Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen – Tipps, Erfahrungen und dein Tagesablauf

Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen – Tipps, Erfahrungen und dein Tagesablauf

Bonjour, Salü, Tack und Hello… wie auch immer es rund um Corona weiter geht, wenn ihr sicher und Datums genau in den Sommerferien verreisen möchtet, wird es aller höchste Eisenbahn, die nächste größere Tour zu planen. 

 


 

Darum gehts: 

Der richtige Ablauf und jede Menge Tipps für deine Überfahrt samt Wohnmobil, Wohnwagen, Mensch und Hund mit der Fähre. 

 

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Je nachdem wo euer gewünschtes Reiseziel liegt, ist es vielleicht nötig oder praktisch die Fähre zu nutzten. Dabei spreche ich jetzt weniger von der kleine Fähre die euch von einem Flussufer zum anderen bringt, ich meine die „echten“ Überfahrten, also stundenlange Reisen z.B. in Richtung Skandinavien oder Griechenland. 

Wenn ihr mich fragt, ich finde eine solche Überfahrt immer spannend und aufregend… selbst wenn es nur um die kleine Fluss Fähre geht. 🙂 Aber spätestens seit meiner Schweden Tour weiß ich auch, Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen unterliegt vielen ganz besonderen Bedingungen. Worauf du also unbedingt achten solltest und wie der gesamte Ablauf ist, verrate ich dir hier: 

 

Tipps, Tricks und Hilfen – Fähre fahren mit dem Wohnmobil

 

Fähre nutzen als Camper Tipps

Schiffe, Meere, Wasser… und wenn es nur die Fahrt über die Elbe ist, Fähre fahren ist immer wieder eine super Unterbrechung

 

Das Ticket!

Alles beginnt natürlich mit dem richtigen Ticket. 

Doch bevor ihr auf die Suche nach der perfekten Fähre geht, schaut am besten nochmal kurz in eure Versicherungsbedingungen. Auch ein ganz wichtiger Punkt für alle Camper die gemietet haben. Ist euer Fahrzeug/ Gespann überhaupt für die Überfahrt versichert, sind Überfahrten überhaupt erlaubt (bei Mietfahrzeugen). Übernimmt eure Versicherung Schäden die während der Überfahrt, auf einer Fähre, entstehen, ist das Fahrzeug vielleicht sogar gegen Havarie versichert??? Alles Themen die ihr vor dem Ticketkauf besser abklären solltet. 

Die eigentliche Ticket Suche 

Die erste Frage ist sicherlich, möchtet ihr an einem speziellen Tag die Fähre sicher nutzten, oder habt ihr Zeit und es kommt nicht darauf an, ob ihr die Fahre samt Womo oder Wowa an Tag X,Y oder Z nutzte. 

Fall eins:

Ihr benötigt die Fähre sicher an einem festgelegten Datum… dann bleibt euch eigentlich gar nichts anderes übrig als frühzeitig zu reservieren. Möchtet ihr z.B. in den Sommerferien verreisen, dann meine ich mit frühzeitig wirklich… FRÜÜÜÜÜÜHZEITIG, da ist bereits jetzt (wir schieben Corona beiseite und haben heute Anfang Februar) Handlungsbedarf gefragt!

Fall zwei: 

Ihr seid zeitlich relativ unabhängig. In dem Fall kann es sich durchaus lohnen einfach kurzfristig zum Fährterminal zu fahren. 

Genau so habe ich es auf dem Rückweg meiner Schweden Tour gemacht. Irgendwann bin ich in Malmö angekommen und wollte die Verbindung Malmö – Travemünde nutzen. Also bin ich in Malmö selbst zum Fährterminal gefahren, habe der freundlichen Dame gesagt, ich möchte innerhalb der nächsten 4-5 Tage samt Womo, Hund & Kabine zurück fahren und sie soll mir bitte das günstigste Ticket heraussuchen. 

Letztendlich habe ich dann nicht unbedingt die super perfekte Abfahrtzeit bekommen, ich glaube es ging nachts um 2 Uhr los ( und ich bin mit vielen Truckern zusammen gereist, was aber eigentlich ganz cool war) und alles andere war PERFEKT! Denn ich habe ein super günstiges Ticket bekommen (soweit ich mich erinner kann, hat das KOMPLETT mit Kabine, Womo und Hund knapp 80 Euro gekostet) und weil diese Strecke eben weniger Stark gebucht wurde, habe ich auch noch ein kostenloses Upgrade auf eine Art „Suite“ bekommen. Somit bin ich also in einem wunderhübschen, riesigen Zimmer, zusammen mit Milla und einer art „französischem Balkon“ durch die Nacht geschippert. Leider nur 7,5 Stunden… aber diese Zeit war großartig! 🙂

Was will ich damit sagen… wenn ihr Zeit habt, kann es sich RICHTIG lohnen, auf ein „Last Minute Ticket“ auszuweichen. 

 

Last but not least… die letzt große Frage vor dem Kauf eures Tickets, Kabine ja oder nein? 

 

Also… sollte es die Möglichkeit für „Camping an Bord“ geben, ist das für uns Camper natürlich die beste Variante. Ich kenne diese Möglichkeit allerdings nur von einer Route zwischen Italien und Griechenland, aber wenn die Chance besteht, ist es sicherlich klasse, die Überfahrt einfach im Womo oder Wowa zu verbringen. 

Auf meiner Schweden Tour war es noch so, dass man als Haustierbesitzer eine Heimtierkabine dazu buchen MUSSTE! So weit ich weiß, hat sich dies aber in den letzten Jahren bei StenaLine (Name der Reederei) auch verändert. 

Dadurch stellte sich aber gar nicht die Frage ob ich eine relativ teure Kabine buche oder nicht, ich musste! Letztendlich war ich allerdings HEILFROH, dass ich diese Kabine hatte. Das kleine Zimmerchen war weder schön, noch hell, sondern innenliegend samt Hochbett aber das war alles vollkommen egal. 

Denn als erstes stellte sich an Bord heraus, das Milla von Sekunde eins an in Panik geriet. Die Hektik beim Aussteigen, der unbekannte Untergrund, die vielen Leute… all das führte dazu, dass Milla tierische Panik bekam und nur zurück zum Womo zog. Mir bleib also gar nichts anderes übrig als den kleinen „Klopper“ auch noch zu tragen und das wo doch auf einem solchen Schiff die Treppen usw. immer ziemlich steil sind. 

Als wir dann in unserer Kabine angekommen sind, war ich nur noch froh und glücklich dieses Rückzugsort zu haben und spätestens nachdem Millas Decke, samt Wasserpott und Kauknochen auf dem Boden lag, wurde auch sie, in unserem dunklen Loch, wieder deutlich ruhiger. 

Nur dank der Kabine war es mir möglich z.B. auch mal nach draußen zu gehen, Milla blieb entspannt im Zimmer zurück und ich konnte mal raus gehen oder mir im Restaurant einen Kaffee  samt Brötchen kaufen. 

Ohne diese Kabine wäre ich echt aufgeschmissen gewesen. Natürlich gibt es auf dem Schiff immer wieder unterschiedlichste Sitzecken usw. aber ich bin mir sicher, Milla hätte die gesamten 8 Stunden Panik geschoben, im schlimmsten Fall voller Panik auch noch los gepieselt, ich hätte mich NIEMALS weg bewegen dürfen, in den Bord Restaurants selber herrscht aber striktes Hunde verbot und da der Platz begrenzt ist, hätten sich sicherlich noch andere Leute zu uns gesetzt was wiederum dazu geführt hätte, dass Milla nicht unbedingt ruhiger geworden wäre. 

Ganz ehrlich… ohne Kabine und alleine mit Sack und Pack, sämtlichen Wertsachen und diesem panischen Hund… die Überfahrt wären 8 Stunden purer Stress geworden!!!

Mal ganz davon abgesehen, dass ich ja Magen technisch so super empfindlich bin und es ist wirklich nicht gelogen… WIR STANDEN NOCH IM HAFENBECKEN UND MIR WURDE SCHON SCHLECHT!!!

Wenn man es also mal zusammen nimmt, war der Beginn dieser Tour ein echtes Fiasko… ich war bepackt wie ein Esel, weil ich alle Wertsachen und Hundeutensilien herumschleppen musste, dazu war ich natürlich selber aufgeregt, Milla war ein einziges Häufchen Angst, das ganze Schiff war ziemlich eng und verwinkelt, steile hohe Treppen, eben ganz Schiff typisch, noch während ich in der langen Schlange an der Rezeption stand um meinen Kabinenschlüssel zu bekommen, wurde mir auch schon übel und so kam ich wirklich kreidebleich durch die Übelkeit, zittrig verschwitzt vom Schleppen und natürlich dazu unter den Blicken der anderen Reisenden, an der Kabine an und es gab in diesem Moment nichts besseres als diesen Rückzugsort, samt eigenem Klo und Bett!!!

Nachdem dann irgendwann die Reisekaugummies gewirkt haben ging es mir deutlich besser und wie gesagt, auch Milla wurde dank unserer Kabine immer entspannter… aber mein eindeutiger Tipp: 

WENN ES KEIN CAMPING AN BORD GIBT, DANN NUR MIT KABINE!!!!

 

Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

Selbst kurze Überfahrten mit typischen Fluss Fähren finde ich immer wieder spannend 🙂

 

Sooo… alle nötigen Vorbereitungen für den Ticketkauf sind erledigt, jetzt geht es endlich zum bestellen des Tickets: 

Wenn ihr im Netz auf die Suche geht und z.B. nach Fähre Deutschland Schweden sucht, gelangt ihr direkt zu verschiedenen Anbietern oder noch besser, speziellen Suchen samt Preisvergleich. 

Ich kann euch nur den dringenden Tipp geben, schaut euch zudem auf den Seiten der verschiedenen Camping Karten um. Karten wie z.B. der Camping Key Europe (die ihr eh fast immer für Schweden benötigt) oder auch die ADAC Club Karte bzw. die ADAC Camping Karte bieten euch auf einigen Fährstrecken immer wieder gute Rabatte. 

Sobald ihr dann die passende Fährstrecke gewählt habt, geht es darum, euer Ticket zu reservieren. 

Dazu benötigt ihr auf jeden Fall die Anzahl der reisenden Personen, Hund ja/nein, das Gewicht des Fahrzeugs, die Länge des Fahrzeugs/Gespann und das Kennzeichen. 

Solltet ihr mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs sein und das Kennzeichen noch nicht sicher wissen, könnt ihr diese Angabe auch meist Nachreichen, ABER… dieser Nachtrag kostet eigentlich immer eine extra Bearbeitungsgebühr und die kann auch gerne mal bei 12,15,18 Euro liegen. Solltet ihr also vorab an das RICHTIGE Kennzeichen kommen, macht es die Sache definitiv günstiger. 

 

Ganz wichtig, das Thema LÄNGE!!! 

 

Wenn ihr mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen auf die Fähre möchtet, denkt unbedingt daran, dass ihr die gesamte Länge angeben müsst. Nutzt ihr z.B. einen Fahrradträger, eine Rollerbühne oder, oder an der Heckwand… dann macht diese das Fahrzeug natürlich länger! 

Ich habe es damals auf meiner Schweden Tour extra so gemacht, dass ich den Fahrradträger samt Rad abgebaut habe und beides, irgendwie ins innere des Womoes gequetscht habe. Denn ohne Träger war die Omi 5,90m lang, mit Träger deutlich über 6 Meter, was eben auch dazu geführt hätten, dass ich in die nächste, deutlich teurere, Preisstufe gekommen wäre.

Das Thema solltet ihr also unbedingt im Auge behalten, letztendlich ist es ganz wichtig, dass ihr die RICHTIGE Länge eintragt und somit in die richtige Preiskategorie kommt, ansonsten kann es passieren, dass ihr auf die Fähre auffahren möchtet, euer Ticket ausgelesen wird und festgestellt wird, da stimmt doch etwas nicht! Tja und dann beginnt ein hecktisches, teures Gerenne. 

 

1-2 Tage vor Reisebeginn – Vorbereitungen auf die Überfahrt – Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

 

Den Tag vor der Überfahrt solltet ihr am besten schon dazu nutzen einen Rucksack oder Tasche mit allen wichtigen Dingen zu packen. 

Denn ganz wichtig… wenn ihr erstmal auf der Fähre, in der richtigen Parkposition angekommen seid, muss alles weitere relativ schnell ablaufen. Ihr habt dann nicht unbedingt die Zeit erst in aller Ruhe zu beginnen eure Tasche zu packen. 

Was sollte in euren Rucksack für die Überfahrt: 

  1. Am besten ein großer Briefumschlag mit allen wichtigen Papieren. (Pässe, Führerschein, Fahrzeugschein, Tickets oder Reservierung, ggf. EU-Heimtierausweis)
  2. Portmonee/ Brieftasche/ etwas Bargeld
  3. ggf. wichtige Medikamente, TIPP: Reisekaugummies gegen Übelkeit
  4. Ein bisschen was zum „frisch machen“ sprich Handtuch, Zahnbürste, Zahnpasta usw. 
  5. Eine Flasche Wasser o.ä.
  6. Ein paar Kekse, Schoki, Weingummi o.ä. 
  7. ggf. Kartenspiel, Brettspiel o.ä für die Reise mit Kids
  8. ggf. Utensilien für den Hund wie Hundedecke, Wasserpott, Futter, Kauknochen
  9. ganz wichtig und zum Schluss… WERTSACHEN!!! (Siehe Absatz „Ankunft auf er Fähre)

 

Weitere Gedanken für die Planung: Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

 

Noch ein Tipp für die Überfahrt am nächsten Tag

Denkt daran, dass ihr an Bord zu 99% keine Möglichkeit habt das Fahrzeug an den Landstrom anzuschließen (maximal gibt es diese Möglichkeit bei der Variante Camping an Bord)  

Gleichzeitig müsst ihr aber dringend die Gasflaschen schließen, was letzten Endes auch bedeutet, euer Kühlschrank wird NICHT laufen. 

Solltet ihr also eine längere Überfahrt planen, lohnt es sich nicht irgendwelche schnell verderblichen Vorräte einzupacken. Je nach Reisedauer und Jahreszeit könnt ihr euch sicherlich mit einigen vorab gefrorenen Kühlpacks oder tiefgefrorenen Wasserflaschen helfen, aber z.B. das Gehackte für die Hamburger am ersten Abend, würde ich definitiv nicht einpacken. 😉

 

Camping auf der Fähre

Wenn man so wie ich, hier auf dem Bild, im freien auf der Fähre steht, kann es auch mal sehr warm im Fahrzeug werden. Da werden ungekürzte, schnell verderbliche Lebensmittel relativ schnell schlecht.

 

Endlich der Tag der Tage ist gekommen… Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

 

Soooo endlich, der Tag der Tage ist gekommen, die große Fahrt beginnt!

Zeitlich solltet ihr im Auge behalten, dass ihr ca. eine Stunde vor Abfahrt am Fährterminal angekommen seid. 

Ganz praktisch gesehen laufen die kommenden Minuten dann so ab: 

Ihr fahrt als erstes in den Bereich des Fährterminals, parkt dort irgendwo das Womo bzw. das Gespann, geht mit euren Unterlagen in das Terminal und meldet euch an. 

Die Angestellten werden dann eure Unterlagen checken und wenn alle Daten und Angaben passen, erhaltet ihr einen „Wisch“, den ihr hinter die Frontscheibe legen müsst. 

Erst dann, also nachdem ihr euch angemeldet habt, solltet ihr euch in die entsprechenden Spuren zum auffahren auf die Fähre eingliedern. Es kann auch gut sein, dass die euch am Terminal genau sagen, bitte stellen sie sich mit dem Wohnmobil/ Wohnwagen in die Spur 3, 4, X oder Y. 

Sobald ihr in der richtigen Spur steht beginnt das große Warten. 

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen um z.B. das Gas abzudrehen, ggf. noch irgendwelche Dinge aus den Staufächern/ Garage zu holen und ganz wichtig… die restlichen Wertsachen wie z.B. Tablets, Kameras, Laptops o.ä einzupacken, solltet ihr dieses noch nicht getan haben. 

Ihr solltet auf jeden Fall daran denken, dass es später auf der Fähre selbst sehr, sehr eng wird sobald ihr geparkt habt, alles ziemlich schnell gehen muss und ihr auf den aller meisten Fähren das „Fahrzeugdeck“ während der Überfahrt NICHT mehr betreten dürft. 

Darum solltet ihr diese Zeit wirklich nochmal nutzen um zu überprüfen, ob ihr alles nötige eingepackt habt. Doch obwohl das gesamte Fahrzeugdeck in den aller meisten Fällen aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden darf (und das nimmt die Crewe auch wirklich ernst!!!) Hört und liest man immer wieder davon, dass Wertgegenstände aus den Fahrzeugen geklaut wurden. Darum solltet ihr die wichtigsten Dinge am besten mitnehmen, oder aber sehr, sehr gut verstecken, ggf. in den Womo/ Wowa Tresor legen. 

Sobald dann das Auffahren beginnt, dürfen alle nach und nach an Bord. Von diesem Moment an solltet ihr am besten einfach genau auf die Einweiser achten. 

Keine Sorge, in diesem Zeitraum stehen eigentlich immer unzählige Einweiser parat. 

Der erste kommt zu euch zum Fahrzeug und scannt das Ticket ein, welches hinter eurer Windschutzscheibe liegt. 

Es kann auch durchaus sein, dass die Reedereien mit Lichtschranken arbeiten, die das Fahrzeug und das entsprechende Ticket abgleichen. Solltet ihr also bei der Länge des Wohnmobils oder Gespanns geschummelt haben, könnte es sein, dass ihr spätestens zum Zeitpunkt des Auffahrens auffliegt. 

Noch zwei kleine Tipps aus eigener Erfahrung… 

Tipp Nummer eins: 

Sollte für euch das Fahren mit dem Wohnmobil oder Gespann noch sehr, sehr neu sein, dann empfehle ich euch vorab nochmal ein extra Ründchen anfahren, einparken, rückwärtsfahren auf irgendeinem großen Parkplatz zu üben. 

Das gesamte Auffahren auf die Fähre ist dank der Einweiser eigentlich nicht kompliziert, die sagen euch schon ganz genau wo ihr hin müsst und zeigen euch auch auf den cm genau, wie ihr zu parken habt. 

Da das Auffahren auf die Fähre aber irgendwie trotzdem immer etwas stressig ist, ihr natürlich unter den strengen Augen aller wartenden Reisenden und Einweisern auffahren sollt und es dann doch deutlich schöner ist, wenn ihr „die Karre nicht abwürgt“, schadet es sicherlich nicht, wenn ihr das Reisemobil/ Gespann ganz gut beherrscht. 

Ich habe es sogar schon auf 2-3 Bildern gesehen, dass Camper rückwärts auf die Fähre auffahren musste, um später bei der Ankunft gut von der Fähre zu kommen. Bei solchen „rückwärts Manövern“ stehen euch aber sicherlich die Einweiser helfend zur Seite, nichts desto trotz… ein bisschen fahrerisches Können ist hilfreich. 

Tipp Nummer zwei:

Denkt unbedingt daran…. Fahrt ganz bewusst langsam auf die Rampe auf. Denn wenn euer Reisemobil oder Caravan einen ordentlichen Überhang hat, passiert es sehr schnell, dass ihr mit dem Heck aufsetzt. Also immer schön laaaaaangsam…. 🙂

 

Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen

Hier sieht man es ganz gut, auf Fähren wird immer eng geparkt. Langes Gragen turnen oder Staufach kramen ist kaum möglich

 

Ankunft an Bord

 

Sobald ihr dann cm genau, fast Stoßstange an Stoßstange geparkt habt, heißt es nur noch… Tasche greifen, Kind, Hund, Partner… what ever… und raus mit euch. 

Wie gesagt, da auf dem Fahrzeugdeck sehr, sehr eng geparkt wird und im besten Fall jede kleine Lücke maximal genutzt wird, müsst ihr euch ein bisschen durch die Fahrzeuge schlängeln, um vom Fahrzeugdeck zu kommen. 

Danach kommt es darauf an, wie bzw. was ihr gebucht habt. 

Solltet ihr eine Kabine gebucht habt, müsst ihr als erstes zur „Rezeption“ und eurer Kabinenschlüssel entgegen nehmen. 

Solltet ihr keine Kabine gebucht haben, macht es durchaus Sinn schnell zu sein. Denn klar ist, die „schönen“ Sitzecken am z.B. Fenster oder im Bordrestaurant sind natürlich auch schnell belegt. Wer zuerst kommt, malt zu erst. 

Ich weiß, das klingt jetzt ein bisschen wie Mallorca Urlaub und Liegen reservieren. Aber solltet ihr mit mehreren Personen reisen, ist es gar keine schlechte Idee, wenn sich ein Erwachsener direkt auf den Weg aufmacht und einen schönen Sitzplatz reserviert (gerade auch wenn ihr die nächsten 8,12, 21 Stunden samt Kids oder Hund und ohne Kabine verbringt) und sich der andere Erwachsene um die Kids oder den Hund kümmert und langsam nach kommt. 

Jetzt im Hafen habt ihr auch noch die Möglichkeit das ein oder andere letzte Foto, einen Film o.ä zu versenden bzw. herunterzuladen, denn denkt daran… auf dem Meer gibt es immer noch häufig keinen Internet (oder TV) empfang.

ACHTUNG – Handy weg legen wenn ihr die Kabinentür öffnet!

Über einen Kommentar hier auf dem Blog (siehe unten) habe ich von der Möglichkeit erfahren, dass Handys durchaus extrem sensibel auf das “Türfeld” der Fähre reagieren können. Einer Leserinn ist es passiert, dass ihr komplettes Handy vollständig gelöscht war, nachdem sie wahrscheinlich die Karte zum Tür öffnen der Kabine genutzt hat und dabei gleichzeitig das Handy in der Hand hielt. 

Wir können es nachträglich nicht 1000% ig sicher sagen, ob es durch das öffnen der Tür kam, fest steht nur… die Reise begann und das Handy war komplett defekt (HORROR, ETWAS SCHLIMMERES KANN JA KAUM PASSIEREN 🙁 … 😉 ) Darum… steckt euer Handy besser mal vorsichtshalber in die Hosentasche, wenn ihr die Karte zum öffnen der Kabine nutzt. 

 

Spätestens nachdem die Fähre abgelegt hat, beginnen die entspannten Stunden. 

 

Während meiner Überfahrt nach Schweden war es so, dass die gesamte Aufregung nach einigen Stunden von mir abfiel und das Bettchen in meiner Kabine immer lauter nach mir rief. 🙂

Allerdings hatte ich ECHT SCHISS zu verpennen 🙂 

Wie peinlich wäre es denn, wenn irgendwann nur noch das Womo auf dem Auto Deck stehen würde und irgendwann jemand klopfend vor meiner Kabienentür stünde. Aus diesem Grund habe ich mir mal wieder zig Wecker gestellt, damit das auf gar keinen Fall passiert und klar… wenn man versucht so einzuschlafen, schläft man eh nicht wirklich tief. 

Die gesamte Sorge war allerdings vollkommen unbegründet, denn dank verschiedener, sehr lauter, Durchsagen auf dem gesamten Schiff und den Kabinen, meldet sich die Crewe mehrmals bevor die Fähre wirklich im Hafen ankommt. Da müsst ihr euch also keine Gedanken machen. 

Ich meine zu erst kam eine Durchsage dass wir voraussichtlich in 30 Minuten ankommen, dann kommt irgendwann eine Durchsage, dass man sich langsam fertig machen soll zum Auschecken. 

Danach sammeln sich dann sämtliche Reisenden vor den Türen zum Autodeck und irgendwann, wenn die Fähre wirklich fest vertaut im Hafen liegt, öffnen sich die Türen zum Autodeck und ihr könnt wieder zurück zu euren Fahrzeugen. 

Dies solltet ihr auch auf jeden Fall zeitnah tun, denn auch hier gilt, wie schon während des Eincheckens, warten die Leute hinter euch natürlich darauf, dass ihr los fahrt, damit auch alle anderes alsbald von der Fähre fahren können. 

Natürlich solltet ihr auch in diesen Minuten nochmal daran denken vorsichtig über die Rampe zu fahren, damit das Heck des Wohnmobils bzw. Wohnwagens nicht aufsetzt. 

 

Sobald ihr die Fähre verlassen habt, steht euch eigentlich nur noch ein „Gegner“ im Wege… der ZOLL!

 

Eigentlich ist es immer so, dass ihr vom Anleger aus direkt automatisch durch den Zoll geleitet werdet, so wie es auch am Flughafen der Fall ist und sollte die Zollstelle besetzen sein, kann es auch gut passieren, dass sie euch erstmal „raus ziehen“. 

Ich denke die Chance ist auf jeden Fall deutlich größer als auf einer Route über den Landweg. 

Was will ich damit sagen, das Risiko einer Zollkontrolle ist nicht gerade gering, dementsprechend solltet ihr vielleicht nochmal genau schauen, welche Einreisebestimmungen das Land eurer Wahl hat, gerade was z.B. Produkte wie Alkohol oder Tabak anbelangt.  

 

Fähre fahren als Camper mit Hund

Hmmmm… ob riesiges Schiss oder kleine Fluss Fähre, Milla war das ganze nie geheuer. Die gesamte Überfahrt im Wohnmobil verbringen, ging leider nur auf kurzen Wegen.

 

EXTRA – Fähre fahren mit dem Wohnmobil und Hund

 

Das ganze Thema Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen wird meiner Meinung nach nochmal etwas spezieller, wenn ihr euren besten Freund auf vier Pfoten an eurer Seite habt. 

Darum habe ich euch hier nochmal einige extra Tipps und Erfahrungen notiert: 

Vorbereitungen, viele Wochen vor der Reise: 

Bevor ihr die Tickets für die Fähre kauft, informiert euch nochmal genau über die Hunde Einreisebestimmungen in das Land eurer Wahl. 

Gerade wenn ihr einen Road Trip über viele, viele Wochen hinweg plant, kann das mit der Einreise auch mal etwas kompliziert werden. 

Denn einige Länder verlangen z.B. spezielle Impfen oder Bluttest die nur wenige Tage alt sein dürfen. Solche Themen solltet ihr natürlich mit einplanen. Verlässliche Informationen zum Thema Einreise in das Land XY bekommt ihr über die Seite des Zolls, oder auch über die offiziellen Seiten der Tourismusbehörden eines Landes. Diese findet ihr immer über die „visit“ Adressen. Also z.B. www.visit-denmark.com .

Sobald das Thema Einreisebestimmungen klar ist, schaut euch ganz genau und in aller Ruhe an, wie die Regelungen für die Mitnahme des Hundes an Bord sind. 

Wo darf der Hund an Bord eigentlich wirklich hin? Das Bord Café und Bord Restaurant hat meist ein striktes Hundeverbot. Alles weitere ist von Reederei zu Reederei verschieden. Mal darf sich der Hund (natürlich angeleint!!!) mit euch relativ frei auf dem Schiff bewegen, auf anderen Schiffen darf er nur maximal mit auf das Hundedeck. 

 

Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen und Hund – kurz vor der Überfahrt!

 

Am Tag vor der Reise solltet ihr am besten auch einige Utensilien für den Hund in euren Rucksack packen. Mal abgesehen von ihrer Decke und dem Wassernapf, hatte ich für Milla in solchen Situationen auch immer einen großen Kauknochen dabei, den sie besonders mochte. 

So war Milla während der Überfahrt ein Weilchen beschäftigt, was letztendlich entspannter für uns beide war. Denkt nur dran, die wenigsten Menschen mögen z.B. den Geruch eines Ochsenziemers so sehr wie euer Hund. Es sollte also am besten ein Kauknochen o.ä sein, der nicht so fürchterlich müffelt. 

Ganz, ganz wichtig… genau so wie euer Pass, gehört natürlich der EU-Heimtierausweis in den Umschlag zu den wichtigen Dokumenten. 

Bevor es am großen Tag der Tage auf das Schiff geht, solltet ihr mit dem Hund nochmal eine große, ausgiebige Runde spazieren gehen, so dass die 4 Pfoten Bewegung hatten und euer Hund im besten Fall „restlos“ leer ist. 😉

Da diese ganze Situation nicht nur für euch, sondern auch für euren Hund aufregend ist, müsst ihr damit rechnen, dass so ein Hundeköpfchen vielleicht ganz anders auf so ein Schiff reagiert wie gehofft oder gar gewünscht. 

Wie gesagt, Milla brach in absolute Panik aus und wollte sich direkt nach dem Aussteigen aus dem Womo unter dem Wohnmobil verstecken. Ein ganz schlechter Zeitpunkt wenn links und rechts gerade Autos neben dem Womo parken möchten. 

Darum solltet ihr auf jeden Fall darauf achten, dass ihr euren Hund UNBEDINGT bereits angeleint aus dem Wohnmobil oder Auto holt und gerade bei sehr starken, kräftigen Hunden, sollte auch jemand den Hund bis zum letztendlichen Platz oder der Kabine, über die Fähre führen, der diesem Hund kräftemäßig gewachsen ist. 

Zudem kann ich euch für diesen Zeitraum nur dringend eine kurze Leine empfehlen, also NICHT die 8 Meter Flex-Leine, damit der Hund jederzeit ganz nah an eurer Seite ist. Gerade zu Beginn herrscht auf so einer Fähre ein riesen Getümmel, überall suchen Leute nach dem perfekten Ort für die Überfahrt, gleichzeitig brummen bereits die Motoren, der Untergrund vibriert, der Boden schwankt etwas, vielleicht toben einige Kinder aufgeregt umher, andere haben vielleicht Angst oder sind total übermüdet und heulen… all das ist für einen Hund ja auch nicht einfach zu ertragen, oder sagen wir mal, zumindest ist es für die meisten Hunde eine sehr spezielle, unbekannte Situation. Da sollte schon jemand an der Seite des Hundes sein, der ihm/ihr den Weg weist und Vertrauen vermittelt. 

Genau so gut kann es aber sein, dass sich der „Hundemagen meldet“. Aus diesem Grund habe ich Milla ganz bewusst morgens früh nur eine kleine Portion Futter gegeben. Ein leerer Magen kann auch zu Übelkeit führen, aber ganz sollte der Bauch nun auch nicht sein. 

Dafür gab es dann später den großen Kauknochen und alles war entspannt. 

 

Fähre fahren… was ist wenn die Hunde Blase drückt?

 

Wenn Hunde auf den Fähren grundsätzlich erlaubt sind, gibt es irgendwo an Bord auch eine Hundetoilette. Meist auf einem unteren Deck, draußen, in einer relativ dunklen Ecke. Wenn es schlecht läuft kann ich euch sagen, immer der Nase nach, dann werdet ihr fündig. 

Auf unserer Schweden Tour wurde Milla nach einigen Stunden immer unruhiger und so haben wir irgendwann dieses Hundeklo gesucht. Der Weg dahin war auch Millas Panik ein echter Kraftakt, aber das eigentliche Problem hat sie erstaunlich gut gelöst, was mich bis heute extrem wundert. 

Denn letztendlich stellte sich das „Hundeklo“ als Sandkasten heraus. Allerdings nicht in der hübschen Variante, sondern als kleine, ziemlich eklige Plastik Sand Muschel, wie sie für Kleinkinder gedacht ist. 

Als ich diesen Sandkasten gesehen habe, war ich fest davon überzeugt, das wird niemals etwas! Als ob Milla da rein hopsen würde und dann auch noch checkt, jetzt soll sie mal flux los pinkeln. Ehrlich gesagt habe ich mich ja schon heimlich nach einer anderen Stelle umgesehen, aber… Milla hat mich mal wieder in ganzer Linie überrascht. 

Als würde sie mich Wort für Wort verstehen, war es ein Sprung über den Rand des Sandkastens, ein fragender Blick nach dem Motto, hier? Jetzt? Jupp!… OK! 

Und 30 Sekunden später war das Thema durch und wir konnten zurück auf die Kabine. 

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. 

Was will ich damit sagen… 

Solltet ihr in eine ähnliche Situation kommen und fest davon überzeugt sein, NIEEEEEMALS wird euer Hund da rein pinkeln… ein Versuch ist es allemal wert. Allerdings sah und roch man auch eindeutig, dass nicht gerade wenige Hunde ihr Bein lieber an irgendeinem Schiffspfeiler in diesem hinteren Bereich der Fähre gehoben haben. 

 

Die letzte Hürde zum Thema Fähre fahren mit Hund… der Zoll!

 

Wie gesagt, wenn ihr die Fähre verlasst werdet ihr automatisch durch den Zoll Bereich geleitet. Wir hatten damals das Glück, dass die Zoll Station nicht besetzt war, darum bin ich ganz dreist weiter gefahren, runter vom Hafengelände und gut. 

Ich bin mir allerdings relativ sicher, wenn ihr es wirklich „Regelgetreu“ machen möchtet, müsst ihr euren Hund nach der Ankunft beim Zoll anmelden. Der checkt dann sämtliche Papiere und im besten Fall, seid ihr 10 Minuten später fertig. 

Wie gesagt…. Ich bin damals einfach durch gefahren…. Ich glaube allerdings, 100% richtig war das nicht. Es führte aber in unserem Fall auch zu keinen weiteren Problemen.  Nicht während der Reise und auch nicht auf der Fähr-Rückfahrt von Malmö nach Travemünde. 

 

Wer als Camper durch Norwegen fahren möchte, sammelt ganze schnell viele Erfahrungen im Fähre fahren 🙂

 

Fähre fahren mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen – Mein Fazit

 

Ganz gleich ob kleine Flussfähre oder große Überfahrt, ich finde Fähre fahren mit dem Wohnmobil immer wieder spannend. Klappt alles? Nehmen die uns auch mit? Kommen wir noch auf die Fähre ? Mal ganz davon abgesehen, dass die eigentliche Fahrt natürlich auch schön ist… wenn man nicht gerader Seekrank wird. 🙂

Ich habe übrigens damals auf dem Weg nach Schweden die Preise relativ genau verglichen, um mir mal einen Überblick verschaffen zu können, ob die Nutzung der Fähre wirklich so viel teurer ist, als der Landweg. 

Dabei stellte sich heraus, dass die Spritkosten für die Tour über die Vogelflugroute bzw. quer durch Dänemark, 1-2 Übernachtungen auf irgendwelchen Stellplätzen und vor allem die Brückenkosten, fast genau so hoch gewesen wären, wie unser Fährticket samt Frühbucher/ Campingkarten Rabatt. 

Der finanzielle Unterschied war in meinem Fall nicht erheblich, von der super günstigen Rückreise mal ganz abgesehen. Die Zeitersparnis und das „Abenteuer Fähre“ fand ich im Gegensatz dazu super und würde es immer wieder so machen. 

Ich hoffe die ganzen Tipps und Erfahrungen helfen euch ein bisschen weiter. Ich wünsche euch auf jeden Fall eine super schöne Tour und sage wie immer…

BLEIBT GESUND!

Eure

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Hallo ihr Lieben…

nachdem ich ja leider im vergangenen November die normale Aufbaubatterie des Peppers geschrottet habe (bzw. sie war „einfach“ irgendwann tiefenentladen, weil “aus” eben nicht wirklich “AUUUUUS!!!!” bedeutet), hieß es jetzt…

 

Klecamp Reisemobil Werkstatt in NRW Erfahrungen

Na dann, los geht! Neue Energie für Mr. Pepper

 

NEUE POWER FÜR DEN PEPPER – Solar und Lithium Batterie für Wohnmobile!

 

Aus diesem Grund bin ich gestern zu „meinen“ Wohnmobil Allround Profis von Klecamp nach Kleve gefahren. 

Ich hatte euch ja bereits vor einigen Wochen beschrieben, dass ich dieses ganze Womo Energie/Autarkie Thema gar nicht so einfach finde. 

Nach einigen Überlegungen stand letztendlich für mich fest: 

Da ich ja eh häufig auf Stell- oder Campingplätzen samt Strom stehe, wollte ich vor allem eines: Nach Möglichkeit so viel Autarkie erreichen, um ganz entspannt auch mal 2-3 Tage ohne Landstrom, Sorgen oder dem 327 Blick auf den Laptop Akku, on Tour gehen. 

Denn ich befürchte, allein durch den Campingboom wird der Stellplatz bzw. Campingplatz Krampf in den kommenden Monaten und Jahren immer weiter zunehmen und da finde ich es schon ziemlich entspannend denken zu können „Ok, mir doch egal… dann bleibe ich eben erstmal ohne Stress irgendwo anders 2-3 Tage stehen.“

Naja und man muss eben sagen, mal abgesehen von der Solaranlage ist die Leistungsfähigkeit von Lithium Batterien für Wohnmobile echt gut. Das ist eben aktuell das „Maß der Dinge“, wenn man vom Thema Brennstoffzelle absieht. 

Das dieser Wunsch letztendlich durch das Klecamp Team noch 3 mal übertroffen werden würde, wusste ich zu Beginn ja noch nicht. Ebensowenig, dass ich nach 8 Jahren Camper Dasein in den kommenden Monaten ein ganz neues „Energie Gefühl“ entwickeln kann & muss. Aber dazu später mehr. 

 

Mein Job & Kontostand „Masterplan“ zum Thema Solar und Lithium Batterie für das Wohnmobil sah also wie folgt aus: 

100Ah Lithium Batterie plus 1 x 110 Watt Solarpanel = Freiheit für 2-3 sommerliche Tage. 

 

Seitdem Mr. Pepper zu IsasWomo gehört, habe ich ja das riesen Glück, dass mir Klecamp das Angebot gemacht hat sich um die „allgemeinen Technik & Wartungsdinge“ des Peppers zu kümmern. 

Naja und nachdem dann meine Aufbaubatterie den Geist aufgegeben hat, habe ich mich nach Angeboten umgesehen und das Angebot von Klecamp war einfach super gut. Sowohl ganz praktisch gesehen, als eben auch für den Blog. Dazu kommt noch, dass ich das Klecamp Team schon lange kenne und ich weiß, dass ich mich auf deren Arbeit 100%ig verlassen kann. 

Vielleicht bin ich bei diesem Punkt auch immer wieder so kritisch, weil ich durch die Omi so viele schlechte Erfahrungen gesammelt habe, aber ich finde… eine Werkstatt der man absolut vertrauen kann (genau so wie es auch bei der Alarmanlage in der Pfalz war) ist GOLD WERT!!!

Dazu noch ein ganz kleines Detail aus dem Nähkästchen, denn eines steht auch fest, wir sind alles nur Menschen, JEDEM können Fehler passieren und nicht immer funktioniert alles auf anhieb, aber gerade in solchen Situationen zeigt sich, ob auf die Menschen bzw. eine Werkstatt verlass ist!

Nachdem ich vor einigen Wochen ja bereits einen Termin bei Klecamp hatte um das GPS Gerät einbauen zu lassen, lief auch erst alles wunderbar. Aber als ich dann abends auf dem Stellplatz in Kleve stand und das TV einschalten wollte, funktionierte die Sat-Anlage nicht mehr. Wie konnte das sein? Mit der Sat-Anlage hatte der Einbau des GPS Gerätes doch nun gar nichts zu tun, dennoch lief sie seit diesem Termin nicht mehr. 

Was habe ich also getan… ich habe 5 Minuten vor Feierabend bei Klecamp angerufen, habe ihnen von dem plötzlichen TV Problem erzählt und dass ich nicht sicher sagen kann, ob das eine mit dem anderen zu tun hat. 

Es wäre ein leichtes von Klecamp gewesen zu sagen: „Sorry Isa aber da waren wir gar nicht dran, die Sat-Anlage kann überhaupt nichts mit dem 5 Minuten dauernden GPS Einbau zu tun haben.  Tut uns leid und schönen Abend noch. 

Kommt, egal ob es miteinander zu tun hatte oder nicht, diese Antwort wäre doch bei 99% der Werkstätten normal gewesen, gerade auch noch 5 Minuten vor Feierabend, wenn zudem ein Technik Trottel, wie ich es nunmal bin, am Hörer hängt. 

Aber wie hat Klecamp reagiert? Sie haben sich das Problem angehört, haben gesagt, dass sie nicht glauben, dass das eine etwas mit dem anderen zu tun hat, aber ich solle doch mal:

  • Als erstes dieses versuchen, geholfen? Nein!
  • Als zweites jenes versuchen, geholfen? Nein!
  • Als drittes hier versuchen, geholfen? Nein!
  • Als viertes da versuchen, geholfen? Nein!
  • Als fünftes dieses versuchen, geholfen? Nein!
  • Und als sechstes könnte ich noch Schritt für Schritt an diesem Kabel X, jenes testen und dann zu dem und dem Ergebnis zu kommen, Hat es erstmal geholfen? JA!!! Juhuuu!!! Die Sat-Anlage lief erstmal wieder und alles weitere könnte man dann sehen wenn ich das nächste Mal da bin.      

 

Juhuuu… ich bekam sogar Besuch. So verging die Wartezeit nochmal viel schneller. 🙂

 

Um es vorweg zu nehmen, als ich jetzt zu Klecamp kam hatten sie das ganze Thema sogar noch auf dem Schirm und haben sich die Sache direkt als zusätzlichen Service angesehen. Resultat, irgendwo ist eine Sicherung raus geflogen und aus diesem Grund lief die Sat Anlage nicht so, wie sie normalerweise laufen sollte. 

Ich hoffe dieses ganze Erlebnis beweist euch warum ich die Arbeitsweise von Klecamp (die Werkstatt hat ihren Sitz in der Nähe von Kleve, nördliches NRW, ganz in der Nähe der niederländischen Grenze)  so gut finde und diese Werkstatt, samt Reisemobil Verkauf und Vermietung, mit bestem Gewissen empfehlen kann, auch vollkommen abseits vom Blog oder diesem Job als Bloggerin.   

Lithium Batterie für das Wohnmobil – Start zur Aktion, neue Power für den Pepper!

Freitag Morgen um 8 Uhr ging es also los. 

Pünktlich auf dem Klecamp Hof angekommen ging Mr. Pepper zur „Op“ und für mich begann das große Warten… Knipsen…. Tippen … und social media Geposte. 

Nach 2-3 Stunden dachte ich zum ersten Mal „Naaaaa, langsam müssten sie aber doch fertig sein, oooooder?“  So lange kann so ein Einbau von Solar und Lithium Batterie für Wohnmobile doch nicht dauern. 

Jetzt im Nachhinein, während des Tippens, fällt mir auf… ich hätte meinen eigenen „Zeitplan“ schon wanken sehen sollen, nachdem mich das Klecamp Team gefragt hat, ob ich nicht deren Leihwagen nutzen möchte. 🙂 Das Angebot ist natürlich super, aber ich hatte direkt „leichtfertig“ abgelehnt, weil ich dachte… die Welt ist eh im Lockdown, wo sollte ich also hinfahren???

 

Einbau von Solar und Lithium Batterie für Wohnmobile

Joaaaa… dann warte ich mal! 🙂

 

Tjaaaaa, aber wie gesagt, leider gab es da einen klitze kleinen Denkfehler meinerseits! 🙂

Die eigentlichen Arbeiten waren natürlich innerhalb weniger Stunden erledigt aaaaaaber da gab es ja noch den Kleber, mit dem die Halterungen der Solarpanels auf dem Dach befestigt werden und den hatte ich so gar nicht auf dem Schirm!

Dabei ist es schon so, dass Klecamp extra einen speziellen Kleber nutzt, der innerhalb von wenigen Stunden aushärtet (sogar bei den aktuellen Temperaturen.) Dieser  „2K-Polymer-Super-Kleber“ härtet schneller aus als jeder andere Kleber der bisher im Caravaning Bereich genutzt werden konnte. Nur dadurch ist es mittlerweile überhaupt möglich, das Womo nach ca. 4 Stunden Wartezeit zu bewegen.  Gute 4 Stunden… das ist immerhin ca. 80% schneller als früher.

Ohne diesen Spezialkleber wäre es für mich gar nicht möglich gewesen, noch am selben Tag über die Autobahn zurück nach Dortmund zu fahren. 

So wurde der Tag bei Klecamp also doch eeeeetwas länger als vorab von mir angenommen 🙂 (ich hätte ja auch einfach mal fragen können). 

 

Solaranlage und Lithium Batterie für Wohnmobile

Der neue 1A Spezialkleber!

 

Dafür war die Überraschung hinterher aber um so größer. 🙂 🙂 🙂

 

Nachdem ich morgens früh an der Werkstatt ankam, hatte mir das Team schon verraten, dass sie glauuuuuuben, sie hätten im Lager noch ein zweites Solarpanel für mich „gefunden“ 🙂

Als Mr. Pepper dann aber nach den Arbeits- und Trockenstunden wieder vor mir stand, war die Freude RIEEEEESIG!!!! Denn aus dem einen geplanten Solarpanel wurden letztendlich DREI!!! 🙂 Somit hat Mr. Pepper jetzt also satte 330 Watt Solar auf dem Dach. 

Aber damit nicht genug, denn dank Klecamp hat Mr. Pepper nochmal ordentlich an „Smartheit“ dazu gewonnen.  

 

Solaranlage für Wohnmobile

YES!!! Satte 330 Watt, damit sollte ich zumindest im Sommer sehr, sehr gut auskommen.

 

Power für den Pepper – das ist neu: 

 

  • 3x Qualitativ super duper hochwertige Solarpanels mit „SunPower Zellen“ und jeweils 110 Watt = 330 Watt Solar
  • 1x Solar Computer bzw. genau genommen ist es der „smart MPPT Solarregler mit Bluetooth“ von Victron
  • 1x 100Ah Klecamp Lithium Batterie für das Wohnmobil im DIN-FORMAT
  • 1x den super tollen Batterie Computer „Smartshunt“ von Victron
  • Das ganze mit so wenigen optischen Veränderungen wie nur eben möglich, soll heißen, sämtliche Kabel wurden durch die bestehenden Kabelschächte verlegt, sowie der Solar und Batterie Computer „unsichtbar“ installiert 
  • UND FÜR MICH TECHNIK TROTTELCHEN NOCH EINE ZUSÄTZLICHE ÜBERRASCHUNG… ein „JETZT IST WIRKLICH ALLES AUS“ Schalter 😉

 

DA BLEIBT MIR NUR EINES ÜBRIG…. EIN RIESENGROßES DANKE SCHÖN!!! 🙂

 

Lithium Batterie für Wohnmobile, Einbau, Sinn, Können

Da ist das tolle Teil! Die neue 100 Ampere Lithium Batterie von Klecamp

 

Solar und Lithium für Wohnmobile Q & A … DAS SAGEN DIE PROFIS!

 

Soweit zu alledem was Freitag geschehen ist. Aber natürlich ist mir bewusst, dass Klecamp den Einbau so toll hinbekommen hat ist wunderschön zu lesen, ihr würdet aber gerne weitere Informationen erhalten. 

Darum habe ich euch ja bereits mehrfach aufgefordert mir eure Fragen zu schicken, denn ihr wisst, ich bin alles andere als der große Technik Profi. 

Das Klecamp Team hat sich aber enorm viel Zeit genommen um mir die neue Technik und die vielen Hintergründe genau zu erklären (ich befürchte, teilweise habe ich den lieben Thomas fast zur Verzweiflung gebracht ;-)).  Außerdem konnte ich in dieser Zeit auch eure Fragen los werden und hoffe, euch hiermit die wichtigsten Antworten zum Thema „Solar und Lithium Batterie für Wohnmobile“ liefern zu können. 

 

Starte wir also den Fragen, Antworten und Erklärungen Bereich:  „Isa weiß Technik“ 🙂

 

Einbau von Solar und Lithium für Wohnmobile

Mr. Pepper im “Op Saal” 🙂 Wie heißt es so schön… Op gelungen, Patient… LEBT!!!! 😉

 

1.LiFePo oder „Die Sache mit der falschen Lithium Ionen Batterie“

Vielleicht habt ihr es bereits bemerkt, ich habe in diesem Artikel bisher immer nur bewusst „Lithium Batterie“ geschrieben. Denn zuvor habe ich immer wieder „Lithium Ionen“ Batterie gesagt, getippt, gepostet… DAS IST ABER FALSCH!!!

Ich habe mich schon eine ganze Weile gefragt warum so viele Camper immer von LiFePo Batterien schreiben, habe allerdings angenommen, dass sei irgendeine Eigenmarke und auch das ist FALSCH! 

In Wahrheit ist es so, dass die Lithium Batterien für das Wohnmobil „Lithium Eisen Phosphat“ Batterien sind und die dazu passenden chemischen Elemente sind eben Li für Lithium, Fe für Eisen und Po für Phosphat.. LiFePo Batterien! 🙂

Lithium Ionen Batterien, wie wir sie aus dem Handy oder E-Zigaretten kennen, wären für das Reisemobil viel zu gefährlich, da sie in Verbindung mit Sauerstoff explodieren und brennen wie Zunder.  Es gibt üble Videos im Netz von z.B. brennenden E-Zigaretten, man stelle sich vor das passiert durch z.b. einen Unfall im Reisemobil… nicht schön!!! 

Die modernen Lithium-Eisen-Phosphat Batterien (LiFePo4), die z.B. auch von Klecamp verbaut werden, sind dagegen die sichersten Batterietypen die es aktuell auf dem Markt gibt.

Also … kluges Camper Wissen 3.0… Lithium Eisen Phosphat Batterien = LiFePo!

 

2. Welche Vorteile hat eine Lithium Batterie für Wohnmobile, im Gegensatz zu Blei Säure, AGM oder Gel Batterien? 

 

Allein zu dieser Frage gibt es auf vielen Technik affinen Campingblogs meiner Kollegen laaaaange Artikel. Darum hab ich mich für die kurze Variante entschieden. 

Vorteil Lithium Batterien für Wohnmobile: 

  • Vorteil 1, sie können zu 100% genutzt werden. Andere Batterietypen können im Grunde nur zu 35%, 50%, 80% genutzt werden, je nach Batterietyp, bevor sie langsam in den Bereich der Tiefenentladung kommen und Schaden nehmen. Das bedeutet eben auch,  mit einer 100 Ah LiFePo Batterie im Vergleich zu einer z.B. 100 Ah Blei-Säure Batterie, bekommt ihr sozusagen doppelte Leistungsmenge, bei identischer Amperestunden, weil ihr die LiFePo Batterie zu 100% nutzen könnt. Macht das Sinn?… Na ihr wisst schon was ich meine. 
  • Vorteil 2 (hat mit 1 zu tun), durch die Möglichkeit mehr Leistung zu nutzen, bekommt ihr natürlich auch mehr Leistung auf „kleinem Raum.“ Bei den LiFePo Batterien ist es möglich bis zu 1x 180Ah oder sogar 2x100Ah unter dem typischen Ducato Fahrersitz zu verbauen.  
  • Vorteil 3, die Lithium Batterien sind komplett wartungsfrei.
  • Vorteil 4, die Gefahr der Tiefenentladung ist deutlich geringer.  Wie gesagt, ihr könnt die Batterie voll nutzen und wenn sie irgendwann bei 0% ist, ladet ihr sie eben wieder auf. Das bedeutet trotzdem NICHT, dass ihr die LiFePo Batterien wochen- und monatelang ohne Ladung irgendwo stehen lassen solltet. Auch wenn es auf vielen Blogs heißt, LiFePo Batterien haben keinerlei Selbstentladung, stimmt das laut Klecamp NICHT. Die reine Batterie, ohne entsprechenden Batteriecomputer, kann sich entladen. Klecamp spricht von ca. 3% im Monat.
  • Vorteil 5 sie sind leichter als andere Batterievarianten. Es soll ja Reisemobile geben die ein klitze kleines Problem mit der möglichen Zuladung haben. 😉
  • Vorteil 6, LiFePo Batterien können vieeeeeel mehr Ladezyklen vertragen als andere Batterievarianten. Zumal man erst ab ca. 80% von einem kompletten Ladezyklus spricht. 
  • Vorteil 8, mit 15-20 Jahren versprechen die LiFePo Batterien eine deutlich längere Lebensdauer. 
  • Vorteil 9, die Lithium Batterien laden schneller wieder auf als alle anderen Varianten. Ich habe es selbst noch nicht getestet, aber man munkelt z.B. dass ca. 15 Minuten Motor laufen lassen samt entsprechendem Ladebooster locker für eine warme Nacht ausreichen. Ob es wirklich so ist, kann ich euch HOFFENTLICH in einigen Wochen genauer sagen.
  •  
  • Und Vorteil 10, Klecamp gibt euch 5 Jahre Garantie auf die hauseigenen LiFePo Akkus. 🙂

 

Lithium Batterie für Wohnmobile

Mehr Sicherheit, mehr Leistung, weniger Gewicht… LiFePo Batterien sind noch nicht wirklich günstig, aber schon saucool! 🙂

 

3.  Brauchte Mr. Pepper ein neues „Ladegerät“ für die LiFePo Batterie?

 

Nein! Allerdings ist das alles etwas komplizierter und irgendwann kommen wir in den Bereich der „Glaubensfrage“. 

Also… Mr. Pepper hat mittlerweile sozusagen „drei Ladegeräte“. Eines durch den Ladebooster,  eines durch die Solaranlage und noch eines welches „vom Band“ für die alte Batterie eingebaut wurde. 

Beim Pepper ist es jetzt so, dass zwei dieser drei Ladegräte auf die neue Lithium Batterie ausgelegt sind, nur das „alte“ Ladegerät konnte nicht einfach auf Lithium „umgestellt“ werden. 

Klecamp ist allerdings ganz klar der Meinung, dass in meinem Fall dieses dritte Ladegerät echt nicht nötig ist, bzw. der Vorteil, gegenüber den Kosten für dieses neue dritte Ladegerät, so verschwindend gering ist, dass es sich nicht bezahlt machen würde.  Wenn aber ein Kunde einen anderen Wunsch hat, bzw. ihm/ ihr der Glaube an dieses 3. Lithium fähige Ladegerät wichtig ist, ist der Einbau natürlich möglich.  

In meinem Fall ist es jetzt einfach so, dass dieses dritte Ladegerät komplett außen vor bleibt. Viel wichtiger ist der neue Batterie Computer, der das gesamte Batterie Management übernimmt. 

Anders wäre es damals bei der Omi gewesen. 

Ein altes Solarsystem, kein Ladebooster… da wäre ein neues Ladegerät sicherlich dringend nötig gewesen. Allerdings bin ich mir gar nicht sicher, ob ein einzelnes Ladegerät ausgereicht hätte. Ich glaube viel eher, dass die Omi zumindest auch einen Ladebooster benötigt hätte, um ausreichend Batteriepower erzeugen zu können.

 

4. Was hat es mit diesem neuen Batterie Computer (BMV Batterie Monitoring) auf sich? 

 

Alsooooo…  als erstes muss ich mal festhalten, das ist nicht irgendein Batterie Computer, sondern Klecamp verbaut das Batterie Monitoring von Victron und damit… „ein echt heißes Teil“ 🙂

Doch bevor ich euch jetzt mehr über den BMV schreibe, noch ganz kurz ein anderes Detail, welches ich aber wichtig finde, weil es die Arbeitsweise von Klecamp nochmal so schön beschreibt. 

Dieses kleine blaue Kästchen sollte nach Möglichkeit irgendwo in der Nähe der Batterie installiert werden. Jetzt gibt es anscheinend Werkstätten, die das BMV, dank entsprechender Bohrlöcher im Sitzgestell des Fahrersitzes, einfach direkt mit dem Sitz verbinden.  

Dass das nicht wirklich erlaubt ist, oooookay…wird wahrscheinlich niemals auffallen. Aaaaaber man stelle sich mal vor, es kommt zu einem heftigen Auffahrunfall. Wo bricht der Sitz wohl als erstes aus seinem Gestell? Genau, an der dünnsten Stelle, an den Bohrlöchern des BMV’s! 

Darum arbeitet Klecamp so, dass sie das Zubehör extra auf einer spezielle Holzplatte befestigen und diese Platte dank Ösen und Kabelbinder mit dem Sitzgestell verbinden. Kein Bohren am Sitz, keine mögliche Gefahr… mehr Aufwand aber deutlich sicherer. 

 

Voltronic Batterie Management System Lithium Batterie für Wohnmobile

Hier sieht man es sehr gut. Das extra Brett zum befestigen des Batterie Management Systems von Victron

 

Zurück zum Batterie Computer

Dank der dazugehörigen Victron App arbeitet das Teilchen nicht nur super, es ist auch noch „smart“ zu bedienen. 

Vorrangig ist es so, dass das Batterie Monitoring dafür sorgt, dass es meiner Batterie „gut geht“. 

Wann gelangt wie viel Leistung zur Batterie? Benötigt die Batterie Ladung oder ist sie voll geladen und es wird keine weitere Energie benötigt? Wie hoch ist die Akku Temperatur? Kann die Batterie überhaupt geladen werden? Und wie sieht es eigentlich mit den Verbrauchern aus? Wie hoch ist der Verbrauch überhaupt, wenn abends die Heizung bollert, das TV läuft und die „Ambiente Beleuchtung“ brennt? 

Plus… das tolle ist, der Batteriecomputer zeigt sogar an, wie lange die aktuelle Batteriespannung unter den momentanen Verbrauchern auslangt. Ja und selbst für mich ist es spannend zu sehen, wie groß die Unterschiede sind, wenn man alleine mal auf die unterschiedlichen Beleuchtungsmöglichkeiten achtet. 

Oder… wie stark ziehen irgendwelche „versteckten“ Verbraucher an der Batterie, obwohl ich doch der Meinung bin, ich hätte soeben wirklich ALLES ausgeschaltet? 😉

All das regelt ab sofort mein neuer bester kleiner Campingfreund, der Batteriecomputer mit Messshunt und ich kann dank Handy App, ganz entspannt auf die Ergebnisse zugreifen. 

 

Fachgerechter Einbau von Solaranlage und Lithium Batterie für Wohnmobile

Damit auch optisch alles einwandfrei ist, hat Klecamp nur die bestehenden Kabelkanäle genutzt

 

Wie wichtig ist denn nun das Thema Temperaturen, bzw. sind die Lithium Batterien tatsächlich so empfindlich? Du hast dir die Frage ja selbst schon im letzten Artikel gestellt. 

 

Stimmt, ja auch ich habe immer wieder gehört und gelesen, Lithium Batterien für Wohnmobile seien viel zu temperaturempfindlich. Doch mittlerweile kann ich sagen… das stimmt nur bedingt. 

In den technischen Daten zu meiner LiFePo Batterie steht z.B. folgendes: 

Temperaturbereich während der Entladung:  -20  bis +65 Grad

Temperaturbereich während der Lagerung: -20 bis +65 Grad

Temperaturbereich während der Ladung: 0 bis +50 Grad

Was bedeutet das also? 

Ja, die Temperaturen sind für die Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit der Lithium Batterien wichtig. Laut Klecamp wahrscheinlich sogar DAS Wichtigste, wenn es um den Umgang mit diesem Batterietyp geht.

Aber vorab ist zu sagen, diese Temperaturen müssen natürlich an der Batterie selbst herrschen. Nur weil die Außentemperaturen z.b. -3 Grad anzeigen, bedeutet das ja noch lange nicht, dass es auch im Innenraum des Reisemobils – 3 Grad kalt sind.  

Aus diesem Grund ist z.B. auch Temperaturanzeige über die Victron App so praktisch.

Aber… werfen wir nochmal einen Blick auf die Temperaturbereiche. 

Die ersten beiden Temperaturzonen -20 – +65 Grad, während der Entladung und zur Lagerung der Batterie, ich sag mal so… diese Temperaturgrenzen werden wir unter dem Sitz, im Innenraum des Reisemobils, wahrscheinlich niemals erreichen. 

Bleibt also nur der Temperaturbereich während der Ladung, 0 bis + 50 Grad, deren Grenzen wir VIELLEICHT mal ankratzen könnten. 

Aber selbst wenn die Temperatur im inneren des Womos unter 0 Grad fällt, bedeutet das NICHT, dass die Batterie einen Schaden nimmt. Das bedeutet nur, dass die Batterie bei unter 0 Grad nicht weiter aufgeladen wird. Das BMS der Batterie selbst erkennt „huiiiii heute ist es aber frisch“ und stellt die weitere Aufladung ein. Das ist alles!

Allerdings… echte Camper Realität ist das ja nun nicht wirklich. Denn sobald wir unterwegs sind läuft die Heizung und der Innenraum kühlt nicht auf 0 Grad runter. 

Also geht es maximal um die Zeiten in denen das Womo irgendwo ungenutzt herumsteht und seien wir mal ehrlich, Tage an denen es so Kalt ist, dass die Temperatur im Reisemobil dauerhaft unter 0 Grad liegt, sind in unseren Breiten doch eher selten. 

Ihr seht… ja das Thema LiFePo Batterien und Temperaturen ist ein Thema, allerdings spricht auch nichts gegen die Nutzung von Lithium Batterien in Wohnmobilen. 

Das LiFePo Batterien grundsätzlich ab Temperaturen von unter 5 Grad kaputt gehen (so kann man es immer mal wieder im Netz lesen) ist für die Klecamp LiFePo Batterie schlicht FALSCH!

 

Solaranlage für Wohnmobile 330 Watt

Die neuen super duper Solarpanel für Mr. Pepper vor dem Einbau

 

Kommen wir zu den Solarplatten 🙂

 

Wie viel Solar benötige ich für 3 Tage entspanntes frei stehen mit dem Wohnmobil unter folgenden Bedingungen: Camping im Frühjahr, Sommer, Herbst, halbwegs sonnig, Handy, Laptop usw. laden, abends mal 2-3 Stündchen TV, Licht mit bedacht und wenn es schlecht läuft, auch mal eine Stunde durchheizen?

 

Tja… was wäre es schön, wenn es darauf einfach so eine feste Antwort gäbe… die gibt es aber leider nicht und auch Klecamp konnte diese Frage nicht einfach so beantworten. 

Denn im Campingalltag kommt es auf so viele Details an, auf das eigene Verhalten aber auch auf die äußeren Bedingungen, dass es einfach keine allgemeingültig Antwort gibt. 

Beispiel: 

Wir haben das Freitag selber live getestet. 

Viele neuere Reisemobile haben ja mittlerweile diese hübsche „Ambiente Beleuchtung“, die ich abends im Womo auch wirklich gerne nutze.

Aber allein der Unterschied zwischen Ambiente Beleuchtung und „einfacher Tisch Beleuchtung“ liegt beim Pepper bei fast 30 Watt. (Siehe Bilder)

30 Watt empfinde ich schon als viel, wenn man bedenkt, dass es ja „nur“ um ein paar LED Lampen und Lichtleisten geht. Aber es zeigt ganz schön, dass es eben doch deutliche Unterschiede gibt, je nachdem wie man die „Kleinigkeiten“ regelt. 

Wenn ihr es also wirklich genau wissen möchtet, welche Batterie bzw. Panel Größen ihr benötigt, bleibt euch eigentlich nichts anderes übrig als vorab einen Batteriecomputer zu nutzen und über diesen euer ganz persönliches „Reise-Energie- Verhalten“ zu ermitteln. 

 

 

2. Für welche Solarplatten hast du dich entschieden und warum? 

 

Für mich stand eigentlich von Anfang an fest, ich möchte wieder feste Solarplatten samt Rahmen für das Wohnmobil Dach. 

Ähnliche Platten hatte auch schon die Omi auf dem Dach und damit bin ich all die Jahre relativ „gut gefahren“, auch wenn die Platten auf der Omi aus einer viel, viel schlechteren Qualität waren.

Meine GANZ PERSÖNLICHE Meinung… mobile Solarpanels zum aufstellen sind für meine Bedürfnisse quatsch.

Mr. Pepper steht nunmal (leider noch) am Straßenrand wenn ich zuhause bin und auch on Tour hätte ich kein gutes Gefühl dabe,i die Solarplatten irgendwo aufzubauen, wenn ich nicht selber ständig am Womo bin. Mal ganz abgesehenem nervigen aufstellen, verbinden, einräumen usw. 

Ich wollte gerne ein festes System welches jederzeit „lädt“ sobald es etwas Tageslicht gibt, ohne irgendwelche anderen Maßnahmen. 

Über die vielen neuen „ganz dünnen“ Solarplatte kann ich nicht viel sagen, ich habe nur immer wieder gehört, dass diese bei weitem nicht so stabil seien sollen.  Mal ganz abgesehen davon, dass diese Platten komplett auf dem Dach aufgeklebt werden müssen. 

Ein HOCH auf jeden Bastler mit dem absoluten Wissen über den perfekten Kleber!

Die gerahmten Platten werden im Gegensatz dazu nur auf kleinen Stützen fixiert, die Punktuell auf dem Dach aufgeklebt werden. So ist ein Wechsel, sollte ein Panel wirklich mal beschädigt werden, kein großes Problem. 

Blieb letztendlich noch die Frage nach einem mobilen Panel für die Frontscheibe. 

Ja… da wird es mittlerweile sicherlich Panels geben, die eine brauchbare Leistung bringen. Ich habe mir allerdings irgendwann mal so ein Panel für die Frontscheibe der Omi gekauft, das eigentlich nur die Verluste der Startbatterie ausgleichen sollte und das hat mal GAR NICHTS gebracht.

Ich frage mich allerdings bis heute, ob es überhaupt seien kann, dass die Ladung dieser Solarplatte über den Zigarettenanzünder, in der Startbatterie landet. Woher soll die Batterie „wissen“, dass da gerade Ladung für sie ankommt? 

Ich bin mir nicht sicher, ob das überhaupt klappen kann… geholfen hat es auf jedenfalls GAR NICHTS!

Für mich stand somit von Beginn an fest, ich möchte wieder die „richtigen“ festen, gerahmten Solarplatten für das Pepper Dach und diese wurden dann auch vom Klecamp Team installiert.  

 

Solaranlage für Wohnmobil

Hier sieht man es ganz gut, die festen Solarplatten werden nur an einzelne Punkten auf dem Dach befestigt.

 

3. Isaaaaaa? Bist du wirklich der Meinung, es ist nötig eine Solaranlage von einer Fachwerkstatt einbauen zu lassen? Es gibt doch mittlerweile komplette „Solar Bastlersets“ online zu kaufen, die letztendlich auch viel, viel günstiger sind. 

 

Hmmmm…meiner Meinung nach kommen hier zwei Themen zusammen. 

1.Basteln & schrauben…

Das ICH nicht der super Schrauber bin ist wohl klar aber ich finde es natürlich super, wenn Leute Ahnung haben von dem was sie tun und z.b. selber am Reisemobil herum schrauben können. 

Allerdings bin ich auch immer wieder erstaunt, wer sich so alles zutraut an seinem Fahrzeug herum zu basteln und das sogar ggf. bis zur Gasleitung. 

Ich glaube letztendlich muss man sich fragen, will ich das so und kann ich ggf, gut mit dem Ergebnis leben? MICH stresst und nervt es tierisch, wenn ich mich nicht richtig auf das Fahrzeug mit allem drum herum verlassen kann! 

Keine Frage, bevor mich jetzt 27 böse Kommentare erreichen. Nur weil man solche Arbeiten in einer „Fachwerkstatt“ durchführen lässt, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Arbeiten auch wirklich sauber und ordentlich ausgeführt werden. Klar, auch da gibt es Probleme oder gar „schwarze Schafe“.

Aber… ich habe euch zum Beispiel mittlerweile schon drei große Werkstätten hier auf dem Blog genannt, im Norden, im Süden und jetzt eben auch vor allem das Klecamp Team im Westen, auf die ich jeeeeederzeit wieder vertrauen würde/ werde. 

Ich bin fest davon überzeugt, es lohnt sich durchaus mal 2, 3 oder auch 4 Monate länger auf ein besonderes Gadget zu sparen und dieses von wirklich guten Leuten einbauen zu lassen, als dauerhaftes Gebastel, das im schlechtesten Fall mit einem ausgebrannten Reisemobil endet.  

Ich erinnere nur kurz an den Fall des „Bares für Rares Star“, dessen Reisemobil auf der Autobahn abgebrannt ist, nachdem er (laut Zeitungsbericht) selbständig „mehrere Batterien“ erneuert hat. Was auch immer das bedeutet… 

 

Zuverlässige Wohnmobil Werkstatt in NRW

Ähhhmmm nun jaaaa… Mr. Pepper steht halt draußen und das Dach ist so schwer sauber zu halten 😉

 

2. Thema – Die Qualität von Solarpanelen

Wusstet ihr, dass es auch bei den Solarpanelen eine Qualitätseinheit gibt? Ich wusste es bis Freitag nicht! 

Diese Einheit geht von A+ bis G. Dazu muss man aber sagen, A+ bzw. A Platten sind für uns im Grunde nicht erhältlich (und wären auch VOLLKOMMEN überqualifiziert), A+ bzw. A Solarzellen gelangen maximal in die Industrie, wenn sie überhaupt produziert werden. 

Dabei gibt es ganz, ganz viele einzelne Merkmale die in diese Bewertung einfließen, darunter auch optische, die für uns ja nun echt nicht wichtig sind. 

Aber, keine Frage, die letztendliche Qualität einer Solarzelle ist natürlich wichtig! Klecamp hat dem Pepper jetzt 3 großartige A- Solarzellen aufs Dach gesetzt, bei denen man allerdings auch sagen muss, im Grunde sind auch die für ein Wohnmobil Dach noch viel zu gut. Die Leistungsfähigkeit von B-C Platten würde sicherlich ausreichen. 

Bei den typischen günstigen „China E-Bay“ Solarzellen handelt es sich aber fast immer um die Qualitätsstufe G. Nur das steht natürlich nirgendwo öffentlich geschrieben. Versucht mal an diese Informationen zu kommen… viel Spaß! 🙂 

Diese G Zellen werden sozusagen aus dem Abfall der Solarplatten Produktion hergestellt, die Leistungsfähigkeit ist viel geringer, es braucht viel mehr Tageslicht um halbwegs gute Werte zu erzielen, außerdem ist die Produktion meist viel einfacher gehalten. 

Das ist u.a. mit ein Grund für die endlosen Camper Diskussionen, wie viel Watt eine Solarplatte erzielen kann sobald der Himmel bedeckt ist?  Eine G Qualität sicherlich deutlich weniger als eine A Qualität. 

Aber nochmal zurück zur Produktion, denn auch diese ist zum Teil ganz unterschiedlich. 

Auf der Omi hatte ich sehr einfache, günstige Platten… ganz, ganz typisch für die Aktion: „Zum Kauf des Womos gibt es noch eine Solarplatte gratis dazu“

Wenn ihr euch diese Platten mal näher anschaut, dann seht ihr innerhalb des Panels viele, kleine Drähte, die jede einzelne Solarzelle miteinander verbinden. Die sehen so ein bisschen aus, wie die Drähte in der Auto Heckscheibe. 

ALLEIN DIESE DRÄHTE KÖNNEN DAZU FÜHREN, DASS JEDES PANEL BIS ZU 20% MEHR FLÄCHE BENÖTIGT, UM DIE IDENTISCHE LEISTUNG ZU BRINGEN

20% ich finde das ist schon echt viel!!! 

Es ist also kein Wunder, dass so viele Camper sagen, ihr Panel bringt ohne deutliche Sonneneinstrahlung fast keine Leistung und natürlich führen diese offensichtlichen Drähte auf der Oberseite zu einer schlechteren Qualitätsbewertung des Panels. 

 

Solar und Lithium für Wohnmobile

Die neuen Solarzellen auf Mr. Pepper… keine Drähte auf der Oberseite und eine super Qualität. 🙂

 

Wenn ihr euch dazu im Vergleich mal meine neuen Solarpanels genau anschaut, werdet ihr sehen, die Panels haben auf der Oberseite keine Drähte!!! 

Bei meinen Panels befinden sich diese Drähte nämlich auf der Unterseits der Solarplatte, man nennt es auch „back-contact Verfahren“.

Dieses Verfahren ist von der Firma SUNPOWER patentiert und darf nur von dieser Firma verwendet werden. Somit hatte ich also ehrlich gesagt Glück (denn all das wusste ich vorab nicht), dass Klecamp eben diese Firma zum Partner hat und deren Solarplatten verbaut.  

Denn nur so ist es überhaupt möglich, dass diese Solarplatten eine A- Qualitätsbewertung bekommen 

Ganz praktisch bedeutet das für mich, die von Klecamp verbauten Solarpanels haben: 

  1. Mehr Leistung bei geringerer Fläche. 
  2. Durchschnittlich gute Leistung bei Tageslicht. Für mich tatsächlich eine super gute Nachricht, denn meine Panels benötigen eben nicht mehr volle Sonneneinstrahlung um halbwegs brauchbare Werte zu erzielen. Selbst bei den aktuellen Witterungen bekomme ich brauchbare Leistung. (Wieviel genau, werde ich hier in den kommenden Tagen nachtragen, sobald ich mehr Werte gesammelt habe.)
  3. Weniger Empfindlich… durch die fehlenden Drähte auf der Oberseite und einer spezielle, sehr feste aber „glasklare“ Beschichtung, sind die Platten deutlich weniger empfindlich. Selbst Eiskratzen auf den Platten wäre überhaupt kein Problem mehr. Allerdings erzeugen die Platten sogar etwas Wärme, wodurch Eis alsbald schmelzen soll, wenn es sich über Nacht bildet. Denn, die Platten sind qualitativ so gut, dass sie sogar arbeiten wenn sich z.B. morgens früh eine Eisschicht auf ihnen gebildet hat. Bei einer dichten Schneedecke ist das natürlich etwas anderes, da hat keine Solarplatte dieser Welt eine Chance, aber etwas Eis durch Nachtfrost bedeutet kein Problem. 

Fazit… natürlich sind diese sehr günstigen Angebote im Netz verlockend, ob sich diese Einsparungen letztendlich aber wirklich bezahlt machen…. hmmmm, ich bin mir da nicht sicher. 

 

4.Wie erkennst du denn jetzt, wie viel Leistung die Solaranlage liefert? Wurde dazu eine Anzeige eingebaut und wenn ja, wohin? 

 

Damals in der Omi war es so, dass das Kabel zur Anzeige nicht sehr lang war und so wurde das kleine Kästchen fast unten am Boden, seitlich neben / hinter dem Fahrersitz angebracht. Um dort irgendetwas ablesen zu können, musste ich eine olympiareife Kür erturnen. 🙂 

Wie gesagt… ganz typisch:  „ Das super tolle Solaranlagen Angebot vom Verkäufer zum Kauf des Womos.“  🙂

Jetzt beim Pepper ist das alles ganz anders. Denn das kleine blaue Kästchen sitzt versteckt unter der Sitzbank, sämtliche Werte kann ich aber wieder über die Victron App ablesen. 

Ich nutze jetzt also EINE App und kann über diese sowohl auf den Victron „Solarcomputer“ als auch auf den Victron „Batteriecomputer“ zurück greifen und das schöne ist, beide Apps greifen aufeinander zu. 

Easy peasy, ganz entspannt und ohne turnen zu müssen. 🙂

 

Solar und Lithium für Wohnmobile

Im Klecamp Wartebereich kann man sich unterschiedliche Womo Technik näher ansehen.

 

Last but not least… bleibt natürlich noch eine Frage, wie sehen die Preise aus???

 

Keine Frage, die Solaranlage und vor allem die Lithium Batterie für Wohnmobile sind jetzt nicht gerade ultimative Schnäppchen.  Allerdings, und das meine ich wirklich ernst und mit bestem Gewissen, wenn ich mir die Preise für qualitativ hochwertige Produkte dieser Art im Netz anschaue, empfinde ich die Unterschiede zur Fachwerkstatt samt Einbau usw. wie es bei Klecamp der Fall wäre, gar nicht so groß. 

Bei Klecamp kostet das ganze: 

Die 100Ah LiFePO4 Batterie im DIN-FORMAT + der smart Shunt von Victron + Einbau und allem drum und dran kostet  1449 Euro!!!

Das hochwertige Solarpanel + Solar Computer von Victron + Einbau und allem was dazu gehört kostet bei einem 110 Watt Panel  799 Euro!!!

Allerdings darf ich euch noch dazu sagen, wenn ihr euch bei Klecamp meldet und ihr euch als IsasWomo Leser zu erkennen gebt, werdet ihr nochmal einen netten Rabatt bekommen. 🙂 Also… lüftet das Geheimnis und gebt euch zu erkennen!!! 🙂 🙂 🙂

 

Arbeiten als Campingblogger

Von nun an fährt Mr. Pepper Werbung! 🙂 Natürlich wurde dieser Aufkleber nach vorheriger Absprache angebracht und es war sogar MEINE Idee!

 

Fazit … Solaranlage und Lithium Batterie für Wohnmobile – neue Energie für Mr. Pepper!

 

Tja ihr Lieben, nach 8 Jahren „Camperkarriere“ beginnt für mich demnächst eine vollkommen andere Art zu reisen und ehrlich gesagt… ich kann es kaum erwarten!!! 

# Wann endet endlich dieser ganze Corona Mist??????

Denn um mal wieder ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern, der liebe „Klecamp Thomas“ hat mir mal ordentlich ins Gewissen geredet 🙂 😉 

Ich kann mich noch sehr gut an folgende Worte erinnern (ok, ok, kein Zitat, sehr verkürzt wiedergeben) 

 

„Lass doch nun endlich mal die Hände vom ständigen Landstrom!!!“ 🙂

 

JAAAAA!!!! Ich gebe zu, ich bin der typische Camper der irgendwo ankommt, gerne auch schon bei der Runde über den Stellplatz schaut wo der nächste freie Stromanschluss ist, einparken, Kabel raus, Strom sichern… ruhiger werden!!!

Aber… gerade bei der Omi war es nunmal auch immer mal wieder so, dass mir ihr SEHR SYMPATHISCHES EIGENLEBEN (der Womo Gott habe sie selig) Schnippchen geschlagen hat und da war Landstrom nunmal immer die halbe Miete! Mal ganz abgesehen davon, dass mein Laptop nicht mit dem Wandler zurecht kam, von Kaffeemaschine, Ventilator oder kleinem Heizer spreche ich erst gar nicht. 

Bisher war es wirklich immer so… konnte ich den Stromanschluss klar machen, hatte ich das Gefühl, alles ist sicher, alles ist safe, die gute Zeit kann kommen und konnte ich wirklich mal keinen Strom ergattern, hat mich das alles schon wieder tierisch genervt!!!

DAS WILL ICH ÄNDERN!!! (Fester Vorsatz!!!)

Und wenn es anfangs einfach so ist, dass ich den Strom immer mal wieder vorübergehend „ausstöpsel.“ Denn letztendlich macht es natürlich extrem viel Sinn, wenn ich mal irgendwann ein Gefühl dafür bekomme, wie lange ich unter den und den Bedingungen problemlos frei stehen kann. 

Und ich rechne fest damit, irgendwann hat man dieses „Bauchgefühl“. Das ist sicherlich ähnlich wie bei den Gasflaschen. Da kann ich mittlerweile auch ziemlich sicher sagen… okay, die nächste Nacht wird irgendwann blöd, wenn ich die Heizung nicht ab sofort etwas weiter runter drehe. 

Dank des neuen, echt guten Batterie Computers und der passenden Solaranzeige ist es jetzt  für mich ganz einfach zu erkennen, dieses oder jenes verbraucht so und so viel Batterieleistung, bei Wetter X kommt aber diese oder jene Leistung wieder rein bzw. wenn der Motor so und so lange läuft, reicht die gewonnene Energie wieder aus… all das ist ja jetzt auf 0,1 Ampere genau zu ermitteln. 

Einfacher geht es kaum und ich denke es ist ganz klar, wenn man erstmal ein Gefühl für all diese Möglichkeiten hat und ziemlich sicher weiß, man kann jetzt ohne irgendwelche Sorgen zu haben noch locker flockig und mit allem drum und dran 3 Tage irgendwo herum stehen… macht es die gaaaaanze Reise und vor allem den Campingboom Stellplatz Krampf, deutlich entspannter. 

Jetzt heißt es also nur noch… können, dürfen … machen, beobachten und lernen!!!!

Ganz zum Schluss möchte ich mich nochmal HERZLICH bei dem gesamten Klecamp Team bedanken!!! Die Zusammenarbeit mit euch war mal wieder ganz große Klasse!

Die Überraschung, dass aus einem Solarpanel letztendlich drei Panel wurden ist mehr als lieb, mal ganz abgesehen von all den anderen Dingen. 

Ich möchte auch nochmal dieses ganze Blog Ding und meine Vergangenheit beiseite schieben… denn ihr habt MAL WIEDER eine großartige Arbeit abgeliefert. 

Ihr nutzt bewusst spezielle Kleber damit ich noch am selben Tag fahren kann. Ihr arbeitet mit tollen Partnern zusammen, damit die Qualität der einzelnen Produkte auch wirklich herausragend gut ist! Ihr achtet auf so viele Kleinigkeiten, ich denke da gerade an dieses Brett für das BMV und den Regler. Ihr achtet ja sogar darauf die bestehenden Kabelschächte zu nutzten, damit optisch alles tipp top bleibt.

Euer gesamtes Team ist super freundlich und nicht zu vergessen, ich hätte sogar eines euerer Leihfahrzeuge in der Zwischenzeit nutzen können.  

 

Tolle Wohnmobil Werkstatt in NRW

Wer nicht die ganze Zeit bei Klecamp warten möchte, kann mit dem Leihwagen los düsen. Und wie geht es für Mr. Pepper und mich weiter? Nächster wichtiger Schritt… ein ordentlicher Wechselrichter. Aber bis dahin…. braucht es noch ein bisschen Zeit! 🙂

 

Ich meine, noch mehr geht doch nun wirklich nicht und das alles sogar in diesen schwierigen Zeiten. 

 

Ich habe wirklich nichts zu meckern und das liegt ganz sicher nicht nur an diesem Job, die gesamte Arbeit war mal wieder zu 100% empfehlenswert gut. 

Wenn ihr also noch überlegt, ob ihr in eine LiFePo Batterie investieren möchtet, wenn ihr die passende Solaranlage sucht oder auch wegen ganz anderer Dinge auf der Suche nach einer guten Reisemobil Werkstatt in NRW seid, dann kann ich euch das Klecamp Team nur voll und ganz empfehlen. 

… und denkt an euren „IsasWomo Leser Rabatt“ 😉

In diesem Sinne… hiermit endet also das Experiment „Isa weiß Technik“ für’s erste.

Bleibt gesund!

Eure

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Urlaub mit einem gemieteten Wohnmobil – Packliste speziell für Mietcamper

Urlaub mit einem gemieteten Wohnmobil – Packliste speziell für Mietcamper

Alles an Bord – die umfassende Packliste speziell für alle die ein Wohnmobil mieten möchten. 


 

Hey liebe Wohnmobil Starter und teilzeit Camper,

vor wenigen Tagen habe ich eine ausführliche Mail von einem Leser erhalten, der mir „sein Leid geklagt“ hat und mich gleichzeitig auf dieses Artikel Thema aufmerksam gemacht hat. 

Tja und da ich mir das grundsätzliche Problem gut vorstellen kann und Themen Wünsche eh immer gut finde, habe ich mich kurzfristig an den Laptop gesetzt und begonnen zu tippen. 

Worum gehts genau…

Camper die sich ein Wohnmobil (oder natürlich auch einen Wohnwagen) mieten stehen schnell vor dem Problem, dass sie nicht wissen, was sie denn eigentlich alles einpacken müssen. 

Komplette Packlisten finden neu Camper auf jedem 2. Blog, aber eines ist natürlich auch klar, für 2 Wochen Road Trip samt Miet-Womo startet kaum jemand den riesengroßen Obelink Einkauf (Zur Erklärung, Obelink ist ein rieeeeeesen Campingfachmarkt kurz hinter der holländischen Grenzen, in dem wahrscheinlich jeder 3. Camper seinen ersten großen Ausrüstungsmarathon startet). 

So und damit du deinen ersten Campingurlaub im Miet-Womo von Anfang an ohne Stress genießen kannst, findest du hier eine Packliste speziell für Teilzeitcamper und damit du es noch ein kleines bisschen einfacher hast, findest du am Ende der Liste einen Link zum PDF, so dass du die gesamte Liste abspeichern, ausdrucken und abhaken kannst. 

Ein Problem gibt es bei diesem Thema allerdings, denn wahrscheinlich jeder Vermieter von Wohnmobilen stattet seine Fahrzeuge unterschiedlich aus. Aus diesem Grund wird es einige Punkte geben, hinter denen in Klammern steht, Vermieter fragen. Damit ist gemeint, dass es gut seien kann, dass diese Dinge bereits vom Vermieter im Wohnmobil hinterlegt worden sind, du solltest aber auf jeden Fall nochmal nachfragen, ob dies auch wirklich der Fall ist!!!

Zudem macht es sicherlich nochmal einen Unterschied ob du maximal ein Wogende im z.B. Bulli unterwegs bist, oder 14 Tage im Womo durch Europa düst. Darum nochmal zur Info, bei dieser Liste gehe ich von einer Reisedauer von MINDESTENS 5 TAGEN aus!

 

Urlaub im gemieteten Wohnmobil, diese Dinge benötigst du wirklich

Für das typische Bulli Wochenende samt essen gehen, sind so viele Dinge natürlich nicht nötig

 

Reisen mit einem gemieteten Wohnmobil –  Packliste speziell für Mietcamper und Camping Starter. 

 

Packliste Wohnmobil mieten – WICHTIGE DOKUMENTE!

  • Personalsausweis/ Reisepass / Kinderpass/ EU-Heimtierausweis (Hund) 
  • Führerschein (und zwar von allen die fahren könnten, schließlich kann immer mal etwas passieren, so dass die Fahrer wechseln müssen!)
  • EC Karte
  • Kreditkarte (im Ausland ist eine Kreditkarte in vielen Bereichen sehr, sehr hilfreich) 
  • Krankenkassen Karte bzw. Karte oder „Voucher“ Reisekrankenversicherung 
  • ADAC Karte o.ä. 
  • ggf. Campingplatz Rabatt Karten
  • ggf. Campingplatz / Stellplatz Atlas
  • Chronisch Krank? Kopie letzter Arztbericht für den Fall der Fälle
  • Chronisch Krank & viele Betäubungsmittel an Bord? Zumindest kurze Info mit Stempel über Notwendigkeit vom Hausarzt
  • Fahrzeugschein

 

Thema Bargeld – Innerhalb der EU gibt es (eigentlich) ein Abkommen, dass Abschleppkosten bis 3,5 Tonnen maximal 300 Euro betragen dürfen. Je nach Land nehmen die Leute nur Bargeld und wollen dies auch DIREKT am Abschlepport „sehen“. Automobil Club Mitglieder (z.B. plus Mitglieder) bekommen das Geld manchmal vorgestreckt, müssen gar nichts bezahlen oder müssen es nachträglich „beantragen“. Hängt vom Vertrag und Land ab. 

Allein aus diesem Grund kann es während der Fahrt erstmal nicht schaden, mindestens 300 Euro zur Vorsicht irgendwo am Mann, Frau, Portmonee und Wagen zu haben. 

Bitte denk ansonsten daran, dass immer und überall auch mal geklaut werden kann. Nimm nicht übermäßig viel Bargeld mit. Wenn du (ihr) mehrere EC Karten habt, hebt nicht alle in euren Portmonees auf, so dass gleich alle Karten und Ausweise weg sind, wenn eure Geldbörsen geklaut werden. Ebenfalls macht es immer Sinn, Bargeld an mehreren Orten aufzubewahren und Wertsachen wie z.B. Kameras und Laptops beim kurzen Stop am Strand mitzunehmen oder sehr gut wegzuräumen. 

Extra Tipp… Supermarkt Einkauf geplant? Gerade im Ausland macht es enorm Sinn, dass irgendwer am Fahrzeug bleibt, da diese Situationen nur zu gern von Dieben genutzt werden. 

P.S. auch die Diebstähle auf guten Stellplätzen und tollen Campingplätzen mitten am Tag häufen sich. Bitte denk also auch während deiner Reise daran, Wertsachen nicht offen/ leicht zu erreichen im Fahrzeug liegen zu lassen. Nicht wenige Camper legen speziell aus diesem Grund 20-50 Euro Bargeld ins Fahrzeug, damit die Diebe möglichst schnell wieder Verschwinden. Ob du das so machen möchtest, ist sicherlich eine “Glaubensfrage”.

 

Packliste Wohnmobil mieten – die notwendigste Fahrzeug Ausstattung 

 

  • Stromkabel oder Kabeltrommel am besten 20 Meter oder mehr (Vermieter fragen!)
  • 2 blaue CEE Adapter um das Stromkabel anschließen zu können (Vermieter fragen!)
  • Wasserschlauch mit „Gardena Adapter“ (Vermieter fragen!)
  • 2 x 11 Liter Gasflaschen ( Vermieter fragen! Extra Tipp unbedingt drauf achten dass diese auch voll sind, immer mal wieder ein „Schwachpunkt“ in der Vermietung, zur Not mit Kofferwaage/ Personenwaage wiegen… oder einfach nochmal ganz bewusst nachfragen und vertrauen)
  • KFZ Handy Ladekabel

 

Packliste Wohnmobil mieten – der Campingtag vor dem Wohnmobil

 

  • Camping Klappstühle für alle Personen (sollte vom Vermieter gestellt werden)
  • Campingtisch (sollte vom Vermieter gestellt werden)
  • Grill / E-Grill (auf einigen Plätzen herrscht verbot von offenem Feuer)

 

Packliste Wohnmobile mieten – Ausrüstung Campingalltag

 

  • Besteck für alle Personen an Bord (Vermieter fragen)
  • Teller für alle Personen an Bord (Vermieter fragen)
  • Gläser und Tassen für alle Personen an Bord (Vermieter fragen)
  • 1 großer Topf mit Deckel (Vermieter fragen, Deckel praktisch zum z.B. Nudeln abschütten, wenn kein extra Sieb vorhanden) )
  • 1 kleiner Topf mit Deckel (Vermieter fragen)
  • 1 x Pfanne (Vermieter fragen)
  • 1 x Salatschüssel (Vermieter fragen)
  • 1 x gutes Küchenmesser 
  • 1 x Schere
  • 1 x Flaschenöffner (Vermieter fragen)
  • 1 x Dosenöffner (Vermieter fragen)
  • Kleiner Korb mit den wichtigsten Gewürzen wie Salz, Pfeffer, Zucker, Maggi ? 🙂 usw. (Übrigens, für ganz kleine Mengen eigenen sich Tick-Tack Dosen super )
  • 3 – 4 Trockentücher (es wird viel Gespült beim Campen)
  • Spülschwamm/ Spülbürste
  • Spülmittel
  • Küchenrolle (benötigt man immer, immer wieder, kann man übrigens auch super zwischen Teller, Gläser und Tassen packen, gegen Schäden und Klappern während der Fahrt. )
  • Taschenlampe 
  • Spannbetttücher (Vermieter fragen, der Wunsch die eigene Bettwäsche zu nutzen ist ok, allerdings haben Wohnmobil Matratze häufig ein besonderes Format, so dass ganz normale Spannbettlaken oftmals nicht richtig passen) 
  • Kissen für alle Personen an Bord
  • Oberbetten oder Schlafsäcke für alle Personen an Bord
  • Bettwäsche für alle Personen an Bord
  • Toilettenpapier (Vermieter fragen! Wenn der kein Toilettenpapier stellt, AUF KEINEN FALL DAS GUTE 4 LAGIGE VON ZUHAUSE NUTZEN, RIESEN SAUEREI IN DER CAMPINGKLO KASETTE!!! Entweder spezielles Camping Klopapier kaufen oder das ganz, ganz einfache, maximal 2 lagige Papier. Noch einfacher, eine Packung der ganz, ganz einfachen, dünnen Kleenex Tücher. Praxis Tipp… nie leichtfertig so viel Klopapier nutzen wie zuhause)  
  • Badezimmer Utensilien (Zahnbürste, Zahncreme, Sonnencreme/Bodylotion, Duschgel, Shampoo & „persönliche Produkte“)
  • Handtücher (benötigt man im Womo erstaunlich viele, große, kleine & im Sommer für den Strand oder gegen das Schwitzen im Campingstuhl vor dem Womo. Mikrofaser Handtücher eigenen sich übrigens besonders gut, da die Handtücher leichter sind und schneller trocknen)

 

Packliste speziell für Camper die ein Wohnmobil mieten

Nach all den Jahren packe ich immer noch zu viele Klamotten ein, was absolut sinnlos ist

 

Packliste Wohnmobil mieten – Kleidung die jeder Camper benötigt

 

  • Unterwäsche, Socken, Shirts, Hosen (ich denke das ist klar)
  • Mindestens 2 Paar Schuhe pro Person (sollte eines nass sein)
  • 1 warmer Pullover/ Strickjacke pro Person ( zu JEDER Jahreszeit, selbst Sommerabende in Südeuropa können mal frisch werden!!!)
  • Mindestens 1 Allwetter Jacke pro Person (im Herbst, Winter, Frühjahr MINDESTENS 2 Jacken pro Person, denn es ist echt kein Spaß, nochmal in eine klitsch nasse Jacke zu steigen)
  • Ganz wichtig 1 Paar Badelatschen pro Person (ob modisch oder nicht ist egal, aber die typischen Crocs Gummilatschen sind fürs Campen super praktisch) 
  • 1 mal Schlafanzug pro Person
  • 1 mal „Jogginganzug“ pro Person (die Campingnächte können frisch werden)
  • Badesachen (gerne auch zu jeder Jahreszeit, vielleicht hat der Platz ja ein Hallenbad, Wellnessangebote oder du legst einen Stop an einer Therme/ Freizeitbad ein) 

 

Extra Tipps zum Thema Kleidung für Camping Starter

  • Lass WIRKLICH alles zuhause was schnell knittert, ES LOHNT SICH NICHT!!!!
  • Weiße Hosen sind im Sommer toll, aber sie werden nunmal auch schnell dreckig, normale Jeans und Hosen sind praktischer, zumal du in den meisten Fällen auch nicht sooooo viel Platz hast.
  • Mädels, lasst die hohen Hacken zuhause. Ehrlich… wenn ihr mit den hohen „Stöckelchen“ über den Campingplatz tapst, ihr macht euch schneller lächerlich, als dass es wirklich cool aussieht. 
  • Typisches Camping Schuhwerk, Sneaker & Flip Flops im Sommer, Sneaker und warme Allwetterschuhe für nasse Wiesen zu allen anderen Jahreszeiten

 

Packliste Wohnmobile mieten – Baby / Kleinkind an Bord

 

  • Alles nötige zum Thema Kleidung und Windeln (da wisst ihr als Mamas & Papas viel besser bescheid als ich, was ihr an Kleidung und „zum frisch machen“ benötigt) 
  • Wickelunterlage/ Decke
  • Ausreichend Babynahrung (vor allem wenn ihr ins Ausland fahren möchtet) 
  • Tee
  • Stilles Wasser (bitte besser NICHT das Wasser aus dem Womo Tank nehmen)
  • Fläschen, Nucki, Flaschenbürste, Warmhaltegerät
  • ggf. plastik Tellerchen & Besteck
  • Trinkflasche oder Becher mit Deckel gegen Bienen/ Wespen draußen
  • Krabbeldecke 
  • ggf. Reisebettchen
  • Schlafsack
  • Maxi Cosi oder Kindersitz
  • Kinderwagen (Extra Tipp, für die etwas größeren Kinder lohnt sich der Kauf eines ganz, ganz einfachen Buggys. Sand, Staub, Schotter setzen den Wagen ordentlich zu. Bevor euer guter Kinderwagen nach 14 Tagen komplett hin ist, könnt ihr ggf. besser den einfachen Buggy entsorgen. Zumal die einfachen Buggys meist deutlich leichter sind, als der umfangreiche Kinderwagen.)
  • Spielzeug, Kuscheltiere, Schnuller 

 

Packliste Wohnmobil mieten – Camping mit Hund

 

Es gibt mittlerweile Vermieter die sich auf Camper mit Hund/ Hunden spezialisiert haben. Einige von denen stellen auch direkt eine gewisse Hundeausstattung in den Fahrzeugen zu verfügung. Diesbezüglich kennt ihr euren Hund am besten, meine Milla würde nur sehr ungern Napf, Decke & Körbchen eines „anderen Hundes“ nutzen. Bitte behalte diesen Punkt im Hinterkopf und nimm ggf. lieber deine eigenen Hundesachen mit an Bord. 

2. Hinweis … Bitte informiere dich lange vor dem Urlaub über spezielle Impfungen für die Einreise ins Ausland und ob es an deinem Urlaubsort besondere „Viecher/Parasieten“ gibt, Stichwort Zeckenhalsband, Spot on oder, oder, oder… dein Tierarzt ist der perfekte Ansprechpartner. 

  • IMMER, IMMER, IMMER EU-Haustierausweis (auch innerhalb Deutschlands)
  • Futter
  • Leckerlies
  • Napf
  • Wassernapf
  • Körbchen
  • 2 Geschirre bzw. 2 Halsbänder
  • Flexi-Leine
  • Kurze Leine 
  • Schleppleine (sehr, sehr praktisch für Strand und Leinenpflicht auf der Parzelle!)
  • Decke/ Matte für draußen (auf vielen Plätzen ist es relativ staubig und so ein komplett eingestaubtes Körbchen im Womo macht wenig Freude. Darum auf jeden Fall eine extra Decke, am allerbesten eine spezielle „Outdoor Hundematte“ mitnehmen) 
  • Spielzeug
  • Kottüten (kann man im Ausland teilweise nur schwer kaufen/ finden)

 

Wohnmobil mieten Packliste

Zum Glück passen in ein Reisemobil doch ein paar Teile mehr als in den typischen Backpacker Rucksack. Dennoch solltest du ans Gesamtgewicht denken.

 

Packliste Wohnmobile mieten – Thema Lebensmittel

 

Durch die Reisemobil Tests weiß ich in etwa, was es bedeutet ein Wohnmobil zu packen/ umzupacken. 

Ich kann dir nur den Tipp geben, kauf vorab entweder gar keine Lebensmittel ein oder wirklich nur das aller nötigste für den ersten Abend & Morgen und geh dann samt Womo einkaufen. Dieses ganze große Umpacken der Lebensmittel ist unnötig viel Arbeit. Es ist deutlich einfacher direkt vom Einkaufswagen zu packen. 

Du planst eine Reise ins Ausland? Dann ist das Einkaufen gerade dort ein extra nettes Erlebnis mit  vielen tollen & besonderen Lebensmitteln. 

Lebensmittel für den Start: 

  • 1 x 6 Pack Wasser (denk daran, besser kein Womo-Wasser und kein Leitungswasser im Ausland)
  • Meinetwegen 6 Pack Bier oder 2 Flaschen Lieblingswein o.ä.
  • 1 x „Abenbrot“ (typisch sind Ravioli, Miraculi, vorbereitetes Essen von der Reise wie Kartoffelsalat & Frikadellen, Bockwürsten)
  • Kaffee/Tee
  • Milch
  • Brot/ Toastbrot/ Toasties (kann man wunderbar morgens in der Pfanne rösten)
  • Aufschnitt
  • Käse
  • Marmelade/Nutella
  • Tüte Weingummi/ Tafel Schoki 
  • FERTIG … kauf den Rest erst dann ein, wenn du bereits das Womo/ den Wowa abgeholt hast 

 

Packliste Wohnmobil mieten – REISEAPOTHEKE

 

BITTE nimm das Thema ernst und nimm zuuuuuumindest die aller nötigsten Medikamente mit!!!

 – 1x Schmerzmittel (am besten ein RICHTIGES Schmerzmittel z.B. Ibuprofen, nicht nur die typische „Kopfschmerztablette“)

  • 1x Magen/Darm/Bauchschmerzen Medikament
  • 1 x gutes Pflaster
  • 1 x Coolpad
  • 1x Zeckenzange
  • 1x WUNDdesinfektion
  • 1x Mückenschutz (mit Abstand das Beste, das rote AntiBrumm!)
  • 1x Gel gegen Stiche & Sonnenbrand 
  • Du reist mit mehreren Personen, so dass einige Leute im Womo „hinten“ sitzen müssen? REISEKAUGUMMIES!!! Durch das Schwanken im Womo wird es den meisten übel.
  • Bitte unbedingt ggf. an mehr als ausreichend persönliche Medikamente denken
  • Bitte unbedingt ggf. an spezielle Kinder/Haustier Medikamente denken

 

Urlaub mit einem gemieteten Wohnmobil Packliste für Camping Starter

Gerade wenn du z.B. 14 Tage mit der ganzen Familie unterwegs bist, ist es natürlich praktisch wenn die eigenen Räder ins Womo passen.

 

Wohnmobil mieten Packliste – „Mobilität vor Ort“

 

Bei diesem Punkt kommt es sehr darauf an, wie lange du campen gehst und ob dein gemietetes Fahrzeug z.B. über einen Fahrradträger / ausreichen große Garage verfügt. 

Für ein Wochenende würde ich mit den Aufwand definitiv sparen, Fahrräder vor Ort mieten und maximal den Kinderroller (Scouter) mitnehmen. 

Wenn du allerdings z.B. 14 Tage oder gar noch länger touren möchtest, ist es sehr hilfreich vor Ort mobil zu sein und die eigenen Räder/ E-Bikes oder E-Roller mit zu nehmen. 

ACHTUNG… E-Bikes sind häufig sehr schwer, da könntet ihr schnell Probleme mit dem Gesamtgewicht bekommen!!!

 

Bisher habe ich nur Dinge notiert, die jeder Camper benötigt und unbedingt an Bord haben sollte. 

Zudem gibt es aber einige Dinge, ohne die ICH nie reisen möchte bzw. die mir sehr fehlen würden. 

 

Meine absoluten TOP TEN der „nicht lebensnotwendige Camping Utensilien“ verrate ich dir hier: 

 

  • Campinglaterne / Kerze / Teelichter (macht den Campingabend gleich dreimal so schön)
  • Lichterkette  (im Sommer außen, im Winter innen … vielleicht hast du ja noch eine Batterie Lichterkette aus der Weihnachtszeit) 
  • Laptop/Tablet (mit Ladekabel)
  • E-Reader (mit Ladekabel) 
  • Muckelige Decke (auch mal für einen frischen Abend vor dem Womo) 
  • Kleines Kopfkissen (du weist schon, das kleine, olle von zuhause, welches man so schön unter den Nacken knubbeln kann)
  • Küchenrolle (benötige ich unterwegs ständig)
  • 1-2 „schöne“ Gläser für einen Wein / Weinschorle sind sehr nett
  • 1-2 Spanngurte – Kann man für soooo vieles gebrauchen, als Wäscheleine, zum sichern der Dinge in der Garage und auch als Einbruchsschutz, einmal innen quer von Türgriff zu Türgriff durchs Fahrerhaus gespannt. 
  • und… kein Scherz… eine Fußmatte! Vor der Aufbautür ist sie wirklich Gold Wert, aber vielleicht liegt ja bereits eine Fußmatte durch den Vermieter im Fahrzeug bereit. 

Die ganze Liste zum speichern und abhaken. 

Wie schon zu Beginn versprochen, hier ist die gesamte Liste zum runterladen, speichern, abharken oder ausdrucken. 

(P.S. Wenn du Wohnmobile vermietest, darfst du diese Liste auch gerne für deine Kunden nutzen, allerdings möchte ich dich bitten, das Design und die IsasWomo Unterschrift nicht zu verändern. DANKE 🙂 )

Checkliste IsasWomo Wohnmobil Mieten

Camping Start – Packliste für alle die ein Wohnmobil mieten

 

Ich hoffe ich konnte dir mit dieser Liste ein bisschen weiter helfen. Zumindest bin ich mir sicher, wenn du all diese Dinge erst einmal an Bord hast, kannst du entspannt und sorglos los düsen und das auch zu jeder Jahreszeit.

Ich wünsche dir eine super schöne Reise, ganz viele tolle Erlebnisse und kleine, charmante Abenteuer.

 

Bleib gesund,

Deine

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

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Wohnwagen Stellplatz Verbot – Fakten zum Dauerthema unter Campern

Wohnwagen Stellplatz Verbot – Fakten zum Dauerthema unter Campern

Wohnwagen Stellplatz Verbot! Warum, wieso, weshalb dürfen Wohnwagen Stellplätze nicht nutzen? Es ist eine Frage, ähnlich wie das Thema Gasüberfälle, welche mir seit Jaaaahren immer wieder begegnet und die große Frage ist immer wieder: Warum gilt bis heute so häufig das Wohnwagen Stellplatz Verbot?

Sobald diese Frage auftritt, gibt es immer wieder zig unterschiedliche Aussagen und Meinungen, warum dieses oder jenes denn so ist, wie es nunmal ist! Und ja, ich befürchte wird es auch in diesem Artikel so sein, dass es nicht DIE eine Antwort geben wird, warum Wohnwagen so häufig auf Stellplätzen verboten sind.

Dennoch habe ich mir das Thema ganz genauer für dich angesehen und versuche das ganze mal Schritt für Schritt aufzudröseln.

 

Das ist sooooo unfair! Was steckt hinter dem Wohnwagen Stellplatz Verbot?

 

Werfen wir einen Blick auf die Geschichte, denn der grundsätzliche Gedanke der hinter einem Stellplatz steht, ist für das ganze Thema nicht unwichtig.

Bereits 1983 wurde der erste Reisemobil Stellplatz im bayrischen Viechtach eröffnet, seitdem sind über 3600 Stellplätze in ganz Deutschland dazu gekommen. (Ok dem gegenüber stehen mehr als 580.000 Reisemobile und selbstausgebaute Fahrzeuge, aber das Thema hatten wir ja erst gerade hier auf IsasWomo)

Der Gedanke und Grund für den Bau von Stellplätzen war (und ist eigentlich auch heute noch) Campern samt Reisemobil einen einfachen, unproblematischen und gut zu erreichenden  PARKPLATZ  zu bieten, auf dem sie, dank Sondernutzung, auch über einen gewissen Zeitraum (z.B. max. 3 Nächte), übernachten dürfen. 

So kommen neue Touristen in die Region, die im besten Fall abends noch schnell einen „Happen Pappen“ essen gehen, morgens Brötchen kaufen und vielleicht noch den Supermarkt besuchen, bevor sie wieder weiterreisen.

Der Grundgedanke war aber schon immer, kurze, einfache, sichere Übernachtungen für die Camper und Geld für den Einzelhandel einer Gemeinde, bevor der Camper an einen anderen Ort weiter düst.

Alles nach dem Motto, schnell und einfach! Eine WIN-WIN  Situation für Touristen und Wirtschaft, dank einer Übernachtungsmöglichkeit a la Wohnmobil Stellplatz.

 

Wohnwagen Stellplatz Verbot, die Definition eines Stellplatzes:

 

Das sagt Wikipedia:

„… ein Reisemobil Stellplatz ist ein Übernachtungsort, der speziell für die Anforderungen von Reisemobilisten ausgestattet ist und zu jeder Uhrzeit anzufahren ist.“

In der weiteren Definition wird dann deutlich, dass es sich bei Reisemobilen bzw. Wohnmobilen um „selbstangetriebene Fahrzeuge“ handelt, im Gegensatz zum Wohnwagen, welcher von einem externen Zugfahrzeug angetrieben werden muss.

 

Stellplatz Verbot für Wohnwagen, warum?!

Leider ist einiges was das Übernachten samt Wohnwagen betrifft, nicht so einfach wie beim Reisemobil, was hauptsächlich rechtliche Gründe hat. Allerdings kostet ein Reisemobil meist auch deutlich mehr, auch im Unterhalt, weil es rechtlich nunmal als Fahrzeug läuft und nicht als Anhänger ohne eigenen Antrieb. Naja… es sei denn, du campst irgendwo im texanischen Flachland, da kommt sicher so schnell niemand und beschwert sich 😉

 

Starten wir mit dem wichtigsten Punkt, die rechtlichen Lage um das Thema Stellplätze!

 

Als aller erstes sind Stellplätze mal „bauliche Anlagen“, welche unter die Parkplatzverordnung samt Sondernutzung fallen, die von den jeweiligen Behörden genehmigt werden müssen.

Schon im nächsten Satz wird es allerdings komplizierter, denn die Planung eines neuen Stellplatzes unterliegt dem Landesrecht. Bedeutet also, jedes Bundesland hat seine eigenen Bestimmungen. Zu diesen unterschiedlichen „Parkplatz und Sonderrechte“ Bestimmungen der Länder, kommen aber natürlich noch weitere Regelungen und Gesetzte, die einen möglichen Stellplatz betreffen.

Was sagt z.B. der Naturschutz zur möglichen Lage eines neuen Stellplatzes, wie sieht es mit der Verkehrsanbindung aus und gibt es bereits einen Anschluss an die Kanalisation, oder muss man gar mit Klärgruben arbeiten? Das sind alles Themen und Fragen, die einen Stellplatzbetreiber beschäftigen. 

Bei modernen, neuen Stellplätzen, die also über den ganz normalen „Parkplatz“ hinausgehen, gibt es verschiedenste Bestimmungen, welche von den Betreibern eingehalten werden müssen. 

Ein Stellplatz ist also ein Parkplatz, für den der Eigentümer eine Sondernutzung oder gar eine „erweiterte Sondernutzung“ eingeholt hat, durch welche er z.B. das Übernachten, in einem Fahrzeug welches sich selbständig Fortbewegen kann, ermöglichen kann!

Jetzt kommen wir aber zu einem ganz, ganz wichtigen Punkt, im rechtlichen Absatz!

Die ganzen bis dato genannten Verordnungen, Regelungen und Gesetzte fallen grob  und vereinfacht gesagt unter die PARKPLATZ BESTIMMUNGEN.

Möchte man als Betreiber aber nicht nur Wohnmobile (also selbstangetriebene Fahrzeuge mit einem verschlossenen Wasser/ Abwassersystem, SO-KFZ Wohnmobil Zulassung ) sondern auch Wohnwagen (oder gar Mobilheime und Camper samt Zelt) aufnehmen, kommt die „VERORDNUNG VON CAMPING UND WOCHENENDPLÄTZEN“ zum tragen.

Und diese Verordnung ist natürlich, wie könnte es auch anders sein, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Insgesamt kann man aber sagen, die „Camping Verordnung“ ist viel, viel umfangreicher und schwieriger zu erfüllen, als die Regelungen für Parkplätze plus Sondernutzung, welche man für den Betrieb eines Wohnmobil Stellplatzes benötigt.

Vor einigen Jahren hat “Stellplatz. info“ einen Artikel über das Problem Wohnwagen und Stellplätze veröffentlicht, auf welchen Tom Schröder (Tom betreibt eine Firma und hilft Betreibern beim Neubau von Stellplätzen) anscheinend einen ausführlichen Kommentar schrieb und berichtete, dass der Stellplatzbau mit grundsätzlicher Wohnwagenerlaubnis mindestens 30% teurer wird, als wenn ein Stellplatz nur für Reisemobile öffnet.  Warum dem so ist, beschreibt euch u.a. das NRW Beispiel vielleicht ganz schön. 

Um es halbwegs überschaubar zu halten, schauen wir uns mal nur die „Verordnung von Camping und Wochenendplätzen“ des einwohnerreichsten Bundeslandes NRW an:

 

Wohnwagen Stellplatz Verbot, die NRW Campingverordnung

 

Die Verordnung für Camping und Wochenendplätze des Landes NRW gilt von Anfang an „nur“ für Plätze mit mehr als 3 Parzellen. Was auch bedeutet, dass Mini Stellplätze die unter 3 Parzellen groß sind, FAST tun und lassen können was sie mögen. Darum sind die z.B. Landvergnügen Bauernhofstellplätze auch häufig für Wohnwagen geöffnet, wenn es nicht andere Probleme wie z.B., den fehlender Platz zum Rangieren, gibt.

Außerdem besagt  die NRW Camping Verordnung:

 

PLÄTZE DIE FÜR DAS PARKEN VON WOHNMOBILEN EINGERICHTET WURDEN, FALLEN NICHT UNTER DIESE VERORDNUNG!!!

 

Da ist er also wieder der Unterschied Parkplatzverordnung mit Sonderrecht  vs. Campingverordnung.

Hier nur einige wenige weitere Punkte die als Beispiel dienen sollen, welche die Camping Verordnung NRW umfasst:

  • eine Parzelle auf der ein Wohnwagen steht, muss mindestens 70 qm groß sein!
  • nach maximal 10 Parzellen in Reihe, muss ein mindestens 5 Meter breiter Brandschutzstreifen vorhanden sein
  • alle baulichen Anlagen müssen barrierefrei erreichbar sein

 

Nehmen wir also nur mal diese 3 Punkte, dann bedeutet das…

Wenn  mehr als 3 Wohnwagen offiziell auf einem Platz erlaubt seien sollen, dann müsste JEDE Parzelle mindestens 70 qm groß sein, es muss so viel Platz vorhanden sein, dass nach 10 Parzellen ein mindestens 5 Meter breiter Brandschutzstreifen vorhanden ist und sämtliche Anlagen wie Toiletten, Duschen usw. müssen barrierefrei zu erreichen sein.

Welcher Stellplatz bietet schon diese Möglichkeiten???

 

Gründe warum Wohnwagen auf Stellplätzen verboten sind

Parzellen auf denen hochoffiziell auch Wohnwagen samt Fahrzeug stehen dürfen, müssen in NRW z.B. min. 70 qm groß sein.

 

Warum dürfen Wohnwagen nicht auch Wohnmobil Stellplätze nutzen?  Die persönlichen Gründe…

 

Du siehst, rein rechtlich ist der Betrieb eines Wohnmobil Stellplatzes, auf dem nur selbstangetriebene Fahrzeuge stehen, deutlich einfacher, als der eines Campingplatzes.

Wohnwagen Stellplatz Verbot, abseits von Recht und Ordnung!

Eines steht allerdings auch fest, schieben wir Recht und Ordnung beiseite, gibt es auch immer wieder Bedenken der Stellplatzbetreiber, die dazu führen das Wohnwagen auf Stellplätzen Verboten sind.

Mittlerweile ist der oben erwähnte Artikel von Stellplatz.info einige Jahre her, in dem das Porta 1000 Stellplatzbetreiber befragt hat, ob sie ihren Platz auch für Caravans öffnen würden, wenn sie könnten. Das Ergebnis war ca. 50%-50%.

Allerdings glaube ich, würde man diese Befragung komplett anonym noch einmal wiederholen, wäre das Ergebnis deutlich einseitiger pro Wohnwagen Stellplatz Verbot. Denn seien wir doch mal ehrlich, wenn ein Stellplatzbetreiber voll und ganz hinter der Idee Wohnwagen für Stellplätze steht, dann macht er diese auch möglich, ganz gleich wie hoch die Mehrkosten sind.

 

Wohnwagen Stellplatz Verbot in der Praxis, die Probleme!

 

Problem Zugfahrzeug: 

Die typischen Parzellen eines Stellplatzes sind oftmals nicht breit genug, um Wohnwagen und Zugfahrzeug zu verstauen. Wohin also mit dem Zugfahrzeug?

Zumal wir uns nicht darüber streiten müssen, dass es Wohnwagen Besitzer gibt, die es absolut nicht in Ordnung fänden, ihr Auto außerhalb des Stellplatzes zu parken.

Thema Vorzeit:

Ich behaupte einfach mal, für die aller, aller meisten Camper samt Wohnwagen gehört ein ordentliches Vorzeit einfach mit zum Wohnwagenurlaub dazu. Stellplatz Parzellen sind aber meist eh schon kleiner und nochmal, grundsätzlich fallen Stellplätze unter die Parkplatzordnung. Ein frei stehendes Vorzeit und ein Parkplatz, das passt nicht wirklich zusammen. Und wir wissen alle, wahrscheinlich würden 95% der Caravan Camper auch verstehen, dass sie auf einem Stellplatz KEIN Vorzelt aufbauen können, aber es gibt eben auch die leidigen 5% die das nicht verstehen möchten.

Fahrendes Volk:

Mittlerweile ist dieser Punkt sicherlich deutlich in den Hintergrund gerückt, aber bis vor ein paar Jahren haben Stellplatzbetreiber Caravans grundsätzlich abgelehnt, um ja kein „fahrendes Volk“ anzulocken. Denn wenn das erst einmal unter Campern die Runde macht, ist der Ruf des Stellplatzes schnell dahin.

 

Thema Abwasser & Entsorgung:

Leider nochmal ein Thema, welches viele Camper samt Caravan sicherlich nicht betrifft, weil sie ihren Abwasser Hacken Porsche immer schön an Bord haben. Aber es ist nunmal auch so, es wird IMMER diejenigen geben, die so ein Teil nicht haben oder die es vergessen und dann bleibt eben nur, das Abwasser fließt auf den Platz. Ein Thema über welches sich kein Stellplatzbetreiber freut.

 

Regionales, Teamarbeit oder Verrat:

Ein ganz wichtiger Punkt, warum Wohnwagen auf Stellplätzen nicht erlaubt sind.

An ganz vielen Orten gibt es sowohl Stellplatz, als auch mindestens einen nahegelegenen Campingplatz und nicht selten, kennen sich die Betreiber natürlich.

Im besten Fall arbeiten Stellplatz und Campingplatz zusammen, nach dem Motto, es sind genug Camper für alle da! Dann ist es selbstverständlich, dass der gut gefüllte Stellplatz nicht auch noch die Caravan Camper aufnimmt, sondern diese zum Campingplatz schickt.

Aber selbst wenn nicht viel von Teamarbeit gehalten wird, wird ein Stellplatzbetreiber vermeiden Caravans aufzunehmen, denn mit sehr großer Wahrscheinlichkeit hat er die entsprechenden Genehmigungen nicht und heutzutage, wird man schneller von Nachbarn oder der Konkurrenz angezeigt, als man „campen kann“.

 

Last but not least… WARUM AUCH ???

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass einige Caravan Camper nicht begeistert davon sind, dass Wohnwagen auf vielen Stellplätzen nicht willkommen sind.

Aber sind wir doch mal ehrlich, ganz viele Stellplätze sind eh bereits sehr gut ausgelastet. Warum soll sich ein Betreiber den „Stress“ Caravan Camper antun, wenn entsprechende Genehmigungen sehr teuer sind/ umbauten bedürfen, wenn es  eigentlich keinen Platz für das Zugfahrzeug gibt usw.

 

Und zu alle dem kommen dann auch noch „menschliche“ Probleme.

Ich habe mich schon mit so einigen Stellplatzbetreibern unterhalten und mit was für „Problemen“ die sich manchmal befassen müssen, herrjeeeee!!! Und wehe man löst diese Probleme nicht direkt, dann hagelt es aber ganz zügig schlechte Bewertungen.

Jetzt stell dir mal vor, es sind nicht nur Womo Leute auf dem Platz, sondern ein Betreiber eines beliebten Stellplatzes würde jetzt auch noch sagen, alles klar liebe Caravaner kommt!

Schon sind es nicht nur die Problemchen der Reisemobilisten, sondern es kommen auch noch die Wünsche der Caravaner hinzu und vor allem, der „Stress“ den es zwischen den Gruppen gibt. Ich bekomme keinen Platz, warum sind hier so viele Wohnwagen? Der Nachbar stellt sein Auto in den Weg! Der Typ dahinten mit dem Wowa hat letzte Nacht das Grauwasser ablaufen lassen. Wir Gespann Fahrer bekommen keinen passenden Platz mehr, weil irgendein kleiner Kastenwagen auf der großen Parzelle steht. Die Entsorgungsstation ist aber für uns per Wowa nicht gut zu erreichen. Die Nachbarn fahren ständig mit ihrem Auto, viel zu schnell, über den schmalen Stellplatz usw. usw. usw.

 

Waaaaarum sollte sich das ein Betreiber eines gut besuchten Stellplatzes antun?

 

Und bei den kleinen städtischen Stellplätzen ist es nichts anderes.

Als aller erstes ist es natürlich auch auf den kleineren städtischen Stellplätzen so, dass Wohnwagen auf Stellplätzen verboten sind, aufgrund der angesprochenen rechtlichen Gründe. Aber natürlich hat auch eine Stadt große Sorge z.B. fahrendes Volk anzuziehen.

Oder das bekannte Problem, dass einfache günstige städtische Stellplätze häufig maximal 3 Nächte am Stück genutzt werden dürfen (diese max. Übernachtungszahl hat im übrigen ebenfalls mit dem Thema Parkplatz und Sondernutzung zu tun!), ob das so funktioniert, wenn die wenigen schwarzen Schafe erstmal ihr Vorzelt aufgebaut haben? Wenn der Caravan da so schön steht und man mit dem Auto alles andere, auch gerne wochenlang, erledigen kann?

Warum sollte ein Stellplatzbetreiber diese Probleme „anziehen“, wenn der Platz durch den Wohnmobil Boom eh ständig gut ausgelastet ist???

 

Volle Stellplätze, kein Platz für Camper

Auch wenn das alles natürlich nicht fair ist, aber blicken wir der Realität ins Auge, wenn ein Stellplatz eh schon gut genutzt wird, warum sollte sich der Betreiber trotz Mehrkosten und Stress um weitere Stellplatzgäste kümmern???

 

Wohnwagen Verbot auf Stellplätzen… echt Isa!

 

Dann komme ich doch mal zu meiner ganz persönlichen Meinung zu diesem Thema und ich weiß schon jetzt, die wird nicht allen gefallen. 🙂

Gehe ich nur mal von der Situation aus, ich stehe auf einem netten Stellplatz und bekomme irgendwann tagsüber neue Nachbarn, alles bestens, alles gut. Ob da jetzt letztendlich ein Reisemobil oder ein Caravan neben mit steht… ich schwöre dir hoch und heilig, das ist mir VOLLKOMMEN EGAL!!!

Ebenso, ich habe es ja schon mehrfach geschrieben, kann ich auch verstehen, wenn Du als Wohnwagen Camper sagst, diese 2 Klassen auf Stellplätzen, zwischen Reisemobilen und Wohnwagen Verbot, finde ich nicht fair! Jau, kann ich absolut nachvollziehen.

ALLERDINGS…

Wenn du mich nach meiner Meinung fragst und zwar vor allem nach der Meinung von Isa, der Camperin, die gerne Stellplätze nutzt die nicht so teuer sind und in deren Region etwas los ist, dann bin ich persönlich ganz froh, dass viele Stellplätze keine Wohnwagen aufnehmen.

Viele Stellplätze in beliebten Regionen oder an praktischen Orten sind doch eh schon ständig überfüllt. Wenn ich mir jetzt auch noch vorstellen, es kommen auch noch hunderttausende deutsche Wohnwagen Camper zum Stellplatzkampf dazu, dann ist das nicht unbedingt meine Traumvorstellung.

Ich weiß… das ist nicht fair gedacht, aber zumindest ehrlich!

Das ist für mich mit ganz großem Abstand der hauptsächliche Punkt, warum ich es aktuell ganz gut finde, wie es geregelt ist.

Allerdings gibt es da auch noch ein paar (deutlich) nebensächliche Erfahrungen und Gedanken, die für mich gegen Wohnwagen auf Stellplätzen sprechen. Ok, vielleicht waren das diese typischen schwarze Schafe, aber als kleines Beispiel, habe ich folgendes schon auf einem Stellplatz an einer großen Therme erlebt.

Meine neuen Nachbarn samt Wohnwagen kamen mitten in der Nacht an, was natürlich auch bedeutet hat, sie mussten erstmal mit dem Auto hin und her rangieren (laut von der einweisenden Frau begleitet) , abkoppeln, den Wohnwagen auf den Platz schieben und ausrichten, samt super quitschenden Kurbelstützen.

Guten Morgen Nachbarn, spätestens da war der halbe Stellplatz hellwach.

Dann wurde auch noch alles mögliche aus dem Auto geräumt, der Strom wurde angeschlossen, die Räder vom Autodach gehieft und dann irgendwie versucht, den langen Kombi halb vor der Omi und halb vor dem eigenen Wohnwagen zu parken.

Kein Thema, Stellplatz bedeutet nunmal, dass der Platz auch Nachts angefahren werden kann. Aber grundsätzlich ist es dann natürlich schon schön, wenn man einen Platz wählt, einparkt, Motor aus, FERTIG!!! Alles andere kann man in Ruhe am nächsten Tag erledigen. Das ist aber mit einem Caravan so leicht schlichtweg nicht möglich.

Am nächsten Morgen stand dann deren Auto so vor der Omi, dass ich nicht wegfahren konnte, also bin ich erstmal mit Milla los gegangen, weil es bei denen ganz ruhig war und ich dachte, die schlafen bestimmt noch.

Falsch gedacht… die ganze Familie war bereits im Schwimmbad, ich konnte nicht weg fahren, ich musste das Kennzeichnen ausrufen lassen und lange rede kurzer Sinn, irgendwann kam dann der Herr des Hauses stock sauer aus dem Schwimmbad gestürmt, weil er überhaupt nicht verstanden hat, warum er jetzt das Auto umparken sollte, nur weil ich den Platz verlassen möchte. 

Ein ganz anderer Punkt der mir in all den Jahren hin und wieder aufgefallen ist, die Wege (Kurven) auf einigen Stellplätzen sind einfach zu schmal für ein Gespann. Wenn es dann noch dazu kommt, dass sich ein Stellplatz in mehrere kleine „Sackgassen“ aufteilt, dann ist das Gekurbelt groß. Mit einem Womo bleibt einem immer noch der halbwegs entspannte Rückwärtsgang, das schafft man auch alleine ganz gut. Mit einem Wowa ist es insgesamt komplizierter. Campingplätze sind teilweise für große Fahrzeuge schon sehr schmal, aber Stellplätze sind zum Teil wirklich zu klein. 

Es ist eben immer wieder ähnlich, egal ob Womo oder Wowa,  die schwarzen Schafe sorgen für Probleme !

Natürlich gibt es in allen Camping Bereichen viele Leute die sich bestens benehmen und mit denen die Campergemeinschaft glücklich wächst und gedeiht. Nur leider gibt es eben auch die schwarzen Schafe, unter Wohnmobil Besitzern, Wohnwagen Camper, Dachzelt Reisenden oder, oder, oder…

Klar, auf einem Campingplatz „urlauben“ auch alle Camper gemeinsam und ich habe so das Gefühl, insgesamt gibt es nirgendwo weniger Probleme und Unstimmigkeiten, wie auf einem Campingplatz! Auf den typischen Campingplätzen sind aber auch die „Kontrollen” viel intensiver und es gibt insgesamt deutlich mehr Regelungen.

Ankunft in der Nacht… ist auf einem Camping schlicht nicht möglich und wer meint, er könnte sein Klo einfach mal in die Campingplatz Hecke kippen, der flieg.

Das alles ist auf den meisten Stellplätzen ja ganz anders und ich befürchte, die „allgemeinen Probleme oder „Nickeligkeiten“ unter Campern werden nicht unbedingt kleiner, wenn alle Stellplätze ihr Stellplatz Wohnwagen Verbot aufheben würden. Aber dazu müssten sich die Verordnungen der Länder ja auch grundsätzlich ändern.

Als ich damals mit diesem ganzen Camping Thema begonnen habe, habe ich auch über einen Wowa nachgedacht, weil diese deutlich besser in mein Budget gepasst hätten. Aber für mich war die Möglichkeit Stellplätze und Parkplätze zu nutzen, auch ein wichtiger Punkt, der letztendlich für ein Reisemobil gesprochen hat.

 

Wohnwagen Stellplatz Verbot

Gerade wenn es dann letztendlich auch noch um die vielen Kleinigkeiten des Camperalltags geht, Vorzelt aufbauen, PKW auf dem Stellplatz parken usw. usw. wird es für die Betreiber kompliziert

 

Wohnwagen Stellplatz Verboten … das Fazit

 

Eines steht definitiv fest, Stellplatz ist nicht gleich Stellplatz und das Verbot liegt nicht grundsätzlich am Willen des Betreibers, sondern an erster Stelle an den Gesetzten und Verordnungen!

 

Stellplatz Tipps für Wohnwagen Camper

 

Wenn du dich also z.B. schonmal gefragt hast, warum die Bauernhöfe von Landvergnügen häufiger Wohnwagen erlaubt, dann liegt das nicht zuletzt auch an der Regelung, dass die Campingplatz Verordnung  der Länder erst bei maximal 3 Parzellen „das Sagen hat“ und zudem befindest du dich auf einem privatem Grundstück, welches bereits hauptsächlich für andere Dinge genutzt wird.

 

Wenn du mit einem Wohnwagen auf Stellplatz suche gehst, dann solltest du auf die folgende Beschilderung achten, bevor du auf einen Platz auffährst.

 

Wohnwagen Stellplätze, Campingplätze, Parkplätze
Stellplätze für Wohnwagen
Stellplatz verbot für Wohnwagen

Ist der Platz nur mit einem Parkplatz Symbol ausgezeichnet, kannst du auffahren. (Bild 1) Allerdings VORSICHT, wenn es z.B. das Ordnungsamt ganz genau nimmt, dann darfst du mit dem Gespann nur in EINER eingezeichneten Parkbox stehen. 

Neu ist das extra Wohnmobil Parkschild (Bild 2) hier sind Wohnwagen verboten

Die allermeisten Stellplätze verfügen allerdings über das Parkplatzschild samt Sonderzeichen Wohnmobil (Bild 1 plus Bild 3) Auch in diesem Fall gilt, Wohnwagen leider verboten. 

Zuletzt bleibt dir natürlich auch immer noch das persönliche Gespräch mit dem städtischen oder privaten Betreiber. Allerdings habe ich mittlerweile schon mehrfach gelesen, dass du diesem Gespräch nicht immer glauben schenken kannst. Mehr als einmal habe ich schon erfahren, dass Wohnwagen Camper extra vorab bei der Stadt angerufen haben die den Stellplatz betreiben und teilweise sogar eine schriftliche Bestätigung erhalten haben und dennoch wurde sie vom Ordnungsamt „vom Platz gejagt.

Mittlerweile gibt es aber einige Stellplätze die auch ganz offiziell Camper samt Wohnwagen aufnehmen, eine brauchbare Übersicht findest du hier: https://www.wowa-stellplatz.de/stellplatz-kartensuche

 

Wohnwagen auf Stellplatz verboten.

 

Das ganze Thema ist weder so richtig fair, noch gibt die eine Erklärung die immer und überall gilt.

Um so wichtiger ist es, dass du dir vorab genau überlegst, wie du als Camper unterwegs sein möchtest.

Bist du der Typ, ich reise an einen Ort, die Gemeinschaft auf Campingplätzen findest du klasse, du möchtest möglichst viel Platz auf deiner Parzelle für die ganze Familie haben und von einem Ort die Region erkundigen, dann ist ein Wohnwagen sicherlich die richtige Wahl.

Wenn du aber viel unterwegs sein möchtest, häufig auch erst Nachmittags los fahren kannst und dann am liebsten alle paar Tage von Ort zu Ort reist, dann ist ein Reisemobil sicherlich angenehmer.

Mehr Tipps und Tricks auf die du achten kannst, wenn du ein gebrauchtes Wohnmobil kaufen möchtest, ohne der absolute Auto und Reisemobil Profi zu sein, habe ich dir bereits vor einiger Zeit geschrieben.

Ich hoffe dieser Artikel kann etwas weiter helfen, wenn es mal wieder heißt: Total unfair! Warum sind Wohnwagen auf Stellplätzen verboten?

Liebe Grüße und bleib gesund

Deine

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/ 2021 – Wünsche vs. Wirklichkeit

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/ 2021 – Wünsche vs. Wirklichkeit

Überall ist es aktuell zu lesen, ein Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 wird immer wieder als die ultimative Reiseform schlechthin empfohlen. Dabei muss es ja gar nicht der Kauf eines eigenen Reisemobils sein. Als Camping Starter reicht es ein Wohnmobil zu mieten und damit wunderschöne, abenteuerliche und harmonische Wochen in Deutschland zu verbringen. 

Gerade jetzt, in Zeiten in denen ein Virus unser aller Alltag bestimmt, klingt ein Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 ja auch fantastisch. Das rollende zuhause, das eigene Bett, die eigene Toilette, Kühlschrank, Lebensmittel. Kein Anstehen mit Mundschutz an irgendwelchen Buffet Schlangen, schlafen, wachen, laufen und liegen wann man Lust hat, den eigenen Hund absolut Problemlos mit in den Urlaub nehmen und an die Orte reisen, an denen die Sonne gerade scheint und das alles am besten kurzfristig und nach Lust und Laune. 

 

Juhuuu, genau das ist der Campingtraum schlechthin! 

 

Wenn Du dann auch noch den wundervollen Magazinen, TV-Spots und Instagram Bildern nur ein kleines bisschen Glauben schenken kannst, sitzt deine ganze Familie abends mit Stockbrot am Lagerfeuer, du schlummerst gemütlich direkt an der Küste bei Wellenrauschen ein und die Arbeitskollegen staunen neidisch, wenn sie das Foto sehen, auf dem Du im Sonnenuntergang auf dem Dach des Reisemobils stehst. 

 

Urlaub im Wohnmobil 2020/2021 klingt doch wirklich PERFEKT! 

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020 2021

Ja, ja… schön siehts aus, nur wie echt sind solche Bilder im Jahre 2020/2021???

 

 

Ein absoluter Traumurlaub, da kommt es auch nicht darauf an, dass Camping in der Hauptsaison durchschnittlich genau so teuer ist wie ein üblicher Cluburlaub, nach dem ganzen Mist der vergangenen Wochen und Monate gibt es nur eine Regel…

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021… DAS HAST DU DIR VERDIENT!!!

Tja, ich sage dir sofort… jetzt musst du tapfer sein, denn leider hat diese Vorstellung nur ganz wenig mit der Realität zu tun! 

UND STOPP… spar dir den Gedanken „da sieht aber jemand schwarz“ am besten direkt! Ich habe absolut gar nichts davon dich vom campen abzuhalten, ABSOLUT GAR NICHTS!!! 

Ganz im Gegenteil, für mich und diesen Blog wäre es viel besser und viel, viel, vieeeel einfacher zu sagen, Urlaub im Wohnmobil 2020/2021 ist ein Traum! Aber dann könnte ich auch die Bildzeitung 2.0 eröffnen um das zu schreiben, was die Masse gerade lesen möchte. So funktioniert IsasWomo aber nicht! Ich schreibe furchtbar gern von den schönsten Touren und lustigsten Erlebnissen, aber eben auch nur dann, wenn diese Erlebnisse so waren. Meine Einstellung zu diesem Blog ist nunmal eine sehr offen und ehrliche und wenn ich der Meinung bin, hier läuft etwas falsch oder es wird ein falsches Bild „verkauft“… dann finde ich, dass auch diese Themen auf einem Blog angesprochen werden dürfen und müssen! Friede, Freude, Eierkuchen ist total mein Ding… solange es der Wahrheit entspricht!

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 & Corona?! 

Rund um das neuartige Corona Virus ist in den vergangenen Tagen viel geschehen. Vor nichtmal einem Monat war ganz Deutschland noch im Lock Down und niemand hat so recht zu hoffen gewagt, dass wir in diesem Sommer nochmal kreuz und quer durch das eigene Land reisen können. 

Doch zu meinem eigenen Erstaunen und dem vieler anderer, kam es dann doch ganz anders. 

Cafes, Restaurants und touristische „Hot Spots“ wie Strände, Parks oder Seen, wurden innerhalb weniger Tage wieder geöffnet, Ferienwohnungen und Hotels dürfen wieder Gäste aufnehmen und… auch die Stellplätze und Campingplätze im ganzen Land öffnen wieder ihre Pforten. 

Natürlich gibt es für die Betreiber und Unternehmen einige besondere Regelungen und Richtlinien die es einzuhalten gilt, aber… der deutsche Tourismus läuft an und das auch zügig und im großen Maßstab.  Doch auch das war noch nicht alles, denn ganz aktuell sollen sogar die Grenzen wieder geöffnet werden. Obwohl es für mich immer noch unglaublich klingt, aber aktuell sieht es tatsächlich danach aus, dass wir schon bald wieder ins Ausland reisen könnten. 

Juhuuuuu 🙂 

In diesem Fall schreibe ich allerdings ganz bewusst „in Ausland reisen könnten“ denn meinem Gefühl nach, wird es erstmal so sein, dass die meisten Camper im eigenen Land bleiben möchten oder maximal in grenznahen Regionen campen. Denn zum einen ist das Corona Thema nunmal in unseren Köpfen (wenn wir nicht gerade zur Aluhut Fraktion gehören) und ich denke, da werden noch viele Camper erstmal lieber im eigenen Land bleiben. 

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 … juhuuu, wir bleiben im eigenen Land, aber ansonsten erleben wir die pure Freiheit?

LIEBE CAMPING ANFÄNGER… DIESMAL SPRECHE ICH EUCH GANZ BEWUSST DIREKT AN. 

Klammern wir mal alle Schwierigkeiten rund um das Ausland aus, dann bietet dir eine Tour mit dem Wohnmobil die einmalige Möglichkeit sehr kurzfristig zu entscheiden,  auf welche Freizeitaktivität du gerade Lust hast. Heute die Nordseeküste, morgen ein Stadtbummel durch Hamburg und übermorgen eine Radtour durch die Heide. Mit einem Wohnmobil grundsätzlich gar kein Problem!

Zudem gibt dir so ein Wohnmobil die Chance, deine eigenen ganz privaten Dinge jederzeit an Bord zu haben.  Schlafen in einem gemütlichen Bett in deiner Bettwäsche, eine Toilette die sich „anfühlt“ wie zuhause und ein großer Kühlschrank, so dass du kochen kannst wie und was DIR schmeckt. Es gibt kein Frühstücksbuffet an dem du schlange stehen musst und kein Kind quängelt, weil ihm das Buffet Angebot nicht schmeckt. 

Bisher war die Kombi Haustier und Urlaubsreise für dich immer schwierig?  Bei einem Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 löst sich dieses Problem ganz von allein, denn viele Vermieter erlauben mittlerweile die Mitnahme eines Hundes oder es ist gar so, dass sie sich auf das Campen mit Hund spezialisiert haben. 

Dazu kommen Campingplätze die dank Animation, Pool und Küstenlange ein riesengroßes Angebot für groß und klein bieten und sobald all abendlich der Grill brutzelt, gehen Camper Träume in Erfüllung. Wenn dann noch das Wetter halbwegs mitspielt, klingt das doch alles nach einem TRAUMURLAUB!

LIEBE CAMPING ANFÄNGER, GERADE WENN IHR MIT DEM GEDANKEN SPIELT NOCH EIN WOMO ZU MIETEN ODER DIESES BEREITS GETAN HABT… BITTE… LEST WEITER! Denn wie sagt man so schön, Träume sind Schäume und leider ist die Camper Freiheit schon lange nicht mehr das, was dir der ein oder andere Artikel, Reportage bzw, TV Spot weis machen möchte. 

 

Echt camping im Sommer

Obwohl die Stadt Passau mit 3 Stellplätzen schon herausragend Camper freundlich ist, ist das ein Bild vom Sommer 2019. Die rechten Wohnmobile stehen alle “verbotenerweise” und das linke Wohnmobil steht über nacht auf der Entsorgung. Die wirklichen Stellplätze liegen hinten links.

 

Meine Sicht der Dinge… die großen Probleme an einem Wohnmobil Urlaub 2020!

 

Lieber Camping Anfänger, gerade wenn du als Neu-Camper 2020/2021 durchstarten möchtest, ist dir das Thema Camping Boom sicher fremd. Doch aus unterschiedlichen Gründen ist es schon seit mehr als 7 Jahren so, dass die Anzahl der Camper stetig steigt. 

Für diesen Artikel habe ich nach vielen Zahlen, Daten und Fakten recherchiert. Wenn Dich die genauen Zahlen und die einzelnen Berechnungen zum Thema Anzahl der Stellplätze vs. Anzahl der Camper so gar nicht interessieren, dann klick auf  überspringen und du kannst direkt den restlichen Artikel weiter lesen. 

 

Dann lasst uns mal auf die Zahlen blicken!

2013 gab es in Deutschland insgesamt knapp 354.000 angemeldete Wohnmobile. 2019 waren es schon 532.687 angemeldete Reisemobile, das sind immerhin allein in Deutschland fast 188.000 angemeldete Wohnmobile mehr, in nur 7 Jahren! (Quellenlink zu Statista )

Nochmal, das bedeutet das durchschnittlich jedes Jahr ca. 31.000 neue Fahrzeuganmeldungen dazu kamen. Und diese Zahlen sprechen nur von Wohnmobilen! 

Der Campingboom zeigt sich natürlich auch im Bereich der Wohnwagen (2018 waren es immerhin 654.000 genutzte Wohnwagen in Deutschland Quellen Link Statista) der Dachzelte, Mobilheime und der selbst ausgebauten Min- Campervans auf PKW Basis. 

Wenn wir uns also nur mal GANZ GROB die Zahlen der letzten Jahre anschauen, kommen wir 2018/2019 auf ca. 1,16 Millionen angemeldete Reisemobile und Caravans. Die vielen, vielen Camper, die samt Zelt, Dachzelt oder dank eines Mobilheimes Campingplätze nutzen, lassen wir einfach mal komplett außen vor. 

 

Werfen wir dagegen einen Blick auf die Zahlen: der Stell- und Campingplätze 

2018 gab es in Deutschland 2979 Campingplätze.mit insgesamt 223640 „Parzellen“ (darunter sind aber z.B. auch die ganzen Plätze einer Zeltwiese) und insgesamt 34,6 Millionen Übernachtungen. Quellen Link Statista

Bei den Stellplätzen ist ein genauer Wert viel schwieriger zu ermitteln. Ich konnte zwar schnell einen Artikel des Deutschen Tourismusverbandes und des Bundesverband der Campingwirtschaft finden, allerdings stammen die Zahlen aus dem Jahre 2009/2010. Das ist 10 Jahre her!  Dort war die Sprache von insgesamt 3600 Stellplätzen in Deutschland (leider keine Anzahl der Stellflächen insgesamt) https://www.deutschertourismusverband.de/qualitaet/campingtourismus.html

Also habe ich mir mal die 5 bekanntesten deutschen Stellplatz Apps und Atlanten angesehen (Campercontact, ProMobil, ADAC Stellplatz, Bordatlas und stellplatz.info)  und geschaut wie viele Stellplätze in diesen Apps 2020 eingetragen wurden. Der Bordatlas spricht zwar von 6400 eingetragenen Stellplätzen in Deutschland aber auch in EUROPA!!!! Da ich keine Anzahl Deutscher Stellplätze finden konnte, habe ich den Bordatlas ausgenommen. 

Mit 4098 Stellplätzen in Deutschland gibt stellplatz.info die meisten in Deutschland liegenden Stellplätze an. Der einfachheithalber sagen wir also, es gibt in Deutschland 2020 ca. 4100 Stellplätze Darunter sind hunderte ganz, ganz kleine Plätze mit 2-3 Plätzen, aber natürlich auch ganz große Stellplätze mit 70 und mehr Stellflächen. 

Da ich leider keinerlei Angaben finden konnte, spreche ich ab hier nur aus meinen persönlichen Erfahrungen!!!

Ich denke, wenn wir einfach mal davon ausgehen, dass jeder Stellplatz in Deutschland DURCHSCHNITTLICH 25 Stellplätze hat, dann passt das sicherlich ganz gut bzw. 25 Stellplätze pro deutschem Stellplatz, das ist sicher schon eher optimistisch gedacht. Denn nochmal, unter die 4100 eingetragenen Stellplätze in Deutschland, fallen natürlich auch die hunderten kleinen Stellplätze an Firmen, die günstigen 3 Parzellen vor  Supermärkten, 2-3 Stellflächen vor Hotels, Stellplätze vor Campingplätzen und Shoppingcentren usw. 

Außerdem habe ich mir die durchschnittliche Größe eines Campingplatzes errechnet und diese liegt bei durchschnittlich 75 Parzellen, ich denke da sind 25 Parzellen auf Stellplätzen, also 1/3 der größe eines Campings, schon großzügig und im Sinne des Tourismus gerechnet.  Ich meine wenn die deutschen Camper durchschnittlich nur 3,3 Tage im Jahr Campen gehen, dann sieht man wie schnell so Durchschnittswerte sinken, denn normalerweise denken wir als Womo & Wow Camper sicherlich alle, müsste der Wert deutlich höher sein. 

Rechnen wir das alles also mal zusammen, dann kommen wir in Deutschland auf insgesamt 4100 Stellplätze mit jeweils 25 Plätzen, bedeutet also es gibt insgesamt 102.500 Stellplatz Parzellen in ganz Deutschland (nochmal, aufgrund fehlender Daten, handelt es sich bei den Stellplatz Parzellen um meine persönliche Einschätzung!) 

Insgesamt bedeutet das also: 

Zwischen 2018 und 2020 gibt es in Deutschland insgesamt  ca. 7079 Stell- und Campingplätze (2979 Campingplätze + 4100 Stellplätze) mit insgesamt ca. 326.140 Plätzen (223640 Campingplatz Parzellen + geschätzte 102.500 Stellplatz Parzellen) 

Laut Statistik gibt es in Deutschland insgesamt 35,8 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen. Davon sind 86,1% deutsche Camper, bedeutet also, Deutsche Camper sorgen jedes Jahr für 30,823.800 Millionen Übernachtungen. Quellen Link Statista

10,37 Millionen Deutsche sagen, sie gehen mindestens  hin und wieder im Jahr campen bzw. betreiben Caravaning. 

Wenn man diese Zahlen nimmt, bedeutet das also, dass 10,37 Millionen Deutsche durchschnittlich 3,3 Tage im Jahr campen gehen. (Gemeint sind hierbei aber natürlich nicht nur die Reisemobilisten bzw. Caravan Camper, sondern alle möglichen Formen des Campings!) 

Zurück zu den 1,16 Millionen „Caravanern“

Nehmen wir jetzt die 1,16 Millionen deutschen Camper im Reisemobil und Caravan, die durchschnittlich 3,3 Tage im Jahr in Deutschland campen möchten.  Für diese 1,16 Millionen deutsche stehen also nur 326.140 Parzellen in Deutschland (Stellplatz und Campingplatz) zu verfügung und nochmal… eigentlich kämen ja noch die ganzen Camper im Zelt, Dachzelt, Mini-Camper usw. dazu.

Wenn also alle Reisemobilisten und Caravaner gleichzeitig im Juni in Deutschland auf einem Stell- oder Campingplatz campen gehen möchten. Dann müsste rein vom Platz her, jede Parzelle mindestens 3 mal belegt werden. Wegen Corona fallen aber aktuell auch noch ganz, ganz viele Plätze weg, da sind wir also schnell bei 5 Fahrzeugen pro Parzelle. 

Nehmen wir gar die 10,3 Millionen deutsche die sagen, sie gehen hin und wieder campen und alle 10,3 Millionen Menschen sagen… wir möchten JETZT campen, dann müsste jeder Platz sogar mit ca. 30 Campern gleichzeitig belegt werden. 

Allerdings, ganz klar… diese Zahlen sollen euch nur ein Bild von der  aktuellen Lage geben, sie haben ABSOLUT NICHTS MIT DER REALITÄT ZU TUN!!!

Aber… diese Zahlen stimmen natürlich nicht, denn zum einen gehen ja nicht alle Camper an den selben 3 Tagen campen, es gibt mehr Camper die im Sommer campen gehen als im Winter, an den Wochenenden ist es voller als in der Woche usw.

 

Camping ende November

Ein klassischer deutscher Stellplatz… allerdings ende November, eine Jahreszeit in der deutlich weniger los ist. Vor 5,6,7 Jahren stand man im November auch gerne mal komplett allein auf solchen Plätzen, das hat sich aber grundlegend geändert.

 

Darum versuche ich dem tatsächlichen Wert zumindest etwas näher zu kommen: 

Also was wissen wir:

Es gibt insgesamt ca. 326.140 Stell- und Campingplatz Parzellen in Deutschland. 

Es gibt 1,16 Wohnmobile und Wohnwagen und durchschnittlich gehen wir 3,3 Tage im Jahr campen. 

Damit wir der richtigen Zahl jetzt einfach mal eeeeeetwas näher kommen (von echten, richtigen oder verlässlichen Zahlen sind wir dann leider immer noch weit entfernt) sagen wir mal …Insgesamt sagen 10,3 Millionen Deutsche sie gehen hin und wieder campen und ganz gleich wie und wann, durchschnittlich bleiben sie  3,3 Tage. 

Wenn sich jetzt alle 10 Millionen Camper gleichmäßig auf die 12 Monate aufteilen würden, wäre es ja einfach, aber so ist es in der Realität auch nicht. Im Sommer gehen deutlich mehr Menschen campen als im Winter. Damit wir jetzt einfach mal ein halbwegs glaubwürdiges Beispiel bekommen, sagen wir jetzt einfach mal, 80% dieser 10,3 Millionen Camper samt Zelt, Dachzelt, Womo, Wowa usw. sind „Sommercamper“ und weil es deutlich einfacher zu rechnen ist, bleiben die Leute im Sommer nicht  nur 3,3 Tage sondern 4 Tage.

Bedeutet also ganz grob, 8,24 Millionen deutsche möchten 4 volle Tage während der 3 Sommermonaten campen. 

3 Monate a 30 Tage = 90 Tage Zeit! Die 8,24 Millionen Camper haben also 90 Tage Zeit, in denen sie irgendwo in Deutschland 3 Tage campen gehen können. 

Wenn wir jetzt sagen wollen, die 8,24 Millionen Camper sind super clever und teilen sich komplett gleichmäßig auf diese 90 Tage auf, würde das bedeuten, dass jeden Tag 91.556 Camper einen Platz brauchen, es würden also 91.556 Plätze jeden Tag benötigt, 

Aber die Leute wollen ja  nicht nur einen Tag campen, wir haben ja gesagt, sie möchten durchschnittlich 4 Tage campen… bedeutet also, die Camper können sich nicht auf 90 Tagen gleichmäßig aufteilen, sondern nur noch auf 22,5 sagen wir 23 Tage. 

Das bedeutet dann, dass schon 358.260 Plätze alle 4 Tage benötigt werden.  

Insgesamt gibt es aber „nur“ 326.140 Stell- und Campingplatz Parzellen in Deutschland.

Allerdings stehen diese Plätze ja nicht jeden Tag allen Campern zu Verfügung, denn die Leute wollen ja mehrere Tage bleiben. Jetzt müsste man eigentlich sagen, aber die Plätze können ja bei Ankunft und Abfahrt doppelt belegt werden und c ist A Quadrat plus B Quadrat usw. usw. … aber dann brauche ich bald ein Mathe Studium. 😉

 

Keine Lust auf Zahlen und Rechnungen? Dann hast du gerade auf ÜBERSPRINGEN geklickt und bist husch, husch bis hier hin gerast. Nach meinem Beispiel ist das Ergebnis also wie folgt:

 

Das würde also bedeuten: Wenn sich 80% alle Camper auf sämtlichen deutschen Stell- und Campingplätzen im Sommer ausbreiten dürften,

326.140 Parzellen sind in Deutschland an 90 Sommertagen vorhanden 

358.260 Camper suchen aber alle 4 Tage einen Platz. 

Nach dieser Rechnung hätten wir also mal locker flockig 32.121 Plätze zu wenig, wenn alle Camper in Deutschland Urlab machen würden. 

Gut, jetzt müssen wir natürlich GANZ DEUTLICH sagen… diese Rechnung hat mit der Realität wenig zu tun und wurde von mir einfach „über den Daumen gepeilt“ erstellt!

Themen wie die Lage eines Platzes oder besonders beliebte Reisezeiten wie lange Wochenenden oder Ferienzeiten sind in der ganzen Rechnung ja gar nicht enthalten. Genau so wenig wie diejenigen, die in diesen Zeiten sagen, sie bleiben ganz bewusst zuhause. 

Ich habe zwar 20% der 10,3 Millionen Camper von vornherein abgezogen aber wie gesagt… es ist und bleibt nur eine Beispielrechnung!

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020 2021

Jaaaa, diese Bilder sehen super aus, aber wild campen in Gruppen sorgt nunmal für Aufsehen und die Parkplätze Deutschlands sind eben leider nicht die verlassenen Berge Spaniens o.ä. und auch da gibt es leider schon zu häufig Probleme durch wild stehende Camper.

 

Wenn Camping und Stellplätze fehlen, bleibt noch das wilde campen!

 

Neben der Möglichkeit auf Stell- oder Campingplätzen zu stehen, bleibt noch das wild campen bzw. frei stehen. Doch leider ist auch das in den letzten Jahren an vielen, vielen Orten deutlich schwieriger geworden oder schlichtweg gar nicht mehr erlaubt. 

Lieber Camping Starter, in diesem Fall spreche ich dich mal wieder persönlich an, denn von den erfahreneren Camper verlange ich einfach, dass sie sich (verdammt nochmal) an gewisse Regeln halten.  Wenn Du in den kommenden Monaten mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs seien möchtest, dann BITTE, BITTE, BITTE nimm die folgenden Punkte ernst!!! Und nochmal… ich habe gar nichts davon, dir irgendwas mies zu machen!

  1. Auch wenn es noch so schön wäre, aber BITTE geh nicht mit dem Gedanken an Freiheit, Abenteuer und Lagerfeuer an diese Reise! Die Bilder oder TV Spots die du vielleicht gesehen hast, sind eine wunderschöne Werbung, aber sie haben mit der Realität genau so wenig zu tun, wie die super geschminkten, perfekt ausgeleuchteten, fantastisch retuschierten Models der Magazin Kampagnen im Vergleich zur normalen Hausfrau und Mutter. 
  2. Versteh mich nicht falsch, ich kann den Gedanken irgendwie sogar verstehen, aber versuch doch bitte nicht zu glauben, dass du dir mit dem gemieteten oder frische gekauften Womo, mehr Rechte auf Freiheit erkauft hast als alle anderen Camper. Wie gesagt, irgendwie kann ich ja sogar verstehen, dass du vielleicht den Gedanken im Hinterkopf hast, jetzt haben wir so viel für diese 7,10,14 Tage Reisemobil bezahlt, da ist mir doch vollkommen egal, was die anderen denken oder machen. Das riesen Problem an der Sache ist, in den vergangene Jahren gab es einfach zu viele Camper, die genau so gedacht haben und das führt leider dazu, dass die Massen an Campern unter einem immer schlechteren Ruf leiden. Anwohner sind zum Teil maximal genervt, Städte und Gemeinden sperren immer mehr Plätze auf denen wir vor kurzem noch entspannt stehen konnten und leider, leiden wir mal wieder ALLE unter dem Verhalten einiger weniger. Also BITTE benimm dich clever und halt dich an die Regeln wie jeder andere (eigentlich) auch.
  3. Und ich glaube der 3. Punkt ist wirklich am wichtigsten. Informiere dich vorher! Gerade wenn du mit dem Gedanken spekulierst auch mal frei zu stehen. Es gibt sooooo viele „ungeschriebene Gesetzte“ (wild campen heißt alleine campen, kein Camping-Hausmüll in die kleinen Papierkörbe usw. usw.) , die kann man als „Camping Starter“ gar nicht wissen, wenn man sich nicht vorab gut informiert, um sich dann eben auch richtig zu verhalten. 

 

Wild campen Wohnmobil urlaub richtig

So wie hier… ein Womo irgendwo auf einem Parkplatz…. da muss schon viel schief laufen, damit sich irgendjemand daran stört

 

Camping & Road Trip im Jahre 2020…2021

Bereits in den vergangenen Jahren wurde es gefühlt von Monat zu Monat voller auf vielen Stell- und Campingplätzen. Entspannte und freie Touren, in denen man sich vielleicht sogar noch am Freitagnachmittag überlegt hat den Platz zu wechseln, waren kaum möglich, erst recht nicht innerhalb beliebter Regionen wie z.B. der Nordseeküste, Ostseeküste, Schleswig Holsteins Küsten, Bodensee oder innerhalb von nur halbwegs bekannten Städten. 

Jetzt ist es allerdings so, dass mehr oder weniger die ganze Campergemeinde auf „heißen Kohlen sitzt“, reisen möchte und alle erstmal im eigenen Land bleiben müssen/ möchten. Ehrlich gesagt, ich möchte gerne noch so positiv in die Zukunft blicken, aber was hier momentan abgeht… DAS KANN NICHT FUNKTIONIEREN!!!!

Wenn ich dann in den sozialen Medien lese, dass sich die Camper schon jetzt wie wild untereinander zoffen, es in ganz vielen Fällen nur noch darum geht sich selbst der Nähste zu sein und sich einige, meiner Meinung nach, total unfair verhalten, dann stelle ich mir schon die Frage, wo bleibt denn der große Spaß, die Ruhe und die Freiheit? 

Da gibt es die einen, die wie selbstverständlich erzählen, dass sie bereits für den selben Zeitraum 2 oder 3 unterschiedliche Campingplätze reserviert haben,  weil sie ja noch nicht wissen, wo das Wetter schöner ist?!

Dann gibt es diejenigen, die versuchen sehr eindeutige Ansagen zu machen, dass Camper ohne Kinder nichts auf den knappen Campingplätzen im Sommer zu suchen haben. 🙂

Campingplatzbetreiber posten quer durch Netz, juhu wir sind wieder für euch da, allerdings sind wir bereits jetzt (unter den aktuellen Bestimmungen), bis Ende August ausgebucht. Gleichzeitig bekommen sie aber weitere hunderte Anfragen. Jetzt in den letzten Tagen erzählte eine “um drei Ecken” mir bekannte Campingplatzinhaberin…  ihr kleiner Platz hat genau 26 Touristenplätze und allen letztes Wochenende kamen über 300 Anfragen für Reservierungen rein, dabei ist der Platz schon lange komplett ausgebucht in den kommenden Wochen und Monaten.

Oder ich lese immer wieder, dass die Plätze rappel voll und ausgebucht sind und sich die übrigen Camper dicht an dicht auf den Parkplätzen tummeln… und weder Ferienzeit noch lange Wochenenden haben so richtig begonnen!!!

Gleichzeitig sind die Magazine, Zeitungen und sozialen Medien aber voll von Berichten, wie „geil“ doch gerade jetzt die Reiseform des campen ist!!! Allein im ZDF habe ich in den letzten 24 Stunden 4 Berichte über Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 gesehen und alle nach dem Motto, Camping mit dem Womo ist  DIE Reiseform 2020/2021!

Nochmal… ich kann die Versuche von Vermietungen, Herstellern, Verbänden und anderen Unternehmen ja sogar nachvollziehen. Ihr schnuppert gerade die Chance ein riesiges, neues Publikum „an Land zu ziehen“, nämlich all die Leute die ansonsten nichts mit dem Thema Camping zu tun hatten, die aber jetzt durch Corona merken, dass ihr normaler Sommerurlaub in Gefahr ist. 

 

 Hass auf Camper wird immer größer

Da können sich einige noch so drüber aufregen, aber es ist doch nunmal ein Unterschied ob ein einzelnes Fahrzeug wie auf dem letzten Bild irgendwo steht, oder so wie hier, wild campen wie auf dem Campingplatz!

 

Aber wo soll das hinführen??? 

Hunderte neue Camper kommen in dieser Saison dazu, schon jetzt fehlen an ganz vielen Orten Stellflächen, aber dafür steigt Stress, Unzufriedenheit, Zwietracht und Neid exponential an. Ob das das Richtige für „die schönsten Wochen im Jahr“ ist?

Und ganz praktisch gedacht, wie soll es in Zusammenhang mit Corona funktionieren? Für die Camper die auf Campingplätzen oder großen Stellplätzen unterkommen, ok! Aber wie läuft der Rest? Was ist mit all denen die keinen Platz mehr bekommen und die Parkplätze besiedeln? 

Anwohner, Städte und Gemeinden haben sich doch bereits in den vergangenen Jahren immer häufiger beschwert, in den Tageszeitungen konnten wir alle immer wieder lesen, wie sich die Leute über zu viele Reisemobile aufgeregt haben… also wie soll es funktionieren? Jetzt, nach dem ersten richtig offenen Wochenende gibt es bereits mehrere Tageszeitungen die über die schlimmere Camper Massen berichten. Sollen wir wirklich davon ausgehen, dass Anwohner und Gemeinden plötzlich mehr Verständnis für Camper haben weil… ist ja Corona?! Oder könnte es gar sein, dass man uns noch kritischer beäugt, weil wir „das Virus ja einschleppen“ könnten???

Dazu noch ein letzter Absatz.

LIEBE CAMPER… wenn ihr z.B. Apps wie Park4Night nutzt, bitte versteht doch irgendwann, dass in dieser App ganz viele „frei steh Plätze“ eingetragen sind. Achtet doch bitte mal auf die unterschiedlichen Bezeichnungen!

Ich lese immer wieder Kommentare oder Nachrichten in denen steht, wir nutzen ja Park 4 Night, das ist eine suuuuuuuupeer App. Gut, es kommt immer mal wieder vor, dass wir mit vielen anderen Campern an einem Ort stehen und meist haben die Stellplätze gar keine Ver- und Entsorgung, aber das stört uns nicht so sehr, Wir werden unseren Müll schon irgendwo los. 

Leute…. genau das ist das Problem an dieser App! Es ist ja wunderbar wenn Leute bekannt geben wo sie wild gecampt haben, aber leider nutzt gefühlt mittlerweile jeder 2. Camper diese App und dann passiert genau das, was uns allen den Ruf versaut. Man steht gewollt oder ungewollt in Gruppen wild! Anwohner, Mitarbeiter oder Besucher sehen, dass da immer wieder mehrere Reisemobile stehen und nach kürzester Zeit, sieht der ganze Platz leider auch nach wildem campen aus!

Ich habe das jetzt zweimal hier bei mir zuhause im Viertel erlebt, nachdem der kleine Parkplatz bei Park 4 Night eingetragen wurde und es Wochen gedauert hat, bis der Platz wieder aus der App raus war- Der Parkplatz lag eindeutig voll typischem Camping Müll (Miracoli, Milchtüten, Verpackung vom Camping Klopapier, selbst die leere Dose mit den Thretford Toiletten Tabs wurde mal locker in die Büsche geschmissen , in den großen Büschen zwischen Parkplatz und Park lagen unzählige Klopapierhäufchen und um den Gullirand war das Blau/Grüne Toiletten Hygienzeug verteilt. JUHUUU!!! Grandios!!! 🙁

Mir ist schon klar, dass da wahrscheinlich in den Wochen 30 Camper standen die sich ordentlich verhalten haben und nur 3 die sich benommen haben wie die letzte S.u! Aber leider ist es so, die Hinterlassenschaft der 3 Camper waren mehr als deutlich und da ist es kein Wunder, wenn sich die Anwohner beschweren! Selbst ich als Camper, die auch das Problem kennt, dass Dortmund einfach keinen guten Stellplatz hat, finde es unmöglich und denke ganz schlicht, wenn es die Leute nicht hinbekommen, können sie eben nicht in unserem Viertel campen! So einfach ist es leider!

 

Gibt es auch Lösungen?

Die einzige Lösung die ich für die kommenden Monate und Jahre sehe ist der zügige Bau von vielen, vielen neuen Stell- und Campingplätzen, bzw. deren Vergrößerung!

Tja und da kommen wir direkt zum nächsten Punkt… warum scheint es mir so, dass es in vielen Städten und Gemeinden einfacher wäre ein Kohlekraftwerk zu bauen, als einen Stellplatz?  

Warum gibt es immer noch so viele Bezirke die den Vorteil eines Platzes nicht erkennen? 

Laut Statista lässt JEDER Camper, also pro Kopf und Tag, 49,80 Euro an einem Ort. Nehmen wir nochmal die Zahlen von weiter oben, würde das im Durchschnitt bedeuten: 

Bei 25 Parzellen, 2 Personen im Reisemobil und durchschnittlich 2/3 Belegung, wären das 

49.899,60 Euro, die nur die Reisemobilisten IM MONAT an einem Ort ausgeben. 

(49,80 x 2= 99,60 Euro, 99,60 Euro x 16,7 = 1663,32 Euro ((Ausgaben pro Tag bei 2/3 Belegung)) 1663,32 x 30 Tage = 49.899,60 Euro pro Monat)

Mir ist es leider ein absolutes Rätsel, warum nicht viel mehr Gemeinden Stellplätze bauen? Übrigens… dieser Artikel darf sehr gerne geteilt werden, vielleicht meldet sich ja mal iiiiiiirgendeine Gemeinde bei mir mit einer VERNÜNFTIGEN Antwort zurück. Ich habe es schon so häufig versucht, wenn überhaupt eine Antwort kommt, erhalte ich immer nur die Nachricht, das ein Stellplatz aktuell nicht geplant sei. Sollte es richtig gut laufen schreibt man mir noch, dass es einen Stellplatz in der Nachbargemeinde gibt. 

Dabei kenne ich auch einige Personen, die bereits einen ERNSTHAFTEN Versuch unternommen haben einen Stellplatz zu bauen, allerdings gab es in keinem Fall auch nur irgendeine echte Unterstützung seitens der Gemeinden, ganz im Gegenteil, in den allermeisten Fällen wurden den Leuten auch noch „Knüppel zwischen die Beine“ gelegt. 

Warum ist die Situation so? Kann es wirklich möglich sein, dass die Gemeinden so viele Bedenken vor dem Verhalten der Camper haben, dass sie deswegen auf so gute Einnahmen verzichten???

 

Müssen sich nicht auch Hersteller am Stellplatz / Campingplatz Bau beteiligen?

Tja und auch wenn es mir schon jetzt ein klitze kleines bisschen Leid tut, aber ihr wisst ja, bei solchen Themen kann ich meine Finger gar nicht ruhig halten. 

Bitte verzeiht aber ich finde, der Campingboom der letzten Jahre war für die Hersteller so dermaßen positiv, die Bänder laufen auf Hochtouren und viele der großen wissen bereits in den ersten Tagen eines Jahres, was sie am Ende  genau verkaufen werden, weil die Produktion auf maximum und „Vorbestellung” läuft. In diesem Fall bin ich eindeutig der Meinung, dass sich die großen Hersteller auch beim Bau von Stellplätzen und Campingplätzen MASSIV beteiligten müssten. 

Ich weiß, einige wenige wie z.B. Dethleffs haben sich bereits sehr, sehr Regional am Bau von Stellplätzen oder zumindest deren Ausstattung beteiligt, aber wenn wir mal ehrlich sind.  Diese kleinen Bemühungen, die sind nichtmal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und bevor ihr es schreibt… nein, die Knaus Campingparks haben leider nichts mit der Knaus Tabbert Gruppe zu tun. 

Klar, aus sich eines Herstellers ist die Lage anders, die sehen ihre Aufgabe rein im produzieren und verkaufen. Allerdings, wenn sich die allgemeine Stimmung der Camper immer weiter ins negative verändert, weil eben an ein freies Touren während der Sommermonate oder über z.B. sämtliche Feiertage im Jahr nicht mehr möglich ist… dann wird sich das früher oder später auch auf die Kaufzahlen auswirken.

 

Wohnmobil Stellplätze finden

Real Life … so sieht es eben aus, auf einem typischen City Stellplatz… alles gut, nur definitiv kein Lagerfeuer Träumchen!

 

Das Problem Urlaub mit dem Wohnmobil im Jahre 2020/2021

 

Da ich einige von euch ja schon kenne 🙂 gehe ich hier auch noch direkt auf den Punkt ein, dass ich als Blogger das ganze noch weiter „anheize“. 

Meine Meinung zu dem Thema… ein eindeutiges JAIN!

Ja, klar heizen wir Blogger das Theme auch weiter an, denn wenn einfach mal niemand über Monate irgendetwas zum Thema Camping schreiben oder posten würde, wäre diese Reiseform relativ schnell aus den Köpfen der „nicht Camper“ verschwunden.

Andererseits denke ich, es kommt ganz darauf an, wie man über diese Reiseform schreibt. Wenn ich jetzt immer nur schreiben würde wie super schön, locker, flockig und frei ein Urlaub mit dem Reisemobil ist, dazu die typischen, ich steh auf dem Bulli Bilder poste, während das Lagerfeuer im Sonnenuntergang flackert und allen erzählen möchte, das „vanlife“ ja so super günstig ist und ich mit 310 Euro jeden Monat alle Rechnungen, Reparaturkosten, Tankkosten, Versicherungen und auch noch tägliches Essen gehen bezahle, ja… dann fände auch ich, dass ich den extremen Boom unterstütze. 

Aber genau das versuche ich ja nicht! Wenn ihr euch hier auf IsasWomo durch die Artikel klickt, dann seht ihr schnell… ich erzähle gerne von tollen Touren, ich versuche aber auch immer wieder ganz klar zu sagen wie die Realität ist und in welchen Bereichen ich das ein oder andere Problem sehe. 

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020 zwischen Wunsch und Wirklichkeit

 

Mittlerweile haben wir Mittwoch den 20.05., das Vatertagswochenende steht bevor. Vergangenen Freitag haben eine gute Freundin und ich beschlossen, es w#äre doch super wenn wir uns mal wieder sehen, Wetter soll auch gut werden, wir versuchen mal einen Platz für zwei Womos von Mittwoch bis Sonntag in NRW zu ergattern. 

Wir haben insgesamt über 40 Campingplätze angerufen und gemailt… ich habe selbst versucht über das Blog Dingen irgendwas zu ergattern, was ich ansonsten wirklich nieeeee mache… aber ABSOLUT KEINE CHANCE!!!!

Das vergangene Wochenende haben viele Camper zum erstmal wieder genutzt um unterwegs zu sein… das Resultat daraus ist leider, dass in den vergangenen 2 Tagen mehrere Tageszeitungen von den Campermassen, Belagerung, Müll und Dreck schreiben und die ersten Bürgermeister überlegen bereits Parkplätze komplett für Wohnmobile zu sperren!

Super, das ist natürlich das Letzte, was wir alle brauchen!

Aber gut, wenn ich mir die Situation andersherum ansehe… was mancherorts schon jetzt abgeht und wir sprechen nicht von Pfingsten oder Ferienzeiten, das kann auch einfach nicht gut gehen!

Ich meine wenn z.B. der Stellplatz Greetsiel 50% der Plätze absperrt, aus 60 Plätzen nur noch 30 werden, das ganze aber dann leider dazu führt, dass so viele Camper anreisen und sich auf den öffentlichen Parkplatz vor dem Stellplatz stellen, dass letztendlich 30 Womos auf dem Stellplatz stehen und bis zu 90 Wohnmobile auf dem Parkplatz vor dem Stellplatz… naja, dann muss man einfach sagen, hat die ganze Corona Fürsorge überhaupt keinen Zweck! 

Und liebe Camper, jetzt mal ganz ehrlich, es ist doch total egal, was ihr ganz persönlich zum Thema Abstandsregelungen denkt. Wenn die Bestimmungen in Greetsiel so sind, dass der offizielle Stellplatz aktuell nur 30 Wohnmobile aufnimmt, dann müsste doch eigentlich JEDEM klar sein, dass es nicht sinnvoll ist, wenn 60-90 Wohnmobile  auf dem Parkplatz vor dem Stellplatz stehen! 

Seit wann ist die über Jahrzehnte bestehende Regel, wer wild campt campt alleine um möglichst wenig Aufsehen, Neid und Probleme zu erzeugen , eigentlich hinfällig geworden??? Ehrlich, mir geht dieses Ego denken, nach dem Motto, ich mache mein Ding und achte auf nichts und niemanden, so auf den Senkel! Wenn ihr doch seht, dass der Stellplatz voll ist und auf dem Parkplatz bereits eine Hand voll Wohnmobile steht, die man dort duldet, dann müsst ihr doch einfach mal verstehen, dass die anderen eher da waren als ihr! Pech gehabt, weiter fahren… auf der Suche nach irgendeinem anderen Ziel!

Auf den Stell- und Campingplätzen wird es diesen Sommer voll und voller. JA!!! Leider müssen wir alle davon ausgehen, dass ein entspanntes Touren nach Lust und Laune fast nicht möglich seien wird. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass dann eben wild alles erlaubt ist! Nein… das ist es nicht und genau so ein Mist versaut uns allen ganz, ganz viel! Denn das einzige was damit erreicht wir…. Anwohner beschweren sich über die Camper Massen, einige wenige bei denen wirklich alles verloren ist, lassen ihr Abwasser laufen, kacken in die Büsche und legen ihren Hausmüll neben den kleinen Papierkorb, der schon zum bersten voll ist und letztendlich…. Wird Parkplatz für Parkplatz mit Höhenbeschränkungen ausgestattet, so dass wir ALLE unter eurem Verhalten leiden können. Aber aufgepasst… solltet ihr jemand wieder als Camper an diesen Ort reisen, betrifft euch die Sperrung hoffentlich auch!

 

 

Camping 2020 2021, hass auf Camper

Sieht und liest man leider immer häufiger … genervte Anwohner besprühen nachts Mobile….

 

Der Campingboom ist massiv und das bereits seit Jahren, aktuell fallen auch noch dutzende Plätze weg… das kann nicht lange gut gehen!

 

Durch dieser blöden Unsicherheit ob man einen Platz bekommt oder (wahrscheinlich) eher nicht, geht zumindest für mich ganz viel Lust am Touren verloren. 

Ja klar… iiiiirgendwie findet man schon was zum übernachten, ja… aber iiiiiirgendwie macht mir das deutlich weniger Spaß!

Wird sich das alles jetzt schnell bessern sobald die Grenzen geöffnet sind? Ich glaube leider nein! Denn ich versuche ja nun wirklich so positiv wie nur eben möglich in die Zukunft zu blicken, aber aktuell würde ich mich noch nicht so recht „weit“ ins Ausland begeben wollen. Naja und ich befürchte, wenn es mir so geht, dann geht es vielen, vielen anderen, die vielleicht wirkliche Angst vor einer Ansteckung haben, ähnlich. 

Urlaub 2020/20201 im Wohnmobil… liebe (Neu-) Camper… ich kann euch nur sagen, glaubt zumindest nicht uneingeschränkt das, was ihr in der Werbung, auf Insta oder in den großen Tageszeitungen lest. Camping im Reisemobil oder Wohnwagen ist eine tolle Reiseform und gerade für Leute mit Hund mindestens Doppel super, aber… wir haben aktuell auch riesengroße schwierigekieten was das Platzangebot angeht, Entspanntes kurzfristiges Touren, nach dem Motto reisen wohin ich gerade Lust habe, ist im Sommerhalbjahr 2020/2021 nicht möglich, erst recht nicht für Anfänger die einfach noch nicht so super gut in dem ganzen Thema drin sind!

Liebe Städte, Gemeinde und Hersteller… nehmt uns endlich ernst und schaffst vernünftige Übernachtungsmöglichkeiten!!! Wir Camper sind ein nette Grüppchen Menschen und wir sind in den allermeisten Fällen gerne dazu bereit, unser Geld an einem Ort zu lassen… nur BITTE gebt uns die Chance dieses auch vernünftig und willkommen zu tun! 

Und ja liebe Hersteller… auch ihr seid gefragt!!! Immer nur verkaufen, verkaufen , verkaufen oder vermieten, damit macht ihr es euch jetzt seit vielen Jahren sehr einfach und habe extrem gut an uns verdient. Ich wäre begeistert wenn ich 2021 schreiben könnte: „Endlich, Hersteller XY baut Stellplatz in ???“… und würde das ganze auch gerne mit allen Möglichkeiten die mir zu verfügung stehen positiv begleiten … nur bitte, TUT ETWAS!!! 

Ihr seid doch so sehr darauf erpicht, dass der Boom weiter anhält, dass eure Bänder im Akkord laufen, ihr produzieren und verkaufen könnt und der Traum von der gekauften Freiheit und Harmonie weiter anhält. 

Wenn dem so ist, dann BITTE nehmt das Problem des Campingplatzes und Stellplatz Mangels ernst! Nehmt uns ernst, die mit euren Fahrzeugen und Anhängern genau dieses Reiseform erleben möchten und BITTE… immer nur zu sagen, es geht schon irgendwie und naja, dann können eben nicht alle ihren Urlaub an beliebten Zielen verbringen, damit macht ihr es euch wirklich zu einfach! Denn mittlerweile reden wir nicht mehr nur von den beliebten Zielen, selbst die Plätze an 2. oder 3. klassigen Zielen sind häufig VOLL! 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das euer Ziel ist? Oder ist es euch wirklich so unglaublich egal, wenn immer mehr Camper unzufrieden von ihren Touren zurückkehren und sich doppelt und dreifach überlegen, ob sie ihr Geld wirklich 2022, 2023, 2024 in ein neues Reisemobil / in einen Caravan stecken mit dem sie dann nur sehr eingeschränkt touren können. Oder sie hocken auf einem Platz fest, den sie bereits Monate vorab für mindestens so viel Geld reserviert haben, wie ein netter Hotelurlaub kostet. 

So sehr mein Herz an dieser wunderschönen Reiseform hängt, aber selbst ich kann mittlerweile jeden verstehen, der den Wunsch nach einem neuen Mobil/Caravan aktuell erstmal abharkt und  einen Teil dieses Geldes lieber für eine lange Kreuzfahrt, Air-BnB  Road Trips nutzt oder zum Überwintern in einem netten Hotel nutzen

Liebe Camping Starter, erfahrene „Hasen“, Städte, Gemeinden, Tourismusverbände, Vermieter, Hersteller…. Unternehmer! Wenn wir alle gemeinsam auch noch in 1, 3, 5, 8 oder 10 Jahren die große „Campingfreiheit“ leben und verkaufen möchten, dann brauchen wir neue Möglichkeiten und zwar DRINGEND…. auch abseits von einem Virus!

Wie gesagt, dieser Artikel darf gerne mit allen verantwortlichen oder unverantwortlichen Stellen geteilt werden. 

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