Teilen erwünscht:

Weiter gehts mit dem 2. Teil meiner Tour durch “ Dänemarks Mitte „….

Ich glaube euer letzter Stand war, dass ich mittlerweile gut in Dänemark gelandet bin, die Grenzkontrolle “mit Bravour” bestanden habe und bei meinem ersten Stop in Havestr bemerkt hatte, dass ich Trottel zwar den Hundeanhänger an Bord hatte, aber das passende Rad dazu habe ich im Keller stehen gelassen 🙂 … TOP!

In Havestr blieben Milla und ich 2 Nächte stehen, bevor wir uns dann weiter auf den Weg gemacht haben.

Die große Frage bestand darin… wie fahren wir am besten? Denn einerseits möchte ich unbedingt Kopenhagen sehen, andererseits aber auch die nördlichste Spitze Jütlands mit ihren tollen Stränden und diesem einen Leuchtturm (den auf dem Titelbild). Da Dänemark aber so unglaublich unpraktisch liegt, ist da nicht viel mit “RUNDreise”… so oder so, ich muss doppelte Wege fahren.
Das wäre ja nicht so dramatisch, Dänemark ist ja nicht so groß, es handelt sich ja nicht um tausende Kilometer. Nuuuur, auf dem Weg durch Dänemarks Mitte liegt nicht sehr viel sehenswertes.

Visit Denmark, die offizielle Touri Seite schlechthin, lässt fast die gesamte Region komplett aus… 🙂 iiiiirgendwie auch witzig! Dänemarks Mitte lassen sie mal unter den Tisch fallen, egal, da müssen keine Touristen hin. 🙂

Nichts desto trotz… ich will Kopenhagen erleben, das Wetter sollte erstmal auch nicht so überragend werden, …. also bin ich sozusagen “rechts abgebogen” und hab mich zuerst auf den Weg an die Ostküste Dänemarks auf gemacht. Ich sag ja einfach ganz dreist… in 2-3 Wochen ist bestimmt nur noch strahlender Sonnenschein angesagt, da lohnt es sich viel eher ans Meer zu fahren!

Und wehe Petrus spielt nicht mit!

1. Halt in Dänemark ... Haderslev

2. Halt in Dänemark - Faaborg

3. Halt in Dänemark - Skaelskor/ Slagelse

Also, auf durchs platte Land Dänemarks Mitte – immer gen Osten!

Dänemark Spezial, Faaborg am Abend

Abendstimmung in Faaborg

 

Nach Harvestr lag mein nächster Halt in Faarborg… Erneut eine Küstenstadt und erneut ein Stellplatz am Hafen.

Bei meiner Ankunft hatte ich mal wieder Schwein und konnte mich so schön am Rand des kleinen Stellplatzes “ausbreiten”. Ich weiß nicht ob das jedem so geht, aber ich stehe ja immer ganz besonders gerne an den äußersten Punkten eines Stellplatzes… Tür auf und kein anderes Womo in Sicht. Das ist mir, gerade mit Milla, deutlich lieber als ein Platz mittendrin. Wobei ich mittlerweile glaube, es gibt auch einige Leute die gern in der Mitte stehen… gut so, so passt es ja wieder!
Und ich hatte wirklich Glück mit meinem Platz, denn es wurde voll und zwar so richtig…

Hinterher standen 8 Womos auf 5 Plätzen… kuschelcamping extrem! Aber wie gesagt, für mich war es  kein Problem, ich stand am Rand und hatte mehr Platz als ich benötigte.

Faarborg ist eine wirklich richtig, richtig schöne Stadt!

Faaborg City, schön zu sehen, einen Stop wert

Faaborg City,

Solltet ihr in Dänemark unterwegs sein und euch z.B. auch auf den Weg in Richtung Kopenhagen auf machen … ein Halt lohnt sich! Eine tolle kleine Stadt mit alten Pflasterstein Gassen, Cafés und vielen „Aktivitäten“.
Samstag Vormittag saßen Milla und ich auf dem Marktplatz in einem kleinen Cafe als plötzlich eine hiesige Band die kleine Bühne übernahm und drauf los spielte. Gute Musik, richtig gute Musik und innerhalb von Minuten waren alle Cafe Plätze auf dem gesamten Marktplatz besetzt. Es waren aber auch endlich mal wieder richtig sonnige Stunden und ich hatte so das Gefühl , ganz Faaborg ist auf den Beinen.

Dänisches Eis in Faaborg :-)

Hmmmmmm, dat war lecker… Dänisches Eis!

Und trotzdem war ich die ganzen Tage noch nicht im richtigen “Urlaubsfeeling”! Vielleicht auch wegen der nicht stattgefundenen Pressereise, aber ich hab mich selbst total gestresst! Ich hab/ hatte die ganze Zeit das Gefühl, los, los, los du musst jetzt was erleben und darfst nichts verpassen!
Ich weiß nicht wie oft ich in den letzten Tagen ins Internet geschaut habe um zu checken, ob es auf dem Weg nicht doch eine “wichtige” Sehenswürdigkeit gibt, die ich vielleicht verpassen könnte.
Total idiotisch!!!!
Aus diesem Grund habe ich mir auch extra Sonntag eine Fahrpause verordnet. Eigentlich wollte ich bereits Sonntag weiter fahren, aber NEIN, NEIN, NEIN … nichts tun ist angesagt, wuuuuusaaaaar …. ENTSPANNUNG!
Und ich glaube dieser Tag hat sich echt gelohnt…

Die Hunde Omi träumt!

Meine kleine Hundeomi…wer so viel erlebt darf auch tief und fest schlafen

 

Der Stellplatz in Faaborg…

Der kleine Stellplatz bietet das volle Programm, Strom, Toiletten, Duschen usw… allerdings kostet er auch mal wieder satte 20 Euro! In dieser Hinsicht ist Dänemark echt “übertrieben” teuer! Aber es ist egal wo man hin fährt, wenn es nicht gerade Plätze wirklich am aaaaaabsoluten ADW sind, kosten die Plätze zwischen 15 und 25 Euro… und die Campingplätze noch mehr!

Mein Tipp… wer diese Preise von euch nicht mit machen möchte, sollte auf keinen Fall in der Hauptsaison reisen. Fahrt zu anderen Zeiten und dann mit der ACSI Card, denn diese wird auf relativ vielen dänischen Campingplätzen akzeptiert, allerdings eben nur außerhalb der Hauptsaison.

Faaborg ist definitiv ein schöner Ort… allerdings haben wir heute morgen auch eine etwas “peinliche” Bekanntschaft gemacht…. 🙂

Wait, wait, wait… ich bin ein Zechpreller!

In Faaborg ist es so, dass man die Gebühr für den Stellplatz an einem Automaten bezahlt, sowohl Bar als auch mit Karte … alles möglich! Da können sich einige deutsche Stellplätze mal eine Scheibe von abschneiden… aber gut, weiter im Text!.

Man bezahlt an diesem Automaten eine Nacht, bekommt dann eine Karte mit der man Strom bekommen kann und auch die Türen der Dusche/ Toilette öffnen sich mit dieser Karte. Höchstparkdauer auf diesem Stellplatz sind 3 Tage und laut Zettel ist es so, wenn man die Karte nach 10 Tagen noch nicht wieder abgegeben hat, werden Gebühren für diese 10 Tage in Rechnung gestellt.

Jetzt hatte ich angenommen, man “kauft” mit der ersten Übernachtung diese Karte, und da ich insgesamt 3 Nächte geblieben bin, gehen ich am Ende der Zeit zum Automaten, “stecke die Karte da rein” und bezahle die fälligen Gebühren für die 2. und 3. Nacht.
FALSCH GEDACHT!!!!

Gestern Morgen, 6:17 Uhr…. POOOOK, POOOK, POOOOOK …. das dänische Ordnungsamt 🙂 !
Im ersten Moment, ich hatte noch tief und fest geschlafen, hab ich gar nichts kapiert… aber mit einem Blick aus meinem kleinen Alkhofen Fenster sah ich dann die beiden Herren.
Leider war ich noch soooo verschlafen, dass ich erstmal das Alkhoven Fenster geöffnet habe, meinen halben Kopp samt einem Arm da durch gesteckt habe und immer gerufen habe, wait, wait….. wait ! 🙂 Mehr viel mir in diesem Moment nicht ein!
Nachdem ich dann mit einigem Zerren meine Kopf wieder aus diesem kleinen Fensterchen hatte, musste ich erstmal meine Gräten sortieren und aus dem Alkhoven krabbeln… Mittlerweile bemerkte auch mein super Wachhund was Sache ist und bellte so laut… ich wette mit euch, der gesamte Stellplatz war danach wach!

 

Juhuuuu, da freut sich doch jeder…. so im Urlaub… um 6:17 Uhr!

Damit ich den Leuten dann nicht in meinem weißen UnterhemdCHEN und Schlafi Hose entgegentrete, musste ich erstmal schnell eine Jacke suchen, bevor ich dann endlich …. wait, wait, wait :-)…. die Tür öffnen konnte.
In solchen Situationen liebe ich ja meine geteilte Tür… unten bleibt zu, oben mache ich offen… das ist wirklich praktisch und ich verstehe null, warum diese Türen bei den ganzen neuen Modellen abgeschafft wurden?

Naja, die beiden Beamten waren nett aber schon sehr ernst!
Sie haben auf meinem Ticket gesehen, dass ich ja nur für eine Nacht bezahlt hatte und sie wollten jetzt doch gerne mal wissen was das soll???

Zum Glück verstanden die beiden sehr gut deutsch und ich erklärte ihnen, dass ich heute abreise und dementsprechend heute mein Ticket für die weiteren Tage bezahle.

Leider war das falsch gedacht… Diese Karte galt nur für zusätzliche Dusch Kosten… diese würden bei Abreise nachträglich , je nach verbrauch,  beglichen… Das Ticket für den eigentlichen Stellplatz hätte ich jeden Tag neu kaufen müssen, denn dies läuft NICHT über die Karte.
Naja… kommt, hätte doch sein können und ich meine, das gibt es doch auch in Deutschland hin und wieder, dass man mit dieser Karte am Ende bezahlt, oder zwischendurch… je nachdem wie man mag.
Hauptsache die Rechnung ist beglichen bevor man wieder abdüst.

Naja hier war es auf jeden Fall anders und ich glaube die beiden wollten mir auch erst eine saftige Strafe aufbrummen… dann hab ich aber doch meine Jacke ausgezogen… NEIN QUATSCH!!!! 🙂
Sie haben dann gegenseitig Blicke getauscht und fanden meine Erklärung anscheinend auch nicht wirklich abwägig… ich dachte ja auch ECHT, so würde es laufen! Zumal schon am Samstag und Sonntag mehrfach kontrolliert wurde und da hat nie jemand was gesagt. Anscheinend haben die Kontrolleure  nicht wirklich gut auf meine “Karten Quittung” hinter der Windschutzscheibe geschaut.

Naja, lange rede kurzer Sinn… sie haben mir geglaubt, aaaaaber… ich musste dann zumindest ein weiteres Ticket für eine weitere  Nacht, die ich ja gar nicht mehr dort verbringe, kaufen, dann extra zum Ordnungsamt Büro im Hafen fahren und ihnen dort vorlegen.
Das hab ich natürlich getan und so darf ich Faarborg sicherlich auch noch ein zweitesmal “ansteuern”…. sollte ich nochmal in der Ecke sein.

Soviel zum Thema WAIT, WAIT, WAIT in Dänemarks Mitte 🙂 !

Brücken Dänemark

Die Brücke über den großen Belt Dänemark… Vorsicht MAUT!

Nachdem ich um zwanzig nach 6 Uhr richtig wach war, blieb ich es auch und so kam es, dass wir schon um halb zehn on the Road waren.Das ist mir ja noch nie passiert! 😉

Satte 130 km waren es bis zu meinem aktuellen Ziel… Skaelskor/ Slagelse und ratet mal… es ist wieder eine Hafenstadt mit Stellplatz am Jachthafen 🙂

Auf dem Weg hierher, mussten wir über die Storebaeltsbroen Brücke… die riesig lange Brücke vom einen Teil Dänemark ‘s zum anderen… über den “Großen Belt”. Eine echt beeindruckende Fahrt. Auf ca. der Mitte der Brücke befindet sich eine super süße Insel samt Leuchtturm und einem einzigen Haus. Gerne hätte ich mich da mal näher umgesehen, aber da gab es keine Abfahrt o.ä. Ich glaube diese Insel erreicht man tatsächlich nur mit dem Boot, wenn man sie überhaupt betreten darf.

Genau so beeindruckend wie die Fahrt über diese rieeeeesige Brücke, waren am Ende auch die Mautkosten. Hätte ich ESEL mal eher gewusst, dass diese Brücke Maut kostet! Man eyyyyy. Da verbringe ich Stunden im Netz auf der Suche nach interessanten Dingen auf der Strecke, aber über diese Brücke mache ich mir KEINE Gedanken! Ich Idiot!

Ich habe mich zwar in so fern schlau gemacht, als dass ich wusste, dass die Brücke etwas “besonderes” ist, aber ich habe NULL an Mautkosten gedacht!
Hätte ich dies getan, hätte ich mal eben den Fahrradträger abgenommen und ins Womo gelegt, wäre ich eine ganze Preisklasse tiefer geblieben.
Mit Träger ist das Womo ein paar cm über 6 Meter lang, ohne den Träger 5,98m und bis 6 Meter hätte mich die Überfahrt ⅓ weniger gekostet. Bei einem Preis von wahnsinnigen 50 Euro für eine Brücken Fahrt, schon ganz schön krass… und doppelt dämlich von mir… vor allem weil ja eh kein Rad auf dem Träger ist! 🙁

Naja, als ich bezahlen musste, war es zu spät, es folgten… MINI STRASSEN!

 

Kleine Straßen in Dänemarks Mitte

Schmale Strässchen auf dem platten Land in Dänemarks Mitte… Hauptsache es kommt nie jemand von vorne.

Nach dieser Überfahrt ging es noch 14 km weiter und ich wunderte mich schon, das ich für 14 km laut Navi 40 Min brauchen sollte… je kleiner die Straßen wurde, je deutlicher wurde mir die Navi Angabe.

Mensch, mensch, mensch… eigentlich eine echt schöne Strecke, aber auch nur weil fast nie jemand von vorne kam.
An manchen Stellen war der Weg echt so schmal, wäre da ein anderes Fahrzeug von vorne gekommen, keine Ahnung, aber einer hätte zurück gemusst…. und das zum Teil ganz schön weit!

Aber, alles ging gut und als ich dann am Stellplatz ankam hatte ich wieeeeeder…. SCHWEIN ! 🙂

Ich hab schon schlechter gestanden

Meine Pole Position auf dem Stellplatz Skaelskor

Gerade als ich auf fuhr, fuhr ein anderes Womo vom Platz und so bekamen wir den 1. Platz, in 1. Reihe! Mehr Pole Position geht nicht und sowohl hinter mir, als auch neben mir ist nichts weiter als Meer! 🙂

Hier auf dem Platz in Skaelskor gibt es auch wieder ein wunderbares W-LAN Netz, das klappt hier in Dänemark echt ausgesprochen gut.

Hier lässt es sich wunderbar arbeiten, man muss nur aufpassen nicht weg zu fliegen

Hier lässt es sich gut arbeiten, Skaelskor Dänemark

Gestern haben wir schon eine kleine Tour durch den Hafen und die Stadt unternommen, das sieht wieder nach einem sehr, sehr süßen Ort aus… einziges Problemchen… es regnet mal wieder…. seit Stunden….

Aber nachts finde ich diesen Regen ja seeeehr gemütlich und so hatten wir eine wunderbare Nacht samt leisem Wellenrauschen. Aktuell sitze ich gerade vor dem Womo und Tippe euch diese Zeilen. Netter weise gibt es hier in der ersten Reihe auch direkt eine Bank und einen kleinen Tisch… besetzt ! 🙂

 

Road Trip durch Dänemark, Skaelskor, Endelse... Mein Blick aus der Pole Position

Mein Ausblick über den Hafen von Skaelskor

Wie es mit dem Wetter auf unserer Tour weiter geht und was uns sonst alles  passiert, erfahrt ihr natürlich auch weiterhin im Tourbuch.
Ihr habe den ersten Teil verpasst, oder die allgemeinen Tipps zu Dänemark nicht gelesen? Dann findet ihr beide Links hier:

Dänemark SPEZIAL 2017 – Allgemeine Infos zu Dänemark und meiner Tour

Mit dem Wohnmobil in Dänemark – Tourbuch Teil 1

Bis in ein paar Tagen… liebe Grüße uuuuund forblive sunde!

IsasWomo, das Reisemagazin für Alleinreisende