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Trotz chronischer Erkrankung reisen? Ja klar!

Trotz chronischer Erkrankung reisen? Ja klar!

Chronisch krank reisen, vielleicht sogar alleine, kann das wirklich klappen? Lohnen sich die Ausgaben für ein Wohnmobil, oder einen Wohnwagen, trotz der Krankheit und bekomme ich alleine so eine Reise auch an Tagen „gebacken“, an denen es mir nicht so gut geht?

All diese Fragen habe ich mir natürlich auch gestellt bevor ich den ganzen Womo Traum in Angriff genommen habe. Denn wenn wir mal ehrlich sind, die Ausgaben, selbst für ein kleines, altes Wohnmobil oder einen kleinen Wohnwagen plus die weiteren monatlichen Kosten, sind einfach zu hoch um zu sagen, aaaaach und wenn es nicht funktioniert, frisst „das Teil“ auch kein Brot.  Zumindest beim überwiegenden Teil der Menschen.

Davon abgesehen gibt es noch ein ganz anderes Thema, was fast noch schlimmer, als die reinen Kosten, an einem selber kratzt, nämlich das Gefühl, nicht einmal mehr ausreichend zu „funktionieren“, selbst dann, wenn es um das Erfüllen der eigenen Träume geht.

Aber nach 6 Jahren Camping Virus bin ich hoffentlich ein ganz gutes Beispiel um zu zeigen…selbst mit einer chronischen Erkrankung funktioniert ein Urlaub, eine Reise, ein „vanlife“ Alltag und das viel besser, als ich selber jemals gedacht hätte! Dennoch gibt es einige Punkte, die man als chronisch Kranker Mensch vor einer Reise, oder der ersten ganz großen Tour unbedingt beachten sollte. An was Du denken solltest, damit Du eine unbesorgte Zeit erleben kannst, genau darum soll es heute gehen.

 

Reisen mitt einer chronischen Erkrankug? JA KLAR!

 

 

So funktioniert die Reise trotz Krankheit

Sei ehrlich zu Dir selbst! Nicht jeder Pups ist eine Krankheit, aber verheimlichen bringt leider auch nichts!

 

 

Chronisch Krank reisen …  1. sei ehrlich zu Dir selbst!!!!

 

Dieser erste Punkt der gesamte Liste ist wohl auch der aller, aller wichtigste…. DU MUSST EHRLICH ZU DIR SELBST SEIN!!! Ansonsten kann das alles nichtt funktionieren!!!! Dabei geht es vor allem darum, dass Du deinen eigenen Gesundheitszustand EHRLICH einschätzt und das im guten, wie im schlechten Fall!!!

Auch wenn es hart klingt, aber ich denke wenn jemand ganz deutlich über dieses Thema schreiben darf, dann jemand der selbst betroffen ist! Eine chronische Erkrankung bedeutet nunmal, dass sich der allgemeine Gesundheitszustand NICHT verbessert, sondern man sein Leben lang mit diesem Thema zu kämpfen hat und die Erkrangung auf Dauer eher schlechter wird. Das ist nunmal der „Stand der Dinge“. Aber das bedeutet ja nicht, dass man sich immer „gleich schlecht oder gleich gut fühlt“.

Es gibt Zeiten, da merkt man insgesamt weniger von seiner Erkrankung, man ist stabil auf irgendwelche Medikamente eingestellt und es gibt Zeiten, da fühlt man sich deutlich schlechter, hat gerade einen neuen Schub oder, oder, oder. Egal in welcher Weise… aber seid ehrlich zu euch selbst und schätzt euren aktuellen Gesundheitszustand richtig ein! Wenn ihr euch aktuell eher schlecht fühlt, eure Werte nicht stimmen oder die Medikamente nicht gescheit wirken, dann bleibt zuhause und klärt das erst IN RUHE!!! Ich bin davon überzeugt, für jede Situation gibt es den richttigen Zeitpunkt… und vielleicht kommt eurer eben erst in 5 Tagen, 5 Wochen oder 5 Monaten!!! Manchmal muss man eben abwarten, das geht auch mir immer mal wieder so, auch wenn man sich anderes wünscht!

Andererseits und nehmt es mir nicht übel, aber Menschen die ständig mit Schmerzen, Unwohlsein oder, oder zu kämpfen haben, hören einfach viel zu oft in sich hineien! Könnten die Bauchschmerzen, die Schlaflosigkeit, oder die zittrigen Hände einen Tag vor Tour Start nicht auch gaaaaanz normal sein??? Ich weiß, wir chronisch kranken können es kaum noch hören, aber … manchmal schlägt uns die Psyche so manches Schnippchen!

Wer wirklich krank ist, ist wirklich krank! Aber Nervosität und Aufregung sind eben auch ganz normale Gefühle!

 

Chronisch krank reisen … 2. sei ehrlich zu Deinem behandelnden Arzt/ Hausarzt

 

Du hast einen Arzt dem Du besonderst vertraust? Super… hole Dir einen Termin und erzähle ihm von deinen Plänen! Dieser Punkt ist fast genau so wichtig wie der erste, ohne diesen Arzt wird alles andere schwierig bis fast unmöglich. Du brauchst unbedingt einen Arzt der mit „im Boot sitzt“. Es gibt so viele wichtige Dinge und Unterlagen die Du für Deine (Auslands) Reise benötigst , dass Du mindestens einen Arzt benötigst, der voll und ganz in dein „Road Trip Projekt“ einbezogen ist.

 

Tipps für die Reise trotz Krankheit

Die richtige Zeit für Deine Reise kommt! Manchmal braucht es eben noch ein paar Wochen, aber… sie kommt!!!

 

Chronisch krank reisen.   3. Übersicht über Deine Erkrankung

 

Je nachdem wie gut Du dich auskennst, kannst Du diese Übersicht auch selbst erstellen, ansonsten ist Dein Hausarzt der richtige Ansprechpartner. Erstell eine genaue Übersicht über Deine Erkrankung/ Erkrankungen samt Zeitraum, Medikamenten und der vollen Adresse Deines behandelnden Arztes bzw. Krankenhauses. Schreibe die genaue Diagnose am besten als latainischen Fachbegriff dazu, damit können ausländische Ärzte meist mehr anfangen! Wenn Du diese Übersicht selbst erstellst, änder in einer Version die Schriftgröße auf ganz klein, so dass Du diesen Zettel auch immer im Portmonee bei Dir tragen kannst. Am besten auf rotem Papier gedruckt, oder zumindest leuchtend, farbig gekennzeichnet.

 

Chronisch Krank reisen … 4. Impfungen 6 Monate eher planen!

 

Du leidest unter einer chronischen Erkrankung, möchtest Dich davon aber nicht unterkriegen lassen und trotzdem die Welt (als Camper o.ä) erleben? Klasse! Aber für einige Reiseziele (und die können auch durchaus in Europa und erst recht in Nordafrika liegen) sind Impfungen vorgeschrieben oder zumindest sehr zu empfehlen.  Viele chronische Erkrankungen gehen aber mit der Einnahme von Medikamenten und einem herabgesetzten Immunsystem  einher. Ich selbst habe z.B. immer wieder riesen Probleme, wenn es um das Thema Impfen geht. Denn durch die Immunsebressiva ist mein Immunsystem  heruntergefahren. Impfen setzten aber ja genau da an, man bekommt einen winzigen Teil „Krankheitserreger“ gespritzt, so dass das eigene Immunsystem genau dagegen Antikörper aufbauen kann.

Damit Du das ganze Impfthema abschließen kannst und nicht mehr unter irgendwelchen Nebenwirkungen leidest, solltest Du damit am besten ca. 6 Monate vor Deiner Reise starten. Sprich aber UNBEDINGT vorher mit deinem Doc ab, welche Impfen für dich und Deine Reisen wirklich wichtig sind.

Zur Not klärst Du das alles nochmal mit einem Reisemediziner ab. Infos über die wichtigsten Reiseimpfungen auf deutsch findest Du z.B. auf der Seite des Deutschen Instituts für Tropenmedizin und internationale Gesundheit.

 

Medikamente mit in den Urlaub nehmen

Kläre unbedingt einige Wochen vor Deiner Reise ab, ob Du deine Medikamente problemlos mit in das Urlaubsland mitnehmen darfst

 

Chronisch krank reisen … 5.  denk an Deine Medikamente!

Ganz klar ist natürlich, dass Du auch „on tour“ Deine Medikamente weiternehmen musst. Was auch bedeutet, Du musst ausreichend Medikamente dabei haben und es kann nie schaden, noch eine kleine Reserve an Bord zu haben. Bei kurzen Touren ist das alles sicherlich kein großes Problem, möchtest Du aber mehrere Wochen oder gar Monate verreisen, benötigst Du einen größeren Vorrat an Medikamenten. Da kommen wir dann wieder auf den 2. Punkt zurück…. hole Deinen Doc mit an Bord!

Solltest Du Medikamente benötigen die z.B. gekühlt werden müssen, ist das alles nicht immer ganz leicht zu bewerkstelligen. Klar, in einem Womo/ oder Wowa gibt es einen Kühlschrank, aber je nachdem wie warm es draußen ist, bzw. der Kühlschrank anfangs über 12 Volt läuft, kühlt dieser vielleicht nicht ausreichend.  Dafür gibt es aber spezielle kleine Kühltaschen, die extra  für Medikamente hergestellt wurden. Dein Arzt, manchmal auch ein Sanitätshaus, kann dich da beraten!

 

Chronisch krank reisen … 6. VORSICHT andere Länder, andere Regeln!!!

 

Informiere dich UNBEDINGT vor einer Reise über die Einfuhr Deiner Medikamente in ein anderes Land. Das Thema kann selbst in unseren direkten Nachbarländern sehr, sehr schnell übel enden. Kleines Beispiel, ich selbst nehme täglich neben den Imunsupressiva auch eine raltiv hohe Dosis Morphium. Was auch bedeutet, wenn ich z.B. plane, ich könnte die nächsten 3-4 Monate durch Frankreich, Dänemark oder, oder, oder tingeln, habe ich auch eine hohe Anzahl an Morphium an Bord, was bei iiiiirgendeiner blöden Kontrolle ganz schnell schwierige Fragen aufwerfen könnte. Denn für den Zoll oder die Polizei ist vielleicht erstmal nicht klar, ob diese Medikamente zum Eigengebrauch sind, oder ob ich auf dem Weg zum nächsten Dealer bin.

Auch wenn ich einen super tollen Hausarzt habe, der voll und ganz hinter mir steht, musste ich zu Beginn meiner Womo-Touren extra zum Gesundheitsamt. Dort musste ich knapp eine Stunde lang sämtliche Fragen über meine Erkrankungen, OP’s usw. beantworten, vorher mussten säääääämtliche Unterlagen eingereicht werden und das alles war schon echt  ziemlich aufwendig, bis ich dann letztendlich ein Schreiben erhalten habe, auf welchem ganz offiziell steht, dass die Bundesrepublik Deutschland bestätigt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen zum Eigenbedarf größere Mengen dieses Medikamtens transportieren darf.

Dieses Schreiben muss ich jetzt natürlich auch immer dabei haben, damit ich es im Fall der Fälle vorzeigen kann.

Wie auch immer… wichtig ist, dass Du dich frühzeitig damit beschäftigst, denn dieses ganze Verfahren dauert einige Wochen!

 

Chronisch Krank in den Urlaub?

Vorbereitung ist wichtig, aber mach Dich nicht selbst total verrückt!

 

Chronisch krank reisen … 7. Autofahren trotz Medikamente

 

Schwieriges Thema, weil wenn wir eherlich sind… es kann all eure (Road Trip) Träume (erstmal) zur nichte machen! Darum auch hier wieder…  der gute Doc ist wichtig!

Viele Medikamente beeinflussen das Fahr- und Reaktionsvermögen, wodurch es im Strassenverkehr zu erheblichen Unfällen kommen kann.  Mal ganz davon abgesehen, dass wir alle so verantwortungsvoll sein müssen, dass wir eben nicht jemand anderen oder uns selbst gefährden, weil uns die Medis so umhauen, könntest Du auch riesen Probleme mit Deinem Versicherungsschutz bekommen, wenn Du verbotenerweise unter Einfluss von Medikamenten Auto fährst.  Und sei nicht naiv und denke, das kommt eh nicht raus… ein Alkohol-, Drogen-, Bluttest nach einem Unfall geht rucki zucki und danach kommt es eben raus und damit hast Du ein rieeeeeeesen Problem!!!

Das Gute ist…. bei diesem Thema spielt die Zeit für Dich! Je länger und besser Du auf ein Medikamnet eingestellt bist, um so besser wirst Du dieses Medikament wahrscheinlich auch vertragen und sobald Du keine Nebenwirkungen mehr hast, kannst Du dir von deinem Hausarzt ein Schreiben geben lassen, wodurch du ganz offiziell wieder Autofahren darfst.

Schwieriger wird es natürlich bei Lähmungserscheinungen oder ähnlichem. Sicherlich ist es möglich ein Wohnmobil/ Auto umbauen zu lassen, aber das sind Dinge die Zeit und Geld benötigen.  Tu uns zu diesem Thema nur bitte allen einen Gefallen… sei ehrlich zu Dir selbst!!!

 

Chronisch krank reisen … 8. Thema – Auslandskrankenversicherung

 

Ich hasse diese Versicherungsthemen… aber gerade in unserem Fall sind sie doppelt wichtig! Ganz, ganz, ganz wichtig ist eine Auslandskrankenversicherung, allerdings aufgepasst… hier gibt es einige Knackpunkte. die Du beachten solltest.

Als aller erstes die Frage (und dabei ist es eigentlich egal ob Du krank bist oder nicht!)… wie lange darfst Du dich am Stück im Ausland aufhalten, dami der Versicherunggsschutz gültig ist? Häufig ist die Frist reeelativ kurz… bei z.B. maximal 1 Monat. Wenn Du aber länger unterwegs bist und krank wirst, hättest Du ein Problem. 

Es gibt aber auch Versicherung die einen längeren Schutz ermöglichen, oder Zusatzoptionen anbieten, da musst Du dich informieren.

Zweite wichtige Frage... sind Deine bestehende Erkrankung bzw. daraus resultierende mögliche Folgeerkrankungen auch abgedeckt??? Oftmals ist das leider nicht der Fall! Gerade das Thema mit den möglichen Folgeerkrankungen ist schwierig… denn das könnte natürlich vieles sein. Wenn ich z.B. stolper und mir ein Bein breche, könnte eine doofe Versicherung sagen… ist sie gestolpert, weil durch ihren Rücken plötzliche die Kraft im Bein gefehlt hat? Ist sie gegen die Wand gefahren, weil sie durch die Schäden in der Halswirbelsäule krämpfe in den Händen hatte? Ganz schwieriges Thema, aus dem euch gerne ein Strick gedreht wird! Achtet also unbedingt darauf, ob bestehende Erkrankungen voll und ganz mit abgedeckt sind!

Dritte wichtige Frage (gilt wieder für alle Leute) … wer entscheidet letztendlich über Deinen Rücktransport, sollte dies tatsächlich mal nötig werden?  Gerade im Ausland sind deutsche Patienten manchmal sehr, sehr gern gesehen, da die Versicherung hohe Untersuchungskosten usw. sicher bezahlt. Ich weiß, die Meinungen zu diesem Punkt gehen auseinander, aber mir persönlich war wichtig, dass ein deutscher Arzt entscheidet, ob ein Rücktransport nötig ist. Ich habe einfach das Gefühl, im Fall der Fälle lässt sich dieser Schritt mit einem deutschen Arzt besser klären/ verhandeln, als mit dem Arzt am Urlaubsort.

Da dieser Punkt aber durch eine chronische Erkrankung echt kompliziert werden kann, solltest Du das ganze am besten mit einem Versicherungsprofi offen und ehrlich besprechen. Wenn es ein guter Mann/ Frau ist, findet er/sie die beste Versicherung für Dich. Meine Auslandskrankenversicherung läuft über die Hanse Merkur mit einer zusätzlichen Option, die nicht ganz billig ist. Aber… was für mich richtig ist, muss noch lange nicht auf Deinen Fall passen, darum bringt Dir diese Info nicht wirklich viel! Du musst die Versicherung finden, die zu DEINEN Reisen passt.

 

Krank reisen? Vorbereitung ist alles!

Damit Du deine Reise genießen kannst, besprich die wichtigen Punkte vorher mit einer Vertrauensperson… die auch organisieren kann!!!

 

Chronisch krank reisen … 9. die „Sicherheit“ im Hintergrund

Ich kann Dir nur wärmstens ans Herz legen, bezieh eine Person in Deine Pläne ein, der Du 100% vertraust und von der Du dir auch sicher sein kannst, dass sie alles mögliche und nötige unternimmt, wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Das kann jemand aus der Familie sein, dass kann auch der beste Freund sein, wichtig ist nur… sie MUSS AUCH IN DER LAGE SEIN, Dinge für Dich zu organisieren, wenn Not am man ist.

Ich wüsste z.B. ich kann meinem Vater  zwar 100%ig vertrauen, aber er ist einfach nicht der Typ der gut organisiere kann, der sich vielleicht mit Ärzten oder gar der Polizei anlegt, oder, oder, oder… darum wäre mein Pa einfach nicht die richtige Person.

Setz Dich am besten einmal mit dieser Person in Ruhe zusammen, bereite vorher eine Mappe mit folgenden Kopien vor und besprich einmal in Ruhe, was zu tun wäre weeeennnnn:

  • Personalausweis/ Reisepass
  • Fahrzeugschein
  • Versicherungspolicen
  • ADAC Kundenummer (o.ä)
  • Adresse des Hausarztes/ beh. Arztes
  • Übersicht Medikamenteplan
  • Übersicht Erkrankungen
  • Übersicht Medikamenten Unverträglichkeiten, oder wenn es sonst irgendetwas gibt, was ein Arzt im Notfall wissen sollte.
  • Patientenverfügung
  • Organspendeausweis
  • Telefonnummern von wichtigen anderen Personen, die vielleicht informiert werden sollen.

 

Und je nachdem wie Du reist:

  • Anschrift des Hotels, Campigplatzes
  • Sollte es sowas geben, fester Routenplan
  • Flugnummer
  • Kopie Heimtierausweis (gibt es rund um den Hund etwas besonders wichtiges zu wissen, z.B. lässt sich gar nicht von Männern anfassen, Allergie gegen ein bestimmtes Futter?)

 

Trage dann natürlich auch einen gut zu erkennenden „Notfall Zettel“ im Portmonee, auf dem die Telefonummer/ Handy Nummer Deiner Vertrauensperson steht.

Zuletzt,  in meinem Fall gibt es zwei Personen, die mich jederzeit über mein Handy orten können. Ich finde das eine sehr gute Möglichkeit, aber dass muss natürlich jeder für sich entscheiden. Die Möglichkeit bietet mittlerweile aber jedes Smartphone. 

 

Chronisch krank reisen … 10. trage Dich in die Kriesenvorsorgeliste ein

 

Ein Punkt den sicherlich noch nicht alle kennen, der aber auch „gesunde Leute“ interessiere könnte!

Sicherlich eine Möglichkeit, die eher für alle Langzeitreiseden gilt. Wobei… grundsätzlich kommt es dabei gar nicht auf die Dauer der Reise an und SCHON GAR NICHT auf das REISEZIEL!!! Aber ich kann natürlich verstehen, wenn man diese Möglichkeit nicht für den Wochenendurlaub nutzen möchte… wobei?!?

Wie auch immer… Du hast auf jeden Fall die Möglichkeit, dich über die Internetseite des auswärtigen Amtes, auf eine „Krisenvorsorgeliste“ zu setzten. Dabei geht es nicht (nur) um Reisen in irgendwelche Kriesengebiete oder so, diese Liste gilt für alle Auslandsreisen!

Bedeutet, Du trägst dich mit allen nötige Daten in diese Liste ein und SOLLTE es z.B. in deiner Urlaubsregion zu einer Naturkatastrophe, einem Anschlag oder auch nur einer plötzlichen  Reisewarnung  kommen, weiß das auswärtige Amt sofort, oki doki, die Isa ist da gerade unterwegs, wir sollten mal schauen ob es unsere deutsche Bürgerin gut geht, sie Hilfe benötigt.

Ihr kennt doch sicherlich alle diese Nachrichten: …. das „Auswärtige Amt“ bestätigte, dass noch 3 deutsche Touristen vermisste werden… genau dafür ist diese Kriesevorsorgeliste gut und je nachdem wie „ausgefallen“ das Reiseziel ist, um so wichtiger ist der Eintrag in eine solche Liste. Wenn Du dich da ordentlich einträgst, ist Dir die Unterstützung des Konsulates gewiss. Ich selbst habe dies zum erstemal vor meiner lange Schweden Tour gemacht (damals noch schriftlich) denn ihr wisst schon… im Wald da sind die Räuber! 😉

Nein, Spaß bei Seite… ich finde diese Möglichkeit tatsächlich ganz gut. Heutzutage könnte selbst eine Reise in die Türkei zu Schwierigkeiten führen, Anschläge können immer und überall passieren, es muss also nichtmal der Road Trip durch die entlegenste Wüste sein. Plus nimmst Du im Fall der Fälle Deinen Anngehörigen viel Arbeit ab.  

Den Link zu weiteren Informationen findest Du hier: Infos Auswärtiges Amt der BRD und über diesen Link gelangst Du direkt zur Ameldung: Anmeldung Krisenvorsorgeliste

Solche Listen gibt es mittlerweile für fast jedes Herkunftsland. Wenn Du aus der Schweiz, Österreich oder z.B. den Niederlanden kommst, dann findest Du diese Liste auch über Dein „Auswärtiges Amt“ (keine Ahnung wie dieses Amt in den versch. Ländern heißt, da musst Du mal googlen, aber diese Listen gibt es! Auf der niederländischen Seite war ich auch bereits.)

 

Chronisch krank reisen … 11. denk an Deine Reiseapotheke

 

Ich habe es schon soooooo oft gesagt, eine gute Reiseapotheke ist für alle Camper, Urlauber, Reisende sooooo wichtig und nochmal doppelt wichtig, wenn Du unter einer chronischen Erkrankung leidest.

Ich selbst z.B. hatte durch die viele Medikamente vor einigen Jahren ein Leberversagen, an dem ich fast krepiert wäre, was bis heute für mich bedeutet, ich darf z.B. kein Paracetamol mehr einnehmen. Dieser Wirkstoff ist aber in einigen der „normalen“ freiverkäuflichen Schmerzmittel enthalten. Für mich wäre es echt schwierig, einfach mal im Ausland in eine Apotheke zu stiefeln und ein 08/15 Schmerzmittel zu kaufen, erst recht, wenn ich die Sprache des Landes nicht wirklich gut beherrsche.  Ähnliches gilt natürlich für das Thema „Wechselwirkungen“, wenn Du also bereits Medikamente einnimmst ist es immer schwierig, einfach irgendwas dazu zu nehmen.

Darum ist es soooooo wichtig, dass Du mit einer guten Reiseapotheke los düst, die speziell auf dich und Deine Krankheit ausgelegt ist. Dein behandelnder Arzt wird dich da sicherlich mit Rat und Tat unterstützen, Du musst dich nur drum kümmern! Aber für viele Themen dieser Liste gilt ja immer das selbe, Du musst dich EINMAL drum kümmern, wenn Du dies aber getan hast, ist das Thema für immer durch, oder Du musst nur hin und wieder mal „aufstocken“. 

Du hast also nicht vor jeder einzelnen Reise so viel zu erledigen. 

 

Chronisch krank reisen… 12. online Apotheken, der Retter in der Not!

 

Wenn Du mal einen ruhigen Abend hast, beschäftige Dich mal mit dem Thema „online Apotheken“, die können sich als Retter in der Not herrausstellen.

Solltest Du unterwegs sein und aus welchem Grund auch immer, Dir gehen die rezeptpflichtigen Medikamente aus,  können „online Apotheken“ weiterhelfen. Dazu solltest Du dich aber am besten bereits vorher angemeldet haben und dich mit dem Thema beschäftigt haben. So ganz unkompliziert ist es nämlich nicht. Du musst einmal deine personalien bestätigen und dann muss euer behandelnder Arzt das Rezept am besten auch direkt zu dieser online Apotheke schicken, während ihr euch im Ausland befindet (oder ihr habt jemanden der das für euch erledigt) .

Bevor die ganze Reise aufgrund fehlender Medikamente vorzeitig beendet werde muss, sind online Apotheken eine gute Möglichkeit…. wenn man sich vorher einmal angemeldet hat. Außerdem solltest Du darauf achten, dass diese Apotheke auch ins Ausland verschickt, da gibt es unterschiede.  Oder aber… Du hast einen netten Arzt und sehr, sehr liebe Freunde/ Familienangehörige, die dir die Medikamente nachschicken, aber vorsicht… das könnte schon wieder Probleme mit dem Zoll geben!!!

Darum… am besten ist es natürlich, wenn Du von Anfang an ausreichend Medis mitnimmst!

 

Chronisch Krank reisen? Ja klar!

Wenn Du so richtig Lust hast zu reisen… ist Dein Körper wahrscheinlich schon 3 Schritte weiter als Dein Kopf!

 

Chronisch krank reisen… 13. WUUUUUUSAAAAAAR!

 

Damit Du trotz deiner chronische Erkrankung reisen und eine solche Tour auch wirklich genießen kannst, ist letztendlich eines ganz wichtig… BLEIB RUHIG!

Ja, ich weiß… diese „grundlegende, tiefe Entspannung“ zu finden ist schwierig, gerade als chronisch kranke Person. Glaubt es mir, ich kenne dieses eigene Verhalten viel zu gut… immer wieder horcht man in sich hinein und wenn da gerade „nichts ist“, ist man fast schon erstaunt. 🙂 Ja, ja, ja… kenne ich! Und ich möchte auch nicht sagen, dass dieses „in sich rein horchen“ grundsätzlich falsch ist. Nee, das glaube ich nichtmal, denn ich bin davon überzeugt, kein Arzt dieser Welt kennt den eigenen Körper so gut wie man selbst und wer dauerhaft „krank ist“, kennt seinen eigenen Körper „super, spezial extrem gut“. Ein bisschen wie ein Leistungssportler, nur auf einer ganz anderen Weise.

Nichts destot trotz muss Du damit aber irgendwann mal aufhören!!! Es tut dir nicht gut, wenn Du dich selber immer und immer wieder „kontrollierst“.  Die ersten leichten Bauchschmerzen sind eben meist kein erneuter Herzinfarkt, sie entstehen auch nicht durch einen Nierenstein und es muss auch kein neuer Schub deiner chronisch, entzündlichen Darmerkrankung sein…. sondern meist ist es eben der „querliegede Pups“ 🤷🏼‍♀️ (Ich spreche natürlich von Jungs…. Mädchen pupsen ja bekanntlich nicht!😉)

Lerne Deinem Körper wieder zu vertrauen! Ich bin mir 100.000% ig sicher… wenn Dein Körper wieder so weit ist, dass Du Lust hast zu reisen, dass Du Lust auf ein anderes Klima, neue Gerüche und ganz viel „Input “ hast, dann ist er wahrscheinlich schon 10 Schritte weiter als Du es selber zu glauben vermagst!

Nimm dich selber ernst und gib Dir Raum, aber höre auf Dich ständig nur noch mit Dir selbst zu beschäftigen, dafür ist die Welt um dich herum viel zu schön!!!

 

 

Alleine reisen trotz chronischer Krankheit

Ja… es ist nicht toll immer wieder mit irgendwelche Symptomen zu kämpfen, aber wie DU damit umgehst, liegt allein in Deiner Hand!!!

 

 

Fazit …. campen, urlauben, reisen trotz einer chronischen Erkrankung

Ich denke bei diesem ganzen Thema sollte klar sein, natürlich musst Du einen gewissen „Gesundheitszustand“ erreicht haben, damit so eine Reise trotz chronischer Krankheit „funktioniere“ kann. Heute im Krankenhaus liegen und morgen los fahren… das funktioniert nur selten.  Wenn ihr aber bereits eine ganze Weile mit eurer Erkrankung lebt und „tierisch bock“ habt zu reise…. dann tut es auch!!!

Mittlerweile ist es fast 6 Jahre her, dass ich mir den Traum vom Womo erfüllt habe und ich kann mit bestem Gewissen sagen, ich habe die Entscheidung auf keiner einzigen Reise bereut, trotz dreier unterschiedlicher dauerhaften Erkrankungen.

Gibt es auch heute noch Momente in denen ich ein bisschen „schiss“ habe… JA DIE GIBT ES!!! Kurz nachdem dieser Blog online gegangen ist, hatte ich durch eine dieser chronischen Erkrankungen eine Nierenkolik zusammen mit einem Darmverschluss und obwohl diese Nacht mittlerweile einige Jahre hinter mir liegt, habe ich bis heute bei jedem Bauchgrummel Panik, dass es nochmal los geht. Das waren „Gefühle“ die sich deutlich eingebrannt haben. 😬😭  Und ja…. wenn es wieder los geht und ich bin gerade unterwegs… dann wäre das  ziiiiiiiiiemlich bescheiden. Aber jetzt mal ehrlich… soll ich mich aus diesem Grund, aus einem  „was wäre wenn es vielleicht mal irgendwann los gehen köööönnte“ komplett davon abhalten lassen, das zu tun was ich mag?

Das wäre doch Schwachsinn!!!

Um es nochmal ganz, ganz deutlich zu sagen, auch wenn es „weh tut“:  Es ist SCHEISS EGAL was Du machst, was Du dir wünschst, oder was Du darüber denkst, das Grundsätzliche an einer chronischen Erkrankung ist numal, dass sie dich Dein GANZES LEBEN LANG BEGLEITEN WIRD!!!!  (Es sei denn, irgendeine Forschung macht riesige Schritte) 

Ja, natürlich ist das nicht fair und  jaaa, natürlich wünscht sich jeder etwas anderes als ein Leben lang mit „Problemen“ zu kämpfen, aber Du musst Dir einfach darüber bewusst werden… Du wirst es nicht ändern können! Was Du aber ändern kannst, ist Deine Einstellung mit dieser Krankheit zu leben! Du hast vielleicht nicht die Wahl zwische Gesund und „Kränkelnd“, aber du hast die Wahl, ob deine chronische Erkrankung der Teufel ist, der dein Leben bestimmt, oder ob sie das Teufelchen ist, das hin und wieder auf Deiner Schulter sitzt.

Gott sei Dank hast Du viele, viele Möglichkeiten um so sicher wie möglich zu reisen. Wenn Du diese 13 Punkte beherzigst, deine Vorbereitungen früh genug beginnst und einfach ein bisschen „planst“, dann hast Du dich wirklich gut Vorbereitet und kannst entspannt reisen!

Zum Schluss noch ein Gedanke, der mir zu Anfang extrem geholfen hat meine ständige Grübelei und Unsicherheit los zu werden: Wo liegt denn der riesen Unterschied, ob es Dir mal auf reisen schlechter geht, oder zuhause? Wo liegt denn der rieeeeeesen Unterschied zwischen „kräkelnd“ im Womo/Wowa (oder Hotel) zu sein, oder genau so kränkelnd zuhause zu liegen?  Und ist dieser Unterschied so groß, so wichtig, so mächtig, dass Du grudsätzlich zuhause wirklich besser aufgehoben bist?

Ich kann Dir nur sagen, trau Dich!!! All das Risiko, all das „was wäre wenn“, wird von den glücklichen, entspannten, wunderschönen und exttreeeeem stärkenden Eindrücken einer Reise wett gemacht.

Außerdem gehst Du ja jetzt sehr gut vorbereitet auf Dein ganz persönliches Abenteuer und das kann eben auch der Campingurlaub an der holländischen Nordseeküste sein! Es kann… aber es muss nicht immer gleich die Fehrnreise sein!

Also, leg los, erfülle Dir Wünsche und ich sage wie immer… bleibt (so) gesund (wie möglich)!

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Dennoch kommt es immer mal wieder vor, ganz gleich wie lange man schon alleine im Wohnmobil reist, dass man Lust hätte die gemeinsame Erlebnisse hin und wieder mit anderen Menschen zu teilen, tjaaaaa und genau darum soll es heute gehen.

Immer mal wieder erreichen mich E-Mails oder Nachrichten von Leuten, die auf der Suche sind nach „Kontakten zu anderen alleinreisenden Campern“. Da das gesamte Thema  aber gar nicht so „einfach ist“, wie es vielleicht auf den ersten Blick klingt, dachte ich mir… es wird mal Zeit für einen umfassenden Artikel.

 

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Grundsätzliches:

Bevor ich euch irgendwelche Tipps gebe, finde ich es ganz wichtig erstmal die „Rahmenbedingungen“ zu klären und ganz gleich wie ihr eure Suche später anstellt, ihr solltet diese Rahmenbedingungen UNBEDINGT IMMER von Anfang an klar und deutlich äußern.

ZU SAGEN WAS IHR WOLLT!!!  ist in diesem Fall ENORM wichtig!

Dieser Artikel soll sich also vor allem um folgende Konstellation drehen: Ihr habt bereits euer eigenes Wohnmobil/ euren eigenen Wohnwagen, seid mit diesem auch schon einige Male unterwegs gewesen, hättet jetzt aber Lust auch andere alleinreisende Camper kennen zu lernen und mit denen (JEDER IN SEINEM WOMO/ WOWA!!!) eine gemeinsame Tour durch XY zu starten.

Schlechte Konstellationen: 

Ihr habt selbst kein Wohnmobil oder Wohnwagen und möchtet gerne bei anderen im Fahrzeug mitreisen.

Sorry, selbst wenn ihr gar keine bösen Hintergedanken hegt und es nicht darum gehen soll, dass ihr euch einen möglichst billigen Urlaub „ergaunern“ möchtet, kann ich euch aus Erfahrung sagen, dass ihr bei 99,9 % aller Camper keine Chance haben werdet. Ihr müsst euch vorstellen, viele Camper haben sich mit ihrem Wohnmobil/ Wohnwagen einen lang ersehnten Traum erfüllt. In vielen Fällen geht es nicht mehr um einen „Gebrauchsgegenstand“, sondern um die teuer bezahlte Möglichkeit Freiheit zu genießen! Da gibt es nur ganz, ganz wenige Menschen, die diesen Traum mit jemand „fremden“ teilen würden.

Mal ganz abgesehen davon, dass so eine gemeinsame Tour in einem Fahrzeug ja auch bedeuten würde… man schläft sehr nah beieinander, man lebt sehr eng beieinander (gerade wenn das Wetter mal nicht mit spielt) man nutzt die selbe Toilette (die nunmal auch nicht so weit vom Wohnbereich entfernt ist, wie es z.B. in einer Wohnung der Fall ist und nuur durch eine dünne Tür getrennt, ihr wisst was ich meine) und einer von beiden muss diese Toilette auch leeren!

Diese Konstelation ist also tatsächlich sehr, sehr schwierig und ich würde mal behaupten, nur ein promillebereich aller Camper würde jemand fremden zum gemeinsamen touren über mehrere Tagen in sein Wohnmobil/ Wohnwagen lassen. Nennt mich spießig (bin ich auch 🙂 ) aber für mich selbst käme diese Konstellation auch niemals in Frage.

Wenn es aber so ist, dass ihr kein eigenes Womo habt und trotzdem gemeinsam los möchtet, dann schaut euch mal bei den vielen, vielen Wohnmobil/ Wohnwagen Vermietern um. Das ist (meiner Meinung nach) die einzige Möglichkeit, die wirklich eine reelle Chance bietet, eine gemeinsame Tour zu starten.

Zweite schwierige Konstellation: 

Ihr wart noch nie alleine mit dem Wohnmobil/ Wohnwagen unterwegs und wenn wir mal ehrlich sind, eigentlich geht es euch gar nicht vorrangig um die gemeinsamen Reiseerlebnisse o.ä., ihr habt (noch) Angst alleine zu fahren und sucht jemanden, an den ihr euch so ein bisschen „anhängen“ könnt.

Im Grunde ist das gar nicht verwerflich und auch kein großes Problem, wichtig ist nur… ihr solltet dies von Anfang an ganz klar und deutlich sagen! Ihr Lieben, es kommt so oder so raus, dafür macht JEDER Neucamper zu Beginn einfach noch zu viele Fehlerchen und ist zu unsicher, als dass es erfahrenere Camper nicht mitbekommen würden.

Wie gesagt, im Grunde ist da ja auch gar nichts „schlimmes“ dran, blöd wird es nur dann, wenn sich andere Mitreisende ausgenutzt fühlen! Darum ist das mit der Ehrlichkeit soooooo wichtig und es gibt vielleicht auch so ein paar Hoffnungen und Gedanken, von denen ihr euch trennen müsst.

Ihr lieben alleinreisenden Camping Anfänger, bitte versteht mich nicht falsch… ich kann gut verstehen, dass ihr vor eurer ersten Tour tierisch aufgeregt seid, ging mir ganz genau so. Ebenfalls ist es ganz normal, dass man zu Beginn hunderte Fragezeichen vor der Brust hat und hin und wieder vielleicht auch auf die Rücksichtnahme anderer angewiesen ist. TOTAL OK, auch beim Campen gilt, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Aber ihr müsst auch verstehen, viele Camper gehen nunmal in ihrer Freizeit bzw. in ihrem verdienten Urlaub campen und haben dann nicht immer Lust, sich um eure Probleme und Ängst zu kümmern. Das soll NICHT heißen, dass z.B. die Frage nach dem Umgang mit der Entsorgung nicht ok wäre… alles gut, natürlich ist man sich da gerne mal eben behilflich, es wird nur immer kompliziert, wenn der andere das Gefühl bekommt ausgenutzt zu werden. Hier noch ein paar Beispiele, was damit gemeint ist, vielleicht wird es so deutlicher:

  • Wenn ihr hofft, dass euch jemand persönlich zuhause abholt und mit euch erstmal ein paar Proberunden dreht, weil ihr Angst habt das Womo alleine zu fahren, dann ist das keine gute Vorraussetzung für eine echte, gemeinsame Tour.
  • Wenn ihr euch von einer gemeinsamen Tour erhofft, dass jemand anderes mit euch fährt, um Dinge am Wohnmobil oder Wohnwagen zu reparieren… (ich schwöre es euch, alles schon LIVE miterlebt!) dann ist das ebenfall keine gute Vorraussetzung
  • Die vielen Kleinigkeiten des Camper Alltags… z.B. selbst schon erlebt: Isaaaaaaa, ich weiß gar nicht wie ich Brötchen bestellen soll und die Info zu lesen, dazu habe ich jetzt auch keine Lust, könntest Du mal nach vorne zum Betreiber gehen und den fragen, wie das funktioniert, dann kannst Du es mir ja danach ja erklären, oder… bestell doch Du doch einfach meine Brötchen, ich hätte gerne XYZ. Hmmm… wie war das mit dem Gefühl ausgenutzt zu werden?

Denkt vielleicht einfach immer daran…  wenn ihr alleine im Wohnmobil reisen möchtet, dabei aber gemeinsam tourt, seid ihr trotzdem weiterhin ganz alleine für euch verantwortlich und zuständig, es sei denn ihr „bucht“ einen teil dieses Services durch eine komplett geführte Gruppenreisen.  Das Wichtigste ist aber wohl… seid von Anfang an ehrlich und sagt, dass ihr jemanden sucht, der mit einem Camping Anfänger verreisen möchte. 👍🏻

 

Alleine im Wohnmobil reisen - Mitreisende gesucht

Alleine campen oder in der Gruppe? Den passenden Reisepartner zu finden ist gar nicht so leicht

 

Alleine im Wohnmobil verreisen – oder doch nicht? Die Suche nach Mitreisende

 

Die Suche nach anderen alleinreisenden Campern ist leider gar nicht so einfach und den absolut „goldenen, zielführenden Weg“ kann ich euch nicht nennen. Aber es gibt zumindest einige Möglichkeiten.

Als aller erstes kann ich euch die Internetseite der  „Solisten-Sterne“ nennen.  Diese Plattform gibt es schon viele, viele Jahre und bietet ein Forum für alleinreisende Wohnmobilisten. Die Solisten-Sterne veranstalten regelmäßige Treffen und auch gemeinsame Touren. Ich selbst bin allerdings nicht Teil dieser Gruppe, denn die Solisten-Sterne haben einige Vorraussetzungen die ich nicht erfülle oder auch nicht erfüllen mag. Teil der Community kann man nur werden, wenn man MINDESTENS 55 Jahre alt ist. Davon abgesehen legen die „Sterne“ auch reeelativ viel Wert auf die Beteiligung ihrer Mitglieder innerhalb der Community, als auch bei Treffen o.ä. So wie ich es immer wieder höre ist z.B. ein Verhalten als „dauerhaft stiller Mitleser“ nicht wirklich gern gesehen.  Wenn ihr die Altersgrenze aber erreicht habt, könnt ihr euch das Portal ja zumindest mal ansehen, vielleicht ist es genau das was ihr sucht. Schaden kann es bestimmt nicht.

Veranstaltungen für Alleinreisende Wohnmobilisten

Mittlerweile gibt es auch die ein oder andere Veranstaltung, die sich speziell auf alleinreisende Camper bezieht. So wie z.B. die Alleinfahrer Tage auf dem Stellplatz in Bad Pyrmont. Dieses Treffen findet immer im Mai statt und ist sicherlich eine gute Möglichkeit um andere Personen zu treffen die alleine im Wohnmobil verreisen. Das Treffen in Bad Pyrmont ist allerdings immer relativ schnell ausgebucht und reservieren ist Pflicht. Wenn dann solltet ihr also frühzeitig planen.

Blogs und Internetseiten

POTZBLITZ… da draußen gibt es echt noch andere Internetseiten, abgesehen von IsasWomo, die sich mit dem Thema „alleine im Wohnmoobil reisen“ beschäftigen. Ich weiß… kaum vorzustellen 😉 😉 😉

Es kann sich aber durchaus lohnen diese Blogs und Seiten mal durchzustöbern. Gerne findet ihr da z.B. auch Hinweise auf Treffen und ihr bekommt sicherlich relativ schnell ein Gefühl dafür, ob die entsprechende Person z.B. ebenfalls Lust hat, vielleicht einmal mit euch zu touren, oder dies schon getan hat. Ich habe festgestellt, gerade unter den kleinen und sehr persönlichen Blogs/ Reisetagebüchern, findet man immer mal wieder Hinweise auf eine gemeinsame Touren.

Last but not least … die sozialen Medien!

Gerade Facebook ist bei diesem ganzen Thema meine erste Wahl! Ja ich weiß, es gibt immer mehr Leute die nicht viel von FB halten, aber beim Thema alleine im Wohnmobil reisen, bzw. Mitreisende zum gemeinsamen touren finden, bietet Facebook, meiner Meinung nach, das größte Potenzial.

Es gibt mittlerweile so viele Gruppen auf Facebook, die sich mit dem Thema „alleine im Wohnmobil reisen“ beschäftigen, dass ihr am besten einfach die Facebook Suche nutzt.  Da ich selber nicht Teil aller Gruppen bin und es auch immer wieder Gruppen Admins gibt, die gar nicht so glücklich sind, wenn man die Gruppen öffentlich verlinkt, nenne ich hier ganz bewusst keine einzelnen Gruppen Namen. Aber wenn ihr mal nach den Begriffen:

  • alleine reisen,
  • alleine campen,
  • Wohnmobil allein,
  • solo reisen
  • solo camping
  • solisten

sucht, werdet ihr viele, viele Gruppen finden, die sich um die Themen drehen.

Allerding hat mir mein eigenes „Admin Dasein“ und das „Herumschwirren“ in verschiedenen Gruppen gezeigt, dass es gerade auf Facebook einige besondere Verhaltensweisen gibt. Darum öffne ich  zum Thema Facebook einfach mal einen eigenen Punkt!

 

Mitcamper gesucht - so findest Du einen passenden Reisepartner für deine Wohnmobil Tour

Alleine reisen oder gemeinsam mit einem anderen Camper? Beides hat so seine Vor- und Nachteile.

 

Gemeinsam mit dem Wohnmobil touren – die Suche über Faceboook

 

Ich kann euch aus Erfahrung sagen, in den aller, aller seltesten Fällen bringt es etwas, wenn ihr einfach in eine Gruppe schreibt, Hallo ich bin die Trudi, ich möchte von xx bis yy durch Frankreich düsen, wer hat Lust mich zu begleiten?

Leider ist es so, dass ihr häufig gar keine Antwort bekommt, oder aber ihr bekommt Antworten von Leuten, die vielleicht etwas „ganz anderes im Sinn haben“. Ich habe ganz eindeutig festgestellt, am besten funktioniert das „Mitreisende kennenlernen“ über die Gruppentreffen. Ganz viele dieser Gruppen veranstalten hin und wieder eigene Gruppentreffen, oder aber es ergeben sich relativ kurzfristige, kleine Treffen, weil z.B. 5 Gruppenmitglieder gerade irgendwo an der Nordseeküste unterwegs sind. Genau diese Treffen eigenen sich SUUUUUUPER um andere Alleinfahrer kennen zu lernen.

Der ganz, ganz große Vorteil dieser Treffen ist, dass man sich da erstmal „beschnuppern“ kann, bevor man vielleicht mehrere Tage, oder gar Wochen, miteinander verbingt.  Findet man sich auf so einem Treffen sympathisch, kann man darüber nachdenke auch mehrere Tage gemeinsam zu touren, merkt man aber schnell, haaach neeee…. das passt alles nicht, gibt es eben auch noch andere Personen mit denen man sich unterhalten kann. Außerdem ist so ein Treffen über maximal ein Wochenende zeitlich so begrenzt, dass man es ganz gut „aushalten“ kann.

Also, schaut euch in den Gruppen um und nehmt an den Treffen teil, oder vielleicht organisiert ihr ja sogar selbst mal so ein Treffen, muss ja nicht direkt riesengroß sein. Daraus ergeben sich fast immer die besten Bekanntschaften!!!

 

Ich mag nicht alleine touren – weitere Möglichkeiten

 

Wenn ihr nun wirklich so gar keine Lust habt alleine zu touren, aber ganz sicher innerhalb einer Gruppe los möchtet, bleibt natürlich noch die Alternative einer geführten Tour. Ja, diese Touren sind relativ teuer, aber dafür bezahlt ihr eben auch den Service, jederzeit eine Ansprechperson zu haben.  Mittlerweile gibt es unzählige Anbieter und auch die Touren an sich unterscheiden sich stark.

Es gibt Touren, da fährt man tatsächlich in Kolonne bis zum Campinplatz, verbingt den Abend gemeinsam und auch die z.B. Stadtbesichtigung erfolgt innerhalb der Reisegruppe. Es gibt aber auch Touren, die zwar geführt sind und bei denen ihr einen Ansprechpartner habt, aber ihr habt deutlich mehr Zeit zwischendurch für euch selbst. Da wird dann z.B. der Campingplatz für den nächsten Abend vorgegeben, aber bis zum Zielort fährt jeder für sich alleine und kann da einen Stop einlegen, wo es einem gerade gefällt.

Ein Problem welches ich bei den geführten Touren sehe ist, dass ihr dort natürlich vor allem mit anderen Paaren unterwegs seid und dann kommt es wieder sehr auf euer eigenes Verhalten an. ICH könnte mirt einfach vorstellen, dass es in dieser Situation gerade als Alleinreisender ganz wichtig ist, zu „allein Seiten offen zu bleiben“. Hängt man sich als Einzelperson zu sehr an ein Paar an, könnte dieses Paar (welches ja nunmal auch im eigenen Urlaub unterwegs ist!) schnell genervt sein und das möchte doch niemand! Da heißt es „Antennen aufstellen“ und sich selbst nicht wichtiger nehmen als alle anderen Mitreisenden.

Beide „Gruppen-Tour-Formen“ haben ihre Vor- und Nachteile und auch die Kosten für eine solche Tour sind totaaaaaaal unterschiedlich. Wenn ihr euch für eine solche Tour interessiert, findet ihr im Netz fast unendlich viele Informationen, oder aber ihr Nutzt die verschiedenen großen und kleinen Messen zur Informationsquelle. Da findet ihr auch immer wieder Anbieter von geführten Touren durch ALLE möglichen und unmöglichen Länder, mit denen ihr erstmal quatschen könnt.

 

Alleine im Wohnmobil reisen – oder doch nicht?! – Vorsicht ist geboten!

 

Eigentlich glaube ich, dass ich diesen Punkt in der heutigen Zeit gar nicht groß be- bzw. umschreiben muss, ganz sicher bin ich mir allerdings nicht, darum erwähne ich es lieber nochmal!

Bitte, bitte, bitte… geht nicht naiv an dieses ganze Thema ran!!! Natürlich kann man auch gemeinsam mit „dem anderen Geschlecht“ wunderschöne Touren erleben ohne irgendwelche Hintergedanken, aber im Netz gibt es nunmal auch immer Leute die etwas ganz anderes suchen.

Ach und übrigens, das gilt nicht nur für das Thema, ich als Frau werde blöd von einem Typen angegraben, es geht auch andersherum! Genau so erlebe ich es gerade über Facebook immer mal wieder, dass irgendwer schreibt, ich bin morgen auf dem und dem Stellplatz, wer hat abends Lust ein Bier trinken zu gehen, dann kommt vielleicht tatsächlich irgendein Mann vorbei, der ÜBERHAUP GAR KEINE HINTERGEDANKEN HAT und wahrscheinlich auch gar keine Lustt auf irgendeine Beziehung und am nächsten Tag heißt es dann von den Mädels, da kam einfach so ein Typ vorbei und wollte mit mir ein Bier trinken gehen. Ja sorry Mädels, aber das funktioniert eben auch nicht und ich kann sehr gut verstehen, dass viele alleinreisende Männer mittlerweile sagen, nee da könnte ich durch Zufall auf dem selben Stellplatz stehen, aber ich hab keine Lust auf solche Spielchen.

Sorry… ich weiß es gibt auch den anderen Fall, aber so läuft es eben auch oft genug. 

Darum kann ich nur immer wieder sagen, überlegt euch VORHER gut, in z.B. welche Facebook Gruppe ihr einen solchen Post stellt. Es gibt auch Gruppen die nur aus Frauen besteht, vielleicht ist das für die ein oder andere besser passend. In jedem Fall sollte es sich auf Faceboook um eine GESCHLOSSENE Gruppe handeln, damit euer Post nicht einfach so überall im Netz zu finden ist.

Und noch ein letztes Wort zum Thema… ich suche eine neue Liebe ooooooder…. „Spaß für 1,2,3 Nächte“. Es gibt z.B. auch Facebook Gruppen, die dieses Thema ziemlich locker und speziell ansprechen, häufig sind es Gruppen die irgendwas mit „Single“ im Namen haben (aber natürlich auch nicht immer!!!) , ihr erfahrt es aber definitiv über die Gruppenbeschreibung, die ihr ja einsehen könnt, bevor ihr in eine Facebook Gruppe einsteigt.

Handelt es sich aber um eine typische Gruppe für Alleinreisende, dann sind sämtliche Postings die irgendwie in Richtung „Sex“ gehen, ABSOLUT FEHL AM PLATZ! Ihr Lieben, egal ob Männlein oder Weiblein, eine gemeinsame Tour oder ein Treffen bedeutet noch lange nicht, dass ihr da irgendwen zum „Gang Bang“ abschleppen findet!!! Es geht in aller erster Linie darum, eine Reise nicht allein zu erleben und Abends geht dann jeder allein in sein Bettchen! 🤷🏼‍♀️

So und zu guter letzt noch ein Satz an alle, die sich vielleicht nicht sehr gut im Netz auskennen. Bitte überlegt euch vor dem Posten genau, welche Angaben ihr macht!!! Gerade wenn ihr aktuell selber unterwegs seid. Es gibt sicherlich Situationen, in denen es nicht wirklich vorteilhaft ist zu sagen, dass ihr gerade einsam und verlassen an dem und dem Ort steht. Denkt am besten immer daran… wenn euer Post am nächsten Morgen dick und fett in der Bildzeitung stehen würde, könntet ihr damit beruhigt umgehen?

Und bitte fühlt euch nicht gleich „gebauchpatscht“, wenn sich auf euren Aufruf viele Personen des „anderen Geschlechts“ melden…. ihr seid in der online Welt unterwegs und zum einen gibt es da nunmal auch immer Leute, die alles angraben was nicht bei drei auf den Bäumen ist und zum anderen… nur weil jemand online sagt, er hätte Lust auf eine gemeinsame Tour, heißt das noch laaaaange nicht, dass es letztendlich auch dazu kommt. Gerade online wird immer vieeeeeeel geredet und getippt. Wenn ihr aber wirklich jemanden findet der mit euch touren möchte, super, dann solltet ihr vorher aber zumindest ein paar mal telefoniert haben.

 

Road Trip zu weit, so findest du einen passenden Wohnmobil Alleinreisenden

Am besten ist es natürlich, wenn aus einer gemeinsamen Tour Freundschaft wird.

 

Alleine im Wohnmobil reisen – oder doch nicht?! Die schwierige Suche nach einem Mitreisenden

 

Camping zu zweit - Mitreisende als Alleinreisende suchen

Road Trip zu zweit -Mitreisende gesucht – Dein Pin zum Artikel

Es ist echt nicht so einfach jemanden zu finden, mit dem man eine gemeinsame Tour planen und durchziehen kann. Mal ganz abgesehen davon, dass Route und Zeitraum passen müssen, ist es ja auch total wichtig, dass man sich zumindest sympathisch ist!

Ich bin z.B. davon überzeugt, dass dieser Sympathie-Faktor gerade bei Personen die schon länger alleine im Wohnmobil reisen, total schwierig zu treffen ist.  Mit den einen kommt man nicht klar weil man das Gefühl hat… „die fressen mich auf“, mit den anderen kommt man nicht klar, weil man denkt, was ist denn das für ein Stinkstiefel, der/ die hockt ja nur im Womo.

Ich kann euch nur den Tipp geben, fahrt auf Treffen und Camper/ Wohnmobil Veranstaltungen, das sind definitiv die besten Gelegenheiten um sympathische Mitfahrer kennen zu lernen.  Es müssen auch gar nicht unbedingt reine Veranstaltungen für Alleinreisende sein, z.B. sowas wie die „Wohnmobiltage in Lüneburg“ können auch Möglichkeiten bieten, andere Camper kennen zu lernen.

Naja und wer 100% ig sicher gehen möchte, der sollte sich so eine geführte Womo Gruppenreise ansehen. Hier habt ihr zumindest die Sicherheit, dass diese gemeinsame Tour auch WIRKLICH stattfindet und ihr könnte eine Tour buchen, die voll und ganz nach eurem Geschmack ist.

Es ist leider nie so ganz einfach einen anderen Menschen zu finden, der den eigenen REISE Ansprüchen genügt und dem man dann selber auch noch so sympathisch ist, dass er/sie sagt, ok mit Dir zusammen hätte ich Spaß meine Freizeit zu verbringen. 😉

Auch wenn ich euch keinen „goldenen Weg zum perfekten Mitreisenden“ nenne kann, hoffe ich dennoch, dass ich euch ein paar brauchbare Tipps geben konnte.

Ganz egal ob allein oder gemeinsam on Tour, das wichtigste ist eh… bleibt gesund! 🙂

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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Campingplatz „Seecamping“ Taching am See

Campingplatz „Seecamping“ Taching am See

Werbung – Campingplatz CHECK Seecamping Taching am See.

Während ich mit dem OrangeCamp Womo on Tour war, habe ich ja auch eingie Strecken durch Bayern zurück gelegt. Vielleicht könnt ihr euch noch erinnern, erst war ich in Passau, konnte dann am übervollen Chiemsee keinen Platz mehr ergattern, bin über den Benner in Richtung Italien getuckert, bis mein Handy klingeklte und ich erneut kurzfristig nach Passau musste.

Also habe ich gewendet und bin am nächsten Morgen vom Brennerpass zurück nach Passau gefahren. Rein von der Fahrstrecke her, wäre ein Stop in der Nähe des Chiemsees praktisch gewesen, allerdings habe ich mir ja geschworen, dass mich der Chiemsee so schnell nicht wieder sieht. Somit habe ich mir das nächste gut gelegene nettes Ziel gesucht und habe dies auf dem

Campingplatz Seecamping Taching am See gefunden.

 

Tipp Campingplatz Seecamping Taching am See

Der See ist glasklar und leuchtet in Türkies Blau

 

Taching am See liegt im süd/ östlichen Bereich von Bayern, nur ca. 40 km vom Chiemsee entfernt. Dabei ist Taching der kleinere Nachbarort des wahrscheinlich bekannteren Waging bzw. Waging am See. Der Tachinger See schließt direkt an den Waginger See an, ist ca, 1 km breit und 5 km lang und das besondere, aufgrund seiner Lage und der besonderen Beschaffenheit ist der See erstaunlich warm und trotzdem glasklar Türkies/ Blau.

Wie wunderbar, dass es an diesem schönen Ort auch einen besonders schönen Campingplatz gibt. Wie bereits erwähnt war mein Besuch des „Seecamping Taching am See“ ehrlich gesagt eher zufällig, da mir aber die Lage und vor allem das freundliche Personal des Campingplatzes so besonders gut gefallen hat, möchte ich euch diesen Platz nicht vorenthalten.

 

Campingplatz Waging am See

Blick vom See zum Womo

 

Allgemeine Infos zum Campingplatz „Seecamping Tachin am See“

Der Campingplatz ist vergleichsweise klein, hat insgesamt 196 Parzellen welche sich in ca. 100 Dauercampingplätze und 96 Touristenplätze aufteilen. Wichtig, über die Wintermonate schließt der Platz (wenn ich das richtig verstanden habe, bleiben die Dauercampingplätze allerdings bestehen)! Vom 1.April bis mitte Oktober steht er allen Campern wieder zur verfügung. Zwischen 12- 14 Uhr herrscht Mittagsruhe, in dieser Zeit ist es nicht möglich mit dem Womo oder Wowa den Campingplatz zu befahren. Normalerweise wird um eine Anreise bis 17 Uhr gebeten, aber es ist auch kein Problem, wenn ihr euch mal z.B. durch einen Stau verspätet. In dem Fall solltet ihr nur unbedingt vorher am Platz anrufen, damit die bescheid wissen und ihr noch auffahren könnt.

Der gesamte Campingplatz ist zum See hin abfallend, was den Vorteil hat, dass sich dadurch sanfte Ebenen bilden und man so auch von der hintersten Parzelle aus, mit ein wenig Glück, direkten Seeblick genießen kann. Direkt um die Anmeldung herum befinden sich hauptsächlich die Plätz der Dauercampern und außenherum liegen die verschiedenen Touristenparzellen. Dabei ist es aber großartigerweise nicht so, dass nur Dauercamper direkt in der Nähe des Sees stehen können, es gibt auch Touristen Parzellen direkt am See, was mittlerweile ja schon fast eine Außnahme darstellt.

Alle Parzellen liegen auf großzügigen Rasenflächen die es einem locker ermöglichen Markiese oder Vorzelt aufzubauen. Bis auf einige ganz wenige Parzellen direkt an der Wassergrenze, verfügen alle Plätze über Strom und einige zudem auch über Abwasser am Platz.

Direkt am Campingplatz befindet sich auch das große Tachinger Seebad mit Sprungturm und Schwimminsel, welches von Campingplatzgästen kostenlos mitbenutzt werden darf. Davon abgesehen verfügt aber auch der Campingplatz über einen relativ großen, eigenen „Uferbereich“. Da der See so warm ist, könnt ihr hier auch noch im Herbst relativ gut schwimmen gehen. Davon abgesehen bietet der Campingplatz Seecamping in Taching am See alles was das Camperherz begehrt.

Hunde sind auf diesem Campingplatz am See erlaubt und es gibt im hinteren Bereich auch einen Bereich in dem der Hund ins Wasser gehen darf.

Natürlich gibt es ein Sanitärgebäude mit Duschen, Toiletten und Spülbereich. Der Campingplatz bietet eine große Liegewiese zum sonnen und spielen, einen eigenen Steg zum baden, einen kleinen Anleger für Boote und Kanuten, einen Wasserspielplatz und einen normalen Spielplatz, 2 Beachvolleyballfelder und eine Boule-Bahn.

Außerdem verfügt der Campingplatz über ein sehr gutes WLAN Netz auf allen Parzellen.

In gut 10 Minuten ist man  zu fuß vom Campingplatz aus in dem netten kleinen Taching mit einigen Geschäften, Metzger, Bäcker und Cafes. Direkt neben dem Campingplatz befindet sich zudem ein öffentlicher Bolzplatz und ein italienisches Restaurant. Hier könnt ihr also Abends auch problemlos mal eine Pizza essen gehen, ohne erst lange laufen zu müssen. Mit dem Rad ist man aber auch innerhalb von wenigen Minuten in Waging am See. Hier gibt es neben vielen Geschäften auch größere Supermärkte.

 

Lageplan Campingplatz Waging am See

Stellplatz Plan Seecamping Taching am See. Ich stand auf dem riesen Platz NR. 67 🙂
Foto von Seecamping

 

Preise – Campingplatz Seecamping Taching am See

Die Preise unterteilen sich in Hauptsaison (HS) und Nebensaison (NS), dabei beginnt die Hauptsaison vom 16.Juni bis ende August. Für den gesamten April, Mai,September und Teile des Junis und Oktobers gelten die Nebeinsaison Preise.

  • Stellplatzgebühr: 7,50 Euro HS & 5,00 Euro NS
  • Person ab 15 Jahren: 6,50 HS & 5,00 Euro NS
  • Kind 6-14 Jahre: 3 Euro HS & 2 Euro NS
  • Kurbeitrag für jede Person ab 10 Jahren: 50 Cent pro Tag (ab 80 % Schwerbehinderung frei)
  • Strom: 0.65 Cent pro kWh und einmalig 1,50 Euro „Anschlussgebühr“
  • Hund: Egal ob Hauptsaison oder Nachsaison, immer 3 Euro

Somit kommt man auf einen 2 Personen Paar Preis mit Parzelle und Strom von ca. 26 Euro in der HS und 19,50 Euro in der NS

Der Campinggplatz akzeptiert aber auch die gängigen Rabattkarten in der Nebensaison, mit der ACSI  Card z.B. vergünstigt sich der Preis für 2 Personen mit Hund und Stellplatz auf 17 Euro pro Nacht. Weitere Infos und Empfehlungen zum Thema Rabattkarten findest Du hier: Camping Rabattkarten 2019 – Welche ist die richtige für dich? Du möchtest mehr über das gesamte ACSI System erfahren?

 

Campingplatz Seecamping Taching am See

Der Campingplatz verfügt über einen eigenen Steg um in den See zu gelangen

 

Mein Besuch auf dem Campingplatz Seecamping Taching am See

Dank meiner Stellplatzapp Campercontact (die auch einige Campingplätze bereithält) bin ich also glatt am Cheimsee vorbeigedüst, nächster Halt –  Taching am See!

Der Campingplatz ist schon weit vor der Ankunft ausgezeichnet und die Zufahrtz ist breit, so dass es für mich keine Probleme gab den Campingplatz anzusteuern. Das „Problem“ sollte sich erst ca, 30 Sekunden später zeigen, nämlich als ich voller „Vorfreude“ auf ankommen, Milla raus lassen, Stuhl in die Sone stellen und Kaffee trinken beschwingt vor der Schranke anhielt und sich mal locker flockig gar nichts tat! 🙂

Diese verdammte Mittagsruhe und ich… ich glaube das werde ich mir in diesem Leben nicht mehr merken können!!!!!

Es war ganz genau 12:03 Uhr, um 12 Uhr begann die Mittagsruhe und so…. hatten Milla und ich zwei entspannte Stunden vor der Schranke. Ich weiß nicht wie viele Stunden ich schon vor den Schranken dieser Welt verbracht habe weil ich mir nie merken kann, dass Campingplätze nunmal zu 99% eine Mittagsruhe haben… aber ich schwöhre euch, es waren einige. 😉

Ein kleinwenig der Zeit nutze ich direkt um mir einen ersten Eindruck vom Platz zu verschaffen und glücklicherweise fand ich an der Info auch eine Telefonnummer, so dass ich zumindest vorab abklären konte, ob der Platz auch noch eine Parzelle für mich frei hat und ob Hunde auch wirklich erlaubt sind. Nach meinen super Chiemsee Erfahrungen und bevor ich sinnlos 2 Stunden vor der Schranke am Campingplatz in Taching warte, wollte ich doch lieber auf Nummer sicher gehen.

Die Stimme am Telefon klang sehr nett und erlaubte mir auch direkt mich schonmal genauer auf dem Platz umzusehen.

Alles klar, gesagt getan! Es gab erstaunlich viele freie Plätze (gerade im Vergleich zu den Campingplätzen am Chiemsee, der ja regional insgesamt und überall brechend voll war) und so suchte ich mir direkt die größte und schönste Parzelle aus, der der Platz zu bieten hatte :-). Hinterher erfuhr ich, dass dies tatsächlich die am häufigsten gewünchte/ reservierte Touristenparzelle des Platzes war.

Naja und dann hieß es halt warten, warten, warten, aber das Wetter war super und so verging die Zeit eigentlich recht schnell.

Pünktlich um 14 Uhr offnete sich die Schranke wieder und Milla und ich konnten endlich auf den Platz auffahren um die Anmeldung zu regeln.

Dort am Empfang saß ein freundlicher Mann, der schnell alles nötige notierte und mir währendeessen einige Infos zum See gab.  . Besonderer Pluspunkt, obwohl ich ihm die ACSI Card vor die Nase hielt kam von ihm selber der Hinweis, dass es für mich als Alleinreisende ohne ACSI Card doch sogar günstiger sei. 🙂

Hmmmm, wer rechnen kann ist klar im Vorteil 😉

Danach wies mich der Campingplatz Betreiber auch noch darauf hin, dass einige Parzellen vielleicht durch den starken Regen am Vortag noch schlammig sein könnten und fragte mich, ob ich bei meiner Parzellenwahl darauf geachtet hätte?  Beide Hinweise finde ich nett und von einem Platzbetreiber sehr fair.

Nachdem die Anelmdung also geregelt war, machte ich es mir auf meiner super duper Parzelle gemütlich, stöpselte noch eben den Strom ein unnd nutzte von da an das EINS A Wlan des Platzes.

Am späten Nachmittag spazierten Milla und ich entspannt am Seeufer entlang, haben noch einige Fotos geknipst, das super klare türkiesfarbene Seewasser bewundert, ich nutze später die Möglichkeit eine Ladung Wäsche in der Waschmaschine des Campings zu waschen und eigentlich hätte ich mir am Abend auch noch eine Pizza gegönnt, doch leider hatte der Italiener am Platz bereits das Saisonende eingeläutet. Schade aber gut, da kann man halt nichts machen, dann eben Bütterchen. Trortzderm habe ich durchs Fenster einen Blick in das Restaurant geworfen und das sah insgesammt schon sehr ordentlich aus, zumal es draußen eine große See Terrasse gibt, auf der man sicherlich schöne Sommerabende erleben kann..

 

Taching am See im Camping CHECK

Das Sanitärgebäude ist sicherlich nicht ganz neu, aber alles ist sauber und ordentlich.

 

Mindestens genau so ordentlich war der gesamte Sanitärbereich. Egal ob Duschen oder Toiletten, alle Räume waren sauber und das Duschwasser heiß, obwohl die Duschen zum Abend hin doch sehr gut genutzt wurden.  Nach einer schnellen Duschen bin ich wieder zurück zum Womo gelaufen und habe ganz entspannt den Abend einläuten lassen.

Wenn schon keine Pizza, dann eben die Tüte Weingummi und dazu das super gute Wlan Netz… der Abend war gerette!

So konnte ich abends TV über die Sat-Anlage schauen und nebenher das Handy updaten, das Tablet updaten und zudem noch am Laptop sitzen. SUUUUPER 🙂 😉 Das sind Probleme 😉 🙂 

Leider musste ich ja direkt am nächsten Tag weiter, um zurück nach Passau zu fahren, so dass ich diesen Platz nur eine einzige Nacht testen konnte. Hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich dort definitiv noch einige Tage stehen geblieben.

Aber zumindest habe ich am nächsten Morgen nochmal die Chance genutzt und bin gaaaaanz laaaaaange heiß Duschen gegangen, habe mich in aller Ruhe und mit viel Platz „hübsch gemacht“,  bevor ich dazu kam meine 7 Sachen zu packen. Noch ein letzter kurzer Spaziergang mit Milla entland des Seeufers, bevor ich mich auf den Weg nach Passau begeben musste, denn dort wartet ja bereits mein Termin.

Auch wenn ich nur eine Nacht auf diesem Platz verbracht habe, hat mir der Platz, die Besitzer und alle Möglichkeiten drum herum sehr gut gefallen. Schade eigentlich, dass der Platz im Winter schließt! Aber gut, ich werde diesen Campingplatz auf jeden Fall irgendwann nochmal besuchen, ich hatte hier eine echt gute, wenn auch kurze Zeit.

 

Waging am See Wohnmobil OrangeCamp Tour

Bei dem türkis blauen Wasser am Tachinger See, kann man super Fotos schießen 😉

 

Fazit Campingplatz Seecamping Taching am See

Für mich ein richtig guter, ordentlicher, einfacher, netter und ganz normaler Campingplatz mit freundlichen Betreibern.

Campingplatz Seecamping Taching am See

Dein Pin zum Artikel, Camping Check Seecamping

Hier geht es sicherlich nicht um 5 Sterne Glamping, Poollandschaft und riesen Animation, dass sollte jedem klar sein. Nichts desto trotz empfand ich die (leider nur kurze) Zeit auf diesem Platz richtig, richtig gut! Der See ist klasse, der Platz wird ordentlich und fürsorgliche Geführt, das gesamte Sanitärgebäude machte auf mich einen gepflegten Eindruck und auch Gäste mit Hunden können sich hier sehr wohl fühlen.

Vom reinen Wohlfühlfaktor mal abgesehen, empfinde ich den Platz mit 15,50 Euro bzw. 17,00 Euro als Paar mit ACSI Card in der Nebensaison auch noch preislich sehr fair, da gibt es meiner Meinung nach absolut nichts zu meckern.

Soooo und wenn ich mir dann überlege, dass dieser Platz bzw. dieser tolle See nur 40 km vom Chiemsee entfernt liegt und ich erst wenige Tage zuvor am Chiemsee stand. Dort  aber 7 oder 8 volle Campingplätze abgefahren bin um letztendlich gesagt zu bekommen, Alleinreise bekommen bei uns keinen Platz, dann muss ich doch einfach mal sagen, dass ich mich ingesamt in Taching am See deutlich, deutlich wilkommener gefühlt habe.

Ich kann euch nur sagen, der Chiemsee ist vielleicht ein schönes Reiseziel und die Natur ist sicher beeindruckend. Aber sollte es euch so gehen wie mir und ihr einen schönen See, einen netten kleinen, ordentlichen und günstigen Camping bevorzugt auf dem ihr, eure Kids und eure Hunde auch wirklich wilkommen sind, dann schwenkt doch einfach mal vom Chiemsee ab und fahrt zum Tachinger See.

Ich bin mir sicher, ihr werdet hier eine richtig gute und entspannte Zeit haben. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es auch hier in den Ferien Sommermonaten sehr voll wird. Allerdings könnt ihr ganz leich reservieren (auch noch kurzfristig), so dass ihr euch samt Reservierung vorab zumindest sicher sein könnt noch einen Platz zu ergattern.

Das war es auch schon….

Bis es wieder soweit ist und dieser schöne kleine Platz öffnet damit ihr euch ein eigenes Bild machen könnt, bleibe ich wie immer bei einem

bleibt gesund, eure

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

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Meine Wohnmobil Herbst Tour Teil 3 – Chiemsee und Alpen

Meine Wohnmobil Herbst Tour Teil 3 – Chiemsee und Alpen

Nachdem ich euch im ERSTEN TEIL meiner Wohnmobil Herbst Tour mit nach Braunschweig zu OrangeCamp genommen habe und euch erzählt habe, warum ich aktuell mit einem Testwomo (genau genommen mit dem 690T von OrangeCamp) on Tour sein darf, drehte sich im ZWEITEN TEIL alles um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung in Jandelsbrunn.

Heute geht es weiter mit TEIL DREI meiner Wohnmobil Herbst Tour. Ihr erfahrt von meinen suuuuuuper sympathischen Erlebnissen am Chiemsee, von einem super Stellplatz in den Alpen, vom Almabtrieb den ich irgendwie total falsch eingeschätzte hatte und warum selbst mich neue Technik begeistern kann.

 

Meine Wohnmobil Herbst Tour im OrangeCamp Teil 3 – los gehts!

 

Nach dem spannenden Vormittag/ Mittag im Hause Knaus Tabbert, sollte es für Milla und mich weiter zum Chiemsee gehen. Zum einen war ich bis dato noch nie am Chiemsee und zum anderen konnte ich von da auch locker flockig in Richtung Alpen weiter düsen.

Also bin ich noch schnell eine kleine Hunderunde mit Milla um den Werksparkplatz gelaufen und dann nichts wie los! Die Straßen waren fast leer, der Weg von Jandelsbrunn zum Chiemsee nicht weit und da der neuen OrangeCamp Flitzer ein klitze kleines bisschen schneller fahren kann als meine Omi, sind wir bereits Nachmittags am Nordufer des Chiemsees angekommen.

Doch dann erwartet mich etwas, mit dem ich auf einer Wohnmobil Herbst Tour, mitten in der Woche, im September und außerhalb jeglicher  Ferien echt nicht gerechnet hatte…

 

ES WAR RAPPELVOLL!!!! Und zwar üüüüüüberall!

 

Ich bin insgesamt 8 verschiedene Stell- und Campingplätze am Chiemsee angefahren und habe nirgends auch nur einen freien Platz ergattern können. Entweder die Plätze waren bereits komplett ausgebucht, oder aber die Plätze waren voll und es herrschte zudem auch noch Hundeverbot. Das dieses Hundeverbot da unten am Chiemsee so verbreitet ist, das hatte ich nicht auf dem Schirm… wobei wie gesagt, selbst die Plätze auf denen Hundeverbot galt, waren so gut wie alle komplett belegt.

Nach der ca. 5. unnützen Anfahrt zu einem Campingplatz, wurde ich aber schlauer und habe versucht die verschiedenen Plätze vorab anzurufen, damit ich nicht weiter total sinnlos in der Region herum düse. Da kam aber dann schnell das nächste Problem, denn an den wenigsten Plätzen bekam ich direkt eine Person an den Hörer, meist lief nur der AB und da meine Campingplatz App alle Plätze als „Hunde willkommen“ Plätze ausgezeichnet hat (da muss ich übrigens noch hinschreiben und denen mal sagen, dass ihre Angaben nicht stimmen), blieb mir nichts anderes übrig als weiter durch die Region zu cruisen und die einzelnen Plätze ab zu grasen.  

Am siebten Platz angekommen, erlebte ich dann aber eine unwahrscheinlich sympathische Überraschung.

Ich konnte schon von der Landstraße aus, die neben dem Platz vorbei führt, einige Hundebesitzer sehen und juhuuuu… der Platz hatte noch kein „WIR SIND VOLL“ Schild in der Einfahrt stehen.

Das sah doch erstmal ganz gut aus! Also bin ich zügig in die extrem steile, kurze Einfahrt eingebogen, habe mein Portmonee geschnappt und nichts wie rein, auf zur Anmeldung.

 

Campingplätze mit Hundeverbot

Einen Campingplatz mit Hund am Chiemsee zu finden, ist echt nicht so einfach!!! Wie z.B. auch am Bodensee gilt häufig, Hunde verboten.

 

Da sollte ich allerdings noch mein blaues Wunder erleben….

 

Ich bin also freundlich zur Anmeldung herein geschneit und vor mir stand eine Dame mittleren alters. Meine erste Frage…. Haben Sie vielleicht noch ein freies Plätzchen und sehe ich das richtig, sind bei Ihnen Hunde erlaubt?

 

Ja genau, hier dürfen Sie ihren Hund mitbringen und wir haben auch noch 2-3 letzte freie Parzellen.

 

SUUUUUUPER, sagte ich, dann würde ich gerne einen dieser Plätze für 2 Nächte buchen, wäre es auch möglich, dass ich noch eine Nacht dranhängen kann?

 

Ja, ja, ja ja… alles möglich, wunderbar!

 

Ok, es ging also weiter zur eigentlichen Anmeldung und während die Dame die Unterlagen zusammen suchte, erzählte ich ihr, dass sie mittlerweile der 7. Platz seien den ich anfahre, aber es überall sooooo voll sei, dass ich bisher keinen Chance hatte einen Platz zu ergattern und ich gerade echt froh bin, hier doch noch etwas zu finden.

 

Es folgte ein kurzer Smalltalk, dass auch dieser Campingplatz bereits seit Monaten jede Nacht komplett ausgebucht ist und es aktuell einfach der Wahnsinn sei. Während wir also so quasselten, parkte auch schon das nächste Wohnmobil draußen in dieser sehr engen, steilen Einfahrt.

 

So weit, so schön! Aber dann kam der Knaller…

 

Die Dame fragte mich nach meinem Namen, Perso oder Führerschein, Kennzeichen und dann kam die wichtige Frage, nutzen Sie den Platz mit zwei oder drei Personen?

 

Darauf sagte ich: “Keines von beiden…. ich reise allein, also nur eine Person, aber mit Hund”.

 

Tja und darauf erwiderte die Dame sofort… Ohhhhh, dann tut es mir leid, dann wird das doch nichts bei uns, wir nehmen nur Paare und Familien auf.

 

WHAT????

 

Im ersten Moment dachte ich noch, die Dame macht einen Scherz! Darum fragte ich sie auch sofort… das ist jetzt ein Scherz oder? HA, HA WITZIG!!!…

Aber nein…. sie wiederholte ihren Satz und meinte ihn ernst: Nein, tut mir leid, wir sind ein Platz für Paare und Familien.

 

Ich konnte das gar nicht glauben, das ist mir in knapp 6 Jahren Womo Zeit auch noch nie passiert und dementsprechend perplexe war ich auch und habe LEIDER nicht so reagiert, wie ich es mir später gewünscht hätte.

Ich habe also nur meinen Ausweis usw. geschnappt und gesagt, DAS ist mir auch noch nie passiert, aber das ist ja gut zu wissen, das werde ich dann weiterleiten. Und damit habe ich mich umgedreht und bin gegangen.

Im Nachhineine habe ich mich natürlich geärgert und mich gefragt, warum ich nicht weiter nachgehakt habe, warum sie keine Alleinreisenden aufnimmt, aber gut…. wie gesagt, ich war so perplexe, dass ich da einfach nicht richtig reagiert habe.

Natürlich ließ mich das ganze auch in den kommenden Tagen nicht los und ich habe mich gefragt, was da wohl dahinter stecken kann, denn…

  1. Wir waren noch gar nicht beim Thema Geld, Preise, Bezahlen oder, oder, oder… es ging also nicht darum, dass ich irgendetwas dazu gesagt hätte, dass der Platz nur zwei Personen Preise auszeichnet.
  2. Ich kam direkt von der Werksbesichtigung und hatte dementsprechend „gute“ Klamotten an…. das Thema „die hat bestimmt ein Herzchen im Fenster“ kann definitiv auch nicht gelten!

 

Aber was sollte das ganze dann????

 

Mittlerweile habe ich über Facebook erfahren, dass in der Vorsaison auch bereits einige Leute allein auf diesem Platz standen… und darum reime ich mir das ganze mittlerweile wie folgt zusammen. Die Dame wusste ja nun von mir, dass es in der Region wieder extrem voll war, nach mir kamen ja auch bereits die nächsten Gäste und ich glaube mittlerweile, die wollte einfach nur nicht einen ihrer letzten 2-3 Plätze an mich als Einzelperson abgeben, sondern lieber Paaren oder Familien „einen sicheren Unterschlupf“ gewähren.

Und da es zu diesem Zeitpunkt erst später Nachmittag war, konnte sie fest davon ausgehen, dass sie auch die letzten 2-3 Plätze noch an andere Camper los wird.

Warum sie diese Taktik fährt, was das alles soll…. ich kann es euch nicht sagen!!!! Klar ist natürlich, dass ich das persönlich alles andere als gastfreundlich oder in irgendeiner Weise ok fand… aber gut…. mich wird dieser einzige, sehr, sehr schmale Campingplatz am Strand, der Hunde erlaubt und sich direkt am Süd-Ost Ufer des Sees befindet und bei dem sich DIREKT daneben, also direkt im Anschluss,  ein weiterer Campingplatz (auf dem Hunde allerdings verboten sind) befindet, nie wieder sehen!!!!

(Natürlich würde ich euch gerne den kompletten Namen des Platzes nennen, bin mir aber nicht sicher, ob ich dies hier seitdem es die DSGVO gibt noch so darf, denn damit gebe ich Daten preis ohne eine Bestätigung zu haben, diese Daten auch auf einer gewerblichen Seite offen zu legen. Aber ich kann euch natürlich nicht verbieten meine Beschreibung zu nutzen und z.B. Auf Google Maps selber zu recherchieren. 😉 )

TECHNIK die begeistert!

Nach dieser Aktion bin ich also relativ gefrustet zurück zum Womo gelaufen und habe versucht irgendwie halbwegs sicher aus dieser bescheidenen Zufahrt zu kommen.

Denn die Örtlichkeiten waren so, dass sich die Einfahrt zum Camping direkt hinter einer Kurve einer 70 km/h Landstraße befand, ziemlich schmal war, zudem ganz steil und auf das ganze auch noch auf Schotter. Ich bin also vorher vorwärts in diese Einfahrt eingebogen und habe dann irgendwie auf dieser echt steilen Einfahrt geparkt. Eine Möglichkeit zu wenden gab es in der Einfahrt nicht und auf den Campingplatz auffahren konnte ich ja nun auch nicht.

Also musste ich schauen, dass ich rückwärts diesen Abhang wieder hoch komme und auch direkt rückwärts auf die Landstraße auffahre, wobei ich aber weder sehen konnte, ob da ein Auto um die Ecke geschossen kommt, noch hatte ich die Sicherheit auf dem Schotter genügend „Grip“ zu bekommen, damit die Rifen nicht durchdrehen.

Ehrlich… diese Ausfahrt/ Einfahrt hat mich mindestens 10 graue Haare gekostet und das alles noch mit dem neuen, deutlich längeren und einfach andren Womo!

Allerdings hat der neuen Flitzer einen WAHNSINNIGEN VORTEIL, der mir auch in den folgenden Tagen in den Bergen noch super Dienste leisten sollte.

Das neue Womo hat eine Berganfahrtshilfe… ich glaube so heißt es, ich muss aber nochmal in die Peugeot Beschreibung schauen. Das heißt, für 2 Sekunden, während man ansonsten in Millisekunden zwischen Bremse, Kupplung und Gas herum tippt, springt eben diese Anfahrtshilfe ein und man fängt erst gar nicht nicht an vorwärts zu rollen.

Ich stand also in dieser extrem steilen Einfahrt und z.B. Mit der Omi wäre es so gewesen, dass ich den Rückwärtsgang eingelegt hätte, dann ganz schnell von der Bremse aufs Gaspedal wechseln würde, wahrscheinlich mit Hilfe der Handbremse, und versucht hätte mit möglichst viel Schwung den steilen Abhang hoch zu kommen, damit ich ja nicht in die Situation gerate, dass die Reifen auf dem Schotter nicht packen und ich nach vorne gegen die Schranke rolle. Aber auch das wäre echt ein Problem gewesen, denn dann wäre ich auch mit Schwung rückwärts auf die Landstraße gedonnert, ohne sehen zu können, ob da ein Auto angeschossen kommt.

Dank dieser super Anfahrtshilfe, konnte ich ganz langsam und entspannt, Stück für Stück rückwärts den Abhang hoch fahren, ohne wild zwischen Gas, Bremse, Schalten what ever hin und her zu wechseln.

Ich kann euch gerade nicht sagen, ob diese Technik mittlerweile bei allen neuen Autos/ Womos verbaut ist, ob das einfach mit dazu gehört oder ob das eine Sonderausstattung ist, aber ich kann euch sagen…. diese Technik ist EXTREM Hilfreich und obwohl ich ansonsten ja wirklich nicht diejenige bin die sagt, woooow super, alles was es an Sonderausstattung und Technik gibt brauche ich auch, wäre dies ein Punkt, den ich mir an einem neuen Womo wirklich wünschen würde. Gerade in den Bergen macht diese Anfahrtshilfe soooooo viele Situationen so unendlich viel einfacher und sicherer.

So konnte ich also zumindest halbwegs sicher diesen Abhang hoch rollen und dank der Rückfahrkamera, konnte ich auch ein kleines bisschen einschätzen, ob da gerade hinter mir ein Auto über die Landstraße gerast kommt.

Gut, irgendwann kam natürlich der Moment an dem ich nur noch sagen konnte, jetzt rauf auf die Strasse und hoffen dass nicht gerade genau in diesem Moment in Auto um die Ecke schießt, aber das hat ja zum Glück funktioniert und so konnte ich mit Frust und Adrenalin im Blut weiter fahren.

Als aller letztes versuchte ich es noch auf einem Chiemsee Stellplatz einige Kilometer weiter aber auch da war bereits alles voll! Ich habe also echt mein bestes gegeben um irgendwie sicher und auch als zahlender Tourist unter zu kommen…. es gab aber einfach keinen freien Platz mehr. Mittlerweile wurde es auch langsam dunkel, also habe ich mir einen öffentlichen Parkplatz in der Nähe dieses Stellplatzes gesucht und habe dann dort die Nacht verbracht.

Campingboom im September 

Eigentlich stand ich da auch wirklich gut, es gab auch keine Womo verboten Schilder, so dass ich da im Grunde ziemlich beruhigt geschlafen habe. Nichts desto trotz war ich doch am nächsten Morgen erstaunt, als ich aus meinen Womo Fenstern schaute. In der Nacht waren doch tatsächlich noch 8 weitere Wohnmobile dazu gekommen, wir standen also jetzt zu neunt auf diesem öffentlichen Parkplatz.

So macht sich also der Campingboom auch Ende September noch deutlich bemerkbar!

 

Stellplatz Tipp Chiemsee Region!

 

Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Chiemsees war für mich aber schnell klar, das wird nicht meine Lieblingsregion, also war auch klar… ich werde noch am selben Vormittag weiter fahren und nicht direkt am Chiemsee bleiben.

Auf meiner Stellplatz App fand ich dann auch relativ schnell einen gut klingenden, anderen Platz und zwar einen kleinen, privaten Stellplatz in den Bergen oberhalb des Chiemsees an einer Alm , genau genommen am Hof Seiseralm (ich meine aber nicht DIE Seiseralm in Südtirol)

Da ich ja eh in die Berge wollte, weil ich mich das bisher mit der Omi nie getraut habe und das neuen Womo für so eine Bergtour wie geschaffen ist, hieß es für mich also… immer Berg auf! Wobei die Anfahrt zu dieser Alm wirklich noch relativ easy war… da wäre ich vielleicht auch mit der Omi hoch gekommen. Eigentlich sind nur die letzten 500 m zur Alm wirklich steil, ansonsten handelte es sich um ganz normale, breite Straßen.

Dort oben angekommen sah die Welt dann schon wieder vieeeeel besser aus und ich kann euch allen diesen Platz nur wärmstens empfehlen!!! ( Seiserhof/ Seiseralm, Eschenstrasse, 83233 Bernau am Chiemsee) Leider mit 12 Euro ohne allem nicht gaaaaaanz günstig, vorallem mit den extra Services wird es dann teurer, Strom kostet z.b. 5 Euro am Tag, aber dafür echt schön!

 

Wohnmobil Stellplatz Chiemsee

Stellplatz Hof Seiseralm… Dein iiiv mein TOP TIPP für die Chiemsee Region

 

Ihr steht da oben direkt auf einem großen Parkplatz am Hof Seiseralm bzw. Alm Cafe und Hotel. Es gibt auch Strom wenn man möchte, der Hof hat eine Ver- und Entsorgung und wer mag, kann auch die Sauna bzw. den kleinen Wellnessbereich des Hotels mit nutzen, dies kostet dann aber extra.

 

Eine Nacht da oben auf der Alm kostet Euro und was ich mir ausnahmsweise mal gegönnt habe ist das extra zu zubuchende Frühstück für 14 Euro am nächsten Morgen.

 

Gerade wenn das Wetter mitspielt, steht ihr da oben einfach HERRLICH!!!

 

Ihr könnt über die gesamte Region und den Chiemsee blicken, es ist ein absolutes Paradies für Wanderer und vor allem… das Almhotel/Cafe hat eine super schöne Terrasse auf der ihr in der Sonne sitzen könnt und der komplette Chiemsee liegt vor euren Füßen!

 

Wie gesagt…. es ist sicherlich nicht der günstigste Stellplatz, ihr könnt da oben auch nur maximal 2 Nächte stehen bleiben und ich glaube mehr als 5 Wohnmobile sind auch nicht uuuuuuunbedingt gewollt…. aber wenn ihr euch das einfach mal gönnen möchtet, es lohnt sich!!!!

 

Milla und ich hatten auf jeden Fall eine super schöne Zeit da oben, das Essen im Gasthof war wirklich gut und so ein super duper Frühstück (als Büfett) in der Sonne mit Blick über den Chiemsee…. das war schon wirklich schön!

Plus… da oben war nichts los! Unten am Chiemsee war es ja wie gesagt rappel voll, aber da oben stand ich den ganzen Tag allein. Erst am frühen Abend gesellten sich noch zwei andere Camper dazu.

Hier habt ihr also anscheinend ganz gute Chancen auf einen schönen Stellplatz.

 

Auf, auf… von der Seiseralm nach Kufstein

 

Nachdem ich am nächsten Morgen noch lange am Frühstückstisch saß, habe ich mich erst am spääääten Vormittag wieder auf den Weg gemacht, nächster Halt meiner Wohnmobil Herbst Tour …. KUFSTEIN!!!!

Von der Seiseralm aus, konnte ich ganz entspannt über die Landstraße nach Kufstein fahren, ich kam also erst gar nicht irgendwie in die Situation eine Vignette für die Autobahnen Österreichs kaufen zu müssen. Diese hätte es aber für ca. 10 Euro an jeder Tankstelle gegeben.

In Kufstein angekommen hatte ich das Glück noch den letzten freien regulären Stellplatz zu ergattern… puhhhh Schwein gehabt, denn nichtmal 5 Minuten später kam ein anderes deutsches Camperpaar und fragte mich, ob ich abreisen würde, weil ich gerade dabei war das Stromkabel aus der Garage zu wühlen. Der Stellplatz in Kufstein ist sicherlich nichts besonderes, aber er liegt sehr günstig und relativ ruhig, um die Stadt zu erkunden.

Stellplatz Kufstein

Blick über den Stellplatz in Kufstein bei Nacht. Die gegenüberliegenden Wohnmobile stehen nicht mehr auf dem Stellplatz, was aber in Kufstein geduldet wird und anscheinend total ok ist.

Solltet ihr mal nach Kufstein kommen und keinen Platz auf den ausgewiesenen Stellflächen mehr bekommen… anscheinend ist es üblich, dass man dort auch den gesamten Parkplatz mit benutzen kann. Dann natürlich ohne Strom, denn die Stromanschlüsse gehören mit zu den offiziellen Stellplätzen und sind auch extra so ausgeschildert. Also Stecker eins, gehört zu Stellplatz Nr. 1 usw. usw.

Wie gesagt, anscheinend ist es üblich, dass Wohnmobilisten den normalen Parkplatz mit benutzen können. Ich stand insgesamt einige Tage in Kufstein und teilweise standen mehr als 20 Wohnmobile auf dem Parkplatz. Solltet ihr also mal keinen Platz bekommen, könnt ihr euch relativ sorglos auf den großen Parkplatz stellen.

Ob das nun so wirklich, wirklich gut ist…. ich kann es euch nicht sagen. Aber zumindest wird es da so gehandhabt und in all den Tagen gab es auch nie irgendwelche Kontrollen o.ä. Ich war aber auf jeden Fall froh einen der ganz normalen Stellplätze bekommen zu haben und bin dann auch deutlich länger in Kufstein stehen geblieben, als ich vorher geplant hatte. Denn für die kommenden Tage wurde ein heftiges Unwetter vorhergesagt und aus diesem Grund bin ich lieber „im Dorf“ stehen geblieben und bin erstmal nicht weiter in die Berge gefahren.

Stellplatz Kufstein, meine Wohnmobil Herbst Tour durch die Alpen

Stellplatz Kufstein… nix besonderes aber ok!

Kufstein ist ein wirklich nettes Städtchen! Ja, natürlich lebt Kufstein vom Tourismus, nichts desto trotz finde ich den Ort sehenswert. Zumal es noch die große Burg gibt, auf der täglich Orgelkonzerte stattfinden (die Musik hört man dann überall im Ort und wahrscheinlich auch noch 3 Berge weiter) und mit einer speziellen Bahn außen an der Burgwand, könntihr die Burg zudem noch leicht erobern. Sicherlich auch ein schönes Ausflugsziel für Familien. Ich bin insgesamt 3 Nächte in Kufstein stehen geblieben und hatte so auch das „Glück“ an einem dieser typischen Almabtriebe teilzunehmen.

 

Erlebnis Almabtrieb…

 

Tja…. was soll ich euch sagen…. ich weiß auch nicht so recht was ich mir vorab eigentlich darunter vorgestellt habe, eigentlich hätte ich mir das alles auch vorher schon denken können, nichts desto trotz war ich doch ganz schön „geschockt“ von der ganzen Aktion.

Almabtrieb Kufstein. Kühe, Herbst und Camping

Volksfeststimmung in Kufstein… ob das der perfekte Almabtrieb ist… keine Ahnung!

 

In Kufstein war es so, dass bereits am Tag zuvor die halbe Innenstadt abgesperrt wurde und an dem Tag des Abriebs herrschte in der ganzen Stadt Volksfeststimmung.  Es gab also quer durch die Einkaufsmeile einen, durch Absperrgitter und Flatterband  abgesperrten „Mittelgang“ und zwei relativ schmale Bereiche rechts und links, auf welchem dann auch noch verschiedenste Fressbuden und Handwerksgeschichten aufgebaut wurden. Zudem gab es auf dem Marktplatz eine große Bühne mit einem Moderator der lauthals, dank in der ganzen Stadt verteilter Lautsprecher, die Leute in Schwung brachte.

So weit, so gut… die Stimmung war wirklich schön und das Essen war lecker… alles super!

Ab 14 Uhr sollten dann aber die Kühe kommen und kurz bevor es soweit war, erklärte der Moderator noch einige Dinge zu diesem Almabtrieb.

Dass es sich dabei um eine alte Tradition handelt und dass die Kühe schon seit Jahrhunderten besonders geschmückt im Herbst von den Almen getrieben werden und dies ein Zeichen für ein gutes Jahr ist.

Sollte dem Sommer über allerdings irgendwas auf der Alm geschehen (vor einigen Jahren ist z.B. mal eine Kuh samt Kalb tödlich von einer Klippe gestürzt) dann werden die Kühe auch nicht so schön geschmückt.

Mit dem Wohnmobil durch die Alpen

Ihr seht… sobald eine Kuh gegen so ein Absperrgitter springt, bleibt nicht mehr viel Platz zum ausweichen.

Alles klar… das habe ich verstanden….

 

Die Kühe und Treiber sind bereits in den Morgenstunden los marschiert um dann eben gegen 14 Uhr in der Innenstadt von Kufstein anzukommen.  Und tatsächlich, um kurz nach 14 Uhr hörten wir alle schon die ersten Kuhglocken in der Ferne erklingen und nur kurze Zeit später kam die erste Kuh in die Einkaufsmeile eingebogen.

Dann allerdings passierte das, worüber ich vorab schon dachte… hmmmm so Kühe müssen ja entspannte Tierchen sein.

Ich stand jetzt ca, 100 Meter vor dem eigentlichen Marktplatz auf dem hunderte Leute auf den Almabtrieb wartete und man merkte deutlich, je näher die Kühe diesem Marktplatz kamen, je panischer wurden sie.

 

Die erste Kuh ging noch relativ entspannt, aber bereits die zweit blieb vor dem Platz stehen und bewegte sich nicht mehr weiter.

Dann kamen direkt 2-3 „Führer“ und versuchten die Kuh mit ziehen und zerren und dem ein oder anderen Stockhieb zum weiterlaufen zu bewegen, aber keine Chance… die Kuh blieb stehen bzw. legte den Rückwärtsgang ein.

Mit dem Wohnmobil durch den Herbst

Almabtrieb… und plötzlich ging nichts mehr, denn die Kühe wollte einfach nicht weiter!

Die Taktik der Treiber wurde dann eine andere, sie warten auf die nächsten Kühe, denn dann wird die ängstliche Kuh schon weiter gehen, doch auch das sollte sich als Fehler herausstellen!

Denn auch die nächsten Tiere wurden von Meter zu Meter panischer.

Das ganze ging dann so weit, dass eine Kuh flüchten wollte, sich panisch umdrehte und dabei schon gegen das erste Absperrgitter rannte.

Und von da an brach eigentlich nur immer mehr Panik unter den Tieren aus und leider muss ich auch sagen, dass der idiotische Moderator nicht gerade dazu beitrug die Situation zu entspannen. Denn anstelle das er vielleicht einfach mal ruhig abwartete, feuerte er über alle Lautsprecher die Massen auch noch dazu an zu klatschen und die Kühle durch klatschen, rufen und pfeifen anzufeuern.

Ich schaute mir das ganze Spektakel vielleicht 3-4 Minuten an und das Resultat war…  in dieser Zeit sprang eine weitere Kuh in ein Absperrgitter mir gegenüber und die Leute dahinter sprangen in die Eingänge der Geschäfte, zwei Kühe schafften es sich komplett umzudrehen und rannten die Strasse zurück, bei vielen Kühlen viel der Kopfschmuck ab und die Kuh die als erstes so panisch reagierte, bekam anscheinend durch ihre Angst auch noch Magen Darm (das ist jetzt einfach mal von mir so „dahingesagt“) denn plötzlich drehte sich das Tier, ging schreckhaft zurück und es kam nur noch Wasser in Massen aus ihr herausgeschossen. Dies aber auch leider auch noch so, dass die Leute dahinter einiges abbekamen, wenn sie nicht gerade noch wegspringen konnten. Dabei hat eine Dame allerdings den Buggy eines Kleinkindes übersehen, so dass die Dame auch noch über das Kind bzw. den Buggy stürzte und erstmal auf dem Boden lag.

Das war der Moment in dem mir die ganze Aktion viel zu heikel wurde und ich zügig meine Tasche nahm und den Ort verließ.

 

Ich bin ein absolutes Stadtkind… ich kenne mich mit Kühen NULL aus und mir ist durchaus bewusst, dass an so einer Kuh auch durchaus mal gezerrt werden darf und muss, oder sie den ein oder anderen Stock hieb bekommt und dies kein riesen Drama darstellt. So eine Kuh ist eben kein Hund… jaaaa diesen Unterschied habe auch ich erkannt 🙂

Kufstein City… ja klar, Tourismus steht da ganz weit oben, trotzdem ist es schön!

Aber diese Aktion…. ehrlich…. Tourismus hin, Tourismus her… aber das war meiner Meinung nach absolut gefährlich und zudem auch nicht sehr zum Wohle der Tiere!

Wenn so eine Kuh durch geht und es recht und links nur schmale Wege gibt… dann hilft eben auch kein kleines Absperrgitter und schon recht kein Flatterband.

Die Tiere hatten PANIK, die wollten nicht auf diesen riesigen Marktplatz voller lauter Menschen und so eine Kuh hat nunmal Kraft… wenn die in so ein Gitter springt oder weg rennt… die hält kein Herdenfüherer dieser Welt auf!

Ich hatte in diesem Moment wirklich das Gefühl, Mensch und Tier sind komplett überfordert, es wurde sich insgesamt viel zu wenig Gedanken um die Sicherheit gemacht und dass Tiere die Monatelang in den Bergen stehen und bis auf ein paar Wanderer niemanden sehen, Panik vor einer lauten, klatschenden Menschenmasse haben…. kann ich nachvollziehen.

 

Fazit…. SO EINEN Almabtrieb benötigt doch irgendwie kein Mensch, oder?

Das war eine reine, meiner Meinung nach echt gefährliche, Touri Aktion! Wenn schon Almabtrieb, dann besser deutlich kleiner und in irgendeinem „Bergdorf“ …. diese Veranstaltung in Kufstein war meiner Meinung nach mehr als riskant und das für Mensch und Tier.

Gut, aber mal von diesem Almabtrieb abgesehen, hatten Milla, der neue Flitzer und ich eine echt gute Zeit in Kufstein.

Zumal wir auch noch kurzfristigen Besuch bekamen. Da kam die Petra samt Mann extra auf der Fahrt vom Gardasee Richtung Heimat mal kurz für 2 Stündchen in Kufstein vorbei, weil sie auf Facebook gesehen hatte, dass ich da gerade stehe und sie mich doch mal live kennen lernen wollte.

Dann haben wir noch nett zusammen Kaffee getrunken, ich habe mal ganz schnell und heimlich mit Hund Sunny gekuschelt (natürlich nur als Milla gerade nicht hingeschaut hat) und danach sind die drei wieder zurück zur Autobah gefahren und haben sich auf den Heimweg begeben.

WAAAAHNSINN! 🙂

Besuch IsasWomo

Wenn das Milla sieht…. 😉

Tja und nach unserer Zeit in Kufstein… da lief dann vieles ganz anders als ich selbst geplant hatte. Oder ich sage es mal anders… eigentlich hatte ich ja selbst keinen super festen Plan, aber nachdem mir Petra und noch einige andere Leute begeistert vom Gardasee erzählt hatten, dachte ich… ok… dann fahre ich noch ein bisschen durch die Berge und tucker weiter in Richtung Gardasee.

Dein Pinterest Pin zum Artikel

Naja aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt… ich bin genau eine Etappe weiter gekommen, stand nochmal wunderschön in den Alpen bis mein Telefon klingelte.

Wie es dann weiterging, warum ich nicht zum Gardasee gefahren bin und weshalb ich den ein oder anderen extra Kilomter getuckert bin… das erfahrt ihr im vierten Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp. 🙂

Ihr möchtet wissen wie es weiter geht… Teil 4 ist mittlerweile online

Ebenso Teil 5 und das große Fazit in Teil 6

Bleibt gesund!

Eure

 

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Mein erstes Goecaching Mega Event – Isa on Tour

Mein erstes Goecaching Mega Event – Isa on Tour

Werbung / Kooperation –  Isa on Tour…  beim Geocaching, die Schatzsuche für Erwachsene

Anfang des Jahres erreichte mich die erste Nachricht in der mich „Schmelli“ fragte, ob ich mir nicht vorstellen könnte, im Sommer 2018  ein Geocashing Mega Event in Rotselaar, Belgien zu besuchen. ICH UND GEOCACHING ??? Ehrlich gesagt habe ich gedacht, naaaaaja… bis zum Sommer dauert es ja noch eine ganze Weile, bis dahin kann ja noch einiges in Vergessenheit geraten 😉

Aber nicht mit Schmelli!!! 🙂  

Ich weiß gar nicht mehr so ganz genau woher Schmelli und ich „uns kennen“,  doch auch wenn wir uns bis zum letzten Wochenende noch nie persönlich begengent sind, haben wir online bereits seit Jahren Kontakt. So kam es also auch, das Schmelli diese Einladung zum Geochaching Event nicht vergaß und spätestens nachdem sein persönlicher Einladungspost auf Facebook die Runde machte, konnte ich mich wirklich nicht mehr drücken. 🙂 🙂 🙂  Also hieß es vergangenes Wochenende für Milla, die Omi und mich:

 

Ab nach Belgien zum „Birre’s Camper Friends“ Geocaching Mega Event

 

Ich habe zwar bereits vor Jahren mal alleine nach einigen Geocaches gesucht und das hat mir auch immer viel Spaß bereitet (vor allem in Verbindung mit langen Hundespaziergängen) aber wenn ich insgesamt vielleicht auf 15 gefunden Schätzen komme, dann ist das schon hoch gegriffen. Ich bin also absolut bluuuutiger Anfänger was das Geocachen betrifft und wusste überhaupt nicht, was ich mir unter so einem Mega Event vorstellen konnte. Bevor ich aber so richtig mit dem „Event“ beginnen, hier vielleicht noch eine kurze Erklärung zum Geocaching:

Was ist Geocaching überhaupt?

Geocaching ist tatsächlich so etwas wie eine „Schatzsuche für Erwachsenen bzw. für Familien“.

Ihr müsst euch das so vorstellen: Überall auf der Welt verstecken Menschen kleine und große Schätze. Mal sind es klitzekleine Dosen die nur wenige cm groß sind, es gibt aber auch richtig große „Schatztruhen“, bei denen sich die Leute die diesen „Cach“ versteckt haben irsinnig viel Mühe gegeben haben. Je nachdem wie groß dieser Schatz ist, befinden sich auch unterschiedliche Dinge in diesen Dosen. Das wichtigste und (um es erstmal einfach zu halten) in allen Dosen enthalten, ist das sogenannte LOGBUCH. Dabei handelt es sich also um ein kleines Buch, oder auch nur um einen kleinen Zettel, auf dem man sich mit seinem Namen eintragen darf, sobald man den Schatz gefunden hat. Erst wenn das erledigt ist, darf man diesen Schatz auch im Internet als „gefunden“ markieren.

Und wer jetzt denkt, tssssss… ich kann doch im Internet auf Geocaching.com sämtliche Schätze loggen, egal ob gefunden oder nicht, hauptsache da steht hinterher ich habe 80.000 Schätze gefunden, den Zahn kann ich euch ziehen. Viele Leute die einen Schatz verstecken, kontrollieren tatsächlich das Logbuch im Schatz, mit dem „Logbuch“ im Internet und wer bescheissen möchte, kann es direkt lassen.

Bleibt die Frage, wie findet man denn nun diese Schätze?

Also, für blutige Anfänger wie mich, gibt es eine (in der Lite Version kostenlose) Handy App (alle Links stelle ich euch am Ende des Artikels ein). Ihr ladet euch also die App runter, erstellt ein Konto und und schaut auf einer Karte, wo sich der nächste Cach befindet.  Einige der hundertausend Schätze sind eben auch über die kostenlose Version verfügbar, so kann man erstmal ganz einfach in das Thema rein schnuppern. Per GPS wird man dann von seinem aktuellen Standort zum Cach geführt und dann beginnt das Suchen. Dabei sind die versteck Möglichkeiten genau so vielfältig wie die Schätze selbst.

 

Geocaching per App

So sieht das dann in der App aus. Der blaue Punkt bin ich und das grüne Kästchen der Schatz

 

Zum Glück kann man sich über die App aber vorab Informieren wie groß der jeweilige Cach so ungefähr ist, man kann sich zusätzliche Tipps geben lassen, wenn man den Schatz so gar nicht findet und vor allem, man kann sich die Info holen, in welchem „Terrain“ der Schatz liegt. Gerade diese Terrain Info ist ganz wichtig, denn zum einen können so z.B. auch Rollstuhlfahrewr erfahren, ob sie überhaupt die Möglichkeit haben die Cach zu finden, zum anderen ist diese Info aber auch für alle nicht Behinderten Schatzsucher nicht gerade unwichtig! Unter den Geocachern gibt es echt „heißblütige Cacher“ und die verstecken solche Schätze auch schonmal an ganz, ganz besonderen Orten! So kann es also z.B. möglich sein, dass man eine komplette Kletterausrüstung benötigt, weil so ein Schatz hoch oben in einem Baum, oder unter einer Brücke versteckt liegt, oder man benötigt eine Taucherausrüstung, weil der Schatz unter Wasser im See versteckt ist. Ihr seht… es gibt unglaubliche Verstecke, also immer schön auf das Terrain achten. 

Alle Geocacher die so richtig vom „Schatzsucher Virus“ betroffen sind, nutzen später nicht mehr nur diese App sondern ein richtiges GPS Gerät. Dies hat den Vorteil, dass man nicht mehr vom Handynetz abhängig ist, denn spätestens wenn man durch irgendeinen Wald wandert, wird die Handy Internetverbindung gerne mal schlechter und einen Micro Cash in einem Radius von 50m zu finden, ist so gut wie unmöglich.

Zum Schluss dieser Erklärung noch ein ganz wichtiger Punkt!…

Der Geocacher Ehrenkodex besagt: „Sorgt NIEMALS für Aufsehen, wenn ihr auf Schatzsuche seid!“ Leute die nicht cachen gehen, dürfen eigentlich gar nicht merken, dass ihr gerade nach einem Schatz ausschau haltet! Harry Potter like werden „Nicht-Cacher“ auch Muggel genannte, also… IMMER SCHÖN DARAUF ACHTEN NICHT VON DEN MUGGELN ERWISCHT ZU WERDEN!!!!

 

Auf nach Rotselaar zum Geocashing Mega Event…

So bin ich also Freitag Vormittag in Richtung Belgien los getuckert. Solche Events gibt es das ganze Jahr über immer wieder an verschiedenen Standorten und je nach angemeldeter Teilnehmerzahlt, spricht man dann eben von z.B. Mega Event.

Das ich nach Belgien gefahren bin, lag also weniger daran, dass es sich dabei um „das einzige Event weit und breit“  handelte (die Woche zuvor war z.B. ein ähnliches Event in Kassel), sondern einfach aus dem Grund, dass Schmelli ein Teil des Organisationsteam war und er mich eben zu diesem Event eingeladen hat.

Die gesamte Veranstaltung wurde von der Geocaching Gruppe „Birre’s Camper Friends“ ausgerichtet, die sich das Thema Camping plus Geocashing auf die Fahne schreibt. Dabei war eben „Birre“ der Veranstalter und so viel darf ich vorweg nehmen… ich weiß nicht wie enthusiastisch man dieses Hobby Geocaching betreiben kann, aber Birre und sein ganzes Orga Team haben sich so UNGLAUBLICH VIEL ARBEIT gemacht um ein solches Event auf die Beine zu stellen, dass ich es ehrlich gesagt, kaum verstehen kann. Zumal, wenn man ein solches Event über die Internetseite Geocaching.com „ausrichten“ lassen möchte (und nur so macht das ganze überhaupt sinn) darf so eine Veranstaltung kein großes „plus in der Kasse“  erzielen. Geocaching Events sollen „aus Spaß an der Freude“ veranstaltet werden und nicht weil irgendein Investor das große Geld schnuppert. Wenn man sich also freiwillig und ohne jede Gewinnabsicht so viel Mühe gibt, muss man das Geocaching Virus echt in „jeder Pore“ sitzen haben.

 

Geocaching Mega Event in Rotselaar Belgien

Ein kleiner Teil des Event Geländes am Freitag Nachmittag

 

Geocaching Event Tag 1

Nach einer wunderbaren Fahrt kamen Milla und ich also am Eventgelände an und was sahen meine Augen… direkt am Eingang des Geländes standen schon einige andere Alleinfahrer Mädels, die ich seit Jahren kenne. Wie schööööööööön! Ich wusste zwar, dass sich einige dieser Frauen überlegen wollten auch zu diesem Event zu kommen, aber bis zum Schluss war mir nicht klar, wer kommen würde bzw. ob ich nicht doch allein da stehen sollte.

Gott sei dank war dem aber nicht so und wenn ich mir überlege, wie das ganze Wochenende verlief, konnte ich echt froh sein, dass die Mädels vor Ort waren.

Also schnell das Womo abgestellt, die Mädels geherzt, Milla und mich angemeldet und mit samte einer großen Tüte voller Infomaterial wurde ich zu meinem Womo Stellplatz geleitet. Jetzt noch schnell „häuslich einrichten“, endlich Schmelli auch mal persönlich treffen und 3 Worte wechseln, bevor es auch schon mit der ersten „Aufgabe“ los ging.

Unseren „Event Tüten“ lag ein Zettel bei, mit einem sogenannten Cacher Bingo. Soll heißen, insgesamt gab es 30 Felder mit verschiedenen „Aufgaben“ wie z.B…. finde einen Cacher der bereits INNERHALB VON 24 STUNDEN 300 CACHES GEFUNDENN HAT! (Ihr seht, wenn es Leute auf diesem Event gibt, die innerhalb von 24 Stunden 300 Schätze gefunden haben, dann müssen das im POSITIVSTEN SINNE echte Geocaching Freaks sein!) Genau so gab es aber auch Fragen wie : Finde eien Person, die weniger als 20 Caches gefunden hat, was auf einem solchen Event gar nicht so einfach ist… aber, Isa war ja vor Ort 🙂

Insgesamt war es ein schönes „Spiel“ um schnell mit den anderen Eventbesuchern in Kontakt zu kommen, das hatten sich die Organisatoren also schon gut überlegt. Zum Abend hin haben sich alle Teilnehmer die mit dem Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen vor Ort waren, im Bereich des Festzeltes getroffen. Die kleine Imbiss Küche hat Pommes Currywurst im Akkord gebrutzte und zusammen mit den Mädels klang der Abend entspannt bei einer Runde Bingo aus. Das richtige Event sollte am Samstag Morgen starten und da wir alle wussten, dass die nächsten Tage anstrengend werden würden, lagen wir alle noch vor 0 Uhr in den Federn.

Geocaching Tag 2

Pünktlich um 8 Uhr saß ich samt Kaffee in der Hand auf meinem Womo Treppchen und wartete auf die Dinge die dieser Tag bringen würde. Um mich herum standen bereits gute 120 Wohnwagen oder Wohnmobile und trotz der meiner Meinung nach frühen Uhrzeit, füllte sich das Eventgelände immer weiter mit Tagesgästen aus Belgien, Frankreich, Deutschland oder den Niederlanden.

Wie ich den Tag vorher von Schmelli lernten, warteten viele dieser Besucher („bewaffnet“ mit Rucksäcken, Pausensnack und Fahrrad) auf die Vergabe der „Eventbücher“. Denn extra für dieses Event haben Birre und sein Team 91 neue Caches auf verschiedenen Routen versteckt. Für einen echten „Geocach Infizierten“ ist es etwas ganz besonderes, einen solchen Cash als aller, aller erste Person zu finden und zu loggen.

Und tatsächlich war es so, der Ansturm auf die Eventbücher (in denen die passenden Koordinaten zu diesen neuen Schätzen standen) war in den ersten Sekunden riesig. Pünktlich um 9:45 Uhr begann die Ausgabe und nur Sekunden später machten sich die ersten Geocacher auf die Suche.

Wir Mädels hatten bereits am Abend zuvor beschlossen, dass wir mit der längesten Route beginnen wollten, allerdings nicht um Punkt 9:45Uhr, sondern ganz entspannt, nachdem die ersten Gruppen los gezogen sind.

Also machten wir uns in aller Seelenruhe am frühen Vormittag auf den Weg…

 

Isa on Tour ... beim Geocaching Mega Event

Das wandern ist des Müllers Lust! Und das Geocaching Isa’s???

 

Auf zu ersten Schatzsuche!

Wie ich ja bereits sagte, zum Glück waren die Mädels da und einige unter ihnen gehen bereits seit langer Zeit auf Schatzsuche, so dass ich mich erstmal nur anschließen musste. So liefen wir also von Cash zu Cash, machmal mussten wir wirklich suchen und trugen danach unseren Goecaching Nickname in die passenden Logbücher ein.

Ich muss es hier einfach nochmal schreiben… was sich das Orga Team rund um Birre für eine Arbeit mit den einzelnen Caches gemacht hat, ist wirklich unglaublich. Egal ob es darum geht, dass aus Kunstoff ganze Fabelwesen modeliert oder z.B. lange Rohre in den Boden eingesetzt wurden, die Leute müssen unfassbar viel Zeit und Arbeitskraft in krative Versteckmöglichkeiten investiert haben. Alleine dafür kann ich nur meinen Hut ziehen.

 

Tolle Geocaches in Belgien

Einer von 91 versteckten „Schätzen“ unten in der Dose steckt das begehrte Logbuch

 

Wir Mädels haben zwischendurch ein Päuschen in einem kleinen, belgischen Cafe eingelegt, bevor es weiter auf Schatzsuche ging. Nach insgesamt 16 Schätzen und ca. 14 km kamen wir müde, aber stolz, gegen Nachmittag zurück zum Eventgelände.

Ich war soooooo platt, ihr könnt es euch nicht vorstellen! Meine Füüüüüüüüüüße und das obwohl ich doch schon meine „schlurf und turf“ Sneakers an hatte. Was sagt mir das wieder…. ich werde alt, stein alt!!! 😉

Einge der Mädels hatten eigentlich noch vor zu einer zweiten Runde zu starten, doch nachdem wir erstmal bei einem ersten Radler zusammen saßen, hatte sich das Thema schnell erledigt. Auf dem Eventgelände gab es für uns alle noch viel zu entdecken, an einigen Ständen wurden spezielle cashing Utensielien und GPS Geräte verkauft, an anderen mussten Aufgaben erfüllt werden um wiederrum neue Schätze loggen zu können. Für die Kinder gab es eine extra Kids Corner samt Hüpfburg und zu am frühen Abend wurde an der „Bühne“ verschiedene Tombolas ausgelost und auch die Gewinner des „Caching Bingos“ ermittelt. Gewonnen habe ich allerdings nix…

Gegen 19 Uhr verließen die Tagesgäste langsam das Gelände, so dass wir Camper „unter uns waren“. Der perfekte Zeitpunkt um die Grills aus den Mobilen zu kramen und einen feucht fröhlichen Abend zu starten.

Dieser Abend war wirklich ganz besonders schön. Weit über hundert Camper saßen zusammen, es wurde gegrillt, getrunken und als ein Camper auch noch die Gitarre auspackte, war die Camping Idylle perfekt.

Doch so schön dieser Abend auch war… ich war immer noch platt! 🙂 Also habe ich mich um 22:30 von den restlichen Mädels verabschiedet und bin langsam zum Womo gewackelt. Schon da konnte ich meinen Muskelkater spühren… naja, zumindest im Kopf 🙂

 

Mein Wochenende beim Geocaching Mega Event

Ein echt toller Abend, Geocacher grillen am Abend auf dem Eventgelände

 

Geocaching Tag 3

Nachdem ich mich Sonntagmorgen erst einmal aus dem Alkoven gequält hatte (Motto des Tages… einfach fallen lassen 😉 ) ging es mir und meinen Beinen aber besser als gedacht. Also entweder ich bin doch fit, oder meine Füße waren mittlerweile schlichtweg abgestorben. 🙂

Für diesen Tag hatten wir uns die „Mysterie Runde“ vorgenommen. Auch diese Runde „Schatzsuchen“ wurde extra für das Event neu gelegt unsd stand unter dem Motto „Waldgeister“. Schmelli, der dieses Event wie gesagt mit organisierte, hatte uns bereits am Tag zuvor gesagt, wir sollen auf jeden Fall lange Hosen anziehen, da wir uns teilweise ganz schön durch die Büsche schlagen müssen um die verschiedenen Caches zu erreichen.

Gesagt getan und da an diesem zweiten Tag bereits deutlich weniger Leute los maschierten (wie gesagt, für diese extrem Cacher ist die Teilnahme an einem solchen Event vor allem interessant, um die neuen Caches möglichst schnell im Internet zu loggen) haben wir uns ganz entspannt bereits um 10 Uhr auf den Weg gemacht.

Vieler der Schätze auf dieser „Mysterie Runde“ lagen im Wald versteckt, was bei Temperaturen über 30 Grad natürlich sehr angenehm war. Auch wenn die Caches insgesamt etwas leichter zu finden waren, hat mir dieser zweite Tag noch besser gefallen als der erste. Warum? Das erzähle ich euch in meinem „kritischen“ Fazit. … (Ich warne euch schonmal vor, damit mein schlechtes Gewissen nicht soooooo groß is, wenn ich gleich Kritik üben muss )

 

Tolle Geocaching Tour

Ab durch die Hecke? Naja nicht ganz, aber durch den Wald definitiv! Gut dass man mir die Anstrengung GAR NICHT ansieht!

 

Nach knapp 10 km hatten wir tatsächlich ALLE Caches der mysterie Runde erreicht und gefunden, JUHUUUUUU!!!! Und da wir all die Schätze dieser Runde gefunden hatten, konnten wir uns zum Schluss noch auf die Suche nach dem „BONUS Schatz“ begeben. Denn einige der Cashes auf dieser Mysterie Runde hatten zusätzliche Koordinaten inne liegen und da wir eben alle Schätze gefunden haben, haben wir auch die Bonus Koordinaten gefunden, die uns direkt zum letzten, ganz besonders schönen Schatz führten.

 

Bonus Geocach

In einigen Cache befinden sich extra Rätsel für den Bonus Cach

 

VORSICHT SPOILER! WER SELBER SUCHEN MÖCHTE, SOLLTE HIER NICHT LESEN!

Dieser letzte Schatz lag direkt an einer Eisdiele, was uns natürlich seeeehr zu pass kam! Also noch ein aller letztesmal suchen und die Augen offen halten, bevor wir uns alle ein hoch verdiente Eis gönnen können.

Tja und was soll ich sagen, dieser Bonus Schatz hatte es tatsächlich in sich. Zuerst waren wir alle auf der vollkommen falschen Fährte und suchten in dem kleinen Waldabschnitt neben der Eisdiele. Dort konnten wir aber so gar nichts finden! Also musste der Schatz doch im Bereich der Eisdiele liege. Zum Glück würde die Eisdiele erst in 20 Minuten öffnene, so dass wir zumindest nicht mit vielen „Muggeln“ kämpfen mussten. Nachdem wir gesucht, gesucht und gesucht hatten, viel uns ein alter Stromkasten ins Auge, der in der Nähe der Eisdiele angebracht wurde und  auf dem ein Geocaching Aufkleber angebracht wurde.

AHAAAAAA, AHAAAAA, AHAAAAA SHERLOCK!

Nachdem wir uns diesen Stromkasten dann näher angesehen haben, fanden wir auch schnell den passenden Schlüssel, mit dem wir den Kasten öffnen konnten. Dort erwartete uns noch ein ganz besonders schönes „Logbuch“.

Jetzt mal ehrlich, wer macht sich schon so eine Arbeit? Diejenigen die diesen Bonus Cach gebaut haben, müssen ja zum einen so einen Stromkasten besorgen, diesen dann innen mit kleinen bunten Wäscheleinen bekleben, mit der Eisdiele absprechen, ob es ok ist, diesen Cach am Grundstück zu befestigen, den gesamten Stromkasten an der Wand befestigen und zudem noch ein sicheres, geheimes Schlüsselversteck kreiren. Und das war nur einer von insgesamt 91 Caches!!!!

 

Geocaching

Ein echter Stromkasten als Geocach… nur eines von 91 tollen Verstecken.

 

Der passende Abschluss für diese wirklich tolle Runde!

Mittlerweile hatte auch die Eisdiele geöffnet und so konnten wir unsere leeren Energiespeicher direkt wieder auffüllen.

Pünktlich zur Kaffeezeit kamen wir wieder am Eventgelände an und noch mehr als meine Füße, freute sich Milla über meine Rückkehr. Eigentlich wäre diese Runde perfekt dazu geeigent gewesen Milla mit zu nehmen und zwei Frauen aus unserer „Mädelsgang“ hatten ihrer Hund auch dabei. Aber leider ist Milla ja nicht mehr gut zu Fuß (oder gut zu Pfote) und so war es von vorneherein ausgeschlossen, sie mit auf Schatzsuche zu nehmen. Grundsätzlich ist es aber eine tolle Abwechslung für Hunde Runden.

Das gesamte Event ging eigentlich noch bis Montag Mittag, aber da viele Leute Montag wieder arbeiten mussten, leerte sich auch die Event Wiese zusehendst. Das selbe galt auch für unsere „Mädelsgang“, von der ein Großteil noch am selben Nachmittag wieder zurück fahren musste.  Ich hatte mir allerdings bereits vorher überlegt erst Monatg Vormittag wieder zu fahren und so hatten wir auch in kleiner Runde noch einen schönen, ruhigen Abend, an dem wir noch lange über das gesamte Wochenende disskutiert haben.

Geocaching Mega Event – Abreise

Der Montag Morgen begann grau und regnerisch,  der perfekte Zeitpunkt das Event wieder zu verlassen.

Da wir dort alle ohne Landstrom standen, hatte ich schon die Befürchtung, dass die Omi wahrscheinlich gar nicht anspringen würde. Ihr wisst ja… manchmal führt die Omi ein eigenleben! Diese Befürchtung wurde noch größer, nachdem ich die Sat-Anlage nicht mehr einfahren konnte. Sollten meine Batterien trotz der beiden Solar Panal leer sein??? Das konnte doch nicht sein, ODEEEER???

Lange Rede kurzer Sinn… Schmelli versuchte bereits alles, um mir erstmal Landstrom zu besorgen, als ich dachte, ich versuche erstmal ob die Omi nicht doch anspringt und siehe da… BRUMMM, BRUMMM, BRUMM, BRUMM, BRUMMMMMMM!!!

Alle Sorge war vollkommen zu unrecht, die Sat-Anlage klappte sich auch beim anlassen des Motors ein wie sie sollte, also alles gut! 🙂 Da hab ich wohl zu früh „Panik geschoben“ und alle Leute um mich herum verrückt gemacht  🙂 🙂 🙂  SORRY!!!!

Nachdem das Thema also erledigt war, habe ich noch eine Weile mit Schmelli gequatscht (am Wochenende kamen wir einfach nie dazu) mich bei allen neuen und alten Bekannten verabschiedet und dann ging es auch schon wieder zurück in Richtung Deutschland.

Das war es also… mein erstes Wochenende als Geocacher auf einem Mega Event  🙂

 

Fazit … zum ersten Mal beim Geocaching!

 

Aaaaalso bevor ich so richtig mit diesem Fazit starte, muss ich sagen…. es fällt mir in diesem Fall echt nicht leicht überhaupt etwas negatives über dieses Wochenende zu schreiben, weil ich denke, Leute die sich so viel Mühe geben und ein solches Event vollkommen uneigennützig auf die Beine stellen, haben eigentlich keine Kritik verdient. Nichts desto trotz will ich aber auch ehrlich schreiben können wie ich so ein Geocaching Event nunmal empfunden haben und schwupps… ist die Zwickmühle da! Da ich Schmelli aber auch bereits persönlich gesagt habe, was mir an dem Event nicht gefallen hat, ist es also auf keinen Fall so, dass ich mich hinter dem Blog verstecke.

Also los…

Wie gesagt, ich kann nur meinen Hut vor allen Leuten ziehen, die dieses Event auf die Beine gestellt haben. Es ist wirklich UNFASSBAR wie viel Zeit und Arbeitskraft Birre und sein Team in dieses ganze Thema Geocaching investieren. Die einzelnen Routen und Schätze wurden mit ganz viel Liebe zum Detail erstellt und zum Teil wird das Orga Team sicherlich TAGE damit verbracht haben, einen einzigen Schatz so zu modellieren und zu verstecken. Sonntag Nachmittag hat Birre noch einige seiner ganz persönlichen „Schatzdosen“ vorgestellt, in denen dann ein mögliches Logbuch versteckt ist. Ihr könnt euch das wirklich nicht vorstellen, wenn ihr es nicht gesehen habt und es ist auch für mich ganz schwierig diese Dosen schriftlich zu beschreiben. Aber so viel kann ich sagen, wenn ihr diese, von Birre erstellten Schätze sucht, dann ist die eigentliche Suche nach dem Punkt, an dem diese Dose versteckt ist, nur der kleinste Teil. Um dann aber an das Logbuch zu gelangen, müsst ihr nochmal ein extra Rätsel erfüllen, damit sich diese Schatzdose überhaupt öffnet.

 

Wunderschöne Geocachs

Eine von vielen, vielen ganz besonderen „Dosen“, wer die öffnen möchte, muss verdammt gut tüfteln.

 

Jetzt war es aber ja nunmal so, dass es mein erstes Geocaching Event war, ich zuvor nur wenig Ahnung hatte vom Caching und auch unter meinen Bekannten waren einige Frauen, die noch nicht oft auf Schatzsuche gegangen sind. Für uns Anfänger ist das besondere am Geocaching die eigentliche Suche nach dem Schatz! Wenn ich schon kilometerweit durch die Gegend laufe, dann möchte ich auch nach dem Schatz suchen und die kleine Dose in ihrem Versteck finden. Das macht für mich als Anfänger den Reiz am Geocaching aus, das eigentliche Loggen dieser Schätze ist für mich eigentlich Nebensache. Ob nun unter meinem Geocaching Profil im Internet steht, sie hat 10 oder 100 Caches gefunden, ist MIR vollkommen egal!

Jetzt kommen wir aber zu dem Punkt der Punke… diese eigentliche Suche nach einem Schatz, ist  aber auf einem solchen Event  kaum möglich! Zu dieser Zeit befinden sich sooooo viele Leute auf den verschiedenen Routen, so dass wir eigentlich nie wirklich nach den Schätzen suchen mussten, sondern es standen bereits zig, zig, zig Leute an den verschiedenen Verstecken und man hat sich das Logbuch einfach weiter gereicht. Für die „hardcore Cacher“ ist das genau das was sie möchten, für mich als Anfänger ist es enttäuschend.

 

Geocaching Mega Event

Tjaaaaa, für Anfänger natürlich schwierig, wenn sie die Massen an den Geocaches treffen. Da muss niemand mehr suchen…

 

Da treffen eben zwei Welten aufeinander und ich muss schon sagen, die Ernüchterung war am ersten Tag ziemlich groß und teilweise hatte ich einen riesen Hals auf diese „hardcore Cacher“. Mal ein Beispiel: Schmelli hatten uns allen bereits Freitag verraten, dass wir auf jeeeeden Fall Schatz Nr 16 auf unserer ersten Tour am Samstag suchen sollten. Also sind wir über 14 km gelaufen, um den mysteriösen Schatz Nr. 16 zu erreichen. Da wir es bis zu diesem 16. Punkt aber schon x mal so erlebt hatten, dass man uns „den Schatz“ einfach in die Hand gedrückt hat, haben wir ca. 100 Meter vor dem Schatz Nr.16 gewartet, bis die Gruppe vor uns das Rätsel gelöst hat.

In dem Fall wussten wir ja schon genau, dass uns ein besonders schönes Rätsel erwartet und dieses wollten wir uns dann auch gerne selber ansehen und „alleine“ so lange tüfteln, bis wir die Lösung gefunden haben. Also haben wir gewartet, gewartet und gewartet bis die Gruppe vor uns fertig war und als wir gerade los gehen wollten, überholten uns bereits zwei andere Gruppen, drängelten sich an uns vorbei und das gesamte Rätsel hatte sich damit erledigt!

Da dies mehr oder weniger am gesamten ersten Tag der Fall war, kamen wir müde und ziemlich frustriert nach stundenlangem Fußmarsch zum Platz zurück.

Das ganze wurde allerdings am zweiten Tag deutlich besser, da weniger Leute auf den Routen unterwegs waren. Dennoch ist es auch am zweiten Tag vorgekommen, dass wir nicht mehr suchen mussten, da verschiedene Gruppen schon von weitem am jeweiligen Schatz zu sehen waren.

Davon abgesehen ist mir noch ein ganz anderes Thema etwas „negativ“ aufgefallen.

Hätte ich vor Ort nicht die anderen Mädels getroffen, unter denen es einige Frauen gibt, die sich schon schon sehr, sehr gut mit dem Thema Geocaching auskennen, wäre ICH absolut aufgeschmissen gewesen. Auf diesen Events sind anscheinend vor allem Profis unterwegs, die sich mit allen Details rund um das Cachen sehr gut auskennen. Ich hatte aber keinen Plan und hätten mir die Mädels oder Schmelli persönlich nicht vieles erklärt, würde ich wahrscheinlich heute noch ziellos umherirren. Eine „offizielle“ Anfängerrunde oder sowas in der Art gab es zumindest nicht. Davon abgesehene waren auch die vielen neuen Schätze am ersten Tag noch nicht in der passenden Handy App eingetragen. Diese neuen Schätze wurden erst am 2. Tag online gestellt. Das hat den Sinn, das diese Schätze am ersten Tag auch wirklich nur von den Leuten gefunden werden können, die am Event teilnehmen.

So weit, so verständlich…

ICH habe aber z.B. gar kein teures GPS Gerät, wie gesagt ich bin ja auch noch totaler Anfänger und die guten, neuen GPS Geräte kosten ein paar hundert Euro. Ohne GPS Gerät, also nur mit der Handy App, war es aber FAST unmöglich nach diesen neuen Schätzen zu suchen. Später auf der ersten Route hat mir ein anderer Cacher erklärt, wie man „so ganz hintenrum“ zumindest die neuen GPS Daten in die Geocaching Handy App einzeln eingeben kann, um selber zu suchen. Aber so lange die Schätze nicht offiziell in der App veröffentlicht wurden, war es schon sehr, sehr mühsam.

Was soll das also alles insgesamt bedeuten???

Wenn ihr euch zum Thema Geocaching bereits auskennt, schon häufiger cachen wart und immer auf der Suche seid nach besonders schönen Runden, oder euch auch gerne mit anderen Cachern austauscht, dann kann ich euch die Teilnahme an einem solchen Event nur empfehlen. Nochmal… was Bierres Camper Friends da in Belgien auf die Beine gestellt haben, war wirklich klasse und die Leute waren super nett.

Wenn ihr euch aber noch nicht auskennt und das ganze Thema Geocaching noch neu für euch ist, dann ist so ein Event wahrscheinlich nicht der richtige Ort. Es ist zumindest nicht so, dass so eine Event Teilnahme bedeutet, super… da lerne ich als Anfänger an einem Wochenende alles was ich zum Geocaching wissen muss. Nein, darum geht es nicht.

An so einem Event nehmen augenscheinlich vor allem Leute teil die schon einige tausend Schätze gefunden haben und sich sehr, sehr gut in der Szene auskennen. Zudem würde ich euch auch davon abraten alleine zu einem siolchen Event zu fahren, es ist deutlich, deutlich schöner, wenn ihr mit einer Gruppe am Event teilnehmt. Oder sagen wir es anders… ICH hätte große Schwierigkeiten gehabt, dort alleine Kontakte zu schließen! Was aber NICHT an den Leuten selbst liegt, sondern schlichtweg daran, dass sich die Teilnehmer schon kennen, bzw. direkt in Gruppen anreisen. Als einzelner in so eine Gruppe zu kommen, fällt mir schon sehr schwer.

Und wie kann man denn das Geocaching mal testen???

Also, am aller, aller besten ist es natürlich, wenn ihr einen Freund habt, der sich zu dem Thema bereits auskennt und mit dem Ihr einfach mal eine ordentliche Runde cachen geht. Das ist sicherlich der einfachste und netteste Weg.

Ansonsten könnt ihr euch aber für den Anfang auch diese App von GEOCACHING.COM auf euer Handy laden: https://www.geocaching.com/play/mobile  Wie gesagt, diese App gibt es auch in einer kostenlosen Variante. Dann bekommt ihr zwar deutlich weniger Caches angezeigt, aber für den Anfang sollte es reichen.

Viel mehr Caches und weitere Informationen zu den verschiedene Schätzen könnt ihr auch auf der  GEOCACHING.DE Seite einsehen.

Ja und sobald ihr euch in der App angemeldet habt, kann es auch schon los gehen. Schaut welcher Schatz in eurer Umgebung liegt und nix wie ran an den Feind 🙂 Die vielen Details zu den verschiedenen Schätzen usw. usw. lernt ihr wirklich am besten, wenn ihr einfach startet. Ich an eurer Stelle würde nicht direkt mit irgendwelchen Routen oder „Multi Caches“ beginnen ( Multi Cach bedeutet so viel, als dass ihr einen Schatz finden müsst, dieser führt euch dann zum nächsten und zum nächsten und zum nächsten), sondern geht erstmal ganz einfach zu einem Cach, sucht diesen und danach sucht ihr vielleicht den nächsten einzelnen Schatz.

So ist der Beginn am Anfang definitiv am leichtesten!

Ganz gleich ob Anfänger oder „alter Cach Hase“. Wenn ihr Lust auf Geocaching habt und ganz viele, ganz, ganz besonders schöne Schätze suchen möchtet, dann fahrt einfach mal nach Rotselaar/ Belgien. Hier (Vakenstraat 18, 3110 Rotselaar, Belgien) findet ihr auch einen kleinen Stellplatz mit Strom.

Rotselaar ist der Heimatort von Birre. Er und sein Team haben unmengen an wunderschönen Caches in der Region versteckt. Hier findet ihr die ganzen Caches die zu diesem Event neu gelegt wurden, wie auch viele, viele andere Routen. Es lohnt sich also echt, hier extra für ein Caching Wochenende her zu fahren. Nehmt aber am besten ein Rad mit, so könnt ihr auch weitere Strecken gut überbrücken.

Lohnt sich Geocaching?

Geocaching für Anfänger

Dein Pin zum Geocaching Artikel

Die Suche nach diesen Schätzen hat mir aber wirklich Spaß gemacht und ich finde es eine WUNDERBARE Sache um eine Region zu erkunden. Egal ob mit Kindern, als Hunde Spaziergang oder auf Womo Tour, ich finde die Jagd nach Geocaches ist eine super Möglichkeit sich draußen aufzuhalten und trotzdem etwas „spannendes“ zu erleben. Vorbei sind die Zeiten von langweiligen Hunde Runden… geht auf Schatzsuche!

Wenn ihr noch mehr Tipps, Infos oder Geschichten rund um das Thema Geocaching sucht, dann schaut doch einfach mal in dieser Facebook Gruppe vorbei: Wohnmobil und Geocaching

Zum Schluss… wenn ihr noch mehr über bevorstehende Events erfahren möchtet oder etwas mehr in die Geocacher Scene schnuppern möchtet, dann schaut doch mal auf den Seiten von Schmelli vorbei. Den Camping&Geocaching Blog von Schmelli findet ihr hier: Schmelli.de und die passende Facebook Seite, auf der euch Schmelli mehr oder weniger jede Woche zu einem neuen Event mit nimmt, findet ihr hier: Schmelli online auf Facebook

Ganz zum Schluss möchte ich mich nochmal bei Schmelli und den Birre’s Camper Friends  für die Einladung und das schöne Wochenende bedanken. Neben dem Cachen selbst war es wirklich toll die Mädels mal wieder zu sehen, Dich Schmelli endlich mal persönlich zu treffen und DANKE an alle Helfer für dieses wahnsinnige Mühe, die sich alle gegeben haben.

Sooooo… ich geh dann jetzt noch ein paar Monate cachen und im nächsten Jahr bin ich auch ein „hardcore Cacher“ 🙂

Wartet ab… ich wusste schon immer das ich Sherlock im Blut habe! GEOCACHING ICH KOMME!

Aber bis dahin sage ich wie immer… bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

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