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Campingplatz „Seecamping“ Taching am See

Campingplatz „Seecamping“ Taching am See

Werbung – Campingplatz CHECK Seecamping Taching am See.

Während ich mit dem OrangeCamp Womo on Tour war, habe ich ja auch eingie Strecken durch Bayern zurück gelegt. Vielleicht könnt ihr euch noch erinnern, erst war ich in Passau, konnte dann am übervollen Chiemsee keinen Platz mehr ergattern, bin über den Benner in Richtung Italien getuckert, bis mein Handy klingeklte und ich erneut kurzfristig nach Passau musste.

Also habe ich gewendet und bin am nächsten Morgen vom Brennerpass zurück nach Passau gefahren. Rein von der Fahrstrecke her, wäre ein Stop in der Nähe des Chiemsees praktisch gewesen, allerdings habe ich mir ja geschworen, dass mich der Chiemsee so schnell nicht wieder sieht. Somit habe ich mir das nächste gut gelegene nettes Ziel gesucht und habe dies auf dem

Campingplatz Seecamping Taching am See gefunden.

 

Tipp Campingplatz Seecamping Taching am See

Der See ist glasklar und leuchtet in Türkies Blau

 

Taching am See liegt im süd/ östlichen Bereich von Bayern, nur ca. 40 km vom Chiemsee entfernt. Dabei ist Taching der kleinere Nachbarort des wahrscheinlich bekannteren Waging bzw. Waging am See. Der Tachinger See schließt direkt an den Waginger See an, ist ca, 1 km breit und 5 km lang und das besondere, aufgrund seiner Lage und der besonderen Beschaffenheit ist der See erstaunlich warm und trotzdem glasklar Türkies/ Blau.

Wie wunderbar, dass es an diesem schönen Ort auch einen besonders schönen Campingplatz gibt. Wie bereits erwähnt war mein Besuch des „Seecamping Taching am See“ ehrlich gesagt eher zufällig, da mir aber die Lage und vor allem das freundliche Personal des Campingplatzes so besonders gut gefallen hat, möchte ich euch diesen Platz nicht vorenthalten.

 

Campingplatz Waging am See

Blick vom See zum Womo

 

Allgemeine Infos zum Campingplatz „Seecamping Tachin am See“

Der Campingplatz ist vergleichsweise klein, hat insgesamt 196 Parzellen welche sich in ca. 100 Dauercampingplätze und 96 Touristenplätze aufteilen. Wichtig, über die Wintermonate schließt der Platz (wenn ich das richtig verstanden habe, bleiben die Dauercampingplätze allerdings bestehen)! Vom 1.April bis mitte Oktober steht er allen Campern wieder zur verfügung. Zwischen 12- 14 Uhr herrscht Mittagsruhe, in dieser Zeit ist es nicht möglich mit dem Womo oder Wowa den Campingplatz zu befahren. Normalerweise wird um eine Anreise bis 17 Uhr gebeten, aber es ist auch kein Problem, wenn ihr euch mal z.B. durch einen Stau verspätet. In dem Fall solltet ihr nur unbedingt vorher am Platz anrufen, damit die bescheid wissen und ihr noch auffahren könnt.

Der gesamte Campingplatz ist zum See hin abfallend, was den Vorteil hat, dass sich dadurch sanfte Ebenen bilden und man so auch von der hintersten Parzelle aus, mit ein wenig Glück, direkten Seeblick genießen kann. Direkt um die Anmeldung herum befinden sich hauptsächlich die Plätz der Dauercampern und außenherum liegen die verschiedenen Touristenparzellen. Dabei ist es aber großartigerweise nicht so, dass nur Dauercamper direkt in der Nähe des Sees stehen können, es gibt auch Touristen Parzellen direkt am See, was mittlerweile ja schon fast eine Außnahme darstellt.

Alle Parzellen liegen auf großzügigen Rasenflächen die es einem locker ermöglichen Markiese oder Vorzelt aufzubauen. Bis auf einige ganz wenige Parzellen direkt an der Wassergrenze, verfügen alle Plätze über Strom und einige zudem auch über Abwasser am Platz.

Direkt am Campingplatz befindet sich auch das große Tachinger Seebad mit Sprungturm und Schwimminsel, welches von Campingplatzgästen kostenlos mitbenutzt werden darf. Davon abgesehen verfügt aber auch der Campingplatz über einen relativ großen, eigenen „Uferbereich“. Da der See so warm ist, könnt ihr hier auch noch im Herbst relativ gut schwimmen gehen. Davon abgesehen bietet der Campingplatz Seecamping in Taching am See alles was das Camperherz begehrt.

Hunde sind auf diesem Campingplatz am See erlaubt und es gibt im hinteren Bereich auch einen Bereich in dem der Hund ins Wasser gehen darf.

Natürlich gibt es ein Sanitärgebäude mit Duschen, Toiletten und Spülbereich. Der Campingplatz bietet eine große Liegewiese zum sonnen und spielen, einen eigenen Steg zum baden, einen kleinen Anleger für Boote und Kanuten, einen Wasserspielplatz und einen normalen Spielplatz, 2 Beachvolleyballfelder und eine Boule-Bahn.

Außerdem verfügt der Campingplatz über ein sehr gutes WLAN Netz auf allen Parzellen.

In gut 10 Minuten ist man  zu fuß vom Campingplatz aus in dem netten kleinen Taching mit einigen Geschäften, Metzger, Bäcker und Cafes. Direkt neben dem Campingplatz befindet sich zudem ein öffentlicher Bolzplatz und ein italienisches Restaurant. Hier könnt ihr also Abends auch problemlos mal eine Pizza essen gehen, ohne erst lange laufen zu müssen. Mit dem Rad ist man aber auch innerhalb von wenigen Minuten in Waging am See. Hier gibt es neben vielen Geschäften auch größere Supermärkte.

 

Lageplan Campingplatz Waging am See

Stellplatz Plan Seecamping Taching am See. Ich stand auf dem riesen Platz NR. 67 🙂
Foto von Seecamping

 

Preise – Campingplatz Seecamping Taching am See

Die Preise unterteilen sich in Hauptsaison (HS) und Nebensaison (NS), dabei beginnt die Hauptsaison vom 16.Juni bis ende August. Für den gesamten April, Mai,September und Teile des Junis und Oktobers gelten die Nebeinsaison Preise.

  • Stellplatzgebühr: 7,50 Euro HS & 5,00 Euro NS
  • Person ab 15 Jahren: 6,50 HS & 5,00 Euro NS
  • Kind 6-14 Jahre: 3 Euro HS & 2 Euro NS
  • Kurbeitrag für jede Person ab 10 Jahren: 50 Cent pro Tag (ab 80 % Schwerbehinderung frei)
  • Strom: 0.65 Cent pro kWh und einmalig 1,50 Euro „Anschlussgebühr“
  • Hund: Egal ob Hauptsaison oder Nachsaison, immer 3 Euro

Somit kommt man auf einen 2 Personen Paar Preis mit Parzelle und Strom von ca. 26 Euro in der HS und 19,50 Euro in der NS

Der Campinggplatz akzeptiert aber auch die gängigen Rabattkarten in der Nebensaison, mit der ACSI  Card z.B. vergünstigt sich der Preis für 2 Personen mit Hund und Stellplatz auf 17 Euro pro Nacht. Weitere Infos und Empfehlungen zum Thema Rabattkarten findest Du hier: Camping Rabattkarten 2019 – Welche ist die richtige für dich? Du möchtest mehr über das gesamte ACSI System erfahren?

 

Campingplatz Seecamping Taching am See

Der Campingplatz verfügt über einen eigenen Steg um in den See zu gelangen

 

Mein Besuch auf dem Campingplatz Seecamping Taching am See

Dank meiner Stellplatzapp Campercontact (die auch einige Campingplätze bereithält) bin ich also glatt am Cheimsee vorbeigedüst, nächster Halt –  Taching am See!

Der Campingplatz ist schon weit vor der Ankunft ausgezeichnet und die Zufahrtz ist breit, so dass es für mich keine Probleme gab den Campingplatz anzusteuern. Das „Problem“ sollte sich erst ca, 30 Sekunden später zeigen, nämlich als ich voller „Vorfreude“ auf ankommen, Milla raus lassen, Stuhl in die Sone stellen und Kaffee trinken beschwingt vor der Schranke anhielt und sich mal locker flockig gar nichts tat! 🙂

Diese verdammte Mittagsruhe und ich… ich glaube das werde ich mir in diesem Leben nicht mehr merken können!!!!!

Es war ganz genau 12:03 Uhr, um 12 Uhr begann die Mittagsruhe und so…. hatten Milla und ich zwei entspannte Stunden vor der Schranke. Ich weiß nicht wie viele Stunden ich schon vor den Schranken dieser Welt verbracht habe weil ich mir nie merken kann, dass Campingplätze nunmal zu 99% eine Mittagsruhe haben… aber ich schwöhre euch, es waren einige. 😉

Ein kleinwenig der Zeit nutze ich direkt um mir einen ersten Eindruck vom Platz zu verschaffen und glücklicherweise fand ich an der Info auch eine Telefonnummer, so dass ich zumindest vorab abklären konte, ob der Platz auch noch eine Parzelle für mich frei hat und ob Hunde auch wirklich erlaubt sind. Nach meinen super Chiemsee Erfahrungen und bevor ich sinnlos 2 Stunden vor der Schranke am Campingplatz in Taching warte, wollte ich doch lieber auf Nummer sicher gehen.

Die Stimme am Telefon klang sehr nett und erlaubte mir auch direkt mich schonmal genauer auf dem Platz umzusehen.

Alles klar, gesagt getan! Es gab erstaunlich viele freie Plätze (gerade im Vergleich zu den Campingplätzen am Chiemsee, der ja regional insgesamt und überall brechend voll war) und so suchte ich mir direkt die größte und schönste Parzelle aus, der der Platz zu bieten hatte :-). Hinterher erfuhr ich, dass dies tatsächlich die am häufigsten gewünchte/ reservierte Touristenparzelle des Platzes war.

Naja und dann hieß es halt warten, warten, warten, aber das Wetter war super und so verging die Zeit eigentlich recht schnell.

Pünktlich um 14 Uhr offnete sich die Schranke wieder und Milla und ich konnten endlich auf den Platz auffahren um die Anmeldung zu regeln.

Dort am Empfang saß ein freundlicher Mann, der schnell alles nötige notierte und mir währendeessen einige Infos zum See gab.  . Besonderer Pluspunkt, obwohl ich ihm die ACSI Card vor die Nase hielt kam von ihm selber der Hinweis, dass es für mich als Alleinreisende ohne ACSI Card doch sogar günstiger sei. 🙂

Hmmmm, wer rechnen kann ist klar im Vorteil 😉

Danach wies mich der Campingplatz Betreiber auch noch darauf hin, dass einige Parzellen vielleicht durch den starken Regen am Vortag noch schlammig sein könnten und fragte mich, ob ich bei meiner Parzellenwahl darauf geachtet hätte?  Beide Hinweise finde ich nett und von einem Platzbetreiber sehr fair.

Nachdem die Anelmdung also geregelt war, machte ich es mir auf meiner super duper Parzelle gemütlich, stöpselte noch eben den Strom ein unnd nutzte von da an das EINS A Wlan des Platzes.

Am späten Nachmittag spazierten Milla und ich entspannt am Seeufer entlang, haben noch einige Fotos geknipst, das super klare türkiesfarbene Seewasser bewundert, ich nutze später die Möglichkeit eine Ladung Wäsche in der Waschmaschine des Campings zu waschen und eigentlich hätte ich mir am Abend auch noch eine Pizza gegönnt, doch leider hatte der Italiener am Platz bereits das Saisonende eingeläutet. Schade aber gut, da kann man halt nichts machen, dann eben Bütterchen. Trortzderm habe ich durchs Fenster einen Blick in das Restaurant geworfen und das sah insgesammt schon sehr ordentlich aus, zumal es draußen eine große See Terrasse gibt, auf der man sicherlich schöne Sommerabende erleben kann..

 

Taching am See im Camping CHECK

Das Sanitärgebäude ist sicherlich nicht ganz neu, aber alles ist sauber und ordentlich.

 

Mindestens genau so ordentlich war der gesamte Sanitärbereich. Egal ob Duschen oder Toiletten, alle Räume waren sauber und das Duschwasser heiß, obwohl die Duschen zum Abend hin doch sehr gut genutzt wurden.  Nach einer schnellen Duschen bin ich wieder zurück zum Womo gelaufen und habe ganz entspannt den Abend einläuten lassen.

Wenn schon keine Pizza, dann eben die Tüte Weingummi und dazu das super gute Wlan Netz… der Abend war gerette!

So konnte ich abends TV über die Sat-Anlage schauen und nebenher das Handy updaten, das Tablet updaten und zudem noch am Laptop sitzen. SUUUUPER 🙂 😉 Das sind Probleme 😉 🙂 

Leider musste ich ja direkt am nächsten Tag weiter, um zurück nach Passau zu fahren, so dass ich diesen Platz nur eine einzige Nacht testen konnte. Hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich dort definitiv noch einige Tage stehen geblieben.

Aber zumindest habe ich am nächsten Morgen nochmal die Chance genutzt und bin gaaaaanz laaaaaange heiß Duschen gegangen, habe mich in aller Ruhe und mit viel Platz „hübsch gemacht“,  bevor ich dazu kam meine 7 Sachen zu packen. Noch ein letzter kurzer Spaziergang mit Milla entland des Seeufers, bevor ich mich auf den Weg nach Passau begeben musste, denn dort wartet ja bereits mein Termin.

Auch wenn ich nur eine Nacht auf diesem Platz verbracht habe, hat mir der Platz, die Besitzer und alle Möglichkeiten drum herum sehr gut gefallen. Schade eigentlich, dass der Platz im Winter schließt! Aber gut, ich werde diesen Campingplatz auf jeden Fall irgendwann nochmal besuchen, ich hatte hier eine echt gute, wenn auch kurze Zeit.

 

Waging am See Wohnmobil OrangeCamp Tour

Bei dem türkis blauen Wasser am Tachinger See, kann man super Fotos schießen 😉

 

Fazit Campingplatz Seecamping Taching am See

Für mich ein richtig guter, ordentlicher, einfacher, netter und ganz normaler Campingplatz mit freundlichen Betreibern.

Campingplatz Seecamping Taching am See

Dein Pin zum Artikel, Camping Check Seecamping

Hier geht es sicherlich nicht um 5 Sterne Glamping, Poollandschaft und riesen Animation, dass sollte jedem klar sein. Nichts desto trotz empfand ich die (leider nur kurze) Zeit auf diesem Platz richtig, richtig gut! Der See ist klasse, der Platz wird ordentlich und fürsorgliche Geführt, das gesamte Sanitärgebäude machte auf mich einen gepflegten Eindruck und auch Gäste mit Hunden können sich hier sehr wohl fühlen.

Vom reinen Wohlfühlfaktor mal abgesehen, empfinde ich den Platz mit 15,50 Euro bzw. 17,00 Euro als Paar mit ACSI Card in der Nebensaison auch noch preislich sehr fair, da gibt es meiner Meinung nach absolut nichts zu meckern.

Soooo und wenn ich mir dann überlege, dass dieser Platz bzw. dieser tolle See nur 40 km vom Chiemsee entfernt liegt und ich erst wenige Tage zuvor am Chiemsee stand. Dort  aber 7 oder 8 volle Campingplätze abgefahren bin um letztendlich gesagt zu bekommen, Alleinreise bekommen bei uns keinen Platz, dann muss ich doch einfach mal sagen, dass ich mich ingesamt in Taching am See deutlich, deutlich wilkommener gefühlt habe.

Ich kann euch nur sagen, der Chiemsee ist vielleicht ein schönes Reiseziel und die Natur ist sicher beeindruckend. Aber sollte es euch so gehen wie mir und ihr einen schönen See, einen netten kleinen, ordentlichen und günstigen Camping bevorzugt auf dem ihr, eure Kids und eure Hunde auch wirklich wilkommen sind, dann schwenkt doch einfach mal vom Chiemsee ab und fahrt zum Tachinger See.

Ich bin mir sicher, ihr werdet hier eine richtig gute und entspannte Zeit haben. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es auch hier in den Ferien Sommermonaten sehr voll wird. Allerdings könnt ihr ganz leich reservieren (auch noch kurzfristig), so dass ihr euch samt Reservierung vorab zumindest sicher sein könnt noch einen Platz zu ergattern.

Das war es auch schon….

Bis es wieder soweit ist und dieser schöne kleine Platz öffnet damit ihr euch ein eigenes Bild machen könnt, bleibe ich wie immer bei einem

bleibt gesund, eure

 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

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Wir haben uns in Südfrankreich getroffen, 2 Bloggerinnen, ein Tag und zwei vollkommen verschiedene Stories!

Meine Wohnmobil Herbst Tour Teil 3 – Chiemsee und Alpen

Meine Wohnmobil Herbst Tour Teil 3 – Chiemsee und Alpen

Nachdem ich euch im ERSTEN TEIL meiner Wohnmobil Herbst Tour mit nach Braunschweig zu OrangeCamp genommen habe und euch erzählt habe, warum ich aktuell mit einem Testwomo (genau genommen mit dem 690T von OrangeCamp) on Tour sein darf, drehte sich im ZWEITEN TEIL alles um die Knaus Tabbert Werksbesichtigung in Jandelsbrunn.

Heute geht es weiter mit TEIL DREI meiner Wohnmobil Herbst Tour. Ihr erfahrt von meinen suuuuuuper sympathischen Erlebnissen am Chiemsee, von einem super Stellplatz in den Alpen, vom Almabtrieb den ich irgendwie total falsch eingeschätzte hatte und warum selbst mich neue Technik begeistern kann.

 

Meine Wohnmobil Herbst Tour im OrangeCamp Teil 3 – los gehts!

 

Nach dem spannenden Vormittag/ Mittag im Hause Knaus Tabbert, sollte es für Milla und mich weiter zum Chiemsee gehen. Zum einen war ich bis dato noch nie am Chiemsee und zum anderen konnte ich von da auch locker flockig in Richtung Alpen weiter düsen.

Also bin ich noch schnell eine kleine Hunderunde mit Milla um den Werksparkplatz gelaufen und dann nichts wie los! Die Straßen waren fast leer, der Weg von Jandelsbrunn zum Chiemsee nicht weit und da der neuen OrangeCamp Flitzer ein klitze kleines bisschen schneller fahren kann als meine Omi, sind wir bereits Nachmittags am Nordufer des Chiemsees angekommen.

Doch dann erwartet mich etwas, mit dem ich auf einer Wohnmobil Herbst Tour, mitten in der Woche, im September und außerhalb jeglicher  Ferien echt nicht gerechnet hatte…

 

ES WAR RAPPELVOLL!!!! Und zwar üüüüüüberall!

 

Ich bin insgesamt 8 verschiedene Stell- und Campingplätze am Chiemsee angefahren und habe nirgends auch nur einen freien Platz ergattern können. Entweder die Plätze waren bereits komplett ausgebucht, oder aber die Plätze waren voll und es herrschte zudem auch noch Hundeverbot. Das dieses Hundeverbot da unten am Chiemsee so verbreitet ist, das hatte ich nicht auf dem Schirm… wobei wie gesagt, selbst die Plätze auf denen Hundeverbot galt, waren so gut wie alle komplett belegt.

Nach der ca. 5. unnützen Anfahrt zu einem Campingplatz, wurde ich aber schlauer und habe versucht die verschiedenen Plätze vorab anzurufen, damit ich nicht weiter total sinnlos in der Region herum düse. Da kam aber dann schnell das nächste Problem, denn an den wenigsten Plätzen bekam ich direkt eine Person an den Hörer, meist lief nur der AB und da meine Campingplatz App alle Plätze als „Hunde willkommen“ Plätze ausgezeichnet hat (da muss ich übrigens noch hinschreiben und denen mal sagen, dass ihre Angaben nicht stimmen), blieb mir nichts anderes übrig als weiter durch die Region zu cruisen und die einzelnen Plätze ab zu grasen.  

Am siebten Platz angekommen, erlebte ich dann aber eine unwahrscheinlich sympathische Überraschung.

Ich konnte schon von der Landstraße aus, die neben dem Platz vorbei führt, einige Hundebesitzer sehen und juhuuuu… der Platz hatte noch kein „WIR SIND VOLL“ Schild in der Einfahrt stehen.

Das sah doch erstmal ganz gut aus! Also bin ich zügig in die extrem steile, kurze Einfahrt eingebogen, habe mein Portmonee geschnappt und nichts wie rein, auf zur Anmeldung.

 

Campingplätze mit Hundeverbot

Einen Campingplatz mit Hund am Chiemsee zu finden, ist echt nicht so einfach!!! Wie z.B. auch am Bodensee gilt häufig, Hunde verboten.

 

Da sollte ich allerdings noch mein blaues Wunder erleben….

 

Ich bin also freundlich zur Anmeldung herein geschneit und vor mir stand eine Dame mittleren alters. Meine erste Frage…. Haben Sie vielleicht noch ein freies Plätzchen und sehe ich das richtig, sind bei Ihnen Hunde erlaubt?

 

Ja genau, hier dürfen Sie ihren Hund mitbringen und wir haben auch noch 2-3 letzte freie Parzellen.

 

SUUUUUUPER, sagte ich, dann würde ich gerne einen dieser Plätze für 2 Nächte buchen, wäre es auch möglich, dass ich noch eine Nacht dranhängen kann?

 

Ja, ja, ja ja… alles möglich, wunderbar!

 

Ok, es ging also weiter zur eigentlichen Anmeldung und während die Dame die Unterlagen zusammen suchte, erzählte ich ihr, dass sie mittlerweile der 7. Platz seien den ich anfahre, aber es überall sooooo voll sei, dass ich bisher keinen Chance hatte einen Platz zu ergattern und ich gerade echt froh bin, hier doch noch etwas zu finden.

 

Es folgte ein kurzer Smalltalk, dass auch dieser Campingplatz bereits seit Monaten jede Nacht komplett ausgebucht ist und es aktuell einfach der Wahnsinn sei. Während wir also so quasselten, parkte auch schon das nächste Wohnmobil draußen in dieser sehr engen, steilen Einfahrt.

 

So weit, so schön! Aber dann kam der Knaller…

 

Die Dame fragte mich nach meinem Namen, Perso oder Führerschein, Kennzeichen und dann kam die wichtige Frage, nutzen Sie den Platz mit zwei oder drei Personen?

 

Darauf sagte ich: “Keines von beiden…. ich reise allein, also nur eine Person, aber mit Hund”.

 

Tja und darauf erwiderte die Dame sofort… Ohhhhh, dann tut es mir leid, dann wird das doch nichts bei uns, wir nehmen nur Paare und Familien auf.

 

WHAT????

 

Im ersten Moment dachte ich noch, die Dame macht einen Scherz! Darum fragte ich sie auch sofort… das ist jetzt ein Scherz oder? HA, HA WITZIG!!!…

Aber nein…. sie wiederholte ihren Satz und meinte ihn ernst: Nein, tut mir leid, wir sind ein Platz für Paare und Familien.

 

Ich konnte das gar nicht glauben, das ist mir in knapp 6 Jahren Womo Zeit auch noch nie passiert und dementsprechend perplexe war ich auch und habe LEIDER nicht so reagiert, wie ich es mir später gewünscht hätte.

Ich habe also nur meinen Ausweis usw. geschnappt und gesagt, DAS ist mir auch noch nie passiert, aber das ist ja gut zu wissen, das werde ich dann weiterleiten. Und damit habe ich mich umgedreht und bin gegangen.

Im Nachhineine habe ich mich natürlich geärgert und mich gefragt, warum ich nicht weiter nachgehakt habe, warum sie keine Alleinreisenden aufnimmt, aber gut…. wie gesagt, ich war so perplexe, dass ich da einfach nicht richtig reagiert habe.

Natürlich ließ mich das ganze auch in den kommenden Tagen nicht los und ich habe mich gefragt, was da wohl dahinter stecken kann, denn…

  1. Wir waren noch gar nicht beim Thema Geld, Preise, Bezahlen oder, oder, oder… es ging also nicht darum, dass ich irgendetwas dazu gesagt hätte, dass der Platz nur zwei Personen Preise auszeichnet.
  2. Ich kam direkt von der Werksbesichtigung und hatte dementsprechend „gute“ Klamotten an…. das Thema „die hat bestimmt ein Herzchen im Fenster“ kann definitiv auch nicht gelten!

 

Aber was sollte das ganze dann????

 

Mittlerweile habe ich über Facebook erfahren, dass in der Vorsaison auch bereits einige Leute allein auf diesem Platz standen… und darum reime ich mir das ganze mittlerweile wie folgt zusammen. Die Dame wusste ja nun von mir, dass es in der Region wieder extrem voll war, nach mir kamen ja auch bereits die nächsten Gäste und ich glaube mittlerweile, die wollte einfach nur nicht einen ihrer letzten 2-3 Plätze an mich als Einzelperson abgeben, sondern lieber Paaren oder Familien „einen sicheren Unterschlupf“ gewähren.

Und da es zu diesem Zeitpunkt erst später Nachmittag war, konnte sie fest davon ausgehen, dass sie auch die letzten 2-3 Plätze noch an andere Camper los wird.

Warum sie diese Taktik fährt, was das alles soll…. ich kann es euch nicht sagen!!!! Klar ist natürlich, dass ich das persönlich alles andere als gastfreundlich oder in irgendeiner Weise ok fand… aber gut…. mich wird dieser einzige, sehr, sehr schmale Campingplatz am Strand, der Hunde erlaubt und sich direkt am Süd-Ost Ufer des Sees befindet und bei dem sich DIREKT daneben, also direkt im Anschluss,  ein weiterer Campingplatz (auf dem Hunde allerdings verboten sind) befindet, nie wieder sehen!!!!

(Natürlich würde ich euch gerne den kompletten Namen des Platzes nennen, bin mir aber nicht sicher, ob ich dies hier seitdem es die DSGVO gibt noch so darf, denn damit gebe ich Daten preis ohne eine Bestätigung zu haben, diese Daten auch auf einer gewerblichen Seite offen zu legen. Aber ich kann euch natürlich nicht verbieten meine Beschreibung zu nutzen und z.B. Auf Google Maps selber zu recherchieren. 😉 )

TECHNIK die begeistert!

Nach dieser Aktion bin ich also relativ gefrustet zurück zum Womo gelaufen und habe versucht irgendwie halbwegs sicher aus dieser bescheidenen Zufahrt zu kommen.

Denn die Örtlichkeiten waren so, dass sich die Einfahrt zum Camping direkt hinter einer Kurve einer 70 km/h Landstraße befand, ziemlich schmal war, zudem ganz steil und auf das ganze auch noch auf Schotter. Ich bin also vorher vorwärts in diese Einfahrt eingebogen und habe dann irgendwie auf dieser echt steilen Einfahrt geparkt. Eine Möglichkeit zu wenden gab es in der Einfahrt nicht und auf den Campingplatz auffahren konnte ich ja nun auch nicht.

Also musste ich schauen, dass ich rückwärts diesen Abhang wieder hoch komme und auch direkt rückwärts auf die Landstraße auffahre, wobei ich aber weder sehen konnte, ob da ein Auto um die Ecke geschossen kommt, noch hatte ich die Sicherheit auf dem Schotter genügend „Grip“ zu bekommen, damit die Rifen nicht durchdrehen.

Ehrlich… diese Ausfahrt/ Einfahrt hat mich mindestens 10 graue Haare gekostet und das alles noch mit dem neuen, deutlich längeren und einfach andren Womo!

Allerdings hat der neuen Flitzer einen WAHNSINNIGEN VORTEIL, der mir auch in den folgenden Tagen in den Bergen noch super Dienste leisten sollte.

Das neue Womo hat eine Berganfahrtshilfe… ich glaube so heißt es, ich muss aber nochmal in die Peugeot Beschreibung schauen. Das heißt, für 2 Sekunden, während man ansonsten in Millisekunden zwischen Bremse, Kupplung und Gas herum tippt, springt eben diese Anfahrtshilfe ein und man fängt erst gar nicht nicht an vorwärts zu rollen.

Ich stand also in dieser extrem steilen Einfahrt und z.B. Mit der Omi wäre es so gewesen, dass ich den Rückwärtsgang eingelegt hätte, dann ganz schnell von der Bremse aufs Gaspedal wechseln würde, wahrscheinlich mit Hilfe der Handbremse, und versucht hätte mit möglichst viel Schwung den steilen Abhang hoch zu kommen, damit ich ja nicht in die Situation gerate, dass die Reifen auf dem Schotter nicht packen und ich nach vorne gegen die Schranke rolle. Aber auch das wäre echt ein Problem gewesen, denn dann wäre ich auch mit Schwung rückwärts auf die Landstraße gedonnert, ohne sehen zu können, ob da ein Auto angeschossen kommt.

Dank dieser super Anfahrtshilfe, konnte ich ganz langsam und entspannt, Stück für Stück rückwärts den Abhang hoch fahren, ohne wild zwischen Gas, Bremse, Schalten what ever hin und her zu wechseln.

Ich kann euch gerade nicht sagen, ob diese Technik mittlerweile bei allen neuen Autos/ Womos verbaut ist, ob das einfach mit dazu gehört oder ob das eine Sonderausstattung ist, aber ich kann euch sagen…. diese Technik ist EXTREM Hilfreich und obwohl ich ansonsten ja wirklich nicht diejenige bin die sagt, woooow super, alles was es an Sonderausstattung und Technik gibt brauche ich auch, wäre dies ein Punkt, den ich mir an einem neuen Womo wirklich wünschen würde. Gerade in den Bergen macht diese Anfahrtshilfe soooooo viele Situationen so unendlich viel einfacher und sicherer.

So konnte ich also zumindest halbwegs sicher diesen Abhang hoch rollen und dank der Rückfahrkamera, konnte ich auch ein kleines bisschen einschätzen, ob da gerade hinter mir ein Auto über die Landstraße gerast kommt.

Gut, irgendwann kam natürlich der Moment an dem ich nur noch sagen konnte, jetzt rauf auf die Strasse und hoffen dass nicht gerade genau in diesem Moment in Auto um die Ecke schießt, aber das hat ja zum Glück funktioniert und so konnte ich mit Frust und Adrenalin im Blut weiter fahren.

Als aller letztes versuchte ich es noch auf einem Chiemsee Stellplatz einige Kilometer weiter aber auch da war bereits alles voll! Ich habe also echt mein bestes gegeben um irgendwie sicher und auch als zahlender Tourist unter zu kommen…. es gab aber einfach keinen freien Platz mehr. Mittlerweile wurde es auch langsam dunkel, also habe ich mir einen öffentlichen Parkplatz in der Nähe dieses Stellplatzes gesucht und habe dann dort die Nacht verbracht.

Campingboom im September 

Eigentlich stand ich da auch wirklich gut, es gab auch keine Womo verboten Schilder, so dass ich da im Grunde ziemlich beruhigt geschlafen habe. Nichts desto trotz war ich doch am nächsten Morgen erstaunt, als ich aus meinen Womo Fenstern schaute. In der Nacht waren doch tatsächlich noch 8 weitere Wohnmobile dazu gekommen, wir standen also jetzt zu neunt auf diesem öffentlichen Parkplatz.

So macht sich also der Campingboom auch Ende September noch deutlich bemerkbar!

 

Stellplatz Tipp Chiemsee Region!

 

Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Chiemsees war für mich aber schnell klar, das wird nicht meine Lieblingsregion, also war auch klar… ich werde noch am selben Vormittag weiter fahren und nicht direkt am Chiemsee bleiben.

Auf meiner Stellplatz App fand ich dann auch relativ schnell einen gut klingenden, anderen Platz und zwar einen kleinen, privaten Stellplatz in den Bergen oberhalb des Chiemsees an einer Alm , genau genommen am Hof Seiseralm (ich meine aber nicht DIE Seiseralm in Südtirol)

Da ich ja eh in die Berge wollte, weil ich mich das bisher mit der Omi nie getraut habe und das neuen Womo für so eine Bergtour wie geschaffen ist, hieß es für mich also… immer Berg auf! Wobei die Anfahrt zu dieser Alm wirklich noch relativ easy war… da wäre ich vielleicht auch mit der Omi hoch gekommen. Eigentlich sind nur die letzten 500 m zur Alm wirklich steil, ansonsten handelte es sich um ganz normale, breite Straßen.

Dort oben angekommen sah die Welt dann schon wieder vieeeeel besser aus und ich kann euch allen diesen Platz nur wärmstens empfehlen!!! ( Seiserhof/ Seiseralm, Eschenstrasse, 83233 Bernau am Chiemsee) Leider mit 12 Euro ohne allem nicht gaaaaaanz günstig, vorallem mit den extra Services wird es dann teurer, Strom kostet z.b. 5 Euro am Tag, aber dafür echt schön!

 

Wohnmobil Stellplatz Chiemsee

Stellplatz Hof Seiseralm… Dein iiiv mein TOP TIPP für die Chiemsee Region

 

Ihr steht da oben direkt auf einem großen Parkplatz am Hof Seiseralm bzw. Alm Cafe und Hotel. Es gibt auch Strom wenn man möchte, der Hof hat eine Ver- und Entsorgung und wer mag, kann auch die Sauna bzw. den kleinen Wellnessbereich des Hotels mit nutzen, dies kostet dann aber extra.

 

Eine Nacht da oben auf der Alm kostet Euro und was ich mir ausnahmsweise mal gegönnt habe ist das extra zu zubuchende Frühstück für 14 Euro am nächsten Morgen.

 

Gerade wenn das Wetter mitspielt, steht ihr da oben einfach HERRLICH!!!

 

Ihr könnt über die gesamte Region und den Chiemsee blicken, es ist ein absolutes Paradies für Wanderer und vor allem… das Almhotel/Cafe hat eine super schöne Terrasse auf der ihr in der Sonne sitzen könnt und der komplette Chiemsee liegt vor euren Füßen!

 

Wie gesagt…. es ist sicherlich nicht der günstigste Stellplatz, ihr könnt da oben auch nur maximal 2 Nächte stehen bleiben und ich glaube mehr als 5 Wohnmobile sind auch nicht uuuuuuunbedingt gewollt…. aber wenn ihr euch das einfach mal gönnen möchtet, es lohnt sich!!!!

 

Milla und ich hatten auf jeden Fall eine super schöne Zeit da oben, das Essen im Gasthof war wirklich gut und so ein super duper Frühstück (als Büfett) in der Sonne mit Blick über den Chiemsee…. das war schon wirklich schön!

Plus… da oben war nichts los! Unten am Chiemsee war es ja wie gesagt rappel voll, aber da oben stand ich den ganzen Tag allein. Erst am frühen Abend gesellten sich noch zwei andere Camper dazu.

Hier habt ihr also anscheinend ganz gute Chancen auf einen schönen Stellplatz.

 

Auf, auf… von der Seiseralm nach Kufstein

 

Nachdem ich am nächsten Morgen noch lange am Frühstückstisch saß, habe ich mich erst am spääääten Vormittag wieder auf den Weg gemacht, nächster Halt meiner Wohnmobil Herbst Tour …. KUFSTEIN!!!!

Von der Seiseralm aus, konnte ich ganz entspannt über die Landstraße nach Kufstein fahren, ich kam also erst gar nicht irgendwie in die Situation eine Vignette für die Autobahnen Österreichs kaufen zu müssen. Diese hätte es aber für ca. 10 Euro an jeder Tankstelle gegeben.

In Kufstein angekommen hatte ich das Glück noch den letzten freien regulären Stellplatz zu ergattern… puhhhh Schwein gehabt, denn nichtmal 5 Minuten später kam ein anderes deutsches Camperpaar und fragte mich, ob ich abreisen würde, weil ich gerade dabei war das Stromkabel aus der Garage zu wühlen. Der Stellplatz in Kufstein ist sicherlich nichts besonderes, aber er liegt sehr günstig und relativ ruhig, um die Stadt zu erkunden.

Stellplatz Kufstein

Blick über den Stellplatz in Kufstein bei Nacht. Die gegenüberliegenden Wohnmobile stehen nicht mehr auf dem Stellplatz, was aber in Kufstein geduldet wird und anscheinend total ok ist.

Solltet ihr mal nach Kufstein kommen und keinen Platz auf den ausgewiesenen Stellflächen mehr bekommen… anscheinend ist es üblich, dass man dort auch den gesamten Parkplatz mit benutzen kann. Dann natürlich ohne Strom, denn die Stromanschlüsse gehören mit zu den offiziellen Stellplätzen und sind auch extra so ausgeschildert. Also Stecker eins, gehört zu Stellplatz Nr. 1 usw. usw.

Wie gesagt, anscheinend ist es üblich, dass Wohnmobilisten den normalen Parkplatz mit benutzen können. Ich stand insgesamt einige Tage in Kufstein und teilweise standen mehr als 20 Wohnmobile auf dem Parkplatz. Solltet ihr also mal keinen Platz bekommen, könnt ihr euch relativ sorglos auf den großen Parkplatz stellen.

Ob das nun so wirklich, wirklich gut ist…. ich kann es euch nicht sagen. Aber zumindest wird es da so gehandhabt und in all den Tagen gab es auch nie irgendwelche Kontrollen o.ä. Ich war aber auf jeden Fall froh einen der ganz normalen Stellplätze bekommen zu haben und bin dann auch deutlich länger in Kufstein stehen geblieben, als ich vorher geplant hatte. Denn für die kommenden Tage wurde ein heftiges Unwetter vorhergesagt und aus diesem Grund bin ich lieber „im Dorf“ stehen geblieben und bin erstmal nicht weiter in die Berge gefahren.

Stellplatz Kufstein, meine Wohnmobil Herbst Tour durch die Alpen

Stellplatz Kufstein… nix besonderes aber ok!

Kufstein ist ein wirklich nettes Städtchen! Ja, natürlich lebt Kufstein vom Tourismus, nichts desto trotz finde ich den Ort sehenswert. Zumal es noch die große Burg gibt, auf der täglich Orgelkonzerte stattfinden (die Musik hört man dann überall im Ort und wahrscheinlich auch noch 3 Berge weiter) und mit einer speziellen Bahn außen an der Burgwand, könntihr die Burg zudem noch leicht erobern. Sicherlich auch ein schönes Ausflugsziel für Familien. Ich bin insgesamt 3 Nächte in Kufstein stehen geblieben und hatte so auch das „Glück“ an einem dieser typischen Almabtriebe teilzunehmen.

 

Erlebnis Almabtrieb…

 

Tja…. was soll ich euch sagen…. ich weiß auch nicht so recht was ich mir vorab eigentlich darunter vorgestellt habe, eigentlich hätte ich mir das alles auch vorher schon denken können, nichts desto trotz war ich doch ganz schön „geschockt“ von der ganzen Aktion.

Almabtrieb Kufstein. Kühe, Herbst und Camping

Volksfeststimmung in Kufstein… ob das der perfekte Almabtrieb ist… keine Ahnung!

 

In Kufstein war es so, dass bereits am Tag zuvor die halbe Innenstadt abgesperrt wurde und an dem Tag des Abriebs herrschte in der ganzen Stadt Volksfeststimmung.  Es gab also quer durch die Einkaufsmeile einen, durch Absperrgitter und Flatterband  abgesperrten „Mittelgang“ und zwei relativ schmale Bereiche rechts und links, auf welchem dann auch noch verschiedenste Fressbuden und Handwerksgeschichten aufgebaut wurden. Zudem gab es auf dem Marktplatz eine große Bühne mit einem Moderator der lauthals, dank in der ganzen Stadt verteilter Lautsprecher, die Leute in Schwung brachte.

So weit, so gut… die Stimmung war wirklich schön und das Essen war lecker… alles super!

Ab 14 Uhr sollten dann aber die Kühe kommen und kurz bevor es soweit war, erklärte der Moderator noch einige Dinge zu diesem Almabtrieb.

Dass es sich dabei um eine alte Tradition handelt und dass die Kühe schon seit Jahrhunderten besonders geschmückt im Herbst von den Almen getrieben werden und dies ein Zeichen für ein gutes Jahr ist.

Sollte dem Sommer über allerdings irgendwas auf der Alm geschehen (vor einigen Jahren ist z.B. mal eine Kuh samt Kalb tödlich von einer Klippe gestürzt) dann werden die Kühe auch nicht so schön geschmückt.

Mit dem Wohnmobil durch die Alpen

Ihr seht… sobald eine Kuh gegen so ein Absperrgitter springt, bleibt nicht mehr viel Platz zum ausweichen.

Alles klar… das habe ich verstanden….

 

Die Kühe und Treiber sind bereits in den Morgenstunden los marschiert um dann eben gegen 14 Uhr in der Innenstadt von Kufstein anzukommen.  Und tatsächlich, um kurz nach 14 Uhr hörten wir alle schon die ersten Kuhglocken in der Ferne erklingen und nur kurze Zeit später kam die erste Kuh in die Einkaufsmeile eingebogen.

Dann allerdings passierte das, worüber ich vorab schon dachte… hmmmm so Kühe müssen ja entspannte Tierchen sein.

Ich stand jetzt ca, 100 Meter vor dem eigentlichen Marktplatz auf dem hunderte Leute auf den Almabtrieb wartete und man merkte deutlich, je näher die Kühe diesem Marktplatz kamen, je panischer wurden sie.

 

Die erste Kuh ging noch relativ entspannt, aber bereits die zweit blieb vor dem Platz stehen und bewegte sich nicht mehr weiter.

Dann kamen direkt 2-3 „Führer“ und versuchten die Kuh mit ziehen und zerren und dem ein oder anderen Stockhieb zum weiterlaufen zu bewegen, aber keine Chance… die Kuh blieb stehen bzw. legte den Rückwärtsgang ein.

Mit dem Wohnmobil durch den Herbst

Almabtrieb… und plötzlich ging nichts mehr, denn die Kühe wollte einfach nicht weiter!

Die Taktik der Treiber wurde dann eine andere, sie warten auf die nächsten Kühe, denn dann wird die ängstliche Kuh schon weiter gehen, doch auch das sollte sich als Fehler herausstellen!

Denn auch die nächsten Tiere wurden von Meter zu Meter panischer.

Das ganze ging dann so weit, dass eine Kuh flüchten wollte, sich panisch umdrehte und dabei schon gegen das erste Absperrgitter rannte.

Und von da an brach eigentlich nur immer mehr Panik unter den Tieren aus und leider muss ich auch sagen, dass der idiotische Moderator nicht gerade dazu beitrug die Situation zu entspannen. Denn anstelle das er vielleicht einfach mal ruhig abwartete, feuerte er über alle Lautsprecher die Massen auch noch dazu an zu klatschen und die Kühle durch klatschen, rufen und pfeifen anzufeuern.

Ich schaute mir das ganze Spektakel vielleicht 3-4 Minuten an und das Resultat war…  in dieser Zeit sprang eine weitere Kuh in ein Absperrgitter mir gegenüber und die Leute dahinter sprangen in die Eingänge der Geschäfte, zwei Kühe schafften es sich komplett umzudrehen und rannten die Strasse zurück, bei vielen Kühlen viel der Kopfschmuck ab und die Kuh die als erstes so panisch reagierte, bekam anscheinend durch ihre Angst auch noch Magen Darm (das ist jetzt einfach mal von mir so „dahingesagt“) denn plötzlich drehte sich das Tier, ging schreckhaft zurück und es kam nur noch Wasser in Massen aus ihr herausgeschossen. Dies aber auch leider auch noch so, dass die Leute dahinter einiges abbekamen, wenn sie nicht gerade noch wegspringen konnten. Dabei hat eine Dame allerdings den Buggy eines Kleinkindes übersehen, so dass die Dame auch noch über das Kind bzw. den Buggy stürzte und erstmal auf dem Boden lag.

Das war der Moment in dem mir die ganze Aktion viel zu heikel wurde und ich zügig meine Tasche nahm und den Ort verließ.

 

Ich bin ein absolutes Stadtkind… ich kenne mich mit Kühen NULL aus und mir ist durchaus bewusst, dass an so einer Kuh auch durchaus mal gezerrt werden darf und muss, oder sie den ein oder anderen Stock hieb bekommt und dies kein riesen Drama darstellt. So eine Kuh ist eben kein Hund… jaaaa diesen Unterschied habe auch ich erkannt 🙂

Kufstein City… ja klar, Tourismus steht da ganz weit oben, trotzdem ist es schön!

Aber diese Aktion…. ehrlich…. Tourismus hin, Tourismus her… aber das war meiner Meinung nach absolut gefährlich und zudem auch nicht sehr zum Wohle der Tiere!

Wenn so eine Kuh durch geht und es recht und links nur schmale Wege gibt… dann hilft eben auch kein kleines Absperrgitter und schon recht kein Flatterband.

Die Tiere hatten PANIK, die wollten nicht auf diesen riesigen Marktplatz voller lauter Menschen und so eine Kuh hat nunmal Kraft… wenn die in so ein Gitter springt oder weg rennt… die hält kein Herdenfüherer dieser Welt auf!

Ich hatte in diesem Moment wirklich das Gefühl, Mensch und Tier sind komplett überfordert, es wurde sich insgesamt viel zu wenig Gedanken um die Sicherheit gemacht und dass Tiere die Monatelang in den Bergen stehen und bis auf ein paar Wanderer niemanden sehen, Panik vor einer lauten, klatschenden Menschenmasse haben…. kann ich nachvollziehen.

 

Fazit…. SO EINEN Almabtrieb benötigt doch irgendwie kein Mensch, oder?

Das war eine reine, meiner Meinung nach echt gefährliche, Touri Aktion! Wenn schon Almabtrieb, dann besser deutlich kleiner und in irgendeinem „Bergdorf“ …. diese Veranstaltung in Kufstein war meiner Meinung nach mehr als riskant und das für Mensch und Tier.

Gut, aber mal von diesem Almabtrieb abgesehen, hatten Milla, der neue Flitzer und ich eine echt gute Zeit in Kufstein.

Zumal wir auch noch kurzfristigen Besuch bekamen. Da kam die Petra samt Mann extra auf der Fahrt vom Gardasee Richtung Heimat mal kurz für 2 Stündchen in Kufstein vorbei, weil sie auf Facebook gesehen hatte, dass ich da gerade stehe und sie mich doch mal live kennen lernen wollte.

Dann haben wir noch nett zusammen Kaffee getrunken, ich habe mal ganz schnell und heimlich mit Hund Sunny gekuschelt (natürlich nur als Milla gerade nicht hingeschaut hat) und danach sind die drei wieder zurück zur Autobah gefahren und haben sich auf den Heimweg begeben.

WAAAAHNSINN! 🙂

Besuch IsasWomo

Wenn das Milla sieht…. 😉

Tja und nach unserer Zeit in Kufstein… da lief dann vieles ganz anders als ich selbst geplant hatte. Oder ich sage es mal anders… eigentlich hatte ich ja selbst keinen super festen Plan, aber nachdem mir Petra und noch einige andere Leute begeistert vom Gardasee erzählt hatten, dachte ich… ok… dann fahre ich noch ein bisschen durch die Berge und tucker weiter in Richtung Gardasee.

Dein Pinterest Pin zum Artikel

Naja aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt… ich bin genau eine Etappe weiter gekommen, stand nochmal wunderschön in den Alpen bis mein Telefon klingelte.

Wie es dann weiterging, warum ich nicht zum Gardasee gefahren bin und weshalb ich den ein oder anderen extra Kilomter getuckert bin… das erfahrt ihr im vierten Teil meiner Herbsttour im OrangeCamp. 🙂

Ihr möchtet wissen wie es weiter geht… Teil 4 ist mittlerweile online

Ebenso Teil 5 und das große Fazit in Teil 6

Bleibt gesund!

Eure

 

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Mein erstes Goecaching Mega Event – Isa on Tour

Mein erstes Goecaching Mega Event – Isa on Tour

Werbung / Kooperation –  Isa on Tour…  beim Geocaching, die Schatzsuche für Erwachsene

Anfang des Jahres erreichte mich die erste Nachricht in der mich „Schmelli“ fragte, ob ich mir nicht vorstellen könnte, im Sommer 2018  ein Geocashing Mega Event in Rotselaar, Belgien zu besuchen. ICH UND GEOCACHING ??? Ehrlich gesagt habe ich gedacht, naaaaaja… bis zum Sommer dauert es ja noch eine ganze Weile, bis dahin kann ja noch einiges in Vergessenheit geraten 😉

Aber nicht mit Schmelli!!! 🙂  

Ich weiß gar nicht mehr so ganz genau woher Schmelli und ich „uns kennen“,  doch auch wenn wir uns bis zum letzten Wochenende noch nie persönlich begengent sind, haben wir online bereits seit Jahren Kontakt. So kam es also auch, das Schmelli diese Einladung zum Geochaching Event nicht vergaß und spätestens nachdem sein persönlicher Einladungspost auf Facebook die Runde machte, konnte ich mich wirklich nicht mehr drücken. 🙂 🙂 🙂  Also hieß es vergangenes Wochenende für Milla, die Omi und mich:

 

Ab nach Belgien zum „Birre’s Camper Friends“ Geocaching Mega Event

 

Ich habe zwar bereits vor Jahren mal alleine nach einigen Geocaches gesucht und das hat mir auch immer viel Spaß bereitet (vor allem in Verbindung mit langen Hundespaziergängen) aber wenn ich insgesamt vielleicht auf 15 gefunden Schätzen komme, dann ist das schon hoch gegriffen. Ich bin also absolut bluuuutiger Anfänger was das Geocachen betrifft und wusste überhaupt nicht, was ich mir unter so einem Mega Event vorstellen konnte. Bevor ich aber so richtig mit dem „Event“ beginnen, hier vielleicht noch eine kurze Erklärung zum Geocaching:

Was ist Geocaching überhaupt?

Geocaching ist tatsächlich so etwas wie eine „Schatzsuche für Erwachsenen bzw. für Familien“.

Ihr müsst euch das so vorstellen: Überall auf der Welt verstecken Menschen kleine und große Schätze. Mal sind es klitzekleine Dosen die nur wenige cm groß sind, es gibt aber auch richtig große „Schatztruhen“, bei denen sich die Leute die diesen „Cach“ versteckt haben irsinnig viel Mühe gegeben haben. Je nachdem wie groß dieser Schatz ist, befinden sich auch unterschiedliche Dinge in diesen Dosen. Das wichtigste und (um es erstmal einfach zu halten) in allen Dosen enthalten, ist das sogenannte LOGBUCH. Dabei handelt es sich also um ein kleines Buch, oder auch nur um einen kleinen Zettel, auf dem man sich mit seinem Namen eintragen darf, sobald man den Schatz gefunden hat. Erst wenn das erledigt ist, darf man diesen Schatz auch im Internet als „gefunden“ markieren.

Und wer jetzt denkt, tssssss… ich kann doch im Internet auf Geocaching.com sämtliche Schätze loggen, egal ob gefunden oder nicht, hauptsache da steht hinterher ich habe 80.000 Schätze gefunden, den Zahn kann ich euch ziehen. Viele Leute die einen Schatz verstecken, kontrollieren tatsächlich das Logbuch im Schatz, mit dem „Logbuch“ im Internet und wer bescheissen möchte, kann es direkt lassen.

Bleibt die Frage, wie findet man denn nun diese Schätze?

Also, für blutige Anfänger wie mich, gibt es eine (in der Lite Version kostenlose) Handy App (alle Links stelle ich euch am Ende des Artikels ein). Ihr ladet euch also die App runter, erstellt ein Konto und und schaut auf einer Karte, wo sich der nächste Cach befindet.  Einige der hundertausend Schätze sind eben auch über die kostenlose Version verfügbar, so kann man erstmal ganz einfach in das Thema rein schnuppern. Per GPS wird man dann von seinem aktuellen Standort zum Cach geführt und dann beginnt das Suchen. Dabei sind die versteck Möglichkeiten genau so vielfältig wie die Schätze selbst.

 

Geocaching per App

So sieht das dann in der App aus. Der blaue Punkt bin ich und das grüne Kästchen der Schatz

 

Zum Glück kann man sich über die App aber vorab Informieren wie groß der jeweilige Cach so ungefähr ist, man kann sich zusätzliche Tipps geben lassen, wenn man den Schatz so gar nicht findet und vor allem, man kann sich die Info holen, in welchem „Terrain“ der Schatz liegt. Gerade diese Terrain Info ist ganz wichtig, denn zum einen können so z.B. auch Rollstuhlfahrewr erfahren, ob sie überhaupt die Möglichkeit haben die Cach zu finden, zum anderen ist diese Info aber auch für alle nicht Behinderten Schatzsucher nicht gerade unwichtig! Unter den Geocachern gibt es echt „heißblütige Cacher“ und die verstecken solche Schätze auch schonmal an ganz, ganz besonderen Orten! So kann es also z.B. möglich sein, dass man eine komplette Kletterausrüstung benötigt, weil so ein Schatz hoch oben in einem Baum, oder unter einer Brücke versteckt liegt, oder man benötigt eine Taucherausrüstung, weil der Schatz unter Wasser im See versteckt ist. Ihr seht… es gibt unglaubliche Verstecke, also immer schön auf das Terrain achten. 

Alle Geocacher die so richtig vom „Schatzsucher Virus“ betroffen sind, nutzen später nicht mehr nur diese App sondern ein richtiges GPS Gerät. Dies hat den Vorteil, dass man nicht mehr vom Handynetz abhängig ist, denn spätestens wenn man durch irgendeinen Wald wandert, wird die Handy Internetverbindung gerne mal schlechter und einen Micro Cash in einem Radius von 50m zu finden, ist so gut wie unmöglich.

Zum Schluss dieser Erklärung noch ein ganz wichtiger Punkt!…

Der Geocacher Ehrenkodex besagt: „Sorgt NIEMALS für Aufsehen, wenn ihr auf Schatzsuche seid!“ Leute die nicht cachen gehen, dürfen eigentlich gar nicht merken, dass ihr gerade nach einem Schatz ausschau haltet! Harry Potter like werden „Nicht-Cacher“ auch Muggel genannte, also… IMMER SCHÖN DARAUF ACHTEN NICHT VON DEN MUGGELN ERWISCHT ZU WERDEN!!!!

 

Auf nach Rotselaar zum Geocashing Mega Event…

So bin ich also Freitag Vormittag in Richtung Belgien los getuckert. Solche Events gibt es das ganze Jahr über immer wieder an verschiedenen Standorten und je nach angemeldeter Teilnehmerzahlt, spricht man dann eben von z.B. Mega Event.

Das ich nach Belgien gefahren bin, lag also weniger daran, dass es sich dabei um „das einzige Event weit und breit“  handelte (die Woche zuvor war z.B. ein ähnliches Event in Kassel), sondern einfach aus dem Grund, dass Schmelli ein Teil des Organisationsteam war und er mich eben zu diesem Event eingeladen hat.

Die gesamte Veranstaltung wurde von der Geocaching Gruppe „Birre’s Camper Friends“ ausgerichtet, die sich das Thema Camping plus Geocashing auf die Fahne schreibt. Dabei war eben „Birre“ der Veranstalter und so viel darf ich vorweg nehmen… ich weiß nicht wie enthusiastisch man dieses Hobby Geocaching betreiben kann, aber Birre und sein ganzes Orga Team haben sich so UNGLAUBLICH VIEL ARBEIT gemacht um ein solches Event auf die Beine zu stellen, dass ich es ehrlich gesagt, kaum verstehen kann. Zumal, wenn man ein solches Event über die Internetseite Geocaching.com „ausrichten“ lassen möchte (und nur so macht das ganze überhaupt sinn) darf so eine Veranstaltung kein großes „plus in der Kasse“  erzielen. Geocaching Events sollen „aus Spaß an der Freude“ veranstaltet werden und nicht weil irgendein Investor das große Geld schnuppert. Wenn man sich also freiwillig und ohne jede Gewinnabsicht so viel Mühe gibt, muss man das Geocaching Virus echt in „jeder Pore“ sitzen haben.

 

Geocaching Mega Event in Rotselaar Belgien

Ein kleiner Teil des Event Geländes am Freitag Nachmittag

 

Geocaching Event Tag 1

Nach einer wunderbaren Fahrt kamen Milla und ich also am Eventgelände an und was sahen meine Augen… direkt am Eingang des Geländes standen schon einige andere Alleinfahrer Mädels, die ich seit Jahren kenne. Wie schööööööööön! Ich wusste zwar, dass sich einige dieser Frauen überlegen wollten auch zu diesem Event zu kommen, aber bis zum Schluss war mir nicht klar, wer kommen würde bzw. ob ich nicht doch allein da stehen sollte.

Gott sei dank war dem aber nicht so und wenn ich mir überlege, wie das ganze Wochenende verlief, konnte ich echt froh sein, dass die Mädels vor Ort waren.

Also schnell das Womo abgestellt, die Mädels geherzt, Milla und mich angemeldet und mit samte einer großen Tüte voller Infomaterial wurde ich zu meinem Womo Stellplatz geleitet. Jetzt noch schnell „häuslich einrichten“, endlich Schmelli auch mal persönlich treffen und 3 Worte wechseln, bevor es auch schon mit der ersten „Aufgabe“ los ging.

Unseren „Event Tüten“ lag ein Zettel bei, mit einem sogenannten Cacher Bingo. Soll heißen, insgesamt gab es 30 Felder mit verschiedenen „Aufgaben“ wie z.B…. finde einen Cacher der bereits INNERHALB VON 24 STUNDEN 300 CACHES GEFUNDENN HAT! (Ihr seht, wenn es Leute auf diesem Event gibt, die innerhalb von 24 Stunden 300 Schätze gefunden haben, dann müssen das im POSITIVSTEN SINNE echte Geocaching Freaks sein!) Genau so gab es aber auch Fragen wie : Finde eien Person, die weniger als 20 Caches gefunden hat, was auf einem solchen Event gar nicht so einfach ist… aber, Isa war ja vor Ort 🙂

Insgesamt war es ein schönes „Spiel“ um schnell mit den anderen Eventbesuchern in Kontakt zu kommen, das hatten sich die Organisatoren also schon gut überlegt. Zum Abend hin haben sich alle Teilnehmer die mit dem Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen vor Ort waren, im Bereich des Festzeltes getroffen. Die kleine Imbiss Küche hat Pommes Currywurst im Akkord gebrutzte und zusammen mit den Mädels klang der Abend entspannt bei einer Runde Bingo aus. Das richtige Event sollte am Samstag Morgen starten und da wir alle wussten, dass die nächsten Tage anstrengend werden würden, lagen wir alle noch vor 0 Uhr in den Federn.

Geocaching Tag 2

Pünktlich um 8 Uhr saß ich samt Kaffee in der Hand auf meinem Womo Treppchen und wartete auf die Dinge die dieser Tag bringen würde. Um mich herum standen bereits gute 120 Wohnwagen oder Wohnmobile und trotz der meiner Meinung nach frühen Uhrzeit, füllte sich das Eventgelände immer weiter mit Tagesgästen aus Belgien, Frankreich, Deutschland oder den Niederlanden.

Wie ich den Tag vorher von Schmelli lernten, warteten viele dieser Besucher („bewaffnet“ mit Rucksäcken, Pausensnack und Fahrrad) auf die Vergabe der „Eventbücher“. Denn extra für dieses Event haben Birre und sein Team 91 neue Caches auf verschiedenen Routen versteckt. Für einen echten „Geocach Infizierten“ ist es etwas ganz besonderes, einen solchen Cash als aller, aller erste Person zu finden und zu loggen.

Und tatsächlich war es so, der Ansturm auf die Eventbücher (in denen die passenden Koordinaten zu diesen neuen Schätzen standen) war in den ersten Sekunden riesig. Pünktlich um 9:45 Uhr begann die Ausgabe und nur Sekunden später machten sich die ersten Geocacher auf die Suche.

Wir Mädels hatten bereits am Abend zuvor beschlossen, dass wir mit der längesten Route beginnen wollten, allerdings nicht um Punkt 9:45Uhr, sondern ganz entspannt, nachdem die ersten Gruppen los gezogen sind.

Also machten wir uns in aller Seelenruhe am frühen Vormittag auf den Weg…

 

Isa on Tour ... beim Geocaching Mega Event

Das wandern ist des Müllers Lust! Und das Geocaching Isa’s???

 

Auf zu ersten Schatzsuche!

Wie ich ja bereits sagte, zum Glück waren die Mädels da und einige unter ihnen gehen bereits seit langer Zeit auf Schatzsuche, so dass ich mich erstmal nur anschließen musste. So liefen wir also von Cash zu Cash, machmal mussten wir wirklich suchen und trugen danach unseren Goecaching Nickname in die passenden Logbücher ein.

Ich muss es hier einfach nochmal schreiben… was sich das Orga Team rund um Birre für eine Arbeit mit den einzelnen Caches gemacht hat, ist wirklich unglaublich. Egal ob es darum geht, dass aus Kunstoff ganze Fabelwesen modeliert oder z.B. lange Rohre in den Boden eingesetzt wurden, die Leute müssen unfassbar viel Zeit und Arbeitskraft in krative Versteckmöglichkeiten investiert haben. Alleine dafür kann ich nur meinen Hut ziehen.

 

Tolle Geocaches in Belgien

Einer von 91 versteckten „Schätzen“ unten in der Dose steckt das begehrte Logbuch

 

Wir Mädels haben zwischendurch ein Päuschen in einem kleinen, belgischen Cafe eingelegt, bevor es weiter auf Schatzsuche ging. Nach insgesamt 16 Schätzen und ca. 14 km kamen wir müde, aber stolz, gegen Nachmittag zurück zum Eventgelände.

Ich war soooooo platt, ihr könnt es euch nicht vorstellen! Meine Füüüüüüüüüüße und das obwohl ich doch schon meine „schlurf und turf“ Sneakers an hatte. Was sagt mir das wieder…. ich werde alt, stein alt!!! 😉

Einge der Mädels hatten eigentlich noch vor zu einer zweiten Runde zu starten, doch nachdem wir erstmal bei einem ersten Radler zusammen saßen, hatte sich das Thema schnell erledigt. Auf dem Eventgelände gab es für uns alle noch viel zu entdecken, an einigen Ständen wurden spezielle cashing Utensielien und GPS Geräte verkauft, an anderen mussten Aufgaben erfüllt werden um wiederrum neue Schätze loggen zu können. Für die Kinder gab es eine extra Kids Corner samt Hüpfburg und zu am frühen Abend wurde an der „Bühne“ verschiedene Tombolas ausgelost und auch die Gewinner des „Caching Bingos“ ermittelt. Gewonnen habe ich allerdings nix…

Gegen 19 Uhr verließen die Tagesgäste langsam das Gelände, so dass wir Camper „unter uns waren“. Der perfekte Zeitpunkt um die Grills aus den Mobilen zu kramen und einen feucht fröhlichen Abend zu starten.

Dieser Abend war wirklich ganz besonders schön. Weit über hundert Camper saßen zusammen, es wurde gegrillt, getrunken und als ein Camper auch noch die Gitarre auspackte, war die Camping Idylle perfekt.

Doch so schön dieser Abend auch war… ich war immer noch platt! 🙂 Also habe ich mich um 22:30 von den restlichen Mädels verabschiedet und bin langsam zum Womo gewackelt. Schon da konnte ich meinen Muskelkater spühren… naja, zumindest im Kopf 🙂

 

Mein Wochenende beim Geocaching Mega Event

Ein echt toller Abend, Geocacher grillen am Abend auf dem Eventgelände

 

Geocaching Tag 3

Nachdem ich mich Sonntagmorgen erst einmal aus dem Alkoven gequält hatte (Motto des Tages… einfach fallen lassen 😉 ) ging es mir und meinen Beinen aber besser als gedacht. Also entweder ich bin doch fit, oder meine Füße waren mittlerweile schlichtweg abgestorben. 🙂

Für diesen Tag hatten wir uns die „Mysterie Runde“ vorgenommen. Auch diese Runde „Schatzsuchen“ wurde extra für das Event neu gelegt unsd stand unter dem Motto „Waldgeister“. Schmelli, der dieses Event wie gesagt mit organisierte, hatte uns bereits am Tag zuvor gesagt, wir sollen auf jeden Fall lange Hosen anziehen, da wir uns teilweise ganz schön durch die Büsche schlagen müssen um die verschiedenen Caches zu erreichen.

Gesagt getan und da an diesem zweiten Tag bereits deutlich weniger Leute los maschierten (wie gesagt, für diese extrem Cacher ist die Teilnahme an einem solchen Event vor allem interessant, um die neuen Caches möglichst schnell im Internet zu loggen) haben wir uns ganz entspannt bereits um 10 Uhr auf den Weg gemacht.

Vieler der Schätze auf dieser „Mysterie Runde“ lagen im Wald versteckt, was bei Temperaturen über 30 Grad natürlich sehr angenehm war. Auch wenn die Caches insgesamt etwas leichter zu finden waren, hat mir dieser zweite Tag noch besser gefallen als der erste. Warum? Das erzähle ich euch in meinem „kritischen“ Fazit. … (Ich warne euch schonmal vor, damit mein schlechtes Gewissen nicht soooooo groß is, wenn ich gleich Kritik üben muss )

 

Tolle Geocaching Tour

Ab durch die Hecke? Naja nicht ganz, aber durch den Wald definitiv! Gut dass man mir die Anstrengung GAR NICHT ansieht!

 

Nach knapp 10 km hatten wir tatsächlich ALLE Caches der mysterie Runde erreicht und gefunden, JUHUUUUUU!!!! Und da wir all die Schätze dieser Runde gefunden hatten, konnten wir uns zum Schluss noch auf die Suche nach dem „BONUS Schatz“ begeben. Denn einige der Cashes auf dieser Mysterie Runde hatten zusätzliche Koordinaten inne liegen und da wir eben alle Schätze gefunden haben, haben wir auch die Bonus Koordinaten gefunden, die uns direkt zum letzten, ganz besonders schönen Schatz führten.

 

Bonus Geocach

In einigen Cache befinden sich extra Rätsel für den Bonus Cach

 

VORSICHT SPOILER! WER SELBER SUCHEN MÖCHTE, SOLLTE HIER NICHT LESEN!

Dieser letzte Schatz lag direkt an einer Eisdiele, was uns natürlich seeeehr zu pass kam! Also noch ein aller letztesmal suchen und die Augen offen halten, bevor wir uns alle ein hoch verdiente Eis gönnen können.

Tja und was soll ich sagen, dieser Bonus Schatz hatte es tatsächlich in sich. Zuerst waren wir alle auf der vollkommen falschen Fährte und suchten in dem kleinen Waldabschnitt neben der Eisdiele. Dort konnten wir aber so gar nichts finden! Also musste der Schatz doch im Bereich der Eisdiele liege. Zum Glück würde die Eisdiele erst in 20 Minuten öffnene, so dass wir zumindest nicht mit vielen „Muggeln“ kämpfen mussten. Nachdem wir gesucht, gesucht und gesucht hatten, viel uns ein alter Stromkasten ins Auge, der in der Nähe der Eisdiele angebracht wurde und  auf dem ein Geocaching Aufkleber angebracht wurde.

AHAAAAAA, AHAAAAA, AHAAAAA SHERLOCK!

Nachdem wir uns diesen Stromkasten dann näher angesehen haben, fanden wir auch schnell den passenden Schlüssel, mit dem wir den Kasten öffnen konnten. Dort erwartete uns noch ein ganz besonders schönes „Logbuch“.

Jetzt mal ehrlich, wer macht sich schon so eine Arbeit? Diejenigen die diesen Bonus Cach gebaut haben, müssen ja zum einen so einen Stromkasten besorgen, diesen dann innen mit kleinen bunten Wäscheleinen bekleben, mit der Eisdiele absprechen, ob es ok ist, diesen Cach am Grundstück zu befestigen, den gesamten Stromkasten an der Wand befestigen und zudem noch ein sicheres, geheimes Schlüsselversteck kreiren. Und das war nur einer von insgesamt 91 Caches!!!!

 

Geocaching

Ein echter Stromkasten als Geocach… nur eines von 91 tollen Verstecken.

 

Der passende Abschluss für diese wirklich tolle Runde!

Mittlerweile hatte auch die Eisdiele geöffnet und so konnten wir unsere leeren Energiespeicher direkt wieder auffüllen.

Pünktlich zur Kaffeezeit kamen wir wieder am Eventgelände an und noch mehr als meine Füße, freute sich Milla über meine Rückkehr. Eigentlich wäre diese Runde perfekt dazu geeigent gewesen Milla mit zu nehmen und zwei Frauen aus unserer „Mädelsgang“ hatten ihrer Hund auch dabei. Aber leider ist Milla ja nicht mehr gut zu Fuß (oder gut zu Pfote) und so war es von vorneherein ausgeschlossen, sie mit auf Schatzsuche zu nehmen. Grundsätzlich ist es aber eine tolle Abwechslung für Hunde Runden.

Das gesamte Event ging eigentlich noch bis Montag Mittag, aber da viele Leute Montag wieder arbeiten mussten, leerte sich auch die Event Wiese zusehendst. Das selbe galt auch für unsere „Mädelsgang“, von der ein Großteil noch am selben Nachmittag wieder zurück fahren musste.  Ich hatte mir allerdings bereits vorher überlegt erst Monatg Vormittag wieder zu fahren und so hatten wir auch in kleiner Runde noch einen schönen, ruhigen Abend, an dem wir noch lange über das gesamte Wochenende disskutiert haben.

Geocaching Mega Event – Abreise

Der Montag Morgen begann grau und regnerisch,  der perfekte Zeitpunkt das Event wieder zu verlassen.

Da wir dort alle ohne Landstrom standen, hatte ich schon die Befürchtung, dass die Omi wahrscheinlich gar nicht anspringen würde. Ihr wisst ja… manchmal führt die Omi ein eigenleben! Diese Befürchtung wurde noch größer, nachdem ich die Sat-Anlage nicht mehr einfahren konnte. Sollten meine Batterien trotz der beiden Solar Panal leer sein??? Das konnte doch nicht sein, ODEEEER???

Lange Rede kurzer Sinn… Schmelli versuchte bereits alles, um mir erstmal Landstrom zu besorgen, als ich dachte, ich versuche erstmal ob die Omi nicht doch anspringt und siehe da… BRUMMM, BRUMMM, BRUMM, BRUMM, BRUMMMMMMM!!!

Alle Sorge war vollkommen zu unrecht, die Sat-Anlage klappte sich auch beim anlassen des Motors ein wie sie sollte, also alles gut! 🙂 Da hab ich wohl zu früh „Panik geschoben“ und alle Leute um mich herum verrückt gemacht  🙂 🙂 🙂  SORRY!!!!

Nachdem das Thema also erledigt war, habe ich noch eine Weile mit Schmelli gequatscht (am Wochenende kamen wir einfach nie dazu) mich bei allen neuen und alten Bekannten verabschiedet und dann ging es auch schon wieder zurück in Richtung Deutschland.

Das war es also… mein erstes Wochenende als Geocacher auf einem Mega Event  🙂

 

Fazit … zum ersten Mal beim Geocaching!

 

Aaaaalso bevor ich so richtig mit diesem Fazit starte, muss ich sagen…. es fällt mir in diesem Fall echt nicht leicht überhaupt etwas negatives über dieses Wochenende zu schreiben, weil ich denke, Leute die sich so viel Mühe geben und ein solches Event vollkommen uneigennützig auf die Beine stellen, haben eigentlich keine Kritik verdient. Nichts desto trotz will ich aber auch ehrlich schreiben können wie ich so ein Geocaching Event nunmal empfunden haben und schwupps… ist die Zwickmühle da! Da ich Schmelli aber auch bereits persönlich gesagt habe, was mir an dem Event nicht gefallen hat, ist es also auf keinen Fall so, dass ich mich hinter dem Blog verstecke.

Also los…

Wie gesagt, ich kann nur meinen Hut vor allen Leuten ziehen, die dieses Event auf die Beine gestellt haben. Es ist wirklich UNFASSBAR wie viel Zeit und Arbeitskraft Birre und sein Team in dieses ganze Thema Geocaching investieren. Die einzelnen Routen und Schätze wurden mit ganz viel Liebe zum Detail erstellt und zum Teil wird das Orga Team sicherlich TAGE damit verbracht haben, einen einzigen Schatz so zu modellieren und zu verstecken. Sonntag Nachmittag hat Birre noch einige seiner ganz persönlichen „Schatzdosen“ vorgestellt, in denen dann ein mögliches Logbuch versteckt ist. Ihr könnt euch das wirklich nicht vorstellen, wenn ihr es nicht gesehen habt und es ist auch für mich ganz schwierig diese Dosen schriftlich zu beschreiben. Aber so viel kann ich sagen, wenn ihr diese, von Birre erstellten Schätze sucht, dann ist die eigentliche Suche nach dem Punkt, an dem diese Dose versteckt ist, nur der kleinste Teil. Um dann aber an das Logbuch zu gelangen, müsst ihr nochmal ein extra Rätsel erfüllen, damit sich diese Schatzdose überhaupt öffnet.

 

Wunderschöne Geocachs

Eine von vielen, vielen ganz besonderen „Dosen“, wer die öffnen möchte, muss verdammt gut tüfteln.

 

Jetzt war es aber ja nunmal so, dass es mein erstes Geocaching Event war, ich zuvor nur wenig Ahnung hatte vom Caching und auch unter meinen Bekannten waren einige Frauen, die noch nicht oft auf Schatzsuche gegangen sind. Für uns Anfänger ist das besondere am Geocaching die eigentliche Suche nach dem Schatz! Wenn ich schon kilometerweit durch die Gegend laufe, dann möchte ich auch nach dem Schatz suchen und die kleine Dose in ihrem Versteck finden. Das macht für mich als Anfänger den Reiz am Geocaching aus, das eigentliche Loggen dieser Schätze ist für mich eigentlich Nebensache. Ob nun unter meinem Geocaching Profil im Internet steht, sie hat 10 oder 100 Caches gefunden, ist MIR vollkommen egal!

Jetzt kommen wir aber zu dem Punkt der Punke… diese eigentliche Suche nach einem Schatz, ist  aber auf einem solchen Event  kaum möglich! Zu dieser Zeit befinden sich sooooo viele Leute auf den verschiedenen Routen, so dass wir eigentlich nie wirklich nach den Schätzen suchen mussten, sondern es standen bereits zig, zig, zig Leute an den verschiedenen Verstecken und man hat sich das Logbuch einfach weiter gereicht. Für die „hardcore Cacher“ ist das genau das was sie möchten, für mich als Anfänger ist es enttäuschend.

 

Geocaching Mega Event

Tjaaaaa, für Anfänger natürlich schwierig, wenn sie die Massen an den Geocaches treffen. Da muss niemand mehr suchen…

 

Da treffen eben zwei Welten aufeinander und ich muss schon sagen, die Ernüchterung war am ersten Tag ziemlich groß und teilweise hatte ich einen riesen Hals auf diese „hardcore Cacher“. Mal ein Beispiel: Schmelli hatten uns allen bereits Freitag verraten, dass wir auf jeeeeden Fall Schatz Nr 16 auf unserer ersten Tour am Samstag suchen sollten. Also sind wir über 14 km gelaufen, um den mysteriösen Schatz Nr. 16 zu erreichen. Da wir es bis zu diesem 16. Punkt aber schon x mal so erlebt hatten, dass man uns „den Schatz“ einfach in die Hand gedrückt hat, haben wir ca. 100 Meter vor dem Schatz Nr.16 gewartet, bis die Gruppe vor uns das Rätsel gelöst hat.

In dem Fall wussten wir ja schon genau, dass uns ein besonders schönes Rätsel erwartet und dieses wollten wir uns dann auch gerne selber ansehen und „alleine“ so lange tüfteln, bis wir die Lösung gefunden haben. Also haben wir gewartet, gewartet und gewartet bis die Gruppe vor uns fertig war und als wir gerade los gehen wollten, überholten uns bereits zwei andere Gruppen, drängelten sich an uns vorbei und das gesamte Rätsel hatte sich damit erledigt!

Da dies mehr oder weniger am gesamten ersten Tag der Fall war, kamen wir müde und ziemlich frustriert nach stundenlangem Fußmarsch zum Platz zurück.

Das ganze wurde allerdings am zweiten Tag deutlich besser, da weniger Leute auf den Routen unterwegs waren. Dennoch ist es auch am zweiten Tag vorgekommen, dass wir nicht mehr suchen mussten, da verschiedene Gruppen schon von weitem am jeweiligen Schatz zu sehen waren.

Davon abgesehen ist mir noch ein ganz anderes Thema etwas „negativ“ aufgefallen.

Hätte ich vor Ort nicht die anderen Mädels getroffen, unter denen es einige Frauen gibt, die sich schon schon sehr, sehr gut mit dem Thema Geocaching auskennen, wäre ICH absolut aufgeschmissen gewesen. Auf diesen Events sind anscheinend vor allem Profis unterwegs, die sich mit allen Details rund um das Cachen sehr gut auskennen. Ich hatte aber keinen Plan und hätten mir die Mädels oder Schmelli persönlich nicht vieles erklärt, würde ich wahrscheinlich heute noch ziellos umherirren. Eine „offizielle“ Anfängerrunde oder sowas in der Art gab es zumindest nicht. Davon abgesehene waren auch die vielen neuen Schätze am ersten Tag noch nicht in der passenden Handy App eingetragen. Diese neuen Schätze wurden erst am 2. Tag online gestellt. Das hat den Sinn, das diese Schätze am ersten Tag auch wirklich nur von den Leuten gefunden werden können, die am Event teilnehmen.

So weit, so verständlich…

ICH habe aber z.B. gar kein teures GPS Gerät, wie gesagt ich bin ja auch noch totaler Anfänger und die guten, neuen GPS Geräte kosten ein paar hundert Euro. Ohne GPS Gerät, also nur mit der Handy App, war es aber FAST unmöglich nach diesen neuen Schätzen zu suchen. Später auf der ersten Route hat mir ein anderer Cacher erklärt, wie man „so ganz hintenrum“ zumindest die neuen GPS Daten in die Geocaching Handy App einzeln eingeben kann, um selber zu suchen. Aber so lange die Schätze nicht offiziell in der App veröffentlicht wurden, war es schon sehr, sehr mühsam.

Was soll das also alles insgesamt bedeuten???

Wenn ihr euch zum Thema Geocaching bereits auskennt, schon häufiger cachen wart und immer auf der Suche seid nach besonders schönen Runden, oder euch auch gerne mit anderen Cachern austauscht, dann kann ich euch die Teilnahme an einem solchen Event nur empfehlen. Nochmal… was Bierres Camper Friends da in Belgien auf die Beine gestellt haben, war wirklich klasse und die Leute waren super nett.

Wenn ihr euch aber noch nicht auskennt und das ganze Thema Geocaching noch neu für euch ist, dann ist so ein Event wahrscheinlich nicht der richtige Ort. Es ist zumindest nicht so, dass so eine Event Teilnahme bedeutet, super… da lerne ich als Anfänger an einem Wochenende alles was ich zum Geocaching wissen muss. Nein, darum geht es nicht.

An so einem Event nehmen augenscheinlich vor allem Leute teil die schon einige tausend Schätze gefunden haben und sich sehr, sehr gut in der Szene auskennen. Zudem würde ich euch auch davon abraten alleine zu einem siolchen Event zu fahren, es ist deutlich, deutlich schöner, wenn ihr mit einer Gruppe am Event teilnehmt. Oder sagen wir es anders… ICH hätte große Schwierigkeiten gehabt, dort alleine Kontakte zu schließen! Was aber NICHT an den Leuten selbst liegt, sondern schlichtweg daran, dass sich die Teilnehmer schon kennen, bzw. direkt in Gruppen anreisen. Als einzelner in so eine Gruppe zu kommen, fällt mir schon sehr schwer.

Und wie kann man denn das Geocaching mal testen???

Also, am aller, aller besten ist es natürlich, wenn ihr einen Freund habt, der sich zu dem Thema bereits auskennt und mit dem Ihr einfach mal eine ordentliche Runde cachen geht. Das ist sicherlich der einfachste und netteste Weg.

Ansonsten könnt ihr euch aber für den Anfang auch diese App von GEOCACHING.COM auf euer Handy laden: https://www.geocaching.com/play/mobile  Wie gesagt, diese App gibt es auch in einer kostenlosen Variante. Dann bekommt ihr zwar deutlich weniger Caches angezeigt, aber für den Anfang sollte es reichen.

Viel mehr Caches und weitere Informationen zu den verschiedene Schätzen könnt ihr auch auf der  GEOCACHING.DE Seite einsehen.

Ja und sobald ihr euch in der App angemeldet habt, kann es auch schon los gehen. Schaut welcher Schatz in eurer Umgebung liegt und nix wie ran an den Feind 🙂 Die vielen Details zu den verschiedenen Schätzen usw. usw. lernt ihr wirklich am besten, wenn ihr einfach startet. Ich an eurer Stelle würde nicht direkt mit irgendwelchen Routen oder „Multi Caches“ beginnen ( Multi Cach bedeutet so viel, als dass ihr einen Schatz finden müsst, dieser führt euch dann zum nächsten und zum nächsten und zum nächsten), sondern geht erstmal ganz einfach zu einem Cach, sucht diesen und danach sucht ihr vielleicht den nächsten einzelnen Schatz.

So ist der Beginn am Anfang definitiv am leichtesten!

Ganz gleich ob Anfänger oder „alter Cach Hase“. Wenn ihr Lust auf Geocaching habt und ganz viele, ganz, ganz besonders schöne Schätze suchen möchtet, dann fahrt einfach mal nach Rotselaar/ Belgien. Hier (Vakenstraat 18, 3110 Rotselaar, Belgien) findet ihr auch einen kleinen Stellplatz mit Strom.

Rotselaar ist der Heimatort von Birre. Er und sein Team haben unmengen an wunderschönen Caches in der Region versteckt. Hier findet ihr die ganzen Caches die zu diesem Event neu gelegt wurden, wie auch viele, viele andere Routen. Es lohnt sich also echt, hier extra für ein Caching Wochenende her zu fahren. Nehmt aber am besten ein Rad mit, so könnt ihr auch weitere Strecken gut überbrücken.

Lohnt sich Geocaching?

Geocaching für Anfänger

Dein Pin zum Geocaching Artikel

Die Suche nach diesen Schätzen hat mir aber wirklich Spaß gemacht und ich finde es eine WUNDERBARE Sache um eine Region zu erkunden. Egal ob mit Kindern, als Hunde Spaziergang oder auf Womo Tour, ich finde die Jagd nach Geocaches ist eine super Möglichkeit sich draußen aufzuhalten und trotzdem etwas „spannendes“ zu erleben. Vorbei sind die Zeiten von langweiligen Hunde Runden… geht auf Schatzsuche!

Wenn ihr noch mehr Tipps, Infos oder Geschichten rund um das Thema Geocaching sucht, dann schaut doch einfach mal in dieser Facebook Gruppe vorbei: Wohnmobil und Geocaching

Zum Schluss… wenn ihr noch mehr über bevorstehende Events erfahren möchtet oder etwas mehr in die Geocacher Scene schnuppern möchtet, dann schaut doch mal auf den Seiten von Schmelli vorbei. Den Camping&Geocaching Blog von Schmelli findet ihr hier: Schmelli.de und die passende Facebook Seite, auf der euch Schmelli mehr oder weniger jede Woche zu einem neuen Event mit nimmt, findet ihr hier: Schmelli online auf Facebook

Ganz zum Schluss möchte ich mich nochmal bei Schmelli und den Birre’s Camper Friends  für die Einladung und das schöne Wochenende bedanken. Neben dem Cachen selbst war es wirklich toll die Mädels mal wieder zu sehen, Dich Schmelli endlich mal persönlich zu treffen und DANKE an alle Helfer für dieses wahnsinnige Mühe, die sich alle gegeben haben.

Sooooo… ich geh dann jetzt noch ein paar Monate cachen und im nächsten Jahr bin ich auch ein „hardcore Cacher“ 🙂

Wartet ab… ich wusste schon immer das ich Sherlock im Blut habe! GEOCACHING ICH KOMME!

Aber bis dahin sage ich wie immer… bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

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Reisebloggerin 2018

Reisebloggerin 2018

Ja, ich bin auch 2018 noch als Reisebloggerin aktiv, doch in den letzten Wochen sind sooooo viele Dinge rund um diesen Blog und meiner „Arbeit“ als Reisebloggerin geschehen, dass ich heute einfach mal dazu los tippen musste.

Bevor ich euch weiter mit meinen ganz persönlichen Dingen “belästige”, schreibe ich es lieber sofort: Heute bekommt ihr mal keine besonderen Camping Tipps oder lernt neue Plätze kennen, diesmal dreht es sich hier nur um mich und meine Themen 🙂 Wenn euch das nicht wirklich interessiert, kein Thema, es sei euch gestattet 🙂 nur …. dann könnt ihr eigentlich bereits jetzt wegklicken und müsst euch gar nicht erst die Mühe machen weiter zu lesen.

 

Seit Wochen grübel ich schon über verschiedene Themen die ich jetzt einfach los werden MUSS!

 

Ehrlich gesagt überlege ich mir bereits seit Wochen, ob ich diesen Artikel wirklich schreiben soll, oder ob ich mich damit nicht viel zu weit aus dem Fenster lehne, bzw. mir zu viel kaputt mache. Denn ich glaube, ich habe mir mittlerweile ein Image da draußen aufgebaut als “hilfsbereites, nettes, naives und doch selbständiges Reisebloggerin – Dummchen”,  mit welchem ich aber sehr, sehr gut leben kann.

Ich frage mich also schon, ob es nicht ein Fehler ist, einige Dinge hier anzusprechen, die dieses Image vielleicht ein Stück weit “schädigen” könnten. Andererseits denke ich mir aber auch, diese ganzen Themen beschäftigen mich seit WOCHEN. Es ist mein Blog, es ist meine Seite und manchmal muss man vielleicht einfach mal Dinge ansprechen, die nicht “auf ganzer Linie”  bei allen Leserinnen und Lesern für Begeisterung sorgen.

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Also doch schreiben und veröffentlichen?!?! LOS!

 

Nun gut…. fangen wir mal vorne an. Vielleicht habt ihr es zu Beginn des Jahres schon irgendwo gelesen, zu DEN Reisetrends 2018 gehört (ja es ist kaum zu fassen) eine Reise als “ALLEIN Reisender” 🙂

Tja, was soll ich sagen… ich predige ja schon seit Jahren als Reisebloggerin, dass man durchaus auch alleine eine gute Zeit haben kann, aber mittlerweile kommt ganz, ganz langsam auch die Reiseindustrie auf die Idee, das Reisen alleine mehr zu fördern. Was mir als Reisebloggerin, die zu dem Thema “allein mit dem Womo on Tour” Artikel schreibt, natürlich seeeehr entgegen kommt, das möchte ich gar nicht bestreiten.

Was ich aber ganz, ganz deutlich merke ist, der Wunsch “allein mit dem Wohnmobil on Tour zu gehen”, beschäftigt aktuell tausende Leute. Ich bekomme täglich E-Mails von Leserinnen und Lesern, die irgendwelche speziellen Fragen haben oder sich zumindest wünschen so eine Tour zu erleben. Tja, liebe Paare und Familien, wir erobern die Stell- und Campingplätze der Welt 😉

So weit, so gut und bevor ich jetzt weiter tippe, bitte verdreht mir nicht direkt die Wörter im Munde, denn natürlich finde ich es toll, wenn ihr mir vertraut und mir eure Geschichten erzählt und natürlich beantworte ich auch eure Fragen zum Thema Wohnmobil und vanlife gerne.

Was mir allerdings bei ganz, ganz vielen Artikeln zum alleine reisen im Netz zu kurz kommt und was mir  auch bei vielen E-Mails die mich erreichen, die Fragezeichen ins Hirn hämmert, ist die Frage:

Ist vielen nicht bewusst, dass….

 

ALLEINE REISEN AUCH ALLEINE HANDELN bedeutet?

 

Ich will damit gar nicht sagen, dass man sich nicht mal gegenseitig hilft, mit anderen Leuten trifft, mal quatscht oder vielleicht sogar hin und wieder ein gemeinsames Bier oder einen Kaffee trinkt, aber das sind eher Ausnahmen.

Es tut mir ja echt leid, aber ich muss das einfach nochmal ganz, ganz deutlich sagen… ALLEINE REISEN BEDEUTET EBEN AUCH ALS ALLERERSTES GANZ OFT ALLEINE ZU SEIN!!!

Und das meine ich vollkommen Wertfrei!  

Ich weiß, dass es da draußen unendlich viele Leute gibt, die alleine zu sein eher mit etwas negativem verbinden und ich bemühe mich jetzt schon seit JAHREN diese Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Alleine reisen bedeutet nicht grundsätzlich, dass man einsam ist, dass man allein im Womo oder Wowa “verrottet” oder tief depressiv vor sich hin lebt, weil man keine sozialen Kontakte hat.

 

So ist es nicht! Alleine reisen kann nämlich auch etwas positiv sein!

 

Es gibt doch so einen Spruch:  Liebe andere wie Dich selbst (oder so in der Art). Der sagt so viel mehr aus, als es auf den ersten Blick scheint, denn andersherum bedeutet es auch, liebe Dich genauso sehr wie andere Menschen und ich bin mir sicher, genau damit haben wir alle so unsere Probleme. Denn egal ob Job, Chef, Freunde, Familie, Hobby oder auch so Themen wie die eigene Figur, fast immer nehmen wir doch alles andere um uns herum und die unendlich vielen kleinen kritischen Mängel, viel wichtiger als uns selbst. Während einer Reise allein, kann man sich aber einfach mal auf sich selbst konzentrieren und das tun, was man wirklich, wirklich gerade möchte. Aber darum sollte es hier gar nicht hauptsächlich gehen.

Vielmehr geht es mir darum heute klar zu stellen, dass ich der Meinung bin, dass es zu viele Leute da draußen gibt, die mit den vollkommen falschen Vorstellungen an eine Tour alleine gehen.

Dazu kommt noch ein weiteres, ganz persönliches, Thema und wie gesagt, ich kann nur hoffen, dass ich mir damit nicht ganz viel kaputt mache!

Aber es gibt immer wieder Menschen da draußen, die sich erhoffen, dass ich mich möglichst schnell und umfassend, um ihre ganz persönlichen Wohnmobil-Anfänger-Vanlife-Road Trip-Probleme kümmere.

Aber, auch wenn der ein oder andere glaubt, dass gehört zu meinem Job als Bloggerin dazu und ich ja auch immer wieder sage, wenn ihr mal Fragen habt, meldet euch ruhig,… ich kann mich als Reisebloggerin nicht immer so, wie einige sich das wünschen, um eure ganz persönlichen Probleme kümmern.

Zumindest nicht so, wie sich das der ein oder andere vorstellt. UND DAS IST NICHT BÖSE GEMEINT!!! 

Aber wie gesagt… zum alleine reisen gehört eben auch, dass man vieles erstmal alleine lösen muss und sich eben NICHT immer oder grundsätzlich auf andere verlässt! Dabei geht es nicht um irgendwelche Fragen die ihr zum Womo, dem Womo Alltag oder einem Reiseziel stellt. Ich hoffe das ist klar! Natürlich beantworte ich eure Fragen gerne, das ist gar kein Thema!!!!

Ich kann euch das alles am besten an einigenwahllos und teilweise erfundenen” Beispielen erklären:

Sagen wir mal mich erreicht folgende E-Mail:

Hi Isa,

ich träume schon seit meiner Kindheit davon, alleine mit dem Wohnmobil zu verreisen. Das ist einer meiner allergrößten Lebensträume.  Letztes Jahr habe ich mich von meinem Partner getrennt und das verlief alles gar nicht so glücklich für mich und seitdem leide ich leider unter schweren Depressionen.

(Es folgen zum Teil wirklich traurige Geschichte oder ein hartes Schicksal)

usw.

usw.

usw.

Jetzt ist es so, dass ich mir endlich vor 4 Monaten ein Wohnmobil gekauft habe, welches ein Bekannter 300km vom Verkäufer bis zu meiner Haustür gefahren hat. (In dem Moment frage ich mich schon das erste Mal, warum fährt ein Bekannter das Womo vom Verkäufer zu ihr, aber gut… ich hätte mir das nicht entgehen lassen, auch mit riesiger Aufregung, weiter gehts)

Jetzt habe ich allerdings folgendes Problem:

Ich traue mich einfach nicht das Wohnmobil zu fahren. Eigentlich möchte ich den Winter über mehrere Monate in Spanien verbringen, aber wie soll ich das machen, wenn ich mich nicht traue alleine das Womo zu steuern.

Könntest Du nicht auf Deinen Touren bei mir zuhause vorbeikommen und mich abholen, so dass ich erst kurz mit Dir, dann hinter Dir her fahren kann und dann begleite ich Dich für ein paar Wochen, bis ich sicherer bin?

Oder Beispiel Nr. 2:

Hey Isa,

ich bin durch Zufall auf Deine Seite gestoßen und finde die Seite wirklich toll. Ich habe mir vor einigen Monaten auch ein kleines Wohnmobil zugelegt und möchte bald nach Südfrankreich reisen. Allerdings weiß ich nicht, wo ich übernachten kann. Ich möchte am Tag nicht mehr als 200 km fahren und suche Stellplätze die:

  • nah an der Autobahn liegen,
  • ruhig sind
  • wo Hunde erlaubt sind
  • die komplett eingezäunt sind
  • die am besten sowas wie einen Überwachung haben
  • und die möglichst günstig sind

Könntest Du mir bitte eine Tour ausarbeiten? Ich wohne in Bremen und möchte nach XY in Südfrankreich. Wie gesagt, bitte nicht mehr als 200 km am Tag, das ist für Dich als Reisebloggerin doch bestimmt schnell gemacht. 

Super… Dankeeee… Ach so, ich fahre in 3 Wochen los, Du hast also noch ein bisschen Zeit. 

Oder Beispiel Nr.3

Diesmal handelt es sich nicht um eine E-Mail, sondern um eine 1:1 Geschichte von entfernten Bekannten. Die Beiden sind viel mit ihrem Kastenwagen unterwegs und nutzten jedes freie Wochenende für eine Tour. Da sie dachten Alleinfahrer und Alleinfahrerin, das passt doch, haben sie mir ihren Nachbarn “aufs Auge gedrückt” und weil mir innerhalb von Minuten klar wurde, das geht auf gar keinen Fall für länger als max. 30 Minuten mit uns beiden gut, haben sie mir irgendwann die ganze Geschichte erzählt, die hinter ihrem Vorhaben steckte.

Im Nebenhaus der beiden lebt ein junger Mann, der sich eigentlich für seine Freundin und ihn, einen Van selbst ausgebaut hat. Die Beziehung hat nicht gehalten, der Van steht nur rum und das alles, weil er keinen Spaß am alleine reisen hat.

Irgendwann sind die beiden dann (eigentlich einmalig) mit dem jungen Nachbarn ein Wochenende gemeinsam losgefahren.  Doch, schnell galt der Spruch, reicht man ihm den kleinen Finger, nimmt er die ganze Hand.

Was für die Beiden mittlerweile bedeutet: Sie packen ihr eigenes Womo nur noch spät abends oder sehr früh morgens, damit der Nachbar davon möglichst nichts Mitbekommt, denn ansonsten sagt der junge Nachbar einfach: Och, ihr fahrt am Wochenende weg? Klasse, da komme ich mit!!! Ein mittlerweile offenes Gespräch zum Thema „Paarzeiten und Zweisamkeit“, wurde ganz einfach mit einem Mitleid erregenden und  traurigen… “aber alleine sein kann ich nicht gut”, beendet.

 

Wie gesagt, bitte versteht mich nicht falsch…

 

Natürlich bin ich gerne behilflich und natürlich beantworte ich auch gerne eure Fragen zum alleine reisen, zu guten Stellplätzen oder, oder, oder, darum geht es hier nicht!!!!  Es geht mir darum, dass ich das Gefühl habe, viele Alleinfahrer haben grundlegend ein vollkommen falsches Bild vom Road Trip allein.

Sicherlich ist es KEIN Problem seine Mitcamper zu fragen, ob zum Beispiel jemand beim Einparken mal eben schauen kann und natürlich kommt es auch mal vor, dass man sich gut mit seinen Stellplatz Nachbarn versteht, oder es kann auch sein, dass man sich mal mit anderen befreundeten Campern verabredet und trifft.

Aber GRUNDSÄTZLICH ist es doch erstmal so, dass alleine reisen auch bedeutet, dass man sein “Camper Dasein” alleine regelt… denke ich. Normalerweise ist es einfach so, dass man auf einem Road Trip allein die aller, aller meiste Zeit eben auch alleine ist!

Und wenn es so ist, dass man sich so gar nicht traut ein Wohnmobil zu fahren, oder dass man es trotz vieler geduldiger Tipps und Hilfen, nicht schafft sich alleine einen Übernachtungsplatz auszuwählen, weil man soooo ängstlich ist oder man von vorneherein von sich weiß, ich kann nicht alleine sein… dann muss man vielleicht auch so ehrlich sein zu verstehen, dass eine Wohnmobil Tour als Alleinreisender nicht das richtige ist!

Das heißt ja nicht, dass man nicht allein in den Urlaub fahren kann, aber vielleicht ist dann eben eine Womo Tour allein nicht das Richtige.

So leid es mir tut, aber dann bin ich wahrscheinlich auch einfach nicht der richtige Ansprechpartner. Das meine ich nicht böse und ich bin gerne mit viel Mühe, Geduld und Tipps dabei, wenn ich euch helfen kann. Aber ich kann z.B. auch nur sagen, testet doch das Fahren Sonntags auf einem großen Supermarktparkplatz, nehmt euch ein paar Fahrstunden mit einem Fahrlehrer um sicherer zu werden oder macht ein ADAC Sicherheitstraining.

Wenn das aber nicht das ist was ihr möchtet, dann ist es meiner Meinung nach echt nicht fair, mich mit wüsten E-Mails zu zu donnern, nur weil ich sage, ich bin nicht dazu bereit mit euch zu touren, oder euch eine für euch persönlich, auf Maß zugeschneiderte Tour zu entwerfen, damit ihr nicht alleine Verantwortung tragen müsst.

Genauso wenig ist es mein Fehler, wenn euch geführte Gruppenreisen, Fahrschulstunden oder ein Sicherheitstraining zu teuer sind…

Vielleicht seht ihr das mal aus einem anderen Blickwinkel, eine geführte Womo Gruppenreise ist euch zu teuer, darum fragt ihr mich, ob ich mit euch 1 zu 1 kostenlos durch Europa toure und schaue, dass ihr klar kommt bzw. dass ich stundenlang kostenlos am Laptop sitze, um für euch eine komplette Tour mit allem drum und dran auszuarbeiten.

 

So richtig fair, mir als Reisebloggerin gegenüber ist das nicht, oder ?

 

Wie ich jetzt schon mehrfach gesagt habe, bitte versteht mich nicht falsch, ich bin euch allen WIRKLICH gerne behilflich und ich versuche all eure Mails oder Kommentare vernünftig zu beantworten. Bei dem Thema geht es mir aber viel mehr um das grundsätzliche… Ich bin immer noch voll und ganz davon überzeugt, dass vielen von euch eine Tour allein gefallen würde bzw. wird.

Aber bitte seid so ehrlich zu euch, euren Mitcampern, Nachbarn und mir und versteht, dass “alleine reisen” auch immer etwas mit “alleine sein” zu tun hat.

Es ist meiner Meinung nach einfach nicht richtig immer davon auszugehen, das es da draußen schon irgendjemanden gibt, der mir grundsätzlich und für jede Kleinigkeit hilft und unterstützt und das am besten auch noch schnell, nett und möglichst umfassend.

Ich meine jetzt mal ehrlich, wenn eine junge, fitte, Person bereits seit 6 Monate immer wieder mit einem Wohnmobil unterwegs ist und mich dann auf einem Campingplatz anspricht (ohne erstmal zu wissen, dass ich auch alleine reise) und bittet Brötchen zu bestellen und Duschmarken zu besorgen, mit einem hängeligen Singsang… ich kann das nicht so gut, ich bin ja alleine unterwegs… dann frage ich mich, wie unselbständig kann man denn sein?

Oder wenn ich lese, dass eine anscheinend relativ reiche, GESUNDE Frau in ihren Wohnwagen keinen Mover einbauen lässt, dafür aber immer wieder auf den sozialen Plattformen fragt, wer ist dann und dann auf Campingplatz „Hilfe im Sonnenschein“ oder wohnt in der Nähe und könnte so gegen XX Uhr am Platz sein, um meinen Wohnwagen zu rangieren  und dann noch motzig wird, wenn innerhalb der ersten Stunde niemand aufschreit und sofort sagt, ja natürlich liebste Frau XY, ich fahre gerne extra zum Platz um Dir behilflich zu sein.

Sorry aber dann muss ich schon ein bisschen schmunzeln und manchmal kann ich mir auch ein kleines Augenverdrehen nicht verkneifen.

Wer alleine touren möchte, muss doch auch damit leben können vieles als aller erstes mit sich alleine aus zu machen und vor allem muss er so planen, dass er erstmal und grundsätzlich alleine zurecht kommt! Wer von vorneherein weiß, dass das nichts für einen selber ist… dann ist eine Pauschalreise, ein Club-Urlaub oder eine Kreuzfahrt vielleicht doch viel, viel besser, als ein Road Trip allein.

 

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Aber, das war bei weitem noch nicht alles, um was sich meine Gedanken aktuell drehen. Da die Themenkomplexe aber so ganz unterschiedlich sind, habt ein bisschen Erbarmen mit mir, dass ich etwas springen muss. Sonst wird aus diesem Artikel noch ein halbes Buch!

 

Thema Kooperationen, Jobs und Aufträge als Reisebloggerin

 

Wisst ihr… eigentlich bin ich wirklich ein bisschen stolz auf mich, dass ich meine kleine Seite ganz alleine und ohne viel fremde Hilfe zumindest so weit ausbauen konnte, dass sie heute, so finde ich, relativ viele Themen umfasst und ich mit reinem Gewissen sagen kann, hier auf IsasWomo steckt auch 100% Isa drin!

Dazu möchte ich mich auch direkt bei euch bedanken, denn im vergangenen Monat hat IsasWomo zum ersten Mal die magischen 100.000 Leser überschritten. 100.000 Leser in einem Monat, die ProMobil hat eine Auflage von 70.000 schätzt man… Wahnsinn oder 🙂 🙂 🙂 

Für mich gilt aber auch weiterhin, dass ich gerne mit anderen Bloggern, Firmen oder Agenturen zusammen arbeite und ohne lange darüber nachzudenken, kann ich mit bestem Gewissen sagen, dass es nur wenige echte und ernstgemeinte Kooperationsanfragen gab, die ich bisher abgelehnt habe. Wenn dem aber so war, dann hatte dies auch besondere Gründe und soviel kann ich jedem Außenstehenden sagen, gerade bei Zusammenarbeiten unter Bloggern ist nie von Geld die Sprache, darum geht es also nicht!!!

Seit einigen Monaten bekomme ich allerdings immer mehr Anfragen die meiner Meinung nach WIRKLICH DREIST sind! Und ja liebe Blogger Kollegen, damit meine ich nicht die sinnfreien Anfragen von irgendwelchen amerikanischen Agenturen, die einen englischsprachigen Artikel über online Poker auf IsasWomo veröffentlichen möchten und ich meine auch nicht die Anfragen, die für einen langen Artikel, samt Bildern und social media Postings 50 Euro zahlen möchten, sondern ich meine Euch, liebe Blogger Kollegen!!! Natürlich nicht alle, eher ganz im Gegenteil… eine handvoll schwarzer Schafe, allerdings wird diese Handvoll immer größer!

 

Ablauf von Kooperationen unter schwarzen Blogger Schafen

 

Wenn ihr mir eine E-Mail schickt, die am besten aus zwei Sätzen besteht und mich fragt, ob ihr auf IsasWomo einen Gastartikel veröffentlichen könnt, dann nehme ich das mittlerweile schon noch als ok hin. Wobei ich auch denke, ihr möchtet etwas von mir… da könnte man sich schon etwas mehr Mühe geben, aber gut, alles nicht so wild!

Mir kommt es dann auch gar nicht so sehr darauf an, wie groß eure Reichweite ist, wie lange ihr schon blogged, oder, oder.

Viele Blogger mit etwas größeren Seiten lehnen Anfragen von neuen Bloggern oder Seiten mit kleiner Reichweite, konsequent ab, aber das mache ich nie!!!! Ich war vor einigen Jahren selbst froh wenn ein anderer Blogger meine Artikel veröffentlicht hat und darum möchte ich euch genauso behilflich sein.

Meist schaue ich mich dann als erstes auf den Seiten um, wenn ich diese nicht schon kenne und ich schaue mir auch an, zu welchen Themen ihr bisher geschrieben habt.

Wenn ich dann allerdings sehe, dass ihr bisher so gut wie keinen Artikel geschrieben habt, oder die bisherigen Artikel thematisch eigentlich gar nicht zu IsasWomo passen, dann antworte ich immer mit dem selben Vorschlag.

Pass auf, ich würde gerne mit Dir zusammenarbeiten, aber ich kann aktuell nicht sicher sagen, ob Dein Thema bzw. dein Stil zu IsasWomo passt. Darum kann ich Dir aktuell nur das Angebot machen, schreib mir einen netten Artikel, ich schaue ihn mir an und wenn er dann einigermaßen passt, dann mache ich mir gerne die Arbeit Deinen Text auf IsasWomo zu veröffentlichen und poste auch alles nötige dazu auf Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram. Aber, ich behalte mir das Recht vor, Deinen fertigen Artikel notfalls auch abzulehnen, wenn er so gar nicht passt. Sollte dem wirklich so sein, bekommst Du natürlich die Chance den Text zu verbessern bzw. ich schreibe Dir eine genaue Begründung, warum dieser Artikel so nicht auf IsasWomo veröffentlicht werden kann.

Ehrlich… ohne mich selbst besonders in den Himmel zu loben, aber ich finde das Angebot nur fair. Ich empfinde es dann allerdings als eine ABSOLUTE FRECHHEIT, wenn ich danach bitterböse E-Mails bekomme oder es sogar in einigen sozialen medien Gruppen heißt, ich wollte euch übers Ohr hauen! Ihr denkt, ihr macht euch die Arbeit einen Artikel zu schreiben, der dann nicht veröffentlicht wird. Aber ich gebe euch doch jede Chance! Schreibt einigermaßen vernünftig bzw. interessant und thematisch zu IsasWomo passend (ein Artikel über z.B. die Flugverbindungen auf die Seychellen, passt eben nicht zu IsasWomo) schon ist alles gut.

 

Ihr möchtet doch etwas von mir!!!

 

Nicht ich von euch! Und ich gebe euch jede Chance auf IsasWomo zu veröffentlichen! Wenn ich dann aber Artikel bekomme, die eigentlich nur aus Eigenwerbung bestehen und meinen Lesern KEINERLEI Mehrwert liefern… warum sollte ich sie dann als super informativ “anpreisen”

Sorry, aber da muss ich leider sagen… ihr tickt doch nicht mehr ganz sauber! Ihr leistet eine absolut schlechte Arbeit, bietet kaum mehr Informationen als 6-7 Links zu euren eigenen Seiten und social media Profilen und wünscht euch dann, dass ich diesen Mist auch noch bei meinen Leserinnen und Lesern bewerbe. Sorry… aber so funktionieren KOOPERATIONEN nicht!!!!

Und wenn ich dieses Thema schon anspreche, dann gibt es da direkt noch eine Sache die ich UNVERSCHÄMT finde. Wenn ich von einem anderen Blogger gefragt werde, ob ich an seiner Blogserie teilnehme und ihm zu einem bestimmten Thema ein schriftliches Interview gebe, dann sage ich meist: Ja klar, gib her.

Dabei weiß ich von vorneherein, dass mir dieses Interview ganz wenig bringen wird, denn derjenige der den Text später veröffentlicht, hat einfach immer mehr davon. Aber, auch ich habe hier schon solche Round-Ups gestartet und ich war auch froh, als ich z.B. 24 Blogger zur Weihnachtskalender Aktion zusammen hatte.

Wenn ich mir dann allerdings erstmal ein Programm runter laden soll, um überhaupt an die Fragen zu kommen, weil es zu viel Arbeit macht mir eine E-Mail persönlich zu schicken, ich dann in dieser Datei SATTE 36 Fragen finde, die alle ausführlich beantwortet werden müssen, ich mehr als 2,5 Tage an diesem einen Interview über fast 15 Seiten sitze und dabei bemerke, dass nichtmal die Fragen auf mich und meine Reiseform angepasst wurden und ich dann erlebe, dass diese Serie NIE veröffentlicht wird, weil es euch anscheinend doch zu aufwendig ist, so lange Texte zu veröffentlichen…. dann ist das schon UNGLAUBLICH DREIST!!!!

Ihr fragt mich, ich mache mir die ganze Arbeit um EURE Serie zu bestücken und dann ist es euch plötzlich doch zu viel Arbeit… tsssssss!

Was zeigt mir das mal wieder, selbst Blogger Kollegen die schon deutlich länger bloggen als ich, benehmen sich manchmal WIE OFFENE HOSE UND DAS ÄRGERT MICH TIERISCH!!!!

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Dann gibt es aber noch ein ganz anderes Thema, dass mich aktuell echt nervt und mich als Reisebloggerin manchmal verzweifeln lässt!

 

Vielleicht habt ihr es in einem meiner Postings oder auch im Newsletter gelesen, Ende Mai trat ja nun endlich die DSGVO in Kraft. Was für uns alle viel Arbeit bedeutet hat, aber gut… wir Blogger aus Deutschland konnten es ja nun auch nicht mehr ändern, also taucht jetzt eben für alles und jeden scheiss, ein extra Info Fenster auf.

Wie es sich gehört, habe ich meine Datenschutz Seite auf den neuesten Stand gebracht und ein extra Verarbeitungsverzeichnis angelegt und ich glaube, jeder Blogger hat mittlerweile unzählige Stunden mit dem Thema verbracht.

Dann trat die DSGVO endlich in Kraft und wir alle dachten wohl… gut, warten wir ab was passiert, da kam aber schon das nächste Urteil, was uns das Leben erschwert.

Demnach ist es so, dass jeder der eine Facebook Seite betreut, so wie z.B. die IsasWomo FB Seite, die Facebook Nutzer extra darauf hinweisen muss, dass Facebook Daten sammelt.

Jetzt könnte man natürlich denken, das weiß JEDER Facebook Nutzer, schließlich muss jeder der ein Facebook Profil erstellt, die Facebook Datenschutzhinweise bestätigen.  Aber nein… das Gericht sagt, Seitenbetreiber müssen Nutzer extra darauf hinweisen, bzw. es ermöglichen, dass die Leute bewusst entscheiden können, dass ihre Daten auf Facebook NICHT gesammelt werden.

DAS IST AUF FACEBOOK ABER GAR NICHT MÖGLICH, SCHLIESSLICH WEISS KEIN MENSCH 100% WELCHE DATEN FACEBOOK SAMMELT!!!!

Und bevor ich mich noch in Rage rede, dazu noch eine Sache! Wenn ich sehe, dass es Leute gibt die einserseits sagen, Facebook ist ja böse und eine Datenkranke, DA MUSS MAN ETWAS GEGEN TUN(!!!), sich dann aber mit ihrem Profil in diese ganzen komischen Spielchen und Seiten von wegen… „Wie sehe ich aus wenn ich ein Hund wäre“, einloggen… dann stimmt da etwas aber im eigenen Verhlaten nicht so wirklich!!!!!

So jetzt aber weiter, somit ist es jetzt so:

 

Entweder Du stellst die gesamte FB Seite ein (was leider schon viele getan haben) oder Du musst eben damit leben Abgemahnt werden zu können.

 

Um dieses Risiko zumindest etwas zu senken, sollte man laut Rechtsanwälten nochmal eine getrennte Datenschutzseite extra für Facebook erstellen.

Was hieß das also… nachdem gerade die DSGVO aktiv ist, fing der Schei… für die verschiedenen sozialen Medien erneut an.

Es ist ja auch nicht damit getan, mal eben ein paar Sätze zu verändern, sondern man muss ja erstmal schauen, was genau besagt dieses neue Urteil und dann kommt die Frage, woher bekomme ich denn jetzt Texte, die zumindest halbwegs rechtssicher sind?

Aber… ja genau ihr ahnt es schon… AUCH DAS WAR NOCH NICHT ALLES!

Es gab noch ein neues Urteil und dabei geht es um den Fall “Vreni Frost”.

Vreni Frost heißt ein ziemlich bekanntes Instagram Profil, mit gut 50.000 Followern und Anfang des Jahres hat die liebe Vreni ein Foto von sich auf Instagram gepostet, auf dem Sie komplett zu sehen ist und auf welchem sie Kleidung trägt, DIE SIE SELBST GEKAUFT HAT!

Unter diesem Bild hat sie ein paar Sätze geschrieben und danach unter anderem, auch die Marken in Hashtag gesetzt, von den Kleidungsstücken die sie da auf dem Bild trägt.

Nochmal… es geht um Kleidung die sie selber gekauft hat, es geht nicht um irgendwelche Kooperationen!

Daraufhin hat sie eine Abmahnung bekommen und jetzt kommt es, das Landgericht Berlin hat jetzt beschlossen, die Abmahnung ist rechtens!

Denn bei der Erwähnung der Marken als Hashtag handelt es sich laut des Landgerichts in Berlin, um nicht gekennzeichnete Werbung!

 

JUHUUUUU, EIN GEFUNDENES FRESSEN FÜR ALLE ABMAHNKANZLEIEN!

 

Denn jetzt haben so einige Leute die auf Instagram posten eine ordentliche Abmahnung bekommen. Und das schlimme ist, diese Abmahnung haben eben nicht nur wahnsinnig erfolgreiche “Influencer” bekommen, sondern auch ganz kleine Profile.

Eine Bekannte hat ebenfalls eine Abmahnung erhalten, weil… sie bei Aldi Sportklamotten einer bestimmten Kollektion gekauft hat, ein Bild von diesem Schnäppchen gepostet hat und unten dem Bild sowohl die Discounterkette, als auch den Namen dieser Sportlerin von der diese Kollektion stammt, als Hashtag genutzt hat.

Zack… Abmahnung über 278 Euro und eine Unterlassungserklärung!

Und das alles bei einem kleinen Instagram Profil mit gerade mal knapp 600 Followern!!!!

Jetzt könnte man natürlich sagen, ok… die Sache muss zum Rechtsanwalt, aber genau da gibt es das nächste Problem. Rechtsanwälte sind sooooo teuer (ich weiß leider gerade genau wovon ich spreche 🙁 ) da kostet alleine das beantragen der Akteneinsicht 458 Euro!!!! Da ist noch lange kein Prozess in sicht!!!! Und die Kosten MÜSSEN erstmal bezahlt werden!

Was soll man also tun? Einfach eine vollkommen zu unrecht erstelle Abmahnung bezahlen und eine Unterlassungserklärung unterschreiben, weil die Anwaltskosten so hoch sind? Und damit den Abmahnkanzleien noch mehr Geld “zu werfen”? Sicherlich auch nicht der richtige Weg!

Jetzt ist die große Frage… macht das alles so noch Sinn?

Vor allem für die hunderttausend kleinen Blogger die einfach nur schreiben und posten, weil sie Spaß daran haben? Ganz ehrlich, ich bin mir nicht sicher! Nicht für IsasWomo, aber als reine hobby Reisebloggerin, ich wüsste nicht, ob ich unter den Bedingungen weiter machen würde. 

Datenschutz ist sicherlich wichtig und natürlich ist es auch wichtig, dass ein Posting bzw, ein Artikel für den man Geld oder anderen Gegenleistungen bekommen hat, DEUTLICH Kennzeichnet! Genau so besagt es auch das Tele-Medien Gesetz. Aber dieses neue Urteil des Landgericht Berlin, ist doch vollkommener QUATSCH!!! Ich meine, jetzt orientiert man sich schon am Tele- Medien Gesetzt und hält sich genau an die rechtlichen Vorschriften und trotzdem ist es falsch, weil irgend so ein Richter, der sich wahrscheinlich noch nie selber als Blogger betätigt hat, so ein Urteil fällt!

Was ist das Resultat des ganzen…

Ganz viele Blogger schreiben jetzt einfach über alle Artikel und jedes Posting WERBUNG! Denn wenn jemand es drauf anlegt, ist nach diesem Urteil eben alles Werbung! Ich sitze in Lüneburg in einem Cafe, poste davon ein Foto und setzt in Hashtag Lüneburg und Cafe Meyer (erfundenes Beispiel)… ja natürlich könnten man mir dies als Werbung als Reisebloggerin auslegen! Auch wenn es sicherlich gegen den klaren Menschenverstand verstößt und ganz anders gemeint ist!

 

Fazit… wenn ihr bald viel mehr gekennzeichnete Artikel und Postings seht, wisst ihr woran das liegt!

 

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Und bevor ich wirklich zum Ende komme und mit meinem genervten,“Reisebloggerin Rumgeheule“ aufhöre, gibt es da noch einen Punkt, der mir einerseits “auf der Seele liegt”, der aber gar nicht so böse klingen soll, wie er vielleicht klingen könnte.

Viele von euch wissen ja, dass ich bereits einiges in meinem Leben “erlebt” habe und ich bin mir sicher, das ist bei dem ganzen Thema ein wichtiger Punkt!

Ich finde es wirklich ganz toll von euch, dass mir so viele ihre Vergangenheit, bzw. ihren aktuellen Alltag mit allen großen und kleinen Problemen schreiben und dass, obwohl wir uns eigentlich gar nicht kennen.

Für mich als Reisebloggerin & Isa ist es ein Zeichen dafür, dass viele von euch das Gefühl haben, ihre Geschichte, ihre Vergangenheit, ihre Krankheiten und Anamnesen  bzw. ihre Probleme sind bei mir gut aufgehoben und vielleicht kann ich ja sogar noch irgendwas nützliches antworten… wobei manchmal tut es ja schon gut, sich einfach den Frust von der Seele zu tippen.

Ich habe mich übber das gesamte Thema in den vergangenen Wochen auch mit anderen Bloggern ausgetauscht, mit denen ich mittlerweile ganz gut befreundet bin. Natürlich nicht über eure Probleme im Detail oder übber irgendwelche speziellen “Fälle”! Sondern über “die Sache an sich”, also ob die anderen Bloggern auch so viele dieser E-Mails bekommen und wie sie dann damit umgehen. Aber leider hat das nicht viel gebracht, denn die anderen erhalten solche Mails nicht wirklich bzw. schon gar nicht häufig. Aus diesem Grund denke ich, das es vor allem an meiner eigenen Vergangenheit liegt, dass mir einige von euch so vertrauen. 

Wie gesagt, einerseits finde ich es “schön”, dass ihr mir so vertraut und mir so viel privates oder auch “intimes” von euch erzählt, obwohl ich doch eigentlich nur ihrendeine Reisebloggerin aus dem Netz bin!

 

Das schreibe ich mit bestem Gewissen und mein ich vollkommener Ernst!

 

Ich will damit also auf keinen Fall sagen, dass ihr mir nicht mehr schreiben solltet oder, oder, oder… NEIN, SO MEINE ICH DAS NICHT!!!! (Und wie ich gerade bemerke, schreibe ich schon endlos um den heißen Brei herum)

Also,ich möchte nur das ihr versteht, dass ich keine Psychologin bin, ich bin auch keine Psychotherapeutin, keine Ärztin und so hart das klingt, aber ich meine es wirklich nicht böse, ich bin auch nicht eure beste Freundin oder euer bester Freund!

In den aller, allermeisten Fällen kenne ich euch doch gar nicht, ich weiß nicht wie ihr ausseht, ich weiß nicht wie ihr lebt und ich weiß nicht wie eure aktuelle Situation ist. Wenn ihr meinen IsasWomo social media Kanälen folgt oder hier auf IsasWomo mit lest, kennt ihr mich als Reisebloggerin viel, viel besser als ich euch. Es könnte also sein, dass ich neben euch auf einem Stellplatz stehe und euch zurück schreibe, dabei müsste ich nur aus dem Fenster schauen. Natürlich gibt es mittlerweile auch einige von euch die ich „besser“ kenne, weil ihr mir schon länger schreibt, aber das sind ja eher ausnahmen. Ich weiß von euch in den meisten Fällen nicht mehr, als die wenigen Zeilen, die in einer E-Mail stehen. (Dazu übrigens auch nochmal ein anderes Thema, ich bekomme immer mal wieder „Beschwerden“ von euch, weil ich auf einem Stellplatz schnurstracks an euren Wohnmobilen vorbei gerannt bin. Das tut mir echt leid und ist nicht böse gemeint, aber wie gesagt, fast immer „kennt“ ihr mich viel besser als ich euch. Selbst wenn wir uns mal auf Facebook geschrieben haben und ich euer Foto gesehen habe… eherlich, da ist mein Hirn zu schwach um euch dann direkt wieder zu erkennen. Das hat also nichts mit „nicht wollen“, sondern einfach mit „nicht erkennen“ zu tun!) 

Wenn ihr mir aber in einer solchen vertrauensvollen E-Mail von euren Problemen schreibt, mir z.B. erzählt dass ihr schwer depressiv seid, schlimm erkrankt seid oder seit Jahren von viel zu wenig Geld leben müsst und ihr dadurch keinen Spaß mehr am Leben habt und euch von mir eine super tolle Lösung wünscht… dann überfordert mich das kolossal!

Bitte versteht das nicht falsch, es geht nicht darum, dass ich diese E-Mails nicht möchte… nein, natürlich könnt ihr euch auch weiter bei mir melden und natürlich beantworte ich euch auch gerne sämtliche Fragen zum Wohnmobil, zum Road Trip oder auch Fragen zu meiner Arbeit als Reisebloggerin, aber ich kann eure echten und schwerwiegenden Probleme nicht lösen und ganz, ganz ehrlich gesagt, seid ihr mit solchen Problemen bei mir auch einfach falsch.

 

Reisebloggerin JA … Sigmund Freud… NEIN

 

In den letzten Wochen haben mich gleich mehrere Nachrichten erreicht von Leuten die mir schreiben, dass sie eigentlich so nicht mehr weiter leben möchten und ständig zwischen weitermachen, Träume erfüllen und “Schluss machen” hin und her wanken. Aber bei so schwerwiegenden Problemen seid ihr bei mir wirklich falsch, da müsst ihr euch andere, professionelle Hilfe holen, mit echten Freunden und Familie sprechen und ich weiß wie hart das klingt, aber…. NIEMAND FREMDES AUF DIESER WELT WIRD EUCH DA RAUS HOLEN KÖNNEN!!!

Ihr müsst euren Popo selber hoch bekommen und da helfen auch keine E-Mails an eine “kleine” Reisebloggerin, nur weil sie schon mal ähnliches mitgemacht hat. Ich kann euch dabei nicht helfen und ehrlich gesagt… ich fühle mich dabei auch echt überfordert.

Nur um das nochmal ganz deutlich zu schreiben, es geht mir nicht um eure Fragen, es geht mir nicht darum, dass ihr mir nicht von euren Problemen schreiben sollt, oder es auch mal “traurige Themen” gibt, die ihr loswerden möchtet… es geht ganz klar um dieses Thema Suizid bzw. andere ernsthafte Probleme.

Da kann ich euch nicht helfen und um das hier mal klipp und klar zu sagen, ich lass mir von euch kein schlechtes Gewissen einreden, nur weil ich den Weg daraus geschafft habe und euch nicht an die Hand nehme und da raus holen kann. In dem Fall seid ihr bei mir an der falschen Stelle, DAS KANN ICH NICHT!!! 

Und irgendwie schleißt sich hier der Kreis, denn wahrscheinlich sind wie wieder beim Thema SELBSTVERANTWORTLICH HANDELN!

 

DANKE… das war es, so viel zu meinen kleinen Problemchen als Reisebloggerin 🙂

 

Soooo, ich glaubeeeee, jetzt habe ich aber wirklich genug von mir und meinen Problemen geschrieben. Ich hoffe, ich habe euch damit nicht total vergrault. Andererseits …. ich habe schon immer gesagt, hier auf IsasWomo wird es auch immer mal wieder sehr persönlich und dieses ganze Thema bloggen & Reisebloggerin gehört eben auch irgendwie dazu. Manchmal muss ich eben auch hier Themen ansprechen, die mir Sorgen bereiten, mich zum grübeln bringen oder auch schlichtweg sauer machen!

Reisebloggerin 2018 und was mich nachts grübeln lässt

Dein Reisebloggerin 2018 Pin

Zum Schluss noch etwas positives…

Wer fährt denn dieses Jahr zum Caravan Salon? Am 25.8. öffnen sich wieder mal die Tore für die Öffentlichkeit und ich freue mich schon wie bolle darauf, wenn es wieder los geht und sich die gesamte Branche in Düsseldorf trifft.  🙂 Vielleicht sehe ich ja den ein oder anderen von Euch in Düsseldorf?!?! Also bitte, wenn ihr mich seht und ich wiedermal an euch vorbei rennen… haltet mich einfach aus! 

Ich bin die mit den Blasen an den Füssen 😉

Alle wichtigen Infos zum Caravan Salon 2018 schreibe ich euch nochmal zusammengefasst in einigen Tagen und vielleicht… gibt es ja auch ein paar Tickets zu gewinnen… mal schauen 😉

Bis dahin… bleibt gesund

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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EEEEEEndlich bin ich mal wieder ganz frei, ohne irgendeinen Termin, irgendwelche Verabredung oder gar irgendwelchen Zeitdruck unterwegs. Juhuuuuuu! 🙂  

Nachdem ich die Omi vor einigen Tagen /Wochen aus der Werkstatt holen konnte, habe ich mir gedacht… LOS JETZT! Das Wetter sollte  super werden, die Omi läuft wieder zuverlässig und bis auf eine klitze kleinen Diskussion mit meinem Pa wegen des anstehenden Vatertages, stand mir nichts mehr im Wege, um die nächsten 14 Tage einfach mal wieder nur für mich zu nutzen. 

 

Yes… Isa unterwegs und auf Ego Trip 🙂 🙂 😉

 

Also habe ich meine 7 Sachen gepackt und bin los getuckert… ich wollte Meer, Wind, Wetter, Sonne und ein paar Cafes und wo finde ich dies alles… natürlich an meiner geliebten Nordsee.

Da ich euch allerdings schon soooooo häufig von hier oben geschrieben habe, wollte ich mir (und euch) dieses Mal eigentlich das übliche Tourbuch (er)sparen ;-). Jetzt ist allerdings in den vergangenen Tagen schon wieder so viel passiert, dass ich nun doch am Laptop sitze und euch von all den Dingen und Erlebnissen der letzten Tage erzählen möchte.

 

Eigentlich begannen meine „spannenden“ Erlebnisse bereits vor dem los düsen. Vielleicht habt ihr es ja gelesen, vor einigen Wochen habe ich eine neue Sat-Anlage bekommen, davon abgesehen fand vor 14 Tagen mal wieder das Alleinfahrer Treffen „meiner“ Facebook Gruppe statt. Auf diesem Treffen kam die Sprache relativ schnell auf meine neue Sat-Anlage und natürlich wollte ich die neue riesen Schüssel den „Jungs“ stolz vorführen. Gesagt getan und wie ich ja immer wieder sage… ich stehe mit sämtlicher Technik einfach auf Kriegsfuß, denn kurz nachdem der Schirm hochklappte, kam auch schon die Fehlermeldung, Sat Anlage blockiert!

 

NA SUPER…. DAS LÄUFT JA ERSTE SAHNE!!!!

 

Wir haben dann noch eine Leiter besorgt und geschaut ob vielleicht ein kleiner Ast die Anlage blockiert, aber da war nichts! Die neue Anlage war noch „klinisch rein“.

Es half alles nichts…. während dieses Treffens lief die Anlage nicht. Allerdings muss ich auch sagen, da es sich ja nunmal um eine Kooperation handelte und die Anlage ganz neu war, wollte ich auch nicht einfach den technischen Support anrufen. Zumindest nicht ohne dies 1. vorab mit meinem ALDEN Ansprechpartner zu besprechen und 2. auch nicht während alle Leute um mich herum stehen…. ich check das mit der Technik doch  schon in Ruhe nur so halbwegs und schon erst recht nicht wenn 30 Leute um mich herum stehen.

Lange rede kurzer Sinn…. ich bin nach dem Treffen erstmal heimgefahren und habe dieses „Problemchen“ mehr oder weniger  Tag für Tag vor mir her geschoben, bis zu dem Tag, an dem ich wieder los wollte. Da musste ich mich eh nochmal eben mit ALDEN kurzschließen und dann natürlich auch das Problem mit der Anlage ansprechen.  

Mir hat es wirklich schon ein bisschen vor dem Telefonat mit dem Support gegraut, wenn mir der Support jetzt am Tefefon erklären will, stöpseln Sie mal das XY gewuppte Masse Kabel an den RZV Anschluss… na HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH dann verstehe ich doch nur Bahnhof!

Aber ich muss echt sagen…

 

HUT AB VOR DEM ALDEN SUPPORT!

 

Die Jungs am Telefon waren super fit, denn nachdem ich erklärt habe was Sache ist, konnte mir der Alden Mitarbeiter sofort sagen, so Frau Speckmann, sie drücken jetzt 5 mal auf den und den Knopf, dann dreimal runter, dann Bestätigen, dann zweimal nach Links wieder bestätigen und jetzt versuchen Sie mal die Anlage wieder einzuschalten… und SCHWUPPS… ALLES WIEDER GUT! 🙂

Was soll ich dazu sagen, keine endlosen Call-Center Disskussionen oder so… das ging ratzi fatzi!

Es hatte sich irgendwas in den Einstellungen verstellt, warum auch immer?! Vielleicht war ich es, wobei ich eigentlich sagen würde so weit im Menü war ich im Leben nicht, aaaaaber… wer sich nachts im Alkofen selber ein Veilchen boxen kann, kann vielleicht auch die Sat Anlage verstellen. Wie, was, warum, ich kann es euch nicht sagen, aaaaaber… das Problem war sogar „mit mir“ an der Strippe innerhalb von 2 Minuten erledigt!

FAAAAANTASTISCH! Natürlich ist ein funktionierendes TV kein Grund für eine Tour bzw. kein Grund nicht los zu fahren. Aber wenn ich jetzt schon so eine neue, tolle Anlage habe, möchte ich natürlich auch, dass sie funktioniert. 

 

Isa unterwegs

Frei Fahrt in Richtung Norde

 

Isa unterwegs, Milla an Board und die Omi läuft und läuft und läuft!

 

So konnte ich letzten Donnerstag also ganz entspannt und mit allem drum und dran los tuckern. Mein erstes Ziel sollte mein heiß geliebtes Greetsiel werden und die Fahrt in den Norden war einfach nur schön! Ich hatte kaum andere Fahrzeuge auf der Bahn, konnte ganz gemütlich vor mich hin tuckern und kam so extrem entspannt am Nachmittag in Greetsiel an. Der Platz war wieder-erwartend gar nicht sooooo voll, wie ich befürchtet habe, so dass ich noch einen netten Platz am Rand ergattern konnte. 

Schnell noch ein Ticket gekauft, ab damit hinter die Windschutzscheibe und danach konnten wir den Tag voll und ganz genießen.

Nach einer ruhigen Nacht haben wir den Freitag langsam angehen lassen und sind irgendwann am frühen Mittag ins Dorf spaziert.  Seitdem wir wieder on Tour sind ist Milla richtig gut drauf. Sie bekommt zwar von mir jeden Tag ein kleines bisschen mehr von ihrem Schmerzmittel als zuhause üblich, aber die kleine Wurst auf vier Beinen tippelt munter durch die Gegend. Dennoch nehme ich mittlerweile immer das Rad samt Hundeanhänger mit, so können wir einige Strecken (gerade auf dem Rückweg) ganz gut überbrücken.

Allerdings stellt sich mein Hundeprinzesschen aktuell extrem an, was den Anhänger betrifft. Manchmal kann sie kaum noch laufen, aber das Hochheben in den Anhänger gleicht jedes Mal einem Kampf! Sitzt sie dann aber erstmal drin, ist es eigentlich ganz ok. Naja…

 

Isa und Milla unterwegs, mit Hund auf Womo Tour

Milla in ihrer Kutsche… das Einsteigen ist zwar immer noch Kampf, aber wenn sie erstmal drin sitzt, sieht sie doch eigentlich ganz fröhlich aus, oder?

 

So kamen wir also Freitag am frühen Abend wieder zurück zum Wohnmobil. Milla war absolut platt, darum habe ich sie erst zurück zum Womo in den Schatten gebracht, habe mir noch eben den Müll geschnappt und mir dann auf einem Weg zum Mülleimer ein neues Ticket besorgt.

Da ich noch nicht sicher war wie lange ich bleiben wollte, habe ich immer nur Tag für Tag ein neues Ticket für eine Nacht gekauft. Zurück am Womo habe ich dieses zweite Ticket, neben das erste, hinter die Windschutzscheibe gelegt und damit war das Thema für mich durch.

 

Den Freitagabend verbrachten wir entspannt vor dem Womo und ich war viele Stunden mit den sozialen Medien beschäftigt. Denn… seit ein paar Wochen habe ich innerhalb von Facebook und Instagram mit einem Problem zu kämpfen, welches ich am vergangenen Freitag bewusst öffentlich gemacht habe.

Da ich es wie gesagt in den sozialen Medien schon beschrieben habe, werde ich jetzt auch hier dieses Thema einmal bewusst ansprechen, obwohl sich das Problem bisher nicht auf den Blog ausgeweitet hat.

Ich bekomme seit einigen Wochen immer, immer wieder relativ aggressive  persönliche Nachrichten als Reaktionen auf Bilder und Postings von mir bzw.  Anrufe auf mein Handy (3 mal aus Frankreich und danach immer Anonym) bei denen sich entweder niemand meldet, jemand atmet oder 2 mal wurde auch in einer fremden Sprache (ich schätze es ist arabisch o.ä.) auf mich eingeredet.

Anscheinend haben diese Leute ein massives Problem mit meinem „Lebenswandel“… das eine Frau trägt was sie möchtet, trinkt was sie möchtet, ihre Religion auslebt wie sie möchte und dazu auch noch alleine reist, passt anscheinend so überhaupt nicht zu den Ansichten dieser Fanatiker!

 

Sparen dank ACSI Card im Herbst in ???

Mit diesem Bild begann vor einigen Wochen alles, dabei ist das Bild schon aus dem letzten Herbst….?!

 

Alles begann mit einem Instagram Bild aus Südfrankreich welches ich gepostet habe, auf dem ich ein Glas Wein in der Hand halte. Daraufhin gab es schon viele Reaktionen wie „böse“ Smilies, „Fuck you“, „ich fucke Dich“  (ja genau so geschrieben), Nutte, Moschee Smilies usw, usw. Botschaften. Seitdem wird eigentlich jedes Bild von diesen Idioten irgendwie über persönliche Nachrichten kommentiert oder bewertet. Immer mit dem Hintergrund einer „religiös“ muslimischen „Belehrung“.

Einige Wochen lang habe ich jetzt gedacht, egal… ich blockiere die Leute, melde sie vereinzelt bei Facebook (wenn ich zu häufig Profile melde, könnte es sein, dass mich Facebook selber sperrt)  und hake alles andere einfach ab!

 

Ich lasse mir von diesen Idioten keine Angst einjagen!!!!!

 

Freitag ging es dann allerdings so weit, dass ein ganz schlecht bearbeitetes Selfie (welches ich Freitag Morgen gepostet habe) von mir aufgetaucht ist und seitdem durch das Netz spukt. Dieses Bild wurde so bearbeitet, dass ich anstelle meiner ganz normalen Kleidung, ein Kopftuch samt „voll Verschleierung“ trage.

Zudem wurde mir dieses Bild gleich 38 mal von verschiedenen, arabischen (fake) Accounts samt aggressiver Botschaften gesendet. Bei dieser ganzen Geschichte gibt es nur ein einziges Profil welches sich immer wieder bei mir meldet und auch öffentlich kommentiert, allerdings macht dieser Typ das ganze sehr geschickt, so dass ich auch gegen ihn nichts in der Hand habe. 

Das war der Punkt an dem ich gesagt habe, jetzt reicht es mir und ich mache die ganze Sache öffentlich!

Ich bin eine freie, deutsche Frau!!!! Ich trage Kleidung die ICH mag, ich trinke Getränke die ICH mag, ich lebe meine Religion aus, so wie ICH es für richtig halte und ich poste Bilder, die ICH für angemessen halte!!!! Ich werde mich NIEMALS von diesen fanatischen Idioten so unter Druck setzen lassen, dass ich mich durch deren Glaube besonders einschränke!!!!

Darum schreibe ich dieses ganze Thema hier auch nochmal bewusst auf. Solltet ihr durch Zufall irgendwo im Netz ein Bild von mir sehen, auf dem ich verschleiert abgebildet bin, dann glaubt davon bitte kein Wort! Ich habe weder meine Religion gewechselt, noch habe ich mich sonst irgendwie von diesen Fanatikern „anstecken“ lassen. Solltet ihr ein solches Bild sehen, wäre ich euch für eine kurze Info samt Link zum Bild sehr dankbar.

Damit ich das Verteilen dieses Bildes nicht noch weiter unterstütze, werde ich es hier auch bewusst nicht posten! Denn dadurch würde ich das Bild selbst noch weiter in Umlauf bringen.

SOVIEL DAZU!!!!

Dieser Facebook Post sorgte natürlich für viele Reaktionen und ich war wirklich ganz gerührt, wie viele Leute sich gemeldet haben und mich unterstützen. Vielen Dank dafür!

 

Wieder on Tour- Isa unterwegs in Greetsiel

 

Nachdem ich den Freitagabend damit verbracht habe, samt Laptop, Tablet und Handy vor dem Womo zu sitzen, bekam ich währendessen neue Stellplatz Nachbarn.

Manchmal ist es schon witzig wohin diese Seite führt.

Meine neuen Stellplatz Nachbarn fuhren also auf ihre Parzelle auf, waren sich allerdings unsicher, ob sie da so stehen dürfen, da es sich um die letzte frei Parzelle auf dem ganzen Platz gehandelt hat und diese auch noch extrem groß war. Das gerade diese „tolle“ Parzelle noch frei war, lag aber schlichtweg daran, dass die Leute die da zuvor standen erst kurz vorher abgereist waren.

Wie auch immer… auf jeden Fall sprach mich die Frau an und fragte, ob sie da so stehen bleiben dürften, ich wüsste das doch sicher. In dem Moment schaute auch ihr Mann um die Womo Ecke und sagte sofort… DICH KENNE ICH!!!! SCHATZ, DIE KENNT SICH AUS! Das ist doch Milla und Du bist Isa oder???

Ähhhhmmmm… jaaaaaa???? Tja und jetzt kommt wieder mein schlechtes Personengedächtnis ins Spiel, denn ich weiß ja eigentlich nie… kenne ich diese Leute wirklich? Woher kenne ich die Menschen und wie heißen sie nochmal ???

Schnell stellte sich dann aber heraus, dass wir uns noch nicht persönlich kannten, sondern sie den Blog verfolgen. 🙂

Puhhhh… Glück gehabt 🙂 und trotzdem ist es immer mal wieder komisch, wenn „andere Leute“ so viel mehr über mich wissen, als ich über sie. 🙂 Was nicht heißen soll, dass ich das schlimm finde oder so!!! Natürlich nicht, ganz im Gegenteil… ich freue mich natürlich wenn mich andere Camper „erkenne“… es ist nur ein bisschen komisch. Positiv komisch! 🙂

Wir haben dann noch ein bisschen gequatscht, bis ich entspannt und todmüde in den Alkoven gefallen bin 🙂

Samstag war ich schon erstaunlich früh wach und so kam es auch dazu, dass Milla und ich schon relativ früh durch Dorf geschlendert sind. Natürlich durfte eine Kaffeepause wie immer nicht fehlen und da wir einen herrlichen Platz hatten, habe ich es mir direkt auf der Terrasse gemütlich gemacht und dort zwei, drei Stündchen gearbeitet.

Danach sind wir ganz langsam im „Milla Tempo“ zurück zum Womo gelaufen, doch was ich dann sah, war leider keine positive Überraschung.

Fest steht…. und das ist nunmal so… es ist mein Fehler gewesen! Und trotzdem finde ich es übertrieben ;-)… aber… es war nunmal mein Fehler!

An der Windschutzscheibe befand sich ein dickes fettes „Knöllchen“ von der Gemeinde Krumhörn. Leider stand auch „nichts genaues“ auf diesem Zettelchen, so dass ich am Anfang überhaupt keinen Plan hatte, was denn da eigentlich los war.

 

Knöllchen am Wohnmobil

Der Info Zettel der Gemeinde Krumhörn

 

Ich habe auch nochmal meine Nachbarn gefragt, ob sie wüssten was das sollte, ob dieser Zettel echt sei oder ob sich da vielleicht irgendjemand einen Spaß erlaubt hat.

Ich war mir erstmal keiner Schuld bewusst, zumal ich ja schon zig mal in Greetsiel stand und es nie irgendwelche Probleme gab…. zusammen mit meinen Nachbarn zog ich das Resultat, dann muss das wohl „verarsche“ sein ?!?

Das dachte ich auch noch, bis am späten Nachmittag ein Auto über den Platz fuhr und vor der Omi stehen blieb. Dann stieg eine Dame aus, die von Minute zu Minute lauter und in gewisser Weise auch frecher oder sagen wir mal dreister wurde.

Diese Dame kam vom Tourismusverein Krumhörn/ Greetsiel und wollte mich doch jetzt mal „befragen“ warum ich mich so verhalten habe.

 

Und da wurde mir erstmal klar, wo mein Fehler lag.

 

Ich habe bis zu diesem Moment wirklich immer angenommen die Tickets in Greetsiel gelten „ tageweise“, zumal auch auf den Tickets selbst (dick gedruckt) steh, von z.b. : 4.5.18. – 5.5.18 , das allerdings ganz klein unten in der Ecke die Uhrzeit aufgedruckt wurde, habe ich ehrlich gesagt noch nieeeee registriert. Für mich war immer klar, solange ich „für jede Nacht“ bezahlt habe ist alles gut.

Aus diesem Grund habe ich ja auch das 2. Ticket einfach neben das erste Ticket gelegt und mir dabei nichts… aber auch gar nichts gedacht.

Die Sache war aber jetzt folgende… mein erstes Ticket ging von Donnerstag – Freitag und da ich dieses Ticket direkt nach meiner Ankunft gekauft habe, stand unten in der Ecke die Uhrzeit, 15:03 Uhr.

Da ich Freitag noch länger im Dorf war, habe ich das nächste Ticket gekauft nachdem ich wieder zurück war, 17:58 Uhr und habe dieses, wie gesagt ich habe mir dabei nichts gedacht, einfach neben das andere Ticket gelegt.

Das diese Dame aus dem „Netzwerk für touristisches Recht und Ordnung“ nun Samstag Mittags kommt, sich nicht nur das für diesen Moment gültige Ticket ansieht, sondern wahrscheinlich mit Hilfe einer Lupe die Uhrzeiten der letzten Tage vergleicht… daran hätte ich im Traum nicht gedacht! Hätte ich das alte Ticket einfach weggeschmissen, wäre alles gut gewesen.

 

Naja… hätte, hätte Fahrradkette….

 

Ich bekomme jetzt nochmal einen „Anhörungsbogen“ zugeschickt, auf dem ich mich zu der ganzen Sache äußern soll/ kann und dann kosten mich diese 3 Stunden Differenz satte 30 Euro!!!

Erstaunlicherweise wurde die Dame, wie gesagt, von Minute zu Minute lauter, so dass hinterher auch die Womo Nachbarn 5 Fahrzeuge weiter begierig Zeuge dieser Geschichte wurden und wahrscheinlich jeder dachte, ich hätte tagelang die Zeche geprellt. Dabei habe ich mich immer, immer, immer wieder freundlich wiederholt, dass ich mich dann gerne auf dem Bogen schriftlich äußern werde, aber das wollte die Dame eigentlich nicht, ich sollte ihr doch jetzt erklären, was ich mir dabei gedacht habe.

Erst als ich sie dann ganz zum Schluss noch gefragt habe, wie das denn eigentlich mit meiner zu viel gezahlten Kurtaxe aussieht, wurde sie plötzlich ganz ruhig. Der Automat am Platz rechnet nämlich automatisch auf jedes Ticket die Kurtaxe für zwei Personen an. Da ich aber immer alleine fahre, zahle ich also jedes Mal 1,50 bzw. 2 Euro pro Tag umsonst.

Auf die Frage wusste sie leider keine Antwort, aber zumindest meinte sie, dass ihr das Thema nicht neu wäre, da sie aber erst seit Januar für das Dorf arbeitet, konnte Sie SO SCHNELL diesbezüglich nichts ändern!  🙂

Tjaaaaaa, was soll ich sagen…. dass ich diese drei Stunden überschritten habe, ist ja nunmal eindeutig mein Fehler. Das man daraus allerdings so einen Akt macht, zumal ich ja zum Zeitpunkt der Kontrolle ein gültiges Ticket hatte, macht für mich schon den Anschein als würde die Gemeinde Krummhörn dringendst Kohle benötigen.

Würde mir Greetsiel nicht so gut gefallen, würde ich wahrscheinlich nie wieder hin fahren ( in solchen Dingen kann ich ja eine echte Zicke sein) … so wisst ihr aber zumindest… achtet in Greetsiel  GENAU auf eure Ticket Zeiten (wie gesagt, die Uhrzeit ist am Ticket Rand aufgedruckt) und legt nie ein neues Ticket neben das alte Ticket, sonst kann euch der Spaß schnell 30 Euro kosten.

 

Soviel dazu…. haaaaach und das gerade mir, wo ich doch so auf Spießer Regeln stehe 🙂

 

Aber in den letzten Tagen ist noch mehr geschehen, dass ich euch erzählen kann, bzw. zu dem ich meinen Mund (oder besser gesagt meine Finger) gar nicht still halten kann.

Nachdem wir noch einige nette Tage in Greetsiel hatten, habe ich mich Montag dazu durchgerungen, nochmal mein Glück in Lüneburg zu suchen. Bisher war ich bereits zweimal in Lüneburg, habe allerdings nie auch nur ansatzweise eine Chance auf einen freien Stellplatz gehabt. Darum bin ich dann jeweils nur mal eben schnell durch die Stadt geschlendert und war danach schnell wieder verschwunden (abgesehen von den Womo Tagen in Lüneburg 2017, aber das war insgesamt nicht so ganz mein Ding, weil es an diesen Tagen soooo extrem voll ist)

Wie auch immer… da ich Montag für meine Verhältnisse früh dran war und es „nur“ 280 km von Greetsiel bis Lüneburg waren, dachte ich mir… TSCHAKKAAAAA…. JETZT ODER NIE! 

Also bin ich „entspannt“ los getuckert und wie soll ich es sagen…. die Strecke sollte sich zu meiner persönlichen „Kammer des Schreckens“ entwickeln.

Alles begann schon damit, dass ich auf dem Weg von Greetsiel zur Autobahn schon plötzlich nicht mehr weiter kam, weil vor mir die Strasse gesperrt wurde. Von einer Umleitung war allerdings weit und breit NICHTS zu sehen ( Ist euch das auch schon aufgefallen? Ich habe das Gefühl, gerade in ländlichen Regionen werden immer weniger Umleitungen ausgeschildert…) Also ging mein erster Weg durch ein Wohngebiet, welches mich nach drei winzigen Strässchen in eine Sackgasse führte. Wenden mit 38 Zügen und wieder zürück zur Baustelle. Der gesamte Umweg war dann knapp 18 km lang… dabei waren es vorher nur noch 1,5km bis zur Autobahn auffahrt.

Nun gut… das Wetter war schön… also nicht aufregen und gut gelaunt weiter, rauf auf die Bahn….uuuuund  BAUSTELLE!

Ungelogen, es folgten 3 Baustellen hintereinander mit jeweils 7 bzw. 9 km einspuriger Strasse und der Golf vor mir nahm die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h sehr ernst, er fuhr satte 40 km/h! SCHNAAAAAARCH!

Aber auch diese Strecke haben wir singend hinter uns gebracht, bis es zum Autobahnkreuz ging, an dem wir endlich die Bahn wechselten mussten.

 

Isa unterwegs – JUHUUUUU, jetzt aber nichts wie los, Omi zeig was Du kannst

 

Jupp, die Omi war gut drauf und für ca. 500m dachte ich noch, jetzt gehts rund!

Tjaaaaa…. und schon standen wir wieder.

 

Vollsperrung und Rettungsgasse

Vollsperrung 1.0 aber die Rettungsgasse war zumindest vorhanden

 

Diesmal allerdings leider richtig, denn kurz zuvor muss in der nächsten Baustelle ein Unfall geschehen sein… VOLLSPERRUNG!

Jetzt ging also gar nichts mehr, aber zumindest schafften es alle, eine schöne Rettungsgasse zu bilden, so dass nur Minuten später mehrere Krankenwagen durch die Massen fuhren.

Dies funktionierte wirklich bestens, bis zu dem Moment, in dem ein super intelligenter Sprinter Fahrer dachte, wir machen anscheinend alle nur Rast mitten auf der Autobahn Auffahrt. Der Intelligenzbolzen nutzte doch tatsächlich die Rettungsgasse, um sich mit seinem Sprinter an allen vorbei zu mogeln. Das Hupkonzert was wirklich beeindruckend.

Leider stand ich jetzt allerdings mit der Omi genau an der Stelle, an der aus dieser zweispurigen Auffahrt, eine einspurige Auffahrt wurde und damit auch genau an der Stelle, an der es für diesen Idioten nicht mehr weiter ging.

Erst zeigte er mir noch wild gestikulierend, ich solle doch bitte aus dem Weg fahren…. in einer Vollsperrung ist dies allerdings schwierig! Außerdem stand ich ja bereits auf dem Seitenstreifen, um die Rettungsgasse frei zu machen.

Sicherlich könnt ihr schon ahnen was passieren musste…. es kam noch ein weiterer Rettungswagen von hinten angedüst und jetzt ging tatsächlich gar nichts mehr. Einzige Chance… der Typ musste komplett links auf die Wiese fahren, zum Glück gab es an der Seite zumindest keine Leitplanke, so dass er den Weg frei machen konnte.

Nur um das schonmal vorweg zu nehmen… ich glaube der Idiot stand noch eine kleine Ewigkeit auf der Wiese, nachdem die Sperrung wieder aufgehoben wurde, denn soweit ich das sehen konnte, hat ihn erstmal niemand zurück auf die Straße gelassen.

Die gesamte Vollsperrung dauerte gute zwei Stunden…. doof, ja… vor allem weil ich dachte je später ich am Stellplatz ankomme, je weniger Chance habe ich auf einen freien Platz. Aber zumindest stand ich ja samt Womo in der Vollsperrung, dies ist definitiv deutlich angenehmer als im kleinen Auto ohne Klima. Nach kurzer Zeit hatte sich auch schon eine nette Truppe aus wartenden Autofahrern gebildet, so dass es eigentlich zwei interessante Stunden wurden. 

Nach gut zwei Stunden Spaziergang auf der Bahn, ging es plötzlich wieder los… also nix wie rein ins Womo, Milla zack zack, Wasserpott, Hundematte, Aschenbecher, Kaffeetasse rein, Motor an und ab geht die Fahrt.

Leider war es allerdings so, dass nach der Vollsperrung nochmal 18 Km Stau folgten… es war echt übel. Dieses ständige Stop and Go ist ja echt sooooooowas von nervig, auf jeden Fall viel nerviger als die Vollsperrung.

Nach zig Stunden kamen wir aber tatsächlich an den Punkt, an dem es wieder normal weiter ging. Jetzt konnten wir eeeendlich mal satte 50 Km einfach fahren…. bis wir in den nächsten Stau kamen.

Die nächsten 100 km waren mehr oder weniger ein einziges Anfahren Abbremsen Anfahren Abbremsen. Mal ging es plötzlich für 2 km wieder in vollem Tempo los und danach folgte wieder 10 Minuten Stillstand. Es war echt ober nervig und von Minute zu Minute merkte ich auch meinen Rücken mehr. Es halt alles nichts, wir musten nochmal einen kurzen Stopp einlegen, ich musste eine Runde laufen. 

Aber irgend, irgend, iiiiiiiiiiiiirgendwann waren wir tatsächlich nur noch 40 km von Lüneburg entfernt… endlich war ein Ende in Sicht, aber  dann… DIE NÄCHSTE VOLLSPERRUNG!!!!! Diesmal war die Strecke aber anscheinend schon eine Weile gesperrt, denn bereits nach 45 Minuten ging es im Schneckentempo wieder los.

Ich fühlte mich echt platt und mein Rücken wollte von dem Fahrersitz schon seit Stunden nichts mehr wissen, als wir eeeeeendlich an der Ausfahrt in Lüneburg ankamen. Jetzt waren es nur noch 7 km!

Doch auch das sollte es nicht gewesen sein, denn die Strecke zum Stellplatz führte mich wieder mitten an eine Baustelle ohne Umleitung! Ich war wirklich so weit, dass ich bald ins Lenkrad gebissen hätte. Also drehte ich erneut in 38 Zügen vor dieser Baustellen- Strassensperrung und fuhr ein Stück zurück, bis ich plötzlich VOLL in die BREMSEN gehen musste.

Ein anderer Wohnmobilist sah aus der Entfernung, dass er hinter mir nicht weiter kommen würde und ich denke mal, er hatte den gleichen Gedanken im Kopf wie ich, auf dem Stellplatz wird es wahrscheinlich kaum noch einen freien Platz geben. Also drehte er sein Wohnmobil nur Meter vor mir plötzlich quer über die Bahn.

Ich musste so in die Bremsen gehen, dass sich meine Schranktüren öffneten und meine ganzen Shirts und Pullis fliegen lernten.

 

Ehrlich… ich hätte den Typen erwürgen können.

 

Und jetzt begannen 7 km …. die waren unglaublich. Der Typ war ja nun durch seine Aktion direkt vor mir, hatte aber anscheinend total schiss, dass ich ihn noch überholen könnte.

Natürlich hat es mich angekotzte und natürlich hätte es zu diesem super Tag gepasst, dass der Typ die letzte frei Parzelle direkt vor mir auf dem Stellplatz ergattert, aber wisst ihr was…. ich war mittlerweile so geschafft, dass mir das alles total egal war. Entweder ich finde gleich einen freien Platz, oder eben nicht. Mir doch alles egal! Wenn nicht, stelle ich mich auf den nächsten freien Parkplatz und dann wäre es das für diesen Abend gewesen!

Wie gesagt, der Typ sah das anscheinend anders und legte eine Fahrt hin, die sich nur gewaschen hatte. Zwei, drei Mal gab es Stellen, an dem man vielleicht  durch kleine Straßen einige Meter abkürzen hätte können…. und der Typ nutzte alle Möglichkeiten. Blöd nur, wenn dann eine Ampel kommt, an der er stehen bleiben musste und ich auf der Hauptstarsse an ihm vorbei fuhr.

Allerdings war das für den Idioten egal, denn auf einem sah ich ihn im Rückspiegel mitten in der Stadt auf der Spur für den Gegenverkehr die anderen Fahrzeuge überholen, bis er wirklich (und ich schwöre euch hoch und heilig dass es GENAU SO WAR!!!! Ich schreibe das nur, weil es sich so unglaubwürdig liest) der Typ auf der anderen Strassenseite durch so einen Fußgängerüberweg / Fußgängerinsel fuhr, an der ich stand, weil eben Fußgänger über die Strasse wollten und dann der Idiot direkt vor mir einscherte.

Sowas habe ich wirklich in all den Jahren, in denen ich Auto fahre noch nicht erlebt…. ich versuche euch das gleich mal, mit meinen Zeichenkünsten einer Dreijährigen aufzumalen, weil die Situation so schwer zu erklären ist.

 

Stellplatz Kampf

Soooo…. ich hoffe ihr könnt zumindest halbwegs verstehen wie die Situation war.

 

Naja, kurz vor dem Stellplatz „trennte“ uns dann eine rote Ampel, über die der Typ noch fuhr, an der ich aber stehen blieb. Ich glaube die ganze Aktion hat auch noch eine andere Kastenwagen Fahrerin verfolgt, die einige Fahrzeuge vor mir fuhr.

Tja, aber was soll ich sagen…. die ganze (zum Teil echt gefährliche Aktion) hatte überhaupt keinen Sinn! 🙂  Denn am Stellplatz angekommen wurde sofort klar… es gab noch einige freie Parzellen und was soll ich sagen… der Typ hatte anscheinend auch noch schlechte Augen.

Denn direkt an der Ausfahrt zum Stellplatz war noch eine „der schönsten“ Parzellen überhaupt frei… ganz breit und mit Steinen und  Wiese „vor der Tür“. Also drehte ich locker, flockig meine Runde über den gesamten Stellplatz um zu dieser Parzelle zu kommen und was konnte ich dabei schmunzelnd registrieren… der Idiot hatte diese Parzelle anscheinend übersehen und quetschte sich gerade am anderen Ende des Platzes zwischen zwei Wohnmobile.

 

🙂 🙂 🙂 …. SCHWEIN GEHABT!!!!!

 

Endlich habe auch ich mal das Glück in Lüneburg auf dem Stellplatz stehen zu können und das noch nichtmal  mittendrin, sondern schön am Rand, vor einer Wiese auf der sich Milla den halben Tag durchs feuchte Gras „kullern“ kann.

So ging also meine „kurze“ 284 km Fahrt nach Lüneburg zu ende. Anstelle der geplanten 3 Stunden benötigte ich satte 8 Stunden!!!! Dabei lag meine Durchschnittsgeschwindigkeit bei grandiosen 35 km/h.

 

Entspannung beim Solotravel

Warum stresse ich mich selber, wenn ich doch einfach tun und lassen könnte wonach mir gerade ist???

 

Nach dieser „Fahrt des Schreckens“ war ich echt froh gegen 19 Uhr endlich entspannt mit einem Schöfferhofer vor dem Womo sitzen zu können, wobei ich auch sagen muss… Milla war mindestens so fertig wie ich, dabei hat die Kleine die ganzen Stunden mehr oder weniger geduldig ausgehalten. Um so schöner war es, dass wir ankamen und so einen netten Platz ergattern konnten, auf dem sie sich merklich wohl fühlt.  Jedesmnal wenn wir irgendwo ankommen muss ich schmunzeln. Sobald ich den Motorn ausschalte, wird Milla hektisch und möchte dann auch schnellstens sehen wo wir stehen. Sobald ich ihr dann hinten die Aufbautür öffne ist es wie im Film. Stehen wir an einem schönen Platz, mit relativ viel Freiraum und Wiese, freut sich Milla wie bolle, ihr Schwanz wirbelt von links nach recht und sie fällt immer halb die Treppe runter. Stehen wir aber nicht so „Hundefreundlich“… wirft mir Madame einen Blick zu der sich gewaschen hat. Das sie nicht noch den Kopf hängen lässt und beginnt die Zähne zu fletschen ist wirklich alles. Aber… wie gesagt, hier hatte ich ja glück und Milla hat sich direkt von der Tür aus fallen lassen und ist durch Gras gekullert. 

 

Mittlerweile liegt diese Fahrt 2,5 Tage hinter uns und ich habe vorgestern den ganzen Tag hin und her gegrübelt, wie es denn nun für Milla und mich auf dieser Tour weiter gehen sollte.

 

Stress Dich nicht selber!!!!

 

Das Problem ist… seit gestern Nachmittag wird es wieder überall RAPPELVOLL!  Wie ungefähr immer im Mai, steht uns ein langes Wochenende bevor. Eigentlich hätte ich Lust gehabt wieder direkt hoch an die (Ost) See zu fahren, aber von Lüneburg aus wären es nochmal mindestens 250 km.

Nach dieser super nervigen Tour am Montag, habe ich aber absolut keine Lust auf eine Wiederholung. Da aber wie gesagt ein langes Wochenende bevor steht, ist davon auszugehen, dass nicht nur die Stellplätze voll werden, sondern auch die Straßen. Dazu kommt noch, dass es morgen vor allem an der Ostsee ein heftiges Unwetter geben soll…. und wer sagt mir bitte, dass wir da auch nur annähernd einen so schönen Platz bekommen wie jetzt in Lüneburg.

Andererseits wollte ich eigentlich auch nicht unbedingt bis Sonntag hier in Lüneburg stehen bleiben… aber warum eigentlich nicht???

Und da musste ich mal wieder feststellen… ich stresse mich selber! Jetzt habe ich schonmal 14 Tage Zeit ohne irgendwelche Termine o.ä., warum stresse ich mich schon wieder so? Ich MUSS doch nicht möglichst viele Stationen abfahren! Wenn es mir doch gerade eigentlich in Lüneburg gut gefällt und ich alles habe, was ich zum „glücklich sein“ brauche… na dann ist es doch ok!

Darum habe ich mir jetzt eine „Standortwechsel“ Auszeit vorgeschrieben. 🙂  Ich bleibe jetzt einfach mal „ganz dreist“ 3 Tage länger in Lüneburg stehen und lasse es mir gut gehen. Die Wege bis in die Stadt sind sogar für Milla halbwegs zu meistern, zumindest kann sie den Hinweg laufen und zurück kommt sie dann in die Kutsche.

 

Stellplatz Lüneburg

Stellplatz Idylle in Lüneburg

 

So kommt es also dazu, dass ich euch jetzt gerade aus einem Lüneburger Bio Cafe schreibe, das Sommerwetter genieße, meine Zeit vertrödel, auf das Unwetter warte, auf meinem wunderschönen Stellplatz faulenze und am Laptop einfach mal all das mache, was ansonsten zu schnell untergeht.

Und wenn ihr jetzt denkt… ist ja furchtbar so lange in einer Stadt wie Lüneburg zu hocken… wisst ihr, wo ich gerade stehe ist mir eigentlich total egal, ich freue mich über das tolle Wetter, über die viele freie Zeit und dass ich einfach mal wieder das mache, wozu ich gerade Lust habe, ohne mich irgendwie weiter rechtfertigen zu müssen. 🙂  Entspannen und abschalten ist angesagt und das geht für mich hier in Lüneburg gerade genau so gut, wie an jedem anderen Ort.

 

Aber auch das ist immer noch nicht alles was ich euch dieses mal schreiben wollte… denn wo wir gerade schon beim Thema „Rechtfertigen“ sind, hätte ich noch einen Punkt, den ich hier gerne ansprechen möchte.

Das ich IsasWomo auch über verschiedene soziale Plattformen „pflege“, ist ja nichts neues und das dort auch gerne mal „frei von der Leber weg“ kommentiert wird, ist auch kein Geheimnis. Dass über diese Medien auch immer mal wieder Kritik kommt, gut… das ist wohl ganz normal. Zum einen bin ich sicher alles andere als „fehlerfrei“ und lasse mich diesbezüglich auch gerne auf Fehler hinweisen. Zum anderen kann man ja auch einfach mal anderer Meinung sein, auch das halte ich für vollkommen normal und tausche mich mit euch gerne aus.

Wenn ihr euch allerdings die Mühe macht meine Bilder, meine Postings oder, oder mit langen Texten zu kommentieren, die von vorne bis hinten VOLLER Kritik, Boshaftigkeiten und Unterstellungen stecken, dann habt doch auch bitte wenigstens den Ars.. in der Hose mir zu sagen welchen Text ihr so „anprangert“, gebt mir die Möglichkeit mich dazu zu äußern und bezieht doch dann zumindest Stellung auf meine Antwort.

Einfach irgendetwas aus dem Zusammenhang reißen und mir die übelsten Dinge vor werfen, ohne eine Stellungnahme von mir zuzulassen ist doch irgendwie ziemlich feige, oder?! Und das alles am besten noch mit einem geschlossenen Profil ohne echtes Profilbild. Das hat dann zumindest für mich nichts mehr mit Kritik zu tun! Sorry wenn ich das so knallhart sage, ich glaube die meisten von euch wissen, dass ich mir mit euren Mails und Kommentaren echt Mühe gebe, aber in dem Fall stelle ich die Frage… ist es mehr Feigheit oder gar Neid?

 

Horror Stau und der Abend danach

Der wunderschöne Abend entschädigte die laaaange Anfahrt

 

Soooooo, ihr seht… in den letzten Tagen war so einiges los!

 

Nun noch eine letzte Info vorab, für alle die diesen Artikel lesen. Aktuell könnt ihr euch ja noch in ein Feld eintragen, so dass ihr automatisch eine Push Mitteilung erhaltet, wenn ich einen neuen Artikel online stelle. Dank des neuen europäischen Datenschutzgesetztes, welches Ende Mai in Kraft tritt, werde ich diese Möglichkeit  wahrscheinlich erstmal nicht mehr anbieten dürfen! Das bedeutet, auch wenn ihr euch aktuell schon eingetragen habt, ich werde diese tolle Möglichkeit (ich finde das System wirklich gut und da ich sehe, dass sich tausende Leute dafür angemeldet haben, findet ihr die Möglichkeit anscheinend auch gut) komplett von der Seite nehmen müssen. Dadurch werden eure Daten gelöscht und es sind leider keine Push Benachrichtigungen mehr möglich. Ich hoffe sehr, dass die Programmierer ein einsehen haben und eine datenschutzkonforme Möglichkeit in Zukunft für europäische Seitenbetreiber anbieten, aber so lange das nicht geschieht, MUSS ich das Programm von der Seite nehmen.

Außerdem wird es leider dazu kommen, dass ihr in Zukunft zig verschiedene Kästchen und Zusatzinfos anklicken müsst/bzw. erhalten werdet. Das gilt nicht nur für IsasWomo, sondern mehr oder weniger für alle Internetseiten die von in Deutschland lebenden Leuten betrieben werden. Leider hat es unsere Regierung (bisher) nicht gebacken bekommen, dieses neue europäische Datenschutzgesetzt (DSGVO) für „kleine“ Seitenbertreiber auch nur halbwegs einfach zu gestalten. Bitte versteht mich nicht falsch… Datenschutz ist wichtig, aber ich stehe stellenweise vor riesigen Problemen und mich schützt niemand vor irgendwelchen  „hardcore Abmahn-Anwälten“ .

Ich denke leider, dass dieses Gesetzt dazu führt, dass es ganz, ganz viele kleine Blogs ab Ende Mai nicht mehr geben wird, weil vieeeeeele der „hobby Blogger“ ihre Seiten gar nicht so umstellen können, wie es gefordert wird. Geschweige denn, dass noch irgendwer den Durchblick hat, was denn nun wirklich wie sein mus, was übrigens sogar für Fachanwälte gilt. Ich sitze seit Wochen an dem Thema und jetzt mal ehrlich, welcher Blogger für den das Schreiben einer solchen Seite ein reines hobby ist, wird sich Wochenlang mit irgendwelchen Gesetzten beschäftigen und dann verzweifelt versuchen den ganzen „Scheiss“ auch noch auf die Seite zu bekommen.

Wie gesagt, leider hat es unsere Regierung verpennt eigene „Gesetzte“ zu erstellen, wobei ich gerade heute gelesen habe, dass Frau Merkel plötzlich doch etwas unternehmen möchte. Super Sache, so 14 Tage vor der großen Umstellung! Österreich hat dies bereits getan und somit haben verschiedene Seitenbetreiber aus Österreich jetzt das Glück, fast keine Änderungen vornehmen zu müssen! Soviel zum Thema… Europa fordert eine EINHEITLICHE europäische Datenschutzverordnung zu erschaffen! Solltet ihr euch mit diesem ganzen Thema nicht auskennen, nichts mit Internetseiten, online Shops oder Blogs „am Hut“ haben, dann bitte nehmt mir und meinen ganzen Kollegen das zukünftige „geklicke“ nicht übel. Wir müssen euch cdemnächst auf Dinge hinweisen, die bereits seit Jahren auf zig Seiten laufen, bei denen es aber jetzt heißt, ohhh, ohhh, ohhh… das müssen alle Leser aber nochmal extra bestätigen und von der Bestätigung nochmal eine Bestätigung erstellen. Das Gesetzt gilt übrigens auch für das Einbinden von Fotos, Links oder gar (YouTube) Videos auf den Blogs und Internetseiten… auch dies wird bald anders laufen müssen. Ein Klick und das Youtube Video startet… das wird so einfach nicht mehr möglich sein.

Wie gesagt, bitte glaubt nicht, mir (uns Bloggern) macht es Spaß, dass wir euch Lesern bald vieles nicht mehr so einfach anbieten können, oder wenn, dass ihr vorher zig mal bestätigen müsst, dass ihr auch wirklich darüber Informiert seid, dass ihr eure Daten hinterlasst, wenn ihr z.B. bei mir auf der Seite kommentiert.

 

Das alles nervt euch… das alles nervt uns aber sicherlich noch 10 mal mehr.

 

Ach und noch eines fällt mir dazu gerade ein… solltet ihr viel mit Fotos arbeiten, also Fotos auf Facebook, Instagram. Pinterest oder Vero posten… dann seid auch ihr vielleicht schon von der DSGVO betroffen! Denn im Grunde dürft ihr keine Fotos mehr aufnehmen, auf denen Personen gezeigt werden, die vorher nicht ihre Erlaubnis gegeben haben. Das heißt… mal eben ein Foto vom Konzert posten auf dem andere Menschen zu sehen sind, zack… Abmahnfalle. Ihr müsstet vorher mit jeder Person einen Vertrag abschließen und das gilt schon für das „Knipsen“ alleine, da moderne Handy und Kamneras ja verschiedene Daten wie Ort o.ä speichern… ihr müsst das Bild also im Grunde nichtmal online stellen!

Ich habe gestern einen Artikel von einem Hochzeitsfotografen gelesen, der sieht seine Existenz bedroht. Denn die ganz normalen einfachen Gruppenaufnahmen bei einer Hochzeit,  sind z.B. erstmal eigentlich ausgeschlossen. Es sei denn es werden vorab Verträge mit allen Beteiligten geschlossen. 

Isa unterwegs - Mit dem Campingcar on the Road

Der Pin zum Artikel

So besagt es das Gesetzt aktuell… sicherlich sind momentan auch viele Leute in Panik und „nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“… aber im Grunde stehen die Richtlinien in vielen Bereichen fest und die abgezockten Abmahn Kanzleiein freuen sich ab dem 25.5. ein Loch in den Bauch!

Viele erstklassige Internetexperten sagen sogar, dass sich das Netz in vielen Bereichen komplett verändern wird und dass früher oder später alle kleinen Seiten einpacken werden müssen, weil sie die ständigen Abmahnungen gar nicht finanzieren können. Es wird also echt spannend! Ich werde in den kommenden Tagen zu dem Thema auch einen Newsletter verschicken, da werde ich nochmal genauer beschreiben, was das alles für IsasWomo bedeutet.

Soooo, ich denke das soll es für heute aber wirklich erstmal gewesen sein!

Der Text ist eh schon wieder vieeeeeel länger als geplant! 😉

Ich wünsche euch allen ein schönes langes Wochenende (wenn ihr frei nehmen konntet) , den Mamas und Papas unter euch einen schönen „Ehrentag“ und wie immer… BLEIBT GESUND!

 

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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