page contents
Fazit – Meine Tour im OrangeCamp Wohnmobil – Wie hat sich das Womo gemacht? Teil 6

Fazit – Meine Tour im OrangeCamp Wohnmobil – Wie hat sich das Womo gemacht? Teil 6

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil durch den Herbst, der 6. und letzte Teil meiner Testfahrt zwischen Norditalien und der deutschen Ostseeküste. Nachdem ich euch jetzt so lange mit “on Tour” genommen habe, wird es heute Zeit für mein großes Fazit.

Leider geht auch die schönst Zeit irgendwann einmal zu Ende.

Bei mir ist dieser Zeitpunkt letzten Dienstag gekommen denn da hieß es, zurück nach Braunschweig, meine Testreise mit dem OrangeCamp Wohnmobil ging ihrem Ende zu. Aber bevor ich ein Womo Fazit ziehe, verrate ich euch natürlich auch noch schnell, wie die letzten Tage on Tour verliefen.

 

Das Ende meiner Herbsttour im OrangeCamp Wohnmobil

 

Wenn euch diese Zeilen allerdings weniger Interessieren, könnt ihr hier auch direkt zum Wohnmobil #Fazit “vorspulen”.

Wismar mit dem Womo

Wismar mit dem Wohnmobil

Wismar ist ein hübscher Orte, ich hatte mir allerdings mehr versprochen

Im 5. Teil schrieb ich euch gerade aus Wismar, wo ich auf dem sehr netten Wohnmobilhafen Westhafen (Schiffbauerdamm 12, 23966 Wismar) stand. Zu dem Stellplatz kann ich nur sagen, alles top… Stellplatz mit allem drum und dran, Toiletten, Duschen, City nah, Supermarkt um die Ecke und das ganze für 10 Euro pro Tag. Sehr, sehr fair.

Der Stellplatz an sich ist allerdings ein bisschen verwinkelt. Es gibt noch zwei Bereiche, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht.

Da der Stellplatz selbst jetzt mitte/ ende Oktober sehr gut besucht war, lohnt es sich auf jeden Fall genauer hinzusehen. Nur weil das große “Hauptfeld” direkt am Eingang belegt ist, muss es nicht heißen, dass der gesamte Stellplatz wirklich voll ist. Vom “Stellplatz Rund” gehen zwei Wege ab (einmal zur Dusche und einmal genau auf der gegenüberliegenden Platz Seite) die noch zu weiteren Parzellen führen.

Bei der Stadt Wismar selbst, bin ich ein bisschen hin und her gerissen, oder ich sage es besser anders, Wismar ist insgesamt relativ klein. Lasst euch also nicht von dem Namen oder der TV Serie “SOKO Wismar”  auf falsche Vorstellungen bringen… die Innenstadt ist nett, aber insgesamt relativ klein.

Durch Zufall habe ich in Wismar noch eine andere alleinreisende Frau getroffen, mit der ich aber bereits über Facebook vor einigen Wochen Kontakt hatte. Tja und was tun zwei alleinreisende Mädels an einem sonnigen Samstagvormittag… sie gehen bummeln und Kaffee trinken:-) Nachdem wir dann allerdings am frühen Nachmittag wieder zurück zum Stellplatz kamen, hat mein Trottelchen Gen mal wieder voll zugeschlagen.

Isa sagt Hallöchen!

Zurück am Womo sah ich, dass das Womo mittlerweile nicht mehr am Strom hing. Also habe ich schnell nach zwei 1 Euro Münzen gekramt, bin raus aus dem Womo und ab zur Stromsäule.

Geld eingeworfen, umdrehen und schnellen Schrittes zurück zum Womo, denn draußen wurde es mittlerweile ganz schön frisch. Während ich noch rechnete und rechnete wie lange der Strom laufen müsste und ob ich über Nacht wohl noch den Laptop laden konnte… ein Euro = 8 Stunden, zwei Euro 16 Stunden, 15:30 Uhr plus 16 Stunden sind….bin ich also zurück zum Womo gelaufen, reiße mit Schwung die Tür auf und zu meiner Verwunderung saßen da doch glatt zwei Personen.

HÄÄÄÄÄÄÄ????

Was machen die Leute in meinem Womo und warum habe ich Milla nicht bellen gehört? Milla, wo ist Milla und warum sieht das hier so anders aus…Es hat wirklich bestimmt so 2-3 Sekunden gedauert in denen mich die Leute anschauen wie vom Blitz getroffen, ich sie sicherlich aber nicht dämlicher anschaute, mir 30 Fragen im Kopf herum schwirrten und ich dann endlich festgestellt habe

Ich bin mal eben locker flockig in das Womo meiner Nachbarn gestürmt 🙂

Wobei ich zu meiner Verteidigung sagen muss, die hatten auch eine teilintegriertes Wohnmobil zwar nicht von OrangeCamp aber insgesamt sehr, sehr ähnlich und ich war soooo in Gedanken… naja… kann ja mal passieren 🙂

Ich wäre zwar am liebsten direkt im Erdboden versunken und die Frau fand das alles gar nicht so witzig wie ihr mann und ich (ich habe mich gar nicht mehr vor lachen einbekommen und konnte nicht mehr hervorbringen als ein grölendes “Tut mir total leid”) habe schnell die Tür geschlossen und bin zurück in mein Womo gestiefelt.

Puhhhhhh….. typisch ich!!!!

Noch flott nach Travemünde

Nach einem schönen Wochenende in Wismar bin ich Sonntag Nachmittag noch weiter in Richtung  Travemünde gefahren. Diesen Tipp hatte mir jemand über Facebook gegeben. Da mir aber insgesamt langsam die Zeit weg lief, konnte ich also nur noch eine Nacht in Travemünde verbringen und leider hat es den gesamten Tag über immer wieder geregnet, so dass ich nur sehr wenig von Travemünde selbst gesehen habe.

Abends bin ich aber wenigstens nochmal kurz in Richtung Hafen marschiert und ich kann euch zumindest sagen, der Hafen ist wunderschön und gerade in den Abendstunden toll beleuchtet.

Hafen Travemünde mit dem Wohnmobil

Travemünde… leider habe ich viel zu wenig von Travemünde gesehen, aber der Hafen ist toll.

 

Montag Mittag habe ich Travemünde schon wieder verlassen müssen, es war also wirklich nur ein kurzer Abstecher, um dann in Richtung Braunschweig zu düsen.

Die letzte Nacht im OrangeCamp in Braunschweig

Diese letzte Nacht in “meinem” OrangeCamp Wohnmobil habe ich direkt auf dem Stellplatz in Braunschweig verbracht und da muss ich doch sagen… DANKE liebe Stadt Braunschweig für soooo einen netten KOSTENLOSEN Stellplatz.

Ja klar, wenn es hier voll wird, steht man auch mal Womo an Womo aber… es ist ein KOSTENLOSER Stellplatz, mit Stromsäulen (die man dann aber einzeln bezahlen muss), es gibt eine ordentliche Ver- und Entsorgung, der Stellplatz liegt direkt vor einem kleinen Park durch welchen man in ca. 15 Minuten die Braunschweiger City erreicht.

Stellplatz Braunschweig

Der Stellplatz in Braunschweig ist für einen kostenlosen Stellplatz echt klasse!

So ein kostenloses Angebot gibt es leider nur noch sehr selten… HUT AB!!! “Zum Glück” ist an diesem besagten Montag in Deutschland der Herbst so RICHTIG eingetroffen, was für mich bedeutet hat… es hat gestürmt, geregnet, gehagelt und draußen war so richtig ungemütlich… WIE HERRLICH!!! Was liebe ich dieses Wetter an einem Womo Abend.

So habe ich die letzten Stunden im OrangeCamp Wohnmobil noch einmal richtig genossen, ich war nochmal in aller Ruhe duschen, habe zusammengepackt, geputzt und die allerletzte Nacht für euch nochmal im Hubbett verbracht, so dass ich mir auch davon einen Eindruck verschaffen konnte

Tja und am nächsten Morgen, nach einer letzten sehr, sehr ordentlichen Entsorgung und einmal “volltanken bitte” hieß es…

auf in die Daimler Straße, es wurde Zeit sich zu trennen. 🙁

Genau wie schon bei der Abholung des Womos, wurde ich von dem gesamten Orange Team sehr, sehr nett empfangen, wir haben noch ein gemeinsames Käffchen getrunken, einige Details besprochen und nachdem ich irgendwann auch endlich meine ganzen Klamotten und Millachen im Polo hatte, hieß es… Auf Wiedersehen du schöner Flitzer.

 

 

Mein Fazit nach 6 Wochen 690T OrangeCamp Wohnmobil

 

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil auf Test Reise

Leider geht auch die schönste Tour mal zu ende. Kurze Pause auf dem Rasthof

 

Also, ich glaube wer meine Artikel aus den vergangenen Wochen verfolgt hat weiß bereits, dass mein Fazit positiv ausfallen wird.

Dabei kann ich euch mit reinstem Gewissen sagen, ich habe das Womo wirklich genau unter die Lupe genommen und war zu Beginn meiner Reise selber sehr, sehr skeptisch denn um es mal deutlich zu sagen… gerade durch die verschiedenen Facebook Gruppen hatte ich immer den Eindruck, ja es gibt zwar Wohnmobile von OrangeCamp, allerdings muss man bei diesen Fahrzeugen auch ganz deutliche Abstriche machen.

Egal ob OrangeCamp, Glücksmobil oder, oder, oder… ich habe immer gedacht (und gelesen) das sind die absolut “günstigsten” und leider auch “qualitativ schlechtesten” Wohnmobile auf dem Markt.

Ich hatte immer den Eindruck… OrangeCamp Wohnmobil – kann man machen, muss man aber nicht.

Bevor ich jetzt zu den ganzen Details komme möchte ich schon vorwegnehmen, dass sich diese Einschätzung nach meinem Test nicht bestätigt hat!

Ja es gibt Punkte die mir aufgefallen sind, aber wenn man so ein Wohnmobil so lange testet, dann fallen einem eben auch Kleinigkeiten auf. Solche Punkte hängen zum einen auch von dem eigenen “Geschmack” ab und zudem bin ich davon überzeugt, ich könnte jedes vom Band gelaufene Womo dieser Welt testen und es gäbe Punkte die mir auffallen würden. DAS Womo wo wirklich alles, alles, alles stimmt, wird es vom Band niemals geben.

Auf jeden Fall kann ich bereits jetzt sagen, dass sich dieses Gerücht von schlechter Qualität SO GAR NICHT bestätigt hat! NULL KOMMA NULL!!!

Aber gut… kommen wir zu meinem OrangeCamp Wohnmobil Fazit, welches ich gerne in verschiedene “Bereiche” einteilen würde.

  • Fahrerraum
  • Sitzbereich
  • Küche
  • Bad
  • Schlafen
  • Womo von außen

 

Der Fahrerraum im OrangeCamp Wohnmobil

 

Bei dem OrangeCamp 690T handelt es sich ja ausnahmsweise mal nicht um einen Fiat Ducato, sondern um einen Peugeot und rein vom Fahrverhalten usw. fuhr sich der Wagen einfach klasse. Ich hatte viel eher das Gefühl mit einem Auto unterwegs zu sein, als mit einem langen, schweren Womo.

Auch die 156 PS haben sich schlichtweg super gemacht, denn egal ob 5. oder 6. Gang 130, 140, 150 km/h waren gar kein Problem.

Ich konnte den Fahrersitzt auch mit einer Körpergröße von 1,82m bequem einstellen, ich saß super gut in dem Sitzt und so waren auch längere Strecken erstaunlicherweise überhaupt kein Problem. Denn egal ob in meiner Omi oder im Polo, normalerweise bekomme ich immer spätestens nach 200-300 Kilometern Rückenschmerzen oder Probleme mit den Knien, aber im OrangeCamp saß ich so hoch und so bequem, dass ich lange Zeit ohne Schmerzen durchhielt.

Fahrerraum OrangeCamp Wohnmobil

Der Fahrerraum vom OrangeCamp. Ich hatte eine super Übersicht und konnte auch lange bequem fahren.

Ähnliches gilt für das ansonsten bekannte Rumpeln und Rattern im Wohnmobil während der Fahrt. Ich weiß selber, das klingt vielleicht total unglaubwürdig, aber diese Geräusche gab es einfach nicht! Egal ob Duschtüren, Badezimmertür oder Fliegengitter, selbst auf Kopfsteinpflaster hat  da hinten nichts gerappelt oder gescheppert. Gut, an dem schlecht weg geräumten Geschirr, bin ich ja selber schuld!

Vielleicht habt ihr es ja zwischendurch gelesen, auf dem Weg von Dresden nach Potsdam hatte ich 3 Tramperinnen mit an Bord und obwohl ich auch während dieser Fahrt gut 140 km/h gefahren bin, konnten wir uns im Womo noch locker unterhalten.

Zum Thema Rappeln und Scheppern kann ich nur sagen, beide Daumen hoch!!!

Dank der Tramperinnen konnte ich auch gleich testen, wie “wackelig” es hinten während der Fahrt so ist.

Ich kenne einige Personen die sagen, es gibt nichts schlimmeres als während der Fahrt hinten in einem Womo zu sitzen und es gibt sicherlich viele Eltern, die Übelkeit bei ihren Kindern als Problem empfinden. Je nach Modell schwankt so ein Womo während der Fahrt leider so sehr, dass den Mitfahrern bereit nach den ersten 100 Metern schlecht wird.

Seekrank on the Road

Dieses “Problem” habe ich bei den Mädels vor Fahrtantritt direkt angesprochen. Wenn ihnen während der Fahrt schlecht werden sollte, kein Problem, sie sollen nur bitte bescheid sagen, dann legen wir eben eine kleine Pause ein. Zudem hätte ich auch noch Reisekaugummis dabei… für den Fall der Fälle, denn mir selbst wird ja grundsätzlich als Beifahrer schlecht. Aber beide Mädels die hinten saßen hatten keinerlei Schwierigkeiten, ihnen wurde nicht schlecht und das obwohl sie während der fahrt sogar auf dem Tisch mit einer Strassenkarte beschäftigt waren. Sie haben also nicht mal die gesamte Zeit über strikt nach vorne geschaut.

Diese Erfahrung bestätigte nochmal meinen Eindruck, dass das gesamte Womo einfach sehr gut ausgelastet ist und wenig schwankt. Was sicherlich aber auch an dem nicht soooo langen Überhang hinten liegt und daran, dass die Wassertanks direkt über der Achse liegen.

Ähnlich positives gilt auch für die länge von 7,02 Meter.

Dank der eingebauten Rückfahrkamera, welche sich im gleichen Monitor wie das Radio und das Navi befindet, hatte ich nie größere Probleme mit dem Womo zu rangieren.

Ich hatte insgesamt eine sehr, sehr gute Übersicht über das gesamte Wohnmobil.

Egal ob nach vorne, hinten oder zu den Seiten hin, ich kam schnell so gut mit dem längeren Womo klar, dass ich selbst auf dem City Parkplatz in Potsdam keine größeren Probleme beim Einparken bekam. Ohne Rückfahrkamera würde ich das Fahrzeug allerdings nicht unbedingt rangieren wollen, diese Kamera ist goldwert, gerade für mich als Alleinreisende.

Trotzdem gibt es aber zwei KLEINE Punkte aus dem Themenbereich “Fahrerraum” , die ich etwas zu bemängeln habe. Dabei handelt es sich einmal um das Thema AdBlue und einmal um die Geschwindigkeit.

Ja ihr lest richtig…ich habe Geschwindigkeit geschrieben 🙂 Wobei ich in dem Fall ganz klar sagen muss, das ist natürlich KEIN negativer Punkt am Fahrzeug selbst, sondern ein Punkt, bei dem ich einfach zur Vorsicht aufrufen möchte.

Ich konnte in den vergangenen Wochen immer wieder feststellen, dass andere Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn einfach nicht damit rechnen, dass von hinten ein Womo mit 150 km/h angedüst kommt. Mehr als einmal musste ich ziemlich in die Eisen gehen, weil irgendein PKW vor mir nochmal eben auf die Nachbarspur zog und gar nicht gecheckt hat, wie schnell ich eigentlich war.

Also wie gesagt… hierbei handelt es sich definitiv nicht um einen “negativer Punkt” am Fahrzeug selbst, oder gar an OrangeCamp! Wer so schnell mit einem Womo fährt, sollte nur unbedingt weit vorausschauend fahren.

Bei dem AdBlue Punkt ist es allerdings etwas anders, wobei auch dies sicherlich eher ein Kritikpunkt an Peugeot ist und im Grunde nicht gegen das OrangeCamp Wohnmobil spricht.

Da dieses neue Wohnmobil natürlich auch auf Diesel fährt, musste ich aufgrund dieser ganzen Schadstoffdisskussion zum normalen Diesel auch AdBlue tanken. Leider gibt es aber in dem Fahrzeug KEINE Anzeige, wie lange das getankte AdBlue noch ausreicht.

Irgendwann schaltet sich einfach eine Kontrolllampe an, bzw. im Fahrerdisplay wird angezeigt, dass man wieder AdBlue nachtanken muss, wann dieser Moment aber komm weiß kein Mensch.

Von diesem Moment an hat man zwar immer noch viel Zeit, man kann auch immer noch gut 800 km fahren und selbst danach geht der Motor nicht direkt kaputt, es fehlt ihm nur an Leistung. Man hat also eigentlich genügend Zeit eine passende Tankstelle zu finden.

Nichts desto trotz wäre es meiner Meinung nach deutlich angenehmer, wenn man vorher weiß, wann man wieder AdBlue nachtanken muss.

Dabei ist es aber so, dass dieses AdBlue deutlich, deutlich länger hält, als der normal getankte Diesel. Ich bin in den vergangenen 6 Wochen insgesamt etwas mehr als 3000 Kilometer gefahren und musste nur ein einziges Mal, direkt zu Beginn meiner Tour auf dem Weg nach Passau, AdBlue tanken. Da war es aber ausgerechnet so, dass ich es im Grunde eh schon eilig hatte und ich geraaaade von der Tankstelle wieder auf die Autobahn aufgefahren bin, als plötzlich die AdBlue Lampe an ging. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich natürlich direkt beim normalen Tanken auch den AdBlue Tank voll gemacht.

Bis zu dieser Tour habe ich mich noch nie darum gekümmert, ob man mittlerweile eigentlich an jeder Tankstelle AdBlue bekomme, ob man dieses Zeug nur an den großen Tankstellen bekommt und wie man dieses Flüssigkeit genau tanken muss. Das war für mich also alles ganz neu und da ich nicht wusste, wo ich dieses AdBlue überall bekomme, bin ich also vorsichtshalber direkt wieder am nächsten großen Autohof abgefahren und habe dann dort das erste Mal AdBlue getankt. Einmal volltanken hieß 10 Liter und hat mich dabei ca. 7 Euro gekostet.

Es geht also nicht um die Kosten und es geht auch nicht darum, dass man wie bei dem normalen tanken DRINGENDST sofort zur Tankestelle fahren muss, wenn diese Kontrolllampe aufleuchtet. Es geht mir einfach nur darum, dass es deutlich angenehmer wäre vorab zu wissen, wann man wieder AdBlue tanken muss.

Ich weiß auch nicht sicher wie das im Ausland aussieht, ob man da überall an dieses Zeug ran kommt, z.B. oben in Schweden oder Norwegen? Keine Ahnung… gerade für solchen Touren wäre es also doppelt gut zu wissen, wie lange das getankte AdBlue noch ausreicht.

 

Der Sitzbereich im OrangeCamp Wohnmobil

 

Ich habe bisher immer gesagt, hmmmm diese teilintegrierten Wohnmobile sind ja vielleicht ganz nett, aber die umgedrehten Fahrersitze stören mich. Ich möchte es mir abends im Womo gemütlich machen können, möchte die Beine hochlegen und nicht stocksteif auf einem Fahrersitz hocken.

Dieses Argument muss ich mittlerweile TEILWEISE revidieren, denn die Abende im OrangeCamp Wohnmobil waren wirklich gemütlich, was allerdings zum großen Teil auch an der kleinen Sitzbank neben der Tür lag. Diese kleine Sitzbank ist super! So konnte ich den Beifahrersitz drehen, die Rückenlehne etwas zurückstellen und die Beine auf die Sitzbank legen. Wenn ich zudem den Tisch ausgezogen habe, konnte ich auch noch ganz entspannt am Tisch arbeiten oder Getränke abstellen… dank dieser kleinen Sitzbank wurden die Abende mindestens doppelt so gut!

Was ich auch sehr gut fand waren die vielen einstellbaren Heizdüsen im Sitzbereich.

Egal welchen Sitz ich gerade genutzt habe, überall im Boden gibt es diese “Ausströmer” der Heizungsanlage, die ich mir einzeln und ziemlich punktgenau einstellen konnte. Für mich als Frostbeule natürlich perfekt. Man kann diese Heizdüsen aber auch komplett verschließen, wenn es einem “zu viel” wird.

Gemütlichkeit im Wohnmobil

So gemütlich können Womo Abende sein 🙂

Ebenfalls sehr gut abgeschnitten haben die Polster. Jetzt, nachdem ich das Womo kontrolliert und in einem sehr guten Zustand wieder abgegeben habe kann ich’s ja sagen… als ich den Müll wegbringen wollte, ist mir irgendwas ausgelaufen und auf die Polster getropft. Aber dank dieser speziellen Oberfläche der Polster sind die Tropfen wie “abgeperlt”, das war echt klasse und nachdem ich die Tropfen vorsichtig aufgewischt habe, war NICHTS mehr auf dem Polster zu sehen.

Das klappt wahrscheinlich nicht unbedingt bei einem vollen Glas Rotwein, aber in meinem Fall hat diese Polsterversiegelung super funktioniert und ich bin mir sicher, auch die ein oder andere Hundepfote kann man so ganz easy peasy wieder von den Polstern entfernen.

Ebenfalls positiv sind die Staufächer über dem Sitzbereich, diese sind so groß und schließen wunderbar, so dass man dort nochmal jede Menge “Gedöns” unter bekommt.

Dann gab es noch das große Panoramafenster über dem Fahrerhaus, HERRLICH!!!

Durch dieses Fenster kommt soooo viel Licht, das ist echt klasse. Gerade für mich zum schreiben am Laptop ist das richtige Licht immer wieder ein Thema. Natürlich kann man dieses große Fenster auch aufstellen, abdunkeln oder mit einem Fliegengitter verschließen. Während der Fahrt sollte es allerdings verschlossen bleiben…ist ja kein Cabriolets,  ist glaube ich klar.

Nicht ganz so bequem wie die Fahrerhaussitze ist die Sitzbank gegenüber. Da würde ich einfach mal sagen… sicherlich kann man da mal sitzen, man kann da auch vernünftig essen wenn man den Tisch etwas vorschiebt oder mal einen Abend z.B, Karten spielen. Auf Dauer wäre das aber nicht mein bevorzugter Sitzplatz.

Die Rückenlehne des Sitzbereiches ist schon sehr, sehr steil. Gerade sitzen z.B während der Fahrt klappt wunderbar, aber “gemütlich” quer durchs Womo fletzen ist auf dieser Sitzbank eher nicht möglich. Insgesamt also eher ein Ort für z.B. die Enkelkinder, die nur 2-3 mal im Jahr mit Oma und Opa unterwegs sind.

Was mir im Sitzbereich aber tatsächlich gefehlt hat sind ausreichend Steckdosen. Es gibt eine einzige Steckdose unter der großen Sitzbank, aber das war es dann auch. Ich weiß, das ist ein Punkt der bei eigentlich allen Wohnmobilen immer wieder bemängelt wird und hier ist er mir eben auch aufgefallen. Eine einzige normale Steckdose im Sitzbereich ist in Zeiten von Handy, Laptop, Kamera, Tablet und E-Reader für mich etwas zu wenig.

 

Die Küche im OrangeCamp Wohnmobil

 

Also bei dem Herd im OrangeCamp handelt es sich um ein echtes Schmuckstück. 4 Platten, Backofen und ein Salamander bzw. ein extra Grill zum überbacken oder zum warmhalten ist schon toll. Ja, ihr könnt jetzt sagen “wer braucht denn bitte einen Ofen im Womo?”, aber ich kann euch nur sagen, ich habe ihn geliebt und auch echt oft genutzt. Egal ob Auflauf, TK-Pizza oder Toast Hawai, dieser über Gas betriebene Ofen war einfach klasse.

 

Backofen im OrangeCamp Wohnmobil

Ihr könnt sagen was ihr wollt 🙂 … ich fand den Backofen super gut!!!

 

Ebenfalls super ist der große Kühlschrank mit gefrierfach und das gesamte Lichtkonzept der Küche. Dank eines unter der Spüle angebrachten LED Lichtbandes wird auch gleich die geöffnete Besteckschublade beleutet. Das ist schon sehr clever gemacht.

Allerdings gibt es im Küchenbereich auch die für mich “größten” bestehenden Kritikpunkte des gesamten OrangeCamp Wohnmobils.

Das Spülbecken ist schon sehr klein. Gut, jetzt kann man sicherlich sagen, wer benötigt schon ein riesengroßes Spülbecken, wahrscheinlich niemand dringend. Wenn aber ständig das Wasser überschlappt während des Spülens (und ich habe mich schon echt bemüht vorsichtig zu spülen), ist das einfach nicht so wirklich praktisch und ob das ständige Spülwasser dem Holz bzw. den Leisten drum herum auf lange Sicht so gut tut, kann ich auch nicht sicher sagen.

 

Kritikpunkte am OrangeCamp Wohnmobil

Das Spülbecken ist sehr klein, das muss ich einfach sagen. Toll sind hingegen die extra Ablageflächen von OrangeCamp

 

Dass es im Küchenbereich wenig Platz zum schnippeln gibt hat OrangeCamp ja bereits erkannt und die praktischen Holzablagen eingebaut.Ein Punkt den ich an OrangeCamp wirklich klasse finde. Dank der hauseigenen Schreinerei versuchen Sie zumindest direkt auf solche Punkte einzugehen.

Thema Kühlschrank… super groß, super Leistungsstark, aber den muss man einfach richtig “behandeln”. Bei mir gab es zu Beginn meiner Reise ständig das Problem, dass die Kühlschranktür während der Fahrt aufgesprungen ist. STÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄNDIG!!!! Das war echt nervig!!!!

Irgendwann habe ich dann aber mit OrangeCamp darüber gesprochen und schnell wurde mein Fehler klar. Diese neuen großen Kühlschränke haben keinen Stift mehr, der die Tür während der Fahrt zuverlässig geschlossen hält, sondern das ganze läuft über Unterdruck. Dazu ist es aber wichtig, dass zum einen die Klammer, welche die Tür zum Lüften offen hält wenn man den Kühli nicht nutzt, richtig sitzt (bei mir saß sie falsch, darum ging die Tür so leicht auf) und zum anderen muss der Kühlschrank während der Fahrt auch auf 12 Volt/ Batterie stehen, damit diese Unterdruck Geschichte richtig läuft!!!!

Ich habe den Fehler gemacht, dass ich den Kühlschrank vor der Fahrt ausgeschaltet habe, weil ich dachte, och der ist eh so kalt, der muss gar nicht unbedingt über Batterie laufen. Aber dann funktioniert natürlich auch diese Unterdruck/Ansaug Aktion nicht richtig und die Tür springt ständig auf.

Gewusst wie!!!!

 

Kühlschrank im Wohnmobil OrangeCamp

Der große Kühlschrank ist schon seehehr nett, man muss nur wissen wie man mit ihm umgeht.

 

Nachdem das alles klar war, sprang der Kühlschrank während der Fahrt auch nicht mehr auf.

Noch ein letzter Punkt… bevor man Losfährt, sollte man allerdings unbedingt daran denken die Backbleche bzw. das Ofenrost aus dem Ofen zu nehmen, denn ansonsten ist dieses Teil das einzige welches auf der Fahrt klappert wie wild.

Ansonsten kann ich nur sagen, klasse Küche, ausreichend Staumöglichkeiten und super tolles, großes Panoramafenster. Alles wirklich sehr, sehr schön!

 

Kommen wir zum OrangeCamp Wohnmobil Bad Bereich

 

Mir persönlich hat der gesamte Badebereich seeeeehr gut gefallen. Da man die Badezimmertür sowohl direkt vor der Toilette schließen kann, als auch als Abtrennung zum Wohnbereich, kann man den gesamten hinteren Bereich des Wohnmobils super trennen.

Ich meine jetzt mal ehrlich… mit einer anderen Person in einem Wohnmobil zu reisen, bedeutet grundsätzlich auch, jemand anderes sehr, sehr nah an sich heran zu lassen und dabei ist die “Klo Situation” eben auch so ein Punkt. Dank dieser Tür kann man den Wohnbereich aber wirklich gut abtrennen. Ich meine, ich bin da ja eh super empfindlich, ich kann ja nichtmal auf einer öffentlichen Toilette Pipi machen wenn jemand in der “Box” neben mir sitzt. Ehrlich… da geht nichts! 🙂

Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich reise mit jemandem in der Omi und diese Person sitzt  jetzt im “Wohnbereich” (sozusagen direkt neben dem Klo, auch wenn da diese kleine Tür zwischen ist) ich glaube ich könnte da im Leben nicht pinkeln gehen, geschweige denn iiiiiirgendwas anderes 🙂  Dazu kommt noch, wenn man die Tür am “Badezimmer” der Omi schließt, muss man sich schon sehr klein machen um irgendwie mit langen Beinen aufs Klo zu kommen.

Toilette im Wohnmobil

Die Toilette lässt sich drehen, so dass noch mehr Platz für die Beine bleibt

Das ist im OrangeCamp Wohnmobil eben ganz anders. Durch diese Trenntür entsteht im Badbereich viel Platz, es gibt keine Probleme mit den langen Beinen und dennoch ist der gesamte Bereich “sicher” vom Wohnraum getrennt.

Auch die Aufteilung der Dusche ist meiner Meinung nach sehr clever gemacht.

Gut, wir müssen nicht darüber diskutieren, eine Dusche in einem 7 Meter langen Wohnmobil ist immer klein! Aber im OrangeCamp kam sie mir wirklich nicht so klein vor!

Das lag, so glaube ich, vor allem an der “Einteilung” der Dusche. Erstmal ist es natürlich praktisch, dass die eigentliche Duschwanne mit einem Holzbrett ausgestattet ist, wodurch man den Duschbereich im Alltag sorglos betreten kann. Nimmt man dann aber dieses Holzbrett zum Duschen raus, kommt einem die Duschwann im ersten Moment schon sehr klein vor.

Aber… dank eines kleinen Vorsprungs entstehen nochmal gut 20-25 cm mehr Platz und genau diese cm sind es, die einem während des Duschens ausreichend Platz ermöglichen. Ich habe mehrfach im Womo geduscht, auch mit Haare waschen und kam super klar. Ich bin nicht einmal gegen die “kalte” Duschwand gestoßen und konnte selbst meine Füße in aller Ruhe waschen.

Dank der drei Abläufe in der Duschwanne, kann das Womo auch mal etwas schief stehen und das Wasser läuft sauber ab. Wirklich klasse!

 

Duschen im Wohnmobil

Dank dieses weißen Vorsprungs hinten an der Rückwand hat man in der Dusche erstaunlich viel Platz

 

Ebenfalls clever gemacht ist die “Sicherung” der Duschtüren, wodurch es auch auf lange Sicht nicht möglich sein wird, dass die Duschtüren während der Fahrt rappeln. Denn zum einen werden die Türen durch das eingelegte Brett am Boden ganz eng zusammengehalten, zum anderen gibt es im oberen Bereich nochmal einen Hebel um die Duschtüren zu halten und zwischen den Klapptüren befinden sich noch winzige “Moosgummi Plättchen” (oder sowas in der Art) die kein klappern zu lassen.

Wenn ich jetzt wirklich etwas zu “meckern” suche… und hier ist suchen besonders dick geschrieben, dann wäre es das Fenster, welches über der Toilette eingebaut ist.

Dieses Dachfensterchen ist so klein und vom Modell her eher alt, das passt irgendwie gar nicht zu so einem neuen Womo. Ich glaube das ist dieselbe kleine Dachluke die ich in der Omi gerade anfang des Jahres ausgetauscht habe. Wie gesagt, das ist definitiv meckern auf hohem Niveau, aber warum in so ein schickes neues Womo eine so kleine, olle Dachluke eingebaut wird… kein Ahnung.

Ich glaube da sollte gespart werden, denn diese kleine Luke hat nichts mit den echt tollen anderen Fenstern zu tun.

Sehr gut fand ich noch die beiden Staufächer im Boden bzw. in den Treppenstufen hoch zum  Bett. Beide “Räume” haben sich super als Schuhschrank gemacht. So konnte ich auch schmutzige Schuhe leicht verstauen. Eine weitere clevere Idee konnte ich im Kleiderschrank finden. Dank einer extra Lampe wie man sie auch vom Kühlschrank kennt, geht im Kleiderschrank ein Licht an, sobald man die Tür öffnet. Ich habe dazu in der Omi extra Batterie Spots “verklebt” aber so ein “Kühlschrank Licht” im Kleiderschrank ist schon echt super.

Allerdings muss ich auch sagen, insgesamt ist der Kleiderschrank schon schmal. Es gibt zwar im gesamten Womo viele, viele Staufächer, das ist echt klasse, aber die Kleiderschrank Stange zum hängen von z.B. Jacken ist wirklich schmal. Über den Daumen gepeilt würde ich sagen, da passen maximal 4 Kleiderbügel samt Jacken rein.

Allerdings gibt es unter der Kleiderstange noch 4 Fächer um weitere Kleidung unterzubringen.

Wenn dieses OrangeCamp Wohnmobil meines wäre, würde ich es auf jeden Fall so machen, dass ich diese 4 weiteren Fächer entferne und dafür eine zweite Kleiderstange einsetze. Wie gesagt, Staufächer für die Klamotten gibt es viele, nur der Platz um Kleidung auf einem Bügel aufzuhängen gibt es wenige, darum dann lieber die zwei übereinander hängenden Kleiderstangen.

 

Schlafen im Orangecamp Wohnmobil

 

“Mein” Modell hatte ja ein Querbett und ich kann nur sagen, für mich war dieses Querbett perfekt! Ich hatte mehr Platz als ich jemals benötige, ich konnte wunderbar vom Bett aus TV schauen und sowohl die beiden Spots, als auch vor allem das in der Rückwand eingebaute, indirekte Licht waren super duper angenehm.

Was mir außerdem sehr, sehr gut gefallen hat, sind die insgesamt drei Fenster im Schlafbereich. Es gibt jeweils auf den Wohnmobil Seiten ein Fenster und zudem noch ein großes Dach Heki. So könnte man selbst warme Sommernächte sehr gut überstehen, weil man immer etwas “Durchzug” herstellen kann.

Ich habe im OrangeCamp Wohnmobil geschlafen wie ein Stein!

 

Querbett im Wohnmobil

Durch diesen Winkel in der Matratze wird das Bett nach unten hin deutlich schmaler

 

Und da ich die Frage schon gestellt bekommen habe. Nein, das OranngeCamp Womo hat hinten keinen extremen Überhang. Der Überhang ist wirklich super gemacht. Er ist gerade so lang, dass ich mit dem Womo auch mal irgendwo stadtnah parken konnte, wo z.B. eine Wiese hinter der eigentlichen Parkbox angelegt wurde, er war gleichzeitig aber auch so “kurz”, dass das Wohnmobil/ bzw. das Bett hinten nicht stark schaukelt.

Das Thema hatten wir ja gerade schon in ähnlicher Variante beim Thema Seekrank werden, aber die Gewichtsverteilung in dem Womo ist wirklich, wirklich klasse.

Neben dem Querbett im Heck, hat das Mobil auch noch ein Hubbett über dem Tischbereich. Ich habe extra für euch zum testen auch eine Nacht da oben verbracht und habe mich auch da pudelwohl gefühlt. Das gesamte Hubbett ist sicherlich 120-140 cm breit und so weit vom Dach entfernt, dass ich um Hubbett sogar sitzen konnte. Dagegen ist die Höhe des Alkoven in der Omi winzig.

Auch im Dach des Hubbets sind nochmal zwei Spots verbaut, so dass man auch da oben abends z.b. noch gut lesen kann, ohne die Taschenlampe zu nutzen. Des weiteren ist das gesamte Bett leicht herunter zu ziehen und kann später dank einer unterstützung mit zwei Fingern wieder hoch geschoben werden.

 

Hubbett im OrangeCamp Wohnmobil

Das Hubbett, ok ihr seht… es war schon Tag und das Fenster hinten nicht ganz abgedunkelt… aber Platz ist da oben mehr als reichlich

 

Natürlich habe ich mich gefragt, könnte man zur NOOOOT noch unten sitzen, wenn das Hubbett nach unten gefahren ist? Und meine Antwort lautet JA! Selbst das geht, wenn auch nur mehr schlecht als recht.

Wenn das aber mal (warum auch immer) nötig sein sollte, ist es möglich die Fahrerhaussitze zu nutzen, obwohl das Hubbett unten ist. Ich dachte da z.B. an die Situation… man reist mit Kids und möchte ihnen abends noch etwas vorlesen. Das würde auf jeden Fall funktionieren, dazu kann man die Sitze des Fahrerhauses also durchaus trotz Hubbett nutzen.

Habe ich zum Thema Betten Situation auch Kritikpunkte… jain!

Also ein echter Kritikpunkt sind mal wieder die Steckdosen, eine einzige Steckdose hinten am Bett finde ich zu wenig. Außerdem gibt es im gesamten Wohnmobil nur eine USB Steckdose. Wenn man also irgendwo steht ohne am Landstrom zu hängen und noch keinen Wechselrichter hat (so wie bei mir) , gibt es nur diese eine einzige USB Steckdose um überhaupt irgendwas zu laden und diese sitzt dann auch noch direkt über dem Herd.

Da muss man sich abends schon gut überlegen, ob man das Handy läd, das Tablet, den Laptop oder die Kamera… eine Steckdose ist sehr wenig.

Der zweite Punkt ist sicherlich das Querbett, wobei ich dieses NICHT als Kritikpunkt äußern möchte, sondern man muss sich einfach überlegen, was man haben möchte. Ich z.B. finde die Aufteilung mit dem großen Badbereich hinten quer und dem dahinter liegenden Bett aktuell besser, als ein schmales Längsbett und daneben ein schmales, langes Bad. So denke ich zumindest aktuell!

Ein anderes Thema bei vielen Paaren ist “Schnarchen”…

Ich kenne so einige Paare die grundsätzlich mittlerweile getrennt schlafen, weil ein Partner so laut schnarcht. Dies wäre hier dank der Tür zwischen Wohn- und Schlafbereich und des Hubbetts sehr gut möglich.

Raumbad im Womo

Für mich aktuell jeden Morgen wieder schön… der getrennte Bad/Dusch Bereich .

Möchte man aber als, sagen wir mal “fülliges” Paar gemeinsam hinten im Querbett schlafen, ist es schon relativ eng. Gerade durch den Einstig ins Bett fällt nochmal ein Teil der vorderen Matratze weg. Es ist also eigentlich so, dass zwei große, breite Personen sehr gut oben im Kissen Bereich nebeneinander passen, es dann aber ab Po und Beinen enger wird.

Einen wirklich heftigen Kritikpunkt habe ich also nicht, ich denke jeder Wohnmobil Käufer muss in diesem Bereich einfach selber schauen was für ihn am besten ist. Für mich als Alleinreisende, die höchstens maaaaal eine andere Person mit an Bord hat, ist diese Aufteilung super.

 

Und von Außen? Das OrangeCamp Wohnmobil und die Garage, Staufächer usw.

 

Fangen wir mal mit der Garage an. Super finde ich, dass die Garage mit beheizt wird, so kann man da hinten auch gut mal nasse Kleidung oder Handtücher aufhängen. Gerade wenn man mit Hund reist ein erheblicher Vorteil! Zudem ist die Garage groß genug um zwei Fahrräder zu verstauen und da sie von beiden Seiten zu öffnen ist, kommt man auch an die “hinteren” Bereich sehr gut ran.

Außerdem sind in der Garage bereits einige kleine Ablageflächen eingebaut, hier kann man also die ganzen kleineren Teile, Schlauchanschlüsse, Hundeleinen usw. gut verstauen.

Zu den anderen Fächern kann ich wenig schreiben, sie sind da und sie funktionieren. 🙂

 

Wohnmobil günstig im Test

Das OrangeCamp Womo von der Seite

 

Was mich etwas gewundert hat, ist dass das Frostschutzventil mit im Frischwasser-Nachfüll-Kasten sitzt. Kannte ich so nicht, bei mir in der Omi sitzt  der Wächter mit in dem Fach, in dem auch die Heizung sitzt, aber so wie im OrangeCamp ist das durchaus gut. Man kommt auf jeden Fall sehr leicht ran. Der gesamte Frischwassertank sitzt direkt hinter dem Fahrersitz auf der Vorderachse und auch das Fach zum befüllen des Frischwassertanks ist auf der selben Seite.

Etwas hin und her gerissen bin ich von dem Toiletten Kanister Auszug auf der Aufbautür Seite. Wenn man die Toilette also leeren möchte, ist dies direkt auch auf der Seite, auf der man sitzt oder vielleicht die Markise öffnet.

Ja, das ist sicherlich auch mal wieder kein echter Kritikpunkt und mir ist natürlich klar, dass die Aufteilung des Womo nichts anderes zulässt, aber es ist mir aufgefallen.Gut, aber man muss  ja auch nicht gerade die Toilette weg bringen, wenn der Partner noch am Frühstückstisch sitzt.

Einen letzten echten dicken fetten Kritikpunkt habe ich allerdings noch festgestellt… wobei ich jetzt ganz aktuell erfahren habe, dass dieser so nicht mehr gilt! Dennoch schreibe ich ihn euch, denn vielleicht sucht ja gerade jemand ein gebrauchtes Wohnmobil, wo diese Situation noch besteht.

Es geht um den Gaskasten!

Dieser sitzt nämlich bei meinem Womo Testmodell noch in der Garage und ist sowas von unpraktisch verbaut! Zum einen ist es so… würde man z.b. zwei Fahrräder in der Garage stehen haben, könnte man wahrscheinlich die Gaskasten Tür gar nicht mehr öffnen. Das bedeutet also, wenn mal wieder nachts das Gas ausgeht, müsste man morgens erst die Räder aus der Garage holen um überhaupt an den Gaskasten zu kommen.

 

OrangeCamp Wohnmobil Kritik

Der Gastkasten sitzt auf der rechten Seite der Womo Garage

 

Davon abgesehen ist der gesamte Gaskasten echt sowas von unpraktisch verbaut, da hat aber irgendwer damals beim Modellentwurf nicht nachgedacht. Der gesamte Kasten sitzt auf der rechten Seite der Garage, ist aber insgesamt eigentlich mindestens 5 cm zu niedrig und hat zudem unten und oben auch noch eine total überflüssige Kannte.

Eine volle Gasflasche hat ja diesen roten Deckel, den man erstmal abnehmen muss, bevor man den Gasschlauch anschließen kann.

Wie es immer so ist, ging mir auch im OrangeCamp Wohnmobil spät Abends das Gas aus und dann kam der Akt Gasflasche wechseln… ehrlich ich habe mir dabei fast einen abgebrochen um diese verdammte rote Tülle von der Flasche zu bekommen.

Es ging einfach nicht!

Der Gaskasten bietet nach oben so wenig Platz, dass man die Tülle nicht von der Flasche bekommt.Ich musste erst die gesamte Flasche aus dem Kasten heben, um dann die Kappe von der Flasche zu ziehen. Allerdings war auch das nicht so einfach, denn selbst um die Flasche aus dem Kasten zu heben, muss man sie etwas schräg halten, um an dieser überflüssigen Kannte vorbei zu kommen. Und das alles um 23 Uhr, möglichst leise um die Nachbarn nicht zu stören und viel zu dünn angezogen. Da wird man schnell ein bisschen “frustig” 😉

 

Wohnmobil im Test OrangeCamp

Hier sieht man es ganz gut, der Gaskasten ist echt unpraktisch. Zum Glück wurde er mittlerweile nach außen gelegt

 

Am letzten Tag habe ich auch noch neues Gas gekauft und wollte die Gasflasche wieder in den Kasten stellen. Auch dies war ziemlich umständlich.Zumal muss man sich, um die Gasflasche in den Kasten zu hieven, erst ein Stück in die Garage beugen muss, um dann die für mich relativ schwere Gasflasche  über diese Kannte in den Kasten zu heben. Vorbeugen und gleichzeitig schwer heben… da jauchzen aber die Bandscheiben.

Soll also heißen, der Gaskasten ist in diesem Modell echt doof verbaut, das muss ich einfach so sagen, auch wenn ich von allem anderen schwärmen könnte.

ABER… wie ich jetzt gehört habe, ist dieses Problem bereits bekannt und es wurde auch schon reagiert. Mittlerweile ist der Gaskasten etwas größer und vor allem direkt von außen zu nutzen. Man muss also nicht mehr so umständlich in der Garage hantieren. Gut das dieses Problem also bereits gelöst wurde, denn das war an meinem OrangeCamp Wohnmobil Modell noch ein echter Knackpunkt!

 

Mein Fazit vom Fazit…

 

Das OrangeCamp Wohnmobil im Test - 6 Wochen durch den Herbst, ein Qualitätscheck im OrangeCamp Womo

Dein Pin zum OrangeCamp Test

Ich bin tatsächlich erstaunt, wie gut die allgemeine Qualität an diesem OrangeCamp Wohnmobil ist. Ich denke, das OrangeCamp mittlerweile komplett in Deutschland produzieren lässt, dieser Schritt hat dem gesamten Unternehmen und jedem einzelnen Wohnmobil sehr, sehr gut getan. Sicherlich gibt es auch an diesem Modell Dinge, die entweder eine Frage des Geschmacks sind, oder auch des ganz persönlichen Reise Alltags. Wenn mich zu wenige Steckdosen stören, muss das ja definitiv nicht für alle anderen Camper gelten.

Was ich an OrangeCamp erwähnenswert gut finde ist, dass sie versuchen auf die kleineren Problemchen einzugehen. Natürlich können sie nicht grundsätzlich die gesamte Produktion verändern, dafür laufen selbst bei einem kleineren Hersteller wie OrangeCamp zu viele Wohnmobile vom Band. Nichts desto trotz versuchen sie aber mit kleinen Detail den Komfort zu verbessern, so wie z.B. mit den klappbaren Schneidebrettern, oder den extra Auflageflächen im Küchenbereich.

Natüüüüüürlich ist auch hier nicht immer alles Gold was glänzt, und natüüüüüürlich arbeiten auch hier nur Menschen die mal einen besseren oder schlechteren Tag haben. Große Pannen dürfen nicht passieren, aber einen nicht ganz super freundlichen Kundendienst… naja… sollte auch nicht sein, gibt es aber wie in jedem anderen Unternehmen dieser Welt auch. Ich kann nur sagen, zu mir war das gesamte Team sehr, sehr nett und freundlich.

Ehrlich gesagt… ich sehe qualitativ aktuell keinen echten Unterschied zu anderen großen deutschen Herstellern, mich hat OrangeCamp überzeugt und für mich stellen die Fahrzeuge eine super gute Alternative da. Zumal der Preis des OrangeCamp 690T in der Grundausstattung 52.900 Euro beträgt, was ja in der aktuellen Campin Boom Phase fast schon ein Schnäppchen ist. 😉

Ich möchte mich auf diesem Weg  nochmal bei dem gesamten Team für die tolle Kooperation bedanken, ich hatte eine super Zeit auf meiner Reise mit dem OrangeCamp Wohnmobil durch den Herbst.

 

OrangeCamp Team im Test , ein günstiges Womo

Schön wars! 🙂

 

So und wenn ich euch jetzt auf den geschmack gebracht habe, dann schaut euch doch einfach mal selbst bei OrangeCamp in Braunschweig vorbei oder auf einer der nächsten Reisemobil Messen am OrangeCamp Stand um.

Ihr habt die ersten Teile meiner Tour durch den Herbst im OrangeCamp verpasst? Habt nichts von meiner Fahrt über den Brenner, die Werksbesichtigung, mein „nicht erwünscht sein“ am Chiemsee oder das Stellplatzproblem in Potsdam gelesen?

Dann findet ihr hier Teil 1 – 5 meiner Herbst Tour:

Teil 1 – Das Unternehmen OrangeCamp und warum ich an einem Tag gleich 1100 km gefahren bin

Teil 2 – Ein Blick hinter die Kulissen des modernen Wohnmobilbaus

Teil 3 – Das Chiemsee Desaster und ein wunderschöner Stellplatz

Teil 4 – Ab über den Brenner – einmal Italien oder doch nicht?

Teil 5 – Dresden, Potzdam und ab auf die Insel

Ich wünsche euch viel Spaß und sage wie immer… bleibt gesund!

 

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

Hat Dir der Artikel gefallen???

Dann würdest Du mir ein ganzes Stück weiterhelfen, wenn Du kurz auf das passende Sternchen klickst! DANKE

Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (7 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

MEHR VON ISASWOMO – SCHAU DICH UM:

ALDEN Wohnmobilelektronik Blogger Kooperation

ALDEN und IsasWomo – Alles neu macht der … MÄRZ!

JUHUUUU… es war mal wieder Zeit für „pimp die Omi“! Durch ALDEN, den neuen Kooperatioonpartner von IsasWomo, durfte ich mich auf den Weg nach Metzingen begeben und dort hat die Omi viele neue Highlights eingebaut bekommen. Was die Omi alles neu bekommen hat und warum der Tag in der Werkstatt so ganz anders verlief als geplant, das alles und noch einiges mehr, erfahrt ihr hier:

Wohnmobil Ostsee Tour im OrangeCamp

Wohnmobil Ostsee Tour – Mit OrangeCamp durch den Herbst Teil 5

Der 5. Teil meiner Womo Tour mit dem OrangeCamp, es ging weiter durch den Osten in Richtung Küste. Dresden, Potsdam, Stralsund, Rügen, Warnemünde, Wismar… es gibt viel zu erzählen und natürlich auch wieder ein paar Stellplatz Tipps bzw. einige Erlebnisse der „besonderen Art“ 🙂

Therme Sauna Schwimmbad mit dem Wohnmobil

Wohnmobil, Stellplatz, Therme 16x spezial Schwimmbad mit Stellplatz

Mit dem Wohnmobil zur Therme… egal ob Alleinreisender, Paar oder Familie, gerade im Herbst und Winter ein super Ziel!
Ich stelle euch 16 einzigartige Thermen vor die jeweils etwas ganz besonderes bieten und zudem einen extra Wohnmobil Stellplatz besitzen.
Natürlich samt aller Adressen, Daten und Links!

Das Unternehmen Knaus Tabbert, ein Blick hinter die Kulissen – Herbsttour Teil 2

Das Unternehmen Knaus Tabbert, ein Blick hinter die Kulissen – Herbsttour Teil 2

WERBUNG – Isa zu besuch bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn – Es war einmal eine unerfahrene, schüchterne kleine Bloggerin, die auf ihrem ersten Caravan Salon zum Stand von Knaus Tabbert lief und drei Jahre lang alles vermasselte, weil sie ja nicht nerven wollte! So oder so ähnlich begann die ganze Geschichte um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung in Jandelsbrunn, die ich am vergangenen Montag erleben durfte.

Wie ihr vielleicht schon seht, diese Werksbesichtigung hat eine eeeetwas längere Vorgeschichte, genau genommen eine drei Jahre lang andauernde Vorgeschichte. 🙂

 

Wann sind Blogger einfach nur nervig?

Knaus Tabbert & Isa, eine fast unendliche Geschichte….

 

Knaus Tabbert ist einer der größten und wichtigsten Reisemobil und Caravan Hersteller Europas und damit ist für mich klar, dass ich seit nunmehr drei Jahren vor jeder größeren Messe einen Termin mit Pressesprecher Stefan Diehl vereinbare. Dieser Kontakt entstand vor einigen Jahren eher durch Zufall, aber ich sage mal so, bis zum Caravan Salon 2018 verliefen diese Gespräche immer locker, nett und informativ.

Wenn ihr hier auf IsasWomo bereits mitgelesen habt, dann wisst ihr, dass ich auch negative oder kritische Erfahrungen in die Welt hinaus posaune. 😉 Aber wenn ich zur Abwechslung mal sehr positive Erfahrungen sammeln durfte, dann ist es nur fair über diese positiven Erfahrungen zu berichten und zu loben … kommt ja selten genug vor 😉 . Die Leute des Knaus Tabbert Presse Teams haben bei mir von Anfang an Pluspunkte gesammelt, denn sie waren eines der ganz, ganz wenigen Herstellerteams welches mich selbst auf den ersten Messen nicht direkt unsympathisch oder saudoof abgeschmettert hat! Ich erinnere mich noch sehr gut an die Leute eines anderen großen Herstellers (und NEIN ich meine nicht Hymer, bevor das wieder alle falsch verstehen), die nachdem ich mich höflich vorgstellt habe, gesagt haben… Und was wollen Sie jetzt von mir, schreiben Sie doch ihren Aufsatz wenn Sie das möchten? Die Informationen können Sie sich ja hier auf dem Stand selbst zusammensuchen und außerdem…? Weiter hat dieses sympatische Gespräch nicht stattgefunden, weil sich der gute Mann als Pressevertreter dieses Unternehmens einfach umgedreht hat und einen befreundeten Verkäufer eines benachbarten Standes überschwänglich begrüßte. 

 

Ich kann euch sagen, solche Erfahrungen bleiben in Erinnerung und das gilt für die positiven wie negativen!

 

Zurück zu Knaus Tabbert, das Ende eines jeden Messetermins sah allerdings ähnlich aus. Stefan lud uns/ mich (je nachdem ob ich mit Doreen auf den Messen unterwegs war oder allein) zur Werksbesichtigung nach Jandelsbrunn ein, doch iiiirgendwie kam es im Endeffekt nie dazu.  

Sooooo und bevor es jetzt direkt in euren hübschen Köpfen rattert und der Eindruck entsteht, die eingebildete Bloggertante hat es nicht nötig eine solche Einladung anzunehmen, nee, nee, nee!

 

 

Ihr müsst euch die ganze Situation bitte so vorstellen…

 

Ich vereinbaren vor einer Messe einen Termin und treffe mich dann am besagten Tag z.B. am Stand von Kanus Tabbert.

Zu diesem Zeitpunkt weiß ich aber schon ganz genau, dass ich wahrscheinlich die 3008. Bloggerin bin, die während einer großen Messe am z.B. Knaus Tabbert Stand vorbeischaut. Jetzt sind die Knaus Tabbert Leute aber so professionell, dass sie einen dieses nicht spüren lassen. Dennoch bin ich ja nicht doof! Ich weiß ganz genau wer so alles auf den Messen herum tingelt und wie das solche Unternehmen wie z.B. Knaus Tabbert auch zum Teil unglaublich dreiste Anfragen bekommt. Ich möchte aber niemals zu diesen super dreisten Bloggern gehören, hinter denen jeder die Augen verdreht.  

Während so eines Termins wird also ein bisschen Smalltalk gehalten, irgendwann kommen wir dann zu den wichtigen Knaus/Tabbert/ Weinsberg/ T@B/ Morelo Messe Neuheiten und danach kommt meist die Frage: Und wie läuft es denn so bei euch/ bei dir?

Tja und da wären wir wieder bei dem Punkt, an dem ich jedes mal hoffe der Boden würde sich auftun und ich könnte versinken. Ich weiß ja, dass diese Frage vollkommen normal ist und auch dazu gehört (wie soll ein Unternhemen sonst erfahren, wie es bei mir so läuft?) Ich kann mich aber total schlecht selbst verkaufen, da stelle ich mich wirklich dämlich an und wenn ich irgendwann später mitbekomme, wie andere Leute bei dieser Frage los sprudeln und auf die ka…e hauen, da werde ich rot wenn ich es nur höre. Da kann ich mir vorab sogar die passenden Worte zurecht legen und trotzdem fällt es mir schwer.

 

Wie soll man sich denn bitte “ins rechte Licht setzen”, erzählen was man in den vergangenen Monaten so gemacht hat, ohne zu klingen wie ein Angeber? 

 

Ein ganz schmaler Grat! Das fällt mir also echt schwer und teilweise kann ich Leute bewundern die über sich selbst sprechen können, erzählen, dass es vielleicht auch mal ganz gut läuft oder man zumindest ganz zufrieden ist und bei denen es eben nicht sofort wie angeben klingt. Aber gut, irgendwie habe ich diesen Teil des Gespräches immer mit möglichst wenig Worten überstanden, habe 2 Sätze gesagt und Doreen das Feld überlassen, oder ich habe das Gespräch mal ganz schnell auf andere Themen gelenkt, so nach dem Motto: „Jaaaa alles suuuuuper, aber sag mal was habt ihr hier eigentlich für einen Teppichboden am Stand, der ist ja hübsch 🙂 🙂 🙂

Das Ende eines jeden Termins sah dann wie gesagt ähnlich aus, Stefan lud uns zur Werksbesichtigung nach Jandelsbrunn ein, was ich auch WIRKLICH super fand!!! Aber nach der Messe, ist es dann eben auch genau bei dieser Einladung geblieben, denn:

Ich habe (bis zur nächsten Messe) nie wieder etwas von Knaus Tabbert gehört und dachte, ok… bei 3023 Bloggern die sich auf so einer Messe “vorstellen”, ist das sicherlich eher eine Art “Floskel”. Lassen wir es mal besser dabei, ich möchte den Leuten ja auch auf keinen Fall auf den Senkel gehen. Ich glaube noch schlimmer als Blogger die sich gar nicht melden, sind Blogger die am liebsten ständig irgendwas „abgreifen“ wollen und bei denen jeder hinterrücks denkt, mein Gott DIE schon wieder, mit der können wir doch eh nichts anfangen! Noch schlimmer, wenn die Leute den Eindruck bekommen, man wolle doch eh nur möglichst dreist irgendwas geschenkt bekommen.  Das ich mich nicht gemeldet habe, hatte also nichts damit zu tun, dass die feine Dame auf eine schriftliche Einladung gewartet hat, sondern viel eher damit, dass ich mich nicht “aufdrängen” wollte und dachte: Ok schade, aber nerv die Leute nicht!!!

 

Das Knaus Tabbert Team sah das alles aber verständlicherweise ein bisschen anders und wartete immer wieder darauf, dass ich mich mal melde um einen Termin abzusprechen und wenn sich “das Mädel” nicht meldet… hmmm, dann kann ihr Interesse ja nicht serhr groß sein.

Tjaaaa, so war das eben und es hat wie gesagt gute 3 Jahre lang gedauert, bis sich die Sitiuation verändert hat! 

Arbeit als Bloggerin... was ist richtig und was dreist?

Isa Holmes auf der Suche nach dem Knaus Tabbert Geheimnis … bis es zur Werksbesichtigung kam, hat es allerdings etwas gedauert!

 

Ich habe die Lage vollkommen falsch eingeschätzt, bis zum Caravan Salon 2018.

 

Denn auf der diesjärigen Messe wurde aus dem vorerst lockeren Knaus Tabbert Smalltalk, plötzlich ein doch etwas “ernsteres Gespräch”, mit einem deutlich schärferen Unterton.

Inhalt dieses Gespräches… Mädel wenn du dich nicht meldest, dann bist du es selber Schuld! Entweder du kommst jetzt mal aus dem Quark, oder wir können es auch komplett lassen.

UUUUUUPPPPPS! Okey, okey, okeyyyyyyy, da war es also mal wieder, mein persönliches “ich bin einfach zu zurückhaltend” Problem, was wiederum ganz schnell nach “mangelndem Engagement” aussehen kann.  Gaaaaaaaanz doooooof! Aber zumindest wusste ich jetzt was ich zu tun hatte. Wie einfach wäre das Leben doch, wenn man sich nicht über jede Situation 28 Gedanken machen würde und alles und jeden 10 mal hinterfragt, immer wieder für sich selbst abwägt und dann doch die falschen Entscheidungen trifft  🙂

Also habe ich mich nach dem Caravan Salon rucki zucki um einen Termin gekümmert und da ich ja mit dem neuen OrangeCamp Testwomo eh in die Berge wollte, passte auch ein Abstecher in Jandelsbrunn super in meinen Zeitplan.

 

Knaus Tabbert Jandelsbrunn

Auf dem Weg nach Jandelsbrunn… ein bayrisches Dorf in der Nähe von Passau

 

 

So kam es also endlich dazu, dass ich am vergangenen Montag Jandelsbrunn und das Knaus Tabbert Werk persönlich kennenlernte. 

 

ZUM GLÜCK darf ich ja aktuell den OrangeCamp testen, so dass ich zumindest auch mit einem neuen schicken Flitzer auf das Werksgelände auffahren konnte. Ehrlich gesagt, ich glaube mit der Omi hätte ich drei Straßen weiter geparkt. Mein armes altes Womo bekommt ja Komplexe bei so viel junger Konkurrenz 🙂 Aber das Problem konnte ich glücklicherweise ausklammern.

Also hieß es ankommen, zügig parken, Milla davon überzeugen, dass sie furchtbar gerne im Womo warten möchte und dann auf zur „Anmeldung“ des riesigen Werkskomplex.

Bevor ich euch jetzt aber verrate wie dieser Vormittag/ Mittag bei Knaus Tabbert verlaufen ist, was ich beim Blick hinter die Kulissen erlebt habe und ob Sherlock die größten Geheimnisse des Unternehmens Knaus Tabbert herrausgefunden hat (ich sage nur Knaus Tabbert Leaks 😉 ), kommt hier erstmal die durchaus spannende Geschichte des Unternehmens Knaus Tabbert. 

Die Knaus Tabbert Group

Eine Erfolgsgeschichte mit Höhen und Tiefen!

 

 

  • Wann wurde aus den getrennten Unternehmen Knaus und Tabbert die “Knaus Tabbert Group”?

 

  • Welche Zahlen schreibt die Knaus Tabbert Group heute und welche Ziele gibt CEO Wolfgang Speck im PNP Interview preis?

 

  • Wie war das noch mit der großen Pleite?

 

  • Durch wen wurde das Unternehmen eigentlich gerettet, welche Untermarken gehören mittlerweile zu Knaus Tabbert und was hat Morelo damit zu tun?

 

Damit ihr nicht ewig lang hin und her scrollen müsst, öffnet sich mit einem Klick auf den folgenden Kasten ein Sonderabschnitt mit allen Antworten und vielen weiteren Informationen über das Unternehmen Knaus Tabbert. 

 

Hier klicken und mehr über Knaus Tabbert erfahren

 

Tabbert

Der Karosseriebaumeister Alfred Tabbert gründete 1934 den Karosseriebau Alfred Tabbert

Im zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb komplett zerstört, fertigte nach dem Krieg aber dennoch mit gut 80 Mitarbeitern weiterhin Wagen für die Landwirtschaft an. Leider kam es 1948 zu einem Großbrand, der wiederum den kompletten Betrieb zerstörte.

Erst danach wurde eine neue Werkshalle gebaut und damit die “Fränkischen Fahrzeug und Möbelwerke” gegründet.

Der erste echte Wohnwagen der Marke Tabbert wurde 1953 produziert und bereits 1955 ging der Tabbert “Ideal Caravan” in die Serienherstellung.

Nach dem Erfolg des “Ideal Caravan” wird 1959 die Tabbert Wohnwagen GMBH im hessischen Mottgers gegründet (den Standort gibt es bis heute) und bereits 1971 ist Tabbert Deutschlands Marktführer im Bereich Caravaning.

Zwischen 1984 und 1987 wurde aus der Tabbert Wohnwagen GmbH die TIAG, die Tabbert Industrie AG, welche das konkurs gegangene Wilk Unternehmen als alleiniger Gesellschafter kaufte und alle Beschäftigten, Gebäude und Grundstücke übernahm.

1992 wurde dann auch das Unternehmen Weinsberg, welches bereits 1969 das erste auf Fiat Basis gebaute Wohnmobil herausbrachte, von der Tabbert Industrie AG übernommen. Mit dieser Übernahme wurde auch die Weinsberg Produktion ins hessische Mottgers verlegt.

 

Knaus

Während dieser Zeit, genau genommen im Jahre 1960, gründete der Architekt und studierte  Ingenieur und Baumeister Helmut Knaus das Wohnwagen Unternehmen KNAUS KG.

Bereits 1961 produzierte die Knaus KG den Wohnwagen “Schwalbennest”, durch welchen bis heute das fliegende Schwalbenpaar als Knaus Markenzeichen dient.

1970 wurde der Vertrieb von Knaus Wohnwagen europaweit ausgebaut und das bis heute bestehende Stammwerk in Jandelsbrunn/ Bayern gebaut.

Während der 1980er Jahre erreichte Knaus mit den bis heute bekannten Modellen Südwind, Azur und vielen Produktneuheiten einen führenden Rang unter den Freizeitfahrzeug Herstellern Europas.

Mit der Gründung der KNAUS AG im Jahre 1996 entstand die enge Kooperation mit der TIAG – Der Tabbert-Industrie AG

Knaus Pleite, mehr Informationen

Die Unternehmensgeschichte von Knaus Tabbert hat ihre Höhen und Tiefen!!!

Da war doch noch was??? Die Insolvenz!

 

Soviel zur Geschichte der beiden Unternehmen TABBERT und KNAUS.

Ab dem Jahr 2001 wurde es aber richtig so spannend und wir kommen endlich zu dem Teil über die Insolvenz und dem “neuen” Aufbau eines Unternehmens.  

2001 fusionierten die wesentlichen Unternehmensteile der Tabbert Industrie AG mit der Knaus AG. Im Zusammenhang mit dieser Fusionierung leitete das Unternehmen einen grundlegenden Turnaround ein wodurch massive Sanierungsmaßnahmen durchgesetzt wurden. Stichwort… alles neu macht der Mai, oder besser gesagt Knaus und Tabbert!

2002 wurde dann endgültig aus Knaus und Tabbert die Knaus Tabbert Group GmbH mit Hauptsitz in Jandelsbrunn.

Bereits 2006 erkannte die Knaus Tabbert Group die großen Vorteile des ADACs, wodurch eine enge Kooperation zustande kam mit dem Ziel, dass vor allem die Wohnmobile der Marken Knaus und Weinsberg unter der Flagge des ADAC vermietet wurden.

Doch leider setzte in den kommenden Jahren der Camping Boom noch nicht wirklich ein, wodurch die Knaus Tabbert Group am 9. Oktober 2008 die Insolvenz bekannt geben musste.

Doch zum Glück gab es die niederländische Investmentgesellschaft HTP Investments BV (im weiteren Verlauf HTP) welche Knaus Tabbert zum 1. Januar 2009 übernahm.  Glücklicherweise erkannte die HTP die Zeichen der Zeit, betrieb alle Werke weiter und setzte das Ziel aus, Knaus Tabbert zum führenden Wohnwagen Hersteller Europas zu machen.

HTP ist eine in Zeeland sitzende Gesellschaft welche nicht nur an Knaus Tabbert Beteiligt ist, sondern z.B. auch an dem Luxusjacht Hersteller Oyster Yachts und der Gießerei Neue Halberg-Guss mit Sitz in Saarbrücken, welche als Europas Marktführer im Bereich von Kurbelwellen usw. zählt. Die HTP hatte meinen letzten Informationen von 2016 zufolge mehr als 6000 Mitarbeiter und generierte in diesem Jahr einen Umsatz von ca. einer MILLIARDE Euro.

Im April 2011 kam es dazu, dass der Investor HTP die Beteiligung an dem Luxus-Wohnmobil Hersteller Morelo bekannt gab. Doch auch wenn es sich um zwei Wohnmobil Hersteller handelte, wurden beide Unternehmen erstmal selbständig und getrennt voneinander weitergeführt.

2016 gelang der Knaus Tabbert Group der nächste Coupe. Mit dem Unternehmen RENT AND TRAVEL wurde die Idee geboren ein Servicenetz bestehend aus Reisebüros aufzubauen, welche Neu-Camper zum Thema Wohnmobil mieten & erste Campingtouren berät. Über RENT AND TRAVEL erfahrt ihr in einem separaten Artikel in einigen Wochen mehr.  

2017 wurde Morelo dann doch in die Knaus Tabbert Holding integriert und gehört seitdem ganz offiziell zu Knaus Tabbert. Zudem wurde das Werk in Jandelsbrunn um eine weitere Werkshalle erweitert.

2018 – Der Campingboom ist groß, die Nachfrage fast noch größer und die Knaus Tabbert Group legt auch im vergangenen Jahr nochmal deutlich an Umsatz zu.

 

Knaus Sport Traveller in der Produktion

Auf einer von 4 Werksbahnen wurde während meines Besuchs der Knaus Sport Traveller produziert.

 

 

Noch einige extra Fakten zur Knaus Tabbert Group

 

Der Knaus Tabbert Group gehören 2018 insgesamt 6 Marken mit unterschiedlichen Modellen, Grundrissen und Sondermodellen an:

  • Knaus bietet: Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen (von Knaus auch liebevoll CUV genannt, klingt ja auch viel besser als KASTENwagen) in 19 Modellen, 81 verschiedene Grundrisse und 4 Sondermodelle an
  • Tabbert bietet: Wohnwagen in 8 Modellen, 45 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • T@B bietet: Wohnwagen in 2 Modellen, 2 Grundrissen und 4 Style Varianten an
  • Weinsberg bietet: Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen in 9 Modellen, 43 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • Morelo bietet: Luxus Reisemobile in 5 Modellen, 59 Grundrissen und einem Sondermodell an
  • RENT AND TRAVEL – Das Vermietportal mit über 350 Partner Reisebüros in Deutschland.

 

Der Hauptsitz der Knaus Tabbert Group liegt in Jandelsbrunn/ Bayern. An diesem Standort arbeiten ca. 1150 Angestellte und produzieren pro Tag bis zu 25 Reisemobile und Wohnwagen der Marken Knaus und Weinsberg

Davon abgesehen gibt es noch drei weitere Standorte.

  • Mottgers in Hessen mit ca. 350 Angestellten. Produziert werden vor allem Wohnwagen der Marken Tabbert und Knaus.
  • Schlüsselfeld in Bayern mit ca. 270 Angestellten. Hier werden die Luxus – Reisemobile von Morelo produziert.
  • Nagyoroszi in Ungarn mit ca. 740 Angestellten. In diesem Werk werden Wohnwagen der Marken T@B und Weinsberg gebaut, Reisemobile von Weinsberg sowie die komplette Produktion der Knaus und Weinsberg Kastenwagen.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass aktuell knapp 2500 Angestellte für die Knaus Tabbert Group an 4 verschiedenen Standorten arbeiten.

 

So wird der Knaus Sport Traveller gebaut

Der Knaus Sport Traveller von vorne. Für mich nicht unbedingt das schönste Caravan Modell, hat er doch mittlerweile Kultstatus erreicht.

 

Seit 2009 schreibt das Unternehmen Knaus Tabbert ein Jahresumsatz Plus nach dem nächsten. Ok, jetzt könnte man sagen, nach einer Insolvenz und samt einem starken Investor im Rücken, ist das auch nicht die aller, aller schwierigste Aufgabe.  Nichts desto trotz ist es aber so, dass Knaus Tabbert in Europa zu den “Big Playern” der Freizeitfahrzeuge Branche zählt.

 

Dies belegen die aktuellen Zahlen deutlich.

 

2017 wurden in Deutschland insgesamt ca. 63.000 Freizeitfahrzeuge, also Reisemobile, Wohnwagen und Kastenwagen neu zugelassen und ungefähr jedes dritte (!!!) stammt aus den Reihen der Knaus Tabbert Group.  Diese ca. 21.000 Fahrzeuge spiegeln sich natürlich auch in den Umsätzen des Unternehmens wieder. Die Knaus Tabbert Group erzielte im vergangenen Jahr eine 26 prozentige Umsatzsteigerung auf insgesamt 592 Millionen Euro.

Aber der Campingboom geht weiter und so setzt sich auch die Knaus Tabbert Group immer neue und höhere Ziele.

Erst vor wenigen Wochen hat Knaus Tabbert  CEO Wolfgang Speck im Interview mit der Passauer Neuen Presse die „Zielsetzungen“ der nächsten Jahre bekannt gegeben. So rechnet die Knaus Tabbert Group bereits 2018 mit einem Umsatz von knapp 750 Millionen Euro und bis 2022 will das Unternehmen sogar die Umsatz Milliarde anpeilen.

Das gesamte Interview mit CEO Wolfgang Speck findet ihr hier: https://plus.pnp.de/ueberregional/heimatwirtschaft_niederbayern/2958647_Knaus-Tabbert-peilt-die-Milliarde-an-auch-ohne-AG.html

 

Allein in Jandelsbrunn hat es die Knaus Tabbert Group geschafft innerhalb von 5 Jahren die Mitarbeiterzahl um mehr als 100 Prozent, von 632 Mitarbeiter 2013 – auf 1443 Mitarbeiter 2018, zu steigern. Knaus Tabbert ist eben ein attraktiver Arbeitgeber und die freiwilligen Bonuszahlungen (an alle Mitarbeiter) nach dem wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre, senken sicherlich auch nicht gerade das gesamte Arbeitsklima 🙂

Isa on Tour – Die Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn    

 

Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert

Die Anmeldung, frisch gefegt wurde anscheinend und auf den fehlenden roten Teppich bin ich liebenswerterweise nicht weiter eingegangen  😉 🙂

 

Nachdem ich die Anmeldung erreicht hatte und den beiden freundlichen Damen erklärt habe warum ich an ihre Tür klopfe, stand schnell fest… ich stand bereits auf der Besucherliste und so musste ich nur kurze Zeit warten, bis ich von Pressesprecher Stefan Diehl abgeholt wurde.

Erster ganz wichtiger Tagespunkt… Kaffee trinken…wie sympathisch!!! 😉 Das nenne ich doch mal einen 1A Start in den Tag! Aber damit nicht genug, schließlich kam der kleine Vielfraß zu besuch, sind wir nach dem Kaffee trinken auch direkt zum Mittagessen übergegangen. Juhuuuu 🙂 So finde ich Werksbesichtigungen doch besonders schön, außerdem war es für mich aus rein journalistischer Sicht natürlich auch  eeeeextrem wichtig zu erfahren wie das Kantinenessen so schmeckt! 🙂  Ihr wisst, die Kombüse ist der wichtigste Teil eines Schiffes!

Der Tag wurde immer besser und nachdem mein weißes Oberteil das Paprikaschnitzel aus der Werkskantine tatsächlich Fleck frei überstanden hat, konnten wir gestärkt zum Gang durch die Werkshallen starten.

 

Auf zur Werksführung

 

Also die Werksführung bei Knaus Tabbert war ja nun nicht meine erste Werksführung und dennoch war ich wieder überrascht, wie viel Handarbeit in der Fertigung eines Reisemobil bzw. Wohnwagen steckt. Oben auf kommt noch, dass Knaus Tabbert viele Möbel in der eigenen Schreinerei herstellen lässt. Es ist also nicht so, dass diese ganzen Schrankmodule, Klappen, Wände usw. von einem osteuropäischen oder gar asiatischen Zulieferer gebaut werden. Nein so gut wie alle Teile werden sorgfältig in der werkseigenen Schreinerei in Jandelsbrunn hergestellt.

 

Stromkabel Knaus Tabbert Wohnmobile und Caravans

Die verschiedenen Kabel Zusammenstellungen werden von Hand zusammengelegt oder verbunden

 

Diese, ich sage mal „detaillierte Handarbeit“ zieht sich durch die komplette Produktion, ja selbst die entsprechenden Stromkabel werden je nach Modell von Mitarbeiterinnen in Jandelsbrunn zusammengelegt, geordnet und verbunden.Es gibt also wirklich einige Mitarbeiterinnen in Jandelsbrunn die machen (mehr oder weniger!) den ganzen Tag nichts anderes als Kabelstränge zu sortieren, zusammenzulegen und den entsprechenden Modellvarianten zuzuordnen. 

 

Wie wird ein Wohnmobil gebaut?

Nachdem die Bodenplatte fixiert wurde, werden zu allererst sämtliche Möbel und innenliegende Installationen vorgenommen.

 

Der Bau von Reisemobilen und Caravans

 

Wie auch bei gleichwertigen Herstellern üblich, werden die Wohnmobil und Wohnwagen der Knaus Tabbert Group von innen nach außen gebaut. Das bedeutet also, das Werk in Jandelsbrunn wird nur mit komplett „nackten“ Chassis bzw. leeren Wohnwagen Fahrgestellen beliefert und alles andere erfolgt im Werk..

Auf diesen „nackten“ Chassies werden in einem ersten Schritt die vorab angepassten Bodenplatten befestigt. Dabei ist es so, dass die Bodenplatten mit allem drum und dran  bereits genau auf das später entstehende Modell angepasst wurden. Heißt also, eine solche Bodenplatte besteht bereits aus verschiedenen Dämm-Materialien, die Unterseite wurde auch schon mit einer Art Rostschutz versehen, alle Löcher für die Leitungen (je nach Modell) wurden bereits gefräst, ja sogar der entsprechende Bodenbelag wurde bereits auf die Bodenplatte geklebt.

Erst nachdem die Bodenplatte so vorbereitet wurde, wird sie auf das Chassis bzw. Fahrgestell aufgesetzt und befestigt. Direkt im Anschluss erfolgt die Befestigung des Bodens der Heckgarage, so dass nach diesem Schritt der komplette Wohnmobilboden bzw. Caravanboden steht und alle folgenden Schritte darauf aufbauen. 

Als nächstes werden ALLE innenliegenden Teile installiert, die später im Reisemobil bzw. Wohnwagen mit der Bodenplatte verbunden sind. Bereits jetzt werden also die größeren Schrankelemente, Dienette, Herd, Kühlschrank, Sanitärbereich, Schlafzimmer, Türen, ja sogar Frisch- und Abwassertank verbaut. Es werden Leitungen gelegt und alle nötige Instalationen (egal ob Wasser, Elektrik, Heizung  oder Gas) angeschlossen.

Bei den von Knaus Tabbert gebauten Reisemobilen und Wohnwagen gibt es in diesem Zusammenhang noch zwei „Besonderheiten“, die es bei vielen anderen Herstellern so nicht mehr gibt.

 

Knaus Tabbert Verarbeitung

Alle Holzelemente von Knaus Tabbert werden nicht nur verklebt, sondern bekommen auch noch extra Dübel. Eine Kleinigkeit, die sich auf Dauer aber sicherlich bemerkbar macht.

 

Zum einen werden alle Schrankelemente nicht nur verklebt, sondern zudem auch noch mit Holzdübeln verbunden. Auch da macht sich wieder die große Werkseigene Schreinerei bemerkbar. Zum anderen  besitzen sämtliche Unterschränke noch Rückseiten, wie wir es auch von den eigenen Möbeln zuhause kennen. Es ist also nicht so, dass man bei geöffneter Schranktür später direkt auf die Fahrzeugwand blickt, sondern auf eine vernünftige „Schrankwand“! Diese Wände werden allerdings so verbaut, dass sie wenige mm von der Außenwand abstehen, damit die Luft hinter den Schränken zirkulieren kann und es zu weniger Wärmebrücken kommt. 

Handelt es sich um ein Alkoven Modell, wird auch jetzt bereits der „Boden“ des Alkovens mit dem Chassis verbunden. Von Rückwand oder gar Dach sind wir zu diesem Zeitpunkt aber noch weit entfernt!

 

Werksbesichtigung Knaus Tabbert Jandelsbrunn

Blick auf den Bau eines Caravans. Unten läuft das Band mit den eingekoppelten Fahrgestellen und die Seitenwände werden zum richtigen Zeitpunkt von oben runtergelassen.

 

Reisemobil- und Caravanbau von innen nach außen

 

Erst nachdem ALLES was irgendwie mit der Bodenplatte verbunden ist bereits steht, wird von oben (die Werkshallen in Jandelsbrunn gehen über zwei Etagen) die erste Seitenwand herunter gelassen und mm genau angepasst.

Diese Seitenwände wurden vorher bereits so bearbeitet, dass sie alle Fenster, Lüftungsgitter und Serviceklappen beinhalten, der Ausschnitt für die Aufbautür wurde bereits vorgenommen, von außen wurden die Seitenwände bereits mit dem entsprechenden Dekor beklebt und auf der Innenseite wurden spezielle Leisten angebracht, mit denen die bereits angesprochenen Holzdübel verbunden werden.

Sobald die beiden Außenwände mit dem Chassie und den Möbeln verklebt wurden, werden bereits sämtliche Oberschränke verbaut. In dem Fall ist es sogar so, dass die Oberschränke der Rückseite des Womos/ Wowas bereits installiert werden, obwohl die Rückwand noch nicht steht. 

Erst nachdem das KOMPLETTE “Innenleben” eines Reisemobils bzw. Caravans eingebaut wurde, alle Leitungen verlegt und die kompletten Licht Installationen bereit sind, wird die Rückwand eingesetzt.

 

So wird ein Wohnwagen gebaut.

Caravan ohne Dach. Gut zu sehen, selbst die hinteren Oberschränke werden schon eingesetzt, obwohl die Rückwand noch fehlt.

 

Ganz zum Schluss der gesamten Produktion wird das GFK Dach aufgesetzt

 

Dabei habe ich nicht schlecht gestaunt, wie dünn und vor allem flexible so ein Dach doch ist. Diese GFK Platten bestehen anscheinend aus so einem “perfekten” Materialmix, dass sie einerseits so leicht und flexibel wie möglich sind, aber andererseits für die nötige Stabilität sorgen.

Gewundert habe ich mich allerdings dennoch. Denn die vorher geraden Dachplatten sind so flexible, dass sie so stark gebogen werden können, dass die typischen „runden Ecken“ in der Front und dem Heck eines Wohnmobiles/ Wohnwagens entstehen.  

Wenn man sich so ein Wohnmobil mal genauer anschaut, dann sieht man oben, außen an der Heckwand immer einen von der eigentlich Rückwand getrennten Bereich. Dieser Abschnitt entsteht eben durch die flexible Dachplatte. Ohne groß drüber nachzudenken habe ich immer angenommen, die GFK Dächer eines Reisemobils werden schon im voraus rund hergestellt o.ä.. Das die GFK Dachplatten aber so biegsam sind, habe ich nicht gewusst. 

 

Stabilität eines Wohnmobil Dachs

GFK Dach von oben. So ein Dach ist extrem dünn und flexible, so dass die Ränder während des Einsetzens bereits „runterhängen“

 

Gut, wenn man mal drüber nachdenkt, ist die flexibilität und die dünne der GFK Dachplatten auch durchaus sinnvoll, denn zum einen geht es eben gerade bei den “kleineren” Wohnmobilen immer um das Gewicht, zum anderen ist es aber natürlich auch praktisch wenn so ein Womo Dach möglichst flexible ist, um z.B. Hagelschäden zu vermeiden. Ob es allerdings sinnvoll ist, auf so einem Wohnmobildach herum zu laufen, das wage ich seit der Knaus Tabbert Besichtigung gleich doppelt zu bezweifeln.

Ich muss es einfach nochmal sagen, bis zu diesem Punkt besteht die gesamte Produktion aus Handarbeit. Natürlich gibt es Hilfsmittel und die Wände fahren automatisch von oben nach unten, nichts desto trotz ist es so, dass jedes einzelne Teil von hand eingebaut wird und ein Mitarbeiter durch den Caravan “krabbelt” um z.B. Steckdosen zu installieren. 

 

Produktion von Wohnmobilen, ein Blick hinter die Kulissen

So werden Wohnmobile „produziert“ … der Boom ist groß, da läuft ein Womo nach dem anderen vom Band

 

Roboter für den Wohnmobil/ Caravan Bau gibt es anscheinend noch nicht.

 

Nachdem so ein niegel, nagel neues Reisemobil bzw, Wohnwagen zusammengesetzt wurde, geht es weiter zu einer letzten Qualitätskontrolle. Nach einer ersten optischen Begutachtung, werden die neuen “Flitzer” unter eine “Berieselungsanlage” gefahren, um zu checken, ob auch wirklich alle Kanten und Ecken abgedichtet wurden. Gut, diese Anlagen erzeugen natürlich keinen Sturm der Stärke 4, aber jedes Modell wird somit auf Dichtheit gecheckt. Davon abgesehen bietet Knaus Tabbert zu allen Neufahrzeugen auch eine 10 jährige Dichtheitsgarantie an. 

Zum guten Schluss erfolgt die Gasprüfung und die “TÜV” Abnahme und wenn auch diese letzten Prüfungen erfolgreich waren, sind die Freizeitfahrzeuge bereit zum ausliefern bzw. zum abholen. Denn erst seit kurzem ist es für Käufer von  Knaus Tabbert Freizeitfahrzeugen auch möglich das neue Fahrzeug persönlich am Werk in Jandelsbrunn abzuholen und ich muss sagen, dass machen die Jandelsbrunner schon sehr nett. Wer möchte wird persönlich per Shuttle vom Bahnhof abgeholt, dann folgt die feierliche Übergabe und Einweisung ins Fahrzeug.

Je nachdem wie sympathisch man seinen “Wohnmobil Verkäufer vor Ort” findet, ist das doch sicherlich eine nette Aktion. Ich selbst habe vor einigen Jahren meinen VW in Wolfsburg abgeholt und obwohl es sich dabei nur um einen Polo handelte, war es schon schön mal zu schauen wo das neue Auto her kommt. Zumal  man auch sagen muss, dass der Service vor Ort rund um diese Neuwagen Abholung auch etwas besonders ist, es fehlt eigentlich nur noch die Frage ob man nicht feinsten Puderzucke in den Poppes gepustet bekommen möchte 😉  Ja, so wie ich das verstanden habe ist so eine Werksabholung nicht ganz kostenlos, aber als besonderen Einstieg ins eigene Womo/ Wowa Leben kann man sich das sicherlich mal gönnen! 

 

So werden Reisemobile professionell produziert, ein Blick hinter die Kulissen von Knaus Tabbert.

Womos vom Band… vorne die kleinere Teilintegrierten am Ende der Produktion, im Hintergrund der große SUN TI

 

Und wohin kommen jetzt die vielen „neugeborenen Freizeit-Flitzer“?

Nachdem unser Gang durch alle Etappen der Werkshallen endete, fuhr mich Stefan noch zum “ Reisemobil und Caravan Wartebereich”.

Eine riesengroße, überdachte Fläche auf der hunderte Caravans und Wohnmobile stehen, die auf ihren Abtransport warten.  Waaaahnsinn!!!! Mein einziger Gedanke, hier stehen soooooo viele Fahrzeuge, ich bräuchte doch nur eines, ein einziges… wenn da ein kleines, feines Wohnmobilchen plötzlich fehlen würde, das bemekt doch kein Mensch, oooooder? 🙂

Doch bei unserer Rundfahrt über den Wartebereich wurde auch nochmal deutlich…. JEDES Reisemobil bzw. JEDER Wohnwagen der aktuell von Knaus Tabbert produziert wird, hat vom Chassis an bereits einen neuen Besitzer! Es ist also so, dass bei JEDEM Fahrzeug welchen aktuell in Jandelsbrunn “vom Band läuft”, bereits von vornherein feststeht wo es mal hingehen wird.

Das kann natürlich ein großes Geschäft zum Verkauf von Freizeitfahrzeugen irgendwo in Europa sein, dass kann aber auch genauso gut das Mobil von „Familie Schmitz aus Oberammergau“ sein. Aktuell ist der Boom also immer noch so groß, dass nicht ein einziges Fahrzeug zum lagern Produziert wird, sondern JEDES Fahrzeug das Werk verlässt.

Nach einem letzten Rundgang über den riesigen “Wartebereich” und dem ganz neu gebauten „Neuwagen Übergabe Zentrum“, ging die  Werksführung langsam ihrem Ende zu. Ein letzter Gang über das riesige Gelände, ein schnelles “Hallo” in der Abteilung der Knaus online Medien, ein wirklich letzter Kaffee im Büro und der laaaaaange “geplante” Vormittag/ Mittag im Hause Knaus Tabbert war schon wieder vorüber.

 

Erster Weinsberg Van von 1963

Kleines Highlight im neuen „ich hole meine neues Fahrzeug selber ab“ Center… einer der aller, aller ersten Weinsberg Vans von 1969

 

Fazit… mein  Werksbesuch bei Knaus Tabbert.

 

Selbst für mich als bekennender Technik-Trottel ist so ein Blick hinter die Kulissen immer wieder faszinierend. Wenn ich den Bau eines Reisemobils oder Caravans mit dem Bau eines Autos vergleichen will, so ist es für mich immer wieder erstaunlich, dass die gesamte Produktion fast ausschließlich aus Handarbeit besteht.

In der Auto Industrie werden viele Produktionsschritte nur noch von Roboterarmen ausgeführt, anscheinend ist dies beim Wohnmobil/ Caravan Bau so nicht möglich. Ob dies nun daran liegt, dass die verschiedenen Schritte zu detailliert für einen Roboter sind, oder ob es schlichtweg eine finanzielle Frage ist und die Installation von automatischen Prozessen zu teuer ist, für die Anzahl an Fahrzeugen die täglich vom Band laufen (ca. 20-25 pro Band, pro Tag, abhängig von der Modellreihe) dass kann ich euch nicht sagen.

Auf jeden Fall ist es auch heute noch so, dass der Bau von Freizeitfahrzeugen in Menschenhand liegt, was im Sinne von Arbeitsplätzen natürlich auch mehr als erfreulich ist. Ob sich ein weitgehend automatischer Prozess auf die Qualität auswirken würde? Diese Frage bleibt wohl ersteinmal  offen.

Knaus Tabbert hat es geschafft den Campingboom optimal für sich zu nutzen und ein rieeeeeeeesiges Umsatzplus zu erwirtschaften. Zudem ist es sicherlich nicht ohne Grund so, dass der Knaus SKY TI das meistverkaufte, teilintegrierte Reisemobil Deutschlands ist.  

Knaus Tabbert ist und wird es auch sehr wahrscheinlich bleiben, einer der ganz, ganz großen Freizeitfahrzeug Hersteller in Europa.

 

Knaus Tabbert, Erfolgsunternehmen in Jandelsbrunn

Eine der Werkshalle und die Büroräume von Knaus Tabbert in Jandelsbrunn.

 

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es einige Leute die schon seit Jahren mit ihrem “KNAUSI” unterwegs sind und während ich diesen Artikel so tippe fällt mir auf, ich persönlich kenne niemanden, der mit seinem durchaus auch schon etwas älteren Knaus, Tabbert, WEINSBERG, T@B oder Morelo komplett unzufrieden ist.

Ich selbst hätte mich damals auf der Suche nach einem passenden Wohnmobil fast auch für einen “Knausi” entschieden. Ich hatte mir das zum Verkauf stehende Fahrzeug bereits mehrfach angesehen und war eigentlich auch schon so weit mich zu entscheiden. Dann hieß es allerdings, uhhhhhhaaaaaa…. nimm lieber keinen Knaus, die sind vor einigen Jahren pleite gegangen, das könnte ein Problem geben. Vorallem wenn Du irgendwann Ersatzteile benötigst!

Tja und so wurde es dann doch kein Knausi, sondern die Omi 🙂 Ob diese Entscheidung ein Fehler war???

DAS werden wir wohl nie erfahren…

Dein Pinterest Pin zum Artikel

Nach diesem spannenden Vormittag/ Mittag ging es für Milla, den OrangeCamp Flitzer und mich weiter zum Chiemsee und was ich da erlebt habe, ist mir in knapp 6 Jahren als Alleinreisende noch nie passiert… aber das, erzähle ich euch beim nächsten mal.

 

Ganz zum Schluss vielleicht noch eine letzte Info. Natürlich könnt auch ihr eine solche Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn erleben. Allerdings ist dies nicht ganz so einfach… ihr müsst an dem Thema dran bleiben! Immer zu Beginn eines neuen Jahres gibt Knaus Tabbert die Termine zur Werksbesichtigung für Besucher bekannt und wenn ihr da interesse habt, müsst ihr einfach schnell sein!!! Denn die Tickets zur Werksbesichtigung, es gibt jedes Jahr nur wenige Termine, sind immer ganz, ganz schnell „ausverkauft“. Wer da also interesse hat, sollte zu Beginn des Jahres regelmäßig auf die KNAUS Internetseite schauen , oder mir auf FB folgen 🙂 um weiter informiert zu werden.

 

Sooooo, das war sie also, meine lange Geschichte um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung und wenn sie nicht gestorben sind, dann werden wir auch noch in 50 Jahren glückliche Camper in ihren E- Knaus, E-Tabbert, E-Weinsberg, E-T@B, E-Morelo, oder, oder, oder  durch Europa düsen sehen 😉

Bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

Du hast den ersten Teil meiner Herbsttour verpasst und fragst Dich gerade warum ich mit dem neuen OrangeCamp Wohnmobil unterwegs bin? Dann findest Du hier den kompletten Artikel „Isa fährt fremd – Herbsttour Teil 1“ 

Mittlerweile ist auch der dritte, vierte und fünfte Teil online und zudem das große Fazit zum 6 Wochen Womo Test… wie es weiter ging und warum ich als Alleinreisende am Chiemsee nicht gern gesehen war, das könnt ihr hier erfahren: https://isaswomo.de/meine-wohnmobil-herbst-tour-teil-3-chiemsee-und-alpen/

Die anderen Artikel findet ihr zudem hier: Teil 4 , Teil 5 und das große Fazit 

MEHR VON ISASWOMO – SCHAU DICH UM:

Camping Reiseziele 2019 - neue Reiseideen für Camper in Wohnmobil und Wohnwagen

Camping Reiseziele 2019

Camping Reiseziele 2019 – Länder, Regionen und Städte Tipps für Deinen Road Trip 2019. Wenn Du noch nach einem „etwas anderen“ Reiseziel in Europa suchst, welches außerhalb der Touri Hot Spots liegt, dann wirf einen Blick in diesen Artikel 😉

Gas Überfall auf Camper, furchtbares Ereignis oder Märchen?

Gas Überfälle auf Camper – Was ist wirklich dran?

Ich glaube, schon seit dem ersten Tag an dem ich mich über Camping und Wohnmobile informiert habe, habe ich auch von den “Geschichten” über mögliche Gas Überfälle beim Camping gelesen.

Aber was ist an diesen Geschichten wirklich dran?

Ich habe mich in den vergangenen Wochen durchs Netz gewühlt, mit Polizisten gesprochen und war zur Recherche für diesen Artikel sogar im Darknet unterwegs.

Camping Trend 2017

Caravan Salon – Der Camping Trend 2017

Wie jedes Jahr, zeigt der Caravan Salon natürlich auch in 2016 wieder was ab DER  Camping Trend 2017 wird! Hier aud dem C.S. seht ihr Camping Trends, Neuerscheinungen und Produkte, die erst im kommenden Jahr so richtig auf den europäischen Camping und Stellplätzen zu...
OrangeCamp… Herbsttour in einem neuen Womo Teil 1

OrangeCamp… Herbsttour in einem neuen Womo Teil 1

Werbung (Testfahrt OrangeCamp) – Puuuuhhhh… irgendwie hänge ich aktuell mit all dem, was ich euch schreiben wollte ein klitzekleines bisschen hinterher. Der Caravan Salon liegt gerade hinter uns, von Düsseldorf aus ging es für mich direkt zur Lewitz Tour und auch der Tag danach war schon wieder ganz fest verplant, denn da musste ich die Omi  zu meinem Schrauber bringen.

Diesen Termin schiebe ich ja nun schon seit Monaten vor mir her aber spätestens nachdem mir irgendein Idiot am Caravan Salon den Scheibenwischer abgebrochen hat, ließ es sich nicht mehr umgehen.

Wie schön, wenn einen genau in diesen Momenten das Glück ereilt. 🙂

Denn während ich noch nichtsahnend auf dem Weg zur Lewitz war und sich meine Gedanken eher um Themen wie „Wie lange wird die Omi in der Werkstatt stehen und was wird mich der “Spass” kosten” drehten, klingelte mein Handy und die folgende Nachricht passte wie Ar… auf Eimer.

Ich sag es ja immer, wenn es läuft, dann läuft’s und das sowohl im positiven wie negativen!

Am anderen Ende der “Handy-Leitung” meldete sich ein Verantwortlicher des Wohnmobil Herstellers OrangeCamp. Mit denen stehe ich zwar schon eine ganze Weile über die sozialen Medien in Kontakt und ich wusste, dass Nicole vom Traumtour.info Blog schon das ein oder andere gute Wort für mich eingelegt hat (Nicole, auch hier nochmal VIELEN DANK!!!!) , dennoch war für mich nicht abzusehen, dass es an diesem Tag noch so eine gute Nachricht geben sollte.

Während dieses Telefonats stellte sich nämlich schnell heraus, dass es darum gehen sollte, das OrangeCamp gerade ein neues Womo am Hof stehen hat und ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte mit diesem Womo mal on Tour zu gehen??? Hiiiiiii 🙂

Hmmmmmmm… also daaaaa musste ich schon eine ganze Weile überlegen, hatte ich wirklich Lust mit so einem heißen Flitzer los zu düsen und das auch noch geraaaaade zu der Zeit, in der die Omi in der Werkstatt steht und ich ansonsten (gezwungenermaßen) zu hause hocken müsste. Hmmmmmm, schwieeeeeerige Entscheidung, gaaaaaanz schwierige Entscheidung!!!! 🙂

Aber guuuuuuut, nachdem ich so nett gefragt wurde und ich so gar nichts anderes zu tun hatte…. habe ich besser rucki zucki zugestimmt 🙂

Juhuuuuu… ein Test Womo von OrangeCamp

OrangeCamp Braunschweig

Auf nach Braunschweig!!!

Also hieß es für mich Mittwoch Rückfahrt von der Lewitz nach Dortmund, Donnerstag die Omi weg bringen, sämtliche Klamotten aus meinem Womo ins Auto verfrachten, irgendwo eine klitzekleine Lücke für Millachen lassen und Freitag morgen ab nach Braunschweig, den Test-Flitzer abholen.

Ich sage euch, das war was!

Von OrangeCamp hatte ich vorab die Info bekommen, dass das neue Womo komplett leer sei und ich nach Möglichkeit alles was ich im Womo so benötige mitbringen sollte.  Also habe ich gepackt und gepackt… vom Teelöffel bis zum Oberbett. Es wäre natürlich deutlich einfacher gewesen, wenn ich mit der Omi nach Braunschweig gefahren wäre und hätte dann vor Ort alles nötige eben von einem Womo in das nächste geräumt. Aber das ging ja nun nicht, denn die Omi musste ja bei meinem Schrauber in Dortmund bleiben.

 

Autofahren mit Hund

Milla …. Navigator!

 

Aber iiiiiiirgendwie habe ich dann tatsächlich alle nötigen Klamotten in mein kleines Auto bekommen (auch wenn es darin aussah wie auf einem Schlachtfeld), Milla musste neben mir auf dem Beifahrersitz platz nehmen (natürlich doppelt gesichert und im Fußraum lag zudem noch das Oberbett) und so sind wir also bereits am Freitagmorgen, um kurz nach 7 Uhr, 280 Kilometer nach Braunschweig gedüst.

Während ich also den Fahrer mimte,  nahm Milla ihren Job als Navigator extrem ernst und nach nichtmal 5 Minuten hörte ich sie seelig schnurzeln, bis plötzlich mein Handy klingelte…. OrangeCamp.

Ohhhh neeee, die wollen mir jetzt aber bitte, bitte, bitte nicht sagen, dass das Fahrzeug doch noch nicht bereit steht, oder????

Aber nein,  vollkommen falsch gedacht. Auf der anderen Seite meldete sich eine junge Frau  aus dem OrangeCamp Team und wollte mich eigentlich nur schnell fragen, wann ich denn voraussichtlich in Braunschweig ankomme und ob ich irgendwelche besonderen Essenswünsche hätte.

OrangeCamp möchten mir vorher noch den Kühlschrank füllen und sie wollten nur wissen, ob das alles zeitlich passt und ob es irgendetwas gibt, was ich nicht esse mag/ kann.  

🙂 …Kommt, das ist schon sehr lieb !!!!

Aber da ich ja ein alles futterndes Ungeheuer bin, hatte ich keine speziellen Wünsche und so war das Telefonat auch schnell wieder beendet.

Bis auf 2 kleinere Staus kamen wir super gut durch, so dass Milla und ich bereits um 10:30 Uhr in Braunschweig bei OrangeCamp auf den Hof fuhren.

 

OrangeCamp 690 T

Der neue Flitzer von innen. Seht ihr das Brettechen vorne links, eines von vielen OrangeCamp Details

 

Tja da waren wir also… jetzt konnte es losgehen.

 

Direkt neben dem Parkplatz war auch schon die Anmeldung, also raus aus dem Auto und rein! Doch noch bevor ich überhaupt irgendetwas sagen konnte, sprach mich auch schon eine Angestellte an… Du bist bestimmt die Isa und möchtest eines unserer Wohnmobile abholen, stimmts?

Ähhhhhmmmm, jau… genau so ist es! 🙂 Alles klar, dann komm mal mit, dann bringe ich Dich zu unserem Chef.

Oki doki! Also zügig hinter der Dame her, einmal quer durch die Werkstatt, rein in den Ausstellungsraum. Dort angekommen wurde ich direkt von Geschäftsführer Jens Brinkmann begrüßt, ein super netter, offener und lockerer Mann, der anscheinend gar keine sorge hatte, dass er mir nun eines seiner Wohnmobile anvertraut.

 

Backofen und Grill im OrangeCamp

Die Küchenzeile im OrangeCamp… mit Backofen und Grill 🙂

 

Es folgte der typische smalltalk bei Kaffee und Keksen und mit der Zeit standen wir in einer immer größeren Gruppe um den Tresen herum und quatschten über Gott und die Welt. Das gesamte OrangeCamp Team war unglaublich nett und locker… SOOOOO EASY hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Ich habe ja vorab schwer damit gerechnet, dass ich erstmal ordentlich “eingenordet” werde von wegen…. BITTE FAHR VORSICHTIG, BITTE ACHTE AUF DIESES ODER JENES… aber da kam nichts! 🙂 Also entweder das OrangeCamp Team hat Schauspielunterricht genossen oder sie vertrauen mir und glauben fest daran, dass ich mit dem neuen “Flitzer” ordentlich umgehe. 😉

Na wenn sie sich da mal nicht täuschen 😉 🙂 😉 SCHEEEEEEERZ!!!!!

Nachdem wir dann das Thema Verträge und die ganzen Versicherungsgeschichten geklärt hatten, kam die nächste große Überraschung.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, das neue Fahrzeug für maximal zwei Wochen testen zu dürfen, aber auch in dieser Hinsicht hatte OrangeCamp noch eine Überraschung auf Lager. Denn freundlicherweise haben sie das Womo für mich nicht nur 2 Wochen geblockt, sondern direkt satte 7 Wochen. 🙂 Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet, aber ich hatte auch nichts dagegen einzuwenden. 😉

Nun gut, ich soll das Womo ja auch auf Herz und Nieren testen, das wäre ja auf einer 14 tägigen kaaaaaaauuuuuuum möglich gewesen 😉

OH, HAPPY DAY!

 

Orange Camp Wohnmobil im Test

Großer Kühlschrank, Sat Anlage, großes Bad… für mich ist der Orange Camp Flitzer echt perfekt!

 

Nachdem all diese Details also geklärt waren,  durfte ich auch endlich “mein” neues Womo (ok, ok für die nächsten 7 Wochen) sehen und ich war auf anhieb begeistert. 🙂

Bei dem auf hochglanz polierten “Flitzer” handelt es sich um das Modell 690 T von OrangeCamp auf Peugeot.

6,99 m lang, 2,98 m hoch, 156 PS schnell, max. 3,5 T, Teilintegriert, Erstzulassung 07.2018 mit Raumbad (Dusche, Toilette getrennt)  Querbett, Hubbett, Küche samt Grill und Backofen :-), reeelativ großer Sitzgruppe mit kleiner Seitenbank, Heckgarage, Sat Anlage (sogar Alden, die wissen ebens was gut ist 🙂 ), Rückfahrkamera und ganz vielen Technischen Dingen, von denen ich bisher nichtmal wusste dass es sie gibt. 🙂

Nach einem ersten Rundumblick habe ich erstmal eine ausführliche Einweisung bekommen. Ok, manche Dinge konnten wir überspringen, aber es gab doch einiges, was mir wirklich neu war. AdBlue tanken z.B. …. hab ich noch nie gemacht und natürlich ist in diesen neuen Wohnmobilen insgesamt vieeeeel mehr Technik verbaut als in meiner Omi, die läuft ja im Grunde ja komplett Technik frei.  Eigentlich ist es ja sogar so, dass ich bei der Omi ein Loch im Fahrerraum habe um mit den Füßen “anschub” zu geben. Fred Feuerstein lässt grüßen 🙂

Nachdem ich also wusste wo ich Wasser auffülle, Wasser ablasse, wie ich das Klo, die Dusche und das Hubbett nutze (irgendwann verbringe ich noch eine Nacht da oben, das könnt ihr mir glauben) und was z.B. passiert, wenn ich ADBlue tanken muss, hieß es “Feuer frei zum Einräumen”

Wie schnell ich doch sein kann, wenn es darum geht ein neue Wome einzuräumen. Zack, zack, zack… für all die Klamotten habe ich vorher Stunden gebraucht. 🙂

 

Raumbad im Womo

Für mich aktuell jeden Morgen wieder schön… der getrennte Bad/Dusch Bereich .

 

Nachdem ich das Bett bezogen und all meine Klamotten an Bord hatte gab es nur noch ein, winzig kleines, lautes und verfressenes Problem… MILLA! Hoffentlich macht sie das ganze Spielchen mit und dreht nicht panisch durch, wie zu Beginn in der Omi.

Ich habe mir vorher tatsächlich schon mehr als einen Gedanken gemacht, wie das so mit Milla wird. Die ersten Monate in der Omi waren ja wirklich graaaaauuuuusam, die kleine graue Schnauze hat so große Panik geschoben, dass ich ja zwischenzeitlich dachte, das wird niemals besser.

Aber auch kleine, alte Hundedamen können überraschen.

Nachdem sie draußen vor dem neuen Womo erstmal alles und jeden angebellt hat, sprang sie ohne weiteres ins Womo, suchte sich ihr Plätzchen und genau so blieb sie die nächsten Stunden liegen.Als hätte sie ihr leben lang nichts anderes gemacht!

 

Mit einem neuen Wohnmobil on the Road

Da ist er….. 🙂 selbst Milla kann es kaum erwarten los zu düsen. Wohnmobil auf Peugeot… Abwechslung zum typischen Fiat Ducato

 

Judas! Wenn das mal kein Verrat an der Omi ist! 😉

Tja und nachdem alles gepackt, Milla auf ihrem Platz saß und ich mich überall verabschiedet hatte konnte es losgehen…. 🙂

Fahrersitz anpassen, Navi einstellen, Milla anschnallern, Zündung an, Vorglühen… ohhhh nein, kein Vorglühen und RUMMMMM ! Läuft! 🙂 Noch schnell rechts und links winken, nicht unbedingt direkt die erste Hausecke mitnehmen und runter vom Hof, ab auf die Autobahn in Richtung Süden!

Ab auf die Autobahn, das neue Womo fährt sich einfach nur toll!

Ehrlich, ich bin ja echt kein Autofreak und mein bisheriges Leben bestand Auto technisch aus Kleinwagen oder eben einem alten Wohnmobil, aber auf dieser Fahrt konnte mir das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen 🙂

Ich sage nur ein Wort… WUUUUUUUUSCH!

 

Mit dem Wohnmobil in den Alpen

Mit dem OrangeCamp sind selbst die Alpen Strassen GAR KEIN Problem

 

Der neue OrangeCamp fährt sich einfach sooooo gut, sooooo kompfortable und vor allem sooooooo viel entspannter als die Omi! Das der Unterschied so riesig ist, hätte ich vorab selbst nicht geglaubt.

(Liebe Omi,

solltest du das hier jemals lesen, tut es mir furchtbar leid, aber ich darf ja auch nicht lügen und wenn wir beide mal ehrlich sind, dann hast Du hin und wieder schon einen gehörigen Sturkopf. Ich kann ja verstehen, dass man mit den Jahren so seine ganz persönlichen “Nickeligkeiten” aufbaut, aber du sieht…. es geht auch anders!  Trotzdem habe ich dich natürlich furchtbar lieb, Du bist wunderschön und ganz wichtig… du siehst fantastisch aus. Also glaub ja nicht, du könntest  mich hängen lassen, nur weil ich gerade fremd gehen. Solche Spielchen fangen wir erst gar nicht an! 😉 )

An diesem Tag kam es mir tatsächlich sehr gelegen, dass der neue Flitzer deutlich schneller fährt als meine Omi, denn iiiiirgendwas ist innerhalb meiner ganz persönlichen Deutschlandkunde ordentlich schief gelaufen. Mir war schon klar, dass Braunschweig etwas nördlich liegt und mir war auch klar, dass Passau etwas südlich liegt, dass diese beiden Städte allerdings 680 km trennen, das hatte ich nicht mehr so ganz auf dem Schirm.

So kam es auf jeden Fall dazu, dass ich zwei Termine für diesen Tag bzw. für das anstehende Wochenende vereinbart hatte, erst gaaaanz entspannt Womo abholen in Braunschweig 🙂 und nach Möglichkeit am Abend noch in Passau eintreffen. Hmmmmmmm? Das versprach ein langer Tag zu werden! Zumindest hatte ich aber schon vorab in Passau bescheid gegeben, dass ich es nicht zum Dinner schaffen werde, sondern erst später eintreffe.

So kam es dann, dass ich das neue Wohnmobil direkt ausgiebig während der ersten Fahrt testen konnte.

 

Querbetten im Wohnmobil

Mein 690T hat Quer- und Hubbett

 

Mehr über OrangeCamp

Ich denke wir müssen bei dem Thema ja nicht um den heißen Brei herum reden! OrangeCamp ist kein Phönix, kein Concorde und auch kein VW Bus und wer sich die Mühe macht ein bisschn nach OrangeCamp zu googlen wird schnell feststellen, dass der Hersteller in verschiedenen Foren bis vor einigen Jahren häufig schlecht abgeschnitten hat. Wer sich da umschaut wird schnell feststellen, dass OrangeCamp zu dieser Zeit in einem Rutsch mit den absoluten Camping-Einsteiger Marken genannte wurde und es immer wieder dazu kam, dass von einem Kauf abgeraten wurde.                                           

Schaut man sich aber nur die Kommentare der vergangenen 3,4,5 Jahre an, so hat sich das Bild um 180 gedreht. Ja, es gibt natürlich immer noch Leute die OrangeCamp zu den “minderen Qualitäten” zählen, aber schaut es euch selber an, fast ausschließlich sind es Kommentare nach dem Motto, ich habe von einem Bekannten gehört, der einen Bekannten hat der sagte, dass…. bla, bla, bla.

Die große Frage ist  jetzt natürlich, warum sollte sich die Qualität eines Herstellers so verändert haben, bzw. gibt es ein Begründung für diesen neuen Weg?

UND JA, DIE GIBT ES!!!!

Jens Brinkmann startete bereits 1987 mit dem An- und Verkauf von Wohnwagen. Aus diesem Geschäfte entwickelten sich immer weitere Zweige bis es letztendlich 2006 dazu kam, dass die Marke OrangeCamp ins leben gerufen wurde.

OrangeCamp hat früher hauptsächlich im Ausland produzieren lassen, hatte ausländische Zulieferer und hat insgesamt wenig Wert auf die “kleinen feinen Details” gelegt. So kam es eben dazu, dass das Preis/ Leistungsniveau etwas geringer ausgefallen ist, die Qualität aber auch nicht unbedingt überzeugen konnte.

Bereits 2009 ging dann aber ein Ruck durch die gesamte Firma.

Es wurden neuen Leute eingestellt und vor allem hat man sich dazu entschlossen KOMPLETT in Deutschland produzieren zu lassen und die letzten feinen Details selber in der Tischlerei in Braunschweig durchzuführen.  So kommt es eben auch dazu, dass OrangeCamp mittlerweile Details anbieten kann, die es so bei keinem anderen Hersteller gibt, wie z.B. die wechselbaren Schneidebretter oder die Verlängerung der “Arbeitsplatte”. Hinter dem Hauptsitz in Braunschweig steht eine Tischlerei, die Wohnmobile werden also bei namhaften Herstellern in Deutschland gebaut und bekommen dann über die Tischlerei noch einige Besonderheiten.

Davon abgesehen gibt es bei  OrangeCamp noch einen entscheidenden Unterschied zu fast allen anderen Herstellern. Wer ein OrangeCamp Reisemobil bestellt, kann direkt beim Hersteller selbst kaufen. Dadurch sind auch Sonderwünsche viel leichter zu realisieren, als wenn der Kauf über ein großes Freizeitfahrzeuge Zentrum läuft.

Ihr möchtet noch mehr Infos zu OrangeCamp? Dann schaut mal hier: http://orangecamp.de/brinkmann-caravan/reisemobile-guenstig/

 

Campingblogger bei der Arbeit

Fleißig, fleißig…. ich genieß die Zeit in dem Womo momentan ETREEEEM!

 

Weiter nach Passau

Ich kann euch zumindest sagen, dass ich während der gesamten 680 km meine Ohren gespitzt habe, wann denn nun das bekannte rattern der Duschtüren, der Fliegengitter oder Schranktüren beginnt und wie soll ich es sagen…. kein Rappeln, kein Scheppern…. NICHTS! Egal ob ich im vierten Gang durch Autobahn Auffahrten gedonnert bin, ob mit 150 im 6. Gang an LKWs vorbei getuckert bin oder mit 30 km/h über dunkle Passauer Feldwege gefahren bin… es gab kein Rattern!!! Kein einziges Mal!

Gut, nun bin ich ja auch gerade mal einige Tage mit dem neuen Wohnmobil unterwegs, darum stelle ich meine endgültige Meinung zum Thema “Rappel, Rattern, Fahrgeräusche” noch einige Wochen zurück und wir sprechen in knapp 6 Wochen nochmal über das Thema.

Was ich allerdings bereits jetzt sagen kann ist, dass sich das Womo insgesamt extrem gut fährt.  Das kompletten Fahren ist deutlich entspannter, wenn man auch mal eben aufs Gaspedal drücken kann um einen LKW locker flockig zu überholen, ohne erst vorsichtig voraus zu schauen, ob es vielleicht auf den nächsten 3 km einen Berg hoch geht. Dasselbe gilt für die  Autobahn Beschleunigungsspur, bzw, das Auffahren auf eine Autobahn. Wieeeeee oft bin ich schon mit der Omi ewig lange über die eigentliche Auffahrt heraus gefahren, weil links neben mir ein LKW war der nicht rüber ziehen konnte, ich aber mit dem Womo auch nicht aus dem Quark kam und mich dann irgendwann hinter dem LKW einordnen konnte. All diese Situationen gibt es bei einem solchen Flitzer nicht und das hebt den Reisekomfort insgesamt schon ganz, ganz extrem!

Ehrlich, mit der Omi wäre es für mich eigentlich ausgeschlossen an einem Tag knapp 700 km zu fahren. Das würde ich erstes zeitlich, also von der Geschwindigkeit nicht schaffen, noch viel größer wäre aber das Problem, dass mich das Fahren mit der Omi echt anstrengt, nach 300-400 km bin ich platt und an diesem besagten Freitag bin ich ja schon gut 280 km von Dortmund bis nach Braunschweig gefahren. Ein ähnliches Problem gibt es natürlich mit der Omi und den Bergen. Ich meine, ich bin jetzt nicht ganz unüberlegt in den Süden getuckert und nachdem ich in Passau war, bin ich endlich mal weiter in die Alpen abgebogen. Solche Strecken traue ich der Omi einfach nicht mehr zu und ich habe größten bammel irgendwo am Berg stehen zu bleiben und nicht hoch zu kommen. Tja und da ich die Alpen bisher komplett außen vor gelassen habe, fahre ich eben jetzt mit dem neuen 690 T in die Alpen, clever oder?! 🙂  

Natürlich hat sich die Strecke nach Passau auch mit dem OrangeCamp gezogen und ja, vor allem die letzten 100 km mit gefühlten 38 Baustellen waren echt nervig, aber mit 2 ordentlichen Pausen war ich immerhin um 21:30 Uhr in Passau, gerade pünktlich um noch den anderen Bloggern, Händlern und Herstellern schnell “Hallo” zu sagen.

 

Passau war super…. aber ihr könnt gespannt sein, wie es weiter geht!

 

… und dann noch AdBlue

Ich wäre sogar bestimmt noch 30 Minuten eher in Passau gewesen, wenn nicht ungefähr 2 Minuten nachdem ich von einer Tankstelle kam, das AdBlue Lämpchen im Bordcomputer aufgeleuchtet hat. Bei der Einweisung von OrangeCamp haben sie mir zwar gesagt, dass ich dann immer noch fast 1000 km fahren kann, aaaaaber… ich habe ehrlich gesagt noch an keiner kleineren, einfachen Tankstelle den Hinweis auf AdBlue gesehen. Jetzt muss ich aber auch dazu sagen, dass ich bisher nie danach gesucht habe. Aber aufgefallen ist es mir zumindest nicht und da ich nicht wusste, wie das so mit den Tankstellen in Passau ausschaut, bin ich also am nächst größeren Rasthof wieder abgefahren und habe mich auf die Suche nach der AdBlue Zapfsäule begeben.

Tja und ich habe gesucht und gesucht und gesucht und habe ich sie gefunden???… NEIN! Erst nachdem ich im Rasthof fragen gegangen bin, hat  mir die Tankstellen Angestellte erklärt, dass ich die Zapfsäule irgendwo ganz hinten bei den LKWs finde.

Alles klaro… also rucki zucki 10 Liter AdBlue getankt (dann war der “Tank” voll) und gekostet hat das ganz 7,60 Euro… glaube ich.

So war das also, mein erstes mal mit AdBlue 🙂

Ein Wohnmobil zum testen - OrangeCamp

Dein Pinterest Pin zum Artikel

Das Wochenende in Passau war dann sehr, sehr nett. Ich habe viel von der Stadt gesehn und wahrscheinlich das typische Pssauer Touri Programm absolviert, Dom, Donau, Trachten.

Am Montag stand dann noch die Werksbesichtigung bei Knaus Tabbert in Jandelsbrunn auf meinem Programm.

Warum diese Geschichte “Werksbesichtigung” aber mittlerweile seit über drei Jahren läuft, was ich alles hinter den Kulissen gesehen habe und erleben durfte, wie es mit der Omi weitergeht, warum ich ständig meinen Schrauber am Telefon habe und vor allem wie es danach für Milla, den heißen neuen Flitzer und mich weiter ging und wo wie die Nächte verbracht haben,  daaaaaas erzähle ich euch in den nächsten Teilen meiner Herbsttour im OrangeCamp.

Also ihr könnt gespannt sein… ich habe schon mehr als einen Knaller in den letzten Tagen  erlebt!

Bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

👩🏼‍💻🚐💨📍 Hier findet ihr Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 und Teil 5 und das große Fazit zum Womo im 6. Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp durch die Alpen! 👩🏼‍💻🚐💨📍

MEHR VON ISASWOMO – SCHAU DICH UM:

Roadtrip-aber günstig! Kleines Budget, lange Reisen

Günstig und lange on the Road sein, genau darum wird es heute gehen!   Doch bevor wir zum Thema kommen, noch 2-3  Sätze zum neuen IsasWomo. Die letzten Tage war es hier etwas ruhiger, aber das schien nur auf den ersten Blick und vor den Kulissen so! Denn wie ihr...
Caravan Salon Highlights der ersten Messetage

Caravan Salon Highlights – die ersten Tage der Messe 2018

Der Caravan Salon 2018 ist aktuell 4 Tage alt... Zeit für einen ersten kleinen Messeüberblick.... meine Caravan Salon Highlights der ersten Tage. Ein Großteil meiner Kollegen hat ja bereits fleißig in die Tasten gehauen, aber ich sag es euch ehrlich... ich...
Hilfe für Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern

Fragen von Wohnmobil / Wohnwagen Anfängern – Antworten für die ersten Reisen

Du bist Wohnmobil oder Wohnwagen Anfänger und hast 1000 Fragen in Deinem Kopf? Eigentlich freust Du dich auf Deine erste Tour, aber irgendwie ist Dir auch ein bisschen „mulmig“? Dann bist Du hier genau richtig. Ich beantworte Deine Fragen und habe einen Umfassenden Ratgeber erstellt. Schau einfach mal vorbei:

Ein PKW für’s Wohnmobil – die leichte Alternative

Ein PKW für’s Wohnmobil – die leichte Alternative

Ein PKW für’s Wohnmobil – Als ich im Januar auf der Messe in Stuttgart unterwegs war, wurde ich zum erstenmal auf ein “Problemchen” aufmerksam, dass ich bis dahin noch nie richtig bedacht hatte. Auch wenn es meine finanziellen Möglichkeiten sprengt, schaue ich mich natürlich gerne bei den “Schönen und Reichen” um… ich spreche von Wohnmobilen (!), von Concorde, Phönix, Morelo, Niesmann Bischoff oder, oder.

Das es bei den allermeisten kleinen 3,5t Wohnmobilen ein erhebliches “Gewichtsproblem” gibt, ok das ist bekannt. Die Zuladungsgrenze bei diesen kleinen Wohnmobilen ist oftmals so gering, dass man nach dem Einbau von Markise, Solar, Sat Anlage usw. vielleicht noch 3 T-Shirts und 2 paar Socken einpacken kann, sonst ist das Womo bereits überladen.

Was ich aber bis dato nicht wusste, bzw. an was ich nie gedacht hatte, dass es dieses Problem sogar bei den „highclass“ Reisemobilen bis 7,5t gibt und zwar oftmals dann, sobald das Thema „PKW für’s Wohnmobil“ im Raum steht.

 

ECHT JETZT??? „Gewichtsprobleme“ bei den 7,5t „Luxus-Womos“?

 

Wohnmobil KFZ Anhänger - richtiges PKW für's Wohnmobil

Nicht ohne Grund sind die Luxus-Womo- Hersteller auf die kleinen, besonders leichten PKW’s aufmerksam geworden

 

Ich meine jetzt mal ehrlich…

Wenn man so über die verschiedenen Messen schlendert und dort die tollen, riesigen und schweine teuren Wohnmobile samt PKW (Garage) im Heck sieht, habt ihr da schonmal an die Zuladungsgrenzen gedacht? Ich ganz sicher nicht! Irgendwie habe ich immer gedacht, sobald man über die 3,5t Grenze kommt, hat sich das Problem mit der Zuladung eigentlich erledigt. 

Jetzt stelle man sich mal vor, man kauft sich ein solches premium Womo mit Heckgarage, auf welches man Jahre oder Jahrzente hin gespart hat. Man freut sich darüber, dank des PKW’s ab sofort extrem mobil unterwegs sein zu können und dann stellt sich herraus, dass die Zuladungsgrenzen so gering sind, dass ein handelsüblicher „Kleinstwagen“ schon für größere Probleme sorgt.

Selbst die bekannten Zweisitzer die in der Stadt quer auf dem Bürgersteig stehen können, sind schlichtweg zu schwer.

 

Ein Auto fürs Wohnmobil

So stand der kleine Ligier auf der Messe in Stuttgart

 

Tja und nun? Rettung „Leichtkraftfahrzeug“ ?!

 

Und während ich so über die Messe schlenderte, viel mir ein Auto auf, dass ich bis dato nicht kannte, bzw. nie auf dem Schirm hatte.

Diese kleinen, besonder leichten Autos stammen von z.B. Ligier und ich bin mir sicher, ihr kennt sie alle, allerdings aus einem ganz anderen Bereich. Dabei sind mittlerweile sogar die großen Luxus-Womo Hersteller auf diese Fahrzeuge aufmerksam geworden.

Denn schau an, schau an…  es gibt einige Hersteller die das Zuladungsproblem beim Thema „PKW für’s Wohnmobil“ so ernst nehmen, dass sie ihre Fahrzeuge auf Messen direkt mit Leichtkraftfahrzeug ausstellen. 

Ja, früher waren Leichtkraftfahrzeuge bekannt für diese typischen “behinderten Autos”. Die kleinen Kugeln auf 4 Rädern, mit dem dicken 5 km/h zeichen auf der Heckscheibe. Doch mittlerweile hat sich das Design und die Technik dieser Fahrzeuge so verändert, dass von außen nicht mehr zu erkennen ist, dass es sich um ein besonders leichtes Auto handelt. Die Fahrzeuge sehen klasse aus, wie ein typischer, stylisher Kleinwagen eben.

Von dem Design eines früheren “behinderten Autos” ist also tatsächlich nichts mehr zu sehen, ganz im Gegenteil!

Die Ligier Group, das Unternehmen welches für den Bau solcher modernen Fahrzeuge zuständig ist, kommt eigentlich aus dem Formel 1 und Sportwagen Bereich. Bereits 1980 begann Ligier mit dem Bau der Leichtkraftfahrzeuge und weitete den Markt Schritt für Schritt  aus. Mittlerweile hat die Ligier Group mehr als 250 Mitarbeiter und erstellt ca. 15.000 Fahrzeuge im Jahr. Alleine im Jahr 2015 (aktuellste Zahlen die ich finden konnte) konnte die Marke einen Zuwachs von 35% erringen.

Durch die Leichtbauweise haben diese Fahrzeuge den extremen Vorteil, dass sie ein Leergewicht von nur max. 350 kg haben. Das Leergewicht eines typischen Kleinstwagen liegt bei 850-1115 Kg! Ihr seht, das ist schon ein erheblicher Unterschied.

Bevor ihr jetzt denkt, alles gut und schön, aber bevor ich mit so einem  Auto mit satten 15 km/h über den Seitenstreifen tucker und den ganzen Verkehr aufhalte muss die Welt schon untergehen… auch diese Bedenken kann ich euch nehmen. 🙂

Mir selbst ist (mehr oder weniger) jeden Tag aufs neue ALLES mögliche peinlich und JA (!), ich kann jeden verstehen, der sich niemals in so ein ehemaliges kleines, langsam tuckerndes Auto setzten würde. Ich hätte wohl immer das Gefühl, ich halte den gesamten Verkehr auf und säß durchgehend mit einem hochroten Kopf hinter dem Lenkrad.  Die modernen “Leichtkraftfahrzeuge” erreichen mittlerweile aber eine Geschwindigkeit von knapp 50km/h und jetzt mal ehrlich… wann fährt man innerhalb von Städten schon schneller?

Klar ist natürlich und darüber müssen wir nicht streiten, mit einem solchen Auto fährt man keine 500km! Aber gerade für den “normalen” Wohnmobilisten ist das ja auch eigentlich nicht das Thema. Wer ein solches Fahrzeug im Womo (oder natürlich auch hinten auf einem Anhänger) mit on Tour nimmt, möchte möglichst einfach die Umgebung erkunden.  Vor Ort mobil sein, das Womo auf einem Campingplatz abstellen und dann mit dem Auto die Umgebung erkunden, dafür ist so ein Kleinstwagen perfekt und genau für solche Zwecke sind die kleinen, spritzigen Autos super.

Isa goes Probefahrt! 🙂

Ich selbst durfte vor einigen Wochen mit einem solchen Fahrzeug mal eine Testfahrt starten, einmal quer durch die City, Einkaufen und wieder zurück. Ich kann euch mit bestem Gewissen sagen, ich konnte eigentlich keinen Unterschied zu einem „normalen“ Kleinwagen feststellen. Gerade nach einer Ampel Rotphase kam der Kleine durch sein geringes Gewicht so schnell “in Schwung”, da konnten die Anderen nur staunen.

Das eeeeeeinzige was mir ein bisschen negativ aufgefallen ist, ist die Lautstärke des kleinen Ligiers. Gut, also mein aller, aller erstes Auto mit 18 Jahren war ein Seat Marbella! 🙂 Der sah genauso aus wie ein Fiat Panda und diese Karre war wirklich laut (und trotzdem war ich auf mein kleines Auto stolz wie Oskar! 🙂 ). Im Gegensatz dazu ist die Lautstärke des Ligiers natürlich nichts! Vergleicht man ihn aber mit anderen Fahrzeugen der selben Größe, ist er schon lauter. Es ist nicht so, dass man sich nicht unterhalten könnte oder so, das wäre übertrieben, aber wenn ich einen Punkt „kritisieren wollen würde“, dann wäre es eben die Lautstärke.

Man muss natürlich bedenken, es ist eben ein Leichtkraftfahrzeug und dementsprechend wenig Dämmung wurde in diesen Fahrzeugen verbaut. Das ist für mich allerdings der einzige Punkt, den ich etwas “bemängeln” könnte, ansonsten hatte ich auch nach meiner „Ligier Probefahrt“ nichts zu meckern.

Auto fahren ab 16 Jahren

Ich würde einfach mal ganz dreist behaupten, gerade in der Womo Welt ist die Idee der Leichtktaftfahrzeuge noch relativ neu oder gar unbekannt.  Dennoch war Ligier in den vergangenen Wochen häufig in den Medien. Vielleicht seid ihr beim Lesen der Bild, Bunte oder Gala bereits über diese Marke und ein solches Fahrzeug gestolpert, denn die Autos haben einen Vorteil der sie in Deutschland fast einzigartig macht.

Dadurch, dass es in Deutschland bereits 16 Jährigen erlaubt ist mit einem Mopedführerschein kleine Motorräder zu fahren, ist es ihnen auch erlaubt bereits ab 16 Jahren mit diesen Autos durch die Gegend zu cruisen! 

In einigen Bundesländers und in z.B. Frankreich ist es den Jugendlichen sogar bereits erlaubt ab 14 (bzw.15) Jahren den Mopedführerschein zu machen und danach auch so ein Auto zu fahren. So kam es kürzlich dazu, dass Davina Geiss (ihr wisst schon, die Tochter der Geissens, Roooooooooooobert!)  ihr erstes Auto mit 14 Jahren bekam.

Mein Gott, was wäre das cool gewesen, wenn ich bereits mit 16 Jahren ein solches Auto gehabt hätte. Da wäre ich aber nochmal 10 mal lieber zur Schule und zum Training gefahren 😉

Diese Altersgrenze ist sicherlich ein Punkt, der für die meisten Wohnmobilisten relativ egal sein wird… es sei denn, ihr habt Kinder oder Enkel im Teenager Alter. Meine damalige beste Freundin (also im Alter von 16 Jahren meine ich) wohnte in Altena bei Lüdenscheid und ich kann mich noch gut daran erinnern, was für ein Akt es für uns war, gerade an den Wochenende aus Altena raus zu kommen. Der Bus nach Lüdenscheid fuhr genau zweimal am Tag. Morgens hin und am späten Nachmittag wieder zurück. Abends nochmal raus, in der Stadt eine Cola trinken, mal eben ein Video ausleihen oder gar andere Freunde treffen… absolut unmöglich!

Da Julia mit mir zusammen Leichtathletik betrieben hat, gab es  innerhalb der Saison fast mehr Wochenenden die sie bei mir in Dortmund verbracht hat, als bei ihren Eltern in Altena. Wer in solchen Regionen lebt, nicht komplett vom Taxidienst Mama und Papa abhängig sein möchte und verantwortungsbewusst mit einem Auto umgehen kann, für den ist ein solches Auto natürlich super.

Und nur um das nochmal zu betonen… die Autos sehen wirklich gut aus! Ein Mensch wie Davina Geiss würde ganz sicher nicht mit einem Auto samt “behinderten Charm” über die Straßen Monacos tuckern! Und bevor das jetzt jemand falsch versteht, das war keine Kritik an Davina Geiss! Ich kann nur definitiv sagen, ich wäre mit 16 Jahren niemals mit einem normalen “behinderten Auto” gefahren. Als Teeny schämt man sich nunmal in Grund und Boden für alles was nicht total normal oder extrem “stylish” ist.

Abgesehen vom Gewicht und der Altersgrenze haben die Leichtkraftfahrzeuge aber noch weitere Vorteile:

  • freie Fahrt in und durch sämtliche Umweltzonen
  • die Karosserie besitzt eine Sicherheitsfahrgastszelle
  • die Autos sind im Unterhalt extrem kostengünstig, da sie von der Hauptuntersuchung und der dementsprechenden Zulassung befreit sind. Es ist nur eine Versicherung notwendig und da sprechen wir von ca. 65 Euro im Jahr.
  • Durch die Leichtbauweise verbraucht ein Fahrzeug nur ca. 3 Liter auf 100km.
  • Thema Sicherheit – Ligier bietet als einziger Anbieter Seitenaufprallschutz und Airbags an

 

Fazit – Ein PKW fürs Wohnmobil

 

Ganz gleich ob es darum geht einen kleinen PKW in der Heckgarage eines Wohnmobils zu transportieren oder um den Transport auf einem extra Anhänger. Ligier bietet durch seine Leichtkraftfahrzeuge eine echte Alternative zu bekannten Herstellern aus dem Kleinstwagen Segment.

Vor allem als Zweitwagen bzw.  “Stadtwagen” ist ein Ligier / Microcar super geeignet, er ist klein, “spritzig”, modern und eben ganz besonders leicht. Dennoch wurde auch auf die Sicherheit geachtet und durch verschiedene Zusatzausstattung kann “der Kleine” mit anderen Herstellern mithalten. Egal ob Multi Media Sound Systeme, Lederausstattung, Klimaanlage. Videorückfahrsystem oder Easy Park System… ihr könnt das Fahrzeug mit allerhand Technik ausstatten.

 

Die Ligier Group bietet verschiedene Modelle an, vom Einsteigermodell Microcar Due, über den “stylishen” Ligier JS50, bis zum z.B. Microcar Go, der extra höher gebaut ist,  besonders viel Stauraum bietet und damit eher ältere Menschen anspricht. Es gibt also verschiedene Modelle, Preisstufen und Ausstattungspakete.

Auto, Wohnmobil und ein Road Trip mit Womo und Pkw

Für Pinterest – Eine echte Alternative für alle die samt Auto auf Wohnmobiltour gehen.

Selbst einen kleinen Transporter bzw. LKW gibt es mittlerweile. Dieser wird (laut Ligier Group)  vor allem von kleinen Handwerksbetrieben gekauft. Dank der Erlaubnis die Fahrzeuge bereits ab 16 Jahren zu fahren, können sogar Lehrlinge wichtige Produkte von A nach B bringen. 

Da die Modelle und Ausstattungen so extrem verschieden sind, ist es für mich ganz schwer einen Preis zu nennen. Ich kann aber sagen, die Preise für einen Neuwagen beginnen bei ca. 8500 Euro.  

Mittlerweile gibt es bereits mehr als 750 Verkaufsstellen in ganz Europa. Wenn ihr auf der Suche nach einem passenden, besonders leichten Auto für’s Wohnmobil, für einen KFZ Anhänger, für die Mobilität eures 16 Jährigen Teenagers oder einem kleinen Zweitwagen für die City seid, dann schaut euch die kleinen Flitzer von Ligier bzw. Microcar doch einfach mal an.

Vielleicht ist das genau die Alternative, die für euer Womo am besten in Frage kommt. Wenn ihr euch jetzt weiter mit dem Thema beschäftigen möchtet, Modelle und Preise vergleichen wollt oder auf der Suche nach einem passenden Händler das Netrz durchforstet, dann findet ihr alle weiteren Informationen hier: Homepage Ligier Group

Ich wünsche euch viel Spaß und egal ob neues „Luxus-Womo“ oder „alte Omi“… viel Spaß on Tour und bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

 

MEHR VON ISASWOMO – SCHAU DICH UM:

So wird Dein Womo winterfest

So wird das Womo winterfest …

Es herbstet und wieeeeeeee.... und da langsam die Temperaturen deutlich fallen, kommt die Zeit in der entweder die Saisonkennzeichen ablaufen und Womos langsam "eingemottet" werden, oder aber (so wie bei mir)  zwar " durchgefahren" wird, aber die Wohnmobile und...
CaraMaps, ein wirklich innovativer Stellplatzanbieter

*Neue Stellplätze durch CaraMaps – Gewinnt 10 x einen Premium-Account für 1 Jahr

Vor einigen Wochen erreichte mich eine Mail von CaraMaps und ehrlich gesagt, das erst was ich dachte… hmmmm, ooooch neeee, schon wieder einer dieser 100.000 Stellplatzs Apps! Benötigen wir wirklich noch mehr Stellplatzführer??? Ich war eigentlich schon dabei das...
Ein PKW für's Wohnmobil

Ein PKW für’s Wohnmobil – die leichte Alternative

Wusstest Du, dass selbst die 7,5t „Luxus-Wohnmobile“ ein Problem mit dem zulässigen Gesamtgewicht haben? Nämlich häufig dann, wenn die Möglichkeit besteht einen kleinen Flitzer in der Heckgarage mitzunehmen. Die Frage nach dem Gewicht stellt sich natürlich auch, wenn Du einen Kleinwagen auf einem extra Anhänger hinter dem Womo ziehen möchtest, denn viel Gewicht bedeutet natürlich auch höhere Dieselkosten. Aber spätestens seit der Messe in Stuttgart wurde ich auf eine leichte Alternative aufmerksam, die ich Dir hier unbedingt vorstellen möchte.

Das Märchen vom Notfallhammer

Das Märchen vom Notfallhammer

Ich mag kaum glauben was ich gerade im TV gesehen habe – das Märchen vom Notfallhammer!

Eigentlich war dieser Artikel überhaupt nicht geplant, aber nachdem was ich gerade gesehen habe, musste ich einfach zum Laptop greifen und beginnen zu tippen.

Ihr kennt sie sicherlich alle… diese kleinen Notfallhammer die es z.B. in jedem Bus oder in jeder Bahn gibt, um nach einem Unfall oder wenn plötzlich ein Feuer ausbricht, die Scheiben einzuschlagen. Dieser Hammer hat grundsätzliche auf einer Seite ein relativ spitzes Ende aus Metall und manchmal sind im Griff noch weitere „Werkzeuge“ integriert.

Ich habe tatsächlich einen solchen Hammer griffbereit im Womo Führerhaus als auch in der Ablage des PKWs liegen. Beide Hämmer haben neben dieser Spitze zum Scheibe einschlagen, auch noch einen Gurttrenner, also eine scharfe Klinge, mit der ich im Notfall den Gurt durchsäbeln kann.

 

Ausgebrannter Bus... könntest Du helfen?

Sicherlich kommt so ein Fall sehr, sehr selten vor… ZUM GLÜCK! Aber sollte man sich oder andere Retten müssen, gibt es mir ein gutes Gefühl überhaupt helfen zu können! Photo by ActionPhotos – Unsplash.

 

Gut, mir ist schon klar, dass ein „Notfall“ in dem ich dieses Werkzeug benötige wahrscheinlich sehr, sehr  selten vorkommen wird! Und dennoch habe ich mir dieses Werkzeug bewusst gekauft. Es muss sich ja gar nicht um eine eigene Notsituation handeln, auch andere Verkehrsteilnehmer können verunglücken und wer weiß es schon, vielleicht komme ich ja wirklich einmal in eine solche Horror Situation?! Mir gibt es zumindest ein besseres Gefühl, wenn ich zumindest glaube helfen zu können.

Klar, es muss  sich schon um eine extrem Situation handeln in der man sich befindet, um einen solchen Hammer zu benötigen (ich denke da z.B. an einen Unfall, verbogene Türen und plötzlich fängt das Fahrzeug an zu brennen, auch wenn ich weiß, dass dies nur sehr, sehr selten vorkommt. Oder ich denke an einen Unfall der mich samt PKW oder Womo in einen See befördet. Durch den Wasserdruck bekomme ich die Türen nicht mehr auf und die elektrischen Fensterheber sind ebenfalls ganz schnell defekt, sobald Wasser in die Elektrik eindringt.)

Wir müssen aber sicherlich nicht darüber disskutieren, dass so ein Notfallhammer (ZUM GLÜCK) nur sehr, sehr selten zum Einsatz kommen wird.

Allerdings bin ich bei dem ganzen Thema auch etwas „vorbelastet“. Denn ich kann euch verraten, dass eines meiner engsten Familienmitgliedern vor einigen Jahren einen schweren Unfall eines anderen PKWs miterlebt hat.

Abends, es war schon dunkel und mitten in einem Dortmunder Vorort, fuhr dieses Auto mit wahrscheinlich überhöter Geschwindigkeit über eine Fußgängerinsel, überschlug sich, schlidderte noch einige Meter weiter und hat direkt begonnen zu brennen.

Ich möchte gar nicht weiter auf die ganzen schlimmen Details eingehen, nur so viel… es befanden sich zwei Personen in dem Fahrzeug, eine Person war anscheined schwer verletzt aber noch bei bewusstsein. Es gab keine Chance die verkeilten Türen zu öffen, weil das Fahrzeug a) so verbogen war, b) es niemand geschafft hat die Fenster einzuschlagen und c) sich die Flammen recht schnell ausbreiteten.

Natürlich wurde die Feuerwehr direkt informiert und sowohl mein Verwandter als auch seine Frau,  sind sofort aus ihrem eigenen PKW ausgestiegen und zu dem Auto gerannt, aber sie konnten einfach nichts tun. Sie standen ein paar Sekunden vor dem Auto und konnten nichts tun! Noch bevor die Feuerwehr da war, stand das gesamte Auto in Flammen.

Die beiden Menschen in dem Fahrzeug hatten keine Chance …

Es hat Monate gedauert, bis meine Verwandten die Bilder „verdaut“ hatten. Und bevor jetzt irgendwer sagt, das gibt es doch nicht… ich schwöre euch hoch und heilig, dass es genau so war. Das ganze ist jetzt vielleicht 4-5 Jahre her.

Dieser Vorfall war zumindest der Auslöser, der dafür gesorgt hat, dass in unseren Fahrzeugen stehts so ein Hammer liegt. Denn sollte ich jeeeeeeemals in eine solche Situation kommen (ich sage ja, es muss schon sehr, sehr großes Pech sein und andersherum eine extrem glückliche Situation, wenn man nach einem solchen Unfall überhaupt noch helfen kann), ist es doch gut einem anderen (oder mir),  mit einem gezielten Schlag helfen zu können.

 

Feuerwehr und der Notfallhammer

Manchmal kommen selbst die schnellsten Retter zu spät… Photo by Kevin Wilson – Unsplash

 

Dachte ich zumindest bis gerade eben… das Märchen vom Notfallhammer

 

Durch Zufall habe ich gerade die Sendung Auto mobil auf VOX gesehen… es ist wirklich Zufall, denn diese „Auto“ Sendung sehe ich sonst nie… nie, nie, nie!

Dort wurde allerding gerade ein Test durchgeführt, bei dem es um ein sinkendes Auto ging, weil es jedes Jahr wieder zig Menschen gibt, die samt ihres Autos in Seen oder Flüssen ertrinken. Während dieses Tests wurden auch ganz normale Passanten auf einem Supermarkt Parkplatz geftagt, ob sie versuchen würde, mit einem Notfallhammer und anderen Dingen, die Seitenscheibe eines Autos einzuschlagen …

KEINER DER PASSANTEN HAT ES GESCHAFFT! KEINER!!!! 

Egal ob ältere Frau, oder junger, fitter Typ, keiner der Passanten konnte mit einem solchen Notfallhammer die Scheibe einschlagen! Schon gar nicht. wenn die Leute dabei selber im Auto saßen. Ein junger Mann hat es mit dem Pinn der Kopfstütze geschafft, aber eherlich gesagt, sah das eher nach Zufall aus.

Man überlege sich jetzt mal, das Auto ist auch noch verbeult, man hatte gerade einen schweren Unfall oder das gesamte Fahrzeug liegt  seitlich auf der Strasse… da hat man anscheinend auch mit Notfallhammer absolut keine Chance!

Nach diesem ersten Test wurde dann ein Auto (samt Profi-Taucher) in einen See bei Bonn zu Wasser gelassen. Auch hier sollte der Profi-Taucher versuchen, die Seitenscheibe des Autos mit dem Notfallhammer einzuschlagen. Einmal sowohl unter Wasser, als auch während das Wasser in das Auto einströmte. Aber auch da… KEINE CHANCE! Anscheinend sind diese Notfallhammer doch weit aus „schlechter“ zu nutzen, als man denkt… oder zumindest als ICH bisher dachte! Ich habe immer angenommen, ein gezielter, kräftiger Schlag genügt… falsch gedacht!

Die Leute haben wirklich kräftig auf die Scheiben eingedroschen, aber es tat sich gar nichts.

Richtig helfen bei Wohnmobil oder PKW Unfall

Wenn ein Fenster eingeschlagen werden muss, dann IMMER das Seitenfenster! Die Windschutzscheibe besteht aus doppelt verklebten Sicherheitsglas, das zerspringt nie! Photo by Carlos – Unsplash

Doch neben diesem Notfallhammer, wurden auch andere Dinge und Produkte getestet und es gab einen ganz klaren Testsieger.

 

Ein kleiner, kostengünstiger Lebensretter.

 

Und zwar nennt sich dieses kleine, hilfreiche Ding „FEDERKÖRNER“

Im Grunde handelt es sich nur um einen kleiner spitzer Bolzen. Sobald dieses kleine Ding auf eine Scheibe aufgesetzt wird und man ihn gegen die Scheibe drückt, drückt man auch den Bolzen gegen die Scheibe. Dieser Druck reicht schon aus um „im handumdrehen“ die Scheibe zu zerbersten. Dies funktionierte sowohl an Land, als auch unter Wasser problemlos!

 

Diesen kleinen Lebensretter gibt es in unzähligen Variationen, unter anderem auch ganz einfach als Änhänger für den Schlüsselbund. Noch einfacher geht es also kaum!

 

Ich habe soeben genau das identische kleine Ding aus dem VOX Betrag auf Amazon bestellt, kostet keine 10 Euro!

*

Angebot:

Resqme GBO-RQM-ROT Das Rettungswerkzeug als Schlüsselanhänger, Rot, 1er-Set

Resqme GBO-RQM-ROT Das Rettungswerkzeug als Schlüsselanhänger, Rot, 1er-Set
  • Wird als Schlüsselanhänger an den Autoschlüssel gehängt.
  • Integrierter Clip, der es erlaubt, resqme jederzeit direkt vom Schüsselbund abzuziehen - der Gurtschneider ist sofort einsatzbereit
  • Für den Nothammer drücken Sie einfach den schwarzen Kopf des resqme gegen die Seitenscheibe bis der verborgene Bolzen, der durch eine Feder im Inneren gespannt ist herausspringt und die Scheibe zerbricht.

 

 

Vielleicht habt ihr ja auch bisher immer gegelaubt, dass so ein Notfallhammer  ziemlich problemlos „funktioniert“ und seid, so wie ich, dem Märchen Notfallhammer auf den Leim gegangen. Für mich waren diese Infos zumindest ganz neu und ich konnte es kaum fassen. Da denkt man doch… ok für den absoluten Notfall bin ich safe… und dann bekommt man mit dem Ding nicht eine Scheibe eingeschlagen.

Dieser kleine Federkörner ist für so kleines Geld zu bestellen und zudem noch griffbereit am Schlüsselbund zu tragen… einfacher geht es ja kaum.  Ach so und einen Gurtschneider hat dieses Ding aus der Amazon Anzeige auch noch.

Den VOX „Auto mobil“ Beitrag könnt ihr euch aktuell nochmal selber anschauen, allerdings glaube ich, dass dieser nur nur bis zum 15.04.2018 kostenlos in der VOX Mediathek zu sehen sein wird. Hier der Link zur richtigen Seite, ihr müsst nur noch nach dem Video mit dem Taucher bzw. Unterwasser Auto ausschau halten.

Homepage VOX Auto mobil

 

Notfallhammer - Unfall mit Wohnmobil oder PKW

Das Märchen vom Notfallhammer. Der Pinterest Pin für euch.

Ich hoffe natürlich, dass wir alle niemals in eine Situation kommen, in der wir so einen Federkörner benutzen müssen. Und wenn der Fall doch eintritt, dann biite nur, weil man ein Fahrzeug Fenster einschlagen muss,  weil…  ihr den Fahrzeugschlüssel verloren habt und der Ersatzschlüssel im Fahrzeug liegt. Was weiß ich… ich wünsche euch auf jeden Fall eine Situation ohne Unfall!

Nichts desto trotz bin ich ganz froh, (mir) helfen zu können, sollte der absolute super GAU eintreten und werden den kleinen Federkörner direkt an meinen Schlüsselbund hängen, sobald er bei mir eintrifft.

Ich wünsche euch und all euren Mitreisenden eine ganz schöne und SICHERE Zeit auf den Strassen.

 

Bleibt gesund, eure

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

 

 

*Bei dem Link zu Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliatelink. Das bedeutet, gelangt ihr über diesen Link zu Amazon und kauft dieses oder irgendein anderes Produkt, erhalte ich von Amazon eine kleine Provision. Euch kostet das ganze nichts, ihr zahlt nicht einen Euro mehr! Ich erhalte die Belohnungg rein von Amazon und kann auch nicht sehen, welche Person was gekauft hat. 

 

MEHR VON ISASWOMO – SCHAU DICH UM:

Benzinpreis Karte

So kurz vor Ostern habe ich heute noch ein ganz besonderes Schmankerl für euch und ich freue mich gerade selber wie bolle, das ich euch diesen Service zu Verfügung stellen darf. Aber worum geht es eigentlich ??? Eine europäische Benzinpreis Karte ! Vor einigen Tagen...
Hund weggelaufen im Urlaub, Vorbeugung, wichtige Hilfen und Adressen

Hund weggelaufen-Tipps und Hilfen für den Albtraum im Urlaub

Es war DER SCHOCK am letzten Urlaubstag, auf einmal war Milla weg und innerhalb von Sekunden stieg mein Puls auf 300. Mein Hundemädchen, mein ein und alles meine Milla. Sie war plötzlich weg und nicht mehr gesehen.

Was war geschehen? Und was kann man unternehmen wenn der Hund im Urlaub abgehauen ist? Hier bekommt ihr wichtige Tipps, Hilfen und Adressen, von guter Vorbeugung bis zum Suchhundeteam… genau darum wird es heute gehen.

Mit dem Wohnmobil zum Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt & Wohnmobil – 20 besondere Weihnachtsmärkte und Stellplätze

Bald ist es wieder so weit, die Weihnachtsmärkte 2018 öffnen ihre Tore. Doch wo sind sie, die tollen und besonderen Weihnachtsmärkte Deutschlands, die dazu auch noch einen Stellplatz in der Nähe haben? Hier bekommt ihr 20 und mehr Weihnachtsmarkt und Stellplatz Tipps für 100% Winterfeeling – viel Spaß und vielleicht sehen wir uns vor Ort!

ALDEN und IsasWomo – Alles neu macht der … MÄRZ!

ALDEN und IsasWomo – Alles neu macht der … MÄRZ!

***WERBUNG & KOOPERATION***

Vor einigen Wochen gab es für mich fantastische Neuigkeiten, denn ALDEN, das Reisemobiltechnik Unternehmen, ist ab sofort ein neuer Kooperationspartner von IsasWomo.

Jaaaaaa, ihr lest richtig! 🙂 ALDEN… ein ReisemobilTECHNIK Unternehmen möchte mit mir, Isa – dem Technik-Trottelchen schlechthin, eine Kooperation eingehen. 🙂

Ich bin mir mittlerweile absolut sicher, das ist ein gaaaaanz geschickter Marketing Zug! Den ALDEN Leuten geht es gar nicht um meine Leserzahlen o.ä., NEIN! Die Taktik ist sicher eine andere. Die Alden Verantwortlichen haben sich bestimmt gedacht, wenn sie es schaffen mich für ihre Technik zu begeistern und ich zudem noch mit dieser Technik klar komme… dann schafft es wirklich JEDER! 🙂 Sherlock hat wieder zugeschlagen und den Fall gelöst, ein geschickt geplanter Produkttest mit dem Arbeitsbegriff: Wie verständlich sind unsere Produkte???  🙂  … SCHERZ!

 

Wie auch immer… ich habe begeistert der Kooperation zugestimmt und ab jetzt heißt es, IsasWomo geht mit ALDEN on Tour!

 

In diesem Fall sogar wortwörtlich, denn ich habe mich vergangene Woche auf den Weg in Richtung Metzingen aufgemacht, damit die Omi bald mit neuen Alden Produkten durch Deutschland und Europa tuckern kann. In Metzingen sitzt die Firma Reisemobiltechnik Boerner, diese Werkstatt ist wiederum ein Partner von ALDEN und dort sollte die Omi, mein kleines, altes Wohnmobil, einige neue Highlights wie eine vollautomatische Sat-Anlage, TV, Solarpanel, Steuermodul und einiges mehr eingebaut bekommen.

Somit habe ich mich also vergangene Woche, zusammen mit Milla, auf den Weg in Richtung Süddeutschland begeben, um pünktlich am Montagmorgen in Metzingen an der Werkstatt zu stehen.

 

Auf nach Metzingen – mit Horrorvorstellungen im Gepäck!

Haaaaach, ihr glaubt gar nicht was ich mir vor diesem Termin einen Kopf gemacht habe. NATÜRLICH habe ich mich einerseits total über diese Kooperation gefreut und NATÜRLICH bin ich begeistert, wenn das Wohnmobil so viele tolle neue Dinge eingebaut bekommt die ich mir sonst nicht geleistet hätte, aber ich hatte auch furchtbaren Schiss! 🙂

Die Omi ist eben ein altes Wohnmobil und so sehr ich es mir auch wünschen würde, aber “mal eben” ein neues Womo kaufen ist nunmal nicht drin. Bisher war es aber eigentlich immer so, dass ich in den verschiedenen Werkstätten immer iiiirgendwelche Hiobsbotschaften bekommen habe. Was für mich ja nicht nur ein reines Wohnmobilreisen Problem darstellt, sondern auch ein Problem für den Blog und von meinem Kontostand möchte ich gar nicht reden! Ich sage euch, die Nacht von Sonntag auf Montag war der Horror, ich habe schon wieder schwarz gesehen und mir die schlimmsten Dinge vorgestellt, z.B war ich irgendwann soweit, dass ich dachte, die in der Werkstatt sagen bestimmt morgen: „Wir können die neue Anlage gar nicht instalieren, das gesamte Womo Dach ist so “durchgefault”, das ist absolut morsch. Oder noch schlimmer… ein Mechaniker betritt das Womo Dach und bricht sofort ein. 

Es war echt grausam, je dunkler es draußen wurde, je schlimmer wurde meine Grübelei. Ich weiß ja selbst das es idiotisch ist, aber ich kann mir solche Sachen so zu Herzen nehmen, dass es mir richtig schlecht geht. Früher als Kind wurde ich sogar krank, bekam Fieber usw. nur weil ich mir um irgendeine „Kleinigkeit“ so Sorgen machte. Das ganze ging dann in der Nacht von Sonntag auf Montag so weit, dass ich Nachts um 3 Uhr nochmal aufgestanden bin, mir einen Tee gekocht habe und das Womo Dach an jeder Ecke und in jedem Schrank abgetastet habe. Ob ich etwas feuchtes oder morsches fühle. Ich weiß es ja!!! Vollkommen bescheuert… 🙂 aber die Grübelei hat mich wahnsinnig gemacht!

 

Der Einbau eines Alden Solarpanels

Es gab keine unentdeckte Ecke, vom Dach, bis zum Kühlschrank, über den Motorraum… überall wurde gearbeitet

 

Montagmorgen – 8:30 Uhr in Metzingen

Gute Wohnmobilwerkstatt Raum Stuttgart

Reisemobiltechnik Boerne in Metzingen von außen… eine klasse Werkstatt!

Nach dieser Nacht war ich natürlich dementsprechend nervös, als ich am nächsten Morgen in Metzingen vor der Werkstatt stand. Dann ging aber alles ganz schnell. Roland Börner und sein Bruder waren super nett und hatten im Vorfeld bereits den ganzen Tag für mich (bzw. die Omi) “geblockt”.  Also nichts wie rein in die Halle und schon ging „die Womo OP“ los.

Durch die Kooperation mit ALDEN sollte die Omi eine tolle, neue, automatische Sat-Anlage, samt TV, Halterung, Steuermodul usw. bekommen und zudem noch ein zusätzliches, großes, neues Solarpanel.

Davon abgesehen hatte ich vor einigen Wochen noch einen nächtlichen Vandalismus/ versuchten Einbruch Versuch an der Omi (ich schreibe aktuell noch an dem Artikel, dann erfahrt ihr alles und ich werde ihn auch hier verlinken). Einige diese Schäden sollten in Metzingen ebenfalls repariert werden. Somit kamen neben der Sat-Anlage und dem Solarpanel, auch noch ein neues Dachfenster und die Reparatur der Aufbautür hinzu.

Sobald die “Börner’s” mit ihrer Arbeit begonnen hatten, habe ich mir Milla geschnappt und mich möööööglichst ruhig in die Sitzecke verdrückt. Ich meine, es gibt für Mechaniker wahrscheinlich wenig schlimmeres als ein eh schon langer Arbeitstag, an dem die nervöse Womo Besitzerin einem noch ständig auf die Finger schaut oder blöde Fragen stellt.  Also hieß es für mich… Mund halten, abwarten und Daumen drücken, dass es keine Hiobsbotschaften gibt.

Dabei muss ich aber betonen (!!!), das Roland Börner und sein Bruder wirklich ganz ganz nett und freundlich zu mir und Milla waren. Es war also auf keinen Fall so, dass ich das Gefühl hatte zu stören oder keine Fragen stellen zu dürfen.

 

Armaturenbrett Ausbau Dethleffs Wohnmobil

Ein Blick ins Innere der Omi… das will ich auch nicht jeden Tag sehen.

 

Wie sollte es auch anders sein … es gab Probleme!

Werkstatt mit Vertrauen

Na… so sieht Spaß bei der Arbeit aus! 😉 DANKE Roland!

Allerdings hatte sich das mit dem ruhigen sitzen eh relativ schnell erledigt, denn… wie sollte es auch anders sein…. es gab Probleme!!!

Zum einen wurde das, was die Omi ansonsten immer auszeichnet, nämlich dass sie so gut wie keine Elektronik hat, in diesem Fall zu einem ersten Problemchen. Denn um die Sat-Anlage anzuschließen, benötigt es eben das ein oder andere Kabel. Die Omi hat insgesamt aber vergleichsweise wenige Kabel und Technik. 

Das viel, viel, vieeeel größere Problem lag allerdings darin nicht nur ein Kabel zu finden, sondern ein Kabel, das auch vernünftig funktioniert! Denn wie Roland ziemlich schnell bemerkte, stimmte irgendwas mit dem gesamten Stromkreislauf nicht!

Natürlich habe ich gewusst, dass z.B. der Kühlschrank nicht immer richtig, während der Fahrt, auf 12 Volt lief und ich hatte auch immer wieder das Gefühl, dass die Aufbaubatterie nicht mehr richtig geladen wird. Aber 1. es ist eben ein altes Wohnmobil, 2. ich habe von der Technik ganz wenig Ahnung und 3. dachte ich eher daran, dass die Aufbaubatterie bald erneuert werden muss.

Doch es sollte alles als viel schwieriger herraustellen!

Rolands Bruder hat also erstmal wie geplant weiter an der Sat-Anlage, dem Solarpanel, dem Dach Heki usw. usw. gearbeitet, währenddessen Roland über Stunden jede Leitung und jede Sicherung in Fleißarbeit „frei gelegt“ und durchgemessen hat. Eine wahnsinns Arbeit, bei der ich nur helfen konnte, in dem ich möglichst zügig ein Fach nach dem anderen ausgeräumt und wieder eingeräumt habe. Die Omi hatte zwischendurch weder Fahrersitz noch komplettes Armaturenbrett, denn alles mögliche was ausgebaut werden konnte wurde ausgebaut, um überhaupt an die Leitungen und Sicherungen zum checken zu gelangen.

Nach mehr als 3 Stunden stand dann fest… die Probleme lagen leider nicht nur an einer Sicherung oder an einer schwachen Batterie… der gesamte Laderegler war defekt!!!

 

Der defekte Laderegler & die Rettung

Zu allem Überfluss kam auch noch hinzu, dass dieser Laderegler in alten Wohnmobilen im Armaturenbrett verbaut ist! Alle neuen Mobile haben irgendwo im Aufbau ein richtiges Bedienpanel über welches man den Stand der Batterie, Frischwasser usw. ablesen kann und der Laderegler ist dann ebenfalls irgendwo (relativ leicht erreichbar) in einem Schrank o.ä. verbaut. Die Omi hat aber ein solches Panel erst gar nicht. Bei meinem Wohnmobil sind diese Anzeigen noch im Armaturenbrett verbaut und auch der Laderegler befindet sich leider dazu passend, im unteren Bereich des Armaturenbretts.

Das allein machte die ganze Situatuion schon schwieriger, da man an diesen Laderegler so schlecht „ran kam“… aber das war leider immer noch nicht alles! Denn diese alten Laderegler werden aktuell nicht mehr hergestellt und somit ist es mehr als schwierig (bis hin zu fast unmöglich) an genau so einen neuen, passenden und funktionierenden Laderegler zu gelangen. Vielleicht hätte es über Wochen und mit dauerhafter Ebay Suche funktioniert, aber es wäre echt schwierig geworden. Zumal mein Laderegler auch noch von einer Firma stammte, die den beiden „Börner’s“ gar nicht bekannt war.

Mein riesen Glück war nun, dass ich zur richtigen Zeit, am richtigen Ort war!  Denn glücklicherweise hatte Roland noch einen neuen Laderegler auf Lager. Diesen konnte er zwar nicht „mal eben“ einbauen und fertig, aber zumindest gab es ein solches Teil vor Ort. Jetzt musste alles Andere „nur noch“ angepasst werden, was in diesem Fall leider bedeutete, dass die beiden Werkstattbesitzer einen komplett neuen Stromkreislauf legen mussten, um den neuen Laderegler abseits des Armaturenbretts, hinten in einen der Wohnmobil Schränke, einzubauen.

Das Roland dies überhaupt möglich gemacht hat, zumal die ganze Aktion ja gar nicht eingeplant war und viele Stunden Zeit geraubt hat, war super hilfsbereit und meine Rettung! Denn ohne funktionierenden Laderegler macht das ganze Wohnmobil eigentlich keinen Sinn!  

 

Hund bei der Arbeit

Naja… ehrlich gesagt, so lieb und lautlos war Milla nicht den ganzen Tag!

 

Ich war super happy, dass die beiden Mechaniker so viel möglich machten und dennoch wurde ich in der Sitzecke immer kleiner. Wieder ein Defekt an der Omi! Wieder etwas neues! Doch die beiden leisteten eine tolle Arbeit, waren immer noch entspannt, freundlich und bei guter Laune, so dass nach ewigen Stunden (ohne eine Pause!) die Sat-Anlage, der Fernseher, das neue Dachfenster, die Solaranlage und auch der neue Laderegler samt aller Kabel, eingebaut waren. 

 

… und dann kam noch die Aufbautür!

Blieb zum Schluss also noch die Aufbautür und auch das Problem stellte sich erstmal als kompliziert da! Die Vandalen hatten sich nachts so dämlich an der Omi zu schaffen gemacht, dass sie auch die Türscharniere an der Aufbautür zerbrochen haben. Das große Problem lag erstmal darin, überhaupt neue Scharniere zu bekommen. Sowohl die Werkstatt, als auch ich, haben im Vorfeld schon alle möglichen Beziehungen und Kontakte spielen lassen, um an solche Scharniere zu kommen, aber… NICHTS!!! Egal wo oder wen wir fragten, wir kam einfach nicht an original Scharniere.

Selbst auf Ebay war der Markt mehr als mau und abgegrast. Es gab ein “original” Scharnier in Großbritannien. Dieses eine Scharnier sollte mehr als 80 Euro kosten und die Lieferzeit betrug mehrere Wochen. Das kam also nicht in Frage, zumal wir uns alle nicht sichert waren, ob dieses Scharnier aus GB letztendlich auch wirklich passen würde. 

Also habe ich auf dem Weg nach Metzingen noch einen Großeinkauf im Baumarkt gestartet und für mehr als 120 Euro Scharniere gekauft… vielleicht passte ja eines?!? Den Rest werde ich nächste Woche wieder umtauschen. Ich dachte sogar, ich hätte durch Zufall genau passende Scharniere im Baumarkt ergattern können, doch leider stellte sich in der Werkstatt heraus, dass auch dieses “erhoffte” Scharnier nicht passen würde.

 

Tja, was soll ich sagen…  auch hier kam die Rettung durch Roland Börner.

Neues Scharnier an Wohnmobil Aufbautür

Das neue Aufbautür Scharnier.

Nachdem klar wurde, dass keines der gekauften Scharniere passen würde, sagte er nicht einfach, dass er mir nicht helfen konnte, sondern suchte weiter nach einer Lösung! Er verschwand erstmal mit einem der Baumarkt Scharniere in der Hand im hinteren Bereich der Werkstatt. Dort hörte ich ihn dann sägen, hämmern und klopfen und siehe da… er hatte es tatsächlich geschafft!

Mit ganz viel Mühe, Geduld und auch etwas Kreativität, schaffte er es tatsächlich eines der Baumarkt Scharniere so zurecht zu biegen und zu sägen, dass es GENAU passte!  Dieses neue Scharnier sieht so gut aus, es ist eigentlich nicht von den anderen Scharnieren zu unterscheiden! Eine SUPER Lösung! 

Jetzt sitzt die Tür wieder wie angegossen, es gibt keinen riesen Spalt und ich kann sie sogar wieder öffnen! Fantastisch…wozu Türen doch gut sind! 🙂

Nach mehr als 10 (!!!) Stunden Arbeit ohne Pausen, fuhren wir die Omi am Abend wieder aus der Halle um die neue ALDEN Sat Anlage ausgiebig zu testen. BRRRRREEEEET, BREEEEEET… und ZAAAACK, nach wenigen Sekunden hatte ich TV im Womo! YES!!!

 

Neues Dach Heki, neues Alden Solarpanel, neue Alden Sat-Analge

Neues Dach Heki, neues Solarpanel, neue Sat-Analge… ich freu mich!

 

Alle neuen Produkte liefen wie geschmiert… es war vollbracht!!! 🙂

Ich fuhr also glücklich und zufrieden um kurz vor 19 Uhr auf den 8 Km entfernten Stellplatz in Bad Urach.

Ich bin mittlerweile schon einige Jahre immer wieder unterwegs, hatte bis dato aber noch nie “richtiges” TV im Womo. Zu meinem 30. Geburtstag habe ich mir zwar eine mobile Sat-Anlage gewünscht und auch bekommen, allerdings habe ich es nie (und ich betone NIE!) alleine hinbekommen diese Anlage so einzustellen, dass ich vernünftig TV schauen konnte.

Ich weiß, dass diese mobile Anlage normal funktioniert hat, aber diese manuellen Sat-Anlagen sind so empfindlich, dass ich es selbst mit Sat-Finder usw. nie geschafft habe auch nur ein Programm zu empfangen. Und bevor ihr denkt, das lag einzig und alleine an mir und meinem Dasein als Technik Trottelchen, nein, nein, nein… 🙂 ! Auf einem Womo-Treffen haben sich zig Leute bemüht und keiner von ihnen hat die Anlage “mal eben so” richtig eingestellt bekommen. Erst ein holländischer Stellplatznachbar der selbst eine solche Anlage seit Jahren besaß, hatte den Dreh raus und konnte die „Schüssel“ in die mm genaue Position drehen.

Darum habe ich mich in den letzten Jahren mit einer riesigen Datenbank an Videofilmen “über Wasser” gehalten. Natürlich kann man jetzt sagen, wer braucht schon TV im Womo?! Aber ganz ehrlich, gerade Abends finde ich es super gemütlich ein bisschen in die Flimmerkiste zu schauen. Davon abgesehen nutze ich das Womo ja nicht nur 3 Wochen im Sommerurlaub, so dass ich mich riesig über die neue Anlage freue. 

 

ALDEN SAT ANLAGE

DA IST DAS DING! 🙂

 

So bin ich also nach einem langen Tag auf dem 8 Kilometer entfernten Stellplatz in Bad Urach gelandet (übrigens, ein netter Ort, mit einem guten Stellplatz, allerdings mit ziemlich schmalen Parzellen wenn es voll wird) und es hat keine 10 Sekunden gedauert, da war die Sat-Anlage auch schon “voll auf Empfang”.  

TV im Wohnmobil

Ab jetzt geh ich gar nicht mehr vor’s Womo… jetzt hab isch Fernseh 🙂 🙂 🙂

Es war so gemütlich und obwohl draußen ein heftiger Wind wehte, es erst regnete und dann auch noch begann zu schneien, gab es nicht ein Flackern oder einen Moment in dem die Verbindung unterbrochen wurde. Zudem ist die “Schüssel” so groß, dass ich auch z.B. in Skandinavien oder Portugal keine Empfangsprobleme bekommen sollte. Ob dem wirklich so ist, werde ich natürlich in den kommenden Monaten und Jahren ausgiebig testen!

Milla und ich waren an diesem Abend total geschafft, obwohl wir doch eigentlich gar nichts getan hatten. Dennoch war es noch so gemütlich im Womo, das der Fernseher noch bis tief in die Nacht flackerte. 

Die gesamten Tage on Tour war das Wetter eigentlich mehr als bescheiden, doch am nächsten Morgen wachte ich auf und der Himmel war blau, die Sonne schien. 🙂 So konnte ich auch das neue Solarpanel testen und was soll ich sagen… auch dieses funktioniert wunderbar! Durch das neue Solarpanel habe ich jetzt 200 Watt (ist es wirklich Watt?) auf dem Womo Dach und sollte damit sehr, sehr gut klar kommen, selbst dann wenn der Laptop, das Handy, das Tablet und die Kamera auf Hochtouren laufen.

Einbau neue Dachheki Wohnmobil

Hier könnt ihr es vielleicht ganz gut sehen. Hinten das alte Dachfenster… null Licht! Vorne das neue Dach Heki… deutlich mehr Licht. Dabei habe ich dieses Foto noch schnell nach der Ankunft zuhause am Abend geschossen .

 

Was mich an diesem Morgen allerdings ganz besonders begeistert hat, war das neue Dachfenster. Das Womo hatte zuvor, wie bei den alten Wohnmobilen üblich, nur diese typischen Dachluken die man nicht komplett öffnen aber ein Stück hochschieben konnte. Jetzt hat die Omi ein richtiges Dach Heki eingebaut bekommen und es ist wirklich toll, um wie viel heller das ganze Wohnmobil dadurch ist. Durch die klare Scheibe kommt so viel mehr Licht ins Womo, das ist schon echt schön. Mal ganz davon abgesehen, dass man dieses Dachfenster komplett öffnen kann.

Aktuell habe ich über dem Alkoven noch die alte Dachluke, aber der Unterschied ist so immens, dass ich dieses irgendwann auch noch unbedingt wechseln lassen möchte.

Tja so hatten wir also einen wunderschönen, entspannten Morgen in Bad Urach, den wir sogar (warm angezogen) vor dem Womo verbringen konnten. Durch die ALDEN Sat-Anlage habe ich jetzt auch Radio empfang und so dudelte im Hintergrund leise das Radio, während Milla und ich draußen saßen und Kaffee tranken (ok, ok Milla hatte keinen Kaffee, aber einen lecker-schmecker Hundekeks.)

ES KÖNNTE UNS SCHLECHTER GEHEN! 

 

Einbau Alden Sat Anlage

Da steht sie die kleine Omi, samt WUNDERSCHÖNER Sat-Anlage… sehr ihr sie???

 

Auch wenn es sich hierbei um eine offizielle Kooperation handelt, von der natürlich jede Seite etwas hat, möchte ich mich doch nochmal ganz herzlich bei ALDEN für die tollen Produkte bedanken. Egal ob es die ALDEN AS4 80 Platinium Sat-Anlage, das Steuermodul, das Solarmodul, der Fernseher oder selbst die Fernbedienung ist, alle Produkte wirken auf mich hochwertig. Eine wirklich faire Zusammenarbeit, VIELEN DANK!

Desweiteren (ja, ihr könnt jetzt auch die Augen verdrehen und denken, langsam übertreibt sie es aber mit der Werbung. Aber ich bin der Meinung, tolle Arbeit darf man auch ruhig deutlich erwähnen!) möchte ich mich ganz besonders bei Roland Börner und seinem Bruder, von Reisemobiltechnik Boerner in Metzingen, bedanken. Das war eine FANTASTISCHE Arbeit und jetzt ist mir auch klar, warum ALDEN so eng mit dieser Werkstatt  zusammenarbeitet.

Ich lege selten meine Hand für andere Menschen ins Feuer, aber in diesem Fall würde ich es sofort tun. Solltet ihr in Süddeutschland leben und auf der Suche nach einer vertrauensvollen Reisemobiltechnik Werkstatt sein (auch ohne selbber viel Technikwissen zu haben), dann kann ich euch diese Werkstatt nur wärmstens ans Herz legen. Beide Daumen hoch!

 

Fazit… ALDEN & IsasWomo

 

Wohnmobil Elektronik und Reparatur

Für eure Pinterest Pinnwand!

Für mich ist es natürlich toll, dass die Omi so viele neue Sachen bekommen hat und so doof es klingt, aber mein Womo Virus wurde durch diese Produkte wieder ganz neu entfacht. Auch wenn die Tour nach Metzingen die reine Camper Gefühlsachterbahn war (dazu im nächsten Artikel mehr) freue ich mich wie bolle auf die kommende Womo-Saison.

Solltet ihr aktuell noch darüber grübeln, ob sich die Kosten für eine automatische Sat-Anlage wirklich auszahlen, kann ich euch nur sagen… haaaaach, es ist schon toll, wenn man z.B. abends im Womo TV schauen kann, ohne erst lange nach irgendwelchen Sendern, Satelliten oder einer Wlan Verbindung suchen zu müssen. Das der Empfang dazu auch noch so super funktioniert, obwohl es gestürmt, gefrohren und geschneit hat, macht den Womo TV Abend für mich natürlich extrem entspannt!  Zum Thema Womo&Solar ist ja bereits sooooo viel geschrieben, darum halte ich mich bewusst kurz. Aber wenn ihr entspannter reisen möchtet und vielleicht auch einfach mal 2-3 Tage dort stehen bleiben wollt, wo es EUCH gerade besonders gut gefällt, ohne an die nächste Stromsäule zu denken, ist eine Solaranlage schon fast ein MUST HAVE! Übringens auch in Bezug auf die immer volleren Stellplätze und den Kampf um die Stromsäulen, der gerade im Ausland immer wieder auftritt. Allerdings denke ich auch, dass die meisten von euch mit einem „100er Panel“ gut auskommen sollten. Es müssen also nicht direkt zwei Panel sein. 

Ich wünsche euch auf jeden Fall ganz viele gemütliche, warme und spannende Camping Tage. Jetzt wäre es nur noch schön, wenn sich irgendwann auch mal wieder die Sonne zeigt. Ach so, ja Sonne…. das ist dieser gelbe Ball am Himmel der für Wärme und gute Laune sorgt, vielleicht kann sich der ein oder andere noch erinnern. 😉

Warum diese ganze Tour nach Metzingen trotz der tollen Produkte eine einzige Gefühlsachterbahhn war, das erzähle ich euch im nächsten Artikel in den kommenden Tagen. 😉

Wie immer, so natürlich auch heute… bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

MEHR VON ISASWOMO – SCHAU DICH UM:

Gas Überfall auf Camper, furchtbares Ereignis oder Märchen?

Gas Überfälle auf Camper – Was ist wirklich dran?

Ich glaube, schon seit dem ersten Tag an dem ich mich über Camping und Wohnmobile informiert habe, habe ich auch von den “Geschichten” über mögliche Gas Überfälle beim Camping gelesen.

Aber was ist an diesen Geschichten wirklich dran?

Ich habe mich in den vergangenen Wochen durchs Netz gewühlt, mit Polizisten gesprochen und war zur Recherche für diesen Artikel sogar im Darknet unterwegs.

Gas Überfall auf Camper, furchtbares Ereignis oder Märchen?

Gas Überfälle auf Camper – Was ist wirklich dran?

Ich glaube, schon seit dem ersten Tag an dem ich mich über Camping und Wohnmobile informiert habe, habe ich auch von den “Geschichten” über mögliche Gas Überfälle beim Camping gelesen.

Aber was ist an diesen Geschichten wirklich dran?

Ich habe mich in den vergangenen Wochen durchs Netz gewühlt, mit Polizisten gesprochen und war zur Recherche für diesen Artikel sogar im Darknet unterwegs.

So findet ihr die besten Apps und Atlanten für die Stellplatzsuche

Wie kann ich Stellplätze finden ?

Stellplätze finden, eigentlich super einfach, man muss nur einmal wissen wie! Darum stelle ich euch heute einige Möglichkeiten vor und beschreibe mit welcher App, bzw. mit welchem Atlanten ich am besten klar komme! Zudem beschreibe ich warum die sogenannten "Top...