Entlang der Nordseeküste- Mein Womo Nordsee Road Trip 2017

Entlang der Nordseeküste- Mein Womo Nordsee Road Trip 2017

 

Nachdem die Omi ja nun eeeeeeendlich wieder frisch, fruchtig und repariert aus der Werkstatt kam, konnte es für Milla und mich direkt 2 Tage später los gehen. Jaaaaa, endlich Nordseeluft schnuppern, Fischbrötchen essen und viel frischen Wind um die Nase!

Aufiiii, aufiii… mit dem Wohnmobil zur Nordseeküste.

(mehr …)

Frei stehen in Frankreich ~ Die Atlantikküste wild und kostenlos

Frei stehen in Frankreich ~ Die Atlantikküste wild und kostenlos

Mit dem Wohnmobil z.B. entlang der Atlantikküste in Frankreich frei zu stehen, ist immer nochmal etwas anderes, als auf den großen Campingplätzen zu campen.  Ich habe in den letzten Jahren so einige wunder, wunder schöne Stellen, Orte oder „Plätze“ kennen gelernt die sich zum frei stehen in Frankreich sooooo toll eigenen, dass ich euch heute meine „Tipps“ verraten möchte.

(mehr …)

Ein Tag in Mimizan – 2 Bloggerinnen, ein Tag !

Ein Tag in Mimizan – 2 Bloggerinnen, ein Tag !

Mittlerweile ist es knapp 4 Jahre her, dass mich eine persönliche Nachricht auf einer Wohnmobil Seite erreichte und ich so den ersten Kontakt zu Doreen bekam. Schnell wurde klar wir wollten uns unbedingt mal auf einen Kaffee treffen und aus diesem Treffen wurden mittlerweile 4 Jahre in denen wir immer weiter Kontakt hielten.

Vor gut einem Jahr meinte Doreen dann, ach komm lass es uns doch versuchen, wir bauen eigene Internetseiten auf. Jeder eine eigene, aber dennoch mit gemeinsamer Unterstützung. Tjaaa, und eigentlich habt ihr es Doreen zu verdanken das es IsasWomo überhaupt gibt!

(mehr …)

Le Toure 2016 …. die Bretagne, St. Malo und DER Platz schlechthin

Le Toure 2016 …. die Bretagne, St. Malo und DER Platz schlechthin

Le Toure 2016 … Teil 2 ! Von der Normandie in die Bretagne über St. Malo und den besten Platz ever !

 

Nachdem wir 2 wunderbare Nächte auf dem Stellplatz in Dives sur Mer hatten, sollte es  auch weiter gehen!

Die Normandie lag uns zu Füßen

Blick von der Brücke kurz hinter dem Stellplatz in Dives sur Mer

Ich kann euch den kleinen Küstenort aber durchaus empfehlen… es gibt eine kleine Stadt in erreichbarer Nähe und auch direkt am Atlantik gibt es nochmal eine Promenade mir einigen Geschäften und Kiteschulen… für ein paar Tage ist ein Aufenthalt dort wirklich nett.

Plus, liegen die Stadt und die Promenade so nah, das es auch Milla bis zum ersten Cafe geschafft hat… also sagen wir mal eine Strecke ca. 800 m … Dies sollte für die meisten zu schaffen sein.

Es gibt allerdings eine Besonderheit zu beachten! Wenn ihr wirklich mal diesen Stellplatz anfahren möchtet, schaut euch vorher die Stellplatzbeschreibung an ( die findet ihr hier unter Stell + Campingplätze Frankreich oder direkt über diesen Link https://isaswomo.de/3-stellplatz-le-toure-2016-dives-sur-mer/  ), da der Platz in 2 Teile gegliedert ist und man den 2. Teil kaum bis gar nicht von der Strasse sieht.

Für Milla, die Omi und mich ging es nach einer guuuuten Tankfüllung aber weiter… auf zu neuen Ufern!

 

Vire

Ein kleines Cafe mitten auf dem Kreisverkehr in Vire

Da ich ja eigentlich schon bevor ich in Dives sur Mer gelandet bin, Stadtluft schnuppern wollte wurde es nun aber wirklich mal für uns Zeit die nächst beste Stadt anzufahren… die war in unserem Fall Vire !

Vire ist eine kleine, feine Stadt mit allem was man so benötigt, sogar einer Turi Info. Die Fahrt bis nach Vire lief absolut Problemlos, wobei ich fest stellen musste, die Bretagne ( war es schon Bretagne oder noch Normandie ?) kann ganz schön „ hügelig“ sein…. Was die Autos hinter mir teilweise mit 50 kmh zu spüren bekamen 🙂 !

Die Omi…. Zuverlässig (!!!), aber eben nicht die schnellste!

In Vire hatte ich mir zuvor durch Campercontact wieder einen kostenlosen Stellplatz ausgesucht… kostenlose Ver und Entsorgung, kostenloses Wasser, kostenloser Müll und eben mitten im Zentrum.

Angekommen, fand ich dann mehrere große und kleine Parkplätze in Terrassenform angeordnet. Wobei die meisten Plätze eine Höhenbeschränkung haben, aber durch eine gute Beschilderung werden Busse, Pkw’s und Wohnmobile auf den größten Parkplatz weit oben geleitet.

Dort angekommen war ich im ersten Moment etwas enttäuscht, denn alle breiten Stellplätze wurden entweder durch Wohnmobile oder PKW‘s belegt…

NA TOLL!!!

 

Dann bin ich allerdings doch noch eine weitere Runde über den „ Stellplatz“ ( Parkplatz) gefahren und habe noch eine schöne breite, lange Lücke am Rand des Platzes gefunden … JUHUUUU !!! Und warum…. weil ich es verdient habe 🙂 🙂 🙂

Um es schon mal vorweg zu nehmen… Mein Stellplatz war der aller beste! Ich hatte am Abend ganz viel Platz um mich herum, stand schön weit weg von der Strasse und eben nicht „ eng auf eng“ zwischen den anderen Wohnmobilen … TADAAAAA !!!

Erstaunlicherweise wurde es abends trotz der direkten Nähe zur „ Innenstadt“ relativ ruhig und „ beschaulich“ ,so dass wir wunderbar schlafen konnten und erst gegen 9 Uhr, als der Parkplatz wieder voller wurde, wurde es auch im Womo wieder etwas lauter.

Wenn Ihr auf eurer Tour zwischendurch mal ein bisschen Stadtluft schnuppern möchtet, ist Vire dazu ein wirklich guter Ort!

Der Stellplatz ist gerade gebaut und eben zentral, ihr benötigt ca. 2 Minuten zu Fuß morgens zum Bäcker, es gibt an jeder Ecke Banken zum Bargeld abheben und der kleine Kiosk neben der Turi Info hat sogar 2-3 deutsche Zeitschriften im Programm.

Wir hatten 2 gute Tage und Nächte in Vire, ich konnte mein Verlangen nach Cafes und Schaufenstern stillen, Milla mein altes Kneipenmädchen war mit den vielen Cafes und dem dortigen unterm Tisch liegen und schauen absolut zufrieden und auf dem Weg zum nächsten Ziel, habe ich auch eben unsere Vorräte wieder aufgefüllt.

 

Supermärkte in fremden Ländern ziehen mich ja immer magisch an… und ich bin immer wieder fasziniert von der Masse an neuen Produkten.

 

Meinen ersten Halt legte ich beim französischen Lidl ein um extra mal zu schauen, welche unterschiedlichen Produkte es gibt und ich kann euch sagen… die Unterschiede sind enorm!

Was es hier im Lidl allein für MAAAASSEN an Obst, Früchten und Gemüsen gibt… die gibt es bei uns nicht! Hier habe ich allein 19 verschiedene Tomaten Sorten gezählt… 19 !!!!

Dazu frische Marillen, 3 verschieden Arten Radieschen, 5 verschiedene Sorten Pfirsiche usw. usw. und der Knaller waren die Melonen… Gallier Melonen (oder wie die auch immer heißen… die kleinen runden mit der hellen Schale und orangenem Fleisch) für 29 Cent!

Seitdem riecht die Omi iiiirgendwie extrem nach Melone… hmmmm ????

Dafür fehlen im französischen Lidl die Konserven… es gibt einige wenige, aber ziemlich versteckt irgendwo zwischen den Nudeln.

 

Den 2. Halt an einem Supermarkt legte ich an einem Carrefuer ein … einer riesigen, französischen Supermarktkette… und was diese Märkte so bieten…. Hmmmmmm !!!!

Mein absolutes Verhängnis war die Dessert Abteilung… 3 lange Reihen voller Vanille Pudding, Vanille Grießpudding, Vanille Milchreis und dem aller, aller besten… diese „ Eiweißwölkchen“ auf Vanillesause…. DER HAMMER !!! Wie soll ich mich da zurück halten???

Nachdem ich den Carrefuer verlassen habe und alle Lebensmittel verstaut hatte, war mein Kühlschrank voller Milchprodukte….

So wird das nie was mit dem „ on Tour werde ich schlank und rank“!!!! Aber man darf diese armen, armen Produkte ja auch nicht im lieblosen Supermarkt Kühlregal stehen lassen… das bricht ihnen ja das Herz! ( haaaach ich muss dringend meine Medikamente nehmen 🙂 )

 

Sooooo, nach meinen Einkäufen ging es für Milla und mich aber raus aus der Stadt, in die Bretagne und ab an die Küste! Meine Vorräte waren voll, so konnte ich auch einige Tage in der „ Wildnis“ überstehen.

Meine erste Wahl viel auf den Küstenort Saint Benoit … laut Stellplatz App sollte es dort einen netten kleinen Stellplatz mit Blick auf den Atlantik geben der zudem nicht weit von der Promenade und dem ein oder anderen Restaurant entfernt lag…

Nach knapp 3 Stunden Fahrt kamen wir am angegebenen Punkt an und was sah ich…

kein Stellplatz, kein gar nix !

Es gab einen kleinen Rastplatz direkt an der Hauptstrasse, der rappel Voll war ( auch von Wohnmobilen besetzt) mit großen Hinweisschildern, keine Camping Cars nach 18 Uhr und mit einem Pfeil zum nahegelegenem 4 Sterne Campingplatz.

Da Milla jetzt schon keinjen Lust mehr hatte zu fahren und mir zu dem Zeitpunkt die Ohren zu jaulte, wenn wir nur an einer roten Ampel halt machten, weil sie immer dachte jetzt sind wir da… war das Getöse natürlich um so wilder, als ich den Motor wieder anschmiss und wir nach einem anderen Platz als diesen Rastplatz aus schau halten mussten.

Es tat mit und meinen Ohren ja leid, aber hier konnten wir nicht bleiben…

So will ich stehen !

Der Stellplatz hinter Rotheneuf ist super toll gelegen !

Kurz war ich drauf und dran einfach für eine Nacht den Campingplatz anzufahren… aber ich will auf diese Tour ja so günstig stehen wie möglich und da hätte mir eine Nacht auf einem 4 Sterne Camping sicherlich ganz ordentlich den Schnitt versaut… also weiter!

Laut Campercontact gab es einen weiteren Stellplatz 20 Minuten entfernt, der sah zwar nicht toll aus auf dem Bild, aber er war auch kostenlos… allerdings 20 Minuten für 3,6 km… als ich das sah schwante mir schon nichts gutes.

Genau so kam es dann auch… die Strassen wurden schmaler und schmaler und die Landstrasse enger und enger…

 

Kurz vor dem Stellplatz musste ich noch durch ein kleines Dorf, mit genau einem Laden der Eisdiele, Cafe, Bäcker und Kneipe in einem war und zudem war die kleine Terasse voll besetzt, da dachte ich kurzfristig ich hätte die Lehne eines Stuhls beim vorbei fahren erwischt… so eng war alles!

Aber dann hatte ich ihn endlich vor mir, den kleinen kostenlosen Stellplatz am AdW hinter den Toren des Ortes Saint Coulumb.

Ich fuhr also auf diesen kleinen asphaltierten Platz auf, Milla bellte und jaulte wie wild und leider war mir ganz schnell klar…

hier bleibe ich auch nicht!

Der kleine Platz lag auf einem asphaltierten Plato umringt von Feldern. Kein Atlantik in Sicht, ach eigentlich war gar nichts in Sicht als Felder und eben dieser kleine asphaltierte Platz.

Dazu standen dort an die 20 Wohnmobile, auf einem Platz für vielleicht 10 Womos… so eng, dass man kaum die Fenster auf bekam und das alles bei ca. 30 Grad im Schatten.

Ich parkte zwar noch kurzfristig in die einzige kleine mini Lücke ein, aber eigentlich war mir klar… hier bleib ich auch nicht! Auch nicht nur für eine Nacht!

 

Also musste ich Milla nochmals beruhigen und ihr voller Enttäuschung klar machen, hier bleiben wir doch nicht!

 

Dann musste ich aber ja noch ausparken… mit ungefähr 15 mal hin und her Fahren, versuchte ich wieder aus dieser verdammten Lücke zu kommen ( es war echt wahnsinnig eng und sooooooo heiß)! Dann nochmal an dem kleinen Laden vorbei ( kein wunder das es da so voll war… bei 20 Wohnmobilen auf dem Platz und brütender Hitze… da hält es ja keiner in der Enge aus und alle latschen zu diesem kleinen Laden ins nächste Dorf) .

 

Dann aber nix wie raus da…

 

Nochmal 15 km weiter sollte es einen weiteren kostenlosen Stellplatz geben.

Dieser sah auf den Bildern in der App schon richtig gut aus, so dass ich wieder laut beim Universum bettelte, das es dort doch BITTE einen schönen freien Platz für mich geben sollte.

Da dieser Platz aber direkt mit Blick auf den Atlantik lag und es zudem nur wenige Parzellen geben sollte, waren meine Hoffnungen nicht sehr groß… Wenn der hässliche Platz schon so voll war, ist dieser Platz ( der allerdings noch etwas weiter außerhalb lag) bestimmt erst recht super voll…

Aber wir versuchten unser Glück …

Und was soll ich sagen….

JACKPOTT !!!!

 

Nachdem wir auf dem Weg das letzte kleine Dorf Rotheneuf hinter uns gelassen hatten und endlich auf die Zielstrasse einbogen, sah ich den kleinen Parkplatz schon von weitem und dieser Flecken sah schon von weitem einfach grandios aus!

Oben angekommen standen nur 2 weitere Wohnmobile auf dem kleinen Parkplatz und so hatten wir noch viel freie Auswahl.

 

Der kleine Stellplatz in Rotheneuf ist ein absoluter TOPP TIPP !

Hauptgewinn!

Der beste Platz ever… direkt an der Atlantik Küste

 

Das Beste was ich bisher auf dieser Tour gesehen habe!

Der kostenlose Platz an sich bietet nichts als ein paar Mülltonnen und eine öffentliche Toilette, die man aber besser vergessen sollte! Aber die Lage ist einfach unbeschreiblich toll ! Ihr solltet allerdings vorher alles nötige eingekauft haben, weil es in direkter Umgebung keine Läden gibt.

Nachdem ich eingeparkt hatte, konnte ich endlich auch für Milla die Türen öffnen und ihr zeigen das sich ,Gott sei dank, die lange Fahrt gelohnt hat ! 🙂

Hinter dem kleinen Stellplatz befindet sich eine kleine Wiese die perfekt dazu dient, Stühle und Tische aufzubauen, um sich dann den ganzen Tag das Panorama anzuschauen. Direkt hinter dieser kleinen Wiese geht es dann auch schon einen kleinen Abhang runter zum Sandstrand und einer wunderschönen Atlantik Bucht die seines gleichen sucht!

Es war einfach HERRLICH !!! Ich weiß nicht warum dieser Ort im Vergleich zu den anderen Stellplätzen so wenig besucht wurde… es ist mir aber auch ganz egal… wir haben die Zeit GENOSSEN !!!

Vor St. Malo

Abends wurde es dann doch noch voller… aber bei dieser Lage, konnten wir gut damit Leben

Ab ca. 19 Uhr hatten Milla und ich die gesamte Bucht für uns und so konnte Milla sich ungestört durch den Strand graben und ich habe das Abendbrot an den Strand verlegt… so schön war es!

Nach einer ruhigen Nacht saßen Milla und ich schon früh am Morgen mit einer großen Tasse Kaffee auf den Klippen und genossen die ersten Sonnenstrahlen.

Am Tag zuvor hatte ich mich mal etwas schlau gemacht, und von unserem neuen Lieblingsstellplatz gab es einen Weg, immer entlang der Küsten über ca. 4km bis in die Altstadt von St. Malo… auch das wäre also von diesem super schönen Landstrich möglich und vor ein paar Jahren hätten Milla und ich uns wohl direkt auf den Weg gemacht… leider ist dies aber mit meiner alten Milla Maus mittlerweile undenkbar!

Also musste Plan B her, DER BUS (!!!) ,denn wenn wir schon so nah an St.Mola stehen, möchte ich die Stadt nicht verpassen.

Nach unserem „ Sonnenfrühstück“ machten wir uns also komplett ausgestattet auf den Weg zur Bushaltestelle. Laut der Forever Maps Apps lag die Haltestelle gute 800m entfernt… das sollte Milla so gerader schaffen!

Wir haben uns also zur Haltestelle geschlichen, ich habe den richtigen Bus rausgesucht und mich auf der anderen Strassenseite direkt nach dem Rückweg erkundigt… dann dauerte es aber immer noch gute 20 Minuten bis der Bus endlich angefahren kam und zu unserem Glück war er auch noch komplett leer, was mir, gerade mit Milla ,natürlich sehr gelegen kam.

Wir stiegen also vorne beim Fahrer ein und dieser fing DIREKT wild an zu disskutieren

Natürlich hab ich mal wieder nichts von dem ganzen verstanden, was er mir da lang, breit und extreeeem laut klar machen wollte! Bis ein Wort viel… Poche!!!…. TASCHE !!!

Na und von da an war mir direkt klar, es gibt kein St.Malo… aus unserem geplanten Stadtbesuch wird ein Strandtag!

 

Frankreich … Busse …. und Hunde… DAS WIRD NIX !!!

Milla !

Milla auf den Klippen… haaach meine kleine Maus macht wieder so toll mit!

In Frankreich ist es anscheinend leider so, dass Hunde nur in einer Tasche mit in den Bus dürfen und größere Hunde dürfen gar nicht mit dem Bus fahren… auch nicht mit Maulkorb!

Einen Maulkorb hatte ich nämlich sogar mit dabei, weil ich weiß das es Länder gibt die „ Probleme“ haben mit der Kombi Bus und Hund… auch wenn Milla mit Maulkorb extreeeem bescheuert aussieht, aber davon wollte der gute Busfahrer nichts wissen!

Somit also kein St. Malo !

Milla und ich machten uns also auf den Weg zurück zum Womo und ich kann euch sagen… ES TAT MIR SOOOOO LEID ! Denn Milla verstand nun gar nichts mehr….

Erst zog sie zurück zur Bank um dort weiter zu warten… aber wir mussten ja zurück zum Womo und so gingen wir gaaaaaanz, gaaaaanz langsam zurück und ich merkte förmlich wie es in Milla Kopf ratterte… WARUM KEIN BUS ??? Wir waren doch schon drin ??? Die Alte ist bescheuert!

Es dauerte echt eeeewig bis wir wieder am Womo waren, diese Strecke hin und her war das absolute Maximum welches Millas Rücken und die alten, krummen Beinchen am Stück zu lassen.

Nachdem wir wieder am Womo waren hat Milla direkt 2 Stunden geschlafen und ich hab es mir samt Buch in der Sonne gemütlich gemacht…

 

Wer braucht schon St. Malo, wenn es diese herrliche Bucht gibt !

 

Nach einem wunderschönen und vollkommen entspannten Tag und einer super guten Nacht, habe ich mich dann aber am nächsten Tag doch auf den Weg gemacht.

Die Bucht war herrlich, aber es war Samstag und irgendwie war die Geschichte mit St. Malo doch noch nicht ganz vom Tisch!

Laut App gibt es nämlich einen kostenlosen Stellplatz ganz in der Nähe der Innenstadt von St. Malo und wenn wir schon nicht zu Fuß den Weg schaffen und uns der Bus nicht mit nimmt… fahren wir halt mit dem Womo in die Stadt.

Gesagt… getan….!

Die paar Minuten fahrt bis in die Innenstadt von St. Malo vergingen rasch und da der Stellplatz direkt neben einer der Hauptstrassen liegt, musste ich die Omi auch nicht durch irgendwelche schmalen City Strässchen quetschen !

Am Stellplatz angekommen wunderte ich mich erst noch warum es so viele freie Plätze an einem Samstag Vormittag gab, 2 Sekunden später war mir dann aber auch klar warum!

 

Wobei… ich fange mal lieber anders an…

Natürlich ist es von der Stadt St. Malo super, das es kostenlose Stellplätze direkt in der nähe der Innenstadt gibt! Aber dieser „ Stellplatz“ ist soooooooo furchtbar… da kann man wirklich nur bleiben um zu parken und nachdem man sich die Stadt angesehen hat, muss man sich dringendst einen anderen Platz zum schlafen suchen.

Es gibt noch einige andere Stellplätze im Stadtgebiet von St. Malo… nicht so zentral und kostenlos, aber zum schlafen und „ leben“ sicherlich besser.

Denn dieser „ Stellplatz“ in St.Malo liegt direkt neben einer Hauptstrasse auf einem Parkstreifen.

Schabig... Stellplatz in der City von St. Malo

Echt jetzt ???

Der Parkstreifen ist allerdings sooooo schräg, da kommt man auch mit den höchsten Keilen nicht weit.

Oben drauf gibt es dann aber noch ein Problem, welches aber mit großer Sicherheit nicht an der Stadt St. Malo liegt, sondern an meinen lieben Mitcampern… Der Parkstreifen ist ULTIMATIV vermüllt und ekelhaft… sogar alte Klobürsten liegen dort herum!

Wie schäbig kann man sein ????

Ein Platz zum absoluten Fremdschämen und mir fehlt mal wieder jegliches Verständnis wie man seinen sämtlichen Müll ( vom Joghurtbecher bis eben zur Klobürste) einfach auf den Parkstreifen werfen kann…

 

Naja…. Mir war also klar, später würde es noch ein Stückchen weiter gehen, aber erstmal schauten wir uns St. Malo an.

Joaaaaa… St. Maaaaaaloooooo…. Hmmmm, hmmmm, hmmmm was soll ich sagen???

Ja es ist eine schöne Stadt mit vielen Cafes und Restaurants und ganz bestimmt gibt es sehr viel zu sehen und zu erleben… Die kleinen Gassen, Geschäfte und die lange Promenade am Stadtstrand ist schön, keine Frage !

Trotzdem hat mir ganz persönlich St. Malo nicht so wirklich gut gefallen… ich empfand ALLES extrem eng und schmal… Die Geschäfte sind winzig und vollgestellt, die Cafes versuchen auf Teufel komm raus so viele Tische auf die Terrassen zu stellen wie nur eben möglich und dazu empfand ich es einfach immer wieder als sehr dreckig…

Sorry, vielleicht war es auch ein schlechter Tag und momentan sind alle Strassenfeger St. Malo‘s erkrankt… aber mir hat es nicht so gut gefallen!

St. Malo .. kann man machen, muss man aber nicht!

 

Darum waren wir auch schon am frühen Nachmittag wieder auf der Strasse und fuhren raus aus St. Malo! Ein Stückchen wollte ich schon noch fahren, aber nicht mehr endlos lange.

Darum kam mir der kleine Stellplatz in Tinteniac sehr gelegen.

Ruhig schlafen hinter St. Malo… Tinteniac !

Tinteniac liegt knapp 60 km hinter St. Malo , nicht weit von der Autobahn entfernt und es handelt sich um einen reinen Wohnmobil Stellplatz am Ufer eines kleinen Flusses.

Der Stellplatz kostet 3 Euro pro Nacht, dafür ist die Ver und Entrsorgung, samt Frischwasser aber kostenlos.

Der kleine Stellplatz in Tinteniac liegt rund um im Grünen und ein ganzes Stück abseits der Strasse ,so dass es dort schön ruhig ist.

Zum erstenmal auf dieser Tour hatte ich richtig nette französische Nachbarn, und wir versuchten mit Händen und Füssen so viel zu quatschen wie nur möglich. Da mir dieser Stellplatz und der kleine Ort so gut gefielen, blieb ich auch den gesamten Sonntag noch in Tinteniac stehen und wir machten uns erst am Montag auf den weiteren Weg.

Langsam wurde es mal wieder Zeit ein paar Kilometer zu machen, darum fuhren wir direkt einmal quer durch die Bretagne, bis wir wieder auf dem Weg zum Atlantik waren. Da ich für den Montagabend nur einen Stellplatz suchte auf dem ich eine Nacht schlafen konnte, blieben wir in dem Ort Saint- Hilaire- de- Riez stehen.

und der Schießstand dröhnt!

Stellplatz im nirgendwo… für eine Nacht ok !

Ein kostenloser Stellplatz vor den Toren eines 1 Sterne Campingplatzes… kann man für eine Nacht machen, ist aber definitiv kein Ort an den man extra fahren muss. Neben dem Stellplatz befindet sich auch noch ein Schießstand, so das es tagsüber auch mal echt nervig laut werden kann. Wenn ihr trotzdem mehr über den Stellplatz wissen möchtet, dann schaut doch einfach in die Stellplatz Beschreibungen, dort findet ihr noch einige Infos mehr.

 

Nach einer Nacht, sind wir am nächsten Morgen auch schon wieder los gedüst.

 

Nächster Halt LAiguillion sur Mer, Vendee

 

Dieser Stellplatz liegt zwischen 2 kleinen Seen und kostet 5 Euro pro Nacht. Leider wird es je weiter ich in den Süden komme, immer schwieriger kostenlose Stellplätze zu finden, darum war dieser Platz mit den 5 Euro schon ok ! Ganz besonders hat mich allerdings das Wifi hier her gezogen, denn der Stellplatz liegt nur 150 m von der Turi Info entfernt und diese sollte ein gutes Wifi Netz haben.

Am Stellplatz angekommen sind wir dann natürlich auch direkt zur Turi Info gedackelt und tatsächlich, das Netz ist durchaus brauchbar… ENDLICH !!!

Denn mit dem Internet stehe ich auf dieser Tour wirklich auf Kriegsfuß ! Halte ich bei Mc Doof, werde ich alle paar Minuten aus dem Netz geworfen… In St. Malo habe ich kein einziges Cafe entdeckt welches Wifi anbietet und meine extra gekaufte französische Sim Karte “ spricht“ auch nur französisch mit mir!

 

Also habe ich den gestrigen Abend dazu genutzt so viel zu schreiben wie möglich und nach einer seeeehr windigen Nacht voller heftiger Gewitter, parke ich nun gerade direkt vor der Turi Info und nutze deren Wlan um endlich mal wieder neues berichten zu können!

Eines ist schon sehr mysteriös…

und vielleicht hat ja ein Technik Freak von euch eine Erklärung für mich …

Auf dem Stellplatz und eigentlich im gesamten Ort hier, hat man vollen Wifi Empfang… aber man kann sich nicht einloggen ! Steht man allerdings im Umkreis von ca. 50 m um die Turi Info und nutzt DAS SELBE NETZ, kann man sich einloggen… wie geht denn sowas ???

 

Naja, nun stehe ich hier schon wieder knapp 2 Stunden und tippe und tippe und tippe, weil es doch noch so viel mehr zu berichten gibt.

Ich habe noch nicht einen Blick in die Stellplatz App geworfen und weiß noch absolut gar nicht wo es nachher noch hin gehen soll, aber ich bemerkte schon unzählige andere Womos, die hier an mir vorbei fuhren… Südfrankreich ruft und ich glaube die Stellplätze werden voller und voller…

Ob es in der Realität auch so ist, dass die Stellplätze ab hier immer voller werden, werde ich euch beim nächstenmal berichten.

 

Uns geht es gut, nur bei mir zuhause bahnen sich langsam Probleme an…mal schauen ob ich Südfrankreich noch erreiche, oder ob ich euch schon ganz bald wieder aus Deutschland schreiben werde……. wir werden sehen?!

Bleibt gesund ,

Eure

Unterschrift

 

 

 

 

 

Le Toure 2016- Start von Düsseldorf in die Normandie

Le Toure 2016- Start von Düsseldorf in die Normandie

Nachdem ich ja nun doch einige Tage länger als vorerst geplant auf dem Caravan Salon verbracht habe, ging es vergangenen Donnerstag( 1.9.16) endlich los in Richtung Frankreich, genau gesagt Richtung Atlantik/ Normandie !

 

START LE TOURE 2016 !!!

 

Geplant hatte ich wie immer nicht viel… der Atlantik rief, das war das einzige was wirklich fest stand! Zudem wollte ich den Großraum Calais umfahren, so dass ich groooob geplant hatte einen Stopp hinter der Grenze einzulegen und dann erst im Bereich der Normandie zum Atlantik zu fahren.

Wo es aber genau hin geht, welche Orte ich anfahre oder Stellplätze ich nutze, all das hab ich mal wieder nicht genau “ausgearbeitet”, sondern lasse mich einfach “ Etappe für Etappe” treiben!

 

Zumindest war meine Planung so gut, das ich sämtliche Klamotten dabei habe ( von einer warmen Jacke bis zum Bikini) , meine Schränke gefüllt sind bis zum Anschlag und auch die Stellplatz Apps habe ich , schlau wie ich bin, so auf das Handy runter geladen, das ich sie offline nutzen kann…

Eines hab ich allerdings TOTAL VERGESSEN… Das natürlich auch die Straßenkarten von Frankreich und Belgien für das Navi runter geladen werden mussten…

Das viel mir leider erst auf, als ich eigentlich fix und fertig hinterm Steuer saß und das Düsseldorfer Messegelände endlich verlassen wollte….

Tja, Pech gehabt… da dauerte es dann doch nochmal fast eine Stunde, bis alle Daten auf dem Handy waren und ich kurz danach auch die Mitteilung bekam, das mein Datenvolumen aufgebraucht sei und ich von nun an gedrosselt würde…

 

Die perfekten Vorraussetzungen für einen Start auf eine Frankreich Womo Tour !

 

Rast auf dem Weg nach Frankreich

Natürlich durften 2-3 Pausen nicht fehlen

Aber gut…, egal, irgendwann konnte es endlich los gehen und Frankreich rief nicht nur…. es schrie ja fast schon nach uns ( ihr habt es doch auch gehört, oder ?)!

Die erste Etappe sollte wie gesagt direkt bis hinter die Grenze Frankreiches gehen! Ich hatte mir für unsere erste Nacht einen kleinen Stellplatz in Landrecis ausgesucht.

Von Düsseldorf aus war der Weg bis zur Belgischen Grenze schnell erledigt, so das Milla und ich nach knapp 2 Stunden fahrt schon im “ Ausland” waren.

 

Von meiner ersten Frankreichtour 2013 waren mir die Belgischen Autobahnen noch gut im Gedächtnis geblieben!

Dennoch war ich mir nicht mehr ganz sicher, ob sich der Zustand in meinem Kopf mit den Monaten verschlimmerte, oder ob die belgischen Autobahnen wirklich so eine Katastrophe sind?!

Heute kann ich euch ganz frisch berichten… sie sind eine Katastrophe !!!

Es ist wirklich kein Wunder, dass man alle paar Kilometer am Rand der Fahrbahn Pannenfahrzeuge mit platten Reifen sieht, denn der Zustand der belgischen Autobahnen ist vergleichbar mit den 30 er Zonen deutscher Vororte !

Teilweise hab ich ganz schön verkniffen hinter dem Steuer gesessen, weil ich hoffte, dass die Omi den Weg durch Belgien gut übersteht! Aber da die Omi ja großartig ist, hat sie durchgehalten und irgendwann war die französische Grenze in Sicht!

 

Die Französische Grenze war erreicht

 

Vor meiner Tour hatte ich noch recherchiert wie stark die französischen Grenzen denn momentan abgesichert sind.

Und tatsächlich war es so, dass die Grenze von Belgien nach Frankreich schon Kilometer vorher angezeigt wurde und auch die Autobahn verengte sich auf eine einzige Spur.

An der Grenze selber sah ich auch einige schwer bewaffnete Wachleute in Uniform, allerdings wurden keine Fahrzeuge zur Kontrolle herausgewunken.

Nichts desto trotz bemerkte ich aber schon, dass die momentane Sicherheitslage an den Grenzen “spürbar” ist. Irgendwie gibt es mir immer ein mulmiges Gefühl wenn man durch so schwer bewachte Gebiete tuckert, dabei hab ich ja nichts zu verstecken!

 

Nach der Grenze ging es für Milla und mich nochmal eeeeendlos lange 68 km weiter ( diese Strecke zog sich wie Kaugummi) bevor uns das Navi dann irgendwann endlich von der Autobahn runter schickte und es auch nicht mehr lange dauerte, bis wir den kleinen Ort Landrecis erreicht hatten.

 

Der kleine Stellplatz in Landrecis liegt einfach toll!

Wahnsinnig schön !!!

 

Grenz naher Stellplatz Frankreich

Zum Start meiner Womo Tour war dieser Platz genau richtig

Ich kann jedem nur empfehlen, der auf dem Weg in den Süden ist, dort einen Stopp einzulegen. Leider bietet der Stellplatz keinerlei Angebote, dafür ist er aber kostenlos und perfekt für ein Nacht! Der Stellplatz liegt direkt am Flussufer am Rande eines kleinen Parks.

Man benötigt nur wenige Geh- Minuten bis in den kleinen, schnuckeligen Ort, samt Bäcker, Bank und allem was man sonst noch braucht.

Zudem liegt ganz nah am Stellplatz auch noch ein Supermarkt und bis auf ein paar Angler ist es ganz ruhig und einfach wunderschön.

Für 1-2 Nächte kann ich euch diesen kleinen,  schnuckeligen Ort nur empfehlen und durch den direkten Anschluss zum Park, sind auch alle Vierbeiner absolut befriedigt !

 

Nach einer guten Nacht mit tiefem Schlaf machte ich uns aber wieder Reise bereit.

 

Weiter in Richtung Normandie

 

Wir wollten ja weiter in Richtung Atlantik Küste, darum machten wir uns direkt am nächsten Morgen auf den weiteren Weg!

Die Strecke bis zum Atlantik hat es nämlich nochmal ganz schön in sich.

Wären wir ganz strickt in Richtung Westen gefahren, wäre die Strecke wahrscheinlich gar nicht so lang. Da ich aber ja lieber direkt in die Normandie wollte, um das Gebiet um Calais zu vermeiden, wurde die Strecke doch länger und länger.

Abends hatte ich mir in der Campercontact App einen schönen Stellplatz ausgesucht.

Es war Freitag und ich wollte auf jedenfalls das Wochenende irgendwo an einem Ort verbringen, ohne fahren zu müssen.

Darum viel meine Entscheidung auf einen “ richtigen” Stellplatz mit Strom usw. am Ufer der Seine.

Einige Kilometer hinter Paris, ca. 50 km vor der Atlantik Küste führe mich das Navi von der Autobahn ab und immer weiter in die fronzösische “ Stille!

 

Stellplatz am Ufer der Seine

 

Toller Stellplatz zum entspannen

Dert Stellplatz liegt direkt am Ufer der Seine in der Normandie

Erst gegen 17 Uhr, nach gefühlten 18 Maut Stellen ( diesmal fast ganz ohne große Panik!) und mindestens 300 Kreisverkehren, waren wir am Ziel !

Der Stellplatz im Bereich von Heurteauville / Normandie liegt wirklich etwas “ weit vom Schuss”, aber es lohnt sich dort ein Wochenende zu verbringen!

Ein super schöner Stellplatz, direkt am Ufer der Seine! Mit dem Rad sind verschiedene kleine Orte gut zu erreichen und es gibt Wege von Ort zu Ort die direkt an der Seine vorbei führen.

Als wir dann endlich auf den Stellplatz einfuhren, kam uns ein alter französischer Herr , der Stellplatzbetreiber, entgegen…. ein gaaaaanz lieber “ Kerl”!

Da mein Französisch zu wünschen lässt, versuchten wir uns mit Händen und Füßen zu verständigen und irgendwie hat es auch geklappt.., das Baguette war bestellt, Strom konnte ich auch klar machen …. alles gut !

Nach den “ Formalitäten” kam der Stellplatzbetreiber noch mit, und winkte mich auf einen der wirklich breiten Parzellen. Da die Strecken bis zum nächsten Stromhäuschen etwas länger seien können, hielt der Betreiber direkt eine Verlängerungsschnur parat. Er glaubte wohl, ich sei nicht gut ausgestattet… als er dann aber meine 50 m lange Kabeltrommel sah, war er begeistert.

 

Das mit dem Strom hier in Frankreich ist eh so eine Sache!!!

Eigentlich ALLE kostengünstige Stellplätze sind OHNE Strom !!! Bzw. steht in den Stellplatz Apps zwar das es Strom gibt, das bedeutet aber nicht das es so Strom gibt wie auf deutschen Stellplätzen!

Meist gibt es dann an den Ver und Entsorgungsststionen 1-2 Stecker, an denen man Strom einstöpseln kann.

Dies sind allerdings nur so eine Art “ Notfall Steckdosen” wenn die Batterien komplett leer sind, denn dort kostet die STUNDE Strom schonmal 4 Euro 

Da ihr seltenst direkt in der Nähe der Ver und Entsorgung steht, ist es ganz wichtig das ihr eine lange Kabeltrommel für einen Frankreich Urlaub dabei habt. Es gibt zwar auch Stellplätze mit “ ganz normalem” Strom und natürlich auch auf den Campingplätzen gibt es Strom, aber auch da sind die Wege bis zur Stromquelle teilweise lang… also habt am besten immer eine laaaange ( 30, 40, 50 m) Kabeltrommel an Bord

 

Ach so nochmal zur Unterscheidung …. ihr musst bei den Stellplatz Apps unbedingt auf die Stromkosten achten, denn ausgewiesen “ mit Strom” sind die meisten Französischen  Stellplätze.

Grob könnt ihr aber davon ausgehen das die teuren Stellplätze ( also sagen wir mal ab 12 Euro pro Tag) “ normalen” Strom bieten und alle günstigen Stellplätze eben nur diesen sehr teuren “ Notfall Strom”. Sobald in den Apps der Strom seh teuer und pro Stunde abgerechnet wird, handelt es sich eigentlich immer um 1-2 Stecker an der Ver und Entsorgung, die aber eigentlich niemand nutzt… oder eben nur wenn die Batterien mal komplett leer sind! Ansonsten steht man auf diesen Stellplätzen “ frei” ohne Strom Anschluss.

Mein alter französischer Freund aus der Normandie, kranke Milla und ich…

 

imageNaja, soviel zum Thema Strom, jetzt aber weiter im Text… Wir sind also auf dem Stellplatz angekommen und dieser bot auch eine normale Stromquelle ( 4 Euro pro Nacht)

Nachdem wir uns dann “ häuslich niedergelassen “ haben, viel mein Blick auf eine von Millas Pfoten und was musste ich sehe, schon wieder ein “ Hot Spot” ! Dies ist eine Entzündung der Haut, die, wenn man sie nicht schnell entdeckt und behandelt, rasch zunimmt, aufbricht und zu eitern beginnt ! Woher diese Spots kommen kann ich euch gar nicht sicher sagen. Milla hatte schonmal einen Anfang des Jahres an einer anderen Pfote und ich glaube bei Milla ist es eine Reaktion auf Stress.

Das häufige allein sein während der Messe, die vielen Leute, die Hitze und die wummernde Musik am Abend haben sie wohl doch sehr gestresst. Anfang des Jahres kam die Entzündung kurz nach Silvester, und das diese Zeit für Milla schon immer purer Stress ist, ist mir bekannt.

Um so besser das wir jetzt erstmal ganz viel gemeinsame Zeit in Ruhe haben!

 

Na super!!! Milla “ kränkelt” !

 

Hektisch hab ich alle Taschen, Täschchen und Boxen durchwühlt und obwohl ich ja immer wieder PREEEEDIGE denkt an eine gute Reiseapotheke, hatte ich die richtige Salbe natürlich zuhause vergessen!

Das der nächste Ort nicht gerade “ um die Ecke” lag, war mir klar, aber es half ja nix, irgendwie musste ich spätestens am nächsten Vormittag eine Apotheke finden! Wie ich denen dann klar mache was ich benötige, überlege ich mir dann vor Ort.

Mein erster Gang ging also direkt wieder zu meinem “ alten französischen Freund” um zu erfragen, wo denn bitte die nächste Pharmacy ist …

Zum Glück verstand er auch schnell was ich meine und sein Angebot daraufhin war mehr als lieb !

Er fuhr mich 10 Minuten später mit seinem alten Peugot ins nächste Dorf zur Apotheke ! Natürlich war und bin ich ihm meeeeeehr als dankbar für die Hilfe, aber ich sage euch, dieser kleine Peugot war schon der Knaller.

 

Ein kleiner alter Peugote in der Wildnis der Normandie

 

Alles fing damit an, dass er mir klar machen musste, ich sollte während der Fahrt die Beifahrertür festhalten, damit sie in der Kurve nicht auf ging…:-)

Normalerweise hat er ein Band über den Beifahrersitz gespannt, aber da saß ich ja jetzt. Also hielt ich krampfhaft die Tür während der Fahrt geschlossen 🙂 !

Als wir dann los fuhren, sah ich ,dass die Tachonadel sich gar nicht bewegte, bzw sie eigentlich gar nicht mehr “ da war” , sondern irgendwo quer hinter dem Schauglas hing!

Naja, Gewschwindigkeit “ Pi mal Auge”:-), auf dem Land interessiert das anscheinend eh keinen!

 

Aber “ der alte Franzose und sein Peugot” brachten mich wohl behalten zur nächsten Apo, und dort schaffte ich es auch irgendwie der Dame klar zu machen das ich Jodsalbe brauchte! Laut Google Übersetzung heißt Entzündung so was wie “ inflamér “ oder so ähnlich und auf der frisch in Frankreich gekauften Salz Packung stand “ Jod” wie “unser Jod” … Mit den beiden Wörtern kam ich zurecht und die Apothekerin kramte alles hervor was passen könnte.

 

Eine Salbe gab es nicht, aber eine “Tinktur” … auch gut, her damit !!!

 

Danach ging es dann auch ratz fatz ohne Tacho Nadel und mit fest geklammerter Tür zurück zum Stellplatz.

Wobei…. ganz so ratz fatz ging es ehrlich gesagt auch nicht….

Wir mussten den Peugote erst rückwärts aus der Parklücke schieben, sie wollte nicht mehr anspringen, egal wie sehr mein “ alter Freund” auch am Shoke zog.

Als “ der Kleine” dann aber anfing den Berg runter zu rollen, sprang die Karre an wie nix und wir konnten “ entspannt” zum Stellplatz zurück tuckern.

Am Stellplatz angekommen bedankte ich mich natürlich in bestem Französisch bei meinem Fahrer … , Merci, Merci, Merci plus eine Flasche bestem Mosel Wein!

Nach dieser Tour waren “ mein alter französischer Freund” und ich “Freunde fürs Lebe”  und ich wurde in den nächsten 2 Tagen mit Gartentomaten und selbstgemachtem Himbergelee verwöhnt !

Tjaaaa…. solche Geschichten erlebt man wohl nur auf einem “ Womo Roadtrip durch Frankreich “ ….

 

Ach so …fast hätte ich es vor lauter tippen vergessen. Milla’s Pfote wurde schon am Tag drauf besser und heilt immer weiter ab… Die Tinktur wirkt anscheinend noch besser als die deutsche Salbe. Die Entzündung klingt immer weiter ab. Wir “ tröpfeln” zwar noch einige Tage weiter, aber nur damit der Mist nicht direkt wieder zurück kommt.

 

Erstmal ist auf dieser Seite Entwarnung angesagt !

 

Nach dem wirklich schönen Wochenende, bei bestem Wetter an der Seine und in VOLLKOMMENDER RUHE ( Wahnsinn, ich habe geschlafen wie ein Stein, dort ist wirklich teilweise NICHTS zu hören als das Brummen der Bienen) sollte es Sonntag doch ein Stückchen weiter gehen.  .

 

Nachdem ich mich also zig mal von meinem “ alten französischen Freund” ( und dem gesamten Stellplatz ) rverabschiedetet haben ( samt wildem Winken und einer extra Runde hupend um den Stellplatz 🙂 ) ging es über sehr schmale Landstraßen Richtung Atlantik !

 

Eigentlich hatte ich geplant einen Stellplatz mitten in Deauville anzufahren… Deauville ist eine relativ große Stadt und ich hatte nach so viel Ruhe Lust wieder Stadtluft zu schnuppern und dies am besten auf kürzesten Dackelbein Wegen.

 

Nachdem ich mich wirklich mit feuchten Händen durch die X. 30 er Zone samt riesigen “ Zick – Zack Hubbeln “gekämpft habe, kam ich an dem GROTTEN HÄSSLICHEN Stellplatz in Deauville an.

Gut der Platz war kostenlos und eben mitten in der Stadt… da darf man keine großen Ansprüche haben! Nichts desto trotz war dieser Stellplatz wirklich sowas von schäbig ( matschig, schief , voller Schlaglöcher, super eng und die “ Entsorgung” … Naja, egal ! ) aber wenn es diese Stadt seien sollte, musste ich mich dort hin stellen!

Also habe ich es gewagt und bin auf den kleinen, engen Platz ( wie ein Rastplatz gebaut, eine Seite Einfahrt, andere Seite Ausfahrt) auf gefahren…. GROSSER FEHLER !!!

Der kleine Stellplatz war PROPPENVOLL !!!

Dazu hatte sich auch noch ein “riesen Mobil”  so beschissen hin gestellt, das ca. ⅓ des Womos mitten im eh schon engen Weg stand… und das 2 Plätze vor der Ausfahrt!

Da der Platz aber anscheinend beliebt ist, stand keine 20 Sekunden nachdem ich nicht mehr weiter konnte, schon ein anderes Womo hinter mir… und nun ging nix mehr !!!

Ich kam nicht vor, weil ich nicht an dem riesen Mobil vorbei kam und zurück ging es auch nicht, da hinter mir die Holländer standen. Die konnten aber auch nicht einfach zurück setzen, da der Stellplatz direkt an einer vielbefahrenen Straße lag und man nicht mal eben so rückwärts auf diese Straße fahren konnte.

 

WIE KANN MAN SICH DENN SO BESCHISSEN HIN STELLEN ???

 

Der Franzose im riesen Mobil war natürlich nicht da … Es ging also nicht anders… Einer musste die Straße “ sperren” , damit der Holländer und ich rückwärts vom Stellplatz fahren konnten!

Nachdem wir kurz gesprochen haben, war dann klar… Ich bin die doofe die zu erst da steht !

Also habe ich mich links ( samt Warnweste!!!) mitten auf die 2 spurige Straße gestellt und den Verkehr gestoppt bis die Holländer raus waren …. natürlich mit dem Gedanken, dass sie dann rechts ran fahren um mir zu helfen das ich da raus komme … FALSCH GEDACHT !!!

Die Pissnelken haben Gas gegeben und sind weg gefahren…

Ihr lieben holländischen Campingfreunde aus diesem “ Pilote Mobil” … WIE KANN MAN NUR SO SCHEISSE SEIN , ZUMAL IHR ZU ZWEIT WART !!!

 

Natürlich hat diese ganze Aktion der halbe Stellplatz mitbekommen und es gab NICHT EINEN der helfen gekommen ist !!! Ich hätte sie alle erwürgen können… 15000 Augen schauen zu, alle nach dem Motto mal sehen wie die Olle das jetzt alleine hin bekommt! Aber glaubt nicht das sich nur einer an die Straße gestellt hat um zu schauen ob ich rückwärts da raus komme !

Nachdem ich mich dann erstmal rückwärts bis zur Straßenecke über den kleinen engen Stellplatz gekämpft habe und bestimmt 2 Minuten direkt vor der Straße stand ( ich konnte NICHTS SEHEN! Null Chance zu sehen ob auf der Straße “ was kommt” ) kam durch Zufall ein junger Mann mit Hund vorbei. Der sah mein Problem, stellte sich 10 Sekunden an die Straße und sagte mir bescheid wann ich raus konnte…

VIELEN DANK AN DIESEN UNBEKANNTEN MIT DER KLEINEN FRANZÖSISCHEN BULLDOGGE…

und ihr lieben, glotzenden Campingfreunde …. ich wünsche euch von ganzem Herzen nur das schlechteste !!! Wie kann man nur sooooo faul, egoistisch oder was auch immer sein !

 

Nun gut… nachdem ich mich kurzfristig echt aufgeregt habe, ging es halt 18 km auf Landstraßen weiter zum nächsten Stellplatz.

Dieser liegt zwar nicht gerade “ Stadt nah” aber er sah auf den App Bildern dennoch sehr gut aus für einen kostenlosen Stellplatz.

Nachdem mich das Navi nach der ganzen Aufregung auch noch durch die ganz, ganz schmalen “ Altstadt” Straßen schickte ( 2 mal hat es sogar am Dach gekratzt, weil die Plastikbehälter der Blumenampeln so tief hangen ) war ich echt fertig als wir am Stellplatz ankamen…

ZUM GLÜCK hatte ich auf dem Weg zu diesem Platz laut beim Universum einen schönen Stellplatz bestellt … und es hat wiedermal funktioniert!

NOCH GENAU EIN PLATZ WAR FREI UND DIESER IST AUCH NOCH AM RAND !!!

 

Also rein da, Motor aus und abregen…

dieser Stellplatz hier im Küstenort Dives-sur-Mer ist eigentlich sehr schön. Es gibt keinen Strom, aber zumindest eine kostenpflichtige Ver u. Entsorgung, ansonsten ist der Szellplatz aber kostenfrei.

Ich GLAUBE dieser Küstenort ist bei den Franzosen sehr beliebt, dementsprechend voll ist auch der Stellplatz.

Campingverhalten ist nicht gestattet, aber da der Stellplatz direkt vor der “ Promenade” liegt, gibt es dort genügend Möglichkeiten sich draußen hin zu setzen.

Auch für Vierbeiner ist es hier durchaus nett, denn es gibt viele Wiesen und Feldwege die von unzähligen Hundebesitzern genutzt werden.

 

Ich fühle mich hier auf jeden Fall so gut aufgehoben das ich definitiv erstmal 2 Nächte hier stehen bleiben werde.

Le Toure 2016 Start, D-dorf- Normandie

 

Leider habe ich hier weit und breit noch kein Café mit WiFi gefunden.

Darum gibt es erstmal so gut wie keine Bilder, und die Texte stelle ich teilweise über das Handy auf den Blog.

Sollte also das “ Design” nicht so überragend sein, liegt es daran…

Weitere Fotos werde ich nachreichen, sobald ich wieder ein Mc Donald oder ein anderes Café mit Wifi finde.

So wisst ihr aber zumindest erstmal, was in den ersten Tagen meiner Frankreich Tour so alles geschehen ist !

 

Es wird bestimmt nicht langweilig ….
Bleibt gesund, au revoir

Unterschrift