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Durch den Herbst im OrangeCamp Wohnmobil – Teil 4 – Viva Italia, oder doch nicht?!

Durch den Herbst im OrangeCamp Wohnmobil – Teil 4 – Viva Italia, oder doch nicht?!

Und schwupp di wupp, geht es auch schon weiter mit dem vierten Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp Wohnmobil.

Noch schnell im Kurzverfahren der Rückblick auf die ersten drei Teile, damit ihr auch noch wisst wo wir stehen.

  • Im  ersten Teil habe ich euch mit nach Braunschweig genommen und erzählt warum ich die nächsten Wochen mit dem neuen OrangeCamp Wohnmobil on Tour sein darf. Herbsttour Teil 1
  • Danach ging es direkt weiter zum nächsten Hersteller. Nach jahrelanger Planung, weil ich es fast vermasselt hätte, ging es zur Knaus Tabbert Werksbesichtigung. Ein Blick hinter die Kulissen des professionellen Wohnm obil und Caravan Bau, Herbsttour Teil 2
  • Im dritten Teil habe ich euch dann erzählt, dass ich am Chiemsee anscheinend nicht erwünscht war, dass ich aber doch noch einen seeeehr schönen Stellplatz oberhalb des Chiemsees gefunden habe und wie es für Milla, den Flitzer und mich weiter durch die Berge nach Kufstein ging. Alleinreisende, NEIN DANKE … Chiemsee und meine Herbsttour Teil 3

 

Alles endete mit dem Almabtrieb, der leider nicht so schön war wie ich vorab gehofft habe und einem total lieben Überraschungsbesuch.

Nach diesem Besuch begann für mich aber das große Hin- und Herfahren, denn plötzlich änderten sich meine Pläne mehr oder weniger täglich. Wie gut, dass ich aktuell mit dem neuen test OrangeCamp Wohnmobil viel schneller unterwegs bin, als mit der guten alten  Omi. 🙂

Also los gehts mit dem 4. Teil meiner Wohnmobil Tour durch den Herbst.

 

OrangeCamp Wohnmobil Tour durch die Alpen

Pause auf über 1600 Meter Höhe … schon schön hier oben, auch als Friesenkind

 

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil in Richtung Italien… Brenner wir kommen

Eiiiiiigentlich hatte ich so still und heimlich für mich geplant, dass ich von Kufstein aus weiter durch die Alpen tucker, um irgendwann am Gardasee zu landen.  Also habe ich mich als erstes auf den Weg in Richtung Brenner aufgemacht, denn über diesen Pass wollte ich schon immer mal fahren… nur nicht unbedingt mit der Omi! 🙂

Von da an hieß es also für Milla und mich, immer Berg auf!!! Noch auf dem Stellplatz in Kufstein hatte mir ein Camping Nachbar erzählt, dass sie grundsätzlich nur Sonntags über den Brenner fahren, denn an allen anderen Tagen sei die Fahrt dank der vielen LKW’s eine absolute Katastrophe!

Hmmmm…. wir hatten gerade Montag! Na super, das konnte ja was werden.

Ich habe also unsere sieben Sachen gepackt und wir sind bei bestem Wetter weiter in die Berge gefahren. Ich kann euch sagen, wenn ihr bis dato genau so viel bammel vor einer Tour durch die Berge habt wie ich, die Angst ist WIRKLICH unbegründet! Die fahrt durch die Alpen bzw. auch über den Brenner Pass ist deutlich entspannter und viel, viel lockerer als ich je gedacht hätte. Die Straßen sind gut ausgebaut, ihr fahrt komplett über Asphalt, die Kurven sind jetzt nicht übermäßig eng und auch die Breite der Strasse ist ok.

Im Gegensatz dazu bin ich allein in Schweden schon auf deutlich „schlimmeren“ Straßen unterwegs gewesen, da wurde es manchmal wirklich eng und Schweden gilt ja nun nicht als besonders bergig!

Außerdem kann ich euch auch sagen, ich persönlich empfand den LKW-Verkehr als gar nicht schlimm, bzw. eher ganz im Gegenteil, ich fand das Fahren gerade durch die LKW‘s eigentlich ziemlich einfach. Für mich (und auch allen Leuten hinter mir) war ganz klar, ich werde jetzt nicht damit beginnen notgedrungen die LKW‘s irgendwie zu überholen! Wenn das ein PKW Fahrer hinter mir macht… soll er machen… ich NICHT! So bin ich also ganz entspannt und mit einigem Abstand (damit überholende PKW’s noch zwischen mir und dem nächsten LKW einscheren konnten)  hinter einem LKW und einem Bus her getuckert und hatte im Grunde eine ganz ruhige Fahrt.

 

Bergidylle hinter dem Brenner Pass

Wenn man ca. 30 Minuten vom Brenner Übernachtungsplatz läuft, steht man plötzlich in der absoluten Bergidylle

 

Fazit… mit dem Wohnmobil über den Brenner

Der Weg da hoch ist also wirklich, wirklich, wirklich kein DRAMA! Ok… mit einem 15 Meter langen Gespann, oder aber im Winter auf Schnee und Eis, müsste ich so eine Tour nicht unbedingt unternehmen, aber jetzt, solange die Straßen eisfrei sind… ich glaube da würde ich selbst mit der Omi relativ unproblematisch da hoch kommen. Das war alles bei weitem nicht so schlimm, wie ich noch in der Nacht zuvor gedacht hätte.

Milla und ich haben zwischendurch noch einen kleinen Parkplatz genutzt und ein Päuschen eingelegt, da oben hatten wir einen wunderschönen Blick) und iiiiirgendwann kamen wir dann auch in den Bereich die „Brenner Maut Station“, denn die Nutzung des Brenner Passes ist ja nicht kostenlos.

Aber auch da habe ich mich einfach rechts zwischen PKW und LKW Spur eingeordnet und habe dann ganz einfach per Karte und mit Klasse B ca. 23 Euro gezahlt. Für Hin- und Rückweg müsst ihr also bei einem 3,5 T Womo mit knapp 50 Euro rechnen.

Eine Nacht auf dem Brenner!

Eine Nacht wollte ich aber gerne da oben, direkt auf dem Berg verbringen und hatte mir aus diesem Grund schon vorab einen kleinen  kostenlosen Stellplatz direkt hinter der Grenze zu Italien im Navi gespeichert. Und siehe da…. bis auf ein einziges anderes Womo, stand da niemand. Wir hatten also Glück und konnten da oben eine Nacht verbringen.

 

Mit dem Wohnmobil über den Brenner

Wie war das noch… hat da nicht mal jemand gesungen… Wir sind schon auf dem Brenner, wir brennen schon darauf… 😉

 

Nächster Halt… Stellplatz Area Brennero, Via della Stazione, Italien.

Bei diesem Stellplatz direkt neben dem Brenner Pass handelt es sich um einen ganz einfach, kostenloser Stellplatz, direkt hinter der italienischen Grenze an einem Hotel/ Restaurant. Da oben gibt es schlichtweg… NIX, bis auf einen faaaaantastischen Ausblick. Ok, ihr müsst schon am besten so 20 Minuten von der Strasse „weg laufen“, habt dann aber das absolute Bergpanorame vor euch. Ich hatte jetzt auch noch das Glück, dass die Sonne strahlte, der Himmel blau war… es war einfach der perfekte Tag!

Eine Nacht hier oben solltet ihr euch also echt mal gönnen, auch wenn es bereits Ende September in der Nachts arg kalt wurde. Gut, dass ich ausreichend Gas und eine super, duper funktionierende Heizung an Bord habe. Denn die Heizung musste schon ganz schön bollern, um das Womo auf 20 Grad zu bringen und sie ist auch Nachts manchmal angesprungen, obwohl ich sie da auf 12 Grad runter gedreht habe. Also… Gas und Heizung sollte hier oben an Board sein und auch funktionieren, zumindest bei dieser Jahreszeit.

Nachdem Milla und ich eine sehr gute Nacht hatten, morgengs gar nicht genug von dem Blick über die Berge bekommen konnten und sich so unser Abfahrt immert weiter verzögerte, wollte ich eigentlich gerade eeeeeendlich weiter durch Italien tuckern, bis mein Handy klingelte.

(Ich sage schon jetzt sorry, leider muss ich ein bisschen um den heißen Brei herum schreiben, aber ich will auch nichts öffentlich ins Netz stellen, was nicht 1000%ig fest  steht!)

Das war es mit Italien…

Ein möglicher größerer Kooperationspartner aus Süddeutschland rief an und ich sage es euch, nachdem ich diesen Partner schon auf dem Treffen in Passau kennengelernt habe, hatte ich schon die gaaaaaanze Zeit  im stillen geahnt, irgendwann kommt der Anruf, wahrscheinlich genau dann, wenn ich gerade „weg bin“.

Die Frage kam schnell, könnten Sie vielleicht in den kommenden Tagen nochmal vorbei kommen, wir müssten noch einige Details persönlich klären?! Ja natüüüüüüürlich kann ich das!  😉 🙂

Na super, juhuuuu, gut dass ich mittlerweile knapp 500 km weit weg war. Andererseits, würde diese Zusammenarbeit stattfinden, wäre das echt ganz gut für mich, also hieß es…

 

Campingplatz Seecamping Waking am See

Nur wenige Schritte vom Womo entfernt liegt der schöne See samt Steg usw.

Auf Wiedersehen Italien, zurück nach Deutschland!

Es ging also nicht weiter in den Süden, sonder auf direktem Weg wieder zurück in Richtung Mautstation bzw. in Richtung Süddeutschland. Ich empfand den Rückweg über den Brenner übrigens als viel “anstrengender” als den Hinweg. Dieses ständige auf 3 Km/H abbremsen vor jeder Kurve, empfand ich als deutlich, deutlich „nerviger“, als das langsame getucker Berg auf, am Tag zuvor. Wobei ich auch hier sagen muss, das war sicherlich nicht „schlimm“… der Weg lässt sich wirklich gut fahren, aber Berg ab fand ich auf jeden Falöl „anspruchsvoller“

An diesem einen Tag bin ich also ein gaaaaanzes Stück gefahren, bis ich zurück in Waging am See bzw. Taching am See ankam. Im vergleich zum Chiemsee, ein vollkommen anderes, entspanntes Flair und zudem ein türkisblauer, glasklarer See. Hier war es wunder, wunderschön und zudem bekam ich auf dem Campingplatz Seecamping für relativ günstige 16 Euro einen super duper Platz, denn freie Parzellen gab es zu genüge.

 

Campingplatz Seecamping Waging am See

Och jaaaa… der Platz sollte gerade so reichen 🙂

 

Leider hat der zum Campingplatz gehörende Italiener mittlerweile das Saisonende eingeläutet, aber davon abgesehen war es ein SUPER Platz den ich euch nur empfehlen kann. Total entspannt, nette Betreiber, Hunde erlaubt, super gutes W-lan und das alles DIREKT am See. Beide DAUMEN HOCH!!! Adresse usw. bekommt ihr oben über den Link zur Homepage. 

 

Campingplatz Seecamping Waging am See

Der Campingplatz Seecamping hier in Wagging am See ist einfach klasse… da kann ich nicht meckern!

 

Leider musste ich aber ja möglichst bald zurück nach Passau, also habe ich die gastliche Stätte bereits am nächsten Mittag verlassen um die letzten 100 km in Angriff zu nehmen. Hätte ich zu dieser Zeit mehr „Freiheit“ gehabt, wäre ich sicherlich einige Tage auf dem Camping stehen geblieben.

Stadtführung Passau

In Passau selbst habe ich mich dann auf den kostenpflichtigen Stellplatz “Parkdeck Ilzbrücke” gestellt. Sicherlich kein besonders hübscher Stellplatz, aber von hier aus war ich schnell in der Stadt und konnte sogar zu Fuß zur besagten Firma laufen.  Da wir mittlerweile Donnerstag hatten, der Stellplatz über voll war, alle angrenzenden Parkmöglichkeiten von Camper genutzt wurden und ich jetzt eh noch nicht wusste wie ich weiter touren sollte, habe ich direkt das komplette Wochenende in Passau verbracht. Glücklicherweise konnte ich vorab, also in diesen zwei Tagen zwischen Anruf und Termin, auch noch einen Termin mit dem Passauer Tourismuschef vereinbaren. So hatte ich auch Freitag noch “volles Programm” samt Stadtbesichtigung, kleiner Donaufahrt und Altstadt Kaffeetrinken.

So hatte sich das Hin- und Herfahren zumindest doppelt gelohnt.

 

Passau im Herbst auf der OrangeCamp Wohnmobil Tour

Blick von der Burg auf die 3 Flüsse Stadt Passau

 

Passau…

Passau ist eine hübsche Stadt in der man super gut seine Zeit verbringen kann. Allerdings muss ich auch sagen, in Passau schlägt das Touri Herz so laut, wie ich es selten erlebt habe. Touris, Touris, Touris , meist im Alter von 60-80 erobern dank der vielen Donau Kreuzfahrten die Stadt. Laut Tourismschef wird es allerdings im Winter deutlich ruhiger… vielleicht ist dann Passau genau der richtige Ort für eine Winter Tour. Jetzt im Herbst war Passau schön und neben dem Dom stand für mich das „Dackelmuseum“ ganz oben auf dem Plan… aber es sind eben auch echt viele Touristen samt Touri-Führern in der Stadt unterwegs.

Ein Blick in die Passauer Altstadt Wege...

Passau Altstadt

Passau hat unheimlich viele kleine, steile Wege und Strassen zwischen Donau und Altstadt

Teilweise wird es ganz schön eng...

Besuch in Passau - Wohnmobil Stellplätze Passau

Und noch einer dieser winzigen Wege durch die Passauer Altstadt

Und bei Regen auch ganz schön rutschig... 🙂

Passau nicht behindertengerecht

Und noch ein drittes Foto der Passauer Strassen… wer hier schlecht zu Fuß ist, halt ein kleines Problemchen

Sonntags hatten Milla und ich genug von dem engen Stellplatz Leben mitten in der City und mittlerweile hatte ich mir auch endlich überlegt, wie meine Tour mit dem OrangeCamp Wohnmobil weiter gehen sollte.

 

Real Vanlife … so sieht es eben aus, auf einem typischen City Stellplatz

 

Nochmal zurück in die Berge? Nee, da hatte ich keine Lust zu, also nehme ich doch einfach die ganz genau andere Richtung.

Ab in den Norden!

Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte… es war doch noch nicht mein letzter Besuch Passaus 🙂

Und als hätten sie es geahnt, meldete sich am Montag der Tourismusverband Wisma bei mir, ob ich nicht Lust hätte ihre wunderhübsche Stadt zu besuchen. Sie würden sich sehr freuen, wüssten aber nicht ob ich irgendwann in der Nähe bin? Tja… blindes Huhn findet halt auch mal ein Korn! 😉

Spätestens da war also klar, es geht weiter in Richtung Norden und irgendwann in den kommenden Wochen werde ich noch einen Stopp in Wismar einlegen.

Aber von Passau aus sind Milla und ich erstmal ganz entspannt nach Regensburg getuckert. In Regensburg war ich vor Jahren mal während meiner Reha Zeiten und gerne hätte ich mich da nochmal als Fußgänger umgesehen.

Aber leider 0 Chance!!!

Zum einen sind die beiden Stellplätze in Regensburg von vorne herein ein WITZ (also ehrlich, liebe Stadt Regensburg… das ist doch nicht euer ernst?!  Das sind ncht nur enge City Stellplätze, das ist ein alter, schäbiger Acker, auf denen Wohnmobile so eng stehen, dass man kaum aus der Tür kommt.) Aber leider waren beide Plätze zudem auch noch brechend voll, oder sie waren nicht mehr vorhanden bzw. die wenigen Plätze standen voller PKWs.

Schade Regensburg… das war jetzt mein zweiter Versuch diese Stadt zu erkunden, ich glaube einen dritten wird es bei diesen Stelplätzen erstmal nicht geben.

Also musste ich mir schnell eine Alternative suchen und bin so nach Kelheim gefahren.

 

Tourismus Kelheim, Wohnmobilstellplatz Kelheim

Überall in Kelheim stehen diese Wegweiser herum… für Touristen natürlich super!

 

Kelheim… super Stellplatz und viel Natur zum radeln und wandern

Kelheim hat einen wunderschönen Stellplatz mit allem drum und dran, es gab viele freie Parzellen und zudem liegt der Stellplatz nur ca, 1 km von der Altstadt usw. entfernt. Da standen wir super gut, Milla war zufrieden und konnte quer über die Parzellen kullern und ich habe mich am späten Nachmittag noch auf den Weg in die Stadt begeben.

Hmmmm…. also ich muss schon sagen, anscheinend hat Kelheim einen seeeehr aktiven Tourismus Verein, denn sobald man vom Stellplatz Richtung Stadt läuft, kommt man an unzähligen Richtungstafeln vorbei. Eagal an welche Kreuzung man kommt, es gibt einen super gut ausgeschildeten Weg. Soweit… so klasse! 🙂

Zu Altstadt gehts hier entlang, zum Stadttor da entlang und zu den Donau Schiffern geht es nochmal einen anderen Weg. Ich dachte sofort… wooooow, wenn sich eine Stadt so viel Mühe gibt die Touristen an die richtigen Ecken zu leiten, dann hat sie sicherlich vieeeeeel zu bieten.

In der Altstadt angekommen, sah das Bild aber dann doch etwas anders aus.

Also ich glaube, sowohl Altstadt, als auch Stadttor und Donau Schiffer liegen insgesamt vielleicht 500m auseinander 🙂 und dazwischen ist leider jedes 3. Geschäft konkurs gegangen oder es erfolgt gerade der Ausverkauf. Wiedermal eine Stadt die langsam aber sicher „unter geht“…

 

Road Trip als Frau allein, Camping Wohnmobil Frau allein

Frische Luft schnappen in Kelheim… und nein… ich arbeite nicht bei der Post, das ist mein super neues Herbstmäntelchen!!! 😉

 

Schade Kelheim!

Ihr habt einen super Stellplatz, daneben ist augenscheinlich ein sehr, sehr netter Italiener, aber die Stadt an sich ist fast wie ausgestorben.

Wenn ihr aber einen netten Stellplatz zum radeln und wandern sucht, steht hier wirklich super.

Stellplatz Kelheim, Am Pflegerspitz 1, 93309 Kelheim , Kosten 8,50 Euro

So hatten wir aber insgesamt doch einen schönen, entspannten Tag. Ich habe frische Luft geschnuppert und viel Zeit am Laptop auf dem Stellplatz verbracht, Milla lag schlummselnd in der Sonne… alles gut!

Biiiiiis…. noch am selben Abend mein Handy erneut klingelte! 🙂 🙂 🙂

 

Passau am Abend, Wohnmobil Tour Alpen

Blick auf die Donau am Abend, hinter der Burg treffen Inn, Ils und Donau aufeinander

 

Tjaaaaa, was soll ich lange drum herum reden…. Passau die 3!  🙂

 

Mittlerweile war es dem Kooperationspartner schon selbst unangenehm, aber jetzt hatte sich der oberste Chef angemeldet und ja, der wollte mich doch auch gerne nochmal persönlich kennenlernen. 🙂 Und ja, geeeenau, ihr ahnt es schon…. was man als Bloggerin nicht alles tut! Ich bin also nochmal nach Passau gefahren, nochmal gute 150 km, juhuuuu. Das einzigst gute daran… mangelndes Engagement  kann man mir nun wirklich nicht vorwerfen.  Ich bin also direkt am nächsten Morgen wieder los gefahren, bin dann auch direkt mit dem Womo durch zur Firma und nachdem der Termin gut verlaufen ist, bin ich diesmal aber auf den kostenlosen, einfachen Stellplatz direkt an der Donau in Passau gefahren.

Dieser kostenlose Stellplatz ist im Grunde total nett, man steht direkt am Donau Ufer, der Platz ist riesig, so dass wenn alle vernünftig parken sicherlich gut 60 Wohnmobile stehen können… einziges Manko, ohne Rad kommt man von da echt schlecht in die Stadt. Zu Fuß sind es sicherlich 3-4 km, würde ich tippen.

 

Reiseblogger Alltag echt.

Stellplatz am Donauufer Passau – Blogger Alltag… so verbringe ich viele Stunden on Tour

 

Da ich aber eh nicht nochmal in die Stadt wollte, haben wir es uns einfach schnell gemütlich gemacht, ich saß noch bis spät in die Nacht vor dem Laptop und bin danach müde ins Bett gestolpert. Mir war ganz klar, am nächsten Tag werde ich ein gaaaanzes Stück fahren um Passau jetzt dann auch wirklich zu verlassen. Lange fahren bedeutet aber auch immer… kaum Zeit zu arbeiten. So sehr ich diesen „Job“ liebe, aber gerade on Tour muss man schon immer wieder ordentlich planen und manchmal ist dieser ganze Job viel „unromantischer“ als sich viele Leute das so vorstellen. Naja… vielleicht ist es bei anderen Bloggern auch anders… aber ich kann nur sagen, es vergehen eben auch immer wieder viele, viele Stunden in denen ich einfach nur im oder am Womo sitze, nicht viel sehe und dafür der Laptop heiß läuft.

 

Waging am See Wohnmobil OrangeCamp Tour

Bei dem türkis blauen Wasser am Waginger See, kann man super Fotos schießen 😉

 

Für Milla, das OrangeCamp Wohnmobil und mich ging es weiter nach Dresden.

 

Mit dem Wohnmobil über den Brenner, Italien oder doch nicht?

Dein Pin zum Artikel

Was wir dort erlebt haben, wie mein großer Stellplatz Test Dresden ausgefallen ist und vor allem, wie es nach Dresden für Milla, den Flitzer und mich weiter ging…. das erzähle ich euch im 5. Teil meiner Herbsttour mit dem OrangeCamp Wohnmobil.

Ihr könnt gespannt sein, wir haben in den letzten Tagen noch einiges erlebt 😉 aber nein … Passau Teil 4 gibt es erstmal nicht! 😉

Dafür ist mittlerweile auch der 5. Teil und das große Fazit zum Ende meiner Tour online. Wenn Du also direkt weiter lesen möchtest dann klick auf Teil 5 oder spring direkt zum Fazit, wie hat mir der OrangeCamp wirklich gefallen? 

Ich wünsche euch einen weiterhin goldenen Herbst und bleibt gesund

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

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Meine Wohnmobil Herbst Tour Teil 3 – Chiemsee und Alpen

Nachdem ich euch im ERSTEN TEIL meiner Wohnmobil Herbst Tour mit nach Braunschweig zu OrangeCamp genommen habe und euch erzählt habe, warum ich aktuell mit einem Testwomo (genau genommen mit dem 690T von OrangeCamp) on Tour sein darf, drehte sich im ZWEITEN TEIL alles um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung in Jandelsbrunn.

Heute geht es weiter mit TEIL DREI meiner Wohnmobil Herbst Tour. Ihr erfahrt von meinen suuuuuuper sympathischen Erlebnissen am Chiemsee, von einem super Stellplatz in den Alpen, vom Almabtrieb den ich irgendwie total falsch eingeschätzte hatte und warum selbst mich neue Technik begeistern kann.

 

Meine Wohnmobil Herbst Tour im OrangeCamp Teil 3 – los gehts!

 

Nach dem spannenden Vormittag/ Mittag im Hause Knaus Tabbert, sollte es für Milla und mich weiter zum Chiemsee gehen. Zum einen war ich bis dato noch nie am Chiemsee und zum anderen konnte ich von da auch locker flockig in Richtung Alpen weiter düsen.

Also bin ich noch schnell eine kleine Hunderunde mit Milla um den Werksparkplatz gelaufen und dann nichts wie los! Die Straßen waren fast leer, der Weg von Jandelsbrunn zum Chiemsee nicht weit und da der neuen OrangeCamp Flitzer ein klitze kleines bisschen schneller fahren kann als meine Omi, sind wir bereits Nachmittags am Nordufer des Chiemsees angekommen.

Doch dann erwartet mich etwas, mit dem ich auf einer Wohnmobil Herbst Tour, mitten in der Woche, im September und außerhalb jeglicher  Ferien echt nicht gerechnet hatte…

 

ES WAR RAPPELVOLL!!!! Und zwar üüüüüüberall!

 

Ich bin insgesamt 8 verschiedene Stell- und Campingplätze am Chiemsee angefahren und habe nirgends auch nur einen freien Platz ergattern können. Entweder die Plätze waren bereits komplett ausgebucht, oder aber die Plätze waren voll und es herrschte zudem auch noch Hundeverbot. Das dieses Hundeverbot da unten am Chiemsee so verbreitet ist, das hatte ich nicht auf dem Schirm… wobei wie gesagt, selbst die Plätze auf denen Hundeverbot galt, waren so gut wie alle komplett belegt.

Nach der ca. 5. unnützen Anfahrt zu einem Campingplatz, wurde ich aber schlauer und habe versucht die verschiedenen Plätze vorab anzurufen, damit ich nicht weiter total sinnlos in der Region herum düse. Da kam aber dann schnell das nächste Problem, denn an den wenigsten Plätzen bekam ich direkt eine Person an den Hörer, meist lief nur der AB und da meine Campingplatz App alle Plätze als „Hunde willkommen“ Plätze ausgezeichnet hat (da muss ich übrigens noch hinschreiben und denen mal sagen, dass ihre Angaben nicht stimmen), blieb mir nichts anderes übrig als weiter durch die Region zu cruisen und die einzelnen Plätze ab zu grasen.  

Am siebten Platz angekommen, erlebte ich dann aber eine unwahrscheinlich sympathische Überraschung.

Ich konnte schon von der Landstraße aus, die neben dem Platz vorbei führt, einige Hundebesitzer sehen und juhuuuu… der Platz hatte noch kein „WIR SIND VOLL“ Schild in der Einfahrt stehen.

Das sah doch erstmal ganz gut aus! Also bin ich zügig in die extrem steile, kurze Einfahrt eingebogen, habe mein Portmonee geschnappt und nichts wie rein, auf zur Anmeldung.

 

Campingplätze mit Hundeverbot

Einen Campingplatz mit Hund am Chiemsee zu finden, ist echt nicht so einfach!!! Wie z.B. auch am Bodensee gilt häufig, Hunde verboten.

 

Da sollte ich allerdings noch mein blaues Wunder erleben….

 

Ich bin also freundlich zur Anmeldung herein geschneit und vor mir stand eine Dame mittleren alters. Meine erste Frage…. Haben Sie vielleicht noch ein freies Plätzchen und sehe ich das richtig, sind bei Ihnen Hunde erlaubt?

 

Ja genau, hier dürfen Sie ihren Hund mitbringen und wir haben auch noch 2-3 letzte freie Parzellen.

 

SUUUUUUPER, sagte ich, dann würde ich gerne einen dieser Plätze für 2 Nächte buchen, wäre es auch möglich, dass ich noch eine Nacht dranhängen kann?

 

Ja, ja, ja ja… alles möglich, wunderbar!

 

Ok, es ging also weiter zur eigentlichen Anmeldung und während die Dame die Unterlagen zusammen suchte, erzählte ich ihr, dass sie mittlerweile der 7. Platz seien den ich anfahre, aber es überall sooooo voll sei, dass ich bisher keinen Chance hatte einen Platz zu ergattern und ich gerade echt froh bin, hier doch noch etwas zu finden.

 

Es folgte ein kurzer Smalltalk, dass auch dieser Campingplatz bereits seit Monaten jede Nacht komplett ausgebucht ist und es aktuell einfach der Wahnsinn sei. Während wir also so quasselten, parkte auch schon das nächste Wohnmobil draußen in dieser sehr engen, steilen Einfahrt.

 

So weit, so schön! Aber dann kam der Knaller…

 

Die Dame fragte mich nach meinem Namen, Perso oder Führerschein, Kennzeichen und dann kam die wichtige Frage, nutzen Sie den Platz mit zwei oder drei Personen?

 

Darauf sagte ich: “Keines von beiden…. ich reise allein, also nur eine Person, aber mit Hund”.

 

Tja und darauf erwiderte die Dame sofort… Ohhhhh, dann tut es mir leid, dann wird das doch nichts bei uns, wir nehmen nur Paare und Familien auf.

 

WHAT????

 

Im ersten Moment dachte ich noch, die Dame macht einen Scherz! Darum fragte ich sie auch sofort… das ist jetzt ein Scherz oder? HA, HA WITZIG!!!…

Aber nein…. sie wiederholte ihren Satz und meinte ihn ernst: Nein, tut mir leid, wir sind ein Platz für Paare und Familien.

 

Ich konnte das gar nicht glauben, das ist mir in knapp 6 Jahren Womo Zeit auch noch nie passiert und dementsprechend perplexe war ich auch und habe LEIDER nicht so reagiert, wie ich es mir später gewünscht hätte.

Ich habe also nur meinen Ausweis usw. geschnappt und gesagt, DAS ist mir auch noch nie passiert, aber das ist ja gut zu wissen, das werde ich dann weiterleiten. Und damit habe ich mich umgedreht und bin gegangen.

Im Nachhineine habe ich mich natürlich geärgert und mich gefragt, warum ich nicht weiter nachgehakt habe, warum sie keine Alleinreisenden aufnimmt, aber gut…. wie gesagt, ich war so perplexe, dass ich da einfach nicht richtig reagiert habe.

Natürlich ließ mich das ganze auch in den kommenden Tagen nicht los und ich habe mich gefragt, was da wohl dahinter stecken kann, denn…

  1. Wir waren noch gar nicht beim Thema Geld, Preise, Bezahlen oder, oder, oder… es ging also nicht darum, dass ich irgendetwas dazu gesagt hätte, dass der Platz nur zwei Personen Preise auszeichnet.
  2. Ich kam direkt von der Werksbesichtigung und hatte dementsprechend „gute“ Klamotten an…. das Thema „die hat bestimmt ein Herzchen im Fenster“ kann definitiv auch nicht gelten!

 

Aber was sollte das ganze dann????

 

Mittlerweile habe ich über Facebook erfahren, dass in der Vorsaison auch bereits einige Leute allein auf diesem Platz standen… und darum reime ich mir das ganze mittlerweile wie folgt zusammen. Die Dame wusste ja nun von mir, dass es in der Region wieder extrem voll war, nach mir kamen ja auch bereits die nächsten Gäste und ich glaube mittlerweile, die wollte einfach nur nicht einen ihrer letzten 2-3 Plätze an mich als Einzelperson abgeben, sondern lieber Paaren oder Familien „einen sicheren Unterschlupf“ gewähren.

Und da es zu diesem Zeitpunkt erst später Nachmittag war, konnte sie fest davon ausgehen, dass sie auch die letzten 2-3 Plätze noch an andere Camper los wird.

Warum sie diese Taktik fährt, was das alles soll…. ich kann es euch nicht sagen!!!! Klar ist natürlich, dass ich das persönlich alles andere als gastfreundlich oder in irgendeiner Weise ok fand… aber gut…. mich wird dieser einzige, sehr, sehr schmale Campingplatz am Strand, der Hunde erlaubt und sich direkt am Süd-Ost Ufer des Sees befindet und bei dem sich DIREKT daneben, also direkt im Anschluss,  ein weiterer Campingplatz (auf dem Hunde allerdings verboten sind) befindet, nie wieder sehen!!!!

(Natürlich würde ich euch gerne den kompletten Namen des Platzes nennen, bin mir aber nicht sicher, ob ich dies hier seitdem es die DSGVO gibt noch so darf, denn damit gebe ich Daten preis ohne eine Bestätigung zu haben, diese Daten auch auf einer gewerblichen Seite offen zu legen. Aber ich kann euch natürlich nicht verbieten meine Beschreibung zu nutzen und z.B. Auf Google Maps selber zu recherchieren. 😉 )

TECHNIK die begeistert!

Nach dieser Aktion bin ich also relativ gefrustet zurück zum Womo gelaufen und habe versucht irgendwie halbwegs sicher aus dieser bescheidenen Zufahrt zu kommen.

Denn die Örtlichkeiten waren so, dass sich die Einfahrt zum Camping direkt hinter einer Kurve einer 70 km/h Landstraße befand, ziemlich schmal war, zudem ganz steil und auf das ganze auch noch auf Schotter. Ich bin also vorher vorwärts in diese Einfahrt eingebogen und habe dann irgendwie auf dieser echt steilen Einfahrt geparkt. Eine Möglichkeit zu wenden gab es in der Einfahrt nicht und auf den Campingplatz auffahren konnte ich ja nun auch nicht.

Also musste ich schauen, dass ich rückwärts diesen Abhang wieder hoch komme und auch direkt rückwärts auf die Landstraße auffahre, wobei ich aber weder sehen konnte, ob da ein Auto um die Ecke geschossen kommt, noch hatte ich die Sicherheit auf dem Schotter genügend „Grip“ zu bekommen, damit die Rifen nicht durchdrehen.

Ehrlich… diese Ausfahrt/ Einfahrt hat mich mindestens 10 graue Haare gekostet und das alles noch mit dem neuen, deutlich längeren und einfach andren Womo!

Allerdings hat der neuen Flitzer einen WAHNSINNIGEN VORTEIL, der mir auch in den folgenden Tagen in den Bergen noch super Dienste leisten sollte.

Das neue Womo hat eine Berganfahrtshilfe… ich glaube so heißt es, ich muss aber nochmal in die Peugeot Beschreibung schauen. Das heißt, für 2 Sekunden, während man ansonsten in Millisekunden zwischen Bremse, Kupplung und Gas herum tippt, springt eben diese Anfahrtshilfe ein und man fängt erst gar nicht nicht an vorwärts zu rollen.

Ich stand also in dieser extrem steilen Einfahrt und z.B. Mit der Omi wäre es so gewesen, dass ich den Rückwärtsgang eingelegt hätte, dann ganz schnell von der Bremse aufs Gaspedal wechseln würde, wahrscheinlich mit Hilfe der Handbremse, und versucht hätte mit möglichst viel Schwung den steilen Abhang hoch zu kommen, damit ich ja nicht in die Situation gerate, dass die Reifen auf dem Schotter nicht packen und ich nach vorne gegen die Schranke rolle. Aber auch das wäre echt ein Problem gewesen, denn dann wäre ich auch mit Schwung rückwärts auf die Landstraße gedonnert, ohne sehen zu können, ob da ein Auto angeschossen kommt.

Dank dieser super Anfahrtshilfe, konnte ich ganz langsam und entspannt, Stück für Stück rückwärts den Abhang hoch fahren, ohne wild zwischen Gas, Bremse, Schalten what ever hin und her zu wechseln.

Ich kann euch gerade nicht sagen, ob diese Technik mittlerweile bei allen neuen Autos/ Womos verbaut ist, ob das einfach mit dazu gehört oder ob das eine Sonderausstattung ist, aber ich kann euch sagen…. diese Technik ist EXTREM Hilfreich und obwohl ich ansonsten ja wirklich nicht diejenige bin die sagt, woooow super, alles was es an Sonderausstattung und Technik gibt brauche ich auch, wäre dies ein Punkt, den ich mir an einem neuen Womo wirklich wünschen würde. Gerade in den Bergen macht diese Anfahrtshilfe soooooo viele Situationen so unendlich viel einfacher und sicherer.

So konnte ich also zumindest halbwegs sicher diesen Abhang hoch rollen und dank der Rückfahrkamera, konnte ich auch ein kleines bisschen einschätzen, ob da gerade hinter mir ein Auto über die Landstraße gerast kommt.

Gut, irgendwann kam natürlich der Moment an dem ich nur noch sagen konnte, jetzt rauf auf die Strasse und hoffen dass nicht gerade genau in diesem Moment in Auto um die Ecke schießt, aber das hat ja zum Glück funktioniert und so konnte ich mit Frust und Adrenalin im Blut weiter fahren.

Als aller letztes versuchte ich es noch auf einem Chiemsee Stellplatz einige Kilometer weiter aber auch da war bereits alles voll! Ich habe also echt mein bestes gegeben um irgendwie sicher und auch als zahlender Tourist unter zu kommen…. es gab aber einfach keinen freien Platz mehr. Mittlerweile wurde es auch langsam dunkel, also habe ich mir einen öffentlichen Parkplatz in der Nähe dieses Stellplatzes gesucht und habe dann dort die Nacht verbracht.

Campingboom im September 

Eigentlich stand ich da auch wirklich gut, es gab auch keine Womo verboten Schilder, so dass ich da im Grunde ziemlich beruhigt geschlafen habe. Nichts desto trotz war ich doch am nächsten Morgen erstaunt, als ich aus meinen Womo Fenstern schaute. In der Nacht waren doch tatsächlich noch 8 weitere Wohnmobile dazu gekommen, wir standen also jetzt zu neunt auf diesem öffentlichen Parkplatz.

So macht sich also der Campingboom auch Ende September noch deutlich bemerkbar!

 

Stellplatz Tipp Chiemsee Region!

 

Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Chiemsees war für mich aber schnell klar, das wird nicht meine Lieblingsregion, also war auch klar… ich werde noch am selben Vormittag weiter fahren und nicht direkt am Chiemsee bleiben.

Auf meiner Stellplatz App fand ich dann auch relativ schnell einen gut klingenden, anderen Platz und zwar einen kleinen, privaten Stellplatz in den Bergen oberhalb des Chiemsees an einer Alm , genau genommen am Hof Seiseralm (ich meine aber nicht DIE Seiseralm in Südtirol)

Da ich ja eh in die Berge wollte, weil ich mich das bisher mit der Omi nie getraut habe und das neuen Womo für so eine Bergtour wie geschaffen ist, hieß es für mich also… immer Berg auf! Wobei die Anfahrt zu dieser Alm wirklich noch relativ easy war… da wäre ich vielleicht auch mit der Omi hoch gekommen. Eigentlich sind nur die letzten 500 m zur Alm wirklich steil, ansonsten handelte es sich um ganz normale, breite Straßen.

Dort oben angekommen sah die Welt dann schon wieder vieeeeel besser aus und ich kann euch allen diesen Platz nur wärmstens empfehlen!!! ( Seiserhof/ Seiseralm, Eschenstrasse, 83233 Bernau am Chiemsee) Leider mit 12 Euro ohne allem nicht gaaaaaanz günstig, vorallem mit den extra Services wird es dann teurer, Strom kostet z.b. 5 Euro am Tag, aber dafür echt schön!

 

Wohnmobil Stellplatz Chiemsee

Stellplatz Hof Seiseralm… Dein iiiv mein TOP TIPP für die Chiemsee Region

 

Ihr steht da oben direkt auf einem großen Parkplatz am Hof Seiseralm bzw. Alm Cafe und Hotel. Es gibt auch Strom wenn man möchte, der Hof hat eine Ver- und Entsorgung und wer mag, kann auch die Sauna bzw. den kleinen Wellnessbereich des Hotels mit nutzen, dies kostet dann aber extra.

 

Eine Nacht da oben auf der Alm kostet Euro und was ich mir ausnahmsweise mal gegönnt habe ist das extra zu zubuchende Frühstück für 14 Euro am nächsten Morgen.

 

Gerade wenn das Wetter mitspielt, steht ihr da oben einfach HERRLICH!!!

 

Ihr könnt über die gesamte Region und den Chiemsee blicken, es ist ein absolutes Paradies für Wanderer und vor allem… das Almhotel/Cafe hat eine super schöne Terrasse auf der ihr in der Sonne sitzen könnt und der komplette Chiemsee liegt vor euren Füßen!

 

Wie gesagt…. es ist sicherlich nicht der günstigste Stellplatz, ihr könnt da oben auch nur maximal 2 Nächte stehen bleiben und ich glaube mehr als 5 Wohnmobile sind auch nicht uuuuuuunbedingt gewollt…. aber wenn ihr euch das einfach mal gönnen möchtet, es lohnt sich!!!!

 

Milla und ich hatten auf jeden Fall eine super schöne Zeit da oben, das Essen im Gasthof war wirklich gut und so ein super duper Frühstück (als Büfett) in der Sonne mit Blick über den Chiemsee…. das war schon wirklich schön!

Plus… da oben war nichts los! Unten am Chiemsee war es ja wie gesagt rappel voll, aber da oben stand ich den ganzen Tag allein. Erst am frühen Abend gesellten sich noch zwei andere Camper dazu.

Hier habt ihr also anscheinend ganz gute Chancen auf einen schönen Stellplatz.

 

Auf, auf… von der Seiseralm nach Kufstein

 

Nachdem ich am nächsten Morgen noch lange am Frühstückstisch saß, habe ich mich erst am spääääten Vormittag wieder auf den Weg gemacht, nächster Halt meiner Wohnmobil Herbst Tour …. KUFSTEIN!!!!

Von der Seiseralm aus, konnte ich ganz entspannt über die Landstraße nach Kufstein fahren, ich kam also erst gar nicht irgendwie in die Situation eine Vignette für die Autobahnen Österreichs kaufen zu müssen. Diese hätte es aber für ca. 10 Euro an jeder Tankstelle gegeben.

In Kufstein angekommen hatte ich das Glück noch den letzten freien regulären Stellplatz zu ergattern… puhhhh Schwein gehabt, denn nichtmal 5 Minuten später kam ein anderes deutsches Camperpaar und fragte mich, ob ich abreisen würde, weil ich gerade dabei war das Stromkabel aus der Garage zu wühlen. Der Stellplatz in Kufstein ist sicherlich nichts besonderes, aber er liegt sehr günstig und relativ ruhig, um die Stadt zu erkunden.

Stellplatz Kufstein

Blick über den Stellplatz in Kufstein bei Nacht. Die gegenüberliegenden Wohnmobile stehen nicht mehr auf dem Stellplatz, was aber in Kufstein geduldet wird und anscheinend total ok ist.

Solltet ihr mal nach Kufstein kommen und keinen Platz auf den ausgewiesenen Stellflächen mehr bekommen… anscheinend ist es üblich, dass man dort auch den gesamten Parkplatz mit benutzen kann. Dann natürlich ohne Strom, denn die Stromanschlüsse gehören mit zu den offiziellen Stellplätzen und sind auch extra so ausgeschildert. Also Stecker eins, gehört zu Stellplatz Nr. 1 usw. usw.

Wie gesagt, anscheinend ist es üblich, dass Wohnmobilisten den normalen Parkplatz mit benutzen können. Ich stand insgesamt einige Tage in Kufstein und teilweise standen mehr als 20 Wohnmobile auf dem Parkplatz. Solltet ihr also mal keinen Platz bekommen, könnt ihr euch relativ sorglos auf den großen Parkplatz stellen.

Ob das nun so wirklich, wirklich gut ist…. ich kann es euch nicht sagen. Aber zumindest wird es da so gehandhabt und in all den Tagen gab es auch nie irgendwelche Kontrollen o.ä. Ich war aber auf jeden Fall froh einen der ganz normalen Stellplätze bekommen zu haben und bin dann auch deutlich länger in Kufstein stehen geblieben, als ich vorher geplant hatte. Denn für die kommenden Tage wurde ein heftiges Unwetter vorhergesagt und aus diesem Grund bin ich lieber „im Dorf“ stehen geblieben und bin erstmal nicht weiter in die Berge gefahren.

Stellplatz Kufstein, meine Wohnmobil Herbst Tour durch die Alpen

Stellplatz Kufstein… nix besonderes aber ok!

Kufstein ist ein wirklich nettes Städtchen! Ja, natürlich lebt Kufstein vom Tourismus, nichts desto trotz finde ich den Ort sehenswert. Zumal es noch die große Burg gibt, auf der täglich Orgelkonzerte stattfinden (die Musik hört man dann überall im Ort und wahrscheinlich auch noch 3 Berge weiter) und mit einer speziellen Bahn außen an der Burgwand, könntihr die Burg zudem noch leicht erobern. Sicherlich auch ein schönes Ausflugsziel für Familien. Ich bin insgesamt 3 Nächte in Kufstein stehen geblieben und hatte so auch das „Glück“ an einem dieser typischen Almabtriebe teilzunehmen.

 

Erlebnis Almabtrieb…

 

Tja…. was soll ich euch sagen…. ich weiß auch nicht so recht was ich mir vorab eigentlich darunter vorgestellt habe, eigentlich hätte ich mir das alles auch vorher schon denken können, nichts desto trotz war ich doch ganz schön „geschockt“ von der ganzen Aktion.

Almabtrieb Kufstein. Kühe, Herbst und Camping

Volksfeststimmung in Kufstein… ob das der perfekte Almabtrieb ist… keine Ahnung!

 

In Kufstein war es so, dass bereits am Tag zuvor die halbe Innenstadt abgesperrt wurde und an dem Tag des Abriebs herrschte in der ganzen Stadt Volksfeststimmung.  Es gab also quer durch die Einkaufsmeile einen, durch Absperrgitter und Flatterband  abgesperrten „Mittelgang“ und zwei relativ schmale Bereiche rechts und links, auf welchem dann auch noch verschiedenste Fressbuden und Handwerksgeschichten aufgebaut wurden. Zudem gab es auf dem Marktplatz eine große Bühne mit einem Moderator der lauthals, dank in der ganzen Stadt verteilter Lautsprecher, die Leute in Schwung brachte.

So weit, so gut… die Stimmung war wirklich schön und das Essen war lecker… alles super!

Ab 14 Uhr sollten dann aber die Kühe kommen und kurz bevor es soweit war, erklärte der Moderator noch einige Dinge zu diesem Almabtrieb.

Dass es sich dabei um eine alte Tradition handelt und dass die Kühe schon seit Jahrhunderten besonders geschmückt im Herbst von den Almen getrieben werden und dies ein Zeichen für ein gutes Jahr ist.

Sollte dem Sommer über allerdings irgendwas auf der Alm geschehen (vor einigen Jahren ist z.B. mal eine Kuh samt Kalb tödlich von einer Klippe gestürzt) dann werden die Kühe auch nicht so schön geschmückt.

Mit dem Wohnmobil durch die Alpen

Ihr seht… sobald eine Kuh gegen so ein Absperrgitter springt, bleibt nicht mehr viel Platz zum ausweichen.

Alles klar… das habe ich verstanden….

 

Die Kühe und Treiber sind bereits in den Morgenstunden los marschiert um dann eben gegen 14 Uhr in der Innenstadt von Kufstein anzukommen.  Und tatsächlich, um kurz nach 14 Uhr hörten wir alle schon die ersten Kuhglocken in der Ferne erklingen und nur kurze Zeit später kam die erste Kuh in die Einkaufsmeile eingebogen.

Dann allerdings passierte das, worüber ich vorab schon dachte… hmmmm so Kühe müssen ja entspannte Tierchen sein.

Ich stand jetzt ca, 100 Meter vor dem eigentlichen Marktplatz auf dem hunderte Leute auf den Almabtrieb wartete und man merkte deutlich, je näher die Kühe diesem Marktplatz kamen, je panischer wurden sie.

 

Die erste Kuh ging noch relativ entspannt, aber bereits die zweit blieb vor dem Platz stehen und bewegte sich nicht mehr weiter.

Dann kamen direkt 2-3 „Führer“ und versuchten die Kuh mit ziehen und zerren und dem ein oder anderen Stockhieb zum weiterlaufen zu bewegen, aber keine Chance… die Kuh blieb stehen bzw. legte den Rückwärtsgang ein.

Mit dem Wohnmobil durch den Herbst

Almabtrieb… und plötzlich ging nichts mehr, denn die Kühe wollte einfach nicht weiter!

Die Taktik der Treiber wurde dann eine andere, sie warten auf die nächsten Kühe, denn dann wird die ängstliche Kuh schon weiter gehen, doch auch das sollte sich als Fehler herausstellen!

Denn auch die nächsten Tiere wurden von Meter zu Meter panischer.

Das ganze ging dann so weit, dass eine Kuh flüchten wollte, sich panisch umdrehte und dabei schon gegen das erste Absperrgitter rannte.

Und von da an brach eigentlich nur immer mehr Panik unter den Tieren aus und leider muss ich auch sagen, dass der idiotische Moderator nicht gerade dazu beitrug die Situation zu entspannen. Denn anstelle das er vielleicht einfach mal ruhig abwartete, feuerte er über alle Lautsprecher die Massen auch noch dazu an zu klatschen und die Kühle durch klatschen, rufen und pfeifen anzufeuern.

Ich schaute mir das ganze Spektakel vielleicht 3-4 Minuten an und das Resultat war…  in dieser Zeit sprang eine weitere Kuh in ein Absperrgitter mir gegenüber und die Leute dahinter sprangen in die Eingänge der Geschäfte, zwei Kühe schafften es sich komplett umzudrehen und rannten die Strasse zurück, bei vielen Kühlen viel der Kopfschmuck ab und die Kuh die als erstes so panisch reagierte, bekam anscheinend durch ihre Angst auch noch Magen Darm (das ist jetzt einfach mal von mir so „dahingesagt“) denn plötzlich drehte sich das Tier, ging schreckhaft zurück und es kam nur noch Wasser in Massen aus ihr herausgeschossen. Dies aber auch leider auch noch so, dass die Leute dahinter einiges abbekamen, wenn sie nicht gerade noch wegspringen konnten. Dabei hat eine Dame allerdings den Buggy eines Kleinkindes übersehen, so dass die Dame auch noch über das Kind bzw. den Buggy stürzte und erstmal auf dem Boden lag.

Das war der Moment in dem mir die ganze Aktion viel zu heikel wurde und ich zügig meine Tasche nahm und den Ort verließ.

 

Ich bin ein absolutes Stadtkind… ich kenne mich mit Kühen NULL aus und mir ist durchaus bewusst, dass an so einer Kuh auch durchaus mal gezerrt werden darf und muss, oder sie den ein oder anderen Stock hieb bekommt und dies kein riesen Drama darstellt. So eine Kuh ist eben kein Hund… jaaaa diesen Unterschied habe auch ich erkannt 🙂

Kufstein City… ja klar, Tourismus steht da ganz weit oben, trotzdem ist es schön!

Aber diese Aktion…. ehrlich…. Tourismus hin, Tourismus her… aber das war meiner Meinung nach absolut gefährlich und zudem auch nicht sehr zum Wohle der Tiere!

Wenn so eine Kuh durch geht und es recht und links nur schmale Wege gibt… dann hilft eben auch kein kleines Absperrgitter und schon recht kein Flatterband.

Die Tiere hatten PANIK, die wollten nicht auf diesen riesigen Marktplatz voller lauter Menschen und so eine Kuh hat nunmal Kraft… wenn die in so ein Gitter springt oder weg rennt… die hält kein Herdenfüherer dieser Welt auf!

Ich hatte in diesem Moment wirklich das Gefühl, Mensch und Tier sind komplett überfordert, es wurde sich insgesamt viel zu wenig Gedanken um die Sicherheit gemacht und dass Tiere die Monatelang in den Bergen stehen und bis auf ein paar Wanderer niemanden sehen, Panik vor einer lauten, klatschenden Menschenmasse haben…. kann ich nachvollziehen.

 

Fazit…. SO EINEN Almabtrieb benötigt doch irgendwie kein Mensch, oder?

Das war eine reine, meiner Meinung nach echt gefährliche, Touri Aktion! Wenn schon Almabtrieb, dann besser deutlich kleiner und in irgendeinem „Bergdorf“ …. diese Veranstaltung in Kufstein war meiner Meinung nach mehr als riskant und das für Mensch und Tier.

Gut, aber mal von diesem Almabtrieb abgesehen, hatten Milla, der neue Flitzer und ich eine echt gute Zeit in Kufstein.

Zumal wir auch noch kurzfristigen Besuch bekamen. Da kam die Petra samt Mann extra auf der Fahrt vom Gardasee Richtung Heimat mal kurz für 2 Stündchen in Kufstein vorbei, weil sie auf Facebook gesehen hatte, dass ich da gerade stehe und sie mich doch mal live kennen lernen wollte.

Dann haben wir noch nett zusammen Kaffee getrunken, ich habe mal ganz schnell und heimlich mit Hund Sunny gekuschelt (natürlich nur als Milla gerade nicht hingeschaut hat) und danach sind die drei wieder zurück zur Autobah gefahren und haben sich auf den Heimweg begeben.

WAAAAHNSINN! 🙂

Besuch IsasWomo

Wenn das Milla sieht…. 😉

Tja und nach unserer Zeit in Kufstein… da lief dann vieles ganz anders als ich selbst geplant hatte. Oder ich sage es mal anders… eigentlich hatte ich ja selbst keinen super festen Plan, aber nachdem mir Petra und noch einige andere Leute begeistert vom Gardasee erzählt hatten, dachte ich… ok… dann fahre ich noch ein bisschen durch die Berge und tucker weiter in Richtung Gardasee.

Dein Pinterest Pin zum Artikel

Naja aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt… ich bin genau eine Etappe weiter gekommen, stand nochmal wunderschön in den Alpen bis mein Telefon klingelte.

Wie es dann weiterging, warum ich nicht zum Gardasee gefahren bin und weshalb ich den ein oder anderen extra Kilomter getuckert bin… das erfahrt ihr im vierten Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp. 🙂

Ihr möchtet wissen wie es weiter geht… Teil 4 ist mittlerweile online

Ebenso Teil 5 und das große Fazit in Teil 6

Bleibt gesund!

Eure

 

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WERBUNG – Isa zu besuch bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn – Es war einmal eine unerfahrene, schüchterne kleine Bloggerin, die auf ihrem ersten Caravan Salon zum Stand von Knaus Tabbert lief und drei Jahre lang alles vermasselte, weil sie ja nicht nerven wollte! So oder so ähnlich begann die ganze Geschichte um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung in Jandelsbrunn, die ich am vergangenen Montag erleben durfte.

Wie ihr vielleicht schon seht, diese Werksbesichtigung hat eine eeeetwas längere Vorgeschichte, genau genommen eine drei Jahre lang andauernde Vorgeschichte. 🙂

 

Wann sind Blogger einfach nur nervig?

Knaus Tabbert & Isa, eine fast unendliche Geschichte….

 

Knaus Tabbert ist einer der größten und wichtigsten Reisemobil und Caravan Hersteller Europas und damit ist für mich klar, dass ich seit nunmehr drei Jahren vor jeder größeren Messe einen Termin mit Pressesprecher Stefan Diehl vereinbare. Dieser Kontakt entstand vor einigen Jahren eher durch Zufall, aber ich sage mal so, bis zum Caravan Salon 2018 verliefen diese Gespräche immer locker, nett und informativ.

Wenn ihr hier auf IsasWomo bereits mitgelesen habt, dann wisst ihr, dass ich auch negative oder kritische Erfahrungen in die Welt hinaus posaune. 😉 Aber wenn ich zur Abwechslung mal sehr positive Erfahrungen sammeln durfte, dann ist es nur fair über diese positiven Erfahrungen zu berichten und zu loben … kommt ja selten genug vor 😉 . Die Leute des Knaus Tabbert Presse Teams haben bei mir von Anfang an Pluspunkte gesammelt, denn sie waren eines der ganz, ganz wenigen Herstellerteams welches mich selbst auf den ersten Messen nicht direkt unsympathisch oder saudoof abgeschmettert hat! Ich erinnere mich noch sehr gut an die Leute eines anderen großen Herstellers (und NEIN ich meine nicht Hymer, bevor das wieder alle falsch verstehen), die nachdem ich mich höflich vorgstellt habe, gesagt haben… Und was wollen Sie jetzt von mir, schreiben Sie doch ihren Aufsatz wenn Sie das möchten? Die Informationen können Sie sich ja hier auf dem Stand selbst zusammensuchen und außerdem…? Weiter hat dieses sympatische Gespräch nicht stattgefunden, weil sich der gute Mann als Pressevertreter dieses Unternehmens einfach umgedreht hat und einen befreundeten Verkäufer eines benachbarten Standes überschwänglich begrüßte. 

 

Ich kann euch sagen, solche Erfahrungen bleiben in Erinnerung und das gilt für die positiven wie negativen!

 

Zurück zu Knaus Tabbert, das Ende eines jeden Messetermins sah allerdings ähnlich aus. Stefan lud uns/ mich (je nachdem ob ich mit Doreen auf den Messen unterwegs war oder allein) zur Werksbesichtigung nach Jandelsbrunn ein, doch iiiirgendwie kam es im Endeffekt nie dazu.  

Sooooo und bevor es jetzt direkt in euren hübschen Köpfen rattert und der Eindruck entsteht, die eingebildete Bloggertante hat es nicht nötig eine solche Einladung anzunehmen, nee, nee, nee!

 

 

Ihr müsst euch die ganze Situation bitte so vorstellen…

 

Ich vereinbaren vor einer Messe einen Termin und treffe mich dann am besagten Tag z.B. am Stand von Kanus Tabbert.

Zu diesem Zeitpunkt weiß ich aber schon ganz genau, dass ich wahrscheinlich die 3008. Bloggerin bin, die während einer großen Messe am z.B. Knaus Tabbert Stand vorbeischaut. Jetzt sind die Knaus Tabbert Leute aber so professionell, dass sie einen dieses nicht spüren lassen. Dennoch bin ich ja nicht doof! Ich weiß ganz genau wer so alles auf den Messen herum tingelt und wie das solche Unternehmen wie z.B. Knaus Tabbert auch zum Teil unglaublich dreiste Anfragen bekommt. Ich möchte aber niemals zu diesen super dreisten Bloggern gehören, hinter denen jeder die Augen verdreht.  

Während so eines Termins wird also ein bisschen Smalltalk gehalten, irgendwann kommen wir dann zu den wichtigen Knaus/Tabbert/ Weinsberg/ T@B/ Morelo Messe Neuheiten und danach kommt meist die Frage: Und wie läuft es denn so bei euch/ bei dir?

Tja und da wären wir wieder bei dem Punkt, an dem ich jedes mal hoffe der Boden würde sich auftun und ich könnte versinken. Ich weiß ja, dass diese Frage vollkommen normal ist und auch dazu gehört (wie soll ein Unternhemen sonst erfahren, wie es bei mir so läuft?) Ich kann mich aber total schlecht selbst verkaufen, da stelle ich mich wirklich dämlich an und wenn ich irgendwann später mitbekomme, wie andere Leute bei dieser Frage los sprudeln und auf die ka…e hauen, da werde ich rot wenn ich es nur höre. Da kann ich mir vorab sogar die passenden Worte zurecht legen und trotzdem fällt es mir schwer.

 

Wie soll man sich denn bitte “ins rechte Licht setzen”, erzählen was man in den vergangenen Monaten so gemacht hat, ohne zu klingen wie ein Angeber? 

 

Ein ganz schmaler Grat! Das fällt mir also echt schwer und teilweise kann ich Leute bewundern die über sich selbst sprechen können, erzählen, dass es vielleicht auch mal ganz gut läuft oder man zumindest ganz zufrieden ist und bei denen es eben nicht sofort wie angeben klingt. Aber gut, irgendwie habe ich diesen Teil des Gespräches immer mit möglichst wenig Worten überstanden, habe 2 Sätze gesagt und Doreen das Feld überlassen, oder ich habe das Gespräch mal ganz schnell auf andere Themen gelenkt, so nach dem Motto: „Jaaaa alles suuuuuper, aber sag mal was habt ihr hier eigentlich für einen Teppichboden am Stand, der ist ja hübsch 🙂 🙂 🙂

Das Ende eines jeden Termins sah dann wie gesagt ähnlich aus, Stefan lud uns zur Werksbesichtigung nach Jandelsbrunn ein, was ich auch WIRKLICH super fand!!! Aber nach der Messe, ist es dann eben auch genau bei dieser Einladung geblieben, denn:

Ich habe (bis zur nächsten Messe) nie wieder etwas von Knaus Tabbert gehört und dachte, ok… bei 3023 Bloggern die sich auf so einer Messe “vorstellen”, ist das sicherlich eher eine Art “Floskel”. Lassen wir es mal besser dabei, ich möchte den Leuten ja auch auf keinen Fall auf den Senkel gehen. Ich glaube noch schlimmer als Blogger die sich gar nicht melden, sind Blogger die am liebsten ständig irgendwas „abgreifen“ wollen und bei denen jeder hinterrücks denkt, mein Gott DIE schon wieder, mit der können wir doch eh nichts anfangen! Noch schlimmer, wenn die Leute den Eindruck bekommen, man wolle doch eh nur möglichst dreist irgendwas geschenkt bekommen.  Das ich mich nicht gemeldet habe, hatte also nichts damit zu tun, dass die feine Dame auf eine schriftliche Einladung gewartet hat, sondern viel eher damit, dass ich mich nicht “aufdrängen” wollte und dachte: Ok schade, aber nerv die Leute nicht!!!

 

Das Knaus Tabbert Team sah das alles aber verständlicherweise ein bisschen anders und wartete immer wieder darauf, dass ich mich mal melde um einen Termin abzusprechen und wenn sich “das Mädel” nicht meldet… hmmm, dann kann ihr Interesse ja nicht serhr groß sein.

Tjaaaa, so war das eben und es hat wie gesagt gute 3 Jahre lang gedauert, bis sich die Sitiuation verändert hat! 

Arbeit als Bloggerin... was ist richtig und was dreist?

Isa Holmes auf der Suche nach dem Knaus Tabbert Geheimnis … bis es zur Werksbesichtigung kam, hat es allerdings etwas gedauert!

 

Ich habe die Lage vollkommen falsch eingeschätzt, bis zum Caravan Salon 2018.

 

Denn auf der diesjärigen Messe wurde aus dem vorerst lockeren Knaus Tabbert Smalltalk, plötzlich ein doch etwas “ernsteres Gespräch”, mit einem deutlich schärferen Unterton.

Inhalt dieses Gespräches… Mädel wenn du dich nicht meldest, dann bist du es selber Schuld! Entweder du kommst jetzt mal aus dem Quark, oder wir können es auch komplett lassen.

UUUUUUPPPPPS! Okey, okey, okeyyyyyyy, da war es also mal wieder, mein persönliches “ich bin einfach zu zurückhaltend” Problem, was wiederum ganz schnell nach “mangelndem Engagement” aussehen kann.  Gaaaaaaaanz doooooof! Aber zumindest wusste ich jetzt was ich zu tun hatte. Wie einfach wäre das Leben doch, wenn man sich nicht über jede Situation 28 Gedanken machen würde und alles und jeden 10 mal hinterfragt, immer wieder für sich selbst abwägt und dann doch die falschen Entscheidungen trifft  🙂

Also habe ich mich nach dem Caravan Salon rucki zucki um einen Termin gekümmert und da ich ja mit dem neuen OrangeCamp Testwomo eh in die Berge wollte, passte auch ein Abstecher in Jandelsbrunn super in meinen Zeitplan.

 

Knaus Tabbert Jandelsbrunn

Auf dem Weg nach Jandelsbrunn… ein bayrisches Dorf in der Nähe von Passau

 

 

So kam es also endlich dazu, dass ich am vergangenen Montag Jandelsbrunn und das Knaus Tabbert Werk persönlich kennenlernte. 

 

ZUM GLÜCK darf ich ja aktuell den OrangeCamp testen, so dass ich zumindest auch mit einem neuen schicken Flitzer auf das Werksgelände auffahren konnte. Ehrlich gesagt, ich glaube mit der Omi hätte ich drei Straßen weiter geparkt. Mein armes altes Womo bekommt ja Komplexe bei so viel junger Konkurrenz 🙂 Aber das Problem konnte ich glücklicherweise ausklammern.

Also hieß es ankommen, zügig parken, Milla davon überzeugen, dass sie furchtbar gerne im Womo warten möchte und dann auf zur „Anmeldung“ des riesigen Werkskomplex.

Bevor ich euch jetzt aber verrate wie dieser Vormittag/ Mittag bei Knaus Tabbert verlaufen ist, was ich beim Blick hinter die Kulissen erlebt habe und ob Sherlock die größten Geheimnisse des Unternehmens Knaus Tabbert herrausgefunden hat (ich sage nur Knaus Tabbert Leaks 😉 ), kommt hier erstmal die durchaus spannende Geschichte des Unternehmens Knaus Tabbert. 

Die Knaus Tabbert Group

Eine Erfolgsgeschichte mit Höhen und Tiefen!

 

 

  • Wann wurde aus den getrennten Unternehmen Knaus und Tabbert die “Knaus Tabbert Group”?

 

  • Welche Zahlen schreibt die Knaus Tabbert Group heute und welche Ziele gibt CEO Wolfgang Speck im PNP Interview preis?

 

  • Wie war das noch mit der großen Pleite?

 

  • Durch wen wurde das Unternehmen eigentlich gerettet, welche Untermarken gehören mittlerweile zu Knaus Tabbert und was hat Morelo damit zu tun?

 

Damit ihr nicht ewig lang hin und her scrollen müsst, öffnet sich mit einem Klick auf den folgenden Kasten ein Sonderabschnitt mit allen Antworten und vielen weiteren Informationen über das Unternehmen Knaus Tabbert. 

 

Hier klicken und mehr über Knaus Tabbert erfahren

 

Tabbert

Der Karosseriebaumeister Alfred Tabbert gründete 1934 den Karosseriebau Alfred Tabbert

Im zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb komplett zerstört, fertigte nach dem Krieg aber dennoch mit gut 80 Mitarbeitern weiterhin Wagen für die Landwirtschaft an. Leider kam es 1948 zu einem Großbrand, der wiederum den kompletten Betrieb zerstörte.

Erst danach wurde eine neue Werkshalle gebaut und damit die “Fränkischen Fahrzeug und Möbelwerke” gegründet.

Der erste echte Wohnwagen der Marke Tabbert wurde 1953 produziert und bereits 1955 ging der Tabbert “Ideal Caravan” in die Serienherstellung.

Nach dem Erfolg des “Ideal Caravan” wird 1959 die Tabbert Wohnwagen GMBH im hessischen Mottgers gegründet (den Standort gibt es bis heute) und bereits 1971 ist Tabbert Deutschlands Marktführer im Bereich Caravaning.

Zwischen 1984 und 1987 wurde aus der Tabbert Wohnwagen GmbH die TIAG, die Tabbert Industrie AG, welche das konkurs gegangene Wilk Unternehmen als alleiniger Gesellschafter kaufte und alle Beschäftigten, Gebäude und Grundstücke übernahm.

1992 wurde dann auch das Unternehmen Weinsberg, welches bereits 1969 das erste auf Fiat Basis gebaute Wohnmobil herausbrachte, von der Tabbert Industrie AG übernommen. Mit dieser Übernahme wurde auch die Weinsberg Produktion ins hessische Mottgers verlegt.

 

Knaus

Während dieser Zeit, genau genommen im Jahre 1960, gründete der Architekt und studierte  Ingenieur und Baumeister Helmut Knaus das Wohnwagen Unternehmen KNAUS KG.

Bereits 1961 produzierte die Knaus KG den Wohnwagen “Schwalbennest”, durch welchen bis heute das fliegende Schwalbenpaar als Knaus Markenzeichen dient.

1970 wurde der Vertrieb von Knaus Wohnwagen europaweit ausgebaut und das bis heute bestehende Stammwerk in Jandelsbrunn/ Bayern gebaut.

Während der 1980er Jahre erreichte Knaus mit den bis heute bekannten Modellen Südwind, Azur und vielen Produktneuheiten einen führenden Rang unter den Freizeitfahrzeug Herstellern Europas.

Mit der Gründung der KNAUS AG im Jahre 1996 entstand die enge Kooperation mit der TIAG – Der Tabbert-Industrie AG

Knaus Pleite, mehr Informationen

Die Unternehmensgeschichte von Knaus Tabbert hat ihre Höhen und Tiefen!!!

Da war doch noch was??? Die Insolvenz!

 

Soviel zur Geschichte der beiden Unternehmen TABBERT und KNAUS.

Ab dem Jahr 2001 wurde es aber richtig so spannend und wir kommen endlich zu dem Teil über die Insolvenz und dem “neuen” Aufbau eines Unternehmens.  

2001 fusionierten die wesentlichen Unternehmensteile der Tabbert Industrie AG mit der Knaus AG. Im Zusammenhang mit dieser Fusionierung leitete das Unternehmen einen grundlegenden Turnaround ein wodurch massive Sanierungsmaßnahmen durchgesetzt wurden. Stichwort… alles neu macht der Mai, oder besser gesagt Knaus und Tabbert!

2002 wurde dann endgültig aus Knaus und Tabbert die Knaus Tabbert Group GmbH mit Hauptsitz in Jandelsbrunn.

Bereits 2006 erkannte die Knaus Tabbert Group die großen Vorteile des ADACs, wodurch eine enge Kooperation zustande kam mit dem Ziel, dass vor allem die Wohnmobile der Marken Knaus und Weinsberg unter der Flagge des ADAC vermietet wurden.

Doch leider setzte in den kommenden Jahren der Camping Boom noch nicht wirklich ein, wodurch die Knaus Tabbert Group am 9. Oktober 2008 die Insolvenz bekannt geben musste.

Doch zum Glück gab es die niederländische Investmentgesellschaft HTP Investments BV (im weiteren Verlauf HTP) welche Knaus Tabbert zum 1. Januar 2009 übernahm.  Glücklicherweise erkannte die HTP die Zeichen der Zeit, betrieb alle Werke weiter und setzte das Ziel aus, Knaus Tabbert zum führenden Wohnwagen Hersteller Europas zu machen.

HTP ist eine in Zeeland sitzende Gesellschaft welche nicht nur an Knaus Tabbert Beteiligt ist, sondern z.B. auch an dem Luxusjacht Hersteller Oyster Yachts und der Gießerei Neue Halberg-Guss mit Sitz in Saarbrücken, welche als Europas Marktführer im Bereich von Kurbelwellen usw. zählt. Die HTP hatte meinen letzten Informationen von 2016 zufolge mehr als 6000 Mitarbeiter und generierte in diesem Jahr einen Umsatz von ca. einer MILLIARDE Euro.

Im April 2011 kam es dazu, dass der Investor HTP die Beteiligung an dem Luxus-Wohnmobil Hersteller Morelo bekannt gab. Doch auch wenn es sich um zwei Wohnmobil Hersteller handelte, wurden beide Unternehmen erstmal selbständig und getrennt voneinander weitergeführt.

2016 gelang der Knaus Tabbert Group der nächste Coupe. Mit dem Unternehmen RENT AND TRAVEL wurde die Idee geboren ein Servicenetz bestehend aus Reisebüros aufzubauen, welche Neu-Camper zum Thema Wohnmobil mieten & erste Campingtouren berät. Über RENT AND TRAVEL erfahrt ihr in einem separaten Artikel in einigen Wochen mehr.  

2017 wurde Morelo dann doch in die Knaus Tabbert Holding integriert und gehört seitdem ganz offiziell zu Knaus Tabbert. Zudem wurde das Werk in Jandelsbrunn um eine weitere Werkshalle erweitert.

2018 – Der Campingboom ist groß, die Nachfrage fast noch größer und die Knaus Tabbert Group legt auch im vergangenen Jahr nochmal deutlich an Umsatz zu.

 

Knaus Sport Traveller in der Produktion

Auf einer von 4 Werksbahnen wurde während meines Besuchs der Knaus Sport Traveller produziert.

 

 

Noch einige extra Fakten zur Knaus Tabbert Group

 

Der Knaus Tabbert Group gehören 2018 insgesamt 6 Marken mit unterschiedlichen Modellen, Grundrissen und Sondermodellen an:

  • Knaus bietet: Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen (von Knaus auch liebevoll CUV genannt, klingt ja auch viel besser als KASTENwagen) in 19 Modellen, 81 verschiedene Grundrisse und 4 Sondermodelle an
  • Tabbert bietet: Wohnwagen in 8 Modellen, 45 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • T@B bietet: Wohnwagen in 2 Modellen, 2 Grundrissen und 4 Style Varianten an
  • Weinsberg bietet: Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen in 9 Modellen, 43 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • Morelo bietet: Luxus Reisemobile in 5 Modellen, 59 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • RENT AND TRAVEL – Das Vermietportal mit über 350 Partner Reisebüros in Deutschland.

 

Der Hauptsitz der Knaus Tabbert Group liegt in Jandelsbrunn/ Bayern. An diesem Standort arbeiten ca. 1150 Angestellte und produzieren pro Tag bis zu 25 Reisemobile und Wohnwagen der Marken Knaus und Weinsberg

Davon abgesehen gibt es noch drei weitere Standorte.

  • Mottgers in Hessen mit ca. 350 Angestellten. Produziert werden vor allem Wohnwagen der Marken Tabbert und Knaus.
  • Schlüsselfeld in Bayern mit ca. 270 Angestellten. Hier werden die Luxus – Reisemobile von Morelo produziert.
  • Nagyoroszi in Ungarn mit ca. 740 Angestellten. In diesem Werk werden Wohnwagen der Marken T@B und Weinsberg gebaut, Reisemobile von Weinsberg sowie die komplette Produktion der Knaus und Weinsberg Kastenwagen.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass aktuell knapp 2500 Angestellte für die Knaus Tabbert Group an 4 verschiedenen Standorten arbeiten.

 

So wird der Knaus Sport Traveller gebaut

Der Knaus Sport Traveller von vorne. Für mich nicht unbedingt das schönste Caravan Modell, hat er doch mittlerweile Kultstatus erreicht.

 

Seit 2009 schreibt das Unternehmen Knaus Tabbert ein Jahresumsatz Plus nach dem nächsten. Ok, jetzt könnte man sagen, nach einer Insolvenz und samt einem starken Investor im Rücken, ist das auch nicht die aller, aller schwierigste Aufgabe.  Nichts desto trotz ist es aber so, dass Knaus Tabbert in Europa zu den “Big Playern” der Freizeitfahrzeuge Branche zählt.

 

Dies belegen die aktuellen Zahlen deutlich.

 

2017 wurden in Deutschland insgesamt ca. 63.000 Freizeitfahrzeuge, also Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen neu zugelassen und ungefähr jedes dritte (!!!) stammt aus den Reihen der Knaus Tabbert Group.  Diese ca. 21.000 Fahrzeuge spiegeln sich natürlich auch in den Umsätzen des Unternehmens wieder. Die Knaus Tabbert Group erzielte im vergangenen Jahr eine 26 prozentige Umsatzsteigerung auf insgesamt 592 Millionen Euro.

Aber der Campingboom geht weiter und so setzt sich auch die Knaus Tabbert Group immer neue und höhere Ziele.

Erst vor wenigen Wochen hat Knaus Tabbert  CEO Wolfgang Speck im Interview mit der Passauer Neuen Presse die „Zielsetzungen“ der nächsten Jahre bekannt gegeben. So rechnet die Knaus Tabbert Group bereits 2018 mit einem Umsatz von knapp 750 Millionen Euro und bis 2022 will das Unternehmen sogar die Umsatz Milliarde anpeilen.

Das gesamte Interview mit CEO Wolfgang Speck findet ihr hier: https://plus.pnp.de/ueberregional/heimatwirtschaft_niederbayern/2958647_Knaus-Tabbert-peilt-die-Milliarde-an-auch-ohne-AG.html

 

Allein in Jandelsbrunn hat es die Knaus Tabbert Group geschafft innerhalb von 5 Jahren die Mitarbeiterzahl um mehr als 100 Prozent, von 632 Mitarbeiter 2013 – auf 1443 Mitarbeiter 2018, zu steigern. Knaus Tabbert ist eben ein attraktiver Arbeitgeber und die freiwilligen Bonuszahlungen (an alle Mitarbeiter) nach dem wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre, senken sicherlich auch nicht gerade das gesamte Arbeitsklima 🙂

Isa on Tour – Die Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn    

 

Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert

Die Anmeldung, frisch gefegt wurde anscheinend und auf den fehlenden roten Teppich bin ich liebenswerterweise nicht weiter eingegangen  😉 🙂

 

Nachdem ich die Anmeldung erreicht hatte und den beiden freundlichen Damen erklärt habe warum ich an ihre Tür klopfe, stand schnell fest… ich stand bereits auf der Besucherliste und so musste ich nur kurze Zeit warten, bis ich von Pressesprecher Stefan Diehl abgeholt wurde.

Erster ganz wichtiger Tagespunkt… Kaffee trinken…wie sympathisch!!! 😉 Das nenne ich doch mal einen 1A Start in den Tag! Aber damit nicht genug, schließlich kam der kleine Vielfraß zu besuch, sind wir nach dem Kaffee trinken auch direkt zum Mittagessen übergegangen. Juhuuuu 🙂 So finde ich Werksbesichtigungen doch besonders schön, außerdem war es für mich aus rein journalistischer Sicht natürlich auch  eeeeextrem wichtig zu erfahren wie das Kantinenessen so schmeckt! 🙂  Ihr wisst, die Kombüse ist der wichtigste Teil eines Schiffes!

Der Tag wurde immer besser und nachdem mein weißes Oberteil das Paprikaschnitzel aus der Werkskantine tatsächlich Fleck frei überstanden hat, konnten wir gestärkt zum Gang durch die Werkshallen starten.

 

Auf zur Werksführung

 

Also die Werksführung bei Knaus Tabbert war ja nun nicht meine erste Werksführung und dennoch war ich wieder überrascht, wie viel Handarbeit in der Fertigung eines Reisemobil bzw. Wohnwagen steckt. Oben auf kommt noch, dass Knaus Tabbert viele Möbel in der eigenen Schreinerei herstellen lässt. Es ist also nicht so, dass diese ganzen Schrankmodule, Klappen, Wände usw. von einem osteuropäischen oder gar asiatischen Zulieferer gebaut werden. Nein so gut wie alle Teile werden sorgfältig in der werkseigenen Schreinerei in Jandelsbrunn hergestellt.

 

Stromkabel Knaus Tabbert Wohnmobile und Caravans

Die verschiedenen Kabel Zusammenstellungen werden von Hand zusammengelegt oder verbunden

 

Diese, ich sage mal „detaillierte Handarbeit“ zieht sich durch die komplette Produktion, ja selbst die entsprechenden Stromkabel werden je nach Modell von Mitarbeiterinnen in Jandelsbrunn zusammengelegt, geordnet und verbunden.Es gibt also wirklich einige Mitarbeiterinnen in Jandelsbrunn die machen (mehr oder weniger!) den ganzen Tag nichts anderes als Kabelstränge zu sortieren, zusammenzulegen und den entsprechenden Modellvarianten zuzuordnen. 

 

Wie wird ein Wohnmobil gebaut?

Nachdem die Bodenplatte fixiert wurde, werden zu allererst sämtliche Möbel und innenliegende Installationen vorgenommen.

 

Der Bau von Reisemobilen und Caravans

 

Wie auch bei gleichwertigen Herstellern üblich, werden die Wohnmobil und Wohnwagen der Knaus Tabbert Group von innen nach außen gebaut. Das bedeutet also, das Werk in Jandelsbrunn wird nur mit komplett „nackten“ Chassis bzw. leeren Wohnwagen Fahrgestellen beliefert und alles andere erfolgt im Werk..

Auf diesen „nackten“ Chassies werden in einem ersten Schritt die vorab angepassten Bodenplatten befestigt. Dabei ist es so, dass die Bodenplatten mit allem drum und dran  bereits genau auf das später entstehende Modell angepasst wurden. Heißt also, eine solche Bodenplatte besteht bereits aus verschiedenen Dämm-Materialien, die Unterseite wurde auch schon mit einer Art Rostschutz versehen, alle Löcher für die Leitungen (je nach Modell) wurden bereits gefräst, ja sogar der entsprechende Bodenbelag wurde bereits auf die Bodenplatte geklebt.

Erst nachdem die Bodenplatte so vorbereitet wurde, wird sie auf das Chassis bzw. Fahrgestell aufgesetzt und befestigt. Direkt im Anschluss erfolgt die Befestigung des Bodens der Heckgarage, so dass nach diesem Schritt der komplette Wohnmobilboden bzw. Caravanboden steht und alle folgenden Schritte darauf aufbauen. 

Als nächstes werden ALLE innenliegenden Teile installiert, die später im Reisemobil bzw. Wohnwagen mit der Bodenplatte verbunden sind. Bereits jetzt werden also die größeren Schrankelemente, Dienette, Herd, Kühlschrank, Sanitärbereich, Schlafzimmer, Türen, ja sogar Frisch- und Abwassertank verbaut. Es werden Leitungen gelegt und alle nötige Instalationen (egal ob Wasser, Elektrik, Heizung  oder Gas) angeschlossen.

Bei den von Knaus Tabbert gebauten Reisemobilen und Wohnwagen gibt es in diesem Zusammenhang noch zwei „Besonderheiten“, die es bei vielen anderen Herstellern so nicht mehr gibt.

 

Knaus Tabbert Verarbeitung

Alle Holzelemente von Knaus Tabbert werden nicht nur verklebt, sondern bekommen auch noch extra Dübel. Eine Kleinigkeit, die sich auf Dauer aber sicherlich bemerkbar macht.

 

Zum einen werden alle Schrankelemente nicht nur verklebt, sondern zudem auch noch mit Holzdübeln verbunden. Auch da macht sich wieder die große Werkseigene Schreinerei bemerkbar. Zum anderen  besitzen sämtliche Unterschränke noch Rückseiten, wie wir es auch von den eigenen Möbeln zuhause kennen. Es ist also nicht so, dass man bei geöffneter Schranktür später direkt auf die Fahrzeugwand blickt, sondern auf eine vernünftige „Schrankwand“! Diese Wände werden allerdings so verbaut, dass sie wenige mm von der Außenwand abstehen, damit die Luft hinter den Schränken zirkulieren kann und es zu weniger Wärmebrücken kommt. 

Handelt es sich um ein Alkoven Modell, wird auch jetzt bereits der „Boden“ des Alkovens mit dem Chassis verbunden. Von Rückwand oder gar Dach sind wir zu diesem Zeitpunkt aber noch weit entfernt!

 

Werksbesichtigung Knaus Tabbert Jandelsbrunn

Blick auf den Bau eines Caravans. Unten läuft das Band mit den eingekoppelten Fahrgestellen und die Seitenwände werden zum richtigen Zeitpunkt von oben runtergelassen.

 

Reisemobil- und Caravanbau von innen nach außen

 

Erst nachdem ALLES was irgendwie mit der Bodenplatte verbunden ist bereits steht, wird von oben (die Werkshallen in Jandelsbrunn gehen über zwei Etagen) die erste Seitenwand herunter gelassen und mm genau angepasst.

Diese Seitenwände wurden vorher bereits so bearbeitet, dass sie alle Fenster, Lüftungsgitter und Serviceklappen beinhalten, der Ausschnitt für die Aufbautür wurde bereits vorgenommen, von außen wurden die Seitenwände bereits mit dem entsprechenden Dekor beklebt und auf der Innenseite wurden spezielle Leisten angebracht, mit denen die bereits angesprochenen Holzdübel verbunden werden.

Sobald die beiden Außenwände mit dem Chassie und den Möbeln verklebt wurden, werden bereits sämtliche Oberschränke verbaut. In dem Fall ist es sogar so, dass die Oberschränke der Rückseite des Womos/ Wowas bereits installiert werden, obwohl die Rückwand noch nicht steht. 

Erst nachdem das KOMPLETTE “Innenleben” eines Reisemobils bzw. Caravans eingebaut wurde, alle Leitungen verlegt und die kompletten Licht Installationen bereit sind, wird die Rückwand eingesetzt.

 

So wird ein Wohnwagen gebaut.

Caravan ohne Dach. Gut zu sehen, selbst die hinteren Oberschränke werden schon eingesetzt, obwohl die Rückwand noch fehlt.

 

Ganz zum Schluss der gesamten Produktion wird das GFK Dach aufgesetzt

 

Dabei habe ich nicht schlecht gestaunt, wie dünn und vor allem flexible so ein Dach doch ist. Diese GFK Platten bestehen anscheinend aus so einem “perfekten” Materialmix, dass sie einerseits so leicht und flexibel wie möglich sind, aber andererseits für die nötige Stabilität sorgen.

Gewundert habe ich mich allerdings dennoch. Denn die vorher geraden Dachplatten sind so flexible, dass sie so stark gebogen werden können, dass die typischen „runden Ecken“ in der Front und dem Heck eines Wohnmobiles/ Wohnwagens entstehen.  

Wenn man sich so ein Wohnmobil mal genauer anschaut, dann sieht man oben, außen an der Heckwand immer einen von der eigentlich Rückwand getrennten Bereich. Dieser Abschnitt entsteht eben durch die flexible Dachplatte. Ohne groß drüber nachzudenken habe ich immer angenommen, die GFK Dächer eines Reisemobils werden schon im voraus rund hergestellt o.ä.. Das die GFK Dachplatten aber so biegsam sind, habe ich nicht gewusst. 

 

Stabilität eines Wohnmobil Dachs

GFK Dach von oben. So ein Dach ist extrem dünn und flexible, so dass die Ränder während des Einsetzens bereits „runterhängen“

 

Gut, wenn man mal drüber nachdenkt, ist die flexibilität und die dünne der GFK Dachplatten auch durchaus sinnvoll, denn zum einen geht es eben gerade bei den “kleineren” Wohnmobilen immer um das Gewicht, zum anderen ist es aber natürlich auch praktisch wenn so ein Womo Dach möglichst flexible ist, um z.B. Hagelschäden zu vermeiden. Ob es allerdings sinnvoll ist, auf so einem Wohnmobildach herum zu laufen, das wage ich seit der Knaus Tabbert Besichtigung gleich doppelt zu bezweifeln.

Ich muss es einfach nochmal sagen, bis zu diesem Punkt besteht die gesamte Produktion aus Handarbeit. Natürlich gibt es Hilfsmittel und die Wände fahren automatisch von oben nach unten, nichts desto trotz ist es so, dass jedes einzelne Teil von hand eingebaut wird und ein Mitarbeiter durch den Caravan “krabbelt” um z.B. Steckdosen zu installieren. 

 

Produktion von Wohnmobilen, ein Blick hinter die Kulissen

So werden Wohnmobile „produziert“ … der Boom ist groß, da läuft ein Womo nach dem anderen vom Band

 

Roboter für den Wohnmobil/ Caravan Bau gibt es anscheinend noch nicht.

 

Nachdem so ein niegel, nagel neues Reisemobil bzw, Wohnwagen zusammengesetzt wurde, geht es weiter zu einer letzten Qualitätskontrolle. Nach einer ersten optischen Begutachtung, werden die neuen “Flitzer” unter eine “Berieselungsanlage” gefahren, um zu checken, ob auch wirklich alle Kanten und Ecken abgedichtet wurden. Gut, diese Anlagen erzeugen natürlich keinen Sturm der Stärke 4, aber jedes Modell wird somit auf Dichtheit gecheckt. Davon abgesehen bietet Knaus Tabbert zu allen Neufahrzeugen auch eine 10 jährige Dichtheitsgarantie an. 

Zum guten Schluss erfolgt die Gasprüfung und die “TÜV” Abnahme und wenn auch diese letzten Prüfungen erfolgreich waren, sind die Freizeitfahrzeuge bereit zum ausliefern bzw. zum abholen. Denn erst seit kurzem ist es für Käufer von  Knaus Tabbert Freizeitfahrzeugen auch möglich das neue Fahrzeug persönlich am Werk in Jandelsbrunn abzuholen und ich muss sagen, dass machen die Jandelsbrunner schon sehr nett. Wer möchte wird persönlich per Shuttle vom Bahnhof abgeholt, dann folgt die feierliche Übergabe und Einweisung ins Fahrzeug.

Je nachdem wie sympathisch man seinen “Wohnmobil Verkäufer vor Ort” findet, ist das doch sicherlich eine nette Aktion. Ich selbst habe vor einigen Jahren meinen VW in Wolfsburg abgeholt und obwohl es sich dabei nur um einen Polo handelte, war es schon schön mal zu schauen wo das neue Auto her kommt. Zumal  man auch sagen muss, dass der Service vor Ort rund um diese Neuwagen Abholung auch etwas besonders ist, es fehlt eigentlich nur noch die Frage ob man nicht feinsten Puderzucke in den Poppes gepustet bekommen möchte 😉  Ja, so wie ich das verstanden habe ist so eine Werksabholung nicht ganz kostenlos, aber als besonderen Einstieg ins eigene Womo/ Wowa Leben kann man sich das sicherlich mal gönnen! 

 

So werden Reisemobile professionell produziert, ein Blick hinter die Kulissen von Knaus Tabbert.

Womos vom Band… vorne die kleinere Teilintegrierten am Ende der Produktion, im Hintergrund der große SUN TI

 

Und wohin kommen jetzt die vielen „neugeborenen Freizeit-Flitzer“?

Nachdem unser Gang durch alle Etappen der Werkshallen endete, fuhr mich Stefan noch zum “ Reisemobil und Caravan Wartebereich”.

Eine riesengroße, überdachte Fläche auf der hunderte Caravans und Wohnmobile stehen, die auf ihren Abtransport warten.  Waaaahnsinn!!!! Mein einziger Gedanke, hier stehen soooooo viele Fahrzeuge, ich bräuchte doch nur eines, ein einziges… wenn da ein kleines, feines Wohnmobilchen plötzlich fehlen würde, das bemekt doch kein Mensch, oooooder? 🙂

Doch bei unserer Rundfahrt über den Wartebereich wurde auch nochmal deutlich…. JEDES Reisemobil bzw. JEDER Wohnwagen der aktuell von Knaus Tabbert produziert wird, hat vom Chassis an bereits einen neuen Besitzer! Es ist also so, dass bei JEDEM Fahrzeug welchen aktuell in Jandelsbrunn “vom Band läuft”, bereits von vornherein feststeht wo es mal hingehen wird.

Das kann natürlich ein großes Geschäft zum Verkauf von Freizeitfahrzeugen irgendwo in Europa sein, dass kann aber auch genauso gut das Mobil von „Familie Schmitz aus Oberammergau“ sein. Aktuell ist der Boom also immer noch so groß, dass nicht ein einziges Fahrzeug zum lagern Produziert wird, sondern JEDES Fahrzeug das Werk verlässt.

Nach einem letzten Rundgang über den riesigen “Wartebereich” und dem ganz neu gebauten „Neuwagen Übergabe Zentrum“, ging die  Werksführung langsam ihrem Ende zu. Ein letzter Gang über das riesige Gelände, ein schnelles “Hallo” in der Abteilung der Knaus online Medien, ein wirklich letzter Kaffee im Büro und der laaaaaange “geplante” Vormittag/ Mittag im Hause Knaus Tabbert war schon wieder vorüber.

 

Erster Weinsberg Van von 1963

Kleines Highlight im neuen „ich hole meine neues Fahrzeug selber ab“ Center… einer der aller, aller ersten Weinsberg Vans von 1969

 

Fazit… mein  Werksbesuch bei Knaus Tabbert.

 

Selbst für mich als bekennender Technik-Trottel ist so ein Blick hinter die Kulissen immer wieder faszinierend. Wenn ich den Bau eines Reisemobils oder Caravans mit dem Bau eines Autos vergleichen will, so ist es für mich immer wieder erstaunlich, dass die gesamte Produktion fast ausschließlich aus Handarbeit besteht.

In der Auto Industrie werden viele Produktionsschritte nur noch von Roboterarmen ausgeführt, anscheinend ist dies beim Wohnmobil/ Caravan Bau so nicht möglich. Ob dies nun daran liegt, dass die verschiedenen Schritte zu detailliert für einen Roboter sind, oder ob es schlichtweg eine finanzielle Frage ist und die Installation von automatischen Prozessen zu teuer ist, für die Anzahl an Fahrzeugen die täglich vom Band laufen (ca. 20-25 pro Band, pro Tag, abhängig von der Modellreihe) dass kann ich euch nicht sagen.

Auf jeden Fall ist es auch heute noch so, dass der Bau von Freizeitfahrzeugen in Menschenhand liegt, was im Sinne von Arbeitsplätzen natürlich auch mehr als erfreulich ist. Ob sich ein weitgehend automatischer Prozess auf die Qualität auswirken würde? Diese Frage bleibt wohl ersteinmal  offen.

Knaus Tabbert hat es geschafft den Campingboom optimal für sich zu nutzen und ein rieeeeeeeesiges Umsatzplus zu erwirtschaften. Zudem ist es sicherlich nicht ohne Grund so, dass der Knaus SKY TI das meistverkaufte, teilintegrierte Reisemobil Deutschlands ist.  

Knaus Tabbert ist und wird es auch sehr wahrscheinlich bleiben, einer der ganz, ganz großen Freizeitfahrzeug Hersteller in Europa.

 

Knaus Tabbert, Erfolgsunternehmen in Jandelsbrunn

Eine der Werkshalle und die Büroräume von Knaus Tabbert in Jandelsbrunn.

 

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es einige Leute die schon seit Jahren mit ihrem “KNAUSI” unterwegs sind und während ich diesen Artikel so tippe fällt mir auf, ich persönlich kenne niemanden, der mit seinem durchaus auch schon etwas älteren Knaus, Tabbert, WEINSBERG, T@B oder Morelo komplett unzufrieden ist.

Ich selbst hätte mich damals auf der Suche nach einem passenden Wohnmobil fast auch für einen “Knausi” entschieden. Ich hatte mir das zum Verkauf stehende Fahrzeug bereits mehrfach angesehen und war eigentlich auch schon so weit mich zu entscheiden. Dann hieß es allerdings, uhhhhhhaaaaaa…. nimm lieber keinen Knaus, die sind vor einigen Jahren pleite gegangen, das könnte ein Problem geben. Vorallem wenn Du irgendwann Ersatzteile benötigst!

Tja und so wurde es dann doch kein Knausi, sondern die Omi 🙂 Ob diese Entscheidung ein Fehler war???

DAS werden wir wohl nie erfahren…

Dein Pinterest Pin zum Artikel

Nach diesem spannenden Vormittag/ Mittag ging es für Milla, den OrangeCamp Flitzer und mich weiter zum Chiemsee und was ich da erlebt habe, ist mir in knapp 6 Jahren als Alleinreisende noch nie passiert… aber das, erzähle ich euch beim nächsten mal.

 

Ganz zum Schluss vielleicht noch eine letzte Info. Natürlich könnt auch ihr eine solche Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn erleben. Allerdings ist dies nicht ganz so einfach… ihr müsst an dem Thema dran bleiben! Immer zu Beginn eines neuen Jahres gibt Knaus Tabbert die Termine zur Werksbesichtigung für Besucher bekannt und wenn ihr da interesse habt, müsst ihr einfach schnell sein!!! Denn die Tickets zur Werksbesichtigung, es gibt jedes Jahr nur wenige Termine, sind immer ganz, ganz schnell „ausverkauft“. Wer da also interesse hat, sollte zu Beginn des Jahres regelmäßig auf die KNAUS Internetseite schauen , oder mir auf FB folgen 🙂 um weiter informiert zu werden.

 

Sooooo, das war sie also, meine lange Geschichte um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung und wenn sie nicht gestorben sind, dann werden wir auch noch in 50 Jahren glückliche Camper in ihren E- Knaus, E-Tabbert, E-Weinsberg, E-T@B, E-Morelo, oder, oder, oder  durch Europa düsen sehen 😉

Bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

Du hast den ersten Teil meiner Herbsttour verpasst und fragst Dich gerade warum ich mit dem neuen OrangeCamp Wohnmobil unterwegs bin? Dann findest Du hier den kompletten Artikel „Isa fährt fremd – Herbsttour Teil 1“ 

Mittlerweile ist auch der dritte, vierte und fünfte Teil online und zudem das große Fazit zum 6 Wochen Womo Test… wie es weiter ging und warum ich als Alleinreisende am Chiemsee nicht gern gesehen war, das könnt ihr hier erfahren: https://isaswomo.de/meine-wohnmobil-herbst-tour-teil-3-chiemsee-und-alpen/

Die anderen Artikel findet ihr zudem hier: Teil 4 , Teil 5 und das große Fazit 

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Werbung (Testfahrt OrangeCamp) – Puuuuhhhh… irgendwie hänge ich aktuell mit all dem, was ich euch schreiben wollte ein klitzekleines bisschen hinterher. Der Caravan Salon liegt gerade hinter uns, von Düsseldorf aus ging es für mich direkt zur Lewitz Tour und auch der Tag danach war schon wieder ganz fest verplant, denn da musste ich die Omi  zu meinem Schrauber bringen.

Diesen Termin schiebe ich ja nun schon seit Monaten vor mir her aber spätestens nachdem mir irgendein Idiot am Caravan Salon den Scheibenwischer abgebrochen hat, ließ es sich nicht mehr umgehen.

Wie schön, wenn einen genau in diesen Momenten das Glück ereilt. 🙂

Denn während ich noch nichtsahnend auf dem Weg zur Lewitz war und sich meine Gedanken eher um Themen wie „Wie lange wird die Omi in der Werkstatt stehen und was wird mich der “Spass” kosten” drehten, klingelte mein Handy und die folgende Nachricht passte wie Ar… auf Eimer.

Ich sag es ja immer, wenn es läuft, dann läuft’s und das sowohl im positiven wie negativen!

Am anderen Ende der “Handy-Leitung” meldete sich ein Verantwortlicher des Wohnmobil Herstellers OrangeCamp. Mit denen stehe ich zwar schon eine ganze Weile über die sozialen Medien in Kontakt und ich wusste, dass Nicole vom Traumtour.info Blog schon das ein oder andere gute Wort für mich eingelegt hat (Nicole, auch hier nochmal VIELEN DANK!!!!) , dennoch war für mich nicht abzusehen, dass es an diesem Tag noch so eine gute Nachricht geben sollte.

Während dieses Telefonats stellte sich nämlich schnell heraus, dass es darum gehen sollte, das OrangeCamp gerade ein neues Womo am Hof stehen hat und ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte mit diesem Womo mal on Tour zu gehen??? Hiiiiiii 🙂

Hmmmmmmm… also daaaaa musste ich schon eine ganze Weile überlegen, hatte ich wirklich Lust mit so einem heißen Flitzer los zu düsen und das auch noch geraaaaade zu der Zeit, in der die Omi in der Werkstatt steht und ich ansonsten (gezwungenermaßen) zu hause hocken müsste. Hmmmmmm, schwieeeeeerige Entscheidung, gaaaaaanz schwierige Entscheidung!!!! 🙂

Aber guuuuuuut, nachdem ich so nett gefragt wurde und ich so gar nichts anderes zu tun hatte…. habe ich besser rucki zucki zugestimmt 🙂

Juhuuuuu… ein Test Womo von OrangeCamp

OrangeCamp Braunschweig

Auf nach Braunschweig!!!

Also hieß es für mich Mittwoch Rückfahrt von der Lewitz nach Dortmund, Donnerstag die Omi weg bringen, sämtliche Klamotten aus meinem Womo ins Auto verfrachten, irgendwo eine klitzekleine Lücke für Millachen lassen und Freitag morgen ab nach Braunschweig, den Test-Flitzer abholen.

Ich sage euch, das war was!

Von OrangeCamp hatte ich vorab die Info bekommen, dass das neue Womo komplett leer sei und ich nach Möglichkeit alles was ich im Womo so benötige mitbringen sollte.  Also habe ich gepackt und gepackt… vom Teelöffel bis zum Oberbett. Es wäre natürlich deutlich einfacher gewesen, wenn ich mit der Omi nach Braunschweig gefahren wäre und hätte dann vor Ort alles nötige eben von einem Womo in das nächste geräumt. Aber das ging ja nun nicht, denn die Omi musste ja bei meinem Schrauber in Dortmund bleiben.

 

Autofahren mit Hund

Milla …. Navigator!

 

Aber iiiiiiirgendwie habe ich dann tatsächlich alle nötigen Klamotten in mein kleines Auto bekommen (auch wenn es darin aussah wie auf einem Schlachtfeld), Milla musste neben mir auf dem Beifahrersitz platz nehmen (natürlich doppelt gesichert und im Fußraum lag zudem noch das Oberbett) und so sind wir also bereits am Freitagmorgen, um kurz nach 7 Uhr, 280 Kilometer nach Braunschweig gedüst.

Während ich also den Fahrer mimte,  nahm Milla ihren Job als Navigator extrem ernst und nach nichtmal 5 Minuten hörte ich sie seelig schnurzeln, bis plötzlich mein Handy klingelte…. OrangeCamp.

Ohhhh neeee, die wollen mir jetzt aber bitte, bitte, bitte nicht sagen, dass das Fahrzeug doch noch nicht bereit steht, oder????

Aber nein,  vollkommen falsch gedacht. Auf der anderen Seite meldete sich eine junge Frau  aus dem OrangeCamp Team und wollte mich eigentlich nur schnell fragen, wann ich denn voraussichtlich in Braunschweig ankomme und ob ich irgendwelche besonderen Essenswünsche hätte.

OrangeCamp möchten mir vorher noch den Kühlschrank füllen und sie wollten nur wissen, ob das alles zeitlich passt und ob es irgendetwas gibt, was ich nicht esse mag/ kann.  

🙂 …Kommt, das ist schon sehr lieb !!!!

Aber da ich ja ein alles futterndes Ungeheuer bin, hatte ich keine speziellen Wünsche und so war das Telefonat auch schnell wieder beendet.

Bis auf 2 kleinere Staus kamen wir super gut durch, so dass Milla und ich bereits um 10:30 Uhr in Braunschweig bei OrangeCamp auf den Hof fuhren.

 

OrangeCamp 690 T

Der neue Flitzer von innen. Seht ihr das Brettechen vorne links, eines von vielen OrangeCamp Details

 

Tja da waren wir also… jetzt konnte es losgehen.

 

Direkt neben dem Parkplatz war auch schon die Anmeldung, also raus aus dem Auto und rein! Doch noch bevor ich überhaupt irgendetwas sagen konnte, sprach mich auch schon eine Angestellte an… Du bist bestimmt die Isa und möchtest eines unserer Wohnmobile abholen, stimmts?

Ähhhhhmmmm, jau… genau so ist es! 🙂 Alles klar, dann komm mal mit, dann bringe ich Dich zu unserem Chef.

Oki doki! Also zügig hinter der Dame her, einmal quer durch die Werkstatt, rein in den Ausstellungsraum. Dort angekommen wurde ich direkt von Geschäftsführer Jens Brinkmann begrüßt, ein super netter, offener und lockerer Mann, der anscheinend gar keine sorge hatte, dass er mir nun eines seiner Wohnmobile anvertraut.

 

Backofen und Grill im OrangeCamp

Die Küchenzeile im OrangeCamp… mit Backofen und Grill 🙂

 

Es folgte der typische smalltalk bei Kaffee und Keksen und mit der Zeit standen wir in einer immer größeren Gruppe um den Tresen herum und quatschten über Gott und die Welt. Das gesamte OrangeCamp Team war unglaublich nett und locker… SOOOOO EASY hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Ich habe ja vorab schwer damit gerechnet, dass ich erstmal ordentlich “eingenordet” werde von wegen…. BITTE FAHR VORSICHTIG, BITTE ACHTE AUF DIESES ODER JENES… aber da kam nichts! 🙂 Also entweder das OrangeCamp Team hat Schauspielunterricht genossen oder sie vertrauen mir und glauben fest daran, dass ich mit dem neuen “Flitzer” ordentlich umgehe. 😉

Na wenn sie sich da mal nicht täuschen 😉 🙂 😉 SCHEEEEEEERZ!!!!!

Nachdem wir dann das Thema Verträge und die ganzen Versicherungsgeschichten geklärt hatten, kam die nächste große Überraschung.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, das neue Fahrzeug für maximal zwei Wochen testen zu dürfen, aber auch in dieser Hinsicht hatte OrangeCamp noch eine Überraschung auf Lager. Denn freundlicherweise haben sie das Womo für mich nicht nur 2 Wochen geblockt, sondern direkt satte 7 Wochen. 🙂 Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet, aber ich hatte auch nichts dagegen einzuwenden. 😉

Nun gut, ich soll das Womo ja auch auf Herz und Nieren testen, das wäre ja auf einer 14 tägigen kaaaaaaauuuuuuum möglich gewesen 😉

OH, HAPPY DAY!

 

Orange Camp Wohnmobil im Test

Großer Kühlschrank, Sat Anlage, großes Bad… für mich ist der Orange Camp Flitzer echt perfekt!

 

Nachdem all diese Details also geklärt waren,  durfte ich auch endlich “mein” neues Womo (ok, ok für die nächsten 7 Wochen) sehen und ich war auf anhieb begeistert. 🙂

Bei dem auf hochglanz polierten “Flitzer” handelt es sich um das Modell 690 T von OrangeCamp auf Peugeot.

6,99 m lang, 2,98 m hoch, 156 PS schnell, max. 3,5 T, Teilintegriert, Erstzulassung 07.2018 mit Raumbad (Dusche, Toilette getrennt)  Querbett, Hubbett, Küche samt Grill und Backofen :-), reeelativ großer Sitzgruppe mit kleiner Seitenbank, Heckgarage, Sat Anlage (sogar Alden, die wissen ebens was gut ist 🙂 ), Rückfahrkamera und ganz vielen Technischen Dingen, von denen ich bisher nichtmal wusste dass es sie gibt. 🙂

Nach einem ersten Rundumblick habe ich erstmal eine ausführliche Einweisung bekommen. Ok, manche Dinge konnten wir überspringen, aber es gab doch einiges, was mir wirklich neu war. AdBlue tanken z.B. …. hab ich noch nie gemacht und natürlich ist in diesen neuen Wohnmobilen insgesamt vieeeeel mehr Technik verbaut als in meiner Omi, die läuft ja im Grunde ja komplett Technik frei.  Eigentlich ist es ja sogar so, dass ich bei der Omi ein Loch im Fahrerraum habe um mit den Füßen “anschub” zu geben. Fred Feuerstein lässt grüßen 🙂

Nachdem ich also wusste wo ich Wasser auffülle, Wasser ablasse, wie ich das Klo, die Dusche und das Hubbett nutze (irgendwann verbringe ich noch eine Nacht da oben, das könnt ihr mir glauben) und was z.B. passiert, wenn ich ADBlue tanken muss, hieß es “Feuer frei zum Einräumen”

Wie schnell ich doch sein kann, wenn es darum geht ein neue Wome einzuräumen. Zack, zack, zack… für all die Klamotten habe ich vorher Stunden gebraucht. 🙂

 

Raumbad im Womo

Für mich aktuell jeden Morgen wieder schön… der getrennte Bad/Dusch Bereich .

 

Nachdem ich das Bett bezogen und all meine Klamotten an Bord hatte gab es nur noch ein, winzig kleines, lautes und verfressenes Problem… MILLA! Hoffentlich macht sie das ganze Spielchen mit und dreht nicht panisch durch, wie zu Beginn in der Omi.

Ich habe mir vorher tatsächlich schon mehr als einen Gedanken gemacht, wie das so mit Milla wird. Die ersten Monate in der Omi waren ja wirklich graaaaauuuuusam, die kleine graue Schnauze hat so große Panik geschoben, dass ich ja zwischenzeitlich dachte, das wird niemals besser.

Aber auch kleine, alte Hundedamen können überraschen.

Nachdem sie draußen vor dem neuen Womo erstmal alles und jeden angebellt hat, sprang sie ohne weiteres ins Womo, suchte sich ihr Plätzchen und genau so blieb sie die nächsten Stunden liegen.Als hätte sie ihr leben lang nichts anderes gemacht!

 

Mit einem neuen Wohnmobil on the Road

Da ist er….. 🙂 selbst Milla kann es kaum erwarten los zu düsen. Wohnmobil auf Peugeot… Abwechslung zum typischen Fiat Ducato

 

Judas! Wenn das mal kein Verrat an der Omi ist! 😉

Tja und nachdem alles gepackt, Milla auf ihrem Platz saß und ich mich überall verabschiedet hatte konnte es losgehen…. 🙂

Fahrersitz anpassen, Navi einstellen, Milla anschnallern, Zündung an, Vorglühen… ohhhh nein, kein Vorglühen und RUMMMMM ! Läuft! 🙂 Noch schnell rechts und links winken, nicht unbedingt direkt die erste Hausecke mitnehmen und runter vom Hof, ab auf die Autobahn in Richtung Süden!

Ab auf die Autobahn, das neue Womo fährt sich einfach nur toll!

Ehrlich, ich bin ja echt kein Autofreak und mein bisheriges Leben bestand Auto technisch aus Kleinwagen oder eben einem alten Wohnmobil, aber auf dieser Fahrt konnte mir das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen 🙂

Ich sage nur ein Wort… WUUUUUUUUSCH!

 

Mit dem Wohnmobil in den Alpen

Mit dem OrangeCamp sind selbst die Alpen Strassen GAR KEIN Problem

 

Der neue OrangeCamp fährt sich einfach sooooo gut, sooooo kompfortable und vor allem sooooooo viel entspannter als die Omi! Das der Unterschied so riesig ist, hätte ich vorab selbst nicht geglaubt.

(Liebe Omi,

solltest du das hier jemals lesen, tut es mir furchtbar leid, aber ich darf ja auch nicht lügen und wenn wir beide mal ehrlich sind, dann hast Du hin und wieder schon einen gehörigen Sturkopf. Ich kann ja verstehen, dass man mit den Jahren so seine ganz persönlichen “Nickeligkeiten” aufbaut, aber du sieht…. es geht auch anders!  Trotzdem habe ich dich natürlich furchtbar lieb, Du bist wunderschön und ganz wichtig… du siehst fantastisch aus. Also glaub ja nicht, du könntest  mich hängen lassen, nur weil ich gerade fremd gehen. Solche Spielchen fangen wir erst gar nicht an! 😉 )

An diesem Tag kam es mir tatsächlich sehr gelegen, dass der neue Flitzer deutlich schneller fährt als meine Omi, denn iiiiirgendwas ist innerhalb meiner ganz persönlichen Deutschlandkunde ordentlich schief gelaufen. Mir war schon klar, dass Braunschweig etwas nördlich liegt und mir war auch klar, dass Passau etwas südlich liegt, dass diese beiden Städte allerdings 680 km trennen, das hatte ich nicht mehr so ganz auf dem Schirm.

So kam es auf jeden Fall dazu, dass ich zwei Termine für diesen Tag bzw. für das anstehende Wochenende vereinbart hatte, erst gaaaanz entspannt Womo abholen in Braunschweig 🙂 und nach Möglichkeit am Abend noch in Passau eintreffen. Hmmmmmmm? Das versprach ein langer Tag zu werden! Zumindest hatte ich aber schon vorab in Passau bescheid gegeben, dass ich es nicht zum Dinner schaffen werde, sondern erst später eintreffe.

So kam es dann, dass ich das neue Wohnmobil direkt ausgiebig während der ersten Fahrt testen konnte.

 

Querbetten im Wohnmobil

Mein 690T hat Quer- und Hubbett

 

Mehr über OrangeCamp

Ich denke wir müssen bei dem Thema ja nicht um den heißen Brei herum reden! OrangeCamp ist kein Phönix, kein Concorde und auch kein VW Bus und wer sich die Mühe macht ein bisschn nach OrangeCamp zu googlen wird schnell feststellen, dass der Hersteller in verschiedenen Foren bis vor einigen Jahren häufig schlecht abgeschnitten hat. Wer sich da umschaut wird schnell feststellen, dass OrangeCamp zu dieser Zeit in einem Rutsch mit den absoluten Camping-Einsteiger Marken genannte wurde und es immer wieder dazu kam, dass von einem Kauf abgeraten wurde.                                           

Schaut man sich aber nur die Kommentare der vergangenen 3,4,5 Jahre an, so hat sich das Bild um 180 gedreht. Ja, es gibt natürlich immer noch Leute die OrangeCamp zu den “minderen Qualitäten” zählen, aber schaut es euch selber an, fast ausschließlich sind es Kommentare nach dem Motto, ich habe von einem Bekannten gehört, der einen Bekannten hat der sagte, dass…. bla, bla, bla.

Die große Frage ist  jetzt natürlich, warum sollte sich die Qualität eines Herstellers so verändert haben, bzw. gibt es ein Begründung für diesen neuen Weg?

UND JA, DIE GIBT ES!!!!

Jens Brinkmann startete bereits 1987 mit dem An- und Verkauf von Wohnwagen. Aus diesem Geschäfte entwickelten sich immer weitere Zweige bis es letztendlich 2006 dazu kam, dass die Marke OrangeCamp ins leben gerufen wurde.

OrangeCamp hat früher hauptsächlich im Ausland produzieren lassen, hatte ausländische Zulieferer und hat insgesamt wenig Wert auf die “kleinen feinen Details” gelegt. So kam es eben dazu, dass das Preis/ Leistungsniveau etwas geringer ausgefallen ist, die Qualität aber auch nicht unbedingt überzeugen konnte.

Bereits 2009 ging dann aber ein Ruck durch die gesamte Firma.

Es wurden neuen Leute eingestellt und vor allem hat man sich dazu entschlossen KOMPLETT in Deutschland produzieren zu lassen und die letzten feinen Details selber in der Tischlerei in Braunschweig durchzuführen.  So kommt es eben auch dazu, dass OrangeCamp mittlerweile Details anbieten kann, die es so bei keinem anderen Hersteller gibt, wie z.B. die wechselbaren Schneidebretter oder die Verlängerung der “Arbeitsplatte”. Hinter dem Hauptsitz in Braunschweig steht eine Tischlerei, die Wohnmobile werden also bei namhaften Herstellern in Deutschland gebaut und bekommen dann über die Tischlerei noch einige Besonderheiten.

Davon abgesehen gibt es bei  OrangeCamp noch einen entscheidenden Unterschied zu fast allen anderen Herstellern. Wer ein OrangeCamp Reisemobil bestellt, kann direkt beim Hersteller selbst kaufen. Dadurch sind auch Sonderwünsche viel leichter zu realisieren, als wenn der Kauf über ein großes Freizeitfahrzeuge Zentrum läuft.

Ihr möchtet noch mehr Infos zu OrangeCamp? Dann schaut mal hier: http://orangecamp.de/brinkmann-caravan/reisemobile-guenstig/

 

Campingblogger bei der Arbeit

Fleißig, fleißig…. ich genieß die Zeit in dem Womo momentan ETREEEEM!

 

Weiter nach Passau

Ich kann euch zumindest sagen, dass ich während der gesamten 680 km meine Ohren gespitzt habe, wann denn nun das bekannte rattern der Duschtüren, der Fliegengitter oder Schranktüren beginnt und wie soll ich es sagen…. kein Rappeln, kein Scheppern…. NICHTS! Egal ob ich im vierten Gang durch Autobahn Auffahrten gedonnert bin, ob mit 150 im 6. Gang an LKWs vorbei getuckert bin oder mit 30 km/h über dunkle Passauer Feldwege gefahren bin… es gab kein Rattern!!! Kein einziges Mal!

Gut, nun bin ich ja auch gerade mal einige Tage mit dem neuen Wohnmobil unterwegs, darum stelle ich meine endgültige Meinung zum Thema “Rappel, Rattern, Fahrgeräusche” noch einige Wochen zurück und wir sprechen in knapp 6 Wochen nochmal über das Thema.

Was ich allerdings bereits jetzt sagen kann ist, dass sich das Womo insgesamt extrem gut fährt.  Das kompletten Fahren ist deutlich entspannter, wenn man auch mal eben aufs Gaspedal drücken kann um einen LKW locker flockig zu überholen, ohne erst vorsichtig voraus zu schauen, ob es vielleicht auf den nächsten 3 km einen Berg hoch geht. Dasselbe gilt für die  Autobahn Beschleunigungsspur, bzw, das Auffahren auf eine Autobahn. Wieeeeee oft bin ich schon mit der Omi ewig lange über die eigentliche Auffahrt heraus gefahren, weil links neben mir ein LKW war der nicht rüber ziehen konnte, ich aber mit dem Womo auch nicht aus dem Quark kam und mich dann irgendwann hinter dem LKW einordnen konnte. All diese Situationen gibt es bei einem solchen Flitzer nicht und das hebt den Reisekomfort insgesamt schon ganz, ganz extrem!

Ehrlich, mit der Omi wäre es für mich eigentlich ausgeschlossen an einem Tag knapp 700 km zu fahren. Das würde ich erstes zeitlich, also von der Geschwindigkeit nicht schaffen, noch viel größer wäre aber das Problem, dass mich das Fahren mit der Omi echt anstrengt, nach 300-400 km bin ich platt und an diesem besagten Freitag bin ich ja schon gut 280 km von Dortmund bis nach Braunschweig gefahren. Ein ähnliches Problem gibt es natürlich mit der Omi und den Bergen. Ich meine, ich bin jetzt nicht ganz unüberlegt in den Süden getuckert und nachdem ich in Passau war, bin ich endlich mal weiter in die Alpen abgebogen. Solche Strecken traue ich der Omi einfach nicht mehr zu und ich habe größten bammel irgendwo am Berg stehen zu bleiben und nicht hoch zu kommen. Tja und da ich die Alpen bisher komplett außen vor gelassen habe, fahre ich eben jetzt mit dem neuen 690 T in die Alpen, clever oder?! 🙂  

Natürlich hat sich die Strecke nach Passau auch mit dem OrangeCamp gezogen und ja, vor allem die letzten 100 km mit gefühlten 38 Baustellen waren echt nervig, aber mit 2 ordentlichen Pausen war ich immerhin um 21:30 Uhr in Passau, gerade pünktlich um noch den anderen Bloggern, Händlern und Herstellern schnell “Hallo” zu sagen.

 

Passau war super…. aber ihr könnt gespannt sein, wie es weiter geht!

 

… und dann noch AdBlue

Ich wäre sogar bestimmt noch 30 Minuten eher in Passau gewesen, wenn nicht ungefähr 2 Minuten nachdem ich von einer Tankstelle kam, das AdBlue Lämpchen im Bordcomputer aufgeleuchtet hat. Bei der Einweisung von OrangeCamp haben sie mir zwar gesagt, dass ich dann immer noch fast 1000 km fahren kann, aaaaaber… ich habe ehrlich gesagt noch an keiner kleineren, einfachen Tankstelle den Hinweis auf AdBlue gesehen. Jetzt muss ich aber auch dazu sagen, dass ich bisher nie danach gesucht habe. Aber aufgefallen ist es mir zumindest nicht und da ich nicht wusste, wie das so mit den Tankstellen in Passau ausschaut, bin ich also am nächst größeren Rasthof wieder abgefahren und habe mich auf die Suche nach der AdBlue Zapfsäule begeben.

Tja und ich habe gesucht und gesucht und gesucht und habe ich sie gefunden???… NEIN! Erst nachdem ich im Rasthof fragen gegangen bin, hat  mir die Tankstellen Angestellte erklärt, dass ich die Zapfsäule irgendwo ganz hinten bei den LKWs finde.

Alles klaro… also rucki zucki 10 Liter AdBlue getankt (dann war der “Tank” voll) und gekostet hat das ganz 7,60 Euro… glaube ich.

So war das also, mein erstes mal mit AdBlue 🙂

Ein Wohnmobil zum testen - OrangeCamp

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Das Wochenende in Passau war dann sehr, sehr nett. Ich habe viel von der Stadt gesehn und wahrscheinlich das typische Pssauer Touri Programm absolviert, Dom, Donau, Trachten.

Am Montag stand dann noch die Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn auf meinem Programm.

Warum diese Geschichte “Werksbesichtigung” aber mittlerweile seit über drei Jahren läuft, was ich alles hinter den Kulissen gesehen habe und erleben durfte, wie es mit der Omi weitergeht, warum ich ständig meinen Schrauber am Telefon habe und vor allem wie es danach für Milla, den heißen neuen Flitzer und mich weiter ging und wo wie die Nächte verbracht haben,  daaaaaas erzähle ich euch in den nächsten Teilen meiner Herbsttour im OrangeCamp.

Also ihr könnt gespannt sein… ich habe schon mehr als einen Knaller in den letzten Tagen  erlebt!

Bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

👩🏼‍💻🚐💨📍 Hier findet ihr Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 und Teil 5 und das große Fazit zum Womo im 6. Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp durch die Alpen! 👩🏼‍💻🚐💨📍

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