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Isa unterwegs und die vielen Kleinigkeiten des Lebens

Isa unterwegs und die vielen Kleinigkeiten des Lebens

Isa unterwegs und so viel mehr…

EEEEEEndlich bin ich mal wieder ganz frei, ohne irgendeinen Termin, irgendwelche Verabredung oder gar irgendwelchen Zeitdruck unterwegs. Juhuuuuuu! 🙂  

Nachdem ich die Omi vor einigen Tagen /Wochen aus der Werkstatt holen konnte, habe ich mir gedacht… LOS JETZT! Das Wetter sollte  super werden, die Omi läuft wieder zuverlässig und bis auf eine klitze kleinen Diskussion mit meinem Pa wegen des anstehenden Vatertages, stand mir nichts mehr im Wege, um die nächsten 14 Tage einfach mal wieder nur für mich zu nutzen. 

 

Yes… Isa unterwegs und auf Ego Trip 🙂 🙂 😉

 

Also habe ich meine 7 Sachen gepackt und bin los getuckert… ich wollte Meer, Wind, Wetter, Sonne und ein paar Cafes und wo finde ich dies alles… natürlich an meiner geliebten Nordsee.

Da ich euch allerdings schon soooooo häufig von hier oben geschrieben habe, wollte ich mir (und euch) dieses Mal eigentlich das übliche Tourbuch (er)sparen ;-). Jetzt ist allerdings in den vergangenen Tagen schon wieder so viel passiert, dass ich nun doch am Laptop sitze und euch von all den Dingen und Erlebnissen der letzten Tage erzählen möchte.

 

Eigentlich begannen meine „spannenden“ Erlebnisse bereits vor dem los düsen. Vielleicht habt ihr es ja gelesen, vor einigen Wochen habe ich eine neue Sat-Anlage bekommen, davon abgesehen fand vor 14 Tagen mal wieder das Alleinfahrer Treffen „meiner“ Facebook Gruppe statt. Auf diesem Treffen kam die Sprache relativ schnell auf meine neue Sat-Anlage und natürlich wollte ich die neue riesen Schüssel den „Jungs“ stolz vorführen. Gesagt getan und wie ich ja immer wieder sage… ich stehe mit sämtlicher Technik einfach auf Kriegsfuß, denn kurz nachdem der Schirm hochklappte, kam auch schon die Fehlermeldung, Sat Anlage blockiert!

 

NA SUPER…. DAS LÄUFT JA ERSTE SAHNE!!!!

 

Wir haben dann noch eine Leiter besorgt und geschaut ob vielleicht ein kleiner Ast die Anlage blockiert, aber da war nichts! Die neue Anlage war noch „klinisch rein“.

Es half alles nichts…. während dieses Treffens lief die Anlage nicht. Allerdings muss ich auch sagen, da es sich ja nunmal um eine Kooperation handelte und die Anlage ganz neu war, wollte ich auch nicht einfach den technischen Support anrufen. Zumindest nicht ohne dies 1. vorab mit meinem ALDEN Ansprechpartner zu besprechen und 2. auch nicht während alle Leute um mich herum stehen…. ich check das mit der Technik doch  schon in Ruhe nur so halbwegs und schon erst recht nicht wenn 30 Leute um mich herum stehen.

Lange rede kurzer Sinn…. ich bin nach dem Treffen erstmal heimgefahren und habe dieses „Problemchen“ mehr oder weniger  Tag für Tag vor mir her geschoben, bis zu dem Tag, an dem ich wieder los wollte. Da musste ich mich eh nochmal eben mit ALDEN kurzschließen und dann natürlich auch das Problem mit der Anlage ansprechen.  

Mir hat es wirklich schon ein bisschen vor dem Telefonat mit dem Support gegraut, wenn mir der Support jetzt am Tefefon erklären will, stöpseln Sie mal das XY gewuppte Masse Kabel an den RZV Anschluss… na HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH dann verstehe ich doch nur Bahnhof!

Aber ich muss echt sagen…

 

HUT AB VOR DEM ALDEN SUPPORT!

 

Die Jungs am Telefon waren super fit, denn nachdem ich erklärt habe was Sache ist, konnte mir der Alden Mitarbeiter sofort sagen, so Frau Speckmann, sie drücken jetzt 5 mal auf den und den Knopf, dann dreimal runter, dann Bestätigen, dann zweimal nach Links wieder bestätigen und jetzt versuchen Sie mal die Anlage wieder einzuschalten… und SCHWUPPS… ALLES WIEDER GUT! 🙂

Was soll ich dazu sagen, keine endlosen Call-Center Disskussionen oder so… das ging ratzi fatzi!

Es hatte sich irgendwas in den Einstellungen verstellt, warum auch immer?! Vielleicht war ich es, wobei ich eigentlich sagen würde so weit im Menü war ich im Leben nicht, aaaaaber… wer sich nachts im Alkofen selber ein Veilchen boxen kann, kann vielleicht auch die Sat Anlage verstellen. Wie, was, warum, ich kann es euch nicht sagen, aaaaaber… das Problem war sogar „mit mir“ an der Strippe innerhalb von 2 Minuten erledigt!

FAAAAANTASTISCH! Natürlich ist ein funktionierendes TV kein Grund für eine Tour bzw. kein Grund nicht los zu fahren. Aber wenn ich jetzt schon so eine neue, tolle Anlage habe, möchte ich natürlich auch, dass sie funktioniert. 

 

Isa unterwegs

Frei Fahrt in Richtung Norde

 

Isa unterwegs, Milla an Board und die Omi läuft und läuft und läuft!

 

So konnte ich letzten Donnerstag also ganz entspannt und mit allem drum und dran los tuckern. Mein erstes Ziel sollte mein heiß geliebtes Greetsiel werden und die Fahrt in den Norden war einfach nur schön! Ich hatte kaum andere Fahrzeuge auf der Bahn, konnte ganz gemütlich vor mich hin tuckern und kam so extrem entspannt am Nachmittag in Greetsiel an. Der Platz war wieder-erwartend gar nicht sooooo voll, wie ich befürchtet habe, so dass ich noch einen netten Platz am Rand ergattern konnte. 

Schnell noch ein Ticket gekauft, ab damit hinter die Windschutzscheibe und danach konnten wir den Tag voll und ganz genießen.

Nach einer ruhigen Nacht haben wir den Freitag langsam angehen lassen und sind irgendwann am frühen Mittag ins Dorf spaziert.  Seitdem wir wieder on Tour sind ist Milla richtig gut drauf. Sie bekommt zwar von mir jeden Tag ein kleines bisschen mehr von ihrem Schmerzmittel als zuhause üblich, aber die kleine Wurst auf vier Beinen tippelt munter durch die Gegend. Dennoch nehme ich mittlerweile immer das Rad samt Hundeanhänger mit, so können wir einige Strecken (gerade auf dem Rückweg) ganz gut überbrücken.

Allerdings stellt sich mein Hundeprinzesschen aktuell extrem an, was den Anhänger betrifft. Manchmal kann sie kaum noch laufen, aber das Hochheben in den Anhänger gleicht jedes Mal einem Kampf! Sitzt sie dann aber erstmal drin, ist es eigentlich ganz ok. Naja…

 

Isa und Milla unterwegs, mit Hund auf Womo Tour

Milla in ihrer Kutsche… das Einsteigen ist zwar immer noch Kampf, aber wenn sie erstmal drin sitzt, sieht sie doch eigentlich ganz fröhlich aus, oder?

 

So kamen wir also Freitag am frühen Abend wieder zurück zum Wohnmobil. Milla war absolut platt, darum habe ich sie erst zurück zum Womo in den Schatten gebracht, habe mir noch eben den Müll geschnappt und mir dann auf einem Weg zum Mülleimer ein neues Ticket besorgt.

Da ich noch nicht sicher war wie lange ich bleiben wollte, habe ich immer nur Tag für Tag ein neues Ticket für eine Nacht gekauft. Zurück am Womo habe ich dieses zweite Ticket, neben das erste, hinter die Windschutzscheibe gelegt und damit war das Thema für mich durch.

 

Den Freitagabend verbrachten wir entspannt vor dem Womo und ich war viele Stunden mit den sozialen Medien beschäftigt. Denn… seit ein paar Wochen habe ich innerhalb von Facebook und Instagram mit einem Problem zu kämpfen, welches ich am vergangenen Freitag bewusst öffentlich gemacht habe.

Da ich es wie gesagt in den sozialen Medien schon beschrieben habe, werde ich jetzt auch hier dieses Thema einmal bewusst ansprechen, obwohl sich das Problem bisher nicht auf den Blog ausgeweitet hat.

Ich bekomme seit einigen Wochen immer, immer wieder relativ aggressive  persönliche Nachrichten als Reaktionen auf Bilder und Postings von mir bzw.  Anrufe auf mein Handy (3 mal aus Frankreich und danach immer Anonym) bei denen sich entweder niemand meldet, jemand atmet oder 2 mal wurde auch in einer fremden Sprache (ich schätze es ist arabisch o.ä.) auf mich eingeredet.

Anscheinend haben diese Leute ein massives Problem mit meinem „Lebenswandel“… das eine Frau trägt was sie möchtet, trinkt was sie möchtet, ihre Religion auslebt wie sie möchte und dazu auch noch alleine reist, passt anscheinend so überhaupt nicht zu den Ansichten dieser Fanatiker!

 

Sparen dank ACSI Card im Herbst in ???

Mit diesem Bild begann vor einigen Wochen alles, dabei ist das Bild schon aus dem letzten Herbst….?!

 

Alles begann mit einem Instagram Bild aus Südfrankreich welches ich gepostet habe, auf dem ich ein Glas Wein in der Hand halte. Daraufhin gab es schon viele Reaktionen wie „böse“ Smilies, „Fuck you“, „ich fucke Dich“  (ja genau so geschrieben), Nutte, Moschee Smilies usw, usw. Botschaften. Seitdem wird eigentlich jedes Bild von diesen Idioten irgendwie über persönliche Nachrichten kommentiert oder bewertet. Immer mit dem Hintergrund einer „religiös“ muslimischen „Belehrung“.

Einige Wochen lang habe ich jetzt gedacht, egal… ich blockiere die Leute, melde sie vereinzelt bei Facebook (wenn ich zu häufig Profile melde, könnte es sein, dass mich Facebook selber sperrt)  und hake alles andere einfach ab!

 

Ich lasse mir von diesen Idioten keine Angst einjagen!!!!!

 

Freitag ging es dann allerdings so weit, dass ein ganz schlecht bearbeitetes Selfie (welches ich Freitag Morgen gepostet habe) von mir aufgetaucht ist und seitdem durch das Netz spukt. Dieses Bild wurde so bearbeitet, dass ich anstelle meiner ganz normalen Kleidung, ein Kopftuch samt „voll Verschleierung“ trage.

Zudem wurde mir dieses Bild gleich 38 mal von verschiedenen, arabischen (fake) Accounts samt aggressiver Botschaften gesendet. Bei dieser ganzen Geschichte gibt es nur ein einziges Profil welches sich immer wieder bei mir meldet und auch öffentlich kommentiert, allerdings macht dieser Typ das ganze sehr geschickt, so dass ich auch gegen ihn nichts in der Hand habe. 

Das war der Punkt an dem ich gesagt habe, jetzt reicht es mir und ich mache die ganze Sache öffentlich!

Ich bin eine freie, deutsche Frau!!!! Ich trage Kleidung die ICH mag, ich trinke Getränke die ICH mag, ich lebe meine Religion aus, so wie ICH es für richtig halte und ich poste Bilder, die ICH für angemessen halte!!!! Ich werde mich NIEMALS von diesen fanatischen Idioten so unter Druck setzen lassen, dass ich mich durch deren Glaube besonders einschränke!!!!

Darum schreibe ich dieses ganze Thema hier auch nochmal bewusst auf. Solltet ihr durch Zufall irgendwo im Netz ein Bild von mir sehen, auf dem ich verschleiert abgebildet bin, dann glaubt davon bitte kein Wort! Ich habe weder meine Religion gewechselt, noch habe ich mich sonst irgendwie von diesen Fanatikern „anstecken“ lassen. Solltet ihr ein solches Bild sehen, wäre ich euch für eine kurze Info samt Link zum Bild sehr dankbar.

Damit ich das Verteilen dieses Bildes nicht noch weiter unterstütze, werde ich es hier auch bewusst nicht posten! Denn dadurch würde ich das Bild selbst noch weiter in Umlauf bringen.

SOVIEL DAZU!!!!

Dieser Facebook Post sorgte natürlich für viele Reaktionen und ich war wirklich ganz gerührt, wie viele Leute sich gemeldet haben und mich unterstützen. Vielen Dank dafür!

 

Wieder on Tour- Isa unterwegs in Greetsiel

 

Nachdem ich den Freitagabend damit verbracht habe, samt Laptop, Tablet und Handy vor dem Womo zu sitzen, bekam ich währendessen neue Stellplatz Nachbarn.

Manchmal ist es schon witzig wohin diese Seite führt.

Meine neuen Stellplatz Nachbarn fuhren also auf ihre Parzelle auf, waren sich allerdings unsicher, ob sie da so stehen dürfen, da es sich um die letzte frei Parzelle auf dem ganzen Platz gehandelt hat und diese auch noch extrem groß war. Das gerade diese „tolle“ Parzelle noch frei war, lag aber schlichtweg daran, dass die Leute die da zuvor standen erst kurz vorher abgereist waren.

Wie auch immer… auf jeden Fall sprach mich die Frau an und fragte, ob sie da so stehen bleiben dürften, ich wüsste das doch sicher. In dem Moment schaute auch ihr Mann um die Womo Ecke und sagte sofort… DICH KENNE ICH!!!! SCHATZ, DIE KENNT SICH AUS! Das ist doch Milla und Du bist Isa oder???

Ähhhhmmmm… jaaaaaa???? Tja und jetzt kommt wieder mein schlechtes Personengedächtnis ins Spiel, denn ich weiß ja eigentlich nie… kenne ich diese Leute wirklich? Woher kenne ich die Menschen und wie heißen sie nochmal ???

Schnell stellte sich dann aber heraus, dass wir uns noch nicht persönlich kannten, sondern sie den Blog verfolgen. 🙂

Puhhhh… Glück gehabt 🙂 und trotzdem ist es immer mal wieder komisch, wenn „andere Leute“ so viel mehr über mich wissen, als ich über sie. 🙂 Was nicht heißen soll, dass ich das schlimm finde oder so!!! Natürlich nicht, ganz im Gegenteil… ich freue mich natürlich wenn mich andere Camper „erkenne“… es ist nur ein bisschen komisch. Positiv komisch! 🙂

Wir haben dann noch ein bisschen gequatscht, bis ich entspannt und todmüde in den Alkoven gefallen bin 🙂

Samstag war ich schon erstaunlich früh wach und so kam es auch dazu, dass Milla und ich schon relativ früh durch Dorf geschlendert sind. Natürlich durfte eine Kaffeepause wie immer nicht fehlen und da wir einen herrlichen Platz hatten, habe ich es mir direkt auf der Terrasse gemütlich gemacht und dort zwei, drei Stündchen gearbeitet.

Danach sind wir ganz langsam im „Milla Tempo“ zurück zum Womo gelaufen, doch was ich dann sah, war leider keine positive Überraschung.

Fest steht…. und das ist nunmal so… es ist mein Fehler gewesen! Und trotzdem finde ich es übertrieben ;-)… aber… es war nunmal mein Fehler!

An der Windschutzscheibe befand sich ein dickes fettes „Knöllchen“ von der Gemeinde Krumhörn. Leider stand auch „nichts genaues“ auf diesem Zettelchen, so dass ich am Anfang überhaupt keinen Plan hatte, was denn da eigentlich los war.

 

Knöllchen am Wohnmobil

Der Info Zettel der Gemeinde Krumhörn

 

Ich habe auch nochmal meine Nachbarn gefragt, ob sie wüssten was das sollte, ob dieser Zettel echt sei oder ob sich da vielleicht irgendjemand einen Spaß erlaubt hat.

Ich war mir erstmal keiner Schuld bewusst, zumal ich ja schon zig mal in Greetsiel stand und es nie irgendwelche Probleme gab…. zusammen mit meinen Nachbarn zog ich das Resultat, dann muss das wohl „verarsche“ sein ?!?

Das dachte ich auch noch, bis am späten Nachmittag ein Auto über den Platz fuhr und vor der Omi stehen blieb. Dann stieg eine Dame aus, die von Minute zu Minute lauter und in gewisser Weise auch frecher oder sagen wir mal dreister wurde.

Diese Dame kam vom Tourismusverein Krumhörn/ Greetsiel und wollte mich doch jetzt mal „befragen“ warum ich mich so verhalten habe.

 

Und da wurde mir erstmal klar, wo mein Fehler lag.

 

Ich habe bis zu diesem Moment wirklich immer angenommen die Tickets in Greetsiel gelten „ tageweise“, zumal auch auf den Tickets selbst (dick gedruckt) steh, von z.b. : 4.5.18. – 5.5.18 , das allerdings ganz klein unten in der Ecke die Uhrzeit aufgedruckt wurde, habe ich ehrlich gesagt noch nieeeee registriert. Für mich war immer klar, solange ich „für jede Nacht“ bezahlt habe ist alles gut.

Aus diesem Grund habe ich ja auch das 2. Ticket einfach neben das erste Ticket gelegt und mir dabei nichts… aber auch gar nichts gedacht.

Die Sache war aber jetzt folgende… mein erstes Ticket ging von Donnerstag – Freitag und da ich dieses Ticket direkt nach meiner Ankunft gekauft habe, stand unten in der Ecke die Uhrzeit, 15:03 Uhr.

Da ich Freitag noch länger im Dorf war, habe ich das nächste Ticket gekauft nachdem ich wieder zurück war, 17:58 Uhr und habe dieses, wie gesagt ich habe mir dabei nichts gedacht, einfach neben das andere Ticket gelegt.

Das diese Dame aus dem „Netzwerk für touristisches Recht und Ordnung“ nun Samstag Mittags kommt, sich nicht nur das für diesen Moment gültige Ticket ansieht, sondern wahrscheinlich mit Hilfe einer Lupe die Uhrzeiten der letzten Tage vergleicht… daran hätte ich im Traum nicht gedacht! Hätte ich das alte Ticket einfach weggeschmissen, wäre alles gut gewesen.

 

Naja… hätte, hätte Fahrradkette….

 

Ich bekomme jetzt nochmal einen „Anhörungsbogen“ zugeschickt, auf dem ich mich zu der ganzen Sache äußern soll/ kann und dann kosten mich diese 3 Stunden Differenz satte 30 Euro!!!

Erstaunlicherweise wurde die Dame, wie gesagt, von Minute zu Minute lauter, so dass hinterher auch die Womo Nachbarn 5 Fahrzeuge weiter begierig Zeuge dieser Geschichte wurden und wahrscheinlich jeder dachte, ich hätte tagelang die Zeche geprellt. Dabei habe ich mich immer, immer, immer wieder freundlich wiederholt, dass ich mich dann gerne auf dem Bogen schriftlich äußern werde, aber das wollte die Dame eigentlich nicht, ich sollte ihr doch jetzt erklären, was ich mir dabei gedacht habe.

Erst als ich sie dann ganz zum Schluss noch gefragt habe, wie das denn eigentlich mit meiner zu viel gezahlten Kurtaxe aussieht, wurde sie plötzlich ganz ruhig. Der Automat am Platz rechnet nämlich automatisch auf jedes Ticket die Kurtaxe für zwei Personen an. Da ich aber immer alleine fahre, zahle ich also jedes Mal 1,50 bzw. 2 Euro pro Tag umsonst.

Auf die Frage wusste sie leider keine Antwort, aber zumindest meinte sie, dass ihr das Thema nicht neu wäre, da sie aber erst seit Januar für das Dorf arbeitet, konnte Sie SO SCHNELL diesbezüglich nichts ändern!  🙂

Tjaaaaaa, was soll ich sagen…. dass ich diese drei Stunden überschritten habe, ist ja nunmal eindeutig mein Fehler. Das man daraus allerdings so einen Akt macht, zumal ich ja zum Zeitpunkt der Kontrolle ein gültiges Ticket hatte, macht für mich schon den Anschein als würde die Gemeinde Krummhörn dringendst Kohle benötigen.

Würde mir Greetsiel nicht so gut gefallen, würde ich wahrscheinlich nie wieder hin fahren ( in solchen Dingen kann ich ja eine echte Zicke sein) … so wisst ihr aber zumindest… achtet in Greetsiel  GENAU auf eure Ticket Zeiten (wie gesagt, die Uhrzeit ist am Ticket Rand aufgedruckt) und legt nie ein neues Ticket neben das alte Ticket, sonst kann euch der Spaß schnell 30 Euro kosten.

 

Soviel dazu…. haaaaach und das gerade mir, wo ich doch so auf Spießer Regeln stehe 🙂

 

Aber in den letzten Tagen ist noch mehr geschehen, dass ich euch erzählen kann, bzw. zu dem ich meinen Mund (oder besser gesagt meine Finger) gar nicht still halten kann.

Nachdem wir noch einige nette Tage in Greetsiel hatten, habe ich mich Montag dazu durchgerungen, nochmal mein Glück in Lüneburg zu suchen. Bisher war ich bereits zweimal in Lüneburg, habe allerdings nie auch nur ansatzweise eine Chance auf einen freien Stellplatz gehabt. Darum bin ich dann jeweils nur mal eben schnell durch die Stadt geschlendert und war danach schnell wieder verschwunden (abgesehen von den Womo Tagen in Lüneburg 2017, aber das war insgesamt nicht so ganz mein Ding, weil es an diesen Tagen soooo extrem voll ist)

Wie auch immer… da ich Montag für meine Verhältnisse früh dran war und es „nur“ 280 km von Greetsiel bis Lüneburg waren, dachte ich mir… TSCHAKKAAAAA…. JETZT ODER NIE! 

Also bin ich „entspannt“ los getuckert und wie soll ich es sagen…. die Strecke sollte sich zu meiner persönlichen „Kammer des Schreckens“ entwickeln.

Alles begann schon damit, dass ich auf dem Weg von Greetsiel zur Autobahn schon plötzlich nicht mehr weiter kam, weil vor mir die Strasse gesperrt wurde. Von einer Umleitung war allerdings weit und breit NICHTS zu sehen ( Ist euch das auch schon aufgefallen? Ich habe das Gefühl, gerade in ländlichen Regionen werden immer weniger Umleitungen ausgeschildert…) Also ging mein erster Weg durch ein Wohngebiet, welches mich nach drei winzigen Strässchen in eine Sackgasse führte. Wenden mit 38 Zügen und wieder zürück zur Baustelle. Der gesamte Umweg war dann knapp 18 km lang… dabei waren es vorher nur noch 1,5km bis zur Autobahn auffahrt.

Nun gut… das Wetter war schön… also nicht aufregen und gut gelaunt weiter, rauf auf die Bahn….uuuuund  BAUSTELLE!

Ungelogen, es folgten 3 Baustellen hintereinander mit jeweils 7 bzw. 9 km einspuriger Strasse und der Golf vor mir nahm die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h sehr ernst, er fuhr satte 40 km/h! SCHNAAAAAARCH!

Aber auch diese Strecke haben wir singend hinter uns gebracht, bis es zum Autobahnkreuz ging, an dem wir endlich die Bahn wechselten mussten.

 

Isa unterwegs – JUHUUUUU, jetzt aber nichts wie los, Omi zeig was Du kannst

 

Jupp, die Omi war gut drauf und für ca. 500m dachte ich noch, jetzt gehts rund!

Tjaaaaa…. und schon standen wir wieder.

 

Vollsperrung und Rettungsgasse

Vollsperrung 1.0 aber die Rettungsgasse war zumindest vorhanden

 

Diesmal allerdings leider richtig, denn kurz zuvor muss in der nächsten Baustelle ein Unfall geschehen sein… VOLLSPERRUNG!

Jetzt ging also gar nichts mehr, aber zumindest schafften es alle, eine schöne Rettungsgasse zu bilden, so dass nur Minuten später mehrere Krankenwagen durch die Massen fuhren.

Dies funktionierte wirklich bestens, bis zu dem Moment, in dem ein super intelligenter Sprinter Fahrer dachte, wir machen anscheinend alle nur Rast mitten auf der Autobahn Auffahrt. Der Intelligenzbolzen nutzte doch tatsächlich die Rettungsgasse, um sich mit seinem Sprinter an allen vorbei zu mogeln. Das Hupkonzert was wirklich beeindruckend.

Leider stand ich jetzt allerdings mit der Omi genau an der Stelle, an der aus dieser zweispurigen Auffahrt, eine einspurige Auffahrt wurde und damit auch genau an der Stelle, an der es für diesen Idioten nicht mehr weiter ging.

Erst zeigte er mir noch wild gestikulierend, ich solle doch bitte aus dem Weg fahren…. in einer Vollsperrung ist dies allerdings schwierig! Außerdem stand ich ja bereits auf dem Seitenstreifen, um die Rettungsgasse frei zu machen.

Sicherlich könnt ihr schon ahnen was passieren musste…. es kam noch ein weiterer Rettungswagen von hinten angedüst und jetzt ging tatsächlich gar nichts mehr. Einzige Chance… der Typ musste komplett links auf die Wiese fahren, zum Glück gab es an der Seite zumindest keine Leitplanke, so dass er den Weg frei machen konnte.

Nur um das schonmal vorweg zu nehmen… ich glaube der Idiot stand noch eine kleine Ewigkeit auf der Wiese, nachdem die Sperrung wieder aufgehoben wurde, denn soweit ich das sehen konnte, hat ihn erstmal niemand zurück auf die Straße gelassen.

Die gesamte Vollsperrung dauerte gute zwei Stunden…. doof, ja… vor allem weil ich dachte je später ich am Stellplatz ankomme, je weniger Chance habe ich auf einen freien Platz. Aber zumindest stand ich ja samt Womo in der Vollsperrung, dies ist definitiv deutlich angenehmer als im kleinen Auto ohne Klima. Nach kurzer Zeit hatte sich auch schon eine nette Truppe aus wartenden Autofahrern gebildet, so dass es eigentlich zwei interessante Stunden wurden. 

Nach gut zwei Stunden Spaziergang auf der Bahn, ging es plötzlich wieder los… also nix wie rein ins Womo, Milla zack zack, Wasserpott, Hundematte, Aschenbecher, Kaffeetasse rein, Motor an und ab geht die Fahrt.

Leider war es allerdings so, dass nach der Vollsperrung nochmal 18 Km Stau folgten… es war echt übel. Dieses ständige Stop and Go ist ja echt sooooooowas von nervig, auf jeden Fall viel nerviger als die Vollsperrung.

Nach zig Stunden kamen wir aber tatsächlich an den Punkt, an dem es wieder normal weiter ging. Jetzt konnten wir eeeendlich mal satte 50 Km einfach fahren…. bis wir in den nächsten Stau kamen.

Die nächsten 100 km waren mehr oder weniger ein einziges Anfahren Abbremsen Anfahren Abbremsen. Mal ging es plötzlich für 2 km wieder in vollem Tempo los und danach folgte wieder 10 Minuten Stillstand. Es war echt ober nervig und von Minute zu Minute merkte ich auch meinen Rücken mehr. Es halt alles nichts, wir musten nochmal einen kurzen Stopp einlegen, ich musste eine Runde laufen. 

Aber irgend, irgend, iiiiiiiiiiiiirgendwann waren wir tatsächlich nur noch 40 km von Lüneburg entfernt… endlich war ein Ende in Sicht, aber  dann… DIE NÄCHSTE VOLLSPERRUNG!!!!! Diesmal war die Strecke aber anscheinend schon eine Weile gesperrt, denn bereits nach 45 Minuten ging es im Schneckentempo wieder los.

Ich fühlte mich echt platt und mein Rücken wollte von dem Fahrersitz schon seit Stunden nichts mehr wissen, als wir eeeeeendlich an der Ausfahrt in Lüneburg ankamen. Jetzt waren es nur noch 7 km!

Doch auch das sollte es nicht gewesen sein, denn die Strecke zum Stellplatz führte mich wieder mitten an eine Baustelle ohne Umleitung! Ich war wirklich so weit, dass ich bald ins Lenkrad gebissen hätte. Also drehte ich erneut in 38 Zügen vor dieser Baustellen- Strassensperrung und fuhr ein Stück zurück, bis ich plötzlich VOLL in die BREMSEN gehen musste.

Ein anderer Wohnmobilist sah aus der Entfernung, dass er hinter mir nicht weiter kommen würde und ich denke mal, er hatte den gleichen Gedanken im Kopf wie ich, auf dem Stellplatz wird es wahrscheinlich kaum noch einen freien Platz geben. Also drehte er sein Wohnmobil nur Meter vor mir plötzlich quer über die Bahn.

Ich musste so in die Bremsen gehen, dass sich meine Schranktüren öffneten und meine ganzen Shirts und Pullis fliegen lernten.

 

Ehrlich… ich hätte den Typen erwürgen können.

 

Und jetzt begannen 7 km …. die waren unglaublich. Der Typ war ja nun durch seine Aktion direkt vor mir, hatte aber anscheinend total schiss, dass ich ihn noch überholen könnte.

Natürlich hat es mich angekotzte und natürlich hätte es zu diesem super Tag gepasst, dass der Typ die letzte frei Parzelle direkt vor mir auf dem Stellplatz ergattert, aber wisst ihr was…. ich war mittlerweile so geschafft, dass mir das alles total egal war. Entweder ich finde gleich einen freien Platz, oder eben nicht. Mir doch alles egal! Wenn nicht, stelle ich mich auf den nächsten freien Parkplatz und dann wäre es das für diesen Abend gewesen!

Wie gesagt, der Typ sah das anscheinend anders und legte eine Fahrt hin, die sich nur gewaschen hatte. Zwei, drei Mal gab es Stellen, an dem man vielleicht  durch kleine Straßen einige Meter abkürzen hätte können…. und der Typ nutzte alle Möglichkeiten. Blöd nur, wenn dann eine Ampel kommt, an der er stehen bleiben musste und ich auf der Hauptstarsse an ihm vorbei fuhr.

Allerdings war das für den Idioten egal, denn auf einem sah ich ihn im Rückspiegel mitten in der Stadt auf der Spur für den Gegenverkehr die anderen Fahrzeuge überholen, bis er wirklich (und ich schwöre euch hoch und heilig dass es GENAU SO WAR!!!! Ich schreibe das nur, weil es sich so unglaubwürdig liest) der Typ auf der anderen Strassenseite durch so einen Fußgängerüberweg / Fußgängerinsel fuhr, an der ich stand, weil eben Fußgänger über die Strasse wollten und dann der Idiot direkt vor mir einscherte.

Sowas habe ich wirklich in all den Jahren, in denen ich Auto fahre noch nicht erlebt…. ich versuche euch das gleich mal, mit meinen Zeichenkünsten einer Dreijährigen aufzumalen, weil die Situation so schwer zu erklären ist.

 

Stellplatz Kampf

Soooo…. ich hoffe ihr könnt zumindest halbwegs verstehen wie die Situation war.

 

Naja, kurz vor dem Stellplatz „trennte“ uns dann eine rote Ampel, über die der Typ noch fuhr, an der ich aber stehen blieb. Ich glaube die ganze Aktion hat auch noch eine andere Kastenwagen Fahrerin verfolgt, die einige Fahrzeuge vor mir fuhr.

Tja, aber was soll ich sagen…. die ganze (zum Teil echt gefährliche Aktion) hatte überhaupt keinen Sinn! 🙂  Denn am Stellplatz angekommen wurde sofort klar… es gab noch einige freie Parzellen und was soll ich sagen… der Typ hatte anscheinend auch noch schlechte Augen.

Denn direkt an der Ausfahrt zum Stellplatz war noch eine „der schönsten“ Parzellen überhaupt frei… ganz breit und mit Steinen und  Wiese „vor der Tür“. Also drehte ich locker, flockig meine Runde über den gesamten Stellplatz um zu dieser Parzelle zu kommen und was konnte ich dabei schmunzelnd registrieren… der Idiot hatte diese Parzelle anscheinend übersehen und quetschte sich gerade am anderen Ende des Platzes zwischen zwei Wohnmobile.

 

🙂 🙂 🙂 …. SCHWEIN GEHABT!!!!!

 

Endlich habe auch ich mal das Glück in Lüneburg auf dem Stellplatz stehen zu können und das noch nichtmal  mittendrin, sondern schön am Rand, vor einer Wiese auf der sich Milla den halben Tag durchs feuchte Gras „kullern“ kann.

So ging also meine „kurze“ 284 km Fahrt nach Lüneburg zu ende. Anstelle der geplanten 3 Stunden benötigte ich satte 8 Stunden!!!! Dabei lag meine Durchschnittsgeschwindigkeit bei grandiosen 35 km/h.

 

Entspannung beim Solotravel

Warum stresse ich mich selber, wenn ich doch einfach tun und lassen könnte wonach mir gerade ist???

 

Nach dieser „Fahrt des Schreckens“ war ich echt froh gegen 19 Uhr endlich entspannt mit einem Schöfferhofer vor dem Womo sitzen zu können, wobei ich auch sagen muss… Milla war mindestens so fertig wie ich, dabei hat die Kleine die ganzen Stunden mehr oder weniger geduldig ausgehalten. Um so schöner war es, dass wir ankamen und so einen netten Platz ergattern konnten, auf dem sie sich merklich wohl fühlt.  Jedesmnal wenn wir irgendwo ankommen muss ich schmunzeln. Sobald ich den Motorn ausschalte, wird Milla hektisch und möchte dann auch schnellstens sehen wo wir stehen. Sobald ich ihr dann hinten die Aufbautür öffne ist es wie im Film. Stehen wir an einem schönen Platz, mit relativ viel Freiraum und Wiese, freut sich Milla wie bolle, ihr Schwanz wirbelt von links nach recht und sie fällt immer halb die Treppe runter. Stehen wir aber nicht so „Hundefreundlich“… wirft mir Madame einen Blick zu der sich gewaschen hat. Das sie nicht noch den Kopf hängen lässt und beginnt die Zähne zu fletschen ist wirklich alles. Aber… wie gesagt, hier hatte ich ja glück und Milla hat sich direkt von der Tür aus fallen lassen und ist durch Gras gekullert. 

 

Mittlerweile liegt diese Fahrt 2,5 Tage hinter uns und ich habe vorgestern den ganzen Tag hin und her gegrübelt, wie es denn nun für Milla und mich auf dieser Tour weiter gehen sollte.

 

Stress Dich nicht selber!!!!

 

Das Problem ist… seit gestern Nachmittag wird es wieder überall RAPPELVOLL!  Wie ungefähr immer im Mai, steht uns ein langes Wochenende bevor. Eigentlich hätte ich Lust gehabt wieder direkt hoch an die (Ost) See zu fahren, aber von Lüneburg aus wären es nochmal mindestens 250 km.

Nach dieser super nervigen Tour am Montag, habe ich aber absolut keine Lust auf eine Wiederholung. Da aber wie gesagt ein langes Wochenende bevor steht, ist davon auszugehen, dass nicht nur die Stellplätze voll werden, sondern auch die Straßen. Dazu kommt noch, dass es morgen vor allem an der Ostsee ein heftiges Unwetter geben soll…. und wer sagt mir bitte, dass wir da auch nur annähernd einen so schönen Platz bekommen wie jetzt in Lüneburg.

Andererseits wollte ich eigentlich auch nicht unbedingt bis Sonntag hier in Lüneburg stehen bleiben… aber warum eigentlich nicht???

Und da musste ich mal wieder feststellen… ich stresse mich selber! Jetzt habe ich schonmal 14 Tage Zeit ohne irgendwelche Termine o.ä., warum stresse ich mich schon wieder so? Ich MUSS doch nicht möglichst viele Stationen abfahren! Wenn es mir doch gerade eigentlich in Lüneburg gut gefällt und ich alles habe, was ich zum „glücklich sein“ brauche… na dann ist es doch ok!

Darum habe ich mir jetzt eine „Standortwechsel“ Auszeit vorgeschrieben. 🙂  Ich bleibe jetzt einfach mal „ganz dreist“ 3 Tage länger in Lüneburg stehen und lasse es mir gut gehen. Die Wege bis in die Stadt sind sogar für Milla halbwegs zu meistern, zumindest kann sie den Hinweg laufen und zurück kommt sie dann in die Kutsche.

 

Stellplatz Lüneburg

Stellplatz Idylle in Lüneburg

 

So kommt es also dazu, dass ich euch jetzt gerade aus einem Lüneburger Bio Cafe schreibe, das Sommerwetter genieße, meine Zeit vertrödel, auf das Unwetter warte, auf meinem wunderschönen Stellplatz faulenze und am Laptop einfach mal all das mache, was ansonsten zu schnell untergeht.

Und wenn ihr jetzt denkt… ist ja furchtbar so lange in einer Stadt wie Lüneburg zu hocken… wisst ihr, wo ich gerade stehe ist mir eigentlich total egal, ich freue mich über das tolle Wetter, über die viele freie Zeit und dass ich einfach mal wieder das mache, wozu ich gerade Lust habe, ohne mich irgendwie weiter rechtfertigen zu müssen. 🙂  Entspannen und abschalten ist angesagt und das geht für mich hier in Lüneburg gerade genau so gut, wie an jedem anderen Ort.

 

Aber auch das ist immer noch nicht alles was ich euch dieses mal schreiben wollte… denn wo wir gerade schon beim Thema „Rechtfertigen“ sind, hätte ich noch einen Punkt, den ich hier gerne ansprechen möchte.

Das ich IsasWomo auch über verschiedene soziale Plattformen „pflege“, ist ja nichts neues und das dort auch gerne mal „frei von der Leber weg“ kommentiert wird, ist auch kein Geheimnis. Dass über diese Medien auch immer mal wieder Kritik kommt, gut… das ist wohl ganz normal. Zum einen bin ich sicher alles andere als „fehlerfrei“ und lasse mich diesbezüglich auch gerne auf Fehler hinweisen. Zum anderen kann man ja auch einfach mal anderer Meinung sein, auch das halte ich für vollkommen normal und tausche mich mit euch gerne aus.

Wenn ihr euch allerdings die Mühe macht meine Bilder, meine Postings oder, oder mit langen Texten zu kommentieren, die von vorne bis hinten VOLLER Kritik, Boshaftigkeiten und Unterstellungen stecken, dann habt doch auch bitte wenigstens den Ars.. in der Hose mir zu sagen welchen Text ihr so „anprangert“, gebt mir die Möglichkeit mich dazu zu äußern und bezieht doch dann zumindest Stellung auf meine Antwort.

Einfach irgendetwas aus dem Zusammenhang reißen und mir die übelsten Dinge vor werfen, ohne eine Stellungnahme von mir zuzulassen ist doch irgendwie ziemlich feige, oder?! Und das alles am besten noch mit einem geschlossenen Profil ohne echtes Profilbild. Das hat dann zumindest für mich nichts mehr mit Kritik zu tun! Sorry wenn ich das so knallhart sage, ich glaube die meisten von euch wissen, dass ich mir mit euren Mails und Kommentaren echt Mühe gebe, aber in dem Fall stelle ich die Frage… ist es mehr Feigheit oder gar Neid?

 

Horror Stau und der Abend danach

Der wunderschöne Abend entschädigte die laaaange Anfahrt

 

Soooooo, ihr seht… in den letzten Tagen war so einiges los!

 

Nun noch eine letzte Info vorab, für alle die diesen Artikel lesen. Aktuell könnt ihr euch ja noch in ein Feld eintragen, so dass ihr automatisch eine Push Mitteilung erhaltet, wenn ich einen neuen Artikel online stelle. Dank des neuen europäischen Datenschutzgesetztes, welches Ende Mai in Kraft tritt, werde ich diese Möglichkeit  wahrscheinlich erstmal nicht mehr anbieten dürfen! Das bedeutet, auch wenn ihr euch aktuell schon eingetragen habt, ich werde diese tolle Möglichkeit (ich finde das System wirklich gut und da ich sehe, dass sich tausende Leute dafür angemeldet haben, findet ihr die Möglichkeit anscheinend auch gut) komplett von der Seite nehmen müssen. Dadurch werden eure Daten gelöscht und es sind leider keine Push Benachrichtigungen mehr möglich. Ich hoffe sehr, dass die Programmierer ein einsehen haben und eine datenschutzkonforme Möglichkeit in Zukunft für europäische Seitenbetreiber anbieten, aber so lange das nicht geschieht, MUSS ich das Programm von der Seite nehmen.

Außerdem wird es leider dazu kommen, dass ihr in Zukunft zig verschiedene Kästchen und Zusatzinfos anklicken müsst/bzw. erhalten werdet. Das gilt nicht nur für IsasWomo, sondern mehr oder weniger für alle Internetseiten die von in Deutschland lebenden Leuten betrieben werden. Leider hat es unsere Regierung (bisher) nicht gebacken bekommen, dieses neue europäische Datenschutzgesetzt (DSGVO) für „kleine“ Seitenbertreiber auch nur halbwegs einfach zu gestalten. Bitte versteht mich nicht falsch… Datenschutz ist wichtig, aber ich stehe stellenweise vor riesigen Problemen und mich schützt niemand vor irgendwelchen  „hardcore Abmahn-Anwälten“ .

Ich denke leider, dass dieses Gesetzt dazu führt, dass es ganz, ganz viele kleine Blogs ab Ende Mai nicht mehr geben wird, weil vieeeeeele der „hobby Blogger“ ihre Seiten gar nicht so umstellen können, wie es gefordert wird. Geschweige denn, dass noch irgendwer den Durchblick hat, was denn nun wirklich wie sein mus, was übrigens sogar für Fachanwälte gilt. Ich sitze seit Wochen an dem Thema und jetzt mal ehrlich, welcher Blogger für den das Schreiben einer solchen Seite ein reines hobby ist, wird sich Wochenlang mit irgendwelchen Gesetzten beschäftigen und dann verzweifelt versuchen den ganzen „Scheiss“ auch noch auf die Seite zu bekommen.

Wie gesagt, leider hat es unsere Regierung verpennt eigene „Gesetzte“ zu erstellen, wobei ich gerade heute gelesen habe, dass Frau Merkel plötzlich doch etwas unternehmen möchte. Super Sache, so 14 Tage vor der großen Umstellung! Österreich hat dies bereits getan und somit haben verschiedene Seitenbetreiber aus Österreich jetzt das Glück, fast keine Änderungen vornehmen zu müssen! Soviel zum Thema… Europa fordert eine EINHEITLICHE europäische Datenschutzverordnung zu erschaffen! Solltet ihr euch mit diesem ganzen Thema nicht auskennen, nichts mit Internetseiten, online Shops oder Blogs „am Hut“ haben, dann bitte nehmt mir und meinen ganzen Kollegen das zukünftige „geklicke“ nicht übel. Wir müssen euch cdemnächst auf Dinge hinweisen, die bereits seit Jahren auf zig Seiten laufen, bei denen es aber jetzt heißt, ohhh, ohhh, ohhh… das müssen alle Leser aber nochmal extra bestätigen und von der Bestätigung nochmal eine Bestätigung erstellen. Das Gesetzt gilt übrigens auch für das Einbinden von Fotos, Links oder gar (YouTube) Videos auf den Blogs und Internetseiten… auch dies wird bald anders laufen müssen. Ein Klick und das Youtube Video startet… das wird so einfach nicht mehr möglich sein.

Wie gesagt, bitte glaubt nicht, mir (uns Bloggern) macht es Spaß, dass wir euch Lesern bald vieles nicht mehr so einfach anbieten können, oder wenn, dass ihr vorher zig mal bestätigen müsst, dass ihr auch wirklich darüber Informiert seid, dass ihr eure Daten hinterlasst, wenn ihr z.B. bei mir auf der Seite kommentiert.

 

Das alles nervt euch… das alles nervt uns aber sicherlich noch 10 mal mehr.

 

Ach und noch eines fällt mir dazu gerade ein… solltet ihr viel mit Fotos arbeiten, also Fotos auf Facebook, Instagram. Pinterest oder Vero posten… dann seid auch ihr vielleicht schon von der DSGVO betroffen! Denn im Grunde dürft ihr keine Fotos mehr aufnehmen, auf denen Personen gezeigt werden, die vorher nicht ihre Erlaubnis gegeben haben. Das heißt… mal eben ein Foto vom Konzert posten auf dem andere Menschen zu sehen sind, zack… Abmahnfalle. Ihr müsstet vorher mit jeder Person einen Vertrag abschließen und das gilt schon für das „Knipsen“ alleine, da moderne Handy und Kamneras ja verschiedene Daten wie Ort o.ä speichern… ihr müsst das Bild also im Grunde nichtmal online stellen!

Ich habe gestern einen Artikel von einem Hochzeitsfotografen gelesen, der sieht seine Existenz bedroht. Denn die ganz normalen einfachen Gruppenaufnahmen bei einer Hochzeit,  sind z.B. erstmal eigentlich ausgeschlossen. Es sei denn es werden vorab Verträge mit allen Beteiligten geschlossen. 

Isa unterwegs - Mit dem Campingcar on the Road

Der Pin zum Artikel

So besagt es das Gesetzt aktuell… sicherlich sind momentan auch viele Leute in Panik und „nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“… aber im Grunde stehen die Richtlinien in vielen Bereichen fest und die abgezockten Abmahn Kanzleiein freuen sich ab dem 25.5. ein Loch in den Bauch!

Viele erstklassige Internetexperten sagen sogar, dass sich das Netz in vielen Bereichen komplett verändern wird und dass früher oder später alle kleinen Seiten einpacken werden müssen, weil sie die ständigen Abmahnungen gar nicht finanzieren können. Es wird also echt spannend! Ich werde in den kommenden Tagen zu dem Thema auch einen Newsletter verschicken, da werde ich nochmal genauer beschreiben, was das alles für IsasWomo bedeutet.

Soooo, ich denke das soll es für heute aber wirklich erstmal gewesen sein!

Der Text ist eh schon wieder vieeeeeel länger als geplant! 😉

Ich wünsche euch allen ein schönes langes Wochenende (wenn ihr frei nehmen konntet) , den Mamas und Papas unter euch einen schönen „Ehrentag“ und wie immer… BLEIBT GESUND!

 

Eure

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Vielleicht ist es euch aufgefallen, in den vergangenen Tagen war es hier auf IsasWomo ganz schön ruhig, aber ich kann euch sagen, das hatte seine Gründe.

Denn in den letzten Tagen… na eigentlich sind es eher Wochen, durchlaufe ich die absolute Blogger/ Camper Gefühlsachterbahn.

Meist warne ich euch ja vor und da dieser Artikel so extrem lang geworden ist, sage ich euch auch heute… es wird mal wieder persönlich! Heute dreht sich alles um mich und dem, was in den letzten Tagen und Wochen geschehen ist!

Klar, mir ist schon bewusst, dass es immer wieder Tage und Wochen im Leben gibt, da läuft einfach nichts richtig rund und JA, ich weiß auch, dass es noch viel schlimmeres gibt, aber aktuell ist echt DER WURM DRIN. Doch bevor ich jetzt noch länger um den heißen Brei herum schreibe, lest selbst!

7 Tage Camper Gefühlsachterbahn – wenn hinter jedem Hoch ein Tief steckt!

Vandalismus am Wohnmobil

Die Schuhabdrücke waren zumindest mehr als deutlich zu sehen… blöde Schwachmachten!

 

In Bezug auf den Blog und vor allem das Wohnmobil, begann eigentlich schon alles vor einigen Wochen. Da kam ich Vormittags an meinem Womo vorbei und musste sehen, dass sich irgendwelche Idioten in den letzten 2-3 Nächten an der Omi zu schaffen gemacht haben.

Ob es nun ein versuchter Einbruch war, oder ein reiner Vandalismus, kann ich nicht sicher sagen, im Grunde ist es ja auch egal. Auf jeden Fall haben dummdreiste Menschen Hand an die Omi angelegt. Zu Beginn haben sie wohl erst versucht einzubrechen, denn sowohl an den Fenstern, als auch an der Aufbautür, waren Hebelspuren zu sehen. Aber die Idioten waren so dämlich, dass sie selbst das nicht hinbekommen haben und danach wahrscheinlich gefrustet einfach “kaputt gemacht” haben.

Sie müssen den Fußabdrücken zufolge auf der Motorhaube und der Windschutzscheibe herumgesprungen sein, dabei haben sie eine Delle in die Motorhaube getreten und die Scheibenwischer abgebrochen.  Zudem haben sie beim Hebeln an der Aufbautür die Türscharniere zerbrochen, sind dann weiter auf das Womo Dach und haben dort ein Dachfenster und das Solarpanel eingetreten.

 

BLÖDE DUMPFBACKEN!!!

 

Sicherlich kann ich noch froh sein, dass sie nicht rein gekommen sind und dort gewütet haben, dennoch sind bereits diese Schäden mehr als ärgerlich.Direkt nachdem ich die Schäden entdeckt und Fotografiert habe ging es dann los mit Anzeige bei der Polizei, Benachrichtigung der Versicherung, 2 Tage später zum Gutachter, mit dem Dekra Gutachter alles durchsprechen und danach begann das lange Warten!

Über 3 Wochen hat es gedauert bis das Gutachten bei der Versicherung lag. In der zwischenzeit habe ich das Dachfenster und die Aufbautür so weit wie möglich mit viel Klebeband und Frischhaltefolie abgedichtet. Nichts desto trotz war das sehr regnerische und kalte Wetter natürlich kein Knaller.

Ca. 5 Wochen nach dem Vorfall stand fest, wie viel die Versicherung übernehmen würde. GOTT SEI DANK ist die Omi zumindest Vollkasko Versichert, so dass die Schäden halbwegs abgedeckt waren, bis auf die 300 Euro Selbstbeteiligung.

 

Das Blogger HOCH durch ALDEN!

 

Zwischenzeitlich hatte sich allerdings das Reisemobiltechnik Unternehmen ALDEN bei mir gemeldet und fragte bezüglich einer Kooperation an. Das war natürlich eine tolle Nachricht für mich, die Omi und IsasWomo.

Ich sage ja, es ist die absolute Blogger / Camper Gefühlsachterbahn, aber das war bei weeeeeitem noch nicht alles!!!

Nachdem wir uns über den Inhalt der Kooperation geeinigt hatten stand auch fest, dass ich einmal nach Metzingen bei Stuttgart fahren werde, um dort, in der Werkstatt Reisemobiltechnik Börner, einer Partnerwerkstatt von ALDEN, die neuen Produkte ins Wohnmobil einbauen zu lassen.

Da ich also eh in die Werkstatt nach Metzingen musste, habe ich abgeklärt, dass ich auch dort die Vandalismusschäden reparieren lasse.

Durch einen kurzen Urlaub auf seiten der Werkstatt und einem vollen Terminkalender, musste die Reparatur dann nochmal einige Wochen nach hinten verschoben werden. Dazu kamen auch noch die extremen Minusgrade vor einigen Wochen. In der Zeit wollte ich nicht unbedingt on Tour sein. Also haben wir den Einbau der neuen ALDEN Produkte und die Reparatur auf Montag, 19.03. gelegt. Da ich einige Tage vorher und hinterher keine Termine hatte, wollte ich diese Zeit für eine kleine Womo Tour nutzen.

 

Frau allein mit Wohnmobil unterwegs

Los gehts…

 

Wie sich diese Tour allerdings entwickeln sollte… damit hätte ich im Traum nicht gerechnet!

 

Auch wenn ich mich natürlich total auf die ALDEN Produkte gefreut habe und auch froh war, dass der Vandalismusschaden repariert werden sollte, begann diese kleine, feine Tour schon zuhause blöd, denn je näher der Tag kommen sollte, je schlechter wurden die Wettervorhersagen und ich spreche nicht von Regen, sondern von Glatteis, Schnee und heftigen Minusgraden.  Juhuuuu…

Daraufhin hatte ich mir überlegt, doch erst Sonntags los zu fahren um wirklich nur Montag an der Werkstatt zu sein, den Tag drauf noch zu einem Stellplatz CHECK zu fahren und dann wieder zurück zu tuckern. Allerdings hieß es dann, dass gerade für Sonntag in West- und Süddeutschland Dauerfrost und Blitzeis vorhergesagt wurde. Somit fuhr ich also doch noch kurzentschlossen am Donnerstagmittag los. Auch wenn ich wusste, dass die kommenden Minustemperaturen mit halb offener Aufbautür und getapten Dachfenster sicherlich nicht super, super schön werden würden, sollte es ja dennoch gehen.

Wir fuhren also entspannt und bei sonnigem Wetter los und ich hatte richtig Lust mal wieder raus zu kommen. Zumal ich auch sagen muss, sowohl gesundheitlich als auch “privat” läuft seit Wochen alles bescheiden. Es wurde also dringend Zeit, dass ich einfach mal wieder ein paar Tage hier raus kam. Ein bisschen Wind um die Nase wehen lassen, dreimal tief durchatmen, ein bisschen anderes sehen und vor allem etwas mehr Schlaf… dann sollte die Welt schon wieder viel, viel besser aussehen. Ich wollte und brauchte also echt nicht viel! Hauptsache raus, frische Luft und ein paar Tage POSITIVE ENTSPANNUNG…  dazu sollte es doch auch an eisigen Tagen reichen, ooooder?!

 

Wohnmobil Stellplatz Sinsheim

Erste Nacht in Sinsheim… bald gibt es auf dem Stellplatz auch Toiletten, Duschen und ein Café

 

Milla und ich zuckelten also nach Sinsheim.

 

In Sinsheim war ich zuvor noch nie, allerdings klang der Stellplatz laut Beschreibung sehr nett, er hatte Strom und eine Ver- und Entsorgung und es gab eine kleine Stadt in erreichbarer Nähe.

Wir erreichten den Stellplatz im dunkeln, ich schloss noch eben das Womo an den Strom an, Milla und ich futterten noch schnell eine Kleinigkeit und verschwanden dann schon müde in unseren Betten. Diese erste Nacht war noch vollkommen normal, ich fühlte mich wohl, ich freute mich auf die neuen ALDEN Produkte die Montag eingebaut werden sollten, die Heizung lief und noch hatte uns die extreme Kälte, die von Nord- nach Süddeutschland zog, nicht erreicht.

Den Freitag Morgen verbrachten Milla und ich sogar noch vor dem Wohnmobil in der Sonne. Dann packte ich unsere sieben Sachen und wir gingen nach Sinsheim rein, um uns das Städtchen anzusehen und irgendwo einen Kaffee trinken zu gehen.

Nachdem wir aus dem Cafe kamen begann es zu schneien und ich hatte tatsächlich das Gefühl, es wurde von Minute zu Minute kälter.

Wir verbrachten noch einen ziemlich gemütlichen Abend im Womo. Allerdings muss ich sagen, die Omi ist für extreme Minustemperaturen einfach nicht gemacht, zumindest nicht in Verbindung mit Frostbeulen wie ich es bin und schon gar nicht, wenn es stürmt, schneit und dazu die Aufbautür immer einen Spalt weit aufsteht.

 

Wintercamping in Sinsheim

Frisch war es… vor allem ohne Heizung!

 

Die „super“ Nacht!

 

Gegen 22 Uhr lag ich schon im Bettchen, Milla hatte es sich auf der Sitzbank gemütlich gemacht (dort war es deutlich wärmer als auf dem “Fuß Kalten” Boden) und ich schaute noch den restlichen Tatort auf dem Laptop, als die Heizung gegen 23 Uhr plötzlich komische Geräusche machte. Wobei nein… eigentlich waren es keine komischen Geräusche, es war das typische Geräusch für “Gas leer”! Wie sollte es auch anders sein… wie immer wird die Gasflasche Nachts leer und am aller liebsten bei Minus 5 Grad und ordentlich Schneefall!

Also blieb mir nichts anderes übrig als nochmal aufzustehen, Jacke an zu ziehen und bewaffnet mit Taschenlampe und Schlüssel die Gasflasche in der Nacht zu wechseln.

Es war so saukalt und ich war bereits so müde, dass ich da draußen fror wie ein Nackthund im Schnee.

Aber es half ja alles nichts, also schnell schnell, Gasflasche zudrehen, Schlauch abdrehen, rote Kappe ab ( das Mistding hatte sich irgendwie “verkeilt”, ich bekam die Kappe also ewig lange nicht ab, ich musste sogar erst noch die gesamte Flasche aus dem Kasten hieven und hab gezogen wie wild, bis diese dämliche Sicherheitskappe endlich von der neuen Flasche runter war) und Schlauch wieder anschrauben. Noch einmal checken ob auch alles gut sitzt, ob der Schlauch auch nicht von der Gaskasten Tür eingeklemmt wird und dann nichts wie zurück ins warme Bettchen.

Zurück im Womo habe ich die Heizung wieder eingeschaltet und habe zudem auch noch schnell den kleinen Heizer aufgestellt, denn mittlerweile war es schon echt kalt im Wohnmobil geworden.

So bin ich also wieder zurück ins Bettchen gekrabbelt, aber irgendetwas stimmte trotzdem mit der Heizung nicht! Sie lief einfach nicht richtig und sprang immer wieder auf Störung!

 

NA SUPER… und das bei mittlerweile Minus 7 Grad (außen)!

 

Aber der Heizlüfter lief und der sorgte auch für ausreichend Wärme. Also schlief ich langsam ein, doch bevor ich so richtig im Land der Träume gelandet bin, schoss mir die Frage ins Gehirn, ob ich denn wohl genug Geld auf der Stromsäule hätte für eine Nacht Heizlüfter?

HMMMMPF! Langsam wurde diese Nacht echt anstrengend! Also nochmal raus aus dem warmen Bettchen, rein in die Schlappen, Schal um und nochmal raus in die Kälte… 4 Euro in die Stromsäule! Das sollte doch wohl reichen!

Gegen halb eins lag ich endlich im Bettchen und schlief ein… genau eine Stunde lang!

Denn dann wurde es meinen Nachbarn anscheinend zu kalt. Ich hatte mich eh schon gewundert, denn meine Stellplatz Nachbarn standen in dieser eisigen Nacht mit aufgeklappten Hochdach im Bulli neben mir.

Darin wurde es anscheinend zu kalt, denn die beiden begannen das Hochdach ein zu klappen. Dies wollte allerdings von innen nicht wirklich klappen, also stieg der junge Mann aus und klappte mitten in der Nacht das Hochdach ein….

Noch jemand der mit den kalten Temperaturen in dieser Nacht zu kämpfen hatte.

Es dauerte eine ganze Weile bis ich wieder eingeschlafen war, aber durch den Heizlüfter war es zumindest halbwegs warm.

 

Aber… auch das sollte es für diese Nacht noch nicht gewesen sein!

 

Es dauerte wiederum ungefähr eine gute Stunde, da wurde ich erneut geweckt. Diesmal waren es allerdings die Nachbarn vor mir. Bereits am Abend hatte ich gesehen, wie mein Nachbar immer wieder am Gaskasten hantierte. Ich war also bei weitem nicht die Einzige, der die deutlichen Minustemperaturen zu schaffen machte. Denn mitten in der Nacht begannen meine Nachbarn ihr Stromkabel einzupacken und es dauerte nicht mehr lange, da verließen die beiden mitten in der Nacht den Stellplatz.

Hmmmm… einer hatte also aufgegeben.

Mittlerweile war es nach 4 Uhr Nachts aber ich schlief tatsächlich nochmal ein. Allerdings nicht wirklich tief! Denn irgendwas war anders…

Obwohl ich dank doppeltem Oberbett warm und muckelig in meinem Bettchen lag, bemerkte ich doch recht schnell, es wurde kalt und kälter und jetzt, im Halbschlaf, bemerkte ich auch was anders war… der Heizlüfter lief nicht mehr bzw. sprang nicht mehr an!

Im allerersten Augenblick dachte ich noch… EGAL, MIR IST NOCH WARM! Aber 3 Sekunden später war mein Hirn zumindest so wach, dass auch mir klar wurde. Bei Minus 7, Minus 8 Grad ist keine Heizung plus eine nicht ganz dichte Aufbautür und ein abgeklebtes Dachfenster, keine Alternative. In ein paar Minuten würde es in der Omi so kalt werden, dass nicht nur ich, sondern auch Milla beginnen würde zu frieren.

Es blieb mir also nichts anderes übrig als um ca. 4:30 Uhr aus meinem muckelig warmen Bettchen zu krabbeln und aufzustehen.

BRRRRRRR… es war so kalt, dass ich schlagartig hellwach war. Also erstmal schnell Milla zudecken und einmuckeln. Die kleine, alte Pfote muss ja nicht noch unter meiner Dummheit leiden.

Als nächstes wäre Wasser kochen gut, denn Kaffee klang super und Wasser kochen bedeutete auch WÄRME! 🙂 In der Nacht hatte es noch weiter geschneit und auch jetzt schneite es schon wieder. Da neben dem Lüfter auch das Lämpchen des Kühlschranks nicht mehr brannte, war also irgendwas mit dem Strom. Ich musste also nochmal rauß, das 3. mal in dieser Nacht!

 

Camping mit Hund im Wohnmobil

Hauptsache der kleinen, alten Pfote geht es gut!

 

Und die nächste Abfahrt auf der Camper Gefühlsachterbahn – Schnee und Eis die DRITTE!

 

Was in diesem Fall auch bedeutete, ich musste jedesmal durch das Fahrerhaus krabbeln, denn die Aufbautür war ja noch defekt. Das Fahrerhaus hatte ich allerdings so gut wie möglich “abgedichtet”, samt Thermofolie und Thermovorhang.

Also… Parker an, dicke Socken an, Schuhe an, alle möglichen Vorhänge zum 3. mal diese Nacht zur Seite zuppeln und nichts wie raus! Gut das auf dem Stellplatz nicht viel los war und meine direkten Nachbarn hatten ja augenscheinlich eine ähnlich doofe Nacht. An der Stromsäule wurde dann klar, zumindest lag das “kein Strom haben” nicht am Kabel oder der Feuchtigkeit, 4 Euro Stromkosten waren anscheinend immer noch zu wenig für eine so eisige Nacht und den kleinen Heizlüfter.

Also… nochmal 3 Euro!

Gott sei dank hatte ich vor Tourstart noch bewusst Geld, 1 Euro und 50 Cent Münzen, bei der Sparkasse wechseln lassen, so hatte ich zumindest ausreichend Kleingeld.  Wenigstens etwas!

Zurück im Wohnmobil lief mein kleiner Lüfter auch schon auf Hochtouren und es wurde deutlich wärmer. Ich war hellwach, der Kaffee kochte und so setzte ich mich um kurz vor 5 Uhr an den Laptop.

 

Juhuuu, was eine erholsame Nacht, genau das hatte ich mir NICHT gewünscht!

 

Nach 3-5 Bechern Kaffee, zig Lagen Kleidung und der ersten Runde Gassi, kümmerte ich mich am Vormittag um die Heizung. Irgendwas musste ich ja anscheinend beim Flaschentausch falsch gemacht haben, denn zuvor lief die Heizung ja noch. Auch wenn es schon lange (Wochen & Monate lang) so war, dass die Heizung immer mal wieder eine Störung angezeigt hat, musste es diesmal am Gasflaschentausch liegen.

Also habe ich nochmal von vorne begonnen, die Verbindung zur neuen Gasflasche “gekappt” und alles mit Ruhe, Geduld und Handschuhen neu zusammengesteckt.

Nachdem das geschehen war, schaute ich Volltrottel auch endlich mal auf den Gasflaschen Verschluss und es wurde klar, ich hatte vergessen die Gasflasche auf zu drehen! Für das Kaffeewasser am Morgen war anscheinend noch ausreichend Gas in den Leitungen, aber die Heizung bekam “nix”.

Die ganze Nacht war also nur so bescheiden, weil ich die Gasflasche nicht aufgedreht hatte… ICH IDIOT! Ich sage es ja, wenn es nicht läuft, dann läuft es einfach nicht!

Den Samstag verbrachten Milla und ich ähnlich wie den Tag zuvor. Ein bisschen Arbeit, ein bisschen Blog, ein bisschen Kaffee trinken und am Abend folgte eine Folge “Kitchen Impossible” die ich in den Wochen zuvor verpasst hatte.

An diesem Abend ging ich schon früh zu Bett, den gesamten Tag fühlte ich mich schon wie “ferngesteuert”, ihr kennt dieses typische Gefühl sicher auch, wenn einem schon lange und von Tag zu Tag mehr Schlaf fehlt.

 

Es folgte eine gute, warme und ruhige Nacht.

 

Nur meine Nachbarn versuchten es doch tatsächlich nochmal mit dem aufgeklappten Hochdach und auch diese Nacht wurde es ihnen wieder zu kalt. Es war aber auch echt eisig an diesen 3-4 Tagen, sogar so eisig, dass am nächsten Tag das gesamte Wohnmobil voller Eiszapfen hing.

Mittlerweile war der Sonntag gekommen, Zeit weiter zu fahren! Am nächsten Morgen sollte ich bereits um 8:30 Uhr an der Werkstatt sein. Von Sinsheim bis Metzingen waren es aber noch gut 120 km, also viel zu viele Kilometer, um morgens mal eben schnell zur Werkstatt zu fahren.

Das Metzinger “Umland” ist  allerdings schon sehr, sehr grün und teilweise auch echt ganz schön „bergig“, zumindest für ein Ruhrgebiet Mädel wie ich es bin. Da es aber eh schon so extrem kalt war, wollte ich diese Nacht nach Möglichkeit nicht noch in der “tiefsten Natur” verbringen, sondern am besten irgendwo in einer Stadt. Geschützt zwischen Häusern sollte es nicht ganz so kalt werden, wie irgendwo in der Natur.

Der erstbeste “City Stellplatz” lag in Kirchheim unter Teck, da sollte die Reise also hingehen.

 

Und die Camper Gefühlsachterbahn ging in die nächste Runde!

 

Ich ließ es an diesem Vormittag bewusst langsam angehen, damit alle möglichen Straßen weitestgehendst von Schnee und Eis befreit waren, bevor ich los tuckern wollte. Am frühen Mittag waren die Strassen und ich endlich so weit, dass ich bereit zum los fahren hinterm Steuer saß.  Doch … … … die Omi machte keinen Mucks!!!

Ich hatte seit Tagen ein schlechtes Bauchgefühl und ich habe schon die gesamte Zeit gedacht, diese eisigen Temperaturen mag die Omi nicht… jetzt sollte sich mein Bauchgefühl mal wieder bestätigen.

Super, das lief ja alles spitzenmäßig!

Auch nach dem dritten und vierten Versuch und ganz gleich wie oft ich vorglühen ließ, die Omi sprang einfach nicht an!

Tja und jetzt??? Natürlich hätte ich den ADAC anrufen können, aber vielleicht ging es ja auch anders. Ein Startkabel habe ich immer an Board und ich hatte das Glück, dass ein anderer Womo Paar gerade den Stellplatz verlassen wollte.

Also bin ich schnell zu den Leuten gelaufen und konnte sie ganz lieb davon Überzeugen mir Starthilfe zu geben. Die Leute waren echt klasse und rucki, zucki hing die Omi am Starthilfekabel und erwachte aus ihrem Winterschlaf.

 

Wohnmobilstellplatz Neuffen

Bis auf die Minus 16 Grad in der Nacht, war es in Neuffen eigentlich echt schön!

 

Juhuuuu, wieder ein gelöstes Problem… aber um dieses vorweg zu nehmen, es sollten noch einige folgen! ;-(

 

Milla und ich sind dann entspannt nach Kirchheim unter Teck gefahren und kamen dort wohlbehalten auf einer Art “Marktplatz” an, auf dem sich auch der Stellplatz befinden sollte.

Da in der Stellplatz App geschrieben stand, dass der kleine Stellplatz in Kirchheim unter Teck zwar das gesamte Jahr über geöffnet sei, es aber sowohl im Frühjahr, als auch im Herbst, jeweils eine Woche “Volksfest” geben würde, in dessen Zeit der Stellplatz gesperrt sei, habe ich die Lage nochmal ganz bewusst vorher auf der Internetseite der “Stadt” gecheckt. Aber alles gut, das Fest war bereits vorüber und der Stellplatz geöffnet. Das klang ja eigentlich alles ganz gut, bis ich am Ziel ankam.

Der einstige Stellplatz war “gesperrt” und sämtliche Stromsäulen abgeschaltet. Dafür gab es aber einen kleinen, mit Schildern ausgewiesenen extra Bereich für Wohnmobile…..  inmitten einer riesigen Pfütze! Woooobei Pfütze ist eigentlich untertrieben… es war eher ein Teich, an manchen Orten würde man es gar See nennen.  Pffffffffffffffff… da bleib ich ganz sicher nicht stehen!

 

Also Stellplatz Nummer zwei!

 

Als nächstes suchte ich mir einen Stellplatz aus, der ebenfalls nicht so weit von der Werkstatt entfernt lag und der auch nicht so ganz extrem hoch liegen sollte. Dafür konnte ich schon auf der Stellplatz App sehen, dass dieser 2. Stellplatz sehr, sehr “grün” gelegen ist.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass das Einzige was mir in Bezug auf das Womo fahren Angst macht Eis und Schnee ist? Autofahren bei Glätte, das ist mir echt ein Graus!

Aber es half ja alles nichts… ich musste zu diesem 2. Stellplatz. Also drehte ich um und fuhr nochmal 18 km weiter. 18 km die mich mindestens 3 neue graue Haare gekostet haben. Denn der Weg zum Stellplatz war nicht nur schneereich, der Weg führte einen Berg hoch samt 17% Steigung und Serpentinen.

 

MAAAAAAANN… ehrlich, was war denn los??? Musste das jetzt auch noch sein?

 

Also zuckelte ich im ersten Gang diesen Berg hoch, aus einem BRUUUUMMMM wurde ein BRUUUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMMMMM und ich hab die ganze Zeit nur gedacht… nur nicht rutschen!!! Bitte Omi, halte durch und klammer Dich fest, nur nicht rutschen!!!

Während ich also noch auf dem Weg nach oben war, überlegte ich schon, wie ich da denn wohl am nächsten Morgen wieder runter fahren sollte??? Den Gedanken verschob ich klipp und klar auf später,  ich hatte schon genug Probbleme, erstmal schauen wo dieser verdammte Stellplatz war.

Es ging nochmal einige Kilometer weiter, bis ich den  “Stellplatz” in Hülben/ Reutlingen erreicht hatte. Eine kleine, ABGESPERRTE Wiese zwischen Wald und Landstrasse. Kein anderes Womo weit und breit… halb im Wald… die Stromsäulen standen mehr schlecht als recht an einem Abhang und dazu hing da auch noch eine Kette. Hier bleib ich definitiv auch nicht!!!

 

DER GANZE WEG UMSONST!!!

 

Ich hätte am liebsten ins Lenkrad gebissen… jetzt hatte ich gerade diese beschissenen Serpentinen hinter mir und konnte sie direkt wieder zurückfahren, denn die 3. Stellplatz Möglichkeit lag in der anderen Richtung.

Diesen 3. Stellplatz in Neuffen hatte ich eigentlich schon von Beginn an im Auge, zumal mir die Werkstatt diesen Stellplatz auch empfohlen hatte. Allerdings konnte ich den Kommentaren der Stellplatz App schon entnehmen, dass der Stellplatz in Neuffen sehr grün und relativ weit oben liegen muss. Bei so heftigen Minusgraden nicht unbedingt dass, was ich gesucht habe. Aber es half ja alles nichts!

 

Also auf zu Stellplatz Nummer drei an diesem Tage.

 

Nachdem ich die Serpentinen hinter mir hatte, kam ich auch recht schnell in Neuffen an. Der Stellplatz lag tatsächlich, wie schon geahnt, auf einer Art “Bergplateau” … oder besser „Hügelplateau“ aber ansonsten war es mit Abstand der beste Stellplatz an diesem Tag. Im Sommer könnte ich es mir hier sogar richtig, richtig nett vorstellen, denn man hat einen tollen Blick auf die kleinen Dörfer der Region und  eine gegenüberliegende Burg.

Jetzt, trotz dieses miserablen Wetters, standen sogar noch 4 weitere Wohnmobile da oben auf dem Stellplatz.

Ich parkte also ein und war erstmal froh endlich irgendwo angekommen zu sein.  Doch ganz, ganz schnell… stellte sich das nächste Problem heraus.

Wie ich ja schon gesagt hatte, hab ich schon lange ein paar Elektroprobleme am Womo. Mal funktioniert der Kühlschrank nicht während der Fahrt, mal blinkt die Heizung auf Unterspannung, obwohl ich am Strom stehe, mal sind die Lampen so funzelig, dass ich kaum etwas sehe, obwohl die Batterie voll geladen ist.

Wie auch immer… ich brauchte definitiv Strom! Laut Wetterbericht sollte dies die kälte Nacht im Raum Stuttgart werden und ich stand oben, auf einem Hügel, mitten im Wind! Ohne die Möglichkeit den Heizlüfter zur Not anzuschließen, wollte ich da nicht stehen bleiben.

Es gab auch die Möglichkeit Strom anzuschließen und es waren auch noch einige Stromsäulen frei…. allerdings nahm der Automat nur und ausschließlich 2 EURO STÜCKE!!!

Hatte ich erwähnt, dass ich extra Geld habe wechseln lassen… in Ein Euro Stücke und 50 Cent Stücke??? … 2 Euro waren da nicht bei und ich hatte in meinem Portmonee auch nur noch ein einziges 2 Euro Stück!

 

Camper Gefühlsachterbahn beim Wintercamping

Eigentlich war es so gemütlich… wenn ich doch bloß meinen Kopf ausschalten könnte!

 

Das ist ja mal doof gelaufen!

 

Also klopfte ich nach und nach bei all meinen Womo-Nachbarn an, aber auch die hatten sich ihre 2 Euro Münzen zusammen gesammelt und konnten so also (verständlicherweise) mein Geld nicht wechseln.

Zum Glück gab es eine Art Waldparkplatz hinter dem Stellplatz und so begann also das Spiel: Warten, raus stürmen und fragen! Nachdem ich 6 Leute gefragt hatte (es war Sonntagnachmittag und ich hatte das Glück, dass viele Hundebesitzer im Wald unterwegs waren) hatte ich endlich 3 x 2 Euro in der Hand. Damit kam ich definitiv bis zum nächsten Morgen aus.  Erfrieren sollten wir also nicht, juhuuuu!

Endlich konnten Milla und ich es uns hinten im Womo gemütlich machen und obwohl es warm und muckelig war…

 

in den nächsten Stunden begann der absolute “Grübel-Horror”.

 

Am nächsten Tag sollte ich bereits pünktlich um 8:30 Uhr an der Werkstatt stehen und natürlich freute ich mich total auf die vielen neuen Produkte durch Alden und auch über die Reparatur der Vandalismusschäden. Aber ich hatte auch mehr als eine horror Vorstellung im Kopf, die mich absolut nicht zur Ruhe kommen ließ.

Die letzten Wochen liefen konsequent bescheiden… was mache ich nur, wenn die Werkstatt plötzlich sagt, wir können die Sat Anlage gar nicht einbauen, das gesamte Womo Dach ist morsch. Oder, was mache ich, wenn einer von der Werkstatt das Dach betritt und danach läuft mir das Wasser in Bächen ins Womo?

Es wurde von Stunde zu Stunde schlimmer, auch wenn ich wusste, dass diese Panik vollkommen Sinnlos war… ich konnte an nichts anderes denken und je später der Abend, je stärker wurden meine “Bauchschmerzen”.

 

Dazu kam aber noch ein ganz anderes Problem…

 

Was mache ich, wenn die Omi am nächsten Morgen wieder nicht anspringt? Montagmorgen, nach einer so eisigen Nacht… da hat der ADAC doch wahrscheinlich Großkampftag. Wie sollte ich dann pünktlich zur Werkstatt kommen? Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mir das alles zu Herzen nehmen kann!

Irgendwann bin ich ins Bettchen gegangen, aber eigentlich war mir schon klar, auch das wird wiedermal keine Nacht in der ich ausreichend entspannten Schlaf bekommen werde. Gegen halb vier in der Nacht bin ich tatsächlich wieder aufgestanden, habe mir Tee gekocht und allen ernstes sämtliche Womo Ecken und das gesamte Dach “abgetastet”, ob mir irgendwas morsch vorkommt. Mein Bauchgefühl war die ganze Zeit schon so schlecht, ich habe kein Auge zu bekommen. 

Nach dieser Aktion, habe ich mich nochmal eine Stunde samt Decke unten ins Womo gelegt, bevor um Punkt 6 Uhr der Wecker geklingelt hat. Ich hatte mir ganz bewusst den Wecker so früh gestellt, damit ich noch Zeit habe, sollte die Omi nicht anspringen. In der Nacht hatte ich allerdings einen Blick auf das Außenthermometer geworfen und nachdem es dort oben auf dem “Berg” bis auf MINUS 16 GRAD runter ging, bin ich schon fast davon ausgegangen, dass das der Omi viel zu kalt sein wird!

Eine knappe Stunde bevor ich an der Werkstatt stehen sollte saß ich also wieder hinter dem Lenkrad und hab mir selbst soooo die Daumen gedrückt, doch…. NIX! 

 

Die Omi war schon wieder im Winterschlaf!

 

ICH WERDE BALD WAHNSINNIG!!!!

 

Die Omi tat schon wieder nichts als müde zu “gurgeln” … also…Zack-Zack… ADAC!

Das war der Moment, an dem ich das erste Mal auf dieser Tour geheult habe. Ich war soooo fertig, mir war kalt, ich war müde und schiss vor dem Tag in der Werkstatt hatte ich auch!

Während ich also heulend auf dem Fahrersitz saß und auf den ADAC gewartet habe, wurde der Womo Nachbar zwei Wohnmobile weiter wach und ging samt Kaffeetasse vor sein Womo. Der gute Mann war mit einem riesen Outdoor Mobil unterwegs, sah mich  heulend im Fahrerhaus sitzen ( so schnell konnte ich gar nicht aufhören zu heulen, wie der um die Ecke “geschossen” kam) und kam erstmal rüber.

Schnell stellte sich heraus, dass er seit einigen Tagen da oben in Neuffen auf dem Stellplatz fest saß, weil das Womo nicht mehr ansprang und der ADAC ihn nicht abschleppen kann. Er stand mittlerweile mit irgendeiner Werkstatt in Kontakt und wartete seit Tagen da oben weiter auf Ersatzteile. HORROR!

Das war nicht unbedingt das, was ich hören wollte. Er wiederum war aber froh, dass gleich der ADAC kommen würde, denn der “gelbe Engel” sollte ihm noch einige Fragen beantworten.

Laut ADAC Callcenter sollte ich 30-45 Minuten warten. Wenn die Omi dann sofort anspringt, würde ich es noch fast pünktlich zur Werkstatt schaffen. Nichts desto trotz habe ich Roland Börner von Reisemobiltechnik Boerner natürlich informiert, dass ich so schnell zur Werkstatt komme, wie ich nur kann.

Glücklicherweise kam der ADAC dann auch tatsächlich recht schnell um mir Starthilfe zu geben.

Huiiiiiiiddddii wuiiiidiiiiii… da hat sich die Omi aber schwer getan! Erst beim 3. Anlauf ist sie aus ihrem Winterschlaf angesprungen. Der ADAC hat dann nochmal schnell die Lichtmaschine durchgemessen, da war aber zum Glück alles gut.

 

Puhhhhh… nach dieser Camper Gefühsachterbahn Abfahrt musste ich erstmal durchatmen…

 

Ich stand also nicht weiter auf dem Stellplatz in Neuffen fest, konnte mich direkt auf den Weg zur Werkstatt begeben und im Rückspiegel konnte ich noch sehen, wie der gelbe Engel weiter zu meinem Nachbarn gegangen ist. Ich hoffe der Nachbar steht da oben nicht noch immer.

Mit 10-15 Minuten Verspätung bin ich, mit einem ganz, ganz mulmigem Gefühl im Bauch, an der Werkstatt gelandet.

Dort wurde ich allerdings total lieb von Roland und seinem Bruder in “Empfang genommen” und von da an begann ein laaaanger Tag in der Werkstatt, an dem tatsächlich schon wieder mehr als ein Problemchen entdeckt wurde. Hmmmmmm… 🙁

Wie dieser Tag in der Werkstatt genau verlief, welche Produkte ich von Alden bekommen habe und welche Probleme zwischenzeitlich aufgetaucht sind, könnt ihr in diesem Artikel lesen: ALDEN & IsasWomo

 

Eins kann ich hier aber verraten… das Dach war nicht morsch und eingebrochen ist auch niemand. 🙂

 

Nach einem laaaangen Tag bin ich abends glücklich und zufrieden zum nur 8 Kilometer entfernten Stellplatz in Bad Urach getuckert. Das war eigentlich GENAU so ein Stellplatz, den ich den Tag zuvor gesucht hatte. Mitten im Ort gelegen, einige Geschäfte und Cafes drum herum und eine Therme gibt es sogar auch, auch wenn die Therme für meinen kurzen Aufenthalt nicht  wichtig war. Solltet ihr in der Ecke sein, der Stellplatz in Bad Urach ist wirklich nett und liegt nur 8 km von Metzingen entfernt. Allerdings sind die Parzellen relativ schmal, zumindest wenn der Stellplatz voll belegt ist.

Warum bin ich da nicht schon eher hingefahren? Weil in der Stellplatz App stand, dass man sich einen “Stromkasten Schlüssel” an den Öffnungszeiten in der Touri Info abholen muss, was an einem Sonntag ja durchaus ein Problem darstellen könnte. Darum hatte ich diesen Stellplatz am Tag zuvor ausgeschlossen, denn ohne Strom wollte ich ja auf keinen Fall stehen, weil die Omi ja zwischendurch immer diese “Hänger” hatte. (In der Werkstatt wurde übrigens geklärt woher diese Hänger kamen und dank einer meisterlichen Arbeit, wurde alles repariert. Wie gesagt, dazu im anderen Artikel mehr.)

Die Sache mit dem “Stromkasten Schlüssel” in Bad Urach stellte sich dann aber doch als gar nicht so schwierig heraus, denn  (und das auch als Info für euch): Sobald die Touri Info geschlossen ist, bekommt man den Stromkasten Schlüssel in der Therme! Dies steht leider nicht in der Stellplatz App, aber man findet die Info irgendwo auf der Internetseite. 

 

Wohnmobil Stellplatz Bad Urach

Da war endlich mal alles gut, Milla und ich auf dem Stellplatz in Bad Urach!…

 

Puhhhh was war ich platt… !!!

 

Obwohl ich doch selber gar nicht gearbeitet hatte, fiel mir ein rieeeeesen Stein vom Herzen, als Milla und ich an diesem Montag Abend glücklich, zufrieden und mit allerhand neuer Womo Produkte in Bad Urach standen. Das Womo war “wie neu”, die neue Sat-Anlage lief 1A und wir hatten einen super Abend vor der Flimmerkiste.

Es folgte die erste richtig gute Nacht seit Tagen. Ich habe in dieser Nacht geschlafen wie ein Stein!

Tagelang hatte es geregnet, geschneit oder irgendwas dazwischen, aber selbst der Himmel war in den Stunden in Bad Urach “gut gelaunt”, denn am nächsten Morgen strahlte der Himmel mit der Sonne um die Wette!

Es war so schön, dass Milla und ich sogar vor dem Womo (warm angezogen) Kaffeetrinken konnten. Endlich schien alles zum ersten Mal seit langem wieder gut! Ich war sooooo happy, dass das Womo wieder gut lief, dass die neuen Produkte so toll waren… definitiv ein absolutes HOCH auf meiner Camper Gefühlsachterbahn.

 

Wohnmobilstellplatz Michelbach an der Bilz

Wohnmobilstellplatz Michelbach an der Bilz (Foto by M.Helbig)

 

Aber wie das auf einer Achterbahn nunmal so ist… die nächste Talfahrt folgte prompt!

 

Nach dem Tag in der Werkstatt, wollte ich mich am Dienstag auf den Weg zum Stellplatz in Michelbach an der Bilz aufmachen. Dieser kleine, kostenlose Stellplatz liegt 1,5 Stunde von Metzingen entfernt und der Verantwortliche hatte sich bei mir für einen StellplatzCheck gemeldet. Erst hatte ich mich ein wenig gewundert, dass sich der Verantwortliche bei mir gemeldet hat, obwohl es sich um einen ganz kleinen, kostenlosen Stellplatz handelt.

Nichts desto trotz liegt dieser Stellplatz in Michelbach an der Bilz  total schön im Grünen, es gibt Strom und eine Ver- und Entsorgung und der Aufenthalt ist wie gesagt kostenlos.

Das besondere hier ist, dass es sich aktuell noch um eine Art Probe-Stellplatz handelt. Kommt dieser kleine, kostenlose Stellplatz gut an, gibt es die Chance auf Vergrößerung. Das ist doch mal ein Grund einen Stellplatz zu besuchen.

Es gab also eine weitere Kooperation für IsasWomo, ich musste mich nur noch auf den Weg begeben.

Hollywood hätte es nicht besser machen können, sobald ich mit Milla zusammen im Womo saß um los zu tuckern, zog sich auch der Himmel wieder zu. Es wurde grau und grauer. Da es aber insgesamt nicht so kalt war und die Werkstatt am Tag zuvor noch einiges “gerichtet” hatte, sprang die Omi direkt beim ersten Versuch an! 🙂 YES!

BRUMMMMMM, BRUMMMM, BRUMMM … SUPER 🙂 wir konnten also los tuckern.

Nach einer knappen Stunde Fahrt musste ich nochmal tanken, aber auch danach lief alles wunderbar, die Omi lief wie geschmiert… wir konnten glücklich und zufrieden weiter zum Stellplatz tuckern.

Zwischenzeitlich  hatte ich mich auch nochmal bei dem Stellplatz Verantwortlichen gemeldet, damit er bescheid wusste, dass ich auf dem Weg bin und in ca. einer Stunde vor Ort ankommen werde.

Milla und ich verließen also die Tankstelle und damit einhergehend fing es erneut an in dicken Flocken zu schneien.

 

Blogger / Camper Gefühlsachterbahn

Da hinten hängt die Omi an der „Brille“ … 🙁

 

Tja… und dann kam der absolute Tiefpunkt dieser Blogger / Camper Gefühlsachterbahn!

 

Am nächsten großen Autobahnkreuz, zwischen A81 und A6 musste ich die Autobahn wechseln. Ich fuhr also auf die Abfahrt, kam noch gerade um die Kurve und dann, am schlechtesten Punk, begann auf einmal der Motor zu rattern.

Haltespur oder Nothaltebuchten gab es weit und breit keine, also bin ich noch ein Stückchen weiter gerollt, so dass ich zumindest aus der Kurve raus kam und stand dann, samt Warnblinklicht, mitten auf der Beschleunigungsspur.

Mein Blick ging Sekundenlang nur nach hinten, weil ich dachte, gleich knallt mir der nächste LKW auf.  

UND NUN???

Nach den ersten Sekunden Schockstarre begann ich mit dem vorgeschriebenen “Prozedere”. Erstmal Warnweste an! Das Warndreieck herauskramen und dann musste ich aussteigen. Während des Rollens hab ich das Womo noch so weit wie möglich nach rechts gezogen, damit ich nicht komplett auf der Beschleunigungsspur stand. Das war allerdings jetzt nicht so wirklich praktisch, denn so musste ich die Tür zur Autobahn hin öffnen und aussteigen.

 

Ich hatte echt Schiss!

 

Ich bin also ausgestiegen, bin dann neben der Leitplanke entlang gelaufen, möglichst weit in die Kurve und hab dort irgendwo das Warndreieck aufgestellt. Die ganze Aktion lief, während es immer stärker gestürmt und geschneit hat.

Zum Thema Warndreieck  noch ein wirklich gut gemeinter Tipp!

Sicherlich lag es auch an meiner Aufregung und an den eiskalten Händen, aber ich hatte das Gefühl, ich habe eine kleine Ewigkeit benötigt, bis ich dieses verdammte Warndreieck zusammen gebaut hatte.

Ich weiß nicht ob diese Dinger immer so wiederspenstig sind, oder ob mein Warndreieck einfach extrem bescheiden ist… aber ich hab wirklich lange gebraucht und kann euch nur den Tipp geben, schaut euch das Warndreieck mal in einer ruhigen Minute an. Bei meinem Warndreieck war das wie bei diesen “Klapp-Liegestühlen”! Wenn man einmal den Dreh raus hat, weiß man wie man die Streben und das Tuch drehen muss, aber man muss es eben erst einmal wissen! Ich wusste es nicht! Und die Aufregung, die Kälte und der Wind haben es nicht leichter gemacht.

Irgendwann hatte ich das Dreieck zumindest halbwegs zusammengebaut und bin zurück zum Womo gelaufen.

Mir war schon klar, dass man eigentlich nicht im Auto bleiben soll, aber es war soooo kalt und sooo windig, ich konnte nicht raus, ehrlich nicht!

Sobald ich wieder im Womo saß, habe ich den ADAC alarmiert und beschrieben wo ich stehe. Dazu muss ich mal ehrlich sagen… so zufrieden ich bisher immer mit dem ADAC war, aber in diesem Moment hatte ich anscheinend einen absoluten Volltrottel am Telefon. Es war jetzt wirklich nicht so schwierig zu beschreiben wo genau ich stehe, Autobahnkreuz A81/ A6 und ich bin gerade im Moment auf die A6 richtung Nürnberg aufgefahren.

Das hat der Gute aber einfach nicht kapiert und wir haben bestimmt gute 15 Minuten Telefoniert, bis er halbwegs gecheckt hat, wo ich mich gerade befinde. Der hat mich immer  und immer wieder gefragt ob ich in Dortmund stehe… NEIN, ICH STEHE NICHT IN DORTMUND! ICH STEHE IN SÜD-DEUTSCHLAND MITTEN AUF DER AUTOBAHN BESCHLEUNIGUNGSSPUR UND GERADE HÄTTE ES SCHON ZWEIMAL FAST GEKNALLT, WEIL MIR BEINAHE EIN LKW DRAUF GEDONNERT WÄRE! JETZT SIEH ZU!!!!!!

Verdammt nochmal…!!!  Nachdem ich dann echt sauer wurde, hat sich der Trottel mal konzentriert und zumindest verstanden, dass ich nicht in Dortmund stehe. Wobei… so richtig kapiert hat er es dann doch nicht. Denn ca. 10 Minuten nachdem ich aufgelegt hatte, klingelte mein Handy erneut und ich hatte ein örtliches Abschleppunternehmen am Hörer. Erste Frage… Der ADAC hat gesagt er kann nicht sagen wo sie sich befinden. Können Sie so gar nicht sagen auf welcher Autobahn sie sich befinden???

Ich dachte ich werde verrückt! Ich hab der Dame dann nochmal erklärt wo ich stehe und ihr war das ganze dann auch eigentlich direkt klar. Sie würden mich als Notfall vorziehen, aber es könnte schon 30 Minuten dauern, bis jemand vor Ort wäre.

Jetzt begann das Wartenzweimal war es tatsächlich so knapp mit den heran rauschenden LKW’s, dass ich Milla schon nach vorne zwischen meine Beine gerissen habe… ich glaube  zwischenzeitlich lag mein Puls bei 300!

 

Doch dann kam Gott sei Dank die Polizei!

 

Ich weiß nicht wer die Beamten informiert hat, im Grunde war es mir auch egal, ich war nur froh, dass sie da waren. Nachdem die Polizei meine Daten gecheckt hatte und auch feststand, dass ich nicht vergessen hatte zu tanken, durfte ich mich zurück ins Wohnmobil setzten. Mittlerweile hatte es so stark begonnen zu schneien, das man wirklich kaum etwas sah. Darum hat die Polizei begonnen das Wohnmobil hinten mit blinkenden Warnlampen abzusperren und sind selber mit dem Streifenwagen zurück in die Kurve gerollt, so dass die anderen Autofahrer bereits in der Kurve vorgewarnt wurden, denn mein kleines Warndreieck sah bei dem Wetter ganz sicher niemand. 

Puhhhh… da viel mir schonmal der erste riesen Stein vom Herzen, so war ich zumindest im Womo erstmal weitestgehendst sicher.

 

Jetzt kam der erste Moment in dem ich Zeit hatte mir Gedanken um das Womo zu machen und schon liefen die Tränen! Ich hab geheult, geheult, geheult!

Ich saß da wie ein Häufchen Elend und die Tränen liefen so schnell, ich konnte mich gar nicht beruhigen! Während dieser Zeit des Wartens auf den Abschlepper viel mir Roland ein, der Werkstattbesitzer und Alden Partner. Konnte es vielleicht daran liegen? Könnte sich vielleicht irgendwas gelockert haben was jetzt zu den heftigen Motorgeräuschen führt?

Also habe ich von der Autobahn aus Roland in der Werkstatt angerufen, vielleicht hatte er ja eine Idee, die ich dem ADAC weitergeben konnte, auch wenn ich mir eigentlich nicht vorstellen konnte, dass es daran lag. Die Werkstatt musste zwar an die Starterbatterie, aber sonst haben sie ja eigentlich nichts am Motor gemacht.

Nach kurzem klingeln hatte ich Roland auch direkt am Hörer, aber wie ich es mir eigentlich auch schon gedacht hatte… Roland hatte keine Idee.

Und um dieses schon mal vorweg zu nehmen und nochmal ganz deutlich zu sagen… LETZTENDLICH LAG ES AUCH  WIRKLICH NICHT AM WERKSTATTBESUCH AM TAG ZUVOR! ES WAR EINFACH MAL WIEDER PECH, DASS DIESER VORFALL GERADE EINEN TAG NACH DEM WERKSTATTBESUCH STATTFAND!

Nach dem Telefonat mit Roland musste ich noch ein weiteres, unangenehmes Gespräch führen. Eigentlich war ich ja auf dem Weg in Richtung Michelbach an der Bilz um dort über einen Stellplatz zu berichten. Da würde ich wohl ganz sicher heute nicht mehr landen… ich konnte diesen Auftrag aber auch nicht einfach ein paar Tage nach hinten legen, denn ich musste unbedingt am Donnerstag wieder in Dortmund sein!

Also blieb mir nichts anderes übrig als mich 10.000 mal zu entschuldigen, die Lage zu erklären und die gesamte Kooperation auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Das ist natürlich alles andere als “gut” und ich kann mich auch auf diesem Weg nur nochmal entschuldigen!!!

Nach guten 30 Minuten kam der Abschlepper um die Kurve geschossen und setzt sich direkt vor die Omi. Ich schnappte nach Luft, nicht mehr heulen, nicht mehr heulen, nicht mehr heulen… es gelang mir nur semi gut!

 

Wohnmobil abgeschleppt

Na… geheult?! Da saß ich gerade im Abschlepper und war echt fix und fertig!

 

„Gelbe Engel“ die alles… nur keine Engel waren!

 

Ab jetzt begann eine Aktion die mich auch im Nachgang noch deutlich beschäftigt hat und ich muss unbedingt in den kommenden Tagen mal zum ADAC und mit denen abklären, ob das denn alles so richtig war. Wie gesagt, bisher war ich IMMER voll des Lobes über den ADAC, aber diese Aktion… ich bin mir noch immer nicht sicher, ob das alles so richtig war, oder ob mich die “Jungs” verarschen wollten!

Wie gesagt, es kam sofort ein Abschleppunternehmen (also nicht die typischen KFZ-Meister) und in dem Wagen saß ein junger Mann plus ein Praktikant oder sowas in der Art.

Nachdem ich dem jungen Mann kurz erklärt hatte was das Problem war, sollte ich den Motor noch einmal anschmeißen und wenige Sekunden später stand die “Diagnose” auch schon fest, “der läuft nicht mehr auf allen Pötten”! Später habe ich dann erfahren was das bedeutet, die Omi lief also nicht mehr auf allen 4 Zylindern, sondern nur noch auf 3 Zylindern. AHAAAAA….?!

Was mich wunderte, ich glaube bis heute, dass das kein KFZ Meister vom ADAC war, sondern eben “nur” ein Abschlepper der vom ADAC alarmiert wurde.

Denn jetzt begann das “Verhandeln” und es war wirklich ein wüstes “Verhandeln”, über das was jetzt weiter geschehen sollte und wie gesagt, ich hatte immer mehr das Gefühl, die verarschen mich… oder wollen mich verarschen!

Denn der Abschleppwagenfahrer wollte mich UNBEDINGT zum nächsten IVECO Nutzfahrzeuge Zentrum schleppen. Als ich dann fragte, was denn überhaupt genau das Problem seien könnte, kam keine klare Aussage. Es hieß immer nur, IVECO, IVECO, IVECO.

Als ich dann immer ernster wurde und sagte, ich sei doch ADAC Plus Mitglied und hätte doch das Recht nach hause gebracht zu werden kam sofort die Aussage, nöööö… der Wert des Wohnmobils läge untern den Kosten für ein Abschleppen nach Dortmund.

 

WAS????

 

Durch den Vandalismusschaden wurde das Womo ja gerade erst von einem Gutachter beurteilt und das kam mir jetzt zugute, denn dadurch konnte ich sofort belegen, dass das was der Typ mir da sagen wollte, absoluter Blödsinn war!

Nachdem ich ihn über den Zeitwert der Omi aufgeklärt hatte, kam nur noch ein… ähhh, ähhh, ähhh… und dann ein ziemlich fuchsiges, JA WAS WOLLEN SIE DENN JETZT???

 

Ich erklärte ihm daraufhin dann nochmal, dass ich wissen möchte, was an dem Wohnmobil wahrscheinlich kaputt ist, damit ich einschätzen kann, welche Kosten mich erwarten und wohin uns der Weg führt. Denn ich werde ganz sicher keine große Reparatur in einer IVECO Fachwerkstatt machen lassen… danach kann ich nämlich direkt in die Insolvenz gehen!

Daraufhin kam die Aussage: Nein er denkt, dass der Injektor kaputt ist… das Teil kostet ca. 40 Euro plus Arbeitsstunden… es sollte also keine große Sache sein und sehr wahrscheinlich könnte ich das heute noch bei IVECO reparieren lassen und dann wieder fahren.

Ansonsten könnten sie mich auch zu deren Abschleppzentrale schleppen und von dort aus müsste ich dann selber mit ADAC München verhandeln, ob ich nach Dortmund transportiert werde oder in welche Werkstatt ich wollte.

Allerdings (und dieser Satz setzte mich natürlich extrem unter Druck) wenn die mich jetzt zur Zentrale abschleppen, wäre damit die Leistung des ADAC abgegolten. Wenn ich dann kein OK vom ADAC München für einen 2. Abschleppvorgang nach Dortmund bekomme, muss ich mich selber darum kümmern, wie ich von der Zentrale komme!

Na super!  Dieses ganze Gespräch lief noch  während wir auf der Autobahn standen und was blieb mir danach anderes übrig, als mich zu IVECO abschleppen zu lassen. Sollte sich dann allerdings bei IVECO herausstellen, dass es doch eine größere Reparatur ist, habe ich wiederrum kein Recht mehr, zu einer andere Werkstatt geschleppt zu werden. Klar!

Und schon wieder fing ich erstmal an zu heulen, auch wenn ich das vor dem Abschleppunternehmen so gar nicht wollte!!! Aber gut… die Tränen liefen und ich stand da wie ein „Mädchen“!

Daraufhin meinte der Abschlepper aber nochmal, er ist sich sehr, sehr sicher dass es nur eine Kleinigkeit ist, ich müsste mir wirklich keine großen Sorgen machen und könnte zu 99,9 % nachher schon wieder weiter fahren.

 

OK… ALSO IVECO! Wenn auch notgedrungen!

 

Die Omi wurde dann hinten auf eine Brille genommen und ich musste vorne beim Abschlepper einsteigen. Natürlich war meine erste Frage, ob ich Milla mit nach vorne nehmen durfte… nein durfte ich nicht! 🙁

Also musste ich Milla, wieder notgedrungen, alleine hinten im Womo lassen und die wilde Fahrt zu Iveco begann.

Zwischenzeitlich wäre ich auf dieser Fahrt fast wahnsinnig geworden, denn es war tatsächlich eine sehr wilde Fahrt!

Ich fühlte mich soooo elend, mir war schlecht, ich schob die absolute Panik, dass es doch eine größere Reparatur werden würde und ehrlich gesagt… die beiden Abschleppwagenfahrer waren alles andere vernünftig! Trotz Wohnmobil hinten auf der Brille fummelte der Fahrer ständig an seinem Handy herum. Dazu mosersten sie in einem durch… über die LKWs, übber den berufsverkehr, über ausländische LKW’s , ja selbst über die hilfreichen Polizeibeamten, die das Womo im Stand absicherten. Das ganze ging so weit, dass er  erst auf der linken Spur in einer Baustelle einfuhr um dann ganz nach rechts rüber zu ziehen und auf dem Seitenstreifen, wild hupend, am Stau entlang fuhr. Nochmal… das alles mit aufgebocktem Wohnmobil (also nicht oben auf der Ladefläche, sondern die Omi wurde hinten gezogen)  und Milla saß ja auch noch im Womo!!!!

Je näher wir so IVECO kamen, je intensiver wurde plötzlich die Reparatur. Mittlerweile sprach der Abschlepper schon von Mietwagen, Womo stehen lassen und nach einigen Tagen wieder abholen.

Ich wurde immer wütender, denn mittlerweile hörte sich alles anders an, als noch vor 20 Minuten … und schon wieder liefen die Tränen!

Kennt ihr diese Situationen in denen alles schlecht läuft, man erst noch kämpft, aber irgendwann gibt man sich wie ein Häufchen Elend seinem “Schicksal” hin. Genau so war es in diesem Moment! Was sollte ich denn auch tun?

 

Doch dann kam meine Rettung!!!

 

Wir waren gerade von der Autobahn abgefahren und standen unten an der Abfahrt an einer roten Ampel, da las ich die Beschilderung Bad Rappenau und genau zu diesem Zeitpunkt klingelte auch mein Handy.

Hardy, ein ganz ganz lieber Freund, hatte meinen FB Post gelesen und fragte ob er helfen könnte. Mein Glück war jetzt… Hardy lebt in Bad Rappenau und besitzt dort ein Autohaus.

MEINE RETTUNG!!!

Ich reagierte sofort und verlangte vom Abschleppwagenfahrer mich nicht rechts zu IVECO,  sondern links herum, nach Bad Rappenau zu bringen.

Das gab natürlich erstmal wieder einige Diskussionen, wie gesagt… die wollten mich UNBEDINGT zu IVECO abschleppen, aber ich blieb eisern und verlangte, dass sie nach Bad Rappenau fahren.

Auf diesen extra 13 Kilometern nach Bad Rappenau (wir befanden uns also schon auf dem richtigen Weg nach Bad Rappenau) konnte ich mir noch so einiges anhören. Als erstes ließ sich der Fahrer Kopfschmerztabletten und ein Getränk von seinem Praktikanten reichen. Alles nach dem Motto… meine “extra Wünsche” sorgten bei ihm für Kopfschmerzen. Dann Folgte der laute Anruf, wieder mit dem Handy in der Hand eine Freisprechanlage besaß der Fahrer nicht, bei der Abschlepp Filiale und dem Gespräch konnte ich deutlich entnehmen, wie “dreist” mein Wunsch doch war!

Nachdem der Fahrer aufgelegt hatte, kam noch die direkte Predigt an mich… ich sollte mir mal überlegen, dass er jetzt dadurch keine anderen Kunden betreuen kann usw. usw.

Nur um das nochmal deutlich zu sagen… es ging um 13 Kilometer! Wir befanden uns also die gesamte Zeit vorher schon auf dem richtigen Weg nach Bad Rappenau, nur anstelle an dieser Kreuzung rechts zu Iveco abzubiegen, musste wir links abbiegen und 13 km weiter nach Bad Rappenau fahren.

Nach 13 Kilometern war es dann aber auch geschafft. Natürlich beschwerte sich der Fahrer noch über die schmale Einfahrt zum Hof des Autohauses und musste dann auch noch super kompliziert (und völlig unnötig) rückwärts auf den Hof fahren, aber mir war erstmal alles egal, ich war nur noch happy Hardy zu sehen. Hier war ich sehr, sehr gut aufgehoben und konnte mir absolut sicher sein, nicht über den Tisch gezogen zu werden.

 

Hardy, mein Retter in der Not!

 

Sobald wir auf dem Hof standen, kam auch schon Hardy dazu und ich war sooooo froh ihn zu sehen.

Ich stieg aus dem Abschlepper, viel ihm um den Hals und heulte schon wieder wie ein Schlosshund! Ich war einerseits fix und fertig, aber auch unglaublich froh dort stehen zu können. Hardy hatte bereits seinen “Autohaus Werkstattmeister” informiert. Da es mittlerweile aber schon später Nachmittag war, würde dieser “erst” am nächsten Morgen vorbeischauen.

Auch wenn mich mein schlechtes Bauchgefühl noch bis zum nächsten Morgen begleiten sollte, folgte ein echt netter Abend. Natürlich kauten wir alle möglichen Schäden zig mal durch, aber bis zum nächsten Tag gab es keine Sicherheit. Es konnte alles sein… von einer minimalen Kleinigkeit, bis zum komplexen Motorschaden.

 

Hardy versuchte alles um mich aufzuheitern und bei Pizza und Wein gelang ihm diese zumindest ein wenig. Obwohl mir die ganze Zeit schlecht war, konnte ich doch ziemlich gut schlafen. Ich war so platt, dass selbst die schlimmste Grübelei irgendwann dem Schlaf verfiel.

Am nächsten Morgen wurde es also ernst und Hardy KFZ Meister kam am frühen Vormittag auf den Hof gefahren.

Nach einer ersten Begutachtung des Motors, sollte ich die Omi anlassen. Erst tat sie sich wieder etwas schwer (wahrscheinlich brauche ich doch eine neue Starterbatterie) aber dann… BRUMMMMM!!!!

Alles klang GANZ NORMAL!!!!

Es war nicht zu glauben und im Nachhinein bin ich sogar fast ganz froh, das Hardy am Tag zuvor auch gehört hat, dass da etwas nicht stimmte, denn jetzt… war alles ganz normal!!! Nur der Keilriemen quietschte wie wild und gab auch keine Ruhe. Hardy’s KFZ Meister drehte erstmal eine Runde mit der Omi, aber auch als er wieder zurück auf den Hof gefahren kam, klang die Omi ganz normal, als wäre nichts gewesen!!!

Mir war die gesamte Situation schon fast peinlich, auch wenn ich erstmal ganz froh war, denn augenscheinlich war es kein massiver Motorschaden.

Wir haben gemeinsam abgeklärt, dass der KFZ Meister das Womo mit in 500m entfernte Werkstatt nahm und sich dort nochmal alles genau ansehen wollte. Er hatte zwar bereits eine Idee, aber Entwarnung gab es noch nicht.

Nach einer knappen Stunde bekam ich die Omi wieder zurück und endlich gab es gute Nachrichten. Anscheinend gab es irgendein Partikel, der sich vor den Injektor gesetzt hat und aus diesem Grund lief die Omi nur noch auf 3 Zylindern.

Der Werkstattbesitzer hat mit Zusatz die Düsen gereinigt und zudem den quietschenden Keilriemen gewechselt. Dieser war zwar noch gar nicht so alt, musste aber dennoch dringend erneuert werden.

 

Das war es auch schon…. mehr war nicht zu tun 🙂 !!!!

 

Doch meine überschwängliche Freude sollte schnell einen Dämpfer bekommen, denn während die Omi in der Werkstatt auf Herz und Nieren geprüft wurde, hat der KFZ Meister doch noch 2-3 andere Probleme entdeckt. Nichts super dramatisches, aber die Omi muss hier in Dortmund doch nochmal in die Werkstatt. Dabei soll ich dann auch direkt den Dieselfilter wechseln lassen.

Was meint ihr wenn ich damit bei IVECO gelandet wäre… die hätten doch erstmal den halben Motor auseinander genommen, zumal in dem Moment die Omi ja wirklich noch auf nur drei Zylindern lief! Die hätte mich 1000 Prozentig ausgenommen wie eine Weihnachtsgans!  Und das alles im Grunde nur wegen „Dreck“ der sich vor eine Düse gesetzt hat! Zudem hätte IVECO ja auch die weiteren „Schäden“ entdeckt und sicherlich hätten die mich so nicht nach Dortmund fahren lassen! Ich bbin mir absolut sicher… auch wenn IVECO nur die „normalen“ Arbeiten gemacht hätte… es wäre teuer geworden!

Mir viel also erstmal ein Stein vom Herzen und ein neues Steinchen kam hinzu!

Nachdem Hardy und ich noch gemeinsam Mittag Essen gegangen sind, konnte ich gegen 13 Uhr den Hof verlassen und wir kamen glücklich, wohlbehalten und ohne eine weitere Panne am Abend in Dortmund an.

 

Home sweet Home!

Auf dem Weg zurück nach Dortmund. Was waren denn das für 7 Camper Tage?!

 

Eine Woche Camper Gefühlsachterbahn ging zu Ende… man, man, man was waren das denn bitte für 7 Tage???

 

Die gesamte Zeit über hatte ich ein schlechtes Bauchgefühl.. wirklich die gesamte Zeit! Dabei war ja eigentlich vor der Tour alles gut, ich hatte die Omi noch so schön geputzt und poliert  (wovon man jetzt nach Eis und Schnee eigentlich gar nichts mehr sieht) und hätte beruhigt losfahren können, aber mein Bauchgefühl hat mir schon die ganze Zeit gesagt, da stimmt etwas nicht!

Erst hatte ich es auf die Kälte geschoben und schlichtweg darauf, dass schon seit Wochen in meinem Leben nichts richtig gut läuft, aber es sollte dann ja doch noch etwas anders kommen.

 

Abends, während des Pizza Essens, sagte Hardy zu mir, ich dürfte mir das alles nicht immer so zu Herzen nehmen. Ich würde mich selber viel zu sehr unter Druck setzten. 

 

Das ist sooooo einfach gesagen, wenn:

  1. a) man mehr als ausreichend finanzielle Möglichkeiten hat,
  2. b) nicht alles und damit meine ich alles, alles, an einem alten Fahrzeug hängt.
  3. c) man nicht immer alles alleine regeln muss und das am besten auch noch so zu regeln hat, dass zumindest die engste Familie nicht noch mit den eigenen Sorgen belästigt wird und
  4. d) man kein Problem damit hat, anderen etwas schuldig zu sein. Es gibt ja Leute die haben damit keine Probleme… ich schon!

 

In meinem Fall sind solche Dinge eben nie einfach, auch wenn es wahrscheinlich wirklich nicht viel hilft, sich solche Wochen so sehr zu Herzen zu nehmen.  

Gefühlsachterbahn CampingAktuell bin ich erstmal wieder zuhause, Ostern steht vor der Tür und ich tippe seit Tagen an diesem Artikel.

Gestern habe ich mich endlich getraut meinen Schrauber zu informieren, damit er sich (nach den Osterferien) die Omi anschauen kann. Ich habe mich tatsächlich nicht eher getraut… Am Montag den 9.04 geht die Omi also wieder in die Werkstatt, ich hoffe, dass sich die Kosten im Rahmen halten werden und ich dann wieder los ziehen kann.

Wenn es keine bösen Überraschungen gibt und die Camper Gefühlsachterbahn nicht in die 2. Runde startet, sollte dem so sein.

So… jetzt, nach diesem eeeendlos langen Text, wisst ihr auch warum es hier in den letzten Tagen etwas ruhiger war.

 

Solltet ihr die Ferienzeit nutzen um unterwegs zu sein, wünsche ich euch eine super schöne Tour und sollten wir uns vor Ostern nicht nochmal lesen, auch ganz, ganz schöne Osterfeiertage.

 

Aber das wichtigste ist wohl auch heute… bleibt gesund!

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

Entlang der Nordseeküste- Mein Womo Nordsee Road Trip 2017

Entlang der Nordseeküste- Mein Womo Nordsee Road Trip 2017

 

Nachdem die Omi ja nun eeeeeeendlich wieder frisch, fruchtig und repariert aus der Werkstatt kam, konnte es für Milla und mich direkt 2 Tage später los gehen. Jaaaaa, endlich Nordseeluft schnuppern, Fischbrötchen essen und viel frischen Wind um die Nase!

Aufiiii, aufiii… mit dem Wohnmobil zur Nordseeküste.

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Ziele einer Wohnmobil Ruhrgebiet Tour

Ziele einer Wohnmobil Ruhrgebiet Tour

Kennt ihr eigentlich noch Wolfgang Petry und kennt ihr die inoffizielle Hymne für alle Leute die östlich von Wesel und Westlich von Hamm leben ? Genau…. das Lied vom Ruhrgebiet, meine Heimat und der größte Ballungsraum Deutschlands.

Und weil diese Ecke immer noch von vielen Deutschen tooootal verkannt wird, ist es dringendst an der Zeit euch meine Heimat vor zu stellen und euch einzuladen auf eine Wohnmobil Ruhrgebiet Tour !

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