Nordfrankreich – wieder on Tour zwischen Atlantik und Elsass

Nordfrankreich – wieder on Tour zwischen Atlantik und Elsass

Jupp, Milla, die Omi und ich, wir sind wieder unterwegs und zwar tingeln wir durch Nordfrankreich!

Nachdem die Omi nun durch einige Hände ging, der Motor bzw. alle Leitungen komplett durchgemessen wurden und einen neuen Anlasser bekommen hat, konnte es also eeeeendlich los gehen!

Viel später als gehofft, aber dafür auch ganz anders als geplant :-), sind wir „drei“ in Richtung Nordfrankreich aufgebrochen.

Eigentlich, so ganz im stillen, hatte ich ja Nordspanien für diesen Sommer eingeplant, aber nachdem wir nun einerseits erst so spät weg kamen und ich dann auch noch eine Einladung für ein Event im Elsass bekam (dazu später mehr), habe ich mal wieder alle Pläne kurzfristig verworfen und bin in Nordfrankreich geblieben.

Camping und Road Trip Nordfrankreich

Immer geradeaus … Frankreich zwischen Atlantik und Elsass

 

Grober Tour Plan….

Wir starten von Dortmund aus in Richtung Atlantikküste (ich brauchte dringend mal Meerblick) und fahren dann, einmal quer durchs Landesinnere, ins Elsass und danach weiter in die Vogesen.

🚨🚨🚨 So lernt ihr und ich noch etwas dazu, denn ich bin mir tausend Prozentig sicher, viele von euch wussten es auch nicht, bzw. habt diese Detail bisher nicht für wichtig empfunden!😉 Ein aufmerksamer Leser hat mich soeben darauuf aufmerrksam gemacht, dass ich natürlich NICHT an der Atlantikküste war, sondern am französischen Teil der Nordseeküste bzw. vor allem im Bereich des Ärmelkanals! Haaa kommt, das diese Geometrische Feinheit wichtig ist, wussten doch viele von euch auch noch nicht, oder? JETZT SIND WIR ALLE SCHLAUER! Die Atlantikküste beginnt naüüüüürlich erst an der südlichen Küste der Bretagne.

Wenn ich schon auf diesen Fehler aufmerksam gemacht werde, dann Teile ich diese Info natürlich auch mit euch 🚨🚨🚨

So, jetzt aber weiter im Text, die Strecke mit allen Adressen könnt ihr der Karte entnehmen: 

1. Stop - Watten

Aire de Camping Car Watten, Rue Paul Mortier 3, 58143 Watten

2. Stop - Campingplatz Equihen Plage

Camping Munizipal la Falaise, Rue de Charles Cazin, 62224 Equihen- Plage

3. Stop - Campingplatz vor den Toren Reims

Camping Val de Vesle, Rue de Routtoir 6, 51360 Val-de-Vesle

4. Stop - City Stellplatz Reims

Parc du CIS de Champagne, Allee Polonceau, 51100 Reims

5. Stop - Campingplatz Verdun

Camping les Breuils, Allee des Breuils 8, 55100 Verdun

6. Stop - Wasselonne vor Strassburg

Camping Municipal Wasselonne, Rue des Sapins, 67310 Wasselonne

7. Stop - Colmar

Camping de I’lll Colmar, Allee du Camping 1, 68180 Colmar

8. Stop - Camping de Ramberchamp, Vogesen

Camping de Ramberchamp, Chemin duu Tour du Lac, 88400 Gerardmer

 

Eine meiner größten Sorgen war definitiv die Ferienzeit, denn bereits seit Wochen bekomme ich immer wieder Nachrichten in denen es heißt, wie voll es überall ist. Davon abgesehen meide ich diese Zeit ja eigentlich immer, weil mir die Plätze auch häufig einfach zu teuer geworden sind. Aber gut, in dem Fall ging es ja nun nicht anders… entweder jetzt fahren, oder diesen Sommer gar nicht! Denn spätestens Anfang August muss ich wieder zuhause sein, dann geht die Vorbereitung auf den Caravan Salon in die heiße Phase. 

Also sind Millachen, die Omi und ich gestartet und auf dem direkten Weg, durch die Niederlande und Belgien, in Richtung Nordfrankreich getingelt. Die erste Strecke verlief auch erstaunlich gut, wobei die belgischen Autobahnen immer noch alles andere als „nett“ sind. Ein Schlagloch folgt dem nächsten und das mitten auf der Autobahn, kein Wunder also, dass wir so einige Pannen Autos am Strassenrand stehen sahen. 

Zweite unclevere Entscheidung, die Route führte mich direkt durch Antwerpen und Brüssel, beide Städte sind im Feierabendverkehr kein Vergnügen, aber gut…. iiiiiirgendwann lag die französische Grenze hinter uns und ich suchte mir einen ersten, kleinen kostenlosen Stellplatz am absoluten ADW. 

Wir erreichen Frankreich und der Tank ist leer… IMMER!

Also wirklich… der französische ADW konnte nicht mehr weit entfernt sein, denn von der Autobahn waren es sicherlich nochmal gute 20 Kilometer durch Wiesen und Felder, bis zu diesem kleinen, kostenlosen Stellplatz. 

Und ja, es ist WIRKLICH JEDESMAL das selbe Spiel, wenn ich nach Frankreich fahre. 

Ganz egal welche Route ich nehme, ganz egal wann ich das letzte Mal tanken war… wirklich und das ist kein Witz, jedesmal komme ich kurz nach der Grenze in ein „Tank Problem“

Natürlich so auch hier…. 

Schon einige Kilometer vor der Abfahrt schoss die Tanknadel immer weiter runter und es gab schon seit Kiloooooometern keine Tanke an der Bahn. Pünktlich in der Abfahrt, leuchtet dann auch das rote Lämpchen auf. Problem… auch hier gab es keine Tanke weit und breit! 🙂 

Egal wie sehr ich auch das Navi und Google durchwälzte, es gab nur eine kleine „private“ Tankstelle und die lag aber 27 Kilometer in die falsche Richtung. Es war mittlerweile kurz nach 19 Uhr, wenn ich jetzt in die falsche Richtung fahre und die private Tanke auf dem Dorf nicht mehr geöffnet hat, bekomme ich ein RICHTIGES Problem. 

Stellplatz Watten Nordfrankreich

Der Stellplatz in Watten war nett und kostenlos, aber ich nichts besonderes und er liegt weit vom Schuss… trotzdem war er abends voll.

 

Der erste Stellplatz in Watten

( Aire de Camping Car Watten, Rue Paul Mortier 3, 58143 Watten)

Also habe ich mich auf gut Glück auf den Weg zum Stellplatz auf gemacht und mir selbst EXTREM die Daumen gedrückt, dass es da irgendwo doch noch eine Tanke gibt! Aber es kam wie es kommen musste…. keine Tanke weit und breit, dafür kamen wir aber zumindest dem Stellplatz immer näher.  Sollte gar nichts mehr gehen, müsste ich am nächsten Tag schauen, wie ich samt Kanister und Rad zu irgendeiner Tanke komme. 

Den Stellplatz haben wir aber dann doch noch erreicht und hatten auch das Glück, den letzten Platz zu ergattern.  Nochmal… das war ein kleiner, kostenloser, netter Stellplatz am Po der Welt ohne irgendwas und er war abends komplett voll!!! 

Na das würde ja ein entspannter Trip werden!

Direkt neben Milla und mir,  stand ein deutsches Paar samt VW Bus, mit dem ich abends noch ins Gespräch kam.  Auch sie hatten sich über den vollen Stellplatz gewundert, zumal sie den Ort wohl schon kannten und meinten, hier ist wirklich gar nichts. Allerdings gäbe es nicht so weit entfernt einen großen Supermarkt samt einer kleinen Tankstelle! 

Ahaaa, ahaaa, ahaaa meine Rettung? 

Diese Info viel natürlich wie aufs Stichwort und ich erzählte den Beiden, dass das super Infos seien, denn ich müsste dringend tanken, die Kontrolllampe leuchtet schon ein Weilchen. 

Ohhhh, ohhhh… das war definitiv die falsche Info! Ihr hättet den Blick dieses Mannes sehen müssen, dass er mir nicht direkt schreiend an die Kehle gesprungen ist, war wirklich ein Wunder. Ich glaube der Typ hat sofort gedacht, was ist dass den für eine hirnlose, unkorrekte, beschämende Anfänger Tussi! Und ob ihr es glaubt oder nicht… unser Smalltalk war von dem Moment an beendet und ich wurden keines Blickes mehr gewürdigt! 

Naja…. auch egal! 😉

Milla, die Omi und ich waren dann auch am nächsten Morgen schnell verschwunden, auf dem direkten Weg zum nur 2 Kilometer entfernten Supermarkt samt klitzekleiner 2 Säulen Selbstbedienungstanke! Na hoffentlich schluckt dieses alte Ding meine EC Karte, wenn nicht…. ganz ehrlich, da weg gekommen wären wir wahrscheinlich wirklich nicht mehr. 

Also parkte ich direkt neben der „Gazole“ Säule und betete, das das Ding meine Karte akzeptiert und was geschah…. NICHTS! Mit der normalen EC-Karte bekam ich schonmal keinen einzigen Liter Diesel! 

Zum Glück habe ich noch eine Kreditkarte und damit hat es dann ZUM GLÜCK funktioniert! Ich kann es also nur nochmal sagen, eine Kreditkarte (in meinem Fall Mastercard) ist on Tour echt extrem hilfreich!

Nachdem sich dieser Brocken aus meinem Margen verabschiedet hatte, bekam ich auch direkt Hunger und deckte mich erstmal in dem Supermarkt mit all den ganz wichtigen französischen Leckereien ein. Vom Baguette, über Camembert bis zum „Eischneewölchen mit Vanillesauce“ alles immer lecker schmecker, alles rein in den Kühlschrank und dann ruck zuck zum Atlantik. 

Campingplatz Equihen Plage Nordfrankreich

Der Campingplatz ein Equihen Plage liegt direkt am Atlantik

 

Nächster Halt… Equihen Plage !

(Camping Munizipal la Falaise, Rue de Charles Cazin, 62224 Equihen- Plage)

Ich wusste schon, dass Equipen Plage ein ziemlich beliebter Ort bei Turis in Nordfrankreich ist, es gib einen Stellplatz direkt an der Küste, aber auch einen Camping Munizipal. Diese Camping Munizipale sind sowas wie „städtische Campingplätze“, meist ohne viel Gedöns, dafür günstig, mit einfachen Sanitäranlagen, die aber meist sauber sind. 

Und genau da wollte ich hin! 

Auf dem Weg zum Camping lag aber auch der örtliche Stellplatz, den ich mir zumindest einmal ansehen wollte. . Darum bin ich erst einmal an dem Stellplatz vorbei gefahren, dieser war allerdings bereits um 11 Uhr schon mehr als voll. 

Also auf zum Camping und ganz fest hoffen, dass da noch ein Plätzchen für uns frei ist.  Am Camping angekommen war es dann aber gaaaaaanz entspannt! Die hatten nämlich nicht nur einen freien Platz, die hatten noch gaaaaaanz, gaaaaaanz viele Plätze frei und so checkte ich mich samt Milla, Womo, Strom und allem drum und dran für entspannte 16 Euro die Nacht ein. 

Dafür hatten wir aber eine super schöne große Parzelle und vor allem hatte ich mir vorab schon überlegt, dass ich tagsüber ein bisschen durch die Region tingeln wollte um später auf meinen festen, „reservierten“ Platz zurück zu kehren. 

Ich hatte und habe einfach keine Lust auf diesen Stellplatz KAMPF und dem ganzen kann ich natürlich dank eines Campingplatzes echt gut aus dem Weg gehen und wenn so ein Campingplatz mit allem drum und dran, plus Hund und Strom, in der Hauptsaison zwischen 13 und 16 Euro kostet, dann finde ich das bei den aktuellen Preisen ziemlich fair. 

Und genau so haben wir es dann auch gemacht. 

Ich habe mich DIREKT für 5 Nächte auf dem Camping einquartiert, für mich war die Zeit perfekt um einfach mal runter zu kommen und tagsüber bin ich mit Milla in die umliegenden Städte gefahren. 

Am dritten Tag wollte ich eigentlich nach Bologne Sur Mer, habe mir dazu vorab auf Google Maps die Stadt angesehen, um zu schauen wo ich mit der Omi so parken kann, das Milla vielleicht zumindest den Weg zum nächsten Strand-Café schafft.  Aber leider hatten wir NULL Chance auf einen passenden Parkplatz. 

Selbst nach der dritten Runde durch die ganz kleinen Sträußchen dieser Großstadt (Spannung pur) gab es einfach keinen passenden Parkplatz für das Womo. 

Nordfrankreich mit dem Wohnmobil Le Portel

Le Portel, ein schöner kleiner Badeort direkt neben Equihen Plage

 

Also schnell zu Plan B, auf ins benachbarte kleine Stranddorf Le Portel und siehe da…

da gab es sogar passende, große, freie Parkplätze direkt an der Promenade. 

Hier war nur das Problem, dass die Strandcafes um 12 Uhr noch so gar nicht auf eine hungrige deutsche Vorbereitet waren 🙂 Aber wo ich schon einmal da bin….  habe ich eben schnell mit zu Putzlappen und Geschirr gegriffen (der Blick der Bedienung war zum schreien) und habe mir selbst mein Plätzchen hergerichtet. Tja und wie so oft im Leben, wo erstmal eine Person sitzt, kommen auch schnell andere und kurze Zeit später waren weitere 4 Tische von deutschen Touristen besetzt. 🙂 In den Cafés nebenan saß niemand. 

Nach einem kleinen Mittagsmenü 🙂 und einem Gang entlang der Strandpromenade, sind Millachen und ich am späten Nachmittag wieder auf unsere Parzelle zurück gekehrt und alles war fein. Abends hatte ich noch einen Termin mit einigen Toure-Profis der Region. Da die Leute aber alle super gutes deutsch sprachen, war es ein entspannter, lockerer Abend. 

Am nächsten Tag stand auch schon der nächste wichtige Termin dieser Nordfrankreich Tour an, ein Lunch mit dem Vertreter einer großen Europaweiten Campingplatz Gruppe in Le Touquet. Le Touquet liegt ca. 45 Minuten von Equihen Plage entfernt und ich betete inständig, dass ich da irgendwo einen Parkplatz für die Omi finden würde. 

In der näher des großen Restaurants direkt am Strand angekommen in dem wir uns verabredet hatten, gab es auch verschiedene Parkplätze, allerdings waren wirklich überall Höhenbeschränkungen oder Campingcar verboten Schilder. 

Camping Le Touquet Nordfrankreich Atlantikküste

So ein Mittagstermin ist eigentlich ganz nett 🙂

 

UUUUUUFFFFFFF…. 

Natürlich bin ich an diesem Vormittag seeeeeeehr frühzeitig los gefahren, aber die Parkplatz suche gestaltete sich doch etwas schwieriger. Irgendwo auf der anderen Seite der Stadt gab es einen Stellplatz, aber den wollte ich eigentlich ja nicht nutzen. Zum einen lag der Stellplatz echt ewig weit weg und zum anderen hatte ich natürlich gehofft Milla mitnehmen zu können, damit sie nicht die ganze Zeit im warmen Womo hocken muss. Zum Glück war es nicht wirklich heiß an diesem Tag, so dass es zur Not schon gegangen wäre, aber anders war es mir natürlich lieber. 

Also habe ich weiter gesucht und siehe da, nur ca. 300 Meter vom Restaurant entfern gab es Parkplätze und es stand kein Schild Camping Car verboten.Gut dachte ich mir…. den nehme ich! Ich habe dann da auch sauber ein einer Parkbox eingeparkt, ordentlich in die Parkuhr geschmissen und konnte das Womo sogar von unserem Platz aus auf der Restaurant Terrasse sehen. 

Nordfrankreich Camping und Essen

Hmmmm, nach den Muscheln gab es noch ein klitze kleines Dessert 🙂

 

Französich auf Isa Art

Der Termin selber lief dann auch erstaunlich gut, zum Glück sprach der Herr sehr gutes Englisch und ein bisschen deutsch, so dass wir uns gut verständigen konnten. Mein französisch dagegen ist ja noch ziemlich ausbaufähig 😉

Ich spreche einigermaßen gut spanisch, oder zumindest war spanisch meine Abi Fremdsprache und einiges im französischen geht ja zumindest in die selbe Richtung… mein Problem ist allerdings, dass ich furchtbar gerne (falsche) spanische Vokabeln, in mein französisch „knalle“, so auch in diesem relativ schicken Restaurant! 

Auf der Karte stand ein Gericht mit Scampies und Tomaten…  und eigentlich wollte ich wissen, ob die Tomaten warm sind bzw. ob das ganze Gericht warm ist, oder kalt wie ein Salat. Natürlich wollte ich mich vor dem Typen auch nicht voll zum Honki Tonki machen, also habe ich mir vorab minutenlang „heimlich“ überlegt, wie ich den Satz denn nun möglichst „professionell“ über die Lippen bringe. 

Als die Bedienung dann irgendwann kam, war meine Aussprache wahrscheinlich auch ziemlich gut… allerdings habe ich nicht gefragt ob die Tomaten vorab gekocht wurden, sondern ob die Tomaten vorher gewaschen wurden? 

Fazit… die Aufregung war groß, mein Termin hat schnell für mich übersetzt und letztendlich gab es wie immer und überall an der Atlantikküste Muscheln mit Pommes 🙂  🙂 🙂 

Während wir noch länger auf der Terrasse saßen und über alles mögliche sprachen, sah ich schon den Polizeiwagen über die Parkplätze fahren um die Autos zu kontrollieren. Eigentlich war ich mir super sicher, dass ich da stehen dürfe, wo ich nun parkte… andererseits war es aber doch komisch, dass genau da kein Camping Car verboten Schild stand. Ich wurde schon ein wenig Nervös und behielt den Polizeiwagen so lange im Auge, wie ich konnte, an der Omi sah ich ihn allerdings nicht. 

Als ich dann aber später zurück zum Womo kam, hingen gleich mehrere Zettel unter dem Scheibenwischer. Nichts „richtig offizielles“, aber irgendetwas handgeschriebenes und dazu Flyer des Stellplatzes und ein Stadtplan. 

Jetzt bin ich ja mal gespannt, ob mich da noch ein Knöllchen zuhause erreicht. Aber ich habe mich nochmal genau umgeschaut… da war nichts! Und mein Parkticket war noch lange gültig…. naja, wir werden abwarten müssen. 

Blick über den Campingplatz in Equihen Plage

Blick über den Campingplatz in Equihen Plage

 

Die ersten Tage auf unserer Nordfrankreich Tour!

Nordfrankreich mit dem Wohnmobil Teil 1

Nordfrankreich mit dem Womo – Dein Pin zum Artikel

Nach diesen wunderbaren, entspannten Tagen zu Beginn meiner Nordfrankreich Tour in Equihen Plage, musste ich Montag aber wirklich los, weg von der Atlantikküste, einmal quer durchs Landesinnere, denn spätestens am Freitag um 12 Uhr, musste ich in Strassburg sein. 

Allerdings lag auf dem Weg noch die Stadt Reims, die ich mir eigentlich UNBEDINGT noch ansehen wollte.  

Weil ich euch ja nicht direkt mit einem halben Roman überfordern möchte, mache ich hier einen BREAK! 

Wer direkt weiter lesen möchte, gelangt hier zum 2. Teil meiner Frankreich Tour, es geh weiter durch Reims und Verdun in Richtung Elsass und so viel kann ich euch schon verraten, wir haben noch so einiges erlebt! 

Also, holt euch noch ein „Kaltgetränk“ und dann geht es weiter mit dem 2. Teil, Milla, die Omi und Isa tingeln durch Nordfrankreich! 

Reims, Verdun und das Camperleben – Nordfrankreich Teil 2

 

Bleibt gesund!

Eure

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Kreuz und quer durch Deutschlands Osten – ein Gastartikel

Kreuz und quer durch Deutschlands Osten – ein Gastartikel

Kreuz und quer durch Deutschlands Osten, ein Leserartikel!

Diesmal habe ich nicht selber für euch in die Tasten gehauen, es gibt mal wiieder einen Gastartikel!

ABER STOPP!!! Klickt nicht direkt weg, denn es ist kein Gastartikel von einem anderen Blogger und es geht hierbei auch nicht um Werbung!!!

Thomas, der Autor dieses Artikels, verfolgt IsasWomo schon etwas länger, war gerade selber kreuz und quer in Deutschlands Osten on Tour und überraschte mich am Wochenende mit einem kompletten Reiseartikel. Da er selber sonst nie schreibt, ich den Artikel aber gut und informativ fand, dachte ich mir… warum nicht?!?!

Ja, Thomas reist anders als ich, ja Thomas achtet auf ganz, ganz andere Dinge und ja, ja, ja… genau so unterschiedlich sind auch unsere Schreibstile, aber… das muss ja keinesfalls bedeutet, dass der Artikel schlechter ist. Wahrscheinlich sogar eher ganz im Gegenteil 😉

Also… wenn ihr Lust habt auf eine Tour durch die Ex-DDR bzw. durch den Osten Deutschlands, dann holt euch doch noch ein paar Tipps!

Viel Spaß uuuuuund los gehts!

 

Kreuz und quer durch Deutschlands Osten

 

Am zweiten Mai begann unsere Tour. Wir starteten gegen Spätnachmittag und erreichten Selb wo wir frei stehend übernachteten.

Unser Plan war am Südrand des Erzgebirges auf deutschem Boden bis Waltersdorf im Löbauer Gebirge zu fahren. Auf keinen Fall wollten wir die Grenze zur Tschechei überschreiten, da wir mehrfach von dem chaotischen und undurchschaubaren Mautsystem gewarnt wurden.

So führte uns das Navigationsgerät  von Selb über Bad Elster nach Plauen. Von dort über die Autobahn nach Stollberg, weiter über Annaberg-Buchholz, Richtung Seiffen, Pirna, Soland nach Waltersdorf. Die wenigen KM zwischen Selb und Bad Elster entpuppten sich dabei als reine Schlagloch-Odyssee, sowohl auf deutscher als auch tschechischer Seite. Wir waren deshalb froh, dass unser Navi den Weg über Plauen vorschlug.

kreuz und Quer durch Deutschlands Osten

Hausfronten in Annaberg Buchholz
Foto by Thomas

Annaberg-Buchholz, eine historische Erzgebirgsstadt überrasche mit einer Silhouette, welche von einer dominierenden St. Anna-Kirche überragt wurde. Diese Stadt war eine der reichsten Städte im 15. Jahrhundert, zeitweise hatte diese auch ein Münzrecht.

Bereits im 16. Jahrhundert ging der Bergbau zurück und die Bevölkerung wandte sich dem Klöppeln und Posamentieren zu. In und um Seiffen dominiert das sogenannte Reifendrehhandwerk. Bei dieser Technik des Drechselns wird eine entsprechend dicke Holzscheibe aufgespannt.  Der Dreher formt nun das Modell aus dem Holz in Form eines Reifens. Anschließend wird der fertige Reifen in viele Einzelteile gespalten und die entsprechende Figur kommt zum Vorschein. Danach bemalen flinke Hände die Figuren.

Über schmale, kurvenreiche und stark bewaldete Straßen ging es nun Richtung Pirna.

Übergangslos wechselt die Landschaft vom Erzgebirge zum Elbsandsteingebirge. Auf der Anhöhe,  kurz vor Pirna,  begrüßten uns die ersten Rebstöcke des sächsischen Weinbaugebietes. Ab Soland entdeckten wir vereinzelt die ersten Umgebindehäuser.  Ein Baustil, der uns am nächsten Tag noch mehr beschäftigen sollte. 

Unser Tagesziel rückte rasch näher und wir erreichten den ruhig und idyllisch gelegenen Stellplatz in Waltersdorf bei der Familie Sell. Von dort aus radelten wir zum nahegelegenen Quirle-Häusl. Ein wunderbares und mit viel Liebe renoviertes Fachwerkhaus mit guter Küche. Ganz in der Nähe entspring auch die Spree. Dieser Fluss sollte uns mehr oder weniger bis Potsdam begleiten.

Der nächste Tag begann verregnet und so sollte es auch die nächsten Tage bleiben.

Unbeeindruckt davon, brechen wir nach Großwaltersdorf auf. Dort besuchen wir eine Frotteemanufaktur. Anschließend geht es weiter nach Ober- und Niedercunnersdorf. Hier finden wir eine Unzahl von Umgebindehäusern.

Umgebindehäuser Ex DDR   Dieser Baustil entstand über einen sehr langen Zeitraum. Von den eingewanderten Sorben/Wenden stammte die Holzblockbauweise. Später kam von ebenfalls eingewanderten Franken die Ziegelbauweise hinzu. Sodas hier eine Verschmelzung von zwei Baustielen zu sehen ist.  Praktisch an dieser Bauweise ist, dass das Untergeschoss komplett entfernt werden kann ohne das der obere Teil ebenfalls abgebaut werden muss.

Kreuz und quer durch Deutschlands Osten – unser Weg führt uns weiter nach Bautzen.

Eine wunderbare Stadt, mit einem sorbisch/wendischen Museum im Schloss, einer herrlichen Altstadt und dem Bautzener Senflanden. In letzterem decken wir uns mit leckeren Senfsorten ein, welche wir zuhause nicht erhalten.

Danach geht es über die Bundesstasse Richtung Dresden. Unterwegs kehren wir ein und können den geselligen Teil einer Jugendweihe miterleben. In Dresden steuern wir den Campingplatz Mockritz an.

Auf diesem ruhig gelegenen Platz werden wir die nächsten zwei Tage bleiben.

Dresden Wohnmobil Tour

Innenhof Zwinger Dresden. 
Foto Thomas

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Bus in die Innenstadt und wechseln dort in den Bus für die große Stadtrundfahrt. Auf dieser etwa 2,5 stündigen Tour bekommt man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Dresdens zu sehen. Jeder kann dabei die Tour, entsprechend seinem Interesse, unterbrechen und später fortsetzen.

Doch weil wir schon mal da sind und unser Tagesticket ausnutzen wollen fahren wir noch ein Stück weiter nach Pillnitz.

 

Rittergut Pillnitz

Rittergut Pillnitz
Foto Thomas

Das ursprüngliche Rittergut erhielt August der Starke durch Erbschaft. Zunächst übergab er die Anlage seiner Mätresse Anna Constanta von Cosel.  Als diese später in Ungnade fiel und das Schloss verlassen musste, wurde es zu einem Lustschloss für August.  

Heute erstrahlt die Anlage, an der Elbe gelegen, mit seinem herrlichen Park. Das Gebäude, bzw. die Gebäudeteile werden dabei vielschichtig genutzt.

Kreuz und quer durch Deutschlands Osten – Moritzburg

Am nächsten Morgen beginnt unsere Weiterfahrt Richtung Moritzburg.

Dort angekommen, umrunden wir das Wasserschloss und sehen aus der Ferne die wunderschön gestriegelten Pferde des sächsischen Staatsgutes.   Das Schloss wurde unter den Wettinern angelegt.  August der Starke ließ es umbauen und den Park anlegen.

Auch dieses Schlösschen wurde von August als Lustschloss genutzt.  Die von August angeregte bauliche Veränderung  erlebte er nur noch teilweise, da er vor deren Vollendung verstarb. Weitere Veränderungen wurden von seinen Nachfolgern geplant, aber nicht oder nur teilweise umgesetzt.

Erst nach der Wende setzte sich die sächsische Landesregierung für die Rekonstruktion ein. Diese ist bis dato noch nicht abgeschlossen. Wer auf der Mitte der Ostseite des Schlosses steht, hat einen freien Blick auf das nahe Fasanenschlösschen. Dort befanden sich früher die Schlossküche und weitere Wirtschaftsgebäude.

Heute findet man dort eine Gastronomie.

Wasserschloss Moritzburg

Wasserschloss Moritzburg

Unsere Weiterfahrt sollte nun nach Bad Muskau führen. Doch wir entschieden uns um und fuhren gleich in den Spreewald.

Bad Muskau:

Hermann Graf von Pückler, wurde 1785 auf Schloss Branitz geboren. Er übernahm von seinem Vater die Standesherrschaft Muskau. 1822 wurde er mit den Fürstentitel bedacht. Bereits 1815 rief er die Muskauer Bevölkerung auf, für den geplanten Park, ihm Ländereien zu  übereignen. In der Zeit zwischen 1815 bis 1845 reiste er in Welt umher und sammelte Anregungen für seine Parkvisionen. Desweiteren betätigte er sich als Schriftsteller und Frauenverehrer. 

Da seine Parkideen die finanziellen Mittel überstiegen ließ er sich sogar von seiner Frau scheiden um eine weitere Geldgeberin zu ehelichen. Leider ging diese „Ménage à trois” nicht auf und er musste Muskau verkaufen. Pückler kehrte an seine Geburtsstätte nach Schloss Branitz, nahe Cottbus, zurück. Dort ließ er im Umfeld des Schloßes seine Parkideen entstehen.

Als diese soweit abgeschlossen waren, wurde der Pyramiedenbereich begonnen. Diese wurde die spätere Ruhestätte Pücklers. Da seine Ehe kinderlos war, setzte ein verwandter Nachfahre sein Werk fort. Fürst Pückler gilt als einer der bedeutendsten Landschaftsarchitekten und wird oftmals in einem Atemzug mit Lenné genannt. 

Weitere sehenswerte Hotspots in dieser Region ist das Besucherbergwerk F 60, der EuroSpeedway Lausitz und die Senftenberger Seenlandschaft. Letztere entsteht langsam seit der Wende. Der ehemalige Tagebergbau wird dabei nach und nach geflutet und dabei entstehen zahlreiche Ausflugs- und Naherholungsgebiete.

Mit dem Ort Burg tauchten wir in den Spreewald ein.

Diese wunderschöne Streusiedlung mit ihren Fliesen lässt einen sofort in den Tiefenentspannungsmodus fallen.

Empfehlenswert und auch sehenswert ist der Bismarkturm, die Weidenburg und dem nahen Kräutergarten.  Wer möchte, kann hier am Hafen mit den Kähnen ablegen und die Fliese erobern. Immer wieder wird man überrascht von den Aus- und Einblicken die diese Perspektive bietet.

Unser Weg führt uns weiter zum nahe gelegenen Ort Leipe, wo wir einen privaten Stellplatz anfahren. Dieser Ort, in Mitten des Spreewaldes, wurde erst etwa 1960 mit einer Straßenanbindung beglückt. Deshalb, und das sieht man auch heute noch, haben die Anwesen ihr Gesicht der Spree oder den Fliesen zugewandt. Dort wo die Straße verläuft ist auch meist die unattraktive Seite.

Auch hier dominiert die Streusiedlung und durch den Ort verläuft der Gurkenradweg. 

Wer allerding glaubt – auch wenn er am gefühlten Ende der Welt angekommen ist  – verhungern zu müssen, der irrt. Die zahlreichen Gaststätten haben noch jeden überleben lassen. Am nächsten Tag ist uns Wotan gnädig. Es ist etwas frisch aber es regnet nicht, und so können wir getrost unsere Bootstour um Leipe starten. 

Mit dem Rad geht es zum Hafen, wo wir dann eine ca. 1,5 Std. Kahnfahrt um den Ort Leipe erleben.  

Spreewald Kahnfahrt Leipe

Spreewald Kahnfahrt Leipe
Foo Thomas

 Wer etwas über die Kultur der Sorben erfahren möchte, kann sich noch in der Heimatstube fortbilden. Sollte dies nicht genügen, so empfiehlt sich Lehde bei Lübbenau mit seinem Spreewaldmuseumsdorf.

Lübbenau umgehen wir, da dieser Ort nach unserer Auffassung zu touristisch geworden ist. 

Unser nächstes Ziel ist Potsdam welches wir nach ca. 2 Std. Fahrzeit erreichen.

Der angesteuerte Campingplatz Sanssouci ist ein Premium CP, welcher diese Auszeichnung verdient.

Am nächsten Tag bringt uns ein Shuttle-Bus zum Bahnhof von Potsdam.

Dort steigen wir in den Doppeldeckerbus und werden von da an von Hotspot zu Hotspot gefahren. Unsere ortskundige Stadtführerin reduziert die Informationen auf das wesentliche und trotzdem sind wir am Ende „erschlagen von den Informationen“. 

Halt zum Beine vertreten haben wir am Neuen Palais, Schloss Sanssouci und Schloss Cecilienhof.  Nach 2 ½ Std. kommen wir wieder am Bahnhof an, wo wir die Tram nehmen um zum Campingplatz zu gelangen.  Tags darauf fahren wir weiter. Unser Ziel ist heute der Stellplatz in Lütow. Da es immer wieder zu starken Regenfällen kommt, verzichten wir auf einen Stadtbummel in Neustrelitz.

Über Neubrandenburg und Anklam kommen wir auf die Insel Usedom. 

Die Fahrt verläuft zügig, trotz genügender Halte. Und über den Peenestrom sind die Klappbrücken unten. Im Ort Usedom machen wir Halt am „De Spinndönz“, wo meine Begleitung ganz auf ihre Kosten kommt. Wolle, Ideen und vieles mehr. 

Als nächstes fahren wir zum Wasserschloss Mellenthin.

Die mittlerweile fast abgeschlossene Restaurierung lädt zum bleiben ein. Wir machen einen Rundgang durch die Anlage mit Hotel, Restaurant, Kaffeerösterei, Shop und Kellergewölbe.  Ab jetzt sind es noch ca. eine ¾ Std. bis zum Stellplatz in Lütow auf der Halbinsel Gnitz. Dort angekommen, umfängt uns eine himmlische Ruhe. Bei einem Spaziergang entdecken wir zwischen dem Schilf das Achterwasser und in der Ferne Ueckermünde.

Nach einer himmlisch ruhigen Nacht brechen wir am nächsten Morgen auf. Die Hinweise Richtung Peenemünde ignorieren wir. Unser Weg führt erneut über den Peenestrom Richtung Wolgast. Von dort aus Richtung Greifswald und weiter nach Stahlbrode. Dort nehmen wir die Fähre nach Glewitz. Bei der knapp 30 Minütige Überfahrt hat man einen Blick auf den Greifswalder Bodden und die Werftanlagen von Stralsund. Letztere lassen die Rügenbrücke in den Hintergrund treten.  

Fähre bis Gläwitz

Fähre bis Gläwitz
Foto Thomas

 

Wir verlassen die Fähre in Glewitz.

Über Garz und Bergen fahren wir Richtung Prora und Mukran. An beiden Orten sind wir von der Gigantomanie der Geschichte beeindruckt. 

Doch unser Weg führt weiter über Altenkirch nach Kap Arkona.

In Putgarten lassen wir unseren Camper stehen und nehmen die Bimmelbahn.  Klar, die Besucherströme wollen organisiert sein.  Aber 8 € Parkplatzgebühr und 4 € Bahn sind auch nicht schlecht.

Schon als wir die Fähre in Glewitz verließen hatten wir den Duft von blühendem Raps in der Nase. Die leuchtenden Felder welche einen fast blenden prägen die Landschaft. Und je näher wir nach Kap Arkona kommen umso leuchtender wird dieses Gelb. Wir genießen das Farbenspiel und gehen am Kap spazieren. 

Bei der Rückfahrt legen wir noch einen Halt in Putgarten ein, um die vielen kleinen Läden in der Feldscheune zu besuchen.  Wir setzen unseren Weg fort und fahren zurück nach Altenkirch. Dort biegen wir Richtung Wiek ab und nehmen die Wittower Fähre um nach Schaprode zu gelangen. Auf dem Campingplatz in Schaprode haben wir einen freien Blick nach Hiddensee.  Dem Hafen vorgelagert ist die Insel Öhe und das Udarser Wiek sowie der Schaproder Bodden. 

Wir genießen die herrlichen Sonnenstrahlen und beschließen den Tag mit einem leckeren Fischgericht zu beenden. Dies wird uns fast schon garantiert, da der Seniorchef selbst Fischer war.  Für weniger geübte Fischesser gibt es dort auch einen Hornhecht. Ein Fisch mit grünlichen Gräten.

Es ist Sonntag und Muttertag.

Doch die Touristenströme halten uns von Hiddensee ab.  Deshalb fahren wir weiter Richtung Halbinsel Ummanz. Die auf der Westseite von Rügen gelegene Insel bietet Natur pur. Doch langsam erwacht auch dieser Teil Rügens aus seinem „Dornröschenschlaf“.  Lag doch dieser  Teil der Insel lange Zeit im Schatten der Ostseite Rügens mit seinen mondänen Bädern.

Wir besuchen Waase, Suhrendorf und Wusse. Schauen bei der Ummanz-Töpferei und bei Bauer Kliewe vorbei. Machen einen Abstecker nach Klein Kubitz von wo aus wir die Insel Richtung Stralsund verlassen. Über die Rügenbrücke fahren wir an Stralsund vorbei. Die Backsteingotik und das Ozeaneum grüßen von weitem.  Wir nehmen die Bundesstraße 105 und verlassen diese Richtung Barth. An Zingst vorbei gelangen wir nach Prerow, wo wir bei Meißner´s Sonnencamp unsere Reifen abkühlen lassen.

Das Camp liegt inmitten eines Kiefernwaldes. Die Anfahrt gestaltet sich etwas abenteuerlich.  Doch im Schritttempo erreichen wir das Ziel.  Unmittelbar an den Campingplatz schließt der Strand an. Der kurze Weg über die Dünen wird mit einem freien Ausblick auf die Ostsee belohnt. Und der feine Sand lädt zum Sonnenbaden ein. 

Der nächste Tag gehört dem Darß. Wir sehen viele Häuser mit den bekannten Darßer Türen.  Besuchen Ahrenshoop mit seiner Künstlerkolonie und den zahlreichen Galerien. Born mit Gut Darß und der Fischerkirche. Leider ist das Forst- und  Jagdtmuseum an diesem Tag geschlossen.      

 

Strand bei Darß

Strand bei Darß
Foto Thomas

Den Tag beschließen wir am Strand.

Leicht windig aber bei herrlichem Sonnenschein.

Am nächsten Tag beginnen wir mit der Rückfahrt. Schweren Herzens verabschieden wir uns vom Darß.  Über Dierhagen geht es Richtung Rostock.

Auf der Autobahn fahren wir an Güstrow, mit seine schönen Altstadt, dem Schloss und seinem Ernst-Barlach-Museum, vorbei. Auch die Theodor-Fontane-Stadt Neuruppin mit all seinen in diesem Jahr stattfindenden Veranstaltungen ignorieren wir.

Vorbei auch an der Lutherstadt Wittenberg, mit seiner schönen Altstadt, dem Luther- und Melanchthon-Museum.  Unser Zwischenziel ist der Campingplatz Naumburg. 

Von dort aus geht es dann über Nürnberg, Donauwörth Richtung Heimat.

Anhang:

 

 

Kreuz und quer durch Deutschlands Osten

Lieber Thomas, vielen vielen Dank für diese schöne Überraschung, ich denke das war mal eine nette Abwechlung. Vielen, vielen Dank für Deine Mühen und auch für die Fotos, die ich für diesen Artikel nutzen durfte!

Deutschland Osten mi dem Wohnmobil

Deutschlands Osten als Camper erleben – Dein Pin zum Artikel

Ihr Lieben, ich war ja mittlerweile auch schon einige Male im Osten der Republik unerwegs und kann nur bestätigen, die Region ist wirklich schön! Uuuuuund, mal abgesehen von den großen, beliebten Städten, findet ihr hier immer noch irgendwo ein freies Plätzchen, bei der aktuellen Stellplaz Situation kein ganz unwichtiges Thema. 

Rund um kann ich euch nur sagen…. besucht den Osten!

Weitere Artikel zum Thema Ostedeutschland verlinke ich euch unten, bzw. das passende Menü findet ihr auch hier: Tourbuch – Ostdeutschland auf IsasWomo.

 

Bleibt gesund, eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

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Die Omi, Milla und ich sind wieder on the Road. Im ersten Teil habe ich euch bereits verraten was in den vergangenen Wochen bei mir so los war, warum ich mich auf den Weg nach Österreich aufgemacht habe und wie meine Zeit auf dem Camper Festival “Gates of Summer” verlief. Wenn ihr Teil 1 noch nicht gelesen habt, dann klickt am besten erst auf diesen Link: Auf zum ersten Teil dieses Artikels!

Geendet hat Teil 1 mit der immer wieder spannenden Frage, würde das Wohnmobil anspringen? Schon seit langem ist es so, dass sich die Omi extrem schwer tut, sobald es kalt ist. Sind die Temperaturen angenehme, springt die Omi ohne Probleme an, ist es aber kalt, tut sich meistens nichts. Mittlerweile war es aber Sonntag, ich stand zwar noch auf dem wunderschönen Grubhof Campingplatz, wollte aber los, um Freunde in Passau zu besuchen.   

 

Allein on the Road – Österreich, Passau, Dortmund… zwischen Schutzengeln, Pannendienst und 8 Hufen auf der Autobahn

 

Ich hatte es am Abend zuvor schon geahnt und mein Bauchgefühl trügt mich seeeeelten… diesmal wolle die Omi also gar nicht mehr anspringen. Auch nicht nach dem 4. oder 5. Versuch!

Aber das Starthilfekabel wird ja langsam zu meinem besten Freund!

Zum Glück gab es auch einen netten Mitcamper der mir Starthilfe geben konnte und so erwachte die Omi doch noch aus ihrem Winterschlaf.

Man, man, man dieser Mist mit dem Anspringen, nicht anspringen, doch anspringen nervt mich langsam tierisch!

Jetzt aber nichts wie los…. nochmal eben schnell auschecken und die Platz Betreiber für ihren wunderschönen Campingplatz loben, das ganz natürlich mit laufendem Motor und dann raus auf die wilden Landstrassen Österreichs.

 

Road Trip allein zwischen Deutschland und Österreich

Wartend, an den Baustellenampeln Österreichs sieht man so ganz andere Dinge als im Ruhrgebiet 😉

 

Gott sei Dank… mein Schutzengel war hellwach!

Bis auf die 8 Km Autobahn rund um Salzburg, führte uns (Milla und mich) die Strecke tatsächlich einmal quer durch Österreich und zwar immer auf Landstraßen.

Das Wetter war eklig! Ein Mix aus Regen, Hagel und Schneeregen, dazu immer wieder böiger Wind…. aber zumindest war auf den Strassen wenig los, so dass wir entspannt vor uns hin tuckern konnten.

Allerdings bemerkte ich irgendwann im Rückspiegel einen unsympathischen Zeitgenossen, der soooo gedrängelt hat, dass ich ihn am liebsten aus der Karre gezogen hätte.

Ich befand mich aber nunmal auf einer Landstraße, konnte mich auch nicht “wegzaubern” und es gab auch ganz lange für mich keine Möglichkeit, mi der Omi einfach irgendwo rechts ran zu fahren, um den Idioten vorbei zu lassen.

Zudem war die Strecke sehr kurvig, hügelig und es herrschte absolutes Überholverbot. Trotzdem setzte der Idiot zweimal zum überholen an, kam aber, obwohl ich langsamer wurde, nicht rechtzeitig an mir vorbei, weil von vorne bereits jemand kam und hatte Glück, dass er rasch wieder hinter mir einscheren konnte… beide Situationen waren schon knapp.

Naja, irgendwann kam dann eine Tankstelle und weil der Klügere ja nachgibt und ich auch einfach keine Lust mehr hatte, mich von dem Sack weiter stressen zu lassen, bin ich also mit vollem Tank auf die Tankstelle gefahren, habe mir erstmal einen Kaffee und ein paar Weingummis gekauft, bin nochmal schnell im Womo auf die Toilette gegangen und habe den Idioten ein ganzes Stück vorraus fahren lassen.

Da der Kaffeeautomat der Tankstelle “hakte”, der Chef erst noch kommen musste um den Automaten neu zu starten, dauerte es  über 15 Minuten, bis ich wieder zurück auf der Strasse war und dann weiter durch den Regen getuckert bin.

Gute 15 Minuten, die noch sehr kostbar werden sollten.

Denn wenige Kilometer weiter kam mir plötzlich ein Auto entgegen, welches mir mit wilder Lichthupe signalisierte, langsam und vorsichtig zu fahren und eine Kurve später sah ich dann auch warum.

Mein “Drängler” von vorhin war anscheinend mit karacho aus der Kurve geflogen und muss dabei noch zwei weitere Fahrzeuge “mitgenommen” haben. Am Straßenrand lagen überall Autoteile, zwei Autos (der Drängler und ein weiteres Auto) lagen im Feld hinter der Strasse auf dem Dach und ein drittes Fahrzeug stand verkehrt herum zur Fahrtrichtung im Straßengraben.

Ich denke, mein Drängler ist viel zu schnell in eine Rechtskurve gefahren, ist dann bei dem schlechten Wetter aus der Kurve geflogen und hat dabei das eine entgegenkommende Auto voll mitgenommen und ein zweites Auto gestreift.

Als ich an der Unfallstelle vorbeikam, standen aber bereits Helfer an den Autos und sozusagen mit mir zusammen, traf auch gerade ein Rettungswagen und ein Notarztwagen am Unfallort ein.

Es war also bereits für Hilfe gesorgt und ich musste nicht noch mit der “dicken Omi” irgendwo anhalten, wie gesagt, selbst der Notarzt traf gerade vor Ort ein.

Nichts desto trotz, das ist schon ein komisches Gefühl so knapp an einem Unfall vorbei zu fahren und den einen Beteiligten “zu kennen”. Ob der Drängler nun voll in mich rein geschlittert wäre, kann ich natürlich nicht wissen. Vielleicht wäre auch gar nichts passiert, weil der Typ wegen mir langsamer gefahren wären. Ich kann nur sagen, bereits vorab bei diesen zwei missglückten Überholmanövern, war es schon knapp. Der Typ in seinem lila aufgemotzten VW ist auf jeden Fall gefahren wie der letzte Henker!

Wie auch immer, auch wenn ich nicht direkt betroffen gewesen wäre, gibt es sicherlich schönere Situationen als einen solchen Unfall live mitzuerleben und direkt als erstes mit an der Unfallstelle zu sein. Die gute viertel Stunde Pause war also mehr als sinnvoll.  Ich hoffe alle Unfallbeteiligten sind halbwegs gesund raus gekommen und ich bin froh einen so bemühten Schutzengel zu haben, der selbst Kaffee Vollautomaten zum haken bringt 😉 Da hat es sich mal wieder bewiesen, eine Kaffeetante zu sein hat auch so seine Vorteile!

Allein on the Road – Passau

In Passau angekommen konnte ich die Omi direkt vor dem Haus meiner Freunde parken und nachdem wir eine Fuhre Pizza bestellt haben, folgte ein gemütlicher Abend.

Am nächsten Tag noch ein schnelles gemeinsames Frühstück und von da an durfte ich mich mit Millachen in der Wohnung breit machen, um u.a. das Wlan der Beiden zu nutzen. Irgendwie ja schon ein komisches Gefühl, bei Freunden allein in der Wohnung zu sitzen, wenn sie selbst gar nicht da sind. Aber zum Glück kennen wir uns schon so lange, dass das kein Thema war.

Und genau so entspannt wie dieser Morgen, verliefen auch die kommenden drei Tage. Gemeinsames Frühstück, danach ging jeder an seine Arbeit und am Abend hatten wir eine richtig gute gemeinsame Zeit zwischen Kochen, Italiener und quatschen, quatschen, quatschen.

Millachen schlief gefühlt 23 von 24 Stunden am Tag.

Während des Treffens waren immer wieder “fremde” Leute am Womo, es gab für sie viele unbekannte Geräusche, Musik und dazu die Womofahrt, in solchen Situationen bemerke ich deutlich, dass das kleine alte Köpfchen das alles nicht mehr so gut verpackt, wie noch in den Jahren zuvor.

Während des Gates of Summer hat sich Milla zwischendurch auch mal wieder von ihrer weltbesten Seite gezeigt… allerdings als weltbester Kläffer! Darum war sie zwischendurch auch immer wieder im Womo, denn ein “auf alles und jeden aufpassender Hund”, ist auf so einem Treffen schnell nervig. 

Einerseits finde ich es ja wirklich gut, dass sie immer noch aufpasst und alles im Blick behält. Zudem ist es auch so, dass Milla viele fremde Leute am Womo einfach nicht gewöhnt ist, aber wenn sie dann nur noch und ständig bellt, war das eben auch nicht ok. Darum war dann eben Womo Auszeiten (die stille Treppe der Hunde erziehung 😉 ) angesagt!

Das große Projekt und die Vertragsfrist

Mit dem Mittwoch, war dann für mich ein wichtiger Tag gekommen, der 15.Mai … das hieß Abgabetermin!

Bereits vor einigen Monaten hat mich ein bekannter Verlag angemailt, geschrieben dass sie den Blog und meinen “Schreibstil” ganz gut finden und gefragt, ob ich nicht Lust hätte ein Buch zu schreiben. 🙂

Zu Beginn war ich schon seeeeeeehr hin und her gerissen, einerseits ist es natürlich eine tolle Möglichkeit, wenn schon ein Verlag “anklopft”. Wie viele Autoren gibt es, die zwar ein Buchskript in der Schublade haben, aber keinen guten Verlag finden der das Buch jemals veröffentlicht. Wahrscheinlich tausendeeeee….

Viele gehen dann den Weg und veröffentlichen das Buch als “self-publisher” ohne Verlag im Hintergund und verkaufen das Buch dann meist online. 

Wenn man dann aber so eine Chance bekommt und ein Verlag bei einem anfragt, darf man sich das eeeeeeigentlich nicht entgehen lassen.

Aber…. ein Buch? Ich?

Ich schreib es gerne nochmal, bis vor ein paar Jahren habe ich mich kaum getraut eine Glückwunschkarte zu schreiben, weil Rechtschreibung und Stil so bescheiden waren und jetzt sollte ich ein Buch tippen???

Ein Buch ist so ein großes und langwieriges Projekt und wenn ich den Autorenvertrag erstmal unterschrieben habe, muss ich auch abliefern!

Mein erster Gedanke… was passiert, wenn es mir  nochmal länger schlechter geht und ich nicht abliefern kann? Diese Bedenken zum Thema Gesundheit sind immer noch so tief in mir “verankert”, dass mich meine eigenen Gedanken und Sorgen nerven. Aber gut, sie sind nunmal da…

Dazu kommt noch, dass ich mit dem ganzen “Buch Ding”  gar keine Erfahrung habe und das meine ich ganz ernst, ein Blog ist nunmal etwas ganz, ganz anderes als ein Buch! Und oben auf kommtt noch, dass der Blog und meine anderen Aufträge auf jeden Fall weiter laufen müssen, zeitlich muss das ganz also auch funktionieren, ich konnte ja nicht alles andere erstmal 4-5 Monate stoppen. .

Naja, so habe ich zu Beginn wirklich Zeit gebraucht und war mir soooo unsicher, habe mit zwei guten Freunden über die Möglichkeit Projekt gesprochen, habe getestet, wie lange brauche ich denn eigentlich für z.B. 10 Buch-Seiten, bis ich mir dann irgendwann gesagt habe… das MUSS einfachen klappen, die Chance darf ich mir nicht entgehen lassen!

Tja und so habe ich also in den vergangenen Monaten ein Buch Skript geschrieben, welches ich am 15.5 abliefern musste.

Mehr kann ich euch aktuell aber auch noch nicht dazu sagen und ich bin selber super gespannt, wie es jetzt weitergeht. Soweit ich weiß, geht das Skript jetzt erstmal zum Lektor, dann bekomme ich es mit 100.000 Fehlern zurück, muss es wahrscheinlich nochmal KOOOOOOMPLETT neu schreiben 😉 und dann…. mal sehen!

Vielleicht sagt der Verlag aber auch, das ist ja soooo grausam, daraus kann auch der beste Lektor der Welt nichts machen…ich hoffe nicht!🙈 Ob ich dann wirklich irgendwann mein eigenes Buch in der Hand halte…. 🙂 🙂 🙂 , warten wir mal lieber ab!

 

Camping und wellness in Österreich

So idyllisch war es leider nur Donnerstag, danach kam des öfteren der Regen und die Kälte über die Berge gezogen. Aber gut… kann ja auch ganz gemütlich sein

 

Home sweet home

Donnerstag Vormittag hieß es für Milla und mich “Abschied zu nehmen” , Dortmund hat bereits gerufen, am Wochenende stand mein Geburtstag an, der gefeiert werden sollte. 

Am Abend zuvor hatten wir noch über die Omi gesprochen und woran es liegen könnte, dass sie immer so schlecht anspring und zur Vorsicht, in Passau war es fast durchgehend kalt und regnerisch, haben mir meine Bekannte so eine “Starter Power Bank” gegeben, denn wie gesagt… bisher war es immer so, dass wir die Omi überbrückt haben und schon lief sie.

Also habe ich am Donnerstag Morgen schnell alles zusammengepackt, Milla freundlich dazu eingeladen mit mir zurück zu reisen, nochmal ein ernstes Wörtchen mit der Omi gesprochen und ihr kräftig aufs Armaturenbrett geklopft…. und dann mit zugekniffenen Aufgen den Schlüssel umgedreht…. nichts!

Haaach😩, sie wollte wieder nicht anspringen. Also habe ich es mit überbrücken versucht und…. wieder nichts! 🤨🤬

DAS DARF DOCH ALLES NICHT WAHR SEIN!!!!

Da rauscht die Omi ohne Probleme durch den TÜV, wir haben schon so viel wegen dieses Problems versuch, neue Batterien, Lichtmaschine durchgemessen und gecheckt, Massekabel check, Sicherungen ok, Glühkerzen (glaube ich) check, Ölwechsel check, irgendwelche Filter gewechselt check, geschaut wie das Öl aussieht check… alles war “ohne Befuund”… und trotzdem ist es immer so, sobald es kalt ist, springt die Omi nicht an!

Mittlerweile hatten auch die Nachbarn meine Startversuche mitbekommen, kamen raus und wir versuchten es nochmal gemeinsam, aber das Womo wollte einfach nicht.

Dabei ist es nicht so, dass sich das ganze anhört, als wenn die Batterie leer ist, dann tut sich ja mehr oder weniger gar nichts mehr.

Bei der Omi ist es so, als würde “was auch immer” zu langsam drehen, als würde die letzte Power fehlen. Sie macht also nicht “nichts” und auch nicht titttt, titttt, tiiittttt, tittttt, ttiiiiitttttttttt… sondern eher uuuuffffff, uuuuuffff, uuuuuuuuff…. 🙂 🙂 🙂

Tja… jetzt blieb mir also nur noch der ADAC. Also habe ich den Pannendienst angerufen, gewartet und währenddessen schon nach einer passenden Werkstatt in Passau gesucht, für den Fall der Fälle. Der Passauer Boschdienst hatte gute Bewertungen im Netz und wurdde sogar von einigen Wohnmobil Touristen samz Panne bereits positiiv bewertet. Wenn also gar nichts mehr gehen würde, müsse mich der ADAC dahin schleppen. 

Eine gute Stunde später kam der gelbe Engel und ich muss ja sagen, bisher hatte ich es immer nur mit echt netten und super freundlichen Pannenhelfern zu tun… so auch wieder in Passau.

Ich habe dem Mechaniker dann kurz erzählt was Sache ist, ihm den Schlüssel der Omi überreicht und wir haben sämtliche Daumen und Pfoten gedrückt.

Der ADAC Mann setzt sich hinters Steuer, nimmt den Schlüssel, lässt einmal vorglühen, dreht den Schlüssel um und RUMMM, RUMMM, RUMMM, da war die Omi!

Das gibt’s doch nicht!!!!

Natürlich war ich froh, dass die Omi erstmal lief. Ich habe dann nochmal mit dem ADAC Mann gesprochen und er hatte sofort den Anlasser in Verdacht.  Denn auch wenn die Omi jetzt lief, sie hatte sich auch bei ihm schwer getan. Mein Schrauber zuhause hatte nach dem letzten geglückten TÜV auch schon gemeinte, dass wir es vielleicht nochmal mit dem Anlasser versuchen sollen.

Ob es das wirklich ist und ob es überhaupt sein kann, dass ein Anlasser nicht nur entweder funktioniert oder kaputt ist, sondern bei Kälte “einen weg hat”, bei warmen temperaturen aber gut läuftt … das kann ich nicht beurteilen.  Für mich bedeutet das ganze auf jeden Fall, dass ich zuhause nochmal den Anlasser erneuern lassen werde, denn so ist das doch alles Mist und macht auch einfach wenig Spaß!

Naja, die Omi lief und wenn sie warm ist springt sie ja eh immer gut an, von daher konnten wir uns erstmal auf den Weg machen.

Eigentlich hatte ich geplant in zwei Etappen zurück nach Dortmund zu fahren. Der Weg von Passau aus ist echt lang, fas 700 km, mittlerweile war es schon nach 12 Uhr, was auch bedeuten würde, dass ich bis in die Nacht fahren würde, wenn ich diie Strecke durchfahren wollte.

Andererseits hatte ich aber auch so gar keine Lust am nächsten Morgen wieder nicht losfahren zu können, erst ab Samstag sollte es wärmer werden.

Ich habe mich also erstmal auf den Weg gemacht und wollte dann schauen, wie weit ich komme, wie gut ich durchkomme und wie schnell ich müde werde. 

Und genau so habe ich es dann auch gemacht, die Omi lief gut, es gab auch nach einer Pause oder dem tanken keine Probleme mehr mit dem Anspringen und juhuuuu, wir kamen echt gut durch, fast kein Stau!

Hufe auf der Autobahn

So näherten wir uns also immer weiter dem Ruhrgebiet, bis wir um ca. 20 Uhr, 30 Km vor Dortmund waren und folgendes passierte:

Ich fuhr gerade über eine Bergkuppe und sah schon von weitem, na super, da hinten steht alles…. STAU!!!

Also Warnblinklicht an, abbremsen und langsam weiter, Berg ab, in Richtung Stau. Wenn man schon länger Auto fährt, laufen solche Situationen ja ganz “automatisch” ab und ja, sicherlich war ich auch irgendwie in Gedanken, bis ich sah, dass die Autos vor mir relativ hektisch ganz, ganz weit nach links und rechts fuhren, sich also eine super breite Rettungsgasse bildete, doch einen Augenblick später wusste ich auch warum.

Auf einmal kamen mir nämlich mitten auf der Autobahn zwei Pferde in VOLLEM GALOPP entgegen. Also wirklich in voll speed!

 

Pferde auf der Autobahn

Da kommen die Beiden… Foto von Video by. V. O.

 

Ich glaube im ersten Augenblick konnte ich es gar nicht glauben, dann hieß es aber auch für mich, ganz schnell weit nach rechts rüber, hoffen dass sie sich nicht von dem großen Wohnmoobil “gestört” fühlen und im nächsten Augenblick waren die zwei Pferde auch schon vorbei.

Da ich jetzt sozusagen das Stau Ende bildete, habe ich nur noch gehofft, dass die Autos hinter mir nicht in die Pferde fahren, aber soweit ich sehen konnte ging alles gut. Allerdings waren die Pferde weiter auf der Bahn und liefen weiter den “Berg” hoch, bis ich sie nicht mehr sehen konnte.

Auf der Bahn tat sich mittlerweile gar nichts mehr, weiter vorne sah ich Blaulicht und so standen wir erstmal in einer Vollsperrung, die sich aber bereits nach 10-15 Minuten wieder auflöste. Einen Unfall mit einem Pferdeanhänger konnte ich nicht entdecken und auch weiter vorne war überhaupt kein Unfall zu sehen, nur die große Raststäte Lüdenscheid Süd, Nord… Ost?.

Am nächsten Tag konnte ich dann online lesen, dass die Pferde wahrscheinlich über die Raststätte in Richtung Autobahn liefen, immer mehr in Panik gerieten und so auf die Bahn stürmten.

Gott sei dank haben die beiden, undd alle anderen Verkehsteilnehmer, ihren Ausflug unbeschadet überstanden. So ein Pferdd iin der Windschutzscheibe, das ist kein Spaß mehr.  Man konnte sie 2 Ausfahrten später wieder einfangen und es kam wohl zu keinem weiteren Unfall.

 

Tiiiiii…. Pferde auf der Autobahn, da schaut man aber erstmal ganz schön doof!

Nochmal eine knappe Stunde später war ich dann endlich in Dortmund, konnte die Omi wieder schön ordentlich außerhalb der Umweltzone parken,zusammen mit Milla ins Auto umsteigen und in die Innenstadt fahren. Iiiiiirgendwann habe ich dann auch noch einen Parkplatz hier bei mir im Innenstadt Viertel finden können und war dan gegen 23 Uhr zuhause!

 

Home sweet Home!!! Allein on the Road und wieder zuhause

 

So gingen also knapp 14 Tage on Tour zu Ende und ja…. es waren mal wieder knapp zwei Wochen voller Erlebnisse 🙂

Das Gates of Summer war insgesamt ein schönes Treffen, eine tolle Veranstaltung, welche leider kein Glück mit dem Wetter hatte.

Zusammengefasst hatte ich allerdings auch das Gefühl, dass die Veranstalter eher Van, Bus und Bulli Camper ansprechen, als Camper mit typischen “Joghurtbechern”.  Jetzt kann man natürlich sagen, alles total egal, Camper ist Camper und da gibt es keine Unterschiede. Was in vielen Bereichen sicherlich auch stimmt.

Und trotzdem sage ich, dass das Publikum sich doch unterscheidet und auch die Camper und ihre persönlichen Themen zwischen z.B. selbst ausgebauten Van, oder Womo von der Stange, unterschiedlich sind.

Bitte nicht falsch verstehen, ich spreche nicht von besser oder schlechter, ich sage nur, dass die Themen anders sind.

 

Allein on the Road, beim Camper Festival in Österreich

Ob Womo, Wow, Van oder Bulli neben einem steht, ist vollkommen egal. Die Themen und Interessen der verschiedenen Camper, unterscheiden sich aber manchmal

 

Wenn z.B. ein Kollege einen Vortrag hält über eine Tour durch die Bretagne samt selbst ausgebauten Bulli und Dachzelt, dann kommen in diesem Vortrag auch andere Themen vor, als wenn ich z.B. über die Bretagne sprechen würde. Themen wie selbstgebaute Standheizung oder, oder, oder… kämen in meinem Vortrag einfach nicht vor. Dafür aber vielleicht welche Stellplätze ich bevorzugt habe, wo man mit dem Womo innerhalb von Städten gut stehen kann oder, oder. 

Da muss ich einfach sagen, dass ich mit IsasWomo viel, viel deutlicher die “spießigen Reisemobilisten” anspreche, als die typischen “Bus Bastler.” 

So verschieden wie unsere Vorträge wären, so verschieden sind dann natürlich auch die Interessen des Publikums und wenn auf einem solchen Treffen vor allem Camper samt (selbst ausgebauten) Bussen, Vans, Kastenwagen oder, oder sind (ich war die Einzige mit einem Womo von der Stange, dazu gab es noch einen Wowa Teilnehmer und einen Teilnehmer mit einer Tischer Kabine) dann ist die “Alleinreisende mit dem Womo” eher eine Ausnahme auf diesem Treffen und dann ist es wahrscheinlich auch so, dass ich mit meinem Vortrag das Thema verfehlt habe.

Schade, dass man das nicht vorher besprochen hat, weil es ja nun mein erstes Camper Festival war und dieses auch bei allen Veranstaltern bekannt war.

Die Leute die ich auf dem Treffen kennengelernt habe, waren aber alle super nett, freundlich und wir hatten immer wieder viel Spaß.

Allein on Tour

Alleine on Tour zwischen Alpen, Pannendienst und Pferden – Dein Pin zum Artikel,

Wenn ihr also mal Lust hab auf ein solches Camper Festival, kauft euch Tickets und fahrt einfach mal hin. Die Leute sind super, meine Kollegen halten allesamt klasse Vorträge und das gesamte Miteinander ist echt schön.  Das nächste Treffen dieser Art findet im Herbst statt und alles weiteren Infos stehen auf der Internetseite vom “Campervan Summer Meeting”

Ich werde mich jetzt zuhause zügigst um einen neuen Anlasser kümmern und dann heißt es, nach der Tour ist vor der Tour… wenn alles gut läuft, bin ich in ein paar Tagen wieder unterwegs.

Sooooo ich glaube, das soll es tatsächlich für heute gewesen sein. 14 Tage samt vieler spannender Erlebnisse sind schon wieder vorüber, ich hoffe es hat euch Spaß gemach, mit “on Tour” zu gehen.

Solltet ihr noch einen super duper Tipp zum Thema “Omi anspringen” haben, schreibt ihn mir gerne in die Kommentare.  

Ganz egal wo ihr gerade so steckt, ich wünsche euch ganz viel Spaß und BLEIBT GESUND

Eure

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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Camper Festival, Schutzengel und Pannendienste – Isa wieder on Tour

Camper Festival, Schutzengel und Pannendienste – Isa wieder on Tour

Mal wieder on Tour… Milla, die Omi und ich irgendwo zwischen den Alpen, dem Gates of Summer Camper Festival und dem ein oder anderen Pannendienst 😉🙈

Haaaach in den vergangenen Wochen und Monaten war so viel los, dass ich gerade gar nicht weiß, wie und wo ich am besten Anfangen soll. In den letzten tagen und Wochen ist so viel geschehen, dass dieser Artikel länger und länger wurde. Damit ich euch nicht direkt die nächste Stunde an den Blog fessel (oder ihr womöglich eher abspringt 😉), teile ich das ganze in zwei Artikel auf. Ich werde den zweiten Teil aber direkt unten verlinken, wer also mag, kann sofort die komplette Story lesen und erfahren, warum mein Schutzengel der beste ist, was es mit dem Pannendienst, zwei Pferden im Galopp, einem riesen Projekt und meinem Fazit zum Gates of Summer Camper Festival auf sich hat. 

Aber gut, wir starten von vorne….

 

Isa, Milla und die Omi sind wieder on Tour, Abenteuer Wohnmobil zwischen Blasmusik, Camper Festivals und Vorträgen ohne Zuhörer. 

 

Nachdem ich im Herbst und Winter fast nur unterwegs war, den Knaus Sun TI Ende Januar abgeliefert habe und Anfang Februar wieder zuhause gelandet bin, war ich ehrlich gesagt auch ganz froh, mal wieder ein paar Wochen zuhause zu sein.

Zu diesem Thema habe ich ja eine ganz klare Meinung, so sehr ich es liebe “on Tour” zu sein, so gerne ich mich jeden Tag mit diesem ganzen “Camping Ding” beschäftige, ich bin zwischendurch auch wirklich froh, meine kleine Wohnung in Dortmund zu haben. Komplett im Womo leben… neeee, das wäre momentan und unter den aktuellen Bedingungen, echt nicht meines.

Von daher… in den vergangenen Wochen war alles gut soweit, gesundheitlich gab es zwar einige Tiefen, ich hatte noch ein ganz anderes rieeeeesen Projekt zu erledigen (dazu ganz am Ende mehr) und habe die Zeit zuhause auch gebraucht, aber das waren die Gründe, warum ich bis auf kurze Touren und die Termine bei Hymer, in Düsseldorf und in der Nähe von Stuttgart, kaum unterwegs war.

Soooo aaaaaber, diese kleine Tour Pause hat nun ein Ende. Nachdem die Omi nach 6 Jahren ZUM ERSTENMAL direkt durch die TÜV Prüfung kam (PAAAAAARTY!!!! 🥳) und ich sie nochmal ordentlich geschrubbt und gefeudelt habe, konnte es letzte Woche also wieder losgehen.

Aufi, aufi… Milla sei mutig und fahr mit mir und der Omi zum Camper Festival 🙂

Bereits im Februar flatterte die erste Info und Einladung zum “Gates of Summer” Camper Festival in Lofer, Österreich, bei mir ein und da ich mich bisher immer ein bisschen um diese ganz großen Campertreffen gedrückt habe, habe ich diesmal direkt fest zugesagt, damit ich mir erst gar nicht wieder intensivere Gedanken machen konnte.

Tja und wie das so ist mit den festen Zusagen…. irgendwann kommt dann eben der Tag, an dem es losgehen muss. Geplant hatte ich, dass ich Donnerstags in Lofer ankommen wollte und damit ich genügend Zeit hatte, bin ich (natürlich mit Hundemädchen Milla und der Omi, meinem Womo) Dienstags bei erstaunlich gutem Wetter los getuckert.

Mit was ich allerdings so gar nicht gerechnet hatte, anscheinend war die lange Omi Pause für Milla ein echtes Problem. Gut, wir waren nun auch, bis auf 2-3 kurze Fahrten, seit September nicht mehr mit der Omi on Tour. Im Herbst gab es die erste Test Tour mit dem schnellen OrangeCamp und den Winter über waren wir ja mit dem Knaus auf Test Tour. Da hatte sie das Rumpeln und Klappern der Omi anscheinend total vergessen, was zur Folge hatte, dass wir auf dieser ersten Fahrt insgesamt 3 Pausen auf 350 Kilometern einlegen mussten, weil Millachen Panik schob.

 

Isa, Milla und die Omi wieder on Tour

Auf einer unserer Pausen hat Trickbetrügerin Milla wieder den sterbenden Schwan gespielt…. und direkt von der Angestellten des Rastplatzes ein Bockwürstchen abgestaubt!

 

Irgendwann wurde Millas Hecheln und Herzklopfen immer so heftig, dass ich von der Bahn abfahren musste und wir eine “Entspannungspause” eingelegt haben. Zum Glück war es aber so, dass Millas “Vandog” Erfahrungen nach und nach zurückkamen und ich deutlich merken konnte, dass sie von Stunde zu Stunde ruhiger wurde.

EIN GLÜCK, denn so einen Panik-Akt wie ganz zu Beginn unserer Womo Zeit, hätte ich meiner kleinen, steinalten besten Freundin natürlich ungern angetan. Aber wie gesagt… es wurde besser und zum Ende dieser ersten Fahrt, blieb Milla selbst während der Fahrt über Kopfsteinpflaster relativ entspannt neben mir liegen.

Ich hatte mir ganz bewusst vor Fahrtantritt KEIN festes erstes Ziel ausgesucht. Klar war, ich musste spätestens Donnerstag in Lofer, Österreich landen, aber da ich überhaupt nicht einschätzen konnte wie schnell wir vorankommen (ich bin ja professionelle Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Stau finden) , habe ich mir tatsächlich erst unterwegs, während einer Pause, einen netten Stellplatz in der Region ausgesucht.

So sind wir also an diesem ersten Tag in Mainstockheim, auf einem wirklich schönen Stellplatz gelandet und konnten sogar noch die letzte freie Parzelle direkt in der ersten Reihe am Main ergattern.

Der Stellplatz Mainstockheim ist ziemlich groß, liegt wie gesagt direkt am Main, es gibt viele Stromsäulen, eine Ver- und Entsorgung, einen kleinen Ort mit Bäcker usw. fußläufig, mehrere Restaurants in direkter Umgebung und somit alles, was wir so benötigen. Davon abgesehen kann man vom Stellplatz aus super schön mit dem Rad starten und schier endlos lang am Main entlang radeln.

Das ganze gibt es aktuell noch für 8 Euro pro Nacht (im Preis ist der Strom bereits inbegriffen) und gezahlt wird auf einer der letzten Mainfähren direkt vor dem Stellplatz.

8 Euro für einen solchen Stellplatz MIT Strom, das ist doch mal echt fair!  

Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, das dieser Stellplatz in den Sommermonaten sehr beliebt und damit immer recht voll ist.

 

Auf dem Weg zum Camper Festival Gates of Summer

Reisemobil Stellplatz Mainstockheim… für 8 Euro pro Nacht, super fair!

 

Erster Halt… Mainstockheim!

Wir sind also angekommen, ich habe die Omi direkt mit Strom versorgt, Milla hat sich in die Sonne geschmissen und nachdem ich noch schnell bezahlt habe, stand auch schon das Begrüßungskomitee vor der Tür.

Kein Scherz, ich war geradeeeee mit allem fertig und habe mich auf das Womo Treppchen gesetzt, da kam eine Musikkapelle angeschlichen und hat losgelegt. Milla war das ganze gar nicht geheuer, die ist direkt im Womo verschwunden und ich…. naja….. sagen wir mal, das war mal etwas anderes 🙂

Gut… oooook…. es stellte sich dann relativ schnell raus, dass die Mädels und Jungs NICHT wegen mir da waren 😉 sondern für eine Veranstaltung geübt haben, aber gut… nach einer guten halben Stunden waren sie dann auch wieder verschwunden und auf dem Stellplatz kehrte wieder Ruhe ein..

Von da an folgte ein ganz entspannter Abend… es begann langsam zu regnen, die Flimmerkiste lief aber vorbildlich und jaaaaaa, ich war schon fast ein bisschen kritisch, kein Stau während der ganzen Fahrt, TV lief, Heizung lief auch ohne Probleme…. sollte es wirklich mal keinerlei Pannen geben???

Hmmmm…. die Pannen sollten dann doch noch kommen, so viel vorweg!

Eigentlich hatte ich geplant am nächsten Morgen weiter zu fahren, allerdings sah ich auf dem Handy, dass es bis Lofer “nur noch” 380 km waren und irgendwie ist es dann ja doch so, egal ob es 200 Kilometer oder 400 Kilometer sind, an Fahrtagen komme ich selten dazu viel zu arbeiten und 380 Kilometer auf zwei Strecken zu teilen, war jetzt auch nicht unbedingt nötig.

Also habe ich mich doch nochmal kurzfristig umentschieden, in den kommenden Tagen werde ich auf dem Treffen eh zu nichts kommen, es regnete in strömen und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben, perfekt um einen entspannten Laptop Tag einzulegen.

Tja und genau so haben Milla und ich es dann auch gemacht. Wir hatten einen ganz entspannten Tag im Womo, sind dann am frühen Abend in das Restaurant am Stellplatz geschlichen, ich habe lecker schmecker Spargel gegessen und ja, ich kann sagen, ich habe diesen ruhigen Tag echt genossen.  Aber gut, ich finde diesen leichten, stundenlangen Regen im Womo ja eh ULTRA gemütlich, dazu ein Becher Kaffee, ein Kerzchen, eine schnarchende Milla zu meinen Füßen und eine gute Internetverbindung…. damit  ist die Welt für mich in Ordnung! 🙂

Sooooo, aber am nächsten Tag wurde es dann ernst. Ich habe ja eigentlich echt keine Bedenken mehr irgendwie mit dem Womo unterwegs zu sein. Egal ob lange Strecken oder Stadtverkehr, das macht mir mittlerweile nichts mehr aus. Es gibt aber eine Situation, vor der ich höllischen Respekt habe und das ist: 

Bergfahrten mit der Omi!

Ich habe echt Panik davor, dass ich irgendwann mal an einer Steigung stehe und selbst im ersten Gang geht nichts mehr und das ganze am besten noch auf Schotter und die Omi beginnt zu rutschen.

Das ist zwar noch nie passiert… aber es ist DIE SITUATION vor der ich echt Panik schiebe. Darum habe ich es bisher ja auch komplett vermieden mit der Omi weiter in die Berge zu fahren, aber Lofer liegt nunmal irgendwo im Bereich der Alpen.

Wie die Fahrt/ der Weg genau aussehen würde, wusste ich ja noch nicht, dementsprechend hoch war mein Puls bereits, als ich morgens am Steuer saß.  Doch bevor ich mir darum auch nur irgendwelche Gedanken machen musste, gab es ein viel dringendes Problem.

Würde die Omi überhaupt anspringen???

Es ist leider seit JAAAAAHREN das gleiche und bisher haben wir (bzw. vor allem mein Schrauber) das Problem noch nicht beheben können.  Solange es draußen warm ist und mit warm meine ich, auch Nachts über ca. 10 Grad, springt die Omi sauber an…. absolut kein Problem!!!

Ist es aber kalt, oder gar kalt und nass…. will sie einfach nicht! Ich habe mittlerweile die 3. Startbatterie in 6 Jahren weil es immer wieder hieß, vielleicht hat sie ja doch “einen Weg” und das wäre eine relativ günstige Möglichkeit.

Mein Schrauber hat nach dem Massekabel geschaut, die Lichtmaschine wurde durchgemessen, wir haben einen “Natoknochen” eingebaut, mittlerweile leiten ja sogar die beiden Solarplatten die überschüssige Energie nach vorne… aber sobald es kalt und nass ist, springt die Karre einfach nicht an!

Meistens funktioniert es dann, wenn wir überbrücken, das hat bisher immer geholfen… bisher….

Naja, da am Main war es aber nun frisch und ziemlich nass und es kam was kommen musste, die Omi hat sich seeeeeeehr schwer getan, aber nach dem 4. oder 5. Versuch erwachte sie dann doch wieder zum Leben. JUHUUUUUU!!!

Natürlich haben mittlerweile sämtliche Womo Nachbarn zugeschaut, aber gut… irgendwann hatte das “kurbeln” ja ein Ende und die Omi lief! Ich musste aber zumindest nochmal ganz schnell entsorgen und das ging eben nur mit Motor laufen lassen. Sobald der Motor allerdings einmal warm ist, springt die Omi wieder ohne ein Problem an… kein Thema! Keine Ahnung was da los ist! Wie gesagt, das Problem besteht seit langem und bisher konnte keiner Helfen, was natürlich echt nervig ist!

Wenn man nie weiß, springt die Karre morgen früh an… ist das echt kein gutes Gefühl!

Zum Glück war die Entsorgung aber ein Stück vom Stellplatz entfernt, so dass mich keiner böse angemotzt hat, warum ich den Motor während des entsorgens laufen ließ.

Dann also los… immer weiter Richtung Alpen!

Kurz vor der Grenze legten wir mal wieder ein Päuschen ein und erst da habe ich mir mal so richtig Gedanken um das Thema Maut/ Plakette in Österreich gemacht.

Bzw. nein… ganz so war es nicht… ich hatte vorab im Netz schon geschaut, ob der Campingplatz auf dem das große Camper Festival  stattfinden sollte mautfrei anzufahren ist und dem war eigentlich auch so.  Was ich allerdings unterwegs so gar nicht einschätzen konnte war, ob mein Navi auch diese mautfreie Route nutzen würde. Ich habe dann noch zig mal die verschiedenen Karten studiert, kam aber nicht über ein … “eeeeeeigentlich müsste es klappen” hinaus.

Da die Strafen in Österreich aber “intensiv” sind, habe ich mich dann auf dem Rastplatz doch noch dazu entschieden eine Plakette zu kaufen.

SICHER IST SICHER….

Der “Aufkleber” für 10 Tage, Womo bis 3,5t, hat 9 Euro gekostet, damit war ich dann auf der ganz sicheren Seite.

Letztendlich kann ich euch aber schon verraten, ich hätte die Plakette für die Fahrt zum Grubhof Camping nicht benötigt und selbst die kostenlose Waze Navi Handy App warnt vor, wenn man eine Route samt Maut wählt.

Ich war auf jeden Fall auf der ganz sicheren Seite und so konnte ich die Grenze zu Österreich entspannt überqueren und weiter durch die Berge fahren.  Als es dann von der Autobahn abging und mir das Navi zeigte, dass ich noch fast 50 km durch die Berge fahren müsste, stieg mein Puls immer weiter an. Mir war ganz klar… würde mich der Weg auf steile Schotterpisten führen, fahre ich keinen Meter weiter, entweder es gibt einen anderen Weg, oder aber ich fahre nicht zum Gates of Summer Camper Festival,  auch wenn es nur noch 2 Km bis zum Campingplatz sind!!!

In solchen Fällen kann ich ja sturr sein 😉 

Lange rede kurzer Sinn… die Ösis sind ja auch nicht doof! Wenn es da irgendwo zwischen den Bergen einen super duper 5 Sterne Campingplatz gibt, dann wird dieser auch gut anzufahren sein! Und genau so war es auch…

Sämtliche Panik war vollkommen verfrüht, es ging kilometerlang über sehr gute, breite Landstraßen, es gab keine “schlimmen” Serpentinen und selbst wenn ihr mit einem riesen Liner zum Grubhof Camping fahren möchtet, werdet ihr keine Probleme bekommen.

So sind wir dann also am Nachmittag am wunderschönen Grubhof Campingplatz bzw. auf dem Gates of Summer gelandet.

Der Grubhof Camping ist ein absoluter TOP CAMPINGPLATZ (ich glaube er wurde auch schon mehrfach zum besten Campingplatz Österreichs gewählt)  mit allem drum und dran, in WUNDERSCHÖNER Lage zwischen Berg und Fluss, dazu ein riesiger Wellnessbereich, nettes Personal, Shop, Cafe und Sanitärhäusern die soooo schön sind, wie ich sie noch nie gesehen habe.

 

Sanitäranlagen Campingplatz

Eines von 4 Sanitärgebäuden auf dem Grubhof Campingplatz

 

Mal ganz abgesehen von großen modernen Duschen, Toiletten usw. haben die Sanitärgebäude rieeeeeeeesengroße Fenster samt Ausblick auf die Berge. Wenn man da z.B. nach dem Duschen sitzt und sich die Haare föhnt, hat man einen unglaublichen Blick… das habe ich so wirklich noch nie gesehen.

 

Duschen auf Campingplatz Grubhof Camping

Haare fönen samt Ausblick! Die Toiletten und Duschen auf dem Grubhofcamping

 

Für das Gates of Summer war auch bereits alles vorbereitet, an der Campingplatz Anmeldung lag schon eine Teilnehmerliste bereit. So konnte ich mehr oder weniger direkt auf den Campingplatz fahren und das Gates of Summer Gelände war schnell erreicht.

Es waren auch bereits einige andere Blogger, Hersteller und Teilnehmer vor Ort, so dass es schnell viel zu quatschen gab.

Wem das ganze noch nichts sagt, hier einige Infos über das “Camper Festival”

 

  • Bereits vor 2-3 Jahren starteten die Veranstalter von “Camp Republik” das erste große Campertreffen namens “Campervan Summer Meeting”.
  • Dieses Treffen findet immer im Herbst, ebenfalls irgendwo in den Bergen statt.
  • Die Teilnehmerzahl ist in den letzten Jahren regelmäßig angestiegen, so dass vergangenen Herbst (wie ich hörte) mehr als 400 Camper anreisten.
  • Da diese Treffen so gut angenommen wurden, gab es jetzt das erste “Gates of Summer”, also das erste Frühjahrstreffen
  • Das besondere an diesen Treffen, es gibt auch immer ein gewisses Programm und es nehmen Hersteller und Camping Shops teil, so dass die Treffen ein bisschen wie ein Mix aus Campertreffen, Festival und Messe sind.
  • Zum Programm gehören u.a. Vorträge von Bloggern über Reiseziele, allg. Camping Infos, Thema Bus Ausbau oder andere Camping Themen, abends spielt eine Band am Lagerfeuer, es gibt große Tipi Zelte um auch bei Regen trocken zusammen zu sitzen, am frühen Abend beginnt ein Koch für die ganze Truppe zu kochen.
  • Aussteller, Shops, Hersteller zeigen ihre Mobile bzw. verkaufen spezielle Camping Produkte
  • Der Gewinn aus den Einnahmen durch Verlosungen, Getränken und Essen ging dem Projekt Helden Camper (junge Krebserkrankte brauchen eine Camping Auszeit) zu
  • Naja und zwischendurch ist natürlich viel Zeit zum klönen, schnacken und sich austauschen.
  • Tickets für diese Veranstaltungen gibt es je nach persönlicher Übernachtungsdauer und beinhalten sämtliche Angebote plus Campingplatzkosten usw.

Das ist grob Umfasst das Campervan Summer Meeting bzw. das Camper Festival “ Gates of Summer”.

 

Milla, die Omi und ich auf dem GoS

 

Wie bereits gesagt, war es ja mein erstes Camper Festival in dieser Form. Ich war zwar schon auf dem Bulli festival als Bloggerin, aber das GoS ist nochmal etwas ganz anderes und ehrlich gesagt, wusste ich vorab auch nicht so ganz genau, was mich erwarten würde.

Dazu kamen mal wieder “Vorträge”… meine ganz persönliche Lieblingsbeschäftigung, reden vor Menschen.🙈🤣 Aber nach dem super GAU in Stuttgart war ich ja fleißig (so einen Mist muss ich nicht unbedingt immer wieder erleben) und habe geübt, ich war mittlerweile sogar bei so einem “Redner / Kommunikations- Coaching” 😉 😉 ;-), kenne wahrscheinlich zumindest jedes 2. Youtube Video von richtig guten “Vortragenden” usw. usw..

Ob es was gebracht hat…. nun jaaaaa, der eine sagt so, der andere so 😉

Jetzt mal ehrlich, habt ihr euch schonmal bewusst vor einen Spiegel gestellt und euch beim reden mit der Wand beobachtet, oder das ganz auch noch als Video aufgenommen??? Das, also, das mit dem Video, das, das ist SCHOCKIEREND 🤪🥺😖…… da fehlen mir die Worte für, FUUUUURCHTBAR ist untertrieben!

Mittlerweile sperre ich Milla immer mit mir in der Diele ein (da habe ich den größten Spiegel) und rede zu Milla, so komme ich mir nicht komplett bescheuert vor… 🙂 und das mit den Videos habe ich sein gelassen, da bekomme ich ja noch viel größere Komplexe!

Aber gut… irgendwie muss ich ja besser werden! Ich meine nicht “Profi- Besser” sondern “Isa bleiben, aber zumindest das sagen können, was ich mir vorgenommen habe”, so auf dem Level!  Und das klappt anscheinend nur mit üben…. oder Show-Hypnose ;-)! Also erzähle ich Milla auch weiterhin einen Schwank aus meinem Leben (auch wenn die dusselige Kuh regelmäßig dabei einschläft! Also unterstützung sieht echt anders aus!!! 😉 ), bis es ihr aus den viel zu langen Ohren wieder raus kommt!

Zurück zum GoS

Der Donnerstag Abend verlief relativ ruhig, die meisten Besucher würden eh erst Freitag anreisen, so gab es an diesem Abend noch eine kurze (und einzige) Vorstellungsrunde im Tipi vor einer handvoll Gästen und danach sind noch einige Blogger und Hersteller gemeinsam essen gegangen. Ein wirklich lustiger Abend.

Am nächsten Tag startete das Programm. Jeweils um 10 Uhr, um 14 Uhr und um 17 Uhr begannen die verschiedenen Vorträge, immer von 3 oder gar 4 Bloggern, Youtubern usw. zu verschiedenen Themen gleichzeitig.

Wie ich später erfahren habe, wurde dieses System vom letzten Herbsttreffen übernommen und macht sicherlich auch Sinn, wenn es huuuuuuunderte Teilnehmer gibt. Dann können sich die Gäste gut auf die verschiedenen Vorträge verteilen..

Bei dem ersten GoS war es allerdings insgesamt etwas anders….

Zum einen war es eh das erste Treffen welches in dieser Form im Frühjahr stattfand, das Herbstfestival ist dagegen bereits deutlich bekannter und damit auch größer.

Dazu kam auch noch, wie bereits die Herbstfestivals, fand natürlich auch das GoS in der wunderschönen Alpenregion statt und leider war das Wetter genau an diesen Tagen deutlich schlechter, als z.B. in den Wochen zuvor.  Regen, Kälte und dazu vielleicht auch noch eine längere Anreise, wenn man nicht gerade ganz im Süden der Republik wohnt, haben wahrscheinlich den ein oder anderen Teilnehmer letztendlich doch abgeschreckt.

So kam es dann also, dass insgesamt vergleichsweise wenige Teilnehmer/ Besucher in Lofer waren und wenn dann auch noch 3 oder 4 Vorträge gleichzeitig stattfinden, redet man eben nur vor einer handvoll Menschen… wenn überhaupt! 

In meinem Fall, wir hatten vorab abgeklärt, dass ich meine Vorträge über das Thema: “Road Trip & Camping in Europa – Allein on Tour” (woraus dann im offiziellen Programm “Ein Plädoye zum Alleinfahren” wurde ;-/ )  halten werde, war es dann eben so, dass mein erster Vortrag, der an diesem Freitag um 14 Uhr im Tipi stattfand, im Vergleich noch einigermaßen gut besucht wurde (es waren auch einige Alleinreisende vor Ort).

Ich bin allerdings davon ausgegangen und so hatten wir es auch untereinander besprochen, dass wahrscheinlich viele Teilnehmer erst später anreisen werden, schließlich müssen ja einige Leute Freitags auch erstmal noch arbeiten und können nicht um 14 Uhr auf einem Campingplatz hocken.

Tja… das war allerdings falsch gedacht!

Naja, der Vortrag lief dann aber doch ganz ok, ich habe das alles in kleinem Kreis durchgezogen und bin einfach mal davon ausgegangen, der Vortrag am Samstag wird besser besucht.

Wetter technisch klarte es Freitag Abend auch nochmal auf, das frisch gekochte Thai-Curry war lecker und es folgte ein richtig, richtig schöner Lagerfeuerabend samt Gitarre, Songs und dem ein oder anderen Radler.  Dieser Freitagabend war wirklich sehr, sehr nett und ich kann mir gut vorstellen, dass so ein Festival bei etwas mehr Wetterglück richtig super sein kann, denn die Leute waren klasse.

 

Gates of Summer Camper Festival Lagerfeuer

Lagerfeuer & Camping… die Camper Festival Gates of Summer Abende waren schon echt schön!

 

Dann folgte der Samstag und leider wurde das Wetter nicht besser, eher im Gegenteil…. es wurde immer kälter und regnerischer.

 

Was leider dann auch die verschiedenen Vorträge betraf. Die drei Redner, die bereits um 10 Uhr dran waren, hatten leider erstmal gar kein Publikum, weshalb die Vorträge etwas weiter nach hinten geschoben wurden, bis mehr Leute wach waren und gefrühstückt hatten.

Glück hatte zumindest der Vortragende, der für das Tipi eingeteilt wurde, denn hier war es ja auf jeden Fall trocken. Dennoch, auch zum späteren Zeitpunkt und im Tipi, wurde der dort stattfindende Vortrag nur mäßig besucht. Ich glaube (ich habe es nicht live gesehen, weil ich zu diesem Zeitpunkt bei dem Vortrag im Tipi saß) aber zumindest die Omnia Vorführung wurde ganz gut angenommen.

Mein nächster Vortrag sollte also an diesem Samstag, wiederum um 14 Uhr, stattfinden. Aaaaaaallerdings lief es dann so gar nicht mehr gut, was verschiedene Gründe hatte.

 

  • Zum einen zog es sich pünktlich ab 13:30 Uhr mächtig zu, so dass wir schon alle eine große dunkle Wolkenwand über die Berge auf uns zukommen sahen.
  • Zeitgleich fand mein Vortrag mit drei weiteren Vorträgen meiner Kollegen statt, wenn es aber insgesamt vielleicht nur 40-50 Zuhörer gibt, ist das bei insgesamt 4 Vorträgen gleichzeitig nicht sehr viel.
  • Außerdem sollte dieser Vortrag auch noch bei mir am Womo stattfinden, genauso wie die Vorträge meiner Kollegen, die mit ihren VW Bussen rechts und links von mir standen. Es verteilete sich also nicht auf verschiedene Bereiche des Geländes, sondern wir konnten gegeneiander ansprechen.
  • Und zuletzt muss ich auch ganz klar sagen, dass mein Vortragsthema einfach bei den Teilnehmern, die auf diesem Treffen waren, nicht gut ankam und die Leute, die es interessiert hat, die waren bereits Freitag da (dazu aber im 2. Teil noch mehr)

 

Tja und so kam es also, dass ich Samstag Nachmittag pünktlich um 14 Uhr bei windig, frischen Temperaturen vor dem Womo saß und meinen Vortrag vor genau EINER Person halten sollte.

Dass das natürlich eine total bescheidene Situation war, muss ich euch nicht erklären. Vor allem, wenn dann auch noch gleichzeitig bei meinen Kollegen rechts und links zumindest ein paar Leute standen. Schön ist das natürlich nicht… aber gut, ich konnte es auch nicht ändern! Wir haben dann daraus eher eine “informative Unterhaltung” gemacht… auch ok!

Wobei ich natürlich schon sagen muss, so richtig toll war das alles nicht! Bitte versteht mich nicht falsch, ich rede auch heute noch nicht frei und locker vor fremden Menschen und bin darin nicht gut. Von daher könnte ich natürlich sagen, puhhh Glück gehabt! 😉 JAAAA und es war auch wirklich schön mal wieder einige Bekannte, Kollegen und Leser wieder zu treffen oder ganz neu kennen zu lernen… das war alles super, der Campingplatz war GROSSE KLASSE und natürlich ist mir auch klar, dass niemand Schuld hat, wenn das Wetter einfach nicht so richtig mitspielen mag.

Andererseits ist ein solches Treffen, in dieser Form und wenn ich da als Bloggerin extra hinfahre auch Business… und wenn man dann da sitzt und sich über das gesamte “Treffen” so seine Gedanken macht, vielleicht auch den ein oder andere organisatorischen Knackpunkt sieht und sich auch die Frage stellen muss, warum niemand der Organisatoren mal mit mir das Gespräch sucht, wie mit den anderen Bloggern, Ausstellern usw. dann fühlt sich das zumindest alles nicht gut an.

Aber… ein Hoch auf eine heiße Dusche! Das soll ja die Nerven beruhigen …

Den gesamten Samstag Nachmittag und Abend verbrachten wir gemeinsam in netter Runde im Tipi. Der Koch versorgte alle Teilnehmer die mochten mit Chili, nach dem Essen fand die große Verlosung statt, bei der es zum Teil wirklich tolle Sachen (u.a. auch Omnias und richtig teure Camping Grills) zu gewinnen gab (ich habe auch gewonnen, einen Landvergnügen Atlas, den ich allerdings für 2019 schon habe und ihn darum direkt an eine glückliche Alleinreisende weiter verschenkt habe)

 

Karma Baby, Karma!

 

Irgendwann war ich allerdings soooo dermaßen durchgefroren, dass ich auch samt Mütze, Strumpfhose und Winterjacke einfach nicht mehr warm wurde, so dass ich schon relativ früh ins Womo gegangen bin.

 

Camper Festival GoS, camping in den Bergen unter Sternenhimmel

Camping unterm Sternenhimmel, nachts auf dem Gates of Summer

 

Die Party muss aber noch sehr, sehr gut gewesen sein, der campende Sänger hat anscheinend für super Stimmung gesorgt und nachdem es gegen 22 Uhr auch aufgehört hatte zu regnen, konnten sogar alle noch entspannt am warmen Lagerfeuer sitzen.

Ich war zu diesem Zeitpunkt auch entspannt, allerdings liegend in meinem Bettchen! 🙂

 

Der Sonntag

 

Am Sonntag war bereits der Tag der Abreise gekommen. Morgens um 10 Uhr gab es noch einmal 3 letzte Vorträge von drei verschiedenen Blogger Kollegen, insgesamt herrschte aber bei den meisten Teilnehmern bereits “Abreise Stimmung”, da leider auch an diesem Tag Kälte und Regen dominierten.

´Kälte und Regen…. da war doch noch was?!

Durch einige Insta und FB Postings die ich während der vergangenen Tage online stellte, bekamen Freunde die in Passau leben mit, dass ich mich gerade in Österreich aufhalte und fragten mich bereits am Freitag, ob ich nicht Zeit und Lust hätte auf einen Passau besuch?

Im Grunde hatte ich auch riesen Lust die Leute wieder zu sehen, allerdings gab es da doch noch dieses riesen Projekt, an dem ich seit Woooooochen arbeite und die vertragliche Abgabefrist war der 15.Mai! Ich brauchte diese letzten 3 Tage auch wirklich nochmal dringend, um alles nötige komplett fertig zu machen und ich wusste genau, wenn ich nnach Passau fahren um Bekannte zu besuchen, werde ich nicht dazu kommen, stundenlang am Laptop zu sitzen.

Doch zum Glück regelte sich das Thema schnell, denn meine Passauer Freunde mussten ganz normal zur Arbeit, sie hatten also nicht frei und das kam mir ehrlich gesagt auch sehr gelegen. So vereinbarten wir also, dass ich mich Sonntag auf den Weg nach Passau aufmachen werde, das sind von Lofer aus nur ca. 180 km und wir wollten noch einige Tage zusammen in Passau verbringen.

Nachdem ich mich Sonntag noch eine ganze Weile mit den  Kollegen ausgetauscht habe und mich dann bei allen verabschiedet habe, sollte es also gegen Mittag in Richtung Passau losgehen und jetzt kam mir auch meine Mautplakette zugute, denn der kürzeste Weg von Lofer nach Passau führte mich einmal komplett von West nach Ost durch Österreich und dabei auch 8 km über die mautpflichtige Autobahn bei Salzburg.

Ich war also vorbereitet, das Wetter war mehr als eklig und eiskalt, aber Milla und mich konnte nichts mehr stoppen…. bis auf die Omi!

Sooooo, ich glaube das ist der perfekte Punkt für eine kleine Camper Festival usw. Pause! 

Holt euch etwas zu trinken, eine Tafel Schoki oder eiine Tüte Weingummi, Teil zwei hat es noch in sich.

Da erfahrt ihr dann auch wie ich vom Campingplatz kam, warum mein Schutzengel in aktion war, wie es mit dem ADAC weiter ging, was Pferde auf der Autobahn zu suchen hatten und welches Fazit ich vom Gos ziehe. 

Also… bereit? Dann findet ihr hier Teil 2!

Viel Spaß beim lesen und BLEIBT GESUND!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

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Wintercamping in den Bergen – Abenteuer pur für Angsthasen

Wintercamping in den Bergen – Abenteuer pur für Angsthasen

 

Mittlerweile bin ich seit fast 6 Jahren immer wieder unterwegs, habe mich aber noch nie im Winter mit der Omi zum Wintercamping in die Berge getraut.

Ehrlich… ich glaube ich bin eigentlich nicht unbedingt der extrem ängstliche Typ, aber Auto fahren auf glatten, eisigen Straßen, das ist für mich ein absoluter Graus. Meine größte Sorge zu dem Thema ist, ich komme einen Berg nicht hoch und beginne dann rückwärts den Berg wieder runter zu rutschen! Uhhhhhh, mein Albtraum!!!

Darum hieß es bisher… die Berge sehen mich zum Wintercamping nicht!!!!

 

Tjaaaa, aber jetzt darf ich ja gerade den winterfesten SUN TI von Knaus testen und wenn ich schon DIE Möglichkeit habe mit so einem super isolierten Womo im Winter los zu düsen, wäre ich dann nicht dumm… wenn ich die Chance nicht nutzen würde um zum Wintercamping in die Berge zu fahren???

Ich war echt soooo hin und her gerissen! Einerseits hatte ich Angst vor der Fahrt, andererseits … so eine Chance muss ich doch nutzen!

Also habe ich mich über Weihnachten noch schnell umgehört, ob ich noch irgendwo eine Chance auf einen netten Platz in den Bergen habe, aber leider… sämtliche Campingplätze die ich angerufen habe waren über Silvester bereits voll belegt.

Hmmmmpf…der Campingboom macht sich mittlerweile auch im Winter bemerkbar, alle Leute wollen los und die Silvesternacht während des Wintercamping s erleben. Also, nach ungefähr 20 angefragten Plätzten wurde klar, ich hatte keine Chance auf einen netten, kurzfristig zu reservierenden Platz.

Mittwochmorgen habe ich es dann aber doch einfach nochmal auf gut Glück beim Campingplatz Tennsee in der Nähe von Garmisch versucht, wobei ich gerade hier niemals mit einem freien Platz gerechnet hätte. Der Platz wurde schon mehrfach im TV gezeigt und da sind die Chancen sehr gering, gerade da noch einen freien Platz zu ergattern.

 

Aber wie heißt es so schön… ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn!

 

Der gesamte Campingplatz war eigentlich bereits seit Wochen ausgebucht, aber gerade als ich Mittwochmorgend ganz früh angerufen habe, stand anscheinend ein anderer Gast an der Rezeption, der leider früher abreisen musste. Pech für ihn, Glück für mich, denn nach ein paar Minuten am Telefen stand fest, ich kann die Parzelle übernehmen und habe einen wunderhübschen Platz über die Silvestertage! 🙂 

So ging es also vergangenen Donnerstag los… mit einem sehr mulmigen Gefühl im Bauch und trotzdem vollerl Vorfreude… auf ins Abenteuer:

 

Wintercamping in den Bergen

 

Wintercamping Abenteuer in den Bergen

EIN TRAUM! Kommt das ist schon echt schön! So toll begann unser Wintercamping Abenteuer

 

Beginne ich mal mit der Fahrt zum Campingplatz.

Also ich kann euch nur sagen, ich hatte echt Panik vor dieser Fahrt, aber die Strassenwacht hier unten im Süden Deutschlands ist WIRKLICH fit und vielleicht auch ganz anders ausgestattet als z.B. bei uns im Ruhrpott.

Die Straßen waren weitestgehend frei, alle Wege waren super präpariert und so hatte ich NULL Probleme den Campingplatz zu erreichen.

 

Super Strassen beim Wintercamping in den Bergen

Selbst kurz nachdem es geschneit hat, waren die Strassen wieder weitestgehend frei.

 

Ehrlich… und das geht vor allem an alle anderen Schissbuchsen die genau so viel Panik vor Eis und Schnee haben wie ich. Die Straßen hier unten sind klasse präpariert und z.B. bis zum Campingplatz Tennsee, würde ich mich jetzt auch jederzeit mit der Omi trauen.

Bis hier hin kommt ihr wirklich, wirklich gut und es lohnt sich sehr das Abenteuer Wintercamping  mal zu starten. Das größte Hindernis auf dem Weg in Richtung Berge waren viel eher die Feiertags/ Ferien/ Mittelspurblockiere, aber ganz sicher nicht die Strassenverhältnissen abseits der Autobahn.  

Wie groß dieses Abenteuer noch werden sollte, wusste ich bei meiner Anreise ja auch noch nicht 🙂

Nachdem ich meine Parzelle bezogen hatte, verlief der Abend gaaaanz entspannt… Milla und ich freuten uns auf die kommenden Tage und ich war einfach nur froh gut angekommen zu sein..

Nach einer schlechten Nacht (ich war immer noch so aufgeregt von der Fahrt 🙂 ) und einem ausgedehnten Frühstükskaffee, habe ich mich am nächsten Morgen auf den Weg ins nächste Dorf „Krün“ aufgemacht und stand zwischenzeitlich im absoluten Paradies.

 

Wintercamping echt live

Der Weg vom Campingplatz nach Krün war einfach paradiesisch

 

Es war aber auch ein perfekter Tag! Die Felder und Berge waren Schnee bedeckt und der Himmel strahlend blau! Ich habe noch NIE erlebt, dass Schnee bedeckte Felder wirklich so stark glitzern können, dass sie aussehen, als seien sie mit Diamanten bestreut.

Ich war aber auch noch nie in meinem Leben im Winter in den Bergen, also wirklich noch nie! Weder zum Wintercamping, noch zum Skifahren o.ä. Die Natur hier in den Bergen, gemixt mit dem Schnee… das ist SOOOOO UNFASSBAR SCHÖN, dass ich auf dem Weg nach Krün eigentlich ständig stehen bleiben musste um einfach nur zu schauen.

Was ich allerdings total unterschätz habe ist, wie stark der reflektierende Schnee den Augen zusetzt. Darum als Tipp… wenn ihr zum Wintercamping aufbrechen möchtet, nehmt auf jeden Fall eine Sonnebrille mit!

Der Campingplatz liegt direkt zwischen Garmisch Partenkirchen und Mittenwald. Allerdings sind die beiden größeren Orte ca. 1 Stunde Fußmarsch entfernt, es gibt aber verschiedenen Buslinien und auch Ski Busse, die man nutzen kann. Wer gerne Langlaufen geht, der kann direkt vom Campingplatz aus starten, hier gibt es verschiedene eingezeichnete Loipen. Wie anspruchsvoll diese sind, kann ich euch allerdings nicht sagen, weil ich weder Ski, noch Langlauf-Ski fahren kann. Wie gesagt, ich bin zum aller erstenmal im Winter in deren Bergen.

Der kleine Ort Krün liegt ungefähr 30 Minuten entfernt, ist wirklich klein, bietet aber mit Cafes, Supermätkten, Tankstelle, Apotheke und Restaurant erstmal alles was wir Camper so benötigen.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch Krün und einem Kaffee im Kaffeehaus, haben Milla und ich es uns abends einfach nur gemütlich gemacht.

 

Wintercamping das benötigst du wirklich

Ganz wichtig… Wintercamping nur mit Sonnenbrille!

 

Bis zu diesem Zeitpunkt lagen zwar schon einige cm Schnee, aber es gab noch keinen Neuschnee und für die nächsten Tage wurde auch eher Tauwetter vorhergesagt.

Hmmmm…. sollte ich jetzt extra in die Berge fahren und keinen richtigen Schnee mitbekommen? Das wäre ja schade!

Also habe ich mir von Frau Holle ein bisschen mehr Engagement gewünscht… wenn schon Berge, dann bitte auch mit Schnee. Das ich allerdings einen so guten Draht zu Frau Holle haben sollte… war mir bis zu dem Zeitpunkt auch noch nicht bekannt!

 

Silvester im Camper

Selbst die Silvesternacht verlief gemütlich und entspannt

 

Silvester Camping im Schnee

 

Nach einigen gemütlichen Tagen zwischen Womo, langen Winterspaziergängen und einer Fahrt nach Garmisch zum Training der Skispringer, folgte also unsere erste Wintercmping Silvesternacht.

Sobald Milla die Knaller und Raketen hört, reagiert sie immer noch ängstlich bis panisch und so waren wir beide mal seeeehr gespannt, wie „schlimm“ die Silvesternacht hier oben wohl werden würde.

Auf dem Platz selbst herrschte zum Glück strenges Böller Verbot, es konnte also nicht passieren, dass direkt neben dem Womo ein Böller hoch gehen würde… für mich sehr beruhigend!

Passend zur Silvesternacht veranstaltete der Campingplatz Tennsee jedes Jahr eine Party, die auch von vielen Gästen sehr gut angenommen wurde. Ich habe mich nur mal kurz umgesehen und einen Drink auf die Schnelle getrunken, bevor ich wieder zurück zum Womo gegangen bin… schließlich wollte ich Milla nicht so lange an Silvester allein lassen, denn der ein oder andere Knaller war bereits vorab zu hören.

Was ich aber in der kurzen Zeit sehen konnte sah klasse aus. Silvester unter Campern, tolle Musik, gutes Essen… das sah alles echt nett aus!

Insgesamt war es aber eine sehr, sehr schöne und relativ entspannte Silvesternacht.

Milla lag die ganze Zeit auf ihrem „Safty Platz“ unter dem Tisch, verhielt sich aber vergleichsweise entspannt. Es wurde ein wenig vor dem Platz geböllert, insgesamt aber nicht extrem viel und vor allem, es wurden nur Raketen oder ähnliches in den Himmel geschossen, so dass diese ganz schrecklichen BOOOOOM Böller komplett ausblieben.

Wintercamping mit Hund

Milla hatte viel Spaß im Schnee und war so gut drauf wie schon lange nicht mehr

 

Bereits gegen 1 Uhr konnte ich ins Bettchen krabbeln und Milla schlief die ganze Nacht ruhig in ihrem Körbchen vor dem Bett. Ich glaube ein so entsanntes Silvester hatten wir noch nie!

Den Neujahrstag verbrachten Milla und ich trotzdem komplett gemeinsam. Da ich ja noch nicht wusste wie die Silvesternacht verlaufen würde und es bisher immer so war, dass Milla noch Tage nach der Silvsternacht extrem ängstlich war, habe ich mir bewusste KEINE Tickets für das Neujahrs-Skispringen in Garmisch besorgt. Darum war ich also nicht unterwegs, sondern habe es mir gemeinsam mit Milla am, um und auf dem Camping gemütlich gemacht.

Zu diesem ganzen Campingplatz Komplex hier am Tennsee gehört auch ein richtig gutes Restaurant und zur Feier des Neujahrstages, haben wir uns ein ganz entspanntes Kaffetrinken samt Apfelstrudel, Eis und Latte gegönnt. Hmmmmmm herrlich, so könnte das ganze Jahr weiter gehen. 😉

Ich kann nur nochmal sagen, der Campingplatz Tennsee ist wirklich spitze. Eine komplette Vorstellung des Platzes mit sämtlichen Infos folgt aber getrennt in den kommenden Tagen als extra Artikel.

Tjaaaaa und nach diesen ersten sehr entspannten Wintercamping Tagen zwischen Sonne, Schneematsch und vielen langen Spaziergängen sollte sich das „Wetterblatt“ wenden. Ab Donnerstag Nachmittag erreichten mich die ersten besorgten Mails meiner Familie und Freunden, samt Links zu den Warnungen des Wetterdienstes. Spätestens ab Samstag sollte es schneien … und das nicht gerade wenig!

 

Frau Holle hatte meinen Aufruf anscheinend gelesen…

 

Bereits Freitag Morgen merkte ich deutlich… der Campingplaz war in Aufruhe und es  wurde leerer und leerer und so erzählte mir die Bedienung des Reastaurants am Nachmittag, dass viele Gäste aufgrund der Wetterprognosen vorzeitig abgereist sind.

Hmmmmmm…. aaaaach, so schlimm wird es schon nicht, außerdem wollte ich ja Schnee in den Bergen erleben…. also verlängerte ich unseren Aufenthalt im Gegensatz zu den ganzen Camping Schissern nochmal flux um 4 Tag und wartete gespannt auf die ersten Flocken.

Diese kamen dann auch… allerdings eeeeeetwas heftiger als ich gedacht habe. 🙂

 

Wintercamping mit Knaus Wohnmobil

Über Nacht hat es ein kleines bisschen geschneit

 

 

Was hier los ist, ist der absolute WAHNSINN!!!!

 

Es schneit seit Samstag Morgen ohne Pause durch und das auch immer wieder so stark, dass man kaum die Hand vor den Augen sieht. 

Alleine gestern habe ich das Womo und die Ausfahrt der Parzelle bereits 4 mal vom Neuschnee befreit… und hätte in der Nacht am besten dran bleiben müssen. Bevor ich gestern Abend ins Bettchen gegangen bin, habe ich nochmal kurz einen Blick nach draußen geworfen und da lag bereits wieder so viel Schnee, dass die Schneekante gerade die Aufbautür erreicht hat.

 

Wintercamping im Schnee

Winter 2019… da steht der Schnee schonmal bis zur Tür

 

Doch als ich dann heute Morgen raus schaute, konnte ich kaum glauben was ich da sah! Es hat über Nacht soooooo viel geschneit, dass der Schnee fast die Womo Fenster erreicht hat!!!!

 

Wintercamping im Schnee

Und das war morgens früh… da stand der Schnee bis auf Fenster Höhe

 

Im ersten Moment saß ich tatsächlich im Womo fest! Die Aufbautür ließ sich aufgrund der Schneemassen gar nicht mehr öffnen, aber durch die Beifahrertür kam ich noch raus.

Ich hatte aber schon überlegt, was ich mache, wenn ich. nun gar nicht raus komme… ein Anruf beim Campingplatz. Hallo, hallo hier 202, mein Hund müsste in 2 Stunden Pipi machen, könnten Sie BITTE schonmal beginnen zu graben? 😉

Sowas habe ich in meinem ganzen Leben NOCH NIE gesehen! Riesige Schneeberge!!!!! Das gesamte Womo war von Schnee bedeckt, auf den Bäumen liegt der Schnee so hoch, dass alle Äste ächzen und selbst mit den Profi-Schneeräum-Maschinen haben die Campingplatz Betreiber so ihre Mühen.

Damit Milla überhaupt aus dem Womo kommen konnte, ohne direkt auf Tauchstation zu gehen, hieß es für mich… schaufeln, schaufeln, schaufeln. Mittlerweile habe ich echte, richtige Blasen an den Händen vom Schnee schüppen und links und recht vom Womo, türmen sich die Schneeberge, die höher sind als das Wohnmobil selbst.

 

Sooo viel Schnee, das ist mal Wintercamping Abenteuer pur!!!!

 

Unfassbar schön, unfassbar gewaltig… aber irgendwie auch ein bisschen „unheimlich“. Laut Wetterbericht soll es weiter schneien und schneien und schneien… aber für Montag ist eine kurze Pause vorhergesagt, bevor Dienstag die nächsten Schneemassen vom Himmel fallen sollen. Von daher werde ich auf jeden Fall versuchen, den Platz am Monatg zu verlassen. Zur Not hätte ich noch 2-3 Tage Zeit, aber die Aussichten sehen ja nicht besser aus und Ende der Woche werde ich in Stuttgart erwartet, die CMT beginnt!

 

Wintercamping im Knaus Sun TI

Der Knaus SUN TI im ECHTEN Winter check 🙂

 

Und wie macht sich der Knaus bei so viel Wintercamping leben

 

Ich muss sagen, der SUN TI macht sich auch bei diesen Schnemassen extrem gut! Im Womo ist es muckelig warm, der Doppelboden hält die Leitungen frei und da ja alles beheizt ist, also ich meine wirklich alles… vom Schrank, über sämtliche Tanks bis zum Toilettenkanister, ist das Leben im Knausi selbst bei diesen Witterungsbedingungen einfach toll. 

Ich meine mal abgesehen vom “Alltag außerhalb des Womos” … so viel Schnee, kalte Temperaturen und dann so ein warmes, heimeliges Womo, was gibt es gemütlicheres?

 

Winterfestes Wohnmobil im live CHECK

Über und über vom Schnee bedeckt… Der Knaus SUN TI hat die Schneemassen super gemeistert

 

Zwei Problemchen gab es aber in den vergangenen Tagen, wobei die nicht wirklich etwas mit dem Womo selbst zu tun haben. Zum einen habe ich mich gefragt, wie man das bei solchen Schneemassen am besten mit der Sat Anlage macht? Im Grunde wäre TV  schauen Abends ja ganz nett, aber ich habe die Anlage lieber bereits vor einigen Tagen eingefahren, weil ich Bedenken hatte, dass sie fest friert und ich sie nicht mehr eingefahren bekomme, wenn ich los möchte.  Und da die Anlage ja mit dem Zündschloss verbunden ist, bin ich mir nicht sicher ob der Motor anspringt, wenn die Anlage nicht erinfährt?

Wobei… bei den Schneemassen, wäre die Anlage eh im Schnee versunken, von daher war es ganz clever, bereits vor den Schneemassen auf TV zu verzichten.

Zum anderen tropfte einiges Tauwasse kontinuirlich auf die Trittstufe und bedeckte diese dadurch mit einer riesigen Eisplattet. Dass das Tauwasser gerade da heruntertropfte lag aber vor allem daran, dass ich relativ schräg gepark habe, damit der Schnee besser vom Dach rutscht.  Mittlerweile konnte ich die Stufe aber zumindest wieder einfahren und da der Schnee sooooo hoch liegt, brauchen wir die Stufe aktuell eh nicht.

Schon „krass“… ich meine durch den Doppelboden ist das gesamte Womo ja schon höher und trotzdem reicht der (zusammengedrückte) Schnee bis weit über den Eingangsbereich.

 

Wintercamping im live check

Wintercamping pur

 

Das ist mal Wintercamping pur… ich glaube viel mehr geht echt nicht! 🙂

 

Gestern Morgen haben meine Nachbar versucht mit ihrem allrad Bimobil den Platz zu verlassen und hatten große Probleme vom Platz zu kommen. Da sollte es also noch spannend werden, wie und ob ich den Platz morgen verlassen kann. Ich denke das größte Problem ist die Parzelle selbst. Als ich gekommen bin lag ja kaum Schnee und somit steht das Womo dirkt auf dem Boden. Durch die Schneemassen hat sich jetzt allerdings vor der Parzelle eine ca. 4-5 cm hohe Schneestufe gebildet und ich habe die Befürchtung, dass ich da nicht hoch kommen werde. 

 

Allrad beim Wintercamping

Selbst die Nachbarn mit dem Allrad Bimobil hatten so ihre Probleme

 

Aber gut… Morgen ist der Tag der Tage, da heißt es dann, Milla, der Knaus und ich gegen den Schnee 🙂 

 

Das einzige was mich an diesen Schneemassen echt ein bisschen nervt ist das Problem Womo Dach. Anscheinend ist der Knaus wirklich super isoliert, denn obwohl ich hier drin heize wie wild, so dass es mir Frostbeule schön warm ist, bleibt gefühlt jede Flocke auf dem Dach liegen.

Mir ist es allerdings ein Graus samt Schneeschieber oder Besen auf eine Leiter zu krabbeln, die dazu auch noch auf dem eisigen Untergrund steht, um dann das Womo Dach irgendwie halbwegs frei zu bekommen. Ich kenn mich doch… da ist der gebrochene Arm oder das gebrochene Steißbein vorprogramiert. 🙂

Die letzten Tage konnte ich das Dach ganz gut von den Seiten und durch die Dachfenster von innen frei bekommen. Nach dieser Nacht liegt aber so viel Schnee auf den Fenstern, dass ich aktuelle die Dachluken nicht hoch bekomme. Die Schneemassen sind einfach zu schwer.

Wenn ich mich so umsehe… einige Nachbarn räumen das Dach, viele lassen es aber auch einfach so voll wie es ist. Ob das so gut ist? Andererseits… hier stehen ja auch Dauercamper, die gar nicht hier sind und ihr dach somit gar nicht vom Schnnee befreien können… unnd trotzdem stehen die fahrenden Zuhause noch.  Da werde ich mich jetzt gleich nochmal drum kümmern, vielleicht bekomme ich das Dach ja doch irgendwie noch ein bisschen frei.

 


Damit ich in diesem Artikel nicht alle Themen durcheinander werfe, beschreibe ich euch noch mehr zum Thema “KNAUS SUN TI im echten Wintercamping Check”, in meinem großen Fazit. Ende Januar muss ich zurück nach Jandelsbrunn und sobald ich das Womo wieder abgeliefert habe, folgt auch das große Fazit zum SUN TI.

Ähnliches gilt wie bereits gesagt für den Campingplatz. Auch diesen beschreibe ich euch in einem extra Artikel. Es ist so schon ein bisschen “kompliziert”,  die verschiedenen Wintercamping Tage halbwegs vernünftig in einen Artikel zu bekommen.


 

Soooo zum Ende dieser abenteuerlichen Wintercamping Tage bin ich heute Abend noch ins Campingplatz Restaurant eingeladen. Das Essen sah schon beim “drauf schauen” richtig gut aus und bisher habe ich auch nur gutes von dem Restaurant gelesen. Also ich glaube… Milla und mir steht noch ein netter letzter Abend bevor.

Dann noch eine allerletzte ULTRA GEMÜTLICHE Wintercamping Schnee Nacht (hoffe ich zumindest) und morgen wird es dann ernst! 

Es ist jetzt Sonntag, 15 Uhr und ich euch sagen…. es schneit schon wieder seit Stunden MASSEN weißer Flocken vom Himmel! 🙂 

 

Schneeschieber Wintercamping

Mein bester Freund… der Schneeschieber und ich führen ein inniges Verhältnis

 

Sooo und wie verlief nun meine Abreise? 

Wir machen jetzt einen Sprung von 24 Stunden, mitttlerweile ist es Montagabend 17 Uhr und ich sage mal so, die vergangenen Stunden waren spannend! 😉

Nachdem ich gestern einen echt tollen Abend im Campingrestaurant hattte (super Essen!) und geschlafen habe WIE EIN STEIN, hieß es heute Morgen, Sachen packen und klar Schiff machen!

Nachdem ich den Knaus innen soweit abfahrtbereit hatte (wenn man 10 Tage fest an einem Ort steht, bleibt ja schon das ein oder andere liegen 😉 ) hieß es wieder… SCHNEE SCHAUFELN!!!!

ZUM GLÜCK hat es vergangene Nacht nicht so viel geschneit, so dass es geschätzt “nur” 20-30 cm Neuschnee waren. Nichts desto trotz… aktuell habe ich erstmal genug vom Schnee schaufeln, was eine bescheidene Arbeit.

Ich habe geschaufelt und geschaufelt, damit ich zumindest die Räder halbwegs frei bekomme und mir zudem eine kleine Rampe gebaut, um diese 4-5 cm zwischen Parzelle und Weg zu überbrücken, aber eigentlich habe ich mir schon gedacht, dass ich da nicht raus kommen werde.

Nachdem das also alles geschafft war blieb nur noch ein Problem… wo ist eigentlich das Stromkabel? 🙂

Der Stromanschluss lag hinter dem Womo, also in einem Bereich, den ich die letzten Tage nicht betreten habe und ich habe mir auch nicht die Mühe gemacht, hinter dem Womo zu schaufeln, aber iiiirgendwo da, müsste mein Stromkabel liegen. 🙂

Ich sag mal so… zwischenzeittlich stand ich wirklich bis zum Bauchnabel im Schnee und habe zu allem Überfluss auch noch meinen Schuh verlohren, aber irgendwann konnte ich mich zumindest bis zum Stromkasten durchschlagen und mit ein bisschen ziehen und zereren, konnte ich auch nach dem Stromkabel tauchen.

Tipp für euch… bei viel Neuschnee ist es durchaus sinnvoll das Kabel hin und wieder oben auf den Schnee zu legen, das war echt arbeit das Kabel irgendwie unter dem Schnee zu finden und vor allem da raus zu bekommen.

 

Abenteuer Wintercamping

Und Schwups, stand ich bis zum Bauchnaben im Schnee

 

Dann nochmal schnell die Socken und Strumpfhose wechseln, die war natürlich klitsch nass nachdem ich den Schuh im Schnee verlohren hatte und dann war ich WIRKLICH abfahrbreit.

Motor an, erster Gang…. keine Chance!

Egal ob ich es mit Gefühl oder mit Schwung versucht habe, ich kam nicht aus der Parzelle! Die Reifen drehten sofort durch und ich kam einfach nicht diese Schneestufe hoch.

Im ersten Moment habe ich es nochmal mit neu schaufeln versucht, aber auch das hat mal locker flockig gar nicht geholfern! Also bin ich zur Rezeption maschiert und habe denen bescheid gesagt, dass ich Hilfe benötige und mich jemand raussziehen muss.

Alles klar… der Schneebagger kommt. 

Zurück am Womo wurde mir dann schnell klar, damit der mich raus ziehen kann, benötigt er doch bestimmt diesen abschlepp Schraubhaken, hmmmmmm… nur wo ist das Teil ???

Ich hatte absolut keine Ahnung! In der großen Knaus Tasche, in der alle Bedienungsanleitungen usw. liegen war er nicht, im Handschuhfach war er nicht, in der Garage (zu der ich mich erstmal wieder durch den Schnee kämpfen musste) war er nicht und in den Fächern die ich in windeseile durchgekramt habe, war er auch nicht! Nach dieser Aktion sah das Womo wieder aus wie sau, aber den Haken hatte ich immer noch nicht!

Wie (un)praktisch das genau in diesem Moment der große Bagger samtt Schneeketten vorgefahren kam.  🙁

 

Toll wenn sich andere besser im Womo auskennen als man selbst!!!

 

Es kam wie es kommen musste, erste Frage… Wo ist denn dieser Schraubhaken zum abschleppen, den bräuchte ich, sonst kann ich Sie nicht ziehen!

Ähhhhmmmm jaaaaaa, den suche ich auch schon die letzten 20 Minuten? Haben Sie vielleicht eine Ahnung wo das Ding normalerweise liegt???  😬🥰🙈

Tja was soll ich euch sagen, er wusste wo der Schraubhaken lag und wenn ihr es nicht wisst… ich verrate es euch!

Unter dem Beifahrersitz ist eine kleine Klappe und da müsst ihr durchgreifen, fast bis auf die “Rückseite” des Beifahrerseitzes und da liegt im Normalfall dieser große Haken zum abschleppen.

Nachddem das Teil eingeschraubt wurde und der Knaus am Haken hing, ging es auch schon los. Ich sollte einfach nichts tun als aufzupassen, dass ich frühzeitig wieder zum stoppen komme und dem Bagger nicht hinten drauf fahre.

OOOOOOKKKKKK…. 

Uhhhhhhh… wie sich das anhörte, der knautschige Schnee gepaart mit dem Zug am Gestänge… echt kein schöner Ton, aber die Hilfe hat es gebracht, dachten wir zumindest im ersten Moment!

Mit den Vorderrädern war ich tatsächlich schon über der Schneestufe und im ersten Moment hat sich der Bagger auch schon wieder ausgeklingt, da wurde klar… so wird das nichts, denn die Vorderräder dreht sofort im tiefen Schnee durch und mit den Hinterrädern kam ich immer noch nicht über die Stufe.

Mitllerweile stauten sich rechts und links von mir schon die Autos, denn wir/ ich blockierte den kompletten “Hauptweg” des Campingplatzes. Das große Problem war jetzt allerdings, der Bagger konnte mich nicht weiter ziehen, denn ich stand mitten in einer Kurve.

Also neuer Plan… hinter die Vorderreifen wurden dicke Schneebleche gelegt, auf die ich langsam rückwärts aufgefahren bin, zurück konnte ich ja fahren, ich kam nur nicht mit den Hinterrädern über die Stufe um weiter nach vorne zu fahren. So hatten die Vorderreifen mehr Grip und da um mich herum ja eh schon 5-6 Autos standen und warteten, hat der Campingplatz Angestellte alle Männer aus den Autos zusammengetrommelt, die dann hinten schieben solltten, damit ich über die Sttufe kam.

OK! Jetzt also mit Schwung!

Einzige ganz wichtige Aufgabe, sollte ich merken, dass ich nicht hoch komme, sofort bremsen und Handbremse ziehen, damit die “Jungs” hinter dem Womo nicht zu schade kommen, wenn ich plötzlich nach hinten rolle.

Uiiii, uiiiii, uiiiii… ich glaube ich hatte direkt 300 Puls… und das alles auch noch vor gefühlt hundert  Zuschauern, denn mittlerweile schauten nicht nur die Frauen aus den wartenden Autos, sondern auch alle Leute die zu den Toiletten oder Duschen wollten, wie gesagt, ich blockierte seit ca. 15 Minuten den gesamten Campingplatz.

 

Wintercamping Strassenverhältnisse

Wintercamping… also die Strassen sind wirklich kein Grund sich Sorgen zu machen

 

Gut, also los und was soll ich sagen…  der Plan hat funktioniert!

Die Schneebleche haben für ausreichend Grip gesorgt, so dass ich mit Schwung über die Stufe kam und dann direkt um die Kurve, knapp an dem Bagger vorbei und runter zur Rezeption!

JUHUUUUUU ICH WAR FREI!!!! Ab jetzt sollte es eigentlich einfacher werden, denn so wie ich die Strassen von der Hinfahrt kannte, hat es die Strassenwacht hier unten drauf!

Letzte Hürde…. die Rechnung! 

Wooooow, also ich muss ganz eindeutig sagen, es waren 10 wunderschöne Tage. Ich war von der Natur begeistert, dieser wahsninnige Schnee war toll und spannend und der Campingplatz ist einfach klasse! Super nettes, extrem bemühtes Personal, ganz tolle Sanitärbereiche, spitzen Restaurant und das alles in einer top Lage.

Ich kann und möchte mich also absolut nicht beschweren, es waren wirklich wunderschöne Tage die mir und meinen Nerven auch echt gut getan haben. Nichts desto trotz… ist so ein Wintercampin Erlebnsis auf einem tollen Platz auch nicht gerade günstig! Ich habe jetzt komplett mit allem drum und dran (also Stellplatz, Hund, 1x Personengebühr, Strom (!!!) Kurtaxe, plus noch irgendeine Sondergebühr) und einer Flasche Campingplatz Gas knapp 400 Euro gezahlt!

Wie gesagt… es soll keine Beschwerde sein und so ein Campingplatz ist nunmal nicht günstig…. ich möchte nur sagen, so ein Wintercamping Abenteuer wie in meinem Fall… ist dann eben auch kein ganz billiger Spaß!

Sobald ich den Campingplatz verlassen hatte, wurden die Strassen besser und besser und es war wie schon gehofft, überhaut kein Problem über den Fernpass auf die Autobahn zu kommen.

 

Hier noch einige Bilder zum Vergleich: 

 

Wintercamping Campingplatz Tennsee

Blick auf das Campingplatz Restaurant am Abend

 

Wintercamping Campingplatz Tenne

Der Eingang zum Restaurant am nächsten Morgen

 

Wintercamping 2018

Am Tag nach meiner Ankunft lag zwar Schnee, aber in maßen

 

Schnee in den Bergen beim Camping

Der selbe Blick einige Tage später und die richtigen Schneemassen sollten erst noch in der Nacht kommen

 

Mein Fazit zum ersten echten Wintercamping in den Bergen

 

Wintercamping live - Abenteuer in den Bergen

Dein Pin zum Wintercamping live Artikel

Wintercamping in den Bergen ist echt ein wahnsinnig tolles Erlebnis, dass ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann.

Ihr müsst das unbedingt mal erleben… allein diese wunderschöne Natur ist unfassbar toll! Ich bin von den ganzen Bildern der letzten Tage echt geflasht und konnte mir vorher nicht vorstellen, wie unglaublich schön der Winter sein kann.

Allerdings habe ich durch die letzten Tage auch wieder vieles dazu gelernt. Viele meiner Campingplatz Nachbarn waren eingefleischte Wintercamper, so dass ich von ihnen noch einiges lernen konnte. Wintercamping mit solchen Schneemassen ist eben etwas besonderes und stellt einen vor ganz besondere Aufgaben.

Mein ganz persönliches Fazit… Milla und mir geht es gut, wir fühlten uns pudelwohl, die Tage im Schnee taten uns beide rundum gut und es war spannend schön, mal wieder etwas komplett neues zu erleben. In unserem Fall wurde das “normale” Wintercamping zu einem echten Abenteuer und ich habe erfahren, anscheinend habe einen echt guten Draht zu Frau Holle! 🙂

Ich hoffe ihr seid mindesten genau so gut in das neue Jahr gestartet wie Milla und ich. Wir sind gerade gut in Blaubeuren angekommen und ab jetzt heißt es… auf zur CMT nach Stuttgart. Neues Jahr, neues Glück, neue Messen! 

Also, bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

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Fazit – Meine Tour im OrangeCamp Wohnmobil – Wie hat sich das Womo gemacht? Teil 6

Fazit – Meine Tour im OrangeCamp Wohnmobil – Wie hat sich das Womo gemacht? Teil 6

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil durch den Herbst, der 6. und letzte Teil meiner Testfahrt zwischen Norditalien und der deutschen Ostseeküste. Nachdem ich euch jetzt so lange mit “on Tour” genommen habe, wird es heute Zeit für mein großes Fazit.

Leider geht auch die schönst Zeit irgendwann einmal zu Ende.

Bei mir ist dieser Zeitpunkt letzten Dienstag gekommen denn da hieß es, zurück nach Braunschweig, meine Testreise mit dem OrangeCamp Wohnmobil ging ihrem Ende zu. Aber bevor ich ein Womo Fazit ziehe, verrate ich euch natürlich auch noch schnell, wie die letzten Tage on Tour verliefen.

 

Das Ende meiner Herbsttour im OrangeCamp Wohnmobil

 

Wenn euch diese Zeilen allerdings weniger Interessieren, könnt ihr hier auch direkt zum Wohnmobil #Fazit “vorspulen”.

Wismar mit dem Womo

Wismar mit dem Wohnmobil

Wismar ist ein hübscher Orte, ich hatte mir allerdings mehr versprochen

Im 5. Teil schrieb ich euch gerade aus Wismar, wo ich auf dem sehr netten Wohnmobilhafen Westhafen (Schiffbauerdamm 12, 23966 Wismar) stand. Zu dem Stellplatz kann ich nur sagen, alles top… Stellplatz mit allem drum und dran, Toiletten, Duschen, City nah, Supermarkt um die Ecke und das ganze für 10 Euro pro Tag. Sehr, sehr fair.

Der Stellplatz an sich ist allerdings ein bisschen verwinkelt. Es gibt noch zwei Bereiche, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht.

Da der Stellplatz selbst jetzt mitte/ ende Oktober sehr gut besucht war, lohnt es sich auf jeden Fall genauer hinzusehen. Nur weil das große “Hauptfeld” direkt am Eingang belegt ist, muss es nicht heißen, dass der gesamte Stellplatz wirklich voll ist. Vom “Stellplatz Rund” gehen zwei Wege ab (einmal zur Dusche und einmal genau auf der gegenüberliegenden Platz Seite) die noch zu weiteren Parzellen führen.

Bei der Stadt Wismar selbst, bin ich ein bisschen hin und her gerissen, oder ich sage es besser anders, Wismar ist insgesamt relativ klein. Lasst euch also nicht von dem Namen oder der TV Serie “SOKO Wismar”  auf falsche Vorstellungen bringen… die Innenstadt ist nett, aber insgesamt relativ klein.

Durch Zufall habe ich in Wismar noch eine andere alleinreisende Frau getroffen, mit der ich aber bereits über Facebook vor einigen Wochen Kontakt hatte. Tja und was tun zwei alleinreisende Mädels an einem sonnigen Samstagvormittag… sie gehen bummeln und Kaffee trinken:-) Nachdem wir dann allerdings am frühen Nachmittag wieder zurück zum Stellplatz kamen, hat mein Trottelchen Gen mal wieder voll zugeschlagen.

Isa sagt Hallöchen!

Zurück am Womo sah ich, dass das Womo mittlerweile nicht mehr am Strom hing. Also habe ich schnell nach zwei 1 Euro Münzen gekramt, bin raus aus dem Womo und ab zur Stromsäule.

Geld eingeworfen, umdrehen und schnellen Schrittes zurück zum Womo, denn draußen wurde es mittlerweile ganz schön frisch. Während ich noch rechnete und rechnete wie lange der Strom laufen müsste und ob ich über Nacht wohl noch den Laptop laden konnte… ein Euro = 8 Stunden, zwei Euro 16 Stunden, 15:30 Uhr plus 16 Stunden sind….bin ich also zurück zum Womo gelaufen, reiße mit Schwung die Tür auf und zu meiner Verwunderung saßen da doch glatt zwei Personen.

HÄÄÄÄÄÄÄ????

Was machen die Leute in meinem Womo und warum habe ich Milla nicht bellen gehört? Milla, wo ist Milla und warum sieht das hier so anders aus…Es hat wirklich bestimmt so 2-3 Sekunden gedauert in denen mich die Leute anschauen wie vom Blitz getroffen, ich sie sicherlich aber nicht dämlicher anschaute, mir 30 Fragen im Kopf herum schwirrten und ich dann endlich festgestellt habe

Ich bin mal eben locker flockig in das Womo meiner Nachbarn gestürmt 🙂

Wobei ich zu meiner Verteidigung sagen muss, die hatten auch eine teilintegriertes Wohnmobil zwar nicht von OrangeCamp aber insgesamt sehr, sehr ähnlich und ich war soooo in Gedanken… naja… kann ja mal passieren 🙂

Ich wäre zwar am liebsten direkt im Erdboden versunken und die Frau fand das alles gar nicht so witzig wie ihr mann und ich (ich habe mich gar nicht mehr vor lachen einbekommen und konnte nicht mehr hervorbringen als ein grölendes “Tut mir total leid”) habe schnell die Tür geschlossen und bin zurück in mein Womo gestiefelt.

Puhhhhhh….. typisch ich!!!!

Noch flott nach Travemünde

Nach einem schönen Wochenende in Wismar bin ich Sonntag Nachmittag noch weiter in Richtung  Travemünde gefahren. Diesen Tipp hatte mir jemand über Facebook gegeben. Da mir aber insgesamt langsam die Zeit weg lief, konnte ich also nur noch eine Nacht in Travemünde verbringen und leider hat es den gesamten Tag über immer wieder geregnet, so dass ich nur sehr wenig von Travemünde selbst gesehen habe.

Abends bin ich aber wenigstens nochmal kurz in Richtung Hafen marschiert und ich kann euch zumindest sagen, der Hafen ist wunderschön und gerade in den Abendstunden toll beleuchtet.

Hafen Travemünde mit dem Wohnmobil

Travemünde… leider habe ich viel zu wenig von Travemünde gesehen, aber der Hafen ist toll.

 

Montag Mittag habe ich Travemünde schon wieder verlassen müssen, es war also wirklich nur ein kurzer Abstecher, um dann in Richtung Braunschweig zu düsen.

Die letzte Nacht im OrangeCamp in Braunschweig

Diese letzte Nacht in “meinem” OrangeCamp Wohnmobil habe ich direkt auf dem Stellplatz in Braunschweig verbracht und da muss ich doch sagen… DANKE liebe Stadt Braunschweig für soooo einen netten KOSTENLOSEN Stellplatz.

Ja klar, wenn es hier voll wird, steht man auch mal Womo an Womo aber… es ist ein KOSTENLOSER Stellplatz, mit Stromsäulen (die man dann aber einzeln bezahlen muss), es gibt eine ordentliche Ver- und Entsorgung, der Stellplatz liegt direkt vor einem kleinen Park durch welchen man in ca. 15 Minuten die Braunschweiger City erreicht.

Stellplatz Braunschweig

Der Stellplatz in Braunschweig ist für einen kostenlosen Stellplatz echt klasse!

So ein kostenloses Angebot gibt es leider nur noch sehr selten… HUT AB!!! “Zum Glück” ist an diesem besagten Montag in Deutschland der Herbst so RICHTIG eingetroffen, was für mich bedeutet hat… es hat gestürmt, geregnet, gehagelt und draußen war so richtig ungemütlich… WIE HERRLICH!!! Was liebe ich dieses Wetter an einem Womo Abend.

So habe ich die letzten Stunden im OrangeCamp Wohnmobil noch einmal richtig genossen, ich war nochmal in aller Ruhe duschen, habe zusammengepackt, geputzt und die allerletzte Nacht für euch nochmal im Hubbett verbracht, so dass ich mir auch davon einen Eindruck verschaffen konnte

Tja und am nächsten Morgen, nach einer letzten sehr, sehr ordentlichen Entsorgung und einmal “volltanken bitte” hieß es…

auf in die Daimler Straße, es wurde Zeit sich zu trennen. 🙁

Genau wie schon bei der Abholung des Womos, wurde ich von dem gesamten Orange Team sehr, sehr nett empfangen, wir haben noch ein gemeinsames Käffchen getrunken, einige Details besprochen und nachdem ich irgendwann auch endlich meine ganzen Klamotten und Millachen im Polo hatte, hieß es… Auf Wiedersehen du schöner Flitzer.

 

 

Mein Fazit nach 6 Wochen 690T OrangeCamp Wohnmobil

 

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil auf Test Reise

Leider geht auch die schönste Tour mal zu ende. Kurze Pause auf dem Rasthof

 

Also, ich glaube wer meine Artikel aus den vergangenen Wochen verfolgt hat weiß bereits, dass mein Fazit positiv ausfallen wird.

Dabei kann ich euch mit reinstem Gewissen sagen, ich habe das Womo wirklich genau unter die Lupe genommen und war zu Beginn meiner Reise selber sehr, sehr skeptisch denn um es mal deutlich zu sagen… gerade durch die verschiedenen Facebook Gruppen hatte ich immer den Eindruck, ja es gibt zwar Wohnmobile von OrangeCamp, allerdings muss man bei diesen Fahrzeugen auch ganz deutliche Abstriche machen.

Egal ob OrangeCamp, Glücksmobil oder, oder, oder… ich habe immer gedacht (und gelesen) das sind die absolut “günstigsten” und leider auch “qualitativ schlechtesten” Wohnmobile auf dem Markt.

Ich hatte immer den Eindruck… OrangeCamp Wohnmobil – kann man machen, muss man aber nicht.

Bevor ich jetzt zu den ganzen Details komme möchte ich schon vorwegnehmen, dass sich diese Einschätzung nach meinem Test nicht bestätigt hat!

Ja es gibt Punkte die mir aufgefallen sind, aber wenn man so ein Wohnmobil so lange testet, dann fallen einem eben auch Kleinigkeiten auf. Solche Punkte hängen zum einen auch von dem eigenen “Geschmack” ab und zudem bin ich davon überzeugt, ich könnte jedes vom Band gelaufene Womo dieser Welt testen und es gäbe Punkte die mir auffallen würden. DAS Womo wo wirklich alles, alles, alles stimmt, wird es vom Band niemals geben.

Auf jeden Fall kann ich bereits jetzt sagen, dass sich dieses Gerücht von schlechter Qualität SO GAR NICHT bestätigt hat! NULL KOMMA NULL!!!

Aber gut… kommen wir zu meinem OrangeCamp Wohnmobil Fazit, welches ich gerne in verschiedene “Bereiche” einteilen würde.

  • Fahrerraum
  • Sitzbereich
  • Küche
  • Bad
  • Schlafen
  • Womo von außen

 

Der Fahrerraum im OrangeCamp Wohnmobil

 

Bei dem OrangeCamp 690T handelt es sich ja ausnahmsweise mal nicht um einen Fiat Ducato, sondern um einen Peugeot und rein vom Fahrverhalten usw. fuhr sich der Wagen einfach klasse. Ich hatte viel eher das Gefühl mit einem Auto unterwegs zu sein, als mit einem langen, schweren Womo.

Auch die 156 PS haben sich schlichtweg super gemacht, denn egal ob 5. oder 6. Gang 130, 140, 150 km/h waren gar kein Problem.

Ich konnte den Fahrersitzt auch mit einer Körpergröße von 1,82m bequem einstellen, ich saß super gut in dem Sitzt und so waren auch längere Strecken erstaunlicherweise überhaupt kein Problem. Denn egal ob in meiner Omi oder im Polo, normalerweise bekomme ich immer spätestens nach 200-300 Kilometern Rückenschmerzen oder Probleme mit den Knien, aber im OrangeCamp saß ich so hoch und so bequem, dass ich lange Zeit ohne Schmerzen durchhielt.

Fahrerraum OrangeCamp Wohnmobil

Der Fahrerraum vom OrangeCamp. Ich hatte eine super Übersicht und konnte auch lange bequem fahren.

Ähnliches gilt für das ansonsten bekannte Rumpeln und Rattern im Wohnmobil während der Fahrt. Ich weiß selber, das klingt vielleicht total unglaubwürdig, aber diese Geräusche gab es einfach nicht! Egal ob Duschtüren, Badezimmertür oder Fliegengitter, selbst auf Kopfsteinpflaster hat  da hinten nichts gerappelt oder gescheppert. Gut, an dem schlecht weg geräumten Geschirr, bin ich ja selber schuld!

Vielleicht habt ihr es ja zwischendurch gelesen, auf dem Weg von Dresden nach Potsdam hatte ich 3 Tramperinnen mit an Bord und obwohl ich auch während dieser Fahrt gut 140 km/h gefahren bin, konnten wir uns im Womo noch locker unterhalten.

Zum Thema Rappeln und Scheppern kann ich nur sagen, beide Daumen hoch!!!

Dank der Tramperinnen konnte ich auch gleich testen, wie “wackelig” es hinten während der Fahrt so ist.

Ich kenne einige Personen die sagen, es gibt nichts schlimmeres als während der Fahrt hinten in einem Womo zu sitzen und es gibt sicherlich viele Eltern, die Übelkeit bei ihren Kindern als Problem empfinden. Je nach Modell schwankt so ein Womo während der Fahrt leider so sehr, dass den Mitfahrern bereit nach den ersten 100 Metern schlecht wird.

Seekrank on the Road

Dieses “Problem” habe ich bei den Mädels vor Fahrtantritt direkt angesprochen. Wenn ihnen während der Fahrt schlecht werden sollte, kein Problem, sie sollen nur bitte bescheid sagen, dann legen wir eben eine kleine Pause ein. Zudem hätte ich auch noch Reisekaugummis dabei… für den Fall der Fälle, denn mir selbst wird ja grundsätzlich als Beifahrer schlecht. Aber beide Mädels die hinten saßen hatten keinerlei Schwierigkeiten, ihnen wurde nicht schlecht und das obwohl sie während der fahrt sogar auf dem Tisch mit einer Strassenkarte beschäftigt waren. Sie haben also nicht mal die gesamte Zeit über strikt nach vorne geschaut.

Diese Erfahrung bestätigte nochmal meinen Eindruck, dass das gesamte Womo einfach sehr gut ausgelastet ist und wenig schwankt. Was sicherlich aber auch an dem nicht soooo langen Überhang hinten liegt und daran, dass die Wassertanks direkt über der Achse liegen.

Ähnlich positives gilt auch für die länge von 7,02 Meter.

Dank der eingebauten Rückfahrkamera, welche sich im gleichen Monitor wie das Radio und das Navi befindet, hatte ich nie größere Probleme mit dem Womo zu rangieren.

Ich hatte insgesamt eine sehr, sehr gute Übersicht über das gesamte Wohnmobil.

Egal ob nach vorne, hinten oder zu den Seiten hin, ich kam schnell so gut mit dem längeren Womo klar, dass ich selbst auf dem City Parkplatz in Potsdam keine größeren Probleme beim Einparken bekam. Ohne Rückfahrkamera würde ich das Fahrzeug allerdings nicht unbedingt rangieren wollen, diese Kamera ist goldwert, gerade für mich als Alleinreisende.

Trotzdem gibt es aber zwei KLEINE Punkte aus dem Themenbereich “Fahrerraum” , die ich etwas zu bemängeln habe. Dabei handelt es sich einmal um das Thema AdBlue und einmal um die Geschwindigkeit.

Ja ihr lest richtig…ich habe Geschwindigkeit geschrieben 🙂 Wobei ich in dem Fall ganz klar sagen muss, das ist natürlich KEIN negativer Punkt am Fahrzeug selbst, sondern ein Punkt, bei dem ich einfach zur Vorsicht aufrufen möchte.

Ich konnte in den vergangenen Wochen immer wieder feststellen, dass andere Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn einfach nicht damit rechnen, dass von hinten ein Womo mit 150 km/h angedüst kommt. Mehr als einmal musste ich ziemlich in die Eisen gehen, weil irgendein PKW vor mir nochmal eben auf die Nachbarspur zog und gar nicht gecheckt hat, wie schnell ich eigentlich war.

Also wie gesagt… hierbei handelt es sich definitiv nicht um einen “negativer Punkt” am Fahrzeug selbst, oder gar an OrangeCamp! Wer so schnell mit einem Womo fährt, sollte nur unbedingt weit vorausschauend fahren.

Bei dem AdBlue Punkt ist es allerdings etwas anders, wobei auch dies sicherlich eher ein Kritikpunkt an Peugeot ist und im Grunde nicht gegen das OrangeCamp Wohnmobil spricht.

Da dieses neue Wohnmobil natürlich auch auf Diesel fährt, musste ich aufgrund dieser ganzen Schadstoffdisskussion zum normalen Diesel auch AdBlue tanken. Leider gibt es aber in dem Fahrzeug KEINE Anzeige, wie lange das getankte AdBlue noch ausreicht.

Irgendwann schaltet sich einfach eine Kontrolllampe an, bzw. im Fahrerdisplay wird angezeigt, dass man wieder AdBlue nachtanken muss, wann dieser Moment aber komm weiß kein Mensch.

Von diesem Moment an hat man zwar immer noch viel Zeit, man kann auch immer noch gut 800 km fahren und selbst danach geht der Motor nicht direkt kaputt, es fehlt ihm nur an Leistung. Man hat also eigentlich genügend Zeit eine passende Tankstelle zu finden.

Nichts desto trotz wäre es meiner Meinung nach deutlich angenehmer, wenn man vorher weiß, wann man wieder AdBlue nachtanken muss.

Dabei ist es aber so, dass dieses AdBlue deutlich, deutlich länger hält, als der normal getankte Diesel. Ich bin in den vergangenen 6 Wochen insgesamt etwas mehr als 3000 Kilometer gefahren und musste nur ein einziges Mal, direkt zu Beginn meiner Tour auf dem Weg nach Passau, AdBlue tanken. Da war es aber ausgerechnet so, dass ich es im Grunde eh schon eilig hatte und ich geraaaade von der Tankstelle wieder auf die Autobahn aufgefahren bin, als plötzlich die AdBlue Lampe an ging. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich natürlich direkt beim normalen Tanken auch den AdBlue Tank voll gemacht.

Bis zu dieser Tour habe ich mich noch nie darum gekümmert, ob man mittlerweile eigentlich an jeder Tankstelle AdBlue bekomme, ob man dieses Zeug nur an den großen Tankstellen bekommt und wie man dieses Flüssigkeit genau tanken muss. Das war für mich also alles ganz neu und da ich nicht wusste, wo ich dieses AdBlue überall bekomme, bin ich also vorsichtshalber direkt wieder am nächsten großen Autohof abgefahren und habe dann dort das erste Mal AdBlue getankt. Einmal volltanken hieß 10 Liter und hat mich dabei ca. 7 Euro gekostet.

Es geht also nicht um die Kosten und es geht auch nicht darum, dass man wie bei dem normalen tanken DRINGENDST sofort zur Tankestelle fahren muss, wenn diese Kontrolllampe aufleuchtet. Es geht mir einfach nur darum, dass es deutlich angenehmer wäre vorab zu wissen, wann man wieder AdBlue tanken muss.

Ich weiß auch nicht sicher wie das im Ausland aussieht, ob man da überall an dieses Zeug ran kommt, z.B. oben in Schweden oder Norwegen? Keine Ahnung… gerade für solchen Touren wäre es also doppelt gut zu wissen, wie lange das getankte AdBlue noch ausreicht.

 

Der Sitzbereich im OrangeCamp Wohnmobil

 

Ich habe bisher immer gesagt, hmmmm diese teilintegrierten Wohnmobile sind ja vielleicht ganz nett, aber die umgedrehten Fahrersitze stören mich. Ich möchte es mir abends im Womo gemütlich machen können, möchte die Beine hochlegen und nicht stocksteif auf einem Fahrersitz hocken.

Dieses Argument muss ich mittlerweile TEILWEISE revidieren, denn die Abende im OrangeCamp Wohnmobil waren wirklich gemütlich, was allerdings zum großen Teil auch an der kleinen Sitzbank neben der Tür lag. Diese kleine Sitzbank ist super! So konnte ich den Beifahrersitz drehen, die Rückenlehne etwas zurückstellen und die Beine auf die Sitzbank legen. Wenn ich zudem den Tisch ausgezogen habe, konnte ich auch noch ganz entspannt am Tisch arbeiten oder Getränke abstellen… dank dieser kleinen Sitzbank wurden die Abende mindestens doppelt so gut!

Was ich auch sehr gut fand waren die vielen einstellbaren Heizdüsen im Sitzbereich.

Egal welchen Sitz ich gerade genutzt habe, überall im Boden gibt es diese “Ausströmer” der Heizungsanlage, die ich mir einzeln und ziemlich punktgenau einstellen konnte. Für mich als Frostbeule natürlich perfekt. Man kann diese Heizdüsen aber auch komplett verschließen, wenn es einem “zu viel” wird.

Gemütlichkeit im Wohnmobil

So gemütlich können Womo Abende sein 🙂

Ebenfalls sehr gut abgeschnitten haben die Polster. Jetzt, nachdem ich das Womo kontrolliert und in einem sehr guten Zustand wieder abgegeben habe kann ich’s ja sagen… als ich den Müll wegbringen wollte, ist mir irgendwas ausgelaufen und auf die Polster getropft. Aber dank dieser speziellen Oberfläche der Polster sind die Tropfen wie “abgeperlt”, das war echt klasse und nachdem ich die Tropfen vorsichtig aufgewischt habe, war NICHTS mehr auf dem Polster zu sehen.

Das klappt wahrscheinlich nicht unbedingt bei einem vollen Glas Rotwein, aber in meinem Fall hat diese Polsterversiegelung super funktioniert und ich bin mir sicher, auch die ein oder andere Hundepfote kann man so ganz easy peasy wieder von den Polstern entfernen.

Ebenfalls positiv sind die Staufächer über dem Sitzbereich, diese sind so groß und schließen wunderbar, so dass man dort nochmal jede Menge “Gedöns” unter bekommt.

Dann gab es noch das große Panoramafenster über dem Fahrerhaus, HERRLICH!!!

Durch dieses Fenster kommt soooo viel Licht, das ist echt klasse. Gerade für mich zum schreiben am Laptop ist das richtige Licht immer wieder ein Thema. Natürlich kann man dieses große Fenster auch aufstellen, abdunkeln oder mit einem Fliegengitter verschließen. Während der Fahrt sollte es allerdings verschlossen bleiben…ist ja kein Cabriolets,  ist glaube ich klar.

Nicht ganz so bequem wie die Fahrerhaussitze ist die Sitzbank gegenüber. Da würde ich einfach mal sagen… sicherlich kann man da mal sitzen, man kann da auch vernünftig essen wenn man den Tisch etwas vorschiebt oder mal einen Abend z.B, Karten spielen. Auf Dauer wäre das aber nicht mein bevorzugter Sitzplatz.

Die Rückenlehne des Sitzbereiches ist schon sehr, sehr steil. Gerade sitzen z.B während der Fahrt klappt wunderbar, aber “gemütlich” quer durchs Womo fletzen ist auf dieser Sitzbank eher nicht möglich. Insgesamt also eher ein Ort für z.B. die Enkelkinder, die nur 2-3 mal im Jahr mit Oma und Opa unterwegs sind.

Was mir im Sitzbereich aber tatsächlich gefehlt hat sind ausreichend Steckdosen. Es gibt eine einzige Steckdose unter der großen Sitzbank, aber das war es dann auch. Ich weiß, das ist ein Punkt der bei eigentlich allen Wohnmobilen immer wieder bemängelt wird und hier ist er mir eben auch aufgefallen. Eine einzige normale Steckdose im Sitzbereich ist in Zeiten von Handy, Laptop, Kamera, Tablet und E-Reader für mich etwas zu wenig.

 

Die Küche im OrangeCamp Wohnmobil

 

Also bei dem Herd im OrangeCamp handelt es sich um ein echtes Schmuckstück. 4 Platten, Backofen und ein Salamander bzw. ein extra Grill zum überbacken oder zum warmhalten ist schon toll. Ja, ihr könnt jetzt sagen “wer braucht denn bitte einen Ofen im Womo?”, aber ich kann euch nur sagen, ich habe ihn geliebt und auch echt oft genutzt. Egal ob Auflauf, TK-Pizza oder Toast Hawai, dieser über Gas betriebene Ofen war einfach klasse.

 

Backofen im OrangeCamp Wohnmobil

Ihr könnt sagen was ihr wollt 🙂 … ich fand den Backofen super gut!!!

 

Ebenfalls super ist der große Kühlschrank mit gefrierfach und das gesamte Lichtkonzept der Küche. Dank eines unter der Spüle angebrachten LED Lichtbandes wird auch gleich die geöffnete Besteckschublade beleutet. Das ist schon sehr clever gemacht.

Allerdings gibt es im Küchenbereich auch die für mich “größten” bestehenden Kritikpunkte des gesamten OrangeCamp Wohnmobils.

Das Spülbecken ist schon sehr klein. Gut, jetzt kann man sicherlich sagen, wer benötigt schon ein riesengroßes Spülbecken, wahrscheinlich niemand dringend. Wenn aber ständig das Wasser überschlappt während des Spülens (und ich habe mich schon echt bemüht vorsichtig zu spülen), ist das einfach nicht so wirklich praktisch und ob das ständige Spülwasser dem Holz bzw. den Leisten drum herum auf lange Sicht so gut tut, kann ich auch nicht sicher sagen.

 

Kritikpunkte am OrangeCamp Wohnmobil

Das Spülbecken ist sehr klein, das muss ich einfach sagen. Toll sind hingegen die extra Ablageflächen von OrangeCamp

 

Dass es im Küchenbereich wenig Platz zum schnippeln gibt hat OrangeCamp ja bereits erkannt und die praktischen Holzablagen eingebaut.Ein Punkt den ich an OrangeCamp wirklich klasse finde. Dank der hauseigenen Schreinerei versuchen Sie zumindest direkt auf solche Punkte einzugehen.

Thema Kühlschrank… super groß, super Leistungsstark, aber den muss man einfach richtig “behandeln”. Bei mir gab es zu Beginn meiner Reise ständig das Problem, dass die Kühlschranktür während der Fahrt aufgesprungen ist. STÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄNDIG!!!! Das war echt nervig!!!!

Irgendwann habe ich dann aber mit OrangeCamp darüber gesprochen und schnell wurde mein Fehler klar. Diese neuen großen Kühlschränke haben keinen Stift mehr, der die Tür während der Fahrt zuverlässig geschlossen hält, sondern das ganze läuft über Unterdruck. Dazu ist es aber wichtig, dass zum einen die Klammer, welche die Tür zum Lüften offen hält wenn man den Kühli nicht nutzt, richtig sitzt (bei mir saß sie falsch, darum ging die Tür so leicht auf) und zum anderen muss der Kühlschrank während der Fahrt auch auf 12 Volt/ Batterie stehen, damit diese Unterdruck Geschichte richtig läuft!!!!

Ich habe den Fehler gemacht, dass ich den Kühlschrank vor der Fahrt ausgeschaltet habe, weil ich dachte, och der ist eh so kalt, der muss gar nicht unbedingt über Batterie laufen. Aber dann funktioniert natürlich auch diese Unterdruck/Ansaug Aktion nicht richtig und die Tür springt ständig auf.

Gewusst wie!!!!

 

Kühlschrank im Wohnmobil OrangeCamp

Der große Kühlschrank ist schon seehehr nett, man muss nur wissen wie man mit ihm umgeht.

 

Nachdem das alles klar war, sprang der Kühlschrank während der Fahrt auch nicht mehr auf.

Noch ein letzter Punkt… bevor man Losfährt, sollte man allerdings unbedingt daran denken die Backbleche bzw. das Ofenrost aus dem Ofen zu nehmen, denn ansonsten ist dieses Teil das einzige welches auf der Fahrt klappert wie wild.

Ansonsten kann ich nur sagen, klasse Küche, ausreichend Staumöglichkeiten und super tolles, großes Panoramafenster. Alles wirklich sehr, sehr schön!

 

Kommen wir zum OrangeCamp Wohnmobil Bad Bereich

 

Mir persönlich hat der gesamte Badebereich seeeeehr gut gefallen. Da man die Badezimmertür sowohl direkt vor der Toilette schließen kann, als auch als Abtrennung zum Wohnbereich, kann man den gesamten hinteren Bereich des Wohnmobils super trennen.

Ich meine jetzt mal ehrlich… mit einer anderen Person in einem Wohnmobil zu reisen, bedeutet grundsätzlich auch, jemand anderes sehr, sehr nah an sich heran zu lassen und dabei ist die “Klo Situation” eben auch so ein Punkt. Dank dieser Tür kann man den Wohnbereich aber wirklich gut abtrennen. Ich meine, ich bin da ja eh super empfindlich, ich kann ja nichtmal auf einer öffentlichen Toilette Pipi machen wenn jemand in der “Box” neben mir sitzt. Ehrlich… da geht nichts! 🙂

Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich reise mit jemandem in der Omi und diese Person sitzt  jetzt im “Wohnbereich” (sozusagen direkt neben dem Klo, auch wenn da diese kleine Tür zwischen ist) ich glaube ich könnte da im Leben nicht pinkeln gehen, geschweige denn iiiiiirgendwas anderes 🙂  Dazu kommt noch, wenn man die Tür am “Badezimmer” der Omi schließt, muss man sich schon sehr klein machen um irgendwie mit langen Beinen aufs Klo zu kommen.

Toilette im Wohnmobil

Die Toilette lässt sich drehen, so dass noch mehr Platz für die Beine bleibt

Das ist im OrangeCamp Wohnmobil eben ganz anders. Durch diese Trenntür entsteht im Badbereich viel Platz, es gibt keine Probleme mit den langen Beinen und dennoch ist der gesamte Bereich “sicher” vom Wohnraum getrennt.

Auch die Aufteilung der Dusche ist meiner Meinung nach sehr clever gemacht.

Gut, wir müssen nicht darüber diskutieren, eine Dusche in einem 7 Meter langen Wohnmobil ist immer klein! Aber im OrangeCamp kam sie mir wirklich nicht so klein vor!

Das lag, so glaube ich, vor allem an der “Einteilung” der Dusche. Erstmal ist es natürlich praktisch, dass die eigentliche Duschwanne mit einem Holzbrett ausgestattet ist, wodurch man den Duschbereich im Alltag sorglos betreten kann. Nimmt man dann aber dieses Holzbrett zum Duschen raus, kommt einem die Duschwann im ersten Moment schon sehr klein vor.

Aber… dank eines kleinen Vorsprungs entstehen nochmal gut 20-25 cm mehr Platz und genau diese cm sind es, die einem während des Duschens ausreichend Platz ermöglichen. Ich habe mehrfach im Womo geduscht, auch mit Haare waschen und kam super klar. Ich bin nicht einmal gegen die “kalte” Duschwand gestoßen und konnte selbst meine Füße in aller Ruhe waschen.

Dank der drei Abläufe in der Duschwanne, kann das Womo auch mal etwas schief stehen und das Wasser läuft sauber ab. Wirklich klasse!

 

Duschen im Wohnmobil

Dank dieses weißen Vorsprungs hinten an der Rückwand hat man in der Dusche erstaunlich viel Platz

 

Ebenfalls clever gemacht ist die “Sicherung” der Duschtüren, wodurch es auch auf lange Sicht nicht möglich sein wird, dass die Duschtüren während der Fahrt rappeln. Denn zum einen werden die Türen durch das eingelegte Brett am Boden ganz eng zusammengehalten, zum anderen gibt es im oberen Bereich nochmal einen Hebel um die Duschtüren zu halten und zwischen den Klapptüren befinden sich noch winzige “Moosgummi Plättchen” (oder sowas in der Art) die kein klappern zu lassen.

Wenn ich jetzt wirklich etwas zu “meckern” suche… und hier ist suchen besonders dick geschrieben, dann wäre es das Fenster, welches über der Toilette eingebaut ist.

Dieses Dachfensterchen ist so klein und vom Modell her eher alt, das passt irgendwie gar nicht zu so einem neuen Womo. Ich glaube das ist dieselbe kleine Dachluke die ich in der Omi gerade anfang des Jahres ausgetauscht habe. Wie gesagt, das ist definitiv meckern auf hohem Niveau, aber warum in so ein schickes neues Womo eine so kleine, olle Dachluke eingebaut wird… kein Ahnung.

Ich glaube da sollte gespart werden, denn diese kleine Luke hat nichts mit den echt tollen anderen Fenstern zu tun.

Sehr gut fand ich noch die beiden Staufächer im Boden bzw. in den Treppenstufen hoch zum  Bett. Beide “Räume” haben sich super als Schuhschrank gemacht. So konnte ich auch schmutzige Schuhe leicht verstauen. Eine weitere clevere Idee konnte ich im Kleiderschrank finden. Dank einer extra Lampe wie man sie auch vom Kühlschrank kennt, geht im Kleiderschrank ein Licht an, sobald man die Tür öffnet. Ich habe dazu in der Omi extra Batterie Spots “verklebt” aber so ein “Kühlschrank Licht” im Kleiderschrank ist schon echt super.

Allerdings muss ich auch sagen, insgesamt ist der Kleiderschrank schon schmal. Es gibt zwar im gesamten Womo viele, viele Staufächer, das ist echt klasse, aber die Kleiderschrank Stange zum hängen von z.B. Jacken ist wirklich schmal. Über den Daumen gepeilt würde ich sagen, da passen maximal 4 Kleiderbügel samt Jacken rein.

Allerdings gibt es unter der Kleiderstange noch 4 Fächer um weitere Kleidung unterzubringen.

Wenn dieses OrangeCamp Wohnmobil meines wäre, würde ich es auf jeden Fall so machen, dass ich diese 4 weiteren Fächer entferne und dafür eine zweite Kleiderstange einsetze. Wie gesagt, Staufächer für die Klamotten gibt es viele, nur der Platz um Kleidung auf einem Bügel aufzuhängen gibt es wenige, darum dann lieber die zwei übereinander hängenden Kleiderstangen.

 

Schlafen im Orangecamp Wohnmobil

 

“Mein” Modell hatte ja ein Querbett und ich kann nur sagen, für mich war dieses Querbett perfekt! Ich hatte mehr Platz als ich jemals benötige, ich konnte wunderbar vom Bett aus TV schauen und sowohl die beiden Spots, als auch vor allem das in der Rückwand eingebaute, indirekte Licht waren super duper angenehm.

Was mir außerdem sehr, sehr gut gefallen hat, sind die insgesamt drei Fenster im Schlafbereich. Es gibt jeweils auf den Wohnmobil Seiten ein Fenster und zudem noch ein großes Dach Heki. So könnte man selbst warme Sommernächte sehr gut überstehen, weil man immer etwas “Durchzug” herstellen kann.

Ich habe im OrangeCamp Wohnmobil geschlafen wie ein Stein!

 

Querbett im Wohnmobil

Durch diesen Winkel in der Matratze wird das Bett nach unten hin deutlich schmaler

 

Und da ich die Frage schon gestellt bekommen habe. Nein, das OranngeCamp Womo hat hinten keinen extremen Überhang. Der Überhang ist wirklich super gemacht. Er ist gerade so lang, dass ich mit dem Womo auch mal irgendwo stadtnah parken konnte, wo z.B. eine Wiese hinter der eigentlichen Parkbox angelegt wurde, er war gleichzeitig aber auch so “kurz”, dass das Wohnmobil/ bzw. das Bett hinten nicht stark schaukelt.

Das Thema hatten wir ja gerade schon in ähnlicher Variante beim Thema Seekrank werden, aber die Gewichtsverteilung in dem Womo ist wirklich, wirklich klasse.

Neben dem Querbett im Heck, hat das Mobil auch noch ein Hubbett über dem Tischbereich. Ich habe extra für euch zum testen auch eine Nacht da oben verbracht und habe mich auch da pudelwohl gefühlt. Das gesamte Hubbett ist sicherlich 120-140 cm breit und so weit vom Dach entfernt, dass ich um Hubbett sogar sitzen konnte. Dagegen ist die Höhe des Alkoven in der Omi winzig.

Auch im Dach des Hubbets sind nochmal zwei Spots verbaut, so dass man auch da oben abends z.b. noch gut lesen kann, ohne die Taschenlampe zu nutzen. Des weiteren ist das gesamte Bett leicht herunter zu ziehen und kann später dank einer unterstützung mit zwei Fingern wieder hoch geschoben werden.

 

Hubbett im OrangeCamp Wohnmobil

Das Hubbett, ok ihr seht… es war schon Tag und das Fenster hinten nicht ganz abgedunkelt… aber Platz ist da oben mehr als reichlich

 

Natürlich habe ich mich gefragt, könnte man zur NOOOOT noch unten sitzen, wenn das Hubbett nach unten gefahren ist? Und meine Antwort lautet JA! Selbst das geht, wenn auch nur mehr schlecht als recht.

Wenn das aber mal (warum auch immer) nötig sein sollte, ist es möglich die Fahrerhaussitze zu nutzen, obwohl das Hubbett unten ist. Ich dachte da z.B. an die Situation… man reist mit Kids und möchte ihnen abends noch etwas vorlesen. Das würde auf jeden Fall funktionieren, dazu kann man die Sitze des Fahrerhauses also durchaus trotz Hubbett nutzen.

Habe ich zum Thema Betten Situation auch Kritikpunkte… jain!

Also ein echter Kritikpunkt sind mal wieder die Steckdosen, eine einzige Steckdose hinten am Bett finde ich zu wenig. Außerdem gibt es im gesamten Wohnmobil nur eine USB Steckdose. Wenn man also irgendwo steht ohne am Landstrom zu hängen und noch keinen Wechselrichter hat (so wie bei mir) , gibt es nur diese eine einzige USB Steckdose um überhaupt irgendwas zu laden und diese sitzt dann auch noch direkt über dem Herd.

Da muss man sich abends schon gut überlegen, ob man das Handy läd, das Tablet, den Laptop oder die Kamera… eine Steckdose ist sehr wenig.

Der zweite Punkt ist sicherlich das Querbett, wobei ich dieses NICHT als Kritikpunkt äußern möchte, sondern man muss sich einfach überlegen, was man haben möchte. Ich z.B. finde die Aufteilung mit dem großen Badbereich hinten quer und dem dahinter liegenden Bett aktuell besser, als ein schmales Längsbett und daneben ein schmales, langes Bad. So denke ich zumindest aktuell!

Ein anderes Thema bei vielen Paaren ist “Schnarchen”…

Ich kenne so einige Paare die grundsätzlich mittlerweile getrennt schlafen, weil ein Partner so laut schnarcht. Dies wäre hier dank der Tür zwischen Wohn- und Schlafbereich und des Hubbetts sehr gut möglich.

Raumbad im Womo

Für mich aktuell jeden Morgen wieder schön… der getrennte Bad/Dusch Bereich .

Möchte man aber als, sagen wir mal “fülliges” Paar gemeinsam hinten im Querbett schlafen, ist es schon relativ eng. Gerade durch den Einstig ins Bett fällt nochmal ein Teil der vorderen Matratze weg. Es ist also eigentlich so, dass zwei große, breite Personen sehr gut oben im Kissen Bereich nebeneinander passen, es dann aber ab Po und Beinen enger wird.

Einen wirklich heftigen Kritikpunkt habe ich also nicht, ich denke jeder Wohnmobil Käufer muss in diesem Bereich einfach selber schauen was für ihn am besten ist. Für mich als Alleinreisende, die höchstens maaaaal eine andere Person mit an Bord hat, ist diese Aufteilung super.

 

Und von Außen? Das OrangeCamp Wohnmobil und die Garage, Staufächer usw.

 

Fangen wir mal mit der Garage an. Super finde ich, dass die Garage mit beheizt wird, so kann man da hinten auch gut mal nasse Kleidung oder Handtücher aufhängen. Gerade wenn man mit Hund reist ein erheblicher Vorteil! Zudem ist die Garage groß genug um zwei Fahrräder zu verstauen und da sie von beiden Seiten zu öffnen ist, kommt man auch an die “hinteren” Bereich sehr gut ran.

Außerdem sind in der Garage bereits einige kleine Ablageflächen eingebaut, hier kann man also die ganzen kleineren Teile, Schlauchanschlüsse, Hundeleinen usw. gut verstauen.

Zu den anderen Fächern kann ich wenig schreiben, sie sind da und sie funktionieren. 🙂

 

Wohnmobil günstig im Test

Das OrangeCamp Womo von der Seite

 

Was mich etwas gewundert hat, ist dass das Frostschutzventil mit im Frischwasser-Nachfüll-Kasten sitzt. Kannte ich so nicht, bei mir in der Omi sitzt  der Wächter mit in dem Fach, in dem auch die Heizung sitzt, aber so wie im OrangeCamp ist das durchaus gut. Man kommt auf jeden Fall sehr leicht ran. Der gesamte Frischwassertank sitzt direkt hinter dem Fahrersitz auf der Vorderachse und auch das Fach zum befüllen des Frischwassertanks ist auf der selben Seite.

Etwas hin und her gerissen bin ich von dem Toiletten Kanister Auszug auf der Aufbautür Seite. Wenn man die Toilette also leeren möchte, ist dies direkt auch auf der Seite, auf der man sitzt oder vielleicht die Markise öffnet.

Ja, das ist sicherlich auch mal wieder kein echter Kritikpunkt und mir ist natürlich klar, dass die Aufteilung des Womo nichts anderes zulässt, aber es ist mir aufgefallen.Gut, aber man muss  ja auch nicht gerade die Toilette weg bringen, wenn der Partner noch am Frühstückstisch sitzt.

Einen letzten echten dicken fetten Kritikpunkt habe ich allerdings noch festgestellt… wobei ich jetzt ganz aktuell erfahren habe, dass dieser so nicht mehr gilt! Dennoch schreibe ich ihn euch, denn vielleicht sucht ja gerade jemand ein gebrauchtes Wohnmobil, wo diese Situation noch besteht.

Es geht um den Gaskasten!

Dieser sitzt nämlich bei meinem Womo Testmodell noch in der Garage und ist sowas von unpraktisch verbaut! Zum einen ist es so… würde man z.b. zwei Fahrräder in der Garage stehen haben, könnte man wahrscheinlich die Gaskasten Tür gar nicht mehr öffnen. Das bedeutet also, wenn mal wieder nachts das Gas ausgeht, müsste man morgens erst die Räder aus der Garage holen um überhaupt an den Gaskasten zu kommen.

 

OrangeCamp Wohnmobil Kritik

Der Gastkasten sitzt auf der rechten Seite der Womo Garage

 

Davon abgesehen ist der gesamte Gaskasten echt sowas von unpraktisch verbaut, da hat aber irgendwer damals beim Modellentwurf nicht nachgedacht. Der gesamte Kasten sitzt auf der rechten Seite der Garage, ist aber insgesamt eigentlich mindestens 5 cm zu niedrig und hat zudem unten und oben auch noch eine total überflüssige Kannte.

Eine volle Gasflasche hat ja diesen roten Deckel, den man erstmal abnehmen muss, bevor man den Gasschlauch anschließen kann.

Wie es immer so ist, ging mir auch im OrangeCamp Wohnmobil spät Abends das Gas aus und dann kam der Akt Gasflasche wechseln… ehrlich ich habe mir dabei fast einen abgebrochen um diese verdammte rote Tülle von der Flasche zu bekommen.

Es ging einfach nicht!

Der Gaskasten bietet nach oben so wenig Platz, dass man die Tülle nicht von der Flasche bekommt.Ich musste erst die gesamte Flasche aus dem Kasten heben, um dann die Kappe von der Flasche zu ziehen. Allerdings war auch das nicht so einfach, denn selbst um die Flasche aus dem Kasten zu heben, muss man sie etwas schräg halten, um an dieser überflüssigen Kannte vorbei zu kommen. Und das alles um 23 Uhr, möglichst leise um die Nachbarn nicht zu stören und viel zu dünn angezogen. Da wird man schnell ein bisschen “frustig” 😉

 

Wohnmobil im Test OrangeCamp

Hier sieht man es ganz gut, der Gaskasten ist echt unpraktisch. Zum Glück wurde er mittlerweile nach außen gelegt

 

Am letzten Tag habe ich auch noch neues Gas gekauft und wollte die Gasflasche wieder in den Kasten stellen. Auch dies war ziemlich umständlich.Zumal muss man sich, um die Gasflasche in den Kasten zu hieven, erst ein Stück in die Garage beugen muss, um dann die für mich relativ schwere Gasflasche  über diese Kannte in den Kasten zu heben. Vorbeugen und gleichzeitig schwer heben… da jauchzen aber die Bandscheiben.

Soll also heißen, der Gaskasten ist in diesem Modell echt doof verbaut, das muss ich einfach so sagen, auch wenn ich von allem anderen schwärmen könnte.

ABER… wie ich jetzt gehört habe, ist dieses Problem bereits bekannt und es wurde auch schon reagiert. Mittlerweile ist der Gaskasten etwas größer und vor allem direkt von außen zu nutzen. Man muss also nicht mehr so umständlich in der Garage hantieren. Gut das dieses Problem also bereits gelöst wurde, denn das war an meinem OrangeCamp Wohnmobil Modell noch ein echter Knackpunkt!

 

Mein Fazit vom Fazit…

 

Das OrangeCamp Wohnmobil im Test - 6 Wochen durch den Herbst, ein Qualitätscheck im OrangeCamp Womo

Dein Pin zum OrangeCamp Test

Ich bin tatsächlich erstaunt, wie gut die allgemeine Qualität an diesem OrangeCamp Wohnmobil ist. Ich denke, das OrangeCamp mittlerweile komplett in Deutschland produzieren lässt, dieser Schritt hat dem gesamten Unternehmen und jedem einzelnen Wohnmobil sehr, sehr gut getan. Sicherlich gibt es auch an diesem Modell Dinge, die entweder eine Frage des Geschmacks sind, oder auch des ganz persönlichen Reise Alltags. Wenn mich zu wenige Steckdosen stören, muss das ja definitiv nicht für alle anderen Camper gelten.

Was ich an OrangeCamp erwähnenswert gut finde ist, dass sie versuchen auf die kleineren Problemchen einzugehen. Natürlich können sie nicht grundsätzlich die gesamte Produktion verändern, dafür laufen selbst bei einem kleineren Hersteller wie OrangeCamp zu viele Wohnmobile vom Band. Nichts desto trotz versuchen sie aber mit kleinen Detail den Komfort zu verbessern, so wie z.B. mit den klappbaren Schneidebrettern, oder den extra Auflageflächen im Küchenbereich.

Natüüüüüürlich ist auch hier nicht immer alles Gold was glänzt, und natüüüüüürlich arbeiten auch hier nur Menschen die mal einen besseren oder schlechteren Tag haben. Große Pannen dürfen nicht passieren, aber einen nicht ganz super freundlichen Kundendienst… naja… sollte auch nicht sein, gibt es aber wie in jedem anderen Unternehmen dieser Welt auch. Ich kann nur sagen, zu mir war das gesamte Team sehr, sehr nett und freundlich.

Ehrlich gesagt… ich sehe qualitativ aktuell keinen echten Unterschied zu anderen großen deutschen Herstellern, mich hat OrangeCamp überzeugt und für mich stellen die Fahrzeuge eine super gute Alternative da. Zumal der Preis des OrangeCamp 690T in der Grundausstattung 52.900 Euro beträgt, was ja in der aktuellen Campin Boom Phase fast schon ein Schnäppchen ist. 😉

Ich möchte mich auf diesem Weg  nochmal bei dem gesamten Team für die tolle Kooperation bedanken, ich hatte eine super Zeit auf meiner Reise mit dem OrangeCamp Wohnmobil durch den Herbst.

 

OrangeCamp Team im Test , ein günstiges Womo

Schön wars! 🙂

 

So und wenn ich euch jetzt auf den geschmack gebracht habe, dann schaut euch doch einfach mal selbst bei OrangeCamp in Braunschweig vorbei oder auf einer der nächsten Reisemobil Messen am OrangeCamp Stand um.

Ihr habt die ersten Teile meiner Tour durch den Herbst im OrangeCamp verpasst? Habt nichts von meiner Fahrt über den Brenner, die Werksbesichtigung, mein “nicht erwünscht sein” am Chiemsee oder das Stellplatzproblem in Potsdam gelesen?

Dann findet ihr hier Teil 1 – 5 meiner Herbst Tour:

Teil 1 – Das Unternehmen OrangeCamp und warum ich an einem Tag gleich 1100 km gefahren bin

Teil 2 – Ein Blick hinter die Kulissen des modernen Wohnmobilbaus

Teil 3 – Das Chiemsee Desaster und ein wunderschöner Stellplatz

Teil 4 – Ab über den Brenner – einmal Italien oder doch nicht?

Teil 5 – Dresden, Potzdam und ab auf die Insel

Ich wünsche euch viel Spaß und sage wie immer… bleibt gesund!

 

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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