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Solo Camper… jetzt mal ehrlich! – Schluss mit den Mythen

Solo Camper… jetzt mal ehrlich! – Schluss mit den Mythen

MITTLERWEILE SIND TAUSENDE MENSCHEN ALS SOLO CAMPER UNTERWEGS – ALLEINE REISEN IST IN!!!

Als ich vor ca. 7 Jahren mit diesem ganzen Thema “Solo Camping & Wohnmobil Tour allein” begonnen habe, gab es im Netz so gut wie keine Informationen. Entweder die vorhandenen Artikel drehten sich um das Thema Backpacking in Asien, oder aber irgendwelche, selber nicht campende Journalisten, stellten alleinreisende Camper wie Freaks vor.

Echte Informationen von anderen solo campenden Mädels in meinem Alter waren absolute Mangelware!   

Doch juhuuuu, die Zeiten haben sich deutlich verändert. Alleine Reisen und dazu zähle ich auch das solo Camping ist IN und obwohl erst 7 Jahre vergangen sind, hat sich die Anzahl an Solo Campern jeden Alters und auch die Informationsmöglichkeiten um gefühlt 1000% erhöht.

Ok,  99.9%  der Campingbranche bzw. der Camping Industrie hat diesen Trend immer noch nicht so richtig verstanden, aber ich bin mir sicher, schon innerhalb der nächsten 30- 40 Jahre, wird sich auch die  Camping Industrie “rucki zucki und ganz modern” dem Thema gegenüber öffnen.

Trends… IN FAKTOR SOLO CAMPING – es wird Zeit mal einiges klar zu stellen

Camping und Road Trip als Reiseform ist seit Jahren extrem beliebt und da wundert es mich auch nicht wirklich, dass natürlich auch immer mehr solo Camper alleine “on the Road” sind. Wenn so ein Thema, oder ich sage mal ganz überspitzt, so ein “Lifestyle” so “trendy” ist, dann ist es natürlich auch ganz normal, dass immer mehr Informationen und mögliche “Hilfen” von allen Seiten auf den Markt geworfen werden.

“Blöd” wird es nur dann, wenn diese Infos von Leuten kommen, die noch nie alleine mit einem Wohnmobil unterwegs waren, oder es schon seit Jahren/ Jahrzehnten nicht mehr sind und die “Informationen” schlichtweg falsch sind.

Darum möchte ich heute mal mit einigen Solo Camper Mythen aufräumen

 

Solo Camper Mythe 1 – Alleinreisende Camper sind nicht gern gesehen bzw. haben immer häufiger Schwierigkeiten einen Platz auf einem Campingplatz zu bekommen

 

SO EIN KÄSE!!!!

Ich bin jetzt seit 6 Jahren immer wieder alleine unterwegs und in den ganzen 6 Jahren gab es genau EINEN Platz, der mich als Alleinreisende nicht aufgenommen hat. In dem Fall war es aber so, dass die gesamte Region PROPPENVOLL war, es gab nirgendwo mehr freie Plätze für Camper mit Hund in der Region Chiemsee und dieser eine Platz war wohl der Meinung, bevor ich eine meiner letzten 3 Parzellen an die Alleinreisende abgebe, gebe ich sie doch lieber einem Paar oder einer Familie. Ist das ok? Nein, finde ich nicht. Aber es war eben auch der einzige Fall in all den Jahren!!!!

Also bitte, wenn ihr mal wieder irgendwo lest, als solo Camper muss man damit rechnen keinen Platz, oder nur die schlechteste Parzellen zu bekommen, dann ist das absoluter Käse!!!

Über den Daumen gepeilt würde ich sagen, in 90 % aller Fälle wurde ich behandelt wie jeder andere Camper auch, in 9,9 % war es sogar eher so, dass die Leute besonders nett und zuvorkommend waren und nur dieser eine einzige Platz, naja, der hatte halt einen schlechten Tag oder so.

 

Solo Camper Mythe 2 – Als alleinreisender Camper zahlt man immer für 2 Personen

 

Wahrheitsfaktor 50: 50, ein ganz typisches Beispiel dafür, dass es Mythen gibt, die man eben nur wirklich wissen kann, wenn man länger alleine Unterwegs ist.

Ja, leider ist es bis heute auf vielen, vielen Plätzen so, dass Preise für 2 Personen ausgezeichnet sind. Es gibt also z.B. immer noch viele Stellplätze auf denen es heißt, die Übernachtung im Wohnmobil mit 2 erwachsenen Personen kostet z.B. 15 Euro.  Ähnliches gilt auch für irgendwelche Sonderangebote, für die Kurtaxe auf einigen Plätzen oder für den z.B. Eintritt ins benachbarte Schwimmbad. Von daher ist die Aussage gar nicht so falsch.

ABER…. geholfen wird dem, der nach Hilfe fragt!

Ihr müsst das Thema dann einfach mal an geeigneter Stelle ansprechen und in den aller, aller meisten Fällen, bekommt ihr dann einen Sonderpreis, bzw. das zuviel gezahlte Geld zurück, oder dürft das Schwimmbad an zwei Tagen besuchen. 

Ist diese Regelung fair? Nein, definitiv nicht. Denn wer z.B. den Stellplatz in meinem geliebten Greetsiel als solo Camper nutzt, zahlt grundsätzlich erstmal die Kurtaxe für 2 Personen und kann dann zur Touri Info ins Dorf laufen, um dort den Betrag erstattet zu bekommen. Ich frage mich, wie viele Leute das wirklich jedesmal für 1,50 Euro oder so ähnlich machen???

Es gibt aber auch Plätze, da wird das Angebot direkt vor Ort angepasst, ihr müsst nur fragen!

Wenn es also wieder einmal heißt, solo Camper zahlen immer doppelt, dann ist diese Aussage nur in Teilen richtig

 

Solo Camper Mythos 3 – Als alleinreisender wird man immer kritisch beäugt

 

Wenn ich schon solche Überschriften lese wie: “Frauenpower – Cafebesuch allein”, puhhhhh, dann läuft es mir eiskalt den Rücken herunter.

Ja, ich kann gut verstehen, wenn alleinreisende Frauen oder Männer sagen, hmmmm ich hatte erstmal das Gefühl, ich werde von allen Seiten komisch “begutachtet”, wenn ich mich alleine in ein Cafe setzte.  Und jaaaaaa, es kommt auch immer, immer wieder mal vor, dass z.B. die Bedienung fragt, möchten Sie schon bestellen, oder warten Sie noch?

Aber jetzt mal ehrlich, das ist doch nicht böse gemeint, das hat auch nichts mit “kritisch beäugen” zu tun, sondern ist viel, viel eher eine höfliche Frage.

Da muss man den Ball doch auch mal flach halten!

Nochmal… ich kann total  gut verstehen, wenn man überhaupt die ersten Male allein ein Cafe, Restaurant oder, oder besucht, dass man das Gefühl hat, irgendwie glotzen mich alle betroffen und voller Mitleid an. Aber ich bin fest davon Überzeugt, das ist zu 99,9% eine Sache eures eigenen Gefühls und hat nichts damit zu tun, dass ihr da gerade wirklich alleine sitzt.

Vielleicht seht ihr an diesem Tag auch einfach nur besonders nett aus, mögliche Blicke sind also viel eher positiv gemeint und wenn ihr mit einer anderen Person vor Ort wärt, würdet ihr diese Blicke auch “bekommen”.

Und seien wir doch mal ehrlich…. egal wer, wann oder wo einen Raum betritt, wird erstmal “angeschaut”, egal ob es das Cafe ist, oder das Wartezimmer beim Arzt.

Also bitte…. ich kann wie gesagt total verstehen wenn jemand sagt, haaaach mich kostet dieser Schritt alleine in ein Cafe, Restaurant oder, oder etwas Überwindung. JA, GING MIR FRÜHER GANZ GENAU SO!!!

Aber… lassen wir bei dem Thema doch die Kirche im Dorf. Benötigt es echt sooooo viel “Frauenpower” um alleine ein Cafe zu besuchen? Müssen wir solo Camper uns echt “so stark durchsetzen” um alleine ein Cafe zu besuchen… nein, so schlimm ist es nun wirklich nicht und so manche Frage ist vielleicht viel normaler, netter und höflicher gemeint, als es uns aufgeblasene “Frauenpower” Artikel, zwischen Diät Wochen und Avocado Sport Bildern, glauben lassen möchten.

 

Einfahrt Südplatz, Campingpark Wisseler See

Klar gibt es auch Leute die Alleinreisende nicht verstehen, aber die allermeisten schauen doch nicht weil wir allein unterwegs sind, sondern weil wir „die Neuen“ sind

 

Solo Camper Mythos 4 –  Mitcamper begutachten uns immer schräg, kritisch oder gar negativ

 

Komplett falsch ist dieser Mythos sicherlich nicht, allerdings werden diese Blicke meinen Erfahrungen nach immer wieder falsch eingeschätzt!

Ja, es kommt schon noch immer sehr, sehr oft vor, dass ich angeschaut oder beobachtet werde, wenn ich neu auf einen Platz auffahre, allein vor dem Womo sitze oder “als Frau” zur Entsorgung fahre/ laufe.

ABER auch bei diesem solo Camper Mythos muss ich einfach wieder sagen… wir sollten die Kirche im Dorf lassen.

Zum einen weiß ich 100.000 prozentig, dass dieses “anschauen, beobachten oder auch begutachten” in den meisten Fällen nichts, aber auch gar nichts, mit dem alleine reisen zu tun hat, denn seien wir mal ehrlich… wenn ich z.B. neue Nachbarn bekomme, ganz egal wie diese unterwegs sind, ich schau auch hin und “stecke die Menschen” erstmal in meine ganz persönlichen Schubladen. Ich denke also, so ein Verhalten ist vollkommen normal.

Zum anderen haben meine Erfahrungen auch immer wieder gezeigt, wenn diese Blicke wirklich etwas mit meinem “ solo Camper Dasein” zu tun haben, dann sind sie meistens nicht negativ gemeint, sondern haben viel eher mit “Neugier” “Respekt” oder auch dem Wunsch “zu helfen” zu tun.

Wenn ihr also auf einen Stellplatz auffahrt, von allen Seiten angeschaut werdet und dann springt auch noch der neue Camping Nachbar aus seinem Stuhl und möchte euch wild winkend “einweisen”, dann hat das in den wenigsten Fällen damit zu tun, dass er denkt ihr schafft das nicht auch alleine, sondern er möchte einfach behilflich sein.

Ja, es gibt natürlich auch immer noch Menschen, die solo Camper für “mysteriös oder vollkommen unnormal halten und die denken, wer alleine unterwegs ist, der kann nicht ganz sauber ticken! Solche Leute gibt es, solche Leute wird es auch immer geben und diesen Leuten kann man auch nicht helfen, aber es sind wenige.

Das allgemeine “Angeschaut werden” auf Stell- und Campingplätzen hat viel weniger mit dem alleine Reisen zu tun, als soooooo viele Artikel immer wieder beschreiben.

 

Solo Camper Mythos 5 – Als Alleinreisende bekommt man automatisch immer und überall Hilfe.

 

WUUUUUUUUSAR…RUUUUUHIG, ISA!

Ein Punkt den ich mehr oder weniger TÄGLICH irgendwo in den sozialen Medien lese und der auch IMMER, IMMER, IMMER wieder von Journalisten, Bloggern und anderen Autoren falsch wiedergegeben wird.

Wer sagt, dass man als solo Camper ganz selbstverständlich von allen Seite Hilfe bekommt, der war eindeutig noch nie länger alleine on Tour.

Es ist vollkommen egal um welches Camping Thema es genau geht, es ist nunmal so, dass man ZUALLERERST ALLEINE und SELBER  mit seinen “Klamotten” klar kommen muss. Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist auch, das ist vollkommen und absolut richtig so! Ich finde einfach es ist nicht ok, dass wenn man alleine campen möchte, man von Anfang an davon ausgeht, es gibt schon jemanden der sich grundsätzlich um meine Belange kümmert.

Ich schwöre euch hoch und heilig, es ist erst wenige Tage her, da hat eine junge Frau folgendes in einer FB Camper Gruppe gepostet: Ich möchte einige Tage der Sommerferien dazu nutzen zum ersten mal alleine mit dem Wohnmobil meiner Eltern zu verreisen. Ich war bisher aber nie mit dem Fahrzeug und meinen Eltern unterwegs, bin also absolute Anfängerin. Mein Vater wird mir das Mobil aber vorher noch erklären. Mein Problem ist, dass ich gelesen haben wie und wo man die Wohnmobil Toilette entsorgt und das ich extrem Geruchsempfindlich bin. Jetzt wäre meine Frage, meint ihr ich könnte andere Camper fragen, ob die meine Toilette entsorgen, oder gibt es dafür vielleicht einen Service den ich buchen und bezahlen kann?

Ihr könnt euch vorstellen was da los war…. aber mal abgesehen von den gefühlt 100.000 Shitstorm Kommentaren (Shitstorm … im wahrsten Sinne des Wortes 🙂 ), gab es tatsächlich einige die besonders behilflich seien wollten und die schrieben: “Ach jaaaaa, wenn Du alleine unterwegs bist und freundlich fragst, wird Dir immer geholfen. Da wirst Du auf jeden Fall jemanden finden, der Dir die Toilette entsorgt.”

IM LEBEN NICHT!!!! IM LEEEEEEEEBEN NICHT!!!!

Grundsätzlich ähnlich, wenn auch thematisch ganz anders, sind Fragen wie…

Ich bin als solo Camper unterwegs, bekomme ich schnelle Hilfe beim:

  • Vorzelt aufbau
  • Einparken und Ausrichten des Caravans oder Zelt
  • der Tour Planung

Bitte versteht mich nicht falsch, wenn man als solo Camper irgendein akutes Problem hat, dann ist es NATÜRLICH total ok, wenn man mal seine Nachbarn fragt, ob die vielleicht behilflich sein können.

Wenn man z.B. rückwärts auf eine Parzelle fahren möchte, an der Parzelle gibt es aber einen Baum mit tief hängenden Ästen, JA NATÜRLICH ist es toal ok, dass man seine Camping Nachbarn fragen kann, ob die vielleicht man eben schauen könnten, dass man die Äste nicht erwischt.

Was aber meiner Meinung und auch meinen Erfahrungen nach, auf Dauer immer Probleme macht ist, wenn man als solo Camper von vorneherein und grundsätzlich davon ausgeht, für alles Hilfe zu bekommen, bzw. am besten andere für sich arbeiten zu lassen. Das sorgt auf Dauer für Probleme!

Wer alleine reist, muss sich auch in aller Regel alleine um seine Dinge kümmern, bzw. kümmern können und ich kann nur jedem den Rat geben, testet eure Sachen zuhause durch, so dass ihr mit den Dingen umgehen könnt!

Dazu kommt noch, mal von der eigenen Einstellung abgesehen, die Zeiten der großen Camperfamilie, bei der grundsätzlich jeder dem anderen hilft und ganz automatisch und selbstverständlich mit anpackt sind vorbei! 

Wer heute Hilfe oder Unterstützung benötigt, muss den Mund aufmachen und fragen. Wenn man es nicht bewusst selber “provoziert” (provoziert im positivsten Sinne), kann ein Campingurlaub heutzutage genauso “anonym” verlaufen , wie jede andere Reiseform auch.  

Das ist stellenweise vielleicht schade, aber so sind die Zeiten heute nunmal.  Was mich direkt zum nächsten solo Camper Mythos bringt.

 

Solo Camper Mythos 6 – Wer alleine reist, lernt ganz automatisch viele Leute kenne

 

Sorry…. aber auch das ist leider absoluter QUATSCH!!!

Natürlich ist es so, dass dieses ganze Thema auch sehr davon abhängig ist, wie man selber so tickt. Wenn man selber ein sehr offener Mensch ist, der so gar keine Scheu davor hat, mit neuen, fremden Menschen in Kontakt zu treten, dann erleichtert das sicherlich das Kennenlernen sehr.

Ich selbst bin aber z.B. definitiv nicht so offen und “unbefangen” und meine Erfahrungen haben sogar eher gezeigt, dass es als solo Camper schwieriger ist andere Leute kennen zu lernen. Mal abgesehen von dem 30 Sekunden small Talk mit den Nachbarn. 

Paare, oder gar Familien mit Kindern in einem ähnlichen Alter, kommen deutlich schneller/ einfacher in Kontakt als Alleinreisende. Es sei denn, man trifft auf andere solo Camper.

Wenn also mal wieder irgendwo die kühne These aufgestelltt wird, keine Sorge, wer alleine campen geht, lernt so oder so unzählige Menschen kennen! Dann ist das leider so nicht 100%ig richtig.

 

Solo Camper Mythos 7 –  Alleinreisende benötigen besondere Schutzmaßnahmen

 

🙂 🙂 🙂 …. JAAAAA, NATÜRLICH… AM BESTEN DEN GANZKÖRPER TRESOR!

Ich glaube, ich habe es mittlerweile schon in uuuuuuuunzähligen Artikeln erwähnt, gerade wenn man alleine unterwegs ist, sollte man gut vorbereitet losdüsen. Dies betrifft spezielle Versicherungen und Absicherungen, als aber auch z.B. eine gute Reiseapotheke oder ganz viele andere Dinge. 

Wer sich aber vernünftig auf seine solo Camper Tour vorbereitet, unterwegs keine super riskanten Aktionen anstellt und immer auf sein Bauchgefühl hört, der verreist genauso sicher oder unsicher, wie er auch zuhause lebt.

Der Vergleich… alleine reisen = riskant reisen, hinkt einfach uuuuuuuungemein! 

Diese ganzen Sicherheitsmaßnahmen und/oder Fahrzeugumbauten haben nichts speziell mit dem Thema alleine reisen zu tun, schließlich sollte sich auch jedes Paar und jede Familie an einige Dinge zum Thema Sicherheit halten. So ist die Übernachtung an Raststätten für Alleinreisende genauso unsinnig, wie sie für z.B. Paare ist.

Aber diese ganzen Artikel: Vorsicht beim allein reisen – 10 Sicherheitstipps für die Reise allein, sind echt quatsch. Es kommt immer auf die Region bzw. auf den genauen Standort und das eigene Verhalten an, ganz gleich wie man reist! Ich bin mir ganz sicher, ich „lebe“ deutlich unsicherer, wenn ich Nachts in Dortmund durch die City laufe, als wenn ich irgendwo am Main auf einem Stellplatz stehe. Man kann einfach nicht sagen, dass das alleine Reisen grundsäzlich unsicher ist!!!

 

Campingplätze im CHECK

Alleine reisen kann wunderschön sein, aber nur weil es endlich los geht, muss nicht direkt alles stimmen. Manchmal muss man in das ganze „reinwachsen“

 

Solo Camper Mythos 8 – Wenn man erstmal unterwegs ist, sind alle Sorgen vergessen

 

Ähnlich wie bei Punkt 5, muss ich immer tieeeeeeef durchatmen, wenn ich irgendwo diese Aussage lese, weil ich sie fast schon UNVERANTWORTLICH finde!!!

Wenn es so ist, dass man sich vor der ersten solo Tour viele Gedanken und Sorgen macht, endlich los düst und von diesem Moment die Reise genießen kann, ist das WUNDERBAR!!!!

Wie ich aber aus eigener Erfahrung und aus den Erfahrungen von unzähligen anderen solo Camper weiß, ist es eben nicht immer so!!! Viele andere solo Camper, genauso wie ich auch, hatten auf ihren ersten richtigen Touren ein kolossales “Tourstart Tief”.

Die erste Tour wurde lange geplant, man hat sich tausende Gedanken gemacht, dann geht es endlich los und plötzlich hat man Zeit und Ruhe über sich und sein Leben nachzudenken und schon sind sie da, die Gedanken und Fragen.

  • Was mache ich hier eigentlich?
  • Warum bin ich alleine?
  • Was ist in meinem Leben eigentlich schief gelaufen?
  • Bin ich so unausstehlich?
  • Warum ist mein Partner weg?
  • Ich werde niemals richtig mit dem Womo/ Wowa klar kommen!
  • Hoffentlich führt mich das Navi morgen nicht in eine kleine Straße?
  • Was mache ich nur, wenn ich plötzlich alleine vor einem tiefen Tunnel stehe und hinter mir staut sich alles
  • usw. usw.

Es gibt so viele solo Camper, die solche oder ähnliche Gedanken zu Beginn einer Tour kennen und ich selbst war nur Millimeter davon entfernt zu sagen, ich komme mit dem alleine campen nicht klar, das ist nichts für mich und der kauf des Womos war ein riesen Fehler!

Mir hat man damals nämlich auch erzählt, ach wenn du erstmal unterwegs bist, ist eh alles wuuuuuuunderbar!!! Hätte ich vorher mal gewusst, dass ganz, ganz viele Alleinreisende dieses Problem zu Beginn ihrer ersten langen Tour haben, hätte mir das extrem geholfen. Denn dann hätte ich nicht so sehr an mir und dem ganzen solo Thema gezweifelt.

Also bitte, bitte, bitte glaubt nicht, dass ihr nicht für das alleine Reisen “geschaffen seid” , nur weil die ersten Tage einer Tour mies sind. Wenn ihr euch von Anfang an pudelwohl fühlt, umso besser! Weitere Infos und Hilfen zum Thema Tourstart Tief findet ihr auch in diesem Artikel: Das Tourstart Tief, was es ist und wie Du am besen mit ihm umgehen kannst?!

 

Mein Fazit zu den solo Camper Mythen

 

Alleine verreisen ist IN und da wundert es mich überhaupt nicht, dass immer mehr Informationen aus dem Boden schießen.

Ich habe nur ein Problem damit, wenn diese Informationen einfach mal so “raus gehauen”, oder gar von anderen Seiten “übernommen” werden und so schlichtweg nicht stimmen! Natürlich gibt es auch beim Thema “ solo Camping “ Themen, die jeder einschätzen kann und über die jeder Berichten kann.

Dennoch finde ich es zumindest “schwierig”, wenn Tipps und Informationen für solo Camper von Leuten veröffentlicht werden, die noch nie oder bereits seit Jahren nicht mehr alleine unterwegs sind und Tipps geben die in der Realiät so nicht wirklich stimmen. Oder aber (und das war einer DER KNALLER der letzten Tage 🙂 welchen mir eine Freunde geschickt hat) , mittlerweile gibt es ja für alles und jeden ein online Coaching und siehe da, es gibt jetzt auch Coachings für Alleinreisende.

Was eine wunderbare Idee, blöd nur wenn der weibliche Coach nie alleine unterwegs ist.  Das wäre also so, als wenn ich für einige hundert Euro ein Coaching zum Thema Familiencamping anbieten würde…  sicher suuuuuuuuper sinnvoll! 😉

Da könnte ich euch Tipps geben, da würde die super Nanny aber staunen. Ich sag nur… die stille Camper Treppe!

Zurück zum Faziit:

Ich sage ja immer, immer wieder…. egal was unterwegs passiert, es gibt immer irgendeine Lösung!

8 Mythen zum Thema alleine reisen und solo Camping

8 Solo Camping Mythen – Dein Pin zum Artikel

Wer aber alleine reist, der ist nunmal auch ganz alleine für alles zuständig, im Positiven wie im Negativen!  Und es macht eben einen Unterschied aus, ob man z.B. bei einer Panne auf der Autobahn noch jemanden an seiner Seite hat, mit dem man sich austauschen kann, der sich kümmert und der einem vielleicht auch mal Mut zu sprechen kann. Oder aber ob man da ganz alleine auf der Auuobahn steht und mit allen Dingen alleine klar kommen muss.

Genau dieses Gefühl kann man aber eben nur richtig verstehen und vor allem nachvollziehen, wenn man alleine unterwegs ist. Bitte, einerseits werden Postings erstellt wie: Bin jetzt 2 Nächte alleine und habe echt schiss und andererseits berät man andere Alleinreisende zu dem Thema??? Echt jetzt? Wer immer einen Partner an der Seite hat, der kommt vielleicht auch auf die Idee, sobald der Motor läuft, sind grundsätzlich alle Sorgen vergessen.

Also…. das Internet ist ein Füllhorn von super tollen Tipps und Hilfen, aber es kommt auch immer wieder vor, dass sich Themen dauerhaft halten, dabei stimmen sie so gar nicht. Ich kann euch nur den Rat geben, achtet immer mal ein bisschen darauf, wer sich mit welchen Themen befasst und ob das alles so wirklich simmen kann. 

Wer es ganz genau wissen möchte und auf den Seiten selbst nicht ausreichend klar kommt, mein Tipp… schaut euch mal die privaten social media Profile der Leute an und lasst euch nicht auf den Arm nehmen, in dem ihr viel Geld für Informationen ausgebt, die dann auch noch von anderen, kostenlosen, öffentlichen Seiten stammen. 😉

Ich wünsche euch ganz viel Spaß und wie immer…. bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (56 votes, average: 4,68 out of 5)
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All diese Fragen habe ich mir natürlich auch gestellt bevor ich den ganzen Womo Traum in Angriff genommen habe. Denn wenn wir mal ehrlich sind, die Ausgaben, selbst für ein kleines, altes Wohnmobil oder einen kleinen Wohnwagen plus die weiteren monatlichen Kosten, sind einfach zu hoch um zu sagen, aaaaach und wenn es nicht funktioniert, frisst „das Teil“ auch kein Brot.  Zumindest beim überwiegenden Teil der Menschen.

Davon abgesehen gibt es noch ein ganz anderes Thema, was fast noch schlimmer, als die reinen Kosten, an einem selber kratzt, nämlich das Gefühl, nicht einmal mehr ausreichend zu „funktionieren“, selbst dann, wenn es um das Erfüllen der eigenen Träume geht.

Aber nach 6 Jahren Camping Virus bin ich hoffentlich ein ganz gutes Beispiel um zu zeigen…selbst mit einer chronischen Erkrankung funktioniert ein Urlaub, eine Reise, ein „vanlife“ Alltag und das viel besser, als ich selber jemals gedacht hätte! Dennoch gibt es einige Punkte, die man als chronisch Kranker Mensch vor einer Reise, oder der ersten ganz großen Tour unbedingt beachten sollte. An was Du denken solltest, damit Du eine unbesorgte Zeit erleben kannst, genau darum soll es heute gehen.

 

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Sei ehrlich zu Dir selbst! Nicht jeder Pups ist eine Krankheit, aber verheimlichen bringt leider auch nichts!

 

 

Chronisch Krank reisen …  1. sei ehrlich zu Dir selbst!!!!

 

Dieser erste Punkt der gesamte Liste ist wohl auch der aller, aller wichtigste…. DU MUSST EHRLICH ZU DIR SELBST SEIN!!! Ansonsten kann das alles nichtt funktionieren!!!! Dabei geht es vor allem darum, dass Du deinen eigenen Gesundheitszustand EHRLICH einschätzt und das im guten, wie im schlechten Fall!!!

Auch wenn es hart klingt, aber ich denke wenn jemand ganz deutlich über dieses Thema schreiben darf, dann jemand der selbst betroffen ist! Eine chronische Erkrankung bedeutet nunmal, dass sich der allgemeine Gesundheitszustand NICHT verbessert, sondern man sein Leben lang mit diesem Thema zu kämpfen hat und die Erkrangung auf Dauer eher schlechter wird. Das ist nunmal der „Stand der Dinge“. Aber das bedeutet ja nicht, dass man sich immer „gleich schlecht oder gleich gut fühlt“.

Es gibt Zeiten, da merkt man insgesamt weniger von seiner Erkrankung, man ist stabil auf irgendwelche Medikamente eingestellt und es gibt Zeiten, da fühlt man sich deutlich schlechter, hat gerade einen neuen Schub oder, oder, oder. Egal in welcher Weise… aber seid ehrlich zu euch selbst und schätzt euren aktuellen Gesundheitszustand richtig ein! Wenn ihr euch aktuell eher schlecht fühlt, eure Werte nicht stimmen oder die Medikamente nicht gescheit wirken, dann bleibt zuhause und klärt das erst IN RUHE!!! Ich bin davon überzeugt, für jede Situation gibt es den richttigen Zeitpunkt… und vielleicht kommt eurer eben erst in 5 Tagen, 5 Wochen oder 5 Monaten!!! Manchmal muss man eben abwarten, das geht auch mir immer mal wieder so, auch wenn man sich anderes wünscht!

Andererseits und nehmt es mir nicht übel, aber Menschen die ständig mit Schmerzen, Unwohlsein oder, oder zu kämpfen haben, hören einfach viel zu oft in sich hineien! Könnten die Bauchschmerzen, die Schlaflosigkeit, oder die zittrigen Hände einen Tag vor Tour Start nicht auch gaaaaanz normal sein??? Ich weiß, wir chronisch kranken können es kaum noch hören, aber … manchmal schlägt uns die Psyche so manches Schnippchen!

Wer wirklich krank ist, ist wirklich krank! Aber Nervosität und Aufregung sind eben auch ganz normale Gefühle!

 

Chronisch krank reisen … 2. sei ehrlich zu Deinem behandelnden Arzt/ Hausarzt

 

Du hast einen Arzt dem Du besonderst vertraust? Super… hole Dir einen Termin und erzähle ihm von deinen Plänen! Dieser Punkt ist fast genau so wichtig wie der erste, ohne diesen Arzt wird alles andere schwierig bis fast unmöglich. Du brauchst unbedingt einen Arzt der mit „im Boot sitzt“. Es gibt so viele wichtige Dinge und Unterlagen die Du für Deine (Auslands) Reise benötigst , dass Du mindestens einen Arzt benötigst, der voll und ganz in dein „Road Trip Projekt“ einbezogen ist.

 

Tipps für die Reise trotz Krankheit

Die richtige Zeit für Deine Reise kommt! Manchmal braucht es eben noch ein paar Wochen, aber… sie kommt!!!

 

Chronisch krank reisen.   3. Übersicht über Deine Erkrankung

 

Je nachdem wie gut Du dich auskennst, kannst Du diese Übersicht auch selbst erstellen, ansonsten ist Dein Hausarzt der richtige Ansprechpartner. Erstell eine genaue Übersicht über Deine Erkrankung/ Erkrankungen samt Zeitraum, Medikamenten und der vollen Adresse Deines behandelnden Arztes bzw. Krankenhauses. Schreibe die genaue Diagnose am besten als latainischen Fachbegriff dazu, damit können ausländische Ärzte meist mehr anfangen! Wenn Du diese Übersicht selbst erstellst, änder in einer Version die Schriftgröße auf ganz klein, so dass Du diesen Zettel auch immer im Portmonee bei Dir tragen kannst. Am besten auf rotem Papier gedruckt, oder zumindest leuchtend, farbig gekennzeichnet.

 

Chronisch Krank reisen … 4. Impfungen 6 Monate eher planen!

 

Du leidest unter einer chronischen Erkrankung, möchtest Dich davon aber nicht unterkriegen lassen und trotzdem die Welt (als Camper o.ä) erleben? Klasse! Aber für einige Reiseziele (und die können auch durchaus in Europa und erst recht in Nordafrika liegen) sind Impfungen vorgeschrieben oder zumindest sehr zu empfehlen.  Viele chronische Erkrankungen gehen aber mit der Einnahme von Medikamenten und einem herabgesetzten Immunsystem  einher. Ich selbst habe z.B. immer wieder riesen Probleme, wenn es um das Thema Impfen geht. Denn durch die Immunsebressiva ist mein Immunsystem  heruntergefahren. Impfen setzten aber ja genau da an, man bekommt einen winzigen Teil „Krankheitserreger“ gespritzt, so dass das eigene Immunsystem genau dagegen Antikörper aufbauen kann.

Damit Du das ganze Impfthema abschließen kannst und nicht mehr unter irgendwelchen Nebenwirkungen leidest, solltest Du damit am besten ca. 6 Monate vor Deiner Reise starten. Sprich aber UNBEDINGT vorher mit deinem Doc ab, welche Impfen für dich und Deine Reisen wirklich wichtig sind.

Zur Not klärst Du das alles nochmal mit einem Reisemediziner ab. Infos über die wichtigsten Reiseimpfungen auf deutsch findest Du z.B. auf der Seite des Deutschen Instituts für Tropenmedizin und internationale Gesundheit.

 

Medikamente mit in den Urlaub nehmen

Kläre unbedingt einige Wochen vor Deiner Reise ab, ob Du deine Medikamente problemlos mit in das Urlaubsland mitnehmen darfst

 

Chronisch krank reisen … 5.  denk an Deine Medikamente!

Ganz klar ist natürlich, dass Du auch „on tour“ Deine Medikamente weiternehmen musst. Was auch bedeutet, Du musst ausreichend Medikamente dabei haben und es kann nie schaden, noch eine kleine Reserve an Bord zu haben. Bei kurzen Touren ist das alles sicherlich kein großes Problem, möchtest Du aber mehrere Wochen oder gar Monate verreisen, benötigst Du einen größeren Vorrat an Medikamenten. Da kommen wir dann wieder auf den 2. Punkt zurück…. hole Deinen Doc mit an Bord!

Solltest Du Medikamente benötigen die z.B. gekühlt werden müssen, ist das alles nicht immer ganz leicht zu bewerkstelligen. Klar, in einem Womo/ oder Wowa gibt es einen Kühlschrank, aber je nachdem wie warm es draußen ist, bzw. der Kühlschrank anfangs über 12 Volt läuft, kühlt dieser vielleicht nicht ausreichend.  Dafür gibt es aber spezielle kleine Kühltaschen, die extra  für Medikamente hergestellt wurden. Dein Arzt, manchmal auch ein Sanitätshaus, kann dich da beraten!

 

Chronisch krank reisen … 6. VORSICHT andere Länder, andere Regeln!!!

 

Informiere dich UNBEDINGT vor einer Reise über die Einfuhr Deiner Medikamente in ein anderes Land. Das Thema kann selbst in unseren direkten Nachbarländern sehr, sehr schnell übel enden. Kleines Beispiel, ich selbst nehme täglich neben den Imunsupressiva auch eine raltiv hohe Dosis Morphium. Was auch bedeutet, wenn ich z.B. plane, ich könnte die nächsten 3-4 Monate durch Frankreich, Dänemark oder, oder, oder tingeln, habe ich auch eine hohe Anzahl an Morphium an Bord, was bei iiiiirgendeiner blöden Kontrolle ganz schnell schwierige Fragen aufwerfen könnte. Denn für den Zoll oder die Polizei ist vielleicht erstmal nicht klar, ob diese Medikamente zum Eigengebrauch sind, oder ob ich auf dem Weg zum nächsten Dealer bin.

Auch wenn ich einen super tollen Hausarzt habe, der voll und ganz hinter mir steht, musste ich zu Beginn meiner Womo-Touren extra zum Gesundheitsamt. Dort musste ich knapp eine Stunde lang sämtliche Fragen über meine Erkrankungen, OP’s usw. beantworten, vorher mussten säääääämtliche Unterlagen eingereicht werden und das alles war schon echt  ziemlich aufwendig, bis ich dann letztendlich ein Schreiben erhalten habe, auf welchem ganz offiziell steht, dass die Bundesrepublik Deutschland bestätigt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen zum Eigenbedarf größere Mengen dieses Medikamtens transportieren darf.

Dieses Schreiben muss ich jetzt natürlich auch immer dabei haben, damit ich es im Fall der Fälle vorzeigen kann.

Wie auch immer… wichtig ist, dass Du dich frühzeitig damit beschäftigst, denn dieses ganze Verfahren dauert einige Wochen!

 

Chronisch Krank in den Urlaub?

Vorbereitung ist wichtig, aber mach Dich nicht selbst total verrückt!

 

Chronisch krank reisen … 7. Autofahren trotz Medikamente

 

Schwieriges Thema, weil wenn wir eherlich sind… es kann all eure (Road Trip) Träume (erstmal) zur nichte machen! Darum auch hier wieder…  der gute Doc ist wichtig!

Viele Medikamente beeinflussen das Fahr- und Reaktionsvermögen, wodurch es im Strassenverkehr zu erheblichen Unfällen kommen kann.  Mal ganz davon abgesehen, dass wir alle so verantwortungsvoll sein müssen, dass wir eben nicht jemand anderen oder uns selbst gefährden, weil uns die Medis so umhauen, könntest Du auch riesen Probleme mit Deinem Versicherungsschutz bekommen, wenn Du verbotenerweise unter Einfluss von Medikamenten Auto fährst.  Und sei nicht naiv und denke, das kommt eh nicht raus… ein Alkohol-, Drogen-, Bluttest nach einem Unfall geht rucki zucki und danach kommt es eben raus und damit hast Du ein rieeeeeeesen Problem!!!

Das Gute ist…. bei diesem Thema spielt die Zeit für Dich! Je länger und besser Du auf ein Medikamnet eingestellt bist, um so besser wirst Du dieses Medikament wahrscheinlich auch vertragen und sobald Du keine Nebenwirkungen mehr hast, kannst Du dir von deinem Hausarzt ein Schreiben geben lassen, wodurch du ganz offiziell wieder Autofahren darfst.

Schwieriger wird es natürlich bei Lähmungserscheinungen oder ähnlichem. Sicherlich ist es möglich ein Wohnmobil/ Auto umbauen zu lassen, aber das sind Dinge die Zeit und Geld benötigen.  Tu uns zu diesem Thema nur bitte allen einen Gefallen… sei ehrlich zu Dir selbst!!!

 

Chronisch krank reisen … 8. Thema – Auslandskrankenversicherung

 

Ich hasse diese Versicherungsthemen… aber gerade in unserem Fall sind sie doppelt wichtig! Ganz, ganz, ganz wichtig ist eine Auslandskrankenversicherung, allerdings aufgepasst… hier gibt es einige Knackpunkte. die Du beachten solltest.

Als aller erstes die Frage (und dabei ist es eigentlich egal ob Du krank bist oder nicht!)… wie lange darfst Du dich am Stück im Ausland aufhalten, dami der Versicherunggsschutz gültig ist? Häufig ist die Frist reeelativ kurz… bei z.B. maximal 1 Monat. Wenn Du aber länger unterwegs bist und krank wirst, hättest Du ein Problem. 

Es gibt aber auch Versicherung die einen längeren Schutz ermöglichen, oder Zusatzoptionen anbieten, da musst Du dich informieren.

Zweite wichtige Frage... sind Deine bestehende Erkrankung bzw. daraus resultierende mögliche Folgeerkrankungen auch abgedeckt??? Oftmals ist das leider nicht der Fall! Gerade das Thema mit den möglichen Folgeerkrankungen ist schwierig… denn das könnte natürlich vieles sein. Wenn ich z.B. stolper und mir ein Bein breche, könnte eine doofe Versicherung sagen… ist sie gestolpert, weil durch ihren Rücken plötzliche die Kraft im Bein gefehlt hat? Ist sie gegen die Wand gefahren, weil sie durch die Schäden in der Halswirbelsäule krämpfe in den Händen hatte? Ganz schwieriges Thema, aus dem euch gerne ein Strick gedreht wird! Achtet also unbedingt darauf, ob bestehende Erkrankungen voll und ganz mit abgedeckt sind!

Dritte wichtige Frage (gilt wieder für alle Leute) … wer entscheidet letztendlich über Deinen Rücktransport, sollte dies tatsächlich mal nötig werden?  Gerade im Ausland sind deutsche Patienten manchmal sehr, sehr gern gesehen, da die Versicherung hohe Untersuchungskosten usw. sicher bezahlt. Ich weiß, die Meinungen zu diesem Punkt gehen auseinander, aber mir persönlich war wichtig, dass ein deutscher Arzt entscheidet, ob ein Rücktransport nötig ist. Ich habe einfach das Gefühl, im Fall der Fälle lässt sich dieser Schritt mit einem deutschen Arzt besser klären/ verhandeln, als mit dem Arzt am Urlaubsort.

Da dieser Punkt aber durch eine chronische Erkrankung echt kompliziert werden kann, solltest Du das ganze am besten mit einem Versicherungsprofi offen und ehrlich besprechen. Wenn es ein guter Mann/ Frau ist, findet er/sie die beste Versicherung für Dich. Meine Auslandskrankenversicherung läuft über die Hanse Merkur mit einer zusätzlichen Option, die nicht ganz billig ist. Aber… was für mich richtig ist, muss noch lange nicht auf Deinen Fall passen, darum bringt Dir diese Info nicht wirklich viel! Du musst die Versicherung finden, die zu DEINEN Reisen passt.

 

Krank reisen? Vorbereitung ist alles!

Damit Du deine Reise genießen kannst, besprich die wichtigen Punkte vorher mit einer Vertrauensperson… die auch organisieren kann!!!

 

Chronisch krank reisen … 9. die „Sicherheit“ im Hintergrund

Ich kann Dir nur wärmstens ans Herz legen, bezieh eine Person in Deine Pläne ein, der Du 100% vertraust und von der Du dir auch sicher sein kannst, dass sie alles mögliche und nötige unternimmt, wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Das kann jemand aus der Familie sein, dass kann auch der beste Freund sein, wichtig ist nur… sie MUSS AUCH IN DER LAGE SEIN, Dinge für Dich zu organisieren, wenn Not am man ist.

Ich wüsste z.B. ich kann meinem Vater  zwar 100%ig vertrauen, aber er ist einfach nicht der Typ der gut organisiere kann, der sich vielleicht mit Ärzten oder gar der Polizei anlegt, oder, oder, oder… darum wäre mein Pa einfach nicht die richtige Person.

Setz Dich am besten einmal mit dieser Person in Ruhe zusammen, bereite vorher eine Mappe mit folgenden Kopien vor und besprich einmal in Ruhe, was zu tun wäre weeeennnnn:

  • Personalausweis/ Reisepass
  • Fahrzeugschein
  • Versicherungspolicen
  • ADAC Kundenummer (o.ä)
  • Adresse des Hausarztes/ beh. Arztes
  • Übersicht Medikamenteplan
  • Übersicht Erkrankungen
  • Übersicht Medikamenten Unverträglichkeiten, oder wenn es sonst irgendetwas gibt, was ein Arzt im Notfall wissen sollte.
  • Patientenverfügung
  • Organspendeausweis
  • Telefonnummern von wichtigen anderen Personen, die vielleicht informiert werden sollen.

 

Und je nachdem wie Du reist:

  • Anschrift des Hotels, Campigplatzes
  • Sollte es sowas geben, fester Routenplan
  • Flugnummer
  • Kopie Heimtierausweis (gibt es rund um den Hund etwas besonders wichtiges zu wissen, z.B. lässt sich gar nicht von Männern anfassen, Allergie gegen ein bestimmtes Futter?)

 

Trage dann natürlich auch einen gut zu erkennenden „Notfall Zettel“ im Portmonee, auf dem die Telefonummer/ Handy Nummer Deiner Vertrauensperson steht.

Zuletzt,  in meinem Fall gibt es zwei Personen, die mich jederzeit über mein Handy orten können. Ich finde das eine sehr gute Möglichkeit, aber dass muss natürlich jeder für sich entscheiden. Die Möglichkeit bietet mittlerweile aber jedes Smartphone. 

 

Chronisch krank reisen … 10. trage Dich in die Kriesenvorsorgeliste ein

 

Ein Punkt den sicherlich noch nicht alle kennen, der aber auch „gesunde Leute“ interessiere könnte!

Sicherlich eine Möglichkeit, die eher für alle Langzeitreiseden gilt. Wobei… grundsätzlich kommt es dabei gar nicht auf die Dauer der Reise an und SCHON GAR NICHT auf das REISEZIEL!!! Aber ich kann natürlich verstehen, wenn man diese Möglichkeit nicht für den Wochenendurlaub nutzen möchte… wobei?!?

Wie auch immer… Du hast auf jeden Fall die Möglichkeit, dich über die Internetseite des auswärtigen Amtes, auf eine „Krisenvorsorgeliste“ zu setzten. Dabei geht es nicht (nur) um Reisen in irgendwelche Kriesengebiete oder so, diese Liste gilt für alle Auslandsreisen!

Bedeutet, Du trägst dich mit allen nötige Daten in diese Liste ein und SOLLTE es z.B. in deiner Urlaubsregion zu einer Naturkatastrophe, einem Anschlag oder auch nur einer plötzlichen  Reisewarnung  kommen, weiß das auswärtige Amt sofort, oki doki, die Isa ist da gerade unterwegs, wir sollten mal schauen ob es unsere deutsche Bürgerin gut geht, sie Hilfe benötigt.

Ihr kennt doch sicherlich alle diese Nachrichten: …. das „Auswärtige Amt“ bestätigte, dass noch 3 deutsche Touristen vermisste werden… genau dafür ist diese Kriesevorsorgeliste gut und je nachdem wie „ausgefallen“ das Reiseziel ist, um so wichtiger ist der Eintrag in eine solche Liste. Wenn Du dich da ordentlich einträgst, ist Dir die Unterstützung des Konsulates gewiss. Ich selbst habe dies zum erstemal vor meiner lange Schweden Tour gemacht (damals noch schriftlich) denn ihr wisst schon… im Wald da sind die Räuber! 😉

Nein, Spaß bei Seite… ich finde diese Möglichkeit tatsächlich ganz gut. Heutzutage könnte selbst eine Reise in die Türkei zu Schwierigkeiten führen, Anschläge können immer und überall passieren, es muss also nichtmal der Road Trip durch die entlegenste Wüste sein. Plus nimmst Du im Fall der Fälle Deinen Anngehörigen viel Arbeit ab.  

Den Link zu weiteren Informationen findest Du hier: Infos Auswärtiges Amt der BRD und über diesen Link gelangst Du direkt zur Ameldung: Anmeldung Krisenvorsorgeliste

Solche Listen gibt es mittlerweile für fast jedes Herkunftsland. Wenn Du aus der Schweiz, Österreich oder z.B. den Niederlanden kommst, dann findest Du diese Liste auch über Dein „Auswärtiges Amt“ (keine Ahnung wie dieses Amt in den versch. Ländern heißt, da musst Du mal googlen, aber diese Listen gibt es! Auf der niederländischen Seite war ich auch bereits.)

 

Chronisch krank reisen … 11. denk an Deine Reiseapotheke

 

Ich habe es schon soooooo oft gesagt, eine gute Reiseapotheke ist für alle Camper, Urlauber, Reisende sooooo wichtig und nochmal doppelt wichtig, wenn Du unter einer chronischen Erkrankung leidest.

Ich selbst z.B. hatte durch die viele Medikamente vor einigen Jahren ein Leberversagen, an dem ich fast krepiert wäre, was bis heute für mich bedeutet, ich darf z.B. kein Paracetamol mehr einnehmen. Dieser Wirkstoff ist aber in einigen der „normalen“ freiverkäuflichen Schmerzmittel enthalten. Für mich wäre es echt schwierig, einfach mal im Ausland in eine Apotheke zu stiefeln und ein 08/15 Schmerzmittel zu kaufen, erst recht, wenn ich die Sprache des Landes nicht wirklich gut beherrsche.  Ähnliches gilt natürlich für das Thema „Wechselwirkungen“, wenn Du also bereits Medikamente einnimmst ist es immer schwierig, einfach irgendwas dazu zu nehmen.

Darum ist es soooooo wichtig, dass Du mit einer guten Reiseapotheke los düst, die speziell auf dich und Deine Krankheit ausgelegt ist. Dein behandelnder Arzt wird dich da sicherlich mit Rat und Tat unterstützen, Du musst dich nur drum kümmern! Aber für viele Themen dieser Liste gilt ja immer das selbe, Du musst dich EINMAL drum kümmern, wenn Du dies aber getan hast, ist das Thema für immer durch, oder Du musst nur hin und wieder mal „aufstocken“. 

Du hast also nicht vor jeder einzelnen Reise so viel zu erledigen. 

 

Chronisch krank reisen… 12. online Apotheken, der Retter in der Not!

 

Wenn Du mal einen ruhigen Abend hast, beschäftige Dich mal mit dem Thema „online Apotheken“, die können sich als Retter in der Not herrausstellen.

Solltest Du unterwegs sein und aus welchem Grund auch immer, Dir gehen die rezeptpflichtigen Medikamente aus,  können „online Apotheken“ weiterhelfen. Dazu solltest Du dich aber am besten bereits vorher angemeldet haben und dich mit dem Thema beschäftigt haben. So ganz unkompliziert ist es nämlich nicht. Du musst einmal deine personalien bestätigen und dann muss euer behandelnder Arzt das Rezept am besten auch direkt zu dieser online Apotheke schicken, während ihr euch im Ausland befindet (oder ihr habt jemanden der das für euch erledigt) .

Bevor die ganze Reise aufgrund fehlender Medikamente vorzeitig beendet werde muss, sind online Apotheken eine gute Möglichkeit…. wenn man sich vorher einmal angemeldet hat. Außerdem solltest Du darauf achten, dass diese Apotheke auch ins Ausland verschickt, da gibt es unterschiede.  Oder aber… Du hast einen netten Arzt und sehr, sehr liebe Freunde/ Familienangehörige, die dir die Medikamente nachschicken, aber vorsicht… das könnte schon wieder Probleme mit dem Zoll geben!!!

Darum… am besten ist es natürlich, wenn Du von Anfang an ausreichend Medis mitnimmst!

 

Chronisch Krank reisen? Ja klar!

Wenn Du so richtig Lust hast zu reisen… ist Dein Körper wahrscheinlich schon 3 Schritte weiter als Dein Kopf!

 

Chronisch krank reisen… 13. WUUUUUUSAAAAAAR!

 

Damit Du trotz deiner chronische Erkrankung reisen und eine solche Tour auch wirklich genießen kannst, ist letztendlich eines ganz wichtig… BLEIB RUHIG!

Ja, ich weiß… diese „grundlegende, tiefe Entspannung“ zu finden ist schwierig, gerade als chronisch kranke Person. Glaubt es mir, ich kenne dieses eigene Verhalten viel zu gut… immer wieder horcht man in sich hinein und wenn da gerade „nichts ist“, ist man fast schon erstaunt. 🙂 Ja, ja, ja… kenne ich! Und ich möchte auch nicht sagen, dass dieses „in sich rein horchen“ grundsätzlich falsch ist. Nee, das glaube ich nichtmal, denn ich bin davon überzeugt, kein Arzt dieser Welt kennt den eigenen Körper so gut wie man selbst und wer dauerhaft „krank ist“, kennt seinen eigenen Körper „super, spezial extrem gut“. Ein bisschen wie ein Leistungssportler, nur auf einer ganz anderen Weise.

Nichts destot trotz muss Du damit aber irgendwann mal aufhören!!! Es tut dir nicht gut, wenn Du dich selber immer und immer wieder „kontrollierst“.  Die ersten leichten Bauchschmerzen sind eben meist kein erneuter Herzinfarkt, sie entstehen auch nicht durch einen Nierenstein und es muss auch kein neuer Schub deiner chronisch, entzündlichen Darmerkrankung sein…. sondern meist ist es eben der „querliegede Pups“ 🤷🏼‍♀️ (Ich spreche natürlich von Jungs…. Mädchen pupsen ja bekanntlich nicht!😉)

Lerne Deinem Körper wieder zu vertrauen! Ich bin mir 100.000% ig sicher… wenn Dein Körper wieder so weit ist, dass Du Lust hast zu reisen, dass Du Lust auf ein anderes Klima, neue Gerüche und ganz viel „Input “ hast, dann ist er wahrscheinlich schon 10 Schritte weiter als Du es selber zu glauben vermagst!

Nimm dich selber ernst und gib Dir Raum, aber höre auf Dich ständig nur noch mit Dir selbst zu beschäftigen, dafür ist die Welt um dich herum viel zu schön!!!

 

 

Alleine reisen trotz chronischer Krankheit

Ja… es ist nicht toll immer wieder mit irgendwelche Symptomen zu kämpfen, aber wie DU damit umgehst, liegt allein in Deiner Hand!!!

 

 

Fazit …. campen, urlauben, reisen trotz einer chronischen Erkrankung

Ich denke bei diesem ganzen Thema sollte klar sein, natürlich musst Du einen gewissen „Gesundheitszustand“ erreicht haben, damit so eine Reise trotz chronischer Krankheit „funktioniere“ kann. Heute im Krankenhaus liegen und morgen los fahren… das funktioniert nur selten.  Wenn ihr aber bereits eine ganze Weile mit eurer Erkrankung lebt und „tierisch bock“ habt zu reise…. dann tut es auch!!!

Mittlerweile ist es fast 6 Jahre her, dass ich mir den Traum vom Womo erfüllt habe und ich kann mit bestem Gewissen sagen, ich habe die Entscheidung auf keiner einzigen Reise bereut, trotz dreier unterschiedlicher dauerhaften Erkrankungen.

Gibt es auch heute noch Momente in denen ich ein bisschen „schiss“ habe… JA DIE GIBT ES!!! Kurz nachdem dieser Blog online gegangen ist, hatte ich durch eine dieser chronischen Erkrankungen eine Nierenkolik zusammen mit einem Darmverschluss und obwohl diese Nacht mittlerweile einige Jahre hinter mir liegt, habe ich bis heute bei jedem Bauchgrummel Panik, dass es nochmal los geht. Das waren „Gefühle“ die sich deutlich eingebrannt haben. 😬😭  Und ja…. wenn es wieder los geht und ich bin gerade unterwegs… dann wäre das  ziiiiiiiiiemlich bescheiden. Aber jetzt mal ehrlich… soll ich mich aus diesem Grund, aus einem  „was wäre wenn es vielleicht mal irgendwann los gehen köööönnte“ komplett davon abhalten lassen, das zu tun was ich mag?

Das wäre doch Schwachsinn!!!

Um es nochmal ganz, ganz deutlich zu sagen, auch wenn es „weh tut“:  Es ist SCHEISS EGAL was Du machst, was Du dir wünschst, oder was Du darüber denkst, das Grundsätzliche an einer chronischen Erkrankung ist numal, dass sie dich Dein GANZES LEBEN LANG BEGLEITEN WIRD!!!!  (Es sei denn, irgendeine Forschung macht riesige Schritte) 

Ja, natürlich ist das nicht fair und  jaaa, natürlich wünscht sich jeder etwas anderes als ein Leben lang mit „Problemen“ zu kämpfen, aber Du musst Dir einfach darüber bewusst werden… Du wirst es nicht ändern können! Was Du aber ändern kannst, ist Deine Einstellung mit dieser Krankheit zu leben! Du hast vielleicht nicht die Wahl zwische Gesund und „Kränkelnd“, aber du hast die Wahl, ob deine chronische Erkrankung der Teufel ist, der dein Leben bestimmt, oder ob sie das Teufelchen ist, das hin und wieder auf Deiner Schulter sitzt.

Gott sei Dank hast Du viele, viele Möglichkeiten um so sicher wie möglich zu reisen. Wenn Du diese 13 Punkte beherzigst, deine Vorbereitungen früh genug beginnst und einfach ein bisschen „planst“, dann hast Du dich wirklich gut Vorbereitet und kannst entspannt reisen!

Zum Schluss noch ein Gedanke, der mir zu Anfang extrem geholfen hat meine ständige Grübelei und Unsicherheit los zu werden: Wo liegt denn der riesen Unterschied, ob es Dir mal auf reisen schlechter geht, oder zuhause? Wo liegt denn der rieeeeeesen Unterschied zwischen „kräkelnd“ im Womo/Wowa (oder Hotel) zu sein, oder genau so kränkelnd zuhause zu liegen?  Und ist dieser Unterschied so groß, so wichtig, so mächtig, dass Du grudsätzlich zuhause wirklich besser aufgehoben bist?

Ich kann Dir nur sagen, trau Dich!!! All das Risiko, all das „was wäre wenn“, wird von den glücklichen, entspannten, wunderschönen und exttreeeeem stärkenden Eindrücken einer Reise wett gemacht.

Außerdem gehst Du ja jetzt sehr gut vorbereitet auf Dein ganz persönliches Abenteuer und das kann eben auch der Campingurlaub an der holländischen Nordseeküste sein! Es kann… aber es muss nicht immer gleich die Fehrnreise sein!

Also, leg los, erfülle Dir Wünsche und ich sage wie immer… bleibt (so) gesund (wie möglich)!

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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UFFFFFF…. die schöne, heile Bloggerwelt. Ist es nicht wuuuuuunderhübsch und begehrenswert, wenn sich ein ganzes Leben zwischen Palmen, goldenen Sonnenuntergängen, den neusten Lippen-Pflegeprodukten und den aller süüüüüüßesten Hundeblicken abspielt? Ja deffinitiv, denn wenn wir mal ehrlich sind, so ein rosarotes Leben, ohne Probleme und Problemchen, wer hätte es nicht gerne?

Doch STOPP... da gibt es ein Wort im letzten Satz, der dieses ganze glänzende Seifenblasenbild mit einem Windhauch zerplatzen lässt… EHRLICH bzw. EHRLICHKEIT! Ich kann euch nicht sagen ob es an der Jahreszeit und den damit verbundenen „sauren Gurken“ liegt, oder ob sich das gesamte Blogger, YouTuber, „Influenzer“ Geschehen um mich herum in den vergangenen Monaten nochmal deutlich zugespitzt hat, ich kann euch nur sagen... MIR GEHT DIESE VERDAMMTE SCHEINHEILIGKEIT DER SCHÖNEN, HEILEN BLOGGERWELT mittlerweile soooo auf den Senkel, dass ich mich heute, nach langem zurückhalten, nicht mehr zurückhalten kann!

Ich kann aber total verstehen, wenn euch dieser Blick in die Bloggerwelt nicht weiter interessiert, nur… ich kann es heute auch nicht mehr zurückhalten, wie sagte Claire Dunphy schon: „Heute kommt es zu einer Entladung!“  Wen es also nicht interessiert, wer sich ertappt fühlt und damit nicht umgehen kann, darf JETZT ohne Sorge weg klicken! In diesem Fall kann ich damit leben. 😉

 

Wie ehrlich ist die Bloggerwelt im März 2019 ?

 

Sehr, sehr viele Blogger haben seit geraumer Zeit ein großes Problem. Die beliebten sozialen Plattformen grenzen die Reichweite der eigenen Postings immer weiter ein. Wenn das eigene Posting früher 10.000den anderen Nutzern gezeigt wurde, sind es heute in vielen Fällen nur noch wenige Hunder. Gleichzeitig steigt aber die Anzahl derjenigen die „auch mal“ bloggen, podcasten, youtuben oder, oder, oder wollen stetig. Wer einmal in die Bloggerwelt hereingeschnuppert hat weiß, diese immense Eingrenzung der eigenen Reichweite ist ein echtes Problem, denn man kann noch so gute Artikel, Bilder, Videos oder Podcasts erstellen, wenn sie niemand liest, sieht oder hört, bringt der beste Artikel nicht mehr, als die Freude am erstellen derselbigen.

Aber genau da sind wir, meiner Meinung nach, schon bei dem aller, aller größten Problem, nämlich bei der Frage,

 

für wen begibt man sich eigentlich in diese „schöne“ Bloggerwelt? 

 

Produziert man Artikel, Videos oder, oder, oder hauptsächlich und in aller erster Linie, weil man SPASS an der Sache hat, oder produziert man diese Dinge vor allem mit der Hoffnung auf ein größtmögliches Ansehen?

Ihr lieben, lieben Einsteiger… ich habe es vor kurzem bereits in einer Blogger FB Gruppe geschrieben. Wenn ihr Lust habt in diese Bloggerwelt (oder, oder, oder) einzusteigen, dan nehmt euch doch als aller erstes mal die Zeit und produziert innerhalb eines Monats 4-5 richtig gute Artikel, Videos, Podcasts zu dem Thema, zu dem ihr online gehen möchtet. Wenn ihr nach diesem Monat sagt, super das macht mir Spaß, dann baut die Sache weiter aus, ihr könnt die Artikel ja später sogar nutzen. Zu Beginn ist es fast egal ob ihr eure „Dinge“ veröffentlicht oder nicht, ihr habt ganz zu Beginn eh nur eine handvoll Leser/ Follower. Wer also all das machen möchte, um möglichst schnell sein „Ansehen“ zu vergrößern… beginnt aus den falschen Beweggründen… ihr müsst schon richtig viel Spaß am Schreiben, Produzieren usw. haben, um dauerhaft viel Zeit in euer Projekt zu investeiren. Seid einfach mal eherlich zu euch selbst und testet das bloggen o.ä. einen Monat lang intensiv. Dann werdet ihr sehr schnell merken, ob die „Arbeit“ euch wirklich Spaß macht… oder ob es vielleicht doch sein könnte, dass ihr euch etwas anderes erhofft habt.

 

Die Bloggerwelt 2019

Wuuuuunderschön! Keine Frage… aber wie viel „Echtheit“ liegt 2019 im bloggen, youtuben oder, oder, oder…

 

Zurück zum Thema Reichweite. Wenn die sozialen Plattformen die eigene Reichweite immer weiter zurückschrauben, müssen also andere Ansätze her und ich sage euch, im dem Fall ist die kreativität der Bloggerwelt riesig!!! Natürlich könnte man z.B. die Möglichkeit nutzen und Werbung auf den sozialen Medien schalten, aber diese Möglichkeit ist relativ teuer und sobald es an das eigene Geld geht, wird die Bloggerwelt vorsichtig. Also setzt man in vielen, vielen, vieeeeeeelen Bereichen auf ein anderes Pferd!

Nur leider haben diese „Pferde“ häufig so gar nichts mit der Realität und erst recht nichts mit Ehrlichkeit zu tun! Oder was meint ihr? Macht euch euer eigenes Bild:

 

Beginne ich einfach mal mit meinem eigenen Blog!

 

Denn ein Weg, um gegen die gesunkene Reichweite und die wachsende „Konkurrenz“ anzukämpfen, ist es mehr Artikel zu veröffentlichen! Eigentlich ja auch eine clevere Idee, denn wer sonst einen Artikel pro Woche veröffentlicht/gepostet hat, versucht es jetzt eben mit zwei oder drei Artikeln/ Postings. Doch diese Taktik hat mindestens zwei größere Probleme:

  1.  Deutlich mehr Artikel bedeuten auch deutlich mehr „Arbeitszeit“ und
  2. die eigene Kreativität hat häufig ihre Grenzen!  Wie gut, dass es die „Kollegen“ gibt!

 

WHAAAAAAAA….. WIE ICH DIESE SITUATIONEN HASSE!!! ICH HASSE SIE!!! HASS, HASS, HASS!!!

 

Glaubt ihr eigentlich ich merke das nicht??? Diejenigen die ich meine, werden sich gleich schon angesprochen fühlen! 

Da gibt es doch tatsächlich Leute, die schauen sich hier auf IsasWomo um, schreiben freundliche Kommentare, stellen Fragen oder schreiben mich direkt per E-Mail an, bitten mich um irgendwelche Infos und machen einen auf fuuuuuuurchtbar freundlich. Natürlich ohne  mit einer Silbe zu erwähnen wer sie sind, dass sie bloggen oder dass sie die „Cordula Grün“ von Pinterest sind, mit der ich bereits Kontakt hatte! Ein reines „Julia, Herribert oder Brunhilde“ (von mir frei erfundene Namen!) sagt mir noch lange nicht, dass es sich um DEN oder DIE Max, Moritz oder Linda von der Seite XY handelt!

Dann dauert es einige Tage oder Wochen und POTZ BLITZ ich traue meinen Augen kaum… da taucht doch genau diese Info (gerne auch 1:1 aus meiner E-Mail übertragen), als eigene Erfahrung auf einem anderen Blog auf und wird als SUPER DUPER TIPP an die große Glocke gehangen! Spätestens über die Impressumspflicht wird mir dann klar, schön, schon wieder jemand der sich bei mir Infos sucht, der mich vielleicht noch nach Adressen, GPS Daten oder, oder hat suchen lassen und der dann meine Infos als eigene  Erlebnisse, Erfahrungen und Tipps 1:1 veröffentlicht!

Tja und weil dieser Blogger o.ä. keine Ahnung hat von z.B. dem Stellplatz in Frankreich, den Bedingungen in Schweden oder dem Produkt für Hunde, wird dieser eine Tipp auch noch groß als „Schlagzeile“ auf den Pinterest Pin geschrieben, so dass es jedem Pinterest Nutzer ins Auge springt! Mir natürlich auch und gerade über Pinterest darf ich dann meine eigenen „geklauten Infos“ wiederfinden!

 

Sorry… aber das ist nicht nur dreist, das ist auch noch dumm!!!

 

Und nein, ihr müsst nicht glauben, dass mit irgendeiner Silbe erwähnt wird, dass es sich nicht um eigene Erfahrungen handelt! Bevor irgendjemand offen, ehrlich und vor allem FAIR schreibt, dass er die Infos von jemand anderem hat, bricht man sich eher einen Blogger Zacke aus der Krohne. Und doppelt nein… es ist auch nicht so, dass mir dies erst jetzt auffällt, aber ich habe mir lange gedacht „komm lass es gut sein“, nur irgendwann habe auch ich die Nase voll! 

 

Nachtrag… weil ich das in der ersten Version dieses Artikels vergessen hatte! 

 

NATÜRLICH gibt es bei uns Camping Bloggern immer wieder Themen, die mehr oder weniger jeder auf der Seite hat. Beispiel… das Womo winterfest machen! Themen die jeder hat und die immer wieder zu bestimmten Jahreszeiten nach vorne geholt werden. Ja, es kann auch immer mal vorkommen, dass man tatsächlich durch Zufall innerhalb einer kurzen Zeit sehr ähnliche Themen veröffentlicht. „Komisch“ wird es allerdings dann, wenn sich diese Zufälle über Monate immer wieder wiederholen, wenn Artikel die genau selben Infos beinhalten, oder es sogar soweit geht, dass diese Infos in der genau gleichen Reihenfolge errscheinen.

Zuletzt möchte ich aber auf jeden Fall noch erwähnen, dass mich dieses „Problem“ natürlich nicht nur alleine betrifft, aber das ist ja eigentlich klar… denke ich.

 

Weiter gehts: 

 

So und woher weiß ich nun so genau, dass diese Tipps tatsächlich von mir kommen? Vor allem in den Situationen, in denen es nicht so eindeutig ist, weil meine E-Mail 1:1 übernommen wurde? Weil auch ich z.B. nicht UNFEHLBAR BIN!!!

Es ist schon verdammt doof gelaufen, wenn man die Infos und Tipps anderer übernimmt, diese Tipps dann als eigenen Artikel veröffentlicht und auf den verschiedenen Portalen bewirbt und sich dann herraustellt, diese Infos sind FALSCH oder schon veraltert!!!!!

Ich habe es erst gerade heute Morgen wieder auf Pinterest gesehen (und dieser Pin hat dann das Fass zum überlaufen gebracht). Einfach nur dämlich, wenn man z.B. einen Artikel über ein Hundeprodukt, welches die Hundehaare super von den Womositzen entfernt, neu verfasst und frisch veröffentlicht hat, dazu auch noch eines MEINER Bilder von diesem Produkt nutzt (jaaaaa, jede drittklassige App kann mittlerweile ein Bild überarbeiten und z.B. den Hintergund ändern) , dabei aber vergisst, die ganzen Infos nochmal zu kontrollieren.  GENAU DIESES PRODUKT GIBT ES SCHON SEIT JAHREN NICHT MEHR AUF DEM MARKT und der Nachfolger ist bei weitem nicht so gut wie das damalige Original! Ohhhhh…. doof gelaufen, ganz, ganz doof gelaufen!

 

Aber, das ist ja bei weitem noch nicht alles, was seit Monaten rund um die scheinheilige Bloggerwelt so geschieht!

 

In jedem zweiten Blogger Kurs/ Webinar bekommt man gesagt, man muss eine Niesche finden um erfolgreich zu sein! Alles klar, grundsätzlich stimme ich dieser Meinung auch voll und ganz zu. Ich verfolge auch lieber Blogs, Videos und Podcasts von Leuten die z.B. richtig viel Ahnung von Facebook haben, als Blogs die sich gleichzeitig mit den Themen Facebook, Camping und Beauty beschäftigen.

 

ES IST ABER NICHT MEINE SCHULD, WENN EURE NISCHE SO KLEIN IST, DASS IHR NICHT KRATIV GENUG SEID, UM NEUE ARTIKEL THEMEN ZU FINDEN!!!

 

Ich habe durchaus Verständnis, dass eine kleine Nische nicht immer einfach zu bedienen ist. Ich empfände es auch als sehr schwierig dauerhaft einen Blog über z.B. den westlichen Teil Islands zu schreiben, doppelt schwierig wird es natürlich dann, wenn ich da gar nicht lebe. ABER DAS IST EUER DING, NICHT MEINES!!! Ich habe es einfach satt, dass meine Artikel auseinander genommen werden und z.B. aus den 12 Frankreich Tipps werden 3 Stellplatz Tipps für die Bretagne. Echt… ich habe es soooooo satt!

Und nein, da spreche ich dann auch nicht mehr von Zufall, wenn es immer, immer wieder die selben Seiten sind, die z.B. genau meine Tipps empfeheln. Es gibt gefühlt 200 Stellplätze in der Bretagne und genau die drei Stellplätze aus meinem Artikel werden dann in der selben Reihenfolge und mit den gleichen Informationen empfohlen? Es gibt zig Sehenswürdigkeiten, aber genau die 5 aus meinem Artikel werden genommen? Es gibt schier unendliche Hilfen für alte Hunde, aber genau die 10 aus meinem Artikel erscheinen durch Zufall wieder auf diesen Seiten. So viele Zufälle gibt es nicht!!!

Zumal dieses ganze Thema ja nicht nur mir auffällt, sondern auch einigen meiner Kollegen und wenn dieses Thema irgendwo zu sprache kommt, fallen immer, immer, immer wieder die selben Internetseiten!

 

Fake in der Bloggerwelt 2019

Aaaach… da habe ich doch so ein typisches Insta Bild als Stockfoto aus dem Netz gefunden (hat übrigens keine 5 Minuten gedauert). Natürlich ist das Bild gerade mal eben so, in der Hofeinfahrt, vor der ersten Tour entstanden. Und nein… das ist doch kein gemieteter Bulli, kein Model und hinter so einem Bild steckt auch kein Fotograf samt Make Up Team… nööööööö, natüüüüürlich nicht!

 

Ich kümmere mich hier um den ganzen Kram alleine. Ich habe weder fremde Autoren, noch jemanden der sich um die Seite kümmert, noch einen Mann, der zumindest die Technik beherrscht und ja, zudem schreibe ich aktuell auch noch an meinem erstes Buch zusammen mit einem Verlag und arbeite/ schreibe für viele andere Seiten. Ich kümmerer mich um all diese Dinge alleine und JA, ICH WILL ES AUCH SO!!! DAS IST ABSOLUT MEIN DING UND FÜR ISASWOMO AUCH GENAU DAS, WAS ICH MIR VORSTELLE! ALLES SUPER!

Aber wenn ich die Nase dann gestrichen voll habe und euch direkt anschreibe und euch sage, dass ich eure Art zu arbeiten zum „übergeben“ finde, weil ich es unmöglich finde, dass ihr z.B. meine Infos aus der Mail für eure Artikel nutzt, dann kommt mir doch nicht mit doofen Ausreden von wegen:  „Haaaach ich hatte sooooo viel mit Insta zu tun und außerdem pupst mein Hund so schlimm, da fand ich keine Zeit viel selber zu schreiben.“ Sagt mal… tickt ihr noch sauber!?!

Jeder hat mal Zeiten in denen es besser läuft und man nur vor Ideen sprudelt und es gibt eben auch Zeiten, da läuft es einfach nicht! Ja… so geht es uns aber allen!!!!  Naja und wenn man dann keine andere Person hat die gerade besser drauf ist und für einen schreibt, bleiben eben nur zwei Möglichkeiten! Entweder man veröffentlicht nichts, oder man war so schlau und hat einen „Redaktionsplan“ erstellt, auf den man in diesen Zeiten zurück greifen kann. So arbeitet man eben professionell!!!

Aber dieses ständige „auf die Artikel und Themen anderer zurückgreifen“ GEHT GAR NICHT!!!!

 

Und ja… es fällt eben doch auf!!!!

 

Ach so übrigens… es fällt auch seit Jahren bei den großen Portalen auf die z.B. günstige Studenten zum schreiben einstellen, die selber aber noch nie mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen campen waren und sich jetzt super clevere Ideen aus der Fingern saugen sollen! Wann werden die Verantwortlichen dieser Portale eigentlich endlich mal schlauer? Wahrscheinlich nie, wenn nicht alle betroffenen Blogger immer wieder auf die Barrikaden gehen und diese Portale direkt anschreiben. Ebenso wird sich nie ewas ändern, wenn Leser nicht darüber informiert sind, dass sie von vorne bis hinten „vernatzt“ werden.

 

Weiter geht es mit meinem Blick auf die Bloggerwelt im März 2019 – Instagram!!! Das wahrscheinlich gefakteste Portal der Welt!

 

Mir selbst geht es mit Instagram wie wahrscheinlich ganz, ganz vielen anderen Bloggern. Für den Blog selbst bringt mir Insta GAR NICHTS, aber ich mag das Medium, die Insta Storys sind ganz praktisch und vor allem, so ein Insta Profil gehört bei vielen Aufträgen und Kooperationen auch einfach mit dazu. ALLES KLÄRCHEN!!!!

Doch auf Insta haben wir alle wieder das Problem, die eigene Reichweite wird zurückgeschraubt. Also müssen andere Tricks her und was da mittlerweile so abgeht… GRRRRRR! Ihr glaubt gar nicht wie sehr mir diese EXTREEEEM gefakten Bilder und Profile mittlerweile auf den Sack gehen. Absolut lächerlich wird es natürlich dann, wenn Bilder als 100% real, ohne Filter und Schminke gekennzeichnet werden und man auf den ersten Blick am Hintergund sieht, dass die Bilder bearbeitet wurden. Aber solche Bilder sind so doof und offensichtlich schlecht, dass man schon wieder drüber lachen kann. „Schlimm“ wird es eigentlich nur dann, wenn genau diese Bilder z.B. mit… „Ich wünschte ich hätte Deine Figur o.ä“. kommentiert werden.

Ich nutze auch gerne mal den ein oder anderen Filter und z.B. bei den ganzen Nachtaufnahmen samt Sternehimmel geht es fast gar nicht anders, als die Bilder hinterher nachzubearbeiten. Da muss man in 99% aller Fälle am Kontrast, der Helligkeit, Tiefe oder, oder, oder schrauben. Das ist für mich nicht das große Prooblem. Ich weiß, das geht vielen bereits auf den Senkel, aber wenn ich so beginne, dann bleibt von Insta gar nichts mehr übrig.

Was mich aber wirklich nervt sind ganz andere Dinge und ich verstehe nicht, warum genau diese Bilder und Dateien immer wieder die größten Erfolge erziehlen.

Ein Instagram Profil das z.B. komplett aus nicht eigenen, sondern nur aus dem Netz gezogenen und von anderen Profilen genommenen Bilder besteht…. warum liked ihr sowas? Gebt mit eine Stunde Zeit und ich besorge euch 30 dieser Bilder, damit sind die nächsten 1-2 Monate Instagram erledigt!

Aber das hat doch nichts, aber auch so GAR NICHTS mit echten Reisen, Menschen, Profilen zu tun. Am allerbesten sind dann die Leute die auch noch unter jedes Bild schreiben, 100% real, keine Filter, kein gar nichts…. STIMMT… vor allem das „kein gar nichts“ ist absolut richtig, denn das Bild stammt ja nichtmal von den Leuten selbst.

Ich folge z.B. auch dem ein oder anderen Prommi Account, entweder weil ich diese Leute gut finde, oder aber weil mich der Hype um diese Bilder fasziniert. Allerdings weiß ich auch, dass nichts, aber auch gaaaaar nichts auf 99,9% dieser gehypten Feeds zufällig entsteht. Die z.B. Vase oder Blume im Hintergrund dieser Bilder steht da nicht „einfach so“. Hinter den Leuten steht ein ganzes Team und natürlich wird jedes einzelen Bild vorher genau durchgesprochen. Ich habe heute im RTL Punkt 12 Mittagsprogramm noch gehört… eine (in diesem Fall echt nicht böse gemeint aber zur Einschätzung wichtig)  „C-Prominente“ aus den Niederlanden hat für ihr letztes Instagram Bild ca. 70.000 Euro bekommen … wird gemunkelt. Vielleicht könnt ihr jetzt erahnen welches Geschäft hinter diesen Bildern steckt.

 

Ich glaube mittlerweile, viele sehen, verstehen, checken gar nicht, wie gefakt Instagram ist, gerade in der Reisebranche! 

 

Glaubt ihr wirklich, dass es so viele Leute mit normalen Jobs gibt, die bis auf ganz, ganz wenige Tage, ihr komplettes Leben „im Urlaub“ verbingen können? Nein… natürlich nicht! Es gibt tausende Internetseiten die sich damit beschäftigen, welche Reiseziele am besten für Insta geeigent sind und nein, da geht es nicht nur um die schönsten Spots, es geht auch darum, wie man möglichst viele Reiseziele innerhalb eines Urlaubes „abarbeiten“ kann.

Und ja… es klingt unglaublich, aber es gibt nicht wenige Leute die genau danach ihre Reiseziele auswählen. Ich konnte es mir auch nicht vorstellen, aber es ist so!!!

So werden dann eben aus einem einzigen Urlaub, 3 Reisen in ferne Länder für Instagram. Die Strand Palmen Bilder stammen z.B. irgendwo aus Asien, die City Bilder aus Süd-Amerika und vielleicht gibt es noch irgendwo eine Wüste, oder ein Cafe mit vielen verschleierten Leuten… dann war man eben auch noch in Afrika.

 

Tja und so schnell wird aus 10 Tagen Urlaub samt örtlichem Fotografen, dem für einen Tag gemietene Bulli, einem Stativ, GoPro und Selfie Stick drei komplette  „Insta Fernreisen“.

 

Schwierig wird es natürlich immer dann, wenn irgendwer, irgendwelche Fragen zu den Örtlichkeiten stellt… aber gut… wer liest schon die Kommentare, fällt eh keinem auf! Und zur Not nutzt man zusätzlich noch ein paar Apps und Programme die automatisch kommentieren! Da steht dann zwar unter dem Bild der „kleinen Meerjungfrau“ aus Kopenhagen auch mal so etwas wie: „Hey Süße, Du siehst super aus, steht dir total gut“! Aber egal… Hauptsache es scheint so, als wäre man aktiv!

 

Bleibt trotzdem das Problem der gesunkenen Reichweite, aber dafür gibt es ja die „Instagram Engagement Gruppen“

 

Heiß… man trifft sich in verschiedenen Gruppen und Chats auf z.B. Insta selbst, Facebook oder Whats App, stellt seinen bearbeiteten Link zum neusten Bild ein (wichtig ist das dieser Link vorher bearbeitete wird, damit Insta die Links nicht zurück verfolgen kann) und dann wird das Bild eben von allen anderen Gruppenmitgliedern geliked und kommentiert.

Ich würde mal behaupten, MINDESTENS 95 % aller  bloggenden Instagram Nutzer sind Teil von solchen Gruppen, ich auch und ich bin auch schon aus vielen dieser Gruppen wieder ausgetreten. Denn was mich persönlich an diesen Gruppen am meisten stört ist gar nicht, dass man irgendwie versucht die eigene Reichweite zu erhöhen… was mich tierisch nervt ist, dass man durch diese Gruppen eben auch dazu „gezwungen wird“ Bilder zu liken und mit „total super“ zu kommentieren, die von diesen durch und durch gefakten Profilen kommen!

Ich habe einfach keinen Lust mehr dadrauf, den größten „Scheiß“ notgedrungen mit meinem Like zu unterstützen und ich frage DICH als bloggenden Insta-Nutzer… meinst Du echt es macht Sinn an einigen dieser Gruppen krampfhaft festzuhalten, obwohl das bedeutet, dass Du das 327.000 durch und durch gefakte Bild mit Deinem „Like“ versorgst? Ist es das wert??? Ich bin mir da nicht sicher!!!

Naja und an all die anderen „privaten“ Instagram Nutzer, ich kann schon verstehen, dass man in Gedanken durch die Insta Welt „schweift“ und sich von den vielen wunderschönen Bildern verzaubern lässt. Aber vielleicht… ganz, ganz, ganz vielleicht…. überlegt ihr ab jetzt einfach mal hin und wieder, ob die gezeigten Bilder auch nur ein klitze kleines bisschen mit der Realität zu tun haben können.

 

Lasst euch doch nicht verar…en!

 

Glaubt ihr wirklich, dass das Profil von dem z.B. US-Solotravel-Bulli-Vanlife-Girlie, dass immer, immer wieder sagt, dass sie seit MONATEN ganz alleine unterwegs ist, aber KEINES der Bilder alleine geknipst werden konnte, echt ist? Oder könnte es vielleicht sein, dass da irgendetwas nicht ganz passt? Könnte es sogar sein, dass das ein Model ist und sich hinter dem Account z.B. ein großer Outdoor Klamotten Hersteller verbirgt?

Wie soll man sich denn zum Beispiel alleine, quer über einen breiten See, einen Fjord, einen Canyon fotografieren??? Hmmmm und das nich mal eben so, sondern in zig Positionen? Sagt es mir, verratet es mir… vielleicht kenne ich die „Accio Feuerblitz Harry Potter Kamera“ einfach noch nicht?

Dazu kommt noch, dass hinter ganz vielen großen Profilen eine Firma bzw. ein Unternehmen steckt, was man aber nur mit sehr, sehr genauer Recherche über die verschiedenen Impressen erkennen kann. Ist das erlaubt… ja klar! Wennn ich jetzt fest füüüüüür z.B….. den online Giganten „Zalando“ arbeiten würde (reines Beispiel) und immer schön in Festanstellung dafür bezahlt werde, „mein“ Isabel Speckmann Profil jeden Tag zu hegen und zu pflegen und egal wie ich es letztendlich anstelle, immer mal meinen neuen Pulli, die Jeans, die Schuhe usw. zeige, dann ist das ja nicht verboten. So wird man eben tausendfach unterbewusst beinflusst.

Also, ist es erlaubt… ja! Hilft das Wörtchen Werbung über dem Posting weiter… seitdem das alle machen, nicht wirklich! Sollte man es wissen um nicht drauf reinzufallen… ich denke schon!

 

Die schöne heile Bloggerwelt 2019

 

Wisst ihr, es geht mir bei diesem ganzen Thema gar nicht um die tausenden kleinen Tricks und „Feinheiten“. Wie sagte mir ein Bekannter vor kurzem… „klappern gehört zum Handwerk!“ und das gilt für alle Blogger, genau wie für jede andere Branche.

Ich will mich selbst da gar nicht raus nehmen, ich kenne das Problem mit der Reichweite in den sozialen Medien. Ich kenne die Zeiten, in denen man nicht weiß was man schreiben soll, oder zu denen man nicht entspannt schreiben kann, weil einem so viele andere Dinge im Kopf herum geistern.

Ja… kenne ich alles!!!! Trotzdem gibt es meiner Meinung nach aber Grenzen und wenn man diese überschreitet, ist dann auch irgendwann mal das Ende von Verständnis und gutem Willen erreicht!

Ich habe ja schon weiter oben die Frage gestellt, warum blogged (o.ä.) jemand?

Ich stelle die durchaus steile These auf, wer ein Insta Profil erstellt, auf dem es nur um Fake und/oder Stockfotos aus dem Internet geht, der macht das nicht, weil er Spaß an diesem Medium hat. Oder?

Genau so wenig verstehe ich, wie man als Blogger auf die Tipps und Artikel anderer zurückgreifen kann? Schon erst recht nicht, wenn man einen „normalen“ Job hat und eben nicht durch das bloggen Geld verdienen muss, wie es ja nunmal bei fast allen Bloggern der Fall ist.  Wobei… so eine miese Tour geht eigentlich gar nicht, ganz egal ob man Geld verdienen muss oder nicht!

Also (verdammt nochmal) warum wird dann lieber „gefakt und geklaut“, bevor man einfach mal keinen neuen Artikel online stellt???  In dem Fall ist das Schreiben doch reiner Spaß, ein reines Hobby und wenn man hin und wieder 100 Euro dazu verdient, super!

 

Wer setzt euch denn so unter Druck, eher zu „klauen“ als nichts zu veröffenttlichen???

 

Ja ich verstehe, dass es viele Blogger gibt, die sich wünschen durch das bloggen Geld zu verdienen. Diesen Wunsch kann ich auch sehr gut nachvollziehen, aber glaubt ihr WIRKLICH ihr kommt diesem Wunsch auch nur einen Schritt näher, wenn ihr nicht euer eigenes Ding durchzieht?

Außerdem mal ganz davon abgesehen, dass ich es von Kollegen“ die mich inoffiziell nach z.B. Stellplatztipps fragen, mehr als schäbig empfinde, wenn diese Tipps dann 1:1 aus meiner Mail (ohne Hinweis) auf den Blog übertragen werden und als eigene Empfehlung ausgegeben werden.

Ihr müsst doch ständig damit rechnen, dass andere Leser diesen Rotz bemerken?!

Ehrlich, ich würde im Erdboden versinken, wenn ich so eine Aktion abliefern würde und dann noch damit auffalle, weil z.B. irgendwer bemerkt, och… genau diese Dinge habe ich doch schon woanders als „falsche Info“ gelesen.

 

Instagram und Bloggen 2019

Ahhhhh…. diese Bilder auch sehr begehrt! Hintergrund, Zeltfarbe und Art der Beine sind übrigens frei wählbar

 

Es gibt bis heute ein ziemlich großes, deutsches Campingmagazin, dass einige Wochen nach einem meiner Dänemark Artikel, ebenfalls einen Dänemark Artikel zum selben Thema veröffentlicht hat (welch ein ZUUUUUFALL!!!) Die haben bis heute nicht gemerkt, dass ich in diesem Artikel damals, eine falsche Info zum Thema „Restaurant besuche“ gegeben habe und genau diese falsche Info ist bis heute in dem Artikel dieses Magazins enthalten.  Zufall??? Nein…das kann ich nicht glauben!

Wer jetzt allerdings denkt, dass das Risiko sehr gering ist, das so ein Verhalten auf Dauer auffliegt… dem kann ich nur sagen… aufpassen!!!

Direkt auf IsasWomo bezogen kann ich ja aus dem Nähkästchen plaudern. Ich habe sicherlich ein rieeeeeeesen Glück, dass die „Community“ rund um IsasWomo ziemlich „aktiv“ ist. Es gibt hier z.B. nur ganz wenige Artikel die keine Kommentare haben und wenn ich unterwegs bin, kommt es immer mal wieder vor, dass man mich mit IsasWomo in Verbindung bringt. Das ist natürlich fantastisch, mir ist aber auch klar, dass das wenig mit mir als Isa zu tun hat, sondern mit ganz viel Glück! So kommt es aber auch dazu, dass es Leser gibt, die meine Artikel, meine „Kodderschnauze“ und meine Einstellung zum „Leben“ relativ gut kennen und seit ca. einem Jahr passiert es immer mal wieder, dass ich auf andere Blogger und Artikel angesprochen werde.

Nach dem Motto... sag mal Isa, kennst Du die und die, den und den, oder diese und jene Seite? Ärgert Dich das eigentlich, wenn da regelmäßig Themen erscheinen, über die Du kuz vorher geschrieben hast? Hmmmmm!!!

Ich kann euch nur sagen, es geschieht eben doch immer mal wieder, dass ein solches Verhalten auffällt und das nicht nur innerhalb der Bloggerwelt, sondern auch den „ganz normalen“ Lesern und Followern. Mir wäre es peinlich!

 

Die Bloggerwelt 2019 – Mein Fazit!

 

Fake oder Echt? Bloggerwelt 2019

Dein Pin zum Artikel – Die Bloggerwelt 2019

Ich mag das bloggen auch weiterhin total, ich mag meine Seite, ich mag das Campen, ich mag meine Reisen allein und ich mag Milla! Zu Schulzeiten habe ich das Schreiben gehasst!  „Aufsätze“ waren mir ein Graus und ich hätte niemals gedacht, dass mir das Tippen jemals so viel Spaß machen könnte.

Mich nervt mittlerweile nur, dass so unfassbar viele Leute anscheiend dem Wahn verfallen sind, perfekt sein zu müssen! Dabei geht es aber leider nicht darum sich selbst zu perfektionieren (denn dann würde man nicht klauen), es geht nur darum den Mythos „perfekt zu sein“, zu perfektionieren! Tja und genau das geht leider ganz, ganz oft mit unfairen und dumm dreisten Mitteln einher.

Warum fragt man denn nicht VORHER mal freundlich ob man irgendwie „zusammenarbeiten“ kann, wenn man schon die Infos anderer nutzt? Weshalb schreibt eigentlich nie jemand auf Insta, dass das Wetter z.B. total doof war? Warum schreibt kein Mensch, dass die Herbstnächte bei geöffneter Vantür entweder eiskalt waren (aber was tut man nicht alles für ein schönes Bild), oder man im Sommer mit Mücken und Viehzeug schlafen muss und wie tief muss jemand in der Klemme stecken, wenn man sich die Mühe macht mir eine E-Mail zu schreiben und nach Tipps zu fragen, um diese Hinweise dannn 1:1 zu übernehmen?

Und ja… ich weiß schon jetzt was einige wahrscheinlich denken oder mir schreiben wollen.

Ich solle es doch einfach als Kompliment sehen, wenn Tipps, Themen oder ganze Abschnittte meiner Artikel übernommen werden. Ja, so kann man das sicherlich sehen und ja, ich versuche auch immer wieder diese ganze scheinheilige Bloggerwelt mit einem Augenzwinkern zu sehen… aber irgendwann ist das ganze eben kein Kompliment mehr, sondern einfach nur noch nervig!

Zumal solche Aktionen für mich ja auch direkte Nachteile bedeuten. Denn nehmen wir mal das Beispiel des großen Portals, das ständig Infos und Themen aus Blogartikeln klaut. Die bezahlen irgendeinen günstigen Studenten zum erstellen dieser Artikel und weil sie so große sind, stehen diese Artikel teilweise später auch noch vor mir in den Google Ergebnissen, was auch bedeutet… neue Leser klicken eher auf den 1. oder 2.  Artikel  in den Google Ergebnissen, als auf meinen an z.B. Platz 3.

Das bedeutet also z.B.:  Mir geht Geld verloren, weil dieses Portal nicht mich für diese Informationen bezahlt , sondern lieber den günstigen Studenten. Mein Google Ranking sinkt, weil das Portal mit den gleichen Infos zum selben Thema besser eingestuft wird und letztendlich gehen mir auch noch auf Dauer neue Leser verloren, weil das drittte Google Ergebnis deutlich weniger häufig angeklickt wird, wie das erste Ergebnis. Und das alles, obwohl andere Blogger, wie auch riesen große Portale, ihre Leser mit MEINEN Tipps, Themen, Erfahrungen und Empfehlungen versorgen.

Und zum Thema Insta, vielleicht schaut ihr bei eurem nächsten Insta Besuch einfach mal mit etwas anderen Augen auf die Bilder und Profile. Es gibt so viele tolle, witzige kleinere Feeds von Leuten, die euch mit auf ihre Reisen nehmen, gute Infos liefern und euch einen „Einblick“ in ihren ganz persönlichen Alltag geben. Naja und vielleicht, behaltet ihr meinen Hinweis auf die großen Unternehmen ein bisschen im Hinterkopf. Wenn ihr Lust habt, schaut euch auf Insta einfach mal in einer ruhigen Minute um und seht euch die großen Profile und deren Bilder und vor allem Hashtags mal mit dem Gedanken an Unternehmen an… ich bin mir sicher, ihr werdet schnell fündig.

 

Ich finde hier passt der Spruch… „Es ist nicht alles Gold was glänzt“ ganz gut! 

 

So und jetzt… macht mich fertig, haut eure Kritik raus, legt los… ,dass dieser Artikel nicht allen gefallen wird, ist mir sehr wohl bewusst! Aber ich habe jetzt seit Wochen und Monaten die Finger zu diesem Thema still gehalten, heute ging es nicht mehr!

In diesem Sinne, bleibt gesund

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

 

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Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (81 votes, average: 4,79 out of 5)
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Alleine im Wohnmobil reisen – oder doch nicht! Mitreisende suchen

Alleine im Wohnmobil reisen, zum Glück kommen immer mehr Leute auf den Geschmack, warum auch nicht???

Das ganze Thema „Alleinreisen/ Solotravel“ hat in den vergangenen Jahren einen riesen Sprung nach vorne gemacht und ich sehe auf meinen Touren, GOTT SEI DANK, immer mehr alleinreisende „Mädels und Jungs“.

Dennoch kommt es immer mal wieder vor, ganz gleich wie lange man schon alleine im Wohnmobil reist, dass man Lust hätte die gemeinsame Erlebnisse hin und wieder mit anderen Menschen zu teilen, tjaaaaa und genau darum soll es heute gehen.

Immer mal wieder erreichen mich E-Mails oder Nachrichten von Leuten, die auf der Suche sind nach „Kontakten zu anderen alleinreisenden Campern“. Da das gesamte Thema  aber gar nicht so „einfach ist“, wie es vielleicht auf den ersten Blick klingt, dachte ich mir… es wird mal Zeit für einen umfassenden Artikel.

 

Alleine im Wohnmobil reisen – oder doch nicht? Die schwierige Suche nach netten Mitreisenden!

 

Grundsätzliches:

Bevor ich euch irgendwelche Tipps gebe, finde ich es ganz wichtig erstmal die „Rahmenbedingungen“ zu klären und ganz gleich wie ihr eure Suche später anstellt, ihr solltet diese Rahmenbedingungen UNBEDINGT IMMER von Anfang an klar und deutlich äußern.

ZU SAGEN WAS IHR WOLLT!!!  ist in diesem Fall ENORM wichtig!

Dieser Artikel soll sich also vor allem um folgende Konstellation drehen: Ihr habt bereits euer eigenes Wohnmobil/ euren eigenen Wohnwagen, seid mit diesem auch schon einige Male unterwegs gewesen, hättet jetzt aber Lust auch andere alleinreisende Camper kennen zu lernen und mit denen (JEDER IN SEINEM WOMO/ WOWA!!!) eine gemeinsame Tour durch XY zu starten.

Schlechte Konstellationen: 

Ihr habt selbst kein Wohnmobil oder Wohnwagen und möchtet gerne bei anderen im Fahrzeug mitreisen.

Sorry, selbst wenn ihr gar keine bösen Hintergedanken hegt und es nicht darum gehen soll, dass ihr euch einen möglichst billigen Urlaub „ergaunern“ möchtet, kann ich euch aus Erfahrung sagen, dass ihr bei 99,9 % aller Camper keine Chance haben werdet. Ihr müsst euch vorstellen, viele Camper haben sich mit ihrem Wohnmobil/ Wohnwagen einen lang ersehnten Traum erfüllt. In vielen Fällen geht es nicht mehr um einen „Gebrauchsgegenstand“, sondern um die teuer bezahlte Möglichkeit Freiheit zu genießen! Da gibt es nur ganz, ganz wenige Menschen, die diesen Traum mit jemand „fremden“ teilen würden.

Mal ganz abgesehen davon, dass so eine gemeinsame Tour in einem Fahrzeug ja auch bedeuten würde… man schläft sehr nah beieinander, man lebt sehr eng beieinander (gerade wenn das Wetter mal nicht mit spielt) man nutzt die selbe Toilette (die nunmal auch nicht so weit vom Wohnbereich entfernt ist, wie es z.B. in einer Wohnung der Fall ist und nuur durch eine dünne Tür getrennt, ihr wisst was ich meine) und einer von beiden muss diese Toilette auch leeren!

Diese Konstelation ist also tatsächlich sehr, sehr schwierig und ich würde mal behaupten, nur ein promillebereich aller Camper würde jemand fremden zum gemeinsamen touren über mehrere Tagen in sein Wohnmobil/ Wohnwagen lassen. Nennt mich spießig (bin ich auch 🙂 ) aber für mich selbst käme diese Konstellation auch niemals in Frage.

Wenn es aber so ist, dass ihr kein eigenes Womo habt und trotzdem gemeinsam los möchtet, dann schaut euch mal bei den vielen, vielen Wohnmobil/ Wohnwagen Vermietern um. Das ist (meiner Meinung nach) die einzige Möglichkeit, die wirklich eine reelle Chance bietet, eine gemeinsame Tour zu starten.

Zweite schwierige Konstellation: 

Ihr wart noch nie alleine mit dem Wohnmobil/ Wohnwagen unterwegs und wenn wir mal ehrlich sind, eigentlich geht es euch gar nicht vorrangig um die gemeinsamen Reiseerlebnisse o.ä., ihr habt (noch) Angst alleine zu fahren und sucht jemanden, an den ihr euch so ein bisschen „anhängen“ könnt.

Im Grunde ist das gar nicht verwerflich und auch kein großes Problem, wichtig ist nur… ihr solltet dies von Anfang an ganz klar und deutlich sagen! Ihr Lieben, es kommt so oder so raus, dafür macht JEDER Neucamper zu Beginn einfach noch zu viele Fehlerchen und ist zu unsicher, als dass es erfahrenere Camper nicht mitbekommen würden.

Wie gesagt, im Grunde ist da ja auch gar nichts „schlimmes“ dran, blöd wird es nur dann, wenn sich andere Mitreisende ausgenutzt fühlen! Darum ist das mit der Ehrlichkeit soooooo wichtig und es gibt vielleicht auch so ein paar Hoffnungen und Gedanken, von denen ihr euch trennen müsst.

Ihr lieben alleinreisenden Camping Anfänger, bitte versteht mich nicht falsch… ich kann gut verstehen, dass ihr vor eurer ersten Tour tierisch aufgeregt seid, ging mir ganz genau so. Ebenfalls ist es ganz normal, dass man zu Beginn hunderte Fragezeichen vor der Brust hat und hin und wieder vielleicht auch auf die Rücksichtnahme anderer angewiesen ist. TOTAL OK, auch beim Campen gilt, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Aber ihr müsst auch verstehen, viele Camper gehen nunmal in ihrer Freizeit bzw. in ihrem verdienten Urlaub campen und haben dann nicht immer Lust, sich um eure Probleme und Ängst zu kümmern. Das soll NICHT heißen, dass z.B. die Frage nach dem Umgang mit der Entsorgung nicht ok wäre… alles gut, natürlich ist man sich da gerne mal eben behilflich, es wird nur immer kompliziert, wenn der andere das Gefühl bekommt ausgenutzt zu werden. Hier noch ein paar Beispiele, was damit gemeint ist, vielleicht wird es so deutlicher:

  • Wenn ihr hofft, dass euch jemand persönlich zuhause abholt und mit euch erstmal ein paar Proberunden dreht, weil ihr Angst habt das Womo alleine zu fahren, dann ist das keine gute Vorraussetzung für eine echte, gemeinsame Tour.
  • Wenn ihr euch von einer gemeinsamen Tour erhofft, dass jemand anderes mit euch fährt, um Dinge am Wohnmobil oder Wohnwagen zu reparieren… (ich schwöre es euch, alles schon LIVE miterlebt!) dann ist das ebenfall keine gute Vorraussetzung
  • Die vielen Kleinigkeiten des Camper Alltags… z.B. selbst schon erlebt: Isaaaaaaa, ich weiß gar nicht wie ich Brötchen bestellen soll und die Info zu lesen, dazu habe ich jetzt auch keine Lust, könntest Du mal nach vorne zum Betreiber gehen und den fragen, wie das funktioniert, dann kannst Du es mir ja danach ja erklären, oder… bestell doch Du doch einfach meine Brötchen, ich hätte gerne XYZ. Hmmm… wie war das mit dem Gefühl ausgenutzt zu werden?

Denkt vielleicht einfach immer daran…  wenn ihr alleine im Wohnmobil reisen möchtet, dabei aber gemeinsam tourt, seid ihr trotzdem weiterhin ganz alleine für euch verantwortlich und zuständig, es sei denn ihr „bucht“ einen teil dieses Services durch eine komplett geführte Gruppenreisen.  Das Wichtigste ist aber wohl… seid von Anfang an ehrlich und sagt, dass ihr jemanden sucht, der mit einem Camping Anfänger verreisen möchte. 👍🏻

 

Alleine im Wohnmobil reisen - Mitreisende gesucht

Alleine campen oder in der Gruppe? Den passenden Reisepartner zu finden ist gar nicht so leicht

 

Alleine im Wohnmobil verreisen – oder doch nicht? Die Suche nach Mitreisende

 

Die Suche nach anderen alleinreisenden Campern ist leider gar nicht so einfach und den absolut „goldenen, zielführenden Weg“ kann ich euch nicht nennen. Aber es gibt zumindest einige Möglichkeiten.

Als aller erstes kann ich euch die Internetseite der  „Solisten-Sterne“ nennen.  Diese Plattform gibt es schon viele, viele Jahre und bietet ein Forum für alleinreisende Wohnmobilisten. Die Solisten-Sterne veranstalten regelmäßige Treffen und auch gemeinsame Touren. Ich selbst bin allerdings nicht Teil dieser Gruppe, denn die Solisten-Sterne haben einige Vorraussetzungen die ich nicht erfülle oder auch nicht erfüllen mag. Teil der Community kann man nur werden, wenn man MINDESTENS 55 Jahre alt ist. Davon abgesehen legen die „Sterne“ auch reeelativ viel Wert auf die Beteiligung ihrer Mitglieder innerhalb der Community, als auch bei Treffen o.ä. So wie ich es immer wieder höre ist z.B. ein Verhalten als „dauerhaft stiller Mitleser“ nicht wirklich gern gesehen.  Wenn ihr die Altersgrenze aber erreicht habt, könnt ihr euch das Portal ja zumindest mal ansehen, vielleicht ist es genau das was ihr sucht. Schaden kann es bestimmt nicht.

Veranstaltungen für Alleinreisende Wohnmobilisten

Mittlerweile gibt es auch die ein oder andere Veranstaltung, die sich speziell auf alleinreisende Camper bezieht. So wie z.B. die Alleinfahrer Tage auf dem Stellplatz in Bad Pyrmont. Dieses Treffen findet immer im Mai statt und ist sicherlich eine gute Möglichkeit um andere Personen zu treffen die alleine im Wohnmobil verreisen. Das Treffen in Bad Pyrmont ist allerdings immer relativ schnell ausgebucht und reservieren ist Pflicht. Wenn dann solltet ihr also frühzeitig planen.

Blogs und Internetseiten

POTZBLITZ… da draußen gibt es echt noch andere Internetseiten, abgesehen von IsasWomo, die sich mit dem Thema „alleine im Wohnmoobil reisen“ beschäftigen. Ich weiß… kaum vorzustellen 😉 😉 😉

Es kann sich aber durchaus lohnen diese Blogs und Seiten mal durchzustöbern. Gerne findet ihr da z.B. auch Hinweise auf Treffen und ihr bekommt sicherlich relativ schnell ein Gefühl dafür, ob die entsprechende Person z.B. ebenfalls Lust hat, vielleicht einmal mit euch zu touren, oder dies schon getan hat. Ich habe festgestellt, gerade unter den kleinen und sehr persönlichen Blogs/ Reisetagebüchern, findet man immer mal wieder Hinweise auf eine gemeinsame Touren.

Last but not least … die sozialen Medien!

Gerade Facebook ist bei diesem ganzen Thema meine erste Wahl! Ja ich weiß, es gibt immer mehr Leute die nicht viel von FB halten, aber beim Thema alleine im Wohnmobil reisen, bzw. Mitreisende zum gemeinsamen touren finden, bietet Facebook, meiner Meinung nach, das größte Potenzial.

Es gibt mittlerweile so viele Gruppen auf Facebook, die sich mit dem Thema „alleine im Wohnmobil reisen“ beschäftigen, dass ihr am besten einfach die Facebook Suche nutzt.  Da ich selber nicht Teil aller Gruppen bin und es auch immer wieder Gruppen Admins gibt, die gar nicht so glücklich sind, wenn man die Gruppen öffentlich verlinkt, nenne ich hier ganz bewusst keine einzelnen Gruppen Namen. Aber wenn ihr mal nach den Begriffen:

  • alleine reisen,
  • alleine campen,
  • Wohnmobil allein,
  • solo reisen
  • solo camping
  • solisten

sucht, werdet ihr viele, viele Gruppen finden, die sich um die Themen drehen.

Allerding hat mir mein eigenes „Admin Dasein“ und das „Herumschwirren“ in verschiedenen Gruppen gezeigt, dass es gerade auf Facebook einige besondere Verhaltensweisen gibt. Darum öffne ich  zum Thema Facebook einfach mal einen eigenen Punkt!

 

Mitcamper gesucht - so findest Du einen passenden Reisepartner für deine Wohnmobil Tour

Alleine reisen oder gemeinsam mit einem anderen Camper? Beides hat so seine Vor- und Nachteile.

 

Gemeinsam mit dem Wohnmobil touren – die Suche über Faceboook

 

Ich kann euch aus Erfahrung sagen, in den aller, aller seltesten Fällen bringt es etwas, wenn ihr einfach in eine Gruppe schreibt, Hallo ich bin die Trudi, ich möchte von xx bis yy durch Frankreich düsen, wer hat Lust mich zu begleiten?

Leider ist es so, dass ihr häufig gar keine Antwort bekommt, oder aber ihr bekommt Antworten von Leuten, die vielleicht etwas „ganz anderes im Sinn haben“. Ich habe ganz eindeutig festgestellt, am besten funktioniert das „Mitreisende kennenlernen“ über die Gruppentreffen. Ganz viele dieser Gruppen veranstalten hin und wieder eigene Gruppentreffen, oder aber es ergeben sich relativ kurzfristige, kleine Treffen, weil z.B. 5 Gruppenmitglieder gerade irgendwo an der Nordseeküste unterwegs sind. Genau diese Treffen eigenen sich SUUUUUUPER um andere Alleinfahrer kennen zu lernen.

Der ganz, ganz große Vorteil dieser Treffen ist, dass man sich da erstmal „beschnuppern“ kann, bevor man vielleicht mehrere Tage, oder gar Wochen, miteinander verbingt.  Findet man sich auf so einem Treffen sympathisch, kann man darüber nachdenke auch mehrere Tage gemeinsam zu touren, merkt man aber schnell, haaach neeee…. das passt alles nicht, gibt es eben auch noch andere Personen mit denen man sich unterhalten kann. Außerdem ist so ein Treffen über maximal ein Wochenende zeitlich so begrenzt, dass man es ganz gut „aushalten“ kann.

Also, schaut euch in den Gruppen um und nehmt an den Treffen teil, oder vielleicht organisiert ihr ja sogar selbst mal so ein Treffen, muss ja nicht direkt riesengroß sein. Daraus ergeben sich fast immer die besten Bekanntschaften!!!

 

Ich mag nicht alleine touren – weitere Möglichkeiten

 

Wenn ihr nun wirklich so gar keine Lust habt alleine zu touren, aber ganz sicher innerhalb einer Gruppe los möchtet, bleibt natürlich noch die Alternative einer geführten Tour. Ja, diese Touren sind relativ teuer, aber dafür bezahlt ihr eben auch den Service, jederzeit eine Ansprechperson zu haben.  Mittlerweile gibt es unzählige Anbieter und auch die Touren an sich unterscheiden sich stark.

Es gibt Touren, da fährt man tatsächlich in Kolonne bis zum Campinplatz, verbingt den Abend gemeinsam und auch die z.B. Stadtbesichtigung erfolgt innerhalb der Reisegruppe. Es gibt aber auch Touren, die zwar geführt sind und bei denen ihr einen Ansprechpartner habt, aber ihr habt deutlich mehr Zeit zwischendurch für euch selbst. Da wird dann z.B. der Campingplatz für den nächsten Abend vorgegeben, aber bis zum Zielort fährt jeder für sich alleine und kann da einen Stop einlegen, wo es einem gerade gefällt.

Ein Problem welches ich bei den geführten Touren sehe ist, dass ihr dort natürlich vor allem mit anderen Paaren unterwegs seid und dann kommt es wieder sehr auf euer eigenes Verhalten an. ICH könnte mirt einfach vorstellen, dass es in dieser Situation gerade als Alleinreisender ganz wichtig ist, zu „allein Seiten offen zu bleiben“. Hängt man sich als Einzelperson zu sehr an ein Paar an, könnte dieses Paar (welches ja nunmal auch im eigenen Urlaub unterwegs ist!) schnell genervt sein und das möchte doch niemand! Da heißt es „Antennen aufstellen“ und sich selbst nicht wichtiger nehmen als alle anderen Mitreisenden.

Beide „Gruppen-Tour-Formen“ haben ihre Vor- und Nachteile und auch die Kosten für eine solche Tour sind totaaaaaaal unterschiedlich. Wenn ihr euch für eine solche Tour interessiert, findet ihr im Netz fast unendlich viele Informationen, oder aber ihr Nutzt die verschiedenen großen und kleinen Messen zur Informationsquelle. Da findet ihr auch immer wieder Anbieter von geführten Touren durch ALLE möglichen und unmöglichen Länder, mit denen ihr erstmal quatschen könnt.

 

Alleine im Wohnmobil reisen – oder doch nicht?! – Vorsicht ist geboten!

 

Eigentlich glaube ich, dass ich diesen Punkt in der heutigen Zeit gar nicht groß be- bzw. umschreiben muss, ganz sicher bin ich mir allerdings nicht, darum erwähne ich es lieber nochmal!

Bitte, bitte, bitte… geht nicht naiv an dieses ganze Thema ran!!! Natürlich kann man auch gemeinsam mit „dem anderen Geschlecht“ wunderschöne Touren erleben ohne irgendwelche Hintergedanken, aber im Netz gibt es nunmal auch immer Leute die etwas ganz anderes suchen.

Ach und übrigens, das gilt nicht nur für das Thema, ich als Frau werde blöd von einem Typen angegraben, es geht auch andersherum! Genau so erlebe ich es gerade über Facebook immer mal wieder, dass irgendwer schreibt, ich bin morgen auf dem und dem Stellplatz, wer hat abends Lust ein Bier trinken zu gehen, dann kommt vielleicht tatsächlich irgendein Mann vorbei, der ÜBERHAUP GAR KEINE HINTERGEDANKEN HAT und wahrscheinlich auch gar keine Lustt auf irgendeine Beziehung und am nächsten Tag heißt es dann von den Mädels, da kam einfach so ein Typ vorbei und wollte mit mir ein Bier trinken gehen. Ja sorry Mädels, aber das funktioniert eben auch nicht und ich kann sehr gut verstehen, dass viele alleinreisende Männer mittlerweile sagen, nee da könnte ich durch Zufall auf dem selben Stellplatz stehen, aber ich hab keine Lust auf solche Spielchen.

Sorry… ich weiß es gibt auch den anderen Fall, aber so läuft es eben auch oft genug. 

Darum kann ich nur immer wieder sagen, überlegt euch VORHER gut, in z.B. welche Facebook Gruppe ihr einen solchen Post stellt. Es gibt auch Gruppen die nur aus Frauen besteht, vielleicht ist das für die ein oder andere besser passend. In jedem Fall sollte es sich auf Faceboook um eine GESCHLOSSENE Gruppe handeln, damit euer Post nicht einfach so überall im Netz zu finden ist.

Und noch ein letztes Wort zum Thema… ich suche eine neue Liebe ooooooder…. „Spaß für 1,2,3 Nächte“. Es gibt z.B. auch Facebook Gruppen, die dieses Thema ziemlich locker und speziell ansprechen, häufig sind es Gruppen die irgendwas mit „Single“ im Namen haben (aber natürlich auch nicht immer!!!) , ihr erfahrt es aber definitiv über die Gruppenbeschreibung, die ihr ja einsehen könnt, bevor ihr in eine Facebook Gruppe einsteigt.

Handelt es sich aber um eine typische Gruppe für Alleinreisende, dann sind sämtliche Postings die irgendwie in Richtung „Sex“ gehen, ABSOLUT FEHL AM PLATZ! Ihr Lieben, egal ob Männlein oder Weiblein, eine gemeinsame Tour oder ein Treffen bedeutet noch lange nicht, dass ihr da irgendwen zum „Gang Bang“ abschleppen findet!!! Es geht in aller erster Linie darum, eine Reise nicht allein zu erleben und Abends geht dann jeder allein in sein Bettchen! 🤷🏼‍♀️

So und zu guter letzt noch ein Satz an alle, die sich vielleicht nicht sehr gut im Netz auskennen. Bitte überlegt euch vor dem Posten genau, welche Angaben ihr macht!!! Gerade wenn ihr aktuell selber unterwegs seid. Es gibt sicherlich Situationen, in denen es nicht wirklich vorteilhaft ist zu sagen, dass ihr gerade einsam und verlassen an dem und dem Ort steht. Denkt am besten immer daran… wenn euer Post am nächsten Morgen dick und fett in der Bildzeitung stehen würde, könntet ihr damit beruhigt umgehen?

Und bitte fühlt euch nicht gleich „gebauchpatscht“, wenn sich auf euren Aufruf viele Personen des „anderen Geschlechts“ melden…. ihr seid in der online Welt unterwegs und zum einen gibt es da nunmal auch immer Leute, die alles angraben was nicht bei drei auf den Bäumen ist und zum anderen… nur weil jemand online sagt, er hätte Lust auf eine gemeinsame Tour, heißt das noch laaaaange nicht, dass es letztendlich auch dazu kommt. Gerade online wird immer vieeeeeeel geredet und getippt. Wenn ihr aber wirklich jemanden findet der mit euch touren möchte, super, dann solltet ihr vorher aber zumindest ein paar mal telefoniert haben.

 

Road Trip zu weit, so findest du einen passenden Wohnmobil Alleinreisenden

Am besten ist es natürlich, wenn aus einer gemeinsamen Tour Freundschaft wird.

 

Alleine im Wohnmobil reisen – oder doch nicht?! Die schwierige Suche nach einem Mitreisenden

 

Camping zu zweit - Mitreisende als Alleinreisende suchen

Road Trip zu zweit -Mitreisende gesucht – Dein Pin zum Artikel

Es ist echt nicht so einfach jemanden zu finden, mit dem man eine gemeinsame Tour planen und durchziehen kann. Mal ganz abgesehen davon, dass Route und Zeitraum passen müssen, ist es ja auch total wichtig, dass man sich zumindest sympathisch ist!

Ich bin z.B. davon überzeugt, dass dieser Sympathie-Faktor gerade bei Personen die schon länger alleine im Wohnmobil reisen, total schwierig zu treffen ist.  Mit den einen kommt man nicht klar weil man das Gefühl hat… „die fressen mich auf“, mit den anderen kommt man nicht klar, weil man denkt, was ist denn das für ein Stinkstiefel, der/ die hockt ja nur im Womo.

Ich kann euch nur den Tipp geben, fahrt auf Treffen und Camper/ Wohnmobil Veranstaltungen, das sind definitiv die besten Gelegenheiten um sympathische Mitfahrer kennen zu lernen.  Es müssen auch gar nicht unbedingt reine Veranstaltungen für Alleinreisende sein, z.B. sowas wie die „Wohnmobiltage in Lüneburg“ können auch Möglichkeiten bieten, andere Camper kennen zu lernen.

Naja und wer 100% ig sicher gehen möchte, der sollte sich so eine geführte Womo Gruppenreise ansehen. Hier habt ihr zumindest die Sicherheit, dass diese gemeinsame Tour auch WIRKLICH stattfindet und ihr könnte eine Tour buchen, die voll und ganz nach eurem Geschmack ist.

Es ist leider nie so ganz einfach einen anderen Menschen zu finden, der den eigenen REISE Ansprüchen genügt und dem man dann selber auch noch so sympathisch ist, dass er/sie sagt, ok mit Dir zusammen hätte ich Spaß meine Freizeit zu verbringen. 😉

Auch wenn ich euch keinen „goldenen Weg zum perfekten Mitreisenden“ nenne kann, hoffe ich dennoch, dass ich euch ein paar brauchbare Tipps geben konnte.

Ganz egal ob allein oder gemeinsam on Tour, das wichtigste ist eh… bleibt gesund! 🙂

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (44 votes, average: 4,68 out of 5)
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Mein erstes Goecaching Mega Event – Isa on Tour

Mein erstes Goecaching Mega Event – Isa on Tour

Werbung / Kooperation –  Isa on Tour…  beim Geocaching, die Schatzsuche für Erwachsene

Anfang des Jahres erreichte mich die erste Nachricht in der mich „Schmelli“ fragte, ob ich mir nicht vorstellen könnte, im Sommer 2018  ein Geocashing Mega Event in Rotselaar, Belgien zu besuchen. ICH UND GEOCACHING ??? Ehrlich gesagt habe ich gedacht, naaaaaja… bis zum Sommer dauert es ja noch eine ganze Weile, bis dahin kann ja noch einiges in Vergessenheit geraten 😉

Aber nicht mit Schmelli!!! 🙂  

Ich weiß gar nicht mehr so ganz genau woher Schmelli und ich „uns kennen“,  doch auch wenn wir uns bis zum letzten Wochenende noch nie persönlich begengent sind, haben wir online bereits seit Jahren Kontakt. So kam es also auch, das Schmelli diese Einladung zum Geochaching Event nicht vergaß und spätestens nachdem sein persönlicher Einladungspost auf Facebook die Runde machte, konnte ich mich wirklich nicht mehr drücken. 🙂 🙂 🙂  Also hieß es vergangenes Wochenende für Milla, die Omi und mich:

 

Ab nach Belgien zum „Birre’s Camper Friends“ Geocaching Mega Event

 

Ich habe zwar bereits vor Jahren mal alleine nach einigen Geocaches gesucht und das hat mir auch immer viel Spaß bereitet (vor allem in Verbindung mit langen Hundespaziergängen) aber wenn ich insgesamt vielleicht auf 15 gefunden Schätzen komme, dann ist das schon hoch gegriffen. Ich bin also absolut bluuuutiger Anfänger was das Geocachen betrifft und wusste überhaupt nicht, was ich mir unter so einem Mega Event vorstellen konnte. Bevor ich aber so richtig mit dem „Event“ beginnen, hier vielleicht noch eine kurze Erklärung zum Geocaching:

Was ist Geocaching überhaupt?

Geocaching ist tatsächlich so etwas wie eine „Schatzsuche für Erwachsenen bzw. für Familien“.

Ihr müsst euch das so vorstellen: Überall auf der Welt verstecken Menschen kleine und große Schätze. Mal sind es klitzekleine Dosen die nur wenige cm groß sind, es gibt aber auch richtig große „Schatztruhen“, bei denen sich die Leute die diesen „Cach“ versteckt haben irsinnig viel Mühe gegeben haben. Je nachdem wie groß dieser Schatz ist, befinden sich auch unterschiedliche Dinge in diesen Dosen. Das wichtigste und (um es erstmal einfach zu halten) in allen Dosen enthalten, ist das sogenannte LOGBUCH. Dabei handelt es sich also um ein kleines Buch, oder auch nur um einen kleinen Zettel, auf dem man sich mit seinem Namen eintragen darf, sobald man den Schatz gefunden hat. Erst wenn das erledigt ist, darf man diesen Schatz auch im Internet als „gefunden“ markieren.

Und wer jetzt denkt, tssssss… ich kann doch im Internet auf Geocaching.com sämtliche Schätze loggen, egal ob gefunden oder nicht, hauptsache da steht hinterher ich habe 80.000 Schätze gefunden, den Zahn kann ich euch ziehen. Viele Leute die einen Schatz verstecken, kontrollieren tatsächlich das Logbuch im Schatz, mit dem „Logbuch“ im Internet und wer bescheissen möchte, kann es direkt lassen.

Bleibt die Frage, wie findet man denn nun diese Schätze?

Also, für blutige Anfänger wie mich, gibt es eine (in der Lite Version kostenlose) Handy App (alle Links stelle ich euch am Ende des Artikels ein). Ihr ladet euch also die App runter, erstellt ein Konto und und schaut auf einer Karte, wo sich der nächste Cach befindet.  Einige der hundertausend Schätze sind eben auch über die kostenlose Version verfügbar, so kann man erstmal ganz einfach in das Thema rein schnuppern. Per GPS wird man dann von seinem aktuellen Standort zum Cach geführt und dann beginnt das Suchen. Dabei sind die versteck Möglichkeiten genau so vielfältig wie die Schätze selbst.

 

Geocaching per App

So sieht das dann in der App aus. Der blaue Punkt bin ich und das grüne Kästchen der Schatz

 

Zum Glück kann man sich über die App aber vorab Informieren wie groß der jeweilige Cach so ungefähr ist, man kann sich zusätzliche Tipps geben lassen, wenn man den Schatz so gar nicht findet und vor allem, man kann sich die Info holen, in welchem „Terrain“ der Schatz liegt. Gerade diese Terrain Info ist ganz wichtig, denn zum einen können so z.B. auch Rollstuhlfahrewr erfahren, ob sie überhaupt die Möglichkeit haben die Cach zu finden, zum anderen ist diese Info aber auch für alle nicht Behinderten Schatzsucher nicht gerade unwichtig! Unter den Geocachern gibt es echt „heißblütige Cacher“ und die verstecken solche Schätze auch schonmal an ganz, ganz besonderen Orten! So kann es also z.B. möglich sein, dass man eine komplette Kletterausrüstung benötigt, weil so ein Schatz hoch oben in einem Baum, oder unter einer Brücke versteckt liegt, oder man benötigt eine Taucherausrüstung, weil der Schatz unter Wasser im See versteckt ist. Ihr seht… es gibt unglaubliche Verstecke, also immer schön auf das Terrain achten. 

Alle Geocacher die so richtig vom „Schatzsucher Virus“ betroffen sind, nutzen später nicht mehr nur diese App sondern ein richtiges GPS Gerät. Dies hat den Vorteil, dass man nicht mehr vom Handynetz abhängig ist, denn spätestens wenn man durch irgendeinen Wald wandert, wird die Handy Internetverbindung gerne mal schlechter und einen Micro Cash in einem Radius von 50m zu finden, ist so gut wie unmöglich.

Zum Schluss dieser Erklärung noch ein ganz wichtiger Punkt!…

Der Geocacher Ehrenkodex besagt: „Sorgt NIEMALS für Aufsehen, wenn ihr auf Schatzsuche seid!“ Leute die nicht cachen gehen, dürfen eigentlich gar nicht merken, dass ihr gerade nach einem Schatz ausschau haltet! Harry Potter like werden „Nicht-Cacher“ auch Muggel genannte, also… IMMER SCHÖN DARAUF ACHTEN NICHT VON DEN MUGGELN ERWISCHT ZU WERDEN!!!!

 

Auf nach Rotselaar zum Geocashing Mega Event…

So bin ich also Freitag Vormittag in Richtung Belgien los getuckert. Solche Events gibt es das ganze Jahr über immer wieder an verschiedenen Standorten und je nach angemeldeter Teilnehmerzahlt, spricht man dann eben von z.B. Mega Event.

Das ich nach Belgien gefahren bin, lag also weniger daran, dass es sich dabei um „das einzige Event weit und breit“  handelte (die Woche zuvor war z.B. ein ähnliches Event in Kassel), sondern einfach aus dem Grund, dass Schmelli ein Teil des Organisationsteam war und er mich eben zu diesem Event eingeladen hat.

Die gesamte Veranstaltung wurde von der Geocaching Gruppe „Birre’s Camper Friends“ ausgerichtet, die sich das Thema Camping plus Geocashing auf die Fahne schreibt. Dabei war eben „Birre“ der Veranstalter und so viel darf ich vorweg nehmen… ich weiß nicht wie enthusiastisch man dieses Hobby Geocaching betreiben kann, aber Birre und sein ganzes Orga Team haben sich so UNGLAUBLICH VIEL ARBEIT gemacht um ein solches Event auf die Beine zu stellen, dass ich es ehrlich gesagt, kaum verstehen kann. Zumal, wenn man ein solches Event über die Internetseite Geocaching.com „ausrichten“ lassen möchte (und nur so macht das ganze überhaupt sinn) darf so eine Veranstaltung kein großes „plus in der Kasse“  erzielen. Geocaching Events sollen „aus Spaß an der Freude“ veranstaltet werden und nicht weil irgendein Investor das große Geld schnuppert. Wenn man sich also freiwillig und ohne jede Gewinnabsicht so viel Mühe gibt, muss man das Geocaching Virus echt in „jeder Pore“ sitzen haben.

 

Geocaching Mega Event in Rotselaar Belgien

Ein kleiner Teil des Event Geländes am Freitag Nachmittag

 

Geocaching Event Tag 1

Nach einer wunderbaren Fahrt kamen Milla und ich also am Eventgelände an und was sahen meine Augen… direkt am Eingang des Geländes standen schon einige andere Alleinfahrer Mädels, die ich seit Jahren kenne. Wie schööööööööön! Ich wusste zwar, dass sich einige dieser Frauen überlegen wollten auch zu diesem Event zu kommen, aber bis zum Schluss war mir nicht klar, wer kommen würde bzw. ob ich nicht doch allein da stehen sollte.

Gott sei dank war dem aber nicht so und wenn ich mir überlege, wie das ganze Wochenende verlief, konnte ich echt froh sein, dass die Mädels vor Ort waren.

Also schnell das Womo abgestellt, die Mädels geherzt, Milla und mich angemeldet und mit samte einer großen Tüte voller Infomaterial wurde ich zu meinem Womo Stellplatz geleitet. Jetzt noch schnell „häuslich einrichten“, endlich Schmelli auch mal persönlich treffen und 3 Worte wechseln, bevor es auch schon mit der ersten „Aufgabe“ los ging.

Unseren „Event Tüten“ lag ein Zettel bei, mit einem sogenannten Cacher Bingo. Soll heißen, insgesamt gab es 30 Felder mit verschiedenen „Aufgaben“ wie z.B…. finde einen Cacher der bereits INNERHALB VON 24 STUNDEN 300 CACHES GEFUNDENN HAT! (Ihr seht, wenn es Leute auf diesem Event gibt, die innerhalb von 24 Stunden 300 Schätze gefunden haben, dann müssen das im POSITIVSTEN SINNE echte Geocaching Freaks sein!) Genau so gab es aber auch Fragen wie : Finde eien Person, die weniger als 20 Caches gefunden hat, was auf einem solchen Event gar nicht so einfach ist… aber, Isa war ja vor Ort 🙂

Insgesamt war es ein schönes „Spiel“ um schnell mit den anderen Eventbesuchern in Kontakt zu kommen, das hatten sich die Organisatoren also schon gut überlegt. Zum Abend hin haben sich alle Teilnehmer die mit dem Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen vor Ort waren, im Bereich des Festzeltes getroffen. Die kleine Imbiss Küche hat Pommes Currywurst im Akkord gebrutzte und zusammen mit den Mädels klang der Abend entspannt bei einer Runde Bingo aus. Das richtige Event sollte am Samstag Morgen starten und da wir alle wussten, dass die nächsten Tage anstrengend werden würden, lagen wir alle noch vor 0 Uhr in den Federn.

Geocaching Tag 2

Pünktlich um 8 Uhr saß ich samt Kaffee in der Hand auf meinem Womo Treppchen und wartete auf die Dinge die dieser Tag bringen würde. Um mich herum standen bereits gute 120 Wohnwagen oder Wohnmobile und trotz der meiner Meinung nach frühen Uhrzeit, füllte sich das Eventgelände immer weiter mit Tagesgästen aus Belgien, Frankreich, Deutschland oder den Niederlanden.

Wie ich den Tag vorher von Schmelli lernten, warteten viele dieser Besucher („bewaffnet“ mit Rucksäcken, Pausensnack und Fahrrad) auf die Vergabe der „Eventbücher“. Denn extra für dieses Event haben Birre und sein Team 91 neue Caches auf verschiedenen Routen versteckt. Für einen echten „Geocach Infizierten“ ist es etwas ganz besonderes, einen solchen Cash als aller, aller erste Person zu finden und zu loggen.

Und tatsächlich war es so, der Ansturm auf die Eventbücher (in denen die passenden Koordinaten zu diesen neuen Schätzen standen) war in den ersten Sekunden riesig. Pünktlich um 9:45 Uhr begann die Ausgabe und nur Sekunden später machten sich die ersten Geocacher auf die Suche.

Wir Mädels hatten bereits am Abend zuvor beschlossen, dass wir mit der längesten Route beginnen wollten, allerdings nicht um Punkt 9:45Uhr, sondern ganz entspannt, nachdem die ersten Gruppen los gezogen sind.

Also machten wir uns in aller Seelenruhe am frühen Vormittag auf den Weg…

 

Isa on Tour ... beim Geocaching Mega Event

Das wandern ist des Müllers Lust! Und das Geocaching Isa’s???

 

Auf zu ersten Schatzsuche!

Wie ich ja bereits sagte, zum Glück waren die Mädels da und einige unter ihnen gehen bereits seit langer Zeit auf Schatzsuche, so dass ich mich erstmal nur anschließen musste. So liefen wir also von Cash zu Cash, machmal mussten wir wirklich suchen und trugen danach unseren Goecaching Nickname in die passenden Logbücher ein.

Ich muss es hier einfach nochmal schreiben… was sich das Orga Team rund um Birre für eine Arbeit mit den einzelnen Caches gemacht hat, ist wirklich unglaublich. Egal ob es darum geht, dass aus Kunstoff ganze Fabelwesen modeliert oder z.B. lange Rohre in den Boden eingesetzt wurden, die Leute müssen unfassbar viel Zeit und Arbeitskraft in krative Versteckmöglichkeiten investiert haben. Alleine dafür kann ich nur meinen Hut ziehen.

 

Tolle Geocaches in Belgien

Einer von 91 versteckten „Schätzen“ unten in der Dose steckt das begehrte Logbuch

 

Wir Mädels haben zwischendurch ein Päuschen in einem kleinen, belgischen Cafe eingelegt, bevor es weiter auf Schatzsuche ging. Nach insgesamt 16 Schätzen und ca. 14 km kamen wir müde, aber stolz, gegen Nachmittag zurück zum Eventgelände.

Ich war soooooo platt, ihr könnt es euch nicht vorstellen! Meine Füüüüüüüüüüße und das obwohl ich doch schon meine „schlurf und turf“ Sneakers an hatte. Was sagt mir das wieder…. ich werde alt, stein alt!!! 😉

Einge der Mädels hatten eigentlich noch vor zu einer zweiten Runde zu starten, doch nachdem wir erstmal bei einem ersten Radler zusammen saßen, hatte sich das Thema schnell erledigt. Auf dem Eventgelände gab es für uns alle noch viel zu entdecken, an einigen Ständen wurden spezielle cashing Utensielien und GPS Geräte verkauft, an anderen mussten Aufgaben erfüllt werden um wiederrum neue Schätze loggen zu können. Für die Kinder gab es eine extra Kids Corner samt Hüpfburg und zu am frühen Abend wurde an der „Bühne“ verschiedene Tombolas ausgelost und auch die Gewinner des „Caching Bingos“ ermittelt. Gewonnen habe ich allerdings nix…

Gegen 19 Uhr verließen die Tagesgäste langsam das Gelände, so dass wir Camper „unter uns waren“. Der perfekte Zeitpunkt um die Grills aus den Mobilen zu kramen und einen feucht fröhlichen Abend zu starten.

Dieser Abend war wirklich ganz besonders schön. Weit über hundert Camper saßen zusammen, es wurde gegrillt, getrunken und als ein Camper auch noch die Gitarre auspackte, war die Camping Idylle perfekt.

Doch so schön dieser Abend auch war… ich war immer noch platt! 🙂 Also habe ich mich um 22:30 von den restlichen Mädels verabschiedet und bin langsam zum Womo gewackelt. Schon da konnte ich meinen Muskelkater spühren… naja, zumindest im Kopf 🙂

 

Mein Wochenende beim Geocaching Mega Event

Ein echt toller Abend, Geocacher grillen am Abend auf dem Eventgelände

 

Geocaching Tag 3

Nachdem ich mich Sonntagmorgen erst einmal aus dem Alkoven gequält hatte (Motto des Tages… einfach fallen lassen 😉 ) ging es mir und meinen Beinen aber besser als gedacht. Also entweder ich bin doch fit, oder meine Füße waren mittlerweile schlichtweg abgestorben. 🙂

Für diesen Tag hatten wir uns die „Mysterie Runde“ vorgenommen. Auch diese Runde „Schatzsuchen“ wurde extra für das Event neu gelegt unsd stand unter dem Motto „Waldgeister“. Schmelli, der dieses Event wie gesagt mit organisierte, hatte uns bereits am Tag zuvor gesagt, wir sollen auf jeden Fall lange Hosen anziehen, da wir uns teilweise ganz schön durch die Büsche schlagen müssen um die verschiedenen Caches zu erreichen.

Gesagt getan und da an diesem zweiten Tag bereits deutlich weniger Leute los maschierten (wie gesagt, für diese extrem Cacher ist die Teilnahme an einem solchen Event vor allem interessant, um die neuen Caches möglichst schnell im Internet zu loggen) haben wir uns ganz entspannt bereits um 10 Uhr auf den Weg gemacht.

Vieler der Schätze auf dieser „Mysterie Runde“ lagen im Wald versteckt, was bei Temperaturen über 30 Grad natürlich sehr angenehm war. Auch wenn die Caches insgesamt etwas leichter zu finden waren, hat mir dieser zweite Tag noch besser gefallen als der erste. Warum? Das erzähle ich euch in meinem „kritischen“ Fazit. … (Ich warne euch schonmal vor, damit mein schlechtes Gewissen nicht soooooo groß is, wenn ich gleich Kritik üben muss )

 

Tolle Geocaching Tour

Ab durch die Hecke? Naja nicht ganz, aber durch den Wald definitiv! Gut dass man mir die Anstrengung GAR NICHT ansieht!

 

Nach knapp 10 km hatten wir tatsächlich ALLE Caches der mysterie Runde erreicht und gefunden, JUHUUUUUU!!!! Und da wir all die Schätze dieser Runde gefunden hatten, konnten wir uns zum Schluss noch auf die Suche nach dem „BONUS Schatz“ begeben. Denn einige der Cashes auf dieser Mysterie Runde hatten zusätzliche Koordinaten inne liegen und da wir eben alle Schätze gefunden haben, haben wir auch die Bonus Koordinaten gefunden, die uns direkt zum letzten, ganz besonders schönen Schatz führten.

 

Bonus Geocach

In einigen Cache befinden sich extra Rätsel für den Bonus Cach

 

VORSICHT SPOILER! WER SELBER SUCHEN MÖCHTE, SOLLTE HIER NICHT LESEN!

Dieser letzte Schatz lag direkt an einer Eisdiele, was uns natürlich seeeehr zu pass kam! Also noch ein aller letztesmal suchen und die Augen offen halten, bevor wir uns alle ein hoch verdiente Eis gönnen können.

Tja und was soll ich sagen, dieser Bonus Schatz hatte es tatsächlich in sich. Zuerst waren wir alle auf der vollkommen falschen Fährte und suchten in dem kleinen Waldabschnitt neben der Eisdiele. Dort konnten wir aber so gar nichts finden! Also musste der Schatz doch im Bereich der Eisdiele liege. Zum Glück würde die Eisdiele erst in 20 Minuten öffnene, so dass wir zumindest nicht mit vielen „Muggeln“ kämpfen mussten. Nachdem wir gesucht, gesucht und gesucht hatten, viel uns ein alter Stromkasten ins Auge, der in der Nähe der Eisdiele angebracht wurde und  auf dem ein Geocaching Aufkleber angebracht wurde.

AHAAAAAA, AHAAAAA, AHAAAAA SHERLOCK!

Nachdem wir uns diesen Stromkasten dann näher angesehen haben, fanden wir auch schnell den passenden Schlüssel, mit dem wir den Kasten öffnen konnten. Dort erwartete uns noch ein ganz besonders schönes „Logbuch“.

Jetzt mal ehrlich, wer macht sich schon so eine Arbeit? Diejenigen die diesen Bonus Cach gebaut haben, müssen ja zum einen so einen Stromkasten besorgen, diesen dann innen mit kleinen bunten Wäscheleinen bekleben, mit der Eisdiele absprechen, ob es ok ist, diesen Cach am Grundstück zu befestigen, den gesamten Stromkasten an der Wand befestigen und zudem noch ein sicheres, geheimes Schlüsselversteck kreiren. Und das war nur einer von insgesamt 91 Caches!!!!

 

Geocaching

Ein echter Stromkasten als Geocach… nur eines von 91 tollen Verstecken.

 

Der passende Abschluss für diese wirklich tolle Runde!

Mittlerweile hatte auch die Eisdiele geöffnet und so konnten wir unsere leeren Energiespeicher direkt wieder auffüllen.

Pünktlich zur Kaffeezeit kamen wir wieder am Eventgelände an und noch mehr als meine Füße, freute sich Milla über meine Rückkehr. Eigentlich wäre diese Runde perfekt dazu geeigent gewesen Milla mit zu nehmen und zwei Frauen aus unserer „Mädelsgang“ hatten ihrer Hund auch dabei. Aber leider ist Milla ja nicht mehr gut zu Fuß (oder gut zu Pfote) und so war es von vorneherein ausgeschlossen, sie mit auf Schatzsuche zu nehmen. Grundsätzlich ist es aber eine tolle Abwechslung für Hunde Runden.

Das gesamte Event ging eigentlich noch bis Montag Mittag, aber da viele Leute Montag wieder arbeiten mussten, leerte sich auch die Event Wiese zusehendst. Das selbe galt auch für unsere „Mädelsgang“, von der ein Großteil noch am selben Nachmittag wieder zurück fahren musste.  Ich hatte mir allerdings bereits vorher überlegt erst Monatg Vormittag wieder zu fahren und so hatten wir auch in kleiner Runde noch einen schönen, ruhigen Abend, an dem wir noch lange über das gesamte Wochenende disskutiert haben.

Geocaching Mega Event – Abreise

Der Montag Morgen begann grau und regnerisch,  der perfekte Zeitpunkt das Event wieder zu verlassen.

Da wir dort alle ohne Landstrom standen, hatte ich schon die Befürchtung, dass die Omi wahrscheinlich gar nicht anspringen würde. Ihr wisst ja… manchmal führt die Omi ein eigenleben! Diese Befürchtung wurde noch größer, nachdem ich die Sat-Anlage nicht mehr einfahren konnte. Sollten meine Batterien trotz der beiden Solar Panal leer sein??? Das konnte doch nicht sein, ODEEEER???

Lange Rede kurzer Sinn… Schmelli versuchte bereits alles, um mir erstmal Landstrom zu besorgen, als ich dachte, ich versuche erstmal ob die Omi nicht doch anspringt und siehe da… BRUMMM, BRUMMM, BRUMM, BRUMM, BRUMMMMMMM!!!

Alle Sorge war vollkommen zu unrecht, die Sat-Anlage klappte sich auch beim anlassen des Motors ein wie sie sollte, also alles gut! 🙂 Da hab ich wohl zu früh „Panik geschoben“ und alle Leute um mich herum verrückt gemacht  🙂 🙂 🙂  SORRY!!!!

Nachdem das Thema also erledigt war, habe ich noch eine Weile mit Schmelli gequatscht (am Wochenende kamen wir einfach nie dazu) mich bei allen neuen und alten Bekannten verabschiedet und dann ging es auch schon wieder zurück in Richtung Deutschland.

Das war es also… mein erstes Wochenende als Geocacher auf einem Mega Event  🙂

 

Fazit … zum ersten Mal beim Geocaching!

 

Aaaaalso bevor ich so richtig mit diesem Fazit starte, muss ich sagen…. es fällt mir in diesem Fall echt nicht leicht überhaupt etwas negatives über dieses Wochenende zu schreiben, weil ich denke, Leute die sich so viel Mühe geben und ein solches Event vollkommen uneigennützig auf die Beine stellen, haben eigentlich keine Kritik verdient. Nichts desto trotz will ich aber auch ehrlich schreiben können wie ich so ein Geocaching Event nunmal empfunden haben und schwupps… ist die Zwickmühle da! Da ich Schmelli aber auch bereits persönlich gesagt habe, was mir an dem Event nicht gefallen hat, ist es also auf keinen Fall so, dass ich mich hinter dem Blog verstecke.

Also los…

Wie gesagt, ich kann nur meinen Hut vor allen Leuten ziehen, die dieses Event auf die Beine gestellt haben. Es ist wirklich UNFASSBAR wie viel Zeit und Arbeitskraft Birre und sein Team in dieses ganze Thema Geocaching investieren. Die einzelnen Routen und Schätze wurden mit ganz viel Liebe zum Detail erstellt und zum Teil wird das Orga Team sicherlich TAGE damit verbracht haben, einen einzigen Schatz so zu modellieren und zu verstecken. Sonntag Nachmittag hat Birre noch einige seiner ganz persönlichen „Schatzdosen“ vorgestellt, in denen dann ein mögliches Logbuch versteckt ist. Ihr könnt euch das wirklich nicht vorstellen, wenn ihr es nicht gesehen habt und es ist auch für mich ganz schwierig diese Dosen schriftlich zu beschreiben. Aber so viel kann ich sagen, wenn ihr diese, von Birre erstellten Schätze sucht, dann ist die eigentliche Suche nach dem Punkt, an dem diese Dose versteckt ist, nur der kleinste Teil. Um dann aber an das Logbuch zu gelangen, müsst ihr nochmal ein extra Rätsel erfüllen, damit sich diese Schatzdose überhaupt öffnet.

 

Wunderschöne Geocachs

Eine von vielen, vielen ganz besonderen „Dosen“, wer die öffnen möchte, muss verdammt gut tüfteln.

 

Jetzt war es aber ja nunmal so, dass es mein erstes Geocaching Event war, ich zuvor nur wenig Ahnung hatte vom Caching und auch unter meinen Bekannten waren einige Frauen, die noch nicht oft auf Schatzsuche gegangen sind. Für uns Anfänger ist das besondere am Geocaching die eigentliche Suche nach dem Schatz! Wenn ich schon kilometerweit durch die Gegend laufe, dann möchte ich auch nach dem Schatz suchen und die kleine Dose in ihrem Versteck finden. Das macht für mich als Anfänger den Reiz am Geocaching aus, das eigentliche Loggen dieser Schätze ist für mich eigentlich Nebensache. Ob nun unter meinem Geocaching Profil im Internet steht, sie hat 10 oder 100 Caches gefunden, ist MIR vollkommen egal!

Jetzt kommen wir aber zu dem Punkt der Punke… diese eigentliche Suche nach einem Schatz, ist  aber auf einem solchen Event  kaum möglich! Zu dieser Zeit befinden sich sooooo viele Leute auf den verschiedenen Routen, so dass wir eigentlich nie wirklich nach den Schätzen suchen mussten, sondern es standen bereits zig, zig, zig Leute an den verschiedenen Verstecken und man hat sich das Logbuch einfach weiter gereicht. Für die „hardcore Cacher“ ist das genau das was sie möchten, für mich als Anfänger ist es enttäuschend.

 

Geocaching Mega Event

Tjaaaaa, für Anfänger natürlich schwierig, wenn sie die Massen an den Geocaches treffen. Da muss niemand mehr suchen…

 

Da treffen eben zwei Welten aufeinander und ich muss schon sagen, die Ernüchterung war am ersten Tag ziemlich groß und teilweise hatte ich einen riesen Hals auf diese „hardcore Cacher“. Mal ein Beispiel: Schmelli hatten uns allen bereits Freitag verraten, dass wir auf jeeeeden Fall Schatz Nr 16 auf unserer ersten Tour am Samstag suchen sollten. Also sind wir über 14 km gelaufen, um den mysteriösen Schatz Nr. 16 zu erreichen. Da wir es bis zu diesem 16. Punkt aber schon x mal so erlebt hatten, dass man uns „den Schatz“ einfach in die Hand gedrückt hat, haben wir ca. 100 Meter vor dem Schatz Nr.16 gewartet, bis die Gruppe vor uns das Rätsel gelöst hat.

In dem Fall wussten wir ja schon genau, dass uns ein besonders schönes Rätsel erwartet und dieses wollten wir uns dann auch gerne selber ansehen und „alleine“ so lange tüfteln, bis wir die Lösung gefunden haben. Also haben wir gewartet, gewartet und gewartet bis die Gruppe vor uns fertig war und als wir gerade los gehen wollten, überholten uns bereits zwei andere Gruppen, drängelten sich an uns vorbei und das gesamte Rätsel hatte sich damit erledigt!

Da dies mehr oder weniger am gesamten ersten Tag der Fall war, kamen wir müde und ziemlich frustriert nach stundenlangem Fußmarsch zum Platz zurück.

Das ganze wurde allerdings am zweiten Tag deutlich besser, da weniger Leute auf den Routen unterwegs waren. Dennoch ist es auch am zweiten Tag vorgekommen, dass wir nicht mehr suchen mussten, da verschiedene Gruppen schon von weitem am jeweiligen Schatz zu sehen waren.

Davon abgesehen ist mir noch ein ganz anderes Thema etwas „negativ“ aufgefallen.

Hätte ich vor Ort nicht die anderen Mädels getroffen, unter denen es einige Frauen gibt, die sich schon schon sehr, sehr gut mit dem Thema Geocaching auskennen, wäre ICH absolut aufgeschmissen gewesen. Auf diesen Events sind anscheinend vor allem Profis unterwegs, die sich mit allen Details rund um das Cachen sehr gut auskennen. Ich hatte aber keinen Plan und hätten mir die Mädels oder Schmelli persönlich nicht vieles erklärt, würde ich wahrscheinlich heute noch ziellos umherirren. Eine „offizielle“ Anfängerrunde oder sowas in der Art gab es zumindest nicht. Davon abgesehene waren auch die vielen neuen Schätze am ersten Tag noch nicht in der passenden Handy App eingetragen. Diese neuen Schätze wurden erst am 2. Tag online gestellt. Das hat den Sinn, das diese Schätze am ersten Tag auch wirklich nur von den Leuten gefunden werden können, die am Event teilnehmen.

So weit, so verständlich…

ICH habe aber z.B. gar kein teures GPS Gerät, wie gesagt ich bin ja auch noch totaler Anfänger und die guten, neuen GPS Geräte kosten ein paar hundert Euro. Ohne GPS Gerät, also nur mit der Handy App, war es aber FAST unmöglich nach diesen neuen Schätzen zu suchen. Später auf der ersten Route hat mir ein anderer Cacher erklärt, wie man „so ganz hintenrum“ zumindest die neuen GPS Daten in die Geocaching Handy App einzeln eingeben kann, um selber zu suchen. Aber so lange die Schätze nicht offiziell in der App veröffentlicht wurden, war es schon sehr, sehr mühsam.

Was soll das also alles insgesamt bedeuten???

Wenn ihr euch zum Thema Geocaching bereits auskennt, schon häufiger cachen wart und immer auf der Suche seid nach besonders schönen Runden, oder euch auch gerne mit anderen Cachern austauscht, dann kann ich euch die Teilnahme an einem solchen Event nur empfehlen. Nochmal… was Bierres Camper Friends da in Belgien auf die Beine gestellt haben, war wirklich klasse und die Leute waren super nett.

Wenn ihr euch aber noch nicht auskennt und das ganze Thema Geocaching noch neu für euch ist, dann ist so ein Event wahrscheinlich nicht der richtige Ort. Es ist zumindest nicht so, dass so eine Event Teilnahme bedeutet, super… da lerne ich als Anfänger an einem Wochenende alles was ich zum Geocaching wissen muss. Nein, darum geht es nicht.

An so einem Event nehmen augenscheinlich vor allem Leute teil die schon einige tausend Schätze gefunden haben und sich sehr, sehr gut in der Szene auskennen. Zudem würde ich euch auch davon abraten alleine zu einem siolchen Event zu fahren, es ist deutlich, deutlich schöner, wenn ihr mit einer Gruppe am Event teilnehmt. Oder sagen wir es anders… ICH hätte große Schwierigkeiten gehabt, dort alleine Kontakte zu schließen! Was aber NICHT an den Leuten selbst liegt, sondern schlichtweg daran, dass sich die Teilnehmer schon kennen, bzw. direkt in Gruppen anreisen. Als einzelner in so eine Gruppe zu kommen, fällt mir schon sehr schwer.

Und wie kann man denn das Geocaching mal testen???

Also, am aller, aller besten ist es natürlich, wenn ihr einen Freund habt, der sich zu dem Thema bereits auskennt und mit dem Ihr einfach mal eine ordentliche Runde cachen geht. Das ist sicherlich der einfachste und netteste Weg.

Ansonsten könnt ihr euch aber für den Anfang auch diese App von GEOCACHING.COM auf euer Handy laden: https://www.geocaching.com/play/mobile  Wie gesagt, diese App gibt es auch in einer kostenlosen Variante. Dann bekommt ihr zwar deutlich weniger Caches angezeigt, aber für den Anfang sollte es reichen.

Viel mehr Caches und weitere Informationen zu den verschiedene Schätzen könnt ihr auch auf der  GEOCACHING.DE Seite einsehen.

Ja und sobald ihr euch in der App angemeldet habt, kann es auch schon los gehen. Schaut welcher Schatz in eurer Umgebung liegt und nix wie ran an den Feind 🙂 Die vielen Details zu den verschiedenen Schätzen usw. usw. lernt ihr wirklich am besten, wenn ihr einfach startet. Ich an eurer Stelle würde nicht direkt mit irgendwelchen Routen oder „Multi Caches“ beginnen ( Multi Cach bedeutet so viel, als dass ihr einen Schatz finden müsst, dieser führt euch dann zum nächsten und zum nächsten und zum nächsten), sondern geht erstmal ganz einfach zu einem Cach, sucht diesen und danach sucht ihr vielleicht den nächsten einzelnen Schatz.

So ist der Beginn am Anfang definitiv am leichtesten!

Ganz gleich ob Anfänger oder „alter Cach Hase“. Wenn ihr Lust auf Geocaching habt und ganz viele, ganz, ganz besonders schöne Schätze suchen möchtet, dann fahrt einfach mal nach Rotselaar/ Belgien. Hier (Vakenstraat 18, 3110 Rotselaar, Belgien) findet ihr auch einen kleinen Stellplatz mit Strom.

Rotselaar ist der Heimatort von Birre. Er und sein Team haben unmengen an wunderschönen Caches in der Region versteckt. Hier findet ihr die ganzen Caches die zu diesem Event neu gelegt wurden, wie auch viele, viele andere Routen. Es lohnt sich also echt, hier extra für ein Caching Wochenende her zu fahren. Nehmt aber am besten ein Rad mit, so könnt ihr auch weitere Strecken gut überbrücken.

Lohnt sich Geocaching?

Geocaching für Anfänger

Dein Pin zum Geocaching Artikel

Die Suche nach diesen Schätzen hat mir aber wirklich Spaß gemacht und ich finde es eine WUNDERBARE Sache um eine Region zu erkunden. Egal ob mit Kindern, als Hunde Spaziergang oder auf Womo Tour, ich finde die Jagd nach Geocaches ist eine super Möglichkeit sich draußen aufzuhalten und trotzdem etwas „spannendes“ zu erleben. Vorbei sind die Zeiten von langweiligen Hunde Runden… geht auf Schatzsuche!

Wenn ihr noch mehr Tipps, Infos oder Geschichten rund um das Thema Geocaching sucht, dann schaut doch einfach mal in dieser Facebook Gruppe vorbei: Wohnmobil und Geocaching

Zum Schluss… wenn ihr noch mehr über bevorstehende Events erfahren möchtet oder etwas mehr in die Geocacher Scene schnuppern möchtet, dann schaut doch mal auf den Seiten von Schmelli vorbei. Den Camping&Geocaching Blog von Schmelli findet ihr hier: Schmelli.de und die passende Facebook Seite, auf der euch Schmelli mehr oder weniger jede Woche zu einem neuen Event mit nimmt, findet ihr hier: Schmelli online auf Facebook

Ganz zum Schluss möchte ich mich nochmal bei Schmelli und den Birre’s Camper Friends  für die Einladung und das schöne Wochenende bedanken. Neben dem Cachen selbst war es wirklich toll die Mädels mal wieder zu sehen, Dich Schmelli endlich mal persönlich zu treffen und DANKE an alle Helfer für dieses wahnsinnige Mühe, die sich alle gegeben haben.

Sooooo… ich geh dann jetzt noch ein paar Monate cachen und im nächsten Jahr bin ich auch ein „hardcore Cacher“ 🙂

Wartet ab… ich wusste schon immer das ich Sherlock im Blut habe! GEOCACHING ICH KOMME!

Aber bis dahin sage ich wie immer… bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

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Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – 5 Punkte die Du wissen musst

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – 5 Punkte die Du wissen musst

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – In wenigen Wochen beginnen in Deutschland wieder die Sommerferien und der Camping Boom ist immer noch riesengroß. Schon seit Wochen sind die meisten Wohnmobil Vermieter für die Ferien komplett ausgebucht und sobald der große Startschuss “Ferienbeginn” startet, werden tausende Camper durch Europa cruisen und ihren ersten Road Trip erleben.

Auch wenn es momentan fast überall in Europa brechend voll ist, was Stell- und Campingplätze betrifft, ist so eine Womo Tour für mich immer noch die schönste Form zu reisen und ich hoffe doch sehr, dass auch DU diese Reiseform zu lieben lernst.

Ich selbst bin vor einigen Jahren gestartet und hatte aaaabsolut keine Ahnung vom campen, geschweige denn von Wohnmobilen. Es gibt sie zwar, die wuuuunderschönen Bilder un Werbespots, in denen Camper einfach so direkt an einem einsamen Strand stehen und ein großes Lagerfeuer die Nacht erhellt. Wie schön, wie wunder, wunder schön! Doch leider ist das eben die Werbung und auch wenn eine Wohnmobiltour in Realtität mehr Freiheit verspricht als ein normaler Pauschalurlaub, gibt es doch den ein oder anderen Punkt, den jeder Camper wissen sollte und die auch Du auf Deiner ersten Womo Tour beachten solltest. 

Dabei dreht sich diese Hilfe für die erste Wohnmobil Tour nicht um Stellplatz Regeln oder wie der Alltag auf einem Campingplatz abläuft. Hier geht es um 5 Punkte die für Deine Reiseplanung als Neu-Camper und die Tage vor Ort  wichtig sind… zu Deiner Sicherheit und der Sicherheit Deiner Familie!

Also, wenn Du zum ersten Mal ein Wohnmobil gemietet oder gekauft hast und bald zum ersten Mal los tuckern möchtest, sind hier 5 wichtige Tipps, die Du unbedingt beachten solltest:

 

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour und die falschen Vorstellungen an so eine Reise

 

Vielleicht geht es Dir genau so wie vielen, vielen anderen Neu-Campern, Wenn Du an einen Road Trip mit einem Wohnmobil denkst, denkst Du vielleicht an die absolute Freiheit. Du fährst Orte an die Du liebst oder erleben möchtest, stellst dort irgendwo das Wohnmobil ab und hast einfach eine gute Zeit. Abends fällst Du in Dein Bettchen und schläfst eben genau dort, wo Du dich gerade befindest.

Sorry…auch wenn ich Deinen Traum jetzt ein kleines bisschen zerstören muss aber so einfach ist ein Road Trip mit einem Wohnmobil schon lange nicht mehr, diesen Zahn muss ich Dir leider ziehen.

In ganz vielen europäischen Ländern ist das Frei stehen (so nennt man das, wenn Du außerhalb von Stell- oder Campingplätzen schläfst) mittlerweile offiziell verboten und wenn es nicht allgemein verboten ist, gelten meist ganz spezielle Regelungen. So ist es z.B. in Deutschland erlaubt eine Nacht zur „Wiederherstellung der Fahrbereitschaft“ im Wohnmobil zu übernachten. Was dann aber (wenn man es ganz genau nimmt) auch bedeutet, dass Du z.B. kein Alkohol getrunken haben darfst. Bei dieser Regelung geht es also ganz genau genommen, wirklich nur um die volle wiederherstellung Deiner Fahrtüchtigkeit auf Grund von Erschöpfung. 

In Frankreich ist die Regelung wieder eine andere… hier darfst Du zwar offiziell noch frei stehen, aber unter keinen Umständen in der Nähe von Küsten, in Naturschutzgebieten, an Sehenswürdigkeiten oder eben dort, wo es durch weitere Hinweisschilder verboten ist. Wer dennoch an solchen Orten übernachtet, muss mit einem nächtlichen Besuch der Polizei rechnen und das kann RICHTIG teuer werden (in ganz üblen Fällen liegt die Strafe bei weit über 1000 Euro!). 

Wie die einzelnen Regelungen in Europa so aussehen, kannst Du in diesem Artikel erfahren: Frei stehen & wild campen in …?

An eigentlich ALLEN Frei-Steh-Plätzen gilt aber, Campingverhalten verboten. Das bedeutet, wenn es Dir überhaupt erlaubt ist im Wohnmobil zu übernachten, darfst Du aber nicht z.B. vor dem Wohnmobil sitzen, die Markise ausfahren oder gar grillen o.ä. 

Zu den allgemeinen Regelungen kommt seit einigen Jahren auch noch das Problem des immensen Campingbooms. Aktuell sind HUNDERTTAUSENDE Camper in Europa unterwegs und leider gibt es immer wieder Camper, die können sich einfach nicht benehmen.   Was zu Folge hat, dass es immer weniger Orte gibt, an denen man ohne größere Probleme frei stehen kann. Zum einen möchten Gemeinden, dass die örtlichen Stell- und Campingplätze genutzt werden, zum anderen beschweren sich auch immer wieder Anwohner darüber, dass zig Wohnmobile die öffentlichen Parkplätze blockieren, Camper ihren Müll nicht vernünftig entsorgen oder gar (und das ist ein absolutes NO GO!!!!) ihre Toiletten und Abwassertanks einfach in öffentlichen Gullies oder gar in der Natur entsorgen.

Vielleicht hast Du dich schon auf Instagram umgesehen und ja, ich weiß auch, dass es immer noch viele Camper gibt die wochenlang frei stehen. Ich sage mal so, darunter gibt es einige, die den Sinn des frei stehens verstanden haben, niemanden stören, irgendwo weit weg von Touri Orten, Städten oder beliebten Küstenabschnitten stehen und große Tanks haben, um nur alle paar Wochen entsorgen zu müssen. Alles andere, vor allem das frei stehen in Gruppen auf öffentlichen (Strand) Parkplätzen führt leider einfach nur dazu, dass diese Orte immer häufiger durch Schranken und Schilder komplett für Wohnmobile gesperrt werden. Schönen dank!

 

Camping in den Sommerferien - Tipps für den erste Camping Urlaub

Diese typischen vanlife Instagram Bilder sehen toll aus, haben aber zumindest in Europa wenig mit der Realität zu tun.
Photo by: mahir-uysal -unsplash

 

Extra Tipp aus dem Camping Knigge: Wenn ihr seht, dass an einem “Frei-Steh Ort”  (z.B einem kleinen Parkplatz, oder einem schmalen Feldweg) bereits ein Wohnmobil (oder gar 2-3 Wohnmobile) stehen, dann stellt euch bitte NICHT auch noch dazu! Wer frei stehen möchte, sollte dies auch alleine tun und das am besten außerhalb von Ortskernen, Strandparkplätzen oder ähnlichem!!! Frei stehen im Landesinneren, an einem unscheinbaren Ort mitten in der Pampa ist auch heute noch möglich. Wem das aber zu langweilig oder zu unsicher ist, wer Kontakt zu anderen Campern sucht oder den kurzen Weg zum Bäcker, Shops und Cafes, der sollte sich am besten einen Stell- oder Campingplatz suchen. “Kuschel Camping” an öffentlichen Orten sorgt für aufsehen! Ein einzelnes Wohnmobil wird für eine Nacht viel eher von Anwohnern, Förstern und der Polizei verschont, als eine ganze Gruppe von Campern.

Leider ist es aber auch so, dass Stell- und Campingplätze durch den extremen Boom immer voller werden. Wenn Du also z.B. an einem Freitagabend im Sommer einen Stellplatz anfährst, musst Du damit rechenen, dass der gesamte Stellplattz bereits belegt ist.

Gerade in den Monaten zwischen April und Oktober sind die Plätze voll, vorallem wenn Du dich an einem beliebten Ort an Küsten, Seen, Wäldern, großen Städten oder Sehenswürdigkeiten befindest. Wenn Du also mit Kindern reist und ihr gerne einen sicheren Platz an einem schönen Ort haben möchtet, ist es mittlerweile ratsam die Campingplätze weit im vorraus zu reservieren. Einige Campingplätze in Kroatien haben dieses Jahr zum Beispiel bereits im März verkündet, dass sie für die Sommerferien voll belegt sind. Wer erst abends vor Ort auf die Suche geht, muss damit rechenen auch mal 2,3,4, oder 5 Camping bzw. Stellplätze anfahren zu müssen.

Extra Tipp: Frühzeitiges Anreisen ist immer von Vorteil! Gerade innerhalb der Sommermonate kann ich Dir nur den Tip geben bis Mittags anzureisen und die Wochenenden an einem Standort zu verbringen.

Noch ein letzter Satz zu diesem Thema. Leider ist es mittlerweile an vielen Orten auch einfach nicht mehr sicher, Diebesbanden haben es gerne auf schlafende Camper abgesehen.. Bitte bedenke den Punkt Sicherheit auch immer bei der Wahl Deines “Frei-Steh-Platzes”. Mehr über dieses Thema in einem der weiteren Punkte. 

 

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – die richtige Wahl des Campingplatzes

 

Dieser Punkt ist für Dich dann wichtig, wenn Du einen Großteil Deines Urlaubes auf ein und demselben Campingplatz verbringen möchtest, Du also am besten diesen Platz vorab reservierst (und damit häufig auch einen Teil der Campingplatzkosten bezahlen musst) und Du zudem besondere “Bedingungen vor Ort” suchst. In dem Fall solltest Du dich vorab ganz genau über die verschiedenen Campingplätze informieren. Denn wenn Du noch glaubst, Campingplatz ist gleich Campingplatz, dann kann ich Dir sagen… DEM IST NICHT SO!!! Mittlerweile gibt es eigentlich fast genau so viele verschiedene „Campingplatz Arten“, wie es auch Hotels gibt.

Es gibt z.B. 5 Sterne Campingplätze mit ALLEM DRUM UND DRAN… diese Plätze gleichen teilweise kleinen Dörfern.

Hier findest Du Supermärkte, Friseure, Ärzte, Bäckereien und Cafes, sowie riesige Poollandschaften und Wellnessbereiche direkt auf dem Platz.

Es geht aber auch ganz anders, es gibt auch ganz kleine Campingplätze, mit ganz viel Ruhe, alles befindet sich mehr oder weniger auf einer Wiese und bis auf einen Sanitärbereich gibt es kaum anderen Service. Campingplätze sind also ganz, ganz verschieden und das solltest Du vorab wissen und einplanen.

Reist Du mit Kindern, sind spezielle Campingplätze samt Animation, Kids Club und vielen verschiedenen Angeboten wahrscheinlich genau das richtige, oder Campingplätze die einem Bauernhof gleichen werden auch gerne von Eltern gebucht..

Bist Du eher lärmempfindlich, dann solltest Du vielleicht mehr Wert auf ruhige Plätze, ohne Animation, ohne Partys, ohne besondere Spielplätze usw. legen. Reist Du mit Hund, musst Du natürlich vorab abklären ob Hunde auf einem Platz überhaupt erlaubt sind und als aller letztes bleibt natürlich die Frage, wie viel Geld darf so ein Platz für Dich kosten? Denn auch bei den Kosten gibt es himmelweite Unterschiede, es gibt Campingplätze die pro Nacht 15-25 Euro kosten, es gibt aber auch Plätze die pro Nacht 70-80 oder gar (das war bisher das teuerste was ich je in Dänemark gesehen habe) 306 Euro pro Nacht (!!!) kosten.

Wenn Du also zu Deinem ersten Road Trip bzw. Campingurlaub startest und Du weist, Du bleibst einige Tage auf ein und dem selben Platz, (wirst also nicht ständig weiter Touren) dann informiere Dich vorab genau über die Campingplätze in Deiner bevorzugten Urlaubsregion. Überleg Dir genau welcher Platz auf Dich, Deine Familie und die Bedürfnisse aller am besten zutrifft.

 

Action im Campingurlaub - Tipps für Wohnmobil Anfänger

Freizeitangebote auf Campingplätzen können hohe extrem Kosten erzeugen.
Photo by alyssa-moore-unsplash

 

Wenn Du in der Nebensaison reist, also außerhalb der Ferien, gibt es die Möglichkeit spezielle Rabattkarten zu nutzen. Diese Karten können sich echt lohnen und machen sich oftmals bereits ab der 3. Nacht bezahlt. Einen guten Überblick über die aktuellen Camping Rabattkarten findest Du hier: Camping Rabattkarten 2018 

Extra Tipp 1: Es gibt mittlerweile einige wirklich gute Camping Blogger die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben und super hilfreiche Tipps und Campingplatz Beschreibungen veröffentlichen. Neben den großen Magazinen wie Pro Mobil bzw. den passenden Social Media Gruppen auf Facebook oder Pinterest, findest Du z.B. unter den Google Suchergebnissen wie Familiencamping Blog, Camping mit Hund Blog oder Wohnmobil Alleinfahrer Blog tolle Campingplatz Beschreibungen für Familien, Paare, Camper mit Hund oder Alleinreisenden. 

Extra Tipp 2: Wenn Du dich für einen Campingplatz entscheidest, der viele besondere Extras  bietet wie z.B. einen Wasserrutschenpark, Wassersport, Stand Up Paddling, Banana Boat fahren oder sowas wie einen Kinder Abenteuer Kletterpark (es gibt unzählige weitere Angebote) infomiere Dich vorab GANZ GENAU was in den allgemeinen Campingplatzkosten enthalten ist. Häufig werden solche Zusatzleistungen zwar grooooß beworben, vor Ort musst Du dann aber feststellen, dass jedes Kleinigkeit  für „teuer Geld“ extra bezahlt werden muss.

Das kann gerade für Familien extrem ins Geld gehen. Es gibt aber auch Plätze, auf denen die Campingplatzgäste die Attraktionen auch wirklich kostenlos nutzen dürfen, die Attraktionen sind also in den Kosten mit inbegriffen. Wie das jetzt bei Deinem favourisirten Platz genau aussieht, erfährst Du nur durch informieren und genau recherchieren.

Extra Tipp 3: Die meisten Campingplätze müssen teilweise vorab bezahlt werden und die restliche Gebühr dann vorort. Wenn möglich,schau dass Du den gesamten betrag erst bei Abreise bezahlst. So hast Du immer noch eine Möglichkeit, ein „Druckmittel“, in der Hinterhand sollte auf dem Platz mal alles verkehrt laufen.

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – Thema Routenplanung

 

Wenn Du ein ganz normales Wohnmobil (ganz gleich welches Modell)  gemietet hast oder gar einen retro Campervan (z.B. einen alten VW Bulli, übrigens tolle retro Bullies kannst Du z.B. hier mieten: Old Honk – Retro Bullies aus Hamburg)  musst Du unbedingt VIEL MEHR Fahrtzeit einplanen, als Du es vielleicht von einem PKW gewohnt bist. 

Leider lernen ich immer wieder Neu-Camper kennen, die sich z.B. vorgenommen haben ihren Urlaub im Süden Frankreichs zu verbringen. So weit, so schön… natürlich war Ihnen vorab klar, dass so eine Fahrt in den Süden lange dauert und teilweise anstrengend werden kann, ABER…die Fahrt bbzw. Fahrtzeit mit einem Wohnmobil ist NICHT zu vergleichen, mit der Fahrt in einem PKW!!! Du benötigst mit einem normalen Wohnmobil oder gar Bulli deutlich, deutlich mehr Zeit und je nach Wetterlage ist die Fahrt,  durch z.b. Wind, viel anstrengender.

Es ist leider wirklich so, hast Du auch nur mittelstarken Gegenwind oder Seitenwind, merkst Du dies auf einer Wohnmobil Tour deutlich! Erst recht wenn Du dich für ein Alkoven Mobbil entschieden hast. Obwohl sich an Deiner Art zu fahren nichts verändert hat, fährt das Womo plötzlich z.B. nur noch knapp 100 km/h, Du kommst kaum an einem LKW vorbei, oder Du musst das Lenkrad auf jeder Brücke bzw. in den nicht windgeschützten Autobahn Abschnitten festklammern, weil der Seitenwind so deutlich greift.

Wenn Du mit einem normalen Auto z.B. nach Südfrankreich fahren möchtest, dann ist es auch mal durchaus möglich die Strecke an einem laaaangen Tag zu schaffen..

Das ist aber mit der Fahrt in einem Wohnmobil nicht zu vergleichen!!!

 

Tipps für die erste Wohnmobil Tour in den Ferien

So ein alter VW Bulli ist super cool, aber plant unbedingt viel Fahrtzeit ein.
Photo by: christopher-miles- unsplash

 

Es kam in den letzten Jahren so oft vor, dass ich junge Camper kennengelert habe die vollkommen platt am Urlaubsort ankamen, weil sie dachten, sie fahren mal eben zügig in den Süden und haben dann z.B. 10 entspannte Tage vor Ort.

Leider kamen die Neu-Camper dann aber so platt am Urlaubsziel an, dass es erstmal 3-4 Tage gedauert hat, bis beide die Anfahrt verdaut hatten. Da die Rückfahrt eigentlich ähnlich vorgeplant wurde, beide dann aber einsehen mussten, dass ihr Plan so nicht funktionieren würde, mussten sie also alle Pläne vor Ort ändern, zum Teil die letzten beiden Nächte auf einem Campingplatz abbrechen, obwohl diese Nächte bereits bezahlt wurden und früher als eigentlich geplant abreisen. Ansonsten kämen sie wahrscheinlich  ohne jegliche Urlaubsentspannung zuhause an. 

Ich kann Dir also nur den Tipp geben, plane Deine Anfahrt anders, als wenn Du mit einem normalen PKW verreisen würdest!!!! Ich selbst sehe sogar zu, dass ich nicht mehr als maximal 300-400 km am Tag fahre. Ich würde aber sagen, bis ca. 600 km am Stück, samt Stau usw., kannst Du mit einem Womo noch ganz gut packen.

Alles was darüber hinausgeht, wird wirklich sehr anstrengend! Plane also lieber so, dass Du im Umkreis von max. 600 km einen netten Stellplatz oder Campingplatz anfährst (achte auf die Öffnungszeiten des Campingplatztes, nicht das Du erst spät ankommst und dann vor der geschlossenen Schranke stehst), hab dort einen schönen Abend und eine entspannte, gute Nacht, bevor es am nächsten Tag ausgeruht weiter geht.

Das ganze verhält sich etwas anders, wenn Du einen Kastenwagen gemietet oder gekauft hast. Die Kastenwägen fahren meist deutlich schneller und auch die Seitenwinde/ Gegenwinde greifen vergleichsweise weniger stark. Dennoch kann ich Dir auch hier nur den Tipp geben, plan nicht so lange Strecken ein, sonst wird Dein erste Road Trip alles, aber sicher keine Erholung.

Insgesamt gilt, weniger ist mehr. Wenn Du eine ganz normale Reisezeit von 10-14 Tagen hast, plan auch in der Urlaubsregion nicht zu viele Stopps bzw. Sehenswürdigkeiten ein. Wenn Du über den Daumen gepeilt, jeden 3. Tag ein Stück weiter fährst und so Deine Tour planst, sollte Dein erster Road Trip mit einem Wohnmobil einen schönen Mix zwischen sehenswerten Touri-Highlights, Abenteuer und Urlaubsfeeling beinhalten..

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – Parken & Übernachten während der Tour

 

Du möchtest auf Deiner ersten Wohnmobil Tour ins Ausland fahren und hast eigentlich vor, so lange zu fahren wie möglich und dann einige Stunden auf einem Rasthof zu schlafen? Dann gibt es nur eine Regel… MACH DAS NICHT!!!!

Jedes Jahr wieder werden hunderte Camper während des Übernachtens auf Rasthöfen bestohlen. Du hast es mit absolut professionellen Diebesbanden zu tun, die so leise in das Wohnmobil bzw. den Wohnwagen einbrechen, dass Du davon wirklich nichts mitbekommst. Morgends ist dann die Aufregung groß, weil sämtliche Wertsachen gestohlen wurden. ÜBERNACHTE NIEMALS AUF RASTHÖFEN!!! Und das gilt mittlerweile eigentlich für jedes Land, ganz, ganz besonders aber für Süd-Europa. Du ärgrst Dich dumm und dämlich, wenn Du es doch machst und ausgeraubt wirst.

Fahr am besten frühzeitig einen Stellplatz oder Campingplatz an, übernachte dort in Ruhe, erhol Dich und dann geht es am nächsten Tag entspannt und gut gelaunt weiter. Sollte es wirklich mal so sein, dass Du so spät dran bist, dass die Campingplätze bereits geschlossen sind (z.B durch eine stundenlange Vollsperrung), dann fahr zumindest IMMER von der Autobahn ab und übernachte irgendwo in der Einöde, auf einem Feldweg, im Wohngebiet oder Industriegebiet. Diese Bereiche sind auf jeden Fall sicherer (Diebsbanden wollen natürlich möglichst viele Camper bestehlen und fahren somit nur seltenst durch die Einöde) als die Rastplätze oder Autohöfe direkt an den Autobahnen. Mittlerweile gibt es Rasthöfe im Ausland, die direkt einen Leitfaden für bestohlene Camper in verschiedenen Sprachen unter der Ladentheke liegen haben. Es handelt sich also nicht um wenige Einzelfälle, sondern um viele hundert Camper pro Jahr!!!

Und noch ein letzter Satz zu diesem Thema… Du hast von Überfällen auf Camper durch Betäubungsgas gehört? Ich habe lange über dieses Thema recherchiert und sage Dir hier:  Gas Überfalle auf Camper – Was ist da wirklich dran?    warum diese Gasüberfälle sehr, sehr, sehr, unwahrscheinlich sind und wie Du dich am besten schützen kannst. 

 

Tipps für die erste Wohnmobil Tour

Wer wild campen möchte, sollte ruhige und einsame Plätze suchen.
Photo by brina-blum-unsplash

 

Neben dem Übernachten auf Rastplätzen solltest Du aber auch beim parken Deines Womos einige Dinge beachten. Wenn Du z.B. einen dieser typischen Strand oder City Parkplätze nutzt, solltest Du Deine Wertsachen am besten mitnehmen oder zumindest sehr, sehr gut verstecken. Bei gut zu transportierenden Dingen wie Laptops, Kameras und Kreditkarten gilt aber immer, alles mitnehmen. Wohnmobile werden mit Vorliebe auf solchen Strand- und Cityparkplätzen aufgebrochen.  

Wenn ihr im Süden Europas unterwegs seid, gibt es noch ein weiteres Problem. Dort werden immer wieder Wohnmobile und Wohnwagen auf Supermarktparkplätzen aufgebrochen und “ausgeräumt”. Wenn ihr zu zweit unterwegs seid, ist es wirklich ratsam, dass eine Person am Womo bleibt, während die Andere eben einkaufen geht. Übrigens… selbst Vierbeiner helfen da nicht wirklich weiter. Wie ich gehört habe, checken diese Diebe ganz schnell, welcher Hund ein Problem darstellt und welcher Vierbeiner sich über den “unvorhergesehenen Besuch samt Leckerlie” sogar freut 😉

Extra Tipp 1: Ich habe schon von Campern gehört die ganz bewust eine kleinere Summe Bargeld (ich sag mal ca. 50 Euro) gut sichtbar in das Wohnmobil legen, damit Diebe sich dieses Geld schnappen, aber zumindest alles weitere unbeschädigt lassen. Ob dieser Tipp wirklich hilft, ich kann es Dir nicht sicher sagen, aber ich finde die Idee zumindest nicht soooo schlecht.

Extra Tipp 2: Wenn Du einen Stop auf einem Rasthof einlegst, behalte Dein geparktes Womo immer etwas im Auge. So ein Womo/ Wowa Einbruch geht RUCK ZUCK, darum solltest Du Dein vollbeladenes Womo, mit all Deinen Wertsachen, niemals einfach abstellen und Dich dann gedankenlos weit entfernen. In Ruhe auf dem Rasthof essen gehen und dabei das Womo längere Zeit komplett aus den Augen lassen… keine so richtig gute Idee!

 

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – gut vorbereitet fahren

Mir geht es genau so, wie es auch hunderte Postings in den sozialen Medien beweisen, Womo/ Wowa fahren macht hungrig!!! 🙂

Wenn dazu auch noch zig Kilometer Stau und zähfließender Verkehr kommen, dann ist es gleich doppelt wichtig etwas leckeres an Board zu haben, um die gute Laune (und auch die Konzentration) bei allen Reisenden zu halten.

Damit Du nicht an jederm 3. Rasthof halten musst und in Versuchung kommst die teuren Lebensmittel am Rasthof zu kaufen, fahr vorbereitet los. Das gilt natürlich auch für die Fahrten von Spot zu Spot. Gekühlte Getränke, eine große Kanne Kaffee, Gemüsesticks zum Knabbbern, Wraps, Salate im Weckglas und das ein oder andere Stückchen Schoki, eigenen sich super für den kleinen Hunger unterwegs. 

 

Tipps und Hilfen für die erste Wohnmobil Tour zur Ferienzeit

Entspanntes Fahren und viele Pausen gehören einfach zu einer Wohnmobil Tour dazu
Photo by: ramiro-mendes-unsplash

 

Dabei gibt es allerdings eines zu beachten. Wenn Du mit Kindern reist, bzw. mit mehreren Personen, die somit  während der Fahrt hinten im Womo sitzen müssen, rechne damit das diesen Leutsch schlecht werden könnte. 

Je nach Modell kann die Fahrt hinten im Womo ziemlich unangenehm werden, denn das Wohnmobil kann während der Fahrt ordentlich schwanken (hat nicht immer etwas mit dem Wetter zu tun, sondern auch mit dem Straßenbelag, den Achsen und dem Reifendruck oder, oder). Das es Deinen Mitreisenden dann innerhalb kürzester Zeit schlecht wird, kommt leider sehr, sehr häufig vor.

Darum kann es nie schaden, dass Du vor Beginn Deiner Tour in die Apotheke gehst und Dir Reisekaugummies besorgst, diese helfen eigentlich zuverlässig.

Denk bitte auch insgesamt eine ordentliche Reiseapotheke, gerade wenn Du im Ausland unterwegs bist. Ein Schmerzmittel, ein Mittel gegen Magen/Darm, Desinfektionszeug, Kühlpads, Pflaster und Verbandszeug solltest Du immer an Board haben. Eine komplette Liste zum Thema Reiseapo findest Du hier: Reiseapotheke 10 Tipps für einen gesunden Urlaub

Und noch ein letzter Satz zum Thema Womo fahren… Wenn Du an einem schönen, sonnigen Tag reist, denk unbedingt daran vor der Fahrt Sonnencreme zu nutzen (vor allem für den linken Arm des Fahrers, bzw. dem rechter Arm des Beifahrers.) Wenn Du viele Stunden durch die Sonne fährst (und zudem vielleicht auch noch das Fenster geöffent ist) verbrennst Du sonst ruck zuck.

Extra Tipp 1: Wenn Du vor Tourstart gekochte Nudeln, kleine Gemüsewürfelchen (nach Lust und Laune z.B. Tomaten, Paprika, Zucchini, Lauchzwiebeln oder, oder), 1-2 EL Pesto, etwas Pamesan, eine Messerspitze gekörnte Brühe, Saltz und Pfeffer in ein Weckglas schichtest und dieses dann kurz vor dem Verzehren mit ca. 100 ml heißem Wasser übergiest und ordentlich durchschüttelst, hast Du eine super Pasta für die Pause auf dem Rastplatz.

Extra Tipp 2: Eigentlich denke ich, dass ich diesen Punkt gar nicht betonen muss, aber sicher bin ich mir da nicht. Auch wenn Du ein super ehrgeiziger Fahrer bist, bitte denk an genügend Pausen!!! Wenn Du mit einem Hund reist, sind diese Pausen noch gleich doppelt so wichtig. Denn dadurch, dass Du deinen Hund natürlich während der Fahrt sichern musst, bzw. viele Hunde während der Fahrt in einer Box sitzen, trinken sie auchz viel zu wenig. Bitte leg mindestens alle 4 Stunden (besser alle 2-.3 Stunden) eine Pause ein und reich Deinem Hund dann eine extra Portion Wasser. Dies kann man übrigens auch super abseits der Autobahn machen, also in der Nähe einer Abfahrt, denn dort gibt es meist irgendwelche Wälder oder Felder an denen Du eine super gassi Runde drehen kannst. Noch mehr Tipps zum Camping mit Hund findest Du in diesem Bereich:  Camping mit Hund – Hilfen für Camper auf 4 Pfoten

 

Mit dem Wohnmobil auf Stell- und Campingplätzen.

Es muss nicht immer Camping in der Wildnis sein. Auch ein Urlaub auf Campingplätzen kann wunderschön, ruhig oder voller action sein.
Photo by: blake-wisz-unsplash

 

Fazit –  eine Hand voller Hilfe für die erste Wohnmobil Tour

 

So eine reise mit einem Wohnmobil ist wirklich etwas tolles und wie es die Branchen Zahlen bestätigen, aktuell absolut IN! Es ist einfach schön ganz kurzfristig entscheiden zu können, was man an einem Tag unternimmt. Es gibt eigentlich kaum eine andere Reiseform die es einem ermöglicht an einem Tag eine Stadt zu besichtigen, am nächsten Tagg die Küste zu erkunden und am übernaächsten Tag einen Spaziergang durch die z.B. Lavendelfelder der Provence zu unternehmen.

Doch so toll eine Wohnmobiltour auch ist, gerade durch die Massen an Campern die aktuell unterwegs sind, gibt es auch immer mehr Punkte die es zu bedenken gibt, bzs. die ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Tipps für die erste Wohnmobil Tour

Speziell für Dein Pinterest Board

Ich hoffe ich konnte Dir mit diesen 5 Punkten einen kleinen Einblick in die Womo Welt geben, Dir ein Paar Punkte nennen an die Du als Neu-Camper wahrscheinlich noch nie gedacht hast und Dir trotzdem die Lust auf Deinen Road Trip nicht vermiesen. Natürlich gibt es noch viele, viele weitere Tipps und Verhaltensweisen die Du bedenken könntest oder solltest und auch zum Thema “Camping Knigge” gibt es noch sooooo viele wichtige und nicht so ganz wichtige Punkte. Ich habe mich hierbei aber bewusst bemüht, Dir nur 5 Punkte zu nennen die auch nichts mit einer persönlichen Einstellung zum Thema Camping und Road Trip zu tun haben, sondern diese 5 Punkte sollte wirklich jeder Camper wissen und bedenken.

Wenn Du dich jetzt trotzdem noch für weitere Hilfen, Tipps oder No-Goes interessierst, dann schau Dich doch einfach mal in meinem Camping-Starter Bereich um:

ch wünsche Dir (und Deinen Liebsten) eine super schöne Zeit on Tour, ein bisschen Abenteuer, viel Entspannung und noch mehr Genuss für alle Sinne.

 

Kommt gut wieder zuhause an und

 

BLEIB GESUND, DEINE

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