Wintercamping- Tipps und TricksMit rieeeeesen Schritten geht es auf die Wintersaison zu und das Thema Wintercamping beherrscht mehr und mehr die verschiedenen Camping Gruppen. Darum dachte ich mir, es wird Zeit euch ein paar ganz allgemeine Wintercamping Tipps zu geben. Gerade in der kalten Jahreszeit können sich verpasste Vorbereitungen rächen. Aber, mit einem kleinen bisschen mehr Planung, könnt ihr auch im Winter grandiose Campingtage erleben. Vieeeelleicht sogar schönere als im gesamten restlichen Jahr ?!?!!

 

Noch bevor es los gehen kann:

 

Bevor ihr überhaupt plant zum Wintercamping aufzubrechen, ist es im Winterhalbjahr ganz wichtig sich die Camping und Stellplatz App’s oder Atlanten GUT durch zu lesen. Viele Campingplätze und auch immer mehr Stellplätze schließen zum Winter hin die Pforten. Also informiert euch vor ab , ob euer “ Lieblingsplatz“ noch geöffnet hat. Es ist so ärgerlich, wenn man endlich am Stellplatz ankommt und dann vor geschlossenen Toren steht. Das wäre echt kein toller Start in ein Wintercamping Abenteuer.

Ein weiterer ganz wichtiger Punkt ist, solltet ihr ins Ausland fahren wollen, erkundigt euch genau über die Rechtslage bezüglich einer Winterreifenpflicht. Das bei uns übliche System gilt NICHT für ganz Europa. Teilweise gibt es sogar bestimmte Regelungen für einzelne Regionen oder sogar einzelne Strassen innerhalb eines Landes. Die Informationen im Netz zu dem Thema sind extrem “ durcheinander“, veraltert oder unwahr. Ich kann euch nur den Tipp geben auf den offiziellen Touristik Seiten der Länder zu schauen oder euch direkt beim ADAC zu erkundigen.

 

Weiter geht es mit einer etwas veränderten allgemeinen Womo bzw. Wowa Ausstattung.

 

Für die Wintercamping Saison solltet ihr 3-4 Dinge immer im Womo/ Wowa belassen, bzw. eure Grundausstattung um 3-4 Produkte aufstocken.

Dies wären:

  • Etwas Sand oder Splitt! Sollte es sehr eisig werden, bekommt ihr durch den Sand / Split  etwas mehr “ Grip“ um dann überhaupt von der Parzelle zu kommen.
  • 2 Holzbretter oder diese Alu “ Netz Stege“ die es auch auf Baustellen (Gerüstbau) gibt. Steht ihr auf einer Wiese und es fängt an zu tauen, fahrt ihr euch schneller fest, als ihr schauen könnt. Darum ist es auch wichtig, solltet ihr das Gefühl haben ihr könntet euch fest fahren, nutzt die Bretter/ Stege sofort und lasst nicht erst die Reifen lange durchdrehen. Dadurch wird das “ los Fahren“ nur immer schwieriger. Übrigens, meine Erfahrungen haben gezeigt, die kleinen Plastik Gitter die man passend zu den Auffahrtkeilen kaufen kann, bringen eigentlich gar nichts!
  • Mein Tipp:

    Wer keinen Platz hat für 2 stabile Holzbretter… Diese einfachen, festen, großen Fußmatten ( Drahtgeflecht mit braunen, schrubber Borsten, relativ schwer) können zur Not schon deutlich weiter helfen.

  • Ein langer, großer Besen ( kein Handfeger!!!). Sollte viel Schnee fallen, ist es von Vorteil diesen möglichst zügig wieder vom Dach zu lösen, noch bevor er komplett fest friert. Zum einen ist dies ganz wichtig für anstehende Fahrten, damit die Fahrzeuge hinter euch nicht von euren Schnee und Eisplatten getroffen werden. Des weiteren müsst ihr unbedingt darauf achten, dass eure „Zwangsbelüftung“ nicht vom Schnee verschlossen wurde. Gerade wenn dieser “ Kamin“ auf dem Dach ist, passiert es relativ schnell, dass die Zwangsbelüftung von Schnee und Eis verschlossen wird!  Abgesehen davon… Eine Solarplatte die mit Schnee bedeckt ist, kann natürlich keinen Strom liefern.
  • Eine Leiter oder zumindest ein “ ordentlicher Hocker“, um den Schnee auch komplett vom Dach zu bekommen. Sehr praktisch ist in dem Fall diese Leiter, die man ganz klein und eng zusammen schieben kann. Übrigens… Die Leiter hinten am Alkhoven Womo bringen wenig, wenn man weit vorne auf dem Womo Dach den Schnee entfernen möchte. Zudem… aufgepasst vor Gängen auf das Womo Dach… zumindest bei den normalen Wohnmobilen. Es entstehen ganz schnell kleinste Haarrisse und minimale Undichtigkeiten im Bereich der Fenster Dichtungen… gerade bei älteren Fahrzeugen solltet ihr am besten nie auf das Dach steigen!

 

Thema Wohnmobile/ Wohnwagen/ Auto auf das Wintercamping vorbereiten:

Eure Reifen sollten noch eine mindest Profiltiefe von 4 mm haben… je mehr- je besser!

Innerhalb Deutschlands gibt es keine allgemein gültige Winterreifen Pflicht die besagt z.B. von Oktober bis Ostern MÜSSEN Winterreifen oder Ganzjahresreifen genutzt werden. Bei folgenden Wetterbedingungen braucht ihr allerdings Winterreifen,ansonsten könnt ihr bei einem Unfall schwerwiegende Probleme mit eurer Versicherung bekommen:

Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis und Reifglätte sind Winterreifen bzw. S/W Reifen vorgeschrieben.

Diese “ Regelung“ gilt allerdings nur für Wohnmobile und Zugfahrzeuge. Wohnwagen und Anhänger sind eigentlich nicht von dieser Regelung betroffen. Wer allerdings Verantwortungsbewusst handeln möchte, achtet natürlich auch auf die Reifen des Wohnwagens!

Ich denke, ganz logisch sollte allerdings ein Thema sein! Wer in schneereiche Regionen fährt, sollte NATÜRLICH Winterreifen aufziehen und dort nicht „nur“ mit Ganzjahresreifen herum kurven wollen. Für verschiedene Regionen in Europa gibt es im Winter zudem Schneeketten Pflicht. Wer also in sehr schneereiche Regionen fährt, sollte sich gut informieren und am besten auch von vorneherein passende Schneeketten ins Auto legen.

Vorsicht bei sogenannten “ Autosocks“, diese werden anscheinend nicht überall in Europa als Schneeketten Ersatz anerkannt. Wäre ja total doof, wenn ihr euch extra diese “ Teile“ kauft, dann geschieht doch ein Unfall und ihr bekommt Probleme weil die „Autosocks“ nicht anerkannt werden.

Letzter wichtiger Punkt! Denkt an einen ausreichenden Gefrierschutz eures Waschanlagen Wassers, schlechte Sicht, schmutzige Scheiben und eine zugefrorene Scheibenwischanlage ist eine ganz blöde Kombination.

 

Letztes Thema, camper Leben beim Wintercamping

 

Ein Problem das im Wintercamping Alltag immer wieder hervor tritt ist die „ständige Nässe“. Wer längere Zeit an einem Ort steht, sollte sich vielleicht mal Gedanken um ein Vorzelt machen. Da gibt es auch für Wohnmobile und Vans mittlerweile super tolle, kleine Dinge.

So ein “ kleines“ Womo Eingangs Vorzelt, dass hätte ich auch gerne !!! ( so unter uns gesagt! 🙂 )

Dazu ist eine „abtropf Unterlage“ für die Winterschuhe extrem praktisch, denn ansonsten stehen die nassen Winterschuhe immer im Womo / Wowa herum und hinterlassen ihre Pfützen.

Mein persönlicher Tipp zum Thema “ Nässe„…

Lasst lieber einen dicken Pulli zuhause und nehmt dafür eine warme Jacke mehr mit! Es ist soooooo unangenehm, wenn die Winterjacke noch feucht ist und man die feuchten Sachen anziehen muss. Ich spreche aus “ dicker Erkältungserfahrung“, nehmt mindestens 2, am besten 3 warme Jacken mit!

Dar nächste wichtige Punkt für muckelige Wintercamping Tage heißt GAS, GAS, GAS !!! Eigentlich jeder Camper den ich so kenne, hatte schon Probleme mit dem Thema! Abends muckelig warm ins Bett gegangen und morgens war es plötzlich ar…  kalt! Das GAS war LEER !!! Ihr solltet IMMER, IMMER, IMMER darauf achten, dass ihr eine 2. VOLLE Gasflasche dabei habt. Wer ein bisschen Geld investieren möchte, ein automatisches Umschaltsystem von der leeren auf die volle Gasflasche, ist schon eine schöne Lösung !

Wer meist eh am Strom steht, sollte sich vielleicht noch einen kleinen Heizlüfter besorgen. So seit ihr immer auf der sicheren Seite. Nur Finger weg von den billigen 12 Volt teilen, die bringen nichts!. Nichts ist blöder beim Wintercamping, als wenn man im Womo/Wowa frieren muss, somit ist das Thema heizen gaaaaanz wichtig!! ( Tipp zum Thema Heizlüfter findet ihr im DIY Bericht, Link ist unten)

Der letzte wichtiger Punkt für ein gelungenes Wintercamping, nehmt einen großen Eimer oder eine große Schüssel mit, die UNTER das Womo passt! Um zu vermeiden das euch das Grauwasser in den Leitungen um im Tank gefriert, ist es nötig den Abwasserhahn offen zu lassen. Dies klappt aber nur, wenn das Grauwasser dann in einen Eimer/ eine große Schüssel ablaufen kann, dazu muss diese aber auch unter das Womo/ unter den Ablauf passen.

 

Noch mehr zum Thema Winter + Camping auf IsasWomo

 

Wenn ihr also auch mal auf Wintercamping Tour gehen möchtet, solltet ihr, so wie oben beschrieben, gut vorbereitet sein. Möchtet ihr noch weitere Infos zum Thema, dann schaut euch doch mal auf dem Blog um ( jetzt neue Menü Kategorie “ Winter special“ unter den Tipps und Tricks im Hauptmenü. Dort findet ihr jetzt alle bestehenden Artikel auf dem Blog zum Thema “ Winter“  Link zum Winter spezial Menüoder nutzt diese beiden Links zu einzelnen Artikeln.. Dort findet ihr einmal wichtige Tipps zum Thema Womo winterfest machen. Plus einen weiteren Artikel wie ihr auf einfache und günstige Weise das Womo “ muckelig“ bekommt.

Womo do it yourself winterfest machen

Anleitung um das Womo winterfest zu machen

 

 

Ich wünsche euch auf jeden Fall eine wunderschöne Wintercamping Saison und eines kann ich euch versprechen… Wintercamping hat was ganz besonderes und muss sich ja auch nicht immer in den Bergen abspielen. Für mich persönlich beginnt jetzt das Halbjahr welches ich am aller liebsten mag! Die Stellplätze sind nicht mehr so voll, alles läuft ein bisschen ruhiger ab und eine Womo Weihnachtsmarkt Tour ist soooooooooo schön !

Also, bereitet euch und das Womo auf die kommenden Monate vor und genießt dann das Wintercamping in vollen Zügen.

 

Bleibt gesund, eure

 

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