Nordseewind und Küstencamping, weiter gehts mit dem 2. Teil meiner Tour entlang der Nordseeküste. Solltet ihr hier al erstes gelandet sein, klickt am besten um und beginnt mit dem ersten Teil meiner Wind und Wetter Küstentour. In Kleve, Greetsiel, Norddeich und für einen Tagesbesuch auf Norderney, war ich schon, jetzt gehts weiter nach Wilhelmshaven.


 

Wind, Wetter, Wohnmobil – Nordseeküsten Tour im Herbst

 

Nordseeküste Wohnmobil Tour

Blick von der großen Brücke… Wilhelmshaven hat wirklich schöne Ecken. Am besten gelegen sind die Stellplätze an der Schleuseninsel und auf dem Fliegerdeich

 

Nach drei windigen Tagen in Norddeich ging es für mich noch ein Stückchen weiter. 

Nächster Halt… WILHELMSHAVEN! 

Doch die ersten Stunden in Wilhelmshaven waren gar nicht sooooo gut. Irgendetwas auf Norderney hat mein Magen gar nicht gut vertragen. Ich GLAUBE es war die “hausgemachte Remoulade” auf einem Fischbrötchen. Für eine echte Fischvergiftung ging es mit vieeeeel zu gut, Nichts desto trotz waren die Nacht und der Tag danach durchaus “spannend” und ohne in die Details zu gehen… so ein richtiger Eimer als Mülleimerersatz, hat auch bei Magenproblemen seine Vorteile. Und nein… 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 (ich kann kaum tippen vor lachen) ich meine NICHT, dass ich ihn als Klo missbraucht habe!!!

Wie auch immer, mir ging es am nächsten Vormittag so semi gut… aber ich wollte jetzt auch nicht noch länger in Norddeich bleiben, das lange Wochenende nahte, da wollte ich schon schauen, dass ich möglichst Mittwochs in Wilhelmshaven ankomme um noch sicher einen Platz zu ergattern.

 

Alleine campen an der Nordseeküste

Irgendwas ist mir ganz schön auf den Magen geschlagen. Hielt auch einige Tage an (also so ein bisschen) aber dann war alles wieder gut. Kaffee trinken ging relativ schnell wieder 😉

 

Also Augen auf, Mund zu und Motor an… so weit ist die Strecke von Norddeich bis WHV ja auch nicht.

 

Ich war jetzt bestimmt schon das 6.7.8. Mal in Wilhelmshaven auf dem Stellplatz „Schleuseninsel“ und bin da auch immer wieder gerne, aber zum ersten Mal habe ich über Instagram und Facebook mitbekommen, wie viele Camper WHV total doof finden. 

Ich glaube, WHV ist einer dieser typischen Orte, bei dem wirklich ALLES von der Lage des Platzes abhängig ist. Denn WHV hat insgesamt  4 oder sogar 5 verschiedene Plätze. 

Es gibt “Die Schleuseninsel”, den Stellplatz am Fliegerdeich, den Stellplatz am Schwimmbad und noch 1-2 kleine Plätze an irgendwelche Waschanlagen. Ohne mich jetzt zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, WHV ist einerseits eine nicht all zu schöne City mit viel Industrie Charme, hat aber dank Deich, Promenade und Hafen auch ein wirklich schönes Areal zu bieten.

 

Stellplatz Wilhelmshaven Nordseeküste

Der Stellplatz am Fliegerdeich. Die erste Reihe hat Meerblick, ansonsten… der typische “Platten Charme”. Wenn die Schleuseninsel allerdings geschlossen wird, wird der eh schon immer volle Fliegerdeich sicherlich schier “überrannt”… obwohl es keinerlei Service gibt. Kosten… 12 Euro, genau so wie die Schleuseninsel.

 

Die Stellplätze an der Schleuseninsel und dem Fliegerdeich (Fliegerdeich ist ein Stellplatz mit Parkplatzcharme, DIREKTEM Meerblick in der ersten Reihe, ansonsten aber keinerlei “Service”) liegen eben genau in den sehr schönen Teilen der Stadt… der Rest ist eher… naja sagen wir… man benötigt schon etwas Phantasie um diese Stadtteile schön zu finden,  aber wenn die Stellplätze an der Schleuseninsel und dem Fliegerdeich voll sind, könnt ihr natürlich in die schönen Bereiche der Stadt radeln oder spazieren. 

Die Schleuseninsel ist ein Stellplatz mit allem drum und dran der direkt hinter dem Deich liegt und einen privaten Weg zum Deich hat. Vom Stellplatz aus steht ihr in ca. 1 Minute am Meer, in 10 Minuten zu Fuß an der Südstrandpromenade mit Cafés, Restaurant, Aquarium und Marine Museum und in ca. 20 Minuten am großen Hafenkai und dem dahinter liegenden Bahnhof und “Großstadt Shoppingcenter”.

Zudem gibt es am Deich einen wunderschönen Weg um z.b. mit dem Hund spazieren zu gehen. Seid allerdings vorgewarnt, die Schleuseninsel ist beliebt, ihr könnt reservieren, der Platz ist aber regelmäßig voll. 

 

Schleuseninsel Nordseeküste Wohnmobil Stellplatz

Auf der Schleuseninsel standen auch zwei Wohnwagen, die müssten also erlaubt sein.

 

Tja aber leider hat diese Deich Stellplatz Idylle einen RIESENGROßEN HAKEN!!! 

Schon seit Jahren wird gemunkelt, dass der Stellplatz demnächst abgerissen wird. Jetzt sieht es aber LEIDER so aus, als würde das ganze Realität. 

Die Schleuseninsel wird wohl sehr, sehr, sehr wahrscheinlich für ein Luxushotel direkt am Deich/ Meer weichen müssen. 🙁

Echt, das ist leider wirklich ärgerlich, denn dieser Stellplatz war super! Die Stadt Wilhelmshaven sagt zwar, sie wollen sich um einen Ersatz bemühen, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dieser Ersatz auch nur annähernd so schön wird und ähnlich gut liegt.

Leere, große Grundstücke direkt an der Küste sind rar gesät und können kaum ähnlich zentral liegen. 

Zumal… wenn man sich mal die 1-2 kleineren Plätze an den Waschstrassen anschaut,  ja sorry, aber das sind von Gitterzaun eingekesselte Plätze an irgendwelchen Hauptstrassen. Mit Meer, Wind, Wetter und „Freiheit“ haben diese Plätze wirklich GAR NICHTS zu tun. 

Wie lange es die Schleuseninsel noch gibt steht wohl noch nicht endgültig fest. Zumindest wollte der „norddeutsche Stellplatzwart mit dem Charme eines norddeutschen Stellplatzwartes“ 🙂  mir dazu nichts genaues sagen. 

Wenn ihr den Platz also nochmal besuchen wollt, würde ich euch den Rat geben, das dieses Jahr noch zu tun. 

 

Nordseeküste Stellplatz Wilhelmshaven

Ich finde es richtig doof, dass der Stellplatz einem Luxushotel weichen muss. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es irgendeine ähnliche Alternative gibt.

 

Mein Besuch fing etwas harsch an, wurde dann aber mal wieder sehr schön. 

Ich kam wie erwähnt Mittwochs am Stellplatz an, habe mich umgesehen und an fast allen Plätzen hingen bereits Schilder, dass die Plätze ab Freitas reserviert seien. 

Jetzt bin ich schon bewusst Mittwochs zu diesem Stellplatz gefahren, weil das lange Wochenende zum Tag der deutschen Einheit anstand, ich aber dachte… ok wenn ich Mittwoch anreise und in dem Fall bis Sonntag/ Montag stehen bleibe, um eben NICHT mehr den Platz vor dem langen Wochenende wechseln zu müssen, sollte das klappen. 

Normalerweise bleibe ich nicht 5 Nächte an einem Ort stehen, aber Wilhelmshaven hat viel zu bieten und wie gesagt, mir war schon klar… am langen Wochenende wird’s überall voll. 

 

Entsorgungsstationen speziell Wohnmobil

Ach… die Schleuseninsel bietet auch Duschen, Toilette und eine Ver/Entsorgung. Allerdings… das Grauwasser abzulassen ist echt speziell. Im Grunde muss man mit einer laaaangen, halben Regenrinne arbeiten, um eine Verbindung zwischen Entsorgung und Grauwasser Abfluss am Womo herzustellen… ich habe es gelassen. 🙂

 

Ein Platzwart zum verlieben, täglich grüßt das Murmeltier oder doch eher Jurassic Park – Camper am Ende ihrer guten Nerven.

 

Nach der ersten Runde über den Stellplatz wurde klar, ok da waren noch zwei Plätze frei (ohne Reservierungsschild), also habe ich mich auf einen dieser Plätze gestellt und bin zum bezahlen zur „Anmeldung“ gegangen. 

Dort stand ich dann ein gaaaaanzes Weilchen dumm herum (die “Magen Nacht” nicht zu vergessen), denn die Anmeldung hatte zwar geöffnet, aber niemand war da. Ok… kann ja mal vorkommen. 

Irgendwann kamen dann zwei ältere Camper an mir vorbei, das waren sozusagen zu diesem Zeitpunkt noch meine Nachbarn. von Platz 2 und 3, ich stand auf Platz Nummer 4. Die Beiden schauten mich an und fragten, ob ich hier was suche oder wollte? Ich sage, jaaaa… eigentlich wollte ich mich anmelden und bezahlen. 

“Ähmmm ach sooo. Ja der XY (ich nenne ihn hier jetzt mal Herr “Hain Hansen”) Hain kommt gleich, ich höre ihn reden. HAAAAAAAAIIIIIIIIIIN!!! Hier ist Kundschaft…” 

Dann kam Hain etwas missmutig über den Platz geschlendert, denn eigentlich störte ich ihn gerade bei einem längeren Plausch mit irgendwelchen (100%) “Stellplatz Dauercampern” (Zu dem Thema gleich unten nochmal mehr) Hain ist Typ Mensch… klassischer, grummelnder Seebär. 

Aber oki doki, ich stand ja nun bereits auf einem Platz der eindeutig nicht reserviert war, mein Magen war auch halbwegs ruhig, ich würde ihm nicht direkt auf die Schuhe kotzen…was sollte also passieren? 

“Ja was kann ich denn für dich tun?” 

Ich: “Ich wollte mich anmelden und bezahlen.” 

Ähmmmmm, hmmmmmm… wo stehst du denn jetzt, bist du schon auf dem Platz?`(Ich bin an ihm in der Einfahrt vorbei gefahren 🙂 )

Ja, ich bin vor ca. 20 Minuten angekommen, stehe aber schon ein Weilchen hier an der Anmeldung und das Womo steht da vorne auf Platz Nr. 4, da ist nicht reserviert, der Platz war frei. 

JA DAS GEHT ABER NICHT! Hier sind alle Plätze reserviert, ich kam nur vor lauter Stress noch nicht zum beschildern. ( der gute „Hain“ stand aber bestimmt 15 Minuten quatschend bei den anderen Campern)

Ich sage, naja… das kann ich ja nicht ahnen, vorne auf dem Schild in der Einfahrt steht ja auch dick und fett in grün, Stellplätze frei.

Ich merkte direkt… die Antwort passte ihm aber GAR NICHT in den Kram 🙂 aber nun gut, es war nunmal so, der soll mir jetzt nicht mir irgendwelchen möööööglichen Reservierungen für wen auch immer kommen.. 🙂 In dem Moment sagte auch noch der eine der beiden “Nachbarn”: „Ach Hain, ich sollte dir auch noch sagen, der „Jupp“ (keine Ahnung wie der Name noch war) wollte wahrscheinlich auch noch übers Wochenende kommen.“

Damit war mir direkt klar, der „Jupp“ sollte eigentlich im besten Fall auf “meinem” freien Platz Nummer vier neben den beiden anderen stehen! Nur darum ging es. Aber wirklich reserviert war der Platz definitiv NICHT!!!

Fassen wir also mal kurz zusammen!

Es war Mittwoch, es sollte ein langes Wochenende folgen. LEIDER ist es anscheinend so, dass der neue Stellplatzbetreiber Hain auch gerne 100% der Plätze reserviert (was ich persönlich auf einem Stellplatz echt scheisse finde. Ein paar Plätze ok, 100% finde ich total doof) und dazu kam EINDEUTIG noch, mindestens 4, eher 6 Plätze waren von befreundeten Dauercampern von Hain belegt. Da stand soooo viel Klimm-Bimm herum, die MÜSSEN da schon seit vielen Wochen stehen. Dauercamper auf Stellplätzen, auch so ein Thema, das mir persönlich nicht so wirklich gut gefällt.

 

Nordseeküste & Wellenrauschen direkt am Deich

Auf den ersten Blick war vieles frei, aber fast alle Plätze waren bereits reserviert. Reservieren auf Stellplätzen… was sagt ihr? Einerseits kann ich es total verstehen, wer Freitags noch arbeiten muss hat ansonsten keine Chance. Klar ist aber auch… wenn Reservierungen möglich sind, reservieren ALLE. Egal ob Arbeitnehmer oder Rentner oder, oder, oder…

 

So, jetzt aber weiter mit Hain und mir…

Jetzt fragte Hain mich zum ersten mal, wie lange ich überhaupt bleiben möchte

Ich sage, naja eigentlich übers Wochenende! 

Och nee, das geht eigentlich gar nicht!!! Es ist langes Wochenende, plus findet hier die Sail am Wochenende statt (wusste ich nicht), hier ist fast alles reserviert. 

Gut… jetzt wurde es also doch Zeit für ein klärendes Gespräch, denn ich hatte den Eindruck, hier wird gerade mit zweierlei Maß gemessen. Der liebe „Hain“ muss den Platz vor ca. 1,5 Jahren übernommen haben. Früher war da immer ein anderer Stellplatzwart, dann eine junge Frau und jetzt eben Seebär Hain, der anscheinend auch selber auf dem Stellplatz lebt. 

Ganz vorsichtig gesagt, die Lage des Platzes ist super und der Großteil auch sauber und ordentlich. Aber der Bereich um die Anmeldung und dank der 4,5,6 eindeutigen Stellplatz Dauercampern, sammelt sich bei Hain ganz schön viel Trödel an. (Freundlich ausgedrückt)  Naja und diese ganze Stellplatz Reservierung erledigt Hain anscheinend sehr freundschaftlich. Für persönliche Freunde werden plötzliche Plätze reserviert ob sie kommen oder nicht, steht man aber an Ort und Stelle und Plätze sind EINDEUTIG frei und nicht reserviert, bedeutet das wohl noch lange nichts.

Ich hatte so das Gefühl, es ist gerade egal, ob ich auf einem „freien“ Platz stehe, der liebe Hain will Plätze freischaufeln für irgendwelche Freunde. Aber sorry… wer zuerst anreist, malt eigentlich auch zuerst… vor allem wenn Plätze frei sind!!!

Genau das habe ich Hain und den beiden älteren Herren auch gesagt, zumal ja noch ein weiterer Platz in diesem Moment „frei“ war, vor dem wir jetzt gerade auch noch blöderweise genau standen. Also habe ich ihnen den Wind aus den Segeln genommen und direkt angeboten, alles klar… ALSO WENN DER JUPP GANZ PLÖTZLICH AM FREITAG ANREISEN MÖCHTE, DANN WECHSEL ICH AUF DIE 18,  DIE IST JA EINDEUTIG AUCH  NOCH FREI!!! 

Alle drei schauten sich an… ähmmmm ja, alsooooo… ähmmmm… jaaaaa… Moment… das müsste vielleicht gehen, aber ich prüfe „die Liste“ nochmal. 

Und plötzlich schlenderten Hain und ich über den Platz, von einer Liste war gar nichts zu sehen, aber nach 3,4 komischen Fragen hieß es dann, ok ja die 18 ist noch frei… 

Allerdings war die 18 der somit beste Platz des Platzes und auch für ganz große Womos geeignet. 

Also klar, ich hätte mich auch auf die 18 gestellt, absolut kein Thema :-), aber ich habe selbst direkt gedacht, naja ich nehme auch wirklich jeden anderen Platz, ich muss mit dem “kurzen” Pepper ja nicht unbedingt einen der wenigen Plätze belegen, auf dem auch ein Liner stehen kann.

Dann stellte sich aber plötzlich  heraus, ein Camper fuhr gleich auch noch weg und auch dieser Platz war dann nicht weiter reserviert.

Tja und nach laaaaaangem hin und her war dann klar, ok ich warte eben ab bis die anderen Camper abfahren und stelle mich dann ums auf Platz 12. So war also die 4 frei für “Jupp”, auf die 18 konnte ggf. ein ganz großes Womo und ich stand auf der 12 total gut.

GEHT DOCH!

Ich hatte letztendlich so das Gefühl, der liebe Hain beschnuppert mich jetzt gerade und überlegt sich, ob er mir denn wirklich einen Platz „anvertrauen“ kann (es kamen auch Fragen wie, ob ich denn schonmal alleine unterwegs war, ob ich wüsste wie das alles so mit dem Womo funktioniert, ob ich das gerade gemietet hätte oder ob das mein Fahrzeug sei usw. usw. 😉 … der hatte nur schiss, dass er sich noch mit irgendwelchen Fragen von mir beschäftigen muss 😉 )

Von da an war aber auch alles gut… der Typ war freundlich, wir kamen gut klar, hart aber herzlich und alles war oki doki. 

 

Segelfest Wilhelmshaven

Schade, dass die großen Segelschiffe nicht mit offenen Segeln in den Hafen fahren können.

 

Wilhelmshaven zwischen Segelfest und hardcore Trödel

 

Das angesprochene Segelfest sollte sich laut Programm durch die halbe Innenstand ziehen, samt „Fressmeile“, verkaufsoffenem Sonntag usw. 

Naja was soll ich sagen… also der Samstag am Kai war wirklich schön. Als die großen Segelschiffe einfuhren, das war echt nett. 

Alles andere… nunjaaaaaa! 

Beispiel… die „Fressmeile“ mit dem witzigen Namen “Wilhelmshaven isst”, bestand letztendlich aus zwei Ständen :-), dafür gab es aber mehrere Hänger samt Essen und Getränken direkt am Bontekai. Der Bontekai ist der große “Hafenkai” in WHV.  Das gesamte Fest war schön, aber nicht mit „der“ Sail, oder der Kieler Woche o.ä. vergleichbar. 

 

Nordseeküste Wohnmobil Erlebnis

Flohmarkt wie früher… sehenswert!

 

Unvergleichbar war allerdings ein Erlebnis am Samstag Nachmittag. 

 

Über Instagram ist Sebastian auf mich gestoßen, er stand auch gerade mit seinem Van in WHV und fragte, ob wir nicht einen Kaffe trinken gehen? 

Alles klar, Zeitpunkte passte und Sebastian kennt Wilhelmshaven recht gut. So kam es dann auch dazu, dass wir vor dem Kaffee noch einen Abstecher zur Trödlermeile unternahmen. 

Laut Sebastian öffnet das Haus nur Samstags, auf Google steht etwas anderes, aber geht mal davon aus, nur Samstags ist richtig. Wenn ihr also mal an einem Samstag in WHV seid… geht da vorbei! 

Ein riesen Haus/ Hof, das von oben bis unten voller Flohmarkt Trödel ist. Anscheinend ist es so, dass sich mehrere „Händler“ diesen Hof teilen und sozusagen jeder Händler einen anderen Raum samt Fluren nutzt um seinen Kram dort auszustellen und zu verkaufen.

ES WAR DER WAAAAAHNISNN!!!! 

Also echt Trödel wie früher… ohne dieses ganzen China billig kram. Uraltes Werkzeug, alte Küchenmaschinen, gefühlt 327 Schnibbelbohnen Schneidemaschinen, Monchichis, Puppen, Bücher, Geschirr, Porzellan, Bilder, Schalplatten, Taschenmesser, Möbel und und und… von der Schaufensterpuppe aus den 70ern, alte Medikamente (Alka Selzer 🙂 ) und Apotheker Fläschchen  bis zum in Kunstoff gegossene Insekten. 

Ich bin mir sicher, ihr könntet ein ganzes Jahr jeden Samstag dahin gehen und hättet nach einem Jahr noch nicht jedes Teil gesehen oder gar in der Hand gehabt. WAHNSINN…

Darunter natürlich auch echt viel „Gedöns“… aber zum bestaunen perfekt.  Trödlermeile Wilhelmshaven, findet ihr auf Google Maps, von der Schleuseninsel samt Rad ca. 20 Minuten entfernt, vom Fliegerdeich ca. 5-10 Minuten. 

 

Flohmarkt Wilhelmshaven

Krims-Krams in MAAAASSEN!

 

Der Herbst an der Nordseeküste… 

Haaach es war mal wieder soooo schön. Aus “nur mal 2-3 Tage” sind dann doch wieder 2 Wochen geworden. 🙂 Die Zeit da oben an der Nordseeküste vergeht viel schneller als zuhause. 🙂

Ehrlich, für mich beginnt mit dieser Jahreszeit definitiv das schönere Halbjahr eines Jahres. 

Ich kann mich so darüber freuen, dass es im Womo herrlich warm und gemütlich ist, dass ich mittlerweile sogar fast schon „gerne“ draußen friere… denn erst frieren und dann zum gemütlichen Womo zurückkehren… das ist soooooo schön! 🙂 (Jaaaaa ich weiß, schon ein kleines bisschen bescheuert… aber nur ein kleines bisschen!!!) 

Mal ganz davon abgesehen, dass ich es echt liebe, wenn es an der Küste zwischendurch so richtig windig, kalt und regnerisch ist. Wenn die Wellen brausen und gegen die Dämme rollen… es gibt einfach nichts besseres um mal wieder auf klare Gedanken zu kommen. 

 

Nordseeküste als Camperin im Herbst

Herbstwetter an der Küste… ich liebe es! Wirklich! Dafür würde ich jeden heißen Sommer eintauschen. Erste recht wenn am 30.10 die Uhren umgestellt werden und wir wieder eine Stunde mehr haben.

 

Tja… klare Gedanken, damit fing diese ganze Tour ja auch an. 

Ich finde gewisse Situationen werden immer dann kompliziert, wenn Freundschaft im Gegensatz zu anderen Themen wie Werte, Geld oder Arbeit stehen. Darum sehe ich eigentlich auch immer tunlichst zu, dass sich diese Bereiche nicht vermischen. 

Aber manchmal gibt es Situationen, da kommt automatisch eines zum anderen und es kann auch funktionieren, vielleicht nimmt man das ein oder andere auch einfach mal hin, der Freundschaft zuliebe. Wenn das ein oder andere aber immer, immer größer wird und man über Tage, Wochen und viele, viele Monate immer unzufriedener wird…dann wird es sehr, sehr kompliziert. 

Naja und an diesem Punkt bin ich gerade und eines wurde mir durch die Tage an der Küste eindeutig bewusst, es geht nicht ohne ein klärendes Gespräch und sehr, sehr offene Worte. 

Bleibt nur noch die Frage… wie und wann?

Es ist nicht fair einem anderen Menschen, mit dem man auch noch befreundet ist, die “Pistole auf die Brust” zu setzten, wenn dieser Mensch mit sich selbst, dem Job und allem anderen nicht klar kommt. Nur… wie lange soll/ muss man der Freundschaft wegen und einem eigenen schlechten Gewissen wegen, auf eigene Kosten Rücksicht nehmen? 2 Wochen? 2 Monate? Oder wie in meinem Fall… über 2 Jahre? Irgendwann macht es auch der lange Zeitraum nicht besser!!!

Kommt Zeit… kommt Rat! Nein anders… es vergeht jetzt keine Zeit mehr, der Rat muss sofort kommen!!!

 

Freizeitgestaltung für Alleinreisende im Wohnmobil

Jetzt dauert es nicht mehr lange… hoffentlich bekommen wir einen “guten Winter”… soweit man das in der aktuellen Zeit überhaupt noch hoffen kann. 

 

Der Oktober hat begonnen und wenn alles gut geht, dauert es ab jetzt noch gute 6 Wochen und eine Zeitumstellung :-), bis die ersten großen Weihnachtsmärkte beginnen. 

Ich bin echt gespannt wie dieser Winter wohl werden mag… Gas zu wahnsinns Preisen, Strom zu erheblichen Preisen,  die Corona Zahlen steigen aktuell wieder deutlich und der deutschen Umwelthilfe wäre es am liebsten, wenn wir auf sämtliche Weihnachtsbeleuchtung verzichten würden. Ich weiß, damit lehne ich mich mal wieder weit aus dem Fenster, aber ich habe noch nie, wirklich noch nie, eine Aussage von der deutschen Umwelthilfe gehört zu der ich direkt sagen würde, ok nicht toll, aber ich stehe 100% hinter dieser Aussage. Noch nie… 

Es bleibt also weiterhin spannend… von Herrn Putin fange ich besser erst gar nicht an. 

Also warten wir ab was kommen mag… und genießen die gemütlichen Herbsttage zuhause, oder im Reisemobil und Caravan. A pros pros habt ihr schon meine drei super, duper, easy, peasy Herbstrezepte für zuhause und Womo gesehen? Die sind soooooo lecker! 

Bleibt gesund

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Road Trip & Camping in Australien – GASTARTIKEL
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