Camping, der Blog und die Branche – 2019 Teil 2

Camping, der Blog und die Branche – 2019 Teil 2

Der IsasWomo Jahresrückblick – Teil 2 – Wohnmobil, Blog, Arbeit und Camping 2019

Da dieser Artikel mal wieder viel, viel länger wurde als geplant, habe ich ihn für euch in zwei Teile unterteilt. Ich möchte euch ja nicht stundenlang in beschlag nehmen. 

Im ersten Teil habe ich euch nochmal mit durch mein Jahr 2019 genommen. Von der Silvesternacht in den Bergen und meinen ersten Vorträgen, über den Knaus Sun TI Test und den verschiedenen Touren 2019 bis zum Brand meines Wohnmobils und dem aktuellen Stand der Versicherung. Solltet ihr Teil 1 noch nicht gelesen haben, gelangt ihr hier direkt zum Artikel. 

Weiter geht es also mit Teil 2 des IsasWomo Jahresrückblicks und alledem, was es rund um Touren, Milla und mich sonst so gab. 

Heute wird es deutlich persönlicher. Es wird lustig, traurig, mysteriös, ich erzähle euch von meinen Aufregen 2019, verrate euch das ein oder andere „Geheimnis“ und berichte euch von Begegnungen und Erlebnissen, die mir noch lange, lange in Erinnerung bleiben werden. 

Doch bevor es so richtig los geht, auch hier nochmal die Warnung vorab! Ich berichte euch hier von meinen letzten 12 Monaten, meine Erlebnisse, meine Aufreger, mein Blick auf die Sozialen Medien, Posts, Kommentare und die Camping Branche. 

Diesmal dreht sich also alles um MEINE Themen der vergangenen 12 Monate und alle dem was MIR geschehen ist. Dies ist KEIN Artikel, der die Allgemeinheit widerspiegelt. 

 

Keine Lust zu lesen? Diesen Artikel gibt es auch als IsasWomo Podcast – Camping für die Lauscher!

Niemals 1:1 identisch (ich lese euch den Text also nicht vor und in einigen Details unterscheiden sich Text und Podcast auch), quatsche mit euch aber über das selbe Thema. 

Podcasts sind euer Ding? Dann könnt ihr den IsasWomo Podcast auch über alle gängigen Portale abonnieren, oder ihr klickt euch einfach mal durch die Folgen hier auf dem Blog!

 

 

Jahresrückblick 2019 Teil 2… die sozialen Medien, Aufreger und Herzensmomente aus 12 Monaten IsasWomo

UND WAS GAB ES SONST SO???

Bevor ich euch weiter von meinem Jahr 2019 erzähle, will ich noch betonen… JA ES GIBT VIEL, VIEL SCHLIMMERES UND WICHTIGERES AUF DER WELT! (Was allerdings auf diesem Blog meist der Fall ist! 😉)

Nichts desto trotz lebt ja nunmal jeder in seinem „persönlichen Kosmos“ und über ein Jahr hinweg, gibt es immer wieder Themen, bei denen man am liebsten in die „Tischkannte beißen würde“, die man besonders witzig findet, die so skurril sind, dass sie hängen bleiben oder die einen von herzen rühren. 

„MEINE SPECIALS DES JAHRES“

Ich starte mal direkt mit den sozialen Medien und ja, so sehr ich diese Medien liebe und nutze… sie macht mich manchmal echt fertig!!! 🙂

Es gibt so Postings, bei denen frage ich mich… haben die Menschen eigentlich gar kein Scharmgefühl, sind sie WIRKLICH soooo dumm oder ich denke mir mal wieder, meine Fr…se, das kann doch nicht deren ernst sein, allein die Frage, der Lebensplan, der Wunsch ist echt dreist. 

Hier also ein paar „besondere“ Posts aus dem vergangene Jahr und ich SCHWÖRE euch hoch und heilig, über diese Themen wurde genau so gepostet, auch wenn es manchmal kaum zum glauben ist! 

1 – Posting in einer Camping Frauen Gruppen: Hallo liebe Mädels! Ich habe eine ziemlich starke Schambehaarung, wie rasiert ihr euch im Van?  

2 – Posting in einer Camping Bastel-Gruppe: Hallo zusammen, ich habe zwei linke Hände und auch keine Ahnung von der Technik. Ich möchte mir eine Duo-Control für unser Wohnmobil zulegen, der Einbau durch eine Werkstatt ist mir aber zu teuer. Wie baue ich das Teil selber ein?

3 – Eines meiner absoluten Highlights aus einer Camper-Gruppe im FRÜHJAHR: Wir möchten diesen Herbst nochmal los, wo ist es innerhalb Deutschlands sonnig?

Ein ganz anderes Medium ist Instagram! 

Dass ich mich über diese absurd gefakten „wir tanzen auf dem Womo Dach – vanlife Bilder“ aufregen kann, habe ich ja mittlerweile oft genug gesagt. Aber Insta hatte auch in den letzten Monaten so einige Bilder auf Lager … hei, ei, ei… 

Dass die Geburt eines Kindes für jede Mama, jeden Papa oder auch die Geschwisterchen, etwas ganz, ganz besonderes sein muss, verstehe ich absolut!  Aber jetzt mal ehrlich… Bilder von der Geburt, oder der stolzen, nackten Mama (Brüste waren mit einem nassen Handtuch bedeckt), in der noch blutigen Geburtswanne/ Planschbecken bzw. im, von der Geburt gezeichneten Wasser, sitzend, während das Kind noch nichtmal abgenabelt ist??? 

Und das alles mit dem Hintergrund, dass die Familie ein ach so geniales, hyper natürliches, „Yoga Vanlife Hippie Aussteiger Leben“ lebt. Heissa hussa… ich bin ganz sicher kein Richtmaß, aber hat so ein Bild wirklich etwas im Netz zu suchen?

Ich erzähle und zeige ja für ganz, ganz viele Leute schon zu viel „privates“ aber manchmal frage selbst ich mich, ob es nicht auch Momente gibt, die nicht für die ganze Welt bestimmt sind… auch wenn so ein Bild hunderte Likes bekommt. 

Es gab aber auch immer wieder kleine, süße Bilder, die mich zum schmunzeln gebracht haben. Ob es nun die Wolf Gang ist, bei der 15 alte Hunde (und Hausschweine) zusammenleben oder, oder, oder. Es gab natürlich auch viele, viele echt tolle Bilder, die leider nie die tausenden Likes anderer erreichen. 

Eine echte HASSKAPPE bekam ich aber auch 2019 jedesmal, wenn wieder irgendein Idiot (es tut mir leid, aber das sind für mich echte Idioten) eine Insta Story von einem schweren Unfall postet!

Müsste nicht mittlerweile jedem klar sein, dass es einfach nur a-sozial ist, ein Video von einem schweren Unfall, im vorbeifahren zu drehen??? Und ja, ich meine in diesem Fall auch die Beifahrer, die ihr Handy fest umklammern und am besten noch sagen, fahr mal langsamer! 

Den aufrüttelnden Beitrag von dem Polizisten, der Gaffer „einläd“ sich die Leiche eines verunfallten Mannes anzusehen, habt ihr ja sicherlich irgendwo im TV gesehen.  

Ehrlich ihr Lieben, ich finde diese Unfall Videos so dermaßen „uncool“, das MUSS 2020 aufhören.

Aber mal abgesehen von den verschiedensten, sagen wir mal „skurrilen“ Posts selbst, wieeeeee häufig habe in den vergangenen Monaten unfassbare Bösartigkeiten in den Kommentaren gelesen, das ist wirklich unglaublich! Meiner Meinung nach, werden die Boshaftigkeiten in den „sozialen Medien“ immer mehr und teilweise finde ich es wirklich erschreckend, was Menschen da so von sich geben. 

Allerdings stelle ich mir dann häufig vor, wer wohl hinter solch „ekligen“ Kommentaren steckt, bzw. Ich schaue mir dann auch gerne mal deren Profile an und ganz, ganz oft schließt sich damit „der Kreis“. Häufig sieht man auf dem 2. Blick, dass es sich entweder um fake Accounts handelt, oder man erkennt recht schnell, dass da ein Mensch aktiv ist, der mit sich selbst so dermaßen unzufrieden ist, dass er denkt, soooooo….aber im Netz teile ich mal so richtig aus. 

Ich kann euch nur sagen, wenn ich selber mit solchen Leuten zu tun habe (dazu kommt weiter unten mehr), dann ärgert mich so manch „hässlicher Post“ zwar, aber nachdem ich mir das Profil angesehen habe, wird mir deutlich, JA KLAR, HARK ES AB, SCHAU DIR DEN MENSCHEN AN, DER KANN EINFACH GAR NICHT ANDERS, ALS IN IRGENDEINER FORM NEGATIV ODER GAR BÖSARTIG ZU SEIN.

Solltet ihr es 2020 also mal mit echt miesen Kommentaren zu tun bekommen, lasst euch nicht fertig machen! Wäre es echt sinnvolle Kritik, würde diese sicherlich anders formuliert… so komme ich mit diesem Thema zumindest am besten klar. 

Wenn ich es mir wünschen könnte, würde ich mir in Bezug auf die sozialen Netze 2020 wünschen, dass 1.häufiger im Netz gegoogelt wird, bevor man iiiiiiiiirgend etwas postet, was so wahrscheinlich eh niemand richtig beantworten kann bzw. man sich auf irgendwelche FB Kommentare verlässt (siehe  z.b. den Post Einbau Duo Control von weiter oben) .

Außerdem würde ich mir wünschen, dass sich viel mehr Menschen im Netzt so verhalten, wie sie es im realen Leben tun. Denn diese „neumodische Art“ im echten Leben ein kleines Würstchen zu sein, aber im Netz den ganz großen Macker/ die Mackerin zu spielen, ist irgendwie ganz schön traurig und ein kleines bisschen armselig. 

 

Wohnmobil blogger 2019

Brand, Buch, Vorträge, Frankreich, Werkstätten, Nierenstein, Milla und Podcast… was war 2019 bitte für ein Jahr?

 

Und sonst so??? IsasWomo und ich… meine „Aufreger rund um den Blog“ 2019

Hei, ei, ei, ei …. KEINE FRAGE (und diesbezüglich wiederhole ich mich gefühlt STÄNDIG) ICH BIN ALLES ANDERE ALS PERFEKT!!!

Mir passieren Fehler wie jedem anderen auch, ich kann nur so schreiben wie mir der Schnabel gewachsen ist, ich kann mir keine Namen merken, ich bin furchtbar schlecht im Smalltalk, mir fehlen immer noch viel zu häufig die „guten Kontakte“, meine Nerven schleifen manchmal am Boden, meine Unsicherheit geht mir selber FURCHTBAR auf den Senkel, es stört mich tierisch, dass ich im echten Leben viel zu häufig ruhig bin und Dinge „runter schlucke“, weil ich davon überzeugt bin, mich eh nicht mit den passenden Worten durchsetzten zu können  und dazu bin ich leider eeeextrem ungeduldig… im Umgang mit mir selbst, wie mit anderen! Wenn Leute um mich herum nicht aus dem Quark kommen, kann mich das fertig machen!

Außerdem bin ich ein extreeeeeemer Verfechter von Fairness und Gerechtigkeit! Ehrlich (und ja ich weiß, dass kann definitiv auch eine echte Schwäche sein), fühle ich mich unfair behandelt oder gerate ich ins Hintertreffen weil iiiiiirgendetwas um mich herum unfair abläuft… könnte ich die Wände hoch gehen. Was aber leider letztendlich meist darin endet, dass ich mal wieeeeeder nichts sage, komplett verstumme, aber dafür eine schlaflose Nacht habe! 😉  Wer mich allerdings nur halbwegs kennt, sieht mein Gesicht und kann alles daraus ablesen… so gut bin ich also doch nicht 😉

Dazu kommt, dass ich immer, immer wieder höre, dass man mich im „echten Leben“ erstmal als ultra eingebildet einschätzt (das ist allerdings schon mein ganzes Leben lang so) weil es den Anschein macht, als wolle ich nichts mit anderen Leuten zu tun haben. 

Erst wenn Leute mich dann mal kennen lernen merken einige, dass das alles nichts mit eingebildet zu tun hat, sondern eher genau im Gegenteil… dadurch dass ist ständig unsicher bin, halte ich mich einfach zurück. 

Ihr seht… es ist also eindeutig so, ich bin alles andere als perfekt und das hat sich auch in den vergangenen 12 Monaten nicht geändert! 

Dennoch gab es im letzten Jahr einige Themen oder Vorfälle die, na wie beschreibe ich es am besten, selbst jetzt meinen Puls noch in die Höhe treiben, wenn ich nochmal darüber nachdenke! Ich weiß, ihr könnt jetzt gleich ruhig sagen/denken, über solche Kleinigkeit regt sie sich auf?! Aber JA… so ist es nunmal und es ist ja mein Jahresrückblick 😉 🙂 

Die gesamte Aufregung rund um den „Sack“, der mein Wohnmobil angezündet hat , lasse ich hier bewusst außen vor… dass ich mich über so einen Idioten ärgern kann, ist ja kein Geheimnis!

Was mich in den vergangenen 12 Monaten teilweise wirklich zum VERZWEIFELN gebracht hat, ist das Thema: Umgang mit Bloggern in der Campingbranche. 

… und nein, ich meine alles weitere weder eingebildet, noch hab ich einen Höhenflug! 

Klar ist, wie immer und überall auf der Welt, gibt es solche und solche! So natürlich auch unter uns Bloggern. Und doppelt klar ist, dass nicht jeder Blogger mit seiner Seite Geld verdienen kann bzw. möchte. (Wobei ich persönlich das möchte mit einem dicken Fragezeichen versehen würde. Ich lese zwar immer mal wieder, dass Leute schreiben, ich will mit derer Seite gar kein Geld verdienen, aber nunjaaaa… das kann ich meist nicht so ganz glauben. Denn andersherum habe ich noch nie gelesen, eine Firma bietet mir für einen Artikel Summe X, aber das Geld habe ich abgelehnt, ich schreibe kostenlos, weil ich mit der Seite kein Geld verdienen möchte ) 

Gut… egal… sagen wir es mal anders… es ist klar, dass nicht jeder Blogger auch „hauptberuflich“ schreiben möchte/ kann.

Ich denke, dass ist für jeden klar und verständlich. Darum gibt es eben Hobby Blogger und Blogger die sich durch diese Arbeit ihre Brötchen verdienen. Aber keines von beidem sagt auch nur irgend etwas über die „Qualität“ der Texte/ der Seite aus. 

So weit, so normal! 

Davon abgesehen ist es so, dass auch unter uns Bloggern die Menschen ganz, ganz unterschiedlich ticken. 

Ja und glaubt mir, wenn ich mal wieder erfahre, dass sich irgendwelche „Kollegen“ dumm, dreist benehmen, dann ärgert mich das tierisch!!!! Denn genau unter diesen dumm dreisten Kollegen, leiden wir ja alle!

Und da ist es auch egal, ob es eine wahnsinnig bekannte Bloggerin ist, die sich „wie selbstverständlich“ ein Hotelzimmer für x Tage kostenlos unter die Nägel krallen will, weil sie denkt sie sei Kim Kardashian persönlich, ob es dass Pärchen ist, dass gerade mal seit 2 Monaten blogged und sich öffentlich beschwert, dass es kein neues Autoradio geschenkt bekommt, oder ob es die junge Familie ist, die noch gar nicht blogged und ein Wohnmobil geschenkt haben möchte, weil sie ein Sabbath Jahr einlegen möchten, dazu einen Blog starten wollen und ganz viel Twittern, wie unmöglich es ist, das man Ihnen nicht direkt ein Womo stellt. 

Ich kenne all diese Geschichten und wie gesagt, mich nerven sie auch tierisch und ich kann diesbezüglich gut verstehen, wenn TEILWEISE schlecht über Blogger gedacht wird. 

Nichts desto trotz denke ich, mittlerweile müsste JEDES Unternehmen verstanden haben, wie wichtig diese ganze „online Welt“ ist bzw. nein, mittlerweile ist sie gar nicht mehr nur „wichtig“.. sie gehört einfach vollumfänglich zu unserem Leben dazu! 

Doch gerade in der Campingbranche gibt es immer noch unzählige Unternehmen, die haben das bis heute echt nicht verstanden. Ganz nach dem Motto, dieses Internet…. neee, das setzt sich nicht durch! 

Ich meine wie sonst kann es sein, dass es große Unternehmen innerhalb der Branche gibt, die online oder gar in den sozialen Medien, einfach nicht vertreten sind. 

Ich kann mir das wirklich nur so erklären, dass einige Firmen durch den Boom auf so einem hohen Ross sitzen, dass sie der Meinung sind, sie hätten es nicht nötig. 

Genau dieses Ross habe ich auch in diesem Jahr wieder das ein oder andere mal kennen gelernt. Wenn ich z.B. vor einer Messe ein Unternehmen anschreibe und per Mail nach einem Termin frage, um einige Fahrzeugdetails zu besprechen, um diese dann auf dem Blog vorzustellen und als Antwort erhalte, die Terminanfrage wird abgelehnt, das Unternehmen spricht grundsätzlich nicht mit Bloggern… dann ist das schon eine Aussage die sitzt!!!

Und jetzt versteht mich NICHT FALSCH, es gibt unfassbar gute, mutige, tolle, kreative Journalisten, da ist ein vergleich mit irgendwelchen Bloggern überhaupt nicht möglich!!! 

Es gibt aber auch die anderen und dann frage ich mich schon… warum teilweise mit soooooo extrem unterschiedlichen Maß gemessen wird??? 

An den Leserzahlen kann es definitiv nicht liegen! 

Also bleiben im Grunde nur zwei Antworten übrig. 

  1. Anzeigen in Magazinen sind unfassbar teuer, also hofiert man die Journalisten, damit das Unternehmen doch „kostenlos“ im Magazin erscheint. 
  2. Online ist „nicht wichtig“ und verschiedene  Unternehmen, Messen, Firmen kennen die Camping  Blogger Szene zu schlecht, um differenzieren zu können.  

Erstaunlich ist nur… im Bereich von iiiiiiiirgendwelchen Magazinen, Zeitungen o.ä., kennt die Branche die unterschiedlichsten Personen sehr gut und da schafft sie es zu differenzieren. 

Ich hoffe,  dass sich diesbezüglich in Zukunft eeendlich „flächendeckend“ etwas verändert. ja, es gibt Firmen die online aktiv sind, aber im großen und ganzen, steckt die gesamte Campingbranche diesbezüglich auch im Jahre 2019 noch in den „Säuglingsschuhen“ 

Sollte das ganze Problem allerdings wirklich an Punkt eins bzw. den Preisen liegen… also diesbezüglich kann ich mich ganz, ganz schnell an die Anzeigen Kosten von Magazinen anpassen. Das schaffe ich! 😉

Aufreger 2 – Rund um den Brand der Omi!

Dass ich wahnsinnig gerührt war/ bin von all der Unterstützung, die mich nach dem Brand der Omi erreicht hat, habe ich ja bereits erwähnt und das ist definitiv der größere und viel, viel wichtigere Teil dieser ganzen „Situation“! Und trotzdem gab es so ein paar Kommentare, Nachrichten, Meinungen… nunja, sagen wir mal so… manchmal zweifel ich stark an meinen Mitmenschen!

Wenn ich lese, dass jemand unter einem geteilten FB post schreibt, schade dass sie und ihr Hund nicht drin waren… dann ist das schon HARTER TOBAK!!!

Komplizierter wird es bei anderen Dingen. Ich finde es z.B. total lieb, wenn mir einige von euch immer wieder neue Anzeigen für zu verkaufende Womos schicken. ABER.. ich kann zwar absolut nachvollziehen, dass ihr das total gut meint, nur solange ich keine endgültigen Ergebnisse der Versicherung habe, kann ich GAR NICHTS machen. Ich kann also nur immer, immer wieder das selbe antworten und sagen, super vielen Dank, aber ich kann absolut nicht sagen, wie hoch mein Budget wird und so lange das nicht fest steht, kann ich auch nichts weiter zu den unterschiedlichen Angeboten sagen. Es tut mir echt leid, aber was soll ich tun?!

Ich verstehe irgendwie auch, wenn mir einige von euch schreiben, dass ihr der Meinung seid, dass IsasWomo nicht mehr IsasWomo ist, wenn ich in Zukunft mit einem anderen Mobil unterwegs bin. 

Aber ganz, ganz ehrlich gesagt… fair finde ich es nicht. Irgendwie verständlich, jaaaaa…. fair, nein. 

Die Omi gibt es nunmal nicht mehr. Das ist weder meine Schuld, noch kann ich es ändern. Auch wenn sich der ein oder andere das wünscht… ICH bin auch nicht der Mensch, der sich einen Van selber ausbauen möchte, noch ist es mein Wunsch auf Dauer mit einem solchen Van on Tour zu gehen. 

JA, ich mag die ganz normalen, kleinen, meist weißen, spießigen Wohnmobile vom Band. Das ist das, was ich kenne, was ich möchte, was genau mein Ding ist. Und das ist auch das, was ich aktuell sagen kann, wie es aber mit der Versicherung ausgeht, das steht in den Sternen! Ich möchte, will und muss im kommenden Jahr nach einem neuen Mobil ausschau halten, sobald ich weiß, was ich ausgeben kann. 

Wenn also das Thema „finanzielle Möglichkeiten“ endlich mal geklärt ist, dann wird es nunmal auch so sein, dass ich schauen werde, das „beste“ und „zuverlässigste“ Womo zu kaufen, dass mir liegt und welches ich auf dem Gebrauchtwagenmarkt finde. 

Ja, die Omi gehörte lange, lange zu IsasWomo, Milla und mir dazu, aber… es gibt sie jetzt nunmal nicht mehr, ganz egal ob ihr oder ich mir das wünsche!!! Und es wird auch auf keinen Fall so sein, dass ich bewusst ein „schlechteres“ oder „älteres“ Modell kaufen werde, „nur“ weil einige meinen, ohne Omi-Womo ist IsasWomo nicht IsasWomo. 

NATÜRLICH nervt mich das alles mit dem Brand tierisch!!! Aber…. so ist es jetzt nunmal, egal was ich tue, die Omi ist verschrottet!!! Die Welt dreht sich weiter und Du, ich, wir müssen nunmal damit leben und das bedeutet auch, in Zukunft wird es IsasWomo geben, aber nicht mehr mit der Omi und auch ganz, ganz, ganz sicher niemals mit einem selbstausgebauten Van. Ich weiß, da gibt es wunderschöne Teile und ich gönne jedem seinen Van, den er/ sie mit viel liebe zum Detail selbst ausgebaut hat… nur mein persönlicher Traum ist es eben nicht.  

Aufreger 3

Das 3 Thema welches mich seit Monaten beschäftigt und begleitet, geht in eine ähnliche Richtung wie Aufreger 2. 

Dass ich nicht jedem gefalle ist total ok und auch ganz normal! Geht mir ja nicht anders… mit einigen Menschen kommt man besser klar, andere sind einem von der ersten Sekunde an unsympathisch und festigt sich dieses Bild, ist es nur ganz, ganz schwer wieder zu ändern! Aaaaaaaalles gut, alles bestens, alles verständlich!!!

Zum Glück gibt es ja auf dieser großen weiten (online) Welt genügend Raum, um sich aus dem Weg zu gehen. 

Ich finde es allerdings ERBÄRMLICH und für mich zeugt es von einem ganz, ganz schlechten Stil, wenn man aus Neid, Missgunst und eigenem Versagen heraus versucht, mir das Leben schwer zu machen! 

Wenn ihr wirklich mal etwas zu kritisieren habt, dann sagt mir das doch direkt persönlich! Nochmal… ich habe es ja bereist geschrieben, ich bin alles andere als perfekt! Zum Teil mache ich sicher Fehler, zum Teil gibt es aber auch Gründe, warum ich dieses oder jenes genau so gemacht habe, wie ich es getan habe!

Meiner Meinung nach ist es allerdings FEIGE, wenn man versucht andere Wege zu gehen, OHNE vorab mal das persönliche Gespräch mit mir zu suchen. Leider  gab es in den vergangenen 12 Monaten einige, sehr kreative Versuche, mir das Leben schwer zu machen… 

Hier einige Beispiele: 

1.) MEHRFACH wurde von Personen mit den Initialen  K.W., K. und H. versucht, sich an meine Kooperationspartner zu wenden, um mich bei denen schlecht zu machen. 

Dazu nur mal ein klitze, kleiner Hinweis… wenn in diesen E-Mails u.a. ein Satz steht wie folgender: Ich habe kein Verständnis wie ein seriöses Unternehmen wie Ihres, mit einer Fot…e wie Frau Speckmann zusammenarbeiten kann! Dann sagt dieser eine Satz, weit mehr über euch, als über mich, aus! 

Und noch ein zweiter Hinweis… ganz egal mit wem ich für IsasWomo bisher zusammengearbeitet habe, es gab im Vorfeld IMMER einen intensiven Kontakt, häufig sogar über viele, viele Wochen und Monate hinweg. Glaubt ihr wirklich, dass so eine Mail, mit so einem Wortlaut, mich bzw.. diesen Blog ernsthaft schlecht machen kann? 

2) Vor ein paar Wochen wurde versucht, die Seite mit hunderttausenden Spam „Angriffen“ lahm zu legen. Ergebnis… die Seite war mal für knapp 12 Stunden nicht erreichbar, ich musste zwei Techniker engagieren die sich darum gekümmert haben, finanziell keine schöne Sache, aber schau an… auch hinter diesem Angriff steckte anscheinend eine gefakte E-Mail Adresse von einer Person samt H. 

Was hat das alles gebracht? Wenn diese Person H. nicht selber echter Fachmann ist (wobei, dann wäre wahrscheinlich die IP Adresse nicht nachzuvollziehen) hat es ihr/ihn einiges an Geld gekostet, einige tausend Leute konnten mal 12 Stunden nicht auf die Seite zugreifen, aber seitdem läuft der Blog insgesamt deutlich besser, da ich eh kurz davor stand, dass sich ein Fachmann die Seite anschauen sollte. So wurde diese Aktion eben ein paar Wochen vorgezogen. 

Ich sage es ja…. einfach mal das persönliche Gespräch suchen, würde einiges erleichtern… und wäre auch viel günstiger!!!

3. Einschüchterungsversuche …. Ihr Lieben, jetzt mal ganz, ganz ehrlich. Ich gehe hier auf dem Blog mit meiner Vergangenheit und auch mit alle dem was eben nicht rund läuft, möglichst offen um! Dies mache ich genau so auch sehr bewusst, denn ich bin der Meinung… das ist nunmal mein Leben, so verlief es nunmal und all das hat mich auch zum Womo reisen gebracht!

Und ich stehe eigentlich so gar nicht auf „sich selber Komplimente machen“ aber… sagt nicht alleine schon meine Vergangenheit zumindest so viel über mich aus, als dass halbwegs schnell klar wird, dass ich mich nicht so schnell hängen lasse bzw. mich nicht durch irgendwelche Umstände komplett aus der Bahn werfen lasse. 

Ich glaube da kann ich sogar selber wenig zu, so bin ich einfach gestrickt. 

Glaubt ihr ehrlich, nur weil mir iiiiiiiirgendwer ein paar halb anonyme E- Mails schickt, dass ich mich dadurch echt verändere bzw. einschüchtern lasse??? 

Und soviel kann ich definitiv sagen…. Vorträge könnt ihr mir/ kannst Du mir, gar nicht versauen, die verbocke ich dank meiner Aufregung schon ganz von alleine… und das regelmäßig!  

Ich hoffe wirklich, dass sich das einige wenige Leute nun endlich mal in ihrem Hirn abspeichern!!! Ich weiß… IsasWomo hat über den Daumen gepeilt monatlich um die 100.000 verschiedenen Leser und es ist nur eine ganz, ganz kleine Anzahl an Leuten, die immer wieder versucht mir das Leben schwer zu machen! 

Für mich ist es total ok, wenn man mich nicht mag… DAS GEHT UNS AB UND AN ALLEN SO UND DA MUSS JEDER MAL DURCH, aber wenn ihr doch wirklich etwas zu motzen habt, dann seid doch nicht feige, sondern schreibt mir direkt. Spielchen spielen… bitte 2020 nicht!

Aufreger 4… 

Zum Schluss möchte ich nochmal auf die sozialen Medien zu sprechen kommen, denn da gab es in den vergangenen 12 Monaten ebenfalls ein Thema, welches mich in Bezug auf den Blog immer, immer wieder beschäftigt hat. 

Es geht um das Thema Kennzeichnen von Aufträge/ Kooperationen/ Werbung in Facebook und Instagram Posts. 

Es kam immer wieder vor, dass ihr mich bezüglich dieses Themas angeschrieben habt. Wenn ihr mir dazu eine ganz normale Frage stellt, IST DAS FÜR MICH ABSOLUT OK!!! Dann erkläre ich gerne jedem, was es damit auf sich hat.  Ich empfinde es allerdings als ziemlich blöd, wenn z.B. eine Leserin einen meiner FB Posts teilt und dann schreibt jemand darunter, die macht doch nur noch Werbung! Für Geld macht die doch alles! Entschuldigt bitte, aber…. das ist schlichtweg falsch und wenn man es genau nimmt, eine böswillige Unterstellung!

Darum nutze ich die Chance und erkläre es hier nochmal für alle genauer: 

Sobald ich für einen Artikel eine Gegenleistung erhalten habe, das kann Geld sein, dass kann aber auch ein Produkt sein, muss ich den Artikel deutlich mit Anzeige oder Werbung kennzeichnen. So ist es nunmal rechtlich vorgeschrieben und das ist grundsätzlich sicherlich auch richtig. Wobei ich persönlich auch finde… der Begriff Werbung ist eigentlich irreführend, denn eine Werbung spricht ja grundsätzlich positiv über ein Produkt, einen Ort oder, oder. 

Ich benenne aber z.B auch die Nachteile oder Knackpunkte, die ich entdeckt habe… von daher passt der Begriff Werbung oder gar Anzeige, meiner Meinung nach nicht wirklich, aber gut… so ist es halt!!!

Jetzt gilt diese Kennzeichnungspflicht aber nicht nur für Blog Artikel, sondern auch für z.B. Facebook Postings, Instagram Posts usw. und seitdem findige Organisationen festgestellt haben, dass man mit Abmahnungen viel Geld verdienen kann, werden immer mehr Blogger und Influencer für „falsche Kennzeichnung“ abgemahnt, was schnell sehr , sehr teuer werden kann. 

So weit, so verständlich..jetzt wird es aber kompliziert! 

Was ist z.B. wenn ich, wie dieses Jahr, durch Nordfrankreich tingel, an irgendeinem Ort ankomme den ich vollkommen frei, von mir aus, gewählt habe und euch z.B. von der Stadt „Bad Schön Schön“ vorschwärme, weil ICH es da wunderschön finde. 

Dann gibt es mit diesem Ort KEINERLEI Zusammenarbeit, sondern es ist einfach nur mein persönliches empfinden und ich gebe euch den Hinweis, dass dieser Ort absolut sehenswert ist. 

Tjaaa und trotzdem müsste ich diesen Post, um wirklich sicher zu gehen, als Werbung kennzeichnen. Denn einige Richter sind aktuell noch der Meinung, wenn man ein Facebook oder Instagram Profil AUCH gewerblich nutzt oder eine gewisse Reichweite/ einen gewissen Einfluss hat, dann macht man eben für z.b. einen Ort Werbung, auch wenn man ihn „nur“ erwähnt!

Das selbe gilt z.B. für selbst gekaufte Dinge! Ich kann also z.B. von meinem eigenen Geld, eine neue Hundedecke für Milla kaufen und posten, was das für ein tolles, muckeliges Teil ist… und müsste diesen Post als Werbung kennzeichnen. Denn ganz gleich ob ich die Decke gekauft habe und ob es mein persönliches empfinden ist, ich mache Werbung für diese Decke.

Meinem Empfinden nach, kann das so nicht der richtige Weg sein!!! Denn im Grunde müsste ich demnach fast jeden Post als Werbung kennzeichnen, sobald ich nur iiiiiirgend etwas namentlich erwähne. Aber mit der Begrifflichkeit Werbung im „eigentlichen Sinne“, hat das nichts zu tun und mit Geld verdienen erst recht nicht!!! Aber…. so haben es sich aktuell noch irgendwelche Richter überlegt, weitere Verfahren laufen. 

Jetzt gibt es aber noch ein weiteres Problem bei der ganzen Sachen und das ist Facebook bzw. Instagram selbst! 

Denn Facebook bzw. Instagram hat ja so seine ganz eigenen „Richtlinien“ an die sich jeder halten muss, der diese Medien nutzen möchte. Seit einigen Jahren hat Facebook und vor kurzem auch Instagram, einen extra Button eingerichtet, mit dem man „Geschäftspartner“ markieren soll/ muss. Das ist genau der Button, durch welchen dann über dem Post steht, IsasWomo mit XY, bezahlte Partnerschaft. 

Das bedeutet also, einfach nur Werbung vor den Post zu schreiben, ist für Facebook nicht ok, man soll bitte diesen Button nutzen. Und jetzt kommt das große Problem… Facebook kontrolliert alle Postings und sobald ich Werbung vor den Post schreibe, um der Kennzeichnungspflicht nach zu kommen, selbst wenn ich gar keine Werbung im eigentlichen Sinne mache, passiert es häufig, dass Facebook diesen Post nach wenigen Stunden löscht/sperrt, weil ich nach der Meinung von Facebook gegen die Richtlinien verstoßen habe, in dem ich den Button nicht genutzt habe. 

Kommt es gar häufiger dazu, dass Facebook Postings sperren muss, kann auch die ganze Seite/ mein ganzes Profil gesperrt werden. Man kann sich dann zwar FB gegenüber erklären aber bis das alles durch ist dauert es Tage… für einen kleinen, netten Post, ein vieeeeeel zu langer Zeitraum!Ich muss  diesen Button also eigentlich ständig nutzen, obwohl es gar keine Partnerschaft gibt und erst recht keine bezahlte!

Ich hoffe jetzt wird euch allen das ganze Thema mit der Kennzeichnung etwas deutlicher. 

Und für alle die es genau wissen wollen, habe ich gerade extra mal gezählt. Mit diesem Artikel gab es 2019 genau 50 neue Artikel auf IsasWomo, von diesen 50 neuen Artikeln habe ich 11 mit Werbung gekennzeichnet, ABER unter diesen 11 gekennzeichneten Artikeln, sind 6 Gewinnspiele, die ich für euch gestartet habe! 

Es gab im letzten Jahr also genau 5 Artikel, die „echte“ Werbung waren. 

ICH finde… herum zu tönen, sie macht ja mittlerweile alles für Geld, ist damit echt ganz schön an den Haaren herbeigezogen. Zumal sich die/der ein oder andere vielleicht mal überlegen sollte, dass auch 2019 noch gilt… was einmal im Netz steht, verschwindet NIEEEEE MEHR!!!

Aber… 2019 gab es rund um den Blog natürlich auch Erlebnisse, Geschichten und Ereignisse, die absolut fantastisch, überraschend und wunderbar waren. Tja und weil mein Deutschlehrer früher gesagt hat, das wichtigste soll man immer am Schluss erzählen, dass wäre das, was bei den Lesern am längsten hängen bleib… schreibe ich das Beste ans Ende. 

 

Wintercamping im Weinsberg Wohnmobil

DANKE euch allen für eure enorme Unterstützung!!! 2019 war ein sehr spezielles Jahr!

 

Besondere Erlebnisse 2019

Wenn ich an die besonderen Erlebnisse 2019 zurück denke, lässt mir eine Begegnung auf dem Caravan Salon, immer wieder einen Schauer über den Rücken laufen lässt! 

Dazu vorab… ich weiß, auch dieses Erlebnis könnte mal wieder wie Selbstbeweihräucherung klingen… aber auch hier sage ich, so ist es nicht gemeint! Es ist schlichtweg ein Erlebnis, welches mich tatsächlich tief bewegt hat und mich noch lange, lange Zeit „grübeln“ lassen hat. 

Es war Caravan Salon Zeit, ich saß nach einem langen Messetag mit einigen Bloggern zusammen vor dem Womo, als eine Frau in unsere Richtung bog, etwas schüchtern/ unsicher zu uns kam und fragte ob ich „die“ Isa sei. 

Lange Rede kurzer Sinn, wir stellten uns einige Meter abseits und die Dame sagte direkt, dass es ihr total leid täte und sie mich doch gar nicht stören wollte, aber sie wollte sich doch unbedingt bei mir bedanken. Aha… bedanken??? Wahrscheinlich für einen netten Stellplatz Tipp o.ä., na das ist ja süß, schön, dachte ich sofort :-)… doch es kam ganz anders! 

Dann erzählte die Frau weiter…. Sie hat in den vergangenen Monaten bzw. Jahren eine ganz, ganz schwierige Zeit hinter sich. Körperlich, psychisch, familiär und in der Liebe zerbrach einfach alles, was sie sich aufgebaut hatte und irgendwann war sie so tief am Boden angekommen, dass ihre Lebenslust schlicht nicht mehr vorhanden war und sie beinahe eine riesen Dummheit begangen hätte. 

In irgendeiner schlaflosen Nacht, kam sie dann auf diese Seite und hat meine Geschichte gelesen, der Start für etwas neues! Sie erzählte mir weiter, dass sie sich von Woche zu Woche durch die gesamte Seite gelesen hat, bis sie an den Punkt kam, auf die Suche nach einem eigenen Wohnmobil zu gehen. Irgendwann hat sie ihr Traummobil dann auch tatsächlich gefunden, ist zum erstmal los gefahren und seit dem Tag, so erzählte sie, hat sich einfach alles verändert! 

Mittlerweile nutzt sie jede Möglichkeit um los zu düsen, es gibt immer mal wieder kleinere Tiefs aber insgesamt… hat sich ihr Leben um 180 Grad verändert und was sie niemals geglaubt hätte… sie fühlt sich auch alleine wohl und mit jeder Hürde die sie überwindet, steigt ihr Selbstvertrauen! Das ganz, ganz dunkle Tief liegt hinter ihr… und so waren IHRE Worte: Das alles hat nur durch IsasWomo, durch meine Vergangenheit, begonnen, denn vorab war sie noch nie campen, oder gar auch nur einen Tag alleine im Urlaub!

Jetzt könnt ihr natürlich denken, das ist alles übertrieben, da hat ihr „jemand Honig ums Maul geschmiert“ oder, oder, oder… aber ob ihr es glaubt oder nicht… ich habe diese Frau ja gesehen, ich habe diese Begegnung erlebt und ich bin mir sicher, so wie diese Dame gesprochen hat, so wie sie dastand, wie ihre Körperhaltung, Gestik, Mimik war…. davon war kein Wort gelogen!

Ich würde mich selbst als „super sensible“ mit harter Schale bezeichnen, aber diese Geschichte blieb mir tatsächlich noch sehr, sehr lange im Kopf. Denn erst an diesem Tag wurde mir bewusst, was meine eigene Geschichte überhaupt auslösen kann, was diese kleine, eigentlich doch aaaaaaabsolut unwichtige Seite über ein Hobby, eine Reiseform auslösen kann…. Ein ganz, ganz wirsches Gefühl zwischen, klar irgendwie ist da sowas wie Stolz und Freude, aber plötzlich sind da auch Gefühle wie Verantwortung, Unsicherheit und „Überforderung“…. 

Solltest Du dich in diesen Zeilen wieder erkennen…. ICH DANKE DIR SEHR FÜR DIESE BEGEGNUNG, DAS MEINE ICH GANZ ERNST, DU HAST MIR SO VIEL VERTRAUEN GESCHENKT… DAS WAR WIRKLICH NOCH LANGE EXTREM EMOTIONAL FÜR MICH!

Besondere Erlebnisse rund um den Blog  Teil 2

Klar, auch hier muss ich einfach den Brand erwähnen!

Für eure für mich tatsächlich unfassbare Unterstützung habe ich mich ja bereits gefühlt 1000 mal bedankt und tue es auch hier nochmal von herzen! DANKE!!!

Es gibt allerdings 3-4 Personen, bei denen ich mich einfach nochmal ganz, ganz besonders bedanken möchte, denn ohne sie, wäre es auch rund um den Blog nochmal viel, viel schwieriger geworden und ich denke jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen um ein bisschen mehr zu erzählen. 

Einen riesen Dank muss ich einfach nochmal an Weinsberg richten! 

Dass mir das Weinsberg Team direkt am Montag morgen nach einem extra Meeting Unterstützung angeboten hat, ist eine ganz, ganz großartige Geschichte! Denn jetzt kann ich es euch hier ja mal erzählen… ich war zu dieser Zeit bereits mit zwei großen Reisemobil Herstellern seit Wochen in Gesprächen. Zwei wirklich große Hersteller, die nach persönlichen Gesprächen, Telefonaten und zig Mails eigentlich schon drauf und dran waren, mit mir zusammen zu arbeiten… ob dauerhaft oder für einen Test Zeitraum, stand allerdings noch nicht ganz fest. Wie auch immer….. ich stand auf jeden Fall mit beiden Herstellern seit Wochen in regelmäßigen Kontakt und „dummerweise“ weiß ich auch durch ihre Facebook bzw. Instagram Reaktionen, dass beide noch am Samstag von dem Brand erfahren haben. 

Eine weitere Reaktion blieb allerdings aus! Weder eine schnelle Hilfe, noch irgendeine Unterstützung, oder zumindest mal eine Nachfrage… NICHTS! Die einzige Mail, die mich von einem der Hersteller erreicht hat, war eine „Absage“ für eine Zusammenarbeit, da sie dann doch plötzlich der Meinung waren, dass meine „Zielgruppe“ nicht zum Unternehmen passt, aber sie würden mich gerne für ein Gewinnspiel anfragen. 🙂  Das Gewinnspiel solle… einen netten Text über das Unternehmen beinhalten, 2 Facebook Postings, 2 Instagram Postings, mehrere Insta Storys während der Laufzeit und dazu müsste ich natürlich das Gewinnspiel an sich erstellen und organisieren. Und jetzt ratet mal wofür…. für satte 0 Euro, schließlich würde ich ja eeeeeenorm von der Bekanntheit des Unternehmens profitieren! 

OK…. jetzt könnte man noch sagen, wenn der Gewinnspiel Preis für euch einen sehr ordentlichen Wert hat und darum ganz, ganz viele Leute auf die Seite kommen, könnte sich das ganze doch noch für beide Seiten lohnen! Da ihr über den Gewinn den genauen Hersteller herausfinden könntet, schreibe ich euch bewusst nicht, was ihr hättet gewinnen können. 😉 Nur so viel… ihr konntet den Gewinn in den vergangenen Wochen auf jedem 2. Weihnachtsmarkt für ca. 3 Euro käuflich erwerben und es hätte genau 3 Gewinner gegeben, das ganze Gewinnspiel hätte also einen Wert von 9 Euro! 

Soviel nochmal zum Umgang mit Bloggern!

Naja und da ihr jetzt all das wisst, versteht ihr bestimmt, dass die Unterstützung von Weinsberg doppelt und dreifach besonders ist!

Aber es gibt noch weitere Personen, bei denen ich mich auf diesem Weg nochmal persönlich bedanken möchte!

Als erstes wäre da Dorothea, die noch Samstagnacht, auf eigene Faust und ohne ohne mich vorab zu fragen, die Spendeanaktion ins Leben gerufen hat. Hätte sie mich gefragt, hätte ich ihr ganz sicher gesagt, nein das möchte ich nicht, weil es mir unangenehm ist und als ich das ganze am nächsten Morgen gesehen habe, war ich  ehrlich gesagt im ersten Moment auch ganz schön „angepisst“. Aber bereits einige Stunden später war ich ihr einfach nur dankbar und bin es ihr bis heute. Wie schrieb mir jemand auf Facebook so schön, Stolz ist schön und gut, aber diesen Stolz muss man sich auch erlauben können! Und eines stand und steht fest, erst recht nach der ersten Entscheidung der Versicherung… diesen Stolz kann ich mir finanziell nicht erlauben!!!

Als nächstes möchte ich mich auch bei meinen Blogger Kollegen bedanken! Es ist nunmal so, wir sind Konkurrenten, aber dass mir so viele von euch, so viel Hilfe angeboten haben, war ganz, ganz groß! Ganz besonders möchte ich mich aber bei Nadja und Jürgen von womo.blog bedanken! Die beiden haben alles mögliche rund um den Brand so häufig geteilt, mit ihrer Community besprochen und auch einiges an Kritik abgefangen… das war wirklich fantastisch und eine echte Hilfe! Und selbst jetzt, haben sie noch eine wunderbare Rezension über mein Buch auf ihrem Blog veröffentlicht… DANKE euch beiden, dass ist deutlich mehr als nur „kollegial“!

Außerdem möchte ich mich auch jetzt schon bei dem AUTARKER Team bedanken! Noch konnte ich euer Angebot nicht annehmen, weil ich noch kein eigenes, neues Wohnmobil habe und trotzdem ist euer Angebot, mir technisch bei einem neuen Mobil zu helfen, toll!!! Darum auch hier nochmal… vorab vielen, vielen DANK, darauf werde ich gerne zurück kommen!

Soooo und ganz zum Schluss gibt es noch 5 Personen, denen ich zu Dank verpflichtet bin! 

Winfried + Schatz, dass ihr einfach so 40 km nach Greetsiel und 40 Km wieder zurück gefahren seit, nur weil ich gepostet habe, dass ich total vergessen habe einen Schlauch und/ oder Gießkanne zu kaufen und ihr mir beides als Geschenk vorbei gebracht habt war… SUPER LIEB! Ähnliches gilt für die Leserin Ramona! Ramona…. dass Du mir in Ditzum ganz kurzfristig deinen Campingstuhl samt Auflage vererbt hast, war spitze! DANKE!!!

Davon abgesehen muss ich mich einfach auch nochmal bei der wunderbaren Bettina bedanken! Dass Du mir (mal wieder) ein riesen Paket mit neuen selbst gestrickten Socken geschickt hast ist schon ganz, ganz, ganz lieb! Dass Du dann noch SO SEHR mit diesem Paket und DHL gekämpft hast, ist mir bis heute unangenehm! Dass Du oben auf, für Milla eine neue Outdoor Hundematte genäht hast, damit die alten Pfoten mal wieder vor der Tür liegen… damit hast Du dich selbst übertroffen! DANKE…. Wirklich und ganz, ganz ernst gemeint…. DANKE!!! Milla mag die neue Matte und nutzt sie tatsächlich auch, damit hast Du uns eine rieeeeeesen Hilfe geschenkt!

Last but not least gilt mein Dank Thomas! Thomas… nicht nur dass Du mich dank einer mordmäßigen Spende unterstützt hast, ist der Wahnsinn und dass wo doch deine Duo Control gerade erst samt der Omi verbrannt ist! Nein… Du teilst und postet so viel von IsasWomo und das schon seit Monaten, egal ob es Kritik hagelt, Du dich mit irgendwelchen Leuten auseinander setzten musst, oder gar aus Facebook Gruppen geworfen wirst…. DANKE für Deine Hilfe!!!! 

Wahrscheinlich könnte ich so noch stundenlang weiter machen und hätte mich trotzdem noch nicht bei allen Leuten bedankt! Aber die oben genannte Personen stachen einfach besonders heraus, was aber nicht heißen soll, dass ich euch anderen nicht auch von herzen dankbar bin!!!!

 

Camping 2019

Wir wünschen euch in allen Belangen ein ganz besonders positives 2020

 

Ganz zum Ende dieses Rückblicks möchte ich mit euch noch einen Blick in die Zukunft werfen. 

Ob Umweltdebatte, Feinstaub und Diesel, ich befürchte in diesem Zusammenhang steht uns allen ein schwieriges Jahr bevor. 

Ein biiiiiiiisschen in die selbe Richtung geht das ganze Thema Camping Boom, ich schreibe euch aktuell von einem 40-50 Womo großen Stellplatz in Frankreich, ohne Strom usw. und dennoch für 17 Euro am Tag…. und der Platz ist rappel voll, obwohl fast alle mit der schwindenden Leistung dürr Batterien zu kämpfen haben!!!

Ich denke diesbezüglich können wir alle gespannt sein, wie es auf Dauer weiter geht und wann sich die Fakten zum Boom verändern.

Ich selbst bin gespannnt, was das kommende Jahr bringen mag… wie es mit dem Thema eigenes Womo weiter geht und vor allem wünsche ich mir, dass Milla und ich mit der Situation klar kommen, wenn der Tag der Tage gekommen ist. Denn ich rechne auf jeden Fall damit, dass dieser Tag 2020 kommen wird. Da macht der Jahreswechsel doch gleich viel weniger Spaß!

Ich wünsche euch, dass 2020 für jeden von euch mindestens ein ganz besonderes Erlebnis (im positiven Sinn) parat hält, worüber ihr noch in Jahren sprechen werdet und natürlich wünsche ich euch und mir Gesundheit, denn ohne Gesundheit klappt eben gar nichts im Leben. 

Herzlich Willkommen neues Jahr… ich hoffe Du wirst ein gutes!

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

Liebe Camperin, lieber Road Trip Fan,

vielleicht hast Du es schon gelesen, durch Vandalismus und Brandstiftung ist meine Omi komplett ausgebrannt. Der Traum vom eigenen kleinen Wohnmobil hat sich wortwörtlich in Rauch aufgelöst!

 Durch meine Erkrankung und die daraus resultierende Frühberentung mir 24 Jahren, ist es mir schlichtweg nicht mehr möglich, als ganz normale Angestellte einen Beruf auszuüben. Das einzige was möglich ist, ist die Selbständigkeit als freiberufliche Bloggerin und Autorin. Das lief in den vergangenen Jahren ja auch ganz ok, allerdings fehlt mir jetzt erstmal das Reisemobil um Aufträge zu bearbeiten und Geld zu verdienen.

Wenn Du IsasWomo hilfreich findest, Milla und mich unterstützen möchtest und Dir wünschst, dass es hier weiter geht, dann hast Du jetzt die Möglichkeit für eine Omi 2.0 samt der kompletten Ausstattung zu spenden.

Bereits am Tag nach dem Brand wurde durch eine Leserin eine Spendenaktion für IsasWomo ins Leben gerufen. Wenn Du also aus freien Stücken spenden magst, dann hast Du hier über Paypal eine ganz einfache und sichere Möglichkeit:

Spenden per Paypal: https://paypal.me/

Dass ich jemals einen solchen Aufruf starten würde, hätte ich nicht glaubt und auch jetzt ist es noch so, dass ich schwer über meinen “stolzen Schatten” springen muss. Aber wie sagte mal jemand so schön: “Diesen Stolz muss man sich erlauben können und aktuell kann ich ihn mir nicht erlauben, denn jeder Euro hilft!”

Ich danke Dir sehr!❤️

Deine Isa!

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Dann würdest Du mir ein ganzes Stück weiterhelfen, wenn Du kurz auf das passende Sternchen klickst! DANKE

Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (54 votes, average: 4,80 out of 5)
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Ein gebrauchtes Wohnmobil kaufen, Tipps für unerfahrene neu Camper

Ein gebrauchtes Wohnmobil kaufen – Tipps für Anfänger & Unerfahrene

Ich habe in den vergangenen Jahren durch meine Omi selbst, aber auch durch die Erlebnisse einiger Freunde und Bekannten von Wohnmobil Problemen erfahren, auf die wirklich jeder achten kann, ohne dass er viel Ahnung von Technik haben muss. Da sind wir also bei einem Thema, dass dann doch wieder zu IsasWomo passt, denn schließlich wollen nicht nur Womo bzw. KFZ Profis Wohnmobile kaufen.

Therme Sauna Schwimmbad mit dem Wohnmobil

Schwimmbad mit Stellplatz – 16 besondere Thermen plus Wohnmobil Stellplatz

Mit dem Wohnmobil zur Therme… egal ob Alleinreisender, Paar oder Familie, gerade im Herbst und Winter ein super Ziel!
Ich stelle euch 16 einzigartige Thermen vor die jeweils etwas ganz besonderes bieten und zudem einen extra Wohnmobil Stellplatz besitzen.
Natürlich samt aller Adressen, Daten und Links!

Silbernetz + Pfoten TÜV und frisches Wasser im Wohnmobil

Was säuft der Hund im Campingurlaub? Das Thema klingt so harmlos, aber ich kann euch sagen… gerade wenn das Womo schon älter ist, trinkt der Hund eben nicht mal eben das Womo Wasser. Genau so war es lange Zeit bei uns, doch nachdem ich ein einziges Produkt genutzt habe, ist das Thema “notfalls muss es auch mal das Womo Wasser tun” kein Problem mehr. Aber lest selbst:

 

500 Camping Hacks die du kennen solltest! IsasWomo Buch

ES IST DA!!!! MEIN ERSTES EIGENES BUCH IST AUF DEM MARKT!

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500 Tipps, Tricks und Hilfen für Deinen Campingurlaub in Europa!

Ab sofort überall im Handel erhältlich!

Mehr Informationen bekommst Du hier: 500 Camping Hacks, das erste IsasWomo Buch!

 

Jahresrückblick Teil 1 – Touren, Blog und Brand 2019

Jahresrückblick Teil 1 – Touren, Blog und Brand 2019

Der große Jahresrückblick 2019! WOOOOOOOOOOOOSSSSSSSSCH…. habt ihr es bemerk? Es ging BLITZSCHNELL!!! Ein ganzes Jahr ist soeben an uns vorbei gerast!

Und was war das für ein Jahr, dieses 2019 ?!?

Für mich persönlich, aber vor allem in Bezug auf meinen Job und IsasWomo, gab es noch kein Jahr mit SO VIELEN Höhen und Tiefen!

Traditionell ist das Ende eines Jahres nunmal ein perfekter Zeitpunkt um zurück zu blicken, um einmal ganz kurz inne zu halten, einiges zu überdenken, um dann aber auch mit viel Vorfreude, Lust und Mut in die Zukunft zu schauen.

Und genau das habe ich heute auch mit euch vor! Aaaaaallerrdings…. teilweise auf eine etwas „zynische“ Art und Weise! Ihr seid also vorgewarnt und wer aktuell von sich weiß, dass er/ sie gerade schlecht mit „dem Finger in der Wunde“ umgehen kann, sollte sich diesen Artikel  (und vor allem Teil 2) vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt zu Gemüte führen. 🙂

 

Keine Lust zu lesen? Diesen Artikel gibt es auch als IsasWomo Podcast – Camping für die Lauscher!

Niemals 1:1 identisch (ich lese euch den Text also nicht vor und in einigen Details unterscheiden sich Text und Podcast auch), quatsche mit euch aber über das selbe Thema. 

Podcasts sind euer Ding? Dann könnt ihr den IsasWomo Podcast auch über alle gängigen Portale abonnieren, oder ihr klickt euch einfach mal durch die Folgen hier auf dem Blog!

 

 

IsasWomo, Camping und Vanlife 2019 – Der Jahresrückblick Teil 1

 

Eigentlich hätte ich im Januar schon erkennen können, was das für ein Jahr wird! Das absolut traumhafte Erlebnis „Wintercamping in den Bergen“, eingeschneit, 1,50 Meter Neuschnee, Schneeschieben im Akkord und für 3 Tage von der Außenwelt abgeschnitten… ein echtes Abenteuer! Aber auch dank des SUN TI von Knaus, welchen ich zu dieser zeit testen durfte, war es insgesamt ein überragend schönes Erlebnis!

Dann begann die CMT in Stuttgart und mein erster Vortrag entwickelte sich zur absoluten aufregungs-blackout-Vollkatastrophe!

WAS HABE ICH MICH GESCHÄMT!!!! Es war wirklich furchtbar!

Nach 10 Tagen Messestress ging es nochmal einige Tage on Tour, bevor ich Anfang Februar zurück nach Jandelsbrunn musste, um den SUN TI abzuliefern. Das Fazit zum Test wird bis heute von unheimlich vielen Leuten angeklickt und für mich persönlich, entwickelte sich der SUN TI mit ganz wenigen kleinen Harken, zum wahren Traum Womo.

Zuhause angekommen viel mir der Umstieg auf die Omi im ersten Moment schon ein bisschen schwer, aber… keine Müdigkeit vorschützen, es ging direkt weiter zur Hymer World!

Der März stand ganz im Zeichen der Omi, denn es war mal wieder TÜV Zeit! Doch zu meinem eigenen erstaunen wurde es diesmal gar nicht so teuer wie befürchtet, so dass die Omi endlich 

eine  DuoControl bekam! Einziges Manko, von diesen Wochen an begann die unendliche Geschichte des „nicht anspringen wollen“. Außerdem… Pferde auf der Autobahn! Kurz vor Dortmund bildete sich plötzlich ein Stau, alle fuhren relativ hektisch ganz weit nach links und rechts und wenige Augenblicke später galoppierten 2 Pferde über die Autobahn. Unverhofft kommt oft!

Weiter ging es mit dem April und Mai 2019! Der April 2019 war in Teilen schon richtig warm und sonnig, im Mai wurde es allerdings nochmal eisig! Pünktlich zu meiner ersten Teilnahme am „Gates of Summer“ Camper Treffen bei Berchtesgaden (Grubhof Camping) wurde es nochmal richtig kalt und regnerisch. Der Campingplatz war eine Traum… nur die Omi wollte nach den 3 Tagen Nässe und Kälte nicht anspringen!

Direkt vom Treffen aus ging es für mich nochmal nach Passau und Jandelsbrunn und auch da musste erst der ADAC kommen, bevor ich wieder los tuckern konnte! Zuhause ging es dann für die Omi direkt in die Werkstatt… RATTERZONG… schnell war ich 1200 Euro ärmer, nur wirklich gut anspringen, wollte die Omi auch weiterhin nicht! 

Davon abgesehen waren diese Monate für mich Stress pur! Mit dem Blick auf die Hauptsaison bekam ich eine Anfrage nach der nächsten um irgendwelche Camping Artikel zu schreiben UND…  die Frist zur Abgabe meines ersten Buches endete am 15.05. Ich glaube wirklich, ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viel „malocht“ wie in diesen 2 Monaten. Aber… wenn der Job spaß macht und sich das Konto freut, ist das ja trotzdem auch irgendwie alles echt schön. 

Ende Juni ging es für Milla, die Omi und mich in Richtung Frankreich! Einmal quer durch das Land, von der Atlantikküste, bis in die Vogesen! Dafür dass der Campingboom allerorts die Hauptsaison bestimmt, war es eine traumhafte Tour! Die kleinen, günstigen, einfachen Campingplätze waren leer und die gesamte Region hat unheimlich viele tolle Orte zu bieten! 

Ganz klar… eine super, duper Tour für alle die auf den Hauptsaison Stress keine Lust haben!

Den gesamten Juli habe ich in Frankreich verbracht und mal abgesehen von dem aufregenden Erlebnis der Einladung zum Oldtimer Rallye des Motor Presse Clubs und ein paar Terminen mit größeren, französischen Campingplatz Ketten war es ein ziemlich entspannter Monat!

Mit einigen grandiosen Erlebnissen… könnt ihr euch noch daran erinnern, wie ich plötzlich mit dem kleinen, nackten Mädchen vor der Omi stand, nachdem sich die Nachbarn geprügelt hatten und die Cousine des kleinen Mädchens, die kurze nur einen Moment bei mir stehen lassen wollte. Naja… iiiiiirgendwann kam dann ja doch jemand, der die Kleine vermisst hat.  

Der August stand mal wieder voll im Zeichen des Caravan Salon und der Omi Reparatur! 

Direkt nachdem ich aus Frankreich kam, war mir klar… so konnte es nicht weiter gehen, die Omi MUSS nochmal in die Werkstatt und ich lernet, die BOSCH Dienste sind tatsächlich große klasse! Zum einen wurde ich in drei verschiedenen BOSCH Werkstätten super „betreut“ und die Kosten hielten sich in Grenzen. Ich meine wenn die Werkstatt den kompletten „Motor Kram“ durchmisst und die Rechnung 23 Euro beträgt… ist das schon verdammt fair. 

Fazit… vieles deutet auf den Anlasser hin, bzw… da fast alles andere bereits gewechselt wurde, blieb der Anlasser übrig! Also nochmal die letzten Kröten vom Konto geholt und für 450 Euro bekam die Omi einen neuen Anlasser mit allem drum und dran. Und juhuuuuu… es schien tatsächlich so, als würde die Omi nun deutlich besser und kraftvoller Anspringen. 

Dann ging es auch schon weiter zum Caravan Salon 2019! Auch wenn mir weiterhin regelmäßig schlecht vor Aufregung wurde, liefen die täglichen Vorträge schon viel besser. Uuuuuuund, dank Velocate, bin ich von nun an mit einem super tollen Klipp-Klapp-E-Bike Flitzer nochmal deutlich mobiler. Einige weitere Themen rund um den Caravan Salon spreche ich im zweiten Abschnitt dieses Artikels an!

Die erste September Hälfte stand ebenfalls noch im Zeichen des Caravan Salon und danach brauchte ich einfach mal 2-3 ENTSPANNTE Wochen zuhause, bevor es dann im Oktober wieder richtig los gehen sollte. 

Tja und dann kam alles soooo ganz, ganz anders als geplant!

Wenn in den ganz frühen Morgenstunden das Telefon klingelt und die Kripo fragt, ob sie mit Frau Speckmann sprechen und ob man so wach ist, dass man das folgende checkt, springt der Adrenalin Spiegel SO von 0 auf 100, dass man glaubt, das eigene Herz rattert gleich aus der Brust! 

Da ich direkt davon ausgegangen bin, dass irgendetwas schlimmes mit meinem Bruder oder Vater  geschehen ist, war ich im ersten Moment ehrlich gesagt noch froh, dass es „nur“ das Womo war. Nachträglich betrachtet, wurde mir erst so richtig „schlecht“, als ich vor der Ruine stand und klar wurde, da ist echt GAR NICHTS mehr zu retten!

Tja und von da an… war eben vieles anders und ich musste mich mit Themen beschäftigen, die ich so gar nicht eingeplant hatte! Kripo, Brandermittler, Pressemitteilungen, Abschleppdienst, Verschrottung und der eeeeeewige Kampf mit der Versicherung, der bis heute andauert …. Vieles davon ist einfach nur nervig!

Der aktuelle Stand der Versicherung

Für euch schonmal als ganz kleine Zwischeninfo (wenn mal irgendwann alles „durch“ ist, schreibe ich euch natürlich noch einen genauen Artikel über das Thema Versicherung usw.). Die Omi war ja Vollkasko versichert plus eine zusätzliche Inventarversicherung, beides über die HUK.

Laut denn Statuten ist es so, dass die Versicherung den Wiederbeschaffungswert  ersetzten muss. Bedeutet also, EIGENTLICH müsste ich so viel Geld von der Vollkasko erhalten, dass ich mir ein ähnliches Fahrzeug, mit ähnlich guten, fest eingebauter Ausstattung auf dem aktuellen Markt kaufen kann. 

Dieser Wert wird durch ein freien Gutachten der DEKRA ermittelt. Klar ist… die Omi war alt, aber die fest eingebaute Ausstattung war gut. Wenn dann allerdings der “ach so FREIE“ Gutachter u.a. 20.000 KM mehr Laufleistung berechnet, aus einer neuen, automatischen Sat-Anlage eine alte manuelle… aus zwei großen Solar Panels, ein kleines… aus einer neuen Lithium Ionen Batterie eine alte Blei Säure macht und u.ä. die DuoControl, die relativ neue Truma und vieles, vieles andere gar nicht einbezieht…. dann wird es natürlich schwierig! 

Und ich frage mich auch, wie so etwas „passieren kann“ wenn ich dem Gutachter  über all die Dinge vorab noch Rechnungen und/ oder Bilder schicke! 

Ich möchte mich momentan noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, nur so viel…. Ein Schelm wer böses (oooooder gar Absicht???) dabei denkt!

So kam es auf jeden Fall, dass mir die Versicherung satte 5600 Euro als WIEDERBESCHAFFUNSWERT geben wollte! 

Entschuldigt aber… für 5600 Euro bekomme ich eine neue Batterie und eine Set-Anlage, aber sicher keine Womo im Wert der Omi!

Darum läuft aktuell der Widerspruch und wir warten alle gespannt auf weitere Nachrichten der Versicherung! 

Ähnliches gilt für die Inventarversicherung… da ist es allerdings so, dass ich bis auf einen relativ bösen Anruf der Sachbearbeiterin vor vielen Wochen, gar nichts mehr gehört habe (2 schriftliche Nachfragen sind bisher unbeantwortet). 

Damals war es so, dass sich diese Sachbearbeiterin furchtbar aufgeregt hat, weil es von mir eine FRECHHEIT wäre, zu der detaillierten Inventarliste so viele Beweise in Form von Rechnungen und Bilder einzureichen!

🙂 🙂 🙂 das ist schon alles ein „Schauspiel“ sondergleichen und diese Einschüchterungsversuche sind schon geil! Ja natürlich reiche ich Bilder und Rechnungen ein, die belegen was da alles verbrannt ist!!!! Man, man, man… Augen auf bei der Berufswahl!!! 

Es bleibt also weiterhin spannend und laaaaangsam neigt sich meine Geduld auch echt dem Ende zu! Spätestens nach den ganzen Feiertagen, wird es Zeit für Ergebnisse! Mittlerweile habe ich aber bereits mit einem Anwalt gesprochen und sollte sich weiterhin nichts tun, sitzt dieser „in den Startlöchern“!

Der Brand ist schließlich fast 3 Monate her!

Doch bei dem ganzen Scheiss, gab es auch gute Nachrichten!!! Dank Weinsberg, die sich bereits 2 Tage nach dem Brand bei mir gemeldet haben, darf ich aktuell mit dem schnittigen Pepper unterwegs sein. 

ABER NOCHMAL DEUTLICH, WEIL DAS IMMER WIEDER FALSCH VERSTANDEN WIRD!!!! MISTER PEPPER IST NICHT MEIN NEUES WOMO!!!!! 

ICH DARF IHN AKTUELL NUR NUTZEN!!! DOCH NACH DER CMT IN STUTTGART ISTT DIESE ZEIT AUCH SCHON WIEDER VORBEI UND AKTUELL IST DER STAND AUCH SOO, DASS ICH DAS WOMO DANN IN JANDELSBRUNN WIEDER ABLIEFER!!!

DA SICH DAS ALLES MIT DER VERSICHERUNG SOOOOO ZIEHT, HOFFE ICH, DASS ICH MISTER PEPPER VIELLEICHT NOCH 2,3,4 WOCHEN LÄNGER NUTZEN DARF! ABER DAS IST NUR MEINE HOFFNUNG, DAVON STEHT NOCH NICHTS FEST!!!!

AUF JEDEN FALL IST ES SO, DASS ES NICHT MEIN NEUES WOMO IST UND AUCH NICHT WIRD, DENN SO VIEL GELD HABE ICH EINFACH NICHT, UM WEINSBERG DAS WOMO ABKAUFEN ZU KÖNNEN!!!

DAS NUR NOCHMAL ALS INFO FÜR EUCH ALLE, WEIL DA ANSCHEINEND VIELES FALSCH VERSTANDEN WURDE!!!

 

Campingbranche wohnmobil 2019 2020

Mister Pepper bei Nacht im November 2019

 

Natürlich standen die letzten 2 Monate dieses Jahres auch weiterhin im Zeichen des Brandes, nichts desto trotz war ich on Tour und hatte eine wunderbare Zeit mit Milla und Mister Pepper an der Nordsee, so wie auf unserer traditionellen Weihnachtsmarkt Tour!

In diesen letzten 2 Monaten ist aber auch nochmal soooooo viel geschehen, eine reine Achterbahn der Gefühle! 

Im November ging es Milla plötzlich ziemlich schlecht, es gab immer mehr „Kleinigkeiten“ die uns beiden das Leben ziemlich erschwert haben und es gab zum erstmal den Moment, an dem ich gesagt habe…ok, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem sich unsere Wege trennen müssen. Doch zum Glück wendete sich das Blatt nochmal DEUTLICH. Klar, Milla ist steinalt…. aber mittlerweile geht es ihr wieder viel, viel besser, sie tippelt wieder mit Lust durch die Welt und ihre Lebensfreude ist zurückgekehrt. Ein Schuss vor den Bug, der dazu geführt hat, dass ich tatsächlich jeden Tag mit ihr nochmal deutlich inniger genieße, als je zuvor! 

Doch es gab tatsächlich Stunden während unserer Nordseetour, da war ich drauf und dran unsere Sachen zu packen, heim zu fahren, um mit Milla zuhause die letzten gemeinsamen Stunden zu erleben, bevor der Tierarzt zu uns kommt. 

Gott sei dank hat sich ihr Zustand wieder deutlich verbessert, anscheinend war es wirklich „nur“ eine heftige Blasenentzündung. 

Passend zu Weihnachten ist mein erstes, eigenes Buch auf den Markt gekommen! Irgendwie schon ein echt besonderes Gefühl, sein eigenes Buch im Buchhandel zu sehen. 🙂

Es gab allerdings auch weniger schöne Gefühle. Schon seit Jahren habe ich immer mal wieder Probleme mit Nierensteinen. Ich weiß, die Steinchen sind nicht riesig groß, es sind halt nur einige, die dann immer maaaaaal wieder zu Problemen führen. 

So lange ich mit dem Womo unterwegs bin, hatte ich schon immer etwas Angst vor einer Nierenstein Nacht im Womo. Bisher ging es immer gut… naja, bis vor einigen Tagen in Bremen. 

ES WAR DIE HÖLLE!!! Zweimal war ich echt drauf und dran den Krankenwagen zu rufen, aber ich weiß aus den letzten Jahren auch… im Krankenhaus wird es nicht unbedingt besser. So oder so bleibt es ja dabei, der Stein muss durch! 

Fazit dieser Nacht… Nierensteine tun eeeeeecht weh und ich behaupte mal… die Dinger benötigt KEIN Mensch!!! Aber in den frühen Morgenstunden wurde es besser und nach 4-5 Tagen etwas angeschlagen sein, war ich dann auch wieder auf dem Damm! 

 

IsasWomo Wohnmobil Hilfe

DANKE für eure Unterstützung damit IsasWomo weiter gehen kann!

 

Der letzte Akt meines „spannenden” Jahres!

Dies soll es für heute auch erstmal gewesen sein. Ein Rückblick auf die letzten 12 Monate Isa, Milla und das Leben. 

Im 2. Teil des Jahresrückblicks wird sich alles um „meine Aufreger und Herzensmomente 2019“ drehen, u.a. mit…. den „mysteriösesten Social Media Posts“, schwierigen Blog Lesern und den Highlight Momenten 2019, die mich extrem gerührt haben. 

Teil 2 dieses Rückblicks wird also deutlich privater, samt dem ein oder anderen Blick hinter die Kulissen der Camping Branche. 

Wenn ihr also Lust auf meinen „privaten Blogger Rückblick“ habt, dann findet ihr Teil 2 ab morgen hier auf dem Blog. 

Bis dahin sage ich wie immer…. bleibt gesund! 

Eure 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

Liebe Camperin, lieber Road Trip Fan,

vielleicht hast Du es schon gelesen, durch Vandalismus und Brandstiftung ist meine Omi komplett ausgebrannt. Der Traum vom eigenen kleinen Wohnmobil hat sich wortwörtlich in Rauch aufgelöst!

 Durch meine Erkrankung und die daraus resultierende Frühberentung mir 24 Jahren, ist es mir schlichtweg nicht mehr möglich, als ganz normale Angestellte einen Beruf auszuüben. Das einzige was möglich ist, ist die Selbständigkeit als freiberufliche Bloggerin und Autorin. Das lief in den vergangenen Jahren ja auch ganz ok, allerdings fehlt mir jetzt erstmal das Reisemobil um Aufträge zu bearbeiten und Geld zu verdienen.

Wenn Du IsasWomo hilfreich findest, Milla und mich unterstützen möchtest und Dir wünschst, dass es hier weiter geht, dann hast Du jetzt die Möglichkeit für eine Omi 2.0 samt der kompletten Ausstattung zu spenden.

Bereits am Tag nach dem Brand wurde durch eine Leserin eine Spendenaktion für IsasWomo ins Leben gerufen. Wenn Du also aus freien Stücken spenden magst, dann hast Du hier über Paypal eine ganz einfache und sichere Möglichkeit:

Spenden per Paypal: https://paypal.me/

Dass ich jemals einen solchen Aufruf starten würde, hätte ich nicht glaubt und auch jetzt ist es noch so, dass ich schwer über meinen “stolzen Schatten” springen muss. Aber wie sagte mal jemand so schön: “Diesen Stolz muss man sich erlauben können und aktuell kann ich ihn mir nicht erlauben, denn jeder Euro hilft!”

Ich danke Dir sehr!❤️

Deine Isa!

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Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (22 votes, average: 4,91 out of 5)
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Ein Versuch euch zu erklären, warum mir Firmen Kooperationen, Hilfe und Unterstützung für IsasWomo anbieten und Frau Meier von nebenan diese Hilfe vielleicht nicht bekommt. Ein Blick hinter die Kulissen des Blogs, der “Arbeit als Bloggerin” und den “neuen” Medien.

Haaaaach, jetzt musste ich schon eine Weile überlegen, ob ich diesen Artikel wirklich schreiben soll. Ist es vielleicht sogar schlauer, einfach gar nichts zu diesen Themen zu schreiben oder ist es wirklich sinnvoll, euch diesen Blick hinter die Kulissen zu geben. So ganz sicher bin ich mir immer noch nicht. Allerdings komme ich ja bekannter weise nur sehr, sehr schlecht damit zurecht, wenn komplett falsche Dinge über mich, über den Blog oder auch über meine Arbeit durch das Netz spuken. Das kann ich nicht unkommentiert lassen, es geht einfach nicht 🙂 …

Darum kommen hier ein paar Infos und Gedanken zum Thema:

Warum hilft/ unterstützt man mich bzw. IsasWomo nach dem Brand der Omi, warum gibt es hier immer mal wieder Kooperationen oder andere Angebote, welche die nette Frau Meier von nebenan eher nicht so schnell erhält.

Bevor ich aber zum eigentlichen Thema komme, ein Punkt der mich seit einigen Monaten immer häufiger betrifft, obwohl ich denke, eigentlich stimmt das alles so nicht. Mittlerweile kommt es immer häufiger vor, dass ich mit dem Begriff „Influencer“ in Verbindung gebrach werde Dabei denke ich, das passt alles so GAR NICHT zu mir oder IsasWomo!

Ich bin Bloggerin, sobald demnächst irgendwann mein erstes eigenes Buch auf dem Markt ist, dürfte ich mich auch ganz offiziell „Autorin“ nennen, meinetwegen bin ich auch gerne eine „selbstvermarkende online Tippse“ oder irgendwie so etwas wie eine „Camping Info Botschafterin“… ich habe doch selbst keine Ahnung, nur der klassische Influencer, das bin ich nicht! Wobei ich dabei auch direkt sagen möchte, dass ich davon überzeugt bin, dass der Job eines echten Influencers viel, viel aufwändiger ist, als die meisten Leute glauben. Denn mit dem einen “klugscheisser Spruch” und dem schnellen “Handy Schnappschuss” ist es echt nicht getan!

Nur… ich bin einfach kein Mädchen, dass sich besonders für Schminke, Smoothies und Infinety Pools  interessiert, ich bin auch keine Frau die in Hot Pans auf dem Bulli Dach steht und ein professionelles Fotoshooting über sich ergehen lässt und ich bin auch nicht diejenige, die ein super duper Instagram Sternchen ist. Ganz im Gegenteil, gerade mit dem Medium Instagram stehe ich ja schon seit Jahren auf Kriegsfuß, weil es keine andere Plattform gibt, auf der WIRKLICH ALLES (und bitte glaubt mir, ich meine wirklich ALLES) so gefaket ist wie auf Instagram. Mir ist es wirklich ein Rätsel, warum diese Plattform so extrem erfolgreich ist, wenn jeder weiß, dass alles vom Bild bis zum Kommentar unter dem Bild gefälscht ist. Aber gut, das ist ein anderes Thema!

Ja, ich bin auch weiterhin auf Instagram aktiv, weil es in diesem online Blog Bereich einfach ein MUSS ist! Die Insta und FB Storys, finde ich für kleinen Lebenszeichen zwischendurch sogar ganz gut, aber schaut euch den IsasWomo Kanal oder auch den Caravan Salon Kanal an und ihr werdet sehen… es gibt nicht eines dieser typischen, gestellten Vanlife Bilder. Ich räkeln mich nicht in Unterwäsche auf dem Bett, ich fahre keinen Bulli und hänge meine Füße raus und genau darum, halten sich ja auch die Follower Zahlen in Grenzen. Man muss es einfach so sagen, für die Insta Welt bin ich viel zu sehr 08/15! 🤷🏼‍♀️

NATÜRLICH ist es so, dass mir Weinsberg das Womo nicht aus reiner „Nächstenliebe“ zu Verfügung stellt, dass ich das Womo nutzen darf, weil ich die Isa aus Dortmund bin, oder es rein um die Unterstützung für IsasWomo geht!

NATÜRLICH darf ich das Womo nutzen, weil auch das Weinsberg Team weiß, dass es nicht soooooo schlecht ist, wenn „Isa von IsasWomo“ mit Mister Pepper durch die Gegend tuckert und über diese Touren schreibt. 

Und ja, auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick extrem unbescheiden klingt, aber das ist nunmal aktuell der große Unterschied zwischen mir und der netten Frau Meier von nebenan.

Aber jetzt mal ehrlich, ist das schlimm? Ist das verwerflich? Ist das DER Punkt, weshalb ich mich schämen sollte, weil eine Firma durch mich einen Vorteil hat, weil ich einen Vorteil durch diese Firma habe und beide Seiten happy sind? Es tut mir leid, aber nein, dafür kann ich mich beim besten Willen nicht schämen. Nein, es ist sogar das genaue Gegenteil der Fall. Da ich mir alles rund um IsasWomo komplett selbst aufgebaut habe, bin ich sogar ein kleines bisschen stolz, eine solche Unterstützung zu bekommen. 

So und wenn wir schon beim Thema Ehrlichkeit sind, dann müssen wir auch festhalten, das alles WAR NOCH NIE ANDERS!!!

Nehmen wir als Beispiel doch mal die Journalisten dieser Welt! Leider haben viele Journalisten aktuell einen echt schweren stand! Aber auch daran sind ja nicht die bösen, bösen, dreisten und nichts könnenden Blogger schuld! Meiner Meinung nach liegt das größte Problem immer noch darin, dass die online Bereiche der größeren Magazine/ Verlage von den „Chef-Etagen“ immer noch behandelt werden, wie Journalisten 2. Klasse. 

Nichts desto trotz ist es z.B. total üblich, dass Journalisten (egal ob von der „großen“ Bild oder vom „kleinen“ Stadtanzeiger) zu „Weltpremieren“ eingeladen werden und nach der Präsentation der tollsten, modernsten, besten, schönsten „Kloschüssel der Welt“ erhalten alle Personen eine sehr nette „Präsentationstüte“  (ein Goodie-Bag)  mit vielen tollen, kleinen Geschenken. 

Sooooo, aber warum machen Firmen das? Weil sämtliche Unternehmen dieser Welt so gerne Geschenke verteilen, oder könnte es nicht vieeeeelleicht auch so sein, dass man diese Firma durch diese kleinen, cleveren Geschenke ein klitze, kleines bisschen netter in Erinnerung behält? 

WICHTIG!!! Ich sage damit NICHT, dass wegen einer solchen Geschenktüte auch nur eine, einzige „geschönte“ Story in die Medien kommt. Nein, so läuft das nicht, davon bin ich in den aller meisten Fällen fest überzeugt! Keine kleine Tüte dieser Welt, macht ein schlechtes Produkt gut! 

Und trotzdem SIND WIR DOCH ALLE so gestrickt, dass wir uns über nette Kleinigkeiten freuen. 

Wenn ihr über eine Messe lauft und an dem einen Stand bekommt ihr einen einfachen, billigen Kugelschreiber geschenkt und an dem anderen Stand eine super coole, Camping Pfeffer und Salz Mühle. Bei welcher Firma denkt ihr zuhause, och das ist aber von Firma XY echt nett, sympathisch, großzügig?

Das war schon immer so und das wird auch immer so sein! 

So und natürlich gibt es nicht nur kleine Geschenktüten die Firmen verteilen, sondern auch andere  Produkte oder Dienstleistungen. Und trotzdem haben diese Dinge noch lange nichts mit „Bestechung“ zu tun!

Was meint ihr denn wie es ist, wenn ein riesiger Konzern, irgendetwas neues präsentiert? Mir fällt gerade kein super gutes Beispiel ein, hmmmm nehmen wir mal eine neue, wahnsinnig coole Georg Clooney Kaffeemaschine. 

Sagen wir einfach mal, die Weltpremiere dieser neuen Kaffeemaschine findet in Venezuela,  in einer TOP 5 STERNE UMGEBUNG statt, Venezuela, Kaffee, Plantagen, Lodges usw.

So und zu dieser Weltpremiere werden natürlich auch  50,  für die Branche super wichtige, Journalisten und Medien Menschen eingeladen. Das können Journalisten der größten deutschen Kaffee-Zeitschrift sein, genau so wie z.B. ein Blogger, der über Kaffee usw. schreibt und der von hunderttausenden Menschen jeden Monat gelesen wird. 

Jetzt mal ehrlich, da ist es ist doch ganz klar, dass diese Menschen den Flug, die Übernachtung im First Class Hotel usw. nicht selber bezahlt haben! NOCH NIE!!!!! Ist doch ganz klar, dass diese Medien-Menschen auf Einladung anreisen. 

Das einzige, was sich in diesem Bereich im letzten Jahrzehnt deutlich verändert hat ist, dass die Firmen nicht mehr so viel Wert auf so große Präsentationen legen und die hohen Kosten einsparen möchte. Dies liegt aber auch daran, dass der Artikel eines Journalisten im Magazin XY bei weitem nicht mehr so wertvoll ist wie noch vor einigen Jahren. Bevor dieses Unternehmen die Weltpremiere in Venezuela feiert, drehen sie lieber ein wunderschönes Video der Kaffeeplantage und Feier die Weltpremiere gleichzeitig auf den 10 größten online Plattformen der Welt. Dazu erhalten die „wichtigsten“ 20 Blogger, Influencer und Journalisten der Branche noch die entsprechende, neue Kaffeemaschine und wenn man dann morgens früh, auf 30 großen Portalen, die „einzig wahre, pink/goldene Kaffeemaschine“ sieht, die Schweine teuer ist, die jedem sofort ins Auge fällt, von der eine sympathische Person aus den online Medien sagt, dass sie den Kaffee aus der Maschine liebt und die dazu auch noch eine besonders geile Crema auf den Kaffee zaubert, dann ist der Hype in der online Welt schnell da! 

Dazu müssen eben nicht mehr 50 Journalisten in ihren Tageszeitungen oder Magazinen über diese neue Kaffeemaschine berichten!

So ist die Welt heute eben! 

Wichtig! Ich schreibe das alles nicht, weil „Unrecht, ein anderes Unrecht normaler macht“… nein, darum geht es nicht! 

Es geht einfach nur darum euch mal zu zeigen, wie sich dieser Bereich der „Marketing Welt“ nunmal dreht. 

So ist es nunmal und wahrscheinlich bringt JEDER Job in seinem Bereich gewisse Vorteile. 

  • Die Karstadt Angestellten durften früher an speziellen Tagen bei Karstadt besonders günstig einkaufen, 
  • Piloten fliegen innerhalb ihrer Airline deutlich günstiger oder gar umsonst 
  • und der Pizzabäcker darf wahrscheinlich seine Pizza auch mal kostenlos essen. 

Ist doch total normal und absolut ok… finde ich! Oder muss sich jetzt auch die Karstadt Angestellte schämen, wenn sie dank ihres Jobs die Klamotten günstiger bekommt? 

Oder sollte man andersherum vielleicht Karstadt verteufeln, weil die Firma nur ihren Angestellten den Preisnachlass gewährt und ihre Kleidung nicht komplett kostenlos an alle Obdachlosen der Stadt verschenk? (Dazu als Erklärung: Vorwurf an mich auf Insta! Ich sei das schlimmste, ich sollte mich schämen und als Obdachlose auf der Strasse landen! Weil ich das Womo nutzen darf und Weinsberg die Fahrzeuge nicht kostenlos an Obdachlose verteilt. Tjaaaa, was soll ich dazu sagen) 

Zurück zur Campingbranche und ein kleiner, persönlicher Blick hinter die Kulissen von IsasWomo: 

Der Caravan Salon liegt gerade erst wenige Wochen hinter uns und um es mal möglichst bescheiden auszudrücken: Ich war selbst erstaunt, wie viele Unternehmen mir ganz feste, klare, deutliche Versprechungen gemacht haben. 

Ich spreche also NICHT von Aussagen wie, ja schauen wir mal, sondern von ganz klaren Aussagen, mit Daten wann wir uns wo treffen, mit der Absprache von ganz genauen Details, wir haben Kosten und Preise geklärt usw. 

Mittlerweile weiß ich aber auch, das haben mich die letzten Jahre in dieser Branche gelehrt, man darf keinen Pfennig darauf setzten was auf Messen gesagt wird und das hat sich auch mal wieder zu 100% bewahrheitet. 

Denn gerade von den Herstellern, die auf der Messe „ gar nicht genug von einer Zusammenarbeit mit IsasWomo“ bekommen konnten und die von dem Brand und meiner Situation wissen, kam keinerlei Hilfe! Keine Spende, keine Unterstützung, kein Angebot… nichtmal eine nette Mail!

Weinsberg, bzw. die Knaus Tabbert Group, war der einzige Hersteller der mir Hilfe angeboten hat bzw. von denen ich eine echt nette Mail erhalten habe. 

Es tut mir fast schon leid für euch, dass ich auf dem ganzen Thema so herum reite, aber ich muss das alles einfach mal deutlich klarstellen. Weil ich es einerseits menschlich mies finde, aber es wundert mich auch „wirtschaftlich“, dass so viele Hersteller diese Chance so gar nicht nutzen 

(Und bitte, ich meine es nicht eingebildet!!!!)

Natürlich wird es jetzt nicht wenige Leute geben die sofort denken, PÜÜÜÜÜÜHHHHHH, warum sollte sie auch irgendeine Unterstützung von einem dieser Hersteller erhalten. Frau Meier von nebenan bekommt doch auch keine Hilfe, wenn ihr Womo abbrennt. 

JA, ICH KANN DIESE MEINUNG IRGENDWIE NACHVOLLZIEHEN!

Aber (und versteht das jetzt nicht falsch, es geht mir nicht darum auf die „Kacke“ zu hauen, sondern darum euch zu erklären, warum und wieso) Frau Meier von nebenan führt sehr wahrscheinlich keinen Camping Blog, keine Womo Seite und auch keine Camping social media Profile, auf denen über Jahre hunderttausende Camper unterwegs sind, sich Infos holen, oder einfach hur ein bisschen durch die Seiten klicken. 

Frau Meier steht wahrscheinlich nicht morgens früh auf und greift als erstes zum Laptop um Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest zu checken. 

Frau Meier läuft auch nicht durch irgendeine Stadt und geht dann doch nochmal komplett zurück, weil man von der einen Brücke am frühen Abend den schönsten Blick auf die Stadt hat, um genau dieses Bild den Lesern zu zeigen. 

Frau Meier schreibt vor Messen nicht endlose Mails um sich mit Herstellern zu treffen, damit eben diese von einem erfahren!

Frau Meier überlegt sich wahrscheinlich auch nicht Sonntags Morgens stundenlang, welche Camping News sie ihren Lesern vorstellt 

… und sie geht auch nicht nachts um 1 Uhr nochmal eben ins Netz, um noch schnell einer Leserin per E- Mail  zu helfen, weil diese am nächsten Morgen einen besonderen Stellplatz sucht.

Dafür ist Frau Meier aber vielleicht eine SUPER Bäckerei-Fachverkäuferin, beschert dem Laden jede Menge Stammkunden, darf sich Nachmittags ein Stückchen Kuchen mitnehmen und wenn sie irgendwann in Rente geh, bekommt sie einen riesengroßen Blumenstrauß. 

Ist das eine jetzt besser oder schlechter, verdient oder unverdient? NEIN IST ES NICHT… ES SIND NUR ZWEI KOMPLETT ANDERE BEREICHE!

Sicherlich könnte Frau Meier sofort  und ohne Probleme einen eigenen Blog starten und GANZ GENAU SO ARBEITEN WIE ICH! Das ist wirklich nicht das Problem, ich habe auch ohne irgendwelche Kenntnisse begonnen. Aber ob sie dadurch glücklicher, zufriedener wäre, weil ihr all das Spaß macht??? Das kann ich nicht sagen! Ohne Freude an dem Job, wird sie allerdings sehr wahrscheinlich nicht jahrelang durchhalten. Nicht ohne Grund überleben die aller meisten Blogs die ersten 6 Monate nicht.

Mir wird aber nicht nur die Unterstützung von Firmen an sich vorgeworfen, wenn alle Begründungen flach fallen, heißt es manchmal auch nur …

Tssssss, was soll das denn, soooooo toll ist sie ja nun auch nicht!

Dieser Gedanke ist aaaaabsoluut richtig und NEIN, toll bin ich auch wirklich nicht!!!

Vielleicht halbwegs fleißig, aber wie gesagt, jeder Mensch auf dieser Welt kann einen eigenen Blog eröffnen und mindestens das selbe erreichen, wenn nicht gar mehr! Wenn man an all dem was zum bloggen dazu gehört Spaß hat und damit leben kann, einfach mal jeden Tag „online zu leben“, ist das alles kein Hexenwerk, man muss nur dran bleiben!

Aber „toll sein“… „toll sein“ hilft auf Dauer nicht weiter!

Thema Marketing, Firmen und Blogger!

 Bei alledem was ich bereits angesprochen habe, muss man aber auch bedenken, dass sich die Art wie „Werbung, Marketing, Anzeigen, Markenbotschafter und „Vorbilder“ funktionieren, in den letzten Jahren grundlegend verändert hat

Früher ist man zum Kiosk gegangen und hat sich jeden Donnerstag das neue Magazin gekauft! Darin enthalten waren natürlich auch große Anzeigen und im besten Fall,  waren es Anzeigen mit einem Pröbchen einer Creme. Wenn es dann auch noch so war, dass die Anzeige und das Pröbchen „cool“ waren, ja dann stand man eben auch mal direkt am Freitag im DM und hat sich diese neue Creme gekauft… wenn sie nicht schon ausverkauft war. 

Je nach Magazin und Anzeigengröße zahlen die Firmen zwischen 75.000-250.000 Euro für eine solche Werbung, in einem beliebten Magazin (teurer geht natürlich immer und der Preis gilt nur für eine Anzeige in einer Ausgabe dieses Magazins! Wenn in der kommenden Woche eine neue Ausgabe kommt, zahlen die Firmen nochmal für eine Anzeige.). Das Problem ist nur, niemand weiß, wie viele Leute haben diese Anzeige denn nun wirklich wahrgenommen, gelesen oder gar im Kopf behalten???

Online läuft das alles anders! 

Artikel/ Werbung/ Anzeigen sind auch noch nach vielen Monaten zu finden bzw. im besten Fall steigen sie ja sogar in den Google Ergebnissen. Davon abgesehen kann ich sehr genau sagen, wie viele Menschen einen Artikel wirklich gelesen haben, wie lange sie auf einer Seite waren und natürlich müssen wir uns nicht darüber unterhalten, dass ein solcher Artikel deutlich, deutlich, deutlich weniger kostet, als eine Anzeige in einem Magazin. 

Hmmmm… ich finde es gerade echt schwierig euch das alles zu erklären, ohne total unbescheiden zu klingen… SO IST ES NICHT GEMEINT! 

Dazu vielleicht nochmal zwei, drei Beispiele, die euch das alles eeeetwas verdeutlichen. 

Die Pro Mobil ist ja definitiv die bekannteste „Womo Zeitschrift“ Deutschlands mit vielen, vielen tollen Artikeln, sie erscheint einmal im Monat und die letzte Info die ich habe ist, dass sie eine Auflage von monatlich ca. 76.000 Magazinen hat. (Die Daten der online Seite kenne ich nicht!)

Was man aber üblicherweise bei solchen Magazinen nicht weiß ist, wer steht denn eigentlich genau hinter diesem oder jenen Artikel? Wer berichtet da von seiner Meinung? Ist diese Person eigentlich echter Camper, oder kennt er die Branche vor allem durch seinen Job der ihm jeden Monat die Brötchen bezahlt? Es gibt also nur ganz, ganz wenige Magazine, die eine halbwegs „echte“ Persönlichkeit besitzen, bei denen man ziemlich genau weiß, dieser Mensch, der für dieses Magazin arbeitet tickt so und so und diesen Menschen kann man loben, man kann ihn aber auch sehr persönlich angreifen, wenn ein Artikel schwächer ist.

IsasWomo hat eine monatliche Leserzahl von (naja es kommt immer ein bisschen auf den Monat und die Artikel an) ca. 100.000 – 115.000 Lesern und die Seite erzielt ca. 250.000 Klicks im Monat (es kann ja auch mal sein, dass eine Person mehrere Artikel anklickt) und wie gesagt, ich kann eben ganz genau belegen, wie häufig ein ganz bestimmter Artikel angeklickt wurde (nicht von wem, das ist natürlich anonym, aber ich kann zumindest ganz genau belegen, Artikel X wurde XYZ mal angeklickt.) 

Ich kann ganz genau belegen welche Artikel besonders häufig gesucht werden, ich kann belegen welche Artikel bei Google weit oben stehen und hinter der gesamten Seite stehe ich, Isa, als Person und als Campern mit einer eigenen Meinung. 

Ein ganz anderes Beispiel zum Thema Marketing ist dieses und es passt  so wunderbar auf meine Situation. Thema Pressereisen!

Es gibt unzähliche Pressereisen… nehmen wir mal als Beispiel die Pressereisen die jedes Jahr von der Messe Stuttgart zur CMT oder dem Caravan Salon ausgerichtet werden. Bis heute ist es so, dass zu diesen Pressereisen NOCH NIE auch nur ein Blogger eingeladen wurde. NOCH NIE!!!! Egal wie hoch die Leserzahlen eines Bloggers auch sind, sie werden nicht eingeladen!Zu diesen Pressereisen werden immer nur „echte“ Presseleute eingeladen, auch wenn das Magazin, für welches ein Pressemensch arbeitet, viel weniger Leser hat. 

Woran liegt das alles also? Die Antwort ist ganz einfach… 

Wenn so eine Messe möchte, dann kann sie für einige hundert Euro einen umfangreichen Artikel über die Messe bei einem Blogger in Auftrag geben. Oder aber es ist sogar so, dass man die Akkredetierung für die Messe nur dann erhält, wenn man auch in XXX Artikeln über die Messe berichtet. Möchte die Messe aber einen solchen Artikel bei einem Magazin in Auftrag geben, dann ist das eine Anzeige und die kostet eben wieder ziiiiiiiig zehntausende Euros! 

Was macht man also als Messe oder Camping Verband? 

Man lässt seine Kontakte zu Herstellern spielen, leiht sich dort einige Fahrzeuge für die Pressereise aus, lädt Journalisten der verschiedenen Magazine zur „Messe Camping Pressereise“ ein, schickt die Journalisten auf eine tolle, durchgeplante 5 tägige Pressereise durch z.B. Norditalien samt vieler toller Aktionen und schwupp di wupp…. schreiben die Journalisten in ihren Magazinen über diese Reise und erwähnen dabei natürlich auch die Messe als Ausrichter dieser tollen Tour. 

Die Messe hat als Veranstalter für ganz kleines Geld wahnsinnig viel Werbung.Die Journalisten erleben eine tolle Reise und haben eine nette Story.Und natürlich haben auch die Hersteller, die die Reisemobile kostenlos zur Verfügung stellen etwas davon. Denn zu jedem guten Artikel in einem Magazin, gehören auch wunderschöne Bilder und so kommen die tollen Bilder der Fahrzeuge samt Hersteller Namen kostenlos in die Zeitschriften. 

Eine WIN, WIN, WIN Situation und niemand wird ein schlechtes Gewissen haben!

Oder nehmen wir Facebook als Beispiel.

Es gibt einen Camping Hersteller, der z.B. mit einer super Sportlerin und Biathlon Expertin wie Kathi Wilhelm zusammenarbeitet. Kathi Wilhelm hat Dinge erreicht… die sind der aaaaabsolute Wahnsinnn!!!! 

Dagegen bin ich UNTERIRDISCH unwichtig! Aber… der Post über die Campingreise von Kathi Wilhelm hat im Sommer knapp 140 „Likes“ erreicht, der Post über die Zusammenarbeit mit dem kleinen Bruder von Sebastian Vettel hat 96 Likes erreicht. Der Post über mein Wintercamping Erlebnis 2019 wurde auch auf deren Seite geteilt und hat fast 200 Likes erreicht, obwohl er erst im März gepostet wurde, als das Thema Wintercamping schon „durch war“ und es überall auf Ostern zuging. Nehmen wir den  aktuellen Post über die Weinsberg Unterstützung, dieser eine Post hat weit über 400 Likes erreicht und wurde von mehreren 10.000 Leuten auf FB gesehen ohne, dass ich ihn irgendwo geteilt hätte oder so. 

Wie gesagt, bitte versteht das alles nicht falsch… 

Es gibt viel, viel erfolgreichere Blogger oder gar Instagram Sternchen als mich! 

Aber vielleicht erklärt euch das so ein bisschen, warum ich Hilfe bekommen habe, warum Frau Meier nicht und warum diese Hilfe letztendlich vielleicht doch auch irgendwie zu begründen ist.

Ich arbeite jetzt mittlerweile seit vielen Jahren auf diesem halbwegs „professionellen“ Niveau und nochmal, es macht mir auch wirklich Spaß!!! Aber wie in jedem andern Job auch und erst recht als „Selbständige“… von nichts, komm nichts und auch wenn es viele nicht glauben können, das gilt auch für den „Job“ als Blogger. 

Naja, auch wenn es furchtbar doof klingt, aber insgesamt erstaunt es mich schon etwas, dass „nur“ Weinsberg als Hersteller so clever war, mir diese Hilfe anzubieten. Für mich ist es eine riesen Hilfe, Weinsberg bekommt immer wieder positive Aufmerksamkeit und es entsteht eine WIN-WIN Situation, die Frau Meier wahrscheinlich nicht in dieser Form liefern könnte. 

So läuft Werbung und Marketing heute nunmal und ich finde, solange man seinen Lesern ganz deutlich und ehrlich sagt, was gerade „Sache ist“ und keinesfalls so „tut“ als sei alles anders und als wäre „das alles“ auf dem eigenen Mist gewachsen,  dann ist es doch ok!

Die Campingbranche tickt in vielen Bereichen allerdings immer noch sehr, sehr anders und solange der große Boom anhält, werden viele „alte Hersteller“ keine „neuen Wege“ gehen (wobei, so neu sind die Wege ja nun echt nicht mehr!). 

Aber wenn man bedenkt, dass es immer noch große Hersteller gibt, die keine Internetseite haben, die kein social Media Profil haben… ehrlich, in anderen Branchen ist das ABSOLUT UNDENKBAR!!! 

Spannend wird es, was passiert sobald der Boom nachlässt und diese Zeit wird kommen!

Dann werden wir alle sehen, welche Marketingwege die Firmen so gehen werden und ich bin mir ziemlich sicher, auf Dauer führt auch in dieser Branche kein Weg an den online Medien vorbei. 

Ich persönlich finde es immer etwas „schwierig“, wenn große Firmen viel Geld in den Aufbau eines „persönlichen“ Blogs stecken, dabei aber nicht bekannt wird, dass eine Firma hinter dem Blog steht und eben nicht „Gretchen Gartenstuhl“. 

Das wäre also so, als gäbe es IsasWomo so wie die Seite heute ist, alle nehmen an, dass ich als Isa hinter der Seite. Stehe aber in Wirklichkeit sitze ich in einem Büro eines Herstellers und bin fest bei denen angestellt.

Solche Blogs gibt es im Modebereich viel, in der Campingbranche ist mir aber keiner bekannt. 

Ich persönlich finde, Ehrlichkeit ist eben ganz wichtig! 

Und wenn ein Gaskasten in dem die Flaschen hintereinander stehen doof ist, dann ist er eben doof! Wenn mich ein Campingplatz einlädt um über ihn zu schreiben und der Platz ist eine Vollkatastrophe, ja dann kann ich nur sagen, sorry Leute, aber ihr seid auch echt dämlich mich einzuladen. Genau über diesen Fall habe ich euch schon bei eurer ersten Anfrage informiert, ihr wolltet, dass ich komme, dann müsst ihr jetzt auch damit leben, dass eure Toiletten z.b. 3 Tage lang dreckig und ungeputzt blieben und das steht dann eben auch in einem Artikel. 

Und wenn ein Doppelboden beim Wintercamping super klasse ist, oder ein Campingplatz für kleines Geld trotzdem nett ist, dann ist auch das so und dann kann ich das auch mit bestem Gewissen so schreiben.

Ehrlich sein… einfach nur ehrlich sein, dann läuft vieles sehr viel einfacher! 

 

So, ich hoffe das hat jetzt erstmal dazu beigetragen euch „meine Sicht der Dinge“ zum Thema Unterstützung für IsasWomo zu erklären. 

 

Mir ist dieses Thema wichtig, weil ich weiß, dass aktuell sehr, sehr viel geredet wird… und meist sind es eben genau die Leute, die so gar keine Ahnung haben, die ihren Mund ganz weit aufreissen, oder es sind Menschen die eben nicht JEDEN TAG seit Jahren am Laptop hocken und den Blog als reinen „Freizeitspaß“ betreiben (was ja auch ABSOLUT OK IST, nur dann soll man doch bitte nicht versuchen, mir das Leben schwer zu machen)!!!

Sorry, aber einige Sichtweisen sind so verrückt, dass ich denke, also entweder die Leute sind absolut weltfremd, oder sie wollen mir jetzt einfach dringend „einen mitgeben“! LÄCHERLICH!

Kümmert euch doch um euer Leben, seht zu, dass ihr bock auf diesen Job habt und dann legt los! 

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Text ein bisschen hinter die Kulissen blicken lassen und euch ein kleines bisschen verständlich machen, warum die Welt eben so läuft, wie sie aktuell läuft. 

Ach so, eines noch! Wenn ich aktuell höre, dass gesagt wird, IsasWomo wird zur reinen Werbeplattform… sorry, aber das stimmt einfach nicht! 

Ihr seht hier auf der ganzen Seite nicht eine „Google Werbeanzeige“, nicht in der Seitenleiste und schon gar nicht mitten im Text. Im gesamten letzten Jahr gab es 48 neue Artikel, davon sind genau 7 mit Werbung gekennzeichnet und unter diese 7 Artikel fallen auch noch 4 Gewinnspiele für euch. Das ich also nur noch Werbung mache um mir die Kohle rein zu ziehen… das stimmt einfach nicht!!!

Sooooo und jetzt, Feuer frei… ich rechne schon damit, dass es nicht wenige geben wird, die das alles komplett anders sehen. 

Ich bin gespannt und sage wie immer bleibt gesund, das ist eh das wichtigste!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

Liebe Camperin, lieber Road Trip Fan,

vielleicht hast Du es schon gelesen, durch Vandalismus und Brandstiftung ist meine Omi komplett ausgebrannt. Der Traum vom eigenen kleinen Wohnmobil hat sich wortwörtlich in Rauch aufgelöst!

 Durch meine Erkrankung und die daraus resultierende Frühberentung mir 24 Jahren, ist es mir schlichtweg nicht mehr möglich, als ganz normale Angestellte einen Beruf auszuüben. Das einzige was möglich ist, ist die Selbständigkeit als freiberufliche Bloggerin und Autorin. Das lief in den vergangenen Jahren ja auch ganz ok, allerdings fehlt mir jetzt erstmal das Reisemobil um Aufträge zu bearbeiten und Geld zu verdienen.

Wenn Du IsasWomo hilfreich findest, Milla und mich unterstützen möchtest und Dir wünschst, dass es hier weiter geht, dann hast Du jetzt die Möglichkeit für eine Omi 2.0 samt der kompletten Ausstattung zu spenden.

Bereits am Tag nach dem Brand wurde durch eine Leserin eine Spendenaktion für IsasWomo ins Leben gerufen. Wenn Du also aus freien Stücken spenden magst dann hast Du zwei Möglichkeiten:

1. Möglichkeit, spenden per Überweisung oder Kreditkarte: https://www.leetchi.com/c/isas-womo

2. Möglichkeit, spenden per Paypal: https://paypal.me/

Dass ich jemals einen solchen Aufruf starten würde, hätte ich nicht glaubt und auch jetzt ist es noch so, dass ich schwer über meinen “stolzen Schatten” springen muss. Aber wie sagte mal jemand so schön: “Diesen Stolz muss man sich erlauben können und aktuell kann ich ihn mir nicht erlauben, denn jeder Euro hilft!”

Ich danke Dir sehr!❤️

Deine Isa!

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Dann würdest Du mir ein ganzes Stück weiterhelfen, wenn Du kurz auf das passende Sternchen klickst! DANKE

Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (62 votes, average: 4,55 out of 5)
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UFFFFFF…. die schöne, heile Bloggerwelt. Ist es nicht wuuuuuunderhübsch und begehrenswert, wenn sich ein ganzes Leben zwischen Palmen, goldenen Sonnenuntergängen, den neusten Lippen-Pflegeprodukten und den aller süüüüüüßesten Hundeblicken abspielt? Ja deffinitiv, denn wenn wir mal ehrlich sind, so ein rosarotes Leben, ohne Probleme und Problemchen, wer hätte es nicht gerne?

Doch STOPP... da gibt es ein Wort im letzten Satz, der dieses ganze glänzende Seifenblasenbild mit einem Windhauch zerplatzen lässt… EHRLICH bzw. EHRLICHKEIT! Ich kann euch nicht sagen ob es an der Jahreszeit und den damit verbundenen “sauren Gurken” liegt, oder ob sich das gesamte Blogger, YouTuber, “Influenzer” Geschehen um mich herum in den vergangenen Monaten nochmal deutlich zugespitzt hat, ich kann euch nur sagen... MIR GEHT DIESE VERDAMMTE SCHEINHEILIGKEIT DER SCHÖNEN, HEILEN BLOGGERWELT mittlerweile soooo auf den Senkel, dass ich mich heute, nach langem zurückhalten, nicht mehr zurückhalten kann!

Ich kann aber total verstehen, wenn euch dieser Blick in die Bloggerwelt nicht weiter interessiert, nur… ich kann es heute auch nicht mehr zurückhalten, wie sagte Claire Dunphy schon: “Heute kommt es zu einer Entladung!”  Wen es also nicht interessiert, wer sich ertappt fühlt und damit nicht umgehen kann, darf JETZT ohne Sorge weg klicken! In diesem Fall kann ich damit leben. 😉

 

Wie ehrlich ist die Bloggerwelt im März 2019 ?

 

Sehr, sehr viele Blogger haben seit geraumer Zeit ein großes Problem. Die beliebten sozialen Plattformen grenzen die Reichweite der eigenen Postings immer weiter ein. Wenn das eigene Posting früher 10.000den anderen Nutzern gezeigt wurde, sind es heute in vielen Fällen nur noch wenige Hunder. Gleichzeitig steigt aber die Anzahl derjenigen die “auch mal” bloggen, podcasten, youtuben oder, oder, oder wollen stetig. Wer einmal in die Bloggerwelt hereingeschnuppert hat weiß, diese immense Eingrenzung der eigenen Reichweite ist ein echtes Problem, denn man kann noch so gute Artikel, Bilder, Videos oder Podcasts erstellen, wenn sie niemand liest, sieht oder hört, bringt der beste Artikel nicht mehr, als die Freude am erstellen derselbigen.

Aber genau da sind wir, meiner Meinung nach, schon bei dem aller, aller größten Problem, nämlich bei der Frage,

 

für wen begibt man sich eigentlich in diese “schöne” Bloggerwelt? 

 

Produziert man Artikel, Videos oder, oder, oder hauptsächlich und in aller erster Linie, weil man SPASS an der Sache hat, oder produziert man diese Dinge vor allem mit der Hoffnung auf ein größtmögliches Ansehen?

Ihr lieben, lieben Einsteiger… ich habe es vor kurzem bereits in einer Blogger FB Gruppe geschrieben. Wenn ihr Lust habt in diese Bloggerwelt (oder, oder, oder) einzusteigen, dan nehmt euch doch als aller erstes mal die Zeit und produziert innerhalb eines Monats 4-5 richtig gute Artikel, Videos, Podcasts zu dem Thema, zu dem ihr online gehen möchtet. Wenn ihr nach diesem Monat sagt, super das macht mir Spaß, dann baut die Sache weiter aus, ihr könnt die Artikel ja später sogar nutzen. Zu Beginn ist es fast egal ob ihr eure “Dinge” veröffentlicht oder nicht, ihr habt ganz zu Beginn eh nur eine handvoll Leser/ Follower. Wer also all das machen möchte, um möglichst schnell sein “Ansehen” zu vergrößern… beginnt aus den falschen Beweggründen… ihr müsst schon richtig viel Spaß am Schreiben, Produzieren usw. haben, um dauerhaft viel Zeit in euer Projekt zu investeiren. Seid einfach mal eherlich zu euch selbst und testet das bloggen o.ä. einen Monat lang intensiv. Dann werdet ihr sehr schnell merken, ob die “Arbeit” euch wirklich Spaß macht… oder ob es vielleicht doch sein könnte, dass ihr euch etwas anderes erhofft habt.

 

Die Bloggerwelt 2019

Wuuuuunderschön! Keine Frage… aber wie viel “Echtheit” liegt 2019 im bloggen, youtuben oder, oder, oder…

 

Zurück zum Thema Reichweite. Wenn die sozialen Plattformen die eigene Reichweite immer weiter zurückschrauben, müssen also andere Ansätze her und ich sage euch, im dem Fall ist die kreativität der Bloggerwelt riesig!!! Natürlich könnte man z.B. die Möglichkeit nutzen und Werbung auf den sozialen Medien schalten, aber diese Möglichkeit ist relativ teuer und sobald es an das eigene Geld geht, wird die Bloggerwelt vorsichtig. Also setzt man in vielen, vielen, vieeeeeeelen Bereichen auf ein anderes Pferd!

Nur leider haben diese “Pferde” häufig so gar nichts mit der Realität und erst recht nichts mit Ehrlichkeit zu tun! Oder was meint ihr? Macht euch euer eigenes Bild:

 

Beginne ich einfach mal mit meinem eigenen Blog!

 

Denn ein Weg, um gegen die gesunkene Reichweite und die wachsende “Konkurrenz” anzukämpfen, ist es mehr Artikel zu veröffentlichen! Eigentlich ja auch eine clevere Idee, denn wer sonst einen Artikel pro Woche veröffentlicht/gepostet hat, versucht es jetzt eben mit zwei oder drei Artikeln/ Postings. Doch diese Taktik hat mindestens zwei größere Probleme:

  1.  Deutlich mehr Artikel bedeuten auch deutlich mehr “Arbeitszeit” und
  2. die eigene Kreativität hat häufig ihre Grenzen!  Wie gut, dass es die “Kollegen” gibt!

 

WHAAAAAAAA….. WIE ICH DIESE SITUATIONEN HASSE!!! ICH HASSE SIE!!! HASS, HASS, HASS!!!

 

Glaubt ihr eigentlich ich merke das nicht??? Diejenigen die ich meine, werden sich gleich schon angesprochen fühlen! 

Da gibt es doch tatsächlich Leute, die schauen sich hier auf IsasWomo um, schreiben freundliche Kommentare, stellen Fragen oder schreiben mich direkt per E-Mail an, bitten mich um irgendwelche Infos und machen einen auf fuuuuuuurchtbar freundlich. Natürlich ohne  mit einer Silbe zu erwähnen wer sie sind, dass sie bloggen oder dass sie die “Cordula Grün” von Pinterest sind, mit der ich bereits Kontakt hatte! Ein reines “Julia, Herribert oder Brunhilde” (von mir frei erfundene Namen!) sagt mir noch lange nicht, dass es sich um DEN oder DIE Max, Moritz oder Linda von der Seite XY handelt!

Dann dauert es einige Tage oder Wochen und POTZ BLITZ ich traue meinen Augen kaum… da taucht doch genau diese Info (gerne auch 1:1 aus meiner E-Mail übertragen), als eigene Erfahrung auf einem anderen Blog auf und wird als SUPER DUPER TIPP an die große Glocke gehangen! Spätestens über die Impressumspflicht wird mir dann klar, schön, schon wieder jemand der sich bei mir Infos sucht, der mich vielleicht noch nach Adressen, GPS Daten oder, oder hat suchen lassen und der dann meine Infos als eigene  Erlebnisse, Erfahrungen und Tipps 1:1 veröffentlicht!

Tja und weil dieser Blogger o.ä. keine Ahnung hat von z.B. dem Stellplatz in Frankreich, den Bedingungen in Schweden oder dem Produkt für Hunde, wird dieser eine Tipp auch noch groß als “Schlagzeile” auf den Pinterest Pin geschrieben, so dass es jedem Pinterest Nutzer ins Auge springt! Mir natürlich auch und gerade über Pinterest darf ich dann meine eigenen “geklauten Infos” wiederfinden!

 

Sorry… aber das ist nicht nur dreist, das ist auch noch dumm!!!

 

Und nein, ihr müsst nicht glauben, dass mit irgendeiner Silbe erwähnt wird, dass es sich nicht um eigene Erfahrungen handelt! Bevor irgendjemand offen, ehrlich und vor allem FAIR schreibt, dass er die Infos von jemand anderem hat, bricht man sich eher einen Blogger Zacke aus der Krohne. Und doppelt nein… es ist auch nicht so, dass mir dies erst jetzt auffällt, aber ich habe mir lange gedacht “komm lass es gut sein”, nur irgendwann habe auch ich die Nase voll! 

 

Nachtrag… weil ich das in der ersten Version dieses Artikels vergessen hatte! 

 

NATÜRLICH gibt es bei uns Camping Bloggern immer wieder Themen, die mehr oder weniger jeder auf der Seite hat. Beispiel… das Womo winterfest machen! Themen die jeder hat und die immer wieder zu bestimmten Jahreszeiten nach vorne geholt werden. Ja, es kann auch immer mal vorkommen, dass man tatsächlich durch Zufall innerhalb einer kurzen Zeit sehr ähnliche Themen veröffentlicht. “Komisch” wird es allerdings dann, wenn sich diese Zufälle über Monate immer wieder wiederholen, wenn Artikel die genau selben Infos beinhalten, oder es sogar soweit geht, dass diese Infos in der genau gleichen Reihenfolge errscheinen.

Zuletzt möchte ich aber auf jeden Fall noch erwähnen, dass mich dieses “Problem” natürlich nicht nur alleine betrifft, aber das ist ja eigentlich klar… denke ich.

 

Weiter gehts: 

 

So und woher weiß ich nun so genau, dass diese Tipps tatsächlich von mir kommen? Vor allem in den Situationen, in denen es nicht so eindeutig ist, weil meine E-Mail 1:1 übernommen wurde? Weil auch ich z.B. nicht UNFEHLBAR BIN!!!

Es ist schon verdammt doof gelaufen, wenn man die Infos und Tipps anderer übernimmt, diese Tipps dann als eigenen Artikel veröffentlicht und auf den verschiedenen Portalen bewirbt und sich dann herraustellt, diese Infos sind FALSCH oder schon veraltert!!!!!

Ich habe es erst gerade heute Morgen wieder auf Pinterest gesehen (und dieser Pin hat dann das Fass zum überlaufen gebracht). Einfach nur dämlich, wenn man z.B. einen Artikel über ein Hundeprodukt, welches die Hundehaare super von den Womositzen entfernt, neu verfasst und frisch veröffentlicht hat, dazu auch noch eines MEINER Bilder von diesem Produkt nutzt (jaaaaa, jede drittklassige App kann mittlerweile ein Bild überarbeiten und z.B. den Hintergund ändern) , dabei aber vergisst, die ganzen Infos nochmal zu kontrollieren.  GENAU DIESES PRODUKT GIBT ES SCHON SEIT JAHREN NICHT MEHR AUF DEM MARKT und der Nachfolger ist bei weitem nicht so gut wie das damalige Original! Ohhhhh…. doof gelaufen, ganz, ganz doof gelaufen!

 

Aber, das ist ja bei weitem noch nicht alles, was seit Monaten rund um die scheinheilige Bloggerwelt so geschieht!

 

In jedem zweiten Blogger Kurs/ Webinar bekommt man gesagt, man muss eine Niesche finden um erfolgreich zu sein! Alles klar, grundsätzlich stimme ich dieser Meinung auch voll und ganz zu. Ich verfolge auch lieber Blogs, Videos und Podcasts von Leuten die z.B. richtig viel Ahnung von Facebook haben, als Blogs die sich gleichzeitig mit den Themen Facebook, Camping und Beauty beschäftigen.

 

ES IST ABER NICHT MEINE SCHULD, WENN EURE NISCHE SO KLEIN IST, DASS IHR NICHT KRATIV GENUG SEID, UM NEUE ARTIKEL THEMEN ZU FINDEN!!!

 

Ich habe durchaus Verständnis, dass eine kleine Nische nicht immer einfach zu bedienen ist. Ich empfände es auch als sehr schwierig dauerhaft einen Blog über z.B. den westlichen Teil Islands zu schreiben, doppelt schwierig wird es natürlich dann, wenn ich da gar nicht lebe. ABER DAS IST EUER DING, NICHT MEINES!!! Ich habe es einfach satt, dass meine Artikel auseinander genommen werden und z.B. aus den 12 Frankreich Tipps werden 3 Stellplatz Tipps für die Bretagne. Echt… ich habe es soooooo satt!

Und nein, da spreche ich dann auch nicht mehr von Zufall, wenn es immer, immer wieder die selben Seiten sind, die z.B. genau meine Tipps empfeheln. Es gibt gefühlt 200 Stellplätze in der Bretagne und genau die drei Stellplätze aus meinem Artikel werden dann in der selben Reihenfolge und mit den gleichen Informationen empfohlen? Es gibt zig Sehenswürdigkeiten, aber genau die 5 aus meinem Artikel werden genommen? Es gibt schier unendliche Hilfen für alte Hunde, aber genau die 10 aus meinem Artikel erscheinen durch Zufall wieder auf diesen Seiten. So viele Zufälle gibt es nicht!!!

Zumal dieses ganze Thema ja nicht nur mir auffällt, sondern auch einigen meiner Kollegen und wenn dieses Thema irgendwo zu sprache kommt, fallen immer, immer, immer wieder die selben Internetseiten!

 

Fake in der Bloggerwelt 2019

Aaaach… da habe ich doch so ein typisches Insta Bild als Stockfoto aus dem Netz gefunden (hat übrigens keine 5 Minuten gedauert). Natürlich ist das Bild gerade mal eben so, in der Hofeinfahrt, vor der ersten Tour entstanden. Und nein… das ist doch kein gemieteter Bulli, kein Model und hinter so einem Bild steckt auch kein Fotograf samt Make Up Team… nööööööö, natüüüüürlich nicht!

 

Ich kümmere mich hier um den ganzen Kram alleine. Ich habe weder fremde Autoren, noch jemanden der sich um die Seite kümmert, noch einen Mann, der zumindest die Technik beherrscht und ja, zudem schreibe ich aktuell auch noch an meinem erstes Buch zusammen mit einem Verlag und arbeite/ schreibe für viele andere Seiten. Ich kümmerer mich um all diese Dinge alleine und JA, ICH WILL ES AUCH SO!!! DAS IST ABSOLUT MEIN DING UND FÜR ISASWOMO AUCH GENAU DAS, WAS ICH MIR VORSTELLE! ALLES SUPER!

Aber wenn ich die Nase dann gestrichen voll habe und euch direkt anschreibe und euch sage, dass ich eure Art zu arbeiten zum “übergeben” finde, weil ich es unmöglich finde, dass ihr z.B. meine Infos aus der Mail für eure Artikel nutzt, dann kommt mir doch nicht mit doofen Ausreden von wegen:  “Haaaach ich hatte sooooo viel mit Insta zu tun und außerdem pupst mein Hund so schlimm, da fand ich keine Zeit viel selber zu schreiben.” Sagt mal… tickt ihr noch sauber!?!

Jeder hat mal Zeiten in denen es besser läuft und man nur vor Ideen sprudelt und es gibt eben auch Zeiten, da läuft es einfach nicht! Ja… so geht es uns aber allen!!!!  Naja und wenn man dann keine andere Person hat die gerade besser drauf ist und für einen schreibt, bleiben eben nur zwei Möglichkeiten! Entweder man veröffentlicht nichts, oder man war so schlau und hat einen “Redaktionsplan” erstellt, auf den man in diesen Zeiten zurück greifen kann. So arbeitet man eben professionell!!!

Aber dieses ständige “auf die Artikel und Themen anderer zurückgreifen” GEHT GAR NICHT!!!!

 

Und ja… es fällt eben doch auf!!!!

 

Ach so übrigens… es fällt auch seit Jahren bei den großen Portalen auf die z.B. günstige Studenten zum schreiben einstellen, die selber aber noch nie mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen campen waren und sich jetzt super clevere Ideen aus der Fingern saugen sollen! Wann werden die Verantwortlichen dieser Portale eigentlich endlich mal schlauer? Wahrscheinlich nie, wenn nicht alle betroffenen Blogger immer wieder auf die Barrikaden gehen und diese Portale direkt anschreiben. Ebenso wird sich nie ewas ändern, wenn Leser nicht darüber informiert sind, dass sie von vorne bis hinten “vernatzt” werden.

 

Weiter geht es mit meinem Blick auf die Bloggerwelt im März 2019 – Instagram!!! Das wahrscheinlich gefakteste Portal der Welt!

 

Mir selbst geht es mit Instagram wie wahrscheinlich ganz, ganz vielen anderen Bloggern. Für den Blog selbst bringt mir Insta GAR NICHTS, aber ich mag das Medium, die Insta Storys sind ganz praktisch und vor allem, so ein Insta Profil gehört bei vielen Aufträgen und Kooperationen auch einfach mit dazu. ALLES KLÄRCHEN!!!!

Doch auf Insta haben wir alle wieder das Problem, die eigene Reichweite wird zurückgeschraubt. Also müssen andere Tricks her und was da mittlerweile so abgeht… GRRRRRR! Ihr glaubt gar nicht wie sehr mir diese EXTREEEEM gefakten Bilder und Profile mittlerweile auf den Sack gehen. Absolut lächerlich wird es natürlich dann, wenn Bilder als 100% real, ohne Filter und Schminke gekennzeichnet werden und man auf den ersten Blick am Hintergund sieht, dass die Bilder bearbeitet wurden. Aber solche Bilder sind so doof und offensichtlich schlecht, dass man schon wieder drüber lachen kann. “Schlimm” wird es eigentlich nur dann, wenn genau diese Bilder z.B. mit… “Ich wünschte ich hätte Deine Figur o.ä”. kommentiert werden.

Ich nutze auch gerne mal den ein oder anderen Filter und z.B. bei den ganzen Nachtaufnahmen samt Sternehimmel geht es fast gar nicht anders, als die Bilder hinterher nachzubearbeiten. Da muss man in 99% aller Fälle am Kontrast, der Helligkeit, Tiefe oder, oder, oder schrauben. Das ist für mich nicht das große Prooblem. Ich weiß, das geht vielen bereits auf den Senkel, aber wenn ich so beginne, dann bleibt von Insta gar nichts mehr übrig.

Was mich aber wirklich nervt sind ganz andere Dinge und ich verstehe nicht, warum genau diese Bilder und Dateien immer wieder die größten Erfolge erziehlen.

Ein Instagram Profil das z.B. komplett aus nicht eigenen, sondern nur aus dem Netz gezogenen und von anderen Profilen genommenen Bilder besteht…. warum liked ihr sowas? Gebt mit eine Stunde Zeit und ich besorge euch 30 dieser Bilder, damit sind die nächsten 1-2 Monate Instagram erledigt!

Aber das hat doch nichts, aber auch so GAR NICHTS mit echten Reisen, Menschen, Profilen zu tun. Am allerbesten sind dann die Leute die auch noch unter jedes Bild schreiben, 100% real, keine Filter, kein gar nichts…. STIMMT… vor allem das “kein gar nichts” ist absolut richtig, denn das Bild stammt ja nichtmal von den Leuten selbst.

Ich folge z.B. auch dem ein oder anderen Prommi Account, entweder weil ich diese Leute gut finde, oder aber weil mich der Hype um diese Bilder fasziniert. Allerdings weiß ich auch, dass nichts, aber auch gaaaaar nichts auf 99,9% dieser gehypten Feeds zufällig entsteht. Die z.B. Vase oder Blume im Hintergrund dieser Bilder steht da nicht “einfach so”. Hinter den Leuten steht ein ganzes Team und natürlich wird jedes einzelen Bild vorher genau durchgesprochen. Ich habe heute im RTL Punkt 12 Mittagsprogramm noch gehört… eine (in diesem Fall echt nicht böse gemeint aber zur Einschätzung wichtig)  “C-Prominente” aus den Niederlanden hat für ihr letztes Instagram Bild ca. 70.000 Euro bekommen … wird gemunkelt. Vielleicht könnt ihr jetzt erahnen welches Geschäft hinter diesen Bildern steckt.

 

Ich glaube mittlerweile, viele sehen, verstehen, checken gar nicht, wie gefakt Instagram ist, gerade in der Reisebranche! 

 

Glaubt ihr wirklich, dass es so viele Leute mit normalen Jobs gibt, die bis auf ganz, ganz wenige Tage, ihr komplettes Leben “im Urlaub” verbingen können? Nein… natürlich nicht! Es gibt tausende Internetseiten die sich damit beschäftigen, welche Reiseziele am besten für Insta geeigent sind und nein, da geht es nicht nur um die schönsten Spots, es geht auch darum, wie man möglichst viele Reiseziele innerhalb eines Urlaubes “abarbeiten” kann.

Und ja… es klingt unglaublich, aber es gibt nicht wenige Leute die genau danach ihre Reiseziele auswählen. Ich konnte es mir auch nicht vorstellen, aber es ist so!!!

So werden dann eben aus einem einzigen Urlaub, 3 Reisen in ferne Länder für Instagram. Die Strand Palmen Bilder stammen z.B. irgendwo aus Asien, die City Bilder aus Süd-Amerika und vielleicht gibt es noch irgendwo eine Wüste, oder ein Cafe mit vielen verschleierten Leuten… dann war man eben auch noch in Afrika.

 

Tja und so schnell wird aus 10 Tagen Urlaub samt örtlichem Fotografen, dem für einen Tag gemietene Bulli, einem Stativ, GoPro und Selfie Stick drei komplette  “Insta Fernreisen”.

 

Schwierig wird es natürlich immer dann, wenn irgendwer, irgendwelche Fragen zu den Örtlichkeiten stellt… aber gut… wer liest schon die Kommentare, fällt eh keinem auf! Und zur Not nutzt man zusätzlich noch ein paar Apps und Programme die automatisch kommentieren! Da steht dann zwar unter dem Bild der “kleinen Meerjungfrau” aus Kopenhagen auch mal so etwas wie: “Hey Süße, Du siehst super aus, steht dir total gut”! Aber egal… Hauptsache es scheint so, als wäre man aktiv!

 

Bleibt trotzdem das Problem der gesunkenen Reichweite, aber dafür gibt es ja die “Instagram Engagement Gruppen”

 

Heiß… man trifft sich in verschiedenen Gruppen und Chats auf z.B. Insta selbst, Facebook oder Whats App, stellt seinen bearbeiteten Link zum neusten Bild ein (wichtig ist das dieser Link vorher bearbeitete wird, damit Insta die Links nicht zurück verfolgen kann) und dann wird das Bild eben von allen anderen Gruppenmitgliedern geliked und kommentiert.

Ich würde mal behaupten, MINDESTENS 95 % aller  bloggenden Instagram Nutzer sind Teil von solchen Gruppen, ich auch und ich bin auch schon aus vielen dieser Gruppen wieder ausgetreten. Denn was mich persönlich an diesen Gruppen am meisten stört ist gar nicht, dass man irgendwie versucht die eigene Reichweite zu erhöhen… was mich tierisch nervt ist, dass man durch diese Gruppen eben auch dazu “gezwungen wird” Bilder zu liken und mit “total super” zu kommentieren, die von diesen durch und durch gefakten Profilen kommen!

Ich habe einfach keinen Lust mehr dadrauf, den größten “Scheiß” notgedrungen mit meinem Like zu unterstützen und ich frage DICH als bloggenden Insta-Nutzer… meinst Du echt es macht Sinn an einigen dieser Gruppen krampfhaft festzuhalten, obwohl das bedeutet, dass Du das 327.000 durch und durch gefakte Bild mit Deinem “Like” versorgst? Ist es das wert??? Ich bin mir da nicht sicher!!!

Naja und an all die anderen “privaten” Instagram Nutzer, ich kann schon verstehen, dass man in Gedanken durch die Insta Welt “schweift” und sich von den vielen wunderschönen Bildern verzaubern lässt. Aber vielleicht… ganz, ganz, ganz vielleicht…. überlegt ihr ab jetzt einfach mal hin und wieder, ob die gezeigten Bilder auch nur ein klitze kleines bisschen mit der Realität zu tun haben können.

 

Lasst euch doch nicht verar…en!

 

Glaubt ihr wirklich, dass das Profil von dem z.B. US-Solotravel-Bulli-Vanlife-Girlie, dass immer, immer wieder sagt, dass sie seit MONATEN ganz alleine unterwegs ist, aber KEINES der Bilder alleine geknipst werden konnte, echt ist? Oder könnte es vielleicht sein, dass da irgendetwas nicht ganz passt? Könnte es sogar sein, dass das ein Model ist und sich hinter dem Account z.B. ein großer Outdoor Klamotten Hersteller verbirgt?

Wie soll man sich denn zum Beispiel alleine, quer über einen breiten See, einen Fjord, einen Canyon fotografieren??? Hmmmm und das nich mal eben so, sondern in zig Positionen? Sagt es mir, verratet es mir… vielleicht kenne ich die “Accio Feuerblitz Harry Potter Kamera” einfach noch nicht?

Dazu kommt noch, dass hinter ganz vielen großen Profilen eine Firma bzw. ein Unternehmen steckt, was man aber nur mit sehr, sehr genauer Recherche über die verschiedenen Impressen erkennen kann. Ist das erlaubt… ja klar! Wennn ich jetzt fest füüüüüür z.B….. den online Giganten “Zalando” arbeiten würde (reines Beispiel) und immer schön in Festanstellung dafür bezahlt werde, “mein” Isabel Speckmann Profil jeden Tag zu hegen und zu pflegen und egal wie ich es letztendlich anstelle, immer mal meinen neuen Pulli, die Jeans, die Schuhe usw. zeige, dann ist das ja nicht verboten. So wird man eben tausendfach unterbewusst beinflusst.

Also, ist es erlaubt… ja! Hilft das Wörtchen Werbung über dem Posting weiter… seitdem das alle machen, nicht wirklich! Sollte man es wissen um nicht drauf reinzufallen… ich denke schon!

 

Die schöne heile Bloggerwelt 2019

 

Wisst ihr, es geht mir bei diesem ganzen Thema gar nicht um die tausenden kleinen Tricks und “Feinheiten”. Wie sagte mir ein Bekannter vor kurzem… “klappern gehört zum Handwerk!” und das gilt für alle Blogger, genau wie für jede andere Branche.

Ich will mich selbst da gar nicht raus nehmen, ich kenne das Problem mit der Reichweite in den sozialen Medien. Ich kenne die Zeiten, in denen man nicht weiß was man schreiben soll, oder zu denen man nicht entspannt schreiben kann, weil einem so viele andere Dinge im Kopf herum geistern.

Ja… kenne ich alles!!!! Trotzdem gibt es meiner Meinung nach aber Grenzen und wenn man diese überschreitet, ist dann auch irgendwann mal das Ende von Verständnis und gutem Willen erreicht!

Ich habe ja schon weiter oben die Frage gestellt, warum blogged (o.ä.) jemand?

Ich stelle die durchaus steile These auf, wer ein Insta Profil erstellt, auf dem es nur um Fake und/oder Stockfotos aus dem Internet geht, der macht das nicht, weil er Spaß an diesem Medium hat. Oder?

Genau so wenig verstehe ich, wie man als Blogger auf die Tipps und Artikel anderer zurückgreifen kann? Schon erst recht nicht, wenn man einen “normalen” Job hat und eben nicht durch das bloggen Geld verdienen muss, wie es ja nunmal bei fast allen Bloggern der Fall ist.  Wobei… so eine miese Tour geht eigentlich gar nicht, ganz egal ob man Geld verdienen muss oder nicht!

Also (verdammt nochmal) warum wird dann lieber “gefakt und geklaut”, bevor man einfach mal keinen neuen Artikel online stellt???  In dem Fall ist das Schreiben doch reiner Spaß, ein reines Hobby und wenn man hin und wieder 100 Euro dazu verdient, super!

 

Wer setzt euch denn so unter Druck, eher zu “klauen” als nichts zu veröffenttlichen???

 

Ja ich verstehe, dass es viele Blogger gibt, die sich wünschen durch das bloggen Geld zu verdienen. Diesen Wunsch kann ich auch sehr gut nachvollziehen, aber glaubt ihr WIRKLICH ihr kommt diesem Wunsch auch nur einen Schritt näher, wenn ihr nicht euer eigenes Ding durchzieht?

Außerdem mal ganz davon abgesehen, dass ich es von Kollegen” die mich inoffiziell nach z.B. Stellplatztipps fragen, mehr als schäbig empfinde, wenn diese Tipps dann 1:1 aus meiner Mail (ohne Hinweis) auf den Blog übertragen werden und als eigene Empfehlung ausgegeben werden.

Ihr müsst doch ständig damit rechnen, dass andere Leser diesen Rotz bemerken?!

Ehrlich, ich würde im Erdboden versinken, wenn ich so eine Aktion abliefern würde und dann noch damit auffalle, weil z.B. irgendwer bemerkt, och… genau diese Dinge habe ich doch schon woanders als “falsche Info” gelesen.

 

Instagram und Bloggen 2019

Ahhhhh…. diese Bilder auch sehr begehrt! Hintergrund, Zeltfarbe und Art der Beine sind übrigens frei wählbar

 

Es gibt bis heute ein ziemlich großes, deutsches Campingmagazin, dass einige Wochen nach einem meiner Dänemark Artikel, ebenfalls einen Dänemark Artikel zum selben Thema veröffentlicht hat (welch ein ZUUUUUFALL!!!) Die haben bis heute nicht gemerkt, dass ich in diesem Artikel damals, eine falsche Info zum Thema “Restaurant besuche” gegeben habe und genau diese falsche Info ist bis heute in dem Artikel dieses Magazins enthalten.  Zufall??? Nein…das kann ich nicht glauben!

Wer jetzt allerdings denkt, dass das Risiko sehr gering ist, das so ein Verhalten auf Dauer auffliegt… dem kann ich nur sagen… aufpassen!!!

Direkt auf IsasWomo bezogen kann ich ja aus dem Nähkästchen plaudern. Ich habe sicherlich ein rieeeeeeesen Glück, dass die “Community” rund um IsasWomo ziemlich “aktiv” ist. Es gibt hier z.B. nur ganz wenige Artikel die keine Kommentare haben und wenn ich unterwegs bin, kommt es immer mal wieder vor, dass man mich mit IsasWomo in Verbindung bringt. Das ist natürlich fantastisch, mir ist aber auch klar, dass das wenig mit mir als Isa zu tun hat, sondern mit ganz viel Glück! So kommt es aber auch dazu, dass es Leser gibt, die meine Artikel, meine “Kodderschnauze” und meine Einstellung zum “Leben” relativ gut kennen und seit ca. einem Jahr passiert es immer mal wieder, dass ich auf andere Blogger und Artikel angesprochen werde.

Nach dem Motto... sag mal Isa, kennst Du die und die, den und den, oder diese und jene Seite? Ärgert Dich das eigentlich, wenn da regelmäßig Themen erscheinen, über die Du kuz vorher geschrieben hast? Hmmmmm!!!

Ich kann euch nur sagen, es geschieht eben doch immer mal wieder, dass ein solches Verhalten auffällt und das nicht nur innerhalb der Bloggerwelt, sondern auch den “ganz normalen” Lesern und Followern. Mir wäre es peinlich!

 

Die Bloggerwelt 2019 – Mein Fazit!

 

Fake oder Echt? Bloggerwelt 2019

Dein Pin zum Artikel – Die Bloggerwelt 2019

Ich mag das bloggen auch weiterhin total, ich mag meine Seite, ich mag das Campen, ich mag meine Reisen allein und ich mag Milla! Zu Schulzeiten habe ich das Schreiben gehasst!  “Aufsätze” waren mir ein Graus und ich hätte niemals gedacht, dass mir das Tippen jemals so viel Spaß machen könnte.

Mich nervt mittlerweile nur, dass so unfassbar viele Leute anscheiend dem Wahn verfallen sind, perfekt sein zu müssen! Dabei geht es aber leider nicht darum sich selbst zu perfektionieren (denn dann würde man nicht klauen), es geht nur darum den Mythos “perfekt zu sein”, zu perfektionieren! Tja und genau das geht leider ganz, ganz oft mit unfairen und dumm dreisten Mitteln einher.

Warum fragt man denn nicht VORHER mal freundlich ob man irgendwie “zusammenarbeiten” kann, wenn man schon die Infos anderer nutzt? Weshalb schreibt eigentlich nie jemand auf Insta, dass das Wetter z.B. total doof war? Warum schreibt kein Mensch, dass die Herbstnächte bei geöffneter Vantür entweder eiskalt waren (aber was tut man nicht alles für ein schönes Bild), oder man im Sommer mit Mücken und Viehzeug schlafen muss und wie tief muss jemand in der Klemme stecken, wenn man sich die Mühe macht mir eine E-Mail zu schreiben und nach Tipps zu fragen, um diese Hinweise dannn 1:1 zu übernehmen?

Und ja… ich weiß schon jetzt was einige wahrscheinlich denken oder mir schreiben wollen.

Ich solle es doch einfach als Kompliment sehen, wenn Tipps, Themen oder ganze Abschnittte meiner Artikel übernommen werden. Ja, so kann man das sicherlich sehen und ja, ich versuche auch immer wieder diese ganze scheinheilige Bloggerwelt mit einem Augenzwinkern zu sehen… aber irgendwann ist das ganze eben kein Kompliment mehr, sondern einfach nur noch nervig!

Zumal solche Aktionen für mich ja auch direkte Nachteile bedeuten. Denn nehmen wir mal das Beispiel des großen Portals, das ständig Infos und Themen aus Blogartikeln klaut. Die bezahlen irgendeinen günstigen Studenten zum erstellen dieser Artikel und weil sie so große sind, stehen diese Artikel teilweise später auch noch vor mir in den Google Ergebnissen, was auch bedeutet… neue Leser klicken eher auf den 1. oder 2.  Artikel  in den Google Ergebnissen, als auf meinen an z.B. Platz 3.

Das bedeutet also z.B.:  Mir geht Geld verloren, weil dieses Portal nicht mich für diese Informationen bezahlt , sondern lieber den günstigen Studenten. Mein Google Ranking sinkt, weil das Portal mit den gleichen Infos zum selben Thema besser eingestuft wird und letztendlich gehen mir auch noch auf Dauer neue Leser verloren, weil das drittte Google Ergebnis deutlich weniger häufig angeklickt wird, wie das erste Ergebnis. Und das alles, obwohl andere Blogger, wie auch riesen große Portale, ihre Leser mit MEINEN Tipps, Themen, Erfahrungen und Empfehlungen versorgen.

Und zum Thema Insta, vielleicht schaut ihr bei eurem nächsten Insta Besuch einfach mal mit etwas anderen Augen auf die Bilder und Profile. Es gibt so viele tolle, witzige kleinere Feeds von Leuten, die euch mit auf ihre Reisen nehmen, gute Infos liefern und euch einen “Einblick” in ihren ganz persönlichen Alltag geben. Naja und vielleicht, behaltet ihr meinen Hinweis auf die großen Unternehmen ein bisschen im Hinterkopf. Wenn ihr Lust habt, schaut euch auf Insta einfach mal in einer ruhigen Minute um und seht euch die großen Profile und deren Bilder und vor allem Hashtags mal mit dem Gedanken an Unternehmen an… ich bin mir sicher, ihr werdet schnell fündig.

 

Ich finde hier passt der Spruch… “Es ist nicht alles Gold was glänzt” ganz gut! 

 

So und jetzt… macht mich fertig, haut eure Kritik raus, legt los… ,dass dieser Artikel nicht allen gefallen wird, ist mir sehr wohl bewusst! Aber ich habe jetzt seit Wochen und Monaten die Finger zu diesem Thema still gehalten, heute ging es nicht mehr!

In diesem Sinne, bleibt gesund

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

 

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Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (102 votes, average: 4,76 out of 5)
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Ja, ich bin auch 2018 noch als Reisebloggerin aktiv, doch in den letzten Wochen sind sooooo viele Dinge rund um diesen Blog und meiner “Arbeit” als Reisebloggerin geschehen, dass ich heute einfach mal dazu los tippen musste.

Bevor ich euch weiter mit meinen ganz persönlichen Dingen “belästige”, schreibe ich es lieber sofort: Heute bekommt ihr mal keine besonderen Camping Tipps oder lernt neue Plätze kennen, diesmal dreht es sich hier nur um mich und meine Themen 🙂 Wenn euch das nicht wirklich interessiert, kein Thema, es sei euch gestattet 🙂 nur …. dann könnt ihr eigentlich bereits jetzt wegklicken und müsst euch gar nicht erst die Mühe machen weiter zu lesen.

 

Seit Wochen grübel ich schon über verschiedene Themen die ich jetzt einfach los werden MUSS!

 

Ehrlich gesagt überlege ich mir bereits seit Wochen, ob ich diesen Artikel wirklich schreiben soll, oder ob ich mich damit nicht viel zu weit aus dem Fenster lehne, bzw. mir zu viel kaputt mache. Denn ich glaube, ich habe mir mittlerweile ein Image da draußen aufgebaut als “hilfsbereites, nettes, naives und doch selbständiges Reisebloggerin – Dummchen”,  mit welchem ich aber sehr, sehr gut leben kann.

Ich frage mich also schon, ob es nicht ein Fehler ist, einige Dinge hier anzusprechen, die dieses Image vielleicht ein Stück weit “schädigen” könnten. Andererseits denke ich mir aber auch, diese ganzen Themen beschäftigen mich seit WOCHEN. Es ist mein Blog, es ist meine Seite und manchmal muss man vielleicht einfach mal Dinge ansprechen, die nicht “auf ganzer Linie”  bei allen Leserinnen und Lesern für Begeisterung sorgen.

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Also doch schreiben und veröffentlichen?!?! LOS!

 

Nun gut…. fangen wir mal vorne an. Vielleicht habt ihr es zu Beginn des Jahres schon irgendwo gelesen, zu DEN Reisetrends 2018 gehört (ja es ist kaum zu fassen) eine Reise als “ALLEIN Reisender” 🙂

Tja, was soll ich sagen… ich predige ja schon seit Jahren als Reisebloggerin, dass man durchaus auch alleine eine gute Zeit haben kann, aber mittlerweile kommt ganz, ganz langsam auch die Reiseindustrie auf die Idee, das Reisen alleine mehr zu fördern. Was mir als Reisebloggerin, die zu dem Thema “allein mit dem Womo on Tour” Artikel schreibt, natürlich seeeehr entgegen kommt, das möchte ich gar nicht bestreiten.

Was ich aber ganz, ganz deutlich merke ist, der Wunsch “allein mit dem Wohnmobil on Tour zu gehen”, beschäftigt aktuell tausende Leute. Ich bekomme täglich E-Mails von Leserinnen und Lesern, die irgendwelche speziellen Fragen haben oder sich zumindest wünschen so eine Tour zu erleben. Tja, liebe Paare und Familien, wir erobern die Stell- und Campingplätze der Welt 😉

So weit, so gut und bevor ich jetzt weiter tippe, bitte verdreht mir nicht direkt die Wörter im Munde, denn natürlich finde ich es toll, wenn ihr mir vertraut und mir eure Geschichten erzählt und natürlich beantworte ich auch eure Fragen zum Thema Wohnmobil und vanlife gerne.

Was mir allerdings bei ganz, ganz vielen Artikeln zum alleine reisen im Netz zu kurz kommt und was mir  auch bei vielen E-Mails die mich erreichen, die Fragezeichen ins Hirn hämmert, ist die Frage:

Ist vielen nicht bewusst, dass….

 

ALLEINE REISEN AUCH ALLEINE HANDELN bedeutet?

 

Ich will damit gar nicht sagen, dass man sich nicht mal gegenseitig hilft, mit anderen Leuten trifft, mal quatscht oder vielleicht sogar hin und wieder ein gemeinsames Bier oder einen Kaffee trinkt, aber das sind eher Ausnahmen.

Es tut mir ja echt leid, aber ich muss das einfach nochmal ganz, ganz deutlich sagen… ALLEINE REISEN BEDEUTET EBEN AUCH ALS ALLERERSTES GANZ OFT ALLEINE ZU SEIN!!!

Und das meine ich vollkommen Wertfrei!  

Ich weiß, dass es da draußen unendlich viele Leute gibt, die alleine zu sein eher mit etwas negativem verbinden und ich bemühe mich jetzt schon seit JAHREN diese Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Alleine reisen bedeutet nicht grundsätzlich, dass man einsam ist, dass man allein im Womo oder Wowa “verrottet” oder tief depressiv vor sich hin lebt, weil man keine sozialen Kontakte hat.

 

So ist es nicht! Alleine reisen kann nämlich auch etwas positiv sein!

 

Es gibt doch so einen Spruch:  Liebe andere wie Dich selbst (oder so in der Art). Der sagt so viel mehr aus, als es auf den ersten Blick scheint, denn andersherum bedeutet es auch, liebe Dich genauso sehr wie andere Menschen und ich bin mir sicher, genau damit haben wir alle so unsere Probleme. Denn egal ob Job, Chef, Freunde, Familie, Hobby oder auch so Themen wie die eigene Figur, fast immer nehmen wir doch alles andere um uns herum und die unendlich vielen kleinen kritischen Mängel, viel wichtiger als uns selbst. Während einer Reise allein, kann man sich aber einfach mal auf sich selbst konzentrieren und das tun, was man wirklich, wirklich gerade möchte. Aber darum sollte es hier gar nicht hauptsächlich gehen.

Vielmehr geht es mir darum heute klar zu stellen, dass ich der Meinung bin, dass es zu viele Leute da draußen gibt, die mit den vollkommen falschen Vorstellungen an eine Tour alleine gehen.

Dazu kommt noch ein weiteres, ganz persönliches, Thema und wie gesagt, ich kann nur hoffen, dass ich mir damit nicht ganz viel kaputt mache!

Aber es gibt immer wieder Menschen da draußen, die sich erhoffen, dass ich mich möglichst schnell und umfassend, um ihre ganz persönlichen Wohnmobil-Anfänger-Vanlife-Road Trip-Probleme kümmere.

Aber, auch wenn der ein oder andere glaubt, dass gehört zu meinem Job als Bloggerin dazu und ich ja auch immer wieder sage, wenn ihr mal Fragen habt, meldet euch ruhig,… ich kann mich als Reisebloggerin nicht immer so, wie einige sich das wünschen, um eure ganz persönlichen Probleme kümmern.

Zumindest nicht so, wie sich das der ein oder andere vorstellt. UND DAS IST NICHT BÖSE GEMEINT!!! 

Aber wie gesagt… zum alleine reisen gehört eben auch, dass man vieles erstmal alleine lösen muss und sich eben NICHT immer oder grundsätzlich auf andere verlässt! Dabei geht es nicht um irgendwelche Fragen die ihr zum Womo, dem Womo Alltag oder einem Reiseziel stellt. Ich hoffe das ist klar! Natürlich beantworte ich eure Fragen gerne, das ist gar kein Thema!!!!

Ich kann euch das alles am besten an einigenwahllos und teilweise erfundenen” Beispielen erklären:

Sagen wir mal mich erreicht folgende E-Mail:

Hi Isa,

ich träume schon seit meiner Kindheit davon, alleine mit dem Wohnmobil zu verreisen. Das ist einer meiner allergrößten Lebensträume.  Letztes Jahr habe ich mich von meinem Partner getrennt und das verlief alles gar nicht so glücklich für mich und seitdem leide ich leider unter schweren Depressionen.

(Es folgen zum Teil wirklich traurige Geschichte oder ein hartes Schicksal)

usw.

usw.

usw.

Jetzt ist es so, dass ich mir endlich vor 4 Monaten ein Wohnmobil gekauft habe, welches ein Bekannter 300km vom Verkäufer bis zu meiner Haustür gefahren hat. (In dem Moment frage ich mich schon das erste Mal, warum fährt ein Bekannter das Womo vom Verkäufer zu ihr, aber gut… ich hätte mir das nicht entgehen lassen, auch mit riesiger Aufregung, weiter gehts)

Jetzt habe ich allerdings folgendes Problem:

Ich traue mich einfach nicht das Wohnmobil zu fahren. Eigentlich möchte ich den Winter über mehrere Monate in Spanien verbringen, aber wie soll ich das machen, wenn ich mich nicht traue alleine das Womo zu steuern.

Könntest Du nicht auf Deinen Touren bei mir zuhause vorbeikommen und mich abholen, so dass ich erst kurz mit Dir, dann hinter Dir her fahren kann und dann begleite ich Dich für ein paar Wochen, bis ich sicherer bin?

Oder Beispiel Nr. 2:

Hey Isa,

ich bin durch Zufall auf Deine Seite gestoßen und finde die Seite wirklich toll. Ich habe mir vor einigen Monaten auch ein kleines Wohnmobil zugelegt und möchte bald nach Südfrankreich reisen. Allerdings weiß ich nicht, wo ich übernachten kann. Ich möchte am Tag nicht mehr als 200 km fahren und suche Stellplätze die:

  • nah an der Autobahn liegen,
  • ruhig sind
  • wo Hunde erlaubt sind
  • die komplett eingezäunt sind
  • die am besten sowas wie einen Überwachung haben
  • und die möglichst günstig sind

Könntest Du mir bitte eine Tour ausarbeiten? Ich wohne in Bremen und möchte nach XY in Südfrankreich. Wie gesagt, bitte nicht mehr als 200 km am Tag, das ist für Dich als Reisebloggerin doch bestimmt schnell gemacht. 

Super… Dankeeee… Ach so, ich fahre in 3 Wochen los, Du hast also noch ein bisschen Zeit. 

Oder Beispiel Nr.3

Diesmal handelt es sich nicht um eine E-Mail, sondern um eine 1:1 Geschichte von entfernten Bekannten. Die Beiden sind viel mit ihrem Kastenwagen unterwegs und nutzten jedes freie Wochenende für eine Tour. Da sie dachten Alleinfahrer und Alleinfahrerin, das passt doch, haben sie mir ihren Nachbarn “aufs Auge gedrückt” und weil mir innerhalb von Minuten klar wurde, das geht auf gar keinen Fall für länger als max. 30 Minuten mit uns beiden gut, haben sie mir irgendwann die ganze Geschichte erzählt, die hinter ihrem Vorhaben steckte.

Im Nebenhaus der beiden lebt ein junger Mann, der sich eigentlich für seine Freundin und ihn, einen Van selbst ausgebaut hat. Die Beziehung hat nicht gehalten, der Van steht nur rum und das alles, weil er keinen Spaß am alleine reisen hat.

Irgendwann sind die beiden dann (eigentlich einmalig) mit dem jungen Nachbarn ein Wochenende gemeinsam losgefahren.  Doch, schnell galt der Spruch, reicht man ihm den kleinen Finger, nimmt er die ganze Hand.

Was für die Beiden mittlerweile bedeutet: Sie packen ihr eigenes Womo nur noch spät abends oder sehr früh morgens, damit der Nachbar davon möglichst nichts Mitbekommt, denn ansonsten sagt der junge Nachbar einfach: Och, ihr fahrt am Wochenende weg? Klasse, da komme ich mit!!! Ein mittlerweile offenes Gespräch zum Thema “Paarzeiten und Zweisamkeit”, wurde ganz einfach mit einem Mitleid erregenden und  traurigen… “aber alleine sein kann ich nicht gut”, beendet.

 

Wie gesagt, bitte versteht mich nicht falsch…

 

Natürlich bin ich gerne behilflich und natürlich beantworte ich auch gerne eure Fragen zum alleine reisen, zu guten Stellplätzen oder, oder, oder, darum geht es hier nicht!!!!  Es geht mir darum, dass ich das Gefühl habe, viele Alleinfahrer haben grundlegend ein vollkommen falsches Bild vom Road Trip allein.

Sicherlich ist es KEIN Problem seine Mitcamper zu fragen, ob zum Beispiel jemand beim Einparken mal eben schauen kann und natürlich kommt es auch mal vor, dass man sich gut mit seinen Stellplatz Nachbarn versteht, oder es kann auch sein, dass man sich mal mit anderen befreundeten Campern verabredet und trifft.

Aber GRUNDSÄTZLICH ist es doch erstmal so, dass alleine reisen auch bedeutet, dass man sein “Camper Dasein” alleine regelt… denke ich. Normalerweise ist es einfach so, dass man auf einem Road Trip allein die aller, aller meiste Zeit eben auch alleine ist!

Und wenn es so ist, dass man sich so gar nicht traut ein Wohnmobil zu fahren, oder dass man es trotz vieler geduldiger Tipps und Hilfen, nicht schafft sich alleine einen Übernachtungsplatz auszuwählen, weil man soooo ängstlich ist oder man von vorneherein von sich weiß, ich kann nicht alleine sein… dann muss man vielleicht auch so ehrlich sein zu verstehen, dass eine Wohnmobil Tour als Alleinreisender nicht das richtige ist!

Das heißt ja nicht, dass man nicht allein in den Urlaub fahren kann, aber vielleicht ist dann eben eine Womo Tour allein nicht das Richtige.

So leid es mir tut, aber dann bin ich wahrscheinlich auch einfach nicht der richtige Ansprechpartner. Das meine ich nicht böse und ich bin gerne mit viel Mühe, Geduld und Tipps dabei, wenn ich euch helfen kann. Aber ich kann z.B. auch nur sagen, testet doch das Fahren Sonntags auf einem großen Supermarktparkplatz, nehmt euch ein paar Fahrstunden mit einem Fahrlehrer um sicherer zu werden oder macht ein ADAC Sicherheitstraining.

Wenn das aber nicht das ist was ihr möchtet, dann ist es meiner Meinung nach echt nicht fair, mich mit wüsten E-Mails zu zu donnern, nur weil ich sage, ich bin nicht dazu bereit mit euch zu touren, oder euch eine für euch persönlich, auf Maß zugeschneiderte Tour zu entwerfen, damit ihr nicht alleine Verantwortung tragen müsst.

Genauso wenig ist es mein Fehler, wenn euch geführte Gruppenreisen, Fahrschulstunden oder ein Sicherheitstraining zu teuer sind…

Vielleicht seht ihr das mal aus einem anderen Blickwinkel, eine geführte Womo Gruppenreise ist euch zu teuer, darum fragt ihr mich, ob ich mit euch 1 zu 1 kostenlos durch Europa toure und schaue, dass ihr klar kommt bzw. dass ich stundenlang kostenlos am Laptop sitze, um für euch eine komplette Tour mit allem drum und dran auszuarbeiten.

 

So richtig fair, mir als Reisebloggerin gegenüber ist das nicht, oder ?

 

Wie ich jetzt schon mehrfach gesagt habe, bitte versteht mich nicht falsch, ich bin euch allen WIRKLICH gerne behilflich und ich versuche all eure Mails oder Kommentare vernünftig zu beantworten. Bei dem Thema geht es mir aber viel mehr um das grundsätzliche… Ich bin immer noch voll und ganz davon überzeugt, dass vielen von euch eine Tour allein gefallen würde bzw. wird.

Aber bitte seid so ehrlich zu euch, euren Mitcampern, Nachbarn und mir und versteht, dass “alleine reisen” auch immer etwas mit “alleine sein” zu tun hat.

Es ist meiner Meinung nach einfach nicht richtig immer davon auszugehen, das es da draußen schon irgendjemanden gibt, der mir grundsätzlich und für jede Kleinigkeit hilft und unterstützt und das am besten auch noch schnell, nett und möglichst umfassend.

Ich meine jetzt mal ehrlich, wenn eine junge, fitte, Person bereits seit 6 Monate immer wieder mit einem Wohnmobil unterwegs ist und mich dann auf einem Campingplatz anspricht (ohne erstmal zu wissen, dass ich auch alleine reise) und bittet Brötchen zu bestellen und Duschmarken zu besorgen, mit einem hängeligen Singsang… ich kann das nicht so gut, ich bin ja alleine unterwegs… dann frage ich mich, wie unselbständig kann man denn sein?

Oder wenn ich lese, dass eine anscheinend relativ reiche, GESUNDE Frau in ihren Wohnwagen keinen Mover einbauen lässt, dafür aber immer wieder auf den sozialen Plattformen fragt, wer ist dann und dann auf Campingplatz “Hilfe im Sonnenschein” oder wohnt in der Nähe und könnte so gegen XX Uhr am Platz sein, um meinen Wohnwagen zu rangieren  und dann noch motzig wird, wenn innerhalb der ersten Stunde niemand aufschreit und sofort sagt, ja natürlich liebste Frau XY, ich fahre gerne extra zum Platz um Dir behilflich zu sein.

Sorry aber dann muss ich schon ein bisschen schmunzeln und manchmal kann ich mir auch ein kleines Augenverdrehen nicht verkneifen.

Wer alleine touren möchte, muss doch auch damit leben können vieles als aller erstes mit sich alleine aus zu machen und vor allem muss er so planen, dass er erstmal und grundsätzlich alleine zurecht kommt! Wer von vorneherein weiß, dass das nichts für einen selber ist… dann ist eine Pauschalreise, ein Club-Urlaub oder eine Kreuzfahrt vielleicht doch viel, viel besser, als ein Road Trip allein.

 

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Aber, das war bei weitem noch nicht alles, um was sich meine Gedanken aktuell drehen. Da die Themenkomplexe aber so ganz unterschiedlich sind, habt ein bisschen Erbarmen mit mir, dass ich etwas springen muss. Sonst wird aus diesem Artikel noch ein halbes Buch!

 

Thema Kooperationen, Jobs und Aufträge als Reisebloggerin

 

Wisst ihr… eigentlich bin ich wirklich ein bisschen stolz auf mich, dass ich meine kleine Seite ganz alleine und ohne viel fremde Hilfe zumindest so weit ausbauen konnte, dass sie heute, so finde ich, relativ viele Themen umfasst und ich mit reinem Gewissen sagen kann, hier auf IsasWomo steckt auch 100% Isa drin!

Dazu möchte ich mich auch direkt bei euch bedanken, denn im vergangenen Monat hat IsasWomo zum ersten Mal die magischen 100.000 Leser überschritten. 100.000 Leser in einem Monat, die ProMobil hat eine Auflage von 70.000 schätzt man… Wahnsinn oder 🙂 🙂 🙂 

Für mich gilt aber auch weiterhin, dass ich gerne mit anderen Bloggern, Firmen oder Agenturen zusammen arbeite und ohne lange darüber nachzudenken, kann ich mit bestem Gewissen sagen, dass es nur wenige echte und ernstgemeinte Kooperationsanfragen gab, die ich bisher abgelehnt habe. Wenn dem aber so war, dann hatte dies auch besondere Gründe und soviel kann ich jedem Außenstehenden sagen, gerade bei Zusammenarbeiten unter Bloggern ist nie von Geld die Sprache, darum geht es also nicht!!!

Seit einigen Monaten bekomme ich allerdings immer mehr Anfragen die meiner Meinung nach WIRKLICH DREIST sind! Und ja liebe Blogger Kollegen, damit meine ich nicht die sinnfreien Anfragen von irgendwelchen amerikanischen Agenturen, die einen englischsprachigen Artikel über online Poker auf IsasWomo veröffentlichen möchten und ich meine auch nicht die Anfragen, die für einen langen Artikel, samt Bildern und social media Postings 50 Euro zahlen möchten, sondern ich meine Euch, liebe Blogger Kollegen!!! Natürlich nicht alle, eher ganz im Gegenteil… eine handvoll schwarzer Schafe, allerdings wird diese Handvoll immer größer!

 

Ablauf von Kooperationen unter schwarzen Blogger Schafen

 

Wenn ihr mir eine E-Mail schickt, die am besten aus zwei Sätzen besteht und mich fragt, ob ihr auf IsasWomo einen Gastartikel veröffentlichen könnt, dann nehme ich das mittlerweile schon noch als ok hin. Wobei ich auch denke, ihr möchtet etwas von mir… da könnte man sich schon etwas mehr Mühe geben, aber gut, alles nicht so wild!

Mir kommt es dann auch gar nicht so sehr darauf an, wie groß eure Reichweite ist, wie lange ihr schon blogged, oder, oder.

Viele Blogger mit etwas größeren Seiten lehnen Anfragen von neuen Bloggern oder Seiten mit kleiner Reichweite, konsequent ab, aber das mache ich nie!!!! Ich war vor einigen Jahren selbst froh wenn ein anderer Blogger meine Artikel veröffentlicht hat und darum möchte ich euch genauso behilflich sein.

Meist schaue ich mich dann als erstes auf den Seiten um, wenn ich diese nicht schon kenne und ich schaue mir auch an, zu welchen Themen ihr bisher geschrieben habt.

Wenn ich dann allerdings sehe, dass ihr bisher so gut wie keinen Artikel geschrieben habt, oder die bisherigen Artikel thematisch eigentlich gar nicht zu IsasWomo passen, dann antworte ich immer mit dem selben Vorschlag.

Pass auf, ich würde gerne mit Dir zusammenarbeiten, aber ich kann aktuell nicht sicher sagen, ob Dein Thema bzw. dein Stil zu IsasWomo passt. Darum kann ich Dir aktuell nur das Angebot machen, schreib mir einen netten Artikel, ich schaue ihn mir an und wenn er dann einigermaßen passt, dann mache ich mir gerne die Arbeit Deinen Text auf IsasWomo zu veröffentlichen und poste auch alles nötige dazu auf Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram. Aber, ich behalte mir das Recht vor, Deinen fertigen Artikel notfalls auch abzulehnen, wenn er so gar nicht passt. Sollte dem wirklich so sein, bekommst Du natürlich die Chance den Text zu verbessern bzw. ich schreibe Dir eine genaue Begründung, warum dieser Artikel so nicht auf IsasWomo veröffentlicht werden kann.

Ehrlich… ohne mich selbst besonders in den Himmel zu loben, aber ich finde das Angebot nur fair. Ich empfinde es dann allerdings als eine ABSOLUTE FRECHHEIT, wenn ich danach bitterböse E-Mails bekomme oder es sogar in einigen sozialen medien Gruppen heißt, ich wollte euch übers Ohr hauen! Ihr denkt, ihr macht euch die Arbeit einen Artikel zu schreiben, der dann nicht veröffentlicht wird. Aber ich gebe euch doch jede Chance! Schreibt einigermaßen vernünftig bzw. interessant und thematisch zu IsasWomo passend (ein Artikel über z.B. die Flugverbindungen auf die Seychellen, passt eben nicht zu IsasWomo) schon ist alles gut.

 

Ihr möchtet doch etwas von mir!!!

 

Nicht ich von euch! Und ich gebe euch jede Chance auf IsasWomo zu veröffentlichen! Wenn ich dann aber Artikel bekomme, die eigentlich nur aus Eigenwerbung bestehen und meinen Lesern KEINERLEI Mehrwert liefern… warum sollte ich sie dann als super informativ “anpreisen”

Sorry, aber da muss ich leider sagen… ihr tickt doch nicht mehr ganz sauber! Ihr leistet eine absolut schlechte Arbeit, bietet kaum mehr Informationen als 6-7 Links zu euren eigenen Seiten und social media Profilen und wünscht euch dann, dass ich diesen Mist auch noch bei meinen Leserinnen und Lesern bewerbe. Sorry… aber so funktionieren KOOPERATIONEN nicht!!!!

Und wenn ich dieses Thema schon anspreche, dann gibt es da direkt noch eine Sache die ich UNVERSCHÄMT finde. Wenn ich von einem anderen Blogger gefragt werde, ob ich an seiner Blogserie teilnehme und ihm zu einem bestimmten Thema ein schriftliches Interview gebe, dann sage ich meist: Ja klar, gib her.

Dabei weiß ich von vorneherein, dass mir dieses Interview ganz wenig bringen wird, denn derjenige der den Text später veröffentlicht, hat einfach immer mehr davon. Aber, auch ich habe hier schon solche Round-Ups gestartet und ich war auch froh, als ich z.B. 24 Blogger zur Weihnachtskalender Aktion zusammen hatte.

Wenn ich mir dann allerdings erstmal ein Programm runter laden soll, um überhaupt an die Fragen zu kommen, weil es zu viel Arbeit macht mir eine E-Mail persönlich zu schicken, ich dann in dieser Datei SATTE 36 Fragen finde, die alle ausführlich beantwortet werden müssen, ich mehr als 2,5 Tage an diesem einen Interview über fast 15 Seiten sitze und dabei bemerke, dass nichtmal die Fragen auf mich und meine Reiseform angepasst wurden und ich dann erlebe, dass diese Serie NIE veröffentlicht wird, weil es euch anscheinend doch zu aufwendig ist, so lange Texte zu veröffentlichen…. dann ist das schon UNGLAUBLICH DREIST!!!!

Ihr fragt mich, ich mache mir die ganze Arbeit um EURE Serie zu bestücken und dann ist es euch plötzlich doch zu viel Arbeit… tsssssss!

Was zeigt mir das mal wieder, selbst Blogger Kollegen die schon deutlich länger bloggen als ich, benehmen sich manchmal WIE OFFENE HOSE UND DAS ÄRGERT MICH TIERISCH!!!!

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Dann gibt es aber noch ein ganz anderes Thema, dass mich aktuell echt nervt und mich als Reisebloggerin manchmal verzweifeln lässt!

 

Vielleicht habt ihr es in einem meiner Postings oder auch im Newsletter gelesen, Ende Mai trat ja nun endlich die DSGVO in Kraft. Was für uns alle viel Arbeit bedeutet hat, aber gut… wir Blogger aus Deutschland konnten es ja nun auch nicht mehr ändern, also taucht jetzt eben für alles und jeden scheiss, ein extra Info Fenster auf.

Wie es sich gehört, habe ich meine Datenschutz Seite auf den neuesten Stand gebracht und ein extra Verarbeitungsverzeichnis angelegt und ich glaube, jeder Blogger hat mittlerweile unzählige Stunden mit dem Thema verbracht.

Dann trat die DSGVO endlich in Kraft und wir alle dachten wohl… gut, warten wir ab was passiert, da kam aber schon das nächste Urteil, was uns das Leben erschwert.

Demnach ist es so, dass jeder der eine Facebook Seite betreut, so wie z.B. die IsasWomo FB Seite, die Facebook Nutzer extra darauf hinweisen muss, dass Facebook Daten sammelt.

Jetzt könnte man natürlich denken, das weiß JEDER Facebook Nutzer, schließlich muss jeder der ein Facebook Profil erstellt, die Facebook Datenschutzhinweise bestätigen.  Aber nein… das Gericht sagt, Seitenbetreiber müssen Nutzer extra darauf hinweisen, bzw. es ermöglichen, dass die Leute bewusst entscheiden können, dass ihre Daten auf Facebook NICHT gesammelt werden.

DAS IST AUF FACEBOOK ABER GAR NICHT MÖGLICH, SCHLIESSLICH WEISS KEIN MENSCH 100% WELCHE DATEN FACEBOOK SAMMELT!!!!

Und bevor ich mich noch in Rage rede, dazu noch eine Sache! Wenn ich sehe, dass es Leute gibt die einserseits sagen, Facebook ist ja böse und eine Datenkranke, DA MUSS MAN ETWAS GEGEN TUN(!!!), sich dann aber mit ihrem Profil in diese ganzen komischen Spielchen und Seiten von wegen… “Wie sehe ich aus wenn ich ein Hund wäre”, einloggen… dann stimmt da etwas aber im eigenen Verhlaten nicht so wirklich!!!!!

So jetzt aber weiter, somit ist es jetzt so:

 

Entweder Du stellst die gesamte FB Seite ein (was leider schon viele getan haben) oder Du musst eben damit leben Abgemahnt werden zu können.

 

Um dieses Risiko zumindest etwas zu senken, sollte man laut Rechtsanwälten nochmal eine getrennte Datenschutzseite extra für Facebook erstellen.

Was hieß das also… nachdem gerade die DSGVO aktiv ist, fing der Schei… für die verschiedenen sozialen Medien erneut an.

Es ist ja auch nicht damit getan, mal eben ein paar Sätze zu verändern, sondern man muss ja erstmal schauen, was genau besagt dieses neue Urteil und dann kommt die Frage, woher bekomme ich denn jetzt Texte, die zumindest halbwegs rechtssicher sind?

Aber… ja genau ihr ahnt es schon… AUCH DAS WAR NOCH NICHT ALLES!

Es gab noch ein neues Urteil und dabei geht es um den Fall “Vreni Frost”.

Vreni Frost heißt ein ziemlich bekanntes Instagram Profil, mit gut 50.000 Followern und Anfang des Jahres hat die liebe Vreni ein Foto von sich auf Instagram gepostet, auf dem Sie komplett zu sehen ist und auf welchem sie Kleidung trägt, DIE SIE SELBST GEKAUFT HAT!

Unter diesem Bild hat sie ein paar Sätze geschrieben und danach unter anderem, auch die Marken in Hashtag gesetzt, von den Kleidungsstücken die sie da auf dem Bild trägt.

Nochmal… es geht um Kleidung die sie selber gekauft hat, es geht nicht um irgendwelche Kooperationen!

Daraufhin hat sie eine Abmahnung bekommen und jetzt kommt es, das Landgericht Berlin hat jetzt beschlossen, die Abmahnung ist rechtens!

Denn bei der Erwähnung der Marken als Hashtag handelt es sich laut des Landgerichts in Berlin, um nicht gekennzeichnete Werbung!

 

JUHUUUUU, EIN GEFUNDENES FRESSEN FÜR ALLE ABMAHNKANZLEIEN!

 

Denn jetzt haben so einige Leute die auf Instagram posten eine ordentliche Abmahnung bekommen. Und das schlimme ist, diese Abmahnung haben eben nicht nur wahnsinnig erfolgreiche “Influencer” bekommen, sondern auch ganz kleine Profile.

Eine Bekannte hat ebenfalls eine Abmahnung erhalten, weil… sie bei Aldi Sportklamotten einer bestimmten Kollektion gekauft hat, ein Bild von diesem Schnäppchen gepostet hat und unten dem Bild sowohl die Discounterkette, als auch den Namen dieser Sportlerin von der diese Kollektion stammt, als Hashtag genutzt hat.

Zack… Abmahnung über 278 Euro und eine Unterlassungserklärung!

Und das alles bei einem kleinen Instagram Profil mit gerade mal knapp 600 Followern!!!!

Jetzt könnte man natürlich sagen, ok… die Sache muss zum Rechtsanwalt, aber genau da gibt es das nächste Problem. Rechtsanwälte sind sooooo teuer (ich weiß leider gerade genau wovon ich spreche 🙁 ) da kostet alleine das beantragen der Akteneinsicht 458 Euro!!!! Da ist noch lange kein Prozess in sicht!!!! Und die Kosten MÜSSEN erstmal bezahlt werden!

Was soll man also tun? Einfach eine vollkommen zu unrecht erstelle Abmahnung bezahlen und eine Unterlassungserklärung unterschreiben, weil die Anwaltskosten so hoch sind? Und damit den Abmahnkanzleien noch mehr Geld “zu werfen”? Sicherlich auch nicht der richtige Weg!

Jetzt ist die große Frage… macht das alles so noch Sinn?

Vor allem für die hunderttausend kleinen Blogger die einfach nur schreiben und posten, weil sie Spaß daran haben? Ganz ehrlich, ich bin mir nicht sicher! Nicht für IsasWomo, aber als reine hobby Reisebloggerin, ich wüsste nicht, ob ich unter den Bedingungen weiter machen würde. 

Datenschutz ist sicherlich wichtig und natürlich ist es auch wichtig, dass ein Posting bzw, ein Artikel für den man Geld oder anderen Gegenleistungen bekommen hat, DEUTLICH Kennzeichnet! Genau so besagt es auch das Tele-Medien Gesetz. Aber dieses neue Urteil des Landgericht Berlin, ist doch vollkommener QUATSCH!!! Ich meine, jetzt orientiert man sich schon am Tele- Medien Gesetzt und hält sich genau an die rechtlichen Vorschriften und trotzdem ist es falsch, weil irgend so ein Richter, der sich wahrscheinlich noch nie selber als Blogger betätigt hat, so ein Urteil fällt!

Was ist das Resultat des ganzen…

Ganz viele Blogger schreiben jetzt einfach über alle Artikel und jedes Posting WERBUNG! Denn wenn jemand es drauf anlegt, ist nach diesem Urteil eben alles Werbung! Ich sitze in Lüneburg in einem Cafe, poste davon ein Foto und setzt in Hashtag Lüneburg und Cafe Meyer (erfundenes Beispiel)… ja natürlich könnten man mir dies als Werbung als Reisebloggerin auslegen! Auch wenn es sicherlich gegen den klaren Menschenverstand verstößt und ganz anders gemeint ist!

 

Fazit… wenn ihr bald viel mehr gekennzeichnete Artikel und Postings seht, wisst ihr woran das liegt!

 

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Und bevor ich wirklich zum Ende komme und mit meinem genervten,”Reisebloggerin Rumgeheule” aufhöre, gibt es da noch einen Punkt, der mir einerseits “auf der Seele liegt”, der aber gar nicht so böse klingen soll, wie er vielleicht klingen könnte.

Viele von euch wissen ja, dass ich bereits einiges in meinem Leben “erlebt” habe und ich bin mir sicher, das ist bei dem ganzen Thema ein wichtiger Punkt!

Ich finde es wirklich ganz toll von euch, dass mir so viele ihre Vergangenheit, bzw. ihren aktuellen Alltag mit allen großen und kleinen Problemen schreiben und dass, obwohl wir uns eigentlich gar nicht kennen.

Für mich als Reisebloggerin & Isa ist es ein Zeichen dafür, dass viele von euch das Gefühl haben, ihre Geschichte, ihre Vergangenheit, ihre Krankheiten und Anamnesen  bzw. ihre Probleme sind bei mir gut aufgehoben und vielleicht kann ich ja sogar noch irgendwas nützliches antworten… wobei manchmal tut es ja schon gut, sich einfach den Frust von der Seele zu tippen.

Ich habe mich übber das gesamte Thema in den vergangenen Wochen auch mit anderen Bloggern ausgetauscht, mit denen ich mittlerweile ganz gut befreundet bin. Natürlich nicht über eure Probleme im Detail oder übber irgendwelche speziellen “Fälle”! Sondern über “die Sache an sich”, also ob die anderen Bloggern auch so viele dieser E-Mails bekommen und wie sie dann damit umgehen. Aber leider hat das nicht viel gebracht, denn die anderen erhalten solche Mails nicht wirklich bzw. schon gar nicht häufig. Aus diesem Grund denke ich, das es vor allem an meiner eigenen Vergangenheit liegt, dass mir einige von euch so vertrauen. 

Wie gesagt, einerseits finde ich es “schön”, dass ihr mir so vertraut und mir so viel privates oder auch “intimes” von euch erzählt, obwohl ich doch eigentlich nur ihrendeine Reisebloggerin aus dem Netz bin!

 

Das schreibe ich mit bestem Gewissen und mein ich vollkommener Ernst!

 

Ich will damit also auf keinen Fall sagen, dass ihr mir nicht mehr schreiben solltet oder, oder, oder… NEIN, SO MEINE ICH DAS NICHT!!!! (Und wie ich gerade bemerke, schreibe ich schon endlos um den heißen Brei herum)

Also,ich möchte nur das ihr versteht, dass ich keine Psychologin bin, ich bin auch keine Psychotherapeutin, keine Ärztin und so hart das klingt, aber ich meine es wirklich nicht böse, ich bin auch nicht eure beste Freundin oder euer bester Freund!

In den aller, allermeisten Fällen kenne ich euch doch gar nicht, ich weiß nicht wie ihr ausseht, ich weiß nicht wie ihr lebt und ich weiß nicht wie eure aktuelle Situation ist. Wenn ihr meinen IsasWomo social media Kanälen folgt oder hier auf IsasWomo mit lest, kennt ihr mich als Reisebloggerin viel, viel besser als ich euch. Es könnte also sein, dass ich neben euch auf einem Stellplatz stehe und euch zurück schreibe, dabei müsste ich nur aus dem Fenster schauen. Natürlich gibt es mittlerweile auch einige von euch die ich “besser” kenne, weil ihr mir schon länger schreibt, aber das sind ja eher ausnahmen. Ich weiß von euch in den meisten Fällen nicht mehr, als die wenigen Zeilen, die in einer E-Mail stehen. (Dazu übrigens auch nochmal ein anderes Thema, ich bekomme immer mal wieder “Beschwerden” von euch, weil ich auf einem Stellplatz schnurstracks an euren Wohnmobilen vorbei gerannt bin. Das tut mir echt leid und ist nicht böse gemeint, aber wie gesagt, fast immer “kennt” ihr mich viel besser als ich euch. Selbst wenn wir uns mal auf Facebook geschrieben haben und ich euer Foto gesehen habe… eherlich, da ist mein Hirn zu schwach um euch dann direkt wieder zu erkennen. Das hat also nichts mit “nicht wollen”, sondern einfach mit “nicht erkennen” zu tun!) 

Wenn ihr mir aber in einer solchen vertrauensvollen E-Mail von euren Problemen schreibt, mir z.B. erzählt dass ihr schwer depressiv seid, schlimm erkrankt seid oder seit Jahren von viel zu wenig Geld leben müsst und ihr dadurch keinen Spaß mehr am Leben habt und euch von mir eine super tolle Lösung wünscht… dann überfordert mich das kolossal!

Bitte versteht das nicht falsch, es geht nicht darum, dass ich diese E-Mails nicht möchte… nein, natürlich könnt ihr euch auch weiter bei mir melden und natürlich beantworte ich euch auch gerne sämtliche Fragen zum Wohnmobil, zum Road Trip oder auch Fragen zu meiner Arbeit als Reisebloggerin, aber ich kann eure echten und schwerwiegenden Probleme nicht lösen und ganz, ganz ehrlich gesagt, seid ihr mit solchen Problemen bei mir auch einfach falsch.

 

Reisebloggerin JA … Sigmund Freud… NEIN

 

In den letzten Wochen haben mich gleich mehrere Nachrichten erreicht von Leuten die mir schreiben, dass sie eigentlich so nicht mehr weiter leben möchten und ständig zwischen weitermachen, Träume erfüllen und “Schluss machen” hin und her wanken. Aber bei so schwerwiegenden Problemen seid ihr bei mir wirklich falsch, da müsst ihr euch andere, professionelle Hilfe holen, mit echten Freunden und Familie sprechen und ich weiß wie hart das klingt, aber…. NIEMAND FREMDES AUF DIESER WELT WIRD EUCH DA RAUS HOLEN KÖNNEN!!!

Ihr müsst euren Popo selber hoch bekommen und da helfen auch keine E-Mails an eine “kleine” Reisebloggerin, nur weil sie schon mal ähnliches mitgemacht hat. Ich kann euch dabei nicht helfen und ehrlich gesagt… ich fühle mich dabei auch echt überfordert.

Nur um das nochmal ganz deutlich zu schreiben, es geht mir nicht um eure Fragen, es geht mir nicht darum, dass ihr mir nicht von euren Problemen schreiben sollt, oder es auch mal “traurige Themen” gibt, die ihr loswerden möchtet… es geht ganz klar um dieses Thema Suizid bzw. andere ernsthafte Probleme.

Da kann ich euch nicht helfen und um das hier mal klipp und klar zu sagen, ich lass mir von euch kein schlechtes Gewissen einreden, nur weil ich den Weg daraus geschafft habe und euch nicht an die Hand nehme und da raus holen kann. In dem Fall seid ihr bei mir an der falschen Stelle, DAS KANN ICH NICHT!!! 

Und irgendwie schleißt sich hier der Kreis, denn wahrscheinlich sind wie wieder beim Thema SELBSTVERANTWORTLICH HANDELN!

 

DANKE… das war es, so viel zu meinen kleinen Problemchen als Reisebloggerin 🙂

 

Soooo, ich glaubeeeee, jetzt habe ich aber wirklich genug von mir und meinen Problemen geschrieben. Ich hoffe, ich habe euch damit nicht total vergrault. Andererseits …. ich habe schon immer gesagt, hier auf IsasWomo wird es auch immer mal wieder sehr persönlich und dieses ganze Thema bloggen & Reisebloggerin gehört eben auch irgendwie dazu. Manchmal muss ich eben auch hier Themen ansprechen, die mir Sorgen bereiten, mich zum grübeln bringen oder auch schlichtweg sauer machen!

Reisebloggerin 2018 und was mich nachts grübeln lässt

Dein Reisebloggerin 2018 Pin

Zum Schluss noch etwas positives…

Wer fährt denn dieses Jahr zum Caravan Salon? Am 25.8. öffnen sich wieder mal die Tore für die Öffentlichkeit und ich freue mich schon wie bolle darauf, wenn es wieder los geht und sich die gesamte Branche in Düsseldorf trifft.  🙂 Vielleicht sehe ich ja den ein oder anderen von Euch in Düsseldorf?!?! Also bitte, wenn ihr mich seht und ich wiedermal an euch vorbei rennen… haltet mich einfach aus! 

Ich bin die mit den Blasen an den Füssen 😉

Alle wichtigen Infos zum Caravan Salon 2018 schreibe ich euch nochmal zusammengefasst in einigen Tagen und vielleicht… gibt es ja auch ein paar Tickets zu gewinnen… mal schauen 😉

Bis dahin… bleibt gesund

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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Gastartikel Free on Tour – 10 x Hilfe für Camping Anfänger

Ich hab es euch doch gesagt.... 🙂 🙂 :-)... meine 50 Punkte Horrorcamper Liste als Hilfe für Camping Anfänger wird die Campingwelt noch verändern !!! 🙂 SCHEEERZ !!!!   Aber vor einigen Wochen hat sich doch glatt das offizielle Hymer Reiseforum "Free on Tour"...

Sylt…. 🙂

Mit dem Wohnmobil nach Sylt – ich wurde auf ein traumhaftschönes Wochenende bei den Schönen und Reichen auf Sylt eingeladen und erzähle Dir von den schönsten Spots der Insel.

Auf den Spuren der …. Westfalia Kastenwagen !

Vor ein paar Wochen bekam ich die Einladung von Westfalia zum “ Westfalia Blogger Kick off” um das Werk zu besichtigen und einen Blick auf die neuen Westfalia Kastenwagen zu werfen. Natürlich hab ich mich über diese Einladung gefreut. Eeeeendlich mal eine der “ alt...
Blogger / Camper Gefühlsachterbahn – Sorgen, Tränen und das Bauchgefühl

Blogger / Camper Gefühlsachterbahn – Sorgen, Tränen und das Bauchgefühl

Vielleicht ist es euch aufgefallen, in den vergangenen Tagen war es hier auf IsasWomo ganz schön ruhig, aber ich kann euch sagen, das hatte seine Gründe.

Denn in den letzten Tagen… na eigentlich sind es eher Wochen, durchlaufe ich die absolute Blogger/ Camper Gefühlsachterbahn.

Meist warne ich euch ja vor und da dieser Artikel so extrem lang geworden ist, sage ich euch auch heute… es wird mal wieder persönlich! Heute dreht sich alles um mich und dem, was in den letzten Tagen und Wochen geschehen ist!

Klar, mir ist schon bewusst, dass es immer wieder Tage und Wochen im Leben gibt, da läuft einfach nichts richtig rund und JA, ich weiß auch, dass es noch viel schlimmeres gibt, aber aktuell ist echt DER WURM DRIN. Doch bevor ich jetzt noch länger um den heißen Brei herum schreibe, lest selbst!

7 Tage Camper Gefühlsachterbahn – wenn hinter jedem Hoch ein Tief steckt!

Vandalismus am Wohnmobil

Die Schuhabdrücke waren zumindest mehr als deutlich zu sehen… blöde Schwachmachten!

 

In Bezug auf den Blog und vor allem das Wohnmobil, begann eigentlich schon alles vor einigen Wochen. Da kam ich Vormittags an meinem Womo vorbei und musste sehen, dass sich irgendwelche Idioten in den letzten 2-3 Nächten an der Omi zu schaffen gemacht haben.

Ob es nun ein versuchter Einbruch war, oder ein reiner Vandalismus, kann ich nicht sicher sagen, im Grunde ist es ja auch egal. Auf jeden Fall haben dummdreiste Menschen Hand an die Omi angelegt. Zu Beginn haben sie wohl erst versucht einzubrechen, denn sowohl an den Fenstern, als auch an der Aufbautür, waren Hebelspuren zu sehen. Aber die Idioten waren so dämlich, dass sie selbst das nicht hinbekommen haben und danach wahrscheinlich gefrustet einfach “kaputt gemacht” haben.

Sie müssen den Fußabdrücken zufolge auf der Motorhaube und der Windschutzscheibe herumgesprungen sein, dabei haben sie eine Delle in die Motorhaube getreten und die Scheibenwischer abgebrochen.  Zudem haben sie beim Hebeln an der Aufbautür die Türscharniere zerbrochen, sind dann weiter auf das Womo Dach und haben dort ein Dachfenster und das Solarpanel eingetreten.

 

BLÖDE DUMPFBACKEN!!!

 

Sicherlich kann ich noch froh sein, dass sie nicht rein gekommen sind und dort gewütet haben, dennoch sind bereits diese Schäden mehr als ärgerlich.Direkt nachdem ich die Schäden entdeckt und Fotografiert habe ging es dann los mit Anzeige bei der Polizei, Benachrichtigung der Versicherung, 2 Tage später zum Gutachter, mit dem Dekra Gutachter alles durchsprechen und danach begann das lange Warten!

Über 3 Wochen hat es gedauert bis das Gutachten bei der Versicherung lag. In der zwischenzeit habe ich das Dachfenster und die Aufbautür so weit wie möglich mit viel Klebeband und Frischhaltefolie abgedichtet. Nichts desto trotz war das sehr regnerische und kalte Wetter natürlich kein Knaller.

Ca. 5 Wochen nach dem Vorfall stand fest, wie viel die Versicherung übernehmen würde. GOTT SEI DANK ist die Omi zumindest Vollkasko Versichert, so dass die Schäden halbwegs abgedeckt waren, bis auf die 300 Euro Selbstbeteiligung.

 

Das Blogger HOCH durch ALDEN!

 

Zwischenzeitlich hatte sich allerdings das Reisemobiltechnik Unternehmen ALDEN bei mir gemeldet und fragte bezüglich einer Kooperation an. Das war natürlich eine tolle Nachricht für mich, die Omi und IsasWomo.

Ich sage ja, es ist die absolute Blogger / Camper Gefühlsachterbahn, aber das war bei weeeeeitem noch nicht alles!!!

Nachdem wir uns über den Inhalt der Kooperation geeinigt hatten stand auch fest, dass ich einmal nach Metzingen bei Stuttgart fahren werde, um dort, in der Werkstatt Reisemobiltechnik Börner, einer Partnerwerkstatt von ALDEN, die neuen Produkte ins Wohnmobil einbauen zu lassen.

Da ich also eh in die Werkstatt nach Metzingen musste, habe ich abgeklärt, dass ich auch dort die Vandalismusschäden reparieren lasse.

Durch einen kurzen Urlaub auf seiten der Werkstatt und einem vollen Terminkalender, musste die Reparatur dann nochmal einige Wochen nach hinten verschoben werden. Dazu kamen auch noch die extremen Minusgrade vor einigen Wochen. In der Zeit wollte ich nicht unbedingt on Tour sein. Also haben wir den Einbau der neuen ALDEN Produkte und die Reparatur auf Montag, 19.03. gelegt. Da ich einige Tage vorher und hinterher keine Termine hatte, wollte ich diese Zeit für eine kleine Womo Tour nutzen.

 

Frau allein mit Wohnmobil unterwegs

Los gehts…

 

Wie sich diese Tour allerdings entwickeln sollte… damit hätte ich im Traum nicht gerechnet!

 

Auch wenn ich mich natürlich total auf die ALDEN Produkte gefreut habe und auch froh war, dass der Vandalismusschaden repariert werden sollte, begann diese kleine, feine Tour schon zuhause blöd, denn je näher der Tag kommen sollte, je schlechter wurden die Wettervorhersagen und ich spreche nicht von Regen, sondern von Glatteis, Schnee und heftigen Minusgraden.  Juhuuuu…

Daraufhin hatte ich mir überlegt, doch erst Sonntags los zu fahren um wirklich nur Montag an der Werkstatt zu sein, den Tag drauf noch zu einem Stellplatz CHECK zu fahren und dann wieder zurück zu tuckern. Allerdings hieß es dann, dass gerade für Sonntag in West- und Süddeutschland Dauerfrost und Blitzeis vorhergesagt wurde. Somit fuhr ich also doch noch kurzentschlossen am Donnerstagmittag los. Auch wenn ich wusste, dass die kommenden Minustemperaturen mit halb offener Aufbautür und getapten Dachfenster sicherlich nicht super, super schön werden würden, sollte es ja dennoch gehen.

Wir fuhren also entspannt und bei sonnigem Wetter los und ich hatte richtig Lust mal wieder raus zu kommen. Zumal ich auch sagen muss, sowohl gesundheitlich als auch “privat” läuft seit Wochen alles bescheiden. Es wurde also dringend Zeit, dass ich einfach mal wieder ein paar Tage hier raus kam. Ein bisschen Wind um die Nase wehen lassen, dreimal tief durchatmen, ein bisschen anderes sehen und vor allem etwas mehr Schlaf… dann sollte die Welt schon wieder viel, viel besser aussehen. Ich wollte und brauchte also echt nicht viel! Hauptsache raus, frische Luft und ein paar Tage POSITIVE ENTSPANNUNG…  dazu sollte es doch auch an eisigen Tagen reichen, ooooder?!

 

Wohnmobil Stellplatz Sinsheim

Erste Nacht in Sinsheim… bald gibt es auf dem Stellplatz auch Toiletten, Duschen und ein Café

 

Milla und ich zuckelten also nach Sinsheim.

 

In Sinsheim war ich zuvor noch nie, allerdings klang der Stellplatz laut Beschreibung sehr nett, er hatte Strom und eine Ver- und Entsorgung und es gab eine kleine Stadt in erreichbarer Nähe.

Wir erreichten den Stellplatz im dunkeln, ich schloss noch eben das Womo an den Strom an, Milla und ich futterten noch schnell eine Kleinigkeit und verschwanden dann schon müde in unseren Betten. Diese erste Nacht war noch vollkommen normal, ich fühlte mich wohl, ich freute mich auf die neuen ALDEN Produkte die Montag eingebaut werden sollten, die Heizung lief und noch hatte uns die extreme Kälte, die von Nord- nach Süddeutschland zog, nicht erreicht.

Den Freitag Morgen verbrachten Milla und ich sogar noch vor dem Wohnmobil in der Sonne. Dann packte ich unsere sieben Sachen und wir gingen nach Sinsheim rein, um uns das Städtchen anzusehen und irgendwo einen Kaffee trinken zu gehen.

Nachdem wir aus dem Cafe kamen begann es zu schneien und ich hatte tatsächlich das Gefühl, es wurde von Minute zu Minute kälter.

Wir verbrachten noch einen ziemlich gemütlichen Abend im Womo. Allerdings muss ich sagen, die Omi ist für extreme Minustemperaturen einfach nicht gemacht, zumindest nicht in Verbindung mit Frostbeulen wie ich es bin und schon gar nicht, wenn es stürmt, schneit und dazu die Aufbautür immer einen Spalt weit aufsteht.

 

Wintercamping in Sinsheim

Frisch war es… vor allem ohne Heizung!

 

Die “super” Nacht!

 

Gegen 22 Uhr lag ich schon im Bettchen, Milla hatte es sich auf der Sitzbank gemütlich gemacht (dort war es deutlich wärmer als auf dem “Fuß Kalten” Boden) und ich schaute noch den restlichen Tatort auf dem Laptop, als die Heizung gegen 23 Uhr plötzlich komische Geräusche machte. Wobei nein… eigentlich waren es keine komischen Geräusche, es war das typische Geräusch für “Gas leer”! Wie sollte es auch anders sein… wie immer wird die Gasflasche Nachts leer und am aller liebsten bei Minus 5 Grad und ordentlich Schneefall!

Also blieb mir nichts anderes übrig als nochmal aufzustehen, Jacke an zu ziehen und bewaffnet mit Taschenlampe und Schlüssel die Gasflasche in der Nacht zu wechseln.

Es war so saukalt und ich war bereits so müde, dass ich da draußen fror wie ein Nackthund im Schnee.

Aber es half ja alles nichts, also schnell schnell, Gasflasche zudrehen, Schlauch abdrehen, rote Kappe ab ( das Mistding hatte sich irgendwie “verkeilt”, ich bekam die Kappe also ewig lange nicht ab, ich musste sogar erst noch die gesamte Flasche aus dem Kasten hieven und hab gezogen wie wild, bis diese dämliche Sicherheitskappe endlich von der neuen Flasche runter war) und Schlauch wieder anschrauben. Noch einmal checken ob auch alles gut sitzt, ob der Schlauch auch nicht von der Gaskasten Tür eingeklemmt wird und dann nichts wie zurück ins warme Bettchen.

Zurück im Womo habe ich die Heizung wieder eingeschaltet und habe zudem auch noch schnell den kleinen Heizer aufgestellt, denn mittlerweile war es schon echt kalt im Wohnmobil geworden.

So bin ich also wieder zurück ins Bettchen gekrabbelt, aber irgendetwas stimmte trotzdem mit der Heizung nicht! Sie lief einfach nicht richtig und sprang immer wieder auf Störung!

 

NA SUPER… und das bei mittlerweile Minus 7 Grad (außen)!

 

Aber der Heizlüfter lief und der sorgte auch für ausreichend Wärme. Also schlief ich langsam ein, doch bevor ich so richtig im Land der Träume gelandet bin, schoss mir die Frage ins Gehirn, ob ich denn wohl genug Geld auf der Stromsäule hätte für eine Nacht Heizlüfter?

HMMMMPF! Langsam wurde diese Nacht echt anstrengend! Also nochmal raus aus dem warmen Bettchen, rein in die Schlappen, Schal um und nochmal raus in die Kälte… 4 Euro in die Stromsäule! Das sollte doch wohl reichen!

Gegen halb eins lag ich endlich im Bettchen und schlief ein… genau eine Stunde lang!

Denn dann wurde es meinen Nachbarn anscheinend zu kalt. Ich hatte mich eh schon gewundert, denn meine Stellplatz Nachbarn standen in dieser eisigen Nacht mit aufgeklappten Hochdach im Bulli neben mir.

Darin wurde es anscheinend zu kalt, denn die beiden begannen das Hochdach ein zu klappen. Dies wollte allerdings von innen nicht wirklich klappen, also stieg der junge Mann aus und klappte mitten in der Nacht das Hochdach ein….

Noch jemand der mit den kalten Temperaturen in dieser Nacht zu kämpfen hatte.

Es dauerte eine ganze Weile bis ich wieder eingeschlafen war, aber durch den Heizlüfter war es zumindest halbwegs warm.

 

Aber… auch das sollte es für diese Nacht noch nicht gewesen sein!

 

Es dauerte wiederum ungefähr eine gute Stunde, da wurde ich erneut geweckt. Diesmal waren es allerdings die Nachbarn vor mir. Bereits am Abend hatte ich gesehen, wie mein Nachbar immer wieder am Gaskasten hantierte. Ich war also bei weitem nicht die Einzige, der die deutlichen Minustemperaturen zu schaffen machte. Denn mitten in der Nacht begannen meine Nachbarn ihr Stromkabel einzupacken und es dauerte nicht mehr lange, da verließen die beiden mitten in der Nacht den Stellplatz.

Hmmmm… einer hatte also aufgegeben.

Mittlerweile war es nach 4 Uhr Nachts aber ich schlief tatsächlich nochmal ein. Allerdings nicht wirklich tief! Denn irgendwas war anders…

Obwohl ich dank doppeltem Oberbett warm und muckelig in meinem Bettchen lag, bemerkte ich doch recht schnell, es wurde kalt und kälter und jetzt, im Halbschlaf, bemerkte ich auch was anders war… der Heizlüfter lief nicht mehr bzw. sprang nicht mehr an!

Im allerersten Augenblick dachte ich noch… EGAL, MIR IST NOCH WARM! Aber 3 Sekunden später war mein Hirn zumindest so wach, dass auch mir klar wurde. Bei Minus 7, Minus 8 Grad ist keine Heizung plus eine nicht ganz dichte Aufbautür und ein abgeklebtes Dachfenster, keine Alternative. In ein paar Minuten würde es in der Omi so kalt werden, dass nicht nur ich, sondern auch Milla beginnen würde zu frieren.

Es blieb mir also nichts anderes übrig als um ca. 4:30 Uhr aus meinem muckelig warmen Bettchen zu krabbeln und aufzustehen.

BRRRRRRR… es war so kalt, dass ich schlagartig hellwach war. Also erstmal schnell Milla zudecken und einmuckeln. Die kleine, alte Pfote muss ja nicht noch unter meiner Dummheit leiden.

Als nächstes wäre Wasser kochen gut, denn Kaffee klang super und Wasser kochen bedeutete auch WÄRME! 🙂 In der Nacht hatte es noch weiter geschneit und auch jetzt schneite es schon wieder. Da neben dem Lüfter auch das Lämpchen des Kühlschranks nicht mehr brannte, war also irgendwas mit dem Strom. Ich musste also nochmal rauß, das 3. mal in dieser Nacht!

 

Camping mit Hund im Wohnmobil

Hauptsache der kleinen, alten Pfote geht es gut!

 

Und die nächste Abfahrt auf der Camper Gefühlsachterbahn – Schnee und Eis die DRITTE!

 

Was in diesem Fall auch bedeutete, ich musste jedesmal durch das Fahrerhaus krabbeln, denn die Aufbautür war ja noch defekt. Das Fahrerhaus hatte ich allerdings so gut wie möglich “abgedichtet”, samt Thermofolie und Thermovorhang.

Also… Parker an, dicke Socken an, Schuhe an, alle möglichen Vorhänge zum 3. mal diese Nacht zur Seite zuppeln und nichts wie raus! Gut das auf dem Stellplatz nicht viel los war und meine direkten Nachbarn hatten ja augenscheinlich eine ähnlich doofe Nacht. An der Stromsäule wurde dann klar, zumindest lag das “kein Strom haben” nicht am Kabel oder der Feuchtigkeit, 4 Euro Stromkosten waren anscheinend immer noch zu wenig für eine so eisige Nacht und den kleinen Heizlüfter.

Also… nochmal 3 Euro!

Gott sei dank hatte ich vor Tourstart noch bewusst Geld, 1 Euro und 50 Cent Münzen, bei der Sparkasse wechseln lassen, so hatte ich zumindest ausreichend Kleingeld.  Wenigstens etwas!

Zurück im Wohnmobil lief mein kleiner Lüfter auch schon auf Hochtouren und es wurde deutlich wärmer. Ich war hellwach, der Kaffee kochte und so setzte ich mich um kurz vor 5 Uhr an den Laptop.

 

Juhuuu, was eine erholsame Nacht, genau das hatte ich mir NICHT gewünscht!

 

Nach 3-5 Bechern Kaffee, zig Lagen Kleidung und der ersten Runde Gassi, kümmerte ich mich am Vormittag um die Heizung. Irgendwas musste ich ja anscheinend beim Flaschentausch falsch gemacht haben, denn zuvor lief die Heizung ja noch. Auch wenn es schon lange (Wochen & Monate lang) so war, dass die Heizung immer mal wieder eine Störung angezeigt hat, musste es diesmal am Gasflaschentausch liegen.

Also habe ich nochmal von vorne begonnen, die Verbindung zur neuen Gasflasche “gekappt” und alles mit Ruhe, Geduld und Handschuhen neu zusammengesteckt.

Nachdem das geschehen war, schaute ich Volltrottel auch endlich mal auf den Gasflaschen Verschluss und es wurde klar, ich hatte vergessen die Gasflasche auf zu drehen! Für das Kaffeewasser am Morgen war anscheinend noch ausreichend Gas in den Leitungen, aber die Heizung bekam “nix”.

Die ganze Nacht war also nur so bescheiden, weil ich die Gasflasche nicht aufgedreht hatte… ICH IDIOT! Ich sage es ja, wenn es nicht läuft, dann läuft es einfach nicht!

Den Samstag verbrachten Milla und ich ähnlich wie den Tag zuvor. Ein bisschen Arbeit, ein bisschen Blog, ein bisschen Kaffee trinken und am Abend folgte eine Folge “Kitchen Impossible” die ich in den Wochen zuvor verpasst hatte.

An diesem Abend ging ich schon früh zu Bett, den gesamten Tag fühlte ich mich schon wie “ferngesteuert”, ihr kennt dieses typische Gefühl sicher auch, wenn einem schon lange und von Tag zu Tag mehr Schlaf fehlt.

 

Es folgte eine gute, warme und ruhige Nacht.

 

Nur meine Nachbarn versuchten es doch tatsächlich nochmal mit dem aufgeklappten Hochdach und auch diese Nacht wurde es ihnen wieder zu kalt. Es war aber auch echt eisig an diesen 3-4 Tagen, sogar so eisig, dass am nächsten Tag das gesamte Wohnmobil voller Eiszapfen hing.

Mittlerweile war der Sonntag gekommen, Zeit weiter zu fahren! Am nächsten Morgen sollte ich bereits um 8:30 Uhr an der Werkstatt sein. Von Sinsheim bis Metzingen waren es aber noch gut 120 km, also viel zu viele Kilometer, um morgens mal eben schnell zur Werkstatt zu fahren.

Das Metzinger “Umland” ist  allerdings schon sehr, sehr grün und teilweise auch echt ganz schön “bergig”, zumindest für ein Ruhrgebiet Mädel wie ich es bin. Da es aber eh schon so extrem kalt war, wollte ich diese Nacht nach Möglichkeit nicht noch in der “tiefsten Natur” verbringen, sondern am besten irgendwo in einer Stadt. Geschützt zwischen Häusern sollte es nicht ganz so kalt werden, wie irgendwo in der Natur.

Der erstbeste “City Stellplatz” lag in Kirchheim unter Teck, da sollte die Reise also hingehen.

 

Und die Camper Gefühlsachterbahn ging in die nächste Runde!

 

Ich ließ es an diesem Vormittag bewusst langsam angehen, damit alle möglichen Straßen weitestgehendst von Schnee und Eis befreit waren, bevor ich los tuckern wollte. Am frühen Mittag waren die Strassen und ich endlich so weit, dass ich bereit zum los fahren hinterm Steuer saß.  Doch … … … die Omi machte keinen Mucks!!!

Ich hatte seit Tagen ein schlechtes Bauchgefühl und ich habe schon die gesamte Zeit gedacht, diese eisigen Temperaturen mag die Omi nicht… jetzt sollte sich mein Bauchgefühl mal wieder bestätigen.

Super, das lief ja alles spitzenmäßig!

Auch nach dem dritten und vierten Versuch und ganz gleich wie oft ich vorglühen ließ, die Omi sprang einfach nicht an!

Tja und jetzt??? Natürlich hätte ich den ADAC anrufen können, aber vielleicht ging es ja auch anders. Ein Startkabel habe ich immer an Board und ich hatte das Glück, dass ein anderer Womo Paar gerade den Stellplatz verlassen wollte.

Also bin ich schnell zu den Leuten gelaufen und konnte sie ganz lieb davon Überzeugen mir Starthilfe zu geben. Die Leute waren echt klasse und rucki, zucki hing die Omi am Starthilfekabel und erwachte aus ihrem Winterschlaf.

 

Wohnmobilstellplatz Neuffen

Bis auf die Minus 16 Grad in der Nacht, war es in Neuffen eigentlich echt schön!

 

Juhuuuu, wieder ein gelöstes Problem… aber um dieses vorweg zu nehmen, es sollten noch einige folgen! ;-(

 

Milla und ich sind dann entspannt nach Kirchheim unter Teck gefahren und kamen dort wohlbehalten auf einer Art “Marktplatz” an, auf dem sich auch der Stellplatz befinden sollte.

Da in der Stellplatz App geschrieben stand, dass der kleine Stellplatz in Kirchheim unter Teck zwar das gesamte Jahr über geöffnet sei, es aber sowohl im Frühjahr, als auch im Herbst, jeweils eine Woche “Volksfest” geben würde, in dessen Zeit der Stellplatz gesperrt sei, habe ich die Lage nochmal ganz bewusst vorher auf der Internetseite der “Stadt” gecheckt. Aber alles gut, das Fest war bereits vorüber und der Stellplatz geöffnet. Das klang ja eigentlich alles ganz gut, bis ich am Ziel ankam.

Der einstige Stellplatz war “gesperrt” und sämtliche Stromsäulen abgeschaltet. Dafür gab es aber einen kleinen, mit Schildern ausgewiesenen extra Bereich für Wohnmobile…..  inmitten einer riesigen Pfütze! Woooobei Pfütze ist eigentlich untertrieben… es war eher ein Teich, an manchen Orten würde man es gar See nennen.  Pffffffffffffffff… da bleib ich ganz sicher nicht stehen!

 

Also Stellplatz Nummer zwei!

 

Als nächstes suchte ich mir einen Stellplatz aus, der ebenfalls nicht so weit von der Werkstatt entfernt lag und der auch nicht so ganz extrem hoch liegen sollte. Dafür konnte ich schon auf der Stellplatz App sehen, dass dieser 2. Stellplatz sehr, sehr “grün” gelegen ist.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass das Einzige was mir in Bezug auf das Womo fahren Angst macht Eis und Schnee ist? Autofahren bei Glätte, das ist mir echt ein Graus!

Aber es half ja alles nichts… ich musste zu diesem 2. Stellplatz. Also drehte ich um und fuhr nochmal 18 km weiter. 18 km die mich mindestens 3 neue graue Haare gekostet haben. Denn der Weg zum Stellplatz war nicht nur schneereich, der Weg führte einen Berg hoch samt 17% Steigung und Serpentinen.

 

MAAAAAAANN… ehrlich, was war denn los??? Musste das jetzt auch noch sein?

 

Also zuckelte ich im ersten Gang diesen Berg hoch, aus einem BRUUUUMMMM wurde ein BRUUUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMMMMM und ich hab die ganze Zeit nur gedacht… nur nicht rutschen!!! Bitte Omi, halte durch und klammer Dich fest, nur nicht rutschen!!!

Während ich also noch auf dem Weg nach oben war, überlegte ich schon, wie ich da denn wohl am nächsten Morgen wieder runter fahren sollte??? Den Gedanken verschob ich klipp und klar auf später,  ich hatte schon genug Probbleme, erstmal schauen wo dieser verdammte Stellplatz war.

Es ging nochmal einige Kilometer weiter, bis ich den  “Stellplatz” in Hülben/ Reutlingen erreicht hatte. Eine kleine, ABGESPERRTE Wiese zwischen Wald und Landstrasse. Kein anderes Womo weit und breit… halb im Wald… die Stromsäulen standen mehr schlecht als recht an einem Abhang und dazu hing da auch noch eine Kette. Hier bleib ich definitiv auch nicht!!!

 

DER GANZE WEG UMSONST!!!

 

Ich hätte am liebsten ins Lenkrad gebissen… jetzt hatte ich gerade diese beschissenen Serpentinen hinter mir und konnte sie direkt wieder zurückfahren, denn die 3. Stellplatz Möglichkeit lag in der anderen Richtung.

Diesen 3. Stellplatz in Neuffen hatte ich eigentlich schon von Beginn an im Auge, zumal mir die Werkstatt diesen Stellplatz auch empfohlen hatte. Allerdings konnte ich den Kommentaren der Stellplatz App schon entnehmen, dass der Stellplatz in Neuffen sehr grün und relativ weit oben liegen muss. Bei so heftigen Minusgraden nicht unbedingt dass, was ich gesucht habe. Aber es half ja alles nichts!

 

Also auf zu Stellplatz Nummer drei an diesem Tage.

 

Nachdem ich die Serpentinen hinter mir hatte, kam ich auch recht schnell in Neuffen an. Der Stellplatz lag tatsächlich, wie schon geahnt, auf einer Art “Bergplateau” … oder besser “Hügelplateau” aber ansonsten war es mit Abstand der beste Stellplatz an diesem Tag. Im Sommer könnte ich es mir hier sogar richtig, richtig nett vorstellen, denn man hat einen tollen Blick auf die kleinen Dörfer der Region und  eine gegenüberliegende Burg.

Jetzt, trotz dieses miserablen Wetters, standen sogar noch 4 weitere Wohnmobile da oben auf dem Stellplatz.

Ich parkte also ein und war erstmal froh endlich irgendwo angekommen zu sein.  Doch ganz, ganz schnell… stellte sich das nächste Problem heraus.

Wie ich ja schon gesagt hatte, hab ich schon lange ein paar Elektroprobleme am Womo. Mal funktioniert der Kühlschrank nicht während der Fahrt, mal blinkt die Heizung auf Unterspannung, obwohl ich am Strom stehe, mal sind die Lampen so funzelig, dass ich kaum etwas sehe, obwohl die Batterie voll geladen ist.

Wie auch immer… ich brauchte definitiv Strom! Laut Wetterbericht sollte dies die kälte Nacht im Raum Stuttgart werden und ich stand oben, auf einem Hügel, mitten im Wind! Ohne die Möglichkeit den Heizlüfter zur Not anzuschließen, wollte ich da nicht stehen bleiben.

Es gab auch die Möglichkeit Strom anzuschließen und es waren auch noch einige Stromsäulen frei…. allerdings nahm der Automat nur und ausschließlich 2 EURO STÜCKE!!!

Hatte ich erwähnt, dass ich extra Geld habe wechseln lassen… in Ein Euro Stücke und 50 Cent Stücke??? … 2 Euro waren da nicht bei und ich hatte in meinem Portmonee auch nur noch ein einziges 2 Euro Stück!

 

Camper Gefühlsachterbahn beim Wintercamping

Eigentlich war es so gemütlich… wenn ich doch bloß meinen Kopf ausschalten könnte!

 

Das ist ja mal doof gelaufen!

 

Also klopfte ich nach und nach bei all meinen Womo-Nachbarn an, aber auch die hatten sich ihre 2 Euro Münzen zusammen gesammelt und konnten so also (verständlicherweise) mein Geld nicht wechseln.

Zum Glück gab es eine Art Waldparkplatz hinter dem Stellplatz und so begann also das Spiel: Warten, raus stürmen und fragen! Nachdem ich 6 Leute gefragt hatte (es war Sonntagnachmittag und ich hatte das Glück, dass viele Hundebesitzer im Wald unterwegs waren) hatte ich endlich 3 x 2 Euro in der Hand. Damit kam ich definitiv bis zum nächsten Morgen aus.  Erfrieren sollten wir also nicht, juhuuuu!

Endlich konnten Milla und ich es uns hinten im Womo gemütlich machen und obwohl es warm und muckelig war…

 

in den nächsten Stunden begann der absolute “Grübel-Horror”.

 

Am nächsten Tag sollte ich bereits pünktlich um 8:30 Uhr an der Werkstatt stehen und natürlich freute ich mich total auf die vielen neuen Produkte durch Alden und auch über die Reparatur der Vandalismusschäden. Aber ich hatte auch mehr als eine horror Vorstellung im Kopf, die mich absolut nicht zur Ruhe kommen ließ.

Die letzten Wochen liefen konsequent bescheiden… was mache ich nur, wenn die Werkstatt plötzlich sagt, wir können die Sat Anlage gar nicht einbauen, das gesamte Womo Dach ist morsch. Oder, was mache ich, wenn einer von der Werkstatt das Dach betritt und danach läuft mir das Wasser in Bächen ins Womo?

Es wurde von Stunde zu Stunde schlimmer, auch wenn ich wusste, dass diese Panik vollkommen Sinnlos war… ich konnte an nichts anderes denken und je später der Abend, je stärker wurden meine “Bauchschmerzen”.

 

Dazu kam aber noch ein ganz anderes Problem…

 

Was mache ich, wenn die Omi am nächsten Morgen wieder nicht anspringt? Montagmorgen, nach einer so eisigen Nacht… da hat der ADAC doch wahrscheinlich Großkampftag. Wie sollte ich dann pünktlich zur Werkstatt kommen? Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mir das alles zu Herzen nehmen kann!

Irgendwann bin ich ins Bettchen gegangen, aber eigentlich war mir schon klar, auch das wird wiedermal keine Nacht in der ich ausreichend entspannten Schlaf bekommen werde. Gegen halb vier in der Nacht bin ich tatsächlich wieder aufgestanden, habe mir Tee gekocht und allen ernstes sämtliche Womo Ecken und das gesamte Dach “abgetastet”, ob mir irgendwas morsch vorkommt. Mein Bauchgefühl war die ganze Zeit schon so schlecht, ich habe kein Auge zu bekommen. 

Nach dieser Aktion, habe ich mich nochmal eine Stunde samt Decke unten ins Womo gelegt, bevor um Punkt 6 Uhr der Wecker geklingelt hat. Ich hatte mir ganz bewusst den Wecker so früh gestellt, damit ich noch Zeit habe, sollte die Omi nicht anspringen. In der Nacht hatte ich allerdings einen Blick auf das Außenthermometer geworfen und nachdem es dort oben auf dem “Berg” bis auf MINUS 16 GRAD runter ging, bin ich schon fast davon ausgegangen, dass das der Omi viel zu kalt sein wird!

Eine knappe Stunde bevor ich an der Werkstatt stehen sollte saß ich also wieder hinter dem Lenkrad und hab mir selbst soooo die Daumen gedrückt, doch…. NIX! 

 

Die Omi war schon wieder im Winterschlaf!

 

ICH WERDE BALD WAHNSINNIG!!!!

 

Die Omi tat schon wieder nichts als müde zu “gurgeln” … also…Zack-Zack… ADAC!

Das war der Moment, an dem ich das erste Mal auf dieser Tour geheult habe. Ich war soooo fertig, mir war kalt, ich war müde und schiss vor dem Tag in der Werkstatt hatte ich auch!

Während ich also heulend auf dem Fahrersitz saß und auf den ADAC gewartet habe, wurde der Womo Nachbar zwei Wohnmobile weiter wach und ging samt Kaffeetasse vor sein Womo. Der gute Mann war mit einem riesen Outdoor Mobil unterwegs, sah mich  heulend im Fahrerhaus sitzen ( so schnell konnte ich gar nicht aufhören zu heulen, wie der um die Ecke “geschossen” kam) und kam erstmal rüber.

Schnell stellte sich heraus, dass er seit einigen Tagen da oben in Neuffen auf dem Stellplatz fest saß, weil das Womo nicht mehr ansprang und der ADAC ihn nicht abschleppen kann. Er stand mittlerweile mit irgendeiner Werkstatt in Kontakt und wartete seit Tagen da oben weiter auf Ersatzteile. HORROR!

Das war nicht unbedingt das, was ich hören wollte. Er wiederum war aber froh, dass gleich der ADAC kommen würde, denn der “gelbe Engel” sollte ihm noch einige Fragen beantworten.

Laut ADAC Callcenter sollte ich 30-45 Minuten warten. Wenn die Omi dann sofort anspringt, würde ich es noch fast pünktlich zur Werkstatt schaffen. Nichts desto trotz habe ich Roland Börner von Reisemobiltechnik Boerner natürlich informiert, dass ich so schnell zur Werkstatt komme, wie ich nur kann.

Glücklicherweise kam der ADAC dann auch tatsächlich recht schnell um mir Starthilfe zu geben.

Huiiiiiiiddddii wuiiiidiiiiii… da hat sich die Omi aber schwer getan! Erst beim 3. Anlauf ist sie aus ihrem Winterschlaf angesprungen. Der ADAC hat dann nochmal schnell die Lichtmaschine durchgemessen, da war aber zum Glück alles gut.

 

Puhhhhh… nach dieser Camper Gefühsachterbahn Abfahrt musste ich erstmal durchatmen…

 

Ich stand also nicht weiter auf dem Stellplatz in Neuffen fest, konnte mich direkt auf den Weg zur Werkstatt begeben und im Rückspiegel konnte ich noch sehen, wie der gelbe Engel weiter zu meinem Nachbarn gegangen ist. Ich hoffe der Nachbar steht da oben nicht noch immer.

Mit 10-15 Minuten Verspätung bin ich, mit einem ganz, ganz mulmigem Gefühl im Bauch, an der Werkstatt gelandet.

Dort wurde ich allerdings total lieb von Roland und seinem Bruder in “Empfang genommen” und von da an begann ein laaaanger Tag in der Werkstatt, an dem tatsächlich schon wieder mehr als ein Problemchen entdeckt wurde. Hmmmmmm… 🙁

Wie dieser Tag in der Werkstatt genau verlief, welche Produkte ich von Alden bekommen habe und welche Probleme zwischenzeitlich aufgetaucht sind, könnt ihr in diesem Artikel lesen: ALDEN & IsasWomo

 

Eins kann ich hier aber verraten… das Dach war nicht morsch und eingebrochen ist auch niemand. 🙂

 

Nach einem laaaangen Tag bin ich abends glücklich und zufrieden zum nur 8 Kilometer entfernten Stellplatz in Bad Urach getuckert. Das war eigentlich GENAU so ein Stellplatz, den ich den Tag zuvor gesucht hatte. Mitten im Ort gelegen, einige Geschäfte und Cafes drum herum und eine Therme gibt es sogar auch, auch wenn die Therme für meinen kurzen Aufenthalt nicht  wichtig war. Solltet ihr in der Ecke sein, der Stellplatz in Bad Urach ist wirklich nett und liegt nur 8 km von Metzingen entfernt. Allerdings sind die Parzellen relativ schmal, zumindest wenn der Stellplatz voll belegt ist.

Warum bin ich da nicht schon eher hingefahren? Weil in der Stellplatz App stand, dass man sich einen “Stromkasten Schlüssel” an den Öffnungszeiten in der Touri Info abholen muss, was an einem Sonntag ja durchaus ein Problem darstellen könnte. Darum hatte ich diesen Stellplatz am Tag zuvor ausgeschlossen, denn ohne Strom wollte ich ja auf keinen Fall stehen, weil die Omi ja zwischendurch immer diese “Hänger” hatte. (In der Werkstatt wurde übrigens geklärt woher diese Hänger kamen und dank einer meisterlichen Arbeit, wurde alles repariert. Wie gesagt, dazu im anderen Artikel mehr.)

Die Sache mit dem “Stromkasten Schlüssel” in Bad Urach stellte sich dann aber doch als gar nicht so schwierig heraus, denn  (und das auch als Info für euch): Sobald die Touri Info geschlossen ist, bekommt man den Stromkasten Schlüssel in der Therme! Dies steht leider nicht in der Stellplatz App, aber man findet die Info irgendwo auf der Internetseite. 

 

Wohnmobil Stellplatz Bad Urach

Da war endlich mal alles gut, Milla und ich auf dem Stellplatz in Bad Urach!…

 

Puhhhh was war ich platt… !!!

 

Obwohl ich doch selber gar nicht gearbeitet hatte, fiel mir ein rieeeeesen Stein vom Herzen, als Milla und ich an diesem Montag Abend glücklich, zufrieden und mit allerhand neuer Womo Produkte in Bad Urach standen. Das Womo war “wie neu”, die neue Sat-Anlage lief 1A und wir hatten einen super Abend vor der Flimmerkiste.

Es folgte die erste richtig gute Nacht seit Tagen. Ich habe in dieser Nacht geschlafen wie ein Stein!

Tagelang hatte es geregnet, geschneit oder irgendwas dazwischen, aber selbst der Himmel war in den Stunden in Bad Urach “gut gelaunt”, denn am nächsten Morgen strahlte der Himmel mit der Sonne um die Wette!

Es war so schön, dass Milla und ich sogar vor dem Womo (warm angezogen) Kaffeetrinken konnten. Endlich schien alles zum ersten Mal seit langem wieder gut! Ich war sooooo happy, dass das Womo wieder gut lief, dass die neuen Produkte so toll waren… definitiv ein absolutes HOCH auf meiner Camper Gefühlsachterbahn.

 

Wohnmobilstellplatz Michelbach an der Bilz

Wohnmobilstellplatz Michelbach an der Bilz (Foto by M.Helbig)

 

Aber wie das auf einer Achterbahn nunmal so ist… die nächste Talfahrt folgte prompt!

 

Nach dem Tag in der Werkstatt, wollte ich mich am Dienstag auf den Weg zum Stellplatz in Michelbach an der Bilz aufmachen. Dieser kleine, kostenlose Stellplatz liegt 1,5 Stunde von Metzingen entfernt und der Verantwortliche hatte sich bei mir für einen StellplatzCheck gemeldet. Erst hatte ich mich ein wenig gewundert, dass sich der Verantwortliche bei mir gemeldet hat, obwohl es sich um einen ganz kleinen, kostenlosen Stellplatz handelt.

Nichts desto trotz liegt dieser Stellplatz in Michelbach an der Bilz  total schön im Grünen, es gibt Strom und eine Ver- und Entsorgung und der Aufenthalt ist wie gesagt kostenlos.

Das besondere hier ist, dass es sich aktuell noch um eine Art Probe-Stellplatz handelt. Kommt dieser kleine, kostenlose Stellplatz gut an, gibt es die Chance auf Vergrößerung. Das ist doch mal ein Grund einen Stellplatz zu besuchen.

Es gab also eine weitere Kooperation für IsasWomo, ich musste mich nur noch auf den Weg begeben.

Hollywood hätte es nicht besser machen können, sobald ich mit Milla zusammen im Womo saß um los zu tuckern, zog sich auch der Himmel wieder zu. Es wurde grau und grauer. Da es aber insgesamt nicht so kalt war und die Werkstatt am Tag zuvor noch einiges “gerichtet” hatte, sprang die Omi direkt beim ersten Versuch an! 🙂 YES!

BRUMMMMMM, BRUMMMM, BRUMMM … SUPER 🙂 wir konnten also los tuckern.

Nach einer knappen Stunde Fahrt musste ich nochmal tanken, aber auch danach lief alles wunderbar, die Omi lief wie geschmiert… wir konnten glücklich und zufrieden weiter zum Stellplatz tuckern.

Zwischenzeitlich  hatte ich mich auch nochmal bei dem Stellplatz Verantwortlichen gemeldet, damit er bescheid wusste, dass ich auf dem Weg bin und in ca. einer Stunde vor Ort ankommen werde.

Milla und ich verließen also die Tankstelle und damit einhergehend fing es erneut an in dicken Flocken zu schneien.

 

Blogger / Camper Gefühlsachterbahn

Da hinten hängt die Omi an der “Brille” … 🙁

 

Tja… und dann kam der absolute Tiefpunkt dieser Blogger / Camper Gefühlsachterbahn!

 

Am nächsten großen Autobahnkreuz, zwischen A81 und A6 musste ich die Autobahn wechseln. Ich fuhr also auf die Abfahrt, kam noch gerade um die Kurve und dann, am schlechtesten Punk, begann auf einmal der Motor zu rattern.

Haltespur oder Nothaltebuchten gab es weit und breit keine, also bin ich noch ein Stückchen weiter gerollt, so dass ich zumindest aus der Kurve raus kam und stand dann, samt Warnblinklicht, mitten auf der Beschleunigungsspur.

Mein Blick ging Sekundenlang nur nach hinten, weil ich dachte, gleich knallt mir der nächste LKW auf.  

UND NUN???

Nach den ersten Sekunden Schockstarre begann ich mit dem vorgeschriebenen “Prozedere”. Erstmal Warnweste an! Das Warndreieck herauskramen und dann musste ich aussteigen. Während des Rollens hab ich das Womo noch so weit wie möglich nach rechts gezogen, damit ich nicht komplett auf der Beschleunigungsspur stand. Das war allerdings jetzt nicht so wirklich praktisch, denn so musste ich die Tür zur Autobahn hin öffnen und aussteigen.

 

Ich hatte echt Schiss!

 

Ich bin also ausgestiegen, bin dann neben der Leitplanke entlang gelaufen, möglichst weit in die Kurve und hab dort irgendwo das Warndreieck aufgestellt. Die ganze Aktion lief, während es immer stärker gestürmt und geschneit hat.

Zum Thema Warndreieck  noch ein wirklich gut gemeinter Tipp!

Sicherlich lag es auch an meiner Aufregung und an den eiskalten Händen, aber ich hatte das Gefühl, ich habe eine kleine Ewigkeit benötigt, bis ich dieses verdammte Warndreieck zusammen gebaut hatte.

Ich weiß nicht ob diese Dinger immer so wiederspenstig sind, oder ob mein Warndreieck einfach extrem bescheiden ist… aber ich hab wirklich lange gebraucht und kann euch nur den Tipp geben, schaut euch das Warndreieck mal in einer ruhigen Minute an. Bei meinem Warndreieck war das wie bei diesen “Klapp-Liegestühlen”! Wenn man einmal den Dreh raus hat, weiß man wie man die Streben und das Tuch drehen muss, aber man muss es eben erst einmal wissen! Ich wusste es nicht! Und die Aufregung, die Kälte und der Wind haben es nicht leichter gemacht.

Irgendwann hatte ich das Dreieck zumindest halbwegs zusammengebaut und bin zurück zum Womo gelaufen.

Mir war schon klar, dass man eigentlich nicht im Auto bleiben soll, aber es war soooo kalt und sooo windig, ich konnte nicht raus, ehrlich nicht!

Sobald ich wieder im Womo saß, habe ich den ADAC alarmiert und beschrieben wo ich stehe. Dazu muss ich mal ehrlich sagen… so zufrieden ich bisher immer mit dem ADAC war, aber in diesem Moment hatte ich anscheinend einen absoluten Volltrottel am Telefon. Es war jetzt wirklich nicht so schwierig zu beschreiben wo genau ich stehe, Autobahnkreuz A81/ A6 und ich bin gerade im Moment auf die A6 richtung Nürnberg aufgefahren.

Das hat der Gute aber einfach nicht kapiert und wir haben bestimmt gute 15 Minuten Telefoniert, bis er halbwegs gecheckt hat, wo ich mich gerade befinde. Der hat mich immer  und immer wieder gefragt ob ich in Dortmund stehe… NEIN, ICH STEHE NICHT IN DORTMUND! ICH STEHE IN SÜD-DEUTSCHLAND MITTEN AUF DER AUTOBAHN BESCHLEUNIGUNGSSPUR UND GERADE HÄTTE ES SCHON ZWEIMAL FAST GEKNALLT, WEIL MIR BEINAHE EIN LKW DRAUF GEDONNERT WÄRE! JETZT SIEH ZU!!!!!!

Verdammt nochmal…!!!  Nachdem ich dann echt sauer wurde, hat sich der Trottel mal konzentriert und zumindest verstanden, dass ich nicht in Dortmund stehe. Wobei… so richtig kapiert hat er es dann doch nicht. Denn ca. 10 Minuten nachdem ich aufgelegt hatte, klingelte mein Handy erneut und ich hatte ein örtliches Abschleppunternehmen am Hörer. Erste Frage… Der ADAC hat gesagt er kann nicht sagen wo sie sich befinden. Können Sie so gar nicht sagen auf welcher Autobahn sie sich befinden???

Ich dachte ich werde verrückt! Ich hab der Dame dann nochmal erklärt wo ich stehe und ihr war das ganze dann auch eigentlich direkt klar. Sie würden mich als Notfall vorziehen, aber es könnte schon 30 Minuten dauern, bis jemand vor Ort wäre.

Jetzt begann das Wartenzweimal war es tatsächlich so knapp mit den heran rauschenden LKW’s, dass ich Milla schon nach vorne zwischen meine Beine gerissen habe… ich glaube  zwischenzeitlich lag mein Puls bei 300!

 

Doch dann kam Gott sei Dank die Polizei!

 

Ich weiß nicht wer die Beamten informiert hat, im Grunde war es mir auch egal, ich war nur froh, dass sie da waren. Nachdem die Polizei meine Daten gecheckt hatte und auch feststand, dass ich nicht vergessen hatte zu tanken, durfte ich mich zurück ins Wohnmobil setzten. Mittlerweile hatte es so stark begonnen zu schneien, das man wirklich kaum etwas sah. Darum hat die Polizei begonnen das Wohnmobil hinten mit blinkenden Warnlampen abzusperren und sind selber mit dem Streifenwagen zurück in die Kurve gerollt, so dass die anderen Autofahrer bereits in der Kurve vorgewarnt wurden, denn mein kleines Warndreieck sah bei dem Wetter ganz sicher niemand. 

Puhhhh… da viel mir schonmal der erste riesen Stein vom Herzen, so war ich zumindest im Womo erstmal weitestgehendst sicher.

 

Jetzt kam der erste Moment in dem ich Zeit hatte mir Gedanken um das Womo zu machen und schon liefen die Tränen! Ich hab geheult, geheult, geheult!

Ich saß da wie ein Häufchen Elend und die Tränen liefen so schnell, ich konnte mich gar nicht beruhigen! Während dieser Zeit des Wartens auf den Abschlepper viel mir Roland ein, der Werkstattbesitzer und Alden Partner. Konnte es vielleicht daran liegen? Könnte sich vielleicht irgendwas gelockert haben was jetzt zu den heftigen Motorgeräuschen führt?

Also habe ich von der Autobahn aus Roland in der Werkstatt angerufen, vielleicht hatte er ja eine Idee, die ich dem ADAC weitergeben konnte, auch wenn ich mir eigentlich nicht vorstellen konnte, dass es daran lag. Die Werkstatt musste zwar an die Starterbatterie, aber sonst haben sie ja eigentlich nichts am Motor gemacht.

Nach kurzem klingeln hatte ich Roland auch direkt am Hörer, aber wie ich es mir eigentlich auch schon gedacht hatte… Roland hatte keine Idee.

Und um dieses schon mal vorweg zu nehmen und nochmal ganz deutlich zu sagen… LETZTENDLICH LAG ES AUCH  WIRKLICH NICHT AM WERKSTATTBESUCH AM TAG ZUVOR! ES WAR EINFACH MAL WIEDER PECH, DASS DIESER VORFALL GERADE EINEN TAG NACH DEM WERKSTATTBESUCH STATTFAND!

Nach dem Telefonat mit Roland musste ich noch ein weiteres, unangenehmes Gespräch führen. Eigentlich war ich ja auf dem Weg in Richtung Michelbach an der Bilz um dort über einen Stellplatz zu berichten. Da würde ich wohl ganz sicher heute nicht mehr landen… ich konnte diesen Auftrag aber auch nicht einfach ein paar Tage nach hinten legen, denn ich musste unbedingt am Donnerstag wieder in Dortmund sein!

Also blieb mir nichts anderes übrig als mich 10.000 mal zu entschuldigen, die Lage zu erklären und die gesamte Kooperation auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Das ist natürlich alles andere als “gut” und ich kann mich auch auf diesem Weg nur nochmal entschuldigen!!!

Nach guten 30 Minuten kam der Abschlepper um die Kurve geschossen und setzt sich direkt vor die Omi. Ich schnappte nach Luft, nicht mehr heulen, nicht mehr heulen, nicht mehr heulen… es gelang mir nur semi gut!

 

Wohnmobil abgeschleppt

Na… geheult?! Da saß ich gerade im Abschlepper und war echt fix und fertig!

 

“Gelbe Engel” die alles… nur keine Engel waren!

 

Ab jetzt begann eine Aktion die mich auch im Nachgang noch deutlich beschäftigt hat und ich muss unbedingt in den kommenden Tagen mal zum ADAC und mit denen abklären, ob das denn alles so richtig war. Wie gesagt, bisher war ich IMMER voll des Lobes über den ADAC, aber diese Aktion… ich bin mir noch immer nicht sicher, ob das alles so richtig war, oder ob mich die “Jungs” verarschen wollten!

Wie gesagt, es kam sofort ein Abschleppunternehmen (also nicht die typischen KFZ-Meister) und in dem Wagen saß ein junger Mann plus ein Praktikant oder sowas in der Art.

Nachdem ich dem jungen Mann kurz erklärt hatte was das Problem war, sollte ich den Motor noch einmal anschmeißen und wenige Sekunden später stand die “Diagnose” auch schon fest, “der läuft nicht mehr auf allen Pötten”! Später habe ich dann erfahren was das bedeutet, die Omi lief also nicht mehr auf allen 4 Zylindern, sondern nur noch auf 3 Zylindern. AHAAAAA….?!

Was mich wunderte, ich glaube bis heute, dass das kein KFZ Meister vom ADAC war, sondern eben “nur” ein Abschlepper der vom ADAC alarmiert wurde.

Denn jetzt begann das “Verhandeln” und es war wirklich ein wüstes “Verhandeln”, über das was jetzt weiter geschehen sollte und wie gesagt, ich hatte immer mehr das Gefühl, die verarschen mich… oder wollen mich verarschen!

Denn der Abschleppwagenfahrer wollte mich UNBEDINGT zum nächsten IVECO Nutzfahrzeuge Zentrum schleppen. Als ich dann fragte, was denn überhaupt genau das Problem seien könnte, kam keine klare Aussage. Es hieß immer nur, IVECO, IVECO, IVECO.

Als ich dann immer ernster wurde und sagte, ich sei doch ADAC Plus Mitglied und hätte doch das Recht nach hause gebracht zu werden kam sofort die Aussage, nöööö… der Wert des Wohnmobils läge untern den Kosten für ein Abschleppen nach Dortmund.

 

WAS????

 

Durch den Vandalismusschaden wurde das Womo ja gerade erst von einem Gutachter beurteilt und das kam mir jetzt zugute, denn dadurch konnte ich sofort belegen, dass das was der Typ mir da sagen wollte, absoluter Blödsinn war!

Nachdem ich ihn über den Zeitwert der Omi aufgeklärt hatte, kam nur noch ein… ähhh, ähhh, ähhh… und dann ein ziemlich fuchsiges, JA WAS WOLLEN SIE DENN JETZT???

 

Ich erklärte ihm daraufhin dann nochmal, dass ich wissen möchte, was an dem Wohnmobil wahrscheinlich kaputt ist, damit ich einschätzen kann, welche Kosten mich erwarten und wohin uns der Weg führt. Denn ich werde ganz sicher keine große Reparatur in einer IVECO Fachwerkstatt machen lassen… danach kann ich nämlich direkt in die Insolvenz gehen!

Daraufhin kam die Aussage: Nein er denkt, dass der Injektor kaputt ist… das Teil kostet ca. 40 Euro plus Arbeitsstunden… es sollte also keine große Sache sein und sehr wahrscheinlich könnte ich das heute noch bei IVECO reparieren lassen und dann wieder fahren.

Ansonsten könnten sie mich auch zu deren Abschleppzentrale schleppen und von dort aus müsste ich dann selber mit ADAC München verhandeln, ob ich nach Dortmund transportiert werde oder in welche Werkstatt ich wollte.

Allerdings (und dieser Satz setzte mich natürlich extrem unter Druck) wenn die mich jetzt zur Zentrale abschleppen, wäre damit die Leistung des ADAC abgegolten. Wenn ich dann kein OK vom ADAC München für einen 2. Abschleppvorgang nach Dortmund bekomme, muss ich mich selber darum kümmern, wie ich von der Zentrale komme!

Na super!  Dieses ganze Gespräch lief noch  während wir auf der Autobahn standen und was blieb mir danach anderes übrig, als mich zu IVECO abschleppen zu lassen. Sollte sich dann allerdings bei IVECO herausstellen, dass es doch eine größere Reparatur ist, habe ich wiederrum kein Recht mehr, zu einer andere Werkstatt geschleppt zu werden. Klar!

Und schon wieder fing ich erstmal an zu heulen, auch wenn ich das vor dem Abschleppunternehmen so gar nicht wollte!!! Aber gut… die Tränen liefen und ich stand da wie ein “Mädchen”!

Daraufhin meinte der Abschlepper aber nochmal, er ist sich sehr, sehr sicher dass es nur eine Kleinigkeit ist, ich müsste mir wirklich keine großen Sorgen machen und könnte zu 99,9 % nachher schon wieder weiter fahren.

 

OK… ALSO IVECO! Wenn auch notgedrungen!

 

Die Omi wurde dann hinten auf eine Brille genommen und ich musste vorne beim Abschlepper einsteigen. Natürlich war meine erste Frage, ob ich Milla mit nach vorne nehmen durfte… nein durfte ich nicht! 🙁

Also musste ich Milla, wieder notgedrungen, alleine hinten im Womo lassen und die wilde Fahrt zu Iveco begann.

Zwischenzeitlich wäre ich auf dieser Fahrt fast wahnsinnig geworden, denn es war tatsächlich eine sehr wilde Fahrt!

Ich fühlte mich soooo elend, mir war schlecht, ich schob die absolute Panik, dass es doch eine größere Reparatur werden würde und ehrlich gesagt… die beiden Abschleppwagenfahrer waren alles andere vernünftig! Trotz Wohnmobil hinten auf der Brille fummelte der Fahrer ständig an seinem Handy herum. Dazu mosersten sie in einem durch… über die LKWs, übber den berufsverkehr, über ausländische LKW’s , ja selbst über die hilfreichen Polizeibeamten, die das Womo im Stand absicherten. Das ganze ging so weit, dass er  erst auf der linken Spur in einer Baustelle einfuhr um dann ganz nach rechts rüber zu ziehen und auf dem Seitenstreifen, wild hupend, am Stau entlang fuhr. Nochmal… das alles mit aufgebocktem Wohnmobil (also nicht oben auf der Ladefläche, sondern die Omi wurde hinten gezogen)  und Milla saß ja auch noch im Womo!!!!

Je näher wir so IVECO kamen, je intensiver wurde plötzlich die Reparatur. Mittlerweile sprach der Abschlepper schon von Mietwagen, Womo stehen lassen und nach einigen Tagen wieder abholen.

Ich wurde immer wütender, denn mittlerweile hörte sich alles anders an, als noch vor 20 Minuten … und schon wieder liefen die Tränen!

Kennt ihr diese Situationen in denen alles schlecht läuft, man erst noch kämpft, aber irgendwann gibt man sich wie ein Häufchen Elend seinem “Schicksal” hin. Genau so war es in diesem Moment! Was sollte ich denn auch tun?

 

Doch dann kam meine Rettung!!!

 

Wir waren gerade von der Autobahn abgefahren und standen unten an der Abfahrt an einer roten Ampel, da las ich die Beschilderung Bad Rappenau und genau zu diesem Zeitpunkt klingelte auch mein Handy.

Hardy, ein ganz ganz lieber Freund, hatte meinen FB Post gelesen und fragte ob er helfen könnte. Mein Glück war jetzt… Hardy lebt in Bad Rappenau und besitzt dort ein Autohaus.

MEINE RETTUNG!!!

Ich reagierte sofort und verlangte vom Abschleppwagenfahrer mich nicht rechts zu IVECO,  sondern links herum, nach Bad Rappenau zu bringen.

Das gab natürlich erstmal wieder einige Diskussionen, wie gesagt… die wollten mich UNBEDINGT zu IVECO abschleppen, aber ich blieb eisern und verlangte, dass sie nach Bad Rappenau fahren.

Auf diesen extra 13 Kilometern nach Bad Rappenau (wir befanden uns also schon auf dem richtigen Weg nach Bad Rappenau) konnte ich mir noch so einiges anhören. Als erstes ließ sich der Fahrer Kopfschmerztabletten und ein Getränk von seinem Praktikanten reichen. Alles nach dem Motto… meine “extra Wünsche” sorgten bei ihm für Kopfschmerzen. Dann Folgte der laute Anruf, wieder mit dem Handy in der Hand eine Freisprechanlage besaß der Fahrer nicht, bei der Abschlepp Filiale und dem Gespräch konnte ich deutlich entnehmen, wie “dreist” mein Wunsch doch war!

Nachdem der Fahrer aufgelegt hatte, kam noch die direkte Predigt an mich… ich sollte mir mal überlegen, dass er jetzt dadurch keine anderen Kunden betreuen kann usw. usw.

Nur um das nochmal deutlich zu sagen… es ging um 13 Kilometer! Wir befanden uns also die gesamte Zeit vorher schon auf dem richtigen Weg nach Bad Rappenau, nur anstelle an dieser Kreuzung rechts zu Iveco abzubiegen, musste wir links abbiegen und 13 km weiter nach Bad Rappenau fahren.

Nach 13 Kilometern war es dann aber auch geschafft. Natürlich beschwerte sich der Fahrer noch über die schmale Einfahrt zum Hof des Autohauses und musste dann auch noch super kompliziert (und völlig unnötig) rückwärts auf den Hof fahren, aber mir war erstmal alles egal, ich war nur noch happy Hardy zu sehen. Hier war ich sehr, sehr gut aufgehoben und konnte mir absolut sicher sein, nicht über den Tisch gezogen zu werden.

 

Hardy, mein Retter in der Not!

 

Sobald wir auf dem Hof standen, kam auch schon Hardy dazu und ich war sooooo froh ihn zu sehen.

Ich stieg aus dem Abschlepper, viel ihm um den Hals und heulte schon wieder wie ein Schlosshund! Ich war einerseits fix und fertig, aber auch unglaublich froh dort stehen zu können. Hardy hatte bereits seinen “Autohaus Werkstattmeister” informiert. Da es mittlerweile aber schon später Nachmittag war, würde dieser “erst” am nächsten Morgen vorbeischauen.

Auch wenn mich mein schlechtes Bauchgefühl noch bis zum nächsten Morgen begleiten sollte, folgte ein echt netter Abend. Natürlich kauten wir alle möglichen Schäden zig mal durch, aber bis zum nächsten Tag gab es keine Sicherheit. Es konnte alles sein… von einer minimalen Kleinigkeit, bis zum komplexen Motorschaden.

 

Hardy versuchte alles um mich aufzuheitern und bei Pizza und Wein gelang ihm diese zumindest ein wenig. Obwohl mir die ganze Zeit schlecht war, konnte ich doch ziemlich gut schlafen. Ich war so platt, dass selbst die schlimmste Grübelei irgendwann dem Schlaf verfiel.

Am nächsten Morgen wurde es also ernst und Hardy KFZ Meister kam am frühen Vormittag auf den Hof gefahren.

Nach einer ersten Begutachtung des Motors, sollte ich die Omi anlassen. Erst tat sie sich wieder etwas schwer (wahrscheinlich brauche ich doch eine neue Starterbatterie) aber dann… BRUMMMMM!!!!

Alles klang GANZ NORMAL!!!!

Es war nicht zu glauben und im Nachhinein bin ich sogar fast ganz froh, das Hardy am Tag zuvor auch gehört hat, dass da etwas nicht stimmte, denn jetzt… war alles ganz normal!!! Nur der Keilriemen quietschte wie wild und gab auch keine Ruhe. Hardy’s KFZ Meister drehte erstmal eine Runde mit der Omi, aber auch als er wieder zurück auf den Hof gefahren kam, klang die Omi ganz normal, als wäre nichts gewesen!!!

Mir war die gesamte Situation schon fast peinlich, auch wenn ich erstmal ganz froh war, denn augenscheinlich war es kein massiver Motorschaden.

Wir haben gemeinsam abgeklärt, dass der KFZ Meister das Womo mit in 500m entfernte Werkstatt nahm und sich dort nochmal alles genau ansehen wollte. Er hatte zwar bereits eine Idee, aber Entwarnung gab es noch nicht.

Nach einer knappen Stunde bekam ich die Omi wieder zurück und endlich gab es gute Nachrichten. Anscheinend gab es irgendein Partikel, der sich vor den Injektor gesetzt hat und aus diesem Grund lief die Omi nur noch auf 3 Zylindern.

Der Werkstattbesitzer hat mit Zusatz die Düsen gereinigt und zudem den quietschenden Keilriemen gewechselt. Dieser war zwar noch gar nicht so alt, musste aber dennoch dringend erneuert werden.

 

Das war es auch schon…. mehr war nicht zu tun 🙂 !!!!

 

Doch meine überschwängliche Freude sollte schnell einen Dämpfer bekommen, denn während die Omi in der Werkstatt auf Herz und Nieren geprüft wurde, hat der KFZ Meister doch noch 2-3 andere Probleme entdeckt. Nichts super dramatisches, aber die Omi muss hier in Dortmund doch nochmal in die Werkstatt. Dabei soll ich dann auch direkt den Dieselfilter wechseln lassen.

Was meint ihr wenn ich damit bei IVECO gelandet wäre… die hätten doch erstmal den halben Motor auseinander genommen, zumal in dem Moment die Omi ja wirklich noch auf nur drei Zylindern lief! Die hätte mich 1000 Prozentig ausgenommen wie eine Weihnachtsgans!  Und das alles im Grunde nur wegen “Dreck” der sich vor eine Düse gesetzt hat! Zudem hätte IVECO ja auch die weiteren “Schäden” entdeckt und sicherlich hätten die mich so nicht nach Dortmund fahren lassen! Ich bbin mir absolut sicher… auch wenn IVECO nur die “normalen” Arbeiten gemacht hätte… es wäre teuer geworden!

Mir viel also erstmal ein Stein vom Herzen und ein neues Steinchen kam hinzu!

Nachdem Hardy und ich noch gemeinsam Mittag Essen gegangen sind, konnte ich gegen 13 Uhr den Hof verlassen und wir kamen glücklich, wohlbehalten und ohne eine weitere Panne am Abend in Dortmund an.

 

Home sweet Home!

Auf dem Weg zurück nach Dortmund. Was waren denn das für 7 Camper Tage?!

 

Eine Woche Camper Gefühlsachterbahn ging zu Ende… man, man, man was waren das denn bitte für 7 Tage???

 

Die gesamte Zeit über hatte ich ein schlechtes Bauchgefühl.. wirklich die gesamte Zeit! Dabei war ja eigentlich vor der Tour alles gut, ich hatte die Omi noch so schön geputzt und poliert  (wovon man jetzt nach Eis und Schnee eigentlich gar nichts mehr sieht) und hätte beruhigt losfahren können, aber mein Bauchgefühl hat mir schon die ganze Zeit gesagt, da stimmt etwas nicht!

Erst hatte ich es auf die Kälte geschoben und schlichtweg darauf, dass schon seit Wochen in meinem Leben nichts richtig gut läuft, aber es sollte dann ja doch noch etwas anders kommen.

 

Abends, während des Pizza Essens, sagte Hardy zu mir, ich dürfte mir das alles nicht immer so zu Herzen nehmen. Ich würde mich selber viel zu sehr unter Druck setzten. 

 

Das ist sooooo einfach gesagen, wenn:

  1. a) man mehr als ausreichend finanzielle Möglichkeiten hat,
  2. b) nicht alles und damit meine ich alles, alles, an einem alten Fahrzeug hängt.
  3. c) man nicht immer alles alleine regeln muss und das am besten auch noch so zu regeln hat, dass zumindest die engste Familie nicht noch mit den eigenen Sorgen belästigt wird und
  4. d) man kein Problem damit hat, anderen etwas schuldig zu sein. Es gibt ja Leute die haben damit keine Probleme… ich schon!

 

In meinem Fall sind solche Dinge eben nie einfach, auch wenn es wahrscheinlich wirklich nicht viel hilft, sich solche Wochen so sehr zu Herzen zu nehmen.  

Gefühlsachterbahn CampingAktuell bin ich erstmal wieder zuhause, Ostern steht vor der Tür und ich tippe seit Tagen an diesem Artikel.

Gestern habe ich mich endlich getraut meinen Schrauber zu informieren, damit er sich (nach den Osterferien) die Omi anschauen kann. Ich habe mich tatsächlich nicht eher getraut… Am Montag den 9.04 geht die Omi also wieder in die Werkstatt, ich hoffe, dass sich die Kosten im Rahmen halten werden und ich dann wieder los ziehen kann.

Wenn es keine bösen Überraschungen gibt und die Camper Gefühlsachterbahn nicht in die 2. Runde startet, sollte dem so sein.

So… jetzt, nach diesem eeeendlos langen Text, wisst ihr auch warum es hier in den letzten Tagen etwas ruhiger war.

 

Solltet ihr die Ferienzeit nutzen um unterwegs zu sein, wünsche ich euch eine super schöne Tour und sollten wir uns vor Ostern nicht nochmal lesen, auch ganz, ganz schöne Osterfeiertage.

 

Aber das wichtigste ist wohl auch heute… bleibt gesund!

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende