ALARM – der etwas andere Wohnmobil Einbrecher

ALARM – der etwas andere Wohnmobil Einbrecher

 

Darum gehts: Mein Leben und ich 🙂 & die Suche nach dem Wohnmobil Einbrecher!Ich habe ja schon die ein oder andere schlechte Erfahrung rund um das Thema Wohnmobil Vandalismus gemacht. Jetzt ging das ganze frisch in eine neue Runde!

 


 

Durch die Brandstiftung und die 2-3 Vandalismus Vorfälle, ist Mr. Pepper mittlerweile schon fast sowas wie das Ford Nox unter den Wohnmobilen. Nein quatsch, das ist natürlich übertrieben, da gibt es noch einiges was man verändern könnte. Aber zumindest ist in den vergangenen Monaten schon einiges rund um das Thema Sicherheit geschehen und ich kann bisher nur sagen, egal ob die fest installierte Alarmanlage samt Bewegungsmelder, Tür Sensoren usw. von Caratec, ob es der super genaue Velocate GPS Trecker ist oder auch der mobile „Spexor“ Bewegungsmelder (der in vielen Medien ja ordentlich einen auf den Deckel bekommen hat) bei mir arbeiten all diese Gadgets bisher ECHT zuverlässig! Es gab in all den Monaten noch keinen einzigen Fehlalarm, aber wenn ich selber unbedacht und hirnlos ins Womo gestiefelt bin, gingen alle Alarme genau so los, wie sie es eben auch tun sollen. 

Aus diesem Grund stieg mein Puls auch direkt auf 280, als ich um 2:50 Uhr in der Nacht zu Sonntag, plötzlich vom  Handy Alarm geweckt wurde und der Spexor meldetet: ALARM, SPEXOR HAT EINEN EINBRUCHSVERSUCH ERKANNT!

 

So ging sie also los, meine Suche nach dem Wohnmobil Einbrecher!!!

 

Ich war DIREKT hellwach!!! Ich bekam sofort dieses typische, schlimme Bauchgefühl UND WAS MACHE ICH JETZT???

Mr. Pepper steht aktuell noch an der Strasse, ca. 15 Minuten Fußweg von mir entfernt, es war mitten in der Nacht, draußen war es aaar…g kalt, überall liegt Schnee, es ist sau glatt und stock dunkel. 

Also erstmal nix wie raus aus dem Bettchen, ab zum Laptop… checken ob sich der GPS Tracker bewegt, das Fahrzeug also gerade geklaut wird. NEIN!!! Alles ruhig… das Womo bewegt sich nicht!

Das war ja schonmal gut. Allerdings hatte ich von der ersten Sekunde an weniger bedenken das Mr. Pepper geklaut wird, denn das Womo steckt aktuell so im Schnee fest und dazu kommt ja auch noch die „Motorsperre“ usw. durch die Alarmanlage… Diebstahl dachte ich, ist eher unwahrscheinlich. 

 

Aber was ist, wenn da gerade wirklich jemand eingebrochen ist und/ oder Vandalismus betreibt???

 

Ich hatte eh keine Ruhe mehr, also nichts wie rein in so viele Klamotten wie möglich und RAUS!!!

Wie gesagt… 3 Uhr nachts, es war Stock dunkel, zweimal hätte ich mich fast lang gelegt, dazu hatte ich auch noch Handy und Tablet dabei, weil mein Handy Akku bei den Temperaturen ganz schnell schlapp macht und ich dachte… mit dem Tablet kann ich weiter den GPS Trecker kontrollieren und sollte es nötig werden, mit dem Handy die Polizei rufen. 

 

Isa aka SHERLOCK FÜR ARME war in Aktion!

 

Ich sags euch, mit schlug das Herz bis zum Hals und je näher ich dem Wohnmobil kam, je mehr schiss hatte ich. 🙂 

Wirklich… kein Mist… ich habe mich dann irgendwann dem Womo von hinten genähert und mich erstmal hinter einem großen Baum versteckt. Es war aber so dunkel, dass ich Blindfisch (dazu auch noch ohne Brille) gar nicht sehen konnte! 

Das Womo stand 15-20 Meter vor mir und dennoch konnte ich nicht wirklich erkennen, steht da jetzt jemand im Schatten des Womos? Bewegt sich irgendwas im Womo? 

 

10 Minuten können verdammt lang werden bei minus 11 Grad

 

Einbrecher jagen Wohnmobil

Genau so steht der Pepper momentan und im Hintergrund seht ihr auch mein geheimes “Baum Versteck” 🙂

 

Ich stand bestimmt knapp 10 Minuten mitten in der Nacht hinter dem Baum, weil ich mich nicht getraut habe zum Womo zu gehen 🙂 🙂 🙂 Ich hatte sooooo schiss!!!! 🙂 Und natürlich, wie es sich für solche Situation gehört, ist kein Mensch auf den Strassen!!!

Wie ich da halb gebückt hinter diesem Baum stand, 380 Puls, zusammengekniffene Augen weil ich nix sehen konnte, zitternd…(und das ganz sicher nicht nur wegen der Kälte) und das alles im vollen „Isa Angriffs Modus“!!! Hätte mir da jemand von hinten auf die Schulter getippt, erstklassiger Kieferbruch! Haaaach gut dass das keiner gesehen hat!!!  (Ich muss schon während des tippen so lachen, weil ich ja schon weiß wie es weiter geht) 

Irgendwann hab ich dann allen Mut zusammen genommen und bin wie “Justus Jonas zu besten drei Fragezeichen Zeiten” zum Womo geschlichen. Dabei bin ich auch noch fast ausgerutscht, auf jeden Fall war ich sicher so laut, dass mich jeder Einbrecher im Umkreis von 300 Metern direkt gehört hätte. 

Erst kurze Entwarnung…

Draußen konnte ich niemanden sehen, das was ich für eine mögliche Person im dunklen gehalten habe, war letztendlich doch nur der Schatten des zusammengeklappten Außenspiegels 🙂  Wie gesagt, es war dunkel und man konnte sehr schlecht sehen. 🙂 🙂 🙂

Ok, ok, ok, ok… dreimal durchatmen, Zentralverrieglung drücken und Tür auf reißen!!!! (Ich glaube wenn da wirklich einer geständen hätte, ich hätte mich vor Schrecken eingenässt)

NIX!!! Alles ruhig und soweit ich sehen konnte, sah auch außen am Pepper alles safe aus. 

PUHHHHHH!!!!

Ok, also nichts wie zurück ins warme Bettchen. Am nächsten Tag wollte ich mir nochmal genauer die Schlösser usw ansehen, ob auch wirklich alles heile ist. 

Aber  dann kam ja noch der gruselige Rückweg!!! 

Dieser Rückweg, die ca. 15 Minuten zurück zur Wohnung im dunkeln, die waren fast noch gruseliger als der gesamte Hinweg! Aus dem Hinweg stand ich so unter Adrenalin, da habe ich nur ans Womo gedacht. 

Aber dieser Rückweg, auf dem jeder meiner Schritte dreimal so laut war wie normal… ehrlich, hinter jeder Hecke habe ich irgendeinen Killer vermutet…ich hatte so eine Panik und es war so glatt… ich dachte immer nur wieder, wenn jetzt einer kommt, ich kann nichtmal weg rennen!!! Das Pfefferspray hatte ich natürlich pflichtbewusst zuhause stehen lassen! 😉

Gut… iiiiirgendwann war ich dann wieder zuhause, vollkommen außer atmen weil ich immer schneller wurde, aber ES, SAW oder die Blair Witch Hexe hatten mich nicht erwischt! 

Schuhe aus, Pulli aus und zurück ins Bettchen, Decke übern Kopf… so findet mich keiner, alles safe!

 

Sherlock auf Spurensuche

 

Gestern Nachmittag war ich zu besuch bei meinen kleinen Nichten eingeladen. Das passte gut, da mein kleines Auto noch immer im Schnee fest steckt, musste ich eh mit der Bahn fahren und konnte so den Weg zur Bahn, mit dem Weg zum Pepper, verbinden. 

Am Womo angekommen habe ich nochmal alle Schlösser genau unter die Lupe genommen, aber alles gut… da sah nichts nach einem Einbruch aus, es gab auch keine micro Bohrlöcher an den Türschlössern oä, also alles ok!

Danach hab ich nochmal ganz schnell einen kurzen, oberflächlichen Rundumblick ins Womo geworfen, doch da sah auch alles so aus, wie ich es verlassen hatte.

 

Also doch ein Fehlalarm???

 

Auto im Schnee versunken

Aktuell ist Bahn fahren angesagt … 🙂 Aber das Auto klaut ganz sicher keiner!!! 🙂 🙂 🙂

 

Als ich dann direkt wieder aus dem Womo ausstieg, streckte plötzlich eine Omi den Kopf aus ihrem Küchenfenster und rief mir zu: IHR WOHNWAGEN HAT LETZTE NACHT GEBIMMELT. DAVON IST DAS HALBE VIERTEL WACH GEWORDEN!!!

UUUUUUPPPPPSIIIII!!!!

Zum Glück war die Omi sehr nett, ich habe mich tausendmal entschuldigt, sie gefragt ob sie vielleicht jemanden gesehen hat, aber nein… es war so dunkel, sie konnte niemanden sehen. 

OOOOOOOOOOOK!!!

Aber das bedeutete eben auch, es hatten mindestens zwei komplett unterschiedliche Systeme einen Alarm gemeldet. 

Den Alarm den ich aufs Handy bekam, hat der Spexor ausgelöst… das ist sozusagen der mobile, kleine Bewegungsmelder der irgendwo im Womo steht. 

Der laute Alarm, den die Omi mitbekommen hat, der kam aber durch die fest eingebaute, große Fahrzeugalarmanlage. 

Bis ich am Womo war, hat es sicherlich insgesamt 20,25,30 Minuten gedauert, bis dahin war alles wieder ruhig. Aber es ist ja schon komisch, dass zwei komplett unterschiedliche Sicherheitsysteme ca. zur gleichen Zeit Alarm schlagen, wenn es nur ein Fehler war. 

 

Zwei unterschiedliche Systeme, die ca. gleichzeitig auslösen und trotzdem ein Fehlalarm???  War doch jemand an Mr. Pepper und hat versucht einzubrechen o.ä. ???

 

Keine Ahnung… ich musste dann erstmal zügig los zur Bahn, aber nachdem ich dann gestern abend wieder zuhause war, habe ich das ganze Erlebnis gepostet, Caratec, Velocate und Bosch verlinkt, so dass sie den Post „sehen“… vielleicht hat ja einer der Profis noch eine Idee.

So kam es also, dass ich heute morgen u.a. mit Caratec telefoniert habe und wir gerätselt haben, wie es wohl zu den Alarmen kam.  Außerdem hat mir Caratec nochmal erklärt wie ich nachträglich noch den Alarmcode auslesen kann, um dann zu schauen, welcher Sensor hat denn genau angeschlagen. 

Alles klar… Schuhe an und nochmal aufi, aufi… ab zu Mr. Pepper, denn natürlich würde ich schon ganz gerne wissen, wie ernst denn nun der Alarm war.  Denn nochmal… zumindest in der vorletzten Nacht war ich echt auf Einbrecher jagt 🙂 

Nachdem ich am Wohnmobil an, habe ich aufgeschlossen und bin durch die Aufbautür rein. Erster Blick… weiterhin alles beim alten. 

Zweiter Blick… warum liegt hier überall Eis herum??? 

Meine erste Vermutung war, irgendein Dachfenster ist kaputt und dadurch ist Schnee und Eis ins Womo gekommen. Aber nein, alles Dachfenster waren geschlossen und heil. 

Mitten im Gang stand allerdings noch meine große Reisetasche, die ich vergangene Woche noch in Passau benötigte und so hat es einige Momente gedauert, bis ich mal hinter die Tasche geschaut habe. 

 

🙂 🙂 🙂 

 

Ähmmmm…. haaaaaach, warum denn bitte immer mir???!!!!  Soooooooo viel Trottelchen Gen hab ich doch gar nicht in mir… oooooder doch??? 🙂

Hinten im Womo, unten auf den Stufen zum Bett, standen noch 2-3 volle, „eingeschweiste“ PET Wasserflaschen. 🙂

Alles andere ist natürlich weitestgehend aus dem Womo heraus geräumt, aber diese vollen, neuen Wasserflaschen nicht und ehrlich gesagt, hätte ich im leben nicht geglaubt, dass so eine PET Flasche dermaßen explodieren kann. 

Letztendlich muss es so gewesen sein, dass das Wasser in der Flasche gefroren ist, durch die Kohlensäure ist die Flasche irgendwann in die Luft gegangen, die Eissplitter waren überall zu finden, auf dem Boden, auf dem Bett, im Küchenbereich und sogar vorne auf dem Tisch und durch den Knall und die Bewegungen, sind die Bewegungsmelder angesprungen. 

Das eine PET Flasche so explodieren kann, hätte ich nicht gedacht!

Wohnmobil Einbrecher jagen

Wie gesagt, vor der Stufe stand noch die große Reisetasche aus Passau, das ganze Eis habe ich anfangs nicht gesehen

Wohnmobil Einbrecher Alarm

Das muss ganz schön gerumst haben, denn auch der Schlappen stand eigentlich auf der Stufe.

Wohnmobil Einbruchsalarm Spexor

 

Sherlock Isa auf Wohnmobil Einbrecher Jagt! 🙂

 

Nunjaaaa…. Erstes kommt es anders und zweitens als man denkt! 🙂 

Ich hab ja sogar mal eine Millisekunde überlegt die Polizei zu rufen. GOTT SEI DANK IST MIR DIESE PEINLICHKEIT ERSPART GEBLIEBEN!!! 

Reicht ja schon vollkommen, dass ich das alles erstmal bei Caratec und natürlich auch bei euch, richtig stellen muss. 🙂  

Aber eines kann ich sagen… HUT AB, egal ob Spexor oder fest eingebaute Alarmanlage (mit Bewegungssensor) die Technik läuft bestens und erledigt genau den Job, den sie erledigen soll

Was bin ich froh, wenn Mr. Pepper ab 01.03. deutlich sicherer steht und als nächstes, gibt es erstmal eine kleine Kamera im in solchen Fällen ins Innere des Peppers schauen zu können. 🙂 

In diesem Sinne… ich geh jetzt noch ein paar Einbrecher jagen!

 🙂 Bleibt gesund, eure Sherlock

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Ein Hundeleben lang… DANKE MILLA

Ein Hundeleben lang… DANKE MILLA

Darum geht’s: 

DANKE MILLA! Zum Ende eines bescheidenen Jahres bin ich euch noch einige Infos rund um Milla’s Tod schuldig. Ein Rückblick auf 7748 Tage eines Hundelebens, dem ich unglaublich viel zu verdanken habe. Ein schwieriges Thema, welches ich aber ganz bewusste nicht schrecklich traurig in Angriff nehmen wollte. Warum? Auch das erfahrt ihr im folgenden Text.

 


 

Weinsberg Pepper mit Hund

Der Tod kann uns fast alles nehmen, nur an unsere Erinnerungen kommt er niemals heran. 

 

Danke Milla, mein Hundemädchen mit Superkräften!

 

Mittlerweile sind fast 4 Monate, genau genommen 114 Tage, vergangen, seit meine kleinste und beste Freundin nicht mehr an meiner Seite ist,  seitdem ich gänzlich zur Alleinreisende wurde. 

4 Monate die nicht so leicht waren. Dieser scheiss Virus sorgt dafür, dass wir alle schön brav alleine zu Hause hocken sollen und jetzt ist da ebnen niemand mehr, der einen begrüßt, notgedrungen vor die Tür zieht oder stürmisch Kuscheleinheiten einfordert.  

Allerdings geht es mir auch im Falle von Milla so, wie es mir in solchen Lebenslagen eigentlich immer geht… ich bin wahnsinnig gut im verdrängen und sobald Erinnerungen oder trübe Gedanken aufkommen, zwinge ich mich ganz bewusst dazu, an etwas anderes zu denken.

So war es also auch in den vergangenen Monaten. Ich möchte am liebsten gar nicht an Milla denken, ich möchte nicht über Milla sprechen, ich möchte die Urne nicht sehen, darum steht sie auch im Schrank und sobald mir das iPhone Milla Bilder vorschlägt, drehe ich das Handy um. 

Wenn man sich mit gewissen Themen nicht beschäftigt, können sie auch nicht so weh tun!

Die heile rosa Hundewelt gab es nicht immer…

Doch so sehr ich Milla vermisse, ich möchte hier auch mal ein Tabu brechen. Denn zumindest in meinem Freundes und Bekanntenkreis wird maximal Emden heißen Brei herum gesprochen. Wie gesagt, so sehr ich diesen Hund geliebt habe, so innig wir beiden verbunden waren, so klipp und klar kann ich auch sagen… durch den Tod von Milla ist auch eine riesen Last von mir abgefallen. Klingt hart und eiskalt, ist aber so! Denn die letzten 1-2 Jahre waren echt nicht einfach. Klar, keine Frage… auch das gehört dazu, wenn man sich einen Hund „anschafft“ und trotzdem gab es immer wieder Situationen die eben nicht heile, rosa Hundewelt waren. 

Je nach Tagesform konnte ich die Decken und Körbchen von Milla 2-3 mal am Tag waschen, was mich gerade unterwegs immer mal wieder vor Probleme und teure Neukäufe gestellt hat und spätestens als Milla das gesamte Arbeitszimmer meines Freundes unbemerkt Häufchen für Häufchen zugeschissen hat (und das auch noch bei einem sau teuren „Natur-Parkett-Öko-Boden) und wir das ganze erst 1,5 Tage später bemerkt haben, hing der Haussegen einen Abend lang schief. 

Versteht mich nicht falsch… ich hätte für diesen Hund ALLES getan, ein Mensch der nicht mit Milla klar kam, hatte auch bei mir keine Chance, aber so gar keine!!! Aber jetzt, wo es Milla nicht mehr gibt, gab es schon mehr als einmal die Situation in der ich gedacht habe, puhhhhh jetzt gerade bin ich eigentlich auch ganz froh, dass mich keine bösen Überraschungen erwarten. 

Andererseits bemerke ich, dass ich in den vergangenen 4 Monaten in verschiedenen Situationen furchtbar unfair geworden bin. Sehe ich Hundebilder auf Insta oder Facebook denke ich oft… MUSS DAS JETZT SEIN, KANN MAN SICH DAS NICHT MAL SPAREN?! Und wenn mir im echten Leben ein Hund nahe kommt, ist häufig der Gedanke da, ich will das nicht! Ich möchte den Hund nicht sehen. Ich möchte nicht, dass er meinen Weg kreuzt und ich will nicht, dass er an mir schnuppert. 

Lasse ich mir das anmerken… NEIN natürlich nicht! Ist so eine Denkweise richtig… NEIN, ABSOLUT NICHT! Dennoch geht es mir so und ich sage ja selbst, fair ist das nicht!

Mittlerweile sind es aber eben auch schon 4 Monate in denen Milla nicht mehr an meiner Seite ist, ein ziemlich bescheidenes Jahr geht zu Ende und ich denke, der Zeitpunkt passt ganz gut, um noch einmal über Milla zu schreiben.

 

Traurigkeit war für Milla schon immer das absolut schlimmste…

 

Doch wenn ich hier noch einmal über Milla schreibe, dann ist mir eines ganz wichtig. 

Das aller, aller, aaaaaller schlimmste, was es für meine kleine Hundeprinzessin gab, waren Momente in denen sie mich traurig gemacht hat. 

Alles was passieren konnte, egal wie groß der „Anschiss“ auch war, war für sie nicht so schlimm, als wenn ich traurig war. In traurigen Momenten brach Milla sofort in Panik aus. 

Wenn ich mal heulend auf der Couch oder im Bett lag, drehte dieser Hund förmlich durch. Da reichte es nicht auf das Bett oder die Couch zu springen und sich an mich zu kuscheln! Nein, Milla geriet sofort in Panik, kam sofort mit Vollspeed angerannt, sprang auf mich, leckte mir wie wahnsinnig durchs Gesicht, tapste auf mir herum, stupste mich mit voller Wucht an und hätte ich ihren Puls gemessen, ich schwöre euch, dieser läge bei weit über 180. 

Echte, tiefe Traurigkeit… die konnte Milla nicht ertragen!

Haltet mich für verrückt, aber das ist eben auch ein Grund, warum ich jetzt nicht traurig seien möchte. Ich denke immer noch, wenn Milla noch mitbekommt, ganz gleich wo sie jetzt ist, dass ich ihretwegen so traurig bin, dass macht die ganze Situation noch unerträglicher als sie eh schon ist. 

Darum möchte ich heute nochmal mit euch lachen, schmunzeln, staunen und mich an verrückte Hundemomente erinnern, denn davon gab es einige. 

 

Milla und ich – ein Hundeleben lang…

 

Camping mit alten Hunden

Der Weg zum “Enkelhund” verlief nicht gerade wie im Traum. 🙂

 

Der schwere Weg zum „Enkelhund“

Wahrscheinlich habt ihr schonmal irgendwann mitbekommen, meine Mutter stand mit ALLEN Hunden auf Kriegsfuss. Ihre Angst vor Hunden war so groß, dass wir regelmäßig die Strassenseite gewechselt haben, sobald uns ein angeleinter Rehpinscher entgegen kam. 

Tja und dann kam einer meiner Ärzte auf die grandiose Idee, dass mir doch ein Hund wahrscheinlich sehr gut täte und nachdem die Wartezeit auf einen behinderten Begleithund viel zu lang war, kam  letztendlich Milla in unser Leben. 

 

Die Hundeschule…

Milla war also wenige Tage/Wochen bei mir und die Zeit der Hundeschule begann. 

Zu Beginn noch in einer Hundeschule, die am Ende der Strasse lag, in der auch meine Mutter wohnte. Allerdings war es an diesem Samstag so, dass ich direkt nach der Hundeschule zu irgendeinem wichtigen Termin gefahren werden musste. Darum sollte meine Ma Milla an der Hundeschule entgegen nehmen, mit ihr nach hause laufen und ich wollte sie später wieder bei meiner Ma abholen. 

Bevor ihr jetzt gleich alle die Augen verdreht… bedenkt bitte, Milla war mein (unser) erster Hund, es fehlte also noch an ganz viel Wissen und Erfahrung. 

Meine Ma kam pünktlich zur Hundeschule, ich übergab ihr die Hündin und wir haben noch kurz gesprochen. Dann bin ich weiter zum Auto gelaufen und habe noch aus dem Fenster gesehen, dass meine Ma, leicht überfordert, hinter Milla her gerannt ist, während Milla hektisch versuchte dem Auto zu folgen, weil sie natürlich so gar nicht verstand, warum ich sie jetzt bei meiner Ma abgebe.

Wie gesagt… heute würde ich das alles auch anders machen, damals fehlte uns die Erfahrung. 

Ca. 3 Stunden später kam ich zurück zur Wohnung meiner Mutter, Milla begrüßte mich üüüüüüüberschwänglich und ich erfuhr von meiner tierisch genervten Mutter, was in den letzten Stunden geschehen war. 

Obwohl ich Milla zu diesem Zeitpunkt wirklich erst wenige Tage bei mir hatte, war unsere Bindung schon extrem stark. Das führte dazu, dass Milla wie gesagt noch versuchte hinter dem Auto her zu jagen, nicht nachkam und leider an der nächsten Straßenecke stehen blieb.

Nachdem ich also nicht mehr zu sehen war und Milla auch keine „Spur aufnehmen konnte“, tat sie das einzig „Dreamteam“ richtige, sie hat sich an Ort und Stelle auf den Bürgersteig gesetzt/gelegt und ist von diesem Moment an KEINEN MILLIMETER WEITER GEGANGEN!!! 

 

Ihr müsst euch das jetzt also so vorstellen… 

Meine Ma war mit der ganzen Situation eh schon leicht überfordert, ihre Panik vor Hunden ließ es jetzt nicht unbedingt zu, Milla in irgendeiner Weise zu leiten, sie hatte die Hundeleine unbeholfen in den Händen, stand ratlos neben dem Hund und Milla rührte sich KEINEN Millimeter mehr. 

Egal was sie tat… ob gutes zureden, locken mit den restlichen Leckereien der Hundeschule, ob an der Leine ziehen oder schimpfen… Milla war das alles VOLLKOMMEN egal! 

An dieser Stelle hatte Milla mich das letzte mal gesehen, hier würde sie mich wieder finden. (Das unsere Bindung nach so kurzer Zeit und allem was Milla vorab erleben musste, bereits so stark war, ist für mich bis heute unglaublich, aber dazu gleich mehr).

Iiiiiiiiiirgendwann wurden dann die Anwohner auf meine Mutter und den liegenden Hund aufmerksam, kamen vor die Tür und fragten ob meine Mutter vielleicht Hilfe bräuchte. 

Meine Ma erklärte dann die ganze Situation, wäre da am liebsten schon im Erdboden versunken, aber auch die Anwohner schafften es nicht, Milla zum laufen zu bewegen. … Milla bewegte sich keinen Millimeter und je mehr irgendwer an dieser Leine zog oder ihr nahe kam, knurrte dieser Hund wie wild und verkrallte sich in den Boden. 

Den Hund ca. 1,5 Kilometer nach hause tragen, bei der Panik die meine Ma zum diesem Zeitpunkt noch vor Hunden hatte, vollkommen unmöglich! 

 

Und zu allem Überfluss, begann es auch noch zu regnen. 

Was hat meine Ma also letztendlich getan? Sie rief notgedrungen meinen Vater zu Hilfe (die beiden waren zu diesem Zeitpunkt schon lange getrennt 🙂 ). Mein Vater hat sich direkt ins Auto gesetzt, ist zu dieser Straßenecke gefahren, die beiden haben irgendwie versucht den Hund ins Auto zu setzten (dabei hat es nicht unbedingt geholfen, dass Milla auch die beiden tierisch angeknurrt hat, sobald jemand in ihre Nähe kam um sie zu tragen) 

Die ganze Aktion, bis dieser kleine (mittlerweile klitsch nasse) Hund mal im Auto saß, alle drei zurück fahren konnte und oben bei meiner Mutter in der Wohnung waren (bei meiner Mutter angekommen kannte sich Milla schon aus, der Weg durchs Treppenhaus lief lohne zicken) dauerte über 2,5 Stunden. 🙂 

Puhhhhh ihr könnt nur erahnen, wie sauer meine Ma in den ersten Minuten war, hei, jai, jai  das gab richtig ärger. Wobei ich ja auch nicht wirklich etwas machen konnte. 🙂  In den ersten Tagen danach hatte schon schlimme Befürchtungen, dass meine Ma nieeee wieder, auch nur ansatzweise, auf den Hund aufpassen würde. 🙂 🙂 🙂 

 

Aber… weit gefehlt! 

Es dauerte einige Tage, aber dann fand meine Ma das Verhalten von Milla und dass sie bereits so auf mich fixiert war, nur noch toll. 

So dass es diese Stunden tatsächlich geschafft haben, dass Eis zwischen meiner Ma und der Hundewelt zu brechen. 

Das hättet ihr echt sehen müssen.  Irgendwie hat Milla es geschafft diese lebenslange Hundeangst bei meiner Ma zu drehen und es dauerte nicht mehr lange, da sprach meine Mutter (in Ermangelung an echte Enkel) nur noch von IHRER Milla, von IHREM Enkelhund und bitteeeeee, fragt doch nicht, NATÜRLICH wurde für Milla steht’s extra eingekauft!

„Mamaaaaa… hast du noch ein Glas von dieser leckeren Bauernhof Marmelade für mich gekauft?“ Och Isilein… das hab ich vergessen, aber schau mal in der Abstellkammer. Ich bin noch schnell zum Metzger gefahren und hab für Millachen einen Parmaschinken-Knochen gekauft! Den kann ich ihr doch geben… frisst sie doch so gerne, ne! 🙂

 

Ja neee…. is klar!!!

 

Für meinen Hund

Von der ersten Sekunde an besonders und ich befürchte, so etwas werde ich nie wieder erleben. Ähnlich vielleicht, aber nicht so besonders. Nicht umsonst sagen so viele erfahrene Hundehalter, es gibt im Leben nur einen echten Seelenhund.

 

Milla und das Dreamteam Wunder

 

Milla und ich, so „übertrieben“ es klingt, aber das war von der ersten Minute an eine ganz besondere „Beziehung“.

Milla wurde in Ungarn geboren und verbrachte dort ihre ersten Tage als ungarischer Strassenhund. Dann landete sie in einer Tötungsstation und leider ist/ war es zu diesem Zeitpunkt noch so, dass sich die Verantwortlichen das Geld für irgendwelche Tötungsaktionen gerne sparen  und die ganz kleinen, jungen Welpen einfach mit voller Wucht vor die Wand geworfen wurden. 

 

So auch Milla… 

Allerdings landete Milla anscheinend nicht direkt mit dem Kopf an der Wand, sondern vor allem mit den Vorderläufen, wodurch diese mehrfach gebrochen waren, Tierschützer aus Witten entdeckten das kleine Häufchen Elend mehr tot als lebendig in dieser Station und gaben Milla, weil sie als einzige aus dem Wurf überlebt hatte, die Chance mit nach Deutschland zu kommen.

So landete Milla nach vielen Tierarztbesuchen  und monatelanger Heilungsphase in der Vermittlung des Tierheim Witten. 

 

Unsere erste Begegnung 

Jetzt kam der Tag der Tage und mein Vater fuhr mich zum Tierheim Witten, wir wollten uns da mal umsehen.  Die Tierheim Mitarbeiter ließen uns auch erstmal alleine, wir gingen durch die Reihen der Hundezwinger und sofort brach ein riesen Getöse aus, soooo viele Hunde machten auf sich aufmerksam. 

Wir gingen also weiter durch die Reihen und ziemlich weit hinten, lag ein vollkommen verängstigtes kleines Hundemädchen in ihrem Körbchen und an ihrer Tür hing ein Zettel, nur an erfahrene Hundehalter abzugeben. 

Erfahrung hatte ich ja nun wirklich nicht und trotzdem passierte etwas, dass für mich immer unerklärlich bleibt.

Milla schaute auf, sah mich vor ihrem Zwinger stehen, krabbelte aus ihrem Körbchen und kam mit ihren verbundenen Vorderbeinen nach vorne zu den Gitterstäben gewackelt. Ich saß bereits kniend vor dem Zwinger und an der Tür angekommen legte sich Milla ganz, ganz nah an die Stäbe, direkt an meine Knie und begann meine Hände zu lecken. 

 

Und damit stand für mich sofort fest… komme was wolle…. dieser Hund, oder gar keinen Hund!!! 

Ich schickte meinen Vater los, er solle doch bitte mal jemanden holen, der uns mehr zu Milla sagen konnte und es dauerte nur wenige Minuten, da kamen die beiden zurück und ich höre  die Tierheimdame , als sei es gestern gewesen, zu meinem Vater sagen: Dieser Hund ist nichts für ihre Tochter, der ist so verängstigt, krank und hat so viel hinter sich, wir haben gestern im Team lange diskutiert, ob wir Milla (damals noch Tilda) überhaupt in die Vermittlung geben können“ 

Die beiden kommen zu mir zum Käfig, die Dame sieht wie Milla neben mir an den Gitterstäben liegt und meine Hände leckt, staunt und sagt: 

 

Das gibt es doch nicht!!! Nicht bei diesem Hund!!! 

Es war wirklich egal, was in den kommenden 3 Tagen geschah… jedesmal hieß es, das könnte schwierig werden oder das macht Tilda nicht mit und ich schwöre euch hoch und heilig, wirklich JEDESMAL bestrafte sie Milla mit absolutem Vertrauen… aber nur zu mir, zur niemand anderem! 

Ein Geschirr anziehen, vorab unmöglich…. bei mir gar kein Problem!

Trotz der Verbände ein bisschen an der Leine laufen? Aber sicher doch! Allerdings nur solange ich die Leine in der Hand halte. Sobald jemand anderes die Leine hielt, versuchte Milla sich irgendwo in Sicherheit zu bringen, zog den Schwanz ein oder machte vor lauter Angst direkt unter sich.  

Bevor ich Milla mitnehmen durfte, musste wir noch einen Termin mit einer Hundetrainerin „bestehen“, weil sich immer noch alle sorgten, dass ich mit diesem Hund nicht klar komme. Mal ganz davon abgesehen, dass auch meine Eltern nicht gerade davon begeistert waren, 

dass jetzt zu dem „kranken Kind“ auch noch ein „bisschen kranker Hund“ kommen solle. 

Aber egal welche Sorge bei all diesen Leuten bestand, Milla machte alles mit, solange ich bei ihr war.

 

Es war wirklich wie ein Wunder… 

 

Es kann gut sein, dass Milla im Auto in Panik gerät… wir fuhren los, und Milla legte sich entspannt auf meinen Schoss. 

Dieser Hund kennt keine Wohnung, es kann gut sein, dass sie verstört auf Haus, Flur und Wohnung reagiert! Hmmmm… nee, nicht wirklich! Milla blieb absolut entspannt, das einzige… sie tingelte ständig hinter mir her. Das Entspannen und zurück bleiben, verstehen dass ich immer wieder komme, musste sie erst lernen. 

All in all blieb Milla aber ihr Leben lang ein eher ängstlicher Hund. Zumindest im direkten Vergleich zu anderen Hunden, die einfach wild auf alles mit gelassener Ruhe zu rennen. Milla behielt mich ihr ganzes Leben lang im Auge. Zum Glück verstand sie ganz schnell, alleine bleiben ist nicht schlimm, denn dahin komme ich immer wieder. So dass sie, überwacht mit einer Hundekamera, ruhig im Körbchen lag oder schlief, wenn Sie mal in unserer eigenen 4 Wänden alleine bleiben musste. 

Habe ich sie allerdings an einem anderen Ort allein gelassen, z.B. in der Wohnung meines Vaters, damit er an speziellen Tagen auf den Hund achtet, geriet Milla ganz schnell in Panik. Aus diesem Grund haben wir es viele Jahre so gemacht, wenn es wirklich mal Situationen gab, in denen Milla nicht mit konnte und wenn sie nur im Auto gewartet hat, blieb sie besser stundenlang allein bei uns zuhause (je nach Dauer kam mein Vater dann in meine Wohnung und ist z.b. hier im Viertel mit dem Hund gelaufen)  als auch nur drei Stunden bei „fremden Leuten“. 

Das einzige was aus der Strassenhunde Zeit für immer übrig blieb, war eine panische Angst vor allem was Neongelb ist. Ob die Müllabfuhr, oder ein neongelber Motorroller am Ende der Strasse… Milla bekam Panik und wir mussten große Runden um diese unheimliche Ding drehen. So kam es auch dazu, dass ich schon neben diesem Roller stand, ihn immer wieder gestreichelt habe, auf den Roller eingeredet habe und mich vor den Nachbarn zum Honk gemacht habe… was man nicht alles tut! 🙂 

Ich denke, die Mitarbeiter dieser Tötungsstation trugen neongelbe Latzhosen, so wie z.B. auch unsere Müllabfuhr und daher kam Millas Angst, aber das ist nur eine Idee. 

 

Milla und ich… das war von der ersten Sekunde an besonders. 

Aber natürlich gab es so viele besondere Momente mehr, in den vergangenen gut 18,5 gemeinsamen Jahren. Besonders schöne… besonders blöde… besonders peinliche. 

 

Camping Hund Gerardmer

Mehr als einmal wäre ich am liebsten durch Millachen im Erdboden versunken!

 

ICH WAR’S NICHT!!!

 

Ich erinner mich noch immer sehr gut an unsere Hunderunde durch den „freilauf Wald“, an dem Milla kurz neben dem Weg in ein Gebüsch verschwand und nicht mehr zu sehen war. 

Also bliebe ich neben diesem Gebüsch stehen, sah von hinten eine ganze Truppe Jogger kommen und wartete auf Milla, die weiterhin mit keiner Schwanzspitze zu sehen war. 

Als hätte es dieses kleine Biest drauf angelegt, wurde es plötzlich sehr peinlich! 

Denn in dem Moment, als diese Jogger Truppe direkt an mir und diesem Gebüsch vorbei lief, hat dieser Hund sie so dermaßen einen fahren gelassen, diesen Pups konnte niemand überhören. 

 

Und wen schaute die Jogger Gruppe an??? MICH!!!!

Ich wedelte direkt samt roter Bombe wie wild mit der Hundeleine und rief immer nur, ich wars nicht, ich war es wirklich nicht… aber so wie diese Truppe in brüllendes Gelächter ausbrach, waren Milla und ich sicher noch Stunden später Thema! 

Pupsen… zu diesem Thema habe ich gleich mehrere peinliche Erinnerungen. Aber wie sagte meine Oma schon immer… besser in die große weite Welt, als in ihrem kleinen Bauch! 

Nunjaaa… es gibt passende und eher unpassende Momente!

Die vielleicht schönsten gemeinsamen Stunden…

Die schönsten gemeinsamen Stunden hatten wir meiner Meinung nach morgens früh am Strand.

Wenn wir schon früh morgens gemeinsam am menschenleeren Strand saßen und aufs Meer geschaut haben… da wurde Milla ganz ruhig und ich hatte immer so das Gefühl, sie genießt diese Momente genau so wie ich.  Und erstaunlicherweise, wollte Milla in diesen Momenten auch nie toben o.a. wie sonst üblich sobald sie Sand unter den Pfoten hatte. Sie lag ganz still und ruhig an meiner Seite und wir haben einfach nur den Moment genossen. 

 

Isa, Milla und die Omi wieder on Tour

Erlebnis aus Okt. 2018: Auf einer unserer Pausen hat Trickbetrügerin Milla am Rasthof den sterbenden Schwan gespielt…. und direkt von der Angestellten des Rastplatzes ein Bockwürstchen abgestaubt!

 

In all den Jahren gab es noch so viel mehr… 

Millas Beschützer Instinkt. Mein Onkel wollte mir auf die Schulter klopfen und plötzlich kam Milla, wie von der Tarantel gestochen, aus ihrem Körbchen gesprintet und sprang mit aller Kraft gegen meinen Onkel, so dass dieser wirklich einen Schritt zur Seite ausweichen musste. 

 

Isa „schlagen“… aber ganz sicher nicht wenn Milla in der Nähe war. 

Auch wenn der kleine Kopf diese Situation natürlich vollkommen missverstand. 

Aufpassen… eh ein riesen Hobby von dieser kleinen Dackel Mix Dame. Egal wann, wo und auf wen, ohne AUSDRÜCKLICHE Erlaubnis, durfte sich eigentlich NIEMAND bewegen… nee, bitte auch nicht atmen!!! Und da war es auch egal wo wir waren, ob zuhause, im Garten, on Tour oder in einem wildfremden Café. 

HALLOOOOO… der Nachbartisch bewegt sich, das habe ich nicht erlaubt, das gibt jetzt erstmal RICHTIG Stress!!! Frechheit sowas!

Milla, mein kleiner Kneipenhund… mich hat es jedesmal wieder erstaunt. Wenn wir mit dem Womo unterwegs waren, kam es ganz, ganz oft vor, dass sich Milla auf anhieb zurecht fand und genau wusste, hier waren wir bereits einmal, hier kenne ich mich aus. 

Allerdings gab es dabei immer, immer, immer wieder ein Problem. Milla liebte den Café Besuch ja mindestens so sehr wie ich, durch ihre Dackel Gene hatte Milla aber auch einen hardcore Sturkopf! 

Leider führte diese Kombi IMMER wieder dazu, dass Milla den Weg zum nächstbesten Café noch von einem vorherigen Besuch genau kannte, selbst wenn dieser Monate oder Jahre zurücklag. 

Nur wusste Milla auch noch ganz genau, an welchem Tisch wir damals saßen und so kam es, dass Milla regelmäßig SCHNURSTRACKS zu genau diesem Tisch lief und sich, komme was wolle, unter dem Tisch gemütlich machte. Leider auch dann, wenn dieser Tisch von anderen Leuten besetzt war. 

Ich weiß nicht wieeeee oft ich wild an Leine und Geschirr gezogen habe, um sie wenigstens zum nächsten freien Tisch zu ziehen. Über ein, Millaaaaaa eigentlich wollte ich hier nicht schon wieder Kaffee trinken, müssen wir gar nicht diskutieren, das konnte ich mir abschminken!

 

Es wird jetzt Kaffee getrunken und wehe du hast mein Deckchen und ein extra Leckerchen vergessen!!!

Die königliche Plauze muss gemütlich gebettet sein!

Egal wann oder wo, ohne königliche Hundedecke ging nichts!

Heute verrate ich euch aber, das war auch ganz bewusst von mir so gewollt und sogar reiner Eigennutz (mal abgesehen von Millas “Knochen” im Alter und nasskaltem Wetter). Früher war Milla in Cafés usw. immer sehr unruhig, sie sprang ständig auf, tingelte um den Tisch und ich musste immer wieder darauf achten, dass sie nicht von irgendwem getreten wurde. Das änderte sich komplett durch ihr Deckchen. 

So hatte sie ihren Platz, der Hund viel mehr auf, wurde dadurch auch nie getreten und wir hatten beide viel ruhigere Stunden. Sollte euer Hund also im Restaurant, Café oder, oder sehr unruhig sein, versucht es mal mit einer kleinen Hundedecke. 

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Wärme... für die alten Knochen soooo wichtig.
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Doch natürlich gab es auch mehr als einmal Situationen, in denen mir das Herz in die Hose rutschte, oder ich  ein soooo schlechtes Gewissen hatte. 

An einem Tag kamen wir z.B. zu meinem Vater zu besuch, der schon am Fenster auf uns wartete und als er das Auto entdeckte, direkt vor die Haustür kam. 

Ich parkte also gegenüber des Hauses ein, sammelte meinen Kram zusammen und holte Milla aus dem Auto. Was mein Vater aber nicht sah, ich hatte Milla noch nicht an der Leine, ich war erst gerade dabei sie anzuleinen.  

Mein Vater meinte es natürlich nur gut und rief plötzlich quer über die Strasse hinweg: HALLOOOO MILLACHEN! Und Milla dreht sich um, ich griff an dem Geschirr vorbei und Milla  sprintete schon im vollen Galopp zu meinem Vater… quer über die viel befahrene Strasse!

Ich konnte nicht hinsehen… hörte nur Reifen quietschen und Autos hupen…. Und als ich wieder auf blickte, standen alle Autos und Milla war freudestahlend und wild mit dem ganzen Poppo wedelnd,  auf der anderen Strassenseite bei meinem Vater. 

 

PUHHHHHH… das war knapp… das war ganz, ganz knapp!

Oder der Tag an dem ich nicht bemerkt habe, dass Milla hinter meinem Rücken durch die Küche auf den Balkon lief und ich irgendwann die Balkontür geschlossen haben, weil es heftig zu gewittern begann. 

Gewitter, Böller, laute Geräusche… davor hatte Milla ja eh schon immer angst und verkroch sich normalerweise unter meinem Bett. Darum dachte ich auch, da liegt sie wieder, doch sie saß leider eine gaaaaanze Weile, klitschnass im Regen, auf dem Balkon.

 

Ohhhhh… was hatte ich ein schlechtes Gewissen!!!

 

Hundefreundliche Campingplätze in Niedersachsen

Der absolute Horror, als Milla plötzlich weg war und das mitten in Südfrankreich!

 

Last but not least… könnt ihr euch noch erinnern als Milla in Frankreich abgehauen ist? 

 

Wobei nein… eigentlich ist sie genau genommen eben NICHT abgehauen, sondern ich bin mehrfach an diesem Tag von der Parzelle verschwunden, bin u.a. zur Campingplatz Anmeldung gegangen usw., weil wir am nächsten Tag abreisen wollten. 

Anscheinend verlor Milla irgendwann die Geduld, wollte mit kommen und hat es irgendwie geschafft, sich aus dem Geschirr zu winden und ist unbemerkt hinter mir her. 

Als ich zurück zum Womo kam und die Leine samt Geschirr, aber ohne Milla, da liegen sah und das auch noch zwischen den schmalen, vollen Campingplatz Gassen, in denen ständig irgendwer samt Auto, Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs war… mir sackte mein Herz direkt in den Magen!

Ich bin sofort, wild nach Milla rufend, über diesen Campingplatz gestürmt, doch Milla war nirgendwo zu sehen! Was ist, wenn sie irgendwer mitgenommen? 

Das Milla niemals wirklich weglaufen würde, das war mir klar und ich habe fest damit gerechnet, dass sie irgendwo sitzen bleibt, wenn sie mich nicht mehr „erschnuppern“ kann. Aber wehe irgendwer nimmt sie einfach mit oder sie rennt vom Platz, raus Richtung Stadt, denn den Weg kannte sie von den Tagen zuvor. 

 

Mir wurde schlecht vor Sorge!!! 

Nachdem ich also wild über den Campingplatz rannte und von Milla nichts zu sehen war, kein bellen, kein tapsen… nichts! Bin ich weg von der Anmeldung, auf in Richtung Strandweg und siehe da… es war genau so wie gedacht. 

Milla wusste anscheinend nicht mehr weiter, auf dem Weg zum Strand war ich in den letzten Stunden nicht und so hat sie sich an Ort und Stelle an eine Wegkreuzung gesetzt! Ich kann euch nicht sagen warum Milla dieses Verhalten immer wieder zeigte, es war aber so. Wenn sie mich nicht fand, setzte sie sich hin und blieb genau da sitzen. Ob auf diesem Strandweg in Frankreich, oder z.B. auch während der Hundeschule, wenn sie mich eigentlich suchen sollte. 

Ihr glaubt nicht was mir für ein riesen Stein vom Herzen gefallen ist und so wie sich Milla freute als sie mich hörte. Ihr ging es anscheinend ähnlich.  

Nichts wie zurück zum Womo, Geschirr an und erstmal eine Runde kuscheln im Campingstuhl… puhhhhhh!!! 

 

Doch die Uhr des Lebens tickte lauter und lauter…  

18,5 Jahre in denen wir fast immer 24 Stunden am Tag zusammen waren, das ist so viel gemeinsame Zeit, so viel Erleben, so viele Höhen und Tiefen und auf einmal ist alles anders. 

Das Milla schon lange eine alte Hundoma war, ist kein Geheimnis. 

Nur an einem Donnerstag Ende August wurde klar, wir müssen nochmal zum Tierarzt, irgendwas ist nochmal anders als sonst. 

Den Sonntag zuvor hatten wir noch bei über 35 Grad in Dresden verbracht und hatten einen wunderbaren, extrem schönen gemeinsamen Sonntag…aber sobald wir wieder zuhause waren, baute Milla merklich ab. 

An diesem besagten Donnerstag hatten wir alle noch die Hoffnung, der Wetterwechsel macht Millas Arthorse zu schaffen und mit den richtigen Schmerzmitteln müsse es deutlich besser werden. 

 

Deutlich besser wurde nichts… 

Und so wusste ich eigentlich schon, was an dem Samstag geschehen würde. Aber ich habe mir immer geschworen, ich will nicht das Milla leidet… und wenn ein Hund sein Geschäft nicht mehr richtig machen will, weil er Schmerzen hat… dann ist ein Punkt gekommen, an dem es kein zurück gab. 

Ich ahnte… nein eigentlich wusste ich also schon, wenn ich Samstag mit Ihr zum Tierarzt fahre, dann ist der Tag der Tage gekommen. 

Aber da war ja noch was… Millas Sorge und Panik sobald sie bemerkt,  dass ich traurig bin. 

Das hatte dieser großartige Hund nun wirklich nicht verdient. Es reicht doch vollkommen aus, wenn einer von uns leidet. 

Also habe ich mir geschworen, ich werde absolut nichts anders machen als sonst auch… es gibt kein heulen am Körbchen am Tag zuvor, kein „letzter Abend“, kein Schluchzen auf dem Weg zum Tierarzt! 

 

Später ist für all das noch Zeit genug, aber nicht in diesen Stunden!!!

In der Praxis angekommen war dann schnell klar, wir legen Milla einmal kurz schlafen, damit die Docs die Chance bekommen, sie überhaupt richtig zu untersuchen. 

Gesagt getan und nachdem die kleine Narkosespritze saß, habe ich mich in dem abgedunkelten Behandlungszimmer zu Milla auf den Boden gesetzt, Milla hat sich ganz eng an meine Beine gekuschelt und mir über die Hände geleckt… genau so, wie alles damals im Tierheim begann. Ob sie wusste, dass unsere gemeinsame Zeit vor dem Ende steht?  

Nachdem Milla irgendwann eingeschlummert war, kamen die Docs und haben sie richtig Untersucht. Und damit stand unser Dreamteam Schicksal eigentlich innerhalb von Minuten fest.   Milla hatte einen Tumor im Becken, der langsam auf den Darm drückte.

Mit dieser Diagnose stand auch sofort für mich fest, was das bedeutet. 

Einen 20 Jahre alten Hund eine so große OP unterziehen? AUF KEINEN FALL!!! 

Milla nochmal aus der Narkose holen, nachdem sie bereits so friedlich zwischen meinen Beinen eingeschlafen ist, um sie dann drei Tage später einzuschläfern? Nur weil ich mich wichter nehme als dieser wunderbare Hund. AUF GAR KEINEN FALL!!!

Jetzt schlief sie schon so friedlich, dann sollte es bitte auch direkt geschehen. 

Die Docs ließen mich noch einmal 5 Minuten mit dem besten Hund, den ich je hätte haben können allein und ich erzählte Milla nochmal wie stolz ich auf sie sei. Sie muss jetzt gehen, meine Ma würde schon auf ihren Enkelhund warten, bis wir uns alle wiedersehen. 

Als der Doc wieder zur Tür herein kam ging alles andere ganz schnell. 

Die schlafende Milla bekam nochmal 2 Spritzen und es dauerte keine 20 Sekunden, da wurde aus dem Dreamteam ein Einzelkämpfer, ganz ruhig, ganz friedlich…. ohne einen einzigen Mucks. 

 

Meine Ma hatte ihren Enkelhund zurück.

 

 

Ich hatte mir schon vorab Gedanken gemacht, einen Tierbestatter ausgewählt und für mich war ganz klar, Milla bekommt erstmal eine Urne.

Genau so ist es dann auch gelaufen, der Bestatter kam zur Praxis und hat Milla dort direkt abgeholt. 

Und wisst ihr, trotz allem was gerade geschehen war, der schlimmste Moment kam für mich eigentlich erst danach. 

Mit Millas altem, abgenutzten Geschirr und ihrer Leine in der Hand, zurück in die stille Wohnung zu kommen, ohne dass mich irgendwer begrüßt… das war die Hölle…und da begann die Fassade zu bröckeln.

Mittlerweile sind 114 Tage vergangen und Millas Körbchen liegt immer noch neben meinem Bett, ich kann es einfach nicht in den Keller werfen. 

Meine kleinste und beste Freundin ist nicht mehr an meiner Seite und trotzdem werde ich manchmal nachts wach, weil ich denke ich hätte sie gerade gehört… wie all die 18 Jahre.  

Kann ich mir vorstellen irgendwann einen neuen Hund aufzunehmen?

JA!!! Auf jeden Fall, aber noch ist dieser Zeitpunkt nicht gekommen. 

Denn aktuell habe ich wirklich große Bedenken, dass ich jeden Hund 1:1 mit meiner Milla vergleichen würde und ich befürchte, so einen Hund, der mir sooo, sooo, sooo sehr am Herzen liegt, der zu einem Zeitpunkt in mein Leben kam, an dem alles auf der Kippe stand… zu dem ich sagen kann, dieser Hund hat einen riesen Anteil daran, dass es mich heute noch gibt… den werde ich so nie wieder haben.  Dieses unfassbar nahe Dreamteam, bei dem der eine den anderen am Blick versteht, ich glaube das gibt es nicht wieder. 

 

Ein anderer Hund … eine andere Zeit, aber die ist jetzt noch nicht gekommen. 

Ganz zum Schluss möchte ich euch noch ein letztesmal mitnehmen, auf eine gemeinsame Reise …

 

Ein Hundeleben lang… DANKE Milla!

 

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Dieselskandal und Wohnmobile – die wichtigsten Infos für alle Fiat und Iveco Camper

Dieselskandal und Wohnmobile – die wichtigsten Infos für alle Fiat und Iveco Camper

Jetzt sieht es also doch so aus, als würde das passieren, was viele Camper bereits seit 2016 immer wieder befürchtet haben, der Dieselskandal könnte die Campingbranche erreichen.

Da ich in den vergangenen Tagen sehr viele Fragen, Mails und Nachrichten von euch zu diesem Thema erhalten habe, habe ich mich nun doch dazu entschlossen, das ganze Thema in Angriff zu nehmen und euch über den Stand der Dinge zu informieren.

 

Wichtiges vorweg!!!

Ich bin KEIN Anwalt!!! Dieser Artikel gilt NICHT als Rechtsberatung!!! Sondern ist mein Versuch Überblick zu verschaffen.

Ich gebe hier nur wieder, welche Informationen mir zu diesem Zeitpunkt vorliegen. Für das ganze weitere Vorgehen müsst ihr als Betroffener ggf. anwaltlichen Rat einholen.  Zudem stehe ich weder mit einem der beschuldigten Unternehmen in Kooperation, noch mit den genannten Kanzleien, Clubs oder Personen. 

Mein Mr. Pepper läuft auf Peugeot, ich bin also zum aktuellen Zeitpunkt nicht selber betroffen.

 

Der Dieselskandal erreicht die Campingbranche – worum geht es eigentlich genau?

 

Dieses ganze Thema “Abgaswerte, Dieselmotoren, Dieseskandal”  hat sozusagen zwei Handlungsstränge.

  • 1.Thema: Die Verbrauchswerte in den Werksangaben sind unter „Laborbedingungen“ zu standen gekommen. Mit der Realität, also den Werten die PKW’s auf den Strassen erzeugen, haben die Werksangaben nur sehr wenig zu tun.  Das es zwischen den Laborwerten und der Realität Unterschiede gibt, ist aber NICHT verboten! 

Dazu kann ich euch aber auch direkt sagen, dass es seit 2018 ein neues Testverfahren für alle Neuzulassungen gibt. 

Neue Testverfahren seit 2018

Seit dem 1. September 2018 gilt für alle Neuzulassungen ein weltweit einheitliche WLTP Test Verfahren. Das WLTP “World Harmonized Light Vehicle Test Procedure”, also ein weltweit abgestimmtes Testverfahren für PKW’s, soll dafür sorgen, dass die offiziellen Herstellerangaben zu CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch realistischer werden.

 

  • 2. Thema: Während dieser Tests unter Laborbedingungen haben verschiedene Automobilhersteller sogenannte “Abschaltvorrichtungen” genutzt, damit die neuen Fahrzeuge noch bessere Abgaswerte erzielten.  Diese “Abschaltvorrichtungen” sind allerdings verboten und da lag das eigentliche Problem, welches zum „Dieselskandal“ geführt hat.

 

“Dieselgate” – Ein Rückblick auf das Problem anderer Hersteller.

 

Um Umwelt und Gesundheit zu schützen, müssen Automobilhersteller immer niedrigere Abgasgrenzwerte einhalten (siehe Euro 4, Euro 5, Euro 6 usw. Normen) um neue Fahrzeuge in den Handel bzw. auf die Strassen zu bekommen. Dabei ist es zwar so, dass diese Normen vorab durch Gespräche zwischen Herstellern und Gesetzgebern ermittelt werden, letztendlich werden sie aber vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Bis 2017 war es für Neuzulassungen so, dass diese Abgasgrenzwerte einzig und allein während eines ca. 20 minütigen Tests auf einem Rollenprüfstand ermittelt wurden. Dass diese „reproduzierbaren Laborbedingungen” grundsätzlich wenig mit dem echten Straßenverkehr zu tun haben, könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen. Nichts desto trotz, diese Testbedingungen waren vollkommen ok, üblich und gesetzlich ok!

 

So begann der VW Dieselskandal 2015 in den USA

2015 stellte die US Amerikanische Umweltbehörde allerdings fest, dass die Abgaswerte eines Dieselmotors von VW, im Straßenverkehr bis zu 40 mal höher waren, als in den Prospekten angegeben.

Dabei hat VW gerade diesen Dieselmotor  in den USA als besonders „rein & grün“ (clean Diesel) umworben.

Doch durch diese sehr, sehr großen Unterschiede, stand der Verdacht im Raum, dass VW eine sogenannte „Abschaltvorrichtung der Abgasnachbehandlung“ in die Motorsteuerung integriert hat und das wäre nach Ansicht der US Umweltschutzbehörde illegal.

 

Der VW Dieselskandal erreichte Europa

Die Erkenntnisse aus den USA erreichten 2015 Europa.

Auch hier wurden unterschiedliche Tests vorgenommen und auch hier wurde festgestellt, dass zwischen den eingetragenen Werten und der Realität deutliche Unterschiede liegen.

Aber und das ist nicht unwichtig, in der EU war es nicht verboten, dass zwischen den Tests unter Laborbedingungen und dem realen Straßenbetrieb unterschiede lagen. Laut eines Wikipedia Eintrags sind Unterschiede bis zum 2,6 fachen sogar ziemlich normal.

Was allerdings bereits 2013 verboten wurde, ist eine sogenannten „Abschaltvorrichtung von Abgasnachbehandlungen“. Da der Unterschied zwischen Tests und Realbetrieb aber sehr groß war, bestand auch bei uns in Europa der Verdacht, dass z.B. VW diese verbotenen Abschaltvorrichtungen nutzt und damit begann der „Dieselskandal“ auch bei uns.

 

“Abschaltvorrichtungen”? Was ist das ?

 

Eine Abschaltvorrichtung ist eine vom Hersteller programmierte Motoreinstellung, die es erlaubt, die Abgaswerte während eines Testverfahrens automatisch zu reduzieren. Dies wurde 2013 in der EU verboten.

Viele Fahrer von modernen Autos finden es angenehm, wenn ihr Auto grundsätzlich eher schnell und „spritzig“ ist. Um es mal klar und deutlich zu sagen: “Wenn die Karre an der Ampel zügig aus dem Quark kommt” 😉  Wenn es zudem so ist, dass man nicht ständig anhalten muss um AD Blue nach zu füllen, dann ist auch das ein deutlicher Pluspunkt.

Diese angenehme Seite moderner Dieselfahrzeuge hat allerdings den Nachteil, dass diese Autos in bestimmten Momenten deutlich mehr Stickoxide und Partikel freisetzten.

 

Zufriedene Kunden vs. geringe Abgase

Diese höheren Abgaswerte könnten aber in einem Abgastest zu Problemen führen. Mal ganz abgesehen davon, dass Fahrzeuge mit geringeren Werten ein besseres Image haben und sich besser verkaufen lassen. Darum sind „clevere Mitarbeiter“ verschiedener Automobilkonzerne auf die Idee gekommen, ein entsprechendes Programm in die Motorsteuerung zu installieren.

Dieses Programm erkennt, wann sich ein Fahrzeug auf einem Rollenprüfstand im Test befindet. Dann steigt z.B. der AD Blue Verbrauch deutlich an und die Abgaswerte sind letztendlich geringer. Erkennt das Programm allerdings, das Fahrzeug wird ganz normal im Strassenverkehr bewegt, schaltet sich diese Vorrichtung ab und das Fahrzeug stößt deutlich mehr Abgase aus. Diese “Abschaltvorrichtung” ist allerdings illegal!

Mittlerweile ist auch bekannt, dass diese Motorprogramme an unterschiedlichen Bedingungen erkannt haben, dass es sich um einen Test handelt. Zum Beispiel wurde von dem System erkannt, dass sich die Räder mit 100 km/h drehen, es aber gleichzeitig keinerlei Lenkbewegungen gibt.

Oder aber dieses System der Abschaltvorrichtung arbeitet zeitlich gesteuert. So ein Testzyklus läuft immer ganz genau identisch ab und dauert 20 Minuten. Wenn die Abschaltvorrichtung grundsätzlich nach 22 Minuten aktiviert wird, erzeugt das Fahrzeug während des Test super Abgaswerte, doch danach steigen die Werte „wie von Zauberhand“ an.

Bereits 2017 gab es bei einem FIAT 500 PKW den Verdacht, dass FIAT so eine zeitgesteuerte Abschaltvorrichtung nutzen könnte.

 

Dieselskandal und Wohnmobile

Es steht der Verdacht im Raum, dass FIAT und Iveco zum Thema Abgaswerte gemogelt haben.

 

Der Fall Fiat und Iveco

 

Bereits 2016 und 2017 wurde bekannt, dass FIAT das Abgaskontrollsystem eines PKW Dieselmotors ihres Konzerns manipuliert haben könnte. Doch danach ist erstmal wenig weiteres an die Öffentlichkeit gelangt.

Erst Ende Juli 2020 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt in verschiedenen Fiat Chrysler und Iveco Niederlassungen in Deutschland, Italien, der Niederlande und der Schweiz Razzien durchgeführt hat.

Der Verdacht: Verschiedene Dieselmotoren von FCA und Iveco seien mit einer sogenannten Abschaltvorrichtung ausgestattet worden, welche die Abgaswerte illegal manipuliert haben sollten. 

In Verdacht steht u.a. der 2,0 , 2,2 und 2,3 Mulijet Dieselmotor in allen üblichen Leistungsbaustufen, der vielen Reisemobilen verbaut wurde.

 

Im Anschluss an diese Durchsuchungen veröffentlichte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am 24. Juli 2020 folgenden Aufruf:

 

„Das Polizeipräsidium Frankfurt ermittelt aktuell wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges (Einbau nicht gesetzeskonformer Abschalteinrichtungen im Emissionssystem in Dieselfahrzeuge) gegen namentlich bekannte Personen sowie weitere bislang nicht identifizierte Verantwortliche der Autokonzerne Fiat Chrysler Automobiles N.V., Case New Holland Industrial N.V. nebst deren Tochter- und Enkelgesellschaften sowie IVECO Magirus AG.

Dabei sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Im Kontext der Ermittlungsverfahren gegen die genannten Fahrzeughersteller bitten wir Neuwagenkäufer und Tageszulassungskäufer unten aufgeführter Dieselfahrzeuge, ihre örtlichen Polizeidienststelle aufzusuchen, um Hinweise mitzuteilen.

Was benötigt wird, haben wir für Sie in einem Merkblatt zusammengefasst – dies finden Sie hier.

Folgende nachstehende Dokumente werden laut Merkblatt benötigt:

1.  Kaufvertrag (nebst sonstigen überlassenen Schriftstücken)

2. Gültiges Ausweisdokument

3. Zulassungsbescheinigung Teil I (Fzg.- Schein) und Teil II (Kfz.-Brief)

4. Bitte bringen Sie sämtliche Dokumente mit zu Ihrer örtlichen Polizeidienststelle und drucken Sie das Merkblatt aus.

5. Nur bei Vollständigkeit der Unterlagen ist eine Bearbeitung möglich.

(Zeugenaufruf ist 1:1 kopiert)

 

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft flatterten bereits hunderte Anzeigen von möglichen Betroffenen Wohnmobilbesitzern bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt ein.

Doch spätestens seitdem der Spiegel am 31.10.2020 einen kurzen Artikel zu dem Thema veröffentlichte, der nur so durch die unterschiedlichen Camping Facebook Gruppen „raste“, bekomme auch ich vermehrt Fragen von euch zu diesem Thema.

 

Der Dieselskandal und Wohnmobile – wer von euch könnte betroffen sein?

 

In diesem Fall geht es laut STA Frankfurt um Fahrzeuge mit einem Baujahr zwischen 2014 – 2019 der Hersteller FIAT und Iveco.

Unter Manipulationsverdacht stehen die FIAT Euro 5 und Euro 6 Dieselmotoren:

  • 1,3 Liter Multijet,
  • 1,3 Liter 16V Multijet,
  • 1,6 Liter Multijet,
  • 1,6 Liter,
  • 2,0 Liter Multijet,
  • 2,0 Liter,
  • 2,2 Liter Multijet II,
  • 2,3 Liter,
  • 2,3 Liter Multijet,
  • 3,0 Liter

Außerdem könnten die folgenden Iveco Modelle betroffen sein:

  • Daily Hi-Matic,
  • Daily 4×4,
  • Eurocargo

Wobei gerade der „Eurocargo“ in vielen Reisemobilen verbaut wurde.

Ebenfalls könnten die folgenden PKW Marken betroffen sein:  

  • Jeep
  • Chrysler
  • Alfa Romeo

Die Polizei vermutet dass es sich letzten Endes um ca. 200.000 betroffene Automobilbesitzer handeln könnte, darunter auch viele Reisemobilbesitzer.

 

Dieselskandal und Wohnmobile Camper

Ooookey… also wenn euer Womo solche “Wolken” hinterlässt, solltet ihr vielleicht mal eine Werkstatt aufsuchen 🙂

 

Dieselskandal bei Wohnmobilen – wie könnte es weiter gehen?

 

 1. Unschuldsvermutung!

Bevor ich euch jetzt irgendwelche Vermutungen nenne bzw. euch beschreibe wie das Procedere in anderen Fällen ablief, möchte ich eines vorweg ganz, ganz deutlich sagen.

ZUM AKTUELLEN ZEITPUNKT (NOV.2020) GIBT ES NOCH KEINERLEI RECHTSPRECHUNGEN GEGEN FIAT ODER IVECO ZU DIESEM THEMA!!! UND SOLANGE DAS SO IST, GILT AUCH FÜR FIAT UND IVECO DIE UNSCHULDSVERMUTUNG!!!

ES KANN ALSO GENAU SO GUT SEIN, DASS FIAT/IVECO BELEGEN KANN, DASS ABSOLUT NICHTS AN DIESEN VORWÜRFEN IST.

AKTUELL STEHT EINFACH NOCH GAR NICHTS FEST.

 

2. Die Möglichkeiten der Hersteller und des Kraftfahrbundesamtes:

Andere „Abgasskandale“ haben gezeigt, dass die Hersteller letztendlich ein Update auf den Markt bringen könnten, wodurch die Abschaltvorrichtung deinstalliert wird, die Motorsteuerung wird verändert und im besten Fall, hat sich damit das ganze Problem erledigt.

Es hat sich aber auch gezeigt, dass das Kraftfahrzeugbundesamt (KBA) umfassende Rückrufaktionen starten kann und betroffene Fahrzeuge bis dahin sogar stilllegen könnte. Dann würdet ihr direkt vom KBA benachrichtigt und das betroffene Unternehmen MUSS für eine Veränderung innerhalb der Motorsteuerung sorgen.

Beide „Aktionen“ wären für euch als Kunden kostenfrei.

Allerdings haben andere Fälle auch gezeigt, nicht immer ist es mit einem Update getan. Teilweise musste “richtig” Nachgerüstet werden. Wie das alles im Falle von Fiat und Iveco ausschauen könnte, ist noch unklar! Wie gesagt, aktuell stehen nur Vorwürfe gegen FIAT/ Iveco im Raum!

Sollte sich herausstellen, dass sich die Vorwürfe bestätigen, haben betroffenen Fahrzeugbesitzer die Möglichkeit zu klagen und Schadenersatz einzufordern.

Dabei haben vorherige Fälle gezeigt, dass es verschiedene Möglichkeiten der Klage gab.

Gegen VW haben Geschädigte letztendlich die Möglichkeit der Sammelklage/ Musterfeststellungsklage bekommen und dadurch eine Entschädigung zwischen 1500 und 6000 Euro erhalten. Die Höhe der Entschädigung war von vielen Details abhängig, wie z.B. Fahrzeugalter, Tachostand, Neupreis usw. usw.

Insgesamt ist aber sicherlich zu sagen, dass die Teilnahme an einer solchen Sammelklage für die Geschädigten deutlich einfacher war, als eine Einzelklage gegen z.B. VW.

Es gab aber auch Einzelpersonen die z.B. gegen VW vor Gericht gezogen sind. Wie über diese Einzelfälle letztendlich entschieden wurde, war von ganz vielen persönlichen Kleinigkeiten abhängig. Zwischen hohen Entschädigungen und keinerlei Entschädigungen war also im Falle von z.B. VW alles möglich.

Ihr seht… sollte sich tatsächlich herausstellen, dass sich die Vorwürfen gegen Fiat und Iveco verhärten, benötigt ihr als Laien definitiv rechtliche Unterstützung.

 

Dieselskandal bei Wohnmobilen – Wie ist das mit dem Schadenersatz?

 

Sollte sich wirklich herausstellen das Betrogen wurde, gibt es mittlerweile verschiedene Urteile, die Wegweisend seien könnten.

Doch nochmal, bevor es überhaupt irgendetwas zu Klagen und zu ersetzten gibt, muss sich erstmal herausstellen, dass die Hersteller FIAT und Iveco WIRKLICH „Mist gebaut“ haben! Erst dann könnten folgende Urteile wichtig werden.

So wurde z.B. im Mai 2020 das erste „Dieselskandal-Urteil“ vor dem Bundesgerichtshof (BGH) durchgesetzt, welches damit auch richtungsweisend für alle deutschen Amts-, Landes- und Oberlandesgerichte ist.

Seitdem ist z.B. geklärt, dass betroffene Neuwagenbesitzer die manipulierten Fahrzeuge im optimalen Fall an die jeweiligen „Hersteller“ (ein ganz wichtiger Punkt, zu dem ich gleich noch komme!!!) zurück geben können. Zudem wurde geklärt, dass sich ein möglicher Schadenersatz am ursprünglichen Kaufpreis orientieren muss.

Wichtig, das bedeutet NICHT, dass ihr auch den ursprünglichen Kaufpreis erhaltet, dieser Preis gilt nur zur Orientierung!

 

Dieselskandal und Wohnmobile – gibt es Fristen?  

 

Bevor nicht sicher feststeht, dass sich die Vorwürfe verhärten, ist auch der weitere Werdegang noch nicht  klar zu überblicken. Allgemein gilt aber, private Käufer von Fahrzeugen können gesetzliche SACHMÄNGELHAFTUNGSRECHTE gegen den Verkäufer geltend machen.

Wichtig… diese Sachmängelhaftungsrechte gelten nur MAXIMAL 2 Jahre nach Fahrzeugübergabe. (Hier eine gute Erklärung zu dem Thema)

Das bedeutet, solltet ihr möglicherweise betroffen sein und genau zu dem Kundenkreis gehören, bei dem diese 2 Jahre demnächst ablaufen, solltet ihr aktiv werden und euch möglichst bald von einem Anwalt beraten lassen.

Wenn bei euch diese 2 Jahres Frist bereits abgelaufen ist, bedeutet das nicht, dass ihr gg. keine Chance auf irgendwelche Verbesserungen/ Erstattungen habt. Nur dann seid ihr eben aus dem Zeitraum der Sachmängelhaftungsrechte.

Doch selbst diese Sachmängelhaftungsrechte besagen nicht, dass ihr “mal eben” einen ordentlichen Schadensersatz bekommt, SOLLTEN  sich die Vorwürfe bestätigen.

Ein ganz wichtiger Punkt ist nämlich, dass bereits während der VW Fälle klar wurde, die Hersteller müssen auch die Chance bekommen, ihren Fehler auszubessern.

Um es mal klar und einfach zu sagen, da gilt das selbe System wie bei jedem Handwerker. Sollte z.B. ein Handwerker eure Waschmaschine reparieren und dennoch tritt ein Fehler auf, dann kann ich diesen Menschen nicht direkt verklagen, ohne ihm die Chance zu geben, seinen Fehler auszubessern.

 

Dieselskandal bei Wohnmobilen – eure Fragen

 

Eine Frage die mich innerhalb eurer Nachrichten immer wieder erreicht hat, ist die Frage nach dem richtigen Ansprechpartner.

 

Also erstens… wer ist der richtige Ansprechpartner?

 

Die ganz kurze Antwort ist, euer Reisemobil Händler ist es nicht und auch der Reisemobil Hersteller ist es nicht!

Soll also heißen, nehmen wir einfach mal das Beispiel, ihr habt zwischen 2014 und 2019 ein… Dethleffs Reisemobil auf Fiat gekauft. (So wie die Omi, nur eben deutlich jünger)

Dann hat Dethleffs dieses Reisemobil auf ein FIAT Chassis aufgebaut und ihr habt es letztendlich über einen Dethleffs Händler gekauft. Dieser Händler und auch Dethleffs selbst, sind aber NICHT für den FIAT Motor verantwortlich.

Der Dethleffs Reisemobil Händler oder gar das Unternehmen Dethleffs selbst, sind in solchen Fällen nicht die richtigen Ansprechpartner.

Es kann sein, dass eure Rechtsschutzversicherung schlicht sagt,“… wenden Sie sich mal an ihren Händler.“ Aus diesem Grund habe ich vergangene Woche nochmal extra mit dem Kraftfahrzeugbundesamt telefoniert und die haben nochmal ganz deutlich bestätigt, wenn sich GGF. jemand zuständig zeigen muss, dann sind es die offiziellen Stellen von FIAT bzw. Iveco Deutschland.

Und die zweite Frage die mich von euch immer wieder erreicht, ist die Frage nach:

 

Was könnte mir persönlich passieren, wenn die Vorwürfe bestätigt werden?

 

Nochmal, bitte behaltet immer im Hinterkopf, ich bin kein Anwalt, ich betreibe hier keine Rechtsberatung!

Ich kann euch nur erzählen, was mir einige Leser damals während des VW Falls berichtet haben, dazu muss ich allerdings kurz ausholen.

Also die Lage der Leser war damals wie folgt:

Sie hatten sich gerade für viel Geld ein neues Fahrzeug von VW gekauft. Kurz darauf kam der VW Fall in die Medien und es erfolgte ebenfalls ein Aufruf der Staatsanwaltschaft. Verständlicherweise hatten die Leser ganz schön viel Frust und haben sich damals direkt nach dem Aufruf bei der Polizei bzw. Staatsanwaltschaft gemeldet.

Der gesamte VW Fall zog sich weiter und mittlerweile war so viel Zeit vergangenen, dass die neuen Fahrzeuge der Leser ausgeliefert wurde bzw. kurz vor der Auslieferung standen.

Doch dann kam es dazu, dass bestimmte Fahrzeugmodelle stillgelegt wurden oder gar als Beweismittel galten. Gerade dieses Beweismittel Thema stand wahrscheinlich im engen Zusammenhang mit dem Aufruf der STA und der “Zeugenmeldung”.

Letzten Endes bedeutete das alles also, die Leser hatten einen niegel, nagel neuen Wagen, der entweder nicht ausgeliefert werden durfte und damit auf dem VW Gelände stand, oder gar „zuhause“ stillgelegt wurde. Die Leser “besaßen” also ein neues Auto, das niemand nutzen durfte. So ging das teilweise über Wochen und Monate und wenn ihr mal im Netz schaut, handelte es sich nicht um Einzelfälle.

 

Ich werde den Teufel tun und versuchen euch von irgendetwas ab zu halten!

Ich möchte euch nur den dringenden Hinweis geben, handelt nicht zu schnell aus dem Bauch heraus. Bevor ihr irgendetwas unternehmt, lasst euch zumindest einmal rechtlich beraten.

 

Dieselskandal und Wohnmobile

Ob die Wohnmobil Abgase der Fiat und Iveco Motoren noch zum Problem werden?

 

Dieselskandal bei Wohnmobilen – was sind die Möglichkeiten?

 

Aktuell steht natürlich von Anfang an die Frage im Raum, ob diese Wege momentan überhaupt Sinn machen, denn nochmal… bisher stehen ja nur Vorwürfe gegen Fiat/ Iveco im Raum. 

Da ihr mich aber immer wieder nach Möglichkeiten fragt, sehe ich zumindest folgende Wege.

  • Ist das Reisemobile jünger als 2 Jahre ist gilt noch die Sachmängelhaftung, in diesem Fall macht eine zügige anwaltliche Beratung wahrscheinlich sinn.
  • Die Medien genau verfolgen, immer mal wieder bewusst zu diesem Thema googeln und die entsprechenden Newsletter bestellen um einfach genau auf dem laufenden zu bleiben.
  • Hinweise Mitteilen. Ich habe euch ja bereits ganz zu Beginn dieses Artikels den Aufruf der Staatsanwaltschaft Frankfurt einkopiert. Wenn ihr diesem Aufruf folge leisten möchtet, könnt ihr dies bei jeder Polizeidienststelle tun. Was ihr dazu benötigt, steht ebenfalls weiter oben. Dies sollte zeitnah geschehen.
  • ADAC… da der ADAC im VW Skandal die Musterfeststellungsklage mitbetrieben hat, würde ich mich als ADAC Mitglied an den Automobilclub wenden. Im besten Fall haben die noch einige gute Tipps für euch oder können euch z.B. einen seriösen Anwalt nennen.
  • Eine Erstberatung durch einen Anwalt ist sicherlich sinnvoll und auch ohne Rechtsschutzversicherung ist so ein Erstgespräch halbwegs bezahlbar.

 

Thema Anwalt AUFGEPASST!!!

Wenn ihr euch zu diesem Thema im Netz umschaut, gelangt ihr schnell auf Internetseiten verschiedenster Kanzleien, die z.B. einen Schnelltest anbieten, ob ihr bereits Entschädigungen einklagen könnt.

Wie sinnvoll solche Test sind, überlasse ich euch.

Ich denke nur, weil irgendein kostenloser Test sagt, ihr könnt MÖGLICHERWEISE Ansprüche geltend machen, wenn ihr diese Kanzlei JETZT für eine kleine Arbeitsgebühr von XXX Euro beauftragt. Damit diese dann vielleicht, gegebenenfalls, im besten Falle und wenn die Sonne scheint, eure Klage zu einem positiven Ende bringt, bedeutet das noch lange nicht, dass es auch wirklich so kommt.

 

Lest genau, nehmt euch Zeit und lasst erstmal die Dollarzeichen aus den Augen.

Und bitte behaltet immer im Hinterkopf, bisher sind es bloß Vorwürfe die gegen FIAT/ Iveco öffentlich gemacht wurden. (Stand Nov. 2020)

Weitere Möglichkeiten:

  • Eine Anfrage bei FIAT / Iveco stellen. Allerdings gehe ich aktuell fest davon aus, dass euch diese Anfrage nicht weiter bringt. Ihr werdet sehr wahrscheinlich maximal eine Standart Antwort erhalten und ganz ehrlich, was sollen sie auch anderes Antworten?
  • Kontakt FIAT Professional Deutschland,
  • Kontakt Iveco
  • Zu guter Letzt könnt ihr auch schlicht und ergreifend eine Anzeige gegen einen der genannten Hersteller aufsetzen lassen, solltet ihr von den möglichen Manipulationen betroffen sein. Lasst euch dazu aber wirklich besser vorab von einem Anwalt beraten. Dieser kann z.B. als erstes eine Anfrage bei eurer Rechtsschutzversicherung stellen, ob die Kosten für ein solches Verfahren überhaupt übernommen werden.

 

Ohne Anwalt würde ICH in diesem schwierigen und ggf. langfristigen Fall keine Anzeige erstellen.

 

Dieselskandal und Wohnmobile

Fragt mich nicht warum die Nachbarn immer so “stinkig” waren, wenn ich die Omi gestartet haben. 😉

 

Fazit.. der Dieselskandal bei Wohnmobilen erreicht die deutsche Campingszene

 

Ob wirklich mehr hinter den Vorwürfen gegen FIAT und Iveco steckt, werden die kommenden Wochen/ Monate sicherlich zeigen.

Ich kann einerseits schon gut verstehen, dass einige von euch bereits jetzt einen ziemlichen Hals haben oder die Aufregung groß ist. Ich meine, dass kann ich ja nunmal euren Mails und Nachrichten deutlich entnehmen.

Ich möchte auch nichts schön reden und wenn ich lese, dass ihr bereits zig Probleme mit eurem neuen Womo hattet und jetzt auch noch ein Abgasskandal folgen könnte, dann kann ich euren Frust schon nachvollziehen.

ABER, ich will, muss und möchte auch nochmal ganz, ganz deutlich sagen… bisher steht gaaaaar nichts fest! Aktuell gibt es nur einen Vorwurf gegen die genannten Dieselmotoren von Fiat und Iveco.

Solange das so ist, gilt nunmal auch die Unschuldsvermutung gegenüber diesen Unternehmen!

Was ebenfalls aktuell noch vollkommen offen ist, ist die Frage, in wie weit auch Gebrauchtwagenbesitzer betroffen seien könnten. Denn aktuell gilt der Aufruf der Staatsanwaltschaft ja nur den Neuwagenkäufern bzw. Käufern von Fahrzeugen mit Tageszulassung.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das ganze Thema weiter entwickeln wird und sobald es wichtige Neuigkeiten gibt, stelle ich sie euch hier als Artikelupdate ein.

Bis dahin sage ich wie immer…

bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/ 2021 – Wünsche vs. Wirklichkeit

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/ 2021 – Wünsche vs. Wirklichkeit

Überall ist es aktuell zu lesen, ein Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 wird immer wieder als die ultimative Reiseform schlechthin empfohlen. Dabei muss es ja gar nicht der Kauf eines eigenen Reisemobils sein. Als Camping Starter reicht es ein Wohnmobil zu mieten und damit wunderschöne, abenteuerliche und harmonische Wochen in Deutschland zu verbringen. 

Gerade jetzt, in Zeiten in denen ein Virus unser aller Alltag bestimmt, klingt ein Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 ja auch fantastisch. Das rollende zuhause, das eigene Bett, die eigene Toilette, Kühlschrank, Lebensmittel. Kein Anstehen mit Mundschutz an irgendwelchen Buffet Schlangen, schlafen, wachen, laufen und liegen wann man Lust hat, den eigenen Hund absolut Problemlos mit in den Urlaub nehmen und an die Orte reisen, an denen die Sonne gerade scheint und das alles am besten kurzfristig und nach Lust und Laune. 

 

Juhuuu, genau das ist der Campingtraum schlechthin! 

 

Wenn Du dann auch noch den wundervollen Magazinen, TV-Spots und Instagram Bildern nur ein kleines bisschen Glauben schenken kannst, sitzt deine ganze Familie abends mit Stockbrot am Lagerfeuer, du schlummerst gemütlich direkt an der Küste bei Wellenrauschen ein und die Arbeitskollegen staunen neidisch, wenn sie das Foto sehen, auf dem Du im Sonnenuntergang auf dem Dach des Reisemobils stehst. 

 

Urlaub im Wohnmobil 2020/2021 klingt doch wirklich PERFEKT! 

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020 2021

Ja, ja… schön siehts aus, nur wie echt sind solche Bilder im Jahre 2020/2021???

 

 

Ein absoluter Traumurlaub, da kommt es auch nicht darauf an, dass Camping in der Hauptsaison durchschnittlich genau so teuer ist wie ein üblicher Cluburlaub, nach dem ganzen Mist der vergangenen Wochen und Monate gibt es nur eine Regel…

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021… DAS HAST DU DIR VERDIENT!!!

Tja, ich sage dir sofort… jetzt musst du tapfer sein, denn leider hat diese Vorstellung nur ganz wenig mit der Realität zu tun! 

UND STOPP… spar dir den Gedanken „da sieht aber jemand schwarz“ am besten direkt! Ich habe absolut gar nichts davon dich vom campen abzuhalten, ABSOLUT GAR NICHTS!!! 

Ganz im Gegenteil, für mich und diesen Blog wäre es viel besser und viel, viel, vieeeel einfacher zu sagen, Urlaub im Wohnmobil 2020/2021 ist ein Traum! Aber dann könnte ich auch die Bildzeitung 2.0 eröffnen um das zu schreiben, was die Masse gerade lesen möchte. So funktioniert IsasWomo aber nicht! Ich schreibe furchtbar gern von den schönsten Touren und lustigsten Erlebnissen, aber eben auch nur dann, wenn diese Erlebnisse so waren. Meine Einstellung zu diesem Blog ist nunmal eine sehr offen und ehrliche und wenn ich der Meinung bin, hier läuft etwas falsch oder es wird ein falsches Bild „verkauft“… dann finde ich, dass auch diese Themen auf einem Blog angesprochen werden dürfen und müssen! Friede, Freude, Eierkuchen ist total mein Ding… solange es der Wahrheit entspricht!

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 & Corona?! 

Rund um das neuartige Corona Virus ist in den vergangenen Tagen viel geschehen. Vor nichtmal einem Monat war ganz Deutschland noch im Lock Down und niemand hat so recht zu hoffen gewagt, dass wir in diesem Sommer nochmal kreuz und quer durch das eigene Land reisen können. 

Doch zu meinem eigenen Erstaunen und dem vieler anderer, kam es dann doch ganz anders. 

Cafes, Restaurants und touristische „Hot Spots“ wie Strände, Parks oder Seen, wurden innerhalb weniger Tage wieder geöffnet, Ferienwohnungen und Hotels dürfen wieder Gäste aufnehmen und… auch die Stellplätze und Campingplätze im ganzen Land öffnen wieder ihre Pforten. 

Natürlich gibt es für die Betreiber und Unternehmen einige besondere Regelungen und Richtlinien die es einzuhalten gilt, aber… der deutsche Tourismus läuft an und das auch zügig und im großen Maßstab.  Doch auch das war noch nicht alles, denn ganz aktuell sollen sogar die Grenzen wieder geöffnet werden. Obwohl es für mich immer noch unglaublich klingt, aber aktuell sieht es tatsächlich danach aus, dass wir schon bald wieder ins Ausland reisen könnten. 

Juhuuuuu 🙂 

In diesem Fall schreibe ich allerdings ganz bewusst „in Ausland reisen könnten“ denn meinem Gefühl nach, wird es erstmal so sein, dass die meisten Camper im eigenen Land bleiben möchten oder maximal in grenznahen Regionen campen. Denn zum einen ist das Corona Thema nunmal in unseren Köpfen (wenn wir nicht gerade zur Aluhut Fraktion gehören) und ich denke, da werden noch viele Camper erstmal lieber im eigenen Land bleiben. 

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 … juhuuu, wir bleiben im eigenen Land, aber ansonsten erleben wir die pure Freiheit?

LIEBE CAMPING ANFÄNGER… DIESMAL SPRECHE ICH EUCH GANZ BEWUSST DIREKT AN. 

Klammern wir mal alle Schwierigkeiten rund um das Ausland aus, dann bietet dir eine Tour mit dem Wohnmobil die einmalige Möglichkeit sehr kurzfristig zu entscheiden,  auf welche Freizeitaktivität du gerade Lust hast. Heute die Nordseeküste, morgen ein Stadtbummel durch Hamburg und übermorgen eine Radtour durch die Heide. Mit einem Wohnmobil grundsätzlich gar kein Problem!

Zudem gibt dir so ein Wohnmobil die Chance, deine eigenen ganz privaten Dinge jederzeit an Bord zu haben.  Schlafen in einem gemütlichen Bett in deiner Bettwäsche, eine Toilette die sich „anfühlt“ wie zuhause und ein großer Kühlschrank, so dass du kochen kannst wie und was DIR schmeckt. Es gibt kein Frühstücksbuffet an dem du schlange stehen musst und kein Kind quängelt, weil ihm das Buffet Angebot nicht schmeckt. 

Bisher war die Kombi Haustier und Urlaubsreise für dich immer schwierig?  Bei einem Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 löst sich dieses Problem ganz von allein, denn viele Vermieter erlauben mittlerweile die Mitnahme eines Hundes oder es ist gar so, dass sie sich auf das Campen mit Hund spezialisiert haben. 

Dazu kommen Campingplätze die dank Animation, Pool und Küstenlange ein riesengroßes Angebot für groß und klein bieten und sobald all abendlich der Grill brutzelt, gehen Camper Träume in Erfüllung. Wenn dann noch das Wetter halbwegs mitspielt, klingt das doch alles nach einem TRAUMURLAUB!

LIEBE CAMPING ANFÄNGER, GERADE WENN IHR MIT DEM GEDANKEN SPIELT NOCH EIN WOMO ZU MIETEN ODER DIESES BEREITS GETAN HABT… BITTE… LEST WEITER! Denn wie sagt man so schön, Träume sind Schäume und leider ist die Camper Freiheit schon lange nicht mehr das, was dir der ein oder andere Artikel, Reportage bzw, TV Spot weis machen möchte. 

 

Echt camping im Sommer

Obwohl die Stadt Passau mit 3 Stellplätzen schon herausragend Camper freundlich ist, ist das ein Bild vom Sommer 2019. Die rechten Wohnmobile stehen alle “verbotenerweise” und das linke Wohnmobil steht über nacht auf der Entsorgung. Die wirklichen Stellplätze liegen hinten links.

 

Meine Sicht der Dinge… die großen Probleme an einem Wohnmobil Urlaub 2020!

 

Lieber Camping Anfänger, gerade wenn du als Neu-Camper 2020/2021 durchstarten möchtest, ist dir das Thema Camping Boom sicher fremd. Doch aus unterschiedlichen Gründen ist es schon seit mehr als 7 Jahren so, dass die Anzahl der Camper stetig steigt. 

Für diesen Artikel habe ich nach vielen Zahlen, Daten und Fakten recherchiert. Wenn Dich die genauen Zahlen und die einzelnen Berechnungen zum Thema Anzahl der Stellplätze vs. Anzahl der Camper so gar nicht interessieren, dann klick auf  überspringen und du kannst direkt den restlichen Artikel weiter lesen. 

 

Dann lasst uns mal auf die Zahlen blicken!

2013 gab es in Deutschland insgesamt knapp 354.000 angemeldete Wohnmobile. 2019 waren es schon 532.687 angemeldete Reisemobile, das sind immerhin allein in Deutschland fast 188.000 angemeldete Wohnmobile mehr, in nur 7 Jahren! (Quellenlink zu Statista )

Nochmal, das bedeutet das durchschnittlich jedes Jahr ca. 31.000 neue Fahrzeuganmeldungen dazu kamen. Und diese Zahlen sprechen nur von Wohnmobilen! 

Der Campingboom zeigt sich natürlich auch im Bereich der Wohnwagen (2018 waren es immerhin 654.000 genutzte Wohnwagen in Deutschland Quellen Link Statista) der Dachzelte, Mobilheime und der selbst ausgebauten Min- Campervans auf PKW Basis. 

Wenn wir uns also nur mal GANZ GROB die Zahlen der letzten Jahre anschauen, kommen wir 2018/2019 auf ca. 1,16 Millionen angemeldete Reisemobile und Caravans. Die vielen, vielen Camper, die samt Zelt, Dachzelt oder dank eines Mobilheimes Campingplätze nutzen, lassen wir einfach mal komplett außen vor. 

 

Werfen wir dagegen einen Blick auf die Zahlen: der Stell- und Campingplätze 

2018 gab es in Deutschland 2979 Campingplätze.mit insgesamt 223640 „Parzellen“ (darunter sind aber z.B. auch die ganzen Plätze einer Zeltwiese) und insgesamt 34,6 Millionen Übernachtungen. Quellen Link Statista

Bei den Stellplätzen ist ein genauer Wert viel schwieriger zu ermitteln. Ich konnte zwar schnell einen Artikel des Deutschen Tourismusverbandes und des Bundesverband der Campingwirtschaft finden, allerdings stammen die Zahlen aus dem Jahre 2009/2010. Das ist 10 Jahre her!  Dort war die Sprache von insgesamt 3600 Stellplätzen in Deutschland (leider keine Anzahl der Stellflächen insgesamt) https://www.deutschertourismusverband.de/qualitaet/campingtourismus.html

Also habe ich mir mal die 5 bekanntesten deutschen Stellplatz Apps und Atlanten angesehen (Campercontact, ProMobil, ADAC Stellplatz, Bordatlas und stellplatz.info)  und geschaut wie viele Stellplätze in diesen Apps 2020 eingetragen wurden. Der Bordatlas spricht zwar von 6400 eingetragenen Stellplätzen in Deutschland aber auch in EUROPA!!!! Da ich keine Anzahl Deutscher Stellplätze finden konnte, habe ich den Bordatlas ausgenommen. 

Mit 4098 Stellplätzen in Deutschland gibt stellplatz.info die meisten in Deutschland liegenden Stellplätze an. Der einfachheithalber sagen wir also, es gibt in Deutschland 2020 ca. 4100 Stellplätze Darunter sind hunderte ganz, ganz kleine Plätze mit 2-3 Plätzen, aber natürlich auch ganz große Stellplätze mit 70 und mehr Stellflächen. 

Da ich leider keinerlei Angaben finden konnte, spreche ich ab hier nur aus meinen persönlichen Erfahrungen!!!

Ich denke, wenn wir einfach mal davon ausgehen, dass jeder Stellplatz in Deutschland DURCHSCHNITTLICH 25 Stellplätze hat, dann passt das sicherlich ganz gut bzw. 25 Stellplätze pro deutschem Stellplatz, das ist sicher schon eher optimistisch gedacht. Denn nochmal, unter die 4100 eingetragenen Stellplätze in Deutschland, fallen natürlich auch die hunderten kleinen Stellplätze an Firmen, die günstigen 3 Parzellen vor  Supermärkten, 2-3 Stellflächen vor Hotels, Stellplätze vor Campingplätzen und Shoppingcentren usw. 

Außerdem habe ich mir die durchschnittliche Größe eines Campingplatzes errechnet und diese liegt bei durchschnittlich 75 Parzellen, ich denke da sind 25 Parzellen auf Stellplätzen, also 1/3 der größe eines Campings, schon großzügig und im Sinne des Tourismus gerechnet.  Ich meine wenn die deutschen Camper durchschnittlich nur 3,3 Tage im Jahr Campen gehen, dann sieht man wie schnell so Durchschnittswerte sinken, denn normalerweise denken wir als Womo & Wow Camper sicherlich alle, müsste der Wert deutlich höher sein. 

Rechnen wir das alles also mal zusammen, dann kommen wir in Deutschland auf insgesamt 4100 Stellplätze mit jeweils 25 Plätzen, bedeutet also es gibt insgesamt 102.500 Stellplatz Parzellen in ganz Deutschland (nochmal, aufgrund fehlender Daten, handelt es sich bei den Stellplatz Parzellen um meine persönliche Einschätzung!) 

Insgesamt bedeutet das also: 

Zwischen 2018 und 2020 gibt es in Deutschland insgesamt  ca. 7079 Stell- und Campingplätze (2979 Campingplätze + 4100 Stellplätze) mit insgesamt ca. 326.140 Plätzen (223640 Campingplatz Parzellen + geschätzte 102.500 Stellplatz Parzellen) 

Laut Statistik gibt es in Deutschland insgesamt 35,8 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen. Davon sind 86,1% deutsche Camper, bedeutet also, Deutsche Camper sorgen jedes Jahr für 30,823.800 Millionen Übernachtungen. Quellen Link Statista

10,37 Millionen Deutsche sagen, sie gehen mindestens  hin und wieder im Jahr campen bzw. betreiben Caravaning. 

Wenn man diese Zahlen nimmt, bedeutet das also, dass 10,37 Millionen Deutsche durchschnittlich 3,3 Tage im Jahr campen gehen. (Gemeint sind hierbei aber natürlich nicht nur die Reisemobilisten bzw. Caravan Camper, sondern alle möglichen Formen des Campings!) 

Zurück zu den 1,16 Millionen „Caravanern“

Nehmen wir jetzt die 1,16 Millionen deutschen Camper im Reisemobil und Caravan, die durchschnittlich 3,3 Tage im Jahr in Deutschland campen möchten.  Für diese 1,16 Millionen deutsche stehen also nur 326.140 Parzellen in Deutschland (Stellplatz und Campingplatz) zu verfügung und nochmal… eigentlich kämen ja noch die ganzen Camper im Zelt, Dachzelt, Mini-Camper usw. dazu.

Wenn also alle Reisemobilisten und Caravaner gleichzeitig im Juni in Deutschland auf einem Stell- oder Campingplatz campen gehen möchten. Dann müsste rein vom Platz her, jede Parzelle mindestens 3 mal belegt werden. Wegen Corona fallen aber aktuell auch noch ganz, ganz viele Plätze weg, da sind wir also schnell bei 5 Fahrzeugen pro Parzelle. 

Nehmen wir gar die 10,3 Millionen deutsche die sagen, sie gehen hin und wieder campen und alle 10,3 Millionen Menschen sagen… wir möchten JETZT campen, dann müsste jeder Platz sogar mit ca. 30 Campern gleichzeitig belegt werden. 

Allerdings, ganz klar… diese Zahlen sollen euch nur ein Bild von der  aktuellen Lage geben, sie haben ABSOLUT NICHTS MIT DER REALITÄT ZU TUN!!!

Aber… diese Zahlen stimmen natürlich nicht, denn zum einen gehen ja nicht alle Camper an den selben 3 Tagen campen, es gibt mehr Camper die im Sommer campen gehen als im Winter, an den Wochenenden ist es voller als in der Woche usw.

 

Camping ende November

Ein klassischer deutscher Stellplatz… allerdings ende November, eine Jahreszeit in der deutlich weniger los ist. Vor 5,6,7 Jahren stand man im November auch gerne mal komplett allein auf solchen Plätzen, das hat sich aber grundlegend geändert.

 

Darum versuche ich dem tatsächlichen Wert zumindest etwas näher zu kommen: 

Also was wissen wir:

Es gibt insgesamt ca. 326.140 Stell- und Campingplatz Parzellen in Deutschland. 

Es gibt 1,16 Wohnmobile und Wohnwagen und durchschnittlich gehen wir 3,3 Tage im Jahr campen. 

Damit wir der richtigen Zahl jetzt einfach mal eeeeeetwas näher kommen (von echten, richtigen oder verlässlichen Zahlen sind wir dann leider immer noch weit entfernt) sagen wir mal …Insgesamt sagen 10,3 Millionen Deutsche sie gehen hin und wieder campen und ganz gleich wie und wann, durchschnittlich bleiben sie  3,3 Tage. 

Wenn sich jetzt alle 10 Millionen Camper gleichmäßig auf die 12 Monate aufteilen würden, wäre es ja einfach, aber so ist es in der Realität auch nicht. Im Sommer gehen deutlich mehr Menschen campen als im Winter. Damit wir jetzt einfach mal ein halbwegs glaubwürdiges Beispiel bekommen, sagen wir jetzt einfach mal, 80% dieser 10,3 Millionen Camper samt Zelt, Dachzelt, Womo, Wowa usw. sind „Sommercamper“ und weil es deutlich einfacher zu rechnen ist, bleiben die Leute im Sommer nicht  nur 3,3 Tage sondern 4 Tage.

Bedeutet also ganz grob, 8,24 Millionen deutsche möchten 4 volle Tage während der 3 Sommermonaten campen. 

3 Monate a 30 Tage = 90 Tage Zeit! Die 8,24 Millionen Camper haben also 90 Tage Zeit, in denen sie irgendwo in Deutschland 3 Tage campen gehen können. 

Wenn wir jetzt sagen wollen, die 8,24 Millionen Camper sind super clever und teilen sich komplett gleichmäßig auf diese 90 Tage auf, würde das bedeuten, dass jeden Tag 91.556 Camper einen Platz brauchen, es würden also 91.556 Plätze jeden Tag benötigt, 

Aber die Leute wollen ja  nicht nur einen Tag campen, wir haben ja gesagt, sie möchten durchschnittlich 4 Tage campen… bedeutet also, die Camper können sich nicht auf 90 Tagen gleichmäßig aufteilen, sondern nur noch auf 22,5 sagen wir 23 Tage. 

Das bedeutet dann, dass schon 358.260 Plätze alle 4 Tage benötigt werden.  

Insgesamt gibt es aber „nur“ 326.140 Stell- und Campingplatz Parzellen in Deutschland.

Allerdings stehen diese Plätze ja nicht jeden Tag allen Campern zu Verfügung, denn die Leute wollen ja mehrere Tage bleiben. Jetzt müsste man eigentlich sagen, aber die Plätze können ja bei Ankunft und Abfahrt doppelt belegt werden und c ist A Quadrat plus B Quadrat usw. usw. … aber dann brauche ich bald ein Mathe Studium. 😉

 

Keine Lust auf Zahlen und Rechnungen? Dann hast du gerade auf ÜBERSPRINGEN geklickt und bist husch, husch bis hier hin gerast. Nach meinem Beispiel ist das Ergebnis also wie folgt:

 

Das würde also bedeuten: Wenn sich 80% alle Camper auf sämtlichen deutschen Stell- und Campingplätzen im Sommer ausbreiten dürften,

326.140 Parzellen sind in Deutschland an 90 Sommertagen vorhanden 

358.260 Camper suchen aber alle 4 Tage einen Platz. 

Nach dieser Rechnung hätten wir also mal locker flockig 32.121 Plätze zu wenig, wenn alle Camper in Deutschland Urlab machen würden. 

Gut, jetzt müssen wir natürlich GANZ DEUTLICH sagen… diese Rechnung hat mit der Realität wenig zu tun und wurde von mir einfach „über den Daumen gepeilt“ erstellt!

Themen wie die Lage eines Platzes oder besonders beliebte Reisezeiten wie lange Wochenenden oder Ferienzeiten sind in der ganzen Rechnung ja gar nicht enthalten. Genau so wenig wie diejenigen, die in diesen Zeiten sagen, sie bleiben ganz bewusst zuhause. 

Ich habe zwar 20% der 10,3 Millionen Camper von vornherein abgezogen aber wie gesagt… es ist und bleibt nur eine Beispielrechnung!

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020 2021

Jaaaa, diese Bilder sehen super aus, aber wild campen in Gruppen sorgt nunmal für Aufsehen und die Parkplätze Deutschlands sind eben leider nicht die verlassenen Berge Spaniens o.ä. und auch da gibt es leider schon zu häufig Probleme durch wild stehende Camper.

 

Wenn Camping und Stellplätze fehlen, bleibt noch das wilde campen!

 

Neben der Möglichkeit auf Stell- oder Campingplätzen zu stehen, bleibt noch das wild campen bzw. frei stehen. Doch leider ist auch das in den letzten Jahren an vielen, vielen Orten deutlich schwieriger geworden oder schlichtweg gar nicht mehr erlaubt. 

Lieber Camping Starter, in diesem Fall spreche ich dich mal wieder persönlich an, denn von den erfahreneren Camper verlange ich einfach, dass sie sich (verdammt nochmal) an gewisse Regeln halten.  Wenn Du in den kommenden Monaten mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs seien möchtest, dann BITTE, BITTE, BITTE nimm die folgenden Punkte ernst!!! Und nochmal… ich habe gar nichts davon, dir irgendwas mies zu machen!

  1. Auch wenn es noch so schön wäre, aber BITTE geh nicht mit dem Gedanken an Freiheit, Abenteuer und Lagerfeuer an diese Reise! Die Bilder oder TV Spots die du vielleicht gesehen hast, sind eine wunderschöne Werbung, aber sie haben mit der Realität genau so wenig zu tun, wie die super geschminkten, perfekt ausgeleuchteten, fantastisch retuschierten Models der Magazin Kampagnen im Vergleich zur normalen Hausfrau und Mutter. 
  2. Versteh mich nicht falsch, ich kann den Gedanken irgendwie sogar verstehen, aber versuch doch bitte nicht zu glauben, dass du dir mit dem gemieteten oder frische gekauften Womo, mehr Rechte auf Freiheit erkauft hast als alle anderen Camper. Wie gesagt, irgendwie kann ich ja sogar verstehen, dass du vielleicht den Gedanken im Hinterkopf hast, jetzt haben wir so viel für diese 7,10,14 Tage Reisemobil bezahlt, da ist mir doch vollkommen egal, was die anderen denken oder machen. Das riesen Problem an der Sache ist, in den vergangene Jahren gab es einfach zu viele Camper, die genau so gedacht haben und das führt leider dazu, dass die Massen an Campern unter einem immer schlechteren Ruf leiden. Anwohner sind zum Teil maximal genervt, Städte und Gemeinden sperren immer mehr Plätze auf denen wir vor kurzem noch entspannt stehen konnten und leider, leiden wir mal wieder ALLE unter dem Verhalten einiger weniger. Also BITTE benimm dich clever und halt dich an die Regeln wie jeder andere (eigentlich) auch.
  3. Und ich glaube der 3. Punkt ist wirklich am wichtigsten. Informiere dich vorher! Gerade wenn du mit dem Gedanken spekulierst auch mal frei zu stehen. Es gibt sooooo viele „ungeschriebene Gesetzte“ (wild campen heißt alleine campen, kein Camping-Hausmüll in die kleinen Papierkörbe usw. usw.) , die kann man als „Camping Starter“ gar nicht wissen, wenn man sich nicht vorab gut informiert, um sich dann eben auch richtig zu verhalten. 

 

Wild campen Wohnmobil urlaub richtig

So wie hier… ein Womo irgendwo auf einem Parkplatz…. da muss schon viel schief laufen, damit sich irgendjemand daran stört

 

Camping & Road Trip im Jahre 2020…2021

Bereits in den vergangenen Jahren wurde es gefühlt von Monat zu Monat voller auf vielen Stell- und Campingplätzen. Entspannte und freie Touren, in denen man sich vielleicht sogar noch am Freitagnachmittag überlegt hat den Platz zu wechseln, waren kaum möglich, erst recht nicht innerhalb beliebter Regionen wie z.B. der Nordseeküste, Ostseeküste, Schleswig Holsteins Küsten, Bodensee oder innerhalb von nur halbwegs bekannten Städten. 

Jetzt ist es allerdings so, dass mehr oder weniger die ganze Campergemeinde auf „heißen Kohlen sitzt“, reisen möchte und alle erstmal im eigenen Land bleiben müssen/ möchten. Ehrlich gesagt, ich möchte gerne noch so positiv in die Zukunft blicken, aber was hier momentan abgeht… DAS KANN NICHT FUNKTIONIEREN!!!!

Wenn ich dann in den sozialen Medien lese, dass sich die Camper schon jetzt wie wild untereinander zoffen, es in ganz vielen Fällen nur noch darum geht sich selbst der Nähste zu sein und sich einige, meiner Meinung nach, total unfair verhalten, dann stelle ich mir schon die Frage, wo bleibt denn der große Spaß, die Ruhe und die Freiheit? 

Da gibt es die einen, die wie selbstverständlich erzählen, dass sie bereits für den selben Zeitraum 2 oder 3 unterschiedliche Campingplätze reserviert haben,  weil sie ja noch nicht wissen, wo das Wetter schöner ist?!

Dann gibt es diejenigen, die versuchen sehr eindeutige Ansagen zu machen, dass Camper ohne Kinder nichts auf den knappen Campingplätzen im Sommer zu suchen haben. 🙂

Campingplatzbetreiber posten quer durch Netz, juhu wir sind wieder für euch da, allerdings sind wir bereits jetzt (unter den aktuellen Bestimmungen), bis Ende August ausgebucht. Gleichzeitig bekommen sie aber weitere hunderte Anfragen. Jetzt in den letzten Tagen erzählte eine “um drei Ecken” mir bekannte Campingplatzinhaberin…  ihr kleiner Platz hat genau 26 Touristenplätze und allen letztes Wochenende kamen über 300 Anfragen für Reservierungen rein, dabei ist der Platz schon lange komplett ausgebucht in den kommenden Wochen und Monaten.

Oder ich lese immer wieder, dass die Plätze rappel voll und ausgebucht sind und sich die übrigen Camper dicht an dicht auf den Parkplätzen tummeln… und weder Ferienzeit noch lange Wochenenden haben so richtig begonnen!!!

Gleichzeitig sind die Magazine, Zeitungen und sozialen Medien aber voll von Berichten, wie „geil“ doch gerade jetzt die Reiseform des campen ist!!! Allein im ZDF habe ich in den letzten 24 Stunden 4 Berichte über Urlaub mit dem Wohnmobil 2020/2021 gesehen und alle nach dem Motto, Camping mit dem Womo ist  DIE Reiseform 2020/2021!

Nochmal… ich kann die Versuche von Vermietungen, Herstellern, Verbänden und anderen Unternehmen ja sogar nachvollziehen. Ihr schnuppert gerade die Chance ein riesiges, neues Publikum „an Land zu ziehen“, nämlich all die Leute die ansonsten nichts mit dem Thema Camping zu tun hatten, die aber jetzt durch Corona merken, dass ihr normaler Sommerurlaub in Gefahr ist. 

 

 Hass auf Camper wird immer größer

Da können sich einige noch so drüber aufregen, aber es ist doch nunmal ein Unterschied ob ein einzelnes Fahrzeug wie auf dem letzten Bild irgendwo steht, oder so wie hier, wild campen wie auf dem Campingplatz!

 

Aber wo soll das hinführen??? 

Hunderte neue Camper kommen in dieser Saison dazu, schon jetzt fehlen an ganz vielen Orten Stellflächen, aber dafür steigt Stress, Unzufriedenheit, Zwietracht und Neid exponential an. Ob das das Richtige für „die schönsten Wochen im Jahr“ ist?

Und ganz praktisch gedacht, wie soll es in Zusammenhang mit Corona funktionieren? Für die Camper die auf Campingplätzen oder großen Stellplätzen unterkommen, ok! Aber wie läuft der Rest? Was ist mit all denen die keinen Platz mehr bekommen und die Parkplätze besiedeln? 

Anwohner, Städte und Gemeinden haben sich doch bereits in den vergangenen Jahren immer häufiger beschwert, in den Tageszeitungen konnten wir alle immer wieder lesen, wie sich die Leute über zu viele Reisemobile aufgeregt haben… also wie soll es funktionieren? Jetzt, nach dem ersten richtig offenen Wochenende gibt es bereits mehrere Tageszeitungen die über die schlimmere Camper Massen berichten. Sollen wir wirklich davon ausgehen, dass Anwohner und Gemeinden plötzlich mehr Verständnis für Camper haben weil… ist ja Corona?! Oder könnte es gar sein, dass man uns noch kritischer beäugt, weil wir „das Virus ja einschleppen“ könnten???

Dazu noch ein letzter Absatz.

LIEBE CAMPER… wenn ihr z.B. Apps wie Park4Night nutzt, bitte versteht doch irgendwann, dass in dieser App ganz viele „frei steh Plätze“ eingetragen sind. Achtet doch bitte mal auf die unterschiedlichen Bezeichnungen!

Ich lese immer wieder Kommentare oder Nachrichten in denen steht, wir nutzen ja Park 4 Night, das ist eine suuuuuuuupeer App. Gut, es kommt immer mal wieder vor, dass wir mit vielen anderen Campern an einem Ort stehen und meist haben die Stellplätze gar keine Ver- und Entsorgung, aber das stört uns nicht so sehr, Wir werden unseren Müll schon irgendwo los. 

Leute…. genau das ist das Problem an dieser App! Es ist ja wunderbar wenn Leute bekannt geben wo sie wild gecampt haben, aber leider nutzt gefühlt mittlerweile jeder 2. Camper diese App und dann passiert genau das, was uns allen den Ruf versaut. Man steht gewollt oder ungewollt in Gruppen wild! Anwohner, Mitarbeiter oder Besucher sehen, dass da immer wieder mehrere Reisemobile stehen und nach kürzester Zeit, sieht der ganze Platz leider auch nach wildem campen aus!

Ich habe das jetzt zweimal hier bei mir zuhause im Viertel erlebt, nachdem der kleine Parkplatz bei Park 4 Night eingetragen wurde und es Wochen gedauert hat, bis der Platz wieder aus der App raus war- Der Parkplatz lag eindeutig voll typischem Camping Müll (Miracoli, Milchtüten, Verpackung vom Camping Klopapier, selbst die leere Dose mit den Thretford Toiletten Tabs wurde mal locker in die Büsche geschmissen , in den großen Büschen zwischen Parkplatz und Park lagen unzählige Klopapierhäufchen und um den Gullirand war das Blau/Grüne Toiletten Hygienzeug verteilt. JUHUUU!!! Grandios!!! 🙁

Mir ist schon klar, dass da wahrscheinlich in den Wochen 30 Camper standen die sich ordentlich verhalten haben und nur 3 die sich benommen haben wie die letzte S.u! Aber leider ist es so, die Hinterlassenschaft der 3 Camper waren mehr als deutlich und da ist es kein Wunder, wenn sich die Anwohner beschweren! Selbst ich als Camper, die auch das Problem kennt, dass Dortmund einfach keinen guten Stellplatz hat, finde es unmöglich und denke ganz schlicht, wenn es die Leute nicht hinbekommen, können sie eben nicht in unserem Viertel campen! So einfach ist es leider!

 

Gibt es auch Lösungen?

Die einzige Lösung die ich für die kommenden Monate und Jahre sehe ist der zügige Bau von vielen, vielen neuen Stell- und Campingplätzen, bzw. deren Vergrößerung!

Tja und da kommen wir direkt zum nächsten Punkt… warum scheint es mir so, dass es in vielen Städten und Gemeinden einfacher wäre ein Kohlekraftwerk zu bauen, als einen Stellplatz?  

Warum gibt es immer noch so viele Bezirke die den Vorteil eines Platzes nicht erkennen? 

Laut Statista lässt JEDER Camper, also pro Kopf und Tag, 49,80 Euro an einem Ort. Nehmen wir nochmal die Zahlen von weiter oben, würde das im Durchschnitt bedeuten: 

Bei 25 Parzellen, 2 Personen im Reisemobil und durchschnittlich 2/3 Belegung, wären das 

49.899,60 Euro, die nur die Reisemobilisten IM MONAT an einem Ort ausgeben. 

(49,80 x 2= 99,60 Euro, 99,60 Euro x 16,7 = 1663,32 Euro ((Ausgaben pro Tag bei 2/3 Belegung)) 1663,32 x 30 Tage = 49.899,60 Euro pro Monat)

Mir ist es leider ein absolutes Rätsel, warum nicht viel mehr Gemeinden Stellplätze bauen? Übrigens… dieser Artikel darf sehr gerne geteilt werden, vielleicht meldet sich ja mal iiiiiiirgendeine Gemeinde bei mir mit einer VERNÜNFTIGEN Antwort zurück. Ich habe es schon so häufig versucht, wenn überhaupt eine Antwort kommt, erhalte ich immer nur die Nachricht, das ein Stellplatz aktuell nicht geplant sei. Sollte es richtig gut laufen schreibt man mir noch, dass es einen Stellplatz in der Nachbargemeinde gibt. 

Dabei kenne ich auch einige Personen, die bereits einen ERNSTHAFTEN Versuch unternommen haben einen Stellplatz zu bauen, allerdings gab es in keinem Fall auch nur irgendeine echte Unterstützung seitens der Gemeinden, ganz im Gegenteil, in den allermeisten Fällen wurden den Leuten auch noch „Knüppel zwischen die Beine“ gelegt. 

Warum ist die Situation so? Kann es wirklich möglich sein, dass die Gemeinden so viele Bedenken vor dem Verhalten der Camper haben, dass sie deswegen auf so gute Einnahmen verzichten???

 

Müssen sich nicht auch Hersteller am Stellplatz / Campingplatz Bau beteiligen?

Tja und auch wenn es mir schon jetzt ein klitze kleines bisschen Leid tut, aber ihr wisst ja, bei solchen Themen kann ich meine Finger gar nicht ruhig halten. 

Bitte verzeiht aber ich finde, der Campingboom der letzten Jahre war für die Hersteller so dermaßen positiv, die Bänder laufen auf Hochtouren und viele der großen wissen bereits in den ersten Tagen eines Jahres, was sie am Ende  genau verkaufen werden, weil die Produktion auf maximum und „Vorbestellung” läuft. In diesem Fall bin ich eindeutig der Meinung, dass sich die großen Hersteller auch beim Bau von Stellplätzen und Campingplätzen MASSIV beteiligten müssten. 

Ich weiß, einige wenige wie z.B. Dethleffs haben sich bereits sehr, sehr Regional am Bau von Stellplätzen oder zumindest deren Ausstattung beteiligt, aber wenn wir mal ehrlich sind.  Diese kleinen Bemühungen, die sind nichtmal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und bevor ihr es schreibt… nein, die Knaus Campingparks haben leider nichts mit der Knaus Tabbert Gruppe zu tun. 

Klar, aus sich eines Herstellers ist die Lage anders, die sehen ihre Aufgabe rein im produzieren und verkaufen. Allerdings, wenn sich die allgemeine Stimmung der Camper immer weiter ins negative verändert, weil eben an ein freies Touren während der Sommermonate oder über z.B. sämtliche Feiertage im Jahr nicht mehr möglich ist… dann wird sich das früher oder später auch auf die Kaufzahlen auswirken.

 

Wohnmobil Stellplätze finden

Real Life … so sieht es eben aus, auf einem typischen City Stellplatz… alles gut, nur definitiv kein Lagerfeuer Träumchen!

 

Das Problem Urlaub mit dem Wohnmobil im Jahre 2020/2021

 

Da ich einige von euch ja schon kenne 🙂 gehe ich hier auch noch direkt auf den Punkt ein, dass ich als Blogger das ganze noch weiter „anheize“. 

Meine Meinung zu dem Thema… ein eindeutiges JAIN!

Ja, klar heizen wir Blogger das Theme auch weiter an, denn wenn einfach mal niemand über Monate irgendetwas zum Thema Camping schreiben oder posten würde, wäre diese Reiseform relativ schnell aus den Köpfen der „nicht Camper“ verschwunden.

Andererseits denke ich, es kommt ganz darauf an, wie man über diese Reiseform schreibt. Wenn ich jetzt immer nur schreiben würde wie super schön, locker, flockig und frei ein Urlaub mit dem Reisemobil ist, dazu die typischen, ich steh auf dem Bulli Bilder poste, während das Lagerfeuer im Sonnenuntergang flackert und allen erzählen möchte, das „vanlife“ ja so super günstig ist und ich mit 310 Euro jeden Monat alle Rechnungen, Reparaturkosten, Tankkosten, Versicherungen und auch noch tägliches Essen gehen bezahle, ja… dann fände auch ich, dass ich den extremen Boom unterstütze. 

Aber genau das versuche ich ja nicht! Wenn ihr euch hier auf IsasWomo durch die Artikel klickt, dann seht ihr schnell… ich erzähle gerne von tollen Touren, ich versuche aber auch immer wieder ganz klar zu sagen wie die Realität ist und in welchen Bereichen ich das ein oder andere Problem sehe. 

 

Urlaub mit dem Wohnmobil 2020 zwischen Wunsch und Wirklichkeit

 

Mittlerweile haben wir Mittwoch den 20.05., das Vatertagswochenende steht bevor. Vergangenen Freitag haben eine gute Freundin und ich beschlossen, es w#äre doch super wenn wir uns mal wieder sehen, Wetter soll auch gut werden, wir versuchen mal einen Platz für zwei Womos von Mittwoch bis Sonntag in NRW zu ergattern. 

Wir haben insgesamt über 40 Campingplätze angerufen und gemailt… ich habe selbst versucht über das Blog Dingen irgendwas zu ergattern, was ich ansonsten wirklich nieeeee mache… aber ABSOLUT KEINE CHANCE!!!!

Das vergangene Wochenende haben viele Camper zum erstmal wieder genutzt um unterwegs zu sein… das Resultat daraus ist leider, dass in den vergangenen 2 Tagen mehrere Tageszeitungen von den Campermassen, Belagerung, Müll und Dreck schreiben und die ersten Bürgermeister überlegen bereits Parkplätze komplett für Wohnmobile zu sperren!

Super, das ist natürlich das Letzte, was wir alle brauchen!

Aber gut, wenn ich mir die Situation andersherum ansehe… was mancherorts schon jetzt abgeht und wir sprechen nicht von Pfingsten oder Ferienzeiten, das kann auch einfach nicht gut gehen!

Ich meine wenn z.B. der Stellplatz Greetsiel 50% der Plätze absperrt, aus 60 Plätzen nur noch 30 werden, das ganze aber dann leider dazu führt, dass so viele Camper anreisen und sich auf den öffentlichen Parkplatz vor dem Stellplatz stellen, dass letztendlich 30 Womos auf dem Stellplatz stehen und bis zu 90 Wohnmobile auf dem Parkplatz vor dem Stellplatz… naja, dann muss man einfach sagen, hat die ganze Corona Fürsorge überhaupt keinen Zweck! 

Und liebe Camper, jetzt mal ganz ehrlich, es ist doch total egal, was ihr ganz persönlich zum Thema Abstandsregelungen denkt. Wenn die Bestimmungen in Greetsiel so sind, dass der offizielle Stellplatz aktuell nur 30 Wohnmobile aufnimmt, dann müsste doch eigentlich JEDEM klar sein, dass es nicht sinnvoll ist, wenn 60-90 Wohnmobile  auf dem Parkplatz vor dem Stellplatz stehen! 

Seit wann ist die über Jahrzehnte bestehende Regel, wer wild campt campt alleine um möglichst wenig Aufsehen, Neid und Probleme zu erzeugen , eigentlich hinfällig geworden??? Ehrlich, mir geht dieses Ego denken, nach dem Motto, ich mache mein Ding und achte auf nichts und niemanden, so auf den Senkel! Wenn ihr doch seht, dass der Stellplatz voll ist und auf dem Parkplatz bereits eine Hand voll Wohnmobile steht, die man dort duldet, dann müsst ihr doch einfach mal verstehen, dass die anderen eher da waren als ihr! Pech gehabt, weiter fahren… auf der Suche nach irgendeinem anderen Ziel!

Auf den Stell- und Campingplätzen wird es diesen Sommer voll und voller. JA!!! Leider müssen wir alle davon ausgehen, dass ein entspanntes Touren nach Lust und Laune fast nicht möglich seien wird. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass dann eben wild alles erlaubt ist! Nein… das ist es nicht und genau so ein Mist versaut uns allen ganz, ganz viel! Denn das einzige was damit erreicht wir…. Anwohner beschweren sich über die Camper Massen, einige wenige bei denen wirklich alles verloren ist, lassen ihr Abwasser laufen, kacken in die Büsche und legen ihren Hausmüll neben den kleinen Papierkorb, der schon zum bersten voll ist und letztendlich…. Wird Parkplatz für Parkplatz mit Höhenbeschränkungen ausgestattet, so dass wir ALLE unter eurem Verhalten leiden können. Aber aufgepasst… solltet ihr jemand wieder als Camper an diesen Ort reisen, betrifft euch die Sperrung hoffentlich auch!

 

 

Camping 2020 2021, hass auf Camper

Sieht und liest man leider immer häufiger … genervte Anwohner besprühen nachts Mobile….

 

Der Campingboom ist massiv und das bereits seit Jahren, aktuell fallen auch noch dutzende Plätze weg… das kann nicht lange gut gehen!

 

Durch dieser blöden Unsicherheit ob man einen Platz bekommt oder (wahrscheinlich) eher nicht, geht zumindest für mich ganz viel Lust am Touren verloren. 

Ja klar… iiiiirgendwie findet man schon was zum übernachten, ja… aber iiiiiirgendwie macht mir das deutlich weniger Spaß!

Wird sich das alles jetzt schnell bessern sobald die Grenzen geöffnet sind? Ich glaube leider nein! Denn ich versuche ja nun wirklich so positiv wie nur eben möglich in die Zukunft zu blicken, aber aktuell würde ich mich noch nicht so recht „weit“ ins Ausland begeben wollen. Naja und ich befürchte, wenn es mir so geht, dann geht es vielen, vielen anderen, die vielleicht wirkliche Angst vor einer Ansteckung haben, ähnlich. 

Urlaub 2020/20201 im Wohnmobil… liebe (Neu-) Camper… ich kann euch nur sagen, glaubt zumindest nicht uneingeschränkt das, was ihr in der Werbung, auf Insta oder in den großen Tageszeitungen lest. Camping im Reisemobil oder Wohnwagen ist eine tolle Reiseform und gerade für Leute mit Hund mindestens Doppel super, aber… wir haben aktuell auch riesengroße schwierigekieten was das Platzangebot angeht, Entspanntes kurzfristiges Touren, nach dem Motto reisen wohin ich gerade Lust habe, ist im Sommerhalbjahr 2020/2021 nicht möglich, erst recht nicht für Anfänger die einfach noch nicht so super gut in dem ganzen Thema drin sind!

Liebe Städte, Gemeinde und Hersteller… nehmt uns endlich ernst und schaffst vernünftige Übernachtungsmöglichkeiten!!! Wir Camper sind ein nette Grüppchen Menschen und wir sind in den allermeisten Fällen gerne dazu bereit, unser Geld an einem Ort zu lassen… nur BITTE gebt uns die Chance dieses auch vernünftig und willkommen zu tun! 

Und ja liebe Hersteller… auch ihr seid gefragt!!! Immer nur verkaufen, verkaufen , verkaufen oder vermieten, damit macht ihr es euch jetzt seit vielen Jahren sehr einfach und habe extrem gut an uns verdient. Ich wäre begeistert wenn ich 2021 schreiben könnte: „Endlich, Hersteller XY baut Stellplatz in ???“… und würde das ganze auch gerne mit allen Möglichkeiten die mir zu verfügung stehen positiv begleiten … nur bitte, TUT ETWAS!!! 

Ihr seid doch so sehr darauf erpicht, dass der Boom weiter anhält, dass eure Bänder im Akkord laufen, ihr produzieren und verkaufen könnt und der Traum von der gekauften Freiheit und Harmonie weiter anhält. 

Wenn dem so ist, dann BITTE nehmt das Problem des Campingplatzes und Stellplatz Mangels ernst! Nehmt uns ernst, die mit euren Fahrzeugen und Anhängern genau dieses Reiseform erleben möchten und BITTE… immer nur zu sagen, es geht schon irgendwie und naja, dann können eben nicht alle ihren Urlaub an beliebten Zielen verbringen, damit macht ihr es euch wirklich zu einfach! Denn mittlerweile reden wir nicht mehr nur von den beliebten Zielen, selbst die Plätze an 2. oder 3. klassigen Zielen sind häufig VOLL! 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das euer Ziel ist? Oder ist es euch wirklich so unglaublich egal, wenn immer mehr Camper unzufrieden von ihren Touren zurückkehren und sich doppelt und dreifach überlegen, ob sie ihr Geld wirklich 2022, 2023, 2024 in ein neues Reisemobil / in einen Caravan stecken mit dem sie dann nur sehr eingeschränkt touren können. Oder sie hocken auf einem Platz fest, den sie bereits Monate vorab für mindestens so viel Geld reserviert haben, wie ein netter Hotelurlaub kostet. 

So sehr mein Herz an dieser wunderschönen Reiseform hängt, aber selbst ich kann mittlerweile jeden verstehen, der den Wunsch nach einem neuen Mobil/Caravan aktuell erstmal abharkt und  einen Teil dieses Geldes lieber für eine lange Kreuzfahrt, Air-BnB  Road Trips nutzt oder zum Überwintern in einem netten Hotel nutzen

Liebe Camping Starter, erfahrene „Hasen“, Städte, Gemeinden, Tourismusverbände, Vermieter, Hersteller…. Unternehmer! Wenn wir alle gemeinsam auch noch in 1, 3, 5, 8 oder 10 Jahren die große „Campingfreiheit“ leben und verkaufen möchten, dann brauchen wir neue Möglichkeiten und zwar DRINGEND…. auch abseits von einem Virus!

Wie gesagt, dieser Artikel darf gerne mit allen verantwortlichen oder unverantwortlichen Stellen geteilt werden. 

Bliebt gesund, eure

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EEEENDLICH! Neuigkeiten von der Versicherung nach dem Wohnmobil Brand

EEEENDLICH! Neuigkeiten von der Versicherung nach dem Wohnmobil Brand

Nach knapp 5 Monaten, zwei Gesprächen mit einem Anwalt, einem Widerspruch und ganz viel Hoffen und Bangen, gibt es endlich Nachrichten von der Versicherung nach dem Wohnmobil Brand, auf die ich so lange gewartet habe. 

Wohnmobil, Brandstiftung, Versicherung … das war geschehen: 

Anfang Oktober 2019 ist mein Wohnmobil, „die Omi“ und das gesamte Inventar (das Womo war reisefertig gepackt) durch eine Brandstiftung komplett verbrannt. 

Es folgte die Sicherstellung durch die Kripo Dortmund, nach der Sicherstellung kam der, von der HUK beauftragte, „freie Gutachter der DEKRA“, um sich den Schaden anzusehen. Nachdem der Gutachter seiner Arbeit nachkam und die Reste der Omi frei gestellt wurden, habe ich schnellstmöglich dafür gesorgt, dass die Ruine für viel Geld verschrottet wurde, denn jeder zusätzliche Tag Standzeit hätte mich eine extra Gebühr gekostet.  Den ganzen Artikel zu den ersten Sunden nach dem Brand findet ihr hier: Der Brand und die Spendenaktion – Unterstützung für IsasWomo

 

Versicherung nach dem Wohnmobil Brand

Die Omi auf dem Weg zur Sicherstellung

 

 

So weit, so gut… doch dann ging der Kampf mit der Versicherung nach dem Wohnmobil Brand erst richtig los.

Nachdem sich der Gutachter davon überzeugt hatte, dass von der Omi tatsächlich so gut wie gar nichts übrig gebliebene ist, haben wir noch miteinander telefoniert. Ich habe dem Gutachter berichtet welche Einbauten usw. verbaut waren und habe all dies durch Rechnungen und verschiedene Bilder belegt. 

Nach diesem Telefonat dauerte es nur wenige Tage, bis mich das Gutachten samt einer ersten Schadenregulierung erreichte.  Doch was ich dann las, ließ ein klein wenig Zorn in mir aufsteigen (genau genommen hatte ich innerhalb von Sekunden einen Puls von 300).

Leider MUSS es so gewesen sein, dass der Gutachter verstanden hat, all diese Einbauten hätte ich gerne oder vielleicht war die Verbindung EINERSEITS schwer gestört (ich konnte ihn sehr gut verstehen, aber man weiß ja nie 😉 ), denn ansonsten müsste ich diesem Mann vorwerfen, dass er bewusst ein gemindertes Gutachten erstellt hat. 

Dieses Gutachten war in ganz vielen Punkten schlicht falsch. So wurde z.B. aus der relativ neuen automatischen Sat-Anlage, eine alte manuelle, aus der ganz neuen Lithium Ionen Batterie wurde eine Blei Säure Batterie, die Duo Control wurde gar nicht angerechnet, aus zwei 100 Watt Solar Panels wurde plötzlich ein 80 Watt Panel usw. usw. usw. 

Da die HUK aber natürlich nach den Angaben des Gutachters den Schaden reguliert, kam eine Summe für das Fahrzeug und alle festen Einbauten zustande, die vorne und hinten nicht gepasst hat. 

Zumal meine Versicherung so ausgelegt ist, dass die HUK den WIEDERBESCHAFFUNGSWERT zahlen muss. Dies bedeutet, NORMALERWEISE müsste ich von der Versicherung so viel Geld erhalten, dass ich mir ein ähnliches Fahrzeug, mit ähnlichen festen Einbauten, kaufen könnte. 

Also habe ich kurz nachgedacht und war tatsächlich ganz kurz so gefrustet, dass ich dachte, schei… drauf, du wirst eh nie das bekommen was dir zusteht, der ganze Kampf wird sich nicht lohnen. 

Aber zum Glück kann ich mit ungerechten Entscheidungen ja ganz schlecht klar kommen! So dass ich mich am nächsten Tag an den Laptop gesetzt, einen Widerspruch getippt und der Versicherung 10 Screenshots von ähnlichen Reisemobil Verkaufsanzeigen geschickt habe.

NICHT MIT MIR!!!! 😉 

Tja und dann begann das laaaange Warten auf die Entscheidungen der Versicherung nach dem Wohnmobil Brand.

 

Aber das war natürlich noch nicht alles, denn wie gesagt, das Wohnmobil war reisefertig gepackt und über meine Hausratversicherung konnte ich damals auch das „lose Inventar“ in Teilen versichern. 

Es gab also insgesamt zwei Schadenfall-Nummern (einmal Fahrzeug und feste Einbauten über die Kasko und einmal das Inventar über die Hausratversicherung), beide Versicherungen liefen über die HUK. 

Da es schier unglaublich ist, was man bzw. ich in so einem reisefertigen Wohnmobil liegen hatte, bin ich in den Tagen nach dem Brand direkt persönlich zur HUK Niederlassung gelaufen, um dort zu erfragen, wie ich denn das gesamte verbrannte Inventar am besten angeben soll. 

Denn für die Versicherung ist nicht nur wichtig welche Gegenstände während des Brandes  im Wohnmobil lagen, ich musste zudem beweisen, dass ich all diese Dinge besessen habe.

Das geht sicherlich am besten über Rechnungsbelege, die ich allerdings in diesem massiven Umfang nicht aufbewahrt habe. Also benötigte ich zudem noch Bilder/ Urlaubsbilder, die belegen konnten, dass sich all diese Dinge typischerweise im Womo befunden haben. 

Bei der Menge an Produkten und Kleidung, war das natürlich auch eine Masse an Bildern und Rechnungen und ich war wirklich überfragt, wie ich all diese Daten an die HUK senden sollte. 

Nach dem persönlichen Gespräch mit der HUK stand fest, die Versicherung möchte so „papierlos“ wie eben möglich arbeiten, eine Cloud oder ähnliches gibt es allerdings leider nicht, darum sollte ich doch am besten eine ganz normale Exel Tabelle erstellen, dort eintragen welche Dinge verbrannt sind, wie hoch der Neupreis dieser Sachen war, wann ich sie gekauft habe und am besten noch einen Link zum Produkt aus dem Netz in die Tabelle eintragen.

Zudem sollte ich die passenden Rechnungen einscannen bzw. entsprechende Bilder aussuchen und dann alles zusammen in mehreren Mails an die HUK senden. 

 

Versicherung nach dem Wohnmobil Brand

Die Reste der Omi 4 Tage nach dem Brand

 

Alles klar, ich tat wie mir befohlen!

Ich sage euch, das war eine Arbeit zum verrückt werden!

Die großen Dinge wie Campingstühle, Tisch und Hundeanhänger… klar, die hat man schnell im Kopf, aber dieser gaaaaaanze „Kleinkram“, vom Auto Hunde Anschnaller bis zur Zuckerdose. 

Diese Tabelle war unglaublich viel Arbeit und an ganz, ganz viele Dinge konnte ich mich nur durch die vielen Reisefotos erinnern. Also bin ich sämtliche Fotos der letzten Jahre durchgegangen und habe geschaut, was auf den Bildern zu sehen ist, habe mir den Wert all dieser Sachen nach und nach aus dem Netz gesucht und in die Tabelle eingetragen. 

Zwischendurch rief die HUK an und machte mir Druck, wann die Tabelle denn endlich käme, aber gut… solche Sachen benötigen nunmal einige Tage Zeit. Zumal sich all diese Werte läppern und letztendlich geht es ja um MEIN Geld!

Nach fast 10 Tagen war ich soweit und konnte die Tabelle, sämtliche Bilder und Rechnungen per Mail versenden. Aber wie das nunmal so ist, wenn man so große Datensätze per E-Mail versenden möchte und es keine Cloud o.ä. gibt, dann ist die Größe einer einzigen E-Mail beschränkt. Es brauchte also 8 einzelne Mails, bis die Tabelle und sämtliche Bilder bei der HUK waren. 

Zum Glück bekam ich von jeder Mail eine Eingangsbestätigung, so dass ich mir sicher sein konnte, alle Daten haben die HUK erreicht….  von nun an hieß es abwarten. 

Ca. 10 Tage später, es war ein früher Freitag Nachmittag, klingelte mein Telefon und ich hatte eine Sachbearbeiterin der HUK am Hörer. Dieƒ gute Dame war STOCKSAUER und ließ ihren Frust bei mir ab, was zu einem sehr „intensiven Gespräches“ führte. 

Die Dame meinte es eine UNVERSCHÄMTHEIT eine solche Liste samt dieser Bilder zu versenden, ob mir eigentlich nicht klar wäre, dass irgendjemand all diese Dinge auch bearbeiten müsste?!Außerdem wäre sie nicht in der Lage die EXEL TABELLE zu lesen, ich solle ihr die Tabelle ausdrucken und nochmal per Post senden!

Ich habe mich schon eine Weile gefragt, wozu die Dame denn da eigentlich sitzt, was ihr Job ist und was so eine Sachbearbeiterin eigentlich macht, wenn gar eine ganze Wohnung oder ein Haus abbrennt???Zwei Dinge waren mir auf jeden Fall nach diesem Telefonat klar! Sämtliche Links zu den Produkten im Netz hätte ich mir sparen können, denn auf Papier funktionieren Links nur sehr, sehr selten! 🙁 Und ich konnte mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass diese Sachbearbeiterin meinen Fall nicht so schnell bearbeiten wird.  

Aber es half ja alles nichts…. 

Also habe ich die Tabelle nochmal ausgedruckt und per Einschreiben/Rückschein an die HUK gesendet. 

 

Versicherung nach dem Wohnmobil Brand

Solche gemakerten Bilder gingen zur Versicherung um zu beweisen welches Inventar im Womo lag. Allerdings zu 99% als ganz normale “Urlaubsbilder” , auf denen Tische, Stühle usw. zu sehen waren.

 

All diese Dinge rund um die Versicherung nach dem Wohnmobil Brand fanden im Oktober 2019 statt und von da an, tat sich NICHTS mehr! 

 

Anfang Dezember begann ich dann mal vorsichtig nachzuhaken. Erster Schritt… Callcenter! 

Da bekam ich aber immer nur die Antwort man könne sehen, dass der Vorgang noch offen ist, mehr könnte man mir aber nicht sagen, ich müsse mich noch etwas gedulden. 

Irgendwann im Dezember bekam ich einen Brief von der HUK. In dem stand  allerdings nur, dass sie mehr Zeit benötigen und ich doch bitte nicht weiter nachfragen solle. 🙂 Also wartete ich brav die Weihnachtsfeiertage, Neujahr und die CMT in Stuttgart ab, bis ich meine Möglichkeiten der Nachfrage „verschärfte“. 

Nach dem Callcenter und der E-Mail Anfrage, folgten Einschreiben 1 und 2. 

Doch es tat sich einfach GAR NICHTS!!! Also tatsächlich GAR NICHTS!!! 

Anfang Februar hatte ich den ersten Beratungstermin beim Anwalt, der insgesamt ganz schön niederschmetternd verlief. 

Die guten Nachrichten waren, mit dem Widerspruch und dem Einschreiben/ Rückschein zur Inventarliste, hatte ich erstmal alles richtig gemacht. Würde die Versicherung aber nicht einlenken was die Höhe der Erstattung betrifft, stünde ich vor einem großen Problem. 

Denn es ist zwar so, dass ich laut meiner Police den Wiederbeschaffungswert des Reisemobils und aller festen Einbauten bekommen müsste und wenn es darauf hinausläuft, dass ich gegen die HUK klage will, dann stünden meine Chancen grundsätzlich auch ganz gut, AAAAAAABER… ich müsste damit rechnen das so eine Klage, wenn alles ganz normal läuft, ca. 3-4 Jahre  dauert. 

 

3-4 JAHRE???

 

3-4 Jahre stellt mir kein Womo Hersteller dieser Welt ein Wohnmobil zu verfügung! Auch nicht das wunderbare Weinsberg Team, welches mir ja über diesen ganzen beschwerlichen Zeitraum mit dem Pepper eine rieeeeeesen Hilfe ist. 

Nach 3-4 Jahren ohne eigenes Reisemobil wäre der Blog und mein gesamtes Business so am Boden, dass ich auch direkt aufhören könnte! Ein Wohnmobilblog ohne Wohnmobilreisen, das funktioniert auf Dauer nunmal nicht! Aber wenn eine Klage 3-4 Jahre dauert, dann bedeutet das natürlich auch, in diesen 3-4 Jahren erhalte ich von der Versicherung keinerlei Erstattung. 

Noch während ich in der Kanzlei saß, wurde also klar… super, ich bin zwar im Recht, nur hilft mir all das gar nichts!!! (Und wenn ich bedenke wie das aktuell mit dem Corona Virus läuft, dann wären aus den 3-4 Jahren sehr wahrscheinlich noch mehr geworden) 

Also stand zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon fest, ich bin vollkommen von der nächsten Entscheidung der HUK abhängig. Wenn die Versicherung jetzt so gar nicht einlenken würde, dann gäbe es noch die Möglichkeit über einen Ombudsmann zu gehen. Diesen Weg haben der Anwalt und ich eingeplant, aber so sehr ich mich auch auf den Wiederbeschaffungswert versteifen wollte, eine echte Chance diesen Wert auch zu bekommen, gab es eigentlich schon zu diesem Moment nicht mehr!

Denn wie gesagt, die Jahre einer Klage konnte ich mir nicht erlauben!

Mit dem Anwalt vereinbarte ich weitere 14 Tage zu warten, bevor wir uns noch einmal besprechen wollten. Bis dahin sollte ich mir auch nochmal genau überlegen, welchen Weg ich einschlagen möchte und mit welcher Erstattungshöhe ich zumindest halbwegs leben könnte. 

 

In diesen 2 Wochen geschah mal wieder nichts… bis auf einige schlaflose Nächte meinerseits. 

 

Also fand der zweite Termin mit dem Anwalt statt, in dem ich nochmal bekräftigte, wenn nötig den Weg über einen Ombudsmann zu gehen, sollte das nächste „Angebot“ der Versicherung immer noch deutlich zu schlecht sein. 

Der Anwalt und ich beschlossen zudem, dass wir den Anwalt ein letztes Mal außen vor lassen. Ich sollte einen letzen Brief an die Versicherung schreiben nach dem Motto:

„Halli Hallo, ich bin’s nochmal! Ich gebe euch jetzt noch einmal die Chance das alles ohne Anwälte zu klären. Sollte ich innerhalb von 14 Tagen erneut keinerlei Antwort erhalten, werde ich meinen Anwalt mit der weiteren Betreuung beauftragen.“

Genau so habe ich es letztendlich auch gemacht und juhuuuuu… endlich wurde die HUK aktiv. 

Bereits wenige Tage später erreichte mich das erste Schreiben der Versicherung und ihr könnt euch nicht vorstellen, was mir für ein iiiiiiirsinniger Felsbrocken von der Seele gefallen ist. 

Wie schon geahnt, blieb die Versicherung natürlich deutlich unter dem Wiederbeschaffungswert bei der aktuellen Marktlage, aber zumindest ist es ein vierstelliger Betrag, mit dem ich halbwegs leben kann. 

Blieb also noch das Inventar und in diesem Fall konnte ich absolut nicht absehen, wie hoch letztendlich der Betrag seien würde, der mir erstattet wird. Die Versicherungsbedingungen sind für mich bei diesen Inventargeschichten so dermaßen undurchschaubar. Einige Dinge werden gar nicht erstattet, bei anderen kommt es auf das Alter an, vieles wird nur anteilig und bis zu einem maximal Wert übernommen und dann gibt es sogar den Fall, dass einiges nur dann erstattet wird, wenn es sich in einem bestimmten Umkreis Luftlinie zum Wohnort befindet. 

 

Versicherung nach dem Wohnmobil Brand

Die Omi nach der Brandstiftung

 

Lange Rede kurzer Sinn… 

 

Ich konnte zwar sagen, wie hoch der Neuwert der ganzen Dinge war, ich konnte allerdings überhaupt nicht absehen, in welcher Höhe die Versicherung erstatten würde. Geschätzt wäre zwischen 500 Euro und maximal 50% des Neuwertes alles möglich. 

Vor wenigen Tagen kam dann endlich die erlösende Nachricht, dass mir die HUK gut 25% des Neuwertes für das gesamte Inventar erstatten wird. 

 

Der Versicherungskampf nach dem Brand der Omi hat endlich ein Ende

 

Nach so vielen Wochen Wartezeit und diesem ständigen schlechten Gefühl, „da war doch noch was“, bin ich aktuell erstmal total erleichtert, dass dieses gaaaaaanze Spielchen ein Ende hat. 

Ich habe gelernt, Wiederbeschaffungswert klingt zwar super, aber selbst wenn man um sein Recht kämpfen möchte, ist es manchmal in „totaler Vollendung“ einfach nicht möglich.  

Insgesamt denke ich aber, ich kann zumindest halbwegs zufrieden sein. Wie gesagt, mit einem echten Wiederbeschaffungswert hat das alles überhaupt nichts zu tun, hätte ich allerdings den Widerspruch nicht eingelegt, wäre an ein neues gebrauchtes Womo überhaupt nicht zu denken. 

 

So ist der aktuelle Stand zumindest so: 

 

Durch eure wahnsinnig tolle Unterstützung ist eine „hammer“ Spendensumme zusammen gekommen, zusammen mit dem Geld der Versicherung und meinen wunden Fingerspitzen, weil ich so ungefähr jeden Auftrag angenommen habe, der mir  in den vergangenen Monaten „unter die Fittiche“ kam, ist eine Summe zusammen gekommen, mit der ich zumindest eine Chance auf ein kleines, gebrauchtes, halbwegs ordentliches Womo habe!

 

IsasWomo Camping Informationen Reisemobil

Tja, so ein Bild von der Omi wird es nicht mehr geben, das ist aber aktuell auch so ungefähr das Einzige was fest steht.

 

So und bevor ihr mich jetzt alle einzeln fragt was mit dem Pepper ist… 

 

Mein aktueller „Nutzungsvertrag“ mit Weinsberg läuft noch bis zum 27.4.20., dann müsste ich den Pepper wieder in Jandelsbrunn abliefern. 

Aktuell beschäftigt uns alle das Corona Thema sehr und natürlich gilt auch für Milla und mich, Pepper hin, Pepper her…. wir sitzen zuhause, meine Deutschland Tour habe ich unterbrochen und  der Pepper steht vor der Tür.  Wie das alles weiter läuft, wissen wir aktuell alle nicht. Aus diesem Grund weiß ich aktuell auch nicht, wie das mal „Corona technisch“ mit der Rückgabe laufen wird. Bedeutet also… rein „Corona & Pepper technisch” muss ich abwarten, wie sich die kommenden Wochen entwickeln. 

 

Ich weiß aber auch, wenn ihr mich fragt „wie es mit dem Pepper ausschaut“, dann meint ihr nicht das Corona Thema.

 

Eine sichere Antwort kann ich euch allerdings nicht geben, da sind aktuell noch ganz viele Fragen offen. Natürlich haben Milla und ich uns schon sehr an Mister Pepper gewöhnt, so dass es uns schwer fallen wird, ihn jetzt demnächst wieder abgeben zu müssen. Doch wie es weitere gehen wird, ist aktuell einfach ungewiss. 

Das einzige was mir diesbezüglich VIELLEICHT noch weiter helfen könnte ist „IsasWomo“!

 Ich habe natürlich immer noch die ganz kleine Hoffnung, dass es dem Weinsberg Team wichtig ist, dass ich als „IsasWomo“ auf lange Sicht mit einem Weinsberg Fahrzeug unterwegs bin und dieses Reisemobil unweigerlich auch auf dem Blog und allen weiteren Medien immer wieder stattfindet. 

Ich habe WIRKLICH keine Ahnung, ob diese Chance besteht und wir uns über diesen Plan irgendwie einigen können. Ob sie mir ein super duper Angebot machen können/ wollen, welches vielleicht irgendwie mit weiteren Jobs gekoppelt ist, welche dann sozusagen „in den Pepper“ eingerechnet werden, ich habe keine Ahnung ob diese Chance besteht. Das ganze wird also definitiv davon abhängig sein, wie groß das Interesse an IsasWomo seitens Weinsberg ist. 

Leider wissen wir alle aber auch, die Branche boomt (mal abgesehen von Corona) wie waaaaaahnsinnig und kein Hersteller ist aktuell so richtig auf Kooperationen angewiesen. Aus diesem Grund kommt zu dieser eh schon komplizierten Lage auch noch die Frage, wie sehr schaut Weinsberg aktuell in die Zukunft und wie viel Vertrauen stecken sie in mich und IsasWomo. 

Ihr seht… da gibt es aktuell noch soooooo viele Fragezeichen, ich war noch nie in einer solchen Situation und ich habe echt keine Ahnung. 

All diese Gedanken habe ich mir bisher aber auch nur „für mich“ gemacht, es gab diesbezüglich also noch kein Gespräch mit Weinsberg, nur ein „und dann schauen wir mal, wie es is dahin mit der Versicherung usw. läuft“. 

Das einzige was also fest steht ist… von den Versicherungen gibt es endlich ein Ergebnis, ich weiß, wie viel Kohle ich ungefähr zusammen bekommen werde und am 27.4 ist normalerweise Pepper Abgabe. HIER erfahrt ihr was ihr zur Vorbereitung auf den Fall der Fälle machen könnt. 

Wenn das alles mit dem Pepper nicht klappt und davon gehe ich aktuell aus, denn wie gesagt, bisher war eine dauerhafte Zusammenarbeit nie ein Thema, sondern Weinsberg ist mir in einer ganz miesen Situation, super schnell zur Hilfe geeilt. Dann werde ich mich natürlich auf die Suche nach einem „neuen, alten“ bzw. gebrauchten Womo auf machen. Aber selbst diesbezüglich ist für mich aktuelll sooooo vieles unklar, dass ich bis auf weiteres einfach abwarten muss, wie sich diese ganzen Weinsberg, Pepper, Corona, Reiseverbote usw. Themen entwickeln.

Tja ihr seht, Milla und mir stehen noch spannende Wochen bevor, mal ganz abgesehen vom Corona Virus, der aktuell ja leider unser aller Leben massiv bestimmt.. 

Leider befürchte ich auch, da Europa eben nicht China ist (worüber wir auch in ganz vielen Belangen sehr, sehr glücklich sein können), wird uns das Corona Virus länger das Leben sehr schwer machen, als die 2-3 Wochen die aktuell überall (außer beim DFB, der plant anscheinend schon deutlich länger) benannt werden.   

Hoffen wir, dass ich unrecht habe!!!

 

Weinsberg Pepper mit Hund

Milla und Mister Pepper… ein Superhelden Dream Team

 

Sobald es irgendwelche Neuigkeiten zum Thema Reisemobil gibt, erfahrt ihr es hier zu erst. 11 Tipps zum Thema Wohnmobil & Versicherung habe ich euch in einem extra Artikel notiert.

Bis dahin sage ich wie immer…. 

bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

Hat Dir der Artikel gefallen???

Dann würdest Du mir ein ganzes Stück weiterhelfen, wenn Du kurz auf das passende Sternchen klickst! DANKE

Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (186 votes, average: 4,69 out of 5)
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Mehr Informationen bekommst Du hier: 500 Camping Hacks, das erste IsasWomo Buch!

 

Liebe Camperin, lieber Road Trip Fan,

vielleicht hast Du es schon gelesen, durch Vandalismus und Brandstiftung ist meine Omi komplett ausgebrannt. Der Traum vom eigenen kleinen Wohnmobil hat sich wortwörtlich in Rauch aufgelöst!

 Durch meine Erkrankung und die daraus resultierende Frühberentung mir 24 Jahren, ist es mir schlichtweg nicht mehr möglich, als ganz normale Angestellte einen Beruf auszuüben. Das einzige was möglich ist, ist die Selbständigkeit als freiberufliche Bloggerin und Autorin. Das lief in den vergangenen Jahren ja auch ganz ok, allerdings fehlt mir jetzt erstmal das Reisemobil um Aufträge zu bearbeiten und Geld zu verdienen.

Wenn Du IsasWomo hilfreich findest, Milla und mich unterstützen möchtest und Dir wünschst, dass es hier weiter geht, dann hast Du jetzt die Möglichkeit für eine Omi 2.0 samt der kompletten Ausstattung zu spenden.

Bereits am Tag nach dem Brand wurde durch eine Leserin eine Spendenaktion für IsasWomo ins Leben gerufen. Wenn Du also aus freien Stücken spenden magst, dann hast Du hier über Paypal eine ganz einfache und sichere Möglichkeit:

Spenden per Paypal: https://paypal.me/

Dass ich jemals einen solchen Aufruf starten würde, hätte ich nicht glaubt und auch jetzt ist es noch so, dass ich schwer über meinen “stolzen Schatten” springen muss. Aber wie sagte mal jemand so schön: “Diesen Stolz muss man sich erlauben können und aktuell kann ich ihn mir nicht erlauben, denn jeder Euro hilft!”

Ich danke Dir sehr!❤️

Deine Isa!

Versicherung & Wohnmobil! 11 Tipps und Erfahrungen

Versicherung & Wohnmobil! 11 Tipps und Erfahrungen

Versicherung und Wohnmobil – ich habe in den letzten Monaten einiges erlebt und gebe euch 11 Tipps denn …Vorsicht ist definitiv besser als Nachsicht!

Wenn ihr IsasWomo regelmäßig verfolgt, dann wisst ihr bestimmt auch schon… so richtig Rund liefen einige Dinge in letzter Zeit nicht!

Mein eigenes Wohnmobil hatte mittlerweile drei Vandalismus Vorfälle, danach kam der super GAU Brandstiftung und nach der Brandstiftung war ich mit dem gestellten Pepper unterwegs und bekam nächtlichen Besuch (ein Diebstahl/ Überfall… wie auch immer) mitten auf dem Stellplatz in Stade.

All diese Situationen hatten sicherlich auch mit ganz viel Pech zu tun, bei zwei drei Dingen die in den letzten Jahren geschehen sind bin ich mir allerdings auch ziemlich sicher, die waren sehr persönlich und speziell an mich gerichtet. Egal… wie auch immer…. durch all diese Geschehnisse hatte ich natürlich auch immer mal wieder Kontakt zu verschiedenen Versicherungen, bzw. ich habe durch all diese Erlebnisse einiges dazu gelernt!

Diese Erfahrungen möchte ich heute gerne mit euch teilen.

Klar, man kann sie nie auf alles vorbereiten, dennoch gibt es einige Punkte, die euch im Fall der Fälle sicher weiter helfen werden. Ich bin allerdings KEINE Versicherungsfachfrau! Darum werde ich euch hier auch keine Versicherungsempfehlungen geben!!! Es geht um Maßnahmen die ihr für den Fall der Fälle schon bereits vorab erledigen könnt, bzw. Details auf die ihr unbedingt achten solltet!

 

Versicherung und Wohnmobil, 11 Tipps damit es euch besser ergeht als mir!

 

Campingplatz bei Verdun Frankreich

Reisen mit der Omi sind definitiv vorbei! Da ist es gut, wenn die Versicherungsdinge zumindest geklärt sind!

 

1.Versicherung und Wohnmobil – WERTGUTACHTEN!

 

Gerade wenn ihr Besitzer eines etwas älteren Wohnmobils, oder eines Wohnmobils mit vielen zusätzlichen Einbauten seid, dann kann es sich seeehr auszahlen, ein Wertgutachten erstellen zu lassen.

Kurz gesagt, bei einem Wertgutachten schaut sich ein TÜV/ DEKRA/ Gutachter das Fahrzeug ganz genau an und ermittelt den aktuellen Wert des Fahrzeugs. Wenn es euch dann so geht wie mir und euer sagen Womo wird abgebrannt oder gestohlen, könnt ihr euch auf dieses Wertgutachten beziehen.

Der rasen Vorteil an so einem selbst erstellten Wertgutachten ist, dass ihr das Fahrzeug drauf vorbereiten könnt! Bedeutet also, ihr macht euer Womo von oben bis unten, von hinten bis vorne und von innen bis außen WUNDERHÜBSCH!

So dass es sich wirklich im besten der besten Zustände befindet (das ist bei der ganzen Sache super wichtig!).

Sobald das Womo dann wunderschön glänzt, fahrt ihr zum Wertgutachten Termin und lasst den Gutachter seinen Job machen. Natürlich zeigt ihr dem Gutachter SÄMTLICHE zusätzlichen Einbauten und alles, was den Wert und den allgemeinen Zustand des Reisemobils anhebt. Denn danach stellt der Gutachter eben das Wertgutachten auf.  Ihr habt danach also ein Gutachten in der Hand, dass euch bestätigt, wie viel Wert euer Fahrzeug zu diesem Moment hat und wie gesagt, dank eurer intensiven Vorbereitungen ist der “Wert” natürlich deutlich höher, als wenn das Womo rostig, dreckig und versaut seit 4 Monaten draußen stand. 😉

Sollte euer Fahrzeug dann gestohlen werden, durch Vandalismus schwer beschädigt oder abbrennen wie in meinem Fall, könnt ihr euch auf dieses 1A Wertgutachten bzw. den darin fest gehaltenen Wert des Fahrzeuges berufen! Gerade bei älteren Reisemobilen kann euch so ein Wertgutachten den “Po retten”. Denn natürlich macht es einen riesen Unterschied, ob man ein Gutachten in der Hand hält von einem “Tipp Topp Womo” über z.B. 15.0000 Euro, oder ob ein Gutachter einfach so nach gut dünken, ein 24 Jahre altes Wohnmobil mit z.B. einem Wert von 5000 Euro beziffert. Nach dem Motto, wird ungefähr so hinkommen!

Leider ist so ein Wertgutachten bei einem Reisemobil nicht ganz günstig. Ihr müsst mit ca. 300-500 Euro rechnen, je nach Aufwand und Umfang. Aber… sollte das Womo dann “wodurch auch immer” weg sein, habt ihr den Besten aller Beweise zur Hand, wie hoch der Wert eures Womos war.  So ein Wertgutachten solltet ihr ca. alle 5 Jahre, oder nach umfangreichen Umbauten, erneut erstellen lassen.

In meinem Fall lief das mit dem Wertgutachten etwas anders. Durch die zwei heftigen Vandalismus Vorfälle, wurde bereits von der DEKRA ein Gutachten erstellt, was damals alles kaputt war, bzw. wurde damals schon ein Wert für die Omi festgehalten. Darum konnte ich durch dieses Gutachten nach dem Brand auch belegen, dass die Omi z.B. zwei große Solarpanels hatte usw. bzw. mich auch bei dem Widerspruch auf diese Gutachten berufen.

Nichts desto trotz wäre es DEUTLICH besser und einfacher gewesen (und vielleicht hätte ich letztendlich auch mehr Geld erhalten) hätte ich vorab irgendwann einmal ein richtiges Wertgutachten aufsetzten lassen, mit deiner Omi im top Zustand. Aber nochmal…vor dem Gutachter Termin müsst ihr das Fahrzeug wirklich TIPP TOPP aufbereiten, sämtliche kleinen Roststellen usw. entfernen, ihr wollt ja, dass ein möglichst hoher Wert festgehalten wird.

Allerdings aufgepasst… es gibt zu dem Thema noch einen ganz wichtigen Punkt zu bedenken!!!

Schaut in eure Versicherungsunterlagen wie hoch der Wert des Reisemobils beim Abschluss der Versicherung angegeben wurde! SOLLTE es so sein, dass ihr z.B. ein altes Womo für 10.0000 Euro gekauft habt, dann viel dran gemacht habt, ein Wertgutachten erstellt lassen habt und dann stellt sich raus, der Wert des Fahrzeugs liegt mittlerweile aber bei 18,000 Euro, dann solltet ihr diese Veränderung der Versicherung natürlich mitteilen, damit euer Versicherungsschutz auch den kompletten Wert des Fahrzeugs umfasst. (Manchmal wird die Versicherung dann allerdings etwas teurer)

Wertgutachten sind für ältere Fahrzeuge oder Fahrzeuge mit sehr umfangreichen Umbauten, echt super und können sich ENORM auszahlen!!!!

 

Tipp 2, Versicherung und Wohnmobil – Erstattung?

Schaut in eure Unterlagen und achtet unbedingt mal darauf, wonach sich die Erstattung richtet! 

In meinem Fall war der Brand durch die Teilkasko Versicherung abgedeckt, wäre es ein reiner Vandalismusschaden gewesen, wäre es die Vollkasko Versicherung gewesen. 

Wichtig war allerdings, dass mir die HUK laut meines Vertrages den WIEDERBESCHAFFUNGSWERT erstatten muss! Das ist so ungefähr das Beste, was euch passieren kann. Viele Versicherungen erstatten aber z.B. nur nach dem Zeitwert. 

Wiederbeschaffungswert bedeutet, die HUK müsste mir eigentlich so viel Geld erstatten, aber um das letztendlich durchsetzten zu können, hätte ich wohl klagen müssen, warum und wieso erfahrt ihr hier:EEEENDLICH! Neuigkeiten von der Versicherung nach dem Wohnmobil Brand  ), dass ich mir bei der aktuellen Marktlage ein ähnliches Reisemobil, mit ähnlichen festen Einbauten, kaufen kann. 

Wieviel ihr irgendwann für das Womo gezahlt habt ist dabei egal… es kommt nur auf das Gutachten an und auf die aktuelle Marktlage, damit ihr euch ein neues, identisches Womo kaufen könnt. In der Realität ist es dann meist doch etwas anders, wie gesagt mehr in dem Artikel oben, dennoch ist der Wiederbeschaffungswert als Erstattungsgrundlage eine gute “Ausgangslage”.

Erstattet eure Versicherung nach dem Zeitwert, ist das bei älteren Wohnmobilen ein echtes Problem. In dem Fall ist das Wertgutachten um so wichtiger!!!! Denn bei dem Zeitwert erhaltet ihr nur das Geld, welches so ein z.B. 24 Jahre altes, kleines, einfaches Womo an aktuellen Zeitwert hat und dieser Wert ist nach 24 Jahren relativ gering. Von dem bisschen Geld, könnt ihr einen Womo Ersatz absolut vergessen! 

 

3. Versicherung und Wohnmobil Tipps, die Inventar Versicherung!

Ganz viele Camper vergessen immer wieder, welche Werte sich in einem Reisemobil so befinden. 

Als Beispiel, als die Omi abgebrannt ist, musste ich für die HUK eine Inventarliste erstellen, samt dem Neupreis aller Dinge, Produkte, Kleidung usw. und ich kam insgesamt auf einen Wert von 9.700 Euro, OHNE dass auch nur ein Laptop, Tablet, Kamera oder, oder im Fahrzeug lag. Alle die Kleidung, Lattenrost, Matratze, Bettwäsche, Hundekörbchen, Zuckerdose, Stromkabel usw. die haben zusammen genommen einen enormen Wert. Und all diese losen Dinge, MÜSST IHR UNBEDINGT nochmal extra durch eine Inventarversicherung absichern!

Die normale Kasko Versicherung übernimmt nur die FEST EINGEBAUTEN Dinge, für alles was lose ist, braucht ihr eine Inventarversicherung. In meinem Fall habe ich die Inventarversicherung über eine Sonderoption meiner Hausratversicherung abschließen können. Das ist so bei vielen Versicherungsanbietern möglich. Allerdings…. es gibt auch spezielle Wohnmobil Inventarversicherungen die oftmals schlichtweg besser sind, bzw. bei denen sollte von Anfang an klar sein, was sich alles so in einem z.B. abgebrannten Reisemobil befindet.

Das große Problem an diesen Inventarversicherungen ist das Kleingedruckte und da solltet ihr euch unbedingt die Zeit nehmen (auch wenn es total doof ist) und euch diese Dinge mal ganz genau und in Ruhe durchlesen. Denn viele dieser Versicherungen haben einigeeeeee Haken!!!

Hier mal einige Beispiele, Details und Fragen, über die ich in den letzten Monaten gestolpert bin:  

Problem Technik! In vielen Inventarversicherungen gibt es von Anfang an einen Maximalwert für entwendete Technik. Wenn dieser z.B. bei  maximal 2500 Euro liegt, dann habt ihr schnell ein Problem. Denn ein Laptop, Kamera, Tablet kosten ganz schnell zusammen mehr als 2500 Euro, mehr Wert ist aber von Anfang an nicht versichert. 

Problem Reisedauer. Einige Inventarversicherungen versichern nur bis zu einer maximalen Reisedauer von z.B. 90 Tagen. Reist ihr länger, ist das Inventar nicht mehr versichert. 

Problem „Was ist überhaupt versichert?“ Einige dieser Versicherungen schließen bestimmte Dinge von vornherein aus, wie z.B. Brillen, Fahrräder, Lebensmittel. 

Problem „Entfernung zum Wohnort“, gerade wenn ihr euer Inventar über die normale Hausratversicherung abschließt, gibt es gerne mal die Bedingung, dass gewisse Sachen nur innerhalb eines bestimmten Radius zur Versicherten Wohnung versichert sind. In meinem Fall z.B. Brillen und Sonnenbrillen. Da das Womo während des Brandes nicht direkt bei mir vor der Tür stand, waren diese Dinge nicht versichert. 

Wenn ihr also eine Inventarversicherung abschließt, achtet auf das KLEINGEDRUCKTE!!!! SO NERVIG ES AUCH IST!!! Außerdem habe ich festgestellt, spezielle Womo Inventarversicherungen können sich auszahlen. (Z.B. RMV & KRAVAG) 

Bitte achtet unbedingt in diesem Zusammenhang auch auf den 5. Punkt in dieser Liste!!!!

 

Endlich nicht mehr frieren beim Camping im Herbst und Winter

Dank solcher Bilder konnte ich belegen, welches Inventar ich bessen habe.

 

4. Tipp Versicherung und Wohnmobil … BILDER!!!

Sobald euer Wohnmobil ausgebrannt, gestohlen oder, oder wurde, müsst ihr der Versicherung eine Inventarliste erstellen. Das bedeutet, ihr müsst zum einen komplett aufzählen was verschwunden ist, ihr müsst zudem aber auch „Beweise“ liefern, dass ihr diese Dinge typischerweise im Womo besessen habt. 

Dazu sind Rechnungen natürlich super, aber wir wissen alle… nach geraumer Zeit sind die vielen kleinen Quittungen „weg“ oder das Thermopapier ist nicht mehr lesbar. 

Darum sind Fotos/ Bilder soooooooo wichtig!!!!

Mein Tipp… sobald ihr euer Womo/Wowa komplett reisefertig gepackt habt, öffnet einmal ALLE Klappen und Schränke und fotografiert euer komplettes Inventar! Vom Badezimmer bis zur Kabeltrommel! Danach speichert ihr diese Bilder gut ab und „vergesst sie einfach“. Sollte dann irgendwann mal etwas passieren, könnt ihr die Bilder 1. super dazu nutzen um euch überhaupt an all die Kleinigkeiten zu erinnern und 2. habt ihr direkt einen Beweis für die Versicherung!

Das selbe gilt natürlich auch für alle festen Einbauten!!! OB Sat-Anlage, Solar, Batterien, Technik Gedöns, neues Radio oder Duo Control… fotografiert einmal ALLES und bewahrt die Bilder dann auch SICHER auf. Ich selber nutze für solche Sachen immer gerne Clouds und externe Festplatten, so fühle ich mich am besten abgesichert. 

FOTOS RETTEN EUCH GGF. DEN HINTERN!!!!

 

5.Tipp Versicherung und Wohnmobile … AUFGEPASST DIE ZEIT!!!!

Bei diesen Fotos gibt es allerdings manchmal einen Haken und das ist die Zeit! 

Teilweise gibt es bei den Inventarversicherungen ganz klare zeitliche Vorgaben. Das heißt z.B. sämtliches Inventar ist nur Versichert, wenn es sich MAXIMAL 6 Monate, 12 Monate, 24 Monate  im Fahrzeug befindet. Bei ganz vielen Versicherungen sind technische Dinge auch nur für einen sehr kurzen Zeitraum versichert. Liegt z.B. ein Laptop länger als 2 Tage „ungesichert“ im stehenden Womo vor der Tür, ist er manchmal nicht mehr versichert. 

In meinem speziellen Fall war es z.B. so, dass Dinge die sich länger als 12 Monate im Fahrzeug befunden haben, NICHT mehr versichert waren!!!!

VORSICHT, jetzt muss ich gut darauf achten, wie ich etwas beschreibe, denn natürlich möchte ich euch auf keinen Fall zum Versicherungsbetrug aufrufen!!!!

Solltet ihr also mal in eine solche Situation geraten und eine solche Inventarliste erstellen müssen, achtet genau darauf, wie lange sich welche Dinge im Fahrzeug befinden dürfen. 

Als kleine Hilfe, hier nochmal ein persönliches Beispiel, lest etwas zwischen den Zeilen!

In meinem Fall war es ja so, dass ich vergangenen Herbst und Winter erst mit dem Orange Camp Wohnmobil und dann mit dem Knaus Womo unterwegs war. Dementsprechend war NATÜRLICH ganz klar, dass ich die Omi tatsächlich fast komplett ausgeräumt habe, denn Tische, Stühle, Kabel, Klamotten usw. habe ich ALLE mit in die Test Womos genommen und somit lagen all diese Dinge erst wieder seit März in der Omi. Im März frisch eingeräumt, im Oktober war der Brand… somit waren all diese Dinge versichert. 

Da ihr ja vielleicht nicht in die Lage kommt Wohnmobile zu testen, sieht es bei euch wahrscheinlich etwas anders aus. 

ABER… bei uns Camper ist es ja z.B. AAAAAAABSOLUT ÜBLICH, dass man sämtliche Dinge vor dem Winter aus dem Womo räumt und erst zum Frühjahr frisch einräumt. GEHT UNS DOCH ALLEN SO (!!!) , ODER???? 😉 

Achtet also auf die zeitlichen Bedingungen, auch was die im Punkt 3 angesprochenen Fotos betrifft. Fotos die z.B. 7 Jahre alt sind und spezielles Inventar zeigt, dass eben auch so alt ist, hat natürlich einen deutlich geringeren Wert, als z.B. ein Bild von einem Campingstuhl der maximal 1,5 Jahre alt ist. 

Schaut also am besten zu, dass ihr diese Inventarbilder alle paar Monate/Jahre erneuert und auch den gesamten (neuen) „Hausstand“ fotografiert. Aus diesem Grund würde ich die angesprochenen Fotos auch auf keinen Fall vorab zur Wertermittlung der Versicherung einreichen. Speichert sie sauber und ordentlich bei euch ab, für den Fall der Fälle!

 

Tipp 6 Versicherung und Wohnmobil – Achtung Rechnung!

Keine Ahnung wie ihr das so handhabt? Ich habe es auf jeden Fall immer so gemacht, sobald ich beim z.B. TÜV war, in irgendeiner Werkstatt oder neue Einbauten angebracht habe, kamen alle diese Rechnungen und Bedienungsanleitungen in einen großen Ordner, bzw. in eine große rote Heftmappe.

So weit so gut! Dämlich ist es allerdings diese Mappe/ diesen Ordner im Womo aufzubewahren, denn natürlich sind all diese Dinge komplett verbrannt. 

Gut, jetzt konnte ich den Einbau der z.B. neuen Sat Anlage durch Fotos belegen oder habe einigen hohen Rechnungen “hinterher telefoniert”, deutlich einfacher wäre aber die original Rechnungen gewesen. 

Aus diesem Grund… bewahrt Rechnungen NICHT im Womo/ Wowa auf und die Bedienungsanleitungen grundsätzlich an einem anderen Ort. Sollte die Rechnung einer Werkstatt wichtig sein in Bezug auf eure Reisen, weil z.B. immer mal wieder das selbe Problem auftritt und ihr durch die Rechnung belegen könnt, was alles schon repariert wurde, dann macht Kopien oder Handy Bilder von der Rechnung, so hättet ihr sie unterwegs ja auch dabei. 

 

Tipp 7 Versicherung und Wohnmobil – spezielle „Ausstattung“ 

Solltet ihr mit einer besonderen Ausstattung unterwegs sein, ich meine z.B. E-Bikes, spezielle Kameras und Objektive, extra PKW, oder weitere besondere Technik ( teure Drohnen, teure Laptops oder, oder) dann schließt für diese Dinge eine zusätzliche Versicherung ab!!!

Mir ist keine Inventarversicherung bekannt, die eine solche spezielle Technik von Anfang an mit Versichert. Meistens gibt es Maximalwerte die deutlich unter dem Wert dieser Technik liegen. Alles was in irgendeiner Weise besonderen Wert hat, solltet ihr nochmal speziell absichern oder aber bei eurer Versicherung ganz genau nachhaken ob diese Dinge in dem und dem Wert versichert sind. Im besten Fall geben sie euch dies auch nochmal schriftlich (allerdings sträuben sich da einige Versicherungen gerne).

 

Versicherung nach dem Wohnmobil Brand

Die Omi auf dem Weg zur Sicherstellung

 

Tipp 8 Versicherung und Wohnmobil – die Sache mit der Verschrottung!

Schaut am besten mal in euren Unterlagen nach, wer für die Verschrottung der Womo Ruine zuständig ist, sobald sich herausstellt, dass das Fahrzeug nur noch zum verschrotten geeignet ist. 

In meinem Fall war ich bei der HUK trotz Vollkasko selber verantwortlich, das ist aber von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich!

Wenn ihr euch selber um die Verschrottung kümmern müsst, steht ihr ganz schnell vor einem großen Problem. Denn… sobald das Fahrzeug von der Kripo frei gestellt wurde, zahlt ihr für jeden Tag, an dem das Fahrzeug da weiter steht, eine ordentliche Gebühr. Die liegt bei 24 Stunden gerne mal zwischen 30 und 50 Euro. 

In den ersten Tagen nach einem solchen Brand kommt aber so viel auf euch zu, dass ihr das Fahrzeug auch schnell mal 10 Tage am liebsten stehen lassen würdet… zack… und wieder sind einige hundert Euro weg! Ihr müsst euch also schnellstmöglich darum kümmern, dass das Womo/ der Wowa zum Schrottplatz kommt und verschrottet wird. Wie ihr das organisiert… euer Problem!

Und leider ist es so…. dass ihr ganz schnell vor großen Problemen steht, denn die aller, aller, aaaaaaaller meisten Schrottplätze nehmen eine solche verbrannte/ geschrotete Ruine nicht an! Die Schrottplätze möchten die Ruinen ja zerlegen und die guten Sachen raus holen und weiter verkaufen. Dazu kommt noch, bevor so ein Fahrzeug verschrottet werden darf, müssen SÄMTLICHE Bestandteile sorgfältig auseinander genommen und sortiert werden. Plastik zu Plastik, Kabel zu Kabel, Öl zu Öl usw. usw. 

Nach einem heftigen Unfall oder gar Brand, ist aber alles so verbacken, dass dieses aussortieren in eine möööööööörder Arbeit ausartet. Darum nehmen die Schrottplätze diese Fahrzeuge meist nicht mehr an. 

Ich selbst habe es bei 5 Schrottplätzen versucht, der letzte lag bereits im Großraum Köln, KEINE CHANCE!!! 

Dazu kommt noch ein weiteres Problem. Dank des ADAC Plus würde die Ruine zwar aus der Sicherstellung geholt und zum Schrottplatz gebracht, aber 1. darf der Schrottplatz natürlich nicht weit weg liegen (ich denke Köln wäre von Dortmund aus schon seeehr schwierig geworden) und 2. transportiert der ADAC die Ruine nur, wenn sie vorab eine einwandfreie schriftliche Bestätigung haben, dass der Schrottplatz die Ruine auch wirklich annimmt, Einwandfrei bedeutet in diesem Fall, der Schrottplatz muss schriftlich bestätigen, dass sie wissen wie die Ruine aussieht und sie das zerstörte Womo dennoch zu 100% annehmen werden. 

Es ist also echt kompliziert einen Schrottplatz zu finden. Ihr benötigt aber einen Schrottplatz, weil nur die euch später einen „Verschrottungsnachweis“ geben, mit welchem ihr das Fahrzeug abmelden könnt. 

Und von diesen ganzen Problemen abgesehen, kostet der ganze Schei… auch noch richtig Kohle! Das Verschrotten der Omi Reste hat 900 Euro gekostet (für ein unter 6 Meter langes Wohnmobil.) Jeder weitere Meter hätte 150-200 Euro mehr gekostet.

Ich hatte letztendlich das Glück, dass die Firma, die in Dortmund für das ganze Abschleppthema der Polizei zuständig ist, sich letztendlich auch um die Verschrottung gekümmert hat. Diese Firma nimmt dann natürlich nochmal extra viel Kohle, aber ich war einfach nur noch froh überhaupt jemanden gefunden zu haben der die Omi Ruine verschrottet und mir diesen „Verschrottungsnachweis“ liefert.

Kümmert sich eure Versicherung um den ganzen Kram, ist das eine echte Hilfe!

 

Tipp 9 Wohnmobil und Versicherung, GPS!

Bei diesem Tipp geht es natürlich weniger um Versicherungsbedingungen, sondern vor allem um einen allgemeinen Schutz. Es werden so viele Wohnmobile und Wohnwagen gestohlen, das ist schon echt krass! 

Aus diesem Grund bin ich ein großer Freund von GPS Sendern. Klar, es gibt Möglichkeiten diese außer Gefecht zu setzten. Dennoch ist es in vielen Fällen so, dass solche Locker nicht genutzt werden, bzw. diese irgendwann ausgeschaltet werden.  

In der Omi hatte ich bereits einen GPS Sender, dieser war allerdings nicht fest verbaut und so gab es immer mal wieder Probleme wegen des Akkus. Mittlerweile bin ich ein Riesen Fan von den Velocate GPS Sendern. Diese werden zum einen unsichtbar fest verbaut ( bei neuen Knaus und Tabbert Fahrzeugen/ Wohnwagen werden sie bereits verbaut, müssen aber noch registriert werden!!!!) 

Außerdem haben die Velocate GPS Sender für mich noch einen weiteren rieeeeeesen Vorteil. Velocate kümmert sich um alles weitere mit Versicherung, Polizei oder anderen Möglichkeiten die Diebe zu stellen. Darum wurden allein dieses Jahr auch schon einige Campingfahrzeuge die mit Velocate gesichert wurden wieder zurück gebracht. 

Denn ich sage mal so… die deutsche Polizei zum reagieren aufzufordern ist noch relativ einfach. Sobald man aber verfolgt, dass sich das Fahrzeug in Belgien, Frankreich oder UK befindet, wird es richtig schwierig. Da ist es natürlich super, wenn die Velocate Leute direkt reagieren und sich um die „Fahndung“ und Sicherstellung kümmert, zumal die Sender eben fest „unsichtbar“ eingebaut werden. Der ganze Service ist nicht so günstig wie ein einfacher GPS Sender von Amazon. Sobald ich aber ein neues Womo habe, ist mir dieses GPS System die 300 Euro Wert. Mehr Infos findet ihr auf Velocate GPS.

 

Tipp 10 Wohnmobil und Versicherung,  Kreditkarte!

Ein Tipp der eher auf die Diebstahl/ Überfall Aktion bezieht. 

Ich habe jetzt 3,5 Wochen erlebt, wie es ist, wenn man in Deutschland und der Welt ohne EC Karte oder Kreditkarte leben muss. Nach dem Diebstahl habe ich ja alle Karten direkt sperren lassen und könnt sie auch nicht mehr frei schalten lassen, nachdem Handtasche und Portmonee gefunden wurden. 

Auch wenn wir nicht Skandinavien sind, ohne eine Karte ist man ECHT aufgeschmissen! Zumal es auch so ist, wenn man die Kreditkarte sperrt, kann eben darüber auch gar nichts mehr abgebucht werden. 

Bei den EC Karten ist es ja etwas anders, nur weil die EC Karte gesperrt ist, laufen Überweisungen und Daueraufträge aber weiter. Beruflich benötige ich aber 2-3 Programme die man monatlich nur mit Kreditkarte bezahlen kann, bzw. die monatlich über Kreditkarte automatisch abbuchen und das funktioniert nicht. 

Ebenso kommt man als Sparkassen Kunde nicht einfach so irgendwo an Bargeld. Die unterschiedlichen Sparkassen arbeiten sozusagen NICHT zusammen und ich als Kundin der Sparkasse Dortmund, komme auch nur in Dortmund relativ einfach an Bargeld ran (wenn die Sparkasse nicht gerade sämtliche Filialen wegen Corona schließt, von dem Moment an ging also GAR NICHTS mehr!) 

Einzige Möglichkeit… ich habe irgendwelchen bekannten Geld überwiesen und diese Leute gebeten das Geld für mich am Automaten abzuholen. Auf Dauer eine echt blöde Sache!

Darum kann ich euch nur den Tipp geben (gerade wenn ihr alleine unterwegs seid, denn Portmonees können immer und überall geklaut werden) besorgt euch eine prepaid Kreditkarte. Am aller besten sind solche Karten, die man innerhalb von wenigen Minuten z.B. per Handy mal eben aufladen kann.  Sobald ich mir selber einen genauen Überblick verschafft habe, trage ich euch meine Empfehlung hier ein. 

Diese Karte versteckt ihr iiiiiiirgendwo zuhause bzw. im Womo und habt so zumindest noch eine Karte für den Fall der Fälle an Bord. 

KOMPLETT OHNE KARTE…. IST MAN HEUTE AUFGESCHMISSEN!

 

Tipp 11 Versicherung und Wohnmobil… DURCHHALTEN!!!!

Bis vor einigen Wochen hätte ich noch Stein und Bein darauf geschworen, dass Versicherungen gar kein Interesse haben, ihre Versicherungsnehmer unter Druck zu setzten oder irgendwelche beschauerten Spielchen zu spielen. 

Diese Meinung MUSS ich deutlich revidieren!!!

In meinem Fall hat es genau 2,5 Tage gedauert, bis die HUK das erstanal Druck aufgebaut hat. Aber der Gutachter MUSS schnellstmöglich zum Fahrzeug, sonst bekommen Sie gar nichts! Da war das Womo aber noch in der Sicherstellung der Kripo!!! Danach dauerte es nochmal genau 4 Tage, bis sich die HUK wieder bei mir gemeldet hat, wann denn nun endlich die Inventarliste käme!  Dann kam das Gutachten und die erste Erstattung der HUK, das Gutachten war eine reine FRECHHEIT und da werfe ich dem Gutachter zum Teil auch bewusste Falschangaben vor. Die ganze Geschichte könnt ihr hier nochmal nachlesen: EEEENDLICH! Neuigkeiten von der Versicherung nach dem Wohnmobil Brand 

Und die erste Erstattung… 5600 Euro für den WIEDERBESCHAFFUNGSWERT (also für ein neues Wohnmobil mit den selben festen Einbauten wie die Omi)  war ebenfalls eine FRECHHEIT!

Also musste ich Widerspruch einlegen. Es dauerte genau 10 Tage, da rief mich eine Sachbearbeiterin der HUK an und machte mich am Telefon fertig, wie ich es selten erlebt habe!  Ihrer Meinung nach wäre es eine Frechheit, eine so umfangreiche Inventarliste einzureichen, ob mir nicht klar wäre, dass diese Liste auch bearbeitet werden muss!?!

Tja und danach kam die Taktik, jetzt melden wir uns MONATELANG gar nicht mehr, ob sie das Geld braucht oder nicht… uns doch egal, sie hatte die 5600 Euro ja annehmen können

All in all hat die gesamte Erstattung 5,5 Monate gedauert und könnte ich es mit leisten, hätte ich auch noch die 3-4 Jahre für ein Klageverfahren genutzt… diese Zeit kann ich mir aber einfach nicht leisten, darum bin ich jetzt mit der letztendlichen Erstattung zufrieden geben.

Immerhin hat sich der Widerspruch gelohnt! 

Was will ich euch damit sagen, ihr müsst echt einen langen Atem haben, nehmt euch die Zeit die ihr benötigt um  so eine Inventarliste in ruhe und UMFASSEND zu erstellen (hat bei mir 10 Tage gedauert), sendet alles was wichtig ist per Einschreiben mit RÜCKSCHEIN zur Versicherung (nur das ist wirklich Gerichtsverwertbar)  und lasst euch von den Spielchen der Versicherung nicht klein kriegen. Bleibt da standhaft und kämpft für euer Recht, zur Not eben auch samt Anwalt. 

 

Ebeltoft an der dänischen Ostseeküste, ein besonders schöner Road Trip Spot

Die “Omi” in Dänemark 🙁 … aber jetzt ist es Zeit nach vorne zu schauen und sich auf die tollen Touren mit einem anderen Womo zu freuen.

 

11 Tipps zum Thema Versicherung und Wohnmobil!

 

Ich hoffe ich konnte euch durch meine Erfahrungen ein paar ganz praktische Tipps liefern. Ich glaube es gibt Nutr wenige Menschen, denen diese Versicherungsthemen wirklich Spaß machen, aber ich kann euch nur sagen… KÜMMERT EUCH VORAB!!!

Aktuell werden so viele Reisemobile und Caravans aufgebrochen, gestohlen, durch Vandalismus beschädigt oder eben angezündet, ihr ärgert euch „kaputt“ wenn zu dem ganzen Mist auch noch der Versicherungsschutz nicht stimmt, einfach nur weil ihr dachtet… passt schon!

Ein Gutes hat dieses ganze Thema immerhin… man muss sich zu den allermeisten Punkten nur einmal für einen langen Zeitraum kümmern und dann ist es aber auch gut. 

Also… kümmert euch und nehmt das Versicherung und Wohnmobil Thema ernst! 

Bleibt gesund, eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

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Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (114 votes, average: 4,77 out of 5)
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