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Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – In wenigen Wochen beginnen in Deutschland wieder die Sommerferien und der Camping Boom ist immer noch riesengroß. Schon seit Wochen sind die meisten Wohnmobil Vermieter für die Ferien komplett ausgebucht und sobald der große Startschuss “Ferienbeginn” startet, werden tausende Camper durch Europa cruisen und ihren ersten Road Trip erleben.

Auch wenn es momentan fast überall in Europa brechend voll ist, was Stell- und Campingplätze betrifft, ist so eine Womo Tour für mich immer noch die schönste Form zu reisen und ich hoffe doch sehr, dass auch DU diese Reiseform zu lieben lernst.

Ich selbst bin vor einigen Jahren gestartet und hatte aaaabsolut keine Ahnung vom campen, geschweige denn von Wohnmobilen. Es gibt sie zwar, die wuuuunderschönen Bilder un Werbespots, in denen Camper einfach so direkt an einem einsamen Strand stehen und ein großes Lagerfeuer die Nacht erhellt. Wie schön, wie wunder, wunder schön! Doch leider ist das eben die Werbung und auch wenn eine Wohnmobiltour in Realtität mehr Freiheit verspricht als ein normaler Pauschalurlaub, gibt es doch den ein oder anderen Punkt, den jeder Camper wissen sollte und die auch Du auf Deiner ersten Womo Tour beachten solltest. 

Dabei dreht sich diese Hilfe für die erste Wohnmobil Tour nicht um Stellplatz Regeln oder wie der Alltag auf einem Campingplatz abläuft. Hier geht es um 5 Punkte die für Deine Reiseplanung als Neu-Camper und die Tage vor Ort  wichtig sind… zu Deiner Sicherheit und der Sicherheit Deiner Familie!

Also, wenn Du zum ersten Mal ein Wohnmobil gemietet oder gekauft hast und bald zum ersten Mal los tuckern möchtest, sind hier 5 wichtige Tipps, die Du unbedingt beachten solltest:

 

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour und die falschen Vorstellungen an so eine Reise

 

Vielleicht geht es Dir genau so wie vielen, vielen anderen Neu-Campern, Wenn Du an einen Road Trip mit einem Wohnmobil denkst, denkst Du vielleicht an die absolute Freiheit. Du fährst Orte an die Du liebst oder erleben möchtest, stellst dort irgendwo das Wohnmobil ab und hast einfach eine gute Zeit. Abends fällst Du in Dein Bettchen und schläfst eben genau dort, wo Du dich gerade befindest.

Sorry…auch wenn ich Deinen Traum jetzt ein kleines bisschen zerstören muss aber so einfach ist ein Road Trip mit einem Wohnmobil schon lange nicht mehr, diesen Zahn muss ich Dir leider ziehen.

In ganz vielen europäischen Ländern ist das Frei stehen (so nennt man das, wenn Du außerhalb von Stell- oder Campingplätzen schläfst) mittlerweile offiziell verboten und wenn es nicht allgemein verboten ist, gelten meist ganz spezielle Regelungen. So ist es z.B. in Deutschland erlaubt eine Nacht zur „Wiederherstellung der Fahrbereitschaft“ im Wohnmobil zu übernachten. Was dann aber (wenn man es ganz genau nimmt) auch bedeutet, dass Du z.B. kein Alkohol getrunken haben darfst. Bei dieser Regelung geht es also ganz genau genommen, wirklich nur um die volle wiederherstellung Deiner Fahrtüchtigkeit auf Grund von Erschöpfung. 

In Frankreich ist die Regelung wieder eine andere… hier darfst Du zwar offiziell noch frei stehen, aber unter keinen Umständen in der Nähe von Küsten, in Naturschutzgebieten, an Sehenswürdigkeiten oder eben dort, wo es durch weitere Hinweisschilder verboten ist. Wer dennoch an solchen Orten übernachtet, muss mit einem nächtlichen Besuch der Polizei rechnen und das kann RICHTIG teuer werden (in ganz üblen Fällen liegt die Strafe bei weit über 1000 Euro!). 

Wie die einzelnen Regelungen in Europa so aussehen, kannst Du in diesem Artikel erfahren: Frei stehen & wild campen in …?

An eigentlich ALLEN Frei-Steh-Plätzen gilt aber, Campingverhalten verboten. Das bedeutet, wenn es Dir überhaupt erlaubt ist im Wohnmobil zu übernachten, darfst Du aber nicht z.B. vor dem Wohnmobil sitzen, die Markise ausfahren oder gar grillen o.ä. 

Zu den allgemeinen Regelungen kommt seit einigen Jahren auch noch das Problem des immensen Campingbooms. Aktuell sind HUNDERTTAUSENDE Camper in Europa unterwegs und leider gibt es immer wieder Camper, die können sich einfach nicht benehmen.   Was zu Folge hat, dass es immer weniger Orte gibt, an denen man ohne größere Probleme frei stehen kann. Zum einen möchten Gemeinden, dass die örtlichen Stell- und Campingplätze genutzt werden, zum anderen beschweren sich auch immer wieder Anwohner darüber, dass zig Wohnmobile die öffentlichen Parkplätze blockieren, Camper ihren Müll nicht vernünftig entsorgen oder gar (und das ist ein absolutes NO GO!!!!) ihre Toiletten und Abwassertanks einfach in öffentlichen Gullies oder gar in der Natur entsorgen.

Vielleicht hast Du dich schon auf Instagram umgesehen und ja, ich weiß auch, dass es immer noch viele Camper gibt die wochenlang frei stehen. Ich sage mal so, darunter gibt es einige, die den Sinn des frei stehens verstanden haben, niemanden stören, irgendwo weit weg von Touri Orten, Städten oder beliebten Küstenabschnitten stehen und große Tanks haben, um nur alle paar Wochen entsorgen zu müssen. Alles andere, vor allem das frei stehen in Gruppen auf öffentlichen (Strand) Parkplätzen führt leider einfach nur dazu, dass diese Orte immer häufiger durch Schranken und Schilder komplett für Wohnmobile gesperrt werden. Schönen dank!

 

Camping in den Sommerferien - Tipps für den erste Camping Urlaub

Diese typischen vanlife Instagram Bilder sehen toll aus, haben aber zumindest in Europa wenig mit der Realität zu tun.
Photo by: mahir-uysal -unsplash

 

Extra Tipp aus dem Camping Knigge: Wenn ihr seht, dass an einem “Frei-Steh Ort”  (z.B einem kleinen Parkplatz, oder einem schmalen Feldweg) bereits ein Wohnmobil (oder gar 2-3 Wohnmobile) stehen, dann stellt euch bitte NICHT auch noch dazu! Wer frei stehen möchte, sollte dies auch alleine tun und das am besten außerhalb von Ortskernen, Strandparkplätzen oder ähnlichem!!! Frei stehen im Landesinneren, an einem unscheinbaren Ort mitten in der Pampa ist auch heute noch möglich. Wem das aber zu langweilig oder zu unsicher ist, wer Kontakt zu anderen Campern sucht oder den kurzen Weg zum Bäcker, Shops und Cafes, der sollte sich am besten einen Stell- oder Campingplatz suchen. “Kuschel Camping” an öffentlichen Orten sorgt für aufsehen! Ein einzelnes Wohnmobil wird für eine Nacht viel eher von Anwohnern, Förstern und der Polizei verschont, als eine ganze Gruppe von Campern.

Leider ist es aber auch so, dass Stell- und Campingplätze durch den extremen Boom immer voller werden. Wenn Du also z.B. an einem Freitagabend im Sommer einen Stellplatz anfährst, musst Du damit rechenen, dass der gesamte Stellplattz bereits belegt ist.

Gerade in den Monaten zwischen April und Oktober sind die Plätze voll, vorallem wenn Du dich an einem beliebten Ort an Küsten, Seen, Wäldern, großen Städten oder Sehenswürdigkeiten befindest. Wenn Du also mit Kindern reist und ihr gerne einen sicheren Platz an einem schönen Ort haben möchtet, ist es mittlerweile ratsam die Campingplätze weit im vorraus zu reservieren. Einige Campingplätze in Kroatien haben dieses Jahr zum Beispiel bereits im März verkündet, dass sie für die Sommerferien voll belegt sind. Wer erst abends vor Ort auf die Suche geht, muss damit rechenen auch mal 2,3,4, oder 5 Camping bzw. Stellplätze anfahren zu müssen.

Extra Tipp: Frühzeitiges Anreisen ist immer von Vorteil! Gerade innerhalb der Sommermonate kann ich Dir nur den Tip geben bis Mittags anzureisen und die Wochenenden an einem Standort zu verbringen.

Noch ein letzter Satz zu diesem Thema. Leider ist es mittlerweile an vielen Orten auch einfach nicht mehr sicher, Diebesbanden haben es gerne auf schlafende Camper abgesehen.. Bitte bedenke den Punkt Sicherheit auch immer bei der Wahl Deines “Frei-Steh-Platzes”. Mehr über dieses Thema in einem der weiteren Punkte. 

 

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – die richtige Wahl des Campingplatzes

 

Dieser Punkt ist für Dich dann wichtig, wenn Du einen Großteil Deines Urlaubes auf ein und demselben Campingplatz verbringen möchtest, Du also am besten diesen Platz vorab reservierst (und damit häufig auch einen Teil der Campingplatzkosten bezahlen musst) und Du zudem besondere “Bedingungen vor Ort” suchst. In dem Fall solltest Du dich vorab ganz genau über die verschiedenen Campingplätze informieren. Denn wenn Du noch glaubst, Campingplatz ist gleich Campingplatz, dann kann ich Dir sagen… DEM IST NICHT SO!!! Mittlerweile gibt es eigentlich fast genau so viele verschiedene „Campingplatz Arten“, wie es auch Hotels gibt.

Es gibt z.B. 5 Sterne Campingplätze mit ALLEM DRUM UND DRAN… diese Plätze gleichen teilweise kleinen Dörfern.

Hier findest Du Supermärkte, Friseure, Ärzte, Bäckereien und Cafes, sowie riesige Poollandschaften und Wellnessbereiche direkt auf dem Platz.

Es geht aber auch ganz anders, es gibt auch ganz kleine Campingplätze, mit ganz viel Ruhe, alles befindet sich mehr oder weniger auf einer Wiese und bis auf einen Sanitärbereich gibt es kaum anderen Service. Campingplätze sind also ganz, ganz verschieden und das solltest Du vorab wissen und einplanen.

Reist Du mit Kindern, sind spezielle Campingplätze samt Animation, Kids Club und vielen verschiedenen Angeboten wahrscheinlich genau das richtige, oder Campingplätze die einem Bauernhof gleichen werden auch gerne von Eltern gebucht..

Bist Du eher lärmempfindlich, dann solltest Du vielleicht mehr Wert auf ruhige Plätze, ohne Animation, ohne Partys, ohne besondere Spielplätze usw. legen. Reist Du mit Hund, musst Du natürlich vorab abklären ob Hunde auf einem Platz überhaupt erlaubt sind und als aller letztes bleibt natürlich die Frage, wie viel Geld darf so ein Platz für Dich kosten? Denn auch bei den Kosten gibt es himmelweite Unterschiede, es gibt Campingplätze die pro Nacht 15-25 Euro kosten, es gibt aber auch Plätze die pro Nacht 70-80 oder gar (das war bisher das teuerste was ich je in Dänemark gesehen habe) 306 Euro pro Nacht (!!!) kosten.

Wenn Du also zu Deinem ersten Road Trip bzw. Campingurlaub startest und Du weist, Du bleibst einige Tage auf ein und dem selben Platz, (wirst also nicht ständig weiter Touren) dann informiere Dich vorab genau über die Campingplätze in Deiner bevorzugten Urlaubsregion. Überleg Dir genau welcher Platz auf Dich, Deine Familie und die Bedürfnisse aller am besten zutrifft.

 

Action im Campingurlaub - Tipps für Wohnmobil Anfänger

Freizeitangebote auf Campingplätzen können hohe extrem Kosten erzeugen.
Photo by alyssa-moore-unsplash

 

Wenn Du in der Nebensaison reist, also außerhalb der Ferien, gibt es die Möglichkeit spezielle Rabattkarten zu nutzen. Diese Karten können sich echt lohnen und machen sich oftmals bereits ab der 3. Nacht bezahlt. Einen guten Überblick über die aktuellen Camping Rabattkarten findest Du hier: Camping Rabattkarten 2018 

Extra Tipp 1: Es gibt mittlerweile einige wirklich gute Camping Blogger die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben und super hilfreiche Tipps und Campingplatz Beschreibungen veröffentlichen. Neben den großen Magazinen wie Pro Mobil bzw. den passenden Social Media Gruppen auf Facebook oder Pinterest, findest Du z.B. unter den Google Suchergebnissen wie Familiencamping Blog, Camping mit Hund Blog oder Wohnmobil Alleinfahrer Blog tolle Campingplatz Beschreibungen für Familien, Paare, Camper mit Hund oder Alleinreisenden. 

Extra Tipp 2: Wenn Du dich für einen Campingplatz entscheidest, der viele besondere Extras  bietet wie z.B. einen Wasserrutschenpark, Wassersport, Stand Up Paddling, Banana Boat fahren oder sowas wie einen Kinder Abenteuer Kletterpark (es gibt unzählige weitere Angebote) infomiere Dich vorab GANZ GENAU was in den allgemeinen Campingplatzkosten enthalten ist. Häufig werden solche Zusatzleistungen zwar grooooß beworben, vor Ort musst Du dann aber feststellen, dass jedes Kleinigkeit  für „teuer Geld“ extra bezahlt werden muss.

Das kann gerade für Familien extrem ins Geld gehen. Es gibt aber auch Plätze, auf denen die Campingplatzgäste die Attraktionen auch wirklich kostenlos nutzen dürfen, die Attraktionen sind also in den Kosten mit inbegriffen. Wie das jetzt bei Deinem favourisirten Platz genau aussieht, erfährst Du nur durch informieren und genau recherchieren.

Extra Tipp 3: Die meisten Campingplätze müssen teilweise vorab bezahlt werden und die restliche Gebühr dann vorort. Wenn möglich,schau dass Du den gesamten betrag erst bei Abreise bezahlst. So hast Du immer noch eine Möglichkeit, ein „Druckmittel“, in der Hinterhand sollte auf dem Platz mal alles verkehrt laufen.

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – Thema Routenplanung

 

Wenn Du ein ganz normales Wohnmobil (ganz gleich welches Modell)  gemietet hast oder gar einen retro Campervan (z.B. einen alten VW Bulli, übrigens tolle retro Bullies kannst Du z.B. hier mieten: Old Honk – Retro Bullies aus Hamburg)  musst Du unbedingt VIEL MEHR Fahrtzeit einplanen, als Du es vielleicht von einem PKW gewohnt bist. 

Leider lernen ich immer wieder Neu-Camper kennen, die sich z.B. vorgenommen haben ihren Urlaub im Süden Frankreichs zu verbringen. So weit, so schön… natürlich war Ihnen vorab klar, dass so eine Fahrt in den Süden lange dauert und teilweise anstrengend werden kann, ABER…die Fahrt bbzw. Fahrtzeit mit einem Wohnmobil ist NICHT zu vergleichen, mit der Fahrt in einem PKW!!! Du benötigst mit einem normalen Wohnmobil oder gar Bulli deutlich, deutlich mehr Zeit und je nach Wetterlage ist die Fahrt,  durch z.b. Wind, viel anstrengender.

Es ist leider wirklich so, hast Du auch nur mittelstarken Gegenwind oder Seitenwind, merkst Du dies auf einer Wohnmobil Tour deutlich! Erst recht wenn Du dich für ein Alkoven Mobbil entschieden hast. Obwohl sich an Deiner Art zu fahren nichts verändert hat, fährt das Womo plötzlich z.B. nur noch knapp 100 km/h, Du kommst kaum an einem LKW vorbei, oder Du musst das Lenkrad auf jeder Brücke bzw. in den nicht windgeschützten Autobahn Abschnitten festklammern, weil der Seitenwind so deutlich greift.

Wenn Du mit einem normalen Auto z.B. nach Südfrankreich fahren möchtest, dann ist es auch mal durchaus möglich die Strecke an einem laaaangen Tag zu schaffen..

Das ist aber mit der Fahrt in einem Wohnmobil nicht zu vergleichen!!!

 

Tipps für die erste Wohnmobil Tour in den Ferien

So ein alter VW Bulli ist super cool, aber plant unbedingt viel Fahrtzeit ein.
Photo by: christopher-miles- unsplash

 

Es kam in den letzten Jahren so oft vor, dass ich junge Camper kennengelert habe die vollkommen platt am Urlaubsort ankamen, weil sie dachten, sie fahren mal eben zügig in den Süden und haben dann z.B. 10 entspannte Tage vor Ort.

Leider kamen die Neu-Camper dann aber so platt am Urlaubsziel an, dass es erstmal 3-4 Tage gedauert hat, bis beide die Anfahrt verdaut hatten. Da die Rückfahrt eigentlich ähnlich vorgeplant wurde, beide dann aber einsehen mussten, dass ihr Plan so nicht funktionieren würde, mussten sie also alle Pläne vor Ort ändern, zum Teil die letzten beiden Nächte auf einem Campingplatz abbrechen, obwohl diese Nächte bereits bezahlt wurden und früher als eigentlich geplant abreisen. Ansonsten kämen sie wahrscheinlich  ohne jegliche Urlaubsentspannung zuhause an. 

Ich kann Dir also nur den Tipp geben, plane Deine Anfahrt anders, als wenn Du mit einem normalen PKW verreisen würdest!!!! Ich selbst sehe sogar zu, dass ich nicht mehr als maximal 300-400 km am Tag fahre. Ich würde aber sagen, bis ca. 600 km am Stück, samt Stau usw., kannst Du mit einem Womo noch ganz gut packen.

Alles was darüber hinausgeht, wird wirklich sehr anstrengend! Plane also lieber so, dass Du im Umkreis von max. 600 km einen netten Stellplatz oder Campingplatz anfährst (achte auf die Öffnungszeiten des Campingplatztes, nicht das Du erst spät ankommst und dann vor der geschlossenen Schranke stehst), hab dort einen schönen Abend und eine entspannte, gute Nacht, bevor es am nächsten Tag ausgeruht weiter geht.

Das ganze verhält sich etwas anders, wenn Du einen Kastenwagen gemietet oder gekauft hast. Die Kastenwägen fahren meist deutlich schneller und auch die Seitenwinde/ Gegenwinde greifen vergleichsweise weniger stark. Dennoch kann ich Dir auch hier nur den Tipp geben, plan nicht so lange Strecken ein, sonst wird Dein erste Road Trip alles, aber sicher keine Erholung.

Insgesamt gilt, weniger ist mehr. Wenn Du eine ganz normale Reisezeit von 10-14 Tagen hast, plan auch in der Urlaubsregion nicht zu viele Stopps bzw. Sehenswürdigkeiten ein. Wenn Du über den Daumen gepeilt, jeden 3. Tag ein Stück weiter fährst und so Deine Tour planst, sollte Dein erster Road Trip mit einem Wohnmobil einen schönen Mix zwischen sehenswerten Touri-Highlights, Abenteuer und Urlaubsfeeling beinhalten..

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – Parken & Übernachten während der Tour

 

Du möchtest auf Deiner ersten Wohnmobil Tour ins Ausland fahren und hast eigentlich vor, so lange zu fahren wie möglich und dann einige Stunden auf einem Rasthof zu schlafen? Dann gibt es nur eine Regel… MACH DAS NICHT!!!!

Jedes Jahr wieder werden hunderte Camper während des Übernachtens auf Rasthöfen bestohlen. Du hast es mit absolut professionellen Diebesbanden zu tun, die so leise in das Wohnmobil bzw. den Wohnwagen einbrechen, dass Du davon wirklich nichts mitbekommst. Morgends ist dann die Aufregung groß, weil sämtliche Wertsachen gestohlen wurden. ÜBERNACHTE NIEMALS AUF RASTHÖFEN!!! Und das gilt mittlerweile eigentlich für jedes Land, ganz, ganz besonders aber für Süd-Europa. Du ärgrst Dich dumm und dämlich, wenn Du es doch machst und ausgeraubt wirst.

Fahr am besten frühzeitig einen Stellplatz oder Campingplatz an, übernachte dort in Ruhe, erhol Dich und dann geht es am nächsten Tag entspannt und gut gelaunt weiter. Sollte es wirklich mal so sein, dass Du so spät dran bist, dass die Campingplätze bereits geschlossen sind (z.B durch eine stundenlange Vollsperrung), dann fahr zumindest IMMER von der Autobahn ab und übernachte irgendwo in der Einöde, auf einem Feldweg, im Wohngebiet oder Industriegebiet. Diese Bereiche sind auf jeden Fall sicherer (Diebsbanden wollen natürlich möglichst viele Camper bestehlen und fahren somit nur seltenst durch die Einöde) als die Rastplätze oder Autohöfe direkt an den Autobahnen. Mittlerweile gibt es Rasthöfe im Ausland, die direkt einen Leitfaden für bestohlene Camper in verschiedenen Sprachen unter der Ladentheke liegen haben. Es handelt sich also nicht um wenige Einzelfälle, sondern um viele hundert Camper pro Jahr!!!

Und noch ein letzter Satz zu diesem Thema… Du hast von Überfällen auf Camper durch Betäubungsgas gehört? Ich habe lange über dieses Thema recherchiert und sage Dir hier:  Gas Überfalle auf Camper – Was ist da wirklich dran?    warum diese Gasüberfälle sehr, sehr, sehr, unwahrscheinlich sind und wie Du dich am besten schützen kannst. 

 

Tipps für die erste Wohnmobil Tour

Wer wild campen möchte, sollte ruhige und einsame Plätze suchen.
Photo by brina-blum-unsplash

 

Neben dem Übernachten auf Rastplätzen solltest Du aber auch beim parken Deines Womos einige Dinge beachten. Wenn Du z.B. einen dieser typischen Strand oder City Parkplätze nutzt, solltest Du Deine Wertsachen am besten mitnehmen oder zumindest sehr, sehr gut verstecken. Bei gut zu transportierenden Dingen wie Laptops, Kameras und Kreditkarten gilt aber immer, alles mitnehmen. Wohnmobile werden mit Vorliebe auf solchen Strand- und Cityparkplätzen aufgebrochen.  

Wenn ihr im Süden Europas unterwegs seid, gibt es noch ein weiteres Problem. Dort werden immer wieder Wohnmobile und Wohnwagen auf Supermarktparkplätzen aufgebrochen und “ausgeräumt”. Wenn ihr zu zweit unterwegs seid, ist es wirklich ratsam, dass eine Person am Womo bleibt, während die Andere eben einkaufen geht. Übrigens… selbst Vierbeiner helfen da nicht wirklich weiter. Wie ich gehört habe, checken diese Diebe ganz schnell, welcher Hund ein Problem darstellt und welcher Vierbeiner sich über den “unvorhergesehenen Besuch samt Leckerlie” sogar freut 😉

Extra Tipp 1: Ich habe schon von Campern gehört die ganz bewust eine kleinere Summe Bargeld (ich sag mal ca. 50 Euro) gut sichtbar in das Wohnmobil legen, damit Diebe sich dieses Geld schnappen, aber zumindest alles weitere unbeschädigt lassen. Ob dieser Tipp wirklich hilft, ich kann es Dir nicht sicher sagen, aber ich finde die Idee zumindest nicht soooo schlecht.

Extra Tipp 2: Wenn Du einen Stop auf einem Rasthof einlegst, behalte Dein geparktes Womo immer etwas im Auge. So ein Womo/ Wowa Einbruch geht RUCK ZUCK, darum solltest Du Dein vollbeladenes Womo, mit all Deinen Wertsachen, niemals einfach abstellen und Dich dann gedankenlos weit entfernen. In Ruhe auf dem Rasthof essen gehen und dabei das Womo längere Zeit komplett aus den Augen lassen… keine so richtig gute Idee!

 

Hilfe für die erste Wohnmobil Tour – gut vorbereitet fahren

Mir geht es genau so, wie es auch hunderte Postings in den sozialen Medien beweisen, Womo/ Wowa fahren macht hungrig!!! 🙂

Wenn dazu auch noch zig Kilometer Stau und zähfließender Verkehr kommen, dann ist es gleich doppelt wichtig etwas leckeres an Board zu haben, um die gute Laune (und auch die Konzentration) bei allen Reisenden zu halten.

Damit Du nicht an jederm 3. Rasthof halten musst und in Versuchung kommst die teuren Lebensmittel am Rasthof zu kaufen, fahr vorbereitet los. Das gilt natürlich auch für die Fahrten von Spot zu Spot. Gekühlte Getränke, eine große Kanne Kaffee, Gemüsesticks zum Knabbbern, Wraps, Salate im Weckglas und das ein oder andere Stückchen Schoki, eigenen sich super für den kleinen Hunger unterwegs. 

 

Tipps und Hilfen für die erste Wohnmobil Tour zur Ferienzeit

Entspanntes Fahren und viele Pausen gehören einfach zu einer Wohnmobil Tour dazu
Photo by: ramiro-mendes-unsplash

 

Dabei gibt es allerdings eines zu beachten. Wenn Du mit Kindern reist, bzw. mit mehreren Personen, die somit  während der Fahrt hinten im Womo sitzen müssen, rechne damit das diesen Leutsch schlecht werden könnte. 

Je nach Modell kann die Fahrt hinten im Womo ziemlich unangenehm werden, denn das Wohnmobil kann während der Fahrt ordentlich schwanken (hat nicht immer etwas mit dem Wetter zu tun, sondern auch mit dem Straßenbelag, den Achsen und dem Reifendruck oder, oder). Das es Deinen Mitreisenden dann innerhalb kürzester Zeit schlecht wird, kommt leider sehr, sehr häufig vor.

Darum kann es nie schaden, dass Du vor Beginn Deiner Tour in die Apotheke gehst und Dir Reisekaugummies besorgst, diese helfen eigentlich zuverlässig.

Denk bitte auch insgesamt eine ordentliche Reiseapotheke, gerade wenn Du im Ausland unterwegs bist. Ein Schmerzmittel, ein Mittel gegen Magen/Darm, Desinfektionszeug, Kühlpads, Pflaster und Verbandszeug solltest Du immer an Board haben. Eine komplette Liste zum Thema Reiseapo findest Du hier: Reiseapotheke 10 Tipps für einen gesunden Urlaub

Und noch ein letzter Satz zum Thema Womo fahren… Wenn Du an einem schönen, sonnigen Tag reist, denk unbedingt daran vor der Fahrt Sonnencreme zu nutzen (vor allem für den linken Arm des Fahrers, bzw. dem rechter Arm des Beifahrers.) Wenn Du viele Stunden durch die Sonne fährst (und zudem vielleicht auch noch das Fenster geöffent ist) verbrennst Du sonst ruck zuck.

Extra Tipp 1: Wenn Du vor Tourstart gekochte Nudeln, kleine Gemüsewürfelchen (nach Lust und Laune z.B. Tomaten, Paprika, Zucchini, Lauchzwiebeln oder, oder), 1-2 EL Pesto, etwas Pamesan, eine Messerspitze gekörnte Brühe, Saltz und Pfeffer in ein Weckglas schichtest und dieses dann kurz vor dem Verzehren mit ca. 100 ml heißem Wasser übergiest und ordentlich durchschüttelst, hast Du eine super Pasta für die Pause auf dem Rastplatz.

Extra Tipp 2: Eigentlich denke ich, dass ich diesen Punkt gar nicht betonen muss, aber sicher bin ich mir da nicht. Auch wenn Du ein super ehrgeiziger Fahrer bist, bitte denk an genügend Pausen!!! Wenn Du mit einem Hund reist, sind diese Pausen noch gleich doppelt so wichtig. Denn dadurch, dass Du deinen Hund natürlich während der Fahrt sichern musst, bzw. viele Hunde während der Fahrt in einer Box sitzen, trinken sie auchz viel zu wenig. Bitte leg mindestens alle 4 Stunden (besser alle 2-.3 Stunden) eine Pause ein und reich Deinem Hund dann eine extra Portion Wasser. Dies kann man übrigens auch super abseits der Autobahn machen, also in der Nähe einer Abfahrt, denn dort gibt es meist irgendwelche Wälder oder Felder an denen Du eine super gassi Runde drehen kannst. Noch mehr Tipps zum Camping mit Hund findest Du in diesem Bereich:  Camping mit Hund – Hilfen für Camper auf 4 Pfoten

 

Mit dem Wohnmobil auf Stell- und Campingplätzen.

Es muss nicht immer Camping in der Wildnis sein. Auch ein Urlaub auf Campingplätzen kann wunderschön, ruhig oder voller action sein.
Photo by: blake-wisz-unsplash

 

Fazit –  eine Hand voller Hilfe für die erste Wohnmobil Tour

 

So eine reise mit einem Wohnmobil ist wirklich etwas tolles und wie es die Branchen Zahlen bestätigen, aktuell absolut IN! Es ist einfach schön ganz kurzfristig entscheiden zu können, was man an einem Tag unternimmt. Es gibt eigentlich kaum eine andere Reiseform die es einem ermöglicht an einem Tag eine Stadt zu besichtigen, am nächsten Tagg die Küste zu erkunden und am übernaächsten Tag einen Spaziergang durch die z.B. Lavendelfelder der Provence zu unternehmen.

Doch so toll eine Wohnmobiltour auch ist, gerade durch die Massen an Campern die aktuell unterwegs sind, gibt es auch immer mehr Punkte die es zu bedenken gibt, bzs. die ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Tipps für die erste Wohnmobil Tour

Speziell für Dein Pinterest Board

Ich hoffe ich konnte Dir mit diesen 5 Punkten einen kleinen Einblick in die Womo Welt geben, Dir ein Paar Punkte nennen an die Du als Neu-Camper wahrscheinlich noch nie gedacht hast und Dir trotzdem die Lust auf Deinen Road Trip nicht vermiesen. Natürlich gibt es noch viele, viele weitere Tipps und Verhaltensweisen die Du bedenken könntest oder solltest und auch zum Thema “Camping Knigge” gibt es noch sooooo viele wichtige und nicht so ganz wichtige Punkte. Ich habe mich hierbei aber bewusst bemüht, Dir nur 5 Punkte zu nennen die auch nichts mit einer persönlichen Einstellung zum Thema Camping und Road Trip zu tun haben, sondern diese 5 Punkte sollte wirklich jeder Camper wissen und bedenken.

Wenn Du dich jetzt trotzdem noch für weitere Hilfen, Tipps oder No-Goes interessierst, dann schau Dich doch einfach mal in meinem Camping-Starter Bereich um:

ch wünsche Dir (und Deinen Liebsten) eine super schöne Zeit on Tour, ein bisschen Abenteuer, viel Entspannung und noch mehr Genuss für alle Sinne.

 

Kommt gut wieder zuhause an und

 

BLEIB GESUND, DEINE

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