Reisen, Arbeit, Holland & Corona… endlich wieder unterwegs

Reisen, Arbeit, Holland & Corona… endlich wieder unterwegs

Endlich mal wieder unterwegs! Holland & Corona

Darum gehts: Ich habe die Chance genutzt in bin in den Niederlanden unterwegs. Wie, was wo und warum… beschreibe ich dir hier.

 


 

Juhuuuu ich schreibe dir endlich mal wieder direkt aus dem Womo! 

Nachdem meine letzte, echte, längere Tour im September 2020 stattgefunden hat und ich die vergangenen knapp 5 Monate, so wie die meisten Camper, brav zuhause verbracht habe, hieß es jetzt endlich mal wieder… aufi gehtsi! :-)Und soll ich dir was sagen… ich weiß, es ist gemein und nichts liegt mir ferner als dir noch mehr Fernweh zu bereiten, aber… es ist echt schön mal wieder unterwegs zu sein. 

 

Warum, wieso und überhaupt… Holland & ich!

 

Wahrscheinlich hast du es auch schon bemerkt, der Frühling macht sich allmählich bemerkbar und was bedeutet Frühling auch? Genau… jede Menge bunter Tulpen! Naja und ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen, damit es nicht gleich wieder heißt, ich mache ja nuuuuur noch Werbung… Frühling, Tulpen, Niederlande, Blogger, das passt schon irgendwie zusammen. 

So kommt es also, dass ich hier zwei Termine habe zu denen ich auch „ganz echt und reell“ anwesend seien muss.  Doch selbst wenn ich diese Termine NICHT hätte, würde es mir nunmal dieser Job erlauben aktuell zu reisen. Denn das ist nunmal die Arbeit mit der ich meine Brötchen verdiene, egal ob Blog, Podcast, social Media, Aufträge für andere Seiten/ Firmen/ Unternehmen… sie drehen sich alle um das Reisen mit dem Wohnmobil und ein Reiseblog ohne Reisen, wird irgendwann schwierig. 

Und ganz ehrlich… ich finde es schon ganz schön fies, mir daraus jetzt irgendein “Ding” drehen zu wollen. Wenn der Werbefotograf für die Malediven aktuell fliegt, machst du ihm da auch einen Vorwurf? Oder wenn der Zeitarbeiter, der jede Woche auf einer anderen Baustelle hängt und abends ein Foto von seinem sonnigen Hotelbalkon postet, dann soll er das auch nicht dürfen? Es tut mir ja wirklich leid, aber jeder Beruf hat doch nunmal Vor- und Nachteile!

Arbeiten in Corona Zeiten!

Je nachdem wie man über Corona denkt, ist es vielleicht ein Vorteil für mich aktuell reisen zu dürfen, allerdings behaupte ich auch einfach mal ganz „undreist“… ich arbeite mittlerweile so viele Jahre in diesem Bereich, ich habe keinen Blog mit Lockdown Start ins Leben gerufen und ich arbeite auch an Weihnachten, im Hochsommer, am Geburtstag oder eben auch in Corona Zeiten. Dass es auch viele, viele andere Tage gibt, an denen diese Arbeit vielleicht nicht so „beneidenswert“ ist, gehört nunmal ganz genau so dazu, wie bei jeeeeeeedem anderen Job auch!

Nichts desto trotz habe ich die Möglichkeit zu reisen in den vergangenen Monaten nicht ausgenutzt, weil ich einfach gesagt habe… wenn in Deutschland alles geschlossen ist und ich keine speziellen Aufträge habe… sorry aber dann kostet mich die ganze Tour mehr, als dass sie mir irgendetwas bringt. Also habe ich mich ganz regelkonform und wie jeder andere auch, weitestgehend zuhause aufgehalten. 

Jetzt kam es aber nunmal dazu, dass ich diese Anfragen bekommen habe und ich habe tatsächlich laaaaaaange hin und her überlegt, wie mache ich es am besten. Fahre ich innerhalb weniger Tage hin und her, die Niederlande ist von Dortmund aus innerhalb einiger Stunden zu erreichen oder gibt es andere Möglichkeiten?

Erst irgendwann in der vergangenen Woche habe ich dann erfahren, dass ja sämtliche Stell- und Campingplätze in den Niederlanden geöffnet sind und das war für mich der Punkt, an dem ich geschaut habe… wäre es auch anders möglich? Könnte ich beruflich in den Niederlanden unterwegs sein?

Letztendlich gibt es, wie so oft beim Thema Corona, mehrere „wenn dies, dann jenes“ Bedingungen, die allerdings für mich und meine ganz persönliche Situation, keine riesen Problem dargestellten. Ich hatte noch genügend Zeit bis zu meinem ersten Termin um ganz entspannt und regelkonform einzureisen, da ich ja eh alleine unterwegs bin, bin ich auch die einzige die über Kontakte entscheidet, Einkaufen und z.B. Radfahren ist tagsüber in Holland möglich und zudem gibt es auch nochmal einen deutlichen Unterschied zwischen einreise per Fahrzeug oder Einreise per Flug. 

All das hat dazu geführt, dass ich mich letztendlich dazu entschlossen haben in die Niederlande einzureisen und da ich ja nicht ganz bescheuert bin und mir die Regelungen sehr genau angesehen habe, muss ich das ganze auch gar nicht heimlich tun. 

 

Holland,Corona, Wohnmobil

Wie hab ich es vermisst… Kaffeetrinken auf meinem Womo Treppchen

 

Holland, so lief die Einreise:

 

An der Grenze (Autobahn, einreise per Flug ist nochmal etwas anderes!) ist glücklicherweise genau das geschehen, was selbst auf den offiziellen Seiten zu lesen ist nämlich nichts. Die Grenze war auf keiner Seite besetzt, die Einreise in die Niederlande stand mir also frei. Wie gesagt, es gibt hochoffizielle Unterschiede zwischen der Einreise per Flugzeug oder per Auto und sogar Reisebus. 

Bereits zuhause hatte ich mir schon zwei, drei günstig gelegene Stellplätze aus der Campercontact App ausgesucht, weil ich am letzten Wochenende immer wieder gelesen habe, dass die Plätze in Holland so voll seien. 

Stellplatz in Ulk

Ich bin dann direkt meinen bevorzugten Stellplatz in der Nähe von „Ulk“ (heißt wirklich so 🙂 ) angefahren, da dieser allerdings über 200 positive Bewertungen hat, dachte ich schon… hmmmmm das wird sicherlich nix, zumal ich erst relativ spät los kam, um vorab zuhause noch flux einen Test zu machen. 

Aber… obwohl ich erst gegen 17:30 Uhr am Stellplatz angekommen bin, war der Platz nichtmal ganz zur Hälfte gefüllt. 

Da der Platz privat geführt ist, gibt es hier eine Art „Anmeldung“… also dann! „Bewaffnet“ mit Maske,  dem negativen Schnelltest Ergebnis, Presseausweis, Visitenkarte, I-Pad und E-Mail verlauf, bin ich zur Anmeldung gelaufen um mal zu schauen, wie das ganze denn jetzt wohl ablaufen würde. 

Direkt vor mir kam noch ein anderes Paar an und ich wunderte mich schon etwas, dass die so gar nichts in den Händen (oder im Gesicht) hielten. Ooooook…. Irgendwann waren die anderen fertig und ich wurde WIRKLICH schon fast überschwänglich freundlich Empfangen. Sämtliche „Vorbereitungen“ und „Beweise“ waren vollkommen umsonst, die super nette Dame wollte nichts weiter wissen, als die ganz normalen Anmeldedaten. 

Während ich den Zettel ausfüllte kamen wir ins quatschen, die super nette Stellplatzbetreiberin spricht relativ gut deutsch und so kamen wir natürlich direkt auf das Corona Thema. Die Stell- und Campingplätze in den Niederlanden haben ja bereits fast den gesamten Lockdown über offen  (sogar mir Toiletten und Duschen) aber ja klar…  selbst sie sagt, es ist schon hart. Sie hat im Gegensatz zu anderen Jahren mehr als 60% weniger Gäste aber laufende Kosten. Corona macht es dem Tourismus nicht einfach. Um so mehr hat sie sich über meinen Besuch gefreut (ganz ernsthaft). Nachdem auch ich mich deutlich sicherer fühlte, weil die Dame so locker war, habe ich sie direkt gefragt, wie es denn so aussieht, rund um das Thema Maskenpflicht usw in Holland. 

Ich fand ihre Antwort darauf sehr clever, zumal ich auch noch aus einer Situation heraus gefragt habe, in der ich eine Maske auf hatte und sie nicht. Was ja eigentlich vielleicht nicht die aller, aller beste Ausgangssituation für eine solch Frage ist, weil es natürlich schnell „vorwurfsvoll“ rüber kommen könnte. 

Ihre Antwort war sinngemäß folgende: „Waren sie schon häufig in den Niederlanden? Wissen sie, wir sind ein Volk, dass sich gerne eigene Gedanken macht, dass es aber auch zulässt, dass sich jeder, für sich und sein Leben, entsprechend angemessen verhalten darf“ (Wie gesagt, bitte sieh es nicht als Zitat an, den genauen Wortlaut bekomme ich nicht mehr ganz auf die Kette 🙂 )

Das fand ich, aus dieser ganzen Situation heraus, einen echt klugen Satz und soviel nehme ich schonmal vorweg, genau dieses Verhalten wird zumindest hier, an diesem Ort, auch rund um Corona an den Tag gelegt. 

Sie hat mir dann noch schnell erklärt wo ich wie am besten stehe und keine 10 Minuten später saß ich auch schon entspannt auf meinem Womo Treppchen. 

Natürlich habe ich mir vorab Gedanken gemacht, ob und wie ich was über diese Tour schreiben oder posten werde. Letztendlich sehe ich es aber genau so, wie es nunmal auch ist. Ich rufe weder auf touristisch zu reisen, noch stelle ich Leute an den Pranger, die unterwegs sind. Das ist weder meine Aufgabe, noch liegt darin mein Interesse. Ich sage bereits seit vielen Monaten, wir benötigen gute Konzepte um mit dem Virus einen halbwegs vernünftigen Alltag gestalten zu können. 

 

Endlich mal wieder im Womo schlafen!

 

Die erste Nacht im Pepper war echt ungewohnt. Ich bin X mal aufgewacht … mir ist anscheinend irgendwie die Womo Routine abhanden gekommen. 

Dennoch war es natürlich klasse und spätestens am nächsten Morgen, samt einem lecker, schmecker Käffchen, war die Womo Welt auch wieder rosig. 

Gegen frühen Mittag habe ich dann mal mein Rad genommen, mir den Rucksack geschnappt und bin durch gefühlt endlose Felder in Richtung Ort gefahren, um dort einkaufen zu gehen. (Auch das ist alles erlaubt).

Schon während ich durch das Städtchen geradelt bin, viel mir auf, dass hier anscheinend  (bereits wieder?) deutlich mehr möglich ist, als aktuell noch bei ins in Deutschland. Anscheinend ist es durchaus erlaubt die Außengastronomie zu nutzen, denn ob Fischbude, Fischgeschäft oder Kaffeehaus. An vielen Tischen saßen Menschen und haben gegessen bzw. getrunken. Die ganz großen Cafés hatten allerdings noch komplett zu. Ob sie noch geschlossen haben, weil sie sagen bei dem Wetter lohnt es sich noch nicht alleine draußen zu öffnen, oder weil sie nicht öffnen dürfen, habe ich noch nicht herausgefunden. 

Danach habe ich samt Rad noch einen Abstecher zum Meer gemacht, habe mich irgendwo auf eine einsame Bank gesetzt und eine Pause eingelegt, bevor ich dann irgendwann auch mal den Supermarkt gefunden habe, an dem ich vorher bestimmt schon zweimal vorbei gefahren bin. 🙂 Für mich sah es außen aus wie ein Drogeriemarkt. 🙂

Im Supermarkt selber gingen mir direkt wieder die Worte der Stellplatzbetreiberin durch den Kopf… denn anscheinend hat es sich in den Niederlanden durchgesetzt, dass sich vor allem Ältere besonders schützen. Keiner (außer mir) der sagen wir mal unter 50 war, trug auch nur irgendeine Maske (bis auf eine etwas ältere Kassiererin, die so ein Faceshield trug, hingen auch die Masken der Angestellten nur locker um den Hals) , dagegen waren die älteren Generationen alle samt Maske im Supermarkt unterwegs. 

 

Holland,Corona, Wohnmobil

Der perfekte Ort, der perfekte Moment…

 

Die erste Polizei Begegnung

 

Noch einmal spannend wurde es für mich am Fischgeschäft, denn direkt 2 Personen hinter mir standen zwei Motorradpolizisten, die dort ebenfalls etwas einkaufen gingen. 

Im ersten Moment habe ich mich schon gefragt, naaaaaa… werden die irgendetwas wissen wollen, sobald sie bemerken, dass ich eindeutig nicht auf niederländisch bestellen kann. Vorsichtshalber hatte ich natürlich meine “Belege” im Rucksack, ich wusste ja noch nicht ob sie wichtig werden.  

Aber… weit gefehlt… selbst als die Beiden wartend direkt neben mir standen, kam einfach mal gar nichts. Keine Fragen, keine Kontrolle… nichtmal irgendwelche besonderen Blicke. Anscheinend ist es wohl richtig, dass es keine speziellen „Corona Kontrollen gibt“ oder ich sage es besser anders, von mir wollte bis heute niemand auch nur irgendeinen meiner vielsagenden Zettel und Ausweise sehen. 

Nach dem Einkauf bin ich dann entspannt (aber doch ganz schön „sportlich“ weil möööörder Gegenwind :-)) zurück zum Pepper geradelt und habe es mir vor dem Laptop gemütlich gemacht. 

 

Mittlerweile ist es schon wieder Mittwoch und fast 1:30 Uhr Nachts… dringend Zeit ins Bettchen zu gehen! 

 

Ich kann euch hier leider nichts genaues zum Thema Regelungen & Einreise in die Niederlande schreiben, weil es 1. darauf ankommt aus welchem Bundesland ihr kommt und wie wie ihr in die Niederlande einreist, 2. sich die Gegebenheiten gefühlt ständig ändern und ich 3. keine Gewähr geben möchten, wenn sich mal wieder etwas ändert. Darum kann ich euch nur die offiziellen Seiten empfehlen wie z.B. holland.com oder die Seite des Auswärtigen Amtes bzw. Niederländischen Government  und wenn ihr da unterwegs seid, dann kann ich euch nur den Tipp geben auch genau zu lesen, was erlaubt und was wirklich verboten ist, wie es mit den Kontrollen aussieht oder was ihr als Einzelperson machen dürft bzw. nicht. 

Wie gesagt, ich will niemanden zum Reisen antreiben, ich bin aber definitiv auch nicht die richtige Person, wenn es darum geht Kritik zu äußern, erst recht nicht, wenn jemand seit vielen Jahren in irgendeiner Weise beruflich reist.

 

Für mich gilt folgendes: 

  • Schnelltest am Montag… hat keine 20 Minuten gedauert. 
  • Einreise vollkommen unproblematisch und nochmal… selbst auf den offiziellen Seiten steht: Einreise mit Bus oder PKW wird empfohlen, keine Kontrollen. Die Kontrollen der Test gelten bisher nur für Flugreisende, erst recht für Flugreisende aus starken Mutationsgebieten. 
  • 5 Tage „Quarantäne“ unter den in den Niederlanden entsprechenden Bedingungen. Wie gesagt, dass ich eh alleine unterwegs bin, kann man mir nur schwer zum Vorwurf machen. 
  • Freitagmorgen… erneuter Schnelltest. 

Ob all das für beruflich reisende wirklich nötig ist, die einen sagen so, die anderen sagen so. Aber nochmal… ich bin ja nicht ganz irre und wenn ich diese Reise/ Aufträge öffentlichen mache, dann gehe ich aktuell auch den ganz sicheren Weg.

 

Holland, Corona, Wohnmobil

Blick auf den Stellplatz in der Nähe von Ulk. Der Platz ist echt klasse, die Betreiberin ist super nett, ich hoffe nur, es schaffen mehr Leute NICHT über die nasse, weiche Wiese zu fahren.

 

Und wenn ihr noch einen Stellplatz Tipp benötigt…

 

Also der Stellplatz hier in der Nähe von Urk, genau heißt er AFSLAG NAGELE, ist echt klasse. Die Betreiber sind super nett, das ganze hat ein bisschen Bauernhof feeling, es gibt ca. 20 – 25 Plätze mit Strom usw. und wie in den ganzen Niederlanden, dürfen auch hier die Toiletten und Duschen geöffnet sein. 

Der gesamte Stellplatz liegt ziemlich ruhig zwischen weiten Feldern (Hunde Runde endlos), kostet 13 bzw. 15 Euro, aber mit dem Rad seid ihr in ca, 20 Minuten an der Küste bzw. im Städtchen. Dort sind aktuell Supermärkte usw. Geöffnet, aber auch Imbisse, Café to goes, Fischbuden, Crepebuden usw. 

Direkt in Urk selber gibt es ebenfalls einen Stellplatz am Hafen. Dieser hat allerdings etwas Parkplatz Charme und kostet 16 Euro, dafür ist man mitten drin! Jetzt, zu dieser Zeit, stand allerdings nur ein einziges Wohnmobil auf dem gesamten Platz.

 

Und vielleicht noch ein letzter kleiner Tipp: 

 

Ich habe gerade im TV gehört, dass es in Deutschland Schnelltests zu kaufen gibt. Man kann diese Test aber auch bereits seit längerem online bestellen, wenn man belegen kann, dass man sie beruflich benötigt. Ich könnte mir vorstellen, das mit den Berufen wird sich dann jetzt erledigt haben, wenn die Tests alsbald in jedem Supermarkt zu kaufen sind. Es ist sicherlich nicht schlecht eine Packung Schnelltests an Bord zu haben. 

Ich habe eine 10 er Packung für ca. 70 Euro gekauft… allerdings… es handelt sich um Schnelltests! Laut Medien sollen die nicht ganz so genau sein, wie die PCR Test aus dem Labor. Allerdings denke ICH… besser mal einen Schnelltest machen als gar keinen Test. Zumindest so lange es kein Impfangebot für alle gibt. 

 

Wie denke ich über unsere „Corona Zukunft“?

 

Leider befürchte ich, gerade was das offizielle touristische Reisen betrifft, werden wir noch eine ganze Weile warten müssen. Die 35 ist in weiter Ferne, ICH bin fest davon Überzeugt, dass wir bereits eine ganze Weile in der „Mutationswelle“ sind und eines steht ja leider auch fest… sollten wir irgendwann die 35 erreichen, bedeutet das ja noch lange nicht, dass damit auch direkt das touristische Reisen offen steht. 

ICH denke allerdings auch… wenn das alles in Deutschland wirklich so weiter geht, dann werden viele, viele Camper über Ostern die Möglichkeit suchen nach Holland zu reisen. Ob das wirklich besser ist, wenn halb Camping Deutschland über Ostern rüber fährt… wie gesagt, ich halte mich zurück. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass es dazu kommt, dass dann gerade über Ostern nochmal neue Maßnahmen, Regelungen, Kontrollen gelten… darum… behaltet die offiziellen Infos genau im Auge. 

So… jetzt ist aber wirklich Schluss. Wie es hier weiter geht, erzähle ich euch in einigen Tagen wieder. Bis dahin könnt ihr natürlich auch schon auf Facebook oder Insta sehen was es neues gibt. 

Ich sage… gute Nacht und bleibt gesund!

Tot kijk!

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Durch die Brandstiftung und die 2-3 Vandalismus Vorfälle, ist Mr. Pepper mittlerweile schon fast sowas wie das Ford Nox unter den Wohnmobilen. Nein quatsch, das ist natürlich übertrieben, da gibt es noch einiges was man verändern könnte. Aber zumindest ist in den vergangenen Monaten schon einiges rund um das Thema Sicherheit geschehen und ich kann bisher nur sagen, egal ob die fest installierte Alarmanlage samt Bewegungsmelder, Tür Sensoren usw. von Caratec, ob es der super genaue Velocate GPS Trecker ist oder auch der mobile „Spexor“ Bewegungsmelder (der in vielen Medien ja ordentlich einen auf den Deckel bekommen hat) bei mir arbeiten all diese Gadgets bisher ECHT zuverlässig! Es gab in all den Monaten noch keinen einzigen Fehlalarm, aber wenn ich selber unbedacht und hirnlos ins Womo gestiefelt bin, gingen alle Alarme genau so los, wie sie es eben auch tun sollen. 

Aus diesem Grund stieg mein Puls auch direkt auf 280, als ich um 2:50 Uhr in der Nacht zu Sonntag, plötzlich vom  Handy Alarm geweckt wurde und der Spexor meldetet: ALARM, SPEXOR HAT EINEN EINBRUCHSVERSUCH ERKANNT!

 

So ging sie also los, meine Suche nach dem Wohnmobil Einbrecher!!!

 

Ich war DIREKT hellwach!!! Ich bekam sofort dieses typische, schlimme Bauchgefühl UND WAS MACHE ICH JETZT???

Mr. Pepper steht aktuell noch an der Strasse, ca. 15 Minuten Fußweg von mir entfernt, es war mitten in der Nacht, draußen war es aaar…g kalt, überall liegt Schnee, es ist sau glatt und stock dunkel. 

Also erstmal nix wie raus aus dem Bettchen, ab zum Laptop… checken ob sich der GPS Tracker bewegt, das Fahrzeug also gerade geklaut wird. NEIN!!! Alles ruhig… das Womo bewegt sich nicht!

Das war ja schonmal gut. Allerdings hatte ich von der ersten Sekunde an weniger bedenken das Mr. Pepper geklaut wird, denn das Womo steckt aktuell so im Schnee fest und dazu kommt ja auch noch die „Motorsperre“ usw. durch die Alarmanlage… Diebstahl dachte ich, ist eher unwahrscheinlich. 

 

Aber was ist, wenn da gerade wirklich jemand eingebrochen ist und/ oder Vandalismus betreibt???

 

Ich hatte eh keine Ruhe mehr, also nichts wie rein in so viele Klamotten wie möglich und RAUS!!!

Wie gesagt… 3 Uhr nachts, es war Stock dunkel, zweimal hätte ich mich fast lang gelegt, dazu hatte ich auch noch Handy und Tablet dabei, weil mein Handy Akku bei den Temperaturen ganz schnell schlapp macht und ich dachte… mit dem Tablet kann ich weiter den GPS Trecker kontrollieren und sollte es nötig werden, mit dem Handy die Polizei rufen. 

 

Isa aka SHERLOCK FÜR ARME war in Aktion!

 

Ich sags euch, mit schlug das Herz bis zum Hals und je näher ich dem Wohnmobil kam, je mehr schiss hatte ich. 🙂 

Wirklich… kein Mist… ich habe mich dann irgendwann dem Womo von hinten genähert und mich erstmal hinter einem großen Baum versteckt. Es war aber so dunkel, dass ich Blindfisch (dazu auch noch ohne Brille) gar nicht sehen konnte! 

Das Womo stand 15-20 Meter vor mir und dennoch konnte ich nicht wirklich erkennen, steht da jetzt jemand im Schatten des Womos? Bewegt sich irgendwas im Womo? 

 

10 Minuten können verdammt lang werden bei minus 11 Grad

 

Einbrecher jagen Wohnmobil

Genau so steht der Pepper momentan und im Hintergrund seht ihr auch mein geheimes “Baum Versteck” 🙂

 

Ich stand bestimmt knapp 10 Minuten mitten in der Nacht hinter dem Baum, weil ich mich nicht getraut habe zum Womo zu gehen 🙂 🙂 🙂 Ich hatte sooooo schiss!!!! 🙂 Und natürlich, wie es sich für solche Situation gehört, ist kein Mensch auf den Strassen!!!

Wie ich da halb gebückt hinter diesem Baum stand, 380 Puls, zusammengekniffene Augen weil ich nix sehen konnte, zitternd…(und das ganz sicher nicht nur wegen der Kälte) und das alles im vollen „Isa Angriffs Modus“!!! Hätte mir da jemand von hinten auf die Schulter getippt, erstklassiger Kieferbruch! Haaaach gut dass das keiner gesehen hat!!!  (Ich muss schon während des tippen so lachen, weil ich ja schon weiß wie es weiter geht) 

Irgendwann hab ich dann allen Mut zusammen genommen und bin wie “Justus Jonas zu besten drei Fragezeichen Zeiten” zum Womo geschlichen. Dabei bin ich auch noch fast ausgerutscht, auf jeden Fall war ich sicher so laut, dass mich jeder Einbrecher im Umkreis von 300 Metern direkt gehört hätte. 

Erst kurze Entwarnung…

Draußen konnte ich niemanden sehen, das was ich für eine mögliche Person im dunklen gehalten habe, war letztendlich doch nur der Schatten des zusammengeklappten Außenspiegels 🙂  Wie gesagt, es war dunkel und man konnte sehr schlecht sehen. 🙂 🙂 🙂

Ok, ok, ok, ok… dreimal durchatmen, Zentralverrieglung drücken und Tür auf reißen!!!! (Ich glaube wenn da wirklich einer geständen hätte, ich hätte mich vor Schrecken eingenässt)

NIX!!! Alles ruhig und soweit ich sehen konnte, sah auch außen am Pepper alles safe aus. 

PUHHHHHH!!!!

Ok, also nichts wie zurück ins warme Bettchen. Am nächsten Tag wollte ich mir nochmal genauer die Schlösser usw ansehen, ob auch wirklich alles heile ist. 

Aber  dann kam ja noch der gruselige Rückweg!!! 

Dieser Rückweg, die ca. 15 Minuten zurück zur Wohnung im dunkeln, die waren fast noch gruseliger als der gesamte Hinweg! Aus dem Hinweg stand ich so unter Adrenalin, da habe ich nur ans Womo gedacht. 

Aber dieser Rückweg, auf dem jeder meiner Schritte dreimal so laut war wie normal… ehrlich, hinter jeder Hecke habe ich irgendeinen Killer vermutet…ich hatte so eine Panik und es war so glatt… ich dachte immer nur wieder, wenn jetzt einer kommt, ich kann nichtmal weg rennen!!! Das Pfefferspray hatte ich natürlich pflichtbewusst zuhause stehen lassen! 😉

Gut… iiiiirgendwann war ich dann wieder zuhause, vollkommen außer atmen weil ich immer schneller wurde, aber ES, SAW oder die Blair Witch Hexe hatten mich nicht erwischt! 

Schuhe aus, Pulli aus und zurück ins Bettchen, Decke übern Kopf… so findet mich keiner, alles safe!

 

Sherlock auf Spurensuche

 

Gestern Nachmittag war ich zu besuch bei meinen kleinen Nichten eingeladen. Das passte gut, da mein kleines Auto noch immer im Schnee fest steckt, musste ich eh mit der Bahn fahren und konnte so den Weg zur Bahn, mit dem Weg zum Pepper, verbinden. 

Am Womo angekommen habe ich nochmal alle Schlösser genau unter die Lupe genommen, aber alles gut… da sah nichts nach einem Einbruch aus, es gab auch keine micro Bohrlöcher an den Türschlössern oä, also alles ok!

Danach hab ich nochmal ganz schnell einen kurzen, oberflächlichen Rundumblick ins Womo geworfen, doch da sah auch alles so aus, wie ich es verlassen hatte.

 

Also doch ein Fehlalarm???

 

Auto im Schnee versunken

Aktuell ist Bahn fahren angesagt … 🙂 Aber das Auto klaut ganz sicher keiner!!! 🙂 🙂 🙂

 

Als ich dann direkt wieder aus dem Womo ausstieg, streckte plötzlich eine Omi den Kopf aus ihrem Küchenfenster und rief mir zu: IHR WOHNWAGEN HAT LETZTE NACHT GEBIMMELT. DAVON IST DAS HALBE VIERTEL WACH GEWORDEN!!!

UUUUUUPPPPPSIIIII!!!!

Zum Glück war die Omi sehr nett, ich habe mich tausendmal entschuldigt, sie gefragt ob sie vielleicht jemanden gesehen hat, aber nein… es war so dunkel, sie konnte niemanden sehen. 

OOOOOOOOOOOK!!!

Aber das bedeutete eben auch, es hatten mindestens zwei komplett unterschiedliche Systeme einen Alarm gemeldet. 

Den Alarm den ich aufs Handy bekam, hat der Spexor ausgelöst… das ist sozusagen der mobile, kleine Bewegungsmelder der irgendwo im Womo steht. 

Der laute Alarm, den die Omi mitbekommen hat, der kam aber durch die fest eingebaute, große Fahrzeugalarmanlage. 

Bis ich am Womo war, hat es sicherlich insgesamt 20,25,30 Minuten gedauert, bis dahin war alles wieder ruhig. Aber es ist ja schon komisch, dass zwei komplett unterschiedliche Sicherheitsysteme ca. zur gleichen Zeit Alarm schlagen, wenn es nur ein Fehler war. 

 

Zwei unterschiedliche Systeme, die ca. gleichzeitig auslösen und trotzdem ein Fehlalarm???  War doch jemand an Mr. Pepper und hat versucht einzubrechen o.ä. ???

 

Keine Ahnung… ich musste dann erstmal zügig los zur Bahn, aber nachdem ich dann gestern abend wieder zuhause war, habe ich das ganze Erlebnis gepostet, Caratec, Velocate und Bosch verlinkt, so dass sie den Post „sehen“… vielleicht hat ja einer der Profis noch eine Idee.

So kam es also, dass ich heute morgen u.a. mit Caratec telefoniert habe und wir gerätselt haben, wie es wohl zu den Alarmen kam.  Außerdem hat mir Caratec nochmal erklärt wie ich nachträglich noch den Alarmcode auslesen kann, um dann zu schauen, welcher Sensor hat denn genau angeschlagen. 

Alles klar… Schuhe an und nochmal aufi, aufi… ab zu Mr. Pepper, denn natürlich würde ich schon ganz gerne wissen, wie ernst denn nun der Alarm war.  Denn nochmal… zumindest in der vorletzten Nacht war ich echt auf Einbrecher jagt 🙂 

Nachdem ich am Wohnmobil an, habe ich aufgeschlossen und bin durch die Aufbautür rein. Erster Blick… weiterhin alles beim alten. 

Zweiter Blick… warum liegt hier überall Eis herum??? 

Meine erste Vermutung war, irgendein Dachfenster ist kaputt und dadurch ist Schnee und Eis ins Womo gekommen. Aber nein, alles Dachfenster waren geschlossen und heil. 

Mitten im Gang stand allerdings noch meine große Reisetasche, die ich vergangene Woche noch in Passau benötigte und so hat es einige Momente gedauert, bis ich mal hinter die Tasche geschaut habe. 

 

🙂 🙂 🙂 

 

Ähmmmm…. haaaaaach, warum denn bitte immer mir???!!!!  Soooooooo viel Trottelchen Gen hab ich doch gar nicht in mir… oooooder doch??? 🙂

Hinten im Womo, unten auf den Stufen zum Bett, standen noch 2-3 volle, „eingeschweiste“ PET Wasserflaschen. 🙂

Alles andere ist natürlich weitestgehend aus dem Womo heraus geräumt, aber diese vollen, neuen Wasserflaschen nicht und ehrlich gesagt, hätte ich im leben nicht geglaubt, dass so eine PET Flasche dermaßen explodieren kann. 

Letztendlich muss es so gewesen sein, dass das Wasser in der Flasche gefroren ist, durch die Kohlensäure ist die Flasche irgendwann in die Luft gegangen, die Eissplitter waren überall zu finden, auf dem Boden, auf dem Bett, im Küchenbereich und sogar vorne auf dem Tisch und durch den Knall und die Bewegungen, sind die Bewegungsmelder angesprungen. 

Das eine PET Flasche so explodieren kann, hätte ich nicht gedacht!

Wohnmobil Einbrecher jagen

Wie gesagt, vor der Stufe stand noch die große Reisetasche aus Passau, das ganze Eis habe ich anfangs nicht gesehen

Wohnmobil Einbrecher Alarm

Das muss ganz schön gerumst haben, denn auch der Schlappen stand eigentlich auf der Stufe.

Wohnmobil Einbruchsalarm Spexor

 

Sherlock Isa auf Wohnmobil Einbrecher Jagt! 🙂

 

Nunjaaaa…. Erstes kommt es anders und zweitens als man denkt! 🙂 

Ich hab ja sogar mal eine Millisekunde überlegt die Polizei zu rufen. GOTT SEI DANK IST MIR DIESE PEINLICHKEIT ERSPART GEBLIEBEN!!! 

Reicht ja schon vollkommen, dass ich das alles erstmal bei Caratec und natürlich auch bei euch, richtig stellen muss. 🙂  

Aber eines kann ich sagen… HUT AB, egal ob Spexor oder fest eingebaute Alarmanlage (mit Bewegungssensor) die Technik läuft bestens und erledigt genau den Job, den sie erledigen soll

Was bin ich froh, wenn Mr. Pepper ab 01.03. deutlich sicherer steht und als nächstes, gibt es erstmal eine kleine Kamera im in solchen Fällen ins Innere des Peppers schauen zu können. 🙂 

In diesem Sinne… ich geh jetzt noch ein paar Einbrecher jagen!

 🙂 Bleibt gesund, eure Sherlock

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Je nachdem wo euer gewünschtes Reiseziel liegt, ist es vielleicht nötig oder praktisch die Fähre zu nutzten. Dabei spreche ich jetzt weniger von der kleine Fähre die euch von einem Flussufer zum anderen bringt, ich meine die „echten“ Überfahrten, also stundenlange Reisen z.B. in Richtung Skandinavien oder Griechenland. 

Wenn ihr mich fragt, ich finde eine solche Überfahrt immer spannend und aufregend… selbst wenn es nur um die kleine Fluss Fähre geht. 🙂 Aber spätestens seit meiner Schweden Tour weiß ich auch, Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen unterliegt vielen ganz besonderen Bedingungen. Worauf du also unbedingt achten solltest und wie der gesamte Ablauf ist, verrate ich dir hier: 

 

Tipps, Tricks und Hilfen – Fähre fahren mit dem Wohnmobil

 

Fähre nutzen als Camper Tipps

Schiffe, Meere, Wasser… und wenn es nur die Fahrt über die Elbe ist, Fähre fahren ist immer wieder eine super Unterbrechung

 

Das Ticket!

Alles beginnt natürlich mit dem richtigen Ticket. 

Doch bevor ihr auf die Suche nach der perfekten Fähre geht, schaut am besten nochmal kurz in eure Versicherungsbedingungen. Auch ein ganz wichtiger Punkt für alle Camper die gemietet haben. Ist euer Fahrzeug/ Gespann überhaupt für die Überfahrt versichert, sind Überfahrten überhaupt erlaubt (bei Mietfahrzeugen). Übernimmt eure Versicherung Schäden die während der Überfahrt, auf einer Fähre, entstehen, ist das Fahrzeug vielleicht sogar gegen Havarie versichert??? Alles Themen die ihr vor dem Ticketkauf besser abklären solltet. 

Die eigentliche Ticket Suche 

Die erste Frage ist sicherlich, möchtet ihr an einem speziellen Tag die Fähre sicher nutzten, oder habt ihr Zeit und es kommt nicht darauf an, ob ihr die Fahre samt Womo oder Wowa an Tag X,Y oder Z nutzte. 

Fall eins:

Ihr benötigt die Fähre sicher an einem festgelegten Datum… dann bleibt euch eigentlich gar nichts anderes übrig als frühzeitig zu reservieren. Möchtet ihr z.B. in den Sommerferien verreisen, dann meine ich mit frühzeitig wirklich… FRÜÜÜÜÜÜHZEITIG, da ist bereits jetzt (wir schieben Corona beiseite und haben heute Anfang Februar) Handlungsbedarf gefragt!

Fall zwei: 

Ihr seid zeitlich relativ unabhängig. In dem Fall kann es sich durchaus lohnen einfach kurzfristig zum Fährterminal zu fahren. 

Genau so habe ich es auf dem Rückweg meiner Schweden Tour gemacht. Irgendwann bin ich in Malmö angekommen und wollte die Verbindung Malmö – Travemünde nutzen. Also bin ich in Malmö selbst zum Fährterminal gefahren, habe der freundlichen Dame gesagt, ich möchte innerhalb der nächsten 4-5 Tage samt Womo, Hund & Kabine zurück fahren und sie soll mir bitte das günstigste Ticket heraussuchen. 

Letztendlich habe ich dann nicht unbedingt die super perfekte Abfahrtzeit bekommen, ich glaube es ging nachts um 2 Uhr los ( und ich bin mit vielen Truckern zusammen gereist, was aber eigentlich ganz cool war) und alles andere war PERFEKT! Denn ich habe ein super günstiges Ticket bekommen (soweit ich mich erinner kann, hat das KOMPLETT mit Kabine, Womo und Hund knapp 80 Euro gekostet) und weil diese Strecke eben weniger Stark gebucht wurde, habe ich auch noch ein kostenloses Upgrade auf eine Art „Suite“ bekommen. Somit bin ich also in einem wunderhübschen, riesigen Zimmer, zusammen mit Milla und einer art „französischem Balkon“ durch die Nacht geschippert. Leider nur 7,5 Stunden… aber diese Zeit war großartig! 🙂

Was will ich damit sagen… wenn ihr Zeit habt, kann es sich RICHTIG lohnen, auf ein „Last Minute Ticket“ auszuweichen. 

 

Last but not least… die letzt große Frage vor dem Kauf eures Tickets, Kabine ja oder nein? 

 

Also… sollte es die Möglichkeit für „Camping an Bord“ geben, ist das für uns Camper natürlich die beste Variante. Ich kenne diese Möglichkeit allerdings nur von einer Route zwischen Italien und Griechenland, aber wenn die Chance besteht, ist es sicherlich klasse, die Überfahrt einfach im Womo oder Wowa zu verbringen. 

Auf meiner Schweden Tour war es noch so, dass man als Haustierbesitzer eine Heimtierkabine dazu buchen MUSSTE! So weit ich weiß, hat sich dies aber in den letzten Jahren bei StenaLine (Name der Reederei) auch verändert. 

Dadurch stellte sich aber gar nicht die Frage ob ich eine relativ teure Kabine buche oder nicht, ich musste! Letztendlich war ich allerdings HEILFROH, dass ich diese Kabine hatte. Das kleine Zimmerchen war weder schön, noch hell, sondern innenliegend samt Hochbett aber das war alles vollkommen egal. 

Denn als erstes stellte sich an Bord heraus, das Milla von Sekunde eins an in Panik geriet. Die Hektik beim Aussteigen, der unbekannte Untergrund, die vielen Leute… all das führte dazu, dass Milla tierische Panik bekam und nur zurück zum Womo zog. Mir bleib also gar nichts anderes übrig als den kleinen „Klopper“ auch noch zu tragen und das wo doch auf einem solchen Schiff die Treppen usw. immer ziemlich steil sind. 

Als wir dann in unserer Kabine angekommen sind, war ich nur noch froh und glücklich dieses Rückzugsort zu haben und spätestens nachdem Millas Decke, samt Wasserpott und Kauknochen auf dem Boden lag, wurde auch sie, in unserem dunklen Loch, wieder deutlich ruhiger. 

Nur dank der Kabine war es mir möglich z.B. auch mal nach draußen zu gehen, Milla blieb entspannt im Zimmer zurück und ich konnte mal raus gehen oder mir im Restaurant einen Kaffee  samt Brötchen kaufen. 

Ohne diese Kabine wäre ich echt aufgeschmissen gewesen. Natürlich gibt es auf dem Schiff immer wieder unterschiedlichste Sitzecken usw. aber ich bin mir sicher, Milla hätte die gesamten 8 Stunden Panik geschoben, im schlimmsten Fall voller Panik auch noch los gepieselt, ich hätte mich NIEMALS weg bewegen dürfen, in den Bord Restaurants selber herrscht aber striktes Hunde verbot und da der Platz begrenzt ist, hätten sich sicherlich noch andere Leute zu uns gesetzt was wiederum dazu geführt hätte, dass Milla nicht unbedingt ruhiger geworden wäre. 

Ganz ehrlich… ohne Kabine und alleine mit Sack und Pack, sämtlichen Wertsachen und diesem panischen Hund… die Überfahrt wären 8 Stunden purer Stress geworden!!!

Mal ganz davon abgesehen, dass ich ja Magen technisch so super empfindlich bin und es ist wirklich nicht gelogen… WIR STANDEN NOCH IM HAFENBECKEN UND MIR WURDE SCHON SCHLECHT!!!

Wenn man es also mal zusammen nimmt, war der Beginn dieser Tour ein echtes Fiasko… ich war bepackt wie ein Esel, weil ich alle Wertsachen und Hundeutensilien herumschleppen musste, dazu war ich natürlich selber aufgeregt, Milla war ein einziges Häufchen Angst, das ganze Schiff war ziemlich eng und verwinkelt, steile hohe Treppen, eben ganz Schiff typisch, noch während ich in der langen Schlange an der Rezeption stand um meinen Kabinenschlüssel zu bekommen, wurde mir auch schon übel und so kam ich wirklich kreidebleich durch die Übelkeit, zittrig verschwitzt vom Schleppen und natürlich dazu unter den Blicken der anderen Reisenden, an der Kabine an und es gab in diesem Moment nichts besseres als diesen Rückzugsort, samt eigenem Klo und Bett!!!

Nachdem dann irgendwann die Reisekaugummies gewirkt haben ging es mir deutlich besser und wie gesagt, auch Milla wurde dank unserer Kabine immer entspannter… aber mein eindeutiger Tipp: 

WENN ES KEIN CAMPING AN BORD GIBT, DANN NUR MIT KABINE!!!!

 

Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

Selbst kurze Überfahrten mit typischen Fluss Fähren finde ich immer wieder spannend 🙂

 

Sooo… alle nötigen Vorbereitungen für den Ticketkauf sind erledigt, jetzt geht es endlich zum bestellen des Tickets: 

Wenn ihr im Netz auf die Suche geht und z.B. nach Fähre Deutschland Schweden sucht, gelangt ihr direkt zu verschiedenen Anbietern oder noch besser, speziellen Suchen samt Preisvergleich. 

Ich kann euch nur den dringenden Tipp geben, schaut euch zudem auf den Seiten der verschiedenen Camping Karten um. Karten wie z.B. der Camping Key Europe (die ihr eh fast immer für Schweden benötigt) oder auch die ADAC Club Karte bzw. die ADAC Camping Karte bieten euch auf einigen Fährstrecken immer wieder gute Rabatte. 

Sobald ihr dann die passende Fährstrecke gewählt habt, geht es darum, euer Ticket zu reservieren. 

Dazu benötigt ihr auf jeden Fall die Anzahl der reisenden Personen, Hund ja/nein, das Gewicht des Fahrzeugs, die Länge des Fahrzeugs/Gespann und das Kennzeichen. 

Solltet ihr mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs sein und das Kennzeichen noch nicht sicher wissen, könnt ihr diese Angabe auch meist Nachreichen, ABER… dieser Nachtrag kostet eigentlich immer eine extra Bearbeitungsgebühr und die kann auch gerne mal bei 12,15,18 Euro liegen. Solltet ihr also vorab an das RICHTIGE Kennzeichen kommen, macht es die Sache definitiv günstiger. 

 

Ganz wichtig, das Thema LÄNGE!!! 

 

Wenn ihr mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen auf die Fähre möchtet, denkt unbedingt daran, dass ihr die gesamte Länge angeben müsst. Nutzt ihr z.B. einen Fahrradträger, eine Rollerbühne oder, oder an der Heckwand… dann macht diese das Fahrzeug natürlich länger! 

Ich habe es damals auf meiner Schweden Tour extra so gemacht, dass ich den Fahrradträger samt Rad abgebaut habe und beides, irgendwie ins innere des Womoes gequetscht habe. Denn ohne Träger war die Omi 5,90m lang, mit Träger deutlich über 6 Meter, was eben auch dazu geführt hätten, dass ich in die nächste, deutlich teurere, Preisstufe gekommen wäre.

Das Thema solltet ihr also unbedingt im Auge behalten, letztendlich ist es ganz wichtig, dass ihr die RICHTIGE Länge eintragt und somit in die richtige Preiskategorie kommt, ansonsten kann es passieren, dass ihr auf die Fähre auffahren möchtet, euer Ticket ausgelesen wird und festgestellt wird, da stimmt doch etwas nicht! Tja und dann beginnt ein hecktisches, teures Gerenne. 

 

1-2 Tage vor Reisebeginn – Vorbereitungen auf die Überfahrt – Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

 

Den Tag vor der Überfahrt solltet ihr am besten schon dazu nutzen einen Rucksack oder Tasche mit allen wichtigen Dingen zu packen. 

Denn ganz wichtig… wenn ihr erstmal auf der Fähre, in der richtigen Parkposition angekommen seid, muss alles weitere relativ schnell ablaufen. Ihr habt dann nicht unbedingt die Zeit erst in aller Ruhe zu beginnen eure Tasche zu packen. 

Was sollte in euren Rucksack für die Überfahrt: 

  1. Am besten ein großer Briefumschlag mit allen wichtigen Papieren. (Pässe, Führerschein, Fahrzeugschein, Tickets oder Reservierung, ggf. EU-Heimtierausweis)
  2. Portmonee/ Brieftasche/ etwas Bargeld
  3. ggf. wichtige Medikamente, TIPP: Reisekaugummies gegen Übelkeit
  4. Ein bisschen was zum „frisch machen“ sprich Handtuch, Zahnbürste, Zahnpasta usw. 
  5. Eine Flasche Wasser o.ä.
  6. Ein paar Kekse, Schoki, Weingummi o.ä. 
  7. ggf. Kartenspiel, Brettspiel o.ä für die Reise mit Kids
  8. ggf. Utensilien für den Hund wie Hundedecke, Wasserpott, Futter, Kauknochen
  9. ganz wichtig und zum Schluss… WERTSACHEN!!! (Siehe Absatz „Ankunft auf er Fähre)

 

Weitere Gedanken für die Planung: Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

 

Noch ein Tipp für die Überfahrt am nächsten Tag

Denkt daran, dass ihr an Bord zu 99% keine Möglichkeit habt das Fahrzeug an den Landstrom anzuschließen (maximal gibt es diese Möglichkeit bei der Variante Camping an Bord)  

Gleichzeitig müsst ihr aber dringend die Gasflaschen schließen, was letzten Endes auch bedeutet, euer Kühlschrank wird NICHT laufen. 

Solltet ihr also eine längere Überfahrt planen, lohnt es sich nicht irgendwelche schnell verderblichen Vorräte einzupacken. Je nach Reisedauer und Jahreszeit könnt ihr euch sicherlich mit einigen vorab gefrorenen Kühlpacks oder tiefgefrorenen Wasserflaschen helfen, aber z.B. das Gehackte für die Hamburger am ersten Abend, würde ich definitiv nicht einpacken. 😉

 

Camping auf der Fähre

Wenn man so wie ich, hier auf dem Bild, im freien auf der Fähre steht, kann es auch mal sehr warm im Fahrzeug werden. Da werden ungekürzte, schnell verderbliche Lebensmittel relativ schnell schlecht.

 

Endlich der Tag der Tage ist gekommen… Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

 

Soooo endlich, der Tag der Tage ist gekommen, die große Fahrt beginnt!

Zeitlich solltet ihr im Auge behalten, dass ihr ca. eine Stunde vor Abfahrt am Fährterminal angekommen seid. 

Ganz praktisch gesehen laufen die kommenden Minuten dann so ab: 

Ihr fahrt als erstes in den Bereich des Fährterminals, parkt dort irgendwo das Womo bzw. das Gespann, geht mit euren Unterlagen in das Terminal und meldet euch an. 

Die Angestellten werden dann eure Unterlagen checken und wenn alle Daten und Angaben passen, erhaltet ihr einen „Wisch“, den ihr hinter die Frontscheibe legen müsst. 

Erst dann, also nachdem ihr euch angemeldet habt, solltet ihr euch in die entsprechenden Spuren zum auffahren auf die Fähre eingliedern. Es kann auch gut sein, dass die euch am Terminal genau sagen, bitte stellen sie sich mit dem Wohnmobil/ Wohnwagen in die Spur 3, 4, X oder Y. 

Sobald ihr in der richtigen Spur steht beginnt das große Warten. 

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen um z.B. das Gas abzudrehen, ggf. noch irgendwelche Dinge aus den Staufächern/ Garage zu holen und ganz wichtig… die restlichen Wertsachen wie z.B. Tablets, Kameras, Laptops o.ä einzupacken, solltet ihr dieses noch nicht getan haben. 

Ihr solltet auf jeden Fall daran denken, dass es später auf der Fähre selbst sehr, sehr eng wird sobald ihr geparkt habt, alles ziemlich schnell gehen muss und ihr auf den aller meisten Fähren das „Fahrzeugdeck“ während der Überfahrt NICHT mehr betreten dürft. 

Darum solltet ihr diese Zeit wirklich nochmal nutzen um zu überprüfen, ob ihr alles nötige eingepackt habt. Doch obwohl das gesamte Fahrzeugdeck in den aller meisten Fällen aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden darf (und das nimmt die Crewe auch wirklich ernst!!!) Hört und liest man immer wieder davon, dass Wertgegenstände aus den Fahrzeugen geklaut wurden. Darum solltet ihr die wichtigsten Dinge am besten mitnehmen, oder aber sehr, sehr gut verstecken, ggf. in den Womo/ Wowa Tresor legen. 

Sobald dann das Auffahren beginnt, dürfen alle nach und nach an Bord. Von diesem Moment an solltet ihr am besten einfach genau auf die Einweiser achten. 

Keine Sorge, in diesem Zeitraum stehen eigentlich immer unzählige Einweiser parat. 

Der erste kommt zu euch zum Fahrzeug und scannt das Ticket ein, welches hinter eurer Windschutzscheibe liegt. 

Es kann auch durchaus sein, dass die Reedereien mit Lichtschranken arbeiten, die das Fahrzeug und das entsprechende Ticket abgleichen. Solltet ihr also bei der Länge des Wohnmobils oder Gespanns geschummelt haben, könnte es sein, dass ihr spätestens zum Zeitpunkt des Auffahrens auffliegt. 

Noch zwei kleine Tipps aus eigener Erfahrung… 

Tipp Nummer eins: 

Sollte für euch das Fahren mit dem Wohnmobil oder Gespann noch sehr, sehr neu sein, dann empfehle ich euch vorab nochmal ein extra Ründchen anfahren, einparken, rückwärtsfahren auf irgendeinem großen Parkplatz zu üben. 

Das gesamte Auffahren auf die Fähre ist dank der Einweiser eigentlich nicht kompliziert, die sagen euch schon ganz genau wo ihr hin müsst und zeigen euch auch auf den cm genau, wie ihr zu parken habt. 

Da das Auffahren auf die Fähre aber irgendwie trotzdem immer etwas stressig ist, ihr natürlich unter den strengen Augen aller wartenden Reisenden und Einweisern auffahren sollt und es dann doch deutlich schöner ist, wenn ihr „die Karre nicht abwürgt“, schadet es sicherlich nicht, wenn ihr das Reisemobil/ Gespann ganz gut beherrscht. 

Ich habe es sogar schon auf 2-3 Bildern gesehen, dass Camper rückwärts auf die Fähre auffahren musste, um später bei der Ankunft gut von der Fähre zu kommen. Bei solchen „rückwärts Manövern“ stehen euch aber sicherlich die Einweiser helfend zur Seite, nichts desto trotz… ein bisschen fahrerisches Können ist hilfreich. 

Tipp Nummer zwei:

Denkt unbedingt daran…. Fahrt ganz bewusst langsam auf die Rampe auf. Denn wenn euer Reisemobil oder Caravan einen ordentlichen Überhang hat, passiert es sehr schnell, dass ihr mit dem Heck aufsetzt. Also immer schön laaaaaangsam…. 🙂

 

Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

Hier sieht man es ganz gut, auf Fähren wird immer eng geparkt. Langes Gragen turnen oder Staufach kramen ist kaum möglich

 

Ankunft an Bord

 

Sobald ihr dann cm genau, fast Stoßstange an Stoßstange geparkt habt, heißt es nur noch… Tasche greifen, Kind, Hund, Partner… what ever… und raus mit euch. 

Wie gesagt, da auf dem Fahrzeugdeck sehr, sehr eng geparkt wird und im besten Fall jede kleine Lücke maximal genutzt wird, müsst ihr euch ein bisschen durch die Fahrzeuge schlängeln, um vom Fahrzeugdeck zu kommen. 

Danach kommt es darauf an, wie bzw. was ihr gebucht habt. 

Solltet ihr eine Kabine gebucht habt, müsst ihr als erstes zur „Rezeption“ und eurer Kabinenschlüssel entgegen nehmen. 

Solltet ihr keine Kabine gebucht haben, macht es durchaus Sinn schnell zu sein. Denn klar ist, die „schönen“ Sitzecken am z.B. Fenster oder im Bordrestaurant sind natürlich auch schnell belegt. Wer zuerst kommt, malt zu erst. 

Ich weiß, das klingt jetzt ein bisschen wie Mallorca Urlaub und Liegen reservieren. Aber solltet ihr mit mehreren Personen reisen, ist es gar keine schlechte Idee, wenn sich ein Erwachsener direkt auf den Weg aufmacht und einen schönen Sitzplatz reserviert (gerade auch wenn ihr die nächsten 8,12, 21 Stunden samt Kids oder Hund und ohne Kabine verbringt) und sich der andere Erwachsene um die Kids oder den Hund kümmert und langsam nach kommt. 

Jetzt im Hafen habt ihr auch noch die Möglichkeit das ein oder andere letzte Foto, einen Film o.ä zu versenden bzw. herunterzuladen, denn denkt daran… auf dem Meer gibt es immer noch häufig keinen Internet (oder TV) empfang.

ACHTUNG – Handy weg legen wenn ihr die Kabinentür öffnet!

Über einen Kommentar hier auf dem Blog (siehe unten) habe ich von der Möglichkeit erfahren, dass Handys durchaus extrem sensibel auf das “Türfeld” der Fähre reagieren können. Einer Leserinn ist es passiert, dass ihr komplettes Handy vollständig gelöscht war, nachdem sie wahrscheinlich die Karte zum Tür öffnen der Kabine genutzt hat und dabei gleichzeitig das Handy in der Hand hielt. 

Wir können es nachträglich nicht 1000% ig sicher sagen, ob es durch das öffnen der Tür kam, fest steht nur… die Reise begann und das Handy war komplett defekt (HORROR, ETWAS SCHLIMMERES KANN JA KAUM PASSIEREN 🙁 … 😉 ) Darum… steckt euer Handy besser mal vorsichtshalber in die Hosentasche, wenn ihr die Karte zum öffnen der Kabine nutzt. 

 

Spätestens nachdem die Fähre abgelegt hat, beginnen die entspannten Stunden. 

 

Während meiner Überfahrt nach Schweden war es so, dass die gesamte Aufregung nach einigen Stunden von mir abfiel und das Bettchen in meiner Kabine immer lauter nach mir rief. 🙂

Allerdings hatte ich ECHT SCHISS zu verpennen 🙂 

Wie peinlich wäre es denn, wenn irgendwann nur noch das Womo auf dem Auto Deck stehen würde und irgendwann jemand klopfend vor meiner Kabienentür stünde. Aus diesem Grund habe ich mir mal wieder zig Wecker gestellt, damit das auf gar keinen Fall passiert und klar… wenn man versucht so einzuschlafen, schläft man eh nicht wirklich tief. 

Die gesamte Sorge war allerdings vollkommen unbegründet, denn dank verschiedener, sehr lauter, Durchsagen auf dem gesamten Schiff und den Kabinen, meldet sich die Crewe mehrmals bevor die Fähre wirklich im Hafen ankommt. Da müsst ihr euch also keine Gedanken machen. 

Ich meine zu erst kam eine Durchsage dass wir voraussichtlich in 30 Minuten ankommen, dann kommt irgendwann eine Durchsage, dass man sich langsam fertig machen soll zum Auschecken. 

Danach sammeln sich dann sämtliche Reisenden vor den Türen zum Autodeck und irgendwann, wenn die Fähre wirklich fest vertaut im Hafen liegt, öffnen sich die Türen zum Autodeck und ihr könnt wieder zurück zu euren Fahrzeugen. 

Dies solltet ihr auch auf jeden Fall zeitnah tun, denn auch hier gilt, wie schon während des Eincheckens, warten die Leute hinter euch natürlich darauf, dass ihr los fahrt, damit auch alle anderes alsbald von der Fähre fahren können. 

Natürlich solltet ihr auch in diesen Minuten nochmal daran denken vorsichtig über die Rampe zu fahren, damit das Heck des Wohnmobils bzw. Wohnwagens nicht aufsetzt. 

 

Sobald ihr die Fähre verlassen habt, steht euch eigentlich nur noch ein „Gegner“ im Wege… der ZOLL!

 

Eigentlich ist es immer so, dass ihr vom Anleger aus direkt automatisch durch den Zoll geleitet werdet, so wie es auch am Flughafen der Fall ist und sollte die Zollstelle besetzen sein, kann es auch gut passieren, dass sie euch erstmal „raus ziehen“. 

Ich denke die Chance ist auf jeden Fall deutlich größer als auf einer Route über den Landweg. 

Was will ich damit sagen, das Risiko einer Zollkontrolle ist nicht gerade gering, dementsprechend solltet ihr vielleicht nochmal genau schauen, welche Einreisebestimmungen das Land eurer Wahl hat, gerade was z.B. Produkte wie Alkohol oder Tabak anbelangt.  

 

Fähre fahren als Camper mit Hund

Hmmmm… ob riesiges Schiss oder kleine Fluss Fähre, Milla war das ganze nie geheuer. Die gesamte Überfahrt im Wohnmobil verbringen, ging leider nur auf kurzen Wegen.

 

EXTRA – Fähre fahren mit dem Wohnmobil und Hund

 

Das ganze Thema Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen wird meiner Meinung nach nochmal etwas spezieller, wenn ihr euren besten Freund auf vier Pfoten an eurer Seite habt. 

Darum habe ich euch hier nochmal einige extra Tipps und Erfahrungen notiert: 

Vorbereitungen, viele Wochen vor der Reise: 

Bevor ihr die Tickets für die Fähre kauft, informiert euch nochmal genau über die Hunde Einreisebestimmungen in das Land eurer Wahl. 

Gerade wenn ihr einen Road Trip über viele, viele Wochen hinweg plant, kann das mit der Einreise auch mal etwas kompliziert werden. 

Denn einige Länder verlangen z.B. spezielle Impfen oder Bluttest die nur wenige Tage alt sein dürfen. Solche Themen solltet ihr natürlich mit einplanen. Verlässliche Informationen zum Thema Einreise in das Land XY bekommt ihr über die Seite des Zolls, oder auch über die offiziellen Seiten der Tourismusbehörden eines Landes. Diese findet ihr immer über die „visit“ Adressen. Also z.B. www.visit-denmark.com .

Sobald das Thema Einreisebestimmungen klar ist, schaut euch ganz genau und in aller Ruhe an, wie die Regelungen für die Mitnahme des Hundes an Bord sind. 

Wo darf der Hund an Bord eigentlich wirklich hin? Das Bord Café und Bord Restaurant hat meist ein striktes Hundeverbot. Alles weitere ist von Reederei zu Reederei verschieden. Mal darf sich der Hund (natürlich angeleint!!!) mit euch relativ frei auf dem Schiff bewegen, auf anderen Schiffen darf er nur maximal mit auf das Hundedeck. 

 

Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen und Hund – kurz vor der Überfahrt!

 

Am Tag vor der Reise solltet ihr am besten auch einige Utensilien für den Hund in euren Rucksack packen. Mal abgesehen von ihrer Decke und dem Wassernapf, hatte ich für Milla in solchen Situationen auch immer einen großen Kauknochen dabei, den sie besonders mochte. 

So war Milla während der Überfahrt ein Weilchen beschäftigt, was letztendlich entspannter für uns beide war. Denkt nur dran, die wenigsten Menschen mögen z.B. den Geruch eines Ochsenziemers so sehr wie euer Hund. Es sollte also am besten ein Kauknochen o.ä sein, der nicht so fürchterlich müffelt. 

Ganz, ganz wichtig… genau so wie euer Pass, gehört natürlich der EU-Heimtierausweis in den Umschlag zu den wichtigen Dokumenten. 

Bevor es am großen Tag der Tage auf das Schiff geht, solltet ihr mit dem Hund nochmal eine große, ausgiebige Runde spazieren gehen, so dass die 4 Pfoten Bewegung hatten und euer Hund im besten Fall „restlos“ leer ist. 😉

Da diese ganze Situation nicht nur für euch, sondern auch für euren Hund aufregend ist, müsst ihr damit rechnen, dass so ein Hundeköpfchen vielleicht ganz anders auf so ein Schiff reagiert wie gehofft oder gar gewünscht. 

Wie gesagt, Milla brach in absolute Panik aus und wollte sich direkt nach dem Aussteigen aus dem Womo unter dem Wohnmobil verstecken. Ein ganz schlechter Zeitpunkt wenn links und rechts gerade Autos neben dem Womo parken möchten. 

Darum solltet ihr auf jeden Fall darauf achten, dass ihr euren Hund UNBEDINGT bereits angeleint aus dem Wohnmobil oder Auto holt und gerade bei sehr starken, kräftigen Hunden, sollte auch jemand den Hund bis zum letztendlichen Platz oder der Kabine, über die Fähre führen, der diesem Hund kräftemäßig gewachsen ist. 

Zudem kann ich euch für diesen Zeitraum nur dringend eine kurze Leine empfehlen, also NICHT die 8 Meter Flex-Leine, damit der Hund jederzeit ganz nah an eurer Seite ist. Gerade zu Beginn herrscht auf so einer Fähre ein riesen Getümmel, überall suchen Leute nach dem perfekten Ort für die Überfahrt, gleichzeitig brummen bereits die Motoren, der Untergrund vibriert, der Boden schwankt etwas, vielleicht toben einige Kinder aufgeregt umher, andere haben vielleicht Angst oder sind total übermüdet und heulen… all das ist für einen Hund ja auch nicht einfach zu ertragen, oder sagen wir mal, zumindest ist es für die meisten Hunde eine sehr spezielle, unbekannte Situation. Da sollte schon jemand an der Seite des Hundes sein, der ihm/ihr den Weg weist und Vertrauen vermittelt. 

Genau so gut kann es aber sein, dass sich der „Hundemagen meldet“. Aus diesem Grund habe ich Milla ganz bewusst morgens früh nur eine kleine Portion Futter gegeben. Ein leerer Magen kann auch zu Übelkeit führen, aber ganz sollte der Bauch nun auch nicht sein. 

Dafür gab es dann später den großen Kauknochen und alles war entspannt. 

 

Fähre fahren… was ist wenn die Hunde Blase drückt?

 

Wenn Hunde auf den Fähren grundsätzlich erlaubt sind, gibt es irgendwo an Bord auch eine Hundetoilette. Meist auf einem unteren Deck, draußen, in einer relativ dunklen Ecke. Wenn es schlecht läuft kann ich euch sagen, immer der Nase nach, dann werdet ihr fündig. 

Auf unserer Schweden Tour wurde Milla nach einigen Stunden immer unruhiger und so haben wir irgendwann dieses Hundeklo gesucht. Der Weg dahin war auch Millas Panik ein echter Kraftakt, aber das eigentliche Problem hat sie erstaunlich gut gelöst, was mich bis heute extrem wundert. 

Denn letztendlich stellte sich das „Hundeklo“ als Sandkasten heraus. Allerdings nicht in der hübschen Variante, sondern als kleine, ziemlich eklige Plastik Sand Muschel, wie sie für Kleinkinder gedacht ist. 

Als ich diesen Sandkasten gesehen habe, war ich fest davon überzeugt, das wird niemals etwas! Als ob Milla da rein hopsen würde und dann auch noch checkt, jetzt soll sie mal flux los pinkeln. Ehrlich gesagt habe ich mich ja schon heimlich nach einer anderen Stelle umgesehen, aber… Milla hat mich mal wieder in ganzer Linie überrascht. 

Als würde sie mich Wort für Wort verstehen, war es ein Sprung über den Rand des Sandkastens, ein fragender Blick nach dem Motto, hier? Jetzt? Jupp!… OK! 

Und 30 Sekunden später war das Thema durch und wir konnten zurück auf die Kabine. 

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. 

Was will ich damit sagen… 

Solltet ihr in eine ähnliche Situation kommen und fest davon überzeugt sein, NIEEEEEMALS wird euer Hund da rein pinkeln… ein Versuch ist es allemal wert. Allerdings sah und roch man auch eindeutig, dass nicht gerade wenige Hunde ihr Bein lieber an irgendeinem Schiffspfeiler in diesem hinteren Bereich der Fähre gehoben haben. 

 

Die letzte Hürde zum Thema Fähre fahren mit Hund… der Zoll!

 

Wie gesagt, wenn ihr die Fähre verlasst werdet ihr automatisch durch den Zoll Bereich geleitet. Wir hatten damals das Glück, dass die Zoll Station nicht besetzt war, darum bin ich ganz dreist weiter gefahren, runter vom Hafengelände und gut. 

Ich bin mir allerdings relativ sicher, wenn ihr es wirklich „Regelgetreu“ machen möchtet, müsst ihr euren Hund nach der Ankunft beim Zoll anmelden. Der checkt dann sämtliche Papiere und im besten Fall, seid ihr 10 Minuten später fertig. 

Wie gesagt…. Ich bin damals einfach durch gefahren…. Ich glaube allerdings, 100% richtig war das nicht. Es führte aber in unserem Fall auch zu keinen weiteren Problemen.  Nicht während der Reise und auch nicht auf der Fähr-Rückfahrt von Malmö nach Travemünde. 

 

Wer als Camper durch Norwegen fahren möchte, sammelt ganze schnell viele Erfahrungen im Fähre fahren 🙂

 

Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen – Mein Fazit

 

Ganz gleich ob kleine Flussfähre oder große Überfahrt, ich finde Fähre fahren mit dem Wohnmobil immer wieder spannend. Klappt alles? Nehmen die uns auch mit? Kommen wir noch auf die Fähre ? Mal ganz davon abgesehen, dass die eigentliche Fahrt natürlich auch schön ist… wenn man nicht gerader Seekrank wird. 🙂

Ich habe übrigens damals auf dem Weg nach Schweden die Preise relativ genau verglichen, um mir mal einen Überblick verschaffen zu können, ob die Nutzung der Fähre wirklich so viel teurer ist, als der Landweg. 

Dabei stellte sich heraus, dass die Spritkosten für die Tour über die Vogelflugroute bzw. quer durch Dänemark, 1-2 Übernachtungen auf irgendwelchen Stellplätzen und vor allem die Brückenkosten, fast genau so hoch gewesen wären, wie unser Fährticket samt Frühbucher/ Campingkarten Rabatt. 

Der finanzielle Unterschied war in meinem Fall nicht erheblich, von der super günstigen Rückreise mal ganz abgesehen. Die Zeitersparnis und das „Abenteuer Fähre“ fand ich im Gegensatz dazu super und würde es immer wieder so machen. 

Ich hoffe die ganzen Tipps und Erfahrungen helfen euch ein bisschen weiter. Ich wünsche euch auf jeden Fall eine super schöne Tour und sage wie immer…

BLEIBT GESUND!

Eure

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Nachts eingebrochen/ bestohlen/ überfallen im Wohnmobil

Nachts eingebrochen/ bestohlen/ überfallen im Wohnmobil

Tja, jetzt hat es uns also auch erwischt, wir wurden nachts bestohlen/ überfallen im Wohnmobil. Ich habe schon hin und her überlegt, wie man diesen ganzen Vorgang am besten beschreibt, sagt man Diebstahl oder Überfall? Ich bin mir da nicht sicher, darum schreib ich immer mal wieder beides. 

Nach der Brandstiftung und dem Brand der Omi ist jetzt die zweite Situation eingetroffen, vor der man als Camper wohl die größten Befürchtungen hat. Plötzlich stand Nachts eine fremde Person im Pepper und mir rutschte das Herz in die Hose!

Doch was war genau geschehen?

Nachts bestohlen/ überfallen im Wohnmobil

 

Keine Lust zu lesen? Diesen Artikel gibt es auch als IsasWomo Podcast – Camping für die Lauscher!

Niemals 1:1 identisch (ich lese euch den Text also nicht vor und in einigen Details unterscheiden sich Text und Podcast auch), quatsche mit euch aber über das selbe Thema. 

Podcasts sind euer Ding? Dann könnt ihr den IsasWomo Podcast auch über alle gängigen Portale abonnieren, oder ihr klickt euch einfach mal durch die Folgen hier auf dem Blog!

 

 

Bevor ich euch alles genau erzähle muss ich nochmal sagen, dass es einfach dämlich von mir war, meine Handtasche tagsüber gut sichtbar auf dem Beifahrersitz liegen zu haben, dass ich abends im Womo saß samt Laptop, Tablet, Kamera vor der Nase, ohne sämtliche Fenster zu zuziehen usw. 

Natürlich habe ich auf all diese Themen früher auch deutlich besser geachtet und die Handtasche auch jetzt abends zumindest vom Beifahrersitz gelegt, aber ich fühlte mich so sicher, so „unbeschwert“, dass ich diesbezüglich ganz klar nachlässig wurde!

Soweit muss ich mir also schon an die eigenen Nase fassen! Auch wenn das kein Grund ist für einen solchen Einbruch ins Wohnmobil!

Und ja…. Ich kenne diesen „Trick“ einen Spanngurz oder Kette durchs Führerhaus von Tür zu Tür zu spannen, in der Omi hatte ich eine solche Kette auch immer an Bord. 

Das alles ist definitiv auch sinnvoll… allerdings sollte man es dann auch wirklich IMMER nutzen!

Im Pepper hatte ich noch keine neue Kette, allerdings muss ich auch zugeben, selbst in der Omi habe ich diese Kette nur dann genutzt, wenn ich mir iiiiiiirgendwie bei der Stellplatzwahl unsicher war. 

Ich weiß, keine Frage…. Natürlich ist das idiotisch und natürlich ist die Gefahr überfallen zu werden auf einem Stellplatz in der Stadt viel größer, als irgendwo einsam am ADW. Aber ich will zumindest so ehrlich sein und sagen, selbst wenn ich mit der Omi in Stade gewesen wäre, hätte ich diese Kette sehr wahrscheinlich nicht gespannt! Einfach aus einem Gefühl heraus, sich vollkommen sicher zu fühlen. Wie gesagt, klar ist das Idiotisch, aber ich bin mir auch recht sicher, wenn ich so handel bzw.  wenn es mir so geht, dann handeln einige von euch bisher nicht anders!!! 

Und vielleicht lernt ihr ja aus meiner Dummheit und nutzt solche Möglichkeiten jetzt regelmäßig bzw. achtet mal wieder besser auf eure Wertsachen!

 

Nächtlicher Überfall im Wohnmobil

In der Nacht des Einbruchs, war das mittlere Womo noch nicht da. (Übrigens… auch super oder? Bis auf ein weiteres Womo war der GESAMTE große Stellplatz in Stade frei, aber dieses Ehepaar “quetscht” sich genau in die eine Lücke zwischen uns 🙂 ALLES ANDERE WAR FREI!!!!! AAAAALLES )

 

Also… was war genau geschehen:

Ich lag bereits im Bett, konnte in dieser Nacht aber irgendwie schlecht einschlafen, weshalb ich auch noch gegen 2:30 Uhr maximal im Halbschlaf im Bettchen des Peppers lag.  Auf einmal hörte ich das typische klicken der Zentralverriegelung. Das Geräusch beim öffnen und schließen kennen wir doch irgendwie alle. Auf jeden Fall hörte ich dieses Klicken, habe dabei aber noch aaabsolut GAR NICHTS kapiert! 

Ich schaue vom Bett aus nach vorne und auf einmal öffnete sich die Beifahrertür, das Führerhaus Licht ging an und im nächsten Augenblick stand da eine Person am Beifahrersitz des Womos. 

Milla hat sofort ALLES gegeben was die kleinen, alten Stimmbänder her gaben, ist direkt aufgesprungen und hat sich in den Gang des Womos gestellt. Sie ist aber NICHT auf den Typen los gelaufen, was ich im Nachhinein auch sehr gut finde, denn ein Tritt und das wäre es erstmal gewesen! 

Und ich, ich bin in dieser Situation einfach nur erstarrt!!! Wirklich, ich habe mich absolut GAR NICHT bewegt, ich habe nichts gesagt, ich habe nichts gerufen und ich glaube…. ich habe in diesen Sekunden auch an nichts gedacht! Ich war wirklich wie erstarrt! 

Meine Augen, die habe ich bewegt und es war in diesem Moment nur so, dass ich ihn angesehen habe, er hat mich angesehen und im nächsten Moment greift er sich noch meine Tasche (die ja blöderweise vor ihm auf dem Boden lag) und weg war er. Allerdings hat er noch die Türe zugeworfen. 

Dann habe ich aus dem Fenster hinten am Bett geschaut und zwei Männer wegrennen sehen. Den „jungen“ der bei mir im Womo stand und einen weiteren, älteren Mann. 

Tja und dann… dann konnte ich nicht glauben was gerade geschehen war! 

Ich hörte Milla zwar immer noch bellen und trotzdem war ich mir nicht sicher, ob ich das alles gerade nicht doch geträumt habe! 

Als aller erstes bin ich nach vorne gelaufen und habe geschaut, ob meine Tasche wirklich weg war und jau… Tasche, Portmonee, Powerbank und ein paar Kleinigkeiten waren weg! Geträumt hatte ich das ganze also nicht! Dann habe ich direkt zum Handy gegriffen und bei der Polizei angerufen, die auch sofort mit mehreren Wagen kamen, mich zügig fragten wie der Typ aussah und direkt wieder weg waren um die Umgebung abzusuchen. 

Dann hat es ca. 10 Minuten gedauert, bis ein Streifenwagen zurück kam und aaaaaaalles weitere aufgenommen hat. Es dauerte dann nicht lange, bis auch noch ein Hubschrauber kam und die Felder und Wälder hinter dem Stellplatz abgesucht hat. Wie ich dann erfahren habe, gibt es anscheinend eine Einbruchserie in Stade, allerdings bisher IMMER IN WOHNUNGEN und niemand hat die Typen gesehen. Da der „Junge“ aber direkt vor meiner Nase stand und ich ja noch wach war, konnte ich ihn ziemlich gut beschreiben, weshalb die Polizei auch direkt so viel unternommen hat. Soweit ich weiß wurde aber leider niemand gefunden…. 

Kurze Zeit später war die Polizei weg und ich saß wieder allein mit Milla im Womo und habe direkt sämtliche Bankkarten sperren lassen. 

Wie kam der Typ rein???

ANSCHEINEND ist es wohl ziemlich einfach den Funk der Zentralverriegelung mit einem Laptop auszulesen/ zu überbrücken. Dieses Problem ist wohl auch schon bekannt wie ich später erfahren habe, ich wusste bisher davon nichts. Mir hat man das ganz so erklärt, der normale Zentralverriegelungsfunk mit der Fernbedienung hat eine einzige feste „Funknummer“…kann man die auslesen, ist man drin. Darum gibt es bereits seit langem Alarmanlagen zum nachrüsten (die anscheinend auch gar nicht sooooo teuer seien sollen, mehr weiß ich dazu aber auch noch nicht) die ständig zwischen 4000 Funknummern wechseln. 

Auf jeden Fall saß ich dann also so gegen 3:30 Uhr wieder allein im Womo und jaaaaa, das war der Moment an dem ich zum erstmal so richtig Schiss bekam! 

Klar, es ist VOLLKOMMEN unrealistisch, dass die zurück kommen und trotzdem wurde mir dann diese ganze Situation erstmal bewusst. An Schlaf war gar nicht mehr zu denken…. Ich habe mir dann auch relativ schnell Gedanken dazu gemacht, wie ich denn in der Zukunft mit diesem Vorfall umgehen werde und kam ganz schnell zu dem Entschluss,

ICH WILL KEINE ANGST HABEN!!!

Allerdings gab es da ja noch ein anderes Problem… Handtasche weg, Portmonee Weg… ich hatte  in irgendeiner Jackentasche noch genau 4 Euro… das war es!Der Tank war auf etwas unter halbvoll, so komme ich kaum von Stade bis nach Dortmund! So vergingen die Stunden bis es endlich hell wurde und meine Womo Nachbarn die erste Runde mit dem Hund gingen. 

Als ich sah, dass sie wieder zurück kamen, bin ich direkt rüber um zu fragen, ob bei denen auch Sachen fehlen. Da war erfreulicherweise alles gut, aber… auf der Hunderunde haben sie eine Handtasche und ein Portmonee gefundenen juhuuuuuu… es war meines! 🙂 Sämtliche „Wertsachen“ wie Bargeld, Ladekabel, Powerbank usw. waren zwar weg, aber meine Papiere, Karten usw. waren da! Das war natürlich schonmal super! Dann erfuhr ich auch, dass meine Nachbarn gerade frisch begonnen haben für den Stellplatz zu arbeiten, so dass sie sofort den Tourismusverein Stade informierten, die den Stellplatz ja betreiben. 

Kurze Zeit später klopfte es und da stand auch schon jemand vom Tourismusverein vor dem Pepper. Ich glaube, die waren genau so erschrocken wie ich! Bisher gab es noch nie irgendwelche  ähnlichen Vorfälle in Stade und um das hier mal direkt ganz klar zu sagen…. ICH BIN FEST DAVON ÜBERZEUGT, DASS DAS NICHT AN DEM STELLPLATZ SELBST ODER, ODER, ODER LAG!!! DER PLATZ IST NICHT UNSICHER UND DIE STADT STADE IST AUCH NICHT UNSICHERER ALS JEDE ANDERE STADT AUCH. 

Zu sagen, wir fahren nicht mehr nach Stade, da passiert so viel…. das wäre so nicht richtig!

Nach dem Gespräch mit den Stellplatz Betreibern habe ich mich endlich mal vernünftig angezogen und bin direkt um 9 Uhr zur Sparkasse Stade marschiert. Mal sehen ob ich über die Sparkasse irgendwie an Bargeld komme, auch wenn die Karten gesperrt sind. Ich ahnte schon, dass das alles nicht so einfach werden würde und genau so war es auch. Das große Problem an den Sparkassen ist ja leider, dass die verschiedenen Sparkassen nicht zusammengehören. 

Ich bin Kundin der Sparkasse Dortmund und die Sparkasse Stade ist wieder etwas ganz anderes. 

Mein großes Glück war, das mein Personalausweis wieder da war, hätte ich den nicht gehabt, hätte ich kein Geld bekommen!!!So war es jetzt allerdings so, dass ich zuerst mit der Sparkasse Dortmund telefonieren musste und denen erklären musste, wie die Lage ist. Dann hat die Sparkasse Stade mit der Sparkasse Dortmund telefoniert und dank Perso bestätigt, dass ich WIRKLICH die Frau Speckmann bin. 

Danach habe ich dann nochmal mit der Sparkasse Dortmund telefoniert und mein Einverständnis gegeben, dass die auf mein Konto zugreifen dürfen und so war es dann letztendlich für eine Gebühr von 15 Euro möglich, dass die Sparkasse Dortmund auf mein Konto zugreift, Geld von meinem Konto direkt auf das Konto der Sparkasse Stade überweist welches mir dann 6 Stunden später in Stade ausgezahlt werden konnte. 

So kam ich zumindest erstmal an Bargeld und nachdem ich dieses Geld erhielt, habe ich auch beschlossen….

Ich fahre NICHT direkt zurück nach hause, sondern werde weiter touren!

Wie gesagt, ich wollte unbedingt vermeiden, dass ich mich im Womo auf Dauer und überall Nachts unwohl fühle! ICH WILL DAS NICHT und mal ganz praktisch gedacht, ich kann es für den Job auch nicht gebrauchen! 

Darum dachte ich mir, ist es vielleicht am besten direkt so weiter zu machen, als wäre das alles nicht passiert! Gut, das war jetzt mal wieder Pech, aber…. Wer vom Pferd fällt, soll auch direkt wieder aufsteigen.Außerdem gab es da noch ein anderes Thema… mein Papa! Ich habe meinem Vater jetzt ganz bewusst nichts von alledem erzählt undmiz ein bisschen Glück, wird er diesen Artikel hier auch nicht finden. An meiner Situation hätte es eh nichts geändert, wenn mein Pa von alledem weiß, das einzige was sich verändert ist, dass er sich von nun an noch mehr Sorgen machen würde! 

Das hilft ihm nicht und das hilft mir erst recht nicht! 

Ich hätte aber auch keine super gute Erklärung auf Lager, weshalb ich schon wieder zuhause hocke, wäre ich direkt heim gefahren. Für mich sprach also einiges dafür einfach so weiter zu machen wie „geplant“ und genau so habe ich es jetzt auch gemacht!Ich bin also noch zwei Nächte in Stade geblieben, bevor es weiter in Richtung St. Peter Ording ging und ich kann mittlerweile sagen, ich glaube ich habe das ganz ganz gut verdaut. Ich merke schon, dass ich abends etwas „hellhöriger“ bin und eher mal rausschaue, ob irgendwer da draußen steht. Denn in Stade war es so, dass wir am nächsten Vormittag Fußabdrücke und eine ICE Tee Flasche hinter einer Hecke auf dem Stellplatz fanden. Wir sind uns also schon recht sicher, dass die da erstmal einen Moment standen und geschaut haben. 

Außerdem müssen es wohl doch mindestens 3 Personen gewesen sein, denn 2 habe ich vom Womo aus sozusagen rechts weg laufen sehen, meine Tasche und Portmonee wurden aber „links“ herum gefunden. So dass wir denken, die sind in getrennte Richtungen weg gerannt. 

Nacht bestohlen/ überfallen im Wohnmobil

Tjaaaaa…. es läuft einfach!!! 🙁 Warum es mich jetzt genau getroffen hat, ich weiß es nicht!!!

Ob es damit zu tun hat, dass ich alleine unterwegs bin, ob es daran lag, dass ich so unüberlegt mit der Handtasche umgegangen bin oder ob es eifach mal wieder Pech war??? Ich weiß es nicht, ich denke es ist ein Mix aus alledem. Je länger ich über die Situation in dieser Nacht nachgedacht habe, um so mehr denke ich, dass sich der Typ selbst total erschrocken hat, dass hier ein Hund im Womo ist. Milla lag den ganzen Abend auf dem Boden, von außen war sie also nicht zu sehen.

Insgesamt kann ich aber ganz, ganz sicher noch froh sein, dass alles so gelaufen ist, wie es gelaufen ist!  Milla ist nichts weiter passiert, mir ist nichts weiter passiert und ok, mich nervt es natürlich TIEEEEEERISCH dass es schon wieder so ist, dass MEINE Wertsachen beschädigt wurden bzw. geklaut sind!

Der Junge der da bei mir im Womo stand war extrem jung… ich würde ihn auf 12,13,14 Jahre schätzen und rein vom äußeren, in den Süd-Osteuropäischen Raum einzuordnen. Ich musste tagsdrauf nochmal zur Polizei um einige Unterlagen zu unterschreiben und habe dort nochmal gefragt, ob sie das kennen würden, dass diese Leute so jung seien. Naja und anscheinend ist das wohl eine bekannte Vorgehensweise solcher Gruppen. Die „Kinder“ brechen ein, die Hinterleute sind deutlich älter und sollten sie mal geschnappt werden, sind die Kinder nicht strafmündig! 

 

Sicherheit DIY im Wohnmobil

Solche Spanngurte oder Ketten sind sicherlich ganz sinnvoll, allerdings muss man sie auch nutzten… und zwar IMMER!!!!

 

SUUUUUUPER SACHE!!!

Gut, jetzt waren es „nur“ 140 Euro, eine neue große Powerbank, Ladekabel und Adapter, Kleingeld und ein paar Kleinigkeiten die weg sind… auch das hätte viel schlimmer kommen können und trotzdem nervt es mich!!! Es nervt mich, dass irgendwelche Leute meinen sie könnten ganz bewusst irgendwo einsteigen und sich an den Dingen anderer bedienen!!! 

Die machen sich doch NULL Gedanken, oder besser gesagt es ist vollkommen egal ob es die Sachen einer Oma samt kleiner Rente sind, ob es Dinge sind für die man lange gearbeitet hat oder ob es Wertsachen sind von Leuten denen es sehr, sehr gut geht.  Nein… die brauchen Geld, richtig arbeiten ist nicht so deren Sache, also nehmen sie es sich von anderen! Und das, dieser grundsätzliche Gedanke… der nervt mich tieeeeeeerisch!!!!

Mittlerweile ist der ganze Diebstahl, Überfall, Raub… was auch immer, einige Tage her und zurück zu Stade. Ich habe ja gesagt, dass mir Stade während meines ersten Besuchs vor Jahren nicht gut gefallen hat, dieser Eindruck hat sich schon deutlich geändert. 

Auch wenn das alles passiert ist, die Stadt Stade hat mir doch sehr gut gefallen. Die vielen kleinen Gassen und die hunderten tollen Fachwerkhäuser, das ist schon echt schön und ich könnte mit vorstellen, die gesamte Stadt ist nochmal schöner, wenn alle Restaurants wieder ihre Außenbestuhlung aufgestellt haben. 

Also… Stadt und Stellplatz sind schön und sicherlich einen Halt wert. 

Naja und insgesamt kann ich euch nur sagen…. werdet nicht schlampig was dieses Sicherheits/ Wertsachen Thema angeht. Es kommt noch ein Artikel mit verschiedenen Tipps zu diesem Thema, aber… den muss ich noch tippen!

Also… wir sind gesund und ich hoffe, ihr bleibt es auch!

Eure

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Dass ich jemals einen solchen Aufruf starten würde, hätte ich nicht glaubt und auch jetzt ist es noch so, dass ich schwer über meinen “stolzen Schatten” springen muss. Aber wie sagte mal jemand so schön: “Diesen Stolz muss man sich erlauben können und aktuell kann ich ihn mir nicht erlauben, denn jeder Euro hilft!”

Ich danke Dir sehr!❤️

Deine Isa!

Stade, Steinhude, Einbruch – Wohnmobil Deutschland Tour 2

Stade, Steinhude, Einbruch – Wohnmobil Deutschland Tour 2

Endlich unterwegs zwischen Steinhude und Stade! Nachdem unser Tour Start im ersten Teil schon alles andere als gaaaaanz normal war, sind Mister Pepper, Milla und ich eeeeeendlich unterwegs! Wie sagt man so schön…. nach Regen kommt der Sonnenschein! Das galt definitiv auch für uns… zumindest 3 Nächte lang, bis uns das echte „Isa Leben“ wieder einmal einholte. 

Einfach so touren, ohne irgendeine Form von „Abenteuer“, „Unglück“ oder Missgeschick…ich habe mittlerweile kapiert, so läuft mein Leben nunmal nicht. Was dann allerdings geschah, war ganz schön „dicke“… aber beginnen wir von vorn!

Deutschland Tour Teil 2 – Steinhude, Stade und der nächtliche Besuch!

 

Tour Start mit Hindernissen

Ankunft auf dem Stellplatz in Steinhude

 

Nachdem wir also eeendlich Freitagsmittags los gefahren sind, ging es für uns 3 auf direktem Weg zum Stellplatz in Steinhude. 

Das Steinhuder Meer ist ein großer See, nicht weit entfernt von der Grenze NRW-Niedersachsen. Für mich ist Steinhude immer wieder ein beliebter Ort, wenn ich keine Lust habe direkt bis an die Küste hoch zu brettern. Da es ja mittlerweile später Freitag Mittag war bis wir endlich weg kamen und ich so gar keine Lust auf den Freitäglichen Feierabendverkehr hatte, lag Steinhude praktisch… ca. auf dem halben Weg zur Küste. 

Der Stellplatz Steinhude konnte es sich leisten in das TOP PLATZ Anzeigenheft aufgenommen zu werden und dementsprechend ist es also ein wirklich guter, sehr großer Stellplatz mit allem drum und dran. 

Allerdings… so viel mal eben vorweg! Der Stellplatz Steinhude ist durch seine Nähe zu NRW und seiner Lage am Steinhuder Meer, bereits seit Jahren super beliebt. 

Wer also mit dem Gedanken spekuliert, ein nettes, vielleicht sogar langes z.B. Maiwochenende in Steinhude zu verbringen, der MUSS sehr frühzeitig anreisen! Wenn ihr z.B. erst Mittwochabend anreisen könnt und es folgt ein langes Feiertagswochenende …

KÖNNT IHR IN STEINHUDE WIRKLICH VERGESSEN!!!! 

Vielleicht kennt ihr die Bilder die letztes Jahr vor einem langen Wochenende durchs Netz gejagt sind, auf denen zu sehen war, dass eine laaaange Schlange von Wohnmobilen vor einer Stellplatzschranke steht und alle hoffen zumindest am nächsten Morgen auf den Stellplatz auffahren zu können. DAS WAR IN STEINHUDE! Soviel vorweg… ihr müsst also damit rechnen, dass dieser Stellplatz sehr, sehr, sehr beliebt und voll ist! 

Als wir Freitag Nachmittag ankamen, war der Platz aber kaum belegt, die Wettervorhersagen waren so lala und viele Camper holen ihre Fahrzeuge ja gerade erst aus dem Winterschlaf. Also haben wir uns ein nettes Plätzchen gesucht, die restlichen Sonnenstrahlen des Tages warm eingepackt vor dem Womo genossen und sind gaaaane entspannt in den Womo Alltag gestartet. 

Tag 1 in Steinhude

Am nächsten Tag war das Wetter „frisch, windig aber in Teilen zumindest trocken“, so dass ich Millas Kutsche aus der Garage geholt habe und sie mit in den Ort genommen haben. 

Vom Stellplatz aus liegt das Steinhuder Meer nur ca. 10 Minuten Fußweg entfernt, so dass wir samt Fischbrötchen erstmal ein bisschen Seeluft geschnuppert haben. 

Obwohl ich mittlerweile bereits einige Male in Steinhude war, dachte ich schon immer… naja… also ja, der See ist ja nett und der Platz liegt günstig, aber ansonsten ist da auch echt so GAR NICHTS los. Es gibt 2 Fischbrötchen Buden an der Promenade und ein großes Café, das aber immer Rappel voll ist und das war es! 

Erst an diesem Samstag habe ich gesehen… der eigentliche Ort mit den typischen Touristen Shops usw, liegt sozusagen HINTER der Promenade. 🙂 

Man lernt nie aus! 🙂 🙂 🙂 

Also haben wir uns ein sonniges Plätzchen im Steinhuder „Park Café“ gesucht, ich war super happy das sich Milla in ihrer Kutsche so wohl fühlt und habe mich hungrig auf eine frische Waffel samt Kaffee gefreut. 

Schon als wir zum Café liefen sah man von weitem die großen Schilder samt Sahnetorten, Windbeutel, verschiedenste Waffeln usw. Und als die Bedienung kam, sagte ich sogar noch zu ihr, wenn möglich bitte eine ganz helle Waffel, die kann ruhig innen noch „klatschig“ sein, besser zu hell als zu dunkel. 

JAAAAA, JAAAAAA! 

Ihr könnt euch sicher meinen Blick vorstellen, als die leckere, frische, heiße, duftende Waffel zu meinem Tisch gebracht wurde. Ehrlich… ich dachte ich wäre in der „Versteckten Kamera“!

 

Kaffee trinken in Steinhude

Leider keine versteckte Kamera…. die frische, duuuuuuftende Waffel a la Steinhude. 😉

 

Anstelle einer leckeren Waffel, brachte mir die Bedienung so eine Supermarkt fertig Waffel, die sie dann anscheinend noch kurz in die Mikrowelle geschmissen hat und welche dann innerhalb von Sekunden an der kalten Luft STEINHART wurde! 🙂 

Ich fühlte mich wirklich verarscht! Zumal dieses Teil auch noch normale 3,50 Euro kostet…aber kurze Zeit später sollte sich herausstellen, meine Wahl war noch ein Glücksgriff! 

Denn meine Tischnachbarn bestellten jeweils Tee und Torte und nach meiner Waffelwahl, schaute ich natürlich höchst interessiert auf die Teller der anderen. Die Torte sah auf den ersten Blick auch noch ganz ok aus… ok frisch war da auch nichts, sondern eindeutig TK Ware, aber nun gut. Nach dem die beiden die ersten Bissen Torte gegessen haben hörte ich allerdings plötzlich… schau mal, ist das Schimmel???

Und ja, an beiden Tortenrändern befand sich deutlich sichtbarer, flauschig runder Schimmel! 

Während ich mit der Frau ins Gespräch kam und ihr meine umangerührte Waffel zeigte, ging der Mann mit beiden Tellern rein und kam schwer genervt wieder zum Tisch zurück. 

Dann kam allerdings noch die sprichwörtliche „Kirsche auf der Torte“!

Die Bedienung, die meiner Meinung nach auch de Chefin des Ladens war,  kam nur Sekunden später an den Tisch und sagte absolut von sich überzeugt und in großzügigster „König Kunde“ Manier …. Sie müssen den Kuchen dann ausnahmsweise nicht bezahlen, ich stelle Ihnen nur den Tee in Rechnung! 🙂 

HEIDEWITZKA!!!!

Nach dem Spruch wäre ihr der Mann aber am liebsten direkt an die Gurgel gegangen. Lange Rede kurzer Sinn… meine Waffel musste ich bezahlen, da kam nur der Spruch, das machen wir immer so, das Paar neben mir war so auf 180, es sollte mich nicht wundern wenn die irgendein zuständiges Amt informiert haben, im Nachhinein habe ich die Google Bewertungen gelesen und anscheinend war das KEINE Ausnahmen… ich kann euch also nur dringendst ans Herz legen, geht lieber NICHT ins Park Café Steinhude. 

Nach einer sehr stürmischen Nacht, habe ich mich Sonntag nochmal alleine auf den Weg gemacht und einen langen Spaziergang entlang des Sees unternommen. Also zum „wandern“, spazieren gehen und radeln ist die Ecke echt toll. 

Zum Frühjahr hin belegt eigentlich auch immer ein Storchenpaar ein Nest direkt neben dem Stellplatz, aktuell war dieses Nest allerdings noch leer. Aber…. Auf den großen Feldern neben dem See, fühlten sich bereits die ersten Störche wie zuhause. Wer diesbezüglich also Interesse hat, sollte sich unbedingt ein Fernglas schnappen und in den kommenden Wochen mal Steinhude bzw. das Steinhuder Meer besuchen. Störche live sehen, ist ja schon irgendwie immer wieder schön. 

Montag hieß es aber… ABFAHRT! 

Also flux alles verstauen, entsorgen, Müll weg bringen, bezahlen und aufi gehts! Nächster halt auf dem Weg in Richtung Norden sollte STADE werden!

 

Womo Stopp in Stade! 

Wenn ich über all das nachdenke was und wie es passiert ist, gerade weil ich mit Stade schon auf “Kriegsfuß” stand und eigentlich erst ja gar nicht hier hoch wollte, muss ich schon irgendwie schmunzeln… oder kann nur den Kopf schütteln!

Ich war bisher in all den Jahren genau einmal mit dem Wohnmobil in Stade, ganz zu Beginn meiner Womo Zeit. 

Seitdem war ich nie wieder da, obwohl Stade auf dem Weg zwischen Niedersachen, Hamburg und Schleswig Holstein eigentlich super praktisch liegt. Aber… bei meinem ersten Besuch damals  hat mir die Stadt nicht gefallen. Irgendwie hatte ich das Gefühl um mich herum sind besonders viele „unschöne Gestalten“, mich hat damals wahnsinnig gestört, dass die einzelnen Parzellen auf dem Stellplatz so extrem unterschiedlich groß sind (wer Glück hatte, hatte super viel Platz vor dem Womo, wer Pech hatte, konnte die Türen kaum komplett öffnen, ohne an den Hecken entlang zu schrammen. 

Außerdem blieb mir immer ein Bild vom Stellplatz in Stade im Kopf…schon vor 6 Jahren war der Stellplatz zu meinem Besuch der Stadt RAPPEL VOLL, so das ich mit etwas Glück eine der letzten freien (und sehr schmalen) Parzellen ergattern konnte. Irgendwann war der Platz dann komplett voll und ich weiß noch als wäre es gestern gewesen, dass so einige Camper eine Runde über den Platz gedreht haben und wieder gefahren sin! Dabei gab es noch „freie“ Plätze! Und da habe ich zum aller erstmal gesehen, wie doof das mit dem Plätze reservieren seien kann! 

Damals war es nämlich so, dass die Leute mir gegenüber 2 Plätze für irgendwelche Bekannte reservierten, die aber erst am NÄCHSTEN Tag angereist sind. Ein „echtes Reservieren ist in Stade nicht möglich, soweit ich weiß. 

Und es ging noch eine Spur extremer….

Zwei weitere Plätze waren ebenfalls durch Keile, Fussmatten und einem Stuhl sichtbar „reserviert“. Die Leute kamen aber ebenfalls nicht zum Stellplatz zurück. Wie ich dann am nächsten Tag erfuhr, waren das wohl Freunde, die Freitagabends in Hamburg zum Musical waren, dann auch dort im Womo geschlafen haben und weil sie ja ansonsten Samstags keinen Platz mehr bekommen hätten, haben sie bereits 2 Plätze in Stade reserviert.   

Das fand ich damals schon alles irgendwie so doof, denn wenn reservieren nicht möglich ist, dann ist eben auch nicht möglich und schon gar nicht an einem super vollen Wochenende, wenn man den Platz eine Nacht gar nicht nutzt!!!! Plus dieses komische Gefühl das in Stade besonders viele „najaaaa“ Leute waren, haben eben dazu geführt, dass ich jaaaahrelang dachte, neeeeee da fährst du nicht nochmal hin!

Jetzt war es allerdings mal wieder so, dass Stade auf dem Weg in den Norden einfach super praktisch liegt, zumindest wenn man keinen Stop in Hamburg einlegen möchte. Dazu kommt noch, dass ihr eigentlich an allem Schuld seid 😉 😉 🙂 🙂 Denn von euch habe ich immer, immer, immer wieder gehört wie schön Stade doch sei! Vielleicht hat mich mein erster Besuch ja auch getäuscht… vielleicht hatte ich auch einfach keinen Plan…. Vielleicht war es auch nur ein besonders doofes Wochenende damals. 

Ich wollte Stade also eine 2. Chance geben und so stand ich knapp 3 Stunden später mitten auf dem großen und bekannten Stellplatz in Stade. Während der Fahrt habe ich mir noch einen Kaffee gekauft, weshalb meine Handtasche auch griffbereit auf dem Beifahrersitz lag. 

Montags Mittags in der Vorsaison… da war auf dem Platz natürlich nichts los und so suchte ich mir eine nette, große Parzelle aus, mit ein bisschen Abstand zum nächsten Camper. 

Da ich eh 2-3 Tage bleiben wollte, bezahlte ich also schonmal den Platz vorab, stöpselte den Strom an, schmiss mein Portmonee wieder zurück in die Handtasche und da an diesem Nachmittag die Sonne so herrlich schien, bin ich nicht gleich in Richtung Innenstadt gelaufen, sondern machte es mir mit Milla zusammen vor dem Womo gemütlich. 

Das war EIN GANZ NORMALER Nachmittag auf dem Stellplatz in Stade!

Ich habe noch kurz mit der Nachbarin gequatscht, die an diesem Tag irgendeine Stellplatz Foto Womo Aktion gestartet haben. 

Irgendwann wurde es dann merklich frischer, so dass wir uns ins Womo verzogen haben. Ich saß noch bis in den späten Abend am Laptop,  hatte das Tablet vor mir, die Foto Kamera auf dem Tisch usw. usw. 

Es war einfach ein ganz, ganz schöner, entspannter aber auch total normaler muckeliger Womo Abend. Aus diesem „jahrelangen, bekannten Womo Alltag“ heraus, habe ich mir wirklich NULL Gedanken gemacht! Ich fühlte mich in keinster Weise auch nur minimal unsicher oder so! Tja und JA(!!!!) dieses „trügerische Gefühl“ von Sicherheit, Normalität und „Alltag“ sorgte bei mir eindeutig dafür, dass ich „schlampig“ mit diesem Wertsachen & Sicherheitsthema umgegangen bin!

 

Wohnmobil Stellplatz Stade

Der Stellplatz Stade am letzten Abend…. wird schon alles wieder!

 

Irgendwann wollte ich dann auch ins Bett, habe alle Fenster zu gezogen, meine Handtasche nach hinten gelegt, bin nochmal mit Milla Pipi machen gegangen und danach folgte unser alltägliches „Milla geht ins Bettchen“ Ritual. Bedeutet, Milla geht in ihr Körbchen, bekommt noch ein paar Streicheleinheiten und einen Keks und weil ich dann im Womo auch die Heizung deutlich runter drehe, decke ich Milla im Interim Womo noch mir einer kleinen Decke zu. Diese Decke lag allerdings unter meiner Handtasche und warum auch immer…. nehme ich nicht nur die Decke unter der Tasche weg, sondern lege dabei die Handtasche vorne auf den Boden zwischen die Fahrerhaussitze. 

Danach bin ich ins Bettchen gegangen, konnte aber nicht einschlafen. Das habe ich häufiger… ist nunmal so. Darum habe ich noch das Tablet eingeschaltet und ein Kapitel Hörbuch nach dem anderen gehört… war aber so gegen 2:30 Uhr immer noch nicht richtig eingeschlafen, maximal im Halbschlaf. 

Tja und dann passierte es mitten auf dem Stellplatz in Stade!

Wir wurden bestohlen, überfallen… wie auch immer man das nennen mag. Was ganz genau geschehen ist, könnt ihr so schnell wie möglich in einem 2. Artikel nachlesen, ich muss ihn nur noch fertigstellen, sonst würde das alles hier den Rahmen sprengen. Den Artikel zu alledem was in Stade geschehen ist findet ihr hier: Nachts eingebrochen/ bestohlen/ überfallen im Wohnmobil

Das Ende vom Lied war, der Dieb stand plötzlich im Womo, hat meine Handtasche samt Portmonee geklaut, sämtliches Bargeld war weg, die Karten habe ich direkt sperren lassen aber zumindest hatte ich das riesen Glück, dass Handtasche und Portmonee mit allen Ausweisen am nächsten Tag gefunden wurde. 

Zumindest eine gute Nachricht!

So hatte ich zumindest meinen Perso usw. wieder und das hat mir überhaupt ermöglicht, nach einigem hin und her, über die Sparkassen Dortmund und Stade Bargeld zu bekommen. 

Nachdem das Thema Geld also erstmal geklärt war, stand für mich auch relativ schnell fest, ich werde NICHT nach hause fahren, sondern weiter machen wie geplant. Ich wollte mir keine Angst einjagen lassen und war mir einfach sicher, dafür ist es am besten direkt weiter zu machen, damit sich erst gar nicht dieses ständige ungute Gefühl einschleichen kann. 

Da unter anderem auch die Frage im Raum stand, ob der Stellplatz vielleicht Videoüberwacht sei, wurde auch der Tourismusverein Stade über den „Überfall“ informiert, da sie ja Betreiber des Platzes sind und bereits am frühen Morgen stand extra eine sehr nette Dame vor meiner Womo Tür. 

Es war der erste Vorfall dieser Art auf dem Stellplatz in Stade und ich hatte so das Gefühl, den tat das alles schrecklich leid. WOBEI ICH GANZ KLAR SAGEN MÖCHTE, MEINER MEINUNG NACH LIEGT SO EIN GESCHEHEN WEDER AN DER STADT STADE, NOCH AM STELLPLATZ SELBST! DAS WAR EINFACH PECH, DASS EINEM MEHR ODER WENIGER ÜBERALL PASSIEREN KANN!

Wirklich nett fand ich allerdings, wie sich der Tour Verein verhalten hat… wäre ich abgereist, hätte ich das Geld zurück bekommen, sofort als sie hörten, dass es vielleicht Probleme geben könnte, weil ich keinerlei Bargeld mehr habe, haben sie mir Unterstützung zugesagt und am Nachmittag klopfte es nochmal am Pepper und ich bekam einen Geschenkgutschein für ein Café in Stade überreicht. 

 

Stade Sicherheit Überfall Wohnmobil Stellplatz

DANKE! Ich empfand die Reaktion der Stadt Stade sehr, sehr nett und freundlich!

 

Ich finde, da hat sich der Touriverein Stade schon sehr nett verhalten und nur weil ich weiß, dass einige das alles falsch verstehen könnten…

NEIN, DAS IST KEINE WERBUNG ODER SO, BIS ZU DIESEM TAG HATTE ICH KEINERLEI KONTAKT ZUM TOURISMUSVEREIN STADE!

Nachdem ich an diesem Tag noch 3 mal zur Sparkasse laufen und bei der Polizei vorbei schauen musste, hatte sich der Tag für mich erledigt! In der Nacht habe ich keine Minute geschlafen und nachdem der ganze Stress nach ließ, war ich einfach nur platt! Darum lag ich auch schon um 20 Uhr fix und alle im Bettchen und habe  relativ gut geschlafen. Ok einmal bin ich wach geworden, weil ich vor laufendem TV eingeschlafen bin, dieses irgendwann ausging und damit die Sat Anlage eingefahren ist. Davon bin ich wach geworden und dachte sofort… verdammt, jetzt sehen „die da draußen“, dass ich schlafen gehe und dann kommen sie gleich. 

Also ganz schnell TV wieder an, Sat Anlage wieder hoch, „die da draußen“ sehen dass ich noch wach bin und dann konnte ich auch ruhig weiter schlafen! 🙂 

Naja ok… so ein bisschen schräge Gedanken ist wohl auch ganz normal!

Am nächsten Tag ging es mir schon deutlich besser, vormittags schien auch noch die Sonne, so dass ich mir Milla, ihre Kutsche und den Gutschein geschnappt habe,  um endlich wirklich etwas von Stade zu sehen. 

Ich muss sagen, mein erster Eindruck von Stade hat sich überhaupt nicht bestätigt! Keine Ahnung, vielleicht bin ich damals auch an den falschen Ecken herum gestromert, diesmal fand ich Stade auf jeden Fall sehr, sehr schön! 

 

Urlaub in Stade

Typisch Stade! Die vielen kleinen Gassen und Fachwerkhäuser in Stade sind schon echt hübsch!

 

Die Stadt hat unheimlich viele kleine Gassen, Fachwerk und roten Backstein, also ganz typisch nordisch. Schräg gegenüber des Stellplatzes gibt es eine Art großen Stadtpark, in dem man wunderbar mit dem Hund laufen kann und dann gab es da ja noch den Gutschein. 

Das „Grubenhof Café“ befindet sich in einem alten, „schrägen“ Haus direkt in der unteren Innenstadt. Das alte Fachwerkhaus ist wirklich schräg… und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Eingangstür knarzt, die Toiletten sind winzig klein und das gesamte Café hat ein bisschen „Wohnzimmer Charme“. An den Wänden hängt Kunst, die man auch direkt kaufen könnte und es gibt SUPER leckeren Kuchen!

Wenn ihr also mal in Stade seid und Lust habt auf richtig guten Kuchen, dann kann ich euch das Grubenhof Café empfehlen und mit ein bisschen Glück, bekommt ihr im Sommer noch einen „sonnig schattigen Platz mit Blick aufs Wasser“, im  „Vorgarten“ des Cafes.   

Fazit… Deutschland Tour Teil 2, Steinhude, Stade und der nächtliche Besuch!

Und mal wieder haben wir innerhalb von wenigen Tagen Dinge erlebt, die erleben andere in ihrem ganzen Leben nicht! Warum ich diese Situationen immer so anziehe… ich kann es euch nicht sagen!

Sowohl die Stopps in Steinhude als auch in Stade, haben sich gelohnt und beide Orte sind empfehlenswert, auch wenn es in meinem Fall den ein oder anderen „Knackpunkt“ gab. 

Nach diesem letzten schönen Tag in Stade sind wir weiter in Richtung St. Peter Ording gefahren und was wir da erlebt haben… das erzähle ich euch im nächsten Teil. 

Bis dahin sag ich wie immer….BLEIBT GESUND, gerade in diesen Tagen!

Eure

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Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (58 votes, average: 4,72 out of 5)
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Tour Start mit Hindernissen oder…  aber dann, gaaaaaanz bestimmt!

Tour Start mit Hindernissen oder… aber dann, gaaaaaanz bestimmt!

Ein Tour Start mit Hindernissen! Haaaaach ja, wir kennen diese Phasen im Leben doch alle, wenn es einfach nicht so läuft wie gehofft, oder? Diese Zeiten gibt es nunmal, das haben wir alle schon gespürt.  Doch meine letzten Wochen, die waren mehr als „speziell“ und zuletzt war ich zwar echt genervt, aber nach den ersten Minuten, konnte ich nur noch schmunzeln. Irgendwas hat krampfhaft versucht mich zuhause zu behalten und meine Mutter hätte wahrscheinlich schon zig mal gesagt, KIND… WER WEISS WOFÜR ES GUT IST?! Aber so viele Unfälle, falsch Fahrer, umgekippte Barme oder oder, die mich gerade hätten treffen können, gibt es gar nicht! 🙂  

Aber lest einfach selbst: 

Ein Tour Start mit Hindernisseen oder … aber dann geht es WIRKLICH los, gaaaanz bestimmt!

Die ganze Geschichte begann schon vor knapp 4 Wochen, also Ende Januar, nachdem endgültig fest stand, dass ich Mister Pepper nochmal 3 Monate behalten darf. 

Da sah der Plan wie folgt aus…. nachdem ich aus Jandelsbrunn kam, wollte ich noch einige Tage zuhause bleiben, Wäsche waschen, klar Schiff machen, umpacken (ich bin ja direkt von der CMT Stuttgart nach Jandelsbrunn gefahren), mich mit der Familie treffen usw. bevor ich dann am 12.2 zum VHS Vortrag „Camping im Jahr 2020“ nach Salzkotten fahren muss.  Von da aus wollte ich eeeeeeeigentlich direkt weiter fahren, der Sonne entgegen, auf in Richtung Frankreich, Spanien, Portugal!

Das war also der erste feste Tour Start Plan… einige Wochen Sommer, Sonne, Sonnenschein! 

Tja, doch dann kam es etwas anders! 

Einen Tag vor meiner geplanten Abreise in Richtung Salzkotten ist mein Papa die Treppe heruntergefallen. Es stand zwar schnell fest, ihm ist Gott sei dank nicht viel passiert, aber da mein Vater ja relativ schwer Herzrank ist, muss er Blutverdünner nehmen und da sein Blut so dünn ist, bilden sich schon bei kleinen Remplern häufig große Blutergüsse. 

Bedeutet also… bis auf ein paar Probleme mit dem Knie ging es ihm soweit gut, wie schlimm die Blutergüsse allerdings werden, konnten wir erst 1-2 Tage später erkennen.

Den Vortrag in Salzkotten konnte ich keinesfalls absagen, wie gesagt… es ging meinem Pa ja auch soweit gut und mein Bruder war auch zuhause. Trotzdem war das nicht der richtige Zeitpunkt für einen Tour Start, wenn er nicht dringend sein musste. 

Also habe ich zum erstmal umgeplant, ist ja kein Problem…. nach dem Vortrag in Salzkotten fahre ich nicht direkt durch, sondern erst nochmal ein paar Tage zurück nach hause um abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt. 

Auf die 2-3 Tage kommt es ja nicht drauf an, den Tour Start verlege ich kurzfristig, danach geht es aber DEFINITIV LOS!!! 🙂

Neuer Plan, der Vortrag fand an einem Mittwoch Abend statt, Donnerstag Vormittag bin ich wieder heim gefahren und spätestens Montag sollte es dann los gehen, wenn bei meinem Pa alles ok blieb. 

Mit jedem neuen Tag entspannte sich die Lage bei meinem Pa, doch bereits am Freitag lagen meine beiden kleinen Nichten (3 und 7 Jahre) flach. Gut, dass ist jetzt bei den Kids samt Kindergarten und Schule nichts außergewöhnliches, allerdings ging es den beiden wirklich richtig dreckig und da sie in der Nacht deutlich über 40 Grad fieberten, fuhr meine Schwägerin bzw. mein Bruder mit den beiden Sonntags zum hausältlichen Notdienst. Diagnose… beide hatten die echte Grippe! 

Natürlich ist das schlimm für die Kids und Erwachsenen, betraf mich selber aber eigentlich nur wenig… wäre da nicht dieses Werkstatt Problem gewesen! 

Das Auto der beiden stand in der Werkstatt und konnte Montage abgeholt werden. Mein Bruder konnte dienstlich aber auf gar keinen Fall „weg“, meine Schwägerin musste natürlich bei den kranken Hühnern bleiben, aber da die vier nur dieses Auto haben (zwischenzeitlich hatte ich ihnen mein Auto geliehen) wäre es schon gut, wenn das Auto auch möglichst schnell wieder zuhause stand. 

Lange Rede kurzer Sinn… da ich ja eine gute Patentante und Schwester bin, bin ich Montags nicht los gefahren, sondern habe geschaut, dass ich erstmal das Auto aus der Werkstatt hole und bei denen vor die Tür stelle. 

Da ich dann auch noch mit Bus und Bahn unterwegs war usw. usw. hat es sich einfach nicht gelohnt noch am selben Nachmittag los zu fahren. (was sich lim weiteren Verlauf auch noch als extrem sinnvoll herausstellen sollte) Aber nachdem fest stand, Montag wird es nichts, war der neue Plan…. 

 

Wohnmobil Tour Start Deutschland oder Europa?

Ohne Milla, ohne mich! Und dazu zählt dann eben auch der 27 Tour Start Versuch

 

Auf den einen Tag kommt es nicht drauf an… Tour Start am Dienstag , dann geht es DEFINITIV los!!!! 

Bis in die tiefe Nacht hinein, sah es auch nach einem sicheren Plan aus, bis ich so gegen 2 Uhr das erstmal von Milla geweckt wurde. 

Ich kann es euch nicht anders sagen, es war wirklich so, dass ich durch einen fürchterlichen Gestank samt unruhigen Hund geweckt wurde. 

Da war die erste Panne schon geschehen…. Milla hatte fürchterlichen Durchfall, der sich auch bereits über ihre Decken, Körbchen, Teppichboden usw. verteilte! 

OHHHHH NEEEEEE!!!!

Also rein in Schlappen und Jacke, Milla auf den Arm und erstmal ganz schnell raus. Nachdem „der Teufel“ dann erstmal raus war, habe ich Milla wieder zurück in die Wohnung getragen, habe alles was in die Waschmaschine konnte, in die Maschine gestopft,  soweit sauber gemacht und bin zurück ins Bettchen. Mit einem offenen Auge auf Milla gerichtet, habe ich noch gehofft, dass es nur ein nicht vertragenes Leckerchen o.ä. sei. 

Diese Hoffnung hatte sich gegen 4 Uhr allerdings bereits erledigt. 

Nachdem Milla wieder unruhiger wurde, bin ich diesmal direkt aufgesprungen, Jacke, Schlappen, Schlüssel… RAUS!!! Doch dann passierte etwas, was man sich selbst als liebende Hundemutti echt nicht wünscht. Ich erzähle es euch so ausführlich, weil es letztendlich doch ganz witzig war! 

Wir müssen mal eben einen kleinen Sprung nach vorne machen. Am selben Morgen erreichte mich eine Whats App Nachricht meiner Nachbarin. Hey Isa… sag mal, weisst Du vielleicht warum es bei uns im Flur so dermaßen müffelt? Hast Du Frau L. In den letzten Tagen getroffen???( Anmerkung, gemeint war meine andere Nachbarin, die bereits sehr alt und krank ist) Wir machen uns Sorgen, nicht das da was passiert ist??? 

Ähhhmmmm, jaaaaaaa diese Sorge konnte ich meiner Nachbarin direkt nehmen und musste leider zugeben, ich bzw. Milla und ich, sind für den schäbigen Gestank verantwortlich gewesen! 

Denn zurück zur Nacht, wie gesagt, ich bin dann gegen 4 Uhr direkt aufgesprungen, habe Milla auf den Arm genommen, raus aus der Wohnungstür, durchs Treppenhaus und leider…. hat es Milla nicht mehr bis unten geschafft! Die kleine, alte Prinzessin hat mich ERNSTHAFT (ich schwöre es euch hoch und heilig) von oben  bis unten zugeschissen! 

Meine Jacke war voll, meine Jogginghose war besudelt, meine Schlappen hatten Spritzer und auch das Treppenhaus hat noch etwas abbekommen. 

ZUM GLÜCK war es mitten in der Nacht!!!! Ich habe so dermaßen gestunken, dass ich WIRKLICH über mich selbst würgend, mitten in der Nacht, draußen auf dem Bürgersteig stand, denn die arme Milla Maus war noch lange nicht „leer.“ 

Nachdem wir dann bestimmt 20 Minuten mitten in der Nacht draußen waren und die gesamte Strasse vor dem Haus Millas „Spuren“ hatte (sorry aber bei Dünnpfiff helfen Tüten wenig und ich dachte… besser am Strassenrand als quer über den gesamten Bürgersteig) habe ich erstmal unten im Hausflur meine Jacke ausgezogen, um Milla wieder hoch in die Wohnung tragen zu können. Wie gesagt, die Jacke war wirklich komplett versaut, so konnte ich sie nicht an mich drücken und  hoch tragen. 

Oben vor der Tür angekommen habe ich Milla abgesetzt und mich noch im Hausflur bis auf den Schlüppi ausgezogen (wie gesagt, GOTT SEI DANK WAR JA NACHT!!!!) , weil ich so nicht in meine Bude wollte. 

Nächster Schritt…. Erstmal ein langes T-Shirt an und dann um Milla kümmern, die ich mittlerweile in ihr Körbchen ins Wohnzimmer gelegt hatte. Erste Hilfe… Buscopan in den Hund, damit etwas Ruhe rein kommt. 

Milla lag fix und fertig in ihrem Körbchen, währenddessen ich meine Jacke (zum Glück keine Daunenjacke sondern meine alte Jack Wolfskin, die Problemlos in die Waschmaschine konnte)  und die restlichen Klamotten im Flur eingesammelt habe, ebenfalls rein in die Waschmaschine ( mittlerweile war es kurz vor 5 Uhr, da konnte ich die Waschmaschine ja anstellen 🙂 ) und dann habe ich mich samt Eimer und Lappen auf den Weg begeben, den Flur noch in der Nacht halbwegs ordentlich zu putzen. 

Naja sagen wir so…. es war mitten in der Nacht, der Flur sah danach „unauffällig“ aus, aber so richtig, habe ich ihn am nächsten Tag geputzt, weil der Gestank unglaublich war!

Ich wusste schon, dass seit einigen Wochen ein heftiger Hunde Magen/ Darm Virus in Dortmund tobte und jetzt hatte es Milla doch noch erwischt! Ich  kann mich nicht erinnern, dass ich Milla schonmal SO Krank erlebt habe. Die kleine alte Dame hatte Bauchkrämpfe, dass sich ihr gesamter Körper irgendwie „verschob“ und verkrampfte. Milla hat richtig gestöhnt und ich war mir nicht sicher, ob das wirklich „nur“ ein Magen Darm Virus ist, oder es unsere letzten gemeinsamen Stunden waren. 

Ich habe sie dann morgens direkt zum Tierarzt gebracht, der erstmal gar nicht viel mehr unternommen hat, als Milla mit Spritzen und Medikamenten zu versorgen. Wenn es Magen Darm ist, müssten die nächsten Stunden ruhiger werden, ansonsten sollte ich Nachmittag nochmal in die Praxis kommen.

Ich glaube Milla war einfach nur froh, als sie endlich mal etwas entspannt in ihrem Körbchen liegen konnte… die Medis haben gut angeschlagen, aber natürlich stand fest….

den Tour Start konnte ich erstmal abhaken!

Als am späten Vormittag dann etwas Ruhe eingekehrt war, Milla ein kleines bisschen schlafen konnte und ich müde auf der Couch saß, klingelte mein Telefon! 

„Hallo Frau Speckmann, hier ist die Krankengymnastik Praxis ihres Vaters, der hatte uns mal irgendwann ihre Nummer gegeben und wir haben mit ihm abgesprochen, sie anzurufen. 

Wir wollten Ihnen nur mitteilen, ihr Vater war eigentlich gerade zur Behandlung bei uns, wir haben ihn allerdings gerade ins Taxi gesetzt um zum Arzt zu fahren. Ihr Vater hat ein ganz dick geschwollenes, heißes rotes Bein, dass muss sich unbedingt ein Arzt ansehen.“ 

WHAAAAAAT???

Durch den Treppensturz hatte sich mein Vater eine kleine „ Macke“ am unteren Schienbein zugezogen, die sich jetzt blöderweise auch noch so stark entzündet hatte, dass Knöchel und Unterschenkel großflächig betroffen waren. 

Fazit…. Markieren des betroffenen Gebietes, desinfizierende Wickeln und Antibiotika vom Doc, sollte es schlimmer/ größer werden, bitte direkt in die Klinik, ansonsten 2 Tage später Kontrolle und dann Entscheidung ob das Antibiotikum ausreichend packt oder es dann doch noch in die Klinik gehen muss.  Na suuuuuupi…. das läuft doch bestens! 

Mein Tour Start rückte also erstmal in weite Ferne und tun konnte ich auch nichts weiter, denn erstmal konnte ich Milla nicht alleine lassen. Da musste mein Pa also erstmal selber klar kommen. 

 

Tour Start mit Hindernissen

Wenn der Wurm drin ist… manchmal klappt einfach nichts!

 

Aber…. es wurde noch etwas besser!!! 🙂 Ob ich noch mit dem Pepper eine Tour starten könnte???

So lange Millas Medikamente wirkten, ging es ihr reeeeeelativ gut, das ein oder andere Malheure passierte dennoch. Aber gut… wir hielten uns nur noch im Wohnzimmer auf (Laminat) und große weiße Handtücher lassen sich nunmal sehr gut heiß waschen. 

Ließen die Medikamente allerdings nach, bekam Milla direkt wieder Fieber, ihr wurde merklich übel und auch die Krämpfe setzten wieder ein. Für mich bedeutete das, ich habe die kommenden 2 Nächte im Halbschlaf auf der Couch verbracht, habe Milla regelmäßig alle 3 Stunden raus getragen und immer schön mit Medikamenten versorgt, jedesmal mit der Hoffnung, dass sie nicht direkt wieder raus kommen. 

Nach 3 heftigen Tagen ging es Milla laaaangsam besser und auch bei meinem Pa entspannte sich die Lage etwas, das Antibiotikum tat was es tun sollte! 

Juhuuuu… das klang doch alles ganz gut, so dass ich in 3-4 Tagen ganz, ganz sicher zum Tour Start aufbrechen könnte. 

So war also meine neue Planung für satte 18 Stunden…. bis am nächsten Morgen mein Telefon klingelte! 

Mein Bruder war am Hörer und ich kann es nicht anders sagen als…. allein seine Stimme klang schon extreeeeem schlecht! Bei meiner Schwägerin und meinem Bruder war der super GAU eingetreten. Nachdem es den Mädels langsam besser ging, hatten sich BEIDE Erwachsenen auch an der „echten“ Grippe angesteckt und ja den beiden ging es richtig, richtig dreckig! 

Da gab es keinen Vergleich zu einem grippalen Infekt oder so… beide hatten hoch Fieber und meine Schwägerin war so schwach, die kam nichtmal die Treppe vernünftig hoch oder runter, sondern blieb fast komplett im Schlafzimmer liegen. 

Also musste ein Rettungsplan her, denn um die Mädels konnten sie sich so nicht kümmern. Zum Glück war mittlerweile Donnerstag, so dass wir gemeinsam beschlossen haben, die Mädels bleiben Freitag aus Kindergarten und Schule und gehen direkt ab zur Oma, die im Münsterland wohnt. So waren die Kids erstmal gut versorgt, blieben nur noch Einkäufe usw. die ich übernommen habe, allerdings nur bis auf die Terrasse… ich wollte mich nicht auch noch anstecken! 

So lange die Lage bei den Vieren aber nicht deutlich besser wurde, wollte ich mich nicht einfach aus dem Staub machen. Das hätte ich sicherlich nicht gemusst, aber wirklich entspannt fahre ich in solchen Situationen nicht los. Wenn ich dann mit dem Kopf eh immer in Dortmund bin und denke, na hoffentlich läuft das alles mit den Mädels usw., ist das für mich kein schöner Tour Start! 

Aus den 3-4 Tagen wurde also eine gute Woche… aber dann haben wir ja wirklich ALLE Themen durch… dann MUSS es ja seeendlich mit dem Womo Tour Start klappen! 

Schließlich muss ich Ende April den Pepper wieder abliefern! 

Tjaaaaaa…. was soll ich sagen…. das Lazarett im Hause Speckmann wurde tatsächlich besser und besser, allerdings gab es da ein neues Thema, welches mich zum grübeln brachte:

Der Corona Virus war in Italien angekommen, die ersten Gemeinden wurden gesperrt und man sprach zu beginn auch darüber, vielleicht die Grenzen schließen zu müssen. 

Huidiiiiiiii wuidiiiiiii…. was nun??? Wie sang Marc Forster eins so schön… Bauch sagt zu Kopf ja, doch Kopf sagt zu Bauch nein! Bei mir war es eher andersherum! 

Wenn es rein um den Kopf ginge, dann wäre das Thema schnell für mich erledigt gewesen. Denn echte Angst vor der Ansteckung habe ich nicht, auch wenn ich mit meinen ganzen „Kränkeleien“ sicher zur Risikogruppe zähle, alleine schon durch das herabgefahrene Immunsystem. 

Ein echt schlechtes Bauchgefühl bereiteten mir aber Sorgen wie: 

  • Was ist, wenn ich irgendwo fest hänge, Grenzen geschlossen werden und meine Medikamente werden knapp? Da ich unter anderem ja Betäubungsmittel einnehme, bekomme ich nicht einfach mal eben von irgendwem ein neues Rezept. Das ist selbst bei der Vertretung meines Hausarztes ein riesen Akt, um an neue Rezepte zu kommen, weil… naja mit so viel Morphium kann eben auch Schindluder getrieben werden, gerade weil meine Dosierung über die vielen Jahre auch immer weiter angestiegen ist. 
  • Was ist, wenn es Milla plötzlich schlecht geht und ich nicht weg komme?
  • Und natürlich auch… wie läuft das alles mit Milla, sollte ich mich doch anstecken?

 

Zu dem Zeitpunkt war das alles noch kein echtes Thema, aber was ist wenn???

Sollte ich dieses Risiko wirklich eingehen, obwohl ich schon vor der Tour daran denke, dass ich diese Probleme bekommen köööööönnte? 

Und was ist mit dem Satz, den ich euch immer wieder „predige“… HÖRT AUF EUER BAUCHGEFÜHL!!! 

Es hat tatsächlich 3 Tage und 2 Facebook Postings gedauert, bis für mich fest stand…. 

NEIN, ICH WERDE AKTUELL NICHT INS AUSLAND FAHREN!!!! 

Mir ist das alles zu heikel und ich würde mir sowas von in den eigenen Hintern beißen, wenn ich hinterher genau vor den Problemen stehe, über die ich von Anfang an gegrübelt habe!  Das ist es mir aktuell einfach nicht wert! Vielleicht sieht die gesamte Lage in 1,2,3 Wochen schon ganz anders aus, klarer, man weiß wo man dran ist und dann sieht der Pepper vielleicht nochmal das Ausland. 

ABWARTEN!!!

Also habe ich sämtliche Termine und Pläne abgesagt oder verschoben… aus Sommer, Sonne, Sonnenschein wird erstmal NICHTS, es mussten erstmal neue Ziele innerhalb Deutschlands her!  

Normalerweise plane ich meine Touren ja gar nicht mehr richtig, sondern verbinde meistens irgendwelche Termine mit netten anderen Zielen. In diesem Moment war aber eh schon alles anders und ich hatte so gar keine Idee, worauf ich eigentlich Lust habe. 

Schon wieder Küste… ja, hätte ich eigentlich total Lust zu, aber an der Küste Niedersachsens kenne ich mittlerweile gefühlt jeden Stein.

Berge… eigentlich auch cool, aber da ist ja momentan nur Matschepampe und kaum Schnee. 

Eine reine Städtetour… hatte ich erst zu den Weihnachtsmärkten…hmmmmmpf, ich war üüüüberfragt!

Also habe ich stundenlang gegoogelt und mir nach Ewigkeiten mal wieder eine echte Tour zusammengestellt. Alles war fertig, Deutschland wir kommen… Wetter egal, Corona egal, Temperaturen egal…. mittlerweile waren knapp 3 Wochen ins Land gezogen…

ICH WOLLTE ENDLICH LOS!!! TOUR START WIR KOMMEN!!! JETZT ABER WIRKLICH….. ODER???!!!!

Donnerstagmorgen war noch alles gut, Milla war gut drauf, nach der ersten Gassi Runde habe ich noch schnell ein paar Mails geschrieben und die letzten Klamotten ins Womo geräumt, als mir Milla insgesamt schon sehr aufgeregt vor kam. 

Das sie vor jeder Tour aufgeregt ist, sobald sie merkt ich fange an Klamotten zu packen ist nichts ungewöhnliches, aber letzten Donnerstag war sie irgendwie besonders unruhig. 

Also habe ich die restlichen Klamotten erstmal stehen gelassen, habe mir Milla geschnappt und bin mit ihr zum Womo gelaufen, dann muss sie eben noch ein paar Minuten im Womo warten, bis ich die restlichen Sachen aus der Wohnung geholt habe. 

Gut gedacht, schlecht gemacht… schließlich wäre es ja viel zu normal, wenn wir tatsächlich endlich los fahren könnten. Ich kann euch nicht sagen ob es die Aufregung war, oder woran es ansonsten lag, aber sobald ich mit Milla draußen war um zum Womo zu laufen, kam es nur so aus ihr raus geschossen! 

Prinzessin zu Camp hatte schon wieder Durchfall und zwar heftig. Für den 10 minütigen Fussweg zum Womo brauchten wir über 30 Minuten, aber zumindest dann hatte ich das Gefühl… „der Teufel war raus“! 

Also habe ich Milla ins Womo gehoben, in dem Moment noch mit der Hoffnung… gleich gehts ihr wieder besser.  Doch ich hatte den Motor gerade angelassen, da ging es bei Milla auch Magen technisch los, sie musste sich übergeben! 

So hatte das alles gar keinen Sinn!!! 

Ich gebe zu, im ersten Moment war ich schon schweeeeeeer angenervt, auch wenn Milla das natürlich nicht extra macht, aber jetzt mal ehrlich… wir hatte das Pipi/Kacka Thema geraaaaade hinter uns und ich behaupte mal, selbst für die liebste Hundemutti ist es kein Vergnügen, ständig die flüssigen Hinterlassenschaften des Hundes zu säubern und jetzt hatte ich schon wieder dieses besondere Vergnügen. 

Meine Fre…..e, was war ich genervt! Also zurück in die Wohnung, Milla habe ich direkt bis in ihr Körbchen getragen und auf ein neues mit Medikamenten versorgt. Zum Glück blieben die Medis drin und nachdem sie ihre Wirkung zeigten, schlief Milla ganz tief und fest ein. 

Damit stand für mich fest…. ich werde wieder nicht los fahren können!!! 

Es macht keinen Sinn mit einer kranken Milla los zu fahren… zum einen ist das meiner Meinung nach für Milla alles andere als angenehm, zumal sie wirklich stundenlang tief und fest geschlafen hat, nach dem die Medis wirkten, ich hätte während der Fahrt ständig ein Auge auf den Hund und insgesamt war ich mir recht sicher, das war nicht wieder der Magen Darm Virus, diese Beschwerden kamen durch ihr Alter und die Aufregung. 

Also kein Tour Start… wir blieben nochmal eine Nacht zuhause…. aber dann, am nächsten Tag, ganz, ganz, ganz sicher!!!! 

Auf zur Deutschland Tour, schließlich hatte ich ja alles geplant!

Der Freitagmorgen kam und Milla ging es eindeutig besser, juhuuuuuu!!! Die Nacht war auch ruhig, wir beide waren fit… jetzt konnte es also wirklich los gehen! Mittlerweile beherrschte der Corona Virus sämtliche Medien und bevor ich so richtig starten konnte,  musste ich auf jeden Fall noch einen Stop an einer bestimmten Dortmunder Apotheke einlegen, welche meine Medis immer vorrätig hat. Also habe ich noch schnell den letzten Rucksack ins Womo gepackt, Milla eingeladen und juhuuuu… wir konnten tatsächlich starten! Auf zur Apo! 

Dort angekommen standen bereits Schlaaaangen an Leuten vor den verschiedenen Pulten und es dauerte eeeeewig, bis endlich jeder begriffen hatte… auch diese Apotheke hat kein Desinfektionsmittel mehr. Nach über 30 Minuten kam ich endlich wieder samt Medis aus der Apo, nächster Halt… der nahegelegene Supermarkt samt großem Parkplatz, in dem ich eigentlich nur noch schnell so einen Salat für Unterwegs kaufen wollte. 

Da war DIE HÖLLE los! Nudeln, Reis, Dosenravioli waren bereits fast komplett ausverkauft, viele Leute waren total aggressiv und das alles bereits Freitag Vormittag, ein Zeitpunkt an dem ansonsten kaum etwas los ist! Es hat tatsächlich fast 60 Minuten gedauert, bis ich seeendlich wieder am Womo war… aber jetzt, jetzt konnte es wirklich los gehen! 

Wäre da nicht dieses eine kleine Problem gewesen….

In Hessen und Ba-Wü hatte es in den letzten 24 Stunden ordentlich geschneit, im Radio wurde vor Strassenglätte gewarnt und mir kam der Gedanke, wenn der ganze Schnee jetzt schmilzt, laufe ich die nächsten Tage nur noch doch Matsch und Dreck! 

Darauf hatte ich ja so gar keine Lust, aber eeeeeeeigentlich war die kommende Tour doch soooo schön geplant! 

🙂 🙂 🙂 Nunjaaaa… ihr könnt euch wahrscheinlich schon denken was ich gemacht habe, da sämtliche Pläne der vergangenen Wochen für die Tonne waren, habe ich auch diesen Tour Plan über Bord geworfen! 🙂 

Anstelle in den südlichen Raum Deutschlands zu fahren, habe ich das Navi genau in die Gegenrichtung eingestellt. Ich war schon ewig lange nicht mehr in Schleswig Holstein und das ist genau die Richtung, auf die ich jetzt gerade Lust habe! 🙂  

Jetzt konnte es aber wirklich los gehen!!!

Doch…. auch das war immer noch nicht alles!!!

Runter vom Supermarkt Parkplatz und auf in Richtung Autobahn. Milla, Mister Pepper und ich hatten geraaaade die Dortmunder Stadtgrenze hinter uns gelassen, da viel mir ein, VERDAMMTE SCHEIBE, ich habe Milla Anhänger zuhause im Keller vergessen. 

Ich benötigte den Anhänger einmal zuhause, als ich das Womo sehr weit weg parken musste und seit dem dachte ich täglich daran, DU MUSST DEN ANHÄNGER NOCH ZURÜCK INS WOMO STELLEN, VERGISS ES NICHT!!!! 

Ich hatte es vergessen! Ich habe dann ganz kurz überlegt, ob es auch ohne Anhänger geht, da wir aber doch ein paar Wochen unterwegs sein möchten… ist das alles ohne Anhänger MIST!

Also, nix Tour Start… 

nächste Ausfahrt runter, einmal drehen und yippi jay jaiiiiii … nochmal zurück nach hause und flux den Anhänger holen!

 

Tour Start zur Wohnmobil Deutschland Tour

Fast unglaublich, aber…wir sind tatsächlich unterwegs!!! 🙂

 

Mit knapp 3 Wochen Verspätung, konnten Milla, Mister Pepper und ich am Freitag, 28.02.20 gegen 14 Uhr tatsächlich den Tour Start starten!!!

 

Unsere Deutschland Tour hat begonnen, ich schreibe euch das ganze gerade aus dem Womo vom Steinhuder Meer, wir sind WIRKLICH auf dem Weg gen Norden und wenn es tatsächlich so ist, dass einem stressigen Reisestart, ein extrem entspannter Urlaub folgt, wird das ein echter Traumurlaub! 🙂 

Ich bin gespannt und WIR werden es erleben, denn natürlich nehme ich euch wieder mit on Tour! 

Ich wünsche euch einen entspannten Start in die Woche, liebe Grüße aus Steinhude und …. BLEIBT GESUND!!!!

Eure …. ganz entspannte 😉 

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Liebe Camperin, lieber Road Trip Fan,

vielleicht hast Du es schon gelesen, durch Vandalismus und Brandstiftung ist meine Omi komplett ausgebrannt. Der Traum vom eigenen kleinen Wohnmobil hat sich wortwörtlich in Rauch aufgelöst!

 Durch meine Erkrankung und die daraus resultierende Frühberentung mir 24 Jahren, ist es mir schlichtweg nicht mehr möglich, als ganz normale Angestellte einen Beruf auszuüben. Das einzige was möglich ist, ist die Selbständigkeit als freiberufliche Bloggerin und Autorin. Das lief in den vergangenen Jahren ja auch ganz ok, allerdings fehlt mir jetzt erstmal das Reisemobil um Aufträge zu bearbeiten und Geld zu verdienen.

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Bereits am Tag nach dem Brand wurde durch eine Leserin eine Spendenaktion für IsasWomo ins Leben gerufen. Wenn Du also aus freien Stücken spenden magst, dann hast Du hier über Paypal eine ganz einfache und sichere Möglichkeit:

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Dass ich jemals einen solchen Aufruf starten würde, hätte ich nicht glaubt und auch jetzt ist es noch so, dass ich schwer über meinen “stolzen Schatten” springen muss. Aber wie sagte mal jemand so schön: “Diesen Stolz muss man sich erlauben können und aktuell kann ich ihn mir nicht erlauben, denn jeder Euro hilft!”

Ich danke Dir sehr!❤️

Deine Isa!