Tja, jetzt hat es uns also auch erwischt, wir wurden nachts bestohlen/ überfallen im Wohnmobil. Ich habe schon hin und her überlegt, wie man diesen ganzen Vorgang am besten beschreibt, sagt man Diebstahl oder Überfall? Ich bin mir da nicht sicher, darum schreib ich immer mal wieder beides.
Nach der Brandstiftung und dem Brand der Omi ist jetzt die zweite Situation eingetroffen, vor der man als Camper wohl die größten Befürchtungen hat. Plötzlich stand Nachts eine fremde Person im Pepper und mir rutschte das Herz in die Hose!
Doch was war genau geschehen?
Nachts bestohlen/ überfallen im Wohnmobil
Keine Lust zu lesen? Diesen Artikel gibt es auch als IsasWomo Podcast – Camping für die Lauscher!
Niemals 1:1 identisch (ich lese euch den Text also nicht vor und in einigen Details unterscheiden sich Text und Podcast auch), quatsche mit euch aber über das selbe Thema.
Podcasts sind euer Ding? Dann könnt ihr den IsasWomo Podcast auch über alle gängigen Portale abonnieren, oder ihr klickt euch einfach mal durch die Folgen hier auf dem Blog!
Bevor ich euch alles genau erzähle muss ich nochmal sagen, dass es einfach dämlich von mir war, meine Handtasche tagsüber gut sichtbar auf dem Beifahrersitz liegen zu haben, dass ich abends im Womo saß samt Laptop, Tablet, Kamera vor der Nase, ohne sämtliche Fenster zu zuziehen usw.
Natürlich habe ich auf all diese Themen früher auch deutlich besser geachtet und die Handtasche auch jetzt abends zumindest vom Beifahrersitz gelegt, aber ich fühlte mich so sicher, so „unbeschwert“, dass ich diesbezüglich ganz klar nachlässig wurde!
Soweit muss ich mir also schon an die eigenen Nase fassen! Auch wenn das kein Grund ist für einen solchen Einbruch ins Wohnmobil!
Und ja…. Ich kenne diesen „Trick“ einen Spanngurz oder Kette durchs Führerhaus von Tür zu Tür zu spannen, in der Omi hatte ich eine solche Kette auch immer an Bord.
Das alles ist definitiv auch sinnvoll… allerdings sollte man es dann auch wirklich IMMER nutzen!
Im Pepper hatte ich noch keine neue Kette, allerdings muss ich auch zugeben, selbst in der Omi habe ich diese Kette nur dann genutzt, wenn ich mir iiiiiiirgendwie bei der Stellplatzwahl unsicher war.
Ich weiß, keine Frage…. Natürlich ist das idiotisch und natürlich ist die Gefahr überfallen zu werden auf einem Stellplatz in der Stadt viel größer, als irgendwo einsam am ADW. Aber ich will zumindest so ehrlich sein und sagen, selbst wenn ich mit der Omi in Stade gewesen wäre, hätte ich diese Kette sehr wahrscheinlich nicht gespannt! Einfach aus einem Gefühl heraus, sich vollkommen sicher zu fühlen. Wie gesagt, klar ist das Idiotisch, aber ich bin mir auch recht sicher, wenn ich so handel bzw. wenn es mir so geht, dann handeln einige von euch bisher nicht anders!!!
Und vielleicht lernt ihr ja aus meiner Dummheit und nutzt solche Möglichkeiten jetzt regelmäßig bzw. achtet mal wieder besser auf eure Wertsachen!

In der Nacht des Einbruchs, war das mittlere Womo noch nicht da. (Übrigens… auch super oder? Bis auf ein weiteres Womo war der GESAMTE große Stellplatz in Stade frei, aber dieses Ehepaar „quetscht“ sich genau in die eine Lücke zwischen uns 🙂 ALLES ANDERE WAR FREI!!!!! AAAAALLES )
Also… was war genau geschehen:
Ich lag bereits im Bett, konnte in dieser Nacht aber irgendwie schlecht einschlafen, weshalb ich auch noch gegen 2:30 Uhr maximal im Halbschlaf im Bettchen des Peppers lag. Auf einmal hörte ich das typische klicken der Zentralverriegelung. Das Geräusch beim öffnen und schließen kennen wir doch irgendwie alle. Auf jeden Fall hörte ich dieses Klicken, habe dabei aber noch aaabsolut GAR NICHTS kapiert!
Ich schaue vom Bett aus nach vorne und auf einmal öffnete sich die Beifahrertür, das Führerhaus Licht ging an und im nächsten Augenblick stand da eine Person am Beifahrersitz des Womos.
Milla hat sofort ALLES gegeben was die kleinen, alten Stimmbänder her gaben, ist direkt aufgesprungen und hat sich in den Gang des Womos gestellt. Sie ist aber NICHT auf den Typen los gelaufen, was ich im Nachhinein auch sehr gut finde, denn ein Tritt und das wäre es erstmal gewesen!
Und ich, ich bin in dieser Situation einfach nur erstarrt!!! Wirklich, ich habe mich absolut GAR NICHT bewegt, ich habe nichts gesagt, ich habe nichts gerufen und ich glaube…. ich habe in diesen Sekunden auch an nichts gedacht! Ich war wirklich wie erstarrt!
Meine Augen, die habe ich bewegt und es war in diesem Moment nur so, dass ich ihn angesehen habe, er hat mich angesehen und im nächsten Moment greift er sich noch meine Tasche (die ja blöderweise vor ihm auf dem Boden lag) und weg war er. Allerdings hat er noch die Türe zugeworfen.
Dann habe ich aus dem Fenster hinten am Bett geschaut und zwei Männer wegrennen sehen. Den „jungen“ der bei mir im Womo stand und einen weiteren, älteren Mann.
Tja und dann… dann konnte ich nicht glauben was gerade geschehen war!
Ich hörte Milla zwar immer noch bellen und trotzdem war ich mir nicht sicher, ob ich das alles gerade nicht doch geträumt habe!
Als aller erstes bin ich nach vorne gelaufen und habe geschaut, ob meine Tasche wirklich weg war und jau… Tasche, Portmonee, Powerbank und ein paar Kleinigkeiten waren weg! Geträumt hatte ich das ganze also nicht! Dann habe ich direkt zum Handy gegriffen und bei der Polizei angerufen, die auch sofort mit mehreren Wagen kamen, mich zügig fragten wie der Typ aussah und direkt wieder weg waren um die Umgebung abzusuchen.
Dann hat es ca. 10 Minuten gedauert, bis ein Streifenwagen zurück kam und aaaaaaalles weitere aufgenommen hat. Es dauerte dann nicht lange, bis auch noch ein Hubschrauber kam und die Felder und Wälder hinter dem Stellplatz abgesucht hat. Wie ich dann erfahren habe, gibt es anscheinend eine Einbruchserie in Stade, allerdings bisher IMMER IN WOHNUNGEN und niemand hat die Typen gesehen. Da der „Junge“ aber direkt vor meiner Nase stand und ich ja noch wach war, konnte ich ihn ziemlich gut beschreiben, weshalb die Polizei auch direkt so viel unternommen hat. Soweit ich weiß wurde aber leider niemand gefunden….
Kurze Zeit später war die Polizei weg und ich saß wieder allein mit Milla im Womo und habe direkt sämtliche Bankkarten sperren lassen.
Wie kam der Typ rein???
ANSCHEINEND ist es wohl ziemlich einfach den Funk der Zentralverriegelung mit einem Laptop auszulesen/ zu überbrücken. Dieses Problem ist wohl auch schon bekannt wie ich später erfahren habe, ich wusste bisher davon nichts. Mir hat man das ganz so erklärt, der normale Zentralverriegelungsfunk mit der Fernbedienung hat eine einzige feste „Funknummer“…kann man die auslesen, ist man drin. Darum gibt es bereits seit langem Alarmanlagen zum nachrüsten (die anscheinend auch gar nicht sooooo teuer seien sollen, mehr weiß ich dazu aber auch noch nicht) die ständig zwischen 4000 Funknummern wechseln.
Auf jeden Fall saß ich dann also so gegen 3:30 Uhr wieder allein im Womo und jaaaaa, das war der Moment an dem ich zum erstmal so richtig Schiss bekam!
Klar, es ist VOLLKOMMEN unrealistisch, dass die zurück kommen und trotzdem wurde mir dann diese ganze Situation erstmal bewusst. An Schlaf war gar nicht mehr zu denken…. Ich habe mir dann auch relativ schnell Gedanken dazu gemacht, wie ich denn in der Zukunft mit diesem Vorfall umgehen werde und kam ganz schnell zu dem Entschluss,
ICH WILL KEINE ANGST HABEN!!!
Allerdings gab es da ja noch ein anderes Problem… Handtasche weg, Portmonee Weg… ich hatte in irgendeiner Jackentasche noch genau 4 Euro… das war es!Der Tank war auf etwas unter halbvoll, so komme ich kaum von Stade bis nach Dortmund! So vergingen die Stunden bis es endlich hell wurde und meine Womo Nachbarn die erste Runde mit dem Hund gingen.
Als ich sah, dass sie wieder zurück kamen, bin ich direkt rüber um zu fragen, ob bei denen auch Sachen fehlen. Da war erfreulicherweise alles gut, aber… auf der Hunderunde haben sie eine Handtasche und ein Portmonee gefundenen juhuuuuuu… es war meines! 🙂 Sämtliche „Wertsachen“ wie Bargeld, Ladekabel, Powerbank usw. waren zwar weg, aber meine Papiere, Karten usw. waren da! Das war natürlich schonmal super! Dann erfuhr ich auch, dass meine Nachbarn gerade frisch begonnen haben für den Stellplatz zu arbeiten, so dass sie sofort den Tourismusverein Stade informierten, die den Stellplatz ja betreiben.
Kurze Zeit später klopfte es und da stand auch schon jemand vom Tourismusverein vor dem Pepper. Ich glaube, die waren genau so erschrocken wie ich! Bisher gab es noch nie irgendwelche ähnlichen Vorfälle in Stade und um das hier mal direkt ganz klar zu sagen…. ICH BIN FEST DAVON ÜBERZEUGT, DASS DAS NICHT AN DEM STELLPLATZ SELBST ODER, ODER, ODER LAG!!! DER PLATZ IST NICHT UNSICHER UND DIE STADT STADE IST AUCH NICHT UNSICHERER ALS JEDE ANDERE STADT AUCH.
Zu sagen, wir fahren nicht mehr nach Stade, da passiert so viel…. das wäre so nicht richtig!
Nach dem Gespräch mit den Stellplatz Betreibern habe ich mich endlich mal vernünftig angezogen und bin direkt um 9 Uhr zur Sparkasse Stade marschiert. Mal sehen ob ich über die Sparkasse irgendwie an Bargeld komme, auch wenn die Karten gesperrt sind. Ich ahnte schon, dass das alles nicht so einfach werden würde und genau so war es auch. Das große Problem an den Sparkassen ist ja leider, dass die verschiedenen Sparkassen nicht zusammengehören.
Ich bin Kundin der Sparkasse Dortmund und die Sparkasse Stade ist wieder etwas ganz anderes.
Mein großes Glück war, das mein Personalausweis wieder da war, hätte ich den nicht gehabt, hätte ich kein Geld bekommen!!!So war es jetzt allerdings so, dass ich zuerst mit der Sparkasse Dortmund telefonieren musste und denen erklären musste, wie die Lage ist. Dann hat die Sparkasse Stade mit der Sparkasse Dortmund telefoniert und dank Perso bestätigt, dass ich WIRKLICH die Frau Speckmann bin.
Danach habe ich dann nochmal mit der Sparkasse Dortmund telefoniert und mein Einverständnis gegeben, dass die auf mein Konto zugreifen dürfen und so war es dann letztendlich für eine Gebühr von 15 Euro möglich, dass die Sparkasse Dortmund auf mein Konto zugreift, Geld von meinem Konto direkt auf das Konto der Sparkasse Stade überweist welches mir dann 6 Stunden später in Stade ausgezahlt werden konnte.
So kam ich zumindest erstmal an Bargeld und nachdem ich dieses Geld erhielt, habe ich auch beschlossen….
Ich fahre NICHT direkt zurück nach hause, sondern werde weiter touren!
Wie gesagt, ich wollte unbedingt vermeiden, dass ich mich im Womo auf Dauer und überall Nachts unwohl fühle! ICH WILL DAS NICHT und mal ganz praktisch gedacht, ich kann es für den Job auch nicht gebrauchen!
Darum dachte ich mir, ist es vielleicht am besten direkt so weiter zu machen, als wäre das alles nicht passiert! Gut, das war jetzt mal wieder Pech, aber…. Wer vom Pferd fällt, soll auch direkt wieder aufsteigen.Außerdem gab es da noch ein anderes Thema… mein Papa! Ich habe meinem Vater jetzt ganz bewusst nichts von alledem erzählt undmiz ein bisschen Glück, wird er diesen Artikel hier auch nicht finden. An meiner Situation hätte es eh nichts geändert, wenn mein Pa von alledem weiß, das einzige was sich verändert ist, dass er sich von nun an noch mehr Sorgen machen würde!
Das hilft ihm nicht und das hilft mir erst recht nicht!
Ich hätte aber auch keine super gute Erklärung auf Lager, weshalb ich schon wieder zuhause hocke, wäre ich direkt heim gefahren. Für mich sprach also einiges dafür einfach so weiter zu machen wie „geplant“ und genau so habe ich es jetzt auch gemacht!Ich bin also noch zwei Nächte in Stade geblieben, bevor es weiter in Richtung St. Peter Ording ging und ich kann mittlerweile sagen, ich glaube ich habe das ganz ganz gut verdaut. Ich merke schon, dass ich abends etwas „hellhöriger“ bin und eher mal rausschaue, ob irgendwer da draußen steht. Denn in Stade war es so, dass wir am nächsten Vormittag Fußabdrücke und eine ICE Tee Flasche hinter einer Hecke auf dem Stellplatz fanden. Wir sind uns also schon recht sicher, dass die da erstmal einen Moment standen und geschaut haben.
Außerdem müssen es wohl doch mindestens 3 Personen gewesen sein, denn 2 habe ich vom Womo aus sozusagen rechts weg laufen sehen, meine Tasche und Portmonee wurden aber „links“ herum gefunden. So dass wir denken, die sind in getrennte Richtungen weg gerannt.
Nacht bestohlen/ überfallen im Wohnmobil
Tjaaaaa…. es läuft einfach!!! 🙁 Warum es mich jetzt genau getroffen hat, ich weiß es nicht!!!
Ob es damit zu tun hat, dass ich alleine unterwegs bin, ob es daran lag, dass ich so unüberlegt mit der Handtasche umgegangen bin oder ob es eifach mal wieder Pech war??? Ich weiß es nicht, ich denke es ist ein Mix aus alledem. Je länger ich über die Situation in dieser Nacht nachgedacht habe, um so mehr denke ich, dass sich der Typ selbst total erschrocken hat, dass hier ein Hund im Womo ist. Milla lag den ganzen Abend auf dem Boden, von außen war sie also nicht zu sehen.
Insgesamt kann ich aber ganz, ganz sicher noch froh sein, dass alles so gelaufen ist, wie es gelaufen ist! Milla ist nichts weiter passiert, mir ist nichts weiter passiert und ok, mich nervt es natürlich TIEEEEEERISCH dass es schon wieder so ist, dass MEINE Wertsachen beschädigt wurden bzw. geklaut sind!
Der Junge der da bei mir im Womo stand war extrem jung… ich würde ihn auf 12,13,14 Jahre schätzen und rein vom äußeren, in den Süd-Osteuropäischen Raum einzuordnen. Ich musste tagsdrauf nochmal zur Polizei um einige Unterlagen zu unterschreiben und habe dort nochmal gefragt, ob sie das kennen würden, dass diese Leute so jung seien. Naja und anscheinend ist das wohl eine bekannte Vorgehensweise solcher Gruppen. Die „Kinder“ brechen ein, die Hinterleute sind deutlich älter und sollten sie mal geschnappt werden, sind die Kinder nicht strafmündig!

Solche Spanngurte oder Ketten sind sicherlich ganz sinnvoll, allerdings muss man sie auch nutzten… und zwar IMMER!!!!
SUUUUUUPER SACHE!!!
Gut, jetzt waren es „nur“ 140 Euro, eine neue große Powerbank, Ladekabel und Adapter, Kleingeld und ein paar Kleinigkeiten die weg sind… auch das hätte viel schlimmer kommen können und trotzdem nervt es mich!!! Es nervt mich, dass irgendwelche Leute meinen sie könnten ganz bewusst irgendwo einsteigen und sich an den Dingen anderer bedienen!!!
Die machen sich doch NULL Gedanken, oder besser gesagt es ist vollkommen egal ob es die Sachen einer Oma samt kleiner Rente sind, ob es Dinge sind für die man lange gearbeitet hat oder ob es Wertsachen sind von Leuten denen es sehr, sehr gut geht. Nein… die brauchen Geld, richtig arbeiten ist nicht so deren Sache, also nehmen sie es sich von anderen! Und das, dieser grundsätzliche Gedanke… der nervt mich tieeeeeeerisch!!!!
Mittlerweile ist der ganze Diebstahl, Überfall, Raub… was auch immer, einige Tage her und zurück zu Stade. Ich habe ja gesagt, dass mir Stade während meines ersten Besuchs vor Jahren nicht gut gefallen hat, dieser Eindruck hat sich schon deutlich geändert.
Auch wenn das alles passiert ist, die Stadt Stade hat mir doch sehr gut gefallen. Die vielen kleinen Gassen und die hunderten tollen Fachwerkhäuser, das ist schon echt schön und ich könnte mit vorstellen, die gesamte Stadt ist nochmal schöner, wenn alle Restaurants wieder ihre Außenbestuhlung aufgestellt haben.
Also… Stadt und Stellplatz sind schön und sicherlich einen Halt wert.
Naja und insgesamt kann ich euch nur sagen…. werdet nicht schlampig was dieses Sicherheits/ Wertsachen Thema angeht. Es kommt noch ein Artikel mit verschiedenen Tipps zu diesem Thema, aber… den muss ich noch tippen!
Also… wir sind gesund und ich hoffe, ihr bleibt es auch!
Eure
Hat Dir der Artikel gefallen???
Dann würdest Du mir ein ganzes Stück weiterhelfen, wenn Du kurz auf das passende Sternchen klickst! DANKE
MEHR VON ISASWOMO – SCHAU DICH UM:
„Nein… die brauchen Geld, richtig arbeiten ist nicht so deren Sache, also nehmen sie es sich von anderen!“
Einfache Antworten sind meistens falsch. Dass es sich zweimal persönlich trifft und jemand so in dein Leben eingreift und dich wehrlos hinterlässt ist ungewöhnlich tragisch, schlussendlich haben wir aber alle eine Mitschuld. Ich versuche es mal mit dem Rechtspositivismus von Habermas:
Eigentum ist nicht wichtig. Es ist egal. Es hat absolut keinen Wert. Es ist imaginär. Aber: Eigentum schaft Konsummöglichkeiten und wenn eine Gesellschaft anderen diese verwehrt, nehmen sie es sich. Und es ist ihr gutes Recht. Denn auch bei Gesetzen gilt: Sie sind nicht wichtig. Sie sind egal. Sie haben keinen Wert und sind imaginär.
Eine Gesellschaft die in eine ökonomische Ständegesellschaft abdriftet und diese durch Ungleichheit manifestiert arbeitet gemeinsam durch Handeln oder Unterlassen an dieser Manifestierung und sie haftet solidarisch für die Folgen.
Hi Titus,
nunjaaaaa…. wie du dir denken kannst, sehe ich das natürlich etwas anders, eher in Richtung… jeder ist seines Glückes Schmied! Ich finde Gesetzte und Richtlinien für ein Zusammenlebend gut und auch sehr wichtig. Genau so wie die Tatsache, meines ist nicht deines! Von daher kann ich weder der „Gesellschaft“, noch mir persönlich, in irgendeiner Weise Schuld zusprechen, dass sich andere an meinem persönlichen Wertgegenständen bereichern. Ja, ich trage sicherlich eine Schuld in Form von, dass ich mich cleverer verhalten hätte können.
Und dennoch sehe ich da persönlich nochmal einen riesen Unterschied zwischen meinem Verhalten, also den Schutz meiner Werte und dem Verhalten irgendeines Fremden, der sich an MEINEN Dingen bereichert. Denn letztendlich ist es ja so.. an den Dingen die ich mir gekauft, erwirtschaftet, erarbeitet habe, hat zu aller erst mal niemand etwas zu suchen. Und wenn er diese Dinge selber gerne hätte, dann ist es für jeden da draußen absolut möglich, diese Dinge selbständig zu kaufen. Denn all das was ich besitze…. hat nichts mit einem Lottogewinn oder Millionen zu tun.
Liebe Grüße
Isa
Liebe Isa,
Du hast absolut Recht. Es ist eine Frage des Respekts und der Achtung wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen.
Und jemand, der bedürftig ist oder in Not, hat die Möglichkeit um etwas zu bitten.
Ich verfolge deinen Blog seit geraumer Zeit und finde dich stark und mutig und liebenswert. Davon abgesehen finde ich viele hilfreiche
Tipps für meine Bulli Touren mit meiner Hündin Emma.
Mach weiter, lass dich nicht unterkriegen und halt die Ohren steif
Ich habe mir zuerst die Wiipro 3 Alarmanlage mit Profinder GPS eingebaut. Damit wird immer ein neuer Code verwendet der auch nicht unverschlüsselt übertragen wird. Zudem ein kleines Blech an der Fahrertür innen, um Einbruchversuche mit Schraubenzieher zu verhindern. Bekannte Ducato Probleme!
Hi,
ja von diesem kleinen Bohrloch habe ich auch schon häufig gehört. Dass das aber mit der Zentralverriegelung bzw. Funknummer so leicht ist einzubrechen, das wusste ich vorher nicht. So eine Alarmanlage welche auch die Funknummern erhöht macht da also ganz bestimmt Sinn.
Ganz liebe Grüße und viele super schöne, gesunde Touren
Isa
Sehr schade, dass solche Überfälle stattfinden. Zum gluck war niemand von euch vor Ort. Weiss Gott was hätte alles passieren können. Auch kann solch eine Situation einen Schock auslösen, so dass eine psychologische Nothilfe notwendig ist…
Hi Fin,
hmmmm während des Einbruchs waren Milla und ich ja im Womo. Ich lag im Bett, Milla davor auf dem Boden und der Einbrecher kam vorne über die Beifahrerseite rein. Aber ja… zum Glück haben wir das ganz gut verdaut.
Ganz liebe Grüße
Isa
Hallo Isa, mir ist genauso etwas letzte Woche auf der Transfagarasan in Rumänien passiert. Ich bin mit zwei Rauhaardackeln unterwegs, diese haben mich freundlicher Weise auf ihrer Sommertour durch Osteuropa mitgenommen!
Wir standen über Nacht auf der Transfargarasan und dämlicher Weise direkt an der Straße, hatte keinen Bock mehr im Dunkeln was anderes zu suchen.
An die Geschichte mit dem Gas glaube ich nicht. Es ist so, dass wenn wir unterwegs sind die Dackel tagsüber kaum schlafen (ganz im Gegensatz zu zu Hause, da penn se n halben Tag). Demzufolge schlafen sie nachts wie tot, den älteren kann ich nehmen und umpacken wenn er im Weg liegt ohne jegliche Reaktion. Bei der kleinen sieht das etwas anders aus aber sie schläft grundsätzlich unter der Decke! Ich habe ebenso einen ziemlich festen Schlaf. Der Einbruch erfolgte durch die Fahrertür und zwar lautlos! Die ganze Aktion wurde mehr oder weniger durch meine Dashcam gefilmt. Diese ist aber natürlich darauf ausgelegt zu filmen was vor dem Auto passiert und so wurde nur aufgenommen was sich in der Windschutzscheibe gespiegelt hat. Die Kamera hat ein ziemlich empfindliches Microphon und man hört absolut nüscht!
Ja auch ich habe „selbst schuld“ wenn man so will. Ich habe vorn in der Ablage zwei Handytaschen liegen gehabt, aus Leder die man schon für Brieftaschen bzw Portemonnaies halten kann und somit sicher als Köder fungiert haben.
Meine richtigen Portemonnaies waren in einenr Umhängetasche die verkehrt rum am Beifahrersitz ging und von einem Vorhang verdeckt wurde.
Die Kollegen waren auch zweimal im Auto (ziemlich dreist wa?!) als sie feststellten das in den Handytaschen nix is sind sie nochmal eingestiegen!
Jedoch waren es „nette“ Gangster denn sie haben ausschließlich das Bargeld genommen. Es lagen zwei 13er IPhones max im Auto, ein Fernglas für knapp 2000€ und verschiedene Kleinigkeiten die teuer und leicht zu schnappen gewesen wären.
Die Portemonnaies hab ich incl sämtlicher Karten Ausweise wieder ordentlich in der Umhängetasche vorm Auto gefunden! Am Auto wurde nichts beschädigt unterm Strich bleibt ein „Schaden“ von 170€ der durchaus zu verschmerzen ist.
Was aber auch noch gefährlich war, die Besucher haben die Fahrertür offen gelassen, dadurch wurde es zum ersten ziemlich kühl im Auto wurde und zum zweiten bin ich von Süden gekommen (aus Bulgarien) und dieses Jahren waren auf der Südseite der Transfargarasan 17, in Worten, SIEBZEHN Bären unterwegs! Wenn davon einer ins Auto gekommen wäre hätte ich ein ca 4-500 kg schweres Problem gehabt.
Aber so ist alles gut gegangen.
Fazit, ich gebe mir eine gewisse Mitschuld. Ich hatte alles für , den Einbruch erschwerende, Maßnahmen dabei! Gurte um ein Geräuschloses öffnen der Fahrertür zu verhindern (man hätte die Scheiben einschlagen müssen) und Wanderstöcke um die Heck und Schiebetür zu sichern. Also ganz einfache Mittel um einen Einbruch zu verhindern!
Jetzt nachdem ich wieder zu Haus bin wird das Auto ordentlich aufgerüstet! Strahler mit Bewegungsmeldern dazu Kameras die die Aufnahmen in einer Cloud speichern und nicht auf einer Karte, dazu noch Fenster und Türenalarm mit Aussensirene und mechanische Vorrichtungen um ein Eindringen zumindest ordentlich zu erschweren.
Diese Sicherungen kosten nicht mal 1000€ (ok ich bin in der Lage das selbst zu machen) aber lass es in ner Werkstatt 2000€ kosten, ich finde ein unbeschwerter Urlaub ist es allemal wert!
Hi Joachim…
erstmal vorweg… sorry die Messe hat mich in beschlag genommen.
Dann… Gott sei dank ist keinem von euch etwas passiert.
Aber JA!!! Es ist 100.000%ig genau so wie du sagst. Genau so habe ich es ja leider auch „kennengelernt“. Das sind Profis, die öffnen die Türen soooo leise, mit einem halbwegs guten Schlaf bekommt man davon gar nichts mit. Und wenn der Hund nicht gerade aus absolut professionellen Wachhund getrimmt ist, dann bekommt auch er davon meist nicht viel mit.
Das können sich zwar viele Leute nicht vorstellen, wodurch sich meiner Meinung nach das Märchen vom Gas so dauerhaft hält, aber es ist nunmal so… die brechen super leise ein. Und wer dann auch noch geschafft ist von einer langen Fahrt, einem langen Tag und selig schlummert, bekommt davon gar nichts mit.
Leider hatte ich damals ja auch Wertsachen herum fliegen und habe das alles nicht weiter ernst genommen. Es war mir eine Lehre und seitdem gehe ich doch wieder deutlich „cleverer“ mit meinen Wertsachen um. 🙂 Und ja… mein Womo ist auch besser abgesichert.
Letztendlich kann man nur sagen, wenn Gott sei dank nicht mehr passiert ist, ein sehr heilsamer „Schrecken“ der einen wieder besser aufpassen lässt.
Ganz ganz liebe Grüße
Isa
Hallo Isa,
wirklich gute(r) Artikel hier. Danke für diesen Erlebnisbericht, denn es ist wirklich nicht Jedermann´s Sache über sowas offen zu berichten. In der Regel schweigt man lieber darüber.
Es überzeugt mich jetzt, dass so ein Spanngurt eine wichtige Sache ist. Bei der Code-wechselnden Zentralverrigelung bin ich als Techniker allerdings skeptisch. Selbst wenn da zwischen tausenden Codes gewechselt wird (die sind in ein paar Sekunden alle durchprobiert) und verschlüsselt übertragen wird. Auch WLANs können geknackt werden, wie jedes andere digitale Zeugs auch. Die sniffen da eine zeitlang mit, und irgendwann haben sie die digitale Information. Also persönlich stecke ich das Geld lieber in eine analoge Stahlkette, als in ein angeblich hackersicheres Elektronikwunder.
Als Trost kann ich sagen, über sowas kommt man hinweg. Vergessen tut man´s freilich nie. Und rein philosophisch sollte man sich im Leben eher an Verluste gewöhnen, jedenfalls ab einem gewissen Alter. Auch die mächtigsten Pharaonen nahmen zum Schluß nichts mit auf die Reise, und die Grabräuber freuten sich, und stellten den angeblichen Gott, zurecht oder auch nicht, durch Nasenabschlagen bloß… 😉
Ein wenig Kritik möchte ich noch üben, denn dieser Satz war nicht ganz passend:
„Nein… die brauchen Geld, richtig arbeiten ist nicht so deren Sache, also nehmen sie es sich von anderen! Und das, dieser grundsätzliche Gedanke… der nervt mich tieeeeeeerisch!!!!“
Die Wut kann ich gut verstehen. Keine Frage, das war eine fiese Sauerei von denen. Zum Glück ging´s nur um Wertsachen kannst Du sagen. Ich kann diese Schurken auch keinesfalls gut heißen, ABER:
Geld braucht in dieser Gesellschaft leider jeder, jedenfalls glaubt dies jeder und dadurch wird es leider Tatsache. Manche glauben sogar deshalb auf andere losgehen zu müssen, z.B. Kunden abzocken, Mitarbeiter abzocken, Natur abzocken. Kriminell sein ist, so stelle ich mir es jedenfalls vor, auch eine gewisse „Arbeit“, d.h. ganz ohne Mühe erreicht man dort vermutlich auch nicht allzuviel und allzulange wohl nie. Und das Wesentliche, was ich kritisiere: Sieh Dir die Welt an, sieh Dir all die Werbung, die Verkäufer, die Abzocker, die Immobilienhaie, die Politiker, etc. an. All das ist legal. Aber die Mentalität ist auf´s Haar die Gleiche. Es ist genauso Betrug und somit Diebstahl und Schlimmeres, was da abgeht. Die sind nicht besser, als die vermeintlich illegalen und scheren sich genauso einen Dreck um Deine Gefühle, Dein Eigentum oder Deine Zukunft.
Ich weiß, daß kann traurig machen, daher abschließend zum Trost: es gibt sie noch irgendwo, dann und wann, die positiven Menschen. Es gibt sie.
Alles Gute & in Zukunft viel, viel weniger Ärger wünscht
Friendship
Hi,
und vorab vielen Dank 🙂
Natürlich gebe ich dir recht, dass in unserer Welt verdammt viel „nicht richtig läuft“. Bei dem Thema muss ich immer direkt an Steuern und Finanzamt denken… wenn du da nicht 1000% ig „sauber“ arbeitest, dann haben die dich sowas von ahn der Kette, das ist wirklich heftig. Bist du aber erstmal im Millionen Bereich, naja… dann macht man eben einen cleveren Deal, Strafe gibt es auch, aber häufig zählt das Motto, lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Vielleicht muss man das alles bei mir aber auch echt ein bisschen aus einer anderen Richtung sehen… Also, denke ICH zumindest 🙂 🙂 🙂
Ich erfülle mit den Traum vom Womo nach einer echt miesen Zeit.
Dann kommen 3 mal irgendwelche Idioten vorbei und randalieren an MEINEM Womo herum.
Ok… ich schaue dass ich das ALLES mit den Versicherungen Regel, ich sehe zu, dass ich aus dem Blog einen Berufe mache und denke mir nur nicht ärgern… es hilft ja eh nichts!
Dann kommt die Nacht zum 1. Oktober 2019 und irgendwelche Idioten finden es total witzig mein Wohnmobil in Brand zu setzten… das an diesem alten kleinen Wohnmobil noch viel, viel mehr hängt als reiner Freizeitspaß, ach… das checken solche Leute anscheinend gar nicht. Damit war mein Wohnmobil WEG und der Kampf mit den Versicherungen begann.
Dann stellt mir Weinsberg ein Womo zu verfügung, weil sie von meiner Lage erfahren haben, dann bin ich mitten in Stade auf einem Stellplatz und schon wieder kommt irgendein Idiot vorbei und bereichert sich an MEINEM Eigentum.
Ehrlich… da könnte ich direkt wieder an die Decke gehen, wenn ich dran denke.
Ich meine, mir ist das alles echt nicht in den Schoß gefallen, ich hab mir meinen Popo aufgerissen um ein gutes Abi zu machen, ich hab versucht im Studium zu den besten zu gehören, dann werde ich krank und kann plötzlich um ganz andere Dinge kämpfen z.B. um mal wieder alleine 3 Schritte laufen zu können. Dann gehts geraaaaaade ein bisschen besser, da stirbt meine Mutter neben mir im Auto an Heiligabend. Damit war ein Punkt erreicht an dem ich gesagt habe, soooo reicht dann auch, ich möchte mir jetzt Träume erfüllen!
Dann suche ich ein Jahr nach irgendeinem Womo welches in mein sehr kleines Budget passt, plötzlich läuft der Blog immer besser und ich versuche Tag und Nacht mich schlau zu machen, was ich tun muss, damit das alles weiter funktioniert und dann kommen diese „Idioten“ und nehmen sich meine Wertsachen vor bzw. klauen diese. Das macht mich wirklich sauer, weil ich denke… das ist sooooo unnötig!
Aber gut… es ist sicherlich auch eine sehr persönliche Sichtweise.
Liebe Grüße
Isa 🙂
Hallo Isa,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Wenn man Deine Erlebnisse so liest, dann kann man nur sagen „Hut ab vor jemandem, der da so im Sturm steht und nicht umfällt“. Ich finde Persönlichkeiten (und generell arme, chancenlose, verachtete, dauernd Knüppel im Weg habende), die Schwierigkeiten und z.B. soetwas eben meistern (bzw. durchhalten können) wesentlich „erfolgreicher“, als Leute, denen alles zufliegt, und Erfolg nur in Finanzkapital, Macht und Besitztum messen. Die würden vermutlich beim leisesten, schicksalhaften Windhauch tot umfliegen. Nur leider haben die meistens viel zu viel Glück, sodaß die gar nicht in so eine Situation kommen.
„Vielleicht muss man das alles bei mir aber auch echt ein bisschen aus einer anderen Richtung sehen… Also, denke ICH zumindest“:
Ich vermute Du meinst die Schadensgröße und die Chance Schaden zu vermeiden.
Schäden durch legale Akteure sind normalerweise nicht so direkt bzw. groß und man geht ihnen (mit Erfahrung) so gut es geht aus dem Weg, weshalb Deine illegalen „Spezialfreunde“ sicherlich eine ganz besondere „Auszeichnung“ verdient haben…
Dennoch aber glaube ich nicht, dass die grundsätzliche Moral der legalen Abzocker eine andere oder bessere ist. Ich würde sagen, die haben nur etwas mehr Intelligenz, als deine „Robin Hood Bekanntschaft“ (Gipfel an Ironie), sodaß sie sich sagen: „Warum was Illegales machen, wenn man genauso ein großes Ar…och sein kann, ohne Angst vor Bestrafung haben zu müssen, und im Gegenteil, von der Gesellschaft meistens sogar hoch angesehen und ordentlich respektiert wird?“.
Mir sind halt bei Deiner zitierten, sicherlich spontanen Wut-Aussage 3 Dinge aufgefallen, wo ich denke dass sie so nicht stimmen bzw. so nicht gemeint waren:
1.) Du regst Dich zurecht tierisch bei denen auf, die ausgerechnet Dich hart getroffen haben. Weil Du es extra schwer wegstecken kannst, und daher wegen des erheblichen Schadens, nicht aber wegen deren außergewöhnlichen Moral, die sich nämlich leider oft noch schlimmer bei genügend (oft nicht greifbaren) legalen, hochangesehenen Personen wiederfinden lässt.
Oder anders gesagt: Das war nicht deren Absicht (Moral) ausgerechnet Dich zu versenken. So intelligent sind die gar nicht, dass es da Unterschiede bei den Opfern geben könnte. Wer weiß was die überhaupt voneinander unterscheiden können…
2.) Wie das mit dem „Geld brauchen“ ist, habe ich schon geschrieben. „money is the root of all evil“ hört man ja oft in diversen Songs. Vielleicht stimmt das sogar. 😉
3.) Und „richtig arbeiten“ muss man sich heutzutage leider etwas genauer ansehen, da es kaum noch moralisch lupenreine Arbeitsplätze oder Existenzmöglichkeiten mehr gibt. War immer schon mein Problem, und ist es bis heute im Prinzip geblieben.
Jedenfalls wollte ich eher etwas relativieren, ein wenig Philosophie beisteuern, und dadurch hoffentlich gewissen Trost spenden. Als Dankeschön, für die Tipps und Infos, die ich mir hier holen konnte. Falls mir das jetzt abermals nicht geglückt ist – sorry, besser kann ich´s wohl nicht.
Liebe Grüße & Ohren weiterhin steif halten,
Friendship
Liebe Isa,
Schade, dass Du schon wieder Pech hattest.
Mir ist trotz ueber einem halben Jahrhundert Reisen in SEHR viele Laender nur einmal, vor zwei Jahren in Spanien etwas passiert, als so Typen in meinen LKW eingebrochen sind. Haben Sachen fuer weit ueber 2.000 Euro gestohlen. Aber empfindlicher sind neben dem merkantilen Wert die Erinnerungen, die man mit einigen Dingen hat: Der Rucksack, mit dem ich 6 Wochen in der Goldenen Stadt in der Wueste, in Timbuktu, war. Oder die ueber 20 Jahre alten Stiefel (Wolfskin All Terrain, wo NIE ein Tropfen Wasser oder Schnee reinkam und die immer so bequem waren und nie drueckten!
Technische Dinge (Zelte, Taschenlampen, Haengematten, Axt, Saege, etc.) kann man wieder leicht kaufen und werden auch durch technologische Entwicklung immer besser.
Gut, dass die alte Hundemaus nichts mehr machte. Wird bei mir in Zukunft allerdings anders sein. Im naechsten Womo – nach Corona! – werden zwei suesse 150 Pfund Hundemaeuse mich bewachen. Und wenn die dann mit ihren ziemlich beeindruckenden Eckzaehnen sich in dem Typ vergraben, wird er sich das in Zukunft ueberlegen…
Bleib gesund
P.S.
Ich haenge immer noch auf Sri Lanka rum.
SAHARALD
Hallo Isa
als kleiner Tip.Baue dir einen kleinen Tresor in einen schrank oder in die Nähe des Bettes.Immer die Wertsachen nachts oder auch beim Strandbesuch darin lagern.Nur das notwendigste offen liegen lassen.Funktioniert bei uns schon seit vielen jahren. Tresor ist auch ein kleiner Feuerschutz.Darin kann man auch Kopien von den wichtigsten Dingen aufbewahren.
Gruß Ralf
PS: Weiter so,finde deinen Blog super
Liebe Isa,
Es ist leider so, dass selbst moderne Wohnmobile werksseitig nicht besonders gut gegen Einbrecher gesichert sind. Besser als eine Kette finde ich persönlich zusätzliche Schlösser an den vorderen Türen, welche man mit Drehknopf und Schlüssel verschließen kann.
Auch die aufbautüren sind oft nur mit einem kleinen Plastikriegelchen geschützt. Das hat jeder Einbrecher mit nem Schraubenzieher innerhalb Sekunden offen gehebelt. Auch da gibts zusätzliche Schlösser.
Eine Alarmanlage ist natürlich zusätzlich auch gut, allerdings interessiert so ein Alarm oftmals niemanden. Und wenn du dann zurück kommst, ist trotzdem alles weg.
Daher lassen wir nichts im Womo, was wertvoll ist und nehmen zum schlafen Handy und Portmonee mit nach hinten.
Leider gibts wohl keinen 100% Schutz gegen Diebstahl, aber wenn es nur Gegenstände sind, die in Mitleidenschaft gezogen sind, sind diese ersetzbar. Zum Glück ist euch nichts passiert, aber das war auch nicht Ziel der Diebe.
Lass dich nicht unterkriegen und mach weiter wie bisher. Angst ist kein guter Begleiter, aber Vorsicht schon.
Liebe Grüße Birgit
Hi Birgit,
ja da hast du leider recht… einen 100% Schutz gibt es nie und selbst die neusten Wohnmobile sind sicherheitsmäßig meist schlecht ausgestattet.
Und ja, zum Glück gibt es mittlerweile schier unzählige Möglichkeiten um die Sicherheit im Womo/ Wowa zu erhöhen. Ich denke gerade das mit der Kette oder Spanngurten ist zumindest eine gute „schnelle“ Möglichkeit die Sicherheit etwas zu erhöhen. Also ohne große Umbauten, ggf. sogar schnell möglich, wenn man bereits unterwegs ist.
Bei den Alarmanlagen geht es mir vor allem um das gesamte System dahinter. Oder ich sage es mal anders… letztendlich glaube ich, ALLES was so einen Einbruch erschwert und Aufmerksamkeit fördert, kann letztendlich hilfreich sein. Bei der Alarmanlage ist ja nicht nur das Piepen der Schutz, sondern z.B. auch die extra gesicherten Fenster, der Bewegungsmelder mit Handy Alarm (wenn man möchte) und vor allem der Motorschutz, also dass das Fahrzeug nicht bewegt werden kann.
Klar, keine Frage… am besten ist es natürlich die Leute kommen erst gar nicht rein, aber wenn sie z.B. die Scheibe einschlagen, helfen wiederum die besten Schlösser wenig.
Wie du schon sagst… einen 100% gen Schutz gibt es nicht, aber alles was hilft den Einbruch zu erschweren hat sicherlich seine Berechtigung.
Sorry für die verspätete Nachricht, aber eine schnöde, blöde Mittelohrentzündung hat mich die letzte Woche ausgenockt. Mittlerweile wird es aber deutlich besser 🙂
Ganz, ganz liebe Grüße
Isa 🙂
Hallo
Zu erst mal ist das ein Erlebnis worauf jeder Camper gerne verzichten könnte. Über einen solchen Überfall zu berichten finde ich sehr wichtig ,da es andere sensibilisiert mehr für ihre Sicherheit zu tun. In diesem Sinne vielen Dank für deinen Bericht. Eine gute Möglichkeit seine Türen zu sichern sind Sicherheitsschlösser von Heosafe. Diese bekommt man einzeln oder als Bundel als Schließanlage mit einem einzigen Schlüssel. Damit kann man seine Fahrer und Beifahrertür von innern verriegeln und mit einem Schlüssel auch von innen abschließen .Für die Aufbautür gibt es die Schlösser in einer anderen Bauform, wo man von innen verriegelt und man von außen mit einem Schlüssel abschließen kann. Damit wäre zumindest das Problem des „Codes“ abfangen gelöst und die Diebe können zwar das Wohnmobil öffnen, aber können nicht ins Fahrzeug eindringen. Keine kostengünstige Absicherung, aber in meinen Augen sehr sinnvolle Investition.
das sind immer die gleichen typen: lissabon, am hellichten tag camper aufgebrochen klamotten usw geklaut, barcelona am hellichten tag am landrover seitenscheibe eingeworfen, wg alarmanlage nichts mitgenommen, spanien grenze zu portugal raststätte,nachts, vw bus schloß mit schraubenzieher 3typen, ich hab da drin geschlafen und hab die mit gehupe und geschrei verjagt, italien rastplatz am nachbar ducato nachts mit der gleichen methode wie bei dir eingebrochen. letztes jahr frankreich stellplatz, rambazamba betrunkener jugendlicher, flucht mitten in der nacht.aber ansonsten immer wieder gern auf reisen.
man muss natürlich dazu sagen das ganze war innerhalb von 40jahren. USA türkei, jugoslawien und rest europa war nie irgendwas
Hey „Schwingi“
ja es ist wahrscheinlich genau so wie du schon sagst, das Risiko dass es einen trifft, ist relativ gering… aber wer viel/ lange unterwegs ist, der hat natürlich auch ein höheres Risiko dass es einen iiiirgendwann mal trifft. Wichtig ist immer (denke ich)… ja solche Banden sind zum KOT..N, aber letztendlich geht es denen um Wertsachen, nicht ums Leben. Die wollen auch keine Frauen vergewaltigen oder Männer „abstechen“… die wollen die Wertsachen haben.
Klar, das macht es nicht viel besser, aber zumindest muss man nicht noch die riesen Angst haben, dass es um „Leib und Leben“ geht.
Ich wünsche dir in Zukunft ganz, ganz viele tollen und glücklich entspannte Reisen.
Lieben Dank
Isa 🙂
hallo isa
vielen dank
ich fahr im frühjahr mit meinem camper wieder los. frankreich route napoleon ,verdon, marseille, spanien kreuz und quer und dann mal wieder portugal, caparica, cabo rocca und was der schönen plätze mehr sind.
Hi Isa!
Der Artikel ist zwar schon älter, aber dennoch hochaktuell. Toll, dass Du nicht unterkriegen lässt. Ich fahre auch oft alleine und bin auch ein Schisser was Einbrüche betrifft. Kombiniere viele kleine Maßnahmen (Pric-Stop, Türen verspannen, zwei Lenkradkrallen usw.) in der Hoffnung, dass die Einbrecher dann doch lieber was einfacheres nehmen.
Unter anderem nutze ich z.B. meine Funkfernbedienung gar nicht, sondern nur den ganz normalen Schlüssel. Halt old-school. Ich gehe sowieso zu 90% durch die Aufbautür und auf den kleinen Funk-Luxus verzichte ich zugunsten der Sicherheit sehr gerne.
Alles Liebe Dir!
May.