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Kaum zu glauben aber wahr… da hab ich mal in die Tasten gehauen.

 

Werbung, Markennennung, darum gehts: Ich habe aktuell das Gefühl, noch nie lagen die Nerven innerhalb der großen Campingfamilie so blank wie in den letzten Wochen. Doch wo ist was aktuell los? Welche Events laufen, um dem Thema Camping und Tourismus eine Stimme zu geben? Welche Aktionen gibt es, wo liegen die Probleme und wer macht den Entscheidungsträgern Druck?

Dies ist mein Versuch mir einen Überblick über die aktuelle “Camping Corona Widerstand” Lage zu verschaffen und eine Antwort auf die Frage zu finden, welches Verhalten ist aktuell eigentlich richtig und welches ist falsch?

 


 

 

Hey ihr Lieben und „alter Falter“, was ist denn bitte aktuell in der Camperfamilie los? Hudiii wudiii… ich glaube es gab noch keine Zeit, in der die allgemeine Stimmung so aggressiv war, wie momentan… vor allem online bzw. in den sozialen Medien, aber auch im „echten Leben“ geht es immer härter zur Sache. . Ehrlich, ich hab schon jetzt ein bisschen bedenken diesen Artikel zu veröffentlichen, weil ich das Gefühl habe, noch nie lagen die Nerven vieler Camper so „zerfleischend blank“ wie momentan.

 

Camping, Corona und der Widerstand… wenn alle Nerven blank liegen.

 

Egal ob Wohnmobil oder Wohnwagen, der Widerstand gegen Teile der Corona Maßnahmen wird immer deutlicher und langsam liegen bei vielen Campern die Nerven blank. Bild by. Deborah F. , Aufstellung zur Camper Demo in Hamburg

 

Klar, wie sollte es auch anders sein, das alles bestimmende Thema ist natürlich Corona, das Verbot touristisch zu übernachten und die damit verbundenen geschlossenen Stell- und Campingplätze. 

Doch was ist diesbezüglich momentan los? Wie sind die Lager verteilt? Welche Aktionen finden statt? Wo liegen die großen Problem und da ihr ja nunmal auf ISASWomo seid, kann ich es nicht lassen, auch meine Sicht auf die Dinge beizutragen 🙂

 

Camping, Corona und die geschlossenen Plätze

 

Werfen wir mal als aller erstes einen Blick auf die rechtliche Situation:

  1. Egal wie es rund um Corona steht… leider ist das wilde campen in Deutschland seit jeher verboten. 
  2. Mit den unterschiedlichen Corona Maßnahmen gibt es auch bereits seit Monaten das Übernachtungsverbot für tourisch Reisende. Dieses Verbot bezieht sich sowohl auf Hotels und Ferienwohnungen, als auch auf Stell- und Campingplätze. Somit ist es also Stell- und Campingplatzbetreibern nicht erlaubt, Camper über Nacht bei sich aufzunehmen. 

 

Kommen wir zum „menschlichen“ Teil dieses Abschnitts: 

  1. Wir befinden uns seit nunmehr 13 Monaten in der Corona Pandemie und immer mehr Menschen sehnen sich nach Normalität. 
  2. Es gibt immer wieder Maßnahmen die von der Politik erlassen werden, in denen immer mehr Menschen keinen Sinn sehen. (Beispiel, erst vor wenigen Tagen haben verschiedene Aerosolexperten bestätigt, dass es ziemlich sinnlos ist, eine Maske z.B. während des Sports an der frische Luft zu tragen. )
  3. Genau so sehen es mittlerweile viele Camper, wenn es z.B. darum geht, dass sie zwar innerhalb ihres Wohnortes (ggf. sogar in einem Ballungsgebiet) tagtäglich unterwegs sein dürfen, gleichzeitig ist es aber nicht erlaubt, in der identischen Personenkonstellation im Womo oder Wowa zu schlafen. 
  4. Oben auf kommt noch, dass viele andere Länder Europas Stell- und Campingplätze (teilweise unter bestimmten Regelungen) die gesamte Zeit über offen gelassen haben, obwohl die Inzidenzwerte deutlich höher waren, als die Werte in Deutschland. 
  5. Naja und dann gibt es natürlich noch die Leute die Corona komplett „verneinen“ und alles oder fast alles, für unglaubwürdig halten.  Meinem Gefühl nach werden es auch eher immer mehr Leute die so oder so ähnlich denken, als weniger. (oder sie werden einfach immer lauter und mutiger). Dennoch glaube ich, dass es den meisten ähnlich geht wie mir… ja Corona ist da und ja Corona ist sicherlich auch riskant und dennoch sind es vor allem die scheinbar sinnlosen Maßnahmen und fehlenden Konzepte, die so sehr an den Nerven zehren.   

 

Das Problem…. 

  1. Immer mehr Camper nutzen die ersten schönen Frühlingstage und gehen „on Tour“, ganz gleich ob es nun verboten ist oder nicht. 
  2. Dabei sprechen wir allerdings nicht mehr nur um „ein Händchen voll“. Mittlerweile sind wirklich viele Camper regelmäßig unterwegs und da die Plätze nunmal geschlossen sind, steht „halb Campingdeutschland“ frei. So kommt es schon jetzt zu solch skurrilen Bildern wie einem geschlossenen und mit Flatterband abgesperrten Stellplatz und einem davor liegenden Parkplatz, auf dem gleich mehrere Camper samt Wohnmobilen ihre Zeit verbringen. 
  3. Das Wiederrum gefällt vielen Anwohnern, Ordnungsbeamten und auch anderen Campern nicht, die sich weiterhin fest an die Maßnahmen, Regelungen und Gesetzte halten. 

 

Es ist also kein Wunder, dass die Stimmung zwischen den verschiedenen Lagern immer „intensiver“ wird. 

Und dann spitzte sich die Lage über Ostern auch nochmal deutlich zu.

„Berchtesgaden Gate“

Über die Osterfeiertage hat sich die ganze Situation nochmal deutlich zugespitzt, nachdem ein offener Brief der an verschiedenen Politiker gerichtet wurde und der dazu passende Facebook Post, aus der Region Berchtesgaden, in Überschallgeschwindigkeit durch Netz hüpfte.

 Was war geschehen…. 

Wie gesagt, da ja alle Campingplätze usw. für Touris geschlossen sind, haben einige Camper anscheinend ein erhebliches Toiletten und Grauwasser Entsorgungsproblem. 

Tja und so kam es in Berchtesgaden zum wiederholten Male dazu, dass am Rande eines Parkplatzes, der zudem auch noch in der Nähe eines durch Corona aktuell geschlossenen Hotels liegt, Camper nicht nur ihren Müll und ihr Grauwasser auf dem Parkplatz verteilten, nein… sie haben auch noch ihre Kassettentoilette auf einer angrenzenden Wiese entleert. (Die entsprechenden „Beweisbilder“ waren ziemlich eindeutig).

Wenn ein Kommentar zu hundert Fragen führt…

Da ich durch Zufall innerhalb sehr kurzer Zeit von diesem offenen Brief/ Post erfahrne habe, habe ich direkt versucht die Wogen noch haaaalbwegs zu glätten, in dem ich kommentiert habe, dass solche Leute auch unter den Campern alles andere als „normal“ sind, wir (Camper) den Unmut der Berchtesgadener verstehen können und trotzdem sollten nicht alle Camper über einen Kamm geschert werden, denn sicherlich sind alle Seiten froh, wenn sie auch in Zukunft einen gewinnbringenden Urlaub im Berchtesgadenerland verbringen können. 

Tjaaaaa, ich sage mal so…. was in den Tagen danach geschehen ist, war wirklich extrem. Der eigentliche Post wurde zig hundert mal geteilt, immer mehr Kommunen nutzen den Berchtesgaden Post um auch ihren Unmut über „die Camper“ zu teilen und ich würde behaupten, mal abgesehen von dem Brand der Omi, habe ich noch nie so viele verschiedene Nachrichten bekommen, wie zu dem ganzen „Berchtesgaden Gate“. 

Wie ein Zug der nicht mehr zu stoppen ist…

Das ganz, ganz große Problem ist allerdings, es gab bisher unterschiedliche Initiativen und Aktionen seitens der „Camperfamilie“, die versucht haben, Druck auf die Politik auszulösen, um sicheres campen zu ermöglichen. 

Stellenweise gab es seit kurzem auch eeendlich erste Bemühungen seitens der (kommunalen) Politik. So gab es z.B. gerade ganz frisch die Idee, in verschiedenen Regionen, quer über Deutschland verteilt je nach Inzidenzwert, Modellversuche zu starten und so Campingplätze samt Tests usw. zu öffnen. 

Nur leider sind seit dem „Berchtesgaden Gate“ viele Verantwortliche deutlich zurück gerudert , alles nach dem Motto: Seht ihr, wir können doch gar nichts öffnen, „die Camper“ halten sich doch schon jetzt an keine Regeln. (Alles natürlich sehr vereinfacht und verkürzt gesagt). Darum ist es aktuell so, dass aus gut 10-12 Modellregionen noch eine einzige auf Sylt übriggebliebene ist. 

Herzlichen Dank an die Camper, die das alles ausgelöst haben.  

Und so ist leider genau das geschehen, was wir alle, egal ob „einfacher“ Tourist, Stell- und Campingplatzbetreiber, Mitarbeiter der Verbände oder eine Camping Bloggerin am aller, aller wenigsten gebrauchen können, die allgemeine Stimmung über „die Camper“ sinkt und sinkt und sinkt.  

 

Camping Corona Maßnahmen Urlaub 2021

Immer mehr Camper möchten z.B. an den “Camping mit Abstand” Demo-Konvois teilnehmen um Aufmerksamkeit auf unsere Branche zu richten. Bild by. Christoph H, Camper Demo Konvoi Hamburg 2021

 

Camping und Corona, das Thema ruft nach Aufmerksamkeit!

 

Nun gut… schieben wir den „Berchtesgaden Gate“ mal beiseite, das ganze Thema Camping und Corona bleibt natürlich dennoch und damit einhergehend auch viele offene Fragen und Probleme, zumal es immer wieder dazu kommt, dass die anti Corona Maßnahmen für viele Leute keinen Sinn machen.

Wo liegt der große gefährliche Unterschied, ob Singles, Paare, Familien zusammen in ihren Wohnungen hocken, oder im Wohnmobil/ Wohnwagen? 

Denken wir nur mal als Beispiel an die Womo Dinner! 

Das „gefährlichste“ an einem Womo Dinner ist doch der mögliche Kontakt zur Bedienung. Aber dieser Kontakt ist erlaubt und stellt kein Problem da. 

Doch wenn die Leute, die eh schon stundenlang zusammen im Wohnmobil gesessen, geredet und gegessen haben, danach in ihren Reisemobilen schlafen wollen, ist es verboten. Denn natürlich gilt auch in diesem Fall das Verbot zur touristischen Übernachtung. 

Jetzt mal ehrlich, das macht doch auch wirklich keinen Sinn und ist ein schönes Beispiel, warum wir durch unspezifischen Maßnahmen „Corona müde“ sind. 

Mit jedem Tag wird das Problem “geschlossene Plätze” größer und größer

Davon abgesehen schlittern wir, meiner Meinung nach, mit jedem Tag, an dem sämtliche Plätze geschlossen bleiben, auf ein weiteres erhebliches Problem zu. 

Mittlerweile sitzen viele Reisewillige und Camper auf heißen Kohlen und wollen los! Da sprechen wir nicht mehr von ein paar tausend Menschen, wir sprechen allein unter den Campern von Hunderttausenden und es werden jeden Tag mehr. Sobald also irgendwann das GO kommt, so dass wir alle ab dem XY wieder unterwegs sein können, dann wollen auch all die Menschen unterwegs sein! Wohin das führt, haben wir ja schon nach dem vergleichsweise kurzen Reise/ Übernachtungsverbot im Frühjahr 2020 gesehen. 

Die Stell- und Campingplätze können ggf. je nach Konzept, nur 50 % der üblichen Gäste aufnehmen und so wird es einen riesen Run auf die Stell- und Campingplätze geben. Viele, viele Camper werden aber einfach keinen richtigen Platz mehr ergattern können, was bedeutet, dass diese Leute ja nicht wieder umkehren und heim fahren, sondern in großer Anzahl auf öffentlichen Parkplätze stehen. Das führt letztendlich wieder zu erheblichen Problemen und schlechten Medien und wieder wird das Ansehen der Camper schlechter, gerade in den besonders beliebten Regionen.

Diese Massen regelkonform nach dem “GO” zu lenken, wird in vielen Regionen meiner Meinung nach unmöglich!

Ein hausgemachtes Problem, dass man sich von Anfang an erspart hätte, wenn Konzepte genutzt und umgesetzt worden wären. 

 

Camping Corona Möglichkeiten Urlaub 2021

Bild von der letzten “Camping mit Abstand” Demonstration in Hamburg. Nach Absprache und offizieller Anmeldung wurde der ganze Konvoi von der Polizei begleitet. Bild by Deborah F.

 

Camping und Corona, die große Aktionen und der kleiner Widerstand!

 

Wie gesagt, mittlerweile gibt es immer mehr Menschen die sich gegen „den Sinn der Corona Maßnahmen“ aussprechen und das stellenweise sogar sehr laut und deutlich. 

 

Camping Corona Demo

Bild von der Demonstration in Hamburg. Bild by Christoph H.

 

Die Demo „Camping mit Abstand“ 

 

Als erstes zu nennen wäre da wohl die Aktion „Camping mit Abstand“ , die seit vielen Wochen Wohnmobil und Wohnwagen Konvois/ Demos an unterschiedlichen Orten veranstaltet. 

Und bevor ich auch nur ein weiteres Wort zu den Demonstrationen schreibe, will ich einfach mal sagen, dass ich vor der Arbeit der Veranstalter meinen Hut ziehe. Ich würde mir eine solche Organisation nicht zutrauen. 

Es handelt sich weder um professionelle Eventmanager o.ä., die beiden Hauptakteure haben mit einem ganz kleinen Konvoi vor einigen Wochen begonnen, alle planen das gesamte Event nebenberuflich und um euch mal die Ausmaße zu beschreiben… 

am jetzigen Wochenende findet die „Camper Demo“ in Berlin mit knapp 700 Fahrzeugen statt!!! 

Das bedeutet aber natürlich auch, die gesamte Aktion wird von der Polizei begleitet und sie findet komplett unter der Absprache mit den Ordnungsbehörden statt.

Allein schon, dass die Fahrzeuge nach Zeiten gestaffelt am Start eintreffen, ist ja eine wahnsinnige logistische Aufgabe. Wenn ich mich richtig erinnere war die Sprache davon, dass allein der Konvoi, also Fahrzeug an Fahrzeug, ca 12 Kilometer lang ist. Wer so etwas  nebenberuflich plant, um der gesamten Tourismus und Campingbranche zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen…. hat meinen vollen Respekt! 

Denn eines muss man dazu vielleicht auch mal sagen, so weit ich weiß, haben es unsere großen Verbände bisher noch nicht geschafft, auch nur halb soviel Aufmerksamkeit auf die Probleme innerhalb der Tourismus/ Camping Branche zu richten. Aber dazu gleich nochmal mehr. 

Die „Camping mit Abstand“ Demos werden komplett über die gleichnamige Facebook Gruppe initiiert und geplant. Bei allen bisherigen Demos war es so, dass sich deutlich mehr Teilnehmer angemeldet haben, als letztendlich teilnehmen durften, da die Behörden die Teilnehmerzahl eingrenzen.

Wenn sich also einer von euch für das Thema interessiert und vielleicht demnächst selber live dabei sein möchte, meldet euch in der entsprechenden Facebook Gruppe an. 

Soweit ich weiß, gibt es KEINE andere Möglichkeit als die FB Gruppe, um an den Demonstrationen teilnehmen zu dürfen.

Die aktuelle Demo, 17.04.2021, in Berlin, ist die bisher größte Demonstration dieser Art und ich bin sehr gespannt, ob wohl endlich auch größere Medien auf die Demonstrationen/ Konvois hinweisen bzw. über sie berichten 

Bisher ist es zu meinem eigenen Erstaunen so, dass kaum größere Medien (abgesehen von der ein oder anderen Tageszeitung) über die Konvois berichtet haben. Ich kann mir das nur so erklären, als dass viele Medien mal wieder Bedenken haben dieses durchaus heiße Thema anzufassen. 

Denn JA, keine Frage… auch ich habe einige Wochen überlegt ob ich diesen Artikel bringe und wie gesagt, ich mache mir schon jetzt so meine Gedanken 😉 

Doch bei aller „Demo Kritik“ (die teilweise sicherlich auch gerechtfertigt ist), ich z.B. pranger mittlerweile seit über einem Jahr an, dass der Tourismus vergessen wird, dass es immer noch keine Konzepte gibt, dass gute Konzepte einfach nicht umgesetzt werden usw. usw. … da ist mir das Aufsehen, welches eine solche Demo für den Tourismus und für die Campingbranche ermöglicht wichtiger, als die Kritik. 

Ich selbst habe bisher an keiner Demo teilgenommen, vor allem weil es durch die Holland Tour, Quarantäne und Passau aktuell zeitlich nicht geklappt hat. Darum habe ich innerhalb der Gruppe um Bildmaterial gebeten und bin sowohl Christoph H. als auch  Deborah F. sehr dankbar, dass sie mir die Konvoi Demo Bilder in diesem Artikel zu verfügung gestellt haben. 

Wenn ihr euch einen genaueren Eindruck von den Konvois/ Demos verschaffen möchtet, Deborah führt einen Camper YouTube Kanal namens Constantins’s Diary, auf dem ihr auch einige Konvoi Videos findet. 

Ok und um dem ein oder anderen Camper schonmal etwas „Wind aus den Segeln“ zu nehmen. 

JA, mir ist bewusst, dass auch Wohnmobile und Gespanne während einer solchen Demo Abgase produzieren. Allerdings gilt das ja zumindest in Teilen für alle, alle, alle  Demos und jede Veranstaltung, denn zumindest die Teilnehmer werden ja sicherlich nicht alle mit dem Zug oder E-Auto anreisen. 

Und doppelt JA, JA, JAAAAAAA ich finde es auch zum ko…  würgen, wenn einige Demo Teilnehmer die Möglichkeit an der Demo teilnehmen zu dürfen, dafür ausnutzen, um tagelang anzureisen und am Abend zuvor die ganze große Grill- und Camper Party zu schmeißen.

Keine Frage, dafür ist die Demo nicht gedacht und meiner Meinung nach ist es ein absolutes Unding und eine Sauerei hoch 10, die ganze Demonstration so ggf. in Verruf zu bringen. 

Aber auch in diesem Fall gilt… die große Mehrheit benimmt sich gut und hält sich an alle Regeln. Die Behörden hatten bisher nie wirklich viel zu meckern und die allermeisten Leute sind vor Ort um Aufmerksamkeit zu erzeugen. 

Und nochmal, diese Aufmerksamkeit und der Zusammenhalt ist meiner Meinung nach aktuell für die gesamte Tourismus Branche und im speziellen für uns Camper, wichtiger als die üblichen Kritikpunkte! (Meine Meinung) 

 

Camping, Corona und der BVCD

 

Kurze Erklärung… im Grunde gibt es in Deutschland zwei besonders große Verbände rund um Camping und „vanlife“. Da wäre zum einen der CIVD, der Camping Industrie Verband Deutschland und zum anderen der BVCD, der Bundesverband der Campingplatz Betreiber Deutschland. 

Der CIVD, also der Verband für die Camping Industrie, ist rund um das Corona Thema weitestgehend „raus“, schließlich geht es vielen Herstellern von Freizeitfahrzeugen usw. durch die Pandemie aktuell eher nochmal besser als schlechter, mal ganz abgesehen davon, dass wir ja eh seit Jahren einen enoooormen Campingboom erleben. 

Wie lange das so bleibt und ob sich Jobverlust und Kurzarbeit auch in den Verkaufszahlen 2022, 2023 widerspiegeln, bleibt abzuwarten. 

Bleibt also noch der BVCD, locker flockig gesagt, der Verband für die Campingplatz Betreiber. 

Viele von euch werden den „Super GAU“ des BVCD vergangene Woche sicherlich mitbekommen haben, darum werde ich auf das ganze Thema jetzt ganz bewusst nicht nochmal intensiv eingehen. 

Viel eher möchte ich auf die Aktion „CAMPEN, aber sicher!“ blicken, die der BVCD bereits seit Wochen veranstaltet und an der auch ich direkt zu Beginn teilnehmen durfte.

Worum geht es bei der Aktion „CAMPEN, aber sicher!“?

Der BVCD gibt immer wieder Leuten aus der Branche die Möglichkeit ihre eigene Situation zu erklären und Forderungen zu stellen, Meinungen zu äußern. 

Da ich bereits vor Beginn der Aktion mit dem BVCD in Kontakt stand, weil ich bereits vor einigen Wochen Fragen zur Arbeit des BVCD hatte, habe ich letztendlich auch gerne an der Aktion teilgenommen, denn…  nur meckern, kritisch fragen und dann nicht teilnehmen, ist ja auch nicht fair. 

Letztendlich finde ich es natürlich gut, dass der BVCD das Camping, Corona, geschlossene Plätze Thema „anfasst“ und da die ganze Aktion mittlerweile seit Wochen läuft und immer wieder seitens des BVCD deutlich um teilen, posten, kommentieren gebeten wird, werden die Post auch von reeeelativ vielen Leuten gesehen. Leider befürchte ich nur, dass all diese Posts vor allem von Campern gesehen werden und dass die wenigstens Posts die „Campingblase“ verlassen und wirklich auf ein neues Publikum treffen. 

Somit ist es eine gute Aktion, keine Frage und wie gesagt, ich habe auch gerne teilgenommen, ich glaube allerdings auch, die ganze Aktion ist vor allem eine schöne Werbung für den BVCD und seinen social media Profilen, die sicherlich deutlich an Reichweite gewinnen, wenn die halbe Camperwelt die BVCD Posts teilt. 

Zudem… und ich schreibe es bewusst vorsichtig, weil ich nicht sicher und in allen Details weiß, was der BVCD bereits intern unternommen hat. 

Nur…wir sprechen hier ja nunmal von DEM deutschen Verband  für die Belange von Campingplatz Betreibern. In wie weit dieser Verband bisher wirklich aaaaaalles dafür getan hat um entsprechende Konzepte zu entwickeln und vor allem auch, um diese Konzepte bei Kommunal-, Landes- oder gar Bundespolitik vorzustellen und dadurch Druck aufzubauen…. hmmmmm, da bin ich mir nicht sicher.

Ich habe auf jeden Fall mehrfach auf der BVCD Internetseite recherchiert und konnte im Netz auch jede menge Forderungen finden, oder auch einen deutlichen offenen Brief an die Kanzlerin.  Aber wo sind die täglichen Dinge, die ständigen Gespräche hinter verschlossenen Türen, all das was abseits von großen online Auftritten geschieht? Über direkte Gespräche zwischen dem Verband und z.B. den Tourismus Verantwortlichen der Kommunen und Länder, wurde ich nicht fündig und auch meine Fragen zu dem Thema an den BVCD, konnten nicht wirklich durch genaue Daten beantwortet werden. 

 

Camping, Corona und der „kleine Widerstand“

 

Aber natürlich gibt es auch immer wieder kleinere „Aktionen“, die den Widerstand rund um die Corona Maßnahmen zum Thema Camping verdeutlichen. 

Dabei läuft meiner Meinung nach das aller, aller meiste über die sozialen Medien. 

So gibt es unter anderem erst seit wenigen Tagen die Facebook Gruppe „Camping ohne Corona Zeigefinger – Das Original!“

In dieser Gruppe können sich Camper treffen (egal ob Womo, Wowa, Zelt oder, oder, oder) und sich vor allem über aktuell mögliche „Übernachtungsplätze“ austauschen. 

Nochmal und ich schreibe es nur, damit kein falscher Eindruck entsteht…. aktuell ist das touristische Übernachten verboten und das gilt natürlich auch für die Plätze die in dieser Gruppe ausgetauscht werden. Dennoch gibt es auch jetzt „Lücken“ oder sagen wir besser „Möglichkeiten“ im Corona Maßnahmenplan. 

Sagen wir also mal, irgendjemand stellt sein privates Grundstück, seine private Hauseinfahrt einem Camper zum übernachten zu verfügung. Dann gilt natürlich trotzdem das Verbot, dass touristische Übernachtungen nicht erlaubt sind und letztendlich würden sicherlich beide, also Camper und Eigentümer eine Strafe bekommen. Es ist allerdings auch sehr, sehr unwahrscheinlich, dass die Ordnungsbehörden eine solche Konstellation überprüfen, wenn nicht gerade irgendwelche Nachbarn als „Petze“ agieren. 

Wer mehr über diese Facebook Gruppe erfahren möchte, findet sie hinter diesem Link. 

 

Camping, Corona, der Widerstand und ich

 

Tja und da sind wir bei der schwierigen Frage, was halte ich von alledem? 

Ehrlich gesagt, zwei Herzen schlagen in meiner Brust!

Ich glaube an Corona, ich glaube an die Gefahr und vor allem glaube ich daran, dass uns jedes deutliche Fehlverhalten anderer Camper enorm schadet und wir mit jedem negativen Bericht einen erheblichen Schritt zurück machen. Dieser letzte Punkt ist auch der Punkt, der meine privaten und beruflichen Camper Nerven am deutlichsten zum schleifen bringt, weil ich befürchte jeder schlechte Bericht, jede schlechte Aufmerksamkeit ist aktuell ein erheblicher Rückschritt. 

Naja und klar, wenn ich jeden Morgen höre, dass wieder 70, 130, 280 Menschen an und mit Corona verstorben sind, dann frage ich mich natürlich, ob campen jetzt gerade ein wichtiges Thema ist. 

Nur spätestens wenn ich danach auf meinen Kontostand blicke, dann weiß ich, dass Camping FÜR MICH ein wichtiges Thema ist!

Und dann sind da eben auch die anderen Gefühle… 

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass mittlerweile so viele Leute sagen, sie wollen raus!

Zudem befürchte ich leider auch, dass weder die Mutationen noch die Arbeit unserer Regierung in allen Belangen weiter helfen, um dieses ganze Thema schnellstmöglich hinter uns zu lassen. 

Wenn dann dazu auch noch Gedanken kommen wie… warum sind in so vielen Ländern Europas sämtliche Plätze offen? Oder ich in den Medien lese, dass gesagt wurde, man könne die Plätze nicht öffnen, weil die Öffnung gegenüber den Hoteliers usw. unfair wäre, dann frage ich mich, wo hier eigentlich die Prioritäten liegen? Geht es wirklich in allen Belangen um die Bekämpfung dieses Virus, oder lässt man wirtschaftliche Zweige unter gehen um weniger Stress zu erzeugen???

Was ist nun richtig und was ist falsch? Ich weiß es nicht!

Egal wie auch immer man das alles sieht, es läuft immer auf das gleiche Thema hinaus, die Probleme beginnen da, wo die Freiheit des Einzelnen aufhört. 

Vielleicht ist das mein persönliches Fazit zu dem ganzen. 

 

Camping Corona Reisen 2021

Sicherlich kann man auch einige Kritikpunkte an den Demonstrationen finden. Dass allerdings hunderte Camper geschlossen und unter Einhaltung der Auflagen, auf die Straße gehen um Aufmerksamkeit für die gesamte Branche zu erzeugen, finde ich durchaus stark. Bild by Christoph H, Camping mit Abstand Demo Hamburg 2021

 

Die Nerven vieler Camper liegen blank, ob nun durch den Widerstand oder wegen ihm

 

All in all… die Nerven liegen blank und das zeigt sich aktuell auch innerhalb der großen Camperfamilie deutlich. Es gibt momentan kaum einen Post der nicht irgendwann durch einen aggressiven Kommentar zu kippen droht

Ich will dazu eigentlich nur noch eines sagen…. 

Ich kann sehr, sehr gut nachvollziehen, dass es wirklich an den Nerven zehrt, wenn der eigene Urlaub schon wieder nicht stattfinden kann. Wenn die eigene Vorfreude den Bach runter geht und man vielleicht auch noch seinen Kindern erklären muss, warum sie schon wieder nicht am Strand toben können. 

Ich kann das alles wirklich gut verstehen und ich glaube auch, dass jede neue schlechte Nachricht immer stärker an der Psyche kratzt. Erst recht, wenn immer wieder der Eindruck entsteht, dass gewisse Corona Maßnahmen ihren Sinn verlieren. 

Ja, das nervt… und jaaaaa, das nervt sogar extrem!

Dennoch geht es bei vielen Campern rein um den privaten Urlaub. Die wohl verdiente und schönste Zeit des Jahres, aber eben auch „nur“ um die Gestaltung ihrer ganz privaten Freizeit, in Zeiten einer Welle von teils schwer erkrankten Mitmenschen. 

Wenn Camping mehr als reiner Urlaub ist…

Dann gibt es eben auch noch die Menschen und Campingfreunde, bei denen die gesamte Existenz am seidenen Faden hängt und teile der Corona Maßnahmen nur allein durch diesen Aspekt kritisch gesehen werden. 

Ich meine es ist doch klar, wenn euer gesamtes Leben, all das was ihr euch aufgebaut habt, von der eigenen Wohnung, über den Betrieb, vielleicht den ein oder anderen Angestellten, bis hin zu irgendeiner beschissenen Versicherung oder dem kleinen, unwichtigen, aber ach so normalen Ostergeschenk für die Nachbarskinder. Wenn plötzlich all das den Bach runter geht und jedes Konzept durch irgendeine Corona Maßname gedeckelt wird, dass diese Leute irgendwann an dem Punkt sind und sagen, ich sehe keine Chance wie es beruflich und finanziell weiter gehen soll, jede Woche gehen uns hier im Gegensatz zu normalen Jahren tauuuuusende Euros verloren. Die Hilfszahlungen werden gerade im Tourismus entweder erst gar nicht ausgezahlt, Monate verspätet gezahlt, sind maximal ein Tropfen auf dem heißen Stein oder aber man fällt komplett durchs Raster.

Aber was ist die Lösung? 

Ich glaube es ist durchaus wichtig „der Politik“ immer wieder zu zeigen, HALLO… wir sind noch da! Wir brauchen endlich Perspektiven und wir sehnen uns geradezu nach jemandem, der sich die unterschiedlichen Konzepte ernsthaft anschaut und auch mal Versuche startet!

Da die Campingbranche aber leider nicht so einflussreich wie z.B. die Automobilbranche ist, können wir diese Aufmerksamkeit meiner Meinung nach nur gemeinsam, mit Verbänden und anderen Initiativen, erzielen. 

 

Morgen findet in Berlin die bisher größte „Camping mit Abstand“ Demo statt. 

Es gibt klare Regeln, Maßnahmen, Konzepte um die ganze Demo auch in Corona Zeiten so sicher wie möglich zu veranstalten. 

Und während ich all das in den Laptop tippe, laufen im TV die 28. News des Tages über die Sender. Nur einmal in den vergangenen 13 Monaten war die Zahl der positiven Tests höher als gestern. 

Seit Tagen rufen die bekannten TV Intensivmediziener Alarm, unsere Stationen werden voll und voller. Noch vor wenigen Stunden las ich einen Artikel in einer regionalen Tageszeitung, in dem ein anderer Intensivmediziner aus dem Ruhrgebiet sagt: „Unsere Intensivbetten waren in all den Monaten nicht annähernd überlastet. Er halte die immer wiederkehrenden Rufe seiner Fachkollegen für Aufsehen erregend um dem Pflegenotstand in Deutschland eine Stimme zu verleihen, warnt aber vor zu viel Panik unter der Bevölkerung.“

Und wieder sitze ich vor dem Laptop, höre und lese all die News und frage mich… was ist richtig, was ist falsch?

Bleibt gesund,

eure

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