Wer von euch war bereits mit dem Wohnmobil in der Fränkischen Schweiz unterwegs?
Ich bin (bisher 🙂 ) davon überzeugt, für ganz viele Camper, die nicht gerade zu den absoluten Kletter-Freaks zählen, ist die Region zwischen Nürnberg, Bamber und Bayreuth ein eher schwarzer Fleck auf der Landkarte. Ooooooder?
Damit sich das ändert, hat das Amt für ländliche Entwicklung in enger Zusammenarbeit mit Kommunen und Tourismus Verantwortlichen ein echtes „Leuchtturmprojekt für die Fränkische Schweiz“ ins Leben gerufen, die „Qualitätsoffensive Reisemobiltourismus“. So entstand dann auch das neue Stellplatznetzwerk Fränkische Schweiz und genau dieses durfte ich während einer Creator Reise sehen, erleben und testen. 🙂
Aber bevor ich euch mehr über das neue Konzept erzähle, erstmal mehr über unsere Tour durch die Fränkische Schweiz.
Wenn euch meine Erlebnisse in der Fränkischen Schweiz nicht so sehr interessieren, könnt ihr hier direkt zu den Infos zum neuen Stellplatznetzwerk scrollen.
Unsere Tour hat in Ebermannstadt begonnen und solltet ihr die fränkische Schweiz irgendwann einmal selber bereisen, Ebermannstadt ist ein sehr guter Ausgangspunkt für eine Tour.
Der Stellplatz verfügt über 7 Stellplätze, teilweise mit Strom und direkt neben dem Stellplatz gibt es zwei große Supermärkte in denen ihr alles mögliche für die Reise bekommt.
Davon ab liegt die kleine, aber sehr schnuckelige Innenstadt, nur wenige Schritte vom Stellplatz entfernt, es gibt nette Cafés und Restaurants im Zentrum und auch das Ufer der Wiesent (der Fluss der quer durch die fränkische Schweiz führt) lädt zum Abkühlen und Verweilen ein.
Plus… wenn ihr in Ebermannstadt seid, schaut euch das Scheunenviertel an (sind nur 15 -20 Minuten zu Fuß) in dem es auch einen sehr schönen und urigen Biergarten gibt.
Pro Tip, Picknick am Ufer der Wiesent?!
Wenn ihr einfach mal Lust auf etwas besonderes habt (bestimmt auch schön zum Geburtstag o.ä.) , schaut euch das Angebot von „DAS PICKNICK“ an.
Wir haben uns den „Franken Korb“ voller hausgemachter Leckereien zu viert geteilt, haben dennoch nicht alles geschafft und hatten einen super schönen Abend am Ufer der Wiesent.
Nach einer ruhigen Nacht in Ebermannstadt ging es für uns mit den Reisemobilen los. Auf zu Tag EINS durch die fränkische Schweiz.
Den Tag über haben wir die folgenden neuen Stellplätze besucht:
- Reisemobilstellplatz „Am Freibad“ , Am Freibad 7, Wiesenttal Niederfellendorf. Das Freibad befindet sich aktuell im Umbau, Stellplatz kann schon genutzt werden, bis der gesamte Umbau fertig ist, wird es aber 2027 werden.
- Reisemobilstellplatz „An der Wiesentpromenade“ , Am Bahnhof, Wiesenttal
- Stellplatz Burgblick, Burg Waischenfeld, Schloßberg 20, 91344 Waischenfeld… hier haben wir auch übernachtet.
Zwischen den Stellplätzen haben wir die Burg Streit und das Lochgefängnis besucht, sowie die Binghöle. Wir waren auf dem sehr schönen Biohof der Familie Bayer essen und hatten zwischendurch noch ein paar Termine mit der örtlichen Presse.
Für euch zur Info, der Aufstieg zur Streitburg, der Blick über die Fränkische Schweiz und das Lochgefängnis haben mir echt gut gefallen. Ich kann euch allerdings auf keinen Fall empfehlen mit einem Wohnmobil direkt in die Nähe der Burg zu fahren. Die Straßen sind teilweise so schmal und steil, dass es unmöglich ist mit größeren Fahrzeugen hoch zu fahren.
Wir konnten die Wohnmobile am Freiband stehen lassen und in PKW;s umsteigen :-), man kann die Burg aber auch erwandern oder mit dem E-Bike besuchen.
Ähnliches gilt meiner Meinung nach auch für die Bing Höhle und den Biohof Bayer. Für kleine Vans ist die Zufahrt zur Binghöhle vielleicht noch möglich, normale Reisemobile kommen auch zum Biohof Bayer, aber mit großen Reisemobilen/ Linern… schwierig!
Aber diese Ziele sind wirklich gut geeignet für eine Wanderung oder Radtour.
Dabei ist die Binghöle SEHR sehenswert und auf dem Biohof Bayer gibt es einen super schönen Biergarten unter alten Obstbäumen… HERRLICH!
Die folgende Nacht haben wir auf dem neuen Stellplatz Burgblick verbracht.
Hierhin schafft ihr es auch problemlos mit großen Fahrzeugen, achtet nur darauf, dass ihr über die Landstraße fahrt und NICHT direkt durch den Ort. Der Stellplatz ist ganz, ganz neu, bietet 5 Stellplätze mit Strom und die Wiesen neben den Fahrzeugen werden auch noch wachsen. 😉
Apropos wachsen, wenn ihr essen gehen möchtet, geht runter zum Posthotel (ja die steilen Höhenmeter lohnen sich) die Besitzer züchten selber Rinder und Schafe… das Essen war grandios!

Seid gnädig… es war ein langer Tag! 🙂 Aber das spezielle Kneippbecken für Rollifahrer (daneben befindet sich ein normales Becken) ist einfach SUPER! 🙂
Auf Wohnmobiltour durch die Fränkische Schweiz – Tag 2
So viel nehme ich direkt vor weg… alter Falter… dieser 2. Tag hat mich ein wenig gekillt! 🙂 Ich hatte soooooo einen Muskelkater im Hintern. 😉
Dabei begann der Tag noch relativ entspannt.
Wir haben den Stellplatz Burgblick verlassen und sind als erstes zum Wanderparkplatz Neubürg gefahren. (Gebt Neubürg bei Maps ein, zoomt rein, dann seht ihr die Parkplätze auf denen ihr problemlos euer Wohnmobil parken könnt um euch den „Neubürg“ Berg anzusehen)
Denn auf dem Neubürg befindet sich ganz viel Kunst im öffentlichen Raum. Ja ich weiß, klingt unspektakulär, war aber wirklich, wirklich schön, hat sich gelohnt und ist 100.000%ig auch ein tolles Ziel für alle Hundebesitzer.
Danach ging es für uns an die Therme Obernsee.
Hier gibt es einen großen Stellplatz mit ALLEM DRUM UND DRAN! Ver- & Entsorgung, Strom, Duschen, Toiletten, Müll… alles vorhanden und der Stellplatz neben der Therme verfügt über mehr als 60 Plätze.
Leider hieß es für uns aber nicht… jetzt erstmal Sauna & Wellness, wir bekamen eine ausführliche Führung durch die Therme.
Mein Fazit… eine sehr schöne Therme, es gibt tolle Kinderbereiche & Rutschen, aber vor allem der Saunabereich hat mir ganz besonders gut gefallen. Auch wenn es irgendwie dann doch unangenehm ist, voll bekleidet durch den Saunabereich geführt zu werden… ich sag nur… entweder blick auf den Boden oder … aaaach sind das schöne Wolken da oben! 😉
Wenn ihr Therme und Wellness mögt… top!
Plus…ihr kommt durch den Haupteingang des Bades auch in das „Schwimmbadrestaurant“ samt großer Terrasse und selbst Hunde dürfen in diesen Bereich mitgenommen werden. Für das leibliche wohl ist also auch gesorgt, selbst wenn ihr nicht ins Schwimmbad gehen möchtet.
Danach wurde es wild in der Fränkischen Schweiz… im wahrsten Sinne des Wortes!
Wir sind mit den Reisemobilen zum „Teufelsloch Parkplatz“ nach Eckersdorf gefahren, um das Teufelsloch zu besuchen. Man kann den direkten Weg über eine Treppen neben dem Parkplatz nehmen, oder man startet eine Wanderung durch den Wald/ Urwald und besucht das Teufelsloch sozusagen von hinten.
Wir sind gewandert!
Erst ganz schön und entspannt durch einen klassischen Wald und dann ging es irgendwann immer weiter durchs Unterholz, so dass selbst unsere „Führerin“ irgendwann nicht mehr genau wusste, wo der Weg her führte.
Urwald mitten in der Fränkischen Schweiz
In dem Bereich des Waldes wird alles bewusst der Natur überlassen, einerseits WUNDERSCHÖN zu sehen, aber es ging eben auch die ganze Zeit hoch, runter, über Wurzeln, über Steine, über umgefallene Baumstämme usw. usw.
Für jemanden wie mich, der jetzt alles andere als eine Bergziege mit sicherem Stand ist, war dieser Weg einfach maximal ungewohnt anstrengend, weil man jeeeeeden Schritt „überdenken“ musste.
Aber gut… am Ende sollte ja das Teufelsloch samt Wasserfall auf uns warten.
SOLLTE! 🙂 Denn viel Sonne bedeutete nunmal häufig auch wenig Wasser… und damit leider auch keinen Wasserfall. Ich wurde also nichtmal belohnt für meine Krakselei! 🙂 Aber wir haben uns dann die Bilder auf Google angeschaut, samt Wasser sieht das ganze schon toll aus und noch viel schöner, wenn aus dem Wasserfall ein Eisfall wird.
Nichts desto trotz… als wir danach bei Obatzter und mehr in der Waldhütte saßen (Waldhütte 1, 95488 Eckersdorf) (ja ihr müsst mit den Womos immer weiter auf einer Schotterpiste durch den Wald fahren, das ist der richtige Weg), waren meine Beine und mein Hintern froh über die Pause. 🙂
Vom Biergarten im Wald ging es für uns noch zum neuen Stellplatz in Glashütten.
Glashütten eines meiner ABSOLUTEN Highlights der Tour.
Es handelt sich um einen ganz einfachen Stellplatz ohne Service, allerdings befindet sich neben dem Stellplatz ein ganz schöner Park mit alten Obstbäumen, neuen Sportgeräten, Picknickplatz, Teich und vor allem einer Rollstuhl gerechten Kneipp Anlage.
Meine Beine haben es gelieeeeeeeebt!
Ach so und jeden Donnerstag öffnet die Dorfgemeinschaft das Häuschen im Park und nutzt es als Café für jeden der Lust hat auf selbstgebackenen Kuchen oder Waffeln.
Und noch ein Tipp, in diesem gepflegten kleinen „Örtchen“ gibt es ein sehr schönes Gasthaus samt Biergarten. (Gasthaus Opels) Also auch hier könnt ihr sehr gut und entspannt essen gehen.
Kleine Anekdote zum Schmunzeln…
Wie gesagt, wir waren auf Creator Tour und versteht das Folgende nicht als Überheblichkeit, ich möchte euch nur die Situation erklären.
Wir durften deutlich spüren, dass es bisher eher wenige Creator Events in den kleinen Orten der fränkischen Schweiz gab. Darum wurden wir z.B. in Glashütten vom Bürgermeister empfangen. 🙂
Ich sag nur… Karma Baby! 🙂
Ihr müsst euch vorstellen, nigel, nagel, neuer Stellplatz in Glashütten, wir auf der Anfahrt, der Bürgermeister steht schon parat und es kommt wie es kommen musste… ein echter Klassiker… auf dem Parkplatz sind zig Plätze frei, aber ein Bewohner von Glashütten musste seinen PKW auf den Stellplatz stellen.
Schwupp di wupp war die „tolle Ankunft samt Bürgermeister“ für die Tonne, „mein“ Stellpatz war belegt.
Der super nette Bürgermeister war irgendwo zwischen Tobsucht und „ruhig Blut, es handelt sich schließlich um einen Bürger & Wähler“, aber der erste Moment unserer Ankunft war halt … für den Popo
und dennoch PERFEKT!
Denn, letztendlich kennt in so einem Dorf ja jeder jeden, also hat der Bürgermeister seinen Mitarbeiter in die beiden hiesigen Gasthäuser geschickt und siehe da, der Besitzer wurde schnell gefunden und es hieß… alles stehen und liegen lassen, bitte sofort antanzen und unter vielen fragenden Blicken und einem Raunzen des Bürgermeisters… UMPARKEN! 🙂
All in all, wir hatten was zum Schmunzeln, der neue Stellplatz bleibt mit großer Sicherheit in der Zukunft PKW frei und da mir Glashütten sooooooo gut gefallen hat, komme ich ganz sicher irgendwann an diesen Ort zurück.
Nachdem ich geschlafen haben wie ein Stein, folgte Tag 3 unserer Wohnmobiltour durch die Fränkische Schweiz.
Für uns ging es noch einmal zurück zum Stellplatz & Parkplatz „An der Wiesentpromenade“ und für mich folgte DAS Highlight der gesamten Tour.
Mit dem Van von „Aktiv Reisen“ wurden wir zum Start gebracht, haben noch eine kurze Einweisung erhalten und dann hieß es… ab ins Kajak und rauf auf die Wiesent.
Es war so, soo, sooo schön!!!
Ehrlich, natürlich bin ich schon 2-3 mal Kajak gepaddelt, allerdings bisher immer nur auf dem Meer, einmal raus und wieder zurück, aber diese 8 Kilometer lange Tour samt kleinen Stromschnellen usw., das hat mir soooooo viel Spaß gemacht…
…ich bin immer noch im Kajak Fan Fieber. 🙂
Liebenswerter weise war es auch so, dass ich gefragt wurde ,ob ich alleine paddeln möchte oder in einem 3er Kajak mit den Womomarcos und ich habe mich für das einer Kajak entschieden.
ZUM GLÜCK! 🙂
Denn ich glaube, die richtige Abstimmung in so einem Boot ist gar nicht so einfach (eine Herausforderung für jede Ehe 🙂 ) und spätestens als ich Sabine von hinten aus dem kalten Flusswasser quietschen hörte war klar… ich sitze in dem einer Kajak verdammt gut! 🙂 😉
Ich bin also weiß Gott kein Kajak Profi, aber ich kann euch nur sagen, bucht so eine Kajaktour, es macht soooooo viel Spaß und wenn ihr euch das finanziell erlauben könnt, mietet lieber für jeden erwachsenen Paddler ein eigenes Kajak.
Aber wenn man erstmal „drin ist“ und total leise und ruhig über den Fluss „schwebt“… großartig!
Letztendlich waren wir doch gute 2,5 Stunden auf der Wiesent unterwegs und nachdem wir uns alle wieder trocken gelegt haben ging es weiter für uns nach Pretzfeld, zum Pretzfelder Keller.
Die Keller der Fränkischen Schweiz
Zum Pretzfelder Keller (Hauptstraße 10, 91362 Pretzfeld) könnt ihr auch selber problemlos mit den Reisemobilen fahren und dann vor Ort auf dem großen Parkplatz parken.
Letztendlich handelt es sich um zwei schöne Ausflugsziele.
Zum einen könnt ihr einen wunderschönen Wald Spaziergang starten und kommt ganz automatisch an vielen Hügeln mit kleinen Türen vorbei.
Das Ganze hat wirklich so ein bisschen was von einem deutschen Hobbit Land. Eigentlich haben diese Hügel allerdings nichts mit dem Herrn der Ringe zu tun, denn früher wurde in diesen Wald-Hügel-Kellern Bier gelagert.
Heute sind die meisten Keller in privatem Besitz, für was auch immer sie dann genutzt werden.
Allerdings nicht alle, denn ein Teil der Keller gehören auch heute noch DEM Pretzfelder Keller, einem riesengroßen Biergarten mitten im Wald, von dem aus man (teilweise) aber auch einen tollen Blick über die Fränkische Schweiz hat.
Hier gibt es übrigens ganz verschiedene Biere zu probieren, die Besitzer bieten eigene Braukurse an und auch die Küche war (mal wieder) sehr, sehr gut & lecker. 🙂
Nachdem wir eine ganze Weile im Pretzfelder Keller Biergarten saßen, erwartete uns dann noch ein ganz besonderer Übernachtunspunkt auf unserer Tour durch die Fränkische Schweiz.
Unter den Sternen der Fränkischen Schweiz
Denn die vorletzte Nacht der Tour verbrachten wir im Camp Frankenjura „Unter dem Sternenhimmel“. In diesem Fall wieder ein Stellplatz mit allem drum und dran ( Am Holzplatz, 91286 Obertrubach)
Allerdings… was so klassisch klingt war vor Ort dann doch sehr, sehr besonders … und das im besten Sinne!
Eins muss euch an diesem Ort allerdings von Anfang an klar sein, hier gibt es so gut wie kein Handynetz, ihr steht mitten in der fränkischen Natur und hier dreht sich alles um Lagerfeuer, Schafe, Natur pur und ganz viel Ruhe!
Bedeutet aber auch, da es nachts an diesem Ort so gut wie keine Lichtverschmutzung gibt, könnt ihr euch bei passendem Wetter auf einen wahnsinnig schönen Sternenhimmel freuen.
Hier seht ihr wirklich ein Sternenpanorama!
Außerdem seid ihr zu Gast bei einem sehr, sehr lieben Pärchen (solltet ihr zum Klettern in der Region sein, die beiden können euch super Tipps geben), die den Stellplatz noch gar nicht so lange führen, mit ganz viel Engagement dabei sind, aber noch gar nicht so richtig wissen, wie sie diesen besonderen Ort an den Camper oder die Camperin bringen sollen.
Ich kann euch nur sagen, wenn ihr wirklich mal total abschalten möchtet, dann besucht den Stellplatz „Unter dem Sternenhimmel“… so ein besonderen Ort, der geradezu nach Auszeit & Lagerfeuer schreit, muss meiner Meinung nach unbedingt unterstützt werden.

In Gössweinstadt gibt es nicht nur einen der größten Stellplatz der Region, sondern auch super Kaffee, eine schöne Kathedrale und ein schnuckeliges Städtchen.
Ich glaube ich habe selten soooo ruhig geschlafen, bis es an Tag 4 zurück ins trubelige Leben der Fränkischen Schweiz ging … und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Vom Stellplatz „Unter dem Sternenhimmel“ aus, ging es für uns zu einem der größeren und bekannteren Orte der Fränkischen Schweiz, ab nach Gössweinstein.
In Gössweinstein gibt es einen relativ großen Stellplatz für die Region mit ca. 18 Plätzen, Strom und einer großen Ver- & Entsorgung.
Gössweinstein sollte auch das Ziel unserer Creator Tour sein, allerding wartete noch ein Tagesprogramm auf uns.
Hmmmm… sollte es möglich sein, dass wir eine Kaffeetante on Tour dabei hatten? 😉
Erster Punkt des Tages… ab zur Kaffeerösterei!
Mitten im Ortskern von Gössweinstein befindet sich die kleine Rösterei „Roestmal“.
Geführt von einem sehr, sehr smarten „Kerl“, der sich wahnsinnig in dieses ganze Kaffee Thema reingefuchst hat und großartige Kaffee-Spezialitäten und auch „Kaffee-Rösten-Schnupperkurse“ anbietet.
Hier haben wir definitiv nochmal einiges über Kaffeebohnen erfahren, aber auch viele, viele Tipps zur richtigen Kombi aus Kaffee, Milch und den unterschiedlichen Temperaturen bekommen.
Und nach diesem ersten Genuss des Tages, konnten wir den Tag und damit auch die gesamte Tour genussvoll ausklingen lassen. 🙂
Denn an diesem Wochenende fand der Genussmarkt in Gössweinstadt statt. Super schöne Stände, viele Leckereien, Tisch, Bierbank und ich sage mal so, ein ziemlich guter Ort für das Ende einer sehr, sehr schönen Reise.
Das neue Stellplatznetzwerk der Fränkischen Schweiz!
Wie sag ich es am besten… „die Fränkische Schweiz hat’s gecheckt! :-), ich denke das passt sehr gut. Wenn ihr gleich noch mehr Informationen über das Stellplatznetzwerk sucht als hier auf IsasWomo zu finden sind, dann klickt auf diesen Link.
Dank guter Ideen und einer sehr, sehr engagierten Projektmanagerin, ist in den vergangenen 3 Jahren ein KOMPLETT neues Konzept entstanden, von dem sich HOFFENTLICH viele andere Regionen eine dicke Scheibe abschneiden werden.
Alle Reisemobilisten die regelmäßig unterwegs sind wissen, jeder neue Stellplatz zählt!
Und die Fränkische Schweiz hat ein komplett neues Stellplatz Netzwerk erschlossen.
Das neue Stellplatznetzwerk der Fränkischen Schweiz im Detail
Bei dem neuen Stellplatz Netzwerk handelt sich zum einen um viele, viele kleine neue Stellplätze.
Die Fränkische Schweiz besteht ja nunmal vorrangig aus vielen kleinen Orten und es wäre illusorisch zu glauben, dass jedes super schöne, aber kleines Dorf, einen städtischen 80 Stellplätze Stellplatz baut und unterhält.
So ehrlich sollten wir sein, das hat nichts mit der Realität zu tun! Und seien wir (leider) doppelt ehrlich, als die Bürgermeister und Landräte von dem Stellplatz Konzept erfahren haben, hatten ganz viele auch erstmal schlicht keine Lust auf uns Camper!
Unser Ruf ist halt leider schon lange nicht mehr der beste… schönen Dank!
Aber wie erwähnt, die Projektmanagerin der „Qualitätsoffensive Reisemobiltourismus“ war jetzt jahrelang mit einem rieeeesen Engagement unterwegs und hat für jeden neuen Stellplatz gekämpft.
Und in dem Fall sage ich es gerne, endlich hatte Park 4 Night mal einen Sinn!
Denn immer wieder wurde gesagt, nein wir möchten dieses Klientel der Camper nicht im Dorf haben, bis Nicole (die Projektmanagerin) dann erwidern konnte, schön und gut, aber schauen sie mal hier, hier und hier (alles inoffizielle Park 4 Night Plätze)… die Camper sind bereits da, nur aktuell hat weder ihr Dorf, noch der Tourismus etwas von diesen Gästen.
Und so wurden viele Verantwortliche wach und konnten überzeugt werden, dass offizielle Stellplätze die deutlich bessere Möglichkeit sind, erst recht wenn das Bezahlsystem und weitere attraktive Angebote für Touristen gleich mit aufgenommen werden.
Das neue Stellplatzkonzept am Beispiel Ebermannstadt
Wir nehmen den Stellplatz in Ebermannstadt jetzt einfach mal als Beispiel.
- Ihr reist ganz normal an. Dann findet ihr vor Ort aber keinen alten Parkautomaten mehr der im schlimmsten Fall viel Kleingeld benötigt, sondern findet nur noch eine große Infotafel samt QR Code vor.
- Ihr greift zum Handy, scannt den QR Code und gelangt automatisch auf die „Bezahlseite“.
- Und jetzt kommt das erste coole, ihr müsste nicht mehr den ganzen Kram wie Vornamen, Nachname, Adresse usw. usw. eingeben, sondern gebt nur noch euer Kennzeichen ein und bezahl direkt im Anschluss per PayPal, Apple Pay o.ä.
- Sobald ihr bezahlt habt, erhaltet ihr ein Passwort und mit diesem Passwort könnt ihr dann auf der „QR Code Seite“ alles mögliche bestellen, bezahlen und organisieren.
- Ihr könnt also mit dem Passwort z.B. euren Strom übers Handy aktivieren und bezahlen und in langfristiger Zukunft könnt ihr mit dem Passwort z.B. auch eine Stadtführung buchen, den Picknickkorb von dem ich euch erzählt habe bestellen oder, oder, oder… die Möglichkeiten sind riesengroß.
Die Möglichkeiten des QR Codes gehen aber noch weiter…
Dank der Beschilderung ist es natürlich möglich einen zweiten QR Code anzugeben, der z.B. zum Gästeportal führt. Hier gibt es weitere Infos zur Region, ausgearbeitete Reisemobiltouren zu unterschiedlichen Themen, und, und. und…
Ihr könnt aber z.B. auch die Info ablesen, wo sich der nächste Bäcker befindet oder an welche Werkstatt ihr euch wenden könnt wenn es gerade nötig ist. Die Möglichkeiten sind riesig.
Es handelt sich also wirklich um ein Gesamtkonzept zwischen Stellplatz Angebot, Bezahlung und Tourismus … und das Einzige was die Gemeinden vor Ort benötigen, sind 1-2 Schilder.
Dadurch ist die Gestaltung kleiner, offizieller Stellplätze so extrem einfach geworden, dass allein in den letzten Wochen bereits 12 neue offizielle Stellplätze in der Fränkischen Schweiz entstanden sind.
PLUS… dank der online Buchung ist es bereits jetzt möglich zu prüfen, wieviele freie Plätze aktuell auf dem Stellplatz XY zur Verfügung stehen. Noch ein Vorteil der rein digitalen Umsetzung.
Laaaaaangfristig wird auch noch über eine Möglichkeit der Reservierung nachgedacht, da gehen die Meinungen aber aktuell noch weit auseinander, darum bleibt diese Möglichkeit erstmal abzuwarten. Zum Gästeportal & der App gelangt ihr über diesen Link.
Mit dem Wohnmobil durch die Fränkische Schweiz
Ihr wisst es, so beigesetzt ich auf der einen Seite bin, so wichtig ist es mir aber auch offen und ehrlich mit euch umzugehen.
Sowohl das neue Stellplatz Konzept als auch die Fränkische Schweiz haben für mich viele positive Aspekte.
- Einfach & schnell mit dem Handy bezahlen,
- Kein Münzgeld, keine Geldkarte, alles läuft über das eigene Handy.
- Wer gar nicht klar kommt, kann auch notfalls an der Touri Info bezahlen.
- Endlich wieder mehr einfache & dafür kostengünstige Plätze.
- Keine zusätzlichen Gebühren wie bei den klassischen Parkplatz Apps
- ALLE hilfreichen Infos an einem Ort
- Die fränkische Schweiz besteht aus vielen sehr schönen & gepflegten Orten
- Tolle Natur
- Die Wiesent schlängelt sich gefühlt durch die gesamte Region
- Sehr schöner Mix, gutes Essen, noch vergleichsweise eher günstig
- Relativ unbekannt
Aber klar, es gibt auch ein paar Punkte, die ihr zumindest wissen solltet
- Zu Beginn ist die online Bezahlung neu & ungewohnt (aber hey… ja ich liebe Bargeld und möchte es nicht missen, aber diese alten Münzautomaten sind wirklich 1980)
- Die Plätze sind in der Regel relativ klein & einfach.
- Vor allem das Ver- & Entsorgen müsst ihr ein bisschen planen.
- Wer vor allem auf große Stellplätze mit allem und dran steht, wird in der Fränkischen Schweiz nur bedingt glücklich. Hier geht es eher um… back to the Roots!
- Insgesamt gibt es in der Fränkischen Schweiz viel Kopfsteinpflaster, viele Stufen, viele Unebenheiten. Es gibt auf der Homepage Tipps für barrierearmes wandern, aber ich sag mal für alle mit ordentlichen Zipperlein beim Laufen, ist die Fränkische Schweiz bedingt geeignet. (Ich denke an Rollatoren o.ä.)

Solche Strassen (haben mich übrigens total an Schweden erinnert) wäre ich als absoluter Anfänger sehr, sehr unsicher gewesen.
Eines muss ich allerdings noch sagen, ob es ein Vorteil oder Nachteil ist, kommt ganz auf die Sichtweise an.
Ich bin der Meinung, die Fränkische Schweiz ist keine Region für absolute Reisemobil/ Camping Anfänger. „Schweiz“ kommt nicht von ungefähr, denn in der Fränkischen Schweiz geht es fast durchgehen Berg auf und Berg ab. Was die Region aber auch wunder, wunderschön macht!
Nur…für die Einheimischen ist vieles gar kein Thema, aber wenn man als Flachlandtiroler mit den Wohnmobilen plötzlich vor 18% Steigung steht und sieht, dass es der kleine PKW vor einem nicht packt an der Steigung anzufahren, die Räder durchdrehen und er langsam zurück schlittert… UUUUUUUPS!
( Ich habe dann mal unter wüstem hupen der Leute hinter mir direkt vor dem Berg, über 2 Spuren gewendet… ja sagt es ruhig, ich Schisser, ich habe mich da nicht hoch getraut).
Als absolute Anfängerin hätten mich die Wege wirklich überfordert und gestresst. Selbst als Gruppe haben sie uns teilweise ein bisschen gestresst, darum bin ich auch immer schön hinter den Womomarcos gefahren. Wo die mit dem Liner hinkommen, komme ich auch hin! 🙂 🙂 🙂
Andersherum bin ich mir sicher… gerade das Abenteuerfeeling werden einige von euch doch total super finden. 🙂

Die Fränkische Schweiz hat eine grandiose Natur und ist für viele Camper trotzdem noch absolut unbekannt.
All in all… die Fränkische Schweiz
…hat mit dem neuen Stellplatz Konzept einen riesen Sprung in die Zukunft gemacht und ich bin sehr, sehr, sehr gespannt, ob das gesamte Konzept bald auch deutschlandweit immer häufiger zu finden ist. Für Kommunen war es wahrscheinlich noch nie so einfach, kleine, offizielle Stellplätze zu ermöglichen. Und das ist definitiv für uns alle ein rieeeeesen Vorteil!
Wenn ihr auf Instagram oder Facebook seid, könnt ihr euch mehr über das neue Stellplatznetzwerk auch als Video anschauen. Z.B. auf dem Instagram Profil des Stellplatznetzwerks oder bei mir auf IsasWomo Instagram/ Facebook
Und last but not least, für alle die sich komplett quer stellen und auf keinen Fall online bezahlen möchten, ihr könnt sich weiterhin z.B. über die Touri-Informationen bar bezahlen.
Schaut euch die Fränkische Schweiz an… die Region LOHNT SICH!
Und bis dahin, bleibt gesund…
Isa
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