen. Ihr bevorzugt große Stellplätze mit allem drum und dran? Dann ist die Promobil App spitze, für einfache Stellplätze oder Touren im Ausland bietet Campercontact nochmal deutlich mehr Auswahl.  

Beide Apps bieten verschiedenste Einstellungsmöglichkeiten. Du kannst also nach ganz speziellen Stellplätzen suchen, die zu Deinem Alltag on Tour passen. Bei mir ist es z.B. so, dass ich je nach Wetterbedingungen und Route nur nach Stellplätzen suche die Strom Anschlüsse bieten und auf denen natürlich Hunde erlaubt sein müssen.

Du kannst die Suchfunktionen der Apps also ganz auf Deine Bedürfnisse anpassen. Zudem bieten beide Apps eine Kommentarfunktion und es ist durchaus hilfreich Kommentare und Bilder von anderen Campern zu lesen, die einen jeweiligen Stellplatz bereits besucht haben.

So findest Du sicherlich unter tausenden Plätzen auch einen Platz der deinen Wünschen in der Zielregion entspricht.

 

Stellplatz und Road Trip, Tipps zur Nutzung eines Wohnmobil Stellplatz

Die erste Wohnmobil Tour ist super spannend, gerade auf neue Camper kommen so viele neue Situationen zu, wie die erste Nacht auf einem Stellplatz

 

 

Anfahrt an einen Stellplatz – und dann?

 

Da Stellplätze so ganz unterschiedlich seien können, ist Dein Handeln immer etwas davon abhängig, welchen Stellplatz Du nutzt.

Ganz klar ist natürlich, fahrt ihr auf das Gelände eines Stellplatzes und dort stehen große Schilder mit Anweisungen, dann ist dem natürlich folge zu leisten.

Grundsätzlich ist es aber so, dass Du die Kosten für Deinen Aufenthalt auf einem Stellplatz immer sofort bezahlst. Du bezahlst die Stellplatzkosten also immer direkt nach Deiner Ankunft und nie erst beim Verlassen des Platzes.

 

Wenn Du einen ganz einfachen Stellplatz anfährst ohne Schranke o.ä. laufen die ersten Minuten typischerweise so ab:

 

Du fährst schön langsam auf den Stellplatz auf und suchst Dir einfach eine Parzelle aus, die für Dich passt.

Du stellst Dich also ohne irgendwelche weiteren Erledigungen auf eine freie Parzelle.

Sobald Du geparkt hast und gerade stehst (häufig benötigst Du dafür Auffahrkeile), stellst Du den Motor ab und “kommst an”.

Sobald Du erstmal stehst, geht es ans bezahlen.

Du musst Dir keinen riesen Stress machen, aber solltest normalerweise erstmal den Stellplatz bezahlen, bevor es ans Ausräumen geht.

 

Die Bezahlung auf Stellplätzen ist so individuell wie die Stellplätze selbst. Manchmal kannst Du die Methode zum Bezahlen des Platzes bereits der Stellplatz App entnehmen. Gerade bei den einfachen Stellplätzen ist es aber fast immer so, dass dort irgendwo ein Kassenautomat herumsteht. Wenn es eine Ver- und Entsorgung gibt, auch gerne mal in diesem Bereich.

Auch ein Blick in die Windschutzscheibe deines Camping Nachbarn kann helfen zu erfahren wie bezahlt wird. Siehst Du dort einen der typischen Kassenzettel, wird es irgendwo einen Automaten geben, ist dort allerdings ein handgeschriebener Zettel zu sehen, wird aller voraussicht nach einmal am Tag eine Person zum Stellplatz kommen, bei der Du dann persönlich bezahlst.

Du findest keinen Kassenautomaten und auch keinen Infokasten am Platz, dann frag ruhig bei den anderen Campern, das ist kein Thema!

Nachdem das Thema Bezahlung geklärt ist, kannst Du dich auch um den Stromanschluss kümmern.

Meist gibt es an den Stromsäulen einen Münzeinwurf mit einer genauen Erklärung. Lies Dir diese Info besonnen durch, dann bekommst Du auch schnell Strom ans Womo.

Danach kannst Du dich “frei entfalten” und die Zeit auf dem Stellplatz nach Deinen Vorstellungen genießen.

 

Du fährst einen großen, vergleichsweise teuren Stellplatz an, mit viel Service und allem drum und dran?

 

Hier laufen die ersten Minuten etwas anders ab, als bei ganz einfachen Stellplätzen. Wenn es vor der Schranke bzw. der Einfahrt zum Stellplatz, keinen besonderen Hinweis gibt wie z.B.: Bitte vor Auffahrt auf den Platz anmelden, fährst Du ebenfalls einfach auf den Platz auf und suchst Dir eine freie Parzelle aus.

 

Vorsicht, auf diesen großen Plätzen ist es manchmal auch möglich Parzellen vorab zu reservieren. Reservierte Parzellen sind dann allerdings mit einem Schild o.ä. deutlich gekennzeichnet, diese solltest Du natürlich nicht nutzen, sondern Dich für eine andere, freie Parzelle entscheiden.

 

Sobald Du vernünftig geparkt hast und stehst, gehst Du zur Anmeldung. Diese großen gut ausgestatteten Stellplätze haben eigentlich alle ein Häuschen zur Anmeldung (meist im ereich der Einfahrt) auf dem Platz. Dort bezahlst Du den Stellplatz, erhältst aber auch alle weiteren Informationen z.B. zum Thema Toilettennutzung, Duschen, Brötchen Bestellung oder,oder,oder.

 

Die Anmeldung ist zum Zeitpunkt Deiner Ankunft geschlossen? Dann schau Dich nach weiteren Informationen um. Meist gibt es neben der Anmeldung einen Kasten mit Anmeldungsformularen und einem Briefkasten.

Hier füllst Du einfach den Anmeldezettel aus, legst den passenden Betrag in einen Briefumschlag und wirfst den Zettel/ Umschlag in den dafür vorgesehenen Kasten.

Das klingt viel komplizierter als es vor Ort ist, die Zettel, Umschläge und Kästen sind immer gut ausgezeichnet und nicht zu übersehen.

Nachdem Du Dich angemeldet hast, kannst Du auch den Strom anschließen und dich “frei entfalten”.

 

Stellplätze, wo stelle ich mich hin?

Wenn Du auf einen Stellplatz auffährst der noch viele freie Parzellen hat, kannst Du auf einige Dinge achten. So wird der Aufenthalt ein voller Erfolg.

 

Stellplatz so gehts – ein paar Tipps zur Wahl der richtigen Parzelle:

 

Gerade als Camping-Anfänger ist so eine Ankunft häufig echt “spannend”, so dass man auf spezielle Details zur passenden Parzellen Wahl gar nicht achtet, darum hier ein paar extra Tipps:

 

  • Wie ist der Boden? Ist es dort extrem schräg oder matschig?
  • Hohe Bäume in direkter Nähe spenden zwar Schatten, schränken häufig aber auch den Sat TV Empfang ein.
  • Du brauchst Strom? Dann achte darauf wo die nächste Stromsäule ist, damit die länge des Kabels auch passt.
  • Deine direkten Nachbarn parken alle vorwärts bzw. rückwärts ein? Dann ist es gut wenn Du auch so stehst, so hat jedes Womo die Aufbautür an der selben Seite und jeder Camper hat etwas mehr Privatsphäre.
  • Gibt es eine große Straße neben dem Stellplatz? Dann sind Parzellen möglichst weit entfernt am ruhigsten.
  • Du möchtest möglichst viel Ruhe? Klar sollte sein, dass Du dich dann nicht direkt neben einen möglichen Spielplatz stellst. Auch die hinteren Parzellen sind meist die etwas ruhigeren, weil nicht jeder Camper bei An- und Abreise an Dir vorbei tuckert. Des weiteren sind die Parzellen direkt neben der Entsorgung, gerade im Sommer, nicht unbedingt “Geruchsfrei” und auch dort ist es gerne mal etwas trubeliger.
  • Und als letztes… wo ist die Sonne? Möchtest Du lieber Sonne am Morgen oder am Abend? Dann schau am besten wie die Sonne steht bzw. der Schatten fällt.

 

So laufen die ersten Minuten auf Stellplätzen in ganz Europa ab, wesentliche länderspezifische Besonderheiten gibt es eigentlich so gut wie nie.

 

Stellplatz bei Lyon

Eine typische Parzelle auf dem Stellplatz bei St. Etienne

 

Stellplatz Verhalten … Camping Knigge

 

Also grundsätzlich kann man schon sagen, dass es auf einem Stellplatz weniger Regeln zu beachten gibt, als auf einem Campingplatz. Ich persönlich habe auch auf vielen Stellplätzen das Gefühl, dass der Stellplatz Alltag etwas anonymer oder “unpersönlicher” abläuft. Vor allem auf den kleinen, einfachen Stellplätze, wenn dazu auch noch ein Camping Verhalten nicht gestattet ist. Aber das muss ja auch nicht immer etwas negatives sein. Wer allerdings gerne etwas mehr Kontakt zu anderen Campern haben möchte, oder z.B. auch mit Kids reist, die sich zusammen mit anderen Kindern auf dem Gelände frei bewegen und austoben möchten, ist auf einem Campingplatz oftmals besser aufgehoben.

Thema Stellplatz und Nachbarn, also es gehört eigentlich schon dazu, dass man sein „Mit-Camper“ begrüßt, bzw. ihnen z.B. Guten Morgen wünscht, wenn man sich morgens begegnet. Genauso kann es nie schaden, wenn man nach der Ankunft mal eben um die eigene Womo Ecke schaut um “HALLO” zu sagen.

Wobei „um die Ecke schauen“ ist auch so ein Thema. Wenn Du zu Jahreszeiten oder Wochentagen on Tour bist und auf einen Stellplatz auffährst der mehr oder weniger leer ist, auf dem es also noch viele freie Parzellen gibt, dann ist es für jeden Nachbarn schön, wenn Du dich nicht direkt neben ein anderes Wohnmobil stellst. Es gibt immer wieder Camper die nutzen direkt die nächste Parzelle, obwohl der gesamte Platz frei ist und kommen zum „Kuschelcamping“ . Warum dies so ist? Ich habe es noch nicht herrausgefunden, aber eigentlich freut sich jeder Camper über ein bisschen mehr Platz und „Privatsphäre“, wenn es denn möglich ist. Ist der Stellplatz bereits voll oder zumindest sehr gut besucht, ist das natürlich kein Thema.

Wenn es so ist, dass Du dich/ Deine Familie kennst und ihr euch bei der Parzellenwahl gerne unschlüssig seid, ist es immer gut, wenn Du das Womo irgendwo am Rand abstellst und den Stellplatz zu Fuß erkundest, um Dir/euch eine Parzelle auszusuchen. Gerade auf verwinkelten Stellplätzen ist dies durchaus von Vorteil, dann wendet ihr nicht 10 mal vor dem Mittagstisch eurer Mitcamper. Wenn ihr zu zweit  unterwegs seid, kann ja einer an der Parzelle warte, diese somit „belegen“, währen der Andere nur eben das Womo holt. Eure Nacharn werden es euch danken, wenn ihr nicht 30 mal an ihnen vorbei tuckert um jede 2. Parzelle persönlich zu begrüßen. 😉

Und dann gibt es noch das Thema Stellplätze reservieren. Da gehen die Meinungen deutlich auseinader und dieses Thema führt auch immer wieder auf den Plätzen, wie auch in den verschiedenen sozialen Medien, zu Zoff. Ich sehe diesen Punkt ganz pragmatisch. Ein Stellplatz ist ein STELLplatz, kein Campingplatz!   Auf einem Campingplatz mietet man sozusagen seine Parzelle, kann den Platz auch mit dem Fahrzeug verlassen und abends zu seiner Parzelle zurückkehren. DAFÜR WURDEN STELLPLÄTZE ABER NICHT GEBAUT. Stellplätze sind eben zum stehen da und diese merkwürdige Art Parzellen tagsüber mit Stühlen oder, oder, oder zu reservieren, den Platz für Stunden zu verlassen und abends auf „seinen“ Platz zurück zu kehren, ist für mich ein unding! Ich kann jeden verstehen, der auf einen Stellplatz auffährt, die Stühle zur Seite räumt und die Parzelle nutzt. Ich würde mich das wahrscheinlich nicht trauen, kann es aber gut verstehen. Das ist das selbe Thema wie Strandliegen mit Handtüchern zu reservieren! Anders sieht es aus, wenn man nur mal eben zum Entsorgen fährt. Morgens, wenn die meisten Leute einen Stellplatz verlassen, kann es an den Ver- und Entsorgungsstationen schonmal sehr voll werden.Da kann ich verstehen, wenn man sagt, ich stelle mich jetzt nicht in die lange Schlange, ich komme erstmal an und fahre Nachmittags nochmal eben entsorgen. Wenn man dann die Parzelle mit einem Stuhl als belegt „Kennzeichnet“, oder die Nachbarn bittet zu schauen, dass die Parzelle frei bleibt,  ist das für mich verständlich. Aber da geht es eben auch wirklich nur um das Entsorgen bzw. um z.B. Wasser zu tanken.  Wenn ich aber sehe (live in Stade erlebt), das Parzellen auf einem rappel vollen Platz mit Keilen reserviert werden und das über TAGE hinweg, weil die Leute am Abend gar nicht zurück kamen und andere Stellplatzesucher diese Parzelle dann aber nicht nutzen können, geht das für mich VOLLKOMMEN am Sinne ines Stellplatzes vorbei.

Davon abgesehen gibt es immer wieder Kleinigkeiten, die man im Zusammenleben beherzigen kann. Wenn die Nachbarn z.B. gerade am Frühstückstisch sitzen, muss man selber nicht gerade den Klo Kanister entleeren. Wenn Du einfach immer ein bisschen daran denkst, dass man sich auch auf einem Stellplatz in gewisser Weise in einer Gemeinschaft befindet, kommst Du aber sicherlich gut klar. 

 

Und dann gibt es noch die absoluten STELLPLATZ NO-GOES!

 

Es gibt also ein paar Dinge, die gehen so absolut gar nicht und können durchaus zu einem riesen Stress führen. Diese Punkte solltest Du also tunlichst vermeiden:

 

  • Immer wieder ein Thema, mehr Platz belegen als Dir zusteht! Egal ob es die ausgefahrene Markise ist, die auf die Nachbarparzelle reicht, Fahrräder die ganz bewusst so hingestellt werden, dass man sich mehr Platz verschafft oder mittlerweile auch immer häufiger gesehen, Anhänger samt Auto, die abgekoppelt werden und auf die Nachbarparzelle geschoben werden, ohne diese zu bezahlen/ zu nutzen. Wir sind alle froh, wenn wir noch einen Stellplatz ergattern, es wäre also toll wenn auch Du dich an die Verhältnisse anpasst.

 

  • Thema Hund auf Stellplätze… ich beginne jetzt nicht mit dem “Kack und Leinenpflicht Thema”, ich denke das ist mittlerweile ganz klar. Aber auch Dinge wie, Dein Hund pinkelt an andere Fahrzeuge, Fahrräder oder Markisen Stangen sind schlichtweg NO-GOES.

 

  • Gibt es Toiletten und Duschen auf einem Stellplatz, werden die natürlich so verlassen wie Du sie auch vorfinden möchtest. In jeder Dusche steht eine große Fletche, diese kannst Du zum sauber machen nutzen.

 

  • Und zum Thema Entsorgung… ganz wichtig und ein Punkt den man als Anfänger einfach gerne mal übersieht. Niemals, also niemals, niemals, niemals wird mit dem Frischwasserschlauch der WC Kanister ausgespült. Und sämtliche Reste vom Entleeren der Toilette oder des Abwassers, müssen natürlich verschwinden. Auch Klopapier Reste die sich irgendwo verheddern.

 

Natürlich gibt es noch viele weitere Punkte die auf den Plätzen immer, immer wieder zu Ärger führen, das beginnt beim bellenden Hund oder der laufenden Klimaanlage, geht über tierisch laute Stromgeneratoren bis zu Fußballspielenden Kindern zwischen den Wohnmobilen.

Aber wenn Du dich an die oben genannten 4 Punkte hältst, hast Du schon viel für den entspannten Stellplatz Urlaub getan. Du warst noch nie campen, kennst dich in der „Camper Szene“ noch gar nicht aus und möchtest die größten Fettnäpfchen umschiffen? Dann ist mein Artikel mit den sage und schreibe 50 größten Fettnäpfchen beim campen sicherlich für Dich ganz spannend:  50 Camping und Stellplatz Fehler

 

Kuschelcamping auf Stellplätzen

Obwohl der Stellplatz noch fast komplett frei war, sind auch diese Nachbarn zum Kuscheln gekommen.

 

 

Zum Schluss noch einige persönliche Tipps und Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren selber bekommen bzw. gemacht habe:

 

Stellplatz – und sonst so? Gut zu wissen:

 

  • Egal ob  Stellplatz Kosten oder Strom Gebühren, ganz, ganz häufig kannst Du die “Zeche” nur mit Münzgeld bezahlen. Wechselautomaten gibt es allerdings so gut wie nie und die Ausrede, ich hatte kein / nicht genügend Kleingeld, gilt für viele Kontrolleure nur bedingt. Aus diesem Grund solltest Du dir unbedingt eine Kleingeld Dose anschaffen. Auch bewusst gewechseltes Kleingeld vor der Tour bei Deiner Bank ist empfehlenswert. Am häufigsten wirst Du 1 Euro Stücke und 50 Cent Münzen benötigen.

 

  • Du kommst am Stellplatz an, kannst noch nicht bezahlen, benötigst aber Strom? Du kannst das Womo bereits vor der Anmeldung an den Strom hängen, da gibt es eigentlich nie Probleme. Sollte es sich allerdings um einen Stellplatz handeln der nach Zählerstand abrechnet (ist sehr, sehr, seeeehr selten und mir bisher nur einmal an der Mosel vorgekommen) solltest Du den Zählerstand vor Nutzung auf jeden Fall irgendwo notieren, bzw, eine Handyfoto vom Stromzähler knipsen.

 

  • Vorsicht – gerade in den Sommermonaten ist es häufig sehr voll, so dass es manchmal nicht genügend Stromsäulen gibt. Manche Camper legen dann Stromkabel über die Stellplatz Wege. Davon kann ich Dir nur DRINGENST abraten. Ich habe es einmal in Greetsiel, direkt vor meinem Womo erlebt, wie sich so ein über den Weg gespanntes Stromkabel im Reifenprofil eines anderen Womos verfangen hat. Es gab einen Knall und ich glaube der Schaden war nicht gerade klein. Der gesamte Anschluss am Womo meines Nachbarns (der das Kabel so gelegt hat) wurde rausgerissen, an einem weiteren Womo entstand durch das wirbelnde Kabel eine ordentliche Macke und auch die Stromsäule wurde beschädigt, so dass 7 weitere Camper keinen Strom mehr hatten. Davon agesehen war das Stromkabel natürlich hin und es ga rieeeesen Disskussionen, wer für den Schaden verantwortlich ist. Viele Wochen später wurde dann in einer F Gruppe gepostet, dass der Besitzer des Kbbels für den Schaden aufkommen musste und er große Probbleme mit seiner Versicherung hatte, weil er „grob fahrlässig“ gehandelt hat, als er das Kabel quer über die Wege gelegt hat.  

Also, wenn Du unbedingt Strom benötigst, dann schau dich am besten vor dem Einparken um, wo Du eine freie Parzelle mit Stromanschluss findest.

  • Du nutzt einen Stellplatz auf dem einmal pro Tag ein Kontrolleure erscheint bei dem bezahlt wird, aber zu der Zeit in der der Kontrolleure auf den Platz kommst, bist Du wiederholt nicht anwesend?

Ich habe für solche Zwecke mittlerweile immer Briefumschläge an Bord, in die ich dann das Geld für eine Übernachtung lege und per Klebeband, plus entsprechender Info auf dem Umschlag, an die Aufbautür klebe. Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass wenn mich der Kontrolleure nicht erreicht, ich mich irgendwo an einer Touri Info oder auf einem Amt der Stadt melden musste (Ordnungsamt o.ä.) um  dort die Stellplatzgebühr zu bezahlen. Diese Ämter sind aber oftmals nicht “um die Ecke”, das hieß, ich musste mit dem Womo irgendwo in den Städten herum tuckern, dort iiiiiirgedwo einen passenden Parkplatz finden und dann zum Teil noch ewig warten, bis ich auf einem Amt bezahlen konnte. Das war super nervig und im Ausland, ohne Sprachkenntnisse, gar nicht so einfach.

Seit der Briefumschlag Taktik konnte ich dem bisher immer wieder entgehen. Natürlich ist es nicht toll den Briefumschlag “frei” an die Aufbautür zu kleben, dennoch hat das bei mir bisher immer wieder funktioniert , das Geld wurde entnommen und der Kontrolleure hat die Quittung in den Briefumschlag gelegt.

Vielleicht ja auch für den ein oder anderen von euch praktikabel.

  • Leider wird auch auf Stellplätzen immer mehr geklaut. Richtige Einbrüche, also z.B. eingeschlagene Fenster, kommen meinen Erfahrungen nach auf gesicherten Stellplätzen in Deutschland sehr selten vor. Stehst Du allerdings auf einfachen Stellplätzen im Ausland, z.B. auf irgendeinem kleiner Strand Parkplatz/ Stellplatz, solltest Du Wertsache (Laptop/Kamera/Geld) auf jeden Fall mitnehmen.

Egal wo Du stehst, Fahrräder sollten IMMER gesichert und abgeschlossen werden. Ich habe schon von Leuten gehört denen die Campingstühle geklaut wurden oder, oder, oder… Mir selber ist das noch nie passiert, dabei hae ich schon so einiges vor dem Womo liegen gelassen, aber ihr solltet schon mitdenken und wertvolle Dinge auch auf Stellplätzen sichern. 

 

  • Schau Dich auf dem Stellplatz um, es gibt eigentlich immer mindestens einen Info Schaukasten mit vielen interessanten Tipps und Aktivitäten in der Region. Wenn Du auf einem Stellplatz mit Anmeldung stehst, lohnt sich auch dort ein genauer Blick. Häufig liegen dort z.B. auch kostenlose Stellplatz Heftchen wie das “Top Platz” Heft aus, welches Du einfach so mitnehmen kannst.

 

  • Zu guter letzt noch ein, wirklich gut gemeinter Tipp, für den ich schon häufiger ordentlich Kritik einstecken musste und den ich trotzdem veröffentliche! 🙂 Bleibt nämlich dennoch meine Meinung! Wenn Du mit kleinen Kindern on Tour bzw. auf einem Stellplatz stehen möchtest, kann ich Dir nur den Tipp geben, die Kurzen (vor allem Vormittags) nicht alleine “rumturnen” zu lassen. Ich meine damit vor allem kleine Kids mit Rädern, Rollern oder, oder, oder.

Auf vielen Stellplätzen herrscht nunmal ein kommen und gehen und NATÜRLICH müssen die Womofahrer zu aller erst sehr, sehr gut aufpassen. Aber die Kurzen sind auf ihren Rädern so flink, achten nicht unbedingt darauf, dass irgendwo ein Womo ausparkt und Wohnmobile haben nunmal eine sehr eingeschränkten Übersicht.

Ich habe es selber einmal in Frankreich erlebt, wie ein Mädel von einem Womo angefahren wurde, das gerade ausgeparkt hat. In dem Fall ist bis auf ein paar Schrammen, zum Glück, nicht mehr passiert, aber für alle wäre es der größte Horror ein Kind zu erwischen.

Ich würde meinen Nichten zumindest nicht erlauben alleine auf einem Stellplatz mit den Rädern/ Dreirädern herum zu cruisen.

 

Mit dem Wohnmobil in Dänemark

Egal ob Deutschland oder Europa, Stellplätze „ticken“ alle ähnlich.

 

Fazit Stellplatz – so geht’s?

 

Wohnmobil Stellplatz - Tipps für Deinen ersten Road Trip

Wohnmobil Stellplätze – Der Pinterest Pin zum Artikel

Für mich sind Stellplätze immer noch die erste Wahl wenn es um eine Wohnmobiltour geht und ich bin sehr, sehr froh, dass es diese Möglichkeit gibt eine kurze Weile sicher, entspannt und ohne Stress das Wohnmobil zu parken und zu nutzen.

Im Grunde waren Stellplätze mal so etwas wie spezielle Parkplätze für Wohnmobile, auf denen man auch in ruhe übernachten kann.

In den vergangenen Jahren haben sich die Grenzen zwischen Wohnmobilstellplatz und Campingplatz immer weiter vermischt. Die Stellplätze werden immer größer, die Parzellen bekommen zum Teil extra Parkflächen auf Schotter und Nutzungsflächen auf Rasen, sie bieten immer mehr Service und damit steigen natürlich auch die Kosten erheblich.

Diesen Trend sehe ich mit seeehr gemischten Gefühlen… einerseits finde ich tolle Stellplätze manchmal auch super (vor allem zu kalten Jahreszeiten) alles andere wäre gelogen, andererseits empfinde ich es als ganz, ganz großen Mist, dass es immer weniger einfache, kostengünstige Stellplätze gibt.  Ein Beispiel zu einem dieser neuen “super” Stellplätze mit allem drum und dran findest Du z.B. hier:  Friedrichstadt – ein wahnsinns Stellplatz mit System!

Ich hoffe ich konnte Dir einige gute Tipps zum Thema Stellplätze geben und Du weißt nun wie das mit den Stellplätzen so funktioniert.

 

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte auf die Schnelle:

 

  • Stellplatzwahl durch spezielle Atlanten oder Apps. Apps sind meine Favoriten!
  • Stellplätze sind immer nur für wenige Übernachtungen gedacht.
  • Einfach auf den Stellplatz auffahren und Parzelle wählen.
  • Der Stellplatz Aufenthalt wird immer zu Beginn am Automaten, einem Kontrolleure, oder an der Anmeldung bezahlt.
  • Wie das mit dem Bezahlen auf dem jeweiligen Stellplatz genau läuft, kannst Du manchmal durch die Stellplatz Apps erfahren oder Vorort sehen bzw. bei den Nachbarn erfragen.
  • Nach dem Bezahlen Strom anschließen und “auspacken” soweit erlaubt.
  • Hilfreich ist eine extra Womo-Münzgeld-Box
  • Wichtige Informationen zum Stellplatz oder Angebote für Freizeitaktivitäten, kannst Du der Infotafel am Platz entnehmen.

 

Jetzt sollte einem entspannten Road Trip bzw. Aufenthalt auf einem Stellplatz nichts mehr im Wege stehen.

Ich wünsche Dir eine super schöne Zeit on Tour und wie immer … bleib gesund!

 

Deine

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

2 Jahre als Campingbloggerin – Isa erzählt!

2 Jahre als Campingbloggerin – Isa erzählt!

IsasWomo ist vor wenigen Tage 2 Jahre alte geworden, juhuuuu… die magischen 2 Jahre als Campingbloggerin!

Da mir dieses Thema und die vielen Veränderungen in den vergangenen 2 Jahren nicht aus dem Kopf gingen und ich immer wieder gefragt werde, wie läuft das denn mit der Arbeit als Campingbloggerin, ist so ein 2. Geburtstag doch der perfekte Zeitpunkt für ein Fazit und einen Blick hinter die Kulissen. 

Es wird also mal wieder persönlich und privat…

Zwei Jahre IsasWomo, was hat sich in den letzten 2 Jahren für mich verändert? Wo liegen die größten Probleme? Wo sind die tollen Entwicklungen und wie ist es denn nun, das Leben als selbständige Campinbloggerin?

 

Zwei Jahre Campingblog IsasWomo –  ich ziehe mit euch zusammen mein magisches zwei Jahres Fazit

 

2 Jahre IsasWomo, die “magischen 2 Jahren” sind geschafft… jetzt fragt ihr euch sicherlich, warum ich immer von den “magisch” 2 Jahren spreche?

Einer der ersten Artikel die ich damals zur Vorbereitung auf meine erste eigene Seite gelesen habe, war eine große u.s.amerikanische Studie. Diese befasste sich mit dem Thema bloggen und hat unzählige Portale und Anbieter ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass nur ⅓ aller Blogs, die den Weg einmal ins Netz geschafft haben, die ersten 6 Monate überstehen und dass man frühestens nach 2 Jahren die ersten guten, oder  finanziell lohnenden, Kooperationen an Land ziehen kann.

Die Studie besagt also, man muss sich erstmal 2 Jahre echt bemühen, bevor überhaupt mal irgendjemand von einem notitz nimmt. Juhuuuu, das waren ja die aller besten Aussichten. Wobei ich den großen “Vorteil” hatte, meine Rente war mir sicher… für mich war es also ganz gleich wie schnell, oder ob, ich Angebote bekomme.

Die ersten 6 Monate liegen ja nun bereits eine gaaaanze Weile hinter uns, aber die “magische 2 Jahres Grenze” die habe ich jetzt gerade erst erreicht. 2 Jahre als Campinbloggerin, wenn ich an diese Studie denke, muss ich wohl sagen, es sind mal gerade erst 2 Jahre… wenn ich aber bedenke was in diesen 2 Jahren schon alles geschehen ist,  der Wahnsinn.

Glücklicherweise kann ich sagen, dass diese Studie auf mich nicht ganz zutrifft, denn meiner Meinung nach durfte ich auch schon eher einige lohnende Kooperationen eingehen.

Wobei da natürlich immer die Frage im Raum steht… was ist denn eigentlich lohnend???

Ist ein einmaliger, bezahlter Artikel, den ich an eine Agentur überreiche, für den ich ordentlich recherchieren musste, der über 1500 Wörter lang ist, 2-3 Bilder von mir nutzt und für den ich sagen wir mal 500 Euro bekomme, wirklich mehr Wert, als eine fast “kostenlose Kooperation” mit z.B. einer großen Camping Zeitschrift,  in welcher IsasWomo immer wieder erwähnt und verlinkt wird?

Ihr seht, da kommen wir gleich zu einem echt großen Problem und dieses Thema ist eines, mit welchem ich mich mittlerweile tagtäglich beschäftige und zu dem ich noch keine endgültige Lösung gefunden habe. In dem Fall ist es natürlich so, dass es deutlich einfacher ist nur für mich zuständig zu sein und nicht noch für ein ganzes Team hinter dem Blog.  Dadurch ist es mir natürlich möglich viel, viel freier und “härter” auszuwählen, als wenn ich jedes Angebot aufgrund der Kohle annehmen müsste.

Wenn ich mir überlege, dass nur seit Anfang des Jahres 2017 mehr als 500.000 einzelne Leser IsasWomo angeklickt haben, dann ist das für mich kaum zu glauben. Jeder dieser 500.000 einzelnen Leser liest durchschnittlich 2,6 Artikel, was auch bedeutet… seit Beginn des Jahres haben meine kleinen, unscheinbaren Artikel mehr als 1 Million Klicks erreicht… wenn ich darüber nachdenke, dann muss ich immer schmunzeln.

Und das bei mir… dem Rechtschreib-Ungeheuer ! 🙂 UNGLAUBLICH! 

 

Arbeiten als Campingbloggerin , Fazit nach 2 Jahren

Egal ob Nordsee, Südfrankreich oder Dortmund, mal ob Sonne oder Regen… der Laptop ist dabei!

 

Aber fangen wir vorne an…

 

Wie hat sich mein Alltag als Campingbloggerin in den vergangenen 2 Jahren verändert?

 

Ich bin ja bereits einige Jahre vor IsasWomo mit dem Womo los getuckert, die Themen Koma und Krankheit lagen also bereits eine ganze Weile vor dem Start des Blog .

Da ich aber so Schlafprobleme hatte und habe, habe ich mir früher nur selten einen Wecker gestellt. Heute ist es so, ganz gleich ob ich zuhause bin oder on Tour, spätestens um 7:30 Uhr klingelt der Wecker!

Ich stehe auf, koche Kaffee, schnapp mir den Laptop und schaue als erstes nach meinen E-Mails. Kurze Rückfragen beantworte ich sofort, alles andere wird für später markiert.  Sind die Mails gecheckt, geht es bei Kaffee 2-4 weiter durch die sozialen Medien. Facebook, Instagram. Pinterest, Twitter… jeden Morgen die selbe Reihenfolge, und täglich grüßt das Murmeltier! 😉

Was gibt es neues? Gibt es persönliche Fragen an mich? Gibt es neue Artikel die ich im Tagesverlauf unbedingt lesen sollte, was gibt es neues bei früheren Kooperationspartnern und was machen die anderen Blogger?

Bis ich die verschiedenen Portale durch gekämmt habe und all das gelesen, überflogen oder gespeichert habe, was für mich und mein Business wichtig sein könnte, ist es immer 10 Uhr oder sogar später.

10 Uhr zuhause bedeutet auch… langsam wird meine kleine, alte Prinzessin auf Vier Pfoten wach und möchte gassi gehen. On Tour sitze ich auf meinem Womo Treppchen und Milla wuselt bereits vor dem Womo herum… oder hält ein Nickerchen in der Sonne 🙂

Also husch, husch unter die Dusche, Nivea ins Gesicht und rein in die Klamotten.

Sobald ich soweit bin geht die Tür auf und wir drehen unsere Morgenrunde. In dieser Zeit bleibt das Handy auch meist zuhause ligen, hin und wieder knipse ich ein paar Bilder, aber ansonsten sind das die einzigen 20-30 Minuten am Tag, in denen ich nicht sofort erreichbar bin.

Um kurz vor 11 Uhr sind wir spätestens wieder zuhause, die Kaffeemaschine kocht Kaffee Nr. 5, Milla bekommt ihr „Frühstück“, ich esse Müsli und setze mich meist erstmal an den Küchentisch.

Jetzt wird all das erledigt was wichtig ist!

Los geht es mit den vielen E-Mails mit Anfragen möglicher Kooperationspartner. Dabei ist das Feld ganz breit gefächert. Das beginnt bei anderen Bloggern die fragen, ob ich lust hätte einen Gastartikel für deren Seiten zu schreiben, geht über Agenturen aus der ganzen Welt, wovon viele allerdings glauben sie könnten mich über den Tisch ziehen (aber dazu später mehr), bis zu Firmen die tatsächlich intensiv an einer Kooperation interessiert sind und Fragen oder Angebote stellen.

Neben diesen Kooperationsanfragen kommen auch immer wieder Fragen von euch in mein Postfach geflattert, oder es kommen fast täglich neue Einladungen von Campinplätzen oder Tourismusvereinen.

Und immer wieder steht die Frage im Raum, welche Kooperation ist lohnend, welche Anfrage zieht mich über den Tisch oder ist Werbung, welche Anfrage kann ich zeitlich einplanen und welchen Kollegen/ welche Kollegin möchte ich vielleicht einfach nur unterstützen?

Aktuell dauert es jeden Tag ca. 1,5 – 2 Stunden bis ich all diese Mails bearbeitet, beantwortet oder gelöscht habe, dabei gibt es allerdings auch immer wieder Nachrichten bzw. Antworten, die ich auf einen anderen Tag verschieben muss, weil ich an diesem Tag zu wenig Zeit habe.

Da ich diese Zeit 2 Stunden eigentlich immer benötige und die beantwortung von E-Mails zum bloggen dazu gehört wieeeeee… die Poststelle im Amtsgericht, ist es egal ob ich unterwegs bin oder zuhause. Diese 2 Stunden muss ich einfach JEDEN TAG investieren, sonst gerate ich zu schnell unter Druck. On Tour verlege ich diese Zeit manchmal auch weiter in die Mittagsstunden , aber dann müssen die E-Mails auch spätestens beantwortet werden!

Warum das so wichtig ist, auch dazu später mehr!

 

Bevor ich als Campingbloggerin aktiv wurde, habe ich in dieser Zeit nur Dinge getan auf die ich gerade Lust hatte. Schlecht geschlafen in der Nacht? Naja dann gab es auch Tage an denen ich mich eben nochmal auf die Couch gelegt habe! Eines macht sich allerdings ganz deutlich, früher war meine Wohnung deutlich, deutlich aufgeräumter als heute. Heute bleibt die Bügelwäsche auch gerne mal einen Tag länger liegen… oder zwei, oder drei… 😉 

 

Nachdem ich mein E-Mail Postfach durchgearbeitet habe, lege ich meist in der Mittagszeit eine Stunde Laptop Pause ein!

Dabei kommt es natürlich darauf an, ob ich mir diese Zeit erlauben kann. Aber es ist leider so, egal ob es jetzt am Rücken liegt oder an den Medikamenten, nach 2 Stunden konzentrierter arbeit am Stück, bin ich erstmal platt und ich musste zu oft sehr bitter lernen, dass es mir nichts bringt, wenn ich mich übernehme. Auch wenn ich das hasse und ich immer wieder denke, boaaaa das ist so luschig… achte ich nicht sehr genau auf mich, oder übernehme mich, liege ich in den kommenden Tagen komplett flach! Das ist definitiv noch bescheidener!

Entweder ich lege also tatsächlich nochmal eine Stunde die Beine hoch, entspanne meinen Rücken, trinke eine Kanne Tee, gehen mit Milla spazieren, oder ich erledige den Haushalt. 

Aller, aller, aller spätestens um 15 Uhr muss es aber weiter gehen, denn der halbe Tag ist schon um und so viel habe ich noch nicht geschafft.

Erst schaue ich nochmal kurz in die sozialen Medien, dann geht es ans schreiben.

Dabei kommt es immer darauf an, wie viele Kundenprojekte anstehen, muss ich noch eine wichtige Kooperation bearbeiten oder hatte ein Kunde noch einen besonderen Wunsch ?

Klar ist, Kundenprojekte gehen natürlich vor… also schreibe ich mittlerweile erstmal für sämtliche Kunden, bis ich dann vielleicht noch zu IsasWomo komme.

 

Bloggen und arbeiten von zuhause

Jetzt im Herbst Winter wenn es draußen usselig ist, sind dieses Laptop Tage doch am schönsten! 🙂

 

Anfang des Jahres kam ich ehrlich gesagt schwer ins schleudern.

Natürlich habe ich mich gefreut relativ viele Kundenanfragen zu bekommen aber ich erledige das alles ja nunmal alleine! Es gibt auf IsasWomo keine Co-Autoren, es gibt auch kein Team, bei dem sich jede Person um etwas anderes kümmern kann und ich habe auch keinen Partner, der sich mal mit dem Blog beschäftigt.

Ich kümmere mich um alles alleine und habe mich auch bewusst dagegen entschieden Teile von IsasWomo an eine Firma zu verkaufen, aber wie gesagt, Anfang des Jahres kam ich irgendwann schwer ins Schleudern.

Neben dem Blog baue ich mittlerweile auch Kundenseiten auf, oder erstelle komplette online Shops und es fiel mir unglaublich schwer meine Kunden und mich dahingehend zu “erziehen”, dass wir uns alle an feste Absprachen und Termine halten müssen. Es kam zu häufig vor, dass sich Kunden oder Kooperationspartner eben nicht bis z.B. Freitag mit Daten bei mir meldeten, sondern z.B. erst in der nächste Woche am Mittwoch. Dann aber mit der Bitte, dass das Projekt suuuuuper wichtig sei und der z.B. Artikel bis Freitag online sein muss.

Leider habe ich mir diesen Schuh regelmäßig angezogen. Ich kam hinten und vorne nicht mehr zeitlich klar und habe mich selbst unglaublich stark unter Druck gesetzt.

Das hat mich immer wieder vor große Probleme gestellt und nach der 6. Nachtschicht in Folge, musste ich meine eigene Planung komplett überdenken und auch zum Teil sehr ernste Gespräche mit meinen Kunden führen. Ja, leider sind mir dadurch einige Kunden abgesprungen, aber anders ging es nicht. Es kamen einfach zu viele gute Angebote rein und ich konnte auf Dauer nicht grundsätzlich nur noch so springen, wie es meinen Kunden gerade passt.

Ich musste mir also etwas einfallen lassen, habe begonnen mir meine Zeit ganz genau einzuteilen und alle Aufträge und Artikel ziemlich professionell über einen genauen Zeitplan zu bearbeiten. Wenn der Kunde sich immer wieder, bis zu einem vereinbarten Termin nicht meldet und mich nicht mit Daten oder Informationen bezüglich unserer Kooperation versorgt,… dann kann ich das Problem eben auch nicht immer und immer wieder durch eine Nachtschicht retten. 

 

„Professionelles“ arbeiten als Campinbloggerin – Ein super schwieriger Schritt für mich!

 

Aber weiter mit meinem Alltag als Campingbloggerin…

Zwischen 15 und 22 Uhr sitze ich am Laptop. Natürlich immer mal mit Pausen, wie zum Abendbrot oder zum Stullen schmieren, aber im Grunde sind diese Stunden zum schreiben da. Macht mein Rücken nicht mit oder ich benötige eine Pause,  nutze ich auch immer mal wieder die Diktierfunktion vom Handy, Tablet oder Mac Book. Dann laufe ich zum Teil durch meine Wohnung, immer hin und her und her und hin und diktiere eben alles was “geschrieben” werde muss. Diese Programme sind nicht perfekt, aber für eine erste Idee, einen ersten Text,  reichen sie gut es.
Wenn ich es von meiner Konzentration her schaffe, sitze ich bis ca. 22-23 Uhr am Laptop und wechsel dann irgendwann ins Bettchen.

Da mir dann aber meine Schlafstörungen häufig wieder zu schaffen machen, arbeite ich zum Teil auch Nachts noch weiter. Dann schreibe ich sicherlich keine super wichtigen E-Mails, aber ich kann z.B. Dateien oder Postings für die sozialen Medien vorbereiten.

Nach einer halbwegs guten Nacht, klingelt morgens um 7:30 Uhr wieder der Wecker und ein neuer Tag beginnt.

An solchen Tagen die ich zuhause oder im Womo verbringe, komme ich also gut und gerne auf 10 Stunden Arbeit pro Tag um all die Dinge zu bearbeiten, die sich um das Bloggen drehen.  Mein “Rentner Alltag” hat sich also zusammen mit IsasWomo und der Arbeit als Campingblogggerin um 180 Grad gedreht.

Natürlich muss ich sagen, so sehen nicht alle Tage aus!

Durch die verschiedenen Kooperationen kommt es z.B. auch immer wieder dazu, dass ich Kunden besuche oder mich mit irgendwelchen anderen Bloggern/ Journalisten treffe.

Außerdem ist es so, dass ich ganz schlecht schreiben kann, wenn es um mich herum still ist. Wenn ich mich wirklich konzentrieren muss, dann sitze ich in meiner Küche, Wenn es aber darum geht, dass ich erstmal zu einem Thema einen neuen Artikel schreibe, dann kann ich das am allerbesten wenn um mich herum etwas los ist.

Von daher kommt es häufiger mal vor, dass ich mir das Mac Book schnappe und mit Milla in das kleine Cafe hier um die Ecke gehe. Die Texte muss ich danach nochmal überarbeiten, aber ich kann einfach besser schreiben, wenn um mich herum gewusel ist.

 

Bis zu IsasWomo hatte ich ja üüüüüüüberhaupt keine Ahnung wie das so ist, “selbständig” zu sein und ich hatte auch absolut keinen Plan, wie man sich seine Zeit am besten einteilt.

Ehrlich gesagt, genau da liegt auch immer noch eines meiner größten Probleme.

Es fällt mir immer noch schwer meine Zeit perfekt einzuteilen. Einmal bei Facebook drin, schwupps ist schon wieder eine Stunde weg! Oder ich plane für einen Termin einen Vormittag ein, bleibe dann aber doch bis Nachmittags und die nächste Nachtschicht ist schon wieder vorprogrammiert. Dazwischen kommen natürlich auch immer mal wieder Tage, an denen ich einfach nicht über so viele Stunden zum bloggen/ arbeiten komme, weil ich Reha habe, weil ich zum Arzt muss, weil ich zum Amt oder Anwalt muss… oder weil mich vielleicht auch einfach mal meine Familie sehen möchte! 🙂 .

Vor kurzem stand z.B. unser Alleinfahrertreffen  an und mir war klar, an diesen 4 Tagen werde ich kaum dazu kommen irgendetwas zu bearbeiten.

Nachdem ich Montasnachmittsg wieder zuhause war, hatte ich unglaubliche 716 E-mails  in meinem IsasWomo Postfach. Es hat Tage gedauert, bis ich die alle beantwortet, gelöscht oder sortiert hatte…

Das sind eben  “Arbeitsprozesse”, bei denen ich sicherlich noch vieeeeeel dazu lernen kann und ich muss schauen, dass ich mich auf Dauer besser organisiere… oder das ich mich anders organisiere.

Das Thema“ E-Mails und Angebote“ ist eh eines, zu dem ich in den letzten 2 Jahren extrem viel dazu lernen konnte und musste!

 

2 Jahre IsasWomo - Der Campingblog feiert Geburtstag!

Total toll! Ein „Blog-Geburtstagsstrauß“ als Überraschung. DANKE!

 

Ich muss es einfach nochmal sagen…ich hatte ja von all dem ÜBERHAUPT KEINEN PLAN!

Weder vom Umgang mit der Seite, von Begriffen wie SEO oder optimierten Artikeln im allgemeinen, von Google Rankings und Rechnungen schreiben, noch von der richtigen Einschätzung von Angeboten/ Anfragen die bei mir per Mail eingetroffen sind.

Woher soll man denn auch wissen was angemessen Preise sind? Was konnte ich als Campingbloggerin ohne große Erfahrung verlangen? 

Begonnen habe ich tatsächlich mit 50 Euro für einen ausgiebigen Artikel. Da wurde aber selbst mir schnell klar, das passt alles hinten und vorne nicht. Wenn ich überschlagen habe wie viele Stunden ich für einen solchen Artikel benötigt habe, dann lag ich nicht mal bei der Hälfte des deutschen Mindestlohns.

Aber wie gesagt… woher soll man es wissen? Es gibt nur ganz wenige Seiten, die ihre Preise öffentlich ins Netz stellen. Wenn diese dann allerdings von erfahrenen Bloggern mit super Klick- Zahlen stammen, dann hat mich das auch nicht weiter gebracht! Ich sage euch, es hat verdammt lange gedauert, bis ich mal eine feste Preisliste hatte. 🙂

Thema KRITIK!

Gerade zu Beginn meiner “Campinbloggerin Karriere” hab ich mir jede Kritik unglaublich zu herzen genommen… und ja… egal ob es um Kooperationen ging die ich eingegangen bin, oder um meine Art zu schreiben, es hagelte (und hagelt bis heute) so manche Kritik. Bei einigen Mails die mich erreichen, frage ich mich ernsthaft, wie gemein oder von sich überzeugt Leute eigentlich seien können. Ich meine eine Kritik, weil ich irgendetwas offensichtlich falsch erstellt habe ist natürlich ok und hilfreich, oder wenn mir jemand schreibt, dass er meine Seite unmöglich findet, dann kann ich auch damit sehr gut leben. 

Werden diese E-Mails aber sehr persönlich, hat mich das Anfangs schon echt mitgenommen. Oder wenn mir Menschen schreiben und fest von sich glauben, sie könnten eh alles besser, sie sind viel intelligenter und von überragender Cleverness, dann ekelt mich das nur noch an! 

Mittlerweile kann ich sagen, ist mein “Fell” doch deutlich gewachsen!  Ich lese mir jegliche Kritik durch und ziehe mir das raus, wovon ich denke, dass ich mich wirklich verbessern könnte und der Rest… naja der geht halt in den Papierkorb!

 

Als Campinbloggerin arbeiten und Kooperationen richtig einschätzen ?!?

 

Jeden Tag erreichen mich mittlerweile Anfragen bezüglich einer Kooperation (und klar, das freut mich natürlich, schließlich ist das da A und O in meinem “Job”) und es ist echt schwierig die Guten von den Schlechten zu unterscheiden!

Ich weiß noch genau, wie ich schon wenige Wochen nach dem Start von IsasWomo meine erste Anfrage bekommen habe mit der Bitte um eine Zusammenarbeit und ich war STOLZ WIE OSKAR!  Dabei habe ich überhaupt nicht erkannt, wie “scheisse” (sorry) und frech dieses Angebot eigentlich war. Es fehlte mir einfach an Erfahrung!

Da wir schon bei diesem Thema sind, sollten Menschen diesen Artikel lesen die ganz neu in die Bloggerwelt einsteigen, seid nicht so dumm wie ich und geht nicht gleich steil, weil das erste Angebot bei euch einflattert!

Klar ist… gerade zu Beginn kann man nicht erwarten viel Geld für eine Kooperation zu bekommen, so fair muss man auch der Industrie gegenüber sein. Und manchmal ist es auch bis heute bei mir so, dass eine Erwähnung auf einem großen Portal mehr Wert ist, als eine hohe, einmalige Bezahlung …

 

Nur, liebe Neu- Blogger Kollegen… lasst euch nicht so verarschen!

 

Leider ist es immer noch bei vielen Agenturen üblich, ein und die selbe Mail an tausende Blogger zu senden! Vielleicht gibt es noch eine persönliche Anrede, aber ansonsten steht in diesen E-Mails nicht ein persönliches Detail über Dich oder Deinen Blog. Meist nicht mal der Blog Name.

Das bedeutet also, eine Agentur bekommt für einen Auftrag sehr wahrscheinlich guuuutes Geld und sendet dann eine einmal verfasste 08/15 Mail an tausende Blogger heraus. Unter diesen tausend Bloggern gibt es leider immer noch sagen wir mal 100 Blogger, die diese kostenlose Kooperation annehmen, weil sie sich “gebauchpatscht” fühlen, schließlich ist eine Agentur schon auf den Blog aufmerksam geworden.

Nehmt ihr eine solche Kooperation an, bringt euch das sehr wahrscheinlich gar nichts! Die Agenturen haben mit ihrer Masche Erfolg, sacken sich das Budget ein und ihr schreibt trotzdem mit viel Mühe über z.B  ein Produkt,  dass zudem auch noch in den kommenden Wochen auf 99 anderen Seiten erscheint.

Individuell, besonders informativ oder gar “neu” für eure Leser, ist da dann leider nichts!

Und weil ihr dazu auch häufig noch (fast) komplett kostenlos arbeitet,  ist das schlichtweg VERARSCHE!!! 

Eine namenhafte Agentur mit einem großen Kunden HAT IMMER ein Budget… lasst euch also nicht „vernatzen“!

Es gibt leider Agenturen die genau damit eine rieeeesen Kohle scheffeln und sich solange nichts an der Situation ändern wird, solange es immer noch „Neublogger“ gibt, die sich durch so eine erste Anfrage geschmeichelt fühlen. Ich habe diesen Fehler zu Beginn auch gemacht, ist doch auch klar, man fühlt sich auch erstmal geschmeichelt!

Aber im Grunde ist das ein riesen Fehler!

Also, überlegt erstmal ganz genau was ihr da für ein Angebot auf dem Tisch habt, stellt euch die Frage was wäre, wenn ihr dieses Angebot nicht annehmt, wäre das für euch wirklich schlimm? Eine Agentur die echtes Interesse an euch hat, wird euch auch ein vernünftiges Angebot stellen und verkauft euch NIEMALS unter Wert!!!!

 

Jetzt aber zurück zum Thema 2 ,Jahre IsasWomo – 2 Jahre als Campingbloggerin…

 

Es ist für mich ganz schwierig zu beschreiben was sich durch IsasWomo alles verändert hat, denn im Grunde hat sich nochmal ALLES verändert! Das beginnt schon damit, dass ich durch den Blog ganz neu erfahren habe wieviel Spaß mir das Schreiben bereitet. Ich weiß, dass ich schon früher gerne geschrieben habe. Ich habe z.B. schon immer Tagebuch geführt und teilweise seitenlang über das geschrieben, was mir gerade so durch den Kopf ging.

Dann gab es aber viele Jahre, in denen ich jedes geschriebene Wort vermieden habe, Glückwunschkarten schreiben… der Horror! Zum Teil brauchte ich 4-5 Schmierzettel Anläufe, bevor ich mich an die Karte getraut habe… auch weil mir ganz bewusst ist, dass meine Rechtschreibung weiß Gott nicht die Beste ist!

Erst durch den Blog habe ich wieder erfahren, dass sich “schreiben” zu einem richtigen Hobby entwickeln kann.

Zudem habe ich erstaunt festgestellt ,wieeeeeee sehr sich die eigene Schreibweise (und auch die Rechtschreibung) verbessern kann, wenn man nur regelmäßig schreibt.

Wahrscheinlich fällt es euch als Leser gar nicht so auf, mir aber schon. Schaue ich mir Artikel an, die ich in den ersten Wochen hier auf IsasWomo fabriziert habe… huidiiii wuidiiii… !

Dabei will ich aber ÜBERHAUPT NICHT BEHAUPTEN DASS MEINE RECHTSCHREIBUNG JETZT SUPER WÄRE!

Nein,. nein, nein… so naiv bin ich nicht! Mir ist nur aufgefallen wie sehr sich meine Schreibweise verändert hat und dass im Vergleich  zu vor einigen Jahren, auch meine Rechtschreibung besser geworden ist. 

Die letzten 2 Jahre als Campingbloggerin haben mir aber noch etwas ganz, ganz wichtiges bewiesen.

Ich bin in der Lage mein Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen, ich bin sogar wieder so “stark”, dass ich es geschafft habe, mir eine eigene Selbständigkeit aufzubauen … und das ganz alleine, ohne Hilfe, ohne Coaching und ohne finanzielle Rücklagen!

Selbst wenn ich nicht länger als 2 Stunden konzentriert arbeiten kann, ich finde aber Alternativen und erstaunlicherweise sind diese Alternativen gut genug,  so dass ich dem Druck standhalten kann!

 

Immer on Tour!

 

Druck… definitiv auch so ein Thema für sich!

Bevor ich weiter schreibe… ich möchte ganz klar betonen, dass ich mich keinesfalls beschweren möchte!!! Ich freue mich jeden Tag aufs neue wenn ich von euch sehr persönliche E-Mails bekomme, mir Fragen gestellt werden, Anfragen bezüglich Kooperationen in mein Postfach flattern oder ich mal wieder irgendwo zu einem Interview o.ä eingeladen werde.

Wenn ich das alles nicht wollte, würde ich im schlechtesten Fall eben wieder als ganz normale mini Rentnerin meinen Alltag gestalten! Irgendwie gibt es ja auch vorher!

Es soll also wirklich keine Beschwerde sein!!!

Wenn ich aber schon schreibe was sich in den vergangenen zwei Jahren als Campingbloggerin verändert hat, dann möchte ich auf so ehrlich schreiben dürfen um auf die negativen Seiten einzugehen.. und ja, es gibt eben auch die negativen Seiten im (Camping)Blogger Business!!!

So schön das alles auf den Bildern immer aussieht, Reiseblogger sitzen samt Laptop an den schönsten Stränden der Welt, tippen hier ein bisschen und schießen da mal ein Selfie… ehrlich gesagt, so ist es NICHT!!!

 

Als aller erstes, NIEMAND sitze mit seinem Heiligtum, einem sauteuren Laptop, mal eben so am Strand! Das macht man für ein Bild, aber ansonsten ist jedes Sandkorn der Horror für den Laptop.

Das nur mal zur praktischen Seite!

Je erfolgreicher man bloggt, je stärker entwickelt sich auch der Druck!

Und ich möchte das nochmal betonen, dieser Druck ist nicht klein!!! Jeder selbständige, ganz gleich in welchem Bereich, hat es niemals leicht und das gilt für die Blogger Szene mindestens genau so! Hier kommt nur noch hinzu, dass es eine riesige Konkurrenz gibt und eben jeder Mensch bloggen kann.

Gerade wenn man alleine ist, so wie ich in meinem Fall, fängt es schon damit an, dass man sich immer wieder neue Themen überlegen muss.  Denn wer nicht regelmäßig neue Artikel veröffentlicht verliert Leser!

Natürlich gibt es die Seiten, die DURCH ZUUUUFALL immer einige Wochen nach Veröffentlichung eines eignen Artikels über dasselbe Thema  schreiben! Ja, klar gibt es Themen die hat jeder irgendwo auf der Seite… es gibt aber auch Artikel Themen, da weiß ich ganz genau, das Thema oder gar Teile meines Artikels sind “abgeschrieben”.

Dagegen kann ich leider nichts machen, auch wenn es ärgerlich ist!

Ich bin aber zumindest der Meinung, dieses Vorgehen wird sich auf Dauer nicht lohnen! Auch wenn es Seiten gibt die leider ständig so vorgehen und damit zum Teil sogar deutlich mehr Klicks erreichen als ich. Aber wie heißt es so schön, man sieht sich immer zweimal im Leben und irgendwann kommt auch meine Zeit!

Also gut, ich sollte also tunlichst versuchen immer wieder Themen zu finden die euch interessieren und die euch im besten Fall auch weiterhelfen.  Es ist natürlich viel einfacher wenn sich viele Leute um eine Seite kümmer, als wenn die “krative” Seite nur auf den eigenen Schultern liegt. Aber wie gesagt… ich will mich gar nicht beschweren, ganz im Gegenteil… ich habe mich ja bewusst dagegen entschieden teile von IsasWomo zu verkaufen.

Natürlich gibt es auch bei mir Phasen, da bin ich einfach extrem unkreativ, aber diese Zeiten müssen auch vernünftig  “überbrückt” werden. Also sehe ich zu dass ich grundsätzlich Monate im voraus einen genauen Plan erstelle, über welche Themen ich wann bloggen werde. Wenn dazu dann noch aktuelle Artikel kommen… um so besser!

Neben diesem, ich nenne es mal “kreativen Druck”, gibt es noch den zeitlichen… und dieser wächst!

Alles beginnt schon damit, dass ich versuchen sollte z.B. Kommentare auf dem Blog (und ich finde es super, dass hier so viele Kommentiert wird!!!)  möglichst schnell frei zu schalten und zu beantworten.

Ein Kommentar der 3 Tage unbeantwortet bleibt, macht schon direkt einen schlechten Eindruck! Es gibt aber einfach Zeiten, da komme ich nicht dazu zu kommentieren. Wenn ich z.B. den Tag über lange mit Milla und der Omi on Tour war und  Abends noch viel erledigt werden muss, bleiben solche Dinge wie Kommentare einfach mal “übrig”.

Ganz, ganz wichtig sind aber die  E-Mails!

Bis vor kurzem habe ich z.B. immer noch gedacht, naja wenn ich mal eine Mail erst nach 2-3 Tagen beantwortet, dann wäre das absolut ok.

Haaaa! Leider TOTAL falsch gedacht!

Viele Kunden verlangen eine qualifizierte Antwort innerhalb von wenigen Stunden. So war es z.B. so, als ich mich gerade auf dem Weg in Richtung Südfrankreich befunden habe. An dem Tag hat mir ein großer Kunde aus den USA geschrieben. Jetzt kommt in dem Fall auch noch die Zeitverschiebung hinzu.  Ich bin also den ganzen Tag gefahren und hatte abends um 18 Uhr einen ziemlich bösen Anrufer in der Leitung, warum ich mich noch nicht gemeldet habe ?!?!

Bis dato hatte ich die um 7 Uhr morgends eingegangene Mail nichtmal richtig gelesen! 🙁

Wer also nicht ständig online ist, seine Mails und Anfragen möglichst schnell checkt und am besten sofort qualifiziert antwortet, verliert vielleicht die besten Aufträge.

Und wo wir schon bei dem Thema sind… ich finde es wirklich, wirklich, wirklich toll, wie viele E-Mails mich von euch erreichen, ganz gleich worum es sich inhaltlich dreht. Und es tut mir echt leid, wenn ihr mal einige Tage auf eine Antwort warten müsst.

Es ist nur so, dass ich an manchen Tagen schon so viele wichtige oder persönliche Mails beantwortet habe, dass mir die Zeit wegläuft und ich möchte eure Mails auch vernünftig beantworten, euch nicht einfach einen daher getippten Dreizeiler senden. Darum kann es durchaus mal passieren, dass ihr einige Tage auf eine, dann aber vernünftige, Antwort warten müsst.

Das ist also echt kein böser Wille oder Desinteresse!

Dazu kommt noch die Zeit, die ich insgesamt pro Tag am Laptop sitze… dabei ist es auch ganz egal, ob ich gerade an einem regnerischen Tag zuhause sitze und “eh nichts besseres” zu tun habe, oder ob ich vielleicht an den schönsten Ecken Europas sitze.

Der Wecker klingelt um 7:30 Uhr und dann wird eben gearbeitet!

JA, natürlich mag ich meine arbeit und JA, natürlich habe ich Bock auf das Alles… aber es ist nunmal nicht so, wie viele Bilder und Blogger es immer wieder zeigen/ beschreiben, dass man hier und da mal eine Stündchen in der Sonne sitzt, tippt und ein Selfie macht!

Ich habe den großen „Vorteil“ berentet zu sein und dadurch viel Zeit zu haben. Ich glaube auch, das ist mit ein Grund für meinen “Erfolg”.

Professionell zu bloggen bzw. online zu arbeiten neben einem Vollzeitjob, ist echt kaum möglich!

Ich werde schon wieder wütend wenn ich daran denke, dass eine der aller, aller größten deutschsprachigen Travel- Bloggerinnen immer sagt, man muss nur wollen, dann läuft alles von alleine!

NEIN VERDAMMT NOCHMAL… so ist es eben nicht!!!!

Um nur halbwegs erfolgreich zu bloggen, muss man sich enorm den Hintern aufreißen und dazu gehört es eben auch an 365 Tagen im Jahr aktiv online zu sein! Man muss sich eben genauso reinhängen, wie bei dem Aufbau jeder anderen Selbständigkeit und ja… manchmal fällt es auch mir nicht leicht so diszipliniert zu sein und stundenlang zu arbeiten, wenn ich denke ich könnte jetzt auch am Strand liegen.

Von nichts kommt nichts,  die Konkurrenz ist riesig groß ( ja, auch bei uns gibt es nunmal eine gewisse Konkurrenz!) und dieses Image von reisen und ein paar süße Selfies… das stimmt einfach nicht!

Es tut mir ja leid, aber das muss ich doch auch einfach mal so sagen dürfen! Wenn ich mir dadurch wieder Aufträge versaue, weil ich dieses Luftschloss von Sommer, Sonne, reisen, lachen und Selfies machen zerstöre… ja wisst ihr was, dann ist es eben so!Wäre ja nicht das erste Mal 😉 ! So sehr kann ich meinen Mund dann eben doch nicht halten!

So ist es eben, wenn man versucht möglichst professionell und erfolgreich zu bloggen! Jetzt habe ich mich aber genug aufgeregt! 🙂

2 Jahre IsasWomo… 2 Jahre Selbständigkeit… 2 Jahre Campingbloggerin

 

Erfahrungen, arbeiten als Reisebloggerin

Morgens früh in Frankreich… Milla pennt, das Haar sitzt nicht …. das Businessoutfit eines Campingbloggers 🙂

 

Ich habe nie gedacht was aus dieser Seite werden könnte und es ist für mich jeden Tag aufs neue wieder überraschend, was für Angebote ich durch diese Seite bekomme.

Gerade in den letzten 3 Monaten hat sich nochmal so viel neues Ergeben und ich bin so unfassbar glücklich über diese neuen Kooperationen. Mir juckt es in den Fingern euch schon jetzt zu erzählen was sich alles in den letzten Wochen ergeben hat, aber es wäre leider ein Fehler schon jetzt etwas zu veröffentlichen, was noch nicht komplett real “vorhanden” ist.

Was ich aber sagen kann, ganz neu und aktuell ist die Kooperation zwischen dem Portal Kaufberter.io und mir, denn ich bin die neue Expertin im Bereich Camping und Outdoor.

Dabei handelt es sich eben nicht um eines dieser üblichen Verkaufportale, die mit den verschiedenen Anbietern eng zusammen arbeiten und Käufer zu einem bestimmten Produkt beraten. Bei der Seite handelt es sich eher um eine unabhängige Infotmationsquelle. Sagen wir mal ihr möchtet eine Kühlbox kaufen, dann könnt ihr hier erstmal lesen wo rauf es ankommt und wo die wichtigen Unterschiede liegen. Und das Hersteller Unabhängig!

Dazu gibt es dann zu allen Produktgruppen noch bestimmte Experten, die ganz allgemeine Tipps zu den Produkten geben. So bin ich es bei allen Produkten die mit Camping und Outdoor zu tun haben.  Wenn ihr also auf der Suche seit nach Informationen seit, weil ich ein besonderes Produkt kaufen möchtet, oder z.B. zu Weihnachten verschenken möchtet, dann schaut doch mal bei Kaufberater.io rein und vielleicht bin ich dann eure “Produkt Expertin” 🙂 . Hier ein Beispiel:https://www.kaufberater.io/freizeit/campingzubehoer/kuehlbox/  

Im Sommer diesen Jahres durfte ich zudem an verschiedenen TV Formaten als “Camping Expertin” teilnehmen und auch die Dokumentation durch das Filmteam welches mich im Winter fast 3 Monate begleitet hat, feierte letzte Woche große Permiere in Hannover.

Ich bin ja schon echt gespannt wenn die Dokumentation im Kino und TV kommt. WAAAHHHHH! 🙂 

Das hat sich natürlich auch positiv auf IsasWomo ausgewirkt, wobei ich alleine schon die Erfahrung super fand.

 

Tsssss. Campinbloggerin… ich…. das ist alles so unglaublich wenn ich bedenke, was in den letzten Jahren alles geschehen ist.

 

Bevor wir zum Ende kommen möchte ich mich bei euch allen ganz herzlich bedanken.

Egal ob es darum geht, dass ihr regelmäßig bei mir vorbei klickt, meine Artikel in den sozialen Medien teilt, ob ihr mir hier Kommentare hinterlasst, ganz persönliche E-Mails schickt oder mich auf  Fehler hinweist.

 

Das Alles wäre niemals etwas geworden, wenn ihr nicht bei mir vorbei klicken würdet.

Aus diesem Grund von herzen,

 

DANKE!!!

 

Ich gebe mir natürlich größte Mühe euch auch weiterhin mit tollen Themen und hilfreichen Artikeln zu unterstützen.

 

2 Jahre IsasWomo… 2 Jahre Campingblog…. 2 Jahre Selbständigkeit

 

Wahnsinn! 🙂 …  🙂 🙂 😉

 

Bleibt gesund, eure

 

IsasWomo Camping, Wohnmobile für Alleinfahrer und Paare

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