In den letzten Tagen lief so einiges so dermaßen krumm….. aber lest selbst. Und so viel nehme ich schon vorweg, was noch NIEMAND weiß, die Pechsträhne scheint noch kein Ende zu nehmen. Allerdings … und auch das nehme ich vorweg, ich habe in den letzten Tagen EINIGES dazu gelernt, ihr bekommt also wichtige Tipps… darum LEST! Es geht also nicht nur um mich und meine Pechsträhne.

 

Panne folgt auf Panne folgt auf… wo fange ich nur an?!

 

Im letzten Artikel drehte sich ja alles um das Thema Luftdruck und wie wichtig dieser ist. Es war ja so, dass ich mir auf dem Rückweg aus dem Saarland eine Schraube in den Reifen hinten rechts gefahren haben und ein schleichender Luftverlust vorlag.

Alles klar, ich bin gut zuhause angekommen, habe das Womo zur Werkstatt gebracht und hatte noch 10 Tage Zeit bis zum nächsten Termin, also alles easy peasy. DACHTE ICH! Die Werkstatt hat sich den Schaden angesehen und mir direkt vorgeschlagen den reifen zu flicken, denn das anscheinend mittlerweile EIGENTLICH das Mittel der Wahl, wenn das Loch klein ist und mittig in der Lauffläche des Reifen liegt.

Da mir der Werkstattchef das Flicken noch persönlich empfohlen hat, war ich damit absolut einverstanden, letztendlich gehts schneller und ist natürlich deutlich günstiger als zwei neue Reifen zu kaufen (Reifen sollten immer pro Achse gewechselt werden, darum eben zwei neue Reifen). Alles klar, ich habe den Pepper von der Werkstatt abgeholt, alles sah super aus und 3 Tage später ging es für mich zur Technik Caravan ins Münsterland.

Die Technik Caravan war mal wieder SUPER, es war ein grandios schönes Wochenende, viel Spaß, viel gelernt, alles tipp topp. Aber auch das schönste Treffen geht einmal zu ende. Darum habe ich das LMC Werksgelände in Sassenberg gegen 12 Uhr verlassen und wollte ganz entspannt Etappe für Etappe nach Bad Grießbach fahren, denn da fand ab Dienstag Abend die Knaus Jahrespressekonferenz statt.

 

Panne Solocamping

Manchmal läuft aber auch alles irgendwie mieß…

 

Alles klar… ich bin noch ein paar Kilometer durchs Münsterland getuckert, bin dann auf die A33 aufgefahren und war gerade mitten im Autobahnkreuz A33/ A2 (ich meine es ist die A2) als es plötzlich hörbar PFFFFFFFF macht, das Heck etwas ausbrach und ich direkt wusste… SCHEISSEEEEEE!

 

Panne die Erste!

 

Ich konnte das Womo dann aber ganz gut abfangen, bin noch auf den Seitenstreifen gerollt, Warnblinklicht an, Warnweste an und erstmal kurz schauen was Sache ist. Im Grunde war das Geräusch aber so eindeutig, das ein ganz kurzer Blick gereicht hat… Platten hinten rechts!

Na super… also erstmal nach dem Warndreieck gekramt, das Dreieck aufgestellt und den ADAC angerufen. Beim aller ersten Kontakt bin ich während die Dame die Daten aufgenommen hat erstmal aus der Leitung geflogen. Also nochmal angerufen… diesmal hatte ich EINDEUTIG einen Mann aus Bayern dran, der soooo einen krassen Akzent hatte, dass ich wirklich kaum etwas verstanden habe. Dazu die vorbei rasenden Autos und das schlechte Handy Netz auf der Autobahn… es war ein AKT! Zumal mir der Typ nicht glauben wollte wo ich genau stehe… IM AUTOBAHNKREUZ A33/ A2 IN RICHTUNG PADERBOOOOOORN… stehen sie da wirklich? Da stehen sie aber echt schlecht! ACH SO, DAS HABE ICH JA NOCH GAR NICHT BEMERKT!!! Und dann wollte er doch wirklich noch die genauen GPS Daten von Google Maps… ja sucht die mal in so einer Situation raus!

Egal irgendwann hatte wir es dann… er schickt schnellstmöglich jemanden raus, der meldet sich dann nochmal kurz vorher. ALLES KLAR!

So stand ich dann also mitten im Autobahnkreuz, letztendlich habe ich mich kurz vor das Womo gestellt, weil ich schiss hatte, dass wenn jemand ins Womo rein fährt, er das Womo auf mich schiebt. Dazu war es an dem Tag auch noch BRENNEND heiß und sonnig (für die Situation natürlich viel besser als schlechte Sicht) aber für meinen Kopf und den Sonnenbrand eher semi gut.

 

Panne Peugeot Boxer

Panne die erste im Autobahnkreuz

 

Nach ca. 1,5 Stunde kam dann erstmal die Polizei, die beiden Beamten waren wirklich SUPER, SUPER nett und fragten mich auch noch, ob ich von ihnen Hilfe bräuchte,  ob sie noch nach hinten absperren sollen usw. usw. aber ganz ehrlich, die Jungs konnten an meiner Situation auch nichts ändern und haben sicherlich viel zu tun. Aber nachdem sie hörten, dass ich da bereits seit 1,5 Stunde mitten im Autobahnkreuz ohne echte Leitplanke auf dem Seitenstreifen stehe, haben sich selbst die Beamten aufgeregt und mich als „erhöhte Priorität“ beim ADAC „einbuchen“ lassen.

OK! Es hat dann nochmal eine geschlagene Stunde gedauert, also insgesamt 2,5 Stunden in der knalle Sonne im Autobahnkreuz (ich habe mich aber auch echt nicht getraut mich einfach ins Womo zu setzten, das war mir wirklich zu gefährlich und sollte man NATÜRLICH auch nicht tun!) bis endlich ein gelber Engel kam. Der Typ war super nett, aber im nachhinein NERVT mich total, dass diese ADAC Jungs aus Versicherungsgründen selten klar und deutlich sagen was Sache ist.

Egal… also… der Typ kam, hat sich den Reifen angesehen, hat auch den ganzen restlichen Flicken-Schmuddel-Gummi-Kram vom Reifen entfernt und war dann der Meinung… ich flick ihnen den nochmal, das hat die Werkstatt nicht ordentlich gemacht! Ich habe ihm dann auch noch gesagt, ich muss bis Bad Grießbach fahren, das sind noch gute 600 Kilometer, geht das??? Und dann kam eben seine Antwort: Ach Frau Speckmann, wenn ich ihnen das jetzt flicke, dann können sie erstmal fahren. Machen sie sich keine Gedanken, das hält! Also wahrscheinlich… aber in den nächsten 4,6,8 Wochen sollten sie sich doch mal um zwei neue Reifen kümmern, denn letztendlich ist es ein geflickter Reifen.

ALLES KLAR! Ich war ja erstmal nur happy, dass ich weiter fahren konnte und wenn er das so sagt… alles klar! Nach Bad Grießbach habe ich Zeit satt, dann kann ich mich auch irgendwo bei Passau um zwei neue Reifen kümmern. Hauptsache ich kann erstmal die Termine Dienstag, Mittwoch, Donnerstag wahrnehmen.

Tja… da ahnte ich noch nicht im entferntesten, was noch alles passieren würde!

Der gelbe Engel hat den reifen dann auch auf der Autobahn nochmal geflickt, hat einen Kompressor angeschlossen, der Reifen nahm auch Luft auf und ich sage mal 20 Minuten später saß er im Abschleppen, ich im Womo und juhuuuu… es konnte weiter gehen. Ich hatte vor vielleicht noch 200-300 Kilometer an diesem Tag zu fahren um dann irgendwo zu übernachten.

Aber ich sag es euch, die ersten Momente nach einem solchen Vorfall sind echt nicht schön, ich bin gefahren wie auf rohen Eiern, erstmal ganz ruhig bis zur nächsten Abfahrt hinter dem ADAC wagen her. Der Pannendienst ist dann abgebogen und war damit weg und ich bin vielleicht noch einen Kilometer weiter gefahren…. DA MACHT ES PENG, DAS HECK BRICHT ERNEUT EIN BISSCHEN AUS, ICH SCHAFFE ES WIEDER DAS WOMO ABZUFANGEN, ROLLE WIEDER AUF DEN SEITENSTREIFEN UND MIR WAR SOFORT KLAR….

 

DIESE FLICKEN SIND DOCH DER LETZTE SCHEISS!!! 

 

Panne die Zweite

Panne die Zweite…

 

Also ALLES VON VORNE… nur insgesamt ca. 5 Kilometer weiter!

Ich habe bisher eigentlich fast nur gute Erfahrungen mit dem ADAC gesammelt, allerdings sind die letzten Erfahrungen mit dem alten Womo auch eine Weile her. Was diesmal abging, war an ROTZ kaum zu übertreffen.

Ich versuche mich kurz zu halten, nur zur Erinnerung… ich stand ja bereits 2,5 Stunden wartend auf der Autobahn! Das dürft ihr in der ganzen Situation nicht vergessen.

Ich habe also wieder beim ADAC angerufen, hatte eine Frau am Hörer die wirklich ganz nett war und meinte, sie könnte meinen Brass schon verstehen, da ich auf der Autobahn stehe, stellt sich mich auf Priorität. In den nächsten 30 Minuten meldet sich jemand. OK!

Nur ca. 5-10 Minuten später meldet sich auch ein gelber Engel und sagt, ja hallo wir sind in ca. 10 Minuten bei ihnen, wo stehen sie nochmal genau? Diesmal war ich schlauer und habe mir direkt das nächste Schild mit der Kilometerangabe gesucht und meinte (den Satz werde ich nie vergessen, so oft wie ich ihn gesagt habe)

ICH STEHE AUF DER A33, IN RICHTUNG PADERBORN/ KASSEL, BEI KILOMETER 23!

Darauf der Pannendienst… ohhhh ein Wohnmobil, Platten… bei Kilometer 23? Das liegt hinter der Abfahrt oder? (Ja, das war die Abfahrt wo der andere gelbe Engel abgebogen ist) Ich sage jaaaaa!!! Darauf er, och das tut uns leid, das gehört nicht mehr zu unserem Gebiet. Da müssen sie nochmal beim ADAC anrufen. DER SACK WAR 10 MINUTEN ENTFERNT!!!!!!! 

Aber gut, was sollte ich tun… also habe ich wieder beim ADAC angerufen und hatte diesmal einen jungen Herren aus irgendeinem Callcenter bei Dresden am Hörer. Ich erzähle ihm um was es geht und sage direkt dazu, er muss bitte langsam und laut sprechen, ich stehe auf der Autobahn, es ist schweine laut durch die vorbei rasenden Autos und LKW und ich habe nur mäßig Netz. ( Deutsche Autobahn halt)

Und jetzt kommt es… darauf antwortet er mir: Das ich nicht hören kann, ist ja nunmal nicht sein Problem! Er muss einen komplett neuen Auftrag aufnehmen und braucht dazu nochmal alle Angaben. Ich sage… das ist aber alles schon aufgenommen, nur eben falsch und ich warte ja auch schon wieder eine ganze Weile… er total aggressiv… ob ich will dass überhaupt jemand kommt oder nicht?! Und um ALLEM noch die Krone aufzusetzen, fängt er an mich zu verarschen, in dem er so wie Dori aus „Findet Nemo“ spricht. IIIIIIIIICH BRAUUUUUUUUUUCHE IIIIIIIIIIHRE MITGLIEEEEEDSNUUUUUUMMER!?! 

 

Warten auf den ADAC Teil 2... Panne auf der Autobahn

Irgendwann konnte ich nicht mehr stehen und habe mir erstmal den Campingstuhl aus der Garage gekramt.

 

Ich war drauf und dran vor Wut los zu heulen…

Irgendwann hatte er meinen Auftrag dann aufgenommen und es begann das Warten 3.0. Dann meldete sich ein weiterer Abschlepper und fragte wo ich stehe, auf der A33, in Richtung Paderborn/ Kassel, bei Kilometer 23.  Es tut ihm leid aber er hat zwei Unfälle auf dem Plan, bevor er da sein kann wird es noch 4-5 Stunden dauern.

Zu dem Zeitpunkt stand ich bereits ca. 4 Stunden in der prallen Sonne auf der Autobahn. Er versucht den ADAC zu erreichen, damit jemand aus einer anderen Region kommt. (vielleicht der Sack der 10 Minuten entfernt war???) Nochmal ca. eine Stunde später klingelte mein Handy erneut… wieder ein neuer Abschleppen… er braucht noch ca. 1,5 Stunde bis zu mir. Was sollte ich tun… besser als die 4-5 Stunden des anderen.

Es hat dann also nochmal gute 1,5 Stunde gedauert, bis der gelbe Engel da war. Ich stand also insgesamt 6,5 Stunden in der Sonne auf der Autobahn… und langsam schliffen meine Nerven auf dem Boden.

Der 2. gelbe Engel hat das Wohnmobil dann komplett aufgeladen und abgeschleppt und sich dabei TIERISCH über seine Kollegen aufgeregt.

  1. Sagte er… es sei unglaublich, das sein Kollege diesen Reifen nochmal geflickt hat, das wäre an Katastrophen Entscheidung kaum zu übertreffen, zumal es sich um diese C Reifen (also kleine LKW Reifen handelt) die bekanntlich eh kaum zu flicken seien. (OB DAS SO STIMMT, KANN ICH NICHT SAGEN)
  2. Er kam jetzt von einer knapp 30 Minuten entfernten Werkstatt, dass seine 10 Minuten entfernten Kollegen den Auftrag abgelehnt haben, hätte einzig und alleine damit zu tun, dass ihnen so ein Womo zu viel arbeit macht, in der Zeit können sie am besten 2-3 kleine Fälle abarbeiten und erhalten eben auch 2-3 mal mehr Geld. (Ob der ADAC mittlerweile wirklich nur noch für die Anfahrt Pauschal bezahlt, kann ich ebenfalls nicht sicher sagen) 

 

Ich wurde dann also samt Womo im Abschlepper zu einer kleinen Werkstatt im flachen Paderborner Land transportiert, konnte die Nacht auf dem Werkstatthof pennen und das Hoffen und Bangen begann.

Würde es die kleine Werkstatt schaffen, unverhofft direkt am nächsten Morgen zwei Womo Reifen zu besorgen, damit ich es noch bis Dienstagabend nach Bad Grießbach schaffe?

Ich glaube ich war in den letzten Jahren selten so fertig wie an diesem Abend, zum einen der ganze Stress, dann die Autobahn und vor allem die Sonne… ich hatte sooooo Kopfschmerzen und mir war so übel… ich glaube ich hatte wirklich einen kleinen Sonnenstich und einen ziemlich verbrannten Kopf. Ich meine wir waren so gegen 19:30 Uhr an der Werkstatt und ich habe mir noch noch zwei Tabletten rein geworfen und habe mich direkt hingelegt.

Die Werkstatt öffnete um 8 Uhr und um 8:10 Uhr stand ein Mitarbeiter vor mir, der fragte (er hat mich sehr geschickt durch die Blume gefragt, aber  selbst mir war schnell klar worum es ging) ob sie die Erlaubnis haben, alles mögliche, Hauptsache es geht schnell, in die Wege zu leiten? Letztendlich drehte sich die Frage natürlich ums Geld… gebe ich ihnen die Erlaubnis alles zu versuchen, auch wenn mich das deutliche extra Preise kostet?

Aber da ich ja zur Knaus Pressekonferenz wollte (da werden eben alle Neuheiten für 2025 vorgestellt) und auch noch einen extra Termin zur Werksbesichtigung vereinbart hatte, habe ich der Werkstatt gesagt… alles was geht!

Nochmal ca. 30 Minuten später kam der Mitarbeiter wieder ans Womo und sagte, sie können zwei Reifen organisieren, entweder deutlich günstigere China Reifen oder wieder die Continental Camper Reifen, die aber auch deutlich mehr kosten. Letztendlich habe ich mich für die teuren Continental Reifen entschieden… ich will gesund ankommen, da geht mir die Sicherheit vor… und selbst wenn es vielleicht nur eine gefühlte Sicherheit ist.

 

Panne Reifen Peugeot Wohnmobil

Tipp… checkt mal eure ADAC Verträge, ich GLAUBE mittlerweile gehören einige ehemalige Plus Services zur nächst höheren / teureren Mitgliedstufe. Wie z.B. Wunschwerkstatt im Umkreis von 100 km, gehört jetzt zur Premium Pro Super Mitgliedschaft, nicht (mehr?) zur Pro Mitgliedschaft.

 

Die kleine Werkstatt bei Schloß Holte Stuckenbrock war also echt spitze, die versuchten wirklich vieles und schickten kurze Zeit später extra ihren AZUBI samt PKW los, ab zum Reifengroßmarkt, um die beiden Reifen zu holen. Der AZUBI kam dann auch irgendwann wieder, die Werkstatt „zog mich als Kundin vor“, zog die beiden Räder auf, entwuchtete nochmal beide Räder und gegen 12 Uhr, Montag Mittag, konnte ich den Werkstatthof wieder verlassen.

Puhhhhh… wenn jetzt alles klappt, würde ich es sogar noch halbwegs entspannt bis Dienstag 17 Uhr nach Bad Grießbach schaffen. Allerdings hat mich diese Aktion auch insgesamt gute 640 Euro ärmer gemacht, mitsamt aller Zuschläge.

 

Aber ok… ich dachte mir, solche Dinge passieren, ich hake jetzt alles ab, es sind zwei neue Reifen drauf… jetzt sollte wirklich alles gut sein.

 

Ich bin dann auch gefahren und gefahren und habe ordentlich Kilometer gemacht, aber ich sage euch ehrlich… ich hatte die ganze Zeit ein echt mieses Bauchgefühl. Ich habe zwischendurch sogar noch mit Sabine von Womomarco gesprochen, die noch so sagte… puhhhhh was für ein Mist aber zumindest ist jetzt alles gut. Und ich habe ihr noch geantwortet… irgendwie fühlt sich mein Bauchgefühl total scheisse an, aber gut… nach zwei Reifen/ Flicken Platzen, ist das vielleicht auch kein Wunder.

Zwischendurch habe ich noch Halt gemacht und mit einem normalen Radkreuz die hinteren Räder gecheckt, die waren aber super fest und dann bin ich noch bis Forchheim gefahren, habe eine Nacht auf dem Stellplatz gepennt und bin am nächsten Morgen weiter in Richtung Bad Griesbach gefahren. Aber irgendwas fühlte sich beim Fahren doof an, ich kann es euch gar nicht recht beschreiben, mein Bauchgefühl sagte… DA STIMMT WAS NICHT!!!

Gut, nach einer ganzen Weile (ich glaube von Forchheim bis zur Abfahrt in Richtung Bad Griesbach waren es gute 200 Kilometer und dann nochmal knapp 50 Kilometer Landstrasse) bin ich dann von der Autobahn runter und hörte schon in der Abfahrt, da „rattert“ irgendwas ganz fürchterlich. Ich bin dann nochmal ca. 30 Kilometer über Land gefahren, aber das Rattern wurde gefühlt eher schlimmer als besser… oder gleichbleibend.

 

Panne die Dritte!

 

Ich bin dann auf einen Supermarkt Parkplatz gebogen und habe erstmal eine fette Runde geheult, bevor ich dann jemanden vom Knaus Team angerufen habe und ihm erstmal erzählt habe, dass ich schon wieder stehe. Ich hatte ihn bereits Montag Morgen angerufen um zu sagen, dass ich in der Werkstatt stehe und nicht sicher sagen kann, ob ich den Termin einhalten kann.

Seine erste Antwort… so wie du das beschreibst, klingt das so als sei ein Rad lose! Hast du das wirklich gescheckt?! Ich: JAAAAAAA! Das ist es nicht, die sind fest, außerdem kommt das ganz schlimme Geräusch von vorne, von vorne links glaube ich und die neuen Räder sind hinten!

Er: Meinst du, du schaffst es noch die 20 Kilometer?  Wenn du es hier hin schaffst, kann ja vielleicht irgendwer mal ganz kurz einen Blick aufs Womo werfen.

OK! Ich habe mich also wirklich schweeeeer zusammen reißen müssen, das Geräusch war fürchterlich, aber letztendlich bin ich in Bad Grießbach angekommen. Puhhhhhh!

Ich hatte mich diesmal von vornherein für die Übernachtung im Hotel angemeldet (das hat aber keine Womo Gründe, sondern lag daran, dass der Campingplatz Hollenhof zwar grandios gut ist, aber für diese Pressekonferenz extrem bescheiden liegt. Das habe ich zwei Jahre mitgemacht während alle cleveren Journalisten schön im klimatisierten Hotel pennen… darum dieses Jahr ich auch HOTEL! 🙂 )

Ich hatte also gerade im Hotel eingescheckt, da bimmelte mein Handy, irgendjemand würde mal eben ein Blick auf den Pepper werfen.

UND JETZT BITTE LESEN, WEIL MIR WICHTIG… BEVOR IHR DAS FALSCH VERSTEHT!!!

  1. War ich natürlich extrem froh, dass sich überhaupt jemand die Zeit nimmt mal eben aufs Womo zu schauen! Das empfand ich als extrem Lieb!
  2. Was ich aber erst nicht wusste, was aber natürlich ganz klar ist…. während einer solchen Jahrespressekonferenz ist da NATÜRLICH(!!!) kein Reisemobil Mechaniker vor Ort, die Jungs und Mädels sind natürlich weiterhin in Jandelsbrunn und schrauben Fahrzeuge zusammen!!! Es war also jemand vom Messe Team (ich sag mal allround Handwerker) vor Ort und schaute sich mit mir den Pepper an.

 

Im Grunde fuhren wir nur eine Runde durch den Kreisverkehr und der super liebe Handwerker sagte direkt, er tippt auf das Radlager! Das klingt total unschön, ist aber kein absolutes Drama! Diese „Diagnose“ teilte er dann auch dem restlichen Team mit und die waren so lieb, mir einen „Notfall Termin“ bei einer AUßENSTEHENDEN WERKSTATT in Jandelsbrunn zu besorgen.

Ich hatte für Donnerstag Morgen einen Termin zur Werksbesichtigung in Jandelsbrunn vereinbart und das Team war eben so lieb mir bei einer deren privaten Auto Werkstätten einen Termin zu verschaffen, dieser Termin Donnerstag Morgen hat also NICHTS mit dem Werk zu tun gehabt, die Werkstatt liegt nur im selben Ort. Nur um das ganz deutlich zu sagen!

 

Zu viele Pannen auf einmal

Eine guter Freund sah das Bild und schrieb direkt… Schnucki, kaum jemand wird es sehen, aber hau raus… ich sehe dir an, bei dir stimmt was nicht! Tjaaaaa…

 

So und jetzt zu meinem Seelenleben in diesen Stunden.

 

Erstmal war ich extrem dankbar dafür, dass jemand aufs Womo geschaut hat und natürlich auch für den Notfalltermin in der Werkstatt am Donnerstag Morgen in Jandelsbrunn. Der Plan sah also so aus… ich mache die komplette Pressekonferenz bis Mittwoch Nachmittag mit, fahre danach von Bad Griesbach nach Jandelsbrunn, penne da irgendwo im Womo und bringe das Womo Donnerstag Morgen zur Werkstatt, bevor ich dann zu Fuß rüber zum Werk zur Besichtigung gehe.

Ich nehme mal vorweg… genau so lief es letztendlich auch.

Und doch sag ich euch jetzt, einige Tage danach… eigentlich ärgere ich mich über mich selbst, denn ALLES, ALLES, ALLES, ALLES was ich an Bauchgefühl besitze hat sozusagen in mir geschrieeeeen… MACH ES NICHT, DA STIMMT WAS NICHT! Aber ich kenne mich doch mit den Geräuschen auch nicht so gut aus… ich konnte nur sagen, es klingt ganz, ganz schlimm… so als würde die gesamte Achse bald brechen. Aber jeden den ich gefragt habe, bestätigte nochmal… ja so ein Radlager klingt echt doof, aber damit kannst du die 70 Kilometer bis Jandelsbrunn noch fahren. Mach dich nicht komplett bescheuert… so schlimm ist das alles nicht.

Letztendlich konnte ich nichtmal die eine Nacht im tollen Hotel genießen, geschweige denn das Frühstück… weil ich die ganze Zeit nur dachte, du musst nachher noch nach Jandelsbrunn fahren.  Puhhhh und ich sage es auch, die Fahrt war genau so schlimm, wie es klingt.

Und eigentlich traue ich es mich kaum zu sagen, aber ich beschreibe es euch so wie es war…. UM EUCH ZU WARNEN… denn letztendlich… ach kommt egal, ich schreibe es euch trotzdem. Da dieses ganz fürchterliche Geräusch gefühlt leiser wurde, sobald ich relativ zügig gefahren bin und ich auch schon von zwei Leuten gehört habe, dass es ihnen genau so ergangen ist… bin ich weite Teile auch noch mit guten 80 Km/h gefahren. Was da hätte passieren können, wenn ich dran denke bekomme ich direkt Gänsehaut.

 

Und wieder eine neue Werkstatt

 

Letztendlich bin ich aber „gut“ an der Werkstatt angekommen und saß da am Donnerstag Morgen wie ein Häufchen elend. Ich hatte schiss! Schiss,  dass es viel schlimmer ist als die Jungs sagten, schiss, was mich das alles wohl schon wieder kosten würde und und schiss, wie lange das alles wohl dauern wird? Ggf. müsste ich erstmal mit dem Zug heim fahren und das Womo bleibt in der Werkstatt in Jandelsbrunn.

Der Werkstattchef schnappte sich die Schlüssel um eigentlich zur Probefahrt zu fahren und bog DIREKT vom Werkstatthof in die Halle ab ohne eine extra Runde zu drehen, stieg aus, kam zu mir und sagte sofort… das ist niemals das Radlager. Auf der Bühne wurde dann auch sofort klar, woran das Problem lag. Im Grunde war das gesamte Vorderrad locker und hing am seidenen Faden! Und ich meine nicht, dass da mal einer von den vier Bolzen etwas locker war… nein… das gesamte Rad und alle vier Bolzen waren RICHTIG lose!

Die Werkstatt hat dann direkt noch die Felge gecheckt und irgendein anderes Teil, ob ich mir die ggf. kaputt gefahren habe, aber anscheinend hatte ich diesbezüglich gleich doppeltes Glück. Doch bevor sie das Rad abgenommen haben, zeigten sie mir noch die vier Bolzen und durch Kratzer bzw. fehlenden Rost sah man sehr genau, dass da jemand „vor Kurzem“ dran war. Aber es bleibt die Frage, wer war das und wie kann es sein???

Wie gesagt, der Platten und die neuen Reifen waren hinten und ich stand die ganze Zeit in der Werkstatt neben dem Womo… die waren 100% ig nicht am Vorderrad!!! Der Reifenwechsel von Winter auf Sommer war dieses Jahr zufällig schon sehr früh, schon Anfang März und ich war danach noch zum Nachziehen bzw. zum Checken. Das kann es eigentlich auch nicht sein, das passt vom Zeitraum nicht. Seitdem war ich in Ba-Wü, im Saarland, in Luxemburg, in Holland und NRW. 

Die einzigen Momente, in denen das Womo in den letzten Tagen unbeobachtet war, waren auf einem Supermarkt Parkplatz, während ich einkaufen musste. Halte ich für sehr, sehr unrealistisch. Allerdings, MITTLERWEILE  gibt es eine Theorie die zu 99,9% passt. Dazu muss ich aber nächste Woche noch ein „intensives“ Gespräch führen, weil ich schon überlege, ob das ggf. eine Sache für den Anwalt wird.

 

Ein lockeres Rad ist kein Witz und kein Spiel…

 

überlegt mal mir währe das Vorderrad bei 80 km/h flöten gegangen. Ich glaube nicht, dass ich das irgendwie hätte „abfangen“ können, da legt sich so ein Womo verdammt schnell auf die Seite und wie solche Unfälle ausgehen können, die Bilder kennen wir wahrscheinlich alle. Wie gesagt, ich muss erst ein Gespräch führen und ggf. kann ich euch danach mehr zu meiner Theorie sagen.

 

Aber das DÜMMSTE ist eigentlich, dass ich nicht auf mein SCHREIENDES Bauchgefühl gehört habe!

Ach so hatte ich gesagt die „Pechsträhne“ geht weiter…

Tjaaaaa… ich habe es wirklich noch niemandem gesagt, nicht gepostet, keine Story gezeigt… nichtmal meiner Familie erzählt.

Nachdem das Rad wieder fest war und die Werksbesichtigung über die Bühne gegangen ist, bin ich erstmal nach Landhut gefahren. Die Stadt an der Isar hat mir sooooo gut gefallen und überall in Deutschland war das Wetter bescheiden, nur in der Ecke Passau/ Landshut gab es tagelang über 30 Grad, so dass ich direkt 5 Tage stehen geblieben bin.

 

Peugeot Boxer Panne gelbe Motorkontrollleuchte

Ja klar… jetzt muss auch noch die Kontrollleuchte hinzu kommen.

 

Aber nein, das war es immer noch nicht!

 

Dann musste ich gestern allerdings zurück in die Heimat, weil ich hier Montag einen Termin habe. Erst lief alles gut…. aber ca. 100 Kilometer vor Dortmund sprang dann auch noch die gelbe Motorkontrolleuchte an. 🙁 Maaaaaaaan! Momentan ist aber auch in allem der Wurm drin!

Erst kam ich zuletzt nach hause und hatte gleich mehrere Ameisennester auf dem Balkon. Dann gab es neue Möbel und ich kämpfe bis heute mit Ikea, da sie die bereits bezahlte Entsorgung der alten Möbel nicht erledigt haben. Seitdem steht also meine Bude voller Möbel und ich quetsche mich zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer durch.

Dann die Rotze mit der Schraube im Rad, nicht gehaltene Flicken, ADAC Mist, ein komplett loses Rad und jetzt folgt die Kontrolleuchte. MAN, MAN, MAN!!!  Es reicht… ehrlich! 😉

 

Panne folgt auf Panne

Ach total vergessen… zwischendurch bin ich auch noch umgeknickt, habe drei Ameisennester auf dem Balkon und kämpfe mit Ikea… TOP!!!

 

Tja… und somit seid ihr jetzt erstmal auf dem neusten Stand!

 

Und jetzt noch zwei Tipps!

  1. Das wir Warnwesten, Verbandskasten und Warndreieck an Bord haben müssen ist ja klar! Und das wir wissen sollten, wo diese Dinge liegen… auch klar! Aber… bei mir WAR es z.B. so, die Warnwesten lagen in der Fahrerhaustür. Warndreieck und Verbandskasten LAGEN hinten in den Fächern in der Garage. Ich wusste auch ganz genau wo, aber das die Dinge auf der „Fahrerseite“ lagen, also zur Autobahnseite hin, war alles andere als clever. Während Autos mit 130Km/h cm an dir vorbei knallen, ist es sehr unschön in der Garage herum zu kramen. Also macht euch ggf. mal ein paar Gedanken, wo eure Pannendinge liegen.
  2. Wenn euer Bauchgefühl SCHREIT DA STIMMT ETWAS NICHT, ganz egal um was es geht, um einen blöden Stellplatz, eine Aussage auf die ihr euch verlassen sollt oder, oder, oder… auch wenn ihr von dem eigentlichen Problem viel weniger Ahnung habt, als irgendein „Profi“… hört verdammt nochmal auf euren Bauch! ZUM GLÜCK ging bei mir alles gerade nochmal gut, aber wahrscheinlich hat meine Ma von oben das Rad festgehalten oder so! Das war mehr als haarscharf und eigentlich darf ich nicht von Pechsträhne reden, sondern muss ganz klar sagen… ich war dumm, dämlich und hatte WAHNSINNIG VIEL GLÜCK!!!

 

Zu allem anderen halte ich euch auf dem Laufenden… so schnell es sinnvoll ist.

Bleibt gesund

eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

 

 

 

 

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