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Fazit – Meine Tour im OrangeCamp Wohnmobil – Wie hat sich das Womo gemacht? Teil 6

Fazit – Meine Tour im OrangeCamp Wohnmobil – Wie hat sich das Womo gemacht? Teil 6

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil durch den Herbst, der 6. und letzte Teil meiner Testfahrt zwischen Norditalien und der deutschen Ostseeküste. Nachdem ich euch jetzt so lange mit “on Tour” genommen habe, wird es heute Zeit für mein großes Fazit.

Leider geht auch die schönst Zeit irgendwann einmal zu Ende.

Bei mir ist dieser Zeitpunkt letzten Dienstag gekommen denn da hieß es, zurück nach Braunschweig, meine Testreise mit dem OrangeCamp Wohnmobil ging ihrem Ende zu. Aber bevor ich ein Womo Fazit ziehe, verrate ich euch natürlich auch noch schnell, wie die letzten Tage on Tour verliefen.

 

Das Ende meiner Herbsttour im OrangeCamp Wohnmobil

 

Wenn euch diese Zeilen allerdings weniger Interessieren, könnt ihr hier auch direkt zum Wohnmobil #Fazit “vorspulen”.

Wismar mit dem Womo

Wismar mit dem Wohnmobil

Wismar ist ein hübscher Orte, ich hatte mir allerdings mehr versprochen

Im 5. Teil schrieb ich euch gerade aus Wismar, wo ich auf dem sehr netten Wohnmobilhafen Westhafen (Schiffbauerdamm 12, 23966 Wismar) stand. Zu dem Stellplatz kann ich nur sagen, alles top… Stellplatz mit allem drum und dran, Toiletten, Duschen, City nah, Supermarkt um die Ecke und das ganze für 10 Euro pro Tag. Sehr, sehr fair.

Der Stellplatz an sich ist allerdings ein bisschen verwinkelt. Es gibt noch zwei Bereiche, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht.

Da der Stellplatz selbst jetzt mitte/ ende Oktober sehr gut besucht war, lohnt es sich auf jeden Fall genauer hinzusehen. Nur weil das große “Hauptfeld” direkt am Eingang belegt ist, muss es nicht heißen, dass der gesamte Stellplatz wirklich voll ist. Vom “Stellplatz Rund” gehen zwei Wege ab (einmal zur Dusche und einmal genau auf der gegenüberliegenden Platz Seite) die noch zu weiteren Parzellen führen.

Bei der Stadt Wismar selbst, bin ich ein bisschen hin und her gerissen, oder ich sage es besser anders, Wismar ist insgesamt relativ klein. Lasst euch also nicht von dem Namen oder der TV Serie “SOKO Wismar”  auf falsche Vorstellungen bringen… die Innenstadt ist nett, aber insgesamt relativ klein.

Durch Zufall habe ich in Wismar noch eine andere alleinreisende Frau getroffen, mit der ich aber bereits über Facebook vor einigen Wochen Kontakt hatte. Tja und was tun zwei alleinreisende Mädels an einem sonnigen Samstagvormittag… sie gehen bummeln und Kaffee trinken:-) Nachdem wir dann allerdings am frühen Nachmittag wieder zurück zum Stellplatz kamen, hat mein Trottelchen Gen mal wieder voll zugeschlagen.

Isa sagt Hallöchen!

Zurück am Womo sah ich, dass das Womo mittlerweile nicht mehr am Strom hing. Also habe ich schnell nach zwei 1 Euro Münzen gekramt, bin raus aus dem Womo und ab zur Stromsäule.

Geld eingeworfen, umdrehen und schnellen Schrittes zurück zum Womo, denn draußen wurde es mittlerweile ganz schön frisch. Während ich noch rechnete und rechnete wie lange der Strom laufen müsste und ob ich über Nacht wohl noch den Laptop laden konnte… ein Euro = 8 Stunden, zwei Euro 16 Stunden, 15:30 Uhr plus 16 Stunden sind….bin ich also zurück zum Womo gelaufen, reiße mit Schwung die Tür auf und zu meiner Verwunderung saßen da doch glatt zwei Personen.

HÄÄÄÄÄÄÄ????

Was machen die Leute in meinem Womo und warum habe ich Milla nicht bellen gehört? Milla, wo ist Milla und warum sieht das hier so anders aus…Es hat wirklich bestimmt so 2-3 Sekunden gedauert in denen mich die Leute anschauen wie vom Blitz getroffen, ich sie sicherlich aber nicht dämlicher anschaute, mir 30 Fragen im Kopf herum schwirrten und ich dann endlich festgestellt habe

Ich bin mal eben locker flockig in das Womo meiner Nachbarn gestürmt 🙂

Wobei ich zu meiner Verteidigung sagen muss, die hatten auch eine teilintegriertes Wohnmobil zwar nicht von OrangeCamp aber insgesamt sehr, sehr ähnlich und ich war soooo in Gedanken… naja… kann ja mal passieren 🙂

Ich wäre zwar am liebsten direkt im Erdboden versunken und die Frau fand das alles gar nicht so witzig wie ihr mann und ich (ich habe mich gar nicht mehr vor lachen einbekommen und konnte nicht mehr hervorbringen als ein grölendes “Tut mir total leid”) habe schnell die Tür geschlossen und bin zurück in mein Womo gestiefelt.

Puhhhhhh….. typisch ich!!!!

Noch flott nach Travemünde

Nach einem schönen Wochenende in Wismar bin ich Sonntag Nachmittag noch weiter in Richtung  Travemünde gefahren. Diesen Tipp hatte mir jemand über Facebook gegeben. Da mir aber insgesamt langsam die Zeit weg lief, konnte ich also nur noch eine Nacht in Travemünde verbringen und leider hat es den gesamten Tag über immer wieder geregnet, so dass ich nur sehr wenig von Travemünde selbst gesehen habe.

Abends bin ich aber wenigstens nochmal kurz in Richtung Hafen marschiert und ich kann euch zumindest sagen, der Hafen ist wunderschön und gerade in den Abendstunden toll beleuchtet.

Hafen Travemünde mit dem Wohnmobil

Travemünde… leider habe ich viel zu wenig von Travemünde gesehen, aber der Hafen ist toll.

 

Montag Mittag habe ich Travemünde schon wieder verlassen müssen, es war also wirklich nur ein kurzer Abstecher, um dann in Richtung Braunschweig zu düsen.

Die letzte Nacht im OrangeCamp in Braunschweig

Diese letzte Nacht in “meinem” OrangeCamp Wohnmobil habe ich direkt auf dem Stellplatz in Braunschweig verbracht und da muss ich doch sagen… DANKE liebe Stadt Braunschweig für soooo einen netten KOSTENLOSEN Stellplatz.

Ja klar, wenn es hier voll wird, steht man auch mal Womo an Womo aber… es ist ein KOSTENLOSER Stellplatz, mit Stromsäulen (die man dann aber einzeln bezahlen muss), es gibt eine ordentliche Ver- und Entsorgung, der Stellplatz liegt direkt vor einem kleinen Park durch welchen man in ca. 15 Minuten die Braunschweiger City erreicht.

Stellplatz Braunschweig

Der Stellplatz in Braunschweig ist für einen kostenlosen Stellplatz echt klasse!

So ein kostenloses Angebot gibt es leider nur noch sehr selten… HUT AB!!! “Zum Glück” ist an diesem besagten Montag in Deutschland der Herbst so RICHTIG eingetroffen, was für mich bedeutet hat… es hat gestürmt, geregnet, gehagelt und draußen war so richtig ungemütlich… WIE HERRLICH!!! Was liebe ich dieses Wetter an einem Womo Abend.

So habe ich die letzten Stunden im OrangeCamp Wohnmobil noch einmal richtig genossen, ich war nochmal in aller Ruhe duschen, habe zusammengepackt, geputzt und die allerletzte Nacht für euch nochmal im Hubbett verbracht, so dass ich mir auch davon einen Eindruck verschaffen konnte

Tja und am nächsten Morgen, nach einer letzten sehr, sehr ordentlichen Entsorgung und einmal “volltanken bitte” hieß es…

auf in die Daimler Straße, es wurde Zeit sich zu trennen. 🙁

Genau wie schon bei der Abholung des Womos, wurde ich von dem gesamten Orange Team sehr, sehr nett empfangen, wir haben noch ein gemeinsames Käffchen getrunken, einige Details besprochen und nachdem ich irgendwann auch endlich meine ganzen Klamotten und Millachen im Polo hatte, hieß es… Auf Wiedersehen du schöner Flitzer.

 

 

Mein Fazit nach 6 Wochen 690T OrangeCamp Wohnmobil

 

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil auf Test Reise

Leider geht auch die schönste Tour mal zu ende. Kurze Pause auf dem Rasthof

 

Also, ich glaube wer meine Artikel aus den vergangenen Wochen verfolgt hat weiß bereits, dass mein Fazit positiv ausfallen wird.

Dabei kann ich euch mit reinstem Gewissen sagen, ich habe das Womo wirklich genau unter die Lupe genommen und war zu Beginn meiner Reise selber sehr, sehr skeptisch denn um es mal deutlich zu sagen… gerade durch die verschiedenen Facebook Gruppen hatte ich immer den Eindruck, ja es gibt zwar Wohnmobile von OrangeCamp, allerdings muss man bei diesen Fahrzeugen auch ganz deutliche Abstriche machen.

Egal ob OrangeCamp, Glücksmobil oder, oder, oder… ich habe immer gedacht (und gelesen) das sind die absolut “günstigsten” und leider auch “qualitativ schlechtesten” Wohnmobile auf dem Markt.

Ich hatte immer den Eindruck… OrangeCamp Wohnmobil – kann man machen, muss man aber nicht.

Bevor ich jetzt zu den ganzen Details komme möchte ich schon vorwegnehmen, dass sich diese Einschätzung nach meinem Test nicht bestätigt hat!

Ja es gibt Punkte die mir aufgefallen sind, aber wenn man so ein Wohnmobil so lange testet, dann fallen einem eben auch Kleinigkeiten auf. Solche Punkte hängen zum einen auch von dem eigenen “Geschmack” ab und zudem bin ich davon überzeugt, ich könnte jedes vom Band gelaufene Womo dieser Welt testen und es gäbe Punkte die mir auffallen würden. DAS Womo wo wirklich alles, alles, alles stimmt, wird es vom Band niemals geben.

Auf jeden Fall kann ich bereits jetzt sagen, dass sich dieses Gerücht von schlechter Qualität SO GAR NICHT bestätigt hat! NULL KOMMA NULL!!!

Aber gut… kommen wir zu meinem OrangeCamp Wohnmobil Fazit, welches ich gerne in verschiedene “Bereiche” einteilen würde.

  • Fahrerraum
  • Sitzbereich
  • Küche
  • Bad
  • Schlafen
  • Womo von außen

 

Der Fahrerraum im OrangeCamp Wohnmobil

 

Bei dem OrangeCamp 690T handelt es sich ja ausnahmsweise mal nicht um einen Fiat Ducato, sondern um einen Peugeot und rein vom Fahrverhalten usw. fuhr sich der Wagen einfach klasse. Ich hatte viel eher das Gefühl mit einem Auto unterwegs zu sein, als mit einem langen, schweren Womo.

Auch die 156 PS haben sich schlichtweg super gemacht, denn egal ob 5. oder 6. Gang 130, 140, 150 km/h waren gar kein Problem.

Ich konnte den Fahrersitzt auch mit einer Körpergröße von 1,82m bequem einstellen, ich saß super gut in dem Sitzt und so waren auch längere Strecken erstaunlicherweise überhaupt kein Problem. Denn egal ob in meiner Omi oder im Polo, normalerweise bekomme ich immer spätestens nach 200-300 Kilometern Rückenschmerzen oder Probleme mit den Knien, aber im OrangeCamp saß ich so hoch und so bequem, dass ich lange Zeit ohne Schmerzen durchhielt.

Fahrerraum OrangeCamp Wohnmobil

Der Fahrerraum vom OrangeCamp. Ich hatte eine super Übersicht und konnte auch lange bequem fahren.

Ähnliches gilt für das ansonsten bekannte Rumpeln und Rattern im Wohnmobil während der Fahrt. Ich weiß selber, das klingt vielleicht total unglaubwürdig, aber diese Geräusche gab es einfach nicht! Egal ob Duschtüren, Badezimmertür oder Fliegengitter, selbst auf Kopfsteinpflaster hat  da hinten nichts gerappelt oder gescheppert. Gut, an dem schlecht weg geräumten Geschirr, bin ich ja selber schuld!

Vielleicht habt ihr es ja zwischendurch gelesen, auf dem Weg von Dresden nach Potsdam hatte ich 3 Tramperinnen mit an Bord und obwohl ich auch während dieser Fahrt gut 140 km/h gefahren bin, konnten wir uns im Womo noch locker unterhalten.

Zum Thema Rappeln und Scheppern kann ich nur sagen, beide Daumen hoch!!!

Dank der Tramperinnen konnte ich auch gleich testen, wie “wackelig” es hinten während der Fahrt so ist.

Ich kenne einige Personen die sagen, es gibt nichts schlimmeres als während der Fahrt hinten in einem Womo zu sitzen und es gibt sicherlich viele Eltern, die Übelkeit bei ihren Kindern als Problem empfinden. Je nach Modell schwankt so ein Womo während der Fahrt leider so sehr, dass den Mitfahrern bereit nach den ersten 100 Metern schlecht wird.

Seekrank on the Road

Dieses “Problem” habe ich bei den Mädels vor Fahrtantritt direkt angesprochen. Wenn ihnen während der Fahrt schlecht werden sollte, kein Problem, sie sollen nur bitte bescheid sagen, dann legen wir eben eine kleine Pause ein. Zudem hätte ich auch noch Reisekaugummis dabei… für den Fall der Fälle, denn mir selbst wird ja grundsätzlich als Beifahrer schlecht. Aber beide Mädels die hinten saßen hatten keinerlei Schwierigkeiten, ihnen wurde nicht schlecht und das obwohl sie während der fahrt sogar auf dem Tisch mit einer Strassenkarte beschäftigt waren. Sie haben also nicht mal die gesamte Zeit über strikt nach vorne geschaut.

Diese Erfahrung bestätigte nochmal meinen Eindruck, dass das gesamte Womo einfach sehr gut ausgelastet ist und wenig schwankt. Was sicherlich aber auch an dem nicht soooo langen Überhang hinten liegt und daran, dass die Wassertanks direkt über der Achse liegen.

Ähnlich positives gilt auch für die länge von 7,02 Meter.

Dank der eingebauten Rückfahrkamera, welche sich im gleichen Monitor wie das Radio und das Navi befindet, hatte ich nie größere Probleme mit dem Womo zu rangieren.

Ich hatte insgesamt eine sehr, sehr gute Übersicht über das gesamte Wohnmobil.

Egal ob nach vorne, hinten oder zu den Seiten hin, ich kam schnell so gut mit dem längeren Womo klar, dass ich selbst auf dem City Parkplatz in Potsdam keine größeren Probleme beim Einparken bekam. Ohne Rückfahrkamera würde ich das Fahrzeug allerdings nicht unbedingt rangieren wollen, diese Kamera ist goldwert, gerade für mich als Alleinreisende.

Trotzdem gibt es aber zwei KLEINE Punkte aus dem Themenbereich “Fahrerraum” , die ich etwas zu bemängeln habe. Dabei handelt es sich einmal um das Thema AdBlue und einmal um die Geschwindigkeit.

Ja ihr lest richtig…ich habe Geschwindigkeit geschrieben 🙂 Wobei ich in dem Fall ganz klar sagen muss, das ist natürlich KEIN negativer Punkt am Fahrzeug selbst, sondern ein Punkt, bei dem ich einfach zur Vorsicht aufrufen möchte.

Ich konnte in den vergangenen Wochen immer wieder feststellen, dass andere Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn einfach nicht damit rechnen, dass von hinten ein Womo mit 150 km/h angedüst kommt. Mehr als einmal musste ich ziemlich in die Eisen gehen, weil irgendein PKW vor mir nochmal eben auf die Nachbarspur zog und gar nicht gecheckt hat, wie schnell ich eigentlich war.

Also wie gesagt… hierbei handelt es sich definitiv nicht um einen “negativer Punkt” am Fahrzeug selbst, oder gar an OrangeCamp! Wer so schnell mit einem Womo fährt, sollte nur unbedingt weit vorausschauend fahren.

Bei dem AdBlue Punkt ist es allerdings etwas anders, wobei auch dies sicherlich eher ein Kritikpunkt an Peugeot ist und im Grunde nicht gegen das OrangeCamp Wohnmobil spricht.

Da dieses neue Wohnmobil natürlich auch auf Diesel fährt, musste ich aufgrund dieser ganzen Schadstoffdisskussion zum normalen Diesel auch AdBlue tanken. Leider gibt es aber in dem Fahrzeug KEINE Anzeige, wie lange das getankte AdBlue noch ausreicht.

Irgendwann schaltet sich einfach eine Kontrolllampe an, bzw. im Fahrerdisplay wird angezeigt, dass man wieder AdBlue nachtanken muss, wann dieser Moment aber komm weiß kein Mensch.

Von diesem Moment an hat man zwar immer noch viel Zeit, man kann auch immer noch gut 800 km fahren und selbst danach geht der Motor nicht direkt kaputt, es fehlt ihm nur an Leistung. Man hat also eigentlich genügend Zeit eine passende Tankstelle zu finden.

Nichts desto trotz wäre es meiner Meinung nach deutlich angenehmer, wenn man vorher weiß, wann man wieder AdBlue nachtanken muss.

Dabei ist es aber so, dass dieses AdBlue deutlich, deutlich länger hält, als der normal getankte Diesel. Ich bin in den vergangenen 6 Wochen insgesamt etwas mehr als 3000 Kilometer gefahren und musste nur ein einziges Mal, direkt zu Beginn meiner Tour auf dem Weg nach Passau, AdBlue tanken. Da war es aber ausgerechnet so, dass ich es im Grunde eh schon eilig hatte und ich geraaaade von der Tankstelle wieder auf die Autobahn aufgefahren bin, als plötzlich die AdBlue Lampe an ging. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich natürlich direkt beim normalen Tanken auch den AdBlue Tank voll gemacht.

Bis zu dieser Tour habe ich mich noch nie darum gekümmert, ob man mittlerweile eigentlich an jeder Tankstelle AdBlue bekomme, ob man dieses Zeug nur an den großen Tankstellen bekommt und wie man dieses Flüssigkeit genau tanken muss. Das war für mich also alles ganz neu und da ich nicht wusste, wo ich dieses AdBlue überall bekomme, bin ich also vorsichtshalber direkt wieder am nächsten großen Autohof abgefahren und habe dann dort das erste Mal AdBlue getankt. Einmal volltanken hieß 10 Liter und hat mich dabei ca. 7 Euro gekostet.

Es geht also nicht um die Kosten und es geht auch nicht darum, dass man wie bei dem normalen tanken DRINGENDST sofort zur Tankestelle fahren muss, wenn diese Kontrolllampe aufleuchtet. Es geht mir einfach nur darum, dass es deutlich angenehmer wäre vorab zu wissen, wann man wieder AdBlue tanken muss.

Ich weiß auch nicht sicher wie das im Ausland aussieht, ob man da überall an dieses Zeug ran kommt, z.B. oben in Schweden oder Norwegen? Keine Ahnung… gerade für solchen Touren wäre es also doppelt gut zu wissen, wie lange das getankte AdBlue noch ausreicht.

 

Der Sitzbereich im OrangeCamp Wohnmobil

 

Ich habe bisher immer gesagt, hmmmm diese teilintegrierten Wohnmobile sind ja vielleicht ganz nett, aber die umgedrehten Fahrersitze stören mich. Ich möchte es mir abends im Womo gemütlich machen können, möchte die Beine hochlegen und nicht stocksteif auf einem Fahrersitz hocken.

Dieses Argument muss ich mittlerweile TEILWEISE revidieren, denn die Abende im OrangeCamp Wohnmobil waren wirklich gemütlich, was allerdings zum großen Teil auch an der kleinen Sitzbank neben der Tür lag. Diese kleine Sitzbank ist super! So konnte ich den Beifahrersitz drehen, die Rückenlehne etwas zurückstellen und die Beine auf die Sitzbank legen. Wenn ich zudem den Tisch ausgezogen habe, konnte ich auch noch ganz entspannt am Tisch arbeiten oder Getränke abstellen… dank dieser kleinen Sitzbank wurden die Abende mindestens doppelt so gut!

Was ich auch sehr gut fand waren die vielen einstellbaren Heizdüsen im Sitzbereich.

Egal welchen Sitz ich gerade genutzt habe, überall im Boden gibt es diese “Ausströmer” der Heizungsanlage, die ich mir einzeln und ziemlich punktgenau einstellen konnte. Für mich als Frostbeule natürlich perfekt. Man kann diese Heizdüsen aber auch komplett verschließen, wenn es einem “zu viel” wird.

Gemütlichkeit im Wohnmobil

So gemütlich können Womo Abende sein 🙂

Ebenfalls sehr gut abgeschnitten haben die Polster. Jetzt, nachdem ich das Womo kontrolliert und in einem sehr guten Zustand wieder abgegeben habe kann ich’s ja sagen… als ich den Müll wegbringen wollte, ist mir irgendwas ausgelaufen und auf die Polster getropft. Aber dank dieser speziellen Oberfläche der Polster sind die Tropfen wie “abgeperlt”, das war echt klasse und nachdem ich die Tropfen vorsichtig aufgewischt habe, war NICHTS mehr auf dem Polster zu sehen.

Das klappt wahrscheinlich nicht unbedingt bei einem vollen Glas Rotwein, aber in meinem Fall hat diese Polsterversiegelung super funktioniert und ich bin mir sicher, auch die ein oder andere Hundepfote kann man so ganz easy peasy wieder von den Polstern entfernen.

Ebenfalls positiv sind die Staufächer über dem Sitzbereich, diese sind so groß und schließen wunderbar, so dass man dort nochmal jede Menge “Gedöns” unter bekommt.

Dann gab es noch das große Panoramafenster über dem Fahrerhaus, HERRLICH!!!

Durch dieses Fenster kommt soooo viel Licht, das ist echt klasse. Gerade für mich zum schreiben am Laptop ist das richtige Licht immer wieder ein Thema. Natürlich kann man dieses große Fenster auch aufstellen, abdunkeln oder mit einem Fliegengitter verschließen. Während der Fahrt sollte es allerdings verschlossen bleiben…ist ja kein Cabriolets,  ist glaube ich klar.

Nicht ganz so bequem wie die Fahrerhaussitze ist die Sitzbank gegenüber. Da würde ich einfach mal sagen… sicherlich kann man da mal sitzen, man kann da auch vernünftig essen wenn man den Tisch etwas vorschiebt oder mal einen Abend z.B, Karten spielen. Auf Dauer wäre das aber nicht mein bevorzugter Sitzplatz.

Die Rückenlehne des Sitzbereiches ist schon sehr, sehr steil. Gerade sitzen z.B während der Fahrt klappt wunderbar, aber “gemütlich” quer durchs Womo fletzen ist auf dieser Sitzbank eher nicht möglich. Insgesamt also eher ein Ort für z.B. die Enkelkinder, die nur 2-3 mal im Jahr mit Oma und Opa unterwegs sind.

Was mir im Sitzbereich aber tatsächlich gefehlt hat sind ausreichend Steckdosen. Es gibt eine einzige Steckdose unter der großen Sitzbank, aber das war es dann auch. Ich weiß, das ist ein Punkt der bei eigentlich allen Wohnmobilen immer wieder bemängelt wird und hier ist er mir eben auch aufgefallen. Eine einzige normale Steckdose im Sitzbereich ist in Zeiten von Handy, Laptop, Kamera, Tablet und E-Reader für mich etwas zu wenig.

 

Die Küche im OrangeCamp Wohnmobil

 

Also bei dem Herd im OrangeCamp handelt es sich um ein echtes Schmuckstück. 4 Platten, Backofen und ein Salamander bzw. ein extra Grill zum überbacken oder zum warmhalten ist schon toll. Ja, ihr könnt jetzt sagen “wer braucht denn bitte einen Ofen im Womo?”, aber ich kann euch nur sagen, ich habe ihn geliebt und auch echt oft genutzt. Egal ob Auflauf, TK-Pizza oder Toast Hawai, dieser über Gas betriebene Ofen war einfach klasse.

 

Backofen im OrangeCamp Wohnmobil

Ihr könnt sagen was ihr wollt 🙂 … ich fand den Backofen super gut!!!

 

Ebenfalls super ist der große Kühlschrank mit gefrierfach und das gesamte Lichtkonzept der Küche. Dank eines unter der Spüle angebrachten LED Lichtbandes wird auch gleich die geöffnete Besteckschublade beleutet. Das ist schon sehr clever gemacht.

Allerdings gibt es im Küchenbereich auch die für mich “größten” bestehenden Kritikpunkte des gesamten OrangeCamp Wohnmobils.

Das Spülbecken ist schon sehr klein. Gut, jetzt kann man sicherlich sagen, wer benötigt schon ein riesengroßes Spülbecken, wahrscheinlich niemand dringend. Wenn aber ständig das Wasser überschlappt während des Spülens (und ich habe mich schon echt bemüht vorsichtig zu spülen), ist das einfach nicht so wirklich praktisch und ob das ständige Spülwasser dem Holz bzw. den Leisten drum herum auf lange Sicht so gut tut, kann ich auch nicht sicher sagen.

 

Kritikpunkte am OrangeCamp Wohnmobil

Das Spülbecken ist sehr klein, das muss ich einfach sagen. Toll sind hingegen die extra Ablageflächen von OrangeCamp

 

Dass es im Küchenbereich wenig Platz zum schnippeln gibt hat OrangeCamp ja bereits erkannt und die praktischen Holzablagen eingebaut.Ein Punkt den ich an OrangeCamp wirklich klasse finde. Dank der hauseigenen Schreinerei versuchen Sie zumindest direkt auf solche Punkte einzugehen.

Thema Kühlschrank… super groß, super Leistungsstark, aber den muss man einfach richtig “behandeln”. Bei mir gab es zu Beginn meiner Reise ständig das Problem, dass die Kühlschranktür während der Fahrt aufgesprungen ist. STÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄNDIG!!!! Das war echt nervig!!!!

Irgendwann habe ich dann aber mit OrangeCamp darüber gesprochen und schnell wurde mein Fehler klar. Diese neuen großen Kühlschränke haben keinen Stift mehr, der die Tür während der Fahrt zuverlässig geschlossen hält, sondern das ganze läuft über Unterdruck. Dazu ist es aber wichtig, dass zum einen die Klammer, welche die Tür zum Lüften offen hält wenn man den Kühli nicht nutzt, richtig sitzt (bei mir saß sie falsch, darum ging die Tür so leicht auf) und zum anderen muss der Kühlschrank während der Fahrt auch auf 12 Volt/ Batterie stehen, damit diese Unterdruck Geschichte richtig läuft!!!!

Ich habe den Fehler gemacht, dass ich den Kühlschrank vor der Fahrt ausgeschaltet habe, weil ich dachte, och der ist eh so kalt, der muss gar nicht unbedingt über Batterie laufen. Aber dann funktioniert natürlich auch diese Unterdruck/Ansaug Aktion nicht richtig und die Tür springt ständig auf.

Gewusst wie!!!!

 

Kühlschrank im Wohnmobil OrangeCamp

Der große Kühlschrank ist schon seehehr nett, man muss nur wissen wie man mit ihm umgeht.

 

Nachdem das alles klar war, sprang der Kühlschrank während der Fahrt auch nicht mehr auf.

Noch ein letzter Punkt… bevor man Losfährt, sollte man allerdings unbedingt daran denken die Backbleche bzw. das Ofenrost aus dem Ofen zu nehmen, denn ansonsten ist dieses Teil das einzige welches auf der Fahrt klappert wie wild.

Ansonsten kann ich nur sagen, klasse Küche, ausreichend Staumöglichkeiten und super tolles, großes Panoramafenster. Alles wirklich sehr, sehr schön!

 

Kommen wir zum OrangeCamp Wohnmobil Bad Bereich

 

Mir persönlich hat der gesamte Badebereich seeeeehr gut gefallen. Da man die Badezimmertür sowohl direkt vor der Toilette schließen kann, als auch als Abtrennung zum Wohnbereich, kann man den gesamten hinteren Bereich des Wohnmobils super trennen.

Ich meine jetzt mal ehrlich… mit einer anderen Person in einem Wohnmobil zu reisen, bedeutet grundsätzlich auch, jemand anderes sehr, sehr nah an sich heran zu lassen und dabei ist die “Klo Situation” eben auch so ein Punkt. Dank dieser Tür kann man den Wohnbereich aber wirklich gut abtrennen. Ich meine, ich bin da ja eh super empfindlich, ich kann ja nichtmal auf einer öffentlichen Toilette Pipi machen wenn jemand in der “Box” neben mir sitzt. Ehrlich… da geht nichts! 🙂

Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich reise mit jemandem in der Omi und diese Person sitzt  jetzt im “Wohnbereich” (sozusagen direkt neben dem Klo, auch wenn da diese kleine Tür zwischen ist) ich glaube ich könnte da im Leben nicht pinkeln gehen, geschweige denn iiiiiirgendwas anderes 🙂  Dazu kommt noch, wenn man die Tür am “Badezimmer” der Omi schließt, muss man sich schon sehr klein machen um irgendwie mit langen Beinen aufs Klo zu kommen.

Toilette im Wohnmobil

Die Toilette lässt sich drehen, so dass noch mehr Platz für die Beine bleibt

Das ist im OrangeCamp Wohnmobil eben ganz anders. Durch diese Trenntür entsteht im Badbereich viel Platz, es gibt keine Probleme mit den langen Beinen und dennoch ist der gesamte Bereich “sicher” vom Wohnraum getrennt.

Auch die Aufteilung der Dusche ist meiner Meinung nach sehr clever gemacht.

Gut, wir müssen nicht darüber diskutieren, eine Dusche in einem 7 Meter langen Wohnmobil ist immer klein! Aber im OrangeCamp kam sie mir wirklich nicht so klein vor!

Das lag, so glaube ich, vor allem an der “Einteilung” der Dusche. Erstmal ist es natürlich praktisch, dass die eigentliche Duschwanne mit einem Holzbrett ausgestattet ist, wodurch man den Duschbereich im Alltag sorglos betreten kann. Nimmt man dann aber dieses Holzbrett zum Duschen raus, kommt einem die Duschwann im ersten Moment schon sehr klein vor.

Aber… dank eines kleinen Vorsprungs entstehen nochmal gut 20-25 cm mehr Platz und genau diese cm sind es, die einem während des Duschens ausreichend Platz ermöglichen. Ich habe mehrfach im Womo geduscht, auch mit Haare waschen und kam super klar. Ich bin nicht einmal gegen die “kalte” Duschwand gestoßen und konnte selbst meine Füße in aller Ruhe waschen.

Dank der drei Abläufe in der Duschwanne, kann das Womo auch mal etwas schief stehen und das Wasser läuft sauber ab. Wirklich klasse!

 

Duschen im Wohnmobil

Dank dieses weißen Vorsprungs hinten an der Rückwand hat man in der Dusche erstaunlich viel Platz

 

Ebenfalls clever gemacht ist die “Sicherung” der Duschtüren, wodurch es auch auf lange Sicht nicht möglich sein wird, dass die Duschtüren während der Fahrt rappeln. Denn zum einen werden die Türen durch das eingelegte Brett am Boden ganz eng zusammengehalten, zum anderen gibt es im oberen Bereich nochmal einen Hebel um die Duschtüren zu halten und zwischen den Klapptüren befinden sich noch winzige “Moosgummi Plättchen” (oder sowas in der Art) die kein klappern zu lassen.

Wenn ich jetzt wirklich etwas zu “meckern” suche… und hier ist suchen besonders dick geschrieben, dann wäre es das Fenster, welches über der Toilette eingebaut ist.

Dieses Dachfensterchen ist so klein und vom Modell her eher alt, das passt irgendwie gar nicht zu so einem neuen Womo. Ich glaube das ist dieselbe kleine Dachluke die ich in der Omi gerade anfang des Jahres ausgetauscht habe. Wie gesagt, das ist definitiv meckern auf hohem Niveau, aber warum in so ein schickes neues Womo eine so kleine, olle Dachluke eingebaut wird… kein Ahnung.

Ich glaube da sollte gespart werden, denn diese kleine Luke hat nichts mit den echt tollen anderen Fenstern zu tun.

Sehr gut fand ich noch die beiden Staufächer im Boden bzw. in den Treppenstufen hoch zum  Bett. Beide “Räume” haben sich super als Schuhschrank gemacht. So konnte ich auch schmutzige Schuhe leicht verstauen. Eine weitere clevere Idee konnte ich im Kleiderschrank finden. Dank einer extra Lampe wie man sie auch vom Kühlschrank kennt, geht im Kleiderschrank ein Licht an, sobald man die Tür öffnet. Ich habe dazu in der Omi extra Batterie Spots “verklebt” aber so ein “Kühlschrank Licht” im Kleiderschrank ist schon echt super.

Allerdings muss ich auch sagen, insgesamt ist der Kleiderschrank schon schmal. Es gibt zwar im gesamten Womo viele, viele Staufächer, das ist echt klasse, aber die Kleiderschrank Stange zum hängen von z.B. Jacken ist wirklich schmal. Über den Daumen gepeilt würde ich sagen, da passen maximal 4 Kleiderbügel samt Jacken rein.

Allerdings gibt es unter der Kleiderstange noch 4 Fächer um weitere Kleidung unterzubringen.

Wenn dieses OrangeCamp Wohnmobil meines wäre, würde ich es auf jeden Fall so machen, dass ich diese 4 weiteren Fächer entferne und dafür eine zweite Kleiderstange einsetze. Wie gesagt, Staufächer für die Klamotten gibt es viele, nur der Platz um Kleidung auf einem Bügel aufzuhängen gibt es wenige, darum dann lieber die zwei übereinander hängenden Kleiderstangen.

 

Schlafen im Orangecamp Wohnmobil

 

“Mein” Modell hatte ja ein Querbett und ich kann nur sagen, für mich war dieses Querbett perfekt! Ich hatte mehr Platz als ich jemals benötige, ich konnte wunderbar vom Bett aus TV schauen und sowohl die beiden Spots, als auch vor allem das in der Rückwand eingebaute, indirekte Licht waren super duper angenehm.

Was mir außerdem sehr, sehr gut gefallen hat, sind die insgesamt drei Fenster im Schlafbereich. Es gibt jeweils auf den Wohnmobil Seiten ein Fenster und zudem noch ein großes Dach Heki. So könnte man selbst warme Sommernächte sehr gut überstehen, weil man immer etwas “Durchzug” herstellen kann.

Ich habe im OrangeCamp Wohnmobil geschlafen wie ein Stein!

 

Querbett im Wohnmobil

Durch diesen Winkel in der Matratze wird das Bett nach unten hin deutlich schmaler

 

Und da ich die Frage schon gestellt bekommen habe. Nein, das OranngeCamp Womo hat hinten keinen extremen Überhang. Der Überhang ist wirklich super gemacht. Er ist gerade so lang, dass ich mit dem Womo auch mal irgendwo stadtnah parken konnte, wo z.B. eine Wiese hinter der eigentlichen Parkbox angelegt wurde, er war gleichzeitig aber auch so “kurz”, dass das Wohnmobil/ bzw. das Bett hinten nicht stark schaukelt.

Das Thema hatten wir ja gerade schon in ähnlicher Variante beim Thema Seekrank werden, aber die Gewichtsverteilung in dem Womo ist wirklich, wirklich klasse.

Neben dem Querbett im Heck, hat das Mobil auch noch ein Hubbett über dem Tischbereich. Ich habe extra für euch zum testen auch eine Nacht da oben verbracht und habe mich auch da pudelwohl gefühlt. Das gesamte Hubbett ist sicherlich 120-140 cm breit und so weit vom Dach entfernt, dass ich um Hubbett sogar sitzen konnte. Dagegen ist die Höhe des Alkoven in der Omi winzig.

Auch im Dach des Hubbets sind nochmal zwei Spots verbaut, so dass man auch da oben abends z.b. noch gut lesen kann, ohne die Taschenlampe zu nutzen. Des weiteren ist das gesamte Bett leicht herunter zu ziehen und kann später dank einer unterstützung mit zwei Fingern wieder hoch geschoben werden.

 

Hubbett im OrangeCamp Wohnmobil

Das Hubbett, ok ihr seht… es war schon Tag und das Fenster hinten nicht ganz abgedunkelt… aber Platz ist da oben mehr als reichlich

 

Natürlich habe ich mich gefragt, könnte man zur NOOOOT noch unten sitzen, wenn das Hubbett nach unten gefahren ist? Und meine Antwort lautet JA! Selbst das geht, wenn auch nur mehr schlecht als recht.

Wenn das aber mal (warum auch immer) nötig sein sollte, ist es möglich die Fahrerhaussitze zu nutzen, obwohl das Hubbett unten ist. Ich dachte da z.B. an die Situation… man reist mit Kids und möchte ihnen abends noch etwas vorlesen. Das würde auf jeden Fall funktionieren, dazu kann man die Sitze des Fahrerhauses also durchaus trotz Hubbett nutzen.

Habe ich zum Thema Betten Situation auch Kritikpunkte… jain!

Also ein echter Kritikpunkt sind mal wieder die Steckdosen, eine einzige Steckdose hinten am Bett finde ich zu wenig. Außerdem gibt es im gesamten Wohnmobil nur eine USB Steckdose. Wenn man also irgendwo steht ohne am Landstrom zu hängen und noch keinen Wechselrichter hat (so wie bei mir) , gibt es nur diese eine einzige USB Steckdose um überhaupt irgendwas zu laden und diese sitzt dann auch noch direkt über dem Herd.

Da muss man sich abends schon gut überlegen, ob man das Handy läd, das Tablet, den Laptop oder die Kamera… eine Steckdose ist sehr wenig.

Der zweite Punkt ist sicherlich das Querbett, wobei ich dieses NICHT als Kritikpunkt äußern möchte, sondern man muss sich einfach überlegen, was man haben möchte. Ich z.B. finde die Aufteilung mit dem großen Badbereich hinten quer und dem dahinter liegenden Bett aktuell besser, als ein schmales Längsbett und daneben ein schmales, langes Bad. So denke ich zumindest aktuell!

Ein anderes Thema bei vielen Paaren ist “Schnarchen”…

Ich kenne so einige Paare die grundsätzlich mittlerweile getrennt schlafen, weil ein Partner so laut schnarcht. Dies wäre hier dank der Tür zwischen Wohn- und Schlafbereich und des Hubbetts sehr gut möglich.

Raumbad im Womo

Für mich aktuell jeden Morgen wieder schön… der getrennte Bad/Dusch Bereich .

Möchte man aber als, sagen wir mal “fülliges” Paar gemeinsam hinten im Querbett schlafen, ist es schon relativ eng. Gerade durch den Einstig ins Bett fällt nochmal ein Teil der vorderen Matratze weg. Es ist also eigentlich so, dass zwei große, breite Personen sehr gut oben im Kissen Bereich nebeneinander passen, es dann aber ab Po und Beinen enger wird.

Einen wirklich heftigen Kritikpunkt habe ich also nicht, ich denke jeder Wohnmobil Käufer muss in diesem Bereich einfach selber schauen was für ihn am besten ist. Für mich als Alleinreisende, die höchstens maaaaal eine andere Person mit an Bord hat, ist diese Aufteilung super.

 

Und von Außen? Das OrangeCamp Wohnmobil und die Garage, Staufächer usw.

 

Fangen wir mal mit der Garage an. Super finde ich, dass die Garage mit beheizt wird, so kann man da hinten auch gut mal nasse Kleidung oder Handtücher aufhängen. Gerade wenn man mit Hund reist ein erheblicher Vorteil! Zudem ist die Garage groß genug um zwei Fahrräder zu verstauen und da sie von beiden Seiten zu öffnen ist, kommt man auch an die “hinteren” Bereich sehr gut ran.

Außerdem sind in der Garage bereits einige kleine Ablageflächen eingebaut, hier kann man also die ganzen kleineren Teile, Schlauchanschlüsse, Hundeleinen usw. gut verstauen.

Zu den anderen Fächern kann ich wenig schreiben, sie sind da und sie funktionieren. 🙂

 

Wohnmobil günstig im Test

Das OrangeCamp Womo von der Seite

 

Was mich etwas gewundert hat, ist dass das Frostschutzventil mit im Frischwasser-Nachfüll-Kasten sitzt. Kannte ich so nicht, bei mir in der Omi sitzt  der Wächter mit in dem Fach, in dem auch die Heizung sitzt, aber so wie im OrangeCamp ist das durchaus gut. Man kommt auf jeden Fall sehr leicht ran. Der gesamte Frischwassertank sitzt direkt hinter dem Fahrersitz auf der Vorderachse und auch das Fach zum befüllen des Frischwassertanks ist auf der selben Seite.

Etwas hin und her gerissen bin ich von dem Toiletten Kanister Auszug auf der Aufbautür Seite. Wenn man die Toilette also leeren möchte, ist dies direkt auch auf der Seite, auf der man sitzt oder vielleicht die Markise öffnet.

Ja, das ist sicherlich auch mal wieder kein echter Kritikpunkt und mir ist natürlich klar, dass die Aufteilung des Womo nichts anderes zulässt, aber es ist mir aufgefallen.Gut, aber man muss  ja auch nicht gerade die Toilette weg bringen, wenn der Partner noch am Frühstückstisch sitzt.

Einen letzten echten dicken fetten Kritikpunkt habe ich allerdings noch festgestellt… wobei ich jetzt ganz aktuell erfahren habe, dass dieser so nicht mehr gilt! Dennoch schreibe ich ihn euch, denn vielleicht sucht ja gerade jemand ein gebrauchtes Wohnmobil, wo diese Situation noch besteht.

Es geht um den Gaskasten!

Dieser sitzt nämlich bei meinem Womo Testmodell noch in der Garage und ist sowas von unpraktisch verbaut! Zum einen ist es so… würde man z.b. zwei Fahrräder in der Garage stehen haben, könnte man wahrscheinlich die Gaskasten Tür gar nicht mehr öffnen. Das bedeutet also, wenn mal wieder nachts das Gas ausgeht, müsste man morgens erst die Räder aus der Garage holen um überhaupt an den Gaskasten zu kommen.

 

OrangeCamp Wohnmobil Kritik

Der Gastkasten sitzt auf der rechten Seite der Womo Garage

 

Davon abgesehen ist der gesamte Gaskasten echt sowas von unpraktisch verbaut, da hat aber irgendwer damals beim Modellentwurf nicht nachgedacht. Der gesamte Kasten sitzt auf der rechten Seite der Garage, ist aber insgesamt eigentlich mindestens 5 cm zu niedrig und hat zudem unten und oben auch noch eine total überflüssige Kannte.

Eine volle Gasflasche hat ja diesen roten Deckel, den man erstmal abnehmen muss, bevor man den Gasschlauch anschließen kann.

Wie es immer so ist, ging mir auch im OrangeCamp Wohnmobil spät Abends das Gas aus und dann kam der Akt Gasflasche wechseln… ehrlich ich habe mir dabei fast einen abgebrochen um diese verdammte rote Tülle von der Flasche zu bekommen.

Es ging einfach nicht!

Der Gaskasten bietet nach oben so wenig Platz, dass man die Tülle nicht von der Flasche bekommt.Ich musste erst die gesamte Flasche aus dem Kasten heben, um dann die Kappe von der Flasche zu ziehen. Allerdings war auch das nicht so einfach, denn selbst um die Flasche aus dem Kasten zu heben, muss man sie etwas schräg halten, um an dieser überflüssigen Kannte vorbei zu kommen. Und das alles um 23 Uhr, möglichst leise um die Nachbarn nicht zu stören und viel zu dünn angezogen. Da wird man schnell ein bisschen “frustig” 😉

 

Wohnmobil im Test OrangeCamp

Hier sieht man es ganz gut, der Gaskasten ist echt unpraktisch. Zum Glück wurde er mittlerweile nach außen gelegt

 

Am letzten Tag habe ich auch noch neues Gas gekauft und wollte die Gasflasche wieder in den Kasten stellen. Auch dies war ziemlich umständlich.Zumal muss man sich, um die Gasflasche in den Kasten zu hieven, erst ein Stück in die Garage beugen muss, um dann die für mich relativ schwere Gasflasche  über diese Kannte in den Kasten zu heben. Vorbeugen und gleichzeitig schwer heben… da jauchzen aber die Bandscheiben.

Soll also heißen, der Gaskasten ist in diesem Modell echt doof verbaut, das muss ich einfach so sagen, auch wenn ich von allem anderen schwärmen könnte.

ABER… wie ich jetzt gehört habe, ist dieses Problem bereits bekannt und es wurde auch schon reagiert. Mittlerweile ist der Gaskasten etwas größer und vor allem direkt von außen zu nutzen. Man muss also nicht mehr so umständlich in der Garage hantieren. Gut das dieses Problem also bereits gelöst wurde, denn das war an meinem OrangeCamp Wohnmobil Modell noch ein echter Knackpunkt!

 

Mein Fazit vom Fazit…

 

Das OrangeCamp Wohnmobil im Test - 6 Wochen durch den Herbst, ein Qualitätscheck im OrangeCamp Womo

Dein Pin zum OrangeCamp Test

Ich bin tatsächlich erstaunt, wie gut die allgemeine Qualität an diesem OrangeCamp Wohnmobil ist. Ich denke, das OrangeCamp mittlerweile komplett in Deutschland produzieren lässt, dieser Schritt hat dem gesamten Unternehmen und jedem einzelnen Wohnmobil sehr, sehr gut getan. Sicherlich gibt es auch an diesem Modell Dinge, die entweder eine Frage des Geschmacks sind, oder auch des ganz persönlichen Reise Alltags. Wenn mich zu wenige Steckdosen stören, muss das ja definitiv nicht für alle anderen Camper gelten.

Was ich an OrangeCamp erwähnenswert gut finde ist, dass sie versuchen auf die kleineren Problemchen einzugehen. Natürlich können sie nicht grundsätzlich die gesamte Produktion verändern, dafür laufen selbst bei einem kleineren Hersteller wie OrangeCamp zu viele Wohnmobile vom Band. Nichts desto trotz versuchen sie aber mit kleinen Detail den Komfort zu verbessern, so wie z.B. mit den klappbaren Schneidebrettern, oder den extra Auflageflächen im Küchenbereich.

Natüüüüüürlich ist auch hier nicht immer alles Gold was glänzt, und natüüüüüürlich arbeiten auch hier nur Menschen die mal einen besseren oder schlechteren Tag haben. Große Pannen dürfen nicht passieren, aber einen nicht ganz super freundlichen Kundendienst… naja… sollte auch nicht sein, gibt es aber wie in jedem anderen Unternehmen dieser Welt auch. Ich kann nur sagen, zu mir war das gesamte Team sehr, sehr nett und freundlich.

Ehrlich gesagt… ich sehe qualitativ aktuell keinen echten Unterschied zu anderen großen deutschen Herstellern, mich hat OrangeCamp überzeugt und für mich stellen die Fahrzeuge eine super gute Alternative da. Zumal der Preis des OrangeCamp 690T in der Grundausstattung 52.900 Euro beträgt, was ja in der aktuellen Campin Boom Phase fast schon ein Schnäppchen ist. 😉

Ich möchte mich auf diesem Weg  nochmal bei dem gesamten Team für die tolle Kooperation bedanken, ich hatte eine super Zeit auf meiner Reise mit dem OrangeCamp Wohnmobil durch den Herbst.

 

OrangeCamp Team im Test , ein günstiges Womo

Schön wars! 🙂

 

So und wenn ich euch jetzt auf den geschmack gebracht habe, dann schaut euch doch einfach mal selbst bei OrangeCamp in Braunschweig vorbei oder auf einer der nächsten Reisemobil Messen am OrangeCamp Stand um.

Ihr habt die ersten Teile meiner Tour durch den Herbst im OrangeCamp verpasst? Habt nichts von meiner Fahrt über den Brenner, die Werksbesichtigung, mein „nicht erwünscht sein“ am Chiemsee oder das Stellplatzproblem in Potsdam gelesen?

Dann findet ihr hier Teil 1 – 5 meiner Herbst Tour:

Teil 1 – Das Unternehmen OrangeCamp und warum ich an einem Tag gleich 1100 km gefahren bin

Teil 2 – Ein Blick hinter die Kulissen des modernen Wohnmobilbaus

Teil 3 – Das Chiemsee Desaster und ein wunderschöner Stellplatz

Teil 4 – Ab über den Brenner – einmal Italien oder doch nicht?

Teil 5 – Dresden, Potzdam und ab auf die Insel

Ich wünsche euch viel Spaß und sage wie immer… bleibt gesund!

 

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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Mittlerweile bin ich ja bereits einige Wochen unterwegs, habe in Braunschweig das Womo abgeholt, war zur Werksbesichtigung, danach ging es über den Chiemsee, der Seiseralm Hof/Hotel und Kufstein in Richtung Italien. Ich habe meine erste Tour über den Brenner erlebt und musst dann, eher unverhofft, mehrfach zwischen Italien, Kelheim und Passau pendeln.

Da ich nach meinem letzten Passau besuch keine Lust hatte nochmal in Richtung Italien zu düsen, habe ich mich komplett umentschieden und bin über den Osten in Richtung Norden getuckert, nächster Halt… DRESDEN!

Auf dem Weg zur Wohnmobil Ostsee Tour …. Dresden!

Von Passau bis Dresden waren es immerhin knapp 400 km, aber dank meines “OrangeCamp test Flitzers” verlief auch diese Fahrt wieder wie „geschmiert“. Ich muss es einfach NOCHMAL sagen… dieses Womo fährt sich einfach toll!

Haaaach,  wieder einer der vielen, vielen Unterschiede zur Omi.

 

Wohnmobil Dresden Frauenkirche

Frauenkirche Dresden … der Mix machst! Und wenn man nur nach oben schaut, sieht man die ganzen anderen Touris auch nicht 🙂

 

Dresden gehört definitiv mit zu meinen Lieblings Städten in Deutschland.

Ich bin jetzt seit meiner Womo Zeit das dritte mal in Dresden und bin doch jedesmal von neuem fasziniert von dieser Stadt. Ich finde Dresden extrem sauber und die ganzen alten Gebäude (ob nun bekannt oder auch nicht) sind fast immer gut erhalten.

Egal wo ich mich in Dresden befinde, dieser Mix aus wunderschön, alt, teuer und “modernen” Betonklötzen, einfachen Shops und günstigen kleinen Cafes … finde ich immer wieder klasse.

Die letzten Male habe ich für meine Dresden Besuche immer den Stellplatz am Sachsenplatz genutzt. Da mir aber nur wenige Tage zuvor der Stellplatz am Blüherpark von einem Leser empfohlen wurde, habe ich diesmal auf diesen, für mich neuen, Stellplatz gewechselt. (Stellplatz Am Blüherpark, Zinzendorferstraße 1, 01069 Dresden)

Dresden ist insgesamt eine echt Womo freundliche Stadt, denn alleine in direkter City Lage gibt es 3 große Stellplätze und zudem nochmal mindestens 4 weitere im Dresdner Umland. Darum habe ich meine Zeit in Dresden auch direkt dafür genutzt, um für euch die drei großen City Stellplätze zu vergleichen. Eigentlich wollte ich euch diesen Vergleich direkt mit in diesem Artikel schreiben, aber ich musste erkennen, das hatte wenig Sinn. Darum findet ihr jetzt den großen Dresdner City Stellplatz Vergleich in diesem Artikel.

Was ich euch aber auf jeden Fall schon sagen kann ist, dass ich nicht unbedingt ein weiteres mal auf den Stellplatz am Blüherpark fahren werde.

Ja, die Nähe zur Innenstadt ist super, man muss nur über den Daumen gepeilt 800m laufen und ist in der City. Auch der große Park hinter dem Stellplatz ist tagsüber toll um mit dem Hund spazieren zu gehen und dennoch gibt es  für mich an dem Stellplatz einige “Haken”. Aber wie gesagt… den gesamten Test/ Vergleich zum Thema “City Stellplätze Dresden” findet ihr in dem anderen Artikel.

 

Mit Hund und Wohnmobil in Dresden

Kleine Pause … aber selbst im Liegen wird alles beobachtet.

Dresden und die Hunde

Milla und ich hatten auf jeden Fall eine super Zeit in Dresden und ich habe das komplette Touri Programm durchgezogen. Frauenkirche, Semperoper (von außen!), shoppen, essen gehen…  und das ganze bei super duper Wetter. Besser ging es also wirklich nicht.

Und ich glaube, obwohl Milla immer mal wieder alleine im Womo bleiben musste, hat auch ihr unser Dresden Besuch gefallen, denn jeden Abend trafen sich einige Hundeleute direkt hinter den Wohnmobilen im Park. Am ersten Abend hat sich Millachen das ganze “Treiben” noch durch den Zaun angesehen, war aber schon ein klitzekleines bisschen “begeistert” von ihren neuen “Hundekumpel”.

Am zweiten Abend bin ich dann einfach mal mit ihr zu den Leuten gegangen und nicht nur die Hunde haben sich auf anhieb gut verstanden (alle Vierbeiner sind auch ganz “rücksichtsvoll” mit der kleinen wackeligen Oma umgegangen), auch wir Menschen haben super nett gequatscht und für mich war es natürlich interessant zu erfahren, wie die Dresdner uns Camper so sehen. .

Tja und am Abend 3 und 4 war es dann schon fast wie im Hotel, wenn der erste Ton der Mini Disco zu hören ist.

Milla konnte vorher IM WOMO LIEGEND tief und fest schlafen, aber wehe der erste Hund hat einmal gebellt. Musik in Millas Ohren! Das sie mir nicht direkt die Tür einrannte war alles… sobald “ihre Hundefreunde” da waren, wurden die kleinen Beine aber flott!

Wie schön, dass es noch so ist!

Nach insgesamt 4 Nächten haben wir Dresden und damit leider auch Millas Hundekumpel verlassen um nach Potsdam zu düsen.

Doch bevor wir so richtig durchstarten konnten, musste ich noch dringendst eine Entsorgungsstation in Dresden suchen und tanken, denn ansonsten wären wir nicht weit gekommen.

 

Tramper Deutschland

Unterwegs mit den Mädels… das war echt nett! (Natürlich habe ich gefragt, ob ich das Bild veröffentlichen darf!)

Reisen mit Trampern

Nachdem ich getankt hatte und vom bezahlen kam, sprach mich eine junge Frau an, ob ich vielleicht in Richtung Berlin fahren würde. Sie und ihre zwei Freundinnen möchten nach Berlin und suchen eine Mitfahrgelegenheit.

Da es sich bei allen drei Mädels um total nette, ordentliche, freundliche Mädchen “auf Abenteuer Tour” handelte, Milla gut auf die Mädels reagierte und wir uns vom ersten Wort klasse verstanden haben, habe ich Ihnen erzählt, dass ich nach Potsdam fahre, ich sie aber zumindest ein ganzes Stück in Richtung Berlin mitnehmen kann. Ob sie es dann vom letzten “passenden Rasthof” weiter versuchen, oder von Potsdam mit der Bahn nach Berlin fahren, das können sie sich auf dem Weg überlegen.  Also gesagt getan!

Selten hatte ich so eine nette und kurzweilige Fahrt wie an diesem Tag. Die Mädels waren vorab in Spanien, waren mit dem Rad auf dem Jakobsweg und haben die Zeit nach dem Abi zum Reisen genutzt. Jetzt waren sie auf dem Weg zurück, wollten einige Tage Berlin erleben, um danach weiter in den Norden zu reisen und dort an einem sozial Bauernhof Projekt teilzunehmen.

Mal abgesehen von Schweden, habe ich bis zu diesem Tag noch nie irgendwelche Tramper mitgenommen, aber ich muss schon sagen… in dem Fall war es wirklich klasse, von den Mädels ging keinerlei Gefahr aus und wir hatten eine super schöne Zeit.

Ich habe die Drei dann kurz vor Berlin an einem großen Rasthof raus gelassen und nachdem wir uns verabschiedet hatten und ich den Rastplatz verlassen habe, sah ich noch im Rückspiegel wie sich die Drei mit einem älteren Ehepaar unterhielten. Ich glaube lange mussten sie nicht warten, bis man sie die letzten Kilometer mitgenommen hat.

Potsdam, zwischen wunderschön und super blöd!

Für mich und Milla ging es wie gesagt weiter nach Potsdam und da mich die Autobahnabfahrt zum Stellplatz direkt durch die Innenstadt führte und ich durch Zufall einen großen, halbwegs Womo tauglichen Parkplatz sah, haben Milla und ich direkt einen kleinen bummel durch die Stadt unternommen.

Um das ganz deutlich zu sagen… ich verrate euch jetzt den Platz auf dem ich an diesem Tag geparkt habe um mir die Stadt anzuschauen. Hier steht ihr mitten drin, könnt aber auch wunderschön am Wasser entlang oder auf der Freundschaftsinsel spazieren gehen. Außerdem ist da in der Nähe das italienische Restaurant L’Osteria und ich glaube ich habe noch nie eine bessere und größere Pizza gegessen. Die NORMALE Pizza war riesig, hing weit über den Tellerrand, aber sowas von gut! Dünn, knusprig, saftig und natürlich direkt auf Stein gebacken und nicht in diesen “Auflaufförmchen”.

 

Essen gehen Wohnmobil Tour

:-)… und nein, rechts liegt keine Kuchengabel!

 

DER HAMMER!!!

Hier solltet ihr unbedingt mal essen gehen!!!!!! Das ganze sogar zu einem ziemlich üblichen Restaurant Preis, ich meine die Pizza mit Meeresfrüchten hat 11,50 Euro gekostet.

Aber um das nochmal deutlich zu sagen, das ist kein Stellplatz, das ist kein Platz zum übernachten und das ist auch kein Platz für Wohnmobile die länger als 7 Meter sind! Es ist einfach nur ein guter, kleiner Parkplatz mitten in der City!

Adresse: Am Kanal (ca. Hausnummer 3,), 14467 Potsdam  

Nach einem kleinen Spaziergang und der Pizza, sind Milla und ich also in Richtung Stellplatz gefahren. Dabei hatte ich mir vorab schon den Stellplatz in der Nähe des Volkspark Stadions ausgesucht. Dieser sollte zwar keinerlei Service anbieten und von dort aus würde ich auch einige Stationen am nächsten Tag mit der Bahn fahren müssen, aber definitiv besser als die Alternative zu der wir gleich noch kommen! Ich wollte mir am nächsten Tag die Schlösserstadt Potsdam ansehen und da war mir die Bahnstrecke zu Beginn total egal.

 

Wohnmobil Potsdam

Potsdam ist schön, keine Frage… aber die Stellplatz Situation ist doof.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht…

WIE DOOF DIE STELLPLATZSITUATION IN POTSDAM IST!!!!

Am Stellplatz angekommen, war der eigentliche Platz zwar noch in vollem Umfang vorhanden, allerdings samt großer Schilder Wohnmobile/ Caravans verboten, Übernachten verboten. DEN STELLPLATZ GIBT ES ALSO NICHT MEHR!!!!

Na super… erst war ich ja versucht mich da trotzdem hinzustellen, weil ich schon wusste wohin das sehr wahrscheinlich führen würde, wenn ich diesen Stellplatz nicht nutze. Dann kamen aber zwei Proll-Karren auf den Platz gefahren und weil es ansonsten keine Menschenseele weit und breit gab und mir diese komischen Typen in ihren idiotischen Autos nicht ganz geheuer waren, hieß es also… hör auf Dein Bauchgefühl und hau ab!

Allerdings wollte ich es eigentlich UNBEDINGT vermeiden den anderen Stellplatz zu nutzen und habe mich nach einem Ort umgesehen, an dem ich die Nacht stehen konnte. Dann halt eine Nacht frei stehen und am nächsten Morgen mit dem Womo in die Stadt.

Aber sowas wie in Potsdam habe ich echt noch nie erlebt…

Egal in welche Straße ich eingebogen bin, egal an welchem noch so kleinen Parkplatz ich vorbei kam… ÜBERALL in dieser Region waren Wohnmobil verboten Schilder. Das habe ich so wirklich noch nie erlebt! Gegenüber der Schule, Womos verboten, am Kindergarten, Womos verboten, normale Parkboxen zwischen Strasse und Kleingartenanlage… Womos verboten!.

Ich meine jetzt mal ehrlich… Camping Boom hin, Camping Boom her, aber wenn eine Stadt wie Potsdam den einzig “NORMALEN” Stellplatz schließt, naja dann kann man sich nicht wundern, wenn die Leute in den umliegenden, halbwegs ruhigen Straßen die Nacht verbringen. Dann aber alles und jeden Parkplatz mit Womos verboten Schildern voll zu bomben, ist ja irgendwie auch bescheuert. Entweder man lässt den städtischen Stellplatz offen, oder gibt den Leuten zumindest eine halbwegs normale Alternative. Denn danach bin ich dann zum Stellplatz “Am Lustgarten” gefahren und siehe da…. was haben mich empfangen… Schilder mit: Wohnmobile zwischen 20:00 Uhr und 8:00 Uhr VERBOTEN!!!!  Also ich weiß nicht wie auf diesem Platz überhaupt jemand irgendwann mal geschlafen hat, denn direkt hinter dem Stellplatz verlaufen die zum Bahnhof  führenden Zug Gleise und es war tieeeeeerisch laut. Dabei war ich ja nur wenige Minuten da vorort!

Also auch für den Stellplatz am Lustgarten heißt es… den Stellplatz gibt es (aktuell) so nicht mehr, da kann man Nachts nicht mehr stehen!

Tja, mittlerweile war es nach 20 Uhr, es war dunkel und im näheren Umfeld gab es keinen Stellplatz und keine Parkmöglichkeit. Also blieb mir tatsächlich nichts anderes übrig, als den privaten Stallplatz des Schloss Sanssouci zu nutzen. (Stellplatz Schloss Sanssouci, Zur historischen Mühle, 14469 Potsdam)

Ein riesengroßer, schräger, komplett asphaltierter Busparkplatz, am hinteren Ende des gesamten Parkplatz/ Schloss Komplexes, ohne jede Ausstattung, also wirklich ohne iiiiiiirgendwas…. für satte 20 Euro!!!!

 

Wohnmobilstellplatz Potsdam ... Wohnmobil Ostsee Tour

Der Stellplatz Sanssouci … ich steh übrigens rechts unten 🙂

Wenn das mal keine verar…e ist, was dann???

Fazit Potsdam… die Stadt, die Schlösser und alles weitere sind wirklich, wirklich schön. Der Schlosspark Sanssouci ist toll und Günter Jauchs Millionen tragen sicherlich dazu bei aus dieser Stadt einen echt netten Flecken zu machen, aber die Stellplatzsituation ist für mich schlichtweg ein Witz!

Den kostenlosen städtischen Stellplatz und den kleinen Parkplatz Stellplatz nachts zu schließen (obwohl es beide Plätz noch gibt), die komplette Umgebung der ehemaligen Stellplätze mit Verbotsschildern zu zu bomben, um dann die Leute zum privaten Sanssouci Stellplatz zu “schieben”, auf dem sie 20 Euro pro Nacht zahlen und dafür NICHTS bekommen, noch nichtmal einen netten “Platz”,  ist schon echt unfair. Obenauf kommt noch, diesen Sanssouci Stellplatz kann man entweder für maximal 3 Stunden nutzen und alles was über diesen 3 Stunden liegt, kostet eben 20 Euro. Wer also so wie ich erst am späteren Abend ankommt und morgens wieder fährt, zahlt nicht die Stunden sondern die vollen 24 Stunden.

Aus diesem Grund kann ich euch leider nicht empfehlen Potsdam mit dem Wohnmobil zu besuchen. Dann sucht euch lieber irgendwo einen Platz ein ganzes Stück außerhalb und lasst euer Geld als Bahn Tourist in der Stadt, aber zahlt nicht diesen total überteuerten Stellplatz. Potsdam selbst ist wunderschön, aber das empfinde ich als reine Geldmacherei auf Kosten der Wohnmobil Touristen.

 

Stralsund mit dem Wohnmobil

Aufiiiiiii… an an die Küste!

Nach Potsdam hieß es dann endlich wieder… Küstenluft schnuppern… weiter zur Wohnmobil Ostseetour, auf nach STRALSUND!

Schon vor einer ganzen Weile hatte mich das Ozeaneum Stralsund angemailt, ob ich vielleicht mal in der Nähe bin, dann würden sie sich sehr über einen Besuch freuen. Tja und da ich nun in der Nähe war, hatte ich schon einige Tage vorab mit der Leitung einen Termin für Freitag Mittag vereinbart.

In Stralsund selbst stand ich auf dem Stellplatz an der Rügenbrücke (Werftstraße 9a, 18439 Stralsund) und in dem Fall muss ich einfach mal betonen, wie super nett die Stellplatz Verantwortlichen da sind.

 

Stellplatz Stralsund

Guter Platz, klasse Betreiber… Stellplatz Stralsund

 

Da ich ja den Termin im Ozeaneum hatte, war es mir wichtig auf jeden Fall auf dem Stellplatz unter zu kommen, darum hatte ich einen Tag vorher angerufen und gefragt ob ich noch kurzfristig reservieren könnte. Das hat auch tatsächlich super funktioniert, mein Platz war reserviert… aber es gab noch weitere freie Plätze und so habe ich mich innerhalb des Stellplatzes ganz dreist doch woanders hingestellt. Natürlich habe ich die Reservierung dann sofort entfernt.

Als ich am nächsten Tag über den Stellplatz lief, sagte plötzlich eine Frau zu mir… Sie sind doch bestimmt Frau Speckmann, oder? Hatten Sie eine gute Anreise, soll ich Ihnen erklären wie sie zu ihrem Termin kommen? Die Dame wusste nicht das ich blogge, die wusste nicht wo ich hin musste… ich war also ein 08/15 Gast. Ein für mich erwähnenswerter und gastfreundlicher Empfang!

 

Schlechtes Wetter Ausflugsziele Ostsee

Hallöchen… Du auch hier?

Stralsund City und das Ozeaneum

Vom Stellplatz aus kommt man ganz einfach per Rad in die Stadt, zum Hafen und damit auch zum Ozeaneum. Zu Fuß sind es vielleicht 20 Minuten oder 4 Haltestellen mit dem Bus, der direkt vor dem Stellplatz hält.  Mir hat Stralsund insgesamt sehr, sehr gut gefallen. Der Stellplatz ist nett (wobei die Größen der Parzellen zum Teil sehr unterschiedlich sind, wenn ihr also die Möglichkeit habt, schaut euch um und wählt clever), die Stadt ist schön und das Hafenviertel einfach herrlich.

 

Quallen

Uhhhhh… ich geh nie wieder ins Meer

 

Zudem kann ich euch auch den Besuch des Ozeaneum ans Herz legen.

Ich bin echt kein großer Fischfreund, es sei denn er liegt lecker gebraten auf dem Teller ;-). Allerdings war der Besuch des Ozeaneums Stralsund wirklich klasse. Die Aquarien sind rieeeeeesig, die Pinguin Insel auf dem Dach ist witzig und es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man direkt vor so viel Wasser steht und die teilweise großen Fische über einem her schwimmen. Ich fand allerdings die “Ausstellungsflächen”  noch interessanter. Ob Walskelett oder Quallen mit meeeeeeeeeeterlangen Tentakeln. Brrrrrrr… die brauche ich echt nicht live im Meer erleben.

Mir hat der Besuch viel Spaß gemacht, ich fand es super interessant und vorallem finde ich, mit Preisen von 17 Euro für Erwachsene bzw. 8 Euro für Kinder und Jugendliche zwischen 4-16 Jahren, ist es noch ein halbwegs bezahlbares Tagesausflug Programm für Familien.  Wer zudem auch noch das Meeresmuseum in Stralsund besuchen möchte, kann für wenige Euro mehr ein kombi Ticket kaufen.

Fazit Stralsund….definitiv empfehlenswert, eine super tolle Stadt und einen Besuch wert! Im Sommer wie im Winter! Ich werde auf jeden Fall nochmal nach Stralsund fahren. Für mich ein echtes Highlight dieser Tour! Da ich jetzt schon ganz in der Nähe war, habe ich auch noch einen Abstecher auf die Insel Rügen unternommen.

 

Frauen allein mit dem Wohnmobil unterwegs

Mädels… Einkaufen klappt in Stralsund auch ganz gut 😉

Ab auf die Insel … die Wohnmobil Ostseetour und das Insel Feeling

Wenn ich auf Rügen bin, nutze ich immer wieder gerne den Stellplatz in Sellin (Kiefernweg 4b, 18586 Sellin), allerdings schließt dieser den Winter über. Ich hatte aber noch Glück, der Stellplatz hat noch bis Ende Oktober geöffnet und darum stand ich da in Sellin wunderbar.

 

Rügen mit dem Wohnmobil

Allee auf Rügen

 

Warum nutze ich diesen Platz so gerne?

Egal zu welcher Jahreszeit ich bisher auf Rügen war, mich erinnert der Stellplatz Sellin immer wieder an eine Lichtung mitten im Wald. Es ist in Wirklichkeit nicht ganz so, aber durch die verschiedenen Ebenen und die vielen hohen Bäume um den Stellplatz herum, sieht es für mich immer wieder ganz besonders “idyllisch” aus.

Davon abgesehen bietet der Stellplatz das volle Programm, hat sehr freundliche Betreiber und da wir uns nunmal auf der teuren Insel Rügen befinden, der Stellplatz ALLES bietet und zudem auch noch praktisch liegt, empfinde ich die ca. 20 Euro noch für halbwegs OK.

Die Stellplätze werden eben immer, immer teurer, ob berechtigt oder nicht… aber hier bekommt man zumindest etwas für sein Geld!

 

Wohnmobil Rügen

Stellplatz Sellin Rügen

 

Zudem hat der Stellplatz in Sellin auch noch einen extra Privatzugang zum Strand/ Meer, der “Rasende Roland” die Insel Dampflok hält in der Nähe und vor allem… man kann gut in ca. 10-15 Minuten ins Seebad Sellin laufen. Dort gibt es viele Restaurants und Cafes, die typischen Shops und vor allem die wunderschöne Seebrücke. Wer möchte kann auch vom Stellplatz aus am Strand entlang ins Seebad laufen.

Eines ist allerdings ganz, ganz deutlich zu spüren… Rügen ist teuer!!!! Egal wann und wo… hier zahlt man einfachden Insel Top Zuschlag.

Kleines Beispiel gefällig?

Durch ein Missgeschick von Milla und mir, haben wir leider im Cafe die zwei Aperol Spritz vom Nachbartisch gefegt. Klar war…. die Leute bekommen zwei neue Getränke auf meine Rechnung, ich konnte noch froh sein, dass die Getränke nicht sämtliche Klamotten versaut haben. Als ich dann allerdings hinterher die Rechnung bekommen habe, musste ich schon kurz schlucken. Zwei Aperol Spritz plus ein Latte Macchiato ….. 29,50 Euro!  Ein Aperol Spritz hat satte 12,50 gekostet. Nicht schlecht für einen kleinen Schuss Aperol mit viel Wasser und Kohlensäure…. im Sonnenschein!

Der Nordkurier hat nach 12 Jahren mal wieder die Preise verglichen und herrausgefunden, mitlerweile ist ein Strandtag im Sommer in Binz Rügen teurer als auf der Insel Sylt. https://www.nordkurier.de/reise/strandtag-in-binz-teurer-als-auf-sylt-1632326106.html

Also wie gesagt… Rügen ist insgesamt schon eine echt teure Touri Region

 

Wohnmobil Ostseetour Rügen

Die Seebrücke am späten Nachmittag

Zum Thema Preise habe ich allerdings noch einen TOP TIPP!!!

Oder vielleicht kennt ihr das alles ja auch schon und nur mir war es bisher nie bewusst!

Egal an welchem Küstenort man sich heute befindet…. hier zahlt man ja eigentlich überall eine extra Kurtaxe, egal ob Kurotz oder nicht! So auch auf Rügen! Dank Salvatore, einem Leser der mich auf dem Stellplatz erkannte, habe ich aber gelernt. Wer einen Behindertenausweis hat, muss häufig keine Kurtaxe bezahlen!

Manchmal ist es abhängig vom Grad der Behinderung, das beschließt jeder Ort für sich, aber es lohnt sich auf jeden Fall zu fragen. Salvatore hat gesagt, er zahlt mit seinen 80% so gut wie nie Kurtaxe.

Mir war das vollkommen neu, aber es stimmte. Ich musste tatsächlich auf Rügen keine Kurtaxe bezahlen.

Schade, dass ich davon gut 6 Jahre zu spät erfahre. 😉

Ebenfalls sehr, sehr schade war es, dass ich die ehemalige “Betonwand” Prora nicht wirklich live sehen konnte.

Nach zwei Nächten wollte ich die Insel schon wieder verlassen, allerdings nicht ohne mir einmal das “Monster Bauwerk” Prora anzusehen. Prora ist ein über 4 km langer Betonklotz in dem mehr als 20.000 Touristen zu DDR Zeiten Urlaub machen sollten. Die gesamte Geschichte dieses Ortes ist allerdings deutlich länger und komplizierter.

Heute steht das Gebäude noch, wird allerdings aktuell saniert.

Wie auch immer… ich wollte also eigentlich zusammen mit Milla nochmal eben 1-2 Stunden zum Meer, mir Prora ansehen, vielleicht da noch schnell einen Kaffee trinken und dann spätestens gegen 12 Uhr von der Insel fahren.

Zu aller erst hatte ich eigentlich sogar geplant bereits einen Tag vorher zu diesem Gebäude auf Rügen zu fahren, dann allerdings mit der Inselbahn o.ä. Prora liegt im Bereich von Binz, also ca, 18 km von Sellin entfernt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Insel hätte ich allerdings jetzt im Herbst über 1,5 Stunde benötigt (samt dreimal Umsteigen), plus gut 5 km Fußmarsch 🙂 …

Nee, nee, nee… so hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Dann also mal eben schnell mit dem Womo zum Prora Gelände bevor wir die Insel wieder verlassen. Aber ob ihr es mir glaubt oder nicht….Ich habe wirklich alles versucht, aber ich konnte in dem ganzen Gebiet nicht EINEN erlaubten/ möglichen Womo Parkplatz finden. Ich habe es in allen Seitenstraßen versucht, aber entweder das Gebiet war durch Schranken abgesperrt, die Parkplätze hatten Höhenbeschränkungen oder aber es waren große Schilder montiert, dass das parken von Wohnmobilen oder Caravans verboten ist.

Ja ich weiß… es gibt da ca. 2 km vom ersten Teil des Hauses entfernt einen Stellplatz oder ca. 4 km entfernt einen großen Wiesenparkplatz. Die Strecken sind jeweils der Beginn dieses Hauses, dann zieht sich das ganze ja noch über 4 km. Beides könnte man sicherlich nutzen, wenn man da übernachten möchte, aber das wollte ich ja nicht. Ich wollte ja nur mal kurz schauen und dann weiter fahren. Hinfahren, 1-2 Stunden schauen, Kaffee trinken, nochmal an der Küste entlang laufen und runter von der Insel… nicht mehr, nicht weniger.

Das ist mir übrigens  sowohl auf der Insel, als auch an anderen Orten diesmal sehr, sehr stark aufgefallen. Egal ob in Binz, ob jetzt gerade in Wismar oder eben Prora, noch nie habe ich so viele Höhenbeschränkungen oder Wohnmobil Verbotsschilder gesehen wie auf dieser Tour.

Ich habe also tatsächlich keinen Parkplatz für einen „kurzen Prora Stopp“ gefunden und musste so leider ohne “Kulturprogramm” wieder von der Insel abreisen.

Fazit Rügen… Die Insel ist immer wieder nett, der Stellplatz in Sellin ist klasse, die Seebrücke einfach hübsch und Rügen ist riesig und hat damit viel zu sehen und zu erleben, aber wer Rügen besucht sollte unbedingt ein Rad mitnehmen und ein gut gefülltes Portmonee. .

Wohnmobil Ostseetour… Warnemünde ist ja soooooo abenteuerlich 😉

 

Vanlife Frau allein Camping Frau

Das Wetter der letzten Wochen war schlichtweg fantastisch!

 

Von Rügen aus sind wir weiter nach Warnemünde gecruist.

Warnemünde ist mal wieder ein Ort, den ich vorher noch nie besucht habe, also hieß es für mich ABENTEUER ENTDECKER MODUS AN!

Direkt in Warnemünde gibt es einen Stellplatz und tjaaaaaa, so richtig weiß ich auch heute noch nicht, was ich von diesem Platz an der Ostsee halten soll. (Am Bahnhof 3A, 18119 Warnemünde/Rostock)

Positiv ist auf jeden Fall seine Lage. Der Platz liegt DIREKT vor der Promenade zwischen Hafen und Meer. Dies bedeutet natürlich auch, hier fahren regelmäßig die großen Fähren und andere “Pötte” direkt vor den Wohnmobilen her… toll zum anschauen, WENN MAN DAS GLÜCK HAT IN DER ERSTEN REIHE ZU STEHEN! Und jaaaa, wir hatten das Glück, obwohl wir erst am Nachmittag da waren.

Davon abgesehen muss man auch nur wenige Meter laufen und steht direkt im Warnemünder Ortskern. Dieser ist natürlich 100% auf Touristen ausgelegt, aber das finde ich ja hin und wieder ganz schön. Also… die Lage ist sicherlich super… keine Frage!

 

Stellplatz Warnemünde Wohnmobil Ostsee

17,50 Euro… es ist halt ein Schotterplatz

Dennoch handelt es sich bei dem Stellplatz im Grunde nur um einen rieeeeeeesigen Schotterparkplatz, der nach vorne hin, also zur Promenade, auch noch mit einem alten, relativ hohen Maschendrahtzaun umrandet ist. Man sitzt also in der beliebten ersten Reihe hinter diesem Zaun, wie die Tiere im Zoo. Fehlt nur noch das jemand der gerade auf der Promenade spazieren geht und die Wohnmobile bestaunt, wien Banane durch den Zaun steckt. 😉 Ansonsten bietet der Stellplatz aber  NICHTS… kein Strom, kein gar nichts bis auf drei große Mülltonnen und am Rand steht auch noch eine Wassersäule, allerdings bin ich mir da nicht so sicher, ob man dieses Wasser wirklich nutzen sollte. Tja und trotzdem zahlt man für diesen großen Schotterplatz 17,50 Euro. Das ist sicherlich nicht so dreist wie in Potsdam, nichts desto trotz finde ich 17,50 Euro schon teuer für einen Platz der keinerlei Service bietet und der auch sicherlich keine echten Personalkosten hat, denn wirklich “gepflegt werden” muss da nix!

Stellplatz Warnemünde

Hübsch oder? 🙂

In meiner Stellplatz App steht… entweder man liebt diesen Platz und kommt immer wieder, oder es war der einzige und letzte Besuch von Warnemünde. Ja ich glaube da ist etwas wahres dran, wobei ich den Ort gut fand, nur den Stellplatz empfinde ich als zu teuer. Wenn so ein Platz 10 Euro kosten würde, dann wäre das auch längst genug. Zwei Tage bin ich mit Milla in Warnemünde stehen geblieben, um dann von dort aus weiter nach Wismar zu fahren. FAZIT WARNEMÜNDE… Stellplatz Lage ist super, der Ort ist sehr touristisch aber schön und direkt am Stellplatz fahren viele große Schiffe entlang. Dennoch finde ich 17,50 Euro für einen Stellplatz ohne jegleichen Service eigentlich zu teuer.

Hunde auf Rügen

Da hilft auch kein Zähneknirschend … Dienstag geht der Flitzer zurück nach Braunschweig. 🙂

Irgendwann geht auch die schönste Wohnmobil Ostseetour zuende…

In Wismar stehe ich auch jetzt gerade noch, während ich euch all das hier geschrieben habe. In den vergangenen Tagen ist es hier an der Ostsee deutlich, deutlich kälter geworden. Heute hat sich die Sonne zwar wieder gezeigt, dennoch ist es recht frisch. In der vergangenen Nacht waren es sogar nur noch 6 Grad. Aber ehrlich gesagt… die Temperaturen haben auch so ihren Vorteil. Zum einen liebe ich den Herbst und Winter ja eh und zum anderen kann ich so auch nochmal das OrangeCamp Womo so richtig ausnutzen. 🙂

Haaach, Dienstag ist es so weit, da muss ich das Womo wieder in Braunschweig abliefern und unsere Wege müssen sich trennen. So froh ich sein kann überhaupt ein Womo zu haben und natürlich mage ich die Omi… aber dieser neue tolle Flitzer hat schon echt viele, viele schöne und besondere Seiten. Das muss ich einfach so sagen!!!!

Wohnmobil Ostsee Tour im Herbst

Ostsee Tour, Dein Pin zum Artikel

Aber gut… noch darf ich das Womo ja einige Tage nutzen und genießen.

Das komplette Fazit, mit allen Vor- und Nachteilen dieses Wohnmobil Modells ziehe ich im nächsten und letzten Teil meiner Wohnmobil Tour durch den Herbst. Außerdem sind mir in den vergangenen Wochen mal wieder einige Punkte aufgefallen, über die ich mit euch dringendst mal “sprechen muss”.

Aber dass muss ich getrennt von der  OrangeCamp Wohnmobil Ostsee Tour schreiben, darum wird es diesen Artikel erst in den kommenden Tagen/Wochen geben.

Ihr seht also… ich habe noch einiges geplant und ich bin gerade zu diesem letzten Thema wirklich auf eure Gedanken und Reaktionen gespannt!

Soooo mittlerweile ist auch der 6. Teil und das große Fazit zur Tour im OrangeCamp online. Du möchtest wissen wie ich denn nun das Wohnmobil wirklich fand? Dann lies hier direkt weiter: Teil 6 – der letzte Teil meiner Tour und das große Fazit zum Womo Test

Bis dahin kann ich euch aber nur sagen… gebt auf euch acht und bleibt gesund!

Eure

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Durch den Herbst im OrangeCamp Wohnmobil – Teil 4 – Viva Italia, oder doch nicht?!

Durch den Herbst im OrangeCamp Wohnmobil – Teil 4 – Viva Italia, oder doch nicht?!

Und schwupp di wupp, geht es auch schon weiter mit dem vierten Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp Wohnmobil.

Noch schnell im Kurzverfahren der Rückblick auf die ersten drei Teile, damit ihr auch noch wisst wo wir stehen.

  • Im  ersten Teil habe ich euch mit nach Braunschweig genommen und erzählt warum ich die nächsten Wochen mit dem neuen OrangeCamp Wohnmobil on Tour sein darf. Herbsttour Teil 1
  • Danach ging es direkt weiter zum nächsten Hersteller. Nach jahrelanger Planung, weil ich es fast vermasselt hätte, ging es zur Knaus Tabbert Werksbesichtigung. Ein Blick hinter die Kulissen des professionellen Wohnm obil und Caravan Bau, Herbsttour Teil 2
  • Im dritten Teil habe ich euch dann erzählt, dass ich am Chiemsee anscheinend nicht erwünscht war, dass ich aber doch noch einen seeeehr schönen Stellplatz oberhalb des Chiemsees gefunden habe und wie es für Milla, den Flitzer und mich weiter durch die Berge nach Kufstein ging. Alleinreisende, NEIN DANKE … Chiemsee und meine Herbsttour Teil 3

 

Alles endete mit dem Almabtrieb, der leider nicht so schön war wie ich vorab gehofft habe und einem total lieben Überraschungsbesuch.

Nach diesem Besuch begann für mich aber das große Hin- und Herfahren, denn plötzlich änderten sich meine Pläne mehr oder weniger täglich. Wie gut, dass ich aktuell mit dem neuen test OrangeCamp Wohnmobil viel schneller unterwegs bin, als mit der guten alten  Omi. 🙂

Also los gehts mit dem 4. Teil meiner Wohnmobil Tour durch den Herbst.

 

OrangeCamp Wohnmobil Tour durch die Alpen

Pause auf über 1600 Meter Höhe … schon schön hier oben, auch als Friesenkind

 

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil in Richtung Italien… Brenner wir kommen

Eiiiiiigentlich hatte ich so still und heimlich für mich geplant, dass ich von Kufstein aus weiter durch die Alpen tucker, um irgendwann am Gardasee zu landen.  Also habe ich mich als erstes auf den Weg in Richtung Brenner aufgemacht, denn über diesen Pass wollte ich schon immer mal fahren… nur nicht unbedingt mit der Omi! 🙂

Von da an hieß es also für Milla und mich, immer Berg auf!!! Noch auf dem Stellplatz in Kufstein hatte mir ein Camping Nachbar erzählt, dass sie grundsätzlich nur Sonntags über den Brenner fahren, denn an allen anderen Tagen sei die Fahrt dank der vielen LKW’s eine absolute Katastrophe!

Hmmmm…. wir hatten gerade Montag! Na super, das konnte ja was werden.

Ich habe also unsere sieben Sachen gepackt und wir sind bei bestem Wetter weiter in die Berge gefahren. Ich kann euch sagen, wenn ihr bis dato genau so viel bammel vor einer Tour durch die Berge habt wie ich, die Angst ist WIRKLICH unbegründet! Die fahrt durch die Alpen bzw. auch über den Brenner Pass ist deutlich entspannter und viel, viel lockerer als ich je gedacht hätte. Die Straßen sind gut ausgebaut, ihr fahrt komplett über Asphalt, die Kurven sind jetzt nicht übermäßig eng und auch die Breite der Strasse ist ok.

Im Gegensatz dazu bin ich allein in Schweden schon auf deutlich „schlimmeren“ Straßen unterwegs gewesen, da wurde es manchmal wirklich eng und Schweden gilt ja nun nicht als besonders bergig!

Außerdem kann ich euch auch sagen, ich persönlich empfand den LKW-Verkehr als gar nicht schlimm, bzw. eher ganz im Gegenteil, ich fand das Fahren gerade durch die LKW‘s eigentlich ziemlich einfach. Für mich (und auch allen Leuten hinter mir) war ganz klar, ich werde jetzt nicht damit beginnen notgedrungen die LKW‘s irgendwie zu überholen! Wenn das ein PKW Fahrer hinter mir macht… soll er machen… ich NICHT! So bin ich also ganz entspannt und mit einigem Abstand (damit überholende PKW’s noch zwischen mir und dem nächsten LKW einscheren konnten)  hinter einem LKW und einem Bus her getuckert und hatte im Grunde eine ganz ruhige Fahrt.

 

Bergidylle hinter dem Brenner Pass

Wenn man ca. 30 Minuten vom Brenner Übernachtungsplatz läuft, steht man plötzlich in der absoluten Bergidylle

 

Fazit… mit dem Wohnmobil über den Brenner

Der Weg da hoch ist also wirklich, wirklich, wirklich kein DRAMA! Ok… mit einem 15 Meter langen Gespann, oder aber im Winter auf Schnee und Eis, müsste ich so eine Tour nicht unbedingt unternehmen, aber jetzt, solange die Straßen eisfrei sind… ich glaube da würde ich selbst mit der Omi relativ unproblematisch da hoch kommen. Das war alles bei weitem nicht so schlimm, wie ich noch in der Nacht zuvor gedacht hätte.

Milla und ich haben zwischendurch noch einen kleinen Parkplatz genutzt und ein Päuschen eingelegt, da oben hatten wir einen wunderschönen Blick) und iiiiirgendwann kamen wir dann auch in den Bereich die „Brenner Maut Station“, denn die Nutzung des Brenner Passes ist ja nicht kostenlos.

Aber auch da habe ich mich einfach rechts zwischen PKW und LKW Spur eingeordnet und habe dann ganz einfach per Karte und mit Klasse B ca. 23 Euro gezahlt. Für Hin- und Rückweg müsst ihr also bei einem 3,5 T Womo mit knapp 50 Euro rechnen.

Eine Nacht auf dem Brenner!

Eine Nacht wollte ich aber gerne da oben, direkt auf dem Berg verbringen und hatte mir aus diesem Grund schon vorab einen kleinen  kostenlosen Stellplatz direkt hinter der Grenze zu Italien im Navi gespeichert. Und siehe da…. bis auf ein einziges anderes Womo, stand da niemand. Wir hatten also Glück und konnten da oben eine Nacht verbringen.

 

Mit dem Wohnmobil über den Brenner

Wie war das noch… hat da nicht mal jemand gesungen… Wir sind schon auf dem Brenner, wir brennen schon darauf… 😉

 

Nächster Halt… Stellplatz Area Brennero, Via della Stazione, Italien.

Bei diesem Stellplatz direkt neben dem Brenner Pass handelt es sich um einen ganz einfach, kostenloser Stellplatz, direkt hinter der italienischen Grenze an einem Hotel/ Restaurant. Da oben gibt es schlichtweg… NIX, bis auf einen faaaaantastischen Ausblick. Ok, ihr müsst schon am besten so 20 Minuten von der Strasse „weg laufen“, habt dann aber das absolute Bergpanorame vor euch. Ich hatte jetzt auch noch das Glück, dass die Sonne strahlte, der Himmel blau war… es war einfach der perfekte Tag!

Eine Nacht hier oben solltet ihr euch also echt mal gönnen, auch wenn es bereits Ende September in der Nachts arg kalt wurde. Gut, dass ich ausreichend Gas und eine super, duper funktionierende Heizung an Bord habe. Denn die Heizung musste schon ganz schön bollern, um das Womo auf 20 Grad zu bringen und sie ist auch Nachts manchmal angesprungen, obwohl ich sie da auf 12 Grad runter gedreht habe. Also… Gas und Heizung sollte hier oben an Board sein und auch funktionieren, zumindest bei dieser Jahreszeit.

Nachdem Milla und ich eine sehr gute Nacht hatten, morgengs gar nicht genug von dem Blick über die Berge bekommen konnten und sich so unser Abfahrt immert weiter verzögerte, wollte ich eigentlich gerade eeeeeendlich weiter durch Italien tuckern, bis mein Handy klingelte.

(Ich sage schon jetzt sorry, leider muss ich ein bisschen um den heißen Brei herum schreiben, aber ich will auch nichts öffentlich ins Netz stellen, was nicht 1000%ig fest  steht!)

Das war es mit Italien…

Ein möglicher größerer Kooperationspartner aus Süddeutschland rief an und ich sage es euch, nachdem ich diesen Partner schon auf dem Treffen in Passau kennengelernt habe, hatte ich schon die gaaaaaanze Zeit  im stillen geahnt, irgendwann kommt der Anruf, wahrscheinlich genau dann, wenn ich gerade „weg bin“.

Die Frage kam schnell, könnten Sie vielleicht in den kommenden Tagen nochmal vorbei kommen, wir müssten noch einige Details persönlich klären?! Ja natüüüüüüürlich kann ich das!  😉 🙂

Na super, juhuuuu, gut dass ich mittlerweile knapp 500 km weit weg war. Andererseits, würde diese Zusammenarbeit stattfinden, wäre das echt ganz gut für mich, also hieß es…

 

Campingplatz Seecamping Waking am See

Nur wenige Schritte vom Womo entfernt liegt der schöne See samt Steg usw.

Auf Wiedersehen Italien, zurück nach Deutschland!

Es ging also nicht weiter in den Süden, sonder auf direktem Weg wieder zurück in Richtung Mautstation bzw. in Richtung Süddeutschland. Ich empfand den Rückweg über den Brenner übrigens als viel “anstrengender” als den Hinweg. Dieses ständige auf 3 Km/H abbremsen vor jeder Kurve, empfand ich als deutlich, deutlich „nerviger“, als das langsame getucker Berg auf, am Tag zuvor. Wobei ich auch hier sagen muss, das war sicherlich nicht „schlimm“… der Weg lässt sich wirklich gut fahren, aber Berg ab fand ich auf jeden Falöl „anspruchsvoller“

An diesem einen Tag bin ich also ein gaaaaanzes Stück gefahren, bis ich zurück in Waging am See bzw. Taching am See ankam. Im vergleich zum Chiemsee, ein vollkommen anderes, entspanntes Flair und zudem ein türkisblauer, glasklarer See. Hier war es wunder, wunderschön und zudem bekam ich auf dem Campingplatz Seecamping für relativ günstige 16 Euro einen super duper Platz, denn freie Parzellen gab es zu genüge.

 

Campingplatz Seecamping Waging am See

Och jaaaa… der Platz sollte gerade so reichen 🙂

 

Leider hat der zum Campingplatz gehörende Italiener mittlerweile das Saisonende eingeläutet, aber davon abgesehen war es ein SUPER Platz den ich euch nur empfehlen kann. Total entspannt, nette Betreiber, Hunde erlaubt, super gutes W-lan und das alles DIREKT am See. Beide DAUMEN HOCH!!! Adresse usw. bekommt ihr oben über den Link zur Homepage. 

 

Campingplatz Seecamping Waging am See

Der Campingplatz Seecamping hier in Wagging am See ist einfach klasse… da kann ich nicht meckern!

 

Leider musste ich aber ja möglichst bald zurück nach Passau, also habe ich die gastliche Stätte bereits am nächsten Mittag verlassen um die letzten 100 km in Angriff zu nehmen. Hätte ich zu dieser Zeit mehr „Freiheit“ gehabt, wäre ich sicherlich einige Tage auf dem Camping stehen geblieben.

Stadtführung Passau

In Passau selbst habe ich mich dann auf den kostenpflichtigen Stellplatz “Parkdeck Ilzbrücke” gestellt. Sicherlich kein besonders hübscher Stellplatz, aber von hier aus war ich schnell in der Stadt und konnte sogar zu Fuß zur besagten Firma laufen.  Da wir mittlerweile Donnerstag hatten, der Stellplatz über voll war, alle angrenzenden Parkmöglichkeiten von Camper genutzt wurden und ich jetzt eh noch nicht wusste wie ich weiter touren sollte, habe ich direkt das komplette Wochenende in Passau verbracht. Glücklicherweise konnte ich vorab, also in diesen zwei Tagen zwischen Anruf und Termin, auch noch einen Termin mit dem Passauer Tourismuschef vereinbaren. So hatte ich auch Freitag noch “volles Programm” samt Stadtbesichtigung, kleiner Donaufahrt und Altstadt Kaffeetrinken.

So hatte sich das Hin- und Herfahren zumindest doppelt gelohnt.

 

Passau im Herbst auf der OrangeCamp Wohnmobil Tour

Blick von der Burg auf die 3 Flüsse Stadt Passau

 

Passau…

Passau ist eine hübsche Stadt in der man super gut seine Zeit verbringen kann. Allerdings muss ich auch sagen, in Passau schlägt das Touri Herz so laut, wie ich es selten erlebt habe. Touris, Touris, Touris , meist im Alter von 60-80 erobern dank der vielen Donau Kreuzfahrten die Stadt. Laut Tourismschef wird es allerdings im Winter deutlich ruhiger… vielleicht ist dann Passau genau der richtige Ort für eine Winter Tour. Jetzt im Herbst war Passau schön und neben dem Dom stand für mich das „Dackelmuseum“ ganz oben auf dem Plan… aber es sind eben auch echt viele Touristen samt Touri-Führern in der Stadt unterwegs.

Ein Blick in die Passauer Altstadt Wege...

Passau Altstadt

Passau hat unheimlich viele kleine, steile Wege und Strassen zwischen Donau und Altstadt

Teilweise wird es ganz schön eng...

Besuch in Passau - Wohnmobil Stellplätze Passau

Und noch einer dieser winzigen Wege durch die Passauer Altstadt

Und bei Regen auch ganz schön rutschig... 🙂

Passau nicht behindertengerecht

Und noch ein drittes Foto der Passauer Strassen… wer hier schlecht zu Fuß ist, halt ein kleines Problemchen

Sonntags hatten Milla und ich genug von dem engen Stellplatz Leben mitten in der City und mittlerweile hatte ich mir auch endlich überlegt, wie meine Tour mit dem OrangeCamp Wohnmobil weiter gehen sollte.

 

Real Vanlife … so sieht es eben aus, auf einem typischen City Stellplatz

 

Nochmal zurück in die Berge? Nee, da hatte ich keine Lust zu, also nehme ich doch einfach die ganz genau andere Richtung.

Ab in den Norden!

Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte… es war doch noch nicht mein letzter Besuch Passaus 🙂

Und als hätten sie es geahnt, meldete sich am Montag der Tourismusverband Wisma bei mir, ob ich nicht Lust hätte ihre wunderhübsche Stadt zu besuchen. Sie würden sich sehr freuen, wüssten aber nicht ob ich irgendwann in der Nähe bin? Tja… blindes Huhn findet halt auch mal ein Korn! 😉

Spätestens da war also klar, es geht weiter in Richtung Norden und irgendwann in den kommenden Wochen werde ich noch einen Stopp in Wismar einlegen.

Aber von Passau aus sind Milla und ich erstmal ganz entspannt nach Regensburg getuckert. In Regensburg war ich vor Jahren mal während meiner Reha Zeiten und gerne hätte ich mich da nochmal als Fußgänger umgesehen.

Aber leider 0 Chance!!!

Zum einen sind die beiden Stellplätze in Regensburg von vorne herein ein WITZ (also ehrlich, liebe Stadt Regensburg… das ist doch nicht euer ernst?!  Das sind ncht nur enge City Stellplätze, das ist ein alter, schäbiger Acker, auf denen Wohnmobile so eng stehen, dass man kaum aus der Tür kommt.) Aber leider waren beide Plätze zudem auch noch brechend voll, oder sie waren nicht mehr vorhanden bzw. die wenigen Plätze standen voller PKWs.

Schade Regensburg… das war jetzt mein zweiter Versuch diese Stadt zu erkunden, ich glaube einen dritten wird es bei diesen Stelplätzen erstmal nicht geben.

Also musste ich mir schnell eine Alternative suchen und bin so nach Kelheim gefahren.

 

Tourismus Kelheim, Wohnmobilstellplatz Kelheim

Überall in Kelheim stehen diese Wegweiser herum… für Touristen natürlich super!

 

Kelheim… super Stellplatz und viel Natur zum radeln und wandern

Kelheim hat einen wunderschönen Stellplatz mit allem drum und dran, es gab viele freie Parzellen und zudem liegt der Stellplatz nur ca, 1 km von der Altstadt usw. entfernt. Da standen wir super gut, Milla war zufrieden und konnte quer über die Parzellen kullern und ich habe mich am späten Nachmittag noch auf den Weg in die Stadt begeben.

Hmmmm…. also ich muss schon sagen, anscheinend hat Kelheim einen seeeehr aktiven Tourismus Verein, denn sobald man vom Stellplatz Richtung Stadt läuft, kommt man an unzähligen Richtungstafeln vorbei. Eagal an welche Kreuzung man kommt, es gibt einen super gut ausgeschildeten Weg. Soweit… so klasse! 🙂

Zu Altstadt gehts hier entlang, zum Stadttor da entlang und zu den Donau Schiffern geht es nochmal einen anderen Weg. Ich dachte sofort… wooooow, wenn sich eine Stadt so viel Mühe gibt die Touristen an die richtigen Ecken zu leiten, dann hat sie sicherlich vieeeeeel zu bieten.

In der Altstadt angekommen, sah das Bild aber dann doch etwas anders aus.

Also ich glaube, sowohl Altstadt, als auch Stadttor und Donau Schiffer liegen insgesamt vielleicht 500m auseinander 🙂 und dazwischen ist leider jedes 3. Geschäft konkurs gegangen oder es erfolgt gerade der Ausverkauf. Wiedermal eine Stadt die langsam aber sicher „unter geht“…

 

Road Trip als Frau allein, Camping Wohnmobil Frau allein

Frische Luft schnappen in Kelheim… und nein… ich arbeite nicht bei der Post, das ist mein super neues Herbstmäntelchen!!! 😉

 

Schade Kelheim!

Ihr habt einen super Stellplatz, daneben ist augenscheinlich ein sehr, sehr netter Italiener, aber die Stadt an sich ist fast wie ausgestorben.

Wenn ihr aber einen netten Stellplatz zum radeln und wandern sucht, steht hier wirklich super.

Stellplatz Kelheim, Am Pflegerspitz 1, 93309 Kelheim , Kosten 8,50 Euro

So hatten wir aber insgesamt doch einen schönen, entspannten Tag. Ich habe frische Luft geschnuppert und viel Zeit am Laptop auf dem Stellplatz verbracht, Milla lag schlummselnd in der Sonne… alles gut!

Biiiiiis…. noch am selben Abend mein Handy erneut klingelte! 🙂 🙂 🙂

 

Passau am Abend, Wohnmobil Tour Alpen

Blick auf die Donau am Abend, hinter der Burg treffen Inn, Ils und Donau aufeinander

 

Tjaaaaa, was soll ich lange drum herum reden…. Passau die 3!  🙂

 

Mittlerweile war es dem Kooperationspartner schon selbst unangenehm, aber jetzt hatte sich der oberste Chef angemeldet und ja, der wollte mich doch auch gerne nochmal persönlich kennenlernen. 🙂 Und ja, geeeenau, ihr ahnt es schon…. was man als Bloggerin nicht alles tut! Ich bin also nochmal nach Passau gefahren, nochmal gute 150 km, juhuuuu. Das einzigst gute daran… mangelndes Engagement  kann man mir nun wirklich nicht vorwerfen.  Ich bin also direkt am nächsten Morgen wieder los gefahren, bin dann auch direkt mit dem Womo durch zur Firma und nachdem der Termin gut verlaufen ist, bin ich diesmal aber auf den kostenlosen, einfachen Stellplatz direkt an der Donau in Passau gefahren.

Dieser kostenlose Stellplatz ist im Grunde total nett, man steht direkt am Donau Ufer, der Platz ist riesig, so dass wenn alle vernünftig parken sicherlich gut 60 Wohnmobile stehen können… einziges Manko, ohne Rad kommt man von da echt schlecht in die Stadt. Zu Fuß sind es sicherlich 3-4 km, würde ich tippen.

 

Reiseblogger Alltag echt.

Stellplatz am Donauufer Passau – Blogger Alltag… so verbringe ich viele Stunden on Tour

 

Da ich aber eh nicht nochmal in die Stadt wollte, haben wir es uns einfach schnell gemütlich gemacht, ich saß noch bis spät in die Nacht vor dem Laptop und bin danach müde ins Bett gestolpert. Mir war ganz klar, am nächsten Tag werde ich ein gaaaanzes Stück fahren um Passau jetzt dann auch wirklich zu verlassen. Lange fahren bedeutet aber auch immer… kaum Zeit zu arbeiten. So sehr ich diesen „Job“ liebe, aber gerade on Tour muss man schon immer wieder ordentlich planen und manchmal ist dieser ganze Job viel „unromantischer“ als sich viele Leute das so vorstellen. Naja… vielleicht ist es bei anderen Bloggern auch anders… aber ich kann nur sagen, es vergehen eben auch immer wieder viele, viele Stunden in denen ich einfach nur im oder am Womo sitze, nicht viel sehe und dafür der Laptop heiß läuft.

 

Waging am See Wohnmobil OrangeCamp Tour

Bei dem türkis blauen Wasser am Waginger See, kann man super Fotos schießen 😉

 

Für Milla, das OrangeCamp Wohnmobil und mich ging es weiter nach Dresden.

 

Mit dem Wohnmobil über den Brenner, Italien oder doch nicht?

Dein Pin zum Artikel

Was wir dort erlebt haben, wie mein großer Stellplatz Test Dresden ausgefallen ist und vor allem, wie es nach Dresden für Milla, den Flitzer und mich weiter ging…. das erzähle ich euch im 5. Teil meiner Herbsttour mit dem OrangeCamp Wohnmobil.

Ihr könnt gespannt sein, wir haben in den letzten Tagen noch einiges erlebt 😉 aber nein … Passau Teil 4 gibt es erstmal nicht! 😉

Dafür ist mittlerweile auch der 5. Teil und das große Fazit zum Ende meiner Tour online. Wenn Du also direkt weiter lesen möchtest dann klick auf Teil 5 oder spring direkt zum Fazit, wie hat mir der OrangeCamp wirklich gefallen? 

Ich wünsche euch einen weiterhin goldenen Herbst und bleibt gesund

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

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Therme Sauna Schwimmbad mit dem Wohnmobil

Wohnmobil, Stellplatz, Therme 16x spezial Schwimmbad mit Stellplatz

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OUTCHAIR – Die Rettung für frierende Camper

Wenn man ständig friert, obwohl man sich schon sehr ordentlich und ausreichend angezogen hat …. dann kann der Blick auf den Sonnenuntergang, das Meer, oder die Küste noch so schön sein, Spaß macht das auf Dauer alles nicht.
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Doch die Rettung naht dank OUTCHAIR!

Wintercamping DIY Das Wohnmobil abdichten und warm halten

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Wenn ihr regelmäßig in den Winterurlaub fahrt, oder den Winter über ständig unterwegs seien werdet, dann lohnt es sich sicherlich einiges an Geld in die Hand zu nehmen ( allein für die neue Windschutzscheibenmatte und den Fussraumverschluss müsst ihr mit gut 500 Euro rechnen) und eine richtige „Winter Thermo Ausrüstung“ zu kaufen. Wer das Camping im Winter aber erstmal antesten möchte, oder so wie ich, nicht in den Schnee fährt, der kann sich für wenige Euro auch erstmal selber weiterhelfen.

Wie…? Na das seht ihr hier:

Meine Wohnmobil Herbst Tour Teil 3 – Chiemsee und Alpen

Meine Wohnmobil Herbst Tour Teil 3 – Chiemsee und Alpen

Nachdem ich euch im ERSTEN TEIL meiner Wohnmobil Herbst Tour mit nach Braunschweig zu OrangeCamp genommen habe und euch erzählt habe, warum ich aktuell mit einem Testwomo (genau genommen mit dem 690T von OrangeCamp) on Tour sein darf, drehte sich im ZWEITEN TEIL alles um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung in Jandelsbrunn.

Heute geht es weiter mit TEIL DREI meiner Wohnmobil Herbst Tour. Ihr erfahrt von meinen suuuuuuper sympathischen Erlebnissen am Chiemsee, von einem super Stellplatz in den Alpen, vom Almabtrieb den ich irgendwie total falsch eingeschätzte hatte und warum selbst mich neue Technik begeistern kann.

 

Meine Wohnmobil Herbst Tour im OrangeCamp Teil 3 – los gehts!

 

Nach dem spannenden Vormittag/ Mittag im Hause Knaus Tabbert, sollte es für Milla und mich weiter zum Chiemsee gehen. Zum einen war ich bis dato noch nie am Chiemsee und zum anderen konnte ich von da auch locker flockig in Richtung Alpen weiter düsen.

Also bin ich noch schnell eine kleine Hunderunde mit Milla um den Werksparkplatz gelaufen und dann nichts wie los! Die Straßen waren fast leer, der Weg von Jandelsbrunn zum Chiemsee nicht weit und da der neuen OrangeCamp Flitzer ein klitze kleines bisschen schneller fahren kann als meine Omi, sind wir bereits Nachmittags am Nordufer des Chiemsees angekommen.

Doch dann erwartet mich etwas, mit dem ich auf einer Wohnmobil Herbst Tour, mitten in der Woche, im September und außerhalb jeglicher  Ferien echt nicht gerechnet hatte…

 

ES WAR RAPPELVOLL!!!! Und zwar üüüüüüberall!

 

Ich bin insgesamt 8 verschiedene Stell- und Campingplätze am Chiemsee angefahren und habe nirgends auch nur einen freien Platz ergattern können. Entweder die Plätze waren bereits komplett ausgebucht, oder aber die Plätze waren voll und es herrschte zudem auch noch Hundeverbot. Das dieses Hundeverbot da unten am Chiemsee so verbreitet ist, das hatte ich nicht auf dem Schirm… wobei wie gesagt, selbst die Plätze auf denen Hundeverbot galt, waren so gut wie alle komplett belegt.

Nach der ca. 5. unnützen Anfahrt zu einem Campingplatz, wurde ich aber schlauer und habe versucht die verschiedenen Plätze vorab anzurufen, damit ich nicht weiter total sinnlos in der Region herum düse. Da kam aber dann schnell das nächste Problem, denn an den wenigsten Plätzen bekam ich direkt eine Person an den Hörer, meist lief nur der AB und da meine Campingplatz App alle Plätze als „Hunde willkommen“ Plätze ausgezeichnet hat (da muss ich übrigens noch hinschreiben und denen mal sagen, dass ihre Angaben nicht stimmen), blieb mir nichts anderes übrig als weiter durch die Region zu cruisen und die einzelnen Plätze ab zu grasen.  

Am siebten Platz angekommen, erlebte ich dann aber eine unwahrscheinlich sympathische Überraschung.

Ich konnte schon von der Landstraße aus, die neben dem Platz vorbei führt, einige Hundebesitzer sehen und juhuuuu… der Platz hatte noch kein „WIR SIND VOLL“ Schild in der Einfahrt stehen.

Das sah doch erstmal ganz gut aus! Also bin ich zügig in die extrem steile, kurze Einfahrt eingebogen, habe mein Portmonee geschnappt und nichts wie rein, auf zur Anmeldung.

 

Campingplätze mit Hundeverbot

Einen Campingplatz mit Hund am Chiemsee zu finden, ist echt nicht so einfach!!! Wie z.B. auch am Bodensee gilt häufig, Hunde verboten.

 

Da sollte ich allerdings noch mein blaues Wunder erleben….

 

Ich bin also freundlich zur Anmeldung herein geschneit und vor mir stand eine Dame mittleren alters. Meine erste Frage…. Haben Sie vielleicht noch ein freies Plätzchen und sehe ich das richtig, sind bei Ihnen Hunde erlaubt?

 

Ja genau, hier dürfen Sie ihren Hund mitbringen und wir haben auch noch 2-3 letzte freie Parzellen.

 

SUUUUUUPER, sagte ich, dann würde ich gerne einen dieser Plätze für 2 Nächte buchen, wäre es auch möglich, dass ich noch eine Nacht dranhängen kann?

 

Ja, ja, ja ja… alles möglich, wunderbar!

 

Ok, es ging also weiter zur eigentlichen Anmeldung und während die Dame die Unterlagen zusammen suchte, erzählte ich ihr, dass sie mittlerweile der 7. Platz seien den ich anfahre, aber es überall sooooo voll sei, dass ich bisher keinen Chance hatte einen Platz zu ergattern und ich gerade echt froh bin, hier doch noch etwas zu finden.

 

Es folgte ein kurzer Smalltalk, dass auch dieser Campingplatz bereits seit Monaten jede Nacht komplett ausgebucht ist und es aktuell einfach der Wahnsinn sei. Während wir also so quasselten, parkte auch schon das nächste Wohnmobil draußen in dieser sehr engen, steilen Einfahrt.

 

So weit, so schön! Aber dann kam der Knaller…

 

Die Dame fragte mich nach meinem Namen, Perso oder Führerschein, Kennzeichen und dann kam die wichtige Frage, nutzen Sie den Platz mit zwei oder drei Personen?

 

Darauf sagte ich: “Keines von beiden…. ich reise allein, also nur eine Person, aber mit Hund”.

 

Tja und darauf erwiderte die Dame sofort… Ohhhhh, dann tut es mir leid, dann wird das doch nichts bei uns, wir nehmen nur Paare und Familien auf.

 

WHAT????

 

Im ersten Moment dachte ich noch, die Dame macht einen Scherz! Darum fragte ich sie auch sofort… das ist jetzt ein Scherz oder? HA, HA WITZIG!!!…

Aber nein…. sie wiederholte ihren Satz und meinte ihn ernst: Nein, tut mir leid, wir sind ein Platz für Paare und Familien.

 

Ich konnte das gar nicht glauben, das ist mir in knapp 6 Jahren Womo Zeit auch noch nie passiert und dementsprechend perplexe war ich auch und habe LEIDER nicht so reagiert, wie ich es mir später gewünscht hätte.

Ich habe also nur meinen Ausweis usw. geschnappt und gesagt, DAS ist mir auch noch nie passiert, aber das ist ja gut zu wissen, das werde ich dann weiterleiten. Und damit habe ich mich umgedreht und bin gegangen.

Im Nachhineine habe ich mich natürlich geärgert und mich gefragt, warum ich nicht weiter nachgehakt habe, warum sie keine Alleinreisenden aufnimmt, aber gut…. wie gesagt, ich war so perplexe, dass ich da einfach nicht richtig reagiert habe.

Natürlich ließ mich das ganze auch in den kommenden Tagen nicht los und ich habe mich gefragt, was da wohl dahinter stecken kann, denn…

  1. Wir waren noch gar nicht beim Thema Geld, Preise, Bezahlen oder, oder, oder… es ging also nicht darum, dass ich irgendetwas dazu gesagt hätte, dass der Platz nur zwei Personen Preise auszeichnet.
  2. Ich kam direkt von der Werksbesichtigung und hatte dementsprechend „gute“ Klamotten an…. das Thema „die hat bestimmt ein Herzchen im Fenster“ kann definitiv auch nicht gelten!

 

Aber was sollte das ganze dann????

 

Mittlerweile habe ich über Facebook erfahren, dass in der Vorsaison auch bereits einige Leute allein auf diesem Platz standen… und darum reime ich mir das ganze mittlerweile wie folgt zusammen. Die Dame wusste ja nun von mir, dass es in der Region wieder extrem voll war, nach mir kamen ja auch bereits die nächsten Gäste und ich glaube mittlerweile, die wollte einfach nur nicht einen ihrer letzten 2-3 Plätze an mich als Einzelperson abgeben, sondern lieber Paaren oder Familien „einen sicheren Unterschlupf“ gewähren.

Und da es zu diesem Zeitpunkt erst später Nachmittag war, konnte sie fest davon ausgehen, dass sie auch die letzten 2-3 Plätze noch an andere Camper los wird.

Warum sie diese Taktik fährt, was das alles soll…. ich kann es euch nicht sagen!!!! Klar ist natürlich, dass ich das persönlich alles andere als gastfreundlich oder in irgendeiner Weise ok fand… aber gut…. mich wird dieser einzige, sehr, sehr schmale Campingplatz am Strand, der Hunde erlaubt und sich direkt am Süd-Ost Ufer des Sees befindet und bei dem sich DIREKT daneben, also direkt im Anschluss,  ein weiterer Campingplatz (auf dem Hunde allerdings verboten sind) befindet, nie wieder sehen!!!!

(Natürlich würde ich euch gerne den kompletten Namen des Platzes nennen, bin mir aber nicht sicher, ob ich dies hier seitdem es die DSGVO gibt noch so darf, denn damit gebe ich Daten preis ohne eine Bestätigung zu haben, diese Daten auch auf einer gewerblichen Seite offen zu legen. Aber ich kann euch natürlich nicht verbieten meine Beschreibung zu nutzen und z.B. Auf Google Maps selber zu recherchieren. 😉 )

TECHNIK die begeistert!

Nach dieser Aktion bin ich also relativ gefrustet zurück zum Womo gelaufen und habe versucht irgendwie halbwegs sicher aus dieser bescheidenen Zufahrt zu kommen.

Denn die Örtlichkeiten waren so, dass sich die Einfahrt zum Camping direkt hinter einer Kurve einer 70 km/h Landstraße befand, ziemlich schmal war, zudem ganz steil und auf das ganze auch noch auf Schotter. Ich bin also vorher vorwärts in diese Einfahrt eingebogen und habe dann irgendwie auf dieser echt steilen Einfahrt geparkt. Eine Möglichkeit zu wenden gab es in der Einfahrt nicht und auf den Campingplatz auffahren konnte ich ja nun auch nicht.

Also musste ich schauen, dass ich rückwärts diesen Abhang wieder hoch komme und auch direkt rückwärts auf die Landstraße auffahre, wobei ich aber weder sehen konnte, ob da ein Auto um die Ecke geschossen kommt, noch hatte ich die Sicherheit auf dem Schotter genügend „Grip“ zu bekommen, damit die Rifen nicht durchdrehen.

Ehrlich… diese Ausfahrt/ Einfahrt hat mich mindestens 10 graue Haare gekostet und das alles noch mit dem neuen, deutlich längeren und einfach andren Womo!

Allerdings hat der neuen Flitzer einen WAHNSINNIGEN VORTEIL, der mir auch in den folgenden Tagen in den Bergen noch super Dienste leisten sollte.

Das neue Womo hat eine Berganfahrtshilfe… ich glaube so heißt es, ich muss aber nochmal in die Peugeot Beschreibung schauen. Das heißt, für 2 Sekunden, während man ansonsten in Millisekunden zwischen Bremse, Kupplung und Gas herum tippt, springt eben diese Anfahrtshilfe ein und man fängt erst gar nicht nicht an vorwärts zu rollen.

Ich stand also in dieser extrem steilen Einfahrt und z.B. Mit der Omi wäre es so gewesen, dass ich den Rückwärtsgang eingelegt hätte, dann ganz schnell von der Bremse aufs Gaspedal wechseln würde, wahrscheinlich mit Hilfe der Handbremse, und versucht hätte mit möglichst viel Schwung den steilen Abhang hoch zu kommen, damit ich ja nicht in die Situation gerate, dass die Reifen auf dem Schotter nicht packen und ich nach vorne gegen die Schranke rolle. Aber auch das wäre echt ein Problem gewesen, denn dann wäre ich auch mit Schwung rückwärts auf die Landstraße gedonnert, ohne sehen zu können, ob da ein Auto angeschossen kommt.

Dank dieser super Anfahrtshilfe, konnte ich ganz langsam und entspannt, Stück für Stück rückwärts den Abhang hoch fahren, ohne wild zwischen Gas, Bremse, Schalten what ever hin und her zu wechseln.

Ich kann euch gerade nicht sagen, ob diese Technik mittlerweile bei allen neuen Autos/ Womos verbaut ist, ob das einfach mit dazu gehört oder ob das eine Sonderausstattung ist, aber ich kann euch sagen…. diese Technik ist EXTREM Hilfreich und obwohl ich ansonsten ja wirklich nicht diejenige bin die sagt, woooow super, alles was es an Sonderausstattung und Technik gibt brauche ich auch, wäre dies ein Punkt, den ich mir an einem neuen Womo wirklich wünschen würde. Gerade in den Bergen macht diese Anfahrtshilfe soooooo viele Situationen so unendlich viel einfacher und sicherer.

So konnte ich also zumindest halbwegs sicher diesen Abhang hoch rollen und dank der Rückfahrkamera, konnte ich auch ein kleines bisschen einschätzen, ob da gerade hinter mir ein Auto über die Landstraße gerast kommt.

Gut, irgendwann kam natürlich der Moment an dem ich nur noch sagen konnte, jetzt rauf auf die Strasse und hoffen dass nicht gerade genau in diesem Moment in Auto um die Ecke schießt, aber das hat ja zum Glück funktioniert und so konnte ich mit Frust und Adrenalin im Blut weiter fahren.

Als aller letztes versuchte ich es noch auf einem Chiemsee Stellplatz einige Kilometer weiter aber auch da war bereits alles voll! Ich habe also echt mein bestes gegeben um irgendwie sicher und auch als zahlender Tourist unter zu kommen…. es gab aber einfach keinen freien Platz mehr. Mittlerweile wurde es auch langsam dunkel, also habe ich mir einen öffentlichen Parkplatz in der Nähe dieses Stellplatzes gesucht und habe dann dort die Nacht verbracht.

Campingboom im September 

Eigentlich stand ich da auch wirklich gut, es gab auch keine Womo verboten Schilder, so dass ich da im Grunde ziemlich beruhigt geschlafen habe. Nichts desto trotz war ich doch am nächsten Morgen erstaunt, als ich aus meinen Womo Fenstern schaute. In der Nacht waren doch tatsächlich noch 8 weitere Wohnmobile dazu gekommen, wir standen also jetzt zu neunt auf diesem öffentlichen Parkplatz.

So macht sich also der Campingboom auch Ende September noch deutlich bemerkbar!

 

Stellplatz Tipp Chiemsee Region!

 

Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Chiemsees war für mich aber schnell klar, das wird nicht meine Lieblingsregion, also war auch klar… ich werde noch am selben Vormittag weiter fahren und nicht direkt am Chiemsee bleiben.

Auf meiner Stellplatz App fand ich dann auch relativ schnell einen gut klingenden, anderen Platz und zwar einen kleinen, privaten Stellplatz in den Bergen oberhalb des Chiemsees an einer Alm , genau genommen am Hof Seiseralm (ich meine aber nicht DIE Seiseralm in Südtirol)

Da ich ja eh in die Berge wollte, weil ich mich das bisher mit der Omi nie getraut habe und das neuen Womo für so eine Bergtour wie geschaffen ist, hieß es für mich also… immer Berg auf! Wobei die Anfahrt zu dieser Alm wirklich noch relativ easy war… da wäre ich vielleicht auch mit der Omi hoch gekommen. Eigentlich sind nur die letzten 500 m zur Alm wirklich steil, ansonsten handelte es sich um ganz normale, breite Straßen.

Dort oben angekommen sah die Welt dann schon wieder vieeeeel besser aus und ich kann euch allen diesen Platz nur wärmstens empfehlen!!! ( Seiserhof/ Seiseralm, Eschenstrasse, 83233 Bernau am Chiemsee) Leider mit 12 Euro ohne allem nicht gaaaaaanz günstig, vorallem mit den extra Services wird es dann teurer, Strom kostet z.b. 5 Euro am Tag, aber dafür echt schön!

 

Wohnmobil Stellplatz Chiemsee

Stellplatz Hof Seiseralm… Dein iiiv mein TOP TIPP für die Chiemsee Region

 

Ihr steht da oben direkt auf einem großen Parkplatz am Hof Seiseralm bzw. Alm Cafe und Hotel. Es gibt auch Strom wenn man möchte, der Hof hat eine Ver- und Entsorgung und wer mag, kann auch die Sauna bzw. den kleinen Wellnessbereich des Hotels mit nutzen, dies kostet dann aber extra.

 

Eine Nacht da oben auf der Alm kostet Euro und was ich mir ausnahmsweise mal gegönnt habe ist das extra zu zubuchende Frühstück für 14 Euro am nächsten Morgen.

 

Gerade wenn das Wetter mitspielt, steht ihr da oben einfach HERRLICH!!!

 

Ihr könnt über die gesamte Region und den Chiemsee blicken, es ist ein absolutes Paradies für Wanderer und vor allem… das Almhotel/Cafe hat eine super schöne Terrasse auf der ihr in der Sonne sitzen könnt und der komplette Chiemsee liegt vor euren Füßen!

 

Wie gesagt…. es ist sicherlich nicht der günstigste Stellplatz, ihr könnt da oben auch nur maximal 2 Nächte stehen bleiben und ich glaube mehr als 5 Wohnmobile sind auch nicht uuuuuuunbedingt gewollt…. aber wenn ihr euch das einfach mal gönnen möchtet, es lohnt sich!!!!

 

Milla und ich hatten auf jeden Fall eine super schöne Zeit da oben, das Essen im Gasthof war wirklich gut und so ein super duper Frühstück (als Büfett) in der Sonne mit Blick über den Chiemsee…. das war schon wirklich schön!

Plus… da oben war nichts los! Unten am Chiemsee war es ja wie gesagt rappel voll, aber da oben stand ich den ganzen Tag allein. Erst am frühen Abend gesellten sich noch zwei andere Camper dazu.

Hier habt ihr also anscheinend ganz gute Chancen auf einen schönen Stellplatz.

 

Auf, auf… von der Seiseralm nach Kufstein

 

Nachdem ich am nächsten Morgen noch lange am Frühstückstisch saß, habe ich mich erst am spääääten Vormittag wieder auf den Weg gemacht, nächster Halt meiner Wohnmobil Herbst Tour …. KUFSTEIN!!!!

Von der Seiseralm aus, konnte ich ganz entspannt über die Landstraße nach Kufstein fahren, ich kam also erst gar nicht irgendwie in die Situation eine Vignette für die Autobahnen Österreichs kaufen zu müssen. Diese hätte es aber für ca. 10 Euro an jeder Tankstelle gegeben.

In Kufstein angekommen hatte ich das Glück noch den letzten freien regulären Stellplatz zu ergattern… puhhhh Schwein gehabt, denn nichtmal 5 Minuten später kam ein anderes deutsches Camperpaar und fragte mich, ob ich abreisen würde, weil ich gerade dabei war das Stromkabel aus der Garage zu wühlen. Der Stellplatz in Kufstein ist sicherlich nichts besonderes, aber er liegt sehr günstig und relativ ruhig, um die Stadt zu erkunden.

Stellplatz Kufstein

Blick über den Stellplatz in Kufstein bei Nacht. Die gegenüberliegenden Wohnmobile stehen nicht mehr auf dem Stellplatz, was aber in Kufstein geduldet wird und anscheinend total ok ist.

Solltet ihr mal nach Kufstein kommen und keinen Platz auf den ausgewiesenen Stellflächen mehr bekommen… anscheinend ist es üblich, dass man dort auch den gesamten Parkplatz mit benutzen kann. Dann natürlich ohne Strom, denn die Stromanschlüsse gehören mit zu den offiziellen Stellplätzen und sind auch extra so ausgeschildert. Also Stecker eins, gehört zu Stellplatz Nr. 1 usw. usw.

Wie gesagt, anscheinend ist es üblich, dass Wohnmobilisten den normalen Parkplatz mit benutzen können. Ich stand insgesamt einige Tage in Kufstein und teilweise standen mehr als 20 Wohnmobile auf dem Parkplatz. Solltet ihr also mal keinen Platz bekommen, könnt ihr euch relativ sorglos auf den großen Parkplatz stellen.

Ob das nun so wirklich, wirklich gut ist…. ich kann es euch nicht sagen. Aber zumindest wird es da so gehandhabt und in all den Tagen gab es auch nie irgendwelche Kontrollen o.ä. Ich war aber auf jeden Fall froh einen der ganz normalen Stellplätze bekommen zu haben und bin dann auch deutlich länger in Kufstein stehen geblieben, als ich vorher geplant hatte. Denn für die kommenden Tage wurde ein heftiges Unwetter vorhergesagt und aus diesem Grund bin ich lieber „im Dorf“ stehen geblieben und bin erstmal nicht weiter in die Berge gefahren.

Stellplatz Kufstein, meine Wohnmobil Herbst Tour durch die Alpen

Stellplatz Kufstein… nix besonderes aber ok!

Kufstein ist ein wirklich nettes Städtchen! Ja, natürlich lebt Kufstein vom Tourismus, nichts desto trotz finde ich den Ort sehenswert. Zumal es noch die große Burg gibt, auf der täglich Orgelkonzerte stattfinden (die Musik hört man dann überall im Ort und wahrscheinlich auch noch 3 Berge weiter) und mit einer speziellen Bahn außen an der Burgwand, könntihr die Burg zudem noch leicht erobern. Sicherlich auch ein schönes Ausflugsziel für Familien. Ich bin insgesamt 3 Nächte in Kufstein stehen geblieben und hatte so auch das „Glück“ an einem dieser typischen Almabtriebe teilzunehmen.

 

Erlebnis Almabtrieb…

 

Tja…. was soll ich euch sagen…. ich weiß auch nicht so recht was ich mir vorab eigentlich darunter vorgestellt habe, eigentlich hätte ich mir das alles auch vorher schon denken können, nichts desto trotz war ich doch ganz schön „geschockt“ von der ganzen Aktion.

Almabtrieb Kufstein. Kühe, Herbst und Camping

Volksfeststimmung in Kufstein… ob das der perfekte Almabtrieb ist… keine Ahnung!

 

In Kufstein war es so, dass bereits am Tag zuvor die halbe Innenstadt abgesperrt wurde und an dem Tag des Abriebs herrschte in der ganzen Stadt Volksfeststimmung.  Es gab also quer durch die Einkaufsmeile einen, durch Absperrgitter und Flatterband  abgesperrten „Mittelgang“ und zwei relativ schmale Bereiche rechts und links, auf welchem dann auch noch verschiedenste Fressbuden und Handwerksgeschichten aufgebaut wurden. Zudem gab es auf dem Marktplatz eine große Bühne mit einem Moderator der lauthals, dank in der ganzen Stadt verteilter Lautsprecher, die Leute in Schwung brachte.

So weit, so gut… die Stimmung war wirklich schön und das Essen war lecker… alles super!

Ab 14 Uhr sollten dann aber die Kühe kommen und kurz bevor es soweit war, erklärte der Moderator noch einige Dinge zu diesem Almabtrieb.

Dass es sich dabei um eine alte Tradition handelt und dass die Kühe schon seit Jahrhunderten besonders geschmückt im Herbst von den Almen getrieben werden und dies ein Zeichen für ein gutes Jahr ist.

Sollte dem Sommer über allerdings irgendwas auf der Alm geschehen (vor einigen Jahren ist z.B. mal eine Kuh samt Kalb tödlich von einer Klippe gestürzt) dann werden die Kühe auch nicht so schön geschmückt.

Mit dem Wohnmobil durch die Alpen

Ihr seht… sobald eine Kuh gegen so ein Absperrgitter springt, bleibt nicht mehr viel Platz zum ausweichen.

Alles klar… das habe ich verstanden….

 

Die Kühe und Treiber sind bereits in den Morgenstunden los marschiert um dann eben gegen 14 Uhr in der Innenstadt von Kufstein anzukommen.  Und tatsächlich, um kurz nach 14 Uhr hörten wir alle schon die ersten Kuhglocken in der Ferne erklingen und nur kurze Zeit später kam die erste Kuh in die Einkaufsmeile eingebogen.

Dann allerdings passierte das, worüber ich vorab schon dachte… hmmmm so Kühe müssen ja entspannte Tierchen sein.

Ich stand jetzt ca, 100 Meter vor dem eigentlichen Marktplatz auf dem hunderte Leute auf den Almabtrieb wartete und man merkte deutlich, je näher die Kühe diesem Marktplatz kamen, je panischer wurden sie.

 

Die erste Kuh ging noch relativ entspannt, aber bereits die zweit blieb vor dem Platz stehen und bewegte sich nicht mehr weiter.

Dann kamen direkt 2-3 „Führer“ und versuchten die Kuh mit ziehen und zerren und dem ein oder anderen Stockhieb zum weiterlaufen zu bewegen, aber keine Chance… die Kuh blieb stehen bzw. legte den Rückwärtsgang ein.

Mit dem Wohnmobil durch den Herbst

Almabtrieb… und plötzlich ging nichts mehr, denn die Kühe wollte einfach nicht weiter!

Die Taktik der Treiber wurde dann eine andere, sie warten auf die nächsten Kühe, denn dann wird die ängstliche Kuh schon weiter gehen, doch auch das sollte sich als Fehler herausstellen!

Denn auch die nächsten Tiere wurden von Meter zu Meter panischer.

Das ganze ging dann so weit, dass eine Kuh flüchten wollte, sich panisch umdrehte und dabei schon gegen das erste Absperrgitter rannte.

Und von da an brach eigentlich nur immer mehr Panik unter den Tieren aus und leider muss ich auch sagen, dass der idiotische Moderator nicht gerade dazu beitrug die Situation zu entspannen. Denn anstelle das er vielleicht einfach mal ruhig abwartete, feuerte er über alle Lautsprecher die Massen auch noch dazu an zu klatschen und die Kühle durch klatschen, rufen und pfeifen anzufeuern.

Ich schaute mir das ganze Spektakel vielleicht 3-4 Minuten an und das Resultat war…  in dieser Zeit sprang eine weitere Kuh in ein Absperrgitter mir gegenüber und die Leute dahinter sprangen in die Eingänge der Geschäfte, zwei Kühe schafften es sich komplett umzudrehen und rannten die Strasse zurück, bei vielen Kühlen viel der Kopfschmuck ab und die Kuh die als erstes so panisch reagierte, bekam anscheinend durch ihre Angst auch noch Magen Darm (das ist jetzt einfach mal von mir so „dahingesagt“) denn plötzlich drehte sich das Tier, ging schreckhaft zurück und es kam nur noch Wasser in Massen aus ihr herausgeschossen. Dies aber auch leider auch noch so, dass die Leute dahinter einiges abbekamen, wenn sie nicht gerade noch wegspringen konnten. Dabei hat eine Dame allerdings den Buggy eines Kleinkindes übersehen, so dass die Dame auch noch über das Kind bzw. den Buggy stürzte und erstmal auf dem Boden lag.

Das war der Moment in dem mir die ganze Aktion viel zu heikel wurde und ich zügig meine Tasche nahm und den Ort verließ.

 

Ich bin ein absolutes Stadtkind… ich kenne mich mit Kühen NULL aus und mir ist durchaus bewusst, dass an so einer Kuh auch durchaus mal gezerrt werden darf und muss, oder sie den ein oder anderen Stock hieb bekommt und dies kein riesen Drama darstellt. So eine Kuh ist eben kein Hund… jaaaa diesen Unterschied habe auch ich erkannt 🙂

Kufstein City… ja klar, Tourismus steht da ganz weit oben, trotzdem ist es schön!

Aber diese Aktion…. ehrlich…. Tourismus hin, Tourismus her… aber das war meiner Meinung nach absolut gefährlich und zudem auch nicht sehr zum Wohle der Tiere!

Wenn so eine Kuh durch geht und es recht und links nur schmale Wege gibt… dann hilft eben auch kein kleines Absperrgitter und schon recht kein Flatterband.

Die Tiere hatten PANIK, die wollten nicht auf diesen riesigen Marktplatz voller lauter Menschen und so eine Kuh hat nunmal Kraft… wenn die in so ein Gitter springt oder weg rennt… die hält kein Herdenfüherer dieser Welt auf!

Ich hatte in diesem Moment wirklich das Gefühl, Mensch und Tier sind komplett überfordert, es wurde sich insgesamt viel zu wenig Gedanken um die Sicherheit gemacht und dass Tiere die Monatelang in den Bergen stehen und bis auf ein paar Wanderer niemanden sehen, Panik vor einer lauten, klatschenden Menschenmasse haben…. kann ich nachvollziehen.

 

Fazit…. SO EINEN Almabtrieb benötigt doch irgendwie kein Mensch, oder?

Das war eine reine, meiner Meinung nach echt gefährliche, Touri Aktion! Wenn schon Almabtrieb, dann besser deutlich kleiner und in irgendeinem „Bergdorf“ …. diese Veranstaltung in Kufstein war meiner Meinung nach mehr als riskant und das für Mensch und Tier.

Gut, aber mal von diesem Almabtrieb abgesehen, hatten Milla, der neue Flitzer und ich eine echt gute Zeit in Kufstein.

Zumal wir auch noch kurzfristigen Besuch bekamen. Da kam die Petra samt Mann extra auf der Fahrt vom Gardasee Richtung Heimat mal kurz für 2 Stündchen in Kufstein vorbei, weil sie auf Facebook gesehen hatte, dass ich da gerade stehe und sie mich doch mal live kennen lernen wollte.

Dann haben wir noch nett zusammen Kaffee getrunken, ich habe mal ganz schnell und heimlich mit Hund Sunny gekuschelt (natürlich nur als Milla gerade nicht hingeschaut hat) und danach sind die drei wieder zurück zur Autobah gefahren und haben sich auf den Heimweg begeben.

WAAAAHNSINN! 🙂

Besuch IsasWomo

Wenn das Milla sieht…. 😉

Tja und nach unserer Zeit in Kufstein… da lief dann vieles ganz anders als ich selbst geplant hatte. Oder ich sage es mal anders… eigentlich hatte ich ja selbst keinen super festen Plan, aber nachdem mir Petra und noch einige andere Leute begeistert vom Gardasee erzählt hatten, dachte ich… ok… dann fahre ich noch ein bisschen durch die Berge und tucker weiter in Richtung Gardasee.

Dein Pinterest Pin zum Artikel

Naja aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt… ich bin genau eine Etappe weiter gekommen, stand nochmal wunderschön in den Alpen bis mein Telefon klingelte.

Wie es dann weiterging, warum ich nicht zum Gardasee gefahren bin und weshalb ich den ein oder anderen extra Kilomter getuckert bin… das erfahrt ihr im vierten Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp. 🙂

Ihr möchtet wissen wie es weiter geht… Teil 4 ist mittlerweile online

Ebenso Teil 5 und das große Fazit in Teil 6

Bleibt gesund!

Eure

 

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Das Unternehmen Knaus Tabbert, ein Blick hinter die Kulissen – Herbsttour Teil 2

WERBUNG – Isa zu besuch bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn – Es war einmal eine unerfahrene, schüchterne kleine Bloggerin, die auf ihrem ersten Caravan Salon zum Stand von Knaus Tabbert lief und drei Jahre lang alles vermasselte, weil sie ja nicht nerven wollte! So oder so ähnlich begann die ganze Geschichte um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung in Jandelsbrunn, die ich am vergangenen Montag erleben durfte.

Wie ihr vielleicht schon seht, diese Werksbesichtigung hat eine eeeetwas längere Vorgeschichte, genau genommen eine drei Jahre lang andauernde Vorgeschichte. 🙂

 

Wann sind Blogger einfach nur nervig?

Knaus Tabbert & Isa, eine fast unendliche Geschichte….

 

Knaus Tabbert ist einer der größten und wichtigsten Reisemobil und Caravan Hersteller Europas und damit ist für mich klar, dass ich seit nunmehr drei Jahren vor jeder größeren Messe einen Termin mit Pressesprecher Stefan Diehl vereinbare. Dieser Kontakt entstand vor einigen Jahren eher durch Zufall, aber ich sage mal so, bis zum Caravan Salon 2018 verliefen diese Gespräche immer locker, nett und informativ.

Wenn ihr hier auf IsasWomo bereits mitgelesen habt, dann wisst ihr, dass ich auch negative oder kritische Erfahrungen in die Welt hinaus posaune. 😉 Aber wenn ich zur Abwechslung mal sehr positive Erfahrungen sammeln durfte, dann ist es nur fair über diese positiven Erfahrungen zu berichten und zu loben … kommt ja selten genug vor 😉 . Die Leute des Knaus Tabbert Presse Teams haben bei mir von Anfang an Pluspunkte gesammelt, denn sie waren eines der ganz, ganz wenigen Herstellerteams welches mich selbst auf den ersten Messen nicht direkt unsympathisch oder saudoof abgeschmettert hat! Ich erinnere mich noch sehr gut an die Leute eines anderen großen Herstellers (und NEIN ich meine nicht Hymer, bevor das wieder alle falsch verstehen), die nachdem ich mich höflich vorgstellt habe, gesagt haben… Und was wollen Sie jetzt von mir, schreiben Sie doch ihren Aufsatz wenn Sie das möchten? Die Informationen können Sie sich ja hier auf dem Stand selbst zusammensuchen und außerdem…? Weiter hat dieses sympatische Gespräch nicht stattgefunden, weil sich der gute Mann als Pressevertreter dieses Unternehmens einfach umgedreht hat und einen befreundeten Verkäufer eines benachbarten Standes überschwänglich begrüßte. 

 

Ich kann euch sagen, solche Erfahrungen bleiben in Erinnerung und das gilt für die positiven wie negativen!

 

Zurück zu Knaus Tabbert, das Ende eines jeden Messetermins sah allerdings ähnlich aus. Stefan lud uns/ mich (je nachdem ob ich mit Doreen auf den Messen unterwegs war oder allein) zur Werksbesichtigung nach Jandelsbrunn ein, doch iiiirgendwie kam es im Endeffekt nie dazu.  

Sooooo und bevor es jetzt direkt in euren hübschen Köpfen rattert und der Eindruck entsteht, die eingebildete Bloggertante hat es nicht nötig eine solche Einladung anzunehmen, nee, nee, nee!

 

 

Ihr müsst euch die ganze Situation bitte so vorstellen…

 

Ich vereinbaren vor einer Messe einen Termin und treffe mich dann am besagten Tag z.B. am Stand von Kanus Tabbert.

Zu diesem Zeitpunkt weiß ich aber schon ganz genau, dass ich wahrscheinlich die 3008. Bloggerin bin, die während einer großen Messe am z.B. Knaus Tabbert Stand vorbeischaut. Jetzt sind die Knaus Tabbert Leute aber so professionell, dass sie einen dieses nicht spüren lassen. Dennoch bin ich ja nicht doof! Ich weiß ganz genau wer so alles auf den Messen herum tingelt und wie das solche Unternehmen wie z.B. Knaus Tabbert auch zum Teil unglaublich dreiste Anfragen bekommt. Ich möchte aber niemals zu diesen super dreisten Bloggern gehören, hinter denen jeder die Augen verdreht.  

Während so eines Termins wird also ein bisschen Smalltalk gehalten, irgendwann kommen wir dann zu den wichtigen Knaus/Tabbert/ Weinsberg/ T@B/ Morelo Messe Neuheiten und danach kommt meist die Frage: Und wie läuft es denn so bei euch/ bei dir?

Tja und da wären wir wieder bei dem Punkt, an dem ich jedes mal hoffe der Boden würde sich auftun und ich könnte versinken. Ich weiß ja, dass diese Frage vollkommen normal ist und auch dazu gehört (wie soll ein Unternhemen sonst erfahren, wie es bei mir so läuft?) Ich kann mich aber total schlecht selbst verkaufen, da stelle ich mich wirklich dämlich an und wenn ich irgendwann später mitbekomme, wie andere Leute bei dieser Frage los sprudeln und auf die ka…e hauen, da werde ich rot wenn ich es nur höre. Da kann ich mir vorab sogar die passenden Worte zurecht legen und trotzdem fällt es mir schwer.

 

Wie soll man sich denn bitte “ins rechte Licht setzen”, erzählen was man in den vergangenen Monaten so gemacht hat, ohne zu klingen wie ein Angeber? 

 

Ein ganz schmaler Grat! Das fällt mir also echt schwer und teilweise kann ich Leute bewundern die über sich selbst sprechen können, erzählen, dass es vielleicht auch mal ganz gut läuft oder man zumindest ganz zufrieden ist und bei denen es eben nicht sofort wie angeben klingt. Aber gut, irgendwie habe ich diesen Teil des Gespräches immer mit möglichst wenig Worten überstanden, habe 2 Sätze gesagt und Doreen das Feld überlassen, oder ich habe das Gespräch mal ganz schnell auf andere Themen gelenkt, so nach dem Motto: „Jaaaa alles suuuuuper, aber sag mal was habt ihr hier eigentlich für einen Teppichboden am Stand, der ist ja hübsch 🙂 🙂 🙂

Das Ende eines jeden Termins sah dann wie gesagt ähnlich aus, Stefan lud uns zur Werksbesichtigung nach Jandelsbrunn ein, was ich auch WIRKLICH super fand!!! Aber nach der Messe, ist es dann eben auch genau bei dieser Einladung geblieben, denn:

Ich habe (bis zur nächsten Messe) nie wieder etwas von Knaus Tabbert gehört und dachte, ok… bei 3023 Bloggern die sich auf so einer Messe “vorstellen”, ist das sicherlich eher eine Art “Floskel”. Lassen wir es mal besser dabei, ich möchte den Leuten ja auch auf keinen Fall auf den Senkel gehen. Ich glaube noch schlimmer als Blogger die sich gar nicht melden, sind Blogger die am liebsten ständig irgendwas „abgreifen“ wollen und bei denen jeder hinterrücks denkt, mein Gott DIE schon wieder, mit der können wir doch eh nichts anfangen! Noch schlimmer, wenn die Leute den Eindruck bekommen, man wolle doch eh nur möglichst dreist irgendwas geschenkt bekommen.  Das ich mich nicht gemeldet habe, hatte also nichts damit zu tun, dass die feine Dame auf eine schriftliche Einladung gewartet hat, sondern viel eher damit, dass ich mich nicht “aufdrängen” wollte und dachte: Ok schade, aber nerv die Leute nicht!!!

 

Das Knaus Tabbert Team sah das alles aber verständlicherweise ein bisschen anders und wartete immer wieder darauf, dass ich mich mal melde um einen Termin abzusprechen und wenn sich “das Mädel” nicht meldet… hmmm, dann kann ihr Interesse ja nicht serhr groß sein.

Tjaaaa, so war das eben und es hat wie gesagt gute 3 Jahre lang gedauert, bis sich die Sitiuation verändert hat! 

Arbeit als Bloggerin... was ist richtig und was dreist?

Isa Holmes auf der Suche nach dem Knaus Tabbert Geheimnis … bis es zur Werksbesichtigung kam, hat es allerdings etwas gedauert!

 

Ich habe die Lage vollkommen falsch eingeschätzt, bis zum Caravan Salon 2018.

 

Denn auf der diesjärigen Messe wurde aus dem vorerst lockeren Knaus Tabbert Smalltalk, plötzlich ein doch etwas “ernsteres Gespräch”, mit einem deutlich schärferen Unterton.

Inhalt dieses Gespräches… Mädel wenn du dich nicht meldest, dann bist du es selber Schuld! Entweder du kommst jetzt mal aus dem Quark, oder wir können es auch komplett lassen.

UUUUUUPPPPPS! Okey, okey, okeyyyyyyy, da war es also mal wieder, mein persönliches “ich bin einfach zu zurückhaltend” Problem, was wiederum ganz schnell nach “mangelndem Engagement” aussehen kann.  Gaaaaaaaanz doooooof! Aber zumindest wusste ich jetzt was ich zu tun hatte. Wie einfach wäre das Leben doch, wenn man sich nicht über jede Situation 28 Gedanken machen würde und alles und jeden 10 mal hinterfragt, immer wieder für sich selbst abwägt und dann doch die falschen Entscheidungen trifft  🙂

Also habe ich mich nach dem Caravan Salon rucki zucki um einen Termin gekümmert und da ich ja mit dem neuen OrangeCamp Testwomo eh in die Berge wollte, passte auch ein Abstecher in Jandelsbrunn super in meinen Zeitplan.

 

Knaus Tabbert Jandelsbrunn

Auf dem Weg nach Jandelsbrunn… ein bayrisches Dorf in der Nähe von Passau

 

 

So kam es also endlich dazu, dass ich am vergangenen Montag Jandelsbrunn und das Knaus Tabbert Werk persönlich kennenlernte. 

 

ZUM GLÜCK darf ich ja aktuell den OrangeCamp testen, so dass ich zumindest auch mit einem neuen schicken Flitzer auf das Werksgelände auffahren konnte. Ehrlich gesagt, ich glaube mit der Omi hätte ich drei Straßen weiter geparkt. Mein armes altes Womo bekommt ja Komplexe bei so viel junger Konkurrenz 🙂 Aber das Problem konnte ich glücklicherweise ausklammern.

Also hieß es ankommen, zügig parken, Milla davon überzeugen, dass sie furchtbar gerne im Womo warten möchte und dann auf zur „Anmeldung“ des riesigen Werkskomplex.

Bevor ich euch jetzt aber verrate wie dieser Vormittag/ Mittag bei Knaus Tabbert verlaufen ist, was ich beim Blick hinter die Kulissen erlebt habe und ob Sherlock die größten Geheimnisse des Unternehmens Knaus Tabbert herrausgefunden hat (ich sage nur Knaus Tabbert Leaks 😉 ), kommt hier erstmal die durchaus spannende Geschichte des Unternehmens Knaus Tabbert. 

Die Knaus Tabbert Group

Eine Erfolgsgeschichte mit Höhen und Tiefen!

 

 

  • Wann wurde aus den getrennten Unternehmen Knaus und Tabbert die “Knaus Tabbert Group”?

 

  • Welche Zahlen schreibt die Knaus Tabbert Group heute und welche Ziele gibt CEO Wolfgang Speck im PNP Interview preis?

 

  • Wie war das noch mit der großen Pleite?

 

  • Durch wen wurde das Unternehmen eigentlich gerettet, welche Untermarken gehören mittlerweile zu Knaus Tabbert und was hat Morelo damit zu tun?

 

Damit ihr nicht ewig lang hin und her scrollen müsst, öffnet sich mit einem Klick auf den folgenden Kasten ein Sonderabschnitt mit allen Antworten und vielen weiteren Informationen über das Unternehmen Knaus Tabbert. 

 

Hier klicken und mehr über Knaus Tabbert erfahren

 

Tabbert

Der Karosseriebaumeister Alfred Tabbert gründete 1934 den Karosseriebau Alfred Tabbert

Im zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb komplett zerstört, fertigte nach dem Krieg aber dennoch mit gut 80 Mitarbeitern weiterhin Wagen für die Landwirtschaft an. Leider kam es 1948 zu einem Großbrand, der wiederum den kompletten Betrieb zerstörte.

Erst danach wurde eine neue Werkshalle gebaut und damit die “Fränkischen Fahrzeug und Möbelwerke” gegründet.

Der erste echte Wohnwagen der Marke Tabbert wurde 1953 produziert und bereits 1955 ging der Tabbert “Ideal Caravan” in die Serienherstellung.

Nach dem Erfolg des “Ideal Caravan” wird 1959 die Tabbert Wohnwagen GMBH im hessischen Mottgers gegründet (den Standort gibt es bis heute) und bereits 1971 ist Tabbert Deutschlands Marktführer im Bereich Caravaning.

Zwischen 1984 und 1987 wurde aus der Tabbert Wohnwagen GmbH die TIAG, die Tabbert Industrie AG, welche das konkurs gegangene Wilk Unternehmen als alleiniger Gesellschafter kaufte und alle Beschäftigten, Gebäude und Grundstücke übernahm.

1992 wurde dann auch das Unternehmen Weinsberg, welches bereits 1969 das erste auf Fiat Basis gebaute Wohnmobil herausbrachte, von der Tabbert Industrie AG übernommen. Mit dieser Übernahme wurde auch die Weinsberg Produktion ins hessische Mottgers verlegt.

 

Knaus

Während dieser Zeit, genau genommen im Jahre 1960, gründete der Architekt und studierte  Ingenieur und Baumeister Helmut Knaus das Wohnwagen Unternehmen KNAUS KG.

Bereits 1961 produzierte die Knaus KG den Wohnwagen “Schwalbennest”, durch welchen bis heute das fliegende Schwalbenpaar als Knaus Markenzeichen dient.

1970 wurde der Vertrieb von Knaus Wohnwagen europaweit ausgebaut und das bis heute bestehende Stammwerk in Jandelsbrunn/ Bayern gebaut.

Während der 1980er Jahre erreichte Knaus mit den bis heute bekannten Modellen Südwind, Azur und vielen Produktneuheiten einen führenden Rang unter den Freizeitfahrzeug Herstellern Europas.

Mit der Gründung der KNAUS AG im Jahre 1996 entstand die enge Kooperation mit der TIAG – Der Tabbert-Industrie AG

Knaus Pleite, mehr Informationen

Die Unternehmensgeschichte von Knaus Tabbert hat ihre Höhen und Tiefen!!!

Da war doch noch was??? Die Insolvenz!

 

Soviel zur Geschichte der beiden Unternehmen TABBERT und KNAUS.

Ab dem Jahr 2001 wurde es aber richtig so spannend und wir kommen endlich zu dem Teil über die Insolvenz und dem “neuen” Aufbau eines Unternehmens.  

2001 fusionierten die wesentlichen Unternehmensteile der Tabbert Industrie AG mit der Knaus AG. Im Zusammenhang mit dieser Fusionierung leitete das Unternehmen einen grundlegenden Turnaround ein wodurch massive Sanierungsmaßnahmen durchgesetzt wurden. Stichwort… alles neu macht der Mai, oder besser gesagt Knaus und Tabbert!

2002 wurde dann endgültig aus Knaus und Tabbert die Knaus Tabbert Group GmbH mit Hauptsitz in Jandelsbrunn.

Bereits 2006 erkannte die Knaus Tabbert Group die großen Vorteile des ADACs, wodurch eine enge Kooperation zustande kam mit dem Ziel, dass vor allem die Wohnmobile der Marken Knaus und Weinsberg unter der Flagge des ADAC vermietet wurden.

Doch leider setzte in den kommenden Jahren der Camping Boom noch nicht wirklich ein, wodurch die Knaus Tabbert Group am 9. Oktober 2008 die Insolvenz bekannt geben musste.

Doch zum Glück gab es die niederländische Investmentgesellschaft HTP Investments BV (im weiteren Verlauf HTP) welche Knaus Tabbert zum 1. Januar 2009 übernahm.  Glücklicherweise erkannte die HTP die Zeichen der Zeit, betrieb alle Werke weiter und setzte das Ziel aus, Knaus Tabbert zum führenden Wohnwagen Hersteller Europas zu machen.

HTP ist eine in Zeeland sitzende Gesellschaft welche nicht nur an Knaus Tabbert Beteiligt ist, sondern z.B. auch an dem Luxusjacht Hersteller Oyster Yachts und der Gießerei Neue Halberg-Guss mit Sitz in Saarbrücken, welche als Europas Marktführer im Bereich von Kurbelwellen usw. zählt. Die HTP hatte meinen letzten Informationen von 2016 zufolge mehr als 6000 Mitarbeiter und generierte in diesem Jahr einen Umsatz von ca. einer MILLIARDE Euro.

Im April 2011 kam es dazu, dass der Investor HTP die Beteiligung an dem Luxus-Wohnmobil Hersteller Morelo bekannt gab. Doch auch wenn es sich um zwei Wohnmobil Hersteller handelte, wurden beide Unternehmen erstmal selbständig und getrennt voneinander weitergeführt.

2016 gelang der Knaus Tabbert Group der nächste Coupe. Mit dem Unternehmen RENT AND TRAVEL wurde die Idee geboren ein Servicenetz bestehend aus Reisebüros aufzubauen, welche Neu-Camper zum Thema Wohnmobil mieten & erste Campingtouren berät. Über RENT AND TRAVEL erfahrt ihr in einem separaten Artikel in einigen Wochen mehr.  

2017 wurde Morelo dann doch in die Knaus Tabbert Holding integriert und gehört seitdem ganz offiziell zu Knaus Tabbert. Zudem wurde das Werk in Jandelsbrunn um eine weitere Werkshalle erweitert.

2018 – Der Campingboom ist groß, die Nachfrage fast noch größer und die Knaus Tabbert Group legt auch im vergangenen Jahr nochmal deutlich an Umsatz zu.

 

Knaus Sport Traveller in der Produktion

Auf einer von 4 Werksbahnen wurde während meines Besuchs der Knaus Sport Traveller produziert.

 

 

Noch einige extra Fakten zur Knaus Tabbert Group

 

Der Knaus Tabbert Group gehören 2018 insgesamt 6 Marken mit unterschiedlichen Modellen, Grundrissen und Sondermodellen an:

  • Knaus bietet: Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen (von Knaus auch liebevoll CUV genannt, klingt ja auch viel besser als KASTENwagen) in 19 Modellen, 81 verschiedene Grundrisse und 4 Sondermodelle an
  • Tabbert bietet: Wohnwagen in 8 Modellen, 45 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • T@B bietet: Wohnwagen in 2 Modellen, 2 Grundrissen und 4 Style Varianten an
  • Weinsberg bietet: Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen in 9 Modellen, 43 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • Morelo bietet: Luxus Reisemobile in 5 Modellen, 59 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • RENT AND TRAVEL – Das Vermietportal mit über 350 Partner Reisebüros in Deutschland.

 

Der Hauptsitz der Knaus Tabbert Group liegt in Jandelsbrunn/ Bayern. An diesem Standort arbeiten ca. 1150 Angestellte und produzieren pro Tag bis zu 25 Reisemobile und Wohnwagen der Marken Knaus und Weinsberg

Davon abgesehen gibt es noch drei weitere Standorte.

  • Mottgers in Hessen mit ca. 350 Angestellten. Produziert werden vor allem Wohnwagen der Marken Tabbert und Knaus.
  • Schlüsselfeld in Bayern mit ca. 270 Angestellten. Hier werden die Luxus – Reisemobile von Morelo produziert.
  • Nagyoroszi in Ungarn mit ca. 740 Angestellten. In diesem Werk werden Wohnwagen der Marken T@B und Weinsberg gebaut, Reisemobile von Weinsberg sowie die komplette Produktion der Knaus und Weinsberg Kastenwagen.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass aktuell knapp 2500 Angestellte für die Knaus Tabbert Group an 4 verschiedenen Standorten arbeiten.

 

So wird der Knaus Sport Traveller gebaut

Der Knaus Sport Traveller von vorne. Für mich nicht unbedingt das schönste Caravan Modell, hat er doch mittlerweile Kultstatus erreicht.

 

Seit 2009 schreibt das Unternehmen Knaus Tabbert ein Jahresumsatz Plus nach dem nächsten. Ok, jetzt könnte man sagen, nach einer Insolvenz und samt einem starken Investor im Rücken, ist das auch nicht die aller, aller schwierigste Aufgabe.  Nichts desto trotz ist es aber so, dass Knaus Tabbert in Europa zu den “Big Playern” der Freizeitfahrzeuge Branche zählt.

 

Dies belegen die aktuellen Zahlen deutlich.

 

2017 wurden in Deutschland insgesamt ca. 63.000 Freizeitfahrzeuge, also Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen neu zugelassen und ungefähr jedes dritte (!!!) stammt aus den Reihen der Knaus Tabbert Group.  Diese ca. 21.000 Fahrzeuge spiegeln sich natürlich auch in den Umsätzen des Unternehmens wieder. Die Knaus Tabbert Group erzielte im vergangenen Jahr eine 26 prozentige Umsatzsteigerung auf insgesamt 592 Millionen Euro.

Aber der Campingboom geht weiter und so setzt sich auch die Knaus Tabbert Group immer neue und höhere Ziele.

Erst vor wenigen Wochen hat Knaus Tabbert  CEO Wolfgang Speck im Interview mit der Passauer Neuen Presse die „Zielsetzungen“ der nächsten Jahre bekannt gegeben. So rechnet die Knaus Tabbert Group bereits 2018 mit einem Umsatz von knapp 750 Millionen Euro und bis 2022 will das Unternehmen sogar die Umsatz Milliarde anpeilen.

Das gesamte Interview mit CEO Wolfgang Speck findet ihr hier: https://plus.pnp.de/ueberregional/heimatwirtschaft_niederbayern/2958647_Knaus-Tabbert-peilt-die-Milliarde-an-auch-ohne-AG.html

 

Allein in Jandelsbrunn hat es die Knaus Tabbert Group geschafft innerhalb von 5 Jahren die Mitarbeiterzahl um mehr als 100 Prozent, von 632 Mitarbeiter 2013 – auf 1443 Mitarbeiter 2018, zu steigern. Knaus Tabbert ist eben ein attraktiver Arbeitgeber und die freiwilligen Bonuszahlungen (an alle Mitarbeiter) nach dem wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre, senken sicherlich auch nicht gerade das gesamte Arbeitsklima 🙂

Isa on Tour – Die Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn    

 

Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert

Die Anmeldung, frisch gefegt wurde anscheinend und auf den fehlenden roten Teppich bin ich liebenswerterweise nicht weiter eingegangen  😉 🙂

 

Nachdem ich die Anmeldung erreicht hatte und den beiden freundlichen Damen erklärt habe warum ich an ihre Tür klopfe, stand schnell fest… ich stand bereits auf der Besucherliste und so musste ich nur kurze Zeit warten, bis ich von Pressesprecher Stefan Diehl abgeholt wurde.

Erster ganz wichtiger Tagespunkt… Kaffee trinken…wie sympathisch!!! 😉 Das nenne ich doch mal einen 1A Start in den Tag! Aber damit nicht genug, schließlich kam der kleine Vielfraß zu besuch, sind wir nach dem Kaffee trinken auch direkt zum Mittagessen übergegangen. Juhuuuu 🙂 So finde ich Werksbesichtigungen doch besonders schön, außerdem war es für mich aus rein journalistischer Sicht natürlich auch  eeeeextrem wichtig zu erfahren wie das Kantinenessen so schmeckt! 🙂  Ihr wisst, die Kombüse ist der wichtigste Teil eines Schiffes!

Der Tag wurde immer besser und nachdem mein weißes Oberteil das Paprikaschnitzel aus der Werkskantine tatsächlich Fleck frei überstanden hat, konnten wir gestärkt zum Gang durch die Werkshallen starten.

 

Auf zur Werksführung

 

Also die Werksführung bei Knaus Tabbert war ja nun nicht meine erste Werksführung und dennoch war ich wieder überrascht, wie viel Handarbeit in der Fertigung eines Reisemobil bzw. Wohnwagen steckt. Oben auf kommt noch, dass Knaus Tabbert viele Möbel in der eigenen Schreinerei herstellen lässt. Es ist also nicht so, dass diese ganzen Schrankmodule, Klappen, Wände usw. von einem osteuropäischen oder gar asiatischen Zulieferer gebaut werden. Nein so gut wie alle Teile werden sorgfältig in der werkseigenen Schreinerei in Jandelsbrunn hergestellt.

 

Stromkabel Knaus Tabbert Wohnmobile und Caravans

Die verschiedenen Kabel Zusammenstellungen werden von Hand zusammengelegt oder verbunden

 

Diese, ich sage mal „detaillierte Handarbeit“ zieht sich durch die komplette Produktion, ja selbst die entsprechenden Stromkabel werden je nach Modell von Mitarbeiterinnen in Jandelsbrunn zusammengelegt, geordnet und verbunden.Es gibt also wirklich einige Mitarbeiterinnen in Jandelsbrunn die machen (mehr oder weniger!) den ganzen Tag nichts anderes als Kabelstränge zu sortieren, zusammenzulegen und den entsprechenden Modellvarianten zuzuordnen. 

 

Wie wird ein Wohnmobil gebaut?

Nachdem die Bodenplatte fixiert wurde, werden zu allererst sämtliche Möbel und innenliegende Installationen vorgenommen.

 

Der Bau von Reisemobilen und Caravans

 

Wie auch bei gleichwertigen Herstellern üblich, werden die Wohnmobil und Wohnwagen der Knaus Tabbert Group von innen nach außen gebaut. Das bedeutet also, das Werk in Jandelsbrunn wird nur mit komplett „nackten“ Chassis bzw. leeren Wohnwagen Fahrgestellen beliefert und alles andere erfolgt im Werk..

Auf diesen „nackten“ Chassies werden in einem ersten Schritt die vorab angepassten Bodenplatten befestigt. Dabei ist es so, dass die Bodenplatten mit allem drum und dran  bereits genau auf das später entstehende Modell angepasst wurden. Heißt also, eine solche Bodenplatte besteht bereits aus verschiedenen Dämm-Materialien, die Unterseite wurde auch schon mit einer Art Rostschutz versehen, alle Löcher für die Leitungen (je nach Modell) wurden bereits gefräst, ja sogar der entsprechende Bodenbelag wurde bereits auf die Bodenplatte geklebt.

Erst nachdem die Bodenplatte so vorbereitet wurde, wird sie auf das Chassis bzw. Fahrgestell aufgesetzt und befestigt. Direkt im Anschluss erfolgt die Befestigung des Bodens der Heckgarage, so dass nach diesem Schritt der komplette Wohnmobilboden bzw. Caravanboden steht und alle folgenden Schritte darauf aufbauen. 

Als nächstes werden ALLE innenliegenden Teile installiert, die später im Reisemobil bzw. Wohnwagen mit der Bodenplatte verbunden sind. Bereits jetzt werden also die größeren Schrankelemente, Dienette, Herd, Kühlschrank, Sanitärbereich, Schlafzimmer, Türen, ja sogar Frisch- und Abwassertank verbaut. Es werden Leitungen gelegt und alle nötige Instalationen (egal ob Wasser, Elektrik, Heizung  oder Gas) angeschlossen.

Bei den von Knaus Tabbert gebauten Reisemobilen und Wohnwagen gibt es in diesem Zusammenhang noch zwei „Besonderheiten“, die es bei vielen anderen Herstellern so nicht mehr gibt.

 

Knaus Tabbert Verarbeitung

Alle Holzelemente von Knaus Tabbert werden nicht nur verklebt, sondern bekommen auch noch extra Dübel. Eine Kleinigkeit, die sich auf Dauer aber sicherlich bemerkbar macht.

 

Zum einen werden alle Schrankelemente nicht nur verklebt, sondern zudem auch noch mit Holzdübeln verbunden. Auch da macht sich wieder die große Werkseigene Schreinerei bemerkbar. Zum anderen  besitzen sämtliche Unterschränke noch Rückseiten, wie wir es auch von den eigenen Möbeln zuhause kennen. Es ist also nicht so, dass man bei geöffneter Schranktür später direkt auf die Fahrzeugwand blickt, sondern auf eine vernünftige „Schrankwand“! Diese Wände werden allerdings so verbaut, dass sie wenige mm von der Außenwand abstehen, damit die Luft hinter den Schränken zirkulieren kann und es zu weniger Wärmebrücken kommt. 

Handelt es sich um ein Alkoven Modell, wird auch jetzt bereits der „Boden“ des Alkovens mit dem Chassis verbunden. Von Rückwand oder gar Dach sind wir zu diesem Zeitpunkt aber noch weit entfernt!

 

Werksbesichtigung Knaus Tabbert Jandelsbrunn

Blick auf den Bau eines Caravans. Unten läuft das Band mit den eingekoppelten Fahrgestellen und die Seitenwände werden zum richtigen Zeitpunkt von oben runtergelassen.

 

Reisemobil- und Caravanbau von innen nach außen

 

Erst nachdem ALLES was irgendwie mit der Bodenplatte verbunden ist bereits steht, wird von oben (die Werkshallen in Jandelsbrunn gehen über zwei Etagen) die erste Seitenwand herunter gelassen und mm genau angepasst.

Diese Seitenwände wurden vorher bereits so bearbeitet, dass sie alle Fenster, Lüftungsgitter und Serviceklappen beinhalten, der Ausschnitt für die Aufbautür wurde bereits vorgenommen, von außen wurden die Seitenwände bereits mit dem entsprechenden Dekor beklebt und auf der Innenseite wurden spezielle Leisten angebracht, mit denen die bereits angesprochenen Holzdübel verbunden werden.

Sobald die beiden Außenwände mit dem Chassie und den Möbeln verklebt wurden, werden bereits sämtliche Oberschränke verbaut. In dem Fall ist es sogar so, dass die Oberschränke der Rückseite des Womos/ Wowas bereits installiert werden, obwohl die Rückwand noch nicht steht. 

Erst nachdem das KOMPLETTE “Innenleben” eines Reisemobils bzw. Caravans eingebaut wurde, alle Leitungen verlegt und die kompletten Licht Installationen bereit sind, wird die Rückwand eingesetzt.

 

So wird ein Wohnwagen gebaut.

Caravan ohne Dach. Gut zu sehen, selbst die hinteren Oberschränke werden schon eingesetzt, obwohl die Rückwand noch fehlt.

 

Ganz zum Schluss der gesamten Produktion wird das GFK Dach aufgesetzt

 

Dabei habe ich nicht schlecht gestaunt, wie dünn und vor allem flexible so ein Dach doch ist. Diese GFK Platten bestehen anscheinend aus so einem “perfekten” Materialmix, dass sie einerseits so leicht und flexibel wie möglich sind, aber andererseits für die nötige Stabilität sorgen.

Gewundert habe ich mich allerdings dennoch. Denn die vorher geraden Dachplatten sind so flexible, dass sie so stark gebogen werden können, dass die typischen „runden Ecken“ in der Front und dem Heck eines Wohnmobiles/ Wohnwagens entstehen.  

Wenn man sich so ein Wohnmobil mal genauer anschaut, dann sieht man oben, außen an der Heckwand immer einen von der eigentlich Rückwand getrennten Bereich. Dieser Abschnitt entsteht eben durch die flexible Dachplatte. Ohne groß drüber nachzudenken habe ich immer angenommen, die GFK Dächer eines Reisemobils werden schon im voraus rund hergestellt o.ä.. Das die GFK Dachplatten aber so biegsam sind, habe ich nicht gewusst. 

 

Stabilität eines Wohnmobil Dachs

GFK Dach von oben. So ein Dach ist extrem dünn und flexible, so dass die Ränder während des Einsetzens bereits „runterhängen“

 

Gut, wenn man mal drüber nachdenkt, ist die flexibilität und die dünne der GFK Dachplatten auch durchaus sinnvoll, denn zum einen geht es eben gerade bei den “kleineren” Wohnmobilen immer um das Gewicht, zum anderen ist es aber natürlich auch praktisch wenn so ein Womo Dach möglichst flexible ist, um z.B. Hagelschäden zu vermeiden. Ob es allerdings sinnvoll ist, auf so einem Wohnmobildach herum zu laufen, das wage ich seit der Knaus Tabbert Besichtigung gleich doppelt zu bezweifeln.

Ich muss es einfach nochmal sagen, bis zu diesem Punkt besteht die gesamte Produktion aus Handarbeit. Natürlich gibt es Hilfsmittel und die Wände fahren automatisch von oben nach unten, nichts desto trotz ist es so, dass jedes einzelne Teil von hand eingebaut wird und ein Mitarbeiter durch den Caravan “krabbelt” um z.B. Steckdosen zu installieren. 

 

Produktion von Wohnmobilen, ein Blick hinter die Kulissen

So werden Wohnmobile „produziert“ … der Boom ist groß, da läuft ein Womo nach dem anderen vom Band

 

Roboter für den Wohnmobil/ Caravan Bau gibt es anscheinend noch nicht.

 

Nachdem so ein niegel, nagel neues Reisemobil bzw, Wohnwagen zusammengesetzt wurde, geht es weiter zu einer letzten Qualitätskontrolle. Nach einer ersten optischen Begutachtung, werden die neuen “Flitzer” unter eine “Berieselungsanlage” gefahren, um zu checken, ob auch wirklich alle Kanten und Ecken abgedichtet wurden. Gut, diese Anlagen erzeugen natürlich keinen Sturm der Stärke 4, aber jedes Modell wird somit auf Dichtheit gecheckt. Davon abgesehen bietet Knaus Tabbert zu allen Neufahrzeugen auch eine 10 jährige Dichtheitsgarantie an. 

Zum guten Schluss erfolgt die Gasprüfung und die “TÜV” Abnahme und wenn auch diese letzten Prüfungen erfolgreich waren, sind die Freizeitfahrzeuge bereit zum ausliefern bzw. zum abholen. Denn erst seit kurzem ist es für Käufer von  Knaus Tabbert Freizeitfahrzeugen auch möglich das neue Fahrzeug persönlich am Werk in Jandelsbrunn abzuholen und ich muss sagen, dass machen die Jandelsbrunner schon sehr nett. Wer möchte wird persönlich per Shuttle vom Bahnhof abgeholt, dann folgt die feierliche Übergabe und Einweisung ins Fahrzeug.

Je nachdem wie sympathisch man seinen “Wohnmobil Verkäufer vor Ort” findet, ist das doch sicherlich eine nette Aktion. Ich selbst habe vor einigen Jahren meinen VW in Wolfsburg abgeholt und obwohl es sich dabei nur um einen Polo handelte, war es schon schön mal zu schauen wo das neue Auto her kommt. Zumal  man auch sagen muss, dass der Service vor Ort rund um diese Neuwagen Abholung auch etwas besonders ist, es fehlt eigentlich nur noch die Frage ob man nicht feinsten Puderzucke in den Poppes gepustet bekommen möchte 😉  Ja, so wie ich das verstanden habe ist so eine Werksabholung nicht ganz kostenlos, aber als besonderen Einstieg ins eigene Womo/ Wowa Leben kann man sich das sicherlich mal gönnen! 

 

So werden Reisemobile professionell produziert, ein Blick hinter die Kulissen von Knaus Tabbert.

Womos vom Band… vorne die kleinere Teilintegrierten am Ende der Produktion, im Hintergrund der große SUN TI

 

Und wohin kommen jetzt die vielen „neugeborenen Freizeit-Flitzer“?

Nachdem unser Gang durch alle Etappen der Werkshallen endete, fuhr mich Stefan noch zum “ Reisemobil und Caravan Wartebereich”.

Eine riesengroße, überdachte Fläche auf der hunderte Caravans und Wohnmobile stehen, die auf ihren Abtransport warten.  Waaaahnsinn!!!! Mein einziger Gedanke, hier stehen soooooo viele Fahrzeuge, ich bräuchte doch nur eines, ein einziges… wenn da ein kleines, feines Wohnmobilchen plötzlich fehlen würde, das bemekt doch kein Mensch, oooooder? 🙂

Doch bei unserer Rundfahrt über den Wartebereich wurde auch nochmal deutlich…. JEDES Reisemobil bzw. JEDER Wohnwagen der aktuell von Knaus Tabbert produziert wird, hat vom Chassis an bereits einen neuen Besitzer! Es ist also so, dass bei JEDEM Fahrzeug welchen aktuell in Jandelsbrunn “vom Band läuft”, bereits von vornherein feststeht wo es mal hingehen wird.

Das kann natürlich ein großes Geschäft zum Verkauf von Freizeitfahrzeugen irgendwo in Europa sein, dass kann aber auch genauso gut das Mobil von „Familie Schmitz aus Oberammergau“ sein. Aktuell ist der Boom also immer noch so groß, dass nicht ein einziges Fahrzeug zum lagern Produziert wird, sondern JEDES Fahrzeug das Werk verlässt.

Nach einem letzten Rundgang über den riesigen “Wartebereich” und dem ganz neu gebauten „Neuwagen Übergabe Zentrum“, ging die  Werksführung langsam ihrem Ende zu. Ein letzter Gang über das riesige Gelände, ein schnelles “Hallo” in der Abteilung der Knaus online Medien, ein wirklich letzter Kaffee im Büro und der laaaaaange “geplante” Vormittag/ Mittag im Hause Knaus Tabbert war schon wieder vorüber.

 

Erster Weinsberg Van von 1963

Kleines Highlight im neuen „ich hole meine neues Fahrzeug selber ab“ Center… einer der aller, aller ersten Weinsberg Vans von 1969

 

Fazit… mein  Werksbesuch bei Knaus Tabbert.

 

Selbst für mich als bekennender Technik-Trottel ist so ein Blick hinter die Kulissen immer wieder faszinierend. Wenn ich den Bau eines Reisemobils oder Caravans mit dem Bau eines Autos vergleichen will, so ist es für mich immer wieder erstaunlich, dass die gesamte Produktion fast ausschließlich aus Handarbeit besteht.

In der Auto Industrie werden viele Produktionsschritte nur noch von Roboterarmen ausgeführt, anscheinend ist dies beim Wohnmobil/ Caravan Bau so nicht möglich. Ob dies nun daran liegt, dass die verschiedenen Schritte zu detailliert für einen Roboter sind, oder ob es schlichtweg eine finanzielle Frage ist und die Installation von automatischen Prozessen zu teuer ist, für die Anzahl an Fahrzeugen die täglich vom Band laufen (ca. 20-25 pro Band, pro Tag, abhängig von der Modellreihe) dass kann ich euch nicht sagen.

Auf jeden Fall ist es auch heute noch so, dass der Bau von Freizeitfahrzeugen in Menschenhand liegt, was im Sinne von Arbeitsplätzen natürlich auch mehr als erfreulich ist. Ob sich ein weitgehend automatischer Prozess auf die Qualität auswirken würde? Diese Frage bleibt wohl ersteinmal  offen.

Knaus Tabbert hat es geschafft den Campingboom optimal für sich zu nutzen und ein rieeeeeeeesiges Umsatzplus zu erwirtschaften. Zudem ist es sicherlich nicht ohne Grund so, dass der Knaus SKY TI das meistverkaufte, teilintegrierte Reisemobil Deutschlands ist.  

Knaus Tabbert ist und wird es auch sehr wahrscheinlich bleiben, einer der ganz, ganz großen Freizeitfahrzeug Hersteller in Europa.

 

Knaus Tabbert, Erfolgsunternehmen in Jandelsbrunn

Eine der Werkshalle und die Büroräume von Knaus Tabbert in Jandelsbrunn.

 

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es einige Leute die schon seit Jahren mit ihrem “KNAUSI” unterwegs sind und während ich diesen Artikel so tippe fällt mir auf, ich persönlich kenne niemanden, der mit seinem durchaus auch schon etwas älteren Knaus, Tabbert, WEINSBERG, T@B oder Morelo komplett unzufrieden ist.

Ich selbst hätte mich damals auf der Suche nach einem passenden Wohnmobil fast auch für einen “Knausi” entschieden. Ich hatte mir das zum Verkauf stehende Fahrzeug bereits mehrfach angesehen und war eigentlich auch schon so weit mich zu entscheiden. Dann hieß es allerdings, uhhhhhhaaaaaa…. nimm lieber keinen Knaus, die sind vor einigen Jahren pleite gegangen, das könnte ein Problem geben. Vorallem wenn Du irgendwann Ersatzteile benötigst!

Tja und so wurde es dann doch kein Knausi, sondern die Omi 🙂 Ob diese Entscheidung ein Fehler war???

DAS werden wir wohl nie erfahren…

Dein Pinterest Pin zum Artikel

Nach diesem spannenden Vormittag/ Mittag ging es für Milla, den OrangeCamp Flitzer und mich weiter zum Chiemsee und was ich da erlebt habe, ist mir in knapp 6 Jahren als Alleinreisende noch nie passiert… aber das, erzähle ich euch beim nächsten mal.

 

Ganz zum Schluss vielleicht noch eine letzte Info. Natürlich könnt auch ihr eine solche Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn erleben. Allerdings ist dies nicht ganz so einfach… ihr müsst an dem Thema dran bleiben! Immer zu Beginn eines neuen Jahres gibt Knaus Tabbert die Termine zur Werksbesichtigung für Besucher bekannt und wenn ihr da interesse habt, müsst ihr einfach schnell sein!!! Denn die Tickets zur Werksbesichtigung, es gibt jedes Jahr nur wenige Termine, sind immer ganz, ganz schnell „ausverkauft“. Wer da also interesse hat, sollte zu Beginn des Jahres regelmäßig auf die KNAUS Internetseite schauen , oder mir auf FB folgen 🙂 um weiter informiert zu werden.

 

Sooooo, das war sie also, meine lange Geschichte um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung und wenn sie nicht gestorben sind, dann werden wir auch noch in 50 Jahren glückliche Camper in ihren E- Knaus, E-Tabbert, E-Weinsberg, E-T@B, E-Morelo, oder, oder, oder  durch Europa düsen sehen 😉

Bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

Du hast den ersten Teil meiner Herbsttour verpasst und fragst Dich gerade warum ich mit dem neuen OrangeCamp Wohnmobil unterwegs bin? Dann findest Du hier den kompletten Artikel „Isa fährt fremd – Herbsttour Teil 1“ 

Mittlerweile ist auch der dritte, vierte und fünfte Teil online und zudem das große Fazit zum 6 Wochen Womo Test… wie es weiter ging und warum ich als Alleinreisende am Chiemsee nicht gern gesehen war, das könnt ihr hier erfahren: https://isaswomo.de/meine-wohnmobil-herbst-tour-teil-3-chiemsee-und-alpen/

Die anderen Artikel findet ihr zudem hier: Teil 4 , Teil 5 und das große Fazit 

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Werbung (Testfahrt OrangeCamp) – Puuuuhhhh… irgendwie hänge ich aktuell mit all dem, was ich euch schreiben wollte ein klitzekleines bisschen hinterher. Der Caravan Salon liegt gerade hinter uns, von Düsseldorf aus ging es für mich direkt zur Lewitz Tour und auch der Tag danach war schon wieder ganz fest verplant, denn da musste ich die Omi  zu meinem Schrauber bringen.

Diesen Termin schiebe ich ja nun schon seit Monaten vor mir her aber spätestens nachdem mir irgendein Idiot am Caravan Salon den Scheibenwischer abgebrochen hat, ließ es sich nicht mehr umgehen.

Wie schön, wenn einen genau in diesen Momenten das Glück ereilt. 🙂

Denn während ich noch nichtsahnend auf dem Weg zur Lewitz war und sich meine Gedanken eher um Themen wie „Wie lange wird die Omi in der Werkstatt stehen und was wird mich der “Spass” kosten” drehten, klingelte mein Handy und die folgende Nachricht passte wie Ar… auf Eimer.

Ich sag es ja immer, wenn es läuft, dann läuft’s und das sowohl im positiven wie negativen!

Am anderen Ende der “Handy-Leitung” meldete sich ein Verantwortlicher des Wohnmobil Herstellers OrangeCamp. Mit denen stehe ich zwar schon eine ganze Weile über die sozialen Medien in Kontakt und ich wusste, dass Nicole vom Traumtour.info Blog schon das ein oder andere gute Wort für mich eingelegt hat (Nicole, auch hier nochmal VIELEN DANK!!!!) , dennoch war für mich nicht abzusehen, dass es an diesem Tag noch so eine gute Nachricht geben sollte.

Während dieses Telefonats stellte sich nämlich schnell heraus, dass es darum gehen sollte, das OrangeCamp gerade ein neues Womo am Hof stehen hat und ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte mit diesem Womo mal on Tour zu gehen??? Hiiiiiii 🙂

Hmmmmmmm… also daaaaa musste ich schon eine ganze Weile überlegen, hatte ich wirklich Lust mit so einem heißen Flitzer los zu düsen und das auch noch geraaaaade zu der Zeit, in der die Omi in der Werkstatt steht und ich ansonsten (gezwungenermaßen) zu hause hocken müsste. Hmmmmmm, schwieeeeeerige Entscheidung, gaaaaaanz schwierige Entscheidung!!!! 🙂

Aber guuuuuuut, nachdem ich so nett gefragt wurde und ich so gar nichts anderes zu tun hatte…. habe ich besser rucki zucki zugestimmt 🙂

Juhuuuuu… ein Test Womo von OrangeCamp

OrangeCamp Braunschweig

Auf nach Braunschweig!!!

Also hieß es für mich Mittwoch Rückfahrt von der Lewitz nach Dortmund, Donnerstag die Omi weg bringen, sämtliche Klamotten aus meinem Womo ins Auto verfrachten, irgendwo eine klitzekleine Lücke für Millachen lassen und Freitag morgen ab nach Braunschweig, den Test-Flitzer abholen.

Ich sage euch, das war was!

Von OrangeCamp hatte ich vorab die Info bekommen, dass das neue Womo komplett leer sei und ich nach Möglichkeit alles was ich im Womo so benötige mitbringen sollte.  Also habe ich gepackt und gepackt… vom Teelöffel bis zum Oberbett. Es wäre natürlich deutlich einfacher gewesen, wenn ich mit der Omi nach Braunschweig gefahren wäre und hätte dann vor Ort alles nötige eben von einem Womo in das nächste geräumt. Aber das ging ja nun nicht, denn die Omi musste ja bei meinem Schrauber in Dortmund bleiben.

 

Autofahren mit Hund

Milla …. Navigator!

 

Aber iiiiiiirgendwie habe ich dann tatsächlich alle nötigen Klamotten in mein kleines Auto bekommen (auch wenn es darin aussah wie auf einem Schlachtfeld), Milla musste neben mir auf dem Beifahrersitz platz nehmen (natürlich doppelt gesichert und im Fußraum lag zudem noch das Oberbett) und so sind wir also bereits am Freitagmorgen, um kurz nach 7 Uhr, 280 Kilometer nach Braunschweig gedüst.

Während ich also den Fahrer mimte,  nahm Milla ihren Job als Navigator extrem ernst und nach nichtmal 5 Minuten hörte ich sie seelig schnurzeln, bis plötzlich mein Handy klingelte…. OrangeCamp.

Ohhhh neeee, die wollen mir jetzt aber bitte, bitte, bitte nicht sagen, dass das Fahrzeug doch noch nicht bereit steht, oder????

Aber nein,  vollkommen falsch gedacht. Auf der anderen Seite meldete sich eine junge Frau  aus dem OrangeCamp Team und wollte mich eigentlich nur schnell fragen, wann ich denn voraussichtlich in Braunschweig ankomme und ob ich irgendwelche besonderen Essenswünsche hätte.

OrangeCamp möchten mir vorher noch den Kühlschrank füllen und sie wollten nur wissen, ob das alles zeitlich passt und ob es irgendetwas gibt, was ich nicht esse mag/ kann.  

🙂 …Kommt, das ist schon sehr lieb !!!!

Aber da ich ja ein alles futterndes Ungeheuer bin, hatte ich keine speziellen Wünsche und so war das Telefonat auch schnell wieder beendet.

Bis auf 2 kleinere Staus kamen wir super gut durch, so dass Milla und ich bereits um 10:30 Uhr in Braunschweig bei OrangeCamp auf den Hof fuhren.

 

OrangeCamp 690 T

Der neue Flitzer von innen. Seht ihr das Brettechen vorne links, eines von vielen OrangeCamp Details

 

Tja da waren wir also… jetzt konnte es losgehen.

 

Direkt neben dem Parkplatz war auch schon die Anmeldung, also raus aus dem Auto und rein! Doch noch bevor ich überhaupt irgendetwas sagen konnte, sprach mich auch schon eine Angestellte an… Du bist bestimmt die Isa und möchtest eines unserer Wohnmobile abholen, stimmts?

Ähhhhhmmmm, jau… genau so ist es! 🙂 Alles klar, dann komm mal mit, dann bringe ich Dich zu unserem Chef.

Oki doki! Also zügig hinter der Dame her, einmal quer durch die Werkstatt, rein in den Ausstellungsraum. Dort angekommen wurde ich direkt von Geschäftsführer Jens Brinkmann begrüßt, ein super netter, offener und lockerer Mann, der anscheinend gar keine sorge hatte, dass er mir nun eines seiner Wohnmobile anvertraut.

 

Backofen und Grill im OrangeCamp

Die Küchenzeile im OrangeCamp… mit Backofen und Grill 🙂

 

Es folgte der typische smalltalk bei Kaffee und Keksen und mit der Zeit standen wir in einer immer größeren Gruppe um den Tresen herum und quatschten über Gott und die Welt. Das gesamte OrangeCamp Team war unglaublich nett und locker… SOOOOO EASY hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Ich habe ja vorab schwer damit gerechnet, dass ich erstmal ordentlich “eingenordet” werde von wegen…. BITTE FAHR VORSICHTIG, BITTE ACHTE AUF DIESES ODER JENES… aber da kam nichts! 🙂 Also entweder das OrangeCamp Team hat Schauspielunterricht genossen oder sie vertrauen mir und glauben fest daran, dass ich mit dem neuen “Flitzer” ordentlich umgehe. 😉

Na wenn sie sich da mal nicht täuschen 😉 🙂 😉 SCHEEEEEEERZ!!!!!

Nachdem wir dann das Thema Verträge und die ganzen Versicherungsgeschichten geklärt hatten, kam die nächste große Überraschung.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, das neue Fahrzeug für maximal zwei Wochen testen zu dürfen, aber auch in dieser Hinsicht hatte OrangeCamp noch eine Überraschung auf Lager. Denn freundlicherweise haben sie das Womo für mich nicht nur 2 Wochen geblockt, sondern direkt satte 7 Wochen. 🙂 Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet, aber ich hatte auch nichts dagegen einzuwenden. 😉

Nun gut, ich soll das Womo ja auch auf Herz und Nieren testen, das wäre ja auf einer 14 tägigen kaaaaaaauuuuuuum möglich gewesen 😉

OH, HAPPY DAY!

 

Orange Camp Wohnmobil im Test

Großer Kühlschrank, Sat Anlage, großes Bad… für mich ist der Orange Camp Flitzer echt perfekt!

 

Nachdem all diese Details also geklärt waren,  durfte ich auch endlich “mein” neues Womo (ok, ok für die nächsten 7 Wochen) sehen und ich war auf anhieb begeistert. 🙂

Bei dem auf hochglanz polierten “Flitzer” handelt es sich um das Modell 690 T von OrangeCamp auf Peugeot.

6,99 m lang, 2,98 m hoch, 156 PS schnell, max. 3,5 T, Teilintegriert, Erstzulassung 07.2018 mit Raumbad (Dusche, Toilette getrennt)  Querbett, Hubbett, Küche samt Grill und Backofen :-), reeelativ großer Sitzgruppe mit kleiner Seitenbank, Heckgarage, Sat Anlage (sogar Alden, die wissen ebens was gut ist 🙂 ), Rückfahrkamera und ganz vielen Technischen Dingen, von denen ich bisher nichtmal wusste dass es sie gibt. 🙂

Nach einem ersten Rundumblick habe ich erstmal eine ausführliche Einweisung bekommen. Ok, manche Dinge konnten wir überspringen, aber es gab doch einiges, was mir wirklich neu war. AdBlue tanken z.B. …. hab ich noch nie gemacht und natürlich ist in diesen neuen Wohnmobilen insgesamt vieeeeel mehr Technik verbaut als in meiner Omi, die läuft ja im Grunde ja komplett Technik frei.  Eigentlich ist es ja sogar so, dass ich bei der Omi ein Loch im Fahrerraum habe um mit den Füßen “anschub” zu geben. Fred Feuerstein lässt grüßen 🙂

Nachdem ich also wusste wo ich Wasser auffülle, Wasser ablasse, wie ich das Klo, die Dusche und das Hubbett nutze (irgendwann verbringe ich noch eine Nacht da oben, das könnt ihr mir glauben) und was z.B. passiert, wenn ich ADBlue tanken muss, hieß es “Feuer frei zum Einräumen”

Wie schnell ich doch sein kann, wenn es darum geht ein neue Wome einzuräumen. Zack, zack, zack… für all die Klamotten habe ich vorher Stunden gebraucht. 🙂

 

Raumbad im Womo

Für mich aktuell jeden Morgen wieder schön… der getrennte Bad/Dusch Bereich .

 

Nachdem ich das Bett bezogen und all meine Klamotten an Bord hatte gab es nur noch ein, winzig kleines, lautes und verfressenes Problem… MILLA! Hoffentlich macht sie das ganze Spielchen mit und dreht nicht panisch durch, wie zu Beginn in der Omi.

Ich habe mir vorher tatsächlich schon mehr als einen Gedanken gemacht, wie das so mit Milla wird. Die ersten Monate in der Omi waren ja wirklich graaaaauuuuusam, die kleine graue Schnauze hat so große Panik geschoben, dass ich ja zwischenzeitlich dachte, das wird niemals besser.

Aber auch kleine, alte Hundedamen können überraschen.

Nachdem sie draußen vor dem neuen Womo erstmal alles und jeden angebellt hat, sprang sie ohne weiteres ins Womo, suchte sich ihr Plätzchen und genau so blieb sie die nächsten Stunden liegen.Als hätte sie ihr leben lang nichts anderes gemacht!

 

Mit einem neuen Wohnmobil on the Road

Da ist er….. 🙂 selbst Milla kann es kaum erwarten los zu düsen. Wohnmobil auf Peugeot… Abwechslung zum typischen Fiat Ducato

 

Judas! Wenn das mal kein Verrat an der Omi ist! 😉

Tja und nachdem alles gepackt, Milla auf ihrem Platz saß und ich mich überall verabschiedet hatte konnte es losgehen…. 🙂

Fahrersitz anpassen, Navi einstellen, Milla anschnallern, Zündung an, Vorglühen… ohhhh nein, kein Vorglühen und RUMMMMM ! Läuft! 🙂 Noch schnell rechts und links winken, nicht unbedingt direkt die erste Hausecke mitnehmen und runter vom Hof, ab auf die Autobahn in Richtung Süden!

Ab auf die Autobahn, das neue Womo fährt sich einfach nur toll!

Ehrlich, ich bin ja echt kein Autofreak und mein bisheriges Leben bestand Auto technisch aus Kleinwagen oder eben einem alten Wohnmobil, aber auf dieser Fahrt konnte mir das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen 🙂

Ich sage nur ein Wort… WUUUUUUUUSCH!

 

Mit dem Wohnmobil in den Alpen

Mit dem OrangeCamp sind selbst die Alpen Strassen GAR KEIN Problem

 

Der neue OrangeCamp fährt sich einfach sooooo gut, sooooo kompfortable und vor allem sooooooo viel entspannter als die Omi! Das der Unterschied so riesig ist, hätte ich vorab selbst nicht geglaubt.

(Liebe Omi,

solltest du das hier jemals lesen, tut es mir furchtbar leid, aber ich darf ja auch nicht lügen und wenn wir beide mal ehrlich sind, dann hast Du hin und wieder schon einen gehörigen Sturkopf. Ich kann ja verstehen, dass man mit den Jahren so seine ganz persönlichen “Nickeligkeiten” aufbaut, aber du sieht…. es geht auch anders!  Trotzdem habe ich dich natürlich furchtbar lieb, Du bist wunderschön und ganz wichtig… du siehst fantastisch aus. Also glaub ja nicht, du könntest  mich hängen lassen, nur weil ich gerade fremd gehen. Solche Spielchen fangen wir erst gar nicht an! 😉 )

An diesem Tag kam es mir tatsächlich sehr gelegen, dass der neue Flitzer deutlich schneller fährt als meine Omi, denn iiiiirgendwas ist innerhalb meiner ganz persönlichen Deutschlandkunde ordentlich schief gelaufen. Mir war schon klar, dass Braunschweig etwas nördlich liegt und mir war auch klar, dass Passau etwas südlich liegt, dass diese beiden Städte allerdings 680 km trennen, das hatte ich nicht mehr so ganz auf dem Schirm.

So kam es auf jeden Fall dazu, dass ich zwei Termine für diesen Tag bzw. für das anstehende Wochenende vereinbart hatte, erst gaaaanz entspannt Womo abholen in Braunschweig 🙂 und nach Möglichkeit am Abend noch in Passau eintreffen. Hmmmmmmm? Das versprach ein langer Tag zu werden! Zumindest hatte ich aber schon vorab in Passau bescheid gegeben, dass ich es nicht zum Dinner schaffen werde, sondern erst später eintreffe.

So kam es dann, dass ich das neue Wohnmobil direkt ausgiebig während der ersten Fahrt testen konnte.

 

Querbetten im Wohnmobil

Mein 690T hat Quer- und Hubbett

 

Mehr über OrangeCamp

Ich denke wir müssen bei dem Thema ja nicht um den heißen Brei herum reden! OrangeCamp ist kein Phönix, kein Concorde und auch kein VW Bus und wer sich die Mühe macht ein bisschn nach OrangeCamp zu googlen wird schnell feststellen, dass der Hersteller in verschiedenen Foren bis vor einigen Jahren häufig schlecht abgeschnitten hat. Wer sich da umschaut wird schnell feststellen, dass OrangeCamp zu dieser Zeit in einem Rutsch mit den absoluten Camping-Einsteiger Marken genannte wurde und es immer wieder dazu kam, dass von einem Kauf abgeraten wurde.                                           

Schaut man sich aber nur die Kommentare der vergangenen 3,4,5 Jahre an, so hat sich das Bild um 180 gedreht. Ja, es gibt natürlich immer noch Leute die OrangeCamp zu den “minderen Qualitäten” zählen, aber schaut es euch selber an, fast ausschließlich sind es Kommentare nach dem Motto, ich habe von einem Bekannten gehört, der einen Bekannten hat der sagte, dass…. bla, bla, bla.

Die große Frage ist  jetzt natürlich, warum sollte sich die Qualität eines Herstellers so verändert haben, bzw. gibt es ein Begründung für diesen neuen Weg?

UND JA, DIE GIBT ES!!!!

Jens Brinkmann startete bereits 1987 mit dem An- und Verkauf von Wohnwagen. Aus diesem Geschäfte entwickelten sich immer weitere Zweige bis es letztendlich 2006 dazu kam, dass die Marke OrangeCamp ins leben gerufen wurde.

OrangeCamp hat früher hauptsächlich im Ausland produzieren lassen, hatte ausländische Zulieferer und hat insgesamt wenig Wert auf die “kleinen feinen Details” gelegt. So kam es eben dazu, dass das Preis/ Leistungsniveau etwas geringer ausgefallen ist, die Qualität aber auch nicht unbedingt überzeugen konnte.

Bereits 2009 ging dann aber ein Ruck durch die gesamte Firma.

Es wurden neuen Leute eingestellt und vor allem hat man sich dazu entschlossen KOMPLETT in Deutschland produzieren zu lassen und die letzten feinen Details selber in der Tischlerei in Braunschweig durchzuführen.  So kommt es eben auch dazu, dass OrangeCamp mittlerweile Details anbieten kann, die es so bei keinem anderen Hersteller gibt, wie z.B. die wechselbaren Schneidebretter oder die Verlängerung der “Arbeitsplatte”. Hinter dem Hauptsitz in Braunschweig steht eine Tischlerei, die Wohnmobile werden also bei namhaften Herstellern in Deutschland gebaut und bekommen dann über die Tischlerei noch einige Besonderheiten.

Davon abgesehen gibt es bei  OrangeCamp noch einen entscheidenden Unterschied zu fast allen anderen Herstellern. Wer ein OrangeCamp Reisemobil bestellt, kann direkt beim Hersteller selbst kaufen. Dadurch sind auch Sonderwünsche viel leichter zu realisieren, als wenn der Kauf über ein großes Freizeitfahrzeuge Zentrum läuft.

Ihr möchtet noch mehr Infos zu OrangeCamp? Dann schaut mal hier: http://orangecamp.de/brinkmann-caravan/reisemobile-guenstig/

 

Campingblogger bei der Arbeit

Fleißig, fleißig…. ich genieß die Zeit in dem Womo momentan ETREEEEM!

 

Weiter nach Passau

Ich kann euch zumindest sagen, dass ich während der gesamten 680 km meine Ohren gespitzt habe, wann denn nun das bekannte rattern der Duschtüren, der Fliegengitter oder Schranktüren beginnt und wie soll ich es sagen…. kein Rappeln, kein Scheppern…. NICHTS! Egal ob ich im vierten Gang durch Autobahn Auffahrten gedonnert bin, ob mit 150 im 6. Gang an LKWs vorbei getuckert bin oder mit 30 km/h über dunkle Passauer Feldwege gefahren bin… es gab kein Rattern!!! Kein einziges Mal!

Gut, nun bin ich ja auch gerade mal einige Tage mit dem neuen Wohnmobil unterwegs, darum stelle ich meine endgültige Meinung zum Thema “Rappel, Rattern, Fahrgeräusche” noch einige Wochen zurück und wir sprechen in knapp 6 Wochen nochmal über das Thema.

Was ich allerdings bereits jetzt sagen kann ist, dass sich das Womo insgesamt extrem gut fährt.  Das kompletten Fahren ist deutlich entspannter, wenn man auch mal eben aufs Gaspedal drücken kann um einen LKW locker flockig zu überholen, ohne erst vorsichtig voraus zu schauen, ob es vielleicht auf den nächsten 3 km einen Berg hoch geht. Dasselbe gilt für die  Autobahn Beschleunigungsspur, bzw, das Auffahren auf eine Autobahn. Wieeeeee oft bin ich schon mit der Omi ewig lange über die eigentliche Auffahrt heraus gefahren, weil links neben mir ein LKW war der nicht rüber ziehen konnte, ich aber mit dem Womo auch nicht aus dem Quark kam und mich dann irgendwann hinter dem LKW einordnen konnte. All diese Situationen gibt es bei einem solchen Flitzer nicht und das hebt den Reisekomfort insgesamt schon ganz, ganz extrem!

Ehrlich, mit der Omi wäre es für mich eigentlich ausgeschlossen an einem Tag knapp 700 km zu fahren. Das würde ich erstes zeitlich, also von der Geschwindigkeit nicht schaffen, noch viel größer wäre aber das Problem, dass mich das Fahren mit der Omi echt anstrengt, nach 300-400 km bin ich platt und an diesem besagten Freitag bin ich ja schon gut 280 km von Dortmund bis nach Braunschweig gefahren. Ein ähnliches Problem gibt es natürlich mit der Omi und den Bergen. Ich meine, ich bin jetzt nicht ganz unüberlegt in den Süden getuckert und nachdem ich in Passau war, bin ich endlich mal weiter in die Alpen abgebogen. Solche Strecken traue ich der Omi einfach nicht mehr zu und ich habe größten bammel irgendwo am Berg stehen zu bleiben und nicht hoch zu kommen. Tja und da ich die Alpen bisher komplett außen vor gelassen habe, fahre ich eben jetzt mit dem neuen 690 T in die Alpen, clever oder?! 🙂  

Natürlich hat sich die Strecke nach Passau auch mit dem OrangeCamp gezogen und ja, vor allem die letzten 100 km mit gefühlten 38 Baustellen waren echt nervig, aber mit 2 ordentlichen Pausen war ich immerhin um 21:30 Uhr in Passau, gerade pünktlich um noch den anderen Bloggern, Händlern und Herstellern schnell “Hallo” zu sagen.

 

Passau war super…. aber ihr könnt gespannt sein, wie es weiter geht!

 

… und dann noch AdBlue

Ich wäre sogar bestimmt noch 30 Minuten eher in Passau gewesen, wenn nicht ungefähr 2 Minuten nachdem ich von einer Tankstelle kam, das AdBlue Lämpchen im Bordcomputer aufgeleuchtet hat. Bei der Einweisung von OrangeCamp haben sie mir zwar gesagt, dass ich dann immer noch fast 1000 km fahren kann, aaaaaber… ich habe ehrlich gesagt noch an keiner kleineren, einfachen Tankstelle den Hinweis auf AdBlue gesehen. Jetzt muss ich aber auch dazu sagen, dass ich bisher nie danach gesucht habe. Aber aufgefallen ist es mir zumindest nicht und da ich nicht wusste, wie das so mit den Tankstellen in Passau ausschaut, bin ich also am nächst größeren Rasthof wieder abgefahren und habe mich auf die Suche nach der AdBlue Zapfsäule begeben.

Tja und ich habe gesucht und gesucht und gesucht und habe ich sie gefunden???… NEIN! Erst nachdem ich im Rasthof fragen gegangen bin, hat  mir die Tankstellen Angestellte erklärt, dass ich die Zapfsäule irgendwo ganz hinten bei den LKWs finde.

Alles klaro… also rucki zucki 10 Liter AdBlue getankt (dann war der “Tank” voll) und gekostet hat das ganz 7,60 Euro… glaube ich.

So war das also, mein erstes mal mit AdBlue 🙂

Ein Wohnmobil zum testen - OrangeCamp

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Das Wochenende in Passau war dann sehr, sehr nett. Ich habe viel von der Stadt gesehn und wahrscheinlich das typische Pssauer Touri Programm absolviert, Dom, Donau, Trachten.

Am Montag stand dann noch die Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn auf meinem Programm.

Warum diese Geschichte “Werksbesichtigung” aber mittlerweile seit über drei Jahren läuft, was ich alles hinter den Kulissen gesehen habe und erleben durfte, wie es mit der Omi weitergeht, warum ich ständig meinen Schrauber am Telefon habe und vor allem wie es danach für Milla, den heißen neuen Flitzer und mich weiter ging und wo wie die Nächte verbracht haben,  daaaaaas erzähle ich euch in den nächsten Teilen meiner Herbsttour im OrangeCamp.

Also ihr könnt gespannt sein… ich habe schon mehr als einen Knaller in den letzten Tagen  erlebt!

Bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

👩🏼‍💻🚐💨📍 Hier findet ihr Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 und Teil 5 und das große Fazit zum Womo im 6. Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp durch die Alpen! 👩🏼‍💻🚐💨📍

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