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Kaum zu glauben aber wahr… da hab ich mal in die Tasten gehauen.

Darum gehts: Die Campingwelt 2022, zwischen Ego-Campern und Camper Bashing. Seit vielen Jahren werfe ich einmal im Jahr einen Blick auf die Lage in der Campingwelt. Wie ist der aktuelle Stand? Nach meiner letzten Tour bin ich um einige Erfahrungen reicher.

 


 

Die Camperwelt 2021/2022. Wohnmobil Touren zwischen Ego-Campern und Camper Bashing

 

Camping Bedeutung: Camping (auch Kampieren, von lat. campus „Feld“) bezeichnet eine Form des Tourismus. Die Urlauber übernachten in diesem Fall in Zelten, Hängematten, Wohnwagen oder Wohnmobilen, in Dachzelten oder ausgebauten Vans. Wird in Zelten gecampt, so spricht man auch von Zelten. Camping wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär und ist mittlerweile eine sehr beliebte und weitverbreitete Urlaubs- und Reiseform. 

Danke Wikipedia!

Doch was auf Wikipedia nur in einem kleinen Nebensatz erwähnt wird (Camping … ist mittlerweile eine sehr beliebte und weitverbreitete Urlaubs- und Reiseform.) wird in der Camper Realität zu einem steigenden Problem. 

Bereits zum 5. Mal werfe ich jährlich einen Blick auf die Camperwelt und vor allem durch meine letzte Tour habe ich das Gefühl, die Welt des Campings hat sich in den vergangen Monaten nochmal deutlich verändert. In vielen Belangen!

Ja! Ich behaupte einfach mal, jeder Camper der in den vergangenen Jahren zwei-, dreimal on Tour war, hat inzwischen mitbekommen, die Zahl der Camper wächst stetig und auf den Stell- und Campingplätzen Europas wird es voll und voller. 

So weit, so klar!

Doch wozu führt der Campingboom aktuell ganz real?

Die ein oder andere Veränderung habe ich hautnah in den vergangenen Wochen zu spüren bekommen. Starten wir doch mal mit meinen Erfahrungen aus Lüneburg.

Absolut! Lüneburg hat einen sehr beliebten Stellplatz und wenn man erst gegen 16 Uhr am Platz ankommt, hat man auch innerhalb der Woche, an einem regnerischen Septembertag, wenig Chancen auf einen Platz. 

Doch ich hatte Glück, ein kleiner, schmaler „Ausweichplatz“ war noch frei, also nichts wie rein, am nächsten Morgen konnte ich ja ggf. auf einen größeren Stellplatz um parken. 

Ich schwöre es euch, schon während ich vorwärts in die Lücke fuhr wusste ich, ich konnte den Countdown starten, irgendwer würde gleich angerannt kommen und sich aufregen. 

 

3…2…1… DA WAR ER SCHON! 

 

Zu meinem eigenen Erstaunen war es allerdings der „freundliche“ Campingnachbar zu meiner Rechten, dem ich ja nichtmal vor der Aufbautür stand. 

Das wild gewordene Camper „HB-Männchen“ drehte innerhalb von Sekunden auf. Ich dürfte da nicht stehen, alles zu eng, das ginge so nicht, andere Camper wären schließlich auch vorbei gefahren usw. usw. 

Was stellte sich aber letztendlich heraus? Eine ausgelegte Stellplatzübersicht bewies sehr gut, dass ich auf einem „normalen“ eingezeichneten Platz stehe. Plus und so leid es mir tat, der gute Mann und sein Mitcampender Kumpel im 2. Reisemobil (die beide auf mich einschimpften wie auf einen schwerhörigen Esel) wollten unbedingt „Markise an Markise“ stehen. Das führt bei den relativ schmalen Plätzen allerdings dazu, dass ER sozusagen auf 1,5 Plätzen stand und somit also einen Teil „meines“ Platzes belegte. 

Mir vollkommen egal, das Wetter war eh nicht wirklich zum draußen sitzen geeignet und ich wollte den Platz wenn möglich am nächsten Morgen ja wechseln, von daher… von mir aus war alles gut, nur der „Camping-Freund“ bekam sich so gar nicht mehr ein. 

Irgendwann bin ich dann zum Pizza Essen verschwunden, da rief mir der Herr noch hinterher, dass er sich jetzt schriftlich über mich beschweren werde.

Aaaaales klar… go for it!

 

Doch ich sollte weitere „spezielle“ Erfahrungen sammeln… 

Am nächsten Morgen wurde ich von den typischen „Abreise-Geräuschen“ geweckt. Im ersten Moment dachte ich noch, huuuuuch… da habe ich aber lange geschlafen. Doch beim Blick auf die Uhr war es gerade mal 7:16 Uhr. 

Ist vielleicht irgend etwas geschehen? Muss der Platz geräumt werden? Ich war wach, also habe ich mich mal schnell halbwegs „ready“ gemacht und einen Blick vor die Tür geworfen. 

Nein, Gott sei dank ist nichts schlimmes passiert, der Platz musste auch nicht geräumt werden, nur um mich herum herrschte bei einigen Mitcampern das typische klappern vor der Abreise, bzw. 4-5 Stellplätze waren sogar bereits frei, diese Camper sind also schon am selben Morgen abgereist. 

 

Nochmal… das war definitiv VOR 7:30 Uhr!!!

 

Ich habe mich dann schnell hinters Steuer gesetzt und habe mich tatsächlich flott auf einen anderen Stellplatz gestellt. Nicht das mein nervöser Camping Nachbar noch einen Herzkasper vor Aufregung bekommt.

Soooo, jetzt erstmal entspannt Kaffee trinken und überlegen was hier eigentlich gerade los ist.

 

Ich habe mich dann dazu entschlossen das Thema auf Facebook und Insta anzusprechen, bzw. eine Umfrage zu erstellen. 

 

Ist das hier reiner Zufall oder DER neue Camper Trend? Werden Camper jetzt zu „Nachtschicht Pilgern“ a la H-P Kerkelings „Ich bin dann mal weg“. Ganz nach dem Motto, wer früh abreist hat am ehesten Chancen auf einen Stellplatz an einem anderen Ort???

Die IsasWomo Follower konnten wählen zwischen:

JA! Ist mir auch schon aufgefallen.  ODER   NEIN! Habe ich noch nie bemerkt. 

Das Ergebnis war eindeutig…

 

%

JA!

%

Nein!

 

Passen zu dieser Umfrage erreichten mir auch einige persönliche Nachrichten. Darunter Nachrichten wie, was hat das noch mit Urlaub zu tun? Aber auch Erklärungen wie z.B. wir fahren auch immer sehr früh los, allerdings um am nächsten Ort noch etwas vom Tag zu haben. 

 

Puhhhh, die neue Art zu touren???

 

Es kamen aber auch einige Nachrichten die mich in meiner Vorahnung bestätigten, die eindringlichste war sicherlich in dieser Art: 

Mein Mann und ich campen seit über 30 Jahren, mittlerweile sind wir Rentner, haben uns ein Reisemobil gekauft und fahren damit viel herum. Wir möchten allerdings nicht reservieren! Wir möchten spontan entscheiden wann wir wohin fahren, jetzt haben wir die Zeit dafür. 

Da wir allerdings vor allem Orte anfahren in denen auch etwas los ist, haben wir immer wieder festgestellt, wir bekommen am späten Vormittag keinen Platz.

Aus diesem Grund stellen wir uns an Fahrtagen mittlerweile immer um 5:30 Uhr den Wecker, können dann noch schnell Frühstücken und versuchen spätestens ab 7 Uhr auf der Strasse zu sein. Dann fahren wir maximal 200 Kilometer, so dass wir deutlich vor 10 Uhr am nächsten Platz ankommen. So haben wir häufig noch einen der letzten freien Plätze bekommen. 

ECHT JETZT???

.:..

….

Bevor ich gleich weiter auf dieses Thema eingehe, noch eine schnelle weitere Erfahrung. 

Von Lüneburg aus ging es für mich weiter zum Stellplatz in Schleswig. Dadurch, dass morgens früh um mich herum so viel „gerödelt“ wurde, war ich erneut relativ früh wach und somit bereits um 9 Uhr auf dem Weg nach Schleswig. 

Durch die Baustellen und den Elbtunnel hat sich die Fahrzeit etwas verlängert, allerdings war ich bereits um 11:40 Uhr auf dem Stellplatz in Schleswig und hatte NULL Chance auf einen normalen Platz. Ich bin mir sogar sicher, bereits 20 Wohnmobile vor mir, hatten keine Chance!

An einem 08/15 Donnerstag, um 11:40 Uhr Vormittags, mitten im September, bei sehr mäßigen Wetteraussichten. 

Ich kam also am Stellplatz an (zwischen Autobahn Abfahrt und Stellplatz kamen mir bereits 7 Reisemobile entgegen und auf dem Stellplatz selber drehten mindestens ebensoviele ihre Runden)… der Platz war mehr als PROPPEN VOLL!!!

 

Was bedeutet das alles also für den Campingurlaub 2021/2022???

 

Tja ich glaube leider, schöner, entspannter und einfacher wird es erstmal nicht. Ich weiß, viele von euch haben die Hoffnung, dass einige Camper die erst durch Corona zum Reisemobil/ Caravan kamen wieder anders reisen werden. Ja, das kann ich mir zwar auch vorstellen, allerdings nicht wirklich in einem spürbaren Ausmaß. 

Erst im Oktober 2020 wurde die bisher größte Studie zum Thema Camping mit Reisemobil und Caravan von der Unternehmensberatung GSR gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Puls durchgeführt, die nach Aussage der Macher die bislang größte Befragung ihrer Art war.

Diese Studie nutzen übrigens auch einige Hersteller (unter anderem) um ihre Prognosen für die zukünftigen Jahre zu erstellen. Nochmal als kleine Erinnerung und als EINES von GANZ VIELEN möglichen Beispielen!!! Die Knaus Tabbert AG will ihren Umsatz in den nächsten 3,5 Jahren um mehr als 100% steigern. Von aktuell gut 780.000 Euro auf 2 Milliarden. (Wichtig, diese Aussage wurde auf dem Caravan Salon 2021 getätigt, das war vor der Bekanntmachung der Lieferprobleme)

Dies ist eine der zentralen Erkenntnisse einer von der Unternehmensberatung GSR gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Puls durchgeführten Studie zu Reisemobilen und Caravans in Deutschland, die nach Aussage der Macher die bislang größte Befragung ihrer Art ist.

 

Dennoch… die Richtung ist klar, es soll weiterhin STEIL bergauf gehen!

Zurück zu der Studie aus dem vergangenen Jahr:

 

Teilnehmer der Studie

%

Davon selber Camper/ in Zukunft Camper

Hochgerechnet auf die deutsche Bevölkerung

 

Der Studie nach beutetet das also, hochgerechnet auf die gesamte deutsche Bevölkerung, haben 2020  29 MILLIONEN Menschen angegeben, dass sie entweder bereits mit einem Wohnmobil/ Wohnwagen unterwegs sind, oder sich gut vorstellen könnten einen solche Reise zu unternehmen.

 

%

Anstieg an zugelassenen Wohnmobilen seit 2010

%

Anstieg an zugelassenen Wohnwagen seit 2010

Zugelassene Womo & Wowa 2020 in De.

Bau von neuen Campingplätzen seit 2010

Zahl der Stellplätze in De. 2020

Übernachtungen 2019/2020 auf Stell- & Campingp. in De.

 

Das bedeutet also, allein von 2019-2020 gab es 4,3 Millionen mal mehr Übernachtungen auf Stell- und Campingplätzen als je zuvor. Das heißt andersherum auch, insgesamt gab es zwischen 2019 und 2020 26.875.000 Übernachtungen auf deutschen Stell- und Campingplätzen!

 

 

Camping 2021/2022 – Was Jahrzehnte lang galt, funktioniert plötzlich nicht mehr.

 

Vieles was bisher immer galt und irgendwie funktioniert hat, funktioniert heute nicht mehr!

Bisher war es doch eigentlich iiiiiiimmer so (schließen wir lange Wochenenden mal aus), wer über ein Wochenende einen beliebten Stellplatz besuchen möchte, sollte spätestens bis Freitag Mittag angekommen sein. 

Wer ganz sicher gehen möchte und kann, sollte schon Donnerstags anreisen, dann hat man aber sicher keine Probleme. Erst recht nicht außerhalb der Ferien, im Herbst, bei mäßigem Wetter. 

Das kann man leider so allgemein nicht mehr sagen!

Was ich allerdings sehr „fraglich“ finde, ist diese neue „Masche“ frühes abreisen sichert einem einen Platz. Ich meine wo soll das hinführen? Der eine Camper stellt sich um 5 Uhr den Wecker, dann um 4 Uhr und als nächstes herrscht nachts auf den Stellplätzen ein ständiges kommen und gehen? 

 

Prosit Neujahr… auf einen entspannten Urlaub!

 

Das immer mehr Camper zum absoluten Ego-Camper werden, das ist allerdings so ein Punkt, der für mich ein echtes NO GO ist! 

Ich kenne noch Zeiten, wenn es auf den Plätzen mal besonders voll wurde, wurde abends auch mal eben ein bisschen umgeparkt, damit vielleicht der ein oder andere Camper für diese Nacht noch in die Reihe passt. 

Jetzt wird man schon doof angemacht, wenn man einen ausgewiesenen Platz nutzt, weil sich ein Mitcamper besonders breit machen möchte?

Keine Frage, die Ego-Camper die ihre Markise o.ä. unbedingt noch ein Stückchen weiter ausfahren als es sein müsste, die gibt es schon immer. 

Dennoch habe ich gaaaaanz extrem das Gefühl, noch nie war dieses ganze „das ist mein Platz“ Thema so hart umkämpft wie aktuell. 

In Schleswig war es übrigens letztendlich so, dass ich auch da durch Glück wieder auf so einer Art „Notstellplatz“/ Ausweich-Stellplatz-Platz stand. Auch dieser OFFIZIELL Eingezeichnet und vom Betreiber als: „Total ok, sie können hier ganz normal stehen“ bestätigt. 

Und dennoch stand wieder ein mehr als grimmig blickender Nachbar neben dem Pepper, der ständig besonders laut und ruppig seine Tür und Klappen zu knallte und morgens schnell umgeparkt ist. Dabei stand ich nicht auf „seinem“ Platz o.ä. Er war einfach sauer, dass da am Rand überhaupt noch ein anderes Womo stand. 

Naja… es ist wie es ist… erst recht wenn die Plätze so extrem voll sind wie in diesen Jahren.

Ach so und das ganze zieht sich natürlich nicht nur über die Stell- und Campingplätze, sondern auch ganz extrem durchs Netz. „Alt-Camper“ gegen „Corona-Camper“, Kastenwagen mir „Ratsch-Bumm-Tür“ gegen die „viel zu großen” Liner , gerade gestern erst ganz neu… „winterfeste Reisemobile“ gegen „alter Van – früher war alles einfacher und besser Camper“

 

PUHHHHHH LEUTEEEEEE, WAS IST DENN NUR LOS???

 

Ja, egal wie wir es drehen und wenden, wir haben einen erheblichen Stellplatz Mangel! 

Einige Fakten vom letzten Stellplatzgipfel auf dem Caravan Salon: 

 

%

Anstieg zugelassene Reisemobile 2016-2020

%

Anstieg gebauter Stellplätze

%

Anstieg an einzelnen Stellflächen

 

 

Ziemlich eindeutige Zahlen wie ich finde!

 

Dabei ist auch klar, wer iiiiiirgendwo im Grünen einen kleinen ruhigen Stellplatz im „Hinterland“ finden möchte, der wird IMMER irgendwo fündig. 

Aber sobald es um beliebte Orte geht, um Gemeinden in denen etwas los ist um „sehenswertes“, dann wird es knapp und das LEIDER mittlerweile auch im Herbst, außerhalb der Wochenenden. 

Damit müssen wir uns abfinden, denn Lösungen wird es so schnell nicht geben!!! Es sei denn die Lösung heißt, das Reisemobil zu verkaufen. 

Gleichzeitig wird aber auch der Druck gegen „die Camper“ von außen immer größer. Dabei geht mir dieses übertriebene Camper Bashing echt extrem auf den Keks. 

JA! In so vielen Zeilen habe ich mittlerweile über das Thema „Camper Knigge“ geschrieben und mir mühe gegeben euch über positives wie negatives zu informieren.  

GAR KEINE FRAGE, ES GIBT IMMER NOCH VIEL ZU VIELE CAMPER DIE SICH NICHT AN DIE REGELN HALTEN KÖNNEN. 

Und dennoch gibt es auch die hunderttausend Anderen!

Ein Reisemobil besitzen ohne eigenen Unterstellplatz… mittlerweile an vielen Orten fast unmöglich. Zumindest wenn man ruhig schlafen möchte. 

Parkplätze z.B. an den Küsten. Selbst wenn man WIRKLICH nur als Tourist einen Tag in Ort X parken möchte um letztendlich auch noch Geld im Ort zu lassen,  man wird extrem schnell auf irgendeine Art und Weise angemotzt.

Parken auf großen Supermarkt Parkplätzen. Selbst wenn man weit hinten steht, es gibt soooooo oft irgendwen der meint er müsse sich mit 10 cm Abstand davor, dahinter, daneben stellen. 

Wenn man einfach mal nach den Begriffen „Camping Deutschland Wohnmobil Probleme“ googlet gelangt man mittlerweile auf sage und schreibe 13,7 Millionen Ergebnisse. 

 

Camping 20201/2022 – Camper Bashing, Camping Boom und Ego-Camper

 

Wohin führt der Weg?`

 

Ich bin leider fest davon überzeugt, auf vielen Ebenen wird das Campen noch lange nicht entspannter und sollten die Unterhaltskosten für ein Reisemobil demnächst deutlich steigen, wird die Stimmung auf den Plätzen sicherlich nicht besser. Wer immer mehr bezahlen muss, glaubt wahrscheinlich noch schneller, dass ihr/ihm ein besonderer Anspruch zusteht. 

Während der letzten Tagen habe ich den ersten Stellplatz entdeckt, der für „fremdes Entsorgen“ satte 15 Euro sehen will. 

Ich kann eine gewisse Gebühr absolut nachvollziehen, dennoch ist ja die Frage, wohin führen diese Kosten? Wird wirklich irgendwer 15 Euro fürs Entsorgen bezahlen, oder führen solche Gebühren nicht viel eher zu mehr „Fehlverhalten“? 

Und gleichzeitig geben auch die ersten großen Hersteller bekannt, dass sie dem Boom aktuell nicht mehr gewachsen sind und Produktionspausen einlegen müssen, da es ständig zu Lieferengpässen kommt und selbst Lieferzeiten von 1,5 Jahren nicht mehr gehalten werden können. 

Wie gesagt, die Branche und letztendlich WIR Camper haben auf ganz vielen Ebenen Probleme doch eines steht doch auch fest, je stärker wir alle unseren EGO TRIP durchziehen, je ungemütlicher wird es FÜR ALLE auf den Plätzen. 

Oder genießt ihr eure Tour ganz besonders, wenn ihr euch aufgrund irgendwelcher Belanglosigkeiten mit eurem Nachbarn anlegt? 

Ich kann es mir kaum vorstellen! 

Ich glaube ein kleines bisschen mehr “WIR Camper“ haben Lust auf eine entspannte, fröhliche, glückliche Tour und ein Stücken häufiger auch mal mitdenken und sich fragen: “Wie ginge es mir in der Situation, wäre ich nicht auch froh über einen Stellplatz am Abend?” täte der Campingwelt ganz gut. Und ob man nun durch die Pandemie zum Campen kam oder seit 30 Jahren campt… daraus kann man ja nun echt keine Ansprüche erheben.

Das einzige worauf es doch ankommt, ist das Benehmen und die Rücksichtnahme eines jeden Einzelnen!!!

Wenn sich neue Camper gut informieren und “alte” Camper verstehen, dass sich die Zeiten verändert haben, viele Plätze nunmal voll sind und sich darum ALLE ein bisschen mehr bemühen auch langfristig mit der Situation, seinen Mitcampern und dem bisschen mehr Rücksichtnahme klar kommen zu wollen… dann wären viele Touren bestimmt ein ganzes Stück entspannter. 

Dazu vielleicht noch so viel. Nachdem ich in Schleswig auf dem komplett überfüllten Stellplatz stand und eigentlich auf der Suche nach einem anderen Platz war klopfte eine Frau an mein Fenster und fragte: „Sie suchen doch einen Platz, oder?“ JAAAAA! 

Dann fahren Sie mal schnell die Reihe entlang, ganz vorne ist noch ein Ausweichplatz an dem alle vorbei fahren. Da können Sie aber ganz normal stehen. 

Bedankt…. gesagt…. getan…. und von herzen gefreut!

So einfach kann es sein! Denkt doch vielleicht mal drüber nach… 

Bleibt gesund,

Eure

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende

 

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