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E-Wohnmobil Iridium – Fakten, News und offene Fragen

E-Wohnmobil Iridium – Fakten, News und offene Fragen

Auch wenn das Auto, Fahrzeug, Reisemobil Rad nicht neu erfunden werden kann, so gab es auf der CMT 2019 doch immerhin die ein oder andere „Weltpremiere“. Eine der ganz großen Neuigkeiten… die Markteinführung des ersten echten E-Wohnmobils, Iridium!

Ich, Isa- the Technik-special Agent herself- war bei der Iridium Pressekonferenz und habe mir das Fahrzeug mal genauer angesehen.

 

Infos, News und Fakten – Das Iridium E-Wohnmobil

 

Iridium E-Wohnmobil Weltpremiere

Wenn man es nicht wüsste, von außen sieht der cleane Flitzer aus wie jedes andere Wohnmobil

 

Wer steckt hinter dem ersten E-Wohnmobil?

Hinter dem Iridium steckt eine Zusammenarbeit zweier Unternehmen. Zum einen der Wohnmobilhändler WOF mit Sitz in Weilheim unter Teck und zum anderen das Unternehmen EFA’S als starker „Technik Partner“ mit Sitz in Stuttgart.

Gerade von Unternehmen EFAS habt ihr in der Vergangenheit vielleicht schon gelesen, denn sie sind dafür zuständig, dass es bereits E-Omnibusse gibt, bzw. z.B. einige Hermes Paketboten mit E-Fahrzeugen eure Päkchen liefern.

Dank der Zusammenarbeit eines Wohnmobilhändlers wie WOF und einem starken Technikpartner wie EFA’S sind die Grundlagen für ein gelungenes erstes E-Wohnmobil meiner Meinung nach gar nicht soooo schlecht!

 

E-Wohnmobil Iridium

Das Herzstück, der Boardcomputer im Iridium

 

Iridium – Das erste E-Wohnmobil

Grundsätzlich handelt es sich bei dem Iridium um ein „ganz normales“, weißes, teilintegriertes Wohnmobil. Wäre das Fahrzeug hier auf der Messe nicht besonders gekennzeichnet, würde man es von außen nicht als E-Wohnmobil erkennen.

Dabei wird es das E-Wohnmobil zukünftig in zwei verschiedenen Baureihen geben. Zum einen in einer „Luxus“ Variante bei der, der Innenausbau von Maurer stammt und individuell gestaltet wird und zum anderen in einer Baureihe die 1 zu 1 dem BELA Basis Modell P69 entspricht.

Iridium Fakten: 

Länge: 6,95m

Breite: 2,32m

Höhe: 2,95m

Doch bereits beim Gewicht wird der Unterschied zu einem normalen Reisemobil wie dem Bela P69 deutlich, denn das Gesamtgewicht des Iridiums liegt bei Baureihe 1 bzw. 2 bei 4200kg/ 4000kg. Somit fällt der Gedanke an ein 3,5t E-Womo schonmal flach.

 

Thema Technik

Das erste echte E-Wohnmobil wurde mit einer 106 kWh starken Battterie versorgt, was bedeutet… nach offiziellen Angaben schafft das Reisemobil eine Distanz von 300 km.

Dabei war die große Frage natürlich, wie viel Zeit benötigt die Batterie für einen kompletten Ladezyklus. Dieses ist stark davon abhängig mit wieviel Power eine passende „Steckdose“ ausgestattet ist. Positiv ist sicherlich, dass das Iridium Wohnmobil mit beiden läufigen Steckerformen aufgeladen werden kann. Also sowohl mit einem Typ 2 Stecker, als auch mit den neueren CCS Schnelllade Steckern.

Nichts desto trotz blieb die Frage nach dem Dauer eines Ladezyklus und da wären wir bei:

  • ca. 30 Stunden, wenn man das Fahrzeug an einen normalen, 3,6 kW Haushaltsstecker anschließt
  • bei ca. 5-6 Stunden an öffentlichen Ladestationen mit 11 bzw. 22 kW
  • und bei ca. 2,5 Stunden an einer öffenlichen Schnelladestation mit 50 kW

Aktuell verfügt das E-Wohnmobil noch nicht über eine typische Bremsenergie-Rückgewinnnung. Aktuell ist es wohl noch so, dass die Energie durch das Bremsen wirklich erst dann gewonnen wird, wenn man auch richtig auf die Bremse tritt, eine Rückgewinnung im z.B. zähfließenden Verkehr ist somit nicht möglich.

 

Iridium

Irgendwie siehts komisch aus, so ohne Schaltung 🙂

 

Mein persönlicher Eindruck vom ersten E-Wohnmobil

Haaach, wie soll ich es am besten schreiben? Also… wir müssen nicht darüber streiten, dass es auf jeden Fall sehr positiv ist, dass es mittlerweile eine Unternehmenskooperation gibt, die sich über den Breich der E-Wohnmobile gedanken macht.  Ich meine egal wie schwachsinnig das ganze Thema auch sein mag, aber das Diesel Fahrverbot wird uns alle zu reisenden Geiseln machen, aus diesem Grund MUSS sich zu der ganzen Thematik etwas tun.

Aus diesem Grund… HUT AB FÜR DIESEN ERSTEN ECHTEN VERSUCH!!!

Nichts desto trotz harpert es (meiner Meinung nach) bei dem Iridium aktuell noch an allen Ecken und Enden. Gerade wenn ich an die übliche Camper Praxis denke, sehe ich momentan noch riesen Probleme im Iridium Konzept.

Fangen wir mal direkt mit der Reichweite an. Ja, 300 Kilometer sind erstmal sicherlich nicht so schlecht, aber 300 km bedeuten eben auch… ich käme nichtmal von Dortmund in einem Rutsch an die Nordseeküste. Zudem müssen wir natürlich auch sagen, diese 300 km von denen alle sprechen sind unter optimalen Bedingungen entstanden. Soweit ich weiß gilt z.B. für diese Reichweitenmessung eine Durchschnittgeschwindigkeit von 65 km/h. Fahrt mal mit dem Womo 100 km/h bei Gegenwind…. dann geht die Batterie aber ganz zügig zuneige. Somit stelle ich die angegebene Reichweite mal in DICKE Fragezeichen!

Das zweite groooooße Problem sehe ich bei dem Thema „aufladen“. Auch wenn die Iridium Vernatwortlichen auf der Pressekonferenz anderer Meinung waren, so gehen meine Erfahrungen ganz klar dahin, dass Reisemobilisten auch gerne mal eine etwas längere Strecke fahren möchten, es sind eben nicht immer nur die Kurzurlaube im Bereich von 150 km.

Das hieße also, um die Batterien wieder voll aufzuladen, müsste man im aller günstigsten schnellade Fall bei sagen wir mal 200-250 km eine gut 2,5 Stündige Pause einlegen.

Nehmen wir nur mal die Strecke Dortmund – Calais (Frankreich) von 455 km. Diese Strecke ist mit einem normalen Reisemobil wirklich gut in einem Schwung (meinetwegen auch mit einer ordentlichen Pause) zu schaffen. Mit einem Iridium E-Wohnmobil würde dies aber wahrscheinlich ohne Laborbedingungen bedeutet, im besten Fall, samt Schnelladefunktion benötigt man midensten 1,5 Batterie Aufladungen, wenn man mit vollen Batterien von zuhause aus startete. Was dann eben auch bedeuten würde… man müsste knapp 4 Stunden Pause einplanen. Bei einer Strecke von 455 kilometern ist das schon echt viel denke ich.

Nehmen wir mal den anderen Fall, man fährt mit dem E-Wohnmobil ca. 200 km und verbringt dann eine Nacht auf einem Stellplatz/ Campingplatz zum laden und am nächsten Tag geht es dann weiter. Soweit so gut… ja das kann grundsätzlich sicherlich funktioneren. Nichts desto trotz sehe ich auch hier größere Probleme.

Die Probleme beginnen schonmal damit, dass ganz viele Stromleitungen auf Stell- und Campingplätzen gedrosselt sind. Wenn ein Ladezyklus mit einer ganz normalen Leitung schon 30 Stunden dauert…. na dann mal viel Spaß wenn die Camping Leitung auch noch gedrosselt ist.

Zweites Problem… gerade in der Hauptsaison gibt es vielen Stellplätzen eh schon den „Kampf“ um einen freien Stromstecker. Wenn ihr jetzt also mit einem E-Wohnmobil unterwegs wärt, würdet ihr ja im Grunde sogar zwei Stromanschlüsse benötigen, einen für „das normale Leben im Womo“ und einen zweiten Anschluss, um die Batterie wieder aufzuladen. Gerade dieser Punkt ist doch aktuell auf kaum einem Stell- oder Campingplatz möglich, oder wie viele Plätze kennt ihr mit zwei Stromanschlüssen pro Wohnmobil?

Oben auf kommt dann noch das Thema, dass es in vielen Ländern Europas ganz viele Stellplätze gibt, die gar keinen Strom anbieten. Ich denke da z.B. gerade an Frankreich. Viele französische Stellplätze bieten zwar 1-2 Notfallsteckdosen, an denen man dann 3-4 Euro PRO STUNDE Strom bezahlt, aber eben keine typischen Landstrom Anschlüsse. (Wenn ihr mehr Infos zum Thema Camping für Anfänger in Frankreich erfahren möchtet, dann klickt auf den Link). Somit fallen also viele einfache Stellplätze für E-Wohnmobil Fahrer von vorneherein aus.

Nach der Pressekonferenz habe ich nochmal extra mit den Herstellern über dieses Problem gesprochen. Denn auch wenn es immer wieder hieß, man möchte eine künftige „Camping Ladestrucktur“ aufbauen, so gab es keine weiteren Infos dazu. Also habe ich nochmal genau nachgefragt und aktuell ist es so, dass es noch KEINERLEI feste Kooperationen mit irgendwelchen Stell oder Campingplätzen gibt. Man möchte dies ganz gerne in Zukunft in Angriff nehmen, aber noch steht man bei diesem Thema auf NULL!

Sooooo und wenn ich mir dann all diese Themen und Probleme so durch den Kopf gehen lasse, dann ist ein Preis von 169.000 Euro in der Baureihe 2 schon ganz schön happig. Ich meine, der ganz normale BELA P69 kostet aktuell 43.990 Euro. Das sind dann mal eben mehr als 120.000 Euro, nur für die E-Mobilität, die dann aber in der Praxis leider noch nichtt wirklich ausgereift ist.

 

IRIDIUM das erste E-Wohnmobil im Fakten Check

Das aktuelle Ausstellungsstück ist noch nicht komplett ausgebaut, aber ihr könnt euch ja den BELLA P69 ansehen

 

Fazit zum Iridium E-Wohnmobil

Iridium- das erste E-Wohnmobil

Dein Pin zum E-Wohnmobil Artikel

Ich finde es schon wirklich respektable, dass es mittttlerweile einen Hersteller gibt, der sich traut diesen Markt zu eröffnen. Gerade wenn ich an die Pressekonferenz des CIVD denke und die Aussage des Präsidenten Hernn Pfaff, dass nur 5 % aller Reisemobilisten vom Diesel Thema betroffen sein und die großen Hersteller ja nunmal auch nichts richtiges auf die Beine stellen, als irgendwelche Studienfahrzeuge, finde ich den Schritt seitens Iridium mutig!

Das ist auch der Grund, warum ich dieses Thema aktuell nicht einfach abharken möchte, oder wie es in vielen sozialen Medien heißt… E-Wohnmobil, das ist doch lächerlich! Nein, ich finde das Thema ist weder lächerlich, noch sollte man es komplett verteufeln.

Ich finde aber leider auch, dass Iridium mit dem ersten E-Wohnmobil zwar etwas richtungsweisendes auf den Markt gebracht hat, nur aktuell ist so ein Womo eben noch vollkommen unpraktikable. Da kann der Hersteller noch hundertmal betonen, man reist viel weniger lang mit einem Reisemobil als man so glaubt…. meistens sind es dann aber eben doch mehr als die labortechnischen maaaaaaaaximalen 300 km.

Und ob sich ein Preis von knapp 170.000 Euro auf Dauer tatsächlich halbwegs rentiert, weil die Batterie Lebenszeit weit mehr als 8 Jahre   betrifft, das wage ich aktuell auch etwas zu bezweifeln. So leid es mir tut, aber BELA Reisemobile gelten aktuell ja auch nicht unbedingt als die „Kröhnung der massiven Qualität“ und wenn wir es mal ganz, ganz einfach sehen, dann ist die Iridium Baureihe 2 nunmal nichts anderes als das einfache BELA Reisemobil samt E-Technik.

Nichts desto trotz ist die Markteinführung für Iridium geschafft und die ersten E-Wohnmobile sollen im Juni/Juli 2019 ausgeliefert werden. Jetzt im ersten Jahr rechnet der Hersteller mit ca. 20 verkauften Modellen.

Zusammengefasst denke ich…

Das erste Iridium E-Wohnmobil ist eine mutige Idee und ein erster Schritt in die richtige Richtung, nur leider aktuell in dieser Variante ziemlich unpraktikable und damit dann auch viel zu teuer. 

Aber was denkt ihr über das erste E-Wohnmobil? Wie steht ihr zu dem ganzen Thema?

Ich freue mich über vieeeeeele Kommentare 🙂

 

Bis dahin sag ich… bleibt gesund!

 

Eure

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Mittlerweile bin ich schon seit fast 6 Jahren immer wieder alleine mit dem Wohnmobil in Europa unterwegs und auch wenn sich vor allem in den letzten 2-3 Jahren viel verändert hat, ist und bleibt es die Reiseform, die ich liebe.

Wenn man so viel mit dem Thema Wohnmobil Touren zu tun hat wie ich, kommt es natürlich auch immer mal wieder vor das meine Reisen zum Gesprächsthema werden. Doch egal wie es dazu kommt, dass ich während eines Gespräches erzähle, das ich alleine mit dem Wohnmobil verreise, es dauert nicht lange, da kommen nach dem ersten großen „WOOOW, das wollte ich auch schon immer mal machen“, die immer selben Themen auf den Tisch.

Als erstes kommt immer irgendeine Frage zum Thema Sicherheit und danch geht es direkt über zum Punkt… „aber sag doch mal ehrlich, ist so eine Reise alleine nicht extrem langweilig???“

Wenn ich dann auch noch bedingt durch irgendeinen blöden Zufall erzähle, dass ich selbst im Winter alleine vereise, na dann ist meist alles zu spät und aus diesem ersten WOOOOOW, wird schnell die hunderprozentige Unverständnis. Camping im Winter… bei schmuddel Wetter und miesen Temperaturen? PFUI! PFUI! UND DOPPEL PFUI!!!

Selbst eingefleischte „Sommercamper“ lassen das Wohnmobil oder den Wohnwagen im Winter stehen und ganz, ganz häufig lese ich dann, wenn ich frage warum sie denn eigentlich nicht auch den Winter zum reisen nutzen, die selben Kommentare. „Och neee, was soll ich denn da im Winter machen“ oder auch „Ja, eigentlich würde ich ganz gerne auch mal im Winter losfahren, aber das ist alles so kompliziert“.  

Darum ist heute der Tag gekommen, an dem ich mal mit diesem „Winter -Vanlife- Aberglaube“ aufräumen muss! Denn zum einen muss es ja nicht direkt die Zugspitze sein und zum anderen… wer diese Zeit als Camper nicht nutzt, verpasst sooooooo viel!

Darum dreht sich heute alles um das Thema

„Isa’s Wintertag im Wohnmobil – Tipps, Tricks und persönliche Eindrücke“ 

 

Schneeberge, lange Spaziergänge durch Eis und Schnee im Sonnenschein und dazu das ein oder andere warme Getränk, wenn ich mir die typische Winter Reisewerbung so anschaue, scheint dies der einzige und perfekte Wintertag zu sein. Aber wenn wir mal ehrlich sind, meist ist von den pudrigen Eismassen bei uns in Deutschland wenig zu sehen, denn deutlich häufiger kommen die wunderschönen Schneemassen bei uns doch eher in natürlicher Form vom Himmel… es regnet in strömen!

Wir haben heute den 11. Dezember, seit 3 Tagen regnet es immer wieder heftig und da draußen vor der Womo Tür herrscht vieles, aber ganz sicher keine angenehmen Temperaturen. Wenn wir mal davon ausgehen, dass es überhaupt so etwas wie „äußere Umstände“ gibt, die ganz besonder Camper unfreundlich sind, dann sind es sicherlich genau diese Witterungsbedingungen.

Ich glaube man muss schon seeeehr naturverbunden sein, um mehr als eine Nacht im strömenden Regen auf einer matschigen Wiese im Niergendwo zu verbringen und dieses dann trotzdem zu lieben. Wer allerdings solche „natürlichen“ Campingziele auch im Winter sucht und sich trotzdem wohl fühlt… HUT AB!

Da ich ja hier frei und ehrlich von der Leber weg tippen kann, kann ich euch auch sagen, ich benötige im Winter doch ein bisschen mehr als eine Wiese in unberürter Natur. Was bedeuten soll, für mich ist die Standortwahl gerade beim Wintercamping eine ganz wichtige Frage.

 

Ziele zum Wintercamping in Deutschland

Für mich stehen und fallen die perfekten Wintertage im Wohnmobil mit der Auswahl des Zielortes. Ich hab es am liebsten wenn vor Ort ein bisschen was „los ist“, aber das muss natürlich jeder von euch ganz nach belieben auswählen

 

Mein perfekter Wintertag im Wohnmobil beginnt mit der richtigen Platzwahl

Zu keiner anderen Jahreszeit ist mir ein Stellplatz samt Strom so wichtig wie momentan, denn die Zeit die ich im Wohnmobil verbringe ist vergleichsweise hoch und da ist es für mich wichtig, dass ich alle möglichen elektronischen Geräte nutzen und laden kann, wie ich mag. Zudem möchte ich auch nicht darauf achten müssen, wann ich welche Lampe wie lange einschalte und natürlich lasse ich auch das ein oder andere Licht brennen, wenn Milla mal allein im Wohnmbil bleiben muss.

Davon abgesehen habe ich es gerade im Winter sehr gerne, wenn ich mich irgendwo aufhalten kann, wo ich etwas in zu Fuß erreichbarer Nähe erlebe. Also suche ich mir bevorzugt Stellplätze aus die in der Nähe von Städten, besonderen Gebäuden, Thermen, Schwimmbädern oder gerade jetzt im Dezember, natürlich dem ein oder anderen Weihnachtsmarkt liegen. So kann ich frei wählen, ob ich die Zeit in meinem gemütlichen Wohnmobil verbingen möchte, oder draußen etwas unternehme.

 

Noch sind die Stellplätz nicht immer voll belegt!

Der nächste Punkt, warum ein Wintertag im Wohnmobil für mich so schön ist, geht definitiv in Richtung Campingboom. Der Kampf um einen Stellplatz ist im Winter deutlich, deutlich entspannter. Klar, auch zu dieser Jahreszeit gibt es Stellplätze die mehr als gut besucht werden (so ist der Stellplatz in Köln oder Bremen auch an einem regnerischen Dezember Wochenende schnell ausgebucht) insgesamt sind aber doch NOCH weniger Camper, als in den Sommermonaten unterwegs und innerhalb der Woche ist die Stellplatzsuche eigentlich überall sehr entspannt.

Also… Winter Wohnmobil Tage ohne Langweile beginnen für mich definitiv mit der passenden Stellplatzwahl samt Strom und  einem Ort, an dem ich etwas unternehmen kann!

 

 

Wintertage im Wohnmobil, Gemütlichkeit ist alles!

Gemütlichkeit ist alles beim Wintercamping… so zumindest mein Denken! Achtet unbedingt auf ausreichend Gas und genügend Power durch die Batterien, damit ein Teelicht nicht alles ist!

 

Nächster Punkt für einen schönen Wintertag im Wohnmobil – Das Thema GEMÜTLICHKEIT!!!!

Im Sommer spielt sich das Campingleben zu 99 % draußen ab, im Winter verbringe ich dagegen viele Stunden im Fahrzeug. Da ist es mir wichtig, dass ich mich so wohl wie nur eben möglich fühle. Darum habe ich natürlich auch im Wohnmobil Teelichter, ich nehme meine warme Kuscheldecke von zuhause mit, ich kaufe mir leckere Teesorten, Weihnachtsplätzchen,  Schoki oder  verschlinge direkt die komplette Tüte Weingummie. Gerade jetzt zu dieser Jahreszeit liebe ich Suppen und da mir das ganze geschnibbel im Womo manchmal zu aufwändig ist (kommt natürlich auf die Suppe an) koche ich gerade jetzt gerne bereits zuhause vor und nehme die eingeweckte Suppe mit on Tour. Auch das ist für mich eine Form von Gemütlichkeit.

Gut, jetzt ist das Thema gemütlichkeit im SUN TI aktuell ein bisschen „anders“, als bei meiner Omi. Durch die „Platinum Edition“ des SUN TI’s hat das Wohnmobil viele indirekte Lichtquellen, die im Womo Alltag ganz automatisch Gemütlichkeit erzeugen, ähnliches gilt für den Doppelboden bzw. den gesamten Aufbau der die Wärme super isoliert..

Nichts desto trotz war ich ja auch schon mit der Omi in den letzten Jahren immer wieder im Winter unterwegs und dann ist es auch so, dass ich diese „Wintertouren“ mit der Omi vorbereite. Die Omi bekomt z.B. grundsätzlich im Winter einen Teppich, natüüüüürlich eine Lichterkette 🙂 und ich veränder auch die Vorhänge bzw. nutze Thermovorhänge, so dass sich die Wärme länger hält und das gesamte Wohnmobil einfach gemütlicher wirkt.

Bei diesem Punkt muss und soll sicherlich jeder für sich entscheiden, was er benötigt um sich wohl zu fühlen. Mir ist nur wichtig, dass ihr diesen Punkt nicht vergesst. Es macht eben doch einen erheblichen Unterschied, ob man sich an langen Wintertagen so richtig wohl fühlt im Womo oder Wowa, oder ob das alles mehr oder weniger ein „Behelf“ ist.

Ich meine, die Wohnung schmückt doch auch jeder, warum soll es dann im Wohnmobil anders sein? Klar, den 2,50m hohen Tannebaum lasse ich auch lieber zuhause stehen, aber ansonsten ist dieses „Gemütlichkeitsding“ meiner Meinung nach vieeeeel wichtiger, als die meisten Camper und vor allem Nicht-Camper glauben. Im Grunde ist das Womo doch genau so „Wohnraum“, wie die vier Wände aus Stein. Darum kann ich euch nur immer wieder sagen… macht es euch RICHTIG gemütlich im Womo!!!

 

Wintertage im Wohnmobil mit Hund

Natürlich dreht sich meine Tagesplanung auch immer ein bisschen um die kleine Hundoma

 

Vanlife im Winter – MEIN Campingalltag zwischen November und März

Ich habe mir also ein für mich ansprechendes Reiseziel ausgesucht, außerdem stehe ich auf einem Stellplatz mit Strom und habe vorab das Wohnemobil so gestaltet, dass ich mich immer wieder FREUE, wenn ich wieder zurück zum Womo kehre.

Wenn all diese Dinge stimmen, dann ist der Rest eigentlich nur noch „makulatur“.

Mein Wintertag im Wohnmobil beginnt meist zwischen 7.30 – 8.00 Uhr. Nachdem der Wecker geklingekt hat, geht der erste Griff zum Wasserkessel und währendessen das Wasser beginnt zu kochen, mache ich mich halbwegs startklar für den Tag.

Sobald der Wasserkessel flötet, kann ich endlich wach werden und almählich am Geschehen teilnehmen, denn dann ist Kaffee Zeit! Samt Kaffee und W-lan gehen die nächsten 1-2 Stunden für den Laptop „drauf“. E-Mails, Nachrichten, Social Media, bis ich da „durch bin“, wechselt mein Hundemädchen erstmals ihren Platz und schwingt sich tapsig vom Körbchen auf ihre Decke unter dem Tisch…. um dort noch weiter zu schlummern! Was für mich natürlich bedeutet, bitte nicht bewegen und schon gar nicht die Füße!

Nach dieser morgendlichen Routine, hängt mein weiterer Tagesablauf auch von Terminen, dem Schreiben oder einem Standortwechsel ab. Gehen wir aber mal davon aus, dass ich keine Termine habe und am gewählten Standort stehen bleibe, plane ich mittlerweile immer erst vormittags meinen Tag. Ich habe es mir total abgewöhnt meine Touren großartig durchzuplanen, es kam eh immer anders! Also überlege ich mir Vormittags worauf ich an diesem Tag Lust habe und was morgen ist… naja das plane ich (so weit möglich) dann eben morgen!

Am späten Vormittag ist aber erstmal „Milla-Zeit“!

Früher haben sich die Tage deutlich „mehr“ um Milla gedreht, oder nein, eigentlich stimmt das nicht, unser Alltag hat sich eben nur verändert. Früher war Milla eben überall dabei, was auch bedeutet hat, ich habe nur „Hunde freundliche“ Aktivitäten unternommen. Jetzt gehen wir eben erst am späten Vormittag unser „groooooßes“ 20 Minuten Ründchen mit Pause und der gesamte Alltag verläuft deutlich ruhiger, aber gut… solange die Hundeoma zufrieden ist, ist ja alles gut!

Meist bleibe ich nach diesem Spaziergang noch eine kleine Weile bei Milla am Womo. Wenn es kalt aber sonnig ist, sitzen wir gemeinsam draußen vor dem Womo, Milla kann noch ein bisschen Sheriff  spielen und ich noch ein-zwei Stündchen arbeiten, bevor die Königen aller Stell und Campingplätze ein Nickerchen im Womo einlegt und ich dann gegen Mittag los maschiere.

Ist das Wetter kalt und usselig, gehen wir direkt ins Womo, spielen ein Ründchen oder, oder, oder, bevor ich mich dann auf den Weg mache.

Ob es nun ein Stadtbummel ist, Sightseeing am Turi-Must-See-Gedöns der Region, Zoo, Aquarium, Therme, Weihnachtsmarkt oder ob ihr es glaubt oder nicht, ich besuche sogar Museen (und dabei meine ich nicht nur das Schoki Museeum in Köln 🙂 ). Es gibt IMMER irgendetwas zu sehen oder zu erleben und dank Google, ist es auch ganz einfach herrasuszufinden, was die nähere Region zu bieten hat. Mir ist es wie gesat nur wichtig, dass es irgendwas zu sehen gibt, dass ich ein „Ziel“ habe, an dem ich die nächsten Stunden verbringen kann.

Meist nutze ich die Zeit und gehe auf dem Rückweg zum Wohnmobil noch drei Teile einkaufen, so dass auch das Abendessen „save“ ist.

Zurück am Wohnmobil beginnt dann für mich der gemütliche Teil des Tages. Noch ein kleines Ründchen mit Milla, Kerzchen, Tee, Kochen, Laptop, schreiben… dazu am besten noch das Plätschern des Regens auf dem Womo. Jetzt mal eherlich… besser geht es doch gar nicht.

 

Freizeitgestaltung für Alleinreisende im Wohnmobil

Ich genieße auch den ein oder anderen Tag komplett im Wohnmobil, gerade wenn ich viel schreiben muss. In der Regel schaue ich aber, dass ich mir zumindest für den Nachmittag irgendetwas vornehme. Egal ob Weihnachtsmarkt, Ausstellung, Museum oder 2-3 Stündchen Sauna. Danach ist es dann im Womo auch gleich doppelt gemütlich!

 

Dafür würde ich (fast) jede schlechte Sommernacht bei Affenhitzte eintauschen.

Noch ein Tipp für alle, die auf der Suche sind nach Filmen für lange Wintertage im Wohnmobil. Schaut euch mal die Seite www.onlinetvrecorder.com an. Dort findet ihr das gesamte TV Programm alle Sender zum Download. Es gibt eine kostenlose Version, ich nutze allerdings schon seit Jahren die kostenpflichtige “ komplett Version“. Da kostet dann ein Film zwischen 5-10 Cent. Die Seite ist komplett legal und es gibt doch immer mal wieder z.B. einen verpassten Tatort o.ä. den man sich noch anschauen wollte. Wenn ihr die Filme zuhause dowloaded, habt ihr sie „für immer und ewig“, ohne weitere Datenvolumen zu verbrauen, auf dem Laptop.

 

Ein Wohnmobil für den Winter im Test

Aktuell haben Milla und ich ja das Glück den Knaus SUN TI testen zu dürfen und gerade an langen Wintertagen im Wohnmobil macht sich der „heiße Flitzer“ schon gut!

 

Ein Winter Wohnmbiltag… das solltet ihr beachten

Natürlich gibt es beim Wintercamping auch drei, vier Punkte, die ihr unbedingt beachten solltet und die sich vom Sommercamping etwas unterschieden.. Aber hey… bevor ihr schon jetzt die Augen verdreht und das Thema abharkt… NEIN, ES IST ECHT NICHT KOMPLIZIERT!!!!

  1. GAS!!! Ihr verbraucht im Winter echt viel Gas. Bei heftigen Minustemperaturen verbrauche ich in der Omi eine 11kg Gasflasche auch mal innerhalb von 3 Tagen. Das A und O ist also, dass ihr IMMER ausreichend Gas an Board habt. Ehrlich, es gibt im Winter nichts beschi…seneres als kein Gas mehr an zu haben und 3 Tage sind schneller rum, als man glauben mag. Darum..tauscht frühzeutig eure Gasflaschen. Zur Not ist auch ein kleiner Heizlüfter sinnvoll, den könnt ihr eigentlich immer mal im Womo/ Wowa haben. Ausreichend Gas und ein kleiner Heizlüfter für alle Fälle, sind meiner Meinung nach die wichtigsten Dinge beim Wintercamping.
  2. Denkt an euer Grauwasser, wenn es friert. Leider gibt es an vielen Grauwassertanks im Winter ein Problem. Wenn ihr nicht gerade mit einem super duper winterfesten Wohnmobil, samt beheizter Tanks und Doppelboden unterwegs seid, so wie ich aktuell dank des SUN TI’s, bekommt ihr an diesem Punkt schnell Probleme! Denn ein unbeheizter Abwassertank friert schnell ein. Dies hat zur Folge, dass die Abwasserleitungen zufrieren und „die Suppe“ nicht mehr ablaufen kann. Gaaaaaaanz doof, weil ihr die Leitungen bei Dauerfrost kaum oder nur sehr schwer wieder auf bekommt. Darum stellt ihr an frostigen Wintercamping Tagen am besten einen großen Eimer unter den Abfluss und lasst den Tank direkt offen. So kann das Grauwasser sofort in den Eimer ablaufen und kann gar nicht erst in den Leitungen gefrieren.
  3. Thema heizen. Denk daran die Heizung bei sehr kalten Temperaturen am besten immer auf kleiner Stufe laufen zu lassen, auch dann, wenn ihr mal ein paar Stunden nicht im Womo seid. Ansonsten kann es euch passieren, dass irgendwann der Frostschutzwächter „einspringt“ und ein ordentlicher Teil eures Frischwassers verloren geht. Davon abgesehen ist das Heizen aber auch gut gegen die feuchte Winterluft, damit das Womo erst gar nicht richtig auskühlen kann.
  4. Letzer Punkt… LÜFTEN! Lüften ist an einem Wintertag im Wohnmobil fast so wichtig wie heizen. Am besten reißt ihr alle paar Stunden für ca. 10 Minuten alle Fenster, Dachluken und Türen auf. Ja… nicht sehr gemütlich, aber nur so könnt ihr die triefend nassen Fensterscheiben halbwegs vermeiden.

 

Wenn ihr diese 4 Punkte beachtet, kommt ihr schon gut durch die ganz normalen Wintertage im Wohnmobil. Sollte es dazu tatsächlich mal richtig schneien, lohnt es sich sehr, einen großen Besen im Camper zu haben, um den Schnee vom Womo bzw. Wowa zu fegen. Solche Themen wie Winterreifen, Eiskratzer, Kühlwasser (samt ausreichend Frostschutz) wegen der Motorheizung,  oder gar Schneeketten wenn ihr in die Berge fahrt, sind wohl klar… darum lasse ich die Themen jetzt mal außen vor.

TOP TIPP!!!

Irgendwo hatte ich es bereits in einem anderen Artikel erwähnt, aber da das Thema aktuell wieder vermehrt gefragt wurde, hier nochmal ein Tipp zum Gasflaschen Kauf! Habt ihr vielleicht auch schon bemerkt, dass ihr mit einer vollen 11 kg Gasflasche nur erstaunlich kurz „ausgekommen“ seit, dabei hat sich euer Heizverhalten und alles andere nicht verändert? Dann seid ihr vielleicht Opfer von der beliebten Gasflaschen „Schummelei“ geworden.  Leider kommt es immer wieder vor, dass Hersteller die Gasflaschen nicht komplett füllen und so einen extra Gewinn erzielen. Ich selbst habe schon „frische“ 11kg Gasflaschen in die Hand greicht bekommen, die nur mit ca. 70% Gas befüllt wurden.

Darum lohnt es sich IMMER, dass ihr die Gasflaschen vor dem Kauf mal eben wiegt. Perfekt eigenen sich dazu Kofferwaagen, die sind klein und handlich… im Baumarkt könnt ihr aber auch die nächste Waage aus der Badezimmerabteilung nutzen. 😉

Ihr findet auf jeder normalen grauen 11 kg Gasflasche alle Angaben die ihr dazu benötigt. Meist im Griff eingestanzt steht das „Gas Gewicht“ und dazu findet ihr auf der Flasche aufgedrucktt, das genaue Tara Gewicht der Flasche. Kleine Unterschiede von wenigen Gramm sind sicherlich ok, aber mit der Füllung wird so viel „Schindluder“ getrieben, dass solltet ihr im Auge behalten.

 

Alleine reisen mit dem Wohnmobil, Abendgestaltung

Wenn euch das Alleinreisen im Winter noch neu ist, plant eure Abendgestaltung. Ob ihr nun tolle Filme mitnehmt, ein gutes Buch, euer Strick-Zeug oder z.B ins Theater geht… ich schwöre es euch, man kann die Zeit alleine auch richtig genießen. Ich verbinde viele Abende natürlich vor dem Laptop, was aber allein schon durch das gute Lichtkonzept im SUN TI für mich extrem gemütlich ist.

 

Ein Wintertag im SUN TI … die großen und kleinen Unterschiede

Aktuell habe ich ja das große Glück mit dem SUN TI von Knaus unterwegs sein zu dürfen und ja, es gibt schon deutliche Unterschiede zur Omi oder auch neueren Test-Wohnmobilen im „Winter-Womo-Vanlife-Alltag“.

Ich habe es ja bereits im letzten Artikel kurz angesprochen, ein ganz großer Unterschied im kompletten vanlife Alltag ist für mich, dass dieses Wohnmobil durch und durch „warm“ ist. Es gibt am Bett keine zugigen, kalten oder gar feuchten Ecken, der Wohnmobil Boden ist morgends beim Barfußlaufen angenehm warm und selbst durch das Fahrerhaus kommt so gut wie keine eisige Luft. Diese „Grundwärme“ macht den Wintertag im Wohnmobil für mich in jeder Sekunde und vom ersten „Augen öfnnen an“ angenehmer.

Dazu kommen die vielen großen Fenster im SUN TI, die auch einen trüben Wintertag viel freundlicher machen. Das klingt jetzt so nebensächlich, ist es aber echt nicht und der Einfluss der vielen Fenster fällt mir jeden Tag wieder  positiv auf.

Ich drehe hier im SUN TI  jeden Morgen und jeden Abend meine „Fenster Runde“ und schließe bzw. öffne insgesamt 12 Fenster. Ich meine 12 Fenster… das sind schon wirklich viele für ein Womo von ca. 7,50 Länge. Alleine das riesige „Panoramafenster“ ist für mich der Knaller, zumal es selbst da oben um die Dach- und Panoramafenster herum nicht mal kalt ist! Wie das geht und warum das so ist, ist mir momentan auch noch ein Rätsel, aber es ist eben so! Ich kenne es normalerweise nur so, dass der Bereich um die Dachfenster herum und das Fenster selbst kalt oder gar feucht/kalt ist. Das ist im SUN TI aber nicht der Fall!

Das nächste „Winter-Wohnmobil Highlight“ im SUN TI ist für mich ganz, ganz klar das Lichtdesign. Ja, die großen indirekten Lichtquellen über der Dinette bzw. oberhalb des Bettes kommen zwar durch die extra „Platinum Selection“, aber das ist mir im Grunde relativ egal, bzw. würde ich persönlich, alleine wegen dieses Lichtkonzepts, die 3000 Euro für die special Edition iiiiiiiirgendwie  auch noch auftreiben, wenn ich mir so ein Womo insgesamt leisten könnte. Wenn ihr noch weitere Infos zur „KNAUS- SUN TI -PLATINUM SELECTION“ erfahren möchtet, klickt einfach auf den Link.

Fragt mich nicht in wieeeeee vielen Wohnmobilen ich schon saß, egal ob auf Messen, bei Freunden, bei Kunden oder damals auf der Suche nach der Omi, fast immer habe ich ein riesen Problem mit den fest eingebauten Lichtquellen im Wohnmobil. Entweder es ist insgesamt viel zu hell, die verschiedenen Strahler sind mir zu intensiv, das gesamte Licht ist gerade abends so „intensiv“, dass sich auf dem Laptop alles spiegelt, oder was für mich auch oftmals „schwirig“ ist, die Kopplung der verschiedenen Lichtquellen und Lichtschalter. Warum kann ich die Spots nicht grundsätzlich einzeln ein- bzw. ausschalten, sondern fast immer nur in Reihe bedienen nach dem Motto, entweder alle Lichter eines Bereiches an oder gar kein Licht ?!?!  Das macht für mich so gar keinen Sinn.

Naja wie auch immer, das Lichtkonzept im SUN TI ist für mich sehr, sehr gut gelöst. So funktionieren auch lange Abende und Nächte vor dem Laptop ohne Kopfschmerzen, weil die indirekten Lichquellen ein super schönes, warmes und gemütliches Licht erzeugen.

Einen weiteren Vorteil des SUN TI an kühlen Wintertagen sehe ich in der Verteilung der Heizungsdüsen bzw. in der Verteilung der gesamten „Heizungsluft“. Allein die Heizungsdüse, die direkt an/in die Dusche zeigt, ist für mich sehr clever gemacht und ein riesen Vorteil. Zum einen entfällt dadurch dieser gaaaanz üble Moment für alle Frostbeulen wie mich, an dem man irgnedwann die Duschtüre nach dem Duschen öffnen muss und einem gefühlt „eisige Luft“ entgegen strömt. Dank dieser Heizdüse direkt neben der Dusche, steht man sozusagen sofort in der warmen Heizungsluft (natürlich muss dazu die Heizung laufen und die Düse geöffnet sein). HERRLICH!!!

Jetzt im Praxistest spüre ich auch den Vorteil, den ich während der Werksbesichtigung bereits gesehen und angesprochen hatte. Sämtliche Möbel werden bei Knaus nicht direkt an die Außenwand gesetzt, sondern überall bleiben noch wenige Millimeter zwischen Außenwand und Rückwand der Möbel bestehen. Dadurch entstehen kaum Kältebrücken, denn durch die wenigen Millimeter Abstand gelangt die warme Luft auch „hinter“ die Schränke und wärmt diese damit automatisch.

Der SUN TI hat noch viele andere kleine und große „Besonderheiten“ , die mir mittlerweile aufgefallen sind, aber dazu komme ich ein anderes Mal. In Bezug auf das Thema „Wintertage im Wohnmobil“ aber noch ein letzter positiver Punkt und zwar ist dies der gesamte „Eingangsbereich“ des Wohnmobils.

Die Aufbautür mit all ihren Knöpfen und Fächern ist schon der Wahnsinn, dazu kommt noch der großer Spiegel auf der rechten Seite des Eingangsbereiches, sowie eine Gardrobe neben der Tür. Ein besondeses „PLUS“ ist für mich allerdings die breite „Trittstufen“ im Bereich der Aufbautür. Die Stufe ist so breit, dass ich ganz entspannt direkt auf der Treppe die Jacke und Schuhe ausziehen kann, so dass ich das Womo erst gar nicht mit den nassen Winterschuhen, Jacken usw. betreten muss. Sobald ich Jacke, Schuhe, Schal usw. ausgezogen habe, schlüpfe ich in meine Schlappen, die Jacke hänge ich dann entweder direkt an der Gardrobe neben der Tür auf, oder ich hänge sie zum trocknen an die installierte Kleiderstange in der Dusche (auch hierbei macht die extra Heizdüse neben der Dusche natürlich Sinn) und die Schuhe stelle ich danach in den beheizten Doppelboden, wo sie wunderbar trockenen könen, ohne zu stören.

Tja ich kann es nicht anders sagen, aber der SUN TI hat schon echt viele sehr gut durchdachte „Kleinigkeiten“, die den Alltag beim Wintercamping besonders einfach und angenehm machen.

Wintertaugliche Wohnmobile im Test

Wenn ihr euch das Wohnmobil oder den Wohnwagen so richtig schön gemütlich gestaltet, ist selbst Schneeregen herrlich!

Fazit – ein Wintertag im Wohnmobil

Ehrlich ihr Lieben, ihr macht einen Fehler wenn ihr denkt, Wintertage im Wohnmobil sind ja sowas von langweilig, düster und hässlich, da lasse ich das Wohnmobil lieber direkt stehen. Gut, sicherlich ist das alles auch immer ein bisschen „Typ frage“. Wer so gar nichts mit sich selber anzufangen weiß, wird wahrscheinlich an diesen langen Wintertagen im Wohnmobil nicht glücklich, wobei ich eigentlich denke… wer so gar nichts mit sich selbst anzufangen weiß, wird grundsätzlich beim reisen mit dem Wohnmobil nicht glücklich und schon erst recht nicht beim Alleinreisen.

Wenn DU aber der Typ Mensch bist, der die gemütlichen Wintertage zuhause genießen kann, dann solltest Du dies auch unbedingt auf das Wohnmobil oder den Wohnwagen übertragen.

Wintertage im Wohnmobil sind genau so wenig langweilig, wie Sommer Road Trips an der Atlantikküste und wenn ihr das ganz große Abenteuer sucht und ein halbwegs passenden Wohnmobil besitzt, ja dann fahrt doch im Winter mal nach Skandinavien o.ä. Ehrlich, ich kann die Frage nach dem „aber ist dir dann im Wohnmobil nicht furchtbar langweilig“ nicht so richtig verstehn. Zum einen bietet der Winter doch genau so seine wunderschönen Seiten wie der Sommer, mann muss sich nur darauf einlassen und zum anderen, wo ist denn der Unterschied zum Wintertag zuhause???

Ich glaube, wenn die meisten von euch jetzt mal ganz ehrlich zu sich selber sind, dann werdet ihr feststellen… der Unterschied zwischen Wintertagen zuhause und Wintertagen als Camper ist eigentlich nicht groß! Klar, wenn ich von meinem Zuhause spreche oder an meine Zeit zuhause denke, dann ist da natürlich auch ganz schnell der Gedanke an Freunde und Familie. Aber wenn wir jetzt mal eherlich sind, wie häufig trefft ihr diese Freunde oder eure Familie im Winter wirklich???

Kann es nicht viel eher so sein, dass ihr genau so wie ich, einen Alltag zuhause führt, der relativ „gleichbleibend“ und routiniert ist. Die einen werden arbeiten gehen, die anderen beginnen den Tag mit dem Gang zum Bäcker, dann gibt es den Hundespaziergang, Einkaufen, sämtliche Zeiten im Internet, kochen, bügel, waschen, putzen und ansonsten sitzt man eben auf der Couch und schaut TV oder, oder, oder… .

Aber „grundsätzlich“ ist es doch eigentlich gar nicht so, dass man zuhause einen Winteralttag führt, der im Wohnmobil nicht möglich wäre, weil man jetzt gerade im Winter auf bestimmte Personen oder Gegebenheiten vor Ort angewiesen ist.

Von daher behaupte ich mal ganz „leichtfertig“… euer Alltag zuhause ist genau so (wenig) „langweilig“, wie ein möglicher Alltag on the Road. Also nutzt doch die Zeit, nutzt die ruhigen Tage, nutzt die deutlich entspanntere Lage auf den meisten Stellplätzen und lasst es euch einfach gut gehen.

Winter im Wohnmobil und Wohnwagen

Wintertage im Wohnmobil Dein Pin zum Artikel

Mir selbst ist dieser Gedanke „hmmmm, das KÖNNTE aber langweilig werden, darum „tue“ ich es erst gar nicht“ vollkommen fremd. Ich kann weder den Gedanken, noch das jeweilige Verhalten so richtig verstehen.

Wenn mir mal jemand sagen würde, ohhhh du traust dich was, mir wäre es viel zu peinlich, wenn jemand sehen würde, dass ich so ganz alleine mit dem „großen“ Wohnmobil durch die Welt tucker… DAS KÖNNTE ICH TOTAL VERSTEHEN!!!  😉😆 Denn diese Blicke sind mir bis heute unangenehem und die ersten Touren hätte ich am liebsten mit Tarnumhang hinter mich gebracht, aber etwas nicht zu versuchen, weil es ja vielleicht langweilig sein könnte… sorry, das kapier ich nicht!

Was ich damit sagen möchte…

Ein Wintertag im Wohnmobil ist nicht langweilig!!!! Es kommt nur einfach auf DICH und DICH und DICH selbst an, was ihr aus euren „vanlife Wintertagen“ so macht. Sucht euch einen tollen Ort, fahrt los, genießt die Zeit und vielleicht genießt ihr auch einfach mal den Moment, in dem ihr in eurem warmen Fahrzeug sitzt, es euch gut geht und ihr absolute Ruhe um euch habt!

Ihr sagt die Weihnachtszeit ist so stressig? Klar, kann ich nachvollziehen, aber dann nutzt die kommenden winterlichen Monate und genißet die ruhige Campingzeit! Sie ist vieeeeel spannender und zudem „einfacher zu händeln“ als ihr vielleicht aktuell noch denktt!

Also… lasst es euch gut gehen und genießt… den Wintertag im Wohnmobil!

Bis dahin … bliebt gesund,

eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

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Mies & außerdem finde ich Isa doof!Steht bemüht & aber Isa finde ich trotzdem doof!Ganz nett & aber wer ist eigentlich Isa?Klasse Artikel, gut gemacht Isa!Super Isa, die nächste Tour kann kommen! (56 votes, average: 4,52 out of 5)
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Mit Werbung –  WUUUUSCH.… so schnell sind die ersten Winter Wohnmobil Tage im KNAUS vergangen. Da wurder es Zeit, euch ein bisschen mit „on the Road“ zu nehmen und euch zu erzählen, was ich in den vergangene Tagen so erlebt habe.

Doch bevor ich euch mit auf meine Winter Wohnmobil Tour nehme, starten wir mit einem kurzer Rückblick.

Vielleicht habt ihr es schon durch den letzten Artikel mitbekommen, aktuell darf ich wieder mkit einem neuen Wohnmobil „on tour“ gehen und zwar mit dem super, duper winterfesten SUN TI von Knaus. Erste Infos rund um das neue Test-Womo und meine „Reise“ nach Jandelsbrunn,  könnt ihr im ersten Teil der Knaus Serie verfolgen: Der Knaus SUN TI – ein neuer Wohnmobil Test

 

Mit dem Wohnmobil durch den Winter

Jetzt fehlt nur noch Schnee in Düsseldorf, dann wäre alles perfekt 🙂

 

Isa on Tour – zwischen Weihnachtsmarkt und Wintertag

 

Nachdem ich also das winterfeste Reisemobil in Jandelsbrunn abgeholt und noch eine Nacht in Passau verbracht habe, ging es für mich direkt weiter nach Kelheim.

Den Stellplatz in Kelheim (Stellplatz „Am Pflegerspitz“, Am Pflegerspitz 1, 93309 Kelheim) kannte ich schon durch meiner letzten Tour durch die Alpen bzw. Ostdeutschland. Darum wusste ich auch, dass dieser Stellplatz mit „allem drum und dran“ ausgestattet ist und ich dort auch im Winter Wasser bekommen werde, denn noch war der Frischwassertank des Wohnmobils leer. Einziges Problem, das Knaus Team hatte das Reisemobil nicht mit einem Wasserschlauch ausgestattet und ich… naja… ich habe den Wasserschlauch der Omi natürlich auch locker, flockig in Dortmund liegen gelassen. Aber ohne Wasser durch das Wochenende kommen, nee das ging ja gar nicht!

 

Hilfe von Campingnachbarn

Zum Glück gibt es ja noch ein paar Campingnachbarn 😉

 

Also hieß es … Türen klopfen!

 

Glücklicherweise standen in Kelheim noch drei andere Camper mit ihren Wohnmobilen und nutzen den Stellplatz, da sollte es doch möglich sein, sich von irgendwem einen Wasserschlauch auszuleihen. Allerdings hatten wir gerade erst frühen Nachmittag , nicht gerade die perfekte Uhrzeit um irgendwen am Wohnmobil anzutereffen, aber gut… Versuch macht klucccchhh und ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn! 😉

Also habe ich mich von Womo zu Womo geklopf aber leider öffnete niemand die Tür, dabei habe ich doch ganz genau gehört, wie da jemand hinter der Tür herumtrottet.  Naja…  im ersten Moment dachte ich noch hmmm, die wollen wohl nicht und bin schon wieder quer über den Stellplatz zurück zum Knausi gelaufen, da öffnete sich doch noch die Aufbautür und aus dem Reisemobil kam ein älterer Herr, der mich schon aus der Entfernung seeeehr kritisch anschaute.

Na super, wenn ich dem doch jetzt gleich erzähle, neues Wohnmobil, kein Wasserschlauch usw. der hält mich doch für total bescheuert und 100 prozentig kann ich mir erstmal anhören, dass man doch nicht so unvorbereitet los fahren kann. Je näher ich dem Herrn kam… je griesgrämiger sah er in meinen Augen aus, doch…. total falsch gedacht! 🙂

Hilfe durch Camping Nachbarn 

Nachdem mir der ältere Herr direkt zu verstehen gab, dass ich langsam sprechen soll, weil er nicht gut hören kann, lernte ich einen total netten und sehr, sehr hilfbereiten Herrn kennen. Nicht nur das er so nett war mir den Wasserschlauch zu leihen, er ging auch trotz des beginnenden Schneeregens und Kälte mit zur Ver- und Entsorgung und war mir mit einer Seelenruhe behilflich. Diese Seelenruhe war auch nötig,  denn die Leitungen in Kelheim waren zwar offen, aber die Anlage hat/ hatte einen Knacks und nahm die Euro Münzen nicht an.  So versuchten wir es eeeeewig lange mit meinen verschiedenen 1 Euro Münzen und dann lief mein Stellplatznachbar auch nochmal los und holte seine übrigen 1 Euro Münzen, bis der Automat eeendlich eine Münze akzeptierte und ich tatsächlich noch Wasser tanken konnte. Bis das aber geklappt hat, hat es sicherlich gute 30 Minuten gedauert und der nette Herr stand während der ganze Zeit mit mir zusammen in der Kälte und wir versuchten eine Münze nach der anderen, samt dem ein oder anderen Automaten -Jackie Chan- Handkantenschlag.

Aber iiiirgendwann lief es dann und ich konnte zumindest einmal 80 Liter  Wasser tanken.

Juhuuuu, das war also geschafft! Jetzt konnte ich mir endlich samt eiskalter Finger, Ohren und mittlerweile auch nassen Haaren, eine schöne Winter Wohnmobil Parzelle in Kelheim suchen.

An diesem ersten Tag in Kelheim haben Milla und ich nicht mehr viel unternommen. Ich habe mich erstmal intensiv mit dem Wohnmobil auseinander gesetzt,  wir sind natürlich noch ein Ründchen „gassi“ gegangen und zur Feier des Tages, habe ich mir abends noch eine Pizza vom benachbarten Italiener gegönnt (den ich euch übrigens nur wärmstens ans Herz legen kann! Der Italinier neben dem Stellplatz in Kehlheim ((in diesem Tennisheim)) ist richtig, richtig gut und hat zudem auch ganz moderate Preise).

Mit vollen Bäuchen und müden Augen sind Milla und ich relativ früh ins Bettchen bzw. Körbchen gefallen. Das Fahren mit dem neuen Wohnmobil und der ganze Tag drum herum waren doch spannend und ich glaube, selbst Milla war froh, als sie in ihr Körbchen konnte. Ihr müsst wissen… Milla ist da echt halb Mensch! Solange ich nicht ins Bettchen gehe, schläft sie auch nicht in ihrem Körbchen. Sie bleibt dann lieber bis in die Puppen ungemütlich unterm Tisch liegen und schaut mich immer wieder fragend an, als sich einfach schonmal in ihr Körbchen zu legen. Was ein Hund…

 

Eine Winter Wohnmobil Tour durch den Advent

Die ersten Tage im SUN TI – zwischen Weihnachtsmarkt und Wintertag

 

Die erste Nacht im SUN TI

 

Die erste Nacht im neuen Wohnmobil war eherlich gesagt so mittelprächtig. Ich war immer und immer wieder wach. Was allerdings nicht am Womo selbst oder gar dem Bett lag, sondern viel eher an der ungewohnten Umgebung.

Das letztemal war ich wissentlich um halb fünf morgends wach, diesmal allerdings wurde ich geweckt, weil iiiiiirgendwas begann zu piepen. Doch wie das so im Halbschlaf ist, habe ich mich dazu entschlossen erst am nächsten Morgen nachzuschauen, was denn da wohl piepen könnte. Zack- Bettdecke über den Kopf und weiter haiaaa machen 🙂 Wenn es irgendwo piept, kann es ja noch nicht komplett kaputt sein 🙂 🙂 😉

Gegen 8 Uhr klingelte dann aber auch schon mein Wecker und nachdem Milla dies sofort registrierte, aufsprang und Schwanz wedelnd vor dem Bett stand, hatte sich das mit dem „nochmal umdrehen“ auch erledigt. Also bin ich aufgestanden, habe den Wasserkessel auf den Herd gestellt und wollte mich eigentlich währenddesen im Bad fertig machen,doch… da tat sich nicht viel! HMMMMPF, DAS GAS WAR LEER!

NA SUPER!!! Erstaunlicherweise war es aber im Wohnmobil noch gar nicht kalt, somit konnte ich mich zumindest erstmal in Ruhe anziehen, bin dann raus gestapft, habe die Gasflaschen gewechselt und dann gab es auch endlich meinen wohl verdienten Frühstückskaffee.

Doch da war doch noch was?! Ich saß gerade samt Tablet und Kaffee am Tisch, da begann das mir bekannte Piepen wieder.

Bei mir piept’s wohl!

Also habe ich erstmal das Kontrollpanel gecheckt, aber da wurde kein Fehler angezeigt. Als nächstes die Heizung… auch keine Fehlermeldung. Ich konnte aber auch noch gar nicht sicher sagen, woher dieses Piepen überhaupt kam. Also habe ich mich als nächstes  auf den Fahrersitz geschmissen, aber von da vorne kam das Piepen auch nicht! Hmmmmm???

Es hat echt lange gedauert, bis ich die kleine rote Lampe am Kühlschrank entdeckt habe und dann war mir natürlich auch klar woher das Piepen kommen musste… es war der Dometic KÜHLSCHRANK!

In der Nacht ist anscheinend irgendwann das eingezahlte Stromgeld zur Neige gegenagen, der Kühlschrank stand aber noch auf „Strom Modus“ und bei diesen neuen Kühlschränken ist es wohl so, dass sie anfangen Alarm zu schlagen sobald der eingestellte Modus nicht mehr zur Situation passt. Das war mir auch noch neu, aber gut… wenn mein cooler Begleiter Strom haben möchte, dann werfe ich also noch ein paar Münzen in die Stromsäule. Danach war der Kleine auch zufrieden und gab endlich Ruhe 😉 Mittlerweile habe ich aber auch gesehen, dass es einen „Automatik“ Modus gibt, der den Kühlschrank automatisch umstellt, wenn irgendetwas nicht stimmt.

Den gesamten Winter Wohnmobil Samstag verbrachte ich noch in Kehlheim, ging ein paar Teilchen einkaufen (damit mein cooler Begleiter auch etwas zu tun hatte), gönnte mir noch einen Kaffee beim Bäcker des Einkaufszentrums, drehte mit Milla das ein oder andre Ründchen und wenn ich nicht gerade am Laptop saß, qutaschte ich eine ganze Weile mit meinem netten, älteren Stellplatznachbarn. Also ein rundum entspannter Tag.

Die zweite Nacht im SUN TI war schon deutlich besser und so machten Milla und ich uns ausgeschlafen und fit am Sonntag auf den Weg nach Schweinfurt.

 

Auf nach Schweinfurt, die Stadt in der „der heiße Flitzer“ und ich persönlich angegriffen wurden!!!

 

Schweinfurt hat vor einiger Zeit einen neuen Wohnmobilstellplatz bekommen (Wohnmobilpark Saumain, Hutrasen, 97424 Schweinfurt) den ich mir schon immer mal ansehen wollte und jetzt bot sich uns die Gelegenheit.

Die Fahrt von Kehlheim nach Schweinfurt verlief sehr gut, der Fiat Ducato leistet ein super Arbeit. Nachdem ich mich vor Beginn der Fahrt auch noch mit dem Radio und dem eingebauten Navi auseinandergesetzt habe, plus mein Handy mit dem ganzen System verbinden konnte, lief die Fahrt wie geschmiert.  Gott sei Dank klingelte während der Fahrt mein Handy zweimal und so konnte ich auch direkt die Handy/ Radio/ Freisprech-Verbindung testen. Anrufe annehmen per Lenkrad Knopfdruck, super 🙂 und dass ich das als Technik-Trottechen auch noch einstellen konnte, tschakka… ich war schon ein bisschen stolz auf mich. 😉

In Schweinfurt angekommen haben Milla und ich noch ein ausgiebiges Ründchen gedreht und den Stellplatz genauer unter die Lupe genommen. Da an diesem Tag ein stiller Feiertag die Innenstädte lahm legte, hätte sich ein Stadtbesuch eh nicht gelohnt. Um dies schonmal vorweg zu nehmen, der Stellplatz in Schweinfurt ist nett angelegt und wirkt auch jetzt im Winter gepflegt und sauber. Allerdings gibt es auch zwei drei Punkte, die mir zumindest „so la la“ aufgefallen sind.

Stellplatz Schweinfurt – eigentlich toll, aber….

10 Euro pro Nacht mit Münzgeld zu bezahlen finde ich nervig. Wir Camper benötigen eh schon immer so viel Kleingeld für die Ver- und Entsorgung, Duschen, Toiletten, Strom.. was auch immer. Da finde ich es schon sehr angenehm, wenn man nicht auch noch die kompletten Stellplatzgebüren nur mit Münzen bezahlen kann. Ich meine jetzt mal egherlich… in Skandinavien wird das Brötchen beim Bäcker mit Karte bezahlt und wir bekommen es nicht mal hin einen NEUEN Parkautomaten aufzustellen, der zumindest Scheine und/ oder Karte nimmt??? Naja, wie auch immer, ich hatte nach den Tagen in Kehlheim zumindest nicht mehr genügend Kleingeld an Bord und so war ich sehr froh, dass ein polnisches Ehepaar noch in den benachbarten Kleingärten arbeitete und mir das Geld wechseln konnte.

Zweiter kleiner Nachteil am Stellplatz in Schweinfurt… es gibt weit und breit keinen einzigen Mülleimer. Für den Womo-Alltagsmüll ist mir das ja relativ egal, den werde ich dann eben am nächsten Stellplatz los. Aber als guter Hundebesitzer gibt es da ja noch die netten „Kacktüten“. Ich werde den Teufel tun und diese Tüten mit ins Womo nehmen, ich weiß aber auch, dass es viele  Camper nervt, wenn die vollen Kacktüten vor den Wohnmobilen liegen. Dies konnte ich jetzt in Schweinfurt allerdings nicht vermeiden, mit rein nehme ich die Tüte NICHT!!!

Man merkt aber deutlich, die fehlenden Mülleimer sorgen in Schweinfurt dazu, dass unheimlich viele benutzt Hundetüten VON ANDEREN CAMPERN in die nächsten Büsche geworfen werden, was natürlich keinen Sinn macht. Aber eherlich gesagt, im Hochsommer wüsste ich auch nicht was ich anderes tun sollte? Die Hinterlassenschaften am Stellplatz liegen lassen geht gar nicht, aber gerade wenn man da 2,3,4 Tage steht… soll man dann die Tüten vor den Womos stapeln?  Keine schöne Sache und für die Natur sicherlich auch nicht gut, aber wie gesagt, es gibt leider auch weit und breit nicht einen einzigen öffentlichen Mülleimer und gerade im Sommer sind die vollen Tüten, wo auch immer sie zwischendurch gelagert werden, für niemanden schön.

Komplett Überwachung an der Ver- und Entsorgung

Dritter kleiner Stellplatz Haken, die Ver- und Entsorgung. Also eigentlich hat dieser Stellplatz eine sehr, sehr ordentliche Ver- und Entsorgung, die man auch mit größeren Wohnmobilen gut anfahren kann. Allerdings ist es wohl so, dass es zu viele Camper gab, die in Schweinfurt kostenlos entsorgt haben, ohne den Stellplatz zu nutzen. Dies führte jetzt dazu, dass die Preise erhöt wurden und die Ver- und Entsorgung kostenpflichtig ist.

So weit, so normal. Ob man jetzt allerdings die gesamte Ver- und Entsorgung mit Verbots- und Hinweisschildern zu pflastern muss… najaaaaa. Die gesamte Anlage wird sogar extra Videoüberwacht und man wird dazu angehalten sich telefonisch zu melden, sollte man sehen, dass ein anderer Camper die Anlage nutzt, ohne auf dem Stellplatz zu stehen. Sollte man es wagen die Anlage zu nutzen ohne eine Nacht auf dem Stellplatz zu verbringen, wird Anzeige erstattet. Und dies alles steht nicht irgendwo auf einem kleinen Hinweisschild, sondern mehrfach auf X Schildern rund um die Entsorgung.

 

Stellplatz Schweinfurt

Eines von verschiedenen Hinweisschildern Zum Thema „Entsorgen in Schweinfurt“

 

Da eine meiner Gasflaschen ja bereits leer war, habe ich den Montag Vormittag dazu genutzt zum Baumarkt zu fahren, Gas zu tauschen und mir einen Wasserschlauch zu kaufen und bin danach wieder zurück zum Stellplatz in Schweinfurt gefahren. Dort angekommen habe ich den neuen Wasserschaluch direkt genutzt um Wasser aufzufüllen und den Rest zu Entsorgen. Ehrlich… durch diese ganzen Verbots- und Hinweisschilder samt Kameraüberwachung fühlt man sich schon ganz schön beobachtet. Ob das bei einer Ver- und Entsorgung in diesem Ausmaß wirklich nötig ist, kann ich nicht sicher sagen. Laut einem weiteren Hinweisschild ist es aber wohl so, dass sich die Kosten für den Stellplatz nur wegen der vielen „Fremdentsorgungen“ erhöt haben. Ob das wirklich so stimmen kann, weiß wohl nur der Betreiber.

 

Zum Nachmittag hin habe ich mein Täschen gepackt und bin los gezogen, um mir die Schweinfurter Innenstadt anzusehen. Ein nettes Städtchen mit vielen Geschäften, einer großen Mall und einigen Cafes und Restaurant, nur der Weihnachtsmarkt hatte leider noch geschlossen.

 

Und dann kam der Angriff!!!

 

Einzig mit den gefiederten Teufeln in Schweinfurt,kann irgendwas so ganz und gar nicht stimmen!!!! Ich glaube die Tierchen haben das Gefühl zu wenig Beachtung zu bekommen oder so!

Auf jeden Fall habe ich mich am frühen Abend wieder auf den Weg zurück zum Wohnnmobil begeben und habe dabei mehrfach mein Handy gezückt um dies und das zu knipsen,  bis es plötzlich PLATSCH machte!

Da hat mir so ein kleines Mistvieh doch ganz genau aufs Handy gekackt!!!! 😳🧐😖

 

Vogelkacke auf dem Handy

Neeeee, nee! 🙈🐦 Treffer versenkt!

 

Na super… Glücklicherweise stand ich gerade neben einem großen Drogeriemarkt und so konnte ich das Malheure dank Sagrotan-Feuchttüchern schnell wieder bereinigen.

Aber das war noch nicht alles…

Zurück am Womo angekommen saß ich noch bis tief in die Nacht vor dem Laptop und bin dann irgendwann schlafen gegangen. Dazu habe ich natürlich sämtliche Fenster abgedunkelt,  so war die Überraschung am nächsten Tag um so größer, als ich die Rollos wieder öffnete.

In der Nacht müssen kranke Vogelschwääääärme samt Noro-Virus über den Stellplatz gezogen sein, denn das gesamte Wohnmobil war zugeschissen… aber überall und das in Massen!!!! Das schöne Panaoramafenster und die Windschutzscheibe voller Vogelmist und dazu hat ein Vieh auch noch ganz genau den Türgriff der Aufbautür von oben bis unten getroffen… sag mal, das war doch ein höchst persönlicher und hinterhältiger Angriff!!!

 

Vogel Angriff auf das Wohnmobil

Überraschung …. 🙁 und so sah das gesamte Wohnmobil aus!!!!

 

Zumal ich mir morgends auf der ersten Hunderunde auch die Wohnmobile der Nachbarn angesehen habe, eine Concorde und ein Hymer und da war NICHTS!!!! Die haben es doch mit Absicht auf den schönen, neuen Knaus abgesehen. TSSSSSSS!!!!🙈🙈🙈 Was für eine Sauerei!!! Ich vermute dahinter eine, mafiösen strukturen ähnliche, Verschwörung der heimischen Mauer-Segler-Fiedler gegen Knaus-Tabbert persönlich!!! So wird es sein!

Es war also DRINGEND an der Zeit diesen Ort zu verlassen, ich war aufgeflogen und musste flüchten, um direkt ins Zeugenschutzprogramm zu wechseln. 😉

 

Nächster Halt meiner Winter Wohnmobil Tour Limburg an der Lahn!

 

Die Fahrt nach Limburg an der Lahn verlief wieder wie geschmiert, auch wenn es an diesem Tag abschnittweise soooo extrem nebelig war, dass ich mit 30 km/h über die Autobahn getuckert bin, weil man keine 10 Meter nach vorne schauen konnte. Dabei war der Nebel eigentlich das kleinere Problem, viel mehr hatte ich ständig einen Blick am Außenspiegel weil ich dachte, gleich brettert irgendwer von hinten mit 120 kmh in mich rein. Aber gut… ist ja nichts passiert, der heiße Flitzer ist immer noch ganz. 🙂

Der Stellplatz in Limburg (Stellplatz Camping Limburg, Schleusenweg 16, 65549 Limburg an der Lahn) liegt nicht nur klasse um die Stadt zu besuchen, er hat auch ein tolles Bezahl-System. Bevor man auf den Stellplatz auffährt, muss man eine Karte ziehen wie im Parkhaus und mit dieser Karte bezahlt man dann sämtlichen Service auf dem Stellplatz. Egal ob die Aktivierung des Stroms, Frischwassser oder die Parkgebühren, alles läuft über die Karte, welche man ganz zum Schluss an einem Automaten auslösen muss, um den Stellplatz wieder verlassen zu können. Hier benötigt ihr also keinerlei Kleingeld zwischendurch.

 

Limburg an der Laan, Reiseziel für Frauen allein im Wohnmobil

Blick auf Limburg am Abend.

 

Auch vom Stellplatz abgesehen, ist Limburg ein ganz besonders empfehlenswertes Reiseziel.

Ich wusste vorab nicht wie schön Limburg ist und war von den kleinen Altstadtgassen, dem Dom und den vielen, vielen süßen Geschäften absolut begeistert. Zudem zieht sich aktuell auch noch der Weihnachtsmarkt durch die halbe Innenstadt.

Limburg kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen und vom Stellplatz aus seit ihr in ca. 10 Minuten zu Fuß mitten in der Altstdat. Trotzdem liegt der Stellplatz ruhig direkt neben der Lahn, wo ihr auch wunderbar mit euren Vierbeinern spazieren gehen könnt.

 

Limburg an der Lahn als Wohnmobil Reiseziel

Limburg an der Laan, ein super schönes Städtchen mit vielen kleinen Geschäften

 

Nach zwei wirklich tollen Tagen und Nächten in Limburg ging es für Milla und mich aber auch schon wieder weiter, denn in Düsseldorf stand eine Einladung zur Weihnachtsfeier an. Also nichts wie los, mit dem Womo reisen und dazu Kollegen und Freunde treffen ist ja gleich doppelt schön.

 

Weiter, weiter… Düsseldorf ruft!

 

Da wir uns mitten in der Düsseldorfer Altstadt treffen wollten, stand schnell für mich fest, dass ich den Stellplatz am Rheinufer nutzen werde. Dort angekommen war es dann aber gar nicht so einfach einen passenden Stellplatz zu finden, denn durch den beginnenden Weihnachtsmarkt wurden viele Flächen gesperrt und die passsenden Wohnmobil Stellplätze waren noch nicht ausgezeichent. Doch nach ein bisschen schauen und zurecht finden, habe ich mich einfach neben eine gaaaanze Reihe anderer Camper gestellt… für eine Nacht sollte es gehen!

 

Frau allein im Wohnmobil Europa

In Düsseldorf war es richtig voll, obwohl das Thema Wintercamping ja noch nicht bei allen soooo beliebt ist.

 

Ab dem späten Nachmittag folgte ein feuchtfröhlicher Weihnachtsfeier Abend ohne Skandale. Naja, wie man so hört können solche Weihnachtsfeiern ja auch mal „ausarten“ ;-), aber nein… es war ein sehr, sehr schöner Abend ohne weitere „Ausschreitungen“ 🙂  und dank des Wohnmobils, lag ich definitiv als erstes im Bettchen.

Mit dem Womo zum „Event“

Feste, Veranstaltungen oder einfache Treffen mit dem Wohnmobil „zu besuchen“ ist für mich einer der ganz großen Vorteile eines Womos. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um das Thema „Alkohol“, sondern viel mehr darum, dass die Wege nach der Feier/ dem Treffen möglichst kurz sind. Ich meine jetzt mal ehrlich, was gibt es denn besseres als z.B. nach einem Musical Besuch oder auch nur einem gemeinsamen Abendessen mit Freunden, über den Parkplatz zu schlendern und innerhalb von Minuten im warmen Womo zu sitzen. Für mich definitiv die perfekte Möglichkeit und zudem ist es natürlich auch nett ein Glas Wein trinken zu können, ohne sich danach um ein Taxi o.ä kümmern zu müssen.

 

Mit dem Wohnmobil zur Veranstaltung

Blick auf Düsseldorf bei Nacht.

 

Sollte der nächste Stellplatz mal unpraktisch liegen, habe ich auch schon die ein oder andere Nacht direkt auf dem Parkplatz verbracht. Wer vorab NETT und HÖFLICH fragt, kann zu 99 Prozent die Nacht auch auf dem Parkplatz des Restaurants, Mucicals, Theaters o.ä verbringen. Ich wurde in solchen Fällen noch nie „vom Hof gejagt“, klar ist natürlich, dass ich in solchen Momenten kein großes „Campingverhalten“ an den Tag lege.

 

Die erstem Winter Wohnmobil Tage samt Doppelboden

 

Mittlerweile sind unsere ersten Tage im Knaus SUN TI vorbei und es stellt sich gaaaaanz langsam ein bisschen Normalität und vor allem Routine, ein.

 

Allein mit dem Wohnmobil in Europa von nTour - IsasWomo

Das war es schon wieder… bis nächste Woche, dann mit neuen Infos zur Tour durch den Winter

 

Was ich bereits jetzt sagen kann, der Unterschied zwischen einem „normalen“ Wohnmobil und einem Reisemobil mit Doppelboden ist schon erheblich und das bemerke ich schon jetzt, obwohl es ja noch gar nicht sooooo kalt geworden ist.  Durch den Doppelboden und die gute Isolierung wird das Wohnmobil gerade im Fuß/ Bein Bereich bei weitem nicht so schnell kalt, das ist deutlich merkbar! Wie oft habe ich schon gesagt, eigentlich finde ICH persönlich, dass der Fühler der Truma Heizung viel zu hoch installiert ist. Dadurch das die Wärme nach oben steigt, ist es zwar im Bereich des Oberkörpers halbwegs warm, aber die Füße und Beine werden immer kalt.

Mir ist schon klar, dass diese Fühler so weit oben installiert werden sollen, das ist also kein Fehler und trotzdem führt das dazu, dass ich Frostbeule die Heizung immer extrem hoch einstellen muss, damit auch der untere Bereich des Wohnmobils halbwegs warm ist. Trotzdem geht aber ohne dicke Socken und spätestens am Abend einer Decke über den Beinen nicht!

Mit dem Wohnmobil allein durch den Winter, alleine campen im Winter

Dein Pin zum Artikel, Winter Wohnmobil Tage im SUN TI

Doch genau dieses „kalte Füße Problem“ ist dank des Doppelbodens und der guten Isolierung im SUN TI wie „weg geblasen“ und das wortwörtlich. Der Unterschied ist so erheblich, damit hätte ich vorab selbst NICHT gerechnet!

Ich glaube ihr kennt das alle, oder ich sage besser, die meisten campenden Mädels werden es kennen. Morgends aus dem warmen Bettchen aufstehen und dann kommen die ersten Schritte, barfuß auf dem kalten Womo Boden bis man entweder die dicken Socken oder die Puschen gefunden hat. BRRRRRRRRR… danach ist man wach! Durch den Doppelboden ist aber der gesamte Womo Boden viel, viel wärmer und die Eisfüße am Morgen entfallen!

Das ich barfuß im Herbst /Winter in meinen Crocs im Wohnmobil sitze, ich glaube das gab es noch nie! Das gab es bisher nicht in der Omi und das gab es auch nicht in dem anderen Test-Womo. Genau so wenig kam es bisher vor, dass sich Milla ohne ihren Schlafsack oder ihr Körbchen, auf den Womoboden legt, aber genau das macht sie nach Lust und Laune mittlerweile regelmäßig.

Ich bin natürlich gespannt wie sich das Knaus Reisemobil in den kommenden Winter-Wochen noch so machen wird, aber bisher kann ich euch nur sagen, so ein Doppelboden ist schon sehr, sehr lohnenswert, wenn man zu dieser Jahreszeit unterwegs sein möchte.

Wie es für Milla, den „heißen Flitzer“ und mich weiter geht, das erzähle ich euch beim nächsten Mal und dann gibt es natürlich auch weitere Infos zum SUN-TI.

Ich wünsche euch eine wunderschöne Adventswoche, lasst euch nicht stressen und wie immer… BLEIBT GESUND!

Eure

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Ein winterfestes Wohnmobil – der Knaus SUN TI im Test

Ein winterfestes Wohnmobil – der Knaus SUN TI im Test

Werbung – Juhuu, es freut mich euch sagen zu können „nach dem Test, ist vor dem Test“. Es ist wieder so weit, ich darf in den kommenden Wochen wieder mit einem wunderschönen Wohnmobil „on the road“ gehen und gerade zu dieser Jahreszeit, freut sich die Omi sicherlich über ihren verdienten Winterschlaf.

Ab sofort bin ich also mit dem flotten, teilintegrierten und vor allem rund um winterfesten SUN TI von Knaus auf Fiat Ducato on Tour.


 

Habe ich euch eigentlich schon erzählt wie sehr ich diese Jahreszeit liebe! Nachmittage im Wohnmobil sind gemütlich wie nie, sämtliche Innenstädte glänzen voller Kerzen und Lichter und egal ob Touri Hot Spot, Stellplatz oder „flaches Land im niergendwo“, überall herrscht ein kleines bisschen Winter-Weihnachtsstimmung. Einziger Harken… die winterlichen Temperaturen! Lagen-Look gut und schön, aber wie viele Lagen passen eigentlich unter eine herkömmliche Winterjacke??? Tja und so lieb ich meine Omi auch habe, aber sie ist eben nicht mehr die Jüngste und ihre „luftige Athmosphäre“ entwickelt sich im Fußbereich schnell zum Eiskeller 2.0.

Wie schön wäre es da mit einem super, duper, easy, peasy winterfesten Reisemobil unterwegs zu sein?!

Doch es gibt noch einen ganz anderen Grund, warum so ein winterfestes Test-Wohnmobil  klasse wäre. Ich bekomme von euch immer mal wieder Fragen, die sich um die Themen „Womo Kauf & Modelle“ drehen. Ein absoluter Klassiker bei diesen Fragen ist das Thema „winterfestes Wohnmobil“. Benötigt ihr ein winterfestes Wohnmobil, um im Winter on Tour gehen zu können? Wie groß sind die Unterschiede zwischen Doppelboden und „einfacher“ Bodenplatte? Oder gibt es überhaupt vernüftige winterfeste Mobile, außerhalb der großen Luxusliner?

Bisher konnte ich euch dies Fragen immer nur etwas „halbherzig“ beantworten, weil ich euch auch nur das sagen konnte, was man sich eben so sagt, ohne eigene Erfahrungen zu haben.  Da passte es doch wie …. „Popo auf Eimer“, dass die Knaus Tabbert Verantwortlichen einer Kooperation offen gegenüberstanden und doppeltes Glück, dass die aktuelle Jahreszeit für mich sprach, um ein Wohnmobil mit Doppelboden usw. zu testen. 😉

Knaus hat mit dem SUN TI ein wunderschönes, teilintegriertes und rund um winterfestes Wohnmobil in den eigenen Modellreihen und potz blitz, genau dieses darf ich die kommenden Wochen für euch auf Herz und Nieren testen. 

 

Isa on Tour im winterfesten SUN TI von KNAUS.

 

Also bin ich vor wenigen Tagen mit dem PKW in Richtung Passau gedüst, um tagsdrauf weiter ins beschauliche Jandelsbrunn zu fahren. Vielleicht kennt ihr Jandelsbrunn noch aus meinem Knaus Tabbert Werksbesuch Artikel  von vor einigen Wochen. In Jandelsbrunn liegt    DER „Heimathafen“ aller Knaus Tabbert Reisemobile bzw. Wohnwagen, Jandelsbrunn ist sozusagen der Ursprung der Knaus Tabbert Group.  Wie gesagt, wenn ihr noch mehr über die verschiedenen Werke und das Unternehmen Knaus Tabbert erfahren möchtet, schaut einfach nochmal in den anderen Artikel.

In Jandelsbrunn angekommen lief dann auch alles wie geschmiert. Mein Name wurde vorab in die Besucherliste eingetragen, der SUN TI stand für mich bereit und nach einer kurzen Einweisung und gefühlten 2 Tonnen Campingausstattung, die zwischen Auto und Womo wechselten, konnte es auch schon los gehen. „Jetzt nur nicht direkt den Motor abwürgen, den Bordstein an rempeln oder am besten direkt gegen die Schranke fahren“, ich kann euch sagen… nachdem das Werksgelände hinter mir lag, fuhr es sich gleich viel entspannter 😉

Ab auf die Landstrasse und zurück nach Passau. Die knapp 7,50m Länge des SUN TI waren zu Beginn schon ungewohnt und ich glaube, ich habe jeden LKW mit mindestens 50 Meter Sicherheitsabstand überholt. Wobei… der Fiat Ducato ist mit sooo vielen Assistenzsystemen ausgestattet, dass man wahrscheinlich eher vom Piepen taub wird, als irgendwo anzuecken.

So begannen sie also, die ersten Minuten im SUN TI.

 

Da es in den kommenden Wochen hier auf IsasWomo immer wieder heißen wird, Wintercamping im SUN TI, dachte ich mir, ich beginne die gesamte Serie heute mit den wichtigsten Infos zum winterfesten Reisemobil von Knaus.

Doch bevor ich zu den Daten und Fakten rund um den SUN TI komme, noch eine Info vorab.

Ich kann euch auch nicht sicher sagen, warum das einzige teilintegrierte, komplett winterfeste Wohnmobil aus dem Hause Knaus gerade SUN TI heißt und nicht SNOW TI oder ICE TI. Wirklich wichtig ist aber eigentlich nur, dass ihr den SUN TI nicht mit dem SUN I verwechseln dürft!!!!

Bei dem SUN I handelt es sich um den ganz große, vollintegrierten „Luxusliner“ aus dem Hause Knaus. Den SUN I teste ich aber NICHT, alleine schon weil ich ihn aufgrund meines Führerscheins gar nicht fahren dürfte.

Ich bin in den kommenden Wochen mit dem SUN TI unterwegs. Dem „kleinen“, teilintegrierten und besonders winterfesten Wohnmobil aus dem Hause Knaus. Das SUN TI Reisemobil ist das einzige teilintegrierte Wohnmobil aus der gesamte Knaus Tabbert Gruppe, welches über einen Doppelboden verfügt und einige weitere Winter Extras besitzt.

Dies also nur zur Info damit es nicht zu Verwechslungen kommt. Denn ich habe zu Beginn sicher 2-8 Blicke benötigt, bis ich kapiert hatte, dass SUN TI und SUN I so gar nichts miteinander zu tun haben 😉

 

Der KNAUS SUN TI im Fakten CHECK:

 

Den SUN TI gibt es aktuell in 4 Modellvarianten, welche sich vor allem durch den Aufbau (Querbett, Längsbett, Form des Küchenblocks), der Größe der Heckgarage und die daraus entstehenden Längen zwischen 6,99 – 7,47m unterscheiden.

Für alle 4 Modellvarianten gilt aber: 

– die Innen- und Außenbreite von 218 cm bzw. 234 cm

– die Innen und Außenhöhe von 200 cm bzw. 294 cm

– und das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 t

Bei dem von mir genutzt Modell handelt es sich genau genommen um den Knaus SUN TI – 700 MEG plus Platinum Selection mit einzel Längsbetten (jeweils 190 cm bzw. 195 cm lang) im Heck, die man aber auch zu einer großen Liegefläche verbinden kann. Einer Heckgarage von 80x120 cm mit beidseitigen Klappen, kleiner Rundsitzecke und der Küche in L-Form mit 3 Platten Herd und rundem Spülbecken. Hier findet ihr die passende Knaus Modellbeschreibung samt Infografik.

Außerdem besitzt „mein“ SUN TI ein, wie heißt es auf dem Knaus Datenblatt noch genau, „3D Raumbad mit separater Dusche“  (man muss dem Kind nur einen Namen geben 😉 ) was im Grunde bedeutet, WC und Waschbecken liegen in Fahrtrichtung rechts und die Dusche, getrennt davon, auf der linken Seite. Das gesamte „Bad“ liegt im hinteren Drittel des Reisemobils zwischen den Betten und dem Küchenblock bzw. dem großen Dometic Kühlschrank mit extra Eisfach.

Der SUN TI ist mit einem 124 Liter Frischwassertank, einem 100 Liter Abwassertank und mit einer Truma Combi 6 ausgestattet. In das normale Gaskastenfach passen zwei 11 Liter Gas Flaschen. Allerdings habe ich ein weiteres Fach mit Gurten entdeckt, bei dem ich aktuell glaube, dass dies noch für eine dritte Gasflasche sein könnte, was ja als Winter SPECIAL Modell durchaus Sinn machen könnte. Diesbezüglich warte ich allerdings noch auf eine Info von Knaus, ob sich dieses Fach samt Gurt tastächlich für eine dritte 11 Kilo Gasflasche eignet. Sobald ich diesbezüglich mehr erfahren habe, schreibe ich euch hier ein Update.

Der Doppelboden ist von verschiedenen Fächern aus auch als Staurraum nutzbar und insgesamt ca. 30 cm hoch.

Dank der Platinum Selection bietet der Knaus SUN TI noch einige besondere Highlights. Das Lichtkonzept ist deutlich ausgereifter und hat mehr indirekte Lichtquellen, der Tisch hat nur ein Tischbein samt Teleskop vorrichtung und über dem Fahrerraum hat der SUN TI ein  riesengroßes Panoramafenster, durch welches extrem viel Tageslicht scheint.

Der SUN TI 700 MEG plus Platinum Selection kostet aktuell ca. 71.999.00 Euro… ein echtes Schnäppchen also ;-).

 

Die ersten Tage im SUN TI

Tiiiiiiii 🙂 🙂 🙂 ja was soll ich euch sagen… alles mistig, total doof und aaach, wäre ich doch lieber mit meine Omi unterwegs. SO EIN QUATSCH! Natürlich genieße ich die Zeit in dem wortwörtlich „heißen Teilchen“ aktuell sehr. Alles andere wäre erstunken, erlogen und leider kann ich aktuell meine ansonsten IMMER vorhandene IsasWomo Neutralität noch nicht beherrschen. Momentan ist es viel eher noch so, egal welchen Knopf ich drücke, welchen Schrank ich öffne, what ever… ich bin entzückt und könnte applaudieren. 🙂

Allerdings muss ich auch ganz deutlich sagen, ich bin jetzt erst seit gut 3,5 Tagen mit dem SUN TI unterwegs und wäre es nach so kurzer Zeit so, dass ich sagen würde… ok ganz nett, aber jetzt werfe ich mal einen neutralen Blick auf all die großen und kleinen Fächer, Knöpfe, Polster und Fahreigenschaften, wäre das zweifelsohne kein besonders gutes Zeichen. Denn dann könnte meine Begeisterung nicht wirklich groß sein. Erst recht nicht, wenn ich von Anfang an wüsste, dass ich dieses Mobil noch einige weitere Wochen testen darf.

Also ist es doch gut, dass ich das Reisemobil momentan noch wunderschön finde und auf die kritischen Punkte werfe ich ein Auge, wenn die erste große Euphorie nachgelassen hat. 😉

Jetzt mal eherlich… alleine schon, dass das Licht nicht einfach aus geht, sondern langsam abdimmt, oder das die Schrankklappen nicht mit dem typischen KLAAAATSCH schließen, sondern „automatisch“ leise zuziehen wie wir es von den Küchenschubladen zuhause kennen, ist schon toll. 🙂 Versteht mich nicht falsch, das sind sicherlich keine „überlebenswichtigen“ und absolut kauf-entscheidenden Bestandteile eines Wohnmobils, aber es sind sehr, sehr nette Details.

Bei solchen Schranktüren gefällt mir selbst das Geschirr einräumen. Aber… seht es euch doch einfach selber an und schmunzelt 😇.

 

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=AmykJFm_qeY

 

Genau von diesen sehr, sehr netten kleinen Details sind mir bereits jetzt, nach schlappen 3,5 Tagen, weit mehr als eine handvoll Punkte positiv aufgefallen. Es gibt allerdings auch schon jetzt mindestens einen großen „najaaaa-Punkt“, den ich an diesem wunderschönen Reisemobil festgestellt habe, aber dazu in einigen Wochen im Fazit mehr.

Wie bei den vorherigen Test’s würde es gerne wieder so machen, dass ich ganz zum Schluss ein Fazit mit allen positiven und vielleicht auch negativen Punkten dieses Reisemobils ziehe. Erst nachdem ich den Wagen wieder in Jandelsbrunn abgelifert habe und den SUN TI bis dahin über viele Wochen genutzt habe, kann ich letztendlich sagen, wie sich das Mobil im Alltag gemacht hat, was mir besonders gut gefalllen hat und an welchen Stellen es vielleicht noch ein klitze kleines bisschen harpert. 😉

Soooo, aber damit ihr den SUN TI jetzt auch besser kennen lernen könnt, kommen hier noch einige Bilder.

Ach so, weil es in den sozialen Medien schon mehrfach Thema war. Dieses Fahrzeug hat das dunkle Decore, also dunkle Polster und dunkle Schränke. Natürlich gibt es den SUN TI aber auch samt heller Ausstattung, ganz nach individuellem Geschmack.

 

Ich hoffe nach diesem ersten kleinen Einblick habt ihr Lust auf mehr.

Winterfestes Wohnmobil im Test, der Knaus SUN TI

Dein Pin zum Knaus SUN TI Artikel

Einige von euch haben mich ja bereits angeschrieben und wünschen sich neue Youtube Videos von mir. Darum werde ich mich ausnahmsweise mal extra bemühen und euch auch ein passendes Video vom SUN TI drehen.

Ich habe auch bereits begonnen, aber wie das immer so ist bei diesen Videos (und das ist auch der Grund warum ich Youtube ganz schön habe schleifen lassen) bis ich mal drei gerade Sätze raus bekommen habe, mit denen ICH hinterher auch zufrieden bin, braucht es mindestens 18.000 Versuche und zwei volle Speicherkarten.

Mir fehlt auf Youtube defintiv die schnelle, kurze, ratzi fatzi live Version, raus in die Welt ohne es hinterher ändern zu können. Ja ich weiß, sicherlich nicht immer die bessere, aber definitiv die deutlich einfachere Variante. Aber gut, das passende SUN TI Video ist in bearbeitung und kommt demnächst. 

Also ihr Lieben, das komplette Video vom SUN TI kommt in den nächstenn Tagen, dann gibt es weitere Infos und sicherlich auch wieder etwas zum schmunzeln 🙂 😉

Ansonsten nehme ich euch natürlich weiter mit on Tour durch den Winter und ich bin selbst gespannt, wie sich der „muckelige Flitzer“ in den nächsten Wochen so macht.

Bis dahin sage ich wie immer… bleibt gesund!

Eure

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Fazit – Meine Tour im OrangeCamp Wohnmobil – Wie hat sich das Womo gemacht? Teil 6

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Leider geht auch die schönst Zeit irgendwann einmal zu Ende.

Bei mir ist dieser Zeitpunkt letzten Dienstag gekommen denn da hieß es, zurück nach Braunschweig, meine Testreise mit dem OrangeCamp Wohnmobil ging ihrem Ende zu. Aber bevor ich ein Womo Fazit ziehe, verrate ich euch natürlich auch noch schnell, wie die letzten Tage on Tour verliefen.

 

Das Ende meiner Herbsttour im OrangeCamp Wohnmobil

 

Wenn euch diese Zeilen allerdings weniger Interessieren, könnt ihr hier auch direkt zum Wohnmobil #Fazit “vorspulen”.

Wismar mit dem Womo

Wismar mit dem Wohnmobil

Wismar ist ein hübscher Orte, ich hatte mir allerdings mehr versprochen

Im 5. Teil schrieb ich euch gerade aus Wismar, wo ich auf dem sehr netten Wohnmobilhafen Westhafen (Schiffbauerdamm 12, 23966 Wismar) stand. Zu dem Stellplatz kann ich nur sagen, alles top… Stellplatz mit allem drum und dran, Toiletten, Duschen, City nah, Supermarkt um die Ecke und das ganze für 10 Euro pro Tag. Sehr, sehr fair.

Der Stellplatz an sich ist allerdings ein bisschen verwinkelt. Es gibt noch zwei Bereiche, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht.

Da der Stellplatz selbst jetzt mitte/ ende Oktober sehr gut besucht war, lohnt es sich auf jeden Fall genauer hinzusehen. Nur weil das große “Hauptfeld” direkt am Eingang belegt ist, muss es nicht heißen, dass der gesamte Stellplatz wirklich voll ist. Vom “Stellplatz Rund” gehen zwei Wege ab (einmal zur Dusche und einmal genau auf der gegenüberliegenden Platz Seite) die noch zu weiteren Parzellen führen.

Bei der Stadt Wismar selbst, bin ich ein bisschen hin und her gerissen, oder ich sage es besser anders, Wismar ist insgesamt relativ klein. Lasst euch also nicht von dem Namen oder der TV Serie “SOKO Wismar”  auf falsche Vorstellungen bringen… die Innenstadt ist nett, aber insgesamt relativ klein.

Durch Zufall habe ich in Wismar noch eine andere alleinreisende Frau getroffen, mit der ich aber bereits über Facebook vor einigen Wochen Kontakt hatte. Tja und was tun zwei alleinreisende Mädels an einem sonnigen Samstagvormittag… sie gehen bummeln und Kaffee trinken:-) Nachdem wir dann allerdings am frühen Nachmittag wieder zurück zum Stellplatz kamen, hat mein Trottelchen Gen mal wieder voll zugeschlagen.

Isa sagt Hallöchen!

Zurück am Womo sah ich, dass das Womo mittlerweile nicht mehr am Strom hing. Also habe ich schnell nach zwei 1 Euro Münzen gekramt, bin raus aus dem Womo und ab zur Stromsäule.

Geld eingeworfen, umdrehen und schnellen Schrittes zurück zum Womo, denn draußen wurde es mittlerweile ganz schön frisch. Während ich noch rechnete und rechnete wie lange der Strom laufen müsste und ob ich über Nacht wohl noch den Laptop laden konnte… ein Euro = 8 Stunden, zwei Euro 16 Stunden, 15:30 Uhr plus 16 Stunden sind….bin ich also zurück zum Womo gelaufen, reiße mit Schwung die Tür auf und zu meiner Verwunderung saßen da doch glatt zwei Personen.

HÄÄÄÄÄÄÄ????

Was machen die Leute in meinem Womo und warum habe ich Milla nicht bellen gehört? Milla, wo ist Milla und warum sieht das hier so anders aus…Es hat wirklich bestimmt so 2-3 Sekunden gedauert in denen mich die Leute anschauen wie vom Blitz getroffen, ich sie sicherlich aber nicht dämlicher anschaute, mir 30 Fragen im Kopf herum schwirrten und ich dann endlich festgestellt habe

Ich bin mal eben locker flockig in das Womo meiner Nachbarn gestürmt 🙂

Wobei ich zu meiner Verteidigung sagen muss, die hatten auch eine teilintegriertes Wohnmobil zwar nicht von OrangeCamp aber insgesamt sehr, sehr ähnlich und ich war soooo in Gedanken… naja… kann ja mal passieren 🙂

Ich wäre zwar am liebsten direkt im Erdboden versunken und die Frau fand das alles gar nicht so witzig wie ihr mann und ich (ich habe mich gar nicht mehr vor lachen einbekommen und konnte nicht mehr hervorbringen als ein grölendes “Tut mir total leid”) habe schnell die Tür geschlossen und bin zurück in mein Womo gestiefelt.

Puhhhhhh….. typisch ich!!!!

Noch flott nach Travemünde

Nach einem schönen Wochenende in Wismar bin ich Sonntag Nachmittag noch weiter in Richtung  Travemünde gefahren. Diesen Tipp hatte mir jemand über Facebook gegeben. Da mir aber insgesamt langsam die Zeit weg lief, konnte ich also nur noch eine Nacht in Travemünde verbringen und leider hat es den gesamten Tag über immer wieder geregnet, so dass ich nur sehr wenig von Travemünde selbst gesehen habe.

Abends bin ich aber wenigstens nochmal kurz in Richtung Hafen marschiert und ich kann euch zumindest sagen, der Hafen ist wunderschön und gerade in den Abendstunden toll beleuchtet.

Hafen Travemünde mit dem Wohnmobil

Travemünde… leider habe ich viel zu wenig von Travemünde gesehen, aber der Hafen ist toll.

 

Montag Mittag habe ich Travemünde schon wieder verlassen müssen, es war also wirklich nur ein kurzer Abstecher, um dann in Richtung Braunschweig zu düsen.

Die letzte Nacht im OrangeCamp in Braunschweig

Diese letzte Nacht in “meinem” OrangeCamp Wohnmobil habe ich direkt auf dem Stellplatz in Braunschweig verbracht und da muss ich doch sagen… DANKE liebe Stadt Braunschweig für soooo einen netten KOSTENLOSEN Stellplatz.

Ja klar, wenn es hier voll wird, steht man auch mal Womo an Womo aber… es ist ein KOSTENLOSER Stellplatz, mit Stromsäulen (die man dann aber einzeln bezahlen muss), es gibt eine ordentliche Ver- und Entsorgung, der Stellplatz liegt direkt vor einem kleinen Park durch welchen man in ca. 15 Minuten die Braunschweiger City erreicht.

Stellplatz Braunschweig

Der Stellplatz in Braunschweig ist für einen kostenlosen Stellplatz echt klasse!

So ein kostenloses Angebot gibt es leider nur noch sehr selten… HUT AB!!! “Zum Glück” ist an diesem besagten Montag in Deutschland der Herbst so RICHTIG eingetroffen, was für mich bedeutet hat… es hat gestürmt, geregnet, gehagelt und draußen war so richtig ungemütlich… WIE HERRLICH!!! Was liebe ich dieses Wetter an einem Womo Abend.

So habe ich die letzten Stunden im OrangeCamp Wohnmobil noch einmal richtig genossen, ich war nochmal in aller Ruhe duschen, habe zusammengepackt, geputzt und die allerletzte Nacht für euch nochmal im Hubbett verbracht, so dass ich mir auch davon einen Eindruck verschaffen konnte

Tja und am nächsten Morgen, nach einer letzten sehr, sehr ordentlichen Entsorgung und einmal “volltanken bitte” hieß es…

auf in die Daimler Straße, es wurde Zeit sich zu trennen. 🙁

Genau wie schon bei der Abholung des Womos, wurde ich von dem gesamten Orange Team sehr, sehr nett empfangen, wir haben noch ein gemeinsames Käffchen getrunken, einige Details besprochen und nachdem ich irgendwann auch endlich meine ganzen Klamotten und Millachen im Polo hatte, hieß es… Auf Wiedersehen du schöner Flitzer.

 

 

Mein Fazit nach 6 Wochen 690T OrangeCamp Wohnmobil

 

Mit dem OrangeCamp Wohnmobil auf Test Reise

Leider geht auch die schönste Tour mal zu ende. Kurze Pause auf dem Rasthof

 

Also, ich glaube wer meine Artikel aus den vergangenen Wochen verfolgt hat weiß bereits, dass mein Fazit positiv ausfallen wird.

Dabei kann ich euch mit reinstem Gewissen sagen, ich habe das Womo wirklich genau unter die Lupe genommen und war zu Beginn meiner Reise selber sehr, sehr skeptisch denn um es mal deutlich zu sagen… gerade durch die verschiedenen Facebook Gruppen hatte ich immer den Eindruck, ja es gibt zwar Wohnmobile von OrangeCamp, allerdings muss man bei diesen Fahrzeugen auch ganz deutliche Abstriche machen.

Egal ob OrangeCamp, Glücksmobil oder, oder, oder… ich habe immer gedacht (und gelesen) das sind die absolut “günstigsten” und leider auch “qualitativ schlechtesten” Wohnmobile auf dem Markt.

Ich hatte immer den Eindruck… OrangeCamp Wohnmobil – kann man machen, muss man aber nicht.

Bevor ich jetzt zu den ganzen Details komme möchte ich schon vorwegnehmen, dass sich diese Einschätzung nach meinem Test nicht bestätigt hat!

Ja es gibt Punkte die mir aufgefallen sind, aber wenn man so ein Wohnmobil so lange testet, dann fallen einem eben auch Kleinigkeiten auf. Solche Punkte hängen zum einen auch von dem eigenen “Geschmack” ab und zudem bin ich davon überzeugt, ich könnte jedes vom Band gelaufene Womo dieser Welt testen und es gäbe Punkte die mir auffallen würden. DAS Womo wo wirklich alles, alles, alles stimmt, wird es vom Band niemals geben.

Auf jeden Fall kann ich bereits jetzt sagen, dass sich dieses Gerücht von schlechter Qualität SO GAR NICHT bestätigt hat! NULL KOMMA NULL!!!

Aber gut… kommen wir zu meinem OrangeCamp Wohnmobil Fazit, welches ich gerne in verschiedene “Bereiche” einteilen würde.

  • Fahrerraum
  • Sitzbereich
  • Küche
  • Bad
  • Schlafen
  • Womo von außen

 

Der Fahrerraum im OrangeCamp Wohnmobil

 

Bei dem OrangeCamp 690T handelt es sich ja ausnahmsweise mal nicht um einen Fiat Ducato, sondern um einen Peugeot und rein vom Fahrverhalten usw. fuhr sich der Wagen einfach klasse. Ich hatte viel eher das Gefühl mit einem Auto unterwegs zu sein, als mit einem langen, schweren Womo.

Auch die 156 PS haben sich schlichtweg super gemacht, denn egal ob 5. oder 6. Gang 130, 140, 150 km/h waren gar kein Problem.

Ich konnte den Fahrersitzt auch mit einer Körpergröße von 1,82m bequem einstellen, ich saß super gut in dem Sitzt und so waren auch längere Strecken erstaunlicherweise überhaupt kein Problem. Denn egal ob in meiner Omi oder im Polo, normalerweise bekomme ich immer spätestens nach 200-300 Kilometern Rückenschmerzen oder Probleme mit den Knien, aber im OrangeCamp saß ich so hoch und so bequem, dass ich lange Zeit ohne Schmerzen durchhielt.

Fahrerraum OrangeCamp Wohnmobil

Der Fahrerraum vom OrangeCamp. Ich hatte eine super Übersicht und konnte auch lange bequem fahren.

Ähnliches gilt für das ansonsten bekannte Rumpeln und Rattern im Wohnmobil während der Fahrt. Ich weiß selber, das klingt vielleicht total unglaubwürdig, aber diese Geräusche gab es einfach nicht! Egal ob Duschtüren, Badezimmertür oder Fliegengitter, selbst auf Kopfsteinpflaster hat  da hinten nichts gerappelt oder gescheppert. Gut, an dem schlecht weg geräumten Geschirr, bin ich ja selber schuld!

Vielleicht habt ihr es ja zwischendurch gelesen, auf dem Weg von Dresden nach Potsdam hatte ich 3 Tramperinnen mit an Bord und obwohl ich auch während dieser Fahrt gut 140 km/h gefahren bin, konnten wir uns im Womo noch locker unterhalten.

Zum Thema Rappeln und Scheppern kann ich nur sagen, beide Daumen hoch!!!

Dank der Tramperinnen konnte ich auch gleich testen, wie “wackelig” es hinten während der Fahrt so ist.

Ich kenne einige Personen die sagen, es gibt nichts schlimmeres als während der Fahrt hinten in einem Womo zu sitzen und es gibt sicherlich viele Eltern, die Übelkeit bei ihren Kindern als Problem empfinden. Je nach Modell schwankt so ein Womo während der Fahrt leider so sehr, dass den Mitfahrern bereit nach den ersten 100 Metern schlecht wird.

Seekrank on the Road

Dieses “Problem” habe ich bei den Mädels vor Fahrtantritt direkt angesprochen. Wenn ihnen während der Fahrt schlecht werden sollte, kein Problem, sie sollen nur bitte bescheid sagen, dann legen wir eben eine kleine Pause ein. Zudem hätte ich auch noch Reisekaugummis dabei… für den Fall der Fälle, denn mir selbst wird ja grundsätzlich als Beifahrer schlecht. Aber beide Mädels die hinten saßen hatten keinerlei Schwierigkeiten, ihnen wurde nicht schlecht und das obwohl sie während der fahrt sogar auf dem Tisch mit einer Strassenkarte beschäftigt waren. Sie haben also nicht mal die gesamte Zeit über strikt nach vorne geschaut.

Diese Erfahrung bestätigte nochmal meinen Eindruck, dass das gesamte Womo einfach sehr gut ausgelastet ist und wenig schwankt. Was sicherlich aber auch an dem nicht soooo langen Überhang hinten liegt und daran, dass die Wassertanks direkt über der Achse liegen.

Ähnlich positives gilt auch für die länge von 7,02 Meter.

Dank der eingebauten Rückfahrkamera, welche sich im gleichen Monitor wie das Radio und das Navi befindet, hatte ich nie größere Probleme mit dem Womo zu rangieren.

Ich hatte insgesamt eine sehr, sehr gute Übersicht über das gesamte Wohnmobil.

Egal ob nach vorne, hinten oder zu den Seiten hin, ich kam schnell so gut mit dem längeren Womo klar, dass ich selbst auf dem City Parkplatz in Potsdam keine größeren Probleme beim Einparken bekam. Ohne Rückfahrkamera würde ich das Fahrzeug allerdings nicht unbedingt rangieren wollen, diese Kamera ist goldwert, gerade für mich als Alleinreisende.

Trotzdem gibt es aber zwei KLEINE Punkte aus dem Themenbereich “Fahrerraum” , die ich etwas zu bemängeln habe. Dabei handelt es sich einmal um das Thema AdBlue und einmal um die Geschwindigkeit.

Ja ihr lest richtig…ich habe Geschwindigkeit geschrieben 🙂 Wobei ich in dem Fall ganz klar sagen muss, das ist natürlich KEIN negativer Punkt am Fahrzeug selbst, sondern ein Punkt, bei dem ich einfach zur Vorsicht aufrufen möchte.

Ich konnte in den vergangenen Wochen immer wieder feststellen, dass andere Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn einfach nicht damit rechnen, dass von hinten ein Womo mit 150 km/h angedüst kommt. Mehr als einmal musste ich ziemlich in die Eisen gehen, weil irgendein PKW vor mir nochmal eben auf die Nachbarspur zog und gar nicht gecheckt hat, wie schnell ich eigentlich war.

Also wie gesagt… hierbei handelt es sich definitiv nicht um einen “negativer Punkt” am Fahrzeug selbst, oder gar an OrangeCamp! Wer so schnell mit einem Womo fährt, sollte nur unbedingt weit vorausschauend fahren.

Bei dem AdBlue Punkt ist es allerdings etwas anders, wobei auch dies sicherlich eher ein Kritikpunkt an Peugeot ist und im Grunde nicht gegen das OrangeCamp Wohnmobil spricht.

Da dieses neue Wohnmobil natürlich auch auf Diesel fährt, musste ich aufgrund dieser ganzen Schadstoffdisskussion zum normalen Diesel auch AdBlue tanken. Leider gibt es aber in dem Fahrzeug KEINE Anzeige, wie lange das getankte AdBlue noch ausreicht.

Irgendwann schaltet sich einfach eine Kontrolllampe an, bzw. im Fahrerdisplay wird angezeigt, dass man wieder AdBlue nachtanken muss, wann dieser Moment aber komm weiß kein Mensch.

Von diesem Moment an hat man zwar immer noch viel Zeit, man kann auch immer noch gut 800 km fahren und selbst danach geht der Motor nicht direkt kaputt, es fehlt ihm nur an Leistung. Man hat also eigentlich genügend Zeit eine passende Tankstelle zu finden.

Nichts desto trotz wäre es meiner Meinung nach deutlich angenehmer, wenn man vorher weiß, wann man wieder AdBlue nachtanken muss.

Dabei ist es aber so, dass dieses AdBlue deutlich, deutlich länger hält, als der normal getankte Diesel. Ich bin in den vergangenen 6 Wochen insgesamt etwas mehr als 3000 Kilometer gefahren und musste nur ein einziges Mal, direkt zu Beginn meiner Tour auf dem Weg nach Passau, AdBlue tanken. Da war es aber ausgerechnet so, dass ich es im Grunde eh schon eilig hatte und ich geraaaade von der Tankstelle wieder auf die Autobahn aufgefahren bin, als plötzlich die AdBlue Lampe an ging. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich natürlich direkt beim normalen Tanken auch den AdBlue Tank voll gemacht.

Bis zu dieser Tour habe ich mich noch nie darum gekümmert, ob man mittlerweile eigentlich an jeder Tankstelle AdBlue bekomme, ob man dieses Zeug nur an den großen Tankstellen bekommt und wie man dieses Flüssigkeit genau tanken muss. Das war für mich also alles ganz neu und da ich nicht wusste, wo ich dieses AdBlue überall bekomme, bin ich also vorsichtshalber direkt wieder am nächsten großen Autohof abgefahren und habe dann dort das erste Mal AdBlue getankt. Einmal volltanken hieß 10 Liter und hat mich dabei ca. 7 Euro gekostet.

Es geht also nicht um die Kosten und es geht auch nicht darum, dass man wie bei dem normalen tanken DRINGENDST sofort zur Tankestelle fahren muss, wenn diese Kontrolllampe aufleuchtet. Es geht mir einfach nur darum, dass es deutlich angenehmer wäre vorab zu wissen, wann man wieder AdBlue tanken muss.

Ich weiß auch nicht sicher wie das im Ausland aussieht, ob man da überall an dieses Zeug ran kommt, z.B. oben in Schweden oder Norwegen? Keine Ahnung… gerade für solchen Touren wäre es also doppelt gut zu wissen, wie lange das getankte AdBlue noch ausreicht.

 

Der Sitzbereich im OrangeCamp Wohnmobil

 

Ich habe bisher immer gesagt, hmmmm diese teilintegrierten Wohnmobile sind ja vielleicht ganz nett, aber die umgedrehten Fahrersitze stören mich. Ich möchte es mir abends im Womo gemütlich machen können, möchte die Beine hochlegen und nicht stocksteif auf einem Fahrersitz hocken.

Dieses Argument muss ich mittlerweile TEILWEISE revidieren, denn die Abende im OrangeCamp Wohnmobil waren wirklich gemütlich, was allerdings zum großen Teil auch an der kleinen Sitzbank neben der Tür lag. Diese kleine Sitzbank ist super! So konnte ich den Beifahrersitz drehen, die Rückenlehne etwas zurückstellen und die Beine auf die Sitzbank legen. Wenn ich zudem den Tisch ausgezogen habe, konnte ich auch noch ganz entspannt am Tisch arbeiten oder Getränke abstellen… dank dieser kleinen Sitzbank wurden die Abende mindestens doppelt so gut!

Was ich auch sehr gut fand waren die vielen einstellbaren Heizdüsen im Sitzbereich.

Egal welchen Sitz ich gerade genutzt habe, überall im Boden gibt es diese “Ausströmer” der Heizungsanlage, die ich mir einzeln und ziemlich punktgenau einstellen konnte. Für mich als Frostbeule natürlich perfekt. Man kann diese Heizdüsen aber auch komplett verschließen, wenn es einem “zu viel” wird.

Gemütlichkeit im Wohnmobil

So gemütlich können Womo Abende sein 🙂

Ebenfalls sehr gut abgeschnitten haben die Polster. Jetzt, nachdem ich das Womo kontrolliert und in einem sehr guten Zustand wieder abgegeben habe kann ich’s ja sagen… als ich den Müll wegbringen wollte, ist mir irgendwas ausgelaufen und auf die Polster getropft. Aber dank dieser speziellen Oberfläche der Polster sind die Tropfen wie “abgeperlt”, das war echt klasse und nachdem ich die Tropfen vorsichtig aufgewischt habe, war NICHTS mehr auf dem Polster zu sehen.

Das klappt wahrscheinlich nicht unbedingt bei einem vollen Glas Rotwein, aber in meinem Fall hat diese Polsterversiegelung super funktioniert und ich bin mir sicher, auch die ein oder andere Hundepfote kann man so ganz easy peasy wieder von den Polstern entfernen.

Ebenfalls positiv sind die Staufächer über dem Sitzbereich, diese sind so groß und schließen wunderbar, so dass man dort nochmal jede Menge “Gedöns” unter bekommt.

Dann gab es noch das große Panoramafenster über dem Fahrerhaus, HERRLICH!!!

Durch dieses Fenster kommt soooo viel Licht, das ist echt klasse. Gerade für mich zum schreiben am Laptop ist das richtige Licht immer wieder ein Thema. Natürlich kann man dieses große Fenster auch aufstellen, abdunkeln oder mit einem Fliegengitter verschließen. Während der Fahrt sollte es allerdings verschlossen bleiben…ist ja kein Cabriolets,  ist glaube ich klar.

Nicht ganz so bequem wie die Fahrerhaussitze ist die Sitzbank gegenüber. Da würde ich einfach mal sagen… sicherlich kann man da mal sitzen, man kann da auch vernünftig essen wenn man den Tisch etwas vorschiebt oder mal einen Abend z.B, Karten spielen. Auf Dauer wäre das aber nicht mein bevorzugter Sitzplatz.

Die Rückenlehne des Sitzbereiches ist schon sehr, sehr steil. Gerade sitzen z.B während der Fahrt klappt wunderbar, aber “gemütlich” quer durchs Womo fletzen ist auf dieser Sitzbank eher nicht möglich. Insgesamt also eher ein Ort für z.B. die Enkelkinder, die nur 2-3 mal im Jahr mit Oma und Opa unterwegs sind.

Was mir im Sitzbereich aber tatsächlich gefehlt hat sind ausreichend Steckdosen. Es gibt eine einzige Steckdose unter der großen Sitzbank, aber das war es dann auch. Ich weiß, das ist ein Punkt der bei eigentlich allen Wohnmobilen immer wieder bemängelt wird und hier ist er mir eben auch aufgefallen. Eine einzige normale Steckdose im Sitzbereich ist in Zeiten von Handy, Laptop, Kamera, Tablet und E-Reader für mich etwas zu wenig.

 

Die Küche im OrangeCamp Wohnmobil

 

Also bei dem Herd im OrangeCamp handelt es sich um ein echtes Schmuckstück. 4 Platten, Backofen und ein Salamander bzw. ein extra Grill zum überbacken oder zum warmhalten ist schon toll. Ja, ihr könnt jetzt sagen “wer braucht denn bitte einen Ofen im Womo?”, aber ich kann euch nur sagen, ich habe ihn geliebt und auch echt oft genutzt. Egal ob Auflauf, TK-Pizza oder Toast Hawai, dieser über Gas betriebene Ofen war einfach klasse.

 

Backofen im OrangeCamp Wohnmobil

Ihr könnt sagen was ihr wollt 🙂 … ich fand den Backofen super gut!!!

 

Ebenfalls super ist der große Kühlschrank mit gefrierfach und das gesamte Lichtkonzept der Küche. Dank eines unter der Spüle angebrachten LED Lichtbandes wird auch gleich die geöffnete Besteckschublade beleutet. Das ist schon sehr clever gemacht.

Allerdings gibt es im Küchenbereich auch die für mich “größten” bestehenden Kritikpunkte des gesamten OrangeCamp Wohnmobils.

Das Spülbecken ist schon sehr klein. Gut, jetzt kann man sicherlich sagen, wer benötigt schon ein riesengroßes Spülbecken, wahrscheinlich niemand dringend. Wenn aber ständig das Wasser überschlappt während des Spülens (und ich habe mich schon echt bemüht vorsichtig zu spülen), ist das einfach nicht so wirklich praktisch und ob das ständige Spülwasser dem Holz bzw. den Leisten drum herum auf lange Sicht so gut tut, kann ich auch nicht sicher sagen.

 

Kritikpunkte am OrangeCamp Wohnmobil

Das Spülbecken ist sehr klein, das muss ich einfach sagen. Toll sind hingegen die extra Ablageflächen von OrangeCamp

 

Dass es im Küchenbereich wenig Platz zum schnippeln gibt hat OrangeCamp ja bereits erkannt und die praktischen Holzablagen eingebaut.Ein Punkt den ich an OrangeCamp wirklich klasse finde. Dank der hauseigenen Schreinerei versuchen Sie zumindest direkt auf solche Punkte einzugehen.

Thema Kühlschrank… super groß, super Leistungsstark, aber den muss man einfach richtig “behandeln”. Bei mir gab es zu Beginn meiner Reise ständig das Problem, dass die Kühlschranktür während der Fahrt aufgesprungen ist. STÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄNDIG!!!! Das war echt nervig!!!!

Irgendwann habe ich dann aber mit OrangeCamp darüber gesprochen und schnell wurde mein Fehler klar. Diese neuen großen Kühlschränke haben keinen Stift mehr, der die Tür während der Fahrt zuverlässig geschlossen hält, sondern das ganze läuft über Unterdruck. Dazu ist es aber wichtig, dass zum einen die Klammer, welche die Tür zum Lüften offen hält wenn man den Kühli nicht nutzt, richtig sitzt (bei mir saß sie falsch, darum ging die Tür so leicht auf) und zum anderen muss der Kühlschrank während der Fahrt auch auf 12 Volt/ Batterie stehen, damit diese Unterdruck Geschichte richtig läuft!!!!

Ich habe den Fehler gemacht, dass ich den Kühlschrank vor der Fahrt ausgeschaltet habe, weil ich dachte, och der ist eh so kalt, der muss gar nicht unbedingt über Batterie laufen. Aber dann funktioniert natürlich auch diese Unterdruck/Ansaug Aktion nicht richtig und die Tür springt ständig auf.

Gewusst wie!!!!

 

Kühlschrank im Wohnmobil OrangeCamp

Der große Kühlschrank ist schon seehehr nett, man muss nur wissen wie man mit ihm umgeht.

 

Nachdem das alles klar war, sprang der Kühlschrank während der Fahrt auch nicht mehr auf.

Noch ein letzter Punkt… bevor man Losfährt, sollte man allerdings unbedingt daran denken die Backbleche bzw. das Ofenrost aus dem Ofen zu nehmen, denn ansonsten ist dieses Teil das einzige welches auf der Fahrt klappert wie wild.

Ansonsten kann ich nur sagen, klasse Küche, ausreichend Staumöglichkeiten und super tolles, großes Panoramafenster. Alles wirklich sehr, sehr schön!

 

Kommen wir zum OrangeCamp Wohnmobil Bad Bereich

 

Mir persönlich hat der gesamte Badebereich seeeeehr gut gefallen. Da man die Badezimmertür sowohl direkt vor der Toilette schließen kann, als auch als Abtrennung zum Wohnbereich, kann man den gesamten hinteren Bereich des Wohnmobils super trennen.

Ich meine jetzt mal ehrlich… mit einer anderen Person in einem Wohnmobil zu reisen, bedeutet grundsätzlich auch, jemand anderes sehr, sehr nah an sich heran zu lassen und dabei ist die “Klo Situation” eben auch so ein Punkt. Dank dieser Tür kann man den Wohnbereich aber wirklich gut abtrennen. Ich meine, ich bin da ja eh super empfindlich, ich kann ja nichtmal auf einer öffentlichen Toilette Pipi machen wenn jemand in der “Box” neben mir sitzt. Ehrlich… da geht nichts! 🙂

Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich reise mit jemandem in der Omi und diese Person sitzt  jetzt im “Wohnbereich” (sozusagen direkt neben dem Klo, auch wenn da diese kleine Tür zwischen ist) ich glaube ich könnte da im Leben nicht pinkeln gehen, geschweige denn iiiiiirgendwas anderes 🙂  Dazu kommt noch, wenn man die Tür am “Badezimmer” der Omi schließt, muss man sich schon sehr klein machen um irgendwie mit langen Beinen aufs Klo zu kommen.

Toilette im Wohnmobil

Die Toilette lässt sich drehen, so dass noch mehr Platz für die Beine bleibt

Das ist im OrangeCamp Wohnmobil eben ganz anders. Durch diese Trenntür entsteht im Badbereich viel Platz, es gibt keine Probleme mit den langen Beinen und dennoch ist der gesamte Bereich “sicher” vom Wohnraum getrennt.

Auch die Aufteilung der Dusche ist meiner Meinung nach sehr clever gemacht.

Gut, wir müssen nicht darüber diskutieren, eine Dusche in einem 7 Meter langen Wohnmobil ist immer klein! Aber im OrangeCamp kam sie mir wirklich nicht so klein vor!

Das lag, so glaube ich, vor allem an der “Einteilung” der Dusche. Erstmal ist es natürlich praktisch, dass die eigentliche Duschwanne mit einem Holzbrett ausgestattet ist, wodurch man den Duschbereich im Alltag sorglos betreten kann. Nimmt man dann aber dieses Holzbrett zum Duschen raus, kommt einem die Duschwann im ersten Moment schon sehr klein vor.

Aber… dank eines kleinen Vorsprungs entstehen nochmal gut 20-25 cm mehr Platz und genau diese cm sind es, die einem während des Duschens ausreichend Platz ermöglichen. Ich habe mehrfach im Womo geduscht, auch mit Haare waschen und kam super klar. Ich bin nicht einmal gegen die “kalte” Duschwand gestoßen und konnte selbst meine Füße in aller Ruhe waschen.

Dank der drei Abläufe in der Duschwanne, kann das Womo auch mal etwas schief stehen und das Wasser läuft sauber ab. Wirklich klasse!

 

Duschen im Wohnmobil

Dank dieses weißen Vorsprungs hinten an der Rückwand hat man in der Dusche erstaunlich viel Platz

 

Ebenfalls clever gemacht ist die “Sicherung” der Duschtüren, wodurch es auch auf lange Sicht nicht möglich sein wird, dass die Duschtüren während der Fahrt rappeln. Denn zum einen werden die Türen durch das eingelegte Brett am Boden ganz eng zusammengehalten, zum anderen gibt es im oberen Bereich nochmal einen Hebel um die Duschtüren zu halten und zwischen den Klapptüren befinden sich noch winzige “Moosgummi Plättchen” (oder sowas in der Art) die kein klappern zu lassen.

Wenn ich jetzt wirklich etwas zu “meckern” suche… und hier ist suchen besonders dick geschrieben, dann wäre es das Fenster, welches über der Toilette eingebaut ist.

Dieses Dachfensterchen ist so klein und vom Modell her eher alt, das passt irgendwie gar nicht zu so einem neuen Womo. Ich glaube das ist dieselbe kleine Dachluke die ich in der Omi gerade anfang des Jahres ausgetauscht habe. Wie gesagt, das ist definitiv meckern auf hohem Niveau, aber warum in so ein schickes neues Womo eine so kleine, olle Dachluke eingebaut wird… kein Ahnung.

Ich glaube da sollte gespart werden, denn diese kleine Luke hat nichts mit den echt tollen anderen Fenstern zu tun.

Sehr gut fand ich noch die beiden Staufächer im Boden bzw. in den Treppenstufen hoch zum  Bett. Beide “Räume” haben sich super als Schuhschrank gemacht. So konnte ich auch schmutzige Schuhe leicht verstauen. Eine weitere clevere Idee konnte ich im Kleiderschrank finden. Dank einer extra Lampe wie man sie auch vom Kühlschrank kennt, geht im Kleiderschrank ein Licht an, sobald man die Tür öffnet. Ich habe dazu in der Omi extra Batterie Spots “verklebt” aber so ein “Kühlschrank Licht” im Kleiderschrank ist schon echt super.

Allerdings muss ich auch sagen, insgesamt ist der Kleiderschrank schon schmal. Es gibt zwar im gesamten Womo viele, viele Staufächer, das ist echt klasse, aber die Kleiderschrank Stange zum hängen von z.B. Jacken ist wirklich schmal. Über den Daumen gepeilt würde ich sagen, da passen maximal 4 Kleiderbügel samt Jacken rein.

Allerdings gibt es unter der Kleiderstange noch 4 Fächer um weitere Kleidung unterzubringen.

Wenn dieses OrangeCamp Wohnmobil meines wäre, würde ich es auf jeden Fall so machen, dass ich diese 4 weiteren Fächer entferne und dafür eine zweite Kleiderstange einsetze. Wie gesagt, Staufächer für die Klamotten gibt es viele, nur der Platz um Kleidung auf einem Bügel aufzuhängen gibt es wenige, darum dann lieber die zwei übereinander hängenden Kleiderstangen.

 

Schlafen im Orangecamp Wohnmobil

 

“Mein” Modell hatte ja ein Querbett und ich kann nur sagen, für mich war dieses Querbett perfekt! Ich hatte mehr Platz als ich jemals benötige, ich konnte wunderbar vom Bett aus TV schauen und sowohl die beiden Spots, als auch vor allem das in der Rückwand eingebaute, indirekte Licht waren super duper angenehm.

Was mir außerdem sehr, sehr gut gefallen hat, sind die insgesamt drei Fenster im Schlafbereich. Es gibt jeweils auf den Wohnmobil Seiten ein Fenster und zudem noch ein großes Dach Heki. So könnte man selbst warme Sommernächte sehr gut überstehen, weil man immer etwas “Durchzug” herstellen kann.

Ich habe im OrangeCamp Wohnmobil geschlafen wie ein Stein!

 

Querbett im Wohnmobil

Durch diesen Winkel in der Matratze wird das Bett nach unten hin deutlich schmaler

 

Und da ich die Frage schon gestellt bekommen habe. Nein, das OranngeCamp Womo hat hinten keinen extremen Überhang. Der Überhang ist wirklich super gemacht. Er ist gerade so lang, dass ich mit dem Womo auch mal irgendwo stadtnah parken konnte, wo z.B. eine Wiese hinter der eigentlichen Parkbox angelegt wurde, er war gleichzeitig aber auch so “kurz”, dass das Wohnmobil/ bzw. das Bett hinten nicht stark schaukelt.

Das Thema hatten wir ja gerade schon in ähnlicher Variante beim Thema Seekrank werden, aber die Gewichtsverteilung in dem Womo ist wirklich, wirklich klasse.

Neben dem Querbett im Heck, hat das Mobil auch noch ein Hubbett über dem Tischbereich. Ich habe extra für euch zum testen auch eine Nacht da oben verbracht und habe mich auch da pudelwohl gefühlt. Das gesamte Hubbett ist sicherlich 120-140 cm breit und so weit vom Dach entfernt, dass ich um Hubbett sogar sitzen konnte. Dagegen ist die Höhe des Alkoven in der Omi winzig.

Auch im Dach des Hubbets sind nochmal zwei Spots verbaut, so dass man auch da oben abends z.b. noch gut lesen kann, ohne die Taschenlampe zu nutzen. Des weiteren ist das gesamte Bett leicht herunter zu ziehen und kann später dank einer unterstützung mit zwei Fingern wieder hoch geschoben werden.

 

Hubbett im OrangeCamp Wohnmobil

Das Hubbett, ok ihr seht… es war schon Tag und das Fenster hinten nicht ganz abgedunkelt… aber Platz ist da oben mehr als reichlich

 

Natürlich habe ich mich gefragt, könnte man zur NOOOOT noch unten sitzen, wenn das Hubbett nach unten gefahren ist? Und meine Antwort lautet JA! Selbst das geht, wenn auch nur mehr schlecht als recht.

Wenn das aber mal (warum auch immer) nötig sein sollte, ist es möglich die Fahrerhaussitze zu nutzen, obwohl das Hubbett unten ist. Ich dachte da z.B. an die Situation… man reist mit Kids und möchte ihnen abends noch etwas vorlesen. Das würde auf jeden Fall funktionieren, dazu kann man die Sitze des Fahrerhauses also durchaus trotz Hubbett nutzen.

Habe ich zum Thema Betten Situation auch Kritikpunkte… jain!

Also ein echter Kritikpunkt sind mal wieder die Steckdosen, eine einzige Steckdose hinten am Bett finde ich zu wenig. Außerdem gibt es im gesamten Wohnmobil nur eine USB Steckdose. Wenn man also irgendwo steht ohne am Landstrom zu hängen und noch keinen Wechselrichter hat (so wie bei mir) , gibt es nur diese eine einzige USB Steckdose um überhaupt irgendwas zu laden und diese sitzt dann auch noch direkt über dem Herd.

Da muss man sich abends schon gut überlegen, ob man das Handy läd, das Tablet, den Laptop oder die Kamera… eine Steckdose ist sehr wenig.

Der zweite Punkt ist sicherlich das Querbett, wobei ich dieses NICHT als Kritikpunkt äußern möchte, sondern man muss sich einfach überlegen, was man haben möchte. Ich z.B. finde die Aufteilung mit dem großen Badbereich hinten quer und dem dahinter liegenden Bett aktuell besser, als ein schmales Längsbett und daneben ein schmales, langes Bad. So denke ich zumindest aktuell!

Ein anderes Thema bei vielen Paaren ist “Schnarchen”…

Ich kenne so einige Paare die grundsätzlich mittlerweile getrennt schlafen, weil ein Partner so laut schnarcht. Dies wäre hier dank der Tür zwischen Wohn- und Schlafbereich und des Hubbetts sehr gut möglich.

Raumbad im Womo

Für mich aktuell jeden Morgen wieder schön… der getrennte Bad/Dusch Bereich .

Möchte man aber als, sagen wir mal “fülliges” Paar gemeinsam hinten im Querbett schlafen, ist es schon relativ eng. Gerade durch den Einstig ins Bett fällt nochmal ein Teil der vorderen Matratze weg. Es ist also eigentlich so, dass zwei große, breite Personen sehr gut oben im Kissen Bereich nebeneinander passen, es dann aber ab Po und Beinen enger wird.

Einen wirklich heftigen Kritikpunkt habe ich also nicht, ich denke jeder Wohnmobil Käufer muss in diesem Bereich einfach selber schauen was für ihn am besten ist. Für mich als Alleinreisende, die höchstens maaaaal eine andere Person mit an Bord hat, ist diese Aufteilung super.

 

Und von Außen? Das OrangeCamp Wohnmobil und die Garage, Staufächer usw.

 

Fangen wir mal mit der Garage an. Super finde ich, dass die Garage mit beheizt wird, so kann man da hinten auch gut mal nasse Kleidung oder Handtücher aufhängen. Gerade wenn man mit Hund reist ein erheblicher Vorteil! Zudem ist die Garage groß genug um zwei Fahrräder zu verstauen und da sie von beiden Seiten zu öffnen ist, kommt man auch an die “hinteren” Bereich sehr gut ran.

Außerdem sind in der Garage bereits einige kleine Ablageflächen eingebaut, hier kann man also die ganzen kleineren Teile, Schlauchanschlüsse, Hundeleinen usw. gut verstauen.

Zu den anderen Fächern kann ich wenig schreiben, sie sind da und sie funktionieren. 🙂

 

Wohnmobil günstig im Test

Das OrangeCamp Womo von der Seite

 

Was mich etwas gewundert hat, ist dass das Frostschutzventil mit im Frischwasser-Nachfüll-Kasten sitzt. Kannte ich so nicht, bei mir in der Omi sitzt  der Wächter mit in dem Fach, in dem auch die Heizung sitzt, aber so wie im OrangeCamp ist das durchaus gut. Man kommt auf jeden Fall sehr leicht ran. Der gesamte Frischwassertank sitzt direkt hinter dem Fahrersitz auf der Vorderachse und auch das Fach zum befüllen des Frischwassertanks ist auf der selben Seite.

Etwas hin und her gerissen bin ich von dem Toiletten Kanister Auszug auf der Aufbautür Seite. Wenn man die Toilette also leeren möchte, ist dies direkt auch auf der Seite, auf der man sitzt oder vielleicht die Markise öffnet.

Ja, das ist sicherlich auch mal wieder kein echter Kritikpunkt und mir ist natürlich klar, dass die Aufteilung des Womo nichts anderes zulässt, aber es ist mir aufgefallen.Gut, aber man muss  ja auch nicht gerade die Toilette weg bringen, wenn der Partner noch am Frühstückstisch sitzt.

Einen letzten echten dicken fetten Kritikpunkt habe ich allerdings noch festgestellt… wobei ich jetzt ganz aktuell erfahren habe, dass dieser so nicht mehr gilt! Dennoch schreibe ich ihn euch, denn vielleicht sucht ja gerade jemand ein gebrauchtes Wohnmobil, wo diese Situation noch besteht.

Es geht um den Gaskasten!

Dieser sitzt nämlich bei meinem Womo Testmodell noch in der Garage und ist sowas von unpraktisch verbaut! Zum einen ist es so… würde man z.b. zwei Fahrräder in der Garage stehen haben, könnte man wahrscheinlich die Gaskasten Tür gar nicht mehr öffnen. Das bedeutet also, wenn mal wieder nachts das Gas ausgeht, müsste man morgens erst die Räder aus der Garage holen um überhaupt an den Gaskasten zu kommen.

 

OrangeCamp Wohnmobil Kritik

Der Gastkasten sitzt auf der rechten Seite der Womo Garage

 

Davon abgesehen ist der gesamte Gaskasten echt sowas von unpraktisch verbaut, da hat aber irgendwer damals beim Modellentwurf nicht nachgedacht. Der gesamte Kasten sitzt auf der rechten Seite der Garage, ist aber insgesamt eigentlich mindestens 5 cm zu niedrig und hat zudem unten und oben auch noch eine total überflüssige Kannte.

Eine volle Gasflasche hat ja diesen roten Deckel, den man erstmal abnehmen muss, bevor man den Gasschlauch anschließen kann.

Wie es immer so ist, ging mir auch im OrangeCamp Wohnmobil spät Abends das Gas aus und dann kam der Akt Gasflasche wechseln… ehrlich ich habe mir dabei fast einen abgebrochen um diese verdammte rote Tülle von der Flasche zu bekommen.

Es ging einfach nicht!

Der Gaskasten bietet nach oben so wenig Platz, dass man die Tülle nicht von der Flasche bekommt.Ich musste erst die gesamte Flasche aus dem Kasten heben, um dann die Kappe von der Flasche zu ziehen. Allerdings war auch das nicht so einfach, denn selbst um die Flasche aus dem Kasten zu heben, muss man sie etwas schräg halten, um an dieser überflüssigen Kannte vorbei zu kommen. Und das alles um 23 Uhr, möglichst leise um die Nachbarn nicht zu stören und viel zu dünn angezogen. Da wird man schnell ein bisschen “frustig” 😉

 

Wohnmobil im Test OrangeCamp

Hier sieht man es ganz gut, der Gaskasten ist echt unpraktisch. Zum Glück wurde er mittlerweile nach außen gelegt

 

Am letzten Tag habe ich auch noch neues Gas gekauft und wollte die Gasflasche wieder in den Kasten stellen. Auch dies war ziemlich umständlich.Zumal muss man sich, um die Gasflasche in den Kasten zu hieven, erst ein Stück in die Garage beugen muss, um dann die für mich relativ schwere Gasflasche  über diese Kannte in den Kasten zu heben. Vorbeugen und gleichzeitig schwer heben… da jauchzen aber die Bandscheiben.

Soll also heißen, der Gaskasten ist in diesem Modell echt doof verbaut, das muss ich einfach so sagen, auch wenn ich von allem anderen schwärmen könnte.

ABER… wie ich jetzt gehört habe, ist dieses Problem bereits bekannt und es wurde auch schon reagiert. Mittlerweile ist der Gaskasten etwas größer und vor allem direkt von außen zu nutzen. Man muss also nicht mehr so umständlich in der Garage hantieren. Gut das dieses Problem also bereits gelöst wurde, denn das war an meinem OrangeCamp Wohnmobil Modell noch ein echter Knackpunkt!

 

Mein Fazit vom Fazit…

 

Das OrangeCamp Wohnmobil im Test - 6 Wochen durch den Herbst, ein Qualitätscheck im OrangeCamp Womo

Dein Pin zum OrangeCamp Test

Ich bin tatsächlich erstaunt, wie gut die allgemeine Qualität an diesem OrangeCamp Wohnmobil ist. Ich denke, das OrangeCamp mittlerweile komplett in Deutschland produzieren lässt, dieser Schritt hat dem gesamten Unternehmen und jedem einzelnen Wohnmobil sehr, sehr gut getan. Sicherlich gibt es auch an diesem Modell Dinge, die entweder eine Frage des Geschmacks sind, oder auch des ganz persönlichen Reise Alltags. Wenn mich zu wenige Steckdosen stören, muss das ja definitiv nicht für alle anderen Camper gelten.

Was ich an OrangeCamp erwähnenswert gut finde ist, dass sie versuchen auf die kleineren Problemchen einzugehen. Natürlich können sie nicht grundsätzlich die gesamte Produktion verändern, dafür laufen selbst bei einem kleineren Hersteller wie OrangeCamp zu viele Wohnmobile vom Band. Nichts desto trotz versuchen sie aber mit kleinen Detail den Komfort zu verbessern, so wie z.B. mit den klappbaren Schneidebrettern, oder den extra Auflageflächen im Küchenbereich.

Natüüüüüürlich ist auch hier nicht immer alles Gold was glänzt, und natüüüüüürlich arbeiten auch hier nur Menschen die mal einen besseren oder schlechteren Tag haben. Große Pannen dürfen nicht passieren, aber einen nicht ganz super freundlichen Kundendienst… naja… sollte auch nicht sein, gibt es aber wie in jedem anderen Unternehmen dieser Welt auch. Ich kann nur sagen, zu mir war das gesamte Team sehr, sehr nett und freundlich.

Ehrlich gesagt… ich sehe qualitativ aktuell keinen echten Unterschied zu anderen großen deutschen Herstellern, mich hat OrangeCamp überzeugt und für mich stellen die Fahrzeuge eine super gute Alternative da. Zumal der Preis des OrangeCamp 690T in der Grundausstattung 52.900 Euro beträgt, was ja in der aktuellen Campin Boom Phase fast schon ein Schnäppchen ist. 😉

Ich möchte mich auf diesem Weg  nochmal bei dem gesamten Team für die tolle Kooperation bedanken, ich hatte eine super Zeit auf meiner Reise mit dem OrangeCamp Wohnmobil durch den Herbst.

 

OrangeCamp Team im Test , ein günstiges Womo

Schön wars! 🙂

 

So und wenn ich euch jetzt auf den geschmack gebracht habe, dann schaut euch doch einfach mal selbst bei OrangeCamp in Braunschweig vorbei oder auf einer der nächsten Reisemobil Messen am OrangeCamp Stand um.

Ihr habt die ersten Teile meiner Tour durch den Herbst im OrangeCamp verpasst? Habt nichts von meiner Fahrt über den Brenner, die Werksbesichtigung, mein „nicht erwünscht sein“ am Chiemsee oder das Stellplatzproblem in Potsdam gelesen?

Dann findet ihr hier Teil 1 – 5 meiner Herbst Tour:

Teil 1 – Das Unternehmen OrangeCamp und warum ich an einem Tag gleich 1100 km gefahren bin

Teil 2 – Ein Blick hinter die Kulissen des modernen Wohnmobilbaus

Teil 3 – Das Chiemsee Desaster und ein wunderschöner Stellplatz

Teil 4 – Ab über den Brenner – einmal Italien oder doch nicht?

Teil 5 – Dresden, Potzdam und ab auf die Insel

Ich wünsche euch viel Spaß und sage wie immer… bleibt gesund!

 

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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