4 Reifen und ein Dach, werden zum Zuhause – IsasWomo und die Wohnmobile

Wenn man davon spricht, dass es Menschen gibt, die wahrscheinlich gar nicht zum Campen passen, dann bin ich wahrscheinlich auf den ersten Blick ein absolutes Paradebeispiel!

Als Kind war ich nie campen! Ich habe keinen Campingurlaub im Zelt verbracht, ich war nie zeltend auf irgendwelchen Festivals und den typischen Familienurlaub haben wir als die klassischsten unter den klassischen Pauschalurlauben (meist in der Türkei) verbracht 🙂

Davon mal ganz abgesehen, habe ich eine echte Flatter & Viehzeug Phobie. Und nein, das bedeutet nicht, dass ich eine Spinne an der Wand eklig finde und Motten nicht gerade zu meinen Lieblingstieren zählen… ich dreh wirklich komplett am Rad, sobald ich irgendetwas flattern höre/ sehe. Das ganze geht so weit, dass ich lieber Abends im Hochsommer bei 30 Grad im Womo sitze, als draußen in der Dunkelheit samt Lichtquelle, meine Fenster zuhause haben nicht nur ein Fligengitter sondern zwei (schließlich könnte sich ja eines lösen) und es kam bereits mehrfach vor, dass ich Nächte im Wohnzimmer auf der Couch verbracht habe, weil sich irgendwo in der Diele ein Käfer/ Motte/ Schneider oder ganz schlimm Grashüpfer verirrt hat. 

Bei Libellen könnte ich sofort anfangen zu heulen, bei Hornissen bekomme ich einen regelrechten Heulkrampf …. jaaaaaa selbst Schmetterlinge mag ich nicht mehr, weil die so unkontrolliert herumflattern. 

Du siehst…. ich bin das geborene Outdoorkind! 🙂

Und dennoch kann ich mich daran zurück erinnern, wie ich schon als Kind dachte, irgendwann möchte ich ein Wohnmobil besitzen und es gibt auch noch ein ganz klares Bild zu diesem Kinderwunsch in meinem Kopf: 

Ich sitze als „erwachsene Frau“ mit einem weißen Hund an meiner Seite in den Dünen eines Strandes und hinter mir steht mein weißes Wohnmobil, mit einer strahlend roten Markise. Genau so habe ich es bis heute vor Augen!

Doch zwischen meinem 16. und 27. Lebensjahr sah es leider gar nicht danach aus, dass ich jemals irgendwie reisen würde. 

Nach insgesamt 22 Bandscheibenvorfällen und 12 Ops zwischen 16 und 22 Jahren, setzte mein mir bestens Vertrautes Schicksal noch einen oben auf. 

Ich wurde schwer krank, lag 13 Wochen im Koma und brauchte danach noch gute 2 Jahre im Rolli, bis ich wieder halbwegs laufen konnte. Tja und als es gerade danach aussah, dass es mir wieder etwas besser gehen würde, wir diese ganzen miesen Jahre auch als Familie überstanden haben… starb meine Mutter von jetzt auf gleich an Heiligabend neben mir Auto. 

Meine Ma war zu diesem Zeitpunkt gerade 51 Jahre, sie war noch im November zum kompletten Check-Up, sie war ihr leben lang gesund, fit und „drahtig“ und so war sie es auch, die immer wieder sagte, ach wenn ich erstmal in Rente gehe, dann möchte ich reisen, auf der Altenakademie nochmal etwas ganz neues studieren, Aquarelle malen usw. usw. 

Dazu sollte es nie mehr kommen… 

Noch im selben Jahr stellte sich ebenfalls heraus, dass mein Rücken doch „schlimmer“ aussieht als gedacht, was nach aktuellem Stand der Forschung bedeutet, früher oder später werde ich komplett im Rolli sitzen. Ob dies in 3 Jahren der Fall ist oder in 30 Jahren… das weiß niemand so genau, darum gehe ich schlicht von in 60 Jahren aus. 🙂

All das führte dazu, dass ich gesagt habe, liebe Freunde, Familie und Verwandte, wisst ihr was… ich möchte mir JETZT Träume erfüllen! Ich weiß nicht wie lange es mir so gut geht wie momentan, aber aktuell geht es mir gut, darum möchte ich jetzt reisen!

Tja und so kam es dann, dass wir uns weit über 100 Reisemobile in der halben Republik angesehen haben, denn zum einen hatte ich ja noch nie auch nur einen Tag in einem Womo verbracht und zum anderen, konnte ich mir nur so, also wenn ich selber im Fahrzeug stehe, vorstellen, wie das spätere Reisemobil aussehen kann. 

Ein knappes Jahr später war es so weit… die erste Reise, na sagen wir besser, die erste Nacht im Womo begann, am Möhnesee, keine 100 Kilometer von Dortmund entfernt. 🙂

Die Omi

Einige Einblicke in unsere Touren zwischen Schweden und Portugal:

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Mit dem Wohnmobil durch Dänemark, Tipps, Tricks und Erfahrungen
Camping und wellness in Österreich
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Mit der „Omi“ hat also alles begonnen! 

Die Omi war ein altes, kleines Alkoven Mobil von 1998, auf Fiat Ducato Basis, mit Scheckheft gepflegten 33.000 Kilometer auf dem Tacho. Satte 72 PS (oder waren es 75 PS, 78 PS… irgendwie sowas)  und ja, wir hatten ganz bewusst ein Alkoven Mobil ausgewählt, denn durch das Bett über dem Fahrerhaus, entstand super viel Platz im Sitzbereich. 2 Sitzbänke, Tisch und eine lange Seitenbank, so kannte ich auch tagsüber mal schnell die Beine hoch legen, wenn z.B. der Rücken nicht mehr mitspielen wollte. 

Gekauft haben wir die Omi als „Bastlerfahrzeug“ von einem Vermieter, bei dem das Reisemobil allerdings seit Jahren nur in der trockenen Halle als Not-, Not, Notnagel stand und vor dem Kauf hat erst ein Freund meines Bruders und Camper drüber geschaut, sowie der TÜV Nord. 

Natürlich hatte ein 16 Jahre altes Wohnmobil ein paar Macken, aber all das was wichtig war, war ok, es hatte keinen Rost und nachdem wir noch zusätzlich Solar, eine neue Batterie und ein paar LED Streifen Anbetracht hatten, wurde die Omi schnell zum gemütlichen Zuhause. 

Bis auf die Sache mit der Heizung!

Allerdings… ganz so freudig sollte es nicht bleiben, denn bereits auf der aller ersten Tour entlang der Nordseeküste, wurde es abends nochmal richtig kalt und ich musste feststellen, die gesamte Heizungsanlage war defekt. Ratterzong… 2500 Euro!

Dem hätte man entgehen können, wenn wir während der Testfahrt usw. eine Gas Flasche mitgenommen hätten. Du siehst… ich konnte in den kommenden Jahren noch viel dazu lernen. 

Und natürlich war das nicht der einzige Schaden. In den kommenden Jahren kam selbstverständlich immer wieder neues dazu. Die Duschwanne bekam feine Risse durch den fehlenden Weichmacher im Plastik, also war eine GFK Wanne in Wanne nötig. 

Irgendwann stellte mein Schrauber im Radkasten einen winzigen Rostfleck fest, den er natürlich direkt überarbeiten sollte. Resultat… der halbe Unterboden war „innen“ schon weggerostet, da stand plötzlich alles auf der Kippe.  

Mal wollte die Omi nicht mehr anspringen, mal standen wir mitten im Autobahnkreuz, weil die Einspritzdüsen verklebt waren und dennoch habe ich dieses Fahrzeug wirklich geliebt! Denn plötzlich änderte sich mein Leben um 180 Grad, der Blog lief besser und besser,  Millachen (mein Hund) fühlte sich unterwegs oft wohler als zuhause und alles hatte irgendwie wieder einen Sinn!

Um so schlimmer sind dann die unschönen Erlebnisse. 2 mal kam ich zur Omi zurück und musste feststellen, das irgendwelche Idioten Vandalismus betrieben haben. 

War der erste Vorfall dieser Art noch Pech, so richtete sich der zweite Vandalismus mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit direkt an mich persönlich. Gründe? Keine Ahnung! Vielleicht der Neid, aber es wäre schon ein sehr großer Zufall wenn das einzige deutlich beschädigte Fahrzeug auf dem gesamten Caravan Salon Stellplatz meines ist und das keinen persönlichen Hintergrund hat.

Aber gut, noch konnte ich die Vandalismus Geschichten reparieren lassen. 

Anders sah es im Oktober 2019 aus! 

Da meldete sich mitten in der Nacht (ich war gerade zuhause in Dortmund) die Kriminalpolizei und bat mich doch bitte direkt zum Wohnmobil zu kommen. 

Dort angekommen war die Straße bereits abgesperrt, der Weg voller Löschschaum und von der Omi war nur noch ein verbranntes Gerippe übrig!

BRANDSTIFTUNG!

 

Versicherung nach dem Wohnmobil Brand

Die Omi auf dem Weg zur Sicherstellung

 

Mal abgesehen davon, dass dieses geliebte Wohnmobil verbrannt ist und damit auch säääääämtliche Ausstattung und vieles an Kleidung , war das ganze auch beruflich ein riesen Problem!

Ich hatte bereits mehrere Termine für die kommenden Wochen und Monate vereinbart. Ein neues Wohnmobil kaufen? Absolut unmöglich, zumal der Campingboom den Gebrautwagenmarkt nur so leer fegt, aber wie sollte ein Reisemobil Blog ohne Reisemobil in Zukunft laufen???

 

Und plötzlich geschah das erste kleine Wunder!

 

Der Reisemobilhersteller Weinsberg (Knaus Tabbert Gruppe) erfuhr von meiner Lage und bot mir nur wenige Tage nach dem Brand Unterstützung an. 

Sie stellten mir für 3 Monate  ein Pressefahrzeug zu verfügung! Das war meine Rettung und der erste Tag im Pepper!

Doch nach den 3 Monaten hatte ich leider noch gar nichts von meiner Versicherung gehört. Keine Zahlung, kein neues gebrauchtes Wohnmobil!

Und schon wieder kam mir Weinsberg zur Hilfe, denn sie verlängerten den Nutzungsvertrag um weitere 3 Monate… bis Corona kam und ganz Deutschland im Lockdown steckte. Corona und Lockdown = keine Reisen! 

So wurde Weinsberg zum 3. mal innerhalb von 6 Monaten zu meinem Retter! 

Denn das Weinsberg Team verlängerte den Nutzungsvertrag ein weiteres Mal, über den Lockdown hinaus und von Woche zu Wochen wurde mir klarer, ich muss alles versuchen und jede Möglichkeit nutzen, damit wir die Chance bekommen, Weinsberg den Pepper abzukaufen.

Tja lange Rede kurzer Sinn, nach vielen schwierigen Wochen und Verhandlungen stand im August 2020 endlich fest, ich werde von nun an dauerhaft mit Mister Pepper unterwegs sein können! 

Mister Pepper

Von nun an gehts moderne, schneller, sicherer on Tour. Ob es auch besser wird…. das werden die nächsten Jahre zeigen!

IsasWomo Campingblog
Mister Pepper, Weinsberg Cara Compact Pepper Infos
Stellplatz P1 auf dem Caravan Salon 2017
Weinsberg Wohnmobile
Weinsberg Cara Compact Edition Pepper im Dauertest
Stellplatz Werbung, ich stelle ihren Platz vor
Wintercamping im Weinsberg Wohnmobil
Weinsberg Pepper mit Hund

 

Mein Reisemobil stand in Dortmund – Mister Pepper wurde mein neues zuhause auf 4 Rädern!

Mister Pepper“ ist genau genommen ein Weinsberg Cara Compact Edition Pepper von 2019, mit „schwungvollen“ 168 PS, 6,70 M Länge, auf Peugeot Boxer.  

Der Pepper ist ein teilinterniertes 3,5  Reisemobil, in meiner Variante samt Mittelbad und großen Einzellängsbetten im Heck. 

Das besondere am Pepper ist allerdings, optisch sieht er aus wie ein ganz normales Reisemobil, allerdings ist er mit 2,11m nur fast so breit wie ein Kastenwagen. 

Zu Beginn musste ich mich schon sehr Umstellen, denn den schmaleren Aufbau, gerade wenn man von einem alten Alkoven kommt, habe ich schon deutlich bemerkt! Allerdings, von Woche zu Wochen haben mich die Vorteile mehr überzeugt. Durch den schmaleren Aufbau fahre ich z.B. deutlich entspannter durch jede Baustelle und der Pepper passt eben auch auf jeden Seitenstreifen. Ich kann ihn also auch mal hier bei mir in der Stadt parken, ohne dass irgendeine Ecke über steht. 

Davon abgesehen ist der Weinsberg Cara Compact Edition Pepper mittlerweile im 4. Jahr hintereinander das meistverkaufte Reisemobil seiner Klasse. So viele Käufer können nicht total enttäuscht sein. 

Bis Mr. Pepper mal ganz genau so ist, wie ich ihn am liebsten hätte, werden wohl noch einige Monate vergehen. Mittlerweile wurde aber bereits eine ordentliche Alarmanlage eingebaut, einen neuen Kontaktgrill habe ich auch an Bord, Bewegungsmelder und ein spezielles Reisemobil GPS System liegen schon bereit. Dann fehlen noch Solar und eine ordentliche Batterie und was danach kommt… das müssen wir mal abwarten. 

Ihr werdet es auf jeden Fall erfahren! 🙂

Bleibt gesund, eure 

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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