page contents
Könnte dieser Artikel auch anderen (Neu-) Campern helfen? Teilen wäre super.

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France – Es sind nicht mehr ganz drei Wochen, dann beginnt sie wieder… die TOUR DE FRANCE 2018!

Das größte Fahrradspektakel der Welt  zieht jedes Jahr wieder Hundertausende Zuschauer an den Rand der Strecke und darunter sind auch viele Camper mit Wohnmobil (seltener mit Wohnwagen) , die den Fahrern zujubeln und sie die Berge „hoch brüllen“. Ich habe dieses Spektakel mittlerweile schon dreimal live erlebt und weil ich von ganzem Herzen sagen kann, es lohnt sich der Tour zuzuschauen (selbst wenn man so wie ich gar kein riesen Fan vom Radsport ist), erzähle ich heute mal ein bisschen was zum Thema:

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France !

 

Doch bevor es mit der Tour 2018 los geht, hier noch ein paar Klugscheisser Fakten zur Tour de France im allgemeinen: 

  • 2018 findet die 105. Tour de France statt.
  • Die Tour de France gilt als drittgrößte Sportveranstaltung der Welt nach den Olympischen Sommerspielen und der Fussball WM.
  • Die erste Tour fand bereits 1903 statt (das es da schon Fahrräder gab 😉 )
  • Zwischen 1915-1918 und 1940-1946 fand wegen der Kriege keine Tour statt.
  • Von 1984-2009 fand auch eine Tour de France für Frauen statt. Diese wurde allerdings aufgrund mangelnder Sponsoren wieder eingestellt. Seit 2014 gibt es für Frauen ein Strassenrennen im Vorlauf der letzten Etappe in Paris.
  • Die Streckenführung der Tour soll die französische Raute nachstellen. Ob im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird, wechselt seit einigen Jahren jährlich.
  • Alpe d’Huez ist eigentlich nur der Name einer Skistation und die erste Bergankunft 1952 überhaupt.
  • Der deutsche Jens Voght hält mit 17 Tour Teilnehmen den Rekord für die meisten Tour de France Starts überhaupt.
  • Neben dem gelben Trikot für den Tour Gesamtsieger gibt es noch 3 weitere Trikots:
  • – das grüne Trikot für den besten Sprinter
  • – das weiße Trikot mit roten Punkten für den besten Bergfahrer
  • – und das weiße Trikot für den besten Fahrer der im Jahr der Tour höchstens 25 Jahre alt ist.
  • Die Tour de France ist gefährlich, bis heute gab es schon mehr als 10 Todesfälle durch die Tour. Darunter auch Athelten die am Ruhetag bei baden ertrunken sind oder leider auch Kinder, die von einem Begleitfahrzeug erfasst wurden.

 

Noch mehr Informationen zur Tour de France findet ihr z.B. hierDie Tour de France auf Wikipedia

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France – die Tour 2018

 

Die Tour de France 2018 beginnt am 7.7.2018 mit der Etappe Noirmoutier-en-l’Île –  Fontenay-le-Comte. Danach folgen insgesamt 21 Etappen, die immer wieder von längeren Fahrtwegen unterbrochen werden. Das bedeutet also, die Tour ist niemals komplett aneinanderhängend, nicht da wo die Fahrer ankommen starten sie am nächsten Tag auch wieder und natürlich gibt es zwischendurch auch immer wieder Tage, an denen sich die Fahrer regenerieren dürfen.

 

Die komplette Route der Tour 2018 könnt ihr auf diesem Bild sehen:

 

Tourplan 2018

Etappenplan Tour de France 2018. Bildcredidts: LeTour.fr

 

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France 2018 – alle Etappen der Tour

Hier habe ich euch mal alle Etappen der Tour 2018 notiert und die jeweiligen Zielorte mit den Wikipedia Informationen verlinkt. Außerdem sehr ihr auf einen Blick, ob es sich um eine Flachetappe, Bergetappe oder ein Zeitfahren handelt und wie lang die jeweiligen Etappen sind.

 

1. Etappe 7. Juli Noirmoutier-en-l’ÎleFontenay-le-Comte
Flachetappe
201
2. Etappe 8. Juli Mouilleron-Saint-GermainLa Roche-sur-Yon
Flachetappe
182,5
3. Etappe 9. Juli CholetCholet
Teamzeitfahren
35,5
4. Etappe 10. Juli La Baule-EscoublacSarzeau
Flachetappe
195
5. Etappe 11. Juli LorientQuimper
Hügelige Etappe
204,5
6. Etappe 12. Juli BrestMûr-de-Bretagne
Hügelige Etappe
181
7. Etappe 13. Juli FougèresChartres
Flachetappe
231
8. Etappe 14. Juli DreuxAmiens
Flachetappe
181
9. Etappe 15. Juli Zitadelle von ArrasRoubaix
Flachetappe
156
10. Etappe 17. Juli AnnecyLe Grand-Bornand
Hochgebirgsetappe
158,5
11. Etappe 18. Juli Albertville – La Rosière
Hochgebirgsetappe
108,5
12. Etappe 19. Juli Bourg-Saint-MauriceAlpe d’Huez
Hochgebirgsetappe
175,5
13. Etappe 20. Juli Le Bourg-d’OisansValence
Hügelige Etappe
169,5
14. Etappe 21. Juli Saint-Paul-Trois-ChâteauxMende
Mittelschwere Etappe
188
15. Etappe 22. Juli MillauCarcassonne
Mittelschwere Etappe
181,5
16. Etappe 24. Juli CarcassonneBagnères-de-Luchon
Hochgebirgsetappe
218
17. Etappe 25. Juli Bagnères-de-LuchonSaint-Lary-Soulan
Hochgebirgsetappe
65
18. Etappe 26. Juli Trie-sur-BaïsePau
Flachetappe
171
19. Etappe 27. Juli LourdesLaruns
Hochgebirgsetappe
200,5
20. Etappe 28. Juli Saint-Pée-sur-NivelleEspelette
Einzelzeitfahren
31
21. Etappe 29. Juli HouillesParis

 

 

 

Das größte Radrennen der Welt

Zu Besuch bei der Tour de France

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France … wo steh ich am besten?

Wer mit dem dem Wohnmobil zur Tour de France möchte, muss sich überlegen, wie und wo er dem ganzen Spektakel zuschauen möchte. Grundsätzlich kann man aber immer sagen, zuschauen bei der Tour ist kopstenlos (mal abgesehen von irgendwelchen VIP Tickets), dabei ist es auch egal ob Zeitfahr- Etappe in der Stadt, oder „Königs-Bergetappe“, niemand muss irgendwelche Eintrittsgebühren oder so etwas in der Art zaheln.

Obwohl ihr euch die Tour also ansehen könnt, „wo ihr möchtet“, ist die Frage  nach dem “ WAS MÖCHTET IHR SEHEN?“ doch essenziell. Ich selbst stand beim ersten Mal (durch Zufall) im Ziel am Mount Saint Michele, dann einmal direkt an der Strecke,bei einer Bergetappe ganz im Süden Frankreichs und letztes Jahr durfte ich das ganze aus dem VIP Bereich in Düsseldorf verfolgen (was jetzt auch nicht sooooooo schlecht war 😉 )

Wenn ihr vor allem die Stimmung, das Anfeuern und „Schweiß und Blut“ erleben möchtet, dann solltet ihr auf JEDEN FALL eine Bergetappe live erleben. Geht es euch eher darum einen ganzen Tag rund um die Tour mit zu erleben, die „Radler“ und ihr Teams von nahem zu erleben und hier und da ein paar Stände zum essen und trinken vorzufinden, dann stellt euch lieber ans Ziel einer Etappe. Denn eines liegt nunmal in der Natur der Sache, auch wenn die Stimmung fantastisch ist, erlebt ihr die Tour auf einer Etappe wartet ihr den ganzen Tag auf die Radler, doch das ganze Spektakel ist nach ein paar Minuten vorbei.

Extra Tipp … da die Tour ja immer mitten in den Sommerferien liegt. Möchtet ihr mit Kindern zu Tour, kann ich euch definitiv eher einen Tour Besuch im Ziel empfehlen. Da gibt es DEUTLICH mehr zu sehen und zu erleben, als an der Strecke. Warum, dazu gleich mehr.

Weil die Tour besuche ja nach Standort so TOTAL verschieden sind, teile ich meine Tipps am besten auf:

 

 

– Mit dem Wohnmobil zur Tour de France – Zuschauer bei einer Bergetappe.

 

Bei der Tour 2018 ist bereits Etappe 12, am 19. Juli 2018, von Bourg-Saint-Maurice –  Alpe d’Huez eine DER Bergetappen schlechthin. Alpe d’Huez ist wohl einer der Zielorte, den die Tour erst so richtig bekannt gemacht hat. Wer die Fernsehbilder kennt, hat vielleicht schonmal gesehen, dass jeder kleine Randstreifen oder „Kurvenparkplatz“  den gesamten Berg hoch von Wohnmobilien belegt ist. Wenn es so ist, dass Du die Tour genau so erleben möchtest, dass Du also am liebsten auf einem der ganz wenigen Parkplätze/ Parkbuchten direkt am Berganstieg mit dem Womo stehen möchtest, solltest Du MINDESTENS 3 Tage vorher da sein! Das bedeutet natürlich auch, da oben gibt es nichts, keinen Strom, keine Ver- und Entsorgung oder sonst irgendwas. Ihr steht also frei und solltet vorher eingekauft und Wasser getankt haben, denn wenn ihr einmal steht, solltet ihr euch nicht mehr vom (Park) Platz bewegen. Der Campingboom und der Hype um diese „Parkplätze“ ist mittlerweile so groß, dass es auch Camper gibt, die stehen bereits eine Woche vorher auf den schmalen Parkstreifen o.ä. nur um die besten Plätze und Anstiege live mitzuerleben. Aber eigentlich solltet ihr mit der 3 Tage vorher Taktik ganz gut klar kommen.

Wenn ihr unter keinen Umständen vorher auf der Strecke frei stehen möchtet, wird es deutlich schwieriger, denn am selben Tag noch einen Platz für das Wohnmobil am Berg zu finden, hat echt mit viel Glück zu tun. Wenn ihr es trotzdem versuchen möchtet, MÜSST ihr früh am Berg sein. Meist wird die Strecke Vormittags für Autos gesperrt, Bis dahin müsst ihr also auf jeden Fall am Berg sein. Für so eine Bergetappe wird auch gerne mal ein Auge zugedrückt, an solchen Tagen könnt ihr das Womo also auch ruhig mal für ein paar Stunden auf z.B. einem Feldweg parken. ABER VORSICHT!!! Feldweg bedeutet Feldweg und nicht FELD SELBER!!! 

Was natürlich auch möglich ist, dass ihr euch (morgens/ bzw. bis zum frühen Vormittag) weiter unten irgendwo einen Parkplatz sucht (denkt daran, auch da werden die Strassen irgendwann gesperrt) und den Berg zu Fuß erobert. So machen es auch tausende andere Zuschauer und Fans, ihr werdet also nicht alleinauf dem Weg nach oben sein. Denkt bitte für einen solchen Fall unbedingt daran euch vorher einen Rucksack mit allerhand Proviant zu packen, denn direkt an der Strecke gibt es dort oben nichts.

Tja und dann kommt es natürlich darauf an, wann die Fahrer den Etappenabschnitt erreichen. Der Anstieg zum Alpe d’Huez z.B. liegt ganz am Ende einer Etappe, ihr habt also zumindest bis zum Nachmittags Zeit, bevor es so richtig los geht.

Kleiner Tipp, dank diesem Ding namens Internet, könnt ihr die Etappe eigentlich ganz gut verfolgen um zu schauen, wann die Fahrer euren Abschnitt so ungefähr erreichen. Die offizielle Internetseite der Tour findet ihr hier: https://www.letour.fr/en

VORSICHT: Die Freude der „hardcore Tour de France Fans“ ist riesen groß, wenn sich die Fahrer erstmal den Berg hoch quälen. Ich sag es mal vorsichtig… die Freude kann seeeehr überschwänglich groß sein und gerade da oben am Berg gibt es oftmals keine Absperrungen. Gerade wenn ihr mit Kindern  da oben steht, achtet ganz besonders gut auf die Kids, wenn die Fahrer kommen. An einigen Stellen wird UNHEIMLICH geschuppst und gedrängelt.

 

Zuschauer bei der Tour de France

Zielgerade… warten auf die Radrennfahrer

 

– Mit dem Wohnmobil zur Tour de France – Zuschauen am Etappenziel

 

Zuschauen am Etappenziel ist insgesamt entspannter, als direkt am Berg. In dem Fall wird aus der Tour de France ein Volksfest rund um ein Radrennen, ich glaube so ist es am besten zu beschreiben. Auf der gesamten Zielgerade gibt es immer wieder Stände, es gibt zig Souveniers, meist spielen irgendwelche Bands, Cherleeder sorgen für Stimmung und es gibt einen riesengroßen Bereich in dem später die Siegerehrung des Tages stattfindet. Allein dieser riesengroße Siegerehrung Truck ist echt sehenswert. Wenn ihr euch die Tour im Ziel anschauen möchtet, solltet ihr euch vornehmen Vormittags anzureisen. Am besten schaut ihr auf einem Strassenplan, ob ihr über die Route der Fahrer an dieses Ziel anreisen müsst, oder ob es einen anderen Weg gibt. Ihr müsst davon ausgehen, das tausende Leute zum Zuschauen anreisen und die Etappenstrecken werden spätestens Vormittags gesperrt. Natürlich werden Umleitungen eingerichtet und auch relativ gut ausgezeichnet, aber diese Strecken sind wahnsinnig voll!  Gerade wenn ihr mit einem Wohnmobil unterwegs seid, ist es zum Teil echt nicht einfach eine passende Parkmöglichkeit am Zielort zu finden.

Am einfachsten ist es natürlich, wenn der Ort über einen Stellplatz verfügt, dann fahrt diesen am besten 2-3 Tage vorher an und geht von dort aus zu Fuß zur Strecke bzw. zum Ziel.

Wenn ihr am selben Tag anreisen möchtet, solltet ihr so fahren, dass ihr auf jeden Fall Vormittags am Ziel ankommt, plant einige Zeit zur Parkplatzsuche ein. Noch einfach ist es natürlich, wenn ihr möglichst weit außerhalb parkt und vielleicht ein paar Haltestellen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Zielort fahrt. Solltet ihr mit Hund on Tour sein, bitte plant euren Hund in diesen Tag mit ein. Öffentliche Verkehrsmittel nehmen in Frankreich nur ganz kleine Hunde (ich glaube bis max 2,5 kg) in einer Tasche oder Box mit und es kommt leider immer wieder vor, dass Busfahrer trotz Box sagen, der Bus ist zu voll, ich nehme keinen Hund mit. Das ist ihr recht! Ob es überhaupt sinn macht einen Hund mit zur Tour zu nehmen lasse ich mal dahingestellt und hängt sicherlich auch davon ab, wo ihr euch die Tour ansehen möchtet. Wie gesagt, im Zierlbereich ist Volksfeststimmung und so voll wie Samstagabends auf dem Weihnachtsmarkt. Ob das für einen Hund gut ist….. ?!?!

Extra Tipp: Die Tour Ziele verlaufen auch immer wieder entlang besonders schöner Orte, wie z.B. dem Mont St. Michel. Es macht also durchaus Sinn sich mal alle Etappenziele genauer anzusehen, vielleicht könnt ihr die Tour ja direkt an einer besonderen Sehenswürdigkeit erleben.

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France –  Sehenswertes um die Tour herum

 

Das eigentliche Radrennen ist natürlich etwas ganz besonderes und wie gesagt, gerade wenn ihr euch eine Bergetappe anseht, ist die sportliche Leistung der Fahrer ganz sicher das Highlight. Nichts desto trotz gibt es aber auch um das Radrennen herum viel Sehenswertes. Für mich ist z.B. die Parade der Sponsoren, die jedesmal einige Zeit bevor die Fahrer erscheinen abläuft ABSOLUT sehenswert.

Nur nochmal eben zum Ablauf eines Tour-Tages. Es ist also nicht so, dass nur die Radler vorbei kommen und das war es. Nein, bevor der erste Athlet an euch vorbei „radelt“, kommt vorher immer erst die Parade der Sponsoren, dann kommen eeeetliche Polizei- und Teamfahrzeuge und dann kommt iiiiiiirgendwann der erste Radler.

Zurück zur Parade der Sponsoren… hierbei trifft „Kölner Karneval“ die Tour de France. Noch bevor ihr überhaupt irgendwas seht, hört ihr schallende Bässe und Musik und dann kommen irgendwann ganz viele „verwandelte“ Sponsorenautos und verteilen kleine Werbegeschenke. Diese Fahrzeuge sind echt toll zu sehen, egal ob Autos die aussehen wie Fliegenpilze, komplette Fahrzeugreifen oder Autos samt großer Aufbauten… ich bin immer wieder fasziniert was da möglich ist.

(Dazu nochmal eine kleine Geschichte „aus dem Leben“. Noch bevor ich das erstemal zum Mont St, Michel getuckert bin und dort durch Zufall die Tour de France „getroffen“ habe, habe ich schon Tage zuvor die ganzen Sponsorenautos auf der Autobahn gesehen. Auf einmal kamen mir fahrende Pilze, Hunde und Klebestifte entgegen. Ich weiß nicht wie das letztes Jahr in Deutschland war, aber in Frankreich fahren diese umgebauten Sponsorenautos wirklich über die Autobahn. Also sicherlich nur von Etappe zu Etappe und nicht „im normalen Alltag“, aber zu dieser Zeit, sind mir diese Autos genau so auf der Autobahn entgegen gekommen. Da schaut man im ersten Augenblick nicht schlecht, wenn einem plötzlich ein fahrender Autoreifen entgegen kommt 🙂 )

Wenn ihr euch die Tour am Etappenziel anschaut, habt ihr auch den Vorteil die Fahrer noch eine ganze Weile länger zu sehen und „genau unter die Lupe zu nehmen“. Denn nach dem eigentlichen Rennen, müssen sich alle Fahrer noch das Laktat aus den Beinen radeln. Das bedeutet, um das Ziel herum stehen überall die großen Trucks der verschiedenen „Rennteams“ und dort sitzen die Fahrer noch eine ganze Weile nach dem Rennen auf „der Rolle“ und radeln weiter und weiter. Der Bereich ist zwar abgesperrt, ihr kommt also nicht direkt an die Fahrer herran, aber sie radeln eben auch nur wenige Meter von euch entfernt. Das selbe gilt auch für die Sponsorenautos, auch diese findet ihr meist im Zielbereich und ihr könnt sie euch nochmal ganz genau anschauen.

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France … und nach dem Rennen?

 

Auch das ist wiederrum davon abhängig, wo ihr euch die Tour anschaut. Wenn ihr am Berg steht und alle Teilnehmer und Fahrzeuge bis zur Kehrmaschine an euch vorbei gezogen sind, ist das Spektakel vorbei. Dann dauert es aber meist noch einige Zeit, bis die Strassen wieder freigegeben werden. Steht ihr mit derm Womo irgendwo da oben am Berg und solltet ihr einen der ganz wenigen, richtigen Parkplätze ergattert haben, könnt ihr natürlich unbesorgt noch eine Nacht stehen bleiben und eure Tour erst am nächsten Tag weiter fortsetzte. Steht ihr allerdings auf einem Seitenstreifen, oder gar mitten auf einem Feldweg, dann kann ich euch nur DRINGENDST davon abraten da zu schlafen!!!! Sobald die Strecken wieder frei gegeben sind, herrscht der ganz normale Strassenwahnsinn und es kann gut sein, dass nach dem „Ende“ der Etappe unheimlich viel auf den Strassen los ist. Da möchte niemand auf einem schmalen Seitenstreifen stehen oder gar schlafen. Das selbe gilt für die Feldwege, wenn der Bauer am nächsten Morgen vorbei kommt, solltet ihr da weg sein! Fahrt in dem Fall am besten möglichst bald vom Berg runter, sobald die Strassen wieder offen sind und sucht euch dann iiiiirgendwo einen Stellplatz für die Nacht.

Wenn ihr euch die Etappe vom Ziel aus anschaut und eh auf einem normalen Stellplatz steht, könnt ihr da natürlich auch weiter stehen bleiben. Steht ihr irgendwo frei und wollt ihr die Nacht dort verbringen, schaut nur, dass ihr niemand anderen behindert und natürlich solltet ihr in dem Fall auch nicht gerade gegen eine der anderen „frei steh Regeln“ für Frankreich verstoßen. Wenn die Tour de France halt macht, ist UNHEIMLICH VIEL Polizei auf den Strassen unterwegs.

Wenn ihr da schlecht steht oder gar jemanden blockiert, werdet ihr ruck zuck abgeschleppt, oder habt ein sehr teures Knöllchen am Wagen. Das solltet ihr zu dieser Zeit also tunlichst vermeiden!

 

 

Mit dem Wohnmobil zur Tour de France –  die Etappen mit dem Rad erleben.

 

Was ich bis vor wenigen Jahren auch nicht wusste ist, dass es zig Fahradfahrer gibt, die die Tour Etappen selber fahren. Wenn ihr also so richtig gute Hobbysportler seid, ist es durchaus möglich, dass ihr euch morgends euer Rad schnappt und die jeweiligen Etappen selber mit dem Rad erlebt. Wenn ihr also morgends los radelt, könnt ihr die Strecken selber nutzten. Selbst dann, wenn die Etappen bereits für Autos abgesperrt sind, könnt ihr mit dem Rad noch weiter radeln. Solltet ihr irgendwann dem eigentlichen Fahrerfeld zu nahe kommen, werdet ihr von der Polizei bzw. den Ordnern gestoppt und von der Strecke geschickt.

Ich war selbst erstaunt wie viele Leute sich doch tatsächlich selber z.B. einen Berg hoch quälen und so die verschiedenen Etappen „am eigenen Leib spüren“. Über den Daumen gepeilt sind das doch immer wieder einige hundert sehr engagierte Hobby-Radrennfahrer. Wenn ihr euch so viel sportlichkeit also zutraut, ist das kein großes Problem, die Strecken sind noch lange für Fahrradfahrer offen und zum Teil werdet ihr fast genau so bejubbelt und angefeuert wie die „echten“ Athleten. Ihr solltet allerdings so planen, dass ihr ca. 1,5-2 Stunden vor dem Feld bleibt. Wie gesagt, vor den eigentlichen Fahrern kommt noch ein riesen Tross Fahrzeuge, dem ihr auch nicht zu nahe kommen solltet um die Etappe beenden zu können, ansonsten werdet ihr, wie gesagt, frühzeitig mit einem deutlichen „NO“ von der Strecke „geworfen“. 😉

 

 

 

 

Fazit … mit dem Wohnmobil zur Tour de France

 

Ein Tour de France Besuch mit dem Wohnmobil ist ein super Event für Groß und Klein, allerdings macht ihr euch es wirklich viel, viel einfacher, wenn ihr euren Tour de France Besuch richtig plant. Einfach mal morgens auf gut Glück zum Anstige nach Alpe de’Huez fahren, macht es euch vor Ort schwierig. Vor allem dann, wenn ihr direkt auf dem Weg nach oben einen Parkplatz für das Womo sucht. Anders sieht es aus, wenn ihr euch „irgendwo aufs platte Land“ einer jeweiligen Etappe stellt. Wenn es also z.B. so ist, dass ihr gerade in Frankreich unterwegs seid und mitbekommen habt, dass am nächsten Tag die Tour durch den Nachbarort fährt und ihr einfach mal schauen wollt, findet sich am Tag des Rennes immer iiiiiirgendwo ein Parkplatz für das Womo. Das einzige was auch in diesem Fall gilt ist, die Strecke wird im laufe des Vormittags (je nachdem wann die Fahrer da vorbei kommen auch schon morgens) abgesperrt und ganz gleich wo ihr euch die Tour anschauen möchtet, plant viel Zeit ein, um für verkehrsreiche Umwege gewappnet zu sein.

Für alle die gernen einen ganzen Tag rund um die Tour erleben möchten (oder mit Kindern unterwegs sind) ist ein „Zielbesuch“ meiner Meinung am besten. Dort herrscht den ganzen Tag Volksfeststimmung und neben den Athelten selbst, gibt es unheimlich viel zu sehen, zu kaufen und zu bestaunen. In den jeweiligen Zielbereichen ist den ganzen Tag etwas los, wer sich die Tour an der Strecke anschaut wartet lange und wenn es sich nicht gerade um einen Anstieg handelt, rasen die Fahrer innerhalb von Sekunden an einem vorbei und „das war es dann“. In einem solchen Fall habt ihr eben lange Wartezeiten, für einen relativ kleinen „Sportmoment“. Auch wenn es definitiv  so ist, dass die Stimmung gerade im Bereich von Berganstiegen einfach unglaublich gut ist. Wer einmal live erlebt hat, wie „krass“ die Anstiege sind, die die Fahrer hoch fahren müssen, hat ganz sicher nochmal ein ganz anderes Bild von den Anstrengungen einer Tour de France. Aber einen Punkt will ich auch hier unbedingt nochmal ansprechen… achtet auf euch (oder eure Kids) wenn ihr die Tour wirklich mal an einem Berg erleben möchtet. Einige Fans rasten sooooo überschwänglich aus, die schupsen euch halb auf den „Weg der Fahrer“. Denn gerade im Bereich der Berge, sind die Etappen nicht abgesperrt. Also schaut vorab genau wo ihr euch hinstellt um zuzuschauen, damit am nächsten Tag nicht in der Bildzeitung steht: „Deutsche lösen Massencrash auf der Tour de France aus und bringen Tour-Favoriten zum stürzen“ 😉

Ich kann euch nur sagen, egal ob Dopingskandal oder nicht… ein Besuch der Tour de France ist schon toll, sogar dann wenn man gar keine Ahnung vom Radsport hat. 😉

Ich wünsche euch ganz viel Spaß und wie immer sage ich, bleibt gesund!

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

 

 

 

 

MEHR VON ISASWOMO – SCHAU DICH UM:

Schweden Spezial by Free on Tour Hymer

Vor einigen Wochen bekam ich vom Hymer Free on Tour Portal mal wieder eine E Mail über die ich mich ganz besonders gefreut habe.
Passend zu den Sommertouren der vielen Campingfans, hatte sich das Free on Tour Portal schon vor Monaten überlegt ein “ Schweden Spezial“ heraus zu bringen und da wir ja schon einmal vor einigen Wochen so gut zusammengearbeitet hatten und Sabrina von Hymer von meiner langen Schwedentour wusste, bekam ich die Anfrage zu einer erneuten Kooperation.
Somit hab ich mich schon vor Wochen erneut an den Laptop gesetzt und ordentlich über Schweden in die Tasten gehauen.

Mit dem Wohnmobil durch Südfrankreich fahren, Stellplatz Tipps

Stellplatz Tipps Südfrankreich – Die besten Stell- und Campingplätze meiner Touren

In den vergangenen Wochen war ich mal wieder im wunderschönen Südfrankreich unterwegs und da ich mittlerweile einige wirklich schöne und zum Teil kostenlose Stell- und Campingplätze angefahren bin, kommen hier meine Stell- und Campingplatz Tipps für Südfrankreich.

Camping Lichter, Garten Lampen und Laternen

5 tolle Camping Lampen für lange Sommernächte

Juhuuu, auch wenn es gerade mal wieder in Deutschland nicht so aussieht, der Sommer kommt mit riesen Schritten auf uns zu und damit auch die laaaaangen, warmen Sommernächte vor dem Womo, Wowa oder Zelt. Und was darf AUF GAR KEINEN FALL Fehlen, wenn ihr die schönsten...
Könnte dieser Artikel auch anderen (Neu-) Campern helfen? Teilen wäre super.