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Wie funktioniert das mit dem Wohnmobil Stellplatz?

Mittlerweile ist es einige Jahre her, aber ich weiß noch als wäre es gestern gewesen, wie die Überschrift zu meiner erste Frage hieß, die ich damals noch innerhalb eines Forums, gestellt habe.

Stellplatz – wie gehts?

Ich hatte zu dieser Zeit absolut keine Ahnung wie das alles auf einem Stellplatz funktioniert, wo bezahlt man, fährt man da einfach drauf, wie ist das mit der Platzwahl, muss man sich vorab anmelden und was was passiert, wenn ich erstmal stehe?

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schlichtweg NULL PLAN und das es sowas wie Stellplätze überhaupt gibt, hatte ich nur durchn Zufall von einem Freund meines Bruders erfahren.

Also die besten Voraussetzungen für die erste Tour! 🙂

Tja und siehe da, diese Woche erreichten mich gleich zwei E-Mail mit genau derselben Frage. Hallo Isa, wir sind auf Deinen Blog gestoßen. Wir sind absolute Camping Anfänger und werden im Sommer unser erstes Womo mieten. Wie finden wir denn Stellplätze und wie funktioniert das da?

Was haben mir diese Mails mal wieder bewiesen, Camping gehört in vielen Familien eben doch nicht automatisch dazu, genau so wie es auch bei uns war. Darum gibt es heute den großen Info Artikel für alle Camping Anfänger.

 

 

STELLPLATZ –  SO GEHT’S!

 

 

Stellplatz vs. Campingplatz – die wichtigsten Unterschiede:

 

STELLPLATZ:

 

  • Stellplätze sind in den aller, allermeisten Fällen nur für Wohnmobile gedacht, Wohnwagen dürfen viele Stellplätze nicht nutzen.
  • Stellplätze sind für kurze Aufenthalte gedacht 1,2,3 Nächte bevor es wieder weitergeht.
  • Die Plätze gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, von einem asphaltierten Platz, mit eingezeichneten Parklücken mitten in der Stadt – bis zur riesengroßen Wiese, Toiletten, Duschen, Strom und Wasser im tiefsten Wald.
  • Stellplätze bieten häufig nur einen eingeschränkten Service, es gibt keine große Anmeldung, wenig Personal und häufig auch keinen weiteren Service wie Brötchendienste o.ä.
  • Der individuelle Platz ist auf Stellplätzen häufig geringer und manchmal ist ein Camping Verhalten (draußen sitzen, Markise auskurbeln, grillen oder, oder, oder) nicht erlaubt.
  • Auf Stellplätzen wird normalerweise nicht reserviert. Weder vor der Ankunft, noch während des Aufenthaltes. Wer den Platz verlässt, macht den Weg für neue Camper frei.
  • Stellplätze besitzen meist keine festen Öffnungszeiten, eine Anreise am späten Abend oder Nacht ist möglich. Aus Rücksichtnahme sollte diese allerdings wenn überhaupt dann möglichst leise und ohne großes Getümmel erfolgen.
  • Die Kosten sind vergleichsweise gering.

CAMPINGPLATZ:

 

  • Campingplätze sind der Ort für längere Aufenthalte. Du möchtest 14 Tage entspannt an einem Ort stehen? Dann ist ein Campingplatz der richtige Ort für Dich.
  • Auf Campingplätzen trifft sich die gesamte Camper-Familie. Vom 500.000 Euro Wohnmoil, über Wowa, Zelt und Miet-Unterkünfte, vom Rentern bis zum Säugling und vom Alleinfahrer is zur Jugendgruppe.
  • Campingplätze bieten immer Strom, Toiletten, Duschen und Ver- und Entsorgung. Häufig gibt es hier auch weitere “Attraktionen” wie Spiel und Sportplätze für Kids, Pools, einen Shop, Wellness Behandlungen oder sogar Mietautos.
  • Auf Campingplätzen kann man eine Parzelle vorab reservieren und die Anmeldung an der Rezeption erfolgt vor Nutzung der Parzelle.
  • Häufig gibt es sogar verschiedene Parzellengrößen zur Nutzung. Von der ganz normalen Parzelle ohne Strom oder Wasser, bis zur 100 qm Exklusiv Parzelle mit eigenem Badezimmer und Meerblick.
  • Der individuelle Platz auf Campingplätzen ist relativ groß, hier ist ein Camping Verhalten grundsätzlich erlaubt, es gibt allerdings meist deutliche Vorschriften was Mittagsruhe, An- und Abreise Zeiten oder auch die Nutzung eines Grills / offenes Feuer angeht.
  • Die Kosten sind meist deutlich höher, können aber mit passenden Rabattkarten deutlich gesenkt werden. Wie diese Karten funktionieren und welche Karte zu dir passt erfährst Du hier: Campingkarten 2018 – Welche passt am besten?
Stellplatz - so geht's. Tipps und Tricks für neue Wohnmobilbesitzer.

Auf der Suche nach dem passenden Stellplatz! So findest Du Plätze die zu Dir passen.

 

Die Qual der Wahl – so findest Du einen passenden Stellplatz?

 

Es gibt mittlerweile eine ziemlich große Auswahl an Stellplatz Atlanten und Stellplatz Apps. Viele Atlanten sind auf spezielle Regionen bezogen, z.B Stellplatz Atlas Deutschland, Stellplatz Atlas Europa, aber auch deutlich kleiner, Stellplatz Atlas Nordseeküste, Provence o.ä.

Viele Bücher sind über z.B. Amazon oder auch im niedergelassenen Buchhandel erhältlich.

Mein deutlicher Favorit sind allerdings Stellplatz Apps. Dabei kann ich Dir die Apps von Campercontact oder Promobil besonders empfehlen. Ihr bevorzugt große Stellplätze mit allem drum und dran? Dann ist die Promobil App spitze, für einfache Stellplätze oder Touren im Ausland bietet Campercontact nochmal deutlich mehr Auswahl.  

Beide Apps bieten verschiedenste Einstellungsmöglichkeiten. Du kannst also nach ganz speziellen Stellplätzen suchen, die zu Deinem Alltag on Tour passen. Bei mir ist es z.B. so, dass ich je nach Wetterbedingungen und Route nur nach Stellplätzen suche die Strom Anschlüsse bieten und auf denen natürlich Hunde erlaubt sein müssen.

Du kannst die Suchfunktionen der Apps also ganz auf Deine Bedürfnisse anpassen. Zudem bieten beide Apps eine Kommentarfunktion und es ist durchaus hilfreich Kommentare und Bilder von anderen Campern zu lesen, die einen jeweiligen Stellplatz bereits besucht haben.

So findest Du sicherlich unter tausenden Plätzen auch einen Platz der deinen Wünschen in der Zielregion entspricht.

 

Stellplatz und Road Trip, Tipps zur Nutzung eines Wohnmobil Stellplatz

Die erste Wohnmobil Tour ist super spannend, gerade auf neue Camper kommen so viele neue Situationen zu, wie die erste Nacht auf einem Stellplatz

 

 

Anfahrt an einen Stellplatz – und dann?

 

Da Stellplätze so ganz unterschiedlich seien können, ist Dein Handeln immer etwas davon abhängig, welchen Stellplatz Du nutzt.

Ganz klar ist natürlich, fahrt ihr auf das Gelände eines Stellplatzes und dort stehen große Schilder mit Anweisungen, dann ist dem natürlich folge zu leisten.

Grundsätzlich ist es aber so, dass Du die Kosten für Deinen Aufenthalt auf einem Stellplatz immer sofort bezahlst. Du bezahlst die Stellplatzkosten also immer direkt nach Deiner Ankunft und nie erst beim Verlassen des Platzes.

 

Wenn Du einen ganz einfachen Stellplatz anfährst ohne Schranke o.ä. laufen die ersten Minuten typischerweise so ab:

 

Du fährst schön langsam auf den Stellplatz auf und suchst Dir einfach eine Parzelle aus, die für Dich passt.

Du stellst Dich also ohne irgendwelche weiteren Erledigungen auf eine freie Parzelle.

Sobald Du geparkt hast und gerade stehst (häufig benötigst Du dafür Auffahrkeile), stellst Du den Motor ab und “kommst an”.

Sobald Du erstmal stehst, geht es ans bezahlen.

Du musst Dir keinen riesen Stress machen, aber solltest normalerweise erstmal den Stellplatz bezahlen, bevor es ans Ausräumen geht.

 

Die Bezahlung auf Stellplätzen ist so individuell wie die Stellplätze selbst. Manchmal kannst Du die Methode zum Bezahlen des Platzes bereits der Stellplatz App entnehmen. Gerade bei den einfachen Stellplätzen ist es aber fast immer so, dass dort irgendwo ein Kassenautomat herumsteht. Wenn es eine Ver- und Entsorgung gibt, auch gerne mal in diesem Bereich.

Auch ein Blick in die Windschutzscheibe deines Camping Nachbarn kann helfen zu erfahren wie bezahlt wird. Siehst Du dort einen der typischen Kassenzettel, wird es irgendwo einen Automaten geben, ist dort allerdings ein handgeschriebener Zettel zu sehen, wird aller voraussicht nach einmal am Tag eine Person zum Stellplatz kommen, bei der Du dann persönlich bezahlst.

Du findest keinen Kassenautomaten und auch keinen Infokasten am Platz, dann frag ruhig bei den anderen Campern, das ist kein Thema!

Nachdem das Thema Bezahlung geklärt ist, kannst Du dich auch um den Stromanschluss kümmern.

Meist gibt es an den Stromsäulen einen Münzeinwurf mit einer genauen Erklärung. Lies Dir diese Info besonnen durch, dann bekommst Du auch schnell Strom ans Womo.

Danach kannst Du dich “frei entfalten” und die Zeit auf dem Stellplatz nach Deinen Vorstellungen genießen.

 

Du fährst einen großen, vergleichsweise teuren Stellplatz an, mit viel Service und allem drum und dran?

 

Hier laufen die ersten Minuten etwas anders ab, als bei ganz einfachen Stellplätzen. Wenn es vor der Schranke bzw. der Einfahrt zum Stellplatz, keinen besonderen Hinweis gibt wie z.B.: Bitte vor Auffahrt auf den Platz anmelden, fährst Du ebenfalls einfach auf den Platz auf und suchst Dir eine freie Parzelle aus.

 

Vorsicht, auf diesen großen Plätzen ist es manchmal auch möglich Parzellen vorab zu reservieren. Reservierte Parzellen sind dann allerdings mit einem Schild o.ä. deutlich gekennzeichnet, diese solltest Du natürlich nicht nutzen, sondern Dich für eine andere, freie Parzelle entscheiden.

 

Sobald Du vernünftig geparkt hast und stehst, gehst Du zur Anmeldung. Diese großen gut ausgestatteten Stellplätze haben eigentlich alle ein Häuschen zur Anmeldung (meist im ereich der Einfahrt) auf dem Platz. Dort bezahlst Du den Stellplatz, erhältst aber auch alle weiteren Informationen z.B. zum Thema Toilettennutzung, Duschen, Brötchen Bestellung oder,oder,oder.

 

Die Anmeldung ist zum Zeitpunkt Deiner Ankunft geschlossen? Dann schau Dich nach weiteren Informationen um. Meist gibt es neben der Anmeldung einen Kasten mit Anmeldungsformularen und einem Briefkasten.

Hier füllst Du einfach den Anmeldezettel aus, legst den passenden Betrag in einen Briefumschlag und wirfst den Zettel/ Umschlag in den dafür vorgesehenen Kasten.

Das klingt viel komplizierter als es vor Ort ist, die Zettel, Umschläge und Kästen sind immer gut ausgezeichnet und nicht zu übersehen.

Nachdem Du Dich angemeldet hast, kannst Du auch den Strom anschließen und dich “frei entfalten”.

 

Stellplätze, wo stelle ich mich hin?

Wenn Du auf einen Stellplatz auffährst der noch viele freie Parzellen hat, kannst Du auf einige Dinge achten. So wird der Aufenthalt ein voller Erfolg.

 

Stellplatz so gehts – ein paar Tipps zur Wahl der richtigen Parzelle:

 

Gerade als Camping-Anfänger ist so eine Ankunft häufig echt “spannend”, so dass man auf spezielle Details zur passenden Parzellen Wahl gar nicht achtet, darum hier ein paar extra Tipps:

 

  • Wie ist der Boden? Ist es dort extrem schräg oder matschig?
  • Hohe Bäume in direkter Nähe spenden zwar Schatten, schränken häufig aber auch den Sat TV Empfang ein.
  • Du brauchst Strom? Dann achte darauf wo die nächste Stromsäule ist, damit die länge des Kabels auch passt.
  • Deine direkten Nachbarn parken alle vorwärts bzw. rückwärts ein? Dann ist es gut wenn Du auch so stehst, so hat jedes Womo die Aufbautür an der selben Seite und jeder Camper hat etwas mehr Privatsphäre.
  • Gibt es eine große Straße neben dem Stellplatz? Dann sind Parzellen möglichst weit entfernt am ruhigsten.
  • Du möchtest möglichst viel Ruhe? Klar sollte sein, dass Du dich dann nicht direkt neben einen möglichen Spielplatz stellst. Auch die hinteren Parzellen sind meist die etwas ruhigeren, weil nicht jeder Camper bei An- und Abreise an Dir vorbei tuckert. Des weiteren sind die Parzellen direkt neben der Entsorgung, gerade im Sommer, nicht unbedingt “Geruchsfrei” und auch dort ist es gerne mal etwas trubeliger.
  • Und als letztes… wo ist die Sonne? Möchtest Du lieber Sonne am Morgen oder am Abend? Dann schau am besten wie die Sonne steht bzw. der Schatten fällt.

 

So laufen die ersten Minuten auf Stellplätzen in ganz Europa ab, wesentliche länderspezifische Besonderheiten gibt es eigentlich so gut wie nie.

 

Stellplatz bei Lyon

Eine typische Parzelle auf dem Stellplatz bei St. Etienne

 

Stellplatz Verhalten … Camping Knigge

 

Also grundsätzlich kann man schon sagen, dass es auf einem Stellplatz weniger Regeln zu beachten gibt, als auf einem Campingplatz. Ich persönlich habe auch auf vielen Stellplätzen das Gefühl, dass der Stellplatz Alltag etwas anonymer oder “unpersönlicher” abläuft. Vor allem auf den kleinen, einfachen Stellplätze, wenn dazu auch noch ein Camping Verhalten nicht gestattet ist. Aber das muss ja auch nicht immer etwas negatives sein. Wer allerdings gerne etwas mehr Kontakt zu anderen Campern haben möchte, oder z.B. auch mit Kids reist, die sich zusammen mit anderen Kindern auf dem Gelände frei bewegen und austoben möchten, ist auf einem Campingplatz oftmals besser aufgehoben.

Thema Stellplatz und Nachbarn, also es gehört eigentlich schon dazu, dass man sein „Mit-Camper“ begrüßt, bzw. ihnen z.B. Guten Morgen wünscht, wenn man sich morgens begegnet. Genauso kann es nie schaden, wenn man nach der Ankunft mal eben um die eigene Womo Ecke schaut um “HALLO” zu sagen.

Wobei „um die Ecke schauen“ ist auch so ein Thema. Wenn Du zu Jahreszeiten oder Wochentagen on Tour bist und auf einen Stellplatz auffährst der mehr oder weniger leer ist, auf dem es also noch viele freie Parzellen gibt, dann ist es für jeden Nachbarn schön, wenn Du dich nicht direkt neben ein anderes Wohnmobil stellst. Es gibt immer wieder Camper die nutzen direkt die nächste Parzelle, obwohl der gesamte Platz frei ist und kommen zum „Kuschelcamping“ . Warum dies so ist? Ich habe es noch nicht herrausgefunden, aber eigentlich freut sich jeder Camper über ein bisschen mehr Platz und „Privatsphäre“, wenn es denn möglich ist. Ist der Stellplatz bereits voll oder zumindest sehr gut besucht, ist das natürlich kein Thema.

Wenn es so ist, dass Du dich/ Deine Familie kennst und ihr euch bei der Parzellenwahl gerne unschlüssig seid, ist es immer gut, wenn Du das Womo irgendwo am Rand abstellst und den Stellplatz zu Fuß erkundest, um Dir/euch eine Parzelle auszusuchen. Gerade auf verwinkelten Stellplätzen ist dies durchaus von Vorteil, dann wendet ihr nicht 10 mal vor dem Mittagstisch eurer Mitcamper. Wenn ihr zu zweit  unterwegs seid, kann ja einer an der Parzelle warte, diese somit „belegen“, währen der Andere nur eben das Womo holt. Eure Nacharn werden es euch danken, wenn ihr nicht 30 mal an ihnen vorbei tuckert um jede 2. Parzelle persönlich zu begrüßen. 😉

Und dann gibt es noch das Thema Stellplätze reservieren. Da gehen die Meinungen deutlich auseinader und dieses Thema führt auch immer wieder auf den Plätzen, wie auch in den verschiedenen sozialen Medien, zu Zoff. Ich sehe diesen Punkt ganz pragmatisch. Ein Stellplatz ist ein STELLplatz, kein Campingplatz!   Auf einem Campingplatz mietet man sozusagen seine Parzelle, kann den Platz auch mit dem Fahrzeug verlassen und abends zu seiner Parzelle zurückkehren. DAFÜR WURDEN STELLPLÄTZE ABER NICHT GEBAUT. Stellplätze sind eben zum stehen da und diese merkwürdige Art Parzellen tagsüber mit Stühlen oder, oder, oder zu reservieren, den Platz für Stunden zu verlassen und abends auf „seinen“ Platz zurück zu kehren, ist für mich ein unding! Ich kann jeden verstehen, der auf einen Stellplatz auffährt, die Stühle zur Seite räumt und die Parzelle nutzt. Ich würde mich das wahrscheinlich nicht trauen, kann es aber gut verstehen. Das ist das selbe Thema wie Strandliegen mit Handtüchern zu reservieren! Anders sieht es aus, wenn man nur mal eben zum Entsorgen fährt. Morgens, wenn die meisten Leute einen Stellplatz verlassen, kann es an den Ver- und Entsorgungsstationen schonmal sehr voll werden.Da kann ich verstehen, wenn man sagt, ich stelle mich jetzt nicht in die lange Schlange, ich komme erstmal an und fahre Nachmittags nochmal eben entsorgen. Wenn man dann die Parzelle mit einem Stuhl als belegt „Kennzeichnet“, oder die Nachbarn bittet zu schauen, dass die Parzelle frei bleibt,  ist das für mich verständlich. Aber da geht es eben auch wirklich nur um das Entsorgen bzw. um z.B. Wasser zu tanken.  Wenn ich aber sehe (live in Stade erlebt), das Parzellen auf einem rappel vollen Platz mit Keilen reserviert werden und das über TAGE hinweg, weil die Leute am Abend gar nicht zurück kamen und andere Stellplatzesucher diese Parzelle dann aber nicht nutzen können, geht das für mich VOLLKOMMEN am Sinne ines Stellplatzes vorbei.

Davon abgesehen gibt es immer wieder Kleinigkeiten, die man im Zusammenleben beherzigen kann. Wenn die Nachbarn z.B. gerade am Frühstückstisch sitzen, muss man selber nicht gerade den Klo Kanister entleeren. Wenn Du einfach immer ein bisschen daran denkst, dass man sich auch auf einem Stellplatz in gewisser Weise in einer Gemeinschaft befindet, kommst Du aber sicherlich gut klar. 

 

Und dann gibt es noch die absoluten STELLPLATZ NO-GOES!

 

Es gibt also ein paar Dinge, die gehen so absolut gar nicht und können durchaus zu einem riesen Stress führen. Diese Punkte solltest Du also tunlichst vermeiden:

 

  • Immer wieder ein Thema, mehr Platz belegen als Dir zusteht! Egal ob es die ausgefahrene Markise ist, die auf die Nachbarparzelle reicht, Fahrräder die ganz bewusst so hingestellt werden, dass man sich mehr Platz verschafft oder mittlerweile auch immer häufiger gesehen, Anhänger samt Auto, die abgekoppelt werden und auf die Nachbarparzelle geschoben werden, ohne diese zu bezahlen/ zu nutzen. Wir sind alle froh, wenn wir noch einen Stellplatz ergattern, es wäre also toll wenn auch Du dich an die Verhältnisse anpasst.

 

  • Thema Hund auf Stellplätze… ich beginne jetzt nicht mit dem “Kack und Leinenpflicht Thema”, ich denke das ist mittlerweile ganz klar. Aber auch Dinge wie, Dein Hund pinkelt an andere Fahrzeuge, Fahrräder oder Markisen Stangen sind schlichtweg NO-GOES.

 

  • Gibt es Toiletten und Duschen auf einem Stellplatz, werden die natürlich so verlassen wie Du sie auch vorfinden möchtest. In jeder Dusche steht eine große Fletche, diese kannst Du zum sauber machen nutzen.

 

  • Und zum Thema Entsorgung… ganz wichtig und ein Punkt den man als Anfänger einfach gerne mal übersieht. Niemals, also niemals, niemals, niemals wird mit dem Frischwasserschlauch der WC Kanister ausgespült. Und sämtliche Reste vom Entleeren der Toilette oder des Abwassers, müssen natürlich verschwinden. Auch Klopapier Reste die sich irgendwo verheddern.

 

Natürlich gibt es noch viele weitere Punkte die auf den Plätzen immer, immer wieder zu Ärger führen, das beginnt beim bellenden Hund oder der laufenden Klimaanlage, geht über tierisch laute Stromgeneratoren bis zu Fußballspielenden Kindern zwischen den Wohnmobilen.

Aber wenn Du dich an die oben genannten 4 Punkte hältst, hast Du schon viel für den entspannten Stellplatz Urlaub getan. Du warst noch nie campen, kennst dich in der „Camper Szene“ noch gar nicht aus und möchtest die größten Fettnäpfchen umschiffen? Dann ist mein Artikel mit den sage und schreibe 50 größten Fettnäpfchen beim campen sicherlich für Dich ganz spannend:  50 Camping und Stellplatz Fehler

 

Kuschelcamping auf Stellplätzen

Obwohl der Stellplatz noch fast komplett frei war, sind auch diese Nachbarn zum Kuscheln gekommen.

 

 

Zum Schluss noch einige persönliche Tipps und Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren selber bekommen bzw. gemacht habe:

 

Stellplatz – und sonst so? Gut zu wissen:

 

  • Egal ob  Stellplatz Kosten oder Strom Gebühren, ganz, ganz häufig kannst Du die “Zeche” nur mit Münzgeld bezahlen. Wechselautomaten gibt es allerdings so gut wie nie und die Ausrede, ich hatte kein / nicht genügend Kleingeld, gilt für viele Kontrolleure nur bedingt. Aus diesem Grund solltest Du dir unbedingt eine Kleingeld Dose anschaffen. Auch bewusst gewechseltes Kleingeld vor der Tour bei Deiner Bank ist empfehlenswert. Am häufigsten wirst Du 1 Euro Stücke und 50 Cent Münzen benötigen.

 

  • Du kommst am Stellplatz an, kannst noch nicht bezahlen, benötigst aber Strom? Du kannst das Womo bereits vor der Anmeldung an den Strom hängen, da gibt es eigentlich nie Probleme. Sollte es sich allerdings um einen Stellplatz handeln der nach Zählerstand abrechnet (ist sehr, sehr, seeeehr selten und mir bisher nur einmal an der Mosel vorgekommen) solltest Du den Zählerstand vor Nutzung auf jeden Fall irgendwo notieren, bzw, eine Handyfoto vom Stromzähler knipsen.

 

  • Vorsicht – gerade in den Sommermonaten ist es häufig sehr voll, so dass es manchmal nicht genügend Stromsäulen gibt. Manche Camper legen dann Stromkabel über die Stellplatz Wege. Davon kann ich Dir nur DRINGENST abraten. Ich habe es einmal in Greetsiel, direkt vor meinem Womo erlebt, wie sich so ein über den Weg gespanntes Stromkabel im Reifenprofil eines anderen Womos verfangen hat. Es gab einen Knall und ich glaube der Schaden war nicht gerade klein. Der gesamte Anschluss am Womo meines Nachbarns (der das Kabel so gelegt hat) wurde rausgerissen, an einem weiteren Womo entstand durch das wirbelnde Kabel eine ordentliche Macke und auch die Stromsäule wurde beschädigt, so dass 7 weitere Camper keinen Strom mehr hatten. Davon agesehen war das Stromkabel natürlich hin und es ga rieeeesen Disskussionen, wer für den Schaden verantwortlich ist. Viele Wochen später wurde dann in einer F Gruppe gepostet, dass der Besitzer des Kbbels für den Schaden aufkommen musste und er große Probbleme mit seiner Versicherung hatte, weil er „grob fahrlässig“ gehandelt hat, als er das Kabel quer über die Wege gelegt hat.  

Also, wenn Du unbedingt Strom benötigst, dann schau dich am besten vor dem Einparken um, wo Du eine freie Parzelle mit Stromanschluss findest.

  • Du nutzt einen Stellplatz auf dem einmal pro Tag ein Kontrolleure erscheint bei dem bezahlt wird, aber zu der Zeit in der der Kontrolleure auf den Platz kommst, bist Du wiederholt nicht anwesend?

Ich habe für solche Zwecke mittlerweile immer Briefumschläge an Bord, in die ich dann das Geld für eine Übernachtung lege und per Klebeband, plus entsprechender Info auf dem Umschlag, an die Aufbautür klebe. Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass wenn mich der Kontrolleure nicht erreicht, ich mich irgendwo an einer Touri Info oder auf einem Amt der Stadt melden musste (Ordnungsamt o.ä.) um  dort die Stellplatzgebühr zu bezahlen. Diese Ämter sind aber oftmals nicht “um die Ecke”, das hieß, ich musste mit dem Womo irgendwo in den Städten herum tuckern, dort iiiiiirgedwo einen passenden Parkplatz finden und dann zum Teil noch ewig warten, bis ich auf einem Amt bezahlen konnte. Das war super nervig und im Ausland, ohne Sprachkenntnisse, gar nicht so einfach.

Seit der Briefumschlag Taktik konnte ich dem bisher immer wieder entgehen. Natürlich ist es nicht toll den Briefumschlag “frei” an die Aufbautür zu kleben, dennoch hat das bei mir bisher immer wieder funktioniert , das Geld wurde entnommen und der Kontrolleure hat die Quittung in den Briefumschlag gelegt.

Vielleicht ja auch für den ein oder anderen von euch praktikabel.

  • Leider wird auch auf Stellplätzen immer mehr geklaut. Richtige Einbrüche, also z.B. eingeschlagene Fenster, kommen meinen Erfahrungen nach auf gesicherten Stellplätzen in Deutschland sehr selten vor. Stehst Du allerdings auf einfachen Stellplätzen im Ausland, z.B. auf irgendeinem kleiner Strand Parkplatz/ Stellplatz, solltest Du Wertsache (Laptop/Kamera/Geld) auf jeden Fall mitnehmen.

Egal wo Du stehst, Fahrräder sollten IMMER gesichert und abgeschlossen werden. Ich habe schon von Leuten gehört denen die Campingstühle geklaut wurden oder, oder, oder… Mir selber ist das noch nie passiert, dabei hae ich schon so einiges vor dem Womo liegen gelassen, aber ihr solltet schon mitdenken und wertvolle Dinge auch auf Stellplätzen sichern. 

 

  • Schau Dich auf dem Stellplatz um, es gibt eigentlich immer mindestens einen Info Schaukasten mit vielen interessanten Tipps und Aktivitäten in der Region. Wenn Du auf einem Stellplatz mit Anmeldung stehst, lohnt sich auch dort ein genauer Blick. Häufig liegen dort z.B. auch kostenlose Stellplatz Heftchen wie das “Top Platz” Heft aus, welches Du einfach so mitnehmen kannst.

 

  • Zu guter letzt noch ein, wirklich gut gemeinter Tipp, für den ich schon häufiger ordentlich Kritik einstecken musste und den ich trotzdem veröffentliche! 🙂 Bleibt nämlich dennoch meine Meinung! Wenn Du mit kleinen Kindern on Tour bzw. auf einem Stellplatz stehen möchtest, kann ich Dir nur den Tipp geben, die Kurzen (vor allem Vormittags) nicht alleine “rumturnen” zu lassen. Ich meine damit vor allem kleine Kids mit Rädern, Rollern oder, oder, oder.

Auf vielen Stellplätzen herrscht nunmal ein kommen und gehen und NATÜRLICH müssen die Womofahrer zu aller erst sehr, sehr gut aufpassen. Aber die Kurzen sind auf ihren Rädern so flink, achten nicht unbedingt darauf, dass irgendwo ein Womo ausparkt und Wohnmobile haben nunmal eine sehr eingeschränkten Übersicht.

Ich habe es selber einmal in Frankreich erlebt, wie ein Mädel von einem Womo angefahren wurde, das gerade ausgeparkt hat. In dem Fall ist bis auf ein paar Schrammen, zum Glück, nicht mehr passiert, aber für alle wäre es der größte Horror ein Kind zu erwischen.

Ich würde meinen Nichten zumindest nicht erlauben alleine auf einem Stellplatz mit den Rädern/ Dreirädern herum zu cruisen.

 

Mit dem Wohnmobil in Dänemark

Egal ob Deutschland oder Europa, Stellplätze „ticken“ alle ähnlich.

 

Fazit Stellplatz – so geht’s?

 

Wohnmobil Stellplatz - Tipps für Deinen ersten Road Trip

Wohnmobil Stellplätze – Der Pinterest Pin zum Artikel

Für mich sind Stellplätze immer noch die erste Wahl wenn es um eine Wohnmobiltour geht und ich bin sehr, sehr froh, dass es diese Möglichkeit gibt eine kurze Weile sicher, entspannt und ohne Stress das Wohnmobil zu parken und zu nutzen.

Im Grunde waren Stellplätze mal so etwas wie spezielle Parkplätze für Wohnmobile, auf denen man auch in ruhe übernachten kann.

In den vergangenen Jahren haben sich die Grenzen zwischen Wohnmobilstellplatz und Campingplatz immer weiter vermischt. Die Stellplätze werden immer größer, die Parzellen bekommen zum Teil extra Parkflächen auf Schotter und Nutzungsflächen auf Rasen, sie bieten immer mehr Service und damit steigen natürlich auch die Kosten erheblich.

Diesen Trend sehe ich mit seeehr gemischten Gefühlen… einerseits finde ich tolle Stellplätze manchmal auch super (vor allem zu kalten Jahreszeiten) alles andere wäre gelogen, andererseits empfinde ich es als ganz, ganz großen Mist, dass es immer weniger einfache, kostengünstige Stellplätze gibt.  Ein Beispiel zu einem dieser neuen “super” Stellplätze mit allem drum und dran findest Du z.B. hier:  Friedrichstadt – ein wahnsinns Stellplatz mit System!

Ich hoffe ich konnte Dir einige gute Tipps zum Thema Stellplätze geben und Du weißt nun wie das mit den Stellplätzen so funktioniert.

 

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte auf die Schnelle:

 

  • Stellplatzwahl durch spezielle Atlanten oder Apps. Apps sind meine Favoriten!
  • Stellplätze sind immer nur für wenige Übernachtungen gedacht.
  • Einfach auf den Stellplatz auffahren und Parzelle wählen.
  • Der Stellplatz Aufenthalt wird immer zu Beginn am Automaten, einem Kontrolleure, oder an der Anmeldung bezahlt.
  • Wie das mit dem Bezahlen auf dem jeweiligen Stellplatz genau läuft, kannst Du manchmal durch die Stellplatz Apps erfahren oder Vorort sehen bzw. bei den Nachbarn erfragen.
  • Nach dem Bezahlen Strom anschließen und “auspacken” soweit erlaubt.
  • Hilfreich ist eine extra Womo-Münzgeld-Box
  • Wichtige Informationen zum Stellplatz oder Angebote für Freizeitaktivitäten, kannst Du der Infotafel am Platz entnehmen.

 

Jetzt sollte einem entspannten Road Trip bzw. Aufenthalt auf einem Stellplatz nichts mehr im Wege stehen.

Ich wünsche Dir eine super schöne Zeit on Tour und wie immer … bleib gesund!

 

Deine

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

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