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Allein on the Road – Pannen, Schutzengel und Pferde auf der Autobahn – Teil 2

Allein on the Road – Pannen, Schutzengel und Pferde auf der Autobahn – Teil 2

Allein on the Road – zwischen Österreich, Deutschland und dem Pannendienst, Teil 2

Die Omi, Milla und ich sind wieder on the Road. Im ersten Teil habe ich euch bereits verraten was in den vergangenen Wochen bei mir so los war, warum ich mich auf den Weg nach Österreich aufgemacht habe und wie meine Zeit auf dem Camper Festival „Gates of Summer“ verlief. Wenn ihr Teil 1 noch nicht gelesen habt, dann klickt am besten erst auf diesen Link: Auf zum ersten Teil dieses Artikels!

Geendet hat Teil 1 mit der immer wieder spannenden Frage, würde das Wohnmobil anspringen? Schon seit langem ist es so, dass sich die Omi extrem schwer tut, sobald es kalt ist. Sind die Temperaturen angenehme, springt die Omi ohne Probleme an, ist es aber kalt, tut sich meistens nichts. Mittlerweile war es aber Sonntag, ich stand zwar noch auf dem wunderschönen Grubhof Campingplatz, wollte aber los, um Freunde in Passau zu besuchen.   

 

Allein on the Road – Österreich, Passau, Dortmund… zwischen Schutzengeln, Pannendienst und 8 Hufen auf der Autobahn

 

Ich hatte es am Abend zuvor schon geahnt und mein Bauchgefühl trügt mich seeeeelten… diesmal wolle die Omi also gar nicht mehr anspringen. Auch nicht nach dem 4. oder 5. Versuch!

Aber das Starthilfekabel wird ja langsam zu meinem besten Freund!

Zum Glück gab es auch einen netten Mitcamper der mir Starthilfe geben konnte und so erwachte die Omi doch noch aus ihrem Winterschlaf.

Man, man, man dieser Mist mit dem Anspringen, nicht anspringen, doch anspringen nervt mich langsam tierisch!

Jetzt aber nichts wie los…. nochmal eben schnell auschecken und die Platz Betreiber für ihren wunderschönen Campingplatz loben, das ganz natürlich mit laufendem Motor und dann raus auf die wilden Landstrassen Österreichs.

 

Road Trip allein zwischen Deutschland und Österreich

Wartend, an den Baustellenampeln Österreichs sieht man so ganz andere Dinge als im Ruhrgebiet 😉

 

Gott sei Dank… mein Schutzengel war hellwach!

Bis auf die 8 Km Autobahn rund um Salzburg, führte uns (Milla und mich) die Strecke tatsächlich einmal quer durch Österreich und zwar immer auf Landstraßen.

Das Wetter war eklig! Ein Mix aus Regen, Hagel und Schneeregen, dazu immer wieder böiger Wind…. aber zumindest war auf den Strassen wenig los, so dass wir entspannt vor uns hin tuckern konnten.

Allerdings bemerkte ich irgendwann im Rückspiegel einen unsympathischen Zeitgenossen, der soooo gedrängelt hat, dass ich ihn am liebsten aus der Karre gezogen hätte.

Ich befand mich aber nunmal auf einer Landstraße, konnte mich auch nicht “wegzaubern” und es gab auch ganz lange für mich keine Möglichkeit, mi der Omi einfach irgendwo rechts ran zu fahren, um den Idioten vorbei zu lassen.

Zudem war die Strecke sehr kurvig, hügelig und es herrschte absolutes Überholverbot. Trotzdem setzte der Idiot zweimal zum überholen an, kam aber, obwohl ich langsamer wurde, nicht rechtzeitig an mir vorbei, weil von vorne bereits jemand kam und hatte Glück, dass er rasch wieder hinter mir einscheren konnte… beide Situationen waren schon knapp.

Naja, irgendwann kam dann eine Tankstelle und weil der Klügere ja nachgibt und ich auch einfach keine Lust mehr hatte, mich von dem Sack weiter stressen zu lassen, bin ich also mit vollem Tank auf die Tankstelle gefahren, habe mir erstmal einen Kaffee und ein paar Weingummis gekauft, bin nochmal schnell im Womo auf die Toilette gegangen und habe den Idioten ein ganzes Stück vorraus fahren lassen.

Da der Kaffeeautomat der Tankstelle “hakte”, der Chef erst noch kommen musste um den Automaten neu zu starten, dauerte es  über 15 Minuten, bis ich wieder zurück auf der Strasse war und dann weiter durch den Regen getuckert bin.

Gute 15 Minuten, die noch sehr kostbar werden sollten.

Denn wenige Kilometer weiter kam mir plötzlich ein Auto entgegen, welches mir mit wilder Lichthupe signalisierte, langsam und vorsichtig zu fahren und eine Kurve später sah ich dann auch warum.

Mein “Drängler” von vorhin war anscheinend mit karacho aus der Kurve geflogen und muss dabei noch zwei weitere Fahrzeuge “mitgenommen” haben. Am Straßenrand lagen überall Autoteile, zwei Autos (der Drängler und ein weiteres Auto) lagen im Feld hinter der Strasse auf dem Dach und ein drittes Fahrzeug stand verkehrt herum zur Fahrtrichtung im Straßengraben.

Ich denke, mein Drängler ist viel zu schnell in eine Rechtskurve gefahren, ist dann bei dem schlechten Wetter aus der Kurve geflogen und hat dabei das eine entgegenkommende Auto voll mitgenommen und ein zweites Auto gestreift.

Als ich an der Unfallstelle vorbeikam, standen aber bereits Helfer an den Autos und sozusagen mit mir zusammen, traf auch gerade ein Rettungswagen und ein Notarztwagen am Unfallort ein.

Es war also bereits für Hilfe gesorgt und ich musste nicht noch mit der „dicken Omi“ irgendwo anhalten, wie gesagt, selbst der Notarzt traf gerade vor Ort ein.

Nichts desto trotz, das ist schon ein komisches Gefühl so knapp an einem Unfall vorbei zu fahren und den einen Beteiligten „zu kennen“. Ob der Drängler nun voll in mich rein geschlittert wäre, kann ich natürlich nicht wissen. Vielleicht wäre auch gar nichts passiert, weil der Typ wegen mir langsamer gefahren wären. Ich kann nur sagen, bereits vorab bei diesen zwei missglückten Überholmanövern, war es schon knapp. Der Typ in seinem lila aufgemotzten VW ist auf jeden Fall gefahren wie der letzte Henker!

Wie auch immer, auch wenn ich nicht direkt betroffen gewesen wäre, gibt es sicherlich schönere Situationen als einen solchen Unfall live mitzuerleben und direkt als erstes mit an der Unfallstelle zu sein. Die gute viertel Stunde Pause war also mehr als sinnvoll.  Ich hoffe alle Unfallbeteiligten sind halbwegs gesund raus gekommen und ich bin froh einen so bemühten Schutzengel zu haben, der selbst Kaffee Vollautomaten zum haken bringt 😉 Da hat es sich mal wieder bewiesen, eine Kaffeetante zu sein hat auch so seine Vorteile!

Allein on the Road – Passau

In Passau angekommen konnte ich die Omi direkt vor dem Haus meiner Freunde parken und nachdem wir eine Fuhre Pizza bestellt haben, folgte ein gemütlicher Abend.

Am nächsten Tag noch ein schnelles gemeinsames Frühstück und von da an durfte ich mich mit Millachen in der Wohnung breit machen, um u.a. das Wlan der Beiden zu nutzen. Irgendwie ja schon ein komisches Gefühl, bei Freunden allein in der Wohnung zu sitzen, wenn sie selbst gar nicht da sind. Aber zum Glück kennen wir uns schon so lange, dass das kein Thema war.

Und genau so entspannt wie dieser Morgen, verliefen auch die kommenden drei Tage. Gemeinsames Frühstück, danach ging jeder an seine Arbeit und am Abend hatten wir eine richtig gute gemeinsame Zeit zwischen Kochen, Italiener und quatschen, quatschen, quatschen.

Millachen schlief gefühlt 23 von 24 Stunden am Tag.

Während des Treffens waren immer wieder “fremde” Leute am Womo, es gab für sie viele unbekannte Geräusche, Musik und dazu die Womofahrt, in solchen Situationen bemerke ich deutlich, dass das kleine alte Köpfchen das alles nicht mehr so gut verpackt, wie noch in den Jahren zuvor.

Während des Gates of Summer hat sich Milla zwischendurch auch mal wieder von ihrer weltbesten Seite gezeigt… allerdings als weltbester Kläffer! Darum war sie zwischendurch auch immer wieder im Womo, denn ein „auf alles und jeden aufpassender Hund“, ist auf so einem Treffen schnell nervig. 

Einerseits finde ich es ja wirklich gut, dass sie immer noch aufpasst und alles im Blick behält. Zudem ist es auch so, dass Milla viele fremde Leute am Womo einfach nicht gewöhnt ist, aber wenn sie dann nur noch und ständig bellt, war das eben auch nicht ok. Darum war dann eben Womo Auszeiten (die stille Treppe der Hunde erziehung 😉 ) angesagt!

Das große Projekt und die Vertragsfrist

Mit dem Mittwoch, war dann für mich ein wichtiger Tag gekommen, der 15.Mai … das hieß Abgabetermin!

Bereits vor einigen Monaten hat mich ein bekannter Verlag angemailt, geschrieben dass sie den Blog und meinen „Schreibstil“ ganz gut finden und gefragt, ob ich nicht Lust hätte ein Buch zu schreiben. 🙂

Zu Beginn war ich schon seeeeeeehr hin und her gerissen, einerseits ist es natürlich eine tolle Möglichkeit, wenn schon ein Verlag „anklopft“. Wie viele Autoren gibt es, die zwar ein Buchskript in der Schublade haben, aber keinen guten Verlag finden der das Buch jemals veröffentlicht. Wahrscheinlich tausendeeeee….

Viele gehen dann den Weg und veröffentlichen das Buch als “self-publisher” ohne Verlag im Hintergund und verkaufen das Buch dann meist online. 

Wenn man dann aber so eine Chance bekommt und ein Verlag bei einem anfragt, darf man sich das eeeeeeigentlich nicht entgehen lassen.

Aber…. ein Buch? Ich?

Ich schreib es gerne nochmal, bis vor ein paar Jahren habe ich mich kaum getraut eine Glückwunschkarte zu schreiben, weil Rechtschreibung und Stil so bescheiden waren und jetzt sollte ich ein Buch tippen???

Ein Buch ist so ein großes und langwieriges Projekt und wenn ich den Autorenvertrag erstmal unterschrieben habe, muss ich auch abliefern!

Mein erster Gedanke… was passiert, wenn es mir  nochmal länger schlechter geht und ich nicht abliefern kann? Diese Bedenken zum Thema Gesundheit sind immer noch so tief in mir “verankert”, dass mich meine eigenen Gedanken und Sorgen nerven. Aber gut, sie sind nunmal da…

Dazu kommt noch, dass ich mit dem ganzen “Buch Ding”  gar keine Erfahrung habe und das meine ich ganz ernst, ein Blog ist nunmal etwas ganz, ganz anderes als ein Buch! Und oben auf kommtt noch, dass der Blog und meine anderen Aufträge auf jeden Fall weiter laufen müssen, zeitlich muss das ganz also auch funktionieren, ich konnte ja nicht alles andere erstmal 4-5 Monate stoppen. .

Naja, so habe ich zu Beginn wirklich Zeit gebraucht und war mir soooo unsicher, habe mit zwei guten Freunden über die Möglichkeit Projekt gesprochen, habe getestet, wie lange brauche ich denn eigentlich für z.B. 10 Buch-Seiten, bis ich mir dann irgendwann gesagt habe… das MUSS einfachen klappen, die Chance darf ich mir nicht entgehen lassen!

Tja und so habe ich also in den vergangenen Monaten ein Buch Skript geschrieben, welches ich am 15.5 abliefern musste.

Mehr kann ich euch aktuell aber auch noch nicht dazu sagen und ich bin selber super gespannt, wie es jetzt weitergeht. Soweit ich weiß, geht das Skript jetzt erstmal zum Lektor, dann bekomme ich es mit 100.000 Fehlern zurück, muss es wahrscheinlich nochmal KOOOOOOMPLETT neu schreiben 😉 und dann…. mal sehen!

Vielleicht sagt der Verlag aber auch, das ist ja soooo grausam, daraus kann auch der beste Lektor der Welt nichts machen…ich hoffe nicht!🙈 Ob ich dann wirklich irgendwann mein eigenes Buch in der Hand halte…. 🙂 🙂 🙂 , warten wir mal lieber ab!

 

Camping und wellness in Österreich

So idyllisch war es leider nur Donnerstag, danach kam des öfteren der Regen und die Kälte über die Berge gezogen. Aber gut… kann ja auch ganz gemütlich sein

 

Home sweet home

Donnerstag Vormittag hieß es für Milla und mich “Abschied zu nehmen” , Dortmund hat bereits gerufen, am Wochenende stand mein Geburtstag an, der gefeiert werden sollte. 

Am Abend zuvor hatten wir noch über die Omi gesprochen und woran es liegen könnte, dass sie immer so schlecht anspring und zur Vorsicht, in Passau war es fast durchgehend kalt und regnerisch, haben mir meine Bekannte so eine “Starter Power Bank” gegeben, denn wie gesagt… bisher war es immer so, dass wir die Omi überbrückt haben und schon lief sie.

Also habe ich am Donnerstag Morgen schnell alles zusammengepackt, Milla freundlich dazu eingeladen mit mir zurück zu reisen, nochmal ein ernstes Wörtchen mit der Omi gesprochen und ihr kräftig aufs Armaturenbrett geklopft…. und dann mit zugekniffenen Aufgen den Schlüssel umgedreht…. nichts!

Haaach😩, sie wollte wieder nicht anspringen. Also habe ich es mit überbrücken versucht und…. wieder nichts! 🤨🤬

DAS DARF DOCH ALLES NICHT WAHR SEIN!!!!

Da rauscht die Omi ohne Probleme durch den TÜV, wir haben schon so viel wegen dieses Problems versuch, neue Batterien, Lichtmaschine durchgemessen und gecheckt, Massekabel check, Sicherungen ok, Glühkerzen (glaube ich) check, Ölwechsel check, irgendwelche Filter gewechselt check, geschaut wie das Öl aussieht check… alles war „ohne Befuund“… und trotzdem ist es immer so, sobald es kalt ist, springt die Omi nicht an!

Mittlerweile hatten auch die Nachbarn meine Startversuche mitbekommen, kamen raus und wir versuchten es nochmal gemeinsam, aber das Womo wollte einfach nicht.

Dabei ist es nicht so, dass sich das ganze anhört, als wenn die Batterie leer ist, dann tut sich ja mehr oder weniger gar nichts mehr.

Bei der Omi ist es so, als würde “was auch immer” zu langsam drehen, als würde die letzte Power fehlen. Sie macht also nicht „nichts“ und auch nicht titttt, titttt, tiiittttt, tittttt, ttiiiiitttttttttt… sondern eher uuuuffffff, uuuuuffff, uuuuuuuuff…. 🙂 🙂 🙂

Tja… jetzt blieb mir also nur noch der ADAC. Also habe ich den Pannendienst angerufen, gewartet und währenddessen schon nach einer passenden Werkstatt in Passau gesucht, für den Fall der Fälle. Der Passauer Boschdienst hatte gute Bewertungen im Netz und wurdde sogar von einigen Wohnmobil Touristen samz Panne bereits positiiv bewertet. Wenn also gar nichts mehr gehen würde, müsse mich der ADAC dahin schleppen. 

Eine gute Stunde später kam der gelbe Engel und ich muss ja sagen, bisher hatte ich es immer nur mit echt netten und super freundlichen Pannenhelfern zu tun… so auch wieder in Passau.

Ich habe dem Mechaniker dann kurz erzählt was Sache ist, ihm den Schlüssel der Omi überreicht und wir haben sämtliche Daumen und Pfoten gedrückt.

Der ADAC Mann setzt sich hinters Steuer, nimmt den Schlüssel, lässt einmal vorglühen, dreht den Schlüssel um und RUMMM, RUMMM, RUMMM, da war die Omi!

Das gibt’s doch nicht!!!!

Natürlich war ich froh, dass die Omi erstmal lief. Ich habe dann nochmal mit dem ADAC Mann gesprochen und er hatte sofort den Anlasser in Verdacht.  Denn auch wenn die Omi jetzt lief, sie hatte sich auch bei ihm schwer getan. Mein Schrauber zuhause hatte nach dem letzten geglückten TÜV auch schon gemeinte, dass wir es vielleicht nochmal mit dem Anlasser versuchen sollen.

Ob es das wirklich ist und ob es überhaupt sein kann, dass ein Anlasser nicht nur entweder funktioniert oder kaputt ist, sondern bei Kälte “einen weg hat”, bei warmen temperaturen aber gut läuftt … das kann ich nicht beurteilen.  Für mich bedeutet das ganze auf jeden Fall, dass ich zuhause nochmal den Anlasser erneuern lassen werde, denn so ist das doch alles Mist und macht auch einfach wenig Spaß!

Naja, die Omi lief und wenn sie warm ist springt sie ja eh immer gut an, von daher konnten wir uns erstmal auf den Weg machen.

Eigentlich hatte ich geplant in zwei Etappen zurück nach Dortmund zu fahren. Der Weg von Passau aus ist echt lang, fas 700 km, mittlerweile war es schon nach 12 Uhr, was auch bedeuten würde, dass ich bis in die Nacht fahren würde, wenn ich diie Strecke durchfahren wollte.

Andererseits hatte ich aber auch so gar keine Lust am nächsten Morgen wieder nicht losfahren zu können, erst ab Samstag sollte es wärmer werden.

Ich habe mich also erstmal auf den Weg gemacht und wollte dann schauen, wie weit ich komme, wie gut ich durchkomme und wie schnell ich müde werde. 

Und genau so habe ich es dann auch gemacht, die Omi lief gut, es gab auch nach einer Pause oder dem tanken keine Probleme mehr mit dem Anspringen und juhuuuu, wir kamen echt gut durch, fast kein Stau!

Hufe auf der Autobahn

So näherten wir uns also immer weiter dem Ruhrgebiet, bis wir um ca. 20 Uhr, 30 Km vor Dortmund waren und folgendes passierte:

Ich fuhr gerade über eine Bergkuppe und sah schon von weitem, na super, da hinten steht alles…. STAU!!!

Also Warnblinklicht an, abbremsen und langsam weiter, Berg ab, in Richtung Stau. Wenn man schon länger Auto fährt, laufen solche Situationen ja ganz “automatisch” ab und ja, sicherlich war ich auch irgendwie in Gedanken, bis ich sah, dass die Autos vor mir relativ hektisch ganz, ganz weit nach links und rechts fuhren, sich also eine super breite Rettungsgasse bildete, doch einen Augenblick später wusste ich auch warum.

Auf einmal kamen mir nämlich mitten auf der Autobahn zwei Pferde in VOLLEM GALOPP entgegen. Also wirklich in voll speed!

 

Pferde auf der Autobahn

Da kommen die Beiden… Foto von Video by. V. O.

 

Ich glaube im ersten Augenblick konnte ich es gar nicht glauben, dann hieß es aber auch für mich, ganz schnell weit nach rechts rüber, hoffen dass sie sich nicht von dem großen Wohnmoobil „gestört“ fühlen und im nächsten Augenblick waren die zwei Pferde auch schon vorbei.

Da ich jetzt sozusagen das Stau Ende bildete, habe ich nur noch gehofft, dass die Autos hinter mir nicht in die Pferde fahren, aber soweit ich sehen konnte ging alles gut. Allerdings waren die Pferde weiter auf der Bahn und liefen weiter den “Berg” hoch, bis ich sie nicht mehr sehen konnte.

Auf der Bahn tat sich mittlerweile gar nichts mehr, weiter vorne sah ich Blaulicht und so standen wir erstmal in einer Vollsperrung, die sich aber bereits nach 10-15 Minuten wieder auflöste. Einen Unfall mit einem Pferdeanhänger konnte ich nicht entdecken und auch weiter vorne war überhaupt kein Unfall zu sehen, nur die große Raststäte Lüdenscheid Süd, Nord… Ost?.

Am nächsten Tag konnte ich dann online lesen, dass die Pferde wahrscheinlich über die Raststätte in Richtung Autobahn liefen, immer mehr in Panik gerieten und so auf die Bahn stürmten.

Gott sei dank haben die beiden, undd alle anderen Verkehsteilnehmer, ihren Ausflug unbeschadet überstanden. So ein Pferdd iin der Windschutzscheibe, das ist kein Spaß mehr.  Man konnte sie 2 Ausfahrten später wieder einfangen und es kam wohl zu keinem weiteren Unfall.

 

Tiiiiii…. Pferde auf der Autobahn, da schaut man aber erstmal ganz schön doof!

Nochmal eine knappe Stunde später war ich dann endlich in Dortmund, konnte die Omi wieder schön ordentlich außerhalb der Umweltzone parken,zusammen mit Milla ins Auto umsteigen und in die Innenstadt fahren. Iiiiiirgendwann habe ich dann auch noch einen Parkplatz hier bei mir im Innenstadt Viertel finden können und war dan gegen 23 Uhr zuhause!

 

Home sweet Home!!! Allein on the Road und wieder zuhause

 

So gingen also knapp 14 Tage on Tour zu Ende und ja…. es waren mal wieder knapp zwei Wochen voller Erlebnisse 🙂

Das Gates of Summer war insgesamt ein schönes Treffen, eine tolle Veranstaltung, welche leider kein Glück mit dem Wetter hatte.

Zusammengefasst hatte ich allerdings auch das Gefühl, dass die Veranstalter eher Van, Bus und Bulli Camper ansprechen, als Camper mit typischen “Joghurtbechern”.  Jetzt kann man natürlich sagen, alles total egal, Camper ist Camper und da gibt es keine Unterschiede. Was in vielen Bereichen sicherlich auch stimmt.

Und trotzdem sage ich, dass das Publikum sich doch unterscheidet und auch die Camper und ihre persönlichen Themen zwischen z.B. selbst ausgebauten Van, oder Womo von der Stange, unterschiedlich sind.

Bitte nicht falsch verstehen, ich spreche nicht von besser oder schlechter, ich sage nur, dass die Themen anders sind.

 

Allein on the Road, beim Camper Festival in Österreich

Ob Womo, Wow, Van oder Bulli neben einem steht, ist vollkommen egal. Die Themen und Interessen der verschiedenen Camper, unterscheiden sich aber manchmal

 

Wenn z.B. ein Kollege einen Vortrag hält über eine Tour durch die Bretagne samt selbst ausgebauten Bulli und Dachzelt, dann kommen in diesem Vortrag auch andere Themen vor, als wenn ich z.B. über die Bretagne sprechen würde. Themen wie selbstgebaute Standheizung oder, oder, oder… kämen in meinem Vortrag einfach nicht vor. Dafür aber vielleicht welche Stellplätze ich bevorzugt habe, wo man mit dem Womo innerhalb von Städten gut stehen kann oder, oder. 

Da muss ich einfach sagen, dass ich mit IsasWomo viel, viel deutlicher die „spießigen Reisemobilisten“ anspreche, als die typischen „Bus Bastler.“ 

So verschieden wie unsere Vorträge wären, so verschieden sind dann natürlich auch die Interessen des Publikums und wenn auf einem solchen Treffen vor allem Camper samt (selbst ausgebauten) Bussen, Vans, Kastenwagen oder, oder sind (ich war die Einzige mit einem Womo von der Stange, dazu gab es noch einen Wowa Teilnehmer und einen Teilnehmer mit einer Tischer Kabine) dann ist die “Alleinreisende mit dem Womo” eher eine Ausnahme auf diesem Treffen und dann ist es wahrscheinlich auch so, dass ich mit meinem Vortrag das Thema verfehlt habe.

Schade, dass man das nicht vorher besprochen hat, weil es ja nun mein erstes Camper Festival war und dieses auch bei allen Veranstaltern bekannt war.

Die Leute die ich auf dem Treffen kennengelernt habe, waren aber alle super nett, freundlich und wir hatten immer wieder viel Spaß.

Allein on Tour

Alleine on Tour zwischen Alpen, Pannendienst und Pferden – Dein Pin zum Artikel,

Wenn ihr also mal Lust hab auf ein solches Camper Festival, kauft euch Tickets und fahrt einfach mal hin. Die Leute sind super, meine Kollegen halten allesamt klasse Vorträge und das gesamte Miteinander ist echt schön.  Das nächste Treffen dieser Art findet im Herbst statt und alles weiteren Infos stehen auf der Internetseite vom “Campervan Summer Meeting”

Ich werde mich jetzt zuhause zügigst um einen neuen Anlasser kümmern und dann heißt es, nach der Tour ist vor der Tour… wenn alles gut läuft, bin ich in ein paar Tagen wieder unterwegs.

Sooooo ich glaube, das soll es tatsächlich für heute gewesen sein. 14 Tage samt vieler spannender Erlebnisse sind schon wieder vorüber, ich hoffe es hat euch Spaß gemach, mit „on Tour“ zu gehen.

Solltet ihr noch einen super duper Tipp zum Thema „Omi anspringen“ haben, schreibt ihn mir gerne in die Kommentare.  

Ganz egal wo ihr gerade so steckt, ich wünsche euch ganz viel Spaß und BLEIBT GESUND

Eure

 

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Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (47 votes, average: 4,74 out of 5)
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Haaaach in den vergangenen Wochen und Monaten war so viel los, dass ich gerade gar nicht weiß, wie und wo ich am besten Anfangen soll. In den letzten tagen und Wochen ist so viel geschehen, dass dieser Artikel länger und länger wurde. Damit ich euch nicht direkt die nächste Stunde an den Blog fessel (oder ihr womöglich eher abspringt 😉), teile ich das ganze in zwei Artikel auf. Ich werde den zweiten Teil aber direkt unten verlinken, wer also mag, kann sofort die komplette Story lesen und erfahren, warum mein Schutzengel der beste ist, was es mit dem Pannendienst, zwei Pferden im Galopp, einem riesen Projekt und meinem Fazit zum Gates of Summer Camper Festival auf sich hat. 

Aber gut, wir starten von vorne….

 

Isa, Milla und die Omi sind wieder on Tour, Abenteuer Wohnmobil zwischen Blasmusik, Camper Festivals und Vorträgen ohne Zuhörer. 

 

Nachdem ich im Herbst und Winter fast nur unterwegs war, den Knaus Sun TI Ende Januar abgeliefert habe und Anfang Februar wieder zuhause gelandet bin, war ich ehrlich gesagt auch ganz froh, mal wieder ein paar Wochen zuhause zu sein.

Zu diesem Thema habe ich ja eine ganz klare Meinung, so sehr ich es liebe „on Tour“ zu sein, so gerne ich mich jeden Tag mit diesem ganzen “Camping Ding” beschäftige, ich bin zwischendurch auch wirklich froh, meine kleine Wohnung in Dortmund zu haben. Komplett im Womo leben… neeee, das wäre momentan und unter den aktuellen Bedingungen, echt nicht meines.

Von daher… in den vergangenen Wochen war alles gut soweit, gesundheitlich gab es zwar einige Tiefen, ich hatte noch ein ganz anderes rieeeeesen Projekt zu erledigen (dazu ganz am Ende mehr) und habe die Zeit zuhause auch gebraucht, aber das waren die Gründe, warum ich bis auf kurze Touren und die Termine bei Hymer, in Düsseldorf und in der Nähe von Stuttgart, kaum unterwegs war.

Soooo aaaaaber, diese kleine Tour Pause hat nun ein Ende. Nachdem die Omi nach 6 Jahren ZUM ERSTENMAL direkt durch die TÜV Prüfung kam (PAAAAAARTY!!!! 🥳) und ich sie nochmal ordentlich geschrubbt und gefeudelt habe, konnte es letzte Woche also wieder losgehen.

Aufi, aufi… Milla sei mutig und fahr mit mir und der Omi zum Camper Festival 🙂

Bereits im Februar flatterte die erste Info und Einladung zum “Gates of Summer” Camper Festival in Lofer, Österreich, bei mir ein und da ich mich bisher immer ein bisschen um diese ganz großen Campertreffen gedrückt habe, habe ich diesmal direkt fest zugesagt, damit ich mir erst gar nicht wieder intensivere Gedanken machen konnte.

Tja und wie das so ist mit den festen Zusagen…. irgendwann kommt dann eben der Tag, an dem es losgehen muss. Geplant hatte ich, dass ich Donnerstags in Lofer ankommen wollte und damit ich genügend Zeit hatte, bin ich (natürlich mit Hundemädchen Milla und der Omi, meinem Womo) Dienstags bei erstaunlich gutem Wetter los getuckert.

Mit was ich allerdings so gar nicht gerechnet hatte, anscheinend war die lange Omi Pause für Milla ein echtes Problem. Gut, wir waren nun auch, bis auf 2-3 kurze Fahrten, seit September nicht mehr mit der Omi on Tour. Im Herbst gab es die erste Test Tour mit dem schnellen OrangeCamp und den Winter über waren wir ja mit dem Knaus auf Test Tour. Da hatte sie das Rumpeln und Klappern der Omi anscheinend total vergessen, was zur Folge hatte, dass wir auf dieser ersten Fahrt insgesamt 3 Pausen auf 350 Kilometern einlegen mussten, weil Millachen Panik schob.

 

Isa, Milla und die Omi wieder on Tour

Auf einer unserer Pausen hat Trickbetrügerin Milla wieder den sterbenden Schwan gespielt…. und direkt von der Angestellten des Rastplatzes ein Bockwürstchen abgestaubt!

 

Irgendwann wurde Millas Hecheln und Herzklopfen immer so heftig, dass ich von der Bahn abfahren musste und wir eine “Entspannungspause” eingelegt haben. Zum Glück war es aber so, dass Millas “Vandog” Erfahrungen nach und nach zurückkamen und ich deutlich merken konnte, dass sie von Stunde zu Stunde ruhiger wurde.

EIN GLÜCK, denn so einen Panik-Akt wie ganz zu Beginn unserer Womo Zeit, hätte ich meiner kleinen, steinalten besten Freundin natürlich ungern angetan. Aber wie gesagt… es wurde besser und zum Ende dieser ersten Fahrt, blieb Milla selbst während der Fahrt über Kopfsteinpflaster relativ entspannt neben mir liegen.

Ich hatte mir ganz bewusst vor Fahrtantritt KEIN festes erstes Ziel ausgesucht. Klar war, ich musste spätestens Donnerstag in Lofer, Österreich landen, aber da ich überhaupt nicht einschätzen konnte wie schnell wir vorankommen (ich bin ja professionelle Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Stau finden) , habe ich mir tatsächlich erst unterwegs, während einer Pause, einen netten Stellplatz in der Region ausgesucht.

So sind wir also an diesem ersten Tag in Mainstockheim, auf einem wirklich schönen Stellplatz gelandet und konnten sogar noch die letzte freie Parzelle direkt in der ersten Reihe am Main ergattern.

Der Stellplatz Mainstockheim ist ziemlich groß, liegt wie gesagt direkt am Main, es gibt viele Stromsäulen, eine Ver- und Entsorgung, einen kleinen Ort mit Bäcker usw. fußläufig, mehrere Restaurants in direkter Umgebung und somit alles, was wir so benötigen. Davon abgesehen kann man vom Stellplatz aus super schön mit dem Rad starten und schier endlos lang am Main entlang radeln.

Das ganze gibt es aktuell noch für 8 Euro pro Nacht (im Preis ist der Strom bereits inbegriffen) und gezahlt wird auf einer der letzten Mainfähren direkt vor dem Stellplatz.

8 Euro für einen solchen Stellplatz MIT Strom, das ist doch mal echt fair!  

Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, das dieser Stellplatz in den Sommermonaten sehr beliebt und damit immer recht voll ist.

 

Auf dem Weg zum Camper Festival Gates of Summer

Reisemobil Stellplatz Mainstockheim… für 8 Euro pro Nacht, super fair!

 

Erster Halt… Mainstockheim!

Wir sind also angekommen, ich habe die Omi direkt mit Strom versorgt, Milla hat sich in die Sonne geschmissen und nachdem ich noch schnell bezahlt habe, stand auch schon das Begrüßungskomitee vor der Tür.

Kein Scherz, ich war geradeeeee mit allem fertig und habe mich auf das Womo Treppchen gesetzt, da kam eine Musikkapelle angeschlichen und hat losgelegt. Milla war das ganze gar nicht geheuer, die ist direkt im Womo verschwunden und ich…. naja….. sagen wir mal, das war mal etwas anderes 🙂

Gut… oooook…. es stellte sich dann relativ schnell raus, dass die Mädels und Jungs NICHT wegen mir da waren 😉 sondern für eine Veranstaltung geübt haben, aber gut… nach einer guten halben Stunden waren sie dann auch wieder verschwunden und auf dem Stellplatz kehrte wieder Ruhe ein..

Von da an folgte ein ganz entspannter Abend… es begann langsam zu regnen, die Flimmerkiste lief aber vorbildlich und jaaaaaa, ich war schon fast ein bisschen kritisch, kein Stau während der ganzen Fahrt, TV lief, Heizung lief auch ohne Probleme…. sollte es wirklich mal keinerlei Pannen geben???

Hmmmm…. die Pannen sollten dann doch noch kommen, so viel vorweg!

Eigentlich hatte ich geplant am nächsten Morgen weiter zu fahren, allerdings sah ich auf dem Handy, dass es bis Lofer “nur noch” 380 km waren und irgendwie ist es dann ja doch so, egal ob es 200 Kilometer oder 400 Kilometer sind, an Fahrtagen komme ich selten dazu viel zu arbeiten und 380 Kilometer auf zwei Strecken zu teilen, war jetzt auch nicht unbedingt nötig.

Also habe ich mich doch nochmal kurzfristig umentschieden, in den kommenden Tagen werde ich auf dem Treffen eh zu nichts kommen, es regnete in strömen und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben, perfekt um einen entspannten Laptop Tag einzulegen.

Tja und genau so haben Milla und ich es dann auch gemacht. Wir hatten einen ganz entspannten Tag im Womo, sind dann am frühen Abend in das Restaurant am Stellplatz geschlichen, ich habe lecker schmecker Spargel gegessen und ja, ich kann sagen, ich habe diesen ruhigen Tag echt genossen.  Aber gut, ich finde diesen leichten, stundenlangen Regen im Womo ja eh ULTRA gemütlich, dazu ein Becher Kaffee, ein Kerzchen, eine schnarchende Milla zu meinen Füßen und eine gute Internetverbindung…. damit  ist die Welt für mich in Ordnung! 🙂

Sooooo, aber am nächsten Tag wurde es dann ernst. Ich habe ja eigentlich echt keine Bedenken mehr irgendwie mit dem Womo unterwegs zu sein. Egal ob lange Strecken oder Stadtverkehr, das macht mir mittlerweile nichts mehr aus. Es gibt aber eine Situation, vor der ich höllischen Respekt habe und das ist: 

Bergfahrten mit der Omi!

Ich habe echt Panik davor, dass ich irgendwann mal an einer Steigung stehe und selbst im ersten Gang geht nichts mehr und das ganze am besten noch auf Schotter und die Omi beginnt zu rutschen.

Das ist zwar noch nie passiert… aber es ist DIE SITUATION vor der ich echt Panik schiebe. Darum habe ich es bisher ja auch komplett vermieden mit der Omi weiter in die Berge zu fahren, aber Lofer liegt nunmal irgendwo im Bereich der Alpen.

Wie die Fahrt/ der Weg genau aussehen würde, wusste ich ja noch nicht, dementsprechend hoch war mein Puls bereits, als ich morgens am Steuer saß.  Doch bevor ich mir darum auch nur irgendwelche Gedanken machen musste, gab es ein viel dringendes Problem.

Würde die Omi überhaupt anspringen???

Es ist leider seit JAAAAAHREN das gleiche und bisher haben wir (bzw. vor allem mein Schrauber) das Problem noch nicht beheben können.  Solange es draußen warm ist und mit warm meine ich, auch Nachts über ca. 10 Grad, springt die Omi sauber an…. absolut kein Problem!!!

Ist es aber kalt, oder gar kalt und nass…. will sie einfach nicht! Ich habe mittlerweile die 3. Startbatterie in 6 Jahren weil es immer wieder hieß, vielleicht hat sie ja doch “einen Weg” und das wäre eine relativ günstige Möglichkeit.

Mein Schrauber hat nach dem Massekabel geschaut, die Lichtmaschine wurde durchgemessen, wir haben einen “Natoknochen” eingebaut, mittlerweile leiten ja sogar die beiden Solarplatten die überschüssige Energie nach vorne… aber sobald es kalt und nass ist, springt die Karre einfach nicht an!

Meistens funktioniert es dann, wenn wir überbrücken, das hat bisher immer geholfen… bisher….

Naja, da am Main war es aber nun frisch und ziemlich nass und es kam was kommen musste, die Omi hat sich seeeeeeehr schwer getan, aber nach dem 4. oder 5. Versuch erwachte sie dann doch wieder zum Leben. JUHUUUUUU!!!

Natürlich haben mittlerweile sämtliche Womo Nachbarn zugeschaut, aber gut… irgendwann hatte das “kurbeln” ja ein Ende und die Omi lief! Ich musste aber zumindest nochmal ganz schnell entsorgen und das ging eben nur mit Motor laufen lassen. Sobald der Motor allerdings einmal warm ist, springt die Omi wieder ohne ein Problem an… kein Thema! Keine Ahnung was da los ist! Wie gesagt, das Problem besteht seit langem und bisher konnte keiner Helfen, was natürlich echt nervig ist!

Wenn man nie weiß, springt die Karre morgen früh an… ist das echt kein gutes Gefühl!

Zum Glück war die Entsorgung aber ein Stück vom Stellplatz entfernt, so dass mich keiner böse angemotzt hat, warum ich den Motor während des entsorgens laufen ließ.

Dann also los… immer weiter Richtung Alpen!

Kurz vor der Grenze legten wir mal wieder ein Päuschen ein und erst da habe ich mir mal so richtig Gedanken um das Thema Maut/ Plakette in Österreich gemacht.

Bzw. nein… ganz so war es nicht… ich hatte vorab im Netz schon geschaut, ob der Campingplatz auf dem das große Camper Festival  stattfinden sollte mautfrei anzufahren ist und dem war eigentlich auch so.  Was ich allerdings unterwegs so gar nicht einschätzen konnte war, ob mein Navi auch diese mautfreie Route nutzen würde. Ich habe dann noch zig mal die verschiedenen Karten studiert, kam aber nicht über ein … “eeeeeeigentlich müsste es klappen” hinaus.

Da die Strafen in Österreich aber “intensiv” sind, habe ich mich dann auf dem Rastplatz doch noch dazu entschieden eine Plakette zu kaufen.

SICHER IST SICHER….

Der “Aufkleber” für 10 Tage, Womo bis 3,5t, hat 9 Euro gekostet, damit war ich dann auf der ganz sicheren Seite.

Letztendlich kann ich euch aber schon verraten, ich hätte die Plakette für die Fahrt zum Grubhof Camping nicht benötigt und selbst die kostenlose Waze Navi Handy App warnt vor, wenn man eine Route samt Maut wählt.

Ich war auf jeden Fall auf der ganz sicheren Seite und so konnte ich die Grenze zu Österreich entspannt überqueren und weiter durch die Berge fahren.  Als es dann von der Autobahn abging und mir das Navi zeigte, dass ich noch fast 50 km durch die Berge fahren müsste, stieg mein Puls immer weiter an. Mir war ganz klar… würde mich der Weg auf steile Schotterpisten führen, fahre ich keinen Meter weiter, entweder es gibt einen anderen Weg, oder aber ich fahre nicht zum Gates of Summer Camper Festival,  auch wenn es nur noch 2 Km bis zum Campingplatz sind!!!

In solchen Fällen kann ich ja sturr sein 😉 

Lange rede kurzer Sinn… die Ösis sind ja auch nicht doof! Wenn es da irgendwo zwischen den Bergen einen super duper 5 Sterne Campingplatz gibt, dann wird dieser auch gut anzufahren sein! Und genau so war es auch…

Sämtliche Panik war vollkommen verfrüht, es ging kilometerlang über sehr gute, breite Landstraßen, es gab keine “schlimmen” Serpentinen und selbst wenn ihr mit einem riesen Liner zum Grubhof Camping fahren möchtet, werdet ihr keine Probleme bekommen.

So sind wir dann also am Nachmittag am wunderschönen Grubhof Campingplatz bzw. auf dem Gates of Summer gelandet.

Der Grubhof Camping ist ein absoluter TOP CAMPINGPLATZ (ich glaube er wurde auch schon mehrfach zum besten Campingplatz Österreichs gewählt)  mit allem drum und dran, in WUNDERSCHÖNER Lage zwischen Berg und Fluss, dazu ein riesiger Wellnessbereich, nettes Personal, Shop, Cafe und Sanitärhäusern die soooo schön sind, wie ich sie noch nie gesehen habe.

 

Sanitäranlagen Campingplatz

Eines von 4 Sanitärgebäuden auf dem Grubhof Campingplatz

 

Mal ganz abgesehen von großen modernen Duschen, Toiletten usw. haben die Sanitärgebäude rieeeeeeeesengroße Fenster samt Ausblick auf die Berge. Wenn man da z.B. nach dem Duschen sitzt und sich die Haare föhnt, hat man einen unglaublichen Blick… das habe ich so wirklich noch nie gesehen.

 

Duschen auf Campingplatz Grubhof Camping

Haare fönen samt Ausblick! Die Toiletten und Duschen auf dem Grubhofcamping

 

Für das Gates of Summer war auch bereits alles vorbereitet, an der Campingplatz Anmeldung lag schon eine Teilnehmerliste bereit. So konnte ich mehr oder weniger direkt auf den Campingplatz fahren und das Gates of Summer Gelände war schnell erreicht.

Es waren auch bereits einige andere Blogger, Hersteller und Teilnehmer vor Ort, so dass es schnell viel zu quatschen gab.

Wem das ganze noch nichts sagt, hier einige Infos über das “Camper Festival”

 

  • Bereits vor 2-3 Jahren starteten die Veranstalter von “Camp Republik” das erste große Campertreffen namens “Campervan Summer Meeting”.
  • Dieses Treffen findet immer im Herbst, ebenfalls irgendwo in den Bergen statt.
  • Die Teilnehmerzahl ist in den letzten Jahren regelmäßig angestiegen, so dass vergangenen Herbst (wie ich hörte) mehr als 400 Camper anreisten.
  • Da diese Treffen so gut angenommen wurden, gab es jetzt das erste “Gates of Summer”, also das erste Frühjahrstreffen
  • Das besondere an diesen Treffen, es gibt auch immer ein gewisses Programm und es nehmen Hersteller und Camping Shops teil, so dass die Treffen ein bisschen wie ein Mix aus Campertreffen, Festival und Messe sind.
  • Zum Programm gehören u.a. Vorträge von Bloggern über Reiseziele, allg. Camping Infos, Thema Bus Ausbau oder andere Camping Themen, abends spielt eine Band am Lagerfeuer, es gibt große Tipi Zelte um auch bei Regen trocken zusammen zu sitzen, am frühen Abend beginnt ein Koch für die ganze Truppe zu kochen.
  • Aussteller, Shops, Hersteller zeigen ihre Mobile bzw. verkaufen spezielle Camping Produkte
  • Der Gewinn aus den Einnahmen durch Verlosungen, Getränken und Essen ging dem Projekt Helden Camper (junge Krebserkrankte brauchen eine Camping Auszeit) zu
  • Naja und zwischendurch ist natürlich viel Zeit zum klönen, schnacken und sich austauschen.
  • Tickets für diese Veranstaltungen gibt es je nach persönlicher Übernachtungsdauer und beinhalten sämtliche Angebote plus Campingplatzkosten usw.

Das ist grob Umfasst das Campervan Summer Meeting bzw. das Camper Festival “ Gates of Summer”.

 

Milla, die Omi und ich auf dem GoS

 

Wie bereits gesagt, war es ja mein erstes Camper Festival in dieser Form. Ich war zwar schon auf dem Bulli festival als Bloggerin, aber das GoS ist nochmal etwas ganz anderes und ehrlich gesagt, wusste ich vorab auch nicht so ganz genau, was mich erwarten würde.

Dazu kamen mal wieder “Vorträge”… meine ganz persönliche Lieblingsbeschäftigung, reden vor Menschen.🙈🤣 Aber nach dem super GAU in Stuttgart war ich ja fleißig (so einen Mist muss ich nicht unbedingt immer wieder erleben) und habe geübt, ich war mittlerweile sogar bei so einem “Redner / Kommunikations- Coaching” 😉 😉 ;-), kenne wahrscheinlich zumindest jedes 2. Youtube Video von richtig guten “Vortragenden” usw. usw..

Ob es was gebracht hat…. nun jaaaaa, der eine sagt so, der andere so 😉

Jetzt mal ehrlich, habt ihr euch schonmal bewusst vor einen Spiegel gestellt und euch beim reden mit der Wand beobachtet, oder das ganz auch noch als Video aufgenommen??? Das, also, das mit dem Video, das, das ist SCHOCKIEREND 🤪🥺😖…… da fehlen mir die Worte für, FUUUUURCHTBAR ist untertrieben!

Mittlerweile sperre ich Milla immer mit mir in der Diele ein (da habe ich den größten Spiegel) und rede zu Milla, so komme ich mir nicht komplett bescheuert vor… 🙂 und das mit den Videos habe ich sein gelassen, da bekomme ich ja noch viel größere Komplexe!

Aber gut… irgendwie muss ich ja besser werden! Ich meine nicht “Profi- Besser” sondern “Isa bleiben, aber zumindest das sagen können, was ich mir vorgenommen habe”, so auf dem Level!  Und das klappt anscheinend nur mit üben…. oder Show-Hypnose ;-)! Also erzähle ich Milla auch weiterhin einen Schwank aus meinem Leben (auch wenn die dusselige Kuh regelmäßig dabei einschläft! Also unterstützung sieht echt anders aus!!! 😉 ), bis es ihr aus den viel zu langen Ohren wieder raus kommt!

Zurück zum GoS

Der Donnerstag Abend verlief relativ ruhig, die meisten Besucher würden eh erst Freitag anreisen, so gab es an diesem Abend noch eine kurze (und einzige) Vorstellungsrunde im Tipi vor einer handvoll Gästen und danach sind noch einige Blogger und Hersteller gemeinsam essen gegangen. Ein wirklich lustiger Abend.

Am nächsten Tag startete das Programm. Jeweils um 10 Uhr, um 14 Uhr und um 17 Uhr begannen die verschiedenen Vorträge, immer von 3 oder gar 4 Bloggern, Youtubern usw. zu verschiedenen Themen gleichzeitig.

Wie ich später erfahren habe, wurde dieses System vom letzten Herbsttreffen übernommen und macht sicherlich auch Sinn, wenn es huuuuuuunderte Teilnehmer gibt. Dann können sich die Gäste gut auf die verschiedenen Vorträge verteilen..

Bei dem ersten GoS war es allerdings insgesamt etwas anders….

Zum einen war es eh das erste Treffen welches in dieser Form im Frühjahr stattfand, das Herbstfestival ist dagegen bereits deutlich bekannter und damit auch größer.

Dazu kam auch noch, wie bereits die Herbstfestivals, fand natürlich auch das GoS in der wunderschönen Alpenregion statt und leider war das Wetter genau an diesen Tagen deutlich schlechter, als z.B. in den Wochen zuvor.  Regen, Kälte und dazu vielleicht auch noch eine längere Anreise, wenn man nicht gerade ganz im Süden der Republik wohnt, haben wahrscheinlich den ein oder anderen Teilnehmer letztendlich doch abgeschreckt.

So kam es dann also, dass insgesamt vergleichsweise wenige Teilnehmer/ Besucher in Lofer waren und wenn dann auch noch 3 oder 4 Vorträge gleichzeitig stattfinden, redet man eben nur vor einer handvoll Menschen… wenn überhaupt! 

In meinem Fall, wir hatten vorab abgeklärt, dass ich meine Vorträge über das Thema: “Road Trip & Camping in Europa – Allein on Tour” (woraus dann im offiziellen Programm “Ein Plädoye zum Alleinfahren” wurde ;-/ )  halten werde, war es dann eben so, dass mein erster Vortrag, der an diesem Freitag um 14 Uhr im Tipi stattfand, im Vergleich noch einigermaßen gut besucht wurde (es waren auch einige Alleinreisende vor Ort).

Ich bin allerdings davon ausgegangen und so hatten wir es auch untereinander besprochen, dass wahrscheinlich viele Teilnehmer erst später anreisen werden, schließlich müssen ja einige Leute Freitags auch erstmal noch arbeiten und können nicht um 14 Uhr auf einem Campingplatz hocken.

Tja… das war allerdings falsch gedacht!

Naja, der Vortrag lief dann aber doch ganz ok, ich habe das alles in kleinem Kreis durchgezogen und bin einfach mal davon ausgegangen, der Vortrag am Samstag wird besser besucht.

Wetter technisch klarte es Freitag Abend auch nochmal auf, das frisch gekochte Thai-Curry war lecker und es folgte ein richtig, richtig schöner Lagerfeuerabend samt Gitarre, Songs und dem ein oder anderen Radler.  Dieser Freitagabend war wirklich sehr, sehr nett und ich kann mir gut vorstellen, dass so ein Festival bei etwas mehr Wetterglück richtig super sein kann, denn die Leute waren klasse.

 

Gates of Summer Camper Festival Lagerfeuer

Lagerfeuer & Camping… die Camper Festival Gates of Summer Abende waren schon echt schön!

 

Dann folgte der Samstag und leider wurde das Wetter nicht besser, eher im Gegenteil…. es wurde immer kälter und regnerischer.

 

Was leider dann auch die verschiedenen Vorträge betraf. Die drei Redner, die bereits um 10 Uhr dran waren, hatten leider erstmal gar kein Publikum, weshalb die Vorträge etwas weiter nach hinten geschoben wurden, bis mehr Leute wach waren und gefrühstückt hatten.

Glück hatte zumindest der Vortragende, der für das Tipi eingeteilt wurde, denn hier war es ja auf jeden Fall trocken. Dennoch, auch zum späteren Zeitpunkt und im Tipi, wurde der dort stattfindende Vortrag nur mäßig besucht. Ich glaube (ich habe es nicht live gesehen, weil ich zu diesem Zeitpunkt bei dem Vortrag im Tipi saß) aber zumindest die Omnia Vorführung wurde ganz gut angenommen.

Mein nächster Vortrag sollte also an diesem Samstag, wiederum um 14 Uhr, stattfinden. Aaaaaaallerdings lief es dann so gar nicht mehr gut, was verschiedene Gründe hatte.

 

  • Zum einen zog es sich pünktlich ab 13:30 Uhr mächtig zu, so dass wir schon alle eine große dunkle Wolkenwand über die Berge auf uns zukommen sahen.
  • Zeitgleich fand mein Vortrag mit drei weiteren Vorträgen meiner Kollegen statt, wenn es aber insgesamt vielleicht nur 40-50 Zuhörer gibt, ist das bei insgesamt 4 Vorträgen gleichzeitig nicht sehr viel.
  • Außerdem sollte dieser Vortrag auch noch bei mir am Womo stattfinden, genauso wie die Vorträge meiner Kollegen, die mit ihren VW Bussen rechts und links von mir standen. Es verteilete sich also nicht auf verschiedene Bereiche des Geländes, sondern wir konnten gegeneiander ansprechen.
  • Und zuletzt muss ich auch ganz klar sagen, dass mein Vortragsthema einfach bei den Teilnehmern, die auf diesem Treffen waren, nicht gut ankam und die Leute, die es interessiert hat, die waren bereits Freitag da (dazu aber im 2. Teil noch mehr)

 

Tja und so kam es also, dass ich Samstag Nachmittag pünktlich um 14 Uhr bei windig, frischen Temperaturen vor dem Womo saß und meinen Vortrag vor genau EINER Person halten sollte.

Dass das natürlich eine total bescheidene Situation war, muss ich euch nicht erklären. Vor allem, wenn dann auch noch gleichzeitig bei meinen Kollegen rechts und links zumindest ein paar Leute standen. Schön ist das natürlich nicht… aber gut, ich konnte es auch nicht ändern! Wir haben dann daraus eher eine “informative Unterhaltung” gemacht… auch ok!

Wobei ich natürlich schon sagen muss, so richtig toll war das alles nicht! Bitte versteht mich nicht falsch, ich rede auch heute noch nicht frei und locker vor fremden Menschen und bin darin nicht gut. Von daher könnte ich natürlich sagen, puhhh Glück gehabt! 😉 JAAAA und es war auch wirklich schön mal wieder einige Bekannte, Kollegen und Leser wieder zu treffen oder ganz neu kennen zu lernen… das war alles super, der Campingplatz war GROSSE KLASSE und natürlich ist mir auch klar, dass niemand Schuld hat, wenn das Wetter einfach nicht so richtig mitspielen mag.

Andererseits ist ein solches Treffen, in dieser Form und wenn ich da als Bloggerin extra hinfahre auch Business… und wenn man dann da sitzt und sich über das gesamte “Treffen” so seine Gedanken macht, vielleicht auch den ein oder andere organisatorischen Knackpunkt sieht und sich auch die Frage stellen muss, warum niemand der Organisatoren mal mit mir das Gespräch sucht, wie mit den anderen Bloggern, Ausstellern usw. dann fühlt sich das zumindest alles nicht gut an.

Aber… ein Hoch auf eine heiße Dusche! Das soll ja die Nerven beruhigen …

Den gesamten Samstag Nachmittag und Abend verbrachten wir gemeinsam in netter Runde im Tipi. Der Koch versorgte alle Teilnehmer die mochten mit Chili, nach dem Essen fand die große Verlosung statt, bei der es zum Teil wirklich tolle Sachen (u.a. auch Omnias und richtig teure Camping Grills) zu gewinnen gab (ich habe auch gewonnen, einen Landvergnügen Atlas, den ich allerdings für 2019 schon habe und ihn darum direkt an eine glückliche Alleinreisende weiter verschenkt habe)

 

Karma Baby, Karma!

 

Irgendwann war ich allerdings soooo dermaßen durchgefroren, dass ich auch samt Mütze, Strumpfhose und Winterjacke einfach nicht mehr warm wurde, so dass ich schon relativ früh ins Womo gegangen bin.

 

Camper Festival GoS, camping in den Bergen unter Sternenhimmel

Camping unterm Sternenhimmel, nachts auf dem Gates of Summer

 

Die Party muss aber noch sehr, sehr gut gewesen sein, der campende Sänger hat anscheinend für super Stimmung gesorgt und nachdem es gegen 22 Uhr auch aufgehört hatte zu regnen, konnten sogar alle noch entspannt am warmen Lagerfeuer sitzen.

Ich war zu diesem Zeitpunkt auch entspannt, allerdings liegend in meinem Bettchen! 🙂

 

Der Sonntag

 

Am Sonntag war bereits der Tag der Abreise gekommen. Morgens um 10 Uhr gab es noch einmal 3 letzte Vorträge von drei verschiedenen Blogger Kollegen, insgesamt herrschte aber bei den meisten Teilnehmern bereits “Abreise Stimmung”, da leider auch an diesem Tag Kälte und Regen dominierten.

´Kälte und Regen…. da war doch noch was?!

Durch einige Insta und FB Postings die ich während der vergangenen Tage online stellte, bekamen Freunde die in Passau leben mit, dass ich mich gerade in Österreich aufhalte und fragten mich bereits am Freitag, ob ich nicht Zeit und Lust hätte auf einen Passau besuch?

Im Grunde hatte ich auch riesen Lust die Leute wieder zu sehen, allerdings gab es da doch noch dieses riesen Projekt, an dem ich seit Woooooochen arbeite und die vertragliche Abgabefrist war der 15.Mai! Ich brauchte diese letzten 3 Tage auch wirklich nochmal dringend, um alles nötige komplett fertig zu machen und ich wusste genau, wenn ich nnach Passau fahren um Bekannte zu besuchen, werde ich nicht dazu kommen, stundenlang am Laptop zu sitzen.

Doch zum Glück regelte sich das Thema schnell, denn meine Passauer Freunde mussten ganz normal zur Arbeit, sie hatten also nicht frei und das kam mir ehrlich gesagt auch sehr gelegen. So vereinbarten wir also, dass ich mich Sonntag auf den Weg nach Passau aufmachen werde, das sind von Lofer aus nur ca. 180 km und wir wollten noch einige Tage zusammen in Passau verbringen.

Nachdem ich mich Sonntag noch eine ganze Weile mit den  Kollegen ausgetauscht habe und mich dann bei allen verabschiedet habe, sollte es also gegen Mittag in Richtung Passau losgehen und jetzt kam mir auch meine Mautplakette zugute, denn der kürzeste Weg von Lofer nach Passau führte mich einmal komplett von West nach Ost durch Österreich und dabei auch 8 km über die mautpflichtige Autobahn bei Salzburg.

Ich war also vorbereitet, das Wetter war mehr als eklig und eiskalt, aber Milla und mich konnte nichts mehr stoppen…. bis auf die Omi!

Sooooo, ich glaube das ist der perfekte Punkt für eine kleine Camper Festival usw. Pause! 

Holt euch etwas zu trinken, eine Tafel Schoki oder eiine Tüte Weingummi, Teil zwei hat es noch in sich.

Da erfahrt ihr dann auch wie ich vom Campingplatz kam, warum mein Schutzengel in aktion war, wie es mit dem ADAC weiter ging, was Pferde auf der Autobahn zu suchen hatten und welches Fazit ich vom Gos ziehe. 

Also… bereit? Dann findet ihr hier Teil 2!

Viel Spaß beim lesen und BLEIBT GESUND!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

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Wintercamping in den Bergen – Abenteuer pur für Angsthasen

Wintercamping in den Bergen – Abenteuer pur für Angsthasen

 

Mittlerweile bin ich seit fast 6 Jahren immer wieder unterwegs, habe mich aber noch nie im Winter mit der Omi zum Wintercamping in die Berge getraut.

Ehrlich… ich glaube ich bin eigentlich nicht unbedingt der extrem ängstliche Typ, aber Auto fahren auf glatten, eisigen Straßen, das ist für mich ein absoluter Graus. Meine größte Sorge zu dem Thema ist, ich komme einen Berg nicht hoch und beginne dann rückwärts den Berg wieder runter zu rutschen! Uhhhhhh, mein Albtraum!!!

Darum hieß es bisher… die Berge sehen mich zum Wintercamping nicht!!!!

 

Tjaaaa, aber jetzt darf ich ja gerade den winterfesten SUN TI von Knaus testen und wenn ich schon DIE Möglichkeit habe mit so einem super isolierten Womo im Winter los zu düsen, wäre ich dann nicht dumm… wenn ich die Chance nicht nutzen würde um zum Wintercamping in die Berge zu fahren???

Ich war echt soooo hin und her gerissen! Einerseits hatte ich Angst vor der Fahrt, andererseits … so eine Chance muss ich doch nutzen!

Also habe ich mich über Weihnachten noch schnell umgehört, ob ich noch irgendwo eine Chance auf einen netten Platz in den Bergen habe, aber leider… sämtliche Campingplätze die ich angerufen habe waren über Silvester bereits voll belegt.

Hmmmmpf…der Campingboom macht sich mittlerweile auch im Winter bemerkbar, alle Leute wollen los und die Silvesternacht während des Wintercamping s erleben. Also, nach ungefähr 20 angefragten Plätzten wurde klar, ich hatte keine Chance auf einen netten, kurzfristig zu reservierenden Platz.

Mittwochmorgen habe ich es dann aber doch einfach nochmal auf gut Glück beim Campingplatz Tennsee in der Nähe von Garmisch versucht, wobei ich gerade hier niemals mit einem freien Platz gerechnet hätte. Der Platz wurde schon mehrfach im TV gezeigt und da sind die Chancen sehr gering, gerade da noch einen freien Platz zu ergattern.

 

Aber wie heißt es so schön… ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn!

 

Der gesamte Campingplatz war eigentlich bereits seit Wochen ausgebucht, aber gerade als ich Mittwochmorgend ganz früh angerufen habe, stand anscheinend ein anderer Gast an der Rezeption, der leider früher abreisen musste. Pech für ihn, Glück für mich, denn nach ein paar Minuten am Telefen stand fest, ich kann die Parzelle übernehmen und habe einen wunderhübschen Platz über die Silvestertage! 🙂 

So ging es also vergangenen Donnerstag los… mit einem sehr mulmigen Gefühl im Bauch und trotzdem vollerl Vorfreude… auf ins Abenteuer:

 

Wintercamping in den Bergen

 

Wintercamping Abenteuer in den Bergen

EIN TRAUM! Kommt das ist schon echt schön! So toll begann unser Wintercamping Abenteuer

 

Beginne ich mal mit der Fahrt zum Campingplatz.

Also ich kann euch nur sagen, ich hatte echt Panik vor dieser Fahrt, aber die Strassenwacht hier unten im Süden Deutschlands ist WIRKLICH fit und vielleicht auch ganz anders ausgestattet als z.B. bei uns im Ruhrpott.

Die Straßen waren weitestgehend frei, alle Wege waren super präpariert und so hatte ich NULL Probleme den Campingplatz zu erreichen.

 

Super Strassen beim Wintercamping in den Bergen

Selbst kurz nachdem es geschneit hat, waren die Strassen wieder weitestgehend frei.

 

Ehrlich… und das geht vor allem an alle anderen Schissbuchsen die genau so viel Panik vor Eis und Schnee haben wie ich. Die Straßen hier unten sind klasse präpariert und z.B. bis zum Campingplatz Tennsee, würde ich mich jetzt auch jederzeit mit der Omi trauen.

Bis hier hin kommt ihr wirklich, wirklich gut und es lohnt sich sehr das Abenteuer Wintercamping  mal zu starten. Das größte Hindernis auf dem Weg in Richtung Berge waren viel eher die Feiertags/ Ferien/ Mittelspurblockiere, aber ganz sicher nicht die Strassenverhältnissen abseits der Autobahn.  

Wie groß dieses Abenteuer noch werden sollte, wusste ich bei meiner Anreise ja auch noch nicht 🙂

Nachdem ich meine Parzelle bezogen hatte, verlief der Abend gaaaanz entspannt… Milla und ich freuten uns auf die kommenden Tage und ich war einfach nur froh gut angekommen zu sein..

Nach einer schlechten Nacht (ich war immer noch so aufgeregt von der Fahrt 🙂 ) und einem ausgedehnten Frühstükskaffee, habe ich mich am nächsten Morgen auf den Weg ins nächste Dorf „Krün“ aufgemacht und stand zwischenzeitlich im absoluten Paradies.

 

Wintercamping echt live

Der Weg vom Campingplatz nach Krün war einfach paradiesisch

 

Es war aber auch ein perfekter Tag! Die Felder und Berge waren Schnee bedeckt und der Himmel strahlend blau! Ich habe noch NIE erlebt, dass Schnee bedeckte Felder wirklich so stark glitzern können, dass sie aussehen, als seien sie mit Diamanten bestreut.

Ich war aber auch noch nie in meinem Leben im Winter in den Bergen, also wirklich noch nie! Weder zum Wintercamping, noch zum Skifahren o.ä. Die Natur hier in den Bergen, gemixt mit dem Schnee… das ist SOOOOO UNFASSBAR SCHÖN, dass ich auf dem Weg nach Krün eigentlich ständig stehen bleiben musste um einfach nur zu schauen.

Was ich allerdings total unterschätz habe ist, wie stark der reflektierende Schnee den Augen zusetzt. Darum als Tipp… wenn ihr zum Wintercamping aufbrechen möchtet, nehmt auf jeden Fall eine Sonnebrille mit!

Der Campingplatz liegt direkt zwischen Garmisch Partenkirchen und Mittenwald. Allerdings sind die beiden größeren Orte ca. 1 Stunde Fußmarsch entfernt, es gibt aber verschiedenen Buslinien und auch Ski Busse, die man nutzen kann. Wer gerne Langlaufen geht, der kann direkt vom Campingplatz aus starten, hier gibt es verschiedene eingezeichnete Loipen. Wie anspruchsvoll diese sind, kann ich euch allerdings nicht sagen, weil ich weder Ski, noch Langlauf-Ski fahren kann. Wie gesagt, ich bin zum aller erstenmal im Winter in deren Bergen.

Der kleine Ort Krün liegt ungefähr 30 Minuten entfernt, ist wirklich klein, bietet aber mit Cafes, Supermätkten, Tankstelle, Apotheke und Restaurant erstmal alles was wir Camper so benötigen.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch Krün und einem Kaffee im Kaffeehaus, haben Milla und ich es uns abends einfach nur gemütlich gemacht.

 

Wintercamping das benötigst du wirklich

Ganz wichtig… Wintercamping nur mit Sonnenbrille!

 

Bis zu diesem Zeitpunkt lagen zwar schon einige cm Schnee, aber es gab noch keinen Neuschnee und für die nächsten Tage wurde auch eher Tauwetter vorhergesagt.

Hmmmm…. sollte ich jetzt extra in die Berge fahren und keinen richtigen Schnee mitbekommen? Das wäre ja schade!

Also habe ich mir von Frau Holle ein bisschen mehr Engagement gewünscht… wenn schon Berge, dann bitte auch mit Schnee. Das ich allerdings einen so guten Draht zu Frau Holle haben sollte… war mir bis zu dem Zeitpunkt auch noch nicht bekannt!

 

Silvester im Camper

Selbst die Silvesternacht verlief gemütlich und entspannt

 

Silvester Camping im Schnee

 

Nach einigen gemütlichen Tagen zwischen Womo, langen Winterspaziergängen und einer Fahrt nach Garmisch zum Training der Skispringer, folgte also unsere erste Wintercmping Silvesternacht.

Sobald Milla die Knaller und Raketen hört, reagiert sie immer noch ängstlich bis panisch und so waren wir beide mal seeeehr gespannt, wie „schlimm“ die Silvesternacht hier oben wohl werden würde.

Auf dem Platz selbst herrschte zum Glück strenges Böller Verbot, es konnte also nicht passieren, dass direkt neben dem Womo ein Böller hoch gehen würde… für mich sehr beruhigend!

Passend zur Silvesternacht veranstaltete der Campingplatz Tennsee jedes Jahr eine Party, die auch von vielen Gästen sehr gut angenommen wurde. Ich habe mich nur mal kurz umgesehen und einen Drink auf die Schnelle getrunken, bevor ich wieder zurück zum Womo gegangen bin… schließlich wollte ich Milla nicht so lange an Silvester allein lassen, denn der ein oder andere Knaller war bereits vorab zu hören.

Was ich aber in der kurzen Zeit sehen konnte sah klasse aus. Silvester unter Campern, tolle Musik, gutes Essen… das sah alles echt nett aus!

Insgesamt war es aber eine sehr, sehr schöne und relativ entspannte Silvesternacht.

Milla lag die ganze Zeit auf ihrem „Safty Platz“ unter dem Tisch, verhielt sich aber vergleichsweise entspannt. Es wurde ein wenig vor dem Platz geböllert, insgesamt aber nicht extrem viel und vor allem, es wurden nur Raketen oder ähnliches in den Himmel geschossen, so dass diese ganz schrecklichen BOOOOOM Böller komplett ausblieben.

Wintercamping mit Hund

Milla hatte viel Spaß im Schnee und war so gut drauf wie schon lange nicht mehr

 

Bereits gegen 1 Uhr konnte ich ins Bettchen krabbeln und Milla schlief die ganze Nacht ruhig in ihrem Körbchen vor dem Bett. Ich glaube ein so entsanntes Silvester hatten wir noch nie!

Den Neujahrstag verbrachten Milla und ich trotzdem komplett gemeinsam. Da ich ja noch nicht wusste wie die Silvesternacht verlaufen würde und es bisher immer so war, dass Milla noch Tage nach der Silvsternacht extrem ängstlich war, habe ich mir bewusste KEINE Tickets für das Neujahrs-Skispringen in Garmisch besorgt. Darum war ich also nicht unterwegs, sondern habe es mir gemeinsam mit Milla am, um und auf dem Camping gemütlich gemacht.

Zu diesem ganzen Campingplatz Komplex hier am Tennsee gehört auch ein richtig gutes Restaurant und zur Feier des Neujahrstages, haben wir uns ein ganz entspanntes Kaffetrinken samt Apfelstrudel, Eis und Latte gegönnt. Hmmmmmm herrlich, so könnte das ganze Jahr weiter gehen. 😉

Ich kann nur nochmal sagen, der Campingplatz Tennsee ist wirklich spitze. Eine komplette Vorstellung des Platzes mit sämtlichen Infos folgt aber getrennt in den kommenden Tagen als extra Artikel.

Tjaaaaa und nach diesen ersten sehr entspannten Wintercamping Tagen zwischen Sonne, Schneematsch und vielen langen Spaziergängen sollte sich das „Wetterblatt“ wenden. Ab Donnerstag Nachmittag erreichten mich die ersten besorgten Mails meiner Familie und Freunden, samt Links zu den Warnungen des Wetterdienstes. Spätestens ab Samstag sollte es schneien … und das nicht gerade wenig!

 

Frau Holle hatte meinen Aufruf anscheinend gelesen…

 

Bereits Freitag Morgen merkte ich deutlich… der Campingplaz war in Aufruhe und es  wurde leerer und leerer und so erzählte mir die Bedienung des Reastaurants am Nachmittag, dass viele Gäste aufgrund der Wetterprognosen vorzeitig abgereist sind.

Hmmmmmm…. aaaaach, so schlimm wird es schon nicht, außerdem wollte ich ja Schnee in den Bergen erleben…. also verlängerte ich unseren Aufenthalt im Gegensatz zu den ganzen Camping Schissern nochmal flux um 4 Tag und wartete gespannt auf die ersten Flocken.

Diese kamen dann auch… allerdings eeeeeetwas heftiger als ich gedacht habe. 🙂

 

Wintercamping mit Knaus Wohnmobil

Über Nacht hat es ein kleines bisschen geschneit

 

 

Was hier los ist, ist der absolute WAHNSINN!!!!

 

Es schneit seit Samstag Morgen ohne Pause durch und das auch immer wieder so stark, dass man kaum die Hand vor den Augen sieht. 

Alleine gestern habe ich das Womo und die Ausfahrt der Parzelle bereits 4 mal vom Neuschnee befreit… und hätte in der Nacht am besten dran bleiben müssen. Bevor ich gestern Abend ins Bettchen gegangen bin, habe ich nochmal kurz einen Blick nach draußen geworfen und da lag bereits wieder so viel Schnee, dass die Schneekante gerade die Aufbautür erreicht hat.

 

Wintercamping im Schnee

Winter 2019… da steht der Schnee schonmal bis zur Tür

 

Doch als ich dann heute Morgen raus schaute, konnte ich kaum glauben was ich da sah! Es hat über Nacht soooooo viel geschneit, dass der Schnee fast die Womo Fenster erreicht hat!!!!

 

Wintercamping im Schnee

Und das war morgens früh… da stand der Schnee bis auf Fenster Höhe

 

Im ersten Moment saß ich tatsächlich im Womo fest! Die Aufbautür ließ sich aufgrund der Schneemassen gar nicht mehr öffnen, aber durch die Beifahrertür kam ich noch raus.

Ich hatte aber schon überlegt, was ich mache, wenn ich. nun gar nicht raus komme… ein Anruf beim Campingplatz. Hallo, hallo hier 202, mein Hund müsste in 2 Stunden Pipi machen, könnten Sie BITTE schonmal beginnen zu graben? 😉

Sowas habe ich in meinem ganzen Leben NOCH NIE gesehen! Riesige Schneeberge!!!!! Das gesamte Womo war von Schnee bedeckt, auf den Bäumen liegt der Schnee so hoch, dass alle Äste ächzen und selbst mit den Profi-Schneeräum-Maschinen haben die Campingplatz Betreiber so ihre Mühen.

Damit Milla überhaupt aus dem Womo kommen konnte, ohne direkt auf Tauchstation zu gehen, hieß es für mich… schaufeln, schaufeln, schaufeln. Mittlerweile habe ich echte, richtige Blasen an den Händen vom Schnee schüppen und links und recht vom Womo, türmen sich die Schneeberge, die höher sind als das Wohnmobil selbst.

 

Sooo viel Schnee, das ist mal Wintercamping Abenteuer pur!!!!

 

Unfassbar schön, unfassbar gewaltig… aber irgendwie auch ein bisschen „unheimlich“. Laut Wetterbericht soll es weiter schneien und schneien und schneien… aber für Montag ist eine kurze Pause vorhergesagt, bevor Dienstag die nächsten Schneemassen vom Himmel fallen sollen. Von daher werde ich auf jeden Fall versuchen, den Platz am Monatg zu verlassen. Zur Not hätte ich noch 2-3 Tage Zeit, aber die Aussichten sehen ja nicht besser aus und Ende der Woche werde ich in Stuttgart erwartet, die CMT beginnt!

 

Wintercamping im Knaus Sun TI

Der Knaus SUN TI im ECHTEN Winter check 🙂

 

Und wie macht sich der Knaus bei so viel Wintercamping leben

 

Ich muss sagen, der SUN TI macht sich auch bei diesen Schnemassen extrem gut! Im Womo ist es muckelig warm, der Doppelboden hält die Leitungen frei und da ja alles beheizt ist, also ich meine wirklich alles… vom Schrank, über sämtliche Tanks bis zum Toilettenkanister, ist das Leben im Knausi selbst bei diesen Witterungsbedingungen einfach toll. 

Ich meine mal abgesehen vom „Alltag außerhalb des Womos“ … so viel Schnee, kalte Temperaturen und dann so ein warmes, heimeliges Womo, was gibt es gemütlicheres?

 

Winterfestes Wohnmobil im live CHECK

Über und über vom Schnee bedeckt… Der Knaus SUN TI hat die Schneemassen super gemeistert

 

Zwei Problemchen gab es aber in den vergangenen Tagen, wobei die nicht wirklich etwas mit dem Womo selbst zu tun haben. Zum einen habe ich mich gefragt, wie man das bei solchen Schneemassen am besten mit der Sat Anlage macht? Im Grunde wäre TV  schauen Abends ja ganz nett, aber ich habe die Anlage lieber bereits vor einigen Tagen eingefahren, weil ich Bedenken hatte, dass sie fest friert und ich sie nicht mehr eingefahren bekomme, wenn ich los möchte.  Und da die Anlage ja mit dem Zündschloss verbunden ist, bin ich mir nicht sicher ob der Motor anspringt, wenn die Anlage nicht erinfährt?

Wobei… bei den Schneemassen, wäre die Anlage eh im Schnee versunken, von daher war es ganz clever, bereits vor den Schneemassen auf TV zu verzichten.

Zum anderen tropfte einiges Tauwasse kontinuirlich auf die Trittstufe und bedeckte diese dadurch mit einer riesigen Eisplattet. Dass das Tauwasser gerade da heruntertropfte lag aber vor allem daran, dass ich relativ schräg gepark habe, damit der Schnee besser vom Dach rutscht.  Mittlerweile konnte ich die Stufe aber zumindest wieder einfahren und da der Schnee sooooo hoch liegt, brauchen wir die Stufe aktuell eh nicht.

Schon „krass“… ich meine durch den Doppelboden ist das gesamte Womo ja schon höher und trotzdem reicht der (zusammengedrückte) Schnee bis weit über den Eingangsbereich.

 

Wintercamping im live check

Wintercamping pur

 

Das ist mal Wintercamping pur… ich glaube viel mehr geht echt nicht! 🙂

 

Gestern Morgen haben meine Nachbar versucht mit ihrem allrad Bimobil den Platz zu verlassen und hatten große Probleme vom Platz zu kommen. Da sollte es also noch spannend werden, wie und ob ich den Platz morgen verlassen kann. Ich denke das größte Problem ist die Parzelle selbst. Als ich gekommen bin lag ja kaum Schnee und somit steht das Womo dirkt auf dem Boden. Durch die Schneemassen hat sich jetzt allerdings vor der Parzelle eine ca. 4-5 cm hohe Schneestufe gebildet und ich habe die Befürchtung, dass ich da nicht hoch kommen werde. 

 

Allrad beim Wintercamping

Selbst die Nachbarn mit dem Allrad Bimobil hatten so ihre Probleme

 

Aber gut… Morgen ist der Tag der Tage, da heißt es dann, Milla, der Knaus und ich gegen den Schnee 🙂 

 

Das einzige was mich an diesen Schneemassen echt ein bisschen nervt ist das Problem Womo Dach. Anscheinend ist der Knaus wirklich super isoliert, denn obwohl ich hier drin heize wie wild, so dass es mir Frostbeule schön warm ist, bleibt gefühlt jede Flocke auf dem Dach liegen.

Mir ist es allerdings ein Graus samt Schneeschieber oder Besen auf eine Leiter zu krabbeln, die dazu auch noch auf dem eisigen Untergrund steht, um dann das Womo Dach irgendwie halbwegs frei zu bekommen. Ich kenn mich doch… da ist der gebrochene Arm oder das gebrochene Steißbein vorprogramiert. 🙂

Die letzten Tage konnte ich das Dach ganz gut von den Seiten und durch die Dachfenster von innen frei bekommen. Nach dieser Nacht liegt aber so viel Schnee auf den Fenstern, dass ich aktuelle die Dachluken nicht hoch bekomme. Die Schneemassen sind einfach zu schwer.

Wenn ich mich so umsehe… einige Nachbarn räumen das Dach, viele lassen es aber auch einfach so voll wie es ist. Ob das so gut ist? Andererseits… hier stehen ja auch Dauercamper, die gar nicht hier sind und ihr dach somit gar nicht vom Schnnee befreien können… unnd trotzdem stehen die fahrenden Zuhause noch.  Da werde ich mich jetzt gleich nochmal drum kümmern, vielleicht bekomme ich das Dach ja doch irgendwie noch ein bisschen frei.

 


Damit ich in diesem Artikel nicht alle Themen durcheinander werfe, beschreibe ich euch noch mehr zum Thema „KNAUS SUN TI im echten Wintercamping Check“, in meinem großen Fazit. Ende Januar muss ich zurück nach Jandelsbrunn und sobald ich das Womo wieder abgeliefert habe, folgt auch das große Fazit zum SUN TI.

Ähnliches gilt wie bereits gesagt für den Campingplatz. Auch diesen beschreibe ich euch in einem extra Artikel. Es ist so schon ein bisschen „kompliziert“,  die verschiedenen Wintercamping Tage halbwegs vernünftig in einen Artikel zu bekommen.


 

Soooo zum Ende dieser abenteuerlichen Wintercamping Tage bin ich heute Abend noch ins Campingplatz Restaurant eingeladen. Das Essen sah schon beim „drauf schauen“ richtig gut aus und bisher habe ich auch nur gutes von dem Restaurant gelesen. Also ich glaube… Milla und mir steht noch ein netter letzter Abend bevor.

Dann noch eine allerletzte ULTRA GEMÜTLICHE Wintercamping Schnee Nacht (hoffe ich zumindest) und morgen wird es dann ernst! 

Es ist jetzt Sonntag, 15 Uhr und ich euch sagen…. es schneit schon wieder seit Stunden MASSEN weißer Flocken vom Himmel! 🙂 

 

Schneeschieber Wintercamping

Mein bester Freund… der Schneeschieber und ich führen ein inniges Verhältnis

 

Sooo und wie verlief nun meine Abreise? 

Wir machen jetzt einen Sprung von 24 Stunden, mitttlerweile ist es Montagabend 17 Uhr und ich sage mal so, die vergangenen Stunden waren spannend! 😉

Nachdem ich gestern einen echt tollen Abend im Campingrestaurant hattte (super Essen!) und geschlafen habe WIE EIN STEIN, hieß es heute Morgen, Sachen packen und klar Schiff machen!

Nachdem ich den Knaus innen soweit abfahrtbereit hatte (wenn man 10 Tage fest an einem Ort steht, bleibt ja schon das ein oder andere liegen 😉 ) hieß es wieder… SCHNEE SCHAUFELN!!!!

ZUM GLÜCK hat es vergangene Nacht nicht so viel geschneit, so dass es geschätzt „nur“ 20-30 cm Neuschnee waren. Nichts desto trotz… aktuell habe ich erstmal genug vom Schnee schaufeln, was eine bescheidene Arbeit.

Ich habe geschaufelt und geschaufelt, damit ich zumindest die Räder halbwegs frei bekomme und mir zudem eine kleine Rampe gebaut, um diese 4-5 cm zwischen Parzelle und Weg zu überbrücken, aber eigentlich habe ich mir schon gedacht, dass ich da nicht raus kommen werde.

Nachdem das also alles geschafft war blieb nur noch ein Problem… wo ist eigentlich das Stromkabel? 🙂

Der Stromanschluss lag hinter dem Womo, also in einem Bereich, den ich die letzten Tage nicht betreten habe und ich habe mir auch nicht die Mühe gemacht, hinter dem Womo zu schaufeln, aber iiiirgendwo da, müsste mein Stromkabel liegen. 🙂

Ich sag mal so… zwischenzeittlich stand ich wirklich bis zum Bauchnabel im Schnee und habe zu allem Überfluss auch noch meinen Schuh verlohren, aber irgendwann konnte ich mich zumindest bis zum Stromkasten durchschlagen und mit ein bisschen ziehen und zereren, konnte ich auch nach dem Stromkabel tauchen.

Tipp für euch… bei viel Neuschnee ist es durchaus sinnvoll das Kabel hin und wieder oben auf den Schnee zu legen, das war echt arbeit das Kabel irgendwie unter dem Schnee zu finden und vor allem da raus zu bekommen.

 

Abenteuer Wintercamping

Und Schwups, stand ich bis zum Bauchnaben im Schnee

 

Dann nochmal schnell die Socken und Strumpfhose wechseln, die war natürlich klitsch nass nachdem ich den Schuh im Schnee verlohren hatte und dann war ich WIRKLICH abfahrbreit.

Motor an, erster Gang…. keine Chance!

Egal ob ich es mit Gefühl oder mit Schwung versucht habe, ich kam nicht aus der Parzelle! Die Reifen drehten sofort durch und ich kam einfach nicht diese Schneestufe hoch.

Im ersten Moment habe ich es nochmal mit neu schaufeln versucht, aber auch das hat mal locker flockig gar nicht geholfern! Also bin ich zur Rezeption maschiert und habe denen bescheid gesagt, dass ich Hilfe benötige und mich jemand raussziehen muss.

Alles klar… der Schneebagger kommt. 

Zurück am Womo wurde mir dann schnell klar, damit der mich raus ziehen kann, benötigt er doch bestimmt diesen abschlepp Schraubhaken, hmmmmmm… nur wo ist das Teil ???

Ich hatte absolut keine Ahnung! In der großen Knaus Tasche, in der alle Bedienungsanleitungen usw. liegen war er nicht, im Handschuhfach war er nicht, in der Garage (zu der ich mich erstmal wieder durch den Schnee kämpfen musste) war er nicht und in den Fächern die ich in windeseile durchgekramt habe, war er auch nicht! Nach dieser Aktion sah das Womo wieder aus wie sau, aber den Haken hatte ich immer noch nicht!

Wie (un)praktisch das genau in diesem Moment der große Bagger samtt Schneeketten vorgefahren kam.  🙁

 

Toll wenn sich andere besser im Womo auskennen als man selbst!!!

 

Es kam wie es kommen musste, erste Frage… Wo ist denn dieser Schraubhaken zum abschleppen, den bräuchte ich, sonst kann ich Sie nicht ziehen!

Ähhhhmmmm jaaaaaa, den suche ich auch schon die letzten 20 Minuten? Haben Sie vielleicht eine Ahnung wo das Ding normalerweise liegt???  😬🥰🙈

Tja was soll ich euch sagen, er wusste wo der Schraubhaken lag und wenn ihr es nicht wisst… ich verrate es euch!

Unter dem Beifahrersitz ist eine kleine Klappe und da müsst ihr durchgreifen, fast bis auf die „Rückseite“ des Beifahrerseitzes und da liegt im Normalfall dieser große Haken zum abschleppen.

Nachddem das Teil eingeschraubt wurde und der Knaus am Haken hing, ging es auch schon los. Ich sollte einfach nichts tun als aufzupassen, dass ich frühzeitig wieder zum stoppen komme und dem Bagger nicht hinten drauf fahre.

OOOOOOKKKKKK…. 

Uhhhhhhh… wie sich das anhörte, der knautschige Schnee gepaart mit dem Zug am Gestänge… echt kein schöner Ton, aber die Hilfe hat es gebracht, dachten wir zumindest im ersten Moment!

Mit den Vorderrädern war ich tatsächlich schon über der Schneestufe und im ersten Moment hat sich der Bagger auch schon wieder ausgeklingt, da wurde klar… so wird das nichts, denn die Vorderräder dreht sofort im tiefen Schnee durch und mit den Hinterrädern kam ich immer noch nicht über die Stufe.

Mitllerweile stauten sich rechts und links von mir schon die Autos, denn wir/ ich blockierte den kompletten „Hauptweg“ des Campingplatzes. Das große Problem war jetzt allerdings, der Bagger konnte mich nicht weiter ziehen, denn ich stand mitten in einer Kurve.

Also neuer Plan… hinter die Vorderreifen wurden dicke Schneebleche gelegt, auf die ich langsam rückwärts aufgefahren bin, zurück konnte ich ja fahren, ich kam nur nicht mit den Hinterrädern über die Stufe um weiter nach vorne zu fahren. So hatten die Vorderreifen mehr Grip und da um mich herum ja eh schon 5-6 Autos standen und warteten, hat der Campingplatz Angestellte alle Männer aus den Autos zusammengetrommelt, die dann hinten schieben solltten, damit ich über die Sttufe kam.

OK! Jetzt also mit Schwung!

Einzige ganz wichtige Aufgabe, sollte ich merken, dass ich nicht hoch komme, sofort bremsen und Handbremse ziehen, damit die „Jungs“ hinter dem Womo nicht zu schade kommen, wenn ich plötzlich nach hinten rolle.

Uiiii, uiiiii, uiiiii… ich glaube ich hatte direkt 300 Puls… und das alles auch noch vor gefühlt hundert  Zuschauern, denn mittlerweile schauten nicht nur die Frauen aus den wartenden Autos, sondern auch alle Leute die zu den Toiletten oder Duschen wollten, wie gesagt, ich blockierte seit ca. 15 Minuten den gesamten Campingplatz.

 

Wintercamping Strassenverhältnisse

Wintercamping… also die Strassen sind wirklich kein Grund sich Sorgen zu machen

 

Gut, also los und was soll ich sagen…  der Plan hat funktioniert!

Die Schneebleche haben für ausreichend Grip gesorgt, so dass ich mit Schwung über die Stufe kam und dann direkt um die Kurve, knapp an dem Bagger vorbei und runter zur Rezeption!

JUHUUUUUU ICH WAR FREI!!!! Ab jetzt sollte es eigentlich einfacher werden, denn so wie ich die Strassen von der Hinfahrt kannte, hat es die Strassenwacht hier unten drauf!

Letzte Hürde…. die Rechnung! 

Wooooow, also ich muss ganz eindeutig sagen, es waren 10 wunderschöne Tage. Ich war von der Natur begeistert, dieser wahsninnige Schnee war toll und spannend und der Campingplatz ist einfach klasse! Super nettes, extrem bemühtes Personal, ganz tolle Sanitärbereiche, spitzen Restaurant und das alles in einer top Lage.

Ich kann und möchte mich also absolut nicht beschweren, es waren wirklich wunderschöne Tage die mir und meinen Nerven auch echt gut getan haben. Nichts desto trotz… ist so ein Wintercampin Erlebnsis auf einem tollen Platz auch nicht gerade günstig! Ich habe jetzt komplett mit allem drum und dran (also Stellplatz, Hund, 1x Personengebühr, Strom (!!!) Kurtaxe, plus noch irgendeine Sondergebühr) und einer Flasche Campingplatz Gas knapp 400 Euro gezahlt!

Wie gesagt… es soll keine Beschwerde sein und so ein Campingplatz ist nunmal nicht günstig…. ich möchte nur sagen, so ein Wintercamping Abenteuer wie in meinem Fall… ist dann eben auch kein ganz billiger Spaß!

Sobald ich den Campingplatz verlassen hatte, wurden die Strassen besser und besser und es war wie schon gehofft, überhaut kein Problem über den Fernpass auf die Autobahn zu kommen.

 

Hier noch einige Bilder zum Vergleich: 

 

Wintercamping Campingplatz Tennsee

Blick auf das Campingplatz Restaurant am Abend

 

Wintercamping Campingplatz Tenne

Der Eingang zum Restaurant am nächsten Morgen

 

Wintercamping 2018

Am Tag nach meiner Ankunft lag zwar Schnee, aber in maßen

 

Schnee in den Bergen beim Camping

Der selbe Blick einige Tage später und die richtigen Schneemassen sollten erst noch in der Nacht kommen

 

Mein Fazit zum ersten echten Wintercamping in den Bergen

 

Wintercamping live - Abenteuer in den Bergen

Dein Pin zum Wintercamping live Artikel

Wintercamping in den Bergen ist echt ein wahnsinnig tolles Erlebnis, dass ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann.

Ihr müsst das unbedingt mal erleben… allein diese wunderschöne Natur ist unfassbar toll! Ich bin von den ganzen Bildern der letzten Tage echt geflasht und konnte mir vorher nicht vorstellen, wie unglaublich schön der Winter sein kann.

Allerdings habe ich durch die letzten Tage auch wieder vieles dazu gelernt. Viele meiner Campingplatz Nachbarn waren eingefleischte Wintercamper, so dass ich von ihnen noch einiges lernen konnte. Wintercamping mit solchen Schneemassen ist eben etwas besonderes und stellt einen vor ganz besondere Aufgaben.

Mein ganz persönliches Fazit… Milla und mir geht es gut, wir fühlten uns pudelwohl, die Tage im Schnee taten uns beide rundum gut und es war spannend schön, mal wieder etwas komplett neues zu erleben. In unserem Fall wurde das „normale“ Wintercamping zu einem echten Abenteuer und ich habe erfahren, anscheinend habe einen echt guten Draht zu Frau Holle! 🙂

Ich hoffe ihr seid mindesten genau so gut in das neue Jahr gestartet wie Milla und ich. Wir sind gerade gut in Blaubeuren angekommen und ab jetzt heißt es… auf zur CMT nach Stuttgart. Neues Jahr, neues Glück, neue Messen! 

Also, bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

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  • Im  ersten Teil habe ich euch mit nach Braunschweig genommen und erzählt warum ich die nächsten Wochen mit dem neuen OrangeCamp Wohnmobil on Tour sein darf. Herbsttour Teil 1
  • Danach ging es direkt weiter zum nächsten Hersteller. Nach jahrelanger Planung, weil ich es fast vermasselt hätte, ging es zur Knaus Tabbert Werksbesichtigung. Ein Blick hinter die Kulissen des professionellen Wohnm obil und Caravan Bau, Herbsttour Teil 2
  • Im dritten Teil habe ich euch dann erzählt, dass ich am Chiemsee anscheinend nicht erwünscht war, dass ich aber doch noch einen seeeehr schönen Stellplatz oberhalb des Chiemsees gefunden habe und wie es für Milla, den Flitzer und mich weiter durch die Berge nach Kufstein ging. Alleinreisende, NEIN DANKE … Chiemsee und meine Herbsttour Teil 3

 

Alles endete mit dem Almabtrieb, der leider nicht so schön war wie ich vorab gehofft habe und einem total lieben Überraschungsbesuch.

Nach diesem Besuch begann für mich aber das große Hin- und Herfahren, denn plötzlich änderten sich meine Pläne mehr oder weniger täglich. Wie gut, dass ich aktuell mit dem neuen test OrangeCamp Wohnmobil viel schneller unterwegs bin, als mit der guten alten  Omi. 🙂

Also los gehts mit dem 4. Teil meiner Wohnmobil Tour durch den Herbst.

 

OrangeCamp Wohnmobil Tour durch die Alpen

Pause auf über 1600 Meter Höhe … schon schön hier oben, auch als Friesenkind

 

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil in Richtung Italien… Brenner wir kommen

Eiiiiiigentlich hatte ich so still und heimlich für mich geplant, dass ich von Kufstein aus weiter durch die Alpen tucker, um irgendwann am Gardasee zu landen.  Also habe ich mich als erstes auf den Weg in Richtung Brenner aufgemacht, denn über diesen Pass wollte ich schon immer mal fahren… nur nicht unbedingt mit der Omi! 🙂

Von da an hieß es also für Milla und mich, immer Berg auf!!! Noch auf dem Stellplatz in Kufstein hatte mir ein Camping Nachbar erzählt, dass sie grundsätzlich nur Sonntags über den Brenner fahren, denn an allen anderen Tagen sei die Fahrt dank der vielen LKW’s eine absolute Katastrophe!

Hmmmm…. wir hatten gerade Montag! Na super, das konnte ja was werden.

Ich habe also unsere sieben Sachen gepackt und wir sind bei bestem Wetter weiter in die Berge gefahren. Ich kann euch sagen, wenn ihr bis dato genau so viel bammel vor einer Tour durch die Berge habt wie ich, die Angst ist WIRKLICH unbegründet! Die fahrt durch die Alpen bzw. auch über den Brenner Pass ist deutlich entspannter und viel, viel lockerer als ich je gedacht hätte. Die Straßen sind gut ausgebaut, ihr fahrt komplett über Asphalt, die Kurven sind jetzt nicht übermäßig eng und auch die Breite der Strasse ist ok.

Im Gegensatz dazu bin ich allein in Schweden schon auf deutlich „schlimmeren“ Straßen unterwegs gewesen, da wurde es manchmal wirklich eng und Schweden gilt ja nun nicht als besonders bergig!

Außerdem kann ich euch auch sagen, ich persönlich empfand den LKW-Verkehr als gar nicht schlimm, bzw. eher ganz im Gegenteil, ich fand das Fahren gerade durch die LKW‘s eigentlich ziemlich einfach. Für mich (und auch allen Leuten hinter mir) war ganz klar, ich werde jetzt nicht damit beginnen notgedrungen die LKW‘s irgendwie zu überholen! Wenn das ein PKW Fahrer hinter mir macht… soll er machen… ich NICHT! So bin ich also ganz entspannt und mit einigem Abstand (damit überholende PKW’s noch zwischen mir und dem nächsten LKW einscheren konnten)  hinter einem LKW und einem Bus her getuckert und hatte im Grunde eine ganz ruhige Fahrt.

 

Bergidylle hinter dem Brenner Pass

Wenn man ca. 30 Minuten vom Brenner Übernachtungsplatz läuft, steht man plötzlich in der absoluten Bergidylle

 

Fazit… mit dem Wohnmobil über den Brenner

Der Weg da hoch ist also wirklich, wirklich, wirklich kein DRAMA! Ok… mit einem 15 Meter langen Gespann, oder aber im Winter auf Schnee und Eis, müsste ich so eine Tour nicht unbedingt unternehmen, aber jetzt, solange die Straßen eisfrei sind… ich glaube da würde ich selbst mit der Omi relativ unproblematisch da hoch kommen. Das war alles bei weitem nicht so schlimm, wie ich noch in der Nacht zuvor gedacht hätte.

Milla und ich haben zwischendurch noch einen kleinen Parkplatz genutzt und ein Päuschen eingelegt, da oben hatten wir einen wunderschönen Blick) und iiiiirgendwann kamen wir dann auch in den Bereich die „Brenner Maut Station“, denn die Nutzung des Brenner Passes ist ja nicht kostenlos.

Aber auch da habe ich mich einfach rechts zwischen PKW und LKW Spur eingeordnet und habe dann ganz einfach per Karte und mit Klasse B ca. 23 Euro gezahlt. Für Hin- und Rückweg müsst ihr also bei einem 3,5 T Womo mit knapp 50 Euro rechnen.

Eine Nacht auf dem Brenner!

Eine Nacht wollte ich aber gerne da oben, direkt auf dem Berg verbringen und hatte mir aus diesem Grund schon vorab einen kleinen  kostenlosen Stellplatz direkt hinter der Grenze zu Italien im Navi gespeichert. Und siehe da…. bis auf ein einziges anderes Womo, stand da niemand. Wir hatten also Glück und konnten da oben eine Nacht verbringen.

 

Mit dem Wohnmobil über den Brenner

Wie war das noch… hat da nicht mal jemand gesungen… Wir sind schon auf dem Brenner, wir brennen schon darauf… 😉

 

Nächster Halt… Stellplatz Area Brennero, Via della Stazione, Italien.

Bei diesem Stellplatz direkt neben dem Brenner Pass handelt es sich um einen ganz einfach, kostenloser Stellplatz, direkt hinter der italienischen Grenze an einem Hotel/ Restaurant. Da oben gibt es schlichtweg… NIX, bis auf einen faaaaantastischen Ausblick. Ok, ihr müsst schon am besten so 20 Minuten von der Strasse „weg laufen“, habt dann aber das absolute Bergpanorame vor euch. Ich hatte jetzt auch noch das Glück, dass die Sonne strahlte, der Himmel blau war… es war einfach der perfekte Tag!

Eine Nacht hier oben solltet ihr euch also echt mal gönnen, auch wenn es bereits Ende September in der Nachts arg kalt wurde. Gut, dass ich ausreichend Gas und eine super, duper funktionierende Heizung an Bord habe. Denn die Heizung musste schon ganz schön bollern, um das Womo auf 20 Grad zu bringen und sie ist auch Nachts manchmal angesprungen, obwohl ich sie da auf 12 Grad runter gedreht habe. Also… Gas und Heizung sollte hier oben an Board sein und auch funktionieren, zumindest bei dieser Jahreszeit.

Nachdem Milla und ich eine sehr gute Nacht hatten, morgengs gar nicht genug von dem Blick über die Berge bekommen konnten und sich so unser Abfahrt immert weiter verzögerte, wollte ich eigentlich gerade eeeeeendlich weiter durch Italien tuckern, bis mein Handy klingelte.

(Ich sage schon jetzt sorry, leider muss ich ein bisschen um den heißen Brei herum schreiben, aber ich will auch nichts öffentlich ins Netz stellen, was nicht 1000%ig fest  steht!)

Das war es mit Italien…

Ein möglicher größerer Kooperationspartner aus Süddeutschland rief an und ich sage es euch, nachdem ich diesen Partner schon auf dem Treffen in Passau kennengelernt habe, hatte ich schon die gaaaaaanze Zeit  im stillen geahnt, irgendwann kommt der Anruf, wahrscheinlich genau dann, wenn ich gerade „weg bin“.

Die Frage kam schnell, könnten Sie vielleicht in den kommenden Tagen nochmal vorbei kommen, wir müssten noch einige Details persönlich klären?! Ja natüüüüüüürlich kann ich das!  😉 🙂

Na super, juhuuuu, gut dass ich mittlerweile knapp 500 km weit weg war. Andererseits, würde diese Zusammenarbeit stattfinden, wäre das echt ganz gut für mich, also hieß es…

 

Campingplatz Seecamping Waking am See

Nur wenige Schritte vom Womo entfernt liegt der schöne See samt Steg usw.

Auf Wiedersehen Italien, zurück nach Deutschland!

Es ging also nicht weiter in den Süden, sonder auf direktem Weg wieder zurück in Richtung Mautstation bzw. in Richtung Süddeutschland. Ich empfand den Rückweg über den Brenner übrigens als viel “anstrengender” als den Hinweg. Dieses ständige auf 3 Km/H abbremsen vor jeder Kurve, empfand ich als deutlich, deutlich „nerviger“, als das langsame getucker Berg auf, am Tag zuvor. Wobei ich auch hier sagen muss, das war sicherlich nicht „schlimm“… der Weg lässt sich wirklich gut fahren, aber Berg ab fand ich auf jeden Falöl „anspruchsvoller“

An diesem einen Tag bin ich also ein gaaaaanzes Stück gefahren, bis ich zurück in Waging am See bzw. Taching am See ankam. Im vergleich zum Chiemsee, ein vollkommen anderes, entspanntes Flair und zudem ein türkisblauer, glasklarer See. Hier war es wunder, wunderschön und zudem bekam ich auf dem Campingplatz Seecamping für relativ günstige 16 Euro einen super duper Platz, denn freie Parzellen gab es zu genüge.

 

Campingplatz Seecamping Waging am See

Och jaaaa… der Platz sollte gerade so reichen 🙂

 

Leider hat der zum Campingplatz gehörende Italiener mittlerweile das Saisonende eingeläutet, aber davon abgesehen war es ein SUPER Platz den ich euch nur empfehlen kann. Total entspannt, nette Betreiber, Hunde erlaubt, super gutes W-lan und das alles DIREKT am See. Beide DAUMEN HOCH!!! Adresse usw. bekommt ihr oben über den Link zur Homepage. 

 

Campingplatz Seecamping Waging am See

Der Campingplatz Seecamping hier in Wagging am See ist einfach klasse… da kann ich nicht meckern!

 

Leider musste ich aber ja möglichst bald zurück nach Passau, also habe ich die gastliche Stätte bereits am nächsten Mittag verlassen um die letzten 100 km in Angriff zu nehmen. Hätte ich zu dieser Zeit mehr „Freiheit“ gehabt, wäre ich sicherlich einige Tage auf dem Camping stehen geblieben.

Stadtführung Passau

In Passau selbst habe ich mich dann auf den kostenpflichtigen Stellplatz “Parkdeck Ilzbrücke” gestellt. Sicherlich kein besonders hübscher Stellplatz, aber von hier aus war ich schnell in der Stadt und konnte sogar zu Fuß zur besagten Firma laufen.  Da wir mittlerweile Donnerstag hatten, der Stellplatz über voll war, alle angrenzenden Parkmöglichkeiten von Camper genutzt wurden und ich jetzt eh noch nicht wusste wie ich weiter touren sollte, habe ich direkt das komplette Wochenende in Passau verbracht. Glücklicherweise konnte ich vorab, also in diesen zwei Tagen zwischen Anruf und Termin, auch noch einen Termin mit dem Passauer Tourismuschef vereinbaren. So hatte ich auch Freitag noch “volles Programm” samt Stadtbesichtigung, kleiner Donaufahrt und Altstadt Kaffeetrinken.

So hatte sich das Hin- und Herfahren zumindest doppelt gelohnt.

 

Passau im Herbst auf der OrangeCamp Wohnmobil Tour

Blick von der Burg auf die 3 Flüsse Stadt Passau

 

Passau…

Passau ist eine hübsche Stadt in der man super gut seine Zeit verbringen kann. Allerdings muss ich auch sagen, in Passau schlägt das Touri Herz so laut, wie ich es selten erlebt habe. Touris, Touris, Touris , meist im Alter von 60-80 erobern dank der vielen Donau Kreuzfahrten die Stadt. Laut Tourismschef wird es allerdings im Winter deutlich ruhiger… vielleicht ist dann Passau genau der richtige Ort für eine Winter Tour. Jetzt im Herbst war Passau schön und neben dem Dom stand für mich das „Dackelmuseum“ ganz oben auf dem Plan… aber es sind eben auch echt viele Touristen samt Touri-Führern in der Stadt unterwegs.

Ein Blick in die Passauer Altstadt Wege...

Passau Altstadt

Passau hat unheimlich viele kleine, steile Wege und Strassen zwischen Donau und Altstadt

Teilweise wird es ganz schön eng...

Besuch in Passau - Wohnmobil Stellplätze Passau

Und noch einer dieser winzigen Wege durch die Passauer Altstadt

Und bei Regen auch ganz schön rutschig... 🙂

Passau nicht behindertengerecht

Und noch ein drittes Foto der Passauer Strassen… wer hier schlecht zu Fuß ist, halt ein kleines Problemchen

Sonntags hatten Milla und ich genug von dem engen Stellplatz Leben mitten in der City und mittlerweile hatte ich mir auch endlich überlegt, wie meine Tour mit dem OrangeCamp Wohnmobil weiter gehen sollte.

 

Real Vanlife … so sieht es eben aus, auf einem typischen City Stellplatz

 

Nochmal zurück in die Berge? Nee, da hatte ich keine Lust zu, also nehme ich doch einfach die ganz genau andere Richtung.

Ab in den Norden!

Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte… es war doch noch nicht mein letzter Besuch Passaus 🙂

Und als hätten sie es geahnt, meldete sich am Montag der Tourismusverband Wisma bei mir, ob ich nicht Lust hätte ihre wunderhübsche Stadt zu besuchen. Sie würden sich sehr freuen, wüssten aber nicht ob ich irgendwann in der Nähe bin? Tja… blindes Huhn findet halt auch mal ein Korn! 😉

Spätestens da war also klar, es geht weiter in Richtung Norden und irgendwann in den kommenden Wochen werde ich noch einen Stopp in Wismar einlegen.

Aber von Passau aus sind Milla und ich erstmal ganz entspannt nach Regensburg getuckert. In Regensburg war ich vor Jahren mal während meiner Reha Zeiten und gerne hätte ich mich da nochmal als Fußgänger umgesehen.

Aber leider 0 Chance!!!

Zum einen sind die beiden Stellplätze in Regensburg von vorne herein ein WITZ (also ehrlich, liebe Stadt Regensburg… das ist doch nicht euer ernst?!  Das sind ncht nur enge City Stellplätze, das ist ein alter, schäbiger Acker, auf denen Wohnmobile so eng stehen, dass man kaum aus der Tür kommt.) Aber leider waren beide Plätze zudem auch noch brechend voll, oder sie waren nicht mehr vorhanden bzw. die wenigen Plätze standen voller PKWs.

Schade Regensburg… das war jetzt mein zweiter Versuch diese Stadt zu erkunden, ich glaube einen dritten wird es bei diesen Stelplätzen erstmal nicht geben.

Also musste ich mir schnell eine Alternative suchen und bin so nach Kelheim gefahren.

 

Tourismus Kelheim, Wohnmobilstellplatz Kelheim

Überall in Kelheim stehen diese Wegweiser herum… für Touristen natürlich super!

 

Kelheim… super Stellplatz und viel Natur zum radeln und wandern

Kelheim hat einen wunderschönen Stellplatz mit allem drum und dran, es gab viele freie Parzellen und zudem liegt der Stellplatz nur ca, 1 km von der Altstadt usw. entfernt. Da standen wir super gut, Milla war zufrieden und konnte quer über die Parzellen kullern und ich habe mich am späten Nachmittag noch auf den Weg in die Stadt begeben.

Hmmmm…. also ich muss schon sagen, anscheinend hat Kelheim einen seeeehr aktiven Tourismus Verein, denn sobald man vom Stellplatz Richtung Stadt läuft, kommt man an unzähligen Richtungstafeln vorbei. Eagal an welche Kreuzung man kommt, es gibt einen super gut ausgeschildeten Weg. Soweit… so klasse! 🙂

Zu Altstadt gehts hier entlang, zum Stadttor da entlang und zu den Donau Schiffern geht es nochmal einen anderen Weg. Ich dachte sofort… wooooow, wenn sich eine Stadt so viel Mühe gibt die Touristen an die richtigen Ecken zu leiten, dann hat sie sicherlich vieeeeeel zu bieten.

In der Altstadt angekommen, sah das Bild aber dann doch etwas anders aus.

Also ich glaube, sowohl Altstadt, als auch Stadttor und Donau Schiffer liegen insgesamt vielleicht 500m auseinander 🙂 und dazwischen ist leider jedes 3. Geschäft konkurs gegangen oder es erfolgt gerade der Ausverkauf. Wiedermal eine Stadt die langsam aber sicher „unter geht“…

 

Road Trip als Frau allein, Camping Wohnmobil Frau allein

Frische Luft schnappen in Kelheim… und nein… ich arbeite nicht bei der Post, das ist mein super neues Herbstmäntelchen!!! 😉

 

Schade Kelheim!

Ihr habt einen super Stellplatz, daneben ist augenscheinlich ein sehr, sehr netter Italiener, aber die Stadt an sich ist fast wie ausgestorben.

Wenn ihr aber einen netten Stellplatz zum radeln und wandern sucht, steht hier wirklich super.

Stellplatz Kelheim, Am Pflegerspitz 1, 93309 Kelheim , Kosten 8,50 Euro

So hatten wir aber insgesamt doch einen schönen, entspannten Tag. Ich habe frische Luft geschnuppert und viel Zeit am Laptop auf dem Stellplatz verbracht, Milla lag schlummselnd in der Sonne… alles gut!

Biiiiiis…. noch am selben Abend mein Handy erneut klingelte! 🙂 🙂 🙂

 

Passau am Abend, Wohnmobil Tour Alpen

Blick auf die Donau am Abend, hinter der Burg treffen Inn, Ils und Donau aufeinander

 

Tjaaaaa, was soll ich lange drum herum reden…. Passau die 3!  🙂

 

Mittlerweile war es dem Kooperationspartner schon selbst unangenehm, aber jetzt hatte sich der oberste Chef angemeldet und ja, der wollte mich doch auch gerne nochmal persönlich kennenlernen. 🙂 Und ja, geeeenau, ihr ahnt es schon…. was man als Bloggerin nicht alles tut! Ich bin also nochmal nach Passau gefahren, nochmal gute 150 km, juhuuuu. Das einzigst gute daran… mangelndes Engagement  kann man mir nun wirklich nicht vorwerfen.  Ich bin also direkt am nächsten Morgen wieder los gefahren, bin dann auch direkt mit dem Womo durch zur Firma und nachdem der Termin gut verlaufen ist, bin ich diesmal aber auf den kostenlosen, einfachen Stellplatz direkt an der Donau in Passau gefahren.

Dieser kostenlose Stellplatz ist im Grunde total nett, man steht direkt am Donau Ufer, der Platz ist riesig, so dass wenn alle vernünftig parken sicherlich gut 60 Wohnmobile stehen können… einziges Manko, ohne Rad kommt man von da echt schlecht in die Stadt. Zu Fuß sind es sicherlich 3-4 km, würde ich tippen.

 

Reiseblogger Alltag echt.

Stellplatz am Donauufer Passau – Blogger Alltag… so verbringe ich viele Stunden on Tour

 

Da ich aber eh nicht nochmal in die Stadt wollte, haben wir es uns einfach schnell gemütlich gemacht, ich saß noch bis spät in die Nacht vor dem Laptop und bin danach müde ins Bett gestolpert. Mir war ganz klar, am nächsten Tag werde ich ein gaaaanzes Stück fahren um Passau jetzt dann auch wirklich zu verlassen. Lange fahren bedeutet aber auch immer… kaum Zeit zu arbeiten. So sehr ich diesen „Job“ liebe, aber gerade on Tour muss man schon immer wieder ordentlich planen und manchmal ist dieser ganze Job viel „unromantischer“ als sich viele Leute das so vorstellen. Naja… vielleicht ist es bei anderen Bloggern auch anders… aber ich kann nur sagen, es vergehen eben auch immer wieder viele, viele Stunden in denen ich einfach nur im oder am Womo sitze, nicht viel sehe und dafür der Laptop heiß läuft.

 

Waging am See Wohnmobil OrangeCamp Tour

Bei dem türkis blauen Wasser am Waginger See, kann man super Fotos schießen 😉

 

Für Milla, das OrangeCamp Wohnmobil und mich ging es weiter nach Dresden.

 

Mit dem Wohnmobil über den Brenner, Italien oder doch nicht?

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Was wir dort erlebt haben, wie mein großer Stellplatz Test Dresden ausgefallen ist und vor allem, wie es nach Dresden für Milla, den Flitzer und mich weiter ging…. das erzähle ich euch im 5. Teil meiner Herbsttour mit dem OrangeCamp Wohnmobil.

Ihr könnt gespannt sein, wir haben in den letzten Tagen noch einiges erlebt 😉 aber nein … Passau Teil 4 gibt es erstmal nicht! 😉

Dafür ist mittlerweile auch der 5. Teil und das große Fazit zum Ende meiner Tour online. Wenn Du also direkt weiter lesen möchtest dann klick auf Teil 5 oder spring direkt zum Fazit, wie hat mir der OrangeCamp wirklich gefallen? 

Ich wünsche euch einen weiterhin goldenen Herbst und bleibt gesund

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

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Camping Messe Stuttgart… an Tagen wie diesen!

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Meine Wohnmobil Herbst Tour Teil 3 – Chiemsee und Alpen

Meine Wohnmobil Herbst Tour Teil 3 – Chiemsee und Alpen

Nachdem ich euch im ERSTEN TEIL meiner Wohnmobil Herbst Tour mit nach Braunschweig zu OrangeCamp genommen habe und euch erzählt habe, warum ich aktuell mit einem Testwomo (genau genommen mit dem 690T von OrangeCamp) on Tour sein darf, drehte sich im ZWEITEN TEIL alles um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung in Jandelsbrunn.

Heute geht es weiter mit TEIL DREI meiner Wohnmobil Herbst Tour. Ihr erfahrt von meinen suuuuuuper sympathischen Erlebnissen am Chiemsee, von einem super Stellplatz in den Alpen, vom Almabtrieb den ich irgendwie total falsch eingeschätzte hatte und warum selbst mich neue Technik begeistern kann.

 

Meine Wohnmobil Herbst Tour im OrangeCamp Teil 3 – los gehts!

 

Nach dem spannenden Vormittag/ Mittag im Hause Knaus Tabbert, sollte es für Milla und mich weiter zum Chiemsee gehen. Zum einen war ich bis dato noch nie am Chiemsee und zum anderen konnte ich von da auch locker flockig in Richtung Alpen weiter düsen.

Also bin ich noch schnell eine kleine Hunderunde mit Milla um den Werksparkplatz gelaufen und dann nichts wie los! Die Straßen waren fast leer, der Weg von Jandelsbrunn zum Chiemsee nicht weit und da der neuen OrangeCamp Flitzer ein klitze kleines bisschen schneller fahren kann als meine Omi, sind wir bereits Nachmittags am Nordufer des Chiemsees angekommen.

Doch dann erwartet mich etwas, mit dem ich auf einer Wohnmobil Herbst Tour, mitten in der Woche, im September und außerhalb jeglicher  Ferien echt nicht gerechnet hatte…

 

ES WAR RAPPELVOLL!!!! Und zwar üüüüüüberall!

 

Ich bin insgesamt 8 verschiedene Stell- und Campingplätze am Chiemsee angefahren und habe nirgends auch nur einen freien Platz ergattern können. Entweder die Plätze waren bereits komplett ausgebucht, oder aber die Plätze waren voll und es herrschte zudem auch noch Hundeverbot. Das dieses Hundeverbot da unten am Chiemsee so verbreitet ist, das hatte ich nicht auf dem Schirm… wobei wie gesagt, selbst die Plätze auf denen Hundeverbot galt, waren so gut wie alle komplett belegt.

Nach der ca. 5. unnützen Anfahrt zu einem Campingplatz, wurde ich aber schlauer und habe versucht die verschiedenen Plätze vorab anzurufen, damit ich nicht weiter total sinnlos in der Region herum düse. Da kam aber dann schnell das nächste Problem, denn an den wenigsten Plätzen bekam ich direkt eine Person an den Hörer, meist lief nur der AB und da meine Campingplatz App alle Plätze als „Hunde willkommen“ Plätze ausgezeichnet hat (da muss ich übrigens noch hinschreiben und denen mal sagen, dass ihre Angaben nicht stimmen), blieb mir nichts anderes übrig als weiter durch die Region zu cruisen und die einzelnen Plätze ab zu grasen.  

Am siebten Platz angekommen, erlebte ich dann aber eine unwahrscheinlich sympathische Überraschung.

Ich konnte schon von der Landstraße aus, die neben dem Platz vorbei führt, einige Hundebesitzer sehen und juhuuuu… der Platz hatte noch kein „WIR SIND VOLL“ Schild in der Einfahrt stehen.

Das sah doch erstmal ganz gut aus! Also bin ich zügig in die extrem steile, kurze Einfahrt eingebogen, habe mein Portmonee geschnappt und nichts wie rein, auf zur Anmeldung.

 

Campingplätze mit Hundeverbot

Einen Campingplatz mit Hund am Chiemsee zu finden, ist echt nicht so einfach!!! Wie z.B. auch am Bodensee gilt häufig, Hunde verboten.

 

Da sollte ich allerdings noch mein blaues Wunder erleben….

 

Ich bin also freundlich zur Anmeldung herein geschneit und vor mir stand eine Dame mittleren alters. Meine erste Frage…. Haben Sie vielleicht noch ein freies Plätzchen und sehe ich das richtig, sind bei Ihnen Hunde erlaubt?

 

Ja genau, hier dürfen Sie ihren Hund mitbringen und wir haben auch noch 2-3 letzte freie Parzellen.

 

SUUUUUUPER, sagte ich, dann würde ich gerne einen dieser Plätze für 2 Nächte buchen, wäre es auch möglich, dass ich noch eine Nacht dranhängen kann?

 

Ja, ja, ja ja… alles möglich, wunderbar!

 

Ok, es ging also weiter zur eigentlichen Anmeldung und während die Dame die Unterlagen zusammen suchte, erzählte ich ihr, dass sie mittlerweile der 7. Platz seien den ich anfahre, aber es überall sooooo voll sei, dass ich bisher keinen Chance hatte einen Platz zu ergattern und ich gerade echt froh bin, hier doch noch etwas zu finden.

 

Es folgte ein kurzer Smalltalk, dass auch dieser Campingplatz bereits seit Monaten jede Nacht komplett ausgebucht ist und es aktuell einfach der Wahnsinn sei. Während wir also so quasselten, parkte auch schon das nächste Wohnmobil draußen in dieser sehr engen, steilen Einfahrt.

 

So weit, so schön! Aber dann kam der Knaller…

 

Die Dame fragte mich nach meinem Namen, Perso oder Führerschein, Kennzeichen und dann kam die wichtige Frage, nutzen Sie den Platz mit zwei oder drei Personen?

 

Darauf sagte ich: “Keines von beiden…. ich reise allein, also nur eine Person, aber mit Hund”.

 

Tja und darauf erwiderte die Dame sofort… Ohhhhh, dann tut es mir leid, dann wird das doch nichts bei uns, wir nehmen nur Paare und Familien auf.

 

WHAT????

 

Im ersten Moment dachte ich noch, die Dame macht einen Scherz! Darum fragte ich sie auch sofort… das ist jetzt ein Scherz oder? HA, HA WITZIG!!!…

Aber nein…. sie wiederholte ihren Satz und meinte ihn ernst: Nein, tut mir leid, wir sind ein Platz für Paare und Familien.

 

Ich konnte das gar nicht glauben, das ist mir in knapp 6 Jahren Womo Zeit auch noch nie passiert und dementsprechend perplexe war ich auch und habe LEIDER nicht so reagiert, wie ich es mir später gewünscht hätte.

Ich habe also nur meinen Ausweis usw. geschnappt und gesagt, DAS ist mir auch noch nie passiert, aber das ist ja gut zu wissen, das werde ich dann weiterleiten. Und damit habe ich mich umgedreht und bin gegangen.

Im Nachhineine habe ich mich natürlich geärgert und mich gefragt, warum ich nicht weiter nachgehakt habe, warum sie keine Alleinreisenden aufnimmt, aber gut…. wie gesagt, ich war so perplexe, dass ich da einfach nicht richtig reagiert habe.

Natürlich ließ mich das ganze auch in den kommenden Tagen nicht los und ich habe mich gefragt, was da wohl dahinter stecken kann, denn…

  1. Wir waren noch gar nicht beim Thema Geld, Preise, Bezahlen oder, oder, oder… es ging also nicht darum, dass ich irgendetwas dazu gesagt hätte, dass der Platz nur zwei Personen Preise auszeichnet.
  2. Ich kam direkt von der Werksbesichtigung und hatte dementsprechend „gute“ Klamotten an…. das Thema „die hat bestimmt ein Herzchen im Fenster“ kann definitiv auch nicht gelten!

 

Aber was sollte das ganze dann????

 

Mittlerweile habe ich über Facebook erfahren, dass in der Vorsaison auch bereits einige Leute allein auf diesem Platz standen… und darum reime ich mir das ganze mittlerweile wie folgt zusammen. Die Dame wusste ja nun von mir, dass es in der Region wieder extrem voll war, nach mir kamen ja auch bereits die nächsten Gäste und ich glaube mittlerweile, die wollte einfach nur nicht einen ihrer letzten 2-3 Plätze an mich als Einzelperson abgeben, sondern lieber Paaren oder Familien „einen sicheren Unterschlupf“ gewähren.

Und da es zu diesem Zeitpunkt erst später Nachmittag war, konnte sie fest davon ausgehen, dass sie auch die letzten 2-3 Plätze noch an andere Camper los wird.

Warum sie diese Taktik fährt, was das alles soll…. ich kann es euch nicht sagen!!!! Klar ist natürlich, dass ich das persönlich alles andere als gastfreundlich oder in irgendeiner Weise ok fand… aber gut…. mich wird dieser einzige, sehr, sehr schmale Campingplatz am Strand, der Hunde erlaubt und sich direkt am Süd-Ost Ufer des Sees befindet und bei dem sich DIREKT daneben, also direkt im Anschluss,  ein weiterer Campingplatz (auf dem Hunde allerdings verboten sind) befindet, nie wieder sehen!!!!

(Natürlich würde ich euch gerne den kompletten Namen des Platzes nennen, bin mir aber nicht sicher, ob ich dies hier seitdem es die DSGVO gibt noch so darf, denn damit gebe ich Daten preis ohne eine Bestätigung zu haben, diese Daten auch auf einer gewerblichen Seite offen zu legen. Aber ich kann euch natürlich nicht verbieten meine Beschreibung zu nutzen und z.B. Auf Google Maps selber zu recherchieren. 😉 )

TECHNIK die begeistert!

Nach dieser Aktion bin ich also relativ gefrustet zurück zum Womo gelaufen und habe versucht irgendwie halbwegs sicher aus dieser bescheidenen Zufahrt zu kommen.

Denn die Örtlichkeiten waren so, dass sich die Einfahrt zum Camping direkt hinter einer Kurve einer 70 km/h Landstraße befand, ziemlich schmal war, zudem ganz steil und auf das ganze auch noch auf Schotter. Ich bin also vorher vorwärts in diese Einfahrt eingebogen und habe dann irgendwie auf dieser echt steilen Einfahrt geparkt. Eine Möglichkeit zu wenden gab es in der Einfahrt nicht und auf den Campingplatz auffahren konnte ich ja nun auch nicht.

Also musste ich schauen, dass ich rückwärts diesen Abhang wieder hoch komme und auch direkt rückwärts auf die Landstraße auffahre, wobei ich aber weder sehen konnte, ob da ein Auto um die Ecke geschossen kommt, noch hatte ich die Sicherheit auf dem Schotter genügend „Grip“ zu bekommen, damit die Rifen nicht durchdrehen.

Ehrlich… diese Ausfahrt/ Einfahrt hat mich mindestens 10 graue Haare gekostet und das alles noch mit dem neuen, deutlich längeren und einfach andren Womo!

Allerdings hat der neuen Flitzer einen WAHNSINNIGEN VORTEIL, der mir auch in den folgenden Tagen in den Bergen noch super Dienste leisten sollte.

Das neue Womo hat eine Berganfahrtshilfe… ich glaube so heißt es, ich muss aber nochmal in die Peugeot Beschreibung schauen. Das heißt, für 2 Sekunden, während man ansonsten in Millisekunden zwischen Bremse, Kupplung und Gas herum tippt, springt eben diese Anfahrtshilfe ein und man fängt erst gar nicht nicht an vorwärts zu rollen.

Ich stand also in dieser extrem steilen Einfahrt und z.B. Mit der Omi wäre es so gewesen, dass ich den Rückwärtsgang eingelegt hätte, dann ganz schnell von der Bremse aufs Gaspedal wechseln würde, wahrscheinlich mit Hilfe der Handbremse, und versucht hätte mit möglichst viel Schwung den steilen Abhang hoch zu kommen, damit ich ja nicht in die Situation gerate, dass die Reifen auf dem Schotter nicht packen und ich nach vorne gegen die Schranke rolle. Aber auch das wäre echt ein Problem gewesen, denn dann wäre ich auch mit Schwung rückwärts auf die Landstraße gedonnert, ohne sehen zu können, ob da ein Auto angeschossen kommt.

Dank dieser super Anfahrtshilfe, konnte ich ganz langsam und entspannt, Stück für Stück rückwärts den Abhang hoch fahren, ohne wild zwischen Gas, Bremse, Schalten what ever hin und her zu wechseln.

Ich kann euch gerade nicht sagen, ob diese Technik mittlerweile bei allen neuen Autos/ Womos verbaut ist, ob das einfach mit dazu gehört oder ob das eine Sonderausstattung ist, aber ich kann euch sagen…. diese Technik ist EXTREM Hilfreich und obwohl ich ansonsten ja wirklich nicht diejenige bin die sagt, woooow super, alles was es an Sonderausstattung und Technik gibt brauche ich auch, wäre dies ein Punkt, den ich mir an einem neuen Womo wirklich wünschen würde. Gerade in den Bergen macht diese Anfahrtshilfe soooooo viele Situationen so unendlich viel einfacher und sicherer.

So konnte ich also zumindest halbwegs sicher diesen Abhang hoch rollen und dank der Rückfahrkamera, konnte ich auch ein kleines bisschen einschätzen, ob da gerade hinter mir ein Auto über die Landstraße gerast kommt.

Gut, irgendwann kam natürlich der Moment an dem ich nur noch sagen konnte, jetzt rauf auf die Strasse und hoffen dass nicht gerade genau in diesem Moment in Auto um die Ecke schießt, aber das hat ja zum Glück funktioniert und so konnte ich mit Frust und Adrenalin im Blut weiter fahren.

Als aller letztes versuchte ich es noch auf einem Chiemsee Stellplatz einige Kilometer weiter aber auch da war bereits alles voll! Ich habe also echt mein bestes gegeben um irgendwie sicher und auch als zahlender Tourist unter zu kommen…. es gab aber einfach keinen freien Platz mehr. Mittlerweile wurde es auch langsam dunkel, also habe ich mir einen öffentlichen Parkplatz in der Nähe dieses Stellplatzes gesucht und habe dann dort die Nacht verbracht.

Campingboom im September 

Eigentlich stand ich da auch wirklich gut, es gab auch keine Womo verboten Schilder, so dass ich da im Grunde ziemlich beruhigt geschlafen habe. Nichts desto trotz war ich doch am nächsten Morgen erstaunt, als ich aus meinen Womo Fenstern schaute. In der Nacht waren doch tatsächlich noch 8 weitere Wohnmobile dazu gekommen, wir standen also jetzt zu neunt auf diesem öffentlichen Parkplatz.

So macht sich also der Campingboom auch Ende September noch deutlich bemerkbar!

 

Stellplatz Tipp Chiemsee Region!

 

Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Chiemsees war für mich aber schnell klar, das wird nicht meine Lieblingsregion, also war auch klar… ich werde noch am selben Vormittag weiter fahren und nicht direkt am Chiemsee bleiben.

Auf meiner Stellplatz App fand ich dann auch relativ schnell einen gut klingenden, anderen Platz und zwar einen kleinen, privaten Stellplatz in den Bergen oberhalb des Chiemsees an einer Alm , genau genommen am Hof Seiseralm (ich meine aber nicht DIE Seiseralm in Südtirol)

Da ich ja eh in die Berge wollte, weil ich mich das bisher mit der Omi nie getraut habe und das neuen Womo für so eine Bergtour wie geschaffen ist, hieß es für mich also… immer Berg auf! Wobei die Anfahrt zu dieser Alm wirklich noch relativ easy war… da wäre ich vielleicht auch mit der Omi hoch gekommen. Eigentlich sind nur die letzten 500 m zur Alm wirklich steil, ansonsten handelte es sich um ganz normale, breite Straßen.

Dort oben angekommen sah die Welt dann schon wieder vieeeeel besser aus und ich kann euch allen diesen Platz nur wärmstens empfehlen!!! ( Seiserhof/ Seiseralm, Eschenstrasse, 83233 Bernau am Chiemsee) Leider mit 12 Euro ohne allem nicht gaaaaaanz günstig, vorallem mit den extra Services wird es dann teurer, Strom kostet z.b. 5 Euro am Tag, aber dafür echt schön!

 

Wohnmobil Stellplatz Chiemsee

Stellplatz Hof Seiseralm… Dein iiiv mein TOP TIPP für die Chiemsee Region

 

Ihr steht da oben direkt auf einem großen Parkplatz am Hof Seiseralm bzw. Alm Cafe und Hotel. Es gibt auch Strom wenn man möchte, der Hof hat eine Ver- und Entsorgung und wer mag, kann auch die Sauna bzw. den kleinen Wellnessbereich des Hotels mit nutzen, dies kostet dann aber extra.

 

Eine Nacht da oben auf der Alm kostet Euro und was ich mir ausnahmsweise mal gegönnt habe ist das extra zu zubuchende Frühstück für 14 Euro am nächsten Morgen.

 

Gerade wenn das Wetter mitspielt, steht ihr da oben einfach HERRLICH!!!

 

Ihr könnt über die gesamte Region und den Chiemsee blicken, es ist ein absolutes Paradies für Wanderer und vor allem… das Almhotel/Cafe hat eine super schöne Terrasse auf der ihr in der Sonne sitzen könnt und der komplette Chiemsee liegt vor euren Füßen!

 

Wie gesagt…. es ist sicherlich nicht der günstigste Stellplatz, ihr könnt da oben auch nur maximal 2 Nächte stehen bleiben und ich glaube mehr als 5 Wohnmobile sind auch nicht uuuuuuunbedingt gewollt…. aber wenn ihr euch das einfach mal gönnen möchtet, es lohnt sich!!!!

 

Milla und ich hatten auf jeden Fall eine super schöne Zeit da oben, das Essen im Gasthof war wirklich gut und so ein super duper Frühstück (als Büfett) in der Sonne mit Blick über den Chiemsee…. das war schon wirklich schön!

Plus… da oben war nichts los! Unten am Chiemsee war es ja wie gesagt rappel voll, aber da oben stand ich den ganzen Tag allein. Erst am frühen Abend gesellten sich noch zwei andere Camper dazu.

Hier habt ihr also anscheinend ganz gute Chancen auf einen schönen Stellplatz.

 

Auf, auf… von der Seiseralm nach Kufstein

 

Nachdem ich am nächsten Morgen noch lange am Frühstückstisch saß, habe ich mich erst am spääääten Vormittag wieder auf den Weg gemacht, nächster Halt meiner Wohnmobil Herbst Tour …. KUFSTEIN!!!!

Von der Seiseralm aus, konnte ich ganz entspannt über die Landstraße nach Kufstein fahren, ich kam also erst gar nicht irgendwie in die Situation eine Vignette für die Autobahnen Österreichs kaufen zu müssen. Diese hätte es aber für ca. 10 Euro an jeder Tankstelle gegeben.

In Kufstein angekommen hatte ich das Glück noch den letzten freien regulären Stellplatz zu ergattern… puhhhh Schwein gehabt, denn nichtmal 5 Minuten später kam ein anderes deutsches Camperpaar und fragte mich, ob ich abreisen würde, weil ich gerade dabei war das Stromkabel aus der Garage zu wühlen. Der Stellplatz in Kufstein ist sicherlich nichts besonderes, aber er liegt sehr günstig und relativ ruhig, um die Stadt zu erkunden.

Stellplatz Kufstein

Blick über den Stellplatz in Kufstein bei Nacht. Die gegenüberliegenden Wohnmobile stehen nicht mehr auf dem Stellplatz, was aber in Kufstein geduldet wird und anscheinend total ok ist.

Solltet ihr mal nach Kufstein kommen und keinen Platz auf den ausgewiesenen Stellflächen mehr bekommen… anscheinend ist es üblich, dass man dort auch den gesamten Parkplatz mit benutzen kann. Dann natürlich ohne Strom, denn die Stromanschlüsse gehören mit zu den offiziellen Stellplätzen und sind auch extra so ausgeschildert. Also Stecker eins, gehört zu Stellplatz Nr. 1 usw. usw.

Wie gesagt, anscheinend ist es üblich, dass Wohnmobilisten den normalen Parkplatz mit benutzen können. Ich stand insgesamt einige Tage in Kufstein und teilweise standen mehr als 20 Wohnmobile auf dem Parkplatz. Solltet ihr also mal keinen Platz bekommen, könnt ihr euch relativ sorglos auf den großen Parkplatz stellen.

Ob das nun so wirklich, wirklich gut ist…. ich kann es euch nicht sagen. Aber zumindest wird es da so gehandhabt und in all den Tagen gab es auch nie irgendwelche Kontrollen o.ä. Ich war aber auf jeden Fall froh einen der ganz normalen Stellplätze bekommen zu haben und bin dann auch deutlich länger in Kufstein stehen geblieben, als ich vorher geplant hatte. Denn für die kommenden Tage wurde ein heftiges Unwetter vorhergesagt und aus diesem Grund bin ich lieber „im Dorf“ stehen geblieben und bin erstmal nicht weiter in die Berge gefahren.

Stellplatz Kufstein, meine Wohnmobil Herbst Tour durch die Alpen

Stellplatz Kufstein… nix besonderes aber ok!

Kufstein ist ein wirklich nettes Städtchen! Ja, natürlich lebt Kufstein vom Tourismus, nichts desto trotz finde ich den Ort sehenswert. Zumal es noch die große Burg gibt, auf der täglich Orgelkonzerte stattfinden (die Musik hört man dann überall im Ort und wahrscheinlich auch noch 3 Berge weiter) und mit einer speziellen Bahn außen an der Burgwand, könntihr die Burg zudem noch leicht erobern. Sicherlich auch ein schönes Ausflugsziel für Familien. Ich bin insgesamt 3 Nächte in Kufstein stehen geblieben und hatte so auch das „Glück“ an einem dieser typischen Almabtriebe teilzunehmen.

 

Erlebnis Almabtrieb…

 

Tja…. was soll ich euch sagen…. ich weiß auch nicht so recht was ich mir vorab eigentlich darunter vorgestellt habe, eigentlich hätte ich mir das alles auch vorher schon denken können, nichts desto trotz war ich doch ganz schön „geschockt“ von der ganzen Aktion.

Almabtrieb Kufstein. Kühe, Herbst und Camping

Volksfeststimmung in Kufstein… ob das der perfekte Almabtrieb ist… keine Ahnung!

 

In Kufstein war es so, dass bereits am Tag zuvor die halbe Innenstadt abgesperrt wurde und an dem Tag des Abriebs herrschte in der ganzen Stadt Volksfeststimmung.  Es gab also quer durch die Einkaufsmeile einen, durch Absperrgitter und Flatterband  abgesperrten „Mittelgang“ und zwei relativ schmale Bereiche rechts und links, auf welchem dann auch noch verschiedenste Fressbuden und Handwerksgeschichten aufgebaut wurden. Zudem gab es auf dem Marktplatz eine große Bühne mit einem Moderator der lauthals, dank in der ganzen Stadt verteilter Lautsprecher, die Leute in Schwung brachte.

So weit, so gut… die Stimmung war wirklich schön und das Essen war lecker… alles super!

Ab 14 Uhr sollten dann aber die Kühe kommen und kurz bevor es soweit war, erklärte der Moderator noch einige Dinge zu diesem Almabtrieb.

Dass es sich dabei um eine alte Tradition handelt und dass die Kühe schon seit Jahrhunderten besonders geschmückt im Herbst von den Almen getrieben werden und dies ein Zeichen für ein gutes Jahr ist.

Sollte dem Sommer über allerdings irgendwas auf der Alm geschehen (vor einigen Jahren ist z.B. mal eine Kuh samt Kalb tödlich von einer Klippe gestürzt) dann werden die Kühe auch nicht so schön geschmückt.

Mit dem Wohnmobil durch die Alpen

Ihr seht… sobald eine Kuh gegen so ein Absperrgitter springt, bleibt nicht mehr viel Platz zum ausweichen.

Alles klar… das habe ich verstanden….

 

Die Kühe und Treiber sind bereits in den Morgenstunden los marschiert um dann eben gegen 14 Uhr in der Innenstadt von Kufstein anzukommen.  Und tatsächlich, um kurz nach 14 Uhr hörten wir alle schon die ersten Kuhglocken in der Ferne erklingen und nur kurze Zeit später kam die erste Kuh in die Einkaufsmeile eingebogen.

Dann allerdings passierte das, worüber ich vorab schon dachte… hmmmm so Kühe müssen ja entspannte Tierchen sein.

Ich stand jetzt ca, 100 Meter vor dem eigentlichen Marktplatz auf dem hunderte Leute auf den Almabtrieb wartete und man merkte deutlich, je näher die Kühe diesem Marktplatz kamen, je panischer wurden sie.

 

Die erste Kuh ging noch relativ entspannt, aber bereits die zweit blieb vor dem Platz stehen und bewegte sich nicht mehr weiter.

Dann kamen direkt 2-3 „Führer“ und versuchten die Kuh mit ziehen und zerren und dem ein oder anderen Stockhieb zum weiterlaufen zu bewegen, aber keine Chance… die Kuh blieb stehen bzw. legte den Rückwärtsgang ein.

Mit dem Wohnmobil durch den Herbst

Almabtrieb… und plötzlich ging nichts mehr, denn die Kühe wollte einfach nicht weiter!

Die Taktik der Treiber wurde dann eine andere, sie warten auf die nächsten Kühe, denn dann wird die ängstliche Kuh schon weiter gehen, doch auch das sollte sich als Fehler herausstellen!

Denn auch die nächsten Tiere wurden von Meter zu Meter panischer.

Das ganze ging dann so weit, dass eine Kuh flüchten wollte, sich panisch umdrehte und dabei schon gegen das erste Absperrgitter rannte.

Und von da an brach eigentlich nur immer mehr Panik unter den Tieren aus und leider muss ich auch sagen, dass der idiotische Moderator nicht gerade dazu beitrug die Situation zu entspannen. Denn anstelle das er vielleicht einfach mal ruhig abwartete, feuerte er über alle Lautsprecher die Massen auch noch dazu an zu klatschen und die Kühle durch klatschen, rufen und pfeifen anzufeuern.

Ich schaute mir das ganze Spektakel vielleicht 3-4 Minuten an und das Resultat war…  in dieser Zeit sprang eine weitere Kuh in ein Absperrgitter mir gegenüber und die Leute dahinter sprangen in die Eingänge der Geschäfte, zwei Kühe schafften es sich komplett umzudrehen und rannten die Strasse zurück, bei vielen Kühlen viel der Kopfschmuck ab und die Kuh die als erstes so panisch reagierte, bekam anscheinend durch ihre Angst auch noch Magen Darm (das ist jetzt einfach mal von mir so „dahingesagt“) denn plötzlich drehte sich das Tier, ging schreckhaft zurück und es kam nur noch Wasser in Massen aus ihr herausgeschossen. Dies aber auch leider auch noch so, dass die Leute dahinter einiges abbekamen, wenn sie nicht gerade noch wegspringen konnten. Dabei hat eine Dame allerdings den Buggy eines Kleinkindes übersehen, so dass die Dame auch noch über das Kind bzw. den Buggy stürzte und erstmal auf dem Boden lag.

Das war der Moment in dem mir die ganze Aktion viel zu heikel wurde und ich zügig meine Tasche nahm und den Ort verließ.

 

Ich bin ein absolutes Stadtkind… ich kenne mich mit Kühen NULL aus und mir ist durchaus bewusst, dass an so einer Kuh auch durchaus mal gezerrt werden darf und muss, oder sie den ein oder anderen Stock hieb bekommt und dies kein riesen Drama darstellt. So eine Kuh ist eben kein Hund… jaaaa diesen Unterschied habe auch ich erkannt 🙂

Kufstein City… ja klar, Tourismus steht da ganz weit oben, trotzdem ist es schön!

Aber diese Aktion…. ehrlich…. Tourismus hin, Tourismus her… aber das war meiner Meinung nach absolut gefährlich und zudem auch nicht sehr zum Wohle der Tiere!

Wenn so eine Kuh durch geht und es recht und links nur schmale Wege gibt… dann hilft eben auch kein kleines Absperrgitter und schon recht kein Flatterband.

Die Tiere hatten PANIK, die wollten nicht auf diesen riesigen Marktplatz voller lauter Menschen und so eine Kuh hat nunmal Kraft… wenn die in so ein Gitter springt oder weg rennt… die hält kein Herdenfüherer dieser Welt auf!

Ich hatte in diesem Moment wirklich das Gefühl, Mensch und Tier sind komplett überfordert, es wurde sich insgesamt viel zu wenig Gedanken um die Sicherheit gemacht und dass Tiere die Monatelang in den Bergen stehen und bis auf ein paar Wanderer niemanden sehen, Panik vor einer lauten, klatschenden Menschenmasse haben…. kann ich nachvollziehen.

 

Fazit…. SO EINEN Almabtrieb benötigt doch irgendwie kein Mensch, oder?

Das war eine reine, meiner Meinung nach echt gefährliche, Touri Aktion! Wenn schon Almabtrieb, dann besser deutlich kleiner und in irgendeinem „Bergdorf“ …. diese Veranstaltung in Kufstein war meiner Meinung nach mehr als riskant und das für Mensch und Tier.

Gut, aber mal von diesem Almabtrieb abgesehen, hatten Milla, der neue Flitzer und ich eine echt gute Zeit in Kufstein.

Zumal wir auch noch kurzfristigen Besuch bekamen. Da kam die Petra samt Mann extra auf der Fahrt vom Gardasee Richtung Heimat mal kurz für 2 Stündchen in Kufstein vorbei, weil sie auf Facebook gesehen hatte, dass ich da gerade stehe und sie mich doch mal live kennen lernen wollte.

Dann haben wir noch nett zusammen Kaffee getrunken, ich habe mal ganz schnell und heimlich mit Hund Sunny gekuschelt (natürlich nur als Milla gerade nicht hingeschaut hat) und danach sind die drei wieder zurück zur Autobah gefahren und haben sich auf den Heimweg begeben.

WAAAAHNSINN! 🙂

Besuch IsasWomo

Wenn das Milla sieht…. 😉

Tja und nach unserer Zeit in Kufstein… da lief dann vieles ganz anders als ich selbst geplant hatte. Oder ich sage es mal anders… eigentlich hatte ich ja selbst keinen super festen Plan, aber nachdem mir Petra und noch einige andere Leute begeistert vom Gardasee erzählt hatten, dachte ich… ok… dann fahre ich noch ein bisschen durch die Berge und tucker weiter in Richtung Gardasee.

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Naja aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt… ich bin genau eine Etappe weiter gekommen, stand nochmal wunderschön in den Alpen bis mein Telefon klingelte.

Wie es dann weiterging, warum ich nicht zum Gardasee gefahren bin und weshalb ich den ein oder anderen extra Kilomter getuckert bin… das erfahrt ihr im vierten Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp. 🙂

Ihr möchtet wissen wie es weiter geht… Teil 4 ist mittlerweile online

Ebenso Teil 5 und das große Fazit in Teil 6

Bleibt gesund!

Eure

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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WERBUNG – Isa zu besuch bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn – Es war einmal eine unerfahrene, schüchterne kleine Bloggerin, die auf ihrem ersten Caravan Salon zum Stand von Knaus Tabbert lief und drei Jahre lang alles vermasselte, weil sie ja nicht nerven wollte! So oder so ähnlich begann die ganze Geschichte um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung in Jandelsbrunn, die ich am vergangenen Montag erleben durfte.

Wie ihr vielleicht schon seht, diese Werksbesichtigung hat eine eeeetwas längere Vorgeschichte, genau genommen eine drei Jahre lang andauernde Vorgeschichte. 🙂

 

Wann sind Blogger einfach nur nervig?

Knaus Tabbert & Isa, eine fast unendliche Geschichte….

 

Knaus Tabbert ist einer der größten und wichtigsten Reisemobil und Caravan Hersteller Europas und damit ist für mich klar, dass ich seit nunmehr drei Jahren vor jeder größeren Messe einen Termin mit Pressesprecher Stefan Diehl vereinbare. Dieser Kontakt entstand vor einigen Jahren eher durch Zufall, aber ich sage mal so, bis zum Caravan Salon 2018 verliefen diese Gespräche immer locker, nett und informativ.

Wenn ihr hier auf IsasWomo bereits mitgelesen habt, dann wisst ihr, dass ich auch negative oder kritische Erfahrungen in die Welt hinaus posaune. 😉 Aber wenn ich zur Abwechslung mal sehr positive Erfahrungen sammeln durfte, dann ist es nur fair über diese positiven Erfahrungen zu berichten und zu loben … kommt ja selten genug vor 😉 . Die Leute des Knaus Tabbert Presse Teams haben bei mir von Anfang an Pluspunkte gesammelt, denn sie waren eines der ganz, ganz wenigen Herstellerteams welches mich selbst auf den ersten Messen nicht direkt unsympathisch oder saudoof abgeschmettert hat! Ich erinnere mich noch sehr gut an die Leute eines anderen großen Herstellers (und NEIN ich meine nicht Hymer, bevor das wieder alle falsch verstehen), die nachdem ich mich höflich vorgstellt habe, gesagt haben… Und was wollen Sie jetzt von mir, schreiben Sie doch ihren Aufsatz wenn Sie das möchten? Die Informationen können Sie sich ja hier auf dem Stand selbst zusammensuchen und außerdem…? Weiter hat dieses sympatische Gespräch nicht stattgefunden, weil sich der gute Mann als Pressevertreter dieses Unternehmens einfach umgedreht hat und einen befreundeten Verkäufer eines benachbarten Standes überschwänglich begrüßte. 

 

Ich kann euch sagen, solche Erfahrungen bleiben in Erinnerung und das gilt für die positiven wie negativen!

 

Zurück zu Knaus Tabbert, das Ende eines jeden Messetermins sah allerdings ähnlich aus. Stefan lud uns/ mich (je nachdem ob ich mit Doreen auf den Messen unterwegs war oder allein) zur Werksbesichtigung nach Jandelsbrunn ein, doch iiiirgendwie kam es im Endeffekt nie dazu.  

Sooooo und bevor es jetzt direkt in euren hübschen Köpfen rattert und der Eindruck entsteht, die eingebildete Bloggertante hat es nicht nötig eine solche Einladung anzunehmen, nee, nee, nee!

 

 

Ihr müsst euch die ganze Situation bitte so vorstellen…

 

Ich vereinbaren vor einer Messe einen Termin und treffe mich dann am besagten Tag z.B. am Stand von Kanus Tabbert.

Zu diesem Zeitpunkt weiß ich aber schon ganz genau, dass ich wahrscheinlich die 3008. Bloggerin bin, die während einer großen Messe am z.B. Knaus Tabbert Stand vorbeischaut. Jetzt sind die Knaus Tabbert Leute aber so professionell, dass sie einen dieses nicht spüren lassen. Dennoch bin ich ja nicht doof! Ich weiß ganz genau wer so alles auf den Messen herum tingelt und wie das solche Unternehmen wie z.B. Knaus Tabbert auch zum Teil unglaublich dreiste Anfragen bekommt. Ich möchte aber niemals zu diesen super dreisten Bloggern gehören, hinter denen jeder die Augen verdreht.  

Während so eines Termins wird also ein bisschen Smalltalk gehalten, irgendwann kommen wir dann zu den wichtigen Knaus/Tabbert/ Weinsberg/ T@B/ Morelo Messe Neuheiten und danach kommt meist die Frage: Und wie läuft es denn so bei euch/ bei dir?

Tja und da wären wir wieder bei dem Punkt, an dem ich jedes mal hoffe der Boden würde sich auftun und ich könnte versinken. Ich weiß ja, dass diese Frage vollkommen normal ist und auch dazu gehört (wie soll ein Unternhemen sonst erfahren, wie es bei mir so läuft?) Ich kann mich aber total schlecht selbst verkaufen, da stelle ich mich wirklich dämlich an und wenn ich irgendwann später mitbekomme, wie andere Leute bei dieser Frage los sprudeln und auf die ka…e hauen, da werde ich rot wenn ich es nur höre. Da kann ich mir vorab sogar die passenden Worte zurecht legen und trotzdem fällt es mir schwer.

 

Wie soll man sich denn bitte “ins rechte Licht setzen”, erzählen was man in den vergangenen Monaten so gemacht hat, ohne zu klingen wie ein Angeber? 

 

Ein ganz schmaler Grat! Das fällt mir also echt schwer und teilweise kann ich Leute bewundern die über sich selbst sprechen können, erzählen, dass es vielleicht auch mal ganz gut läuft oder man zumindest ganz zufrieden ist und bei denen es eben nicht sofort wie angeben klingt. Aber gut, irgendwie habe ich diesen Teil des Gespräches immer mit möglichst wenig Worten überstanden, habe 2 Sätze gesagt und Doreen das Feld überlassen, oder ich habe das Gespräch mal ganz schnell auf andere Themen gelenkt, so nach dem Motto: „Jaaaa alles suuuuuper, aber sag mal was habt ihr hier eigentlich für einen Teppichboden am Stand, der ist ja hübsch 🙂 🙂 🙂

Das Ende eines jeden Termins sah dann wie gesagt ähnlich aus, Stefan lud uns zur Werksbesichtigung nach Jandelsbrunn ein, was ich auch WIRKLICH super fand!!! Aber nach der Messe, ist es dann eben auch genau bei dieser Einladung geblieben, denn:

Ich habe (bis zur nächsten Messe) nie wieder etwas von Knaus Tabbert gehört und dachte, ok… bei 3023 Bloggern die sich auf so einer Messe “vorstellen”, ist das sicherlich eher eine Art “Floskel”. Lassen wir es mal besser dabei, ich möchte den Leuten ja auch auf keinen Fall auf den Senkel gehen. Ich glaube noch schlimmer als Blogger die sich gar nicht melden, sind Blogger die am liebsten ständig irgendwas „abgreifen“ wollen und bei denen jeder hinterrücks denkt, mein Gott DIE schon wieder, mit der können wir doch eh nichts anfangen! Noch schlimmer, wenn die Leute den Eindruck bekommen, man wolle doch eh nur möglichst dreist irgendwas geschenkt bekommen.  Das ich mich nicht gemeldet habe, hatte also nichts damit zu tun, dass die feine Dame auf eine schriftliche Einladung gewartet hat, sondern viel eher damit, dass ich mich nicht “aufdrängen” wollte und dachte: Ok schade, aber nerv die Leute nicht!!!

 

Das Knaus Tabbert Team sah das alles aber verständlicherweise ein bisschen anders und wartete immer wieder darauf, dass ich mich mal melde um einen Termin abzusprechen und wenn sich “das Mädel” nicht meldet… hmmm, dann kann ihr Interesse ja nicht serhr groß sein.

Tjaaaa, so war das eben und es hat wie gesagt gute 3 Jahre lang gedauert, bis sich die Sitiuation verändert hat! 

Arbeit als Bloggerin... was ist richtig und was dreist?

Isa Holmes auf der Suche nach dem Knaus Tabbert Geheimnis … bis es zur Werksbesichtigung kam, hat es allerdings etwas gedauert!

 

Ich habe die Lage vollkommen falsch eingeschätzt, bis zum Caravan Salon 2018.

 

Denn auf der diesjärigen Messe wurde aus dem vorerst lockeren Knaus Tabbert Smalltalk, plötzlich ein doch etwas “ernsteres Gespräch”, mit einem deutlich schärferen Unterton.

Inhalt dieses Gespräches… Mädel wenn du dich nicht meldest, dann bist du es selber Schuld! Entweder du kommst jetzt mal aus dem Quark, oder wir können es auch komplett lassen.

UUUUUUPPPPPS! Okey, okey, okeyyyyyyy, da war es also mal wieder, mein persönliches “ich bin einfach zu zurückhaltend” Problem, was wiederum ganz schnell nach “mangelndem Engagement” aussehen kann.  Gaaaaaaaanz doooooof! Aber zumindest wusste ich jetzt was ich zu tun hatte. Wie einfach wäre das Leben doch, wenn man sich nicht über jede Situation 28 Gedanken machen würde und alles und jeden 10 mal hinterfragt, immer wieder für sich selbst abwägt und dann doch die falschen Entscheidungen trifft  🙂

Also habe ich mich nach dem Caravan Salon rucki zucki um einen Termin gekümmert und da ich ja mit dem neuen OrangeCamp Testwomo eh in die Berge wollte, passte auch ein Abstecher in Jandelsbrunn super in meinen Zeitplan.

 

Knaus Tabbert Jandelsbrunn

Auf dem Weg nach Jandelsbrunn… ein bayrisches Dorf in der Nähe von Passau

 

 

So kam es also endlich dazu, dass ich am vergangenen Montag Jandelsbrunn und das Knaus Tabbert Werk persönlich kennenlernte. 

 

ZUM GLÜCK darf ich ja aktuell den OrangeCamp testen, so dass ich zumindest auch mit einem neuen schicken Flitzer auf das Werksgelände auffahren konnte. Ehrlich gesagt, ich glaube mit der Omi hätte ich drei Straßen weiter geparkt. Mein armes altes Womo bekommt ja Komplexe bei so viel junger Konkurrenz 🙂 Aber das Problem konnte ich glücklicherweise ausklammern.

Also hieß es ankommen, zügig parken, Milla davon überzeugen, dass sie furchtbar gerne im Womo warten möchte und dann auf zur „Anmeldung“ des riesigen Werkskomplex.

Bevor ich euch jetzt aber verrate wie dieser Vormittag/ Mittag bei Knaus Tabbert verlaufen ist, was ich beim Blick hinter die Kulissen erlebt habe und ob Sherlock die größten Geheimnisse des Unternehmens Knaus Tabbert herrausgefunden hat (ich sage nur Knaus Tabbert Leaks 😉 ), kommt hier erstmal die durchaus spannende Geschichte des Unternehmens Knaus Tabbert. 

Die Knaus Tabbert Group

Eine Erfolgsgeschichte mit Höhen und Tiefen!

 

 

  • Wann wurde aus den getrennten Unternehmen Knaus und Tabbert die “Knaus Tabbert Group”?

 

  • Welche Zahlen schreibt die Knaus Tabbert Group heute und welche Ziele gibt CEO Wolfgang Speck im PNP Interview preis?

 

  • Wie war das noch mit der großen Pleite?

 

  • Durch wen wurde das Unternehmen eigentlich gerettet, welche Untermarken gehören mittlerweile zu Knaus Tabbert und was hat Morelo damit zu tun?

 

Damit ihr nicht ewig lang hin und her scrollen müsst, öffnet sich mit einem Klick auf den folgenden Kasten ein Sonderabschnitt mit allen Antworten und vielen weiteren Informationen über das Unternehmen Knaus Tabbert. 

 

Hier klicken und mehr über Knaus Tabbert erfahren

 

Tabbert

Der Karosseriebaumeister Alfred Tabbert gründete 1934 den Karosseriebau Alfred Tabbert

Im zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb komplett zerstört, fertigte nach dem Krieg aber dennoch mit gut 80 Mitarbeitern weiterhin Wagen für die Landwirtschaft an. Leider kam es 1948 zu einem Großbrand, der wiederum den kompletten Betrieb zerstörte.

Erst danach wurde eine neue Werkshalle gebaut und damit die “Fränkischen Fahrzeug und Möbelwerke” gegründet.

Der erste echte Wohnwagen der Marke Tabbert wurde 1953 produziert und bereits 1955 ging der Tabbert “Ideal Caravan” in die Serienherstellung.

Nach dem Erfolg des “Ideal Caravan” wird 1959 die Tabbert Wohnwagen GMBH im hessischen Mottgers gegründet (den Standort gibt es bis heute) und bereits 1971 ist Tabbert Deutschlands Marktführer im Bereich Caravaning.

Zwischen 1984 und 1987 wurde aus der Tabbert Wohnwagen GmbH die TIAG, die Tabbert Industrie AG, welche das konkurs gegangene Wilk Unternehmen als alleiniger Gesellschafter kaufte und alle Beschäftigten, Gebäude und Grundstücke übernahm.

1992 wurde dann auch das Unternehmen Weinsberg, welches bereits 1969 das erste auf Fiat Basis gebaute Wohnmobil herausbrachte, von der Tabbert Industrie AG übernommen. Mit dieser Übernahme wurde auch die Weinsberg Produktion ins hessische Mottgers verlegt.

 

Knaus

Während dieser Zeit, genau genommen im Jahre 1960, gründete der Architekt und studierte  Ingenieur und Baumeister Helmut Knaus das Wohnwagen Unternehmen KNAUS KG.

Bereits 1961 produzierte die Knaus KG den Wohnwagen “Schwalbennest”, durch welchen bis heute das fliegende Schwalbenpaar als Knaus Markenzeichen dient.

1970 wurde der Vertrieb von Knaus Wohnwagen europaweit ausgebaut und das bis heute bestehende Stammwerk in Jandelsbrunn/ Bayern gebaut.

Während der 1980er Jahre erreichte Knaus mit den bis heute bekannten Modellen Südwind, Azur und vielen Produktneuheiten einen führenden Rang unter den Freizeitfahrzeug Herstellern Europas.

Mit der Gründung der KNAUS AG im Jahre 1996 entstand die enge Kooperation mit der TIAG – Der Tabbert-Industrie AG

Knaus Pleite, mehr Informationen

Die Unternehmensgeschichte von Knaus Tabbert hat ihre Höhen und Tiefen!!!

Da war doch noch was??? Die Insolvenz!

 

Soviel zur Geschichte der beiden Unternehmen TABBERT und KNAUS.

Ab dem Jahr 2001 wurde es aber richtig so spannend und wir kommen endlich zu dem Teil über die Insolvenz und dem “neuen” Aufbau eines Unternehmens.  

2001 fusionierten die wesentlichen Unternehmensteile der Tabbert Industrie AG mit der Knaus AG. Im Zusammenhang mit dieser Fusionierung leitete das Unternehmen einen grundlegenden Turnaround ein wodurch massive Sanierungsmaßnahmen durchgesetzt wurden. Stichwort… alles neu macht der Mai, oder besser gesagt Knaus und Tabbert!

2002 wurde dann endgültig aus Knaus und Tabbert die Knaus Tabbert Group GmbH mit Hauptsitz in Jandelsbrunn.

Bereits 2006 erkannte die Knaus Tabbert Group die großen Vorteile des ADACs, wodurch eine enge Kooperation zustande kam mit dem Ziel, dass vor allem die Wohnmobile der Marken Knaus und Weinsberg unter der Flagge des ADAC vermietet wurden.

Doch leider setzte in den kommenden Jahren der Camping Boom noch nicht wirklich ein, wodurch die Knaus Tabbert Group am 9. Oktober 2008 die Insolvenz bekannt geben musste.

Doch zum Glück gab es die niederländische Investmentgesellschaft HTP Investments BV (im weiteren Verlauf HTP) welche Knaus Tabbert zum 1. Januar 2009 übernahm.  Glücklicherweise erkannte die HTP die Zeichen der Zeit, betrieb alle Werke weiter und setzte das Ziel aus, Knaus Tabbert zum führenden Wohnwagen Hersteller Europas zu machen.

HTP ist eine in Zeeland sitzende Gesellschaft welche nicht nur an Knaus Tabbert Beteiligt ist, sondern z.B. auch an dem Luxusjacht Hersteller Oyster Yachts und der Gießerei Neue Halberg-Guss mit Sitz in Saarbrücken, welche als Europas Marktführer im Bereich von Kurbelwellen usw. zählt. Die HTP hatte meinen letzten Informationen von 2016 zufolge mehr als 6000 Mitarbeiter und generierte in diesem Jahr einen Umsatz von ca. einer MILLIARDE Euro.

Im April 2011 kam es dazu, dass der Investor HTP die Beteiligung an dem Luxus-Wohnmobil Hersteller Morelo bekannt gab. Doch auch wenn es sich um zwei Wohnmobil Hersteller handelte, wurden beide Unternehmen erstmal selbständig und getrennt voneinander weitergeführt.

2016 gelang der Knaus Tabbert Group der nächste Coupe. Mit dem Unternehmen RENT AND TRAVEL wurde die Idee geboren ein Servicenetz bestehend aus Reisebüros aufzubauen, welche Neu-Camper zum Thema Wohnmobil mieten & erste Campingtouren berät. Über RENT AND TRAVEL erfahrt ihr in einem separaten Artikel in einigen Wochen mehr.  

2017 wurde Morelo dann doch in die Knaus Tabbert Holding integriert und gehört seitdem ganz offiziell zu Knaus Tabbert. Zudem wurde das Werk in Jandelsbrunn um eine weitere Werkshalle erweitert.

2018 – Der Campingboom ist groß, die Nachfrage fast noch größer und die Knaus Tabbert Group legt auch im vergangenen Jahr nochmal deutlich an Umsatz zu.

 

Knaus Sport Traveller in der Produktion

Auf einer von 4 Werksbahnen wurde während meines Besuchs der Knaus Sport Traveller produziert.

 

 

Noch einige extra Fakten zur Knaus Tabbert Group

 

Der Knaus Tabbert Group gehören 2018 insgesamt 6 Marken mit unterschiedlichen Modellen, Grundrissen und Sondermodellen an:

  • Knaus bietet: Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen (von Knaus auch liebevoll CUV genannt, klingt ja auch viel besser als KASTENwagen) in 19 Modellen, 81 verschiedene Grundrisse und 4 Sondermodelle an
  • Tabbert bietet: Wohnwagen in 8 Modellen, 45 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • T@B bietet: Wohnwagen in 2 Modellen, 2 Grundrissen und 4 Style Varianten an
  • Weinsberg bietet: Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen in 9 Modellen, 43 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • Morelo bietet: Luxus Reisemobile in 5 Modellen, 59 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • RENT AND TRAVEL – Das Vermietportal mit über 350 Partner Reisebüros in Deutschland.

 

Der Hauptsitz der Knaus Tabbert Group liegt in Jandelsbrunn/ Bayern. An diesem Standort arbeiten ca. 1150 Angestellte und produzieren pro Tag bis zu 25 Reisemobile und Wohnwagen der Marken Knaus und Weinsberg

Davon abgesehen gibt es noch drei weitere Standorte.

  • Mottgers in Hessen mit ca. 350 Angestellten. Produziert werden vor allem Wohnwagen der Marken Tabbert und Knaus.
  • Schlüsselfeld in Bayern mit ca. 270 Angestellten. Hier werden die Luxus – Reisemobile von Morelo produziert.
  • Nagyoroszi in Ungarn mit ca. 740 Angestellten. In diesem Werk werden Wohnwagen der Marken T@B und Weinsberg gebaut, Reisemobile von Weinsberg sowie die komplette Produktion der Knaus und Weinsberg Kastenwagen.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass aktuell knapp 2500 Angestellte für die Knaus Tabbert Group an 4 verschiedenen Standorten arbeiten.

 

So wird der Knaus Sport Traveller gebaut

Der Knaus Sport Traveller von vorne. Für mich nicht unbedingt das schönste Caravan Modell, hat er doch mittlerweile Kultstatus erreicht.

 

Seit 2009 schreibt das Unternehmen Knaus Tabbert ein Jahresumsatz Plus nach dem nächsten. Ok, jetzt könnte man sagen, nach einer Insolvenz und samt einem starken Investor im Rücken, ist das auch nicht die aller, aller schwierigste Aufgabe.  Nichts desto trotz ist es aber so, dass Knaus Tabbert in Europa zu den “Big Playern” der Freizeitfahrzeuge Branche zählt.

 

Dies belegen die aktuellen Zahlen deutlich.

 

2017 wurden in Deutschland insgesamt ca. 63.000 Freizeitfahrzeuge, also Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen neu zugelassen und ungefähr jedes dritte (!!!) stammt aus den Reihen der Knaus Tabbert Group.  Diese ca. 21.000 Fahrzeuge spiegeln sich natürlich auch in den Umsätzen des Unternehmens wieder. Die Knaus Tabbert Group erzielte im vergangenen Jahr eine 26 prozentige Umsatzsteigerung auf insgesamt 592 Millionen Euro.

Aber der Campingboom geht weiter und so setzt sich auch die Knaus Tabbert Group immer neue und höhere Ziele.

Erst vor wenigen Wochen hat Knaus Tabbert  CEO Wolfgang Speck im Interview mit der Passauer Neuen Presse die „Zielsetzungen“ der nächsten Jahre bekannt gegeben. So rechnet die Knaus Tabbert Group bereits 2018 mit einem Umsatz von knapp 750 Millionen Euro und bis 2022 will das Unternehmen sogar die Umsatz Milliarde anpeilen.

Das gesamte Interview mit CEO Wolfgang Speck findet ihr hier: https://plus.pnp.de/ueberregional/heimatwirtschaft_niederbayern/2958647_Knaus-Tabbert-peilt-die-Milliarde-an-auch-ohne-AG.html

 

Allein in Jandelsbrunn hat es die Knaus Tabbert Group geschafft innerhalb von 5 Jahren die Mitarbeiterzahl um mehr als 100 Prozent, von 632 Mitarbeiter 2013 – auf 1443 Mitarbeiter 2018, zu steigern. Knaus Tabbert ist eben ein attraktiver Arbeitgeber und die freiwilligen Bonuszahlungen (an alle Mitarbeiter) nach dem wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre, senken sicherlich auch nicht gerade das gesamte Arbeitsklima 🙂

Isa on Tour – Die Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn    

 

Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert

Die Anmeldung, frisch gefegt wurde anscheinend und auf den fehlenden roten Teppich bin ich liebenswerterweise nicht weiter eingegangen  😉 🙂

 

Nachdem ich die Anmeldung erreicht hatte und den beiden freundlichen Damen erklärt habe warum ich an ihre Tür klopfe, stand schnell fest… ich stand bereits auf der Besucherliste und so musste ich nur kurze Zeit warten, bis ich von Pressesprecher Stefan Diehl abgeholt wurde.

Erster ganz wichtiger Tagespunkt… Kaffee trinken…wie sympathisch!!! 😉 Das nenne ich doch mal einen 1A Start in den Tag! Aber damit nicht genug, schließlich kam der kleine Vielfraß zu besuch, sind wir nach dem Kaffee trinken auch direkt zum Mittagessen übergegangen. Juhuuuu 🙂 So finde ich Werksbesichtigungen doch besonders schön, außerdem war es für mich aus rein journalistischer Sicht natürlich auch  eeeeextrem wichtig zu erfahren wie das Kantinenessen so schmeckt! 🙂  Ihr wisst, die Kombüse ist der wichtigste Teil eines Schiffes!

Der Tag wurde immer besser und nachdem mein weißes Oberteil das Paprikaschnitzel aus der Werkskantine tatsächlich Fleck frei überstanden hat, konnten wir gestärkt zum Gang durch die Werkshallen starten.

 

Auf zur Werksführung

 

Also die Werksführung bei Knaus Tabbert war ja nun nicht meine erste Werksführung und dennoch war ich wieder überrascht, wie viel Handarbeit in der Fertigung eines Reisemobil bzw. Wohnwagen steckt. Oben auf kommt noch, dass Knaus Tabbert viele Möbel in der eigenen Schreinerei herstellen lässt. Es ist also nicht so, dass diese ganzen Schrankmodule, Klappen, Wände usw. von einem osteuropäischen oder gar asiatischen Zulieferer gebaut werden. Nein so gut wie alle Teile werden sorgfältig in der werkseigenen Schreinerei in Jandelsbrunn hergestellt.

 

Stromkabel Knaus Tabbert Wohnmobile und Caravans

Die verschiedenen Kabel Zusammenstellungen werden von Hand zusammengelegt oder verbunden

 

Diese, ich sage mal „detaillierte Handarbeit“ zieht sich durch die komplette Produktion, ja selbst die entsprechenden Stromkabel werden je nach Modell von Mitarbeiterinnen in Jandelsbrunn zusammengelegt, geordnet und verbunden.Es gibt also wirklich einige Mitarbeiterinnen in Jandelsbrunn die machen (mehr oder weniger!) den ganzen Tag nichts anderes als Kabelstränge zu sortieren, zusammenzulegen und den entsprechenden Modellvarianten zuzuordnen. 

 

Wie wird ein Wohnmobil gebaut?

Nachdem die Bodenplatte fixiert wurde, werden zu allererst sämtliche Möbel und innenliegende Installationen vorgenommen.

 

Der Bau von Reisemobilen und Caravans

 

Wie auch bei gleichwertigen Herstellern üblich, werden die Wohnmobil und Wohnwagen der Knaus Tabbert Group von innen nach außen gebaut. Das bedeutet also, das Werk in Jandelsbrunn wird nur mit komplett „nackten“ Chassis bzw. leeren Wohnwagen Fahrgestellen beliefert und alles andere erfolgt im Werk..

Auf diesen „nackten“ Chassies werden in einem ersten Schritt die vorab angepassten Bodenplatten befestigt. Dabei ist es so, dass die Bodenplatten mit allem drum und dran  bereits genau auf das später entstehende Modell angepasst wurden. Heißt also, eine solche Bodenplatte besteht bereits aus verschiedenen Dämm-Materialien, die Unterseite wurde auch schon mit einer Art Rostschutz versehen, alle Löcher für die Leitungen (je nach Modell) wurden bereits gefräst, ja sogar der entsprechende Bodenbelag wurde bereits auf die Bodenplatte geklebt.

Erst nachdem die Bodenplatte so vorbereitet wurde, wird sie auf das Chassis bzw. Fahrgestell aufgesetzt und befestigt. Direkt im Anschluss erfolgt die Befestigung des Bodens der Heckgarage, so dass nach diesem Schritt der komplette Wohnmobilboden bzw. Caravanboden steht und alle folgenden Schritte darauf aufbauen. 

Als nächstes werden ALLE innenliegenden Teile installiert, die später im Reisemobil bzw. Wohnwagen mit der Bodenplatte verbunden sind. Bereits jetzt werden also die größeren Schrankelemente, Dienette, Herd, Kühlschrank, Sanitärbereich, Schlafzimmer, Türen, ja sogar Frisch- und Abwassertank verbaut. Es werden Leitungen gelegt und alle nötige Instalationen (egal ob Wasser, Elektrik, Heizung  oder Gas) angeschlossen.

Bei den von Knaus Tabbert gebauten Reisemobilen und Wohnwagen gibt es in diesem Zusammenhang noch zwei „Besonderheiten“, die es bei vielen anderen Herstellern so nicht mehr gibt.

 

Knaus Tabbert Verarbeitung

Alle Holzelemente von Knaus Tabbert werden nicht nur verklebt, sondern bekommen auch noch extra Dübel. Eine Kleinigkeit, die sich auf Dauer aber sicherlich bemerkbar macht.

 

Zum einen werden alle Schrankelemente nicht nur verklebt, sondern zudem auch noch mit Holzdübeln verbunden. Auch da macht sich wieder die große Werkseigene Schreinerei bemerkbar. Zum anderen  besitzen sämtliche Unterschränke noch Rückseiten, wie wir es auch von den eigenen Möbeln zuhause kennen. Es ist also nicht so, dass man bei geöffneter Schranktür später direkt auf die Fahrzeugwand blickt, sondern auf eine vernünftige „Schrankwand“! Diese Wände werden allerdings so verbaut, dass sie wenige mm von der Außenwand abstehen, damit die Luft hinter den Schränken zirkulieren kann und es zu weniger Wärmebrücken kommt. 

Handelt es sich um ein Alkoven Modell, wird auch jetzt bereits der „Boden“ des Alkovens mit dem Chassis verbunden. Von Rückwand oder gar Dach sind wir zu diesem Zeitpunkt aber noch weit entfernt!

 

Werksbesichtigung Knaus Tabbert Jandelsbrunn

Blick auf den Bau eines Caravans. Unten läuft das Band mit den eingekoppelten Fahrgestellen und die Seitenwände werden zum richtigen Zeitpunkt von oben runtergelassen.

 

Reisemobil- und Caravanbau von innen nach außen

 

Erst nachdem ALLES was irgendwie mit der Bodenplatte verbunden ist bereits steht, wird von oben (die Werkshallen in Jandelsbrunn gehen über zwei Etagen) die erste Seitenwand herunter gelassen und mm genau angepasst.

Diese Seitenwände wurden vorher bereits so bearbeitet, dass sie alle Fenster, Lüftungsgitter und Serviceklappen beinhalten, der Ausschnitt für die Aufbautür wurde bereits vorgenommen, von außen wurden die Seitenwände bereits mit dem entsprechenden Dekor beklebt und auf der Innenseite wurden spezielle Leisten angebracht, mit denen die bereits angesprochenen Holzdübel verbunden werden.

Sobald die beiden Außenwände mit dem Chassie und den Möbeln verklebt wurden, werden bereits sämtliche Oberschränke verbaut. In dem Fall ist es sogar so, dass die Oberschränke der Rückseite des Womos/ Wowas bereits installiert werden, obwohl die Rückwand noch nicht steht. 

Erst nachdem das KOMPLETTE “Innenleben” eines Reisemobils bzw. Caravans eingebaut wurde, alle Leitungen verlegt und die kompletten Licht Installationen bereit sind, wird die Rückwand eingesetzt.

 

So wird ein Wohnwagen gebaut.

Caravan ohne Dach. Gut zu sehen, selbst die hinteren Oberschränke werden schon eingesetzt, obwohl die Rückwand noch fehlt.

 

Ganz zum Schluss der gesamten Produktion wird das GFK Dach aufgesetzt

 

Dabei habe ich nicht schlecht gestaunt, wie dünn und vor allem flexible so ein Dach doch ist. Diese GFK Platten bestehen anscheinend aus so einem “perfekten” Materialmix, dass sie einerseits so leicht und flexibel wie möglich sind, aber andererseits für die nötige Stabilität sorgen.

Gewundert habe ich mich allerdings dennoch. Denn die vorher geraden Dachplatten sind so flexible, dass sie so stark gebogen werden können, dass die typischen „runden Ecken“ in der Front und dem Heck eines Wohnmobiles/ Wohnwagens entstehen.  

Wenn man sich so ein Wohnmobil mal genauer anschaut, dann sieht man oben, außen an der Heckwand immer einen von der eigentlich Rückwand getrennten Bereich. Dieser Abschnitt entsteht eben durch die flexible Dachplatte. Ohne groß drüber nachzudenken habe ich immer angenommen, die GFK Dächer eines Reisemobils werden schon im voraus rund hergestellt o.ä.. Das die GFK Dachplatten aber so biegsam sind, habe ich nicht gewusst. 

 

Stabilität eines Wohnmobil Dachs

GFK Dach von oben. So ein Dach ist extrem dünn und flexible, so dass die Ränder während des Einsetzens bereits „runterhängen“

 

Gut, wenn man mal drüber nachdenkt, ist die flexibilität und die dünne der GFK Dachplatten auch durchaus sinnvoll, denn zum einen geht es eben gerade bei den “kleineren” Wohnmobilen immer um das Gewicht, zum anderen ist es aber natürlich auch praktisch wenn so ein Womo Dach möglichst flexible ist, um z.B. Hagelschäden zu vermeiden. Ob es allerdings sinnvoll ist, auf so einem Wohnmobildach herum zu laufen, das wage ich seit der Knaus Tabbert Besichtigung gleich doppelt zu bezweifeln.

Ich muss es einfach nochmal sagen, bis zu diesem Punkt besteht die gesamte Produktion aus Handarbeit. Natürlich gibt es Hilfsmittel und die Wände fahren automatisch von oben nach unten, nichts desto trotz ist es so, dass jedes einzelne Teil von hand eingebaut wird und ein Mitarbeiter durch den Caravan “krabbelt” um z.B. Steckdosen zu installieren. 

 

Produktion von Wohnmobilen, ein Blick hinter die Kulissen

So werden Wohnmobile „produziert“ … der Boom ist groß, da läuft ein Womo nach dem anderen vom Band

 

Roboter für den Wohnmobil/ Caravan Bau gibt es anscheinend noch nicht.

 

Nachdem so ein niegel, nagel neues Reisemobil bzw, Wohnwagen zusammengesetzt wurde, geht es weiter zu einer letzten Qualitätskontrolle. Nach einer ersten optischen Begutachtung, werden die neuen “Flitzer” unter eine “Berieselungsanlage” gefahren, um zu checken, ob auch wirklich alle Kanten und Ecken abgedichtet wurden. Gut, diese Anlagen erzeugen natürlich keinen Sturm der Stärke 4, aber jedes Modell wird somit auf Dichtheit gecheckt. Davon abgesehen bietet Knaus Tabbert zu allen Neufahrzeugen auch eine 10 jährige Dichtheitsgarantie an. 

Zum guten Schluss erfolgt die Gasprüfung und die “TÜV” Abnahme und wenn auch diese letzten Prüfungen erfolgreich waren, sind die Freizeitfahrzeuge bereit zum ausliefern bzw. zum abholen. Denn erst seit kurzem ist es für Käufer von  Knaus Tabbert Freizeitfahrzeugen auch möglich das neue Fahrzeug persönlich am Werk in Jandelsbrunn abzuholen und ich muss sagen, dass machen die Jandelsbrunner schon sehr nett. Wer möchte wird persönlich per Shuttle vom Bahnhof abgeholt, dann folgt die feierliche Übergabe und Einweisung ins Fahrzeug.

Je nachdem wie sympathisch man seinen “Wohnmobil Verkäufer vor Ort” findet, ist das doch sicherlich eine nette Aktion. Ich selbst habe vor einigen Jahren meinen VW in Wolfsburg abgeholt und obwohl es sich dabei nur um einen Polo handelte, war es schon schön mal zu schauen wo das neue Auto her kommt. Zumal  man auch sagen muss, dass der Service vor Ort rund um diese Neuwagen Abholung auch etwas besonders ist, es fehlt eigentlich nur noch die Frage ob man nicht feinsten Puderzucke in den Poppes gepustet bekommen möchte 😉  Ja, so wie ich das verstanden habe ist so eine Werksabholung nicht ganz kostenlos, aber als besonderen Einstieg ins eigene Womo/ Wowa Leben kann man sich das sicherlich mal gönnen! 

 

So werden Reisemobile professionell produziert, ein Blick hinter die Kulissen von Knaus Tabbert.

Womos vom Band… vorne die kleinere Teilintegrierten am Ende der Produktion, im Hintergrund der große SUN TI

 

Und wohin kommen jetzt die vielen „neugeborenen Freizeit-Flitzer“?

Nachdem unser Gang durch alle Etappen der Werkshallen endete, fuhr mich Stefan noch zum “ Reisemobil und Caravan Wartebereich”.

Eine riesengroße, überdachte Fläche auf der hunderte Caravans und Wohnmobile stehen, die auf ihren Abtransport warten.  Waaaahnsinn!!!! Mein einziger Gedanke, hier stehen soooooo viele Fahrzeuge, ich bräuchte doch nur eines, ein einziges… wenn da ein kleines, feines Wohnmobilchen plötzlich fehlen würde, das bemekt doch kein Mensch, oooooder? 🙂

Doch bei unserer Rundfahrt über den Wartebereich wurde auch nochmal deutlich…. JEDES Reisemobil bzw. JEDER Wohnwagen der aktuell von Knaus Tabbert produziert wird, hat vom Chassis an bereits einen neuen Besitzer! Es ist also so, dass bei JEDEM Fahrzeug welchen aktuell in Jandelsbrunn “vom Band läuft”, bereits von vornherein feststeht wo es mal hingehen wird.

Das kann natürlich ein großes Geschäft zum Verkauf von Freizeitfahrzeugen irgendwo in Europa sein, dass kann aber auch genauso gut das Mobil von „Familie Schmitz aus Oberammergau“ sein. Aktuell ist der Boom also immer noch so groß, dass nicht ein einziges Fahrzeug zum lagern Produziert wird, sondern JEDES Fahrzeug das Werk verlässt.

Nach einem letzten Rundgang über den riesigen “Wartebereich” und dem ganz neu gebauten „Neuwagen Übergabe Zentrum“, ging die  Werksführung langsam ihrem Ende zu. Ein letzter Gang über das riesige Gelände, ein schnelles “Hallo” in der Abteilung der Knaus online Medien, ein wirklich letzter Kaffee im Büro und der laaaaaange “geplante” Vormittag/ Mittag im Hause Knaus Tabbert war schon wieder vorüber.

 

Erster Weinsberg Van von 1963

Kleines Highlight im neuen „ich hole meine neues Fahrzeug selber ab“ Center… einer der aller, aller ersten Weinsberg Vans von 1969

 

Fazit… mein  Werksbesuch bei Knaus Tabbert.

 

Selbst für mich als bekennender Technik-Trottel ist so ein Blick hinter die Kulissen immer wieder faszinierend. Wenn ich den Bau eines Reisemobils oder Caravans mit dem Bau eines Autos vergleichen will, so ist es für mich immer wieder erstaunlich, dass die gesamte Produktion fast ausschließlich aus Handarbeit besteht.

In der Auto Industrie werden viele Produktionsschritte nur noch von Roboterarmen ausgeführt, anscheinend ist dies beim Wohnmobil/ Caravan Bau so nicht möglich. Ob dies nun daran liegt, dass die verschiedenen Schritte zu detailliert für einen Roboter sind, oder ob es schlichtweg eine finanzielle Frage ist und die Installation von automatischen Prozessen zu teuer ist, für die Anzahl an Fahrzeugen die täglich vom Band laufen (ca. 20-25 pro Band, pro Tag, abhängig von der Modellreihe) dass kann ich euch nicht sagen.

Auf jeden Fall ist es auch heute noch so, dass der Bau von Freizeitfahrzeugen in Menschenhand liegt, was im Sinne von Arbeitsplätzen natürlich auch mehr als erfreulich ist. Ob sich ein weitgehend automatischer Prozess auf die Qualität auswirken würde? Diese Frage bleibt wohl ersteinmal  offen.

Knaus Tabbert hat es geschafft den Campingboom optimal für sich zu nutzen und ein rieeeeeeeesiges Umsatzplus zu erwirtschaften. Zudem ist es sicherlich nicht ohne Grund so, dass der Knaus SKY TI das meistverkaufte, teilintegrierte Reisemobil Deutschlands ist.  

Knaus Tabbert ist und wird es auch sehr wahrscheinlich bleiben, einer der ganz, ganz großen Freizeitfahrzeug Hersteller in Europa.

 

Knaus Tabbert, Erfolgsunternehmen in Jandelsbrunn

Eine der Werkshalle und die Büroräume von Knaus Tabbert in Jandelsbrunn.

 

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es einige Leute die schon seit Jahren mit ihrem “KNAUSI” unterwegs sind und während ich diesen Artikel so tippe fällt mir auf, ich persönlich kenne niemanden, der mit seinem durchaus auch schon etwas älteren Knaus, Tabbert, WEINSBERG, T@B oder Morelo komplett unzufrieden ist.

Ich selbst hätte mich damals auf der Suche nach einem passenden Wohnmobil fast auch für einen “Knausi” entschieden. Ich hatte mir das zum Verkauf stehende Fahrzeug bereits mehrfach angesehen und war eigentlich auch schon so weit mich zu entscheiden. Dann hieß es allerdings, uhhhhhhaaaaaa…. nimm lieber keinen Knaus, die sind vor einigen Jahren pleite gegangen, das könnte ein Problem geben. Vorallem wenn Du irgendwann Ersatzteile benötigst!

Tja und so wurde es dann doch kein Knausi, sondern die Omi 🙂 Ob diese Entscheidung ein Fehler war???

DAS werden wir wohl nie erfahren…

Dein Pinterest Pin zum Artikel

Nach diesem spannenden Vormittag/ Mittag ging es für Milla, den OrangeCamp Flitzer und mich weiter zum Chiemsee und was ich da erlebt habe, ist mir in knapp 6 Jahren als Alleinreisende noch nie passiert… aber das, erzähle ich euch beim nächsten mal.

 

Ganz zum Schluss vielleicht noch eine letzte Info. Natürlich könnt auch ihr eine solche Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn erleben. Allerdings ist dies nicht ganz so einfach… ihr müsst an dem Thema dran bleiben! Immer zu Beginn eines neuen Jahres gibt Knaus Tabbert die Termine zur Werksbesichtigung für Besucher bekannt und wenn ihr da interesse habt, müsst ihr einfach schnell sein!!! Denn die Tickets zur Werksbesichtigung, es gibt jedes Jahr nur wenige Termine, sind immer ganz, ganz schnell „ausverkauft“. Wer da also interesse hat, sollte zu Beginn des Jahres regelmäßig auf die KNAUS Internetseite schauen , oder mir auf FB folgen 🙂 um weiter informiert zu werden.

 

Sooooo, das war sie also, meine lange Geschichte um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung und wenn sie nicht gestorben sind, dann werden wir auch noch in 50 Jahren glückliche Camper in ihren E- Knaus, E-Tabbert, E-Weinsberg, E-T@B, E-Morelo, oder, oder, oder  durch Europa düsen sehen 😉

Bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

Du hast den ersten Teil meiner Herbsttour verpasst und fragst Dich gerade warum ich mit dem neuen OrangeCamp Wohnmobil unterwegs bin? Dann findest Du hier den kompletten Artikel „Isa fährt fremd – Herbsttour Teil 1“ 

Mittlerweile ist auch der dritte, vierte und fünfte Teil online und zudem das große Fazit zum 6 Wochen Womo Test… wie es weiter ging und warum ich als Alleinreisende am Chiemsee nicht gern gesehen war, das könnt ihr hier erfahren: https://isaswomo.de/meine-wohnmobil-herbst-tour-teil-3-chiemsee-und-alpen/

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Gas Überfall auf Camper, furchtbares Ereignis oder Märchen?

Gas Überfälle auf Camper – Was ist wirklich dran?

Ich glaube, schon seit dem ersten Tag an dem ich mich über Camping und Wohnmobile informiert habe, habe ich auch von den “Geschichten” über mögliche Gas Überfälle beim Camping gelesen.

Aber was ist an diesen Geschichten wirklich dran?

Ich habe mich in den vergangenen Wochen durchs Netz gewühlt, mit Polizisten gesprochen und war zur Recherche für diesen Artikel sogar im Darknet unterwegs.

CMT19 - News und Trends aus der Campingbranche

CMT19 – Neues aus der Camping Branche

Die CMT in Stuttgart läuft auf vollen Touren! Hier erfahrt ihr wo die Trends hingehen, was der Campingboom macht und was es so neues gibt 🙂