Pepper Poller Po! Camping nach Corona Teil 2

Pepper Poller Po! Camping nach Corona Teil 2

Camping nach Corona, der Lockdown hat ein Ende, die Vorsichtsmaßnahmen und Reglementierungen werden immer weiter zurück geschraubt, endlich wieder Zeit für eine Wohnmobil Reise. 

Ich hatte dir ja schon erzählt wie die ersten 10 Tage mit Corona on Tour verlaufen sind und dass die aktuellen Regelungen echt total unterschiedlich sind. Nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch innerhalb eines jeden Bundeslandes, macht jeder Platz aktuell so ein bisschen sein eigenes Ding. 

 

Camping nach Corona Lockdown Teil 2

 

Camping nach Corona in Deutschland, Bayern, Kitzingen

Ich mag den, am Main langgezogenen Stellplatz in Kitzingen sehr… so wie viele andere Camper auch, selbst mitten in der Woche.

 

Im ersten Teil dieser Frühsommer Camping nach Corona Tour durch Deutschland, bin ich zuletzt in Fulda gelandet und was von da an geschehen ist, das erzähle ich dir hier: 

 

Wohnmobil Tour Hessen Fulda

Fulda ist wirklich ein sehr hübsches Städtchen.

 

Fulda ist eine wirklich schöne Stadt, auch mit den Corona Bestimmungen! 

 

Ich hatte Fulda als festes Ziel nie so recht auf dem Schirm, von daher war es eher Zufall, dass ich den Stellplatz in Fulda angefahren bin. Mittlerweile bin ich mir aber sicher, Fulda werde ich sicherlich nicht zum letzten Mal besucht haben. 

Die Stadt ist schnuckelig mit viel Kopfsteinpflaster, Cafés und kleinen Geschäften, es gibt ein wunderschönes Stadtschloss mit Schlosspark, natürlich den großen Dom und der Stellplatz hat insgesamt eher ein bisschen Parkplatzfeeling, kostet aber nur 6 Euro, der Supermarkt liegt gegenüber, er hat Strom, eine Ver- und Entsorgung und damit alles, was ich von einem Stellplatz benötige. 

Weil ich in Fulda wirklich gut stand und alles in erreichbarere Nähe war, habe ich beschlossen… ich bleibe eine komplette Woche in Fulda stehen und umgehe so den Stellplatzkampf an Pfingsten. 

Gesagt, getan, gepostet und Besuch bekommen!

Und schau an… es kam ein Besuch nach dem anderen an den kommenden Tagen. Ich habe so das Gefühl, Camping nach Corona ist aktuell für ganz viele Camper ein “musst have”. 

Ganz, ganz ehrlich gesagt, das mit dem Leserbesuch on Tour ist für mich häufig ein extrem zweiseitiges Schwert. NEIN ich muss es anders sagen, für mich ist das ganze Thema insgesamt nicht mehr so einfach, entspannt und “nett”, wie es für viele andere Camper ist.

Einerseits finde ich es natürlich toll, wenn Leute sagen, wir haben gelesen Isa steht in Fulda, die wollten wir schon immer mal kennen lernen, da fahren wir jetzt mal hin. Ein bisschen quatschen, vielleicht auch einen Kaffee, einen Milchshake oder ein Bier trinken gehen… alles super, immer gerne, immer schön 🙂 

Zumal ich es ja schon mehr oder weniger von Beginn an so mache, dass ich niemals zu irgendwelchen Lesern nach hause fahre. Warum und wieso? Das würde hier jetzt jeden Rahmen sprengen, nur so viel, ich mache es nicht. Von daher finde ich solche Stellplatz oder Campingplatz Besuche und spontane Treffen total ok, nett, habe ich gerne!

… alles wunderbar & wirklich schön!

Aber ich sagte ja schon… das ganze ist immer häufiger ein zweischneidiges Schwert. Denn wenn ich unterwegs bin, dann bin ich ja oftmals etwas anders unterwegs als viele “ganz normale Freizeit Camper”. Neben dem wunderschönen “unterwegs sein” und reisen, ist das alles auch immer wieder Arbeit, ein ganz normaler Job, wie wir ihn alle haben oder ausüben, oder anders gesagt,  für mich ist so eine Tour ja nicht nur reine Freizeitgestaltung, ich muss eben auch an den Laptop oder habe den ein oder andere Termin, manchmal auch kurzfristig.

In Fulda war es z.B. so, dass mich insgesamt 5 Womos besucht haben. Ein Blogger Kollege den ich schon lange kennen, ein Buch Autoren Paar bei denen es schlicht Zufall war und 3 Leser-Paare. Mit einem Paar saß ich abends noch zusammen, wir haben gequatscht und alles war entspannt. Wir haben ein Glas zusammen getrunken, uns unterhalten und alles war wunderbar entspannt.

Überraschung, Pfingsten mit Milla & Isa…

Die zwei anderen Paare sind allerdings ganz bewusst nach Fulda gefahren, um gemeinsam mit mir die Pfingsttage zu verbringen. Nicht falsch verstehen, damit habe ich noch gar kein Problem, es wird erst dann schwierig, wenn ich vorab nichts von dieser Camping nach Corona Pfingsttour zu Isa wusste und alle Personen gerne ein gewisses “Tagesprogramm”  gemeinsam mit Milla und mir erleben möchten. Ich stand also jetzt direkt vor mehreren Problemen. Milla ist nicht mehr in der Lage mit anderen Hunden lange Spaziergänge zu erleben und ich hatte mir die Pfingsttage auch arbeitstechnisch anders eingeplant. 10 Uhr Dombesuch, 13 Uhr Stadtbesichtigung, danach ein Eis und abends essen gehen… das klingt klasse, aber wie gesagt, nur weil ich unterwegs bin, bedeutet das für mich nicht, dass ich frei habe. Das ist überhaupt nicht böse gemeint und das bedeutet auch nicht, dass ich nichts mit anderen Leuten zu tun haben möchte, es ist nur einfach nicht alles immer so möglich. Denn eines steht für mich ganz eindeutig fest… ich habe zu lange gekämpft um an ein paar Aufträge zu kommen, Arbeit, schreiben “Job” geht auch unterwegs für mich erstmal vor und bei Millachen… gut, da muss ich dann vielleicht auch einfach so hart sein und sagen, ich weiß am besten, was dieser Hund noch kann und verträgt.

Das ist nicht fair, denn so bin ich nicht!

Ich finde es nicht fair, wenn es letztendlich heißt, ich sei asozial, eingebildet, vollkommen übertrieben zickig o.ä., nur weil ich sage, ich kann dieses Tagesprogramm (von dem ich ja gar nichts wusste, es war ja ein ganz spontaner Besuch) nicht mitmachen, ich kann nicht 2 Stunden mit den Hunden wandern gehen, den ganzen Tag mit mit vollkommen fremden Menschen verbringen und gleichzeitig meine Arbeit liegen lassen. Das geht einfach nicht… und das ist wirklich nicht böseartig, asozial oder komplett eingebildet gemeint!!!

Du kannst es dir sicher schon vorstellen, leider gab es mit beiden Paaren letztendlich ganz schön Zoff, weil ich den Erwartungen an mich einfach nicht gerecht werden konnte.

 

Hunde Anhänger fürs Wohnmobil

Lange Spaziergänge findet Milla mittlerweile auch wieder gut, allerdings am besten im Halbschlaf in ihrer Kutsche! Aber gut… die kleine ist vor wenigen Tagen (geschätzt) 20 Jahre alt geworden!

 

Es läuft leider immer wieder auf drei “Blogger Problemchen” zurück, aber die haben zumindest nichts mit Corona zu tun, juhuuu!

“1. Problem” :  

Ich bin alleine unterwegs und da bekommt man sicherlich auch schnell den Eindruck, ach die Isa ist da so alleine, die fahren wir jetzt einfach mal spontan besuchen, damit sie nicht so “einsam und gelangweilt” ist. Ich kann wirklich verstehen, dass dieser Eindruck entstehen könnte, aber ich fühle mich im gründe nie einsam und gelangweilt, bin ich wirklich sehr, sehr, sehr selten.

“2. Problem” :

In ganz vielen Fällen kennst du mich, Milla, meinen Alltag deutlich besser als ich dich. Für dich bin ich “die Isa, die mit Milla unterwegs ist und gerade Mister Pepper nutzt”, die im Ruhrpott lebt, die Kaffee liebt, die gerne blogged, die auch mal deutlich Klartext schreibt, die alleine unterwegs ist, die eine Geschichte hat und es liebt im Café zu sitzen. Für mich bist du aber in den allermeisten Fällen total fremd. Klar, das kann man ändern, aber das braucht auch ein bisschen Zeit.  Wie verhält du dich denn komplett fremden Personen gegenüber? Ist es direkt so, dass du mit ganz fremden Menschen z.B. die kompletten Pfingsttage verbringst, oder einfach mal bei ihnen zuhause vorfährst und abends auf deren Couch sitzt? Oder ist es nicht eher so, dass man einfach etwas Zeit benötigt, sich kennenlernen muss, sich “beschnuppern” muss, wenn man total fremde Menschen kennenlernt?

“3.Problem” :

Für viele Camper ist die Zeit unterwegs reine Freizeit, Urlaub, der Job ist zuhause und on Tour genießt man das Leben abseits von Geld verdienen und Arbeitszeiten. Naja und dann gibt es eben noch ein paar Camper wie mich, die ihre Arbeit überall erledigen können, Hauptsache sie haben Internet und einen Laptop. Natürlich bin auch ich mal einen ganzen Tag unterwegs und der Laptop bleibt geschlossen.

Aber selbst dann habe ich im Café das Handy in der Hand und poste etwas, schreibe Nachrichten und Kommentare, oder ich saß die Tage zuvor dafür besonders lange am Laptop oder ich weiß, ok… heute Vormittag, Mittag bin ich unterwegs, dann nutze ich eben noch den Abend für die Arbeit. In meinem Fall verbindet sich eben Freizeit und Arbeit im und am Wohnmobil und das auch über z.B. Pfingsten, wenn es gerade nötig ist.

 

Die Tage in Fulda waren also insgesamt schön, aber auch nicht ganz unkompliziert und dabei war Camping nach Corona mal gar kein Thema! Erstaunlich, dass das noch möglich ist 😉

 

Von Fulda aus bin ich dann weiter gefahren ins bayrische Kitzingen und da ist leider mal wieder etwas geschehen. 

 

 

Weinsberg Pepper Wohnmobil Camping nach Corona Urlaub

Das klang schon nicht gut und sah dann auch unschön aus. Es ist immer doof, wenn so etwas mit fremden Eigentum passiert. 🙁

 

Mister Peppers Pollersucht! 🙁

 

Da ich den Kühlschrank nicht fest verschlossen habe bevor ich los gefahren bin, ist mir die Kühlschranktür, während ich auf die Autobahn aufgefahren bin, aufgeflogen! Also… nächster Halt, Rastplatz!

Dort habe ich schnell geparkt, habe flux den halben Kühlschrank wieder eingeräumt und dann viel mir auch noch ein, dass ich in der Garage eigentlich Millas Kutsche anders verstauen wollte, weshalb ich dann doch ein paar Minuten länger auf dem Rastplatz stand und in der Garage gekramt habe. 

In dieser Zeit ist direkt vor mir ein LKW angekommen und hat, aufgrund der nicht allzu großen Lücke, relativ nah, direkt vor mir eingeparkt. 

Alles gut, eigentlich alles kein Problem, komplett eingeparkt hatte er mich nicht!

Um ausparken zu können, musste ich ganz einschlagen und etwas zurück setzten, um dann an der Ecke des LKW’s vorbei zu kommen. Wie gesagt, eigentlich alles kein Problem. Doch an diesem super sonnigen Tag, spiegelte der Bildschirm der Rückfahrkamera unheimlich, so dass ich nur ganz schlecht erkennen konnte, was auf dem Bildschirm zu sehen war. Davon abgesehen hatte ich den Poller am Rand des Rastplatz Gehwegs, an dem ein Mülleimer hing, vorab gar nicht registriert!

Tja und so passierte was passieren musste… das Heck des Peppers “schwenkte aus” und ich touchierte den Poller. Zwar war ich ganz langsam, aber es reichte aus, um einen deutlich sichtbaren (und hörbaren) Riss in der Stoßstange zu provozieren.

 

VERDAMMT! Camping nach Corona und jetzt auch noch die Poller Sucht!

 

Ei, jei, jei…. bei dem eigenen Wohnmobil ist so etwas schon ärgerlich, aber Mister Pepper gehört mir ja nicht, sondern Weinsberg! 

Es blieb mir also nichts anderes übrig als direkt, mit ganz viel schlechtem Gewissen, zu beichten was geschehen ist!!! Eines stand in diesem Fall zumindest Zweifelsfall fest… ich hatte Schuld und niemand sonst!

Damit niemand sagen konnte ich habe “Fahrerflucht” begangen, habe ich natürlich die Polizei informiert, man weiß ja nie wer später irgendwas meint. Wobei es an dem Poller tatsächlich keinerlei Schaden gab, also gar, gar, gar, gar nichts!!! Es dauerte keine 10 Minuten, da fuhr der Streifenwagen auch schon auf den Rastplatz, die haben sich das alles angesehen, haben festgestellt, dass an dem Poller keinerlei Schaden ist,  haben meine Daten aufgenommen und mir eine schöne Weiterfahrt gewünscht.

 

Blieb noch der Anruf bei Weinsberg! 🙁

 

Also habe ich ganz schnell bei Weinsberg angerufen (dann hatte ich es hinter mir) doch zum Glück,  nahm es das Weinsberg Team locker auf. Aussage: Mach dir keinen Kopf, wer so viel unterwegs ist, kann auch mal etwas übersehen.  Solange es „nur“ die Stoßstange ist und nicht noch mehr beschädigt wurde, hält sich das ganze ja in Grenzen. Wir schicken dir den Versicherungsbogen zu und dann schauen wir mal, wie wir das regeln können. Wo biste denn gerade? 

Glücklicherweise ist das ganze ja schon in Bayern geschehen, ich war also zumindest nicht suuuuper weit von Jandelsbrunn entfernt und vielleicht könnte man den Schaden ja direkt im Werk reparieren. Das Weinsberg Team wollte sich mal erkundigen und wir würden dann irgendwann nochmal telefonieren.

Puhhhh das war also schonmal geschafft!!! Naja…und wenn man das ganze dann vielleicht noch im Werk reparieren könnte, wäre das sicherlich auch nicht schlecht für mich.

Haaaaaach…. alles eine unangenehmen Sache, aber gut….sowas kann leider passieren.

 

 

Kitzingen Bayern Camping nach Corona

Kitzingen eine tolle Stadt mit einem (wie ich finde) klasse Stellplatz direkt am Main

 

Jetzt aber weiter nach Kitzingen, die Camping nach Corona Tour sollte ja weiter gehen.

 

In Kitzingen war ich schon vor vielen Jahren, fand es damals schon super schön und auch jetzt, war Kitzingen einfach nur klasse! Ich mag den Stellplatz, der sich so lang am Main entlang zieht und das Städtchen hat ein kleines bisschen „Zucker Charme“.  

Gerade bei schönem Wetter ist Kitzingen besonders toll, weil man so wunderbar ,auf den Mainwiesen, vor dem Womo sitzen kann. Der Stellplatz kostet 9 Euro mit allem drum und dran (ich glaube allerdings es gibt keine Duschen und Stellplatz Brötchen gibt es immer von Mittwoch bis Sonntag, diese sehen aber nach typischen Aufbackwaren aus) 

Nachdem ich noch am selben Tag den Bogen für die Versicherung ausgefüllt habe und den gesamten Tag vor dem Womo in der Sonne am Laptop verbracht habe, klingelte am nächsten Morgen mein Handy… Weinsberg!

Isaaaaaaa…. wir haben mal mit der Werkstatt gesprochen. Eine neue Stoßstange wäre auch vorrätig, wenn du nächsten Montag in Jandelsbrunn sein könntest, könnten wir dir hier die Stoßstange direkt wechseln. 

Ja klar schaffe ich das, gar keine Frage 🙂 und mal schauen, wie Knaus Tabbert bzw. Weinsberg das Corona Camping Thema im Werk angeht.

Von dem Moment stand also auch fest, ich bleibe nicht über das gesamte Wochenende in Kitzingen stehen, sondern fahre Freitag schonmal nach Passau. 

Erstmal hatten Milla und ich aber noch 2 schöne Tage in Kitzingen, auch wenn das Wetter ab Donnerstag schon deutlich schlechter wurde. Was ich allerdings echt erstaunlich fand, selbst an den Tagen nach Pfingsten, mitten in der Woche, war der Stellplatz seeeeehr gut besucht. Es gab immer noch einige freie Plätze, aber meinen Erfahrungen nach, war es schon echt voll, für eher mittelmäßige Tage mitten in der Woche. 

 

Kitzingen Stellplatz direkt am Main

Die Wiese zwischen Wohnmobil und Main eignet sich wunderbar für lange Camping Abende.

 

Klappe die 324… Passau, Jandelsbrunn, Weinsberg wir kommen mal wieder!

 

Freitag bin ich also mal wieder in Richtung Passau getuckert und habe das Wochenende bei meinem Freund verbracht. Im vorbeifahren habe ich noch 2-3 Stellplätze Passaus gesehen und auch hier war es mal wieder sehr voll. Der kleine Stellplatz mit Strom direkt in der Stadt war Freitag Nachmittag komplett belegt und der größere Stellplatz an der Donau, ohne irgendeinen Service, war bis auf ganz wenige Lücken ebenfalls voll.  

Und das… obwohl ein komplett verregnetes Wochenende vorhergesagt wurde und es ja doch noch einige Menschen gibt, die das ganze Thema Camping nach Corona mit Sorge betrachten. . 

Den gesamten Samstag haben wir dann in Regensburg verbracht. Leider hat Regensburg keinen echten Stellplatz, der ausgezeichnete Parkplatz ist meist von Autos belegt. Aber man kann ganz gut in der nähe der Uni parken und so zumindest die tolle Stadt besichtigen. 

 

Mister Pepper, Weinsberg Cara Compact Pepper Infos

Als wir in Jandelsbrunn ankamen, hagelte es wie aus Kübeln. Ich schau dann immer direkt sorgenvoll auf die Dachfenster, aber… die Dinger halten einiges aus!

 

Am Montag ging es dann für Mister Pepper zur “plastik”schen OP in Corona Zeiten!

 

Jandelsbrunn ist ca. 45 Minuten Autofahrt von Passau entfernt und liegt ganz nah am ADW. 😉 Ich sag mal so… ganz viel Grün und ein hübsches Werk in der Mitte, aber vieeeel mehr, hat Jandelsbrunn dann auch nicht zu bieten. 

Nachdem ich also am Werk ankam, mich brav angemeldet habe und samt Temperaturmessung und Maske das Werksgelände betreten durfte,   ging dann auch alles ruck zuck. Mister Peppers Schlüssel ging an die Werkstatt und damit begann die OP! 😉 

Doch auch vor Ort war mal wieder das gesamte Weinsberg Team echt nett und mein Rempeln sorgte für kein bisschen Stress oder blöde Sprüche, passiert ist passiert und ich hatte so das Gefühl, dass alle Beteiligten erst gar nicht vor hatten, die gute Stimmung zwischen Weinsberg und mir „anzukratzen“. 

 

Auch wenn ich mich wiederhole, aber ich kann nichts anderes sagen als… DANKE Weinsberg! 

 

Wohnmobil Camping Corona Frühsommer Tour

Frisch, fromm, fröhlich, frei… jetzt kann der Pepper Sommer kommen. Danke WEINSBERG!!!

 

Liebenswerter Weise konnte mich jemand auch noch passend zum Feierabend mit dem Auto zurück nach Passau bringen, so dass mir sogar die hohen Taxi Kosten erspart geblieben sind. 

Bereits am Dienstag Nachmittag klingelte mein Handy und ich bekam die Info, dass ich Mister Pepper gesund und munter am nächsten Tag abholen könnte. Juhuuuuuu… das ging ja super schnell!

Mittwoch Morgen hatte ich erneut das Glück, dass mich jemand aus dem Weinsberg Team mit nach Jandelsbrunn nehmen konnte. Wie gesagt, Jandelsbrunn liegt nochmal ein ganzes Stück hinter Passau und da ist es natürlich schon klasse, wenn ich mir die 60-70 Euro Taxi Kosten sparen kann. 

Am Werk angekommen habe ich auch erfahren, bei Mister Pepper wurde nicht nur das Popöchen repariert bzw. ausgetauscht,, er hat auch neue wunderschöne, runde, grau schwarze Sommerschühchen bekommen und die Werkstatt hat direkt noch sämtliche Flüssigkeiten (Öl, AdBlue, Wischwasser usw.) aufgefüllt. 

 

So ist also alles wieder frisch, der Camping & Corona Sommer kann kommen. Noch habe ich ihn ja gute 2 Monate sicher. 🙂 

 

Tjaaaa…. nur leider ist das Leben ja eine Achterbahnfahrt und es ist wirklich so….nach jedem Hoch kommt auch eine rasante Abfahrt! 

Eigentlich hatte ich ja geplant noch einige Tage weiter durch Süddeutschland zu tingeln, doch das musste ich jetzt erstmal hinten anstellen. Denn leider klingelte in der Nacht mein Handy und ich bekam die Nachricht, dass wir einen Trauerfall in der Verwandtschaft haben. 

Jetzt werde ich erstmal zuhause gebraucht, darum bin ich Donnerstag auch direkt in einem Rutsch durch zurück nach Dortmund gefahren. Jetzt stehen erstmal ganz andere Themen an, bevor es wieder los geht. 

 

Camping nach Corona mit Knaus Tabbert

Natürlich herrschen auch im Knaus Tabbert Werk in Jandelsbrunn besondere Corona Bedingungen. Aber… da wurde zumindest 1A gereimt! 😉

 

Ein paar letzte Worte zum Thema Camping nach Corona Lockdown… 

 

Ich bin wirklich sehr erstaunt, wie unterschiedlich das ganze Thema in den vergangenen Wochen gehandhabt wird, man kann noch nicht einmal sagen, dass z.B. in Bayern grundsätzlich alles viel strenger ist. So sind im „laschen“ NRW z.B. Plexiglaswände in den Taxis verbaut, in Bayern trägt man maximal Mundschutz. 

Es ist also fast unmöglich irgendetwas allgemeines zu den Regelungen zum Thema Camping nach Corona Lockdown zu sagen. Wenn ich mir allerdings anschaue, wie jetzt alles voran geht, im Ausland gibt es zum Teil schon fast gar keine besonderen Regelungen mehr, der Sänger Nico Santos hat in NRW bereits ein erstes Konzert gefeiert, Thüringen setzt die Kontaktbeschränkungen aus, einige Bundesländer wollen die Maskenpflicht reduzieren und auch die Bars werden wieder mit Abstandsregelungen geöffnet. 

Wenn ich mir all das so ansehe und gleichzeitig erfahre, dass wir schon Tage mit unter 200 Neuinfektionen in Deutschland hatten, dann gehe ich einfach mal davon aus, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Mit aller berechtigten Vorsicht, ich für meinen Teil hoffe sehr, dass wir alle jetzt auch zügig zurück in einen ganz normalen Alltag kommen, denn für mich (ganz persönlich) ist mittlerweile die ein oder andere Regelung nicht mehr ganz verständlich. Ganz gleich ob es um das Thema Camping nach Corona geht, oder die Corona Bestimmungen allgemein. 

So viele unterschiedliche Corona Lockerungen und dennoch kein Anstieg?

Denke ich z.B. an die deutsch-niederländische Grenzregion, dann finde ich es schon irgendwie nicht ganz verständlich, dass in dem einen Land z.B. keine Maskenpflicht mehr herrscht (außer ÖPNV), in dem anderen aber schon und man ganz selbstverständlich von einem Land ins andere tingeln kann, wer will auch täglich und immer wieder und sich dennoch an den Infektionszahlen so gar nichts ändert. 

Ich wünsche mir einfach, dass dieses ganze Thema jetzt nach und nach deutlich in den Hintergrundtritt und wir in allen Formen des Lebens wieder in die Normalität zurückkehren. Zumindest in der Tagesschau war es an einem der vergangenen Abende bereits so, dass das Thema Corona erst an 3. Position lief.

Drücken wir uns alle die Daumen, dass wir einen super schönen und zieeeeemlich normalen Spätsommer erleben dürfen, Camping nach Corona ganz schnell Realität wird und sich die vielen Sorgen einiger Unternehmen und Mitmenschen nicht bestätigen. 

In diesem Sinne… bleibt gesund!

Eure

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Wohnmobil Camping Corona Frühsommer Tour

Wohnmobil Camping Corona Frühsommer Tour

Wohnmobil, Camping und Corona …. wie ist es denn nun, nach 10 Tagen on Tour? Voll, toll, oder voll toll?

Seit gut 10 Tagen sind Milla, Mister Pepper und ich wieder unterwegs. Juhuuu! Allerdings war ich in den Tagen vor der Tour echt hin und her gerissen. Eigentlich und grundsätzlich hatte ich Lust los zu düsen, egal wohin, Hauptsache erstmal raus, mal ganz abgesehen davon, dass es Weinsberg sicherlich auch ganz gut findet, wenn ich mal wieder unterwegs bin und der Pepper nicht weiter ungenutzt vor der Tür steht. 

Wenn ich mir dann allerdings angeschaut habe was seit 2-3 Wochen auf Facebook los ist und mir zudem NIEMAND sagen konnte, wie denn nun die Regelungen rund um Corona & Stellplätzen vor Ort genau sind, dann verging mir schon wieder die Lust am touren. 

Von vielen Campingplatz Betreibern habe ich posts gelesen wie: Hallo Leute, wir sind wieder für euch da! Ihr könnt ab sofort reservieren, aber…. bis Ende August sind wir leider schon ausgebucht! 🙁 Ihr könnt es aber trotzdem versuchen, vielleicht springt ja jemand ab und ihr habt Glück. Hmmmmm…. und auf welchen Plätzen muss ich denn dringend auf Grund von Corona vorab reservieren, wo ist es einfach nur praktisch weil es so unglaublich voll ist und wohin kann ich vielleicht auch einfach so entspannt reisen? 

Egal welchen Verein, Verband, Magazin oder Betreiber ich angeschrieben habe, keiner,  also ich meine wirklich KEINER, konnte mir verlässliche Infos geben, wie die gesamte Lage auf kleinen, einfachen (oftmals städtischen) Stellplätzen ist. Nicht mal dann, wenn es nur um das eigene Bundesland ging. 

Dafür spielt aber gefühlt die halbe Camperwelt verrückt! Zig Regionalzeitungen und die Tourismus Verantwortlichen unterschiedlicher Städte, posten wie schlecht sich die Campermassen benehmen bzw. dass sie den Massen der Reisemobilisten nicht mehr Herr werden, Eltern möchten, dass Camper ohne Kinder in den Ferien zuhause bleiben,  einerseits wird von geschlossenen Sanitäranlagen und viel zu wenigen Stellflächen gesprochen, andererseits sieht man aber immer wieder Rappel volle Plätze und gerade jetzt meint „jeeeeeedes“ (TV) Magazin auf den Campingzug aufzuspringen. 

Tja und nun? Reisen, nicht reisen, touren, nicht touren, reservieren, nicht reservieren?

 

Corona Camping Sommer Praxis – Meine Erfahrungen zur Womo Tour im Frühsommer 2020

 

Wohnmobil Camping Corona Frühsommer Tour

Eeeeendlich wieder unterwegs!

Also eines vorab ihr Lieben… easy peasy ist das alles echt nicht!

Eigentlich hatte ich ja geplant das lange Himmelfahrtswochenende zusammen mit Freunden zu verbringen, doch auch nach über 40 angerufenen Plätzen in NRW… keine Chance alles voll!

Darum mein Corona Camping Sommer Praxis Tipp 1

wenn ihr wirklich sicher gehen möchtet auch über irgendein Wochenende auf einem Campingplatz stehen bleiben zu können, dann geht von Anfang an mit viel Geduld an die Sache ran, es kann gut sein, dass ihr unzählige Plätze abtelefonieren müsst. In diesem Jahr zu sagen, ach wird schon klappen…. ein schwieriges Unterfangen. 

Ich bin dann also doch alleine los gefahren, erster Stopp Jülich! 

Den Stellplatz am Brückenkopfpark in Jülich hatte ich mir bewusst aussgesucht, weil ich wusste, der Platz ist riesig und mal abgesehen von irgendwelchen Gruppentreffen, wird da grundsätzlich NICHT reserviert. Wenn es also noch mit einem Plätzchen klappen sollte, dann in Jülich. 

Ich bin dann  Dienstag vor einer Woche in Jülich angekommen und es war auch noch einiges frei, so dass ich mir noch einen netten Platz samt Strom aussuchen konnte. 

Es wurde dann von Tag zu Tag voller und spätestens ab Donnerstag waren zumindest alle Plätze samt Strom auf dem riesigen Stellplatz belegt, wer keinen Strom brauchte, konnte aber selbst am Wochenende noch freie Plätze finden. 

Und wie lief es rund um Corona in Jülich? 

Nunjaaaa, also ganz ehrlich gesagt, war das Corona Thema in Jülich nicht wirklich ein Thema. 

Die einzige Dame die direkt und sofort schon von weitem giftig wurde, war die Dame im „Glaspalst“ am Eingang zum Zoo, bei der man auch den Stellplatz bezahlen kann. Warum allerdings gerade die Dame so sehr auf Maske und Desinfektion bestand, obwohl ich ja gar nicht in den Park wollte und sie in einem komplett verschlossenen Glaskasten sitzt, samt dieser Geld Ticket Schiebe Funktion, die man früher auch am „Bankschalter“ hatte, keine Ahnung!

Das war aber wirklich das einzige Mal während der Zeit in Jülich, dass Corona ein echtes Thema wurde.

Die Plätze konnten gewählt werden wie man möchte. Gerade auf der Wiese standen auch immer mal wieder kleinere Gruppen von 2,3,4 Wohnmobilen eng zusammen und hatten eine gute Zeit. 

Jeden Abend kam der Stellplatzwart durch die Reihen und hat von allen möglichen Campern die Stellplatzgebühr eingesammelt, die Toiletten und Duschen waren geöffnet, allerdings hat der Stellplatzwart gesagt es wäre schon ganz nett, wenn man vorrangig sein eigenes Klo nutzen würde und selbst in der Stadt haben Cafés komplett auf irgendwelche Adresse o.ä. verzichtet, Aussage: Jaaaaaaaa, ist gerade so voll, aber wenn Sie möchten, können Sie uns ihre Adresse natürlich da lassen. 🙂  

 

Wohnmobil Camping Corona Frühsommer Tour

Der Abstand zwischen den Wohnmobilen konnte, wenn man wollte, in Jülich groß genug sein.

 

Fazit, erster Stop meiner Womo Corona Camping Frühsommer Tour, Jülich!

Jülich hat das Virus anscheinend hinter sich ;-), das ganze Corona Thema wird extrem locker gesehen und dank des sehr großen Stellplatzes auf dem man eben NICHT reservieren kann, ist Jülich ein wirklich gutes Ziel für alle, die nochmal kurzfristig los möchten. 

Dank Brückenkopfpark (ein Mix aus Park und Zoo), netten Fahrradwegen am Fluss entlang und einer Innenstadt, in die man ca. 20 Minuten laufen muss, bietet Jülich einiges und ist für mich immer wieder ein netter „Notnagel“. 

Wetzlar… der 2. Stopp meiner Womo Corona Camping Frühsommer Tour

Auf dem Stellplatz an der Dill in Wetzlar, war die Lage schon wieder eine ganze andere und deutlich komplizierter. 

Nachdem ich am Stellplatz ankam und dieser für einen Sonntag doch sehr gut genutzt wurde, habe ich mich weit hinten in ein Eckchen verdrückt, was sich hinterher noch als großes Glück herausstellen sollte. 

Denn obwohl es Sonntag war (eigentlich ja ein Tag an dem die meisten Camper wieder heim fahren) wurde der Platz voller und voller und am frühen Abend, schaute doch tatsächlich noch das Ordnungsamt vorbei. 

Die drehten erst eine Runde samt ihrem Auto über den Platz und klopften dann, „bewaffnet“ mit Handschuhen und Mundschutz, an jede Womo Tür, die ihrem Eindruck nach zu eng standen. 

Das führte dann bei einigen Mitcampern zu deutlichen und sehr lautstarken Äußerungen… bei denen ich schon wieder dachte, ach Mensch lasst es doch bleiben. Letztendlich mussten die Leute ja nichtmal vom Platz fahren, sie mussten nur jeweils zwei Meter nach vorne oder nach hinten umsetzten.  Naja und jetzt mal ehrlich… wenn dann durch diese 2 Meter Umparken das Stromkabel zu kurz ist, ja dann ist das doof, aber das ist doch nicht die Schuld des Ordnungsamtes. Ehrlich, es gab da zwei Leute, die sind steil gegangen, als wären sie das HB Männchen höchstpersönlich. 

Das ganze ging dann letztendlich so weit, dass eines dieser zwei Wohnmobile wirklich den Platz verlassen hat, vorher aber noch lautstark klar gemacht hat, dass er sich diese Stellplatzkosten zurückholen wird. Er hätte den Platz aber nicht verlassen müssen… mit 2 Metern vorwärts rollen hätte sich alles erledigt. 

Wir Camper sind schon manchmal ein sehr spezielles Volk! 😉  

Mein Corona Camping Sommer Praxis Tipp 2

wenn ihr auf einen Stellplatz auffahrt und ihr könnt noch zwischen mehreren Plätzen wählen, dann denkt an den Abstand. Wählt vielleicht nicht wie sonst eure lieblinhgspazelle, sondern nutzt z.B. den Platz am Rand und lasst etwas mehr Abstand, so dass ihr zur Not etwas nach links/rechts, oben/ unten ausweichen könnt. NATÜRLICH NUR INNERHALB EINER PARZELLE BZW. MIT DEN NORMALEN MÖGLICHKEITEN. MEHR PLATZ FÜR SICH IN ANSPRUCH NEHMEN WOLLEN WENN ES EH SCHON MAXIMAL VOLL WIRD, DAS IST AUCH WÄHREND CORONA EHER NIX!

Ich selbst hatte das Glück einfach stehen bleiben zu können, weil ich mich wie gesagt, bereits direkt am Anfang in den hinteren Bereich verdrückt habe und mit mehr als ausrechend Abstand zum Nachbarn in einer Ecke stand. 

Fazit, zweiter Stop meiner Womo Corona Camping Frühsommer Tour, Wetzlar! 

Im Gegensatz zu Jülich sah man die Abstandsregelungen in Wetzlar deutlich ernster, hier patrouillierte sogar das Ordnungsamt, klopfte konsequent an alle Türen und bat die Camper sich umzustellen. 

Der Platz war für einen Sonntagabend schon außergewöhnlich gut belegt,  dennoch war es noch für alle Fahrzeuge möglich auch mit Abstand einen gescheiten Platz zum ergattern. Eine echte 50% Belegung gab es allerdings auch hier nicht. 

 

Wohnmobil Camping Corona Frühsommer Tour

Derr Himmel über Jülich an Vatertag… die Engelchen backen Camper Plätzchen!

 

Kitzingen… der 3. Stopp meiner Womo Corona Camping Frühsommer Tour

Nach einer ruhigen Nacht ging es für Milla, Mister Pepper und mich auch schon weiter. Eigentlich, eigentlich, eigentlich hatte ich mir überlegt nach Kitzingen zu fahren, weil ich Stellplatz, Fluss und Städtchen einfach super schön finde. Und da der Stellplatz in Kitzingen normalerweise auch sehr große ist, hatte ich die Hoffnung dort über die kommenden Pfingstage stehen bleiben zu können. 

Doch dann habe ich mich nochmal schlau gemacht und ich stand mal wieder vor dem blöden Corona Info Problem. Die normalen Medien sagten, Bayern öffnet erst ab 30. 05. wieder die Stell- und Campingplätze, dannhabe ich aber einen Artikel der Pro Mobile gefunden in dem stand, dass „autarke“ Wohnmobile schon seit Mitte Mai in Bayern wieder unterwegs sein dürfen…. ja was denn nun??? Ich hatte keine Ahnung, also habe ich sowohl 2 Mails als auch zig Anrufversuche in Richtung Kitzingen gestartet, leider ohne Antwort! 🙁

Darum ist mein Corona Camping Sommer Praxis Tipp 3…

wenn ihr unter den Rufnummern die in z.B. einer App angegeben sind niemanden erreicht, versucht es doch direkt bei der Stadt bzw. Tourismusbüro der Stadt/Region XY. Manchmal kann das eher helfen als 5000. mal die selbe Nummer anzurufen unter der sich dann doch niemand meldet. 

Echt, also langsam gingen mir diese zig unterschiedlichen Regelungen und Bedingungen auf den Senkel!  

Nachdem ich also keinerlei Antwort erhielt, ich aber auch gerade jetzt, wo Pfingsten vor der Tür stand , nicht ohne Platz da stehen wollte, habe ich Kitzingen also gestrichen und bin nach Fulda  gefahren. 

 

Stellplatz Wohnmobil Camping Corona Fulda

In Fulda kommt es sehr darauf an, wo genau man steht. Ich habe hier einen tollen Platz…

 

Fulda… der 4. Stopp meiner Womo Corona Camping Frühsommer Tour

In Fulda war ich noch nie und hatte Fulda auch noch nie so richtig auf meiner Liste, dabei ist Fulda eine total schönes Städtchen!

Corona Technisch gilt für Womos & Fulda allerdings das Wendler Motto: EGAL!

Denn am Stellplatz angekommen hieß es, freie Platzwahl und wer zuerst kommt, bekommt eben auch die nette Plätze, wer später anreist, steht eng an eng!

Ich hatte mal wieder Schwein und nachdem ich etwas wirr über den Stellplatz Parkplatz getuckert bin auf der suche nach dem, schönsten freien Stellplatz Fuldas, kam ein anderer Camper auf mich zu und sagte, dass die in 5 Minuten fahren und ich dann ihren großen Platz übernehmen könnte. 

Gesagt getan, ich habe mich dann hinter den Herrn geklemmt, während der Wartezeit rief plötzlich auch noch jemand, Isaaaaa? Bist du nicht die Isaaaaa? Zu quatschen gab es also auch noch einiges und nachdem das Paar samt Womo weg gerauscht ist, habe ich noch (ganz Corona ordentlich) 2 Vieren freie Frischluft Windstöße über den Platz fegen lassen, bevor ich ihn dann absolut virenfrei und durchgelüftet übernommen habe.  🙂

 

Fulda mit dem Wohnmobil

Stadtschloss Fulda, samt Park, wurde wunderschön restauriert

 

Nachdem ich jetzt so ein nettes Plätzchen ergattert hatte, bin ich zu dem Entschluss gekommen, ich bleibe ganz entspannt, die komplette Woche über Pfingsten hier stehen! Das liegt mir ja normalerweise überhaupt nicht, spätestens nach dem 2 oder 3. Tag, denke ich, ich könnte woanders was verpassen :-)… aber hier jetzt und aktuell, bleibe ich einfach stehen und habe so zumindest meinen Platz über Pfingsten sicher!

Ehrlich… mich stresst das total, wenn jetzt in dieser eh schon vollen und komplizierten Zeit, solche „hammer Camper Feiertage“ anstehen. Da bin ich dann schon froh, wenn ich vorher einen netten Ort gefunden habe,  

Darum mein Corona Camping Sommer Praxis Tipp 4

vielleicht muss in diesem Jahr Tourpunkt 27.   29. oder 32. ausfallen und ihr müsst lernen den aktuellen Ort und Komfort zu genießen. WUUUUUUUUSAR! NUR DIE RUHE BRINGTS!

Vom Stellplatz mit „grünem Parkplatz Charme“ ist man innerhalb von 15 Minuten am Dom und in der sehr schönen Innenstadt. Ich habe so das Gefühl, dank der Kirche, ist Fulda eine echt reiches Städtchen und kann sich wunderschöne Restaurationen leisten.  

Fulda ist super schön! 

 

Wohnmobil Tour Hessen Fulda

Fulda ist wirklich ein sehr hübsches Städtchen.

 

Aber Corona technisch ist Fulda mal wieder total entspannt, ehrlich gesagt…. hier gibt es schlicht gar keinen Unterschied! Der Stellplatz ist jeden Abend rappel voll und je nachdem wo man steht, hat man eben viel Abstand, oder man steht Tür an Tür. 

Besuch!

Nachdem so einige gelesen haben, dass ich aktuell in Fulda stehe, bekomme ich auch immer netten Besuch! 🙂 

Gestern Mittag als erster, kam Henning von leben-unterwegs, hat einen netten Platz direkt vor dem Pepper bekommen und bleibt über Pfingsten hier stehe. 

Gestern Nachmittag kamen die Womo Autoren und „Womofahrer Nordhessen Blogger“ Annette und Franz vorbei. Die beiden sind allerdings aktuell auf Arbeits- und Recherchetour und musste leider heute am frühen Morgen schon wieder weiter. 

Dafür trudelte dann gerade Jeanette mit ihrem Mann ein. Wir haben uns schon auf der letzten CMT zum Vortrag kennengelernt und jetzt sind die beiden gerade unterwegs und haben einen Stop in Fulda eingelegt. Ich hab gerade schon so ein bisschen das Gefühl, ich mach mich hier aktuell total unsympathisch, weil ich zurück an den Laptop musste, aber… ich kann es ja auch nicht immer ändern. 🙁

Interessant war natürlich was die anderen so unterwegs auf den Stell- und Campingplätze erlebt haben. Ohne jetzt jeden der 327 Plätze einzeln zu besprechen kann ich euch sagen… es ist momentan wirklich UNMÖGLICH irgendetwas allgemeines zu sagen. 

Einige erzählten von einem kleinen Platz, hier in der Region, der nichts bietet, dafür aber eben auch kostenlos ist, tummeln sich aktuell fast 30 Wohnmobile, es gibt Campingplätze die hatten sogar noch freie Plätze, aber die lassen konsequent niemanden drauf, der nicht mindestens 3 Tage vorher reserviert hat, einige standen auf Campingplätzen ohne vorab zu reservieren, auf den Plätzen war noch einiges frei und die Sanitäranlagen waren ebenfalls ohne Einschränkungen geöffnet. 

ES GIBT MOMENTAN LEIDER KEINE EINDEUTIGE REGELUNG UND ES IST ABSOLUT UNMÖGLICH, DIE REGELUNGEN FÜR VERSCHIEDENE BUNDESLÄNDER IRGENDWIE VORHERZUSEHEN…. JEDER MACHT WAS ER WILL!

Darum mein Corona Camping Sommer Praxis Tipp 5…

vielleicht müsst ihr stellenweise auch wirklich anders reisen. Wenn es überall so voll ist/wird, lasst doch bitte dieses notgedrungene Massen Wild Campen, BITTE ihr versaut uns an vielen Orten gerade alles!!!! Es gibt so viele Stellplätze die eher „uninteressant“ liegen. Dann muss man eben mal erst mit dem Womo in eine Stadt oder zur Sehenswürdigkeit fahren, um dann abends komplett aus der Region raus zu tuckern und einen dieser eher kleinen und uninteressanten Stellplätze anzufahren. Auf denen ist dann meist weniger los, als an den blöden „wild Camping Hot Spots“ und hey…. fast immer sind diese kleinen Stellplätze auch noch günstig!

 

Besuch im Wohnmobil

Zu besuch… Pfingsten mit Isa scheint ein Renner zum werden 🙂 😉 Henning von Leben-unterwegs & ich 🙂

 

Meine erste Womo Corona Camping Frühsommer Tour

 

Mittlerweile stehe ich den 3. Tag in Fulda und es wird von Stunde zu Stunde voller, aber es sind noch ein paar Plätze frei. 

Hier ist es zumindest so, dass die Stadt Fulda einen ganz netten großen Parkplatz mit Grünflächen und einigen Bäumen für Wohnmobilisten zum Stellplatz gewandelt hat. Hier teilen sich also ein paar PKWs mit vielen Womos den Platz, es gibt immer wieder Stromsäulen, eine kleine Ver und Entsorgung und dieser Mix aus PKW Parkplatz und Stellplatz ca. 15-20 Fuß-Minuten vor den Toren der Stadt, funktioniert hier echt erstaunlich gut. 

Vielleicht ist dieses System ja auch wirklich etwas für andere größere Städte, denn von diesen ungenutzten großen Parkplätzen, die den normalen City Bummel Autofahrern zu weit außerhalb der Geschäftsmeilen liegen, gibt es ja doch immer wieder einige. Und wenn man diese großen Parkplätze dank einiger Stromsäulen für Camper interessant machen kann, dann wäre das doch auch für die Städte eine coole Einnahmemöglichkeit. Hier in Fulda kostet ein Stellplatz günstige 6 Euro… für einen City Platz echt saugünstig. Wenn durchschnittlich jeder Camper gut 49 Euro in einer Region pro Tag lässt, wäre diese großen Ausgelagerten Parkplätze doch klasse Stellplätze. 

Davon abgesehen kann ich euch nur sagen. Es ist aktuell an ganz vielen Orten ein einziges durcheinander! Nehmt ein paar Masken mit… ihr werdet sie mal mehr mal weniger gebrauchen und alles andere, könnt ihr eigentlich erst vor Ort selbst herausfinden… wenn ihr noch einen Platz ergattert. 

Ich sage wie immer… bleibt gesund und bis bald

Eure

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Allein on the Road – zwischen Österreich, Deutschland und dem Pannendienst, Teil 2

Die Omi, Milla und ich sind wieder on the Road. Im ersten Teil habe ich euch bereits verraten was in den vergangenen Wochen bei mir so los war, warum ich mich auf den Weg nach Österreich aufgemacht habe und wie meine Zeit auf dem Camper Festival “Gates of Summer” verlief. Wenn ihr Teil 1 noch nicht gelesen habt, dann klickt am besten erst auf diesen Link: Auf zum ersten Teil dieses Artikels!

Geendet hat Teil 1 mit der immer wieder spannenden Frage, würde das Wohnmobil anspringen? Schon seit langem ist es so, dass sich die Omi extrem schwer tut, sobald es kalt ist. Sind die Temperaturen angenehme, springt die Omi ohne Probleme an, ist es aber kalt, tut sich meistens nichts. Mittlerweile war es aber Sonntag, ich stand zwar noch auf dem wunderschönen Grubhof Campingplatz, wollte aber los, um Freunde in Passau zu besuchen.   

 

Allein on the Road – Österreich, Passau, Dortmund… zwischen Schutzengeln, Pannendienst und 8 Hufen auf der Autobahn

 

Ich hatte es am Abend zuvor schon geahnt und mein Bauchgefühl trügt mich seeeeelten… diesmal wolle die Omi also gar nicht mehr anspringen. Auch nicht nach dem 4. oder 5. Versuch!

Aber das Starthilfekabel wird ja langsam zu meinem besten Freund!

Zum Glück gab es auch einen netten Mitcamper der mir Starthilfe geben konnte und so erwachte die Omi doch noch aus ihrem Winterschlaf.

Man, man, man dieser Mist mit dem Anspringen, nicht anspringen, doch anspringen nervt mich langsam tierisch!

Jetzt aber nichts wie los…. nochmal eben schnell auschecken und die Platz Betreiber für ihren wunderschönen Campingplatz loben, das ganz natürlich mit laufendem Motor und dann raus auf die wilden Landstrassen Österreichs.

 

Road Trip allein zwischen Deutschland und Österreich

Wartend, an den Baustellenampeln Österreichs sieht man so ganz andere Dinge als im Ruhrgebiet 😉

 

Gott sei Dank… mein Schutzengel war hellwach!

Bis auf die 8 Km Autobahn rund um Salzburg, führte uns (Milla und mich) die Strecke tatsächlich einmal quer durch Österreich und zwar immer auf Landstraßen.

Das Wetter war eklig! Ein Mix aus Regen, Hagel und Schneeregen, dazu immer wieder böiger Wind…. aber zumindest war auf den Strassen wenig los, so dass wir entspannt vor uns hin tuckern konnten.

Allerdings bemerkte ich irgendwann im Rückspiegel einen unsympathischen Zeitgenossen, der soooo gedrängelt hat, dass ich ihn am liebsten aus der Karre gezogen hätte.

Ich befand mich aber nunmal auf einer Landstraße, konnte mich auch nicht “wegzaubern” und es gab auch ganz lange für mich keine Möglichkeit, mi der Omi einfach irgendwo rechts ran zu fahren, um den Idioten vorbei zu lassen.

Zudem war die Strecke sehr kurvig, hügelig und es herrschte absolutes Überholverbot. Trotzdem setzte der Idiot zweimal zum überholen an, kam aber, obwohl ich langsamer wurde, nicht rechtzeitig an mir vorbei, weil von vorne bereits jemand kam und hatte Glück, dass er rasch wieder hinter mir einscheren konnte… beide Situationen waren schon knapp.

Naja, irgendwann kam dann eine Tankstelle und weil der Klügere ja nachgibt und ich auch einfach keine Lust mehr hatte, mich von dem Sack weiter stressen zu lassen, bin ich also mit vollem Tank auf die Tankstelle gefahren, habe mir erstmal einen Kaffee und ein paar Weingummis gekauft, bin nochmal schnell im Womo auf die Toilette gegangen und habe den Idioten ein ganzes Stück vorraus fahren lassen.

Da der Kaffeeautomat der Tankstelle “hakte”, der Chef erst noch kommen musste um den Automaten neu zu starten, dauerte es  über 15 Minuten, bis ich wieder zurück auf der Strasse war und dann weiter durch den Regen getuckert bin.

Gute 15 Minuten, die noch sehr kostbar werden sollten.

Denn wenige Kilometer weiter kam mir plötzlich ein Auto entgegen, welches mir mit wilder Lichthupe signalisierte, langsam und vorsichtig zu fahren und eine Kurve später sah ich dann auch warum.

Mein “Drängler” von vorhin war anscheinend mit karacho aus der Kurve geflogen und muss dabei noch zwei weitere Fahrzeuge “mitgenommen” haben. Am Straßenrand lagen überall Autoteile, zwei Autos (der Drängler und ein weiteres Auto) lagen im Feld hinter der Strasse auf dem Dach und ein drittes Fahrzeug stand verkehrt herum zur Fahrtrichtung im Straßengraben.

Ich denke, mein Drängler ist viel zu schnell in eine Rechtskurve gefahren, ist dann bei dem schlechten Wetter aus der Kurve geflogen und hat dabei das eine entgegenkommende Auto voll mitgenommen und ein zweites Auto gestreift.

Als ich an der Unfallstelle vorbeikam, standen aber bereits Helfer an den Autos und sozusagen mit mir zusammen, traf auch gerade ein Rettungswagen und ein Notarztwagen am Unfallort ein.

Es war also bereits für Hilfe gesorgt und ich musste nicht noch mit der “dicken Omi” irgendwo anhalten, wie gesagt, selbst der Notarzt traf gerade vor Ort ein.

Nichts desto trotz, das ist schon ein komisches Gefühl so knapp an einem Unfall vorbei zu fahren und den einen Beteiligten “zu kennen”. Ob der Drängler nun voll in mich rein geschlittert wäre, kann ich natürlich nicht wissen. Vielleicht wäre auch gar nichts passiert, weil der Typ wegen mir langsamer gefahren wären. Ich kann nur sagen, bereits vorab bei diesen zwei missglückten Überholmanövern, war es schon knapp. Der Typ in seinem lila aufgemotzten VW ist auf jeden Fall gefahren wie der letzte Henker!

Wie auch immer, auch wenn ich nicht direkt betroffen gewesen wäre, gibt es sicherlich schönere Situationen als einen solchen Unfall live mitzuerleben und direkt als erstes mit an der Unfallstelle zu sein. Die gute viertel Stunde Pause war also mehr als sinnvoll.  Ich hoffe alle Unfallbeteiligten sind halbwegs gesund raus gekommen und ich bin froh einen so bemühten Schutzengel zu haben, der selbst Kaffee Vollautomaten zum haken bringt 😉 Da hat es sich mal wieder bewiesen, eine Kaffeetante zu sein hat auch so seine Vorteile!

Allein on the Road – Passau

In Passau angekommen konnte ich die Omi direkt vor dem Haus meiner Freunde parken und nachdem wir eine Fuhre Pizza bestellt haben, folgte ein gemütlicher Abend.

Am nächsten Tag noch ein schnelles gemeinsames Frühstück und von da an durfte ich mich mit Millachen in der Wohnung breit machen, um u.a. das Wlan der Beiden zu nutzen. Irgendwie ja schon ein komisches Gefühl, bei Freunden allein in der Wohnung zu sitzen, wenn sie selbst gar nicht da sind. Aber zum Glück kennen wir uns schon so lange, dass das kein Thema war.

Und genau so entspannt wie dieser Morgen, verliefen auch die kommenden drei Tage. Gemeinsames Frühstück, danach ging jeder an seine Arbeit und am Abend hatten wir eine richtig gute gemeinsame Zeit zwischen Kochen, Italiener und quatschen, quatschen, quatschen.

Millachen schlief gefühlt 23 von 24 Stunden am Tag.

Während des Treffens waren immer wieder “fremde” Leute am Womo, es gab für sie viele unbekannte Geräusche, Musik und dazu die Womofahrt, in solchen Situationen bemerke ich deutlich, dass das kleine alte Köpfchen das alles nicht mehr so gut verpackt, wie noch in den Jahren zuvor.

Während des Gates of Summer hat sich Milla zwischendurch auch mal wieder von ihrer weltbesten Seite gezeigt… allerdings als weltbester Kläffer! Darum war sie zwischendurch auch immer wieder im Womo, denn ein “auf alles und jeden aufpassender Hund”, ist auf so einem Treffen schnell nervig. 

Einerseits finde ich es ja wirklich gut, dass sie immer noch aufpasst und alles im Blick behält. Zudem ist es auch so, dass Milla viele fremde Leute am Womo einfach nicht gewöhnt ist, aber wenn sie dann nur noch und ständig bellt, war das eben auch nicht ok. Darum war dann eben Womo Auszeiten (die stille Treppe der Hunde erziehung 😉 ) angesagt!

Das große Projekt und die Vertragsfrist

Mit dem Mittwoch, war dann für mich ein wichtiger Tag gekommen, der 15.Mai … das hieß Abgabetermin!

Bereits vor einigen Monaten hat mich ein bekannter Verlag angemailt, geschrieben dass sie den Blog und meinen “Schreibstil” ganz gut finden und gefragt, ob ich nicht Lust hätte ein Buch zu schreiben. 🙂

Zu Beginn war ich schon seeeeeeehr hin und her gerissen, einerseits ist es natürlich eine tolle Möglichkeit, wenn schon ein Verlag “anklopft”. Wie viele Autoren gibt es, die zwar ein Buchskript in der Schublade haben, aber keinen guten Verlag finden der das Buch jemals veröffentlicht. Wahrscheinlich tausendeeeee….

Viele gehen dann den Weg und veröffentlichen das Buch als “self-publisher” ohne Verlag im Hintergund und verkaufen das Buch dann meist online. 

Wenn man dann aber so eine Chance bekommt und ein Verlag bei einem anfragt, darf man sich das eeeeeeigentlich nicht entgehen lassen.

Aber…. ein Buch? Ich?

Ich schreib es gerne nochmal, bis vor ein paar Jahren habe ich mich kaum getraut eine Glückwunschkarte zu schreiben, weil Rechtschreibung und Stil so bescheiden waren und jetzt sollte ich ein Buch tippen???

Ein Buch ist so ein großes und langwieriges Projekt und wenn ich den Autorenvertrag erstmal unterschrieben habe, muss ich auch abliefern!

Mein erster Gedanke… was passiert, wenn es mir  nochmal länger schlechter geht und ich nicht abliefern kann? Diese Bedenken zum Thema Gesundheit sind immer noch so tief in mir “verankert”, dass mich meine eigenen Gedanken und Sorgen nerven. Aber gut, sie sind nunmal da…

Dazu kommt noch, dass ich mit dem ganzen “Buch Ding”  gar keine Erfahrung habe und das meine ich ganz ernst, ein Blog ist nunmal etwas ganz, ganz anderes als ein Buch! Und oben auf kommtt noch, dass der Blog und meine anderen Aufträge auf jeden Fall weiter laufen müssen, zeitlich muss das ganz also auch funktionieren, ich konnte ja nicht alles andere erstmal 4-5 Monate stoppen. .

Naja, so habe ich zu Beginn wirklich Zeit gebraucht und war mir soooo unsicher, habe mit zwei guten Freunden über die Möglichkeit Projekt gesprochen, habe getestet, wie lange brauche ich denn eigentlich für z.B. 10 Buch-Seiten, bis ich mir dann irgendwann gesagt habe… das MUSS einfachen klappen, die Chance darf ich mir nicht entgehen lassen!

Tja und so habe ich also in den vergangenen Monaten ein Buch Skript geschrieben, welches ich am 15.5 abliefern musste.

Mehr kann ich euch aktuell aber auch noch nicht dazu sagen und ich bin selber super gespannt, wie es jetzt weitergeht. Soweit ich weiß, geht das Skript jetzt erstmal zum Lektor, dann bekomme ich es mit 100.000 Fehlern zurück, muss es wahrscheinlich nochmal KOOOOOOMPLETT neu schreiben 😉 und dann…. mal sehen!

Vielleicht sagt der Verlag aber auch, das ist ja soooo grausam, daraus kann auch der beste Lektor der Welt nichts machen…ich hoffe nicht!🙈 Ob ich dann wirklich irgendwann mein eigenes Buch in der Hand halte…. 🙂 🙂 🙂 , warten wir mal lieber ab!

 

Camping und wellness in Österreich

So idyllisch war es leider nur Donnerstag, danach kam des öfteren der Regen und die Kälte über die Berge gezogen. Aber gut… kann ja auch ganz gemütlich sein

 

Home sweet home

Donnerstag Vormittag hieß es für Milla und mich “Abschied zu nehmen” , Dortmund hat bereits gerufen, am Wochenende stand mein Geburtstag an, der gefeiert werden sollte. 

Am Abend zuvor hatten wir noch über die Omi gesprochen und woran es liegen könnte, dass sie immer so schlecht anspring und zur Vorsicht, in Passau war es fast durchgehend kalt und regnerisch, haben mir meine Bekannte so eine “Starter Power Bank” gegeben, denn wie gesagt… bisher war es immer so, dass wir die Omi überbrückt haben und schon lief sie.

Also habe ich am Donnerstag Morgen schnell alles zusammengepackt, Milla freundlich dazu eingeladen mit mir zurück zu reisen, nochmal ein ernstes Wörtchen mit der Omi gesprochen und ihr kräftig aufs Armaturenbrett geklopft…. und dann mit zugekniffenen Aufgen den Schlüssel umgedreht…. nichts!

Haaach😩, sie wollte wieder nicht anspringen. Also habe ich es mit überbrücken versucht und…. wieder nichts! 🤨🤬

DAS DARF DOCH ALLES NICHT WAHR SEIN!!!!

Da rauscht die Omi ohne Probleme durch den TÜV, wir haben schon so viel wegen dieses Problems versuch, neue Batterien, Lichtmaschine durchgemessen und gecheckt, Massekabel check, Sicherungen ok, Glühkerzen (glaube ich) check, Ölwechsel check, irgendwelche Filter gewechselt check, geschaut wie das Öl aussieht check… alles war “ohne Befuund”… und trotzdem ist es immer so, sobald es kalt ist, springt die Omi nicht an!

Mittlerweile hatten auch die Nachbarn meine Startversuche mitbekommen, kamen raus und wir versuchten es nochmal gemeinsam, aber das Womo wollte einfach nicht.

Dabei ist es nicht so, dass sich das ganze anhört, als wenn die Batterie leer ist, dann tut sich ja mehr oder weniger gar nichts mehr.

Bei der Omi ist es so, als würde “was auch immer” zu langsam drehen, als würde die letzte Power fehlen. Sie macht also nicht “nichts” und auch nicht titttt, titttt, tiiittttt, tittttt, ttiiiiitttttttttt… sondern eher uuuuffffff, uuuuuffff, uuuuuuuuff…. 🙂 🙂 🙂

Tja… jetzt blieb mir also nur noch der ADAC. Also habe ich den Pannendienst angerufen, gewartet und währenddessen schon nach einer passenden Werkstatt in Passau gesucht, für den Fall der Fälle. Der Passauer Boschdienst hatte gute Bewertungen im Netz und wurdde sogar von einigen Wohnmobil Touristen samz Panne bereits positiiv bewertet. Wenn also gar nichts mehr gehen würde, müsse mich der ADAC dahin schleppen. 

Eine gute Stunde später kam der gelbe Engel und ich muss ja sagen, bisher hatte ich es immer nur mit echt netten und super freundlichen Pannenhelfern zu tun… so auch wieder in Passau.

Ich habe dem Mechaniker dann kurz erzählt was Sache ist, ihm den Schlüssel der Omi überreicht und wir haben sämtliche Daumen und Pfoten gedrückt.

Der ADAC Mann setzt sich hinters Steuer, nimmt den Schlüssel, lässt einmal vorglühen, dreht den Schlüssel um und RUMMM, RUMMM, RUMMM, da war die Omi!

Das gibt’s doch nicht!!!!

Natürlich war ich froh, dass die Omi erstmal lief. Ich habe dann nochmal mit dem ADAC Mann gesprochen und er hatte sofort den Anlasser in Verdacht.  Denn auch wenn die Omi jetzt lief, sie hatte sich auch bei ihm schwer getan. Mein Schrauber zuhause hatte nach dem letzten geglückten TÜV auch schon gemeinte, dass wir es vielleicht nochmal mit dem Anlasser versuchen sollen.

Ob es das wirklich ist und ob es überhaupt sein kann, dass ein Anlasser nicht nur entweder funktioniert oder kaputt ist, sondern bei Kälte “einen weg hat”, bei warmen temperaturen aber gut läuftt … das kann ich nicht beurteilen.  Für mich bedeutet das ganze auf jeden Fall, dass ich zuhause nochmal den Anlasser erneuern lassen werde, denn so ist das doch alles Mist und macht auch einfach wenig Spaß!

Naja, die Omi lief und wenn sie warm ist springt sie ja eh immer gut an, von daher konnten wir uns erstmal auf den Weg machen.

Eigentlich hatte ich geplant in zwei Etappen zurück nach Dortmund zu fahren. Der Weg von Passau aus ist echt lang, fas 700 km, mittlerweile war es schon nach 12 Uhr, was auch bedeuten würde, dass ich bis in die Nacht fahren würde, wenn ich diie Strecke durchfahren wollte.

Andererseits hatte ich aber auch so gar keine Lust am nächsten Morgen wieder nicht losfahren zu können, erst ab Samstag sollte es wärmer werden.

Ich habe mich also erstmal auf den Weg gemacht und wollte dann schauen, wie weit ich komme, wie gut ich durchkomme und wie schnell ich müde werde. 

Und genau so habe ich es dann auch gemacht, die Omi lief gut, es gab auch nach einer Pause oder dem tanken keine Probleme mehr mit dem Anspringen und juhuuuu, wir kamen echt gut durch, fast kein Stau!

Hufe auf der Autobahn

So näherten wir uns also immer weiter dem Ruhrgebiet, bis wir um ca. 20 Uhr, 30 Km vor Dortmund waren und folgendes passierte:

Ich fuhr gerade über eine Bergkuppe und sah schon von weitem, na super, da hinten steht alles…. STAU!!!

Also Warnblinklicht an, abbremsen und langsam weiter, Berg ab, in Richtung Stau. Wenn man schon länger Auto fährt, laufen solche Situationen ja ganz “automatisch” ab und ja, sicherlich war ich auch irgendwie in Gedanken, bis ich sah, dass die Autos vor mir relativ hektisch ganz, ganz weit nach links und rechts fuhren, sich also eine super breite Rettungsgasse bildete, doch einen Augenblick später wusste ich auch warum.

Auf einmal kamen mir nämlich mitten auf der Autobahn zwei Pferde in VOLLEM GALOPP entgegen. Also wirklich in voll speed!

 

Pferde auf der Autobahn

Da kommen die Beiden… Foto von Video by. V. O.

 

Ich glaube im ersten Augenblick konnte ich es gar nicht glauben, dann hieß es aber auch für mich, ganz schnell weit nach rechts rüber, hoffen dass sie sich nicht von dem großen Wohnmoobil “gestört” fühlen und im nächsten Augenblick waren die zwei Pferde auch schon vorbei.

Da ich jetzt sozusagen das Stau Ende bildete, habe ich nur noch gehofft, dass die Autos hinter mir nicht in die Pferde fahren, aber soweit ich sehen konnte ging alles gut. Allerdings waren die Pferde weiter auf der Bahn und liefen weiter den “Berg” hoch, bis ich sie nicht mehr sehen konnte.

Auf der Bahn tat sich mittlerweile gar nichts mehr, weiter vorne sah ich Blaulicht und so standen wir erstmal in einer Vollsperrung, die sich aber bereits nach 10-15 Minuten wieder auflöste. Einen Unfall mit einem Pferdeanhänger konnte ich nicht entdecken und auch weiter vorne war überhaupt kein Unfall zu sehen, nur die große Raststäte Lüdenscheid Süd, Nord… Ost?.

Am nächsten Tag konnte ich dann online lesen, dass die Pferde wahrscheinlich über die Raststätte in Richtung Autobahn liefen, immer mehr in Panik gerieten und so auf die Bahn stürmten.

Gott sei dank haben die beiden, undd alle anderen Verkehsteilnehmer, ihren Ausflug unbeschadet überstanden. So ein Pferdd iin der Windschutzscheibe, das ist kein Spaß mehr.  Man konnte sie 2 Ausfahrten später wieder einfangen und es kam wohl zu keinem weiteren Unfall.

 

Tiiiiii…. Pferde auf der Autobahn, da schaut man aber erstmal ganz schön doof!

Nochmal eine knappe Stunde später war ich dann endlich in Dortmund, konnte die Omi wieder schön ordentlich außerhalb der Umweltzone parken,zusammen mit Milla ins Auto umsteigen und in die Innenstadt fahren. Iiiiiirgendwann habe ich dann auch noch einen Parkplatz hier bei mir im Innenstadt Viertel finden können und war dan gegen 23 Uhr zuhause!

 

Home sweet Home!!! Allein on the Road und wieder zuhause

 

So gingen also knapp 14 Tage on Tour zu Ende und ja…. es waren mal wieder knapp zwei Wochen voller Erlebnisse 🙂

Das Gates of Summer war insgesamt ein schönes Treffen, eine tolle Veranstaltung, welche leider kein Glück mit dem Wetter hatte.

Zusammengefasst hatte ich allerdings auch das Gefühl, dass die Veranstalter eher Van, Bus und Bulli Camper ansprechen, als Camper mit typischen “Joghurtbechern”.  Jetzt kann man natürlich sagen, alles total egal, Camper ist Camper und da gibt es keine Unterschiede. Was in vielen Bereichen sicherlich auch stimmt.

Und trotzdem sage ich, dass das Publikum sich doch unterscheidet und auch die Camper und ihre persönlichen Themen zwischen z.B. selbst ausgebauten Van, oder Womo von der Stange, unterschiedlich sind.

Bitte nicht falsch verstehen, ich spreche nicht von besser oder schlechter, ich sage nur, dass die Themen anders sind.

 

Allein on the Road, beim Camper Festival in Österreich

Ob Womo, Wow, Van oder Bulli neben einem steht, ist vollkommen egal. Die Themen und Interessen der verschiedenen Camper, unterscheiden sich aber manchmal

 

Wenn z.B. ein Kollege einen Vortrag hält über eine Tour durch die Bretagne samt selbst ausgebauten Bulli und Dachzelt, dann kommen in diesem Vortrag auch andere Themen vor, als wenn ich z.B. über die Bretagne sprechen würde. Themen wie selbstgebaute Standheizung oder, oder, oder… kämen in meinem Vortrag einfach nicht vor. Dafür aber vielleicht welche Stellplätze ich bevorzugt habe, wo man mit dem Womo innerhalb von Städten gut stehen kann oder, oder. 

Da muss ich einfach sagen, dass ich mit IsasWomo viel, viel deutlicher die “spießigen Reisemobilisten” anspreche, als die typischen “Bus Bastler.” 

So verschieden wie unsere Vorträge wären, so verschieden sind dann natürlich auch die Interessen des Publikums und wenn auf einem solchen Treffen vor allem Camper samt (selbst ausgebauten) Bussen, Vans, Kastenwagen oder, oder sind (ich war die Einzige mit einem Womo von der Stange, dazu gab es noch einen Wowa Teilnehmer und einen Teilnehmer mit einer Tischer Kabine) dann ist die “Alleinreisende mit dem Womo” eher eine Ausnahme auf diesem Treffen und dann ist es wahrscheinlich auch so, dass ich mit meinem Vortrag das Thema verfehlt habe.

Schade, dass man das nicht vorher besprochen hat, weil es ja nun mein erstes Camper Festival war und dieses auch bei allen Veranstaltern bekannt war.

Die Leute die ich auf dem Treffen kennengelernt habe, waren aber alle super nett, freundlich und wir hatten immer wieder viel Spaß.

Allein on Tour

Alleine on Tour zwischen Alpen, Pannendienst und Pferden – Dein Pin zum Artikel,

Wenn ihr also mal Lust hab auf ein solches Camper Festival, kauft euch Tickets und fahrt einfach mal hin. Die Leute sind super, meine Kollegen halten allesamt klasse Vorträge und das gesamte Miteinander ist echt schön.  Das nächste Treffen dieser Art findet im Herbst statt und alles weiteren Infos stehen auf der Internetseite vom “Campervan Summer Meeting”

Ich werde mich jetzt zuhause zügigst um einen neuen Anlasser kümmern und dann heißt es, nach der Tour ist vor der Tour… wenn alles gut läuft, bin ich in ein paar Tagen wieder unterwegs.

Sooooo ich glaube, das soll es tatsächlich für heute gewesen sein. 14 Tage samt vieler spannender Erlebnisse sind schon wieder vorüber, ich hoffe es hat euch Spaß gemach, mit “on Tour” zu gehen.

Solltet ihr noch einen super duper Tipp zum Thema “Omi anspringen” haben, schreibt ihn mir gerne in die Kommentare.  

Ganz egal wo ihr gerade so steckt, ich wünsche euch ganz viel Spaß und BLEIBT GESUND

Eure

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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Haaaach in den vergangenen Wochen und Monaten war so viel los, dass ich gerade gar nicht weiß, wie und wo ich am besten Anfangen soll. In den letzten tagen und Wochen ist so viel geschehen, dass dieser Artikel länger und länger wurde. Damit ich euch nicht direkt die nächste Stunde an den Blog fessel (oder ihr womöglich eher abspringt 😉), teile ich das ganze in zwei Artikel auf. Ich werde den zweiten Teil aber direkt unten verlinken, wer also mag, kann sofort die komplette Story lesen und erfahren, warum mein Schutzengel der beste ist, was es mit dem Pannendienst, zwei Pferden im Galopp, einem riesen Projekt und meinem Fazit zum Gates of Summer Camper Festival auf sich hat. 

Aber gut, wir starten von vorne….

 

Isa, Milla und die Omi sind wieder on Tour, Abenteuer Wohnmobil zwischen Blasmusik, Camper Festivals und Vorträgen ohne Zuhörer. 

 

Nachdem ich im Herbst und Winter fast nur unterwegs war, den Knaus Sun TI Ende Januar abgeliefert habe und Anfang Februar wieder zuhause gelandet bin, war ich ehrlich gesagt auch ganz froh, mal wieder ein paar Wochen zuhause zu sein.

Zu diesem Thema habe ich ja eine ganz klare Meinung, so sehr ich es liebe “on Tour” zu sein, so gerne ich mich jeden Tag mit diesem ganzen “Camping Ding” beschäftige, ich bin zwischendurch auch wirklich froh, meine kleine Wohnung in Dortmund zu haben. Komplett im Womo leben… neeee, das wäre momentan und unter den aktuellen Bedingungen, echt nicht meines.

Von daher… in den vergangenen Wochen war alles gut soweit, gesundheitlich gab es zwar einige Tiefen, ich hatte noch ein ganz anderes rieeeeesen Projekt zu erledigen (dazu ganz am Ende mehr) und habe die Zeit zuhause auch gebraucht, aber das waren die Gründe, warum ich bis auf kurze Touren und die Termine bei Hymer, in Düsseldorf und in der Nähe von Stuttgart, kaum unterwegs war.

Soooo aaaaaber, diese kleine Tour Pause hat nun ein Ende. Nachdem die Omi nach 6 Jahren ZUM ERSTENMAL direkt durch die TÜV Prüfung kam (PAAAAAARTY!!!! 🥳) und ich sie nochmal ordentlich geschrubbt und gefeudelt habe, konnte es letzte Woche also wieder losgehen.

Aufi, aufi… Milla sei mutig und fahr mit mir und der Omi zum Camper Festival 🙂

Bereits im Februar flatterte die erste Info und Einladung zum “Gates of Summer” Camper Festival in Lofer, Österreich, bei mir ein und da ich mich bisher immer ein bisschen um diese ganz großen Campertreffen gedrückt habe, habe ich diesmal direkt fest zugesagt, damit ich mir erst gar nicht wieder intensivere Gedanken machen konnte.

Tja und wie das so ist mit den festen Zusagen…. irgendwann kommt dann eben der Tag, an dem es losgehen muss. Geplant hatte ich, dass ich Donnerstags in Lofer ankommen wollte und damit ich genügend Zeit hatte, bin ich (natürlich mit Hundemädchen Milla und der Omi, meinem Womo) Dienstags bei erstaunlich gutem Wetter los getuckert.

Mit was ich allerdings so gar nicht gerechnet hatte, anscheinend war die lange Omi Pause für Milla ein echtes Problem. Gut, wir waren nun auch, bis auf 2-3 kurze Fahrten, seit September nicht mehr mit der Omi on Tour. Im Herbst gab es die erste Test Tour mit dem schnellen OrangeCamp und den Winter über waren wir ja mit dem Knaus auf Test Tour. Da hatte sie das Rumpeln und Klappern der Omi anscheinend total vergessen, was zur Folge hatte, dass wir auf dieser ersten Fahrt insgesamt 3 Pausen auf 350 Kilometern einlegen mussten, weil Millachen Panik schob.

 

Isa, Milla und die Omi wieder on Tour

Auf einer unserer Pausen hat Trickbetrügerin Milla wieder den sterbenden Schwan gespielt…. und direkt von der Angestellten des Rastplatzes ein Bockwürstchen abgestaubt!

 

Irgendwann wurde Millas Hecheln und Herzklopfen immer so heftig, dass ich von der Bahn abfahren musste und wir eine “Entspannungspause” eingelegt haben. Zum Glück war es aber so, dass Millas “Vandog” Erfahrungen nach und nach zurückkamen und ich deutlich merken konnte, dass sie von Stunde zu Stunde ruhiger wurde.

EIN GLÜCK, denn so einen Panik-Akt wie ganz zu Beginn unserer Womo Zeit, hätte ich meiner kleinen, steinalten besten Freundin natürlich ungern angetan. Aber wie gesagt… es wurde besser und zum Ende dieser ersten Fahrt, blieb Milla selbst während der Fahrt über Kopfsteinpflaster relativ entspannt neben mir liegen.

Ich hatte mir ganz bewusst vor Fahrtantritt KEIN festes erstes Ziel ausgesucht. Klar war, ich musste spätestens Donnerstag in Lofer, Österreich landen, aber da ich überhaupt nicht einschätzen konnte wie schnell wir vorankommen (ich bin ja professionelle Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Stau finden) , habe ich mir tatsächlich erst unterwegs, während einer Pause, einen netten Stellplatz in der Region ausgesucht.

So sind wir also an diesem ersten Tag in Mainstockheim, auf einem wirklich schönen Stellplatz gelandet und konnten sogar noch die letzte freie Parzelle direkt in der ersten Reihe am Main ergattern.

Der Stellplatz Mainstockheim ist ziemlich groß, liegt wie gesagt direkt am Main, es gibt viele Stromsäulen, eine Ver- und Entsorgung, einen kleinen Ort mit Bäcker usw. fußläufig, mehrere Restaurants in direkter Umgebung und somit alles, was wir so benötigen. Davon abgesehen kann man vom Stellplatz aus super schön mit dem Rad starten und schier endlos lang am Main entlang radeln.

Das ganze gibt es aktuell noch für 8 Euro pro Nacht (im Preis ist der Strom bereits inbegriffen) und gezahlt wird auf einer der letzten Mainfähren direkt vor dem Stellplatz.

8 Euro für einen solchen Stellplatz MIT Strom, das ist doch mal echt fair!  

Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, das dieser Stellplatz in den Sommermonaten sehr beliebt und damit immer recht voll ist.

 

Auf dem Weg zum Camper Festival Gates of Summer

Reisemobil Stellplatz Mainstockheim… für 8 Euro pro Nacht, super fair!

 

Erster Halt… Mainstockheim!

Wir sind also angekommen, ich habe die Omi direkt mit Strom versorgt, Milla hat sich in die Sonne geschmissen und nachdem ich noch schnell bezahlt habe, stand auch schon das Begrüßungskomitee vor der Tür.

Kein Scherz, ich war geradeeeee mit allem fertig und habe mich auf das Womo Treppchen gesetzt, da kam eine Musikkapelle angeschlichen und hat losgelegt. Milla war das ganze gar nicht geheuer, die ist direkt im Womo verschwunden und ich…. naja….. sagen wir mal, das war mal etwas anderes 🙂

Gut… oooook…. es stellte sich dann relativ schnell raus, dass die Mädels und Jungs NICHT wegen mir da waren 😉 sondern für eine Veranstaltung geübt haben, aber gut… nach einer guten halben Stunden waren sie dann auch wieder verschwunden und auf dem Stellplatz kehrte wieder Ruhe ein..

Von da an folgte ein ganz entspannter Abend… es begann langsam zu regnen, die Flimmerkiste lief aber vorbildlich und jaaaaaa, ich war schon fast ein bisschen kritisch, kein Stau während der ganzen Fahrt, TV lief, Heizung lief auch ohne Probleme…. sollte es wirklich mal keinerlei Pannen geben???

Hmmmm…. die Pannen sollten dann doch noch kommen, so viel vorweg!

Eigentlich hatte ich geplant am nächsten Morgen weiter zu fahren, allerdings sah ich auf dem Handy, dass es bis Lofer “nur noch” 380 km waren und irgendwie ist es dann ja doch so, egal ob es 200 Kilometer oder 400 Kilometer sind, an Fahrtagen komme ich selten dazu viel zu arbeiten und 380 Kilometer auf zwei Strecken zu teilen, war jetzt auch nicht unbedingt nötig.

Also habe ich mich doch nochmal kurzfristig umentschieden, in den kommenden Tagen werde ich auf dem Treffen eh zu nichts kommen, es regnete in strömen und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben, perfekt um einen entspannten Laptop Tag einzulegen.

Tja und genau so haben Milla und ich es dann auch gemacht. Wir hatten einen ganz entspannten Tag im Womo, sind dann am frühen Abend in das Restaurant am Stellplatz geschlichen, ich habe lecker schmecker Spargel gegessen und ja, ich kann sagen, ich habe diesen ruhigen Tag echt genossen.  Aber gut, ich finde diesen leichten, stundenlangen Regen im Womo ja eh ULTRA gemütlich, dazu ein Becher Kaffee, ein Kerzchen, eine schnarchende Milla zu meinen Füßen und eine gute Internetverbindung…. damit  ist die Welt für mich in Ordnung! 🙂

Sooooo, aber am nächsten Tag wurde es dann ernst. Ich habe ja eigentlich echt keine Bedenken mehr irgendwie mit dem Womo unterwegs zu sein. Egal ob lange Strecken oder Stadtverkehr, das macht mir mittlerweile nichts mehr aus. Es gibt aber eine Situation, vor der ich höllischen Respekt habe und das ist: 

Bergfahrten mit der Omi!

Ich habe echt Panik davor, dass ich irgendwann mal an einer Steigung stehe und selbst im ersten Gang geht nichts mehr und das ganze am besten noch auf Schotter und die Omi beginnt zu rutschen.

Das ist zwar noch nie passiert… aber es ist DIE SITUATION vor der ich echt Panik schiebe. Darum habe ich es bisher ja auch komplett vermieden mit der Omi weiter in die Berge zu fahren, aber Lofer liegt nunmal irgendwo im Bereich der Alpen.

Wie die Fahrt/ der Weg genau aussehen würde, wusste ich ja noch nicht, dementsprechend hoch war mein Puls bereits, als ich morgens am Steuer saß.  Doch bevor ich mir darum auch nur irgendwelche Gedanken machen musste, gab es ein viel dringendes Problem.

Würde die Omi überhaupt anspringen???

Es ist leider seit JAAAAAHREN das gleiche und bisher haben wir (bzw. vor allem mein Schrauber) das Problem noch nicht beheben können.  Solange es draußen warm ist und mit warm meine ich, auch Nachts über ca. 10 Grad, springt die Omi sauber an…. absolut kein Problem!!!

Ist es aber kalt, oder gar kalt und nass…. will sie einfach nicht! Ich habe mittlerweile die 3. Startbatterie in 6 Jahren weil es immer wieder hieß, vielleicht hat sie ja doch “einen Weg” und das wäre eine relativ günstige Möglichkeit.

Mein Schrauber hat nach dem Massekabel geschaut, die Lichtmaschine wurde durchgemessen, wir haben einen “Natoknochen” eingebaut, mittlerweile leiten ja sogar die beiden Solarplatten die überschüssige Energie nach vorne… aber sobald es kalt und nass ist, springt die Karre einfach nicht an!

Meistens funktioniert es dann, wenn wir überbrücken, das hat bisher immer geholfen… bisher….

Naja, da am Main war es aber nun frisch und ziemlich nass und es kam was kommen musste, die Omi hat sich seeeeeeehr schwer getan, aber nach dem 4. oder 5. Versuch erwachte sie dann doch wieder zum Leben. JUHUUUUUU!!!

Natürlich haben mittlerweile sämtliche Womo Nachbarn zugeschaut, aber gut… irgendwann hatte das “kurbeln” ja ein Ende und die Omi lief! Ich musste aber zumindest nochmal ganz schnell entsorgen und das ging eben nur mit Motor laufen lassen. Sobald der Motor allerdings einmal warm ist, springt die Omi wieder ohne ein Problem an… kein Thema! Keine Ahnung was da los ist! Wie gesagt, das Problem besteht seit langem und bisher konnte keiner Helfen, was natürlich echt nervig ist!

Wenn man nie weiß, springt die Karre morgen früh an… ist das echt kein gutes Gefühl!

Zum Glück war die Entsorgung aber ein Stück vom Stellplatz entfernt, so dass mich keiner böse angemotzt hat, warum ich den Motor während des entsorgens laufen ließ.

Dann also los… immer weiter Richtung Alpen!

Kurz vor der Grenze legten wir mal wieder ein Päuschen ein und erst da habe ich mir mal so richtig Gedanken um das Thema Maut/ Plakette in Österreich gemacht.

Bzw. nein… ganz so war es nicht… ich hatte vorab im Netz schon geschaut, ob der Campingplatz auf dem das große Camper Festival  stattfinden sollte mautfrei anzufahren ist und dem war eigentlich auch so.  Was ich allerdings unterwegs so gar nicht einschätzen konnte war, ob mein Navi auch diese mautfreie Route nutzen würde. Ich habe dann noch zig mal die verschiedenen Karten studiert, kam aber nicht über ein … “eeeeeeigentlich müsste es klappen” hinaus.

Da die Strafen in Österreich aber “intensiv” sind, habe ich mich dann auf dem Rastplatz doch noch dazu entschieden eine Plakette zu kaufen.

SICHER IST SICHER….

Der “Aufkleber” für 10 Tage, Womo bis 3,5t, hat 9 Euro gekostet, damit war ich dann auf der ganz sicheren Seite.

Letztendlich kann ich euch aber schon verraten, ich hätte die Plakette für die Fahrt zum Grubhof Camping nicht benötigt und selbst die kostenlose Waze Navi Handy App warnt vor, wenn man eine Route samt Maut wählt.

Ich war auf jeden Fall auf der ganz sicheren Seite und so konnte ich die Grenze zu Österreich entspannt überqueren und weiter durch die Berge fahren.  Als es dann von der Autobahn abging und mir das Navi zeigte, dass ich noch fast 50 km durch die Berge fahren müsste, stieg mein Puls immer weiter an. Mir war ganz klar… würde mich der Weg auf steile Schotterpisten führen, fahre ich keinen Meter weiter, entweder es gibt einen anderen Weg, oder aber ich fahre nicht zum Gates of Summer Camper Festival,  auch wenn es nur noch 2 Km bis zum Campingplatz sind!!!

In solchen Fällen kann ich ja sturr sein 😉 

Lange rede kurzer Sinn… die Ösis sind ja auch nicht doof! Wenn es da irgendwo zwischen den Bergen einen super duper 5 Sterne Campingplatz gibt, dann wird dieser auch gut anzufahren sein! Und genau so war es auch…

Sämtliche Panik war vollkommen verfrüht, es ging kilometerlang über sehr gute, breite Landstraßen, es gab keine “schlimmen” Serpentinen und selbst wenn ihr mit einem riesen Liner zum Grubhof Camping fahren möchtet, werdet ihr keine Probleme bekommen.

So sind wir dann also am Nachmittag am wunderschönen Grubhof Campingplatz bzw. auf dem Gates of Summer gelandet.

Der Grubhof Camping ist ein absoluter TOP CAMPINGPLATZ (ich glaube er wurde auch schon mehrfach zum besten Campingplatz Österreichs gewählt)  mit allem drum und dran, in WUNDERSCHÖNER Lage zwischen Berg und Fluss, dazu ein riesiger Wellnessbereich, nettes Personal, Shop, Cafe und Sanitärhäusern die soooo schön sind, wie ich sie noch nie gesehen habe.

 

Sanitäranlagen Campingplatz

Eines von 4 Sanitärgebäuden auf dem Grubhof Campingplatz

 

Mal ganz abgesehen von großen modernen Duschen, Toiletten usw. haben die Sanitärgebäude rieeeeeeeesengroße Fenster samt Ausblick auf die Berge. Wenn man da z.B. nach dem Duschen sitzt und sich die Haare föhnt, hat man einen unglaublichen Blick… das habe ich so wirklich noch nie gesehen.

 

Duschen auf Campingplatz Grubhof Camping

Haare fönen samt Ausblick! Die Toiletten und Duschen auf dem Grubhofcamping

 

Für das Gates of Summer war auch bereits alles vorbereitet, an der Campingplatz Anmeldung lag schon eine Teilnehmerliste bereit. So konnte ich mehr oder weniger direkt auf den Campingplatz fahren und das Gates of Summer Gelände war schnell erreicht.

Es waren auch bereits einige andere Blogger, Hersteller und Teilnehmer vor Ort, so dass es schnell viel zu quatschen gab.

Wem das ganze noch nichts sagt, hier einige Infos über das “Camper Festival”

 

  • Bereits vor 2-3 Jahren starteten die Veranstalter von “Camp Republik” das erste große Campertreffen namens “Campervan Summer Meeting”.
  • Dieses Treffen findet immer im Herbst, ebenfalls irgendwo in den Bergen statt.
  • Die Teilnehmerzahl ist in den letzten Jahren regelmäßig angestiegen, so dass vergangenen Herbst (wie ich hörte) mehr als 400 Camper anreisten.
  • Da diese Treffen so gut angenommen wurden, gab es jetzt das erste “Gates of Summer”, also das erste Frühjahrstreffen
  • Das besondere an diesen Treffen, es gibt auch immer ein gewisses Programm und es nehmen Hersteller und Camping Shops teil, so dass die Treffen ein bisschen wie ein Mix aus Campertreffen, Festival und Messe sind.
  • Zum Programm gehören u.a. Vorträge von Bloggern über Reiseziele, allg. Camping Infos, Thema Bus Ausbau oder andere Camping Themen, abends spielt eine Band am Lagerfeuer, es gibt große Tipi Zelte um auch bei Regen trocken zusammen zu sitzen, am frühen Abend beginnt ein Koch für die ganze Truppe zu kochen.
  • Aussteller, Shops, Hersteller zeigen ihre Mobile bzw. verkaufen spezielle Camping Produkte
  • Der Gewinn aus den Einnahmen durch Verlosungen, Getränken und Essen ging dem Projekt Helden Camper (junge Krebserkrankte brauchen eine Camping Auszeit) zu
  • Naja und zwischendurch ist natürlich viel Zeit zum klönen, schnacken und sich austauschen.
  • Tickets für diese Veranstaltungen gibt es je nach persönlicher Übernachtungsdauer und beinhalten sämtliche Angebote plus Campingplatzkosten usw.

Das ist grob Umfasst das Campervan Summer Meeting bzw. das Camper Festival “ Gates of Summer”.

 

Milla, die Omi und ich auf dem GoS

 

Wie bereits gesagt, war es ja mein erstes Camper Festival in dieser Form. Ich war zwar schon auf dem Bulli festival als Bloggerin, aber das GoS ist nochmal etwas ganz anderes und ehrlich gesagt, wusste ich vorab auch nicht so ganz genau, was mich erwarten würde.

Dazu kamen mal wieder “Vorträge”… meine ganz persönliche Lieblingsbeschäftigung, reden vor Menschen.🙈🤣 Aber nach dem super GAU in Stuttgart war ich ja fleißig (so einen Mist muss ich nicht unbedingt immer wieder erleben) und habe geübt, ich war mittlerweile sogar bei so einem “Redner / Kommunikations- Coaching” 😉 😉 ;-), kenne wahrscheinlich zumindest jedes 2. Youtube Video von richtig guten “Vortragenden” usw. usw..

Ob es was gebracht hat…. nun jaaaaa, der eine sagt so, der andere so 😉

Jetzt mal ehrlich, habt ihr euch schonmal bewusst vor einen Spiegel gestellt und euch beim reden mit der Wand beobachtet, oder das ganz auch noch als Video aufgenommen??? Das, also, das mit dem Video, das, das ist SCHOCKIEREND 🤪🥺😖…… da fehlen mir die Worte für, FUUUUURCHTBAR ist untertrieben!

Mittlerweile sperre ich Milla immer mit mir in der Diele ein (da habe ich den größten Spiegel) und rede zu Milla, so komme ich mir nicht komplett bescheuert vor… 🙂 und das mit den Videos habe ich sein gelassen, da bekomme ich ja noch viel größere Komplexe!

Aber gut… irgendwie muss ich ja besser werden! Ich meine nicht “Profi- Besser” sondern “Isa bleiben, aber zumindest das sagen können, was ich mir vorgenommen habe”, so auf dem Level!  Und das klappt anscheinend nur mit üben…. oder Show-Hypnose ;-)! Also erzähle ich Milla auch weiterhin einen Schwank aus meinem Leben (auch wenn die dusselige Kuh regelmäßig dabei einschläft! Also unterstützung sieht echt anders aus!!! 😉 ), bis es ihr aus den viel zu langen Ohren wieder raus kommt!

Zurück zum GoS

Der Donnerstag Abend verlief relativ ruhig, die meisten Besucher würden eh erst Freitag anreisen, so gab es an diesem Abend noch eine kurze (und einzige) Vorstellungsrunde im Tipi vor einer handvoll Gästen und danach sind noch einige Blogger und Hersteller gemeinsam essen gegangen. Ein wirklich lustiger Abend.

Am nächsten Tag startete das Programm. Jeweils um 10 Uhr, um 14 Uhr und um 17 Uhr begannen die verschiedenen Vorträge, immer von 3 oder gar 4 Bloggern, Youtubern usw. zu verschiedenen Themen gleichzeitig.

Wie ich später erfahren habe, wurde dieses System vom letzten Herbsttreffen übernommen und macht sicherlich auch Sinn, wenn es huuuuuuunderte Teilnehmer gibt. Dann können sich die Gäste gut auf die verschiedenen Vorträge verteilen..

Bei dem ersten GoS war es allerdings insgesamt etwas anders….

Zum einen war es eh das erste Treffen welches in dieser Form im Frühjahr stattfand, das Herbstfestival ist dagegen bereits deutlich bekannter und damit auch größer.

Dazu kam auch noch, wie bereits die Herbstfestivals, fand natürlich auch das GoS in der wunderschönen Alpenregion statt und leider war das Wetter genau an diesen Tagen deutlich schlechter, als z.B. in den Wochen zuvor.  Regen, Kälte und dazu vielleicht auch noch eine längere Anreise, wenn man nicht gerade ganz im Süden der Republik wohnt, haben wahrscheinlich den ein oder anderen Teilnehmer letztendlich doch abgeschreckt.

So kam es dann also, dass insgesamt vergleichsweise wenige Teilnehmer/ Besucher in Lofer waren und wenn dann auch noch 3 oder 4 Vorträge gleichzeitig stattfinden, redet man eben nur vor einer handvoll Menschen… wenn überhaupt! 

In meinem Fall, wir hatten vorab abgeklärt, dass ich meine Vorträge über das Thema: “Road Trip & Camping in Europa – Allein on Tour” (woraus dann im offiziellen Programm “Ein Plädoye zum Alleinfahren” wurde ;-/ )  halten werde, war es dann eben so, dass mein erster Vortrag, der an diesem Freitag um 14 Uhr im Tipi stattfand, im Vergleich noch einigermaßen gut besucht wurde (es waren auch einige Alleinreisende vor Ort).

Ich bin allerdings davon ausgegangen und so hatten wir es auch untereinander besprochen, dass wahrscheinlich viele Teilnehmer erst später anreisen werden, schließlich müssen ja einige Leute Freitags auch erstmal noch arbeiten und können nicht um 14 Uhr auf einem Campingplatz hocken.

Tja… das war allerdings falsch gedacht!

Naja, der Vortrag lief dann aber doch ganz ok, ich habe das alles in kleinem Kreis durchgezogen und bin einfach mal davon ausgegangen, der Vortrag am Samstag wird besser besucht.

Wetter technisch klarte es Freitag Abend auch nochmal auf, das frisch gekochte Thai-Curry war lecker und es folgte ein richtig, richtig schöner Lagerfeuerabend samt Gitarre, Songs und dem ein oder anderen Radler.  Dieser Freitagabend war wirklich sehr, sehr nett und ich kann mir gut vorstellen, dass so ein Festival bei etwas mehr Wetterglück richtig super sein kann, denn die Leute waren klasse.

 

Gates of Summer Camper Festival Lagerfeuer

Lagerfeuer & Camping… die Camper Festival Gates of Summer Abende waren schon echt schön!

 

Dann folgte der Samstag und leider wurde das Wetter nicht besser, eher im Gegenteil…. es wurde immer kälter und regnerischer.

 

Was leider dann auch die verschiedenen Vorträge betraf. Die drei Redner, die bereits um 10 Uhr dran waren, hatten leider erstmal gar kein Publikum, weshalb die Vorträge etwas weiter nach hinten geschoben wurden, bis mehr Leute wach waren und gefrühstückt hatten.

Glück hatte zumindest der Vortragende, der für das Tipi eingeteilt wurde, denn hier war es ja auf jeden Fall trocken. Dennoch, auch zum späteren Zeitpunkt und im Tipi, wurde der dort stattfindende Vortrag nur mäßig besucht. Ich glaube (ich habe es nicht live gesehen, weil ich zu diesem Zeitpunkt bei dem Vortrag im Tipi saß) aber zumindest die Omnia Vorführung wurde ganz gut angenommen.

Mein nächster Vortrag sollte also an diesem Samstag, wiederum um 14 Uhr, stattfinden. Aaaaaaallerdings lief es dann so gar nicht mehr gut, was verschiedene Gründe hatte.

 

  • Zum einen zog es sich pünktlich ab 13:30 Uhr mächtig zu, so dass wir schon alle eine große dunkle Wolkenwand über die Berge auf uns zukommen sahen.
  • Zeitgleich fand mein Vortrag mit drei weiteren Vorträgen meiner Kollegen statt, wenn es aber insgesamt vielleicht nur 40-50 Zuhörer gibt, ist das bei insgesamt 4 Vorträgen gleichzeitig nicht sehr viel.
  • Außerdem sollte dieser Vortrag auch noch bei mir am Womo stattfinden, genauso wie die Vorträge meiner Kollegen, die mit ihren VW Bussen rechts und links von mir standen. Es verteilete sich also nicht auf verschiedene Bereiche des Geländes, sondern wir konnten gegeneiander ansprechen.
  • Und zuletzt muss ich auch ganz klar sagen, dass mein Vortragsthema einfach bei den Teilnehmern, die auf diesem Treffen waren, nicht gut ankam und die Leute, die es interessiert hat, die waren bereits Freitag da (dazu aber im 2. Teil noch mehr)

 

Tja und so kam es also, dass ich Samstag Nachmittag pünktlich um 14 Uhr bei windig, frischen Temperaturen vor dem Womo saß und meinen Vortrag vor genau EINER Person halten sollte.

Dass das natürlich eine total bescheidene Situation war, muss ich euch nicht erklären. Vor allem, wenn dann auch noch gleichzeitig bei meinen Kollegen rechts und links zumindest ein paar Leute standen. Schön ist das natürlich nicht… aber gut, ich konnte es auch nicht ändern! Wir haben dann daraus eher eine “informative Unterhaltung” gemacht… auch ok!

Wobei ich natürlich schon sagen muss, so richtig toll war das alles nicht! Bitte versteht mich nicht falsch, ich rede auch heute noch nicht frei und locker vor fremden Menschen und bin darin nicht gut. Von daher könnte ich natürlich sagen, puhhh Glück gehabt! 😉 JAAAA und es war auch wirklich schön mal wieder einige Bekannte, Kollegen und Leser wieder zu treffen oder ganz neu kennen zu lernen… das war alles super, der Campingplatz war GROSSE KLASSE und natürlich ist mir auch klar, dass niemand Schuld hat, wenn das Wetter einfach nicht so richtig mitspielen mag.

Andererseits ist ein solches Treffen, in dieser Form und wenn ich da als Bloggerin extra hinfahre auch Business… und wenn man dann da sitzt und sich über das gesamte “Treffen” so seine Gedanken macht, vielleicht auch den ein oder andere organisatorischen Knackpunkt sieht und sich auch die Frage stellen muss, warum niemand der Organisatoren mal mit mir das Gespräch sucht, wie mit den anderen Bloggern, Ausstellern usw. dann fühlt sich das zumindest alles nicht gut an.

Aber… ein Hoch auf eine heiße Dusche! Das soll ja die Nerven beruhigen …

Den gesamten Samstag Nachmittag und Abend verbrachten wir gemeinsam in netter Runde im Tipi. Der Koch versorgte alle Teilnehmer die mochten mit Chili, nach dem Essen fand die große Verlosung statt, bei der es zum Teil wirklich tolle Sachen (u.a. auch Omnias und richtig teure Camping Grills) zu gewinnen gab (ich habe auch gewonnen, einen Landvergnügen Atlas, den ich allerdings für 2019 schon habe und ihn darum direkt an eine glückliche Alleinreisende weiter verschenkt habe)

 

Karma Baby, Karma!

 

Irgendwann war ich allerdings soooo dermaßen durchgefroren, dass ich auch samt Mütze, Strumpfhose und Winterjacke einfach nicht mehr warm wurde, so dass ich schon relativ früh ins Womo gegangen bin.

 

Camper Festival GoS, camping in den Bergen unter Sternenhimmel

Camping unterm Sternenhimmel, nachts auf dem Gates of Summer

 

Die Party muss aber noch sehr, sehr gut gewesen sein, der campende Sänger hat anscheinend für super Stimmung gesorgt und nachdem es gegen 22 Uhr auch aufgehört hatte zu regnen, konnten sogar alle noch entspannt am warmen Lagerfeuer sitzen.

Ich war zu diesem Zeitpunkt auch entspannt, allerdings liegend in meinem Bettchen! 🙂

 

Der Sonntag

 

Am Sonntag war bereits der Tag der Abreise gekommen. Morgens um 10 Uhr gab es noch einmal 3 letzte Vorträge von drei verschiedenen Blogger Kollegen, insgesamt herrschte aber bei den meisten Teilnehmern bereits “Abreise Stimmung”, da leider auch an diesem Tag Kälte und Regen dominierten.

´Kälte und Regen…. da war doch noch was?!

Durch einige Insta und FB Postings die ich während der vergangenen Tage online stellte, bekamen Freunde die in Passau leben mit, dass ich mich gerade in Österreich aufhalte und fragten mich bereits am Freitag, ob ich nicht Zeit und Lust hätte auf einen Passau besuch?

Im Grunde hatte ich auch riesen Lust die Leute wieder zu sehen, allerdings gab es da doch noch dieses riesen Projekt, an dem ich seit Woooooochen arbeite und die vertragliche Abgabefrist war der 15.Mai! Ich brauchte diese letzten 3 Tage auch wirklich nochmal dringend, um alles nötige komplett fertig zu machen und ich wusste genau, wenn ich nnach Passau fahren um Bekannte zu besuchen, werde ich nicht dazu kommen, stundenlang am Laptop zu sitzen.

Doch zum Glück regelte sich das Thema schnell, denn meine Passauer Freunde mussten ganz normal zur Arbeit, sie hatten also nicht frei und das kam mir ehrlich gesagt auch sehr gelegen. So vereinbarten wir also, dass ich mich Sonntag auf den Weg nach Passau aufmachen werde, das sind von Lofer aus nur ca. 180 km und wir wollten noch einige Tage zusammen in Passau verbringen.

Nachdem ich mich Sonntag noch eine ganze Weile mit den  Kollegen ausgetauscht habe und mich dann bei allen verabschiedet habe, sollte es also gegen Mittag in Richtung Passau losgehen und jetzt kam mir auch meine Mautplakette zugute, denn der kürzeste Weg von Lofer nach Passau führte mich einmal komplett von West nach Ost durch Österreich und dabei auch 8 km über die mautpflichtige Autobahn bei Salzburg.

Ich war also vorbereitet, das Wetter war mehr als eklig und eiskalt, aber Milla und mich konnte nichts mehr stoppen…. bis auf die Omi!

Sooooo, ich glaube das ist der perfekte Punkt für eine kleine Camper Festival usw. Pause! 

Holt euch etwas zu trinken, eine Tafel Schoki oder eiine Tüte Weingummi, Teil zwei hat es noch in sich.

Da erfahrt ihr dann auch wie ich vom Campingplatz kam, warum mein Schutzengel in aktion war, wie es mit dem ADAC weiter ging, was Pferde auf der Autobahn zu suchen hatten und welches Fazit ich vom Gos ziehe. 

Also… bereit? Dann findet ihr hier Teil 2!

Viel Spaß beim lesen und BLEIBT GESUND!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

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Diese Infos und noch einiges mehr… ab jetzt, hier:

Wintercamping in den Bergen – Abenteuer pur für Angsthasen

Wintercamping in den Bergen – Abenteuer pur für Angsthasen

 

Mittlerweile bin ich seit fast 6 Jahren immer wieder unterwegs, habe mich aber noch nie im Winter mit der Omi zum Wintercamping in die Berge getraut.

Ehrlich… ich glaube ich bin eigentlich nicht unbedingt der extrem ängstliche Typ, aber Auto fahren auf glatten, eisigen Straßen, das ist für mich ein absoluter Graus. Meine größte Sorge zu dem Thema ist, ich komme einen Berg nicht hoch und beginne dann rückwärts den Berg wieder runter zu rutschen! Uhhhhhh, mein Albtraum!!!

Darum hieß es bisher… die Berge sehen mich zum Wintercamping nicht!!!!

 

Tjaaaa, aber jetzt darf ich ja gerade den winterfesten SUN TI von Knaus testen und wenn ich schon DIE Möglichkeit habe mit so einem super isolierten Womo im Winter los zu düsen, wäre ich dann nicht dumm… wenn ich die Chance nicht nutzen würde um zum Wintercamping in die Berge zu fahren???

Ich war echt soooo hin und her gerissen! Einerseits hatte ich Angst vor der Fahrt, andererseits … so eine Chance muss ich doch nutzen!

Also habe ich mich über Weihnachten noch schnell umgehört, ob ich noch irgendwo eine Chance auf einen netten Platz in den Bergen habe, aber leider… sämtliche Campingplätze die ich angerufen habe waren über Silvester bereits voll belegt.

Hmmmmpf…der Campingboom macht sich mittlerweile auch im Winter bemerkbar, alle Leute wollen los und die Silvesternacht während des Wintercamping s erleben. Also, nach ungefähr 20 angefragten Plätzten wurde klar, ich hatte keine Chance auf einen netten, kurzfristig zu reservierenden Platz.

Mittwochmorgen habe ich es dann aber doch einfach nochmal auf gut Glück beim Campingplatz Tennsee in der Nähe von Garmisch versucht, wobei ich gerade hier niemals mit einem freien Platz gerechnet hätte. Der Platz wurde schon mehrfach im TV gezeigt und da sind die Chancen sehr gering, gerade da noch einen freien Platz zu ergattern.

 

Aber wie heißt es so schön… ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn!

 

Der gesamte Campingplatz war eigentlich bereits seit Wochen ausgebucht, aber gerade als ich Mittwochmorgend ganz früh angerufen habe, stand anscheinend ein anderer Gast an der Rezeption, der leider früher abreisen musste. Pech für ihn, Glück für mich, denn nach ein paar Minuten am Telefen stand fest, ich kann die Parzelle übernehmen und habe einen wunderhübschen Platz über die Silvestertage! 🙂 

So ging es also vergangenen Donnerstag los… mit einem sehr mulmigen Gefühl im Bauch und trotzdem vollerl Vorfreude… auf ins Abenteuer:

 

Wintercamping in den Bergen

 

Wintercamping Abenteuer in den Bergen

EIN TRAUM! Kommt das ist schon echt schön! So toll begann unser Wintercamping Abenteuer

 

Beginne ich mal mit der Fahrt zum Campingplatz.

Also ich kann euch nur sagen, ich hatte echt Panik vor dieser Fahrt, aber die Strassenwacht hier unten im Süden Deutschlands ist WIRKLICH fit und vielleicht auch ganz anders ausgestattet als z.B. bei uns im Ruhrpott.

Die Straßen waren weitestgehend frei, alle Wege waren super präpariert und so hatte ich NULL Probleme den Campingplatz zu erreichen.

 

Super Strassen beim Wintercamping in den Bergen

Selbst kurz nachdem es geschneit hat, waren die Strassen wieder weitestgehend frei.

 

Ehrlich… und das geht vor allem an alle anderen Schissbuchsen die genau so viel Panik vor Eis und Schnee haben wie ich. Die Straßen hier unten sind klasse präpariert und z.B. bis zum Campingplatz Tennsee, würde ich mich jetzt auch jederzeit mit der Omi trauen.

Bis hier hin kommt ihr wirklich, wirklich gut und es lohnt sich sehr das Abenteuer Wintercamping  mal zu starten. Das größte Hindernis auf dem Weg in Richtung Berge waren viel eher die Feiertags/ Ferien/ Mittelspurblockiere, aber ganz sicher nicht die Strassenverhältnissen abseits der Autobahn.  

Wie groß dieses Abenteuer noch werden sollte, wusste ich bei meiner Anreise ja auch noch nicht 🙂

Nachdem ich meine Parzelle bezogen hatte, verlief der Abend gaaaanz entspannt… Milla und ich freuten uns auf die kommenden Tage und ich war einfach nur froh gut angekommen zu sein..

Nach einer schlechten Nacht (ich war immer noch so aufgeregt von der Fahrt 🙂 ) und einem ausgedehnten Frühstükskaffee, habe ich mich am nächsten Morgen auf den Weg ins nächste Dorf „Krün“ aufgemacht und stand zwischenzeitlich im absoluten Paradies.

 

Wintercamping echt live

Der Weg vom Campingplatz nach Krün war einfach paradiesisch

 

Es war aber auch ein perfekter Tag! Die Felder und Berge waren Schnee bedeckt und der Himmel strahlend blau! Ich habe noch NIE erlebt, dass Schnee bedeckte Felder wirklich so stark glitzern können, dass sie aussehen, als seien sie mit Diamanten bestreut.

Ich war aber auch noch nie in meinem Leben im Winter in den Bergen, also wirklich noch nie! Weder zum Wintercamping, noch zum Skifahren o.ä. Die Natur hier in den Bergen, gemixt mit dem Schnee… das ist SOOOOO UNFASSBAR SCHÖN, dass ich auf dem Weg nach Krün eigentlich ständig stehen bleiben musste um einfach nur zu schauen.

Was ich allerdings total unterschätz habe ist, wie stark der reflektierende Schnee den Augen zusetzt. Darum als Tipp… wenn ihr zum Wintercamping aufbrechen möchtet, nehmt auf jeden Fall eine Sonnebrille mit!

Der Campingplatz liegt direkt zwischen Garmisch Partenkirchen und Mittenwald. Allerdings sind die beiden größeren Orte ca. 1 Stunde Fußmarsch entfernt, es gibt aber verschiedenen Buslinien und auch Ski Busse, die man nutzen kann. Wer gerne Langlaufen geht, der kann direkt vom Campingplatz aus starten, hier gibt es verschiedene eingezeichnete Loipen. Wie anspruchsvoll diese sind, kann ich euch allerdings nicht sagen, weil ich weder Ski, noch Langlauf-Ski fahren kann. Wie gesagt, ich bin zum aller erstenmal im Winter in deren Bergen.

Der kleine Ort Krün liegt ungefähr 30 Minuten entfernt, ist wirklich klein, bietet aber mit Cafes, Supermätkten, Tankstelle, Apotheke und Restaurant erstmal alles was wir Camper so benötigen.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch Krün und einem Kaffee im Kaffeehaus, haben Milla und ich es uns abends einfach nur gemütlich gemacht.

 

Wintercamping das benötigst du wirklich

Ganz wichtig… Wintercamping nur mit Sonnenbrille!

 

Bis zu diesem Zeitpunkt lagen zwar schon einige cm Schnee, aber es gab noch keinen Neuschnee und für die nächsten Tage wurde auch eher Tauwetter vorhergesagt.

Hmmmm…. sollte ich jetzt extra in die Berge fahren und keinen richtigen Schnee mitbekommen? Das wäre ja schade!

Also habe ich mir von Frau Holle ein bisschen mehr Engagement gewünscht… wenn schon Berge, dann bitte auch mit Schnee. Das ich allerdings einen so guten Draht zu Frau Holle haben sollte… war mir bis zu dem Zeitpunkt auch noch nicht bekannt!

 

Silvester im Camper

Selbst die Silvesternacht verlief gemütlich und entspannt

 

Silvester Camping im Schnee

 

Nach einigen gemütlichen Tagen zwischen Womo, langen Winterspaziergängen und einer Fahrt nach Garmisch zum Training der Skispringer, folgte also unsere erste Wintercmping Silvesternacht.

Sobald Milla die Knaller und Raketen hört, reagiert sie immer noch ängstlich bis panisch und so waren wir beide mal seeeehr gespannt, wie „schlimm“ die Silvesternacht hier oben wohl werden würde.

Auf dem Platz selbst herrschte zum Glück strenges Böller Verbot, es konnte also nicht passieren, dass direkt neben dem Womo ein Böller hoch gehen würde… für mich sehr beruhigend!

Passend zur Silvesternacht veranstaltete der Campingplatz Tennsee jedes Jahr eine Party, die auch von vielen Gästen sehr gut angenommen wurde. Ich habe mich nur mal kurz umgesehen und einen Drink auf die Schnelle getrunken, bevor ich wieder zurück zum Womo gegangen bin… schließlich wollte ich Milla nicht so lange an Silvester allein lassen, denn der ein oder andere Knaller war bereits vorab zu hören.

Was ich aber in der kurzen Zeit sehen konnte sah klasse aus. Silvester unter Campern, tolle Musik, gutes Essen… das sah alles echt nett aus!

Insgesamt war es aber eine sehr, sehr schöne und relativ entspannte Silvesternacht.

Milla lag die ganze Zeit auf ihrem „Safty Platz“ unter dem Tisch, verhielt sich aber vergleichsweise entspannt. Es wurde ein wenig vor dem Platz geböllert, insgesamt aber nicht extrem viel und vor allem, es wurden nur Raketen oder ähnliches in den Himmel geschossen, so dass diese ganz schrecklichen BOOOOOM Böller komplett ausblieben.

Wintercamping mit Hund

Milla hatte viel Spaß im Schnee und war so gut drauf wie schon lange nicht mehr

 

Bereits gegen 1 Uhr konnte ich ins Bettchen krabbeln und Milla schlief die ganze Nacht ruhig in ihrem Körbchen vor dem Bett. Ich glaube ein so entsanntes Silvester hatten wir noch nie!

Den Neujahrstag verbrachten Milla und ich trotzdem komplett gemeinsam. Da ich ja noch nicht wusste wie die Silvesternacht verlaufen würde und es bisher immer so war, dass Milla noch Tage nach der Silvsternacht extrem ängstlich war, habe ich mir bewusste KEINE Tickets für das Neujahrs-Skispringen in Garmisch besorgt. Darum war ich also nicht unterwegs, sondern habe es mir gemeinsam mit Milla am, um und auf dem Camping gemütlich gemacht.

Zu diesem ganzen Campingplatz Komplex hier am Tennsee gehört auch ein richtig gutes Restaurant und zur Feier des Neujahrstages, haben wir uns ein ganz entspanntes Kaffetrinken samt Apfelstrudel, Eis und Latte gegönnt. Hmmmmmm herrlich, so könnte das ganze Jahr weiter gehen. 😉

Ich kann nur nochmal sagen, der Campingplatz Tennsee ist wirklich spitze. Eine komplette Vorstellung des Platzes mit sämtlichen Infos folgt aber getrennt in den kommenden Tagen als extra Artikel.

Tjaaaaa und nach diesen ersten sehr entspannten Wintercamping Tagen zwischen Sonne, Schneematsch und vielen langen Spaziergängen sollte sich das „Wetterblatt“ wenden. Ab Donnerstag Nachmittag erreichten mich die ersten besorgten Mails meiner Familie und Freunden, samt Links zu den Warnungen des Wetterdienstes. Spätestens ab Samstag sollte es schneien … und das nicht gerade wenig!

 

Frau Holle hatte meinen Aufruf anscheinend gelesen…

 

Bereits Freitag Morgen merkte ich deutlich… der Campingplaz war in Aufruhe und es  wurde leerer und leerer und so erzählte mir die Bedienung des Reastaurants am Nachmittag, dass viele Gäste aufgrund der Wetterprognosen vorzeitig abgereist sind.

Hmmmmmm…. aaaaach, so schlimm wird es schon nicht, außerdem wollte ich ja Schnee in den Bergen erleben…. also verlängerte ich unseren Aufenthalt im Gegensatz zu den ganzen Camping Schissern nochmal flux um 4 Tag und wartete gespannt auf die ersten Flocken.

Diese kamen dann auch… allerdings eeeeeetwas heftiger als ich gedacht habe. 🙂

 

Wintercamping mit Knaus Wohnmobil

Über Nacht hat es ein kleines bisschen geschneit

 

 

Was hier los ist, ist der absolute WAHNSINN!!!!

 

Es schneit seit Samstag Morgen ohne Pause durch und das auch immer wieder so stark, dass man kaum die Hand vor den Augen sieht. 

Alleine gestern habe ich das Womo und die Ausfahrt der Parzelle bereits 4 mal vom Neuschnee befreit… und hätte in der Nacht am besten dran bleiben müssen. Bevor ich gestern Abend ins Bettchen gegangen bin, habe ich nochmal kurz einen Blick nach draußen geworfen und da lag bereits wieder so viel Schnee, dass die Schneekante gerade die Aufbautür erreicht hat.

 

Wintercamping im Schnee

Winter 2019… da steht der Schnee schonmal bis zur Tür

 

Doch als ich dann heute Morgen raus schaute, konnte ich kaum glauben was ich da sah! Es hat über Nacht soooooo viel geschneit, dass der Schnee fast die Womo Fenster erreicht hat!!!!

 

Wintercamping im Schnee

Und das war morgens früh… da stand der Schnee bis auf Fenster Höhe

 

Im ersten Moment saß ich tatsächlich im Womo fest! Die Aufbautür ließ sich aufgrund der Schneemassen gar nicht mehr öffnen, aber durch die Beifahrertür kam ich noch raus.

Ich hatte aber schon überlegt, was ich mache, wenn ich. nun gar nicht raus komme… ein Anruf beim Campingplatz. Hallo, hallo hier 202, mein Hund müsste in 2 Stunden Pipi machen, könnten Sie BITTE schonmal beginnen zu graben? 😉

Sowas habe ich in meinem ganzen Leben NOCH NIE gesehen! Riesige Schneeberge!!!!! Das gesamte Womo war von Schnee bedeckt, auf den Bäumen liegt der Schnee so hoch, dass alle Äste ächzen und selbst mit den Profi-Schneeräum-Maschinen haben die Campingplatz Betreiber so ihre Mühen.

Damit Milla überhaupt aus dem Womo kommen konnte, ohne direkt auf Tauchstation zu gehen, hieß es für mich… schaufeln, schaufeln, schaufeln. Mittlerweile habe ich echte, richtige Blasen an den Händen vom Schnee schüppen und links und recht vom Womo, türmen sich die Schneeberge, die höher sind als das Wohnmobil selbst.

 

Sooo viel Schnee, das ist mal Wintercamping Abenteuer pur!!!!

 

Unfassbar schön, unfassbar gewaltig… aber irgendwie auch ein bisschen „unheimlich“. Laut Wetterbericht soll es weiter schneien und schneien und schneien… aber für Montag ist eine kurze Pause vorhergesagt, bevor Dienstag die nächsten Schneemassen vom Himmel fallen sollen. Von daher werde ich auf jeden Fall versuchen, den Platz am Monatg zu verlassen. Zur Not hätte ich noch 2-3 Tage Zeit, aber die Aussichten sehen ja nicht besser aus und Ende der Woche werde ich in Stuttgart erwartet, die CMT beginnt!

 

Wintercamping im Knaus Sun TI

Der Knaus SUN TI im ECHTEN Winter check 🙂

 

Und wie macht sich der Knaus bei so viel Wintercamping leben

 

Ich muss sagen, der SUN TI macht sich auch bei diesen Schnemassen extrem gut! Im Womo ist es muckelig warm, der Doppelboden hält die Leitungen frei und da ja alles beheizt ist, also ich meine wirklich alles… vom Schrank, über sämtliche Tanks bis zum Toilettenkanister, ist das Leben im Knausi selbst bei diesen Witterungsbedingungen einfach toll. 

Ich meine mal abgesehen vom “Alltag außerhalb des Womos” … so viel Schnee, kalte Temperaturen und dann so ein warmes, heimeliges Womo, was gibt es gemütlicheres?

 

Winterfestes Wohnmobil im live CHECK

Über und über vom Schnee bedeckt… Der Knaus SUN TI hat die Schneemassen super gemeistert

 

Zwei Problemchen gab es aber in den vergangenen Tagen, wobei die nicht wirklich etwas mit dem Womo selbst zu tun haben. Zum einen habe ich mich gefragt, wie man das bei solchen Schneemassen am besten mit der Sat Anlage macht? Im Grunde wäre TV  schauen Abends ja ganz nett, aber ich habe die Anlage lieber bereits vor einigen Tagen eingefahren, weil ich Bedenken hatte, dass sie fest friert und ich sie nicht mehr eingefahren bekomme, wenn ich los möchte.  Und da die Anlage ja mit dem Zündschloss verbunden ist, bin ich mir nicht sicher ob der Motor anspringt, wenn die Anlage nicht erinfährt?

Wobei… bei den Schneemassen, wäre die Anlage eh im Schnee versunken, von daher war es ganz clever, bereits vor den Schneemassen auf TV zu verzichten.

Zum anderen tropfte einiges Tauwasse kontinuirlich auf die Trittstufe und bedeckte diese dadurch mit einer riesigen Eisplattet. Dass das Tauwasser gerade da heruntertropfte lag aber vor allem daran, dass ich relativ schräg gepark habe, damit der Schnee besser vom Dach rutscht.  Mittlerweile konnte ich die Stufe aber zumindest wieder einfahren und da der Schnee sooooo hoch liegt, brauchen wir die Stufe aktuell eh nicht.

Schon „krass“… ich meine durch den Doppelboden ist das gesamte Womo ja schon höher und trotzdem reicht der (zusammengedrückte) Schnee bis weit über den Eingangsbereich.

 

Wintercamping im live check

Wintercamping pur

 

Das ist mal Wintercamping pur… ich glaube viel mehr geht echt nicht! 🙂

 

Gestern Morgen haben meine Nachbar versucht mit ihrem allrad Bimobil den Platz zu verlassen und hatten große Probleme vom Platz zu kommen. Da sollte es also noch spannend werden, wie und ob ich den Platz morgen verlassen kann. Ich denke das größte Problem ist die Parzelle selbst. Als ich gekommen bin lag ja kaum Schnee und somit steht das Womo dirkt auf dem Boden. Durch die Schneemassen hat sich jetzt allerdings vor der Parzelle eine ca. 4-5 cm hohe Schneestufe gebildet und ich habe die Befürchtung, dass ich da nicht hoch kommen werde. 

 

Allrad beim Wintercamping

Selbst die Nachbarn mit dem Allrad Bimobil hatten so ihre Probleme

 

Aber gut… Morgen ist der Tag der Tage, da heißt es dann, Milla, der Knaus und ich gegen den Schnee 🙂 

 

Das einzige was mich an diesen Schneemassen echt ein bisschen nervt ist das Problem Womo Dach. Anscheinend ist der Knaus wirklich super isoliert, denn obwohl ich hier drin heize wie wild, so dass es mir Frostbeule schön warm ist, bleibt gefühlt jede Flocke auf dem Dach liegen.

Mir ist es allerdings ein Graus samt Schneeschieber oder Besen auf eine Leiter zu krabbeln, die dazu auch noch auf dem eisigen Untergrund steht, um dann das Womo Dach irgendwie halbwegs frei zu bekommen. Ich kenn mich doch… da ist der gebrochene Arm oder das gebrochene Steißbein vorprogramiert. 🙂

Die letzten Tage konnte ich das Dach ganz gut von den Seiten und durch die Dachfenster von innen frei bekommen. Nach dieser Nacht liegt aber so viel Schnee auf den Fenstern, dass ich aktuelle die Dachluken nicht hoch bekomme. Die Schneemassen sind einfach zu schwer.

Wenn ich mich so umsehe… einige Nachbarn räumen das Dach, viele lassen es aber auch einfach so voll wie es ist. Ob das so gut ist? Andererseits… hier stehen ja auch Dauercamper, die gar nicht hier sind und ihr dach somit gar nicht vom Schnnee befreien können… unnd trotzdem stehen die fahrenden Zuhause noch.  Da werde ich mich jetzt gleich nochmal drum kümmern, vielleicht bekomme ich das Dach ja doch irgendwie noch ein bisschen frei.

 


Damit ich in diesem Artikel nicht alle Themen durcheinander werfe, beschreibe ich euch noch mehr zum Thema “KNAUS SUN TI im echten Wintercamping Check”, in meinem großen Fazit. Ende Januar muss ich zurück nach Jandelsbrunn und sobald ich das Womo wieder abgeliefert habe, folgt auch das große Fazit zum SUN TI.

Ähnliches gilt wie bereits gesagt für den Campingplatz. Auch diesen beschreibe ich euch in einem extra Artikel. Es ist so schon ein bisschen “kompliziert”,  die verschiedenen Wintercamping Tage halbwegs vernünftig in einen Artikel zu bekommen.


 

Soooo zum Ende dieser abenteuerlichen Wintercamping Tage bin ich heute Abend noch ins Campingplatz Restaurant eingeladen. Das Essen sah schon beim “drauf schauen” richtig gut aus und bisher habe ich auch nur gutes von dem Restaurant gelesen. Also ich glaube… Milla und mir steht noch ein netter letzter Abend bevor.

Dann noch eine allerletzte ULTRA GEMÜTLICHE Wintercamping Schnee Nacht (hoffe ich zumindest) und morgen wird es dann ernst! 

Es ist jetzt Sonntag, 15 Uhr und ich euch sagen…. es schneit schon wieder seit Stunden MASSEN weißer Flocken vom Himmel! 🙂 

 

Schneeschieber Wintercamping

Mein bester Freund… der Schneeschieber und ich führen ein inniges Verhältnis

 

Sooo und wie verlief nun meine Abreise? 

Wir machen jetzt einen Sprung von 24 Stunden, mitttlerweile ist es Montagabend 17 Uhr und ich sage mal so, die vergangenen Stunden waren spannend! 😉

Nachdem ich gestern einen echt tollen Abend im Campingrestaurant hattte (super Essen!) und geschlafen habe WIE EIN STEIN, hieß es heute Morgen, Sachen packen und klar Schiff machen!

Nachdem ich den Knaus innen soweit abfahrtbereit hatte (wenn man 10 Tage fest an einem Ort steht, bleibt ja schon das ein oder andere liegen 😉 ) hieß es wieder… SCHNEE SCHAUFELN!!!!

ZUM GLÜCK hat es vergangene Nacht nicht so viel geschneit, so dass es geschätzt “nur” 20-30 cm Neuschnee waren. Nichts desto trotz… aktuell habe ich erstmal genug vom Schnee schaufeln, was eine bescheidene Arbeit.

Ich habe geschaufelt und geschaufelt, damit ich zumindest die Räder halbwegs frei bekomme und mir zudem eine kleine Rampe gebaut, um diese 4-5 cm zwischen Parzelle und Weg zu überbrücken, aber eigentlich habe ich mir schon gedacht, dass ich da nicht raus kommen werde.

Nachdem das also alles geschafft war blieb nur noch ein Problem… wo ist eigentlich das Stromkabel? 🙂

Der Stromanschluss lag hinter dem Womo, also in einem Bereich, den ich die letzten Tage nicht betreten habe und ich habe mir auch nicht die Mühe gemacht, hinter dem Womo zu schaufeln, aber iiiirgendwo da, müsste mein Stromkabel liegen. 🙂

Ich sag mal so… zwischenzeittlich stand ich wirklich bis zum Bauchnabel im Schnee und habe zu allem Überfluss auch noch meinen Schuh verlohren, aber irgendwann konnte ich mich zumindest bis zum Stromkasten durchschlagen und mit ein bisschen ziehen und zereren, konnte ich auch nach dem Stromkabel tauchen.

Tipp für euch… bei viel Neuschnee ist es durchaus sinnvoll das Kabel hin und wieder oben auf den Schnee zu legen, das war echt arbeit das Kabel irgendwie unter dem Schnee zu finden und vor allem da raus zu bekommen.

 

Abenteuer Wintercamping

Und Schwups, stand ich bis zum Bauchnaben im Schnee

 

Dann nochmal schnell die Socken und Strumpfhose wechseln, die war natürlich klitsch nass nachdem ich den Schuh im Schnee verlohren hatte und dann war ich WIRKLICH abfahrbreit.

Motor an, erster Gang…. keine Chance!

Egal ob ich es mit Gefühl oder mit Schwung versucht habe, ich kam nicht aus der Parzelle! Die Reifen drehten sofort durch und ich kam einfach nicht diese Schneestufe hoch.

Im ersten Moment habe ich es nochmal mit neu schaufeln versucht, aber auch das hat mal locker flockig gar nicht geholfern! Also bin ich zur Rezeption maschiert und habe denen bescheid gesagt, dass ich Hilfe benötige und mich jemand raussziehen muss.

Alles klar… der Schneebagger kommt. 

Zurück am Womo wurde mir dann schnell klar, damit der mich raus ziehen kann, benötigt er doch bestimmt diesen abschlepp Schraubhaken, hmmmmmm… nur wo ist das Teil ???

Ich hatte absolut keine Ahnung! In der großen Knaus Tasche, in der alle Bedienungsanleitungen usw. liegen war er nicht, im Handschuhfach war er nicht, in der Garage (zu der ich mich erstmal wieder durch den Schnee kämpfen musste) war er nicht und in den Fächern die ich in windeseile durchgekramt habe, war er auch nicht! Nach dieser Aktion sah das Womo wieder aus wie sau, aber den Haken hatte ich immer noch nicht!

Wie (un)praktisch das genau in diesem Moment der große Bagger samtt Schneeketten vorgefahren kam.  🙁

 

Toll wenn sich andere besser im Womo auskennen als man selbst!!!

 

Es kam wie es kommen musste, erste Frage… Wo ist denn dieser Schraubhaken zum abschleppen, den bräuchte ich, sonst kann ich Sie nicht ziehen!

Ähhhhmmmm jaaaaaa, den suche ich auch schon die letzten 20 Minuten? Haben Sie vielleicht eine Ahnung wo das Ding normalerweise liegt???  😬🥰🙈

Tja was soll ich euch sagen, er wusste wo der Schraubhaken lag und wenn ihr es nicht wisst… ich verrate es euch!

Unter dem Beifahrersitz ist eine kleine Klappe und da müsst ihr durchgreifen, fast bis auf die “Rückseite” des Beifahrerseitzes und da liegt im Normalfall dieser große Haken zum abschleppen.

Nachddem das Teil eingeschraubt wurde und der Knaus am Haken hing, ging es auch schon los. Ich sollte einfach nichts tun als aufzupassen, dass ich frühzeitig wieder zum stoppen komme und dem Bagger nicht hinten drauf fahre.

OOOOOOKKKKKK…. 

Uhhhhhhh… wie sich das anhörte, der knautschige Schnee gepaart mit dem Zug am Gestänge… echt kein schöner Ton, aber die Hilfe hat es gebracht, dachten wir zumindest im ersten Moment!

Mit den Vorderrädern war ich tatsächlich schon über der Schneestufe und im ersten Moment hat sich der Bagger auch schon wieder ausgeklingt, da wurde klar… so wird das nichts, denn die Vorderräder dreht sofort im tiefen Schnee durch und mit den Hinterrädern kam ich immer noch nicht über die Stufe.

Mitllerweile stauten sich rechts und links von mir schon die Autos, denn wir/ ich blockierte den kompletten “Hauptweg” des Campingplatzes. Das große Problem war jetzt allerdings, der Bagger konnte mich nicht weiter ziehen, denn ich stand mitten in einer Kurve.

Also neuer Plan… hinter die Vorderreifen wurden dicke Schneebleche gelegt, auf die ich langsam rückwärts aufgefahren bin, zurück konnte ich ja fahren, ich kam nur nicht mit den Hinterrädern über die Stufe um weiter nach vorne zu fahren. So hatten die Vorderreifen mehr Grip und da um mich herum ja eh schon 5-6 Autos standen und warteten, hat der Campingplatz Angestellte alle Männer aus den Autos zusammengetrommelt, die dann hinten schieben solltten, damit ich über die Sttufe kam.

OK! Jetzt also mit Schwung!

Einzige ganz wichtige Aufgabe, sollte ich merken, dass ich nicht hoch komme, sofort bremsen und Handbremse ziehen, damit die “Jungs” hinter dem Womo nicht zu schade kommen, wenn ich plötzlich nach hinten rolle.

Uiiii, uiiiii, uiiiii… ich glaube ich hatte direkt 300 Puls… und das alles auch noch vor gefühlt hundert  Zuschauern, denn mittlerweile schauten nicht nur die Frauen aus den wartenden Autos, sondern auch alle Leute die zu den Toiletten oder Duschen wollten, wie gesagt, ich blockierte seit ca. 15 Minuten den gesamten Campingplatz.

 

Wintercamping Strassenverhältnisse

Wintercamping… also die Strassen sind wirklich kein Grund sich Sorgen zu machen

 

Gut, also los und was soll ich sagen…  der Plan hat funktioniert!

Die Schneebleche haben für ausreichend Grip gesorgt, so dass ich mit Schwung über die Stufe kam und dann direkt um die Kurve, knapp an dem Bagger vorbei und runter zur Rezeption!

JUHUUUUUU ICH WAR FREI!!!! Ab jetzt sollte es eigentlich einfacher werden, denn so wie ich die Strassen von der Hinfahrt kannte, hat es die Strassenwacht hier unten drauf!

Letzte Hürde…. die Rechnung! 

Wooooow, also ich muss ganz eindeutig sagen, es waren 10 wunderschöne Tage. Ich war von der Natur begeistert, dieser wahsninnige Schnee war toll und spannend und der Campingplatz ist einfach klasse! Super nettes, extrem bemühtes Personal, ganz tolle Sanitärbereiche, spitzen Restaurant und das alles in einer top Lage.

Ich kann und möchte mich also absolut nicht beschweren, es waren wirklich wunderschöne Tage die mir und meinen Nerven auch echt gut getan haben. Nichts desto trotz… ist so ein Wintercampin Erlebnsis auf einem tollen Platz auch nicht gerade günstig! Ich habe jetzt komplett mit allem drum und dran (also Stellplatz, Hund, 1x Personengebühr, Strom (!!!) Kurtaxe, plus noch irgendeine Sondergebühr) und einer Flasche Campingplatz Gas knapp 400 Euro gezahlt!

Wie gesagt… es soll keine Beschwerde sein und so ein Campingplatz ist nunmal nicht günstig…. ich möchte nur sagen, so ein Wintercamping Abenteuer wie in meinem Fall… ist dann eben auch kein ganz billiger Spaß!

Sobald ich den Campingplatz verlassen hatte, wurden die Strassen besser und besser und es war wie schon gehofft, überhaut kein Problem über den Fernpass auf die Autobahn zu kommen.

 

Hier noch einige Bilder zum Vergleich: 

 

Wintercamping Campingplatz Tennsee

Blick auf das Campingplatz Restaurant am Abend

 

Wintercamping Campingplatz Tenne

Der Eingang zum Restaurant am nächsten Morgen

 

Wintercamping 2018

Am Tag nach meiner Ankunft lag zwar Schnee, aber in maßen

 

Schnee in den Bergen beim Camping

Der selbe Blick einige Tage später und die richtigen Schneemassen sollten erst noch in der Nacht kommen

 

Mein Fazit zum ersten echten Wintercamping in den Bergen

 

Wintercamping live - Abenteuer in den Bergen

Dein Pin zum Wintercamping live Artikel

Wintercamping in den Bergen ist echt ein wahnsinnig tolles Erlebnis, dass ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann.

Ihr müsst das unbedingt mal erleben… allein diese wunderschöne Natur ist unfassbar toll! Ich bin von den ganzen Bildern der letzten Tage echt geflasht und konnte mir vorher nicht vorstellen, wie unglaublich schön der Winter sein kann.

Allerdings habe ich durch die letzten Tage auch wieder vieles dazu gelernt. Viele meiner Campingplatz Nachbarn waren eingefleischte Wintercamper, so dass ich von ihnen noch einiges lernen konnte. Wintercamping mit solchen Schneemassen ist eben etwas besonderes und stellt einen vor ganz besondere Aufgaben.

Mein ganz persönliches Fazit… Milla und mir geht es gut, wir fühlten uns pudelwohl, die Tage im Schnee taten uns beide rundum gut und es war spannend schön, mal wieder etwas komplett neues zu erleben. In unserem Fall wurde das “normale” Wintercamping zu einem echten Abenteuer und ich habe erfahren, anscheinend habe einen echt guten Draht zu Frau Holle! 🙂

Ich hoffe ihr seid mindesten genau so gut in das neue Jahr gestartet wie Milla und ich. Wir sind gerade gut in Blaubeuren angekommen und ab jetzt heißt es… auf zur CMT nach Stuttgart. Neues Jahr, neues Glück, neue Messen! 

Also, bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

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Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (228 votes, average: 4,69 out of 5)
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Und schwupp di wupp, geht es auch schon weiter mit dem vierten Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp Wohnmobil.

Noch schnell im Kurzverfahren der Rückblick auf die ersten drei Teile, damit ihr auch noch wisst wo wir stehen.

  • Im  ersten Teil habe ich euch mit nach Braunschweig genommen und erzählt warum ich die nächsten Wochen mit dem neuen OrangeCamp Wohnmobil on Tour sein darf. Herbsttour Teil 1
  • Danach ging es direkt weiter zum nächsten Hersteller. Nach jahrelanger Planung, weil ich es fast vermasselt hätte, ging es zur Knaus Tabbert Werksbesichtigung. Ein Blick hinter die Kulissen des professionellen Wohnm obil und Caravan Bau, Herbsttour Teil 2
  • Im dritten Teil habe ich euch dann erzählt, dass ich am Chiemsee anscheinend nicht erwünscht war, dass ich aber doch noch einen seeeehr schönen Stellplatz oberhalb des Chiemsees gefunden habe und wie es für Milla, den Flitzer und mich weiter durch die Berge nach Kufstein ging. Alleinreisende, NEIN DANKE … Chiemsee und meine Herbsttour Teil 3

 

Alles endete mit dem Almabtrieb, der leider nicht so schön war wie ich vorab gehofft habe und einem total lieben Überraschungsbesuch.

Nach diesem Besuch begann für mich aber das große Hin- und Herfahren, denn plötzlich änderten sich meine Pläne mehr oder weniger täglich. Wie gut, dass ich aktuell mit dem neuen test OrangeCamp Wohnmobil viel schneller unterwegs bin, als mit der guten alten  Omi. 🙂

Also los gehts mit dem 4. Teil meiner Wohnmobil Tour durch den Herbst.

 

OrangeCamp Wohnmobil Tour durch die Alpen

Pause auf über 1600 Meter Höhe … schon schön hier oben, auch als Friesenkind

 

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil in Richtung Italien… Brenner wir kommen

Eiiiiiigentlich hatte ich so still und heimlich für mich geplant, dass ich von Kufstein aus weiter durch die Alpen tucker, um irgendwann am Gardasee zu landen.  Also habe ich mich als erstes auf den Weg in Richtung Brenner aufgemacht, denn über diesen Pass wollte ich schon immer mal fahren… nur nicht unbedingt mit der Omi! 🙂

Von da an hieß es also für Milla und mich, immer Berg auf!!! Noch auf dem Stellplatz in Kufstein hatte mir ein Camping Nachbar erzählt, dass sie grundsätzlich nur Sonntags über den Brenner fahren, denn an allen anderen Tagen sei die Fahrt dank der vielen LKW’s eine absolute Katastrophe!

Hmmmm…. wir hatten gerade Montag! Na super, das konnte ja was werden.

Ich habe also unsere sieben Sachen gepackt und wir sind bei bestem Wetter weiter in die Berge gefahren. Ich kann euch sagen, wenn ihr bis dato genau so viel bammel vor einer Tour durch die Berge habt wie ich, die Angst ist WIRKLICH unbegründet! Die fahrt durch die Alpen bzw. auch über den Brenner Pass ist deutlich entspannter und viel, viel lockerer als ich je gedacht hätte. Die Straßen sind gut ausgebaut, ihr fahrt komplett über Asphalt, die Kurven sind jetzt nicht übermäßig eng und auch die Breite der Strasse ist ok.

Im Gegensatz dazu bin ich allein in Schweden schon auf deutlich „schlimmeren“ Straßen unterwegs gewesen, da wurde es manchmal wirklich eng und Schweden gilt ja nun nicht als besonders bergig!

Außerdem kann ich euch auch sagen, ich persönlich empfand den LKW-Verkehr als gar nicht schlimm, bzw. eher ganz im Gegenteil, ich fand das Fahren gerade durch die LKW‘s eigentlich ziemlich einfach. Für mich (und auch allen Leuten hinter mir) war ganz klar, ich werde jetzt nicht damit beginnen notgedrungen die LKW‘s irgendwie zu überholen! Wenn das ein PKW Fahrer hinter mir macht… soll er machen… ich NICHT! So bin ich also ganz entspannt und mit einigem Abstand (damit überholende PKW’s noch zwischen mir und dem nächsten LKW einscheren konnten)  hinter einem LKW und einem Bus her getuckert und hatte im Grunde eine ganz ruhige Fahrt.

 

Bergidylle hinter dem Brenner Pass

Wenn man ca. 30 Minuten vom Brenner Übernachtungsplatz läuft, steht man plötzlich in der absoluten Bergidylle

 

Fazit… mit dem Wohnmobil über den Brenner

Der Weg da hoch ist also wirklich, wirklich, wirklich kein DRAMA! Ok… mit einem 15 Meter langen Gespann, oder aber im Winter auf Schnee und Eis, müsste ich so eine Tour nicht unbedingt unternehmen, aber jetzt, solange die Straßen eisfrei sind… ich glaube da würde ich selbst mit der Omi relativ unproblematisch da hoch kommen. Das war alles bei weitem nicht so schlimm, wie ich noch in der Nacht zuvor gedacht hätte.

Milla und ich haben zwischendurch noch einen kleinen Parkplatz genutzt und ein Päuschen eingelegt, da oben hatten wir einen wunderschönen Blick) und iiiiirgendwann kamen wir dann auch in den Bereich die “Brenner Maut Station”, denn die Nutzung des Brenner Passes ist ja nicht kostenlos.

Aber auch da habe ich mich einfach rechts zwischen PKW und LKW Spur eingeordnet und habe dann ganz einfach per Karte und mit Klasse B ca. 23 Euro gezahlt. Für Hin- und Rückweg müsst ihr also bei einem 3,5 T Womo mit knapp 50 Euro rechnen.

Eine Nacht auf dem Brenner!

Eine Nacht wollte ich aber gerne da oben, direkt auf dem Berg verbringen und hatte mir aus diesem Grund schon vorab einen kleinen  kostenlosen Stellplatz direkt hinter der Grenze zu Italien im Navi gespeichert. Und siehe da…. bis auf ein einziges anderes Womo, stand da niemand. Wir hatten also Glück und konnten da oben eine Nacht verbringen.

 

Mit dem Wohnmobil über den Brenner

Wie war das noch… hat da nicht mal jemand gesungen… Wir sind schon auf dem Brenner, wir brennen schon darauf… 😉

 

Nächster Halt… Stellplatz Area Brennero, Via della Stazione, Italien.

Bei diesem Stellplatz direkt neben dem Brenner Pass handelt es sich um einen ganz einfach, kostenloser Stellplatz, direkt hinter der italienischen Grenze an einem Hotel/ Restaurant. Da oben gibt es schlichtweg… NIX, bis auf einen faaaaantastischen Ausblick. Ok, ihr müsst schon am besten so 20 Minuten von der Strasse “weg laufen”, habt dann aber das absolute Bergpanorame vor euch. Ich hatte jetzt auch noch das Glück, dass die Sonne strahlte, der Himmel blau war… es war einfach der perfekte Tag!

Eine Nacht hier oben solltet ihr euch also echt mal gönnen, auch wenn es bereits Ende September in der Nachts arg kalt wurde. Gut, dass ich ausreichend Gas und eine super, duper funktionierende Heizung an Bord habe. Denn die Heizung musste schon ganz schön bollern, um das Womo auf 20 Grad zu bringen und sie ist auch Nachts manchmal angesprungen, obwohl ich sie da auf 12 Grad runter gedreht habe. Also… Gas und Heizung sollte hier oben an Board sein und auch funktionieren, zumindest bei dieser Jahreszeit.

Nachdem Milla und ich eine sehr gute Nacht hatten, morgengs gar nicht genug von dem Blick über die Berge bekommen konnten und sich so unser Abfahrt immert weiter verzögerte, wollte ich eigentlich gerade eeeeeendlich weiter durch Italien tuckern, bis mein Handy klingelte.

(Ich sage schon jetzt sorry, leider muss ich ein bisschen um den heißen Brei herum schreiben, aber ich will auch nichts öffentlich ins Netz stellen, was nicht 1000%ig fest  steht!)

Das war es mit Italien…

Ein möglicher größerer Kooperationspartner aus Süddeutschland rief an und ich sage es euch, nachdem ich diesen Partner schon auf dem Treffen in Passau kennengelernt habe, hatte ich schon die gaaaaaanze Zeit  im stillen geahnt, irgendwann kommt der Anruf, wahrscheinlich genau dann, wenn ich gerade “weg bin”.

Die Frage kam schnell, könnten Sie vielleicht in den kommenden Tagen nochmal vorbei kommen, wir müssten noch einige Details persönlich klären?! Ja natüüüüüüürlich kann ich das!  😉 🙂

Na super, juhuuuu, gut dass ich mittlerweile knapp 500 km weit weg war. Andererseits, würde diese Zusammenarbeit stattfinden, wäre das echt ganz gut für mich, also hieß es…

 

Campingplatz Seecamping Waking am See

Nur wenige Schritte vom Womo entfernt liegt der schöne See samt Steg usw.

Auf Wiedersehen Italien, zurück nach Deutschland!

Es ging also nicht weiter in den Süden, sonder auf direktem Weg wieder zurück in Richtung Mautstation bzw. in Richtung Süddeutschland. Ich empfand den Rückweg über den Brenner übrigens als viel “anstrengender” als den Hinweg. Dieses ständige auf 3 Km/H abbremsen vor jeder Kurve, empfand ich als deutlich, deutlich “nerviger”, als das langsame getucker Berg auf, am Tag zuvor. Wobei ich auch hier sagen muss, das war sicherlich nicht “schlimm”… der Weg lässt sich wirklich gut fahren, aber Berg ab fand ich auf jeden Falöl “anspruchsvoller”

An diesem einen Tag bin ich also ein gaaaaanzes Stück gefahren, bis ich zurück in Waging am See bzw. Taching am See ankam. Im vergleich zum Chiemsee, ein vollkommen anderes, entspanntes Flair und zudem ein türkisblauer, glasklarer See. Hier war es wunder, wunderschön und zudem bekam ich auf dem Campingplatz Seecamping für relativ günstige 16 Euro einen super duper Platz, denn freie Parzellen gab es zu genüge.

 

Campingplatz Seecamping Waging am See

Och jaaaa… der Platz sollte gerade so reichen 🙂

 

Leider hat der zum Campingplatz gehörende Italiener mittlerweile das Saisonende eingeläutet, aber davon abgesehen war es ein SUPER Platz den ich euch nur empfehlen kann. Total entspannt, nette Betreiber, Hunde erlaubt, super gutes W-lan und das alles DIREKT am See. Beide DAUMEN HOCH!!! Adresse usw. bekommt ihr oben über den Link zur Homepage. 

 

Campingplatz Seecamping Waging am See

Der Campingplatz Seecamping hier in Wagging am See ist einfach klasse… da kann ich nicht meckern!

 

Leider musste ich aber ja möglichst bald zurück nach Passau, also habe ich die gastliche Stätte bereits am nächsten Mittag verlassen um die letzten 100 km in Angriff zu nehmen. Hätte ich zu dieser Zeit mehr “Freiheit” gehabt, wäre ich sicherlich einige Tage auf dem Camping stehen geblieben.

Stadtführung Passau

In Passau selbst habe ich mich dann auf den kostenpflichtigen Stellplatz “Parkdeck Ilzbrücke” gestellt. Sicherlich kein besonders hübscher Stellplatz, aber von hier aus war ich schnell in der Stadt und konnte sogar zu Fuß zur besagten Firma laufen.  Da wir mittlerweile Donnerstag hatten, der Stellplatz über voll war, alle angrenzenden Parkmöglichkeiten von Camper genutzt wurden und ich jetzt eh noch nicht wusste wie ich weiter touren sollte, habe ich direkt das komplette Wochenende in Passau verbracht. Glücklicherweise konnte ich vorab, also in diesen zwei Tagen zwischen Anruf und Termin, auch noch einen Termin mit dem Passauer Tourismuschef vereinbaren. So hatte ich auch Freitag noch “volles Programm” samt Stadtbesichtigung, kleiner Donaufahrt und Altstadt Kaffeetrinken.

So hatte sich das Hin- und Herfahren zumindest doppelt gelohnt.

 

Passau im Herbst auf der OrangeCamp Wohnmobil Tour

Blick von der Burg auf die 3 Flüsse Stadt Passau

 

Passau…

Passau ist eine hübsche Stadt in der man super gut seine Zeit verbringen kann. Allerdings muss ich auch sagen, in Passau schlägt das Touri Herz so laut, wie ich es selten erlebt habe. Touris, Touris, Touris , meist im Alter von 60-80 erobern dank der vielen Donau Kreuzfahrten die Stadt. Laut Tourismschef wird es allerdings im Winter deutlich ruhiger… vielleicht ist dann Passau genau der richtige Ort für eine Winter Tour. Jetzt im Herbst war Passau schön und neben dem Dom stand für mich das “Dackelmuseum” ganz oben auf dem Plan… aber es sind eben auch echt viele Touristen samt Touri-Führern in der Stadt unterwegs.

Ein Blick in die Passauer Altstadt Wege...

Passau Altstadt

Passau hat unheimlich viele kleine, steile Wege und Strassen zwischen Donau und Altstadt

Teilweise wird es ganz schön eng...

Besuch in Passau - Wohnmobil Stellplätze Passau

Und noch einer dieser winzigen Wege durch die Passauer Altstadt

Und bei Regen auch ganz schön rutschig... 🙂

Passau nicht behindertengerecht

Und noch ein drittes Foto der Passauer Strassen… wer hier schlecht zu Fuß ist, halt ein kleines Problemchen

Sonntags hatten Milla und ich genug von dem engen Stellplatz Leben mitten in der City und mittlerweile hatte ich mir auch endlich überlegt, wie meine Tour mit dem OrangeCamp Wohnmobil weiter gehen sollte.

 

Real Vanlife … so sieht es eben aus, auf einem typischen City Stellplatz

 

Nochmal zurück in die Berge? Nee, da hatte ich keine Lust zu, also nehme ich doch einfach die ganz genau andere Richtung.

Ab in den Norden!

Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte… es war doch noch nicht mein letzter Besuch Passaus 🙂

Und als hätten sie es geahnt, meldete sich am Montag der Tourismusverband Wisma bei mir, ob ich nicht Lust hätte ihre wunderhübsche Stadt zu besuchen. Sie würden sich sehr freuen, wüssten aber nicht ob ich irgendwann in der Nähe bin? Tja… blindes Huhn findet halt auch mal ein Korn! 😉

Spätestens da war also klar, es geht weiter in Richtung Norden und irgendwann in den kommenden Wochen werde ich noch einen Stopp in Wismar einlegen.

Aber von Passau aus sind Milla und ich erstmal ganz entspannt nach Regensburg getuckert. In Regensburg war ich vor Jahren mal während meiner Reha Zeiten und gerne hätte ich mich da nochmal als Fußgänger umgesehen.

Aber leider 0 Chance!!!

Zum einen sind die beiden Stellplätze in Regensburg von vorne herein ein WITZ (also ehrlich, liebe Stadt Regensburg… das ist doch nicht euer ernst?!  Das sind ncht nur enge City Stellplätze, das ist ein alter, schäbiger Acker, auf denen Wohnmobile so eng stehen, dass man kaum aus der Tür kommt.) Aber leider waren beide Plätze zudem auch noch brechend voll, oder sie waren nicht mehr vorhanden bzw. die wenigen Plätze standen voller PKWs.

Schade Regensburg… das war jetzt mein zweiter Versuch diese Stadt zu erkunden, ich glaube einen dritten wird es bei diesen Stelplätzen erstmal nicht geben.

Also musste ich mir schnell eine Alternative suchen und bin so nach Kelheim gefahren.

 

Tourismus Kelheim, Wohnmobilstellplatz Kelheim

Überall in Kelheim stehen diese Wegweiser herum… für Touristen natürlich super!

 

Kelheim… super Stellplatz und viel Natur zum radeln und wandern

Kelheim hat einen wunderschönen Stellplatz mit allem drum und dran, es gab viele freie Parzellen und zudem liegt der Stellplatz nur ca, 1 km von der Altstadt usw. entfernt. Da standen wir super gut, Milla war zufrieden und konnte quer über die Parzellen kullern und ich habe mich am späten Nachmittag noch auf den Weg in die Stadt begeben.

Hmmmm…. also ich muss schon sagen, anscheinend hat Kelheim einen seeeehr aktiven Tourismus Verein, denn sobald man vom Stellplatz Richtung Stadt läuft, kommt man an unzähligen Richtungstafeln vorbei. Eagal an welche Kreuzung man kommt, es gibt einen super gut ausgeschildeten Weg. Soweit… so klasse! 🙂

Zu Altstadt gehts hier entlang, zum Stadttor da entlang und zu den Donau Schiffern geht es nochmal einen anderen Weg. Ich dachte sofort… wooooow, wenn sich eine Stadt so viel Mühe gibt die Touristen an die richtigen Ecken zu leiten, dann hat sie sicherlich vieeeeeel zu bieten.

In der Altstadt angekommen, sah das Bild aber dann doch etwas anders aus.

Also ich glaube, sowohl Altstadt, als auch Stadttor und Donau Schiffer liegen insgesamt vielleicht 500m auseinander 🙂 und dazwischen ist leider jedes 3. Geschäft konkurs gegangen oder es erfolgt gerade der Ausverkauf. Wiedermal eine Stadt die langsam aber sicher “unter geht”…

 

Road Trip als Frau allein, Camping Wohnmobil Frau allein

Frische Luft schnappen in Kelheim… und nein… ich arbeite nicht bei der Post, das ist mein super neues Herbstmäntelchen!!! 😉

 

Schade Kelheim!

Ihr habt einen super Stellplatz, daneben ist augenscheinlich ein sehr, sehr netter Italiener, aber die Stadt an sich ist fast wie ausgestorben.

Wenn ihr aber einen netten Stellplatz zum radeln und wandern sucht, steht hier wirklich super.

Stellplatz Kelheim, Am Pflegerspitz 1, 93309 Kelheim , Kosten 8,50 Euro

So hatten wir aber insgesamt doch einen schönen, entspannten Tag. Ich habe frische Luft geschnuppert und viel Zeit am Laptop auf dem Stellplatz verbracht, Milla lag schlummselnd in der Sonne… alles gut!

Biiiiiis…. noch am selben Abend mein Handy erneut klingelte! 🙂 🙂 🙂

 

Passau am Abend, Wohnmobil Tour Alpen

Blick auf die Donau am Abend, hinter der Burg treffen Inn, Ils und Donau aufeinander

 

Tjaaaaa, was soll ich lange drum herum reden…. Passau die 3!  🙂

 

Mittlerweile war es dem Kooperationspartner schon selbst unangenehm, aber jetzt hatte sich der oberste Chef angemeldet und ja, der wollte mich doch auch gerne nochmal persönlich kennenlernen. 🙂 Und ja, geeeenau, ihr ahnt es schon…. was man als Bloggerin nicht alles tut! Ich bin also nochmal nach Passau gefahren, nochmal gute 150 km, juhuuuu. Das einzigst gute daran… mangelndes Engagement  kann man mir nun wirklich nicht vorwerfen.  Ich bin also direkt am nächsten Morgen wieder los gefahren, bin dann auch direkt mit dem Womo durch zur Firma und nachdem der Termin gut verlaufen ist, bin ich diesmal aber auf den kostenlosen, einfachen Stellplatz direkt an der Donau in Passau gefahren.

Dieser kostenlose Stellplatz ist im Grunde total nett, man steht direkt am Donau Ufer, der Platz ist riesig, so dass wenn alle vernünftig parken sicherlich gut 60 Wohnmobile stehen können… einziges Manko, ohne Rad kommt man von da echt schlecht in die Stadt. Zu Fuß sind es sicherlich 3-4 km, würde ich tippen.

 

Reiseblogger Alltag echt.

Stellplatz am Donauufer Passau – Blogger Alltag… so verbringe ich viele Stunden on Tour

 

Da ich aber eh nicht nochmal in die Stadt wollte, haben wir es uns einfach schnell gemütlich gemacht, ich saß noch bis spät in die Nacht vor dem Laptop und bin danach müde ins Bett gestolpert. Mir war ganz klar, am nächsten Tag werde ich ein gaaaanzes Stück fahren um Passau jetzt dann auch wirklich zu verlassen. Lange fahren bedeutet aber auch immer… kaum Zeit zu arbeiten. So sehr ich diesen “Job” liebe, aber gerade on Tour muss man schon immer wieder ordentlich planen und manchmal ist dieser ganze Job viel “unromantischer” als sich viele Leute das so vorstellen. Naja… vielleicht ist es bei anderen Bloggern auch anders… aber ich kann nur sagen, es vergehen eben auch immer wieder viele, viele Stunden in denen ich einfach nur im oder am Womo sitze, nicht viel sehe und dafür der Laptop heiß läuft.

 

Waging am See Wohnmobil OrangeCamp Tour

Bei dem türkis blauen Wasser am Waginger See, kann man super Fotos schießen 😉

 

Für Milla, das OrangeCamp Wohnmobil und mich ging es weiter nach Dresden.

 

Mit dem Wohnmobil über den Brenner, Italien oder doch nicht?

Dein Pin zum Artikel

Was wir dort erlebt haben, wie mein großer Stellplatz Test Dresden ausgefallen ist und vor allem, wie es nach Dresden für Milla, den Flitzer und mich weiter ging…. das erzähle ich euch im 5. Teil meiner Herbsttour mit dem OrangeCamp Wohnmobil.

Ihr könnt gespannt sein, wir haben in den letzten Tagen noch einiges erlebt 😉 aber nein … Passau Teil 4 gibt es erstmal nicht! 😉

Dafür ist mittlerweile auch der 5. Teil und das große Fazit zum Ende meiner Tour online. Wenn Du also direkt weiter lesen möchtest dann klick auf Teil 5 oder spring direkt zum Fazit, wie hat mir der OrangeCamp wirklich gefallen? 

Ich wünsche euch einen weiterhin goldenen Herbst und bleibt gesund

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

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