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Camping 2017/2018 – Freiheit pur, oder eher doch nicht?  Seit Wochen geht mir dieses Thema nicht mehr aus dem Kopf. Immer mehr Leute berichten auf Facebook oder Instagram von ihren suuuuper vanlife Momenten. Gerade im Moment ist das Thema überwintern in Portugal z.B. in aller Munde und tausende Neu-Camper kaufen oder mieten ein Wohnmobil/Caravan mit diesem einzigartigen Gedanken an Freiheit und selbstbestimmten reisen.

Aber ist das die Road Trip Realität der Camping Saison 2017/2018?

Gerade ist der Caravan Salon 2017 beendet worden und ich habe die offizielle Abschluss Pressemitteilung erhalten. Schon seit Jahren boomt die Camping Branche und schon seit Jahren ist der Caravan Salon die besucherstärkste Caravaning und Reisemobil Messe der Welt und dennoch wurden auch dieses Jahr wieder ein neuer Besucherrekord aufgestellt.

Insgesamt haben 232.000 Menschen den Caravan Salon 2017 besucht. Das sind nochmal 28.500 Menschen mehr als im vergangenen Jahr und das besondere, satte 35% dieser Besuche waren zum erstenmal auf der Messe.

Hersteller und Verkäufer sind rundum zufrieden mit dem Caravan Salon 2017.

Klar die Branche boomt soooooo sehr (ich habe keinen Vergleich, aber ich würde behaupten, es gibt kaum eine andere Industrie die so sehr boomt wie die Caravaning Industrie), dass auf jeder Pressekonferenz Umsätze bekannt gegeben wurden, die kaum zu fassen sind und NATÜRLICH profitiere ich als Camping Bloggerin auch von diesem Boom, keine Frage!

Ich frage mich nur, wo soll das alles hinführen? Ist dieser Boom wirklich für uns alle so positiv? Hat die Saison im Bereich Camping 2017/2018 noch immer etwas mit Freiheit und „tun und lassen wonach einem beliebt“ zu tun, wie es uns in der Werbung, in wunderschönen Imagefilmen und den ganzen Instagram „vanlife & Road Trip“ Bildern gezeigt wird?

Und sollte dieses „Freiheit Ding“ beim Camping 2017/2018 nicht mehr möglich sein, wer hat Schuld? Liegt es wirklich nur an dem Boom, oder gibt es noch ganz andere Probleme?

Camping 2017- 2018 – wie viel Freiheit kann man sich als Camper heute noch erlauben?

An den ersten Tagen des Caravan Salons habe ich einige Pressekonferenzen der Caravan und Reisemobilhersteller besucht. Neben den großartigen Zahlen der Branche, wurden auch immer wieder verschiedene Werbefilme gezeigt.

Da fuhren die schönsten Reisemobile über verschlungene, einsame Straßen, Kinder spielten an einsamen Stränden und Paare saßen abends gemütlich am Lagerfeuer- um sie herum nichts als Ruhe, Erholung und einsame Dünen Landschaften.

 

Camping 2017/2018

Wunderschöne Bilder und der Wunsch zu reisen und absolut selbstbestimmt zu leben lockt immer mehr neue Camper an.

 

Es wurde also genau der “Camping Traum” gezeigt, den viele (Neu-)Camper haben, wenn sie an einen Road Trip durch Europa denken. Dieses ganz spezielle vanlife Gefühl, die einmalige Möglichkeit von Freiheit und unangepasstem Verhalten.

Doch je mehr Pressekonferenzen ich besuchte, je “ärgerlicher” wurde ich beim schauen dieser wunderschönen Imagefilme.

Gut,  eines ist natürlich auch klar, bei diesen Filmen handelt es sich um reine WERBUNG! Die wollen gar nicht zeigen wie es in der Realität aussieht. Trotzdem stelle ich mir die Frage, wie viele Leute diese Filme, Werbung und Instagram Bilder sehen und mit genau dieser Erwartung an einen Camping Urlaub ein Wohnmobil oder Caravan mieten/ kaufen?

Später stellen sie dann enttäuscht fest, dass diese Bilder so gar nichts mit dem aktuellen Standart vor Ort zu tun haben.

Andererseits frage ich mich aber auch, wie vielen Leuten das vollkommen egal ist?

Camping und Camping, zwei komplett unterschiedliche Reisen.

Denn wenn wir mal ehrlich sind, viele, viele Camper sind durchaus damit zufrieden ihren Jahresurlaub auf einem vollen Campingplatz in Italien, Kroatien oder Deutschland zu verbringen. Da geht es nicht um “das große Abenteuer”, da geht es nicht um einen RoadTrip und da geht es schon gar nicht um Einsamkeit!

Wie sieht ein normaler Road Trip oder ein Campingurlaub 2017 aus und  woran liegt es, dass Camping 2017/2018 nur noch so wenig mit den wunderschönen Werbefilmchen zu tun hat?

Ich möchte heute einfach mal aufräumen mit dem Gedanken, wer campt hat einen Freifahrtsschein auf unangepasstes Verhalten. Frei zu reisen ist etwas besonderes und wunderschön und trotzdem kann man eben nicht nur an sich selbst denken! Leider hapert es aber bei vielen Campern an genau diesem kleinen bisschen „Mitdenken“! 

 


 

Als aller erstes muss man sagen, auch die Länder, Städte und Gemeinden sind nicht doof. An vielen Spots, an denen es früher noch problemlos möglich war einige Tage wild zu campen, steht heute Verbotsschilder.

Camping nicht gestattet!

Doch warum wurden so viele Spots für uns Camper geschlossen?

Zum einen geht es ganz sicher darum, die Leute auf die städtischen Stell- und Campingplätze zu schicken. Diese müssen natürlich bezahlt werden und einer Gemeinde sind nunmal Touristen lieber die ordentlich Geld vor Ort lassen, als Besucher, die zwar den wunderschönen Spot nutzen, aber dafür nicht bezahlen.

Zum anderen muss ich aber auch GANZ, GANZ DEUTLICH sagen, wir Camper haben es an so manchem Ort KOMPLETT übertrieben!

 

Volle Parkplätze durch Wohnmobile, Camping 2017/2018

Auf diesem Bild sind es zwar PKW’s, aber an manchen öffentlichen Orten werden die Plätze von zu vielen Campern belagert.

 

Klar, durch diesen enormen Camping Boom sind viel, viel vieeeeeel mehr Wohnmobilisten und Camper allgemein in Europa unterwegs.

Camping verboten, Stellplätze sind voll

Manchmal gibt es an öffentlichen Orten extra Womo Stellplätze, leider wird sie eigentlich NIE an die maximale Anzahl gehalten.

Wo vor einigen Jahren noch 2-3 Wohnmobile still und ruhig an einer einsamen Bucht standen, stehen heute, gerade zu den top Reisezeiten, auch gerne mal mehr als 10 oder 15 Wohnmobile.

Das dies bei der jeweiligen Behörde, den Anwohnern, oder vereinzelt auch anderen Touristen, nicht gerade gut ankommt, kann ich verstehen. Wenn es dann gar soweit geht, dass sich Anwohner richtig belästigt fühlen, ist der Stress vorprogrammiert.

Nehmen wir mal einen Punkt, den ich aktuell von allen Seiten höre, lese oder sehe..

Überwintern in Portugal – seit einigen Jahren der absolute Camper Knaller!

PORTUGAL –

DAS TOP REISEZIEL BEIM THEMA ÜBERWINTERN 2017/2018.

Meine gute Freundin Doreen von She is on the Road again ist ja bekannt als Portugal Fan und kennt sich an der südlichen Spitze Europas richtig gut aus. Sie fährt schon seit 30 Jahren regelmäßig nach Portugal, kennt Land und Leute bestens, ihr Freund hat zweitweise in Portugal gelebt und sie hat  mit Schrecken verfolgt wie der Camping Boom nach Portugal kam.

Ihre ganz deutliche Meinung, (und nachdem sie mir einiges erzählt hat, plus wir auf dem Caravan Salon ein längeres Gespräch mir der Algarve Tourismusagentur geführt haben, ist es auch meine Meinung)…. durch den Boom kommen mittlerweile zu viele Camper nach Portugal, die meinen sie müssten unbedingt frei stehen. Dazu kommt noch das sich viele extrem beschissen verhalten, oder es vielleicht auch einfach nicht besser wissen.

Das dabei Anwohner, Städte und Gemeinden immer genervter sind und hart durchgreifen… TJA SORRY, ABER KEIN WUNDER!

 

Da gibt es z.B. den portugiesischen Imbiss Buden Besitzer, der an der südlichste Spitze Portugals bis 22 Uhr seine Produkte verkauft. Jeden Tag um 22 Uhr fährt er mit Sack und Pack samt Imbiss-Anhänger heim, denn den Wagen kann er nicht dauerhaft an dem verlassenen Standort stehen lassen.

Er fährt also nach einem langen Tag heim, und dann beginnt die laaaange suche nach einem passenden Parkplatz. Denn leider hat er das Pech direkt an der Küste zu leben und zwischen seinem Haus und dem Strand befindet sich ein öffentlicher Parkplatz. Jahrelang konnte er da problemlos seinen Foodtruck parken, denn die 1,2,3 Wohnmobile, die diesen Parkplatz vielleicht mal genutzt haben, störten überhaupt nicht. Der gute Mann hatte nie etwas gegen Camper, ganz im Gegenteil. Durch seine freundliche Art haben ihn auch Doreen und ihr Freund kennen und schätzen gelernt.

Mittlerweile stehen da aber JEDEN ABEND 30- 40 Wohnmobile, oder selbst ausgebaute Busse. Natürlich ist der Platz eigentlich nicht dafür gedacht, so dass die Camper eng an eng und Tür an Tür stehen müssen… aber frei stehen ist ja Freiheit pur! 😉                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

Die Anwohner haben keine Chance mehr in den Abendstunden einen Parkplatz zu finden.

Dazu kommt leider auch noch, das viele Camper den Platz nicht so verlassen wie sie ihn vorgefunden haben.

Oder auch sehr beliebt die vollen Müllbeuten werden unverschlossen neben den nächsten kleinen öffentlichen Mülleimer gelegt, denn dieser ist ja eh schon mit dem Müll anderer Camper bis oben hin voll. Da legt man seinen Müll halt daneben. Bis die nächsten Vögel, oder in der Nacht die Ratten, kommen und den Müll komplett „zerlegen“.

Schöööööön, die Anwohner freuen sich und wer war es wieder DIE CAMPER! Und bitte… wer jetzt denkt, na dann müssen eben mehr oder große öffentliche Mülleimer aufgestellt werden, bzw. die vorhandenen „Eimer“ müssen häufiger geleert werden.

Sorry, aber da kann ich nur sagen, da liegt ihr falsch. Die kleinen öffentlichen Mülleimer sind einfach nicht dafür vorgesehen den normalen Hausmüll zu entsorgen. Wir Camper stehen da falsch, da haben die Städte keine Schuld!

 

Wohin mit dem Camping Müll?

Leider kein seltener Anblick, wenn sich viele Wohnmobilisten an einem öffentlichen Ort versammeln.

 

Das Problem geht sogar regelmäßig so weit, dass der Womo Dreck in den Mülltonnen der Anwohner entsorgt wird und wenn erst einer damit anfängt, folgt schnell der Müll der nächsten Camper usw. usw. Das ganze geht so weit, dass die Mülltonne regelmäßig komplett voll sind, voll mit dem Müll der widerrechtlich parkenden Camper. 

Das die Anwohner da auf die Barrikaden gehen, ist für mich sehr, sehr verständlich und dieser Ärger trifft leider nie die Richtigen sondern immer uns alle.

 

Dazu kommt noch ein zweites, echt beschi..enes Problem.

Viele Leute können oder wollen sich ein “richtiges Wohnmobil” nicht leisten und bei vielen jungen Leuten ist die “typische Weißware” auch gar nicht im Trend.

Da soll es viel lieber der coole, selbst ausgebaute kleine Campingbus sein. Der hat ein Bett, eine Kühlbox, eine Power Bank zum Handy laden und vielleicht noch einen Gaskocher… mehr muss es nicht sein!

Gerade die coolen, jungen Leute stehen auf diesen vanlife, surfer, hippie Look. Da ist es wichtig,  dass die Surfboards aufs Dach passen, die Noes in den Kleiderschrank, 2 Shorts und 3 Shirts und vielleicht noch ein Skateboard, oder Mountenbike und schon geht es los.

Auf zum Europa Trip samt Surfboards… soweit so stylish!

Leute, ich finde diesen Style ja auch toll und wäre ich nochmal 19, hätte mein Abi in der Tasche, wäre gesund und hätte eine coole Freundin oder Freund, JAAAAA ganz sicher wäre genau das auch mein Traum von Freiheit und erster großer  Reise ohne Eltern!

Aber das ganz große Problem ist, viele dieser selbst ausgebauten Busse haben keine Toilette o.ä. und auch die beliebte „Eimer Tüten“ Methode muss ja nun irgendwohin entfernt werden. 🙁

Wer jetzt denkt, ohhh Mensch, da holt Isa, aber die letzten Kleinigekeiten aus der “Camper Tasche”, dem muss ich sagen… LEIDER FALSCH GEDACHT!   Leider ist es nicht so, dass dieses Problem vereinzelt auftritt…

Sorry für die klaren Worte, aber die Dünen in Portugal sind absolut zugeschissen und es wird von Monat zu Monat schlimmer! An jedem 2. Grasbüschel wehen die Klopapier Fahnen und vorsicht vor den “Dünentälern”. Wer  aus dem Blickfeld der anderen verschwindet, latscht in einer riesigen Kloake herum! Eine Person aus meiner weiteren Verwandtschaft ist aktuell zum surfen und Motorcross fahren in Portugal… er hat sich seinen Bus auch selbst ausgebaut und ist super stolz. Ja, kann er auch sein, aber auf meine Frage wie es mit einem Klo aussieht hat er nur gelacht… Antwort: Wir sind doch beim campen, Isa! 

Tjaaaaaa, was soll ich da noch anderes sagen als, sorry aber Dein Benehmen ist scheisse!

 

Das alles hat dazu geführt, dass viele Überwinterer in diesem Jahr ihr blaues Wunder erleben werden. Schon in den letzten Jahren wurden in Portugal immer mehr Strände und Parkplätze für Camper gesperrt. Dieses Vorgehen wird sich dieses Jahr nochmal deutlich verstärken und die Behörden vor Ort wurden nochmal extra dazu angewiesen, verstärkt gegen Wildcamper vorzugehen. 

 

Natürlich bedeutet das nicht, dass sich die Leute in jedem Surferbuss so verhalten und natürlich wird es abseits der Küsten und in den Bergen Portugals immer noch Möglichkeiten geben, wild zu campen. Aber von dem Lagerfeuer, Sonnenuntergang, Einsamkeit Freiheitstraum, wie er immer wieder in den Imagefilmen gezeigt wird, ist  an z.B Portugals Küsten nichts, oder nur noch sehr, sehr wenig zu spüren und leider sind wir Camper und der gesamte Camping Boom selbst daran schuld!

Dabei ist die Lage in Portugal sicherlich extrem, aber das selbe Spielchen läuft läuft in vielen, vielen anderen Ländern genau so ab! In Südfrankreich kostet das Bußgeld für Wildcampen in bestimmten Regionen mittlerweile 1250 Euro und ich kenne mittlerweile  schon 2 Leute die in diesem Jahr nächtlichen Besuch bekommen haben und dieses “KnöllCHEN”  bezahlen mussten!

 

Camping 2017/2018 bedeutet auch, wild campen / frei stehen ist in vielen Regionen  Europas so gut wie unmöglich geworden.

 

Allerdings frage ich mich auch, ob wirklich so viele Leute frei stehen / wild campen wollen (müssen?!), wie es gerade in den sozialen Medien häufig den Eindruck macht. Dabei möchte ich euch alle mal bitten euch zu überlegen, ob ihr WIRKLICH zu den „wild Campern“ zählt, oder ob ihr nicht eigentlich auf der Suche nach einem ganz anderen Urlaub seid?!“

 

Welche Camping Typ bist Du?

 

Welcher Camping Typ bist Du?

Die wenigsten Wohnmobilisten sind ECHTE Wild Camper!

 

Ich höre und lese immer wieder von Leuten die frei stehen möchten, die Freiheit und Natur genießen wollen und eigentlich so tun als seien sie die absoluten outdoor Menschen. Wenn man sich dann allerdings die Art zu reisen genauer anschaut, ist in Wirklichkeit wenig von diesem outdoor Menschen übrig geblieben.

Kommt, jetzt seid mal ehrlich zu euch selbst! Es ist doch ganz eindeutig so, die wenigsten von Euch (mich teilweise eingeschlossen!) stehen wirklich gerne über Tage vollkommen alleine in der Natur. Die aller meisten sind doch eigentlich ganz froh, wenn sie irgendwo stehen wo es noch andere Camper um sie herum gibt.

Darum stehen viele Reisemobilisten ja nunmal auch auf Stellplätzen, oder wenn es um solche Reise wie das Überwintern in XY geht, stehen sie am liebsten auf kostenlosen Parkplätzen, umringt von anderen Campern.

Zum “echten” frei stehen (damit meine ich, gewollt viele Tage und Wochen weit Abseits von jeglichen anderen Campern stehen) fehlt doch den allermeisten Campern der Mut. Das ist doch im Grunde gar nicht das was dies allermeisten Camper wirklich wollen.

Das ist ja auch alles gar nicht schlimm, versteht mich nicht falsch, es ist total ok wenn ihr lieber unter Leuten und gemeinsam mit irgendwelchen anderen Campern stehet. Aber dann solltet ihr vielleicht auch so ehrlich sein und sagen, ok wir suchen uns einen Stell- oder Campingplatz.

Es kann einfach nicht angehen, nur weil man zuhause sagen möchte, man stehe ja immer frei, sich immer und immer wieder die Orte zu suchen, an denen eh schon viele andere Reisemobilisten stehen. 

Wer häufig mal frei steht, der kennt diese Situationen doch genau. Sobald man irgendwo so steht, dass man das Wohnmobil noch von der nächsten Straße o.ä. sieht, kommt es doch ganz, ganz oft vor, dass sich plötzlich andere Camper dazu stellen. Vom rein menschlichen her, ist das ja auch ok und ich kann auch verstehen, dass sich vieler Leute denken, och da steht schon ein Womo, ist doch super, dann stellen wir uns dazu.  Allerdings sorgen 2,3,4 oder auch 10 Wohnmobile für viel mehr Aufsehen, als wenn nur ein einzelnes Wohnmobil irgendwo an einem kleinen Küstenparkplatz steht. Und wenn ein oder zwei Womos an einem Ort geduldet werden, dann ist es eben nicht der richtige Weg, sich immer weiter dazu zu stellen. 

In dem Fall gibt es eben nur zwei Wege… wer WIRKLICH frei stehen möchte, sucht sich eh einen „eigenen“ Platz irgendwo in der Pampa und die „ECHTEN“ Wild Camper werden auch immer einen passenden Flecken FÜR SICH ALLEINE finden!  Wenn man aber nicht zu den „ECHTEN“ Wild Campern gehört und sich eigentlich am liebsten anhängt, bzw. umringt von anderen Campern schläft, dann muss man sich eben einen richtigen Stell- oder Campingplatz suchen.

Relativ große Gruppen von frei stehenden Campern sorgen an öffentlichen Orten für immer größere Problem, das ist NICHT DER RICHTIGE WEG!

 

der Camping Boom 2018

So ähnlich sieht es auf vielen normalen Campingplätzen in Europa aus.

 

 

Und abseits von Road Trip und wild Campen – Wie sieht das Camping 2017/ 2018 auf Stell- und Campingplätzen aus?

 

Ich glaube, um es sehr offen und ehrlich zu schreiben, es gibt grundlegend zwei Versionen von Campern.

Die einen buchen (vielleicht samt Familie) eine Parzelle auf einem Campingplatz und verbringen da ungezwungene 2-3 Wochen Sommerurlaub. Der Campingplatz soll am besten viel bieten, ist vielleicht riesige groß, so dass der Platz eher einem kleinen Dorf gleicht. Zum Teil wird sogar schon seit Jahren derselbe Platz angefahren. Man hat seine “feste” Wunschparzelle und kennt die Campingplatz Nachbarn aus den vergangenen Jahren.

Diese Camper stört es vielleicht wenn sich an den Duschhäusern lange schlangen Bilden oder man sämtliche Zusatzangebote eines Campingplatzes einzeln bezahlen muss. Ansonsten ist es ihnen aber eigentlich reeelativ egal, ob ein Platz rappelvoll ist, oder nicht. Der Urlaub findet auf der Parzelle, dem Campingplatz und der nahen, umliegenden Region statt.

Es ist aaaaaabsolut ok so zu campen und ich glaube, wenn alle Camper mal ganz eherlich auf die Frage “Wie findet ihr Camping Urlaub statt” antworten würden, fände so ein Campingurlaub bei der Mehrzahl der Camper statt. Gerade bei Familien ist diese Form des Campingurlaubes beliebt, mal ganz abgesehen von den vielen Dauercampern. Es ist total ok so seinen Jahresurlaub zu verbringen, ich habe absolut nichts dagegen (warum auch?), nur muss ich in dem Fall auch schreiben dürfen, diese Form des Camping Urlaubs hat nichts mit den traumhaften Imagefilmen, nichts mit Sehnsucht nach Freiheit oder Einsamkeit, oder einem großen Abenteuer zu tun,.

In diesen Fällen ist es eher so, dass gerade in der Hauptsaison ein Camper neben dem anderen steht, man am besten sein Parzelle noch mit einem Zäunchen umringt und die Zeit vor Ort genießt.

Man könnte sagen… ein Hotelurlaub ohne Frühstücksbüffet, aber mit Grill, in den eigenen 4 Wänden.

 

Dann gibt es noch die Form von Campern, die zwar gerne den Service und die Sicherheit eines Stell- oder Campingplatzes nutzen, aber dennoch alle 2-3 Tage weiterfahren. Die Reisemobilisten, sozusagen der sichere Road Trip mit Stell- und Campingplatz Service.

Diese Form zu reisen ist bei vielen Wohnmobilisten beliebt und ich selber bin ja auch häufig in dieser Form on Tour.

So weit, so schön! Aber diese Form „on Tour“ zu sein, birgt mittlerweile auch immer größere Probleme mit sich. Denn viele von uns möchten nicht lange vorab planen, wann sie an welchem Ort nächtigen. Dementsprechend ist es kaum möglich die Plätze vorab zu reservieren, was bei vielen Stellplätzen eh nicht möglich ist.

Viele Stell- oder Campingplätze sind durch die MASSEN an Campern aber so voll, dass es gerade Abends kaum noch freie Parzellen gibt, oder aber man steht wiederum ganz eng, Tür an Tür.

 

Camping 2017/2018 Probleme – Kuschelcamping ist immer öfter angesagt.

 

Wer da heutzutage noch von Freiheit und Abenteuer spricht, war entweder schon laaaange nicht mehr on Tour, oder hat ein vollkommen anderes Freiheitsgefühl als ich!

Bis vor 2-3 Jahren war es zumindest noch so, dass man eigentlich sagen konnte, außerhalb der langen Wochenenden und der absoluten Ferienzeit samt schönem Wetter, war es nie ein Problem eine freie, geräumige Parzelle zu bekommen.

Das hat sich aber ganz, ganz deutlich verändert.

Ich war dieses Jahr im April an der Nordsee unterwegs, außerhalb der Feiertage und das Wetter war auch kein Hammer. Selbst an einem Montagabend war ab 17 Uhr kein einziger freier Platz auf dem großen Stellplatz in Greetsiel zu ergattern… NICHT EINER!

Was das mit Freiheit und Abenteuer zu tun hat? NICHTS!!!

 

Camping 2017/2018 bedeutet leider häufig, die Stellplätze sind Rappel voll!

Camping 2017/2018 bedeutet leider häufig, die Stellplätze sind rappel voll!

 

Dazu kommen noch die deutlich gestiegenen Preise der Stell- und Campingplätze.

Früher war Campen noch eine günstige Urlaubsvariante.

Heutzutage ist Campen echt teuer geworden! Wenn man nicht gerade mit Camping Rabatt Karten außerhalb der Saison hantiert, kann ein Campingplatz mit 2-4 Personen schnell mal mehr als 50 Euro pro Nacht kosten und auch die Stellplätze werden immer teurer.

Stellplatzgebühren von 15 Euro sind doch mittlerweile ganz normal, dazu kommen dann noch Gebühren wie Kurtaxe und natürlich Strom oder Hundegebühren und so sind wir dann auch schnell bei über 20 Euro pro Nacht.

Günstig ist das ganz sicher nicht… aber die Stellplätze sind voll, auch bei noch höheren Kosten pro Nacht. Leider meinen auch immer mehr Stellplatzbetreiber einen unglaublichen Service an bieten zu müssen.

Einfache Stellplätze auf Asphalt, mit oder ohne Strom und sonst nichts… gibt es heute nur noch wenige.

Moderne Stellplätze gleichen viel eher einem Campingplatz, die Parzellen haben Schotter und Rasen Bereiche, es gibt Toiletten und Duschen, die Ver- und Entsrgung ist am besten noch komplett Computer unterstützt und wer etwas besonderes bieten möchte, hat einen Welness Tempel angeschlossen.

Das will natürlich alles bezahlt werden und sicherlich wird dieses Angebot auch von immer mehr Wohnmobilisten gut genutzt, doch mit einem Road Trip, Freiheit oder dem typischen Lagerfeuerbild hat das alles doch GAR NICHTS zu tun!

 

Camping 2017 / 2018 … das sollten Neu Camper wissen!

 

Die Camping Branche boomt und es gibt viele verschiedene Gründe, warum sich neu Camper auf den Kauf eines Caravans oder Wohnmobils einlassen… alles gut, das verstehe ich total!

Aber liebe “Neu- Camper”, wenn ihr euch erhofft habt, dass ihr mit dem Kauf eines Caravans oder Reisemobils euren “Freiheitsdrang” ganz ausgelassen ausleben könnt… dann ist diese Vorstellung schlichtweg falsch!!!!

 

Die Zeiten von “wir stehen tagelang am Strand, nutzen die Stranddusche und grillen abends überm Lagerfeuer” ohne einen Menschen zu stören, sind VORBEI!

 

Und durch diese MASSEN an Campern ist es auch immer unmöglicher, innerhalb seines Campingurlaubs,  ungezwungen und frei zu leben. Es ist einfach so, wo so viele Leute zusammen kommen, da muss man sich eben anpassen!

Das gilt natürlich genau so für Neu-Camper wie für Alte Hasen. Es tut mir ja leid, dass ich das so deutlich sagen muss, aber wer beim Camping 2017/2018 sein Ego ich ausleben möchte, der sollte am besten direkt mit seinem Hintern zuhause bleiben. Ich, ich, ich – schließlich haben ich ja so viel für die Miete des Womos gezahlt, diese Einstellung könnt ihr absolut vergessen… das geht GAR NICHT!

 

Ein Beispiel:

Ich war ja gerade in Dänemark. Der offizielle Stellplatz an dem jeweiligen Ort war riesig. Der Platz war zwar gut besucht und wir standen ganz vorne, also in der ersten Reihe, Tür an Tür, aber im hinteren Bereich gab es immer noch einige frei Parzellen. Zumal der gesamte Stellplatz so clever angelegt wurde, dass man auch von den hinteren Parzellen freien Blick aufs Meer hatte. 

Am Stellplatz, innerhalb eines Yachthafen,  standen große Schilder in verschiedenen Sprachen, dass bitte nur die eingezeichneten Parzellen genutzt werden sollen. Zudem gab es ganz vorne auf dem Steg einen Wendehammer, welcher auf beiden Seiten mit Wohnmobilverbortschildern gekennzeichnet wurde. Aber auch abgesehen von diesen Schildern war eigentlich jedem der der auf diesem Steg geparkt hat sofort klar, der Wendehammer MUSS frei bleiben, den benötigt man unbedingt um den Stellplatz wieder verlassen zu können.

So weit… eigentlich alles ganz einfach zu verstehen und dank der Schilder auch sehr klar und deutlich!

 

Am frühen Abend kam dann ein gemietetes Wohnmobil (man sah es deutlich, da die Womo-Vermietung den Wagen großflächig beklebt hat)  an der ganzen Reihe von stehenden Wohnmobilen entlang gefahren, stellte sich ganz vorne, mitten in den Wendehammer, fuhr da auch noch auf Keile und stand dann da lustig und zufrieden! 

Natürlich wurde auch noch das laaaange Stromkabel heraus gekramt und verlegt, denn Strom wollte man ja doch gerne haben.

Naja…. ich habe mir meinen Teil dazu gedacht , empfand das alles an sich schon als dreist, aber gut. Ich dachte, der fährt sicherlich am nächsten morgen schon ganz, ganz früh wieder los. Also gut, dreist, aber mir egal!

Am Rande dieses Wendehammers gab es zudem einige Piknik Bänke/ Tische  und da man dort wunderschön am Meer saß uuuund es am kommenden morgen endlich mal relativ windstill und sonnig war, wurden diese Bänke natürlich auch gerne genutzt. Von Milla und mir, meinen direkten Stellplatz Nachbarn und vielen anderen Stellplatz Gästen. Zumal man auf dem Stellplatz selber so eng stand, dass man auch nicht gut hätte zwischen den Wohnmobilen sitzen können.

So weit so gut… bis der Herr des hauses aus dem gemieteten Womo kam und DIREKT anfing zu toben. Er war der Meinung, da er ja direkt vorne im Wendehammer stand, dass ihm dementsprechend auch der nächstbeste Piknik Tisch “gehört”. Das da morgens schon andere Leute sitzen und frühstücken, hat ihm so gar nicht gepasst.

Lange rede kurzer Sinn, als erstes hat er sich wegen des belegten Tisches lautstark mit meinen Womo Nachbarn angelegt. Die waren gerade mitten beim Frühstück, hatten ihre Produkte ordentlich samt Tablett zu dem Tisch getragen und dachten nicht im Traum daran diesen jetzt frei zu machen, warum auch?!?

Danach ging es aber weiter, denn mehrere Leute wollten den Stellplatz verlassen, konnten aber nicht weg fahren, weil der Wendehammer belegt war. Der gute Campingkumpel war aber der Meinung, eine Nacht dürfte er überall stehen bleiben, das hat er so im Netz gelesen und  ER HAT  TATSÄCHLICH DEN WENDEHAMMER NICHT FREI GEMACHT.

Das ganze ging dann so weit, dass der Hafenmeister samt Security kommen musste. Doch auch da wehrte sich der Typ immer noch lautstark… und das alles vor seinen kleinen Kindern! Er befindet sich im Urlaub, er darf überall 24 Stunden stehen bleiben und wird jetzt erst mit seiner Familie frühstücken, dann noch einkaufen und dann würde er weiter fahren. Bis dahin seien die 24 Stunden Standzeit noch lange nicht vorbei. (Das eine Nacht zur Wiederherstellung der Fahrbereitschaft etwas ganz anderes ist, als 24 Stunden an einem Ort stehen bleiben, hast er wohl nicht gewusst… ist auch egal, ganz anderes Thema)

Durch den Hafenmeister stellte sich auch heraus, dass er für den Stellplatz gar nicht gezahlt hat und damit auch nicht für den Strom. Seien Begründung, er steht ja außerhalb des Stellplatzes frei, und den Strom hat er ja nur genutzt, weil die Steckdose ja eh gerade frei war. 

 

Camping in Dänemark, Wohnmobilstellplätze in der Hauptsaison

Die Stellplätze in der Hauptsaison werden voller und voller. Ganz am Ende, der besagte Wendehammer

 

Der ganze Stress wurde immer lauter und immer heftiger. Ich kann euch nicht sagen, wie es genau weiter ging, weil Milla immer mehr gebellt hat, die Leute immer lauter und aggressiver wurden und ich meinen Platz fluchtartig verlassen habe.

Irgendwann, es hat aber sicher noch 30-45 Minuten gedauert und der Typ hat gaaaaanz langsam und in aller Ruhe sein Stromkabel eingepackt,, ist er dann doch gefahren und die anderen Leute konnten samt Wohnmobil den Stellplatz verlassen.

 

Tja, was soll man da sagen??? Da war es wieder das ich, ich, ich!

 

Natürlich möchte jeder am liebsten in erster Reihe direkt am Wasser stehen, aber genau das Beispiel zeigt wohl sehr schön, dass die vollen Stellplätze immer mehr zum Problem werden und wenn dann so super schlaue Leute kommen und meinen sie haben jetzt Urlaub, sie sind Camper, Camping bedeutet Freiheit (schließlich war das Womo schon teuer genug) und jetzt können sie tun und lassen was sie möchten… dann haben wir alle ein dickes, fettes Problem!

Genau das meine ich,, wenn ich sage… Campen 2017 / 2018 hat eben nichts mehr mit “ich kann tun und lassen was ich möchte” zu tun.

Es tut mir ja sehr leid, wenn ich durch diesen Text Träume zerstöre, aber irgendwer muss ja mal klartext reden/schreiben!

Mittlerweile campen soooo viele Leute, dass man eigentlich ständig Rücksicht nehmen muss… Dabei ist es auf vollkommen egal ob sich Neu-Camper doof verhalten, in dem sie glauben sie müssten sich nicht anpassen, oder ob es die alten Hasen sind die denken, sie stehen seit 30 Jahren so, darum werden sie auch die nächsten 30 Jahre ihr verhalten nicht ändern!

Wer das alles mit dem Anpassen so gar nicht möchte und wer sich gut genug kennt um zu wissen, Rücksichtnahme ist so gar nicht sein Ding, der ist bei Camping meiner Meinung nach einfach falsch und bei den Massen an Campern wie beim Camping 2017/2018 ist er schon gleich doppelt falsch!!

Die ganze Situation entspannt sich sicherlich etwas, wenn man außerhalb der Sommermonate reist und am besten in Regionen, die aktuell nicht so stark gefragt sind. Wobei auch die Suche, also nach nicht so stark gefragten Regionen und Ländern, sicherlich immer schwieriger wird…

Noch ein letzter Punkt den Neu-Camper beachten sollten!

Abgesehen von diesen ganzen “Verhaltensthemen” möchte ich noch ein ganz anderes Thema ansprechen. Wie gesagt, der Camping Boom ist riesig… die Camping und Stellplätz sind voll, auch dann wen die Gebühren für die Plätze durchaus erheblich sind.

Liebe Neu Camper… geraaade auch die jüngeren unter uns, lasst euch nicht nur von den wunderschönen Filmchen, der Werbung und dem ganzen “vanlife und Road Trip” Hype verleiten.  Camping ist nicht günstig (!!!) und ihr benötigt nach dem Womo oder Wohnwagen kauf nochmal deutlich mehr Kohle zum reisen. Selbst ein gemietetes Womo ist aktuell so teuer, verschätzt euch nicht mit den Reisekosten, diese sind durchaus erheblich!

Es bringt euch nicht weiter, wenn ihr unbedingt notgedrungen frei stehen müsst, weil die Campingplätze auf Dauer viel zu teuer sind.  

 

Auswirkungen des Camping Booms

Auswirkungen des Camping Booms, die Stellplätze werden immer voller und teurer und die Wild Camping Möglichkeiten immer rarer.

 

Camping 2017/2018 …. ein Fazit!

 

Natürlich ist ein Road Trip schön und natürlich gibt es in Deutschland und Europa wunder, wunder schöne Ecken zu entdecken.

Doch es ist auch so, dass durch diesen extremen Boom der Branche MASSEN an Campern auf den Strassen, Camping- und Stellplätzen unterwegs sind.

Der Camping Boom ist schön und gut und natürlich gibt es viele Firmen die auch abseits der reinen Caravan Industrie von dem starken Boom der Branche profitieren, aber leider entstanden dadurch auch viele hausgemachte Probleme die uns nun alle betreffen.

Und nochmal… natürlich handeln nicht alle Camper unüberlegt, aber die Probleme sind eben nicht mehr klein und vereinzelt, sondern betreffen leider uns alle!

 


 

Wer aktuell mit dem Gedanken an einsame Strände, unproblematischen Übernachtungen an den schönsten Orten und “tun und lassen” können, wonach einem gerade der Sinn steht, ein Wohnmobil oder Wohnwagen kauft, der wird sehr wahrscheinlich enttäuscht werden.

Camping auf dem Campingplatz ist sicherlich immer möglich und wenn es so ist, dass ihr bei Camping, direkt an tolle Urlaube auf dem Campingplatz denkt, ist das absolut ok! Ein toller Urlaub sei euch von Herzen gegönnt. In der Realität ist es aber selbst auf Campingplätzen nur selten so, dass ihr Platz satt habt, absolute Ruhe, oder volles Animationsprogramm für die Kleenen und euch im Grunde nur um euch selbst kümmern könnt.

Gerade in der Hauptsaison sind die Plätze RAPPELVOLL… Im Februar 2017 waren z.B. schon viele Plätze in Kroatien für die Sommerferien KOMPLETT ausgebucht!

Auch das Thema Überwintern im Süden wird bei vielen Campern immer beliebter.

Wo vor einigen Jahren noch eine handvoll Camper die Küsten der Algarve bevölkerten, sind es mittlerweile tausende. Immer mehr Leute jeglichen alters planen immer längere Road Trips und gerade wenn man viele Wochen und Monate unterwegs ist, können und wollen die wenigsten Camper dauerhaft auf Campingplätzen stehen.

Gerade wenn immer mehr Camper auf Anwohner treffen und sich diese Anwohner in ihrerem privaten Umfeld gestört fühlen, entstehen riesen Probleme. Ja, auch ich kenne Leute die monatelang im Süden unterwegs sind und NIEMANDEN stören… weil sie sich a) vernünftig benehmen und b) die “privaten Massenplätze” an der Algarve meiden.

Leider ist es aber so, dass es auch nur so noch funktionieren kann ! Also mit größter Rücksichtnahme auf Anwohner und frei campen in der Pampa. Und selbst da bekommen die besten Wild Camper immer größere Probleme. Auch die erfahrensten Wild Camper finden in Portugal immer seltener wirklich tolle, einsame Flecken zum frei stehen.

Es tut mir ja leid, dass ich diesmal wieder so kritisch schreiben muss, aber mir geht es einfach auf den Senkel, dass immer mehr Camper angelockt werden von traumhaften Filmchen und Kulissen, die aber 0,0% der Wahrheit entsprechen! Wenn ich schon jeden Morgen diese ganzen wunderschönen Werbebildchen unter dem Hashtag vanlife auf Instagram sehe, bekomme ich die Frängel.

Wenn es dann dazu kommt das Neu Camper mit genau diesen eindrücken im Kopf ein Wohnmobil oder Caravan kaufen bzw. mieten, los tuckern und glaube sie könnten tun und lassen wie ihnen beliebt… tja… dann wird das Problem immer größer und größer! Camping 2017/2018 hat ganz viel mit Rücksichtnahme und Mitdenken zu tun und wenn wir das nicht alle gemeinsam zügigst geregelt bekommen, dann können wir das Thema frei stehen/ wild campen bald komplett vergessen!

Liebe Leute, wenn ihr keine Lust habt, ganz alleine in der (durchaus schönen) Pampa zu stehen, dann nutzt die Campingplätze! Es gibt eben nur diese beiden Wege… entwerder leise, ruhig, einsam und mit bestem Benehmen frei stehen, oder zusammen mit anderen Campern, in einem relativ geschützen Rahmen, einer ordentlichen Toilette und einer Ver und Entsorgung auf einem Campingplatz!

Und liebe Surfer und vanlife Hippies… ihr seit ja alle super und ich bewundere eure wunderschönen Instagram Bilder, aber bitte…. baut euch entweder ein Klo  in euren Van, oder nutzt gefälligst die hieseigen Campingplätze. Es kann doch wohl nicht angehen, dass mittlerweile ganze Wohnviertel einen berechtigten riesen Hals auf uns Camper haben und sie schon direkt die Polizei/ das „Ordnungsamt“ rufen, wenn sie nur einen Bus/ ein Wohnmobil oder Caravan in ihrem Umfeld sehen. Und das alles weil sich immer mehr Camper über Monate hinweg wie der Grinch benommen haben! 

Echt das geht sowas von gar nicht und einen schönen Dank an alle die zu dieser aktuellen Situation beigetragen haben!

 


 

So… jetzt habe ich mich aber ausreichend ausgekotzt 🙂

Ihr könnt starten und euch über meine harsche Kritik auslassen… damit kann (und muss) ich leben. 

Ich hoffe nur, dass diesen Text vielleicht ein Mensch liest der sich bisher benommen hat wie der Elefant im Porzellanladen, vielleicht ein Neu Camper checkt, dass Camping 2017/2018  nur noch wenig mit den wunderschönen, einsamen Image Filmen einer z.B. Hymer Group zu tun hat, oder sich einige Camper überlegen, ob das “anhängliche frei stehen” in Gruppen an öffentlichen Orten wirklich richtig ist. Wenn dieser Text einige dieser Leute erreicht und ich meinen persönlichen Frust losgeworden bin, hab ich alles erreicht! 😉

Ich hoffe wir sehen uns irgendwann im Herbst / Winter auf einem schönen, einfachen, leeren Stellplatz.

 

Bleibt gesund, eure

IsasWomo Camping, Wohnmobile für Alleinfahrer und Paare

 

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