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Durch den Herbst im OrangeCamp Wohnmobil – Teil 4 – Viva Italia, oder doch nicht?!

Durch den Herbst im OrangeCamp Wohnmobil – Teil 4 – Viva Italia, oder doch nicht?!

Und schwupp di wupp, geht es auch schon weiter mit dem vierten Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp Wohnmobil.

Noch schnell im Kurzverfahren der Rückblick auf die ersten drei Teile, damit ihr auch noch wisst wo wir stehen.

  • Im  ersten Teil habe ich euch mit nach Braunschweig genommen und erzählt warum ich die nächsten Wochen mit dem neuen OrangeCamp Wohnmobil on Tour sein darf. Herbsttour Teil 1
  • Danach ging es direkt weiter zum nächsten Hersteller. Nach jahrelanger Planung, weil ich es fast vermasselt hätte, ging es zur Knaus Tabbert Werksbesichtigung. Ein Blick hinter die Kulissen des professionellen Wohnm obil und Caravan Bau, Herbsttour Teil 2
  • Im dritten Teil habe ich euch dann erzählt, dass ich am Chiemsee anscheinend nicht erwünscht war, dass ich aber doch noch einen seeeehr schönen Stellplatz oberhalb des Chiemsees gefunden habe und wie es für Milla, den Flitzer und mich weiter durch die Berge nach Kufstein ging. Alleinreisende, NEIN DANKE … Chiemsee und meine Herbsttour Teil 3

 

Alles endete mit dem Almabtrieb, der leider nicht so schön war wie ich vorab gehofft habe und einem total lieben Überraschungsbesuch.

Nach diesem Besuch begann für mich aber das große Hin- und Herfahren, denn plötzlich änderten sich meine Pläne mehr oder weniger täglich. Wie gut, dass ich aktuell mit dem neuen test OrangeCamp Wohnmobil viel schneller unterwegs bin, als mit der guten alten  Omi. 🙂

Also los gehts mit dem 4. Teil meiner Wohnmobil Tour durch den Herbst.

 

OrangeCamp Wohnmobil Tour durch die Alpen

Pause auf über 1600 Meter Höhe … schon schön hier oben, auch als Friesenkind

 

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil in Richtung Italien… Brenner wir kommen

Eiiiiiigentlich hatte ich so still und heimlich für mich geplant, dass ich von Kufstein aus weiter durch die Alpen tucker, um irgendwann am Gardasee zu landen.  Also habe ich mich als erstes auf den Weg in Richtung Brenner aufgemacht, denn über diesen Pass wollte ich schon immer mal fahren… nur nicht unbedingt mit der Omi! 🙂

Von da an hieß es also für Milla und mich, immer Berg auf!!! Noch auf dem Stellplatz in Kufstein hatte mir ein Camping Nachbar erzählt, dass sie grundsätzlich nur Sonntags über den Brenner fahren, denn an allen anderen Tagen sei die Fahrt dank der vielen LKW’s eine absolute Katastrophe!

Hmmmm…. wir hatten gerade Montag! Na super, das konnte ja was werden.

Ich habe also unsere sieben Sachen gepackt und wir sind bei bestem Wetter weiter in die Berge gefahren. Ich kann euch sagen, wenn ihr bis dato genau so viel bammel vor einer Tour durch die Berge habt wie ich, die Angst ist WIRKLICH unbegründet! Die fahrt durch die Alpen bzw. auch über den Brenner Pass ist deutlich entspannter und viel, viel lockerer als ich je gedacht hätte. Die Straßen sind gut ausgebaut, ihr fahrt komplett über Asphalt, die Kurven sind jetzt nicht übermäßig eng und auch die Breite der Strasse ist ok.

Im Gegensatz dazu bin ich allein in Schweden schon auf deutlich „schlimmeren“ Straßen unterwegs gewesen, da wurde es manchmal wirklich eng und Schweden gilt ja nun nicht als besonders bergig!

Außerdem kann ich euch auch sagen, ich persönlich empfand den LKW-Verkehr als gar nicht schlimm, bzw. eher ganz im Gegenteil, ich fand das Fahren gerade durch die LKW‘s eigentlich ziemlich einfach. Für mich (und auch allen Leuten hinter mir) war ganz klar, ich werde jetzt nicht damit beginnen notgedrungen die LKW‘s irgendwie zu überholen! Wenn das ein PKW Fahrer hinter mir macht… soll er machen… ich NICHT! So bin ich also ganz entspannt und mit einigem Abstand (damit überholende PKW’s noch zwischen mir und dem nächsten LKW einscheren konnten)  hinter einem LKW und einem Bus her getuckert und hatte im Grunde eine ganz ruhige Fahrt.

 

Bergidylle hinter dem Brenner Pass

Wenn man ca. 30 Minuten vom Brenner Übernachtungsplatz läuft, steht man plötzlich in der absoluten Bergidylle

 

Fazit… mit dem Wohnmobil über den Brenner

Der Weg da hoch ist also wirklich, wirklich, wirklich kein DRAMA! Ok… mit einem 15 Meter langen Gespann, oder aber im Winter auf Schnee und Eis, müsste ich so eine Tour nicht unbedingt unternehmen, aber jetzt, solange die Straßen eisfrei sind… ich glaube da würde ich selbst mit der Omi relativ unproblematisch da hoch kommen. Das war alles bei weitem nicht so schlimm, wie ich noch in der Nacht zuvor gedacht hätte.

Milla und ich haben zwischendurch noch einen kleinen Parkplatz genutzt und ein Päuschen eingelegt, da oben hatten wir einen wunderschönen Blick) und iiiiirgendwann kamen wir dann auch in den Bereich die „Brenner Maut Station“, denn die Nutzung des Brenner Passes ist ja nicht kostenlos.

Aber auch da habe ich mich einfach rechts zwischen PKW und LKW Spur eingeordnet und habe dann ganz einfach per Karte und mit Klasse B ca. 23 Euro gezahlt. Für Hin- und Rückweg müsst ihr also bei einem 3,5 T Womo mit knapp 50 Euro rechnen.

Eine Nacht auf dem Brenner!

Eine Nacht wollte ich aber gerne da oben, direkt auf dem Berg verbringen und hatte mir aus diesem Grund schon vorab einen kleinen  kostenlosen Stellplatz direkt hinter der Grenze zu Italien im Navi gespeichert. Und siehe da…. bis auf ein einziges anderes Womo, stand da niemand. Wir hatten also Glück und konnten da oben eine Nacht verbringen.

 

Mit dem Wohnmobil über den Brenner

Wie war das noch… hat da nicht mal jemand gesungen… Wir sind schon auf dem Brenner, wir brennen schon darauf… 😉

 

Nächster Halt… Stellplatz Area Brennero, Via della Stazione, Italien.

Bei diesem Stellplatz direkt neben dem Brenner Pass handelt es sich um einen ganz einfach, kostenloser Stellplatz, direkt hinter der italienischen Grenze an einem Hotel/ Restaurant. Da oben gibt es schlichtweg… NIX, bis auf einen faaaaantastischen Ausblick. Ok, ihr müsst schon am besten so 20 Minuten von der Strasse „weg laufen“, habt dann aber das absolute Bergpanorame vor euch. Ich hatte jetzt auch noch das Glück, dass die Sonne strahlte, der Himmel blau war… es war einfach der perfekte Tag!

Eine Nacht hier oben solltet ihr euch also echt mal gönnen, auch wenn es bereits Ende September in der Nachts arg kalt wurde. Gut, dass ich ausreichend Gas und eine super, duper funktionierende Heizung an Bord habe. Denn die Heizung musste schon ganz schön bollern, um das Womo auf 20 Grad zu bringen und sie ist auch Nachts manchmal angesprungen, obwohl ich sie da auf 12 Grad runter gedreht habe. Also… Gas und Heizung sollte hier oben an Board sein und auch funktionieren, zumindest bei dieser Jahreszeit.

Nachdem Milla und ich eine sehr gute Nacht hatten, morgengs gar nicht genug von dem Blick über die Berge bekommen konnten und sich so unser Abfahrt immert weiter verzögerte, wollte ich eigentlich gerade eeeeeendlich weiter durch Italien tuckern, bis mein Handy klingelte.

(Ich sage schon jetzt sorry, leider muss ich ein bisschen um den heißen Brei herum schreiben, aber ich will auch nichts öffentlich ins Netz stellen, was nicht 1000%ig fest  steht!)

Das war es mit Italien…

Ein möglicher größerer Kooperationspartner aus Süddeutschland rief an und ich sage es euch, nachdem ich diesen Partner schon auf dem Treffen in Passau kennengelernt habe, hatte ich schon die gaaaaaanze Zeit  im stillen geahnt, irgendwann kommt der Anruf, wahrscheinlich genau dann, wenn ich gerade „weg bin“.

Die Frage kam schnell, könnten Sie vielleicht in den kommenden Tagen nochmal vorbei kommen, wir müssten noch einige Details persönlich klären?! Ja natüüüüüüürlich kann ich das!  😉 🙂

Na super, juhuuuu, gut dass ich mittlerweile knapp 500 km weit weg war. Andererseits, würde diese Zusammenarbeit stattfinden, wäre das echt ganz gut für mich, also hieß es…

 

Campingplatz Seecamping Waking am See

Nur wenige Schritte vom Womo entfernt liegt der schöne See samt Steg usw.

Auf Wiedersehen Italien, zurück nach Deutschland!

Es ging also nicht weiter in den Süden, sonder auf direktem Weg wieder zurück in Richtung Mautstation bzw. in Richtung Süddeutschland. Ich empfand den Rückweg über den Brenner übrigens als viel “anstrengender” als den Hinweg. Dieses ständige auf 3 Km/H abbremsen vor jeder Kurve, empfand ich als deutlich, deutlich „nerviger“, als das langsame getucker Berg auf, am Tag zuvor. Wobei ich auch hier sagen muss, das war sicherlich nicht „schlimm“… der Weg lässt sich wirklich gut fahren, aber Berg ab fand ich auf jeden Falöl „anspruchsvoller“

An diesem einen Tag bin ich also ein gaaaaanzes Stück gefahren, bis ich zurück in Waging am See bzw. Taching am See ankam. Im vergleich zum Chiemsee, ein vollkommen anderes, entspanntes Flair und zudem ein türkisblauer, glasklarer See. Hier war es wunder, wunderschön und zudem bekam ich auf dem Campingplatz Seecamping für relativ günstige 16 Euro einen super duper Platz, denn freie Parzellen gab es zu genüge.

 

Campingplatz Seecamping Waging am See

Och jaaaa… der Platz sollte gerade so reichen 🙂

 

Leider hat der zum Campingplatz gehörende Italiener mittlerweile das Saisonende eingeläutet, aber davon abgesehen war es ein SUPER Platz den ich euch nur empfehlen kann. Total entspannt, nette Betreiber, Hunde erlaubt, super gutes W-lan und das alles DIREKT am See. Beide DAUMEN HOCH!!! Adresse usw. bekommt ihr oben über den Link zur Homepage. 

 

Campingplatz Seecamping Waging am See

Der Campingplatz Seecamping hier in Wagging am See ist einfach klasse… da kann ich nicht meckern!

 

Leider musste ich aber ja möglichst bald zurück nach Passau, also habe ich die gastliche Stätte bereits am nächsten Mittag verlassen um die letzten 100 km in Angriff zu nehmen. Hätte ich zu dieser Zeit mehr „Freiheit“ gehabt, wäre ich sicherlich einige Tage auf dem Camping stehen geblieben.

Stadtführung Passau

In Passau selbst habe ich mich dann auf den kostenpflichtigen Stellplatz “Parkdeck Ilzbrücke” gestellt. Sicherlich kein besonders hübscher Stellplatz, aber von hier aus war ich schnell in der Stadt und konnte sogar zu Fuß zur besagten Firma laufen.  Da wir mittlerweile Donnerstag hatten, der Stellplatz über voll war, alle angrenzenden Parkmöglichkeiten von Camper genutzt wurden und ich jetzt eh noch nicht wusste wie ich weiter touren sollte, habe ich direkt das komplette Wochenende in Passau verbracht. Glücklicherweise konnte ich vorab, also in diesen zwei Tagen zwischen Anruf und Termin, auch noch einen Termin mit dem Passauer Tourismuschef vereinbaren. So hatte ich auch Freitag noch “volles Programm” samt Stadtbesichtigung, kleiner Donaufahrt und Altstadt Kaffeetrinken.

So hatte sich das Hin- und Herfahren zumindest doppelt gelohnt.

 

Passau im Herbst auf der OrangeCamp Wohnmobil Tour

Blick von der Burg auf die 3 Flüsse Stadt Passau

 

Passau…

Passau ist eine hübsche Stadt in der man super gut seine Zeit verbringen kann. Allerdings muss ich auch sagen, in Passau schlägt das Touri Herz so laut, wie ich es selten erlebt habe. Touris, Touris, Touris , meist im Alter von 60-80 erobern dank der vielen Donau Kreuzfahrten die Stadt. Laut Tourismschef wird es allerdings im Winter deutlich ruhiger… vielleicht ist dann Passau genau der richtige Ort für eine Winter Tour. Jetzt im Herbst war Passau schön und neben dem Dom stand für mich das „Dackelmuseum“ ganz oben auf dem Plan… aber es sind eben auch echt viele Touristen samt Touri-Führern in der Stadt unterwegs.

Ein Blick in die Passauer Altstadt Wege...

Passau Altstadt

Passau hat unheimlich viele kleine, steile Wege und Strassen zwischen Donau und Altstadt

Teilweise wird es ganz schön eng...

Besuch in Passau - Wohnmobil Stellplätze Passau

Und noch einer dieser winzigen Wege durch die Passauer Altstadt

Und bei Regen auch ganz schön rutschig... 🙂

Passau nicht behindertengerecht

Und noch ein drittes Foto der Passauer Strassen… wer hier schlecht zu Fuß ist, halt ein kleines Problemchen

Sonntags hatten Milla und ich genug von dem engen Stellplatz Leben mitten in der City und mittlerweile hatte ich mir auch endlich überlegt, wie meine Tour mit dem OrangeCamp Wohnmobil weiter gehen sollte.

 

Real Vanlife … so sieht es eben aus, auf einem typischen City Stellplatz

 

Nochmal zurück in die Berge? Nee, da hatte ich keine Lust zu, also nehme ich doch einfach die ganz genau andere Richtung.

Ab in den Norden!

Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte… es war doch noch nicht mein letzter Besuch Passaus 🙂

Und als hätten sie es geahnt, meldete sich am Montag der Tourismusverband Wisma bei mir, ob ich nicht Lust hätte ihre wunderhübsche Stadt zu besuchen. Sie würden sich sehr freuen, wüssten aber nicht ob ich irgendwann in der Nähe bin? Tja… blindes Huhn findet halt auch mal ein Korn! 😉

Spätestens da war also klar, es geht weiter in Richtung Norden und irgendwann in den kommenden Wochen werde ich noch einen Stopp in Wismar einlegen.

Aber von Passau aus sind Milla und ich erstmal ganz entspannt nach Regensburg getuckert. In Regensburg war ich vor Jahren mal während meiner Reha Zeiten und gerne hätte ich mich da nochmal als Fußgänger umgesehen.

Aber leider 0 Chance!!!

Zum einen sind die beiden Stellplätze in Regensburg von vorne herein ein WITZ (also ehrlich, liebe Stadt Regensburg… das ist doch nicht euer ernst?!  Das sind ncht nur enge City Stellplätze, das ist ein alter, schäbiger Acker, auf denen Wohnmobile so eng stehen, dass man kaum aus der Tür kommt.) Aber leider waren beide Plätze zudem auch noch brechend voll, oder sie waren nicht mehr vorhanden bzw. die wenigen Plätze standen voller PKWs.

Schade Regensburg… das war jetzt mein zweiter Versuch diese Stadt zu erkunden, ich glaube einen dritten wird es bei diesen Stelplätzen erstmal nicht geben.

Also musste ich mir schnell eine Alternative suchen und bin so nach Kelheim gefahren.

 

Tourismus Kelheim, Wohnmobilstellplatz Kelheim

Überall in Kelheim stehen diese Wegweiser herum… für Touristen natürlich super!

 

Kelheim… super Stellplatz und viel Natur zum radeln und wandern

Kelheim hat einen wunderschönen Stellplatz mit allem drum und dran, es gab viele freie Parzellen und zudem liegt der Stellplatz nur ca, 1 km von der Altstadt usw. entfernt. Da standen wir super gut, Milla war zufrieden und konnte quer über die Parzellen kullern und ich habe mich am späten Nachmittag noch auf den Weg in die Stadt begeben.

Hmmmm…. also ich muss schon sagen, anscheinend hat Kelheim einen seeeehr aktiven Tourismus Verein, denn sobald man vom Stellplatz Richtung Stadt läuft, kommt man an unzähligen Richtungstafeln vorbei. Eagal an welche Kreuzung man kommt, es gibt einen super gut ausgeschildeten Weg. Soweit… so klasse! 🙂

Zu Altstadt gehts hier entlang, zum Stadttor da entlang und zu den Donau Schiffern geht es nochmal einen anderen Weg. Ich dachte sofort… wooooow, wenn sich eine Stadt so viel Mühe gibt die Touristen an die richtigen Ecken zu leiten, dann hat sie sicherlich vieeeeeel zu bieten.

In der Altstadt angekommen, sah das Bild aber dann doch etwas anders aus.

Also ich glaube, sowohl Altstadt, als auch Stadttor und Donau Schiffer liegen insgesamt vielleicht 500m auseinander 🙂 und dazwischen ist leider jedes 3. Geschäft konkurs gegangen oder es erfolgt gerade der Ausverkauf. Wiedermal eine Stadt die langsam aber sicher „unter geht“…

 

Road Trip als Frau allein, Camping Wohnmobil Frau allein

Frische Luft schnappen in Kelheim… und nein… ich arbeite nicht bei der Post, das ist mein super neues Herbstmäntelchen!!! 😉

 

Schade Kelheim!

Ihr habt einen super Stellplatz, daneben ist augenscheinlich ein sehr, sehr netter Italiener, aber die Stadt an sich ist fast wie ausgestorben.

Wenn ihr aber einen netten Stellplatz zum radeln und wandern sucht, steht hier wirklich super.

Stellplatz Kelheim, Am Pflegerspitz 1, 93309 Kelheim , Kosten 8,50 Euro

So hatten wir aber insgesamt doch einen schönen, entspannten Tag. Ich habe frische Luft geschnuppert und viel Zeit am Laptop auf dem Stellplatz verbracht, Milla lag schlummselnd in der Sonne… alles gut!

Biiiiiis…. noch am selben Abend mein Handy erneut klingelte! 🙂 🙂 🙂

 

Passau am Abend, Wohnmobil Tour Alpen

Blick auf die Donau am Abend, hinter der Burg treffen Inn, Ils und Donau aufeinander

 

Tjaaaaa, was soll ich lange drum herum reden…. Passau die 3!  🙂

 

Mittlerweile war es dem Kooperationspartner schon selbst unangenehm, aber jetzt hatte sich der oberste Chef angemeldet und ja, der wollte mich doch auch gerne nochmal persönlich kennenlernen. 🙂 Und ja, geeeenau, ihr ahnt es schon…. was man als Bloggerin nicht alles tut! Ich bin also nochmal nach Passau gefahren, nochmal gute 150 km, juhuuuu. Das einzigst gute daran… mangelndes Engagement  kann man mir nun wirklich nicht vorwerfen.  Ich bin also direkt am nächsten Morgen wieder los gefahren, bin dann auch direkt mit dem Womo durch zur Firma und nachdem der Termin gut verlaufen ist, bin ich diesmal aber auf den kostenlosen, einfachen Stellplatz direkt an der Donau in Passau gefahren.

Dieser kostenlose Stellplatz ist im Grunde total nett, man steht direkt am Donau Ufer, der Platz ist riesig, so dass wenn alle vernünftig parken sicherlich gut 60 Wohnmobile stehen können… einziges Manko, ohne Rad kommt man von da echt schlecht in die Stadt. Zu Fuß sind es sicherlich 3-4 km, würde ich tippen.

 

Reiseblogger Alltag echt.

Stellplatz am Donauufer Passau – Blogger Alltag… so verbringe ich viele Stunden on Tour

 

Da ich aber eh nicht nochmal in die Stadt wollte, haben wir es uns einfach schnell gemütlich gemacht, ich saß noch bis spät in die Nacht vor dem Laptop und bin danach müde ins Bett gestolpert. Mir war ganz klar, am nächsten Tag werde ich ein gaaaanzes Stück fahren um Passau jetzt dann auch wirklich zu verlassen. Lange fahren bedeutet aber auch immer… kaum Zeit zu arbeiten. So sehr ich diesen „Job“ liebe, aber gerade on Tour muss man schon immer wieder ordentlich planen und manchmal ist dieser ganze Job viel „unromantischer“ als sich viele Leute das so vorstellen. Naja… vielleicht ist es bei anderen Bloggern auch anders… aber ich kann nur sagen, es vergehen eben auch immer wieder viele, viele Stunden in denen ich einfach nur im oder am Womo sitze, nicht viel sehe und dafür der Laptop heiß läuft.

 

Waging am See Wohnmobil OrangeCamp Tour

Bei dem türkis blauen Wasser am Waginger See, kann man super Fotos schießen 😉

 

Für Milla, das OrangeCamp Wohnmobil und mich ging es weiter nach Dresden.

 

Mit dem Wohnmobil über den Brenner, Italien oder doch nicht?

Dein Pin zum Artikel

Was wir dort erlebt haben, wie mein großer Stellplatz Test Dresden ausgefallen ist und vor allem, wie es nach Dresden für Milla, den Flitzer und mich weiter ging…. das erzähle ich euch im 5. Teil meiner Herbsttour mit dem OrangeCamp Wohnmobil.

Ihr könnt gespannt sein, wir haben in den letzten Tagen noch einiges erlebt 😉 aber nein … Passau Teil 4 gibt es erstmal nicht! 😉

Ich wünsche euch einen weiterhin goldenen Herbst und bleibt gesund

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

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Die Lewitz – Ein Paradies für entspannte Campingstunden

Die Lewitz – Ein Paradies für entspannte Campingstunden

WERBUNG! In den vergangenen Wochen wurde ich vom Verein Lewitz e.V. eingeladen um 5 Tage lang die Region zwischen Schwerin im Norden und Ludwigslust im Süden zu entdecken.  Eine Region die früher von der Landwirtschaft geprägt war, findet jetzt ganz langsam den Weg zu einem natürlichen und ruhigen Tourismus. 

Isa on Tour in der Lewitz

Lewitz …. tja, kommt gebt es zu, wer nicht gerade ein absolutes Erdkunde Ass, begeisterter Ornithologie oder in der Region aufgewachsen ist, dem sagt die Region Lewitz nicht viel…. oder? 

Mir hat sie zumindest zu Beginn nichts gesagt und nachdem mich die erste Anfrage durch Meike vom Verein Lewitz e.V. erreicht hat, ging mein erster Blick in Richtung Google Maps. Naja und es wäre gelogen, wenn ich nicht sagen würde, dass ich im ersten Moment doch etwas erstaunt war, als ich sah, dass es sich dabei um das flache Land in der Mitte Meck-Pomms handeln sollte.

Ich meine jetzt mal ehrlich…. hätte  mich der Touristenverein der Mecklenburgischen Seenplatte angeschrieben, oder der Touri Verein Schwerin… alles klar! 

Aber die Lewitz Region??? 

 

Geheimtipp für einen Naturnahen Tourismus

Auf dem Weg in die Lewitz Region … ich bin gespannt was mich erwartet.

 

Gut, andererseits dachte ich sofort, wenn ich diese Region nicht kenne, dann wird es vielen von euch nicht anders gehen! Also ist es doch eigentlich das perfektes Reiseziel um die Region auf dem Blog vorzustellen, Mecklenburgische Seenplatte kann jeder, Lewitz ist  besonders! Also haben Meike und ich einige mal voneinander gelesen, und nachdem wir die ganzen Details klären konnten stand schnell fest… im September werden Milla, die Omi und ich die Lewitz erkunden!

Da der Weg von Dortmund aus ja nicht gerade ein Katzensprung ist, habe ich mich dazu entschlossen schon zwei Nächte eher anzureisen und mir bei dieser Gelegenheit Ludwigslust anzusehen. Auch wenn Ludwigslust eher zum Randgebiet der Lewitz gehört, so kann ich doch sagen, dass es sich dabei um ein sehr schönes Städtchen samt neuem Stellplatz, Schloss und Schlossgarten handelt.  Obenauf ist es so, dass Ludwigslust nur knapp 10 km vom Barracuda Beach Campingplatz in Neustadt-Glewe entfernt liegt, an dem ich mich am nächsten Tag einfinden sollte.  Somit war Ludwigslust für mich tatsächlich ein super Startpunkt für die Tour!

Meine Lewitz Tour beginnt!

 

Campingplatz Barracuda Beach Neustadt Glewe/ Lewitz Region

Wir sind allein… allein, allein, allein allein! Komisches Gefühl wenn man so ganz allein auf einem Campingplatz steht, aber irgendwie auch witzig!

 

Mein 4,5 tägige Lewitz Tour begann am vergangenen Freitag im Dorf Banzkow, bzw. nein das stimmt so nicht ganz. Bevor es für mich nach Banzkow gehen sollte, habe ich mich auf dem Campingplatz Barracuda Beach angemeldet. 

Am Campingplatz angekommen dachte ich im ersten Moment…. oooooook…. hier bist Du falsch, denn auf dem gesamten Campingplatz war NIEMAND! Also es war nicht nur leer, nein ich hatte wirklich den gesamten Campingplatz für mich alleine. Kann das so stimmen???

Doch nach einem kurzen Telefonat stand fest, ich war an der richtigen Stelle und nachdem ich verzweifelt versucht habe mich für DIE perfekte Parzelle zu entscheiden, habe ich mich zack-zack im benachbarten Seebad angemeldet und mir gegen Pfand einen Schlüssel für die verschiedenen Tore besorgt. 

Dann musste ich auch aber auch schon wieder los fahren, denn der erste Termin stand kurz bevor. Mir blieb also keine Zeit um mir große Gedanken zu machen oder um vielleicht vorab noch mehr Fragen zu stellen um besser in Erinnerung zu bleiben. 

Diese “Sorglosigkeit” sollte sich später noch ein kleines bisschen rächen, aber das ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 

 

Schleuse Dorf Banzkow, hier beginnen auch die „Tisch Boot Touren“

 

Frau Schuhmann und das Dorf Banzkow

Ich habe also wieder den Motor der Omi angeworfen und bin los getuckert, 15 km weiter in das wunderschöne Dorf Banzkow, denn dort wurde ich bereits von Frau Schumann erwartet. 

Frau Schumann lebt schon lange in Banzkow und engagiert sich neben vielen, vielen anderen Tätigkeiten als Touristenführer für die Lewitz Region. Früher hat Frau Schumann zusammen mit ihrem Mann auf dem Hof gearbeitet, was ganz typisch für die gesamte Region war und ist. Die Lewitz Region galt als Kornkammer des Ostens und somit drehten sich natürlich auch die allermeisten Arbeitsbereiche um Landwirtschaft und Bauernhof. 

In meinem Fall bedeutete das Treffen mit Frau Schumann vor allem eines, eine Tour durchs Dorf zu den Themen: Gärten, Kunst und Dörfern. 

Gut ich gebe es ja zu, im ersten Moment dachte ich noch… nun jaaaaGärten, Kunst und Dörfer, das klingt jetzt nicht nach dem ganz großen action Programm, na hoffentlich wird es nicht ganz furchtbar lahm?!? Aber wie so oft in den folgenden Tagen wurde der gesamte Nachmittag viel interessanter als geahnt. 

Denn obwohl sich Frau Schumann eigentlich echt elend fühlte, krank war und ich letztendlich auch noch viel zu spät dran war, was aber nicht unbedingt an mir, sondern an einem Missverständnis im Tagesablauf lag, wurde der Nachmittag noch richtig, richtig schön. Doch bevor wir mit der Omi durchs Dorf fuhren und an verschiedenen Stellen einen Stopp einlegten, bekam ich erstmal einige Informationen samt Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des Schumannschen Hauses. 

 

Banzkow das schönste Dorf Deutschlands

Kunst im Dorf Banzkow. Auch dieses „Werk“ wurde komplett von den Dorfbewohnern gestaltet, transportiert und aufgestellt.

 

Einige Fakten zum Dorf Banzkow: 

  • Dank einer deutschlandweiten Ausschreibung und ganz, ganz viel Engagement aller Anwohner wurde Banzkow vor einigen Jahren ganz offiziell zum schönsten Dorf Deutschlands gekürt.
  • Banzkow gilt in der Region als das “Partydorf” schlechthin! Egal ob Trecker Treck, Tag der offenen Gärten, verschiedene Dorffeste, ja sogar eine ausgereifte Karnevals Session wird in Banzkow gefeiert und das ist für Meck-Pomm nun wirklich ungewöhnlich. 
  • Außerhalb dieser verschiedenen Veranstaltungen gibt es in Banzkow aber auch ein sehr inniges Dorfleben und vor allem ein ausgesprochen starkes kulturelles und künstlerisches Engagement. So gibt es z.B. einen festen Kreis, bestehend aus einigen Frauen, die verschiedenste Kunstwerke erstellen und in einem Atelier ausstellen. Diesem Kreis gehört unter anderem auch Frau Schumann an, die u.a. Bilder mit ECHTEN Spinnennetzen entwirft. 
  • Davon abgesehen gibt es in Banzkow viele ganz besonders toll gestaltete und mit Liebe gepflegte Gärten zu sehen. 
  • Touristen haben u.a. die Möglichkeit eine Tour durch die (privaten) Gärten Banzkows zu buchen. Ich bin ja nun wirklich kein Gartenfreak, aber selbst für mich war diese Tour super interessant, denn die teilnehmenden Gartenbesitzer haben tatsächlich wunderschöne und kreative Gärten entworfen. Da wird dann auch mal ein komplettes Bett zum Blumenbeet. 
  • Davon abgesehen haben viele Bürger Banzkows sehr, sehr große Grundstücke mit zum Teil wahnsinnig schönen Ausblicken über die gesamte Region. In Dortmund würde man zu manch einem Garten Park sagen 😉 

Nur weil die Banzkower Bürger so zusammenhalten und so viel selbständig auf die Beine stellen, konnten sie auch die Wahl zum schönsten Dorf Deutschlands gewinnen. Das schafft man nicht, nur weil drei Vorgärten nett aussehen und ein Dorf zwei Feste im Jahr organisiert. Hinter Banzkow steckt eben viel, viel mehr und so ist es sicherlich auch nicht verwunderlich, dass es in so einem “kleinen Dorf” dennoch ein großes 3 Sterne Trend Hotel gibt. 

Banzkow ist auch eines der ganz wenigen Dörfer welches nicht vor dem Problem steht, dass junge Leute nach Möglichkeit das Dorf fluchtartig verlassen, sobald ihnen dieses möglich ist. Ganz im Gegenteil… in Banzkow es gibt nur ganz wenige freie Immobilien und auch die Infrastruktur samt Supermarkt, Ärzten und Zahnärzten stimmt. 

 

Ein Bett im Kornfeld… nicht ganz! Einblick in sonst verschlossene Gärten im Dorf Banzkow

 

Mal abgesehen von den zu buchenden Touren oder Dorffesten, gibt es in Banzkow natürlich auch dauerhaft sehenswertes. Egal ob es die Schiffsschleuse, oder das kleine Museum im Trend Hotel über das Leben auf dem Dorf vor hundert und mehr Jahren ist, ob es die verschiedenen Skulpturen auf den Gehwegen, oder ein kanadischer Mammutbaum ist … Banzkow bietet seinen Besuchern neben Ruhe und Erholung viel, viel mehr. 

Ein ganz besonderes Highlight sind sicherlich auch abendliche Touren im Herbst, bei denen es mit dem Boot durch die Nacht geht um wilde Hirsche zu sehen und ihnen beim Röhren zu zuhören. Leider beginnt die Brunft der Hirsche erst ca. im Oktober, so dass ich diese Tour leider verpasst habe. 

 

Bild für Spinnen Fans

Kunst mit ECHTEN Spinnennetzen… sowas gibt es nur bei Frau Schuhmann in Banzkow

 

Wenn ihr Banzkows Feste, Kunst, Gärten oder auch die einzigartige Natur selber erleben möchtet, dann könnt ihr euch direkt an Frau Schumann oder natürlich an den Lewitz Verein wenden. 

Damit ihr nicht ständig hin und her klicken müsst, verlinke ich euch alle Daten und Adressen zu den verschiedenen Orten und Ausflugszielen ganz am Ende dieses Artikels. 

Zurück zum Campingplatz Barracuda Beach

 

Beachclub Neustadt Glewe

Abendidylle am Beachclub neben dem Campingplatz. Dieses Seebad ist schon wirklich schön!

 

Für mich hieß es gegen 18:30 Uhr zurück zum Campingplatz Barracuda Beach in Neustadt Glewe. 

Der Barracuda Beach ist ein Campingplatz direkt neben dem relativ großen Neustädter See samt eigenem Freibad, Seebad oder besser gesagt Beachclub. Dieser Beachclub ist sehr, sehr schön angelegt, es gibt große Liegeflächen, einen Lounge-Bereich und einen breiten, ganz feinsandigen Strand. 

Für den Sommer ist der Barracuda Beach ganz sicher ein besonders schönes Reiseziel. 

Der Campingplatz ist dagegen einfach gehalten. Eigentlich handelt es sich “nur” um eine große Wiese auf der einige alte Gebäude stehen. Mittlerweile wurden über den gesamten Platz 4 Stromkästen aufgestellt  mit jeweils 6-8 Steckdosen und anscheinend wurde auch erst vor kurzem ein komplett neuer Sanitärbereich gebaut. Leider habe ich die Besitzer während der Zeit nicht persönlich treffen können, so dass einige Fragen offen blieben. 

Ansonsten heißt es aber, rauf auf die Wiese, hinstellen wo es passt und ankommen.

Der Campingplatz besitzt keine eigene Anmeldung, Info oder „Rezeption“, dafür gibt es auf dem Platz selbst einige Infotafeln, denen man eine Handynummer entnehmen kann. Sobald man also auf den Platz aufgefahren ist soll man die angegebene Handy Nummer anrufen und darüber erfährt man dann wie alles weitere mit der Bezahlung und Anmeldung verläuft. 

In meinem Fall war es wie gesagt so, dass ich mich über die Kasse des Seebades anmelden konnte und dort eben auch gegen Pfand einen Schlüssel bekam um mich zwischen dem Campingplatz, Beachclub und dem dahinter liegendem Restaurant “Sunset” frei bewegen zu können, ohne um das gesamte Areal laufen zu müssen. 

Einladung zum lecker-schmecker Rippchen Abend

 

Sunset Barracuda Beach

Rippchen >Buffet im Sunset… das Essen war wirklich gut!!!

 

So war es zumindest gedacht, doch wie schon gesagt, lief es dann vor Ort etwas anders. Denn nachdem ich zurück zum Campingplatz gekehrt bin, stand liebenswerterweise noch für denselben Abend eine Einladung zum Rippchen Essen im Restaurant Sunset an. Ich habe also schnell geparkt, habe den Strom angeschlossen, Milla versorgt und bin dann zügig über den verlassenen Campingplatz in Richtung Restaurant gelaufen. 

Doch trotz der Anmeldung am Nachmittag hatte irgendjemand vergessen, dass es mich auf dem Platz noch gab und hat leider sämtliche Tore (für die ich ja extra dieses besagten Pfand Schlüssel hatte) mit extra Eisenketten verschlossen. 

Na super…. das hieß also, entweder ich muss jetzt einmal irgendwie komplett außen um das Camping und Beach Club Gelände laufen, oder ich muss klettern. 

Da ich eh schon spät dran war, es langsam dunkel wurde, ich tierischen Hunger hatte und ich den Weg komplett außen um das Gelände herum nicht kannte, habe ich mich also für die sportliche Variante entschieden.  Hudiiiiiii wudiiiiiii sage ich euch, während des Kletterns wurde mir schlagartig bewusst, dass auch ich nicht mehr die jüngste bin, früher ging das alles leichter 🙂

Irgendwie habe ich mich dann aber doch „leicht wie eine Elfe“ über die hohen Tore bewegt und kam gesund und munter am Restaurant an. 

Das Essen im Sunset war dann auch super lecker und das gesamte Buffet mehr als reichhaltig ausgestattet. Es gab Rippchen in drei verschiedenen Variationen und ALLES was dazu gehört. Vom Maiskolben bis zur Süßkartoffel Pommes, mehr kann man wirklich nicht verlangen!

Leider ist es so, dass das Restaurant neben dem Beachclub nicht jeden Tag geöffnet hat, bzw, es ist sogar noch etwas anders. Eigentlich ist das Sunset nur bei besonderen Veranstaltungen geöffnet wie z.B. an diesem besagten Rippchen Abend. 

Ansonsten handelt es sich um eine reine Eventlocation, wenn ihr also z.B. mal eben in der Lewitz Region heiraten möchtet, dann bietet euch das Sunset eine wirklich tolle Location. 

Was im Umkehrschluss aber leider auch bedeutet, wenn ihr den Campingplatz am Barracuda Beach außerhalb der heißen Sommermonate nutzen möchtet, werdet ihr da insgesamt schon relativ einsam stehen. Der Beachclub ist naturgemäß nur an warmen Sommertagen voll, das Restaurant hat auch an den meisten Tagen im Jahr für normale Gäste geschlossen und in der direkten Umgebung des Campings tobt nicht gerade das Großstadtleben. 

Andererseits bedeutet dies aber natürlich auch, da der Campingplatz ganzjährig geöffnet ist, findet ihr hier immer eine Anlaufstelle. 

 

Der neue Sanitärbereich auf dem Campingplatz Barracuda Beach. Warm und im Grunde auch sauber, hier müsste nur mal jemand wieder aufräumen!

 

Leider blieben nach meinem Besuch wie gesagt einige Fragen offen, so dass ich euch aktuell nicht sagen kann ob der Platz im Winter voll zu nutzen ist, ob das Badehaus beheizt ist oder wie es mit den Wasseranschlüssen während der Wintermonate aussieht. 

Nach einem sehr leckeren Abend hieß es für mich also, home is where you park it, zurück zum Womo und da die freundliche Angestellte des Restaurants natürlich auch nicht wusste, wie ich denn nun im Dunkeln am besten zum Womo zurück kommen soll, hieß es für mich… klettern 2.0. Aber nachdem die Tore erstmal hinter mir lagen, bin ich sowas von zackig zum Womo gelaufen, Usain Bold wäre stolz auf mich gewesen. 

Jetzt mal ehrlich, so ein komplett verlassener und dunkler Campingplatz ist aber auch sowas von gruselig…. ich habe zwischendurch schon gedacht, gleich werden „ES“, der Scream Mörder, Freddy und Jigsaw gleichzeitig  hinter einem Baum oder einem der alten Gebäude hervorlugen

HORROR…. 🙂  ich war echt froh als ich wieder im Womo war und ich habe mich auch direkt ordentlich verbarrikadiert. Kopfkino lässt grüßen!

Lewitz Tour Tag 2

 

Herzlich Willkommen zum Kürbisfest in Jamel/ Lewitz Region

 

Geschlafen habe ich dann aber doch erstaunlich gut, so dass ich am nächsten Morgen fit war für Tag zwei meiner Lewitz Tour. 

An diesem zweiten Tag durfte ich verschiedene Höfe bzw. Hoffeste besuchen und das waren jeweils wirklich tolle Stunden. 

Der Tag begann mit dem Kürbisfest in Jamel und wer jetzt glaubt, ok… Kürbisse werden auf jedem 2. Bauernhof im Herbst verkauft, was soll da schon so besonders sein, der ist komplett falsch gewickelt. Das Kürbisfest auf dem Hof der Försterei in Jamel ist anscheinend jedes Jahr ein echtes Highlight mit mehr als tausend Besuchern. Das bedeutete also auch, die Freiwillige Feuerwehr regelte vorab den Verkehr durch das Dorf, es standen große, frisch gemähte Felder als Parkflächen bereit und selbst mit der Omi war es kein größeres Problem einen gescheiten Parkplatz zu finden.

Diesen Punkt kann ich vielleicht eh schon mal vorweg nehmen. An all den Tagen in der Lewitz Region, war ich mit der Omi unterwegs und ich hatte in keinem Fall größere Parkplatz Probleme. Viele Höfe haben entweder große Parkflächen, oder es standen sogar Busparkplätze bereit. Die Tour durch die Region ist also sogar mit dem Womo gut zu meistern. 

 

Auf dem Kürbisses in Jamel war die Hölle los, aber schön wars!

 

Auf dem Hof der Försterei selbst gab es dann ALLES was zu einem gelungenen Fest dazu gehört. Abgesehen von weit über 1000 Kürbissen jeglicher Form und Größe, gab es für die Kinder Pony reiten, es gab verschieden Stände für das leibliche Wohl, es wurde ein Spanferkel gegrillt und wer nicht nur seinen eigenen Kürbis kaufen wollte, der konnte auch gleich vor Ort verschiedene Kürbis Snacks versuchen und probieren. Von der Kürbis Pommes bis zur Kürbis Marmelade… 

Das Kürbisfest in Jamel findet jedes Jahr Anfang / Mitte September statt und solltet ihr im nächsten Jahr zu dieser Zeit in der Nähe sein, schaut es euch an!!!!

Vom Kürbisfest aus ging es für mich nochmal 12 km weiter durch die Natur der Lewitz Region. Selten bin ich so viel Landstraße gefahren wie an diesen 4,5 Tagen. Da ich aber immer wieder durch Alleen fahren musste, oder an Punkte kam an denen ich einen fantastischen Blick über die Natur hatte, waren diese Fahrten doch irgendwie immer wieder schön. 

Eines ist mir dabei ganz extrem aufgefallen. NOCH NIE habe ich so viele frei stehende Obstbäume gesehen wie in dieser Region. Egal ob alte Apfelsorten, Birnbäume, Kirschen oder Zwetschgen, ihr könnt eigentlich ständig und überall anhalten und euch eindecken. Das habe ich in einer solchen Vielfalt noch nicht erlebt und ich frage mich, wer im Herbst eigentlich noch Obst im Lewitzer Supermarkt kauft. 

Der Pingelhof

 

Auf dem Pingelhof gibt es neben vieler anderer Dinge auch alte Traktoren zu bewundern.

 

Pünktlich zum Nachmittagskaffee kam ich dann am Pingelhof an, eines der wohl bekanntesten Ausflugsziele der Region. 

Bei dem Pingelhof in Domsühl handelt es sich um einen alten Bauernhof der dank verschiedener Fördertöpfe und vielen Eigenleistungen komplett restauriert wurde und heute eine Art Erlebnishof mit Museumscharakter darstellt. Hier dreht sich also alles um die Landwirtschaft vor 80, 90, 100 oder mehr Jahren. Es gibt verschiedenste Landwirtschaftliche Geräte zu sehen, alte Traktoren aber auch Räumlichkeiten die so ausgestattet sind wie es eben vor etlichen Jahren üblich war. Spannend, was der Pingelhof in den vergangenen Jahren so zusammen getragen hat, von der Kinderwiege, über altes Spielzeug, alte “Wärmflaschen” bis zur original Schlafkleidung. 

Davon abgesehen finden auf dem Pingelhof  immer wieder unterschiedlichste Veranstaltungen statt. Vom Herbstfest, einem Weihnachtsmarkt bis zur Ostereiersuche. 

 

Auch solche Schmuckstücke gab es auf dem Pingelhof zu sehen

 

Wie gesagt, der Pingelhof ist eines DER Ausflugsziele der Region und das definitiv zu recht. 

Für mich endete Tag 2 wieder am knapp 20 km entfernten Barracuda Beach Campingplatz und da ich wusste, dass der folgende Tag früh beginnen und zudem lang werden würde, lag ich schon früh in den Federn. 

Lewitz Tour Tag 3

 

Lewitz Ranger Ralf Ottmann … wenn ihr in der Region seid, solltet ihr unbedingt eine Tour mit ihm starten!

 

Der 3 Tag sollte mit einem meiner ganz persönlichen Highlights der gesamten Lewitz Tour beginnen… eine Tour mit dem Lewitz Ranger Ralf Ottmann. 

Treffpunkt war bei Ralf zuhause und was soll ich euch sagen…. das ist vielleicht eine coole Type! 🙂 

Meike (meine Ansprechpartnerin vom Lewitz Verein) begleitete mich an diesem Tag und da sie gerade noch glücklicherweise vor dem Haus stand, konnte sie mich auch direkt zur richtigen Hausnummer lotsen.

So kam es auf jeden Fall, dass wir noch wenige Momente vor der geöffneten Haustür auf Ralf gewartet haben und dann kam er… ein Ranger wie er im Buche steht. 

Ehrlich, GENAU SO habe ich ihn mir auch vorgestellt. Outdoor Hose, Tarn Shirt, Weste, Fernglas …. und oben auf ist Ralf auch noch ein super netter „Kerl“ mit einem wahnsinnigen Fachwissen rund um die Lewitz Region und der heimischen Tier- und Vogelwelt. 

Unser erster „Rangertour Punkt“ waren die RIESIGEN Teiche der Lewitz Region. 

 

Angeln in der Lewitz Region.

Nein… das ist kein See, sondern einer von insgesamt 17 geschützen Teichen der Lewitz Region, samt einer extrem großen Artenvielfalt. Hier haben wir unter anderem auch den Fischadler gesehen.

 

Wir standen am Ufer eines dieser Gewässer und ich dachte sofort, ich steh an einem See, aber nein, es handelt sich dabei wirklich um verschiedenen Teiche die der Fischzucht dienen, was auch bedeutet… jeden Herbst wird das Wasser aller Teiche bis auf ein Minimum in die Lewitz Kanäle abgelassen, um dann die Fische herauszuholen. Ihr wisst schon… Karpfen zu Weihnachten usw.

Über den Winter bleiben nur wenige cm Wassertiefe stehen um Zugvögeln oder Enten eine Wasserquelle zu bieten. Im Frühjahr werden die Teiche dann wieder mit Wasser aus dem Schweriner See aufgefüllt und das ganze Spiel beginnt von vorn. 

Dieses ganze Gebiet um die Teiche herum steht unter Schutz, wodurch sich natürlich eine ganz extreme Artenvielfalt angereichert hat. Das ist auch der Grund warum die Lewitz Region unter Naturfotografen reeeelativ bekannt ist, hier gibt es so  so viele verschiedene Tiere und Vögel zu sehen bzw. zu fotografieren, eine Highlight Region für Naturfotografen. Hey, welche Region hat noch über 250 verschiedene Vogelarten in Deutschland? Also das Ruhrgebiet wahrscheinlich eher nicht.

 

Lewitz Kanäle und Teiche. In diese Kanäle wird das Wasser abgelassen, sie sind aber auch wunderbar zum Angeln und für Kanu Touren geeignet

 

Für mich als Stadtkind wurde das ganze natürlich durch Ralf Ottmann zum Erlebnis, denn sein Fachwissen ist schlichtweg unglaublich! So kam es im Laufe des Vormittags z.B. auch zu folgender Situation: 

Meike, Ralf und ich haben uns unterhalten, als Ralf plötzlich sagte: Ohhhh hört mal. 

Jaaaaaaa, dachte ich…. ein Vogel 🙂 (Tschaakkaaaaaa, ich sage es ja immer wieder, kennste ein, kennste alle 🙂 )

Doch noch bevor ich diesen Gedanken zuende gedacht hatte (und zum Glück bis dahin nichts gesagt habe) war Ralf schon drei Schritte weiter. Habt ihr es gehört? Das war der Fischadler, Kuckuck oder (I don’t know) die kanadische Wildgans – und als würde das nicht schon reichen, hatte Ralf das Federvieh auch direkt mit dem Fernglas eingefangen. 

Beeindruckend und ich merkte mal wieder deutlich, es gibt einfach noch zu viele Dinge auf der Welt, von denen ich im Leben noch nichts gehört habe 🙂 Aber so einen Fischadler live zu sehen, das war schon wirklich sehr schön. 

So setzten wir unsere Tour weiter fort und es blieb dabei, die Tour mit Ralf als Lewitz Ranger war wirklich ein Highlight. Wenn euch so eine Tour auch interessiert, dann könnt ihr diese direkt über Ralf buchen und ich bin mir sicher, gerade weil Ralf diese Touren so extrem unterhaltsam gestaltet, werden groß, klein, jung und alt gleichermaßen Spaß haben. Die Kosten für eine solche Tour lohnen sich aaaaabsolut!!!!

Doch leider ging auch diese Tour irgendwann ihrem Ende zu und dies schneller als ich hoffte, denn für den Tag standen ja noch weitere Programmpunkte an. 

2. Tagespunkt die Burg in Neustadt Glewe. 

 

Die komplette Burg Neustadt Glewe im Kleinformat

 

So sind Meike und ich also weiter getingelt, nächster Halt war an der Burg in Neustadt Glewe. 

Ehrlich gesagt bin ich ja nun alles andere als der riesen Mittelalter Fan und so tat es mir schon fast leid die Tour mit dem Lewitz Ranger zu beenden, um mir die Burg anzusehen. Doch auch damit lag ich mal wieder falsch, denn die Burg Besichtigung war viel, viel schöner, interessanter und witziger, als ich vorab gedacht hatte. 

 

Burg Neustadt Glewe - Camping in Mecklenburg Vorpommern

Burgturm der Burg in Neustadt Glewe. Die Dauerausstellung ist für groß und klein geeignet.

 

Innerhalb der Burg in Neustadt Glewe gibt es eine Dauerausstellung zum Thema „Das Leben auf einer Burg“ und diese Ausstellung ist alles andere als lahm oder verstaubt. 

Natürlich gab es auch hier Punkte wie „Gewänder“ oder Rittertafeln, die man mehr oder weniger immer wieder sieht. Aber diese Ausstellung beinhaltet eben auch ganz, ganz viele Themen mehr, die sowohl Meikes als auch mein Interesse weckten. 

Was trugen Burgdamen „unten drunter“? Welche Gerichte gibt es heute noch, die ursprünglich aus genau dieser Zeit stammen? Wie sah das damals aus mit dem Thema „Sex auf der Burg“? Wann wurde geheiratet? Gab es sowas wie Toilettenpapier und für mich als Frostbeule natürlich sehr wichtig, wie wurde so eine Burg eigentlich geheizt? 

Tja ihr Lieben…. ich kenne mittlerweile die Antworten auf all diese Fragen, aber die verrate ich euch hier nicht! Dafür müsst ihr schon nach Neustadt Glewe tuckern und die Burg (am besten samt Burgführung) live erleben. 

 

Isa von Neustadt Glewe… ich hatte schon immer etwas ritterliches im Blut 😉

 

Direkt an der Burg gibt es auch ein großes Burg Restaurant/ Cafe in welchem ihr wunderbar essen und Kaffee trinken könnt, das ist also ein rundum schönes und sehr lohnendes Ausflugsziel. 

3. Tagespunkt – Hof Denissen

 

Schnappschuss… Erdbeeren auf dem Hof Denissen

 

Nachdem wir frisch gestärkt waren ging es für Meike und mich zum Tagesziel Nr. 3, Hof Denissen. 

Zu Beginn konnte ich mir so gar nichts unter diesem Tagespunkt vorstellen, war dann aber letztendlich umso begeisterter. 

Bei dem Hof Denissen handelt es sich um einen RIESENGROSSEN „Bauernhof“ samt Kühen, Obst und Gemüse. 

Also bevor ihr das falsch versteht, der Hof Denissen ist KEIN kleiner Bauernhof auf dem die Kinder zwei Kühe, 5 Hühner und einen alten Esel streichen können. Bei dem Hof Denissen  handelt  es sich um einen professionellen „ landwirtschaftlichen Großbetrieb“, der sich allerdings das Thema Regionalität ganz oben auf die Fahnen geschrieben hat. 

 

Hof Denissen in Mecklenburg Vorpommern

Obst und Gemüse Anbau für die Region. Familie Denissen setzt voll auf den Wert ihrer regionalen Produkten und schafft es so weit über 100 Mitarbeiter „glücklich zu machen“

 

Trotz dieser immensen Größe, ist der Hof Denissen aber ein tolles Ausflugsziel für groß und klein dank Spielplatz, großem Restaurant und einem wunderschönen Hofladen. Natürlich ist es so, dass das eigene Restaurant vor allem eigene Lebensmittel nutzt und auch hier gilt, Regionalität geht vor z.B. irgendwelchen teuren Flug-Mangos! 🙂

Davon abgesehen gehören mittlerweile auch zwei Eisdielen in Neustadt Glewe und Ludwislust zum Hof Denissen.  Davon abgesehen gibt es einen zweiten riesigen Hofladen in Schwerin, welcher natürlich auch das Eis verkauft. Das eigene Eis-Labor befindet sich aber mit auf dem “Hof Komplex” welchen wir besucht haben. Hier werden immer wieder neue und ausgefallene Eis Kreationen getestet und ins Leben gerufen. So gab es z.B. auch schon das eigene Tomateneis. Schoko, Vanille und Erdbeere bekommt ihr hier aber natürlich auch. https://www.svz.de/lokales/ludwigsluster-tageblatt/wer-will-kriegt-auch-tomaten-eis-id13603916.html

Nachdem Meike und ich am Hof ankamen, wurden wir auch direkt von Frau Denissen in Empfang genommen und bei Kaffee, Kuchen und dem fantastischen Eis, hatten wir ausreichend Zeit meine vielen Fragen zu beantworten. Das Stadtkind auf dem Land…. zumindest wusste ich noch, dass Kühe nicht lila sind 😉  

Während dieses Gesprächs wurde mir immer klarer, Frau Denissen ist alles andere als “die Frau eines Bauern” wie wir sie aus einer RTL Serie kennen. Frau Denissen weiß GANZ GENAU wovon sie spricht, kennt ihren Betrieb auf dem FF, ist super sympathisch und dennoch weiß sie welche Fragen sie zu welchem Zeitpunkt stellen muss. Eine Unternehmerin wie sie im Buche steht, HUT AB!!!!

 

Wie werden Gurken, Paprika, Tomaten und Erdbeeren professionell angebaut?

Der professionelle Anbau von Gurken auf dem Hof Denissen

 

Aber Frau Denissen nahm sich super viel Zeit um all meine „doofen“ Fragen zu beantworten und je länger wir auf dem Hof waren, umso stärker kam ich ins Staunen. Der Hof Denissen hat über die Jahre eine Größe erreicht, bei der es ganz klar nicht mehr nur um den Verkauf von Produkten aus eigener Herstellung im Hofladen geht, sondern um die „Produktion“ von regionalen Produkten für hiesige Supermärkte wie Rewe, Edeka oder, oder, oder.  Hunderttausende Liter Milch werden pro Jahr transportiert, um aus diesem Grundprodukt wiederum regionale Spezialitäten wie Käse, Sahne usw. zu produzieren. 

Doch obwohl der Hof so riesig ist, die Landwirtschaft in diesem Fall ein Geschäft ist und sowohl Familie Denissen als auch all ihre Angestellten Geld verdienen möchten, kommt jede Kuh Tag ein Tag aus auf eine vernünftige Weide, die Ställe sehen hell und ordentlich aus und selbst das Gemüse wird ohne Pestizide oder, oder, oder angebaut. 

Es ist also anscheinend doch möglich große Massen zu produzieren, ohne Tiere in engen, dunklen Ställen zu halten bzw. das Gemüse so stark zu spritzen, dass es bald im dunklen leuchtet. Das alles funktioniert natürlich nur wenn die Verbraucher bereit sind diese Produkte auch zu bezahlen und da müssen wir uns alle an die eigene Nase fassen!

 

Restaurant Hof Denissen Meck Pomm

Selbst die Waschtische im Restaurant des Hofes Denissen sind sehenswert. Hier solltet ihr tatsächlich unbedingt mal vorbei fahren.

 

Nach dem Kaffeetrinken begleitete uns Frau Denissen noch über den Hof und nur um das nochmal kurz zu erwähnen…. wir sind ganz selbstverständlich mit dem Auto über den Hof gefahren, weil die Wege so weit waren. 

Nach diesem super interessanten Blick hinter die Kulissen, dem Besuch in den verschiedenen „Gemüse Häusern“ (habt ihr schonmal gesehen wie tausende Tomatenpflanzen ohne Pestizide angebaut werden? Oder dass solche Betriebe Kästchen mit Hummeln kaufen können um die Pflanzen zu bestäuben? Ich wusste das nicht) konnten wir natürlich auch nicht einfach so am Hofladen vorbei gehen. 

Also haben Meike und ich uns im Hofladen noch mit einigen Leckereien eingedeckt (ohne Mist, ich habe dort eine frische Bolognese Sauce im Glas gekauft, knapp 5 Euro für ein wirklich großes Glas und habe NOCH NIE eine so leckere, fertige Pasta Sauce gegessen. Die war so gut, dass ich noch überlegt habe am nächsten Tag zurück zum Hof zu fahren um mich gleich mit mehreren Gläsern einzudecken :-)) Die Sauce war sogar so gut, dass ich nachts trotz Zahnschmerzen aufgestanden bin um nochmal pur im Glas herum zu löffeln. 🙂 Mit läuft beim Tippen schon wieder das Wasser im Mund zusammen. 😉 Wie gut, dass ich nicht verfressen bin!!!

Nach dieser letzten Shoppingtour war der Tag beendet. Meike fuhr zurück zu ihrer Familie und ich machte mich auf den Weg zu einer neuen Übernachtungsmöglichkeit. 

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich die vergangenen Nächte auf dem Barracuda Beach Campingplatz verbracht, doch für diese letzte Nacht an der Lewitz, sollte ich eigentlich nochmal einen anderen Platz kennenlernen. 

Das Lewitzcamp in Garwitz. 

 

Lewitzcamp Mecklenburg Vorpommern

Blick aus dem Rückspiegel. Das Lewitzcamp ist im Sommer sicherlich deutlich schöner als an einem regnerischen Herbsttag

 

Nachdem ich am Lewitzcamp ankam, habe ich mich allerdings ganz schnell auf eigene Faust für einen Stellplatzwechsel entschieden. Zum Glück gab es nur ca. 400 Meter entfernt den neu gebauten Stellplatz an der Marina in Garwitz, so dass ich rasch eine neue Übernachtungsmöglichkeit fand und dieses auch durchgezogen habe ohne Meike vorab darüber zu informieren. Diesen Standortwechsel nehme ich also auf meine Kappe!

Diesen Stellplatz Wechsel auf eigene Faust muss ich allerdings hier mal kurz begründen. Bei dem Lewitzcamp handelt es sich um einen ganz, ganz ursprünglichen Ort in einem kleinen Wäldchen. Im Sommer, wenn z.B. Kanuten auf der Suche sind nach einem Zeltplatz sind oder Kinder den ultimativen Camping Abenteuerurlaub erleben wollen, ist das Lewitzcamp sicherlich perfekt. 

In meinem Fall war es allerdings so, es herbstet, es begann zu regnen, auch an diesem Ort war wieder keine Menschenseele und ganz ehrlich… warum sollte ich die Nacht dort ohne Handynetz im Wald verbringen, wenn es auf der anderen Seite einen super schönen, neuen Stellplatz gibt? 

Also… nur um das nochmal zu betonen… im Sommer…. alles gut, dann ist das Lewitzcamp sicherlich auch besser besucht und für Camper jeder Art geeignet. Es bleibt aber eben ursprünglich, aber das kann ja durchaus auch ganz cool sein. Aber für mich alleine, im Herbst, samt schlechtem Wetter… nee da wollte ich dann nicht noch irgendwo einsam im Wald stehen und wenn es ganz doof gelaufen wäre, hätte ich mich noch festgefahren. 

Also habe ich direkt wieder gewendet und bin zum Stellplatz an der Marina getuckert, der wie bereits erwähnt nur auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt. Dort angekommen standen sogar noch zwei weitere Camper auf dem Stellplatz und mal abgesehen von meinen fürchterlichen Zahnschmerzen, welche mich schon seit 2 Tagen begleitet haben, hatten Milla und ich eine ruhige und gemütliche Nacht. 

Lewitz Tour Tag 4

 

Blue Mango Töpferworkshop - arbeiten als Reiseblogger

Einfahrt zur Töpferei Blue Mango in der Lewitz Region

 

Am nächsten Morgen war ich schon wieder früh unterwegs, denn dieser letzte Tag sollte noch ein ganz besonderes Schmankerl bereithalten. 

Also schmiss ich pünktlich um 9 Uhr die Omi an und tuckerte in das Dorf Rusch-Raduhn, denn dort wartete bereits Silwia Barke -Demba und ihr Töpfer-Workshop auf mich. 

Silwia hat ihre Werkstatt, eine Art Atelier, ein kleines Ladenlokal und ihre privaten Räume auf einem relativ großen Hof und nachdem ich direkt super lieb in Empfang genommen wurde, fühlte ich mich sofort pudelwohl. 

Kennt ihr das, es gibt so Menschen die sind so offen und natürlich, da hat man das Gefühl, als würde man sich schon eeeeewig kennen und genau so ein Mensch ist Silwia. 

Bevor es also überhaupt mit dem Töpfern los ging, hat mich Silwia zu einem Kaffee in ihren wunderschönen Garten eingeladen und wir konnten in aller Ruhe über Gott und die Welt quasseln. HERRLICH!!!!

 

Weg vom Campingboom - Auszeit und Ruhe für Wohnmobilisten

Silvias Garten…. hier stehen die Türen immer für freundliche Gäste offen. Der Garten ist aber sicherlich 4-5 mal größer, als auf dem Foto zu erkennen.

 

Silwia verbringt seit Jahren die Wintermonate in Afrika und ist mittlerweile auch mit einem Afrikaner verheiratet. Natürlich konnte ich mir die Frage nicht verkneifen, welche Erfahrungen die beiden gesammelt haben, seitdem ihr Mann, natürlich samt seiner dunkler Hautfarbe, bei ihr auf dem Land in Meck-Pomm lebt. Aber anscheinend ist auch dieses Thema in der Realität Meck-Pomms gar nicht so schwierig, wie ich befürchtet habe. Zumindest erzählte mit Silwia, dass es erstaunlich wenig Anfeindungen oder gar klaren Rassismus gab/ gibt. 

Auf jeden Fall ist es so, dass Silwia mittlerweile sehr an Afrika hängt, viel Afrikanisches in ihren Alltag übernommen hat, sich zum Thema Land und Leute extrem gut auskennt und genau dieses Wissen nutzt! Denn mal ganz abgesehen von ihrer Arbeit als Töpferin, kann man über sie geführte Touren durch Afrika buchen. 

 

Töpferin Silvia Barke Demba vom Atelier Blue Mango bei der Arbeit

 

Silwia nimmt immer nur wenige Personen mit auf ihre Touren, diese bekommen dann aber das volle „rundum Paket“. Am Anfang einer jeden Tour steht ein Vortrag über all die großen und kleinen Dinge des Lebens in Gambia, die Mitreisenden bekommen von ihr Hilfen und Unterstützung zur Vorbereitung (welche Impfungen benötige ich, wie viel Bargeld sollte ich mitnehmen usw.) und vor Ort erfolgt dann eine ganz individuelle Betreuung (Frage worauf habt IHR Lust, lieber 3 Tage auf dem Boot, mit dem Jeep quer durchs Landesinnere, wollt ihr allein zum Markt oder, oder, oder) . So zeigt sie Touristen ihr Afrika und im besonderen ihr Gambia bzw. den Süd-Senegal. 

Fast selbstverständlich ist es, dass Silwia aus Afrika auch ganz besondere Töpfer-Handgriffe „mitgebracht“ hat, wodurch sie ein sehr, sehr vielfältiges Angebot anbieten kann. Vasen, Schüsseln, Teller und das war es… neeee, neeee nicht bei Silwia bzw. ihrem Blue Mango Atelier! 

 

Töpfer Workshop Blue Mango

KONZENTRATION!!!!

 

So kam es also dazu, dass ich selber Hand an den Ton legen durfte. Ok, ok… mit ein bisschen Unterstützung! Aber so habe ich es dann doch zu einer fantastischen und sicherlich niemals dagewesenen Schale gebracht 🙂 

Im Grunde war es aber auch egal was genau dabei rumgekommen ist, mir hat das Töpfern großen Spaß bereitet, es war toll mal an so einer Drehscheibe zu arbeiten und wenn ich jetzt nicht die Hauptrolle im nächsten “Ghost Nachricht von Sam” Film bekomme, na dann weiß ich es auch nicht 🙂

Nachdem mich Silwia auch noch mit einem super leckeren Mittagessen versorgt hat, (Silwia, Du musst jetzt wirklich nicht extra kochen, Isa SETZT DICH HIN UND ISS!!! 🙂 ) musste ich die gastliche Stätte leider wieder verlassen, denn zum Schluss stand noch ein Abschlusstreffen mit Meike an.  

Silwia bietet übrigens auch die Möglichkeit an bei ihr zu übernachten! Ich bin mir also sehr, sehr sicher… solltet ihr euch mit Silwia genauso gut verstehen wie ich, dann würde sie es sicherlich auch dem ein oder anderen erlauben mit dem Womo bei ihr vor dem Haus zu übernachten. Wenn ihr also Lust habt das Töpfern kennen zu lernen und dazu Geschichten und Erlebnisse “aus einer anderen Welt” erfahren möchtet, dann besucht Silwia in ihrem Atelier. Am besten ist es aber, wenn ich vorher mal kurz anruft, ob Silwia auch wirklich da ist. Da sie viele ihrer Produkte auch über regionale Märkte verkauft, kann es natürlich immer mal wieder sein, dass sie gerade unterwegs ist. 

 

Töpferworkshop bei Silvia Barke Demba an der Lewitz

Ein winziger Teil von Silwias (ja, Silwia schreibt sich wirklich mit W, diesmal ist es kein Fehler von mir) Angebot

 

Nach diesem extrem gastfreundlichen Vormittag und Mittag habe ich mich mit Meike im Café am Jagdschloss Friedrichsmoor getroffen und die vergangenen Tage nochmal Revue passieren lassen. Wir haben besprochen was in den vergangenen Tagen super funktioniert hat und was die Lewitz Freunde vielleicht bei anderen Bloggern eeetwas verändern könnten. 

Tja und nach einem Kaffee, war meine Zeit in der Lewitz Region auch schon vorbei.

Meine 4,5 Tage in der Lewitz waren vorrüber, der perfekte Zeitpunkt um ein Fazit zu ziehen. 

 

Die Lewitz Tour & mein Fazit nach 4,5 Tagen in der Region: 

 

Die Lewitz - eine Region abseits des Campingbooms

Ruhe und Entspannung… wer die Natur liebt und eine Auszeit sucht ist hier in der Lewitz Region genau richtig.

 

Die gesamte Lewitz Region wurde bis vor wenigen Jahren komplett, immer und überall von der Landwirtschaft bestimmt. Erst mit der Wende und weiteren Jahren des Übergangs, hielt ein ruhiger und natürlicher Tourismus ganz langsam Einzug. Genau darin, also dass die Lewitz als seichte Tourismusregion noch sehr, sehr neu ist, bestehen meiner Meinung nach die großen Vor- und Nachteile. 

Wenn ihr auf der Suche seid nach Ruhe, wunderbaren Rad- und Wasserwanderwegen, einer schier endlosen Natur, langen Hunde Spaziergängen zwischen Feldern, Wiesen und Alleen und diesem Gefühl, den lieben Gott einen guten Menschen sein zu lassen seid, dann seid ihr in der Lewitz Region absolut richtig. 

Dasselbe gilt natürlich für alle „Naturfreunde und Fotografen“. Jetzt im Herbst beginnt wieder der Flug der Zugvögel und ihr könnt euch wahrscheinlich stunden- und tagelang an den verschiedensten Orten auf die Lauer legen, um eine faszinierende Vogel- und Tierwelt zu erleben. 

Diese Ruhe der Region ist ein absoluter Vorteil, denn selbst der überall herrschende Camping Boom ist bisher an der Lewitz vorbeigezogen. Hier könnt ihr ohne jeden weiteren Gedanken tagsüber den Stellplatz oder Campingplatz verlassen um mit dem Womo die Region zu erkunden und könnt euch dennoch sicher sein abends noch mehr als einen letzten, miesen Platz zu ergattern. 

Genauso gut könnt ihr die Lewitz aber auch mit dem Fahrrad erkunden. 

Die gesamte Region hat ein sehr gutes Radnetz und auch wenn ich mehr oder weniger alle zur Lewitz Region gehörenden Dörfer besucht habe, so waren es doch immer nur kurze Strecken. 

In den aller seltensten Fällen musste ich mehr als 10 km zurücklegen, um von einem Punkt zum anderen zu gelangen. Ihr könnt die Region also wirklich gut zu fuß als Wanderung oder mit dem Rad erkunden und müsst dank der vielen Landstraßen und Feldwege nur sehr, sehr selten an stark befahrenen Straßen entlang fahren/laufen.

Diese Ruhe und der beginnende Tourismus haben aber natürlich auch den ein oder anderen Haken. 

So ist es zum Beispiel so, dass all die Dinge die ich in den Tagen an der Lewitz erleben durfte, eigentlich auch “ganz normalen” Touristen zur Verfügung stehen. Egal ob es die verschiedenen Hoffeste sind, die Tour mit Frau Schumann zum Thema Kunst, Dörfer und Gärten,  die Tour mit dem Lewitz Ranger, ja sogar den Töpferworkshop könnt ihr genau so live erleben wie ich es getan habe. Das Problem liegt einzig darin, dass es aktuell noch wirklich schwierig ist die verschiedenen Angebote, Feste und Aktivitäten im Netz zu finden. 

Die Homepage der Lewitz wird aktuell noch überarbeitet, auf längere Sicht werdet ihr dort aber sicherlich sowas wie einen kompletten Veranstaltungskalender finden. Die Seite in ihrem momentanen Zustand findet ihr hier: www.die-lewitz.de 

Aktuell gibt es diesen kompletten Kalender mit allen Veranstaltungshöhepunkten aber noch nicht und wenn ich als ganz normaler Tourist in der Region wäre, mir würde es sicherlich schwer fallen die verschiedenen Veranstaltungen zu finden. Bis auf die Burg in Neustadt Glewe, steckt die Touristeninformation eben noch in den Kinderschuhen. 

Ähnliches gilt für das Thema Stell-  und Campingplätze. Gut, wer im Netz sucht wird relativ schnell auf den Barracuda Beach Campingplatz kommen und vielleicht findet ihr auch noch den zweiten Campingplatz in Dreenkrögen. Mittlerweile gibt es aber auch neue Stellplätze in der Region, allerdings sind diese leider noch in kaum einer App zu finden. 

 

Geheimtipp für Camper - die Lewitz Region

Noch nie habe ich so viele frei stehende und zugängliche Obstbäume gesehen wie hier in der Lewitz Region

 

Auch in dem Fall bleibt es eben dabei, der Tourismus in der Lewitz Region ist eben noch sehr, sehr klein und wahrscheinlich wird er auch nie riesengroß, sondern es wird eben ganz bewusst nur ein kleines, feines, Ruhe suchendes und Natur liebendes Publikum angesprochen. 

Das ist ja auch absolut ok!!!

Dennoch hoffe ich ganz persönlich, dass sich gerade im Bereich „Veranstaltungskalender“ einiges ändern wird. 

Denn für mich steht eindeutig fest… die Lewitz ist im Grunde eine absolute Perle und ich glaube viele Einheimische wissen noch gar nicht welch riesen Potenzial diese Gegend hat. Gerade weil der Tourismus klein ist, es demgegenüber aber eine große Dichte an Kunst, Natur und anderen Ausflugszielen gibt.

Perfekt eignet sich so eine Tour durch die Lewitz Region natürlich in Verbindung mit dem Besuch von Schwerin, Ludwigslust und dem Schweriner Sees. In dem Fall hättet ihr „alles“ in Verbindung, Stadtleben und Shopping in Schwerin und danach Ruhe, Natur und Entspannung in der Lewitz Region.

Ihr findet zudem einige Campingplätze am Ostufer des Schweriner Sees und könntet auch von dort aus die Region sehr gut mit dem Rad erkunden

Damit ihr es ein kleines bisschen einfacher habt die verschiedenen Angebote der Lewitz Region zu finden, bekommt ihr hier nochmal eine Übersicht aller wichtigen Adressen: 

Camping und Stellplätze: 

 

Ausflugsziele, Höfe und Touren

  • Frau Schumann, Gästeführerinr, Dorf Banzkow – Kunst, Dörfer, Gärten, Tel. 03861/72220, hier bekommt ihr auch weitere Infos zu den abendlichen Hirsch Bootstouren, www.gudrunschumann.de 
  • Lewitz Ranger Ralf Ottmann, weitere Infos über die Homepage: http://www.lewitz-rangertour.de 
  • Töpferin Silwia Barke-Demba, Atelier Blue Mango, Lewitzstraße 18, 19374 Rusch Raduhn, Hier findet ihr auch weitere Informationen zu ihren Afrikatouren  http://www.bluemango.de/ 
  • Forsthof Jamel (Kürbisfest) – Forststraße 14, 19079 Banzkow – Jamel, 
  • Pingelhof, Ringstraße 9, 19374 Domsühl, Alt Damerow, http://www.pingelhof-museum.de
  • Burg Neustadt Glewe, Alte Burg 1, 19306 Neustadt Glewe, http://www.burg-neustadt-glewe.de
  • Hof Denissen, Ludwigsluster Straße 21, 19288 Wöbbelin  http://www.hof-denissen.de
  • Jagdschloss Friedrichsmoor, Schlossallee 10, 19306 Neustadt-Glewe, www.jagdschloss-friedrichsmoor.de 

 

 

Noch mehr Informationen über einige Veranstaltungen findet ihr hier, klickt dazu auf dieses Feld, dann öffnet sich ein weiteres Fenster. Danke Meike für das zur Verfügung stellen der Veranstaltungshighlights.

Veranstaltungshighlights in der Lewitz

Januar, Neujahr

Anbaden in der Stör, Banzkow

Banzkower und ihre Gäste begrüßen das neue Jahr traditionell mit einem großen Spektakel an der Klappbrücke. Was ursprünglich als einmalige Aktion gedacht war, entwickelte sich schnell zum Dauerbrenner: Seit dem 1. Januar 2000 fällt zum Auftakt eines jeden neuen Jahres pünktlich um 14 Uhr der Startschuss zum Neujahrsbaden. Kostümiert nach einem bestimmten Motto, durchschwimmen die Teilnehmer den Störkanal. Jede Menge Schaulustige feuern die mutigen Eisbader an. Zum Aufwärmen gibt es heiße Getränke und Bratwurst.

April

Dammer Eldelauf, Damm

Seit zehn Jahren ist der Dammer Eldelauf eine feste Größe im Lewitzer Veranstaltungskalender. Der Hauptlauf über die Halbmarathon-Distanz von 21,1 Kilometern führt von Damm durch den Dammer Wald, über Alt Damerow, Raduhn und Garwitz entlang der Müritz-Elde-Wasserstraßen zurück nach Damm. Weitere Lauf-Distanzen sind 10 und 5 Kilometer und ein Kilometer für Kinder bis 14 Jahre. Nordic Walker legen 5 oder 10 Kilometer zurück. Das Rahmenprogramm beginnt traditionell mit einem „Startimpuls“ in der Kirche Damm. Hinzu kommen Musikgruppen, Ponyreiten, Kinderschminken und eine Tombola.

www.dammer-eldelauf.de

Mai

Radsternfahrt

Seit 2009 startet die Lewitz traditionell am 1. Mai mit einer Radsternfahrt in die neue Radsaison. Rund zehn Strecken zwischen etwa 15 und 65 Kilometern führen sternförmig nach Friedrichsmoor mitten in der Lewitz. Ortskundige Lotsen begleiten Radler verschiedenen Alters und jeglicher Fitness auf ihrer Fahrt von den Startpunkten bis ins Ziel. Sportlich Ambitionierte können sich einer Triathlon-Gruppe anschließen. Am Jagdschloss Friedrichsmoor wartet auf alle ein buntes Programm mit Verkaufsständen, Musik und Leckereien.

BurgArt, Neustadt-Glewe

Zweimal pro Jahr, im Frühjahr und im Herbst, verwandelt sich die Burg Neustadt-Glewe mit ihrem Außengelände in einen riesigen Pflanzen- und Kunstmarkt. Nach Herzenslust stöbern lässt es sich an den Ständen der Blumen- und Pflanzenhändler, Künstler und Kunsthandwerker. Anbieter rund um Haus und Garten, Mode und Wohnaccessoires bieten jede Menge Quellen zur Inspiration. Eine Vielzahl an Workshops lädt vor allem kleine Besucher zum Mitmachen ein. Für Live-Musik und kulinarische Köstlichkeiten ist ebenfalls gesorgt.

https://www.neustadt-glewe.de/seite/163963/burgart.html

Stadtfest, Parchim

Seit über 30 Jahren präsentiert sich die historische Altstadt Parchims zum Stadtfest als bunte Festmeile. Drei Tage lang bestimmt ein umfangreiches Musik- und Unterhaltungsprogramm das Geschehen – von Artistik, Comedy über Blasmusik und Tanzdarbietungen bis hin zu mittelalterlichem Flair mit Gauklern, Händlern und Tavernen. Regionale Vereine und Verbände leisten genauso ihren Beitrag wie zahlreiche Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten. Ein Riesenrad, zahlreiche Karussells und eine riesige Fun-Rutsche sorgen für Spaß und Nervenkitzel.

http://www.parchim.de/kultur-tourismus/parchimer-stadtfest/

Holzfest, Banzkow

Das Holzfest ist eine Mischung aus Wettbewerb, Party und Marktreiben und findet seit über 100 Jahren traditionell Pfingstsamstag und -Sonntag statt. Seit mittlerweile über 20 Jahren steht der „Trecker Treck“ im Mittelpunkt der Veranstaltung auf dem Neddelrad, dem Festgelände am Banzkower Ortsrand. Bei diesem Motorsport-Contest messen sich Trecker verschiedenster Gewichtsklassen darin, einen schwerbeladenen Bremswagen möglichst weit zu ziehen. Der Spaßfaktor zählt beim Fun-Pulling für Quads und Rasentrecker und zum Nachtpulling unter Flutlicht. An beiden Abenden steigt im Festzelt eine große Party.

Töpfermarkt, Friedrichsmoor

Jedes Jahr am ersten Wochenende im Mai treffen sich über 40 professionelle Aussteller aus ganz Deutschland zum Töpfermarkt im Park des Jagdschlosses Friedrichsmoor. Bei musikalischer Untermalung durch eine Live-Band zeigen sie die gesamte Bandbreite der Keramik: Steinzeug und Küchenkeramik, Kindergeschirr, kristallglasierte Objekte oder auch feines Porzellan und Skulpturen. Fester Bestandteil des Töpfermarktes ist der Kollegenwettbewerb, bei dem Teilnehmer sich zu einem bestimmten Thema messen können. Bildhauer, Literaten, Handweber und weitere Kunsthandwerker runden das Ausstellungsprogramm ab. www.toepfermarkt-friedrichsmoor.de

Juni

Burgfest, Neustadt-Glewe

Mit dem alljährlichen Burgfest am ersten Juni-Wochenende begeht Neustadt-Glewe seit 1993 eine Zeitreise zurück ins frühe Mittelalter. Rund um die Burg herrscht mittelalterliches Markttreiben, historische Handwerker flechten Körbe, stellen Papier her, basteln mit Leder, schmieden, hobeln und weben wie zu damaliger Zeit. Kinder können mitmachen, Märchen und Geschichten lauschen oder sich den Prüfungen für Ritterschlag oder der Burgfräuleinkür stellen. Gaukler, Hexen und Feuerspucker ziehen Besucher in ihren Bann. Schwerter erklingen im Rittergetümmel am Ufer der Elde. Hier, zu Füßen der Burg, schlagen rund 300 Kämpfer aus verschiedenen Nationen ein riesiges Lager auf, um bei der größten Huscarl-Schlacht Europas ihre Kräfte zu messen.

https://www.neustadt-glewe.de/seite/19406/burgfest.html

Juli

Badewannenregatta, Banzkow

Keine Original-Paddel, keine Ruderboote, keine Motoren – zugelassen zur Badewannenregatta, die der Banzkower Karnevalsclub seit 1995 am letzten Samstag im Juli auf der Stör ausrichtet, sind ausschließlich Gefährte, die mit Muskelkraft betrieben werden. Gute Karten auf den Sieg hat, wer sich verkleidet und sein Fahrzeug aufmotzt, denn prämiert werden nicht nur die drei Schnellsten, sondern auch die originellsten Gespanne und ausgefallensten Kostüme. Wer die meisten Sympathiepunkte sammelt, erhält einen Sympathiepreis in Form eines Wanderpokals. Parallel zur Regatta findet ein Kinderfest mit Hüpfburg und vielen weiteren Stationen statt.

August

Köhlerfest, Bahlenhüschen

„Gut Brand“ heißt es, wenn alle zwei Jahre das Köhlerfest an der Forstscheune Bahlenhüschen gefeiert wird. Für zwei Wochen lässt das Dorf zusammen mit dem Harzer Köhlerverein das Handwerk der Holzkohleherstellung aufleben. Hierzu schichten die Köhler in traditioneller Manier einen Meiler auf, der feierlich bei einem Waldgottesdienst mit Jagdhornbläserauftritt entzündet wird. Gut zehn Tage lang schwelt der Meiler, bevor er frische Holzkohle aus heimischem Buchenholz hervorbringt. In dieser Zeit finden Waldspaziergänge mit dem Förster und Rundgänge mit dem Bahlenhüschener Imker statt. Grundschulen und Kitas der Region nutzen die „Waldwoche“, um Pflanzen- und Tierwelt an Ort und Stelle zu erforschen. Nach der Holzkohleernte erreichen die Festwochen mit einem ganztägigen Dorf- und Köhlerfest ihren Höhepunkt. Auf der Forstscheunenwiese herrscht buntes Markttreiben mit Musik, Tanz und einem Kinderprogramm. Besucher können die frische Lewitzer Holzkohle auch erwerben.

https://forstscheunebahlenhueschen.wordpress.com/veranstaltungen/

September

Holzfest Friedrichsmoor

Das Holzfest ist seit 2003 ein beliebter Anlass, einen Ausflug in die Parkanlagen des Jagdschlosses und Forstamtes Friedrichmoor zu unternehmen. Jeweils am ersten Sonntag im September erwartet Besucher ein buntes Programm rund um die Themen Wald, Holz, Jagd, Naturprodukte und Reiten. Kettensägenschnitzer fertigen und versteigern Kunstwerke aus Eichenholz, Waldarbeiter demonstrieren forstliche Großmaschinen wie die kombinierte Säge- und Spaltmaschine für Kaminholz. Falkner und Jagdhunde zeigen ihre Fähigkeiten, geführte Waldwanderungen, Naturspiele und das Waldmobil laden ein, den Wald für sich zu entdecken. Beim Klang der Jagdhornbläser können Besucher sich Wildspezialitäten schmecken lassen und an zahlreichen Ständen mit Handwerkskunst entlang bummeln.   

Kürbisfest Jamel

Mit dem Kürbisfest am historischen Forsthaus Jamel von 1880 feiern die Lewitzer seit 2002 ihre Kürbisernte. Am zweiten Sonntag im September werden tausende Kürbisse verschiedener Sorten, Farben und Formen dekorativ hergerichtet. Aus diesem bunten Ensemble können Besucher ihre persönlichen Exemplare zum Basteln, Schmücken oder Essen erwerben und bei Bedarf mit dem „Kürbistaxi“ nach Hause transportieren lassen. Vor Ort gibt es Kürbissuppe, Kürbiskuchen, Schwein vom Spieß, Brot aus dem Lehmbackofen und sogar Kürbisbowle. Ausgewählte Böttcher, Filzer, Keramiker, Seifenmacher und Imker präsentieren sich an ihren Ständen. Kinder amüsieren sich beim Ponyreiten, Schminken oder Kürbisangeln.

http://www.lewitzforsthaus-jamel.de/das-kuerbisfest/

Oktober

Tüffelwochen in der Lewitz

Der Oktober steht in der Lewitz seit 2012 ganz im Zeichen der Erdäpfel. Wenn die letzten Kartoffeln des Jahres geerntet sind, widmet die Region ihrem wichtigsten heimischen Produkt einen eigenen Festmonat mit zahlreichen Veranstaltungen und Angeboten. Gastronomen tischen eigens kreierte und traditionelle Tüffelgerichte auf, darunter Stampfkartoffeln mit Buttermilch und Speck. Führungen und Ausflüge vermitteln Wissenswertes zur Knolle vom Feld bis auf den Teller. Das vierwöchige Hoch auf die Kartoffel endet traditionell mit einem großen Abschlussfest. Buntes Markttreiben, Musik, Tanz, Kunstausstellungen und allerlei Leckereien versüßen den Tag.

www.die-lewitz.de/tueffelwochen

November

Abfischen der Karpfenteiche

Das Abfischen der Karpfenteiche in Neuhof wird alljährlich am ersten Samstag im November mit einem großen Volksfest begangen, zu dem sich regelmäßig zwischen 5.000 und 7.000 Besucher einfinden. Rund 300 Tonnen Fisch pro Jahr werfen die 750 Hektar der größten Teichanlage Norddeutschlands pro Jahr ab. 150 Tonnen Speisefisch in Form vier- bis sechsjähriger Karpfen mit zwei bis vier Kilo Gewicht ziehen in Hälterbecken um und werden nach Ostern lebend an Fischhändler, Köche oder Privatleute verkauft. Jüngere Tiere werden in tiefere Teiche umgesiedelt und wachsen dort weiter. Vor Ort können Gäste verfolgen, wie die Fischer die Teiche ablassen und die Fische in Netzen mit Hilfe eines Kranes an Land hieven. Frischen Fisch gibt es gleich zu kaufen, außerdem andere regionale Produkte wie Geflügel, Kartoffeln oder Tomaten. Andere Stände schenken Glühwein aus, bieten Bratwurst, Gulaschsuppe oder Kuchen an. Reißenden Absatz finden auch geräucherte Karpfen, Aale, Sprotten und Heilbutts sowie Forellen und Hechte als Frischfisch.

Die Lewitz eine Region in Mecklenburg Vorpommern

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Sooooo ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Überblick über die Lewitz Region verschafften. Wenn ihr bock habt auf Ruhe, Entspannung und auf einige schöne  Ausflugsziele für jung und alt und das alles abseits von Touri Massen, Mitbringsel Shops und Postkarten Verkäufern, dann solltet ihr die Lewitz Region wirklich einmal selbst erkunden.

Ich bin mir auf jeden Fall sicher, egal ob Frau Schumann, Ralf Ottmann, Silwia Barke-Demba oder einer der vielen Regionalen Höfe und Ausflugszielen wie die Burg Neustadt Glewe, der Pingelhof oder der super spannende Hof Denissen, all diese Menschen freuen sich über euren Besuch.

Wenn ihr also mal wieder nicht wisst wohin ihr fahren sollt und zudem steht auch noch ein langes Wochenende an und wirklich alle Stellplätze sind hoffnungslos überfüllt… dann fahrt entspannt an die Lewitz! Es lohnt sich!

Ich möchte mich nochmal herzlich bei Meike für die Einladung bedanken und ein riesengroßes DANKESCHÖN an die vielen Gastgeber meiner Tour. Dass ich mich so einfach und problemlos auch hinter den Kulissen umsehen durfte, war wirklich großartig und hat viel Spaß bereitet!

Ich fühlte mich auf jeden Fall überall herzlich aufgenommen und gern gesehen.

Ganz zum Schluss heißt es auch diesmal… bleibt gesund!

Eure

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7 Tage Road Trip durch Belgien mit dem Wohnmobil

7 Tage Road Trip durch Belgien mit dem Wohnmobil

WERBUNG & KOOPERATION – Eine Wohnmobiltour durch Belgien

Schon vor einigen Wochen hat mich der belgische Tourismusverband angeschrieben und mich auf eine 7 tägige Tour durch Belgien eingeladen. Da ich mir Antwerpen,    und das belgische Umland eh schon immer mal näher ansehen wollte, war ich natürlich begeistert und habe die Einladung dankend angenommen 🙂

Eine Woche Road Trip durch Belgien. Hier erzähle ich euch von meiner eigenen Tour, verrate euch aber euch Stellplatz Tipps, Campingplatz Daten und besonders schöne Ausflugsziele. Antwerpen, Brüssel oder Natur pur… Belgien ist eine Tour wert!

 

Juhuuu, Belgien wir kommen!

 

Also flux das Womo gepackt, Milla davon überzeugt das Womo fahren viiiiieeeeeeel schöner ist, als im Körbchen zu schlafen und auf ging es, erste Etappe Dortmund-Antwerpen.

Zu meiner eigenen Überraschung liegt Antwerpen nur 230 Km von Dortmund entfernt. Irgendwie dachte ich immer, bis Antwerpen ist es schon ein gaaaanzes Eck, aber nein! Diesmal kamen wir sogar fast ohne Stau durch und nach einer Rast für Milla zum schnuppern und Pipi machen, kamen wir nach nur 3,5 Stunden, mitten in Antwerpen, auf einem Campingplatzgelände an.

Mit dem Wohnmobil nach Antwerpen

Blick auf Antwerpen von der Schelde aus.

Campingplatz Antwerpen

Adresse: Camping Municipal de Molen, Lachthavenweg 6, 2000 Antwerpen, Belgien.

Nachdem mich der Tourismusverband Belgiens angeschrieben hatte, kamen wir natürlich auch irgendwann dazu die ganzen Details zu klären. Wann würde ich wo sein, welche Plätze möchte ich nutzen, was gibt es zu sehen? Aus diesem Grund verlief meine Tour etwas anders, als ich sie euch empfehlen würde. Warum… dazu komme ich gleich nochmal, es gibt aber wichtige Gründe warum ich einigen von euch diesen oben genannten Campingplatz NICHT ohne weiteres empfehlen würde!!!

Bei diesem Campinggplatz in Antwerpen handelt es sich um einen ziemlich „verlassenen Ort“, der allerdings für einen Stadtbesuch super praktisch liegt. Allerdings… und das muss ich einfach so schreiben, auch wenn es sich um eine Kooperation handelt, dieser Campingplatz ist echt schlecht geführt. Ich kann es leider nicht anders sagen, oder besser gesagt, alles andere wäre gelogen!

Der Platz an sich ist relativ ungepflegt, die Duschen und Toiletten sind uralt und vorsichtig gesagt „unschön“ und leider hatte ich auch das Gefühl, dass sich der junge Angestellte des Platzes um vieles Gedanken macht, aber sicher nicht darum, ob er mal mit dem Rasenmäher über den Platz fährt. Des weiteren sind viele der Steckdosen defekt und nachdem ich mir den Rasen näher angesehen habe, müssen sich anscheiend auch einige Camper bereits festgefahren haben. Was natürlich nicht unbedingt „Schuld“ des Platzes ist… sehr viel Laub und teilweise auch Müll der da schon länger als ein paar Tage liegen MUSS, könnte man aber schon entfernen… wenn man denn wollte.

NICHTSDESTOTROTZ… dieser Campingplatz an der Mole liegt für einen Stadtbesuch wirklich praktisch. Bis ins Zentrum von Antwerpen sind es vielleicht 1,5 km. Ihr könnt erst am Flussufer entlang gehen und kommt dann zu einem Tunnel, der euch unter dem Fluss entlang führt und euch nach geschätzten 500m mitten in die Stadt führt. Alleine aus diesem Grund ist der Platz eben doch irgendwie zu empfehlen.

Die Kosten für diesen Campingplatz betragen 17 Euro, mit Strom sind es 23 Euro, was ich für so einen „City Camping“ echt fair finde… also zumindest vom Preis her ist das schon ok.

 

Jetzt kommen wir allerdings zu dem Punkt, warum ich vielen von euch diesen Platz nicht empfehlen würde, bzw. ihr müsst (alle) vorab etwas erledigen!

 

Denn der Campingplatz an der Mole liegt leider in der Antwerpener Umweltzone und hier gilt ACHTUNG!!! Denn die Belgier haben nicht wie wir einen Aufkleber an der Windschutzscheibe, mit welchem man vergleichsweise wenig kontrolliert wird. Nein, in Belgien wird die Umweltzone über ein automatisches Auslesen des Kennzeichens kontrolliert, die „Erfolgsquoten“ liegen bei über 90%  und werdet ihr erwischt, kann das bis zu 350 Euro kosten.

So „hart“ diese Regelung auch ist, es gibt aber noch etwas besonderes bei den Belgiern, was ich ehrlich gesagt mal wirklich fair finde!!! Denn z.B. für diese Umweltzone in Antwerpen können extra Umwelttickets gekauft werden. So haben z.B. Touristen die Möglichkeit, auch mit älteren Dieselfahrzeugen, die Umweltzone zu befahren.

Jetzt muss ich allerdings sagen, dass ich diesen ganzen Anmeldungsprozess nicht durchlaufen musste, das hat der belgische Touriverband für mich übernommen. Trotzdem habe ich mir die „Umweltzonen Info Seite“ mal genauer angesehen und es gibt einige wichtige Punkte die ihr beachten müsst:

  • Also zu allererst, in Belgien gibt es nicht eine Umweltzone sondern verschieden. Das bedeutet, wenn ihr z.b. sowohl Antwerpen als auch Brüssel besuchen möchtet, müsst ihr euch für beide Umweltzonen einzeln anmelden.
  • Ganz egal mit welchem Fahrzeug ihr in die Umweltzone fahren möchtet, ihr müsst euch vorab registrieren! Also selbst wenn ihr mit einem super cleanen E-Auto fahren würdet, es müssen sich ALLE rergistrieren. 
  • Für alle Diesefahrzeuge, es gibt die Möglichkeit extra Umwelttickets/ Tagestickets für einen kurzen Zeitraum zu kaufen. So kann jeder trotz altem Auto eine Umweltzone befahren. Dieses System, ich muss es nochmal schreiben, finde ich echt fair!
  • Alle Infos und die Registration für die Umweltzonen Antwerpen bzw. Belgien insgesamt findet ihr hier: https://www.umweltplakette.org/umweltzone-antwerpen/
  • Brüssel hat NOCH keine Umweltzone, diese wird aber im SEPTEMBER 2018 eingeführt! Sie gilt erst nur für ältere Dieselfahrzeuge, ihr müsst euch auch hier UNBEDINGT vorab registrieren (gilt für alle Fahrzeuge, Registration möglich ab August 2018) und auch hier gibt es wieder diese Tagespässe.

Andere Stellplätze für Antwerpen:

Noch ein extra Tipp, zum Glück gibt es um Antwerpen herum relativ viele Stellplätze. Wenn ihr dem ganzen Thema Umweltplakette also aus dem Weg gehen möchtet, dann nutzt besser diesen Stellplatz, Adresse: Camperpark Vogelzang, Vogelzanglaan 7-9, 2000 Antwerpen, Belgien

Hierbei handelt es sich um einen riesengroßen Stellplatz, der früher mal ein Campingplatz war. Mittlerweile gibt es hier allerdings KEINE Duschen oder Toiletten mehr und ganz, ganz, besonders, wunderschön ist der Platz auch eher nicht, aber er ist deffinitiv auch nicht schlecht und schon gar keine Vollkatastrophe.  Es handelt sich halt um einen normalen, einfachen Wege/Wiesen Stellplatz.

Ihr bezahlt hier ca. 11 Euro pro Nacht und direkt vor dem Stellplatz fahren die oööfentlichen Verkehrsmittel, mit denen ihr innerhalb von 10 Minuten nach Antwerpen City fahren könnt.

Wäre es nicht so gewesen, dass ich durch die Kooperation mit dem belgischen Tourismusverband für den anderen Campingplatz bzw. die Umweltzone nichts habe selber regeln musste, wäre ich definitiv auf diesen zweiten Stellplatz gefahren.

Der Platz liegt wie gesagt außerhalb der Umweltzone und kostet sogar nur die Hälfte im vergleich zu dem Campingplatz. Einziger Nachteil, ihr müsst schon den Bus bzw. die Bahn nutzen oder mit den Fahrrädern fahren, um in die City zu gelangen. Zu Fuß ist der Weg bis in die Stadt schon wirklich weit und vorallem gar nicht schön zu laufen.

Treffpunkt Dom… von hier aus sind wir zum Stadtrundgang gestartet.

Jetzte aber weiter, Isa in Antwerpen, Belgien

 

Nachdem Milla und ich am Nachmittag in Antwerpen ankamen, habe ich mich schnell „häuslich eingerichtet“, Sat-Anlage hoch gefahren 😉  und dann hatten Milla und ich noch ein gutes Stündchen Zeit, bevor ich von meinen Kooperationspartnern abgeholt wurde und wir in einem Landgasthof essen gegangen sind. Sowohl die Pressesprecherin, als auch Christine aus der Abteilung für online Medien, sprachen super gut deutsch, was für mich natürlich klasse war. So quatschen wir Mädels noch bis in den späten Abend über den Tourismus in Belgien, mein „Leben“ als Blogger und natürlich auch über all die Dinge, die ich mir am nächsten Tag in Antwerpen ansehen sollte. Denn auf meinen eigenen Wunsch hin hatten wir abgesprochen, dass ich zwar am nächsten Morgen an einem Stadtrundgang teilnehmen werde und mir danach das ganz neu eröffnete Diamanten Museeum anschauen werde, danach die Stadt aber alleine und ohne „Begleitung“ erkunde.

Nachdem ich zurück am Womo war wurde ich noch üüüüüberschwänglich von Milla begrüßt, es gab noch eine ordentliche Runde „krauli wauli“ bevor ich müde und vollgefuttert in meinem Bettchen verschwand.

Am nächsten morgen klingelte pünktlich um 7 Uhr mein Wecker, schließlich musste ich um 10 Uhr zum Stadtrundgang am Antwerpener „Dom“ stehen und nach Futter, Gassi und einem ordentlichen Kaffee, Milla davon überzeugen, dass sie den Tag alleine im Womo verbringen wird. Es hätte einfach keinen Sinn gemacht, Milla samt Fahrradanhänger durch die City zu schleifen. Da war es mal wieder, eines der Probleme beim Reisen mit einem alten Hund. Früher hätte ich Milla auf jeden Fall mitgenommen, heute hat das leider keinen Sinn mehr.

Zum Glück war es nicht so heiß und ich hatte vorab schon darum gebeten, dass es mir eigentlich total egal ist wo genau ich auf dem Camping stehe, hauptsache ich bekomme eine Parzelle auf der es tagsüber schattig ist.  Das hat dann auch glücklicherweise gut funktioniert, so dass ich Milla zumindest sorglos im Womo lassen konnte.

Also bin ich bereits um kurz nach 9 Uhr in die Stadt gelaufen und war natürlich viel zu früh an der besagten Kirche. Machts nichts, dachte ich mir, so habe ich also noch genügend Zeit um mir einen Kaffee to go zu besorgen. Ich sage nur so viel…. aufgepasst! 🙂

Das eine Stadt wie Antwerpen sicherlich nicht gerade günstig ist…. klaro! Das ich Trottel natürlich auch noch gedankenlos auf die typischen Touri Fallen reinfalle… selbst schuld! So habe ich zwar schnell einen dieser wunderschönen mobilen, Kaffee to go Fahrradstände entdeckt, habe da dann allerdings satte 6,20 Euro für einen mittleren Milchkaffee bezahlt. 3 Gassen weiter beim Bäcker wäre es sicherlich um die Hälfte günstiger gewesen, aber nun gut… so war es halt 🙂

Mir hat der Kaffee, auf den Kirchenstufen in der Sonne trotzdem geschmeckt!

Um punkt 10 Uhr begann die Stadtführung mit Christine, die ich schon vom vergangenen Abend kannte. Zwar fand die Stadtführung auf englisch statt, ich konnte aber trotzdem ganz gut mithalten, verstand fast alles und die Führung war deutlich interessanter als ich vorher gedacht hätte.

Antwerpen ist eine ECHT TOLLE Stadt. Es gibt unheimlich viele alte Gebäude und Gassen voller Prunk und direkt daneben super moderne Glasbauten und obwohl der Unterschied so groß ist, ist das Stadtbild super gelungen. Alleine schon weil Antwerpen „so schön zu sehen ist“, kann ich euch einen Besuch nur ans Herz legen.

Diamanten und Antwerpen gehören einfach zusammen

Das Diamanten Museum in Antwerpen lohnt sich!

Spannend wurde es natürlich in der „Diamanten Strasse“…  da wird mit Geld um sich geworfen, WAAAAAAHNSINN!!!! 🙂

Unter Druck wird aus Asche ein Diamant!

Nach der eigentlichen Stadtbesichtigung ist Christine mit mir zusammen in das erst Ende Mai eröffnete Diamantenmuseum gegengen. Ich bin wirklich, wirklich, wirklich kein typisches Mädchen. Klar ist toller Schmuck etwas besonderes, aber der Spruch “ Diamonds are the Girls best Friend“ trifft auf mich einfach nicht zu. Darum kenne ich mich bei dem ganzen Thema auch nicht so wirklich gut aus. Aber ich durfte dann zusammen mit Christine und der Pressesprecherin des Museeums in einen abseitsgelegnen Raum, in dem  die Pressesprecherin dann eine kleine Tüte hervorzauberte und 6 kleine Steinchen auf ein mit samt bezogenes Tablett legte. 🙂

Jetzt mal ehrlich… da liegen einem 6 Steinchen vor der Nase, im ersten Moment könnte man auch denke, es sei Glas und dann kosten diese 6 mini Steinchen eine halbe Million 🙂 TIIIIIIIIIIII!!! 🙂 🙂 🙂 ….

Leider wollten die Mädels mir das Tütchen nicht schenken! Hmmmm, das wäre doch wohl das mindeste für einen solchen Artikel gewesen, oder? 😉

Solltet ihr nach Antwerpen tuckern, besucht dieses Museeum! Ich bin weiß Gott kein super Museums-Typ, aber das hat echt Spaß gemacht! Mehr Informationen zu dem neuen Museum findet ihr hier: Internationales Diamantenmuseum

Eine Wohnmobiltour durch Belgien - Antwerpen

Rund um die Schelde gibt es immer wieder Sitzplätze und tausende Treffpunkte.
Foto by: Libby Penner by unsplash

Antwerpen allein entdecken

Nach knapp 3 Stunden hatten wir die wichtigsten Spots der Stadt gesehen, das neue super duper Museeum besucht und langsam trennten sich unsere Wege, was für mich bedeutete… ich wollte auf jeden Fall nochmal zurück zur Schelde, dem Fluss der mitten durch Antwerpen führt und dort irgendwo ein Eis essen.

Gesagt getan…. 🙂 ! Also nochmal vorbei am Marktplatz und zurück durch die kleinen Gassen, habe ich die Schelde glücklichwerweise schnell gefunden und auch eine Eisdiele war nicht weit entfernt. So konnte ich es mir dann mit meinem Tablet und Eis direkt auf den Stufen zur Schelde gemütlich machen.

Dort war es echt schön und ich hatte so das Gefühl, egal ob Touristen oder Einheimlische in der Mittagspause… halb Antwerpen trifft sich bei schönem Wetter am Ufer der Schelde. Der perfekte Ort für ein Päuschen 🙂

Nach diesem Päuschen habe ich mich nochmal aufgerafft und einen Stadtbummel entlang der vielen, vielen Geschäfte eingelegt. Es ist wirklich erstunlich wie viele Cafes und Restaurants Antwerpen hat, zum Teil liegen 4,5,6 Cafes direkt nebeneinander und auch da ist mir wieder aufgefallen, wie modern Antwerpen ist. Neben den vielen Cafes gibt es auch immer wieder Spielgeräte für Kids, es gibt eigentlich fast überall freies Wlan und unzählige Sitzgelegenheiten für ein Päuschen. Im Netz hatte ich vorher gelsen, dass es so viele Kommentare gibt, in dem sich Touristen darüber beschweren, dass Antwerpen oder Belgien allgemein so dreckig wäre. Ich kann das echt nicht bestätigen. Antwerpen fand ich sogar sehr sauber, in Brüssel war es etwas anders, aber alles absolut im Rahmen und auf dem flaschen Land habe ich mal gar keinen Müll gesehen.

Am frühen Nachmittag hat mich mein schlechtes Gewissen  aber doch zurück zu Milla getrieben, oder waren es die qualmenden Schuhe? 😉

Also habe ich mich auf den Weg zurück zum Womo begeben und Milla und ich haben uns noch einen schönen restlichen Tag vor dem Womo, bzw. direkt am Flussufer vor dem Campingplatz gemacht.

Camping an einem See in Belgien

Campingidylle pur…. da mussten wir einfach eine Nacht länger bleiben.

Umwege in Belgien sind super machbar

 

Damit Milla nicht direkt am nächsten Tag wieder so lange alleine im Womo hockt, habe ich schon vor dem Beginn meiner Tour zwischen Antwerpen und Brüssel einen Zwischenstopp eingeplant. Dabei liegen die beiden belgischen super Städte nur gute 40 km voneinander entfernt. Wenn ihr euch Belgien also ansehen möchtet, könnt ihr Problemlos von der einen Stadt in die andere reisen (denkt allerdings an die verschiedenen Umweltzonen).

Darum habe ich einen ordentlichen Umweg eingelegt und bin erstmal in richtung Norden gefaahren, genauer gesagt zum Campingplatz Zilvermeer in Moll. Kontakt: Camping Zilvermeer,  Postelsesteenweeg, 2400 Mol.

Klar, dieser Platz liegt natürlich SO GAR NICHT auf dem Weg nach Brüssel, eher genau in der anderen Richtung, aber Belgien ist ja klein! Da kann man sich so eine Richtungsänderung ruhig mal erlauben, denn selbst von hier aus waren es keine 100 km bis nach Brüssel.

Dafür ist dieser Platz allerdings ein echter TRAUM!!!  Für gerade mal 17 Euro habt ihr zwei Seen, einen Sandstrand und mit ein bisschen Glück, bekommt ihr eine Parzelle DIREKT am See und damit meine ich wirklich DIREKT am See! 8 Schritte und ihr steht im Wasser!

Darum hier ein ganz wichtiger hinweis… der Platz ist wirklich toll, sauber, günstig… einfach klasse, aber wenn ihr so eine Parzelle am Wasser bekommt/bucht, sollten Kids UNBEDINGT schwimmen können, sonst habt ihr hier, je nachdem wo ihr steht, keine ruhige Minute! Ansonsten steht ihr aber auch im Wald wirklich gut und ihr habt den großen Vorteil, dass es da deutlich weniger Mücken gibt. Davon abgesehen ist das aber definitiv ein Kinderparadies, für eine Kids Tour durch Belgien ein SUPER Platz!

Campingplatz in Nord- Belgien

Noch näher kann man kaum an einem See stehen

Obwohl ich hier eigentlich nur eine Nacht bleiben wollte, konnte ich kurzentschlossen noch eine Nacht dran hängen, da ich erst am nächsten Abend in Brüssel erwartet wurde. Wir hatten also auf diesem Platz eine wirklich schöne und entspannte Zeit! Kurze Wege zum Wasser, tolles Wetter und ein voller Kühlschrank. Nicht mehr aber auch nicht weniger 🙂 !

Dieser Platz liegt schon relativ ruhig, da es nicht viel in der direkten Umgebung zu sehen gibt. Also ihr habt den See und mehrere Spielplätze usw. aber außerhalb des Campingplatzes ist eben erstmal „nix“.  Mir persönlich würde wohl nach 2,3,4,5 Nächten vielleicht etwas langweilig, aber für einen „Hunde gerechten Zwischenstop“ war es einfach der PERFEKTER Ort für eine Tour durch Belgien.

Campingplatz Belgien

Schwimmen können ist soooo wichtig, damit alle möglichst entspannte Tage haben.

Brüssel wartet und nimmt uns samt Frühstück in Empfang

 

Nach diesen zwei „Hunde perfekten Tagen“ ging es für uns aber wirklich weiter nach Brüssel und dort standen wir MITTEN in der Stadt. In Brüssel gibt es nämlich ein Hostel bzw. eine Jugendherberge, welche auch Wohnmobilstellplätze anbietet. Dieser Stellplatz kostet zwar 30 Euro pro Tag (was allerdings für solche „Metropolen“ mittlerweile relativ normal ist) aber und das ist das besondere, in diesen 30 Euro ist auch ein Frühstück morgens im Hostel inbegriffen. Zudem steht ihr auf einem eingezäunten und überwachten „Parkplatz“ mitten in der City, was zumindest bei mir und solchen Orten wie Brüssel City,  für ein gutes Gefühl und ruhige Nächte sorgt. Weniger weil ich Bedenken hätte das Nachts etwas passiert, sondern viel, viel eher, weil ich „Angst“ davor hätte, dass mir tagsüber jemand ins Womo einbricht und meine Wertsachen klaut. Von daher sind mir diese überwachten und abgeschlossenen City Stellplätze schon sehr lieb.

Allerdings muss ich sagen… dieser Platz hat insgesamt schon eher Parkplatz Athmosphäre… wobei ich das, wie gesagt, in diesem Fall echt nicht weiter als schlimm empfand, schließlich bin ich ja vorort um mir die Stadt anzusehen.

WICHTIG! Um diesen Hostel Stellplatz nutzen zu dürfen, MÜSST ihr euch vorab anmelden und somit reservieren. Ich kann euch auch nur den Tipp geben dies sehr, sehr frühzeitig zu tun, denn gerade an den Wochenenden ist es voll. Ihr könnt sämtliche Einrichtungen des Hostels mit nutzten, es gibt also auch WC, Dusche und Strom… und das Frühstück ist echt nicht schlecht!

So ein Stellplatz mit Frühstücksraum war mir total neu… aber die Idee finde ich eigentlich ganz cool. So kommt man ganz schnell mit allen anderen Leuten ins Gespräch und hat einen „guten Start“ in den Tag!

Adresse: Jeugdherberge Generation Europs, Olifantstraat 4, 1080 Bruxelles, Belgien

Auch an diesem ersten Abend wurde ich wieder von dem belgischen Tourismusverband zum Essen eingeladen. Diesmal allerdings nicht in einem Landgasthof, sondern in einem super schicken Restaurant direkt um die Ecke des Atomium. Da wir noch etwas Zeit bis zu unserer Restaurant Reservierung hatten, haben wir vorab das Atomium besucht. Ich wusste gar nicht, dass man da hoch laufen kann, also auf das Atomium „drauf“ kann. Ich dachte bisher immer, dass ist einfach eine große „Skulptur“. Aber nein, man muss zwar einigeeeeeeeeee echt steile Treppen überwinden (der „Aufstieg ist nicht ohne, wer Probleme mit Treppen hat, sollte es wirklich besser lassen), aber dann hat man einen super Überblick über Brüssel.

Das was ihr da auf dem Bild rechts seht, ist übrigens ein kleiner Mini Freizeitpark. Den haben wir nicht besucht, aber so könnte so ein Städtetrip selbst für Kids ganz interessant werden, könnte ich mir vorstellen.

Brüssel mit dem Wohnmobil erleben

Der Blick über Brüssel vom Atomium aus. Rechts der kleine Freizeitpark

Auch dieser Abend war wieder klasse und nachdem mir sowohl der „Visit Brüssel Pressesprecher“ als auch seine Kollegin geraten haben, Brüssel auf jeden Fall eher per Bus zu erkunden, als die Stadt zu Fuß zu erobern, habe ich Ihren Rat am nächsten Tag befolgt. Da muss ich sagen, dieser Tipp war GOLD WERT, denn die vielen Sehenswürdigkeiten Brüssels sind weit über die Stadt verteilt und ohne die zur Verfügung gestellten Bustickets, hätte ich mir 1000 prozentig nicht so viel angesehen.

Gut gestärkt durch ein vernünftigges Frühstück, habe ich mich also am nächsten Tag, mit meinem Ticket in der Hand, zu den „Hopp on- Hopp off Bussen“ begeben und tatsächlich erstmal mit einer entspannten Stadtrundfahrt losgelegt.

 

Kennt ihr das „Hopp on- Hopp off“ Prinzip?

 

Dabei handelt es sich meist um die typischen roten Doppeldeckerbusse und ehrlich gesagt, diese Tickets sind nicht ganz günstig, lohnen sich aber in diesem Fall sehr.  Die Busse fahren eine bestimmte Route ab, in der alle möglichen Sehenswürdigkeiten einer Stadt inbegriffen sind. Bei sehr großen Städten gibt es mehrere Routen. Wie bei einer ganz normalen Bus Tour, könnt ihr an bestimmten Haltestellen aussteigen, euch ansehen was es zu sehen gibt und wenn ihr soweit fertig seit, steigt ihr einfach in den nächsten Bus wieder ein und fahrt zur nächsten Attraktion.  Zudem erzählt der Busfahrer einiges zur Stadt, zum Land und den Leuten. Da hänggt es natürlich immer  auch von der „Lust“ der Fahrer ab, wie engagiert er erzählt.

Natürlich könnze man die Stadt wahrscheinlich auch ganz normal und günstiger mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden, aber so eine „Hopp on – Hopp off“ Tour ist schon echt ganz nett und den Anbieter gibt es mittlerweile eigentlich in jeder größeren Stadt mit einem gewissen Touristenaufkommen. Selbst in Dortmund fahren die Busse mittlerweile.

Ich habe mir dann zuerst eine komplette Tour angesehen, bin danach direkt für die nächste Tour sitzen geblieben 🙂 und habe mich erst von meinem Platz bewegt, als wir ein zweitesmal zum Europaparlament kamen.

Ich dachte mir, da MUSS ICH UNBEDINGT HIN… bei dem Scheiss, der da so manchesmal beschlossen wird,  MUSS ja irgendwas in der Luft sein! Also habe ich mich direkt vor das Parlament gestellt und immer wieder TIEEEEEEEEF durchgeatmet und nochmal TIEEEEEEEEEEF Luft holen, mit der Hoffnung auf einen sehr, sehr lustigen und entspannten Tag. Aber…. es geschah nichts… ich wurde einfach nicht high! 🙁

Keine Ahnung was da schief gelaufen ist! 😉

Also hab ich noch 2-3 Fotos geschossen und bin wieder hopp on – hopp off mäßig, in den Bus eingestiegen.

Vor dem EU Parlament in Brüssel

… und wie ich gepustet habe, TIEEEEEEF Schnaufen, aber… nix ist passiert!

So habe ich mich durch die Stadt gekämpft und unheimlich viel gesehen und entdeckt. Wenn ihr auch so eine Tour unternehmen möchtet, spätestens am Brüsseler Hauptbahnhof gibt es Tickets zu kaufen. Allerdings kann euch euch schon direkt der „Jugendherbergsvater“ weiterhelfen, wenn ihr den passenden Stellplatz nutzt.

 

Brüssel oder Antwerpen?

 

Insgesamt hat mir BBrüssel schon sehr gut gefallen, durch den Bus habe ich viele tolle Ecken der Stadt gesehen und ich würde Brüssel auch jederzeit wieder besuchen. Fragt ihr mich aber Brüssel oder Antwerpen? Dann würde ich euch Antwerpen empfehlen. Das einzige was mir an Brüssel EXTREM gut gefallen hat und wo ich sagen würde, alleine deswegen solltet ihr diese Stadt unbedingt mal besuchen, ist die Galerie Royal St. Hubert.

So ein wunder, wunder, wunderschönes „Einkaufszentrum“ habe ich noch nie gesehen! Das riesige Glasdach sorgt für ein ganz besonderes Licht und überall gibt es diese kleinen, ganz besonders süßen Läden. Die Galerie Royal St. Hubert ist ein bisschen wie eine kleine Altstadt inerhaöb eines Einkaufszentrums. WUNDER, WUNDER SCHÖN!!!! Wenn ihr Brüssel besucht, MÜSST ihr das gesehen haben. Auch wenn die Preise in diesen kleinen Läden ebenfalls ganz besonders sind, wobei… für eine Tafel echte belgische Schoki wird es noch gerade reichen. 🙂

Wohnmobiltour durch Belgien, Stopp in Brüssel

Die wunderschöne Galerie St. Hubert.
Foto: 2photo by unsplash

Nach einem langen Tag bin ich am späten Nachmittag wieder zurück zur Jugendherberge gelaufen (von der City aus waren es vielleicht 10 – 15 Min Fussweg, also von der Einkaufsmeile bis zur Jugendherberge)  und Milla hat mich mal wieder glückselig in Empfang genommen.

Puhhhhh… ich war echt platt an diesem frühen Abend. Also habe ich gar nicht mehr viel unternommen, ich hab mir meinen Jogger geschnappt, bin noch eben zur Dusche geschlendert und danach hatten Milla und ich einen wunderschön entspannten Womo Fernsehabend. Direkt um die Ecke, also hinter dem Hostel, gibt es einen Imbiss. Also bin ich schön in meinem Jogger und mit Crocs an den Füssen, Camper mäßig schnell zum Imbiss gelaufen… und obwohl das ja eigentlich eher typisch Niederlande ist, gab es eine riesen Portion Frikandel SPEZIAL und das Lets Dance Halbfinale im TV  🙂 HERRLICH!

Tja und am nächsten Morgen… da hab ich mir das Frühstück natürlich nicht nehmen lassen. Aber danach ging es dann rucki zucki ab nach Hause. Da Brüssel noch etwas näher an Dortmund liegt, waren wir nach nichtmal ganz 2,5 Stunden wieder zuhause.

 

Fazit – Die Omi, Milla und Isa in Belgien on Tour!

 

7 Tage mit dem Wohnmobil durch Belgien

Belgien als Camper erleben. 7 Tage Belgien, von Antwerpen, über einen wunderschönen Campingplatz in der Natur, bis nach Brüssel. Viele Tipps, Adressen, Campingplätze und Ausflugsziele für Deine Wohnmobil Tour durch Belgien

Es war eine SUPER SCHÖNE WOCHE die durch das tolle Wetter noch getoppt wurde!!!! Ich möchte mich hiermit auch nochmal ganz, ganz herzlich bei dem belgischen Tourismusverband für die Einladung bedanken und für die tolle und ehrliche Kooperation!

Beim Thema „Wohnmobil Stellplätze“ tickt Belgien sehr französisch. Es gibt also unglaublich viele, kleine kostenlose Stellplätze. Diese bieten dann zwar meist nicht viel zusätzlichen Service (oftmals gibt es eine Ver- und Entsorgung und teilweise auch Strom) aber es sind eben nicht diese großen Stellplätze mit allem drum und dran. Diese großen Stellplätze gibt es auch und das sogar zu bezahlbaren Preisen, aber es gibt eben auch noch sehr, sehr viele kleine und kostenlose Stellplätze. Eben genau diese einfachen, kostengünstigen Wohnmobil Stellplätze am Rande eines Parkplatzes, die mir mittlerweile in Deutschland sooo sehr fehlen.

Ich kann euch nur nochmal sagen, schaut euch Belgien an! Belgien hat neben den tollen Städten wie Antwerpen, Brüssel oder auch Lüttich und Brügge, viele kleine Flüsse, Seen und es gibt wie gesagt, in fast jedem Dorf, einen kleinen Stellplatz. Bis auf die Strassenqualität (der Strassenbelag ist teilweise echt der Hammer, dafür fahren dann alle aber besonders langsam 😉 ) kann ich nur sagen… BEIDE DAUMEN HOCH für eine Wohnmobiltour durch Belgien.

Ich kann mir auch vorstellen, das Belgien ein super Ziel für den ein oder anderen Weihnachtsmarktbesuch ist… und von NRW aus ist Belgien rucki zucki zu erreichen.

Also…. nichts wie los…. es muss nicht immer die Niederlande sein, auch wenn die Niederlande natürlich auch sehr schön ist. 🙂

Bleibt gesund und VAARWEL

 

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Mit dem Wohnmobil zur Tour de France – Tipps & Infos

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France – Es sind nicht mehr ganz drei Wochen, dann beginnt sie wieder… die TOUR DE FRANCE 2018!

Das größte Fahrradspektakel der Welt  zieht jedes Jahr wieder Hundertausende Zuschauer an den Rand der Strecke und darunter sind auch viele Camper mit Wohnmobil (seltener mit Wohnwagen) , die den Fahrern zujubeln und sie die Berge „hoch brüllen“. Ich habe dieses Spektakel mittlerweile schon dreimal live erlebt und weil ich von ganzem Herzen sagen kann, es lohnt sich der Tour zuzuschauen (selbst wenn man so wie ich gar kein riesen Fan vom Radsport ist), erzähle ich heute mal ein bisschen was zum Thema:

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France !

 

Doch bevor es mit der Tour 2018 los geht, hier noch ein paar Klugscheisser Fakten zur Tour de France im allgemeinen: 

  • 2018 findet die 105. Tour de France statt.
  • Die Tour de France gilt als drittgrößte Sportveranstaltung der Welt nach den Olympischen Sommerspielen und der Fussball WM.
  • Die erste Tour fand bereits 1903 statt (das es da schon Fahrräder gab 😉 )
  • Zwischen 1915-1918 und 1940-1946 fand wegen der Kriege keine Tour statt.
  • Von 1984-2009 fand auch eine Tour de France für Frauen statt. Diese wurde allerdings aufgrund mangelnder Sponsoren wieder eingestellt. Seit 2014 gibt es für Frauen ein Strassenrennen im Vorlauf der letzten Etappe in Paris.
  • Die Streckenführung der Tour soll die französische Raute nachstellen. Ob im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird, wechselt seit einigen Jahren jährlich.
  • Alpe d’Huez ist eigentlich nur der Name einer Skistation und die erste Bergankunft 1952 überhaupt.
  • Der deutsche Jens Voght hält mit 17 Tour Teilnehmen den Rekord für die meisten Tour de France Starts überhaupt.
  • Neben dem gelben Trikot für den Tour Gesamtsieger gibt es noch 3 weitere Trikots:
  • – das grüne Trikot für den besten Sprinter
  • – das weiße Trikot mit roten Punkten für den besten Bergfahrer
  • – und das weiße Trikot für den besten Fahrer der im Jahr der Tour höchstens 25 Jahre alt ist.
  • Die Tour de France ist gefährlich, bis heute gab es schon mehr als 10 Todesfälle durch die Tour. Darunter auch Athelten die am Ruhetag bei baden ertrunken sind oder leider auch Kinder, die von einem Begleitfahrzeug erfasst wurden.

 

Noch mehr Informationen zur Tour de France findet ihr z.B. hierDie Tour de France auf Wikipedia

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France – die Tour 2018

 

Die Tour de France 2018 beginnt am 7.7.2018 mit der Etappe Noirmoutier-en-l’Île –  Fontenay-le-Comte. Danach folgen insgesamt 21 Etappen, die immer wieder von längeren Fahrtwegen unterbrochen werden. Das bedeutet also, die Tour ist niemals komplett aneinanderhängend, nicht da wo die Fahrer ankommen starten sie am nächsten Tag auch wieder und natürlich gibt es zwischendurch auch immer wieder Tage, an denen sich die Fahrer regenerieren dürfen.

 

Die komplette Route der Tour 2018 könnt ihr auf diesem Bild sehen:

 

Tourplan 2018

Etappenplan Tour de France 2018. Bildcredidts: LeTour.fr

 

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France 2018 – alle Etappen der Tour

Hier habe ich euch mal alle Etappen der Tour 2018 notiert und die jeweiligen Zielorte mit den Wikipedia Informationen verlinkt. Außerdem sehr ihr auf einen Blick, ob es sich um eine Flachetappe, Bergetappe oder ein Zeitfahren handelt und wie lang die jeweiligen Etappen sind.

 

1. Etappe 7. Juli Noirmoutier-en-l’ÎleFontenay-le-Comte
Flachetappe
201
2. Etappe 8. Juli Mouilleron-Saint-GermainLa Roche-sur-Yon
Flachetappe
182,5
3. Etappe 9. Juli CholetCholet
Teamzeitfahren
35,5
4. Etappe 10. Juli La Baule-EscoublacSarzeau
Flachetappe
195
5. Etappe 11. Juli LorientQuimper
Hügelige Etappe
204,5
6. Etappe 12. Juli BrestMûr-de-Bretagne
Hügelige Etappe
181
7. Etappe 13. Juli FougèresChartres
Flachetappe
231
8. Etappe 14. Juli DreuxAmiens
Flachetappe
181
9. Etappe 15. Juli Zitadelle von ArrasRoubaix
Flachetappe
156
10. Etappe 17. Juli AnnecyLe Grand-Bornand
Hochgebirgsetappe
158,5
11. Etappe 18. Juli Albertville – La Rosière
Hochgebirgsetappe
108,5
12. Etappe 19. Juli Bourg-Saint-MauriceAlpe d’Huez
Hochgebirgsetappe
175,5
13. Etappe 20. Juli Le Bourg-d’OisansValence
Hügelige Etappe
169,5
14. Etappe 21. Juli Saint-Paul-Trois-ChâteauxMende
Mittelschwere Etappe
188
15. Etappe 22. Juli MillauCarcassonne
Mittelschwere Etappe
181,5
16. Etappe 24. Juli CarcassonneBagnères-de-Luchon
Hochgebirgsetappe
218
17. Etappe 25. Juli Bagnères-de-LuchonSaint-Lary-Soulan
Hochgebirgsetappe
65
18. Etappe 26. Juli Trie-sur-BaïsePau
Flachetappe
171
19. Etappe 27. Juli LourdesLaruns
Hochgebirgsetappe
200,5
20. Etappe 28. Juli Saint-Pée-sur-NivelleEspelette
Einzelzeitfahren
31
21. Etappe 29. Juli HouillesParis

 

 

 

Das größte Radrennen der Welt

Zu Besuch bei der Tour de France

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France … wo steh ich am besten?

Wer mit dem dem Wohnmobil zur Tour de France möchte, muss sich überlegen, wie und wo er dem ganzen Spektakel zuschauen möchte. Grundsätzlich kann man aber immer sagen, zuschauen bei der Tour ist kopstenlos (mal abgesehen von irgendwelchen VIP Tickets), dabei ist es auch egal ob Zeitfahr- Etappe in der Stadt, oder „Königs-Bergetappe“, niemand muss irgendwelche Eintrittsgebühren oder so etwas in der Art zaheln.

Obwohl ihr euch die Tour also ansehen könnt, „wo ihr möchtet“, ist die Frage  nach dem “ WAS MÖCHTET IHR SEHEN?“ doch essenziell. Ich selbst stand beim ersten Mal (durch Zufall) im Ziel am Mount Saint Michele, dann einmal direkt an der Strecke,bei einer Bergetappe ganz im Süden Frankreichs und letztes Jahr durfte ich das ganze aus dem VIP Bereich in Düsseldorf verfolgen (was jetzt auch nicht sooooooo schlecht war 😉 )

Wenn ihr vor allem die Stimmung, das Anfeuern und „Schweiß und Blut“ erleben möchtet, dann solltet ihr auf JEDEN FALL eine Bergetappe live erleben. Geht es euch eher darum einen ganzen Tag rund um die Tour mit zu erleben, die „Radler“ und ihr Teams von nahem zu erleben und hier und da ein paar Stände zum essen und trinken vorzufinden, dann stellt euch lieber ans Ziel einer Etappe. Denn eines liegt nunmal in der Natur der Sache, auch wenn die Stimmung fantastisch ist, erlebt ihr die Tour auf einer Etappe wartet ihr den ganzen Tag auf die Radler, doch das ganze Spektakel ist nach ein paar Minuten vorbei.

Extra Tipp … da die Tour ja immer mitten in den Sommerferien liegt. Möchtet ihr mit Kindern zu Tour, kann ich euch definitiv eher einen Tour Besuch im Ziel empfehlen. Da gibt es DEUTLICH mehr zu sehen und zu erleben, als an der Strecke. Warum, dazu gleich mehr.

Weil die Tour besuche ja nach Standort so TOTAL verschieden sind, teile ich meine Tipps am besten auf:

 

 

– Mit dem Wohnmobil zur Tour de France – Zuschauer bei einer Bergetappe.

 

Bei der Tour 2018 ist bereits Etappe 12, am 19. Juli 2018, von Bourg-Saint-Maurice –  Alpe d’Huez eine DER Bergetappen schlechthin. Alpe d’Huez ist wohl einer der Zielorte, den die Tour erst so richtig bekannt gemacht hat. Wer die Fernsehbilder kennt, hat vielleicht schonmal gesehen, dass jeder kleine Randstreifen oder „Kurvenparkplatz“  den gesamten Berg hoch von Wohnmobilien belegt ist. Wenn es so ist, dass Du die Tour genau so erleben möchtest, dass Du also am liebsten auf einem der ganz wenigen Parkplätze/ Parkbuchten direkt am Berganstieg mit dem Womo stehen möchtest, solltest Du MINDESTENS 3 Tage vorher da sein! Das bedeutet natürlich auch, da oben gibt es nichts, keinen Strom, keine Ver- und Entsorgung oder sonst irgendwas. Ihr steht also frei und solltet vorher eingekauft und Wasser getankt haben, denn wenn ihr einmal steht, solltet ihr euch nicht mehr vom (Park) Platz bewegen. Der Campingboom und der Hype um diese „Parkplätze“ ist mittlerweile so groß, dass es auch Camper gibt, die stehen bereits eine Woche vorher auf den schmalen Parkstreifen o.ä. nur um die besten Plätze und Anstiege live mitzuerleben. Aber eigentlich solltet ihr mit der 3 Tage vorher Taktik ganz gut klar kommen.

Wenn ihr unter keinen Umständen vorher auf der Strecke frei stehen möchtet, wird es deutlich schwieriger, denn am selben Tag noch einen Platz für das Wohnmobil am Berg zu finden, hat echt mit viel Glück zu tun. Wenn ihr es trotzdem versuchen möchtet, MÜSST ihr früh am Berg sein. Meist wird die Strecke Vormittags für Autos gesperrt, Bis dahin müsst ihr also auf jeden Fall am Berg sein. Für so eine Bergetappe wird auch gerne mal ein Auge zugedrückt, an solchen Tagen könnt ihr das Womo also auch ruhig mal für ein paar Stunden auf z.B. einem Feldweg parken. ABER VORSICHT!!! Feldweg bedeutet Feldweg und nicht FELD SELBER!!! 

Was natürlich auch möglich ist, dass ihr euch (morgens/ bzw. bis zum frühen Vormittag) weiter unten irgendwo einen Parkplatz sucht (denkt daran, auch da werden die Strassen irgendwann gesperrt) und den Berg zu Fuß erobert. So machen es auch tausende andere Zuschauer und Fans, ihr werdet also nicht alleinauf dem Weg nach oben sein. Denkt bitte für einen solchen Fall unbedingt daran euch vorher einen Rucksack mit allerhand Proviant zu packen, denn direkt an der Strecke gibt es dort oben nichts.

Tja und dann kommt es natürlich darauf an, wann die Fahrer den Etappenabschnitt erreichen. Der Anstieg zum Alpe d’Huez z.B. liegt ganz am Ende einer Etappe, ihr habt also zumindest bis zum Nachmittags Zeit, bevor es so richtig los geht.

Kleiner Tipp, dank diesem Ding namens Internet, könnt ihr die Etappe eigentlich ganz gut verfolgen um zu schauen, wann die Fahrer euren Abschnitt so ungefähr erreichen. Die offizielle Internetseite der Tour findet ihr hier: https://www.letour.fr/en

VORSICHT: Die Freude der „hardcore Tour de France Fans“ ist riesen groß, wenn sich die Fahrer erstmal den Berg hoch quälen. Ich sag es mal vorsichtig… die Freude kann seeeehr überschwänglich groß sein und gerade da oben am Berg gibt es oftmals keine Absperrungen. Gerade wenn ihr mit Kindern  da oben steht, achtet ganz besonders gut auf die Kids, wenn die Fahrer kommen. An einigen Stellen wird UNHEIMLICH geschuppst und gedrängelt.

 

Zuschauer bei der Tour de France

Zielgerade… warten auf die Radrennfahrer

 

– Mit dem Wohnmobil zur Tour de France – Zuschauen am Etappenziel

 

Zuschauen am Etappenziel ist insgesamt entspannter, als direkt am Berg. In dem Fall wird aus der Tour de France ein Volksfest rund um ein Radrennen, ich glaube so ist es am besten zu beschreiben. Auf der gesamten Zielgerade gibt es immer wieder Stände, es gibt zig Souveniers, meist spielen irgendwelche Bands, Cherleeder sorgen für Stimmung und es gibt einen riesengroßen Bereich in dem später die Siegerehrung des Tages stattfindet. Allein dieser riesengroße Siegerehrung Truck ist echt sehenswert. Wenn ihr euch die Tour im Ziel anschauen möchtet, solltet ihr euch vornehmen Vormittags anzureisen. Am besten schaut ihr auf einem Strassenplan, ob ihr über die Route der Fahrer an dieses Ziel anreisen müsst, oder ob es einen anderen Weg gibt. Ihr müsst davon ausgehen, das tausende Leute zum Zuschauen anreisen und die Etappenstrecken werden spätestens Vormittags gesperrt. Natürlich werden Umleitungen eingerichtet und auch relativ gut ausgezeichnet, aber diese Strecken sind wahnsinnig voll!  Gerade wenn ihr mit einem Wohnmobil unterwegs seid, ist es zum Teil echt nicht einfach eine passende Parkmöglichkeit am Zielort zu finden.

Am einfachsten ist es natürlich, wenn der Ort über einen Stellplatz verfügt, dann fahrt diesen am besten 2-3 Tage vorher an und geht von dort aus zu Fuß zur Strecke bzw. zum Ziel.

Wenn ihr am selben Tag anreisen möchtet, solltet ihr so fahren, dass ihr auf jeden Fall Vormittags am Ziel ankommt, plant einige Zeit zur Parkplatzsuche ein. Noch einfach ist es natürlich, wenn ihr möglichst weit außerhalb parkt und vielleicht ein paar Haltestellen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Zielort fahrt. Solltet ihr mit Hund on Tour sein, bitte plant euren Hund in diesen Tag mit ein. Öffentliche Verkehrsmittel nehmen in Frankreich nur ganz kleine Hunde (ich glaube bis max 2,5 kg) in einer Tasche oder Box mit und es kommt leider immer wieder vor, dass Busfahrer trotz Box sagen, der Bus ist zu voll, ich nehme keinen Hund mit. Das ist ihr recht! Ob es überhaupt sinn macht einen Hund mit zur Tour zu nehmen lasse ich mal dahingestellt und hängt sicherlich auch davon ab, wo ihr euch die Tour ansehen möchtet. Wie gesagt, im Zierlbereich ist Volksfeststimmung und so voll wie Samstagabends auf dem Weihnachtsmarkt. Ob das für einen Hund gut ist….. ?!?!

Extra Tipp: Die Tour Ziele verlaufen auch immer wieder entlang besonders schöner Orte, wie z.B. dem Mont St. Michel. Es macht also durchaus Sinn sich mal alle Etappenziele genauer anzusehen, vielleicht könnt ihr die Tour ja direkt an einer besonderen Sehenswürdigkeit erleben.

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France –  Sehenswertes um die Tour herum

 

Das eigentliche Radrennen ist natürlich etwas ganz besonderes und wie gesagt, gerade wenn ihr euch eine Bergetappe anseht, ist die sportliche Leistung der Fahrer ganz sicher das Highlight. Nichts desto trotz gibt es aber auch um das Radrennen herum viel Sehenswertes. Für mich ist z.B. die Parade der Sponsoren, die jedesmal einige Zeit bevor die Fahrer erscheinen abläuft ABSOLUT sehenswert.

Nur nochmal eben zum Ablauf eines Tour-Tages. Es ist also nicht so, dass nur die Radler vorbei kommen und das war es. Nein, bevor der erste Athlet an euch vorbei „radelt“, kommt vorher immer erst die Parade der Sponsoren, dann kommen eeeetliche Polizei- und Teamfahrzeuge und dann kommt iiiiiiirgendwann der erste Radler.

Zurück zur Parade der Sponsoren… hierbei trifft „Kölner Karneval“ die Tour de France. Noch bevor ihr überhaupt irgendwas seht, hört ihr schallende Bässe und Musik und dann kommen irgendwann ganz viele „verwandelte“ Sponsorenautos und verteilen kleine Werbegeschenke. Diese Fahrzeuge sind echt toll zu sehen, egal ob Autos die aussehen wie Fliegenpilze, komplette Fahrzeugreifen oder Autos samt großer Aufbauten… ich bin immer wieder fasziniert was da möglich ist.

(Dazu nochmal eine kleine Geschichte „aus dem Leben“. Noch bevor ich das erstemal zum Mont St, Michel getuckert bin und dort durch Zufall die Tour de France „getroffen“ habe, habe ich schon Tage zuvor die ganzen Sponsorenautos auf der Autobahn gesehen. Auf einmal kamen mir fahrende Pilze, Hunde und Klebestifte entgegen. Ich weiß nicht wie das letztes Jahr in Deutschland war, aber in Frankreich fahren diese umgebauten Sponsorenautos wirklich über die Autobahn. Also sicherlich nur von Etappe zu Etappe und nicht „im normalen Alltag“, aber zu dieser Zeit, sind mir diese Autos genau so auf der Autobahn entgegen gekommen. Da schaut man im ersten Augenblick nicht schlecht, wenn einem plötzlich ein fahrender Autoreifen entgegen kommt 🙂 )

Wenn ihr euch die Tour am Etappenziel anschaut, habt ihr auch den Vorteil die Fahrer noch eine ganze Weile länger zu sehen und „genau unter die Lupe zu nehmen“. Denn nach dem eigentlichen Rennen, müssen sich alle Fahrer noch das Laktat aus den Beinen radeln. Das bedeutet, um das Ziel herum stehen überall die großen Trucks der verschiedenen „Rennteams“ und dort sitzen die Fahrer noch eine ganze Weile nach dem Rennen auf „der Rolle“ und radeln weiter und weiter. Der Bereich ist zwar abgesperrt, ihr kommt also nicht direkt an die Fahrer herran, aber sie radeln eben auch nur wenige Meter von euch entfernt. Das selbe gilt auch für die Sponsorenautos, auch diese findet ihr meist im Zielbereich und ihr könnt sie euch nochmal ganz genau anschauen.

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France … und nach dem Rennen?

 

Auch das ist wiederrum davon abhängig, wo ihr euch die Tour anschaut. Wenn ihr am Berg steht und alle Teilnehmer und Fahrzeuge bis zur Kehrmaschine an euch vorbei gezogen sind, ist das Spektakel vorbei. Dann dauert es aber meist noch einige Zeit, bis die Strassen wieder freigegeben werden. Steht ihr mit derm Womo irgendwo da oben am Berg und solltet ihr einen der ganz wenigen, richtigen Parkplätze ergattert haben, könnt ihr natürlich unbesorgt noch eine Nacht stehen bleiben und eure Tour erst am nächsten Tag weiter fortsetzte. Steht ihr allerdings auf einem Seitenstreifen, oder gar mitten auf einem Feldweg, dann kann ich euch nur DRINGENDST davon abraten da zu schlafen!!!! Sobald die Strecken wieder frei gegeben sind, herrscht der ganz normale Strassenwahnsinn und es kann gut sein, dass nach dem „Ende“ der Etappe unheimlich viel auf den Strassen los ist. Da möchte niemand auf einem schmalen Seitenstreifen stehen oder gar schlafen. Das selbe gilt für die Feldwege, wenn der Bauer am nächsten Morgen vorbei kommt, solltet ihr da weg sein! Fahrt in dem Fall am besten möglichst bald vom Berg runter, sobald die Strassen wieder offen sind und sucht euch dann iiiiirgendwo einen Stellplatz für die Nacht.

Wenn ihr euch die Etappe vom Ziel aus anschaut und eh auf einem normalen Stellplatz steht, könnt ihr da natürlich auch weiter stehen bleiben. Steht ihr irgendwo frei und wollt ihr die Nacht dort verbringen, schaut nur, dass ihr niemand anderen behindert und natürlich solltet ihr in dem Fall auch nicht gerade gegen eine der anderen „frei steh Regeln“ für Frankreich verstoßen. Wenn die Tour de France halt macht, ist UNHEIMLICH VIEL Polizei auf den Strassen unterwegs.

Wenn ihr da schlecht steht oder gar jemanden blockiert, werdet ihr ruck zuck abgeschleppt, oder habt ein sehr teures Knöllchen am Wagen. Das solltet ihr zu dieser Zeit also tunlichst vermeiden!

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France –  die Etappen mit dem Rad erleben.

 

Was ich bis vor wenigen Jahren auch nicht wusste ist, dass es zig Fahradfahrer gibt, die die Tour Etappen selber fahren. Wenn ihr also so richtig gute Hobbysportler seid, ist es durchaus möglich, dass ihr euch morgends euer Rad schnappt und die jeweiligen Etappen selber mit dem Rad erlebt. Wenn ihr also morgends los radelt, könnt ihr die Strecken selber nutzten. Selbst dann, wenn die Etappen bereits für Autos abgesperrt sind, könnt ihr mit dem Rad noch weiter radeln. Solltet ihr irgendwann dem eigentlichen Fahrerfeld zu nahe kommen, werdet ihr von der Polizei bzw. den Ordnern gestoppt und von der Strecke geschickt.

Ich war selbst erstaunt wie viele Leute sich doch tatsächlich selber z.B. einen Berg hoch quälen und so die verschiedenen Etappen „am eigenen Leib spüren“. Über den Daumen gepeilt sind das doch immer wieder einige hundert sehr engagierte Hobby-Radrennfahrer. Wenn ihr euch so viel sportlichkeit also zutraut, ist das kein großes Problem, die Strecken sind noch lange für Fahrradfahrer offen und zum Teil werdet ihr fast genau so bejubbelt und angefeuert wie die „echten“ Athleten. Ihr solltet allerdings so planen, dass ihr ca. 1,5-2 Stunden vor dem Feld bleibt. Wie gesagt, vor den eigentlichen Fahrern kommt noch ein riesen Tross Fahrzeuge, dem ihr auch nicht zu nahe kommen solltet um die Etappe beenden zu können, ansonsten werdet ihr, wie gesagt, frühzeitig mit einem deutlichen „NO“ von der Strecke „geworfen“. 😉

 

 

 

 

Fazit … mit dem Wohnmobil zur Tour de France

 

Ein Tour de France Besuch mit dem Wohnmobil ist ein super Event für Groß und Klein, allerdings macht ihr euch es wirklich viel, viel einfacher, wenn ihr euren Tour de France Besuch richtig plant. Einfach mal morgens auf gut Glück zum Anstige nach Alpe de’Huez fahren, macht es euch vor Ort schwierig. Vor allem dann, wenn ihr direkt auf dem Weg nach oben einen Parkplatz für das Womo sucht. Anders sieht es aus, wenn ihr euch „irgendwo aufs platte Land“ einer jeweiligen Etappe stellt. Wenn es also z.B. so ist, dass ihr gerade in Frankreich unterwegs seid und mitbekommen habt, dass am nächsten Tag die Tour durch den Nachbarort fährt und ihr einfach mal schauen wollt, findet sich am Tag des Rennes immer iiiiiirgendwo ein Parkplatz für das Womo. Das einzige was auch in diesem Fall gilt ist, die Strecke wird im laufe des Vormittags (je nachdem wann die Fahrer da vorbei kommen auch schon morgens) abgesperrt und ganz gleich wo ihr euch die Tour anschauen möchtet, plant viel Zeit ein, um für verkehrsreiche Umwege gewappnet zu sein.

Für alle die gernen einen ganzen Tag rund um die Tour erleben möchten (oder mit Kindern unterwegs sind) ist ein „Zielbesuch“ meiner Meinung am besten. Dort herrscht den ganzen Tag Volksfeststimmung und neben den Athelten selbst, gibt es unheimlich viel zu sehen, zu kaufen und zu bestaunen. In den jeweiligen Zielbereichen ist den ganzen Tag etwas los, wer sich die Tour an der Strecke anschaut wartet lange und wenn es sich nicht gerade um einen Anstieg handelt, rasen die Fahrer innerhalb von Sekunden an einem vorbei und „das war es dann“. In einem solchen Fall habt ihr eben lange Wartezeiten, für einen relativ kleinen „Sportmoment“. Auch wenn es definitiv  so ist, dass die Stimmung gerade im Bereich von Berganstiegen einfach unglaublich gut ist. Wer einmal live erlebt hat, wie „krass“ die Anstiege sind, die die Fahrer hoch fahren müssen, hat ganz sicher nochmal ein ganz anderes Bild von den Anstrengungen einer Tour de France. Aber einen Punkt will ich auch hier unbedingt nochmal ansprechen… achtet auf euch (oder eure Kids) wenn ihr die Tour wirklich mal an einem Berg erleben möchtet. Einige Fans rasten sooooo überschwänglich aus, die schupsen euch halb auf den „Weg der Fahrer“. Denn gerade im Bereich der Berge, sind die Etappen nicht abgesperrt. Also schaut vorab genau wo ihr euch hinstellt um zuzuschauen, damit am nächsten Tag nicht in der Bildzeitung steht: „Deutsche lösen Massencrash auf der Tour de France aus und bringen Tour-Favoriten zum stürzen“ 😉

Ich kann euch nur sagen, egal ob Dopingskandal oder nicht… ein Besuch der Tour de France ist schon toll, sogar dann wenn man gar keine Ahnung vom Radsport hat. 😉

Ich wünsche euch ganz viel Spaß und wie immer sage ich, bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

 

 

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Hundefreundliche Stellplätze Nordsee – Stellplatz Tipps für die Nordseeküste mit Hund

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee – Stellplatz Tipps für die Nordseeküste mit Hund

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee

Es kommt sooooo oft vor, dass ich von meiner aller, liebsten, Lieblinggsnordsee schwärme und nach kürzester Zeit kommt der Kommentar, jaaaaa, Nodsee ist zwar gut und schön, aber da darfst Du ja niergendso den Hund mitnehmen.

Tja und was soll ich sagen… leider ist das Thema Nordsee mit Hund wirklich nicht so einfach, denn viele Regionen oder besser gesagt Landkreise haben mehr oder weniger überall Hundeverbot.

Das abschreckendste Beispiel ist für mich immer wieder Neuharlingersiel. Da war ich einmal vor 5 Jahren und seitdem NIEEEE WIEDER! Dabei habe ich gerade an Neuharlingersiel meine einzigen Camping-Kinder Erinnerungen, denn die Eltern einer Freundin hatten dort einen Wohnwagen und da durfte ich einige male mitfahren.

Nachdem ich Neuharlingersiel allerdings vor fünf Jahren mit dem Womo besucht habe, war es ein einziger Graus. Mir gefiel schon der usselige Stellplatz am Hafen nicht (aber gut, das ist ja sicherlich Geschmackssache), dann hat Milla nich einige Euro extra gekostet, plus Kurtaxe natürlich und als wir dann vor das Womo traten, gab es eigentlich kein Gebiet, dass ich mit Milla betreten durfte.

Das Millas Pfoten den heiligen Neuharlingersiel Boden überhaupt betreten durften, war schon ein kleines Wunder.

Deich… Hundeverbot, Strand sowieso Hundeverbot, Stadtpark Hundeverbot, in den meisten Geschäften Hundeverbot… wir sind da echt wie Falschgeld herumgelaufen und ich wusste bald nicht mehr, wo ich denn mit dem Hund noch lang gehen durfte.

Damit hat Neuharlingersiel bei mir natürlich extrem verschi..en, denn so fühle ich mich ganz sicher nicht “Willkommen” und habe auch keine Lust Geld (als typischer Tourist) in den Ort zu stecken.

Ich weiß, schöne und Hundefreundliche Orte an der Nordseeküste zu finden ist wirklich nicht so ganz einfach, aber ich kann euch auch sagen… ES GIBT SIE SCHON!!!!

Damit ihr euch eine schöne Zeit mit Hund an der Nordsee machen könnt, dachte ich mir, ich verrate euch mal meine Tipps.

Eines kann ich euch allerdings schon ganz allgemein sagen, durch irgendein Amt für Landschaftsschutz und Deichbau (oder so ähnlich) sind die Gesetzte in Niedersachsen deutlich strenger als z.B. in Schleswig Holstein oder Hamburg. Schleswig Holstein geht vielerorts mit Hunden deutlich entspannter um. Genau so entspannter ist es häufig an der Ostsee, aber darum soll es ja heute nicht gehen, hier geht es ja um die deutsche Nordseeküste.

Und bevor ich jetzt wirklich beginne noch eines vorab. „Hunde freundlich“ und „Hunde freundlich“ können natürlich zwei ganz verschiedenen “Themen” sein. Wer an die Nordseeküste reist und Orte sucht, an denen der eigene Hund den ganzen Tag ohne Leine tun und lassen kann was er möchte… der wird an der deutschen Nordseeküste nur selten glücklich. 

Darum lest euch unbedingt meine Beschreibungen zu den verschiedenen Orten durch, denn das was für mich als “Hunde freundlich” gilt, muss nicht unbedingt für euch als Hundefreundlich gelten.

 

Jetzt aber los… Hundefreundliche Stellplätze Nordsee – meine Lieblingsorte für eine schnupper tolle Zeit!

 

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Emden

Stellplatz: Am Eisenbahndock, 26725 Emden, Kosten: 9 Euro

 

Wybelsum

Stellplatz: Seebrücke Knock, Jannes Ohling Strasse, 26723 Wybelsum, Kosten: 4,50 Euro

 

Greetsiel

Stellplatz: Stellplatz Zwillingsmühlen,  Mühlenstrasse, 26736 Greetsiel, Kosten: 13 Euro

 

Norddeich

Stellplatz: Stellplatz am Ocean Wave,  Itzendorferstrasse, 26506 Norddeich, Kosten 16 Euro

Hooksiel

Stellplatz: Stellplatz Ostdüne, Bäder Strasse, 26434 Hooksiel, Kosten: 17 Euro

 

Wilhelmshaven

Stellplatz: Schleuseninsel, Schleusenstrasse, 26382 Wilhelmshaven, Kosten: 9 Euro

 

Hamburg

Stellplatz: Elbepark Bunthaus, Moorwerder Hauptdeich 33, 21109 Hamburg, Kosten 21 Euro

 

Friedrichskoog

Stellplatz: Womo Stellplatz an der Nordseestrasse,  Nordseestrasse 998, Friedrichskoog Spitze, 25718 Friedrichskoog, Kosten: 10 Euro

 

St. Peter-Ording

Stellplatz: Reisemobilhafen St.P.O.,  Ketelskoog 4, 25826 St. Peter-Ording, Kosten: 18 Euro

 

Reussenköge

Stellplatz: Amsinck Haus,  Sönke-Nissen- Koog 36A, 25821 Reussenköge, Kosten: 7 Euro

 

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee Tipp 1: Emden

Ich dachte mir ich beginne auf der Landkarte gesehen mal ganz “links”, also ganz im Westen und was liegt da…, EMDEN! 🙂

Natürlich ist Emden jetzt nicht gerade das typische, kleine Nordsee Touri Dorf, nichts desto trotz empfinde ich Emden und vor allem die Region um den Stellplatz als vergleichsweise Hundefreundlich.

Hundefreundlich:

  • Da der Stellplatz am Hafen liegt, könnt ihr zusammen mit eurem Hund eine nette (auf der einen Seite sogar grüne) Gassi Runde um den Hafen herum drehen.
  • Viele Kackbeutel Spender
  • Viele Mülleimer
  • Viele Plätze zum verweilen
  • Hundefreundliche Innenstadt, viele Wassernäpfe und Brunnen

 

Nachteile für Reisende mit Vierbeinern:

  • Emden ist eine Stadt! Da lässt sich nicht drum herum reden
  • Keine mir bekannte Freilauffläche in der direkten Umgebung

 

Warum Emden?

Im vergleich zu vielen, vielen anderen Städten finde ich Emden tatsächlich relativ Hundefreundlich. Direkt hinter dem Stellplatz beginnt ein Rundweg um das Hafengelände mit viele Sitzbänken, Kackbeutel Spendern UND MÜLLEIMERN. Wer sagt, er braucht einfach mal wieder ein bisschen Stadtluft, kann sich mit Hund in Emden eine vergleichsweise schöne Zeit machen.

 

Stellplatz: Am Eisenbahndock, 26725 Emden, Kosten: 9 Euro

 

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee Tipp 2: Wybelsum

Hier fühlen sich alle “frei Steher” wohl. Der kleine Stellplaz liegt direkt am Deich, bietet allerdings nichts als (zu wenige) Mülleimer. Leider liegt hier mittlerweile relativ viel Müll herum! Nichts desto trotz ist es ein schöner Ort zum spazierengehen mit Hund. Noch gibt es so gut wie keine Hundeverbotsschilder (auch nicht am Deich oder Strand) und bei schönem Wetter kann man hier gut 1-2 Nächte in Ruhe verbringen

Hunde freundliches Wybelsum:

  • ganz einfacher Stellplatz am Deich.
  • viel Natur und Ruhe
  • ich habe 2018 nur ein Hundeverbotsschild gesehen und das war direkt am “Hauptstrand”
  • Stellplatzkosten liegen bei nur 4,50 Euro

 

Nachteile:

  • durch fehlende Mülltonnen und schlechtes Camper Benehmen liegt relativ viel Müll am Stellplatz
  • es gibt keinen Ort
  • es gibt keine Kacktüten o.ä.
  • ein wirklich kleiner, einfacher Stellplatz an der Seebrücke

 

Warum Wybelsum:

Hierbei handelt es sich noch um einen der ganz wenigen, ganz einfachen Stellplätze an der Nordseeküste. Stellflächen, Mülleimer und sonst nichts. Aber, ihr steht direkt auf dem deich und habt einen wunderschönen Blick, abends wird es sehr ruhig. Wer also einfach auf der Suche ist nach Natur pur und einem ausgedehnten Hundespaziergang, der ist hier richtig.

Hinweis 1: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so bleibt, dass es so gut wie keine Verbotsschilder oder andere Regeln für Hunde gibt. Ich glaube aktuell hat das die Gemeinde schlichtweg vergessen, dass es so viele Camper mit Hunden gibt. Sobald mehr Camper mit Hund diesen Ort besuchen, wird das sicherlich kommen. Sollten sich die Gegebenheiten vor Ort ändern, wäre ich euch für eine kurze Info dankbar. Aktuell ist es noch wunderbar mit Hunden diesen Ort zu besuchen, aber ich rechne  damit, dass sich dies ändern wird. Sobald es vermehrt Hundeverbotsschilder geben sollte, nehme ich diesen Ort nämlich aus der Liste raus. Darum wäre ich euch für eine kurze Info dankbar.

Hinweis 2: Bitte nehmt euren Müll mit!!!!

 

Stellplatz: Seebrücke Knock, Jannes Ohling Strasse, 26723 Wybelsum, Kosten: 4,50 Euro

 

Hundefreundliche Orte für Wohnmobilisten an der Nordsee

Greetsiel kann auch mit Hunden ein schöner Spot sein, vor allem die Bereiche außerhalb des Tourismus Dorfkerns

 

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee Tipp 3: Greetsiel

Ja, ja … mein Greetsiel. Auch wenn die Gemeinde aktuell dringend auf der Suche nach Kohle ist (dazu unten noch ein extra Hinweis), das ganze Dorf sehr Touri mäßig ist und es KEINEN Strand gibt ( Greetsiel liegt eine KM vor der Küste) ist Greetsiel für mich immer noch Hundefreundlich.

Hundefreundlich:

  • keine extra Gebühren für Vierbeiner
  • riesengroßer Wiese/Deich Bereich hinter dem Hafenbecken
  • viele Cafes und Restaurants die auf Vierbeinige Besucher eingestellt sind.
  • viele Wiesen entlang der Wege vom Stellplatz ins Dorf
  • extrem viel “Land und Ruhe” zum radeln und spazieren gehen, wenn man den eigentlichen Ortskern meiden möchte

 

Nachteile:

  • wenig Mülleimer, wenige Tütenspender
  • auch im Wisen/ Deich Bereich gilt Leinenpflicht
  • kein Hundestrand in der Nähe
  • kein Hundefreilauf in der Nähe

 

Warum Greetsiel?

Greetsiel lebt vom Tourismus, wer dies nicht so mag, ist zumindest im Ortskern von Greetsiel falsch. Abgesehen von diesem Ortskern gibt es aber kilomterlange “Natur”, die man vom Stellplatz aus erkunden kann. So ist z.B. eine Radtour mit Hund (oder Hundeanhänger) zum Pilsumer Leuchtturm für Zwei und Vierbeiner eine nette Sache. Klarer Nachteil an Greetsiel, Freilauf ist hier eigentlich nicht möglich.

Extra Hinweis: Achtet auf dem Stellplatz in Greetesiel auf jeden Fall auf euer Parkticket und überschreitet die klein aufgedruckte Stellplatz Parkzeit nicht, es wird aktuell mehrfach am Tag kontrolliert und die Überschreitung der Parkzeit kostet 30 Euro.

Stellplatz: Stellplatz Zwillingsmühlen,  Mühlenstrasse, 26736 Greetsiel, Kosten: 13 Euro

 

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee Tipp 4: Norddeich

In Norddeich gibt es aktuell zwei Wohnmobil Stellplätze und mehrere Campingplätze. Ich nutze am liebsten den Stellplatz an der Therme. Vom Stellplatz aus kann man durch ein kleines Dorf voller Touristischer Shops laufen und gelangt dann direkt auf den Deich und zum Meer.

Hundefreundlich:

  • Keine Extrakosten für den Hund
  • sobald ihr vom Stellplatz aus am Deich angekommen seid, gibt es auf der linken Seite (ihr blickt aufs Meer) einen großen Deich Bereich auf dem ihr wunderbar mit den Hunde spazieren gehen dürft.
  • direkt an diesem Punkt beginnt auch der Hundestrand, hier dürfen die Vierbeiner also ohne Probleme baden gehen.
  • Der Hundebereich in Norddeich ist wirklich groß und vom Stellplatz an der Therme super zu erreichen.
  • Nach einem ausgiebigen Spaziergang finden sich viele hundefreundliche Cafes und Lokale in Norddeich.

 

Nachteil:

  • wenige (oder leere) Tütenspender, relativ wenige Müllkörbe
  • teurer Stellplatz (16 Euro)
  • vorsicht vor den Abrechnungszeiten in der Therme, wer nur Duschen möchte und die Therme nur eine Minute zu spät verlässt, muss direkt mehrere Stunden zahlen.

 

Warum Norddeich?

Norddeich hat gerade vom Stellplatz aus einen echt netten Hundebereich. Auch wenn Norddeich an sich recht groß ist, so seid ihr hier schnell an den richtigen Punkten. Einzig der Stellplatz an sich ist nicht unbedingt toll und dafür ganz schön teuer. Wenn ihr allerdings vorne auf dem Schotterplatz stehen bleibt (der Stellplatz hat einen gepflasterten Bereich und einen Schotterplatz), habt ihr etwas mehr Platz. Auf dem anderen Bereich heißt es kuschel Camping für 16 Euro!

 

Extra Hinweis: In Norddeich finden den Sommer über immer wieder Veranstaltungen auf den Deichwiesen/ Strandwiesen statt, wie z.B. das Drachenfest. Wenn ihr besonders ängstliche Hunde habt, schaut vor eurem besuch lieber mal eben auf die Internetseite von Norddeich.

Extra Hinweis 2: Von Norddeich aus kann man auch gut z.B. einen Tag nach Norderney übersetzten. Die Fähre nimmt Hunde natürlich mit und gerade in der Nebensaison kann man Norderney auch mit Hund gut besuchen. Die Hunde dürfen (angeleint) mit auf die Promenade und Norderney besitzt auch einen recht großen (und echt schönen) Hundestrand.

 

Stellplatz: Stellplatz am Ocean Wave,  Itzendorferstrasse, 26506 Norddeich, Kosten 16 Euro

 

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee Tipp 5: Hooksiel

In Hooksiel gibt es gleich zwei Stellplätze, einen direkt an einem Hallenbad (für Herbst und Winter ganz nett) und einen weiteren direkt am Strand. Der Strandstellplatz ist allerdings nur in den Sommermonaten geöffent. Bei Hooksiel bin ich zum Thema Hundefreundlichkeit selber hin und her gerissen… Ich nehme den Ort dennoch mit in die Liste auf, denn “alles” ist da ja nunmal wirklich nicht schlecht und zumindest gibt es einige spezielle Hundebereiche. 

Hundefreundlich :

  • Stellplatz direkt am Strand, Hunde erlaubt
  • 2 km entfernt gibt es einen extra Hundestrand
  • direkt am Stellplatz gibt es eine kleine, aber ganz nette Hundefreilaufwiese.
  • spezielle Hunde Waschplätze
  • viel Natur, wer mit dem Hund radeln kann ist hier super aufgehoben.
  • Das Städtchen ist nett gemacht, liegt allerdings vom Oststrand Stellplatz einige Kilometer entfernt.

 

Nachteile:

  • 3,10 Euro pro Nacht für einen Hund finde ich UNVERSCHÄMT!
  • Stellplatz Kosten liegen bei satten 17 Euro!!!!
  • Sehr viele Hundeverbottschilder, also an den Hauptstrand könnt ihr die Hunde nicht mitnehmen, zumindest nicht sobald es voll wird/ schönes Wetter gibt.
  • Um an den 2 km entfernten Hundestrand zu kommen, dürft ihr nicht am Meer entlang laufen, sondern müsst den Weg entlang der Strasse nehmen.
  • Wenig Tütenspender, relativ wenig Mülleimer
  • Gerade bei schönem Wetter ist der Stellplatz am Strand häufig rappelvoll.

 

Warum Hooksiel?

Was soll ich zu Hooksiel sagen… zumindest gibt es erreichbare Angebote für Vierbeiner, die dann auch ganz nett gestaltet sind. Ich meine, dass es einen Hundestrand, Hundeduschen und eine Freilauffläche gibt, ist ja schonmal nett gedacht. Allerdings finde ich 3,10 Euro pro Nacht für einen Hund echt zu viel Geld. Zumal der Stellplatz immer für Zwei Personen berechnet wird, wie so oft gibt es auch in Hooksiel keine Alleinfahrer und die Stellplatzkosten liegen eh schon bei 17 Euro!

 

Stellplatz: Stellplatz Ostdüne, Bäder Strasse, 26434 Hooksiel, Kosten: 17 Euro

 

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee Tipp 6: Wilhelmshaven

Einer meiner absoluten Lieblingsplätze in Bezug auf Nordseeküste mit Hund. Mein ganz klarer Lieblingsstellplatz in Wilhelmshaven ist die Schleuseninsel und das vor allem wegen Milla.  Hier steht man mit Hund einfach SUPER!!!! Der Stellplatz liegt direkt hinter dem Deich, hat einen privaten Deichzugang und hier dürfen auch Hunde laufen. 

Hundefreundlich:

  • Die Schleuseninsel löieggt direkt hinter dem Nordseedeich und es gibt einen privaten Zugang zum Deich.
  • Vom Stellplatz aus links herum (wieder Blick auf das Meer) könnt ihr klasse am Meer entlang spazieren gehen. Auch wenn es glaube ich nicht ganz offiziell ist (ich bin mir echt nicht sicher) laufen hier viele Hunde frei.
  • Der kleine Strand zwischen den Molen ist Hundebadestrand. Wenn das Wasser also da ist, gehts direkt hinter dem Stellplatz ab zum baden für eure Wauzies.
  • Nicht weit vom Stellplatz entfernt liegt die Promenade.
  • Ein schöner Treffpunkt zum sonnen, Kaffe trinken und spazieren gehen, Hunde dürfen mit, aber bitte anleinen!!!
  • wer gerne viel läuft, zwische n Stellplatz und Stadt gibt es einen großen See, klasse zum spazierengehen “im Grünen” wenn gerade mal wieder Ebbe ist.

 

Nachteile

  • keine Kacktüten, kaum Mülleimer
  • Das beliebte Marine Museum hat absolutes Hundeverbot
  • Wilhelmshaven “City” ist jetzt meiner Meinung nach nicht unbedingt sehenswert, die Promenade und die Region um den Stellplatz Schleuseninsel ist aber wirklich schön.

 

Warum Wilhelmshaven?

Wilhelmshaven, bzw, die Region um den Stellplatz Schleuseninsel ist für Hunde wirklich toll. Egal ob morgens früh oder passend zum Sonnenuntergang… mit ein paar Schritten steht man auf dem Deich und eeeendlich sind Hunde auch mal auf dem Deich voll und ganz erlaubt! Auch wenn die Stadt Wilhelmshaven kein Hammer ist, die Promendade in der Nähe des Stellplatzes ist wirklich nett und wer gerne länger laufen möchte und zudem Wasser sicherheit sucht, kann auch eine extra Runde um den See zwischen Stellplatz in Innenstadt drehen. 

Hinweis: Die Ver- und Entsorgung auf dem Stellplatz ist in der Mittagszeit aus Rücksicht vor den Nachbarn geschlossen. Leider ist auch die Entsorgung des Grauwassers hier nicht ganz einfach, ihr braucht am besten einen Grauwasserschlauch, oder müsst ein bisschen hin und her fahren um den Abfluss genau zu treffen.

Stellplatz: Schleuseninsel, Schleusenstrasse, 26382 Wilhelmshaven, Kosten: 9 Euro

 

Dreamteam :-)

Auch an der deutschen Nordseeküste kann man die Zeit mit seinem Hund genießen

 

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee Tipp 7: Hamburg

Hamburg… DIE Stadt im Norden Deutschlands und ein eigenes Bundesland und hier soll es HUNDEFREUNDLICH sein? Tja, was soll ich sagen…. JA!!!! Ich kenne keine andere Stadt die sooooo Hundefreundlich ist wie Hamburg.

Wenn ich in Hamburg bin, treffe ich mich eigentlich immer mit einem guten Bekannten der in Hamburg lebt und auch einen Hund hat. Beim ersten Mal haben wir eine ordentliche, private Stadtrundfahrt mit Hund unternommen und ich konnte es kaum glauben… egal wo wir waren, sein hund lief frei und NIEMAND hat etwas gesagt, NIEMAND!!! In Dortmund gäb es innerhalb der ersten 5 Minuten mindestens 10 dumme Sprüche.

Egal ob Außenalster, Elbufer oder Grünanlage… die Hunde liefen zu 99% frei und niemand hat etwas gesagt!!!!

 

Hundefreundlich:

  • Eine Großstadt in der Hunde überall ganz locker frei laufen (mal abgesehen von der absoluten Innenstadt)
  • Innerhalb von Grünanlagen gibt es viele Tütenspender und Mülleimer
  • Rund um den Stellplatz gibt es wunderschöne Spazier- und Radwege.
  • Hunde dürfen ohne extra Maulkorb oder Tasche Bus und Bahn fahren
  • Viele Grünflächen und Gewässer

 

Nachteile:

  • es ist eben eine Großstadt
  • mein Lieblingsstellplatz befindet sich 20 Minuten Bus und Bahn fahrt außerhalb der Innenstadt
  • auch wenn er zum Stadtbesuch super liegt, aber der City Stellplatz am Doppeldecker Busbahnhof ist ABSOLUT NICHT Hunde geeignet. Da gibt es nicht einen Grashalm.
  • Teurer Stellplatz, 21 Euro, aber es ist eben Hamburg

 

Warum Hamburg?

Hamburg ist für so eine große Stadt erstaunlich Hundefreundlich. Frei laufende Hunde an der Außenalster oder am Elbstrand gehören einfach dazu. In NRW ist das eigentlich undenkbar…

Der Stellplatz am Bunthaus liegt wunderschön und ruhig auf einer Landzunge. Hier habt ihr Natur pur, könnt super mit eurem Hund spazieren gehen und dank der Bushaltestelle vor dem Stellplatz, seid ihr in 20-30 Minuten mitten in der Innenstadt. Fü+r eine Womo Tour mit Hund ist dieser Stellplatz 1000 mal besser, als der Platz mitten in der Stadt.

 

Stellplatz: Elbepark Bunthaus, Moorwerder Hauptdeich 33, 21109 Hamburg, Kosten 21 Euro

 

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee Tipp 8: Friedrichskoog

Meiner Meinung nach ist Friedrichskoog ein echtes Hundeparadies. Im Nationalpark Wattenmeer, an den Strand Liegeflächen und in der “Innenstadt” gilt Anleinpflicht, aber die Hunde dürfen überall mit! Außerhalb dieser Gebiete dürfen Hunde sogar frei laufen und das ohne irgendwelche Probleme.

Hundefreundliche:

  • Hunde mit an den Strand zu nehmen ist erlaubt,
  • Hunde mit ins Watt zu nehmen ist erlaubt,
  • Es gibt relativ viele Tütenspender
  • Außerhalb des Nationalparks Wattenmeer, der offiziellen Strand Liegeflächen und des Ortskern dürfen Hunde sogar ohne Leine laufen.
  • Ein vergleichsweise ruhiger Ort

 

Nachteile:

  • Der Stellplatz ist nicht besonders schön, eher Parkplatz (aber direkt hinter dem Stellplatz beginnt der Strand)
  • Stellplatzkosten sind mit 10 Euro recht hoch (für einen Parkplatz)
  • Die Gemeinde braucht Geld, es wird vieeeeel kontrolliert!
  • Bei schlechtem Wetter bietet der Ort nicht viel, sehr ruhig und entspannt.

 

Warum Friedrichskoog?

Für alle die einen relativ kleinen entspannten Ort, aber vieeeeeel Natur suchen, ist die Spitze von Friedrichskoog genau das richtige. Hier könnt ihr wirklich stundenlang mit eurem Hund laufen gehen. Spielt das Wetter allerdings nicht mit, ist hier auch echt nichts los. Es ist also ein typischer „gut Wetter“ Stellplatz. 

Hinweis: Friedrichskoog ist NOCH einer der entspanntesten Orte im Umgang mit Hunden den ich kenne. Bitte, bitte, bitte haltet euch an die paar Regeln und räumt vor allem die Hinterlassenschaften eures Hundes weg!!!!

 

Stellplatz: Womo Stellplatz an der Nordseestrasse,  Nordseestrasse 998, Friedrichskoog Spitze, 25718 Friedrichskoog, Kosten: 10 Euro

 

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee Tipp 9: St.Peter Ording

St. Peter Ording ist mal wieder ein Ort auf dieser Liste der erstaunlich Hundefreundlich ist, also ehrlich…hier bin ich selbst wirklich erstaunt wie entspannt ein Ort mit Fahrzeugen und Hunden umgehen kann! Hier dürfen Hunde (und Wohnmobile) sogar mit auf den eeeeewig langen und breiten Sandstrand. Für einen Touri Ort wie St.P.O. einer ist, finde ich den Umgang mit Vierbeinern super! 

Hundefreundlich:

  • St. Peter ording ist einer der ganz, ganz wenigen Orte, bei denen man sogar tagsüber auf den Strand auffahren darf. Mit dem Womo und Hund mitten auf dem Strand stehen, ist schon etwas besonderes.
  • Sowohl in St. Peter Ording Bad als auch im Dorf gibt es viele Restaurants und Cafes mit extra Hundenäpfen.
  • Hunde dürfen mit auf den langen Deich (angeleint) als auch mit auf die Strände. Solange ihr euch außerhalb der “Liegebreiche” aufhaltet dürfen Hunde sogar frei laufen, solange sie abrufbar sind. (Wichtig, bitte unbedingt Rücksicht nehmen!!!!!!! Sonst ist das Thema bald auch durch für alle Vierbeiner!)
  • Neben St.P.O. Bad gibt es einen Pinienwald, gerade an sehr warmen Tagen kann man auch hier toll spazieren gehen.
  • Auf dem Strand selber gibt es Restaurants auf Pfählen, hier bekommt man auch immer Wasser für den Hund.

 

Nachteile:

  • Der Stellplatz liegt etwas abseits, um an den Strand zu kommen benötigt man ein Rad oder fährst innerhalb der Saison mit dem Dorf/ Bad Shuttelbus.
  • Selbst wenn man am Strand ist, ist das Meer noch eeeeewig weit weg. Man muss echt lange über den breiten Strand, bzw. über eine Seebrücke laufen (die Holzplanken sind nur semi Hundepfoten freundlich), um an die Wassergrenze zu kommen, aber dieser breite Sandstrand ist natürlich auch etwas ganz besonderes und  sehenswert.
  • Ich habe so gut wie keine Kackbeutel gesehen, diese müsst ihr UNBEDINGT mitbringen!
  • Der Stellplatz ist relativ teuer und jeder Mist (also wirklich jeder!) muss extra bezahlt werden! Beispiel: Wenn man die Duschen auf dem Stellplatz nutzen möchte, zahlt man erstmal um die Tür zur Dusche zu öffnen und dann nochmal extra für alle paar Minuten warmes Wasser

 

Warum St. Peter Ording?

Ich weiß nicht warum St.P.O so viel entspannter mit vielen Dingen umgeht, als die meisten anderen Küstenorte, aber hier darf der Strand mit Fahrzeugen befahren werden (tagsüber) und genau so entspannt geht man auch mit Hunden um. Mit Hund an den Strand gehen ist gar kein Problem. Wie gesagt, nicht direkt in den Liegebereich, aber sonst ist der Alltag mit Hund in St.P.O. echt super entspannt.

Das einzige ist… die Wege sind relativ lang, das liegt aber auch an dem extrem breiten Strand und nachts solltet ihr vom Strand runter fahren, sonst gibt es eigentlich fast immer ein ordentliches Knöllchen oder ihr werdet Abends noch vom Strand geschickt.

 

Stellplatz: Reisemobilhafen St.P.O.,  Ketelskoog 4, 25826 St. Peter-Ording, Kosten: 18 Euro

 

Zum Schluss noch – Hundefreundliche Stellplätze Nordsee Tipp 10: Reussenköge

Reussenköge kennen wahrscheinlich die wenigsten. Es handelt sich auch tatsächlich um einen kleinen, fast nichtssagenden Ort, aber hier findet ihr einen schönen Stellplatz direkt hinter dem Deich. Wer Wind, Watt, Natur und Ruhe sucht, ist hier genau richtig. Aber Reussenköge hat noch einen Vorteil, weshalb ich diesen Ort mit auf die Liste nehme. Von hier aus könnt ihr nämlich für nur 2 Euro mit dem Rad zur Hamburg Hallig übersetzten. Wenn ihr und euer Hund gut zu Fuß seid, könnt ihr auch rüber spazieren. Dazu führt ein kleiner Weg direkt durchs Watt (Nachtrag von Einheimischen, nicht Watt sondern Salzwiesen)

 

Hundefreundliches Reussenköge:

  • Hier habt ihr natur pur.
  • Für lange Spaziergänge oder Radtouren ein perfekter Ort.
  • Abends hört man hier nichts als den Wind und das plätschern der Wellen (wenn da)
  • Super Ausflugsziel, Hallig Hamburg, Hunde dürfen angeleint mit!
  • Stellplatz direkt hinter dem Deich für 7 Euro, finde ich fair

 

Nachteile:

  • KEINE CHEMIE KLO ENTSORGUNG am Stellplatz
  • Hunde müssen auf dem Weg zur Hallig und auf der Hallig selbst an der Leine bleiben
  • Eigentlich nur schön bei gutem Wetter
  • Vorsicht, bei Sturmflut sollte der Platz auf keinen Fall genutzt werden.
  • Vorsicht, auf der Hallig geht es sehr “entspannt” zu, hier laufen auch mal ein paar Schafe über die Strassen und Wege. Das muss euer Hund abkönnen. Gerade auf so einer kleinen, ruhigen und entspannten Hallig fallen dauerhaft bellende (oder vor Jagdtrieb durchdrehende) Hunde sehr negativ aus.
  • Unbedingt Kacktüten mitnehmen!!!!

 

Warum Reussenköge?

Der eigentliche Ort Reussenköge bietet eigentlich nicht besonderes, aber wer auf der Suche ist nach Ruhe, Entspannung und frischem Wind um die Nase, steht hier wunderbar. Besonders wird dieser Ort durch die Möglichkeit auf die Hallig zu kommen. So ein Tag auf der Hallig macht echt Spaß und eure Hunde werden nach so viel frischer Luft abends selig schlafen.

 

Hinweis: Ich finde es schon toll, dass man die Hunde mit auf die Hallig nehmen darf, gerade weil dort so viele Schafe laufen. Wenn ihr auf die Hallig spazieren möchtet, BITTE LASST EURE HUNDE AN DER LEINE und nicht durchs Watt toben! Es ist nunmal verboten seine Hunde da frei laufen zu lassen und wenn dies doch wieder zu viele Hundebesitzer tun, ist die Mitnahme bald verboten. Haltet euch also BITTE an die Regeln.

 

Stellplatz: Amsinck Haus,  Sönke-Nissen- Koog 36A, 25821 Reussenköge, Kosten: 7 Euro

 

Schlafender Camping Hund

Nach einem langen Tag an der frischen Nordseeluft, lässt es sich ganz besonders entspannt schlafen

 

 

Fazit – Hundefreundliche Stellplätze Nordsee … meine Tipps

Hundefreundliche Stellplätze Nordsee

Für Dein Pinterest Board

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Artikel ein bisschen Lust auf Nordseeluft machen. Leider ist es so, dass der Schutz der Deiche und der Deichschafe es uns Hundemenschen gerade in Niedersachsen oft nicht leicht machen. Andererseits muss ich aber auch sagen, diese Gesetzte werden nicht von ungefähr kommen, anscheinend gabb es einfach zu viele Hundebesitzer die sich nicht an die Regeln halten konnten und darum müssen wir jetzt alle “leiden”. Zum Glück gibt es ja noch ein paar Orte, an denen Hunde willkommen sind.

Bitte tut mir einen gefallen… viele Blogger “verraten” mittlerweile nette Plätze oder schöne Gebiete nicht mehr, weil sich zu viele Camper einfach nicht benehmen können. Ich halte davon nichts, ich sage euch auch weiterhin wo ich es schön finde, allerdings bitte ich euch gerade bei diesem Thema nochmal ganz besonders… haltet euch an die Regeln!!!! Seid froh, dass euer Hund bei euch sein kann, auch wenn dazu eben eine Leine gehört. Mit viel frischer Luft, einigen Suchspielen und einer ganz normalen Beschäftigung, wird sich euer Hund sicherlich auch mit Leine wohl fühlen. 😉

Allen Badenixen möchte ich nochmal diese Seite empfehlen: Hundestrand.eu – Hundestrände in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und den Inseln . Hier findet ihr alle möglichen Angaben zu Hundestränden. So dass auch wasserliebende Vierbeiner im Nordseeurlaub auf ihre Kosten kommen.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß im Norden und vielleicht laufen wir uns ja mal an einem der Orte über den Weg.

Bleibt gesund 🙂

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

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Frankreich für Camping Anfänger – Tipps für den Frankreich Road Trip

Frankreich für Camping Anfänger – Tipps für den Frankreich Road Trip

Frankreich für Camping Anfänger –

Langsam geht die Campingsaison 2018 in die absolute Hochsaison und welches ist eines DER Sommer-Camping- Länder schlechthin für deutsche Camper?

NATÜRLICH FRANKREICH!

Ich habe in den vergangenen Wochen ja bereits einige Artikel zum Thema Camping, Wohnmobil, Road Trip für Anfänger veröffentlicht und mit diesem Artikel möchte ich diese Serie erweitern.

Ich weiß noch sehr, sehr gut, dass es einige Zeit gedauert hat, bis ich mich in Frankreich wohl fühlen konnte. Denn wie das nunmal so ist… andere Länder, andere Sitten und davon gibt es gerade in Frankreich einige. Mittlerweile war ich in den vergangenen 5 Jahren einige Male für viele Wochen in Frankreich unterwegs. Das Land an sich hat mir schon immer gut gefallen, mit den ganzen “Gegebenheiten”, den Menschen und deren Umgang mit eigentlich allem… finde ich mich aber bis heute nicht immer zurecht.

Andererseits ist es aber auch so, im Gegensatz zu den Niederlanden, Dänemarkt oder gar der Schweitz und Österreich,  ist das Leben in Frankreich so „anders“ als in good old Germany, dass man bereits nach 4 Stunden Fahrt so richtig das Gefühl hat “im Auslandsurlaub” zu sein.

Ich finde gerade dieses Gefühl ist ja durchaus auch etwas schönes, sonst könnte man auch einfach in Deutschland bleiben.

Im Grunde sind all diese “Besonderheiten” die es in Frankreich gibt gar nicht schwierig zu “lernen” oder wie man dazu sagen möchte,  man muss sie eben nur erst ein Mal wissen. Wenn man erst einmal weiß wie es läuft,  dann lebt  und „urlaubt“ es sich deutlich leichter 🙂

Aus diesem Grund schreibe ich euch heute ein paar Tipps und Hilfen für euren ersten Road Trip bzw. Campingurlaub in Frankreich. Einige Punkte halte ich für ganz besonders wichtig, diese habe ich jeweils grün hinterlegt.

Damit ihr euch besser zurecht findet, habe ich die verschiedenen Themengebiete unterteilt, mit einem Klick auf die folgenden Begriffe gelangt ihr direkt zu den jeweiligen Tipps und Informationen:

#Reisevorbereitungen

#Anreise

#Verkehrsregeln

#Stellplätze

#Leben

#Vierbeiner

So solltet ihr den Campingurlaub in Frankreich ganz zügig und in vollem Umfang genießen können und braucht nicht erst etliche Tage und Wochen zum “eingewöhnen” …  ihr müsst ja schließlich nicht alles so machen wie ich!  😉  😉  😉

Frankreich für Camping Anfänger – Tipps, Tricks und Hilfen

Wir fangen einfach mal ganz vorne an, nämlich mit den Reisevorbereitungen:

Kreditkarte

 

 

Gerade zum tanken und auch für die Mautstationen ist es von Vorteil wenn ihr euch vor der Reise eine Kreditkarte besorgt. Ich hatte es schon mehrfach in Frankreich, dass Tankstellen meine normale EC-Karte nicht akzeptieren. Zum Thema Tanken in Frankreich weiter unten mehr. Ob Visa oder Mastercard ist eigentlich egal, aber eine Kreditkarte (samt Pin-Nummer)  ist sehr zu empfehlen.

Französische Umweltzonen

 

 

Leider hat Frankreich mittlerweile auch einige Umweltzonen eingeführt bzw. werden in den kommenden Jahren noch viele Umweltzonen folgen.

Aktuell (stand Frühjahr 2018) könnt ihr die Umweltzonen noch gut umfahren, wenn ihr nicht genau in die betroffenen Städte möchtet. Insgesamt solltet ihr euch aber auf Dauer um eine Plakette kümmern… wenn ihr denn eine bekommt.

Wichtig dabei ist!!! Lass euch nicht verar…en!!! Die Plaketten kosten auch für Ausländer ca. 5 Euro! Es gibt immer noch Seiten im Netz, die diese Plaketten für bis zu 50 Euro (!!!) an Ausländer verkaufen. Nein, nein, nein… fallt da nicht drauf rein! Noch eines… leider sind zum Teil auch Autobahnen von den Umweltschutzzonen um bestimmte Städte herum betroffen, ihr solltet euch also früher oder später echt mit dem Thema beschäftigen.

Alles zum Thema “Umweltplakette Frankreich” samt Bestellung zum normalen Preis, findet ihr hier: Link zur Bestellen und für weitere Informationen zu den französischen Umweltplaketten

Da das mit der Bestellung nicht immer so ganz einfach und verständlich ist, findet ihr hier nochmal einen Leitfaden vom ADAC

 

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Wechsel Stecker

 

“Wechsel-Stecker”… ganz, ganz selten… also WIRKLICH selten (ich hatte “das Problem” bisher genau zweimal) gibt es in Frankreich besondere Stecker. Dabei geht es weniger um den “Landstrom” für Wohnmobil oder Wohnwagen, sondern viel mehr um die normalen Steckdosen, z.B. im Sanitärbereich auf Campingplätzen um den Föhn anzuschließen.

Manchmal haben diese Steckdosen einen “Pin” in der Mitte. In Campingläden oder auch im Fachhandel gibt es verschiedene Set’s mit Steckdosen Adaptern. Es lohnt sich durchaus so ein Set vorsichtshalber mal ins Womo zu legen, zumal diese Sets nur wenige Euro kosten.

Stellplatz Suche

Gerade für Frankreich lohnt es sich die Campercontact App zu laden. Diese App bietet deutlich, deutlich, deutlich mehr Stellplätze als die ProMobil App. Ihr könnt die Stellplatzkarte auch bereits vorab runterladen, dann benötigt ihr kein Datenvolumen im Urlaub. Da es sich dabei aber um größere Datenpakete handelt, solltet ihr dies am besten bereits zuhause vorbereiten.

Französisch sprechen

 

Wenn ihr kein oder kaum französisch sprecht, solltet ihr euch auf jeden Fall vorab eine Übersetzungs-App aufs Handy laden. Ich nutze immer die kostenlosen Google Übersetzungs-App (da kann man Sprachen ebenfalls downloaden um das Datenvolumen zu schonen) und gerade für Frankreich ist die App sehr, sehr hilfreich. Denn beim Thema “Sprache” sind die Franzosen einfach eigen, da ist es schon relativ wichtig sich ein bisschen vorzubereiten, sonst kommt ihr in bestimmten Situationen nicht weiter.

 

Noch ein letzter Tipp:

 

 

Gerade für eine längere Frankreich Tour ist es absolut von Vorteil, wenn eure Aufbaubatterien richtig funktionieren! Ihr solltet also drauf achten, dass eure Aufbaubatterie wirklich noch gut in Schuss ist, oder die Batterie gegebenenfalls austauschen. Da das mit dem Landstrom an Stellplätzen in Frankreich nicht immer so einfach ist, lohnt es sich in eine gute Aufbaubatterie zu investieren.

Warum, lest ihr unter dem Punkt “Stellplätze!”

 

 

Frankreich für  Camping Anfänger – die Anreise: :

Anreise durch Belgien

Je nachdem wo ihr wohnt und wo ihr hin möchtet, habt ihr die Wahl entweder durch Belgien in Richtung Frankreich zu fahren, oder aber ihr nehmt die Route durch Süddeutschland und fahrt dann direkt über die Grenze.

Die Autobahnen in Belgien sind eine ABSOLUTE Katastrophe… das muss ich einfach so sagen. Da gibt es Schlaglöcher mitten auf den Autobahnen die so riesig sind, da würde bei uns eine 30er Zone gesperrt.

Dementsprechend viele Fahrzeuge sieht man auch mit einem Reifenschaden auf dem Seitenstreifen stehen.

Wenn es für euch eigentlich egal ist, ob ihr die Route über Belgien oder über Süddeutschland nehmt, nutzt die Süddeutschland Route. Gerade um Stuttgart herum gibt es zwar häufiger Stau, insgesamt fährt es sich aber deutlich angenehmer.

Übernachtung auf der Durchreisen

Ein ganz, ganz, ganz wichtiges Thema, was wahrscheinlich gerade für Frankreich Camping/ Road Trip Anfänger super, super, super, SUUUUUUPER wichtig ist.

Ich kann gar nicht betonen wie wichtig dieses Thema ist!!!!

BITTE, BITTE, BITTE ÜBERNACHTET NIEMALS AUF FRANZÖSISCHEN RASTHÖFEN/ RASTPLÄTZEN. NIEEEEEEEMALS!!!!!

Es gibt einfach viele ganz professionelle Diebesbanden die fahren die französischen Rasthöfe ab und brechen in die Wohnmobile oder Wohnwagen ein, während die Camper darin schlafen. Ich weiß, vielleicht habt ihr schon von dieses “Gas-Überfällen” gelesen… nur nochmal weil sich dieses Thema immer noch hält und jede Saison neu aufkommt. Ein Überfall durch Betäubungsgase ist zu 99,99999999 % ausgeschlossen! Ich habe zu dem Thema lange recherchiert, den gesamten Artikel könnt ihr hier nochmal nachlesen: Gas Überfälle auf Camper – Was ist wirklich dran?

Nichts desto trotz gibt es aber diese Diebesbanden und die arbeiten so proffessionell, ihr schlaft tief und fest, seid müde von der Fahrt und das Gehirn dämpft im Schlaf die Außengeräusche ganz automatisch ab. Ihr werdet im Schlaf bestohlen und bekommt NICHTS davon mit! Auch ein Hund hilft da nicht unbedingt!!!!

Jedes Jahr wieder werden so viele Camper auf französischen Rasthöfen ausgeraubt, dass es mittlerweile Rastplätze gibt, die haben schon einen Vordruck in unterschiedlichen Sprachen unter der Ladentheke liegen mit Informationen zum weiteren vorgehen nach so einem Diebstahl.

Nehmt euch die Zeit und schlaft sicher auf Stell- oder Campingplätzen!!!! Und wenn es so gar, gar, gar nicht anders geht, weil ihr vielleicht 10 Stunden in einer Vollsperrung standet und nicht von der Bahn fahren konntet, dann fahrt zumindest von der Autobahn runter, stellt euch in irgendein Industriegebiet oder irgendwo in die Pampa, da steht ihr 10 mal sicherer als auf einem Rasthof!!!

Sorry wenn ich es so deutlich sage, aber wer über die (möglichen) Gefahren informiert ist, heute immer noch auf einem (französischen) Rastplatz übernachtet und bestohlen wird… sorry, aber der ist echt selber schuld!

Frankreich für  Camping Anfänger – Maut, Autobahnen, Landstraßen:

Auch auf den Strassen und Autobahnen gibt es einige Unterschiede zu Deutschland, das beginnt schon beim beliebten Thema Maut 😉

Maut oder Mautfrei fahren?

Auf meiner ersten Tour durch Frankreich habe ich das Navi bewusst so eingestellt, dass ich Mautfrei unterwegs war. Im Grunde ist dies auch durch viele Routen fast überall im Land möglich, ich würde es euch aber NICHT empfehlen!

 

In Frankreich gibt es gefühlte 2 Milliarden Kreisverkehre und vielleicht 10 Ampelkreuzungen. Das bedeutet, wenn ihr viel auf den Landstrassen unterwegs seid, werdet ihr ganz automatisch durch 300 mini Dörfer und ca. 600 Kreisverkehre geschickt, davon abgesehen sind die Strassen nicht immer gut ausgebaut. Manch eine Landstraße besteht aus mehr Schlaglöchern als aus geteerter Strasse.

Das ständige bremsen, anfahren, bremsen, anfahren ist auf Dauer anstrengend und kostet euch jede Menge Sprit. Ein anderes “Problem” sind Städte. In Frankreich wird mindestens genau so viel gebaut wie in unseren Städten, das einzige… die Umleitungen sind häufig extrem bescheiden ausgezeichnet. Ich habe mich zum Teil schon über eine Stunde in Städten bewegt, nur weil ich mich so verfranst habe.

 

Im Gegensatz dazu sind die maut Autobahnen in Frankreich echt perfekt… da sieht man eben wofür man bezahlt. Und wenn ihr jetzt an die Kosten denkt, dann kann ich euch nur sagen… die Kosten sind NICHT deutlich höher. Natürlich kommt es dabei immer darauf an, mit welchem Womo bzw. Gespann ihr unterwegs seid. Nur so viel:

Ich selbst bin die Strecke an einen Ort in der südlichen Normandie einmal mit Maut und einmal ohne Maut gefahren. Natürlich kann man die beiden Wege eigentlich nicht 1:1 vergleichen, weil der Verkehr ein anderer war, weil es vielleicht einmal Baustellen gab die es bei der zweiten Tour nicht gab usw. Letztendlich war es aber so, das der Unterschied zwischen “mit Maut” und ohne Maut genau 9,20 Euro betrug. Für knapp 10 Euro bin ich also deutlich entspannter und schneller unterwegs gewesen.  

Der Maut freie Weg war einfach länger und das ständige Bremsen und Anfahren kostet mich insgesamt einmal Tanken mehr.

Ich kann euch nur den Tipp geben, schaut euch die Routen am besten vorher genau an. Geht es um die An- und Abreise, nutzt besser die Strecken mit Maut, geht es dann vor Ort darum von einem Ort zum nächsten zu reisen, schaut euch die Strecken genau an. Handelt es sich um besonders schöne Küstenstraßen o.ä. würde ich die natürlich fahren, handelt es sich aber um 3 Stunden Landstrasse durch die Pampa, ist der Mautweg wahrscheinlich der deutlich angenehmere. Ihr habt schiss vor den Mautstationen, glaubt ihr legt bestimmt die halbe Autobahn lahm… JA DAS KENNE ICH NUR ZU GUT! Dabei ist das mit den Mautstationen wirklich kein Problem, eine genaue Info zum Thema Mautstationen findet ihr hier: Keine Panik vor der Maut!

Also nur los, keine Panik vor der Maut!

Tanken in Frankreich -

Wieder einer dieser ganz besonders wichtigen Punkte. In Frankreich gibt es keine allgemeinen Spritpreise. Hier in Deutschland fährt man Tankstellen an und die Dieselpreise sind bis auf 1-2 Cent überall gleich.

In Frankreich ist das komplett anders, da können die Unterschiede zwischen den Tankstellen schonmal bis zu 30 Cent pro Liter betragen.

Grundsätzlich gilt, Diesel (Gasole) an den Tankstellen entlang der Autobahnen und vor allem an den Maut-Autobahnen ist immer teuer. Am günstigsten tankt ihr an den kleinen Tankstellen im Bereich der großen Einkaufszentren vor den Toren der Stadt. Eigentlich jedes Einkaufszentrum hat eine eigene kleine Tankstelle (oftmals nur 2-3 Säulen), hier tankt ihr günstig. Da die Preisunterschiede so groß sind, lohnt es sich durchaus extra zum tanken zu diesen Einkaufszentren zu fahren.

Tanken in Frankreich - praktisch.

Auch die Tankstellen an sich unterscheiden sich in Frankreich sehr. Im Bereich der Autobahnen oder manchmal auch innerhalb der größeren Städte, gibt es Tankstellen wie bei uns. Man tankt, geht danach in den Tankstellenshop und bezahlt seine Rechnung.

Gerade an den kleineren und günstigen Tankstellen läuft es aber anders. Dort gibt es keinen Kasse an der ihr bezahlen könnt, das läuft alles per Karte über die Zapfsäule an der ihr steht. Ihr fahrt also an die Zapfsäule heran, schnappt euch eure Bankkarte und geht zur Zapfsäule. Fast immer gibt es an dem Display einen Knopf mit Langueage/ Sprache. Dort könnt ihr auf Deutsch oder Englisch “umschalten”. Wenn euer französisch also genau so schlecht ist wie meines, hilft es wenn die Anzeige/ die Beschreibung auf deutsch ist.

Bevor ihr tanken könnt, müsst ihr als erstes auswählen was ihr tanken möchtet, also Diesel (Gazole) oder Benzin, dann eure Bankkarte an der Zapfsäule einlegen (meist gibt es einen maximalen Betrag für den ihr tanken könnt, ca. 100 Euro)  sobald die Karte akzeptiert wurde, ihr euren Pin eingegeben und ihr die Karte wieder entnommen habt, öffnet sich das Ventil und ihr könnt ganz normal tanken. Sobald der Tank voll ist bzw. ihr ausreichend getankt habt, könnt ihr noch eine Quittung ausdrucken lassen und der Betrag für den ihr getankt habt, wird von eurem Konto abgebucht.

Noch ein letztes Detail zum Thema tanken,

 welches auf meiner ersten Frankreich Tour zu riesen Fragezeichen sorgte.

 

An diesen Tankstellen ist es fast immer so, dass die Tankanzeige nicht auf Null steht, sondern den Betrag bzw. die Literzahl anzeigt, für die euer Vorgänger getankt hat. Ihr müsst erst eure Bankkarte einlegen, auswählen was ihr tanken möchtet und auch eure Pin eingeben. Erst wenn die Pumpe anspringt, bzw. sich das Ventil öffnet damit ihr tanken könnt, springt auch die Anzeige auf Null.

Ihr müsst also keine Sorge haben, dass ihr plötzlich die Rechnung von dem Vornutzer bezahlen müsst. Die Anzeige springt um! Man muss es nur erstmal wissen.

Frankreich für Camping Anfänger und die Stellplätze:

 

Insgesamt ist Frankreich ein SUPER Land für Camper, denn es gibt MAAAASSEN an Stell- und Campingplätzen jeglicher Kategorie.

Es gibt unzählige unterschiedliche Informationen zum frei stehen in Frankreich. Einige besagen es ist grundsätzlich erlaubt, andere besagen im Landesinneren ist es erlaubt, an Küsten und Sehenswürdigkeiten allerdings nicht und wieder andere besagen, dass das frei Stehen in Frankreich seit Herbst 2015 grundsätzlich verboten sei. Ich an eurer Stelle wäre bei dem Thema zumindest sehr, sehr vorsichtig, gerade weil es Massen an Stellplätzen gibt (auch kostenlose Stellplätze mit “frei steh Feeling”), daher  kann ich euch nur raten diese Plätze auch zu nutzen.

 

 

Zum Thema Stellplätze in Frankreich gibt es allerdings eine ganz spezielle Besonderheit, die man wissen muss.

Stellplatz und Strom -

Wenn ihr euch die Stellplatz Beschreibungen in Apps oder Atlanten durchlest, steht dort eigentlich immer, dass es auf den Stellplätzen Strom gibt. Dies ist aber nicht so, bzw. es ist nicht so wie wir es aus Deutschland kennen!

 

In den meisten Fällen handelt es sich nur um “Notfall-Strom-Steckdosen”. Das bedeutet, direkt an der Säule der Ver- und Entsorgung gibt es 1-2 Steckdosen. Da kann man das Womo anschließen, allerdings kostet da EINE STUNDE STROM ca. 3 EURO!!! Heißt also, würdet ihr da einen Tag ganz normal, dauerhaft am Strom stehen, kostet euch das “entspannte” 72 Euro 🙂 !

Es handelt sich also um Steckdosen, die man echt nur nutzt, wenn die eigenen Womo- Batterien total leer sind (solltet ihr länger durch Frankreich Touren wollen, baut am besten eine Solaranlage ein!) Je nachdem wo ihr steht, werdet ihr auch ein ständiges kommen und gehen an diesen 1-2 Steckdosen erleben, es kann also gut sein, dass nach einer Stunde schon der nächste da steht und darauf wartet, dass ihr den Stecker frei macht.

Noch ein Problem an diesen Steckern ist, dass die Ver-und Entsorgung nunmal meist nicht direkt neben den normalen Stellplatz Parzellen liegt. Wenn ihr eine solche Steckdose nutzen möchtet heißt das also entweder ihr parkt mal für eine Stunde irgendwo direkt an der Ver- und Entsorgung, oder ihr benötigt ein echt langes Stromkabel.

Natürlich gibt es auch Stellplätze in Frankreich die “ganz normalen” Strom an den Parzellen anbieten. Die große Frage ist nun, wie erkennt man um welche Art von Strom es sich handelt? Antwort… eigentlich gar nicht, denn in den ganzen Stellplatz Apps/ Atlanten steht immer nur “ das es ein Stellplatz MIT Strom” ist. Erst vor Ort sieht man dann, dass es sich in den allermeisten Fällen “nur” um diese Notfall-Steckdosen handelt.

 

Im Grunde könnt ihr es nur an den Stellplatzkosten sehen, ob es normalen Strom an den Parzellen gibt, oder eben nur 1-2 Notfall- Steckdosen. Ganz allgemein könnt ihr sagen, kostet ein Stellplatz unter 12-15 Euro pro Tag, gibt es nur diese Notfall-Steckdosen!

Bei Stellplätzen die über 12,14,15 Euro pro Nacht kosten, gibt es meist die Möglichkeit das Womo ganz normal und dauerhaft an eine Steckdose anzuschließen.

Ein letzter Tipp zum Thema Strom

Habt ihr euch einen Stellplatz ausgewählt, lest euch die Kommentare/ Bewertungen in der Campercontact App durch. Sollte es “ganz normalen” Strom geben, wird dies dort sicherlich erwähnt.

Auf Campingplätzen gibt es natürlich immer die Option Strom dazu zu buchen. Wenn ihr also auf Landstrom angewiesen seit, schlaft ihr auf vielen Campingplätzen (gerade wenn Rabattkarten Akzeptiert werden) günstiger oder für den gleichen Preis. Mehr Infos zu den Camping Rabattkarte erfahrt ihr hier: Camping Rabattkarten 2018

Noch ein letztes Detail zum Thema tanken,

 welches auf meiner ersten Frankreich Tour zu riesen Fragezeichen sorgte.

 

An diesen Tankstellen ist es fast immer so, dass die Tankanzeige nicht auf Null steht, sondern den Betrag bzw. die Literzahl anzeigt, für die euer Vorgänger getankt hat. Ihr müsst erst eure Bankkarte einlegen, auswählen was ihr tanken möchtet und auch eure Pin eingeben. Erst wenn die Pumpe anspringt, bzw. sich das Ventil öffnet damit ihr tanken könnt, springt auch die Anzeige auf Null.

Ihr müsst also keine Sorge haben, dass ihr plötzlich die Rechnung von dem Vornutzer bezahlen müsst. Die Anzeige springt um! Man muss es nur erstmal wissen.

Die Stellplatz Situation

Ich werde immer wieder gefragt, ob eine Reisezeit zwischen Juni-August für Frankreich gut wäre. Also, im Grunde ist das DIE Reisezeit schlechthin, in Frankreich beginnen die Werksferien mitte Ende Juli und gehen 4 Wochen lang. Das besondere in Frankreich ist, dass alle großen Firmen zur selben Zeit Werksferien einlegen, das heißt also, in dieser Zeit steht die Produktion fast still. Zudem haben natürlich auch alle anderen Länder in dieser Zeit Sommerferien, es handelt sich also um die ABSOLUTE HAUPTSAISON!

Das Wetter in dieser Zeit ist meist wunderschön, Sonne satt und alle Strände, Cafes, Restaurant und Buden haben geöffnet. Leider bedeutet das aber auch, es wird voll!!!

Ich war einmal in der absoluten Hochsaison in Frankreich on Tour, innerhalb der Woche geht es ganz gut, allerdings kann ich euch nur empfehlen Freitags bis spätestens 13 Uhr einen Stellplatz anzufahren und dann dort auch das Wochenende zu verbringen. Danach werden die meisten Stellplätze RAPPELVOLL und ihr findet keinen Platz mehr.

Auf Campingplätzen sieht das alles vielleicht etwas anders aus, da kommt es aber schwer darauf an wo genau ihr euch befindet. Auch die Campingplätze sind mittlerweile mehr als gut besucht und wenn ihr erst gegen Abend am Platz ankommt, kann es gut sein, dass ihr keine freie Parzelle mehr ergattern könnt.

Frankreich für  Camping Anfänger – C’est la vie! – Das französische Leben

Der Alltag in Frankreich ist tatsächlich etwas anders als die meisten Deutschen es “gewohnt” sind. Die Unterschiede beginnen z.B. bereits bei den “Essenszeiten”.

Essen gehen in Frankreich -

Ihr möchtet on Tour abends schön essen gehen? Dann könnt ihr dies vor 19 Uhr in den meisten Restaurants total vergessen und 19 Uhr ist schon sehr früh. Meistens wird die Abendküche ab 19 Uhr geöffnet, richtig los geht es aber oftmals erst ab 20 Uhr.

Die franzosen essen selber gerne zu Mittag und das auch gerne mal “ordentlich”. Aus diesem Grund lohnt sich ein Blick auf die Mittagsmenüs. Diese bestehen meist aus 3 Gängen und bieten ein hervorragendes Preis / Leistungsverhältnis.

Ihr sprecht/ versteht kein oder kaum französisch? Da es so gut wie nie übersetzte Speisekarten gibt, solltet ihr am besten eure Übersetzungsapp dabei haben.

Trinkgeld in Frankreich -

 

Grundsätzlich ist es so, dass das normale Trinkeld in Frankreich bereits in der Rechnung enhalten ist (ca. 15% steht meist am Ende der Rechnung). Es ist also vollkommen normal, genau den Betrag zu bezahlen, der auf der Rechnung steht.

Habt ihr allerdings einen besonders netten Service, oder war das Essen ganz besonders gut, dann freut sich jeder Angestellte über einen KLEINEN extra Zuschuss. Dieser wird allerdings nicht mit der Rechnung bezahlt, sondern ihr lasst das Geld beim Verlassen des Lokals einfach auf dem Tisch liegen

Aufgepasst, solltet ihr mit dem Taxi fahren, gehört es „zum guten Ton“ dem Fahrer ca. 10% Trinkgeld zu geben.

Einkaufen in Frankreich -

 In Frankreich ist es häufig so, dass ihr innerhalb der Städte nur kleine Supermärkte oder den “typischen” Metzger, Bäcker usw. vorfindet. Die Preise in diesen Läden sind oftmals relativ hoch (Fleisch ist in Frankreich z.B. im Vergleich zu Deutschland recht teuer) aber dann handelt es sich auch um eine 1A Qualität.

Direkt vor den Toren der verschiedenen Orte gibt es meist riesige Einkaufszentren und ihr solltet einen solchen “Supermarkt” unbedingt mal besuchen. Dort gibt es eine soooooo riesige Auswahl an Produkten, das ist echt klasse. Die Preise in diesen großen Supermärkten sind meist auch etwas geringer. Da diese Einkaufsparadiese wie gesagt immer etwas außerhalb liegen, mache ich es immer so, dass ich zwischen zwei Stellplätzen einen “Einkaufsstopp” einlege, da mir der Weg von den Stellplätzen samt Einkäufen oftmals zu weit ist. Bevor ihr also z.B. 10 Tage fest auf einem Campingplatz steht, legt einen Stopp an diesen riesen Supermärkten ein.

Einen Satz noch zum parken an den großen Einkaufszentren.

 Leider werden Wohnmobile und Wohnwagen an diesen Supermärkten gerne aufgebrochen. Solltet ihr also zu zweit unterwegs sein, ist es durchaus von Vorteil, wenn einer am Wohnmobil/Wohnwagen bleibt, während der andere Einkaufen geht. Ich weiß, das macht das Einkaufserlebnis nicht unbedingt schöner, aber es ist eine Überlegung wert. Wenn ihr alleine Tourt, solltet ihr zumindest eure wichtigsten Wertsachen im Rucksack mit in das Geschäft nehmen.  

Baguettes kaufen -

  In Frankreich ist es tatsächlich wie im Film, Baguettes gehören zum täglichen Leben dazu! 🙂 Ein kleiner Tipp… natürlich ist es eine Frage des ganz persönlichen Geschmacks, aber ich kaufe grundsätzlich nur das “Baguette traditionell”, das ist aus einem etwas anderen Teig und schmeckt (mir) nochmal 1000 mal besser.

Zigaretten kaufen in Frankreich-

  Kippen gibt es in Frankreich eigentlich nur in bestimmten Shops. Bei uns wären es die typischen “Lotto Totto” Läden. Fragt ihr aber bewusst nach Zigaretten an Tankstellen, haben die auch immer zwei, drei verschiedene Marken “unter der Ladentheke” liegen. Ich kenne die Gesetze nicht so wirklich, aber ich glaube das liegt daran, dass in Tankstellen keine Zigaretten “öffentlich” ausliegen dürfen. Solltet ihr also absolut kein passendes “Lotto Totto” Geschäft finden, könnt ihr auch an der nächsten Tanke fragen.

Cafe au Lait -

Jetzt mal ehrlich, für mich Frankreich, Baguette, Croissant und der beste und “fetteste” Cafe au Lait untrennbar miteinander verbunden. Das Problem ist nur… wenn ihr nicht gerade in einem absoluten, absoluten, aaaaaabsoluten Touri Cafe sitzt, gibt es in Frankreich keinen Cafe au Lait. Also zumindest nicht so wie wir ihn von zuhause kennen, die großen Tassen, viel Milch, Milchschaum und ein klitzekleines bisschen Kakaopulver…

Leider bekommt man in Frankreich meist “nur” einen schwarzen, starken Cafe mit einem Schüsschen Milch.

Öffentlichen W-Lan -

Leider ist es in Frankreich noch so, dass die wenigsten Cafes an ihren Türen das Zeichen für öffentliches W-lan haben. Wenn ihr also kein Zeichen seht, bedeutet das nicht unbedingt, dass es kein W-lan gibt. In dem Fall hilft nur fragen, fragen, fragen.

Stadtbesichtigungen:

Also, ich sage sofort, ich möchte euch keine Angst machen und NATÜRLICH geht es bei diesem Punkt nicht um alle Städte oder gar Dörfer! Aber…

In Frankreich ist die Kriminalitätsrate mancherorts echt hoch. Das gilt natürlich auch für gewisse Viertel in deutschen Großstädten, aber hier geht es ja um Frankreich. Südfrankreich ist nunmal ein super beliebtes Ziel und in Südfrankreich liegt auch Marseille. Ich würde euch von einem Marseille Besuch mit Wohnmobil abraten. Wenn es Marseille sein soll, fahrt dort mit öffentlichen Verkehrsmittel oder dem Rad hin. Ich habe mittlerweile sooooo oft von ausgeraubten Wohnmobilen und überfallenen Touristen in Marseille gelesen, ich selbst habe diese Stadt bewusst bisher nicht besucht!

Auf gar keinen Fall solltet ihr aber Nachts frei in oder um Marseille übernachten… macht das nicht, fahrt auf jeden Fall Abends zurück zu einem gesicherten Stell- oder noch besser Campingplatz.

Egal ob Strandparkplatz, Sehenswürdigkeit oder Stadtbesichtigung… wenn ihr wertvolle Kameras, Laptops o.ä. an Board habt, nehmt sie am besten mit.

Französische Märkte -

Die französischen Märkte sind EIN TRAUM! Es gibt eigentlich in jedem etwas größeren Ort 1-2 mal in der Woche einen Markt, diesen solltet ihr unbedingt besuchen, zumal Obst, Gemüse und Früchte häufig zu super Preisen erhältlich sind… und manchmal gibt es Tomaten, die schmecken echt noch wie bei Oma aus dem Garten!

Doreen von She is on the Road again hat zum Thema Märkte in Südfrankreich eine tolle Übersicht erstelltDie schönsten Märkte der Provence

Abends wird es frisch...

Gerade das typische Sommerwetter am Atlantik liebe ich unheimlich! Denn während der Sommermonate kann es tagsüber gut und gerne mal 30-35-40 Grad heiß werden.

Dabei weht aber eigentlich immer ein kühlender Wind. Abends kühlt es sich durch den Wind allerdings merklich ab, was zum schlafen natürlich ein Traum ist! Das bedeutet aber auch, selbst wenn ihr im Juli-August an den Atlantik reist, solltet ihr zumindest einen Hoody bzw. eine Strickjacke für die langen Abende vor dem Womo/Wowa an Board haben.

Frankreich für Camping Anfänger – mit Hund

 

Eigentlich gibt es nur 4  Dinge die ihr als Camping Anfänger mit Hund für eine Frankreich Tour wissen solltet.

Frankreichs Strände mit Hund -

Also ganz allgemein habt ihr in Frankreich mit Hund ein einfaches Leben. Viele Orte haben mittlerweile extra Hundestrände, wenn ihr euch allerdings nicht gerade mit eurem Hund genau zwischen die Touri-Massen legt, sondern Strandabschnitte außerhalb der haupt Liegeflächen nutzt, solltet ihr auch dort keine Probleme bekommen. Das hängt aber auch immer von eurem Verhalten ab!  Was natürlich nicht geht, wie überall auf der Welt, dass euer Hund ohne Leine zwischen den sonnenden Leuten am Haupt-Badestrand herum rennt.

Wenn ihr darauf achtet euren Hund nicht mit in diesen Bereich zu nehmen, könnt ihr in Frankreich eine super entspannte Zeit mit Hund erleben.

Ungezieferschutz -

 

Bitte, bitte, bitte informiert euch gut über das Thema Zecken, Floh und Ungezieferschutz für einen Frankreich Road Trip mit Hund. Ich selbst stand morgends schon an wunderschönen, einsamen Stränden, ahnte nichts böses und plötzlich, je nachdem wie das Licht viel, sah ich wie sich der ganze Strand in Wellen bewegt. Im ersten Moment dachte ich, das läge an meinem “Kreislauf” oder so… aber nein, STRANDFLÖHE!

Zum Glück hatte ich Milla noch an der Leine und sie hat sich keine Flöhe eingefangen. Aber diese Strandflöhe sind echt ekelig!! Auch wenn diese Strandflöhe (aufgepasst, ich wurde selbst von einer aufmerksamen Leserin darauf hingewiesen, dass es einen großen Unterschied zwischen SANDflöhen und STRANDflöhen gibt). Sandflöhe sind winzig klein und können Krankheiten übertragen, es gibt sie aber wohl vorallem in den Tropen und eingeschleppt mittlerweile auch am Mittelmeer, Strandflöhe sind größer und „nur“ wiederlich. Nichts desto trotz bleibt es aber dabei, ein von Flöhen befallener Hund leidet wie Sau unter dem heftigen Juckreiz, kratzt sich nachts blutig und euch bzw. dem Womo/ Wowa und allen weiteren Dingen steht eine Reinigungsaktion bevor, die sich “gewaschen” hat.

Davon abgesehen kann sich euer Hund bereits in Frankreich schlimme Krankheiten durch Sandmücken und Sandflöhe einfangen (Leishmaniose) , die im aller, aller schlimmsten Fall sogar zum Tode des Hundes führen können. Es gibt eine Karte, auf der alle gemeldeten Leishmaniose fälle für Frankreich eingetragen sind, da sehrt ihr mal wie verbreitet das Problem ist: https://fr.virbac.com/home/toutes-les-maladies/quest-ce-que-leishmaniose-chien.html  

Das doofe an der Sache ist… welches Mittel nimmt man zum Schutz? 

Ich hatte mir nie große Gedanken um dieses Thema gemacht, bzw. anders gesagt, da Milla nie irgendwelche Hautprobleme hatte, habe ich ein Spot on beim Tierarzt gekauft, dieses aufgetragen und fertig. Das danach der absolute Horror begann, hätte ich nicht im entferntesten geahnt!

Ihr findet den ganzen Artikel zu dem Thema hinter diesem Link: Vorsicht – Unsere Sorgen nach Advantix   

Darum kommt hier nur die ganz kurze Kurzfassung:

Milla hatte noch nie Hautprobleme, zuhause kaufe ich immer das ganz einfache, billige Zecken Halsband. Der Wirkstoff hilft aber nicht ausreichend gegen das Viehzeug in Frankreich. Darum habe ich das Spot on von Advantex genutzt, Resultat… Milla hatte schwere Haut Entzündungen, Schmerzen, das ganze ging so weit dass die Stellen begannen zu eitern, es waren richtige Verätzungen.

Die Spot on Präparate sind leider nicht abzuwaschen, sollte es zu Unverträglichkeit kommen. Wenn die einmal auf bzw. in der Haut sind und es kommt zu Reaktionen, habt ihr echte Probleme.

Das soll NICHT bedeuten, dass Advantix grundsätzlich zu Problemen führt. Ich will euch nur damit sagen, informiert euch gut welche Produkte ihr nutzt, fragt euren Tierarzt, denkt einfach daran… DAS IST GIFT und geht mit dem Zeug nicht so leichtfertig um wie ich! Und wenn ihr ein neues Spot on nutzten möchtet, testet es vorher an einer kleinen Hautstelle… oder ihr nehmt direkt ein Halsband. Denn der Wirkstoff am Halsband ist wasserlöslich, darum müsste es vor dem schwimmen gehen abgenommen werden..

Strassenhunde -

 

Ja, in Frankreich gibt es Strassenhunde. Aber meist handelt es sich nicht um größere Gruppen, sondern um ganz liebe, allein daher tapsende Vierbeiner. Leider übertragen viele dieser Hunde Krankheiten, darum lasst eure Hunde besser nicht direkt mit den Strassenhunden in Kontakt kommen. Wenn ihr die Hundepötte samt Futter und Wasser unbeaufsichtigt vor dem Womo stehen lasst, wascht sie hinterher mit heißem Wasser gut aus. Gerade nachts macht sich so einiges an Getier gerne über das Wasser und den Futterresten her.

Das Leitungswasser -

 in Frankreich wird häufig stark gechlort. Teilweise sogar so stark, dass man sagt, es lohnt sich den Womo Frischwassertank mal ordentlich voll zu machen und alle Leitungen mit dem Chlorwasser zu spülen.

Je nachdem wie empfindlich euer Hund ist kann es sein, dass er durch das Wasser Magen Darm Probleme bekommt, oder das Wasser gar nicht anrührt.

Milla z.B. säuft das Wasser unter keinen Umständen und auf meiner ersten Tour dachte ich die ersten Tage, man die trinkt aber wenig, sobald wir aber an einer Pfütze o.ä. waren, konnte sie gar nicht genug schlabber. Seitdem bekommt Milla nur noch stilles Wasser, wenn wir in Frankreich sind. Sollte euer Hund also einen empfindlichen Magen haben oder das französische Leitungswasser komplett verweigern, liegt es am Chlor.

Hund und Hitze -

Zum Thema Temperaturen schreibe ich jetzt extra nicht viel… ich denke mittlerweile sollte allen Leuten klar sein, dass man als guter Hundebesitzer seinen Hund bei 25, 30, 35 Grad nichts im Womo, Wowa oder PKW lässt. Viele Tipps zum Umgang mit eurem Camping Hund findet ihr  hier: Campingurlaub mit Hund

Außerdem verrate ich euch hier meine Tipps gegen die Hitze im Wohnmobil oder Wohnwagen: 25 einfache Tipps gegen die Hitze

Fazit – Frankreich für Camping Anfänger

Ich hoffe ich konnte euch mit dieser Aufstellung noch ein paar gute Tipps und Hinweise für euren ersten Frankreich Road Trip geben.

Frankreich ist ein wunderschönes Land, das unheimlich viele verschiedene Eindrücke zu bieten hat. Es hat aber auch ganz klar seine eigenen “Sitten” und “Gebräuche”… was bei einer Reise durchs “AUSland” im Grunde ja auch sehr, sehr schön ist.

Meine Stellplatz Tipps für eine Tour durch Südfrankreich bzw. entlang des Atlantiks samt Karten und aller Stellplatzdaten findet ihr hier: 

Stellplatz Tipps für Südfrankreich

Stellplätze mit „frei steh Feeling“ am Atlantik

Ihr habt noch besondere Tipps zum Leben und Urlauben in Frankreich auf Lager die neu Camper unbedingt wissen sollten? Dann schreibt mir einen Kommentar, ich nehme die Tipps gerne mit auf.

Ich wünsche euch eine super schöne Zeit on Tour und Vive le France! 😉

Bleibt gesund, eure

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